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Die Schweizer Zeitschrift f체r die UE-, IT- und E-Home-Branche. Ausgabe 12 / 2013 / www.he-inside.ch

NEUE WEGE GEHEN Roland Brack hat mit dem rasanten EXTRA Aufbau von Alltron und Brack.ch Geschichte geschrieben. Seine Erfolgsrezepte auf S. 8

Pro & Contra

WAS BRINGT HBB-TV? Ende 2013 startete SRF mit HbbTV. Bringt dies dem Fachhandel mehr Umsatz? Zwei Profis nehmen Stellung. S. 11 GfK-Marktbericht

TABLET-MARKT BOOMT Jung und Alt benutzen ein Tablet. Lesen Sie mehr zu den Konsumgewohnheiten und Marktaussichten auf S. 12 H채ndlerportr채t

SPEZIELLE GESETZE In Wintersportorten gelten andere Erfolgsgaranten. Wie dies Fredy Schneider umsetzt, lesen Sie auf S. 18


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[ INHALT / EDITORIAL ]

IN DIESER AUSGABE #12 / 2013

FÜR UND WIDER

INHALTSVERZEICHNIS/EDITORIAL . . . . . . . . . . . 3 BRANCHE NEWS/AGENDA . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4 KLICKPARADE Meistgelesene Online-News . . . . . . 4 INTERVIEW BRACK.CH Roland Brack . . . . . . . . . . . 8 PRO & CONTRA E. Werder/E. Zimmermann . . . . . . 11 GFK Tablet-Markt Schweiz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .12 SICHERHEIT 2013 Messebericht . . . . . . . . . . . . . . . .16 HÄNDLERPORTRÄT Expert Schneider, Flims . . . . .18 WIRTSCHAFT SWICO Verbandsnotizen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20 NACHRICHTEN . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .21 GASTEINERS KNOW-HOW . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22 RUSTERHOLZ’ UMSATZPLUS . . . . . . . . . . . . . . . . 23 KNOW-HOW REPORT Smart TV . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24 REPORT Filmverwaltung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26 IMPRESSUM . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28 AUTOTEST Kia Sorento . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28 TECHNIK EINFACH ERKLÄRT Transcoding . . . . . 29 LEUTE 100 JAHRE RUNDFUNK . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30

Liebe HE-Insider, das Jahr neigt sich dem Ende zu. Nach einer intensiven Zeit können Sie sich etwas zurücklehnen und sich die Erfolgsgeschichte von Roland Brack zu Gemüte führen. Im Interview erklärt er, wie sich der vermeintliche Nachteil der gleichzeitigen Belieferung von Fachhandel und Endkonsumenten in einen Vorteil umwandelte: Bereits heute können Brack.ch-Kunden im Warenkorb angeben, ob sie zusätzliche Dienstleistungen wie etwa eine Vor-Ort-Installation durch regionale Fachhändler oder zusätzliche Beratung in Anspruch nehmen möchten. Händler profitieren somit von der grossen Endkunden-Basis bei Brack.ch. Und dies ist nur ein Vorteil. In unserer neuen, regelmässig erscheinenden Rubrik „Pro & Contra“ wollten wir von zwei Personen wissen, ob die Einführung von HbbTV dem Fachhandel etwas bringt. Die Meinungen lesen Sie auf Seite 11. Ein Markt, der noch boomt, ist derjenige der Tablets. Diese werden von Jung und Alt genutzt – zum Mailen, Surfen, Spielen oder Zeitunglesen. Dort bieten sich noch Chancen, von denen es auch 2014, im Fussball-WM-Jahr, hoffentlich noch einige gibt. Ich wünsche Ihnen einen guten Start ins neue Jahr, dass Sie möglichst viele Chancen nutzen können und viel Spass beim Lesen! Marco Plüss, Chefredaktor

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Branche [ NEWS ] KLICKPARADE

AGENDA

Die meistgelesenen Artikel auf he-inside.ch im November 2013 (Webschlüssel in Klammer)

1. Samsung Mission Days im Sihlcity (131204a) 2. UPC hat 30 Stunden Replay-TV (131204b) 3. SRF startet am 4. Dezember HbbTV (131204c) 4. Das Lebenswerk geht an Hasso Böhme (131204d) 5. Ultimate Ears neu mit Weckfunktion (131204e)

NATIONAL 09.03.2014 – 12.03.2014 30.03.2014 – 01.04.2014 03.04.2014 – 06.04.2014 28.04.2014 23.06.2014 04.09.2014 – 07.09.2014 14.09.2014 – 17.09.2014

FEA Expo 14 CE Bauen & Wohnen Aargau CE-Akademie Audio 2.0 CE-Akademie Digital Living Bauen & Modernisieren CE Expo 14

Morschach Montreux Wettingen Grenchen Grenchen Zürich Zürich

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Las Vegas Amsterdam Düsseldorf Barcelona Hannover Frankfurt München

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INTERNATIONAL 07.01.2014 – 10.01.2014 04.02.2014 – 06.02.2014 16.02.2014 – 20.02.2014 24.02.2014 – 27.02.2014 10.03.2014 – 14.03.2014 12.03.2014 – 15.03.2014 14.05.2014 – 18.05.2014

CES ISE Integrated Systems Europe EuroCIS Mobile World Congress CeBIT ProLight & Sound High End

6. Wozu noch ins Fachgeschäft? (131204f) 7. Branchenbeste (131204g)

STELLENBÖRSE

8. Toshiba kündigt Cash-Back-Aktion an (131204h)

Multimedia-Elektroniker/in (100 %) Ifrec SA

9. Viel Prominenz an Sonderausstellung (131204i)

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Digitalstrom

SWISS LEADER AWARD 2013 Digitalstrom-CEO Martin Vesper konnte im Zürcher Kongresshaus den Swiss Leader Award 2013 entgegennehmen. Im Rahmen des 10. Swiss Leadership Forum wurde der Award an Aizo AG, Erfinderin und Herstellerin von Digitalstrom, für ihr innovatives und nachhaltiges Smart-Home-Produkt verliehen. Das Swiss Leadership Forum zeichnet besondere Leistungen für Best Practice im Bereich Leadership aus und verleiht zu diesem Zweck in Zusammenarbeit mit der ZHAW School of Management and Law jährlich den Swiss Leader Award. Aizo AG überzeugte die Jury in diesem Jahr mit seinem Smart-Home-System, welches intelligentes Wohnen zum ersten Mal massentauglich macht und dank seiner Systemoffenheit für Drittanbieter neue Services und Geschäftsmodelle auch für andere Unternehmen ermöglicht. Das Unternehmen ist seit 2011 im deutschsprachigen Raum auf dem Markt und vernetzt über die bestehende Stromleitung sämtliche elektrischen und elektronischen Geräte im Gebäude. Dank einer intelligenten Lüsterklemme mit Digitalstrom-Chip werden die angeschlossenen Geräte intelligent und interagieren miteinander. In diesem Jahr besuchten über 800 Teilnehmerinnen und Teilnehmer das Swiss Leadership Forum zum Thema „Sparen und Wachsen“. Der Anlass ist in zehn Jahren zum wichtigsten Wirtschaftsforum im Grossraum Zürich geworden. www.digitalstrom.org

(Von links) Martin Vesper (CEO Aizo AG), Stephan Loretan (Leiter Abteilung General Management, ZHAW School of Management and Law) und Balz Halter (VR Aizo AG).

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Branche [ NEWS ] Economiesuisse

NEUER DIREKTOR Der Vorstand von Economiesuisse hat Jean-Marc Hensch einstimmig zum Direktor des Dachverbandes der Schweizer Wirtschaft gewählt. Der Nachfolger von Pascal Gentinetta wird das Amt am 1. März 2014 antreten. Bis zu seinem Stellenantritt wird der Verband weiterhin von Rudolf Minsch geführt. Nach Abschluss seines Rechtsstudiums als lic. jur. an der Universität Zürich arbeitete Jean-Marc Hensch während siebzehn Jahren in der PR-Branche, zuletzt als Partner und Mitglied der Geschäftsleitung von Farner PR und Consulting AG. Im Jahr 2003 wechselte er als Direktor zum Verband der Schweizerischen Gasindustrie und seit 2012 ist er als Geschäftsführer von Swico tätig. Aufgrund seiner Tätigkeit für zwei Mitgliedverbände von Economiesuisse ist der 54-jährige Jean-Marc Hensch ein Kenner des Verbandswesens und der Bundespolitik. Durch seine Ausbildung als eidg. dipl. PR-Berater und seine langjährige Tätigkeit in der entsprechenden Branche ist er auch ein ausgewiesener Kommunikationsfachmann. Jean-Marc Hensch ist bilingue, wohnt in Zürich und ist verheiratet. www.economiesuisse.ch Jean-Marc Hensch wird Direktor des Dachverbandes der Schweizer Wirtschaft.

Bruno Keusch (r.) überreicht Gewinner Jochen Burkhard den Preis.

High End Swiss

PREISÜBERGABE Während der High End Swiss 2013 in Zürich-Regensdorf hat die High End Society in Zusammenarbeit mit Revox ein Gewinnspiel veranstaltet. Verlost wurde ein Audio-Netzwerk-Receiver Revox Joy S119 im limitierten Carlsson-SLK340-Gehäuse im Wert von 2350 Franken. Gestiftet wurde der Preis von der Firma Revox. Aus den vielen Teilnehmern wurde Jochen Burkhard als Gewinner erkoren, am 13. November fand nun die Übergabe des Gewinns bei der Firma Tschachtli AG (Revox-Händler) in Niederrohrdorf statt. Bruno Keusch und die High End Society gratulieren recht herzlich. www.highendsociety.de

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Neue Samsung UHD TVs – Die Zukunft jetzt im Handel Samsung UHD TVs bieten eine ganz neue Tiefe, Schärfe und Intensität und sind dank One Connect und Smart Evolution garantiert zukunftssicher UHD TV ist ein Meilenstein in der Evolutionsgeschichte des Fernsehens. Ultra High Definition bringt eine Auflösung von 3840 mal 2160 Pixeln, also mehr als acht Millionen Pixel auf den Bildschirm. Zuschauer tauchen dank dieser Technologie in eine fantastische Bilderwelt ein, die in ihrer Detailgenauigkeit der vierfachen Auflösung von Full HD entspricht. Die aussergewöhnlich hohe Bildqualität von Samsung UHD TV versetzt Cineasten und Heimkinofans ins Staunen: Die Bilder bestechen durch ihre enorme Tiefenwirkung und die Kontraste wirken auf dem Screen teilweise schärfer als die Realität. Dazu trägt Micro Dimming Ultimate bei: Die von Samsung entwickelte Technologie schafft tiefere Schwarz- und hellere Weisswerte durch eine optimierte Hintergrundbeleuchtung sowie eine hohe Kontrastschärfe. UPSCALING VON NICHT 4K-INHALTEN Samsung UHD TVs sind mit einem Upscaler ausgestattet, der das aktuell gängige SD, HD und Full HD Bildmaterial genauso wie Webvideos und Filme von Blu-ray Disc in UHD-Auflösung wiedergibt. Die Upscaling-Funktion macht so auch gering aufgelöste Inhalte in einer bisher nicht gekannten Detailtreue erlebbar. Und endlich kommen auch Fotos voll zur Geltung: Viele Digitalkameras unterstützen längst Bildauflösungen auf UHD-Niveau – der Samsung UHD TV sorgt so für staunende Gesichter beim nächsten Fotoabend. uhdtv.samsung.ch

KEIN KABELSALAT UND ZUKUNFTSICHER DANK EVOLUTIONARY TV Um für künftige Innovationen und Standards gerüstet zu sein, verfolgt Samsung das Smart Evolutionary TV Konzept. Kunden, die sich heute für einen UHD TV entscheiden, möchten sicher sein, dass sie auch künftig auf dem neuesten Stand der Technik bleiben. Samsung hat hier vorgesorgt und bietet als aktuell einziger Hersteller neben Software-Updates auch die Option für ein zukünftiges Hardware-Update durch die externe One Connect Box. Diese bietet, wie es der Name schon sagt, eine weitere evolutionäre Funktion. Alle Anschlusskabel des TVs laufen in der One Connect Box zusammen und verschwinden damit dezent im Hintergrund. So führen nur noch zwei Kabel zum Fernseher und das Gerät lässt sich entsprechend flexibel aufstellen. LUXUS PUR: UHD TV S9 TIMELESS Der Samsung S9 Timeless ist das Flaggschiff, der grosse Bruder unter den UHD TVs. Mit ihm haben die Ingenieure und Designer ein technisches und ästhetisches Meisterstück gebaut. Der S9 Timeless bietet eine Bildschirmdiagonale von 85 Zoll und eine elegante Rahmenkonstruktion, die das Audiosystem beherbergt. UHD TV SERIE F9000 Die beiden Modelle der Samsung UHD TV Serie F9000 mit Bildschirmdiagonalen von 55 und 65 Zoll vervollständigen Samsungs Line-up an Fernsehern der allerneusten Generation. Sie erfüllen mit ihrem hochwertigen minimalistischen Metall-Gehäuse mit dem schlanken Rahmen nicht nur technisch, sondern auch optisch die höchsten Ansprüche von Heimkinoenthusiasten.

