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Gesundheit fĂźr NĂźrnberg und die Region 1|20

Fokus: Pflege // ab S. 22 Uwe Niklas


Impressum Herausgeber Klinikum Nürnberg Prof.-Ernst-Nathan-Str. 1 90419 Nürnberg V.i.S.d.P. Barbara Lay Redaktionsleitung Barbara Lager Redaktion Barbara Lager (bl) Friedrich Münch (fm) Bernd Siegler (bs) Doris Strahler (ds) Daniel Voigt (dv) Fotonachweis siehe Hinweise auf den Bildern Gestaltung Michaela Meth Druck hofmann infocom GmbH, Nürnberg Auflage 17.000, Juni 2020 In den Veröffentlichungen des Klinikums Nürnberg sind immer sämtliche Geschlechter angesprochen. Aus Gründen der Lesbarkeit verzichten wir jedoch an manchen Stellen auf die explizite Nennung aller Formen. Kontakt Sie haben Ideen oder Anregungen für die nächsten Ausgaben des KlinikumMagazins? Sehr gerne! Oder möchten Sie das KlinikumMagazin abonnieren? Schreiben Sie uns: magazin@ klinikum-nuernberg.de Bleiben Sie mit uns in Kontakt! In den sozialen Medien facebook, Twitter und YouTube, auf unserem Blog www.life.klinikum-nuernberg.de oder unserer Webseite www.klinikum-nuernberg.de     

Danke! Die COVID -19-Pandemie fordert von uns allen sehr viel. Mit viel Einsatz, Verständnis und Rücksichtnahme schaffen wir es gemeinsam, diese Situation zu meistern. Dafür möchten wir Ihnen allen danken: … unseren Mitarbeitern für Ihr tägliches Engagement in allen Bereichen des Klinikums Nürnberg – von A wie Apotheke bis Z wie Zentrallager … unseren Patienten für ihr Verständnis für die Einschränkungen bei Besuchen und persönlichen Schutzmaßnahmen und das entgegengebrachte Vertrauen … allen Angehörigen für ihr Verständnis für notwendige Maßnahmen zum Infektionsschutz … unseren vielen großzügigen Spendern für ihre unbürokratische Unterstützung Herzlich Ihr Vorstand des Klinikums Nürnberg


Liebe Leserin, lieber Leser, auch wenn die COVID-19-Pandemie uns alle in Atem hält, möchten wir trotzdem – und gerade deshalb – das Jahr 2020 auch als Jahr der Pflege in Erinnerung behalten. Als Anfang des Jahres die rasante Ausbreitung und die Folgen von COVID-19 noch nicht absehbar waren, hat die WHO dieses Jahr zum internationalen Jahr der Pflegenden und Hebammen ausgerufen. Diese so wichtigen Berufsgruppen zu würdigen und zu stärken, ist Zweck dieser Aktion.

Editorial

Das ist natürlich gerade in der aktuellen Situation ganz in unserem Sinne! Denn im Klinikum Nürnberg arbeiten unterschiedliche Mitarbeiter aus vielen Bereichen der Pflege tagtäglich daran, alle unsere Patienten bestmöglich zu versorgen. Gemeinsam mit unserer Ärzteschaft und noch vielen anderen Berufsgruppen, die unser Haus aufrechterhalten. Passend zu diesem internationalen Ereignis sind wir stolz auf das 100-jährige Jubiläum unserer Berufsfachschule für Pflege. Als eine der größten Krankenpflegeschulen in Bayern bilden wir hier jährlich rund 500 Schüler in verschiedenen Pflegeberufen aus. In dieser Ausgabe erfahren Sie mehr darüber, was sich in den letzten 100 Jahren in der Pflege getan hat und wie es in der Zukunft weitergeht. Neben diesem Thema widmen wir uns in dieser Ausgabe natürlich auch wieder vielen anderen interessanten Geschichten und Personen aus unserem Haus – allerdings im ganz neuen Look! Denn aus der KlinikumZeitung ist das KlinikumMagazin geworden. Nehmen Sie sich einfach ein paar Minuten Zeit für dieses neue Format, lassen Sie sich unterhalten und lernen Sie ganz nebenbei das Klinikum Nürnberg, die Krankenhäuser Nürnberger Land und alle Mitarbeiter aus ganz neuen Blickwinkeln kennen. Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen! Herzlich Ihr

Giulia Iannicelli

Prof. Dr. med. Achim Jockwig Vorstandsvorsitzender Klinikum Nürnberg

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Mensch und Medizin

Gesundheit und Leben

5 Danke! Das Klinikum Nürnberg dankt allen Spendern

16 Zecken: Die kleine große Gefahr Warum eine FSME-Impfung sinnvoll ist

6 Von Asthma, Bronchitis und Pfeifenputzern Einblicke in die Kinder-Pneumologie

18 Dreifach stark gegen Krebs bei Frauen Spezialberatung für Tumorpatientinnen

7 Lachen ist die beste Medizin! Witze aus dem Automaten für psychisch kranke

20 Kurz und knapp Neuigkeiten und Veranstaltungen in und um

Kinder und Jugendliche  8 Die Hälfte der Unfälle ist vermeidbar Verbrennung bei Kindern am besten vorbeugen

10 Wissen für Kids: Achtung, heiß! Emma und Paul entdecken, wo es zuhause   gefährlich werden kann

12 Dem guten Schlaf auf der Spur Unterwegs im Schlaflabor 13 Volkskrankheit Depression Weit verbreitet – aber behandelbar! 14 Wenn jede Minute entscheidet Das ALIVE-Projekt rettet Leben – so wie das

Brennpunkt Corona-Virus

von Michael Musso

Liebe Leserinnen und Leser, sicher sind auch Sie an aktuellen Nachrichten rund um das Virus COVID -19, genannt Corona, interessiert. Neueste Informationen dazu finden Sie jederzeit hier: ▬ Robert Koch-Institut: www.rki.de/covid -19 ▬ Bundesministerium für Gesundheit: Telefon: 030 346 465 100 ▬ Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit: www.lgl.bayern.de Sollten Sie bei sich leichte oder nicht genau zuordbare Symptome feststellen, kontaktieren Sie bitte immer zuerst die Bereitschaftspraxen der Kassenärztlichen Vereinigung, Telefon: 116 117.

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das Klinikum Nürnberg

Arbeiten und Lernen

22 Voller Erfahrung in die Zukunft 100 Jahre Krankenpflegeausbildung   im Klinikum Nürnberg

24 Aus drei mach eins Die neue generalistische Pflegeausbildung im Klinikum Nürnberg

26 „Jeder Abbruch ist einer zu viel“ Sozialpädagogin Ute Dexl macht sich stark gegen Ausbildungsabbrüche

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„ Meine Erwartungen wurden mehr als übertroffen!“ Krankenpflegerin Milica Miladinovic kam aus Serbien zu uns

30 Flugscham?! Wir haben unsere Kolleginnen und Kollegen gefragt

Wir in Franken

31 Mein Lieblingsort Prof. Dr. Frank Erbguth über seinen liebsten Platz in Nürnberg

32 Knobeleien für Groß und Klein Unsere bunte Rätselseite 34 Rezept Zanderfilet mit Linsen-Spinat-Gemüse


Danke! allen Spendern für Ihre großzügige Unterstützung!  (dv)

Sternstunden Der „Hilfe für Krebskranke e.V. Nürnberg“, Förderverein der Klinik für Onkologie, hat bereits zum zweiten Mal eine großzügige Unterstützung vom Sternstunden e.V. erhalten. Mit der Summe von 97.000 Euro fördert der Verein das Projekt „Familien leben mit Krebs“, das sich für die Begleitung von Familien mit einem an Krebs erkrankten Elternteil engagiert.

Lebenslauf Wilhelm-Löhe-Schule Mit ihrem „Lebenslauf“ haben die höheren Jahrgänge der Wilhelm-Löhe-Schule letztes Jahr die Klinik für Neugeborene, Kinder und Jugendliche unterstützt. Die Schülerinnen und Schüler liefen am Marienberg so viele Runden, wie sie können. Pro Runde spendeten verschiedene Sponsoren Geld. Durch die tolle Aktion kam eine ansehnliche Summe zusammen, die kranken Kindern im Klinikum Nürnberg zugutekommt.

Interhyp Einmal im Jahr ruft die Interhyp AG ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dazu auf, gemeinnützige Projekte vorzuschlagen, die die Firma unterstützen könnte. Dieses Mal fiel die Wahl auf die KMT-Ambulanz für Stammzellentransplantation. Mit diesem Geld konnte ein Fernseher mit zwei Funkkopfhörern angeschafft werden, der den Spendern während ihrer mehrere Stunden andauernden Blutstammzellspende die Zeit verkürzt und sich großer Beliebtheit erfreut.

Peter-Henlein-Realschule Seit 20 Jahren sammeln die Schüler der Peter-Henlein-Realschule in Eibach jedes Jahr für die Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie im Kindes- und Jugendalter im Klinikum Nürnberg – so auch 2019 wieder. Bei einem Spendenlauf und zusätzlich bei einer Weihnachtsaktion in den Klassen spendeten die Schülerinnen und Schüler insgesamt 1.000 Euro. Mit der jährlichen Aktion wollen die Schüler einen Beitrag zur Entstigmatisierung psychischer Erkrankungen leisten.

