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BOLIVIA


TO

OLIVIA

Atemberaubende Landschaften, vier Vegetationszonen und freundliche Menschen. Ein vergessenes Land mitten in den Anden.


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Die Hauptstadt La Paz liegt zwischen 3500 und 4000 m. Dicht gedrängt und extrem exponiert liegen die unverputzten Häuser an den steilen Hängen. „Umso niedriger die Lage, umso besser die Viertel und umso angenehmer die Nächte!“, gilt als goldenes Gesetz in dieser faszinierenden Großstadt.


Doch eigentlich sind wir wegen der Berge hier. Eine viertägige Trekkingtour in der beeindruckenden Welt der Anden steht auf dem Programm. Probleme sind vor allem die Anpassung an die Höhe und die Abgeschiedenheit mancher Regionen. Die Einheimischen empfehlen Cocablätter zu kauen, um uns besser an die dünne Luft zu gewöhnen.


E n d l i c h

auf dem Weg i n

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CORDILLERA R E A L

Mit einem Minibus geht es in die Cordillera Real. Als die mächtigen Gletscher des Condoriri vor uns auftauchen, halten wir um, Fotos zu machen. Die nächsten Tage wird dieser Gipfel über uns wachen und uns hoffentlich wohlgesinnt sein, denn nur bei gutem Wetter ist es ein Vergnügen, in dieser kargen Landschaft zu wandern. Ein Wettersturz trübt nicht nur die herrliche Aussicht, sondern kann auch schnell zu Orientierungsschwierigkeiten führen, wie unsere Gruppe am eigenen Leib noch spüren sollte.


Am Ausgangspunkt angekommen werden die Trekkingrucks채cke gepackt, die Wasservorr채te aufgef체llt und noch mal Sonnenschutz aufgelegt.


Immer wieder müssen wir uns selbst dazu zwingen, nicht zu schnell zu gehen. Selbst lange Unterhaltungen während des Gehens sind in dieser Höhe kaum möglich. Aber nicht nur wir werden langsamer und ruhiger, die ganze Bergwelt scheint in einem Dornröschenschlaf zu liegen. Einziges Leben hier oben: Lamas und Alpakas. Sonst nur absolute Stille und unberührte Natur soweit das Auge reicht.


Wir schlagen unsere Zelte am Ufer einer Lagune auf und bereiten uns auf die erste Nacht vor. Sobald die Sonne hinter den Bergen verschwunden ist, wird es sehr kalt und man freut sich über jede einzelne Schicht die man am Körper trägt. Doch das Licht- und Farbspektakel bei Sonnenuntergang hier oben in der Cordillera lenkt schnell von der Kälte ab. Sobald das Tageslicht endgültig verschwunden ist, leuchten Sterne vom Himmelszelt wie sie keiner unserer Gruppe jemals zuvor gesehen hat. Aufgrund der sauberen und trockenen Luft scheinen diese intensiv auf unsere beiden Zelte herab.


A u รŸ e n t e m p e r a t u r e n

weit unter Null! Tr o t z d e m

s c h รถ n

WARM IM SCHLAFSACK!


Immer unterhalb DER MÄCHTIGEN GLETSCHER geht es weiter...


Die Wege sind oftmals nur Trampelpfade der Lamas. Doch manchmal gibt es auch richtig gut befestigte Steige. Hier z. B. entlang eines Wasserkanals, welcher zur Trinkwasserversorgung tiefer gelegener Gebiete dient.


Direkt am Gletscher des Huyana Potosí wird gerastet. Zwei Tage sind wir nun schon unterwegs und sind immer noch wie gebannt von der uns umgebenden Bergwelt. Viele andere Wanderer haben wir nicht gesehen, nur hin und wieder treffen wir einen Hirten. Es sind ruhige Gemüter hier in den Bergen, mit runden Gesichtern und einem zurückhaltenden Lächeln. Dabei bleibt es dann auch, denn die Menschen der Region sprechen kein Spanisch. Doch wer viel lächelt und mit den Händen redet versteht sich immer gut.


100 METER

Vom Zongo Pass folgen wir einem Bewässerungskanal, der spektakulär durch eine Felswand gehauen wurde. Der Abgrund scheint unendlich tief und somit ist erhöhte Vorsicht geboten. Die Stimmung in der Truppe ist trotzdem ausgelassen. Wir haben uns gut an die Höhe gewöhnt und können mit Freude dem höchsten Punkt unserer Tour entgegenblicken: ein 5100 m hoher namenloser Pass.


