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Immobilien Brief Schweizer

das e-Magazin der Schweizer-ImmobilienGespräche Ausgabe 10/07 / Mai 2007 Editorial

INHALT Editorial................................ 1 Europäische Immobiliengesellschaften gut im Wettbewerb........................... 2

Europäische Immobilienwirtschaft auf dem richtigen Weg Immobiliengesellschaften sind heutzutage „echte“ Unternehmen und nicht mehr nur reine Finanzierungsvehikel. Gute Manager sind in der Lage, aus gesunden immobilienwirtschaftlichen Rahmendaten Gewinn zu erwirtschaften und das Wachstum durch Projektentwicklungen, Joint Ventures und sogar durch FondsManagement zu fördern.

Last Minute............................ 3 Last Minute............................ 4 Last Minute............................ 5 Direkte Anlagen mit besserer Performance als Aktien............ 6 NEU: ImmobilienFinanzmärkte Schweiz............. 8 Gutes Facility Management fängt bei der Ausschreibung an................... 9 Kalender..............................10 Planungsbüros: Hoher Auftragbestand und mehr Zuversicht............................12 Impressum...........................13

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Diese betriebswirtschaftliche Situation hat die Voraussetzung für eine Erholung der immobilienwirtschaftlichen Rahmendaten in vielen europäischen Märkten geschaffen. Eine solide Unternehmensrentabilität und konstante Einzelhandelsverkäufe haben die Mieternachfrage erhöht, die steigenden Baukosten haben das Angebot relativ in Zaum gehalten. Die Leerstandsquoten für Büroflächen in Barcelona, Paris, Madrid, London und Moskau liegen bei oder unter fünf Prozent (Quelle: JLL) verbunden mit einem starken Mietpreiswachstum in diesen Märkten. Es wird sogar damit gerechnet, dass die Mieten in der Londoner City 2007 und 2008 nochmals um mehr als 10 Prozent steigen werden, obwohl sie in 2006 bereits um 15,7 Prozent gestiegen sind.

Remi Buchschacher Redaktionsleiter

Wir werden von jetzt an über die europäischen Märkte regelmässig berichten. In dieser Ausgabe geht es vor allem um die Bewegungen innerhalb des EPRAIndex. Aber auch die Schweizer Immobilien-Finanzmärkte werden bei uns ab sofort ständig beobachtet. Die neu gestaltete Finanzmarktseite bietet Ihnen einen Überblick über die Entwicklung der Schweizer Immobilienfonds und –Aktiengesellschaften.

Capital

Ihr Remi Buchschacher Schweizer

ImmobilienGespräche

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Das nächste Schweizer Immobiliengespräch findet statt am 12. September 2007 um 17 Uhr im Restaurant Au Premier im Zürcher HB. ®

Immobilienderivate Strohfeuer oder echte Alternative? Neue Investmentvehikel werden auch in der Immobilienwirtschaft immer populärer. Wohin führt dieser Weg? Weiss der Investor eigentlich, was er kauft? Wie gut sind die Benchmarks?

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Immobilien Brief Schweizer

Seite 22 Seite Ausgabe 10/07 / Mai 2007 das e-Magazin der Schweizer-ImmobilienGespräche

Europäische Immobiliengesellschaften gut im Wettbewerb Die börsennotierten europäischen Immobiliengesellschaften erzielten im ersten Quartal 2007 eine solide Performance. Der EPRA-Index stieg um 2,0 Prozent, schnitt jedoch geringfügig schlechter ab als europäische Aktien und festverzinsliche Wertpapiere. Dies geht aus dem „European Securities – Review & Outlook“ über das erste Quartal 2007 von LaSalle Investment Management hervor. pd. Die europäischen Immobiliengesellschaften verzeichneten auch im 1. Quartal 2007 positive Erträge. Der EPRA -Index für Europa stieg um 2,0 Prozent und lag damit geringfügig niedriger als Aktien und Versorgungswerte (beide +2,8 Prozent) und genauso hoch wie festverzinsliche Wertpapiere (2,0 Prozent). Die mittelfristigen Staatsanleihen sind im 1. Quartal geringfügig gestiegen: in der Eurozone sind Fünfjahresanleihen um 10 Basispunkte auf 4,02 Prozent und in Grossbritannien sind Gilts mit einer fünfjährigen Laufzeit um 16 Basispunkte auf 5,22 Prozent gestiegen

Österreichische Immobiliengesellschaften machen mit hohen Wertsteigerungen auf sich aufmerksam.


Schweizer

Seite 33 Seite Ausgabe 10/07 / Mai 2007 das e-Magazin der Schweizer-ImmobilienGespräche

Fortsetzung

Die Erträge aus börsennotierten Immobilien können dem Wettbewerb auf lange Sicht hin weiterhin gut standhalten. Der EPRA-Index präsentierte sowohl über einen Zeitraum von 3 Jahren als auch über 5 Jahre hinweg eine deutlich bessere Performance als festverzinsliche Wertpapiere, Aktien und Versorgungswerte. Auch auf Risiko adjustierter Basis sind börsennotierte Immobilien weiterhin wettbewerbsfähig und erzielen attraktive Erträge bei einer langfristig niedrigeren Volatilität als Aktien bzw. Versorgungswerte.

Immobilien Brief Europäische Immobiliengesellschaften ...

Last Minute

Förderpreis für energieffizientes Bauen pd. Die immer knapper werdenden Energieressourcen möglichst intelligent und effizient zu nutzen ist heute eine der grössten Herausforderungen. Vor diesem Hintergrund wird in Deutschland zu ersten Mal der Förderpreis „Prom des Jahres“ (Prom = Haus des Prometheus) vergeben, an dem auch Schweizer Immobilienunternehmen teilnehmen können. Mit dem Preis sollen ökologisch richtungsweisende Lösungen im Bereich energieffizienter Gewerbeimmobilien ausgezeichnet werden. Das Dortmunder Energieunternehmen RWE Energy AG stiftet den Preis. Der Wettbewerbssieger erhält 30 000 Euro. 15 Teilnehmer kommen in die engere Wahl und erhalten eine Anerkennungsurkunde. Die Ausschreibungsfrist endet am 31. Juli 2007. Weitere Informationen wie Ausschreibungskriterien und Wettbewerbsablauf gibt es unter www.prom-des-jahres.de.

