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INSIDE

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Die Schweizer Zeitschrift für die UE-, IT- und E-Home-Branche. #6/7 / Juni/Juli 2012 / www.he-inside.ch

EXTRA

weiter ohne unterbruch Frank Kleppel, Leiter TP Vision Switzerland AG, erklärt, wie es mit Fernsehern der Marke Philips unter seiner Ägide weitergeht. Händler dürfen Kontinuität erwarten. S. 8

GfK-Marktbericht

Händlerporträt

Photokina

Im ersten Quartal 2012 macht sich ein massiver Preisdruck bemerkbar. Sportereignisse geben Hoffnung S. 10

Wie ein Fachgeschäft auf dem Lande die Schwerpunkte setzt und die Zukunft sieht, lesen Sie auf S. 12

Fachhändler informieren sich in Köln über die Trends der Branche. Was dort gezeigt wird, lesen Sie auf S. 16

lichtblick sportevent

wissen verkaufen

fotografie ist trumpf


[ INHALT / EDITORIAL ]

IN DIESER AUSGABE #06-07 / 2012

SCHUSS, TOR, SIEG!

INHALTSVERZEICHNIS/EDITORIAL . . . . . . . . . . . 3

Liebe HE-Insider, verfolgen Sie auch gespannt die Fussball-EM-Spiele, wetteifern vor dem Fernseher dem Final entgegen und freuen sich mit den Siegern? Dieses Sport-Highlight soll Ihnen schliesslich nicht nur privat Freude bereiten, sondern auch Ihre Kassen klingeln lassen. So locken solche Sportereignisse, von denen wir dieses Jahr noch die Leichtathletik-EM und die Olympiade haben, immer die Zuschauer vor die Fernseher. Und meist nehmen die Sportbegeisterten solche Ereignisse zum Anlass, die heimische Fernseh-Infrastruktur auch aufzurüsten, um die Akteure möglichst gut und gross im Bild zu sehen und ja kein Goal zu verpassen. Sportereignisse wie Europameisterschaften und die Olympiade können unserer Branche wieder neuen Schub verleihen. So lautet auch ein Fazit aus unserem GfK-Marktbericht ab Seite 12.

BRANCHE NEWS/GESCHICHTEN DES TAGES . . . . . . . . . . . . . 5 AGENDA . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6 INTERVIEW PHILIPS Frank Kleppel . . . . . . . . . . . . . 8 GFK Marktbericht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .10 HÄNDLERPORTRÄT Martin Sommer . . . . . . . . . .12 INTERVIEW BHS BINKERT Michael Gilgen . . . . . 14 PHOTOKINA Messevorschau . . . . . . . . . . . . . . . . .16 WIRTSCHAFT SWICO Verbandsnotizen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .18 CE-AKADEMIE Weiterbildung . . . . . . . . . . . . . . . .19 WIRTSCHAFT Nachrichten . . . . . . . . . . . . . . . . . . .20 GASTEINERS DURCHBLICK . . . . . . . . . . . . . . . . .21 KNOW-HOW ZEITVERSETZTES FERNSEHEN . . . . . . . . . . . . . .22 VERNETZUNG D. Hirschy, Fischer Hifi Concept 24 VERNETZUNG Roman Zellner, Netgear . . . . . . . .26 TECHNIK, ERKLÄRT Exif . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .29

Wenn Sie nicht alle Highlights live mitverfolgen können, lassen sich diese Übertragungen ja auch zeitversetzt ansehen – wie dies genau funktioniert, lesen Sie ab Seite 22. Und wenn Sie wissen wollen, wie sich der CE-Handel in der Schweiz entwickelt, bietet Ihnen die CE-Akademie und dort ein spezieller Workshop nützliche Aufschlüsse und Tipps zur Umsetzung erfolgreicher Strategien (Seite 19). Auf jeden Fall wünschen wir viel Spass beim Lesen, bei der Fussball-EM und möglichst viele Umsatztreffer.

LEUTE VSRT-GV Ganz oben . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .30

// Marco Plüss, Chefredaktor

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Branche [ NEWS ] SONY

Guntlin

AmmAnn geht, LAge kommt

ViVAnco üBernimmt

Claudio Ammann, Managing Director von Sony Schweiz und Österreich, verlässt das Unternehmen. In seine Fussstapfen tritt Martin Lage. Er übernahm ab 1. Juni 2012 die Funktion des Country Head von Sony Schweiz und Österreich und verantwortet in dieser Position die lokale Vertriebsstrategie für das Consumer-Geschäft sowie alle operativen Tätigkeiten rund um den Bereich Verkauf. Martin Lage ist seit vielen Jahren für Sony tätig und leitete bisher als Mitglied der Geschäftsführung die Bereiche Finance und Operations für beide Länder. Im Rahmen der Neuausrichtung von Sony hat sich Claudio Ammann, Managing Director Schweiz und Österreich dazu entschlossen, das Unternehmen auf Ende Juli 2012 zu verlassen. Thomas Hottiger, zuletzt Sales Director von Sony Schweiz und Mitglied der Geschäfts Geschäftsführung, wird ebenfalls das Unternehmen verlassen und seine berufliche Laufbahn ausserhalb von Sony fortsetzen. Marco Di Piazza zeichnet weiterhin für den Bereich Marketing für die Schweiz und Österreich verantwortlich.

Guntlin Elektronik AG wird von Vivanco Suisse AG übernommen. Ernst Guntlin gründete sein Unterneh men im September 1977 und kann dieses Jahr das 35-Jahr-Jubiläum feiern. Guntlin Elektronik AG und Vivanco Suisse AG spannen zusammen, um für die Anforderungen der Zukunft gerüstet zu sein und Synergieeffekte zu nutzen, wie es in einer Medienmitteilung heisst. Die beiden jetzigen Geschäftsführer Markus Reize und Ernst Guntlin sind freundschaftlich übereingekommen, sich für die kommenden Jahre gemeinsam zu engagieren. Es bleibe aber dauerhaft bei zwei getrenn getrennten Firmen, jedoch mit überschneidendem Pro Produkt- und Händlerport Händlerportfolio und gemeinsamen administrativen Ansätzen.

www.sony.ch www.guntlin.ch Martin Lage ist neuer Country Head von Sony Schweiz und Österreich. Anzeige

Ernst Guntlin konnte die Weichen rechtzeitig stellen.


GESchIchTEN DES TAGES

NOVIS

Neue VertretuNgeN

Auf he-inside.ch (Auszug)

An der Novis-Frühlingsmesse in den loftartigen Räumlichkeiten in Uster, in denen früher Seidenstrümpfe fabriziert wurden und Firmen wie Zellweger beheimatet waren, konnten sich die über 350 Firmenkunden an drei Tagen ein Bild vom umfangreichen Novis-Angebot und von deren Neuheiten machen. Novis-Headcoach Andreas Tischhauser lieferte zum Auftakt der Hausmesse einige Zahlen und sprach über die Beziehung zwischen Hersteller und Handel. Fachhändler müssten gemäss Tischhauser gute Ideen ha haben, provokativ sein und neue Kundengruppen erschliessen können. Dabei will Novis, die im ersten Quartal mit einem Umsatzplus von über 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr erfreulich und einiges über dem Branchenschnitt abgeschlossen hatte, dem Fachhändler mit neuen Produkten und Lösungen Möglichkeiten bieten, um am Markt erfolgreich tätig sein zu können. So präsentierte Tischhau Tischhauser folgende neue Vertretungen: neben Sinox-Kabeln auch Produkte und Lösungen von iSkin, Multicon Touchhome und Sonab Cloud 9. Bei Novis Energy kommen neu die Vario Sunport dazu.

Migros sichert sich einen Teil von Digitec Webschlüssel 120606a

www.novisgroup.ch

LG: OLED-TV mit neuem Design Webschlüssel 120606b Littlebit vertreibt BenQ Interactive Flat Panels Webschlüssel 120606c Alltron-Partnerevent dieses Jahr in Willisau Webschlüssel 120606d Nun kommen die Smartwatches Webschlüssel 120606e Silbertapete stoppt Elektrosmog Webschlüssel 120606f

Novis-Headcoach Andreas Tischhauser freute sich über ein erfolgreiches erstes Quartal und neue Vertretungen.

