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Immobilien Brief Schweizer

das e-Magazin der Schweizer-ImmobilienGespräche Ausgabe 12 / September 2006 Editorial

Begriffsverwirrung ums Facility Management

Remi Buchschacher Herausgeber

INHALT Editorial................................... 1 Markt mit guten Zukunftsaussichten ................ 2 Luciano Gabriel neuer CEO der PSP Swiss Property........... 4 Lower Manhattan fünf Jahre nach 9/11: Die Mieten steigen......... 7 Kalender.................................. 7 Sawiris will mit Schweizer Architekten bauen .................. 8 Last Minute............................. 9 Grosses Immobilienportfolio kommt auf den Markt............ 10 Impressum............................. 10

Ein Modewort macht seit einiger Zeit in der Immobilienwirtschaft die Runde: Facility Management. Als Schlagwort für vielerlei Interessen, wartete FM lange auf eine genaue Definition darüber, was die Disziplin eigentlich genau ist. Oder besser gesagt, was es nicht ist. Denn nicht alles, was als Facility Management vermarktet wird, genügt professionellen Ansprüchen. Abwarte oder Gärtner haben zwar mit dem Lebenszyklus einer Liegenschaft zu tun, aber als Facility Manager lassen sie sich deshalb noch lange nicht bezeichnen. Zugegeben, diese fachlichen Begriffsverwirrungen sind heute nicht mehr so dramatisch wie noch vor einigen Jahren. Nicht zuletzt aufgrund der Professionalisierung in diesem auf bis auf 45 Milliarden Franken hoch eingeschätzten Markt spricht man heute eine etwas einheitlichere Sprache. Doch was gutes Facility Management bewirken kann, darüber sind sich die Fachleute immer noch uneins. Und vor allen: Wo fängt es an und wann sollte es besser aussen stehenden Dienstleistern übergeben werden? Die Qualitätsansprüche an die Anbieter sind auf jeden Fall gewachsen. Am vierten Schweizer Immobiliengespräch am 16. November gehen wir diesen Fragen nach. Wir werden versuchen, die Marktmechanismen im FM zu ergründen. Und natürlich auch festhalten, was gutes FM überhaupt ausmacht. Sie haben uns, liebe Leserinnen und Leser, mit Ihrem Interesse an den Schweizer Immobiliengesprächen und am Schweizer Immobilienbrief bisher in höchstem Masse erfreut. An allen drei bisherigen Anlässen war der Saal im Au Premier im Zürcher Hauptbahnhof voll. Dafür danken wir Ihnen ganz herzlich. Wir werden auch weiterhin versuchen, interessante und zum Teil auch kontrovers zu diskutierende Themen ausfindig zu machen. Auf Imputs Ihrerseits sind wir dabei natürlich sehr angewiesen. Dieser gute Start hat uns dazu bewogen, die Kadenz unserer Immobiliengespräche zu erhöhen. Nächstes Jahr werden wir Sie sechs bis zehn Mal einladen können. Eines der Themen wird es sein, innovative und aussergewöhnliche Immobilienkonzepte vorzustellen. Schicken Sie uns Ihre Vorschläge möglichst bald zu. Remi Buchschacher


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Markt mit guten Zukunftsaussichten Facility Management gewinnt für Eigentümer, Nutzer und Investoren von Immobilien zunehmend an Bedeutung. Was allerdings genau darunter zu verstehen ist, wird erst seit ein paar Jahren deutlich. Wer als Facility Manager in Zukunft wahrgenommen werden will, muss eine erhöhte Professionalität vorweisen können. In der Immobilienwirtschaft hat kaum ein Begriff in den letzten Jahren für derart grossen Nachhall gesorgt, wie Facility Management. Als Schlagwort für vielerlei Interessen, wartete FM lange auf eine genaue Definition darüber, was die Disziplin eigentlich genau ist. Oder besser gesagt, was es nicht ist. Denn nicht alles, was als Facility Management vermarktet wird, genügt professionellen Ansprüchen. Diese Begriffsverwirrung führte dazu, dass sich noch vor ein paar Jahren fast jeder Abwart oder Gärtner als Facility Manager bezeichnete. Ausbildung und fachliche Kompetenz standen in der Schweiz erst am Anfang.

Synergiepotenzial nutzen

Facility Management beschränkt sich nicht auf die technische Betreuung eines Gebäudes.