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Electrosuisse

PCP.CH

INNOVATIONSPREISE 2013

EXPANSION

Electrosuisse hat Mitte November im Rahmen einer Soirée électrique an der ETH Zürich zum 17. Mal ihre mit 10 000 ITG-Preisträger: Stefan Oderbolz Franken dotierund Jürg Hunziker mit ITG-Präsident ten InnovationsBruno Ganz. preise vergeben. Nach einem aufschlussreichen Vortrag von Elmar Mock, einem der geistigen Väter der Swatch, zum Thema „Innovation versus Renovation, Revolution contra Evolution“ wurden die diesjährigen Arbeiten der sieben Finalisten vorgestellt und im Anschluss daran die Preisträger gekürt. In der Kategorie Informationstechnik hat Electrosuisse ein Projekt von Stefan Oderbolz und Jürg Hunziker ausgezeichnet. Die beiden haben im Rahmen ihrer Bachelor-Arbeit am Lehrstuhl von Professor Stefan Keller an der Hochschule für Technik Rapperswil (HSR) eine sogenannte „Gamified Mobile App“ entwickelt. In der Kategorie Energietechnik hat Electrosuisse das IGI-Projekt (Intelligent Grid Inverter) von Joël Jaton ausgezeichnet. Mit den Projekten von Stefan Oderbolz, Jürg Hunziker und Joël Jaton zeichnet die Jury Innovationskraft und technische Kreativität aus. Die jungen Forscher hätten beispielhaft gezeigt, in welch hoher Qualität sich die Studien an Schweizer Hochschulen den wachsenden Ansprüchen der modernen Gesellschaft stellen.

Der Schaffhauser Elektronikhändler PCP.CH ist umgezogen und hat eine neue Lagerhalle bezogen. Dort steht nun dreimal mehr Logistikfläche als bisher zur Verfügung und der Abholshop für Kunden hat neu auch am Der Schaffhauser ElektronikhändSamstag geöffnet. Dies ist bereits die vierte ler PCP.CH hat seine Lagerfläche Vergrösserung des Onlineshops, nachdem im verdreifacht. Jahr 1998 Kantischüler einen Computerladen in der Schaffhauser Altstadt eröffneten. Kurz darauf setzte man ausschliesslich auf das Onlinegeschäft; ein rasantes Wachstum begann. Nun hat PCP.CH die Lagerfläche mit 2000 Quadratmetern erneut vergrössert. Derzeit befinden sich rund 15 000 Produkte an Lager. Bei PCP.CH gilt: Heute bestellt, morgen geliefert. Seit November hat der Abholshop in Schaffhausen auch am Samstag geöffnet. Von 10 bis 16 Uhr können die Produkte abgeholt werden. Es werden auch Kunden ohne vorherige Bestellung bedient, und neben Beratung bietet PCP.CH auch eine eigene Computerwerkstatt. PCP.CH hat das Sortiment ausserdem mit Haushaltgeräten ausgebaut. Neben Kaffeemaschinen und Staubsaugern sind nun über 10 000 verschiedene Produkte für Küche, Körperpflege und Haushalt sowie Lampen und Werkzeuge im Shop zu finden. www.pcp.ch

Toshiba

PETER MÜLLER GEHT

www.electrosuisse.ch

Nach 13 Jahren verlässt Peter Müller Toshiba Schweiz. Nach Andreas Greuter und Patric Bice geht damit der dritte Mann mit CE-Wissen von Bord. Müller verliess Toshiba bereits Ende November, und dies auf eigenen Wunsch. Er freue sich auf neue Herausforderungen und brauche eine „Luftveränderung“. www.toshiba.ch

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Branche [ INTERVIEW BRACK ]

NEUE WEGE GEHEN // Text: Marco Plüss, Bilder: Balz Murer

Roland Brack hat mit dem rasanten Aufbau seiner Handelsfirma bis zur heutigen Competec Holding AG Geschichte geschrieben. Über Alltron Solutions bietet er für Wiederverkäufer und mit dem Portal Brack.ch den Endkunden ein Sortiment von über 50 000 Produkten an. Im folgenden Interview erklärt er seinen Erfolg, wie er die derzeitige Marktsituation und den Wandel der Branche sieht.

Im Jahr 1994 gründeten Sie Ihre Firma Brack Consulting, 1996 verlegten Sie Ihre Aktivitäten an den heutigen Firmensitz Mägenwil und erwirtschaften über 400 Millionen Umsatz. Wie erklären Sie sich diesen Erfolg? Roland Brack: Ja, in der Tat, dieses Jahr werden wir einen Umsatz von gegen 440 Millionen Franken erzielen. Ich denke, dass es schwierig ist, den Erfolg zu erklären, denn in der Distribution gibt es viele Faktoren, die dazu beitragen. Vielmehr ist es die Summe vieler kleiner Details, die stimmen müssen. Ausschlaggebend ist sicher aber auch unsere Unternehmenskultur, denn eigentlich wird die Firma von den heute über 400 Mitarbeitern getragen. Ich kämpfe auch heute noch dafür, dass wir die Kultur eines KMU beibehalten, Dinge ausprobieren und uns so weiterentwickeln können. Das ist für mich sehr wichtig! Glücklicherweise haben wir auch wenig eigene Fehler gemacht. So sind wir heute noch eines der wenigen unabhängigen Schweizer Unternehmen. Generell gesehen zeigt sich auch, dass es international immer wieder starke lokale Firmen gibt, die ihre Unabhängigkeit bewahren können. Das ist auch unsere Strategie: Besser stark in der Schweiz als schwach in Europa! So bin ich ein Optimist mit Regenschirm, der immer gerne etwas ausprobiert. Ich bin nicht der Managertyp, der jahrelang das Gleiche verfolgt. Die ursprüngliche Ausbildung als Elektroingenieur kommt mir in diesem Fall

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zugute, da immer technisches Wissen gefragt ist. 2006 übernahm Brack Electronics COS Distribution AG und nannte das Unternehmen neu Alltron AG. Mit Alltron bedienen Sie Wiederverkäufer. Wie läuft dieses Geschäft? Mit dieser Übernahme sprechen Sie einen Meilenstein in unserer Geschichte an. Zu diesem Zeitpunkt war der Umsatz von Alltron noch grösser als der von Brack.ch. Darum konnten wir mit dieser Übernahme massiv an Umsatz zulegen, aber auch in der Distribution unser Geschäft ausbauen. Wir hatten früher bereits den Fachhandel beliefert, mit diesem Akt hat die Wahrnehmung aber noch eine ganz andere Dimension erhalten. So konnten wir in der UE-Branche Zweifel beseitigen: Wir werden nun als ernsthafte Partner angesehen. Ende 2007 gründeten Sie die Competec-Holding als Muttergesellschaft der Unternehmensgruppe. Daraufhin haben Sie weitere Firmen zugekauft und integriert. Warum? Welche Firmen waren das? 2007 hatten wir uns noch als Komponenten-Distributor gesehen. Neben Alltron und Brack gab es da auch die Firma Wyscha, die wir dann neben einigen anderen Firmen zwecks Konsolidierung des Komponenten-Geschäftes zugekauft haben. Ein wichtiger Meilenstein war aber auch die Akquisition der Telekom-

munikationsfirma Phonet Suisse SA, denn in diesem Markt sind epochale Veränderungen im Gange und bereits geschehen. Auf diese Weise konnten wir einen eigenen Bereich aufbauen, unsere Kompetenz stärken und mit dem Telekommunikations-Massengeschäft verknüpfen. So verschafften wir uns bereits einen namhaften Marktanteil. Aber auch im CE-Bereich wird sich mit der Digitalisierung noch vieles ändern. Da sind wir mit unserer Präsenz in einer hervorragenden Ausgangslage. Sehen Sie noch Ausbaumöglichkeiten? Wo? Ja, neben dem Brack.ch-Sortiment, mit dem wir über 50 000 Produkte von über 900 Herstellern online anbieten, sehen wir im Fachhandelskanal noch viel Potenzial – vor allem auch in der Verbindung mit unseren vier Teilmärkten IT, Telekommunikation, Consumer Electronics und Elektro mit Sicherheit/Haushalt. Diese Segmente bieten uns noch grosses Potenzial. Da darf man einiges erwarten. Competec hat im Jahr 2012 in Willisau ein grosses Logistiklager in Betrieb genommen. Was sind Ihre Erfahrungen nach gut einem Jahr und wie viel haben Sie in die Anlage investiert? Die bisherigen Erfahrungen sind sehr gut. Die Inbetriebnahme unseres Logistiklagers ist nach der Übernahme der COS ein weiterer wichtiger Schritt in Home electronics Inside

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„Besser stark in der Schweiz als schwach in Europa.“ Roland Brack

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Branche [ INTERVIEW BRACK ] unserer Firmengeschichte, da wir zuvor nur beschränkte Kapazitäten an verschiedenen Standorten hatten. Da waren wir nicht ausbaufähig. Darum suchten wir etwas in einer ganz anderen Dimension ; das haben wir in Willisau gefunden. Nun können wir das Sortiment weiter ausbauen und haben heute eine so gute Ausgangslage wie fast noch nie: Wir können weiter expandieren, der notwendige Platz ist vorhanden. Dieser Schritt war wichtig, ist aber erst der Anfang. Wir werden weiter ausbauen; so ist im Moment eine neue Paketstrasse im Aufbau. Zu den Kosten kann ich sagen, dass die Automatisierung und die Anlage rund 15 Millionen ausmachten. Trotz der Expansion ins luzernische Willisau bleibt der Firmenhauptsitz aber das zentral gelegene Mägenwil. Bisher ist die Competec-Gruppe jedes Jahr stark gewachsen. Nun stagniert der UE-Handel in der Schweiz. Was macht Sie so optimistisch, dass Brack.ch und Alltron weiter wachsen werden? Wir wachsen einerseits über das Sortiment. So haben wir schon festgestellt, dass bei uns 1 plus 1 nicht etwa 1,5, sondern 2,2 gibt, wenn man es richtig macht wie beispielsweise bei Übernahmen. Am Beispiel der Phonet Suisse SA heisst dies etwa, dass ehemalige Phonet-Kunden IT-Produkte von uns kaufen, BrackKunden aber auch Telekommunikationsprodukte von Phonet Suisse SA. Wenn wir so Kunden ein grösseres Sortiment anbieten können, ist das durchaus auch eine Wachstumsmöglichkeit. Zudem glaube ich, dass im CE-Umfeld noch grössere Veränderungen im Gange sind und sich dieser Markt in den nächsten Jahren konsolidieren wird. Da wird sich wohl die eine oder andere Chance für eine Übernahme bieten, denn der CEMarkt ist mit vielen kleineren Anbietern schon sehr segmentiert. Für den Kunden wäre es doch einfacher, wenn er alles aus einer Hand beziehen könnte. Wie sehen Sie die Aussichten für das Jahr 2014? Für uns ist die Ausgangslage hervorragend, wir wachsen zurzeit zweistellig. Im Moment sehe ich also keinen Grund, wieso es bei uns nicht so weitergehen sollte. Wir wollen aber nicht über die momentan grossen Preiskämpfe wach-