«Modernste Logistik stets zu Ihren Diensten.» René Fehlmann, Leiter Logistik Alltron AG

Grosse Warenlager kann sich heutzutage kaum ein Händler leisten. Bei immer kürzeren Produktlebenszyklen und der riesigen Auswahl fast gleichartiger Produkte steigt das Risiko, hohe Bestände an Ladenhütern zu horten. Starke Wachstumsraten im Onlinehandel, wachsende Ansprüche an Zusatzdienstleistungen und an die Flexibilität des stationären Handels sind weitere Zeichen der Zeit, auf die es angemessen zu reagieren gilt.

Gut, wer als Händler einen Distributor auf seiner Seite weiss, der diese Logistikdienstleistungen für ihn übernimmt. Unser neues Logistikzentrum in Willisau ist auf diese Zukunft bestens vorbereitet. Durch modernste Logistik-Technik, automatisierte Abläufe und Know-how in der Distribution sowie wertvolle und langjährige Mitarbeiter sind wir in der Lage, den Anforderungen des Handels gerecht zu werden und unseren Kunden Wettbewerbsvorteile zu sichern.

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Branche [ NEWS ]

Martin Kunschert (Elesta; links) und Oliver Vietze (Baumer) freuen sich über den Gewinn des Awards.

SWICO

KMU Swiss Forum

Urs Fischer gewählt

swiss leAn AwArd 2012

An der Generalversammlung des Wirtschaftsverbandes für die digitale Schweiz (SWICO) im Zürcher „Kaufleuten“ bestimmte das Thema Energieeffizienz die Agenda. Dabei wurde auch das Führungsgremium des Verbands ergänzt, mit dem IG-CEVorsitzenden Urs Fischer von Panasonic wie auch mit Ruedi Wipf von Adnovum sowie Marco Dottarelli von Equinix. Der SWICO hatte im Rahmen der statutarischen Geschäfte seine Gremien neu bestellt. Einstimmig wiedergewählt wurden die erneut kandidierenden Vorstandsmitglieder unter der Leitung von Präsident Andreas Knöpfli. Ins Führungsgremium des Verbandes wurde u. a. Urs Fischer von Panasonic gewählt. Das Fazit aus dem Keynote-Referat von Walter Steinmann, Direktor des Bundesamts für Energie (BFE), an der SWICO-GV 2012 lautete: Ohne ICT-Industrie ist die Energiewende nicht zu schaffen. Walter Steinmann plädierte dafür, dass die ICT-Industrie ihren Beitrag zur Reduktion des Energieverbrauchs und zur Steigerung der Energieeffizienz leisten soll. Es gehe nicht darum, dass zum Beispiel Rechenzentren nicht mehr in der Schweiz stehen dürften, weil sie viel Strom brauchen. Aber sie sollten so energieeffizient wie möglich arbeiten. www.swico.ch

Im Rahmen des 10-Jahr-Jubiläums des KMU Swiss Forum wurde der 2. Swiss Lean Award vergeben. Dies ist die nationale Auszeichnung für Spitzenleistungen auf der Basis der LeanManagement-Philosophie. Als Gewinner wurden Baumer Electric AG und Elesta relays GmbH für deren Leistungen ausgezeichnet. Die teilnehmenden Firmen hatten zusammen mit ihrer Bewerbung einen Selbstbeurteilungsbogen auszufüllen, welcher von der Hochschule Luzern ausgewertet wurde. Basierend darauf entschied sich die Jury für den Besuch von zwölf Firmen, bei dem die Prozesskette betrachtet wurde. Dabei wurde das Augenmerk auf Führung, Entwicklung, Produktion, Supply Chain und Vertrieb/Marketing gelegt. Die Jury erhielt ein sehr gutes Bild und so wurden pro Kategorie drei Firmen zum Casting von Ende April eingeladen. Diese Firmen pro Kategorie hatten ein Zeitfenster von 20 Minuten, um sich anhand einer Vorgabe zu präsentieren. Basierend auf Selbstbeurteilung, Audit und der Präsentation evaluierte die Jury die Gewinner 2012. Die Organisatoren werden 2013 diesen Preis wiederum vergeben und hoffen, dass vermehrt auch Dienstleistungsunternehmen daran teilnehmen werden. Denn die Organisatoren sind überzeugt, dass der Werkplatz Schweiz gefördert werden muss. www.kmuswiss.ch

AgendA nAtionAl 20.08.2012 30.08.2012 – 02.09.2012 09.09.2012 – 12.09.2012 19.10.2012 – 21.10.2012 20.10.2012 – 22.10.2012 23.10.2012 – 25.10.2012

CE-Akademie Bauen & Modernisieren CE Expo 2012 High End Swiss 2012 Light & Sound TeleNetfair 2012

Luzern Zürich Zürich Regensdorf Luzern Luzern

www.ce-akademie.ch www.bauen-modernisieren.ch www.ce-messen.ch www.highendsociety.de www.lightandsound.ch www.telenetfair.ch

Conlife IFA Photokina

Köln (D) Berlin (D) Köln (D)

www.conlife.de www.ifa-berlin.de www.photokina.de

internAtionAl 22.06.2012 – 28.06.2012 31.08.2012 – 05.09.2012 18.09.2012 – 23.09.2012

stellenBörse Ladenchef/Junior-Projektleiter Tschachtli AG Wohlen Sales-Aussendienstmitarbeiter(in) deutsche/französische Schweiz Technische Verkaufspersönlichkeit ZidaTech AG Grossraum Bern, Biel, Wallis Radio/TV-Elektroniker Supravision AG Raum Wallisellen/Dietlikon Multimedia-Elektroniker (Multiroom Syst.) Eugen Erzinger AG Baar Multimedia-Elektroniker Lehner Akustik Balzers Multimedia-Elektroniker Bang & Olufsen Fux AG, Zürich Zürich

Seite 6

Home electronics Inside

#6-7 2012


Der neue GFI-Präsident Roland Obrist (l.) und Giuseppe Rizzo blicken mit viel Zuversicht in die Zukunft.

Grundig

Flugs an die gV Anfang Juni wurden an der Grundig-Generalversammlung im Zürcher Flughafen der Vorstand sowie das Präsidium neu bestellt. Die Anwesenden verfolgten die Ausführungen des scheidenden GFIPräsidenten Rolf Riesen sowie des Grundig-Bereichsleiters Giuseppe Rizzo. Jahresrechnung 2011 und Budget 2012 sowie alle Anträge wurden einstimmig gutgeheissen. Für den scheidenden Präsidenten Rolf Riesen wurde Roland Obrist per Akklamation an die Spitze des GFI gewählt. Zusätzlich wurden neu Ruedi Nohl und Ivan Gämperle in den Vorstand gewählt. Als Rechnungsrevisoren wurden Bernhard Rebsamen (bisher) und Stefan Signer (neu) per Akklamation bestimmt. Giuseppe Rizzo konnte die neuen City-Line-Modelle ankündigen, die ab Mitte Juli lieferbar sind (vorerst in 37-Zoll-Ausführungen), und dankte den anwesenden Grundig-Fachhändlern für

ihr Vertrauen, das sie in den zum Teil turbulenten Zeiten der 67-jährigen Geschichte der deutschen Marke entgegengebracht hatten. Rizzo verwies ausserdem stolz auf die Plus-X-Award-Jury, die Grundig in diesem Jahr zum zweiten Mal in Folge als beste Fachhandelsmarke ausgezeichnet hat. Diese Auszeichnung würdige vor allem das Engagement der Grundig-Fachhandelsinitiative „GFI“, die in der Beratung und Unterstützung der Fachhandelspartner überzeuge. Dadurch leiste Grundig einen deutlichen Beitrag zu stabiler und wertorientierter Vermarktung. Zusätzlich konnte Grundig auch den „red dot award“ für aussergwöhnliches Design entgegennehmen, wie Rizzo weiter betonte. www.grundig.ch

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Für die anspruchsvollsten Kunden der Welt.


