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INTERNATIONAL POLICE ASSOCIATION

Ö S T E R R E I C H I S C H E

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F E S T S C H R I F T

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INHALT Vorworte Schirmherr Dr. Michael HÄUPL Schirmherr Dr. Gerhard PÜRSTL Präsident der IPA Sektion Österreich Reinhard MOSER Landesgruppenobmann der IPA Wien Franz SKANT

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Über die IPA Wien Die Landesgruppenobmänner der IPA LG Wien Der aktuelle Vorstand der IPA Wien Aus dem IPA Leben

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Rückblick auf 55 Jahre Erfolgsgeschichte Die Jubiläen der IPA Wien

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Die Polizei Wiens im Detail 53 57 59 63 65 67 69 71 75 77 79 83 85 87 89 95 96

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Seite 57 © LPD Wien

Die Wiener Polizei – Für die Menschen unserer Stadt Wiener Einsatzgruppen Alarmabteilung (Einsatzeinheit WEGA) Bereitschaftseinheit (BE) Fahrradpolizei Sicherheitsakademie (SIAK) Polizeidiensthundeeinheit (PDHE) Sprengstoffkundige Organe (SKO) Landesverkehrsabteilung (LVA) Motorisierte Verkehrsgruppe (MOT) Verkehrsunfallskommando (VUK) Parkraumüberwachungsgruppe (PÜG) See- und Stromdienst (SSD) Polizeimusik PI-Ermittler Logistikabteilung (LA) Justizwache Impressum

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© Stadt Wien/PID, Fotograf Ian Ehm

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VORWORT Das hohe Maß an Sicherheit ist eine der Grundlagen für die ausgezeichnete Lebensqualität in Wien, wie internationale Studien immer wieder neu belegen. Neben sozialer Absicherung geht es dabei in erster Linie natürlich um den Schutz vor Kriminalität und das individuelle Sicherheitsgefühl der Menschen. Dank der hervorragenden Arbeit, dem Einsatz und dem Erfolg der Polizei, können sich alle Wienerinnen und Wiener in unserer Stadt sicher fühlen. Wiens Polizistinnen und Polizisten sorgen für diese Sicherheit, leisten jeden Tag die dafür notwendige Arbeit und riskieren dabei ihre Gesundheit und mitunter auch ihr Leben. Unterstützung bekommen sie dabei von Vertreterinnen und Vertretern der International Police Association der Landesgruppe Wien, die seit nun 55 Jahren hervorragende Arbeit leistet. Die IPA Wien ist nicht nur international anerkannt und bedeutend, sie bietet auch ein positives Beispiel für gelebte Solidarität. Kolleginnen und Kollegen finden dort Hilfe, etwa bei Schicksals-

schlägen, ganz im Sinne des IPA Wahlspruches „Servo per Amikeco“ – „Dienen durch Freundschaft“.

Die IPA Wien ist aber auch Anlaufstelle und Ansprechpartner für Polizistinnen und Polizisten aus der ganzen Welt. Mit ihrem weltumfassenden Engagement stärkt die IPA Wien die Internationalität der Bundeshauptstadt.

Als Bürgermeister von Wien bedanke ich mich bei allen Polizistinnen und Polizisten, die täglich ihr Leben in den Dienst der Gesellschaft stellen, und damit die Menschen der Stadt schützen. Der IPA Landesgruppe Wien gratuliere ich zum 55-jährigen Bestehen, wünsche auch als Schirmherr alles Gute für die Zukunft und bedanke mich für Ihren wertvollen Beitrag, damit Wien bleibt was es ist – sicher und lebenswert.

Dr. Michael HÄUPL

Bürgermeister und Landeshauptmann von Wien

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© LPD Wien

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VORWORT 55 Jahre IPA „In Freundschaft dienen“ ist der Leitspruch der IPA. Freundschaft verbindet die internationalen und nationalen Polizeiorganisationen auf allen Ebenen. Eine bestehende gegenseitige Toleranz trägt zu einem besseren Miteinander zwischen aktiven und pensionierten Angehörigen der Polizei bei, ohne Unterschied der Funktion, der Sprache, der Religion, der Weltanschauung. Die Bereitschaft zur Förderung der freundschaftlichen Beziehungen und der gegenseitigen Unterstützung der Kolleginnen und Kollegen im In- und Ausland stärkt die Zusammengehörigkeit und führt zu einem besonderen Vertrauen.

Dieses Vertrauen findet man auch in den Reihen der Landesgruppe Wien. Bei der Gründung der IPA Wien am 15.02.1961

waren es noch 52 Mitglieder. Innerhalb der letzten 55 Jahre stieg die Zahl auf mehrere tausend Mitglieder an. Der steigende Zuwachs zeigt die Professionalität dieser Gemeinschaft, die durch einen nationalen und internationalen Erfahrungsaustausch, durch ein breites Bildungsangebot und durch eine aktive Öffentlichkeitsarbeit das Ansehen der gesamten Polizei positiv beeinflusst. Dafür danke ich der Landesgruppe Wien und wünsche ihr alles Gute zu ihrem 55-jährigen Bestehen sowie weiterhin viel Erfolg.

Dr. Gerhard PÜRSTL Landespolizeipräsident

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© IPA Österreich

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VORWORT 55 Jahre IPA Landesgruppe Wien Die IPA Landesgruppe Wien feiert ein besonderes Jubiläum und der Bundesvorstand (BV) hat die Ehre und auch das Vergnügen dabei sein zu dürfen. Anlässlich der 55-Jahr-Feier findet als Ausdruck der Anerkennung der LG Wien eine BV-Sitzung in Wien statt. Die LG Wien ist naturgemäß gemeinsam mit dem Generalsekretär für den BV die erste Anlaufstelle bei Besuchen ausländischer Sektionen. Es klingt zwar einfach – kannst du mir bitte die Betreuung übernehmen – die Vorbereitung und Freizeit der IPA Kollegen, die hinter einer erfolgreichen Abwicklung stehen, sieht man nicht. Die IPA Wien hat sich in den 55 Jahren des Bestehens prächtig entwickelt und stellt die meisten Mitglieder innerhalb der Österreichischen Sektion. Die Zusammenarbeit zwischen der LPD Wien und der IPA Wien kann als beispielhaft bezeichnet

werden. Sei es beim Wiener Ferienspiel, beim Sommerfest „Wunder erleben“, beim Polizeiball usw. – die IPA Wien ist stets dabei.

Allen IPA-lern kann ich einen Besuch im Clublokal nur empfehlen. Dort trefft ihr Freunde und könnt euch wertvolle Tipps für den Wien-Aufenthalt holen.

Ich bedanke mich bei allen Mitgliedern und Funktionären, die zu dieser Erfolgsgeschichte beigetragen haben, für ihren unermüdlichen Einsatz und wünsche der LG Wien für die Zukunft alles Gute. Servo per amikeco

Reinhard MOSER

Präsident IPA Österreichische Sektion

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VORWORT Im Jahr 2016 feiert die IPA LG – WIEN ihr 55. Jubiläum. 55 Jahre IPA-Arbeit innerhalb der Landesgruppe WIEN waren die Erfüllung eines Gedankens, der gelebt und mit unzähligen Aktivitäten umgesetzt wurde. Nach der Grundlage unseres Wahlspruches „SERVO PER AMIKECO“ – „Dienen durch Freundschaft“, hat sich die International Police Association – Landesgruppe WIEN seit jeher für die Pflege freundschaftlicher Beziehungen und die gegenseitige Hilfe zwischen Exekutivbeamten im In- und Ausland eingesetzt. Unsere IPA-Arbeit ist daher nicht nur innerhalb der Sektion Österreich, sondern auch International anerkannt.

Bei der Gründung der Landesgruppe WIEN am 15.2.1961, haben sich die damaligen Gründungsmitglieder das stetige Ansteigen der Mitgliederzahlen bis zum heutigen Tage bestimmt nicht vorgestellt. Die Landesgruppe WIEN wurde relativ bald die größte Landesgruppe Österreichs und ist es auch heute noch. Neben zahlreichen Veranstaltungen, deren Aufzählung infolge der Vielfalt gar nicht möglich ist, wurden von der Landesgruppe WIEN auch zahlreiche Publikationen und Broschüren herausgegeben.

Unserem Wahlspruch „Servo per Amikeco“ zufolge, wurden viele gemeinnützige Sozialausgaben bzw. -spenden geleistet. Unsere Landesgruppe kann auch stolz sein, als Schirmherren den Landeshauptmann und Bürgermeister von Wien, Dr. Michael HÄUPL und den Polizeipräsidenten von Wien, Dr. Gerhard PÜRSTL nennen zu können.

Natürlich wäre ohne das Engagement der Funktionäre und Mitglieder die IPA-Landesgruppe WIEN heute nicht das, was sie inzwischen geworden ist: eine gut funktionierende Landesgruppe. Ich möchte daher allen für Ihre Mitarbeit recht herzlich danken und wir werden auch weiterhin alles daransetzen, unserem Wahlspruch „Dienen durch Freundschaft“ gerecht zu bleiben.

Allen Gästen und Freunden wünsche ich einen schönen Aufenthalt in Wien und vergnügliche Stunden im Kreise vieler Freunde. Servo per amikeco

Franz SKANT

Landesgruppenobmann Wien 1. Vize-Präsident IPA Österreichische Sektion 5


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DIE LANDESGRUPPENOBMÄNNER der LG Wien

Der 1. LG-Obmann nach der Gründung der IPA LG-WIEN am 15.2.1961 war Alfred BAUER († 10.4.1992) bis zum 27.4.1979.

Der 2. LG-Obmann war Walter KREUZER († 18.05.2012), vom 27.4.1979 bis 22.3.1983. In seine Ära fiel die Durchführung der 20-Jahrfeier der LG – WIEN und am 7.10.1982 die Eröffnung des heutigen Klublokales in Wien 16., Redtenbachergasse 22-32.

Der 3. LG-Obmann war Friedrich OPFERMANN († 29.12.2004) vom 22.3.1983 bis 23.3.1987. Er war an der Partnerschaft mit der IPA-Verbindungsstelle MÜNCHEN 1985 maßgeblich beteiligt und auch das Jubiläum 25 Jahre IPA – LG – WIEN erfolgte unter seiner Obmannschaft . Der 4. LG-Obmann war Otto WÜNSCH vom 23.3.1987 bis 21.4.1998. In seine Obmannschaft fielen die Jubiläumsfeiern 30 Jahre und 35 Jahre IPA – LG – WIEN. Ebenso wurde die Durchführung des IEC – Kongresses im Oktober 1995 in Wien von der LG – WIEN bewältigt. Er ist Ehrenpräsident und Ehrenmitglied der Sektion Österreich und Ehrenobmann der Landesgruppe WIEN.

Der 5. LG-Obmann war Herbert STAMMER vom 21.4.1998 bis 02.05 2016. Er war auch 1. Vizepräsident der Sektion Österreich. In seine Amtszeit fällt die Ausrichtung der 40, 45 und 50 Jahr - Jubiläen der IPA - Wien und des 15. Nationalen Kongresses der Sektion Österreich im Jahre 2005 in Wien. Er ist Ehrenobmann der Landesgruppe WIEN.