Die meisten Länder wiesen im vierten Quartal eine positive Performance auf. Die volatilen polnischen und dänischen Immobiliengesellschaften waren jedoch mit 28,1 Prozent bzw. 23,8 Prozent, die Spitzenreiter. Aufgrund der starken Projektentwicklungs-Aktivitäten in Mittel- und Osteuropa haben die dortigen Gesellschaften das Potenzial, verglichen mit den Anfangsrenditen bei bestehenden Objekten deutlich höhere Renditen auf die Gestehungskosten zu erzielen. Die finnischen Immobiliengesellschaften erzielten ebenfalls eine starke Performance (+16,8 Prozent).

Viele Übernahmen und Beteiligungen Im ersten Quartal gab es erhebliche Aktivitäten auf der Unternehmensseite. Die spanische Riofisa (RFS, +18,5 Prozent) stimmte einer bedingungslosen Übernahme durch Grupo Inmocaral (CAR, -0,4 Prozent) zu. Riofisa war erst im Juli 2006 an die Börse gegangen. Das Gebot spiegelt die grosse verfügbare Liquidität und das grosse Interesse an Immobilien wider, das in Spanien seit mehr als einem Jahr besteht. Fast jede grössere börsennotierte Immobiliengesellschaft in Spanien wurde aufgekauft oder war sonst an Kapitalveränderungen beteiligt. Darüber hinaus, hat der französische REIT Fonciere des Region (FDR, -5,5 Prozent) bekannt gegeben, dass man eine Mehrheitsbeteiligung an der grössten italienischen Immobiliengesellschaft, Beni Stabili (BNS, +3,4 Prozent), vereinbart habe. FDR beabsichtigt, ein führender pan-europäischer Immobilieninvestor zu werden und geht nach eigenen Angaben davon aus, dass die kommende REIT-Gesetzgebung Beni Vorteile bringen würde. Nach Abschluss der Transaktion wird FDR €14 Mrd. an Investitionsimmobilien in Frankreich, Deutschland und Italien kontrollieren. Der spanische Immobilien-Investor Metrovacesa (MVC, -27.1 Prozent), der seit über einem Jahr in einem Kampf um die Kontrolle zwischen einem grossen in Familienbesitz befindlichen Investor und dem Management feststeckt, gab überraschend bekannt, dass das Unternehmen nun zweigeteilt werden solle. Der in Mehrheitsbesitz befindliche französische REIT Gecina (GFC, +9.4 Prozent) wird abgetrennt und von der bestehenden Führungsspitze von Metrovacesa gemanagt. Das Familienunternehmen Sacresa wird das spanische Immobilienportfolio von Metrovacesa kontrollieren. Die Trennung soll im zweiten Halbjahr stattfinden, und beide Gesellschaften sollen weiterhin an der Börse notiert bleiben. Für die britischen Immobiliengesellschaften begann das Jahr mit einem historischen Ereignis. Nach langen Jahren des Wartens trat das britische REIT-Gesetz endlich in Kraft. Bei der endgültigen REIT-Gesetzgebung gab es keine Überraschungen, genauso wenig wie bei denjenigen Gesell-


Immobilien Brief Schweizer

Fortsetzung

Europäische Immobiliengesellschaften ...

Last Minute

Thomas Kaul neu bei Sal. Oppenheim pd. Sal. Oppenheim Real Estate Investment Advisors (Sopreia) verstärkt für den weiteren Ausbau der Aktivitäten das Team mit Thomas Kaul. Als ehemaliger Finanzchef der europäisch diversifizierten börsenkotierten Züblin Immobilien Holding AG verfügt Thomas Kaul über eine langjährige Erfahrung in verschiedenen europäischen Immobilienmärkten und wird bei Sopreie als Fondsmanager tätig sein. Sopreia, die Asset Management-Einheit von Sal. Oppenheim jr. & Cie. Corporate Finance, hat im Januar 2007 mit „4IP European Real Estate Fund of Funds“ einen RealEstate-Dachfonds lanciert, der in europäische nicht-kotierte Immobilien-Fonds investiert. Damit wird insbesondere Schweizer institutionellen Investoren eine breit diversifizierte, steueroptimierte Anlagemöglichkeit in den weiterhin attraktiven europäischen Immobilienmarkt geboten.

Seite 44 Seite Ausgabe 10/07 / Mai 2007 das e-Magazin der Schweizer-ImmobilienGespräche schaften, die eine Umwandlung in den REIT-Status vornahmen. Neun Gesellschaften konvertierten mit Wirkung zum 1. Januar 2007, mit einer Gesamtmarktkapitalisierung in Höhe von £37,1 Mrd. Vier weitere Gesellschaften konvertierten später im Quartal, sodass das REIT-Universum nun insgesamt 13 Gesellschaften zählt. Weitere Umwandlungen sind später im Jahr, zusammen mit wahrscheinlichen REIT-Börsengängen geplant. Trotz der REIT-Einführung beendete Grossbritannien das Quartal mit einer 3,8 Prozent niedrigeren Performance, wobei die grösseren Gesellschaften unterdurchschnittlich abschnitten. Nach dem grossen Ansturm im vergangenen Jahr, insbesondere nach den starken Performance im Dezember (+9,6 Prozent), nahmen generalistische Investoren den Gewinn mit und reduzierten ihre Immobilien-Anteile. Eine überraschende Anhebung des Zinssatzes um einen Viertelpunkt durch die Bank von England hat die negative Performance weiter verschlimmert. Die REIT-artigen „off-shore“ Immobiliengesellschaften schnitten mit einer Gesamt-Performance von rund +1 Prozent besser ab.

Gesellschaften mit der besten Performance Die Gesellschaften mit der besten Performance waren gut durchmischt. Angeführt wurde der EPRA-Index von Sparkassen Immo, einem diversifizierten Immobilieninvestor aus Österreich. Nachdem das Unternehmen im EPRA jahrelang schlecht abgeschnitten hatte, startete Sparkassen Immo eine Investor- Relations-Initiative (die eindeutig erfolgreich war), wurde in den EPRA Index aufgenommen und gab Wertsteigerungen von Assets bekannt, die früher zum Anschaffungswert geführt wurden. TK Development gab eine Projektentwicklungs-Partnerschaft mit Meinl Bank zur Entwicklung eines Einkaufszentrums in Polen im Wert von €100 Mio. bekannt. GTC erwarb weitere Grundstücke in Mittel- und Osteuropa, und die dortigen Entwicklungsprojekte machen gute Fortschritte. Unibail gab deutlich besser als erwartete Endjahresergebnisse für 2006 bekannt, was hauptsächlich auf das starke Cash-Flow-Wachstum aus dessen Einzelhandelsimmobilien-Portfolio zurückzuführen war. Ausserdem gab Unibail den Verkauf seiner Anteile an Coeur Defense bekannt. Eine Kapitalisierungsrate aus dem Verkauf wurde nicht veröffentlicht, doch auf Grundlage der Mieten auf dem Markt wird die Rendite auf 3,6 Prozent geschätzt, ein neuer Tiefstand für den Pariser Büroflächen-Teilmarkt La Defense. Marylebone Warwicks britisches Hotelgeschäft mit den Marken Malmaison und Hotel du Vin zeigt eine anhaltend gute Performance. Ein möglicher Verkauf dieses Geschäftszweigs würde für die Gesellschaft einen hohen Buchgewinn mit sich bringen.