Das hat sich in der Zwischenzeit drastisch geändert. Der gesamte Faciliy-Management-Markt in der Schweiz wird auf rund 30 bis 45 Milliarden Franken geschätzt. Der Markt verheisst sogar noch Wachstumspotenzial, weil immer mehr Firmen den Unterhalt und die Bewirtschaftung ihrer Liegenschaften nicht als ihre Kernkompetenz betrachten und die Zusammenarbeit mit externen Dienstleistern suchen. Was anfänglich noch stark in Einzeldisziplinen angeboten wurde, hat sich in der Zwischenzeit zu einem wahren Spezialistentum entwickelt. „Was auch Sinn macht“, wie Peter Staub von der pom+ Consulting AG, einem der führenden Schweizer Beratungsunternehmen im Bau-, Facility- und Portfoliomanagement, betont. Denn wenn der Kunde vier oder fünf verschiedne Dienstleister im Haus habe, die jeweils nur Teilbereiche bearbeiten, könne kein Synergiepotenzial genutzt werden. Das hat dazu geführt, dass sich die Qualitätsansprüche an die Anbieter stark erhöht haben. Wer heute an die grossen Aufträge gelangen will, muss einen klaren Leistungsausweis erbringen. Peter Staub: „Nicht allen Marktteilnehmern ist klar, welch umfassende Dienstleistungen im Facility Management tatsächlich stecken“. Schwammige


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Pflichtenhefte und Standardpakete, die losgelöst von branchenspezifischen Anforderungen angeboten wurden, machten die Übersicht lange sehr schwierig. Doch heute sind die meisten FM-Anbieter in der Lage, ihre Dienstleistungen mit einem hohen Spezialisierungsgrad anzubieten und damit anspruchsvolle Kunden zu betreuen. Zum Beispiel ist die Reinigung und Wartung von technischen Anlagen und hoch klimatisierten Räumen in der chemischen und pharmazeutischen Industrie nicht vergleichbar mit den Anforderungen an ein FM von Parkhäusern.

Markt mit guten Zukunftsaussichten

Transparenz wird immer wichtiger Die Entwicklung zu mehr Transparenz und erhöhter Kundenorientierung im Facility Management wird seit rund drei Jahren durch den FM-Monitor der Zürcher Firma pom+ Consulting unterstützt. Der FM-Monitor ist eine jährlich erscheinende Analyse und Trendprognose des Facility-Management-Marktes in der Schweiz. Befragt wurden Eigentümer, FM-Dienstleister und Benutzer. Im Zentrum des FM-Monitors stehen neben Kennzahlen auch Themen wie Strategie, Prozesse, Organisation, Technologie und Markt. „Die Kundenorientierung wird im FM immer wichtiger“, sagt Peter Staub. Der Kunde beginne, seine passive Rolle im FM-Markt zu verlassen und versuche gezielt Dienstleistungen einzukaufen. Auch würden Eigentümer in Zukunft eher Dienstleistungen bevorzugen, die ein Dienstleistungsbündel anbieten. Heute gehen FM-Firmen noch einen Schritt weiter: sie planen das FM sozusagen von der Wiege bis zur Bahre ein. Mit dem Bau begleitenden FM wird ein Gebäude von der Planung über den Betrieb bis zum Abriss betrachtet. Das Ziel dabei ist es, bei vorgegebenen Investitionskosten die Kosten der Gebäudebewirtschaftung zu senken. Neben den verbrauchsabhängigen Kosten Strom, Heizung, Kälte und Wasser werden auch die Kosten zur Gebäudebewirtschaftung wie beispielsweise Wartungen technischer Anlagen, Reinigungsleistungen, Abfallentsorgung, Betriebsabläufe und weiteres mehr betrachtet. Und durch Optimierungen gesenkt. n Remi Buchschacher Anzeige