Pyraser Mit 500 Schatztruhen brachte die Pyraser Landbrauerei GmbH die Augen der kleinen Patientinnen und Patienten in der Kinderklinik zum Strahlen. Die Kisten waren neben Ravensburger Spielen und Puzzeln auch mit wertvollen Gutscheinen prall gefüllt und hatten einen Gesamtwert von 25.000 Euro.

Mensch und Medizin

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Von Asthma, Bronchitis und Pfeifenputzern Ob mit Atemnot oder Husten – mehr als jedes vierte Kind, das in der Klinik für Neugeborene, Kinder und Jugendliche stationär aufgenommen wird, kommt wegen Beschwerden der Lunge oder der Atemwege. Die Experten der Kinder-Pneumologie helfen den kleinen Patienten umfassend und einfühlsam.  (bl) In den meisten Fällen sind akute und chronische Erkrankungen die Ursachen. Zu den häufigsten gehören Infektionskrankheiten wie Bronchitis, Lungenentzündung oder auch Tuberkulose. Weitere Störungen wie Asthma, angeborene Fehlbildungen und Stoffwechselerkrankungen wie Mukoviszidose können ebenfalls Atemnot und Husten verursachen und bei Kindern und Eltern Angst und Sorge auslösen.

wichtigsten Aufgaben in der Klinik ist es, die Eltern zu beruhigen“, sagt deshalb Dr. med. Dr. habil. Michael Kandler, Oberarzt an der Klinik und Facharzt für Kinder-Pneumologie, über seine Arbeit. Fundierte Fachkenntnisse und hochmoderne Technik zur Messung von Lungenfunktion selbst bei Kleinkindern und in der Bildgebung gehören natürlich ebenfalls dazu.

Immer die Ruhe bewahren!

Vorsicht bei verschluckten Kleinteilen

Die größte Herausforderung für die Ärzte ist dabei die genaue Diagnostik. Denn selbst ein noch so übler Husten kann manchmal ganz harmlose Ursachen haben und mit richtiger Behandlung schnell und ohne weitere Auswirkungen abheilen. „Eine unserer

Neben Störungen und Erkrankungen sind besonders Verletzungen, die durch das Einatmen von Fremdkörpern entstehen, immer wieder Grund für Notfälle in der Kinder-Pneumologie. Oberarzt Kandler hat von Nüssen über Plastikfolie bis hin zu Pfeifenputzern schon

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Mensch und Medizin

Zum Essen immer hinsetzen! So lassen sich viele Unfälle vermeiden.

alles Mögliche aus den Bronchien seiner jungen Patienten geholt. Er warnt ausdrücklich vor den Risiken, die davon ausgehen. „Eltern und andere Aufsichtspersonen sollten streng darauf achten, Kindern unter drei Jahren keine Kleinteile zum Spielen und keine Nüsse oder Ähnliches zum Essen zu geben. Und bitte: Zum Essen immer hinsetzen!“, so Kandler zu einfachen, aber wirkungsvollen Vermeidungsstrategien. Wenn es doch passiert, sollten Eltern so schnell wie möglich in die Klinik kommen. Gerade Nüsse und ähnliche Dinge können sich in der Lunge zersetzen und sind dann nur unter größtem Aufwand zu entfernen.

Kinder-Pneumologie im Klinikum Nürnberg | Standort Süd Breslauer Straße 201 90471 Nürnberg  | Haus: C, U1 Termine nach Vereinbarung: Mo & Mi: 8:00 bis 12:00 Uhr Tel.: 0911 398 - 2290 Bei akuter Erkrankung oder Atemnot finden Sie jederzeit ärztliche Hilfe in unserer Notfallambulanz. Tel.: 0911 398 - 2290


Fotos: Rudi Ott

Lachen ist die beste Medizin! Humor kann heilsam sein: Gerade, wenn man eigentlich keinen Grund zum Lachen hat, können Witze und Scherze Nähe schaffen. Auch im Verhältnis zwischen Arzt und Patient.  (bl) Besonders viel von Humor und seiner Wirkung versteht der Nürnberger Kabarettist Oliver Tissot. Als Erfinder des Witzeautomaten hat er eine Möglichkeit gefunden, auf einfachstem Weg jedem ein Lächeln – oder sogar Lachen – ins Gesicht zu zaubern. Jetzt ermöglicht er das auch für die Patienten der Kinder- und Jugendpsychiatrie. Hier übergaben er und Atze Bauer, selbst fränkischer Kabarettist und Comedy-Künstler, einen Witzeautomaten im Namen der von Dr. Eckart von Hirschhausen gegründeten Stiftung HUMOR HILFT HEILEN (HHH). Dr. med. Patrick Nonell, Chefarzt der Klinik, und Marie-Julie von Campe, Sozialarbeiterin auf Station B, in der der Automat jetzt steht, freuten sich sehr über den umgebauten Kaugummi-Automaten, der kleine Witze statt Süßigkeiten und Spielzeug ausspuckt. Hier hilft der Witzeautomat dabei, Kindern und Jugendlichen in psychischer Not wieder einmal zum Lachen zu bringen. Auch als Anreiz und Belohnung kann der Automat dienen, wenn die jungen Patienten der KJP Regeln einhalten und Verhaltensempfehlungen beherzigen. Zu der Kooperation zwischen dem Kabarettist Tissot und dem Arzt, Fernsehmoderator und Bestsellerautor Dr. med. Eckart von Hirschhausen kam es durch Presseberichte über Tissots weltweit ersten Witzeautomaten in Nürnberg. HHH fördert Humor-Schulungen für Pflegekräfte und Ärzte, bildet professionell Klinikclowns aus und treibt die wissenschaftliche Erforschung des Lachens voran.

Humor kann beim ersten Kontakt mit Kindern und Eltern helfen.

Mensch und Medizin

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istockphoto.com / AndreyPopov

200 Kinder versorgt die Klinik für Kinderchirurgie pro Jahr wegen Verbrennungen und Verbrühungen und ist damit das größte Zentrum in Nordbayern. Chefarzt Dr. med. Karl Bodenschatz liegt vor allem die Prävention am Herzen.  (dv)

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Mensch und Medizin

Rudi Ott

Die Hälfte der Unfälle ist vermeidbar

Ein kurzer Moment der Unachtsamkeit kann das Leben für immer verändern – Kinder können sich im Haushalt schnell verbrennen oder verbrühen. Aus Neugier ziehen sie am Henkel der Tasse oder am Stiel der Pfanne, der heiße Inhalt ergießt sich über den Körper.


der Verletzung – also wie viele Schichten der Haut verletzt sind – unterscheiden wir Verbrennungen und Verbrühungen ersten, zweiten oder dritten Grades. Da auch tieferliegende Verletzungen oft relativ harmlos aussehen, sollten Eltern immer sofort zu uns kommen.

Flammen und heiße Getränke. Etwa die Hälfte der Unfälle, die wir im Klinikum Nürnberg behandeln, ließen sich schon mit einfachen Mitteln wie einem Herdgitter vermeiden. Pfannen und Tassen sollte man nie zu nah an den Tischrand stellen.

Was können Eltern direkt nach einem Unfall tun? Das wichtigste ist das Entfernen nichtfestgebrannter Kleidung, damit die Haut nicht weiterhin der Hitze ausgesetzt ist. Anschließend sollte man den Notruf 112 wählen und die betroffene Stelle lokal kühlen.

Wie geht die Behandlung im Krankenhaus weiter? Im ersten Schritt entfernen wir unter sterilen Bedingungen Blasen und verletzte Hautteile und verbinden die Wunde. Bei großflächigen Verbrennungen stabilisieren wir die Kinder zunächst auf der Intensivstation. In vielen Fällen ist auch eine Operation nötig. Chefarzt Bodenschatz, sieht solche Verletzungen fast täglich. Drei Viertel seiner Patienten sind jünger als 5 Jahre, zum Teil müssen sie für mehrere Wochen stationär behandelt werden. Damit es gar nicht erst soweit kommt, liegt Bodenschatz die Prävention am Herzen.

Dr. Bodenschatz, wann spricht man von einer Verbrennung der Haut? Bereits ab einer Temperatur von 52°C kann es zu thermischen Schäden der Haut von Kindern kommen. Je nach Tiefe

Wie läuft eine Operation ab? Oberflächliche Verletzungen können mit einer Kunsthaut gedeckt werden, die eine schnellere Heilung fördert. Bei tieferen Verletzungen wird während der Operation entschieden, ob zunächst eine Kunsthautdecke oder direkt eine Hauttransplantation nötig ist.

Was können Eltern tun, damit solche Unfälle erst gar nicht passieren?

Die Klinik für Kinderchirurgie wurde im vergangenen Jahr mit dem Gütesiegel „Sicherheit und Qualität für brandverletzte Kinder“ von der Deutschen Gesellschaft für Verbrennungsmedizin ausgezeichnet.