Der 6. LG-Obmann ist Franz SKANT. Er wurde bei der 24. Vollversammlung am 02. Mai 2016 gewählt. Er ist auch der 1. Vizepräsident der Sektion Österreich. 6


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DER AKTUELLE VORSTAND der LG Wien 2016

Franz SKANT

Landesgruppenobmann

Herbert STAMMER Ehrenobmann

Otto WÜNSCH Ehrenobmann

Michael GÜTTNER

Erwin VETTER

Kurt LECHNER

Monika BUCHNER

Roland DANIA

Manfred EISENDLE

Franz FÜHRING

Brigitte MORAWETZ

Sabine NEMETH

Peter RAB

Renate TRETTL

Johann WEISS

Landesgruppensekretär

Beirat

Schriftführer – Stv.

Schatzmeister

Beirat

Beirat

Schriftführer

EDV-Ref., Presse-Ref.

Schatzmeister – Stv.

Beirat

Beirat

Beirat

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AUS DEM IPA LEBEN Die IPA LG Wien, als größte Landesgruppe Österreichs, bietet ihren Mitgliedern unzählige Möglichkeiten des Vereinslebens. So hat die IPA Wien ein Klublokal welches einmal wöchentlich für die Mitglieder geöffnet hat. Für ein gemeinsames Treffen, einen Informationsaustausch mit den Vorstandsmitgliedern oder auch für einen Souvenireinkauf. Jung trifft alt, alt trifft jung. Ältere Kollegen sind oft erstaunt, was heute alles möglich ist, und erzählen ihrerseits gerne von der „guten alten Zeit“.

Klubabend

Heurigenabend

Im Zuge der Klubabende gibt es im Klublokal regelmäßig Veranstaltungen wie das beliebte Faschingsgschnas mit Live-Musik, den lustigen Harmonikaabend, Abende mit der Polizeicombo, oder mit der „Gruppe Volxmusik“ wo unser Vorstandsmitglied Kurt LECHNER sein musikalisches Talent zeigt. Oder der schon zur Tradition gewordene Abend Anfang Dezember mit der Gruppe von Peter STEINBACH „Wiener Blues“ mit Weihnachtsgeschichten und -liedern der etwas anderen Art. Natürlich gibt es jedes Jahr einen Krampusabend und einen weihnachtlichen Adventabend als Jahresabschluss.

Reger Besuch beim beliebten Gschnas im Klublokal

Girls-Power

Viele Masken

So mancher Hofrat schwingt sein Tanzbein

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Aber nicht nur für gesellige Veranstaltungen muss das Klublokal herhalten. So wurden zum Beispiel in letzter Zeit auch EDV-Schulungen für unsere Vorstandsmitglieder durchgeführt. Im künstlerischen Bereich gab es mit unserem Professor Karl MODERER mehrere Aquarell- und Ölmalkurse im Klublokal.

Aquarell- und Ölmalkurse mit Prof. Karl MODERER

Begabter Teilnehmer

Nicht nur im Klublokal ist die IPA Wien präsent. Die Landesgruppe Wien ist im Besitz eines Info-Zeltes. Über Einladung der LPD Wien nehmen wir mit diesem Zelt jedes Jahr beim Donauinselfest, beim Wiener Ferienspiel, dem Tag der Polizei in der Roßauer Kaserne und am Wiener Sicherheitsfest am Rathausplatz teil. Bei diesen Veranstaltungen werden die beliebten IPA Broschüren verteilt. Information für die Großen und Malbücher, JoJo’s und Luftballons für die Kleinen.

Info-Zelt der IPA Wien: Vorstandsmitglieder mit Landtagspräsidenten i.R. Godwin SCHUSTER

Faszinierte Besucher

Jedes Jahr hoher Besuch beim Info-Zelt: Bürgermeister Michael HÄUPL

Polizeipräsident Dr. Gerhard PÜRSTL, Landtagspräsident Harry KOPIETZ

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Weitere typische Outdoor – Veranstaltungen sind das Familienfest oder die durchgefßhrten Wanderungen der LG Wien. Beliebt sind vor allem die Themenwanderungen: Ob eine Winterwanderung am Bisamberg, im Wiener Prater oder im verschneiten Wienerwald, oder eine herbstliche Sturmwanderung (bei der der Wind nur eine Nebenrolle spielt).

Familienfest am Bisamberg

Verschiedene Aktivitäten beim Familienfest

Wanderung in der Lobau ...

... oder in Nussdorf ...

... oder im Wiener Wald

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Jedes Jahr ist die IPA Wien mit einer Delegation bei der Auftaktveranstaltung der Kinderpolizei im Verkehrsgarten im Wiener Prater vertreten.

Tag der Kinderpolizei im Verkehrsgarten in der Praterallee

Polizeivizepräsident Karl MAHRER mit Präsidenten der Kinderpolizei Robert STEINER und Maskottchen

Auch bei den Ausmusterungen junger Kolleginnen und Kollegen (egal ob Burghof, Stephansplatz, Marokkaner Kaserne etc.) ist die IPA Wien immer mit mehreren Vorstandsmitgliedern vertreten.

Ausmusterung junger Polizisten vor dem Stephansdom

Feierliche Umrahmung durch die Polizeimusik Wien

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Jährlich besucht die IPA Wien mit einer Delegation von über 100 Mitgliedern den Wiener Polizeiball. Auch der Bundesvorstand ist immer mit einer größeren Delegation vertreten. Im Vorfeld übernimmt die IPA Wien auch teilweise die Betreuung der ausländischen Tanzpaare mit einer professionellen Stadtführung und einem Heurigenabend mit Spanferkel in Göttlesbrunn.

Tanzpaare in Gala am Polizeiball ...

... und im legeren Zivil in Göttlesbrunn

Heiratsantrag eines Schweizer Kollegen an seine Tanzpartnerin, mitten am Tanzparkett des Polizeiballes

Ein Fixtermin im IPA Jahr ist zum Beispiel die Benefizveranstaltung „Wunder erleben“ in der Marokkaner Kaserne ...

Der Vorstand bei „Wunder erleben“

Die Siegerin der Tombola 2015 bei „Wunder erleben“ ist natürlich von der IPA Wien

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© Karl Schober, LPD Wien

... oder der Besuch des Benefizkonzertes der Justizwache und der Besuch der „Nacht der Filmmusik“ der Polizeimusik Wien, sowie diverse karitative Veranstaltungen.

© Karl Schober, LPD Wien

Polizeimusik spielt in den Arkaden des Wiener Rathaues

Kapellmeister Herbert KLINGER dirigiert die Nacht der Filmmusik

Das Konzert ist immer gut besucht

Die IPA Wien ist im Regelfall mit über 50 Teilnehmern vertreten

Musikfreunde

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© Maurer Margarethe, WiSpi

Neben den Sozialspenden im Anlassfall ist ein Höhepunkt unserer karitativen Tätigkeiten die Verteilung von Nikolaussackerl in den Wiener Kinderspitälern. Insgesamt werden über 300 der äußerst beliebten Sackerl im St. Anna Kinderspital, im Allgemeinen Krankenhaus, im SMZ Ost, im SMZ Süd und im Wilhelminenspital (Glanzing) verteilt. Die Mühe ist es wert, wenn man den kranken Kindern eine kleine Freude machen kann. Ein herzliches Dankeschön an die Polizeimusik Wien, die uns bei der Aktion unterstützt und bei der Verteilung hilft.

Nikolausaktion mit Unterstützung der Polizeimusik Wien für die kranken Kinder in den Spitälern Wiens Was ist denn da drin?

Spendenübergabe beim Punschstand der WEGA

Übergabe von Nikolaus-Sackerl an verantwortliche Schwester zur Prüfung (Allergien etc.) vor Weitergabe an Kinder

Die IPA Wien hatte mit Konrad CHRIST lange Zeit das älteste IPA-Mitglied der Welt. Leider ist er im Alter von 106 Jahren verstorben.

IPA Wien gratuliert dem ältesten IPA-Mitglied der Welt zum „100er“

IPA als Sargwache beim ältesten Mitglied

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Jährlich gibt es eine Ehrung langjähriger Mitglieder. Im feierlichen Rahmen werden Mitglieder, die 25, 40, 45 oder 50 Jahre Mitglied sind, geehrt. Zwischenzeitlich gibt es so viele Jubilare, dass wir die Ehrungen an zwei Abenden durchführen müssen.

Polizeipräsident Dr. Gerhard PÜRSTL und LGO STAMMER mit Jubilaren

Gut besuchte Veranstaltung

Nach den Freundschafts- und Partnerschaftsverträgen mit München und Budapest gibt es nun auch einen Partnerschaftsvertrag mit der IPA Paris.

Unterzeichnung des Freundschaftsvertrages in Paris

Österreichische und ungarische Delegation

Unterzeichnung des Freundschaftsvertrages mit Budapest

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IPA Partnerschaftsurkunde Paris – Wien

IPA Partnerschaftsurkunde Budapest – Wien

IPA Partnerschaftsurkunde München – Wien

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Fototermin mit Botschafterin Dr. Ursula PLASSNIK


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Ein weiterer Schwerpunkt der IPA Arbeit ist die Betreuung in- und ausländischer Gäste. Da Wien weltweit eine interessante Destination ist, wäre es interessant zu erforschen, ob alle 320.000 Mitglieder einmal im Leben Wien besuchen. Alle werden es nicht sein, aber viele.

Besucher aus Paris

Es beginnt bei der Vermittlung von Quartieren und Hilfe und Unterstützung bei der Erstellung des Programmes. In vielen Fällen gibt es dann noch eine Stadtführung oder aber auch eine Betreuung der Besucher. Da uns unser ehemaliges Vorstandsmitglied Josef PARAK als staatlich geprüfter Fremdenführer zur Verfügung steht, können wir dieses Service recht professionell anbieten.

Josef „Pepi“ PARAK bei einer Themenführung

Franz II. PLATZER in seinem Element

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Es gibt nach wie vor interessante Busreisen, wie zum Beispiel in die Vojvodina nach Serbien, nach Portugal oder nach Budapest und Prag. Bei den „großen“ Reisen waren wir zuletzt in der Karibik unterwegs.

IPA Wien unterwegs im Inland ...

Besuch der Gartenbaumesse in Tulln

... und im Ausland

Unterwegs in Ungarn

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Bereits eine Erfolgsgeschichte sind die Biker der Landesgruppe Wien. Nach der Gründung der Wiener Biker Gruppe im Jahre 1989 durch Otto KÖNIG wurde diese im Jahr 2004 von Michael GÜTTNER übernommen und aus einer Handvoll „Verwegener“ wurde eine Institution. In den vergangenen Jahren wurden nicht weniger als 300.000 km auf zwei Rädern abgespult. Die Vielzahl der Reisen lassen sich hier nicht alle anführen, aber von Finnland bis Albanien und von den Pyrenäen bis Serbien war alles dabei. Bei all diesen Fahrten konnten vielfach Kontakte hergestellt und vertieft werden.