Gesellschaften mit der schlechtesten Performance Gesellschaften mit Engagements auf dem deutschen WohnimmobilienMarkt schnitten im 1. Quartal unterdurchschnittlich ab, und zwar Patrizia, Deutsche Wohnen and Gagfah. Die immobilienwirtschaftlichen Rahmendaten für den deutschen Wohnimmobilien-Markt werden ständig besser, und die Geschäftsstrategien der Gesellschaften sind solide. Der Markt erwartete jedoch einen grösseren Transaktionsfluss als diese Firmen liefern konnten. Brixton, ein britischer UK Industrie-REIT, veröffentlichte ein vorläufiges Ergebnis. Der bereinigte NAV stieg 10


GTC erwarb weitere Grundstücke in Mittel- und Osteuropa, und die dortigen Entwicklungsprojekte machen gute Fortschritte. Unibail gab deutlich besser als erwartete Endjahresergebnisse für 2006 bekannt, was hauptsächlich auf das starke Cash-Flow-Wachstum aus dessen Einzelhandelsimmobilien-Portfolio zurückzuführen war. Außerdem gab Unibail den Verkauf seiner Anteile an Coeur Defense bekannt. Eine Kapitalisierungsrate aus dem Verkauf wurde nicht veröffentlicht, doch auf Grundlage der Mieten auf dem Markt Seite wird die Rendite auf 3,6% 10/07 geschätzt, / einMai neuer 2007 Tiefstand für den Pariser Büroflächen-Teilmarkt La Defense. Seite 55 Ausgabe Marylebone Warwicks britisches Hotelgeschäft mit den Marken Malmaison und Hotel du Vin zeigt eine das e-Magazin der Schweizer-ImmobilienGespräche anhaltend gute Performance. Ein möglicher Verkauf dieses Geschäftszweigs würde für die Gesellschaft einen hohen Buchgewinn mit sich bringen.

Immobilien Brief Schweizer

Prozent, was die Investoren nicht sonderlich begeisterte. Auch HBOS, ein grosser, langjähriger Teilhaber von Brixton, hat einen Anteil von Europäische Immo- !"#"$$#%&'()"*+,-)+."/+#%&$"%&)"#)"*+1"/(2/,'*%"+-,+3"/4'*4"*"*+56'/)'$+ 10,3 mit Prozent an die Government of Singapore Investment Corporation biliengesellschaften ...Gesellschaften Engagements auf dem deutschen Wohnimmobilien-Markt schnitten im 1. Quartal (GIC) verkauft; HBOS verbleibender Anteil Prozent. Primaunterdurchschnittlich ab, und zwar Patrizia, Deutsche Wohnen andbeträgt Gagfah. 10,2 Die immobilienwirtschaftlichen Rahmendaten für den deutschen Wohnimmobilien-Markt werden ständig besser, und die Geschäftsstrategien ry Health Properties, ein kleiner britischer REIT, sammelte £38,6 Mio. der Gesellschaften sind solide. Der Markt erwartete jedoch einen größeren Transaktionsfluss als diese Firmen durch ein zweites Börsenangebot. Die Anzahl der ausgegebenen Aktien konnten. Brixton, ein britischer UK Industrie-REIT, veröffentlichte ein vorläufiges Ergebnis. Der Last Minute liefern bereinigtestieg NAV stieg 10%, was die Investoren nicht sonderlich AuchWachstum HBOS, ein großer, um 38 Prozent und der Erlös soll fürbegeisterte. ein weiteres auf langjähriger Teilhaber von Brixton, hat einen Anteil von 10,3% an die Government of Singapore Investment dem britischen Gesundheitssektor verwendet werden. offene AngeRevival des Corporation (GIC) verkauft; HBOS verbleibender Anteil beträgt 10,2%. Primary Das Health Properties, ein kleiner britischer bot REIT, sammelte £38,6 Marktpreis, Mio. durch ein zweites Börsenangebot. Die Anzahl der grosse, ausgegebenen Aktien lag unter dem was die Aktien drückte. Diese verPartizipationsscheinsstieg um 38% und der Erlös soll für ein weiteres Wachstum auf dem britischen Gesundheitssektor verwendet billigte sowie der starke Ansturm im Dezember werden. Das offeneAktienemission Angebot lag unter dem Marktpreis, was die Aktien drückte. Diese große,führen verbilligte rb. Mit einem interessanten Aktienemission sowie der starke Ansturm im Dezember führen zu einer schwachen Performance im 1. Quartal. zu einer schwachen Performance im 1. Quartal. n Geschäftsmodell spricht die Fortsetzung