Erwachsene mit Brandverletzungen wenden sich bitte an: Zentrum für Schwerbrandverletzte in der Klinik für Plastische, Wiederherstellende und Handchirurgie Klinikum Nürnberg | Standort Süd Breslauer Straße 201 90471 Nürnberg Haus: A.O2, C.O2.3 Tel.: 0911 398 - 2415 Fax: 0911 398 - 5373 E-Mail: plastische-chirurgie@ klinikum-nuernberg.de

Typische Gefahrenquellen sind offene

Mensch und Medizin

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Wissen für Kids

Achtung, heiß! Bei dir zuhause musst du an einigen Orten besonders gut aufpassen. Vor allem in der Küche! Wo Erwachsene mit heißen Sachen hantieren, kannst du dich schlimm verletzen. Verbrennungen und Verbrühungen sind nämlich sehr gefährlich – und tun sehr weh!  (bl) Was ist eine Verbrennung? Bei einer Verbrennung wird deine Haut von etwas sehr Heißem geschädigt. Sie wird rot, weiß oder sogar schwarz, tut schrecklich weh und kann Blasen bilden. Du kannst dich an offenen Flammen und heißen Gegenständen wie Herdplatten oder Bügeleisen verbrennen.

Was ist eine Verbrühung? Eine Verbrühung ist eine Verbrennung, die durch eine heiße Flüssigkeit entsteht. Das kann Wasser, Tee, heißer Kakao oder auch heiße Suppe sein. Verbrühungen sind besonders gefährlich, weil die Flüssigkeit über deinen Körper laufen kann. So kann schnell deine ganze Hand oder noch mehr verletzt werden.

Hier musst du besonders aufpassen: ▬ Herd, Ofen ▬ Töpfe, Pfannen ▬ Heiße Getränke ▬ Grill (!), Brandbeschleuniger ▬ Kachelofen, Kamin ▬ Säuren, Laugen, Putzmittel ▬ Bügeleisen ▬ Wärmflaschen ▬ Kerzen ▬ Feuerzeuge, Streichhölzer ▬ Strom 10

Mensch und Medizin


Was passiert mit deinem Körper, wenn es passiert ist? Schon ab 52°C kann deine empfindliche Haut Schaden nehmen. Das ist gar nicht mal so heiß. Eine Tasse Tee, die schon 10 Minuten abgekühlt hat, hat immer noch mehr als das! Das solltest du tun, wenn du dich verbrannt hast: ▬ Rufe deine Eltern oder andere Erwachsene in der Nähe

▬ Kühle die Verbrennung mit handwarmem Wasser. Aber Achtung: Nie länger als 10 –15 Minuten, sonst kühlt der Körper zu sehr aus. ▬ Verbrennungen und Verbrühungen bei Neugeborenen und Säuglingen nie kühlen, sondern immer einen Arzt rufen! ▬ Rufe immer einen Arzt, wenn: - Gesicht, Hände und /oder Füße betroffen sind -  5 Prozent der Körperoberfläche oder mehr betroffen sind. Ab 8 Prozent besteht Lebensgefahr!

Aufgepasst! Paul und Emma im Haus der Gefahren! Findest du die 10 Stellen, an denen Paul und Emma sich verbrennen oder verbrühen könnten? Kreuze an!

Pfannenstil ragt über Herd, Wasserkocher, Putzmittelschrank, Teekanne an Tischkante, Kerze brennt, Bügeleisen auf dem Bügelbrett, Kaminofen, Fön auf Badewannenkante, Lampe mit Tuch abgedeckt, Grill Mensch und Medizin

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Schlaflabor deutschlandweit Spitze

Dem guten Schlaf auf der Spur Wer schläft, tut seinem Körper Gutes. Denn ein gesunder Schlaf füllt die Kraftreserven, kann das Gedächtnis schärfen und Demenz vorbeugen. Schlechter Schlaf kann dagegen die Gesundheit negativ beeinträchtigen.  (dv) Alle, die an Schlafproblemen leiden, finden im Schlaflabor Hilfe. Gemeinsam arbeiten hier die Spezialisten der Kliniken für Pneumologie und Psychiatrie zusammen, um den Ursachen der Schlafstörungen auf den Grund zu gehen. Die hohe Qualität der Arbeit des Expertenteams, die technische Ausstattung und einiges mehr wurden jetzt honoriert: Das Schlaflabor wurde von der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM) mit Platz 1 von 125 Laboren bewertet.

Fotos: Uwe Niklas

Rund 2.500 Patienten lassen sich jährlich im Schlaflabor behandeln. Denn: „Schlafprobleme sind eine Volkskrankheit“, wie Dr. med. Dora Triché, Oberärztin für Pneumologie und Leiterin des Schlaflabors, ausführt. Am häufigsten ist die „Insomnie“, also die Unfähigkeit, ein- oder durchzuschlafen. Aber

auch die „obstruktive Schlafapnoe“ ist immer wieder Grund für Behandlungen im Schlaflabor. Dabei machen Betroffene Atempausen während des Schlafens. „Angst vor nächtlichem Ersticken braucht man aber nicht zu haben“, beruhigt Triché. „Dennoch sollte man eine Schlafapnoe behandeln. Sie erhöht das Risiko für andere Krankheiten.“

Schlaflabor im Klinikum Nürnberg | Standort Nord Klinik für Innere Medizin 3, Schwerpunkt Pneumologie Leitender Arzt: Prof. Dr. med. Joachim Ficker Leiterin Schlaflabor: Dr. med. Dora Triché Tel.: 0911 398 - 2050 Fax: 0911 398 - 3498 E-Mail: schlaflabor@klinikum-nuernberg.de

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Mensch und Medizin


istockphoto.com / nensuria

Es gibt keine hoffnungslosen Fälle

Volkskrankheit Depression Etwa jede vierte Frau und jeder achte Mann in Deutschland leidet im Laufe des Lebens an einer Depression. Dennoch lässt sich nur rund jeder dritte Betroffene professionell behandeln.  (ds) Unbehandelt kann die Depression chronisch oder so unerträglich werden, dass das Leben sinnlos erscheint. Bei etwa zehn Prozent führt das zum Suizid. Das muss nicht sein, denn eine Depression ist gut behandelbar. „Es gibt keine hoffnungslosen Fälle“, weiß Prof. Dr. med. Thomas Hillemacher, Chefarzt der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Universitätsklinik der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität. Besonders Menschen mit schweren und chronisch verlaufenden Depressionen sind in seiner Klinik in guten Händen. Die Therapie besteht aus einer Kombination aus Medikamenten und verschiedenen Psycho- und Verhaltenstherapien und ist auf jeden Patienten individuell abgestimmt. Während in der ersten Phase der Behandlung Entlastung, Schonung und Akzeptanz der krankheitsbedingten Einschränkungen im Vordergrund stehen, wird mit zunehmender Besserung der Symptome auch Raum für schrittweise Aktivierung und Erprobung neuer Verhaltensweisen gegeben, die der Depression entgegenwirken. Das Behandlungskonzept wurde kürzlich um drei vielversprechende Therapieansätze erweitert. Bei der Behavioral Activation (BA) nimmt der Patient nach und nach das Heft des Handelns wieder in die Hand, bei der Cognitive Behavioral Analysis System of Psychotherapy (CBASP) werden schädliche Beziehungsmuster aus der Kindheit durchbrochen. Greift keine der Therapien, kann die Vagus-Nerv-Stimulation, bei der die Aktivität des Nervs angeregt wird, eine Alternative sein.

Anmeldung zum Vorgespräch / zur Aufnahme über die Notfallambulanz unter Tel. 0911 398 - 2493

Mensch und Medizin

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Notfallmedizin: Leben retten mit ALIVE

Wenn jede Minute entscheidet Bei Herz-Kreislauf-Stillständen oder Lungenversagen muss so schnell wie möglich die Sauerstoffversorgung wiederhergestellt werden. Bleibt eine Reanimation erfolglos, hilft nur noch eine Herz-Lungen-Maschine. Wie bei Michael Musso, dem die Behandlung das Leben rettete.  (bl)

Genau hier liegt die Stärke des ALIVEProjekts, das die Intensivmedizin des Klinikums Nürnberg gemeinsam mit den Johannitern und der DRF Luftrettung ins Leben gerufen hat. Das Team aus Notfall- und Intensivmedizinern sowie Intensivpflegekräften engagiert sich zusätzlich zu den regulären Aufgaben für das Projekt. Das speziell ausgebildete ALIVE-Team fährt oder fliegt in einem Umkreis von 65 km Patienten an, um diese noch vor Ort notzuversorgen. Immer dabei: ein mobiles

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Mensch und Medizin

ECMO-Gerät (Extrakorporale Membranoxigenierung), das als mobile HerzLungen-Maschine im schlimmsten Fall Kreislauf- und Atemfunktion des Patienten außerhalb des Körpers ersetzen kann.

