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Journal teekampagne 2017

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2017

projektwerkstatt TEEKAMPAGNE

EDITORIAL Es war eine Frage, die uns von Anfang an immer wieder gestellt wurde: Warum nur eine einzige Sorte Tee? Die Antwort: weil die Beschränkung auf nur eine Sorte einen entscheidenden Vorteil hat. Wir können damit so große Einkaufsmengen generieren, dass wir am Zwischenhandel vorbei handeln können. Damit sparen wir so viel Geld, dass wir das Kunststück fertig bringen, fair zu handeln, auf Bio und Chemierückstände zu achten, wieder aufzuforsten, aber trotzdem einen hochwertigen Tee günstiger anbieten zu können als der konventionelle Teehandel. Würden wir viele Sorten handeln, kämen wir am Großhändler, Importeur und Exporteur nicht vorbei. Unsere Kosten würden sich so verteuern, dass unsere Preise genauso hoch wären wie im konventionellen Handel. Sollen wir von diesem Prinzip der Beschränkung, das wir über einen Zeitraum von mehr als 30 Jahren befolgten, abweichen? Es war ein kluges Prinzip. Zweifellos. Aber es galt ökonomisch nur, solange wir klein waren. Heute haben wir so viele Kunden und sind so bekannt, dass wir auch mit einer zweiten Sorte Tee, nicht nur Darjeeling, alle Vorteile der Teekampagne auch auf einem weiteren Gebiet zeigen können. Und es gibt noch einen zweiten Grund, warum wir unser Prinzip nur einer einzigen Teesorte aufgeben wollen: Wir hatten mit der Teekampagne gehofft, die Teepreise insgesamt beeinflussen zu können. Nach unten. Es ist doch wirklich nicht einzusehen, warum Tee bei uns so sehr viel teurer sein soll als am Tor der Plantage. Es sind Konventionen, die oft noch auf die britische Kolonialzeit zurückgehen, die Tee unnötig verteuern. Diese Hoffnung – die Teepreise insgesamt auf ein vernünftigeres Niveau zu bringen – hat sich nicht erfüllt. Der Einfluss der Teekampagne beschränkt sich auf Darjeeling-Tee, bis heute. Das wollen wir ändern. Welche Sorte haben wir im Visier? Sie werden es erwarten: Assam-Tee. Viele Kunden haben im Lauf der Jahre immer wieder danach gefragt.

INHALT Journal 2017 im neuen Outfit Wir übertragen die Prinzipien der Teekampagne auf eine zweite Sorte Tee Unsere Philosophie bleibt die alte, auch wenn wir Neues wagen Was ist typisch für Assam-Tee? Assam Orthodox Assam – die Wiege des indischen Teeanbaus Der Teegarten Tindharia im Süden Darjeelings Sonderedition: Darjeeling Earl Grey Vertrauen ist gut, Kontrolle gehört aber auch dazu In eigener Sache / MitarbeiterInnen stellen sich vor Wir möchten Sie durch das ganze Jahr begleiten Neues aus dem Komponentenportal Rii Jii / Vanilla Campaign Entrepreneurship Summit 2017

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Unser Anliegen ist das Thema Unternehmensgründung. Das war es vor 30 Jahren, was mich zur Gründung der Teekampagne veranlasste. Zu zeigen, dass man mit eigenen, vernünftigen Ideen in der Ökonomie etwas erreichen kann, nicht nur wenn man über viel Kapital verfügt. Mehr Verantwortung, mehr Nachhaltigkeit statt Gewinnmaximierung. Freuen wir uns auf den Assam - und denken Sie bei einer guten Tasse Tee darüber nach, ob sie nicht auch selbst ökonomisch aktiv werden wollen. Wir brauchen Sie. Wir brauchen eine intelligentere, nachhaltigere Ökonomie. Günter Faltin


JOURNAL im neuen

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er von Ihnen die Teekampagne schon länger als ein Jahr kennt, und wir wissen, das sind die meisten von Ihnen, dem ist es natürlich sofort aufgefallen. Unser diesjähriges Journal hat ein neues „Kleid“ bekommen. Nicht eines von der Stange, sondern eines nach eigenem Design. Der Schnitt fällt großzügiger aus. Heißt in unserem Fall, es ist mehr Platz für Texte und Bilder. Der Stoff dafür ist ein Recyclingpapier mit Blauer-Engel-Zertifizierung. Wie gefällt es Ihnen? Sollte es ein einmaliges Stück Haute Couture bleiben oder ein Prêt-à-porter für die kommenden Jahre? Wir haben eine kleine Umfrage erstellt und freuen uns auf Ihre Rückmeldung bis zum 31. Oktober 2017. Unter www.teekampagne.de/umfrage finden Sie unseren kleinen Fragebogen direkt zum Ausfüllen und Absenden. Vielen Dank!

