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AUSGABE 01/17

70 Jahre Junge Union Bremen

Grußworte u.a. von Paul Ziemiak und Jörg Kastendiek & Erinnerungen ehemaliger Landesvorsitzender - Überall im Heft!

Junger Schlüssel

E-Mobility Wo steht Bremen? S. 20

www.junger-schluessel.de

Unsere 10. Ausgabe S. 27


Editorial

INHALTSVERZEICHNIS Moin, Moin!

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Grußworte

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Grußwort des scheidenden Landesvorsitzenden Maximilian Neumeyer von unserem Bundesvorsitzenden Paul Ziemiak, dem CDU Landesvorsitzenden Jörg Kastendiek und unseren Bundestagsabgeordneten Bettina Hornhues und Elisabeth Motschmann

Deutsch-Franzö- 08 sische Freundschaft 2.0 Malte Engelmann über europäische Freundschaften

Happy Birthday

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Wie war‘s?

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Connect17

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Glückwünsche aus den Verbänden

Erinnerungen ehemaliger Landesvorsitzender Die Unterstützer

Veranstaltungen 18 aus Bremen Kohltour & Neuwahlen Nord

AK Hafen, Wirtschaft und Verkehr

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DLT #16

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E-Mobility

Freundes- und Förderkreis

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Schüler Union

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Neugründung

Der neue Vorsitzende

10 Ausgaben 27 Junger Schlüssel

10 Ausgaben Junger Schlüssel

Liebe Freundinnen und Freunde der JU Bremen und des Jungen Schlüssels,

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as Jahr 2017 ist nicht nur das Jahr der Bundestagswahl im September, das Jahr des chinesischen Sternzeichens Hahn oder das Jahr, in dem sich die Präsentation des iPhones zum zehnten Mal jährt - nein, die Junge Union Bremen wird auch 70 Jahre alt! Im Januar des Jahres 1947 fand die offizielle Gründungstagung unserer JU statt und wir können stolz darauf sein, zumindest die letzten Jahre mitgeprägt haben zu dürfen. Jubiläen, Geburtstage, all diese Anlässe laden ein, sich in die Vergangenheit zurückzublicken, um so den künftigen Weg unseres politischen Jugendverbands zu festigen. Dies wollen wir insbesondere hier im Jungen Schlüssel tun: so findet ihr Grußworte vieler ehemaliger Landesvorsitzender wie Bernd Neumann und Ronald-Mike Neumeyer. Außerdem durften wir viele Glückwünsche aus dem Bundes- und anderen Landesverbänden erhalten. Die Ausgabe hat nicht nur ein festliches Thema, sondern ist selbst auch ein kleines Jubiläum: es ist die zehnte Ausgabe des Jungen Schlüssels, unserem Magazin, das wir 2012 ins Leben gerufen haben. Außerdem wollen wir anlässlich dieser ganzen Jubiläen unseren Freundes- und Förderkreis ins Leben rufen. Zudem informieren wir euch natürlich wie gehabt über aktuelle Veranstaltungen unseres Landesverbands sowie Neuerungen in der Schüler Union. Wir wünschen euch viel Spaß beim Schmökern! Mit herzlichen Grüßen, Eure Wiebke

Foto: Konrad-Adenauer-Stiftung e.V. Titelbild: CDU Bremen

Rückblick auf fünf Jahre Junger Schlüssel

70 Jahre Junge Union Bremen

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Moin Moin!

Moin, Moin! Liebe Freunde der Jungen Union Bremen, Ihr haltet in Euren Händen die Jubiläumsausgabe des Jungen Schlüssels. Zum einen handelt es sich um die zehnte Ausgabe unseres Magazins, zum anderen wird unser Verband 70 Jahre alt. Bereits kurz nach dem Krieg, im Juli 1946, trafen sich junge, engagierte Menschen, die Bremen in Freiheit, Frieden und Demokratie, nach den Werten des christlichen Menschenbildes wieder aufbauen wollten. Im November desselben Jahres gab die „Junge Generation der CDU“, so nannte sich die Gruppe damals noch, ein „Mitteilungsblatt des Aktionsausschusses für CDU-Mitglieder bis 35 Jahre“ heraus und im Januar 1947 wurde die Junge Union Bremen gegründet. In den folgenden Jahrzehnten hat die Junge Union Bremen ihre Rolle als Motor der CDU immer wieder angenommen und die inhaltliche und personelle Erneuerung vorangetrieben. Noch heute prägen zum Beispiel die als „jungen Wilden“ 1991 in die Bürgerschaft eingezogenen Jens Eckhoff, Ronald-Mike Neumeyer und Thomas Röwekamp die Partei. Näheres zu den verschiedenen Jahrzehnten findet Ihr auch in den Berichten der verschiedenen Landesvorsitzenden. Aber auch in den letzten Jahren haben wir uns immer wieder für die Belange der jungen Generation eingesetzt und gesellschaftliche Entwicklungen in die Partei getragen. Beispielhaft möchte ich hier den Einsatz für ein generationengerechtes Rentensystem, den gemeinsamen Kampf mit dem Bundesverband für ein faires Steuersystem und die aktuelle Positionierung der CDU Bremen für eine Gleichberechtigung von Homosexuellen nennen.

Ein Amt, für das ich an unserem J u b i l ä u m sbrement ag (also vermutlich der Ort, an dem Ihr diese Zeilen lest), nicht mehr kandidieren werde. Ich möchte mich bedanken für all die erfolgreichen Wahlkämpfe, aber auch für die weniger erfolgreichen, denn am Engagement unserer Mitglieder hat es nie gemangelt. Ich möchte mich bedanken für die oft kontrovers geführten Debatten, die immer wieder zum Nachdenken anregten und an deren Ende meistens eine gemeinsame und gute Lösung für unsere Mitglieder und die junge Generation stand. Ich möchte mich Bedanken für all die verschiedenen Anträge und Meinungen, auch wenn ich diese nicht immer teilen konnte, denn diese Vielfalt macht uns aus. Ich möchte mich bedanken für all die tollen Partys, Feiern und Kohlfahrten, die wir gemeinsam begangen haben. Und zu guter Letzt möchte ich mich für all die tollen Menschen, die ich kennengelernt habe und die Freundschaften, die entstanden sind, bedanken. Ich freue mich jetzt darauf, diese Dinge, das „Lebensgefühl Junge Union“, als „einfaches Mitglied“ zu erleben. Ich wünsche „meiner“ Jungen Union für die nächsten 70 Jahre alles Gute, meinem Nachfolger viel Erfolg für die anstehenden Aufgaben und Euch allen, liebe Freunde, möchte ich sagen: bleibt wie Ihr seid. Euer

Foto: Maximilian Neumeyer

Ganz persönlich möchte ich mich bei Euch allen bedanken. Seit mittlerweile fast 14 Jahren bin ich Mitglied der Jungen Union Bremen, seit 12 Jahren gehöre ich dem Landesvorstand in verschiedenen Funktionen an und seit fast vier Jahren durfte ich unseren schönen Verband als Vorsitzender leiten.

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Grußwort

Liebe Freundinnen und Freunde der Jungen Union Bremen, lieber Max,

In diesen Tagen zeigt sich, dass die Jungen Union nicht nur die größte Jugendorganisation Europas, sondern auch eine der ältesten ist. Wir können stolz auf das sein, was wir und unsere Vorgänger in den letzten 70 Jahren erreicht haben. Bundespräsidenten, Bundeskanzler und Ministerpräsidenten, Bundes- und Landesminister sind aus unseren Reihen hervorgegangen. Und auch die Junge Union hat sich in diesen siebzig Jahren verändert, meistens zum Besseren. Deshalb können wir voller Selbstbewusstsein sagen: Wir sind nicht nur eine Jugendorganisation. Wir sind die Gestalter von morgen. Oft treiben wir unsere Mutterparteien vor uns her,4 denn als junge Generation richten wir den Blick auf die Zukunft, auf das, was noch kommen wird. Wir sind der programmatische Motor der Union.

in die Zukunft zu führen, können wir aber nur behaupten, wenn wir die größte Jugendorganisation bleiben. Deshalb ist unser Einsatz im kommenden Bundestagwahlkampf gefragt: Die Union muss die stärkste politische Kraft in Deutschland bleiben. Nur CDU und CSU sind ein Garant gegen Populismus, für Freiheit, Wachstum und Wohlstand. Dass wir diese Werte bis heute leben, geschieht auch dank eures Engagements in der Junge Union. So hat die junge Generation in Bremen und Deutschland eine kraftvolle konservative Stimme, die in die Zukunft blickt und ihre Werte bewahrt. Ich wünsche euch für die anstehenden Aufgaben und die nächsten 70 Jahre viel Erfolg und Gottes Segen.

Fotos: Junge Union Deutschlands

Die Junge Union Deutschlands feiert in diesem Jahr ihren 70. Geburtstag, so auch ihr: Ich gratuliere euch und der Jungen Union Bremen herzlich zu ihrem 70. Jubiläum. Das ist ein stattliches Alter!