Lebensrettend in schwierigsten Momenten Michael Musso, 45, verdankt dieser Initiative sein Leben. Der zweifache

Familienvater fühlte sich eines Tages unwohl, er ging in ein Krankenhaus. Diagnose: Herzinfarkt. Eine Behandlung im dortigen Herzkatheter-Labor folgte. Dann spitzte sich alles in kürzester Zeit dramatisch zu: Mussos Herz versagte komplett, die Wiederbelebungsversuche blieben 40 Minuten erfolglos, die Leber riss. Das herbeigerufene ALIVE-Team war schnell da, schloss das mobile ECMO an und verlegte Musso auf die


Intensivstation des Klinikums Nürnberg. Der weitere Krankheitsverlauf bei Michael Musso war in vielerlei Hinsicht kompliziert. Die Viszeralchirurgen mussten mehrfach den Leberriss operieren, Michael Musso entwickelte einen septischen Schock mit Multiorganversagen. Im Laufe der Behandlung auf der Intensivstation kam auch noch eine sogenannte Critical Illness Polyneuropathie dazu. Diese Erkrankung des peripheren Nervensystems tritt bei ca. 70 Prozent aller Intensivpatienten auf und verursacht schwere Lähmungen in den Extremitäten.

Teamwork über viele Abteilungen hinweg

Auch wenn der Einsatz eines ECMO eine die vergleichsweise geringe Erfolgsquote von 10 bis 20 Prozent nicht unumstritten ist – Michael Musso hat es das Leben gerettet. Er selbst und seine ganze Familie sind dafür jeden Tag aufs Neue dankbar.

Mensch und Medizin

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Fotos: Giulia Iannicelli

Fast zwei Monate lag der Familienvater auf der Intensivstation, immer wieder hing sein Leben an einem seidenen Faden. Die Krankenhausseelsorge begleitete die Familie eng. Dass es ihm jetzt wieder deutlich besser geht und er langsam wieder anfängt zu arbeiten, verdankt er dem Einsatz des ALIVE-Teams und der umfassenden, interdisziplinären medizinischen Behandlung und Betreuung. Für seine Therapie arbeiteten beispielsweise Intensivmedizin, Intensivpflege, Notfallmedizin, Kardiologie, Herzchirurgie, Neurologie, Viszeralchirurgie, Radiologie, Physiotherapie und Anästhesie eng zusammen. Nur wenn, wie im Klinikum Nürnberg, alle Fachbereiche vorhanden sind, sind solche Behandlungen überhaupt möglich.


pixabay.com

Lieber gegen FSME impfen lassen

Zecken: Die kleine groĂ&#x;e Gefahr 16

Gesundheit und Leben


Sie lauern im Gras und am Waldrand – Zecken. Wegen der hohen Temperaturen breiten sich die kleinen Blutsauger in den letzten Jahren immer mehr aus. Das Problem dabei: Zecken können das FSME-Virus übertragen. Was man über die FSME-Erkrankung wissen muss und was Betroffene bei einem Zeckenstich tun sollten, erklärt Prof. Dr. med. Frank Erbguth.  (bl) „In den letzten Jahren nehmen FSME-Infektionen zu“, berichtet Prof. Dr. med. Frank Erbguth, Chefarzt der Klinik für Neurologie. „2018 waren es deutschlandweit 584 gemeldete Fälle – rund 20 Prozent mehr als 2017. Über 200 dieser Fälle sind in Bayern festgestellt worden.“ Die sogenannte Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ist neben der Borreliose die häufigste Erkrankung in Folge eines Zeckenstichs. Die Erkrankung tritt in zwei Stadien auf: Einige Tage nach dem Zeckenstich treten unspezifische, grippeähnliche Symptome auf. Bei rund 10 bis 30 Prozent der Infizierten entwickelt sich innerhalb von 20 Tagen die zweite Phase. Die geht dann meistens mit erneutem Fieber und ernsten neurologischen Ausfällen wie Bewusstseinsstörungen und Lähmungen einher. Spätestens dann sollte man ins Krankenhaus gehen. Ein Nachweis des FSME Virus ist durch einen Bluttest und eine Untersuchung des Nervenwassers möglich.

Keine ursächliche Therapie Gegen die Erkrankung gibt es keine ursächliche Therapie. Die Symptome werden mit schmerzlindernden und fiebersenkenden Medikamenten behandelt. 2018 versorgten die Neurologen im Klinikum Nürnberg 17 FSME-Patienten. „Zwar heilt die Krankheit in manchen Fällen gut und vollständig aus“, so Erbguth. „Es gibt aber auch die schlimmen Verläufe, bei denen es zu schwerwiegenden Langzeitfolgen an Gehirn und Rückenmark kommt. Die Folgen sind unter anderem Atemlähmungen oder Schluck- und Sprachstörungen“.

Prozent der Zecken tragen das Virus in sich. Anders als das Borrelia-Bakterium wird das FSME-Virus unmittelbar nach dem Stich übertragen. Deshalb schützt auch ein gründliches Absuchen des Körpers nach einer Wanderung und eine unmittelbare Entfernung der Zecke nicht vor der Infektion. Sicherheit bietet dagegen eine Impfung gegen FSME. Für Menschen, die in einem FSME-Risikogebiet leben, übernehmen die Krankenkassen die Kosten. Für Prof. Erbguth liegen die Vorteile auf der Hand: „Natürlich liegt bei rund 600 FSME-Erkrankungen pro Jahr das Risiko bei gerade einmal 1 zu 130.000. Diejenigen, die es aber trifft, haben bei so einem ‚Russisch-Roulette-Spiel‘ verloren.“

Was hilft gegen Zeckenstiche? ▬ Hohe Gräser und das Unterholz meiden ▬ Lange, helle Kleidung tragen, die möglichst viel Haut bedeckt und auf der Zecken gut sichtbar sind ▬ Nach dem Aufenthalt in der Natur den gesamten Körper gründlich absuchen – insbesondere Achseln, Kniekehlen, Hals, Kopf und Intimbereich Wie entfernt man Zecken? ▬ Zecke mit Pinzette oder Zeckenkarte hautnah greifen und abziehen ▬ Zecke nicht zerdrücken oder drehen! ▬ Keine Öle, Alkohol oder Ähnliches auf die Zecke träufeln! Im „Todeskampf“ sondert das Tier noch infizierten Speichel ab

Klinik für Neurologie Klinikum Nürnberg | Standort Süd Breslauer Straße 201 90471 Nürnberg Haus: B-Gebäude, Erdgeschoss, 1. Stock

Impfung in Risikogebieten dringend empfohlen

Tel.: 0911 398 - 2491 Fax: 0911 398 - 3164

Mittelfranken zählt – wie fast ganz Bayern – zu den Hochrisikogebieten für FSME in Deutschland. Rund drei bis fünf

Gesundheit und Leben

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Integrative Medizin für Tumorpatientinnen

Dreifach stark gegen Krebs bei Frauen 18

Gesundheit und Leben

Jede neunte Frau ist in ihrem Leben mit der Diagnose Krebs konfrontiert. Das Klinikum Nürnberg bietet neben hochmoderner, schulmedizinischer Krebstherapie deshalb auch integrative Medizin und psychologische Ansätze zur Behandlung und zum Umgang mit der Krebs-Erkrankung.  (bl) Die Patientinnen, die meistens mit Brustkrebs oder Eierstockkrebs in der Klinik für Gynäkologie erscheinen, eint ein Wunsch: Sie möchten auch selbst etwas tun, um die Behandlung zu unterstützen. Diesem Bedarf kommt das Klinikum Nürnberg mit unterschiedlichen Angeboten entgegen.

Gute Heilungsaussichten bei Brustkrebs Denn die Patientinnen stehen vor einer langen Behandlungsphase. Operationen, Chemotherapie und Bestrahlung brauchen


80 Prozent aller Patientinnen mit Brustkrebs können geheilt werden.

Eierstockkrebs zählt zu den aggressivsten Tumoren. Wird die Erkrankung entdeckt, ist der Krebs meistens fortgeschritten. „Die Frauen sind über sehr lange Zeit mit Krebsbehandlungen konfrontiert und haben oft eine unsichere Prognose“, berichtet Brucker.

Markus Horneber, Facharzt für Innere Medizin und Sprecher des Kompetenznetzwerkes Komplementärmedizin in der Onkologie, KOKON, erläutert das anschaulich: „Grapefruitsaft ist gesund, da sind wir uns einig. Er kann aber auch den Wirkstofftransport von Medikamenten in den Körperzellen hemmen. Das Medikament bleibt so länger als normal in der Zelle, seine Wirkung wird verstärkt“. Solche und andere Wechselwirkungen gibt es viele. Deshalb muss die Wahl der zusätzlichen Methoden und Mittel immer von einem entsprechend ausgebildeten Arzt getroffen werden. Zusätzlich zu integrativ-medizinischen Angeboten unterstützt Chefärztin Brucker die „Wissenstour zu Eierstock-, Eileiterund Bauchfellkrebs“ der Deutschen Stiftung Eierstockkrebs. Denn schließlich ist gerade in einer Krebstherapie besonders wichtig, dass alle Therapien perfekt ineinandergreifen.

