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Sonderheft

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Ausgabe

2015

Lightroom

Photoshop Lightroom 1 / 2015

Lightroom Photoshop

Der Komplettkurs zur RAW-Software

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Der Komplettkurs zur RAW-Software

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Für perfekte Farben und Kontraste, makellose Porträts und Landschaften

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Win/Mac

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10

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Vollversionen (Win)

start

VIdeO

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Impressum

Willkommen zur Heft-CD # 124 Die Highlights: XXl-Vollversionspaket im Wert von 300 euro plus 70 minuten Videotraining zum brandneuen lightroom 6 & CC Videotraining PhotoshoP Lightroom 6 & CC Über 70 Min. Workshop-Power: Profi Maike Jarsetz zeigt Ihnen, wie Sie mit den Basiskorrekturen der brandneuen Lightroom-Version das Maximum aus Ihren Bildern herausholen. (Win/Mac)

aLLe testbiLder direkt aus unserem Labor • Canon EOS M3 • Panasonic Lumix DMC-GF7 • Sigma Art 24mm F1,4 DG HSM zum direkten Vergleich!

WorkshoPs kreatiVe teChniken Passend zu den Fotopraxisund Bildbearbeitungsworkshops im Heft finden Sie hier die Ausgangsdateien zum selber Nachmachen. Machen Sie mit!

bestenListe: kameras & objektiVe* Bei welchen Modellen lohnt sich der Kauf?

PdF

>> Tanzende Ballerina aus

Rauchschwaden: einfache Collage mit Photoshop

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>> Mehr Glanz im Wasser:

selektive Farboptimierung mit Photoshop

BESTENLISTE 07/2015 284 getestete Kameras und 204 getestete Objektive

Viele Grüße aus Köln

HINWEIS: In dieser Ausgabe ist die Heft-CD auf Seite 3 aufgespendet. Fehlt sie in Ihrer Ausgabe? Dann schicken Sie uns eine formlose E-Mail mit Ihrer Adresse. Sollte die CD auf Ihrem Rechner nicht einwandfrei laufen, schicken Sie uns bitte ebenfalls eine E-Mail unter Angabe des von Ihnen verwendeten Betriebssystems und Browsers. Sie erreichen uns über die E-Mail-Adresse: redaktion@digitalphoto.de

Benjamin Lorenz

>> Tel. +49 (0) 221 7161 08-0 >> E-Mail bl@digitalphoto.de >> Twitter @digitalphoto_de 10/2015

CD

#124

FotograFieren wie die proFis

WORKSHOP-MATERIAL

*Internetverbindung erforderlich

Video-Softwarepaket: Gleich zehn Vollversionen im Wert von über 300 Euro erwarten Sie auf unserer Heft-CD.* (Win)

TESTBILDER Canon EOS M3 Panasonic Lumix DMC GF7 OBJEKTIVE

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Fotos: James Paterson, Rheinwerk Verlag, Hersteller

Fotos: Fotolia.com, Joni Niemelä

Für Mac & PC

>> Nähere Infos zum Inhalt der Heft-CD finden Sie auf Seite 4-5. fragen zur Heft-CD? Funktioniert Ihre Heft-CD wider Erwarten nicht? Dann senden Sie ganz einfach eine E-Mail an service@falkemedia.de unter Angabe Ihrer Postanschrift. Wir leisten umgehend Ersatz. — Ihr falkemedia-Team

13.05.15 10:26 12.05.15 18:51

cd # 127

Dynamisch: Coole Tricks für rasante Lichteffekte

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© 2015 falkemedia. Unerlaubtes Vervielfältigen ist untersagt. *Internetverbindung erforderlich Titelfoto: Fotolia.com (bearbeitet)

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Die Heft-CD DigitalPHOtO 10/2015

Februar – April

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Portfolio: Jurek Gralak über seine Comic-Helden

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DER TEST DES JAHRES Zugegeben, der Kameramarkt macht es einem aktuell nicht wirklich leicht. Zahlreiche Modelle buhlen um die Gunst des Kunden. Klassischen Spiegelreflexkameras stehen leistungsstarke spiegellose Systemkameras gegenüber. Hinzu kommt die Frage zum Kaufkriterium Nummer eins: Vollformat- oder APS-C-Sensor? Damit Sie sich im Dschungel der Modelle zurechtfi nden, erwartet Sie in der neuen DigitalPHOTO der Test des Jahres (ab S. 26). Wir haben 68 Kameras der Profi- und Semiprofi-Klasse miteinander verglichen und stellen Ihnen dabei 14 herausragende Modelle von Canon, Nikon & Co. im Detail vor. Apropos Details. Diesen widmen wir uns im Besonderen in unserem Fotopraxis-Spezial. Tauchen Sie mit uns ein in die Welt der kleinen Dinge, und lichten Sie traumhafte, abstrakte und hochdetailreiche Bilder ab. Wie es geht, was Sie brauchen und mit welchen Tricks die Profi s arbeiten, lesen Sie ab Seite 74. Sie haben noch Fragen, Feedback oder Anregungen? Dann schreiben Sie mir doch einfach eine E-Mail an bl@digitalphoto.de. Ich freue mich über Ihre Zuschriften.

  EXTRa-VOLLVERSION: GetBack Photo (Win)

Defekt? Morgen neu!

Video: PHOtOsHOP elements 13 So nutzen Sie den Organizer von PSE 13 für Ihre Fotosammlung. Ausschnit aus dem Videotraining von Rheinwerk. (Win/Mac)

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HocHauflösende testbilder & die diGitalpHoto-bestenliste* Die Kamerabilder aus unserem Testlabor Plus: Die DigitalPHOTO-Bestenliste als druckfähiges Premium-PDF (Win/Mac)*

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Photoshop Lightroom 6/CC: Über 70 Minuten geballtes Wissen zur brandneuen Lightroom-Version – von und mit Bildbearbeitungsexpertin Maike Jarsetz. (Win/Mac)

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Testbilder der getesteten

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Plakatgestaltung: Im Stil der „Tribute von Panem“

cd # 127 Testbilder der getesteten

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cd # 124 Testbilder der getesteten

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Die Heft-CD DigitalPHOtO 07/2015

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HIGHLIGHTS der Heft-CD

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64 Beauty-retusche-tipps · aquarell- und hdr-effekte · ps elements 13 im praxistest · monitorBeratung · panorama-spezial

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VIDEOTRAINING: 70 MINUTEN ZUM NEUEN LIGHTROOM 6

BESTENLISTE: DIE TOP-AUSWAHL

In diesem Auszug aus der Rheinwerk-DVD „Adobe Photoshop Lightroom 6 und CC“ lernen Sie mit Profi Maike Jarsetz die Standard-Korrekturen der RAW-Bildbearbeitung kennen.

Unsere Liste der besten Kameras und Objektive: Finden Sie in der topaktuellen PDF-Übersicht Ihren ganz persönlichen Favoriten. Die übersichtliche Sortierung und Kurzzusammenfassung der Testergebnisse ist die ideale Entscheidungshilfe beim Neukauf.

TESTBILDER: WER HAT DIE NASE VORN? Für die in jeder unserer Ausgaben getesteten Kameras und Objektive finden Sie die Laboraufnahmen auf der Heft-CD. So können Sie selbst vergleichen und Ihren Favoriten küren.

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07/2015

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Der Komplettkurs Lightroom

Alle Be isp zum Dow ielbilder nload: www.dig

italphoto .de/heft

ie halten den umfassenden Komplettkurs zu einer der vielseitigsten und effizientesten Softwares für ernsthafte Fotografen in der Hand – ein idealer Ausgangspunkt also, um Ihre Bilder auf das nächste Level zu heben. Lightroom gibt es in zwei Versionen: als Abonnement-Variante (Lightroom CC) und als klassische Kauf-Version (Lightroom 6). Im Kern unterscheiden sich beide Versionen nicht voneinander, mit der Ausnahme, dass Lightroom CC Creative-Cloud-Unterstützung genießt und damit nicht nur regelmäßig akualisiert wird, sondern Ihnen auch mit Lightroom Mobile die Möglichkeit mobiler Workflows auf iPad und iPhone eröffnet. Unabhängig von Ihrer Lightroom-Variante hilft Ihnen unser Komplettkurs dabei, alle Bearbeitungen, Befehle, Optimierungs-Werkzeuge, Tricks und Kniffe rund um Ihre digitale Dunkelkammer zu erlernen, damit Sie das absolute Optimum aus Ihren RAW-Aufnahmen herausholen können. Wie bei jeder komplexen Software ist ein wenig Einarbeitung erforderlich. Deshalb können Sie die Beispielbilder unserer Workshops herunterladen, um alle Schritte mitzumachen: www.digitalphoto.de/heft. Als besonderen Bonus stellen wir Ihnen zusätzlich kostenlos unter dem genannten Link knapp 270 Presets zur Verfügung, mit denen Sie Ihre Bilder mit wenigen Mausklicks komplett verwandeln. Wir führen Sie in die wichtigsten Organisations- und Bearbeitungstools ein und arbeiten uns dann sukzessive gemeinsam durch Tonwertoptimierung, Farbverbesserung, Rauschentfernung, Verzeichnungskorrekturen und vieles mehr – so erfahren Sie alles, was ein Fotograf wissen muss, um RAW-Entwicklung und Nachbearbeitung auf professionellem Niveau zu beherrschen. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und vor allem viel Freude beim Lesen, Lernen und Mitmachen. Titelmotiv: Marius Kastečkas

S

Carsten Mohr, Redaktionsleiter / CvD Photoshop Lightroom 1/2015 ist ein  -Sonderheft.

© 2015 by falkemedia

3


4

Der Komplettkurs Lightroom Inhaltsverzeichnis


Der Komplettkurs Lightroom Inhaltsverzeichnis KAPITEL 1

Import und Sortierung

6

Einführung in die Benutzeroberfläche....................................... 8 Importieren Sie Ihre Fotos in Lightroom.................................. 10 Metadaten zum Finden von Fotos..............................................12 Bildorganisation in Sammlungen...............................................14 Kamera-Fernsteuerung mit Lightroom....................................16

KAPITEL 2

Das Modul „Bibliothek“

18

Einführung in das Bibliothek-Modul..........................................20 Sortierung und Bewertung.........................................................22 Finden Sie Bilder mit Stichworten.............................................24 Gesichtserkennung leicht gemacht..........................................26 Ortsangaben einfach nutzen......................................................28 Per Ad-hoc-Entwicklung Fotos schnell verbessern..............30

KAPITEL 3

Das Modul „Entwickeln“

32

Einführung in das Entwickeln-Modul........................................34 Das Histogramm richtig verwenden........................................36 Mit Smart-Vorschauen ausgelagerte Bilder bearbeiten......38 Grundlegende Farbanpassungen.............................................42 Zuschneiden und Ausrichten.....................................................44

KAPITEL 4

Korrektur-Werkzeuge

48

Kontrastreiche Schwarzweiß-Bilder........................................50 Verzeichnungs-Korrekturen.......................................................54 Eine bessere Perspektive............................................................56 Mehr Details in den Mitteltönen.................................................58 Farbkorrekturen leicht gemacht................................................62

KAPITEL 5

Selektive Anpassungen



66

Entfernen Sie Sensorflecken......................................................68 Abwedeln und nachbelichten.....................................................72 Bearbeiten mit Masken................................................................76 Das Verlaufsfilter-Werkzeug nutzen.........................................80 Das Radialfilter-Werkzeug...........................................................82

KAPITEL 6

Spezialeffekte



84

Meistern Sie die HSL-Palette.......................................................86 Einfach bessere Schwarzweiß-Fotos...................................... 90 Schritt für Schritt zum Teiltonungs-Effekt..............................94 Perfekte HDR-Bilder.....................................................................96 Fügen Sie eine Vignette hinzu.....................................................98 Fügen Sie Effekte zu Videos hinzu...........................................100

KAPITEL 7

Profi-Werkzeuge



102

Einführung in die Gradationskurve.........................................104 Meistern Sie die Gradationskurve...........................................106 So schärfen Sie Ihre Bilder richtig............................................108 Rauschreduktion und Bilddetails.............................................112 Kamera-Profile in Lightroom.....................................................114 Lightroom-Vorgaben einsetzen................................................116

KAPITEL 8

Werden Sie kreativ



118

Stimmungsvolle Küstenlandschaft........................................120 Grobkörniger Look in Schwarzweiß-Fotos...........................124 Kreative Cross-Entwicklung.....................................................126 Perfekte Panoramen einfach erstellt......................................128 Porträtbearbeitung Schritt für Schritt...................................132 Colourkey-Effekt leicht gemacht.............................................136

KAPITEL 9

Drucken aus Lightroom



138

Softproof für Ihre Bilder.............................................................140 Einführung in das Drucken-Modul.......................................... 142 Ein eigenes Druck-Layout erstellen........................................144 Wasserzeichen in Bilder einfügen...........................................146 Farbmanagement leicht gemacht..........................................148

KAPITEL 10

Bilder veröffentlichen



150

Fotobücher von Blurb.................................................................152 Eine Diashow erstellen...............................................................156 Ein Triptychon aus drei ähnlichen Bildern.............................160 Teilen Sie Ihre Bilder auf Facebook..........................................162 Erstellen Sie ein Online-Portfolio.............................................164

KAPITEL 11

Kreative Workshops



168

Toben Sie sich kreativ aus.........................................................170 Professionelle Porträtretusche................................................ 178 Authentischer Retrolook...........................................................186 Machen Sie den Tag zur Nacht................................................194 Sechs der besten Lightroom-Plug-ins..................................202

KAPITEL 12

Lightroom Mobile



210

Lightroom-Mobile-Synchronisation.......................................212 Arbeiten mit Lightroom Mobile................................................ 214 Bildsortierung mit Lightroom Mobile.....................................216 Bildbearbeitung in Lightroom Mobile.....................................218 Veröffentlichen mit Lightroom Mobile..................................220

BONUSMATERIAL So installieren Sie die Presets und Pinsel.............................. 222 Kostenlose Videotrainings....................................................... 223 Presets und Pinsel im Detail......................................................224

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6

Der Komplettkurs Lightroom import und Sortierung


Der Komplettkurs Lightroom import und Sortierung

Import und Sortierung Lernen Sie die besten Methoden kennen, um Ihre Bilder in Lightroom zu importieren und zu organisieren Einführung in die Benutzeroberfläche

14

Bildorganisation in Sammlungen

08 10

Importieren Sie Ihre Fotos in Lightroom

16

Kamera-Fernsteuerung mit Lightroom

12

Metadaten zum einfachen Finden von Fotos

Machen Sie sich mit den Oberflächen und den grundlegenden Aufgaben der einzelnen Lightroom-Module vertraut

Grundlegende Tipps und Tricks für das problemlose Importieren Ihrer Bilder und Videos von Speicherkarte oder Festplatte

Schützen Sie Ihre Arbeiten, indem Sie allen Fotos Urheber- und Kontaktangaben innerhalb der Metadaten hinzufügen

So organisieren Sie Ihre Fotos in thematischen Sammlungen und setzen automatische Smart-Sammlungen richtig ein

Steuern Sie Ihre Kamera direkt mit Lightroom, und fügen Sie beim Import automatisch Schlagworte hinzu

7


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Der Komplettkurs Lightroom import und Sortierung

Einführung in die Benutzeroberfläche Machen Sie sich mit den Oberflächen und den grundlegenden Aufgaben der einzelnen Lightroom-Module vertraut ightroom vereint die professionellen RAW-Entwicklungswerkzeuge des teureren Photoshop CC und die Bildorganisationsfähigkeiten des günstigeren Photoshop Elements. Es bietet zusätzlich zahlreiche exklusive Werkzeuge zur Bearbeitung und Organisation, die Sie in diesem Kurs kennenlernen werden. Eine der größten Herausforderungen des digitalen Zeitalters ist die Bildorganisation. Mit Lightroom wird das Ganze aber zum Kinderspiel. So können Sie Dateien bereits

L

beim Import verschlagworten, um sie später problemlos wiederzufinden. Die Organisationsmöglichkeiten schauen wir uns in Kapitel 2 im Detail an. Wahrscheinlich haben Sie es mit Tausenden von Bildern zu tun, die verstreut auf Ihrem Rechner oder externen Datenträgern liegen. Mit Lightroom können Sie diese – unabhängig von ihrem physikalischen Speicherort – sammeln und auf verschiedenste Weise organisieren. Sie können thematische Sammlungen anlegen oder sogar sogenannte Smart-

Sammlungen, die automatisch Dateien mit bestimmten Eigenschaften zusammenführen – doch dazu später mehr. Zunächst schauen wir uns die Oberfläche von Lightroom einmal genauer an. Lightroom verfügt über sieben grundlegende Arbeitsbereiche, die Module genannt werden. Die Hauptmodule sind Bibliothek und Entwickeln. Hier importieren, organisieren und bearbeiten Sie Ihre Bilder. Die weiteren Module heißen Karte, Buch, Diashow, Drucken und Web.


Der Komplettkurs Lightroom import und Sortierung

Der Aufbau der Modul-Auswahl Lernen Sie die sieben Hauptmodule der Lightroom-Benutzeroberfläche kennen 1 Bibliothek Lightroom startet im Bibliotheks-Modul. Hier importieren und organisieren Sie Ihre Bilder. Sie können mit der Palette Ad-hoc-Entwicklung schnelle Farb- und Tonwertanpassungen vornehmen.

1

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3

2

5

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7

2 Entwickeln Dieses Modul ist Ihre digitale Dunkelkammer. In diesem Modul korrigieren Sie Farben, Tonwerte und die Komposition. Zudem finden Sie hier zahlreiche Werkzeuge zur selektiven RAW-Bearbeitung.

3 Karte Falls Ihre Kamera über Geotagging-Möglichkeiten verfügt, finden Sie die Aufnahmeorte Ihrer Fotos hier auf einer Karte dargestellt. Sie können Ihre Bilder auch nachträglich mit Ortsinformationen versehen.

4 Buch Nach der Bearbeitung wollen Sie Ihre Bilder vielleicht per Fotobuch teilen. Dieses Modul ermöglicht Ihnen die Buchgestaltung mit praktischen Vorlagen und das direkte Exportieren zu einem Druckdienstleister.

5 Diashow

6 Drucken

7 web

In diesem Modul können Sie Ihre Bilder als Diashow ablaufen lassen. In Kapitel 10 schauen wir uns dieses Modul im Detail an und zeigen Ihnen, wie Sie Musik und Übergänge hinzufügen. Zudem erfahren Sie, wie Sie Ihre Fotos mit Wasserzeichen versehen.

In Kapitel 9 lesen Sie alles über die Erstellung perfekter Ausdrucke mit Hilfe der Werkzeuge und Vorlagen im Drucken-Modul. Wir erklären Ihnen auch Softproof-Möglichkeiten. So stellen Sie sicher, dass Ihr Ausdruck der Bildschirmdarstellung entspricht.

Dieses Modul bietet Ihnen zahlreiche Vorlagen, mit deren Hilfe Sie Ihre Bilder in interaktiven Onlinegalerien präsentieren können. Lightroom unterstützt Sie im Hintergrund so gut, dass Sie ohne Programmierkenntnisse zum Ziel kommen.

Tastaturkürzel

Im Detail …

So steuern Sie die Paletten Jedes LightroomModul bietet zahlreiche Paletten, wie zum Beispiel die Stichwort-Palette im Bibliotheks-Modul [1]. Einige Paletten mögen Sie nützlicher finden als andere, sodass Sie unerwünschte per Klick auf diese Symbole [2] minimieren können. Wollen Sie bestimmte Paletten vollständig

ausblenden, klicken Sie einfach mit der rechten Maustaste auf eine der Paletten. Das Pop-up-Menü ermöglicht einige Anpassungen. Demarkieren Sie Paletten, die Sie selten benutzen [3]. Der Solo-Modus [4] führt dazu, dass immer nur eine einzige Palette aufgeklappt dargestellt wird.

1 3

4

2

Bei sieben verfügbaren Modulen macht es Sinn, sich die Tastaturkürzel anzueignen, mit deren Hilfe Sie jedes Modul schnell aufrufen können. Der Aufruf erfolgt mit Hilfe von Ziffern, welche die Reihenfolge der Module in Lightroom repräsentieren. Mit Cmd/Ctrl+Alt+1 starten Sie das Bibliotheks-Modul. Cmd/ Ctrl+Alt+2 öffnet das EntwickelnModul, Cmd/Ctrl+Alt+3 das Karten-Modul, Cmd/Ctrl+Alt+4 das Buch-Modul, Cmd/Ctrl+Alt+5 das Modul Diashow, Cmd/ Ctrl+Alt+6 das Drucken-Modul und Cmd/Ctrl+Alt+7 das WebModul. Die meiste Zeit werden Sie im Entwickeln-Modul von Lightroom verbringen. Ein kurzer Klick auf den Buchstaben D bringt Sie jederzeit sofort dorthin.

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Der Komplettkurs Lightroom import und Sortierung

Importieren Sie Ihre Fotos in Lightroom Grundlegende Tipps und Tricks für das problemlose Importieren Ihrer Bilder und Videos von Speicherkarte oder Festplatte

1

Wählen Sie eine Quelle

Lightroom versammelt Dateien aus unterschiedlichsten Quellen und zeigt sie im Katalog an. Klicken Sie auf die ImportierenSchaltfläche unten links (oder auf Datei > Fotos und Videos importieren im Hauptmenü). Das Importfenster erscheint. Im Bereich Quelle navigieren Sie zum gewünschten Ordner oder Datenträger. Ist Ihre Kamera per USB-Kabel an den Rechner angeschlossen, können Sie auch direkt darauf zugreifen.

2

Markieren oder demarkieren?

Die Bilder der gewählten Quelle werden als Vorschauen angezeigt. Mit dem Schieberegler verändern Sie die Darstellungsgröße. Alle Dateien sind automatisch markiert. Sie können auf Auswahl aufheben klicken und die gewünschten Fotos manuell auswählen. Demarkierte Bilder werden vignettiert dargestellt. Wenn Sie die Alt-Taste gedrückt halten, ändern sich die SchaltflächenBeschriftungen zur Auswahl von Videodateien.


Der Komplettkurs Lightroom import und Sortierung

3

Kopieren oder hinzufügen?

4

Lupen- oder Rasteransicht?

5

Verarbeiten beim Import

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Importieren Sie die Bilder

Wenn Sie Dateien von einer Speicherkarte importieren, klicken Sie auf Kopieren. Die Bilder werden hier von der Speicherkarte auf die Festplatte kopiert. Die kopierten Dateien werden dann zum Lightroom-Katalog hinzugefügt. Wenn Sie Dateien aus einem Ordner oder von einer externen Festplatte importieren, sollten Sie Hinzufügen anklicken. So erscheinen Ihre Bilder im Katalog, ohne dass sie bewegt oder kopiert wurden – das spart Speicherplatz.

Während des Importvorgangs können Sie Bilder per Stapelverarbeitung anpassen. Wenn Sie Smart-Vorschauen erstellen aktivieren, können Sie Kopien eines Fotos bearbeiten, selbst wenn das Original auf einer nicht angeschlossenen externen Festplatte liegt. Sie können auch bestimmte Entwicklungseinstellungen auf jedes Bild anwenden oder Tonwertkorrekturen durchführen lassen. Zur Stapelverarbeitung erfahren Sie noch mehr im Laufe des Kapitels.

Die Inhalte des Quell-Ordners werden als Raster dargestellt. Um einzelne Bilder genauer zu betrachten, klicken Sie auf die Schaltfläche Lupenansicht oder führen Sie einen Doppelklick auf das Bild aus. Setzen Sie einen Haken bei In Import einbeziehen, wenn Sie das Bild in den Katalog aufnehmen wollen. Drücken Sie die Taste G, um zur Rasteransicht zurückzukehren.

Nachdem Sie Ihre Auswahl getroffen haben sowie Dateihandhabung und Entwicklungseinstellungen festgelegt haben, klicken Sie auf Importieren. Nach dem Import erzeugt Lightroom automatisch Standard-Vorschauen für jede Datei. Im Beispiel haben wir weder Smart-Vorschau erstellen aktiviert noch Entwicklungseinstellungen angewendet, da wir uns dies Optionen später noch genauer anschauen werden.

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Der Komplettkurs Lightroom import und Sortierung

Metadaten zum Finden von Fotos Schützen Sie Ihre Arbeiten, indem Sie allen Fotos Urheber- und Kontaktangaben hinzufügen s ist heute üblich, seine Arbeiten digital zu verbreiten, entweder per E-Mail an Kunden, in sozialen Netzwerken oder in einer Online-Galerie. Nach dem Upload können Sie kaum mehr kontrollieren, was mit Ihren Bildern geschieht. Das kann sogar dazu führen, dass Ihre Bilder geteilt oder veröffentlicht werden, ohne dass Sie erwähnt oder bezahlt werden. Als Erzeuger des Bildes liegt das Urheberrecht bei Ihnen, sodass Dritte ohne Ihre Erlaubnis Ihre Bilder nicht ohne Weiteres verwenden dürfen. Um das zu vereinfachen, sollten Sie Ihren Bildern Urheberangaben hinzufügen. Wenn Ihre Kamera die Bilder verarbeitet, um Tonwerte und Farben zu beschreiben, fügt sie ebenfalls Informationen zu Einstellungen wie Verschlusszeit und Blende hinzu. Diese

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sogenannten Metadaten werden gemeinsam mit dem Bild gespeichert, sodass diese verknüpft sind – unabhängig davon, welchen Weg das Foto später noch nimmt. Durch das Hinzufügen von Urheberangaben und Kontaktinformationen sinkt die Wahrscheinlichkeit der missbräuchlichen Verwendung Ihrer Arbeiten. Die Metadaten-Palette von Lightroom ermöglicht Ihnen die unterschiedlichsten Angaben. Wir zeigen Ihnen nachfolgend, wie Sie die Metadaten eines Bildes bearbeiten und die wichtigsten Angaben in eine Metadaten-Vorgabe umwandeln, sodass diese später mit wenigen Klicks auf weitere Fotos angewendet werden kann. Außerdem erfahren Sie, wie Sie Voreinstellungen bereits beim Import anwenden – was Ihnen viel Zeit im Nachbearbeitungsprozess ersparen kann.


Der Komplettkurs Lightroom import und Sortierung

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Urheberangaben hinzufügen

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Weitere Angaben hinzufügen

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Erzeugen Sie eine Vorgabe

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Vorgabe für mehrere Fotos

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Vorgaben beim Import zuordnen

Filtern anhand von Metadaten

Klicken Sie im Bibliotheks-Modul auf das Vorschaubild. Klappen Sie auf der rechten Seite die Metadaten-Palette auf. Sie sehen Informationen, u. a. Aufnahmedatum. Wenn Sie auf den Pfeil neben ISO-Empfindlichkeit klicken, werden Ihnen alle anderen Fotos mit dieser Einstellung angezeigt.

Um weitere Angaben hinzuzufügen, klicken Sie auf das Menü links neben der Beschriftung Metadaten und wählen Sie IPTC. Jetzt können Sie Angaben wie Adresse oder Webseite hinzufügen. So erleichtern Sie Dritten die Kontaktaufnahme, falls sie Ihr Bild verwenden wollen.

Halten Sie die Umschalttaste gedrückt, um mehrere Vorschaubilder auszuwählen. Gehen Sie in das Vorgaben-Aufklappmenü, und wählen Sie die im vorherigen Schritt erstellte Vorgabe aus. Alle Angaben, die Sie eingefügt haben, werden nun jedem ausgewählten Bild hinzugefügt.

Angaben wie ISO oder das verwendete Objektiv können nicht verändert werden, aber es gibt leere Felder, die Sie selbst ausfüllen können. Geben Sie Ihren Namen bei Copyright ein. Setzen Sie den Copyright-Status auf Urheberrechtlich geschützt oder Public Domain (lizenzfrei).

Klicken Sie auf Vorgabe und im Aufklappmenü auf Vorgaben bearbeiten. Fahren Sie mit der Ergänzung weiterer Felder fort, und wählen Sie Aktuelle Einstellungen als neue Vorgabe speichern. Vergeben Sie einen Namen, und klicken Sie auf Erstellen und anschließend auf Fertig.

Sie können Ihre Urheberangaben bereits beim Importieren zuordnen lassen. Klicken Sie auf Importieren, und navigieren Sie zur gewünschten Quelle. Unter Während des Importvorgangs anwenden können Sie im Aufklappmenü die gewünschte Vorgabe auswählen.

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Der Komplettkurs Lightroom import und Sortierung

Bildorganisation in Sammlungen

So organisieren Sie Ihre Fotos in thematischen Sammlungen und setzen automatische Smart-Sammlungen richtig ein ank digitaler Aufnahmetechnik erzeugen wir heute Tausende von Bildern in kürzester Zeit. Lightroom erfasst Bilder aus unterschiedlichsten Quellen und speichert einen Link zum physikalischen Speicherort in seinem Katalog. Vielleicht haben Sie schon viel Zeit damit verbracht, auf der Suche nach einem bestimmten Foto durch die Bibliotheks-Vorschauen zu scrollen? In der Katalog-Palette können Sie etwa auf Vorheriger Import klicken, um die Anzeige auf die neuesten Bilder einzugrenzen. In Kapitel 2 schauen wir uns noch im Detail an, wie Sie im Bibliotheks-Modul Ihre Bilder mit Werkzeugen und Befehlen strukturieren können. Vorweg zeigen wir Ihnen nachfolgend eine effektive und schnelle Methode, um mit der Organisation der importierten Bilder zu beginnen.

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1

Treffen Sie eine schnelle Auswahl

Die Katalog-Palette links bietet den Punkt Schnellsammlung. Um unsere Landschafts-Beispielbilder in einer Schnellsammlung zu erfassen, klicken Sie auf jedes Vorschaubild, und drücken Sie die Taste B. Hier haben wir sechs Bilder in einer Schnellsammlung zusammengefasst.

Zu analogen Zeiten haben wir unsere Lieblingsbilder in Fotoalben geklebt. Solche Alben enthielten meist eine Sammlung von Fotos zu einem ganz bestimmten Thema (Hochzeit, Urlaub etc.). Dieses Prinzip finden Sie im Bibliotheks-Modul von Lightroom umgesetzt, in Form der Sammlungs-Palette. Im Folgenden lernen Sie, wie Sie bestimmte Bilder schnell in Sammlungen zusammenfassen, sodass Sie nicht jedes Mal durch Tausende von Vorschaubildern im Hauptkatalog scrollen müssen. Sie können in Lightroom beliebig viele Sammlungen anlegen. Wir zeigen Ihnen auch, wie Sie sich automatisch generierte Sammlungen erstellen lassen können, die Bilder auf Basis von Metadaten erfassen und organisieren. Die entsprechende Funktion findet sich unter dem Namen Smart-Sammlungen in der zugehörigen Palette links.

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Die Schnellsammlung speichern

Klicken Sie in der Katalog-Palette auf Schnellsammlung. Die Rasteransicht zeigt nun die hinzugefügten Landschaftsbilder. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Schnellsammlung, und wählen Sie Schnellsammlung speichern. Vergeben Sie einen Namen für die Sammlung.


Der Komplettkurs Lightroom import und Sortierung

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Als Zielsammlung festlegen

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Auswahl mit der Sprühdose

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Legen Sie neue Sammlungen an

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Eine Smart-Sammlung anlegen

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Ihre Smart-Sammlung betrachten

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Fotos nach Form auswählen

Die Schnellsammlung leert sich, sobald Sie Fotos in eigenen Sammlungen abgespeichert haben. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Namen der Landschafts-Sammlung, und wählen Sie Als Zielsammlung festlegen. Klicken Sie dann auf Alle Fotos.

Um neue Sammlungen anzulegen, klicken Sie auf das Plus-Symbol an der Sammlungen-Palette. Sie können jede neue Sammlung als Zielsammlung anlegen. Sie können auch Kriterien für eigene Smart-Sammlungen festlegen, wie z. B. hohe ISO-Werte.

Die Smart-Sammlung enthält nun einige Beispiele. Klicken Sie auf den Namen, und die Bilder erscheinen in der Rasteransicht. Klicken Sie auf ein Bild (wie LR14.dng), und schauen Sie in die Metadaten. Der ISO-Wert von 400 entspricht also Ihren Vorgaben für diese Sammlung.

Wenn Sie nun ein Bild auswählen und die Taste B drücken, wird das Bild der Zielsammlung anstatt der Schnellsammlung hinzugefügt. Sie können auch das Aufklappmenü unter Sprühdose auf Zielsammlung setzen. Jeder Klick auf ein Bild fügt dieses nun der Zielsammlung hinzu.

Klicken Sie auf das Plus-Symbol, und wählen Sie Smart-Sammlung erstellen. Aktivieren Sie Innerhalb eines Sammlungs-Satzes und Smart-Sammlungen. Setzen Sie Bewertung auf Kamerainformation > ISO-Empfindlichkeit, dann Ist größer als oder gleich und geben Sie 300 ein.

Smart-Sammlungen können Fotos auch nach ihrem Seitenverhältnis organisieren. Um etwa nur Hochformate anzuzeigen, erstellen Sie eine neue Smart-Sammlung. Wählen Sie Größe > Seitenverhältnis. Dann wählen Sie Entspricht und Hochformat.

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Der Komplettkurs Lightroom import und Sortierung


Der Komplettkurs Lightroom import und Sortierung

Fernsteuerung

Steuern Sie Ihre Kamera direkt mit Lightroom, und fügen Sie beim Import automatisch Schlagworte hinzu enn Sie viel im Studio fotografieren, ist es praktisch, die Kamera per USB-Kabel direkt an Ihren Rechner anzubinden und die Fotos nach der Auslösung direkt in den Lightroom-Katalog zu übertragen (Tethering). Auf diese Weise können Sie einen effizienten Workflow etablieren, weil Sie sich das Importieren großer Datenmengen von Speicherkarten zu einem späteren Zeitpunkt vollständig sparen können. Am Computerbildschirm lassen sich Bilder zudem besser

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Benennen Sie die Sitzung

Verbinden Sie Ihre Kamera mit dem Rechner, und wählen Sie Datei > Tether-Aufnahme > Tether-Aufnahme starten. Vergeben Sie einen Namen, und aktivieren Sie Fotos nach Aufnahmen segmentieren. Wählen Sie dann Sitzungsname - Sequenz aus dem Benennungsmenü.

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Urheberangaben hinzufügen

Copyright-Informationen lassen sich mittels Vorgaben-Auswahl im Metadaten-Aufklappmenü beim Import hinzufügen. Sie können ebenfalls Schlagworte eingeben, um die importierten Bilder später besser wieder zu finden. Im nächsten Kapitel erfahren Sie mehr zu Schlagworten.

beurteilen als am kleinen Kameradisplay. Eventuelle Probleme wie falsche Fokuspunkte lassen sich ebenfalls frühzeitig identifizieren. Sie können die Kameraeinstellungen dann anpassen und das Foto sofort erneut aufnehmen – anstatt das Shooting oder zumindest Teile davon nachträglich nochmals durchführen zu müssen. Wir zeigen Ihnen in wenigen Schritten, welche Einstellungen Sie in Lightroom vornehmen müssen, um von diesem komfortablen Workflow im Studio zu profitieren.

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Wählen Sie ein Ziel

Wenn Sie eine Benennungsvariante mit fortlaufenden Ziffern wählen, starten Sie hier mit der Anfangsnummer 1. Die importierten Dateien werden in den Bilder-Ordner gelegt, bevor sie dem Lightroom-Katalog hinzugefügt werden, Sie können aber auch ein alternatives Ziel angeben.

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Aufnahme und Import

Die Tethering-Kontrollleiste zeigt Ihnen die aktuellen Kameraeinstellungen wie Verschlusszeit und Blende an. Unter Entwicklungseinstellungen können Sie Vorgaben auswählen, die beim Import angewendet werden sollen. Klicken Sie auf den Auslöse-Knopf.

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Der Komplettkurs Lightroom Das Modul „Bibliothek“


Der Komplettkurs Lightroom Das Modul „Bibliothek“

Das Modul „Bibliothek“ Lokalisieren, bewerten und verschlagworten Sie Ihre Bilder, und wenden Sie schnelle Verbesserungen an

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Einführung in das Bibliothek-Modul

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Gesichtserkennung leicht gemacht

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Sortierung und Bewertung

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Ortsangaben einfach nutzen

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Finden Sie Bilder mit Stichworten

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Entdecken Sie die Schlüsselfunktionen des Bibliothek-Moduls, und passen Sie die Oberfläche an Ihre individuellen Bedürfnisse an

Mit Hilfe der zahlreichen Werkzeuge im Bibliothek-Modul organisieren Sie ganz unkompliziert Ihre Bildsammlung

Identifizieren Sie ganz einfach bestimmte Bilder, indem Sie den Metadaten filter- und suchbare Stichworte hinzufügen

Mit Hilfe der Gesichtserkennung in Lightroom lassen sich Porträts und Schnappschüsse kinderleicht sortieren

Nutzen Sie eingebette GPS-Daten, um die Aufnahmeorte Ihrer Fotos mit Stecknadeln im Karten-Modul anzuzeigen

Per Ad-hoc-Entwicklung Fotos schnell verbessern

Mit Hilfe der Ad-hoc-Entwicklung lösen Sie blitzschnell typische Farb- und Tonwertprobleme in Ihren Fotos

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Der Komplettkurs Lightroom Das Modul „Bibliothek“

Einführung in das Bibliothek-Modul

Entdecken Sie die Schlüsselfunktionen des Bibliothek-Moduls, und passen Sie die Oberfläche an Ihre individuellen Bedürfnisse an m vorherigen Kapitel haben Sie bereits den Bildimport kennen gelernt. Wir haben die Bildorganisation in Sammlungen ebenfalls kurz erläutert. In diesem Kapitel tauchen wir tiefer in das Bibliothek-Modul ein und zeigen Ihnen weitere Möglichkeiten der Bildorganisation und Basisbearbeitung. Wahrscheinlich haben Sie es mit Tausenden von Fotos an

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unterschiedlichen Speicherorten zu tun. Ohne das Bibliothek-Modul müssten Sie diese mühsam suchen. Lightroom erfasst diese Dateien und platziert sie im Katalog, sodass alle Fotos an einem Ort auffindbar sind. So können Sie Ihre Bilder deutlich komfortabler betrachten und vergleichen. Auf dieser Doppelseite stellen wir Ihnen die wichtigsten Paletten und Werkzeuge der Bibliothek vor,

sodass Sie sich mit dem Aufbau der Oberfläche vertraut machen können. Wir zeigen Ihnen auch, wie Sie das voreingestellte Aussehen des Arbeitsbereichs individuell anpassen. Anschließend lesen Sie, wie Sie Ihre Datenbank anhand von Stichworten und Bewertungen organisieren und Ihren Bildern die Koordinaten des jeweiligen Aufnahmeorts zuordnen können.

Das Bibliothek-Modul im Überblick Die wichtigsten Elemente des Bildorganisationsbereichs in Lightroom 4 HISTOGRAMM Wenn Sie auf ein Foto klicken, sehen Sie die jeweilige Tonwertverteilung im Histogramm-Fenster. Dieses Diagramm erlaubt die schnelle Analyse und Behebung belichtungsbezogener Bildprobleme. Mehr zum Histogramm lesen Sie in Kapitel 3.

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5

6 1

5 Stichwort-Palette Hier können Sie Ihren Fotos Stichworte zuordnen, um sie einfacher wiederzufinden. Wie alle Paletten kann sie per Klick auf das Dreieck auf- oder zugeklappt werden. Ein Klick mit der rechten Maustaste blendet unerwünschte Paletten aus.

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6 METADATen 3

1 Ordner-Palette

2 Bild-Darstellung

3 Werkzeugleiste

Hier sehen Sie alle Ordner, die mit dem Katalog verknüpft sind. Per Klick mit der rechten Maustaste auf einen Ordner synchronisieren Sie die Inhalte.

In diesem Bereich werden alle Bilder und Videos angezeigt, die bereits in das Bibliothek-Modul von Lightroom importiert wurden.

Mit den Symbolen der Werkzeugleiste fügen Sie Bewertungen oder Markierungen hinzu und können die Darstellung nach Wunsch anpassen.

In dieser Palette finden Sie alle wichtigen Informationen zu Ihrem Foto, so etwa Einstellungsparameter wie ISO oder Blende. In Lightroom können Sie Ihren Metadaten beliebige zusätzliche Informationen wie Schlagworte oder GPS-Daten hinzufügen.


Der Komplettkurs Lightroom Das Modul „Bibliothek“

Der Arbeitsbereich im Überblick Räumen Sie die Oberfläche auf, und vergleichen Sie Fotos in der Übersicht 1

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3 4

1 Anzeigen oder Verbergen

4 FILMSTreifen

Ein Klick auf die kleinen Dreiecke oben und an den Seiten der Oberfläche blendet die Menüleisten und Paletten ein und aus. So verschaffen Sie sich bei Bedarf eine größere Arbeitsfläche. Ein einfacher Klick blendet die Bereiche schnell wieder ein.

In der Übersichts- oder Vergleichsansicht ist es hilfreich, dennoch Zugriff auf die übrigen Bilder zu haben. Klicken Sie auf das Dreieck unten, um den Filmstreifen einzublenden – eine alternative Darstellung zur Rasteransicht in der Bibliothek.

2 Vollbild

5 Auswahl

Drücken Sie die Umschalttaste und F, um durch verschiedene Ansichten zu wechseln und die oberen Leisten auszublenden. Drücken Sie F, um in den Vollbildmodus zu wechseln. Wir haben die Modul-Auswahl ausgeblendet, um Platz zu schaffen.

Klicken Sie mit gedrückter Umschalttaste auf Fotos im Streifen, um sie zu vergleichen. Das erste ausgewählte Bild ist das aktive Bild, gekennzeichnet mit weißem Rahmen. Ein Klick auf X entfernt einzelne Fotos aus der Übersicht.

3 Übersicht

6 SORTierung

Ein Klick auf das Übersicht-Symbol ermöglicht die Betrachtung größerer Vorschauen ausgewählter Fotos. Mit gedrückter Umschalttaste klicken Sie mehrere Bilder an. Um nur zwei Fotos zu vergleichen, klicken Sie auf Vergleichsansicht.

Beginnen Sie mit der Bildsortierung per Bewertung oder Markierung. Sie können Bilder mit Flaggen markieren (ausgewählt oder abgelehnt). Wir haben hier noch eine Bewertung per Klick auf die Sternchensymbole vergeben.

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Der Komplettkurs Lightroom Das Modul „Bibliothek“

Sortierung und Bewertung

Mit Hilfe der Werkzeuge im Bibliothek-Modul organisieren Sie ganz unkompliziert Ihre Bildsammlung ach dem Import unzähliger Fotos in die Lightroom-Bibliothek kann es zur Herausforderung werden, ein ganz bestimmtes Bild zu finden. Glücklicherweise stehen Ihnen dazu zahlreiche Werkzeuge zur Verfügung. In Kapitel 1 haben wir Ihnen gezeigt, wie Sie ausgewählte Fotos zu Sammlungen hinzufügen, sodass ein Ordnungssystem vergleichbar mit alten Fotoalben entsteht. Ebenso haben Sie die Möglichkeiten von Smart-Sammlungen kennen gelernt, die Bilder anhand bestimmter Metadaten zusammenfassen, so zum Beispiel Bilder im Hoch- oder Querformat. Lightroom stellt Ihre Fotos chronologisch dar, sodass Sie häufig auch zum Ziel kommen, wenn Sie sich noch an den ungefähren

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Sortierungsoptionen

Drücken Sie G, um in die Rasteransicht zu wechseln. Die Fotos werden chronologisch dargestellt. In der unteren Werkzeugleiste finden Sie das Aufklappmenü Sortieren. Hier können Sie Optionen wie die Sortierung nach Bewertungen, Markierungen, Seitenverhältnissen usw. auswählen.

Aufnahmezeitpunkt erinnern können. In diesem Kapitel zeigen wir Ihnen aber einige alternative und deutlich effizientere Möglichkeiten, umfangreiche Bildsammlungen zu organisieren und zu durchsuchen. Wir beginnen zunächst mit den einfachen und schnellen Methoden der Sternchenbewertung und Flaggen-Markierung. So können Sie direkt Ihre Lieblingsbilder hervorheben oder andere bereits markieren, um sie für ein späteres Löschen vorzumerken. Sie lernen auch die DarstellungsFilterung in der Rasteransicht auf Basis bestimmter Metadaten kennen. Anschließend beschäftigen wir uns noch mit fortgeschrittenen Bildorganisationsmethoden wie Verschlagwortung und Geotagging.