Paul Ziemiak Bundesvorsitzender

Unseren Anspruch zu gestalten und Deutschland

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Grußwort

Grußwort des Landesvorsitzenden der CDU Bremen Liebe Freunde, Demokratie lebt von Beteiligung, Transparenz und Partizipation. Die demokratischen Parteien nehmen und nahmen in Deutschland in der Umsetzung dieses Primates eine Schlüsselfunktion ein und haben angesichts des positiven Zustandes in unserem Land diese Aufgabe erfolgreich umgesetzt. Einen wichtigen Beitrag in den Parteien, insbesondere in den Volksparteien, haben die Vereinigungen hierzu geleistet. An vorderster Stelle in diesem Zusammenhang ist die Junge Union zu nennen. Daher gilt es nicht nur bei 70 Jahren Junge Union zu gratulieren und zu danken, sondern auch daran, zu erinnern, dass es der JU immer wieder gelungen, diesen Anspruch kreativ, eindrucksvoll und prägend für die CDU umzusetzen.

Foto: CDU Bremen

Dieses gilt für den Bund gleichermaßen wie für die Landesebene. Die CDU im Bundesland Bremen hätte ohne die Junge Union eine andere Entwicklung genommen. So wurden inhaltliche Positionen und Diskussionen durch die JU immer wieder angestoßen, beeinflusst und gestaltet. Es war dabei nicht nur eine Scharnierfunktion zur jungen Generation, sondern es galt auch den Einfluss und die Sichtweise junger Menschen im gesellschaftspolitischen Diskurs sicherzustellen. Dass die Junge Union für viele Funktionsträger und führende Repräsentanten der Bremer CDU in den vergangenen Jahrzehnten das „Sprungbrett“ in die Mutterpartei darstellte, macht deutlich, welche Rolle die JU immer wieder einnahm. Dies stellt Anspruch und Verpflichtung für die Zukunft gleichermaßen dar. Vor dem Hintergrund aktueller Entwicklungen und Herausforderungen in der Gesellschaft darf das Feld nicht denen überlassen werden, die einfach und laut versuchen, Antworten zu geben. Es gilt immer wieder, einen Ausgleich zwischen den Generationen und ihren Interessen zu finden, der nachhaltige und substanzielle Lösungen ermöglicht. Mit dem demografischen Wandel und der Digitalisierung der Gesellschaft sind nur zwei Themenfelder genannt, deren Entwicklung die Zukunft unserer Gesellschaft wesentlich beeinflussen wird. Hier kann und muss die JU einen wichtigen Beitrag leisten.

keschön dafür. Bleibt der kritische Motor und notfalls auch der „Stachel“ für die Mutterpartei. Mischt Euch ein und gestaltet mit. Ich bin davon überzeugt, dass dann die Junge Union die frische Kraft in Union bleibt. Herzliche Grüße Jörg Kastendiek

Die Junge Union kann auf erfolgreiche 70 Jahre zurückblicken. Herzliche Glückwünsch und Dan-

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Grußwort

Ein altes Foto von Bettina Hornhues (geb. Bartels) von der 50 Jahr Feier der Jungen Union Bremen

Liebe Junge Union Bremen, liebe Leser des Jungen Schlüssels, zunächst einmal herzlichen Glückwunsch zum 70-Jährigen Jubiläum der JU Bremen. Solch ein runder Geburtstag ist schon etwas ganz besonderes und als ehemaliges Mitglied der Jungen Union freue ich mich natürlich umso mehr, dass die Junge Union schon so lange eine feste Größe der Bremer Politik ist. Wenn ich so an meine aktive JU Zeit zurückdenke, fällt mir vor allem die Zeit um die 50 Jahrfeier ein – damals wurde Bremen von einer Großen Koalition regiert. Die Junge Union unter ihrem Landesvorsitzenden Jens Eckhoff, ich war damals stellvertretende Landesvorsitzende und hieß noch Bartels, war aktiv und diskutierte fleißig mit. Dabei war sie auch häufig kontrovers und manchmal auch ein bisschen unangenehm. So passierte es auch, dass die Junge Union regelmäßig in den damals wöchentlich erscheinenden Marktplatzplaudereien auftauchte. Böse Zungen behaupteten, wir hätten es sogar darauf angelegt und unsere Pressemitteilungen mit Absicht so formuliert, dass wir auf jeden Fall in dieser Rubrik des Weserkuriers landeten. Beispielsweise forderte Jens Eckhoff als damaliger JU-Landesvorsitzender das Ausschalten der Blitzer an Ampeln im Winter, um das Provozieren von Auffahrunfällen bei Glatteis zu verhindern. Die Angst beim Überfahren der roten Ampel geblitzt zu werden, sei einfach zu groß. Oder ein anderes Mal wünschte er allen Bremer Teilnehmern der Olympischen Spiele in Atlanta viel Erfolg. Bis heute stellt sich mir allerdings die Frage, ob es überhaupt Teilnehmer aus unserem Bundesland gab. Dann gab es da noch die „Helmuts“. Das war das, 6

was der Junge Schlüssel heute ist. Auch hier waren die Beiträge und Themen immer kontrovers. In Anlehnung an die Oscar Verleihung schufen wir in einer Ausgabe die Verleihung des Helmuts. Mit den Kategorien „Bester Regisseur des Senats“, „Bester Nebendarsteller (Arbeit der Staatsräte)“ und anderen Bereichen schafften wir es immer wieder die Aufmerksamkeit auf die Junge Union zu richten. Aber ab und an lenkten wir auch ein. In unserer damaligen Jubiläumsausgabe des Helmuts wollten wir einen Brief des damaligen Fraktionsvorsitzenden Ronald-Mike Neumeyer veröffentlichen. In dem Brief hatte er zehn Jahre zuvor Bundeskanzler Helmut Kohl aufgefordert, kein Geld mehr nach Bremen zu schicken, da die Regierung hier sowieso alles nur verprassen würde. Allerdings haben wir eine Veröffentlichung dann lieber sein lassen, da der Fraktionsvorsitzende sich mittlerweile nicht mehr sicher war, ob er in diesem Zusammenhang nicht auch die Auflösung unseres Bundeslandes gefordert hatte. Dies hätte ihm eventuell auf seine Fraktionsvorsitzendenfüße fallen können. Auch vor zwanzig Jahren war die Arbeit der Jungen Union nie langweilig. Und genau das ist es, was ich mir für Euch und Eure Arbeit als Junge Union wünsche: Bleibt aktiv, diskutiert fleißig mit und vor allem dürft ihr gerne auch kontrovers und kritisch sein. Denn eine politische Jungendorganisation soll und muss manchmal den Finger in die Wunde legen, um die wichtigen Themen nicht aus den Augen zu verlieren. Eure Bettina

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Grußwort

Zum Geburtstag viel Glück...! Die Junge Union Bremen feiert 70. Geburtstag – wie schön ist das! 70 Jahre sind eine lange Zeit, in der viele junge Menschen – unter anderem auch ich selbst – gemeinschaftlich für Positionen gekämpft, neue Kommunikationswege ausprobiert, Entscheidungen beharrlich durgesetzt und Erfolge gefeiert haben! Die Stimme der jungen Generation ist und bleibt wichtig für die Meinungsbildung und den Austausch in der Politik. Und das sage ich wohlwissentlich, dass ich nicht immer alle Positionen der Jungen Union Bremen teile.

Foto: Bettina Hornhues MdB, Elisabeth Motschmann MdB

Apropos Positionen: Die Themenvielfalt in der Jungen Union Bremen hat sich im Laufe der Jahre unglaublich entwickelt. Heutzutage ist die Jugendvereinigung der CDU/CSU so vielseitig aufgestellt, dass es für jedes Thema einen realen Ansprechpartner bzw. Vertreter gibt. Ganz egal, ob Familien-, Arbeits-, Sozial-, oder auch Außenpolitik, die Meinungen haben oft Hand und Fuß. Auch in der kommenden Bundestagswahl spielt die junge Generation natürlich eine besondere Rolle, denn ohne Euch geht n-i-c-h-t-s! Eure Wünsche, Anforderungen und Ziele für die Zukunft prägen die Themenauswahl im Wahlkampf. Eure unterstützende Hilfe beim Plakate aufhängen, bei Verteilaktionen oder Veranstaltungen ist nicht nur für mich einzigartig. Mit Eurer Begeisterung für die Sache, schafft Ihr es, einige längst verloren geglaubte Wähler wieder an die Wahlurne zurück zu holen. Aber Begeisterung steckt ja auch an. Schließlich bin ich bekennende Wahlkampf-Liebhaberin: volle Power, großes Engagement und das nicht nur auf Kurzstrecken!

ge Union zu dem gemacht habt, was sie heute ist und auf den bevorstehenden Wahlkampf-RockMarathon mit Euch, auf den ich mich schon jetzt sehr, sehr freue! Eure Elisabeth Motschmann

In diesem Sinne stoße ich mit Euch an, auf 70 Jahre Junge Union Bremen, auf Euch, die Ihr die Jun-