Biker sind sehr aktiv

IPA-Biker bei einer Rast

Vor der Basilika Mariazell

Routenplanung

Mit IPA-Bikern durch das Velebit Gebirge in Kroatien

Route de Grande Alpes in den Pyrenäen Pass Col du Tourmalet auf 2115 m

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10 JAHRE IPA WIEN

Aufmarsch der uniformierten Teilnehmer vor der Präsidentschaftskanzlei

Bundespräsident Franz JONAS begrüßt die internationalen Teilnehmer

Internationale Teilnehmer an der Festwoche

Robert STOLZ dirigiert die Polizeimusik Wien

Uniformierte grüßen Besucher

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25 JAHRE IPA WIEN

25 Jahre Festschrift

Perfekt im IPA-Dress bei der 25-Jahr-Feier

Bürgermeister Helmut ZILK und LGO Fritz OPFERMANN bei der Eröffnung

Ehrengäste

Festgäste

Festgäste in Uniform bei der 25-Jahr-Feier

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30 JAHRE IPA WIEN

Auszug aus der Festschrift

30 Jahre Festschrift

Ehrenobmann und Ehrenpräsident Otto WÜNSCH mit Gedanken zum 30-jährigen Bestehen

Begrüßungsansprache von Landesgruppenobmann Otto WÜNSCH in der Kurhalle Oberlaa.

Grenzenlose Polizei – Geschichte der IPA

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35 JAHRE IPA WIEN

Der Gründer der IPA Sir Arthur TROOP erhält von Innenminister Dr. Caspar EINEM das goldene Verdienstzeichen der Republik Österreich

35 Jahre Festschrift

Festgäste – mit IPA-Präsident Walter HERMANN (D)

Präsident Otto WÜNSCH gratuliert dem Gründer der IPA Sir Arthur TROOP

Erinnerungsbild mit Sir Arthur TROOP

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40 JAHRE IPA WIEN

Fahnenträger des Korps und IPA-Fahnen vor dem Stephansdom

40 Jahre Festschrift

Eröffnungsfanfare Ausländische Kolleginnen und Kollegen am Stephansplatz

Polonaise der Tanzpaare im Festsaal des Wiener Rathauses

Die Zollwachemusik spielt auf

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45 JAHRE IPA WIEN

Eröffnung durch LGO Herbert STAMMER

Übergabe einer Querflöte an die Polizeimusik Wien ...

... und gleich ausprobiert

Ehrung langjähriger Mitglieder

Eröffnung durch die Polizeimusik

Gratulation durch unsere Budapester Partnerstadt

Ehrengast Präsident Werner PAIL und Schatzmeister Erwin VETTER mit Gattinnen

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50 JAHRE IPA WIEN

Zeitungsartikel vom Jubiläum

50 Jahre Festschrift

Galaabend mit der Polizeimusik Wien

Eröffnung des Galaabends

Übergabe der Fahnenbänder

Kranzniederlegung am Denkmal der Exekutive

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WIENER POLIZEI

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Für die Menschen unserer Stadt Drogenszene, Jugendkriminalität, Prostitution, Party im öffentlichen Raum, Gewalt bei Fußballspielen, alkoholisierte Jugendliche, Gewalt in öffentlichen Verkehrsmitteln, Graffiti an den Wänden, Ausschreitungen bei Großveranstaltungen, Trinkerszene, Hooligans oder aber auch nur Abhängige in Grünanlagen und Hundekot auf der Straße. Viele Facetten, die das subjektive Empfinden des Bürgers zum Thema Sicherheit und Ordnung ausmachen. Auch wenn dieses Empfinden oft nicht im Einklang steht mit der realen Sicherheitslage und die Meinungen sich nach Stadtteil oder Bevölkerungsschicht oft erheblich unterscheiden. Die Gründe, warum bestimmte Orte (wie zum Beispiel Bahnhöfe, öffentliche Plätze, Grünanlagen, Einkaufsviertel und bestimmte Wohngebiete) in der Bevölkerung als „sicher“ oder „unsicher“ gelten, sind vielfältig. Bei der derzeitigen Entwicklung ist die Sicherheit in den Städten, stärker denn je, ein wichtiger Prüfstein. Für Bürgerinnen und Bürger ist es ein Teil der eigenen Lebensqualität, zum Beispiel bei der Wahl des Wohnsitzes, und für Unternehmen ein wichtiges Kriterium für die Auswahl des Betriebsstandortes. Polizei, Behörden, Ämter und Organisationen sind also gefordert, gemeinsam mit der Bevölkerung die aktuellen Probleme zu bekämpfen und Alltagskonflikte zu lösen. Dabei hat nicht nur die Repression sondern auch die Prävention und Aufklärung einen

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Exekutivabzeichen

wichtigen Platz. Insbesondere im großstädtischen Bereich ist das Zusammenspiel von Polizeidienststellen und Sondereinheiten ein wichtiger Faktor für das Funktionieren des Polizeiapparates.

Zur Erfüllung ihrer Aufgaben sind Bedienstete der Wiener Polizei in Uniform oder zivil rund um die Uhr im Einsatz. Ihre Aufgabe ist die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ruhe, Ordnung und Sicherheit. Unser Stadtbild ist also geprägt durch Polizeistreifen zu Fuß, im Streifenwagen oder mit dem Fahrrad oder Motorrad. Neben diesen ständig präsenten Polizistinnen und Polizisten gibt es noch unzählige Bedienstete, die man gar nicht oder nur selten zu Gesicht bekommt. Man denke nur an die Polizeihundeführer, Präventionsfachleute, sachkundige Organe für Sprengstoff, Bedienstete der Landesleitzentrale, oder Angehörige des Kriminaldienstes mit ihren unzähligen Aufgaben. Diese Festschrift versucht, einen kurzen aber nicht vollständigen Abriss (das würde den Rahmen der Festschrift sprengen) über die Exekutive in Wien zu geben, also eine Vorstellung einiger Abteilungen und ihrer Aufgaben bei Polizei und Justiz.

Dienstfahrzeuge bei der LPD Wien

Polizisten im Ordnungsdienst

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LANDESPOLIZEIPRÄSIDENT Dr. Gerhard PÜRSTL Sekretariat 01-31310/71004 BÜRO (L 1)

BÜRO (L 2)

ÖFFENTLICHKEITSARBEIT

CONTROLLING

HR Mag. Manfred REINTHALER, MA

Oberst Dr. Robert HACK

01-31310/72100

01-31310/71290

REFERAT (L 1.1)

REFERAT (L 1.2)

REFERAT (L 1.3)

REFERAT (L 1.4)

PRESSESTELLE

BÜRGERINFORMATION

INTERNE ÖA U. VERANST.MGMT.

MINDERHEITENKONTAKTE

Oberst Johann GOLOB

HR Dr. Peter JEDELSKY

Obstlt Daniela TUNST, BA MA

01-31310/72118

01-31310/72106

01-31310/76203

01-31310/45900

GESCHÄFTSBEREICH A - STRATEGIE UND EINSATZ

GESCHÄFTSBEREICH B - VERFAHREN UND SUPPORT

LANDESPOLIZEIVIZEPRÄSIDENT

LANDESPOLIZEIVIZEPRÄSIDENT

General Karl MAHRER, BA

Dr. MICHAELA KARDEIS

Sekretariat 01-31310/76003

Sekretariat 01-31310/71101

BÜRO (A 1)

BÜRO (A 2)

BÜRO (B 1)

BÜRO (B 2)

Organisation, Strategie u. Dienstvollzug

Zentrale Koordination

Grundsatz- u. Rechtsangelegenheiten

Qualitätssicherung

GenMjr Karlheinz DUDEK, BA MA

HR Dr. Christof HETZMANNSEDER

HR Dr. Werner TRAWNICEK

HR Mag. Peter GOLDGRUBER

01-31310/76001

01-31310/76400

01-31310/71200

01-31310/75000

REFERAT (A 1.1)

REFERAT (B 1.1)

REFERAT (B 2.1)

Strategie u. Entwicklung

Grundsatzangelegenheiten

Qualitäts- u. Wissensmanagement

GenMjr Karlheinz DUDEK, BA MA

HR Dr. Werner TRAWNICEK

HR Mag. Peter GOLDGRUBER

01-31310/76007

01-31310/71200

01-31310/75000

REFERAT (A 1.2)

REFERAT (B 1.2)

REFERAT (B 2.2)

Dienstvollzug

Rechtsangelegenheiten

Interne Revision

Oberst Rudolf BATTISTI

HR Dr. Gerhard NIESNER

HR Mag. Gerald MAX

01-31310/76200

01-31310/71250

01-31310/75010

REFERAT (A 1.3)

REFERAT (B 1.3)

REFERAT (B 2.3)

Polizeiärztlicher Dienst

Datenschutz

Besondere Ermittlungen

HR Dr. Wilhelm SAURMA

HR Mag. Rudolf GAMSJÄGER

HR Mag. Christian FELIX

01-31310/71980

01-31310/71255

01-31310/71070

REFERAT (B 1.4)

BÜRO (B 3)

Rechtsmittelvorentscheidungen u. Staatsbürgerschaftserhebungen

Budget ADir. Ingrid ROJ

HR Mag. Renate GUTJAHR

01-31310/73100

01-31310/71020 Zentralkanzlei 01-31310/71120

EINSATZABTEILUNG (EA)

LANDESVERKEHRSABTEILUNG (LVA)

ABTEILUNG SONDEREINHEITEN (ASE)

Brigadier Franz SEMPER, BA

Brigadier Karl WAMMERL

Brigadier Andreas KOHS, BA MA

01-31310/76100

01-31310/32400

01-31310/31000

LANDESKRIMINALAMT (LKA)

ABTEILUNG FREMDENPOLIZEI U. ANHALTEVOLLZUG (AFA)

LANDESAMT VERFASSUNGSSCHUTZ (LV)

GenMjr Josef KERBL, BA MA

Brigadier Josef ZINSBERGER, BA

01-31310/38000

01-31310/30500

SICHERHEITS- U. VERWALTUNGSPOLIZEILICHE ABT. (SVA) HR Dr. Manfred LUCZENSKY 01-31310/75200

HR Mag. Erich ZWETTLER 01-31310/74000

PERSONALABTEILUNG (PA)

LOGISTIKABTEILUNG (LA)

HR Dr. Martin MÜHLGASSNER

Brigadier Dieter WINNISCH

01-31310/71900

01-31310/73000

POLIZEIKOMMISSARIATE / STADTPOLIZEIKOMMANDEN / POLIZEIINSPEKTIONEN

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EINSATZEINHEIT WIEN (WEGA)

Ein moderner Dienstleistungsbetrieb

Nach der dreistufigen Einsatzphilosophie des BM.I nimmt die Einsatzeinheit WEGA insbesondere Aufgaben im GSOD (Großer Sicherheitspolizeilicher Ordnungsdienst – etwa bei Demonstrationen, Sportgroßveranstaltungen u.ä.), in der Funktion des Kompetenz- und Informationszentrums und im überlagernden Streifendienst, im Segment der Amtshandlungen/Einsatzlagen mit erhöhtem Risikopotential wahr. Operativ unterstützt die WEGA bundesweit im GSOD mit besonders ausgebildeten geschlossenen Einheiten. Spezielle Aufgabenstellungen werden dabei mit Greiftrupps, Beweissicherungs- und Festnahmetrupps wie auch durch Verwendung von Sondereinsatzmitteln wahrgenommen. Bei Schwerpunkten von Polizeiinspektionen sowie bei Großrazzien schreitet die WEGA unterstützend ein.