Beim Aufstieg ziehen Wolken aus den tiefer gelegenen, feuchten Regionen der Yungas herauf. Wir sind mit unseren langen TEXAPORE-Jacken bestens ausgerüstet und so kann ein wenig Nebel die Stimmung nicht trüben. Wie heißt es so schön: „Es gibt kein schlechtes Wetter, nur die falsche Bekleidung.“


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ACHTLAGER

Kurz vor Einbruch der Dunkelheit erreichen wir unseren Zeltplatz. Schnell sind die Tunnelzelte aufgebaut und ausgespannt, das Nachtlager gerichtet und uns bleibt noch Zeit, die geniale Aussicht zu genieĂ&#x;en.


W o l k e n

u m z i e h e n

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imposante Ostwand DES HUYANA POTOSÍ


Schneeschauer begleiten uns den ganzen nächsten Tag, kÜnnen uns aber nicht davon abhalten weiter zu wandern. Richtig steil geht es noch mal zur Sache, durch eine fast schon mystische Bergwelt, mitten im Nichts.


Geschafft! Wir haben unser letztes Etappenziel erreicht. Die Laguna Canada soll bei Sonnenschein richtig intensiv türkis leuchten. Die intensive Farbe ist bei diesen Wetterbedingungen nur schwach auszumachen, trotzdem sind wir überglücklich die gesamte Strecke gemeistert zu haben. Ab jetzt geht es nur noch bergab und wir erreichen bald die Passstraße, an der ein Minibus auf uns wartet, um uns zurück in die Hauptstadt zu bringen.


Auf der R端ckfahrt treffen wir ein letztes Mal auf Lamas. Wir halten wieder an, um uns von unseren neuen Lieblingstieren zu verabschieden. Leider sind wir selten nahe genug gekommen, um zu testen, ob diese Tiere wirklich spucken.


Fortsetzung f o l g t !


ESCALADE MID TEXAPORE MEN/WOMEN Ein Plus an Stabilität bietet dieser Trekkingschuh: Am Knöchel stabilisiert ein Kunststoffkreuz den Fuß – gerade im Hochgebirge ein sinnvolles Detail. Die wasserdichte, außergewöhnlich atmungsaktive TEXAPORE O3Membran gewährleistet zudem gleichzeitig Wetterschutz und exzellenten Klimakomfort.

PRODUKTETIPPS G R E AT E S C A P E JACKET WOMEN

ESCALADE JACKET MEN

Die leichteste JACK WOLFSKIN Trekkingjacke für Frauen wiegt nur 640 g in Größe M. Sie besteht aus einem leichten, aber robusten Wetterschutz-Material und ist mit UnterarmBelüftungsreißverschlüssen und hochgesetzten Hüfttaschen ausgestattet.

Leichtgewicht (810 g/Größe L) und Wetterschutzrüstung in einem: Diese Jacke hat eine extrem hohe Wassersäule (50 000 mm), die Hauptnähte sind von außen und innen versiegelt und zu den Ausstattungsdetails gehört eine Sturmkapuze! Egal, wie schwer der Rucksack ist oder wie lange es dauerregnet: Die Jacke hält dicht.


SANCTUARY RT III

Drei Personen haben in diesem sturmstabilen Tunnelzelt mit riesiger Apsis Platz – und dabei wiegt es gerade mal 3750 g! Das leichte, aber reißfeste Nylongewebe ist beidseitig mit Silikon beschichtet und dadurch wasserdicht. Die ausgeklügelte Wölbung des Gestänges und die senkrechten Stangen in den ApsidenEcken machen den Innenraum bis in den letzten Winkel nutzbar.

FROSTFIRE

ESCALADE PACK 80 MEN/70 WOMEN

Es geht eben nichts über das Wärme-/Gewichtsverhältnis von Daunen! Der Expeditions-Schlafsack hält dieses Versprechen auch bei Schneefall im Hochgebirge. Erhältlich in drei Größen.

Bei diesen riesigen Hochlast-Rucksäcken wird der Hauptteil des Gewichts über V-förmige Stangen direkt in den Hüftgurt übertragen – und so bequem verteilt. Praktische Details sind die Abdeckung für das Tragesystem (gerade für den Flug sinnvoll) und die abnehmbare Fronttasche, die auf kürzeren Touren als Tagesrucksack genutzt werden kann.


Fotos: Moritz Attenberger 路 Text: Tobias Attenberger


Jack Wolfskin Tourenbuch Bolivien  

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