SE Swiss Estates AG aus 728+'*.+02))2,+8"/(2/,-*4+%2,8'*-"#9++:1;<+:6/28"+=*.">+ Die Top- und die Flop-Gesellschaften Zürich eine schweizerische und internationale Kundschaft an. Country February March Company Name January Q1 2007 Die an der Berner Börse kotierte 43.9% Sparkassen Immo Austria 9.1% 7.4% 22.9% Immobiliengesellschaft investiert 32.7% TK Development Denmark -1.2% 20.7% 12.6% in gute Wohnliegenschaften in 28.1% Global Trade Center Poland 23.6% -6.1% 9.7% den städtischen Ballungszentren 23.2% Unibail France 4.6% 12.9% 3.8% der Schweiz. Dabei werden vor 21.6% Marylebone Warwick UK -5.8% 7.9% 19.6% allem Immobilien erworben, die wenigstens 10 Wohneinheiten -10.7% Primary Health Properties UK -5.8% -9.54% 5.0% aufweisen, heisst es im -11.7% Brixton UK -12.3% -3.5% 4.1% Geschäftsbericht. Interessant -15.0% Gagfah Germany -2.7% -8.1% -4.3% ist vor allem der Zugang, -21.8% Deutsche Wohnen Germany 4.2% -12.3% -7.2% European Real Estate Securities den die SE Swiss Estates AG -24.8%and Outlook Patrizia Immo Germany -2.7% -2.0% -20.7% Review 1. Quartal 2007 ausländischen Anlegern anbietet. Quelle: FTSE EPRA/NAREIT und Bloomberg Source: FTSE EPRA/NAREIT and Bloomberg Denn aufgrund der Lex Koller dürfen Ausländer nicht in EPRA-Index: Performance und Risiko !"#$%&'()#&'*)&+,',&)+&-"#.,.&+/))!012).(3&4)%&#5$#6'(-&)'(3)&4%$+"#&)) Schweizer Wohnimmobilien ) Country/Sector investieren, wenn sie diese EPRA Europe Real Estate Index – Country Weights (returns in local currencies) Price Return Total Return nicht selber nutzen. “Seit der UK (43.8%) Austria 10.8% 10.8% letzten Gesetzesrevision dürfen Turkey (0.2%) Switzerland (2.4%) Belgium 8.2% 8.2% ausländische Investoren stimmSweden (5.5%) Denmark 23.8% 23.8% Spain (1.7%) rechtslose Partizipationsscheine Portugal (0.1%) Finland 15.5% 16.8% Norway (0.5%) von börsenkotierten ImmobilienNetherlands (5%) France 11.1% 11.6% Italy (3.2%) gesellschaften frei erwerben,” Greece (0.7%) Germany -2.2% -2.1% Germany (4.8%) sagt Geschäftsführer Markus France (17.3%) Greece 0.0% 0.2% Finland (1.6%) Schmidiger, “damit können wir Denmark (0.3%) Italy 3.1% 3.1% Belgium (2.6%) ausländischen Investoren nun die Austria (2.6%) Netherlands 6.6% 6.7% CEE (6.1%) Investition in den interessanten Other (1.6%) Norway 4.0% 4.0% Markt von schweizerischen Spain 5.9% 5.9% Wohnimmobilien ermöglichen”. Sweden 9.0% 11.5% Die Partizipationsscheine der SE Poland 28.1% 28.1% Swiss Estates AG sind im Rahmen EPRA Europe Real Estate Index – Sector Weights Switzerland 5.9% 5.9% von Sekundärlistings auch an United Kingdom -4.0% -3.8% der Frankfurter Wertpapierbörse Other (5%) Eurozone (in !) 7.8% 8.1% Residential und an der Börse Berlin-Bremen (6.8%) All Europe (in !) 1.7% 2.0% (WKN AOMJ3Y / Tickersymbol All Europe – Investors 2.0% 2.3% Industrial (9.2%) WAG) zum Handel zugelassen. Office (36.8%) Data as at 31 March 2007; by company property exposure

Cont Eur – Diversified

5.6%

Cont Eur – Office

7.6%

6.4% 7.6%

Cont Eur – Residential

-8.0%

-7.8%

Cont Eur – Retail

5.9%

6.0%

UK – Diversified

-6.8%

-6.6%

UK – Industrial

-3.9%

-3.9%

UK – Office

2.2%

2.4%

UK – Residential

-6.2%

-5.8%

UK – Retail

-1.1%

-1.1%

Retail (42.2%)

Data as at 31 March 2007; by company property exposure

Kaufhaus Stoffel in Wien, im Portfolio der Sparkassen Immo.

Quelle: FTSE EPRA/NAREIT; UBS, und LaSalle Investment Management Source: FTSE EPRA/NAREIT, UBS, and LaSalle Investment Management

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Immobilien Brief Schweizer

Seite 66 Seite Ausgabe 10/07 / Mai 2007 das e-Magazin der Schweizer-ImmobilienGespräche

Direkte Anlagen mit besserer Performance als Aktien Im ersten Quartal 2007 boten sich für Immobilieninvestoren neue Chancen und Möglichkeiten. Neun europäische Immobiliengesellschaften kamen auf den Markt und sammelten Eigenkapital in Höhe von € 1,7 Mrd. ein. Viele der neuen Gesellschaften investieren in Märkte oder Sektoren, die zuvor auf dem europäischen Markt nicht ausreichend vertreten waren. pd. Die Wachstumsprognosen für die Weltwirtschaft werden weiterhin nach oben korrigiert, das gilt insbesondere auch für die europäischen Volkswirtschaften. Für die Eurozone und die britische Volkswirtschaft wird für 2007 ein Wachstum von 2,3 Prozent bzw. 2,9 Prozent prognostiziert. Das hat Auswirkungen auf die direkten Immobilieninvestments, wie dem Bericht „European Securities – Review & Outlook“ von LaSalle Investment Management zu entnehmen ist. Obwohl die gewerblichen Immobilien in Grossbritannien 2006 eine Performance von 18,1 Prozent erzielten, begann sich die Dynamik auf dem Markt gegen Ende des Jahres langsam abzuschwächen. Dies hielt auch in den ersten beiden Monaten 2007 an, wobei die vierteljährlich aufs Jahr umgerechnete Performance im Februar nur noch 12,1 Prozent betrug. Vieles dieser Abschwächung spiegelt die Tatsache wider, dass die sinkenden Renditen den Wertzuwachs nicht mehr im gleichen Umfang ankurbeln. Die Anfangsrendite für direkt gehaltene Immobilien liegt seit November 2006 bei 4,6 Prozent. Trotzdem war in den drei Monaten bis Februar die Performance direkter Immobilienanlagen (2,9 Prozent) besser als die von Immobilienaktien (1,3 Prozent) und festverzinslichen Wertpapieren (-0,9 Prozent), entsprach jedoch der des Gesamt-Aktienmarktes (2,9 Prozent). Der Büroflächensektor in London ist nach wie vor Spitzenreiter mit einer Gesamtperformance von 4,3 Prozent in den drei Monaten bis Februar (18,1 Prozent auf vierteljährlich aufs Jahr umgerechneter Basis). Büroflächen stehen weiter im Mittelpunkt für Investitionen und machen in den ersten zwei Monaten 50 Prozent des Gesamtvolumens aus. Die Mieten für Büroflächen sind in den ersten drei Monaten bis Februar um 2,0 Prozent gestiegen und werden weiterhin von den Märkten der City (3,4 Prozent) und des West End (4,3 Prozent) dynamisiert.

