Page 1

Solutions DAS METTENMEIER-KUNDENMAGAZIN FÜR DIE ENERGIE- UND WASSERWIRTSCHAFT

SEGEL SETZEN

für ein erfolgreiches Netzgeschäft Mettenmeier segelt hoch am Wind und bietet der Energiewirtschaft das Rüstwerk für klimafreundliche, intelligente und effiziente Netze. Seite 06

Prozessmanagement Netzserviceprozesse, Workforce-Management und mobile Lösungen. Ab Seite 09

Netzstrategien Strategie-Simulationen für Regulatorisches Asset-Management. Ab Seite 19

GIS in Ver- und Entsorgung Innovationen, Projekte, Entwicklungen, Systemintegration. Ab Seite 29

12. Jahrgang | Ausgabe 21 | Mai 2010 www.mettenmeier.de


2

UTILITY | STRATEGIEN

Netzdynamiken


Editorial

UTILITY | DATEN · STRATEGIEN · PROZESSE 3

Im Zeichen des Aufbruchs Liebe Leserinnen und Leser, diese Ausgabe unseres Kundenmagazins Solutions steht im Zeichen des Aufbruchs. Nehmen Sie nur die Titelgeschichte: Segel setzen für ein erfolgreiches Netzgeschäft. Während die Energiewirtschaft auf ein neues Zeitalter zusteuert, das von mehr Nach­ haltigkeit und von intelligenten Netzen geprägt sein wird, entwickelt sich auch unser Unternehmen weiter. Über die realen Herausforderungen der Energiewirtschaft und ein einzigartiges Konstrukt von Dienstleistungen und Lösungen lesen Sie auf Seite 6. Ulrich Mettenmeier, Geschäftsführender Gesellschafter der Mettenmeier-Unternehmensgruppe

Klaus von der Mosel, Geschäftsführer der Mettenmeier GmbH

Auch unser Leistungsangebot in der Gestaltung und Unterstützung von Geschäftspro­ zessen haben wir verfeinert (Seite 9). Mit den Themen Workforce­Management und mobile Anwendungen eröffnen sich unseren Kunden neue Möglichkeiten durch mehr Arbeitseffektivität sowie durch die Erfassung von Erster­Hand­Informationen über das Netz (Seiten 10­15). Eine neue Dimension im strategischen Netzmanagement bieten Simulationswerk­ zeuge, mit denen sehr unterschiedliche Anforderungen, z. B. in der Entscheidungs­ findung, in der Bewertung von Risiken oder in der Ermittlung der Erlösobergrenze unterstützt werden können (Seiten 19­25). Hinzu kommt mit System & Dynamik jetzt ein Lösungsanbieter, der unsere bisherigen Angebote systematisch ergänzt. Die we­ sentlichen Geschäftsgebiete liegen im Bereich der Analyse und Bewertung von Netzen, der Messung von Netzdynamiken, aber auch in der Regelung von Netzen sowie in der Netzberechnung (Seiten 26­28). Wie wir unser Angebot im Bereich GIS und Geodatenmanagement kontinuierlich ausbauen und im Sinne unserer integrierten Daten­, Prozess­ und Strategiekompetenz weiterentwickeln, lesen Sie ab Seite 29. Last but not least blicken wir noch einmal auf unser Jahres­Highlight zurück: Der Fachkongress Utility Solutions, der mehr als 200 Teilnehmer nach Paderborn lockte und der in diesem Jahr mit Themen wie Smart Grid auch im Zeichen des Aufbruchs stand.

Eine anregende Lektüre wünschen Ihnen PD Dr. habil. Michael Fette, Mitgesellschafter von Samco Networks und System & Dynamik

Ulrich Mettenmeier

Klaus von der Mosel

Dr. Michael Fette

www.mettenmeier.de


4

UTILITY | DATEN · PROZESSE · STRATEGIEN

Inhaltsverzeichnis

03

Editorial – Im Zeichen des Aufbruchs von Ulrich Mettenmeier und Klaus von der Mosel

06

05

Impressum

Titel 06

Segel setzen für ein erfolgreiches Netzgeschäft Mettenmeier segelt hoch am Wind und bietet der Energiewirtschaft das Rüstwerk für klimafreundliche, intelligente und effiziente Netze.

07

Kurz notiert

Geschäftsprozesse 09

Prozessmanagement im Netzservice Geschäftsprozesse müssen effizient, flexibel und individuell gestaltet sein. Bei wandelnden Marktan­ forderungen bilden sie das wesentliche Differen­ zierungsmerkmal.

13

10

19

„Machen Sie mal Workforce-Management“ Branchenkenner Michael Maier über Optimierungs­ potenzial im Service und Betrieb von Energie­ und Wassernetzen.

12

Field Force Automation Mettenmeier bietet die kompletten Dienstleistungen zur erfolgreichen Systemeinführung und Organisationsentwicklung an.

31

13

Wasserrohrnetzkontrolle bei der LINZ AG Netzbetreiber verschenken ein großes Potenzial, wenn der Außendienst Erste­Hand­Informationen über das Netz nicht systematisch dokumentiert.

16

41

Smallworld als Basis für die Netzbetriebsprozesse der NBB Um die Geschäftsprozesse mit aktuellen Netzdaten zu versorgen, hat die NBB aus Berlin ihre GIS­Landschaft aufpoliert.


Inhaltsverzeichnis

Netzstrategien

33

19

34

Netzstrategien visualisieren Die Bedeutung georeferenzierter Daten wächst – Die neue „smarte“ Welt verlangt diesen Blick!

20

Strategisches Regulierungsmanagement Die Stadtwerke Leipzig Netz GmbH macht komplexe Daten nutzbar.

22

Mit Strategie-Simulationen auf Erfolgskurs Die KNS ermittelt eine optimierte Erlös­ und Kosten­ struktur durch Business Simulation.

24

Regulatorisches Asset-Management Die nachhaltige Steuerung des Netzgeschäfts erfordert den Einsatz von Simulationswerkzeugen.

26

Netzdynamiken Liberalisierung und erneuerbare Energien stellen Stromnetze vor neue Herausforderungen.

28

Risiken erkennen. Investitionen steuern. Neue Gefahren für den Netzbetrieb und die Substanz der Niederspannungs­ und Mittelspannungsnetze.

GIS und Netzdaten 29

Bevor der Bagger kommt Die „Online­Planauskunft“ von Mettenmeier jetzt auch in Verbindung mit Google Maps.

30

Die Lizenz zum Fehlerfinden Automatisierte Qualitätssicherung von GIS­Daten.

31

Gasrohrnetzkontrolle mit SeCuRi SAT Das bewährte Gasspürsystem wurde um interessante Funktionen erweitert.

32

Mehr Performance für das GIS Die Produktivität bei der Arbeit mit dem Smallworld GIS lässt sich mit wenig Aufwand erhöhen.

UTILITY | DATEN · PROZESSE · STRATEGIEN

Systemintegration Smallworld GeoSpatial Server und GSS­Monitor.

„Hohe Datenqualität sichert Unternehmenserfolg“ Klaus von der Mosel im Interview.

36

Fachschalen-Entwicklung Neue Funktionen für Strom, Gas, Wasser und Kanal.

37

Netzberechnung und GIS Durchgängige Lösungen für Smallworld­Anwender.

38

Robust auf der Baustelle Tablet­PC colibri X7 im Einsatz im schweizerischen Bern.

39

Sozial engagiert

41

Utility Solutions 2010 Rückblick auf den Mettenmeier­Fachkongress.

Firmenverzeichnis A. Eberle 27 CISS TDI 41 Con Edison 10 CRP 11 Deutsche Bahn 36 DEW21 8, 37 E.ON Westfalen Weser AG 36 Elektrizitätswerke Wels 37 ELW Wiesbaden 36 EMB 17 EVB Butzbach 8, 36 EVI Hildesheim 8, 31, 36, 37 EWE Netz 8 EWP Potsdam 8, 36 EWR Remscheid 37 GASAG 17 GE 12, 17, 33 GGEW Bensheim 8, 37

GIT HydroS Consult 8 HSW 17 KNS Kaiserslautern 22 LINZ AG 13 Managementservice Linz 13 NBB 8, 16, 36, 37 N­ERGIE Netz 8 nvb Nordhorn 8, 37 NVV 37 REWAG 36 rku.it 37 SAL Lünen 36 Samco Networks 6, 19, 20, 22, 24, 41 Sewerin 31 Siemens 8 Smallworld Systems 37 Stadt Bern 33 Stadtentwässerung Düsseldorf 30, 36

Stadtentwässerung Hagen 8 Stadtwerke Bielefeld 30, 37 Stadtwerke Forst 8, 17 Stadtwerke Hamm 37 Stadtwerke Herne 8, 31, 37 Stadtwerke Herten 31 Stadtwerke Leipzig Netz 20 Stadtwerke Lippstadt 8 Stadtwerke Lünen 8, 37 Stadtwerke Marburg 36 Stadtwerke München 8 Stadtwerke Ratingen 31 Stadtwerke Schüttorf 8 Stadtwerke Schweinfurt 31 Stadtwerke Ulm 31 Stadtwerke Unna 8, 37 Stadtwerke Witten 8, 37 SVO Energie Celle 37 System & Dynamik 3, 6, 27, 28

Impressum Herausgeber Mettenmeier GmbH, Klingenderstraße 10­14, 33100 Paderborn Geschäftsführer Ulrich Mettenmeier, Klaus von der Mosel Redaktion Ingo Rameil Redaktionelle Mitarbeit Dr. Michael Fette, Martin Grote, Helena Häusler, Christian Heyroth, Kay Kamphans, Jörn Kranich, Christoph Lücke, Michael Maier, Janko Safirov, Viktoria Schwarzkopf, Frank Siemen, Klaus von der Mosel Art Direction KunstSinn, Bielefeld Druck Druckerei und Verlag Hermann Bösmann GmbH Auflage 6.000 © Copyright 2010 Mettenmeier GmbH Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Mettenmeier GmbH. Haftung für die Richtigkeit der Veröffentlichungen kann trotz sorgfältiger Prüfung durch die Redaktion nicht übernommen werden.

www.mettenmeier.de

5


6

UTILITY | DATEN · PROZESSE · STRATEGIEN

Segel setzen

Segel setzen

für ein erfolgreiches Netzgeschäft Mettenmeier segelt hoch am Wind und bietet der Energiewirtschaft das Rüstwerk für klimafreundliche, intelligente und effiziente Netze. Risiken erkennen, Investitionen steuern

Klimafreundliche, intelligente Netze stellen Versorgungsunternehmen vor massive Herausforderungen.

Die Energiewirtschaft steuert auf ein neues Zeitalter zu. Künftig sollen wechselnde Preise die Nachfrage steuern und Millionen Stromkunden zu Produzenten werden. Die dezentrale Energieerzeugung und die Etablierung intelligenter Netze haben zur Folge, dass die Stromnetze vor dem größ­ ten Umbau ihrer Geschichte stehen, denn Experten wissen es längst: Ohne eine neue Netzinfrastruktur droht der Blackout. In der Folge entsteht ein erheblicher Bedarf an Strategieunterstützung durch Analysen, Netzberechnungen und Simulationen, um Antworten auf treibende Kräfte wie Versorgungssicherheit, Nachhaltigkeit und Anreizregulierung zu finden. Dabei wird auch mit einem deutlichen Anstieg des Datenvolumens gerechnet. Und auch die

Prozesse müssen weiter optimiert werden, um die Rentabilität des Netzbetriebs zu sichern. Mettenmeier bietet Energieversorgern zu­ sammen mit Samco Networks und System & Dynamik ein einzigartiges Konstrukt von Services und Lösungen, um die realen technischen Herausforderungen, umgesetzt in Strategien und den zugehörigen IT­ Werkzeugen und Prozessen, durchgängig zu unterstützen. Die Herausforderungen der gesamten Branche in Richtung Smart Grid verlangen genau diese Kompetenzen.

Die zunehmend dezentrale Stromerzeugung führt zu einem stark veränderten dynamischen Verhalten der Nieder­ und Mittelspan­ nungsnetze. Durch die messtechnische Erfassung von Nichtlinearitäten und die Identifizierung von Schwachstellen im Netz können Störungen und Netzausfälle frühzeitig vermieden werden. Das Bera­ tungsunternehmen System & Dynamik ist der einzige Anbieter im Markt, der Versor­ gungsnetze nach diesen neuen Herausfor­ derungen analysieren kann, um daraus die Investitions­ und Betriebsrisiken verlässlich abzuschätzen und in die Netzstrategie einzubinden.

Strategie-Simulation als Kompass Das Zauberwort bei der Stra­ tegiefindung heißt Simulation, um auf dieser Grundlage die „richtigen“ Netzentscheidungen zu treffen. Mit den praxisbewährten Werkzeugen von Samco Networks können Netzmanager unterschiedliche Strategien simulieren, sei es im Regulierungsmanagement, im Asset­Management oder in der Netzent­ wicklung. Einzigartig in der Branche ist dabei die Fähigkeit, diese Themen übergrei­ fend zu betrachten und eine IT­Plattform zu nutzen, die alle Bereiche modular und integriert abdeckt, um z. B. Fragestellungen der Investitions­ und Instandhaltungsstra­ tegie flexibel mit Regulierungsszenarien zu koppeln.


Segel setzen

Netzdaten für den richtigen Kurs In der Energieversorgung bildet das Wissen über die Netze eine entscheidende Grundlage für zielgenaue Prognosen, optimale strate­ gische Entscheidungen und effiziente betriebliche Prozesse. Mettenmeier bietet dafür ein breites Lösungsangebot, um die steigende Komplexität im Geodaten­ und Infrastrukturmanagement beherrschbar zu machen. Wir bieten effektive Unter­ stützung für die Integration von Systemen und die Konsolidierung von verfügbaren Datenquellen und darüber hinaus eine weitestgehende Automatisierung von Aufgaben wie Dokumentation, Analysen, Planungen, Netzberechnungen sowie die Datenbereitstellung via Web oder im mobi­ len Umfeld.

Prozessmanagement für smarte Crews Bei der prozess­ und service­ orientierten Organisationsent­ wicklung im Netzservice geht es in erster Linie um die Unterstützung von schlanken, individuellen und schnellen Geschäftsprozessen. Die unterschiedlichen Ressourcen wie Technik, Prozesse und Menschen zu dokumentieren und indivi­ duelle Prozesslösungen zu entwickeln, hat man sich bei Mettenmeier zur Aufgabe gemacht. Die technischen und betriebs­ wirtschaftlichen Services werden in einer Prozesslandkarte kategorisiert, aus der sich ein Fahrplan für konkrete Realisierungs­ maßnamen ergibt. Mettenmeier leistet damit einen wesentlichen Beitrag, um bestehende IT­Ressourcen in den Dienst der Geschäftsprozesse zu stellen.

UTILITY | DATEN · PROZESSE · STRATEGIEN

Firmengründer Ulrich Mettenmeier über … Stärken Unsere Stärken liegen nicht nur in den Berei­ chen GIS, Datenmanagement und System­ integration, sondern auch im Geschäftspro­ zessmanagement und in der strategischen Unterstützung von Netzgesellschaften. Kein anderes Unternehmen bietet ein solch breites und integriertes Portfolio für die Energiewirtschaft.

Strategie Wir investieren weiter in unser in­ tegriertes Lösungsangebot „Daten – Prozesse – Strategien“. Unser Fokus liegt dabei u. a. auf der Schaffung von Mehrwerten für Netzdaten. Dazu gehört die Nutzbarmachung der Daten in den Serviceprozessen und im Netz­ management.

Weitere Schritte Mit der Gründung von Samco Net­ works wurde sehr konsequent der Schritt gegangen, Energieversorger beim technisch­wirtschaftlichen Wandel der Branche mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Jetzt wollen wir diesen Schritt syste­ matisch erweitern und werden in noch engerer Partnerschaft mit dem Beratungsunternehmen System & Dynamik auch aktiv in die Analyse und Bewertung von Netzen einsteigen.