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Bewerten Sie Ihre Bilder

Um ein Bild zu bewerten, wählen Sie einfach direkt unterhalb der Vorschau zwischen 0 und 5 Sternchen aus. Alternativ können Sie einfach eine der entsprechenden Zahlen auf der Tastatur drücken. Auch per Klick mit der rechten Maustaste gelangen Sie in das Bewertungsmenü.


Der Komplettkurs Lightroom Das Modul „Bibliothek“

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Qualitätsüberprüfung

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Abgelehnte Bilder löschen

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Entfernen oder löschen?

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Mit Filtern sortieren

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Farbige Markierungen

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Stapeln Sie Bilder

Doppelklicken Sie auf eine Vorschau (oder drücken Sie E), um in die Lupenansicht zu wechseln. Ein Klick auf das Bild zoomt auf die 1:1- bzw. 100%-Ansicht. Wenn Sie das Bild behalten wollen, klicken Sie auf die linke Flagge in der unteren Werkzeugleiste, ansonsten auf die rechte.

Beim Löschen eines Bildes werden Ihnen zwei Optionen angeboten: Ein Klick auf Entfernen löscht das Bild aus dem Katalog, nicht aber vom Datenträger. Um es auch von seinem Speicherort dauerhaft zu löschen, klicken Sie auf Vom Datenträger löschen.

Sie können Fotos auch nach Farbmarkierungen filtern. Klicken Sie auf Benutzerdefinierter Filter und dann auf Filter aus. Um einem Foto einen Farbcode zuzuordnen, klicken Sie mit der rechten Maustaste darauf, wählen Sie Farbmarkierung festlegen, und klicken Sie auf eine Farbe.

Mit der Sortierungs-Funktion in der Werkzeugleiste können Sie sich die markierten Bilder anzeigen lassen. Als abgelehnt markierte Fotos erscheinen grau im unteren Bereich. Wählen Sie Foto > Abgelehnte Fotos löschen, um sie aus der Bibliothek zu entfernen.

Wählen Sie Ansicht > Filterleiste anzeigen. Klicken Sie auf Attribut. Ein Klick auf die Flaggen zeigt die entsprechend markierten Bilder an. Sie können auch Fotos innerhalb einer Bewertungsspanne filtern. Ein Klick auf Metadaten erlaubt die Auswahl weiterer Eigenschaften.

Bei mehreren sehr ähnlichen Bildern können Sie Platz sparen: Klicken Sie mit gedrückter Umschalttaste auf die Bilder, dann mit der rechten Maustaste, und wählen Sie Stapeln > In Stapel gruppieren. Ein Klick auf die rechte Seite öffnet den Stapel, ein Klick auf die linke Seite schließt ihn.

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Der Komplettkurs Lightroom Das Modul „Bibliothek“

Finden Sie Bilder mit Stichworten

Identifizieren Sie ganz einfach bestimmte Bilder, indem Sie den Metadaten filter- und suchbare Stichworte hinzufügen uf den vorangegangenen Seiten haben wir uns Methoden angeschaut, wie Bilder mittels Flaggen und Sternchen sortiert und bestehende Metadaten genutzt werden können, um Fotos anhand spezifischer Kriterien zu filtern. Später lernen wir noch, wie wir Fotos mit Hilfe von GPS-Daten anhand ihres jeweiligen Aufnahmeortes lokalisieren können. Es ist praktisch, Fotos nach Farbmarkierungen oder Aufnahmeorten durchsuchen zu können. Um aber zum Beispiel ein Foto mit einem bestimmten Motiv zu finden, müssen wir uns schon an den ungefähren Aufnahmezeitpunkt erinnern. Oder wir fügen unseren Bildern Stichworte hinzu, die wir anschließend durchsuchen können. Das erleichtert das Auffinden bestimmter Fotos

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ungemein. Stichworte (auch Schlagworte genannt) sind eine Reihe von Wörtern, die den Bildinhalt beschreiben. Sie werden in den Metadaten abgespeichert, sodass diese Informationen auch beim Upload oder beim Teilen des Bildes erhalten bleiben. Gerade beim Bildverkauf über StockAgenturen kann das praktisch sein, da potenzielle Käufer die Bilder meist über Schlagworte suchen. Nachfolgend zeigen wir Ihnen, wie Sie neue Stichworte vergeben und dann die praktische Stichwort-Palette einsetzen, um häufig genutzte Begriffe mit wenigen Klicks hinzuzufügen. Anfangs mag das Ganze wie überflüssige Arbeit erscheinen, aber je sorgfältiger Sie hier vorgehen, desto leichter finden Sie künftig Ihre Bilder wieder. Stichworte sind der Schlüssel zur idealen Bildorganisation.


Der Komplettkurs Lightroom Das Modul „Bibliothek“

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Stichworte beim Import vergeben

Bereits während des Imports können Sie mehreren Fotos gleichzeitig Stichworte zuordnen. Gehen Sie zur Palette Während des Importvorgangs anwenden, und geben Sie kommasepariert Ihre Stichworte ein. Lightroom merkt sich verwendete Begriffe und schlägt diese bei der Eingabe vor.

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Stichwortsätze

Doppelklicken Sie in der Bibliothek ein Bild (z. B. LR22.dng). Die Bildinformationen blenden Sie mit Cmd/Ctrl+I ein. Klappen Sie die Stichwort-Palette auf, und wählen Sie im Aufklappmenü unter Stichwortsatz eine Voreinstellung wie etwa Natur- und Landschaftsfotografie.

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Fügen Sie Stichworte hinzu

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Stichwortvorschläge

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Verschlagwortete Bilder finden

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Nach Stichworten filtern

Klicken Sie auf ein voreingestelltes Stichwort wie Landschaft. Das Stichwort erscheint nun in der Stichwortliste. Klicken Sie auf Frühling, es erscheint kommasepariert ebenfalls in der Liste. Ergänzen Sie nun manuell spezifischere Begriffe wie Ozean oder Küste.

Öffnen Sie die Stichwortliste. Sie sehen alle vergebenen Stichworte. Sie können auch sehen, wie viele Fotos im Katalog ein bestimmtes Stichwort enthalten. Platzieren Sie den Mauszeiger über einem Stichwort. Passende Fotos werden mit einem weißen Rahmen hervorgehoben.

Drücken Sie die Taste G, und doppelklicken Sie auf ein ähnliches Foto. Sie sehen nun weitere Stichwortvorschläge, basierend auf der vorherigen Eingabe. Wählen Sie hier einfach passende Vorschläge aus, um diese den Metadaten des neuen Bildes hinzuzufügen.

Wenn Sie auf den weißen Pfeil neben einem Stichwort klicken, öffnet sich der Bibliotheksfilter. Das entsprechende Stichwort wird in der Filter-Palette hervorgehoben, und nur Fotos, für die dieses Stochwort vergeben wurde, werden in der Rasteransicht dargestellt.

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Der Komplettkurs Lightroom Das Modul „Bibliothek“

Gesichtserkennung leicht gemacht Mit Hilfe der Gesichtserkennung in Lightroom lassen sich Porträts und Schnappschüsse kinderleicht sortieren ie Gesichtserkennung der Lightroom-Bibliothek ermöglicht es Ihnen, Ihre Fotos nach Personen zu sortieren und jederzeit Freunde, Familie und Kunden im Blick zu haben. Das System erkennt automatisch Gesichter auf Fotos, die Sie dann mit Namen versehen können. Je mehr Namen Sie hinzufügen, desto smarter arbeitet das System und schlägt Ihnen ähnliche Bilder und den entsprechenden Namen vor. So dauert es

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deutlich kürzer, umfangreiche Porträtsammlungen zu benennen, als Sie vielleicht denken. Hochzeiten, Familienfotos und Schnappschüsse lassen sich so ebenfalls kinderleicht organisieren. Nachdem ein Gesicht einmal benannt wurde, erscheint der Name in einer Liste, aus der Sie sich dann mit einem Klick alle Bilder zur jeweiligen Person anzeigen lassen können. Der Name wird ebenfalls in den Metadaten gespeichert.


Der Komplettkurs Lightroom Das Modul „Bibliothek“

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Gesichter erkennen

Wählen Sie im Bibliotheks-Modul einen Ordner oder eine Sammlung in der linken Palette aus. Drücken Sie G. Klicken Sie anschließend in der unteren Werkzeugleiste auf Personen. Lightroom beginnt mit der Suche und gruppiert automatisch sehr ähnliche Aufnahmen der gleichen Person. Die Bildanzahl in dem Stapel wird Ihnen als Ziffer neben dem Namen angezeigt.

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Falsche Auswahlen entfernen

Wenn sich die automatische Erkennung irrt und Bildbereiche als Gesicht identifiziert, die keine sind, doppelklicken Sie auf das Bild. Klicken Sie dann auf die Box und anschließend auf das X, um die Box zu entfernen. Sie können Gesichter auch selbst markieren. Doppelklicken Sie erneut auf das Bild.

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Geben Sie einen Namen ein

Gefundene Gesichter erschienen unter Unbenannte Personen. Schreiben Sie den Namen einfach in das Textfeld unterhalb des Bildes. Lightroom wird nach und nach Namen vorschlagen. Akzeptieren Sie den Vorschlag per Klick auf das Häkchen, lehnen Sie ihn per Klick auf das Kreuz ab. Sie können Bilder auch auf andere ziehen, um sie zu benennen.

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Nach Gesichtern filtern

Drücken Sie die Taste G. Klicken Sie auf Text im oberen Filterbereich, und geben Sie den Namen ein. Diese Suche funktioniert alternativ auch über die Stichwortliste. Klicken Sie einfach neben dem Namen auf den weißen Pfeil, um alle Bilder mit dieser Person angezeigt zu bekommen.

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Der Komplettkurs Lightroom Das Modul „Bibliothek“

Ortsangaben einfach nutzen

Nutzen Sie eingebettete GPS-Daten, um die Aufnahmeorte Ihrer Fotos mit Stecknadeln im Karten-Modul anzuzeigen ach einer Reise war es früher Tradition, die ausbelichteten Urlaubsfotos in ein Album zu kleben. Einfacher geht das in Lightroom mittels einer Sammlung (s. Kapitel 1). Sie haben darüber hinaus auch die Möglichkeit, das Karten-Modul zu verwenden, um Ihre Fotos basierend auf dem jeweiligen Aufnahmeort zu präsentieren – eine spannende Alternative zur herkömmlichen Darstellung. Wenn Sie ein Foto mit Ihrem Smartphone aufnehmen, werden die GPS- Daten mit abgespeichert. Diese Koordinaten werden in den Metadaten abgelegt. Lightroom kann diese Daten beim Importieren auslesen und den Aufnahmeort auf

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1

Finden Sie die Smartphone-Bilder

Setzen Sie den Bibliotheksfilter auf Metadaten, und schauen Sie in die Spalte Kamera. Klicken Sie auf iPhone 4S, um diese Bilder anzuzeigen. Die meisten sind mit einem Symbol markiert, das GPS-Daten anzeigt. Klicken Sie auf ein Foto, um die GPS-Infos in den Metadaten zu sehen.

einer Karte anzeigen. Kleine Flaggen markieren hier ein Foto mit Ortsangaben. Ein Klick öffnet die Bilder, die an diesem Ort aufgenommen wurden. Um Ihnen zu demonstrieren, wie das Karten-Modul arbeitet, haben wir Ihnen einige iPhone-Fotos zur Verfügung gestellt, die entsprechende GPS-Koordinaten enthalten. Importieren Sie dazu die entsprechenden SmartphoneBilder in die Lightroom-Bibliothek, und Sie können die folgenden Schritte einfach mitmachen. Sollte Ihre Kamera nicht automatisch GPS-Daten hinzufügen können, zeigen wir Ihnen, wie Sie diese nachträglich ergänzen, indem Sie einfach ein Foto auf einen Ort ziehen.

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Aufnahmeorte anzeigen

Klicken Sie auf den Pfeil rechts neben den GPS-Daten, und die Kartenansicht springt auf den Ort. Die Position wird durch eine gelbe Flagge angezeigt. Platzieren Sie den Mauszeiger über der Flagge, um das Foto anzuzeigen. Mit den Pfeiltasten blättern Sie durch mehrere Fotos.


Der Komplettkurs Lightroom Das Modul „Bibliothek“

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Flaggen filtern

Mit Hilfe der Optionen im Positionsfilter können Sie Fotos im Filmstreifen unten hervorheben (z. B. solche mit GPS-Daten). Wenn Sie den Mauszeiger über ein Bild ziehen, erscheint die zugehörige Flagge auf der Karte. Mit Kartenstil passen Sie das Erscheinungsbild an.

4

GPS-Daten manuell hinzufügen

Setzen Sie den Filmstreifen-Filter auf Aus und den Positionsfilter auf Nicht getaggt. Geben Sie einen Ort in das Suchfeld ein (z. B. Barcelona). Ziehen Sie das Bild LR58.dng auf die Karte, um einen genauen Ort zuzuweisen. Die GPS-Daten erscheinen in den Metadaten.

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Der Komplettkurs Lightroom Das Modul „Bibliothek“

Schnell verbessert Mit Hilfe der Ad-hoc-Entwicklung lösen Sie blitzschnell typische Farb- und Tonwertprobleme in Ihren Fotos ie Sie in diesem Kapitel bisher gesehen haben, bietet Ihnen das Bibliotheks-Modul umfangreiche Bildorganisationsmöglichkeiten. Sie können Bilder sogar beim Import automatisch verbessern (beispielsweise um den Kontrast anzuheben). Dazu gehen Sie im Importieren-Fenster auf Während des Importvorgangs anwenden. Wählen Sie in den Entwicklungseinstellungen Allgemeine Vorgaben Lightroom und Automatischer Tonwert. Diese Vorgabe analysiert das Histogramm und

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1

Passen Sie die Farbbalance an

Importieren Sie das Bild LR26.dng in die Bibliothek. Unser Bild hat einen warmen Farbstich, sodass die Hauttöne zu orange wirken. Klappen Sie die Palette der Ad-hoc-Entwicklung auf, und setzen Sie den Weißabgleich auf Automatisch. So werden die Hauttöne natürlicher.

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Bringen Sie feinste Details hervor

Neben manuellen Anpassungen können Sie auch fertige Vorgaben nutzen. Wählen Sie im Aufklappmenü bei Gespeicherte Vorgabe den Punkt Allgemeine Vorgaben Lightroom. Mit Kraftvoll erhöhen Sie den Mittenkontrast, was feine Details (wie hier die Wangenknochen) verstärkt.

passt es automatisch an. Die Arbeitsweise des Histogramms schauen wir uns im nächsten Kapitel noch im Detail an. Mit dem Werkzeug Ad-hoc-Entwicklung können Sie Farben und Tonwerte aber auch manuell korrigieren. Das lässt sich im Bibliothek-Modul erledigen, sodass ein Wechsel in das Entwickeln-Modul für einfachere Aufgaben nicht nötig ist. Auch fertige Vorgaben (sogenannte Presets) lassen sich hier mit wenigen Mausklicks anwenden. Wie das funktioniert, zeigen wir Ihnen nun Schritt für Schritt.

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Farben selektiv verstärken

Die Farben wirken ein wenig entsättigt. Doppelklicken Sie auf Dynamik, um die Farbwerte anzuheben. Diese Funktion verstärkt schwächere Farben, ohne bereits starke Farben zu übersättigen. Zudem werden die Hauttöne kaum verändert, sodass diese nicht unnatürlich wirken.

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Setzen Sie kreative Vorgaben ein

Mit dem Freistellungsfaktor können Sie schnell die Seitenverhältnisse anpassen (z. B. 5 x 7). Experimentieren Sie mit den S/W-Filtervorgaben wie etwa dem Orangefilter. Dieser erzeugt ein High-Key-Schwarzweißbild. Ein Klick auf Alles zurücksetzen bringt Sie zum Original.


Der Komplettkurs Lightroom Das Modul „Bibliothek“ NACHHER

VORHER

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Der Komplettkurs Lightroom Das Modul „Entwickeln“


Der Komplettkurs Lightroom Das Modul „Entwickeln“

Das Modul „Entwickeln“ So gelingen die wichtigsten Grundanpassungen Ihrer Aufnahmen im Entwickeln-Modul von Lightroom

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Einführung in das Entwickeln-Modul

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Grundlegende Farbanpassungen

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Das Histogramm richtig verwenden

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Zuschneiden und ausrichten

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Mit Smart-Vorschauen ausgelagerte Bilder bearbeiten

Die wichtigsten Werkzeuge zur Bildbearbeitung und für Fotokorrekturen finden Sie im Entwickeln-Modul von Lightroom

So verwenden Sie das Histogramm in Lightroom, um potenzielle Bildprobleme zu erkennen und zu beheben

Bearbeiten Sie mit Smart-Vorschauen Fotos im Katalog, die aktuell gar nicht auf Ihrem Rechner gespeichert sind

Nutzen Sie die FarbkorrekturWerkzeuge, um schwache Farben zu verstärken, ohne starke Farben zu übersättigen

Mit der Freistellungsüberlagerung können Sie schiefe Horizonte begradigen und die Komposition verbessern

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Der Komplettkurs Lightroom Das Modul „Entwickeln“

Einführung in das Entwickeln-Modul Die wichtigsten Werkzeuge zur Bildbearbeitung und für Fotokorrekturen finden Sie im Entwickeln-Modul von Lightroom m Ende des vorherigen Kapitels zum Bibliotheks-Modul haben wir mit der Ad-hoc-Entwicklung einen ersten Blick auf schnelle Möglichkeiten der Bildverbesserung geworfen. Nach Import und Verschlagwortung Ihrer digitalen Negative widmen wir uns nun den komplexeren Bildbearbeitungsaufgaben. Hierzu wechseln wir in das Entwickeln-Modul.

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Adobe führte das DNG-Format (Digitales Negativ) ein, um die Speicherung und den Zugriff auf unbearbeitete RAW-Dateien zu erleichtern. Der Begriff Negativ ist eine Reminiszenz an analoge Zeiten: Bevor Sie die tatsächlichen Farben und Tonwerte eines Bildes sehen konnten, mussten Sie das Negativ in einer Dunkelkammer entwickeln. Viele Werkzeuge im Entwickeln-Modul

beziehen sich mit ihren Namen auf die alten Techniken. Hier können Sie die Farben anpassen, die Tonwerte justieren und Ihrer Komposition den nachträglichen Feinschliff verpassen. Sie können ebenfalls selektive Anpassungen Ihrer RAW-Dateien vornehmen, sodass selbst sehr kontrastreiche Motive noch über genügend Bildinformationen in den Tiefen, Mitten und Lichtern verfügen.

Das Entwickeln-Modul im Überblick Lernen Sie die Hauptmerkmale Ihrer digitalen Dunkelkammer kennen 4 Grundeinstellungen 2

1

3 6 4

Diese Palette ermöglicht die Behandlung typischer Bildprobleme wie unterbelichtete Schatten oder Farbverschiebungen durch fehlerhaften Weißabgleich der Kamera. Im Detail schauen wir uns diese Palette auf der rechten Seite an.

5 SOLO-modus

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Wenn mehrere Paletten gleichzeitig geöffnet sind, kann die Oberfläche schnell unübersichtlich werden. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf eine Palette, und demarkieren Sie unerwünschte Paletten. Der SoloModus sorgt dafür, dass immer nur eine einzige Palette geöffnet ist.

6 Vorgaben

1 NAVIGATOR

2 HISTOGRAMM

3 Werkzeugleiste

Diese Palette ermöglicht Ihnen den genauen Blick auf Ihr Bild. Klicken Sie einfach auf eine der Größenangaben oben, und das Bild zoomt herein.

Dieses Diagramm zeigt die Tonwertverteilung im Bild an. Im Beispiel sehen wir starke Schatten links und nur wenige Lichter.

Diese Werkzeuge dienen der Bildverbesserung, wie etwa Zuschneiden, Sensorflecken entfernen oder tonale Anpassungen.

Diese Vorgaben ermöglichen umfassende Anpassungen mit nur einem Mausklick. Sie verändern mehrere Einstellungen im EntwickelnModul, um unterschiedlichste kreative Looks zu erhalten. Mehr zur Funktion von Vorgaben lesen Sie in Kapitel 7.


Der Komplettkurs Lightroom Das Modul „Entwickeln“

Der Aufbau der Grundeinstellungen Alle essenziellen Schlüsselfunktionen der Palette im Überblick

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1 WeiSSabgleich

4 Tiefen

In diesem Bereich können Sie verschiedene WeißabgleichsVorgaben ausprobieren (z. B. Blitz oder Tageslicht) oder die Farbtemperatur manuell anpassen. Im Beispiel haben wir den Schieberegler auf 5.570 gezogen, um den relativ warmen Farbton des Bildes etwas zu reduzieren.

Mit diesem Regler können Sie unterbelichtete Schattenbereiche aufhellen und Details sichtbar machen. Die Lichter bleiben von dieser Anpassung unberührt. Auch die dunkelsten Pixel am linken Ende des Histogramms werden hierbei nicht verändert.

2 Belichtung

5 Klarheit

Unser Beispielbild ist unterbelichtet und lässt Details vermissen. Indem wir den Belichtungsregler auf +1,20 ziehen, werden mehr Details sichtbar. Die Tonwerte werden aufgehellt, das Histogramm bewegt sich nach rechts.

Dieser Regler erhöht den Mittenkontrast – eine gute Methode, um feine Details wie das Haar hervorzuheben. Er arbeitet ähnlich wie die Schärfen-Werkzeuge der Details-Palette. Mehr zum Klarheitregler lesen Sie im im nächsten Kapitel.

3 Lichter

6 Dynamik

Die globale Aufhellung durch den Belichtungsregler hat einige der hellsten Lichter ausbrennen lassen. Wir können hier selektiv wieder Details zurückbringen, indem wir den Regler auf –38 ziehen. Dies lässt die dunkleren Töne unberührt.

Mit diesem Regler passen Sie selektiv die Sättigung an. Schwächere Farben werden verstärkt, ohne dabei bereits starke Farben zu übersättigen. Wir haben die Sättigung des Pullovers reduziert, ohne die Hauttöne zu sehr zu entsättigen.

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Das Histogramm So verwenden Sie das Histogramm in Lightroom, um potenzielle Bildprobleme zu erkennen und zu beheben as Histogramm-Fenster ist eines der wichtigsten Werkzeuge des Entwickeln-Moduls. Das Diagramm funkioniert ganz ähnlich wie die Krankendaten am Bett eines Patienten. So wie der Arzt mit Hilfe der Diagramme den Gesundheitszustand seines Patienten beurteilen kann, so können Sie am Histogramm auf den ersten Blick ablesen, ob Ihr Bild über- oder unterbelichtet ist. Wir können das Histogramm ebenso dazu einsetzen, eine ausgewogenere Verteilung der

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1

Analysieren Sie das Histogramm

Das Diagramm zeigt Ausschläge in der Mitte und rechts. Das heißt, dass unser Bild primär aus Mitteltönen (in der Mitte) und Lichtern (rechts) besteht. Die Tatsache, dass am linken Rand keinerlei Pegel zu sehen sind, bedeutet, dass unser Foto keine Schattenbereiche enthält.

3

Beschneidungen einblenden

Setzen Sie die Tiefen auf -71. Ziehen Sie Schwarz auf -62. Klicken Sie auf Tiefenbeschneidung anzeigen. Die dunkelsten Schatten werden blau markiert. Diese Bereiche werden im Druck reines Schwarz. Da hier keine wichtigen Bildteile enthalten sind, können wir das beibehalten.

Tonwerte in unserem Foto zu erzielen, mit mehr Details in den Schatten, Mitteltönen und Lichtern. In diesem Workshop zeigen wir Ihnen, wie Sie das Histogramm korrekt analysieren und wie die Kurvendarstellung die Tonwerte im Bild repräsentiert. Unser Beispielbild LR04.dng wirkt überbelichtet. Mit Hilfe des Histogramms wollen wir eine korrekte Belichtung erreichen. Importieren Sie das Bild in die Bibliothek, und öffnen Sie es im Entwickeln-Modul.

2

Dunkeln Sie die Mitteltöne ab

Ein optimal belichtetes Bild sollte eine Tonwertverteilung zeigen, die von Schwarz (ganz links) zu Weiß (ganz rechts) reicht. Platzieren Sie den Mauszeiger über der Mitte des Histogramms. Der Belichtungsregler wird aktiviert. Ziehen Sie den Mittenbereich des Diagramms auf -0,60.

4

Kontrast verbessern

Für einen starken Kontrast brauchen wir weiße Lichter. Klicken Sie auf Lichterbeschneidung anzeigen. Ziehen Sie Weiß auf +50. Rote Markierungen erschienen. Diese zeigen ausgebrannte Lichter an. Da auch hier keine relevanten Bildinformationen enthalten sind, ignorieren wir das.


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Smart-Vorschauen Bearbeiten Sie mit Smart-Vorschauen Fotos im Katalog, die aktuell gar nicht auf Ihrem Rechner gespeichert sind ie wir bereits in Kapitel 1 gesehen haben, kann Lightroom Fotos von verschiedensten Datenträgern erfassen und im Katalog darstellen. Die Software erstellt standardmäßig Vorschauen aller Bilder auf der Festplatte des Rechners, während die hochaufgelösten Originale auf den externen Laufwerken gespeichert werden. So können Sie zum Beispiel auf Ihrem Laptop wertvollen Speicherplatz sparen. Und wenn Sie unterwegs Bilder bearbeiten wollen, müssen Sie keine externe Festplatte mitnehmen. Indem Sie die Smart-Vorschau eines Bildes erstellen, können Sie es unterwegs bearbeiten, ohne Zugriff auf den Original-Speicherort zu haben. Nach dem Trennen der

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externen Festplatte mit der RAW-Datei kann die SmartVorschau weiterhin bearbeitet werden. Wird die Festplatte wieder angeschlossen, überträgt Lightroom automatisch die vorgenommenen Änderungen auf das Original. In diesem Workshop werden wir mit einem überbelichteten Ausgangsbild arbeiten, das wir auf eine externe Festplatte gespeichert haben. Nachdem Sie unser Beispielbild LR09.dng heruntergeladen haben, kopieren Sie es einfach auf eine externe Festplatte. Nur so können Sie die nachfolgenden Schritte alle mitmachen und erleben, welche Befreiung und Arbeitserleichterung die Smart-Vorschauen im Foto-Alltag bedeuten können – indem Sie ganz einfach jederzeit und überall Ihre Bilder bearbeiten können.


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Der Komplettkurs Lightroom Das Modul „Entwickeln“

1

Importieren Sie ein Foto

Wählen Sie Datei > Fots und Videos importieren. Navigieren Sie im Browser links zur externen Festplatte, und wählen Sie das Beispielbild LR09.dng aus. Klicken Sie auf Hinzufügen, sodass das Bild dem Katalog ohne Verschieben der Datei hinzugefügt wird. Setzen Sie an dieser Stelle noch keinen Haken bei SmartVorschauen erstellen, weil Sie diese Auswahl noch nachträglich für bestimmte Fotos treffen können. Klicken Sie auf Importieren.

3

Smart-Vorschau erstellen

Klicken Sie auf Smart-Vorschau erstellen. Es erscheint die Benachrichtigng Eine Smart-Vorschau wurde erstellt. Klicken Sie auf OK. Unter dem Histogramm sehen Sie eine neue Beschriftung Original & Smart-Vorschau. Werfen Sie die externe Festplatte testhalber einmal aus. Nun erscheint nur noch die Beschriftung Smart-Vorschau unter dem Histogramm. Auf diese Weise behalten Sie immer den Überblick über den aktuellen Dateistatus.

2

Standard versus Smart

Standardmäßig erstellt Lightroom Vorschauen von allen importierten Bildern, sodass diese im Bibliotheks-Modul angezeigt werden können. Die Originaldatei verbleibt auf dem externen Laufwerk. Bei nicht angeschlossener Festplatte lässt sich die Standardvorschau allerdings nicht mehr bearbeiten. Gehen Sie in das Histogramm-Fenster, und klicken Sie auf Originalfoto. Ein Dialogfenster zu Smart-Vorschauen erscheint.

4

Ignorieren Sie den Warnhinweis

Wenn Sie auf die Beschriftung Smart-Vorschau unter dem Histogramm klicken, wird Ihnen eine Warnmeldung angezeigt, die Sie darauf hinweist, dass das Bild nicht verfügbar ist, aber es kann immer noch mit der Smart-Vorschau bearbeitet werden. Klicken Sie auf OK. Standard-Vorschauen in der Bibliothek tragen nun den Hinweis „! Foto fehlt“. Das Beispielbild LR09.dng zeigt stattdessen das Symbol für Smart-Vorschau.


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Analysieren Sie das Histogramm

6

Verbessern Sie den Kontrast

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Selektive Farbverstärkung

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Schließen Sie die Festplatte wieder an

Öffnen Sie das Bild im Entwickeln-Modul. Sie können an der Tonwertverteilung direkt ablesen, dass im Bild viele starke Mitteltöne vorhanden sind sowie einige Lichter an der rechten Seite des Histogramms. Schatten hingegen fehlen fast vollständig. Das Bild ist also leicht überbelichtet. Wir müssen die Position und Ausbreitung des Diagramms zur linken Seite hin verändern, um stärkere Schattenbereiche zu erzielen.

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Um die Textur der Mitteltöne in den Felsen herauszuarbeiten, ziehen wir Klarheit auf +31. Zwar verstärken sich die ausgebrannten Bereiche im Wellenschaum leicht, aber dieser Bereich enthält keine allzu wichtigen Informationen. Indem Sie Dynamik auf +40 setzen, können Sie selektiv die Farben des Himmels und des Seegrases verstärken. Wärmere Farben werden weniger stark verändert, was an der Schonung der Hauttöne in dieser Funktion liegt.

Um den Kontrast zu verbessern und die Tonwertverteilung zu optimieren, ziehen wir den Belichtungsregler auf -0,20, um die Töne leicht abzudunkeln. Ziehen Sie den Schwarz-Regeler auf -23. Das Histogramm reicht nun bis ganz nach links, und wir haben einige schwarze Pixel im Bild. Ziehen Sie Weiß auf +39, um den Gesamtkontrast zu erhöhen. Zwar erscheinen nun einige wenige ausgebrannte Spitzlichter im Schaum, aber das akzepieren wir.

Wenn Sie mit der Bearbeitung Ihrer Smart-Vorschau fertig sind, schließen Sie die Festplatte wieder an. Die Warnsymbole an den Vorschauen verschwinden wieder. Unter dem Histogramm unseres Beispielbildes sehen Sie wieder die Beschriftung Original & SmartVorschau. Alle Farb- und Tonwertänderungen an der Smart-Vorschau werden automatisch auf die ursprüngliche RAW-Version des Bildes auf der externen Festplatte angewendet.

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Das Modul „Entwickeln“

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Grundlegende Farbanpassungen Nutzen Sie die Farbkorrektur-Werkzeuge, um schwache Farben zu verstärken, ohne starke Farben zu übersättigen enn Sie Ihre Bilder in erster Linie online präsentieren wollen, müssen Sie sich über die Farbsättigung nicht allzu viele Gedanken machen, denn Computerbildschirme können Millionen von Farben anzeigen. Wenn Sie Ihre Fotos sattdessen ausbelichten lassen wollen, müssen Sie auf potenziell übersättigte Farben achten, weil Drucker deutlich weniger Farben reproduzieren können. Übersättigte Farbbereiche wirken im Druck einfach flach und detaillos. In Kapitel 9 schauen wir uns genauer an, wie Sie Farben im Druck exakt reproduzieren. Allerdings ist es wichtig, vom Konzept der druck- und nicht druckbaren Farben schon einmal gehört zu haben. Lightroom ist in der Lage, Farbverschiebungen zu korrigieren, wie zum Beispiel die typischen orangenen oder

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kalt-blauen Farbstiche, wenn der Weißabgleich der Kamera unter schwierigen Lichtbedingungen nicht den korrekten Weißwert finden konnte. Wir schauen uns Farbkorrekturen im folgenden Kapitel genauer an. Es ist hilfreich, die Korrektur-Werkzeuge in Lightroom so früh wie möglich zu beherrschen – Sie werden sie häufig benötigen. Jede Bearbeitung in Lightroom wird in der ProtokollPalette gespeichert. So können Sie mehrere Anpassungen rückgängig machen oder gar an einen ganz bestimmten Punkt Ihrer Arbeit zurückkehren. Ebenfalls können Sie sogenannte Schnappschüsse Ihres Arbeitsfortschritts erstellen. Auf diese können Sie jederzeit zugreifen, sodass Sie mehr Raum bei der kreativen Entfaltung und beim Ausprobieren verschiedener Looks haben.


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Passen Sie die Dynamik an

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3

Selektive Farbverstärkung

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Einen Schnappschuss erstellen

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Weißabgleich anpassen

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Vergleichen Sie die Versionen

Passen Sie die Sättigung an

Öffnen Sie das Beispielbild LR13.dng im EntwickelnModul. Das Foto wirkt bis auf die leuchtenden Flechten auf den Felsen etwas entsättigt. Setzen Sie den Schieberegler für die Sättigung auf -100. Auf diese Weise verwandelt sich das Foto in ein Graustufenbild.

Wenn Sie die Sättigung erhöhen, werden die Flechten zu intensiv und sind nicht mehr druckbar. Um nur die Grün- und Blautöne zu verstärken, ziehen Sie den Dynamik-Regler auf +74. Das verstärkt den Ozean und das grüne Moos, ohne das Orange noch viel stärker zu machen.

Um die Blautöne noch weiter zu verbessern, ziehen Sie den Regler für Temperatur auf 5.066 Kelvin. So wirkt das grünliche Meer blauer. Begegnen Sie dem grünen Farbstich, indem Sie Tönung auf +15 setzen. Erstellen Sie einen neuen Schnappschuss namens „Weißabgleich“.

Setzen Sie die Sättigung auf 0 und die Dynamik auf -100. Die schwächeren Farben werden grau, während das stärkere Orange in den Flechten sichtbar bleibt. Sie sehen hier, wie selektiv die Dynamik arbeitet. Sie nimmt zudem mehr Einfluss auf typische Farben in Landschaftsaufnahmen.

Bevor Sie weitere Farbanpassungen vornehmen, sollten Sie Ihre Anpassungen in einem Schnappschuss festhalten. Klicken Sie auf das Plus-Zeichen neben Schnappschüsse. Die automatische Benennung erfolgt nach Datum und Uhrzeit. Vergeben Sie einen passenden Namen.

Sie können zwischen den Schnappschüssen hin- und herschalten, indem Sie den Mauszeiger über die Namen in der Palette bewegen. Der Dynamik-Schnappschuss ist grüner als der Weißabgleich-Schnappschuss. Sie können beliebig viele Schnappschüsse erstellen.

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Zuschneiden und ausrichten Mit der Freistellungsüberlagerung können Sie schiefe Horizonte begradigen und die Komposition verbessern ährend Sie durch den Sucher Ihrer Kamera schauen, können Sie zoomen und schwenken, um Ihr Bild zu komponieren. Vielleicht wissen Sie längst, was eine gelungene Komposition auszeichnet, oder Sie halten mehr oder weniger drauf und schauen, was passiert. Oftmals sehen Sie aber erst auf dem Display oder später in Lightroom, ob die Komposition wirklich gut geworden ist. Beim Fotografieren fällt Ihnen eventuell ein störendes Element am Bildrand gar nicht auf. Im Fotostudio beispielsweise werden Sie stärker auf das Model und seinen Ausdruck achten als auf Hintergründe, Blitze oder Stative, die ins Bild ragen. Und Probleme wie einen schiefen Horizont merkt man ohnehin kaum, bis man das Bild am

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Rechner betrachtet. Dank der Freistellungsüberlagerung in Lightroom lassen sich störende Elemente einfach entfernen, misslungene Horizonte begradigen und Quer- in Hochformate verwandeln. Da moderne Kameras sehr hoch auflösen, bleibt ein beschnittenes Bild meist noch groß genug für einen Ausdruck. Mit Hilfe der Überlagerungsoptionen können Sie sich an klassischen Kompositionshilfen orientieren, die von den Meistern ihres Fachs bereits seit Jahrhunderten angewendet werden. Diese Überlagerungen schauen wir uns im folgenden Workshop genauer an. Das Zuschneiden von RAWs erfolgt non-destruktiv, sodass Sie jederzeit zum Originalausschnitt zurückkehren oder alternative Ausschnitte wählen können.


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Der Komplettkurs Lightroom Das Modul „Entwickeln“

1

Wählen Sie das Format

Importieren Sie das Beispielbild LR33.dng in die Bibliothek. Im Bereich Ad-hoc-Entwicklung können Sie Vorgaben zum Seitenverhältnis aus dem Aufklappmenü auswählen. Einige dieser Vorgaben (z. B. 5 x 7) verändern das Erscheinungsbild nur subtil, während andere (wie 1 x 1) einen dramatischen Unterschied machen (das Bild wird quadratisch). Ein quadratisches Format passt nicht zu unserem Motiv, also klicken wir auf Wie Aufnahme.

3

Erstellen Sie ein Querformat

Um das Seitenverhältnis des Originals beizubehalten, sollte das kleine Schloss-Symbol auf Geschlossen stehen. Ziehen Sie den oberen linken Anfasspunkt nach unten rechts, um die störende Leuchte abzuschneiden. Mit gedrückter Maustaste im Ausschnitt können Sie das Bild bewegen, sodass mehr vom Gesicht dargestellt wird. Dieser engere Ausschnitt hat das gleiche Seitenverhältnis, wie das Originalbild. Klicken Sie auf Fertig.

2

Wählen Sie eine Überlagerung aus

Für die volle Kontrolle über Ihre Komposition wechseln Sie ins Entwickeln-Modul. Klicken Sie auf Freistellungsüberlagerung. Sie können sich verschiedene Überlagerungen einblenden lassen, die beim Zuschneiden helfen. Wählen Sie Werkzeug > Freistellungsüberlagerung, und machen Sie sich mit den Möglichkeiten vertraut. Die Drittelregel ist als Basishilfe nützlich. Die Option Raster ist praktisch, wenn etwas begradigt werden soll.

4

Erstellen Sie ein Hochformat

Zu unserem Motiv passt das Querformat nicht optimal. Klicken Sie also erneut auf Freistellungsüberlagerung. Ziehen Sie den oberen linken Anfasspunkt nach rechts, bis Sie ein Porträtformat erzeugt haben. Ziehen Sie die Anfasspunkte weiter herein, um einen noch engeren Ausschnitt zu erhalten. Jetzt schaut das Model in den leeren Raum im Auschnitt rechts. Die störenden Elemente auf der linken Seite sind verschwunden. Klicken Sie auf Fertig.


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Behalten Sie das Seitenverhältnis bei

6

Erstellen Sie einen Schnappschuss

5

Erstellen Sie mehrere Kompositionen

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So begradigen Sie ein Bild

Weil wir das kleine Schloss weiterhin geschlossen gehalten haben, ist das Seitenverhältnis des Hochformats noch identisch zum Ausgangsbild, obwohl wir im Querformat gestartet waren. Auf diese Weise wirkt eine Serie von Bildern im Hoch- und Querformat aus dem gleichen Shooting konsistenter. In einer OnlineGalerie wirkt eine solche Serie einfach besser, wenn alle Einzelbilder das gleiche Format haben.

7

Klicken Sie auf Freistellungsüberlagerung. Wählen Sie im Aufklappmenü neben dem Schloss Wie Aufnahme aus, und wählen Sie die Vorgabe wie 1 x 1. Sie erhalten eine quadratische Überlagerungen wie in Schritt 1, aber nun können Sie das Gesicht innerhalb der Überlagerung gut positionieren. Klicken Sie auf Fertig. Erstellen Sie einen neuen Schnappschuss namens „Quadrat“. Jetzt können Sie zwischen den Versionen vergleichen.

Auf der vorherigen Doppelseite haben wir verschiedene Farbanpassungen mit Schnappschüssen dokumentiert. So konnten wir Versionen vergleichen und Looks ausprobieren. Sie können natürlich ebenso Schnappschüsse Ihrer FreistellungsVarianten erstellen. Klicken Sie auf das Plus-Symbol neben der Beschriftung Schnappschüsse. Nennen Sie den Schnappschuss „Porträt Version“. Er erscheint links in der Palette.

Öffnen Sie das Beispielbild LR24.dng im Entwickeln-Modul. Klicken Sie auf Freistellungsüberlagerung. Wählen Sie Werkzeuge > Freistellungsüberlagerung > Raster. Sie sehen, dass der Horizont geneigt ist. Klicken Sie auf das Gerade-ausrichtenWerkzeug. Ziehen Sie eine Linie im Bild ein, die dem Horizont folgt. Das Werkzeug dreht das Bild automatisch. Ziehen Sie falls nötig am Winkel-Schieberegler. Klicken Sie auf Fertig.

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Der Komplettkurs Lightroom KorrekturWerkzeuge


Der Komplettkurs Lightroom KorrekturWerkzeuge

KorrekturWerkzeuge Verbessern Sie schnell und unkompliziert Ihre Fotos mit den Spezial-Werkzeugen des Entwickeln-Moduls

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Kontrastreiche Schwarzweißbilder

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Mehr Details in den Mitteltönen

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VerzeichnungsKorrekturen

62

Farbkorrekturen leicht gemacht

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Eine bessere Perspektive

Optimieren Sie die Tonwerte, um Details in den Schatten, Mitteltönen und Lichtern monochromer Fotos zu zeigen

Erstellen und verwenden Sie Profile in Lightroom, um Objektivverzerrungen effektiv entgegenzuwirken

Begradigen Sie durch perspektivische Verzerrung entstandene stürzende Linien mit dem Upright-Befehl

Mit Hilfe des Klarheitreglers erhöhen Sie selektiv den Mittenkontrast für bessere Texturen und mehr Details

Beheben Sie durch falschen Weißabgleich entstandene warme oder kalte Farbstiche im Entwickeln-Modul

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Der Komplettkurs Lightroom KorrekturWerkzeuge

Kontrastreiche Schwarzweiß-Bilder Optimieren Sie die Tonwerte, um Details in den Schatten, Mitteltönen und Lichtern monochromer Fotos zu zeigen enn Ihre Kamera mit einer kontrastreichen Szenerie konfrontiert wird, wird sie die Belichtung eventuell so einstellen, dass Details in den hellsten Bereichen erhalten bleiben. In unserem Beispielbild blieben Details des sonnigen Hintergrunds erhalten, unser Model wurde aber fast zur schwarzen Silhouette. Die Kamera versteht nicht, dass uns das Model mehr interessiert als die Gebäude im Fenster. Glücklicherweise bietet das Entwickeln-Modul – die digitale Dunkelkammer von Lightroom – zahlreiche Werkzeuge, mit deren Hilfe wir die Kontrolle über Tiefen und Lichter übernehmen können. Im folgenden Workshop zeigen wir Ihnen, wie Sie die Schatten um das Model herum ansteuern und abdunkeln, um die Figur deutlicher hervorzuheben. Gleichzeitig arbeiten wir an den Lichtern, um die störenden Gebäude im Fenster abzuschwächen. Wir

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verwenden die Beschneidungs-Warnungen und enthüllen Bilddetails, wo es nötig ist. Nach dem Import in Lightroom sehen Sie, dass das Beispielbild bereits monochrom ist. Wir haben die Umwandlung mit einem Klick auf Schwarzweiß in den Grundeinstellungen durchgeführt. Unsere Schwarzweiß-Version ist allerdings noch lange nicht perfekt, sodass wir einige selektive Tonwertanpassungen vornehmen werden, um die Mittendetails des Models stärker zu betonen. Die Werkzeuge in Lightroom sind mächtig genug, die unterbelichteten Schattenbereiche auf dem Model aufzuhellen und die ausgebrannten Spitzlichter im Fenster abzudunkeln, sodass wir mehr von den Gebäuden sehen. Wir haben uns aber aus kreativer Sicht dazu entschlossen, die ausgebrannten Lichter nicht wiederherzustellen, damit der Fokus ganz auf dem Model liegt.


Der Komplettkurs Lightroom KorrekturWerkzeuge

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Der Komplettkurs Lightroom KorrekturWerkzeuge

1

Verstärken Sie die Belichtung

Importieren Sie das Beispielbild LR14.dng in Lightroom, und öffnen Sie es im Entwickeln-Modul. Wir beginnen mit einer globalen Aufhellung, um Schatten- und Mittendetails im ganzen Bild hervorzubringen. Ziehen Sie den Belichtungsregler unter Grundeinstellungen auf +1,90. Wir erhalten so eine um fast 2 Blendenstufen höhere Belichtung. Sie sehen sofort mehr Details. Die Lichter sind nun allerdings überbelichtet.