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Zur Person

sen, sondern durch Qualität und vor allem durch die Verfügbarkeit der Produkte. Wie können Sie den Fachhandel unterstützen? Ich glaube, der Schlüssel liegt in der Vernetzung der verschiedenen Geschäftsfelder. Mit unseren Schulungen und Zertifizierungen sind wir zudem schon auf einem guten Niveau. Dieses Konzept hat sich bewährt und wir werden es wohl noch für weitere Produkte so einführen. Wir bieten dem Fachhändler aber nicht nur Ausbildung an, sondern führen für ihn auch das Lager. Ganz wesentlich unterstützen wir unsere Handelspartner auch dadurch, dass wir sie am von Brack.ch generierten Warenfluss teilhaben lassen. Als Competec-Gruppe haben wir ja die Konstellation zwischen Alltron als Distributor und Brack.ch als Endkundenhändler, der in der Vergangenheit oft vorgeworfen wurde, dass wir mit Brack.ch die Alltron-Kunden konkurenren. Tatsächlich, und das ist jetzt wichtig, gereicht der vermeintliche Nachteil zu einem Vorteil: Bereits heute können Brack.ch-Kunden im Warenkorb angeben, ob sie zusätzliche Dienstleistungen wie etwa eine Vor-Ort-Installation durch regionale Fachpartner oder zusätzliche Beratung in Anspruch nehmen möchten. Unsere Händler profitieren somit von der grossen Endkunden-Basis bei

Während seiner ElektromechanikerBerufslehre hat Roland Brack (41) begonnen, PC-Komponenten sowie andere Elektronik aus Taiwan zu importieren und an Bekannte zu verkaufen. Während des Elektrotechnik-Studiums an der HTL Windisch-Brugg hat er den Handel weiter intensiviert und 1994 seine erste Firma, Brack Consulting, gegründet. Aus diesem Start-up-Unternehmen ist in den darauffolgenden Jahren die CompetecGruppe mit momentan über 400 Mitarbeitenden entstanden. Zu den Hobbys von Roland Brack zählt der Motorsport – er nimmt regelmässig an Offroad-Anlässen in ganz Europa teil.

Brack.ch, an die wir auf diese Weise ihre wertvollen Dienstleistungen vermitteln. Was erwarten Sie Ihrerseits vom Fachhandel? Ich bin der Meinung, dass es die Aufgabe des Fachhandels ist, die Nähe zum Kunden zu nutzen. In verschiedenen Bereichen wie beispielsweise der Heimvernetzung besteht zudem noch viel Bedarf an Beratung und Installation. Wer dort über die nötige Kompetenz verfügt, wird das Geschäft machen. Der Markt, die Technologien und die Produkte verändern sich eher schneller als langsamer. Darum sollte man offen sein, Neues auszuprobieren, und neue Wege gehen. Das ist der Schlüssel zum Erfolg! Zukünftig werden vom Fachhändler wohl vermehrt Dienstleistungen gefordert sein, das reine Boxmoving war gestern. Da gilt es für jeden Einzelnen, das richtige Konzept zu finden, wie er vom reinen Händler zum eigentlichen Dienstleistungsanbieter mutieren kann. | Home electronics Inside

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Branche [ PRO & CONTRA ]

HBBTV // Marco Plüss

Das Schweizer Fernsehen startete am 4. Dezember sein HbbTV-Angebot auf den Kanälen SRF 1 HD und SRF zwei HD. Hilft aber HbbTV auch dem Fachhandel, den Verkauf anzukurbeln? Dazu nehmen Ernst Werder, MCDT AG, und Ernst Zimmermann, VSRT-Präsident Sektion Zentralschweiz, Stellung.

PRO

Ernst Werder, MCDT AG.

„Ich denke, dass das Thema HbbTV für den Handel ein ausgezeichneter USP ist und damit einen Mehrwert im Verkaufsgespräch darstellt. Nicht zu vergessen sind auch die dahinterstehenden SRG-Kommunikationsmassnahmen. Dieser USP erlaubt dem Handel ein Upselling, dem Verkäufer wird so das Verkaufen hochwertiger Geräte erleichtert. Der Handel erhält zudem Unterstützung durch MCDT AG, um den Abverkauf von HbbTV-fähigen Geräten zu fördern. HbbTV zählt meiner Meinung nach zu den vielversprechendsten Technologien, die ein Smart TV heute bietet. Die Vorteile, die das Smart-TV-Angebot der SRG auf Basis von HbbTV hervorbringt, sind mannigfaltig. Es sind unter anderem bis zu 30 Sendungen auf Abruf verfügbar. Die Inhalte sind stets topaktuell und identisch mit dem beliebten Teletext. Gegenüber dem Teletext ist die Auflösung aber deutlich höher und somit sind die einzelnen Artikel besser lesbar. Die Navigation ist gegenüber dem Teletext um einiges einfacher. Nebst den Seitenzahlen, die nach wie vor verwendet werden können, kann neu mit der Kreuznavigation der Fernbedienung einfach und schnell gesteuert werden. Die Zusatzinhalte sind zudem in Bild und Ton erhältlich und das Grundangebot kann ohne Internetanschluss empfangen werden (News, Sport, Meteo und Lotto). Europaweit verfügen mehr als 60 Sender über ein HbbTV-Angebot. Empfangbar ist HbbTV über DVB-C, aber auch über DVB-S. Dies sind nur einige Argumente, die für HbbTV sprechen und dem Handel beim Abverkauf von Fernsehern helfen können. Diese Technologie bringt vielen Kunden einiges an Nutzen mit sich.“ Home electronics Inside

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Ernst Zimmermann, Radio TV Zimmermann, Buochs.

CONTRA „Ich bin der Meinung, dass die Einführung von HbbTV für den Fachhandel überhaupt nicht förderlich ist. Sie wird zu einem weiteren Begriffswirrwarr führen, und der Kunde ist mit neuen Technologien oftmals überfordert, wenn er von der Industrie nicht umfassend informiert wird. Zu viele Faktoren sind noch ungelöst. Ich denke nicht, dass wir aufgrund dieser Einführung zusätzliche Fernseher verkaufen werden, es gibt noch zu viele Wenn und Aber. So braucht der Kunde zwingend einen Internetanschluss, denn HbbTV ist nur mit einem internettauglichen Smart TV empfangbar. Mobil kann auch kein HbbTV empfangen werden, so etwa auf dem Campingplatz. Ein grosses Handicap ist meiner Meinung auch die Verbreitung, da HbbTV erst von wenigen Fernsehanstalten angeboten wird. Diese Fernsehanstalten stehen auch vor einer weiteren Herausforderung: Sie müssen den Inhalt möglichst schnell, umfassend und aktuell zur Verfügung stellen können. Was passiert, wenn der Content nicht in genügender Menge zur Verfügung steht, sehen wir am Beispiel 3D. Zudem könnte sich der Konsument in der Privatsphäre verletzt fühlen, da die Fernsehanstalt mit HbbTV stets genau weiss, woran der Kunde interessiert ist. Abschliessend denke ich, dass Teletext noch zu sehr verankert ist und es sehr lange dauern wird, bis die Bevölkerung HbbTV kennt und auch regelmässig nutzt.“

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Branche [ GFK-MARKTBERICHT ]

TABLET-BOOM UNGEBROCHEN // Marco Plüss

Vom Nischenprodukt hat sich das Tablet zum Alltagsgadget entwickelt. Der Markt boomt. Jung und Alt benutzen es zum Surfen, Mailen und Spielen – dies auch parallel zum Fernsehen. HE Inside wollte es genauer wissen und untersuchte gemeinsam mit den Marktforschern von GfK die Konsumgewohnheiten.

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vier Jahren noch ein völliges Nischenprodukt, wird auf dem Tablet heute fleissig im Internet gesurft, werden E-Mails geschrieben und wird gespielt – oft auch parallel zum Fernsehen. Ältere Personen sehen sich darauf gerne Fotos an, bei Jüngeren stehen Youtube und Social-MediaPlattformen hoch im Kurs.

ÜBER EINE MILLION TABLETS Das Media-Tablet ist zurzeit das eigentliche Wachstumsprodukt in der Heimelek-

tronik. So haben sich die Verkäufe in der Schweiz in den letzten zwei Jahren jedes Jahr mehr als verdoppelt. Im laufenden Jahr sollen mehr als eine Million Geräte abgesetzt werden – dies ist in einem Land mit 3 Millionen Haushalten beachtlich. Bereits in jedem dritten Haushalt ist ein Media-Tablet im Einsatz. Zur hohen Penetration beigetragen haben natürlich auch die stark sinkenden Durchschnittspreise, welche nicht zuletzt aufgrund des Trends zu kleineren Bildschirmen möglich

Quelle: GfK Switzerland

ährend früher der Fernseher die volle Aufmerksamkeit für sich beanspruchen konnte, nimmt heute mehr als die Hälfte aller Schweizer beim Fernsehen das Media-Tablet zur Hand – bei der jüngeren Generation sind es sogar mehr als zwei Drittel. Dabei ist es noch gar nicht so lange her, dass gerätselt wurde, für welche Anwendungen der neuartige Touchscreen genutzt werden könnte. Vor

Meistens wird das Tablet zum Surfen (71 Prozent) und zum Schreiben von E-Mails genutzt (51 Prozent).

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geworden sind. Waren im vergangenen Jahr noch praktisch alle Tablets grösser als 8 Zoll, so stand das neue Segment der 6- bis 8-Zoll-Bildschirme im ersten Halbjahr für 40 Prozent der Verkäufe. Mit dem neuen «Phablets» soll nun sogar die letzte Lücke zwischen den Smartphones und den Tablets geschlossen werden.

BOOM GEHT WEITER

IN DEN MEISTEN HAUSHALTEN Aus unserer Befragung, die wir gemeinsam mit dem Marktforscher GfK durchgeführt haben, ging hervor, dass in über 60 Prozent der Schweizer Haushalte (62,7 Prozent) ein oder mehrere Tablet-PC wie etwa ein iPad, iPad mini, Samsung Galaxy o. Ä. benutzt werden. Weiter fällt auf, dass 3,2 Prozent der 502 Befragten über 4 Tablets im Haushalt verfügen und mehrheitlich auf dem Land wohnen. Eher nachvollziehbar ist, dass 44,4 Prozent der Befragten in der Altersgruppe 50 bis 74 

Quelle: GfK Switzerland

Bei allen grossen Heimelektronik-Herstellern sind die Media-Tablets strategisch im Fokus. Die Dominanz von

Apple ist inzwischen gebrochen und die Konkurrenten um Android und Microsoft setzen ebenfalls auf die Karte Tablets. Die Konsumenten dürfen sich also auf viele neue Produkte freuen. Auch die Preise werden weiter sinken. Dass der Boom nicht zu Ende sein dürfte, zeigt aber allein schon die Tatsache, dass in einem Haushalt mehrere MediaTablets Verwendung finden können. So besitzen schon bereits heute mehr als 20 Prozent aller Haushalte mindestens ein zweites Tablet.

In fast zwei Dritteln (62,7 Prozent) der Schweizer Haushalte steht mindestens ein Tablet-PC. Image_CH_1_2014_210x99

22.10.2013

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SMART AUDIO FÜR SMARTPHONES UND TABLETS Harman investiert in die Marke JBL. Das Ergebnis: Produkte der Marke JBL treffen den Nerv der Zeit und sind sehr gefragt.