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Luciano Gabriel neuer CEO der PSP Swiss Property Luciano Gabriel wir neuer CEO der PSP Swiss Property. Der bisherige CFO löst im März 2007 Fritz Jörg ab, der in den Ruhestand tritt. Der Reingewinn der PSP nahm im ersten Halbjahr 2006 durch eine Portfolioaufwertung um 161,7% von CHF 45,1 Mio. auf CHF 117,9 Mio. zu. Der Reingewinn ohne Bewertungseffekte sank – auf Grund von erhöhten Unterhalts- und Renovationsausgaben und des gestiegenen Leerstands – von CHF 60,0 Mio. auf CHF 50,5 Mio. pd. Das operative Ergebnis war erfreulich: Der EBITDA ohne Bewertungseffekte blieb mit CHF 94,2 Mio. praktisch auf dem Vorjahresniveau von CHF 94.4 Mio., teilt PSP Swiss Property anlässlich der Präsentation der Halbjahreszahlen mit. Der Liegenschaftsertrag stieg im Vergleich zur Vorjahresperiode um 4,5% von CHF 113,9 Mio. auf CHF 118,9 Mio.

Höhere operative Kosten und Finanzierungsaufwand Im Portfolio der PSP Swiss Property: Das Handelszentrum in Wallisellen.

Der gesamte Betriebsaufwand erhöhte sich gegenüber dem ersten Halbjahr 2005 um 11,7% von CHF 34,2 Mio. auf CHF 38,2 Mio. Diese Zunahme habe sich hauptsächlich durch die von CHF 4,8 Mio. auf CHF 8,8 Mio. gestiegenen Unterhalts- und Renovationskosten der Liegenschaften ergeben. Diese Ausgaben seien in der Berichtsperiode bewusst erhöht worden mit dem Ziel, die aktuelle Leerstandsquote senken zu können. Der Finanzierungsaufwand stieg im ersten Halbjahr 2006 auf CHF 25,7 Mio. (H1 2005: CHF 20,5 Mio.). Grund für diesen Anstieg seien das durchschnittlich höhere zinspflichtige Fremdkapital von CHF 1,9 Mrd. (H1 2005: CHF 1.7 Mrd.) sowie die marginal höheren Fremdkapitalkosten von durchschnittlich 2,82% (H1 2005: 2,68%) gewesen.

Vermietungssituation und Leerstand Obwohl sich die Rahmenbedingungen für die Vermietung von Geschäftsflächen im ersten Halbjahr 2006 gegenüber dem Vorjahr verbessert haben, stieg die Leerstandsquote des PSP-Immobilienportfolios auf 15,5% (Ende 2005: 12,4%). Dieser zum Teil erwartete Anstieg resultierte aus verschiedenen Kündigungen, v.a. grösserer Flächen, sowie aus zusätzlichen renovationsbedingten Leerständen. Nebst einer Verstärkung der Vermietungsaktivitäten soll also vermehrt in die Attraktivität bzw. Ausstattung einzelner Liegenschaften investiert werden, um die Leer-


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Luciano Gabriel neuer CEO der ...

standsquote zu senken.

Immobilienportfolio mit Aufwertung Im ersten Halbjahr 2006 erwarb PSP Swiss Property keine neuen Liegenschaften. Umgekehrt wurden im Rahmen der Portfoliobereinigung acht nicht-strategische Objekte für CHF 42,1 Mio. verkauft; der daraus entstandene Mietertragsausfall im ersten Halbjahr 2006 betrug CHF 1,2 Mio. Gegenwärtig sind weitere Liegenschaften im Gesamtwert von rund CHF 105 Mio. für den Verkauf bestimmt. Die Neubewertung der Anlageliegenschaften ergab eine Aufwertung von CHF 84,4 Mio., was in erster Linie die Folge von tieferen Diskontierungssätzen war. Einen PSP Swiss Property AG 29. August 2006 trugen auch die hohen UnterSeite 4 positiven Beitrag zur Bewertungsdifferenz Medienmitteilung halts- und Renovationsausgaben sowie das verbesserte Marktumfeld für Geschäftsliegenschaften bei. Mitte 2006 betrug das Immobilienportfolio CHF 4.7 Mrd. (Ende 2005: CHF 4.6 Mrd.). Kennzahlen Einheit