3

Finden Sie beschnittene Tiefen

Die dunkelsten (beschnittenen) Schattenbereiche erscheinen im Druck als reines Schwarz ohne Details. Um zu erkennen, welche Bereiche beschnitten sind, klicken Sie auf das kleine Dreieck links oben am Histogramm (Tiefenbeschneidung anzeigen). Blaue Flächen erscheinen im Bild. Um mehr Schattenbereiche abzudunkeln, ziehen Sie den Tiefenregler auf -28. Die Schattenbereiche um das Model herum werden dunkler, die Mitteltöne bleiben erhalten.

2

Dunkeln Sie die Schatten ab

Ein gutes Schwarzweiß-Bild sollte einige richtig schwarze Schattenbereiche und weiße Lichter enthalten, um einen guten Kontrast zu erzeugen. Das Histogramm zeigt an, dass starke Tiefen links fehlen. Ziehen Sie deshalb den Schwarz-Regler auf -70. Die Schatten im Histogramm wandern nach links. Unser Bild hat nun einige tiefe Schatten, aber wir können die Mitteltondetails des Models noch immer gut erkennen.

4

Finden Sie beschnittene Lichter

Klicken Sie auf das kleine Dreieck links oben am Histogramm, um die blauen Flächen wieder auszublenden. Klicken Sie nun auf Lichterbeschneidung anzeigen rechts oben. Die entsprechenden Bereiche werden rot markiert. Im Druck erhalten Sie hier reines Weiß. Wenn Sie den Lichterregler auf -60 ziehen, verschwinden die Warnanzeigen und Sie erhalten mehr Detailinformationen in den hellen Bereichen des Hintergrunds.


Der Komplettkurs Lightroom KorrekturWerkzeuge

Lassen Sie die Lichter ausbrennen

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Besserer Kontrast

5

Erhöhen Sie die Klarheit

8

Vergleichen Sie die Versionen

Wie Sie im vorigen Schritt gesehen haben, lassen sich die Details in den Lichtern problemlos wieder herstellen, ohne Mitteltöne oder Schatten zu beeinflussen. Wir finden, dass der Hintergrund ablenkend wirkt und wollen ihn deshalb bewusst überbelichten. So richtet sich die Aufmerksamkeit stärker auf das Model. Ziehen Sie den Lichterregler auf +24, Teile des Hintergrunds brennen aus. Schalten Sie die Lichterbeschneidungs-Warnung ab.

7

Um noch mehr Mitteltöne hervorzubringen, können Sie den Mittenkontrast anheben, ohne die hellsten und dunkelsten Bildbereiche zu beeinflussen. Gehen Sie dazu in den Bereich Präsenz auf der rechten Seite, und ziehen Sie den Regler für Klarheit auf +33. Diese Kontrastanhebung im Mitteltonbereich verleiht dem Model mehr Wirkung und verstärkt gleichzeitig Figur und Silhouette. Unser Model sticht nun deutlicher aus der Szenerie hervor.

Durch die Überbelichtung des Hintergrunds wirkt unser Bild einfacher und klarer, indem unser Model ganz allein im Mittelpunkt steht. Die beschnittenen Schattenbereiche verdecken ebenfalls unwichtige oder ablenkende Details des Zimmers, sodass die Figur des Models mit seinen Mitteltönen noch besser zur Geltung kommt. Wir haben Über- und Unterbelichtung hier also bewusst eingesetzt, um eine kontrastreiche Szenerie zu erschaffen.

Um das bearbeitete Bild mit dem Original zu vergleichen, klicken Sie einfach auf Zwischen Vorher- und NachherAnsicht wechseln unten links. Klicken Sie im Navigator auf Auffüllen. In der Vorher-Version verliert sich das Model in den Schatten, und der Hintergrund lenkt uns ab. In der Nachher-Version sticht das Model deutlicher hervor, und die Gebäude verschwinden im Weiß aufgrund der selektiven Kontrastanpassungen.

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Der Komplettkurs Lightroom

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KorrekturWerkzeuge

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VerzeichnungsKorrekturen Erstellen und verwenden Sie Profile in Lightroom, um Objektivverzerrungen effektiv entgegenzuwirken ie Sie ein Motiv mit Ihren Augen sehen, entspricht oft nicht dem, was Sie nachher auf Ihren Fotos zu sehen bekommen. Beim Fotografieren mit Weitwinkelobjektiven kann es an den Bildrändern zu Verzeichnungen kommen, sodass horizontale oder vertikale Linien gekrümmt wirken. Diese tonnenförmige (nach außen) oder kissenförmige Verzeichnung (nach innen) wird besonders bei Architekturaufnahmen auffällig. Günstige Objektive fügen den Fotos oft auch FarbArtefakte hinzu. An Kontrastkanten können violette Farbquerfehler entstehen (Purple Fringing). Diese störende chromatische Aberration beruht auf der Unfähigkeit des Objektivs, Licht unterschiedlicher Wellenlängen auf

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die gleiche Ebene des Sensors zu fokussieren. Wenn Sie herauszoomen, um mehr von der Landschaft einzufangen, können Randabdunklungen entstehen. Ähnliches werden Sie auch bei geöffneter Blende bemerken. Diese Vignettierung rührt daher, dass unterschiedlich viel Licht in der Mitte und an den Rändern des Objektivs einfällt, sodass die Randbereiche nicht korrekt belichtet werden. Die Palette Objektivkorrekturen in Lightroom bietet uns jedoch wirksame Gegenmittel gegen Vignettierung, Verzeichnungen und chromatische Aberrationen. Auf Basis einer Objektivprofil-Datenbank korrigiert Lightroom diese Probleme sogar automatisch, sodass Ihre Fotos insgesamt deutlicher der von Ihnen wahrgenommenen Szenerie entsprechen.


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2

Lesen Sie die Metadaten

1

3

Objektivprofil aktivieren

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Versionen vergleichen

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Vignettierung

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Aberrationen entfernen

Fügen Sie ein Raster hinzu

Importieren Sie das Beispielbild LR16.dng. Um gekrümmte Linien besser zu erkennen, können Sie ein Raster einblenden. Wählen Sie Ansicht > Lupenüberlagerung > Raster. Halten Sie Cmd/Ctrl gedrückt, klicken und ziehen Sie an den Werten für Größe und Deckkraft.

Klappen Sie im Entwickeln-Modul die Palette Objektivkorrekturen auf. Klicken Sie auf manuell, und verschieben Sie die Regler. Für schnellere Korrekturen klicken Sie auf Profil und setzen einen Haken bei Profilkorrekturen aktivieren. Wählen Sie unter Marke Nikon aus.

Sie können die Ergebnisse feinjustieren, indem Sie den Verzerrungsregler verschieben, obwohl die Profile meist sehr gut arbeiten. Wenn Sie Vorher und Nachher vergleichen, sehen Sie eine Randabdunklung im Original. Das Profil hellt die Ränder automatisch auf.

Klappen Sie die Metadaten-Palette auf. Wir sehen, dass unser Bild mit einem 20-35mm f2,8-Objektiv bei einer Brennweite von 22mm an einer Nikon D700 aufgenommen wurde. Lightroom korrigiert auf Basis dieser Informationen die typischen Fehler der Optik.

Das Objektivprofil-Werkzeug liest die Metadaten aus und wählt eine passende Optik aus der Datenbank. Setzen und entfernen Sie den Haken bei Profilkorrekturen aktivieren, um zu vergleichen, welche Auswirkungen die automatische Korrektur auf Ihr Foto hat.

Unter dem Punkt Farbe finden Sie die Funktion Chromatische Aberrationen entfernen. Diese wirkt Farbsäumen an Kontrastkanten entgegen. Die Resultate lassen sich mit einem Klick der Pipette auf kritische Bereiche noch verfeinern. Passen Sie dann den Intensitätsregler an.

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Der Komplettkurs Lightroom KorrekturWerkzeuge

Eine bessere Perspektive Begradigen Sie durch perspektivische Verzerrung entstandene stürzende Linien mit dem Upright-Befehl ir gehen in der Regel ganz selbstverständllich davon aus, das die meisten Gebäude senkrechte Wände haben. Auf Fotos allerdings wirken die Wände am Boden weiter auseinanderstehend und kippen zum oberen Ende hin zueinander (wie auf unserem Beispielbild zu sehen ist). Diese stürzenden Linien entstehen durch perspektivische Verzerrung. Je näher Sie an ein Gebäude herantreten, desto mehr müssen Sie die Kamera kippen, um das gesamte Gebäude auf Ihr Bild zu bekommen. Dadurch verstärkt sich die perspektivische Verzerrung. Ebensolche Effekte entstehen bei starken Weitwinkelobjektiven, wenn Sie die gesamte Breite des Gebäudes einfangen wollen. Um stürzende Linien zu verhindern, können Sie den Abstand zum Motiv vergrößern oder den Aufnahmestandpunkt erhöhen, sodass die Kamera nicht mehr gekippt werden muss. So laufen die Wände parallel zum Bildrand. Alternativ können Sie auch ein (relativ kostspieliges) Tilt-Shift-Objektiv verwenden. In diesem Workshop lernen Sie, wie Sie stürzende Linien einfach in Lightroom korrigieren können. Die Palette Objektivkorrekturen bietet die passenden Werkzeuge, um perspektivische Verzerrungen zu beheben.

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1

Korrigieren Sie manuell

Öffnen Sie das Beispielbild LR59.dng im EntwickelnModul. Klappen Sie die Palette Objektivkorrekturen auf, und klicken Sie auf Manuell. Ziehen Sie Vertikal auf -69. So gehen allerdings Bilddetails am oberen Ende verloren, und am unteren Rand entstehen weiße Bereiche.

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2

Beschneiden Sie das Bild

Indem Sie Skalieren nach rechts ziehen, verschwinden die weißen Bereiche, aber das Dach des Gebäudes geht verloren. Aktivieren Sie Zuschnitt beschränken, um das zu verhindern. Die manuellen Techniken funktionieren also, aber es gibt komfortablere Methoden.


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Verwenden Sie ein Profil

Klicken Sie auf Zurücksetzen und dann auf Profil. Markieren Sie Profilkorrekturen aktivieren, und wählen Sie unter Marke Nikon aus. Dieses Profil behebt Vignettierungen und leichte kissenförnige Verzeichnungen. Es kann auch gegen perspektivische Verzerrungen helfen.

4

Automatische Korrektur

Wechseln Sie zu Grundeinstellungen. Klicken Sie im Bereich Upright auf Auto, um das gesamte Bild automatisch zu korrigieren. Hierbei entstehen weniger weiße Bereiche, und es bleibt mehr vom Motiv erhalten. Beschneiden Sie das Bild abschließend passend.

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Der Komplettkurs Lightroom KorrekturWerkzeuge

Mehr Details in den Mitteltönen Mit Hilfe des Klarheitreglers erhöhen Sie selektiv den Mittenkontrast für bessere Texturen und mehr Details u Beginn dieses Kapitels haben wir ein kontrastreiches Schwarzweiß-Bild mit absichtlich über- und unterbelichteten Bereichen erzeugt. Mit den Werkzeugen der Grundeinstellungen-Palette haben wir Schatten und Lichter selektiv bearbeitet. Das Beispielbild in diesem Workshop zeigt einige überbelichtete Bereiche im Hintergrund, besteht aber in erster Linie aus flachen Schatten und detailarmen Mitteltönen. Die etwas langweilig beleuchtete Druckmaschine bietet zwar viele interessante Details, aber diese gehen in den verwaschenbraunen Mitteltönen etwas unter. Mit Hilfe einer Belichtungsreihe hätten wir hier mehr Details erzeugen können, indem wir diese von Lightroom zu einem HDR-Bild zusammensetzen lassen. Wir hätten auch einen Blitz verwenden können, aber wir hatten Sorge, dass eine dritte Lichtquelle zusätzlich zu natürlichem und künstlichem Licht die Farbtöne so beeinflusst hätte, dass wir das Bild kaum mehr hätten bearbeiten können. Da unser Bild im RAW-Format vorliegt, haben wir viel mehr Bildinformationen zur Verfügung, als wir auf Anhieb sehen. Im folgenden Workshop zeigen wir Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie die Mitteltöne aufhellen und ihren Kontrast erhöhen, um feine Details und Strukturen deutlicher hervortreten zu lassen. Ebenso kümmern wir uns um die Farben im Bild: Indem wir die warme Tönung etwas abschwächen und den durch falschen Weißabgleich verursachten leichten Magenta-Stich entfernen, enthüllen wir die tatsächlichen Farbwerte der Szenerie. So erhalten wir einen überzeugenden, realistischen Look.

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Der Komplettkurs Lightroom KorrekturWerkzeuge

1

Analysieren Sie das Histogramm

Importieren Sie das Beispielbild LR19.dng, und öffnen Sie es im Entwickeln-Modul. Am Histogramm sehen wir, dass Informationen in allen Tonwerten vorhanden sind. Die stärksten Tonwerte sehen wir aber in den Schattenbereichen, gefolgt von den etwas schwächeren Mitteltönen. Wir müssen also einen Teil der Tiefen-Informationen in den Bereich der Mitteltöne bewegen, um fehlende Details wieder sichtbar zu machen.

3

Heben Sie die Belichtung an

Grundsätzlich sollten tonale Probleme eines Bildes immer zuerst behoben werden. Deshalb finden Sie den Punkt Weißabgleich auch oben in der Palette Grundeinstellungen. Um mehr Details hervorzubringen, setzen Sie den Belichtungsregler auf +1,15. Das Histogramm verschiebt sich nach rechts, einige Schatten wurden zu Mitteltönen. Wir sehen hier nun eine ausgewogenere Tonwertverteilung mit mehr Details im Bereich der Druckmaschine.

2

Korrigieren Sie die Farben

Ziehen Sie den Temperaturregler auf 3.418, um den warmen Farbstich zu entfernen. Um den Magenta-Stich zu beheben, ziehen Sie den Regler für Tönung auf +22. So erscheint wieder die grünlich-metallische Farbe der Maschine, sie sieht nicht mehr bräunlich aus. Diese kühleren Töne bilden nun einen schönen Kontrast zum warmen Holzton der Werkbank. Die Farbvielfalt ist jetzt höher, so können die Elemente einer Szenerie besser differenziert werden.

4

Beschnittene Bereiche ausbessern

Die globale Belichtungsänderung hat zu ausgebrannten Lichtern geführt. Klicken Sie auf Lichterbeschneidung anzeigen, es erscheinen rote Warnbereiche im Bild. Bewegen Sie den Mauszeiger auf das rechte Ende des Histogramms. Der Weiß-Regler wird hervorgehoben. Sie können in das Diagramm klicken und ziehen (oder direkt am Weiß-Regler), um den Wert auf -20 zu setzen. Setzen Sie Lichter auf -60, um die letzten roten Bereiche zu entfernen.


Der Komplettkurs Lightroom KorrekturWerkzeuge

Verbessern Sie den Gesamtkontrast

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Vorher und Nachher

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Erhöhen Sie den Mittenkontrast

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Ausgebrannte Bereiche feinjustieren

Um noch mehr Mittendetails zu zeigen, ziehen Sie den Tiefenregler auf +72. So hellen Sie selektiv die Schatten auf, diese bewegen sich dabei in Richtung der Mitte des Histogramms. Sie sehen nun noch mehr Details der Maschine, aber dem Foto fehlt es an Kontrast. Außerdem sehen wir keine starken Tiefen an der linken Seite des Histogramms. Um den Gesamtkontrast zu verbessern, ziehen Sie den Schwarz-Regler auf -65.

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Das Histogramm sieht ausgewogener aus und enthält mehr Informationen in den Mitteltönen sowie ausreichende Tiefen und Lichter als Kontrast. Um noch etwas mehr aus den Mitten herauszuholen, ziehen Sie den Klarheitregler auf +69. Das verstärkt den Mittenkontrast und lässt feine Strukturen der Maschine und der Werkbank deutlich hervortreten. Zoomen Sie auf 1:1 ins Bild, und vergleichen Sie den Unterschied zwischen Vorher und Nachher.

Klicken Sie auf Tiefenbeschneidung anzeigen. Einige blaue Bereiche erscheinen im Bild, die reines Schwarz anzeigen. Es ist gut, einige schwarze Pixel im Bild zu haben, und da diese keine wichtigen Bildinformationen enthalten, lassen wir sie beschnitten. Klicken Sie auf Zwischen Vorher- und Nachher-Ansicht wechseln, um Ihren Bearbeitungsfortschritt zu beurteilen. Insgesamt sehen Sie nun deutlich mehr Bildinformationen in den Mitteltönen.

Wechseln Sie in die Lupenansicht, indem Sie die Taste D drücken oder auf das entsprechende Symbol klicken. Die Anhebung des Mittenkontrasts hat zu einigen wenigen ausgebrannten Lichtern im Hintergrund geführt. Ziehen Sie den Weiß-Regler auf -70, um die meisten dieser Bereiche auszubessern. Einige rote Bereiche dürfen in den Fenstern bleiben, da hier keine wichtigen Bildinformationen enthalten sind.

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Der Komplettkurs Lightroom KorrekturWerkzeuge

Farbkorrekturen Beheben Sie durch falschen Weißabgleich entstandene warme oder kalte Farbstiche im Entwickeln-Modul nterschiedliche Lichtquellen haben immer auch unterschiedliche Farbtemperaturen. Für eine Kamera ist natürliches Tageslicht ein kaltes Blau und künstliches Innenlicht ein wärmeres Orange. Der automatische Weißabgleich Ihrer Kamera (AWB) versucht, weiße Elemente im Motiv auch wirklich weiß aussehen zu lassen, sodass andere Farben natürlich und frei von Farbstichen wiedergegeben werden. Ist das Weiß zu „warm“ (orange), wird die Kamera es „abkühlen“. Ist es zu

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Kühlen Sie das Bild ab

Importieren Sie das Beispielbild LR02.dng. Unter Ad-hoc-Entwicklung können Sie den Weißabgleich von Wie Aufnahme auf Automatisch umstellen. Das lässt die Farben bereits etwas kühler werden. Sie können unter Temperatur per Klick auf die Pfeile auch manuell nachbessern.

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Weißabgleichsauswahl

Alternativ können Sie den Weißabgleich automatisch korrigieren lassen. Klicken Sie auf das Symbol für Weißabgleichsauswahl (Pipette). Klicken Sie dann auf einen ursprünglich weißen Bereich im Bild. Mit Hilfe dieser Stichprobe wird der Weißabgleich automatisch nachgeregelt.

„kalt“ (blau), arbeitet die Kamera dagegen, indem sie den Weißabgleich „wärmer“ regelt und den Blaustich aus dem gesamten Bild entfernt. Sitzt der Weißabgleich richtig, werden auch alle Farben realistisch wiedergegeben. Häufig sitzt der automatische Weißabgleich aber nicht ganz perfekt. Der Hintergrund unseres Beispielbildes besteht aus weißem Karton. Aufgrund eines falschen Weißabgleichs wirkt er zu warm und hat einen leichten Grünstich. Wir zeigen Ihnen, wie Sie die Farben „abkühlen“ und den Farbstich entfernen.

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Übernehmen Sie die Kontrolle

Um detailliertere Eingriffsmöglichkeiten zu haben, klicken Sie auf Alles Zurücksetzen, und wechseln Sie ins Entwickeln-Modul. Ziehen Sie den Temperaturregler auf einen neutraleren Wert von 5.927 Kelvin. Gegen den Grünstich hilft ein Ziehen des Tönungreglers auf +33.

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Farben und Tonwerte anpassen

Nachdem Sie den Farbstich entfernt haben, setzen Sie Belichtung auf +0,50 und den Kontrast auf +38. Um die feinen Strukturen der Blüte herauszuarbeiten, heben Sie den Mittenkontrast per Klarheitregler auf +91 an. Für stärkere Farben setzen Sie die Dynamik auf +60.


Der Komplettkurs Lightroom KorrekturWerkzeuge NACHHER

VORHER

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Der Komplettkurs Lightroom KorrekturWerkzeuge

Sie wollen mehr wissen?

Kein Problem … Klicken Sie auf Zurücksetzen. Beim Shooting können Sie den Weißabgleich Ihrer Kamera manuell anpassen, indem Sie auf die jeweilige Lichtsituation reagieren. Die Farbtemperatur wird in Kelvin (K) gemessen. Mit dem Weißabgleich-Werkzeug können Sie schnell mit voreingestellten Farbtemperaturen experimentieren. Tageslicht hat einen Durchschnittswert von 5.500 K, sodass die Vorgabe Tageslicht unsere AusgangsTemperatur von 7.350 K abkühlt [1]. Glühbirnen fügen dem

Bild einen warmen, gelben Farbstich hinzu, sodass die Vorgabe Wolframlampenlicht mit einer kühlen Temperatur von 2.850 K reagiert [2]. Leuchtstoffröhren können einen grünen Farbstich erzeugen, sodass diese Vorgabe einen Magenta-Wert von +21 einstellt und das Foto auf 3.800 K abkühlt [3]. Indem Sie die Vorgabe Automatisch auswählen, übernimmt Lightroom die Kontrolle über die Weißwerte [4]. Welche Vorgabe am besten zu welchem Motiv passt, ist übrigens immer unterschiedlich.

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Der Komplettkurs Lightroom Selektive anpassungen


Der Komplettkurs Lightroom Selektive anpassungen

Selektive Anpassungen Bearbeiten Sie ausgewählte Bildbereiche, ohne die übrigen Elemente Ihres Motivs zu beeinflussen

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Entfernen Sie Sensorflecken

Mit dem Bereichsreparatur-Werkzeug entfernen Sie mühelos Sensorflecken und Staub aus Ihren Bildern

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Abwedeln und Nachbelichten

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Korrektur mit Masken

So setzen Sie den Korrekturpinsel ein, um spezifische Bereiche in einem Foto aufzuhellen oder abzudunkeln

So steuern Sie ausgewählte Bildbereiche gezielt an, um diese in Lightroom selektiv mit Masken zu bearbeiten

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Das VerlaufsfilterWerkzeug nutzen

Lernen Sie, wie Sie eines der nützlichsten Werkzeuge anwenden und grundlegende Landschaftsbearbeitungen durchführen

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Das RadialfilterWerkzeug

So lenken Sie die Aufmerksamkeit des Betrachters mit kreisförmigen Anpassungen auf Ihr Hauptmotiv

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Der Komplettkurs Lightroom Selektive anpassungen

NACHHER


Der Komplettkurs Lightroom Selektive anpassungen

VORHER

Entfernen Sie Sensorflecken Mit dem Bereichsreparatur-Werkzeug entfernen Sie mühelos Sensorflecken und Staub aus Ihren Bildern rotz aller Vorsichtsmaßnahmen lässt es sich kaum vermeiden, dass früher oder später auf einigen Fotos Sensorflecken auftauchen. Beim Objektivwechsel können Staub- und Schmutzpartikel leicht in das Gehäuse eindringen und sich auf den Sensor legen. Diese Flecken erscheinen auf Bildern dann als weiche, dunkle Flocken. Sie stören auch deshalb so sehr, weil sie immer am gleichen Punkt in jedem Foto sitzen. Vor hellen Flächen wie dem Himmel sind sie besonders gut erkennbar (wie auch in unserem Beispielbild). Ihre Kamera verfügt eventuell über ein System der Sensorreinigung mittels Vibration, aber oft reicht dies einfach nicht aus. Für eine gründlichere Reinigung können Sie die Sensorreinigung im Menü Ihrer DSLR aktivieren. Der Spiegel wird

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dabei hochgeklappt, sodass Sie mit Blasebalg und Bürste sehr vorsichtig die Staubpartikel vom empfindlichen Sensor entfernen können. Je gründlicher Sie dabei vorgehen, desto weniger Arbeit haben Sie nachträglich in Lightroom. Auch nach einer Sensorreinigung können unter Umständen noch einige Schmutzpartikel sichtbar bleiben. In diesem Fall öffnen Sie Ihr Bild im Entwickeln-Modul und entfernen die Störenfriede einfach mit dem Bereichsreparatur-Werkzeug. Dieses Tool nimmt Proben von sauberen Bildbereichen in der Nähe der Flecken auf und setzt diese Ausschnitte dann über die Flecken. Die kopierten Pixel werden nahtlos mit ihrer neuen Umgebung überblendet, sodass keinerlei Spuren einer Nachbearbeitung zurückbleiben, wie Sie auf den folgenden Seiten sehen werden.

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Der Komplettkurs Lightroom Selektive anpassungen

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Importieren Sie das Bild

Importieren Sie das Beispielbild LR22.dng in die LightroomBibliothek. Wir haben das Bild bereits zugeschnitten und in eine Schwarzweiß-Version umgewandelt. Überall im Bild finden sich unerwünschte schwarze Flecken. Wechseln Sie in den Entwickeln-Modus, und klicken Sie links im Navigator auf 1:1. Das hilft uns dabei, die einzelnen Pixel im wahrsten Sinne des Wortes genau unter die Lupe zu nehmen.

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Machen Sie die Flecken sichtbar

Klicken Sie in der Werkzeugleiste (unterhalb des Histogramms) auf das Symbol für Bereichsreparatur. Sie können es ebenfalls mit der Taste Q aufrufen. Aktivieren Sie dann unterhalb des Bildes Bereiche anzeigen. Dieser Befehl erzeugt eine kontrastreiche Graustufen-Vorschau des Bildes. Starke Sensorflecken werden auffällig als weiße Kleckse sichtbar, etwas weniger große als kleine graue Flocken.

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Zoomen und schwenken

Nachdem Sie mit der Navigator-Vorgabe in das Bild hineingezoomt haben, wird das Hand-Werkzeug automatisch aktiviert. Klicken und ziehen Sie mit der Maus im Bild, um bestimmte Bereiche des Fotos genau zu betrachten. Dunkle Sensorflecken sind gut sichtbar, da sie einen starken Kontrast zu den hellen Grautönen des Himmels und zum Weiß der Schaumkronen bilden. Vor dunklen Bereichen sind sie schwieriger aufzuspüren.

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Passen Sie den Schwellenwert an

Um auch die weniger auffälligen Sensorflecken aufzuspüren, können Sie den Regler Schwellenwert für Bereichsvisualisierung nach rechts ziehen. Dies erhöht den Kontrast, sodass die grauen Bereiche leuchtend weiß werden. Der Mauszeiger zeigt nun automatisch die kreisförmige Überlagerung der Bereichsreparatur. Diese erscheint, sobald Sie den Mauszeiger irgendwo über das Foto bewegen.


Der Komplettkurs Lightroom Selektive anpassungen

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Stellen Sie den Pinsel ein

Einige Sensorflecken werden größer sein als die Überlagerung der Bereichsreparatur. In den Optionen unter der Werkzeugleiste können Sie die Größe auf 53 einstellen. Setzen Sie Weiche Kante auf 47. Um die fleckenfreien Bereiche nahtlos in ihre neue Umgebung hineinzukopieren, wählen Sie Reparieren statt Kopierstempel. Dabei werden die Übergänge weniger deutlich sichtbar. Legen Sie die Überlagerung über einen weißen Fleck, und klicken Sie.

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Passen Sie die Überlagerungen an

Aktivieren Sie wieder Bereiche anzeigen. Reparieren Sie einige weitere Bereiche. Um alle Überlagerungen anzuzeigen, die Sie erstellt haben, wählen Sie unter Werkzeugüberlagerung unter dem Bild die Option Immer. Sie können innerhalb einer Überlagerung mit der Maus ziehen, um ihre Position zu verändern. Ziehen Sie am Rand einer Überlagerung, um ihre Größe zu verändern. Mit den eckigen Klammern auf der Tastatur können Sie die Größe ebenfalls anpassen.

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Entfernen Sie die Flecken

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Unregelmäßige Überlagerungen

Die Bereichsreparatur kopiert einen fleckenfreien Bereich in der Nähe der Auswahl automatisch über dem unerwünschten Fleck. Ein Pfeil zeigt an, dass wir einen kreisförmigen Bereich des Himmels in einen anderen gesetzt haben. Die Bereiche-anzeigenWarnung in der Überlagerung wird schwarz, um zu zeigen, dass der Fleck nun nicht mehr sichtbar ist. Demarkieren Sie Bereiche anzeigen, um zu überprüfen, wie effektiv das Tool gearbeitet hat.

Am linken Bildrand ist ein Haar sichtbar. Setzen Sie die Größe auf 29, und ziehen Sie die Überlagerung mit gedrückter Maustaste über das Haar. So erhalten Sie eine ungleichmäßig geformte Überlagerung, die das Haar perfekt verstecken kann. Fahren Sie auf diese Weise fort. Bei den Flecken auf dem Meer kann es nötig sein, die Quell-Überlagerung manuell zu verschieben, um wirklich ähnliche Pixel zum Reparieren auszuwählen. Klicken Sie auf Fertig.

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Der Komplettkurs Lightroom Selektive anpassungen

Abwedeln und nachbelichten So setzen Sie den Korrekturpinsel ein, um spezifische Bereiche in einem Foto aufzuhellen oder abzudunkeln ie meisten Fotos profitieren von Tonwertanpassungen in Lightroom, mit denen Sie die Details in Ihren Bilder herausarbeiten. Der Belichtungsregler in den Grundeinstellungen arbeitet global, was gut funktioniert, wenn das gesamte Bild über- oder unterbelichtet ist. Wenn Sie aber unterbelichtete Schatten aufhellen wollen, könnten gleichzeitig Lichter ausbrennen. Umgekehrt lassen Sie Schatten in tiefem Schwarz versinken, wenn Sie die Lichter anpassen. Für selektive Anpassungen empfehlen sich daher andere Regler wie Lichter und Tiefen, um nur spezifische Tonwerte zu beeinflussen (siehe dazu auch Kapitel 4). Dort haben wir

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Nachher

die Mitteltöne aufgehellt, um das Model besser aus den Schatten hervortreten zu lassen. Die Lichter- und Tiefenregler eignen sich sehr gut für selektive Anpassungen, doch manchmal benötigen Sie noch präzisere Zugriffsmöglichkeiten. Im Beispielbild dieses Workshops hat die Kamera auf den helleren Himmel belichtet, sodass wir Details in den Steinen verloren haben. Wir zeigen Ihnen, wie Sie mit dem Korrekturpinsel Tonwertanpassungen an unregelmäßigen Formen vornehmen, sodass die Belichtung in kontrastreichen Szenerien ausgewogener wirkt. Sie können damit beliebige Bildbereiche abdunkeln (nachbelichten) oder aufhellen (abwedeln).


Der Komplettkurs Lightroom Selektive anpassungen

VORHER

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Der Komplettkurs Lightroom Selektive anpassungen

1

Hellen Sie das Bild auf

Öffnen Sie das Beispielbild LR22.dng im Entwickeln-Modul. Klicken Sie in der Palette Grundeinstellungen auf Schwarzweiß. In diesem Stadium sind die Schatten wenig kontrastreich und lassen Details vermissen. Bevor wir den Korrekturpinsel aufrufen, nehmen wir eine erste Verbesserung mit den Schiebereglern vor. Setzen Sie die Belichtung auf +1,25. Das Histogramm zeigt nun mehr Informationen im Bereich der Lichter an.

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Heben Sie den Mittenkontrast an

Um Details in den Mitteltönen wieder hervorzubringen, ziehen Sie den Klarheitregler auf +34. Das erhöht den Mittenkontrast und macht Details in den Steinen wieder sichtbar. Nach den BasisAnpassungen mit Hilfe der Schieberegler können wir uns nun mit Hilfe des Korrekturpinsels um spezifischere und stärkere Tonwertanpassungen kümmern. Wir werden dabei die Steine selektiv abwedeln und den Himmel nachbelichten.

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Verstärken Sie den Kontrast

Setzen Sie den Kontrastregler auf +62, um Tiefen und Lichter zu verstärken. Im Histogramm sehen beide Bereiche gut aus, aber in der Mitte sehen wir eine Lücke. Diese zeigt an, dass kaum Mitteltöne im Bild vorhanden sind. Um ausgebrannte Lichter zu retten, ziehen Sie den Regler für Lichter auf -91 und Weiß auf +26. Ein gutes Schwarzweiß-Bild sollte immer einige richtig satte schwarze Bereiche und kontrastierende weiße Bereiche aufweisen.

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Korrekturpinsel einstellen

Klicken Sie in der Werkzeugleiste unter dem Histogramm auf das Symbol für Korrekturpinsel (oder drücken Sie die Taste K). Eine Palette mit neuen Reglern erscheint. Wählen Sie im Aufklappmenü neben Effekt den Punkt Abwedeln (Aufhellen) aus. Die Belichtung wird hier automatisch auf 0,25 eingestellt, die übrigen Regler auf 0. Erhöhen Sie manuell die Belichtung auf 0,72. Setzen Sie Größe auf 15 und Weiche Kante auf 50.


Der Komplettkurs Lightroom Selektive anpassungen

Passen Sie die Einstellungen an

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Erstellen Sie eine Maske

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Setzen Sie eine neue Markierung

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Lassen Sie die Wolken wirken

Klicken Sie auf den größten Stein, um eine Bearbeitungsmarkierung zu setzen. Malen Sie mit dem Pinsel über den Stein, um ihn gezielt aufzuhellen. Sie können die Anpassungen nach dem Malen noch feinjustieren. Setzen Sie Kontrast auf 46. Bringen Sie Details in unterbelichteten Schattenbereichen hervor, indem Sie Tiefen auf 59 setzen. Setzen Sie den Klarheitregler auf 39, sodass die feinen Strukturen der Steine deutlich hervortreten.

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Die aufgehellten Steine wirken besser als zuvor. Um Details in den Wolken sichtbar zu machen, legen wir eine neue selektive Anpassung an. Klicken Sie neben Maskieren auf Neu. Wählen Sie neben Effekt den Punkt Nachbelichten (Abdunkeln). Setzen Sie die Belichtung auf -0,74. Um die Anpassung kontrollierbar und in kleinen Schritten aufzubauen, setzen Sie Fluss auf 27. Klicken Sie in den Himmel, um eine Markierung zu setzen.

Verkleinern Sie die Pinselspitze auf 9. Malen Sie mit den gleichen Einstellungen über alle anderen Steine im Hintergrund, um auch diese aufzuhellen. Um zu überprüfen, welche Bereiche von einer Bearbeitungsmarkierung kontrolliert werden, bewegen Sie den Mauszeiger auf einen Markierungspunkt. Eine rote Maskierung erscheint über dem bearbeiteten Bereich. Wir schauen uns Masken im nachfolgenden Workshop genauer an.

Setzen Sie die Pinselgröße auf 15 und malen Sie über die Wolken, um die Mitteltondetails dort abzudunkeln. Malen Sie dabei nicht über die bereits fertigen Steine. Um die Wolken noch besser wirken zu lassen, setzen Sie den Kontrast auf 45, die Tiefen auf -78 und Klarheit auf 58. So wird der Mittenkontrast erhöht, und das Bild gewinnt an Atmosphäre. Setzen Sie die Belichtung für etwas mehr Dramatik auf -0,89.

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Der Komplettkurs Lightroom Selektive anpassungen

Korrektur mit Masken So steuern Sie Bildbereiche an, um sie selektiv mit Masken zu bearbeiten uf der vorherigen Doppelseite haben wir gezeigt, wie Sie dunkle Steine und den Himmel mit Hilfe des Korrekturpinsels selektiv abdunkeln und aufhellen können. Durch die Möglichkeit, Größe, Weichheit und Fluss des Pinsels anzupassen, können Sie sehr präzise arbeiten. Wenn Sie ein Bild mit dem Korrekturpinsel anklicken, setzen Sie eine Bearbeitungsmarkierung. Diese Markierung merkt sich die Position und die Stärke aller Tonwertanpassungen, die Sie vornehmen. So können Sie mehrere Bereiche in Bildern separat bearbeiten und nach einem Klick auf einen spezifischen Markierungspunkt alle wichtigen Einstellungen nachträglich anpassen. Im sechsten Schritt des vorherigen Workshops haben wir bereits das Thema Masken gestreift. Wenn Sie den Mauszeiger über eine Markierung bewegen, sehen Sie die Ausbreitung der MaskierungsÜberlagerung. Die Pinselstriche, die wir zur Aufhellung der Steine verwendet haben, waren noch etwas unpräzise. Es kann leicht passieren, dass der Pinsel den Hintergrund erwischt und so den Himmel oder den Boden mit aufhellt. In diesem Workshop zeigen wir Ihnen, wie Sie mit dem Befehl Automatisch maskieren deutlich präziser arbeiten können, sodass auch unregelmäßige Kanten wie die der Felsen aufgehellt werden können, ohne den Hintergrund zu beeinflussen.

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Der Komplettkurs Lightroom Selektive anpassungen

1

Erweitern Sie den Tonwertbereich

Öffnen Sie das Beispielbild LR12.dng im Entwickeln-Modul. Das kontrastreiche Foto lässt Details in Schatten und Lichtern vermissen. Im Histogramm sehen wir, dass die Tiefen nicht ganz bis nach links reichen, sie könnten also dunkler sein. Ziehen Sie den Schwarz-Regler auf -24, um deutlich dramatischere und dunklere Schattenbereiche zu erhalten. Ziehen Sie den Weiß-Regler nach rechts auf +18, um eine breitere Tonwertspreizung zu erzeugen.

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Pinseleigenschaften anpassen

Um die unterbelichteten Felsbereiche anzusteuern, rufen Sie per Drücken der K-Taste den Korrekturpinsel auf. Wählen Sie im Aufklappmenü bei Effekt Abwedeln (Aufhellen) aus. Setzen Sie Belichtung auf +0,43 und Fluss auf 100. Heben Sie den Kontrast auf +34 an, die Tiefen auf +24 und Klarheit auf +26. Zoomen Sie auf 1:2 hinein, sodass Sie genauer malen können. Klicken Sie auf einen Felsen, um einen Markierungspunkt zu setzen, und malen Sie über die Felsen.

2

Klarheit und Dynamik anheben

Heben Sie Klarheit auf +30 an, um den Mittenkontrast zu erhöhen. Feine Texturen und Details werden nun sichtbar. Die Farben sind etwas schwach, also setzen Sie Dynamik auf +49. Das lebendigere Blau hilft dabei, Wasser- und Landbereiche zu unterscheiden. Nachdem wir das Bild nun mit diesen Einstellungen vorbereitet haben, können wir nun einzelne Bereiche mit dem Korrekturpinsel bearbeiten.

4

Aktivieren Sie die Maske

Wenn Sie den Mauszeiger über einen Markierungspunkt halten, wird eine rote Überlagerung angezeigt. Sie können diese permanent sehen, wenn Sie Überlagerung für ausgewählte Maske anzeigen links unter dem Foto aktivieren. Einige Pinselstriche sind vielleicht aufgrund der komplexen Randstruktur der Felsen nicht ganz präzise. Doch Sie können die Maske feinjustieren, um exakte Anpassungen zu ermöglichen.


Der Komplettkurs Lightroom Selektive anpassungen

Problematische Bereiche löschen

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Automatisch maskieren

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Schalten Sie die Maske ab

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Der letzte Feinschliff

Klicken Sie in den Pinsel-Optionen auf Löschen. Der Mauszeiger zeigt nun ein Minus-Zeichen an. Setzen Sie die Größe auf 10, Weiche Kante auf 21 und Fluss auf 100. Per Voreinstellung ist die Option Automatisch maskieren aktiviert. Das hilft dem Löschen-Pinsel dabei, Kontrastunterschiede zu erkennen. Malen Sie über die Kanten der Felsen. So wird der Himmel durch eine präzisere Maske vor unerwünschten Bearbeitungen geschützt.

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Belassen Sie Automatisch maskieren aktiviert, während Sie an den Kanten malen, um weder den Himmel noch das Meer zu beeinflussen. Schalten Sie die Option ab, wenn Sie innerhalb der verbliebenen Fels-Regionen malen, um eine gleichmäßigere Tonwertanpassung zu erhalten. Schalten Sie die Option Überlagerung für ausgewählte Maske anzeigen ab, um die aufgehellten Tonwerte der Felsen zu beurteilen.

Die Option Automatisch maskieren hilft Ihnen auch, wenn Sie Bereiche zu Ihrer Maske hinzufügen wollen. Klicken Sie in den Pinsel-Option auf A, um zu Ihren ursprünglichen Einstellungen zu gelangen. Aktivieren Sie Automatisch maskieren. Malen Sie nun weiter über die Kanten der Felsen, und sie werden rot. Automatisch maskieren sollte nun verhindern, dass Hintergrundbereiche mit ausgewählt werden, sodass Sie weniger löschen müssen.

Heben Sie die Tiefen auf 44 an, um mehr Details in den Felsen zu zeigen. Klicken Sie auf Fertig, wenn Sie mit Ihren Anpassungen zufrieden sind. Klicken Sie auf das Symbol für Zwischen Vorher- und Nachher-Ansicht wechseln, um das Ergebnis zu beurteilen. Durch die Aufhellung der Felsen sind einige Sensorflecken sichtbar geworden. Entfernen Sie diese mit der Bereichsreparatur (siehe Anfang dieses Kapitels).

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Der Komplettkurs Lightroom Selektive anpassungen

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Das VerlaufsfilterWerkzeug nutzen Lernen Sie, wie Sie eines der nützlichsten Werkzeuge anwenden und grundlegende Landschaftsbearbeitungen durchführen as Verlaufsfilter-Werkzeug dürfte eines der nützlichsten Tools in Lightroom sein. Es erzeugt einen weichen Tonwertverlauf zwischen zwei Punkten eines Bildes. Der Bereich hinter dem ersten Punkt wird komplett beeinflusst, der Bereich hinter dem zweiten Punkt gar nicht, mit einem Verlauf dazwischen. Das Werkzeug ist so wirkungsvoll, weil Sie – ähnlich dem Radialfilter oder dem Korrekturpinsel – die komplette Kontrolle über den Wirkungsbereich und die Wirkungsweise haben. Sie können eine beliebige Linie einziehen, um einen Verlauf zu erzeugen, aber die klassische Anwendung ist es,

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den Himmel abzudunkeln. Landschaftsfotografen sind häufig mit dem Problem konfrontiert, dass der Himmel heller ist als als die Landschaft. Wenn Sie auf die Landschaft belichten, wird der Himmel überstrahlt und zeigt manchmal sogar keine Details mehr. Aber ganz ähnlich wie mit klassischen NDFiltern vor dem Objektiv können Sie den Himmel in Lightroom abdunkeln, um eine ausgewogenere Belichtung zu erhalten. Sie können aber nicht nur die Belichtung anpassen, denn Verläufe können Sie auch hinsichtlich Kontrast oder Farbverstärkung einfügen und unerwünschte Bereiche wieder wegpinseln. Und so funktioniert das Ganze:


Der Komplettkurs Lightroom Selektive anpassungen

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Reduzieren Sie die Belichtung

Öffnen Sie das gewünschte Bild im Entwickeln-Modul, und klicken Sie auf das Symbol für Verlaufsfilter in der Werkzeugleiste rechts. Neue Schieberegler erscheinen automatisch. Sie ähneln auf den ersten Blick den Reglern unter Grundeinstellungen, arbeiten aber in Kombination mit dem Verlaufswerkzeug. Setzen Sie die Belichtung auf -1,17.

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Weitere Verläufe hinzufügen

Sie können beliebig viele Verläufe hinzufügen. Klicken Sie einfach an eine andere Stelle, und ziehen Sie den neuen Verlauf auf. Verändern Sie seine Wirkung mit den Schiebereglern. Das Werkzeug merkt sich die letzten Einstellungen, aber Sie können alle schnell per Doppelklick auf Effekt zurücksetzen und einzelne Regler per Doppelklick darauf.

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Ziehen Sie einen Verlauf auf

Klicken Sie in den oberen Bereich des Bildes, und ziehen Sie den Verlauf nach unten auf. Bei gedrückter Umschalttaste bleiben die Linien horizontal. Die obere und untere Linie des Verlaufs können Sie durch Ziehen verändern, mit gedrückter Alt-Taste verändern Sie beide gleichzeitig. An der Mittellinie verändern Sie den Winkel.

