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gewerkschaft der privatangestellten, druck, journalismus, papier

KOMPETENZ D a s

m a g a z i n

f 端 r

d e n

o r g a n i s i e r t e n

12/2009 10. Dezember KOMPETENZ Ausgabe

GZ 02Z031731M P.b.b. Verlagspostamt 1230 Wien

Ergebnisse der aktuellen KV-Verhandlungen Seite 22

e r f o l g

Verbesserungen im Handel

Eine Frage des Handel(n)s

6 Seiten Bericht

+++ Die Uni brennt +++ Amtliches Kilometergeld & Taggelder +++

www.gpa-djp.at


Intern

Editorial / Inhalt

Umdenken, gegenlenken! Am 27. Februar 2010 findet das Regionalforum Burgenland statt. Tagesordnung: 1) Eröffnung und Begrüßung 2) Beschlussfassung der Tages- und Geschäftsordnung 3) Wahl der Kommissionen 4) Entwicklung der Gewerkschaftsorganisation 5) Podiumsdiskussion 6) Bericht der Regionalkontrolle und Entlastung 7) Bericht der Mandatsprüfungsund Wahlkommission

8) Wahlen 9) Bericht der Antragsprüfungskommission 10) Behandlung der Anträge 11) Bericht der Wahlkommission – Wahlergebnisse 12) Statement der/des neu gewählten Vorsitzenden 13) Jubilare-Ehrungen 14) Verabschiedung der FunktionärInnen 15) Allfälliges und Abschluss des Regionalforums

infos

>>> Ort: Hotel-Restaurant Martinihof, 7201 Neudörfl, Rathausplatz 4 > Tagung der Fraktionen: Beginn um 8.30 Uhr > Regionalforum: Beginn um 10.30 Uhr >>> Anträge müssen schriftlich, bis spätestens vier Wochen vor dem Regionalforum, eingebracht werden an: GPA-djp-Regionalgeschäftsstelle Burgenland, Wiener Straße 7, 7000 Eisenstadt Telefon: 05 0301-23047 u. -23051, Fax: 02682/770-48 E-Mail: burgenland@gpa-djp.at

rigaud

>

D

ie Lohn- und Gehaltsrunden dieses Jahres sind bislang alles andere als konfliktfrei über die Bühne gegangen. In der Metallindustrie ist es gelungen, ein Arbeitszeitpaket der Arbeitgeber abzuwehren, welches beträchtliche Einkommensverluste durch die Streichung von Überstundenzuschlägen zur Folge gehabt hätte. Auch der letztendlich erfolgreiche KVAbschluss für die über 500.000 Handelsangestellten war von gewerkschaftlichen Aktionen in der Öffentlichkeit begleitet. In beiden Bereichen waren die KV-Verhandlungen mit Betriebsversammlungen sowie öffentlichen Protesten und Aktionen verbunden. Zur selben Zeit halten Studierende der Universität Wien wochenlang das Audimax der Universität Wien besetzt und schon zum wiederholten Male gehen tausende KindergartenpädagogInnen auf die Straße, um für höhere Gehälter und bessere Arbeitsbedingungen zu protestieren. Wahrscheinlich gab es noch selten einen Herbst in unserem Land, der so stark von Protesten und Aktionen geprägt war. Diese Ausgabe der Kompetenz zeigt, dass wir bei diesen Auseinandersetzungen als Gewerkschaft nicht nur zusehen, sondern aktiv mit dabei und auch oft die Initiatoren sind, wenn es um die Durchsetzung der Interessen unserer Mitglieder geht.

Ab 1. Jänner 2010 gibt es in der GPA-djp Wien neue Zeiten für persönliche Beratung. >>> Ab 7. Jänner 2010

hat der ÖGB eine neue Adresse: 1020 Wien, Johann-Böhm-Platz 1. Die GPA-djp bleibt an ihrem Standort in 1030 Wien, Alfred­Dallinger-Platz 1.

> Die neuen Beratungszeiten sind:

Montag, Dienstag, Freitag 8 bis 12.30 Uhr Mittwoch, Donnerstag 8 bis 17 Uhr GPA-djp Wien, Alfred-Dallinger-Platz 1, 1030 Wien (Nähe U3-Station Schlachthausgasse) Unsere RechtsexpertInnen beraten Sie in Arbeits- und Sozialrechtsfragen.

Alle Adressen

>>>

GPA-djp Wien, 1034 Wien, Alfred­Dallinger-Platz 1, Tel.: 05 0301-21000, E-Mail: wien@gpa-djp.at >>> GPA-djp Niederösterreich, 3100 St. Pölten, Gewerkschaftsplatz 1, Tel.: 05 0301-22000, E-Mail: ­nieder­oesterreich@gpa-djp.at >>> GPA-djp Burgenland, 7000 Eisen­ stadt, Wiener Str. 7, Tel.: 05 0301-23000, E-Mail: burgenland@gpa-djp.at >>> GPA-djp Steiermark, 8020 Graz, Karl-Morre-Str. 32, Tel.: 05 0301-24000, E-Mail: steiermark@gpa-djp.at >>> GPA-djp Kärnten, 9020 Klagen02

furt, Bahnhofstr. 44/4, Tel.: 05 030125000, E-Mail: kaernten@gpa-djp.at >>> GPA-djp Oberösterreich, 4020 Linz, Volksgartenstr. 40, Tel.: 05 0301-26000, E-Mail: oberoester­reich@gpa-djp.at >>> GPA-djp Salzburg, 5020 Salzburg, Markus-Sittikus-Str. 10, Tel.: 05 030127000, E-Mail: salzburg@gpa-djp.at >>> GPA-djp Tirol, 6020 Innsbruck, ­Südtiroler Platz 14, Tel.: 05 0301-28000, E-Mail: tirol@gpa-djp.at >>> GPA-djp Vorarlberg, 6900 Bregenz, Reutegasse 11, Tel.: 05 030129000, E-Mail: vorarlberg@gpa-djp.at

KOMPETENZ

> Alle anderen Beratungsangebote der GPA-djp Wien bleiben unverändert:

Persönliche Pensionsberatung Mittwoch 14 bis 17 Uhr Steuersprechstunde Donnerstag 15 bis 17 Uhr

> Telefonberatung zu Arbeits- und Sozialrechtsfragen: Montag bis Donnerstag 8 bis 16 Uhr Freitag 8 bis 13 Uhr

IMPRESSUM Herausgeber: ÖGB, GPA-djp, 1034 Wien, Alfred-Dallin-

ger-Platz 1, Tel.: 05 0301-301, Fax: Dw. 488, E-Mail: service@gpa-djp.at. Verlag und Medien­inhaber: Verlag des Österreich­ischen Gewerk­ schaftsbundes GmbH, 1230 Wien, Altmannsdorfer Straße 154–156, Tel.: 01/662 32 96, Fax: Dw. 6385, E-Mail: Renate.Wimmer@oegbverlag.at, www.oegb­verlag.at. Chef­redakteurin: Dwora Stein. Stv. Chef­redakteur: Martin Panholzer, E-Mail: martin.panholzer@gpa-djp.at. Redaktion: Renate Zaunscherb, E-Mail: renate.zaunscherb@gpa-djp.at. Anzeigen: GPA-djp-­Redaktion KOMPETENZ. G ­ rafik und P ­ roduktion: Karim H ­ ashem ­(Artdirector echomedia), Elisabeth Waidhofer (Layout), Brigitte Lang ­(echomedia), Rudolf Mottinger (echomedia),Tini Leitgeb (Foto­redaktion). ­Hersteller: Leykam Druck GmbH & Co KG, 7201 Neudörfl, Bickfordstraße 21. Verlagsort: ­Wien. ­Herstellungsort: Neudörfl. DVR-Nr.: 0046655. ZVR-Nr.: 576439352. Coverfotos: iStockphoto, Erich Müllegger.

Die Redaktion behält sich alle Rechte der Vervielfältigung und des Vertriebs der zum Abdruck gelangten Beiträge sowie ­ihre Verwendung für andere Ausgaben vor. Namentlich gekennzeichnete Beiträge stellen die Meinung der Autorin bzw. des Autors dar und müssen sich nicht mit der Meinung der Redaktion decken. Die Redaktion haftet nicht für unverlangt eingeschickte Artikel und Fotos.

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Ingrid Reischl im Interview über [12] die Zukunft der WGKK.

Soziale Gerechtigkeit

Achtung Änderung! infos

Dieser Herbst war heiß umkämpft

Schedl, erich müllegger, Duoproduction

Aktuell

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So unterschiedlich die Konflikte in ihrer Ausprägung auch sind  – sie haben doch eine gemeinsame Grundlage: die wirtschaftliche Krise und den daraus resultierenden Kampf um die enger werdenden Ressourcen. Bei den Lohnund Gehaltsrunden stellt sich die Frage, warum Aktionäre ungebremst ihre Dividenden erhalten, während bei den ArbeitnehmerInnen das Geld für entsprechende Lohn- und Gehaltsforderungen fehlt. Beim Konflikt an den Universitäten und im gesamten Bildungsbereich geht es um die Zukunftsfähigkeit unseres Landes. Ohne Kurswechsel droht unser Land im Konzert der Industrienationen weit zurückzufallen. Im kommenden Jahr wird die KOMPETENZ in einem neuen Layout erscheinen, und ich hoffe, dass die Umstellung bei den Leserinnen und Lesern gut ankommen wird. Bleibt nur noch, Ihnen erholsame Feier­tage und viel Kraft für das neue Jahr zu wünschen!

Dwora Stein, Chefredakteurin

KOMPETENZ

Sozialtransferkonto oder doch [14] eher Sozialabbaukonto?

BERUF km-Geld und Taggeld Der Außendienst braucht dringend eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen.

[18]

Metall-KV-Vertrag Verhandlungserfolg für die 170.000 Beschäftigten der Metallindustrie.

[22]

SERVICE CARD-Angebote Viele tolle Ideen, um den Winter zu genießen: mit der CARD. [28]

Auch im neuen Jahr: Eventtipps [31] für jeden Geschmack.

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Thema

Thema

Eine Frage des Handel(n)s Für Angestellte. Es tut sich ständig etwas im Handel. Die GPA-djp achtet darauf, dass die 520.000 MitarbeiterInnen nicht übervorteilt werden. Sie setzt auf Sozialpartnerebene, aber auch in einzelnen ­Betrieben, Verbesserungen für ArbeitnehmerInnen durch.

● KV-Reform

M

anches zieht sich wie Kaugummi. Kaum einer weiß das so gut wie Manfred Wolf, Wirtschaftsbereichssekretär der GPA-djp. Seit 25  Jahren ist er im Team, das die all­ jährlichen Lohnerhöhungen im Kollektivvertrag (KV) Handel verhandelt. „Heuer sind es die zähesten Gespräche, seit ich dabei bin“, erzählt Wolf.

● Freier Sonntag

Regelungen einfacher und Eine breite Allianz gegen die Sonntagsöffnung

ein Spiegelbild der Branchenentwicklung, deshalb fordern wir eine reale Erhöhung“, führt Wolf aus. Christian Resei (resei@gmx.de)

Im Grunde die beste Voraussetzung für eine schnelle und gute Einigung. „Ein Abschluss kann heuer Signalwirkung für andere Branchen haben“, so Wolf. >>>

fotolia

übersichtlicher gestalten

Der Grund: Bisher galten die jährlichen Lohnerhöhungen der Metaller als Referenzwert für die Lohnverhandlungen der weiteren Berufsgruppen. Diesen Herbst geht es, bedingt durch die Wirtschaftskrise, dem Handel (trotz der Quelle-Pleite) allerdings besser als der Metallbranche. So ist etwa Kurzarbeit in den meisten Unternehmen kein Thema. „Die KV-Verhandlungen sind

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Thema

Jobst (2), Dest (2)

Thema

In den letzten Jahren wurden für die Beschäftigten im Handel bereits einige Verbesserungen erreicht. Am schnellsten können Missstände beseitigt werden, wenn sich die Betroffenen direkt an die GPA-djp wenden.