IMPRESSUM Herausgeber und Konzeption: Projektwerkstatt, Gesellschaft für kreative Ökonomie mbH Redaktionelle Leitung: Barbara Hoppe Mitarbeit: Kathrin Gassert, Thomas Räuchle, Nicole Boden, Cécile Brevart, Peter Csajkas, Jana Cyrenius, Stefan Pohner Gestaltung: hundertmark - Agentur für Kommunikation, Berlin Bilder: Projektwerkstatt, Stiftung Entrepreneurship, Komponentenportal, Rii Jii, Vanilla Campaign, Hans-Joachim Aubert Anschrift: Pasteurstraße 6-7, 14482 Potsdam-Babelsberg Telefon 0331-74 74 74, Telefax 0331-74 74 717 www.teekampagne.de, www.projektwerkstatt.com Die Projektwerkstatt ist zertifiziert von der Ökokontrollstelle DE-ÖKO-005

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Wir übertragen die Prinzipien der Teekampagne auf eine ZWEITE Sorte Tee

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ie Teekampagne hat mit ihren Prinzipien den Markt für Darjeeling positiv verändert. Mit der Beschränkung auf nur eine Sorte Tee, dem Verzicht auf Zwischenhändler und den Großpackungen ist es uns möglich, 100 % fair gehandelten Bio-Tee zu einem unschlagbar günstigen Preis-Leistungs-Verhältnis anzubieten. Nach 30 Jahren übertragen wir diese Prinzipien auf eine weitere Sorte. Wir wollen damit erreichen, dass bester Tee zu vernünftigen ökonomischen, ökologischen und sozialen Bedingungen gehandelt wird. Wir folgen damit dem Wunsch vieler unserer Kunden, auch Assam-Tee in unser Sortiment aufzunehmen. Deswegen bieten wir mit der diesjährigen Kampagne einen Assam Second Flush aus dem Teegarten Tonganagaon an. Es ist ein reiner Bio-Gartentee FTGFOP1. Die Prinzipien im Detail: Beschränkung der Sortenvielfalt: Die Fokussierung auf wenige hochwertige Blatt-Tees ermöglicht große Einkaufsmengen – und damit den direkten Import aus den Teegärten.

schaftlich organisiert sind, werden für ihre Arbeit gut entlohnt und profitieren von den Leistungen der Teegärten wie kostenfreies Wohnen, Schulbesuch für alle Kinder, medizinischer Versorgung, Altersgeld.

Keine Zwischenhändler: Durch den Direktimport umgehen wir alle Mittelsmänner, die sonst dem Teepreis ihren Gewinn auf- Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis: Wir beschränken uns in der schlagen: Einkäufer, Großhändler und den Einzelhandel. Über Sortenvielfalt und bieten diese nur in Großpackungen an. Wir unseren Online-Shop beliefern wir Teefreunde direkt nach Hause. verzichten auf den Zwischenhandel und sparen damit unnötige Wege, Lagerkosten und Verpackungsmaterial. Die Kosten­ Großpackung: Tee lässt sich ohne Qualitätsverlust lange lagern. ersparnis geben wir an unsere Kunden weiter und können damit Daher ist die Standardgröße bei uns die 1000g-Packung. Das ein unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis garantieren. reduziert Verpackungsmaterial und erspart unnötige Klein­ Qualitätskontrolle: Ein mehrstufiges Kontrollsystem garantiert abfüllungen, was Kosten verringert. die hohe Qualität unseres Tees. Jede Teepartie wird von Tee­ 100% Bio: Von Beginn an haben wir unsere Produzenten vor Ort prüfern mehrfach blind verkostet und im Labor auf chemische dabei unterstützt, auf Bioanbau umzustellen. Unser Tee stammt Rückstände untersucht. ausschließlich aus zertifiziertem Bio-Anbau. Offenlegung der Kalkulation: Der Preis, für den wir für unseren Fair gehandelt: Die von uns gezahlten Preise liegen über dem Tee einkaufen, liegt bei über der Hälfte des Endverbrauchs­ Weltmarktniveau und ermöglichen den Produzenten, nicht nur preises. Eine Relation, die sonst niemand im Teehandel erreicht. kostendeckend zu arbeiten, sondern gewinnbringend. Die Die Kalkulation jedes einzelnen Schrittes machen wir öffentlich. Beschäftigten in den Teegärten, die grundsätzlich gewerk- Sie ist auf unserer Website nachzulesen.

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Philosophie Unsere

bleibt die alte, auch wenn wir NEUES wagen

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n dieser Kampagne bieten wir erstmals einen Tee aus Assam an. Natürlich nach den Prinzipien der Teekampagne. Von unseren Produzenten, mit denen wir zum Teil schon jahrzehntelang zusammenarbeiten, haben einige auch Teegärten in Assam. Der Tee heißt wie der Bundesstaat im Nordosten Indiens, in dem er wächst. Assam-Tee ist weltweit bekannt. Wir haben für Sie Bio-Assam der besten Blattgradierung ausgesucht. Und wie der Tee aus Darjeeling durchläuft auch dieser unsere strengen Qualitäts- und Rückstandskontrollen und kommt in der Großpackung in Ihr Teepaket. Nach vielen Jahren der Beschränkung auf nur eine Sorte Tee, Darjeeling, erhalten Sie bei uns ab September einen Assam-Gartentee aus der Plantage Tonganagaon.

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Was ist typisch für ASSAM-TEE?

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ssam bedeutet in der Landessprache soviel wie ,einzigartig‘. Die Blätter des Assam-Tees machen bereits am Busch ordentlich etwas her. Das tropische Klima Assams lässt sie groß werden, so dass sie sich optisch erheblich von ihren kleinblättrigen Verwandten in Darjeeling chinesischen Ursprungs unterscheiden.