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Löschen Sie Teile der Maske

Der Verlauf dunkelt auch den Leuchtturm ab. Um ihn von der Bearbeitung auszuschließen, klicken Sie auf den Korrekturpinsel und gehen Sie zu den Pinsel-Optionen. Wählen Sie A oder B, um den Effekt hinzuzufügen, oder Löschen, um ihn zu entfernen. Malen Sie über den jeweiligen Bereich. Drücken Sie O, um die Überlagerung anzuzeigen.

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Der Komplettkurs Lightroom Selektive anpassungen

Der Radialfilter Lenken Sie die Aufmerksamkeit des Betrachters mit kreisförmigen Anpassungen auf Ihr Hauptmotiv o wie die anderen beiden selektiven Werkzeuge Korrekturpinsel und Verlaufsfilter ermöglicht Ihnen auch der Radialfilter Tonwertanpassungen in bestimmten Bildbereichen. Der Unterschied liegt in der Auswahl des Bereichs: Mit dem Korrekturpinsel malen Sie die Bereiche, und mit dem Verlaufsfilter ziehen Sie eine Linie ein. Der Radialfilter hingegen erzeugt einen kreisförmigen Verlauf zwischen bearbeiteten und unbearbeiteten Bildbereichen. So können Sie beispielsweise subtile Vignetten erstellen, die das Auge des Betrachters auf einen bestimmten Bildbereich lenken und andere Bereiche etwas ausblenden. Oder Sie lassen unwichtigere Bildbereiche einfach weichzeichnen. Wir haben das Tool für zwei unterschiedliche Aufgaben verwendet: Im Landschaftsbild haben wir die Ränder abgedunkelt, um die Aufmerksamkeit auf den Leuchtturm zu lenken. Im Porträt haben wir mit einem Filter ausgebrannte Lichter im Arm wiederhergestellt und mit einem zweiten den Kontrast im Bereich des Gesichts erhöht.

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1

Ziehen Sie einen Kreis auf

Öffnen Sie Ihr Bild im Entwickeln-Modul, und klicken Sie in der Werkzeugleiste auf das Symbol für Radialfilter. Die zugehörigen Schieberegler erscheinen, mit deren Hilfe Sie die Wirkungsweise anpassen. Setzen Sie die Belichtung auf -0,65, und ziehen Sie einen Kreis über dem Leuchtturm auf. Die Bildränder werden leicht abgedunkelt.

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Fügen Sie eine Vignette hinzu

Sollte der Kreis nicht gut sitzen, verschieben Sie ihn am Markierungspunkt. Tastaturkürzel helfen bei der Kreiserstellung: Die gedrückte Umschalttaste erzeugt einen perfekten Kreis, die gedrückte Alt-Taste macht einen Eckpunkt zum Startpunkt des Kreises. Für eine Vignette halten Sie Cmd/Ctrl gedrückt, und doppelklicken Sie in den Kreis.


Der Komplettkurs Lightroom Selektive anpassungen

NACHHER

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Löschen Sie Teile der Maske

Fahren Sie mit dem Porträtbild fort. Ziehen Sie einen Kreis über dem Gesicht auf, setzen Sie Belichtung auf -0,49 und Lichter auf -19. Das verbessert den Ellbogen, lässt aber die Hand zu dunkel werden. Klicken Sie auf Korrekturpinsel und in den Optionen auf Löschen. Drücken Sie O für die Überlagerung, und malen Sie über die Hand.

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Anpassungen im Kreis

Sie können auch kreisförmige Anpassungen vornehmen, die den Innenbereich des Kreises beeinflussen. Halten Sie Cmd/Ctrl+Alt gedrückt, und ziehen Sie den Markierungspunkt als Kopie auf das Gesicht. Aktivieren Sie Maske umkehren unter den Reglern, und doppelklicken Sie auf Effekt. Setzen Sie Kontrast auf +49.

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Der Komplettkurs Lightroom SpezialEffekte


Der Komplettkurs Lightroom Spezialeffekte

Spezialeffekte Werten Sie Ihre Fotos mit schnell und einfach anwendbaren Spezialeffekten auf

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Meistern Sie die HSL-Palette

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Extrem detailreiche HDR-Bilder erzeugen

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Einfach bessere Schwarzweiß-Fotos

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Fügen Sie eine Vignette hinzu

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Schritt für Schritt zum Teiltonungseffekt

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So steuern Sie bestimmte Farben in einem Bild gezielt an und verändern den Farbton, die Sättigung und die Luminanz

So beeinflussen Sie selektiv die Graustufen-Tonwerte, basierend auf den ursprünglichen Farben des Bildes

So färben Sie die Schatten und Lichter in Ihren Bildern unterschiedlich ein, um einen Teiltonungseffekt zu erzielen

Entdecken Sie, wie Sie mehrere Belichtungen zu einem extrem detailreichen Einzelbild zusammenfügen können

Verleihen Sie einem Foto eine dramatische Stimmung, indem Sie die Ecken und Ränder per Vignette abdunkeln

Fügen Sie Effekte zu Videos hinzu

In Lightroom können Sie nicht nur Fotos bearbeiten, sondern auch die Farben und Tonwerte von Videoclips anpassen

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Der Komplettkurs Lightroom SpezialEffekte

Meistern Sie die HSL-Palette So steuern Sie bestimmte Farben gezielt an und verändern den Farbton, die Sättigung und die Luminanz n einigen Fotos sind bestimmte Farben schwächer als andere. Wenn Sie die gesamte Farbintensität mit dem Sättigungsregler in den Grundeinstellungen erhöhen, werden starke Farben schnell übersättigt. Diese Farben lassen sich dann nicht mehr korrekt ausdrucken, da sie tonal beschnitten sind und jegliche Details fehlen. Zusätzlich können Hauttöne unerwünschte Orange-Stiche bekommen. Der Dynamikregler arbeitet hier präziser, indem hauptsächlich die schwächeren Farben verstärkt werden, ohne die starken zu übersättigen. Typische Landschaftsfarbtöne wie Blau und Grün werden ebenfalls eher verstärtk als Orange, sodass übersättigte Hauttöne meist ausbleiben.

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Jenseits der Grundeinstellungen finden sich aber alternative Werkzeuge, um problematische Fotos zu verbessern. In unserem unbearbeiteten Ausgangsbild ist der Sonnenuntergang etwas ausgebrannt und die Farben leuchten deutlich weniger, als es vor Ort der Fall war. Die Hügel und der Uferbereich sind unterbelichtet, sodass wir hier keine Strukturen erkennen können. Die HSL (Hue = Farbton, Saturation = Sättigung, Lightness = Luminanz)-Palette bietet eine ideale Möglichkeit, spezifische Farben anzusteuern und nicht nur ihre Intensität, sondern auch ihre Helligkeit zu verändern. So können Sie bestimmte Bildbereiche basierend auf deren Farbwerten aufhellen oder verstärken, wie Sie im nun folgenden Workshop lesen werden.


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VORHER

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Der Komplettkurs Lightroom SpezialEffekte

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Verwenden Sie den Solo-Modus

Öffnen Sie das Beispielbild LR17.dng im Entwickeln-Modul. Hier werden wir mit den Paletten Grundeinstellungen und HSL arbeiten, um ausgebrannte Lichter abzudunkeln, unterbelichtete Schattenbereiche aufzuhellen und schwache Farben zu verstärken. Wir springen zwischen zwei Paletten hin und her, also klicken Sie mit der rechten Maustaste auf eine Palette und wählen Sie Solo-Modus. Mit nur einer geöffneten Palette wirkt die Oberfläche aufgeräumter.

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Dunkeln Sie den Himmel ab

Klicken Sie in der Werkzeugleiste auf das Symbol für Verlaufsfilter. Wählen Sie im Effekt-Menü den Punkt Belichtung. Setzen Sie den Belichtungsregler auf -1,39. Die übrigen Regler sollten auf 0 stehen. Klicken Sie in den oberen Bildbereich, und ziehen Sie den Verlauf bis zum Horizont. Das erzeugt einen dunklen Rand oben, der zum Horizont hin heller wird. Wir sehen mehr Details und Farben im Himmel.

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Hellen Sie die Schatten auf

Klappen Sie die Palette Grundeinstellungen auf. Hier nehmen wir globale Einstellungen vor, die wir in der HSLPalette feiner anpassen. Ziehen Sie den Tiefenregler auf +47. Die unterbelichteten Bereiche werden heller, ohne dass der Himmel überbelichtet wird. Um den Himmel selektiv abzudunkeln, können wir den Verlaufsfilter einsetzen, den wir im vorherigen Kapitel bereits vorgestellt haben.

4

Erweitern Sie den Tonwertbereich

Ein Blick auf das Histogramm verrät uns, dass das Diagramm nicht bis ganz nach rechts reicht, es fehlen also starke Lichter im Bild. Klicken Sie mit dem Mauszeiger in den rechten Bereich des Histogramms und der Weiß-Regler wird automatisch aktiviert. Ziehen Sie den Mauszeiger nach rechts, bis der Weiß-Regler auf +45 steht. Jetzt haben Sie einen breiteren Tonwertbereich mit einigen dunklen Schatten und hellen Lichtern.


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Verstärken Sie Einzelfarben selektiv

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Gezielte Anpassungen vornehmen

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Spezifische Farben aufhellen

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Feinanpassung der Lichter

Um Farben und Tonwerte in bestimmten Bildbereichen anzupassen, klicken Sie auf die HSL-Palette und dann auf den Reiter Sättigung. Indem Sie den Orange-Regler auf +71 ziehen, vertärken Sie den Sonnenuntergang. Wenn Sie nicht sicher sind, welche Farben in einem dunkleren Bildbereich enthalten sind, klicken Sie auf das kleine Symbol für Sättigung durch Ziehen im Foto anpassen oben links in der Palette und dann auf einen der grünen Hügel.

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Die grünen Hügel sind zwar nun stärker gesättigt, liegen aber immer noch im Schatten verborgen. Um sie selektiv aufzuhellen, klicken Sie auf den Luminanz-Reiter. Klicken Sie mit dem Sättigung-durch-Ziehen-im-Foto-anpassen-Werkzeug auf einen Hügel, und ziehen Sie es nach oben. Lassen Sie Gelb bis auf +71 reichen. Grün wird weniger stark aufgehellt, ziehen Sie deshalb den Grün-Regler manuell auf +86.

Klicken Sie mit dem Werkzeug Sättigung durch Ziehen im Foto anpassen auf einen Bildbereich, und ziehen Sie es nach oben. Das Werkzeug erkennt die entsprechenden Farben und erhöht ihre Sättigung. Obwohl die Hügel grün aussehen, enthalten Sie viele Gelbtöne. Ziehen Sie, bis der Gelb-Regler bei +49 und der Grün-Regler bei etwa +26 steht. Sie können natürlich auch jederzeit einzelne Regler manuell nachjustieren.

Durch die Verstärkung der Grün- und Gelbtöne können wir nun mehr von den natürlichen Farben, Strukturen und Details der Szenerie erkennen. Die helleren Gelbtöne haben den Himmel aber etwas ausbrennen lassen. Klicken Sie auf den Verlaufsfilter und dann auf den kleinen Markierungspunkt, um die Einstellungen wieder zu aktivieren. Ziehen Sie Belichtung auf -1,93, um in den hellsten Himmelsbereichen wieder mehr Details zum Vorschein zu bringen.

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Bessere Schwarzweiß-Fotos So beeinflussen Sie selektiv die Graustufen-Tonwerte, basierend auf den ursprünglichen Farben des Bildes ei der Arbeit mit Schwarzweiß-Film konnten Fotografen einen Farbfilter vor das Objektiv setzen, um deutlich wirkungsvollere Aufnahmen zu erzeugen. Die unterschiedlichen Farbfilter hellen bestimmte Tonwerte auf und dunkeln andere ab. Ein Rotfilter etwa ließ das Blau des Himmels in Schwarzweiß-Bildern dunkelgrau aussehen, sodass die helleren Wolken klar hervortraten. Viele Digitalkameras verfügen über einen Schwarzweiß-Modus. Oftmals können Sie sogar bereits in der Kamera entsprechende Farbfilter imitieren. Allerdings lassen sich die Ergebnisse auf diese Weise nur schlecht steuern und oftmals sind sie enttäuschend. Wir zeigen Ihnen in auf den folgenden Seiten, wie Sie deutlich mehr Kontrolle über Ihre Schwarzweiß-Umwandlungen

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bekommen. In Lightroom können Sie monochrome Bilder auf verschiedene Weise erstellen. Wenn Sie einfach alle Farbinformationen verwerfen, indem Sie die Sättigung auf null setzen, wird das Bild umgehend monochrom. Sie riskieren dabei allerdings verwaschene und wenig attraktive Graustufen, die Details Ihres Motivs verschwinden lassen – insbesondere dann, wenn es sich überwiegend um Mitteltöne handelt. Ein beeindruckendes Schwarzweißb-Bild sollte über eine gute Tonwertverteilung verfügen, von satten Schatten über diverse Mitteltöne bis hin zu hellen Lichtern. Ein stärkerer Tonwertkontrast lässt die Konturen eines Models besser hervortreten, wie Sie in unserem Nachher-Bild sehen. In diesem Wokshop zeigen wir Ihnen, wie Sie mit der S/W-Palette optimal umgehen.

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Schwarzweiß-Konvertierung

Öffnen Sie das Beispielbild LR01.dng im Entwickeln-Modul. Klappen Sie die Palette Grundeinstellungen auf, und klicken Sie auf S/W. Das Bild wird entsättigt, aber das Resultat kann mit seiner Mischung aus Mitteltönen und Tiefen noch nicht überzeugen. Ein Blick auf das Histogramm zeigt, dass keinerlei Details in den Lichtern vorhanden sind. Es sieht zudem unterbelichtet aus, und wir sollten den Kontrast verbessern.

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Analysieren Sie das Histogramm

Nachdem wir die mit den Orange-Tönen korrespondierenden Graustufen-Werte aufgehellt haben, ist das Diagramm etwas nach rechts gewandert. Wir sollten immer noch den Kontrast anheben, weil ein knackiges Schwarzweiß-Bild dunkle Schatten und kontrastierende Lichter benötigt. Wenn Sie den Mauszeiger über den Mitten-Bereich des Histogramms bewegen, sehen Sie, dass der Belichtungsregler diesen Bereich beeinflusst.

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Hellen Sie die Farben auf

In der S/W-Palette sehen Sie die automatische Einstellung der zahlreichen Schieberegler. Lightroom versucht, eine gute Mischung aus diesen Werten zu finden, wenn Sie das Bild in Graustufen umwandeln. Sei können das Ergebnis anpassen, indem Sie manuell die Regler verändern. Hier hellen wir die Hauttöne etwas auf, indem wir den Orange-Regler auf +33 ziehen. Das Model hebt sich damit etwas besser vom Hintergrund ab.

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Erhöhen Sie die Belichtung

Klicken Sie in die Mitte des Histogramms, und ziehen Sie den Mauszeiger nach rechts, bis der Belichtungsregler bei +0,76 steht. So haben Sie einige schwächere Mitteltöne auf ein helleres Niveau angehoben. Die Tonwertverteilung sieht nun breiter aus. Setzen Sie den Kontrastregler auf +28. Dieser stärkere Kontrast verleiht dem Foto deutlich mehr Wirkung, und das Histogramm sieht ausgewogener aus.


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Hellen Sie die Schatten auf

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Verstärken Sie den Kontrast

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Grauwerte feinjustieren

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Die letzten Handgriffe

Klicken Sie auf Tiefenbeschneidung anzeigen. Bereiche, die im Druck reines Schwarz ergeben würden, erscheinen blau markiert. In diesem Fall werden keine Details des Models beschnitten, aber es fehlt in einigen Schattenbereichen an Details. Setzen Sie den Tiefenregler auf +50, und lassen Sie mehr Details in den dunkelsten Konturen des Models sichtbar werden, indem Sie den Schwarz-Regler auf +37 setzen.

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Die Kontrastanhebung hat zu einigen Beschneidungen im Hintergrund geführt, da aber dort keine relevanten Bildinformationen enthalten sind, ignorieren wir das. Deaktivieren Sie die Beschneidungswarnung. Gehen Sie zurück in die S/WPalette, und nehmen Sie Feinanpassungen vor. Setzen Sie Rot auf +40, um die korrespondierenden Graustufen zu verstärken. Jetzt haben wir ein kontrastreiches Schwarzweiß-Bild mit Wirkung.

Um die Form und die Konturen unseres Models stärker zu betonen, können wir den Kontrast mit Hilfe der Gradationskurve weiter erhöhen. Diese ermöglicht Ihnen eine selektive Anpassung der Tonwerte auf verschiedene Weise, wie Sie im nächsten Kapitel noch genauer erfahren werden. Klicken Sie für unser Beispiel im Aufklappmenü neben Punktkurve auf den Punkt Starker Kontrast.

Einige Details des Models werden durch subtile Grauwerte dargestellt. Um diese Bereiche zu verstärken, wechseln Sie in die Palette Grundeinstellungen und dort in den Bereich Präsenz. Ziehen Sie Klarheit auf +51. Die Konturen des Models werden durch die MitteltonKontrastanhebung verstärkt. Zudem wird unser Bild so noch etwas wirkungsvoller.

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Teiltonungseffekt So färben Sie Schatten und Lichter unterschiedlich ein

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enn Sie an trüben Tagen Landschaftsfotos machen, können Ihre Fotos aufgrund mangelnden Kontrasts und flauer Farben ein wenig flach wirken. Interessante Bilddetails gehen oft in den Mitteltönen verloren. Aber Sie können daraus in Lightroom etwas Wirkungsvolles zaubern – ein dramatisches, kontrastreiches Bild mit Teiltonung. Obwohl monochrome Bilder bereits sehr wirkungsvoll sein können, verleiht eine leichte Tonung dem Bild mehr Atmosphäre. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Schatten und Lichter eines Schwarzweiß-Bildes mit unterschiedlichen Tonungen versehen können.

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Passen Sie die Belichtung an

Öffnen Sie das Beispielbild LR40.dng im EntwickelnModul. Klicken Sie in der Palette Grundeinstellungen auf S/W. Das Histogramm zeigt einen Mangel an Mitteltönen an. Setzen Sie die Belichtung auf +0,30. Ziehen Sie den Kontrast auf +29 und Lichter auf -50.

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Tonen Sie die Lichter

Klappen Sie die Palette Teiltonung auf. Setzen Sie bei Lichter die Sättigung auf 26. Dies fügt eine rote Tonung hinzu. Ein Klick auf das Farbfeld erlaubt Ihnen, eine beliebige andere Farbe auszuwählen. Für eine leichte SepiaTonung können Sie den Farbtonregler auf 60 ziehen.

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Verbessern Sie den Kontrast

Vor dem Himmel kommt der Baum gut zur Geltung, aber der untere Bereich geht in den Mitteltönen verloren. Setzen Sie Tiefen auf +27, um den Vordergrund aufzuhellen. Ziehen Sie Klarheit auf +80. So kommen die Details in den Felsen und im Gras besser hervor.

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Justieren Sie den Abgleich

Setzen Sie bei Schatten die Sättigung auf 14. Ziehen Sie Farbton auf 240, so entsteht ein leichtes Purpur. Nun haben wir einen wärmeren Himmel, der im Kontrast zu dem kühleren Vordergrund steht. Ziehen Sie Abgleich auf -49, um das Purpur weniger dominant wirken zu lassen.


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Einen Schritt weiter ... Erzeugen Sie unterschiedlichste Looks, indem Sie mit den Optionen der Lightroom-Palette experimentieren

Subtile Tonung

Stärkere Sättigung

Alternativer Abgleich

Surrealer Effekt

Hier sehen Sie das Resultat der vier Schritte auf der linken Seite. Die zwei Tonungen sind eher subtil, sodass der Teiltonungseffekt das Schwarzweiß-Bild hier nur recht vorsichtig beeinflusst, ohne als offensichtlicher Effekt zu stark in den Vordergrund zu treten.

In dieser Version haben wir die Farben aus Version 1 und die Sättigungseinstellungen aus Version 2 verwendet. Den Abgleichregler haben wir allerdings auf +46 gesetzt. So wird die Lichter-Tonung dominanter und hinterlässt nur einen Hauch Purpur im Vordergrund.

In diesem Beispiel haben wir die ursprünglichen Farben beibehalten, aber die Sättigung beider Farben auf 60 angehoben und den Abgleich auf 0 gesetzt. Die kräftigeren Farben betonen den Kontrast zwischen Landschaft und Himmel noch deutlicher.

Diesen unwirklichen Effekt haben wir erzeugt, indem wir den Lichter-Farbton auf 21 und die Sättigung auf 64 gesetzt haben. Die grünen Schatten haben einen Farbton von 137 und eine Sättigung von 50. Den Abgleich haben wir auf +35 gesetzt.

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Fügen Sie eine Vignette hinzu Verleihen Sie einem Foto eine dramatische Stimmung, indem Sie die Ecken und Ränder per Vignette abdunkeln er folgende Workshop basiert auf dem Ergebnis der vorherigen Doppelseite. Wir arbeiten also mit einem monochromen Bild in Teiltonung. Sollten Sie die vorherigen Schritte nicht mitgemacht haben, finden Sie diese Split-Toning-Version des Bildes ebenfalls im Download-Ordner. Aufgrund der Teiltonung und der Kontrastanhebung wirkt unser Landschaftsbild schon sehr gut, aber der Himmel kann aufgrund der relativ flachen Wolken noch nicht überzeugen. Wir können einen Teil des leeren oberen Bereichs auffüllen, indem wir eine Vignette hinzufügen. Auf natürliche Weise entstehen Vignetten dadurch, dass am Objektivrand weniger Licht eintritt, als in der Mitte, sodass die Ränder dunkler werden. Durch eine absichtliche Vignette verleihen wir dem Himmel eine breitere Tonwertpalette. Dunklere Details am oberen Bildrand bilden eine gute Balance zum dunklen Vordergrund. Eine Vignette wirkt bei unspektakulären Landschaftsbildern zusätzlich atmosphärisch. Nach dem Hinzufügen der Vignette wollen Sie das Bild eventuell noch zuschneiden, um die Komposition zu optimieren. Dabei wird in vielen Programmen die Vignette beschnitten. Nicht so in Lightroom, denn das Tool Vignette nach Freistellung passt den Effekt entsprechend an.

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Fügen Sie eine Vignette hinzu

Klicken Sie im Entwickeln-Modul auf die Effekte-Palette und dort auf Vignette nach Freistellung. Belassen Sie den Stil auf Lichterpriorität. Setzen Sie den Betrag auf -35. Setzen Sie den Mittelpunkt auf 59, um den Effekt etwas näher an den Bildrand zu verschieben.

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Passen Sie die Vignette an

Per Voreinstellung liegt die Rundheit bei 0, sodass eine zur Landschaft passende ovale Form entsteht. Schieben Sie den Regler nach links für eine eher rechteckige Form. Ziehen Sie ihn nach rechts auf +35, um eine ovalere Form zu erhalten. Belassen Sie Weiche Kante auf 50.


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Beschneiden Sie das Bild

Klicken Sie auf Freistellungsüberlagerung. Die Überlagerung liegt über dem gesamten Bild. Klicken Sie auf Original, und wählen Sie ein Seitenverhältnis von 1:1. Das verändert den Zuschnitt zu einem Quadrat. Ziehen Sie innerhalb der Überlagerung, bis alle Zweige enthalten sind.

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Beurteilen Sie die Vignette

Klicken Sie auf Fertig, um den Zuschnitt anzuwenden und eine quadratische Version der Landschaft zu erstellen. Der Baum tritt nun stärker in den Vordergrund. Der zuvor erzeugte Vignettierungseffekt besteht auch in den Ecken des neu zugeschnittenen Bildes.

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Perfekte HDR-Bilder Entdecken Sie, wie Sie mehrere Belichtungen zu einem extrem detailreichen Einzelbild zusammenfügen können ie HDR-Funktion in Lightroom ermöglicht es Ihnen, mehrere unterschiedliche Belichtungen zu einem Einzelbild zusammenzufügen, sodass Sie einen extremen Dynamikbereich mit Details in Lichtern und Schatten erhalten. Besonders hilfreich ist dieses Tool bei kontrastreichen Landschaftsaufnahmen und bei Innenaufnahmen. Lightroom erzeugt aus den Einzelbildern eine DNG-Datei, die alle tonalen Information beibehält. Das Werkzeug bietet nicht die umfangreichen Einstellungs-

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Starten Sie die HDR-Funktion

Sie benötigen eine Serie möglichst gleich ausgerichteter Bilder unterschiedlicher Belichtung. Nach dem Import klicken Sie das erste und letzte Bild der Serie mit gedrückter Umschalttaste an. Der Befehl wird aufgerufen über das Menü per Foto > Zusammenfügen von Fotos > HDR, per rechtem Mausklick oder durch Drücken von Cmd/Ctrl+H.

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Geistereffekte beheben

Der Grad der Geistereffektbeseitigung hilft Ihnen bei der Korrektur von Bewegungen im Motiv (z. B. durch Wind, Wolken oder durch Personen), indem der problematische Bereich nur aus einem der Ursprungsbilder verwendet wird. Aktivieren Sie Überlagerung der Geistereffektbeseitigung anzeigen, um zu sehen, welche Bereiche korrigiert werden. Wir haben hier Mittel ausgewählt.

möglichkeiten von Spezialsoftware wie Photomatix und HDR Efex Pro von Nik oder der HDR-Funktion in Photoshop. Aber Lightroom arbeitet etwas anders: Es erzeugt eine detailreiche RAW-Datei, die nicht so übertrieben wirkt wie typische HDRs. Obwohl die Einstellungsmöglichkeiten ­begrenzt sind, ist der Befehl sehr effektiv. Bilder werden automatisch ausgerichtet, sodass Sie sogar mit Aufnahmen aus der Hand arbeiten können. Es gibt sogar eine Geistereffektbeseitigung, um Bewegungen im Ausschnitt zu minimieren.

2

Verbessern Sie die Tonwerte

Die Option Automatisch ausrichten hilft, falls die Fotos nicht übereinander liegen. Automatischer Tonwert verstärkt Details in Schatten und Lichtern. Diese Bearbeitungen sind non-destruktiv, sodass Sie nach dem Zusammenfügen die Tonwerteinstellungen über die Palette Grundeinstellungen im Entwickeln-Modul anpassen können.

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Zusammenfügen und Verbessern

Klicken Sie auf Zusammenfügen. Lightroom erstellt ein neues DNG mit der Endung HDR und fügt es zur Bibliothek hinzu. Öffnen Sie das Bild im Entwickeln-Modul. Wir haben viel mehr Bildinformationen zur Verfügung, als in einem normalen Foto (Belichtung z. B. reicht von -10 bis +10 Blendenstufen). Nehmen Sie finale Tonwertanpassungen mit den Reglern und mit dem Korrekturpinsel vor.


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Fügen Sie Effekte zu Videos hinzu In Lightroom können Sie nicht nur Fotos bearbeiten, sondern auch die Farben und Tonwerte von Videoclips anpassen it den meisten Digitalkameras können Sie auch Videos aufzeichnen. Die Lightroom-Bibliothek zeigt daher eine Mischung aus Fotos und Videos an. Da die Videos mit derselben Kamera aufgenommen wurden, können auch hier die gleichen Probleme wie eine falsche Belichtung oder Farbstiche auftreten. Unser Beispielvideo wirkt tatsächlich etwas kühl und die eigentlich leuchtenden Farben des Schmetterlings sind etwas entsättigt. Zwar ist Lightroom primär eine RAW-Bearbeitungssoftware, aber es ist in der Lage, Farben und Tonwerte auch in Videos zu korrigieren. Sie können sogar voreingestellte Effekte auf Videos anwenden. Videos sind im Grunde eine Reihe komprimierter Fotos, sodass viel weniger Bildinformationen pro Einzelbild vorhanden sind als in einer RAW-Datei. Details lassen sich so schwieriger wiederherstellen. Sie können Videos nicht im Entwickeln-Modul bearbeiten, aber die Palette Ad-hocEntwicklung bietet Ihnen grundlegende Korrekturmöglichkeiten. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihre Videos aufwerten.

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1

Importieren Sie das Video

Importieren Sie das Beispielvideo MVI_0955.mov in die Bibliothek. Um es schnell wieder zu finden, klappen Sie Sammlungen auf. Klicken Sie in Smart-Sammlungen auf Videodateien. Das Video erscheint in der Rasteransicht. Doppelklicken Sie darauf, und spielen Sie den Clip ab.

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Verbessern Sie den Kontrast

Klicken Sie auf Ad-hoc-Entwicklung. Um das Video wärmer wirken zu lassen, klicken Sie auf Temperatur. Das Video hat einen Grünstich. Klicken Sie auf Tönung, um den Magenta-Wert zu erhöhen. Klicken Sie auf Automatischer Tonwert und auf Schwarz-Beschneiden erhöhen.


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Farbverbesserungen

Sie können versuchen, die verloren gegangenen Details in den weißen Blüten durch einen Klick auf Weiß-Beschneiden reduzieren zu retten, aber die komprimierte Datei enthält zu wenig Bildinformationen. Klicken Sie auf Dynamik erhöhen, um die schwächeren Farben zu verstärken.

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Gespeicherte Vorgaben nutzen

Für weitere Anpassungen klicken Sie auf das Aufklappmenü neben Gespeicherte Vorgaben, und scrollen Sie durch die Effekte. Wir haben unter Lightroom B&W Toned Presets den Effekt Cremeton ausgewählt. Klicken Sie auf OK. Experimentieren Sie mit weiteren Effekten.

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ProfiWerkzeuge Verbessern Sie die Tonwerte, minimieren Sie Bildrauschen und arbeiten Sie mit Vorgaben

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Einführung in die Gradationskurve

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Rauschreduktion und Bilddetails

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Meistern Sie die Gradationskurve

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Kamera-Profile in Lightroom

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So schärfen Sie Ihre Bilder richtig

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Lightroom-Vorgaben einsetzen

Mit Hilfe der Gradationskurve in Lightroom gewinnen Sie die volle Kontrolle über die Tonwerte in all Ihren Bildern

Steuern Sie spezifische Tonwerte im Bild an, und verändern Sie diese präzise mit den Optionen der Gradationskurven-Palette

Verleihen Sie unscharf wirkenden Motiven mit der korrekten Nachschärfung mehr Wirkung, ohne Artefakte zu erzeugen

So schwächen Sie Farb- und Luminanzrauschen in Ihren Fotos ab, ohne dabei wichtige Bilddetails zu verlieren

So führen Sie mit Hilfe der KameraProfile in Lightroom schnelle Farb- und TonwertAnpassungen durch

Erzeugen Sie unkompliziert und blitzschnell kreative Looks mit Hilfe der zahlreichen Vorgaben in Lightroom

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Einführung in die Gradationskurve Mit Hilfe der Gradationskurve in Lightroom gewinnen Sie die volle Kontrolle über die Tonwerte in all Ihren Bildern enn Sie eine kontrastreiche Szenerie fotografieren, ist es schwierig, den gesamten Dynamik-Umfang einzufangen. Belichtet die Kamera auf einen hellen Bereich (wie ein Fenster), gehen Details in den Schatten verloren. Belichtet sie auf die dunklen Bereiche, können ausgebrannte Bildpartien in den Lichtern entstehen. Auch wenn Sie auf Ihrem Kameradisplay keine

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Bilddetails mehr erkennen können, hilft Lightroom Ihnen bei der Rettung von Bildinformationen in RAW-Dateien. Die meisten Belichtungsprobleme lassen sich dank des größeren Informationsgehalts in RAWs relativ einfach nachträglich lösen. Wie wir inKapitel 4 gezeigt haben, bietet das Entwickeln-Modul eine ganze Reihe von Reglern, mit deren Hilfe Sie bestimmte Farben und Tonwerte ansteuern und gezielt anpassen

können. Zum Beispiel konnten Sie unterbelichtete Schatten aufhellen, ohne Lichter auszubrennen. Zudem kam der Klarheitregler zum Einsatz, der mehr Mittendetails aus den Bildern herauskitzeln konnte. Die Grundeinstellungen sind nützlich und einfach anzuwenden, aber Lightroom bietet fortgeschrittenen Nutzern ein noch mächtigeres Werkzeug, um Tonwerte präzise anzusteuern und zu korrigieren: die Gradationskurve.


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Die Gradationskurve im Überblick Machen Sie sich mit den wichtigsten Funktionen vertraut 1 Vorher und Nachher Es ist sinnvoll, ein bearbeitetes Foto mit dem Original zu vergleichen, gerade bei der Arbeit mit der Gradationskurve. Klicken Sie hier, um zwischen verschiedenen Vorher-Nachher-Ansichten zu wechseln. Unsere Nachher-Version ist besser belichtet.

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2 Die kurve

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Zu Beginn sehen wir eine diagonale Linie. Es werden also keine Änderungen am Foto vorgenommen, bis Sie beginnen, die Linie zu verbiegen. Der Bereich links unten verändert die Schatten, der mittlere Bereich die Mitteltöne und der Bereich oben rechts die Lichter.

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3 REGIONen Die Kurve ist in vier Regionen unterteilt: Lichter, helle Mitteltöne, dunkle Mitteltöne und Tiefen. Der Lichterregler steuert die hellsten Pixel, der Regler für helle Mitteltöne einen weiteren Bereich.

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4 Bereichsvorschau

5 Klicken und Ziehen

6 Punktkurve

Wenn Sie den Mauszeiger über einen der vier Regler bewegen, wird der dadurch gesteuerte Bereich der Kurve hervorgehoben. Hier sehen wir, dass der Regler für dunkle Mitteltöne einen weiten Bereich von Schatten und Mitteltönen steuert.

Anstatt mit den Reglern zu arbeiten, können Sie direkt in einen Bereich der Gradationskurve klicken. Der zugehörige Regler wird aktiviert. Wenn Sie den Mauszeiger nach oben ziehen, wandert der entsprechende Schieberegler auch nach rechts.

Wenn Sie hierauf klicken, werden die Regler ausgeblendet. Sie können nun auf Punkte der Kurve klicken, um hier beliebige viele Kontrollpunkte einzufügen. Ziehen Sie an den Punkten, um Tonwertänderungen vorzunehmen.

Die BReite der Regionen ändern

Im Detail:

GradationsVorgaben Anstatt die Regler manuell einzustellen, können Sie schnellere Anpassungen mit Hilfe der Vorgaben im Aufklappmenü neben Punktkurve vornehmen [1]. Indem Sie im Menü die Vorgabe Starker Kontrast [2] auswählen, biegt sich der linke untere Bereich der

Kurve nach unten [3], um die Schatten abzudunkeln. Der obere linke Bereich wird leicht nach oben gebogen [4], um die Lichter aufzuhellen. Diese s-förmige Kurve ist typisch für Kontraststeigerungen. Sie können die Regionen mit den Reglern auch manuell anpassen.

4 3

1

2

Unterhalb der Kurve sehen Sie drei dreieckige Regler. Dazwischen liegen vier Bereiche in Graustufen, die anzeigen, welche Bereiche durch die Regler separiert werden. Per Voreinstellung sind die Bereiche gleich groß: 0–25 umfasst die Tiefen, 25–50 die dunklen Mitteltöne, 50–75 die hellen Mitteltöne und 75–100 die Lichter. Wenn Sie aber z. B. den Tiefenbereich enger gestalten wollen, ziehen Sie einfach das Dreieck nach links bis auf 10. Der Tiefenregler bearbeitet nach wie vor die Schatten, lässt aber mehr von den Mitteltönen unberührt. Klicken Sie auf Zurücksetzen, um die ursprüngliche Bereichsverteilung wiederherzustellen.

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Meistern Sie die Gradationskurve Steuern Sie spezifische Tonwerte im Bild an, und verändern Sie diese präzise mit den Optionen der Gradationskurven-Palette ie Grundeinstellungen-Palette im EntwickelnModul hilft Ihnen dabei, verloren gegangene Details in Bildern wiederherzustellen, indem Sie selektiv Lichter, Tiefen, Weiß und Schwarz anpassen können. So lassen sich unterbelichtete Bereiche aufhellen, ohne korrekt belichtete Bereiche zu beeinflussen. Die Gradationskurve, die wir auf der vorherigen Doppelseite vorgestellt haben, bietet Ihnen eine zusätzliche Variante, spezifische Tonwerte zu bearbeiten. Sie können die Regler der Grundeinstellungen und die Kurven-Palette kombinieren, um unkompliziert Tonwertprobleme zu beheben. Wir können diese Werkzeuge auch einsetzen, um klassische Entwicklungstechniken zu imitieren. In früheren Dunkelkammern konnten Fotografen beeindruckende Looks erzeugen, je nachdem, wie sie ihre Negative entwickelten. Die Bleichauslassung (Bleached Bypass) zum Beispiel wirkte durch bewusst ausgebrannte Lichter, beschnittene Schatten und entsättigte Farben. Mit Hilfe der Gradationskurve stellen wir diesen stylishen Look einfach nach.

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Basisanpassungen

Öffnen Sie das Bild LR36.dng im Entwickeln-Modul. Ziehen Sie den Temperaturregler unter Grundeinstellungen nach links. Das Bild ist unterbelichtet, also setzen Sie Belichtung auf +0,60. Setzen Sie Schwarz auf -14 und Dynamik auf -20 für einen ausgebleichten Look.

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Erzeugen Sie eine S-Kurve

Klappen Sie die Gradationskurven-Palette auf. Ziehen Sie Lichter auf +46. Das biegt den rechten Bereich der Kurve nach oben und hellt die Haut des Models auf. Ziehen Sie Tiefen auf -53. Die Kapuze und der Lidstrich werden dunkler und bilden einen guten Kontrast zur Haut.


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Beschneiden Sie die Schatten

Um noch mehr Details aus den Schatten zu entfernen, aktivieren wir zur Kontrolle Tiefenbeschneidung anzeigen. Blaue Bereiche ohne Details werden sichtbar. Ziehen Sie Tiefen noch weiter nach links bis auf -75, um den Ausbleich-Effekt weiter zu verstärken.

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Feinanpassung des Kontrasts

Schalten Sie die Beschneidungswarnung aus. Für mehr Kontrast im Weiß der Augen und der Haut, setzen Sie helle Mitteltöne auf +25 und dunkle Mitteltöne auf -12. Klicken Sie für einen Vorher-Nachher-Vergleich auf das Symbol oben links in der Palette.

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So schärfen Sie Ihre Bilder richtig Verleihen Sie unscharf wirkenden Motiven mit der korrekten Nachschärfung mehr Wirkung, ohne Artefakte zu erzeugen s kann aus verschiedenen Gründen eine echte Herausforderung darstellen, knackig-scharfe Bilder zu erzeugen. Viele Digitalkameras haben einen eingebauten Filter zur Vermeidung von Moiré, der zu einer leichten Unschärfe führt. Dieser Tiefpass- oder AA-Filter (Anti Aliasing) führt natürlich auch zu leichten Unschärfen in wichtigen Bildteilen. Wenn Sie die Kamera sehr nah an der Blume platzieren, wird die Schärfentiefe gering – es ist also nur ein schmaler Bereich im Fokus. Details davor oder dahinter werden leicht verschwommen dargestellt. Ein Bild, das auf dem Kameradisplay noch scharf aussah, enttäuscht oft am großen Monitor durch Unschärfe. Lightroom bietet in seiner Details-Palette wichtige Werkzeuge, um feinste Details in nicht ganz scharfen Fotos zu verstärken. Diese Schärfungs-Werkzeuge funktionieren, indem sie den Kantenkontrast um feine Details im Bild erhöhen und ihnen so mehr Wirkung verleihen. Bei der digitalen Nachschärfung laufen Sie aber auch immer Gefahr, Bildrauschen zu verstärken (wie hier im blauen Hintergrund). Zudem können Schärfungsartefakte entstehen sowie ausgebrannte Lichter, beschnittene Schatten oder Lichthöfe an den geschärften Bereichen. Im folgenden Workshop schauen wir uns die Möglichkeiten an, Bilder ohne sichtbare Schärfungsartefakte zu schärfen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie die Schärfung auf wichtige Bereiche beschränken und gleichzeitig andere Bildbereiche von der Schärfung ausschließen – und auf diese Weise dort das Risiko unerwünschter Artefakte zu minimieren.

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Zoomen Sie hinein

Öffnen Sie das Beispielbild LR36.dng im Entwickeln-Modul. Um den Fokus genau zu beurteilen, sollten Sie das Bild bei 100 % betrachten. Klicken Sie im Navigator auf 1:1. Ziehen Sie dann die weiße Vorschau-Box im Navigator an beliebige Bildbereiche, um die Schärfe überall zu kontrollieren. In dieser Vergrößerungsstufe sehen die subtilen Strukturen und feinen Details der Blüte tatsächlich relativ weich und unscharf aus.

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Experimentieren Sie mit dem Betrag

Lightroom wendet automatisch einen Betrag von 25 auf alle Fotos an, um dem Effekt des Tiefpassfilters zu begegnen. Wenn Sie den Betrag auf 0 setzen, sehen Sie, dass das unbearbeitete Bild eindeutig softer ist und etwas Schärfung vertragen könnte. Alle anderen Regler sind inaktiv. Bevor wir ein Bild schärfen, setzen wir bewusst eine Überschärfung ein, um die unschönen Artefakte sichtbar zu machen, die wir beim Schärfen verhindern wollen.

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Überprüfen Sie die Details

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Erkennen Sie Artefakte

Klappen Sie die Details-Palette auf. Hier sehen Sie ein Zoom-Fenster, das einen 100%-Ausschnitt des Bildes zeigt, sodass Sie die Schärfe exakt beurteilen können. Klicken Sie auf das kleine Fadenkreuz oben links, und bewegen Sie den Mauszeiger über das Bild im Hauptfenster. Im kleinen Fenster erschient eine 100%-Vorschau des Ausschnitts. So können Sie die Schärfe auch bewerten, wenn das Hauptbild nicht vergrößert ist.

Ziehen Sie den Betragregler auf 150, um den Kantenkontrast der Details im Bild zu verstärken. Zwar sieht das Bild bei diesem Wert schärfer aus, aber wir verstärken ebenso das Bildrauschen. Der Radiusregler erhöht die Ausbreitung der vom BetragrRegler erzeugten Kontraständerung. Ziehen Sie ihn auf 3, Sie sehen sofort die unschönen Artefakte wie weiße und schwarze Lichthofeffekte an den Kanten der Blütenblätter.


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Versionen vergleichen

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Details versus Rauschen

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Reduzieren Sie das Rauschen

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Bereiche mit Masken schützen

Setzen Sie den Betragregler auf einen sinnvolleren Wert von 113, um die Sichtbarkeit der Artefakte zu verringern. Setzen Sie den Radius auf auf 2,0, um die Ausbreitung zu reduzieren und Artefakte weiter abzuschwächen. Um die geschärfte Version mit dem Original zu vergleichen, schalten Sie die Details-Palette an und aus. Oder klicken Sie auf Zwischen Vorher- und Nachher-Ansicht wechseln.

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Halten Sie die Alt-Taste gedrückt, und ziehen Sie Details auf 23. So reduzieren Sie Bildrauschen in den geschärften Bereichen, aber wichtige Bilddetails bleiben immer noch scharf und klar. Sie finden in der Palette auch einen Maskierenregler. Dieser arbeitet in Kombination mit dem Detailsregler, um den Schärfungskontrast auf wichtige Bildelemente zu beschränken. Experimentieren Sie unbedingt mit diesem Regler in verschiedenen Bildern.

Die Regler Betrag und Radius haben den Bilddetails zu mehr Wirkung verholfen, aber sie haben auch das Bildrauschen verstärkt. Dieses ist besonders in weichen Bereichen wie im Hintergrund zu sehen. Mit der Details-Palette finden Sie eine gute Balance zwischen Rauschen und Details. Halten Sie die AltTaste gedrückt, und ziehen Sie Details auf 100. Die GraustufenVorschau macht Details und Rauschen gut erkennbar.

Halten Sie die Alt-Taste gedrückt, und klicken Sie auf den Maskierenregler. Bei einem Wert von 0 wird der Bildschirm weiß. Hier findet keine Maskierung statt. Mit den übrigen drei Reglern können Sie das gesamte Bild beeinflussen. Ziehen Sie den Maskierenregler mit gedrückter Alt-Taste nach rechts, erscheinen die scharzen (maskierten) Bereiche. Diese Masken schützen Teile des Bildes vor der Schärfung.