>>>

Höhere Einstiegslöhne und Reform des KV

520.000 MitarbeiterInnen arbeiten in ganz Österreich im Einzelhandel, Großhandel und im produktionsnahen Handel. Besonders im Blickpunkt stehen die Beschäftigten im Einzelhandel. Eine von der Arbeiterkammer (AK) und der GPA-djp in Auftrag gegebene Studie gibt zu denken: Die „typische Angestellte im Handel“ ist weiblich, hat einen Teilzeitvertrag, arbeitet an Samstagen und teils auch am Abend. Noch vor kurzem war in vielen Unternehmen üblich: Einen Arbeitsvertrag gab’s für 20 Stunden, Arbeit aber locker für 25 Stunden. Nach schwierigen Verhandlungen hat die GPA-djp aber im Vorjahr die Mehrarbeitszuschläge bei Teilzeitverträgen durchgesetzt – ein beachtlicher Erfolg! „Wir schauen auch darauf, dass die Einstiegsgehälter spürbar erhöht werden“, sagt KV-Verhandlungsführer Franz Georg Brantner. Ein großes Ziel ist die Reform des KV. „Die Gehaltskurve soll flacher werden, davon würden jüngere Angestellte durch höhere Einstiegsgehälter profitieren und die 06

Beschäftigungsmöglichkeiten insgesamt steigen“, führte Brantner aus. Das heißt, die Gehalts­kurve soll nicht mehr so stark ansteigen wie bisher, aber das Lebenseinkommen muss gleich bleiben. Wichtig ist ihm aber auch, dass die Regelungen im KV übersichtlicher und einfacher werden: „Jeder Kollege/ Jede Kollegin soll am Abend ausrechnen können, was er/sie an diesem Tag verdient hat.“

Status quo und freien Sonntag erhalten

In anderen Bereichen ist es wichtig, den Status quo zu erhalten. „Durch die verschiedenen Arbeitszeiten wird es heute in den Familien immer schwieriger, gemeinsam Zeit zu verbringen. Deshalb ist es

sehr wichtig, dass der freie Sonntag bleibt.“ Brantner ist daher einer der Sprecher der Allianz für den freien Sonntag, eines Zusammenschlusses aus Gewerkschaften, fast allen anerkannten Kirchen in Österreich und NGOs. „Es herrscht bei uns ein gesellschaftlicher Konsens über den freien Sonntag. Das ist gut so, denn wären wir als Gewerkschaft alleine gegen die Sonntagsöffnung, wären wir einem enormen Druck ausgesetzt“, führt Brantner aus. Was viele vergessen: „Auch in Ländern, wo am Sonntag gearbeitet wird, gibt es die Sonntagsruhe  – allerdings als Privileg der Oberschicht.“ Die Allianz für den freien Sonntag ist ein Vorbild für Aktivitäten in Zentral- und Osteuropa, etwa in Slowenien, Kroatien und

Polen. Aber auch in Deutschland gibt es Bestrebungen, die Sonntagsöffnung zurückzunehmen.

Wenn Unternehmen Abmachungen ignorieren

Doch was hilft die schönste Einigung zwischen den Sozialpartnern, wenn sie im Betrieb nicht ankommt? Bei vielen Menschen sind die Jobs oft überlebensnotwendig, und das nützen manche Unternehmen auch aus und halten sich nicht an Abmachungen. Auch da kann die GPA-djp helfen: Sie schaffte es, auch Kontakte zu jenen Unternehmen aufzubauen, die als nicht besonders gewerkschaftsfreundlich gelten. So gibt es z. B. nach langen Auseinandersetzungen Kontakte zu Schlecker und KiK. Nach „Schlecker-Aktionstagen“, an denen MitarbeiterInnen über ihre Rechte aufgeklärt wurden und über 4.000  Unterschriften von KundInnen, die Schlecker aufforderten, mehr für die Arbeitneh-

Faire Einkommen

>>> Unter dem Motto „Wir wollen ein ordentliches Gehaltsangebot!“ fand am 26. 11. auf der Mariahilfer Straße in Wien eine Aktion mit 700 BetriebsrätInnen des Handels statt. Das Engagement hat sich gelohnt – die Gehälter steigen ab 1. Jänner um 1,5 %, für untere Gehaltsgruppen bis zu 1,8 %. >>> Das Video zum KV-Abschluss im Handel gibt es auf www.gpa-djp.at.

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merInnen zu tun, gesammelt wurden, hat sich die Geschäftsführung der Drogeriemarktkette zu Gesprächen mit der GPA-djp getroffen. „Es gibt eine Chance zu einem Dialog“, führt Anita Stavik, die betreuende Sekretärin, aus. Erstes Ziel ist hier der Abschluss einer Musterbetriebsvereinbarung. „Bei KiK haben wir nach langem Kampf eine Betriebsratswahl durchführen können“, sagt Regionalsekretär Georg Grundei, und auch die Arbeitszeiterfassung wurde geregelt. Doch eine Umbesetzung im Management bringt das konstruktive Verhältnis wieder in Gefahr. Derzeit ist das Klima bei KiK wieder frostiger.

Wenn Unternehmen Abmachungen ignorieren

Eine Gruppe, die für die GPA-djp immer wichtiger wird, sind die MigrantInnen in dieser Branche. Immerhin ist etwa ein Drittel der ArbeitnehmerInnen im Wiener

Handel migrantischer Herkunft, die Tendenz ist steigend. „Der Organisationsgrad unter ihnen ist noch gering“, erklärt Mehmet Soytürk. Der GPA-djp-Regionalsekretär betreut MigrantIn­nen direkt in den Betrieben, veranstaltet Straßenaktionen und Infoabende. Seine Sprachkenntnisse und seine Herkunft sind ein wichtiger Türöffner. „Viele Menschen sind mit unseren sozialen Regeln nicht vertraut und wissen nicht, was ihnen zusteht“, so Soytürk. So etwa ein 13. oder 14. Gehalt. Viele werden auch falsch eingestuft. Das passiert überhaupt recht häufig: „Wir haben vor kurzem bei Spar viele MitarbeiterInnen in die richtige Gehaltsgruppe einreihen können. Manche bekommen jetzt 200 Euro im Monat mehr“, führt auch Manfred Wolf seine Erfahrungen an. Es hat sich bereits einiges verändert in den letzten Jahren. Aber am schnellsten ändern sich Missstände, wenn die Betroffenen sich direkt an die GPA-djp wenden. y

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Franz Georg Brantner

>>> ist ZBR-Vorsitzender von Herba Chemosan und Vorsitzender des GPA-djp-Bundeswirtschaftsbereichs Handel.

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Thema

Thema Jenen Firmen, die nur auf das schnelle Geld aus sind und sich nicht kümmern, woher ihre Waren kommen, sind in der Regel auch die MitarbeiterInnen egal.

Auch die heurige Umfrage der GPA-djp ergab: Viele Lehrlinge fühlen sich von ihrem Ausbildungsbetrieb ausgenutzt und schlecht bezahlt.

Menschenwürdige Arbeitsbedingungen. Eine Reihe von Gütesiegeln garantiert ein fair gehandeltes Produkt. Aber wer garantiert, dass es den MitarbeiterInnen im Handel gut geht?

istockphoto

infos

>>> Eine Aufzählung

der Gütesiegel im Kleidungsbereich findet sich unter: www.cleanclothes.at unter dem Menüpunkt ShoppingGuide/Gütesiegel >>> Buchtipp über die Multis und die globalen Auswirkungen ihrer Profitgier: Klaus Werner-Lobo, Uns gehört die Welt! Macht und Machen­ schaften der Multis (256 Seiten, Carl Hanser Verlag, EUR 14,90) >>> Download des Flugblattes: www.sauberekleidung.de/downloads/2009-06_Lidl_ adbusting_mail.pdf

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J

eanshose 9,99 Euro, 98 % Baumwolle, 2 % Elastin. Hergestellt von Sarmin in Bangladesch, 21 Euro Monatslohn bei 80 Stunden die Woche, Atemwegserkrankung aufgrund von giftigen Dämpfen. Dieses etwas andere Flugblatt, in den Farben eines bekannten deutschen Diskonters, gibt es auf der Clean-Clothes-Internetseite zum Downloaden. Vor allem in den Dritte-Welt-Ländern werden Produkte unter brutal menschenunwürdigen Bedingungen hergestellt. Viele bekannte Unternehmen produzieren nicht mehr selber, sondern vergeben Aufträge an Fremdfirmen, die es mit den Menschenrechten nicht so genau nehmen. GAP, adidas, Ikea oder Nike, um nur einige zu nennen, kamen dadurch in die Schlagzeilen.

Christian Resei (resei@gmx.de)

Auch als Reaktion darauf haben sich gerade in den letzten Jahren einige Gütesiegel etabliert, die für ei-

nen fairen Handel stehen. Fairtrade, Clean Clothes, EZA oder Öko-Tex untersuchen regelmäßig die Verhältnisse vor Ort und garantieren mit ihrem Gütesiegel, dass die ArbeitnehmerInnen adäquate Lohn- und Arbeitsbedingungen vorfinden.

Mit Betriebsrat geht es besser

Für die Geschäfte gibt es in Österreich derzeit keine Zertifizierung. Im Handel ist es bei uns theoretisch möglich, ein „faires Produkt“ bei einem „unfairen Diskonter“ zu kaufen. Trotzdem können sich die Kunden orientieren, vor allem wenn es überhaupt keine „fairen Produkte“ im Laden gibt. „Denn man kann im Prinzip sagen: Wer nicht schaut, woher seine Ware kommt, dem sind in der Regel die MitarbeiterInnen egal. Solche Firmen sind nur auf das schnelle Geld aus“, sagt Manfred Wolf, GPA-djp-Sekretär im Geschäftsbereich Interessenvertretung. Auch eine andere Tendenz kann er aus seiner langjährigen beruflichen

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Erfahrung feststellen: Wo es einen Betriebsrat gibt, geht es in der Regel besser. Da gibt es Betriebsvereinbarungen und einen Austausch mit der Geschäftsführung. „Die Kunden können durch einen Anruf in der Firmenzentrale feststellen, ob es einen Betriebsrat gibt“, rät er. Sonst ist es besonders bei großen Unternehmen oft schwer, ein pauschales Urteil zu fällen. „Da hängt sehr viel von den Bezirksleitern ab“, weiß Regionalsekretär Georg Grundei. „Die sind für etwa zehn Geschäfte zuständig. Wenn die keine soziale Kompetenz haben, dann kann es für die MitarbeiterInnen schon sehr problematisch werden.“ Der Gipfel der Unfähigkeit: Die ­Belegschaft eines Wiener Ladens musste nach einem Überfall weiter im Geschäft bleiben. Doch der sicherste Weg, die Arbeitsbedingungen im Stammgeschäft herauszufinden, ist relativ einfach: „Reden Sie einfach öfter mit Ihrer Kassierin oder Verkäuferin dar­ über, wie es ihr geht“, rät Grundei. y 12/2009

istockphoto

Fairness für alle! Billige Arbeitskräfte? Lehrlinge im Handel. Überstunden, Samstagsarbeit, 8. Dezember – eine Umfrage bei den Lehrlingen im Handel zeigt, dass Jugendliche oft für ihr geringes Lehrlingsentgelt mehr arbeiten müssen, als sie eigentlich dürfen.

V

iel Arbeit, wenig Geld  – so lässt sich die Situation der Lehrlinge im Handel kurz und bündig auf den Punkt bringen. „Daran hat sich seit Jahren leider wenig geändert“, klagt Bundesjugendsekretär Helmut Gotthartsleitner. Denn obwohl Lehrlinge eigentlich Jugendliche in Ausbildung sind, müssen sie im Betrieb oft als billige Arbeitskräfte herhalten. barbara lavaud

(barbara.lavaud@gpa-djp.at)

Die GPA-djp Jugend hat auch heuer wieder eine Umfrage unter den Lehrlingen im Handel durchgeführt. * Vor allem bei den Überstunden und der Samstagsarbeit liegt einiges im Argen: Immerhin mussten zwei Drittel der Lehrlinge bereits Überstunden leisten – was jedoch laut Kinder- und Jugendlichen-Beschäftigungsgesetz für Lehrlinge unter 18 verboten ist! 8 % haben diese Überstunden noch nie abgegolten bekommen. „Hier liegt ein offener Rechtsbruch der Arbeitgeber 12/2009

bzw. der Ausbildungsbetriebe vor“, kritisiert Gotthartsleitner.

Samstag, Sonntag

„Erschreckend ist auch, dass ein Fünftel der Befragten an mehr als zwei Samstagen pro Monat am Nachmittag arbeiten muss. Nach aktueller Rechtslage ist das nicht zulässig“, ergänzt Gotthartsleitner. Immerhin 12 % mussten schon unfreiwillig am 8. Dezember arbeiten. Kein Wunder, dass fast alle Lehrlinge (97,3 %) das Arbeiten am Sonntag ohne Wenn und Aber ablehnen. Die Hälfte würde unter solchen Umständen sogar den Job wechseln.