Ein Großteil der Tees in Assam wird nach der CTC-Methode hergestellt, wobei die Buchstaben für Crushing (zerdrücken), Tearing (zerreißen), Curling (rollen) stehen. Nach dem Welken und kurzem Rollen wird der Tee in Walzen in kleine homogene Blattstückchen zerteilt, das erspart eine längere Fermentationsdauer, vereinfacht die Siebung und erhöht die Ausbeute der Teeblätter, die überwiegend für Teebeutel bestimmt sind. Besonders hochwertige Tees werden in Assam nach ‚orthodoxer‘ Methode hergestellt. Die Bezeichnung bezieht sich hier nicht auf strenge Glaubensgrundsätze, sondern auf die traditionelle Teemanufaktur. Das heißt, wie in Darjeeling auch, der schwarze Tee wird gewelkt, gerollt, fermentiert, getrocknet und sortiert. Aufgrund seines hohen Gehalts an Tanninen wird Assam gerne in kräftigen Tee­mischungen eingesetzt. Gerade die Tees der Sommerernte, die auch in Assam Second Flush heißt, sind besonders harmonisch und vollmundig im Geschmack, mit Nuancen von Malz und Honig, die in der Tasse appetitlich duften. Die Farbe der Tasse erinnert an blankes dunkles Kupfer.

Der Bundesstaat Assam ist nicht nur berühmt für seinen Tee, sondern auch für seine atem­beraubende Natur. Tropische Regenwälder, üppige Laub- und Bambuswälder, Graslandschaften und Auen machen Assam zu einer der artenreichsten Zonen der Welt. Im Kaziranga Nationalpark lebt die bedrohte Art des indischen Nashorns, das vom Tea Board of India als Symbol für das Assam-Gütezeichen ausgewählt wurde.

O-TÖNE UNSERER KUNDEN: „Viele meiner Freunde finden Ihr Konzept toll, trinken aber ausschließlich Assam-Tee. Wann bieten Sie Assam an? Neukunden wären Ihnen gesichert!“ „Ich finde Ihr Konzept toll, trinke aber nur kräftige Schwarzteesorten. Geben Sie mir Bescheid, sobald Sie zum Beispiel Assam anbieten, dann bestelle ich nur noch bei Ihnen. „Ich trinke auch gerne Assam-Tee, aufgrund meines Vertrauens in Ihre Trans­parenz und Rückstands­kontrollen würde ich lieber Assam-Tee von Ihnen beziehen.“

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Assam Orthodox FTGFOP1, BIO, SECOND FLUSH AUS DEM TEEGARTEN TONGANAGAON ‚Tongana‘ ist der assamesische Ausdruck für eine Axt, und ‚Gaon‘ bedeutet Dorf. Der Legende nach hat der Gott Parashurama, der auf Bildern meistens mit einer Axt in der Hand zu sehen ist, diesen Ort einst besucht, der ganz im Osten Assams liegt. Die Ausläufer des Himalajas im angrenzenden Bundesstaat Arunachal Pradesh sind nicht weit, und das Tal des gewaltigen Flusses Brahmaputra allgegenwärtig. Der Teegarten Tonganagaon wurde 1927 gegründet und gehört seit 2008 zur Chamong-Gruppe der Familie Lohia. Seit sechs Generationen hat der Teehandel bei ihnen Tradition. Sie haben mehrere Teegärten in Darjeeling und Assam. Ashok Lohia, der Firmenchef, liebt Herausforderungen. Als er den 1240 Hektar großen Teegarten erwarb, befand dieser sich in einem desolaten Zustand. Die Fabrik glich einer Ruine und die Anbaufläche war durch Vernachlässigung auf die Hälfte geschrumpft. Er übernahm die Verantwortung für die 6000 Menschen, die dort leben - davon 1400 Teepflückerinnen und Arbeiter. Eine der ersten Aufgaben war die Umstellung auf kontrolliert biologischen Anbau. Außerdem mussten viele neue Teebüsche die abgestorbenen alten ersetzen. Heute sind 538 Hektar von Tonganagaon unter Teebewirtschaftung. Die Errichtung einer neuen modernen Teefabrik verbindet traditionelles Handwerk mit inter­ nationalen Anforderungen. Auf der gesamten Plantage steht die kontinuierliche Verbesserung der Infrastruktur an: Modernisierung der Häuser, Ausbau des Krankenhauses und Einrichtungen für die Kinderbetreuung, Bereitstellung von Gas zum Kochen, Straßenbau. Die Liste der Zielsetzungen ist lang.

ASSAM IN ZAHLEN: 78.438 km²

So groß ist der Staat im Nordosten Indiens mit 31,2 Mio. Einwohnern. Zum Vergleich: Bayern hat eine Fläche von 70.550 km² und eine Bevölkerungszahl von 12,4 Mio., in der Region Darjeeling wohnen ca. 132.000 Menschen auf 10,57 km².

2500

Mehr als Teegärten und 850 große Teeplantagen. In Darjeeling gibt es 87 Teegärten. In kurzer Zeit hat sich der Assam aus Tonganagaon einen Namen unter Teeliebhabern gemacht. Für den Second Flush typisch sind die goldenen Blattspitzen inmitten der dunklen getrockneten Blätter. Voll und weich schmeckt dieser Assam, mit einer malzigen Note. Er ist pur ein Genuss, doch auch diejenigen, die ihren Tee gerne mit einem Schuss Milch trinken oder nach Ostfriesenart mit ‚Wolkjes‘ und Kandis, sollten ihn unbedingt probieren. Sie finden den Assam-Tee in unserem Onlineshop in der Kategorie Sondereditionen ab Ende September. Die 500g-Packung kostet 14,00 Euro (inkl. Mehrwertsteuer, zzgl. Versand).