Neuer Job in der chaft Immobilienwirts gesucht? e.ch

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Einzelhandel sehr gefragt Nach Angaben von Jones Lang LaSalle wurden 2006 rund € 26 Mrd. in kontinentaleuropäische Einzelhandelsimmobilien investiert. Im Vergleich zum Investitionsvolumen 2005 in Höhe von € 14,7 Mrd. ist dies ein Wachstum von 77 Prozent und sogar eine Verdreifachung des Investment-Volumens von 2004. Allein im 4. Quartal 2006 wurde ein Investitionsvolumen von rund €10 Mrd. verzeichnet. Es tummelten


Schweizer

Seite 77 Seite Ausgabe 10/07 / Mai 2007 das e-Magazin der Schweizer-ImmobilienGespräche

Fortsetzung

sich 200 Investoren auf dem Markt, wobei die zehn grössten Investoren ein Drittel des Gesamt-Investitionsvolumens stellten. Die Anzahl der Transaktionen stieg gegenüber 2005 um zwei Drittel auf 420. Rund 22 Prozent des Gesamtkapitals kam aus Grossbritannien, grösstenteils von privaten Immobiliengesellschaften. In 2006 waren die deutschen offenen Fondsgesellschaften (GOEFs) bei anhaltendem Kapitalabfluss weiterhin die grössten Immobilienverkäufer. Insgesamt € 7,4 Mrd. flossen ab, was einen historischen Höchststand darstellt und gleichzeitig mehr als doppelt so hoch wie in 2005 ist. Im 4. Quartal 2006 gab es jedoch eine Verbesserung und einige positive, wenn auch niedrige Kapital-Zuflüsse wurden verzeichnet. Diese positive Situation zu Jahresende hatte zur Folge, dass vier (3 europäische und 1 globaler) neue Fonds aufgelegt wurden. Es wird allgemein damit gerechnet, dass Fonds mit verfügbarer Liquidität sich weiterhin auf den Erwerb ausländischer Immobilien konzentrieren werden. Die Fonds-Manager Deka und Deutsche Bank Immobilien erlebten 2006 die grössten Kapitalabflüsse: Investoren zogen fast € 3,4 Mrd. bzw. € 2,9 Mrd. ab. (Quelle BVI).

Immobilien Brief Direkte Anlagen mit besserer ...

Börsengänge halten an Auch im 1. Quartal boten sich Immobilieninvestoren neue Chancen. Neun bedeutende europäische Immobiliengesellschaften kamen auf den Markt und sammelten Kapital in Höhe € 1,7 Mrd. ein. Viele der neuen Gesellschaften investieren in Märkte oder Sektoren, die zuvor auf dem europäischen Markt nicht gut vertreten waren. NachdemEuropean die REITReal Estate Securities Reviewbesteht and Outlook Gesetzgebung in Grossbritannien begeistert angenommen wurde, 1. Quartal 2007 2007 ein Nachholbedarf an REIT-IPOs. Auch in Deutschland ist gerüchteweise in der nahen Zukunft mit zahlreichen REIT-Börsengängen !"#$%&'(&'%)*+,-%&)+&) zu rechnen, nachdem das REIT-Gesetz nun offiziell verabschiedet ist. Auch im 1. Quartal boten sich Immobilieninvestoren neue Chancen. Neun bedeutende europäische Untenstehend findet sich eine Liste der Unternehmen, die im 1. Quartal Immobiliengesellschaften kamen auf den Markt und sammelten Kapital in Höhe ! 1,7 Mrd. ein. Viele der neuen Gesellschaften investieren Märkte oder Sektoren, die zuvor auf dem europäischen Markt nicht gut vertreten 2007 an die Börsein gingen n waren. Nachdem die REIT-Gesetzgebung in Großbritannien begeistert angenommen wurde, besteht 2007 ein Nachholbedarf an REIT-IPOs. Auch in Deutschland ist gerüchteweise in der nahen Zukunft mit zahlreichen REIT-Börsengängen zu rechnen, nachdem das REIT-Gesetz nun offiziell verabschiedet ist. Untenstehend findet sich eine Liste der Unternehmen, die im 1. Quartal 2007 an die Börse gingen

Neun neue Immobiliengesellschaften Company Name Warimpex Ablon Group Polis Public Service Properties Safestore Scandinavian Property Development 4 Alstria Estavis Societe Fonciere Paris - Ile de France 5 Total 9

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Month January February March March March March April April April

Offering Proceeds (!M) 110 127 86 44 303 390 437 92 141 !1,730

Listing

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Seite 88 Seite Ausgabe 10/07 / Mai 2007 das e-Magazin der Schweizer-ImmobilienGespräche

Immobilien Brief Schweizer

Immobilien-Finanzmärkte Schweiz Immobilienfonds CH-Valoren

Anlagefonds Name

23.05.2007 Rückn.Preis

Börsenkurs 23.05.07

844'303

Ecart

Perf. YTD

Kurse seit 1.1.06

Nettovermögen

höchst / tiefst

1320.00

4.01%

27.78%

6.88%

CS REF PROPERTY PLUS

994.50

1170.00

1.89%

17.65%

CS REF INTERSWISS

158.60

204.70

4.08%

29.07%

1'291'370

CS REF SIAT

111.80

149.80

3.53%

2'158'801

DYNAMIC REAL ESTATE FUND

1023.00

1165.00

1'458'671

FIR

92.40

116.50

276'935

Monatl. Umsatz April 07

1033.00

1'968'509

CS 1A IMMO PK

Ausschüttungsrendite

nk

1215.00

1325.00

2'678'118'393

5.49%

nk

1019.00

1180.00

375'001'800

4.45%

1.13%

191.70

211.00

914'898'244

33.99%

8.71%

1.32%

136.10

153.40

1'378'808'545

3.53%

13.88%

-1.27%

2.23%

1020.00

1197.00

129'847'132

3.19%

26.08%

2.01%

1.22%

106.00

117.50

476'407'300

977'876

IMMOFONDS

283.30

356.00

3.89%

25.66%

2.89%

0.75%

333.50

375.00

670'771'783

278'226

LA FONCIERE

476.40

692.50

2.83%

45.36%

4.92%

0.92%

581.00

702.00

602'450'504

277'010

MI-FONDS IMMO

142.25

183.00

3.56%

28.65%

10.12%

2.08%

171.00

189.00

210'913'192

278'545

SOLVALOR "61"