„Wir haben die schwindenden Margen erkannt und die Weichen für die Zukunft gestellt.“ Frank Kleppel

weiterhin kontinuität // Text: Marco Plüss, Bilder: Balz Murer

Philips hat die TV-Sparte ausgelagert. Wie es nun mit dem Verkauf von Fernsehern weitergeht, dazu nimmt Frank Kleppel, Leiter TP Vision Switzerland AG, Stellung. Im Interview mit Home Electronics Inside kamen aber noch weitere Themen zur Sprache. Philips hat seine Fernsehsparte in ein Joint Venture übergeführt. Was bedeutet dies für Philips und für die europäischen Standorte? Frank Kleppel: Aufgrund der Beteiligung am Joint Venture TP Vision hat Philips nach wie vor massgeblich Einfluss auf die Marke im TV-Geschäft. Die eigentliche Umstrukturierung ist seit Anfang April für die DACH-Standorte abgeschlossen. So setzt sich in der Schweiz der Vertrieb der TP Vision Switzerland AG aus Schlüsselpersonen des früheren Philips-Sound-&-Vision-Teams zusammen. Viele dieser Mitarbeiter sind seit Jahren für Philips im TV-Geschäft tätig. Für unsere Geschäftspartner wird es also bei den bekannten Kontakten bleiben – das ist uns sehr wichtig. Auch bei der

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Produktion gibt es keine wesentlichen Änderungen. Sie ist weiterhin in den drei Hauptproduktionsstätten Ungarn, Brasilien und Argentinien angesiedelt. Der zweite beteiligte Joint-Venture-Partner – TPV – agiert derweil bei den Einstiegsmodellen nach wie vor als einer unserer wichtigsten OEM-Partner. Wieso hat sich Philips entschlossen, das TV-Geschäft auszulagern? Mit dem neuen Joint Venture beabsichtigt der Philips-Konzern, die TV-Sparte gezielt zu stärken und profitables Wachstum zu fördern. Dies, indem wir in dieser Konstellation über die gesamte Produktions- und Wertschöpfungskette verfügen, das Philips-Know-how pflegen und uns zu 100 Prozent auf die Entwicklung

innovativer Fernseher fokussieren können, die nach wie vor mit dem Namen Philips für Qualität bürgen. Welche Folgen hat dies für die Schweizer Philips-Fachhändler? Auf jeden Fall keine negativen, im Gegenteil. Der Philips-Fachhändler kann seinen Kunden weiterhin Kontinuität bieten. Die Prozesse sind bei uns so definiert, dass wir auch zukünftig von der Entwicklung bis zur Vermarktung eine möglichst perfekte Abstimmung von Fernsehern mit den Philips-Unterhaltungselektronik-Produkten gewährleisten können. Für uns sind die gemachten Erfahrungen äusserst positiv, zumal wir mit unseren etablierten Philips-TV-Vertriebspartnern erfolgreich Verträge fürs Home electronics Inside

#6-7 2012


Branche [ IntervIew PhIlIPS ]

laufende Jahr abschliessen konnten. Und zusätzlich kann sich Philips beim Vertrieb von Consumer-Lifestyle-Produkten voll und ganz den Wireless- und Konnektivitätsprodukten sowie den Kopfhörern und DECT-Telefonen widmen. Haben Mitarbeiter von Philips Schweiz zu TP Vision gewechselt? Wenn ja, wie viele? Im Rahmen dieser Transaktion hat der gesamte Mitarbeiterstamm von Philips Television mit fast 3300 Mitarbeitern zu TP Vision gewechselt. Bis auf natürliche unternehmensinterne Fluktuationen gab es keine Abgänge. Welche Ziele hat sich das Unternehmen für 2012 und für die folgenden Jahre gesteckt? TP Vision hat als exklusiver Marken- lizenznehmer von Philips-Fernsehern das Ziel, Produkte zu entwickeln und den Kunden ein ausserordentliches TV-Erlebnis zu bieten. Philips-Fernseher sollen smart, innovativ und einfach zu bedienen sein sowie durch ein ausserordentliches Design überzeugen. Welche Pläne verfolgt TP Vision in der Schweiz? Für dieses Jahr streben wir die Position als stabile Nummer 3 an und haben die Nummer 2 im Schweizer LCD-TV-Markt im Auge. Insbesondere im hochwertigen Segment mit unseren 7000er-, 8000er- und 9000er-TV-Serien und vor allem unseren grossen Bildschirmdiagonalen haben wir aufgrund der hohen Kaufkraft in der Schweiz einen Vorteil, den wir ausspielen müssen. Welche Art Partner ist gewünscht und wie viele sollen es sein? Wir suchen in der Schweiz derzeit nicht nach neuen Partnern, da wir die bestehenden Partnerschaften weiterführen. Konnektivität und Internetanbindung sind zurzeit grosse Themen. Wie stark pusht TP Vision diese „smarten“ Features? Unsere kürzlich auf den Markt gebrachte 2012er-Serie bringt alles mit, um die Welt digitaler Inhalte geniessen zu können – ob per Funk, Fernsehen und oder Internet bereitgestellt. An diesem Trend halHome electronics Inside

#6-7 2012

ten wir fest. Für uns bieten Smart TV mit dem wachsendem Content viel Potenzial, sei es mit Social Apps, Spielen, intuitiver Fernbedienungen oder Pointern. Wie sieht Ihr Service- und Supportangebot an Fachhändler nach der Neuausrichtung aus? Service und Support sind uns sehr wichtig. Unser diesbezügliches Angebot bauen wir kontinuierlich aus. Vor allem der Bereich Home Repair, in welchem Händler die Kompetenz der Serviceleistung gegenüber dem Endkunden behalten können, ist sehr gefragt und wird auch weiterhin ein integraler Bestandteil unseres Servicepaketes gegenüber dem Handel sein. Haben Sie Ihrerseits Wünsche an den Fachhandel? Die anfänglichen Unsicherheiten bezüglich des Weiterbestands der Philips-TVSparte und der Strategie im Handel sind ausgeräumt. Vielmehr hat Philips sehr viel früher als andere Marken den Trend der schwindenden Margen im TVGeschäft erkannt und so bereits frühzeitig mit unserem Joint-Venture-Partner TPV die Weichen gestellt. Mit der nunmehr gesamten Wertschöpfungskette im Rücken wird TP Vision Switzerland AG als Markenvertreter von Philips-TVGeräten noch lange Jahre im Schweizer Markt erfolgreich sein können. Ich bin der Meinung, dass Philips-TV-Geräte das individuelle Markenportfolio jedes Fachhändlers perfekt ergänzen. Jeden, der uns noch nicht kennt, lade ich herzlich ein, unsere Produkte und Dienstleistungen zu entdecken. �|

Zur Person Frank Kleppel (49) ist Geschäftsführer der Firma tP vision Switzerland AG in Zürich. er hat über 23 Jahre erfahrung in der It- sowie Ce-Branche und war in verschiedenen Funktionen, u. a. engineering, network-, Business-, verkauf- sowie Marketingmanagement, für Philips im In- und Ausland tätig. In seiner Freizeit widmet er sich in erster linie seiner Familie (ein Sohn) und geniesst den Ausgleich in der natur mit dem hund und beim Motorradfahren.

Frank Kleppel erklärt die Strategie seines Unternehmes und warum Philips-Fernseher im Marken-Portfolio eines Händlers nicht fehlen dürfen. Philips-Kommunikationsbeauftragte Nicoletta Studer erläutert den Bereich Home-Repair.

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Branche [ Gfk MarktberIcht ]

LichtbLick SportereigniSSe // Marco Plüss

Fehlende Innovationen und ein massiver Preisdruck machen sich bemerkbar. Dies ist deutlich an der Marktentwicklung des ersten Quartals 2012 erkennbar. Aber auch eine gewisse Marktsättigung trübte das Quartalsergebnis. Marktchancen gibt es trotzdem noch.