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Artikel

Malte Engelmann

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iebe Junge Union Bremen! Hurra! Herzlichen Glückwunsch zum 70.! Und vielen Dank, dass ich Dich einige Jahre auf Deinem Weg begleiten durfte. Gerne blicke ich auf diese Zeit zurück. All die Jahre mit Projekten, Aktionen, Debatten und Diskussionen in Erinnerung zu haben und nur einen kurzen Ausschnitt zu wählen, ist verdammt schwer. Auch wenn ich mich dabei nur auf die eigene Amtszeit beziehe und die wirklich guten Geschichten nicht veröffentlichen kann, greife ich gerne einen Punkt für die Jubiläumsausgabe des „Jungen Schlüssel“ auf. Wenn ich aus einer etwas ferneren Perspektive schaue, werden die Symbolik und die Hintergründigkeit 8

von einzelnen Aktionen wichtiger. Die lustigen, spaßigen Wahlkampf-Aktionen, die wilden Partys, die hitzigen Debatten, aber auch Streitereien und Kämpfe treten etwas zur Seite. Die wichtigen Themen werden präsenter. Neben einem selbst wird auch die Perspektive etwas erwachsener. Ich erinnere mich besonders gerne an das Jahr 2009. Die Unionsparteien gewannen gewohntermaßen glanzvoll die Bundestagswahlen und die Große Koalition mit der SPD musste nicht mehr fortgesetzt werden. Es reichte für die TigerentenKoalition mit der FDP. Eine Partei, die viele von Euch gar nicht mehr kennen. So spannend Wahlkämpfe auch sind, mir blieb ein anderes Ereignis besonders in Erinnerung: Das Deutsch-Französische Freundschaftstreffen in Berlin. Europa hat für die Junge Union seit jeher immer eine ganz besondere Bedeutung. Die deutsch-französische Aussöhnung und der internationale Austausch waren immer so etwas wie die Staatsräson. Um diesen Austausch und unsere Verbundenheit, insbesondere mit dem französischen Volk zu festigen und zu unterstreichen, hat die JU den franJUNGER SCHLÜSSEL | 01/17

Fotos: Jördis Zähring

Deutsch-Französische Freundschaft 2.0


Artikel

zösischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy und Bundeskanzlerin Angela Merkel zu einem gemeinsamen Auftritt am Potsdamer Platz eingeladen. Neben vielen Freunden aus der Jugendorganisation der französischen Konservativen, kamen hunderte JU‘ler aus der ganzen Republik nach Berlin. Auch wir machten uns mit einer gewohnt seriösen Gruppe von knapp 60 Mitgliedern der JU Bremen auf den Weg, um das Wochenende in Berlin zu verbringen. Neben allerlei Rahmen-Entertainment, dem bremen-internen politischen Rahmenprogramm und den freizeitlich-nächtlichen Exkursionen war der gemeinsame Auftritt von Merkel und Sarkozy etwas ganz Besonderes. Zwei überzeugte Europäer an der Spitze des deutsch-französischen Tandems. Nicht nur für beide Staaten eine wichtige und erfolgreiche Zeit, sondern für ganz Europa. Europakritische Töne gab es auch seinerzeit in den Debatten, aber die Stimmung war nicht so vergiftet, wie sie heute manchmal ist. Es war ein überzeugendes Plädoyer für ein friedliches und geeintes Europa. Der Austausch mit jungen Franzosen, die den gleichen Wertekompass wie wir in sich tragen,

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war bewegend. Wenn man die gleichen Werte vertritt, ist man sich sehr nah, auch wenn man eine andere Nationalität hat. Das haben alle von uns gespürt. Das war vielleicht die wichtigste Botschaft. Dieses Wochenende beinhaltete auf seine eigene Weise alles, was die Arbeit und das Engagement in der Junge Union ausmacht. Gerade deshalb bleibt es in meinen Gedanken. Besonders in so schwierigen Zeiten wie den heutigen. Ich wünsche der Jungen Union Bremen und Euch allen alles erdenklich Gute. Hurra! Malte

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Glückwünsche

Happy Birthday, Liebe JU Bremen, auch wenn euer Land politisch am Abgrund steht, euer Landesvorsitzender immer so komische Trikots trägt und keiner weiß, warum euer Verein noch in der 1. Liga spielt, mögen wir euch trotzdem. ;) Wir Niedersachsen wissen, dass Bremen treu und verlässlich auch in stürmischen Zeiten steht und freuen uns auf 70 weitere geile Jahre mit Euch. Nicht nur durch unsere räumliche Nähe, sondern vor allem durch die persönlichen Kontakte, pflegen wir seit Jahren eine enge Beziehung. Daher besuchen und unterstützen sich unsere Landesverbände bereits lange gegenseitig. Wir freuen uns schon auf einen tollen Bundestagswahlkampf und hoffen auf eure Unterstützung im Januar 2018 für den nächsten niedersächsischen Ministerpräsidenten Dr. Bernd Althusmann. Bleibt auch im hohen Alter jung, frisch, norddeutsch! Euer Tilman - Tilman Kuban Landesvorsitzender Junge Union Niedersachsen

Sobald der Zug aus Kiel im Bremer Hauptbahnhof ankommt, ist man mittendrin in dieser wunderschönen Stadt im südlichen deutschen Norden. Sofort fällt das Überseemuseum ins Auge, das Zeichen für hanseatische Weltoffenheit und seine vielfältigen internationalen Verbindungen, die uns überall in Norddeutschland verbinden. Gehe ich dann wenige Minuten weiter, stehe ich auf dem Marktplatz, wo mich der stolze Roland neben dem Rathaus und dem Dom die Selbstständigkeit und Geschichte der Stadt an der Weser erinnern, die sich seit Menschgedenken selbst verwaltet hat. Bremen hat wirklich so viel zu bieten, schaden nur, dass es nach 70 Jahren SPD-Regierung so wenige seiner Potentiale nutzt! Ich wünsche der Jungen Union Bremen für die nächsten 70 Jahre weiterhin die Beharrlichkeit sich für die Interessen der Bremer einzusetzen. Und wenn ihr so weiter macht, habe ich die Hoffnung und den Glauben, dass die Christdemokraten die SPD in naher Zukunft ablösen werden – zum Wohle dieser wunderschönen freien Hansestadt. - Tobias Loose Landesvorsitzender der Jungen Union Schleswig-Holstein

Liebe JU Bremen, lieber Max, sowohl im Namen des Landesverbandes der Jungen Union Braunschweig als auch persönlich gratuliere ich Euch sehr herzlich zum 70. Geburtstag. 70 Jahre Junge Union heißt 70 Jahre eintreten für Einigkeit, Recht und Freiheit, Demokratie und Europa. Ein beachtliches Engagement, für das Euch großer Respekt gebührt. Den guten Austausch der vergangenen Jahre werden unsere Verbände auch in Zukunft fortführen. Ob es Wasserstraßen auf See oder Straßen auf Land sind, die gemeinsamen Anliegen um den Küstenschutz und die Hafeninfrastruktur oder der Verkehrswegeplan ist, damit wir schneller und sicherer von Braunschweig nach Bremen kommen - wir machen weiter. Zugegeben: Auch Ihr Bremer seid ein bisschen sturmfest und erdverwachsen! Zum Geburtstag wünschen wir Euch, dass ihr Euer Engagement für die jungen Menschen in Bremen beibehaltet, für Demokratie und die Werte unseres Landes einsteht und eine schlagkräftige Truppe bleibt. Bremer und Braunschweiger sind Freunde - nicht nur beim Fußball! Herzliche Grüße aus der Löwenstadt, Euer Christoph - Christoph Ponto, Landesvorsitzender der Jungen Union Braunschweig

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Glückwünsche

liebe JU Bremen! Liebe Freundinnen und Freunde der Jungen Union Bremen,

70 Jahre - im politischen Leben eine Ewigkeit. In dieser langen Zeit war die Junge Union oft ihrer Zeit voraus und immer das Sprachrohr ihrer Generation. Zu diesem Jubiläum übermittle ich für die JU Mecklenburg-Vorpommern herzliche Grüße in nordischer Verbundenheit. Die Junge Union war und ist immer mehr als eine bloße Jugendorganisation der CDU. JU‘ler zu sein ist eine Lebenseinstellung, weil es Spaß macht, politische Ideen zu entwickeln und für ihre Durchsetzung zu streiten. Zur Jungen Union gehören genauso die Grillabende, die alljährliche Weihnachtsfeier, die gemeinsamen Ausflüge wie der Wahlkampf. Wir brauchen auch weiterhin neugierige junge Mitglieder, die mit ihrem Interesse am politischen Miteinander zu neuen Ufern streben und so einen ganz wichtigen Beitrag für unsere gesellschaftliche Zukunft leisten. Ich wünsche der JU Bremen weiterhin viel Kraft, die rotgrüne Landesregierung vor sich herzutreiben und der entscheidende politische Gegenpol sämtlicher linker Bewegungen zu sein. - Franz-Robert Liskow Landesvorsitzender der Jungen Union MecklenburgVorpommern

Bremen bin ich nicht nur als glühender Fan des SV Werder sehr verbunden, sondern auch aus jahrelanger Freundschaft zur Jungen Union. Wir dürfen in diesen Tagen als Nachbarn die 70jährige Freundschaft unserer Verbände feiern! Diese war immer geprägt durch gemeinsame Aktionen, wie beispielsweise zur Bundestagwahl 2013, als wir den von euch gedrehten Kino-Werbespot auch in Kinos vom Dümmer bis zum Nordseestrand zeigen konnten oder bei den vielen Kohlfahrten gemeinsame Traditionen gepflegt haben. Wahre Freundschaft testet man aber am Besten im Stau – wenn man sein Ziel erreichen möchte und stundenlang nicht weiterkommt. Wir waren auf dem Weg zum Deutschlandtag in Inzell (ganz im Südosten Deutschlands und neun Stunden Autofahrt) und merkten schnell, als wir zum Stehen kamen: Eine Kiste Bier, 9 Leute, 9 Stunden, Stau auf der A9: Das Gibt ein Problem! Aber dann stiegen zufällig einige Bremer JU‘ler aus den Autos vor uns und wir wussten: Der Stau ist gerettet! :) In diesem Sinne wünsche ich mir viele viele Jahre weitere Freundschaft unserer Verbände! - Josef Kuhlmann, Landesvorsitzender der Jungen Union Oldenburg