Fotos: Rudi Ott

Zeit, zum Teil über ein Jahr. Gerade deshalb macht Prof. Dr. med. Cosima Brucker, Chefärztin der Klinik für Frauenheilkunde, Gynäkologie und Geburtshilfe, den Betroffenen erst einmal Mut:

Zusatzangebote zur Schulmedizin Doch gleich unter welcher Krebsform die Patientinnen leiden, während der schulmedizinischen Behandlung haben die Frauen Zeit, sich intensiv mit ihrer Erkrankung zu beschäftigen und sich Gedanken über ergänzende Therapien zu machen. Und so versuchen es viele mit Selbstmedikation und alternativen Heilmethoden. Dr. med. Simone Linsenbühler

Wir sehen einen großen Bedarf an alternativen Angeboten.

Genau hier setzt das neue Angebot des Interdisziplinären Brustzentrums an. Dr. med. Simone Linsenbühler, Leiterin des Interdisziplinären Brustzentrums, hat mehrere Zusatzausbildungen für integrative Medizin absolviert. Mit alternativen Therapieformen wie Akupunktur und klassischen Naturheilverfahren möchte sie ihre Patientinnen zusätzlich zur Schulmedizin unterstützen. „Viele fragen mich, was sie sonst noch tun können“, erläutert Linsenbühler. Denn das Gefühl, ihre Genesung mit Bewegung, Ernährung und anderem positiv beeinflussen zu können, ist für die Patientinnen besonders wichtig. Bei aller Beteiligung der Patientinnen müssen aber Therapien und Medikamente aufeinander abgestimmt sein. Dr. med.

Prof. Dr. med. Cosima Brucker

Sprechstunde Gynäkologische Krebserkrankungen Klinikum Nürnberg | Standort Nord Haus 22, II rechts Prof.-Ernst-Nathan-Str. 1 90419 Nürnberg Tel.: 0911 398 - 2381 E-Mail: gynonko@klinikum-nuernberg.de Anmeldung zur privaten komplementärmedizinischen Sprechstunde im Interdisziplinären Brustzentrum Klinikum Nürnberg | Standort Nord Haus 20, EG Prof.-Ernst-Nathan-Str. 1 90419 Nürnberg Tel.: 0911 398 - 3843 Fax: 0911 398 - 3844 E-Mail: brustzentrum@klinikum-nuernberg.de

Gesundheit und Leben

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Kurz und knapp 360° Teampreis verliehen

Vortragsreihe „Medizin im Gespräch“

Der 360° Teampreis ehrt jedes Jahr Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Klinikum Nürnberg, deren innovative Ideen die alltägliche Arbeit erleichtern und die Servicequalität für Patientinnen und Patienten erhöhen. Der erste Platz ging an die Klinik für Urologie mit ihrem Projekt zur verbesserten Patientenkommunikation.

Die Reihe „Medizin im Gespräch“ müssen wir inzwischen kaum noch vorstellen. Seit Langem informieren verschiedene Experten über Themen von allgemeinem Interesse. Allgemeinverständlich und auf den Punkt gebracht, erfahren die Gäste in den Vorträgen alles Wissenswerte zur jeweiligen Thematik. Und natürlich stehen die Fachleute nach dem Vortrag für Ihre Fragen zur Verfügung. (bl)

In diesem Jahr fiel der Jury die Wahl besonders schwer. Alle 23 eingereichten Projekte waren auf ihre Weise eine kluge Lösung für alltägliche Herausforderungen. (dv)

Rudi Ott

Auch wenn wegen der Corona-Pandemie aktuell alle Veranstaltungen abgesagt werden mussten, machen wir im Herbst natürlich weiter! Alle Termine und Infos unter: www.klinikum-nuernberg.de

Award Patientendialog

Die Jury würdigt damit die enge Zusammenarbeit und gegenseitige Unterstützung der aktuell fünf ehrenamtlichen Patientenvertreter mit dem ärztlichen und pflegerischen Personal sowie dem Beschwerdemanagement. Vorstandsvorsitzender Prof. Dr. med. Achim Jockwig nahm den Preis entgegen: „Der informierte und optimal versorgte Patient ist unser oberstes Ziel. Ich freue mich sehr, dass der Preis uns auf diesem Weg bestätigt.“ (dv)

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Gesundheit und Leben

Patienten- e reih Informations

Medizin im Gespräch

istockphoto.com

Patienten auf Augenhöhe begegnen und in Entscheidungen einbinden – das Klinikum Nürnberg wurde für seine Patientenorientierung mit dem dritten Platz beim Award Patientendialog ausgezeichnet.


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26.04.18 12:41

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Gesundheit fördern – Lebensqualität schaffen Nach Ihrem Aufenthalt im Klinikum Nürnberg werden Sie in der m&i-Fachklinik Herzogenaurach von qualifizierten Ärzten, Therapeuten und Pflegekräften weiter behandelt. Unser vernetztes Rehabilitationsspektrum umfasst die stationäre und ambulante Nachbehandlung in den Indikationen Orthopädie, Neurologie (inklusive Frührehabilitation Phase B), Geriatrie und Innere Medizin sowie Praxisbetriebe für Physiotherapie, Ergotherapie und Sprachtherapie. Verständnisvolle Zuwendung, kompetente Hilfestellungen und servicebewusste Fürsorge – wir begleiten Sie auf dem Weg zu mehr Gesundheit und Lebensqualität.

www.fachklinik-herzogenaurach.de

Orthopädie Unfallchirurgie Rheumatologie Sportmedizin Neurologie Neuropsychologie Geriatrie Innere Medizin Kardiologie Diabetologie Angiologie

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09132 83-0 In der Reuth 1 91074 Herzogenaurach


100 Jahre Krankenpflegeausbildung im Klinikum Nürnberg

Voller Erfahrung in die Zukunft

Rund 500 Auszubildende gibt es pro Schuljahr in der Krankenpflegeschule, die heute Centrum für Pflegeberufe (cfp) heißt. Damit ist die 1920 staatlich anerkannte Pflegeschule eine der ältesten und eine der größten Deutschlands. Rund

Jasmin Szabo

100 Jahre gibt es schon die Krankenpflegeschule im Klinikum Nürnberg – passend zum dieses Jahr von der Weltgesundheitsorganisation ausgerufenen „Internationalen Jahr der Pflegenden und Hebammen“. Dr. Julia Simon, stellvertretende Schulleiterin, gibt Einblick in die Entwicklung und die Zukunft der Schule.  (fm)

50 Prozent der Absolventen bleiben im Klinikum Nürnberg. Um qualifizierten Nachwuchs im OP, auf Normalstation oder im Funktionsbereich zu gewinnen, ist das cfp für das Klinikum Nürnberg daher besonders wichtig.

Die Ausbildungszeit beträgt 18 Monate zzgl. 1 Anerkennungsjahres; Während der NS-Diktatur beinhaltet Die Bundesländer regeln der Beruf der Krankendie Ausbildung in der Eröffnung einer eigenen schwester auch Aufgaben Krankenpflege selbst. Es Berufsfachschule für KranErste Ausbildung von entsprechend der nationalgibt keine einheitliche kenpflege der SchwesternKrankenpflegepersonen sozialistischen Ideologie Ausbildung in Deutschland schaft des BRK Nürnberg

1912 1887

1938 27.1.1920

1945 Mai 1945

Das Allgemeine städtische Schließung der Das Städtische Krankenhaus an der Flurstraße wird Krankenhaus wird als Krankenpflegeschule Krankenpflegeschule staateröffnet lich anerkannt

22

Arbeiten und Lernen

Änderung des Krankenpflegegesetzes von 1957 und der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung (3 Jahre Ausbildungszeit)

Bezug des Schulgebäudes in der Heimerichstraße 58, der endgültige Umzug erfolgt 1970

1965

1968 ff.

1954 1946

1957

Ab Herbst beginnt wieder Einheitliches Krankenjährlich ein Zweijahreskurs pflegegesetz für die BRD (2 Jahre Ausbildungszeit + 1 Anerkennungsjahr)

1.1.1966 Eröffnung der Schule für Krankenpflegehilfe


Dr. Simon, was waren die Meilensteine in der Entwicklung der Pflegeausbildung?

Diskurs über ein einheitliches Berufs- und Pflegeverständnis, der aus der Zusammenführung der drei Berufsbilder entsteht.

Verantwortlich für Veränderungen in der Pflege waren und sind überwiegend gesetzliche Vorgaben im Krankenpflegegesetz. 1957 umfasste die Ausbildung zum Beispiel zwei Jahre mit rund 400 Stunden Theorieunterricht, 1985 waren es bereits 1.600 Stunden. Seit 2004 müssen die Auszubildenden in drei Jahren 2.500 Stunden in der Praxis und 2.100 Stunden in der theoretischen Ausbildung absolvieren. Neu seit 1. Januar 2020 ist die generalistische Pflegeausbildung. Sie kombiniert die drei bisherigen Ausbildungen der Kinderkranken-, der Kranken- und der Altenpflege.

