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Musikforschung

Forschungsschwerpunkt «Music Performance Studies» Forschungsschwerpunkt «Studies in Music Education» Forschungsinitiative «Performing Arts Architecture»

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Vom Leben zwischen den Noten Forschungsschwerpunkt «Music Performance Studies»

Wenn Musik uns berührt oder gar Gänsehaut verursacht, dann ist dies nur zum Teil der Komposition zu verdanken. Mindestens ebenso wichtig ist die Aufführung selber, bei der Musik erst zu klingendem Leben erwacht.

Das Institute for Music Performance Studies (IMPS) untersucht Musik als Aufführungskunst. Die Forschungsarbeiten beleuchten zentrale Eigenschaften klingender Musik: Tempo, Rhythmik, Intonation, dynamische Gestaltung, Phrasierung, klangliche Farbgebung, Koordination der Musizierenden, Improvisation, Spieltechnik und einiges mehr. Ein wichtiger Quellentypus für diese Art der Analyse sind Tonaufnahmen, weil sie in der Lage sind, feinste Nuancen musikalischer Gestaltung zu konservieren. Bei der Analyse kommen auch rechnergestützte Methoden zur Anwendung. Das IMPS hat mit dem Lucerne Audio Recording Analyzer (LARA) ein Instrument geschaffen, das verschiedene Analysemethoden in einer Software vereint (www.hslu.ch/lara). Ziel der Forschungsarbeiten ist es, die Geheimnisse musikalischer Gestaltung – etwa Maria Callas’ Vibrato, Martha Argerichs Rubato, Eminems Groove oder Oscar Petersons Swing – mit wissenschaftlichen Methoden zu erkunden und das Verständnis für musikalisch-performative Prozesse zu fördern.

Dr. Olivier Senn Leiter Institute for Music Performance Studies (IMPS) ++41 41 226 03 51 olivier.senn@hslu.ch www.hslu.ch/musik

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Lernen durch musikalische Kommunikation Forschungsschwerpunkt «Studies in Music Education»

Musik ist eine besondere Art der Kommunikation. Sie erfordert gleichermassen Sensibilität für die klangliche Vielfalt wie auch für das musizierende Gegenüber. Anregende Musikereignisse setzen bei Kindern und Jugendlichen, aber auch bei Erwachsenen wertvolle Lernprozesse in Gang. Das Institute for Studies in Music Education (ISMUSE) untersucht Voraussetzungen und Praktiken musikalischer Lern-, Aneignungs- und Vermittlungsprozesse in ihren geschichtlichen Veränderungen und gesellschaftlichen Zusammenhängen. In Kooperation mit Kultur- und Bildungsinstitutionen sowie mit Partnern aus der Wirtschaft entwickelt und evaluiert das ISMUSE Vermittlungskonzepte und didaktische Arbeitsinstrumente für verschiedene Gesellschaftsgruppen. Grundlage bildet die empirischkünstlerische Musikpädagogikforschung, einschliesslich ihrer musikpsychologischen, musiksoziologischen und musikethnologischen Ansätze.

Musizieren, Klänge hörend erforschen oder sich zur Musik bewegen sind besondere Erlebnisse. Häufig tun wir dies im lernenden Austausch mit anderen Menschen.

Dr. Marc-Antoine Camp Leiter Institute for Studies in Music Education (ISMUSE) ++41 41 226 02 49 marc-antoine.camp@hslu.ch www.hslu.ch/musik

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Klingende Räume Forschungsinitiative «Performing Arts Architecture»

Der Raum ist ein kompositorisch formbarer Parameter. In ihm erwei­tert sich eine Performance über das Musikalische hinaus in andere Ausdrucks- und Medienformen.

Die Forschungsinitiative «Performing Arts Architecture» siedelt sich im Interdisziplinären Schwerpunkt der Hochschule Luzern «Gebäude als System» an. Der Zusammenhang von Musik und Raum wirft raumakustische, psychologische und soziale Fragen auf. Ebenso interagieren Komposition und Rezeption von Musik vielfältig mit Raum und verlangen ihrerseits neue architektonische Lösungen. In der Forschungsinitiative werden in Zusammenarbeit mit Musikkulturanbietern Luzerns und unter Einbezug von bestehenden Studienangeboten neuartige Konzepte des Zusammenwirkens von Musik und Raum sowie von Komposition, Medienkunst und Architektur entwickelt und unter experimentellen Bedingungen erprobt und verfeinert. Kunstschaffende und Fachleute für Design und Technik erweitern so in einem praxisbezogenen Diskurs ihren jeweiligen Raumbegriff.

Prof. Michel Roth Leiter für Komposition und zeitgenössische Musik michel.roth@hslu.ch Prof. Dr. Elena Wilhelm Leiterin Interdisziplinärer Schwerpunkt «Gebäude als System» ++41 41 226 03 81 elena.wilhelm@hslu.ch www.hslu.ch/isgas

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Musikforschung an der Hochschule Luzern (Flyer)  

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