„Smartphones und Tablets zeigen kon­ stant wachsende Verkaufszahlen, ent­ sprechend gross ist die Nachfrage nach dem passendem Zubehör“, so Hansjörg Krebs, Harman­Vertriebsleiter Schweiz. „Wir starten mit über 60 Neuheiten in die Weihnachtssaison, davon gut 20 JBL­ Produkte.“ Die Produkte von JBL verfügen über ein eigenes, unverwechselbares Design, das allerhöchste Begehrlichkeit bei der Ziel­ gruppe weckt. Darüber hinaus stecken sie voller professioneller Audiotechnik

und pfiffiger Lösungen. So bietet JBL Charge zum Beispiel als einziger echter mobiler Lautsprecher eine USB­Lade­ möglichkeit für Smartphones oder Tab­ lets. Oder JBL Voyager ist das erste 2­in­ 1­Gerät in dieser Kategorie, bei dem ein Teil des Heimsystems ganz einfach her­ ausgenommen werden kann und als mobiler Lautsprecher dient. Das Weihnachtsgeschenk der Saison ist JBL Pulse – der erste mobile Bluetooth­ Lautsprecher mit eingebauter Lightshow. Verschiedene Lichtszenarien, erzeugt

durch Leuchtdioden (LED), sorgen für die passende Stimmung zur Musik. „Getreu dem Motto ‚stars must shine in retail‘ stellt JBL dieses Jahr auch das neue Trade­Marketing­Konzept vor. „Von dem kleinen Shelf­Display für einzelne Produkte bis zu kompletten Wänden und Insellösungen bietet dieses Konzept unseren Händlern höchste Flexibilität und die Premium­Präsentation, die unsere Produkte verdienen“, erklärt uns Hansjörg Krebs.

JBL Pulse ist „das“ Weihnachtsgeschenk des Jahres. DiscoFieber mit Sound. Stille Nacht? Nicht mit JBL.

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 Jahre kein Tablet besitzen. Eine Mehrheit der Vollbeschäftigten besitzt mindestens ein Tablet (68,8 Prozent).

DIE VORLIEBEN Von der jüngeren Generation (15- bis 29-Jährige) konsumieren 50,6 Prozent vor allem Youtube-Filme, 43,8 Prozent nutzen Social-Media-Plattformen wie Facebook und Twitter und 32,6 Prozent hören mehrheitlich Musik. Auf der anderen Seite lesen

42,7 Prozent der älteren Generation (50- bis 74-Jährige) die Tageszeitung auf dem Tablet. 25,3 Prozent nutzen das Internet, um Waren online einzukaufen, und 21,3 Prozent benutzen das Tablet, um fernzusehen.

WAS VERDRÄNGT WIRD Nur gerade 9,1 Prozent der Befragten, die mindestens ein Tablet besitzen, wollen zukünftig mehr oder weniger auf den

Fernseher verzichten. Dagegen verzichten sie auf PC, Laptop oder Notebook (27,9), die Tageszeitung (22,6), die Spielkonsole (20,6), MP3-Player (20,2), Radio (15,7) oder Bücher (14,3). 30,3 Prozent der Befragten nutzen das Tablet sehr oft vor dem Fernsehgerät (mehrmals pro Woche oder täglich), 33,4 Prozent gelegentlich, 16,7 Prozent selten und 19,5 Prozent der befragten Personen überhaupt nicht. |

Quelle: GfK Switzerland

PROGNOSE Ende dieses Jahres geht der Marktforscher GfK von einem leichten Umsatz- und Absatzplus von je 2 Prozent aus, der Desktopcomputer-Markt ist leicht rückläufig, der Notebook-Markt weiterhin leicht ansteigend. Hingegen ist das Geschäft mit den Netbooks stark rückläufig. Die Gründe liegen in der steigenden Marktsättigung und dem Fokus der Konsumenten auf die in ihrer Funktion ähnlichen Tablets.

Das Tablet ersetzt meistens den Computer/Laptop (28 Prozent), die Tageszeitung (23 Prozent) oder die Spielkonsole (21 Prozent).

STUDIENDESIGN Methode: Online-Mehrthemenbefragung Grundgesamtheit: Personen aus der Deutsch- und Westschweiz im Alter von 15 bis 74 Jahren (Universum: 6 Mio. Einwohner), Stichproben: 507 Interviews +/–4,45% Befragungszeitraum: 7. bis 11. Oktober 2013

TELEBUS-FRAGEN

Quelle: GfK Switzerland

1. Wie viele Tablets sind in Ihrem gesamten Haushalt vorhanden? 2. Wofür nutzen Sie das Tablet regelmässig? 3. Welche Geräte bzw. Medien nutzen Sie neben dem Tablet deutlich weniger oft?

Über vier Fünftel (80,5 Prozent) benutzen das Tablet während des Fernsehschauens (sehr oft, gelegentlich sowie selten).

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4. Nutzen Sie während des Fernsehkonsums das Tablet und wenn ja, wie oft?

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Branche [ SICHERHEITSMESSE ]

GROSSE, SICHERE NACHFRAGE // Clarissa Lack

Vom 12. bis zum 15. November 2013 fand in Zürich-Oerlikon die 19. Sicherheitsmesse statt. Auf rund 7400 Nettoquadratmetern gaben 224 Aussteller Einblick in den Sicherheitsmarkt. Die Nachfrage war gross, die Aussteller waren zufrieden.

A

uch dieses Jahr konnten die Veranstalter der Sicherheitsmesse die Besucherzahl steigern: Die öffentliche Fachmesse lockte über 10 000 Besucher in die Messe Zürich. Wie Rolf Löffel, Geschäftsstellenleiter der Telenot Electronic AG, mitteilte, war die Stimmung unter den Ausstellern ausgesprochen gut. Bereits der erste Messetag ging voll los, und man zeigte sich äusserst zufrieden. Ebenfalls ist Löffel froh, trotz langen Überlegungen dieses Jahr ausgestellt zu haben. Diese Meinung teilt auch Messe-

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leiter Heinz Salzgeber, und er fügt noch hinzu: „Viele Premieren, Erfindungen, Entwicklungen, Preisverleihungen, spannende Kongressthemen und die neue Sonderschau zum Thema Risikomanagement von Naturgefahren machten die Sicherheitsmesse 2013 erneut zum wichtigsten Treffpunkt der Schweizer Sicherheitsbranche.“

WICHTIGER BRANCHENANLASS Für Fabienne Brunner, Project Manager von Panasonic Switzerland, ist die Messe

sogar der wichtigste Branchenevent in der Schweiz. Brunner erklärte, dass die Messe für ihren Bereich CCTV sehr zentral ist, da sie die Produkte den Kunden gerne vor Ort zeigen möchte. Die Aussteller freuten sich ganz allgemein über die hohe Qualität des Fachpublikums. Sie konnten nicht nur den Kontakt zu den bestehenden Beziehungen pflegen, sondern auch neue Kontakte knüpfen. Daniel Wick, Marketing- und Verkaufsleiter der Certas AG, ergänzte am dritten Messetag: „Wir hatten sehr hohe Erwartungen an Home electronics Inside

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Michael Zabler, Bereichsleiter Marketing Abus Security-Center, und Christian Maag, Geschäftsführer Trigress Schweiz.

diese Messe – und wir befinden uns bislang auf Kurs. Schon während der ersten beiden Messetagen sprachen wir mit mehr als hundert Besuchern. Um diese Kontakte im Geschäftsalltag pflegen zu können, brauchte es sehr viel Zeit. Hier treffen wir sie alle während vier Tagen, was eine sehr kosteneffiziente Möglichkeit ist, uns zu präsentieren, Partner und Kunden zu sehen und neue Projekte zu besprechen.“

FACHKONGRESS Auf grosses Interesse stiess auch der traditionell messebegleitende Fachkongress. Die insgesamt 19 Halbtagsmodule wurden von rund 1100 Teilnehmer besucht. Die 106 Referenten des Fachkongresses 2013 deckten das Thema Sicherheit aktuell und umfassend ab. Die Bereiche Brandschutz und Arbeitssicherheit wurden mit je vier Modulen fokussiert und weitere elf behandelten klassische Themen der Sicherheitspolitik, -technik und -organisation. Der Kongressverantwortliche Markus Good freute sich über den Erfolg der Messe: „Die vielen Teilnehmer und deren positive Rückmeldungen unterstreichen das grosse InformationsbedürfHome electronics Inside

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Stephan Frey (Alltron), Dirk Brand (Samsung), Stefan Kühler (Alltron), Philipp Maurer (Alltron) und Philip Burkhard (Alltron), v.l.

nis in einem stetig dynamischeren Umfeld mit komplexeren Herausforderungen und veränderten Rahmenbedingungen.“ Auch der Klimawandel und die Naturgefahren schaffen neue Voraussetzungen. Während der Sicherheitsmesse 2013 bot die Sonderschau zum Thema „Risikomanagement von Naturgefahren“ eine Plattform für den Austausch von Gefahrenfachleuten und Sicherheitsbeauftragten an, was bei den Besuchern für grosses Aufsehen sorgte. Dazu meint der Abteilungsleiter der Gefahrenprävention des Bundesamts für Umwelt (Bafu), Hans Peter Willi: „Ich danke der Messeleitung deshalb für ihre Initiative und freue mich über die neue Sonderschau zum Thema Risikomanagement von Naturgefahren.“

OFFENES FORUM Fachspezialisten und namhafte Referenten schilderten im Namen eines offenen Forums wichtige Aspekte rund um das Thema Naturgefahren. Die angrenzenden Ausstellungsflächen zeigten sinnvolle Lösungen zu den besprochenen Themenbereichen. Für die verschiedenen Vorträge in den Foren meldeten sich im Vorfeld fast 400 Personen an. Doch wäh-

rend der Vorträge stiessen viele weitere Zuhörer spontan dazu, was bei den Veranstaltern für grosse Freude sorgte. Auch Dr. Thomas Egli, Leiter der Sonderschau, freute sich riesig über die spontanen Interessenten. Aus seiner Sicht schilderte er: „Das Forum verlief sehr erfolgreich. Es war durchgehend viel Publikum anwesend – und das waren nicht unbedingt nur Gefahrenfachleute, sondern tatsächlich auch viele Sicherheitsbeauftragte, die sich für das Thema interessierten.“ |

Fazit Vier informationsreiche und spannende Tage neigten sich dem Ende zu und die Aussteller konnten ein positives Fazit ziehen. So ist die nächste SicherheitsMesse bereits geplant: Sie findet vom 10. bis 13. November 2015 wie gewohnt in Zürich-Oerlikon statt. Zum 20-JahrJubiläum wird es nächstes Mal neben den vielen Veranstalter bestimmt wieder viel Wissenswertes zum Thema Sicherheit geben. Zu Ihrer Sicherheit lohnt sich der Besuch auf jeden Fall.

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Branche [ HÄNDLERPORTRÄT ]

Zur Person Fredy Schneider (55) ist als R-TVElektroniker seit 32 Jahren mit Expert Schneider in Flims tätig.

SPEZIELLE GESETZE // Alois Knecht

In Wintersportorten gelten für Fachgeschäfte andere Gesetze. Das Sortiment muss einerseits auf die einheimische Bevölkerung und andererseits auch auf Touristen abgestimmt sein. Das gilt auch für die Unterhaltungslektronik, wie das Beispiel des Radio-TV-Fachgeschäftes von Fredy Schneider zeigt, das dieser mit seiner Frau in Flims seit über 30 Jahren erfolgreich führt.

F

redy Schneider hat sein Fachgeschäft vor über 20 Jahren – genauer im Jahr 1990 – von A. Capaul übernommen. Schon damals war die Nachfrage nach Fernsehern und Hifi-Geräten im gehobenen Preissegment gross. Das Ladenlokal wurde darum auch auf diese Gegebenheiten eines Wintersportorts ausgerichtet. Bereits in den 90er-Jahren ist das Sortiment dann stärker auf geho-

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bene Marken wie B&O und Loewe fokussiert worden, denn Besitzer von Ferienhäusern sowie Eigentumswohnungen und die „obere Schicht“ von Flims interessieren sich vermehrt für solche Produkte. Zunehmend spielt auch die Vernetzung von Lösungen und Systemen eine wichtige Rolle. Im mittleren Preissegment wird ein Sortiment an Geräten (Panasonic, Grundig, Sony usw.) angebo-

ten. Stammkunden, die in den letzten 30 Jahren aufgebaut wurden, kommen immer wieder und sind mit den Dienstleistungen mehr als zufrieden.

SORTIMENT Expert Schneider ist seit je ein typisches UE-Fachgeschäft. Mit B&O und Loewe deckt es den Bereich Multimedia, Fernseher und Hifi optimal ab. Bei den FlachHome electronics Inside

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Im Fachgeschäft steht ein breit gefächertes Angebot an Fernsehern.