161.40

240.50

2.66%

49.01%

4.43%

1.01%

214.00

248.30

501'608'925

725'141

SWISS RE IMMOPLUS

690.50

862.00

1.17%

24.84%

0.94%

1.43%

811.00

889.00

605'382'310

702'020

SWISSCANTO (CH) REF IFCA

235.00

303.50

3.47%

29.15%

3.63%

1.11%

299.00

346.00

444'901'574

277'186

SWISSCANTO (CH) REF IMMO VAL

411.00

505.00

3.71%

22.87%

5.78%

nk

490.00

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226'220'557

2'616'884

SWISSINVEST REIF

100.00

122.50

3.78%

22.50%

1.24%

0.28%

117.50

125.15

372'397'367

1'442'082

UBS SWISS RES. ANFOS

45.70

56.40

3.60%

23.41%

0.00%

0.94%

54.50

58.25

1'005'321'562

1'442'085

UBS LEMAN RES. FONCIPARS

57.90

74.75

3.09%

29.10%

6.28%

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69.50

76.60

621'865'995

1'442'087

UBS SWISS MIXED SIMA

69.60

90.85

3.43%

30.53%

4.74%

1.16%

85.55

95.50

3'609'741'937

1'442'088

UBS SWISS COM. SWISSREAL

54.90

65.90

3.81%

20.04%

2.36%

11.87%

65.00

71.50

447'377'647

Ø(1)

nk Nicht kotiert SWX (1) Ohne CS REF Property Plus & Swiss Re Immoplus

3.51%

Ø 26.29%

SWIIT Index

4.17%

Ø

Total

1.55%

15‘272‘034‘767

Monatlicher Umsatz April 2007

235‘163‘535

Immobilienaktien CH-Valoren

Aktien Name

23.05.2007 NAV inkl. aufgel. Ziinsen

Börsenkurs 23.05.07

Ausschüttungsrendite

Ecart

Perf. YTD

Monatl. Umsatz

Kurse seit 1.1.06

Börsenkapitalisierung

höchst / tiefst April 07

883'756

ALLREAL HOLDING

102.15

149.00

3.37%

45.86%

13.65%

1.01%

116.40

156.40

1'453'827'568

255'740

ESPACE REAL ESTATE

134.72

147.00

2.21%

9.12%

15.75%

nk

103.00

147.00

150'609'732

INTERSHOP

217.00

314.00

3.83%

44.70%

6.10%

1.60%

240.00

343.00

659'400'000

* 1'110'887

1'731'394

MOBIMO

178.90

194.50

4.85%

8.72%

0.25%

2.29%

171.20

210.90

674'304'270

* 1'829'415

PSP SWISS PROPERTY

57.00

71.80

3.15%

25.96%

2.57%

3.49%

54.90

74.90

3'367'555'774

* 803'838 261'948 * 2'183'118

SWISS PRIME SITE WARTECK INVEST ZÜBLIN IMMOBILIEN HOLDING

* Ausschüttung in Form einer Nennwertrückzahlung (1) Ohne Espace Real Estate

Sämtliche Zahlen wurden uns zur Verfügung gestellt von:

Swiss Finance & Property Corporation Utoquai 55 CH-8008 Zürich

55.20

73.80

4.36%

33.70%

0.48%

2.43%

57.40

76.00

1'893'235'532

1275.00

1585.00

3.91%

24.31%

0.00%

1.65%

1526.00

1700.00

235'372'500

10.56

12.10

4.25%

14.58%

3.42%

1.00%

10.30

12.95

388'563'452

Ø

Ø(1)

Index

Ø

Total

3.74%

28.26%

3.46%

2.40%

8‘822‘868‘828

Monatlicher Umsatz April 2007

212‘072‘309


Immobilien Brief Schweizer

Seite 99 Seite Ausgabe 10/07 / Mai 2007 das e-Magazin der Schweizer-ImmobilienGespräche

Gutes Facility Management fängt bei der Ausschreibung an Einsparungen von 20 bis 30 Prozent der üblichen Bewirtschaftungskosten von Immobilien sind möglich, durch die integrale und ergebnisorientierte Ausschreibung der Facility Management Dienstleistungen.

In der Beschreibung der FMProzesse gebührt der Haustechnik ein wichtiger Teil.

Die Kosten für die Bewirtschaftung von Immobilien und Infrastrukturanlagen sind sowohl bei der öffentlichen Hand wie auch bei privaten Investoren ein wichtiger Erfolgsfaktor. Sowohl knappe Kassen der öffentlichen Hand wie auch klare Renditeerwartungen der Investoren verlangen nach einer Minimierung der Bewirtschaftungskosten. Wichtige Voraussetzungen sind eine geeignete Organisation der Bewirtschaftung, klare Anforderungen an die in einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess eingebundenen Bewirtschaftungsprozesse, relevante Dokumentationen und Daten zu den Flächen bzw. Räumen sowie den technischen Anlagen. Statt einer Summe von Einzelleistungen wird ein stringentes Facility Management (FM) System mit Controlling und schlanken Schnittstellen zwischen Auftraggeber und Anbieter integral ausgeschrieben, in den Wettbewerb gestellt und als Ganzes beschafft. Dadurch ergeben sich beim Auftraggeber Einsparungen beim Managementaufwand, Budgetsicherheit und durch die Sicherstellung einer gewissen Datenhoheit wird die Unabhängigkeit vom FM-Dienstleister gewahrt. Die FM-Dienstleistungen sind somit jederzeit wieder ausschreibbar. Der Auftragnehmer kann seine professionellen Führungs- und Qualitätssicherungsprozesse zur Anwendung bringen und durch Pooling von Leistungen die Preise optimieren. Es hat sich gezeigt, dass gegenüber dem klassischen Bewirtschaftungskonzept von Immobilien auf diese Weise Einsparungen von 20–30 Prozent möglich sind. Spezialisierte und unabhängige FM-Consultants oder FM-Planer können dabei unterstützend wirken.

Aufbau eines FM-Systems als Grundlage Die Kosten für die Bewirtschaftung einer Immobilie beeinflussen die Rendite. Neben den Finanzierungskosten spielen dabei die Leistungen,


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Fortsetzung

Gutes Facility Management ...