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653.000 t

So viel Tee wird im fruchtbaren Tal des Brahmaputra jährlich produziert. Zum Vergleich: Darjeeling bringt jährlich eine Menge von 9.000 t Tee hervor.


ETWAS GESCHICHTE:

ASSAM

Darjeeling

ASSAM

DIE WIEGE DES INDISCHEN TEEANBAUS Als Heimat des Teestrauches gilt China. Seit Tausenden von Jahren wird die Kultur des Tees dort zelebriert. Es war also eine Sensation, als 1823 Botaniker bestätigten, dass es sich bei den wilden Sträuchern, die ein schottischer Reisender in der Region Assam entdeckte, tatsächlich um Tee handelte. Die Entdeckung der Camellia assamica markierte den Beginn des Teeanbaus auf dem indischen Subkontinent. Bis heute allerdings streiten sich Pflanzenkundler, welche Teepflanze – die Camellia sinensis aus China oder der sichtlich verschiedene assamesische Teestrauch - für sich beanspruchen kann, die Ur-Pflanze zu sein. Die damaligen Teefans in England dürfte diese Auseinandersetzung unter Gelehrten kalt gelassen haben. Sie wollten einfach nur Tee – egal woher. Der Konsum von Tee war rasant gestiegen. Die portugiesische Infantin Katharina von Braganza war diejenige, die Tee in England bekannt machte. Als sie 1662 nach England kam, um mit König Karl II. vermählt zu werden, wollte sie auf ihr gewohntes Getränk nicht verzichten. Was sie trank, das tranken bald auch die Damen ihres Hofstaates. Ihre Nichte Queen Anne (1665-1714) sorgte wenig später für einen regelrechten Tee-Hype. Was die Oberschicht trank, wollten auch die weniger gut Betuchten in ihren Tassen haben. Aber erst als 1783 die hohen Teesteuern gesenkt wurden, konnten sich Mittelschicht und danach auch die Arbeiterklasse das Heißgetränk leisten, das wohl wie kein anderes als Flaggschiff britischer Trinkkultur wahrgenommen wird. Die enorme Nachfrage nach Tee ließ die Importe nach England von etwa 50 Tonnen im Jahr 1700 auf 15.000 Tonnen im Jahr 1801 anwachsen. Das Handelsmonopol für Tee besaß die East India Company. Elisabeth I. hatte 1600 die Gründungs­ urkunde für diese englische Handelskompanie zur See unterzeichnet. Importiert wurde der Tee aus China. Die Chinesen hatten kein Interesse an ausländischen Waren im Gegenzug, sondern wollten das begehrte Gut nur gegen harte Währung eintauschen, am liebsten gegen Silber. Das aber war auch in England knapp. Findige britische Geschäftsleute der East India Company, mit Sitz in Kolkata, suchten nach anderen Zahlungsmitteln als Ersatz und kamen auf Opium. Sie ließen die Drogen in Indien herstellen und in der Folge avancierte die East India Company in den Jahren zwischen 1830 und 1840 zum weltweit größten Drogenhändler: Opium im Tausch für Tee sowie Seide und Porzellan. Die Folge: Millionen von Chinesen wurden drogenabhängig, was zu weitreichenden sozialen Problemen führte.

Der damalige chinesische Kaiser Daoguang erließ ein striktes Einfuhrverbot für Opium, beschlagnahmte ganze Schiffsladungen voll Drogen und ging energisch gegen korrupte Hafenbeamte vor. Die britischen Kaufleute beschwerten sich bei Queen Victoria und ihrer Regierung. 1840 wurde daraufhin die englische Fernostflotte entsandt und griff den damals einzigen Exporthafen Kanton an. Landtruppen rückten über Shanghai bis nach Peking vor und stießen auf wenig chinesischen Widerstand. Dieser Krieg wird als der erste Opiumkrieg bezeichnet – manche Historiker nennen ihn auch Teekrieg. Er dauerte von 1839-1842, einen zweiten gab es 18561860. Am Ende setzten sich die kolonialen Interessen durch. China musste sich dem Druck beugen, seine protektionistische Außenwirtschaftspolitik aufgeben und Hongkong als Kronkolonie an Großbritannien abtreten. Doch zurück zum Teeanbau. Bereits Anfang des 19. Jahrhunderts hatten Geschäftsleute der East India Company Anbauversuche von chinesischen Teepflanzen in Indien unterstützt, mit mäßigem Erfolg. Die Entdeckung wilder Teepflanzen in Assam bewies die Vermutung einiger Botaniker, dass Tee auch in Indien gedeihen müsse. Die Verwendung einheimischen Saatguts, das mit chinesischem gekreuzt wurde, führte zum Erfolg. In Goldgräberstimmung suchten nun viele ihr Glück im Teeanbau. Gehandelt wurden die wertvollen getrockneten Blätter damals auf Auktionen. Bereits 1839 wurden die ersten zwölf Kisten Tee aus Assam in London versteigert und begeisterten Makler und Teetrinker gleichermaßen. Assam gilt heute als das größte zusammenhängende Tee-Anbaugebiet der Welt, dicht gefolgt von Kenia, dem bedeutendsten afrikanischen Teeproduzenten.