Nachfragemengen ein Umsatzrückgang einfach auf der Hand gelegen.

hoffnung SportereigniSSe

D

er Schweizer Unterhaltungselektronik-Markt entwickelte sich im ersten Quartal 2012 um minus 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr erwartungsgemäss negativ. Im Panel-Markt wurde ein Umsatz von rund 390 Millionen Schweizer Franken erzielt, 47 Millionen weniger als im Vorjahr. Bereits im vergangenen Jahr büsste die Unterhaltungselektronik wertmässig 12 Prozent ein. Bedenkt man aus- serdem, dass die Periode Januar bis März 2010 ein Rekordquartal mit einem beinahe nie dagewesenen Werbedruck für Unterhaltungselektronik- Produkte darstellte, war im Vorfeld des ersten Quartals 2011 schon klar, dass die Messlatte immens hoch liegen würde. Zudem wurden in diesem Quartal viele neue Verkaufsflächen eröffnet, der Handel feierte ein Jubiläum nach dem anderen und rundum herrschte ein positives Konsumklima. Mit der stetig rückläufigen Preisentwicklung bei beinahe allen Produktkategorien wäre selbst bei einer moderaten Steigerung der

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In der Tat wurde weder das Vorjahresergebnis noch der Umsatz im ersten Quartal 2010 erreicht. Verglichen mit dem Q1 vor zwei Jahren lag der Umsatz um 13 Prozent im Minus, dies bei massiv höheren Nachfragemengen. Während die naturpolitischen Ereignisse wie die Umweltkatastrophe in Japan sowie die poli- tischen Unruhen im Mittelmeerraum bei den Konsumenten nachweislich Zurückhaltung auf dem Unterhaltungselektronik-Markt im letzten Jahr ausgelöst hatten, macht nun der starke Schweizer Franken bezüglich Export und der damit verbundenen Arbeitsplätze zu schaffen. Aber auch die anhaltende Schuldenkrise der verschiedenen Länder verursacht bei den Verbrauchern Verunsicherung und eine schlechte Konsumentenstimmung. Diese Faktoren werden mittelfristig nicht nur der Unterhaltungselektronik einige Sorgen bereiten.

Anzeichen einer MArktSättigung Die europäischen wie auch die Schweizer Marktentwicklungsraten sprechen Klartext. In den letzten Jahren hat sich der Markt hauptsächlich dank dem Boom der Flachbildschirme explosionsartig entwickelt und mittlerweile den Zenit so ziemlich erreicht. Die Prognose der TV-Absatz-

mengen fürs laufende Jahr 2012 belaufen sich auf ein Minus von 4 Prozent. Das wären dann insgesamt 842 000 Fernseher. Das würde bedeuten, dass jeder vierte Schweizer Haushalt im Verlauf des Jahres 2012 einen Fernseher kaufen würde und der Wechsel vom Röhren- auf den Flat-TV Mitte 2013 abgeschlossen wäre. Bei sinkenden Preisen und immer tieferen Margen bahnen sich sowohl für Hersteller, für Distributoren wie auch für den Handel in nächster Zeit grosse Veränderungen an. Der unaufhörliche und erbitterte Preiskampf hat inzwischen zu einem ruinösen Wettbewerb geführt, aus dem es für manchen keinen Ausweg mehr gibt. Die Alarmzeichen blinken schon seit geraumer Zeit. Doch spätestens bei rückläufigen Absatzmengen dürfte es zu einer deutlichen Marktbereinigung kommen. Bei dieser werden diejenigen überleben, die sich am Markt klar profilieren können, und dies nicht zwingend mittels Tiefstpreisen.

rückläufiger MArkt Viele andere Warengruppen der Unterhaltungselektronik weisen bereits seit drei bis fünf Jahren eine stark rückläufige Tendenz auf. Dies leider ohne Hoffnung auf ein Turnaround. Traditionelle Sortimente wie Car Audio, Camcorder oder gar auch DVD-Player und -Recorder drohen zu noch kleineren Nischen zu verkommen. Warengruppen wie die MP3Player, die portablen Navigationsgeräte, portable DVDs und Settop-Boxen werHome electronics Inside

#6-7 2012


den mehr und mehr durch integrierte Lösungen, Tablet-PCs und Smartphones ersetzt. Kurzfristig betrachtet haben Bluray-Geräte und auch Home-Cinema-Anlagen noch moderates Wachstumspotenzial. Aber aufgepasst, auch hier lauert Video-on-Demand als ernst zu nehmender Konkurrent, der bereits einiges zu bieten hat.

ChanCen wahrnehmen Im Aufwind dürfte das klassische Audio sein. Auch im ersten Quartal 2012 haben die Verbraucher 8 Prozent mehr als im Vorjahr und 15 Prozent mehr als 2010 für Home-Audio ausgegeben. Dieser positive Trend hat bereits Ende 2009 eingesetzt und setzt sich inzwischen stetig fort. Die Konsumenten sind bei Home-Audio hinsichtlich Beratung sicherlich so offen wie schon lange nicht mehr. Wer den Kunden mit Beratung und Hörproben überzeugen kann, hat gute Chancen und mit Komponenten, Lautsprechern und Zubehör ein lukratives Geschäftsfeld vor Augen. Weitere Chancen bieten Produkte vom Fernseher über den Blu-ray- und den MP3-Spieler bis zum Handy und zum Computer. Sie alle sind mit multimedialen Funktionen ausgestattet und wollen untereinander vernetzt werden. Für den Händler bieten sich der Vertrieb und der Support des dafür notwendigen Zubehörs unbedingt an. Der Support bietet dem oft hilflosen Kunden mit unkomplizierten Lösungen viel Freude und Spass.

500

Jan2010 - Mar 2010

Jan2011 - Mar 2011 Jan2012 - Mar 2012

400

259,3

231,3

208,6

300

200

22,6

28

29,8

24,4

13,3

21,9 26,9 21,1

20,5

13,6

453

439,4 -3,0

393,7 -10,4

16,8 15,1

0

26

20,3 28,1 24,1

26,7

in Mio. CHF

34,3

32,7

35,7

100

20,4

31,9

12,1

TV Total

Video exkl. Camcorder

Camcorder/MMC

Video exkl. Camcorder

Static Audio

Technical Accessories InCar Electronics

Portable Audio

Power Supply

Recording Media

Video Game

Gegenüber 2010 hat der UE-Markt 10,4 Prozent und gegenüber dem letzten Jahr 3,0 Prozent an Umsatz eingebüsst.

Mar 11

Apr 11

Mai 11

Jun 11

Jul 11

Aug 11

Sep 11

30,3

32,3

35,5

37,1

40,3

Okt 11

Nov 11

Home electronics Inside

#6-7 2012

Dez 11

Jan 12

57,6

57,5

34,7

34,3

Feb 12 Mar 12

100% 17,8

21,4

80%

47,5

moderate aussiChten Die neuste Umsatzprognose (vom März 2012) fürs Jahr 2012 liegt bei minus 6 Prozent. Insbesondere der erste Halbjahresvergleich 2012 zu 2011 könnte aber durchaus wieder positiv ausfallen. Denn nicht zu vergessen sind die Kaufimpulse, die die Fussball-EM sowie die Olympiade auslösen können. Das sind die eigentlichen Hoffnungsträger. Die gerade vor solchen Sportereignissen einsetzende Werbeoffensive dürfte ihre Wirkung nicht verfehlen. Gerade in einem grossen FussballEvent-Jahr erweisen sich die Verkäufe der ersten sechs Monate fast immer als vorgezogene Investitionen, die im zweiten Halbjahr kompensiert werden. �|

CE Accessories

52,5

61,2

58,4

31,2

34,9

2,4

60% 71,6

68,7

40%

59,4

54,9

52,3

49,8

49 43,8

38,4

20% 2,9

0%

4,4

2,7 4

3,2

3,2

3,7 2,8 3,8

66,4 -6,5

52,3 -13,5

51,1 -31

6,2

5

6,6

3,3

3,8

3,3

3,4

2,9 3,5

51,2 -38,5

61,7 -1,9

46,5 -17,8

5,1

3,8

4,1

2,5 3

3,6

4,1

3

2,9

3,1

3,1

2,7

3,4

3,6

48,5 -18,5

70,4 -4

63,4 -18,3

107,2 -2,9

82,7 -18,4

64,8 1,9

61 -8,1

in Mio. CHF

LCD-TV 3D, 3D Ready

Plasma-TV 3D, 3D Ready

LCD-TV kein 3D

Plasma-TV kein 3D

TV-Halterungen

Die Nachfrage nach LCD-Fernsehern mit 3D oder 3Dready ist stetig gestiegen.