H1 2005

2005

H1 2006

7

Diff. %

Finanzielle Kennzahlen Liegenschaftsertrag

CHF 1 000

113 854

226 595

118 946

Bewertungsdifferenzen der Liegenschaften

CHF 1 000

- 15 407

31 942

84 449

Bewirtschaftung

CHF 1 000

9 746

20 416

10 004

2.6

CHF 1 000

94 359

189 331

94 220

- 0.1

EBITDA ohne Liegenschaftserfolge

1

EBITDA-Marge

4.5

%

74.0

73.9

71.7

CHF 1 000

45 071

143 293

117 930

161.7

CHF 1 000

60 045

121 702

50 549

- 15.8

Bilanzsumme

CHF 1 000

4 340 517

4 714 763

4 831 476

2.5

Eigenkapital

CHF 1 000

2 235 498

2 408 614

2 472 619

2.7

%

51.5

51.1

51.2

Reingewinn Reingewinn ohne Liegenschaftserfolge

2

Eigenkapitalquote Eigenkapital-Rendite Zinspflichtiges Fremdkapital

%

4.0

6.1

9.7

CHF 1 000

1 644 896

1 877 766

1 918 620

%

37.9

39.8

39.7

Zinspflichtiges Fremdkapital in % der Bilanzsumme

2.2

Portfoliokennzahlen Anzahl Anlageliegenschaften Anlageliegenschaften Brutto-Rendite Netto-Rendite

Stück

191

210

205

CHF 1 000

3 911 964

4 378 971

4 446 450

%

5.3

5.5

5.2

3

3 3

Leerstandsquote (CHF)

Anzahl Areale und Entwicklungsliegenschaften Areale und Entwicklungsliegenschaften

%

4.5

4.7

4.2

%

13.3

12.4

15.5

Stück

8

8

6

CHF 1 000

240 907

223 102

234 327

1.5

5.0

Personalbestand Periodenende

Stellen

184

186

188

Entsprechend Vollzeitstellen

Stellen

160

177

176

Kennzahlen pro Aktie Gewinn pro Aktie (EPS)

4

CHF

1.02

3.22

2.59

153.9

CHF

1.36

2.73

1.11

- 18.4

CHF

50.67

53.28

53.98

1.3

CHF

56.06

59.64

60.83

2.0

Nennwertreduktion pro Aktie

CHF

n.a.

6

n.a.

Aktienkurs Höchst

CHF

57.75

65.00

66.80

Aktienkurs Tiefst

CHF

49.05

49.05

56.75

Aktienkurs Periodenende

CHF

55.60

57.00

63.20

Gewinn pro Aktie ohne Liegenschaftserfolge

4

5

Eigenkapital pro Aktie (NAV)

Eigenkapital pro Aktie vor latenten Steuern

5

2.10

10.9

1

D. h. ohne Bewertungsdifferenzen der eigenen Liegenschaften und derjenigen der assoziierten Unternehmen sowie ohne den realisierten Erfolg aus Liegenschaftsverkäufen. Für gesamtes 2005 auch ohne einmaligen Effekt aus der GFG-Akquisition per 1. Juli 2005 (Auflösung negativer Goodwill).

2

Analog Fussnote 1, steuerbereinigt.

3

Für Anlageliegenschaften.

4

Bezogen auf Anzahl durchschnittlich ausstehender Aktien.

5

Bezogen auf Anzahl ausstehender Aktien.

6

Barauszahlung erfolgte am 21. Juni 2006.

7

Differenz zur Vorjahresperiode H1 2005 oder Bilanzwert Dez. 2005.


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Luciano Gabriel neuer CEO der ...

Seite  Seite Ausgabe 12 / September 2006 das e-Magazin der Schweizer-ImmobilienGespräche Die Eigenmittel erreichten Mitte 2006 CHF 2,5 Mrd. (Ende 2005: CHF 2,4 Mrd.), was einer Eigenkapitalquote von 51,2% entspricht. Mit dieser starken Eigenkapitalbasis sei die finanzielle Flexibilität für das weitere Wachstum der Gesellschaft sichergestellt, heisst es bei PSP.

Ausblick zweites Halbjahr 2006 PSP Swiss Property blicke auf Grund des verbesserten Marktumfelds optimistisch in die Zukunft. Neben den laufenden Aufgaben im Leerstandsabbau und in der Optimierung des Immobilienportfolios stehe in den kommenden Monaten die Evaluation weiterer strategischer Wachstumsschritte im Vordergrund. Der konsolidierte EBITDA ohne Liegenschaftserfolge dürfte 2006 rund CHF 200 Mio. erreichen. Die ursprüngliche EBITDA-Prognose von CHF 207 Mio., welche bei der Publikation der Jahreszahlen 2005 im Frühjahr mitgeteilt wurde, beinhaltete tiefere Unterhalts- und Renovationskosten. Ferner ging man damals von Immobilienzukäufen sowie einer leicht tieferen Leerstandsquote aus. Gesamthaft wird beim Anlageportfolio im laufenden Jahr mit einer durchschnittlichen Leerstandsquote von 12 bis 14% gerechnet.