Im Rahmen der Einsatzanalyse und spezifischer Aus- und Fortbildung ist das Kompetenz- und Informationszentrum bundesweit tätig. Der überlagernde Streifendienst in der Bundeshauptstadt wird durch Sektorfahrzeuge der WEGA durchgeführt. In der WEGA versehen persönlich und körperlich besonders geeignete Exekutivbedienstete Dienst, die sich zunächst einem mehrstufigen Auswahlverfahren unterziehen müssen. Mit entsprechender Aus- und Fortbildung 2

Wega-Abzeichen

im Rahmen der gesetzten Aufgabenstellungen dieser Einheit wird die Einsatzfähigkeit hergestellt bzw. erhalten. Voraussetzung ist auch die Bereitschaft zur bundesweiten Dienstverrichtung und das Ablegen eines jährlichen Leistungstests. Objektschutzaufgaben, Begleitschutzaufgaben bei Werttransporten, operative taktische Zugriffe, Umgang mit gewalttätigen Verdächtigen, Einsätze bei Geiselnahmen, Überfällen usw., gehören neben dem GSOD zu den weiteren Aufgaben der WEGA.

Selbstverständlich werden die Beamten der WEGA im Zuge des täglichen Dienstbetriebes auch aus Eigenem tätig und beteiligen sich im Rahmen ihres Sektorstreifendienstes auch an der Verkehrsüberwachung und dem generellen, präventiven Streifendienst. Die WEGA ist die älteste und eine der bewährtesten Spezialeinheiten der österreichischen Polizei. Die Heimat der WEGA ist die Rossauer Kaserne im 9. Wiener Gemeindebezirk. FÜR DIE MENSCHEN UNSERER STADT.

Wega-Polizisten kommen auch von oben

Wega-Polizisten mit Spezialfahrzeug

© LPD Wien

Die Einsatzeinheit WEGA („Wiener Einsatzgruppen Alarmabteilung“) demonstriert in einer Zeit der globalen Krisen und einer immer größer werdenden Anzahl von abstrakten und konkreten Bedrohungslagen Modernität in Einstellung und Ausstattung der heutigen Polizei Österreichs.

Bergungs- und Räumfahrzeug

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Die Angehörigen der Bereitschaftseinheit sollen primär für eine verstärkte Präsenz im Bereich der öffentlichen Verkehrsmittel und bei Schwerpunktaktionen sorgen. Durch die vorhandene Personalgröße der Bereitschaftseinheit verbunden mit dem flexiblen Dienstsystem, kann neben deren primären Aufgabe, eine größere Einsatzreserve gebildet werden, welche bei spontanen Ordnungsdiensteinsätzen ebenfalls ohne große Vorlaufzeit zur Verfügung steht.

Kontrollen im U-Bahnbereich

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Als eine der Maßnahmen der modernen Wiener Polizei zur Gewährleistung der Präsenz und auch zur Steigerung des subjektiven Sicherheitsgefühls der Bevölkerung wurde die Bereitschaftseinheit gegründet.

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BEREITSCHAFTSEINHEIT (BE) Die Kriminalitätsentwicklung in der heutigen schnelllebigen Zeit, verbunden mit der grenzüberschreitenden Kriminalität, verlangt eine breit aufgestellte Exekutive mit dem Ziel, neben der polizeilichen Grundversorgung rasch und flexibel auf Herausforderungen reagieren zu können. Gerade in einem Ballungsraum wie der Bundeshauptstadt Wien ist mit dem Bevölkerungszuwachs auch eine Steigerung der Benützung der öffentlichen Verkehrsmittel erkennbar. Der öffentliche Raum wird immer stärker frequentiert und es bedarf sowohl präventiver als auch repressiver Bezirksgrenzen überschreitender polizeilichen Maßnahmen.

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Ordnungsdienst

Sicherung bei einem Zugriff

Sicherung mit Schutzschildern

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BE-Abzeichen

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Die Bereitschaftseinheit setzt sich aus dem Stammpersonal und für die Dauer von fünf Monaten vorübergehend zugeteilten Exekutivbediensteten zusammen. Diese Kolleginnen und Kollegen verfügen über sehr viele Monate Diensterfahrung auf den Polizeiinspektionen. Die Bereitschaftseinheit ist kein Ausbildungsabschnitt in der Grundausbildung, sondern eine Personalentwicklungsmaßnahme für junge Kolleginnen und Kollegen. Zu dem Aufgabenbereich der Bereitschaftseinheit zählt das gesamte Spektrum des polizeilichen Handelns. Der überlagernde Überwachungs- und Streifendienst, zentral angeordnete Sonder- und Schwerpunktaktionen, die Mitwirkung an Ordnungseinsätzen, sowie Such-/Hilfs- und Rettungsaktionen. Seit Gründung der Bereitschaftseinheit 01.11.2012 kann in diesen Aufgabenbereichen eine hohe Leistungsbilanz verzeichnet werden. Zum täglichen Aufgabenspektrum der Bereitschaftseinheit gehört der überregionale Streifen- und Überwachungsdienst an öffentlichen Plätzen. Im speziellen

erfolgt eine regelmäßige Bestreifung des öffentlichen Wiener Verkehrsnetzes, U-Bahn Linien, Straßenbahn und Bus-Bahnhöfe. Eine der großen Aufgabenbereiche der Bereitschaftseinheit ist die Einsatzunterstützung bei Sonder- und Schwerpunktaktionen. Für den großen sicherheitspolizeilichen Ordnungsdienst (GSOD) im speziellen bei Staatsbesuchen und Veranstaltungen, wo keine speziell ausgebildeten und ausgerüsteten Kräfte erforderlich sind, erfolgt die Einsatzabwickelung durch die Bereitschaftseinheit.

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Auf Grund der schnellen Verfügbarkeit einer größeren Anzahl an Exekutivbeamte wird die Bereitschaftseinheit jedoch auch bei spontan auftretenden manifestativen Versammlungen herangezogen. FÜR DIE MENSCHEN UNSERER STADT.

Außergewöhnlicher Schlangeneinsatz

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FAHRRADPOLIZEI WIEN

Die Polizistinnen und Polizisten kümmern sich nicht nur um den Fahrradverkehr und dazugehörende Verwaltungsübertretungen und agieren bei jeglichen strafbaren Handlungen – die Kolleginnen und Kollegen der Fahrradpolizei schreiten leise, schnell und umweltfreundlich ein. Bei Demonstra-

FÜR DIE MENSCHEN UNSERER STADT.

Streifendienst der Fahrradpolizisten © Fotocredit ÖFJ-reporter.co.at

Derzeit gibt es sechs Frauen und 26 Männer bei der uniformierten Fahrradpolizei.

tionen werden die Fahrradeinsatzkräfte immer öfter als Begleitung eingesetzt, jedoch liegt ihr Hauptstreifenbereich auf der Donauinsel. Alle Bediensteten versehen ihren Dienst auf einer Polizeiinspektion und haben zusätzlich die Sonderausbildung. Ständige Schulungen und Fahrtraining garantieren, dass wir in Zukunft nur die Besten mit dem Bike auf Streife sehen werden.

Gemischte Patrouille © Fotocredit ÖFJ-reporter.co.at

Der uniformierte Fahrraddienst wurde 2008 als Probebetrieb eingeführt und hat sich bis dato als sehr hilfreich erwiesen.

© Fotocredit ÖFJ-reporter.co.at

leise, schnell und umweltfreundlich

Fahrradstreife vor dem Parlament

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Die Leitung des Bildungszentrums Wien, obliegt Frau Oberst Manuela TÜRK, B.A., - als Stellvertreter Herrn Major Thomas LOSKO, B.A., sowie Oberstleutnant Siegfried SAUTNERBURKHEISER.

Zurzeit hat das BZS-Wien 70 hauptamtliche Lehrerinnen und Lehrer, welche sich einer zweijährigen pädagogischen Ausbildung an der Fachhochschule Wiener Neustadt unterzogen haben

und daher akademische Vortragende des Exekutivdienstes sind.

Sämtliche logistische und administrative Aufgaben werden durch das Verwaltungspersonal im BZS-Wien – derzeit durch elf Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen – durchgeführt. Im Bildungszentrum Wien wird die Ausbildung für verschiedene Verwendungsgruppen angeboten: Einerseits die polizeiliche Grundausbildung E2c sowie die Absolvierung des Lehrganges für Bedienstete der Verwendungsgruppe E2a, anderseits aber auch die Ausbildung des Allgemeinen Verwaltungsdienstes (VwGr A1 bis v4). Seit 01.07.2016 bilden die hauptamtlichen Lehrer und Lehrerinnen auch VB/S aus, welche nach einer 6-monatigen Ausbildung im fremden- und grenzpolizeilichen Bereich verwendet werden. Weiters werden Angehörige des österreichischen Bundesheers für die Objektüberwachungstätigkeiten ausgebildet. FÜR DIE MENSCHEN UNSERER STADT

Innenministerin Lise PROKOP und Landespolizeikommandant Roland HORNGACHER bei einer Ausmusterung

Die zwei Jahre dauernde Ausbildung geschafft © LPD Wien, Thomas Cerny

Die polizeiliche Grundausbildung von Exekutivbediensteten, welche für Wien aufgenommen sind, findet vorwiegend in der Marokkaner Kaserne statt. Früher bekannt als Polizeischule Wien, welche der damaligen Bundespolizeidirektion Wien zugehörig war, wurde diese im Jahr 2002/2003 im Zuge einer Reorganisation von der BPD-Wien losgelöst und in das Bundesministerium f. Inneres, Abt.I/9-Sicherheitsakademie, als eines der zehn Bildungszentren, eingegliedert. Das Bildungszentrum der Sicherheitsexekutive Wien (BZSWien) ist nicht nur flächenmäßig die größte Ausbildungsstätte für den Exekutivdienst, sondern hat auch die höchstmögliche Auslastung von allen Bildungszentren – bis zu 24 Lehrgänge – an Auszubildenden.

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SICHERHEITSAKADEMIE (SIAK)

Ausbildung – Aller Anfang ist schwer

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PDHE-Abzeichen

Mit 01.09.2014 wurden die im Stadtgebiet verteilten 4 Polizeidiensthundeinspektionen geschlossen und am Standort des Kommandos der Polizeidiensthundeeinheit zentralisiert. Somit besteht die Polizeidiensthundeeinheit Wien heute aus dem Kommando, der Stabstelle, der Landesausbildung sowie der Polizeidiensthundeinspektion Wien.

Fußstreife © LPD Wien

Die österreichische Exekutive hat sich dabei international einen sehr guten Ruf erarbeitet, sodass es immer wieder Kooperationen mit anderen Ländern und Unterstützung bei deren Ausbildung durch österreichische Polizeidiensthundeführer gibt.

Streife auf der Donauinsel © LPD Wien

wurde ein Grundstück im 21. Bezirk als neuer Standort für die Polizeidiensthundeabteilung geschaffen. 1963 wurden an diesem Standort alle 73 – damals auf die verschiedenen Bezirke Wiens verteilten – Hundeführer am noch heute bestehenden Standort 21., Hofherr-SchrantzGasse 6 zusammengeführt und unter einheitliches Kommando gestellt.