Erfolgsfaktoren Auf der einen Seite haben wir es in über 30 Jahren geschafft, immer wieder mit neuen Themen erfolgreich zu sein. Auf der anderen Seite können wir behaupten, dass die Bezie­ hung zu unseren Kunden immer von sehr viel Vertrauen und Transparenz geprägt ist. Das ist das Verdienst unserer Mitarbeiter, die Partnerschaftlichkeit und Zuverlässigkeit leben, und darauf bin ich stolz.

www.mettenmeier.de

7


8

UTILITY | DATEN · PROZESSE · STRATEGIEN

Kurz notiert

Kurz notiert DVGW-Arbeitsblatt G 685

PSS/Sincal-Schnittstelle Die DEW21 aus Dortmund hat die Mettenmeier GmbH für ihre Mittel­ und Niederspannungsnetze mit der Einfüh­ rung einer Netzberechnungsschnittstelle zwischen Smallworld GIS und PSS/Sin­ cal beauftragt.

Fibre to the Building Mettenmeier unterstützt die Stadtwerke München aktuell bei der SIAS­Einfüh­ rung sowie bei der Erweiterung der Do­ kumentationslösung in Richtung FTTB.

Strategisches Regulierungsmanagement

Die Stadtwerke Witten haben 2010 die Online­Planauskunft eingeführt und stellen ihre GIS­Pläne nun zur Selbstbe­ dienung zur Verfügung.

Asset- und Regulierungsmanagement Bei der EVI Hildesheim wurde eine Vorstudie zur Aufwandsermittlung und Einführung von Werkzeugen zur Ent­ scheidungsunterstützung im Asset­ und Regulierungsmanagement (Module REG und OSAM) durchgeführt.

Performance-Analyse

Die N­ERGIE Netz GmbH erhält Entscheidungsunterstützung durch die Simulation des Erlöspfadmanagements und wertorientierter Unternehmens­ kennzahlen in den Sparten Strom, Gas.

Die Stadtwerke Lünen, Herne und Schüt­ torf werden durch eine Performance­ Analyse und Reduzierung der Objekt­ klassen und Attributfelder die Arbeit mit dem Smallworld GIS erheblich effizienter gestalten.

GIS-Support

ETRS89-Einführung

Seit Januar 2010 zählt die NBB Netzbe­ triebsgesellschaft Berlin­Brandenburg zu den GIS­Wartungskunden der Metten­ meier GmbH.

Im Zuge der ETRS89­Einführung ent­ scheiden sich immer mehr Netzbetreiber für eine Verschiebevektoren­Analyse durch die Mettenmeier GmbH, wie z. B. die GGEW aus Bensheim oder die Stadtwerke Unna und Lippstadt.

KANiO Kanalbetriebsführung Die Stadtentwässerung Hagen nutzt das EDV­Werkzeug KANiO inklusive GIS­ Schnittstelle zur technischen Betriebs­ führung ihrer Kanalnetze.

STANET-Schnittstelle Die Nordhorner Versorgungsbetriebe haben im März 2010 die Schnittstelle zwischen dem Netzberechnungspro­ gramm STANET und dem Smallworld GIS für die Sparten Strom, Gas und Wasser in Betrieb genommen.

Strategisches Asset-Management Die EWE Netz GmbH hat einen Kosten­ Nutzen­Vergleich für die Pilotbetriebs­ mittelgruppe Ortsnetzstationen der Sparte Strom durchführen lassen.

Druckentwässerung Die EWP Potsdam und die Stadtentwäs­ serung Hagen haben das Modul Druck­ entwässerungsysteme zur Fachschale Kanal eingeführt.

Zur Schaffung einheitlicher Abrech­ nungsgebiete sind die Netze und Teil­ netze eines Netzbetreibers in einzelne Höhenzonen zu unterteilen. Für die Stadtwerke Herne und Witten wurde dafür das Smallworld­Lokationsmodell um ein Höhenraster erweitert. Der Export von Zählpunkten aus dem Smallworld GIS enthält dabei auch die jeweiligen Höhenangaben zum Zähl­ punkt. So können diese Höhenangaben bei der Gasabrechnung entsprechend des DVGW­Arbeitsblatts G 685 „Gasabrech­ nung“ berücksichtigt werden.

Schnittstelle zum Netzleitsystem Bei den Stadtwerken Herne wird das Netzleitsystem PowerCC über eine Offline­Schnittstelle mit dem Smallworld GIS gekoppelt, die gemeinsam durch Mettenmeier und Siemens realisiert wird.

Kooperation Die Mettenmeier GmbH und die GIT HydroS Consult GmbH haben sich auf eine stärkere Zusammenarbeit im Bereich GIS­basierter Lösungen ver­ ständigt. Ziel ist es, den Kunden der Mettenmeier GmbH zusätzliche nütz­ liche Funktionalitäten in Verbindung mit den Smallworld Fachschalen anzubieten.

Stromlastprognose Die NBB/Stadtwerke Forst haben ein Simulationswerkzeug für die Stromlast­ prognose eingeführt.

GIS-Administration Die Mettenmeier GmbH unterstützt die Energieversorgung Butzbach bei der Administration des Smallworld GIS.


Prozessmanagement

UTILITY | PROZESSE

Prozessmanagement im Netzservice Geschäftsprozesse müssen effizient, flexibel und individuell gestaltet sein. Im Umfeld von sich wandelnden Marktanforderungen bilden sie das wesentliche Differenzierungsmerkmal. Für das Prozessmanagement werden heute IT­Werkzeuge in großer Anzahl angeboten. Service­orientierte Architek­ turen (SOA) und andere Heilsbringer versprechen mehr Flexibilität, Schnellig­ keit und Kosteneffizienz und letztlich die Möglichkeit der Konzentration auf die Kernaufgaben des Unternehmens. Allein traditionelle Denkmuster und zu sehr technikfokussierte Ansätze lassen Anwen­ der und Fachbereiche oft im Regen stehen.

wendeten Hilfsmittel ist die Unterstützung von schlanken, individuellen und schnellen Geschäftsprozessen und damit letztendlich der Geschäftserfolg. Dieses Bewusstsein zu schärfen, die Bedeutung der unterschied­ lichen Ressourcen wie Technik, Prozesse und Menschen für erfolgreiche Geschäfts­ prozesslösungen zu dokumentieren und individuelle Lösungsansätze zu entwickeln, hat man sich bei Mettenmeier zur Aufgabe gemacht.

Wert schöpfenden und unterstützenden Prozessen, die notwendigen technischen und betriebswirtschaftlichen Services definiert und kategorisiert. Anhand einer Gegenüberstellung der vorhandenen IT­Systeme wird ein Versorgungsgrad für diese Services festgestellt und ein von den jeweiligen IT­Ressourcen unabhängiges Bild der Geschäftsprozesse abgeleitet.

„IT follows Business”

Prozess- und serviceorientiertes Beratungsangebot

Der Kunde erhält somit einen Fahrplan für konkrete prozess­ und serviceorien­ tierte Realisierungsmaßnamen – immer getrieben von seinen individuellen Anforderungen, nicht von technischen Möglichkeiten. Mettenmeier leistet damit einen wesentlichen Beitrag dazu, beste­ hende Ressourcen wie Systeme und An­ wendungen in den Dienst für Geschäfts­ prozesse zu stellen. Die Orientierung an Begriffen wie Services und Prozesse ist in erster Linie keine technische, sondern eine organisatorische und gedankliche Herausforderung.

„IT follows Business – IT muss dienen”. Diese einfache Formel sollte man sich stets vor Augen führen, wenn es um die prozess­ und serviceorientierte Organisationsent­ wicklung von Netzserviceunternehmen geht. Denn der eigentliche Sinn aller ver­

Mit über 10 Jahren erfolgreicher Pro­ jekterfahrung bietet die Mettenmeier GmbH ein prozess­ und serviceori­ entiertes Beratungsangebot für eine Prozesslandkarte, die ausgehend von den

Individuelle Anforderungen im Blick

!

Kontakt Christoph Lücke Mettenmeier GmbH +49 (0)5251 150-481 christoph.luecke@mettenmeier.de

www.mettenmeier.de

9


10

UTILITY | DATEN · PROZESSE

Workforce-Management

„Machen Sie mal Workforce-Management“ Im Service und Betrieb von Energie- und Wassernetzen herrscht bei vielen Unternehmen Optimierungspotenzial. Wir sprachen darüber mit Branchenkenner Michael Maier von CRP. Herr Maier, Sie haben kürzlich beim Fachkongress Utility Solutions zum Thema „Unternehmensweites Workforce-Management“ referiert. Welches Feedback erhalten Sie von den Teilnehmern solcher Konferenzen? Michael Maier: CRP hat unter ande­ rem für die VWEW (heute EW Medien und Kongresse) eine Reihe von Veran­ staltungen mit über 2000 Teilnehmern konzipiert, die das Thema WFM in Deutschland etabliert haben. Neben den technischen Kenntnissen, die für die Organisation, Planung und Umsetzung eines WFM­Projektes notwendig sind, besitzen wir eine umfangreiche Markt­ kenntnis der angebotenen Systeme, was sich in unseren Vorträgen widerspiegelt. Das Feedback, das wir nach Vorträgen zum Thema Workforce­Management erhalten, ist daher meistens positiv.

Welche Marktentwicklungen erwarten Sie im Bereich WorkforceManagement? WFM ist in den USA schon seit vielen Jahren in den verschiedensten Bereichen der Energieversorger im Einsatz. Wir von CRP waren dort selbst an großen Projekten beteiligt, wie z. B. der Con Edison aus New York. Nach unserem Verständnis ist WFM jedoch kein Sys­ tem, sondern eine Denkweise, die in den Köpfen der Entscheider reifen muss, da sie hierzulande noch relativ neu ist. Es ist nach unserer Auffassung nicht abzu­ sehen, dass sich ein Produktmarkt im konventionellen Sinne einstellt.

Wie gehen Unternehmen das Thema WFM an? Die Herangehensweisen und auch die Anforderungen in den einzelnen Unter­ nehmen sind sehr heterogen. So etab­ lieren einige Unternehmen das Thema als Aufgabenstellung des eingesetzten ERP­Systems, andere als GIS­geführte Thematik. Eine ganze Reihe Unterneh­ men sehen sich als „zu klein“ für einen so umfangreichen Systementwurf und nur ein Teil sondiert den Markt und ver­ sucht eine Lösung für die Optimierung der Prozesse zur Außendienststeuerung zu etablieren, die auf einer WFM­ Standardsoftware basieren. In wenigen Fällen wurden die Prozesse zunächst erfolgreich optimiert und erst danach die Suche nach einem System begonnen.

Was ist der größte Nutzen von WFM? Der größte Nutzen von WFM ist Voll­ ständigkeit! Ein vollständiger Datenpool aller Aufgaben im „Feld“ liefert eine Beobachtungsbasis für die Bearbeitung, die eine lernende Planung zulässt. Sie bietet die Möglichkeit der kontinuier­ lichen und auch schnellen Ermittlung von Kennzahlen, die für Entscheidun­ gen durch das Management immer bedeutender werden und damit immer mehr in den Vordergrund rücken. Der eigentliche Vorteil liegt dann in ca. 20 % Effektivitätssteigerung bei der gesamten Abwicklung, wenn man es richtig macht. Diese Zahlen sind nachweisbar!

Welche Voraussetzungen muss ein Unternehmen mitbringen, um in das Thema WFM einzusteigen? Versichern Sie sich der Unterstützung aller Beteiligten von der Unternehmens­ führung bis zu den Mitarbeitern im Netz. „Machen Sie mal WFM“ reicht für ein erfolgreiches Projekt nicht aus. Bereichs­ leitung und Unternehmensführung müssen an das Konzept glauben, sich der notwendigen Aufwendungen und Risiken bewusst sein und echtes Interesse zeigen; sie müssen auch bei der Erklä­ rung ihrer WFM­Initiative gegenüber den betroffenen Mitarbeitern aktiv und glaubwürdig beteiligt sein.

Unter welchen Umständen macht der Einsatz von WFM auch bei mittleren und kleinen Unternehmen Sinn? Gedanken zum Thema WFM sind im­ mer sinnvoll. Selbst wenn Sie erkennen, dass ein Systemeinsatz sich nicht lohnt, ist die Umgestaltung und Durchgängig­ keit von Prozessen, wie zuvor beschrie­ ben, immer hilfreich. Wir haben kleinere Unternehmen unterstützt, die das Thema als für sich wichtig einstuften, die heute Lösungen im Einsatz haben, die sie sich leisten können und die erhebliche Ein­ sparungen ermöglichen.


Workforce-Management

Welches sind die größten organisatorischen Herausforderungen? WFM ist ein Paradigmenwechsel! Letztendlich müssen alle Mitarbeiter mitmachen, damit es klappt. Das kann und wird aber nur passieren, wenn alle Beteiligten von dem Vorhaben über­ zeugt sind. Dazu ist es notwendig, einen erheblichen Aufwand in das „interne Marketing” zu stecken. Man muss von Anfang an offen kommunizieren und die Mitarbeiter informieren. Durch die Einführung mobiler Systeme fühlen sich die Mitarbeiter überwacht. Das Big­ Brother­Problem darf auf keinen Fall unterschätzt werden.

Welchen Ratschlag geben Sie der Unternehmensleitung, um die Mitarbeiter auf größere organisatorische Veränderungen vorzubereiten? Setzen Sie sich realistische Ziele, kom­ munizieren Sie offen auf allen Ebenen, integrieren Sie die Führung aller betrof­ fenen Bereiche von Anfang an. Konzipie­ ren Sie dann eine Lösung für 70 bis 80 % der Anforderungen und legen Sie los. Es ist nicht möglich, mit vernünftigem Zeitaufwand alle Eventualitäten zu defi­ nieren, geschweige denn abzubilden. Im zweiten Schritt stellen sich viele dieser Fragen nicht mehr oder sie stellen sich anders als man zu Beginn gedacht hat.

Welches sind die größten Fehler, die Unternehmen bei der Einführung von WFM machen? Die Unterschätzung der nötigen Aufwän­ de an Ressourcen und Zeit für die Um­ setzung, was oft zu Frustration und im schlimmsten Fall zu einem missglückten Projekt führt. Zweitens passiert es häufig, dass entschieden wird: „Wir machen jetzt WFM“, ohne aber die Voraussetzungen im Unternehmen dafür zu schaffen. Das bedeutet Schritt zwei vor Schritt eins zu tun und das kann nicht zum Erfolg füh­ ren. Hier ist es oft hilfreich, sich externe Unterstützung bei der Erarbeitung von internen Grundlagenkenntnissen und einem eigenen Fachkonzept zu holen, was unbedingt auch niedergeschrieben und quasi von allen Betroffenen „unterzeich­ net“ werden soll. Dabei sollten notwendi­ ge Voraussetzungen, Möglichkeiten und Grenzen des WFM klar herausgearbeitet werden. Damit gewinnt man einen „roten Faden“ für die eigene Vorgehensweise. Drittens sollte nicht davon ausgegangen werden, dass es sich nur um eine System­ einführung handle. Es ist viel mehr als das und erwartet auch viel mehr an Engage­ ment als eine Systemeinführung.

UTILITY | DATEN · PROZESSE

Steckbrief Die CRP Informationssysteme GmbH ist in Europa und USA Anbieter von EVU­spezifischen Lösungen mit Schwerpunkt im technisch­operativen Bereich. Seit 1999 beschäftigt sich das Unternehmen mit der Thematik Workforce­Management. Machbar­ keitsstudien und Wirtschaftlichkeits­ betrachtungen für Kunden werden ebenso angeboten wie die Beratung bei der Erstellung von Konzepten und Las­ tenheften sowie bei Auswahlverfahren und der Realisierung von Projekten.

Was ist das größte Risiko von WFM? Nicht das System oder seine Implementie­ rung bzw. der Betrieb sind die teuersten Faktoren im WFM – es ist vielmehr die Nichtnutzung durch verzögerte oder feh­ lende Akzeptanz. Studieren Sie daher an­ dere Projekte, aber behalten Sie im Auge, dass Ihres in vielfältiger Weise anders ist.

!