Liebe Freunde,

Fotos: Tilman Kuban, Tobias Loose, Christoph Ponto, Josef Kuhlmann, Carsen Ovens MdHB

sieben Jahrzehnte sind eine lange Zeit. Unsere beiden Landesverbände feiern daher in diesem Jahr ein beachtliches Jubiläum. Eine politische Jugendorganisation befindet sich in einem stetigen Wandel. Jedes Jahr kommen neue Mitstreiter hinzu, andere verlassen uns, bzw. setzen in Ausbildung, Studium und Job sowie im Engagement in der CDU neue Prioritäten. Gleichzeitig bleiben wir beständig, haben ein festes Wertefundament, das auch in schnelllebigen Zeiten besteht. Über JU-Generationen hinweg engagieren wir uns für unsere Stadtteile, für unsere Städte und für unser Land. Wir sind stolz darauf, mitanzupacken und etwas zu bewegen. Manchmal ist es nur eine kleine Aktion, an anderer Stelle ein Projekt, welches Monate oder gar Jahre in Anspruch nimmt. Dazu zählt beispielsweise auch Euer Mitgliedermagazin, der Bremer Schlüssel. Mittlerweile 10 Ausgaben sind erschienen. Dafür braucht es einen langen Atem und ein engagiertes Redaktionsteam, dem man an dieser Stelle stellvertretend für Wiebke Winter nur dankbar sein kann. Die CDU hat die beste Jugendorganisation, die sie sich wünschen kann! Macht weiter so und bleibt Euch treu. Streitet für die Sache und bringt Euch ein. Auf die nächsten 70 Jahre. Herzliche Grüße Euer Carsten Carsten Ovens MdHB, (ehemaliger) Landesvorsitzender der Jungen Union Hamburg

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Glückwünsche Liebe Freunde der JU Bremen, als größter und wichtigster politischer Jugendverband Bremens gibt die JU Bremen der Jugend seit nunmehr 70 Jahren eine Stimme. Dazu möchte ich Euch im Namen des Bezirksverbandes der JU OsnabrückEmsland recht herzlich gratulieren. Ihr seid der Motor der CDU und gestaltet die Zukunft Bremens - ich freue mich über das gute freundschaftliche Verhältnis unserer Verbände und wünschen Euch weiterhin einen starken Zusammenhalt und weiterhin politische Durchsetzungskraft. Dazu wollen wir auch in den nächsten 70 Jahren an eurer Seite stehen. In diesem Sinne wünsche ich Euch viel Freude bei den anstehenden Feierlichkeiten zum Jubiläum und freue mich auf ein Wiedersehen! Euer Christian Fühner Bezirksvorsitzender JU Osnabrück-Emsland

Die Jungen Europäischen Föderalisten Bremen gratulieren der Jungen Union Bremen zu ihrem 70-jährigen Bestehen und wünschen für die weiteren Jahre ein erfolgreiches Arbeiten auf der jungen politischen Bühne in unserer schönen Hansestadt und darüber hinaus. In diesem Jahr haben wir zwei weitere Gründe groß zu feiern: Die Römischen Verträge, die zu der Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft und der Europäischen Atomgemeinschaft geführt haben, werden im März 60 Jahre alt und bilden den Grundbaustein für die heutige Europäische Union. Auch werden die Studierende europaweit dieses Jahr groß feiern, denn das berühmte ERASMUS-Programm wird 30! Seit 1987 genießen junge Menschen aus ganz Europa die Studierendenmobilität: sie lernen neue Kulturen kennen, studieren, reisen, feiern und engagieren sich sozial. Ja, viele finden sogar die große Liebe im Ausland. In diesem Sinne, bleibt weiterhin aktiv, diskutiert, kritisiert und ja, geht auch auf die Straßen und seid lautstark. Die Demokratie und die Europäische Union sind keine Selbstverständlichkeit. Wir, als engagierte junge Menschen, müssen dafür sorgen, dass die Demokratie jung, lebendig und europäisch bleibt. - Jungen Europäischen Föderalisten Bremen

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Fotos: Christian Fühner, JEF Bremen

JEF-Mitglieder


Ehemalige

Wie war‘s früher?

Erinnerungen ehemaliger Landesvorsitzender

Bandwettbwerb der Jungen Union außer Rand und Band In meiner Zeit als JU Landesvorsitzender erinnere ich mich an eine Vielzahl von Begegnungen mit interessanten Menschen, mit denen man sich seit Jahren verbunden fühlt. Es hat natürlich eine Reihe spannender Ereignisse gegeben, die in Erinnerung geblieben sind. Die denkwürdigste Veranstaltung war ein Bandwettbewerb, den die Junge Union ausgelobt hatte. Bei der Veranstaltung gab es mehr als 500 Besucher, also so gesehen eine erfolgreiche Veranstaltung. Allerdings waren mehr als 400 davon Punker, zum Teil mit „Schaschlik-Schnitten“ in den Armen. Dies war denn doch für die meisten JU’ler ein wenig zu viel, sodass uns die Ordnerinnen und Ordner reihenweise abhandengekommen waren und zum Schluss nur noch eine Hand voll JU’ler versuchte die Menge zu bändigen. Die ging solange gut, bis ein JU’ler die Polizei angerufen hatte und sich diese Nachricht dann schnell im Saal (Mensa der Hochschule Bremen) verbreitete. Die Polizei wollte die Veranstaltung schließen, bevor die bekannteste Band „A1“ ihren Auftritt hatte und dann geriet die Veranstaltung außer Rand und Band. Während die wenigen verbliebenen Ordner gemeinsam mit neuen Freunden aus der Punktszene den Saal gesichert hatten, gingen die Toiletten-Anlagen zu Bruch. Glück für die Junge Union: Der CDU Landeschatzmeister hatte den Schaden beglichen. Am Schlagzeug von A1 war übrigens Knoxx, der spätere Besitzer vom Bistro Brazil. - Ronald-Mike Neumeyer

Foto: Denis Ugurcu

Wir haben damals eine sehr interessante Zeit gehabt. Und wie es sich als Junge Union gehört sind wir bei der Mutterpartei auch das eine oder andere Mal angeeckt. Wir sind nicht mit dem Zeitgeist geschwommen, sondern sind unseren eigenen Weg gegangen… Und das gemeinsam!!! So machte Politik Spaß … Und was für Diskussionen wir angeschoben haben ;-) Zum ersten Landesparteitag der CDU nach unserer Wahl haben wir in unserer jungen dynamischen Art über den Weser Kurier verkündet, dass die Senatoren Kastendiek und Röwekamp nicht mehr jung seien, sondern wir die junge Generation sind. Auf dem Landesparteitag der CDU lag überall der Weser Kurier aus und Thomas Röwekamp hat dann noch sehr süffisant dagegen gehalten… Irgendwie eine tolle Zeit gewesen mit vielen Freunden und vielen Ideen. Unsere Postkartenaktion, in der wir deutlich machten, was wir vom rot-grünen Zirkus hielten (Bild berichtete und fragte, ob wir so was dürften), unsere Plakataktion zum Wahlkampf als wir eine WC mit Toilettenpapier abbildeten und mit den Spruch „Rot-grün ist für den…“ garnierten oder als wir politisch die konservative Richtung der Partei sein wollten und damit ständig die Taz gegen uns aufbrachten. Ob es härtere Strafen in der Jugendkriminalität waren, der Kampf gegen den Terrorismus oder das Zurückbesinnen auf das „C“ in der CDU, wir haben für unsere Positionen gekämpft. Ich wünsche der Jungen Union Bremen weitere spannende und vor allem politische Jahre!!! Seid unbequem, kämpft für eure Ideen und Inhalte und glaubt an die Grundsätze unserer CDU, die uns verbindet! Euer Denis Ugurcu - Stellv. Schulleiter an einem Gymnasium in Niedersachsen und CDU Fraktions- und Parteivorsitzender in Schiffdorf

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Ehemalige

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Ehemalige

Zuallererst möchte ich natürlich meine Freude über das 70 jährige Bestehen der JU Bremen zum Ausdruck bringen. Es ist wahnsinnig wie schnell die Zeit in der JU vergeht; so kann ich mich selbst schon seit 17 Jahren dazu zählen. Ich möchte jedoch noch gerne den jetzigen Aktiven mit auf den Weg geben, dass die eigene Ausbildung immer Vorrang haben muss. Unter meinem Landesvorsitz galt das Motto „Education first“. Nur eine gute Ausbildung ist ein Garant für gute Politik! Lasst Euch nicht von anderen, insbesondere denen, die Ihre Ausbildung/Studium zu Gunsten der Politik abbrachen, beeinflussen. Nun zum Spaßigen Teil: Meine schönsten Treffen mit anderen Landesvorsitzenden und dem Bundesvorstand, insbesondere dem viel zu früh verstorbenen Philipp Mißfelder, waren jeweils in Berlin bei der Bundeskanzlerin, Bundespräsident Gauck im Schloss Bellevue und mit verschiedenen Bundesministern. Unsere Wahlkampfaktionen waren allesamt kreativ! In besonderer Erinnerung bleiben allerdings die Aktionen: „Wo ist Böhrnsen?“ und „Die letzte Mahnung“ an die Finanzsenatorin. Der persönlich lustigste Brementag-Moment war wohl Claas Rohmeyers Gesichtsausdruck, als Denis Ugurcu zum JU Landesvorsitzenden gewählt wurde.