Wie beurteilen Sie die neue Pflegeausbildung? Viele Lehrinhalte der bisherigen drei Ausbildungen waren sehr ähnlich. Dass jetzt eine einzige Ausbildung daraus geworden ist, ist ein logischer Schritt. Für die neuen Ausbildungspläne bündeln und ordnen wir diese bisherigen und alle neuen Inhalte.

Was musste das cfp umstrukturieren? In der neuen Ausbildung geht es noch stärker als bisher um den Pflegeprozess. Das und der Kompetenzerwerb der Auszubildenden sind die Schwerpunkte der generalistischen Pflegeausbildung. Für die Neugestaltung der Inhalte konnten wir schon in vergangenen Jahren durch Modellversuche Erfahrungen sammeln. Zu diesen inhaltlichen Themen kommt der

Berufsfachschulordnung Krankenpflege & Hebammen tritt in Kraft. Damit dauert die schulische Ausbildung für Kranken& Kinderkrankenpflege & Hebammen 3 Jahre, für Krankenpflegehilfe 1 Jahr.

Gründung des SfK – Schulzentrums für Festlegung der BerufsbeKrankenpflegeberufe, das zeichnungen Gesundheitsdie drei Krankenpflegeund Krankenpflegerin, schulen zu einer Schule Gesundheits- und Krankenzusammenschließt pfleger

1988

1994

Wenn Sie in die Zukunft blicken, wie sieht Ihrer Meinung nach die Pflegeausbildung in ein paar Jahren aus? Die einzelnen Arbeitsgebiete in der Pflege werden immer umfangreicher und komplexer. Durch die Digitalisierung in der Pflege kommen laufend neue Arbeitsinhalte dazu, was ein integratives und lebenslanges Lernen erfordert. Deshalb wird es meiner Meinung nach immer wichtiger, einzelne Bereiche der Pflege immer mehr zu akademisieren. Gleichzeitig ist es notwendig, Menschen auf allen Qualifikationsebenen für den pflegerischen Beruf zu gewinnen.

100 Jahre Pflegeausbildung: Wie sehen Sie die Entwicklung in der Pflege? Mich freut es sehr, dass aus dem Berufsbild Pflege, das anfänglich als Unterstützung der Ärzte verstanden wurde, ein moderner, verantwortungsvoller und selbstbestimmter Beruf entstanden ist. Besonders im Klinikum Nürnberg, wo mit der Doppelspitze eines Fachbereichs aus Pflegedienstleitung und ärztlicher Leitung die Relevanz der Pflege der des Arztes gleichgestellt ist. Für die Zukunft wünsche ich mir, dass der Pflegeberuf noch mehr Akzeptanz in der Bevölkerung und in der Politik bekommt. Denn ein Blick auf den demografischen Wandel und die aktuelle Situation in der Pflege zeigt, dass dieser verantwortungsvolle und schöne Beruf noch mehr öffentliche Wertschätzung erfahren muss.

Aus dem Schulzentrum für Krankenpflegeberufe (SfK) wird das Centrum für Pflegeberufe (cfp)

Mit dem neuen Pflegeberufegesetz werden die drei Berufsbilder der Kranken-, Kinderkrankenund Altenpflege zu einer generalistischen Ausbildung mit dem Abschluss als Pflegefachfrau*mann zusammengeführt

2007

1.1.2020

2004

1980

1989

1995

2005

2019

11.3.2020

Die Regierung von Mittelfranken genehmigt die Erhöhung auf 480 Ausbildungsplätze an der BFS für Krankenpflege.

Zusammenfassung der Pflegeschulen zum Ausbildungsinstitut für Pflegeberufe

Schließung der Pflegevorschule

Modellversuch „GeneraDas cfp ist eine „Schule Das cfp feiert 100 Jahre listische Pflegeausbildung“ ohne Rassismus – Schule Krankenpflegeschule in Kooperation mit mit Courage“ dem NürnbergStift und der Berufsfachschule für Altenpflege der Stadt Nürnberg Arbeiten und Lernen 23


Die neue generalistische Pflegeausbildung im Klinikum Nürnberg

Aus drei mach eins Krankenpflege

Kinderkrankenpflege

Altenpflege

Pflegefachkraft

Am 1. September 2020 startet im Centrum für Pflegeberufe (cfp) die neue generalistische Pflegeausbildung zur Pflegefachfrau/-mann.  (fm) Aus drei unterschiedlichen Ausbildungsberufen wird nun eine Ausbildung. Die generalistische Pflegeausbildung zur Pflegefachfrau / zum Pflegefachmann kombiniert die bisherigen Ausbildungen Kranken-, Kinderkranken- und Altenpflege. Grund dafür ist das neue Pflegeberufegesetz von 2017.

Eine Ausbildung – alle Möglichkeiten Der größte Vorteil: Die Azubis müssen sich nun nicht mehr im Vorfeld für eine der drei Ausbildungsrichtungen entscheiden. Denn zu Beginn können sie oft nicht einschätzen, welche Aufgaben auf sie zukommen, und ob diese Inhalte ihren Vorstellungen und Wünschen entsprechen.

24

Arbeiten und Lernen

Die Antwort auf neue Anforderungen Die neue Ausbildung berücksichtigt die neuen Strukturen in der Pflege. Denn die Anforderungen – durch medizinischen Fortschritt und Digitalisierung – an die Pflegenden steigen. So sind in allen Pflegeeinrichtungen vertiefte medizinische Fachkenntnisse erforderlich, die Behandlungen sind komplexer geworden und auch der Umgang mit moderner Medizintechnik will gelernt und laufend erprobt sein. Auch der Anteil älterer Menschen in unserer Gesellschaft nimmt kontinuierlich zu. Damit steigt in Krankenhäusern die Zahl der pflegebedürftigen und demenzkranken Patienten. Starre Strukturen, wie es das alte Ausbildungskonzept vorsah, sind da eher hinderlich. In der neuen generalistischen Ausbildung erlernt jede Pflegekraft die Grundlagen der Pflege für Patienten aller Altersgruppen – vom Neugeborenen bis zum Senioren. Eine Vernetzung der Arbeitsbereiche ist dadurch einfacher.


Die neue Ausbildung in der Praxis Bei der neu strukturierten Ausbildung sind Theorie und Praxis eng miteinander verzahnt. Die praktische Ausbildung findet auf den Stationen und in den Ambulanzen im Klinikum Nürnberg, bei dessen Tochterunternehmen sowie bei Trägern der ambulanten oder stationären Langzeitpflege (z. B. Pflegeeinrichtungen des NürnbergStifts) statt. In diesem Jahr startet die dreijährige Ausbildung in Vollzeit. Ab 2021 ist eine vierjährige Ausbildung in Teilzeit geplant. Der Ausbildungsabschluss erfolgt durch eine staatliche Prüfung und ist in fast allen EU-Ländern anerkannt.

Die Pflege steht vor spannenden Herausforderungen.

Uwe Niklas

Giulia Iannicelli

Die Corona-Pandemie hat der breiten Öffentlichkeit den hohen Stellenwert der Pflege und der Funktionsdienste in einem Krankenhaus für unsere Gesellschaft deutlich gemacht. Die immensen Herausforderungen, die damit einhergingen, haben unsere Mitarbeiter mit viel Engagement und großer Flexibilität gemeistert. Dafür herzlichen Dank!

Peter Schuh, Vorstand Personal und Patientenversorgung

Gleichzeitig ist 2020 das Jahr der Pflegenden und Hebammen und dreht sich damit um die Zukunft, die die Berufsbilder der Pflege bieten. Hier sind wir im Klinikum Nürnberg mit unserer hauseigenen Pflegeschule und unseren vielen Weiterbildungsmöglichkeiten wegweisend. Das alles macht uns zu einem Krankenhaus und Arbeitgeber mit Zukunft.

Ausbildungsbeginn Jeweils zum 1. April und zum zweiten Dienstag im September (1. Schultag nach den Sommerferien). Weitere Informationen: www.cfp-nuernberg.com

Arbeiten und Lernen

25


Erfolgreich: Neues Konzept gegen Abbruch der Ausbildung

„Jeder Abbruch ist einer zu viel“ Fachkräfte in der Pflege sind bundesweit allerorts sehr gefragt. Trotzdem brechen rund 30 Prozent der angehenden Gesundheits- und Krankenpfleger ihre Berufsausbildung ab. Um das zu verhindern, geht das Klinikum Nürnberg neue, bayernweit besondere Wege. Die erfahrene Sozialpädagogin Ute Dexl berät die Auszubildenden – mit Erfolg.  (bl) Wie fühlt man sich als Task Force im Kampf gegen hohe Abbrecherquoten in der Pflegeausbildung? Ich freue mich über diese Aufgabe. Ich selbst habe 15 Jahre als Krankenschwester gearbeitet und kenne damit die hohen Anforderungen, die der Beruf stellt. Jetzt will ich dazu beitragen, die Abbrecherquote zu senken. Mein Ziel ist es, die Auszubildenden in ihrer Ausbildung zu betreuen und die Pflegepädagogen im cfp im Umgang mit Problemen zu schulen und bei ihrer Betreuung der Auszubildenden zu unterstützen.

