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BAUINGENIEUR WESEN

BACHELOR 2020/2021Â


Das Bauingenieurwesen-Studium ist praxisbezogen. Laborarbeiten ergänzen den Vorlesungsinhalt.

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Der Campus der Hochschule Luzern – Technik & Architektur liegt am Fuss des Pilatus unweit des Vierwaldstättersees.


Einzigartige Laboreinrichtungen wie der FassadenprĂźfstand ermĂśglichen spannende Projekte.

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Anschauliche Vorlesungen mit engagierten Dozierenden begĂźnstigen ein motivierendes Lehr- und Lernklima.


Experimentelle Arbeiten im Labor veranschaulichen das komplexe Materialverhalten.

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Studiengangkonzept

Bachelor in Bauingenieurwesen – bauen Sie Ihre Zukunft Im Bachelor of Science in Bauingenieurwesen an der Hochschule Luzern – Technik & Architektur lernen Sie, wie Sie eine leistungsfähige und sichere Infrastruktur bauen, erhalten und betreiben. Unser Institut ist sehr gut vernetzt mit Bauindustrie, Forschung und Fachgremien. Dadurch erarbeiten Sie sich Wissen, das in der Praxis wichtig und auf dem neusten Stand ist. Wir bereiten Sie auf die beruflichen Herausforderungen vor Natürlich erwerben Sie bei uns fundierte Theorie – aber Sie wenden diese zugleich auch an: In unseren Projektmodulen erlangen Sie wichtige praktische Kenntnisse. Nebst Fachwissen und methodischer Kompetenz vermitteln wir auch berufsrelevante Sozialkompetenz. Wenn Sie Ihr Studium bei uns abgeschlossen haben, wissen Sie, wie interdisziplinäre Projekte im Berufsalltag erfolgreich ablaufen. Möchten Sie sich noch weiter spezialisieren? In allen Studienrichtungen können Sie sich an unserer Schule in einem Vollzeit- oder Teilzeit-Modell zum «Master of Science in Engineering» weiterbilden. Sie werden dabei von unseren hoch qualifizierten Advisorinnen und Advisoren begleitet und bearbeiten spannende Forschungsprojekte.

«Mit einem Studium in Bauingenieurwesen sind Sie gerüstet für die Praxis.» Haben Sie Fragen? Prof. Dr. Albin Kenel Studiengangleiter Bauingenieurwesen T: +41 41 349 34 00 E-Mail: albin.kenel@hslu.ch

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Studiengangkonzept

Packen Sie Herausforderungen an Bei uns lernen Sie die «gebaute Umwelt», einen zentralen Pfeiler der Schweizer Wirtschaft, für zukünftige Herausforderungen zu erhalten und baulich weiterzuentwickeln. Hört sich das für Sie spannend an? Als Bauingenieurin oder Bauingenieur sind Sie nicht nur technisch qualifiziert, sondern beeinflussen die Wettbewerbsfähigkeit und den nachhaltigen Erfolg Ihres zukünftigen Arbeitgebers. Sie gestalten die Zukunft mit. Leute wie Sie sind auf dem Arbeitsmarkt derzeit sehr gefragt. Sie denken ökonomisch und vernetzt, sind gleichzeitig kreativ und suchen gerne neue Lösungsansätze? Dann ist dieses Studium das Richtige für Sie. Nach dem Studium können Sie: • Tragstrukturen im Hoch- und Brückenbau, Baugruben, Stützbauwerke und Gründungen bemessen. • Verkehrsanlagen, Flussverbauungen und Wasseranlagen planen und deren Auswirkungen auf die Umwelt beurteilen. • neue Gebäudehülle-Systeme entwickeln, Produktionsverfahren gezielt einsetzen und dabei die Bedürfnisse der Architektur und der Gebäudetechnik einbeziehen. • Montage- und Bauverfahren und ihre Abläufe planen, konzipieren und realisieren. • Projekte systematisch planen, leiten oder daran mitarbeiten und die Projektergebnisse eindeutig und verständlich dokumentieren und sicher kommunizieren.

«Dank meines berufsbegleitenden Studiums und der praxisbezogenen Projektmodule rechne ich mir gute Berufschancen und einen schnellen und problemlosen Einstieg in den Berufsalltag aus.» Nathalie Wildhaber studiert berufsbegleitend 8


Studienrichtungen/Zulassung/Zeitmodelle

Wählen Sie eine Studienrichtung Während Ihres Studiums können Sie eine der folgenden Studienrichtungen wählen und sich so weiter spezialisieren: «Verkehr und Wasser», «Konstruktion und Tragwerk» oder «Gebäudehülle». Alle drei Themen haben grosses Zukunftspotenzial und wir verfügen über Dozierende, die intensiv in diesen Bereichen forschen. Voraussetzungen Für den Bachelor in Bauingenieurwesen benötigen Sie einen der folgenden Abschlüsse: • einen einschlägigen Berufsabschluss und eine technische Berufsmatura • eine gymnasiale Matura mit einem absolvierten Praktikum (wir helfen Ihnen gerne bei der Suche nach einem Praktikumsplatz) • ein Zulassungsstudium • die Fachhochschulreife, wenn Sie aus Deutschland stammen Vollzeit, Teilzeit oder berufsbegleitend? Unsere Zeitmodelle sind so individuell wie Sie. Sie können zwischen den Modellen «Vollzeit», «Teilzeit» und «berufsbegleitend» wählen und sogar während des Studiums in ein anderes Modell wechseln. Zudem bieten wir den Studienbeginn im Herbst und im Frühling an.