Herbst 1973, das waren noch Zeiten. Bernd Neumann, damals noch JU-Landesvorsitzender und Rebell, wagte es, Günther Klein, dem damaligen Vorsitzenden in der Bremer CDU Bürgerschaftsfraktion, die Stirn zu bieten! Bernd gewann in einer spannenden und zugegebenermaßen recht knappen Wahl und wurde Fraktionsvorsitzender. Der JU-Landesvorsitz wurde damit frei. Ich habe mich darum beworben. Rückblickend muss ich sagen, dass ich unter den heutigen Umständen wohl kaum hätte gewählt werden können. Denn der außerordentliche Landestag am 25. November 1973 fand in einem Hotel in BremenVegesack statt. Freilich ist die räumliche Entfernung nicht per se ein Hindernis für eine erfolgreiche Wahl. Aber was heute kaum mehr jemand weiß: Wegen der damals herrschenden Ölkrise fand an diesem Wahlsonntag der erste von vier autofreien Sonntagen statt. Wie also die Delegierten nach Bremen Nord schaffen? Die Fahrt mit Privatautos war verboten. Gott sei dank war aber die Abhängigkeit von den vier Pferdestärken (= Auto) damals noch nicht so groß. Es waren tatsächlich alle Delegierten anwesend. Bernd Neumann wurde mit großen Ehren verabschiedet und ich als neuer Landesvorsitzender mit einem sehr guten Ergebnis gewählt. Die neuen Würden brachten dann auch Vorteile mit sich: Da ich als frisch gewählter Landesvorsitzender selbstverständlich sofort ein Interview bei Radio Bremen geben sollte, nahm mich einer der Journalisten gleich zum Sender mit. Denn die Presse war von dem Fahrverbot ausgenommen. Irgendwie haben es auch die übrigen Delegierten wieder nach Bremen-Stadt geschafft und so stand dem rauschenden Fest am Abend – einer „In-House-Party“ in meiner Wohnung – nichts mehr im Weg!

- Daniel Buljevic

- Wedige von der Schulenburg

Fotos: Daniel Buljevic, Konrad-AdenauerStiftung e.V.

Ein ehemaliges Wahlplakat der Jungen Union Bremen von 1971

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as Wahljahr 2017 hat begonnen! CDU und Junge Union brauchen jetzt deine Unterstützung. Diese Wahl wird anders als alles, was wir erlebt haben. Der Wettbewerb wird populistischer, heftiger, unübersichtlicher. Neue Parteien positionieren sich, Medien stecken in der Krise, viele Menschen sind verunsichert. Dabei geht es Deutschland gut. So viele Deutsche wie noch nie haben Jobs. In Bildung, Digitalisierung und Infrastruktur werden Rekordsummen investiert. Dieser Kurs Richtung Zukunft soll weitergeführt werden, mit der CDU an der Spitze. Davon gilt es, die Menschen zu überzeugen – am besten im direkten Kontakt, zum Beispiel im Tür-zu-Tür-Wahlkampf! Gemeinsam mit der CDU hat die Junge Union einen neuen Kampagnenservice namens connect17 ins Leben gerufen. Ziel ist es, den Kandidaten und Wahlkämpfern vor Ort in den Wahlkreisen, neue und umfangreiche Serviceangebote im Bereich Mobilisierung, Tür-zu-Tür-Wahlkampf und digitale Kampagnenplanung anzubieten. Im Fokus steht die Unterstützung bei euch vor Ort in den Wahlkreisen. Beim Bundestagswahlkampf 2017 kommt

es auf jeden einzelnen an. Wir wollen Angehörige aller Verbände, von der Jungen Union bis zur Senioren Union zum aktiven Mitmachen im Wahlkampf motivieren. Warum macht man Tür-zu-Tür-Wahlkampf? Die Bürgerinnen und Bürger sollen im persönlichen 16

Gespräch von den Positionen der Union überzeugt werden und gleichzeitig Gelegenheit erhalten, uns Ihre Vorstellungen, Wünsche und Meinungen mit auf den Weg zu geben. Dass sich Tür-zu-Tür-Wahlkampf lohnt, beweisen wissenschaftliche Studien bei vergangenen Kommunal- und Landtagswahlen. Bis zu fünf Prozentpunkte zusätzlich sind möglich! Unsere Partei hat einen entscheidenden Vorteil, nämlich eine breite, gut aufgestellte Mitgliederbasis, organisiert bis in die kleinsten Orte und Gemeinden. Für einen Wahlkampf, der zu großen Teilen auf eine direkte Ansprache von Interessierten setzt, sind es die Orts-, Gemeinde-, Stadt- und Kreisverbände, die den Unterschied zu allen anderen politischen Mitbewerbern machen. Denn die Unionsmitglieder kennen sich aus vor Ort, kennen ihre Leute. Sie wissen, in welchen Straßenzügen sich das Klingeln lohnt und wo Überzeugungsarbeit notwendig ist. Unser Tür-zu-Tür-Wahlkampf ist darüber hinaus total modern. Eine eigens entwickelte Tür-zuTür-App dient als digitale Unterstützung bei den Haustürbesuchen. Wahlkämpfer und Unterstützer können sich die App auf ihr Smartphone laden und bleiben so automatisch auf dem neuesten Stand, was wann und wo in ihrem Wahlkreis passiert. Im Zentrum steht das Gespräch mit den Bürgerinnen und Bürgern, überall dort, wo diese im Wahlkampf geführt werden – auch an Infoständen, auf Veranstaltungen und beim Tür-zu-Tür-Wahlkampf. Die App soll alle Wahlkämpfer dabei unterstützen, proaktiv auf die Menschen zuzugehen und sich ihrer Anliegen, Wünsche und Ideen wirksam anzunehmen. Doch nicht nur für den analogen, auch für den digitalen Wahlkampf ist die connect17-App bestens gerüstet. Unterstützer können sich einfach mit ihrem Facebook-Account einloggen und direkt aus der App heraus Social-Media-Inhalte teilen, Freunde einladen und weitere Unterstützer werben. „Spread the word“ lautet das Motto. Unsere Botschaften sollen nicht nur auf den Wahlplakaten prangen, sondern auch in den sozialen Netzwerken Verbreitung finden. Das Besondere: Mit jeder Aktion gewinnt der Nutzer Punkte und kann so zum Wahlkampf-Helden aufsteigen. Jede geklopfte Tür, jeder zurückgelegte JUNGER SCHLÜSSEL | 01/17

Fotos: Connect17, CDU Bremen

Connect17


Wahlkampf

Kilometer, jedes geklebte Plakat und natürlich jeder geworbene Unterstützer bringen weitere Punkte auf das Konto. Auf die fleißigsten und engagiertesten Wahlkämpfer warten Auszeichnungen und Überraschungen. Die connect17-App verknüpft den analogen mit dem digitalen Wahlkampf, damit unsere Botschaften noch besser, näher und authentischer bei den Bürgerinnen und Bürgern ankommen. Ein paar Klicks und schon könnt Ihr aktiv mit anpacken im modernsten Wahlkampf, den Deutschland je gesehen hat. Uns steht ein spannendes und herausforderndes Wahljahr bevor. Gemeinsam mit allen Wahlkämpfern aus der Jungen Union will connect17 die Weichen für ein erfolgreiches Ergebnis bei der Bundestagswahl stellen. Auf geht’s! Meldet euch jetzt an: www.connect17.de - von Marian Bracht

Connect 17 in Bremen Der Bundestagswahlkampf 2017 wird moderner und vernetzter als alle anderen zuvor: digital und analog, deutschlandweit, an Canvassing-Ständen und an den Haustüren. Apps und soziale Medien werden eine größere Rolle spielen. Das Unterstützerteam „Connect 17“ – mit Vertretern aus JU und CDU – hat ein tolles Unterstützungs- und Aktionspaket für den Wahlkampf zusammengestellt. Conrad Clemens, Geschäftsführer bei der Jungen Union Deutschlands, hat es Anfang Januar Mitarbeitern der CDU Bremen, Vertretern der Jungen Union Bremen sowie den Büros der Bundestagsabgeordneten vorgestellt. Für die Umsetzung brauchen wir jedoch vor allem Euch – die Mitglieder vor Ort: Profitiert von den Möglichkeiten des modernen Wahlkampfs und nutzt die aktuellsten Tools und Online-Anwendungen. Wir stellen Euch die Möglichkeiten für den Bundestagswahlkampf, die das Unterstützer-Team Connect 17 ausgearbeitet hat, vor: Am 8. April 2017 findet für alle interessierten Mitglieder ein Workshop im CDU-Haus statt. Inhaltlich wird es dabei, um den App-gestützten Tür-zu-Tür-Wahlkampf, den Einsatz von Social Media und Umgang mit Fake News gehen. Bereits jetzt könnt ihr Euch unter www.connect17.de registrieren und aktiv in den Wahlkampf starten. Im Wochenrythmus werden Euch dann exklusiv Statements von Bundespolitikern und aktuelle Analysen bzw. Einschätzungen per Mail zugesandt. - von Tobias Hentze