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Rauschreduktion So schwächen Sie Farb- und Luminanzrauschen in Ihren Fotos ab, ohne dabei wichtige Bilddetails zu verlieren m vorherigen Workshop haben wir Ihnen gezeigt, wie Sie mit der Details-Palette richtig schärfen, ohne das Rauschen zu verstärken. Bildrauschen entsteht bei hohen ISO-Werten oder bei sehr langen Verschlusszeiten. Wir unterscheiden zwei Arten von Rauschen: Luminanzrauschen (Graustufen) und Farbrauschen. Luminanzrauschen taucht in Form kleiner Punkte über den gesamten Tonwertbereich eines Bildes auf. Farbrauschen zeigt sich in Form kleiner Flecken mit bunten Farben,

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Verbessern Sie die Belichtung

Öffnen Sie das Bild LR35.dng im Bibliotheks-Modul. Klappen Sie die Metadaten-Palette auf. Wir haben das Bild bei ISO 12.800 aufgenommen. Wechseln Sie ins Entwickeln-Modul, setzen Sie Belichtung auf +1,75, Schwarz auf -64 und Dynamik auf +29.

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Luminanzrauschen reduzieren

Der Glättungsregler soll tieffrequente Farbflecken verhindern. Die Voreinstellung von 50 funktioniert hier gut. Um das Luminanzrauschen weiter abzuschwächen, ziehen Sie den Luminanzregler auf 32. Zwar wird das Rauschen so reduziert, aber das Bild wird auch unschärfer.

die besonders in detailarmen Bildbereichen auffallen, zum Beispiel im Himmel. Luminanzrauschen ist vergleichbar mit dem Filmkorn und ist deshalb häufig weniger störend und nicht ganz so unerwünscht wie Farbrauschen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie mit den Rauschreduktions-Werkzeugen der DetailsPalette eine gesunde Balance zwischen geglättetem Luminanzrauschen und Bilddetails herstellen. Farbrauschen lässt sich einfacher entfernen, wie Sie sehen werden.

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Reduzieren Sie das Farbrauschen

Ziehen Sie den Regler für Farbe auf 0, um das Farbrauschen zu sehen. Setzen Sie ihn auf 25. Die Palette hilft bei der Balance zwischen Farbsäumen und Farbflecken. Ziehen Sie den Regler nach rechts, um Farbsäume zu reduzieren, und nach links, um Farbflecken zu minimieren.

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Bewahren Sie die Details

Der Detailsregler bestimmt, wie viele Details erhalten bleiben, während das Luminanzrauschen geglättet wird. Ziehen Sie ihn nach rechts, um Details zu schärfen, und nach links, um Rauschen zu glätten. Ein Wert von 50 ist ein guter Kompromiss. Erhöhen Sie den Kontrast.


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Der Komplettkurs Lightroom Profi-Werkzeuge

Kameraprofile So führen Sie mit Hilfe der Kameraprofile in Lightroom schnelle Farb- und Tonwertanpassungen durch iele moderne Kameras bieten die Möglichkeit, Bilder direkt in der Kamera mit Hilfe von voreingestellten Profilen zu entwickeln, so zum Beispiel Porträt, Landschaft, Neutral etc. Diese Profile verändern die Farben und Tonwerte eines Bildes. Ein Landschaftsprofil verstärkt häufig die Sättigung von Blau und Grün, während das Neutralprofil Farben und Kontrast kaum beeinflusst, sodass Sie den gewünschten Look später in Lightroom erzeugen können.

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Prozessoptionen

Öffnen Sie das Bild LR38.dng im Entwickeln-Modul. Klappen Sie Kamerakalibrierung auf. Aktuell wird der RAW-Prozessor 2012 verwendet, aber Sie können ältere Versionen verwenden, wenn Sie die Regler Lichter und Tiefen durch Wiederherstellung und Aufhelllicht ersetzen wollen.

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Passen Sie das Profil an

Um den Magenta-Stich zu beheben, ziehen Sie Tiefen auf -47. Um die Haut weniger orange wirken zu lassen, setzen Sie unter Primärfarbe Rot die Sättigung auf -22. Gefällt Ihnen der Look nicht, halten Sie die Alt-Taste gedrückt, und klicken Sie auf eine der Zurücksetzen-Beschriftungen.

Wenn Sie im JPEG-Format fotografieren, können Sie die Resultate der in der Kamera angewandten Profile nachträglich kaum mehr anpassen. Wenn Sie aber im RAW-Format arbeiten, können Sie in Lightroom innerhalb der Palette Kamerakalibrierung mit verschiedenen Looks experimentieren. Diese Palette ist Ihr Sprungbrett zur schnellen Farb- und Tonwertanpassung. Sie können die Resultate der auswählbaren Profile anschließend noch mit den Reglern unter Grundeinstellungen anpassen.

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Wählen Sie ein Profil

Wir belassen Prozess auf 2012, sodass wir mit der aktuellsten Version arbeiten. Das Kameraprofil Landschaft macht die Haut orangefarben. Das Profil Porträt erhöht den Kontrast, ohne die Farben zu sehr zu verstärken. Wir verwenden dieses Profil als Ausgangspunkt.

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Grundeinstellungen

Wechseln Sie zum Abschluss zur Palette Grundeinstellungen. Setzen Sie Belichtung auf +0,90. Setzen Sie Lichter auf +20, Weiß auf +22 und Dynamik auf +36. Die Vorher-Nachher-Ansicht bestätigt, wie wirkungsvoll die Kamerakalibrierung arbeiten kann.


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VORHER

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Der Komplettkurs Lightroom Profi-Werkzeuge

Vorgaben einsetzen Erzeugen Sie blitzschnell kreative Looks mit Vorgaben

VORHER

ine gute Methode, mehr über die Funktionsweise der Regler in Lightroom zu lernen, ist das Experimentieren mit den Vorgaben (Presets). Im vorherigen Kapitel haben wir Ihnen gezeigt, wie Sie mit Hilfe einer Vorgabe die Farben und Tonwerte eines Videos anpassen können. Für Videos ist allerdings nur eine begrenzte Anzahl an Vorgaben unter Ad-hoc-Entwicklung vorhanden. RAW-Dateien dagegen können Sie im Entwickeln-Modul bearbeiten, wo Ihnen eine große VorgabenSammlung zur Verfügung steht. Starten Sie mit einer Vorgabe, und passen Sie die Einstellungen nach Belieben an.

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Vorschau der Vorgaben

Öffnen Sie das Bild LR11.dng im Entwickeln-Modul. Klappen Sie die Vorgaben-Palette unterhalb des Navigators auf. Gehen Sie auf einen Ordner wie S/W-Filtervorgaben-Lightroom. Bewegen Sie den Mauszeiger über die Vorgaben, um im Navigator eine Vorschau zu sehen.

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Benutzervorgabe speichern

Nachdem Sie eine Vorgabe angepasst haben, können Sie diese speichern und auf weitere Bilder anwenden. Klicken Sie auf das Plus-Zeichen der Vorgaben-Palette, und vergeben Sie im erscheinenden Fenster einen Namen. Sie können auch Attribute aus der Vorgabe entfernen.

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Wenden Sie eine Vorgabe an

Um eine Vorgabe anzuwenden, klicken Sie auf den Namen (hier: Blaufilter). Das Foto wird ein Schwarzweiß-Bild, und die Regler in der S/W-Palette werden automatisch verändert, sodass das Rot im Kleid sehr dunkel wird. Setzen Sie Orange auf +17, um die Haut aufzuhellen.

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Öffnen Sie Ihre Vorgaben

Jede Benutzervorgabe erscheint im entsprechenden Bereich der Vorgaben-Palette. Um eine Vorgabe zu entfernen, klicken Sie mit der rechten Maustaste darauf und wählen Sie Löschen. Sie können natürlich auch komplette Bearbeitungen selbst anfertigen und diese abspeicheren.


Der Komplettkurs Lightroom Profi-Werkzeuge

 Einen Schritt weiter... Erzeugen Sie unterschiedlichste Looks, indem Sie mit den Optionen der Vorgaben-Palette experimentieren

Benutzervorgabe mit Blaufilter

Gelbfilter

Crossentwicklung 2

Vignette 2

Hier sehen wir das Ergebnis unserer Schritte der vorherigen Seite auf Basis der Vorgabe Blaufilter. Die Rottöne im Kleid wurden abgedunkelt, sodass es einen starken Kontrast zum hellen Hintergrund bildet. Die Haut des Models wurde etwas aufgehellt.

Diese Lightroom-Vorgabe imitiert eine Dunkelkammertechnik, indem die Gradationskurve angepasst und die Werte für Sättigung und Luminanz in der HSL-Palette verändert werden. Die Crossentwicklung schauen wir uns im nächsten Kapitel noch genauer an.

Ergänzen Sie die Lightroom-Vorgaben durch über 270 weitere tolle Presets aus unserem DownloadMaterial (ab Seite 222).

Diese Vorgabe wendet Werte an, die die Rottöne im Kleid deutlich heller werden lassen. Auch die Hauttöne sind heller, sodass das gesamte Bild weicher und milchiger wirkt. Die Augen und das Haar stechen hierbei deutlicher heraus.

Diese Vorgabe finden Sie im Ordner Effektvorgaben Lightroom. Es beeinflusst die Farben des Bildes nicht, aber fügt eine Vignette und ein wenig Filmkorn hinzu. Solche Vorgaben eignen sich ideal dazu, Digitalfotos schnell einen Retro-Look zu verleihen.

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Der Komplettkurs Lightroom Werden Sie kreativ


Der Komplettkurs Lightroom Werden Sie kreativ

Werden Sie kreativ Verleihen Sie Ihren Bildern mit kreativen Bearbeitungen einen individuellen Look

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Stimmungsvolle Küstenlandschaft

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Perfekte Panoramen einfach erstellt

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Grobkörniger Look in Schwarzweiß-Fotos

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Porträtbearbeitung Schritt für Schritt

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Kreative CrossEntwicklung

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Colourkey-Effekt leicht gemacht

So verleihen Sie Ihren Landschaftsaufnahmen mit Hilfe selektiver Anpassungen mehr Spannung und Dynamik

Lernen Sie, wie Sie ganz unkompliziert einen grobkörnigen Analogfilm-Look in Schwarzweiß-Bildern erzeugen

Erzeugen Sie selektive Farbverschiebungen, indem Sie in Lightroom eine alte Dunkelkammertechnik imitieren

Mit den Werkzeugen zum Zusammenfügen von Fotos erstellen Sie in Lightroom fantastische Panoramen

Lassen Sie Ihr Model gut aussehen, indem Sie Pickel entfernen, die Haut weichzeichnen und Augen-Details verstärken

So isolieren und bewahren Sie bei einer Schwarzweiß-Konvertierung gezielt eine bestimmte Farbe

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Stimmungsvolle Küstenlandschaft So verleihen Sie Ihren Landschaftsaufnahmen mit Hilfe selektiver Anpassungen mehr Spannung und Dynamik VORHER

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Passen Sie die Farben an

Bevor Sie spezifische Bildbereiche anpassen, sollten einige Basis-Einstellungen vorgenommen werden. Setzen Sie Dynamik auf etwa -60 und Sättigung auf einen Wert um +60. Die Blau- und Grüntöne werden so verstärkt und unterstützen den kühlen, winterlichen Look der Szenerie.

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Verbessern Sie die Küste

Um im Küstenbereich Details sichtbar zu machen, malen Sie mit dem Korrekturpinsel darüber und korrigieren Sie Ihre Arbeit falls nötig mit der Löschen-Option. Setzen Sie Belichtung auf +3, Tiefen auf +64 und Kontrast auf +75. Erhöhen Sie Klarheit und Sättigung auf +30.


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NACHHER

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Passen Sie den Himmel an

Wählen Sie einen neuen Korrekturpinsel, und malen Sie über den gesamten Himmel. Setzen Sie Klarheit auf +75 und Kontrast auf +95. Um etwas weniger Blau im Himmel zu haben, setzen Sie Sättigung auf -50. Setzen Sie nun die Lichter auf -76, um helle Details zu bewahren.

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Verbessern Sie das Meer

Zum Schluss passen wir noch den Meeresbereich an. Aktivieren Sie den Verlaufsfilter, und ziehen Sie den Verlauf vom unteren Bildrand bis zum Horizont auf. Setzen Sie die Temperatur auf 17, den Kontrast auf 20, die Lichter auf 12, die Tiefen auf -39 und die Klarheit auf 71.

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Grobkörniger Look Lernen Sie, wie Sie ganz unkompliziert einen grobkörnigen Analogfilm-Look in Schwarzweiß-Bildern erzeugen VORHER

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Heben Sie den Kontrast an

Starten Sie in der Palette Grundeinstellungen, und klicken Sie auf Schwarzweiß. Farbanpassungen sind hier nicht nötig, da unser Bild nicht auf eine subtile Wirkung ausgelegt sein wird. Die automatische Umwandlung genügt uns. Ziehen Sie den Kontrastregler auf sein Maximum.

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Erhöhen Sie die Klarheit

Eine Eigenschaft guter Schwarzweiß-Fotos ist die klare Abgrenzung von Objekten. Der Klarheitregler wirkt hier Wunder, ziehen Sie ihn einfach bis auf das Maximum. Das können Sie auch mit dem Tiefenregler tun. Eventuelle Artefakte werden durch einen Filmkorn-Effekt überlagert.


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Fügen Sie eine Vignette hinzu

Wechseln Sie in die Effekte-Palette, und wenden Sie eine Vignette an. Setzen Sie Weiche Kante ganz nach rechts. Bewegen Sie den Mittelpunktregler ganz nach links, sodass der Effekt fast in der Mitte beginnt. Passen Sie die Form der Vignette mit dem Rundheit-Schieberegler an.

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Fügen Sie Filmkorn hinzu

Sollten die Einstellungen für Klarheit und Tiefen eventuelle Artefakte erzeugt haben, werden diese nun von Filmkorn überlagert. Der Effekt Körnung in Lightroom wirkt sehr realistisch. Experimentieren Sie mit den Einstellungen für Stärke, Größe und Unregelmäßigkeit.

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Kreative CrossEntwicklung Erzeugen Sie selektive Farbverschiebungen, indem Sie in Lightroom eine alte Dunkelkammertechnik imitieren er Begriff Cross-Entwicklung bezieht sich auf eine Dunkelkammertechnik aus den Zeiten der analogen Fotografie. Dabei kamen für Negativfilm Chemikalien zum Einsatz, die eigentlich für Diafilm bestimmt waren (oder umgekehrt). Die Verwendung falscher Chemikalien führt zu Farbverschiebungen und einer Kontrastanhebung. So kamen ungewöhnliche und einzigartige Bilder zustande. Blautöne bekommen bei der CrossEntwicklung einen Grünstich, die Schattenbereiche erhalten eine Verschiebung in Richtung Magenta. Diese Technik ist noch immer beliebt, besonders in den Bereichen Mode, Fine Art und Stock-Fotografie. Zu analogen Zeiten ließen sich die Ergebnisse nur schlecht steuern, sodass mit verschiedenen Intensitäten experimentiert werden musste. Die Farben-Palette in Lightroom ermöglicht uns hingegen die vollständige Kontrolle über jeden Farbton, so dass wir die klassische Tönung einfach nachstellen können. Wir zeigen Ihnen auch, wie Sie den Verlaufsfilter einsetzen, um mehr Details hervorzubringen.

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Enthüllen Sie Farben und Details

Öffnen Sie das Beispielbild LR23.dng im EntwickelnModul. Setzen Sie die Temperatur auf 6.050, um das Bild kühler wirken zu lassen. Setzen Sie Lichter auf -96 und die Tiefen auf +69, sodass mehr Farben und Details im Bereich des unterbelichteten Schiffsrumpfs sichtbar werden.

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Präsenz-Einstellungen

Setzen Sie im Präsenz-Bereich der Palette den Klarheitregler auf +56, um die Kieselsteine zu betonen. Setzen Sie Dynamik auf -19. Der Himmel wirkt flau, also klicken Sie auf den Verlaufsfilter. Setzen Sie Belichtung auf -1,61 und Kontrast auf +18. Ziehen Sie Klarheit auf +23.


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Ziehen Sie den Verlauf auf

Ziehen Sie den Verlauf so auf, dass er den Himmel bis in den oberen Bereich der Kabine erfasst. Diese Anpassung führt dazu, dass der Himmel leicht abgedunkelt wird und einen stärkeren Kontrast erhält. Ziehen Sie den Sättigungsregler auf 72, und drücken Sie dann die Taste M.

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Cross-Entwicklung

Klicken Sie in der Farben-Palette auf den Blau-Kanal. Setzen Sie Farbton auf -48, um den typischen grünen Farbstich zu erzeugen. Reduzieren Sie die Sättigung aber auf -50. Klicken Sie auf den Rot-Kanal, und setzen Sie den Farbton auf +54, um den Rumpf oranger wirken zu lassen.

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Perfektes Panorama So kombinieren Sie in Lightroom einfach mehrere Aufnahmen ie Panorama-Funktion in Lightroom kann mehrere Bilder horizontal oder vertikal aneinanderfügen, um ein großes RAW-Panorama zu erzeugen – perfekt für Momente, in denen Ihr Objektiv nicht weitwinklig genug ist oder Sie so viele Details wie möglich einfangen wollen. Bei der Aufnahme sollten Sie unbedingt ein Stativ verwenden. Kontrollieren Sie die gleichmäßige Ausrichtung des Horizonts, wenn Sie schwenken. Dabei hilft eine kleine Wasserwaage. Fotografieren Sie im Hochformat, und sorgen Sie für eine ausreichende Überlappung zwischen den Einzelaufnahmen. Die Panorama-Funktion bietet Ihnen drei verschiedene Projektions-Optionen an. Kugelförmig ordnet die Bilder so an, als befänden sie sich auf der Innenseite einer Kugel. Diese Variante eignet sich für sehr breite Panoramen. Perspektivisch ordnet die Bilder wie auf einer flachen Oberfläche an und belässt die Linien gerade. Insofern eignet sich diese Option gut für Stadt- und Architekturaufnahmen, kann aber zu extremen Verzeichnungen an den Bildrändern führen. Zylindrisch fügt die Bilder wie auf der Innseite eines Zylinders zusammen – ideal für breite Panoramen, bei denen vertikale Linien gerade bleiben sollen.

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Panorama-Funktion aufrufen

Klicken Sie bei gedrückter Cmd/Ctrl-Taste, um die Einzelbilder auszuwählen. Wechseln Sie im EntwickelnModul zur Palette Objektivkorrekturen. Klicken Sie auf Profil, und aktivieren Sie Profilkorrekturen. Wählen Sie Foto > Zusammenfügen von Fotos > Panorama, oder drücken Sie einfach die Tasten Cmd/Ctrl+M.

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Wählen Sie eine Projektion

Sie können aus den drei Optionen Kugelförmig, Zylindrisch oder Perspektivisch wählen. Jede Variante fügt die Bilder unterschiedlich zusammen. Experimentieren Sie mit den drei Varianten, um eine optimal für Ihr Motiv passende Projektion zu finden. Wir haben in unserem Beispiel Zylindrisch gewählt.


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Automatisches Freistellen

Ein Haken bei Automatisches Freistellen entfernt die Randbereiche des Panoramas, um ein Rechteck zu liefern. Die Funktion ist non-destruktiv und kann nachträglich per Freistellungsüberlagerung bearbeitet werden. Entfernen Sie den Haken, um zu sehen, wie viel von verzerrten Rändern in der Option Perspektivisch abgeschnitten wurde.

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Verbessern Sie das Panorama

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Klicken Sie auf Zusammenfügen. Das Panorama erscheint nun neben den Originalen mit der Ergänzung Pano. Es ist immer noch eine DNG-Datei, sodass Sie es wie jedes andere RAW weiterbearbeiten können. Wir haben die Farben verstärkt und im Himmel einen Verlaufsfilter hinzugefügt, um ihn etwas abzudunkeln.

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Detailreiches HDR-Panorama Kombinieren Sie die Befehle zum Zusammenfügen von Fotos, um ein Panorama mit enormem Dynamikumfang zu erzeugen enn Sie ein detailreiches HDR-Panorama erstellen möchten, erleichtern Ihnen die beiden Funktionen zum Zusammenfügen von Fotos (HDR und Panorama) die Arbeit enorm. Bei der Aufnahme der Ausgangsbilder für ein HDR ist ein Stativ Pflicht, und Sie müssen auf die Belichtung achten. Wie bei einem normalen Panorama fotografieren Sie die Szenerie in überlappenden Bilder (idealerweise im Hochkant-Format). Bei der HDRAufnahme schießen Sie allerdings drei Einzelbilder mit

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HDR zusammenfügen

Ein HDR-Panorama benötigt mehrere Belichtungen pro Segment. Klicken Sie mit gedrückter Cmd/Ctrl-Taste auf die Belichtungen des ersten Segments, und wählen Sie Foto > Zusammenfügen von Fotos > HDR (oder drücken Sie Cmd/Ctrl+H). Deaktivieren Sie Automatischer Tonwert, und wählen Sie eine passende Geistereffektbeseitung.

unterschiedlicher Belichtung pro Segment. Am einfachsten gelingt dies mit einer automatischen Belichtungsreihe. Wenn Sie also ein fünfteiliges Panorama aufnehmen, schießen Sie dafür 15 Bilder. Beim Zusammenfügen werden zunächst die drei Einzelbilder zu einem HDR-Bild kombiniert und dann alle HDRs zu einem Panorama. Sie können das Ganze sogar so einstellen, dass dieser Prozess im Hintegrund abläuft und Sie mit weiteren Arbeiten fortfahren können.

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Im Hintergrund zusammenfügen

Sie können die HDR-Funktion mit Hilfe eines Tastaturkürzels auch im Hintergrund laufen lassen. Wählen Sie per Klick mit gedrückter Cmd/Ctrl-Taste die Belichtungen des nächsten Segments aus, und drücken Sie dann Cmd/ Ctrl+Umschalttaste+H (eine Statusanzeige erscheint oben links). Wiederholen Sie dies für die übrigen Segmente.


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Panorama erstellen

Wenn alle HDR-Bilder erstellt sind, erzeugen wir das Panorama. Klicken Sie in der Rasteransicht der Bibliothek auf Text in der Filterleiste, und tippen Sie HDR. Wählen Sie alle HDRs aus, und drücken Sie Cmd/Ctrl+M. Wählen Sie eine Projektion aus (hier: Zylindrisch), und klicken Sie anschließend auf Zusammenfügen.

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Kitzeln Sie die Details heraus

Wechseln Sie ins Entwickeln-Modul. In der Palette Grundeinstellungen heben wir Schatten- und Lichterdetails hervor und erhöhen die Klarheit. Mit dem Korrekturpinsel kitzeln wir anschließend weitere Details heraus. Malen Sie dazu über die gewünschten Bereiche und verändern Sie die Einstellungen der Schieberegler.

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Porträtbearbeitung Schritt für Schritt Lassen Sie Ihr Model gut aussehen, indem Sie Pickel entfernen, die Haut weichzeichnen und Augen-Details verstärken ie Porträtretusche kann eine der größten Herausforderungen in der Nachbearbeitung darstellen. Allzu oft wirken die Bilder unnatürlich und übertrieben. Was aber bereits vor dem Shooting beim Make-up und den Haaren passiert, ersparen Sie sich nachträglich am Rechner. Ein sattes Hauptlicht im Fotostudio kann zusätzlich Fältchen verschwinden lassen, sodass ein jugendlicherer Teint entsteht. Auch Filter vor dem Objektiv sorgen für eine leuchtende, weich aussehende Haut mit schöner, feiner Struktur. Für ein perfektes Porträt kommen Sie aber nie an der Nachbearbeitung vorbei. Ein Pickel oder schlecht sitzendes Haar, und schon wird Ihr Model mit den Resultaten nicht besonders zufrieden sein. Lightroom verfügt über eine umfangreiche Werkzeugsammlung, mit deren Hilfe Sie Ihr Model fantastisch aussehen lassen, ohne einen unnatürlichen Look zu erzeugen oder den Charakter zu stark zu verändern. In diesem Workshop demonstrieren wir, wie Sie Hautunreinheiten verschwinden lasssen und mit Hilfe von Pinselstrichen ein gesundes und frisch wirkendes Hautbild erzielen. Ebenso lernen Sie, wie Sie Verschiebungen im Weißabgleich begegnen, um die Hauttöne natürlich und nicht zu orange aussehen zu lassen. Ein Schlüsselwerkzeug bei der Porträtretusche ist der Korrekturpinsel. Dieses Werkzeug lässt kaum Wünsche offen: Mit Hilfe der speziell auf Porträts ausgerichteten Voreinstellungen können Sie unterbelichtete Augen aufhellen und feine Details oder Strukuren der Iris betonen. So verfehlt ein Porträt mit intensivem Augenkontakt zum Betrachter seine Wirkung nicht.

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Lassen Sie das Bild kühler wirken

Öffnen Sie das Beispielbild LR29.dng im EntwickelnModul. Vor den lokalen Anpassungen kümmern wir uns um die zu warmen Hauttöne. Ziehen Sie Temperatur in den Grundeinstellungen auf 4.992 Kelvin. Das erzeugt deutlich natürlichere Hauttöne.

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Heben Sie die Belichtung an

Ein Blick auf das Histogramm zeigt sofort, dass unser Bild etwas unterbelichtet ist. Setzen Sie die Belichtung auf +0,82, um die Mitteltöne heller zu machen. Das Diagramm rutscht nach rechts und zeigt eine breitere, ausgewogenere Tonwertverteilung.

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Details in den Lichtern retten

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Wählen Sie eine Vorgabe

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Verbessern Sie die Augen

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Hellen Sie die Zähne auf

Wechseln Sie in die 1:1-Ansicht. Die Lichter sind zwar nicht beschnitten, aber wir verlieren einige Details in den hellsten Bereichen. Setzen Sie Lichter auf -58. Die Lichter werden abgedunkelt, ohne andere Tonwerte zu beeinflussen. Die Zahlen auf der Uhr sind besser erkennbar.

Setzen Sie die Größe auf 7,0. Platzieren Sie Markierungspunkte, und malen Sie über die Augen. Die weißen Bereiche werden strahlender, die Struktur und Farbe der Iris kommen besser zur Geltung. Schalten Sie die Palette an und aus, um den Unterschied zu sehen.

Ziehen Sie das Fenster auf die Augen, und klicken Sie auf den Korrekturpinsel. Klicken Sie auf das EffektMenü. Wählen Sie Irisoptimierung. Diese Vorgabe hebt die Belichtung auf 0,35 an, um die Augen aufzuhellen. Sie hebt zudem die Klarheit auf 10 und die Sättigung auf 40 an.

Die abgeschatteten Zähne sehen dumpf aus. Wählen Sie im Effekt-Menü des Korrekturpinsel die Vorgabe Zähne bleichen. Die Vorgabe senkt die Sättigung auf -60, was Verfärbungen sofort verschwinden lässt. Reduzieren Sie die Größe auf 4,0. Wechseln Sie in die 2:1-Ansicht.


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Verwenden Sie eine Maske

Um den Korrekturpinsel beim Erfassen der Zähne zu unterstützen, setzen Sie einen Haken bei Automatisch maskieren. Benachbarte Bereiche wie die Lippen werden so besser geschützt. Aktivieren Sie Überlagerung für ausgewählte Maske anzeigen. Malen Sie über die Zähne.

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Wählen Sie eine neue Vorgabe

Auf der Haut des Models finden wir kleine Reflexionen durch die Kombination aus Schweiß und Blitzlicht. Klicken Sie in der Korrekturpinsel-Palette auf Neu, und wählen Sie Haut weichzeichnen. Klarheit wird hier auf -100 reduziert, um den Mittenkontrast zu minimieren.

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Pickel entfernen

Aktivieren Sie die Bereichsreparatur, klicken Sie auf Reparieren. Setzen Sie die Größe auf 15 und Weiche Kante auf 87. Klicken Sie auf den Pickel an der Lippe. Der Bereich wird durch einen anderen ersetzt. Verschieben Sie die Überlagerungen falls nötig.

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Feinanpassung der Korrektur

Entfernen Sie den Haken bei Überlagerung für ausgewählte Maske anzeigen. Trotz der automatischen Maskierung können einige Lippenbereiche ebenfalls entsättigt sein. Klicken Sie auf Löschen, und malen Sie über die entsättigten Lippenbereiche.

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Die Haut weichzeichnen

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Entfernen Sie die Narbe

Setzen Sie einen Bearbeitungspunkt auf die Haut, und malen Sie über die reflektierenden Stellen. Der Klarheitregler bei -100 wirkt fast wie ein Puder. Beim Malen über Fältchen verlieren diese an Definition, was dem Gesicht insgesamt einen jugendlicheren Teint verleiht.

Halten Sie die Leertaste gedrückt, um das Verschieben-Werkzeug aufzurufen, und ziehen Sie das Bild auf die Narbe. Zoomen Sie auf 1:1 herein. Setzen Sie die Größe auf 60, und malen Sie über die Narbe. Die Bereichsreparatur ersetzt sie mit unverletzter Haut.

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Colourkey-Effekt leicht gemacht So isolieren und bewahren Sie bei einer SchwarzweißKonvertierung gezielt eine bestimmte Farbe ine Möglichkeit, um die Aufmerksamkeit des Betrachters auf einen bestimmten Bildbereich zu lenken, ist es, in einem Schwarzweiß-Bild eine einzige Farbe zu bewahren. Viele Fotografen halten den sogenannten Colorkey-Effekt für kitschig, andere sehen ihn als beliebte Kreativtechnik an. Denken Sie nur an Postkarten aus London: Sie haben sofort ein SchwarzweißBild mit knallroten Bussen oder Briefkästen vor Augen. In Kapitel 6 haben wir die HSL-Palette genutzt, um die Sättigung und Helligkeit spezifischer Farben in einer Landschaftsaufnahme zu beeinflussen. Die Schieberegler der Palette haben es uns ermöglicht, einen Sonnenuntergang in seinen Farbtönen zu verstärken, während wir den Rest der Landschaft mit ihren grünen Hügeln aufgehellt haben. In diesem Kreativ-Workshop setzen wir eben jene HSL-Palette erneut an, um ganz gezielt alle Farben im Bild mit Ausnahme der Gelbtöne des Regenmantels zu entsättigen. Diese reglerbasierte Technik erspart Ihnen den Zeitaufwand und die Mühe, die Farbe nachträglich hineinzumalen.

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Entsättigen Sie die Blätter

Öffnen Sie das Bild LR60.dng im Entwickeln-Modul. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf eine Palette und wählen Solo-Modus, so erscheint nur die aktuelle Palette. Klappen Sie die HSL-Palette auf, und klicken Sie auf Sättigung. Ziehen Sie Rot und Orange auf -100.

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Entfernen Sie die Blautöne

Ziehen Sie Grün und Aquamarin ebenfalls auf -100. Das Gras wird nun ebenfalls in Graustufen dargestellt. Klicken Sie auf den kleinen Kreis oben links an der Palette und damit auf die Jeans. Nun ziehen Sie den entsprechenden Blau-Wert ganz nach links.


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Entsättigen Sie die Haut

Einige Hauttöne sind noch übrig, sodass wir mit dem eben eingesetzten Werkzeug nun auf die Haut klicken. Ziehen Sie den Wert ganz nach links. Alternativ können Sie die Lila- und Magenta-Regler auf -100 ziehen. Nun bleibt nur Gelb übrig, dessen Regler wir auf +64 ziehen.

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Der Feinschliff

Wie Sie sehen, befindet sich Gelb auch im Hintergrund. Um diese Bereiche zu entsättigen, wählen wir den Korrekturpinsel und im Aufklappmenü Entsättigen. Setzen Sie die Sättigung auf -100. Deaktivieren Sie Automatisch maskieren. Setzen Sie Fluss und Dichte auf 100.

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Der Komplettkurs Lightroom Drucken aus Lightroom


Der Komplettkurs Lightroom Drucken aus Lightroom

Drucken aus Lightroom Erzeugen Sie perfekte Ausdrucke Ihrer Fotos mit Hilfe des Drucken-Moduls in Lightroom Softproof für Ihre Bilder

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Wasserzeichen in Bilder einfügen

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Einführung in das Drucken-Modul

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Farbmanagement leicht gemacht

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Ein eigenes DruckLayout erstellen

Erkennen und korrigieren Sie nicht druckbare Farben, sodass Ihre Ausdrucke der Monitoransicht näher kommen

So legen Sie Seitengrößen und Ausrichtung fest und erstellen mit Hilfe der Layoutstil-Palette einen Kontaktabzug Ihrer Fotos

Verwenden Sie den Vorlagenbrowser zur Erstellung von Layouts, oder erstellen Sie Ihr individuelles Druck-Layout

So schützen Sie Ihre Bilder mit Wasserzeichen oder einer Erkennungstafel in der Seiten-Palette des Drucken-Moduls

Für optimale Druckergebnisse helfen Ihnen Farbprofile bei der Auswahl des Druckers, des Papiers und der Tinte

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Der Komplettkurs Lightroom Drucken aus Lightroom

Softproof für Ihre Bilder Erkennen und korrigieren Sie nicht druckbare Farben, sodass Ihre Ausdrucke der Monitoransicht näher kommen n Kapitel 5 haben wir die Farben und Tonwerte eines Landschaftsbildes bearbeitet, um mehr Details und leuchtendere Farben zu erreichen. Auch wenn das Bild am Monitor toll aussieht, kann es eine frustrierende Erfahrung sein, wenn Sie einen deutlich weniger leuchtenden und dunkleren Ausdruck in den Händen halten. Ihrem Drucker kann es unter Umständen schwerfallen, die bearbeiteten Farben akkurat wiederzugeben. Das liegt daran, dass ein Monitor mehrere Millionen Farben darstellen kann, indem er Rot, Grün und Blau (RGB) mischt, während die meisten Drucker Cyan, Magenta, Schwarz und Gelb (CMYK) kombinieren und damit einen engeren Farbraum erzeugen. Nicht druckbare Farben werden als „Out of Gamut“

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(= außerhalb des Farbumfangs) bezeichnet. Das Bild auf Ihrem Monitor ist zudem hell beleuchtet, was die Farben deutlicher strahlen lässt, als es Papier vermag. Im Entwickeln-Modul finden Sie den hilfreichen Softproof-Modus, mit dessen Hilfe Sie Farben außerhalb des druckbaren Spektrums identifizieren und dann entsprechend anpassen können. Als Ansichtsexemplar nutzen wir die helle und farbenfrohe bearbeitete Version des Beispielbildes LR15.dng aus dem Verlaufsfilter-Workshop in Kapitel 5. Lightroom verwendet den sRGB(Standard RGB)Farbraum, der für die Monitordarstellung gedacht ist. Nach der Korrektur problematischer Farben in sRGB zeigen wir Ihnen, wie Sie Lightroom dazu bringen, einen kleineren, druckerfreundlicheren Farbraum zu verwenden: Adobe RGB.


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Analysieren Sie die Farbmischung

Öffnen Sie das bearbeitete Beispielbild LR15.dng im Entwickeln-Modul. Wenn Sie den Mauszeiger über das Bild bewegen, sehen Sie die jeweiligen RGB-Werte unter dem Histogramm. Das Blau am Messpunkt unseres Himmels besteht aus 26,6% Rot, 32,9% Grün und 47,9% Blau.

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Proof-Vorschau anzeigen lassen

Um ein besseres Gefühl dafür zu bekommen, wie Ihr Foto im Ausdruck aussehen wird, setzen Sie einen Haken bei Softproof. Der weiße Hintergrund steht für den Papierrand. Die Zahlen unter dem Histogramm zeigen nun numerische RGB-Werte an.

3

Farbraum-Warnung einblenden

4

Erstellen Sie eine Proof-Kopie

5

Selektive Sättigungsanpassung

6

Ändern Sie das Farbprofil

Um die nicht druckbaren Farben zu sehen, klicken Sie auf Warnung des Zielfarbumfangs anzeigen oben rechts am Histogramm. Nicht druckbare Farben werden rot überlagert. In diesem Fall sind die dunkelblauen sowie einige Grün- und Gelbtöne außerhalb des Farbraums.

Klicken Sie auf Sättigung in der HSL-Palette, und wählen Sie Sättigung durch Ziehen im Foto anpassen oben links. Klicken Sie in den roten Bereich im Himmel, und ziehen Sie das Werkzeug nach unten. Blau wird entsättigt, die Warnung verschwindet. Verfahren Sie ebenso mit dem Gras.

Oft brauchen Sie zwei Versionen zur Online-Präsentation und für den Ausdruck. Klicken Sie auf ProofKopie erstellen. Im Filmstreifen sehen Sie die Versionen des Fotos. Um die nicht druckbaren Blautöne zu entsättigen, ohne andere Farben zu ändern, klappen Sie die HSL-Palette auf.

Alternativ können Sie auch das Farbprofil des Fotos von vornherein auf Adobe RGB (1998) umstellen. In diesem Fall werden die Farben innerhalb der Proof-Vorschau bereits auf den engeren Farbraum reduziert, sodass keine selektiven Anpassungen mehr notwendig sind.

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Der Komplettkurs Lightroom Drucken aus Lightroom

Einführung in das Drucken-Modul So legen Sie Seitengrößen und Ausrichtung fest und erstellen mit Hilfe der Layoutstil-Palette einen Kontaktabzug Ihrer Fotos m überwiegenden Teil dieses Kurses beschäftigen wir uns damit, wie Ihre Bilder optimal zu organisieren und nachzubearbeiten sind. Die meisten Anwender werden mehr Zeit in den beiden Modulen Bibliothek und Entwickeln verbringen, als in den übrigen fünf. Viele Lightroom-Nutzer möchten ihre Bilder auch online teilen, sei es in Stock-Agenturen oder auf Social-Media-Seiten wie Flickr. Diese Bereiche schauen wir uns im letzten Kapitel genauer an.

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Andere möchten ihre Fotos wiederum ausdrucken. Auf den folgenden Seiten beschäftigen wir uns genau damit. Auf der vorherigen Doppelseite haben wir bereits den Unterschied zwischen Bildschirm- und Druckaufbereitung kennengelernt. Sobald Sie das Softproof-Werkzeug verwendet haben oder das Farbprofil auf druckbare Farben hin geändert haben, können Sie Ihr Foto in das Drucken-Modul überführen. Im Drucken-Modul können Sie Ihre Bilder in voller Größe ausdrucken oder vorgegeb-

ne Layouts verwenden, um unterschiedliche Ausgabegrößen mit wenigen Mausklicks zu erstellen. Alternativ können Sie eine Bildauswahl als Kontaktabzug drucken. Die Erläuterungen auf den folgenden Seiten stellen Ihnen die wichtigsten Werkzeuge und Funktionen des Drucken-Moduls vor. Wir zeigen Ihnen dann, wie Sie individuelle Layouts erstellen. Wo auch immer Sie Ihre Bilder veröffentlichen wollen – ob im Netz, per E-Mail oder als Ausdruck –, wir zeigen Ihnen alle dazu nötigen Schritte.


Der Komplettkurs Lightroom Drucken aus Lightroom

Der Aufbau des Drucken-Moduls Lernen Sie alle wichtigen Funktionen des Drucken-Moduls kennen 1 VORschau Im Drucken-Modul wird das Navigator-Fenster durch eine Vorschau der aktuell gewählten Layout-Vorlage ersetzt. So erkennen Sie den Aufbau der jeweiligen Vorlage auf den ersten Blick und können schnell die entsprechend passende Option auswählen.

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1

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2 VorlagenBROWSER 2

Klicken Sie hier, um alle verfügbaren Vorlagen zu sehen. Sie können unterschiedlich große Versionen eines Bildes in verschiedensten Seitenverhältnissen ausdrucken. Hier haben wir ein 5x7-Bild mit vier 3,5x2,5-Bildern im Layout.

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3 Seiten Wenn Sie mehr als ein Bild im Filmstreifen auswählen, wird jedes in das gewählte Layout auf eine eigene Seite platziert. Sie können auf dieses Symbol klicken, um zur ersten Seite zu springen. Mit den Pfeilen scrollen Sie durch die übrigen Seiten.

4 Ausgewählte Fotos

5 LAYOUtstil

6 Bildeinstellungen

Dieses Aufklappmenü können Sie verwenden, um ausgewählte Bilder des Filmstreifens zum aktuellen Layout hinzuzufügen. Alternativ können Sie markierte Fotos oder alle Fotos des Filmstreifens hinzufügen.

Klicken Sie auf diese Palette, um ein Einzelbild oder einen Kontaktabzug mit vielen gleich großen Fotos zu drucken. Ein passendes Layout wählen Sie per Scrollen durch den Vorlagenbrowser aus.

Hier können Sie ein Foto den Bereich ausfüllen lassen, in dem es sich befindet. Klicken Sie auf Drehen und einpassen, um ein Porträt in ein Landschaftsformat einzupassen. Hier können Sie auch Ränder hinzufügen.

Verwalten Sie Ihre Paletten

Im Detail:

Lineale, Hilfslinien & Raster Viele Druckdienstleister nutzen Zoll als Maßeinheit. Klicken Sie hier [1], um Ihre Fotos mit der jweiligen Option anzuzeigen (oder wählen Sie Millimeter). Wenn Sie ein eigenes Layout anlegen, klicken Sie hier [2], um nicht mitgedruckte Hilfen wie Lineale einzublenden.

Wenn Sie ein Bildpaket aus Fotos unterschiedlicher Größen vorbereiten, können Sie die Maßeinheiten für jede Zelle per Häkchen an dieser Stelle anzeigen lassen [3]. Damit alle Bilder sauber ausgerichtet sind, klicken Sie hier [4], und wählen Sie Zelle oder Raster.

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1 4

3

Das Drucken-Modul bietet zahlreiche Paletten, sodass Sie viel scrollen müssen, falls alle geöffnet sind. Um die Oberfläche aufgeräumter zu halten, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf eine Palette und wählen Sie Solo-Modus. So wird nur eine Palette geöffnet gehalten und beim Wechsel in eine andere automatisch geschlossen. Bei sieben Modulen, die es zu beherrschen gilt, lohnt sich das Lernen der Tastaturkürzel, um die Module aufzurufen. Diese sind dabei gemäß ihrer Reihenfolge im Fenster nummeriert. Drücken Sie Cmd/Ctrl+Alt+1, um in das Bibliotheks-Modul zu gelangen, oder Cmd/Ctrl+Alt+2 für das Entwickeln-Modul und so weiter.

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Der Komplettkurs Lightroom Drucken aus Lightroom

Ein eigenes DruckLayout erstellen Verwenden Sie den Vorlagenbrowser zur Erstellung von Layouts, oder erstellen Sie Ihr individuelles Druck-Layout er Vorlagenbrowser im Drucken-Modul enthält zahlreiche Vorlagen, die es Ihnen ermöglichen, Duplikate eines Bildes in unterschiedlichen Größen zu erzeugen, sodass Sie ein Bildpaket mit verschiedenen Einzel-Abmessungen zusammenstellen können. Ebenso können Sie eine Auswahl von Bildern aus dem Filmstreifen als Miniaturen-Serie arrangieren, um einen Kontaktabzug ausdrucken zu können. In der LayoutstilPalette finden Sie auch die Möglichkeit, ein benutzerdefiniertes Paket anzulegen, was insbesondere dann praktisch ist, wenn Sie verschiedene Größen ausdrucken wollen, die nicht im Vorlagenbrwoser verfügbar sind.

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Die Layoutvorlagen in Lightroom platzieren Ihre Fotos in Zellen. Diese Zellen können Sie manuell verschieben, sodass Sie schnell zu einem eigenen Layout gelangen. Sie können individuelle Zellen auch vergrößern oder verkleinern und festlegen, ob das Bild zellfüllend hereingezoomt wird oder nicht. Auch das Seitenverhältnis der Zellen können Sie manuell festlegen. In diesem Workshop zeigen wir Ihnen, wie Sie mit der Zellen-Palette Schritt für Schritt ein individuelles Layout erstellen, das unterschiedlich große Bilder mit verschiedenen Seitenverhältnissen enthält. Sie können Ihr eigenes Layout dann für eine spätere Anwendung als Vorlage abspeichern.


Der Komplettkurs Lightroom Drucken aus Lightroom

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Fügen Sie Zellen hinzu

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Ändern Sie die Einheiten

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Benutzerdefinierte Größe

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Passen Sie die Größe manuell an

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Speichern Sie Ihre Vorlage

Richten Sie die Seite ein

Klappen Sie die Zellen-Palette auf, und klicken Sie auf Layout löschen. Klicken Sie dann auf Seite einrichten unten links. Klicken Sie auf das Symbol für Querformat, und wählen Sie eine passende Papiergröße wie DIN A4. Belassen Sie die Größe auf 100 %. Klicken Sie dann auf OK.