«Mein Studium in der einzigartigen Studienrichtung Gebäudehülle ermöglicht mir eine Spezialisierung in einem zukunftsträchtigen Bereich. Sehr hilfreich ist für mich der Praxisbezug, vor allem Inputs dazu, wie ich während eines Projekts am besten mit Partnern kommuniziere.» Louis Kälin studiert Vollzeit 9


Bachelor+ Interdisziplinarität am Bau

Herausforderungen verlangen interdisziplinäre Lösungen Es ist komplex, Bauten zu planen und zu realisieren. Die heutigen Herausforderungen machen ein umfassendes Denken und interdisziplinäre Projektteams notwendig. An der Hochschule Luzern wählen Sie aus einem breiten Modulangebot aus sechs Baustudiengängen (Architektur, Innenarchitektur, Bauingenieurwesen, Gebäudetechnik | Energie und Digital Construction) und eignen sich ein breites, umfassendes Wissen an. Das Gute daran: Mit einer interdisziplinären Ausbildung sind Sie auf dem Arbeitsmarkt sehr begehrt. Zertifikat «Bachelor+ Interdisziplinarität am Bau» Seit dem Studienjahr 2017/2018 bietet die Hochschule Luzern – Technik & Architektur motivierten und talentierten Studierenden die Möglichkeit, mit dem «Bachelor+ Interdisziplinarität am Bau» abzuschliessen. Sie vertiefen sich in die interdisziplinäre Teamarbeit und ins digitale Bauen/BIM (Building Information Modeling). In den letzten beiden Semestern erarbeiten Sie zusammen mit Studierenden aller Baustudiengänge neben Ihrer regulären Ausbildung in einem Projektteam fünf aufeinander aufbauende interdisziplinäre Entwurfsprojekte aus der Praxis. So können Sie Ihre Entwurfsfähigkeiten zusätzlich sehr realitätsnah verbessern. Das disziplinäre Bachelor-Studium wird mit dem zusätzlichen Zertifikat «Bachelor+ Interdisziplinarität am Bau» abgeschlossen. Sind Sie interessiert am «Bachelor+»? Wenden Sie sich bei Studienbeginn an Ihren Studiengangleiter.

«Um ein Bauingenieurstudium zu absolvieren, sollten Sie Freude an Statik und an Konstruktion mit verschiedenen Materialien haben, sich gerne mit Kosten und Terminen befassen, gut im Team arbeiten und im hektischen Alltag gelassen bleiben.» Urs Hirsiger Lüchinger+Meyer, Filialleiter Luzern 10


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Aus dem Studienalltag. Projektvorstellung im interdisziplinären Studierendenteam.


Planung von Verkehrswegen unter Betrieb am Beispiel Seetalplatz EmmenbrĂźcke/LU. Quelle: Kanton Luzern, Verkehr und Infrastruktur (vif)

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Aufbau des Bachelor-Studiums Bauingenieurwesen

Kernmodule Studienrichtung Verkehr und Wasser (V+W) mindestens 90 ECTS-Credits

Advanced

Bauverfahren – Verkehr und Wasser 3

Wasser 4 – Ver- und Entsorgung

Bauprojektmanagement

3

Wasser 3 – Naturgefahren und Schutz­ massnahmen Verkehr 3 – Verkehrssicherheit

6

Inter­mediate

Grundlagen der Projektierung

3

6

Wasser 2 – Grundlagen Entsorgung und Wasserbau

3

Verkehr 2 – Strassen- und Eisenbahnbau

Geotechnik 3 – Grundbau

Vermessung

3 Mathematik und Physik für Bau­ingenieurwesen und Gebäude­ technik 2

6

Basic

Pflichtmodul für die Studienrichtung Wahlmodul für die Studienrichtung alle Studienrichtungen gemeinsam

K+T und GH gemeinsam

V+W und K+T gemeinsam

6 ECTS-Credit­angabe (hier 6)

Mathematik und Physik für Bau­ingenieurwesen und Gebäude­ technik 1

6 Mathematik Grundlagen Bau­ingenieur­wesen und Gebäude­ technik

6

Verkehr 1 – Verkehrs- und Raumplanung

Beton- und Stahlbau 1

6

6

6

Geotechnik 2 – Bodenmechanik

6

6

3

Geotechnik 1 – Geologische Grundlagen 3

Wasser 1 – Hydraulik

Baustatik 2 – Festigkeitslehre

6

6 Baustatik 1 – Statisch bestimmte Systeme

Tragwerkslehre 1

3

Grundlagen des Bauens

3

Baustoffe

6

3

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Kernmodule Studienrichtung Konstruktion und Tragwerk (K+T) mindestens 90 ECTS-Credits

Advanced

Betonbau – Ausgewählte Kapitel

6 Betonbau und Mauerwerk

Stahl- und Verbundbau

Geotechnik 4 – Spezialtiefbau

3

6

Inter­mediate

Grundlagen der Projektierung

Beton- und Stahlbau 2

6

Geotechnik 3 – Grundbau

3 Baustatik 4 – Traglastverfahren

3 Mathematik und Physik für Bau­ingenieurwesen und Gebäude­ technik 2

Baustatik 3 – Statisch unbestimmte Systeme

6

Basic

Mathematik und Physik für Bau­ingenieurwesen und Gebäude­ technik 1

6 Mathematik Grundlagen Bau­ingenieur­wesen und Gebäude­ technik

6

6 Beton- und Stahlbau 1

6

Baustatik 2 – Festigkeitslehre

6 Geotechnik 2 – Bodenmechanik

6

6

Tragwerkslehre 2

Geotechnik 1 – Geologische Grundlagen 3

3 Bauphysik

6 Baustatik 1 – Statisch bestimmte Systeme

3 Tragwerkslehre 1

3

Grundlagen des Bauens

3

Baustoffe

6

3

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Kernmodule Studienrichtung Gebäudehülle (GH) mindestens 90 ECTS-Credits

Advanced

Energie und Gebäudehülle

3

Gebäudehülle 4 – Planung und Umsetzung

6 Komfort und Energie

Stahl- und Verbundbau

Gebäudehülle 3 – Glas- und Leichtbau

3

6

Inter­mediate

Metallbau

Grundlagen der Projektierung

3

6

Gebäudehülle 2 – Konstruktion und Material

Beton- und Stahlbau 2

3 Bauphysik GH

3 Mathematik und Physik für Bau­ingenieurwesen und Gebäude­ technik 2

Baustatik 3 – Statisch unbestimmte Systeme

6

Basic

Mathematik und Physik für Bau­ingenieurwesen und Gebäude­ technik 1

6 Mathematik Grundlagen Bau­ingenieur­wesen und Gebäude­ technik

6

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6

Gebäudehülle 1 – Grundlagen

Beton- und Stahlbau 1

6

Baustatik 2 – Festigkeitslehre

6

6

6

Tragwerkslehre 2

3 Bauphysik

6 Baustatik 1 – Statisch bestimmte Systeme

3 Tragwerkslehre 1

3 Baustoffe

6

3

Grundlagen des Bauens

3


Projektmodule

Erweiterungsmodule

mindestens 42 ECTS-Credits

Bachelor-Thesis

12 Projektmodul 3 – Bemessung

Interdisziplinärer Workshop (Blockwoche) 3

min. 15 ECTSCredits

Gebäudehülle 6 – Ausgewählte Kapitel 3

Statische Überprüfung im Massivbau 3

Umfassende Auswahl an Zusatzmodulen.