Kontakt Michael Maier CRP Informationssysteme GmbH +49 (0)6135 9262-0 maier@crp.de

www.mettenmeier.de

11


12

UTILITY | DATEN · PROZESSE

Workforce-Management

Field Force Automation Im Bereich Workforce-Management bietet Mettenmeier die kompletten Dienstleistungen zur erfolgreichen Systemeinführung und Organisationsentwicklung an. Die Einführung von Workforce­Manage­ ment benötigt eine ganzheitliche Sicht auf die Dinge. Organisationsentwicklung, Pro­ zess­ und Serviceorientierung sind dabei ebenso wichtig wie das Know­how in den Bereichen Projektmanagement, System­ integration und Datenmanagement.

Integriertes Lösungsportfolio Die Mettenmeier GmbH hat die verschie­ denen Facetten des Themas Workforce­ Management im Blick. Mit einer kunden­ und projektorientierten Organisation wird für ein professionelles Projektma­ nagement und die sichere Einhaltung von Terminen und Leistungszusagen gesorgt. Wichtig dabei sind einerseits Kenntnisse über die Situation des Unternehmens so­ wohl auf Prozessseite als auch im Bereich der Daten­ und IT­Ressourcen. Mit der Fähigkeit in Prozessen zu denken kann die WFM­Lösung dann individuell opti­ miert, skaliert und integriert werden.

Lösungsbeispiel FFA Mit der integrierten Lösung Field Force Automation für das Workforce­Manage­ ment bietet Mettenmeier eine web­basier­ te Lösung an, die die Disposition von mo­ bilen Service­Einheiten für betriebliche Aufgaben wie Wartung, Instandhaltung, Entstörung, Zählerablesungen durchgän­ gig unterstützt. Typische Anwendungen sind die Erstellung von Arbeitsaufträgen, Terminplanung und Einsatzplanung, Überwachung von Garantiegeräten, Teilelagerverwaltung und Eingang von Echtzeitberichten vom Außendienst. Field Force Automation von GE Energy besitzt besondere Fähigkeiten in der Inte­ gration von bestehenden Datenbeständen und Systemlösungen, die z. B. als Auf­ tragsquellen angebunden werden können. Im Zusammenspiel mit den bereits vorhandenen Lösungen ermöglicht der modulare Aufbau von FFA die bedarfsge­

 Mobiles Workforce-Management: Die Einsatzstandorte der Mitarbeiter lassen sich im Planwerk anzeigen.

rechte Nutzung der Systemkomponenten. Die FFA Module umfassen • das Modul Planning für Prognosen und die strategische, taktische und operative Arbeitsauftrags­ und Ressourcenpla­ nung, • das Modul Execution für Mitarbeiter im Büro und Außendienst, • das Modul Monitoring für die Ge­ schäfts­ und Betriebsleitung, • und das Modul Infrastructure für Anwendung, Integration und Konfigu­ ration des FFA­Modells.

Kontakt Achim Weßling Mettenmeier GmbH +49 (0)5251 150-406 achim.wessling@mettenmeier.de

!


Wasserrohrnetzkontrolle

UTILITY | DATEN · PROZESSE

Wasserrohrnetzkontrolle Netzbetreiber verschenken ein großes Potenzial, wenn der Außendienst Erste-Hand-Informationen über das Netz nicht systematisch dokumentiert.

„Wir werden bei der LINZ AG im Bereich der Wasserverteilung künftig bis zu 40 Mitarbeiter mit dem Tensing Mobile GIS – by Mettenmeier ausstatten. Dadurch dass die Erfassung von Stammdaten und Wartungsdaten vor Ort menügeführt erfolgt, kann der Mitarbeiter keine Wartungstätigkeit mehr vergessen. Dies hat zur Folge, dass die Daten schnell im NIS dokumentiert sind und somit auch schnelle Auswertungen und eine planbare Umsetzung der Instandsetzungsmaßnahmen erfolgen können.“ Manfred Kurzwernhart, Managementservice Linz GmbH Jedes Frühjahr, wenn Eis und Schnee abgetaut sind, beginnen Netzbetreiber mit der systematischen Kontrolle ihrer Rohrnetze. Die Mitarbeiter im Au­ ßendienst überprüfen die unterirdisch verlegte Infrastruktur auf Dichtheit und korrekte Funktion der Absperr­ und Verteilanlagen bzw. die zugehörigen Schachtanlagen. Hierzu werden spezielle Messverfahren, wie das bekannte SeCuRi SAT Gasspürsystem, aber auch manuelle Prüfungen, wie die einfache Schachtkon­ trolle „auf Sicht“ oder die Hydranten­ kontrolle „am Bürgersteig“, durchgeführt. Oft sind ganze Teams im Einsatz, welche Kanal­ und Wasserschächte, Deckel, Lei­ tern, Zu­ und Abläufe und nicht zuletzt Pumpanlagen auf Frostschäden, Korro­ sion, Rostbefall und korrekte Funktion überprüfen und dabei Bestandsfotos aufnehmen.

www.mettenmeier.de

13


14

UTILITY | DATEN · PROZESSE

Wasserrohrnetzkontrolle

zur Verfügung haben. Im Rahmen der Extraktion werden die Systeme technisch vollkommen getrennt, damit jeder Mitar­ beiter sein eigenes performantes System hat. Dabei wird besonderer Wert auf die absolute Verfügbarkeit, z. B. bei Katas­ tropheneinsätzen, gelegt.

 Tensing Mobile GIS, hier: Aufnahme von Fotos der Wasser-Pumpanlagen als Verbunddokumente

Mobile Lösungen bei der LINZ AG Der Außendienst­Einsatz eröffnet den Mitarbeitern an der Stelle, wo sie arbeiten, ein Potenzial, das heute in vielen Unternehmen immer noch völlig brachliegt: Erste­Hand­Informationen über das Netz. Ein Blick genügt, um Materialtypen, Durchmesser, elektrische Komponenten, Alter, Zustand, Wartbar­ keit und Austausch­Notwendigkeit von Assets zu bestimmen; im Kanalbereich die Anzahl der Ab­ und Zuläufe eines Schachtes oder welche Hauseigentümer, Regeneinläufe usw. an das Netz ange­ schlossen sind. All diese Informationen gehen verloren, wenn vor Ort kein direkter Abgleich mit den Netzdaten der GIS­Dokumentation durchgeführt wird. Bei der oberösterreichischen LINZ AG wird das Wasserleitungsnetz nicht nur laufend erweitert, sondern auch ständig gewartet und instand gehalten. Damit

sind die Versorgung und die einwand­ freie, hochwertige Qualität des Linzer Trinkwassers gewährleistet. Unter anderem nutzt das Unternehmen dafür eine ausgeklügelte mobile Lösung zur Rohrnetzkontrolle und beschreitet damit konsequent einen neuen Weg, der 2009 im Fachbereich Kanal mit der Schacht­ wartung begann: Mobile Workflow­ Lösungen auf Basis von „Tensing Mobile GIS – by Mettenmeier“.

Aktuelle Daten für den mobilen Anwender Tensing Mobile GIS stellt den mobilen Anwender in den Vordergrund der gesamten Konzeption. Das ausgefeilte Tensing Gateway ermöglicht es dem Administrator, die Smallworld­Daten­ banken per einfachem Drag&Drop für das gewünschte Einsatzszenario zu kon­ figurieren, so dass die mobilen Anwen­ der genau die jeweils benötigten Daten

Die Anwender docken im täglichen Arbeitsablauf ihren mobilen PC in das Firmennetz ein und laden die neuesten Datenbanken auf ihr Gerät, was auf­ grund der extrem kompakten mobilen Datenbanktechnologie in wenigen Mi­ nuten erledigt ist. Durch das raffinierte „Data Marshalling“ im Tensing Gateway genügt bei der LINZ AG ein einzelner Server, der über Nacht für die tagesaktu­ elle Extraktion aller mobilen Datenban­ ken sorgt. Ebenso können die mobilen Anwender per Mausklick die von ihnen vorgenommenen Datenänderungen auf dem Server ablegen und sind dabei an keine festen Zeiten gebunden. Das Sys­ tem gleicht Server­ und mobile Daten auf Wunsch vollautomatisch ab. Und auch die Synchronisierung über Internet ist problemlos möglich.

Workflow im Außendienst – Qualität in der GIS-Dokumentation Die bekannte SeCuRi SAT­Datenbank der Mettenmeier GmbH zur Aufnahme von Prüfvorgängen wird – wie alle an­ deren Smallworld­Datenbanken – über das intelligente Tensing Gateway auf mobilen Geräten des Außendienstes zur Verfügung gestellt. Für den fachlichen Arbeitsvorgang bietet das mobile GIS direkte Unterstützung durch Navigation, fotorealistisches Kartenmaterial und Detaildarstellungen. Die im Tensing integrierte Anwendung zur Wasserrohrnetzkontrolle führt den Mitarbeiter intuitiv durch den Kontroll­ vorgang und unterstützt den Arbeitsfluss


Wasserrohrnetzkontrolle

UTILITY | DATEN · PROZESSE

Nachgefragt bei Gerhard Gurtner, Abteilungsleiter „Wasserverteilung Linz“ Herr Gurtner, woher stammt die Idee für die Fachanwen­ dungen in der Rohrnetzkontrolle? In der Abteilung Wasserverteilung haben wir das Ziel, die Rohrnetzkontrolle zu optimieren und dabei die Wartungsdaten nach der ÖNORM B2539 und der ÖVGW­Richtlinie W100 zu dokumentieren. Was versprechen Sie sich von der mobilen Anwendung? Wir wollen die lückenlose Dokumentation der Wartungsarbeiten optimieren, das ist unter anderem als Leistungsnachweis für un­ sere Auftraggeber in Vertragsgemeinden notwendig. Außerdem profitieren die Mitarbeiter, die die Wartung durchführen, von der elektronischen Dokumentation. Sukzessive verbessern wir so das Wissen über unser Netz und können Instandhaltungsmaß­ nahmen besser planen und umsetzen.

(Workflow), z. B. durch situationsbe­ dingte Auswahlfelder, automatischen Zoom auf die gewählte Arbeitsposition, Reihenfolge der abzuarbeitenden Tätig­ keiten, die Möglichkeit, neue Objekte automatisch mit Daten aus dem Lei­ tungsstrang zu füllen oder die Möglich­ keit, Tätigkeiten (wie z. B. Aufnahme mehrerer Hausanschlüsse) mehrfach zu durchlaufen. Aufgrund der Vielfältigkeit solcher Anwendungen wurde projekt­ begleitend eine anpassbare, mobile Workflow­Engine entwickelt. Auf dieser Basis können nun alle Daten des War­ tungsvorgangs topologisch, geometrisch und sachlich korrekt mit Blick auf das Ergebnis im GIS aufgenommen werden. Im Rahmen der Synchronisation fließen die mobilen GIS­Daten automatisch in den Smallworld­basierten Hauptdaten­ bestand der Netzdokumentation ein und verbessern so nachhaltig und mit

sehr geringem Ressourcenaufwand die Aktualität und Genauigkeit der GIS­ Dokumentation.

Höhere Datenqualität für besseres Netzmanagement Das große Potenzial von Erster­Hand­ Informationen wird deutlich, wenn man diesem Szenario die Folgen mangelhafter Datenqualität und die Auswirkungen eines nicht korrekt erfassten Netzes auf das Netzmanagement entgegenstellt: Unzuverlässige Auskunftsfähigkeit, tech­ nische Probleme basierend auf falschen Sachdaten bei der GIS­Dokumentation, Folgefehler in Netzanalysen, Planung sowie in der Investitions­ und Instand­ haltungsstrategie. Der Außendienst wird durch den Einsatz intelligenter mobiler Lösungen zu einem Schlüssel für Datenqualität, denn er kennt die Sachlage im Detail wesentlich

besser als der GIS­Sachbearbeiter im Büro. Die Mitarbeiter mit den Note­ books im Außeneinsatz sind dabei schrittweise in die Verantwortung für die von ihnen eingepflegten Daten zu nehmen. Diese Verantwortung sollte dann so hoch sein, wie jene für ihre arbeitstechnische Qualität.

!

Kontakt Manfred Kurzwernhart Managementservice Linz GmbH +43 (0)732 3400-6487 m.kurzwernhart@linzag.at Martin Grote Mettenmeier GmbH +49 (0)5251 150-482 martin.grote@mettenmeier.de

www.mettenmeier.de

15


16

UTILITY | DATEN · PROZESSE

GIS und Leitungsauskunft

Smallworld als Basis für die Netzbetriebsprozesse der NBB Um die Geschäftsprozesse mit aktuellen Netzdaten zu versorgen, hat die NBB aus Berlin ihre GIS-Landschaft aufpoliert. Der Smallworld Internet Application Server (SIAS) ist dabei die zentrale Auskunftsplattform. „Die Mettenmeier GmbH hat unser GIS reibungslos und mit viel Routine auf den Stand der Technik gebracht.“ Steffen Haak-Frohmann, NBB Als Netzbetreiberin eines der größten örtlichen Gasverteilnetze und Betriebs­ führerin von Strom­, Wasser­ und Fern­ wärmenetzen bietet die Netzgesellschaft Berlin­Brandenburg mbH & Co. KG ein anspruchsvolles Beratungs­ und Dienst­ leistungsangebot für Stadtwerke, Netz­ betreiber und Energiehändler an. Dazu zählt neben dem Regulierungsmanage­ ment und dem Netzzugangsmanage­

ment auch das Asset­Management mit Services, wie z. B. Netz­ und Leitungsdo­ kumentation und Leitungsauskunft.

Straffes Upgrade auf aktuelle Smallworld Technologien Das Smallworld GIS ist bei der NBB eines der zentralen datenhaltenden Systeme. Im Rahmen eines straffen Zeitplanes wurden zwischen September 2009 und Januar 2010 der SIAS von Ver­ sion 1.1 nach 4.1.2 und das Kernsystem mit den Fachschalen Gas, Ferngas und Kataster VE von der Version 3.1 auf die aktuelle Version 4.1.1 TSB 12 gehoben. Damit stehen der NBB auch die neues­

ten Features zur Verfügung, wie z. B. die automatische Zählpunkterzeugung beim Hausanschluss oder die Anzeige aller Kindobjekte für Objekte mit Innenleben, wie z. B. Druckregelanlagen. Im Rahmen des Upgrades erfolgten zudem eine Datenbereinigung, die Transformation der Koordinaten von Gauß Krüger 42/83 nach ETRS89, die Anbindung der Erfassungsdienstleister über Citrix und Persistent Cache, die Durchführung von Schulungen sowie die Konfiguration des Smallworld GIS. Im Januar 2010 wurde die Mettenmeier GmbH auch mit der Systemwartung des Smallworld GIS betraut.

Netz- und Leitungsauskunft für interne und externe Prozesse

 Unbundlingkonform: Im Netzvertrieb wird die Sicht auf das Bestandsplanwerk je Netzeigentümer abgegrenzt. Das Netz der HSW wird angezeigt, das Netz der EMB ist ausgeblendet.