Unser 5x7-Ausdruck füllt einen Standard-Bilderrahmen. Vielleicht wollen Sie zusätzlich einige Passbildgrößen auf dasselbe Blatt drucken? In diesem Fall wählen Sie unter Linealeinheit Millimeter aus. Klicken Sie unter Zellen auf den kleinen Pfeil, und wählen Sie Bearbeiten.

Setzen Sie die Linealeinheit wieder auf Zoll. Klicken Sie auf 2,5x3,5. Ziehen Sie an den Anfasspunkten, um den leeren Bereich zu füllen. Das Format passt nicht zum Ursprungsbild. Halten Sie Cmd/Ctrl gedrückt und ziehen Sie die Zelle, um die Position des Bildes anzupassen.

Klicken Sie im Filmstreifen auf das Bild LR27.dng. Die Zellen-Palette enthält Schaltflächen für verschiedene Zellengrößen. Ein Klick auf die Pfeile daneben öffnet weitere Formen und Größen. Wählen Sie 5x7, und aktivieren Sie Drehen und einpassen unter Bildeinstellungen.

Geben Sie im Fenster die Größe 35x45mm ein, und klicken Sie auf Hinzufügen. Sie erhalten eine Zelle mit Passbild-Maßen. Nun erscheint eine entsprechende Schaltfläche in der Auswahl. Klicken Sie darauf, um weitere Passbild-Zellen hinzuzufügen, und positionieren Sie diese.

Demarkieren Sie Drehen und einpassen in den Bildeinstellungen. Um Ihr Layout als Vorlage zu sichern, klicken Sie auf das Plus-Symbol im Vorlagenbrowser. Vergeben Sie einen Namen, und klicken Sie auf Erstellen. Nun können Sie Ihre Vorlage im Vorlagenbrowser aufrufen.

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Der Komplettkurs Lightroom Drucken aus Lightroom

Wasserzeichen in Bilder einfügen So schützen Sie Ihre Bilder mit Wasserzeichen oder einer Erkennungstafel in der Seiten-Palette des Drucken-Moduls nline-Galerien und -Portfolios sind einfache Wege, seine Bilder zu teilen, aber Fotos sind online schwierig zu schützen. Als Fotograf liegt das Urheberrecht bei Ihnen, aber wenn ein Bild erst einmal heruntergeladen und woanders wieder gepostet wurde, wissen potenzielle Kunden nicht mehr, wer der Fotograf war. So werden Bilder ohne Nennung des Urhebers und ohne Bezahlung verwendet. Vielleicht wollen Sie auch einem Kunden Proofs senden, damit er nachbestellen kann, aber gleichzeitig unautorisierte Ausdrucke verhindern. Wie wir in Kapitel 1 gezeigt haben, können Sie Urheberinformationen in den Metadaten eines Fotos

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Erkennungstafel hinzufügen

Wir arbeiten mit den Bildern aus dem letzten Workshop und fügen ihnen Wasserzeichen hinzu. Klappen Sie die Seiten-Palette auf, und markieren Sie Erkennungstafel. Aktivieren Sie Auf jedes Bild rendern, klicken Sie auf das Vorschaufenster, und wählen Sie Bearbeiten.

unterbringen, sodass diese Informationen immer mit dem Bild verknüpft bleiben. Potenzielle Kunden können so leicht in Kontakt treten. Metadaten können aber auch schlicht ignoriert werden. Um Ihre Fotos effektiver zu schützen, bietet die SeitenPalette des Druck-Moduls Ihnen die Möglichkeit, Ihren Bildern sichtbare Wasserzeichen oder Erkennungstafeln hinzuzufügen. Sie können dafür eigene Grafiken verwenden oder Text entsprechend anpassen. Der Trick am Wasserzeichen liegt darin, einen informativen Text zu erzeugen, der die Farben und die Komposition des Bildes aber gleichzeitig möglichst wenig stört.

2

Passen Sie den Text an

Sie können Grafische Erkennungstafel anwenden markieren, um ein Logo zu importieren. Transparente Pixel werden dabei unterstützt. Alternativ klicken Sie auf Formatierte Texterkennungstafel verwenden und geben einen Text ein. Wählen Sie eine Schriftart und eine Farbe.


Der Komplettkurs Lightroom Drucken aus Lightroom

3

Feinanpassung

Setzen Sie den Deckkraftregler auf 32 %, um eine Balance zwischen Lesbarkeit und Bild-Sichtbarkeit zu gewährleisten. Ziehen Sie den Maßstabregler auf 62 %, um den Text so zu vergrößern, dass er nicht abgeschnitten werden kann. Alle Fotos der Seite sind nun geschützt.

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Wasserzeichen hinzufügen

Markieren Sie die Wasserzeichen-Option. Sie können hier Urheber-Vorgaben auswählen, die Sie in Kapitel 1 erstellt haben. Klicken Sie ansonsten auf Wasserzeichen bearbeiten, und geben Sie Text ein. Wählen Sie die Position, und klicken Sie auf Speichern.

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Der Komplettkurs Lightroom Drucken aus Lightroom

Farbmanagement leicht gemacht Für optimale Druckergebnisse helfen Ihnen Farbprofile bei der Auswahl des Druckers, des Papiers und der Tinte ir haben dieses Kapitel mit dem Workshop zu Softproof-Kopien begonnen. So konnten wir Farben identifizieren, die im Ausdruck eventuell verloren gehen würden. Wir haben mit Hilfe der HSL-Palette gezielt Farben angesteuert und angepasst, um sie in einen druckbaren Bereich zu bringen. Wir haben ebenfalls gezeigt, wie Sie durch Änderunge des Farbprofils von sRGB auf das druckerfreundlichere Adobe RGB (1998) einen besser druckbaren Farbraum erreichen. In diesem Workshop ist die Proof-Kopie, die wir vorher erstellt haben, unsere Ausgangsbasis. Es ist hilfreich, den ersten Workshop dieses Kapitels auf jeden Fall mitzumachen, bevor Sie hier einsteigen. Trotz der Verwendung von Adobe RGB (1998) kann es im Ausdruck zu enttäuschenden Ergebnissen

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kommen. Wenn Sie zu Hause ausdrucken, sollten Sie zunächst prüfen, ob Ihr Drucker optimal arbeitet. Prüfen Sie den Füllstand der Tintentanks, und erstellen Sie einen Testausdruck, um die korrekte Ausrichtung des Druckkopfes zu überprüfen. Verstopfte Düsen können ebenfalls einen Ausdruck ruinieren, also überprüfen Sie auch die Düsen. Die Verwendung von Originaltinte verlängert die Lebensdauer des Druckers und erzeugt bessere Ergebnisse. Billiges Papier tendiert dazu, die Tinte zu absorbieren und verlaufen zu lassen, sodass die Ausdrucke verwaschen und unscharf aussehen können. Verwenden Sie ein schweres glänzendes oder mattes Papier, das auf hochauflösende Ausdrucke ausgelegt ist. Wir führen Sie nun Schritt für Schritt durch die Einstellungen der Druckauftrag-Palette.


Der Komplettkurs Lightroom Drucken aus Lightroom

1

Wählen Sie ein Profil aus

Öffnen Sie die Proof-Kopie, die wir zu Beginn des Kapitels erstellt haben. Sie können entweder Ihrem Drucker die Auswahl eines Profils überlassen oder Lightroom die Kontrolle übernehmen lassen. Setzen Sie das Profil für einen druckerfreundlicheren Farbumfang auf Adobe RGB (1998).

2

Wählen Sie eine Vorgabe aus

Wechseln Sie in das Drucken-Modul. Wählen Sie im Vorlagenbrowser die 8x10-Vorlage. Demarkieren Sie Ausfüllen in der Palette Bildeinstellungen, um das gesamte Bild zu sehen. Klicken Sie auf Seite einrichten, und drehen Sie das Bild per Klick auf das Querformat-Symbol.

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Wählen Sie eine Auflösung

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Wählen Sie ein Druckerprofil

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Farbmanagement via Lightroom

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Druckanpassung vornehmen

Klappen Sie die Druckauftrag-Palette auf. Belassen Sie die Auflösung bei 240 ppi. Setzen Sie Ausdruck schärfen auf Standard, um das Bild knackiger wirken zu lassen. Setzen Sie Medientyp auf das verwendete Papier. Markieren Sie 16-Bit-Ausgabe, falls Ihr Drucker dies unterstützt.

Wenn Sie auf Drucken klicken, wird der Drucker das jeweilige Profil zum Farbmanagement verwenden. Alternativ klicken Sie auf Abbrechen und lassen Lightroom die Farben kontrollieren. Klicken Sie auf das Aufklappmenü neben Profil, und wählen Sie ein Profil aus.

Wenn Sie dem Drucker das Farbmanagement überlassen wollen, klicken Sie auf Drucker. Wählen Sie Farbanpassung und dann ColorSync. Im Menü können Sie Andere Profile wählen oder aus den mitgelieferten Profilen auswählen. Klicken Sie OK, und wählen Sie ein Profil aus.

Wenn Sie Perzeptiv anklicken, werden Farben außerhalb des druckbaren Bereichs automatisch korrigiert, was aber zu Verschiebungen führen kann. Wir arbeiten in einem Proof mit druckbaren Farben, insofern klicken Sie auf Relativ. Erhöhen Sie die Helligkeit noch etwas.

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Der Komplettkurs Lightroom Bilder verรถffentlichen


Der Komplettkurs Lightroom Bilder veröffentlichen

Bilder veröffentlichen Erstellen Sie ein Fotobuch, und laden Sie Ihre Fotos in eine Online-Galerie oder auf eine Social-Media-Seite

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Fotobücher von Blurb

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Teilen Sie Ihre Bilder auf Facebook

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Erstellen Sie eine Diashow

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Erstellen Sie ein Online-Portfolio

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Ein Triptychon aus drei ähnlichen Bildern

Verwandeln Sie eine Bildsammlung in ein stylishes, gedrucktes Fotobuch – direkt aus Lightroom heraus

So präsentieren Sie mit Hilfe des Diashow-Moduls eine Bildauswahl und erzeugen ein Video, das Sie mit Freunden teilen können

So platzieren Sie im DruckenModul drei ähnliche Schwarzweiß-Aufnahmen auf einer einzigen Seite

Exportieren Sie Ihre bearbeiteten Fotos direkt aus Lightroom heraus auf verschiedene Social-Media-Seiten wie Facebook

Präsentieren Sie Ihre Fotos mit Hilfe der Werkzeuge und Vorlagen in Lightroom in einer interaktiven Galerie

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VORHER

Fotobücher von Blurb Verwandeln Sie eine Bildsammlung in ein stylishes, gedrucktes Fotobuch ei Tausenden von Bildern in Ihrem Lightroom-Katalog werden nur die wenigsten je bildschirmfüllend betrachtet werden, während die meisten als Miniaturen weitgehend unbeachtet bleiben. Die absoluten Lieblingsbilder lassen Sie eventuell ausdrucken, wie im vorherigen Kapitel behandelt. In diesem Kapitel geht es darum, dass Ihre besten Bilder auch gezeigt werden. Lightroom bietet dafür vier Module. Neben ausgedruckten Einzelbildern lassen sich auch ganze Fotobücher im Buch-Modul von Lightroom erstellen. Ein richtiges Fotobuch (z. B. anlässlich einer Hochzeit) wird einfach häufiger betrachtet, als Bilder in einem riesigen Katalog auf der Festplatte. Das Buch-Modul bietet Ihnen eine ganze Reihe von Vorlagen, die Sie zusätzlich manuell anpassen können. In diesem Workshop führen wir Sie Schritt für Schritt von der Bildorganisation für Ihr Buch über die individuelle Gestaltung bis hin zum Export an einen Druckdienstleister, der Ihnen das fertig Buch nach Hause liefert. Ausgedruckt haben Sie einfach mehr von Ihren Bildern. Nach diesem Workshop werfen wir noch einen genaueren Blick auf die Funktionen in Lightroom, die Ihnen bei der digitalen Veröffentlichung Ihrer Bilder helfen. Wir werden eine stylishe Diashow erstellen sowie animierte Web-Galerien, die Sie auf beliebigen Seiten veröffentlichen können. Außerdem werfen wir einen Blick auf die Möglichkeiten, Ihre besten Bilder auf Social-Media-Seiten wie Facebook zu präsentieren.

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NACHHER


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1

Erstellen Sie eine Sammlung

Bevor Sie Bilder zu einem Buch hinzufügen, empfiehlt sich die Erstellung einer Sammlung. Diese zusätzliche Qualitätskontrolle hilft dabei, nur die besten Fotos für Ihr Buch auszuwählen. Klicken Sie auf das kleine Plus-Zeichen an der Sammlungen-Palette. Wählen Sie Sammlung erstellen, und vergeben Sie einen Namen. Setzen Sie einen Haken bei Als Zielsammlung festlegen. Klicken Sie auf Erstellen.

3

Zu einem Buch hinzufügen

Nachdem Sie Ihre Sammlung erstellt haben, wechseln Sie ins Buch-Modul. Lightroom berechnet, wie viele Bilder Sie zum Buch hinzufügen wollen und bereitet ein Layout vor. In unserem Fall hat Lightroom ein Standardquerformat mit einer Bildgröße von 10x8 Zoll verwendet. Wählen Sie Ansicht > Informationen anzeigen, um eventuell störende Überlagerungen abzuschalten (oder drücken Sie alternativ den Buchstaben I).

2

Fügen Sie Bilder hinzu

Klicken Sie auf Bilder, die Sie zur Sammlung hinzufügen wollen, und drücken Sie die B-Taste. Das Kürzel fügt die Bilder direkt zur Zielsammlung hinzu. Sie können auch das Sprühdosen-Werkzeug verwenden (wie Sie in Kapitel 1 beim Smart-Sammlungen-Workshop gelesen haben). Wählen Sie acht unserer Landschaftfotos für Ihre Sammlung aus. Klicken Sie auf den Namen Ihrer Samlung, um den Inhalt zu sehen.

4

Bucheinstellungen anpassen

Sie können unter Bucheinstellungen die Größe und weitere Eigenschaften anpassen. Voreingestellt ist der Export zu Blurb, ein Druckdienstleister. Sie können im Aufklappmenü aber auch PDF oder JPEG wählen, um Ihr Layout woanders drucken zu lassen. Sie können die Größe auch auf Großes Querformat ändern. Das erzeugt ein Buch mit 13x11 Zoll großen Bildern. Klicken Sie auf Größe und Layout ändern.


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Wechseln Sie die Ansichten

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Passen Sie das Layout an

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Modifizieren Sie eine Seite

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Geben Sie Text ein

Wir schauen uns das Buch in der Mehrseitigen Ansicht an, die der Rasteransicht in der Bibliothek ähnelt. Klicken Sie auf Druckbogenansicht, um eine Doppelseite zu sehen (oder drücken Sie Cmd/Ctrl+R). Mit den Pfeiltasten können Sie durch Ihr Buchlayout blättern. Mit Cmd/Ctrl+T wechseln Sie auf Einzelseiten und Cmd/Ctrl+E bringt Sie zurück in die Mehrseitige Ansicht, nachdem Sie alle Einzelseiten überprüft haben.

7

Tauschen Sie Fotos untereinander aus, indem Sie ein Bild auf ein anderes ziehen. Die Fotos sind beschnitten, um die Seiten zu füllen. Klicken Sie auf ein Bild. Ziehen Sie den Zoomregler nach links, um die Originalgröße zu sehen. Um das Layout einer Seite zu verändern, klicken Sie darauf und dann auf das kleine Dreieck unten. Suchen Sie hier eine Vorgabe aus wie zum Beispiel 2 Fotos, und wählen Sie anschließend ein Layout.

Das Buch-Modul ordnet die Fotos automatisch an und fügt Untertitel hinzu. Eine Seite wird immer leer gelassen. Klappen Sie die Auto-Layout-Palette auf, und ändern Sie die Vorgabe auf Ein Foto pro Seite. Klicken Sie auf Layout löschen. Jetzt können Sie Fotos aus dem Filmstreifen manuell auf jede Seite ziehen. Ein Klick auf Auto-Layout arrangiert die Bilder automatisch und spart viel Zeit.

Klicken Sie auf ein Textfeld, und wählen Sie in der Schriftart-Palette eine Schrift. Setzen Sie die Größe auf 77. Klicken Sie auf das Farbfeld bei Zeichen, und wählen Sie Weiß. Ziehen Sie den Versatzregler bei Text auf 674. Klicken Sie auf das Aufklappmenü eines Textfeldes, um Bildunterschriften zu erstellen oder Text durch Metadaten zu ersetzen. Klicken Sie auf Buch an Blurb senden, oder speichern Sie es für später ab.

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VORHER

Diashow erstellen

So präsentieren Sie mit Hilfe des Diashow-Moduls eine Bildauswahl eim Shooting zeigen wir den Beteiligten die besten Bilder normalerweise auf dem Kameradisplay. Bei der Nachbearbeitung in Lightroom können wir die F-Taste drücken, um alle Paletten auszublenden und anschließend in Vollbild-Darstellung mit den Pfeiltasten von Bild zu Bild zu wechseln. Sie können auch besonders gelungene Bilder auswählen und auf Datei > Foto per E-Mail senden klicken, um sie zu versenden. Das Diashow-Modul in Lightroom bietet eine alternative Möglichkeit der digitalen Präsentation: als eine Bildsequenz. Sie können der Diashow Zusatzinformationen wie Bildunterschriften und Titel hinzufügen oder die Kameraeinstellungen einblenden. Dies funktioniert automatisch, indem Lightroom die Metadaten eines jeden Fotos ausliest. Metadaten in einer Diashow einzublenden macht insbesondere für Schulungszwecke Sinn. Dritte können Ihre Arbeit auf diese Weise leichter nachvollziehen. Wir zeigen Ihnen auch, wie Sie zusätzliche Informationen neben Titeln und Bildunterschriften einfügen, sodass potenzielle Kunden Sie beispielsweise kontaktieren können. Auch die Untermalung mit Musik auf Ihrem Rechner ist ein Kinderspiel. Und wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihre Diashow als Videoclip exportieren können, damit auch Nutzer ohne Lightroom die Bilder genießen können.

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1

Erstellen Sie eine Sammlung

Klicken Sie im Bibliotheks-Modul auf das Plus-Zeichen bei Sammlungen. Erstellen Sie eine Sammlung mit dem Namen „Monochrome Magie“, aktivieren Sie Als Zielsammlung festlegen, und klicken Sie OK. Klicken Sie einige der Schwarzweiß-Beispielbilder an, und drücken Sie die B-Taste, um ein Foto zur Sammlung hinzuzufügen. Sollten Sie bereits eine Sammlung haben, können Sie natürlich auch diese benutzen.

3

Passen Sie das Layout an

Jedes Bild erscheint mit Hilfslinien auf einer Einzelseite. Wenn Sie Zoomen, um Rahmen aufzufüllen aktivieren, wird jedes Foto vergrößert, bis es den Hilfsrahmen ausfüllt. Natürlich ruiniert das eventuell Ihre sorgfältigen Kompositionen, also lassen Sie diese Option besser deaktiviert. Klappen Sie die LayoutPalette auf, und aktivieren Sie Hilfslinien einblenden. Ziehen Sie am weißen Rand, um die Fotogröße für alle Fotos zu ändern.

2

Passen Sie die Reihenfolge an

Wechseln Sie in das Diashow-Modul. Die Bilder der aktuellen Sammlung werden übernommen. Im Filmstreifen unten sehen Sie alle enthaltenen Bilder. Setzen Sie Verwenden auf Alle Fotos im Filmstreifen. Sie können mit den Pfeiltasten durch die Diashow blättern. Ziehen Sie mit der Maus einfach die Fotos im Filmstreifen nach links oder rechts, um die Reihenfolge ihres Erscheinens in der Diashow zu ändern.

4

Fügen Sie einen Rahmen hinzu

Um Ihrem Bild einen klassischen Look zu verleihen, können Sie einen weißen Rahmen hinzufügen. Aktivieren Sie in der Optionen-Palette den Punkt Kontur, und setzen Sie die Breite auf 10 px. Sie können dort auch eine andere Farbe auswählen, aber Weiß eignet sich in unserem Fall am besten. Um den Schatten etwas abzuschwächen, reduzieren Sie die Deckkraft auf 22 %. Sie können weitere Punkte wie den Winkel ebenfalls hier anpassen.


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Fügen Sie einen Titel hinzu

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Fügen Sie ein Wasserzeichen hinzu

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Metadaten einblenden

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Spielen Sie die Diashow ab

Klappen Sie die Überlagerungen-Palette auf, und klicken Sie auf das kleine Dreieck an der Erkennungstafel. Geben Sie eine Beschreibung oder einen Titel in das Textfeld ein, und wählen Sie eine klare, serifenlose Schrift wie Myriad Pro. Alternativ können Sie auch ein Logo importieren und hierfür den Punkt Grafische Erkennungstafel verwenden anklicken. Klicken Sie OK, und setzen Sie den Maßstab auf 25 %.

7

Wenn Sie auf das ABC-Symbol klicken, können Sie eigenen Text eingeben. Alternativ wählen Sie Belichtung aus dem Aufklappmenü. Das fügt jedem Foto eine Bildunterschrift mit Blende und Verschlusszeit hinzu. Sie können diesen Text in einer bestimmten Ecke verankern. Geben Sie in den Paletten Startbildschirm und Endbildschirm zusätzliche Informationen wie Ihre Kontaktdaten oder Web-Adresse ein.

In unserem Wasserzeichen-Workshop in Kapitel 9 haben wir eine Copyright-Vorlage erstellt. Um diese anzuwenden, aktivieren Sie die Wasserzeichen-Option. Wählen Sie eine Vorgabe aus dem Aufklappmenü. Da Ihre Diashow eventuell auf kleinen Displays abgespielt wird, erhöhen Sie die Größe oder wählen Sie Einpassen. Klicken Sie auf Speichern, benennen Sie die Vorlage, und klicken Sie auf Erstellen.

Stellen Sie in der Abspielen-Palette ein, wie lange ein Foto gezeigt werden soll und wie lange die Übergänge dauern sollen. Ziehen Sie Überlagerungen für harte Übergänge auf 0. Klicken Sie auf Vorschau, um die Zeitabläufe zu bewerten. Klicken Sie auf Diashow erstellen und speichern, um sie in der Bibliothek zu sichern. Mit den Schaltflächen links unten können Sie die Diashow auch als PDF oder Videoclip exportieren.

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Ein Triptychon erstellen So platzieren Sie im DruckenModul drei Bilder auf einer Seite ine sehr interessante Möglichkeit, ähnliche Fotos zu präsentieren, ist ein Triptychon. Unsere quadratischen iPhone-Aufnahmen stammen zwar von unterschiedlichen Locations, zeigen aber alle die Sonne in der Mitte. Indem wir drei ähnliche Fotos in einem Triptychon zusammenfügen, erhalten wir eine zusätzliche Präsentationsmöglichkeit, ob als Ausdruck, in einem Buch oder als Banner auf einer Webseite. Im vorherigen Kapitel über das Drucken aus Lightroom haben wir Ihnen gezeigt, wie Sie die Größe und Position der Bild-Zellen eines Layouts im Drucken-Modul anpassen können. In diesem Workshop verwenden wir im Grunde die gleichen Funktionen und Werkzeuge, um ein Triptychon zu erzeugen und anschließend drei Fotos aus dem Filmstreifen dort einzusetzen. Anstatt aber einen Ausdruck davon anzufertigen, exportieren wir das Gesamtbild als JPEGDatei und beschneiden es im Entwickeln-Modul, um einen Banner zu erhalten, den wir danach für andere Projekte weiterverwenden können.

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1

Erstellen Sie quadratische Zellen

Wählen Sie im Drucken-Modul unter Seite einrichten Querformat und in der Layoutstil-Palette Benutzerdefiniertes Paket. Klicken Sie in der Zellen-Palette auf ein Dreieck und auf Bearbeiten. Geben Sie 3x3 Zoll ein. Klicken Sie Hinzufügen und zweimal auf den neuen 3x3-Knopf.

2

Füllen Sie die Zellen

Setzen Sie in der Palette Lineale, Raster und Hilfslinien die Ausrichtung auf Raster. Ziehen Sie die Zellen in gleichem Abstand in die Mitte der Seite und aus dem Filmstreifen ein Foto in jede Zelle. Blenden Sie die Hilfslinien aus, und fügen Sie per Seiten-Palette einen schwarzen Hintergrund hinzu.


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VORHER

NACHHER

3

Rahmen hinzufügen

Klappen Sie die Palette Bildeinstellungen auf, und aktivieren Sie Kontur innen. Wählen Sie im Farbfeld Weiß aus, und setzen Sie die Breite auf 2,0. So heben sich die Bilder gut vom Hintergrund ab. Setzen Sie in der Druckauftrag-Palette die Ausgabe auf JPEG.

4

In Bannerform bringen

Klicken Sie In Datei ausgeben. Importieren Sie das Triptychon in die Bibliothek. Wechseln Sie dann in das Entwickeln-Modul, und klicken Sie auf Freistellungsüberlagerung und dann auf das Schloss. Schneiden Sie das Bild auf ein Bannerformat zu.

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Der Komplettkurs Lightroom Bilder veröffentlichen

Teilen Sie Ihre Bilder auf Facebook Exportieren Sie Ihre bearbeiteten Fotos direkt aus Lightroom heraus auf verschiedene Social-Media-Seiten wie Facebook ine der populärsten Methoden, seine Bilder zu präsentieren, ist das Teilen auf Social-MediaSeiten wie Facebook oder Flickr. Diese elektronischen Kanäle ermöglichen Ihren Freunden, Kollegen oder anderen Foto-Interessierten, Ihnen ein direktes Feedback zu Ihren Arbeiten zu geben. Lightroom macht es Ihnen leicht, indem es bereits in der Palette Veröffentlichungsdienste Links zu einigen wichtigen Anbietern bereitstellt. Neben Facebook und Flickr finden wir auch einen Link zu Behance, einem Service für kreative Profis, um ihre Bilder zu teilen und sich mit ihren Kollegen auszutauschen. Die Palette ermöglicht Ihnen zusätzlich, Ihre

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Autorisieren Sie Ihren Account

Lightroom bietet Ihnen ohne zusätzliche Installationen bereits einige Zusatzmodule, darunter auch Facebook. Klicken Sie links in der Palette des Bibliotheks-Moduls auf Facebook. Klicken Sie im Fenster Auf Facebook autorisieren an. Folgen Sie den Anweisungen auf dem Bildschirm.

Fotos in bestimmte Formate zu exportieren (zum Beispiel als JPEG oder DNG). Klicken Sie dafür auf Einrichten neben dem entsprechenden Dienstnamen. Unter Festplatte stellen Sie die wichtigsten Details und Parameter für den Bildexport ein. Auch die Einrichtung der Online-Services ist weitaus weniger kompliziert, als Sie vielleicht denken. Sie müssen kaum mehr als Ihren Benutzernamen, Ihr Passwort und einige Informationen zum Album und zu den Bildformaten eingeben. In unserem Workshop führen wir Sie beispielhaft in wenigen Schritten durch die essenziellen Einstellungen zur Veröffentlichung Ihrer Bilder bei Facebook. Zusätzliche Services lassen sich übrigens ebenfalls hinzufügen.

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Weitere Angaben

Im Veröffentlichungsmanager können Sie weitere Angaben machen. Legen Sie fest, wie das Album auf Facbeook heißt oder wie Dateien benannt werden. Zusätzlich können Sie die Skalierung der Bilder definieren und ob ein Wasserzeichen hinzugefügt werden soll.


Der Komplettkurs Lightroom Bilder veröffentlichen

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Bilder hinzufügen

In der Palette Veröffentlichungsdienste sehen Sie Ihr angelegtes Album. Da wir es nicht als Zielsammlung festgelegt haben, müssen wir die Bilder manuell hinzufügen. Klicken Sie mit gedrückter Cmd/Ctrl-Taste auf Bilder in der Bibliothek, und ziehen Sie diese auf das Album.

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Bilder veröffentlichen

Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Namen des neuen Albums, das unsere Bilder für Facebook enthält. Wählen Sie im erscheinenden Fenster die Option Jetzt veröffentlichen. Ihre Bilder werden mit dem entsprechendem Albumtitel auf Facebook sichtbar.

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Der Komplettkurs Lightroom Bilder veröffentlichen

Erstellen Sie ein Online-Portfolio Präsentieren Sie Ihre Fotos mit Hilfe der Werkzeuge und Vorlagen in Lightroom in einer interaktiven Galerie iele Fotografen zeigen ihre Bilder in Online-Galerien, um ihre Fähigkeiten zu bewerben, sich mit anderen auszutauschen und natürlich das Geschäft anzukurbeln. Vielleicht kommt Ihnen Ihre eigene Webseite veraltet vor? Kein Wunder, denn es ist sehr zeitintensiv, sich um guten Content zu kümmern und gleichzeitig mit Webdesign-Software wie Dreamweaver zu arbeiten. Manche Social-Media-Seite wie Facebook macht es auch ohne HTML- oder Flash-Kenntnisse möglich, seine Bilder zu teilen.

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Das Web-Modul in Lightroom ermöglicht es Ihnen, eine Auswahl von Bildern in eine interaktive Web-Galerie zu verwandeln – ohne jegliche Programmierkenntnisse. In diesem Workshop zeigen wir Ihnen, welche Galerie-Vorlagen Ihnen Lightroom

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bietet und wie Sie eine Vorschau aufrufen, um Ihre künftige Online-Galerie zu begutachten. Lightroom passt die Dateigrößen automatisch für die OnlineDarstellung an und erzeugt ebenfalls automatisch alle zur Funktion der Galerie nötigen sonstigen Dateien. Sie können E-Mail-Links und Text hinzufügen, sodass die Besucher Ihrer Seite mehr über Ihre Arbeit lernen und Sie kontaktieren können. Sie können ebenso Wasserzeichen-Techniken einsetzen, wie wir sie im vorangegangenen Kapitel besprochen haben, um Ihre Online-Bilder besser vor Missbrauch zu schützen, selbst wenn sie heruntergeladen werden. Obwohl Lightroom Ihnen bei der Gestaltung der Webseite und den notwendigen Komponenten hilft, brauchen Sie dennoch einen Webhosting-Provider, auf dessen Server Sie Ihre Lightroom-Galerie hochladen können.


Der Komplettkurs Lightroom Bilder verรถffentlichen

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Der Komplettkurs Lightroom Bilder veröffentlichen

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Erstellen Sie eine Sammlung

So wie bei Fotobüchern und Diashows macht es auch bei OnlineGalerien Sinn, die Inhalte in einer Sammlung zusammenzufassen, bevor wir ins Web-Modul wechseln. Wir nutzen nun das Sprühdosen-Werkzeug, um unsere Porträts auszuwählen. Klicken Sie im Bibliotheks-Modul auf das Plus-Zeichen bei Sammlungen und auf Sammlung erstellen. Aktivieren Sie Als Zielsammlung festlegen, und benennen Sie die Sammlung. Klicken Sie auf Erstellen.

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Passen Sie das Erscheinungsbild an

Klicken Sie auf Ihre Porträt-Sammlung. Wechseln Sie in das Web-Modul, und klappen Sie die Layoutstil-Palette auf. Wählen Sie dort Rastergalerie. Das Vorschaufenster zeigt Ihre Bilder als Miniaturen an. Klicken Sie auf eine Miniatur, und sie füllt den ganzen Bildschirm aus. Passen Sie in der Palette Erscheinungsbild die Zahl der Spalten an. Wählen Sie unter Miniaturgröße eine für Ihre Zwecke passende Größe für die Vorschaubilder aus.

2

Fügen Sie Bilder hinzu

Klicken Sie auf das Sprühdosen-Symbol unten. Wählen Sie im Aufklappmenü Zielsammlung aus, und klicken Sie auf alle Porträtbilder in der Rasteransicht. Ein Klick fügt ein Bild sofort zur Zielsammlung hinzu. Die Zahl in unserer Sammlung erhöht sich mit jedem neuen Bild. Die Sprühdose kann mit einer ganzen Reihe von Funktionen belegt werden, darunter auch die Bewertung anhand von Sternchen und vieles mehr.

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Wasserzeichen und Beschriftungen

Aktivieren Sie in der Bildinformationen-Palette Beschriftung, und wählen Sie im Menü Belichtung aus. So werden Blende und Verschlusszeit bei jedem Foto angegeben. Aktivieren Sie Wasserzeichen in der Ausgabeoptionen-Palette, und wählen Sie eine Vorlage aus. Damit das Wasserzeichen nicht die Beschriftung überlagert, klicken Sie auf Wasserzeichen bearbeiten und passen die Position des Wasserzeichens entsprechend an.


Der Komplettkurs Lightroom Bilder veröffentlichen

Speichern Sie die Galerie

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Laden Sie die Galerie hoch

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Experimentieren Sie mit Layouts

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Fügen Sie Ihre E-Mail-Adresse hinzu

Wenn Sie auf eine Miniatur klicken, füllt sie den Bildschirm aus und zeigt die Belichtungsinformation als Beschriftung unten links an, Ihr Wasserzeichen erscheint an der von Ihnen gewählten Position. Wenn Sie zufrieden sind, klicken Sie auf Webgalerie erstellen und speichern oben rechts. Benennen Sie Ihre Galerie, und klicken Sie auf Erstellen. Ihre Galerie ist über die Sammlungen-Palette aufrufbar, wo Sie auch weitere Anpassungen vornehmen können.

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Nachdem Sie eine Version Ihrer Galerie gespeichert haben, können Sie mit alternativen Layouts experimentieren. Ihre Galerie ist dabei jederzeit abrufbar. Wählen Sie Web > Neue Webgalerie erstellen, und benennen Sie diese. Klappen Sie den Vorlagenbrowser auf. Während Sie die Maus über die Namen bewegen, erschienen die Vorlagen im Vorschaufenster. Wählen Sie ein Layout aus, um zu testen, wie Ihre Bilder in dieser Vorlage wirken.

Um die Komponenten Ihrer Galerie auf einen FTP-Server hochzuladen, klappen Sie die Palette Einstellungen für das Hochladen auf und geben dort die Details zu Ihrem Anbieter sowie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein. Klicken Sie auf OK und dann auf Hochladen. Alternativ können Sie auf Exportieren klicken, um alle benötigten Komponenten erstellen zu lassen und das Ganze mit einem anderen FTP-Programm hochzuladen.

Schreiben Sie in die Textfelder der neuen Galerie. Geben Sie im URL-Feld in der Site-Informationen-Palette Ihre E-MailAdresse ein. Wenn jemand in der Galerie auf Ihren Namen klickt, wird das E-Mail-Programm geöffnet und mit Ihrer Adresse versehen. Um Ihre Galerie zu testen, klicken Sie auf Vorschau in Browser. Lightroom exportiert die Komponenten und zeigt sie im Browser an. Hier können Sie auch Ihren E-Mail-Link überprüfen.

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Der Komplettkurs Lightroom kreative Workshops


Der Komplettkurs Lightroom kreative Workshops

Kreative Workshops Die Basics haben Sie gelernt. Jetzt ist es Zeit, die Muskeln in anspruchsvolleren Projekten spielen zu lassen

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Toben Sie sich kreativ aus

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Professionelle Porträtretusche

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Das Entwickeln-Modul bietet Ihnen schier grenzenlose Kreativ-Effekte, mit denen Sie Ihre Fotos auf ein neues Level bringen

So setzen Sie professionelle Retusche-Techniken ein, um Ihre Porträts in Lightroom zu perfektionieren

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Authentischer Retro-Look

So fügen Sie Ihren RAW-Dateien im Entwickeln-Modul von Lightroom kreative VintageEffekte hinzu

Machen Sie den Tag zur Nacht

So verwandeln Sie ein normales Foto mit selektiven Anpassungswerkzeugen in eine realistisch wirkende Nachtaufnahme

Sechs der besten Lightroom-Plug-ins

Plug-ins erweitern den Funktionsumfang von Lightroom und erleichtern typische Nachbearbeitungsaufgaben

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Der Komplettkurs Lightroom kreative Workshops

Toben Sie sich  kreativ aus Das Entwickeln-Modul bietet Ihnen schier grenzenlose Kreativ-Effekte uf den kommenden Seiten zeigen wir Ihnen einige Facetten von Lightroom, die Sie vielleicht bisher noch nicht kannten. Wir machen uns auf eine kreative Reise und erkunden die Kreativ-Möglichkeiten, die uns das Entwickeln-Modul (oder alternativ Camera-RAW) bietet, um unsere schönsten Bilder auf inspirierende Weise zu verwandeln. Im Vergleich mit Photoshop Elements oder CC bietet Lightroom nicht annähernd den gleichen Funktionsumfang zur detaillierten Bildmanipulation. Aber es bietet die Werkzeuge, die für eine Reihe tonaler Effekte verantwortlich sind. Und darüber hinaus arbeitet Lightroom komplett non-destruktiv und speichert alle Anpassungen in einer sogenannten Sidecar-Datei ab. Natürlich verwenden wir in Photoshop separate Ebenen für die nondestruktive Bearbeitung, aber die Funktionsweise von Ebenen schreibt uns gewisse Arbeitsabläufe vor. In Lightroom hingegen steht es Ihnen frei, jederzeit beliebige Anpassungen vorzunehmen. Das macht es auf unterschiedlichste Art einfacher, mit tonalen Effekten, wie zum Beispiel mit Schwarzweiß-Umwandlungen oder Tönungen, zu experimentieren. Für bestimmte Aufgaben bietet Lightroom also eine größere kreative Freiheit als Photoshop. Natürlich ist Lightroom kein Ersatz für Photoshop, sondern ein Teil des fotografischen Workflows. Meist empfiehlt es sich, in Lightroom so weit wie möglich vorzuarbeiten und für den speziellen Feinschliff das Bild in Photoshop zu öffnen. Lightroom kann aber weitaus mehr, als Sie vielleicht denken – von Monochrom- und Farbeffekten über Retrolooks bis zu verrücktem Make-up. Sehen Sie selbst ...

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Der Komplettkurs Lightroom kreative Workshops

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Der Komplettkurs Lightroom kreative Workshops

Kreative Farbverläufe So setzen Sie die selektiven Werkzeuge in Lightroom ein, um kreative Farbverläufe in Ihren Bildern zu erzeugen an könnte denken, dass Lightroom sich nur für Grundeinstellungen und einfache Bildkorrekturen eignet, wie etwa Schwarzweiß-Umwandlungen, Schärfen oder Tonwertkorrekturen. Mit anderen Worten all das, was Fotografen brauchen. Lightroom beherrscht all diese Aufgaben tatsächlich sehr gut, aber es bietet Ihnen darüber hinaus die Möglichkeit, Ihre Bilder auf erstaunlich kreative Weise zu verändern, wie das farbenfrohe Porträt auf der rechten Seite zeigt. Die wichtigsten Werkzeuge für diese Technik sind der Verlaufsfilter und der Korrekturpinsel. Beide erlauben eine selektive Bearbeitung bestimmter Bildteile – sei es durch malen oder durch einen Verlauf zwischen zwei Punkten. Mit den Schiebereglern rechts oben können Sie die Belichtung, die Farben und Details nach Belieben anpassen. Die offensichtlichste Anwendung ist die selektive Aufhellung oder Abdunklung, aber es ist problemlos möglich, durch das Spiel mit Farbe, Sättigung und Klarheit interessante Effekte zu erzeugen. Der folgende Workshop führt Sie schrittweise zum Bild auf der rechten Seite. Die Techniken sind dabei universell, sodass Sie gerne auch mit eigenen Bildern arbeiten können. Wir zeigen Ihnen zusätzlich vier weitere LightroomBearbeitungen, die Sie ausprobieren können.

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Der Komplettkurs Lightroom kreative Workshops

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Hellen Sie den Hintergrund auf

Öffnen Sie das Bild cover_before.dng im Entwickeln-Modul. Setzen Sie die Temperatur auf 4.500, die Tönung auf 0, Belichtung auf +0,36, Lichter auf -14, Schwarz auf -21 und Dynamik auf +26. Klappen Sie die HSL-Palette auf, und klicken Sie auf Luminanz. Klicken Sie auf Luminanz durch Ziehen im Foto anpassen, dann auf den Hintergrund, und ziehen Sie die Blau- und Aquamarin-Werte nach oben. Klicken Sie auf den Korrekturpinsel.

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Fügen Sie weitere Farben hinzu

Klicken Sie auf Neu, und wählen Sie in der Farbbox eine andere Farbe aus, weiterhin aus dem Bereich der Pastelltöne. Malen Sie weitere Farbpunkte ins Bild. Klicken Sie wiederum auf Neu, und setzen Sie weitere Bearbeitungspunkte für zusätzliche Farben. Je nach Geschmack können Sie auch im Bereich zweier Farben wie Rot und Purpur oder Grün und Blau bleiben, sodass das Bild nicht den neonbunten Effekt unseres Beispiels erhält.

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Malen Sie farbige Flecken ins Bild

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Ziehen Sie farbige Verläufe auf

Klicken Sie in der Korrekturpinsel-Palette auf den Farbwähler, und wählen Sie einen pastell-pinken Farbton aus. Erhöhen Sie die Belichtung auf 0,69, setzen Sie die Größe auf 17 und Weiche Kante auf 100. Klicken Sie in das Bild, um einen Bearbeitungspunkt zu setzen, und klicken Sie dann weiter, um kleine Farbkleckse zu verteilen. Variieren Sie zwischendurch die Pinselgröße.

Klicken Sie auf Verlaufsfilter. Wählen Sie ähnliche Farb- und Belichtungseinstellungen wie eben, und ziehen Sie einen Verlauf von oben links auf, sodass er in der Ecke beginnt und dann ausläuft. Ziehen Sie an anderen Stellen weitere Verläufe auf, und passen Sie dabei jeweils die Farben an. Übertreiben Sie es nicht, sonst wirkt das Bild nachher nicht mehr. Erstellen Sie gelegentliche Schnappschüsse, sodass Sie Versionen vergleichen können.


Der Komplettkurs Lightroom VORHER

4 Lightroom-Bearbeitungen Schnelles Arbeiten mit einem Werkzeug, das Auswahl- und Anpassungsmöglichkeiten kombiniert

standarDRetusche Verstärken Sie mit den Reglern in den Grundeinstellungen die Farbe und Details. Erzeugen Sie anschließend eine s-förmige Kurve, um dem Bild mehr Wirkung und Sättigung zu verleihen. Malen Sie mit dem Korrekturpinsel eine Maske über die Augen, und hellen Sie diese Bereiche mit den Schiebereglern auf. Klicken Sie auf Neu, und malen Sie eine Maske über die Haut. Setzen Sie Klarheit auf -70.

retro-Filmeffekt Klicken Sie auf Verlaufsfilter. Setzen Sie Belichtung auf -4, und ziehen Sie vier schmale Verläufe in den Ecken auf. Ziehen Sie einen weiteren Verlauf aus einer Ecke auf, wählen Sie für einen Lichtleck-Effekt als Farbe Orange mit einer Temperatur von 72 und einer Belichtung von 2,25. Wechseln Sie zur Gradationskurve, dort in den Blau-Kanal, und ziehen Sie die Kurve unten links hoch und oben rechts herunter.

COLOUR-KEY Klappen Sie die HSL-Palette auf, und wählen Sie Sättigung. Klicken Sie auf Sättigung durch Ziehen im Foto anpassen, und ziehen Sie im Bild die Farben herab, die Sie abschwächen wollen. Klicken Sie auf den Korrekturpinsel, setzen Sie die Sättigung auf -100 und malen Sie im Bild, um alle unerwünschten Farbbereiche zu entsättigen.

Clown Wechseln Sie in die HSL-Palette, klicken Sie auf Farbton. Ziehen Sie Blau auf +93, und malen Sie einige Masken über das Gesicht, während Sie zwischendruch die Farben entsprechend anpassen. Wir haben z. B. eine Maske über den Mund gemalt, mit einer Temperatur von -40, einer Belichtung von -1,85, Klarheit von 100, Sättigung von 90 und der Farbe Rot.

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Der Komplettkurs Lightroom

Ergänzen Sie die Lightroom-Vorgaben durch über 270 weitere tolle Presets aus unserem DownloadMaterial (ab Seite 222).