Internatskosten

40 % der Befragten müssen ins Berufsschulinternat, jede/-r Zweite muss sich die Kosten selbst bezahlen, obwohl es im KV eine Regelung gibt, dass dem Lehrling mindestens 50 % seiner Lehrlingsentschädigung verbleiben müssen. „Diese Regelung wird offensichtlich nicht eingehal­ ten. Wir fordern daher die volle

Übernahme der Internatskosten durch die Arbeitgeber, um diesen Missstand endlich zu beseitigen“, erklärt Gotthartsleitner.

Lehrlingsentschädigung

infos

>>> Alle Infos und die aktuelle Rechtslage unter www. handelslehrling.at

So überrascht es auch nicht, dass 56 % mit der Höhe ihrer Lehrlingsentschädigung nicht zufrieden sind. Die GPA-djp Jugend fordert: Die Lehrlinge sollten die Hälfte der Förderungen für den positiv absolvierten Praxistest erhalten, ebenso die gesamte Fördersumme für die mit „Auszeichnung“ und „gutem Erfolg“ abgelegte Lehrabschluss­ prüfung. „Außerdem erscheint es wichtiger denn je, verstärkt zu kontrollieren, ob die Ausbildungsbetriebe die Gesetze zur Jugendbeschäftigung einhalten. Ein Lehrling hat ein Anrecht auf eine gute Ausbildung  – und nicht auf unbezahlte Mehrarbeit!“, appelliert der Jugendsekretär. y *) Befragt wurden 1.970 Lehrlinge im Geltungsbereich des Kollektivvertrags Handel; Zahlenangaben gerundet.

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Kommentar

Aktuell

KV-Verhandlungen. Obwohl der heimische Handel sich heuer gut entwickelt hat, waren die Arbeitgeber bei den bisherigen Gehaltsverhandlungen nicht bereit, den Beschäftigten einen gerechten Anteil am Erfolg zukommen zu lassen.

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as Weihnachtsfest ist in unserer Gesell­ schaft immer stärker zu einem wesent­ lichen Faktor für die Wirtschaft gewor­ den. Wie immer man dazu persönlich stehen mag, an der Realität, dass das Weihnachts­ geschäft, insbesondere für den Handel, von ent­scheidender Bedeutung ist, kann man nicht vorbeisehen. Der heimische Handel ist mit dem bisherigen Verlauf des Weihnachtsgeschäfts zufrieden. Überhaupt hat die Wirtschaftskrise diesen Sektor bislang weit weniger getroffen als den industriellen Bereich. Mit verantwort­ lich für diese positive, den Konsum stabili­ sierende Entwicklung sind die relativ guten Gehaltsabschlüsse des Jahres 2008 und die steuerlichen Entlastungen, die heuer wirksam wurden.

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GPA-djp-Vorsitzender Wolfgang Katzian

GPA-djp

EinZiegartig!

Das Einkommensniveau ist im Vergleich zum Produktionssektor niedrig, es sind überdurch­ schnittlich viele Frauen beschäftigt. Es ist höchs­te Zeit, dass die Leistung dieser Men­ schen entsprechend gewürdigt wird. Große Handelskonzerne werben mit Wertvorstellun­ gen  – Stichwort Verantwortung und Hausver­ stand –, bei der Bezahlung ihrer MitarbeiterIn­ nen könnten sie die propagierten Werte mit Leben füllen.

Angesichts dieser Entwicklung ist es völlig un­ verständlich, dass die Arbeitgeber des Handels bei den diesjährigen Kollektivvertragsverhand­ lungen bis zuletzt nicht bereit waren, den Be­ schäftigten einen gerechten Anteil am Erfolg zuteil werden zu lassen. Es war ganz wesentlich deren Einsatz, der diesen ermöglicht hat.

Stress, Hektik, unattraktive Arbeitszeiten, un­ unterbrochene Berieselung mit Weihnachts­ liedern  – gerade in der Vorweihnachtszeit ist die Arbeit im Handel wahrlich kein Honig­ lecken. Die Kolleginnen und Kollegen haben sich einen fairen Gehaltsabschluss verdient. Wenn es einen Zeitpunkt gibt, zu dem ein hö­ herer Gehaltsabschluss als in den Industrie­ branchen gerechtfertigt und auch wirtschaft­ lich sinnvoll ist, dann ist das im heurigen Jahr. So wie die Weihnachtsgeschenke nicht vom Himmel fallen, so müssen auch die Lohn- und Gehaltsabschlüsse hart erkämpft werden, das hat der Herbst 2009 einmal mehr bewiesen.

Der Handel ist der größte Arbeitgeber im Land, über eine halbe Million Menschen fallen in den Geltungsbereich dieses Kollektivvertrags.

Wolfgang Katzian, Vorsitzender der GPA-djp

KOMPETENZ

>>> Bei diesem Geschenk gibt es nichts zu meckern: Die putzige Ziege sorgt als KühlschrankMagnet für Abwechslung auf dem Gabentisch und bringt gleichzeitig ganz konkrete Hilfe für Menschen in armen Ländern: Mit 28 Euro unterstützen Sie z. B. Familien in Somalia dabei, sich ihren Lebensunterhalt zu sichern. Oxfam Unverpackt sind Charity-Geschenke, die Oxfams Nothilfe und Entwicklungsarbeit unterstützen. Mit Geschenkideen für Menschen, die schon alles haben, unterstützt man weltweit Menschen, die in Armut leben. Info: www.oxfamunverpackt.de

Shell schlieSSt Produktionsstandort >>> Ende November verkündete die Shell-Gruppe die Schließung des Schmiermittel-Produktionswerks in Wien-Donaustadt. Mindestens 90 MitarbeiterInnen sollen im ersten Schritt von der Werksschließung betroffen sein. „Dem werden wir nicht tatenlos zuschauen. Noch dazu, wenn es seitens der Unternehmensführung im Vorfeld nicht einmal Gespräche mit dem Betriebsrat über mögliche Alternativen gegeben hat“, kündigt Barbara Teiber, Regionalgeschäftsführerin der GPA-djp Wien, an. 12/2009

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In den vergangenen 50 Jahren haben die MitarbeiterInnen und TrainerInnen des bfi unzähligen Menschen neue Chancen am Arbeitsmarkt eröffnet.

oxfamunverpackt.de, bfi wien

Im Handel muss sich noch mehr tun!

>> Wie geht es der Wiener Gebietskrankenkasse? >> Vor- und Nachteile des Sozialtransferkontos >> StudentInnen: Bildung darf nicht zur Ware werden!

Ein halbes Jahrhundert Bildung

bfi wird 50! Kurz vor Weihnachten feiert das Berufsförderungsinstitut sein 50-jähriges Bestehen.

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nde 1959 wurde von engagier­ ten Funktionären des Österrei­ chischen Gewerkschaftsbundes und der Kammer für Arbeiter und Angestellte in Wien das Berufsför­ derungsinstitut gegründet. 50 Jahre später ist das bfi aus der österreichi­ schen Bildungslandschaft nicht mehr wegzudenken. Zentrale Anliegen sind die Unterstützung der beruflichen und persönlichen Entwicklung von ArbeitnehmerInnen durch Aus- und Weiterbildung sowie die Schulung von arbeitslosen und von Arbeitslo­ sigkeit bedrohten Menschen.

Gerüstet für die nächsten 50 Jahre

Die moderne Non-Profit-Organi­ sation bietet ein Bildungsangebot von der Basisbildung über alle Be­ rufsfelder bis zur Fachhochschule, das sich flexibel an den Bedürfnis­ sen der Menschen und den aktuellen Anforderungen des Arbeitsmarktes orientiert. Neben dem Kerngeschäft der beruflichen Aus- und Weiterbil­ dung setzt das bfi auf professionelle Bildungsberatung und -information, Berufsorientierung und die Unter­ stützung bei der Arbeitssuche.

Mitglied sein bringt’s!

>>>

Wie viel Ihre Mitgliedschaft bei der GPA-djp kostet und was sie Ihnen bringt, erfahren Sie in der neuen Broschüre „Mitglied sein bringt’s!“. Jährlich schließt die GPA-djp etwa 160 Kollektivverträge ab. Der Kollektivvertrag bestimmt nicht nur maßgeblich die Entwicklung Ihres Gehalts/Lohnes, sondern auch Ihr Weihnachts- und Urlaubsgeld. Darüber hinaus bietet die GPA-djp Rechtsberatung und Rechtsschutz, Berufsschutz und Hilfe bei Mobbing, Serviceangebote und zahlreiche Vorteile mit der Mitglieder-Card. Der Mitgliedsbeitrag ist steuerlich absetzbar. Und vor allem: Mit Ihrer Mitgliedschaft stärken Sie die Gewerkschaft und leisten einen wichtigen Beitrag für faire Arbeitsbedingungen und gerechte Bezahlung!

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Aktuell

Aktuell

Mit Ingrid Reischl steht erstmals eine Frau an der Spitze des größten Krankenversicherers Österreichs, der Wiener Gebietskrankenkasse. Ende September wurde sie zur neuen Obfrau gewählt.

Die Zukunft der Wiener Gebietskrankenkasse Wege aus der Krise. Die WGKK-Obfrau Ingrid Reischl im Interview mit der KOMPETENZ über die finanzielle Situation der Gebietskrankenkasse und die Sinnhaftigkeit möglicher Einsparungsmaßnahmen.

Kompetenz: Sie haben die Funktion als Obfrau der Wiener Gebietskrankenkasse in einer wirtschaftlich sehr angespannten Situation übernommen. Wo sehen Sie die größten Herausforderungen für die kommenden Monate? Reischl: Die größte Herausforderung, vor der wir im Moment stehen, ist immer noch die finanzielle Situation. Das Kassenpaket der Bundesregierung hat uns etwas Luft zum Atmen verschafft und ist daher ein erster Schritt in die richtige Richtung. Die für 2009 beschlossenen Finanzhilfen sind aber überwiegend Einmalmaßnahmen und reichen bei weitem nicht aus. Spätestens 2010 droht es daher, ­finanziell wieder eng zu werden. Lucia Bauer

(lucia.bauer@gpa-djp.at)

Kompetenz: Heißt das, die Gebietskrankenkasse ist dann pleite? 12

Reischl: Von pleite kann nicht die Rede sein. Allerdings werden wir den Auftrag der Politik, bis 2013 ausgeglichen zu bilanzieren, nicht so leicht erfüllen können. Damit wird die Wiener Gebietskrankenkasse im Übrigen auch nicht allein dastehen. Zwei bis drei weitere Kassen werden dieses Ziel vermutlich ebenfalls nicht erreichen. Kompetenz: Welche Schritte sind zur Verbesserung der finanziellen Lage geplant? Reischl: Wir werden jedenfalls den bereits eingeschlagenen Weg weitergehen und versuchen, den Aufwand für Medikamente weiter zu dämpfen. Auch bei den Verhandlungen mit den Vertragspartnern werden wir uns um moderate Abschlüsse bemühen. Klar ist aber auch, dass man die Krankenkassen allein mit Einsparungen nicht sanieren kann. Von den politischen Verantwortlichen  – allen voran

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vom Finanzminister  – erwarte ich mir daher, dass den Kassen die Mittel für versicherungsfremde Leistungen in Höhe von 900 Millionen Euro zur Gänze ersetzt werden. Kompetenz: Was kann man sich darunter vorstellen? Reischl: Dazu gehört etwa die Deckelung der Arbeitslosenbeiträge, die die schwarz-blaue Regierung eingeführt hat. Alleine dadurch sind der WGKK Einnahmen in der Höhe von 320  Millonen Euro weggebrochen. Kompetenz: Noch einmal zurück zum Thema Einsparungen. Müssen die Versicherten in den kommenden Jahren mit Leistungskürzungen rechnen? Reischl: Wenn es nach mir geht, wird es keine Leistungskürzungen geben. Die Gesundheit der Menschen ist ein zu wichtiges Gut, als dass man hier den Sparstift ansetzen könnte.