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Martin und Brigitte Sommer verkaufen in ihrem Fachgeschäft auch erfolgreich Weisse Ware.

Auch Wissen verkAufen // Alois Knecht

Seit nunmehr 32 Jahren führen Martin und Brigitte Sommer im bernischen Hünibach in der Nähe von Thun ein Fachgeschäft für Unterhaltungselektronik. Zwei Lehrlinge und ein Techniker unterstützen sie dabei. Die Verkaufsräume liegen zentral, die Post befindet sich im gleichen Gebäude, Coop und Migros vis-à-vis.

Herr Sommer, welche Veränderungen haben in den letzten zehn Jahren in ihrem Geschäft stattgefunden? Martin Sommer: Wir haben schon immer ein breit gefächertes Sortiment geführt. Besonders bei Zubehör-Produkten sind wir gut aufgestellt. Dafür ist unsere Kundschaft stets sehr dankbar. Schwerpunkt ist aber nach wie vor unser Fernsehgeschäft mit einem guten Service und den dazugehörenden Dienstleistungen. Anders sieht es beim Hi-Fi-Geschäft aus. Dieses war in den letzten Jahren starken Schwankungen unterworfen. Im Augenblick ist der diesbezügliche Trend aber wieder ansteigend. Entsprechend passen wir unser Sortiment an.

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Sie haben auch Weisse Ware im Angebot? Haushaltgeräte führen wir seit vielen Jahren im Sortiment. Auch hier ist die Nachfrage nicht immer gleich. Aber dank unserem Service ist wieder gestiegen. Haben Sie auch Computer im Angebot? Wir führen hier nur ein kleines Sortiment an Computern. Die tragenden Elemente sind in diesem Bereich der Service, die Dienstleistungen und die Installationen, da Viren und Abstürze eines Systems einen schnellen Einsatz verlangen. Im Verlaufe der Jahre haben wir viel Erfahrung gesammelt, was der

Kunde sehr schätzt. Die laufende Weiterbildung ist aber unabdingbar. Diese Sparte macht heute 10–20 Prozent des Umsatzes aus, mit steigender Nachfrage. Welche Schwerpunkte setzen Sie bezüglich Marken? In der Unterhaltungselektronik sind es bei den Fernsehern Philips, Samsung, Toshiba und Grundig. Dazu kommen die Hauptlieferanten für Satellitenanlagen wie Technisat und Belsat, da der SatEmpfang in den ländlichen Gebieten nach wie vor sehr wichtig ist. Wir rüsten aber auch viele Anlagen auf HD-Digitalempfang um. Die Bildqualität beim SatEmpfang ist aber nach wie vor top. Das unterscheidet den Sat-Empfang von den Home electronics Inside

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Branche [ HändlerportraIt ]

Im Fachgeschäft in Hünibach gibts ein breitgefächertes Sortiment von TV über Audio bis zum Zubehör.

übrigen Anbietern. Für uns ist es generell wichtig, gute und seriöse Generalvertretungen im Rücken zu haben. Muss ein Fachgeschäft einen 42-ZollFernseher unter 1000 Franken im Angebot haben? Der Preiszerfall hat sich nochmals massiv beschleunigt. Bei uns haben wir solche Geräte im Angebot, um den Kunden die Unterschiede und Differenzen zu erklären und aufzuzeigen. Wenn es dann sein muss, ist es uns lieber, wenn er das Gerät bei uns kauft als beim Grossverteiler. Service und andere Dienstleistungen bleiben so bei uns und können verrechnet werden. Wie läuft das Hi-Fi-Geschäft? Die Nachfrage nach guter Musikwiedergabe ist wieder steigend. Wir haben eine Kundschaft, die auf eine gute Musikwiedergabe viel Wert legt. Mit Onkyo und KEF können wir gute, traditionelle Marken anbieten. Für besondere Musikanlagen und Home-Cinema-Systeme ist Bose nach wie vor eine gefragte Marke. Wie ist die Nachfrage nach DABGeräten? Die Nachfrage nach DAB+-Geräten ist stark gestiegen. Entsprechend haben wir das Sortiment ausgebaut. Die Kunden kennen langsam, aber sicher die DABHome electronics Inside

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Martin Sommers Fachgeschäft in ausgezeichneter Lage lädt mit freundlicher Fassade zum Einkauf ein.

Empfangsmöglichkeiten und schätzen das neue Angebot. Welchen Stellenwert hat der Service? Service und Installationen sind bei uns von jeher ein sehr wichtiger Faktor. Es sind genau diese Leistungen, die uns vom Grossanbieter unterscheiden. Mehrraumanlagen und Heimvernetzungen (Licht, Storen, Internet usw.) haben in letzter Zeit stark zugenommen. Wir betreuen verschiedene Hotels und öffentliche Institutionen in der Region. Dies hat uns hier einen guten Ruf eingebracht. Wie handhaben Sie den Lieferservice? Wir haben schon vor einiger Zeit die sogenannten Ladenpreise eingeführt. Für Lieferung, Einstellung der Geräte und kleine Montagen verrechnen wir eine Pauschale. Weiterreichende Dienstleistungen werden in Rechnung gestellt. Damit fahren wir gut und die Kunden sind zufrieden. Wie sehen Sie die Zukunft des Fachgeschäftes? Unsere Hauptanstrengungen müssen wir in die Beratung, die Dienstleistungen und den Service setzen. Obwohl alle Firmen von „Plug and Play“ oder „Simplicity“ sprechen, werden die Anwendun-

gen immer komplexer und für den Endkonsumenten nicht einfacher. Wenn wir es schaffen, uns als kompetentes Fachgeschäft immer weiter zu entwickeln, bin ich überzeugt, auch in den nächsten Jahren existieren zu können. Eminent wichtig wird es sein, unser „Wissen“ zu verkaufen. Mit dem Hardwareverkauf knüpfen wir Kontakte und generieren Aufträge und bleiben so auf dem Markt „sichtbar“. An der Hardware ist nichts mehr viel zu verdienen. Welchen Stellenwert hat die Einkaufsorganisation? Wir sind Mitglied der EP-Organisation. Für uns ist die Einkaufsorganisation sehr wichtig. Lieferantenverhandlungen, gute Einkaufskonditionen, Unterstützung in der Werbung und im Internet, schnelle Lieferbarkeit und anderes mehr sind für uns wichtig. Als Einzelgeschäft kann man diese Arbeiten gar nicht mehr professionell realisieren. �|

Zur Person: Martin Sommer (57) ist radio/ tV-elektroniker, ep-Mitglied und führt das Geschäft in Hünibach (Be) seit 1980. er hat fünf Beschäftigte, davon sind zwei lehrlinge.

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Branche [ IntervIew BHS BInkert ]

In Konzepten denKen // Marco Plüss

Das analoge Zeitalter beim Satellitenfernsehen ist vorbei. Die Wehmut dürfte sich aber in Grenzen halten, verspricht doch das digitale TV ganz andere Möglichkeiten. HE Inside sprach mit Michael Gilgen, Country Manager Schweiz BHS Binkert, über Technologietrends und Potenziale für den Fachhandel.

Eine riesige Programmvielfalt, unendlich viele Zusatzoptionen zum laufenden Programm: Die Industrie wird nicht müde, die Vorteile des digitalen Fernsehens zu preisen. Aber kommen diese Vorteile überhaupt beim Kunden an? Michael Gilgen: Wenn die Frage auf den Entwicklungsstand bei Technologien und Produkten zielt, lässt sich sagen: Es gibt wohl kaum einen Bereich, der für Fachhandel und Endkunde so attraktive und vielseitige Möglichkeiten bietet wie das Digital-TV. Das fängt schon beim Signalempfang an.

eben sonst nichts empfängt. Geht das wirklich nur so? Wie man es auch anders machen kann, zeigt zum Beispiel der Hersteller Selfsat. Da ist die Sat-Antenne keine Riesenschüssel, sondern eine kleinere rechteckige Box, die überall dranpasst und nirgends wirklich auffällt. Technisch bietet sie alles, was man braucht. Eigentlich eine simple Idee – aber offenbar genau das, worauf Handel und Kunden gewartet haben, wie die konstante Nachfrage bei uns als Distributor dieser Produkte zeigt. Das ist ein hervorragender Beleg für die angesprochene notwendige Vielseitigkeit.