Abgerundet wird das Sortiment mit Kleingeräten und einer breiten Palette von DAB+-Geräten.

bildfernsehern im mittleren Preissegment sind Marken wie Panasonic, Grundig und Sony gut vertreten. Im Hifi-Bereich findet der Konsument nebst B&O und Loewe auch Marantz und Piega im Angebot. Abgerundet wird das Sortiment mit Kleingeräten und einer breiten Palette von DAB+-Geräten, was immer wieder neue Kunden ins Fachgeschäft bringt. Generell gelten bei Expert Schneider heute Ladenpreise, für Hauslieferung sowie Installation gibt es Pauschalen zwischen 80 und 250 Franken, der zusätzliche Aufwand wird verrechnet. Im Fachgeschäft in Flims findet man von Massenprodukten stets gehobene Modelle. Dank der Zugehörigkeit zur bzw. der guten Zusammenarbeit mit der ExpertGruppe kann Schneider ein anspruchsvolles Sortiment bieten. Er findet im Gespräch mit dem Kunden meist schnell eine optimale Lösung, auch wenn dieser zuerst ein günstiges Angebot wünscht.

SERVICE

ZUKUNFT

Der gesamte Service wird in Eigenregie abgewickelt, eine eigene Reparaturwerkstatt mit einem Techniker und zwei Lehrlingen sorgt für schnellen Einsatz. Die heutigen Geräte sind meist so aufgebaut, dass man die wichtigsten Module selbst auswechseln kann. So werden rund 90 Prozent der Geräte vor Ort repariert. Wer heute B&O- und Loewe-Geräte verkaufen will, muss sehr hohe Auflagen erfüllen und Kurse für Beratung sowie Service besuchen. Lösungen von B&O und Loewe bringen aber meist auch zusätzliche Installationen mit sich. In letzter Zeit sind solche auch vermehrt gefragt. Das bedingt, dass das Team sich bezüglich Vernetzung ständig weiterbildet und sich so das nötige Fachwissen aneignet. Bei grösseren Installationen für Häuser oder Siedlungen wird mit Installationsfirmen zusammengearbeitet.

Dank der Sparte mit gehobenen Produkten wie B&O und Loewe ist Fredy Schneider mit der heutigen Situation zufrieden. Wenn man nur noch Massenware wie etwa Media Markt und ID anbieten kann, wird die Existenz schwierig. Der gute Mix mit einem breiten Angebot wird von der Kundschaft geschätzt. Das Einzugsgebiet Flims mit seinen knapp 3000 Einwohnern gibt aber kaum zu Expansionsplänen Anlass. Der Fachhandel muss die weitere Entwicklung der Branche im Auge behalten und die nötigen Dienstleistungen für Kunden anbieten. Konsumenten, die im Grossmarkt einkaufen, haben oft Probleme und sind dann auf Fachkräfte angewiesen. Viele dieser Personen sind dann wieder bereit, einen weiteren Einkauf beim Fachhandel zu tätigen.

INTERNET

Für das breite Sortiment bietet die Einkaufsgruppe sehr gute Bedingungen. Sie unterstützt die Fachgeschäfte auch bezüglich Werbung. Im Einkauf gibt es aber auch Grenzen. So stellt sich die Frage, ob es sinnvoll ist, wenn heute Kunden im Internet Markengeräte angeboten werden, die 10 Prozent unter dem Einkaufspreis liegen.

Der Internetauftritt für das Fachgeschäft wurde schon vor Jahren mit Fachleuten aus der Region organisiert. Dort präsentiert Fredy Schneider sein breit gefächertes Angebot. Ein Verkauf von Geräten über das Internet wird bis jetzt aber nicht angeboten. Was die Zukunft bringt, wird sich weisen. Home electronics Inside

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EINKAUFSORGANISATION

ZWEITWOHNUNGSINITIATIVE In den nächsten Jahren werden sich die Fachgeschäfte in Tourismusgebieten noch mit einem anderen Thema beschäftigen müssen: mit der Zweitwohnungsinitiative. So sind in den letzten 10 bis 15 Jahren bis 40 Prozent des Umsatzes mit Verkäufen und Installationen in Ferienhäusern und Zweitwohnungen realisiert worden. Wenn dieser Bereich in Flims wirklich wegbricht, dann könnte es längerfristig an die Substanz gehen. |

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Wirtschaft [ SWICO ]

SEIEN SIE SICH NICHT ZU SICHER! Das Büro ist nur ein vermeintlich sicherer Arbeitsplatz. In Wirklichkeit lauern auch dort Gefahren.

STOLPERFALLE

Auch im Büro schnell passiert: Jeder vierte Berufsunfall ist ein Stolper- und Sturzunfall.

Arbeitssicherheit ist etwas für Bauarbeiter oder Fassadenreiniger. Weil wer seine tägliche Arbeit am Schreibtisch erledigt, ist kaum Gefahren ausgesetzt. Ein Vorbehalt, dem die Swico-Spezialistin für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz oft begegnet. Aber auch im Büro sind die Mitarbeitenden mit Gefahren konfrontiert. Ein Swico-Film zeigt die wichtigsten auf und sagt, wie sie vermieden werden können.

Stolpern und Stürzen ist in der Schweiz die häufigste Unfallursache. Jährlich erleiden über 165 000 UVG-Versicherte einen Stolper- oder Sturzunfall. Rund 60 000 davon passieren während der Arbeit und verursachen jährliche Kosten von 450 Millionen Schweizer Franken. Jeder vierte Berufsunfall ist ein Stolper- und Sturzunfall. Ein Risiko also, das im Büro genauso vorhanden ist. Auch ein wichtiger Faktor bei der Arbeit am Schreibtisch ist die Ergonomie. Rückenprobleme und andere Beschwerden des Bewegungsapparates werden häufig durch die Arbeit verursacht oder verschärft.

ARBEITSSICHERHEIT LOHNT SICH

zen verursachten Kosten für die Wirtschaft auf über 4 Milliarden Franken pro Jahr. Der Arbeitssicherheit sollte deshalb auch für Büroarbeitsplätze mehr Gewicht beigemessen werden. Zwar ist jedes Unternehmen per Gesetz dazu verpflichtet, entsprechende Massnahmen zu treffen. Der Arbeitssicherheit im Betrieb sollte aber nicht nur aus rechtlichen Gründen Aufmerksamkeit geschenkt werden. Gesunde Mitarbeitende und sichere Arbeitsbedingungen sind eine wichtige Voraussetzung für Qualität, Leistung und Motivation. Und Motivation fördert bekanntlich die Produktivität. In fünf Schritten zu mehr Arbeitssicherheit: www.swico.ch/as

Studien im Auftrag des Seco (Staatssekretariat für Wirtschaft ) schätzen die durch verminderte Produktivität oder Arbeitsabsen-

LEHRPLAN 21: SWICO NIMMT STELLUNG Mehr Informatik für den Lehrplan 21 mit erweitertem Fachbereich Natur, Information, Mensch und Gesellschaft (NIMG).

ICT-Kenntnisse sind die Basis für die erfolgreiche Mitgestaltung unserer heutigen Informationsgesellschaft.

Der Lehrplan 21 wurde zur öffentlichen Konsultation freigegeben. Dieser erste gemeinsame Lehrplan der 21 deutsch- und mehrsprachigen Kantone hat zum Ziel, die Volksschule zu harmonisieren. Swico unterstützt die Kommission Bildung von ICTswitzerland und fordert in einer Stellungnahme, digitale Kompetenzen in einem erweiterten Fachbereich Natur, Information, Mensch und Gesellschaft (NIMG) zu verankern.

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Der aktuelle Entwurf des Lehrplans 21 ist unterteilt in die sechs Fachbereiche Sprachen, Mathematik, Natur-Mensch-Gesellschaft, Gestalten, Musik, Bewegung-Sport, die drei fächerübergreifenden Themen ICTMedien, Berufliche Orientierung, Nachhaltige Entwicklung sowie in überfachliche Kompetenzen (personale, soziale, methodische). Die wichtigste Neuerung ist die Orientierung an Kompetenzen, mit der die Anwendung von Wissen höher gewertet wird als das reine Faktenwissen. ICT und Informatik bilden in der heutigen Informationsgesellschaft die unerlässliche Basis für deren Mitgestaltung, für einen erfolgreichen Berufseinstieg resp. ein erfolgreiches Studium sowie für die Fähigkeit zur persönlichen Weiterbildung. Deshalb ist es nicht tolerierbar, dass im Lehrplan 21 der Bereich ICT und Medien nicht als eigenständiges Fach, sondern nur als fächerübergreifendes Thema vorgesehen ist, welches in die eigentlichen Fächer situativ eingearbeitet werden muss. Dem Bereich ICT

und Medien fehlt somit die notwendige Verbindlichkeit für eine zuverlässige Umsetzung. Deshalb fordert Swico, diese digitalen Kompetenzen in einem erweiterten Fachbereich Natur, Information, Mensch und Gesellschaft (NIMG) zu verankern. Im dritten Zyklus (Sekundarstufe I) sollen die Kompetenzen dann im Fachbereich Information, Kommunikation, Kooperation (mit ICT, Medien, Informatik) vertieft werden.

Über Swico Swico ist der Verband der ICT-Anbieter sowie weiterer verwandter Branchen in der Schweiz. Er setzt sich als Unternehmensverband für die Interessen seiner Mitglieder in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft ein und bietet ihnen überdies eine breite Palette von Business-Dienstleistungen. Die über 400 Swico-Mitglieder beschäftigen 36 000 Mitarbeitende und erwirtschaften jährlich einen Umsatz von 20 Milliarden Franken. www.swico.ch

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Wirtschaft [ NACHRICHTEN ] Vertriebskanal Internet

Bild: EconlabBFS 2012

IT- UND TELEKOM-GÜTER BEFLÜGELN ONLINE-HANDEL

Flugtickets an der Spitze: E-Commerce-Anteil der privaten Haushalte je Produktegruppe im Jahr 2010.

Schweizer kaufen für 10 Milliarden Franken Waren und Dienstleistungen im Internet ein. Das macht jedoch nur 3 Prozent der gesamten Konsumausgaben aus und damit liegt die Schweiz im Europavergleich im Mittelfeld. Am häufigsten bestellen die Schweizer ihre IT- und Telekommunikationsgeräte und -dienste über das Netz – deren Wert betrug 6 Milliarden. Das mit Abstand am häufigsten online georderte

Gut ist aber das Flugticket. Mehr als jedes dritte Ticket wird online bestellt. Damit liegt die Schweiz im internationalen Vergleich aber auch hier lediglich im Mittelfeld – oder anders gesagt: Der Online-Handel hat noch ein enormes Potenzial – gerade für die Elektronikbranche. Das Internet spielt hinsichtlich der gesamten Wertschöpfung und in der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung eine immer wichtigere Rolle. Die über und mit dem Netz generierte Wertschöpfung lag 2010 bei 32,2 Milliarden Franken und hatte damit gemäss einer Studie des Beratungsunternehmens Econlab im Auftrag des Branchenverbandes ICT Switzerland einen Anteil von 5,6 Prozent am Bruttoinlandprodukt (BIP). Damit liegt die Schweiz in Europa ebenfalls nicht an der Spitze. Dort sind Schweden mit einem BIP-Anteil des Internets von 6,6 Prozent, Grossbritannien (6,3 Prozent) und Dänemark (5,8 Prozent). // will www.ictswitzerland.ch

Wettbewerbsfähigkeit

GESUNDHEIT FÖRDERT INNOVATIONSSTANDORT Der Thinktank Avenir Suisse geht den Gründen für den Schweizer Erfolg bei Innovation und Wettbewerbsfähigkeit auf den Grund.