Wenn man möchte, dass der medizinische Fortschritt allen Menschen zugutekommt, dann muss man auch ehrlich sein und sich bewusst machen, dass das nun einmal Geld kostet. Es ist doch merkwürdig, dass wir den Satz: „Es ist kein Geld da“ immer im Zusammenhang mit Pensionen, Gesundheit oder der Mindestsicherung zu hören bekommen. Weder bei den Bankenpaketen noch bei den Rettungspaketen für Unternehmen hat irgendjemand gesagt, dafür sei kein Geld da. Kompetenz: Werden die Kostendämpfungsmaßnahmen die Beschäftigten der Wiener Kasse betreffen? Reischl: Immer wieder wird in die öffentliche Debatte die Forderung nach einer Einsparung bei den Verwaltungskosten eingebracht. Was dabei aber gerne vergessen wird, ist, dass die Verwaltungskosten der 12/2009

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Krankenversicherungen im Schnitt weniger als 3 % des Gesamt­ aufwands betragen. In der Wiener Kasse liegen sie sogar nur bei 2,2 %. Wer also glaubt, über Einsparungen bei den Beschäftigten die Krankenkassen sanieren zu können, der irrt sich gründlich. Dazu kommt, dass Einsparungen in dem Bereich immer auch handfeste Auswirkungen auf die Serviceleistungen für die Versicherten haben. Kompetenz: Warum betreibt die Wiener Gebietskrankenkasse mit dem Hanusch-Krankenhaus ei­ gentlich ein eigenes Spital? Reischl: Man muss sich das Hanusch-Krankenhaus als eine Art medizinisches Kompetenzzentrum für die Sozialversicherung vorstellen. Durch unsere eigenen Erfahrungen im Hanusch-Krankenhaus erhalten wir unmittelbaren Einblick in medizinische Innovationen, Kostenentwicklung und Qualitäts-

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sicherung im Spitalsbereich. Das Hanusch-Krankenhaus ist aber auch ein qualitativ hochwertiges Spital, das überdies betriebswirtschaftlich gut geführt wird. Kompetenz: Was sind Ihre persönlichen Ziele für die Gesundheits­ politik in den kommenden Jahren? Reischl: Es klingt wie eine Binsenweisheit, ist aber eine Tatsache: Arme Menschen sterben früher, weil Gesundheitschancen in unserer Gesellschaft immer noch ungleich verteilt sind. Ein wichtiges Ziel für mich ist ­daher, diese Ungleichheit zu ver­ ringern. Das bedeutet u. a., dass ­Menschen, unabhängig von ihrer sozialen Situation, Zugang zu allen Gesundheitsdienstleistungen erhalten und Menschen aus sozial schwächeren Bevölkerungsgruppen vermehrt auch Vorsorgeangebote nutzen. y 13


Aktuell

Aktuell

Soziale Ungerechtigkeit durch das „Sozialkürzungskonto“

Bilderbox (3)

Ungerechte Verteilungssituation. Eine realitätsferne Studie zur Umverteilung beweist angeblich, dass Sozialbeihilfen einträglicher sind als Erwerbsarbeit. Der Finanzminister will nun den Sparstift bei den Sozialleistungen ansetzen, um das Budget zu konsolidieren. Doch das trifft die sozial Schwachen und schont die Vermögenden.

Mit dem Sozialtransferkonto droht die gemeinsame Besteuerung von Einkommen und Sozialleistungen. Das betrifft beispielsweise arbeitende FamilienbeihilfenbezieherInnen.

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Zuverdienstgrenze kommt. Was soll damit gesagt werden? Wer verdient genauso viel dazu, dass er/sie das Kinderbetreuungsgeld verliert? Welches Paar pendelt und zahlt einen Kinderkrippenplatz für ein unter einjähriges Kind, um dann gemeinsam nur 950  Euro zu verdienen? Es handelt sich um konstruierte Beispiele, die in der Realität zwar möglich, aber sehr unwahrscheinlich sind.

or dem Hintergrund der Wirtschaftskrise hat Fi­ nanzminister Pröll eine Debatte über den Sozial­ staat losgetreten. Tenor: Wir müssen sparen. Der Staat, so Pröll, hielte die Menschen vom Ar­ beiten ab und übertreibe es mit der Umverteilung. Pröll beklagte, „dass Steuerzahlerfamilien oft ein weit niedrigeres Familieneinkom­ men haben als jene, die gar keine Steuer zahlen, aber Anspruch auf zahlreiche Beihilfen haben“. Un­ ter­mauert wurde diese Behaup­ tung mit Beispielen einer Studie des ­Joanneum Research.

Sozialabbaukonto

Daraus wurde dann jedoch die Idee geboren, alle erhaltenen So­ zialleistungen auf einem Konto zusammenzufassen. Das klingt recht plausibel. Warum nicht mehr Transparenz schaffen? Allerdings wird es dabei wohl nicht bleiben. Denn das bedeutet zunächst ein­ mal einen hohen zusätzlichen Verwaltungsaufwand für die Be­ hörden. Was soll dann mit der Informati­ on passieren, die ein solches Konto zur Verfügung stellt? Da wurde mit Vorschlägen auch nicht lange hin­ ter dem Berg gehalten: Die Trans­ fers auf dem Konto sollen zum Einkommen gerechnet werden, um dann gemeinsam besteuert zu werden. Das bedeutet de facto nichts anderes als eine deutliche Kürzung der Sozialleistungen. Das Sozialtransferkonto wird dann

David Mum

(david.mum@gpa-djp.at)

Unkontrollierte Umverteilung

Einsparungen bei den Sozialleistungen treffen vor allem die sozial Schwächeren. 14

KOMPETENZ

Als Beispiel nennt diese Studie eine Familie mit zwei Kindern, wo die Eltern gemeinsam (!) nur 950 Euro verdienen und ein Auto haben. Das Paar erhält mit den verschiedenen Sozialleistungen, wie dem Pendlerzuschuss, der Wohnbeihilfe, dem Zuschuss zur Kinderkrippe und den Familien­ leistungen, ein relativ hohes Net­ toeinkommen. Eine andere Familie verliert durch das Arbeitseinkommen den Anspruch auf das Kinderbetreu­ ungsgeld, weil sie knapp über die 12/2009

12/2009

zum Sozialkürzungskonto. Wenn z. B. die Familienbeihilfen besteu­ ert werden, werden sie um 36,5 % bis 50 % gekürzt! Das bedeutet eine Bedrohung für alle Familien, in denen beide Eltern arbeiten. Und das wird aus­ gerechnet von Politikern vorge­ schlagen, die eigentlich meinen, dass sich Arbeit lohnen soll. Durch die gemeinsame Besteuerung von Einkommen und Sozialleistungen werden aber gerade jene getroffen, die arbeiten. Eines ist jedenfalls klar: Die Dis­ kussion um mehr Steuergerech­ tigkeit  – z. B. durch Beiträge der Vermögenden – wurde durch eine Sozialmissbrauchsdebatte ersetzt.

Neue Verteilungsstudie des WIFO

So viel Aufmerksamkeit hätte sich eigentlich eine andere Studie verdient: Das WIFO hat nämlich untersucht, wie der Sozialstaat auf die Einkommensverteilung wirkt. Die Ungleichheit der Einkommen sollte durch Steuern, Abgaben und Sozialleistungen wesentlich ab­ gebaut werden. Das Ergebnis der Studie zeigt jedoch: Umverteilung findet vor allem über die Sozialleis­ tungen und kaum über Steuern statt. Die Lohnsteuer trifft zwar die hö­ heren Einkommen stärker, aber bei

KOMPETENZ

den Sozialversicherungsbeiträgen und der Mehrwertsteuer ist das Gegenteil der Fall. Die Sozialleistungen kommen hingegen eindeutig eher Haus­ halten mit geringen Einkommen zugute: Auf das ärmste Drittel der Haushalte entfallen 43,5 % aller Transfers, auf das mittlere Drittel 31,5 % und auf das obere 25 %. Im ärmsten Einkommensdrittel sto­ cken öffentliche Leistungen das Arbeitseinkommen um 84 % auf. Leistungen bei Arbeitslosigkeit, die Sozialhilfe und die Wohnbei­ hilfe kommen am stärksten Men­ schen mit niedrigen Einkommen zugute. Wer nun fordert, Budgetkonsoli­ dierung müsse bei den Ausgaben ansetzen, trifft also vor allem die sozial Schwachen. Die Absage an neue Steuern nützt den Reichen. Vermögende werden dann weiter geschont, weil sie für ihr Vermögen und ihre Vermögenszuwächse kei­ ne Steuern und für Kapitalerträge sehr geringe Steuern zahlen. Die Gewerkschaften werden aber nicht zulassen, dass die Arbeit­ nehmerInnen die Kosten der Krise zahlen, indem ihnen die Sozial­ leistungen wegbesteuert werden, während auf der anderen Seite die Vermögenden ihre Einkommen fast ohne Steuerbelastung ver­ mehren können. y 15


Aktuell

Aktuell

Bildung darf keine Ware sein. Die StudentInnen fordern endlich konkrete Schritte zur Verbesserung der Situation an den Universitäten.

Schedl (2), farkasch

Die Uni brennt!

Forderungskatalog und Arbeitsgruppen

Die Ausarbeitung dieses Forderungskatalogs nahm am Beginn der Bewegung einiges an Zeit in Anspruch. Die Proteste gingen nicht von der gesetzlichen Interessenvertretung der Studierenden, der ÖH, oder einer anderen Organisation aus und so erfolgte die Besetzung des Audimax noch bevor klar war, was man nun eigentlich konkret forderte. „Das war schon teilweise ein bisschen mühsam“, gesteht Anna, Germanistikstudentin im 15. Semester. „Jeder einzelne Punkt musste im Plenum ausdiskutiert und abgestimmt werden. Manche möchten einfach nur mehr Lehrveranstaltungen und besseres Essen in der Mensa, die anderen wollen gleich den Kapitalismus abschaffen. Und sich da auf etwas zu einigen, mit dem alle einverstanden sind, war nicht so einfach.“ Demokratisierung der Universitäten – nicht nur ein abstrakter Forderungspunkt der Studierenden, sondern nun gelebte Realität im Audimax. Innerhalb kürzester Zeit entstand auch eine Vielzahl an Arbeitsgrup-

Desolate Zustände. Studierende galten lange Zeit als Motor jeder politischen Bewegung. Doch nach den ergebnislosen Protesten rund um die Einführung der Studiengebühren 2002 wurde es still und viele begannen, die Studierenden abzuschreiben. Doch nun melden sie sich eindrucksvoll wieder auf der politischen Bühne zurück.

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as Audimax der Universität Wien ist normalerweise ein nicht sehr ansprechender Ort: Dunkelbraun gestrichene Holzverschalungen machen den Raum relativ duster. Studierende sitzen beengt in Reih und Glied in den Sitzreihen, machen Notizen über den Frontalvortrag der Professorin/ des Professors, über deren/dessen Kopf die ewig gleich formatierte PowerPoint-Präsentation abläuft. barbara marx

(babsimarx@hotmail.com)

Doch das hat sich nun drastisch geändert: An den Wänden hängen überall bunte, handgemalte 16

Transparente, Studierende sitzen essend und Kaffee trinkend auf den Tischen und an das Mikro, das normalerweise den ProfessorInnen vorbehalten ist, darf jeder, der etwas zu sagen hat. Und das sind sehr viele. Einige reden sich den Frust der letzten Jahre über die Studienbedingungen von der Seele und fordern lautstark Verbesserungen, andere haben Vorschläge für Arbeitsgruppen, und auch das eine oder andere Organisatorische wird besprochen und abgestimmt.

Audimax-Besetzung: Das ist unsere Uni!

Ausgehend von Studierendenprotesten an der Akademie der bilden-

KOMPETENZ

den Künste,besetzten StudentInnen der Universität Wien am 22. Oktober kurzerhand den größten Hörsaal, das Audimax, und erklärten es zur herrschaftsfreien Zone unter studentischer Selbstverwaltung. „Das ist unsere Uni“, erklärt Michael, Geschichtsstudent im 6.  Semester. „Das ganze Gerede, dass wir Konsumenten der Uni sind, ist einfach nur Blödsinn. Bildung darf keine Ware sein und jetzt haben wir das in die Hand genommen. Wir bleiben so lange hier, bis sich was ändert!“ Die Liste, was genau sich denn ändern muss, ist relativ lange und reicht vom freien Hochschulzugang bis zur Einhaltung des Behindertengleichstellungsgesetzes. 12/2009

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pen, in die sich jeder, der will, einbringen kann. Einige Studierende planen die nächste Vollversammlung, schreiben Presseaussendungen und kümmern sich um die Präsenz in der virtuellen Welt, via Homepage, Facebook und Twitter. Andere gründen Diskussions- und Arbeitsgruppen, die sich mit den verschiedensten Themen und Inhalten befassen.