Können Sie das an einem Beispiel verdeutlichen? Nehmen wir die „Schüsselwälder“ auf den Balkonen der Innenstädte. Scheusslich anzusehen, aber nötig, weil man

Stichwort Empfang: Im Zuge der digitalen Umstellung hat die Industrie verstärkt das Thema Receiver in den Mittelpunkt gestellt. Wie bewerten Sie dieses Marktsegment?

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Das ist ein sehr zerfasertes Feld. Der klassische Receiver ist ja längst nicht mehr nur zum Signalempfang da. Man zeichnet damit auch Sendungen auf oder setzt das Produkt als Router für Netzwerk und Internet ein. Mit anderen Worten: Der Receiver hat mehr und mehr das Potenzial zur Multimediazentrale für das vernetzte Haus. Man kann aber auch mit einer gewissen Berechtigung sagen: Der klassische Receiver hat eigentlich ausgedient, wenn man nur den Funktionsbereich betrachtet, der die Signale vom TV-Satelliten empfängt. Dazu braucht man heute kein Standalone-Gerät mehr. Es gibt Blu-ray-Recorder mit integriertem Sat-Empfänger und Fernseher mit Triple Tuner, die diese Aufgabe genauso gut übernehmen. Fachhändler sollten sich deshalb sehr genau überlegen, ob sich das Thema Receiver wirklich lohnt und Home electronics Inside

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mit welchem Fokus sie es gegenüber der Kundschaft positionieren wollen. Der generelle massive Preisverfall rund um das digitale Fernsehen ist nicht zu leugnen. Wie kommt der Fachhandel trotzdem gut über die Runden? Der Handel muss mehr in Konzepten denken. Digitales Fernsehen – das ist doch viel, viel mehr als einen Empfänger mit dem Monitor verkabeln. Beim digitalen Fernsehen geht es auch um TopKlangqualität, um Interaktion mit dem Internet, um das Verteilen von Multimedia-Content usw. Für all das gibt es die passende Technologie – die Herausforderung besteht darin, sie kundengerecht zusammenzustellen und überzeugend zu präsentieren. Dann sind die Kunden auch bereit, für mehr Möglichkeiten mehr Geld auszugeben, und der Fachhändler ist von der Preisentwicklung in Einzelbereichen längst nicht mehr so abhängig. Digitales Fernsehen und Heimkino, diese Verknüpfung drängt sich doch geradezu auf. Welche Perspektiven sehen Sie hier? Ja, das stimmt. Digital-TV und Heimkino sind Geschwister par excellence und sollten gerade im Fachhandel noch viel mehr als solche verstanden werden. Beamer, auch für 3D, und Leinwände gibt es inzwischen in hoher Qualität zu erschwinglichen Preisen, ebenso die pas-

senden Audio-Systeme. Warum das alles nicht auch für das „normale“ TV-Erlebnis nutzen? Zudem ist Heimkino als Plattform für intelligentes Cross Selling geradezu perfekt. Ich denke da insbesondere an die Gaming-Welt, denn gerade das macht auf einer grossen Leinwand mit tollem Soundsystem einfach viel mehr Spass. Der „klassische“ Flachbildschirm muss aus diesem Szenario im Übrigen nicht herausfallen. Als Zweitgerät etwa ergeben sich viele Möglichkeiten, zumal auch hier ordentliche Panel-Grössen heute wirklich bezahlbar sind. Wird das alles von einem leistungsstarken Mediaplayer im Netzwerk zusammengehalten, kann man wirklich alle Technologiegrenzen auflösen – und das ist, wie gesagt, nicht so sehr eine Frage des Bezahlbaren, sondern eine Frage der Bereitschaft, überhaupt einmal über den Tellerrand hinauszublicken. Wie ist BHS Binkert im Bereich Digitalfernsehen aufgestellt? Wo liegen die Schwerpunkte? Auch hier haben wir den Grundgedanken konsequent umgesetzt, der sich durch unsere gesamte Firmengeschichte zieht: Ein hochwertiges Händlersortiment zeichnet sich durch optimale Balance zwischen Basisprodukten, Zubehör und Offenheit für verwandte Technologiebereiche aus – und wir wollen dem Händler diese Möglichkeiten eröffnen. Entsprechend ist unser Portfolio in der

Distribution auf die Breite ausgelegt. Unsere Handelspartner finden dort das gesamte Spektrum: am einen Ende die aktuellen TV- und Beamer-Modelle der führenden Hersteller, am anderen das Speichersystem für Multimedia im Heimnetzwerk oder den Multifunktionsschalter für die Hardware. Das alles gehört in unserem Verständnis zwingend zusammen und wird auch gleichberechtigt in unserem Vertrieb betont. �|

Zur Person Michael Gilgen (45) ist bei BHS Binkert AG Country Manager und zuständig für Frankreich, die Schweiz und das Fürstentum Liechtenstein. Gilgen ist verheiratet und Vater von zwei Kindern.

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Bestens im Bild // Marco Plüss

Für den internationalen Foto- und Imaging-Fachhandel ist die photokina die wichtigste Veranstaltung des Jahres. Fachhändler aus aller Welt informieren sich in Köln über Trends der Branche und ordern Produkte für die umsatzstarke Zeit im Herbst und Winter.

V

om 18. bis zum 23. September treffen sich in Köln wiederum das internationale Fachpublikum und die Fachhändler zur 32. photokina. „Schon jetzt haben sich nahezu alle grossen Imagingunternehmen angemeldet – von Canon, Epson, Sigma und Leica über Samsung, Sony, Nikon und Panasonic bis zu Olympus und Zeiss“, so Markus Oster, Geschäftsbereichsleiter Messemanagement der Koelnmesse GmbH. Insgesamt seien bereits über 90 Prozent der Fläche verkauft. Das lässt die Veranstalter wieder mit über 1200 Anbietern aus mehr als 40 Ländern rechnen. Die Angebotsbereiche sollen sich wie gewohnt auf die folgenden Hallen verteilen: Bildaufnahme, Equipment,

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Zubehör und Bildspeicherung in den Hallen 2, 3, 4.2, 5 und 9. In der Halle 6 findet man die Unternehmen des Segments „Image Output und Services“. Das Thema Bildbearbeitung wird seinen Schwerpunkt in der Halle 4.1 haben.

TrendThemen Zu den Trendthemen gehören das Filmen mit Fotokameras und die Fotografie mit Mobiltelefonen bzw. Smartphones. Beiden Segmenten widmet die photokina 2012 zwei grosse Sonderflächen, auf denen die Fachbesucher sich über die beiden Techniktrends informieren können. Marktbeobachtungen belegen, dass die überwiegende Anzahl verkaufter Kame-

ras in der Lage ist, in HD-Qualität Filmsequenzen aufzuzeichnen. Das gilt insbesondere für Spiegelreflex- und Systemkameras. So halten bereits jetzt 9 Prozent der Profifotografen die Moviefunktion für unverzichtbar, über 50 Prozent halten sie für sinnvoll und für drei Viertel der professionellen Fotografen ist sie relevant. Die wachsende Bedeutung des Filmens mit DSLR- und Systemkameras nimmt die photokina 2012 zum Anlass, in der Halle 4.1 unter der Überschrift „shoot movie“ diesem Segment eine Aktionsfläche zu widmen, auf der sich die Anbieter optimal dem Fachpublikum präsentieren können. Im Fokus steht insbesondere der Profianwender, für den das Filmen mit Home electronics Inside

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Branche [ PHOTOKINA ]

Besucher können sich an der photokina über Trends informieren.

DSLR- und/oder Systemkameras mehr und mehr zur Notwendigkeit wird. Ergänzt wird die Präsentation durch ein thematisch auf die Bedürfnisse des Imagingprofis zugeschnittenes Bühnenprogramm aus Diskussionen, Vorträgen und Workshops, die sich unter anderem der Frage widmen, was der Profi heute noch leisten kann und muss, um Kunden zu gewinnen.