Geplante Änderung in der Geschäftsleitung Fritz Jörg, CEO, 1948, hat entschieden, per 31. März 2007 in den Ruhestand zu treten, bleibt aber weiterhin im Verwaltungsrat der PSP Swiss Property. Er habe mit langjähriger Erfahrung und hoher Fachkompetenz wesentlich dazu beigetragen, die PSP Swiss Property aufzubauen und erfolgreich im nationalen und internationalen Markt zu positionieren. Als Nachfolger von Fritz Jörg wurde Dr. Luciano Gabriel, bisher CFO, ernannt. Die Position des CFO wird per 1. April 2007 Giacomo Balzarini übernehmen. Giacomo Balzarini ist Managing Director bei der SwissRe, wo er während zehn Jahren in den Bereichen Kreditrisikomanagement, Strategie-Entwicklung und Immobilienanlagen tätig war. Seit 2005 ist er verantwortlich für den Aufbau einer globalen Plattform für indirekte Immobilieninvestitionen. Balzarini schloss sein volkswirtschaftliches Studium an der Universität Zürich ab und erwarb ein MBA an der University of Chicago (USA). Ab April 2007 wird sich die PSP-Geschäftsleitung wie folgt zusammensetzen: Dr. Luciano Gabriel, 1953 CEO; Giacomo Balzarini, 1968 CFO; Dr. Ludwig Reinsperger, 1961 Leiter Immobilienanlagen; Hans Peter Egloff, 1960 Leiter Immobiliendienstlein stungen.

Schweizer

Immobilien Gespräche Das vierte und letzte Immobiliengespräch in diesem Jahr findet am 16. November statt und widmet sich dem Thema:

Facility Management - mehr als nur ein Begriff? Der Anlass beginnt um 18.45 Uhr im Restaurant Au Premier im Zürcher Hauptbahnhof. Die Teilnahme ist kostenlos. Da die Platzzahl beschränkt ist empfehlen wir Ihnen eine frühzeitige Anmeldung unter www.immorunde.ch Weitere Informationen folgen in Kürze.


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Lower Manhattan fünf Jahre nach 9/11: Die Mieten steigen

Kalender September bis Oktober 06 Termine zum Vormerken 07.09.2006 3. Schweizer Immobiliengespräch Restaurant Au Premier Zürich www.immorunde.ch 21.09.2006 Organisationale Werte gestalten Technopark Zürich www.pom.ch 27.09.2006 bis 29.09.2006 MIPIM Asia Convention and Exibition Centre Hongkong www.mipimasia.com 05.10.2006 bis 08.10.2006 Bauen & Wohnen Messegelände Luzern www.fachmessen.ch 23.10.2006 bis 25.10.2006 Expo Real Messegelände München www.expo-real.de

Fünf Jahre nach den Ereignissen vom 11. September 2001 unterstreichen Daten und Fakten ein Leistungsniveau von Downtown New York, wie es noch vor neun Monaten kaum zu erwarten war. Lower Manhattan bleibt das Finanzzentrum der Welt. Dies geht aus einem aktuellen Bericht von Jones Lang LaSalle hervor: „Lower Manhattan five years later“. pd. “Lower Manhattan hat die Erwartungen fast aller übertroffen, allein durch die Schnelligkeit und Kontinuität, mit der dieser Teilmarkt seine Lebenskraft wiedererlangt hat”, so Peter Riguardi, President Jones Lang LaSalle New York. Und weiter: “Aus welchem Blickwinkel man es auch betrachtet: Mietpreise, Leerstandsquoten, Vermietungsaktivitäten, Wachstum im Wohn- und Einzelhandelsbereich: Downtown bleibt ein vitaler zentraler Teilmarkt”. Tatsächlich suchen so viele Unternehmen Flächen in Lower Manhattan, dass der Teilmarkt bald, und zum ersten Mal seit dem zweiten Quartal 2001, einen Rückgang seiner Leerstandquote auf unter 10 Prozent erleben könnte. Wenn die derzeit vier grossen Mietverträge über insgesamt rund 120 000 Quadratmeter Bürofläche, die kurz vor Abschluss stehen, realisiert sind, wird die Leerstandsquote in Lower Manhattan auf 10,3 Prozent sinken. Bis Jahresende dürfte damit ein einstelliger Wert möglich sein. Der Report überprüft die Situation von Lower Manhattan fünf Jahre nach den Terrorangriffen mit einem Vergleich von Markt-Kennziffern zu verschiedenen kritischen Zeitpunkten: zweites Quartal 2001, einige Monate vor dem 11. September 2001, erstes Quartal 2005 mit dem Tiefpunkt der Baisse des Immobilienmarktes sowie der Stand am Ende des zweiten Quartals 2006.