Geotechnik 5 – Ausgewählte Kapitel 3

Neptune (intensive week)

Gebäudehülle 5 – Planen und Bauen solarer GH 3

Flächentrag­werke im Massivbau

Die Inhalte reichen von Sprachen über Betriebswirtschaft für Ingenieure bis zu rechtlichen Grundlagen.

Praxis im Studium

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Zusatzmodule

mindestens 15 ECTS-Credits

3

3

BIM (Building information Modelling) 3

3

Projektmodul 2 – Studie

Bauplanung

3

6

Entwurf Ingenieur­bauwerke

3

Summer School Fachbereich Bau (Blockwoche) 3

Projektmodul 1 – Analyse und Konzept 3 Holzbau 2

Baurecht

3

3

Bauten entdecken

3 Kontext 2

Holzbau 1

3

IT-Tools 1

3

3

Kontext 1

IT-Tools 1

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3

Siehe www.isa-campus.ch (je 3 ECTS-Credits)


Welche Module gibt es?

Es gibt Pflicht- und Wahlmodule. Beide dauern in der Regel ein Semester. Der Unterricht findet während des Kontaktstudiums statt, siehe Jahresplan Seite 26/27. Eine Ausnahme bilden die sogenannten BlockwochenModule, die während einer Intensivwoche ganztags durchgeführt werden. Die Modulbeschriebe geben Auskunft über erforderliches Vorwissen, Inhalte und Ziele, Studienaufwand und Form des Kompetenznachweises. Sie sind in Kurzfassung auf den Seiten 18 bis 23 dieses Studienführers zu finden. Studierende können sich einzelne Module entsprechend ihren Vorkenntnissen und Interessen zu einem individuellen Stundenplan zusammenstellen. Kernmodule Sie vermitteln die wesentlichen Fach- und Methodenkompetenzen. Mindestens 90 ECTS-Credits eines Studienprogramms entfallen auf Kernmodule, was der Hälfte des gesamten Studienaufwands entspricht. Projektmodule In diesen Modulen setzen sich die Studierenden mit anspruchsvollen Herausforderungen aus der Praxis auseinander. Neben Fachwissen erarbeiten sie sich vor allem Methodenkompetenzen. Erweiterungsmodule Sie ermöglichen den Studentinnen und Studenten, sich in Themen einzuarbeiten, die zum weiteren Umfeld des zukünftigen Berufes gehören. Damit können sie ein eigenständiges Profil entwickeln und sich spezifische Fachkompetenzen aneignen. Zusatzmodule Sie decken ausserfachliche Kompetenzen ab und befähigen die Studierenden, ihr Fachwissen und ihre Entscheidungen in gesellschaftliche, kulturelle, ethische oder wirtschaftliche Zusammenhänge einzuordnen. Das Angebot an Zusatzmodulen ist sehr breit und wird jedes Semester angepasst. Praxismodule Sie verbinden das Studium mit einer einschlägigen Berufstätigkeit und sind nur für berufsbegleitend Studierende wählbar. Kompetenzen aus der Berufs­ ausübung lassen sich so semesterweise anrechnen. 17

Was sind ECTS-Credits? ECTS bedeutet European Credit Transfer System. ECTS-Credits sind eine Masseinheit für die Studienzeit. Jede Aus- und Weiterbildung ist mit einer bestimmten Anzahl ECTS-Credits dotiert, je nach zeitlichem Aufwand, der pro Modul benötigt wird. Ein ECTS-Credit entspricht 30 Arbeitsstunden. Der Bachelor-Studiengang ist in der Regel nach dem Erreichen von 180 ECTS-Credits abgeschlossen. Das ECTS ermöglicht die transparente Anerkennung von Studienleistungen.


Modul-Kurzbeschriebe

Kernmodule Bauphysik Pflicht für K+T und GH Umwelt-, Bau- und Raumakustik, Aussenklima, thermische Behaglichkeit, stationärer und instationärer Wärmedurchgang, transparente Bauteile, Luftaustausch, instationäres Verhalten eines Raumes, Energie und Nachhaltigkeit; Feuchte und Bauwerk, Oberflächenkondensation, Wasserdampfdiffusion. Bauphysik GH Pflicht GH Bauphysikalische Anforderungen an Gebäudehüllen, sommerlicher und winterlicher Wärmeschutz, Wärmebrücken, Brandschutz, Schallschutznachweise, Feuchteschutznachweis, Luftaustausch, Tageslicht, Grundlagen der thermischen Simulation und Berechnungsnachweise. Baustoffe Pflicht Chemische Grundlagen, Elektrochemie, Korrosion und Korrosionsschutz, Werkstoffgrundlagen, Werkstoff­ prüfung, Werkstoffe Metall, Kunststoffe, Holz und Glas, Verbindungstechniken, ökologische Aspekte des Werkstoffeinsatzes. Bauprojektmanagement Wahl für V+W Projektorganisation- und Struktur: Kommunikation, Führung, Bauherrenberatung, Stakeholder Management. Projektrandbedingungen: Risiko- und Daten­ management. Controlling: Termine, Kosten, Leistung, Qualität, Nachtragsmanagement. Ausschreibung und Vergabe: Leistungsverzeichnis, Beschaffungswesen. Baustatik 1 – Statisch bestimmte Systeme Pflicht Baustatik mit Moment, Lager, Gleichgewicht, Schnittgrössen. Ebene Stabtragwerke wie Einfacher Balken, Kragarm, GERBERträger, Gelenkrahmen, Dreigelenk­ bogen, Fachwerke, Stringer-Tafelmodell. Räumliche Stabtragwerke und Fachwerke. Baumechanik mit Kraft, Axiome der Mechanik, Arbeit, Leistung, Kinematik starrer Scheiben. Baustatik 2 – Festigkeitslehre Pflicht Querschnittswerte, Spannungen, Elastische und plastische Querschnittswiderstände, Einzelverformungen, Verformungslinien, Stoffgesetze, Interaktionsdiagramme.