Kalender Mai und Juli 2007 Termine zum Vormerken 21. Juni 2007 Curem Horizonte, Urban Management, Technopark Zürich www.curem.ch 26. Juni 2007 Informationsanlass Curem Masterstudiengang Real Estate ETH Zürich www.curem.ch 1. Juni bis 26. Juli 2007 Fotoausstellung Martin Stollenwerk über SBB-Bauten von Max Vogt Architekturfoyer ETH Zürich www.gta.arch.ethz.ch

Seite10 10 Seite Ausgabe 10/07 / Mai 2007 das e-Magazin der Schweizer-ImmobilienGespräche welche der Eigentümer zu erbringen hat, eine wichtige Rolle. Für den Nutzer bzw. Mieter sind neben der Miete die vom Eigentümer verrechneten Nebenkosten und seine eigenen Servicekosten (Reinigung, Catering) für die vorgesehene Nutzung entscheidend. Dabei werden unter den Servicekosten alle Leistungen, die nicht zu den Kernprozessen des Nutzers gehören, zusammengefasst. Bei diesen Prozessen spricht man auch von Supportprozessen (z. B. Reinigung, IT-Services etc.). Aus der Sicht des Nutzers sind also Miete, Nebenkosten und Servicekosten sowie die Qualität der damit verbundenen Leistungen ein wichtiger Faktor beim Standortentscheid. Es stellt sich somit die Frage, welche Voraussetzungen geschaffen werden müssen, um die entsprechenden Kosten bei einem der Nutzung entsprechenden Servicelevel so tief wie möglich zu halten. Es zeigt sich, dass im Hinblick auf eine Minimierung der Bewirtschaftungskosten folgende Punkte besonders beachtet werden müssen: • Klärung und Beschreibung der relevanten Supportprozesse und der damit verbundenen Anforderungen an die Servicelevels von Eigentümer und Nutzer. • Ermitteln der geeigneten Organisation für die Bewirtschaftung. • Sicherstellen der für die Bewirtschaftung nötigen Daten und Dokumentationen. • Anlegen einer benchmarkfähigen und mietrechtkonformen Buchhaltungsstruktur zur Abbildung des Bewirtschaftungsaufwandes bzw. der entsprechenden Kosten. Dabei sind Eigentümer- und Serviceleistungen strikt zu trennen. • Feststellen und Fortschreiben des Gebäudezustandes. • Bewirtschaftungsrelevante Aspekte bei Neubauten in der Konzeptionsphase einfliessen lassen (z.B. Mess- und Zählkonzept, Bezeichnungen, Raum- und Anlagebuch etc.). Für die Beschreibung von Prozessen ist die ISO 9001:2000 eine anerkannte Norm. Sie bietet den Vorteil, dass die Methodik im Zusammenhang mit der Zertifizierung von Managementsystemen weit verbreitet ist. Mit der DIN 32736 wurde eine Norm geschaffen, welche die üblichen Bewirtschaftungsprozesse im Facility Management zusammenfasst. Man unterscheidet zwischen technischen, infrastrukturellen und kaufmännischen Prozessen.

Integrale Ausschreibung Die integrale Leistungserbringung bietet den Vorteil, dass alle Leistungen durch einen Anbieter offeriert werden und in einem Rahmenvertrag die Zusammenarbeit geregelt wird. Der Eigentümer kann mit minimalem Managementaufwand die Bewirtschaftung seiner Immobilie sicherstellen. Wichtig ist, dass man dem Bewerber die Grundlagen verfügbar macht, damit dieser die Ziele und Bedürfnisse des Auftraggebers genau


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Seite 11 Ausgabe 10/07 / Mai 2007 das e-Magazin der Schweizer-ImmobilienGespräche kennt und in der Lage ist, ein attraktives Angebot auszuarbeiten. Die Ausschreibung wird so aufgebaut, dass die Preise pro Nutzer, Prozess und Servicelevel abgefragt werden. Die Bereitstellung der Ausschreibungsunterlagen auf einer internetbasierten Plattform hat sich als besonders effizient erwiesen und ermöglicht ein Papierloses Versenden. Die einzelnen Preise werden in drei Kalkulationstabellen inkl. Einheitspreise zusammengetragen. Für jeden Servicelevel wird vom Anbieter in einem Leistungsbeschrieb angegeben, mit welchen Leistungen er den Servicelevel garantiert. Ebenso ist anzugeben, wie die Qualität der Leistung überprüft wird. Auf diese Weise ergibt sich eine Transparenz, welche bei Anpassungen der Servicelevel oder des Mengengerüstes die entsprechende Preisanpassung plausibilisieren lässt.

Fortsetzung

Gutes Facility Management ...

Vertragsgestaltung In einem umfassenden Rahmenvertrag zwischen den Eigentümern und dem FM-Dienstleister werden die allgemeinen Bedingungen, die für alle Beteiligten gelten, geregelt. Für die Grundleistungen, welche die Eigentümer (auch Miteigentümergemeinschaften) zu erbringen haben, wird ein Dienstleistungsvertrag abgeschlossen. Die entsprechenden Kosten werden verursachergerecht den einzelnen Miteigentümern direkt oder unter Berücksichtigung von Schlüsseln belastet. Für die Erbringung der direkt zuzuordnenden Leistungen ist jeder Nutzer frei, auf der Basis des Rahmenvertrages Dienstleistungsverträge mit dem ausgewählten FM-Dienstleister abzuschliessen. Ein Dienstleister für das gesamte Objekt bringt für alle mehr Effizienz und tiefere Kosten. Durch regelmässige Audits des Ausschreibenden mit den involvierten Personen lassen sich die Qualität der ausgeführten Dienstleistungen und die Einhaltung des FM-Systems anhand der Prozessbeschreibungen überprüfen. Für die ausgeführten Leistungen hat der FM-Dienstleister den Handlungsnachn weis zu erbringen. Felix Graf Der Autor: ist CEO der PSS Projects AG, Facility Management Consulting, in Basel Inserat Immorunde 180x65mm

16.4.2007

9:33 Uhr

Seite 1

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Wir leben nicht nur mit dem Wandel in Wirtschaft, Gesellschaft und Staat, sondern wir bewirken ihn auch aktiv und in Zusammenarbeit mit unseren Kunden.