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Tindharia DER TEEGARTEN

IM SÜDEN DARJEELINGS

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underschön gelegen, von klaren Bergflüssen, Wasserfällen und üppigem Grün umgeben, wird auf dem ,Land der drei Ströme‘ – das bedeutet ,Tindharia‘ übersetzt - seit über einem Jahrhundert Tee angebaut. Der Bungalow, der dem jeweiligen Besitzer des Teegartens und seinen Besuchern als Unterkunft dient, liegt auf einem Plateau und ermöglicht einen freien Blick über sanfte Hügel und steile Hänge, die sich von 400 bis zu 1000 Metern Höhe strecken. Dieser Anblick dürfte 1917 auch dem indischen Träger des Literatur-Nobelpreises, Rabindranath Tagore, gefallen haben, als er hier einige Wochen verbrachte.

Vor dreizehn Jahren kaufte Anshuman Kanoria den Teegarten, der zu dem Zeitpunkt durch Vernachlässigung heruntergewirtschaftet war. Kanoria, der die Geschicke des familieneigenen Teehandels in der zweiten Generation fortführt, erkannte das Potenzial dieser 343 Hektar großen Teeplantage. Gemeinsam mit dem Garten-Management und den Arbeitern brachte er die Produktionsstätte 2005

180 Hektar von Tindharia sind den Teebüschen vorbehalten, einer Mischung aus Büschen chinesischen Ursprungs, assamesischer Art sowie einiger Hybridsorten. Zwischen den Teesträuchern stehen immer wieder so genannte Schattenbäume, die helfen, die wertvolle obere Erdkrume vor Erosion zu schützen.

Eine weitere Teespezialität, auf die man sich in Tindharia bestens versteht, ist Darjeeling nach Art eines Oolong. Die Teeblätter werden nach dem Pflücken ausgebreitet, um in der Sonne zu welken. Danach werden die Blätter sanft gerollt, um den Oxidationsprozess zu starten. Allerdings wird der Tee nur leicht fermentiert. Das Ergebnis ist ein wunderbarer großblättriger Darjeeling, der farblich zwischen grünem und schwarzem Tee liegt und geschmacklich durch sein liebliches Aroma punktet.

Eine besondere Spezialität des Tee­ gartens ist die Herstellung von Grünem Darjeeling. Während in den meisten Teegärten Indiens die Teeblätter für Grüntee durch Wasserdampf an der Fermentation gehindert werden, unterbindet man diesen Oxidationsprozess in Tindharia mit einem kochenden Wasserbad. In Netzen werden die Teeblätter in das Wasser getaucht, um sie weich und biegsam für das anschließende Rollen zu machen. Dabei entwickeln sie gleichzeitig ein feines Aroma, das insbesondere bei Teetrinkern in Europa und den USA sehr geschätzt wird.

Die Entwicklung neuer Teespezialitäten funktioniert, da ist sich Anshuman Kanoria gewiss, weil er weiß, dass er sich auf die Expertise von rund 200 Teepflückerinnen verlassen kann. In seinem Verständnis sind sie mit ihrer Arbeit maßgeblich für den Wert des Tees. Deshalb ist es ihm ein besonderes Anliegen, ihnen und ihren Familien durch nachhaltige Projekte verbesserte Lebensbedingungen zu bieten. Im Moment geht es um den Ausbau der Infrastruktur wie Erneuerung von Abwasserkanälen, aber auch die Errichtung eines Computercenters und das Angebot, Englisch zu lernen.

auf den neuesten Stand und entwickelt sie stetig weiter. So wurde der Betrieb 2017 von Kohle auf umweltverträglicheres Erdgas umgestellt.

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SONDEREDITION:

Darjeeling EARL GREY

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ie erinnern sich: Im vergangenen Jahr haben wir unter Ihnen Produkttester gesucht. Wir wollten einen Darjeeling Earl Grey nach den Prinzipien der Teekampagne entwickeln und brauchten Ihr wertvolles Feedback, um herauszufinden, welches Mischungsverhältnis von Tee und Bergamotte Ihnen am besten schmeckt. Nun ist die Entscheidung gefallen. Wie Sie es von uns gewohnt sind, haben wir dabei auf die hohe Blattgradierung FTGFOP1 geachtet und die Blätter behutsam mit naturreinem BergamotteÖl aromatisiert. Es wird direkt aus der Fruchtschale gewonnen und hat nichts mit den so genannten naturidentischen Aromastoffen zu tun, die man üblicherweise in den auf dem Markt befindlichen Earl Grey-Tees findet. Die Bergamotte ist eine Zitrusfrucht, die wahrscheinlich aus der Kreuzung von süßer Limette oder Zitronatzitrone mit Bitterorange entstand, doch die genaue Herkunft kennt man bis heute nicht. Vermutungen sehen ihren Ursprung im Orient, von wo sie durch die Kreuzzüge ihren Weg nach Europa fand, andere glauben, dass Kolumbus die Bergamotte auf den kanarischen Inseln entdeckte und sie über Spanien das euro­ päische Festland erreichte. Fest steht aber, dass die italienische Stadt Bergamo in der Lombardei als Namensgeber für die aroma­ tischen Früchte gilt. Sie werden ausschließlich auf

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einem schmalen, etwa 100 Kilometer langen Küstenstreifen in Kalabrien kultiviert, weil ihre Anbaubedingungen sehr speziell sind – sie verträgt keine Kälte, muss oft gewässert werden und gedeiht am besten auf tonhaltigem Boden. So wie Darjeeling-Tee, hat auch die Bergamotte ihre Saison. In den Wintermonaten von November bis Februar wird diese seltene Zitrusfrucht geerntet und nur während dieser Zeit wird das Öl gewonnen. Danach heißt es, auf die nächste Ernte zu warten. Daher ist die Menge unseres Darjeeling Earl Grey limitiert. Sie erhalten ihn in Deuschland in der 250g-Packung zum Preis von 9,80 Euro (inkl. Mehrwertsteuer, zzgl. Versand.)