Wie hoch ist die Abbrecherquote im cfp? Zum Glück etwas niedriger als im bayerischen Durchschnitt. In der Kinderkrankenpflege waren es im letzten Jahr 16 Prozent, in der Gesundheits- und Krankenpflege 28 Prozent und in der Pflegefachhilfe 30 Prozent. Angesichts des Fachkräftemangels in der Pflege ist aber jeder Abbrecher einer zu viel! Außerdem ist die Pflege ein spannender, abwechslungsreicher, verantwortungsvoller und herausfordernder Beruf mit vielen Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten und Aufstiegschancen. 26

Arbeiten und Lernen

Die Pflege ist ein spannender, abwechslungsreicher, verantwortungsvoller und herausfordernder Beruf.

Warum wird die Pflegeausbildung so oft abgebrochen? Ein Abschluss ist oft eine Stellengarantie! Die Gründe sind unterschiedlich. Zum Teil sind es der Umgang mit dem Schicksal von Patienten oder generell die Arbeitsbelastung. Für manche ist das Lernen eine große Herausforderung. Bei Auszubildenden mit Migrationshintergrund kommen sprachliche Unsicherheiten dazu. Nicht zu unterschätzen sind familiäre und finanzielle Probleme, Probleme bei der Kinderbetreuung, Schwierigkeiten in der Partnerschaft oder Prüfungsangst.

Was motiviert die Auszubildenden, ihre Ausbildung abzuschließen? Für die Schülerinnen und Schüler sind ein gutes Arbeitsklima und die fundierte fachliche Anleitung das Wichtigste. Hier leisten die Kollegen auf den Stationen Großartiges, wie ich aus den vielen Feedbacks, die ich erhalte, erfahren habe.

Die Kollegen auf den Stationen leisten Großartiges!


Jasmin Szabo

Was können Sie bei Problemen tun, um den Abbruch der Ausbildung zu vermeiden? Ich habe bereits rund 150 Beratungsgespräche geführt. Ziel ist immer, gemeinsam mit den Betroffenen eine Lösung zu finden. Oft passiert das in Kooperation mit externen Beratungsstellen, Fachärzten oder in Absprache mit der Schul- oder Klassenleitung. Auch langfristige Begleitungen sind machbar.

Schildern Sie bitte, was Ihnen erfolgreich gelungen ist?

vermittelt, Unterstützung bei der Kinderbetreuung organisieren. Ein anderer Schüler lebt in einer Asylbewerberunterkunft. Dort teilte er sich das Zimmer mit einem Mitbewohner, der ihn beim Lernen und Schlafen störte. Hier habe ich ein Schreiben aufgesetzt und um ein Zimmer gebeten, in dem er in Ruhe lernen kann. So konnte ich auch ihm helfen. Allgemein ist es meine Aufgabe, die Auszubildenden dazu zu befähigen, sich in ihrer Ausbildung engagiert und kompetent zu zeigen und mit Freude diesen schönen Beruf zu erlernen und auszuüben. Hierzu unterstütze ich die Auszubildenden, wo immer ich kann.

Einer alleinerziehenden Mutter konnte ich zusammen mit einer Einrichtung, die ehrenamtliche Familienpatenschaften Arbeiten und Lernen

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Internationale Pflegeteams

„Meine Erwartungen wurden mehr als übertroffen!“ Bereits seit Anfang 2019 bemüht sich das Klinikum Nürnberg um neue Kollegen aus dem Ausland für die Pflege – mit Erfolg! Eine der ersten ist die 21-jährige Milica Miladinovic aus dem serbischen Kruševac. Wir haben sie gefragt, wie sie sich hier eingelebt hat.  (fm) Herzlich willkommen bei uns! Wie sind Sie auf die Idee gekommen, in Deutschland zu arbeiten? Seit ich 15 bin, träume ich davon im Ausland zu arbeiten. Nachdem ich meine Ausbildung abgeschlossen und erste Berufserfahrungen gesammelt hatte, bin ich vor etwa zwei Jahren auf die Dekra Akademie aufmerksam geworden. Hier habe ich mich erfolgreich um einen Weiterbildungsplatz beworben. Eineinhalb Jahre habe ich dort berufsbegleitend Deutsch- und Pflegefachkurse besucht. Um meine Berufsausbildung anerkennen zu lassen, habe ich eine Fachkenntnisprüfung bestanden und eine Sprachausbildung erfolgreich absolviert.

Was hat Sie ermutigt, den Schritt nach Deutschland zu tun? Meine Mutter hat mich von Anfang an dabei unterstützt und ermutigt, ins Ausland zu gehen. Natürlich fehlen mir meine Familie und meine Freunde. Aber in Serbien hätte ich bei Weitem nicht die vielen Möglichkeiten zur Weiterbildung. Die bürokratischen Hürden habe ich gemeinsam mit der

28

Arbeiten und Lernen

Akademie und dem Klinikum Nürnberg überwunden. Alle meine persönlichen Dokumente und alles, was mit meiner Aus- und Weiterbildung zu tun hatte, musste ins Deutsche übersetzt werden und ein Arbeitsvisum beantragt werden.

Wie war Ihr erster Tag in Deutschland? Ich bin am 2. Dezember 2019 in Nürnberg angekommen. Am Flughafen hat mich eine Mitarbeiterin der Dekra Akademie abgeholt. Von da aus sind wir direkt zu meiner neuen Wohnung, einem WG-Zimmer in Nürnberg, gefahren. Während einer Stadtführung habe ich mich in Nürnberg verliebt! Meine Wohnung – genauer gesagt mein WG-Zimmer – habe ich ebenfalls mit Hilfe der Akademie gefunden. Mit meiner lieben Mitbewohnerin unternehme ich viel in meiner Freizeit und kann dadurch sehr gut meine Deutschkenntnisse verbessern.

Wie lief Ihr erster Arbeitstag? Schon nach zwei Tagen durfte ich meine neue Arbeitsstelle im Zentral-OP kennenlernen. Meine neuen Kollegen empfingen mich sehr freundlich. Seither lerne ich schrittweise gemeinsam mit ihnen die einzelnen Arbeitsabläufe und alles, was ich sonst noch wissen muss, kennen. Im Gegensatz zu Serbien gibt es im Klinikum Nürnberg viele Operationssäle. Die OP-Logistik, die Computerprogramme und die Patienteneinschleusung, OP-Vorbereitung und OPAssistenz – alles Teile meiner Aufgaben – sind ganz anders als in Serbien.


Jasmin Szabo

Momentan ist für mich die Sprache noch eine große Herausforderung. Vor allem, wenn Kollegen im fränkischen Dialekt mit mir sprechen. Dann müssen sie alles langsam und auf Hochdeutsch wiederholen, damit ich es richtig verstehe. Aber die Kollegen sind sehr verständnisvoll, hilfsbereit und zuvorkommend. Das schätze ich sehr.

Momentan besuche ich einen Sprachkurs, um mein Deutsch weiter zu verbessern. Dadurch lerne ich Pflegekräfte im Klinikum Nürnberg kennen, die ebenfalls aus dem Ausland stammen. Ich bin sehr zufrieden und glücklich, hier zu arbeiten. Meine Erwartungen wurden mehr als übertroffen!

Arbeiten und Lernen

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Flugscham?! Umweltschutz und nachhaltiger Lebenswandel sind nicht erst seit „Fridays for Future“ in aller Munde. Deshalb haben wir nachgefragt, wie die Mitarbeiter im Klinikum Nürnberg zum Thema Flugscham stehen.  (bl) Nikolaus Gebel, Arzt in der Klinik für Neurologie // Ich habe schon versucht, Flugreisen zu reduzieren und mit der Bahn zu fahren, wenn es möglich ist. Ich finde es wichtig, dass es Bewegungen wie „Fridays for Future“ gibt, die auf solche Themen aufmerksam machen. Es kann nicht so weitergehen und anders kann man auf so etwas nicht aufmerksam machen.

Beate König, Teamleiterin Pflege in der Klinik für Innere Medizin, Kardiologie // Nachdem ich keinen Urlaub in fernen Ländern mache, komme ich gar nicht so oft in die Verlegenheit, mir Gedanken übers Fliegen machen zu müssen. Letztes Jahr bin ich aber doch geflogen – zur Hochzeit meines Sohnes. Ich denke, in solchen Fällen ist das völlig ok, nur bewusst sollte man schon damit umgehen. Tatsächlich bin ich ohnehin die letzten zwei Jahre nicht geflogen und auch der nächste Urlaub ist ohne Flug geplant.

Dr. Anna Lins, Assistenzärztin an der Klinik für Innere Medizin, Onkologie // Flugscham empfinde ich nicht. Auch wenn in meinem privaten Umfeld das Thema groß und offen diskutiert wurde, werde ich auch nicht verlegen, wenn die Sprache darauf kommt.