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Bremen

Lukas Dietzel

Der erste Kohlkönig

A

m Samstag den 04.02.2017 war es endlich soweit: unsere langerwartete JU Kohlfahrt konnte pünktlich um 15:00 Uhr beginnen! Es hatten sich viele unserer Mitglieder am CDU Haus in der Bremer Innenstand eingefunden. Besonders erfreulich war, dass unsere Kohlfahrt auch von unseren Neumitgliedern besucht wurde. Ziel der Kohlfahrt sollte das schöne Grasberg vor den Toren Lilienthals sein. Da der Weg vom CDU Haus nach Grasberg selbst für Kohlfahrt Veteranen zu Fuß etwas weit ist, fuhren wir mit der Straßenbahn das erste Teilstück des Tages bis ins Zentrum von Lilienthal. Dort angekommen und von den ersten Bieren auf dem Weg gestärkt, drehten wir die Musik auf und wärmten uns bei perfektem Kohlfahrtwetter mit einer Runde Flunkyball auf. Es zeigte sich auch gleich, warum unsere Mitglieder sich in ihrer Freizeit lieber mit Politik beschäftigen als mit Sport: das Treffen der Flasche in der Mitte des Spielfelds schien für viele selbst nüchtern eine kaum zu bewältigende Hürde ;) Nachdem der Sieger dann feststand, peilten wir unser nächstes Ziel an, der Hol-ab Markt in Lilienthal. Hier kehrten wir für einen kurzen Boxenstopp ein und tauschten unseren ersten leeren Bierkasten gegen einen vollen, sicher ist sicher… Insgesamt waren wir knapp 3 ½ Stunden mit unse18

rem Wagen Richtung Grasberg unterwegs. Sicher eine interessante Erfahrung für Stadtmenschen, im Dunkeln über einsame Feldwege und nur der weite Horizont voraus... Zumindest waren wir zu dem Zeitpunkt nicht mehr zu überhören. Schlussendlich erreichten wir den Grasberger Hof erst nach Sonnenuntergang. Auf uns wartete ein großer Festsaal mit einigen hundert anderen Kohlfahrern und einer Live Band, die den ganzen Abend für großartige Stimmung unter den Gästen sorgte. Die Qualität des Essens im Grasberger Hof gehörte laut Rückmeldung unserer Teilnehmer ganz klar zu den besseren Kohlessen auf Kohlfahrten, so konnte sich auch das Organisationsteam spätestens jetzt ganz beruhigt dem Feiern hingeben. Der Abend im Grasberger Hof verging genauso wie unser Marsch zu unserer Location wie im Fluge. Ruckzuck war es kurz nach 24 Uhr und wir machten uns auf mit dem von uns organisierten Bus Shuttle zurück zum Bremer Hauptbahnhof. Ganz besonderer Dank von mir an Theresa, die mich bei der Organisation der Kohlfahrt unterstützte. Auch im kommenden Jahr planen wir im Februar wieder eine JU Kohlfahrt und freuen uns, viele von euch begrüßen zu dürfen. Mit besten Grüßen, eure Hoheit Kohlkönig Lukas der Erste. JUNGER SCHLÜSSEL | 01/17

Foto: Junge Union Bremen

Der Kreisverband Bremen hat im Februar eine Kohltour gestartet!


KJHV

v.l.n.r.: Marcel Freihorst, Wiebke Winter, Jarno Monsees, Isabeau Lüddecke, Marcel Käthner, Lisa Petermann, Kjell Menke, Sebastian Schröder

Der Kreisvorsitzende der CDU Bremen-Nord Rainer Bensch MdBB gratuliert der neuen Kreisvorsitzenden der JU Bremen-Nord Isabeau Lüddecke

Wiebke Winter

Ein Neuanfang für Bremen-Nord Die Junge Union Bremen-Nord wählt auf ihrer Kreisjahreshauptversammlung einen neuen Vorstand

Foto: Junge Union Bremen-Nord

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m 4. März traf sich der Kreisverband Bremen-Nord zu seiner Kreisjahreshauptversammlung in der CDU Geschäftsstelle Bremen-Nord. Nach einer längeren Zeit der Inaktivität wurde ein neuer Vorstand gewählt, wobei der ehemalige Kreisvorsitzende Marcel Käthner aufgrund seiner stärkeren beruflichen Einbindung nicht mehr als Kreisvorsitzender antrat. Als neue Vorsitzende wurde Isabeau Lüddecke gewählt. Ihre Stellvertreter sind Kjell Menke und Wiebke Winter. Komplettiert wird der Vorstand durch die Beisitzer Alexander Melski, Sebastian Schröder, Lisa Petermann, Jarno Monsees und Marcel Käthner. Marcel Freihorst wurde als Schatzmeister im Amt bestätigt. Anne und Margret Postulka sind die neuen Kassenprüfer.

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Schließlich stattete der Kreisvorsitzende der CDU Bremen-Nord, Rainer Bensch MdBB, der Kreisjahreshauptversammlung der Jungen Union noch einen Besuch ab und ermutigte zu einer engagierten Kreisverbandsarbeit, insbesondere im Bereich der digitalen Medien. Der neue Vorstand freut sich auf die kommenden Aufgaben, insbesondere soll der traditionelle Osterbrunch wieder ins Leben gerufen werden und die Bremer Kandidaten im anstehenden Bundestagswahlkampf unterstützt werden.

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AK Wirtschaft

AK Hafen, Wirtsc Kjell Menke

E-Mobility Bremen als Vorreiter im Elektroautosegment?

U

nsere schöne Hansestadt wurde in einer Regionalsendung vor Kurzem als „Vorreiter in der Elektromobilität“ bezeichnet. Kaum zu glauben, da ich in Bremen nur wenige Ladesäulen für Elektroautos sehe und auch sonst nicht das Gefühl habe, unsere rot-grüne Landesregierung würde wirtschaftliche Chancen wahrnehmen. Eine Stadt, in der Fahrradfahrer wichtiger zu sein scheinen als Kraftfahrzeuge, soll Vorreiter in Elektromobilität sein? Dies war der Anlass für den Arbeitskreis Hafen, Wirtschaft und Verkehr eine Podiumsdiskussion zu besagter Fragestellung zu organisieren. Im September letzten Jahres diskutierten vier hochkarätige Gäste im CDU Haus Bremen über die Elektromobilität. Wir durften Ronald-Mike Neumeyer von der SWARCO AG, einem Hersteller u. a. von Ampelanlagen sowie Stromtankstellen, Dr.-Ing Stefan Lösch vom Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung (IFAM), Markus Spiekermann von der Move About GmbH, einem Anbieter von ECarsharing sowie Heiko Strohmann MdBB, der verkehrspolitische Sprecher der CDU Bremen, begrüßen. Elektromobilität bedeutet, dass statt herkömmlicher Verbrennungskraftmaschinen, also Otto- (Benzin) oder Dieselmotoren, elektrische Antriebe für Fahrzeuge genutzt werden. Dies gilt für Personenkraftwagen, wie auch für Motorroller, Busse und Lastkraftwagen. Häufig vernachlässigt wird die Elektrifizierung des Schienenverkehrs, da diese bereits weit vorangeschritten ist. Ziel der Elektromobilität ist es, das Ausstoßen klimaschädlicher Gase wie Kohlenstoffdioxid, welches

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zum Beispiel bei einem Verbrennungsprozess freigesetzt wird, zu vermeiden und so unsere Umwelt zu schonen. Dies macht verständlicherweise nur Sinn, wenn der Strom für die Elektromotoren aus regenerativen Quellen und nicht aus Kohlekraftwerken o. ä. stammt, da durch diese ebenfalls klimaschädliche Substanzen in die Atmosphäre gelangen. Unsere Gäste sind sich einig, dass der Strom in Deutschland bereits soweit aus erneuerbaren Quellen stammt, dass die Nutzung von Elektrofahrzeugen umweltfreundlicher als die von Benzin- oder Dieselbetriebenen Fahrzeugen ist. Um die eingangs genannte Fragestellung beantworten zu können, folgt ein kleiner Vergleich: In der Hansestadt Braunschweig stehen gefühlt an jeder zweiten Ecke Ladesäulen, wird an Elektrobussen geforscht, die auch im Linienbetrieb eingesetzt

werden, und setzt die Polizei auf Volkswagen GTEModelle, also Hybridfahrzeuge (eine Symbiose aus Verbrennungs- und Elektromotor). Und in Bremen? Nun ja, es werden immerhin Elektrobusse angeschafft. Mit dieser drastischen Formulierung möchte ich Bremen keinesfalls schlecht reden. Vielleicht ist das gewählte Beispiel auch etwas übertrieben. So schlecht steht unsere Stadt nicht dar. Dennoch:

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LaVo AK Wirtschaft

chaft und Verkehr

Foto: Junge Union Bremen

Es gäbe kaum wesentliche Schritte zur Förderung der Elektromobilität, wie Herr Strohmann erzählt. Trotzdem möchte er Bremen keinesfalls eine Vorreiterrolle absprechen, so schlecht stehe unsere Hansestadt nicht da. Ein Beispiel hierfür ist das Carsharing, welches insbesondere für bevölkerungsreiche Städte wie Bremen relevant Die Podiumsdiskussion unter der Leitung des Arbeitskreisvorsitzenden Kjell Menke ist. Dadurch braucht nicht jeder Haushalt ein eigenes Auto. Das parkplatz Ladeinfrastruktur installiert ist. Hierfür wird spart viel Platz auf den Straßen, da die meisten Pkw einiges getan und hohe Millionenbeträge investiert. So die längste Zeit des Tages ungenutzt herumstehen. wollen auch Discounter wie Aldi oder Lidl Ladeleisten Leider basieren Carsharing-Fahrzeuge häufig auf Ver- auf ihren Parkplätzen installieren, sodass während des brennungsmotoren, doch gibt es z. B. mit Move About Einkaufs das Fahrzeug entspannt aufgeladen werden auch rein elektrische Alternativen hier vor Ort. Ein kann, erzählt Herr Neumeyer. Leben ohne eigenes Auto sei heute problemlos möglich, versichert uns Herr Spiekermann, insbesondere Doch sind Elektrofahrzeuge nicht gefährlich, da man sie da Bremen eine relativ hohe Dichte von Carsharing- gar nicht hören kann? Nein, diese These stimme nicht, Fahrzeugen pro Einwohner aufweist. Genau, relativ versichert uns Herr Lösch. Das laute Geräusch des Verhoch. Doch sollte unser Anspruch nicht ein anderer brennungsmotors fehlt zwar, doch sind die normalen sein? Meiner Meinung nach könnten wir einige Plätze Fahrgeräusche auf den Straßen dennoch hörbar. Studiweiter vorn in den Statistiken stehen. Wie kann es z. en haben ergeben, dass die Wahrnehmung von ElektB. sein, dass Hamburg eine deutlich höhere Dichte an roautos auch bei geringen Geschwindigkeiten kein ProFahrzeugen pro Einwohner aufweist? Wahrscheinlich blem ist. Dies liegt u. a. an den Abrollgeräuschen der da dort mehr für die Förderung von Carsharing und Reifen, die schon ab 30 km/h den Motorgeräuschen Elektromobilität getan wird. Doch sollte der bremi- überwiegen. Und so laut wie ein herkömmlicher anfahsche Anspruch nicht sein, in jeder Statistik, nicht nur render Bus muss kein Fahrzeug sein, sodass Elektrobusin der Bundesliga-Tabelle, vor der Hansestadt Ham- se aufgrund des fehlenden Motorgeräuschs eine wahre burg zu stehen? akustische Erleichterung für das menschliche Ohr sind. Eine Förderung der Elektrifizierung des öffentlichen Wie schaut es allgemein mit Elektrofahrzeugen aus? Personennahverkehrs macht daher Sinn und wird in Mein Smartphone muss ich jeden Tag laden. Wie lan- Bremen bereits durchgeführt. ge hält dann wohl ein E-Auto? Die Akkutechnik werde heutzutage immer besser, bestätigt uns Herr Lösch. Wenn Busse im Personennahverkehr mit elektrischen So haben Elektrofahrzeuge mittlerweile eine Reich- Motoren ausgestattet werden, muss dies doch auch weite von mehreren hundert Kilometern. Die Fahrt für Lkw möglich sein, oder? Tatsächlich gibt es diverse zum Arbeitsplatz und wieder nach Hause ist daher Forschungsprojekte dazu, Lastkraftwagen rein elektproblemlos möglich. Erst recht, wenn auf dem Firmen- risch oder immerhin als Hybridfahrzeuge einzusetzen. So arbeitet zum Beispiel Siemens an „ehighways“, also JUNGER SCHLÜSSEL | 01/17

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AK Wirtschaft Oberleitungssystemen auf Autobahnen. In diese koppelt sich der Lkw wie eine Straßenbahn ein, sodass elektrisch gefahren werden kann. Muss der Lastwagen ausweichen oder von der Autobahn abfahren, ist dies problemlos möglich, da sich ein Verbrennungsmotor einschalten kann. Leider sind diese Oberleitungssysteme sehr teuer. Zudem wäre die Autobahn unbefahrbar, falls ein Mast des Oberleitungssystems umfallen sollte. Die Technik der Elektroautos wird immer besser und es ist nur eine Frage der Zeit, bis der Verbrennungsmotor ausstirbt. Wann genau ist schwer zu sagen, aber es wird nun mal passieren. Bis zum Jahr 2020 sicherlich nicht. Hier sind sich unsere Redner uneinig, ob die von der Bundesregierung anvisierte

Stückzahl von einer Million Elektrofahrzeugen auf deutschen Straßen überhaupt erreicht wird. Dennoch: Die Elektromobilität wird sich durchsetzen! Alles in allem war es eine sehr spannende Diskussion, nicht zuletzt aufgrund der vielen interessanten Fragen der Zuhörer. Diese wurden von unseren Gästen ausführlich beantwortet. An dieser Stelle vielen herzlichen Dank an unsere Redner, Herrn Neumeyer, Herrn Dr.-Ing Lösch, Herrn Spiekermann und Herrn Strohmann MdBB sowie an die CDU Bremen, für die Bereitstellung der Räumlichkeiten. Die Podiumsdiskussion ermöglichte uns einen tiefen Einblick in die Elektromobilität mit Meinungen der Politik, Wissenschaft und Wirtschaft.

Kjell Menke

Kommentar

Z

um Abschluss noch ein kurzer Meinungsbeitrag meinerseits zur Elektromobilität. In diesem verarbeite ich persönliche Eindrücke und Aussagen, die ich von der Podiumsdiskussion mitgenommen habe, aber auch eigene Sichtweisen aus Studium, Zeitung oder Fernsehen. Folglich sind nicht alle von mir niedergeschriebenen Aussagen so auf der Podiumsdiskussion diskutiert worden und müssen keinesfalls die Ansichten der Redner repräsentieren. Bezüglich der ursprünglichen Fragestellung der Podiumsdiskussion habe ich erfahren, dass Bremen nicht allzu schlecht dasteht, was Elektromobilität angeht. Doch ein wahrer Vorreiter, wie es in dem Regionalmagazin hieß, scheint mir Bremen nicht zu sein. Zwar macht die Stadt viele Trends mit, aber setzt selbst keine. Falls doch, lasse ich mich gern von anderen Ansichten überzeugen. Aber solange wir nicht – wie ansonsten so häufig – Schlusslicht sind, soll mir diese Situation recht sein. Besser wäre es jedoch, wenn Bremen neue Chancen nutzt und am Ende des Tages wirklich Trends setzt. Nur so kann die Hansestadt eines Tages die viel zu hohe Arbeitslosenquote und den riesigen Schuldenberg senken. So eine Chance muss Bremen einfach nutzen. Besonders, da durch die Elektromobilität einige Veränderungen auf ganz Deutschland und besonders die Automobilbranche zukommen werden. Apropos Deutschland, wie steht es um die Elektromobilität eigentlich bundesweit? Die deutsche Automobilindustrie genießt weltweit einen sehr guten Ruf. Technologien „Made in Germany“ gelten in dieser Branche oft als die besten überhaupt. Also wohl auch deutsche Elektroautos, oder nicht? Nun ja, die deutschen Autobauer setzen haupt22

sächlich auf Verbrennungsmotoren, also Benziner und Diesel. Zwar gibt es immer mehr Hybridfahrzeuge und eine Elektroautooffensive sei in Arbeit, doch die meisten Menschen denken bei Elektroautos nicht an Mercedes-Benz oder Volkswagen – sondern an Tesla. Gut, zwar ist der sogenannte „Autopilot“ des Model S nur eine Verknüpfung mehrerer Assistenzsysteme, welche die deutschen Premiumhersteller schon lange anbieten. Laut Medienberichten soll dieser Autopilot sogar gefährlich sein und auf deutschen Straßen gar nicht so funktionieren, wie es gedacht ist. Dennoch: Tesla ist Kult. Und mit dem Model 3 geht bald ein Mittelklassefahrzeug an den Start, dessen Vorbestellungen schon jetzt durch die Decke gehen. Mögliche Fahrverbote von herkömmlichen Kraftfahrzeugen in Kalifornien, Norwegen oder Indien verbessern die Aussichten nicht unbedingt. Besonders, da seit Dieselgate der Umstieg auf Elektrofahrzeuge noch schneller voranzuschreiten scheint. Was das mit dem Thema der Diskussion zu tun hat? Der größte private Arbeitgeber im Land Bremen ist die Daimler AG. Das hier ansässige Mercedes-Benz Werk ist sogar das zweitgrößte des Konzerns. Sollten also die Fahrzeuge mit Stern nicht mehr wettbewerbsfähig sein – da z. B. kommende Trends verschlafen wurden – hätte dies schwerwiegende Konsequenzen für unsere Stadt und Arbeitnehmer. Doch noch ist es nicht zu spät und ich vertraue den deutschen Automobilherstellern, dass wir auch in Zukunft die besten Autos – egal ob Otto-, Diesel-, Elektromotor oder Hybrid – bauen werden. Ein bisschen Optimismus schadet nie, dies ist jedoch meine persönliche Meinung.

