Dokumentation 2025: Naira Mathis

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Ein queer-feministsche Auseinandersetzung im Kostüm

rustikal queer

Hochschule Luzern – Design Film Kunst

Studienrichtung Textildesign

Bachelorarbeit 2025

Mentor*in: Franziska Born & Jonas Leysieffer

In Zusammenarbeit mit der ZHdK habe ich neun Kostüme für das Stück „Es eilt nicht. Eines Tages kommen wir an.“ gestaltet. Die Theaterinszenierung war inspiriert von den humorvollen Geschichten „Puu der Bär“. Die Ausgangslage war, dass das Stück im Wald spielte und die Charaktere fluide sind.

Im Zusammenhang mit dieser Fluidität war es mein Anliegen, weiblichen Queers mehr Sichtbarkeit zu geben und daher habe ich queer codierte Elemente in die Kostüme eingebunden. So entstand durch Upcycling von Wanderbekleidung eine Grundausstattung für alle Schauspielenden.

Um die Charaktere der Geschichte unterscheidbar zu machen, kamen unterschiedliche Strickaccessoires zum Einsatz, die während des Stücks getauscht wurden. So entstand eine eigene Welt aus verschiedenen Persönlichkeiten, in der alle einfach sein durften, ohne sich zu verstellen.

i-ah

winnie puu

ferkel

eule

känga & baby ruh

chris robin

kaninchen

tiger

Ein wichtiger Aspekt meiner Arbeit war es, mehr Sichtbarkeit für weibliche queere Personen zu schaffen. Dafür habe ich Elemente des Queer Codings in die Kostümgestaltung integriert. In der Theaterinszenierung fand dieses Anliegen jedoch nicht so viel Aufmerksamkeit. Deshalb wollte ich die Kostüme im Anschluss weiterentwickeln. In der theoretischen Arbeit habe ich mich mit Queer Coding und lesbischer Modeästhetik auseinandergesetzt. Dies diente als Grundlage für die Weiterführung der Kostüme.

Durch die Recherche konnte ich die Kostüme konzeptionell erweitern und gezielt anpassen. Mit der fotografischen Inszenierung wollte ich den Fokus stärker auf einen queeren Ausdruck legen und so eine Repräsentation lesbischer Sichtbarkeit durch Kleidung schaffen. Im Prozess dieser Weiterentwicklung entstand schliesslich eine selbstermächtigende, queere Wanderbekleidungs-Kollektion.

merci

Spieler*innen und Stückentwicklung:

Annabelle Fabienne Matthies, Ann-Kathrin Stengel, Bruno Liebler, Elsa Voss, Franziska Baumeister, Juline Andresen, Regina Raimjanova, Ruby Betulius

Musik: Moritz Lieberherr

Projektleitung/Regie: Susanne Abelein

Bühne:

Eva Lillian Wagner, Lucy Lou Wartmann (Raumkonzept & Umsetzung), Zora Brändle (Umsetzung)

Fotografien der Aufführung: Simon Boschi

Models:

Lia Noemi Brönnimann, Aïssata Anna Paschke, Laura Susanna Canal

Styling und Fotografien Shooting: Naira Morena Mathis

Assistenz Shooting: Mira Walthert

Mentor*in:

Franziska Born & Jonas Leysieffer

Support:

Mira Walthert, Paula Clematide, Fiona Carnuccio, Lilienne Gutknecht, Larissa Binggeli, Lara Küenzli, Siv Keller, Rebekka Nitsch, Steffi Behrens, Michel Delaloye, Martisa Friberg, Mattea Widmer, Christina Mathis, Norbert Mathis

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