Baustatik 3 – Statisch unbestimmte Systeme Pflicht für K+T und GH Grundlagen der direkten Steifigkeitsmethode inkl. Modellbildung und Plausibilisierung der Resultate und Einführung in die Finite Elementmethode für Stabtragwerke. Grundlagen der Stabilitätstheorie. Baustatik 4 – Traglastverfahren Pflicht für K+T Grenzwertsätze, elastisch-plastische Systeme, Traglastverfahren. Bauverfahren – Verkehr und Wasser Wahl für V+W Ergänzungen zu Graben- und Erdleitungsbau sowie zu den grabenlosen Verfahren, Bauverfahren des Strassen- und Eisenbahnbaus, Bauverfahren des Fluss- und Wasserbaus, Bauverfahren des Erd- und Spezialtiefbaus, allgemeine Bedingungen für Bauarbeiten (SIA 118). Betonbau – Ausgewählte Kapitel Wahl für K+T Nachweis der Gebrauchstauglichkeit, Nachweis der Ermüdungsfestigkeit, Nachweis von Stahlbetontrag­ elementen unter kombinierten Beanspruchungen (M, V, N und T) und Nachweis von Stützensystemen. Betonbau und Mauerwerk Pflicht für K+T Spannbeton: Bemessung, Berechnung und konstruktive Durchbildung von vorgespannten Balken, Mehrfeldträger und Decken. Stützen: Grundlagen des Tragverhaltens und Bemessung. Kombinierte Beanspruchungen: Tragwerksanalyse und Bemessung von Stahlbetonbauteilen unter Kombinationen von Biegemoment, Querkraft und Torsion sowie horizontale Kraftabtragung von Scheibentragsystemen. Mauerwerk: Grundlagen des Tragverhaltens, Bemessung von Wandscheiben unter Normalkraftbeanspruchung, Schubbeanspruchung und deren Kombinationen. Beton- und Stahlbau 1 Pflicht Betonbau: Grundlagen der Baustoffe (Beton, Betonund Spannstahl); Tragsicherheit von Stahl- und Spannbetonbauteilen (Querschnittsanalysen und Nachweise für Biegung, Biegung mit Normalkraft). Bemessung von Platten. Stahlbau: Konstruktionselemente, Nachweise Tragsicherheit (Querschnittsnachweise für Biegung, Normalkraft, Querkraft sowie deren Inter­aktion), Schraub- und Schweissverbindungen, Knicken. 18


DE/E = Modul wird in Deutsch und Englisch angeboten E = Modul wird in Englisch angeboten

Beton- und Stahlbau 2 Pflicht für K+T und GH Betonbau: Bemessung von Balken- und Rahmentragwerken inkl. Rahmenecken und Konsolen mit Fachwerkmodellen (Stabwerkmodellen) und Spannungsfeldern für kombinierte Beanspruchungen (Biegung/Querkraft/ Torsion). Durchstanzen und Plattenschub. Konstruktive Durchbildung von Stahlbetonbauteilen. Modellierung von Stahlbetontragwerken für die FEM-Analyse. Stahlbau: Krafteinleitungen, Stabilitätsnachweise von Stäben (Knicken, Kippen), Torsion, Schraub- und Schweissverbindungen, konstruktive Durchbildung. Energie und Gebäudehülle Wahl für GH Möglichkeiten und Effizienz der Energiegewinnung, Nachhaltigkeit und Energiebilanz der Materialien, Ressourcenmanagement, Lebensdaueranalyse, bau­ physikalische- und Tageslicht-Simulationen, Energienachweise. Gebäudehülle 1 – Grundlagen Pflicht für GH Funktionen, Anforderungen und Rolle der Gebäudehülle im Baukontext, Herausforderungen Fassadenengineering, Fassadentypologien und -konstruktionen, Materialien und Komponenten, Einsatzarten und Wirkmechanismen der Fassade, Analyse Fassadenkonstruktionen, konzeptionelle Entwicklung von Fassaden. Gebäudehülle 2 – Konstruktion und Material Pflicht für GH Einwirkungen auf Gebäudehüllen, Funktionsebenen, Bemessen von Tragelementen und Bauteilen der Gebäudehülle, Konstruktionen der Gebäudehülle, Detailentwicklung und Bemessung, Witterungsschutz, Luftdichtheit, Entwässerung, Materialien in der Gebäudehülle, Elemente der Gebäudehülle: Sonnschutz, Belüftung, Fenster, Türen, Füllelemente, Abdichtung, Normen und Richtlinien. Gebäudehülle 3 – Glas- und Leichtbau Pflicht für GH Werkstoff Glas, Festigkeit und Bruchverhalten, Bemessung von vertikalen und horizontalen Verglasungen, ­Bemessung von absturzsichernden Verglasungen, ­Bemessung von tragenden Glasbauteilen, Bemessung von Stahl-Glasfassaden, Bemessung von anspruchs­ vollen Tragkonstruktionen in Gebäudehüllen, Seiltragwerke, Seilstatik, Leichtbau.