Für ein besseres und selbstbestimmtes Lernen

Auch eine Volksküche, in der die Verpflegung für die BesetzerInnen bereitgestellt wird, wurde eingerichtet. „Es gibt Leute, die sagen, dass wir nur deswegen streiken, weil wir nicht in Vorlesungen gehen wollen, aber das stimmt nicht“, erzählt Volker, Politikwissenschaftsstudent und „Numerus-ClaususFlüchtling aus Deutschland“, wie er sich selbst bezeichnet. „Wir haben beschlossen, dass wir das Audimax in Zeiten, in denen keine Plena oder Besprechungen stattfinden, für Vorträge, Buchbesprechungen und Ähnliches nützen. Wir streiken ja für verbesserte und selbstbestimmtere Formen des

KOMPETENZ

Lernens. Außerdem habe ich durch diese Besetzung mehr über Politik gelernt als die letzten drei Semester in irgendwelchen Vorlesungen.“

Geld für Bildung statt für Banken und Konzerne

Viele Organisationen, wie die GPAdjp, aber auch viele Einzelpersonen solidarisierten sich mit den Studierenden und gingen am 28. Oktober mit ihnen auf die Straße. Fast 30.000 forderten lautstark „Geld für Bildung statt für Banken und Konzerne“. Diese Demonstration war ein großer Erfolg, aber auf die Frage, wie es nun weitergehen soll, zucken viele mit den Schultern. Greg, der sich selbst als „Idealist“ beschreibt und eine grundlegende Bildungs- und Gesellschaftsreform anstrebt, vertritt in diesem Punkt eine pragmatische Haltung: „Solange eine gewisse Anzahl Studierender das Audimax besetzt, wird die Besetzung auch aufrechterhalten. Und ob wir nächste Woche den Hörsaal räumen, besprechen wir nächste Woche.“ Bis dahin steht weiterhin „Basisdemokratie in Theorie und Praxis“ auf dem Lehr- und Lernplan der BesetzerInnen. y 17


Beruf >> Datenschutzbeauftragte gegen illegale Überwachung >> Ergebnisse der aktuellen KV-Verhandlungen >> Elementarbildung: Kinder-Uni für die Allerkleinsten

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Beruf

Keine Budgetsanierung zu Lasten des Außendienstes! Zwangsbeschallung

>>> Alle Jahre wieder ertönen in

>>> mit Ihrer

persönlichen Eintragung in die Interessengemeinschaft >>> mit dem Aufkleber „Faires kmGeld jetzt!“ >>> mit der Sammelmappe für PKWKosten (für den Jahresausgleich) >>> Alle Details und Informationen auf www.gpa-djp.at/ external

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or eineinhalb Jahren sind Sie mit dem damaligen Kilometergeld von jedem Dienstkilometer mehr als 200 Meter gratis für Ihren Arbeitgeber gefahren. Die dann durchgesetzte Erhöhung auf 42 Cent hat diese Lücke kleiner gemacht, aber selbst bei den derzeitigen niedrigeren Spritkosten nicht geschlossen. Umso vehementer forderte die GPAdjp auf Initiative von work@external in einem offenen Brief, dass die vorgesehene Befristung des erhöhten Kilometergeldes mit Ende des Jahres und der Rückfall auf 38 Cent von der Bundesregierung zurückgenommen und die unbefristete Verlängerung beschlossen wird. Gerald Musger

(gerald.musger@gpa-djp.at)

Der offene Brief an Kanzler und Finanzminister hat sich letztlich ­gelohnt. Nach anfänglich wohlwollend-unverbindlicher Reaktion des Bundeskanzlers und einer klar ­ablehnenden Antwort seitens des Finanzministeriums lenkte Josef Pröll im Herbst ein und kündigte an, das bis 31. 12. 2009 befristete ­Kilometergeld von 42 Cent „zu verlängern“. In der Dienstrechtsnovelle hat Ministerin Heinisch-Hosek nun eine weitere Befristung der 42 Cent bis 31. 12. 2010 vorgesehen, 18

die parlamentarische Beschlussfassung wird im Dezember erwartet. Am amtlichen Kilometergeld orientiert sich auch das in vielen Kollektiv- und Arbeitsverträgen vereinbarte Kilometergeld. Nur mit einer unbefristeten Verlängerung der 42 Cent im amtlichen Kilometergeld können hier Klarheit und Sicherheit für hunderttausende Betroffene ­geschaffen werden. Aber auch wer kein oder ein geringeres Kilometergeld erhält, kann über den Jahresausgleich diese selbst getätigten Ausgaben geltend machen.

Anhebung der Steuerfreiheit längst überfällig

Nicht grundsätzlich abgelehnt wurde unsere Forderung von Kanzler und Finanzministerium. Aller-

Mit der Kaufkraft des steuerfreien Taggeldes kann man sich nur mehr zwei Drittel leisten – eine Erhöhung ist nach 20 Jahren längst fällig!

KOMPETENZ

Geschäften und Einkaufszentren tagaus, tagein die immer gleichen Weihnachtslieder. Die GPA-djp Oberösterreich startete daher gemeinsam mit der Kulturhauptstadt Linz die Kampagne „Beschallungsfrei“. Höhepunkt war der „Tag ohne Musik“ am 21. November. Dabei ging es auch um die Lärmbelästigung durch – oft zu laute – Musik im Allgemeinen. „Wir erhalten viele Beschwerden von MitarbeiterInnen. Gerade in der Vorweihnachtszeit ist der Stress ohnehin höher als sonst“, so der GPA-djp-Vorsitzende Wolfgang Katzian.

dings verneinten sie eine „budgetäre Machbarkeit“, was so viel heißt wie, dass wieder der Außendienst für die Krisenfolgen herhalten soll. Seit fast 20 Jahren ist der steuerfreie Betrag für Taggelder unverändert geblieben. Die Entwertung in dieser Zeit muss ausgeglichen und der Satz auf 40 Euro angehoben werden. Steuerfreie Nächtigungsgelder sollten auf 3o Euro angehoben werden. Das würde auch der Realität in vielen Kollektivverträgen und Betriebsvereinbarungen entsprechen. Es geht nicht an, dass heute ein Teil einer Aufwandsentschädigung auch noch versteuert werden muss. work@external bleibt daher dran: Aufwandsentschädigungen müssen steuerfrei gestellt werden! y

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Zukunftsbranche >>>

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Setzen Sie ein Zeichen

Für die ca. 75.000 Beschäftigten im privaten Gesundheits- und Sozialbereich laufen zurzeit die KV-Verhandlungen. Eine nachhaltige Steigerung der Einkommen ist gerade für diese Beschäftigtengruppe mit hohem Frauenanteil von großer Bedeutung. Die GPAdjp appelliert an die öffentliche Hand, gerade jetzt in der Krise den Gesundheits- und Sozialbereich mit ausreichenden Mitteln auszustatten, um diesen für den Zusammenhalt der Gesellschaft so wichtigen Zukunftssektor und die Arbeitsbedingungen positiv weiterentwickeln zu können. 12/2009

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Klarheit und Sicherheit für Kollektivverträge! Die Interessengemeinschaft work@ external verlangt: Das erhöhte amtliche Kilometergeld muss unbefristet verlängert und rasch den tatsächlichen Kosten angepasst werden. Die Steuerfreiheit bei Tag- und Näch­ tigungsgeldern muss der Kostenentwicklung angeglichen und deutlich erhöht werden.

Trotz Verunsicherung nach dem gescheiterten Verkauf an Magna gibt es Hoffnung bei OpelAspern.

Wiener Opel-Belegschaft entsetzt

Opel-Aspern. Nach Bekanntwerden des gescheiterten Verkaufs an Magna herrscht Bestürzung unter den Angestellten.

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ie Verunsicherung ist groß, denn keiner weiß derzeit, wie es weitergehen soll. Wir stehen vor der gleichen Situation wie vor­ einem Jahr“, so Angestelltenbetriebsrat Willi Braun. Die Lage sei aber besser als bei den meisten deutschen Opel-Werken. Denn, so Braun: „Ohne uns können sie keine Autos bauen.“

Bessere Auftragslage lässt hoffen

Am Standort Aspern arbeiten aktuell rund 1.800 Beschäftigte. Seit 1982

werden dort Motoren und Getriebe für GM hergestellt – alleine im Vorjahr waren das 965.000 Getriebe und rund 410.000 Motoren. Willi Braun glaubt nicht daran, dass es derzeit Kündigungen geben wird. Die Auftragslage hat sich gebessert, sodass die für Herbst geplante Kurzarbeit abgesagt wurde. Nach dem Platzen des Opel-Verkaufs wird es auch keinen „Solidaritätsbeitrag“ der MitarbeiterInnen geben. Die Zusage der Einsparungsmaßnahmen war an Magna gebunden.

Europäisch denken, verantwortlich handeln, Vielfalt managen

>>>

Unter diesem Motto hat EUROCADRES, der Europäische Rat der Fach- und Führungskräfte, seinen Kongress am 16. und 17. 11. 2009 in Brüssel abgehalten. Die mehr als sechs Millionen gewerkschaftlich organisierten FachexpertInnen und Führungskräfte aller Ebenen haben eine Schlüsselposition in der privaten Wirtschaft wie in den öffentlichen Dienstleistungen. Und sie wollen diese Verantwortung auch gemeinsam gestalten, und zwar in einer engen Verbindung von europäischem Lobbying durch EUROCADRES als anerkannter Sozialpartner gemeinsam mit den vielfältigen gewerkschaftlichen Organisationen in den einzelnen europäischen Staaten. > Infos: www.gpa-djp.at/professional und www.eurocadres.org

KOMPETENZ

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Beruf

Beruf

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Wer kontrolliert die Kontrollore? Unbefriedigende Situation. Datenschutz „auf freiwilliger Basis“ funktioniert nicht. Jüngste Missbräuche haben vorgeführt, wie manche Betriebe diese Form der Sicherheit vernachlässigen. Dagegen helfen Datenschutzbeauftragte, die in den Unternehmen vor illegaler Überwachung effektiv schützen können.

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eim Thema Datenschutz will Arzneimittelproduzent Novartis Österreich Vorreiter sein. „Wir sind dabei, eine Reihe von Betriebsvereinbarungen abzuschließen, die die Videoüberwachung auf dem Firmengelände regeln“, árpád Hagyó

(arpad.hagyo@gomail.at)

berichtet Ingrid Stipanovsky, Betriebsratsvorsitzende in der Wiener Niederlassung des Schweizer Pharmakonzerns. Gerade wird für Novartis ein Datenschutzbeauftragter beim Verein „Arge Daten“ ausgebildet. Ziel des Seminars sind fundierte Kenntnisse in allen Belangen des personenbezogenen Informationsflusses.

Betriebliche Datenschutzbeauftragte kontrollieren die ordnungsgemäße Anwendung von Computerprogrammen mit persönlichen Daten. 20

KOMPETENZ

Eine Forba-Studie ergab, dass ein Viertel der Betriebe überhaupt keine Betriebsvereinbarung hat und sich die Hälfte der BetriebsrätInnen mit den Regelungen zum betrieblichen Datenschutz überfordert fühlt.

Betrieblicher Datenschutz ist nicht verpflichtend

müssen zum Erwerb ihres Wissens und für laufende Weiterbildung Arbeitszeit zur Verfügung gestellt bekommen. Firmen sollten verpflichtet sein, Mitarbeiter, die mit der Verwendung von personenbezogenen Daten betraut sind, von laufenden Aktivitäten freizustellen, wenn sie sich von Datenschutzbeauftragten beraten lassen.