Dr. Wilhelm Leopold, Facharzt für Innere Medizin/Onkologie im Ambulanten BehandlungsCentrum // Nachdem ich ohnehin kaum fliege, ist das Thema Flugscham für mich persönlich nicht von Bedeutung. Meine Urlaubsplanung ist eigentlich immer auf Reisen mit dem eigenen Auto ausgelegt.

Mohammed Hassan, Azubi zum Medizinischen Fachangestellten // Beim Thema Flugscham geht es um unsere Umwelt – und damit um die Zukunft von uns allen. Deshalb fahre ich mit dem Zug, wenn immer es möglich ist. Trotzdem fliege ich eigentlich gerne. Ich finde auch, dass ein Flug hin und wieder völlig in Ordnung ist, so lange man es nicht regelmäßig und für Strecken macht, für die man auch Bahn fahren könnte.

Fotos: Rudi Ott

Ines Birmann, Diabetesberaterin in der Klinik für Innere Medizin, Nephrologie // Ich denke, komplett kann man aufs Fliegen gar nicht verzichten.

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Ich versuche aber tatsächlich, es der Umwelt zuliebe so weit wie möglich einzuschränken. Letztes Jahr bin ich für einen Urlaub geflogen. Ich finde, das ist schon noch ok. Arbeiten und Lernen

unsplash.com / kirill

Mitarbeiter-Umfrage


Prof. Dr. med. Frank Erbguth

Rudi Ott

Brückenbau Europas in dieser Zeit, hielt sie übrigens selbst den Bombentreffern des Zweiten Weltkriegs stand. Ein ganz anderes Zeichen kommt ins Blickfeld, wenn ich den Kopf auf der Brücke nach rechts drehe: das HeiligGeist-Spital. Für mich als Arzt besonders interessant, denn das Mitte des 14. Jahrhunderts errichtete Spital war lange zunächst eine soziale Einrichtung für alte und hilfsbedürftige Menschen

beredter Ausdruck bürgerschaftlichen Engagement, was in der heutigen Zeit angesichts knapper Ressourcen und eines wachsenden Egozentrismus immer wichtiger wird. Und wenn ich dann die Brücke überquert habe, dann warten – für mich als Genussmensch von entscheidender Bedeutung – ausgezeichneter italienischer Espresso, im Sommer vorzügliches Speiseeis und im Winter feinste

Mein Lieblingsort: Die Museumsbrücke

 (bs)

Ich wohne seit 1983 in Nürnberg. Schon damals als Mitglied einer Wohngemeinschaft zog mich die Museumsbrücke irgendwie magisch an, sobald ich am Samstag in die Stadt zum Einkaufen auf den Hauptmarkt ging.

und dann eine Krankenanstalt zur stationären Behandlung. Für mich als Bürger der Stadt interessant: Das Heilig-Geist-Spital war von Anfang an eine Stiftung des Nürnberger Bürgers Konrad Groß. Es ist damit

Elisenlebkuchen sowie Obst und Gemüse aus dem Knoblauchsland, aber auch aus fernen Ländern, auf mich. Das sind alles Zutaten für meinen ganz persönlichen Lieblingsort.

Für mich als (Welten-) Bummler ist die Museumsbrücke ein Ort, der zwei Welten in Nürnberg miteinander verbindet und auf der ich von der Lorenzer in die Sebalder Altstadt flanieren und meine Blicke schweifen lassen kann. Ich liebe Brücken, die Flüsse überqueren. Denn Flüsse sind, auch wenn sie so bescheiden sind wie die Pegnitz, immer besondere Kraftfelder in einer Stadt.

Uwe Niklas

Schlendere ich von der Lorenzkirche zum Hauptmarkt, fällt beim Überqueren der Pegnitz auf der Museumsbrücke mein Blick nach links auf die Fleischbrücke. Für mich als Italienfreund ist wichtig, dass sie sich an die Konstruktion der Rialtobrücke in Venedig anlehnt und damit ein Zeichen von Nürnbergs europaweiter Bedeutung im 16. und 17. Jahrhundert ist. Als bedeutsamster Wir in Franken

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Knobeleien für Groß und Klein 1. Blume der Liebe 2. Der Fuchs in der Fabel 3. Brot auf Italienisch 4. Staat in Westafrika 5. Beliebte Frucht 6. Tasteninstrument 7. Medizinisches Gerät 8. Sehr dringend 9. Nasenfahrrad

5

10. 11. 12. 13. 14. 15.

2

9 6 1

8 3 7 2 5 6 5 3

3 7 8 6

2

7

4 5 8 7 1 5 4

8 3 2 4 7 9 16. 17. 18. 19. 20. 21.

Gehhilfe Zeichenhilfe Stadtoberhaupt Baumaterial Wappentier der USA Bester Freund von Micky Maus

Brillenfachmann Gegenteil von hell Größtes Weltmeer Singvogel Alkoholisches Mischgetränk Höchster Berg Japans

9 10 6

11

7 12

15

11

13

7

13

21

4

12 6 18

3

1

16

8

14

5 2

20

8

10 3

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1

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6

7

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9 10 11 12 13

1. Rose | 2. Reineke | 3. Pane | 4. Elfenbeinkueste | 5. Apfel | 6. Klavier | 7. Stetoskop | 8. Eilig | 9. Brille | 10. Kruecke | 11. Lineal | 12. Buergermeister | 13. Ziegelstein | 14. Adler | 15. Pluto | 16. Optiker | 17. Dunkel | 18. Pazifik | 19. Amsel | 20. Cocktail | 21. Fuji | Lösung: Jahr der Pflege 32

Wir in Franken


Finde den falschen Vogel In diesem Bilderrätsel ist ein Vogel falsch dargestellt. Findest du diesen Vogel?

Fehlerbild Im rechten Bild haben sich 10 Fehler eingeschlichen.Vergleiche das Bilde mit dem linken Originalbild und kreise die Fehler ein

Wir in Franken

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Rezept:

Zanderfilet mit Linsen-Spinat-Gemüse

ZUTATEN (2 Personen)

Zur warmen Jahreszeit kommt etwas Leichtes auf den Tisch! Julia Böhm, Ernährungsberaterin im Klinikum Nürnberg, fasst es so zusammen: „Der frische Zander steckt voller Eiweiß, Mineralstoffe und B-Vitamine. Die ballaststoffreichen Linsen punkten dazu mit Kalium, Selen und Biotin. Spinat, Zwiebeln und Knoblauch stecken voller wertvoller, sekundärer Pflanzenstoffe. So starten wir im Alltag richtig durch.“  (bl) 300 – 400 g Zanderfilet, mit Haut, entgrätet und geschuppt 300 g frischer Blattspinat 120 g Beluga-Linsen 1–2 Schalotten 2–3 Zehen Knoblauch 1 Zitrone, unbehandelt

2–3 EL Granatapfelkerne oder Himbeeren (nach Wunsch) 1 EL Butter 1 EL Rapsöl Salz, Pfeffer Chiliflocken (nach Wunsch)

Wir

u

g n e h c üns

w

petit! p A ten

Die Fischfilets waschen, trockentupfen und die Haut schräg zum Filet mehrfach einschneiden.

dunkel sein. Dann die Oberseite salzen, pfeffern und die Filets wenden.

Die Linsen abspülen. Mit der dreifachen Menge Wasser und einer Zehe Knoblauch aufkochen, dann auf kleiner Flamme ca. 20 bis 25 min bissfest garen. In ein Sieb gießen und abtropfen lassen.

Auf angewärmten Tellern das Linsen-Spinat-Gemüse mit den Zanderfilets anrichten und evtl. mit Granatapfelkernen oder Himbeeren bestreuen.

Den Spinat gründlich waschen und abtropfen lassen. Schalotten und restlichen Knoblauch fein hacken. Die Zitrone heiß waschen, etwa die Hälfte der Schale hauchdünn abschälen und in feine Streifen schneiden. Zitrone auspressen. In einem großen Topf die Butter zerlassen. Zwiebeln, Knoblauch und Zitronenschale darin glasig anschwitzen. Den Spinat hineingeben, mit Salz, Pfeffer, 1 EL Zitronensaft und Chiliflocken kräftig abschmecken, Topf abdecken. Sobald der Spinat zusammengefallen ist, die Linsen unterheben. Nochmal abschmecken und auf kleinster Flamme warmhalten.

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Wir in Franken

Barbara Lager

Für das Zanderfilet das Öl in einer Grillpfanne oder beschichteten Pfanne erhitzen. Die Filets auf der Hautseite mit Salz und Pfeffer würzen und mit der Hautseite nach unten kräftig anbraten – die Haut sollte richtig kross, aber nicht zu


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That’s LIFE: Mein Leben, eine Stimme

Jasmin Szabo

Rainer Denk, IT-Spezialist, weiß, wie man sie einsetzt: als Schauspieler, Synchronsprecher und jeden Tag im Job im Klinikum Nürnberg.

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KlinikumMagazin: Ausgabe Juni 2020  

Liebe Leserin, lieber Leser, aus der KlinikumZeitung ist das KlinikumMagazin geworden. Nehmen Sie sich einfach ein paar Minuten Zeit für die...

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