Beschäftigungsplus von 1,3 Prozent Die Dynamik in der City von New York wird u.a. durch ein Arbeitsplatzwachstum gespiesen, das im zweiten Quartal 2006 den nationalen Durchschnitt signifikant übertroffen hat. New Yorks Beschäftigungsplus von 1,3 Prozent war doppelt so hoch, wie der national verzeichnete Zuwachs von 0,6 Prozent. Diese Expansion vollzog sich auf breiter Basis, über alle Branchen und Bereiche hinweg, einschliesslich Lower Manhattan, das seinen ersten, bedeutenden Arbeitsplatzanstieg seit 11. September 2001 registrierte.


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Lower Manhattan fünf Jahre nach 9/11 ...

Seite  Seite Ausgabe 12 / September 2006 das e-Magazin der Schweizer-ImmobilienGespräche Der Mangel an verfügbaren Flächen und die hohen Mieten in Midtown haben eine zunehmende Zahl von Unternehmen dazu veranlasst, eine Ansiedlung in Lower Manhattan in Betracht zu ziehen. Einige namhafte Mieter sind bereits umgezogen, andere werden nachkommen. Im zweiten Quartal 2006 lag die Leerstandsquote in Downtown insgesamt bei 11,3 Prozent, Flächen der Kategorie A notierten auf dem gleichen Niveau. 18 Monate zuvor verzeichnete der Teilmarkt 13 Prozent, das erstklassige Angebot lag bei einem Anteil von 12,6 Prozent. „Bei dieser zunächst vielleicht recht unauffällig erscheinenden Veränderung darf nicht unberücksichtigt bleiben, dass ca. 158 000 Quadratmeter des World Trade Center-7-Gebäudes im zweiten Quartal den Bestand erhöhten.

Steigende Mieten

Manhattan profitiert von steigenden Mieten.

In der Folge von verbesserten Fundamentaldaten in Downtown haben Eigentümer von deutlich steigenden Mieten profitiert. Lower Manhattan verzeichnete im zweiten Quartal 2006 durchschnittliche jährliche Mietpreise von rund USD 394 pro Quadratmeter, ein Anstieg von knapp USD 76 pro Quadratmeter gegenüber dem Tiefpunkt im ersten Quartal 2005. Büroflächen der A-Kategorie lagen bei einem durchschnittlichen jährlichen Mietpreis von USD 434 pro Quadratmeter, entsprechend einem Plus von rund USD 91 pro Quadratmeter gegenüber den ersten drei Monaten 2005. n


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Sawiris will mit Schweizer Architekten bauen Der ägyptische Investor Samih Sawiris kommt mit seinem Tourismusprojekt in Andermatt voran: Bis Ende Jahr soll die Plangenehmigung vorliegen. Sawiris schliesst dabei nicht aus, dass Schweizer Architekten zum Zug kommen. Last Minute

Private planen Stadion in Thun pd. Eine private Investorengruppe mit der Frutiger AG, der Marazzi GU AG, der Jelmoli-Immobilien AG und der FC Thun Betriebs AG will für rund 25 Millionen Franken ein neues Stadion mit Einkaufszentrum im Süden Thuns realisieren. Die Stadt würde das Bauland in einem unentgeltlichen Baurecht zur Verfügung stellen, sich als Aktionärin an der künftigen Betriebs AG beteiligen und ein zinsloses Darlehen gewähren. An die Baukosten will sie aber nichts beisteuern.