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Gebäudehülle 4 – Planung und Umsetzung Pflicht für GH Vertieftes Verständnis des inneren Aufbaus von Gebäudehüllen, Fassadenplanung, Systembau und Systementwicklung, Fertigungs- und Montagetechnik der Gebäudehülle, Konstruktive Aspekte bei der Sanierung von Gebäudehüllen, Korrosionsschutz und Oberflächentechnik, Fassadenprüfungen, Verankerungstechnik und Bemessung von Unterkonstruktionen, Kostenplanung, Projektmanagement, Unterhalt. Geotechnik 1 – Geologische Grundlagen Pflicht für K+T und V+W Allgemeine Geologie: Verständnis der Plattentektonik, Erdbeben; Grundlagen der Entstehung von Gesteinen und Lockergesteinen (Magmatismus, Metamorphose, Verwitterungsprozesse, Erosion, Transport und ­Sedimentation); Beschreibung und Klassifikation von ­Locker- und Festgesteinen (Gesteinspraktikum). ­Geologie der Schweiz: Einführung in die Geologie der Schweiz, Einführung in die Quartärgeologie. Ingenieurgeologie: Einführung in die Ingenieurgeologie, Grundlagen der Baugrunderkundung, Behandlung ingenieurgeologischer Problemstellungen (Übungen). Geotechnik 2 – Bodenmechanik Pflicht für K+T und V+W Zustandsgrössen von Lockergesteinen, Spannungs­ analyse, Spannungsausbreitung im Boden, Grundwasserhydraulik, Formänderungseigenschaften, Setzungsberechnungen & Konsolidationstheorie, Festigkeitseigenschaften von Lockergesteinen, Stabilitätsprobleme. Festigung der Theorie anhand von Laborübungen. Geotechnik 3 – Grundbau Pflicht für K+T/Wahl für V+W Stütz- und Sicherungsmassnahmen im Locker- und Festgestein: Stützbauwerke, Verankerungen, Vernagelungen, bewehrte Erde. Grundlagen der Felsmechanik und des Felsbaues. Grundlegende Fundationskonzepte: Flachfundationen. Einführung in den Dammbau. Geotechnik 4 – Spezialtiefbau Wahl für K+T Geotechnische Massnahmen zur Realisierung von Baugruben: vertikale Baugrubenabschlüsse, Wasserhaltung, Anker und Spriesse. Spezielle Fundationen: Pfahl­ fundationen, kombinierte Pfahl-Plattenfundationen, Schachtfundationen, konventionelle und spezielle Unterfangungsmethoden. Permanente Hangsicherungen.


Modul-Kurzbeschriebe

Grundlagen des Bauens Pflicht Einblick in die zentralen Fragestellungen der vier Disziplinen Architektur, Innenarchitektur, Bauingenieurwesen und Gebäudetechnik | Energie. Verständnis für die spezifischen Denkweisen der eigenen und der anderen Fachrichtungen. Bewusstsein für die Notwendigkeit des Dialogs zwischen verschiedenen disziplinären Kulturen. Grundlagen der Projektierung Pflicht für K+T/Wahl für V+W und GH Sicherheit und Zuverlässigkeit, globale und partielle Sicherheitswerte; Gefährdungsbild, Nutzungszustand, Bemessungssituationen; Einwirkungen auf Tragwerke, Last- und Reduktionsbeiwerte, Bemessungswerte; Grenzzustände. Komfort und Energie Wahl für GH Grundlagen des Komforts (Klima- und Behaglichkeitsphänomene), Gebäudetechnik im Kontext von Architektur, Tragwerk und Eigenschaften der Gebäudehülle sowie daraus resultierende Energiebetrachtungen. Mathematik Grundlagen Bauingenieurwesen und Gebäudetechnik Pflicht Grenzwerte, Differentialrechnung, Einführung in die Integralrechnung, Hauptsatz, Integrationstechniken, Volumen von Rotationskörpern, Schwerpunkt von Flächen. Mathematik und Physik für Bauingenieurwesen und Gebäudetechnik 1 Pflicht Vermittlung der Grundlagen der Fluiddynamik und der Wärmelehre; Vertiefung der Theorie mit Aufgaben und Veranschaulichung anhand von Experimenten und Alltagserscheinungen; Funktionen mehrerer veränder­ licher Differenzialgleichungen 1. Ordnung, lineare Algebra. Mathematik und Physik für Bauingenieurwesen und Gebäudetechnik 2 Pflicht Freie, harmonische Schwingungen; gedämpfte und angeregte Schwingungen; mathematische Beschreibung der Wellen mit Anwendung auf Schall- und Lichtwellen und auf Wärmestrahlung; Differenzial­ gleichungen 2. Ordnung, Statistik, Wahrscheinlichkeitstheorie.

Metallbau Pflicht für GH Konstruieren und Bemessen von Bauteilen aus Aluminium und Chrom-Nickel-Stählen. Konstruieren und Bemessen von Gussteilen und Fassadenkonsolen, ­Bemessen von Blechpaneelen, Verbindungen, Bemessen von Sandwichelementen und Verbundprofilen. Stahl- und Verbundbau Pflicht für K+T/Wahl für GH Bemessen von Verbundträgern und -stützen, Blech­ trägern und beulgefährdeten Querschnitten. Nachweise für geschraubte biegesteife Verbindungen. Nachweise Gesamtstabilität für Stahlbaukonstruktionen. Tragwerkslehre 1 Pflicht Grundlagen der Statik (Kraft, Verformung, Spannung, Dehnung, Gleichgewicht der Kräfte). Statik mit den Methoden der graphischen Statik. Verständnis der Tragwirkung und des Kräfteverlaufes von Seil- und Bogentragwerken, Fachwerken, Balken und Rahmen mit konkreten Beispielen. Tragwerkslehre 2 Pflicht für K+T und GH Vertiefung der Statik und Bemessung mit den Methoden der graphischen Statik. Gleichgewicht, Bemessung und Tragwirkung von Fachwerken, Balken und Rahmen. Verkehr 1 – Verkehrs- und Raumplanung Pflicht für V+W Geschichte des Verkehrs, Strassennetze, Strassenhierarchie, Eckpfeiler IV-ÖV, Verkehrsnachfrage, Modal Split, Strassen- und Knotentypen, Leistungsfähigkeit, Gesetzliche Grundlagen, Angebotsplanung, Grundlagen BGK (Betriebs- und Gestaltungskonzepte), Bewertungs­ verfahren, Verkehrsbeeinflussung und Verkehrsmanagement, Grundlagen Raumplanung, Raumplanungs­ instrumente, Abstimmung Siedlung und Verkehr, Veränderungsprozesse in Gemeinden und Regionen. Verkehr 2 – Strassen- und Eisenbahnbau Pflicht für V+W Strassenbau: GNP, Geschwindigkeit und Sichtweite, ­Linienführung, Projektierung von Knoten, Massnahmen Langsamverkehr, Verkehrsberuhigungselemente, Zonensignalisation, Strassenraumgestaltung. Eisenbahnbau: Gesetzliche Grundlagen, Trassierungselemente, Lichtraumprofil, Weichen, Oberbau, Unterbau, Zugsicherung, Zugsteuerung. 20