Mono-Effekte in Sekunden So funktionieren die monochromen Effektvorgaben in Lighroom ightroom ist ein Paradies für Freunde von Vorgaben (Presets). Sie sind so leicht einzurichten, zu organisieren und anzuwenden, dass Sie kaum eine Aufgabe mehr als einmal durchführen müssen – speichern Sie einfach eine Vorgabe ab, und wenden Sie diese mit nur einem Klick an. Wir haben hier einige der voreingestellten Schwarzweiß-Tönungseffekte verwendet, nur um Ihnen ein erstes Gefühl für die Looks zu vermitteln. Klicken Sie einfach durch die Vorgabenliste auf der linken Seite der Arbeitsoberfläche. Selbst wenn ein Effekt nicht genau das macht, was Ihnen vorschwebt, kann er immer noch ein guter Ausgangspunkt für weitere Anpassungen sein. Und wenn Sie schon Änderungen vornehmen, können Sie auch gleich Ihre eigene Vorgabe abspeichern. Klicken Sie einfach auf das Plus-Zeichen der Vorgaben-Palette, sobald Sie alles eingestellt haben.

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Grünfilter

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Teiltonung 1

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Der Komplettkurs Lightroom

CYANOTYPIE

ROTFILTER

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Der Komplettkurs Lightroom kreative Workshops

Professionelle Porträtretusche So setzen Sie professionelle Retusche-Techniken ein, um Ihre Porträts in Lightroom zu perfektionieren iele von uns haben immer zwei Versionen vor Augen, wenn sie an Photoshop denken: Die bugetfreundlicheren Photoshop Elements und Photoshop CC sowie das kostspielige Photoshop CS6. Wir übersehen dabei leicht, dass Photoshop Lightroom ein Tool ist, das irgendwo zwischen diesen Varianten liegt. Obwohl der Preis für Lightroom deutlich näher an Elements als an CS6 liegt, ist es ebenso mächtig in Bezug auf die Entwicklung von RAW-Dateien. Wenn Sie in diesem Format fotografieren, stehen Ihnen signifikant mehr Farb- und Tonwertinformationen zur Verfügung, was die Nachbearbeitung viel leichter macht und Kompressionsartefakte in JPEGs im Zaum hält. Lightroom bietet keine Arbeit in Ebenen an, also eignet es sich weniger für Montagen. Wenn Sie aber in erster Linie daran interessiert sind, Farb- und Tonwertkorrekturen in RAWs durchzuführen, ist die digitale Dunkelkammer mit ihren non-destruktiven Werkzeugen und selektiven Anpassungs-Tools die perfekte Wahl. Wenn Sie Lightroom noch nicht besitzen oder abonniert haben, können Sie eine Demo-Version unter www.adobe.com herunterladen und damit unsere Workshops mitmachen. Sie lernen in diesem Workshop, wie Sie Ihr Model erstrahlen lassen, indem Sie Hautunreinheiten entfernen und die Haut selektiv weichzeichnen. Wir zeigen Ihnen auch, wie Sie mit dem Korrekturpinsel die feinen Farbnuancen der Iris zum Leuchten bringen und mit Hilfe des Verlaufs-Werkzeugs die Beleuchtung des Studio-Hintergrundes anpassen, um die Aufmerksamkeit stärker auf das Model zu lenken. Daneben lernen Sie weitere Lightroom-Vorgaben kennen, die typische Retusche-Aufgaben enorm erleichtern können.

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Der Komplettkurs Lightroom kreative Workshops

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Importieren Sie das Startbild

Laden Sie das Beispielbild lr_retouch.dng auf Ihren Rechner. Wenn Sie Bearbeitungen an der Datei vornehmen, muss sie auch beschrieben werden können, sodass sie auf der Festplatte und nicht auf einem externen Datenträger wie einer CD vorliegen muss. Starten Sie Lightroom. Klicken Sie im Bibliotheks-Modul auf Importieren, und wählen Sie diese Datei aus. Klicken Sie oben im Fenster auf Hinzufügen und dann auf Importieren.

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Beheben Sie die Farbprobleme

Drücken Sie die Leertaste, um das ganze Bild zu sehen. Klappen Sie die Palette Grundeinstellungen auf. Setzen Sie den Weißabgleich auf eine Temperatur von 5.500, um das Bild etwas abzukühlen. Sollte es Ihnen nicht gelingen, den exakten Wert per Schieberegler einzustellen, können Sie ihn übrigens auch einfach in das Feld rechts eintippen. Um dem Magenta-Farbstich zu begegnen, ziehen Sie den Tönungsregler nach links auf -5.

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Schauen Sie genau hin

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Passen Sie die Tonwerte an

Das unbearbeitete Bild ist etwas zu warm und hat einen Magenta-Farbstich. Wenn Sie auf die Leertaste drücken, um hineinzuzoomen, entdecken Sie einige Pickel, die vom Makeup nicht verdeckt wurden. Die Augen sind zudem nicht perfekt scharf. Für all diese Anpassungen wechseln wir in die digitale Dunkelkammer, das Entwickeln-Modul. Klicken Sie dazu einfach oben rechts auf Entwickeln.

Im Histogramm-Fenster endet das Diagramm, bevor es die rechte Seite des Fensters erreicht, also fehlen der Aufnahme helle Lichter. Die Tiefen auf der linken Seite sind ebenfalls relativ schwach. Ziehen Sie in der Tonwert-Sektion den Regler für Kontrast auf 31. Das Histogramm ist nach der Anpassung etwas breiter geworden und zeigt damit an, dass nun mehr Lichter- und TiefenInformationen im Bild vorhanden sind.


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Verstärken Sie den Mittenkontrast

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Passen Sie die Farben an

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Zoomen Sie ins Bild

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Entfernen Sie die Pickel

Im Histogramm sehen Sie am Ausschlag in der Mitte des Diagramms, dass sich sehr viele Mitten-Informationen im Bild befinden. Wenn Sie den Klarheitregler auf +31 ziehen, können Sie den Mittenkontrast erhöhen, ohne Tiefen oder Lichter zu beeinflussen. Der Studio-Hintergrund wird auf diese Weise etwas abgedunkelt, sodass das heller beleuchtete Model sich deutlich besser vom Hintergrund abhebt als zuvor.

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Nach der Anpassung der Farben und Tonwerte kümmern wir uns nun um die Haut unseres Models. Klicken Sie auf das Bereichsreparatur-Werkzeug unter dem Histogramm. Sie können dieses übrigens auch mit der Taste Q aufrufen. Eine neue Palette öffnet sich. Wählen Sie Reparieren, und belassen Sie die Deckkraft auf 100. Drücken Sie Cmd/Ctrl und die Plus-Taste auf der Tastatur, um in das Bild hineinzuzoomen.

Ziehen Sie in der Präsenz-Sektion die Dynamik auf +22. Schwächere Farben wie die Hauttöne werden damit verstärkt, ohne starke Farben zu übersättigen, die zum Beispiel in den Lippen vorhanden sind. Um die Farbsättigung insgesamt anzupassen, ziehen Sie Sättigung auf -7. Diese Einstellungen erzeugen natürlichere und gesund wirkende Farben im Bild. Experimentieren Sie hier mit Ihren eigenen Bildern.

Reduzieren Sie die Größe des BereichsreparaturWerkzeugs auf 20. Falls Ihre Maus über ein Scrollrad verfügt, können Sie die Größe übrigens auch damit anpassen. Klicken Sie auf einen Pickel oder auf eine Hautunreinheit. Das Werkzeug wählt dann automatisch einen makellosen Hautbereich aus der direkten Umgebung aus und platziert ihn über der ausgewählten Stelle.

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Feinanpassung der Bearbeitungen

Insgesamt macht die Bereichsreparatur einen guten Job bei der Auswahl der intakten Hautpartien. Ist ein Pickel aber sehr nah an einer markanten Stelle wie z. B. am Rand des Gesichts, besteht die Gefahr, dass die Kante als Basis genommen und über den Pickel gesetzt wird. Sollte dies passieren, klicken Sie auf den ensprechenden Kreis und ziehen Sie ihn mit der Maus an eine besser geeignete Stelle.

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Selektive Anpassungen

Zoomen Sie auf die Augen des Models. Sie sind etwas zu unscharf. Um sie nachzuschärfen, ohne die korrekt im Fokus liegenden Bereiche des Bildes zu beeinflussen, klicken wir auf den Korrekturpinsel (auch mit der Taste K aufrufbar). Die zugehörige Palette öffnet sich. Oben befindet sich ein Aufklappmenü. Klicken Sie auf Benutzerdefiniert, und wählen Sie im Menü den Punkt Irisoptimierung aus.

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Werkzeugüberlagerung

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Irisverbesserung

Oftmals ist es schwierig, den Fortschritt der Pickelentfernung aufgrund der vielen weißen Kreise zu beurteilen. Unter Werkzeugüberlagerung in der unteren Werkzeugleiste können Sie Auto einstellen. Die weißen Kreise verschwinden, sodass Sie den Prozess besser beurteilen können. Sobald Sie die Maus wieder über das Gesicht bewegen, erschienen die Kreise erneut.

Die Irisoptimierung hebt die Belichtung auf 0,35 an, um die Augen aufzuhellen. Zudem wird die Klarheit auf 10 angehoben, um die feinen Strukturen und Details in der Iris besser sichtbar zu machen. Der Sättigungsregler wird auf 40 angehoben, um die Irisfarbe zu verstärken. Reduzieren Sie die Größe auf 3,0, und platzieren Sie einen Bearbeitungspunkt auf der Iris. Malen Sie nun, um die Iris zu optimieren. Vergessen Sie das zweite Auge dabei nicht.


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Nutzen Sie Masken

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Verbessern Sie das Weiß

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Schärfen Sie die Wimpern

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Verbessern Sie die Lippen

Wenn Sie unten Überlagerung für ausgewählte Maske anzeigen aktivieren, werden die bearbeiteten Bereiche durch eine rote Überlagerung markiert. Sollten die Pinselstriche auch auf das Weiß der Augen gelangt sein, halten Sie die Alt-Taste gedrückt und ein Minus-Zeichen erscheint in der Pinselspitze. Nun können Sie Teile Ihrer Anpassungen gezielt entfernen. Klicken Sie danach erneut auf Überlagerung für ausgewählte Maske anzeigen.

Klicken Sie auf Neu, um den Bereich um die Augen herum unabhängig von den Augen zu bearbeiten. Setzen Sie Tiefen auf 45, sodass der Pinsel selektiv Schatten- und Mitteltöne aufhellen kann. Klicken Sie auf den Bereich unter einem Auge, und malen Sie über die dunklen Stellen, sodass diese abgeschwächt werden. Klicken Sie wieder auf Neu, und wählen Sie im Menü Schärfe. Malen Sie sorgfältig über die Wimpern, um ihnen mehr Defintion zu verleihen.

Klicken Sie in der Korrekturpinsel-Palette auf Neu. Wählen Sie im Effekt-Aufklappmenü Abwedeln (Aufhellen). Die Belichtung wird dabei auf 0,25 gesetzt. Klicken Sie auf das Weiß des rechten Auges, und malen Sie dann über die weißen Bereiche beider Augen. Um die roten Äderchen weniger leuchten zu lassen, reduzieren Sie die Sättigung auf -51 und malen Sie über diese Bereiche.

Klicken Sie erneut auf Neu, und wählen Sie Sättigung im Menü. Diese Voreinstellung hebt die Sättigung auf 25 an, sodass Sie bestimmte Bereiche verstärken können. Klicken Sie auf die Lippen, um dort einen Bearbeitungspunkt zu setzen, und malen Sie über den Lippenbereich. Wenn Sie die Farbe ändern wollen, klicken Sie auf das Farbfeld. Wählen Sie eine Farbe, oder geben Sie einen Tonwert (H) von 21 und eine Sättigung (S) von 18 % ein.

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Die Haut weichzeichnen

Klicken Sie auf Neu, und wählen Sie im Menü Haut weichzeichnen. Aktivieren Sie Automatisch maskieren, und setzen Sie Fluss auf 100. Klicken Sie auf die Wange, um den Hautton auszulesen, und malen Sie dann über das Gesicht. Ähnlich gefärbte Pixel werden weicher, anders gefärbte Bereiche bleiben unberührt. Klicken Sie auf den Bearbeitungspunkt und ziehen Sie nach links, um die Stärke von Klarheit und Schärfe zu reduzieren.

Der finale Feinschliff

Klicken Sie in der HSL-Palette auf Luminanz. Setzen Sie Rot und Orange auf +20 und Gelb auf +29. Reduzieren Sie in den Grundeinstellungen die Temperatur auf 4.450. Setzen Sie Dynamik auf +44 und Sättigung auf -24. Setzen Sie die Gradationskurve auf Mittlerer Kontrast. Setzen Sie den Verlaufsfilter auf Nachbelichten (Abdunkeln), die Belichtung auf -1,24, und dunkeln Sie die obere linke Ecke ab.

Im Detail: Bearbeitungspunkte und Masken Der einfache Weg, selektive Anpassungen vorzunehmen 1 EFFEKT Klicken Sie auf das Menü, um Zugriff auf Retusche-Vorgaben zu erhalten, darunter Haut weichzeichnen oder Zähne bleichen.

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2 Bearbeitungspunkte Klicken Sie, um einen Bearbeitungspunkt an eine passende Stelle zu setzen. Hier ist der Punkt für den Irisbereich der Augen verantwortlich.

3 Feinanpassung Wenn Sie einen Bearbeitungspunkt anklicken, erscheint ein Pfeil. Ziehen Sie nach links (oder rechts), um den Effekt des Punktes zu reduzieren (oder zu verstärken).

4 MASKen Um zu sehen, welche Bereiche ein Bearbeitungspunkt beeinflusst, aktivieren Sie Überlagerung für ausgewählte Maske anzeigen. Sie werden rot markiert.


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Der Komplettkurs Lightroom kreative Workshops

Authentischer Retrolook So fügen Sie Ihren RAW-Dateien im Entwickeln-Modul von Lightroom kreative Vintage-Effekte hinzu ightroom kostet zwar deutlich weniger als die Vollversion von Photoshop CS oder CC, aber es bietet in seinem Entwickeln-Modul sehr wirkungsvolle Bildbearbeitungswerkzeuge. Tatsächlich sind die RAW-Entwicklungswerkzeuge genauso effektiv wie die des in Photoshop integrierten Camera Raw. Lightroom ist somit ein attraktives und preiswertes Gesamtpaket für alle, die volle RAW-Kontrolle wollen, aber dafür kein Vermögen ausgeben möchten. Eine kostenlose Demo-Version können Sie bei Adobe herunterladen und damit alle Workshops mitmachen.

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In diesem Workshop zeigen wir Ihnen, wie Sie mit Hilfe des Korrekturpinsels die Bildränder verwischen und die Vignettierung eines einfachen Objektivs nachahmen. Sie lernen, wie Sie Farben per Teiltonungs-Palette ansteuern und verändern. Damit erzeugen Sie den Look ausgeblichener Farben. Wir zeigen Ihnen, wie Sie eine Sepia-Tönung hinzufügen und realistisches Filmkorn auf Bilder legen. Die Bereichsreparatur ist eigentlich dafür gedacht, Fehler im Bild zu entfernen, aber wir können sie wie den Kopierstempel in Photoshop CC einsetzen. Auf den nächsten Seiten lesen Sie, wie das geht.


Der Komplettkurs Lightroom kreative Workshops Nachher

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Der Komplettkurs Lightroom kreative Workshops

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Importieren Sie das Bild

Stellen Sie sicher, dass sich das Bild lightroom_before.dng auf einem beschreibbaren Datenträger wie einer Festplatte befindet. Starten Sie Lightroom, und wählen Sie Datei > Fotos und Videos importieren. Navigieren Sie zum Beispielbild, und klicken Sie auf Als DNG kopieren in der oberen Leiste. Klicken Sie auf Importieren unten rechts. Das Bild wird Ihrer LightroomBibliothek nun hinzugefügt.

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Passen Sie die Gesamttonwerte an

Klicken Sie auf Entwickeln in der Modulauswahl am oberen Rand der Arbeitsoberfläche, um in die digitale Dunkelkammer zu gelangen. Am Histogramm erkennen wir, dass unser Foto eine gesunde Tonwertverteilung aufweist. Unseren Vintage-Look beginnen wir in der Palette Grundeinstellungen, wo wir die Belichtung auf +0,45 einstellen. Setzen Sie danach den Kontrastregler auf -67.

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Analysieren Sie das Bild genau

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Verstärken Sie den Mittenkontrast

Um ein überzeugendes Retrobild zu erzeugen, sollten Sie ein zeitloses Motiv wählen, so wie unser Hafenbild. Das importierte Bild erscheint als Miniatur im BibliotheksModul. Doppelklicken Sie darauf. Klicken Sie erneut, um hereinzuzoomen, und ziehen Sie das Bild mit dem Mauszeiger. Wenn das Gesamtmotiv passt, können wir mit der Bearbeitung beginnen. Wir wechseln dazu ins Entwickeln-Modul.

Um das Bild nicht zu ausgewaschen aussehen zu lassen, ziehen wir den Tiefenregler auf -22, um die Schatten etwas abzudunkeln. Sie sehen, dass unser Foto aufgrund von Kameraverwacklungen leicht unscharf ist. Wechseln Sie in die Präsenz-Sektion, und setzen Sie Klarheit auf +40. Das hebt den Mittenkontrast an und verstärkt die Wirkung des Mauerwerks. Die Aufnahme wirkt dadurch auch etwas schärfer.


Der Komplettkurs Lightroom kreative Workshops

Selektive Farbanpassungen

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Erzeugen Sie alte Farben

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Fügen Sie eine Sepia-Tonung hinzu

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Führen Sie Korrekturen durch

Klicken Sie auf die Farb-Palette. Indem wir den Farbton bestimmter Farben ändern, imitieren wir das leicht surreale Aussehen alter Farben, das durch chemische Reaktionen im Laufe der Jahre entstanden ist. Klicken Sie auf Blau. Setzen Sie den Farbton auf -29. Der blaue Schiffsrumpf wirkt nun etwas grünlicher. Heben Sie die Sättigung auf +46 an, um diese Farbänderung noch zu verstärken.

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Klappen Sie die Teiltonung-Palette auf. Um der Aufnahme einen Hauch von Sepia zu verleihen, setzen wir den Farbtonregler in der Lichter-Sektion auf 47 und den Sättigungsregler auf 85. Das lässt die Mitteltöne in den Mauerbereichen und auf der Wasseroberfläche wärmer wirken, aber der Bildkontrast bleibt unangetastet. Nach dem Aufhellen der Ränder mit einer Vignette (folgt in Schritt 11) werden wir das Sepia deutlicher erkennen.

Klicken Sie auf Rot, und setzen Sie dort den Farbton auf +73. Setzen Sie den Luminanzregler auf -85, um diese spezifische Farbe abzudunkeln. Der rote Schiffsrumpf sieht nun älter und etwas sepiafarben aus. Die bearbeiteten Farben wirken nun fast so, wie die charakteristischen, nachträglich partiell handcolorierten Schwarzweiß-Aufnahmen aus dem frühen 20. Jahrhundert.

Zoomen Sie auf die Leiter rechts im Bild. Um störende Elemente wie das Seil zu entfernen, klicken Sie auf die Bereichsreparatur unterhalb des Histogramms. Klicken Sie auf Kopierstempel, setzen Sie die Größe auf 70 und die Deckkraft auf 100. Klicken Sie auf das Seil. Ein zweiter Kreis erscheint. Ziehen Sie diesen auf einen ähnlichen, aber seillosen Bereich der Leiter. Der Inhalt des zweiten Kreises wird in den ersten kopiert.

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Fahren Sie mit dem Kopieren fort

Sie können jeden Kreis des Bereichsreparatur-Werkzeugs anklicken und mit den Pfeiltasten bewegen. Wenn Sie auf den Rand eines Kreises klicken, können Sie per Ziehen mit der Maus seine Größe anpassen. Klicken und kopieren Sie weiter, um das gesamte Seil verschwinden zu lassen. Mit dieser Technik können Sie grundsätzlich störende Elemente (z. B. Logos in Stockfotos) aus Ihren RAWs entfernen.

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Fügen Sie eine Vignette hinzu

Wählen Sie im Stil-Aufklappmenü der Sektion Vignette nach Freistellen die Option Farbpriorität aus. So erscheint mehr des Sepiatons, bevor die Ränder in Weiß übergehen. Setzen Sie den Betrag auf +100. Belassen Sie den Mittelpunkt auf 50. Erhöhen Sie Weiche Kante auf 60, sodass der Übergang zwischen der Bildmitte und den helleren Randbereichen weicher ausfällt.

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Schaffen Sie Ordnung

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Fügen Sie Filmkorn ein

Wenn Sie mit der Seil-Retusche fertig sind, klicken Sie erneut auf die Bereichsreparatur, um sie zu beenden und die Palette zu schließen. Zoomen Sie aus dem Bild heraus, um es komplett zusehen. Für mehr Überblick schließen Sie die geöffneten Paletten per Klick auf die kleinen Pfeile rechts. Klappen Sie die Effekte-Palette auf. Hiermit fügen wir eine Vignette hinzu, die für eine Aufhellung der Bildränder sorgen soll.

Zoomen Sie bis auf 1:1 ins Bild hinein. So können wir besser beurteilen, wie der Filmkorn-Effekt wirkt. Setzen Sie in der Körnung-Sektion die Stärke auf 59, die Größe auf 40, und belassen Sie die Unregelmäßigkeit bei 37. So erhalten wir eine realistisch wirkende Körnung, die an empfindliches Filmmaterial erinnert und nicht das kleinteilige digitale Rauschen, wie wir es sonst von JPEGs kennen.


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Schneiden Sie das Bild zu

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Non-destruktiver Beschnitt

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Verwischen Sie die Ecken

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Erstellen Sie eine Vorgabe

Betrachten Sie das Motiv erneut in seiner gesamten Größe. Klicken Sie dann auf Freistellungsüberlagerung, und wählen Sie das gesamte Bild aus. Halten Sie die Umschalttaste gedrückt, um das ursprüngliche Seitenverhältnis beizubehalten. Ziehen Sie an den Anfasspunkten nach innen, um einige störende Bereiche an den Rändern zu entfernen. Auf diese Weise lenken wir die Aufmerksamkeit des Betrachter stärker auf die Boote.

Um die vignettierten Ecken noch älter wirken zu lassen, können wir sie verwischen. Klicken Sie auf den Korrekturpinsel, und setzen Sie Klarheit, Schärfe und Sättigung auf -100. Setzen Sie die Größe auf 20 und Weiche Kante auf 100. Klicken Sie in die linke obere Ecke, um einen Bearbeitungspunkt zu setzen. Malen Sie nun über die Ecken, um sie weicher zu machen und zu entsättigen. Klicken Sie danach auf Fertig.

Wenn Sie einen Ausschnitt festgelegt haben, klicken Sie auf Fertig. Sie schneiden eine RAW-Datei zu, also können Sie jederzeit wieder auf die Freistellungsüberlagerung klicken, um die Komposition anzupassen. Das wir eine Vignette nach Freistellung verwendet haben, verlieren wir keine aufgehellten Bildränder, der Vignettierungs-Effekt wird automatisch auf den neuen Ausschnitt angepasst.

Nachdem Sie zahlreiche Vintage-Anpassungen vorgenommen haben, können Sie diese als Vorgabe abspeichern, um sie per Mausklick auf weitere Fotos anzuwenden. Wählen Sie Entwickeln > Neue Vorgabe, und geben Sie einen passenden Namen ein. Sie können Nichts aus wählen markieren und die vielen Optionen manuell aktivieren. Wenn Sie nichts ändern, werden alle Anpassungen abgespeichert.

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Wenden Sie Ihre Vorgabe an

Wechseln Sie ins Bibliotheks-Modul, und wählen Sie ein anderes Foto aus. In der Palette Ad-hoc-Entwicklung wählen Sie im Aufklappmenü die soeben gespeicherte Vorgabe aus. Sie finden diese unter User Presets. Diese Vorgabe wendet alle Tonwert- und Farbänderungen an sowie den Filmkorn-Effekt. Pinselbearbeitungen werden nicht angewendet (wie etwa der Kopierstempel), da diese nur für ein einziges Motiv passen.

Exportieren Sie das Bild

Ihre Datei verbleibt im Lightroom-Katalog. Um eine JPEG-Version zu erstellen, wählen Sie Datei > Exportieren. Wählen Sie Exportieren auf: Festplatte. Wählen Sie unter Speicherort einen passenden Ordner aus. Scrollen Sie runter, und stellen Sie unter Dateieinstellungen den Qualitätsregler auf einen Kompromisswert zwischen Dateigröße und Qualität ein. Wählen Sie für einen Ausdruck Adobe RGB (1998).

Im Detail: Der Kopierstempel Entfernen Sie störende Elemente, indem Sie benachbarte Bereiche darüber kopieren 1 Bereichsreparatur

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3

Das Bereichsreparatur-Werkzeug wird per Klick auf dieses Symbol oder einfach mit der Q-Taste aufgerufen.

1

2 Kopieren & Reparieren

2

Das Werkzeug kopiert Pixel aus einer kreisförmigen Auswahl in eine andere. Um die Überblendungen organischer zu machen, können Sie auf Reparieren klicken.

3 Von A nach B Legen Sie den ersten Kreis über den zu bearbeitenden Bereich. Ziehen Sie den zweiten Kreis auf einen Bereich, der sich gut als Quelle eignet.

4 GröSSenänderung Um die Größe der Kreise per Ziehen zu ändern, klicken Sie auf einen Kreis, es erscheint das Größenänderungs-Symbol.


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Der Komplettkurs Lightroom kreative workshops

Machen Sie den Tag zur Nacht So verwandeln Sie ein normales Foto mit selektiven Anpassungswerkzeugen in eine Nachtaufnahme as Schöne an Lightroom ist, dass es die gleichen professionellen RAW-Entwicklungswerkzeuge enthält, wie Camera Raw in Photoshop CS oder CC. Noch dazu ist Lightroom deutlich günstiger zu bekommen. Wenn Sie ein Elements-Nutzer sind oder in einer älteren Version von Photoshop arbeiten, lohnt sich der Download des kostenlosen Photoshop-Lightroom-Demos unter www.adobe.com – inklusive Zugriff auf die aktuellsten RAW-Werkzeuge. Lightroom wurde speziell für Fotografen und ihre besonderen Bedürfnisse entwickelt, aus diesem Grund fehlen viele kreativere Tools, wie wir sie in Photoshop finden. Lightroom dient der Korrektur von Farb-, Tonwertund Belichtungsproblemen und hilft bei der Behebung von Objektiv- und Abbildungsfehlern. Wie wir bereits in den vorangegangenen Workshops gesehen haben, ist Lightroom aber viel mehr als ein reines RAW-Bearbeitungstool. In diesem Workshop bearbeiten wir eine RAW-Datei so, dass sie aussieht, als wäre sie nachts entstanden – obwohl es sich um eine normale Tageslicht-Aufnahme handelt. Das wichtigste Werkzeug ist auch hier wieder der Korrekturpinsel. Wir werden nächtliche Blautöne einfügen und Fenster und Reklamen zum Strahlen bringen. Masken und Bearbeitungspunkte unterstützen uns auch hierbei.

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VORHER


Der Komplettkurs Lightroom kreative workshops NACHHER

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Der Komplettkurs Lightroom kreative workshops

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Importieren Sie das Startbild

Wählen Sie Datei > Fotos und Videos importieren. Suchen Sie in der Ordner-Palette auf der linken Seite der Arbeitsoberfläche nach dem Ordner, in dem sich das Beispielbild day_to_night_before.dng befindet, und markieren Sie es. Klicken Sie oben auf Hinzufügen, und klicken Sie dann auf Importieren. Das Bild erscheint in der LightroomBibliothek und kann nun bearbeitet werden.

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Wechseln Sie zum Entwickeln-Modul

Wir brauchen für unsere kreative Bearbeitung den Korrekturpinsel. Dazu wechseln wir in das EntwickelnModul per Klick auf Entwickeln in der oberen Leiste. Die Paletten passen sich automatisch an. Bevor wir aber mit den selektiven Anpassungen beginnen, sollten wir noch einige grundlegende Änderungen am Bild vornehmen, um einen idealen Ausgangspunkt zu haben.

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Nutzen Sie die Lupenansicht

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Sorgen Sie für kühlere Farben

Lightroom importiert die RAW-Datei in seine Bibliothek. Doppelklicken Sie auf die Miniatur, um in die Lupenansicht zu wechseln. So lässt sich das Foto besser begutachten. Die Palette Ad-hoc-Entwicklung bietet einige hilfreiche Werkzeuge zur Farb- und Tonwertkorrektur, aber für die von uns geplante Bearbeitung brauchen wir die mächtigeren Werkzeuge aus dem Entwickeln-Modul.

Um die Tonwerte abzukühlen, klappen Sie die Palette Grundeinstellungen auf und ziehen den TemperaturRegler auf 4.150 (oder tippen Sie den Wert ein). Setzen Sie den Kontrast auf +13, die Lichter auf +16 und die Tiefen auf -16. Ziehen Sie den Klarheitregler auf +40, um den Mittenkontrast anzuheben, und Dynamik auf +24, um schwächere Farben zu verstärken, ohne starke Farben zu übersättigen.


Der Komplettkurs Lightroom kreative workshops

Verstärken Sie den Kontrast

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Überprüfen Sie Ihren Fortschritt

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Pinseleinstellungen anpassen

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Fügen Sie tiefe Schatten hinzu

Um die Schatten dramatisch abzudunkeln und die Lichter zu verstärken, wechslen Sie in die Palette der Gradationskurve. Per Voreinstellung sehen Sie eine Linie, es wurden also noch keine Änderungen vorgenommen. Klicken Sie auf das Menü bei Punktkurve, und wählen Sie Starker Kontrast. Links unten senkt sich die Kurve ab (dunklere Schatten), rechts oben wird sie hochgebogen (hellere Lichter).

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Klicken Sie auf das Symbol für Korrekturpinsel unter dem Histogramm. Setzen Sie alle Regler der Palette auf 0. Setzen Sie dann die Temperatur auf -90, sodass der Pinsel blaue Pinselstriche erzeugt. Reduzieren Sie die Belichtung auf -1,95. Setzen Sie die Größe auf 10, Weiche Kante auf 10 und Fluss auf 100. Entfernen Sie die Haken bei Automatisch maskieren und Überlagerung für ausgewählte Maske anzeigen (unter dem Bild).

Vergleichen Sie die Vorher- und Nachher-Versionen des Bildes per Klick auf das Symbol in der unteren Leiste. Das bearbeitete Bild wirkt nun kühler. Die abgedunkelten Schatten sind stimmungsvoller und lassen langsam die Vorahnung der Nacht entstehen, während die Lichter im Kontrast dazu stehen. Nun können wir uns an den wirklich kreativen Teil wagen, in dem wir selektive Farb- und Tonwertanpassungen vornehmen.

Klicken Sie auf die linke Bildseite, um einen Bearbeitungspunkt zu setzen. Dieser kontrolliert die Eigenschaften der Pinselstriche, die Sie mit dem aktuellen Korrekturpinsel vornehmen. Sie können beliebig viele Bearbeitungspunkte setzen. Malen Sie auf der rechten Bildseite von oben bis unten, um die Belichtung und Farbtemperatur selektiv anzupassen. Es entstehen nächtlich-blaue Schatten.

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Der Komplettkurs Lightroom kreative workshops

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Lassen Sie sich die Maske anzeigen

Wenn Sie mit dem Malen der dunklen Schatten auf der rechten Bildseite fertig sind, lassen Sie die Maus los. Der graue Bearbeitungspunkt erscheint wieder. Da er aktuell aktiv ist, sehen Sie in der Mitte einen schwarzen Punkt. Wenn Sie den Mauszeiger über den Bearbeitungspunkt bewegen, erscheint eine rote Maskierung. Sie zeigt an, welche Bereiche mit den Einstellungen dieses Punktes bearbeitet wurden.

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Löschen Sie falsche Pinselstriche

Sollten einzelne Pinselstriche die benachbarten Gebäude überlappen, ist das kein Problem und kann korrigiert werden. Klicken Sie in der Pinsel-Palette auf B, um eine neue Pinselspitze auszuwählen. Klicken Sie auf Löschen. Der Mauszeiger zeigt nun ein Minus-Zeichen. Reduzieren Sie die Größe auf 8,0, und setzen Sie Weiche Kante auf 20. Malen Sie nun über die versehentlich übermalten Gebäudebereiche.

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Neue Anpassung erstellen

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Erzeugen Sie Neonbeleuchtung

Klicken Sie unter dem Korrekturpinsel-Symbol auf Neu. Wir werden nun einige Anpassungen vornehmen, um den Himmel abzudunkeln. Dieser ist schon blau, also setzen wir die Temperatur auf 13. Reduzieren Sie die Belichtung auf -2,80, und setzen Sie die Lichter auf -100. Klicken Sie auf den Himmel, um einen neuen Bearbeitungspunkt zu setzen, und malen Sie über den Himmel.

Klicken Sie wiederum auf Neu, um einen weiteren Bearbeitungspunkt zu erstellen. Klicken Sie in der Pinsel-Palette auf A. Platzieren Sie den Punkt in dem obersten Buchstaben der gelben Leuchtreklame. Setzen Sie die Temperatur auf 52 und die Belichtung auf 1,35. Setzen Sie die Lichter auf 44, die Tiefen auf 52 und Klarheit auf -76. Für ein neonfarbenes Gelb setzen Sie die Sättigung auf 66. Malen Sie über die Buchstaben.


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Fügen Sie ein Leuchten hinzu

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Erweitern Sie die Anpassungen

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Schalten Sie das Licht an

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Fügen Sie eine Gestalt hinzu

Klicken Sie auf Neu, um einen Pinsel zur Erzeugung des Leuchteffekts zu erstellen. Setzen Sie den Bearbeitungspunkt auf einen der gelben Buchstaben. Belassen Sie die Einstellungen wie im vorherigen Schritt, aber klicken Sie auf das kleine Farbfeld. Wählen Sie einen warmen Gelbton aus. Malen Sie nun mit einer größeren, weicheren Pinselspitze über die Buchstaben, um sie zum Leuchten zu bringen.

Zoomen Sie auf 1:1 in das Bild hinein. Setzen Sie die Pinselgröße auf 3,0 und Weiche Kante auf 50. Platzieren Sie einen Bearbeitungspunkt im Fenster rechts im Bild. Setzen Sie die Temperatur auf 68 und die Tönung auf 41. Heben Sie die Belichtung auf 4,00 an, und senken Sie die Klarheit auf -100 ab. Setzen Sie die Sättigung auf 36. Wählen Sie eine gelbe Farbe, und malen Sie über das Fenster. Korrigieren Sie Fehler mit gedrückter Alt-Taste.

Klicken Sie auf den Bearbeitungspunkt, den Sie in Schritt 12 erstellt haben. Damit wurden die Buchstaben aufgehellt, ohne sie einzufärben. Sie können diesen Effekt nun nutzen, um über die roten Neon-Buchstaben und über das gelbe Schild zu malen. Klicken Sie dann auf den Bearbeitungspunkt aus Schritt 13, und fügen Sie den anderen Bereichen ebenfalls ein Leuchten hinzu.

Setzen Sie einen neuen Bearbeitungspunkt im Fenster. Stellen Sie die Temperatur auf -70, die Belichtung auf -4,00, den Kontrast auf 33, die Lichter auf -100, die Schatten auf -35 und Klarheit auf -100. Reduzieren Sie die Sättigung auf -100 und die Schärfe auf -52. Setzen Sie Rauschen auf 67, Moiré auf 49 und Rand entfernen auf 37. Wählen Sie Gelb aus, setzen Sie Weiche Kante auf 10, und malen Sie eine Silhouette ins Fenster.

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Der Komplettkurs Lightroom kreative workshops

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Fügen Sie weitere Lichtquellen ein

Wiederholen Sie die Techniken aus den vorherigen Schritten, um weitere Lichter hinzuzufügen. Verwenden Sie kleine Pinsel mit harter Kante, um die Hochhausfenster zu beleuchten. Mit größeren, weicheren Pinselspitzen lassen Sie Schilder leuchten. Nutzen Sie auch ruhig existierende Bearbeitungspunkte, und bereinigen Sie die Arbeit mit der Löschen-Option. Passen Sie die Intensität der Effekte an.

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Wechseln Sie ins Bibliotheks-Modul. Um eine JPEG-Version des bearbeiteten Bildes zu erstellen, wählen Sie Datei > Exportieren. Hier können Sie verschiedene Optionen auswählen, wie zum Beispiel JPEGs in voller Größe brennen. Wählen Sie Exportieren auf: Festplatte, und legen Sie einen passenden Speicherort (wie Schreibtisch) für das JPEG fest. Klicken Sie auf Exportieren.

Ein genauer Blick auf das bearbeitete Bild

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Werfen wir hier nochmals einen Blick auf die Schlüsseltechniken unserer Bearbeitung

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Speichern Sie eine Version

4

1 Bearbeitungspunkte

4 Information

Jeder Punkt repräsentiert einen Bereich, der mittels Korrekturpinsel bearbeitet wurde. Der aktuell aktive Punkt zeigt eine schwarze Markierung und erlaubt die Anpassung der zugehörigen Bearbeitungen.

Wenn Sie einen Menübefehl oder ein Tastaturkürzel verwenden, blendet Lightroom eine Information ein, die den Befehl bestätigt. So behalten Sie bei umfangreichen Bearbeitungen leichter den Überblick.

2 Löschen

5 MASKen

Diese Pinselspitze zeigt ein Minus-Zeichen in der Mitte. Sie wird hier benutzt, um Pinselstriche zu löschen, die versehentlich über die Gebäudekanten reichen.

Bewegen Sie den Mauszeiger über einen Bearbeitungspunkt, und es erscheint eine rote Maske, die den Bearbeitungsbereich anzeigt. Hier fügt der Punkt ein Leuchten hinzu.

3 Pinselspitzen

6 Entfernen

Diese Pinselspitze zeigt ein Pluszeichen in der Mitte. Sie führt gerade Farb- und Tonwertanpassungen im Himmel durch. Die dünne Umrandung zeigt eine weiche Kante an.

Um einen unerwünschten Bearbeitungspunkt samt zugehöriger Effekte zu entfernen, klicken Sie darauf, und drücken Sie die Löschen-Taste. Der Punkt verschiwndet in einer Staubwolke.


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Der Komplettkurs Lightroom kreative workshops

Sechs der besten Lightroom-Plug-ins Plug-ins erweitern den Funktionsumfang von Lightroom und erleichtern typische Nachbearbeitungsaufgaben


Der Komplettkurs Lightroom kreative workshops

s sind Tausende von Lightroom-Plug-ins auf dem Markt, die den Funktionsumfang der Software erweitern und spezielle Werkzeuge für spezifische Anforderungen bereitstellen. Wir haben sechs der besten Plug-ins ausgewählt, die unserer Meinung nach wirklich nützliche Features für den Foto-Alltag mitbringen. OnOne Perfect B&W erleichtert Schwarzweiß-Umwandlungen, PortraitPro 12 ist ein mächtiges Werkzeug zur Porträtretusche, Topaz Adjust erlaubt HDR-Looks aus nur einem Foto und DxO FilmPack 4 Expert macht Ihre Bilder mit wenigen Klicks zu Retro-Schätzen. Die beiden weiteren in der Runde – Nik Collection and Tiffen DFX 3 – bieten praktisch alles, was die übrigen Plug-ins auch bieten, und noch mehr. Sie kosten aber auch mehr. Wir haben die Stärken jedes Plug-ins für Sie zusammengefasst ...

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Tiffen DFX 3 Mit seiner Filter- und Lichteffektsammlung macht DFX Ihre Fotos wirklich lebendig en Namen „Tiffen“ kennen Sie wahrscheinlich eher aus dem Bereich von Objektivfiltern als aus dem der Software. Aber heutzutage können so viele Filtereffekte digital reprodziert werden, dass Tiffen beide Bereiche abdecken will und DFX entwickelt hat. Obwohl es als Plug-in verfügbar ist, haben wir uns hier die Stand-alone-Version angeschaut. Ziel der Software ist es, Ihren Bildern mit umfassenden Filtereffekten ein besonderes Flair zu verleihen und das weitaus einfacher als in Lightroom. Das Herzstück der Software bildet dann auch die Filtersammlung, aber sie hat noch einiges mehr zu bieten. So können Sie Leuchten hinzufügen, Objektivverzerrungen oder Ihre Bilder auf viele weitere Arten mehr oder weniger subtil beeinflussen. Sogar ein ND-Filter ist enthalten, wobei dieser wenig hilft, wenn Ihr Bild schon ausgebrannte Bereiche enthält. Effektiver sind die Simulationen klassischer 35mm-Filme. Verstärken Sie die Dynamik im Stile von Fuji Velvia, oder wählen Sie die körnige Schwarzweiß-Welt für einen Retrolook. Sollte Filmkorn weniger Ihr Ding sein, bietet DFX Presets, mit deren Hilfe Sie Rauschen aus Ihren Bildern entfernen können. Sie können, ähnlich wie in Photoshop, mit Ebenen und Ebenenmasken arbeiten. Besonders die Funktion „EZ Mask“ konnte uns beeindrucken: Malen Sie einfach ein paar

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grobe Linien um ein Objekt, um Vorder- und Hintergrund zu definieren, und DFX erstellt eine erstaunlich akkurate Ebenenmaske. Dies ist hilfreich für die selektive EffektAnwendung, auch wenn Sie keine eigenen Hintergründe einfügen können. Sie können Effekt-Kombinationen für künftige Bilder abspeichern oder eine Bildauswahl per Stapelverarbeitung aufwerten. Einer der Hauptvorteile von DFX ist die Einfachheit. Obwohl Sie jeden Effekt umfassend anpassen können, sind Grundeinstellungen ein Kinderspiel. Die großen, klaren Paletten und eine intuitive Benutzeroberfläche überzeugen. Auch wenn DFX niemals mit Photoshop konkurrieren wird: Die schiere Anzahl an Effekten und der zügige Workflow mit Ebenen macht die Software rundum überzeugend. Kleiner Wermutstropfen: DFX ist aktuell nur auf Englisch verfügbar. Preis 149 $ Web www.software.tiffen.com

FAZIt Im Gegensatz zu Photoshop mag DFX primitiver wirken, doch als schnelles Tool zur Bildaufwertung ist es super – aber leider nur auf Englisch verfügbar.


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PortraitPro 12 Kann eine Software, die „menschliche Schönheit“ gelernt hat, Ihre Porträts wirklich besser machen? s gibt zahlreiche Plug-ins und Lightroom-Arbeitsabläufe, die Hauttöne weichzeichnen, Pickel verdecken, Augen aufhellen und Ihre Models hübscher machen können, aber PortraitPro 12 geht noch einen großen Schritt weiter. Es arbeitet mit einer automatischen Merkmalerkennung und der Funktion „Gesichtsform ändern“, womit Sie das Gesicht Ihres Models näher an universelle Idealvorstellungen von Schönheit und Attraktivität bringen können. Ihre Models sehen tatsächlich besser aus, behalten aber ihren individuellen Charakter und ihre Physiognomie. Unperfektheiten werden gedämpft und nicht eliminiert. Falls Sie keinen Vorher-Nachher-Vergleich machen, wird der Betrachter denken, es handele sich einfach um ein gutes Porträt und nicht um ein manipuliertes Bild. Die Software startet mit der Identifikation und Markierung von Bereichen wie Augen, Nase und Mund – alle Markierungen lassen sich bei Bedarf nachjustieren, aber in der aktuellen Version klappt die Erkennung erstaunlich gut. Mit einer Reihe von Reglern können Sie fast jeden Makel Ihres Models beheben, von Pickeln über Falten und

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Tränensäcke bis zum Doppelkinn. Hier beginnen aber die Schwierigkeiten, denn obwohl die Bezeichnungen recht eindeutig sind, werden sich wenige Nutzer rasch in die über 200 Regler einarbeiten und stattdessen Anpassungen machen, deren Wirkung sie nicht ganz verstehen. PortraitPro kann natürliche und überzeugende Ergebnisse liefern, aber es kann auch die grauenhaftesten Manipulationen erzeugen. Es ist die mächtigste PorträtSoftware, die wir getestet haben, aber sie benötigt Fingerspitzengefühl. Hinweis: Die angegebenen Preise sind Aktionspreise. Wie lange diese gültig sind, wissen wir nicht. Preis 29,95 € (Standard) 49,95 € (Studio) 99,95 € (Studio Max) Web www.portraitprofessional.com

FAZIT Die Software lässt „unperfekte” Gesichter einfach gut aussehen – so lange Sie extreme Einstellungen und Anpassungen vermeiden.

