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22. Juli 2010

Brixenerin hängt ihre Rennläufer-Karriere verletzungsbedingt an den Nagel

Maria Holaus will hunderte Babys zur Welt bringen Maria Holaus, die sympathische alpine Skiläuferin aus Brixen im Thale startet in ihre zweite Karriere: als angehende Hebamme.

Brixen |  Die 26-jährige Abfahrts- und Super-G-Spezialistin hat viele Höhen, aber auch zahlreiche verletzungsbedingte Tiefen durchlaufen. Stets hat sich dem großen Talent der Rennläuferin eine weitere Verletzung in den Weg gestellt. Drei Kreuzbandrisse ertrug Maria Holaus bereits, bevor sie mit 23 Jahren in den Weltcup ein- und bald in die erweiterte Spitze aufstieg. „Schon nach meiner ersten Verletzung 2002 habe ich mir gesagt, noch eine machst du nicht mit“, erinnert sich Holaus: „Aber nach der Reha konnte ich wieder gute Leistungen abrufen und habe all meine Energie in den Skisport gesteckt.“

Schlussstrich nach Sturz in Haus Nicht einmal ein Monat nach ihrem ersten Weltcupsieg (Super G in Cortina 2008) war das Seitenband eingerissen und der Schienbeinkopf angebrochen. Ein Jahr darauf wurde nach anhaltenden Knieschmerzen ein Meniskuseinriss diagnostiziert, das Knie arthroskopiert – und die WM abgehakt: „Aber es war trotzdem nie schwer, mich wieder zu motivieren. Innerlich habe ich nie aufgegeben, weil ich trotz Verletzungen immer gut mithalten konnte. Allerdings schaltete sich der Kopf ein und aus meinem ungebremsten Mut mit 18 Jahren, wurde von Jahr zu Jahr etwas weniger Mut“, erklärt Holaus. Nach dem schweren Sturz beim Einfahren für die Abfahrt in Haus im Ennstal im Vorjahr lautete die erschütternde Diagnose: Verletzung

Maria Holaus genießt jetzt mit ihrem Freund Josef Schild die traute Foto: smpr Zweisamkeit. „Wir sind am liebsten auf der Alm“. 

des Sprunggelenkes, Bruch des Außenknöchels, und Verletzung des Syndemosebandes: „Als ich da im Schnee saß und wusste, schon wieder ist etwas in meinem Körper kaputt, war für mich ein endgültiger Schlussstrich gezogen. Ich brauchte ein neues Ziel, das ich ja schon hatte.“ In der Verletzungszeit begann sie zu lernen. Im Juni folgte dann die erfolgreiche Absolvierung der Berufsrei-

Die Speeddisziplinen sind die Stärken von Maria Holaus. 2005 wurde sie österreichische Abfahrtsmeisterin. Ihre größten Erfolge feierte sie 2008, als sie den Super-G von Cortina gewann und in der Abfahrt von St. Moritz auf Rang zwei landete. Beim Einfahren in Haus im Ennstal verletzte sie sich in der vergangenen Saison schwer.

feprüfung und das harte Aufnahmeverfahren für die Hebammenschule in Innsbruck: „Es gab unheimlich viele Bewerber. Ich habe wochenlang zittern müssen, ob es mit der Aufnahme geklappt hat.“

Ausbildung zur Hebamme Und es klappte mit der Schule, für Holaus der letzte ausschlaggebende Grund für das Ende ihrer Laufbahn: „Das war für mich die letzte Bestätigung, dass ich jetzt meine Rennfahrkarriere beenden werde.“ „Ich blicke auf eine sehr schöne Zeit zurück. Ich habe gelernt zu kämpfen, zu akzeptieren und zusammen zu arbeiten. Der Leistungssport hat mich mit allen Erfolgen und Rückschlägen sehr geprägt und ich möchte diese Zeit nie missen. Besonders viel Kraft gibt mir, dass meine Heimatgemeinde Brixen im Thale so fest hinter mir steht. Ich habe so viel guten Zuspruch erhalten, dafür möchte ich mich bedanken“, betont die sympathische Sportlerin.  KA

1.500 Euro für Jacke St. Johann | Sachwucher in St. Johann: Fünf Lederjacken wollte ein unbekannter Mann einem 70-jährigen Pensionisten auf offener Straße schenken. Erst im Zuge des Gesprächs erfuhr der St. Johanner, dass für eine Jacke 1.500 Euro zu bezahlen seien, die restlichen vier seien geschenkt. Der Pensionist fuhr mit dem Unbekannten in dessen Pkw zur Bank. Auf dem Weg dorthin wurden die Jacken in die Wohnung gebracht. Der Unbekannte ist 55 bis 60 Jahre alt und schlank, 1,75 Meter groß und hat kurze, schwarze Haare. Er trug eine beige Hose, ein dunkles Poloshirt und sprach Deutsch mit ausländischem Akzent. Er war mit einem großen, schwarzen VW mit italienischem Kennzeichen unterwegs. Hinweise an die PI St. Johann, 059133/7208.

Sturz mit dem Bike Jochberg | Schwere Verletzungen (Schulterfraktur, Gehirnerschütterung und Hautabschürfungen) erlitt ein 28-jähriger Deutscher bei einem Sturz mit dem Mountainbike in Jochberg. Der Mann war auf dem Saukaserweg in Begleitung eines weiteren Radlers talwärts unterwegs, als er in einer Linkskurve stürzte. Er wurde nach der Erstversorgung durch den Notarzt mit dem Rettunghubschrauber Christophorus 4 in das Krankenhaus St. Johann geflogen.  KA

/KA_KW29_10  

http://www.mediabook.at/anzeiger-books/KA_KW29_10.pdf

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