VERTRAUEN ist gut, KONTROLLE gehört aber auch dazu

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eltweiter sorgloser Umgang mit Chemie hinterlässt Spuren, z. B. in Form überdüngter Böden und verseuchten Wassers. Ganze Landstriche werden so zu Ödland, das sich für die Landwirtschaft nicht mehr eignet. Selbst in Bio-Produkten lassen sich mitunter Pestizidrückstände nachweisen. Wind und Regen differenzieren nicht zwischen konventionellem und biologischem Anbau und so kann es durch angrenzende Felder zur Kontamination kommen. Es ist also nach wie vor wichtig, aufmerksam zu bleiben. Rückstandskontrollen, die Veröffentlichung der Analyseergebnisse auf jeder Teepackung und die Rückverfolgbarkeit eines jeden Tees von der Teetasse bis zum Ursprung in Darjeeling und in Assam sind und bleiben deshalb unverrückbare Grundprinzipien der Teekampagne. Prinzipien übrigens, die im Juni in der New York Times unter dem Begriff „Transparency Pricing“ als neuer Trend im Handel bejubelt wird. Ein Trend, den die Teekampagne vor über 30 Jahren vorweggenommen hat. Die Firma SOFIA in Berlin hat uns bei den Rückstandskontrollen jahrelang begleitet. Die beiden Firmengründer, Dr. Bockhorn und Dr. Lipinski, waren uns kompetente Ansprechpartner. Vor einigen Jahren ging die SOFIA in der global agierenden Firmengruppe Eurofins auf. Dadurch verschoben sich die Schwerpunkte der Tätigkeit zunehmend. Wir spürten diese Anpassung vor allem dadurch, dass der Kontakt und die Zusammenarbeit unpersönlicher wurden. Dr. Anna Romanotto Als sich Dr. Lipinski zusammen mit Herrn Dr. Mattulat entschloss, das Angebot der Firma PiCA – Prüfinstitut Chemische Analytik GmbH – anzunehmen, deren Portfolio um die Pestizidanalytik zu erweitern, folgten ihm viele Mitarbeiter von Eurofins SOFIA. Die PiCA GmbH arbeitet kontinuierlich an der Entwicklung noch präziserer Analysemethoden und auch wir folgten den beiden Wissenschaftlern an ihre neue Wirkungsstätte und fühlen uns dort sehr gut betreut, denn eine Spezialisierung der PiCA GmbH ist die Analyse auf Pestizidrückstände in komplexen Matrices wie Tee. Die Leiterin der Abteilung Pestizide und Kontaminanten in Lebensmitteln, Frau Dr. Romanotto, hatte bereits unsere Anthrachinon-Studie wissenschaftlich begleitet und ausgewertet. Die Ergebnisse stießen sogar bei der EFSA (European Food and Safety Authority) in Brüssel auf großes Interesse. Seit 2017 führt daher die PiCA GmbH die Analyse auf Pestizidrückstände (derzeit 672 Parameter zuzüglich Anthrachinon) und auch auf den EGCG-Gehalt durch.

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In eigener SACHE Wir haben damit gerechnet und Sie bereits im Frühjahr auf eine unumgängliche Preisanpassung für die Kampagne 2017 hingewiesen. Was sind die Gründe für die Preiserhöhung? Ein Kostenpunkt sind die Lohnerhöhungen von rund 40 % – aufgeteilt auf drei Jahre – für die Pflückerinnen in den Teegärten. Dies ist eine Entwicklung, die wir ausdrücklich begrüßen, denn die Pflückerinnen sind es in erster Linie, die sicherstellen, dass weltweit feiner Darjeeling das Herz von Teeliebhabern höher schlagen lässt. Auf unsere Produzenten in Darjeeling kamen auch erhebliche Mehraufwendungen für Energie zu. Sie rechnen mit einem Anstieg von 20 %. Darüber hinaus haben viele Gärten in die Umstellung von Kohle auf teureres Erdgas investiert sowie in den Einbau weiterer Filteranlagen. Seit Jahren beobachten wir in Darjeeling eine Entwicklung, die sich ähnlich auch im Agrarsektor hierzulande zeigt. Es wird zunehmend schwieriger, Nachwuchs zu finden, der die anstrengende Arbeit in der Landwirtschaft übernehmen mag. Gut ausgebildete Leute zieht es auch in Darjeeling in benachbarte Städte oder ins Ausland, weil die Verdienstmöglichkeiten dort vielfältiger sind und die Arbeit leichter ist. Interessante Arbeitsbedingungen vor Ort zu schaffen ist darum langfristig unabdingbar, aber nicht ausschließlich mit einer attraktiveren Vergütung verbunden. Auch auf unserer Seite sind die Kosten gestiegen. Dafür sind in erster Linie die Mehraufwendungen zur Erforschung von Anthrachinon, die Analyse eines breiteren Spektrums von diversen Parametern, aber auch gestiegene Lohn-, Material- und Energiekosten verantwortlich. Zudem hat sich auch der Wechselkurs nicht zu unseren Gunsten entwickelt. Obwohl wir sparsam wirtschaften, können wir diese gestiegenen Kosten nicht vollständig auffangen. Daher kostet der First Flush 29,50 Euro in der Kilopackung, auch die anderen Preise mussten wir entsprechend anpassen. Übrigens: Die Versandkostenpauschale bleibt gewohnt günstig und belohnt größere Bestellungen, weil wir Kosten für Versandkartons, Rechnungslegung und Handgriffe bei der Paketkonfektionierung sparen.