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POLIZEIDIENSTHUNDEEINHEIT WIEN (PDHE) Die PDHE gehört organisatorisch zur Abteilung Sondereinheiten der Landespolizeidirektion Wien. Die Polizeidiensthundeeinheit (PDHE) der Wiener Polizei ist bei Bedarf auch für die Umgebung von Wien zuständig. Bis zu einer Entfernung von 60 Minuten Anfahrtszeit können die Wiener Polizeidiensthundeführer von außen angefordert werden. Es gibt fünf Dienstgruppen, rund um die Uhr stehen in Wien fünf Polizeidiensthundewägen (Funkrufname „Tasso“) zur Verfügung. Diese sind jeweils mit zwei Hundeführern und zwei Hunden besetzt. Typisch „städtische Schwerpunkte“ sind präventive Streifen in einbruchsgefährdeten Gebieten, Stöbereinsätze nach flüchtigen oder verborgenen Straftätern, Einsätze im „Großen Sicherheitsund Ordnungsdienst“ (GSOD) wie etwa bei Fußballspielen und Demonstrationen sowie die Einsatzunterstützung bei Einsätzen mit erhöhter Gefährdungslage. Die Geschichte der Polizeidiensthundeeinheit Wien beginnt im Jahre 1902, als sich das Wachzimmer Josefsdorf auf dem Kahlenberg einen eigenen Hund zulegte. Dieser Hund verfügte weder über eine Ausbildung noch über eine Eignungsprüfung für den Polizeidienst. Erst 1904 wird im 22. Wiener Gemeindebezirk der erste Zwinger für die provisorische Einstellung von noch nicht offiziellen Polizeidiensthunden errichtet. Im Jahr 1959

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Ungemütlicher Kollege

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Mit 01. September 1989 wurde das Dokumentationszentrum für Sprengstoffanschläge in Entschärfungsdienst (ESD) umbenannt und die Personaldecke des ESD aufgestockt. Die dienstrechtliche Stellung für sachkundige Organe blieb davon unberührt. Seit Gründung der SKO-Organisation wurden durch den Entschärfungsdienst unzählige Ausbildungslehrgänge veranstaltet. Derzeit gibt es bundesweit 69 SKO. 42 weitere Beamte befinden sich derzeit in Ausbildung. Zu den Hauptaufgaben der sprengstoffsachkundigen Beamten zählen das Erkennen und Identifizieren von sprengstoffverdächtigen Gegenständen und Kriegsmaterial, Mitwirkung an der Tatortarbeit nach Explosionen und nicht zuletzt die große Gruppe der Prävention. Bei der Präventionsarbeit tragen SKO im Rahmen des polizeilichen Alltags 1

IEDD-Abzeichen

einen wichtigen Teil zur Sicherung von öffentlichen Orten wie etwa Flughäfen und Bahnhöfen bei. SKO werden eingesetzt bei allen Arten der Auffindung von verdächtigen Gegenständen, Postsendungen, bei Durchsuchungen nach entsprechenden Drohungen, als Unterstützung bei Hausdurchsuchungen, sowie im Rahmen von Staatsbesuchen und gefährdeten Veranstaltungen von großem öffentlichen Interesse.

Bei Großveranstaltungen werden meist mehrere SKO aus dem gesamten Bundesgebiet am Veranstaltungsort zusammengezogen. Im Jahr 2015 gab es mehrere Großeinsätze: Im März 2015 mit dem Eurovision Song Contest, bei dem SKO insgesamt 47 Tage durchgehend in der Wiener Stadthalle eingesetzt waren und mehr als 16.000 Kisten kontrollierten. Im Anschluss gab es die OPEC Konferenz in Wien, den G7 Gipfel in Bayern mit dem anschließenden Bilderbergtreffen, die Iran-Konferenz und der mehrtägige Besuch des amerikanischen Außenminister John KERRY. Man erkennt sehr leicht, dass die Abarbeitung solcher Veranstaltungen sehr personal- und zeitintensiv sind, zumal ja die tägliche Arbeit, seien es Bombendrohungen, Auffindung von verdächtigen Gegenständen und Kriegsmaterialien, Rohrbomben oder Präventionsmaßnahmen nach Terrorwarnungen, bewältigt werden muss.

SKO prüft verdächtiges Rohr

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Beginnend in den Nachkriegswirren 1945 wurde der Entminungsdienst (EMD) gegründet. Im Jahr 1966 wurde von Oberst Ing. Alois MASSAK, als Leiter des Dokumentationszentrums für Sprengstoffanschläge im BM.I, die SKO Organisation gegründet und in das Dokumentationszentrum – heutigen Entschärfungsdienst – eingegliedert. Da es Oberst Ing. Alois MASSAK, zuständig für das gesamte österreichische Bundesgebiet, nicht möglich war überall gleichzeitig zu sein, gab es bald die Überlegung, Exekutivbeamte in einer Sonderausbildung für das Sachgebiet zu sensibilisieren und im Anlassfall entsprechend einzusetzen. Am 18.04.1966 begann daher der erste Kurs „Lehrgang zur Heranbildung von Beamten in der Behandlung von sprengstoffverdächtigen Sendungen“. Es nahmen 19 Exekutivorgane daran teil. Soweit recherchierbar, betrug die Ausbildungszeit zum Sachkundigen Organ – kurz SKO genannt – zirka drei Wochen.

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SPRENGSTOFFSACHKUNDIGE ORGANE (SKO)

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SKO in schwerer Schutzausrüstung

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Spezialisten sind sie aber alle, egal ob sie auf einen Blick erkennen, ob ein Lastwagen einmal zu viel geladen hat oder ob gefährliche Stoffe unerlaubt transportiert werden. Nur ständige Schulung und praktisches Training gewährleisten den unverzichtbaren hohen Ausbildungsstandard. Und nicht zu vergessen die „Weiße Maus“, sichtbares Zeichen eines Staatsbesuches – oder eines zu schnell gefahrenen Autofahrers.

Die Landesverkehrsabteilung (LVA) ist unter anderem für die Handhabung der Verkehrspolizei sowie die Vollziehung der StVO und kraftfahrrechtlicher Bestimmungen zuständig. Dazu kommt die Vollziehung des Sicherheits- und Kriminaldienstes insbesondere in den Überwachungsbereichen der Autobahninspektionen sowie die Koordinierung und Steuerung der überregionalen, landesweiten Verkehrsdienste. Der Schwerpunkt sind die Geschwindigkeitsüberwachung, Verkehrsstreife, Abstandsmessung, Kraftfahrwesen, Güterverkehr, Gefahrgut, Überwa6

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chung des Autobahnbereiches, Verkehrsunfallaufnahme, die Verkehrsleitzentrale, Führung der Parkraumüberwachungsgruppe, sowie die Koordinations- u. Servicestelle für See- u. Stromdienstangelegenheiten.

Die LVA umfasst acht operative Fachbereiche wie Geschwindigkeitsüberwachung, Verkehrsstreife und Abstandsmessung, Kraftfahrwesen und Güterverkehr, Gefahrgut, Autobahn, Verkehrsunfallaufnahme, Verkehrsleitzentrale und Parkraumüberwachungsgruppe, in denen die uniformierten Exekutivbeamten der LVA-Wien gemäß ihrer Interessen und ausbildungsspezifisch besonderen Neigungen den Dienst versehen. Im Fachbereich Geschwindigkeitsüberwachung liegen die Schwerpunkte auf RADARMessungen, speziellen Schwerpunktmessungen vor Schulen und Seniorenheimen, Mitwirkung an Sondereinsätzen (zB: Roadrunner-Planquadraten), Betreuung der Section-Control-Anlage im Kaisermühlentunnel (A22), Betreuung sämtlicher Rotlichtüberwachungsanlagen, Auswertung und Anzeigelegung sämtlicher Geschwindigkeitsübertretungen. Im Fachbereich Gefahrgut-Kontrollen ist die spezielle Kontrolle auf agendenspezifisch zugewiesenen Stadtautobahnen und Schnellstraßen Wiens angesiedelt. Weiters wird die Organisation, Planung und Durchführung spezieller Verkehrsschwerpunkteinsätze mit Organen des Bundesamtes für Verkehr (Chemiker) sowie der Landesfahrzeugprüfstelle

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LANDESVERKEHRSABTEILUNG (LVA) „Stop Polizei“ leuchtet es plötzlich im Heckfenster des vor Ihnen fahrenden Fahrzeuges auf, die wohl für den Bürger unangenehmste Begegnung mit einem Beamten der motorisierten Verkehrsstreife. Dies ist jedoch nur eine Aufgabe der Wiener Verkehrspolizei. In der Verkehrsleitzentrale werden über 1000 Verkehrsampeln gesteuert. Fernsehkameras an wichtigen Knoten und die „Libelle“ – der Polizeihubschrauber – helfen mit, den wachsenden Fahrzeugverkehr zu lenken. Pro Jahr ereignen sich ca. 5000 Verkehrsunfälle, wobei Menschen leider zu Schaden kommen. Die Spezialisten des Verkehrsunfallkommandos sorgen für die genaue Tatbestandserhebung.

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Stop-Licht mit neuer Bedeutung; wechselweise Anzeige „Stop“ und „Polizei“

Geschwindigkeitsmessung Auswertung

LVA-Streifenfahrzeug mit Geschwindigkeitsmessgerät „Laser Pistole“

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Koordiniert wird der gesamte Verkehr durch die Mitarbeiter der Verkehrsleitzentrale. Die Mitarbeiter sind rund um die Uhr mit unseren Einsatzkräften funkmäßig in Kontakt und sind als „Puls der LVA“ die Stableitstelle der LVA-Wien und aller LVA-Bediensteten im Außendienst. FÜR DIE MENSCHEN UNSERER STADT.

Technische Kontrolle am Prüfzug © LPD Wien

(Techniker der LFP) durchgeführt. Eine spezielle Aufgabe ist auch die Vornahme von Amtshandlungen im Bereich des Umweltschutzes durch speziell ausgebildete „Umweltkundige Organe“ und die Planung und Durchführung von speziellen Einsätzen betreffend Strahlenmessungen im Strahlenschutzbereich und bei Gefahrgutkontrollen.

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Kontrolle im Güterverkehr

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Kontrolle eines Tankfahrzeugs

Kontrolle der Beladungssicherung © LPD Wien

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Lotsung und Sicherung der freien Fahrt bei Konvois

Kontrolle Gefahrenguttransport

Landesverkehrszentrale

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MOTORISIERTE VERKEHRSGRUPPE (MOT) Trainiert wird auch das Trial fahren als die „Hohe Schule“ des Motorradfahrens im niedrigsten Geschwindigkeitsbereich, ausschließlich am Fahrzeug stehend und nur auf losem Untergrund (spezieller Geländeparcours). Beherrscht werden muss auch das Fahren in Formation oder „Krad exerzieren“, beginnend bei synchronisierter Körperhaltung, über das geordnete Zufahren zum Gestellungsort und Aufstellen der Motorräder in Formation, bis hin zum Fahren von Ehrengeleiten bei Staatsbesuchen.