Mit der neuen Version 4.1.2 des Small­ world Internet Application Servers steht der NBB ein verlässliches Werk­ zeug zur Bereitstellung der GIS­Daten über Internet zur Verfügung, mit dem verschiedene Auskunftsanwendungen flexibel konfiguriert wurden. Zum einen wird damit dem steigenden Bedarf aus den täglichen internen Betriebsabläu­ fen Rechnung getragen. Verschiedene Nutzergruppen wie etwa Instandsetzung, Netzbau oder Betrieb haben im Intranet der NBB Zugriff auf das komplette Ver­ sorgungsgebiet mit allen Netzbereichen und Sparten inklusive der Sachdaten zu allen Netzobjekten:


GIS und Leitungsauskunft

UTILITY | DATEN · PROZESSE

NBB Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg mbH & Co. KG 2006

Entstehung durch Ausgründung der Netzbetriebe der GASAG Berliner Gaswerke AG und EMB Erdgas Mark Brandenburg GmbH ab 2007 Leistungserweiterung durch Übernahme weiterer Netze, z. B. der Havelländischen Stadtwerke (HSW) ab 2008 Leistungserweiterung durch Übernahme von Dienstleistungen für Stadtwerke und Netzbetreiber; Neukundengewinnung in den Bereichen Betriebsführung, Störungsmanagement, Vertragsdispatching, Bilanz­ kreisabwicklung, Qualitätsmanagement seit 2009 Leistungserweiterung durch Netzbetriebsführung aller Sparten der Stadtwerke Forst (Strom, Gas, Fernwärme, Wasser/Abwasser) • Darstellung von Bestandsplanwerk und Übersichtsplanwerk • Navigation über Lokation • Navigation über Leitungsnummern • Plotausgabe von A4 bis A0, Rahmen­ karten, Trassenpläne

Netzvertriebsprozesse und Hausanschlusskalkulation Eine weitere Auskunftsanwendung wur­ de für den neu strukturierten, unbund­ lingkonformen Netzvertriebsprozess der NBB unter Einbindung des SAP­Portals und GIS konzipiert. Da wesentliche Prozessschritte wie die Kapazitätsabfrage beim Prozessverantwortlichen ablau­ fen, erfolgt hier auch die Datenhaltung. Bereits vorhandene Module, wie z. B. die digitale Bauakte werden in der neu­ en Anwendung weiterverwendet. Um die Sicht auf das Bestandsplanwerk je Netzeigentümer abzugrenzen, wurden

entsprechende Berechtigungen auf den Attributfeldern der Betriebsmittel eingetragen. Darüber hinaus können in der SIAS­Anwendung die Längen von potentiellen Hausanschlüssen zur Ange­ botslegung ermittelt werden.

Karten über Internet Hinzu kommt eine wachsende Zahl externer Auskunftsbegehren. Beispiels­ weise werden registrierte Anwender von Netzbetreibern, Städten, Gemeinden und Dienstleistern wie Planungsbüros und Rohrbauunternehmen zeit­ und ressourcensparend selbst Auskunft über das Versorgungsgebiet sowie deren Be­ triebsmittel einholen können. Darüber hinaus veröffentlicht die NBB über ihre Internetseite eine elektronische Gas­ netzkarte Berlins inklusive Straßenver­ zeichnis (Handelssicht) für registrierte User aus den Handelshäusern. Diese

Anwendergruppe erhält Auskunft über die Gasversorgung in den Maßstäben 1:500 bis 1:1500 (ALK) und 1:1500 bis 1:10000 (DGK5). Und auch kommunale Behörden erhalten Zugriff auf das doku­ mentierte Netz mit seiner Topographie und dem hinterlegten Kataster. Eigens für diese Anwendergruppe wurde mit der Auskunftslösung auch der Datenex­ port in die Formate DXF und DWG zur Verfügung gestellt. !

Kontakt Steffen Haak-Frohmann NBB Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg mbH & Co. KG +49 (0)30 80208-2410 s.haak@nbb-netzgesellschaft.de Christian Heyroth Mettenmeier GmbH +49 (0)5251 150-527 christian.heyroth@mettenmeier.de

Produkt-Info SIAS 4.1.2 – GIS-Anwendungen und GIS-Daten im Internet Der Smallworld Internet Application Server (SIAS) von GE Energy erlaubt einen einfachen, effizienten und unter­ nehmensweiten Online­Zugriff auf Geo­ und Betriebsmitteldaten aus Small­ world­Datenbanken und unterstützt damit die zentralen Geschäftsprozesse von Netzbetreibern. Zum Standard­

umfang des SIAS gehört ein ausgereifter Webclient, der alle für die GIS­Web­ Auskunft wichtigen Funktionen in einer komfortablen und anwenderfreundli­ chen Benutzeroberfläche bündelt, wie: • Effizienter, unternehmensweiter Zu­ griff auf Smallworld GIS­Daten,

• Leicht und intuitiv bedienbare Brow­ ser­Anwendung für einen effektiven Einsatz bei sehr geringem Schulungs­ aufwand, • Redlining­ und Map­Markup­Funk­ tionen, um Ad­hoc­Informationen zu erfassen und Kommentare und Aufgaben auszutauschen.

www.mettenmeier.de

17


18

UTILITY | STRATEGIEN

Netzdynamiken


Netzstrategien visualisieren

UTILITY | DATEN · STRATEGIEN

Netzstrategien visualisieren Die Bedeutung georeferenzierter Daten wächst! – Die neue „smarte“ Welt verlangt diesen Blick! Die strategische Bedeutung von GIS und unternehmensspezifischen Daten in ent­ scheidungsrelevanten Bereichen im Un­ ternehmen wird künftig weiter steigen. Beispielsweise lassen sich Netzdaten aus dem GIS im Samco­Strategiewerkzeug „OSAM“ weiterverarbeiten und mit Zu­ standsdaten oder anderen Informationen verknüpfen. Die simulierten Asset­ und Regulierungsstrategien können so verfei­ nert und visualisiert werden. Durch die intelligente Verknüpfung von GIS und Samco­Strategiewerkzeugen lassen sich also einerseits Effizienzpoten­ ziale realisieren und andererseits neue Sichten auf das Netz generieren. Kom­ plexe Entscheidungsprozesse können also durch zielorientierte Themenkarten visuell unterstützt werden. Beispiele sind: • „Wo treten Schäden gehäuft auf?“ (Schadenskarte) • „Welches Betriebsmittel hat welchen Zustand?“ (Betriebsmittelbezogene Zustandsübersichtskarten) • “Wo habe ich welche Erträge?“ (Er­ tragskarte) • „Welche Möglichkeiten zum Netzaus­ bau habe ich?“ (Netzausbaupläne) • „Wie ist der gewichtete durchschnittli­ che Zustand meiner Konzessionsgebie­ te?“ (Konzessionskarte) Im Beispiel der kaufmännischen und technischen Bewertung von Konzes­ sions­ und Pachtgebieten sind die

 Visualisierung von Netzgebieten nach Zustand (Flächen) und Zustandsklassen (Leitungen).

Darstellung der Profitabilität, die Höhe der Netzentgelte oder der Wertbeitrag pro Konzession nur einige von vielen Beispielen. Das GIS bietet damit wertvolle Unter­ stützung für die strategischen Aufgaben im Unternehmen. Themenlandkarten werden die Kommunikation intern, mit Partnern sowie mit Kunden künftig viel stärker unterstützen. Im strategischen Asset­ und Regulierungsmanagement sowie in der strategischen Netzentwick­ lung bedeutet dies: Nutzung der visu­

ellen Intelligenz des GIS und dadurch mehr Transparenz für die „richtigen“ Entscheidungen. Kontakt

!

PD Dr. Michael Fette Samco Networks +49 (0)5251 150-502 michael.fette@samco-networks.de Dirk Weidemann Mettenmeier GmbH +49 (0)5251 150-485 dirk.weidemann@mettenmeier.de

www.mettenmeier.de · www.samco-networks.de

19


20

UTILITY | STRATEGIEN

Strategisches Regulierungsmanagement

Strategisches Regulierungsmanagement Die Stadtwerke Leipzig Netz GmbH macht komplexe Daten nutzbar und erweitert die Simulationsfähigkeit für ihre Strom- und Gasnetze. Die Bewertung verschiedener Strategie­ varianten ist zur Entwicklung der „rich­ tigen“ Netzentscheidung essentiell. Dabei wird eine Vielzahl von Daten benötigt, die durch die Anreizregulierung noch umfangreicher und in den Wechselwir­ kungen noch komplexer geworden ist. Bei der Stadtwerke Leipzig Netz GmbH kam aufgrund der großen Parameter­ menge, Berechnungsvorschriften und Wechselwirkungen eine Analyse und Verwaltung mit MS Excel nicht länger in Betracht. Ganz abgesehen von den zu erwartenden Umfängen komplexer Simulationsszenarien, deren Durchfüh­ rung ein übersichtliches Variantenmana­ gement erfordert.

Strategisches Regulierungsmanagement mit REG Das Unternehmen hat daher eine pas­ sende Softwarelösung gesucht und sich für das Tool REG von Samco Networks entschieden. REG wurde speziell für das strategische Regulierungsmanage­

ment entwickelt. Damit ist es möglich, unterschiedliche Szenarien zur Ermitt­ lung der Erlösobergrenze individuell durchzuführen und die Auswirkungen auf Gewinn­ und Verlustrechnung des Netzbetreibers sowie die Kalkulation des Netzertragwertes über die Discounted Cash Flow­Methode und weitere Unter­ nehmenskennzahlen zu vergleichen. Die spezifischen Anforderungen der Leipzi­ ger waren • die Strukturierung und Konsolidie­ rung der Daten­ und Auswertungs­ grundlage auf Basis von GuV und Bilanz, • die Prognose der Erlössituation und zusammenhängender Steuerungsgrö­ ßen wie Erlösobergrenze, Regulie­ rungskonto, Barwert der EBIT­Verän­ derung, ROCE etc., • die transparente Darstellung der Auswirkungen von Parameterverän­ derungen auf Erlösobergrenze und Unternehmenskennzahlen, wie z. B.

die Simulation der Effekte von Per­ sonalzusatzkosten oder verschiedene Genehmigungsvarianten der Kosten für Verlustenergie.

Simulation am Modellnetz Die Implementierung des Simulations­ modells erfolgte gemeinsam mit den Experten von Samco Networks in drei parallel verlaufenden Phasen. In Pha­ se 1 erfolgte die Konsolidierung und Aufbereitung der verfügbaren Daten. Darauf folgte in Phase 2 die Bewer­ tung der Daten und die Anpassung des REG­Simulationsmodells, z. B. indivi­ duelle Kostenstrukturen, Parameter zur Variantensteuerung und eine zugeschnit­ tene Benutzeroberfläche. In der Phase 3 wurden unterschiedliche Simulationssze­ narien an einem Modellnetz mit einem Zeithorizont von 2009 bis 2018 durchge­ führt und bewertet. Dabei lag der Fokus auf drei unterschiedlichen Positionen:


Strategisches Regulierungsmanagement

1. Variation des Effizienzwert in der zweiten Regulierungsperiode, 2. Simulation der Effekte der Personal­ kosten bei einer kleinen, mittleren und großen Netzgesellschaft, 3. Genehmigungsvarianten für die Kos­ ten für Verlustenergie in der zweiten Regulierungsperiode. Das Basisszenario sieht für die erste Regulierungsperiode den genehmig­ ten Effizienzwert vor. In den Varianten wird der Wert für die zweite Periode auf 70 %, 80 % und 90 % eingestellt. Der Vergleich zeigt, dass eine dauerhaft positive Umsatzrentabilität nur durch einen Effizienzfaktor von mehr als 80 % erreicht werden kann. Eine Erhöhung der Erlösobergrenze durch die Intensi­ vierung von Aufwendungen (Ersatz­ und Instandhaltungsmaßnahmen) steht allerdings einem dadurch voraussichtlich reduzierten Effizienzwert gegenüber, der negativ auf die Erlösseite wirkt.

Das zweite Simulationsszenario zeigt eine Gegenüberstellung der Genehmigungsva­ rianten von kleiner und großer Netzge­ sellschaft in der zweiten Regulierungspe­ riode. Im Fall der kleinen Netzgesellschaft werden die erforderlichen Services von der Muttergesellschaft eingekauft. Ergänzend wird angenommen, dass der technische Dienstleistungsvertrag gekürzt wird. Ein Abschlag von beispielsweise 10 % würde zu einer Reduzierung der Er­ lösobergrenze und des Jahresergebnisses führen. Mit dem Wechsel zu einer großen Netzgesellschaft ist die Verschiebung der netzbezogenen Personalkosten in den OPEX­Kosten der Netzgesellschaft ver­ bunden, was sich positiv auf die Erlöso­ bergrenze auswirkt. Das Simulationsmo­ dell ermöglicht die flexible Veränderung und Gegenüberstellung solcher Varianten. Besonders wichtig für die Stadtwerke Leipzig Netz ist die Möglichkeit, die Simulationsmodelle und Formeln eigen­ ständig anpassen zu können.

UTILITY | STRATEGIEN

Das dritte Simulationsszenario stellt Vari­ anten von Kosten für Verlustenergie gegen­ über. Im Basisszenario wird angenommen, dass die realen Kosten den beeinflussbaren Kosten (OPEX) zugeordnet werden. Dieser Annahme wird die Zuordnung dieser Kosten zu den dauerhaft nicht beeinfluss­ baren Kosten gegenüber gestellt. In einer Erweiterung wird angenommen, dass die realen Kosten stark angestiegen sind, die Genehmigung jedoch auf den gemeldeten Kosten des Basisjahres basiert. Dadurch bleibt die Erlösobergrenze unverändert, die realen Kosten im EBIT steigen allerdings. !

Kontakt Jan Fuhrberg-Baumann Stadtwerke Leipzig Netz GmbH +49 (0)341 121-5561 jan.fuhrberg-baumann@swl-netz.de Janko Safirov Samco Networks +49 (0)5251 150-309 janko.safirov@samco-networks.de

www.samco-networks.de

21


22

UTILITY | STRATEGIEN

Strategisches Regulierungsmanagement

Mit Strategie-Simulation auf Erfolgskurs Die KNS ermittelt eine optimierte Erlös- und Kostenstruktur durch Business Simulation und schafft damit die Basis für „Regulatorisches Asset-Management“. Bei der Kommunalen Netzgesellschaft Südwest (KNS) wie auch bei allen ande­ ren Netzbetreibern steht das Thema der strategischen Unternehmenssteuerung im regulierten Umfeld auf der Tagesord­ nung. Die Verantwortlichen stehen vor der Herausforderung, die Wirtschaftlich­ keit des Unternehmens voranzutreiben. Den Spagat zwischen der Notwendigkeit einer Effizienzsteigerung und einer langfristigen Investitionsfähigkeit und Versorgungssicherheit schafft KNS durch den Einsatz der Simulationssoftware von Samco Networks. Mit dieser lässt sich eine komplexe und zugleich übersichtli­ che Variantenplanung zur Prognose der Erlösobergrenze und weiterer Kennzah­ len der Unternehmenssteuerung durch­ führen. Die Basis zur Ermittlung einer optimierten Erlös­ und Kostenstruktur im Regulierungsmanagement. Die Kommunale Netzgesellschaft Südwest mbH wurde 2006 mit Sitz in Ludwigshafen gegründet. Sie verwaltet als Kooperationsnetzgesellschaft für sieben regionale Versorgungsunterneh­ men insgesamt elf Netze in den Sparten Strom und Gas, aber auch nicht regu­ lierte Sparten. Als schlankes Dienst­ leistungsunternehmen verantwortet sie den Regulierungsprozess, kalkuliert die Netznutzungsentgelte und übernimmt u. a. die strategische Netzplanung und das Asset­Management für die betreuten Netze. Um auch unter den Bedingungen der Anreizregulierungsverordnung mit

positiven Bilanzen aufwarten zu kön­ nen, besteht die Aufgabe des strategi­ schen Regulierungsmanagements in der Entwicklung von Strategien auf Basis zuverlässiger Prognosen für die Erlös­ obergrenze und deren Wirkung auf andere Unternehmenskennzahlen, wie Jahresüberschuss, EBIT, Cash Flow etc. Die wesentlichen Herausforderungen lie­ gen vor allem in der hohen Komplexität bei der Szenariensteuerung sowie in der transparenten Abbildung von Berech­ nungsformeln, Wechselwirkungen und Parameterzusammenhängen.

Mit Excel an Grenzen gestoßen Bei der KNS ergibt sich aus den elf be­ treuten Netzen und den damit verbunde­ nen zahlreichen Parametern eine äußerst anspruchsvolle Planungsaufgabe. Die Erfahrungen der KNS mit eigenen Excel­ basierten Berechnungsbögen zeigten schnell die Grenzen dieses Ansatzes auf. Im Samco Modul REG für das strategi­ sche Regulierungsmanagement wurde eine Struktur zur Darstellung der be­

treuten Gesellschafter, deren Pacht­ und Konzessionsgebiete sowie der regulierten und nicht regulierten Sparten aufgebaut. Für die KNS bedeutet das konkret: Mit der Software aus Paderborn können die Verantwortlichen jetzt neben einem professionellen Netzmanagement aller Netze auch eine fundierte Bewertung von Konzessions­ und Pachtgebieten, z. B. über die Bestimmung des Netz­ ertragswert mit Hilfe der Discounted Cash Flow­Methode, vornehmen und so konzessionsgebietsspezifische Entschei­ dungen unterstützen.