Mattig-Suter und Treuhand- und Partner Schwyz Revisionsgesellschaft Hauptsitz, Bahnhofstr. 28, 6431 Schwyz, 041 819 54 00 info@mattig.ch, www.mattig.ch

Mitglied der Treuhand

Kammer

Niederlassung Oberer Zürichsee, Churerstr. 77, 8808 Pfäffikon SZ, 055 415 54 00 Niederlassung Wallis, Viktoriastr. 15, 3900 Brig, 027 922 12 00 Niederlassung Zug, Baarerstr. 8, 6300 Zug, 041 819 54 00 Mitglied

Registrierung 20989


Immobilien Brief Schweizer

Seite 12 Ausgabe 10/07 / Mai 2007 das e-Magazin der Schweizer-ImmobilienGespräche

Planungsbüros: Hoher Auftragbestand und mehr Zuversicht Fast alle Planungsbüros bezeichnen in der jüngsten Umfrage des SIA die Geschäftslage als gut oder zumindest als befriedigend. Die Anzeichen deuten darauf hin, dass sich die Entwicklung etwas beruhigen dürfte. Um den hohen Auftragbestand bewältigen zu können, stellen die Büros neue Mitarbeiter ein. kof/sia. Der Projektierungssektor ging mit viel Schwung ins Jahr 2007. Gemäss den Ergebnissen der im Auftrag des SIA durchgeführten Umfrage der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (KOF) vom April 2007 stieg im 1. Quartal der Anteil derer, die ihre Geschäftslage als gut einschätzen, nochmals leicht auf fast die Hälfte an. Da auch die Meldungen über eine befriedigende Geschäftslage die 50-Prozent-Marke nur knapp verfehlen, sind die schlechten Bewertungen unbedeutend. Allerdings profitieren vom Aufschwung hauptsächlich die grossen Büros. Mittlere und kleinere Unternehmen schneiden etwas schlechter ab. Besonders gut läuft gemessen an der Bausumme – wie in den Vorquartalen – der Wirtschaftsbau, während Wohnbau und öffentlicher Bau nur minimal zulegen konnten. Der Auftragsbestand an Auslandaufträgen setzt die leicht zunehmende Tendenz des letzten Jahres fort. Insgesamt hat der Auslandsanteil in den vergangenen Quartalen kontinuierlich zugenommen, so dass bereits jedes vierte Büro Auslandaktivitäten meldet.

Ruhigere Zeiten in Sicht Der Aufschwung könnte allerdings demnächst in ein etwas ruhigeres Fahrwasser gelangen. So stiegen die Bausumme und die erbrachten Leistungen im ersten Quartal etwas weniger stark an als in der Vergangenheit. Einen leichten Dämpfer erhielten zudem die Auftragserwartungen. Hier stuften einige Büros ihre Prognosen von „besser“ auf „unverändert“ zurück. Diese Entwicklung schlägt erwartungsgemäss auf die Prognose Anzeige


Schweizer

Seite13 13 Seite Ausgabe 10/07 / Mai 2007 das e-Magazin der Schweizer-ImmobilienGespräche

Fortsetzung

zur Geschäftslage in den nächsten sechs Monaten durch, wenn auch nicht in gleicher Stärke: So sinkt der Saldo der mittelfristigen Erwartungen minimal, während mehr als drei von vier Büros keine bevorstehenden Veränderungen sehen. Trotzdem planen noch einmal mehr Firmen, nämlich jede fünfte, neue Mitarbeiter einzustellen. Dies ist ein Indiz dafür, dass die hohen Auftragsbestände mit den vorhandenen Kapazitäten nicht in der vereinbarten Zeit abgearbeitet werden können. Die Erwartungen an der Preisfront sind insgesamt leicht nach oben gerichtet. Allerdings gehen weiterhin vier von fünf Befragten von keinen Veränderungen aus.

Immobilien Brief Planungsbüros: Hoher Auftragbestand und ...

Erfreuliche Aussichten für Architekturbüros

Bei den Architekten und Ingenieuren macht sich langsam wieder Zuversicht bemerkbar.

IMPRESSUM Herausgeber: Schweizer Immobiliengespräche GmbH, Schwyz Onlinedienst: www.immorunde.ch Redaktion: Schweizer Immobilienbrief Remi Buchschacher Eisenbahnstrasse 74 4900 Langenthal redaktion@immorunde.ch Bildnachweis: Seite 13: Georg Anderhub Erscheinungsweise: zweiwöchentlich Anzeigenverkauf: anzeigen@immorunde.ch

Bei der Einschätzung der Geschäftslage fügen sich die Architekturbüros im Grossen und Ganzen ins Gesamtbild des Projektierungssektors ein: Jeweils etwa die Hälfte bewertet sie als gleich bleibend beziehungsweise gut. Eines von drei Büros meldet eine Steigerung der erbrachten Leistungen, zwei von dreien verzeichnen einen gleich gebliebenen Umfang. Im Einzelnen beurteilen die Architekten vor allem ihre Aussichten für die kommenden drei Monate etwas besser als der Gesamtsektor. Dies könnte eine Folge dessen sein, dass die Neubautätigkeit abflaut und demgegenüber der Umbau/Ausbau an Bedeutung gewinnt. Traditionell macht diese Sparte bei den Architekten gut einen Drittel aller Aufträge aus, bei den Ingenieuren hingegen nur einen Viertel. Fast neun von zehn Befragten sehen für die Zukunft gleich bleibende Preise. Nahezu jedes sechste Büro will neue Mitarbeiter einstellen. Dem entspricht der nach wie vor hohe Auftragsbestand mit einer Reichweite von über neun Monaten.

Zufriedene Ingenieurbüros Die Ingenieurbüros beurteilen ihre Lage ebenfalls insgesamt als erfreulich. Doch gibt es bereits erste Anzeichen für ein Abflachen des Aufschwungs, etwa bei den erbrachten Leistungen. Hatte vor einem Jahr noch mehr als jeder Dritte der Befragten eine Steigerung gemeldet, ist es im 1. Quartal 2007 nicht einmal mehr jeder vierte. Gestiegen ist der Anteil der Antworten, die eine unveränderte Lage melden. Messbar, aber weniger deutlich schwächt sich das Wachstum der Bausummen ab. Von den Unterbranchen steht die Kultur- und Vermessungstechnik vergleichsweise schwach da, vor allem bei der erbrachten Leistung und den Auftragserwartungen. Zwischen Bauingenieuren sowie Haus- und Gebäudetechnikern gibt es kaum Unterschiede. Der Saldo der Auftragserwartungen für die nächsten drei Monate legte kaum noch zu: Die Differenz zwischen den optimistischen und den pessimistischen Einschätzungen, die vor einem Jahr noch gut ein Sechstel betragen hatte, ist hier mittlerweile fast auf Null gesunken. n


immobilienbrief-29_05_07