Die Schweiz belegt international einen Spitzenrang bei der Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit, obwohl sie sich vom «Silicon-Valley-Modell» unterscheidet. Ein neues Diskussionspapier des Thinktank Avenir Suisse versucht, dem auf den Grund zu gehen. Laut „Gesundheit des Schweizer Innovationssystems“ liegt der Erfolg weniger im erfolgreichen Start-up oder IPOMarkt, sondern woanders: Private InvestiHome electronics Inside

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tionen in Forschung und Entwicklung (F+E), die immerhin drei Viertel des gesamten nationalen Innovationsbudgets ausmachen, fliessen mehrheitlich in den Gesundheitssektor im weitesten Sinne, also in Medizin, Pharmazeutik, Medizin- und Biotechnologie, Bioinformatik, Nutrazeutika, Hygiene usw. Steuervorteile für Unternehmen, die in F+E und Innovation investieren, helfen den Wettbewerbsvorteil aufrechtzuerhalten. Eine klarere Aufgabenverteilung zwischen privaten und öffentlichen Akteuren und ein stärkerer Fokus der Kommission für Technologie und Innovation (KTI) auf disruptive Innovation ist laut den Autoren ebenso vorteilhaft. Die Stärkung und Förderung der Kooperationskultur, um die Synergien besser zu nutzen, ist der letzte Faktor. // eri

KURZ NOTIERT GESUNDE PENSIONSKASSEN Der Swisscanto-Pensionskassen-Monitor zeigt für das dritte Quartal 2013 eine leichte Verbesserung der Finanzierungssituation bei den erfassten Vorsorgeeinrichtungen. Mit einem geschätzten Deckungsgrad von 110,1% stiegen die Wertschwankungsreserven der privatrechtlichen Pensionskassen gegenüber dem Vorquartal leicht an. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei den öffentlichrechtlichen Kassen mit Vollkapitalisierung, wo der Deckungsgrad nun 102,0 Prozent beträgt. Insgesamt befanden sich Ende September 40,7 Prozent der öffentlichrechtlichen Kassen mit Vollkapitalisierung und knapp 5 Prozent der privatrechtlichen Kassen in Unterdeckung. www.swisscanto.ch

GESTIEGENE VERMÖGEN Trotz einem Jahrzehnt negativer Realrenditen auf Aktien, mehreren Baisse-Phasen an den Finanzmärkten und geplatzten Immobilienblasen hat sich das weltweite Vermögen laut dem „Global Wealth Report 2013“ der Credit Suisse seit dem Jahr 2000 mehr als verdoppelt – auf ein neues Allzeithoch von 241 Billionen US-Dollar. Das starke Wirtschaftswachstum und der Bevölkerungszuwachs in den Schwellenländern zählen zu den wichtigsten Gründen dafür. Auch das Durchschnittsvermögen pro Erwachsenen hat mit 51 600 US-Dollar einen neuen Höchststand erreicht, allerdings bei einer nach wie vor sehr ungleichen geografischen Vermögensverteilung zugunsten der entwickelten Länder. www.credit-suisse.ch

GELIEBTE WEIHNACHTEN 83 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer mögen Weihnachten. 71 Prozent feiern zu Hause, und das an Heiligabend (80 Prozent) und am 1. Weihnachtstag (58 Prozent). Das zeigt eine repräsentative Umfrage im Auftrag der Werbeagentur Jung von Matt/Limmat. Das Festmahl darf variieren: Über 50 Prozent schätzen aber ein gutes Stück Fleisch auf dem Teller. 58 Prozent geben an, dass sie sich über Weihnachten stets überessen. Der Baum ist gemäss Umfrage meist mit Kugeln in den Farben Gold, Silber und Rot geschmückt. Lieder singen nur 43 Prozent. Am beliebtesten sind die Titel „Stille Nacht“ (70 Prozent), „O du fröhliche“ (57 Prozent) und „O Tannenbaum“ (39 Prozent ). www.jvm.ch

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Wirtschaft [ GASTEINERS KNOW-HOW ]

SCHWERER ABSCHIED // Albrecht Gasteiner

Der technische Fortschritt läuft immer schneller. Was gestern noch top war, wird heute schon wieder ausgemustert.

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s ist noch gar nicht so lange her, seit die schweren, dicken Röhrenfernseher von Flachbildschirmen abgelöst wurden. Freilich, die ersten LCD-Panels kamen schon 1973 auf den Markt, aber auf wilde Begeisterung stiessen sie bei den Fernsehzuschauern zunächst nicht. Denn was sie an Bildqualität zu bieten hatten, lag weit entfernt von dem, was man von den jahrzehntelang akribisch optimierten Bildröhren gewöhnt war. Kein Wunder, schliesslich ist die LCD-Technik äusserst heikel und nicht leicht zu beherrschen. Rund eine Million Flüssigkristalle, von denen jeder einzelne je nach angelegter Spannung seine Ausrichtung so verändert, dass er das hinter ihm konstant leuchtende Neonlicht entweder durchlässt oder blockiert – und das bis zu fünfundzwanzigmal pro Sekunde. Das klingt auch heute noch nach „schwierig“, damals lag es an der äussersten Grenze des technisch Machbaren. Vor allem zwei Details zogen Kritik auf sich: Erstens konnten die Flüssigkristalle auch in Stellung „zu“ die Hinterleuchtung nicht völlig abdecken. Als Folge davon war der Bildschirm nie ganz dunkel. Anstelle von Schwarz bekam man Dunkelgrau zu sehen, die Bilder erschienen kraftlos und ohne Tiefe. Und zweitens waren die LCD auf-

grund ihrer Masseträgheit nicht in der Lage, ihre Ausrichtung genügend rasch zu wechseln. Auf Befehle wie „zu“ reagierten sie nur mit leichter Verzögerung, sodass schnell bewegte Objekte wie Mauszeiger oder fliegende Bälle einen veritablen Kometenschweif hinter sich herzogen. Dass der gesamte Bildeindruck stark vom Blickwinkel abhing, fiel da angesichts dieser schweren Mängel kaum noch ins Gewicht. Die Erlösung erschien 1997 und sie hiess Plasma. Diese Geräte waren teuer und empfindlich, sie konnten Schaden nehmen, wenn man sie liegend transportierte oder sie auf 2000 Meter Meereshöhe betrieb. Doch sie etablierten ein völlig neues Niveau von Bildqualität. Weil sie statt hinterleuchteter LCD Zellen von praktisch trägheitslos reagierenden, unter Spannung selbstleuchtenden Edelgasen enthielten, zeigten sie nicht nur bis dahin ungeahnten Kontrast, sondern auch eine weit überlegene Bewegungsschärfe. Hinzu kam eine besonders fein nuancierte Wiedergabe von Farbtönen. Plasmabildschirme (PDP) umgab schon sehr bald der Nimbus des Besonderen, was zusätzlich durch den Ritterschlag beflügelt wurde, dass sie in Hollywood von Fernseh- und DVD-Studios zur Endkontrolle ihrer Produktionen eingesetzt wurden. Dass PDP nicht so gleissend helle Bilder zu liefern vermochten wie die LCD-Konkurrenz, nahmen die Connaisseurs gerne in Kauf.

UND HEUTE?

Albrecht Gasteiner ist Chef des firmenneutralen Informationsdienstes HDTV-Forum Schweiz.

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Anspruchsvolle Schöngeister schwören nach wie vor auf die unspektakuläre Natürlichkeit der Plasma-Bilder. Doch die LCDFraktion hat in all den Jahren konstant, ja geradezu dramatisch aufgeholt. In der Bildqualität zuletzt mit hoher Wiederholfrequenz, LED-Hinterleuchtung und „Local Dimming“, im Design mit schlanker Eleganz, zuvorderst aber mit nachgerade unfassbar niedrigen Preisen. Tatsächlich bieten LCD-Fernseher immer mehr Qualität für immer weniger Geld. Was man noch vor ein paar Jahren mit mehreren Tausendern bezahlen musste, ist heute da und dort schon für dreistellige Beträge zu haben. Ein Preiskampf, der durchaus die Bezeichnung „mörderisch“ verdient, denn es gibt bereits ein Mordopfer – Plasma. Diese Bildschirme lassen sich nicht beliebig billig produzieren, sie werden immer weniger gekauft und so hat der weltweit führende Hersteller seine drei Plasma-Fabriken soeben definitiv geschlossen, die grösste davon nach nur acht Betriebsjahren. Ein schwerer Abschied, gewiss. Doch schon erhebt sich ein neuer Stern am Horizont: OLED-Bildschirme arbeiten noch kontrastreicher, noch schneller, ihre phänomenale Bildqualität setzt völlig neue Massstäbe. Zudem sind diese Geräte nochmals dünner, leichter und sparsamer – die Entwicklung geht weiter. |

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Wirtschaft [ RUSTERHOLZ’ UMSATZPLUS ]

GEFÄHRLICHES SPIEL // Martin C. Rusterholz

Nur auf den Preis und auf Rabatte zu setzen, ist gefährlich. Vielmehr ist es sinnvoll, die Sortimentsauswahl, die Beratung und den Service in den Vordergrund zu stellen.

M

it der Schlagzeile „Wer ständig Rabatt geben kann, war vorher zu teuer!“ erregte im Januar 2011 MEDIMAX, Fachmarkt-Betreiber mit über 100 Märkten in Deutschland, die Gemüter bei Kunden, Presse und Konkurrenz. Die Aussage hat es in sich, zielt sie doch passgenau auf die ausufernde Rabattitis, die sich mittlerweile (leider) im ganzen Handel breitgemacht hat und tief in der Kundenerwartung verankert ist. Mann und Frau kaufen heute nur noch, wenn es einen Rabatt gibt, wenn auf dem Preisschild der Preis durchgestrichen ist oder der Begriff „Aktion“ draufsteht. Zum normalen Preis wird heute fast nicht mehr gekauft oder nur, wenn vorher noch die Frage an den Verkäufer gestellt wird, ob es denn „es Bitzeli weniger sein kann“?

FALSCHES KONZEPT Wohin diese Rabattschlachten führen können, hat unlängst die Insolvenz von Praktiker/Max Bahr gezeigt, einem ehemals bedeutenden DIY-Unternehmen, das mit dem Werbespruch „20 Prozent auf alles“ die Kunden dahingehend erzogen hat, nur dann einzukaufen, wenn diese Aktion stattfindet. In Tagen ohne 20 Prozent war in den Märkten fortan nur noch gähnende Leere festzustellen. Dass dieses Konzept auf Dauer nicht gut gehen kann, zeigte sich schnell. Offensichtlich hat man die Rechnung zwar nicht ohne den Wirt, aber ohne die Marge gemacht. Können Sie ausrechnen, um wie viele Prozent Sie Ihren Umsatz steigern müssen, wenn Sie 20 Prozent auf Ihr gesamtes Sortiment geben? – Zur Erinnerung: Die Marge ist die Differenz zwischen dem Nettoverkaufspreis und dem Einstandspreis, ausgedrückt in Prozenten des Nettoverkaufspreises (ohne Mehrwertsteuer). Angenommen, die durchschnittliche Nettomarge Ihres Sortiments beträgt 30 Prozent. Wenn Sie also an einem Samstag ohne Rabatt Geräte im Wert von 10 000 Franken (Umsatz) verkaufen, verbleibt Ihnen ein Bruttoertrag von 3000 Franken, Ihr Einstandspreis beträgt 7000 Franken. Mit 20 Prozent Rabatt auf die gleichen Geräte erzielen Sie einen Umsatz von nur noch 8000 Franken (10 000 Franken minus 20 Prozent Rabatt), Ihr Einstandspreis bleibt gleich bei 7000 Franken und Ihr Bruttogewinn schmilzt auf 1000 Franken, die Marge beträgt noch 12,5 Prozent. Um nun denselben Bruttogewinn von 3000 Franken erzielen zu können, müssen Sie also Ihren Umsatz mehr als verdoppeln, nämlich auf 24 000 Franken! Ich staune immer wieder, wie fahrlässig im Handel kalkuliert wird – getreu der Devise „Daumen mal Pi“. Dann geht man davon aus, dass man bei 20 Prozent Rabatt einfach nur 20 Prozent mehr Umsatz erzielen müsse. Das ist bei weitem falsch gedacht und hinsichtlich der Home electronics Inside

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Kosten-Ertrags-Situation einfach nur gefährlich und trügerisch! Etwas vom schwierigsten im Handel ist die Festsetzung des optimalen Preises. Ist er zu hoch, wird zu wenig gekauft – ist er zu tief, verdient der Händler am Produkt zu wenig Marge. Dennoch sollte sich der Handel grundsätzlich wieder zurückbesinnen und diese Flut von Rabatten und Aktionen begrenzen. Der Kunde ist durchaus bereit, einen angemessenen Preis zu bezahlen, wenn der Gegenwert dafür stimmt. Untersuchungen haben ergeben, dass der Konsument, müsste er den Preis von Produkten bestimmen, mehrheitlich höhere Preise angesetzt hätte, als er diese im Handel vorfindet. Dies ist u. a. deshalb der Fall, weil der Konsument die Preise viel zu wenig einschätzen kann. Ausgenommen davon sind höchstens die Preise von Produkten, die tagelang in der Presse auftauchen, also z. B. von einem iPhone 5S oder einer Playstation 4. Andere Produkte wie Kühlschränke, Kaffeevollautomaten oder hochwertige TV können die Konsumenten preislich nur sehr schwer einschätzen. Ich empfehle, in der Werbung wieder vermehrt auf die Wettbewerbsvorteile wie Beratung, Service oder Standortnähe hinzuweisen, statt in der Preismasse unterzugehen. Es heisst ja, nur wer gegen den Strom schwimmt, kriegt Muskeln. |

Martin C. Rusterholz ist Geschäftsführer und Partner bei Hofmann Consultants AG in Zürich, der führenden Personalberatung im europäischen Handel und Konsumgütermarkt. www.hofmannconsultants.com


Know-how [ SMART TV ]

GANZ SCHÖN SMART // Frank-Oliver Grün

Vernetzt fernsehen liegt im Trend. Kaum ein Hersteller, der seine neuen Geräte nicht als „Smart TV“ mit Internetanschluss und Streaming-Funktion anpreist. Doch was genau verbirgt sich hinter diesem Begriff? HE Inside schafft Klarheit und erklärt die smarten Funktionen und Unterschiede.