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Connect17

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services

cargoes

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 Warehousing  Stuffing / Stripping / CFS / Bonded Storage  Customs  Import- / Export- / Transit Clearance  Africa Hinterland Traffics  Overseas Pre-/On-carriage

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#DLT16

Wiebke Winter

Deutschlandtag 2016

Thematischer Schwerpunkt des Deutschlandtags war die sogenannte „Industrie 4.0“. Darunter wird insbesondere die Veränderung der Arbeitswelt in Bezug auf die Digitalisierung und die diesbezüglichen Chancen und Risiken verstanden. Zudem berieten wir über Generationengerechtigkeit und Rentensysteme und viele weitere aktuelle Themen. Den genauen Wortlaut und alle Beschlüsse könnt ihr auf der Website der Jungen Union Deutschlands (www.junge-union.de/beschluesse/) finden. Auf dem Deutschlandtag in Paderborn fanden zudem die Wahlen für den Bundesvorstand der 24

Jungen Union Deutschlands statt. Der bisherige Bundesvorsitzende Paul Ziemiak aus NordrheinWestfahlen wurde in seinem Amt bestätigt. Er wird von den stellvertretenden Bundesvorsitzenden Katrin Albsteiger MdB (Bayern), Bastian Schneider (Baden Württemberg), Claas Merfort (Braunschweig/Niedersachsen) und Roland Mittmann (Hessen) flankiert. Weitere Mitglieder des Bundesvorstands aus dem Norden sind Philipp Heißner MdHB (Hamburg), Nicolas Sölter (Schleswig-Holstein), Victoria Lehmann (MecklenburgVorpommern) und Marius Keite (Niedersachsen). Der Bremer Landesverband hatte in diesem Jahr keinen Kandidaten für den Bundesvorstand nominiert. Wiebke Winter wurde vom Bundesvorstand jedoch als Berichterstatterin des Landesverbands Bremen gewählt und wird in diesem Amt an einigen Bundesvorstandssitzungen teilnehmen. Abgerundet wurde die Tagung von den Besuchen von Bundeskanzlerin Angela Merkel MdB, Andreas Scheuer MdB, Jens Spahn MdB, Peter Tauber MdB, Carsten Linnemann MdB, Otto Wulff u.v.a. *Das Bundesland Niedersachsen hat drei Landesverbände: Oldenburg, Braunschweig und Niedersachsen.

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Foto: RCDS Bremen

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er Deutschlandtag der Jungen Union Deutschlands - für mich immer wieder ein politisches Jahreshighlight. Letzes Jahr tagte das höchste Beschlussgremium der Jungen Union Deutschlands vom 14. - 16. Oktober in Paderborn in Nordrhein-Westfalen. Dabei berieten die 316 Delegierten der 18 JULandesverbände* über insgesamt 157 Anträge. Für Bremen waren Tobias Utermarck, Julia Weidlich, Alexander Bauermann und Wiebke Winter als Delegierte bei den Beratungen dabei. Zudem fuhren einige weitere Bremer JUler zur tatkräftigen Unterstützung mit.


Förderkreis Wiebke Winter

Gründung des Freundes- und Förderkreises der JU Bremen

A

nlässlich unserer 70-Jahr-Feier wollen wir als Junge Union Bremen einen Freundes- und Förderkreis für unseren Verband gründen. Der Verein richtet sich an alle aktuellen und ehemaligen Mitglieder sowie Sympathisanten, die Interesse daran haben, die Arbeit des politischen Nachwuchs der CDU unserer Hansestadt zu stärken und ihre Möglichkeiten durch finanzielle und ideele Förderung zu erweitern. Vorsitzender des Freundes- und Förderkreises soll Ralf Behrend werden, der altersbedingt mit dem Brementag aus der Jungen Union ausscheidet. Er hat in den vergangenen Jahren die Junge Union Bremen als Schatzmeister und Deutschlandrat unterstützt. Ralf Behrend ist geschäftsführender Gesellschafter der Teleo-Logistics GmbH und privat noch sehr aktiv in verschiedenen Positionen in der CDU Bremen und als Landesvorsitzender des Jungen Wirtschaftsrates tätig.

Sie wollen den politischen Nachwuchs der Jungen Union Bremen zu fördern? Dann melden Sie sich bei Ralf Behrend unter Ralf.Behrend@teleo-logistics.com oder persönlich bei Ihrem JUler vor Ort!

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JUNGER SCHLÜSSEL | 01/17

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Schüler Union

Der neue Vorstand der Schüler Union

Neuer Vorsitzender der Schüler Union Ich bin im Sommer 2014 mit voller Überzeugung in die Junge Union eingetreten, weil ich vor allem als Bremer aus erster Hand sehen kann, welche Schäden rot-grüne Politik über Jahrzehnte in meiner Stadt angerichtet hat. Für mich ist in der Bildungspolitik sehr wichtig, dass die Vielfalt an Schulsystemen erhalten bleibt. Das ist wichtig, damit alle Schülerinnen und Schüler ihren Platz finden und nur dann können Schulen allen den sozialen Aufstieg ermöglichen. Auch ist es wichtig, dass die Schulen ausreichend Mittel bekommen, um ihre Aufgaben durchzuführen. Bedauerlicherweise ist das in Bremen zurzeit nicht der Fall.

Foto: Schüler Union Bremen, Frederic Tabourot

I

ch bin Frederic Tabourot, 17 Jahre alt, und besuche die 11. Klasse im Hermann-BöseGymnasium. Mein Profil, das International Baccalaureate (IB), gab mir die Möglichkeit drei Leistungskurse zu wählen: Wirtschaft, Geschichte und Englisch. Ich bin letztes Jahr in Amerika zur Schule gegangen, was auch sehr viel Spaß gemacht hat. Ich reise sehr gerne und spiele verschiedene Musikinstrumente.

Der neue Vorsitzende der Schüler Union Frederic Tabourot 26

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Jubiläum

Wiebke Winter

Zehn Ausgaben Junger Schlüssel Das Doppeljubiläum

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iebe Leserinnen und Leser,

Nicht nur die Junge Union Bremen darf nun Geburtstag feiern, auch der Junge Schlüssel freut sich über ein Jubiläum: in euren Händen haltet ihr die 10. Ausgabe dieses Magazins. Dass wir nun die 10. Ausgabe feiern, halte ich nicht für selbstverständlich. Häufig stand die Frage im Raum, ob wir den Jungen Schlüssel in seiner jetzigen Form abschaffen oder nur noch digital zur Verfügung stellen sollten. Ich, die ich seit der ersten Stunde des Jungen Schlüssels in der Redaktion mitwirken durfte, habe mich stets für den Erhalt des Jungen Schlüssels ausgesprochen, trotz der hohen Kosten, die Druck und Versand immer wieder verursachen, und der vielen Zeit und Nerven, die er mich schon gekostet hat. Denn der Junge Schlüssel in seinem möglicherweise konservativen Format schafft es, Erinnerungen an vergangene Veranstaltungen wachzuhalten und neue Positionen und Ideen zu präsentieren. Er ist unser Sprachrohr, die Verbindung des Landesverbands zu all seinen Mitgliedern und dem Bundesverband. Deshalb freue ich mich immer ungemein, wenn ich Beiträge und Fotos von möglichst vielen verschiedenen JU‘lern veröffentlichen kann. Der Junge Schlüssel ist das Abbild der Jungen Union Bremen. Deshalb lautet mein Appell an euch: Liebe JU‘ler, dieses Magazin ist nur so viel wert wie euer Engagement in der Jungen Union Bremen. Lasst uns weiterhin aktiv sein, lasst uns neue Positionen und Meinungen entwickeln und sie auf diesem Weg verbreiten! Auf zehn weitere Ausgaben des Jungen Schlüssels! Eure Wiebke

Impressum

JUNGER SCHLÜSSEL | 01/17

Chefredakteurin & Layout:

Wiebke Winter

Redaktion:

Kjell Menke, Dustin Nickiewicz, Niklas Schmiedeken

Auflage:

500

Kontakt:

redaktion@ju-bremen.de

Herausgeber:

Junge Union Bremen


Major activities

Services

Cargoes

3 Export (Sea/Air) 3 Import (Sea/Air) 3 Transit 3 Warehousing 3 Clearing

3 Warehousing 3 Stuffing/Stripping/ CFS/ Bonded Storage 3 Customs 3 Import/Export/ Transit Clearance 3 Africa Hinterland Traffics 3 Overseas Pre-/On Carriage

3 FCL 3 LCL 3 Conventional 3 Ro/Ro 3 Bulk and Project Consignments

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tel: +49 421 176658 - 24 fax: +49 3212 28357 - 10 email: info@teleo-logistics.com Web: www.teleo-logistics.com

Junger Schlüssel 01 / 2017  

In der zehnten Ausgabe des Magazins der Jungen Union Bremen "Junger Schlüssel" findet ihr rückblickende Artikel auf 70 Jahre JU-Geschichte i...

Junger Schlüssel 01 / 2017  

In der zehnten Ausgabe des Magazins der Jungen Union Bremen "Junger Schlüssel" findet ihr rückblickende Artikel auf 70 Jahre JU-Geschichte i...

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