DE/E = Modul wird in Deutsch und Englisch angeboten E = Modul wird in Englisch angeboten

Verkehr 3 – Verkehrssicherheit Pflicht für V+W Strasse: Grundlagen, ISSI, MISS, RIA (Road Safety Impact Assessement), RSA (Road Safety Audit), RSI (Road Safety Inspection), BSM (Black Spot Management), NSM (Network Safety Management), EUM (Einzelunfallstellen Management), Wirksamkeit von Massnahmen, Aktive und Passive Sicherheit (insb. Leitplanken). Vermessung Wahl für V+W Grundlagen der Amtlichen Vermessung, Geoinforma­ tionssysteme (GIS), Vermessungssysteme, Ausführen und Berechnen eines Nivellements, Einfache vermessungstechnische Fehlertheorie, Ausführen Bestellung einer Deformationsmessung und einer Grundlagenvermessung, Werkleitungskataster Abwasser und Wasser. Wasser 1 – Hydraulik Pflicht für V+W Allgemeine Hydrostatik, Allgemeine Hydrodynamik: Grundgleichungen, Rohre, Gerinne. Wehrüberfall, Schützenabfluss, Wechselsprung, instationäre Strömungen: Druckstoss, Sunk und Schwall. Vertiefung der Theorie in einer Laborübung. Wasser 2 – Grundlagen Entsorgung und Wasserbau Pflicht für V+W Siedlungswasserbau: Grundlagen des Siedlungswasserbaus (gesetzliche, Definitionen). Kennen von Entwässerungssystemen und Bemessung deren. Einführung in die bauliche Ausführung und Devisierung von Leitungen. Grundwissen und Projektierung der Werterhaltung von Kanalisationen. Wasserbau-Grundlagen: Hydrologie, Flussbau (Feststofftransport/ Ausbaumethoden/ Renaturierung), Retention (Retentionsgleichung und Hochwasserrückhaltebecken), Wehre (Aufgaben, Bauformen, Hydraulik), Wasserkraft (Prinzip, Ausbautyp, Bauwerke, Umwelt). Wasser 3 – Naturgefahren und Schutzmassnahmen Pflicht für V+W Die Grundlagen aus der Hydraulik und den Grundkenntnissen des Wasserbaus werden praxisnah angewandt. Anhand von Projekten werden vielseitige Fragestellungen bearbeitet. Während des Semesters werden ­fachübergreifend alle Naturgefahrenprozesse (Lawinen, Sturz- und Rutschprozesse, Wasserprozesse) beleuchtet. Das Ziel des Modules ist es, Lösungsansätze zu erarbeiten und kritisch zu beleuchten. 21

Wasser 4 – Ver- und Entsorgung Pflicht für V+W Siedlungswasserbau: Aufbau und Verständnis vom ­Generellen Entwässerungsplan. Aufbau und Berechnungsvorgänge für Spezialbauwerke. Regen- und ­Mischabwasserbehandlung aufgrund der Richtlinie ­Abwasserbewirtschaftung bei Regenwetter. Wasserversorgung: Grundlagen der Wasserversorgung (rechtliche, Regelwerk, Qualitätssicherung). Kennen der Grundwasserschutzzonen. Einführung in die strategische Planung von Wasserversorgungen. Aufbau und Verständnis von Wasserversorgungsanlagen inkl. Aufbereitungs­ verfahren. Kenntnisse der Planung, Bau und Betrieb von Wasserreservoiren.

Projektmodule Bachelor-Thesis Pflicht Entwurf bis zur Ausführungsreife bearbeiten; Nutzungsvereinbarung und Projektbasis; Ausführungsdetails konstruieren und Projekt darstellen, Dokumentation. Bauten entdecken Pflicht Analyse eines einfachen einheimischen Bautyps aus einer gegebenen geographischen Weltregion in Bezug auf örtliche Gegebenheiten wie Klima, Materialvor­ kommen, Werkzeuge, Handwerkskultur oder Nutzungsanforderungen. Benennen (mittels Skizzieren, Simu­ lationsobjekten und Bildern) derjenigen treibenden Kräfte, die für die Genese des Typs massgebend waren. Einführen einer neuen treibenden Kraft, die das Potential hat, den Bautyp auf eine gesamtheitlich interessante Weise so zu beeinflussen, dass ein eigenständiges interdisziplinäres Projekt daraus entsteht. Interdisziplinärer Workshop (Blockwoche) Pflicht Erarbeitung eines Gesamtkonzeptes anhand eines konkreten Objektes. Einüben von Fertigkeiten und Fähigkeiten wie Erstellen von Varianten, Reflektion und Analyse von Konzepten sowie Zusammenarbeit mit den Fachdisziplinen.


Modul-Kurzbeschriebe

Kontext 1 Pflicht Erarbeiten eines interdisziplinären Projekts mit Studierenden aus den Studiengängen Architektur, Innenarchitektur, Bauingenieurwesen und Gebäudetechnik | Energie; Vermittlung von Fach- und Kommunikationswissen zur Erstellung einer wissenschaftlichen Arbeit und zum Halten einer wissenschaftlichen Präsentation; Förderung des projektorientierten und systematischen Denkens sowie der interdisziplinären Zusammenarbeit.