Dazu, dieses Fachwissen zu fördern, ist Novartis nicht gezwungen; es geschieht auf freiwilliger Basis. Im Gegensatz zu Deutschland sind in Österreich betriebliche Datenschutzbeauftragte nicht verpflichtend – obwohl sie es sind, die die Einhaltung der Vorschriften überwachen und Betriebsinhaber, ArbeitnehmerInnen und Betriebsrat zur komplexen Materie beraten. Sie kontrollieren die ordnungsgemäße Anwendung der Computerprogramme. Schließlich dürfen nur befugte Personen Daten ausschließlich für den gesetzlich definierten Zweck verarbeiten. Die Eigentümer der Daten verfügen über ein Selbstbestimmungsrecht auf Auskunft, Korrektur und Löschung von Informationen. Betriebliche Datenschützer haben auf ihrem Gebiet weisungsfrei und von Vorgesetzten unabhängig zu sein. Sie dürfen wegen der ­Erfüllung ihrer Funktion nicht benachteiligt werden. Ihre Aufgabe ist, MitarbeiterInnen für die Belange des Datenschutzes zu sensibi­ lisieren. Datenschutzbeauftragte

Datenschutz bei mobilkom und Novartis

Bei der mobilkom austria hat Betriebsratschef Werner Luksch schon vor Jahren Datenschutzvereinbarungen durchgesetzt. Ein Beirat aus vier Spezialisten – zwei Personal-, zwei Arbeitgebervertreter – wacht über das Regelwerk. „Wir haben klar definiert, welche Beschäftigten-Daten verwendet werden dürfen und welche nicht“, sagt Luksch. „Einzelauswertungen über die Mitarbeiter sind bei uns nicht möglich; das System ist so beschaffen, dass zur Personalplanung nur die Fähigkeiten ganzer Teams, und nicht einzelner KollegInnen, ermittelt werden können.“ Bei Novartis gab es Regelungsbedarf sowohl über die Verwendung 12/2009

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der Telefonanlage als auch von E-Learning-Tools und firmeneigenen Datenbanken zu den wissenschaftlichen Fähigkeiten der MitarbeiterInnen. „Wir schauen darauf, dass Testresultate aus den Novartis-eigenen Lernprogrammen nur als Gruppenergebnisse abrufbar sind. Sie können nicht auf Einzelpersonen zurückgeführt werden“, so ArbeitnehmerInnenvertreterin Ingrid Stipanovsky, die ihre Kontrollrechte im Betrieb schriftlich verankern ließ. Geregelt ist, welche anfallenden Daten gelöscht werden müssen, welche ausgewertet werden dürfen und mit welchem Verfahren bestimmte Daten anonymisiert werden müssen. „Wir können bei Bedarf externe Experten beiziehen, wenn wir das System durchleuchten wollen“, erklärt Stipanovsky.

Forba-Studie zum Thema betrieblicher Datenschutz

Gegen so viel Autonomie für Beschäftigte regt sich in vielen Firmen Widerstand: Zu teuer und ohne Mehrwert, meinen Wirtschaftskammer und ÖVP recht einhellig.

KOMPETENZ

Dabei sind Österreichs Unternehmen beim Thema Datenschutz insgesamt nachlässig. Das ergab jetzt eine Studie des Forschungsinstituts „Forba“. Laut Umfrage wird in nur 40 % der Betriebe über den Datenschutz informiert; Auskünfte über ihre eigenen Daten erhalten Beschäftigte bloß in einem Viertel aller Firmen. Manches von dem, was der Endbericht der Forba-Untersuchung zutage gefördert hat, hat selbst Eva Angerler von der Abteilung ­Arbeit und Technik in der GPA-djp überrascht. Die vielfältigen EDVSysteme, die es zu überblicken gilt, sind für BetriebsrätInnen eine ­Herausforderung. Weil die Materie höchst komplex ist, sind sie auf die Unterstützung durch Datenschutzbeauftragte angewiesen. „Dass ein Viertel der Betriebe überhaupt keine Betriebsvereinbarung hat, ist ziemlich heftig“, so Datenschutzexpertin Angerler. „Dass sich die Hälfte der Betriebsräte mit den Regelungen zum betrieblichen Datenschutz überfordert fühlt, hätte ich auch nicht erwartet.“ y 21


erich müllegger (2)

Beruf

Karl Proyer (Bild auf der linken Seite) führte die KV-Verhandlungen für die Angestellten in der Metallindustrie.

Metall-Kollektivvertrag: Ein Erfolg der Beschäftigten

von den Beschäftigten verstanden“, so der Verhandlungsführer der GPA-djp, Karl Proyer.

Betriebliche Aktionen brachten die Wende

Entschlossenheit wirkte. Die heurigen Kollektivvertragsverhandlungen für die 170.000 Beschäftigten der österreichischen Metallindustrie hatten auch für erfahrene VerhandlerInnen einen außerordentlichen Stellenwert. Noch nie in der jüngsten Geschichte brauchte es fünf Verhandlungsrunden für einen Abschluss. Noch nie stand man so knapp vor betrieblichen Kampfmaßnahmen.

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ie wohl schwierigsten und angespanntesten Verhandlungen der jüngsten Geschichte fanden vor dem Hintergrund einer Weltwirtschaftskrise statt, von der Teile der heimischen Metallindustrie besonders stark betroffen sind. Die Arbeitgeber verwiesen in den Verhandlungen auf diese schwie­ rige Situation, räumten aber ein, dass auch sie nichts von einer Null-

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lohnrunde hielten. Zugespitzt hat sich der Verhandlungsverlauf dann, weil die Arbeitgeber die Verhandlungen über eine Lohn- und Gehaltserhöhung an die Zustimmung der Arbeitnehmerseite zu einem Arbeitszeitpaket koppeln wollten.

Junktim wird abgelehnt

Dieses „Junktim“ war wiederum für die ArbeitnehmerInnen eine unannehmbare Bedingung, weil es durch die Ausweitung der Durch-

KOMPETENZ

Nach drei Verhandlungsrunden, in denen die Arbeitgeber keinen Millimeter von den bisherigen Positionen abrückten, entschlossen sich die Gewerkschaft Metall-Textil-Nahrung (GMTN) und die GPAdjp, in ganz Österreich in Betriebsversammlungen die Beschäftigten über die Auswirkungen des Arbeitszeitpakets der Arbeitgeber zu informieren. Beschlüsse über konkrete Kampfmaßnahmen bis zum Streik wurden gefasst. „Die wirklich kämpferische und entschlossene Stimmung bei den Betriebsversammlungen bestärkte uns als Verhandlungsteam ungemein. Ohne diese betrieblichen Aktionen hätten wir sicher keinen Abschluss in dieser Qualität zustande gebracht. Letztendlich war das alles ein Erfolg der Beschäftigten“, erklärt Karl Proyer.

rechnungszeiträume einen Verlust von Überstundenzuschlägen in der Größenordnung von bis zu 3.000 Euro pro Jahr bedeutet hätte. Martin Panholzer

(martin.panholzer@gpa-djp.at)

„Es war für uns undenkbar, dass wir eine angesichts der niedrigen Inflationsrate bescheidene Lohnund Gehaltserhöhung durch eine massive Kürzung von Zuschlägen abtauschen. Das hätte niemand 12/2009

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Durchbruch nach Verhandlungsmarathon

Nach einem 19-stündigen Verhandlungsmarathon bis in die Morgenstunden des 14. November wurde eine weitere Runde für Montag, den 16. November vereinbart, die schließlich den Durchbruch brachte. Die Kollektivvertragspartner einigten sich auf eine Erhöhung der kollektivvertraglichen Mindestlöhne und -gehälter um 1,5 % und eine Erhöhung der IstLöhne und -Gehälter um 1,45 %. Stellt man diesen Abschluss in Relation zur aktuellen Inflationsrate, so ist dieser in etwa so viel „wert“ wie der Abschluss des Vorjahres in der Metallindustrie. Vereinbart wurde auch, dass man noch in diesem Jahr in Verhandlungen über die Neugestaltung der Arbeitszeiten treten will. „Entscheidend für den Abschluss war, dass den Arbeitgebern offenbar bewusst geworden ist, dass die Androhung betrieblicher Aktionen nicht nur Theaterdonner waren. Die Betriebsversammlungen und

KOMPETENZ

Aktionen waren daher sehr wirkungsvoll und ermöglichten erst einen realen Einkommenszuwachs für die 170.000 Arbeiter und Angestellten“, so Proyer.

Arbeitszeitpaket keine Einbahnstraße

Was die Verhandlungen über die Arbeitszeit betrifft, ist Proyer optimistisch: „Wir lassen uns da sicher kein Verschlechterungspaket aufs Auge drücken. Wir haben auch in der Vergangenheit bewiesen, dass wir zu flexiblen und kreativen Lösungen bereit sind. Gerade in Zeiten der Krise muss der Aspekt der Arbeitsplatzsicherung an oberster Stelle stehen. Das bisher vorliegende Paket der Arbeitgeber wäre auch volkswirtschaftlich kontraproduktiv, weil es, anstatt neue Beschäftigung zu schaffen, nur die bestehende billiger gemacht hätte. Solche Vereinbarungen können aber niemals eine Einbahnstraße sein. Wir werden die Verhandlungen so führen, dass am Ende die Beschäftigten profitieren werden.“y 23


Beruf

Beruf Die Kindergartenzeit ist eine prägende Zeit und eine wichtige Vorbereitung auf die Schule. Es sollte daher ein besonderes Anliegen sein, KindergartenpädagogInnen gute Arbeitsbedingungen zu bieten, um sie bei ihrer wichtigen Aufgabe zu unterstützen.

Kinder-Uni für die Allerkleinsten

istockphoto, bilderbox

Wichtiger Grundstein. Kinderbetreuung ist eine hoch qualifizierte Tätigkeit. Die elementare Bildungsarbeit im Kindergarten weckt die Neugier der Kleinen und bereitet sie auf die Schule vor.

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ohin fließt das Blut? Wie ist der Mensch entstanden? Können wir auf einem anderen Planeten wohnen? Kinder stellen komplizierte Fragen, die wir – Hand aufs Herz – in ihrer Komplexität meist nicht aus dem Stegreif zufriedenstellend beantworten können. Andrea Rogy

(lbrogy@fh-stpoelten.ac.at)

KindergartenpädagogInnen haben die Fähigkeit, auch sehr kleinen Kindern komplexe Vorgänge und Alltagsfragen mit einfachen Worten verständlich und anschaulich zu erklären. „Im Umgang mit Kindern müssen wir Begrifflichkeiten, die in der Erwachsenenwelt längst selbstverständlich geworden sind, greifbar, hörbar und fühlbar machen“, weiß Mag. Dr. Heidemarie Lex-Nalis, selbst Kindergarten- und 24

Hortpädagogin und Mitglied der Plattform EduCare, die sich für höhere Qualität in elementaren und außerschulischen Bildungseinrichtungen einsetzt.

Bildung als Grundstein für späteren Lernerfolg

Das „lebenslange Lernen“ ist in der Berufswelt mittlerweile ein akzeptierter Begriff geworden. Aber auch im Umgang mit den Kleinsten spielt Bildung schon eine wesentliche Rolle. Geduldige und tiefgreifende Wissensvermittlung im Kleinkindalter legt das Fundament für eine gesunde Neugier auf die Phänomene unserer Welt und für erfolgreiches Lernen im Schulalter. Die Sprachentwicklung der Kleinsten wird hierbei ebenso gefördert wie die Kreativität und das Verstehen komplexer Zusammenhänge. „Elementarbildung ist wichtig“, betont auch Judith Zehentmayer,

KOMPETENZ

Betriebsrätin und Sonderkindergartenpädagogin bei der Caritas in Oberösterreich. „Obwohl die Kinder noch klein sind und sich voraussichtlich nicht alles merken, was sie lernen, ist die Kindergartenzeit eine unheimlich prägende Zeit und auch eine wichtige Vorbereitung auf die Schule“, unterstreicht Zehentmayer den hohen Wert von gezielter Förderung von Kleinkindern durch KindergartenpädagogInnen.

­ iner Gruppe wären daher für die e Pädagogin ein Lichtblick – denn „um Kinder in unterschiedlichen Entwicklungsstufen gezielt fördern zu können, ist viel Kraft und Zeiteinsatz notwendig“. Das gelingt in kleineren Gruppen besser.