Profi-Tools erforderlich Viele Parameter, komplexe Wechselwir­ kungen und der Vergleich unterschiedli­ cher Simulationsszenarien erfordern den Einsatz von Profi­Tools. Mit der neuen Software aus Paderborn zielte die KNS darauf ab, ein einheitliches System zum Regulierungsmanagement für ihre sieben Gesellschafter und deren Netze einzu­ führen, um Transparenz gegenüber ihren

 Die Systemstruktur erlaubt die integrierte Verwaltung aller KNS-Netzgebiete


Strategisches Regulierungsmanagement

Anteilseignern zu schaffen. Die Zielset­ zung umfasste: • die Ablösung von unübersichtlichen Excel­Entwicklungssheets durch eine transparente Lösung zur Prognose der Kennzahlen zur Erlös­ und Kostensi­ tuation, • die eigenständige Abbildung aller regulierungsrelevanten Informationen und die transparente und nachvoll­ ziehbare Simulation und Analyse von Wirkungsketten und Investitionsvari­ anten durch die Mitarbeiter der KNS, • die übersichtliche Erstellung und Ver­ waltung von Varianten zur Entwick­ lung von Strategien für eine optimierte Erlösobergrenze. Im Projekt zur Einführung der Software wurden nach der Datenerhebung und Übernahme der Daten aus BAB, GuV und Bilanz individuelle Anforderungen der KNS im Simulationsmodell imple­ mentiert. Im Anschluss an den System­ aufbau erfolgte die Umsetzung von Simulationsszenarien, wie beispielsweise Genehmigungsvarianten der CAPEX­ und OPEX­Kosten (z. B. Personalkos­ ten), die Variation der Kosten für den technischen Dienstleistungsvertrag oder die Verlustenergie.

UTILITY | STRATEGIEN

 Simulation und Variantenvergleich im Samco-Modul REG für das strategische Regulierungsmanagement

Strategisches Asset­Management) die integrierte simulatorische Betrachtung dieser Beziehungen. „Diese Kopplung ist aufgrund der engen Verkettung beider Komponenten – wir sprechen auch von einem regulatorischen Asset­Manage­ ment – ein notwendiger Schritt zur Maßnahmensteuerung ohne „Blindflug“, so Janko Safirov, Geschäftsführer von Samco Networks. Durch diese inte­ grative Herangehensweise ist Samco Networks in der Lage, die Auswirkungen der Asset­Strategien auf den Erlöspfad in einem integrierten System zu analy­ sieren.

Ausblick „Regulatorisches AssetManagement“

Fazit

Im Asset­Management verlangen Entscheidungen über Investitions­ (CA­ PEX) und Instandhaltungsmaßnahmen (OPEX) nach einer regulatorischen Bewertung. Veränderte Maßnahmenstra­ tegien für Betriebsmittel, die CAPEX­ und OPEX­Zeitreihen beeinflussen und bestimmen die Höhe der Erlösobergren­ ze und der Änderung der EBIT­Bar­ werte. Die Samco­Simulationsplattform ermöglicht durch eine Kombination der Module REG (Regulierungsma­ nagement) und OSAM (Operatives und

Die Variation und Simulationen der Un­ ternehmenskennzahlen liefern der KNS die Basis, um optimale, nachhaltige und profitable Netzentscheidungen treffen zu können. Um von den Vorteilen eines ganzheitlichen Ansatzes im Sinne eines integrativen „Regulatorischen Asset­ Managements“ zu profitieren, strebt die KNS an, die erfolgreich in Betrieb ge­ nommene Lösung im Regulierungsma­ nagement um das Samco­Modul OSAM zum strategischen Asset­Management zu erweitern.

!

Kontakt Gerhard Schmitz Kommunale Netzges. Südwest mbH +49 (0)631 20574015 gerhard.schmitz@kns-mbh.de Kay Kamphans Samco Networks +49 (0)5251 150-454 kay.kamphans@samco-networks.de

www.samco-networks.de

23


24

UTILITY | STRATEGIEN

Regulatorisches Asset-Management

Regulatorisches Asset-Management Die nachhaltige Steuerung des Netzgeschäfts erfordert den Einsatz von Simulationswerkzeugen für ein integriertes, strategisches Handeln. Die Beschränkung der Netznutzungser­ löse durch die Anreizregulierungsver­ ordnung (ARegV) beschert den Netzbe­ treibern die Notwendigkeit, Ausgaben zielgenau einzusetzen, um eine kontinu­ ierliche Effizienzsteigerung sowie eine langfristige Investitionsfähigkeit und Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Voraussetzungen, um auch künftig den steigenden Anforderungen des Marktes, der Regulierung und den Renditeer­ wartungen der Anteilseigner gerecht zu werden, sind clevere Investitions­ und Instandhaltungsentscheidungen und die Identifikation von Optimierungspo­ tenzialen. Die Lösung: Eine integrierte Betrachtung von Regulierungs­ und Asset­Management.

Herkömmliche Programme stoßen an Grenzen Die intelligente Steuerung des Netz­ geschäfts erfordert das Handling einer regelrechten Datenflut, deren Umfang durch die Anreizregulierung sowie Wechselwirkungen zwischen Regulie­ rungs­ und Asset­Management noch deutlicher angewachsen ist. Die Daten­ analyse und ­verwaltung mit üblichen Tabellenkalkulationsprogrammen erweist sich aufgrund der großen Anzahl an Parametern, Berechnungsvorschriften und komplexer Wechselwirkungen als nicht geeignet. Hinzu kommen Gegen­ überstellungen verschiedener Simula­ tionsszenarien, die ein übersichtliches Variantenmanagement voraussetzen.

 Maßnahmenplanung im strategischen Asset-Management, hier: Gegenüberstellung von Capex- und Opex-Entwicklungen bei Veränderung der Ersatzrate für eine Kabel-Gruppe

Smarte Tools für sichere strategische Entscheidungen Gefragt ist also eine performante Soft­ ware, die eine integrierte Simulation der Erlösobergrenze und weiterer werto­ rientierter Unternehmenskennzahlen in Kombination mit dem strategischen Asset­Management ermöglicht. Der Netzmanager kann damit unterschied­ liche Sichtweisen auf die Simulations­ ergebnisse abbilden und eine effiziente Bewertung verschiedener Simulations­ szenarien vornehmen. Diese sind die Grundlage der „richtigen“ Netzentschei­ dung im Rahmen eines integrierten Regulierungs­ und Asset­Managements. „Aufgrund der engen Verzahnung beider Komponenten sprechen wir auch von „Regulatorischem Asset­Management“,

erläutert Janko Safirov, Geschäftsführer von Samco Networks, dem Spezialisten für IT­Lösungen im Regulierungs­ und Asset­Management aus Paderborn. Die Ostwestfalen vertrauen dabei auf den kombinierten Einsatz zweier Modu­ le ihrer Simulationsplattform: Mo­ dul OSAM (Lösung für strategisches Asset­Management) und Modul REG (Lösung für strategisches Regulierungs­ management). Durch diesen integrativen Ansatz und die Kopplung der Simulati­ onsmodule gelingt es Samco Networks, die Auswirkungen der Asset­Strategien auf den Erföspfad vor dem Hintergrund regulatorischer Auswirkungen in einem einheitlichen Ansatz zu simulieren. Das Modul OSAM ermöglicht auf Basis des speziellen Alterungsverhaltens


Regulatorisches Asset-Management

UTILITY | STRATEGIEN

einzelner Betriebsmittelgruppen die Simulation der CAPEX­ und OPEX­ Entwicklung verschiedener Maßnah­ menstrategien. Durch den integrierten Ansatz lassen sich die Maßnahmen­ varianten im Asset­Management in das Regulierungsmanagement (REG) überführen, um weitere Aspekte der kaufmännischen Netzsteuerung zu analysieren, z. B. die Auswirkungen auf Erlösobergrenze und EBIT.

Verfolgung der Wirkungskette zur Berechnung der Erlösobergrenze Das Zusammenspiel von Asset­ und Re­ gulierungsmanagement wird in der Ver­ folgung der Wirkungskette zur Berech­ nung der Erlösobergrenze deutlich. Aus den Investitionen im Asset­Management werden die kalkulatorischen Abschrei­ bungen für die Netzkosten abgeleitet, die als Basis zur Berechnung der Erlösober­ grenze dienen. „Damit wir den Netzbetreibern eine präzise auf die Bedürfnisse zugeschnit­ tene Lösung an die Hand geben können, haben wir uns zunächst in die Lage des Netzmanagers versetzt und mit dem OSAM­ bzw. REG­Modul die ent­ sprechenden Tools entwickelt“, erklärt Samco­Chef Safirov. Dabei standen u. a. folgende Fragen im Fokus: • Welche Auswirkungen haben konkre­ te Investitionseinsparungen in den Instandhaltungs­ und Wartungsstra­ tegien auf den Erlöspfad des Netzge­ schäfts? • Wie wirken sich verschiedene Aktivie­ rungsstrategien auf den CAPEX und darüber auf die Erlösobergrenze aus? • Ist die aktuelle Investitionsbudge­ tierung vor dem Hintergrund der Anreizregulierung sinnvoll?

 Auswirkungen von Asset-Entscheidungen auf Unternehmenskennzahlen

Flexibilität ist Trumpf

Fazit

Das Simulationsmodell im Regulie­ rungsmanagement (REG) orientiert sich an den Datenerhebungsbögen der Bundesnetzagentur und setzt damit auf bereits vorhandene Datenbestände auf. Im Asset­Management (OSAM) werden technische und kaufmännische Maßnah­ men­ und Betriebsmittelgruppenpara­ meter benötigt. Dabei bietet das Simu­ lationsmodell die flexible Anpassbarkeit und Erweiterung von Eingabegrößen und Berechnungsvorschriften, eine ver­ ständliche Verfolgung von Parametern auf Basis nahvollziehbarer Parameterna­ men (keine kryptische Programmierung) und die Gegenüberstellung verschiede­ ner Varianten innerhalb des Systems. „Die Möglichkeit, die Simulationsmodel­ le und Formeln eigenständig anpassen zu können, ist für viele Netzbetreiber ein entscheidender Faktor“, so Experte Janko Safirov. So können sie völlig autark agie­ ren und den kostenintensiven Support des Lösungsanbieters einsparen.

Die Simulation verschiedenster unter­ nehmerischer Kennzahlen sorgt bei den Netzbetreibern für eine profunde Grund­ lage, um die optimale Netzentscheidung treffen zu können. Sie können so auf neue Verordnungen durch die Simulation von Regulierungs­ und Unternehmenskenn­ zahlen effizient reagieren. Entscheider können unterschiedliche Szenarien im Asset­Management durchspielen und die Auswirkungen auf Erlösobergrenze, Ge­ winn­ und Verlustrechnung sowie weitere Unternehmenskennzahlen gegenüberstel­ len, eine wichtige Voraussetzung für eine kontinuierliche Effizienzsteigerung sowie die Gewährleistung der langfristigen Investitionsfähigkeit und Versorgungssi­ cherheit. Kontakt

!

Janko Safirov Samco Networks +49 (0)5251 150-309 janko.safirov@samco-networks.de Kay Kamphans Samco Networks +49 (0)5251 150-454 kay.kamphans@samco-networks.de

www.samco-networks.de

25


26

UTILITY | DATEN · STRATEGIEN

Netzdynamiken

Netzdynamiken – Veränderungen messen und bewerten Liberalisierung und Ausbau erneuerbarer Energien stellen Grundprinzipien des lastgeführten Betriebs von Stromnetzen immer mehr in Frage. „Die Energieversorgungssysteme der Zukunft müssen „intelligent“ sein, um Extremsituationen vorherzusehen, frühzeitig Gegenmaßnahmen einzuleiten und Zusammenbrüche zu verhindern. Um auch weiterhin eine hohe Versorgungssicherheit garantieren zu können, ist es nötig, sogenannte „Smart Grids“ zu entwickeln.“ Till Sybel, Michael Fette Mit wirtschaftlichem Wachstum ist unweigerlich ein steigender Energiever­ brauch verknüpft. Blackouts in asiati­ schen Wachstumsregionen, in Nord­ amerika, aber zuletzt auch in Europa sind Vorboten für Grenzen und Risiken der globalen Energieversorgung. Es ist an dieser Stelle wesentlich, das System der Stromerzeugung, der Verteilung, des Verbrauchs und deren wechselseitige Abhängigkeiten zu kennen. Damit diese Systeme stabil funktionieren, ist eine exakte Planung und Kontrolle erforder­ lich. Für den Zeitraum eines vorher­ sehbaren Mehrbedarfs wird auch eine höhere Kraftwerksleistung benötigt. Als

 Frühwarnsystem CPSys (Collapse Prediction System) mit der Basiseinheit CPR-D

entscheidendes Kriterium wird aber die Beobachtung der dynamischen Situation der Netze sein, denn der dynamische Blackout wird zukünftig früher eintreten als der thermische Blackout.

Nichtlinearitäten erkennen Die Grundprinzipien der Erzeugung und des lastgeführten Betriebs werden durch die Liberalisierung und die erneuerbaren Energien zunehmend in Frage gestellt. Es gilt, Nichtlinearitäten zu erkennen, kritisch zu beobachten und frühzeitig Maßnahmen zur Versorgungssiche­ rung einzuleiten. Damit Störungen und Netzausfälle vermieden werden können, müssen Netzdynamiken erkannt werden. Kraftwerks­ und Transportnetzbetrei­ ber müssen dafür das Investitionsrisiko bewerten und auf Verteilnetzebene muss das Betriebsrisiko abgeschätzt werden.

CPSys – Frühwarnsystem gegen den Blackout Bisherigen Blackouts zeigen, dass sich moderne Hochspannungsnetze nicht allein mit klassischen Werkzeugen betreiben lassen. Es werden zusätzlich neuartige, der veränderten Situation angepasste Einrichtungen benötigt, die auch künftigen Anforderungen gerecht werden. Ein „Collapse Prediction System – CPSys“ ist eine Überwachungseinrich­ tung zur Früherkennung von Blackouts und zur Identifikation von Schwach­ stellen im Netz. Netzzusammenbrüche können so durch frühzeitiges Eingreifen vermieden werden. Es kann aber auch

helfen, die Netzauslastung zu erhöhen und dient zudem der Gewinnung un­ erlässlicher Daten zur sicheren Netz­ führung, die aus einer kontinuierlichen Erfassung der Netzdynamiken gewonnen werden.

CPR-D – Vorhersage von KollapsDynamiken Das Messgerät „CPR­D – Collapse Prediction Relais ­ Digital“ dient der gezielten Erkennung eines Spannungs­ drifts. Daneben erfolgt eine kontinuier­ liche Frequenzmessung, um zusätzliche Lastdynamiken als Maß für die Sta­ bilitätsreserve des Netzes zu erfassen. Das Gerät ist in der Lage, vorhandene Regeleinrichtungen zu überwachen und das Netz sicher zu führen. Dämpfungs­ werte, die einen sehr guten Einblick in das dynamische Verhalten eines Netzes geben, lassen sich als „Dämpfungsland­ karten“ (siehe Abbildung) darstellen, welche die Einflüsse der Veränderungen von Netztopologie und Netzreaktionen veränderter Lastdynamiken transparent machen. Regenerative Einspeisungen und Handelsaktivitäten, die zur Insta­ bilität beitragen, können so leichter beobachtet und kontrolliert werden. Außerdem lassen sich typische Fre­ quenzmuster, sogenannte „Fingerprints“, erkennen, mit denen sich gerade Kollaps­ Dynamiken frühzeitig ankündigen und vermeiden lassen. Durch die Analyse und Bewertung der Messwerte können Schwachstellen sofort


Netzdynamiken

identifiziert und in die Netzstrategie ein­ gebunden werden. Parallel dazu lassen sich sinnvolle Handlungsalternativen ableiten, z. B. der gezielte Lastabwurf, die Einspeisung zusätzlicher Wirk­ und Blindleistung, die Bildung von Netzin­ seln sowie Kombinationen.