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in Computer in der Stube? Früher undenkbar. Das Arbeitsgerät ruinierte zuverlässig jede Abendstimmung. Inzwischen geht es kaum noch ohne: Ob mit Smartphone in der Hand oder Tablet auf dem Schoss – wir sind „always on“, jederzeit mit Freunden und dem Internet verbunden, auch auf dem Sofa. Dass es sich bei den kleinen digitalen Begleitern um verkappte Computer handelt, ist schnell vergessen, so viel Spass machen sie. Da war es nur eine Frage der Zeit, bis der Trend auch das wichtigste Gerät im Wohnzimmer erfasste: den Fernseher. Als Smart TV bietet er ähnliche Funktio-

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nen wie ein Smartphone, nur eben in deutlich grösserem Format. TV-Schirme mit 40, 50 Zoll oder mehr Bilddiagonale sind wie geschaffen für gestochen scharfe Digitalfotos, für Onlinevideos oder Spiele. Der Fernseher muss hierzu drahtlos oder per Kabel mit dem heimischen Router verbunden sein. Über ihn gelangt er ins Internet und bekommt Kontakt zum heimischen Netzwerk, wo er mit anderen Geräten Daten austauschen kann.

ABRUF AUF KNOPFDRUCK Musik, Fotos und Videos vom PC oder von einer Netzwerk festplatte (Network Attached Storage, NAS) erreichen ohne

weitere Installation oder lästige Kopieraktionen das Wohnzimmer. Der Smart TV ruft sie als Stream im weit verbreiteten DLNA-Standard ab. Ein Blick in die Medienübersicht am Bildschirm genügt: Quelle auswählen, Ordner oder Datei anklicken, und schon startet die Diaschau mit den Ferienbildern am Fernseher. Wer da noch USB-Sticks oder seine Digitalkamera in der Wohnung herumträgt, ist selbst schuld. Aber Smart TV haben noch mehr drauf. Dank Internetzugang können Audio- und Videoinhalte irgendwo auf der Welt gespeichert sein oder wie es heute heisst: „in der Cloud“. Ob PicasaHome electronics Inside

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Webalben, Onlinespeicher à la Dropbox oder eigene Cloud-Dienste – jeder Hersteller bietet mindestens eine Möglichkeit, persönliche Daten aus dem Internet zu laden. Den Schlüssel dazu liefert fast immer eine App.

APPS FÜR ALLE FÄLLE Die vom Smartphone bekannten kleinen Programme heissen auch am Smart TV so. Eine App-Auswahl ist ab Werk auf dem Gerät installiert. Fast immer dabei sind die Onlineangebote Youtube, Facebook und Twitter. Weitere lassen sich kostenlos oder für wenige Franken nachladen. Das Angebot der jeweiligen AppShops schwankt allerdings von Marke zu Marke und teilweise von Modell zu Modell. Deshalb lohnt es sich, beim Gerätekauf genau hinzuschauen. Fehlt die entsprechende App, kann der Fernseher die Online-Bildersammlung oder das bezahlte Musik-Abo womöglich nicht nutzen. Zwar bieten fast alle Smart TV auch einen Webbrowser, mit dem sich Angebote über ihre Internetadresse (http:// . . .) aufrufen lassen. Doch nicht jede Seite hat ausreichend grosse Schriften und Schaltflächen, die aus der Ferne gut lesbar sind, oder eine Navigation, die mit der TVFernbedienung harmoniert. Für kostenpflichtige Angebote wie Musikstreaming oder Video-on-Demand ist eine App ohnehin Pflicht – aus Gründen des Kopierschutzes.

niert digitale TV-Kanäle mit Zusatzinformationen aus dem Internet. Die Bedienung funktioniert ähnlich wie beim guten alten Teletext, nur dass die Übersicht mit der roten Farbtaste auf der Fernbedienung aufgerufen wird. Von der Startseite lassen sich Onlinedienste wie der elektronische Programmführer (EPG) oder die Mediathek mit früheren Sendungen direkt aufrufen – ohne das laufende Programm verlassen oder eine App starten zu müssen. Umfang und Optik des Angebots sind der antiquierten Klötzchen-Grafik im Teletext um Lichtjahre voraus. Von aufwendig gestalteten Websites bis zu hochauflösenden Videos ist mit HbbTV so ziemlich alles möglich. In der Schweiz wird der Standard gerade eingeführt. Auf RTS HD läuft bereits ein Testbetrieb, die deutschsprachigen Programme der SRG folgten am 4. Dezember. Auf 3sat, Arte und vielen Sendern aus Deutschland ist der Dienst aber bereits verfügbar. Voraussetzung: Das digitale Programm kommt über den eingebauten Kabel-(DVB-C)- oder SatellitenEmpfänger (DVB-S) des Fernsehers ins Haus. Swisscom TV und analoges Kabelfernsehen unterstützen kein HbbTV.

DER TV ALS VIDEOREKORDER Und in noch einem Punkt sind Kabel-TVKunden oder Besitzer einer Satellitenschüssel im Vorteil: Sie können eine USBFestplatte an den TV anschliessen und ihr Wunschprogramm aufzeichnen. Der EPG

Second Screen: Viele Geräte übertragen das TV-Programm auf einen zweiten Bildschirm.

liefert Timer-Informationen und den Namen der Sendung. Mitschnitte des unverschlüsselten digitalen Grundangebots beispielsweise von UPC Cablecom funktionieren immer. Wer per Digicard im CI-Plus-Schacht (CI+) des Fernsehers eines der erweiterten UPC-CablecomPakete empfängt, muss jedoch aufpassen: Nicht alle Smart TV können verschlüsselte Sender aufnehmen. |

TELETEXT AUS DEM INTERNET Nicht alle Programme auf einem Smart TV kommen freilich aus dem Internet. Das Gerät empfängt ja auch noch klassisches Fernsehen. Besonders spannend wird es, wenn beide Signale zusammenkommen. Der Fachmann nennt diese Verbindung Hybrid-TV, der europaweite Standard dafür heisst HbbTV. Er kombi-

Neue Bedienkonzepte ersetzen beim Smart TV den Touchscreen: Die Fernbedienung erkennt Bewegungen, nimmt Sprachbefehle entgegen oder reagiert auf Fingerwischen.

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Know-how [ FILMVERWALTER ]

FESTPLATTENKINO ÜBERALL // Kurt Haupt

Immer mehr Filmfreunde stapeln cineastische Kunstwerke nicht in Form von Silberscheiben, sondern speichern sie auf der Festplatte. Die Software Plex verwaltet die Filmbibliothek und sorgt dafür, dass man die Werke auf dem TV, PC und auf Mobilgeräten zu Hause und unterwegs geniessen kann.

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igentlich lassen sich Filme genauso einfach wie Musik auf der Festplatte konservieren. Nur das Verwalten und ansprechende Präsentieren einer Filmsammlung war bisher anspruchsvoller als bei Musik. Deshalb klicken die meisten Filmfreunde mehr oder weniger blind durch Festplattenverzeichnisse und suchen so den zu Stimmung und Anlass passenden Film. Die umfassende Software von Plex beweist nun aber, dass sich Filme einfach und komfortabel verwalten und auf unterschiedlichsten Plattformen abspielen lassen. Egal, ob man seine Filme auf PC (Windows, Mac, Linux) oder auf Netzwerkfestplatten (Asus, Netgear, Synology, Qnap) ablegt: Plex sorgt für Ordnung. Als Abspielplattformen unterstützt Plex neben PCs praktisch alle Mobilgeräte

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(Android, iOS, Windows Phone), und sogar auf den Fernsehern von LG und Samsung gibt es passende Apps. Mit ein wenig Bastelei lässt sich sogar eine Apple-TV-Box als Plex-Abspieler zweckentfremden.

VERWALTEN UND ABSPIELEN Plex glänzt in vielen Disziplinen. Beim Speichern, Anreichern, Konvertieren wie auch beim Abspielen von Filmen begeistert die Lösung. Beim Verwalten der Sammlung sorgt Plex dafür, dass man Filme jederzeit über Titel, Mitwirkende, Genre oder Produktionsjahr findet. Die dazu nötigen Daten muss man nicht selber eintippen. Denn Plex erkennt aufgrund von Dateioder Ordnernamen praktisch jeden Film und ergänzt ihn dann mit unzähligen Metadaten aus dem Internet. Dazu gehö-

ren neben den oben erwähnten Angaben ein Kurzbeschrieb des Films, ein passendes Coverbild sowie auch technische Angaben wie die Auflösung oder schlicht eine persönlich anpassbare Benotung. Die Installation von Plex ist einfach. Als Erstes holt man den Plex-Server kostenlos aus dem Internet. Bei Netzwerkfestplatten (NAS) findet man meist fertige Pakete, die direkt aus der Verwaltungsoberfläche des NAS installiert werden können. Die nachfolgenden Beschreibungen beziehen sich auf einen unter Windows installierten Plex-Server.

STEUERUNG IM BROWSER Nach der Installation findet sich in der Statusleiste von Windows am unteren Bildschirmrand das Symbol des Plex-Servers. Wird dieses mit der linken MausHome electronics Inside

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Die Software Plex optimiert in Echtzeit Ton und Bild bei der Filmwiedergabe auf mobilen Geräten (Android, iOS, Windows Phone).

taste angeklickt und die Funktion „Media Manager“ gewählt, startet die Verwaltungsoberfläche im Browser. Die Filmbibliothek kann in mehrere Sektionen aufgeteilt werden. Als Standard erstellt Plex die Sektion „Movies“. In der Rubrik „Meine Bibliothek“ lassen sich mit dem Pluszeichen weitere Sektionen, beispielsweise für 3D- oder Kinderfilme, erstellen. Mit dem Bleistiftsymbol kann man die Einstellungen bestehender Sektionen ändern.

RICHTIG BENENNEN Plex erkennt die Filme aufgrund der Ordner oder Dateinamen. Das funktioniert nur perfekt, wenn man einige Regeln einhält. So sollten sich sowohl der Filmname als auch das Erstellungsjahr im Dateioder Ordnernamen befinden. Ausführliche Tipps zur Namensvergabe finden sich unter http://sn.im/plexnamen im Internet. Alle Einträge in der Bibliothek lassen sich auch nachträglich verändern. Falsch erkannte Filmdaten lassen sich jederzeit berichtigen. Dazu klickt man bei einem Film das bekannte Bleistiftsymbol an und wählt dann in der linken Navigationsleiste die nötigen Aktionen.

Wer in seiner Filmsammlung ganze Serien verwalten will, sollte diese unbedingt in einer eigenen Sektion verwalten und den Medientyp „Serien“ wählen. Dann kümmert sich Plex nämlich darum, dass Serien und deren Staffeln und Episoden korrekt gruppiert werden. Plex verwaltet neben Filmen übrigens auch Heimvideos, Fotos und Musik. Weil Plex zudem als üblicher DLNA-Server arbeitet, lassen sich diese Medien auf allen Geräten abspielen, die UPnP/DLNA unterstützen.