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oz. Der Ägypter Samih Sawiris plant in Andermatt eine grosse Ferienanlage samt Hotel im Dorfzentrum mit rund 800 Zimmern und 1600 Betten, Hallenbad und Wellness-Angebot. Die Urner Regierung und das Kantonsparlament unterstützen das Grossprojekt mit einer Gesamtfläche von 1,38 Millionen Quadratmetern, das im Urserntal als Chance zum Überleben angesehen wird. Die Korporation Ursern hat deshalb der Armee im Auftrag von Sawiris rund 735 000 Quadratmeter Land abgekauft. Nicht zum Zug kam dabei die Pro Natura, die sich ebenfalls um das Land bemühte und das Projekt stark kritisierte. Mittlerweile haben auch einige betroffene Bauern ihre Vorbehalte angemeldet. Stein des Anstosses ist für sie das forsche Vorgehen Sawiris und der enge Zeitplan. Auch die Dimension des 18-LochGolfplatzes erntet Kritik. An einem Gespräch mit den Direktbetroffenen anfangs diese Woche zeigte Sawiris Verständnis für die Sorgen der Bauern und versprach, diese ernst zu nehmen..

Zum ersten Mal in Europa Sawiris trat bereits mehrere Male als Investor für grosse Ferienanlagen auf, allerdings noch nie in Europa. Entsprechend oft werde er für weitere Projekte kontaktiert, liess er an einer Presseorientierung verlauten. Das Andermatter Projekt sei auf Norditaliener, Deutsche und Schweizer ausgerichtet und soll dem Urner Tourismusort zu einem entsprechenden Renommee verhelfen. Kontakte zu bekannten Hotelketten seien geknüpft, wie zum Beispiel zu Steigenberger. Das Sportzentrum und die Schwimmhalle sollen die architektonischen Aushängeschilder der Anlage werden. Deshalb will Sawiris einem renommierten Schweizer Architekturbüro diesen Auftrag übertragen. Wer das sein wird, liess er aber noch offen. Er rechnet mit der Plangenehmigung bis Ende 2006, dann folge die Ausschreibung für den ersten Bau. In höchstens drei Jahren sollen die Hotels bezugsbereit sein. n


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IMPRESSUM Herausgeber: Schweizer Immobiliengespräche GmbH, Schwyz Onlinedienst: www.immorunde.ch Redaktion: Schweizer Immobilienbrief Remi Buchschacher Bahnhofstrasse 74 4900 Langenthal redaktion@immorunde.ch Mitarbeit an dieser Ausgabe: Olivier Zurkirchen Bilder: ThyssenKrupp PSP Swiss Property Erscheinungsweise: zweiwöchentlich Anzeigenverkauf: anzeigen@immorunde.ch Das Automotive-Gebäude in Bochum.

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Grosses Immobilienportfolio kommt auf den Markt pd. Der Verkauf der Verwaltungsimmobilien des Stahl- und Industriekonzerns ThyssenKrupp stösst in ganz Europa auf grosses Interesse. Nach Informationen der WELT buhlen eine Handvoll Investoren um die Thyssen-lmmobilien in Düsseldorf, Bochum, Essen und Dortmund. “Jeder, der sich derzeit in Deutschland um Immobilien bemüht, ist dabei”, zitiert die WELT Kreise, die mit dem Verkauf vertraut sind. Das Gros der Interessenten sind offenbar Finanzinvestoren. Darunter soll dem Vernehmen nach auch die britische Beteiligungsgesellschaft Terra Firma sein, die unter anderem im Jahre 2005 für sieben Mrd. Euro mit der EonTochter Viterra das grösste deutsche Wohnungsunternehmen übernommen hatte. Insgesamt erhofft sich ThyssenKrupp durch die Abgabe ihrer Liegenschaften einen Erlös von bis zu 200 Mio. Euro. Der Verkauf des Immobilien-Pakets soll spätestens im Laufe des kommenden Jahres abgewickelt werden. Verkauft werden sollen neben dem “Filetstück” Dreischeibenhaus in der Düsseldorfer Innenstadt, das allein einen dreistelligen Millionenbetrag einbringen soll, unter anderem auch das Automotive-Gebäude in Bochum und eine Reihe weiterer kleiner Büro- und Gewerbeimmobilien im Ruhrgebiet. Der in ThyssenKrupp aufgegangene Krupp-Stahlkonzern hat seine Ursprünge in Essen. Dort und in Duisburg ist auch der juristische Sitz des Mischkonzerns. n


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