Wir haben unsere Packungsgrößen für Grünen Darjeeling angepasst: First Flush, Second Flush und jetzt auch Grünen Darjeeling gibt es jeweils als Blend in der 250g-Packung und in der Kilopackung. Gartentees aus nur einem Teegarten - egal ob in schwarz oder grün - erhalten Sie bei uns in der 500g-Packung.

MITARBEITERINNEN stellen sich vor Verena Heinrich Eigentlich sollte es nur ein Nebenjob während des Studiums sein – heute bin ich seit 27 Jahren bei der Teekampagne. Nach einer abgeschlossenen Banklehre hatte ich mich gerade an der FU Berlin für das BWL-Studium eingeschrieben, als mich eine Freundin auf den Aushang mit der Ausschreibung des Studentenjobs aufmerksam machte, der meinem beruflichen Leben die entscheidende Wende geben sollte. Für das damals im Aufbau befindliche Unternehmen erschien meine kaufmännische Ausbildung von Vorteil. Mir wiederum gefiel bei der Teekampagne sofort, dass es keine festgefahrenen Strukturen gab, dafür reichlich Aufbruchstimmung und ein motiviertes, ideenreiches Team mit flachen Hierarchien. Heute bin ich für das Finanz- und Rechnungswesen der Firma verantwortlich. Das klingt trocken – aber die tägliche Arbeit in einem außergewöhnlichen Unternehmen mit einem so spannenden und nachhaltigen Konzept wird einfach nie langweilig. Und außerdem ist es ein tolles Gefühl, dass es bei alledem um ein Produkt geht, hinter dem ich voll und ganz stehe. Und das mir nach so vielen Jahren unvermindert schmeckt: Auf meine tägliche Kanne Selected Darjeeling möchte ich nicht mehr verzichten!

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Wir möchten Sie durch das GANZE JAHR begleiten – immer wieder

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teile Berghänge, intensive Sonneneinstrahlung und kühler Nebel – die Region Darjeeling ist einzigartig: Die natürlichen Bedingungen bringen einen Tee mit unvergleichlichem Aroma hervor. Und die Schönheit der Landschaft ist atemberaubend. Großartig, so finden wir, dass der renommierte Fotograf Hans-Joachim Aubert – ein Teekampagne-Freund der ersten Stunde – diese Einzigartigkeit in dreizehn Panoramen eingefangen hat. Das Reisen und die Vermittlung von unterschiedlichen Kulturen in Text und Bild sind Auberts Passion und Profession. Viele seiner Bildbände erhielten Preise, seine Reiseführer gehören zu den beliebtesten Standardwerken. Der Norden Indiens hat es ihm besonders angetan und so hat sich unsere Zusammenarbeit wunderbar gefügt. Schöne Bilder brauchen auch eine außergewöhnliche Präsentation. Mit der Panorama Edition haben wir einen Verlag gefunden, der sich auf hochwertige Kalender und besondere Bücher spezialisiert hat und dessen Werke zahlreiche nationale und internationale Auszeichnungen erhielten. Die Blätter der Kalender werden auf FSC zertifiziertem Papier gedruckt, einzeln sortiert und dann spiralgebunden. Produziert wird in Deutschland. Besonders praktisch: Die Fotos haben ein immerwährendes Kalendarium, damit die Freude an den Bildern ewig währt. Format: 68 cm x 30 cm, Spiralbindung mit zwei Aufhängebügeln Der Kalender wird in einer robusten Versandpackung geliefert und separat versandt. Preis: 23 Euro (verandkostenfreie Lieferung) Wenn Sie darüber hinaus einen Eindruck von Darjeeling, der Teeproduktion und dem Kopf hinter der Idee der Teekampagne in bewegten Bildern erhalten möchten, legen wir Ihnen unsere DVD ans Herz. Sie erhalten sie für 3 Euro ebenfalls in unserem Online-Shop.