Weiße Mäuse vor unserer Zeit © LPD Wien

Für die Verkehrssicherheit verrichten in Österreich auf dem Motorrad rund 1.000 speziell ausgebildete Polizistinnen und Polizisten ihren Dienst. Im Rahmen des Auswahlverfahrens stellen die Bewerber ihre bisher erworbenen Fahrkenntnisse unter Beweis, auf welchen dann die Ausbildung aufbaut. Die besondere Aufgabenstellung verkehrspolizeilicher Arbeit auf einem Motorrad begründet eine Vielfalt besonderer Fahrsituationen und Herausforderungen an die „MOTler“, was sich in den Inhalten der Ausbildungsmodule widerspiegelt. Das Ziel ist die möglichst perfekte Beherrschung des Arbeitsgerätes „Motorrad“ in allen Situationen zur sicheren Bewältigung der vielfältigen verkehrspolizeilichen Aufgaben in der Bundeshauptstadt.

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Kräder in Reih und Glied

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Spezialist am Krad-Trial

Ehrengeleit vor dem Schloss Schönbrunn

Ausbildungsfahrt Kurvensicht

Motorradexerzieren – Pyramide

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Modernes VUK-Fahrzeug

Präsentation der Ausrüstung

VUK-Besatzung in den Anfangsjahren

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Die ersten Einsatzfahrzeuge waren Käfer Cabriolet, später wurden sie durch VW-Busse ersetzt. Die nächstgrößeren Fahrzeuge waren dann Ford Transit mit Hochdach, mit erstmals fester Büroeinrichtung. Das Folgemodell im Jahr 2005 war dann ein Mercedes Sprinter mit Hochdach, professioneller Büroeinrichtung und Ausstattung inklusive eines im Fahrzeug integrierten Stromaggregates für eine autonome Energieversorgung bei gerichtlichen Einvernahmen im Fahrzeug. Das aktuelle Modell ist ein VW Crafter. Insgesamt sind 9 Kommandos im Einsatz.

© LPD Wien

Im Fachbereich 2.6 ist das (kurz gesagt) Krisenmanagement bei Verkehrsunfällen mit verletzten oder getöteten Personen angesiedelt. Die Hauptaufgaben bestehen weitgehend in der Rekonstruktion des Unfallherganges (Einsatz sämtlicher technischer Geräte Vorort: Alkomat, Kopierer, Laptop, Handy, Frühwarngerät am Fahrzeugdach des VUK, Farbmarkiersprühgerät, etc.), das Erfassen aller relevanter Daten, die niederschriftliche Einvernahmen von Beteiligten und Zeugen, Vermessen der Unfallörtlichkeit, die Sicherstellung von Beweismittel, das Bestimmen und Zuordnen von Bodenspuren (Räderspuren, Flüssigkeiten usw.), die Dokumentation durch Anfertigen von Lichtbildern, die Überprüfung der vorhandenen Dokumente, der Kontrolle von Ladung, Frachtpapieren, Versicherungskarten usw., sowie die Eigentumssicherung von Effekten.

Im Laufe der Jahre wurde das Equipment des Verkehrsunfall Kommandos laufend modifiziert und die Belegschaft aufgestockt. Zur Zeit der Gründung des VUK umfasste die Gruppe 33 Beamte, heute sind es 55 Bedienstete.

Gefährlicher VU im Tunnel

© LPD Wien

Täglich rücken die Beamten der Verkehrsabteilung zu allen Unfällen mit Personenschaden aus, die im Wiener Stadtgebiet passieren. Vom schweren Verkehrsunfall bis zum notgelandeten Flugzeug wurden seit 65 Jahren unzählige Vorfälle aufgenommen.

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VERKEHRSUNFALLKOMMANDO (VUK)

Bereit zur Ausfahrt

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PARKRAUMÜBERWACHUNGSGRUPPE (PÜG)

Die Aufnahmekriterien und Zugangserfordernisse für die Parkraumüberwachung wurden überarbeitet und im Großen und Ganzen an die Polizeiaufnahmekriterien angepasst.

Die Ausbildung dauert 2 Monate und wird durch Fachvortragende der Po7

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lizei durchgeführt. Die wesentlichsten Inhalte der Ausbildung sind: Grundzüge der Verfassung und des Strafrechtes, des Verwaltungsstrafrechtes, des Verkehrsrechtes, des Parkometergesetzes und des Verhaltenskodex. Abgeschlossen wird die Ausbildung mit einer kommissionellen Prüfung.

Nach erfolgreicher Absolvierung der Dienstprüfung werden die Teilnehmer auf die beiden Stützpunkte in Wien 2., Meiereistraße 7 (Happel-Stadion) und Wien 6., Mariahilfer Gürtel 20, aufgeteilt. Im Sinne eines „Patensystems“, werden die neuen Kontrollorgane erfahrenen Kontrollorganen zur Einschulung beigegeben. Die Kontrollorgane sind rechtlich Organe der Straßenaufsicht, gemäß § 97 StVO und erhalten neben einem Dienstausweis auch eine Ermächtigungsurkunde der Landespolizeidirektion Wien. Die grundsätzliche Aufgabe der Kontrollorgane ist Überwachung des ruhendes Verkehrs und der bestehenden Kurzparkzonen. Im Jahr 2015 wurden die Radklammern insgesamt ca. 6.000-mal angelegt, und aushaftende Parkstrafen von fast € 600.000,00 eingehoben. Mit 20. Februar 2014 wurde das neue Fahndungssystem bei der Parkraumüberwachung in Betrieb genommen. Hier werden die Daten (Kennzeichen) genutzt, die die Kontrollorgane vor Ort in ihre PDAs (PersonalDigitalAssistent) eingeben. Die

Kennzeichenüberprüfung

Kontrolle der Parkberechtigung © Wolfgang Schererbauer, LPD Wien

Ende der 1980er Jahre entstand eine Diskussion, sogenannte „artfremde“ Tätigkeiten, also Tätigkeiten, die nicht ureigenste Aufgabe der Polizei sind, von der Polizei auszulagern. Damit sollten wieder freie Ressourcen der Polizei für die Verbrechensbekämpfung gewonnen werden. Die Gemeinde Wien begann eine eigene Überwachungsgruppe aufzustellen. Im Jahre 1994 wurde die Parkraumüberwachungsgruppe gebildet, die mit der Überwachung des „ruhenden Verkehrs“ beauftragt wurde. Diese Parkraumüberwachungsgruppe unterstand vom ersten Tag an der Polizei und zwar der Verkehrsabteilung. Am 01.September 2012 wurden die beiden bestehenden Organisationseinheiten PÜG-alt (unter dem Kommando der Polizei) und der KPZ-alt (unter dem Kommando der Gemeinde Wien/MA 67) zu einer einzigen Organisationseinheit der Parkraumüberwachungsgruppe (unter dem Kommando der Polizei) zusammengelegt. Die neue Organisationseinheit wurde thematisch korrekt der Landesverkehrsabteilung eingegliedert. Nach der Zusammenlegung wurde auf Grund der Zonenerweiterung weiteres Personal (Kontrollorgane) aufgenommen, sodass die PÜG zurzeit einen Personalstand von 460 Kontrollorganen hat. Zusätzlich versehen in den verschiedensten Bereichen auch 18 Polizeibeamte ihren Dienst bei der Parkraumüberwachung.

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Anlegen einer Radklammer

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© Wolfgang Schererbauer, LPD Wien

Seit der Einführung dieses Systems konnten bis Juni 2016 folgende Erfolge erzielt werden: Auffindung von 482 gestohlenen Fahrzeugen, 425 gestohlene

Fahndungsgruppe

Kennzeichen, 5.096 ohne Versicherung und 965 gefahndete Kfz. Pro Tag werden systembedingt durch Eingaben der Kontrollorgane im Schnitt 23.000 KfzKennzeichen überprüft. Mit Einführung des elektronischen Parkklebers (September 2016) wird eine Verzehnfachung dieser Abfragen erwartet. FÜR DIE MENSCHEN UNSERER STADT

Ein Radklammerntransporter der PÜG

© Wolfgang Schererbauer, LPD Wien

Kennzeichen werden dann via Fahndungscomputer der Polizei (EKIS) überprüft und im Falle eines Treffers (Kennzeichen-Missbrauch, gestohlenes Kfz., gestohlene Kennzeichen, kriminalpolizeiliches Fahndungs-Aviso), wird das Treffermail automatisch an den Fahndungs-PC der PÜG weitergeleitet.

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PDA-Gerät zur Anzeigeneingabe

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© LPD Wien

Die Fachinspektion Handelskai ist dem für die Bezirke 2 und 20 zuständigen Stadtpolizeikommando (SPK) Brigittenau unterstellt, hat 46 Planstellen und gliedert sich in das Inspektionskommando und in die Sachbereiche mit den Sachbereichsleitern und weiteren Exekutivbediensteten. Die Polizistinnen und Polizisten der Fachinspektion

Uniformkappe zum Trocknen

Boot „Fischa“

Handelskai sind nautisch ausgebildet. Sie haben Patente zum Polizeischiffsführer (PSF), das nautische Sprechfunkzeugnis, Kenntnisse über Schiffsbau- und Schiffstechnik, eine Rettungsschwimmerausbildung, eine Erste-Hilfe-Ausbildung, eine Radareinschulung, eine Gefahrengutschulung, eine Ausbildung zum Umweltkundigen Organ (UKO) und eine Strahlenschutzausbildung. Zur operativen Tätigkeit der Fachinspektion gehören neben der Überprüfung von Befähigungsausweisen, Schiffsdokumenten und Schiffspapieren, sowie der Ladepapiere und der Ladung auch grenzpolizeiliche, sicherheitspolizeiliche, verkehrspolizeiliche und kriminalpolizeiliche Aufgaben.

Boot „Wien“ bei schneller Fahrt

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Innenministerin Dr. MIKL-LEITNER und Landeshauptmann Michael HÄUPL bei der Bootssegnung © LPD Wien

Der Polizeidienst auf dem Wasser in Wien erfolgt von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Fachinspektion (FI) Handelskai/See- und Stromdienst der Landespolizeidirektion Wien. Der Streifenbereich der FI Handelskai erstreckt sich auf der Donau über eine Länge von 70 km von Mannswörth über Wien, Greifenstein und Tulln bis Altenwörth, auf dem Donaukanal über 17 km Länge, auf der Neuen Donau über 20 km Länge, auf der Alten Donau über eine Fläche von 2 km² sowie auf die anderen Gewässer, Teiche und Seen in und um Wien.

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SEE- UND STROMDIENST (SSD)

Boot „Wien“

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Polizeimusik-Abzeichen

Mit Interpretationen von Filmmusikwerken der letzten 20 Jahre und der zusätzlichen Orchestererweiterung um eine Rhythmusgruppe (E-Bass, Synthesizer, Schlagzeug) geht das Orchester neue Wege im 21. Jahrhundert. Bei Musikstücken, wie z.B. „Mission Impossible“ oder „Star Wars“ konnte die Polizeimusik Wien auch ein jüngeres Publikum für sich gewinnen und somit ihre Zuhörerschaft erweitern. Neben dem großen Blasorchester sind auch kleinere Formationen wie Big Band, Tanzcombo, Blech- und Holzbläser Ensembles gern gesehene Gäste bei den zahlreichen musikalischen Einsätzen der Polizeimusik Wien.