MOBILE IMAGING Die Fotografie mit Mobiltelefonen und Smartphones ist Thema in der Halle 5.2. Dieses Segment hat sich, gestützt durch den Siegeszug von iPhone & Co. auf breiter Front durchgesetzt und zählt heute zu einem nicht zu unterschätzenden Segment der Fotografie. Experten gehen davon aus, dass 2012 weltweit rund 700 Millionen Smartphones verkauft werden. Jedes dritte in Europa verkaufte Mobiltelefon ist mittlerweile ein Smartphone. Und mit diesen mobilen Endgeräten wer-

den auch viele Fotos geschossen. So stieg der Anteil von Bildern, die mit Smartphones aufgenommen wurden, in den USA im Jahr 2011 von 17 Prozent auf 27 Prozent an. Hersteller von Smartphones sollen sich auf der photokina-Aktionsfläche daher ebenso präsentieren können wie Netzanbieter und App-Hersteller. Ein angeschlossenes Forum sorgt dafür, dass auch spannende Hintergrundinfos nicht zu kurz kommen. Neben der Frage, was Smartphones leisten können, wurde in dem Forum auch darüber diskutiert, ob fotofähige Mobiltelefone so leistungsstark sind wie Kompaktkameras und ob sie die Kompaktkameraklasse irgendwann ersetzen werden.

FÜR FACHHÄNDLER Am ersten Messetag (18. 9.) diskutieren Vertreter des Handels im Rahmen eines Expertenpanels über die Zukunft des Foto- und Imaging-Fachhandels. Als Teil-

nehmer sind unter anderem Vertreter von Ringfoto und Amazon eingeladen. Information pur bieten zudem traditionell die GfK Market Briefings: Basis- und Hintergrunddaten und detaillierte Markt- und Produktgruppenstudien über verschiedene Wirtschaftsräume von Westeuropa über Südostasien und die USA bis Osteuropa. Sie machen die Veranstaltung von GfK Marketing Services und der Prophoto GmbH zu einem unerlässlichen Pflichttermin für Händler. |

photokina world of imaging Datum: 18. – 23. September 2012 Ort: Köln Öffnungszeiten: 10.00 bis 18.00 Uhr www.photokina.de

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Wirtschaft [ Swico ]

Von EnErgiE, rEchEnzEntrEn und namEn // SWICO und Angela Cadruvi

An der GV 2012 des SWICO wurde diskutiert, was auch die ICT-Industrie aktuell beschäftigt: Entscheidungsträger, Cloud-Computing und die Energiewende. Der grosse Saal im Zürcher „Kaufleuten“ war gut besetzt an der Swico-Generalversammlung vom 8. Mai 2012. Auf dem Programm standen: wahl des Swico-Vorstandes, Referat von walter Steinmann, Direktor des Bundesamtes für Energie – und ein Blick in die Zukunft vom Swico-Präsidenten Andreas Knöpfli. Ohne ICT geht gar nichts walter Steinmann, Direktor des BFE, hatte die volle Aufmerksamkeit des Publikums, als er zum Keynote-Referat der Swico-GV 2012 ansetzte. Mit Zahlen, Argumenten, Gesten und spürbarem Engagement zeigte Steinmann in kurzer Zeit den Zusammenhang auf zwischen der Energiewende und der icT-industrie. Sein Fazit: ohne icT-industrie ist die Energiewende nicht zu schaffen. walter Steinmann plädierte dafür, dass die icT-industrie ihren Beitrag zur Reduktion des Energieverbrauchs und zur Steigerung der Energieeffizienz leisten soll. Es gehe nicht darum, dass zum Beispiel Rechenzentren nicht mehr in der Schweiz stehen dürften, weil sie viel Strom brauchen. Aber sie sollten so energieeffizient wie möglich arbeiten. Neue IG geplant Der Swico will das Geschäft mit den Rechenzentren stärken. Andreas Knöpfli verkündete an der GV, dass eine interessengemeinschaft für co-Location-Anbieter geplant sei. Der Swico habe als wirt-

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schaftsverband der digitalen Schweiz erkannt, dass Rechenzentren für cloud-Anwendungen unerlässlich seien. Und er sehe es als seine Aufgabe, sich dafür starkzumachen – als Vertreter seiner Mitglieder und der icT-industrie. Bestätigt und verstärkt Die Mitglieder des Swico haben an ihrer GV im Rahmen der statutarischen Geschäfte auch die Gremien neu bestellt. Einstimmig wiedergewählt wurden die erneut kandidierenden bisherigen Vorstandsmitglieder unter der Leitung von Präsident Andreas Knöpfli. Neu im Führungsgremium sind: Urs Fischer, Panasonic, Ruedi wipf, AdNovum, und Marco Dottarelli, Equinix.

W. Steinmann gratuliert dem SWICO zu seinen Aktivitäten im Bereich Energie und Recycling. Sie seien für andere Branchen ein Vorbild und für die Energiewende von grosser Bedeutung.


Wirtschaft [ CE-AkAdEmIE ]

Hören, Sagen, SeHen // Marco Plüss

Weiterbildung und Information sind heute nötiger denn je, um im Geschäft erfolgreich zu sein. Auch dieses Jahr bietet die CE-Akademie wiederum ein interessantes Programm an, das Wissen und Benefits für den Berufsalltag bietet.

D

ie Ein-Tages-Veranstaltung CE-Akademie findet als Schulungsplattform für branchenbezogene und technische Weiterbildung bei Fachhändlern Anklang. Der Fachmann und die Fachfrau erhalten am 20. August im Armee-Ausbildungszentrum Luzern ein gutes Stück Weiterbildung und Basiswissen für den Geschäftsalltag. Dabei sollen Anregungen für das eigene Geschäft in der Diskussion mit Gleichgesinnten genauso wenig fehlen wie auch neueste Informationen über die aktuellsten Entwicklungen in der CE-Branche. Fachhändler erfahren dabei, wie sie mittels Beherrschung der Basistechnik zu kundenorientierten Mehrverkäufen kommen.

Programm Die Themen versprechen einiges: Sie reichen von „HD beim Fernsehen, DAB+ beim Radio: Wie geht es weiter?“ über „HiFi im Wandel der Zeit“ sowie „MultiHome electronics Inside

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media-Vernetzung heute und morgen“ und „Das richtige Signal für jedes Bedürfnis“ bis zu „Smart TV: 2012“. Für die einzelnen Seminare sind keine Platzreservationen möglich.

Handel Heute Für Sie interessante Informationen bietet sicher auch der folgende Workshop „Wie viel Handel braucht die Schweiz?“. GfKExperte Luca Giuriato und Branchenkenner Ruedi Haeny geben in ihrem Workshop Hinweise zu den jüngsten sowie noch zu erwartenden Entwicklungen in der Handelslandschaft und Tipps zur Entwicklung und Umsetzung erfolgreicher Strategien. Denn heute stehen Fachhandelsgeschäfte vor ständig wachsenden neuen Herausforderungen: Internet- handel, Ketten- und Grossflächengeschäfte nehmen sich ein immer grösseres Stück vom Kuchen und die Ansprüche und das Verhalten der Kunden ändern

sich laufend. Zudem stehen zusehends andere Produkte und Dienstleistungen als bisher im Zentrum der Nachfrage. �|

Facts & Figures CE-Akademie: montag, 20. August 2012 Programm: ab 8.30 bis 17.15 Uhr Ort: AAL, Armee-Ausbildungszentrum Luzern Kosten: Fr. 165.– pro Person inkl. 8% mwSt Anmeldung: online oder per Anmeldekarte Achtung: keine Tageskasse, Voranmeldung erforderlich! Teilnehmerzahl beschränkt www.ce-akademie.ch

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Wirtschaft [ NachrIchteN ]

KURZ NotieRt Mehrwertsteuer in europa steigt Die europäische Schuldenkrise schlägt sich in steigenden Mehrwertsteuersätzen nieder. Wie die Statistikbehörde eurostat errechnet hat, beträgt der durchschnittliche Standardsatz im Jahr 2012 in der eU 21 Prozent. Im Jahr 2000 waren es noch 19,2 Prozent gewesen. Spitzenreiter ist Ungarn mit einem aktuellen Mehrwertsteuersatz von 27 Prozent. Platz zwei teilen sich Schweden und Dänemark mit einem Satz von 25 Prozent. am ende der rangliste liegt Luxemburg mit 15 Prozent. In der Schweiz wurde der MwStNormalsatz am 1. Januar 2011 für sieben Jahre von 7,6 auf 8 Prozent angehoben. www.ec.europa.eu/eurostat

optiMistische schweizer FinanzcheFs In der Schweiz tätige Finanzchefs beurteilen die Wirtschaftslage und die Leistung ihres Unternehmens viel optimistischer als ihre Kollegen in anderen europäischen Ländern. Das hat eine Studie von Michael Page International ergeben. 84 Prozent der 200 teilnehmenden Schweizer Finanzchefs sehen die momentane Wirtschaftslage als „zufriedenstellend“ bis „hervorragend“ an. Nur 16 Prozent beurteilen die Konjunkturaussichten als „schlecht“. In anderen europäischen Ländern hingegen bewerten 50 Prozent der Finanzchefs die Konjunkturaussichten für ihr Land als „schlecht“. www.michaelpage.ch

Home Office

HeimaRbeit WiRd NocH ZU WeNig geNUtZt in der schweiz besteht ein grosses potenzial für regelmässige heimarbeit – auch in der wissensintensiven elektronikbranche. genutzt wird diese Möglichkeit aber eher selten.