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NEUES

vom Komponentenportal Dass man als Entrepreneur nicht alles selbst machen muss, zeigen viele Gründungen, die mit dem Prinzip „Konzept & Komponenten“ in das Abenteuer Entrepreneurship gestartet sind und erfolgreich die Überlastungsfalle umschifft haben. Es ist das Ausmaß an Arbeitsteilung, das nicht nur die Produktivität des Gründers erhöht, sondern auch die Chancen auf Erfolg. Mit Komponenten zu gründen bedeutet, Kapital zu sparen, Zeit zu gewinnen und von Anfang an mit erfahrenen Partnern zu arbeiten, die die Bereiche abdecken, die der Gründer nicht beherrscht. So geht es bei der Konzepterstellung vor allem darum, von Beginn an bei jedem Element mitzudenken, inwieweit es in Komponenten zerlegbar ist, welche davon man selbst übernehmen kann und welche man auslagert. Das Komponentenportal ist dabei eine maßgebliche Unterstützung: Hier können Gründer aus vielen Bausteinen wählen und bestimmte Aufgaben wie Produktion, Logistik, Buchhaltung oder die Erstellung eines Online-Shops an professionelle Dienstleister abgeben, die sorgfältig von der Projektwerkstatt ausgewählt wurden. Damit die Gründer den Kopf freibehalten für die eigentliche Aufgabe des Entrepreneurs: Die Weiterentwicklung ihres Entrepreneurial Designs. Und dass dies auch funktioniert, zeigen auf der nächsten Seite zwei Gründer, die mit unserem Komponentenportal erfolgreich gegründet haben.

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RII JII

jetzt mit vielen neuen Bio-Reissorten Arne Lißewski hat sich die Teekampagne zum Vorbild genommen und importiert feinen Taraori Basmati-Reis direkt aus Indien, versendet ihn in Großpackungen an seine Kunden und ist wahrscheinlich der einzige Anbieter von Reis in Deutschland, der die Ergebnisse der Rückstandsuntersuchungen auf seiner Internetseite veröffentlicht. Der Reis in der 5kg-Vorratspackung stammt aus Bio-Anbau und ist Fair Trade zertifiziert. Sein Reis-Wissen nutzte der Gründer, um das Sortiment zu erweitern: Hinzu gekommen sind Vollkornreis und ein italienischer Risotto-Reis – beide natürlich ebenfalls bio und fair trade – sowie Bio-Milchreis aus Italien für alle, die es gern süß mögen. Wer den Reis von Rii Jii gern erst probieren möchte, hat seit diesem Jahr auch die Möglichkeit, 500g-Packungen zu kaufen. Verzehrhilfe ist übrigens garantiert: Regelmäßig gibt’s neue Rezeptideen im Newsletter und auf der Website. www.rii-jii.de

Arne Lißewski

VANILLA CAMPAIGN – auf dem Weg zur Bio-Zertifizierung Die beste Vanille der Welt wächst in Mexiko, dem Heimatland dieses aromatischen Gewürzes, in der Region Papantla im Bundesstaat Veracruz. Sebastian Berlein entdeckte seine Liebe zur Vanille, als er als Kunstlehrer einige Zeit in dem mittelamerikanischen Land verbrachte. Er entschied sich, die Schote nach Deutschland zu bringen, trotzte den Gefahren des mexikanischen Dschungels und wurde Entrepreneur: Die Vanilla Campaign war geboren. Nachdem Sebastian Berlein im letzten Jahr den 1. Preis beim Wett­bewerb „Gründen Live. Mehr Kopf statt Kapital“ gewonnen hatte, führte er erfolgreich eine Crowdfunding-Kampagne durch, um die Bio-Zertifizierung seiner Vanille anzugehen. Gemeinsam mit dem Betreiber des Ökoparks in Mexiko und Produzenten der Schote, José Luis Hernández Decuir, entschied sich Sebastian für Naturland – weil hier nicht nur strengere Maßstäbe an den ökologischen Anbau gestellt werden, sondern auch Sozialrichtlinien geprüft werden. Im Oktober startet der Zertifizierungsprozess. Kaufen kann man die Vanilleschote aber natürlich schon jetzt. www.vanillacampaign.com

Sebastian Berlein

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CITIZEN ENTREPRENEURSHIP für eine intelligentere Ökonomie Die Stiftung Entrepreneurship bezieht bewusst Personen in ihre Arbeit ein, die bisher in der Welt der Wirtschaft weder für sich Handlungschancen sahen, noch als Anreger oder Akteure geeignet erschienen. Dieses Verständnis von Entrepreneurship geht über bisherige Traditionen hinaus. Wir wollen unternehmerische Initiativen ermutigen, die nicht ständig nur neue Bedürfnisse herauskitzeln, sondern auf vorhandene Probleme mit ökonomischer, sozialer, aber auch künstlerischer Phantasie antworten. Wir benötigen sie dringender denn je, wenn wir eine intelligentere, weniger Zerreißproben provozierende Ökonomie haben wollen. Dazu brauchen wir Gründer, die von anderen Wertvorstellungen geleitet sind als von Expansion, Menschen, die eine nachhaltig effizientere und sozial verträglichere Ökonomie entwerfen und in die Praxis umsetzen. Gesucht ist der Bürger als Entrepreneur mit zivilgesellschaft­ lichem Engagement. Eine Kampagne der Stiftung Entrepreneur­ ship, die beim Summit am 21. und 22. Oktober ihren Anfang nimmt, soll dies in einer gemeinschaftlichen „Citizen Entrepreneurship“Aktion zum Ausdruck bringen.

ENTREPRENEURSHIP SUMMIT 2017: 21. Oktober 2017: 9.00 Uhr – 22.00 Uhr 22. Oktober 2017: 9.30 Uhr – 18.00 Uhr Henry-Ford-Bau der Freien Universität Berlin Garystraße 35, 14195 Berlin-Dahlem www.entrepreneurship-summit.de

Jakob von Uexküll, Stifter des Alternativen Nobelpreises, beim Entrepreneurship Summit 2016 (2.v.r.)


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