 Veränderte Lastdynamiken im bundesweiten Überblick: Ergebnisse der Wirkung einer Gegenmaßnahme können schnell bewertet werden.

Neuartige Belastungssituationen im Verteilnetz Auf der Verteilnetzebene entsteht mit Blick auf die wirtschaftliche Betriebs­

führung ebenfalls ein erhöhter Optimie­ rungsbedarf. Diese Maßnahmen müssen wiederum zu denen im überlagerten Hochspannungsnetz passen. Auf Kun­ denseite werden neben den mittlerweile unzähligen Eigenerzeugungsanlagen neue, hochautomatisierte Produktions­ anlagen eingesetzt. Auch die steigende Zahl von Anlagen zur Blindstromkom­ pensation muss berücksichtigt werden. In Summe ergibt sich für das heutige Mittelspannungsnetz eine komplett neu­ artige Belastungssituation durch Netz­ dynamiken. Die elektrischen Systeme werden strukturell instabiler, wodurch auch die Betriebsführung erschwert wird. Es konnten bereits Netzsituationen aufgezeichnet werden, in denen sich ein Mittelspannungsnetz aufgrund von nichtlinearen Oszillationen selbst zerstört hat, ohne dass die Schutztechnik reagiert hat. Momentan verfügbare Schutzgeräte decken den 50­Hz­Bereich ab, andere Frequenzen werden nicht berücksichtigt. Mit Hilfe eines „DMR­D Dynamik Moni­ toring Relais ­ Digital“ können Schwach­ stellen speziell in Mittelspannungsnetzen frühzeitig identifiziert werden. Zusätzlich dienen die ermittelten Informationen der Szenarioplanung und ­steuerung für Verteilnetze sowie der strategischen Netzentwicklung.

UTILITY | DATEN · STRATEGIEN

Zusammenfassung Bei der Analyse von Versorgungssyste­ men sollten klassische Werkzeuge mit neuen Methoden, die die Netzdynamik berücksichtigen, kombiniert werden. Im Dreiecksverhältnis zwischen den Kun­ den und den Betreibern der Hoch­ sowie denen der Mittelspannungsnetze müssen Veränderungsprozesse nachvollziehbar werden. Deren Konsequenzen auf die Netzsituation können mit den Geräten der CPSys­Familie direkt gemessen und bewertet werden. Netzbetreiber sind dadurch in der Lage, ein aktives Risiko­ management aufzubauen sowie Kosten vorzeitig zu erkennen und im Regulie­ rungsprozess einzustellen. Ein prädikti­ ves, effizientes und stabiles Gesamtsys­ tem ist die Folge.

!

Kontakt PD Dr. Michael Fette System & Dynamik +49 (0)5251 40404 fette@systemdynamik.de Till Sybel A. Eberle GmbH & Co. KG +49 (0)911 628108-70 till.sybel@a-eberle.de

www.systemdynamik.de

27


28

UTILITY | DATEN · STRATEGIEN

Netzdynamiken

Risiken erkennen. Investitionen steuern. Neue Gefahren für den Netzbetrieb und die Substanz der Niederspannungs- und Mittelspannungsnetze Die Gestaltung von Smart­Grids, die Etablierung neuer Geschäftsmodelle so­ wie die Suche nach neuen Energiedienst­ leistungen setzen voraus, dass die Netze in jedem Fall stabil funktionieren und keinerlei Probleme auftreten. Die Verän­ derungsprozesse in den Netzen sprechen allerdings eine andere Sprache.

Nichtlineare Dynamiken im Stromnetz Die Integration dezentraler Einspeiser in größerem Umfang, aber auch veränderte Lasten mit vermehrt leistungselektro­ nischen Komponenten führen zu stark verändertem dynamischen Verhalten der

Nieder­ und Mittelspannungsnetze. Im Betrieb entwickeln sich dabei erhebli­ che Risiken, da die Netze „dynamisch“ immer kritischer werden und zum Teil nicht lineare Oszillationsprozesse auslösen, die in Einzelfällen bereits zu Schäden im Netz führten. Diese niederfrequenten Oszillationen können jedoch bereits heute messtech­ nisch erfasst und bewertet werden. Gleichzeitig gilt es, die sich im Netz entwickelnden Schwachstellen – Hot Spots – frühzeitig zu identifizieren, um einen erhöhten Investitionsbedarf durch die strukturelle Schwächung des Netzes

zu verhindern. Auch innerhalb des Regu­ lierungsprozesses müssen diese Risiken neu bewertet werden.

System & Dynamik Das Beratungsunternehmen System & Dy­ namik ist der einzige Anbieter im Markt, der Ihre Netze nach diesen neuen Heraus­ forderungen analysieren und Ihnen Ihre Schwachstellen aufzeigen kann. Wir helfen Ihnen, Ihre technischen Herausforderun­ gen zu meistern, damit die schöne neue Welt auch tatsächlich umgesetzt werden kann. Sprechen Sie uns an! www.systemdynamik.de


Online-Planauskunft

UTILITY | DATEN

Bevor der Bagger kommt Die „Online-Planauskunft“ von Mettenmeier wurde weiter optimiert und kann jetzt auch Bestandspläne in Verbindung mit Google Maps darstellen. Um die Gefahr zu vermeiden, unterir­ disch verlegte Rohre und Kabel zu be­ schädigen und damit Leben zu gefährden, muss sich jeder, der berechtigt Erdarbei­ ten plant, also Tiefbaufirmen, Planungs­ büros, der Netzservice, Installateure, Be­ hörden oder Bürger, beim Netzbetreiber informieren. Registrierte Nutzer können diese Informationen mit der Online­ Planauskunft von Mettenmeier schnell, sicher und diskriminierungsfrei abfragen.

SIAS 4.1.2 Die Anwendung basiert auf dem GE­ Produkt SIAS 4.1.2 und verarbeitet

sogenannte Web Map Services (WMS), die es erlauben, beliebige WMS­basierte Karteninformationen zu integrieren, wie z. B. Google Maps, NAVTEQ oder Open Street Maps. Die Option „Adresssuche“ erlaubt online den Zugriff auf aktuelle Kartenwerke, die eine genaue Informa­ tion über die Lage des Leitungsnetzes liefern.

Zeit und Geld sparen Bevor der Bagger kommt, kann man also alle Vorkehrungen für sichere und sorgfältige Grabungsarbeiten in der Nähe von unterirdischer Infrastruktur

treffen. Da dieser Auskunftsservice in der Regel kostenlos angeboten wird, spart der Netzbetreiber Zeit und Geld, indem er die Pläne zur Selbstbedienung zur Verfügung stellt. Alle Online­Anfragen werden dabei im Detail protokolliert.

!

Kontakt Achim Weßling Mettenmeier GmbH +49 (0)5251 150-406 achim.wessling@mettenmeier.de Diese und weitere GIS-basierten Lösungen finden Sie unter www.mettenmeier.de.

 Online-Planauskunft: Leitungsnetze auf Google Maps

www.mettenmeier.de

29


30

UTILITY | DATEN

Qualitätssicherung

Die Lizenz zum Fehlerfinden Die Qualitätssicherung der Daten gehört zu den wichtigsten Aufgaben beim GIS-Betrieb. Diese Arbeit lässt sich mit dem Quality Inspector automatisieren. „Die Mettenmeier GmbH hat den Quality Inspector an unsere Anforderungen als Kanalnetzbetreiber angepasst. Wir sind heute in der Lage, Fehler im Datenbestand zu eliminieren, die man auf den ersten Blick nicht erkennen kann.“ Najibullah Waizy, Stadtentwässerungsbetrieb Düsseldorf Eine Vielzahl von Ver­ und Entsorgungs­ unternehmen nutzt heute das Produkt „Quality Inspector“ von Mettenmeier, um eine Qualitätssicherung der Daten direkt im Smallworld GIS durchführen zu können. Im täglichen Systembetrieb wird dabei eine Vielzahl von Tests angestoßen, um die GIS­Daten auf Integrität, Plausibi­ lität und Konsistenz zu überprüfen.

Tasksteuerung zur Automatisierung Das Zusatzmodul „Tasksteuerung“ er­ gänzt den Quality Inspector ideal für die Durchführung regelmäßiger automati­

sierter Datentests. Damit ist sichergestellt, dass die Datenqualität auch kontinuierlich überwacht wird. Mit Hilfe der Tasksteue­ rung kann der Administrator die ein­ zelnen Tests konfigurieren und sinnvoll gruppiert per Stapelverarbeitung automa­ tisch abarbeiten lassen. Die Terminplanung mit Vorgabe von Wochentag und Uhrzeit bietet den Vor­ teil, dass die Qualitätstests beispielsweise nachts oder am Wochenende ablaufen „Neben den umfangreichen Prüffunktionen, die der Quality Inspector standardmäßig anbietet, nutzen wir auch spezielle Tests, die wir zusammen mit der Firma Mettenmeier entwickelt haben, für unsere Strom-Trassenlösung. Damit sind wir in der Lage, bei der Fortführung der Stromplanwerke für eine gleich bleibend hohe Qualität unserer Netzdaten zu sorgen.“ Jenett Wolf, Stadtwerke Bielefeld

und die Anwender beim nächsten Start des GIS sofort mit dem Abarbeiten der gefundenen Fehler beginnen können. Das GIS selbst wird ebenfalls durch das Pro­ dukt automatisiert gestartet und wieder beendet, um z. B. definierte Sicherungs­ maßnahmen nicht zu blockieren. Ein weiterer wesentlicher Aspekt der Tasksteuerung ist die automatische Zuweisung der gefundenen Fehler zu definierten Mitarbeitern. Aufgrund der Erfassungs­ bzw. Änderungsinformati­ onen zum Objekt wird der zuständige Mitarbeiter ermittelt und somit sicher gestellt, dass jedem Mitarbeiter nur die für ihn relevanten Fehler im Explorer zur Bearbeitung angezeigt werden.

Erfahren Sie mehr! Informationen zum Quality Inspector und zu weiteren Werkzeugen für das Smallworld GIS finden Sie unter www.mettenmeier.de.  Die Taskssteuerung sorgt für automatische Qualitätstests.

!


Rohrnetzüberprüfung

UTILITY | DATEN · PROZESSE

Gasrohrnetzkontrolle mit SeCuRi SAT Das bewährte Gasspürsystem von Sewerin und Mettenmeier wurde im vergangenen Jahr um interessante Funktionen erweitert. Der Kundenkreis wächst stetig weiter. Bereits seit über acht Jahren ist die Gasspürlösung „SeCuRi SAT“ fester Be­ standteil im Angebotsportfolio der Met­ tenmeier GmbH. Mehr als 25 Gasversor­ ger profitieren heute von den Vorteilen dieser automatisierten Rohrnetz­Über­ prüfung. Durch den Einsatz der digitalen Bestandspläne auf Basis eines mobilen Geoinformationssystems gehören das Kopieren und Falten der Pläne und teilweise auch die Bereitstellung eines Lotsen der Vergangenheit an. Messwerte, GPS­Positionen und Hinweise werden direkt vor Ort im Datenbestand erfasst.

Freies Ereignisdatenmodell Softwaretechnisch wurde die aktuelle Version als mobile Smallworld GIS­ Anwendung umgesetzt. Um verschiede­ ne geplante und ungeplante Situationen beim Gasspüren zu dokumentieren, wurde das System um ein frei konfigu­ rierbares Ereignisdatenmodell erweitert.

Beispielsweise können Gerätefehler (Gasspürgerät, Gaspumpe oder GPS­ Empfänger) als Ereignis inklusive der aktuellen Position, der Adresslokation oder dem Zeitpunkt dokumentiert wer­ den. Weitere mögliche Ereignisse sind der Anfang und das Ende einer Route oder Unterbrechung des Gasspürvor­ gangs aufgrund äußerer Bedingungen und vieles mehr.

Dokumentation von Befunden Auch Befunde wie Leckstellenhinweise werden im Datenmodell abgebildet. Beispielsweise wird eine erhöhte Gas­ konzentration automatisch angezeigt und inklusive der aktuellen Messwerte und Umgebungsdaten dokumentiert. Der Gasspürer nutzt dabei frei definier­ bare Kontrolllisten mit entsprechendem Maßnahmenkatalog. Die Befunde kön­ nen später über die Projektverwaltung ausgewertet werden.

 Bei der Energieversorgung Hildesheim kam 2009 das erste SeCuRi SAT-System zum Einsatz.

Aktuelle Projekte Im vergangenen Jahr hat sich wieder eine Reihe von Versorgern neu für das Gas­ spürsystem entschieden. Die Energie­ versorgung Hildesheim nutzt seit 2009 die Smallworld­basierte SeCuRi SAT­ Applikation inklusive GPS­Navigation. Und auch die Stadtwerke Ulm haben seit Ende März 2010 vier vollständige Erfassungssysteme im Einsatz. Hinzu kommen die Stadtwerke Schweinfurt und ein französisches Versorgungsun­ ternehmen. Darüber hinaus haben die Stadtwerke Herne, Ratingen und Herten im vergangenen Jahr den Umstieg auf die Smallworld­basierte Gasspürapplikation realisiert.

!

Kontakt Gerlinde Gabriel Mettenmeier GmbH +49 (0)5251 150-400 gerlinde.gabriel@mettenmeier.de  Neu sind auch die Steuerelemente für Geschwindigkeit, Gaskonzentration und GPS-Status.

www.mettenmeier.de

31


32

UTILITY | DATEN

Performance im GIS

Mehr Performance für das GIS Die Produktivität bei der Arbeit mit dem Smallworld GIS lässt sich mit wenig Aufwand erhöhen. Die Experten von Mettenmeier zeigen wie das geht. Mit Smallworld GIS verwalten Netzbe­ treiber in der Energie­ und Wasserwirt­ schaft große Mengen an Raster­ und Vektordaten, um die Ver­ und Entsor­ gungsnetze in ihrer ganzen Komplexität abzubilden. In fast allen Unternehmen gibt es jedoch Effizienzpotenziale bei der Arbeit mit GIS. Die Experten von Mettenmeier wissen, an welcher Stelle Sie ansetzen müssen:

Individuelle Analyse Mettenmeier analysiert Ihre Anforderun­ gen, Systemkonfiguration und Arbeits­ weise und identifiziert daraus resultieren­ de Möglichkeiten zur Optimierung im GIS. Darin enthalten sind z. B. erfassungs­ unterstützende und qualitätsverbessernde Maßnahmen, die Identifikation von Tools, die die Arbeit mit dem GIS beschleunigen oder individuelle Schulungsmaßnahmen.

Tipps und Tricks Sie lernen von erfahrenen Fachkräften, mit welchen Tricks Sie mit dem Small­ world GIS noch schneller zum Ziel kommen. In einem individuell auf Sie ab­ gestimmten Workshop zeigen wir Ihnen z. B. Tastenbelegung und Tastenkombi­ nationen, Konstruktionshilfen, komplexe Abfragen, Tipps für Bemaßungen oder die Anwendung von Werkzeugen und Optionen. Darüber hinaus geben wir Tipps zur Schaffung von bedarfsgerech­ ten, schlanken Applikationen, die auf die Anwender zugeschnitten sind.

Konfiguration Wir helfen Ihnen bei der Überarbeitung der Konfiguration Ihres GIS, z. B. in Form einer nutzerspezifischen Optimierung des Applikationsdesigns und der Oberfläche oder der Überprüfung erforderlicher

Funktionen und Objektklassen mit dem Ziel der Verschlankung des Systems. Darüber hinaus identifizieren wir weitere Performancesteigerungen durch eigens entwickelte Analysetools.