Polizeimusik Wien in Schönbrunn

© Polizeimusik Wien

In Eigeninitiative werden unter dem Kapellmeister Herbert KLINGER immer wieder große Projekte wie „Die Nacht der Filmmusik“ im Arkadenhof des Wiener Rathauses sowie sinfonische Blasmusikkonzerte verwirklicht.

© Polizeimusik Wien

POLIZEIMUSIK WIEN Die Polizeimusik Wien, das älteste Polizeiorchester Europas, ist ein Stück Wiener und Österreichischer Geschichte, aber vor allem ein wichtiges Transportmittel der Öffentlichkeitsarbeit, ein Bindeglied zwischen dem Bürger und seiner Polizei. Durch die Vielfalt und die hohe Qualität der musikalischen Darbietungen ist sie bei vielen Konzerten und Veranstaltungen ein beliebter Botschafter der Exekutive. Die Musikerinnen und Musiker haben neben ihrer Ausbildung zum Polizeibeamten ein Studium an einer Musikausbildungsstätte absolviert. Neben den repräsentativen Aufgaben der Landespolizeidirektion Wien gehören auch zahlreiche Veranstaltungen des Bundesministeriums für Inneres oder Auftritte im Rahmen der Kulturpflege der Stadt Wien, sowie Konzerte im Inund Ausland zur Tagesordnung des Orchesters. So gehören neben exekutivem Außendienst, Proben und viele musikalische Einsätze wie Ehrungen, Polizeiinspektionseröffnungen, Aktionstage der Wiener Polizei und Begräbnisse zu den umfangreichen Tätigkeiten des Orchesters. Die Veranstaltung des Wiener Polizeiballes ist traditioneller Schwerpunkt der musikalischen und organisatorischen Arbeit.

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Ernst ZEHETNER präsentiert sein Orchester

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PI (POLIZEIINSPEKTION) – ERMITTLER Nach der großen Polizeireform im Jahre 2005 und der Zusammenlegung der Wachkörper der Polizei und Gendarmerie, kam es auch zur Zusammenlegung von einigen Polizeikommissariaten. Außerdem wurden auch die damals in jedem Kommissariat stationierten Bezirkskriminalbeamten in die 5 verschiedene LKA Ast (Außenstellen des Landeskriminalamtes), Nord, Süd, West, Mitte und Zentrum Ost zusammengezogen. Den klassischen „Rayonskieberer“ gab es nicht mehr. Schon einige Zeit zuvor wurde durch die uniformierten Beamten die sogenannte „Kleinkriminalität“ bearbeitet. Dabei handelte es sich um eher kleinere Delikte wie den Ladendiebstahl, leichtere Sachbeschädigung etc. wo auch zum Großteil keinerlei Hinweise auf den Täter bestanden.

Es wurde dann begonnen, auf den PI die heutigen PI Ermittler zu installieren. Anfangs noch KSB (Kriminalsachbearbeiter), dann uEB im KKD (uniformierte Exekutivbeamte im kooperativen Kriminaldienst) genannt. Der Arbeitsbereich der PI Ermittler erweiterte sich zusehends. Fast gleichzeitig wurde auch sehr großes Augenmerk auf die Spurensicherung gelegt und diese forciert. Probeweise wurden die TOP Teams (Tatortgruppen) vorerst im Bereich von Floridsdorf und Donaustadt ins Leben gerufen. Die damaligen Tatortgruppen wurden durch die PI Ermittler personell unterstützt, da die TOP Teams einen Großteil der Tatortarbeit übernahmen. Davor wurde auch diese Tätigkeit bei kleineren Straftaten durch die uniformierten Exekutivbeamten bzw. auch durch die damaligen KSB übernommen. Da sich dieses Projekt als sehr positiv für die weitere Ermittlungsarbeit herausstellte, wurden die TOP Teams auf ganz Wien in den LKA Außenstellen installiert und mit Personal aufgestockt. Doch alleine durch die Sicherung der Spuren können noch keine Straftaten geklärt werden, man braucht natürlich den dazugehörigen Täter. Die daher wichtige Aufgabe

der erkennungsdienstlichen Behandlung, die Abnahme der Fingerabdrücke, das Anfertigen von Lichtbildern, Beschreibung besonderer Merkmale etc., wurde daher auch durch die PI Ermittler forciert. Die Straftäter der in ihren Bereich fallenden Delikte werden durch die PI Ermittler erkennungsdienstlich behandelt.

Der Aufgabenbereich der PI Ermittler hat sich immer weiter vergrößert und es werden zahlreiche Vernehmungen von Opfern, Zeugen, Beschuldigten etc., zu den verschiedensten Straftaten durchgeführt. Dabei werden nach wie vor zum Großteil Straftaten der „Kleinkriminalität“, aber auch von schwerer Körperverletzung, gefährlicher Drohung, schwere Nötigung bis hin zum Betrug, Diebstahl, schwerer Sachbeschädigung und Einbruch in PKW, Baustellen oder Keller etc. bearbeitet. Aber auch die Vernehmung von Häftlingen, Kontaktaufnahme mit der zuständigen Staatsanwaltschaft und in weiterer Folge auch die Einlieferung der Häftlinge in die Justizanstalt fällt in den Aufgabenbereich der PI Ermittler. Die schwereren Straftaten und jene wo Spezialisten gefragt sind, wie Sexualdelikte, Suchtgiftdelikte, schwerste Kriminalität uä. werden von den Kriminalbeamten des Landeskriminalamtes bearbeitet. Wobei jedoch auch im Einzelfall die Mitarbeit der PI Ermittler im Zuge der kooperativen Fallbearbeitung möglich ist. Durch die PI Ermittler ist nun der „Rayonskieberer“ wieder zu neuem Leben erwacht.

PI-Ermittler bei der Abnahme der Fingerabdrücke

PI-Ermittler bei der Vernehmung

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LOGISTIKABTEILUNG (LA) Im Prinzip betreffen alle Tätigkeiten, die in den Referaten der Logistikabteilung bearbeitet werden, meist alle Bedienstete in allen Abteilungen, ja sogar im Geschäftsbereich. Dem Abteilungsleiter unterstehen die Stellvertreter und die Referatsleiter mit den sechs Referaten. Die LA ist grundsätzlich dafür zuständig, dass „die Polizei funktioniert und sich bewegt“. Situiert ist die Abteilung in mehreren Objekten.

Die Logistikabteilung (LA) ist neben der Einsatzabteilung (EA), Landesverkehrsabteilung (LVA), Abteilung Sondereinheiten (ASE), Landeskriminalamt (LKA), Abteilung Fremdenpolizei und Anhaltevollzug (AFA), Abteilung Landesamt Verfassungsschutz (LV), Sicherheits- und verwaltungspolizeiliche Abteilung (SVA), Personalabteilung (PA) eine der neun Abteilungen in der Landespolizeidirektion die direkt der Geschäftsführung – bestehend aus Leitung; Geschäftsbereich A und Geschäftsbereich B – unterstellt sind. In den einzelnen Referaten wird in Fachbereichen die erforderliche Sacharbeit bewältigt. So erledigt das Referat 1 Angelegenheiten finanzieller Natur, wie die Bearbeitung von Nebengebühren, Mehrdienstleistungsabgeltung, Zulagen, Dienstreisegebühren oder Regressangelegenheiten.

Das Referat 2 ist ein sehr umfangreiches und bearbeitet Bauprojekte und Bauobjekte, dabei auch Mietangelegenheiten, Reinigungsangelegenheiten in allen Objekten der Landespolizei Wien und betreibt interne Werkstätten, um rasch und unabhängig kleinere technische Gebrechen in allen Objekten beheben zu können. Es werden dort Elektriker-, Installateur-,

Tischler-, Schlosser- und Malerarbeiten durchgeführt. Das Abfallwirtschaftswesen ist ebenfalls dort angesiedelt.

Das Referat 3 „Ausstattung und Bibliothek“ bearbeitet in Fachbereichen, wie schon im Namen angeführt, Angelegenheiten der Ausstattung aller Räume in der LPD und das Bibliothekswesen. Dazu gehören auch Lagerräume in denen z. B. von der Stecknadel bis zum Büro – Wandverbau, viele bewegliche Güter gelagert bzw. zwischengelagert werden. Ein Fachbereich erledigt einen Großteil des Einkaufs für bewegliche und festmontierte Güter sowie Verbrauchsmittel. Dazu werden dort EDV – Programme des BM.I und der Buchhaltungsagentur verwendet. Im LA Referat 4 „Kommunikations- und Informationstechnik“ werden Koordination/Support, Helpdesk und Störungsbehebung, sowie technische Angelegenheiten, wie Telefonie mit FaxWesen, EDV-Wesen, Funkwesen mit stationären und mobilen Geräten, in der Bildübertragungstechnik mit den Sondereinsatzmitteln und im EDV Leitungsbau bearbeitet. Die Telefonvermittlung, eine Bewirtschaftungsstelle und die ehemalige Lichtbildstelle sind ebenfalls im LA 4 angesiedelt.

Blick in die KFZ-Werkstätte

LKW-Werkstätte

KFZ-Verladung

Im LA Referat 5 „Kraftfahrwesen, Waffen und Ausrüstung“ werden in 4 Fachbereichen Angelegenheiten des Fahrdienstmanagements, der Spezialtransporte und Fahrschule, der Kfz-Werkstätte und Omnibus Huckepack

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Im FPM werden grundsätzliche Dienstkraftfahrzeug (DKFZ)-Angelegenheiten, wie KFZ Plan Erstellung, Fahrzeugbeschaffung, An- und Abmeldung, Zuteilungen, Beistellungen, Austäusche bis zu Ausscheidungen bearbeitet. Dazu kommt auch die Mobilisation im GSOD, Anmietung von Fahrzeugen, anlassbezogene bundesweite Zusammenziehung von KFZ -Ressourcen, tägliche Ersatzstellungen bei technischen Ausfällen oder bei ad hoc Mehrbedarf, wie bei Staatsbesuchen aber auch bei Sonderaktionen. Zuständigkeit gibt es auch für die Dokumentation und Belegskontrolle aus der KFZ Nutzung, sowie ein besonders interessanter Bereich die DKFZ Unfallbearbeitung.

Im Teilbereich „Fahrdienstkoordination“ werden jegliche Fahrtenanforderungen bearbeitet und Fahrten durchgeführt. Der Hauptteil der Fahrten findet mit den Arrestantenfahrzeugen statt. Viele Fahrten sind dabei bundesländerübergreifend. Daneben gibt es auch Fahrten in Zivil bei protokollarischen Veranstaltungen. Dazu gehören auch Fahrten mit Autobussen und LKW.