Gute Arbeitsbedingungen für erfolgreiche Arbeit

Gerlinde Bartosch, Betriebsratsvorsitzende der Kinderfreunde Wien, sieht in optimalen Arbeitsbedingungen eine wichtige Voraussetzung für die erfolgreiche Interaktion mit den Kindern. „Schon die Kleinsten brauchen gezielte Zuwendung und Förderung – doch mangelnde Ressourcen machen müde“, weiß Bartosch und plädiert daher ebenfalls für kleinere Gruppen. „Heute übernehmen die KindergartenpädagogInnen eine Fülle an Aufgaben, wie zum Beispiel Sprachförderung, die früher

Bedürfnisorientierte Betreuung

„Wie wir mit den Kindern heute umgehen – das wird die Welt von morgen prägen“, zitiert Zehentmayer den jüdischen Philosophen deutscher Herkunft Hans Jonas.­ „Je jünger ein betreuter Mensch ist, desto intensiver müssen wir auf seine Bedürfnisse eingehen“, weiß Zehentmayer. Weniger Kinder in 12/2009

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von Zusatzkräften wahrgenommen wurden. Das muss endlich anerkannt werden – sowohl sozial als auch finanziell“, fordert Bartosch. Daher müssten auch Vor- und Nachbereitungszeiten entsprechend abgegolten werden, denn den PädagogInnen bleibt viel zu wenig Zeit für alle Arbeiten, die abgesehen von der unmittelbaren Beschäftigung mit den Kindern geleistet werden müssen.

Ausbildung verbessern

Um die Ausbildung der KindergartenpädagogInnen noch weiter zu verbessern, sollten österreichweite Qualitätsstandards eingeführt werden. Viele Stimmen plädieren dafür, die Ausbildung im Hochschulbereich zu verankern. Anneliese Buxbaum, Leiterin der BAKIP (Bildungsanstalt für Kindergartenpädagogik) in Wiener Neustadt, hält die Verbesserung der

KOMPETENZ

Ausbildung für die HelferInnen für das dringlichere Problem: „Eine einheitliche Ausbildung der HelferInnen würde eine entscheidende Qualitätsverbesserung bringen.“ Für die PädagogInnen wünscht sich Buxbaum Zusatzangebote neben den bestehenden Freifächern „Horterziehung“ und „Frühkind­ liche Förderung“. y

info

>>> Die Plattform „EduCare“, die u. a. auch vom ÖGB mitgetragen wird, hat sich zum Ziel gesetzt, aktive Bewusstseinsbildung zur Anhebung des Stellenwerts des elementaren und außerschulischen Bildungsbereichs zu betreiben. Die Bildungsinitiative fordert, dass der Bereich der Elementarbildung bundesweit als Bildungsmaterie verankert wird und auch die dafür notwendigen Rahmenbedingungen zur Verfügung gestellt werden. > www.plattform-educare.org 25


Wohnen

Wohnen

Wohnen im Alter – Wohnen Bezahlte Anzeige; Fotos: WBV-GPA/ Marianne Greber (2)

in den eigenen vier Wänden

Wir werden immer älter! Die Wohnbauvereinigung für Privatangestellte (WBV-GPA) startet ab sofort ein Pilotprojekt, bei dem MieterInnen die Gelegenheit gegeben wird, die eigene Wohnung seniorengerecht zu adaptieren. Das gemeinsam mit dem Pensionistenverband Österreichs (PVÖ) und der s Bausparkasse (SBSK) entwickelte Projekt wird nun realisiert.

J

ede/-r kennt die Bevölkerungsprognosen, nach denen die Lebenserwartung steigt und wir damit rechnen dürfen, immer älter zu werden. Diese Vorhersagen fordern heraus, darüber nachzudenken, wo und wie wir unseren Lebensabend verbringen wollen. Übereinstimmend wird festgestellt, dass wohl jedefrau/jedermann am liebsten in den eigenen vier Wänden altern möchte. Doch sind unsere derzeitigen Wohnungen dafür geeignet? Michael gehbauer

(michael.gehbauer@wbv-gpa.at)

Seniorengerechte Adaptierung

Der PVÖ hat festgestellt, dass, um älteren Menschen den Verbleib in ihrer Wohnung zu ermöglichen, einige Veränderungen und Adaptierungen in der Wohnung erforderlich sind. Dies umfasst vor allem die Sanitärbereiche. So sind Veränderungen in WC und Badezimmer (z. B. Dusche statt Badewanne) unbedingt vonnöten. Es geht aber auch um rutschfeste Beläge, die Vermeidung von 26

Stolpergefahren und Haltegriffe, die das Fortbewegen in der Wohnung erleichtern können.

Der Pensionistenverband berät

Welche Maßnahmen sinnvoll sind, kann jede/-r Interessierte durch ein Informationsgespräch beim Pensionistenverband Österreichs, 1180 Wien, Gentzgasse 129, herausfinden.

Die WBV genehmigt den Umbau

Wenn nun ein/-e MieterIn weiß, welche Umbaumaßnahmen er/ sie in seiner/ihrer Wohnung durchführen möchte, so wendet er/sie sich an die technische Hausverwaltung der Wohnbauvereinigung. Hier wird ihm/ihr die Genehmigung erteilt, die Maßnahmen in der Wohnung umsetzen zu können. Die WBV-GPA kooperiert diesbezüglich mit der Firma Service Union, von der Kostenvoranschläge eingeholt werden können und die auch in der Lage ist, die Arbeiten ordnungsgemäß durchzuführen. Die Angebote wurden

vorweg von der WBV-GPA bereits hinsichtlich Qualität und Preiswürdigkeit geprüft.

Finanzierung durch die s Bausparkasse

Aus Erfahrung des Pensionistenverbandes scheitern die Umbauwünsche der SeniorInnen leider oft am Geld. Wer älter als 55 Jahre ist und einen Kredit aufnehmen möchte, tut sich oft schwer, eine Bank zu finden, die das notwendige Kapital zur Verfügung stellt. Gemeinsam mit der s  Bausparkasse wurde nun ein Finanzierungsmodell entwickelt, auf dessen Basis diese Maßnahmen finanziert werden können. So wird für ein Darlehen in der Höhe von e  10.000,– mit einer Laufzeit von 10 Jahren für die ersten zwei Jahre eine monatliche Rückzahlung von e  100,90 ermittelt. Danach können sich die Raten aufgrund von Zinsschwankungen auf maximal e  109,00 pro Monat erhöhen. Eine Ablebensversicherung ist als Sicherstellung nicht vorgesehen. Infolge einer Gesetzesänderung können Bausparkassen ihre Mittel nun auch für

KOMPETENZ

Die WBV-GPA ermöglicht ihren MieterInnen eine seniorengerechte Adaptierung der eigenen Wohnung, um so lange als möglich in den eigenen vier Wänden verbleiben zu können.

Wohnungsservice der WBV-GPA

> Wohnbauvereinigung für Privatangestellte – Gassenlokal, 1010 Wien, Werdertorgasse 9, Telefon: 01/533 34 14, Fr. Reisenhofer Dw. 12, Hr. Neussl Dw. 23, Fax: 01/535 49 78 Internet: www.wbv-gpa.at E-Mail: wohnungsservice@ wbv-gpa.at

Pflege- und Bildungsmaßnahmen verwenden.

Pilotprojekt in Wien

Die seniorengerechte Adaptierung ist ein altbekanntes Thema. Nun wird erstmals versucht, dafür im Rahmen eines Pilotprojekts für die MieterInnen der WBV-GPA Lösungen anzubieten. Es bleibt abzuwarten, wie groß das Interesse ist. Das Pilotprojekt ist vorerst bis 31. 12. 2010 befristet. Im Falle

Wohnbeihilfe herangezogen werden können.

Steuerliche Behandlung und Wohnbeihilfe

Die Wohnbauvereinigung denkt daran, seniorengerecht adaptierte Wohnungen bei Freiwerden wieder an SeniorInnen zu vermieten, sodass eine bestimmte Anzahl solcher Wohnungen permanent angeboten werden kann und für Menschen mit derartigen Bedürfnissen zur Verfügung stehen. y

Während der Pilotprojektphase soll geklärt werden, ob die Adaptierungskosten als Sonderausgaben und damit steuerlich mindernd geltend gemacht werden können bzw. ob sie als anrechenbarer Wohnungsaufwand für die

Wiedervermietung

kontaktinfos

infos über freie Wohnungen

Wohnbauvereinigung für Privatangestellte WBV-GPA 1013 Wien, Werdertorgasse 9 Tel.: 01/533 34 14 E-Mail: office@wbv-gpa.at > Pensionistenverband Österreichs 1180 Wien, Gentzgasse 129 Tel.: 01/313 72-0 E-Mail: office@pvoe.at > s Bausparkasse 1030 Wien, Beatrixgasse 27 Tel.: 05 0100-29900 E-Mail: info@sbausparkasse.co.at > Service Union SU Gebäudetechnik GmbH 1030 Wien, Hagenmüllergasse 32/3/R1 Tel.: 01/961 01 70 E-Mail: office@serviceunion.at

neubauProjekte: > 1220 Wien, Anton-Sattler-Gasse 100, Frauenwohnprojekt [ro*sa] 40 Wohneinheiten, Bezug Dezem­ ber 2009, Vormerkungen nur mehr beim Wohnservice Wien möglich > 1220 Wien, Lavaterstraße 5 56 Wohnungen, 12 Reihenhäuser, 2 Lokale, Bezug Ende 2010, unverbindliche Vormerkungen möglich > 1100 Wien, Pernerstorfergasse 83, Passivhaus, 108 Wohnungen, 2 Lokale, unverbindliche Vormerkungen möglich > 3002 Purkersdorf, Herrengasse 6

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eines großen Zuspruchs ist daran gedacht, das Projekt im größeren Rahmen umzusetzen.

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37 Wohneinheiten, Bezug Ende 2010, unverbindliche Vormerkungen möglich Bestehende Projekte: 2680 Semmering, Hochstraße 43, 2-Zimmer-Wohnung > 8761 Pöls, Andreas-Rein-Gasse 10–18/Burgogasse 12–16 2- bis 4-Zimmer-Wohnungen > 2731 St. Egyden, Am Stadtgraben 3 4-Zimmer-Wohnung > 3300 Amstetten, Beethovenstraße 7, 2-Zimmer-Wohnung > 2640 Gloggnitz, Dr.-Martin-LutherStraße 9, 3-Zimmer-Wohnung

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CARD

CARD

Den Winter genießen mit der CARD!

Seminar-Park-Hotel Hirschwang (2), nights & more, Urlaub am Bauernhof (2), Hotel Oasis, Reisefalke, istockphoto

Winterurlaub. Aktiv im Schnee oder entspannt in den sprudelnden Quellen einer Therme – was auch immer Sie in diesem Winter erleben wollen, Ihre CARD bietet Ihnen Angebote zu Vorteilspreisen! Heilige Drei Könige-Angebot

Starten Sie mit einem Kurzurlaub ins neue Jahr – ob Rodeln, Skifahren, Schneeschuhwandern oder Spaziergänge in der weißen Winterpracht der Rax-Schneeberg-Region oder Entspannung pur im Wellnessbereich (Hallenbad, Sauna, Dampfbad, Infrarotkabine, Solarium: 1 Gratis-Jeton pro Person). > Termin: So., 3. 1., bis Mi., 6. 1. 2010 > Leistungen: 3 Nächte: e 179,– inkl. Voll­ pension (pro Erw.), Kinder-Ermäßigungen, kein Einzelzimmerzuschlag!, Verlängerung bis Mo., 11. 1.: 46 Euro pro Erw./Tag, VP > Seminar-Park-Hotel Hirschwang Hirschwang 11, 2651 Reichenau Tel.: 02666/581 10 www.seminarparkhotel.at

nights & more-Urlaubsträume à la „card“

Wie wird … > … aus einem trockenen Buchhalter ein romantischer Held? > … aus einem gestressten Workaholic ein wahrer Wellnessfreak? > … aus einem Fastfood-Junkie ein Gourmetliebhaber? Und das in nur 3 Tagen? > Für Mitglieder der GPA-djp ist die Lösung doch ganz klar: Buchen Sie einen Kurzurlaub mit nights & more und kommen Sie in den Genuss einer einzigartigen Preis-LeistungsRelation! > Nähere Informationen zu den Produkten finden Sie unter www.gpa-djp.at/card.