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OnOne Perfect B&W Verleihen Sie Ihren Bildern mit magischen Schwarzweiß-Umwandlungen mehr Tiefe ichts weckt in der Fotografie so sehr die Emotionen wie gute Schwarzweiß-Bilder. Natürlich können Sie auch in Lightroom tolle SchwarzweißUmwandlungen erstellen und sogar analogen Film imitieren, aber Perfect B&W legt die Messlatte extrem hoch. Wie in den anderen OnOne-Plug-ins basiert auch Perfect B&W auf Presets, von kontrastreichen oder körnigen Looks bis hin zu überzeugenden Filmemulationen. Die Möglichkeiten sind enorm, die Software bleibt immer übersichtlich. Die Software ist aber keine reine Preset-Sammlung. Wechseln Sie in die Bearbeitungs-Paletten, und eine Vielzahl anpassbarer Optionen erscheint. Mit dem Kurven-Werkzeug erzeugen Sie schnelle Kontrastanpassungen, während Sie Filmkorn, Rahmen und Vignetten hinzufügen – jeweils umfassend anpassbar. Eine globale Anpassungsmöglichkeit für Farbwiedergabe und Schärfe ist vorhanden, aber ebenso einfach können Sie lokal abwedeln, nachbelichten und Anpassungen aufmalen. Es ist sogar eine Kantenerkennung vorhanden, welche die Auswahl ähnlicher Bereiche signifikant genauer und einfacher macht. Perfect B&W ist in zwei Versionen erhältlich: Die Stand-alone-Version können Sie als App im

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iTunes-Store herunterladen. Die zweite Version ist ein Paket aus sieben Einzelanwendungen, die in der Perfect Photo Suite zusammengefasst sind. Obwohl Perfect B&W Ihnen umfassende Möglichkeiten bietet und fantastische Ergebnisse erzeugt, reicht es nicht ganz an die Finesse von Nik Silver Efex Pro heran (das wir uns auf der übernächsten Seite anschauen). Seit dieses Teil der Nik Collection ist und ebenfalls als Paket (zum Preis von 119 Euro) angeboten wird, macht das die Auswahl nicht leichter. Laden Sie am besten Demo-Versionen beider Pakete herunter, und testen Sie, welches Ihnen eher zusagt. Preis 19,99 $ (Stand-alone), 149,95 $ (Premium Full) Web www.ononesoftware.com

FAZIT Perfect B&W lässt kaum Wünsche offen, kann aber die Konkurrenz nicht übertrumpfen. Im Paket als Premium-Full-Version allerdings empfehlenswert.


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Topaz Adjust Kann dieses Plug-in wirklich HDR-Bilder aus einem einzigen Foto erzeugen? enn Sie ein Foto mit hohem Dynamikumfang haben möchten, müssen Sie dazu mehrere Einzelbelchtungen kombinieren, richtig? Nun ja, Topaz Adjust sieht das etwas anders. Es tritt an, aus nur einem einzigen Bild ein Foto zu machen, das absolut wie ein HDR-Bild aussieht – ganz ohne Belichtungsreihen oder schweren Stativen. Im Grunde funktioniert der Effekt ähnlich wie die HDRTonung in Photoshop, indem Tiefen-Details angehoben, Lichter bewahrt und Farben gesättigt werden. Adjust bietet aber zahlreiche Presets inklusive Anpassmöglichkeiten sowie Optionen zur selektiven Korrektur. Sie finden 100 Presets in sechs Kategorien vor, mit der ganzen Bandbreite von subtilen Tonwert- und Farbverbesserungen bis zu fast schon schmerzhaften Kontrast-Verstärkungen. Ein Vorschaufenster zeigt jeden Effekt, wenn Sie die Maus darüber bewegen. Sie können auch Ihre eigenen Presets speichern und laden. Wenn Sie sich für einen Effekt entschieden haben, können Sie noch einige zentrale Einstellungen kontrollieren. Wenn alles passt, wird ein dumpfes Bild zu einem leuchtenden, kontrastreichen

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Foto. Übertreiben Sie es, wirkt Ihr Bild wie ein comichafter Schlamassel, egal wie gut das Originalbild vielleicht war. Wie gut sind also diese HDR-Funktionen? Tatsache ist: Wo kein Dynamikbereich vorhanden ist, kann auch keiner erzeugt werden. Obwohl die Software gut arbeitet, ist sie kein Ersatz für eine Belichtungsreihe. Adjust eignet sich aber gut dafür, langweiligen Bildern einen gewissen Wow-Faktor zu verleihen. Das können auch andere Plug-ins, aber Adjust macht den Prozess sehr mühelos. Sollten Sie eine Vielzahl von Bildern auf diese Weise bearbeiten wollen, kann sich Adjust wirklich lohnen. Preis 49,95 € Web www.topazlabs.com

FAZIT Trotz recht starker Konkurrenz überzeugen die sehr einfache Bedienung und die zahlreichen Presets von Adjust. Auch der Preis ist durchaus attraktiv.

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Nik Collection Dieses Paket aus sieben Anwendungen als Plug-ins für Lightroom verdient eine absolute Kaufempfehlung ik Software wurde vor einiger Zeit von Google gekauft, und der neue Eigentümer hat die sieben Plug-ins des Anbieters (HDR Efex Pro, Silver Efex Pro, Sharpener Pro, Color Efex Pro, Viveza, Analog Efex Pro and Dfine 2) zu einem Gesamtpaket zusammengefasst – und das zu einem wirklich spannenden Preis. HDR Efex Pro ermöglicht die Erstellung von HDR-Fotos aus einem oder mehreren Einzelbildern, Sharpener Pro erlaubt die selektive Schärfung von Bildern, Dfine ermöglicht die selektive Rauschreduktion, Analog Efex Pro lässt alte Filmzeiten wieder aufleben und mit Color Efex Pro führen Sie Farbanpassungen durch. Die Aufgabenbereiche von Silver Efex Pro und Viveza lassen sich nicht so eindeutig aus den Namen ablesen. Ersteres ist das Werkzeug für SchwarzweißUmwandlungen und Zweiteres ein Tool zur selektiven Anpassung von Helligkeit, Kontrast und Weißabgleich. Die Plug-ins nutzen eine patentierte Technologie, bei der Sie Kontrollpunkte setzen und weder Masken noch Auswahlbereiche erstellen müssen. Die Größe des Bereichs, der durch einen Kontrollpunkt gesteuert werden, lässt sich mit Schiebereglern direkt am Punkt selbst durchführen. Auch die übrigen

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Anpassungsoptionen finden Sie direkt am Kontrollpunkt. Allerdings bestimmt die Software, was genau in diesem Bereich ausgewählt wird. Diesen Bereich können Sie sich auch anzeigen lassen. Die Schieberegler der selektiven Werkzeuge befinden sich auch direkt am Kontrollpunkt. Sie müssen nur noch nach links oder rechts ziehen. Die Nik Collection dürfte jeden ansprechen, der sich vor Maskierungen und aufwendigen Selektionen scheut. Die umfangreiche Preset-Sammlung, inklusive Filmemulationen, ist schnell und einfach anzuwenden – und die Ergebnisse sind erstklassig. Preis 119 € Web www.niksoftware.com

FAZIT Die Nik Collection ist leicht bedienbar und macht Spaß. Die Resultate können exzellent sein, und zum aktuellen Preis ist das Paket fast ein Schnäppchen.


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DxO FilmPack 5 Schwarzweiß-Umwandlungen und Retrolooks per Mausklick as FilmPack 5 ist die aktuelle Version der Filmsimulations- und Kreativeffekt-Software von DxO. Die charakteristischen Farben und Looks bestimmter Filmemulsionen lassen sich hiermit spielend leicht auf Ihre digitalen Bilder anwenden. Es gibt zwei Versionen des FilmPacks, die Essential Edition und die Elite Edition. Die Elite Edition enthält deutlich mehr Prestes, Filmsimulationen und Einstellmöglichkeiten. Wir haben diese umfangreichere Version getestet. Eine Vorschau des Bildes sehen Sie im Fenster, samt einiger Preset-Optionen, die nach Filmtyp oder Stilen sortiert sind. Ein Klick auf ein Preset verändert das Bild in Sekundenschnelle und imitiert überzeugend die typische tonale Charakteristik und die Kornverteilung, die Korngröße und Kornintensität der jeweiligen Emulsion. In vielen Fällen reicht bereits ein einziger Mausklick aus, aber glücklicherweise können Sie die einzelnen Parameter noch nachträglich anpassen und sogar Textur- oder Kanten-Effekte wie Rahmen oder Lichtlecks erzeugen. Alle Anpassungen werden mit Hilfe von Aufklappmenüs und Schiebereglern gesteuert und sind somit leicht zu erfassen. Leider passiert es leicht, dass man beim Blättern durch diese

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Aufklappmenüs versehentliche Änderungen vornimmt. Praktische Optionen wie ein Vorher-Nachher-Vergleich oder die Möglichkeit zur Erstellung von Schnappschüssen runden das Paket ab. Durch die Optionen, Texturen, Lichtleck-Effekte, Vignetten oder Rahmen hinzuzufügen, können Sie attraktive und authentisch wirkende Retrolooks erzeugen. Auch die Filmemulationen wirken überzeugend und bewegen sich nah an den Originalen. Die Steuerungsmöglichkeiten sind allerdings teilweise leider etwas zu eingeschränkt. Preis 79 € (Essential Edition), 129 € (Elite Edition) Web www.dxo.com

FAZIT Das FilmPack 5 ist einfach zu benutzen und erzeugt sehr authentische Repliken der ursprünglichen Film-Emulsionen.

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Der Komplettkurs Lightroom Lightroom mobile


Der Komplettkurs Lightroom Lightroom mobile

Lightroom Mobile So benutzen Sie Lightroom Mobile auf dem iPad, um Fotos zu synchronisieren, zu bearbeiten und zu veröffentlichen

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Lightroom-MobileSynchronisation

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Arbeiten mit Lightroom Mobile

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Bildsortierung mit Lightroom Mobile

Synchronisieren Sie Lightroom Mobile mit Ihrem Rechner, sodass Sie Bilder vom iPad direkt in Ihre Bibliothek senden können

Erstellen Sie eine Sammlung auf Ihrem Rechner, und synchronisieren Sie diese mit Lightroom Mobile auf Mobilgeräten

So organisieren Sie Ihre synchronisierten Sammlungen einfach anhand von Bewertungen und Markierungen

Bildbearbeitung in Lightroom Mobile

Bearbeiten Sie Bilder in Lightroom Mobile, und übertragen Sie alle Änderungen automatisch auf Ihre RAW-Dateien

Veröffentlichen mit Lightroom Mobile

Präsentieren Sie Ihre Bilder in Lightroom Mobile als Diashow, in einer Webgalerie oder auf Social-Media-Seiten

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Der Komplettkurs Lightroom Lightroom Mobile

RECHNER

iPad

Lightroom-MobileSynchronisation Synchronisieren Sie Lightroom Mobile mit Ihrem Rechner, sodass Sie Bilder vom iPad direkt in Ihre Bibliothek senden können ightroom Mobile ist eine App, die auf einem iPad oder Smartphone läuft. Sie ist quasi eine Ergänzung zu Lightroom CC, das auf Ihrem Mac oder PC läuft. Die mobile und die DesktopVersion von Lightroom arbeiten nahtlos zusammen, sodass Sie Ihre Bilder problemlos organisieren, bearbeiten und teilen können – ganz egal, wo Sie gerade sind. Um Lightroom Mobile zu nutzen, müssen Sie sich für eine Adobe ID registrieren, sodass Sie Zugang zur Creative Cloud haben. Dadurch können Sie eine Sammlung von Bildern auf Ihrem Rechner erstellen und sie via Creative

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Cloud mit Lightroom Mobile auf Ihren Mobilgeräten synchronisieren. Unterwegs können Sie in Lightroom mobil Bewertungen vergeben und Farben, Tonwerte und die Komposition anpassen. Sobald Sie sich in ein Netzwerk per WiFi einloggen, werden die Änderungen an Ihren Bildern via Creative Cloud synchronisiert und sind so in Ihrer Lightroom-Bibliothek verfügbar. Sie können auch Schnappschüsse Ihrer mobilen Geräte mit einer Sammlung auf dem Rechner synchronisieren. Bevor wir uns um das Sortieren, Bearbeiten und Teilen kümmern, fangen wir mit den Grundeinstellungen an.


Der Komplettkurs Lightroom Lightroom Mobile

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Anmelden per iPad

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Anmelden per Smartphone

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Automatisch importieren

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Fotos hinzufügen

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Betrachten Sie Ihre Sammlung

Synchronisation einschalten

Klicken Sie in Lightroom auf das graue Namensschild oben links, um das gezeigte Menü aufzurufen. Klicken Sie auf das Start-Symbol neben Synchronisierung mit Lightroom Mobile. Es erscheint die Nachricht Synchronisierung ist aktiviert. Starten Sie nun Lightroom Mobile.

In der Smartphone-Version von Lightroom Mobile können Sie wählen, ob neue Fotos automatisch importiert werden sollen. Handyfotos erscheinen dann automatisch in einer Sammlung. Demarkieren Sie Synchronisation über Mobilnetz, um Zusatzkosten zu vermeiden.

Im Fenster Fotos hinzufügen tippen Sie auf beliebige Fotos, die Sie in Ihre Lightroom-Mobile-Sammlung importieren wollen. Ein Häkchen erscheint an den ausgewählten Bildern. Wenn Sie mit der Auswahl fertig sind, tippen Sie auf den Haken oben rechts.

Klicken Sie auf die Anmelden-Schaltfläche des Willkommen-Bildschirms. Loggen Sie sich mit Ihrer Adobe ID ein. Wenn eine Nachricht wie „Lightroom möchte auf Ihre Fotos zugreifen“ erscheint, klicken Sie auf OK. So können Sie die Smartphone-Bilder importieren.

In Lightroom Mobile sehen Sie die leere Sammlung Meine Tablet-Fotos. Tippen Sie auf die drei weißen Punkte unten rechts bei der Sammlungsvorschau, um ein Menü mit Optionen wie Automatisch importieren aufzurufen. Neue iPad-Fotos werden dann automatisch hinzugefügt.

Wenn Ihr Mobilgerät eine WiFi-Verbindung aufgebaut hat, synchronisiert es die Sammlung per Creative Cloud mit Ihrer Lightroom Bibliothek. Aktivieren Sie die Adressensuche, sodass Lightroom mobile Fotos in seinem Kartenmodul darstellen kann.

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Der Komplettkurs Lightroom Lightroom Mobile

Rechner

iPad

Arbeiten mit Lightroom Mobile Erstellen Sie eine Sammlung auf Ihrem Rechner, und synchronisieren Sie diese mit Lightroom Mobile auf Mobilgeräten uf der vorherigen Doppelseite haben wir unsere erste Sammlung in Lightroom Mobile erstellt, indem wir unsere Smartpone- und iPad-Fotos importiert haben. Per Voreinstellung heißt diese Sammlung Meine Tablet-Fotos. Sie können die Sammlung in Lightroom Mobile umbenennen, indem Sie auf die drei weißen Punkte unten links an der Sammlungsvorschau tippen. Dies öffnet eine Reihe von Optionen, unter anderem Umbenennen. Sie können die Sammlung auch nach der Synchronisation am Rechner umbenennen. Gehen Sie zur Sammlungen-Palette, und klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Meine Tablet-Fotos. Klicken Sie auf Umbenennen. Wenn Sie die Sammlung in einer Version von

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Lightroom umbenennen, ändert sich der Name automatisch auch in der anderen. So wie Sie Ihre Smartphone-Schnappschüsse synchronisieren können, können Sie auch Fotos aus Lightroom mit Lightroom Mobile synchronisieren. Das ermöglicht Organisations- und Bearbeitungsaufgaben unterwegs. Dazu müssen Sie lediglich Sammlungen in Lightroom anlegen, denen Sie sagen, dass Sie sich mit Lightroom Mobile synchronisieren sollen. Sammlungen ermöglichen Ihnen präzise festzulegen, welche Bilder sowohl am Rechner als auch unterwegs gleichzeitig zugänglich sind. Dabei sendet Lightroom Smart-Vorschauen an Ihr iPad. Die Bearbeitungen an den Smart-Vorschauen werden nachträglich auf die originalen RAW-Dateien angewandt.


Der Komplettkurs Lightroom Lightroom Mobile

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Zur Zielsammlung hinzufügen

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Synchronisation der Sammlung

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In Lightroom Mobile anschauen

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Skalieren Sie die Miniaturen

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Offline-Bearbeitung aktivieren

Erstellen Sie eine Sammlung

Klicken Sie in Lightroom an der Sammlungen-Palette auf das Plus-Zeichen. Wählen Sie Sammlung erstellen, und vergeben Sie einen Namen. Markieren Sie in den Optionen den Punkt Als Zielsammlung festlegen. Belassen Sie den Haken bei Synchronisierung mit Lightroom Mobile.

Klicken Sie auf die Sammlung, um ihren Inhalt zu sehen. Während Sie der Sammlung Fotos hinzufügen, erscheint eine Synchronisierungs-Meldung oben links im Bibliotheks-Modul. Diese zeigt die Anzahl der hochgeladenen Smart-Vorschauen an.

Tippen Sie auf die neue Sammlung, um die Bilder darin zu betrachten. Sie erscheinen in der gleichen Reihenfolge wie in Lightroom. Sie können die Miniaturen in der Rasteransicht einfach größer oder kleiner ziehen. Tippen Sie auf ein Bild, um es im Vollbild angezeigt zu bekommen.

Zu Beginn enthält Ihre neue Sammlung noch keine Bilder. Sie können ausgewählte Bilder einfach manuell aus der Rasteransicht auf den Sammlungsnamen ziehen. Oder Sie klicken auf eine Miniatur und drücken B. Das führt den Befehl Der Zielsammlung hinzufügen aus.

Starten Sie Lightroom Mobile auf Ihrem Smartphone oder Tablet. Neben der ursprünglichen Sammlung Meine Tablet-Fotos sehen Sie nun auch ein Titelbild der neuen Sammlung (so lange Ihr iPad per WLAN verbunden ist, um auf die Smart-Vorschauen zuzugreifen).

Lightroom Mobile nutzt WiFi, um Smart-Vorschauen aus der Creative Cloud anzuzeigen. Wenn Sie ohne WLAN-Verbindung an Bildern einer Sammlung arbeiten möchten, tippen Sie auf die drei weißen Punkte an der Sammlung und dann auf Offline-Bearbeitung aktivieren.

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Der Komplettkurs Lightroom Lightroom Mobile

RECHNER

iPad

Bildsortierung mit Lightroom Mobile So organisieren Sie Ihre synchronisierten Sammlungen einfach anhand von Bewertungen und Markierungen achdem Sie Sammlungen in Lightroom oder Lightroom Mobile erstellt haben, können Sie mit der Sortierung beginnen, zum Beispiel durch Markierungen von Favoriten oder zu löschenden Kandidaten. Besonders guten Fotos können Sie auch eine Sternchenbewertung verleihen. Wenn Sie ein Foto in Lightroom mit einer Flagge markieren oder eine Bewertung vergeben, werden diese Änderungen in die Metadaten der Datei geschrieben und automatisch mit der Version in der entsprechenden Sammlung in Lightroom Mobile synchronisiert. Genau so funktioniert die Organisation unterwegs: Wenn Sie ein Bild in Lightroom

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Mobile bewerten, erscheinen die Sternchen oder die Flagge an demselben Bild in der Lightroom-Sammlung. Dank dieser Funktionalität können Sie etwa zu Hause mit der Bewertung beginnen und unterwegs auf Ihrem iPad fortfahren. Sollten Sie unterwegs keine WiFi-Verbindung zur Verfügung haben, können Sie dennoch Ihre Fotos sortieren. Die Änderungen werden mit Lightroom synchronisiert, sobald Sie wieder in ein WLAN eingeloggt sind. Mit Hilfe von Flaggen und Bewertungen finden Sie künftig Ihre Bilder leichter wieder. Beide Lightroom-Varianten bieten dazu Filterfunktionen. Tippen Sie mit zwei Fingern auf ein Bild, um die Bewertung angezeigt zu bekommen.


Der Komplettkurs Lightroom Lightroom Mobile

2

Markieren Sie Ihre Dateien

1

3

Bewerten Sie Ihre Dateien

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Filtern nach Markierungen

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Filtern nach Bewertungen

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Legen Sie eine Reihenfolge fest

Zoomen Sie hinein

Tippen Sie in Lightroom Mobile auf ein SammlungsTitelbild, um die Inhalte zu betrachten. Die enthaltenen Bilder werden in der Rasteransicht als Miniaturen angezeigt. Ziehen Sie die Ansicht mit zwei Fingern auf. Die Miniaturen werden vergrößert dargestellt.

Neben den Flaggen-Symbolen sehen Sie eine Reihe von Sternen. Durch Antippen dieser Symbole können Sie eine Bewertung von bis zu fünf Sternen vergeben. Markieren Sie gelungene Bilder mit vielen Sternen und solche, die nachbearbeitet werden müssen, mit weniger Sternen.

Tippen Sie auf Alle anzeigen. Sie können festlegen, dass nur Bilder mit einer Bewertung von größer oder gleich einer bestimmten Sternchenzahl angezeigt werden. Wenn Sie auf das ≥-Symbol tippen, können Sie es in ein Gleich-Symbol (=) umändern, um spezifischer zu filtern.

Tippen Sie auf ein Foto, um es im Vollbildmodus anzuzeigen. Wenn Sie vertikal wischen, rufen Sie die Flaggen-Überlagerung mit den drei Optionen Markiert, Unmarkiert und Abgelehnt auf. Alternativ tippen Sie auf die drei weißen Punkte unten links und dann auf eine Flagge.

Nachdem Sie Ihre Bilder mit Sternen oder Markierungen versehen haben, tippen Sie auf das Dreieck oben links, um zurück zur Rasteransicht zu gelangen. Klicken Sie auf das Symbol unter dem Sammlungs-Namen. Tippen Sie dort auf Markiert, um nur entsprechende Bilder anzuzeigen.

In Lightroom können Sie Bilder unabhängig von Ihrer Bewertung an beliebige Positionen verschieben. Tippen Sie in Lightroom Mobile auf das Aufnahmezeit-Symbol, und ändern Sie es zu Benutzerdefinierte Reihenfolge. Die Sortierung passt sich nun der auf Ihrem Rechner an.

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Der Komplettkurs Lightroom

VORHER

Lightroom Mobile

NACHHER

Bildbearbeitung in Lightroom Mobile Bearbeiten Sie Bilder in Lightroom Mobile, und übertragen Sie alle Änderungen automatisch auf Ihre RAW-Dateien ach der Sortierung und Bewertung Ihrer synchronisierten Sammlung in Lightroom Mobile wenden wir uns nun den Werkzeugen zu, mit deren Hilfe Sie Farben, Tonwerte und Komposition Ihrer Bilder auch ohne Rechner anpassen können. Sie können Ihre Bilder also unterwegs bearbeiten und die Anpassungen in Lightroom Mobile mit Lightroom synchronisieren, sobald Sie mit Ihrem iPad in einem WLAN eingeloggt sind. Sie können sogar Effekt-Vorgaben anwenden, um mit unterschiedlichen Looks zu experimentieren. Wie bereits erwähnt sind die Dateien in Lightroom Mobile nicht die RAWs, die auf Ihrem Rechner liegen. Sie sind kleinere Smart-Vorschauen. Ihr iPad wäre schnell überfüllt, wenn Sie

N

die Originale dort abspeichern wollten. Das Gute an SmartVorschauen ist, dass Sie Hunderte davon auf einem iPad oder Smartphone speichern und in Lightroom Mobile bearbeiten können und anschließend alle Anpassungen auf die RAWDateien auf Ihrem Rechner übertragen werden. Und sollte Ihnen eine Anpassung aus Lightroom Mobile einmal nicht gefallen, können Sie auf Zurücksetzen klicken. Dadurch wird die Datei auf den Originalzustand zurückgesetzt. Nachdem Sie Farben und Tonwerte eines Bildes in Lightroom Mobile angepasst haben, können Sie übrigens schnell zwischen der bearbeiteten Version und dem ursprünglichen Bild wechseln, indem Sie mit drei Fingern gleichzeitg auf das Bild tippen.


Der Komplettkurs Lightroom Lightroom Mobile

2

Passen Sie die Tonwerte an

1

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Monochrom-Version erstellen

4

Wählen Sie ein Format

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Korrigieren Sie den Weißabgleich

6

Wenden Sie eine Vorgabe an

Blenden Sie ein Histogramm ein

Tippen Sie zur Vollbilddarstellung auf ein Bild. Indem Sie mit zwei Fingern tippen, rufen Sie das Histogramm auf. In diesem Beispiel sitzt das Diagramm ganz links, das Bild ist also unterbelichtet. Tippen Sie auf die drei weißen Punkte am unteren Bildrand.

Das Bild ist fast schon schwarzweiß, sodass wir auf Sättigung tippen und den Wert auf -100 setzen können, um eine Schwarzweiß-Version zu erhalten. Die Ränder sind nicht gelungen und sollten beschnitten werden. Tippen Sie auf das Freistellen-Symbol unten.

Tippen Sie auf Anpassen und dann auf Weißabgleich. Wählen Sie Wie Aufnahme, um weitere Vorgaben zu sehen. Für einen genauen Weißabgleich tippen Sie auf die Pipette. Ziehen Sie den Zeiger auf einen weißen Bereich, und tippen Sie anschließend auf den Haken.

Tippen Sie auf das Anpassen-Symbol und auf Belichtung. Ziehen Sie den Regler nach rechts, um die Belichtung auf +2,15 zu erhöhen. Das Histogramm zeigt stärkere Mitteltöne und Lichter an. Setzen Sie den Kontrast auf +23, Schwarz auf -17 und Weiß auf +40.

Eine Freistellungsüberlagerung erscheint. Tippen Sie mit zwei Fingern, um zwischen den Rastern zu wechseln. Tippen Sie auf Seitenverhältnis und auf 1:1. Ziehen Sie an den Ecken, und verkleinern Sie den Ausschnitt. Ziehen Sie außerhalb, um das Bild zu drehen und zu begradigen.

Tippen Sie auf das Filmstreifen-Symbol, um ein anderes Bild auszuwählen. Tippen Sie auf das VorgabenSymbol. Hier stehen viele Vorgaben zur Auswahl. Tippen Sie auf Kreativ. Wir haben Selenton ausgewählt und eine Vignette aus den Effekt-Vorgaben eingefügt.

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Der Komplettkurs Lightroom Lightroom Mobile

Veröffentlichen mit Lightroom Mobile Präsentieren Sie Ihre Bilder in Lightroom Mobile als Diashow, in einer Webgalerie oder auf Social-Media-Seiten ie können Ihre Bilder in Lightroom Mobile nicht nur organisieren und bearbeiten, sondern sie kinderleicht mit Freunden, Familie (und Followern) auf verschiedene Weisen teilen. Wenn Sie auf Ihrem iPad eine kleine Präsentation machen wollen (z. B. für einen Kunden auf einer Messe), können Sie mit wenigen Klicks eine Diashow erstellen und sogar animierte Übergänge zwischen den einzelnen Bilder einbinden. Wenn Sie unter dem Druck stehen, Ihren Twitter-Account laufend mit neuem Content versorgen zu müssen, skaliert Lightroom Mobile die Bilder passend auf die Anforderungen von Twitter und lädt Sie in Ihren Account. Sie können Ihre bearbeiteten Bilder auch zu Newslettern hinzufügen oder Sie in schicken Blogs mit Adobe Slate präsentieren. Die kostenlose App ermöglicht die kreative Kombination von Wort und Bild direkt auf dem iPad. Sie sollten einen Hinweis auf Adobe Slate zu sehen bekommen, wenn Sie die Teilen-Optionen in Lightroom Mobile erstmals nutzen. Sie können mit Lightroom Mobile sogar eine ganze Bildersammlung ins Netz stellen, sodass sie in einem Browser betrachtet werden kann. Sollte jemand ein Bild liken oder kommentieren, wird diese Information dem jeweiligen Foto in der Lightroom-Mobile-Sammlung hinzugefügt.

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1

Wählen Sie einige Bilder aus

Während Sie eine Sammlung anschauen, tippen Sie auf das Teilen-Symbol oben rechts. Tippen Sie im Menü auf Teilen. Um Bilder zu markieren, tippen Sie diese einfach an (bei Twitter können Sie immer nur ein Bild hochladen). Tippen Sie auf den Haken oben rechts, um die Teilen-Optionen zu sehen.

VORHER

2

Teilen Sie Bilder auf Facebook

Tippen Sie auf das Facebook-Logo. Geben Sie einen erläuternden Text ein, wählen Sie ein Album aus, und stellen Sie die Zielgruppe ein. Tippen Sie auf Posten, und Lightroom Mobile lädt die ausgewählten Bilder auf Ihre Social-Network-Seite, sodass Ihre Freunde und Familie sie anschauen können.


Der Komplettkurs Lightroom Lightroom Mobile ONLINE

3

Erstellen Sie eine Webgalerie

Während Sie eine Sammlung anschauen, tippen Sie auf das Teilen-Symbol oben rechts und dann auf Sammlung teilen. Tippen Sie in der nächsten Box erneut auf Teilen, und die Bilder werden hochgeladen und in einer Webgalerie angezeigt. Tippen Sie auf Link teilen, um ihn an Freunde, Familie oder Kunden zu schicken

4

Erstellen Sie eine Diashow

Besucher Ihrer Online-Galerie können diese in ihrem Browser auch als Diashow anzeigen lassen. Tippen Sie auf die Präsentieren-Option im Teilen-Menü, und Sie können auf Ihrem iPad oder Smartphone eine Diashow starten. Während der Diashow können Sie diese pausieren oder Eigenschaften wie die Anzeigedauer ändern.

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Der Komplettkurs Lightroom Bonusmaterial

Installation von Presets & Pinseln So importieren Sie zusätzliche Vorgaben in Lightroom

bilder, l e i p s i e B Presets & s o e d i ­V unter: s o l n e /heft kost lphoto.de a www.digit

Begleitmaterial zum Heft

Fotos: ON1, Dickies Workwear Germany, Future Publishing, Pavel Kaplun

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Über 1,6 Gigabyte Bildmaterial zu den Workshops PLUS Videotrainings PLUS GratisPresets & Lightroom-Pinsel Passend zu den Trainings im Heft haben wir Ihnen das Ausgangsmaterial zum Herunterladen bereitgestellt. So können Sie alle Workshops direkt nachvollziehen und Ihr Wissen rund um Lightroom Schritt für Schritt ausbauen – um zum echten RAW-Profi zu werden. Die Auszüge aus den Lernvideos zu Lightroom von Meike Jarsetz und Pavel Kaplun liefern zusätzliche Infos und wertvolle Tipps. Und mit Hilfe der kostenlosen Presets und Pinsel gelangen Sie schnell zu tollen Ergebnissen. Bei über 270 Lightroom-Vorgaben sollte für jeden Geschmack und jeden Anwendungsbereich etwas dabei sein. Und: Wie Sie in unseren Workshops gelernt haben, lassen sich alle Presets von Ihnen individuell modifizieren.

VORHER NACHHER

2 1

3 4

1 Presets importieren

2 Presets Anwenden

Starten Sie Lightroom, und wechseln Sie in das Entwickeln-Modul der Software. Hier finden Sie im rechten Bildschirmbereich die Vorgaben-Palette. Es ist empfehlenswert, zunächst über einen rechten Mausklick in die Vorgabenliste einen neuen Ordner anzulegen, in dem später die importierten Presets landen. Auf diese Weise behalten Sie immer den Überblick und können bei Bedarf auch schnell für Ordnung sorgen, indem Sie nicht benötigte Vorgaben einfach löschen. Das klappt direkt mit der LöschenTaste auf Ihrer Tastatur.

Klicken Sie nun den gerade erstellten Ordner mit einem weiteren rechten Mausklick an, und wählen Sie die Option Importieren. Im nächsten Fenster wählen Sie dann jene Presets/Vorgaben aus, die Sie gerne in Lightroom verwenden möchten. Sie können hier entweder eines oder gleich mehrere im Stapel einfügen. Danach stehen die Vorgaben in der Liste zur Anwendung bereit. Einfach anklicken, und schon werden die Einstellungen des Presets auf das Bild angewendet. Sie können in der entsprechenden Palette rechts noch alle Parameter auf Wunsch anpassen.

3 Pinsel Importieren

4 Pinsel Anwenden

Etwas komplizierter gestaltet sich der Import von Korrekturpinseln. Gehen Sie hierzu in das Voreinstellungen-Menü von Lightroom und den Reiter Vorgaben. Klicken Sie dort auf den Button Lightroom-Vorgabenordner anzeigen... – es öffnet sich das entsprechende Dateifenster. Hier klicken Sie nun noch auf Local Adjustment Presets. In jenen Ordner kopieren Sie Ihre neuen Lightroom-Pinsel. Schließen Sie dann alle Fenster, und verlassen Sie die Voreinstellungen. Die Pinsel sind nun ab sofort einsatzbereit.

Im Entwickeln-Bereich von Lightroom wählen Sie nun den Maskierungspinsel aus. Im Menü über den Schieberegler für individuelle Anpassungen finden Sie den Eintrag Effekt. Klicken Sie dort in das Auswahlmenü. Hier finden Sie nun all jene Pinsel, die Sie vorher über die Voreinstellungen neu geladen haben. Mit einem Mausklick ist der Wunschpinsel ausgewählt und kann dann über die Maske im Bild platziert werden. Natürlich können Sie die Einstellungen des Effekts im Nachhinein noch individuell anpassen.


Der Komplettkurs Lightroom Bonusmaterial

Effektvolle Presets

ON1, bekannter Anbieter für BildbearbearbeitungsPlug-ins, stellt gleich 140 Lightroom-Looks bereit N1 ist hauptsächlich für Plug-ins und EffektSoftware bekannt. Doch auch Voreinstellungen für Lightroom bietet die Softwareschmiede seit Jahren an. Im Download finden Sie gleich über 140 inspirierende Looks zur direkten Verwendung in Lightroom. Mehrere Bildbearbeitungsexperten stellen Ihnen hier ihre Lieblings-Presets zur Verfügung – eine fast unerschöpfliche Inspirationsquelle. Was die Presets im Einzelnen leisten, ergibt sich in der Regel aus der Benennung der Dateien. Ansonsten hilft hier, ein wenig zu experimentieren und seine ganz individuellen „Best of“ herauszufinden. Geben Sie Ihren Bildern mit den Presets noch den letzten Kick, um aus guten Schnappschüssen herausragende Motive zu zaubern.

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Web www.on1.com

ON1 Neben kostenlosen Presets für Lightroom bietet ON1 noch weitere Looks im Webshop als perfekte Basis für kreatives Arbeiten.

Presets und Pinsel

Der Foto- und Bildbearbeitungsprofi stellt gratis Pinsel und praxistaugliche Presets für Lightroom bereit lasse statt Masse steht bei Pavel Kaplun auf dem Programm. Der bekannte Fotograf, Photoshop-Trainer und Bildbearbeitungsexperte entwickelt immer wieder neue LightroomVorgaben für ganz besondere Bildlooks. Hier setzt er auf Presets, die ein möglichst breites Spektrum abdecken und vom Anwender einerseits schnell angepasst werden können, aber andererseits bei vielen Bildern direkt und ohne Anpassung funktionieren. Zusätzlich stehen mehrere praktische Lightroom-Pinsel für die Beauty-Retusche zum Download für Sie bereit. Nutzen Sie die Vorgaben von Pavel für Ihre ganz individuellen Bildlooks und klicken Sie sich durch die fantastischen, praxiserprobten Effekte des Bildbearbeitungsprofis.

K

Web www.kaplun.de

PAvel KAplun Neben Videotrainings und Schulungs-DVDs hat Pavel Kaplun in seinem Online-Shop auch mehrere Preset-Sammlungen im Angebot.

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Der Komplettkurs Lightroom Bonusmaterial

66 tolle Vorgaben

Der Blogger Mario Jacob präsentiert exklusiv eine Auswahl seiner Presets für Lightroom ario Jacob arbeitet als Berufsfotograf mit Schwerpunkt auf Food (www.mariojacob.com) und schreibt seit Jahren für seinen Foto- und Bildbearbeitungs-Blog. Sein Fokus auf die Nachbearbeitung schlägt sich auch in zahlreichen Presets nieder, die er speziell für Lightroom entwickelt hat. Als kostenlosen Download stellt Mario Ihnen hier 66 Vorgaben für den ganz besonderen Look zur Verfügung. Verträumte Hochzeitsbilder oder doch eher knackiges Schwarzweiß? Probieren Sie aus, welcher Look Ihnen am besten gefällt. Der Lightroom-Profi hat auf seinem Blog viele kostenlose Preset-Pakete geschnürt, im Shop gibt es weitere Profi-Looks, etwa für stimmungsvolle Aktfotos oder typische Filmlooks für kleines Geld zu kaufen.

M

Web www.urban-base.net

Mario JACOB (Urban Base) In seinem Online-Shop finden Sie zahlreiche Presets für Lightroom und viele Tipps und Tricks zu Fotografie und Bildbearbeitung.

Herbstliche Presets

Direkt aus dem Fotoblog von Markus Dollinger: 70 Vorgaben für winterliche und herbstliche Stimmungen arkus Dollinger ist 44 Jahre alt und Betreiber des bekannten Blogs www.nachbelichtet.com, der in diesem Jahr sein zehnjähriges Bestehen feiert und viele Themen rund um Fotografie und Bildbearbeitung behandelt. Fotografie, Video und Audio sind nicht nur seine privaten Leidenschaften, sondern gehören auch zu seinen beruflichen Tätigkeiten. Lightroom ist dabei ein wichtiger Bestandteil für die effektive Fotobearbeitung. In diesem Rahmen erstellt er nicht nur Trainingsvideos, sondern auch Presets. Exklusiv für Sie hat er 70 seiner besten Presets zusammengestellt. Herbstliche und winterliche Stimmungen sowie Vorlagen für besondere Porträts und Dunstfilter stehen zur freien Verwendung bereit.

M

Web www.nachbelichtet.com

Markus Dollinger Der Blogger bringt es auf den Punkt – und häufig gleich mit spannenden Presets für Lightroom, für Sie gleich 70 Stück zum direkten Einsatz.

Fotos: Markus Dollinger, Mario Jacob, Pavel Kaplun, Dickies Workwear Germany, Rheinwerk-Verlag

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Der Komplettkurs Lightroom Bonusmaterial

Videotraining: Basics

Maike Jarsetz erklärt in diesem Video in rund 70 Minuten die Basis-Werkzeuge von Lightroom 6 und CC n diesem Auszug aus der Rheinwerk-DVD „Adobe Photoshop Lightroom 6 und CC“ lernen Sie die Standard-Korrekturen der RAW-Bildbearbeitung kennen. Die LightroomExpertin Maike Jarsetz erläutert alle wichtigen Werkzeuge ausführlich und mit praxisnahen Beispielen. So lernen Sie ganz schnell, wie die digitale Dunkelkammer funktioniert und mit welchem Tool man welche Bildfehler ganz schnell behebt. Rund 70 Minuten Videotraining vom Feinsten erwarten Sie – diese Lektion ist für die Benutzer der aktuellen Lightroom-Versionen ausgelegt, aber auch mit Lightroom 5 können Sie viele der gezeigten Techniken eins zu eins umsetzen. So werden Sie ein Lightroom-Profi.

I

Preis € 39,90 Web www.rheinwerk-verlag.de

Lightroom 6 und CC Das komplette Training „Adobe Photoshop Lightroom 6 und CC“ umfasst insgesamt rund zehn Stunden Workshops.

Videotraining: Praxis Pavel Kaplun zeigt Ihnen in rund 30 Minuten und drei ­Lektionen, wie Sie Lightroom in der Praxis nutzen

avel Kaplun zeigt in drei Gratis-Auszügen aus dem Videotraining “Lightroom für Fotografen“ direkt aus der Praxis Lightroom-Wissen für Einsteiger und Fortgeschrittene. Die Optimierung von Tierfotos steht ebenso auf dem Programm wie die Bearbeitung von Architekturfotos und das automatisierte Einfügen von Wasserzeichen in Layoutbilder. So werden selbst komplexe Arbeitsabläufe zum Kinderspiel und führen im Ergebnis schneller zu einfach besseren Bildern. Pavel führt gewohnt locker durch rund eine halbe Stunde geballtes Lightroom-Wissen. Das gesamte Training basiert auf Version 5, aber auch mit einer neueren Lightroom-Version sind alle Tipps und Trick direkt umsetzbar.

P

Preis € 34,99 Web www.kaplun.de/shop

für Fotografen Weitere Trainings rund um die Themen Porträt, Landschaft, Hochzeit, Reise, Makro und Produkt gibt es auf der Webseite von Pavel Kaplun.

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Lightroom Photoshop

Photoshop Lightroom 1/2015 ist ein  -Sonderheft. Erste Auflage, Herbst 2015. Chefredakteurin Wibke Pfeiffer (V.i.S.d.P.) Redaktion & Produktion Carsten Mohr (CvD, Übersetzung), Christopher Pattberg, Karin Bünnagel (Lektorat), Katrin Herholz, Ines Peichär, Ana Barzakova, Tim Herpers, Lars Kreyßig, Nicole Kusza, Benjamin Lorenz Redaktion Future Publishing LtD. Chris George (Series Editor), Steven Raynes (Operation Editor), Matt Pierce, Nial Ferguson Design Future Publishing LTD. Rodney Dive (AD), Chris Hedley Redaktionsanschrift falkemedia GmbH & Co. KG, Redaktion DigitalPHOTO Goltsteinstraße 28-30, D-50968 Köln Telefon +49 (0) 221 7161 08-0  Telefax +49 (0) 221 7161 08-18 redaktion@digitalphoto.de, www.digitalphoto.de Herausgeber Kassian Alexander Goukassian Verlag falkemedia GmbH & Co. KG, An der Halle 400 #1, D-24143 Kiel Telefon +49 (0) 431 200 766-0 Telefax +49 (0) 431 200 766-50 info@falkemedia.de HRA 8785 Amtsgericht Kiel, PhG: falkemedia lifestyle GmbH (HRB 12311 AG Kiel), Geschäftsführer: Kassian Alexander Goukassian Heftbestellung shop@falkemedia.de Telefon +49 (0) 431 200 766-0 Anzeigenleitung Sascha Eilers Telefon +49 (0) 4340 49 93 79 Mobil +49 (0) 151 53 83 44 12 Telefax +49 (0) 431 200 766 50 s.eilers@falkemedia.de Anzeigenpreise: Preise auf Anfrage

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„Photoshop Lightroom - der Komplettkurs“ ist ein Sonderheft der Zeitschrift DigitalPHOTO. DigitalPHOTO erscheint 12 -mal im Jahr, in der Regel am ­ersten Dienstag oder Freitag des Monats. Bezugsmöglichkeiten über den Zeitschriftenhandel, den Fachhandel und das Abonnement. Die PDF-Version ist unter anderem im falkemedia-Webshop, im Apple-iTunes-Store, im Googleplay-Store und bei Amazon erhältlich. Der Preis einer Ausgabe liegt bei 6,99 Euro, das Jahresabonnement kostet 74,50 Euro (EU-Ausland: zzgl. 10,00 Euro, Luftpost: zzgl. 40,00 Euro). In den genannten Preisen sind die gesetzliche Mehrwertsteuer und die Zustellung enthalten. Alle hier veröffentlichten Beiträge sind urheberrechtlich geschützt. Reproduktionen jedweder Art sind nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlags zulässig. Die Beiträge dieser Ausgabe sind übersetzt und lizensiert aus dem Magazin „Teach yourself Lightroom“ aus dem Verlag Future Publishing Ltd., UK 2015. Alle Rechte vorbvehalten. Sämtliche Veröffentlichungen in dieser Zeitschrift erfolgen ohne Berücksichtigung eines eventuellen Patentschutzes. Warennamen werden ohne Gewährleistung einer freien Verwendung benutzt. Für Fehler in Text, Schaltbildern, ­Aufbauskizzen oder ähnlichem, die zum Nichtfunktionieren oder eventuell zu Schä­den an Produkten oder Bau­elementen führen, wird keine Haftung ­übernommen.

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