Erweiterungsmodule

Kontext 2 Pflicht DE/E Förderung der schriftlichen und mündlichen Sprachkompetenzen in Bezug auf das Studium und die Berufspraxis; Vermittlung und Anwendung von berufsrelevanten Textsorten, Rede- und Präsentations­ methoden sowie adressatenorientiertem Schreiben; Zielgruppen gerichtete Umsetzung verbaler, non­ verbaler und paraverbaler Mittel in verschiedenen mündlichen Kommunikationssituationen.

Baurecht Wahl Kaufvertrag, Planervertrag, Baubewilligungsrecht, Werkvertrag, Bauabnahme, Bauhaftpflicht, Bauversicherungen, Vergaberecht.

Praxis im Studium Wahl DE/E Erwerb praktischer und/oder unternehmerischer Erfahrung im Umfeld der während des Studiums aufgebauten Kompetenzen; in der Regel Zusammenarbeit mit einem externen Unternehmen oder für den Aufbau eines eigenen Start-ups. Projektmodul 1 – Analyse und Konzept Pflicht Analyse von Tragwerken, gegebenem Baugrund, Gebäudehüllen, Verkehrsanlagen, Brücken, Wasserverund Entsorgungsanlagen, sowie bauliche Anlagen zum Schutz vor Naturgefahren anhand ausgewählter Beispiele aus der Praxis. Projektmodul 2 – Studie Pflicht Erarbeitung und Bewertung von Projektvarianten, begründete Auswahl der Bestvariante, Gefährdungs­ bilder und/oder Anforderungsprofile erstellen, Vordimensionierung. Projektmodul 3 – Bemessung Pflicht Modellbildung, Bemessung und/oder Dimensionierung relevanter Projektelemente.

Bauplanung Wahl Das Modul vermittelt den Prozess der Bauplanung von der ursprünglich erdachten Intention, dem Entwurf, bis zur Umsetzung in Gebautes, in städtebaulich-­ architektonische Materie. Beispiele aus der Praxis ­begleiten den Unterricht. Die Vermittlung von alten und neuen Methoden der Bauplanung und Realisierung sind ebenso Bestandteil des Moduls.

BIM (Building Information Modelling) Wahl Interdisziplinäre 3D-/4D-Modellierung für das Planen, Bauen und Nutzen von Bauwerken. Anhand einer Fallstudie und ausgewählter interdisziplinärer bau­ prozessualer Problemstellung lernen die Studierenden die Grundlagen einer BIM gestützten Planung. Der Mehrwert digitaler Planungsmethoden und ein fächerübergreifendes Verständnis anderer Fachdisziplinen wird ebenso vermittelt. Dabei ist die BIM-Methode nicht nur Selbstzweck, sondern auch die Grundlage moderner interdisziplinärer Zusammenarbeit. Eine kritische Auseinandersetzung digitaler Tools und Methoden ist integrativer Bestandteil des Kurses. Entwurf Ingenieurbauwerke Wahl Entwurf von Kunstbauten in interdisziplinären Teams. Nach vorausgehender Analyse- und Recherchearbeit werden adäquate Mittel und Methoden im entwerferischen Prozess erprobt. Die Abhängigkeit von Tragwerkskonzept, Gebrauch und Wirkung steht im Fokus. Mittels Variantenstudien in Modell und Zeichnung wird das Tragwerk sowie die konstruktive Durchbildung erarbeitet. Ergänzend sind überschlägige Berechnungen zum horizontalen und vertikalen Lastabtrag, sowie zur Stabilität, verlangt. Der Schwerpunkt liegt in der konstruktiven Durchbildung des Tragwerks und der wichtigsten Fügungspunkte.

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DE/E = Modul wird in Deutsch und Englisch angeboten E = Modul wird in Englisch angeboten

Flächentragwerke im Massivbau Wahl Kenntnis der Fliessbedingungen von Platten und Scheiben. Anwendung des Traglastverfahrens von Platten und Scheiben, Grenzwertsätze. Beurteilung der Plausibilität von FEM-Resultaten von Platten und Scheiben. Vergleich und Interpretation von linearen und nicht­ linearen FEM-Analysen. Gebäudehülle 5 – Planen und Bauen solarer GH Wahl für GH Bauphysikalische und wirtschaftliche Aspekte und Prozesse typischer Solarenergieanwendungen in Gebäuden, Innovationen in Gestaltung und Konstruktion, Vermittlung von Entwurfs- und Konstruktionsgrundlagen, Besichtigung und Analyse von Fallbeispielen, Integration in Pilot- und Demonstrationsprojekte. Gebäudehülle 6 – ausgewählte Kapitel Wahl für GH Gebäudehüllen für komplexe Gebäudegeometrie, parametrisches Design, digitale Planung und Umsetzung, Windengineering, adaptive Fassadensysteme, explo­ sionshemmende Fassaden, neue Materialien und Technologien, Sanierung von Gebäudehüllen. Geotechnik 5 – Ausgewählte Kapitel Wahl für K+T Vertiefung ausführungstechnischer Aspekte: spezielle Bauverfahren, erweiterte Anwendung von Berechnungsmethoden, Projektbeispiele, Schadenfälle Vertiefung bodenmechanischer Aspekte: kritischer Zustand, Spannungsgeschichte, Verfestigung und Entfestigung, undrainiertes Verhalten, Bodenmechanik teilgesättigter Böden. Holzbau 1 Wahl Bau- und Werkstoff Holz, Holzschutz, Grundlagen der Bemessung, Bauteile aus Voll- und Brettschichtholz, Verbindungen und Verbindungsmittel, zusammen­ gesetzte Bauteile. Holzbau 2 Wahl Holzrahmenbau, Skelettbau, Fachwerkbau, räumliche Fachwerke aus Holz, nachgiebiger Verbund, Leichtbau, Brandschutz, Schallschutz, konstruktiver Holzschutz, Stabilisierung von Holztragwerken, Brücken- und ­Hallentragwerke.