In den Garagen werden Fahrzeugübernahmen und Garagierungen erledigt. Den Nutzern der Fahrzeuge werden dort Reinigungs- und Pflegeplätz zur Verfügung gestellt. Kleinere technische KFZ-Arbeiten und ein Abschleppservice wird ebenfalls von der Garageninspektion im FB 5.1 betrieben. Im Fachbereich „Spezialtransporte und Fahrschule“ werden Transporte hauptsächlich mit den beiden großen LKW auch bundesländerübergreifend

durchgeführt. Zur Absicherung vor Zerstörungen bei z. B. Demonstrationen oder großen Sportereignissen werden beinahe täglich unzählige technische Sperren zu den Brennpunkten gebracht und wieder abgeholt. Die Fahrzeuge werden aber auch zur Fahrausbildung der eigenen Fahrschule verwendet. Die Tätigkeiten der Fahrschule umfassen hauptsächlich die polizeiliche Informationsübermittlung und Überprüfung der Neuanfänger, die Durchführung von Perfektionsfahrten und Planung von Spezialfahrkursen. Einige Führerscheinausbildungen für Großfahrzeuge sowie Anhänger sind fluktuationsbedingt jährlich immer wieder erforderlich. Im Fachbereich 5.3 „Kfz Werkstätte“ werden die polizeieigenen DKFZ sowie DKFZ des BM.I und der angrenzenden Bundesländer instandgesetzt. Die KFZWerkstätte ist zweigeteilt situiert. Die Motorradwerkstätte ist in der Roßauer Kaserne und die PKW-Werkstätte am Josef Holaubek Platz eingerichtet. Im Fachbereich 5.4 „Waffen Ausrüstung und Etatverwaltung“ werden – wie der Name es erwarten lässt – unter anderem Waffenangelegenheiten bearbeitet. In deren Aufgabenkompetenz fällt alles von der Beschaffung, Kontrolle, Instandhaltung, Reparatur und Ausscheidung. Daneben aber auch noch sämtliche Verfallswaffen aus dem Bundesgebiet. Dazu zählt auch die Vorbereitung der Beschaffung, Bevorratung und Ausfolgung der Munition sowie die Betreuung und Erhaltung der Schießstände. Es wird dort auch eine Lehrmittelsammlung betrieben. In der Etatverwaltungsstelle werden grundlegende Uniformgegen-

Fahrschule Perfektion

KFZ Verrechnung ©Achtsnit Adolf

des Bereiches für Waffen, Ausrüstung und Etatverwaltung bearbeitet. Der Fachbereich Fahrdienstmanagement gliedert sich in den Teilbereich Fuhrparkmanagement (FPM) und das Fahrdienstmanagement (Fahrdienstkoordination in der Roßauer Kaserne) mit Garagenbetrieben.

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Historischer Mannschaftstransporter

Mannschaftstransporter 2016

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stände (Etatsorten sind Gegenstände die nicht zur Regeluniform zählen und langlebig sind) wie Einsatzgürtel, Holster, Spezialoverall, Körperschutz, Helme, Schilder, Stöcke, Taschen etc. beschafft, gelagert, ausgefolgt und gegebenenfalls wieder eingelagert.

Zuletzt neu entstand das LA Referat 6 „Sicherheitscluster und Koordinierungsstelle“ für den Bedienstetenschutz. Im Bereich „Sicherheitscluster“ finden sich ehemalige Hauswachen, eine Kanzlei

Leiter Spezialtransporte

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und die Sicherheitsfachleute. Der Bereich „Bundesbedienstetenschutz“ ist kontinuierlich gefordert, da sich die Technik und folglich die Arbeiten laufend weiterentwickeln oder ändern und damit oft neue Gefährdungen für die Mitarbeiter in der LPD bekannt und behoben werden müssen. FÜR DIE MENSCHEN UNSERER STADT.

Waffen-Lehrsammlung

Mann-Ausrüstung

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Für die Unterbringung der verurteilten Häftlinge war in der “Schranne” zu wenig Platz. Schon unter Kaiser Leopold I. wurden 1671 bis 1673 drei Häuser des ehemaligen Ghettos in der Leopoldstadt als Zucht- und Arbeitshäuser eingerichtet und mit Häftlingen belegt. Während der 2. Türkenbelagerung teilweise zerstört, jedoch wieder aufgebaut, standen diese in der heutigen Leopoldsgasse. Sie wurden während der Pestjahre als Lazarett, später unter Kaiser Franz I. wieder als Zuchthaus unter dem Namen “k.k.n.ö. Provinzialstrafhaus” geführt und anschließend bis zum Abbruch im Jahre 1888 wieder als Spital etabliert. Blickte man um 1830 von der “Mölkerbastei” über das “Glacis” in Richtung Alservorstadt, so sah man die Kirche und davor die alten Häuser, eine bürgerliche Schießstätte und einen aufgelassenen Friedhof.

Schon Kaiser Franz I. legte gedanklich um 1813 den Grundstein für ein neues Gerichtsgebäude, jedoch fehlte der Stadt Wien das nötige Geld. Erst die große Arbeitslosigkeit zwang dazu, die Bautätigkeit anzukurbeln und so wurde 1831 die Baubewilligung für das “Kriminalgericht” erteilt. Im Jahre 1832 wurde nach den Plänen des Architekten Johannes Fischer mit dem Bau begonnen und am 13. Mai 1839 seiner Bestimmung übergeben. Am 1. Dezember 1839 erfolgte die Einweihung der Hauskapelle, welche im Zuge des Umbaus 1980 abgerissen und im Jahre 1984 neu errichtet wurde. Bis zum Jahre 1850 amtierten noch kommunale Richter. Zu den ersten Angeklagten zählten der Bauführer und der Dachdecker, sie sollen falsche Bauberechungen vorgelegt haben, die Urteile sind in der Literatur nicht erwähnt. Das 1839 fertig gestellte Gebäude hatte in der Landesgerichtsstraße eine Fassadenlänge von ca. 223m, die Baufläche 21.900 m². Im Laufe der folgenden Jahre kam es zu Umbauten und Zubauten, die großen Höfe der Anstalt waren dafür bestens geeignet. Die Justizanstalt Wien-Josefstadt hat eine Belagskapazität von 990 Haftplätzen, die in 6 Trakten (A bis E und Spitalstrakt) zu insgesamt 25 Abteilungen untergliedert sind. Der durchschnittliche Insassenstand beträgt zurzeit ca. 1100. Die Auslastung der Justizanstalt Wien-Josefstadt ist somit fast durchgängig weit über 100%, was sowohl für die Strukturen

JA Wien von oben

© JA Josefstadt

Die amtlichen Gebäude, wie die “Schranne und der Narrenkotter” standen nachweisbar bereits im Jahre 1325 am “Hohen Markt”, davor der unvermeidliche “Pranger”. Nach einem Brand im Jahre 1437 wurde die “Schranne” auf der Südseite des “Hohen Marktes” gegenüber der Brandruine zweckmäßig neu erbaut. Abgehandelt wurden sowohl kriminal- als auch zivilrechtliche Fälle. Bei einem Todesurteil läutete die “Armensünderglocke” in der kleinen Kapelle. Die Vollstreckung des Urteils erfolgte bis zum Jahre 1868 auf der Hinrichtungsstätte “Spinnerin am Kreuz”, danach übersiedelte man in das neue Kriminalgerichtsgebäude, dessen Baugeschichte in der Folge näher beschrieben werden wird. Das Zivilgericht unterstand dem Magistrat und amtierte weiterhin in der “Schranne”, die 1740 im Auftrag Kaiserin Maria Theresias restauriert wurde und bis zum Abbruch im Jahre 1755 der Finanzprokurator unterstellt war.

© JA Josefstadt

JUSTIZANSTALT WIEN-JOSEFSTADT

Zellenblock

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© JA Josefstadt

als auch für die Mitarbeiter eine große Herausforderung darstellt. Neben männlichen und weiblichen Untersuchungshäftlingen und Strafgefangenen sind in der Justizanstalt Wien-Josefstadt auch ein Jugenddepartment und eine Sonderkrankenanstalt untergebracht.

JA und LG Wien Eingangsbereich

Um den Anforderungen eines modernen Strafvollzuges weiterhin gerecht zu werden, wird aktuell eine große Fach- und Funktionssanierung geplant. Ein genauer Baubeginn steht jedoch noch nicht fest.

Um dem Auftrag der Resozialisierung gerecht zu werden, ist ein gutes Schnittstellenmanagement und somit eine enge Zusammenarbeit mit externen Einrichtungen wie z. B. dem AMS, dem Verein Neustart und der Haftentlassenenhilfe besonders wichtig. Die Unterstützung der Haftentlassenen bei bei der Arbeits- und Wohnraumbeschaffung im Anschluss an die Haft ist ein wichtiger Schritt für das persönliche Fortkommen und ein entscheidender Faktor zur Wiedereingliederung in die Gesellschaft und damit zur Senkung der Rückfallswahrscheinlichkeit. FÜR DIE MENSCHEN UNSERER STADT.

Herausgeber

11/2016–5019–ks

International Police Association, Österreichische Sektion, Landesgruppe Wien, 1160 Wien, Redtenbachergasse 22-32/8/16 Obmann: Franz SKANT: wien@ipa.at oder obmann.wien@ipa.at Mitarbeiter und Unterstützer: Ernst ALBRECHT, Günther AUTHRIED, ÖFJ - Reporter.co.at Peter BERGER, Manfred BERNHARD, Monika BUCHNER, Thomas CERNY, Christine DERLER, Bernhard ELBE, Edith FÜHRING, Franz FÜHRING, Johann GOLOB, Michael GÜTTNER, Michael HARTUNG, Martin HOFFMANN, Herbert KLINGER, Andreas KOHS, Rudolf KÖNIG, Erich KRAUS, ANnemarie KURZ, Kurt LECHNER, Margarethe MAURER, Karl MÜLLER, Sabine NEMETH, Angelika ROSELSTORFER, Michaela ROSSMANN, Wolfgang SCHERERBAUER, Otto SCHERZ, Karl SCHOBER, Franz SKANT, Herbert STAMMER, Andrea STOCKINGER, Andreas STRAUSS, Markus TANTINGER, Richard TESCHNER, Renate TRETTL, Manuela TÜRK, Erwin VETTER, Andreas WALOSCHEK, Karl WAMMERL, Willibald WEBER, Josef WILDAM, Otto WÜNSCH.

Medieninhaber – Verlag und Werbung IPA Verlagsgesellschaft m.b.H., A-8073 Feldkirchen bei Graz, Gmeinergasse 1-3, Telefon: 0316 29 51 05-0, Fax: 0316 29 51 05-43 E-Mail: office@ipa-verlag.at, www.ipa-verlag.at Geschäftsführung: Mario SCHULZ, Assistentin der Geschäftsführung: Roswitha SCHWAB, Produktionsleitung: Klaus SCHEER Grafik: Karin STROMMER; Bilder: © IPA LG Wien und von namentlich angeführten Fotografen und Gönnern zur Verfügung gestellt. Leitung der Anzeigenabteilung: Carina WINKLER

Hersteller (Druck): Medienfabrik Graz Erscheinungsweise: Festschrift, einmalig

Nachdruck – auch auszugsweise – nur mit schriftlicher Genehmigung des Herausgebers und des Medieninhabers!

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55 Jahre IPA Wien  

Festschrift International Police Association (IPA) Wien 2016; Polizei Wien; IPA Wien

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