Dateninspektion Sie möchten die erheblichen Investitionen in Ihren GIS­Datenbestand sichern und mit wenig Aufwand für noch mehr Daten­ qualität sorgen? Die Datenexperten von Mettenmeier analysieren mit einfachen Checklisten den Zustand Ihrer Daten und geben Hinweise zur Qualitätssicherung, Erfassungsoptimierung oder zur Nutzbar­ keit im Hinblick auf Regulierungsanforde­ rungen oder Netzberechnungen.

Applikationsdesign Das Applikationsdesign von Smallworld GIS lässt viele Möglichkeiten der Gestal­ tung zu. Durch die Orientierung an den Bedürfnissen, Aufgaben und Funktionen der Mitarbeiter, lassen sich erheblich ef­ fizientere Anwendungen realisieren, z. B. Spezialanwendungen für Erfassung (spar­ tenorientiert), Analyse, Auskunft, Planung etc. „Unsinnige“ Pulldown­Menüs werden eliminiert und die wichtigsten Funktionen lassen sich direkt aufrufen.

Kontakt Jürgen Rehrmann Mettenmeier GmbH +49 (0)5251 150-414 juergen.rehrmann@mettenmeier.de  Rückenwind für Ihr GIS: Das Performance-Paket von Mettenmeier bringt echten wirtschaftlichen Nutzen.

!


Systemintegration

UTILITY | DATEN

Systemintegration Der Smallworld GeoSpatial Server unterstützt die System- und Prozessintegration des GIS in Service-orientierten Architekturen. Der GSS-Monitor von Mettenmeier fügt sich nahtlos in dieses Integrationskonzept ein. Integration von GIS und ERP

SOA ist die nächste Evolutionsstufe moderner IT­Landschaften und steht für den Paradigmenwechseln von produkt­ orientierten hin zu prozessorientierten Lösungen. Es lassen sich damit neue Anwendungen auf Basis bestehender Unternehmenssysteme erstellen, um z. B. die Geschäftsprozesse stärker zu automa­ tisieren. IT­Abteilungen sind dadurch in der Lage, schneller auf die Umsetzung neuer Unternehmensstrategien und dynamische Marktanforderungen zu reagieren. Sie können flexible Integrati­ onsszenarien erstellen und pflegen, was auch zu einer verlässlicheren Kostenpla­ nung führt.

Standardmäßig ist der GSS mit Services wie Plotting, Kartenauskunft, Netzwerk­ verfolgung und Objektabfragen ausge­ stattet. Er unterstützt OGC­konforme Web­Map­Services „WMS“. Schwer­ punkt des Produkts ist die Maschine zu Maschine Integration, z. B. die Integ­ ration von SAP und Smallworld GIS über EAI­Plattformen wie SAP XI. Die erforderlichen kundenspezifischen Servi­ ces müssen dabei i.d.R. ausprogrammiert werden. Ein Transaktionsmonitor ist nicht enthalten. An dieser Stelle kommt der GSS­Monitor von Mettenmeier ins Spiel.

GSS – Smallworld GeoSpatial Server

GSS-Monitor

Der Smallworld GSS integriert die raumbezogenen Daten komplexer Netze und Betriebsmittel sowie die Funktionen von Smallworld­Anwendungen in die System­ und Prozesslandschaft im Rah­ men von SOA. GIS­Anwendungen wie die Smallworld Fachschalen, Smallworld Office­Produkte, Design Manager, Field Force Automation und weitere Smart­ Grid­Anwedungen lassen sich damit schnell und einfach in Geschäftsprozesse einbinden. Der GSS vereinfacht IT­ Strukturen, unterstützt effiziente Work­ flows, bietet dynamische Services und unterstützt verschiedenste räumliche Anwendungen, um so die Servicequalität im Untenehmen zu verbessern.

Der GSS­Monitor ist ein Produkt der Mettenmeier GmbH, das auf dem Small­ world GeoSpatial Server (GSS) von GE Energy aufsetzt. Er unterstützt komplexe Objektstrukturen des Smallworld GIS, also Relationen und topologische Ver­ bindungen. Darüber hinaus besteht der GSS­Monitor aus drei Modulen: • Die Configuration Services unterstüt­ zen die Erzeugung von individuellen GSS Webservices zur Datenintegration per Konfiguration. • Das Transaction Management unter­ stützt die Verwaltung, Kontrolle und Nachbearbeitung von Transaktionen.

• Die Offline Services unterstützen den automatisierten, zeitgesteuerten Da­ tenaustausch von XML­Dateien. Der Clou dabei: Die Offline­Services des GSS­Monitors sind auch ohne den GSS verfügbar, sodass sehr schlanke Inte­ grationsszenarien schnell und einfach erstellt werden können. Denkbar ist beispielsweise die einfache Kopplung von Smallworld GIS mit einem nicht service­ fähigem System wie Schleupen.CS per Offline­Dateitransfer. Bei der Entwicklung des GSS­Monitors wurde die gesamte Erfahrung der Met­ tenmeier GmbH aus Integrationsprojek­ ten genutzt, um eine schnell einführbare und handhabbare Lösung für Unterneh­ men aller Größenordnungen zu schaffen.

!

Kontakt Ludger Ebbers Mettenmeier GmbH +49 (0)5251 150-402 ludger.ebbers@mettenmeier.de

www.mettenmeier.de

33


34

UTILITY | DATEN

Qualität von Netzdaten

Hohe Datenqualität sichert Unternehmenserfolg Klaus von der Mosel, Geschäftsführer und Datenexperte bei Mettenmeier, erklärt, warum die Qualität von Netzdaten ein entscheidender Faktor für Effizienz, Wachstum und eine optimale Unternehmenssteuerung ist. „Wenn ein Unternehmen nicht mehr durch das Tagesgeschäft blockiert sein will, fängt es jetzt an, den Datenbestand systematisch und zielgerichtet nutzbar zu machen!“ Klaus von der Mosel

Herr von der Mosel, welche Bedeutung messen Sie der Qualität von Netzdaten bei? Klaus von der Mosel: Die Netzdaten haben aus meiner Erfahrung absolute Pri­ orität und unterliegen sogar der Geheim­ haltung, da hieraus in enger Kopplung mit weiteren Unternehmensdaten die künf­ tigen Kosten abgeleitet werden können. Ich kann quasi das ganze Unternehmen bewerten, wenn ich weiß, wo im Netz wel­ che Betriebsmittel mit welchen Anforde­ rungsprofilen zu finden sind und welcher Aufwand dort zu erwarten ist. Eine hohe Datenqualität ist damit die Grundlage für Business Intelligence. Auf dieser Basis können belastbare Analysen, Simulationen und Alterungsketten erstellt werden. Daraus lassen sich zielgenaue Prognosen und optimale strategische Entscheidungen ableiten. Der Kreis der Interessenten an Netzdaten vergrößert sich daher perma­ nent und erreicht mittlerweile die obersten Entscheidungsebenen. Und auch in den betrieblichen Prozessen beeinträchtigt fehlende Qualität der Daten die Effizienz und die Wertschöpfungspotentiale eines Unternehmens. Darüber hinaus können

Datenerhebungen der Bundesnetzagen­ tur nicht oder nur mit großem Aufwand erfüllt werden, denn die Beseitigung von Dateninkonsistenzen kostet eine Menge Zeit und Geld. Ergo: Wenn ein Unterneh­ men nicht mehr durch das Tagesgeschäft blockiert sein will, fängt es jetzt an, den Datenbestand systematisch und zielgerich­ tet nutzbar zu machen!

Was charakterisiert in Ihren Augen den „idealen“ Datenbestand? Zum idealen Datenvolumen gibt es bei uns im Hause eine klare Empfehlung: So viel Aufwand wie nötig, so wenig wie möglich. Wir haben nämlich die Erfah­ rung gemacht, dass viele EVU über das Ziel hinaus schießen. Moderne Werkzeu­ ge und Analysemethodiken helfen dabei, systematisch Schwachstellen aufzuzeigen und gezielt danach zu fragen, welche Daten für die Entscheidungs­ und Betriebsprozesse überhaupt notwendig sind. Es lässt sich nämlich sehr viel Zeit und Geld sparen, wenn die „richtigen“ Daten mit geeigneter Qualität aufbereitet werden. Letztlich geht es um die sinnvol­ le Abbildung der Real­ in die Digitalwelt. Dabei raten wir, auf Charakteristika wie Aktualität, Vollständigkeit, logische Kon­ sistenz, Homogenität und Verfügbarkeit zu achten. Bei den digitalen Geodaten kommen noch die Lage und thematische Genauigkeit hinzu. Wichtig sind eben­ falls die Einhaltung von Standards (z. B. DVGW) und die Vergabe differenzierter

Zugriffsrechte. Da Unternehmensdaten konsolidiert betrachtet werden sollten, empfehlen wir die Koordinierung der unterschiedlichen Datenbanken durch das Aufsetzen eines so genannten „Asset Data Warehouse“, das ein ganzheitliches und integratives Management der Anla­ gegüter ermöglicht. Hier können schon einfache Lösungen einen hohen Nutzen hervorbringen.

In welchen Bereichen ist ein besonderes Augenmerk auf die Qualität der Daten zu legen? Im Asset­Management, Regulierungs­ management oder im Netzservice ist eine verlässliche Darstellung der Netzsituation erforderlich, um z. B. die Qualitätsparameter der BNetzA wie Versorgungszuverlässigkeit und ­sicher­ heit sowie Service­ und Produktqualität zu gewährleisten. Jedoch wird – oft ohne besseres Wissen – auf bis zu 80 % der Anwendungsmöglichkeiten von Netz­ daten verzichtet. Eine millionenschwere Investition bleibt damit häufig ungenutzt, entweder weil die Unterstützungssysteme fehlen oder weil die Ausgangsdaten in diesen Bereichen nicht über eine ausrei­ chende Qualität verfügen. Ein wichtiger Aspekt ist ebenfalls die Nutzbarmachung von Daten mit mobilen beziehungs­ weise Webanwendungen. Als Beispiele seien hier die Online­Planauskunft oder grafik­unterstützte Lösungen zur mobi­ len Auftragsabwicklung genannt.


Qualität von Netzdaten

Was raten Sie den EVU, damit sie eine hohe Bonität ihrer Daten vorhalten können? Um Zeit und Geld zu sparen, können bewährte Analysewerkzeuge und Me­ thodiken herangezogen werden. Mit der nötigen Erfahrung lassen sich dann recht schnell die verfügbaren Bestandsdaten und historischen Zustandsdaten aufbe­ reiten und durch fehlende Informationen ergänzen. Unsere Datenexperten bieten dafür eine professionelle Unterstützung. Als hilfreich haben sich auch abteilungs­ übergreifende Abstimmungsprozesse in der Datenmodellierung erwiesen. Und noch ein Tipp: Sollten der Datenstamm doch mal nicht den Anforderungen entsprechen gibt es die Möglichkeit der nachträglichen Datenveredelung. Wir bietet in diesem Zusammenhang die nötige Erfahrung, um z. B. mehrere Sparten oder Planwerksebenen zu einem homogenen Datenbestand zusammen­ zuführen, wir führen Qualitätsprüfun­ gen und Fehlerbereinigungen durch, ergänzen Sach­ oder Zustandsdaten und helfen bei der Datenaufbereitung z. B. für die Netzberechnung.

UTILITY | DATEN

Wie können die EVU von einer hohen Datenqualität profitieren? Der Hauptnutzen liegt sicherlich in der richtigen Netzentscheidung auf der Grundlage fundierter Simulations­ szenarien und Netzbewertungen, um damit die Investitions­ und Instand­ haltungsstrategie zu optimieren. Aber auch das Reportingwesen gewinnt deutlich in punkto Verlässlichkeit. Last but not least: Bei hoher Datenqualität sind die Versorger in der Lage die netznahen Serviceprozesse effektiv zu unterstützen, um z. B. mögliche Störfälle im Handumdrehen treffsi­ cher zu lokalisieren und unverzüglich entsprechende Gegenmaßnahmen einzuleiten. Ein ganz wichtiger Aspekt in punkto Versorgungssicherheit.

Herr von der Mosel, wir danken Ihnen für das Gespräch.

Original erschienen in:

www.mettenmeier.de

35


36

UTILITY | DATEN

Smallworld Fachschalen

Neues aus der Fachschalen-Entwicklung Zu den Smallworld Fachschalen Strom, Gas, Wasser und Kanal werden wieder neue Funktionen angeboten. Die Kunden sind aktiv an der Weiterentwicklung beteiligt. Nach dem umfangreichen „Funktions­ Release 4.1.1“ der Smallworld Fachscha­ len im Januar 2009 (wir berichteten in Ausgabe 20) hat die Mettenmeier GmbH jetzt noch einmal nachgelegt. In Abstim­ mung mit den SWUG­Fachschalen­Ar­ beitskreisen wurden weitere Funktionen in den umfangreichen Leistungsumfang der Fachanwendungen aufgenommen und als Technical Support Bulletin TSB12 veröffentlicht.

Fachschalen Gas/Wasser und Strom In den Fachschalen Gas/Wasser und Strom werden beispielsweise weitere Hausanschlussfunktionen sowie zahl­ reiche Funktionen für die Leitungs­ erfassung angeboten, um den Erfas­ sungs­ und Fortführungsprozess noch weiter zu automatisieren. Diverse neue Analysefunktionen wie die erweiterte Armatur­ und Anschlusssuche können per Klick auf die rechte Maustaste auf­ gerufen werden. Objekte mit Innenleben und andere Elternobjekte lassen sich inklusive ihrer zugehörigen Kindobjekte löschen, wodurch zeitraubende manuelle Löschungen entfallen.

Modul Netzstatistik Auch das integrierte, kostenlose Modul „Netzstatistik“ für Strom und Gas wurde erweitert. Dazu gehört eine Oberfläche für die Ermittlung der Netzkomplexität, die grafische Einfärbung der Ergebnisse sowie die Trassenanalyse bzw. Ermitt­ lung der Parallelverlegung, auch für Gas­ leitungen. Darüber hinaus die Eingren­

zung der Objekte für die Netzstatistik nach deren Lage über einen Trail sowie die Netzstatistik in Abhängigkeit vom Attribut „Eigentum“ bzw. „Eigentümer“.

Fachschale Kanal In der Fachschale Kanal wird eine höhere Produktivität bei der Textfrei­ stellung durch eine Optimierung und Erweiterung des Kanal Textmovers für Blocktexte und Einzeltexte erzielt. Um Zustandsdaten noch komfortabler beaus­ kunften zu können, wurde der vorhande­ ne Haltungsbericht nach ISYBAU 0196 um einen Haltungsbericht nach DWA­M 149­2 ergänzt und mit der Möglichkeit zum integriertem Aufruf von Schadens­ bildern und Videos der Kanalinspektion optimiert. Mit der weiteren Planung beschäftigt sich aktuell der SWUG­Arbeitskreis Fachschale Kanal. In der Sitzung vom März 2010 wurden die Themenschwer­ punkte „Anschlussleitungsnetz“ und „Erweiterte Netzdokumentation“ priorisiert. Dafür wurden Arbeitsgrup­ pen gebildet, die sich aktuell mit der Konkretisierung der Anforderungen beschäftigen.

Kunden setzen auf aktuellste Versionen Um von den umfangreichen neuen Funktionen der Fachschalen zu profitie­ ren, haben viele Unternehmen bereits den Umstieg auf Version 4.1.1 realisiert, wie z. B. die E.ON Westfalen­Weser AG,

die Stadtentwässerung Düsseldorf, die Stadtwerke Hamm, die Deutsche Bahn AG, die EVI Hildesheim, die NBB aus Berlin, die ELW aus Wiesbaden, die EVB aus Butzbach und die REWAG aus Regensburg .