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IT-Tools 1 Wahl Grundlegender Umgang mit MS-Office-Programmen: Erstellen technischer Berichte in Word; Technische Illustrationen und Animationen in PowerPoint; Excel Tabellenkalkulation, Grafiken, Formatierungen, ein­ fache Datenanalysen, einfache Datenbankstrukturen. Neptune (intensive week) Wahl E Project in the field of built environment with strong strand of sustainability. Integration of disciplinary knowledge, practical, social and linguistic skills (English) within a multi-national, multi-professional and multi-lingual team. Attending key-note lectures related to problem dealt with during the project period. Presentation of final result with jury of experts and representatives of municipality and/or companies involved. Statische Überprüfung im Massivbau Wahl Auseinandersetzung mit den Konzepten der Erhaltung von Tragwerken an einem realen Tragwerk (Case Study). Planung, Durchführung und Interpretation von Zustandsuntersuchungen und Erarbeitung von statischen Überprüfungen unter Berücksichtigung der Normen SIA269 «Grundlagen der Erhaltung von Tragwerken» und Folgenden. Summer School Fachbereich Bau (Blockwoche) Wahl Behandlung der Kernthemen Struktur, Material und Klima: Gemeinsam mit Studierenden von internatio­ nalen Partneruniversitäten werden in einem Land der Klimazone «tropisch heiss und feucht» vor Ort lokale Ressourcen (Technologien, Materialien, Bauweisen) erforscht und Studien über vernakulär entstandene Bautypen verfasst.


Auf dem Campus in Horw treffen sich 2’000 Studierende aus vierzehn Studiengängen.

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Internationales

Erweitern Sie Ihren Horizont Ein Auslandssemester ist persönlich, fachlich und sozial eine grosse Bereicherung. Bei uns können Sie bis zu zwei Semester des Studiums an einer der aufgeführten Partner­universitäten absolvieren. Um ein internationales Studium zu absolvieren, müssen Sie Luzern nicht einmal verlassen. Rund 30 Prozent aller Module bieten wir auch oder nur in Englisch an. Wenn Sie möchten, können Sie ausländische Gaststudierende betreuen sowie das «International Profile» erlangen. Eine sehr gute Möglichkeit, um sich auf eine Karriere in einem internationalen Umfeld vorzubereiten. Weitere Informationen finden Sie auf www.hslu.ch/ea-international

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Kooperationen: Partnerhochschulen im Ausland 1 Brno University of Technology, Faculty of Civil Engineering, Czech Republic 2 California Polytechnic State University CalPoly USA 3 HafenCity University, Hamburg, Germany 4 Indian Institute of Technology Roorkee, India 5 Czech Technical University in Prague, Faculty of Civil Engineering, Prague, Czech Republic

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Wissenswertes rund ums Studium

Anmeldung Sie können sich bis zum 30. April des jeweiligen Jahres anmelden. Falls noch freie Studienplätze verfügbar sind, nehmen wir auch spätere Anmeldungen entgegen. Melden Sie sich jetzt an: https://webanmeldung.hslu.ch

Wohnen Günstigen Wohnraum finden Sie auf www.stuwoluzern.ch

Militärdienst Ihr Ansprechpartner für alle Militärfragen ist Prof. Urs Grüter, urs.grueter@hslu.ch

Hochschulsport Bei uns profitieren Sie von einem umfassenden Sportangebot: www.unilu.ch/uni-leben/sport

Stipendienberatung Möglicherweise erhalten Sie Stipendien. Wenn Sie in Erstausbildung sind, wenden Sie sich bitte an den Wohnkanton Ihrer Eltern. Weitere Informationen finden Sie auf www.hslu.ch/stipendien

Leben & Lernen In unseren Projekträumen und Labors arbeiten Sie praxisnah und interdisziplinär. Besonders praktisch: Die Fachbibliothek mit ihren 30’000 Medien ist nur 10 Schritte von der Mensa entfernt.

Jahresplan 2020 / 2021 Herbst-/Frühlingssemester

Erster Tag: MO 14.9.2020

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Erster Tag: MO 15.2.2021

Weih­ nachten

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Kontaktstudium Einführungstage Blockwochen Prüfungszeit Bachelor-Thesis/Diplomfeier

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Die Hochschule Luzern – Technik & Architektur

Digitalisierung Die Digitalisierung verändert viele Berufe. Unsere Studiengänge berücksichtigen diesen Wandel und bereiten Sie optimal auf Ihre Zukunft vor.

Nachhaltigkeit Bei uns ist die Zukunft erneuerbar: Erneuerbare Energien und Nach­ haltigkeit sind Kernthemen unseres Departements und spielen eine zentrale Rolle in den Inhalten all unserer Studiengänge.

Flexibilität Bei uns studieren Sie nach Ihren Bedürfnissen: Sie wählen das Zeitmodell, welches Ihnen zusagt, schliessen gezielt Lücken in Ihrer Vorbildung und bestimmen wesentliche Teile des Studiums selbst.

Interdisziplinarität Wir lehren interdisziplinär. Sie arbeiten in Projektmodulen mit Studierenden anderer Richtungen intensiv zusammen. Über die Hälfte aller Module bieten wir für mehr als einen Studiengang an.

Praxisorientierung Wir machen Sie fit für die künftige berufliche Herausforderung. Die Zusammenarbeit mit Industrie und Wirtschaft beginnt schon früh im Studium und zieht sich bis zu den Abschlussarbeiten durch.

Campus Lust auf Berge und See? Oder pul­ sierendes Stadtleben? Wir bieten beides. Unser Campus ist zentral gelegen und gut erreichbar. www.hslu.ch/ta-standort

Ostern: 1.–7.4.

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Sommerferien

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Erster Tag: MO 13.9.2021

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Haben Sie noch Fragen? Das Sekretariat Bachelor & Master hilft Ihnen weiter: T: +41 41 349 32 07 bachelor.technik-architektur@hslu.ch Hochschule Luzern Technik & Architektur Sekretariat Bachelor & Master Technikumstrasse 21 CH-6048 Horw/Luzern www.hslu.ch/bauingenieurwesen 10-2019

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Studienführer Bachelor Bauingenieurwesen 2020/2021  

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