Mühlviertlerisch Silvestern

Verbringen Sie den Jahreswechsel im Mühlviertel, bei einer stimmungsvollen Fackelwanderung, einer Silvesterjause mit Mühlviertler Schmankerln, beim ­Bleigießen, einem Katerfrühstück zu Neujahr und einer Pferdekutschen- oder Schlittenfahrt. > Pauschalpreis für 1 Woche inkl. oben genannter Leistungen ab ca. 27. 12. 2009 (6 Nächte): in der Ferienwohnung für 4 Pers. (2 Erw. +  2 Ki.) e 399,–, für 2 Pers. e 300,–; im Zimmer mit Dusche und WC, reichhal­ tiges Frühstück: p. Pers. e 165,– > Pauschalpreis für 3 Tage inkl. oben genannter Leistungen: in der Ferienwohnung für 4 Pers.(2 Erw.  + 

2 Ki.) e 256,–, für 2 Pers. e 199,–; im Zimmer mit Frühstück p. Pers. e 109,– > Infos und Buchung: Urlaub am Bauernhof im Mühlviertel Wimmer-Höhe 2, A-4293 Gutau Tel. und Fax: 07946/51 94 E-Mail: b.wenigwieser@aon.at

Die ruhige Oase an der Therme Loipersdorf

Das Hotel Oasis bietet den passenden Rahmen, Ihre schönsten Tage im Jahr entspannt zu genießen. Mit seiner genialen Lage zwischen Therme und Golfplatz ist es Wellnesshotel und Golfhotel zugleich, und das mit Preisen wie in einer Pension! > Für die Hotelgäste des Partnerbetriebs Therme Loipersdorf gibt es ­ermäßigte Thermeneintrittspreise bzw. die Gäste­ komfortkarte, mit welcher Sie schon früher in die Therme kommen und das

Sportprogramm kostenlos nutzen können! > Bei Vorlage der CARD 10 % Rabatt auf die Nächtigungspreise. Bei Buchung bitte anführen: „GPA-djp-Mitglied“. > OASIS-Pensions GmbH Oberhenndorf 27, 8380 Jennersdorf Tel.: +43/(0)3329/457 21 E-Mail: info@hotel-oasis.at www.hotel-oasis.at

4=3-Angebot mitten im Winter Sportparadies für Groß und Klein

5 Tage / 4 Nächte im **** David Zwilling ­Resort inkl. Halbpension Plus, pro Person schon ab e 169,–! Abtenau bietet Ihnen mit sieben Skigebieten das ultimative Skivergnügen. Hier gibt es ein breites Pistenangebot für die ganze Familie, für Anfänger, Wiedereinsteiger und Könner. Das Haus befindet sich ca. fünf Kilometer von Abtenau.

> Inklusivleistungen: 3 (Do.–So.) od. 4 (So.– Do.) Übernachtungen, 3 od. 4 x Frühstücksbuffet, 2 od. 3 x Nachmittagssnack, 3 od. 4 x viergängiges Abendessen (Wahlmenü), Gratis-Busfahrscheine für Regiobus, freie Resortnutzung (Fitness, Sauna, …), GratisInternetzugang, Hotelparkplätze Pro Aufenthalt: 1 x Spanferkelessen, 1 x Ortsführung, 1 x Kirchenführung, 1 x Schnupperschneeschuhwanderung (2 Stunden), 1 x Nordic-Walking-Grundkurs, 1 x GPS-Schneeschuh-Schnitzeljagd, 1 x Fackelwanderung, 1 x Eisstockschießen > Reisezeitraum: 7. 1.–18. 4. 2010 (Abreise) > Rabatt für 1–3 Kinder (im Zustellbett) im Zimmer von 2 Vollzahlern: 0–5,9 J. 100 %, 6–11,9 J. 50 %, 12–14,9 J. 25 % > Für GPA-djp-Mitglieder gibt es 10 % Rabatt auf diese und andere Reisen. > Nähere Infos und Buchungen: www.  reisefalke.at/gpa oder Tel.: 0820/220 228

>>> Nähere infos

zu diesen und vielen anderen CARD-Vorteils­ angeboten finden Sie im Internet unter: www.gpa-djp.at/card. Hier können Sie auch den CARD-Newsletter abonnieren und erhalten monatlich per E-Mail aktuelle CARD-Infos. >>> Steht Ihnen kein Internetzugang zur Verfügung, senden wir Ihnen gerne die CARD-Broschüre zu. Bestellung unter Tel.: 05 0301-301, E-Mail: service@gpa-djp.at

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KOMPETENZ

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Bücher

Events

Alle vorgestellten Bücher sind über den Verlag des Österreichischen Gewerkschaftsbundes GmbH, 1010 Wien, Rathausstraße 21, Tel.: 01/405 49 98-132, Fax: 01/405 49 98-136, oder per E-Mail: fachbuchhandlung@oegbverlag.at erhältlich.

Molden Verlag, e 19,95 Das Kinderbuch von Karin ­Ammerer und Fußballer Ivica Vasti´c beschäftigt sich mit dem Thema Integration, das dem gebürtigen Kroaten ein besonderes Anliegen ist. Es soll vermitteln, dass Nationalität und Abstammung keine Rolle spielen – nur der Mensch zählt. Sport hilft dabei, Freunde zu finden und sich zu integrieren. Er baut Brücken und – vor allem Fußball – verbindet. Das Buch entstand in Zusammenarbeit mit dem Integrationsfonds.

Individua­ lität ist in unserer heutigen Gesellschaft ein Muss. Selbstverwirklichung, Entfaltung, Authentizität, das Kreieren eines persönlichen Stils, das ist jedoch nur eine Seite. Denn Werbung und Medien liefern uns „In-­Typen“ – Kopier­ vorlagen für die Identitäts­ produktion. Die Kluft zwischen Selbst und Maske ist oft nur noch mit Heuchelei und Selbsttäuschung zu überbrücken. ­Soziologe Manfred Prisching auf den Spuren des Spannungsfelds zwischen Individualisierung und Konformismus.

Das Telefon klingelt pausenlos, ein Termin reiht sich an den nächsten, keine Zeit für eine ausgewogene, auf die Tageszeit abgestimmte ­Mahlzeit – höchste Zeit für ein paar einfache Energie- und Konzentrationsübungen! Der Ratgeber enthält Tipps zum Energietanken, Loslassen und gezieltem Entspannen mit Hilfe von kleinen Fitmachern aus der Küche, kurzen Übungen gegen Verspannungen und praktischen Rezepten zur Steigerung der Konzentration.

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3 CDs

Erleben Sie die be­zau­ bernds­­ ten Momente aus „La Traviata“, „Le Nozze di Figaro“, „La Bohème“ und anderen Opernklassikern. Darunter auch Netrebkos gefeierte ­Duette mit Rolando Villazón, El¯ina Garanˇca und Thomas Quasthoff. Zum ersten Mal gibt es nun die schönsten ­Arien und Duette von Anna Netrebko auf einer CD. Die ­Österreich-Version enthält zwei zusätzliche Bonustracks! Gewinnspiel: Die KOMPETENZ verlost 3 CDs! Teilnahmebedingungen und Einsendeschluss: Seite 31.

Ironische T-Shirts Mit Witz zum Denken anregen … Studiengebühren für alle? Nein – reiche Eltern für alle! Wie nennen wir „Reiche“, die für Vermögen, das in Stiftungen liegt, keine Steuern zahlen? Kapitalschmarotzer! Als sichtbares und tragbares Signal gegen die Sozialschmarotzerdiskussion und für eine ernsthafte ­Diskussion über den Beitrag der „Reichen“ zur Bewältigung der Krise gibt es jetzt in der ÖGB-Fachbuchhandlung in Wien T-Shirts mit ironischen Sprüchen.

E 19,90

Farbe: schwarz; Größen: S, M, L und XL Zu kaufen und bestellen in der Fachbuchhandlung: Rathausstraße 21, 1010 Wien Tel.: (01) 405 49 98-132, Fax: (01) 405 49 98-136 E-Mail: fachbuchhandlung@oegbverlag.at

ALLE Infos:

www.gpa-djp.at/card >>> Der Nuss­knacker: EUR 5,- CARD-Ermäßigung, Karten: 01/748 87 10 >>> Der Weltintendant: mit der CARD ermäßigte Karten zu EUR 16,–, Karten: 0650/323 33 77, Gewinnspiel: 3 x 2 Karten für 29. 1. >>> Lieder aus der Dusche 2: 10 % CARDErmäßigung, Karten: Orpheum: 01/481 17 17; Kulisse: 01/485 38 70; stadtTheater ­walfischgasse: 01/ 512 42 00, Spinnerei Traun: 07229/62 03 20, Gewinnspiel: 3 x 2 Karten für 31. 1. im Orpheum >>> Spaghetti mit Ohne: mit der CARD ermäßigte Karten zu EUR 14,– im Kabarett Niedermair, Tel.: 01/408 44 92, Gewinnspiel: 2 x 2 Karten für 11. 2. im Theatercafé Graz >>> Michael Bolton: 10 % CARD-Ermäßigung, Karten bei ö-ticket, Tel.: 01/ 96 0 96, Kennwort „Gewerkschaft“ >>> Magic of the Dance: EUR 5,– CARD-Ermäßigung, Karten: 01/748 87 10

Der Reinerlös aus dem Verkauf der T-Shirts kommt dem Projekt „sichtbar werden!“ der Armutskonferenz zugute: Im Sinne einer verstärkten Vermeidung und Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung zeigt das Projekt die konkreten Realitäten Betroffener auf und kämpft um gemeinsame Lösungswege. 12/2009

GEWINNSPIELE: Postkarte an Redaktion KOMPETENZ, 1034 Wien, Alfred-Dallinger-Platz 1, Kennwort: Name der jeweiligen Veranstaltung; bzw. online: www.gpa-djp.at/gewinnspiel Einsendeschluss: 6. Jänner 2010. Keine Barablösung. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

3 x 2 Karten

25. Dezember 2009

11. bis 30. Jänner 2010

Wiener Stadthalle – Halle F Die Partitur zu Tschaikowskys beliebtem „Nussknacker“ ist eine der genialsten und brillantesten, die je für ein Ballett komponiert wurden. Das Ballet Classique de Paris entführt in ein Wunderland des Verspielten und Romantischen, Märchenhaften und Träumerischen.

3raum-anatomietheater Wien Mit einer spannenden Uraufführung des dritten Teils einer Trilogie von Joachim J. Vötter startet das 3raum-anatomietheater ins neue Jahr. Christoph Columbus und weitere Repräsentanten der Alten Welt betreten eine neue Welt. Infos: www.3raum.or.at

Der Nussknacker

Der Weltintendant

Ab 14. Jänner 2010

Lieder aus der Dusche 2

3 x 2 Karten

Ab 20. Jänner 2010

Spaghetti mit Ohne

Veranstaltungsorte Wien und Graz

Veranstaltungsorte Wien und Traun/OÖ Evergreens frisch gewaschen und neu gelegt: das neue Musikprogramm von Heilbutt & Rosen. An diesem Liederabend der besonderen Art wird das Korsett eines gewöhnlichen Kabarettprogramms eindeutig gesprengt. Termine: Orpheum: 14./15/16./31. 1. + 28. 2.; Kulisse: 24. 1., 25. 2.; stadtTheater walfischgasse: 24. 2.; Spinnerei Traun: 11. 2.

27. Jänner 2010

Michael Bolton

2 x 2 Karten

2 x 2 Karten

Wiener Konzerthaus

„Love Is a Wonderful Thing“, „Soul ­Provider“ – jeder kennt seine Songs. Der amerikanische Super­star Michael Bolton kommt für ein ­einziges Österreich-Konzert nach Wien. Seine Fans dürfen sich auf ein außer­gewöhnliches Konzerterlebnis freuen!

KOMPETENZ

Für sein erstes Soloprogramm „Wegen Renovierung offen“ erhielt Gery Seidl 2008 den Österreichischen Kabarettförderpreis. Nun bittet der Kabarettist zur Premiere seines brandneuen zweiten Programms ins Kabarett Niedermair in Wien. Im Februar auch in Graz zu sehen. Infos: www.seidlsolo.at

12. Februar 2010

Magic of the Dance

Lukas Beck

Universal

Mario Lang

orell füssli Verlag, e 19,90

Fit von neun bis fünf

3 x 2 Karten

Wiener Stadthalle – Halle F Die derzeit wohl rasanteste und mitreißendste Irish-Dance-Show der Welt mit neuem Programm. Die TänzerInnen von „Magic of the Dance“ steppen über Tische und Stühle, springen und tanzen, dass die Funken sprühen. Ein einzigartiges Showerlebnis!

Duoproduction

Das Selbst / Die Maske /  Der Bluff

Anna - The Best of Anna Netrebko

Christoph Böhler

G&G Verlag, e 9,95

Helga Baureis

Duoproduction

Gemeinsam gewinnen wir

Manfred Prisching

Universal Music 2009

Karin Ammerer / Ivica Vasti´c

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Kompetenz 12/2009