ATV-DVWK-M-150-Schnittstelle

Mit der Freigabe der neuen Version 2.0 der ATV­DVWK­M­150­Schnittstelle wurde der normierte Datentransfer zwischen Kanalinspektion und der Smallworld Fachschale Kanal weiter verbessert. Die neuen Features umfassen u. a. die Unterstützung des Anschlusslei­ tungsnetzes, die Unterstützung des M­ 150­Formats 2007 sowie eine deutliche Performance­Verbesserung. Die Schnitt­ stelle kann ab sofort über den Metten­ meier­Vertrieb sowie über autorisierte Smallworld­Partner erworben werden. Die EWP Energie­ und Wasser Potsdam, die Stadtwerke Marburg sowie der SAL Stadtbetrieb Abwasserbeseitigung Lünen gehören zu den ersten Kunden der Schnittstelle. Kontakt Ludger Ebbers Mettenmeier GmbH +49 (0)5251 150-402 ludger.ebbers@mettenmeier.de Dietmar Stein Mettenmeier GmbH +49 (0)5251 150-391 dietmar.stein@mettenmeier.de

!


Netzberechnung und GIS

Netzberechnung und GIS Für Smallworld-Anwender bietet Mettenmeier eine durchgängige Lösung zur Unterstützung von Netzberechnungen – mit Schnittstellen und Berechnungsmodulen im GIS Die Netzberechnungsschnittstellen zum Smallworld GIS wurden in enger Zusam­ menarbeit mit den Herstellern Siemens, ABB, Fischer­Uhrig und DIgSILENT enwickelt. Dadurch dass alle Schnittstel­ len auf der gleichen konfigurierbaren Preprocessing Engine basieren, werden erhebliche Synergieeffekte realisiert. Zusammen mit dem Operation Analyser für integrierte Berechnungen direkt im GIS wird der Netzplanungsprozess op­ timal mit den zur Verfügung stehenden GIS­Daten unterstützt.

PSS/Sincal-Schnittstelle von Siemens zertifiziert Eines der weltweit etablierten Systeme zur Simulation, Darstellung und Aus­ wertung von Verteilungsnetzen ist die Netzanalyse­ und Netzplanungssoftware PSS/Sincal. Das System integriert u. a. auch die bekannten PTI­Funktionen. Im deutschsprachigen Raum hat sich die von Siemens zertifizierte PSS/Sincal­

Schnittstelle von Mettenmeier in den vergangenen Jahren etabliert, die in Deutschland für das Zusammenspiel mit den Smallworld Fachschalen optimiert wurde. Unternehmen wie die Stadtwerke Unna oder die NVV aus Mönchenglad­ bach unterstützen damit heute ihre Netz­ planungsprozesse. Und auch die DEW21 aus Dortmund führt die Schnittstelle derzeit für ihre Mittel­ und Niederspan­ nungsnetze ein.

PSS/Sincal-Schnittstelle für Norwegen Basierend auf dem flexiblen Schnittstel­ lenkonzept von Mettenmeier wurde die PSS/Sincal­Schnittstelle kürzlich auch an das individuelle Strom­Datenmodell eines norwegischen Energieversorgungsunter­ nehmens angepasst. Zu diesem Zweck wurden die Experten des norwegischen GIS­Dienstleisters “Smallworld Systems Norway” gecoacht, um die Schnittstelle zu evaluieren und eine bestmögliche Lösung für den Kunden zu erzielen.

UTILITY | DATEN

Kunden DEW21 Dortmund PSS/Sincal-Schnittstelle EVI Hildesheim Stanet-Schnittstelle Elektrizitätswerke Wels Einführung von Stanet EWR Remscheid Neplan-Schnittstelle GGEW Bensheim Stanet-Schnittstelle, Operation Analyser NBB Berlin Stanet-Schnittstelle, Operation Analyser nvb Nordhorn Stanet-Schnittstelle, Operation Analyser NVV PSS/Sincal-Schnittstelle, Operation Analyser PowerFactory Internationale Pilotprojekte rku.it Operation Analyser Smallworld Systems Norway PSS/Sincal-Schnittstelle Stadtwerke Bielefeld Neplan-Schnittstelle Stadtwerke Hamm Stanet-Schnittstelle Stadtwerke Herne Stanet-Schnittstelle, Operation Analyser Stadtwerke Lünen Stanet-Schnittstelle, Operation Analyser Stadtwerke Unna PSS/Sincal-Schnittstelle, Stanet-Schnittstelle, Operation Analyser Stadtwerke Witten Operation Analyser SVO Energie Celle Stanet-Schnittstelle, Operation Analyser

www.mettenmeier.de

37


38

UTILITY | DATEN

Leitungsdokumentation

Robust auf der Baustelle Bei der Leitungsdokumentation im schweizerischen Bern bauen Anwender auf den Tablet-PC colibri X7 von Mettenmeier. 2.500 Baustellen pro Jahr – eine echte Herausforderung für Mensch und Ma­ schine. Nicht jedoch für die Mitarbeiter der Stadt Bern und den Tablet­PC colibri X7 protect. Insgesamt drei Geräte wurden 2009 für die Sektion Geoinformation des Vermessungsamtes der Stadt Bern angeschafft. Seitdem werden die verlegten Leitungen im Handumdrehen vermessen, attributiert und auf der robusten Hard­ ware dargestellt und sicher abgespeichert. Der colibri überzeugte die Verantwort­ lichen durch seine solide Bauweise. Ausschlaggebend für die Kaufentschei­ dung war jedoch insbesondere die robuste Ausführung der Anschlüsse für Steckver­ bindungen, da die hohe Anzahl täglich angefahrener Baustellen ein häufiges Ein­ und Ausstecken der Anschlusskabel erfordert. Darüber hinaus verlangen die eingesetzten Anwendungen eine hohe

 Mit dem Tablet-PC geht’s schneller.

 Rund 2.500 mal pro Jahr im Einsatz in Bern: colibri X7 protect von Mettenmeier

Genauigkeit bei der Dateneingabe, die beim colibri über den Aktivstift direkt auf dem Display erfolgt. Herkömmliche Touchscreen­Displays kamen hier nicht in Frage. Nicht zuletzt war auch die Mög­ lichkeit, den Akku im laufenden Betrieb zu wechseln („Hot­Swap“), eine weitere wichtige Kaufvoraussetzung.

sehr gute Performance. Diesen Anfor­ derungen werden der colibri mit seinem leistungsstarken Prozessor und die einge­ setzte Software mit ihrer schnellen Grafik mühelos gerecht. Die Anforderungen an die Rechnerleistung können nur mit der vorgenannten Hot­Swap­Fähigkeit der Stromversorgung gewährleistet werden.

Eingesetzt wird der colibri bei der Stadt Bern in erster Linie für die Leitungsdoku­ mentation. Die eingesetzten Messinstru­ mente wie Tachymeter oder GPS werden kabellos über Bluetooth angesteuert, um die vermessenen Punkte in die instal­ lierte Software einzuspielen und mit den Leitungen zu verbinden. Auch Sachdaten (Attribute) wie z. B. Schieber, Leitungstyp, ­art und ­durchmesser etc. werden erho­ ben und zu den Punkten und Leitungen zugeordnet. Hier ist Höchstleistung ge­ fragt – denn sowohl die hohe Anzahl der erhobenen Attribute als auch die kom­ plexen Datenmodelle mit ihren hohen attributiven Anforderungen fordern eine

Zurück im Büro werden die im Feld erhobenen Rohdaten in das städtische GIS transferiert und vom zuständigen Fachpersonal aufbereitet und veredelt. Das Ergebnis ist ein fertiger, aktueller Datenbestand, der dem Gas­, Wasser­ und Elektrizitätswerk sowie den anderen Auf­ traggebern zur Verfügung gestellt wird.

Kontakt Michael Tix Mettenmeier GmbH +49 (0)5251 150-510 michael.tix@mettenmeier.de

!


UTILITY | NEWS

Soziales Engagement

Sozial engagiert Kunden erspielen Spende für den Kinderschutzbund

 Ulrich Mettenmeier übergibt symbolisch die Spende an die 1. Vorsitzende des Deutschen Kinderschutzbundes Paderborn e.V. Jutta Emrich und Monika Grobe vom Patenschaftsprojekt.

Insgesamt 2.725,­ Euro kamen bei der Weihnachtsaktion 2009 der Mettenmei­ er GmbH zu Gunsten des Deutschen Kinderschutzbundes (DKSB) zusammen. Der Geldbetrag wurde gemeinsam mit Kunden und Geschäftspartnern der Met­ tenmeier GmbH in einem Weihnachts­ Onlinespiel ermittelt und nun dem Deutschen Kinderschutzbund Kreisver­ band Paderborn überreicht.

stark gemacht und Projekte in Kin­ dertagesstätten für Migrantenkinder mit Sprachförderbedarf unterstützt. Das Spendengeld wird dieses Mal für das Patenschaftsprojekt des Deutschen Kinderschutzbundes eingesetzt, welches Teil des „Sozialen Frühwarnsystems“ in Kreis und Stadt Paderborn ist und mit seinem Präventionsangebot effektiven Kinderschutz bietet. Ehrenamtliche Familienpatinnen helfen psychosozial belasteten Familien bei der Bewältigung des Erziehungsalltags. Kennzeichnend für das aufsuchende Hilfsangebot sind die Hausbesuche der Patinnen bei den Müttern und Kindern. Es soll Entlastung bei der Bewältigung im Erziehungsalltag und eine Strukturierung des Tagesab­ laufs angeboten werden. Eine weitere

Unterstützungsmöglichkeit liegt in der Durchführung von Freizeitaktivitäten mit Kindern. Darüber hinaus vermitteln die Patinnen Kontakte und Hilfsmöglich­ keiten und geben Hilfen bei der Pflege und Erziehung. Die Mettenmeier GmbH und der Deut­ sche Kinderschutzbund bedanken sich bei über 250 Kunden und Partnern aus insgesamt 12 Ländern, die sich an dem Weihnachtsspiel beteiligt haben. Informationen zu den Projekten des DKSB Kreisverband Paderborn e.V., der für sein Patenschaftsprojekt weitere ehrenamtliche Familienpatinnen sucht, sind unter www.kinderschutzbund­ paderborn.de zu finden.

„Als familienfreundliches Wirtschafts­ unternehmen sind wir uns der sozialen Verpflichtung bewusst“, erklärt Fir­ menchef Ulrich Mettenmeier. „Unser Engagement reicht von der direkten Unterstützung der Familien von Mitar­ beitern bis hin zur Förderung benachtei­ ligter Familien in unserer Gesellschaft. Auf diese Weise ebnen wir den Weg für gleiche Bildungschancen.“ Bereits 2009 hat sich die Mettenmeier GmbH für die Nachwuchsförderung

www.mettenmeier.de

39


40

UTILITY | NEWS

Soziales Engagement


Utility Solutions 2010

UTILITY | DATEN · PROZESSE · STRATEGIEN

Utility Solutions 2010 in Paderborn Lösungen für Smart Grid, Regulatorisches Asset-Management, Work-Management sowie GIS in Ver- und Entsorgung waren die zentralen Themen beim Mettenmeier-Fachkongress für die Energie- und Wasserwirtschaft. Vom 23. bis zum 25. März 2010 trafen sich über 200 Vertreter von Netzbetrei­ bern, Systemherstellern und Dienst­ leistern zum Fachkongress Utility Solutions 2010 der Mettenmeier GmbH. Das Heinz Nixdorf MuseumsForum in Paderborn bot den passenden Rahmen für Vortragsreihen, Workshops, die begleitende Fachausstellung sowie den kommunikativen Austausch auf hohem fachlichem Niveau.

Daten – Prozesse – Strategien Das Motto des Kongresses war zugleich die konsequente Weiterverfolgung der Unternehmensstrategie von Mettenmei­ er, die von den Teilnehmern begrüßt und mit großem Interesse aufgenommen wurde. Für alle drei Facetten wurden Lösungen für die Netze von morgen und die Herausforderungen von heute vorgestellt und diskutiert. Szenarien für

Firmengründer und -inhaber Ulrich Mettenmeier eröffnet den Fachkongress „Utility Solutions 2010“.

das Work­Management und die Geschäftsprozesse von Netzserviceorganisatio­ nen waren ebenso auf der Agenda wie die unterschiedlichsten Lösungen zur Nut­ zung und Verarbeitung von Daten sowie die Ableitung von strate­ gischen Investitions­ und Instandhaltungsentscheidungen.

Große Vielfalt Mit eigenen Fachtagungen beteiligten sich die Firmen Samco Networks und CISS TDI am Kongress. Bei Samco Networks ging es um das Thema „re­ gulatorisches Asset­Management“ bzw. die intelligente Steuerung des Netzge­ schäftes unter Berücksichtigung der Wechselwirkungen von Regulierungs­

Ein großes Publikum lauscht gespannt den interessanten Beiträgen der Referenten.

und Asset­Management. Bei CISS TDI wurden in einem Oracle Spatial­Workshop Möglich­ keiten zur Bereitstellung und Nutzbarmachung von Geodaten vorgestellt und diskutiert. Keynote­Speaker Do­ minik Neidhart, Segler im Team Alinghi, 2003 Gewinner des America‘s Cup, beschrieb auf eindrucksvolle Art und Weise, wie er mit dem Schweizer Team Alinghi den Americas Cup erstmalig nach Europa geholt hat. In seinem Vortrag analysierte er die entscheidenden Erfolgsfaktoren des Teams Alinghi und zeigte anhand der Crew, wie Höchstleistungen auch in der Welt der Wirtschaft erreicht werden können.

Keynote-Speaker Dominik Neidhard überzeugt in seinem Vortrag zum Thema Teamwork.

www.mettenmeier.de

41


42

UTILITY | DATEN · PROZESSE · STRATEGIEN

Utility Solutions 2010

Der großzügige Ausstellungsbereich bot genügend Raum für interessante Gespräche und intensiven Informationsaustausch.

Vertreter der Energiewirtschaft am Rande der Fachtagung von Samco Networks.

Auch der Nachwuchs ist fasziniert vom Tablet-PC colibri X7.

Joachim Magiera und Uwe Lippert im Fachgespräch.

In der Fachausstellung: Stephen Schrempp und Nicole Konrad in fröhlicher Stimmung.

Frank Euteneuer und Bernhard Büning folgen gespannt der Präsentation von Frank Mügge.

Mit großem Interesse lesen Claudia Ecke und Thomas Jähne die Solutions-Sonderausgabe

Smallworld-Chef Martin Ansell richtet seine Worte per Live-Videokonferenz an die Teilnehmer.

Dr. Michael Fette überzeugt die Teilnehmer mit seinem ausgeprägten Branchen-Know-how.

Klaus von der Mosel bedankt sich bei Dominik Neidhart für seinen mitreißenden Keynote-Vortrag.


Utility Solutions 2010

Volle Stuhlreihen im Auditorium, wo innovative Lösungen zu aktuellen Themen vorgestellt werden.

Mit Bussen werden die Teilnehmer vom Hotel zum historischen Gut Ringelsbruch gebracht.

Petra Arnold und Michael Tix genießen am Ende des 1. Kongresstages den Ausklang auf Gut Ringelsbruch.

Auch die Fachtagung von Samco Networks erfreut sich einer regen Beteiligung.

Dietmar Stein erläutert in den Hands-on-Workshops die neuen Features der Fachschalen Strom/Gas/Wasser.

UTILITY | DATEN · PROZESSE · STRATEGIEN

Klaus Leßmann referiert über Initiierung von Netzanschlüssen und Inbetriebsetzungen aus dem Web.

Viele der Kongress-Gäste nehmen am Konferenz-Dinner auf Gut Ringelsbruch teil, das den ersten Veranstaltungstag gesellig und sehr kommunikativ ausklingen lässt.

Stefan Fresin und Ansgar Brandt im regen Erfahrungsaustausch mit Andreas Hagen.

Helge Libuda, Frank Höller, Frank Kutter, Klaus Hübner und Jürgen Hülsmann beim gemeinsamen Dartspiel.

Die angebotenen Hands-on-Workshops zu verschiedenen aktuellen Themen sind stets gut besucht.

Alexander Stangl testet erwartungsvoll den TabletPC colibri X7 protect von Mettenmeier.

www.mettenmeier.de

43


http://www.mettenmeier.de/allgemein/pdf/solutions21_high-res  

http://www.mettenmeier.de/allgemein/pdf/solutions21_high-res.pdf

Read more
Read more
Similar to
Popular now
Just for you