ÜBERALL BETRACHTEN Plex spielt Filme am PC (Windows, OS X) einwandfrei über das zusätzlich zu installierende Programm „Plex Media Center“ (PMC) ab. Dieses verfügt über eine klassische TV-Oberfläche und ist auf die Bedienung mit wenigen Tasten optimiert. Alternativ lassen sich Filme direkt im Webbrowser ohne zusätzliche Software

abspielen. Mit Plex kann man seine Filmsammlung ebenso gemütlich mit Smartphone und Tablet durchstöbern und betrachten. Mit speziellen Apps sorgt dann Plex dafür, dass sich Filme mit unterschiedlichsten Auflösungen und Tonspuren ohne Ärger unter Android, iOS oder Windows Phone geniessen lassen. Denn Plex erkennt, welche Fähigkeiten ein bestimmtes Wiedergabegerät hat.

FAZIT Das System ist modular, funktioniert auf allen wichtigen Plattformen und ist ausgereift. Bedienung und Konfiguration sind simpel und deutschsprachig. Foren und Wiki des Herstellers lösen beinahe alle Probleme. Wer den Plex-Server auf einem NAS betreibt, muss jedoch ein Modell mit leistungsfähigem Prozessor wählen. Für ernsthafte Heim-Cineasten ist Plex schon beinahe ein Muss. |

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Know-how [ AUTOTEST ] Impressum VERLEGER Dr. Daniel Kaczynski GESCHÄFTSFÜHRER/VERLAGSLEITER Dominik Achermann Tel. +41 44 245 45 10 dominik.achermann@home-electronics.ch PUBLIZISTISCHER LEITER Lothar Brandt (lbr) Tel. +41 44 245 45 11 brandt@home-electronics.ch

Der Kia Sorento überzeugt als SUV mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis.

CHEFREDAKTOR Marco Plüss (mp) Tel. +41 44 245 45 04 pluess@he-inside.ch

ELEGANTER SUV

REDAKTIONELLE MITARBEITER Clarissa Lack, Alois Knecht, Albrecht Gasteiner, Kurt Haupt, Martin C. Rusterholz, Elisabeth Rizzi, Frank-Oliver Grün redaktion@he-inside.ch Cover: Balz Murer, Fotograf, Zürich

// Marco Plüss

ART DIRECTION/LAYOUT Selina Joanna Slamanig AVD Goldach AG, 9403 Goldach, www.avd.ch

Viel Auto für wenig Geld: Wer im Winter ein taugliches 4x4Fahrzeug will, erhält mit dem Kia Sorento ein reizvolles Angebot. Der koreanische PW bietet bis zu sieben Personen Platz und kann rund drei Tonnen ziehen.

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ie zweite Generation des Kia Sorento, von dem seit seiner Geburt im Jahre 2002 bis heute knapp 7000 Fahrzeuge verkauft worden sind, fährt mit einem Facelift in ihr viertes Modelljahr. Er ist am leichtesten an den jetzt eckigen Frontnebelscheinwerfern und an den filigranen Rückleuchten zu erkennen. Der Koreaner kommt so nun sichtbar eleganter daher. Im Innenraum überzeugt er mit einer verbesserten Materialanmutung und einer hohen Verarbeitungsqualität. Bis zu sieben Personen finden im Innenraum Platz. Bei Bedarf lassen sich der sechste und der siebte Sitzplatz im Kofferraumboden versenken, das Gepäckabteil bis zur Fensterunterkante bietet dann 575 Liter Ladevolumen. Durch Umklappen der zweiten Sitzreihe stehen 1530 Liter zur Verfügung. Die Fahrwerkabstimmung ist spürbar komfortabler geworden, kurze Stösse dringen aber deutlich durch. Der neue Sorento zieht mit entsprechenden technischen Anpassungen, die in Safenwil vorgenommen werden können, bis zu drei Tonnen. Dennoch machen die vielen praktischen Ablagen den Sorento zum alltagstauglichen Familienfahrzeug. Die von uns getestete Topvariante „Style“ (49 450 Franken ohne Optionen) verwöhnt den

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Fahrer mit vielen elektronischen Extras: Spurhalte- und Spurwechselassistent, Gegenlenk- und Einparkhilfe, dreistufige, variable Servolenkung. Nur fahren muss man den Koreaner noch selbst. Die Lederausstattung lässt das Interieur edel erscheinen, auch dessen Verarbeitung kommt gut daher. Nur die vielen Knöpfe im Cockpit sind etwas gewöhnungsbedürftig. Das riesige Panorama-Glasdach (1950 Franken) sorgt für viel Licht. Es kommt ohne Mittelstrebe aus und wirkt entsprechend gross. Mit dem 2,2-Liter-Turbodieselmotor ist der Koreaner dank 436 Nm Drehmoment gut bedient. Allerdings schluckt er mit 9,5 l/100 km im Testverbrauch etwas mehr, als der Hersteller angibt. Die 197 PS beschleunigen das rund zwei Tonnen schwere SUV in respektablen 9,3 Sekunden auf 100 km/h, doch für die Höchstgeschwindigkeit von 190 km/h benötigt der Sorento einen gewissen Anlauf. Der Kia Sorento hinterliess einen durchaus guten Eindruck: Moderne Optik gepaart mit guter Ausstattung zu einem durchaus fairen Preis – dafür bietet der „neue“ Sorento eine interessante SUV-Alternative. | www.kia.ch

KORREKTORAT Stefan Gass SALES MANAGER Fernando Palencias Mobil +41 79 332 82 65 palencias@home-electronics.ch Fax +41 44 245 45 00 VERKAUF INNENDIENST Vivana Tozzi, Tel. +41 44 245 45 02 tozzi@home-electronics.ch ERSCHEINUNGSWEISE 10 Ausgaben pro Jahr Doppelnummern: Juni/Juli; Dezember/Januar ABOPREISE (1 JAHR) Kombi-Abo (Print und Online): 95 Franken Online-Abo: 59 Franken Print-Abo: 69 Franken Einzelpreis: Fr. 7.50 Ausland: auf Anfrage (Preise inkl. Porto, Versand, MwSt) ABOSERVICE AVD Goldach AG Sulzstrasse 10–12, 9403 Goldach Tel. +41 71 844 91 54, www.he-inside.ch/abo LITHOS, DRUCK, VERSAND AVD Goldach AG Sulzstrasse 10–12 9403 Goldach DRUCKAUFLAGE 4000 Exemplare REDAKTIONS- UND VERLAGSANSCHRIFT Home Electronics INSIDE p.a.media ag, Hottingerstrasse 12 Postfach, CH-8032 Zürich Tel. +41 44 245 45 46, Fax +41 44 245 45 00 redaktion@he-inside.ch, www.he-inside.ch COPYRIGHT © 6. Jahrgang 2013 p.a.media ag Nachdruck nicht gestattet. Das Fotokopieren aus Home Electronics INSIDE, das über Einzelstücke hinausgeht, ist untersagt. Die p.a.media ag ist eine Tochtergesellschaft der swisscontent AG.

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Technik einfach erklärt: Transcodieren

PASSEND MACHEN Die Unterhaltungswelt kennt Hunderte Dateiformate. Wenn Fernseher oder Stereoanlagen mit Musik- oder Filmdaten nicht zurechtkommen, hilft nur Transcodierung.

Im Dickicht der Formate: Im Bild die Transcoder-Fähigkeiten des Videoabspiel-programmes VLC.

„Dieses Audio-/Videoformat lässt sich nicht darstellen“, lautet die Frust-Meldung in der digitalen Unterhaltung. Allein bei Musik lassen sich Töne mit Formaten wie MP3, AAC, OGG und FLAC in Dutzenden Varianten speichern und eindampfen. Dabei wird analoge Musik in Bits und Bytes codiert. Beim Abspielgerät müssen diese Daten wieder in schöne Schwingungen decodiert werden. Dafür sorgt meist ein spezieller Elektronikchip, ein sogenannter DigitalAnalog-Konverter, kurz DAC genannt. Was der DAC nicht versteht, kann er aber nicht abspielen. Dann müssen die Daten vor der Anlieferung mittels Transcodierung in ein passendes Format umgewandelt werden. Dabei handelt es sich um einen mathematischen Prozess, der aber meist eine Reduktion der Qualität mit sich bringt, weil er „verlustbehaftet“ ist.

SCHNELLE WANDLER Bekanntester Transcodierer ist Airplay. Egal, welches Dateiformat auf einem iOS-Gerät oder Windows-PC (Airfoil) abgespielt wird, Home electronics Inside

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Apples Technik wandelt dieses in Echtzeit in das Format ALAC (Audio) oder H.264 (Video) um und schickt dann diese Daten an einen Airplay-Lautsprecher oder die AppleTV-Box. Auch iTunes führt beim Kopieren von Daten auf Mobilgeräte oft eine Transcodierung durch, kann sich dafür aber mehr Zeit lassen. Viele Netzwerkfestplatten (NAS) können Mediendaten ebenfalls in Echtzeit transcodieren und erkennen sogar, welche Formate das Abspielgerät erwartet. Bekannte Vertreter sind beispielsweise die NAS von Synology und Netgear. Auch ein PC kann im Heimnetzwerk als Echtzeit-Transcodierer arbeiten. So sorgt beispielsweise die Filmverwaltungssoftware Plex dafür, dass von Smartphone bis Fernseher alle Geräte mit passenden Daten versorgt werden. Auf iOS-Abspielgeräte beschränkt ist die Lösung Air Video (www.inmethod.com). Alternativ kann man seine komplette Sammlung auch in Ruhe und auf Vorrat umwandeln lassen. Bei dieser Batch-Recodie-

rung bleibt dann mit komplizierteren und rechenintensiven Algorithmen möglichst viel Qualität erhalten. Bewährte Transcodierer für komplette Musik- und Videosammlungen sind beispielsweise dbPoweramp und Handbrake. Wie erwähnt, führt Transcodierung immer zu einem Qualitätsverlust. Für maximale Qualität muss man sich also Unterhaltungsgeräte anschaffen, deren DAC das Datenformat der persönlichen Sammlung direkt unterstützt. Insbesondere gilt dies für verlustfrei gespeicherte Audiodateien im FLAC-Format und in der audiophilen Auflösung von 96 Kilohertz mit 24 Bit. (96/24) .

ZUSÄTZLICHE INFOS IM INTERNET http://en.wikipedia.org/wiki/Comparison_of_video_converters http://en.wikipedia.org/wiki/List_of_audio_conversion_software

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Die zahlreich erschienenen Gäste freuen sich auf einen geselligen Abend.

Das Kobyliansky-Trio aus Biel rundet die Vernissage mit klangvoller Streichmusik ab.

100 JAHRE RUNDFUNK

Lauter alte Fernseher, die wir heute kaum noch zu Gesicht bekommen. Gut, dass es das Museum ENTER in Solothurn gibt.

// Clarissa Lack

Am 7. November 2013 fand im Museum ENTER in Solothurn eine Vernissage zur Sonderausstellung zum Thema „100 Jahre Radiotechnologie“ statt. Viel Prominenz und Radiolegenden erzählten von der Geschichte des Radios.

Viele ältere Radios sind zu sehen, auch eines im Damentaschendesign.

Jede Menge Schreibmaschinen . . .

Shenja Erismann bedankt sich bei allen Zuhörern für die zahlreiche Unterstützung.

. . . die damals eine grosse Rolle spielten. Roger de Weck (Generaldirektor SRF) ist als prominenter Gast auch an der Vernissage vertreten.

Radiolegende Roland Jeanneret erzählt von seiner Zeit als Journalist.

Die ehemalige Radiomoderatorin von DRS, Verena Speck, legt den Schwerpunkt auf eine für sie peinliche Situation in ihrer Radiokarriere.

Zuletzt beendet Kurt Witschi mit seinen Eindrücken als Radiojournalist die Reden.

Danach übernimmt der Stiftungspräsident des Museums ENTER, Felix Kunz, das Wort.


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