Wenn ein Fünftel der Schweizer Wissensarbeiter einen tag pro Woche zu hause arbeiten würde, nähme der Pendlerverkehr um 450 000 Personen pro Woche ab. auch auf die arbeitsleistung der Mitarbeiter würde sich ein home-Office-tag positiv auswirken, heisst es in einer Studie der eth Zürich und der hochschule für angewandte Psychologie FhNW. 69 Prozent der Befragten, die bis zu zwei tage pro Woche zu hause arbeiten, fühlen sich im „Büro zu hause“ produktiver. 78 Prozent schätzen,

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www.economiesuisse.ch

Personenfreizügigkeit

KeiNe eRosioN deR LöHNe

zwei Drittel würDen Mehr zahlen Von rund 1000 befragten Schweizern würden 66 Prozent höhere Beiträge in ihre Pensionskasse einzahlen, um ihre künftige rentenhöhe zu erhalten. Das zeigt eine Umfrage des Marktforschungsinstituts transferPlus. Der Befragung lag die annahme zugrunde, dass die Lebenserwartung weiter zunimmt und sich die altersvorsorge verteuert. Nur 28 Prozent der Befragten würden die Beitragshöhe beibehalten und dafür kleinere Pensionskassenrenten in Kauf nehmen. Das Fazit der Umfrage: aus Sicht der Schweizer Versicherten steht für die Zukunft das Sichern der renten im Vordergrund. www.schweizerpersonalvorsorge.ch

dass sie ungestört arbeiten können. Ganze 88,5 Prozent nennen die wegfallende reisezeit als Vorteil. ein home-Office-tag wirkt sich aber nicht nur auf die Mitarbeiter positiv aus. eine Untersuchung von hSGProfessor Oliver Gassmann zeigt, dass durch geteilte arbeitsplätze massiv Kosten eingespart werden können. Geht man von einer durchschnittlichen Kostenbasis von 20 000 Franken pro arbeitsplatz aus, könnten bei einem wöchentlichen home-Office-tag pro arbeitsplatz jede Woche 20 Prozent gespart werden. Wie viele Unternehmen bereits heimarbeit ermöglichen, ist nicht bekannt. „es fehlt an Zahlenmaterial, was die argumentation für diese arbeitsform erschwert“, schreibt economiesuisse. Der Wirtschaftsdachverband rät Schweizer Firmen, möglichst systematisch homeOffice-tage einzuführen. VaLeSKa BLaNK

Das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) hat über die erfahrungen aus den ersten zehn Jahren Personenfreizügigkeit Bilanz gezogen. Das Fazit: Negative auswirkungen auf die Schweizer arbeitnehmenden seien „eng begrenzt“ geblieben. Vor allem eine erosion tiefer Löhne habe nicht stattgefunden, schreibt das Seco: „Die Lohnstruktur in der Schweiz blieb in den Jahren seit Inkrafttreten des Freizügigkeitsabkommens erstaunlich stabil.“ Das Seco räumt aber ein, dass die Öffnung die allgemeine

Lohnentwicklung leicht gebremst haben könnte. auch gebe es in gewissen Branchen anzeichen, dass die einstiegslöhne in den Jahren nach Inkrafttreten des Freizügigkeitsabkommens unter Druck gekommen sein könnten. Diesen Vermutungen will das Seco in einer Studie vertieft nachgehen. In einer separaten Studie will es zudem prüfen, ob gewisse Gruppen durch Zuwanderer vom arbeitsmarkt verdrängt wurden. Im Jahr 2011 wanderten netto 78 500 ausländerinnen und ausländer in die Schweiz ein. Zwei Drittel davon waren Bürgerinnen und Bürger der eU27/efta-Staaten. Insgesamt fällt die Seco-Beurteilung der Personenfreizügigkeit positiv aus: Die Unternehmen hätten stark davon profitiert, Fachkräfte aus dem ausland rekrutieren zu können. VaLeSKa BLaNK www.seco.ch Home electronics Inside

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Wirtschaft [GASTEINERS duRchblIck]

Albrecht Gasteiner ist Chef des firmenneutralen Informationsdienstes HDTV-Forum Schweiz.

Programm-Tsunami // Albrecht Gasteiner

Via Kabel kann man heute zwischen 50 und 150 verschiedene Fernsehsender empfangen. Doch schon bald werden es Tausende sein.

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ine riesige Menge an Fernsehstationen steht einem schon heute zur Verfügung. Mit einer grossen Satellitenschüssel und vier, fünf LNB holt man sich ohne grosse Mühe gut dreitausend Sender in bester Qualität ins Haus. Doch der infantile Stolz über „Ich habe mehr als mein Nachbar“ macht bald ärgerlicher Ernüchterung Platz. Denn man verplempert Ewigkeiten damit, auch nur die zahllosen unsäglichen Stöhnsender zu löschen, man muss sich mit den verschiedensten Verschlüsselungen herumplagen und immer wieder ist man mit Frequenzwechseln konfrontiert, die einem die mühsam errichtete Ordnung über den Haufen werfen. Trotzdem gibt es Leute, die noch mehr Sender wollen. Viel mehr, am besten gleich alles, was die grosse weite Welt so zu bieten hat. Nun soll hier nicht über die Notwendigkeit einer grenzenlosen Globalisierung des Fernsehens diskutiert werden, Tatsache ist aber: Es geht. Das hat mit dem Verschmelzen von Heimelektronik und Computertechnik zu tun. Moderne SmartFernseher verbindet man ja nicht nur mit dem Antennensignal, sondern auch mit dem Internet. Damit steht nun plötzlich alles, was es irgendwo auf der Welt an Fernsehen im Netz gibt, auf dem Grossbildschirm im heimischen Wohnzimmer zur Verfügung. Und das gilt beileibe nicht nur für Youtube, sondern ebenso für die Archivbestände vieler Sender und auch für ihre LiveProgramme, sofern sie diese auch im Internet anbieten. Freilich, es gibt allerhand Einschränkungen urheberrechtlicher Art. So wird ein Sender aus Simbabwe einen in Hollywood eingekauften Spielfilm kaum über die ganze Welt verbreiten, wenn er die Ausstrahlungsrechte nur für sein Land erworben hat. Aber seine afrikanischen Eigenproduktionen wird er gerne und mit Stolz herumzeigen. Auf diese Weise kann man also viel über fremde Länder lernen, über deren Sitten, Gebräuche, Aktualitäten und Kulturen. Eine andere Einschränkung bezieht sich auf die Bildqualität. Die bewegt sich im Internet heute bekanntermassen irgendwo Home electronics Inside

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zwischen jämmerlich und grauenhaft. Aber das wird nicht so bleiben. Parallel zur zunehmenden Verbreitung wirklich schneller Internetverbindungen werden die Datenraten der Angebote steigen und es ist heute schon klar, dass Fernsehen übers Internet eines Tages dieselbe HD-Bildqualität erreichen wird wie über die klassischen Verbreitungswege.

Wie schafft man den Überblick ? Da stellt sich dann die Frage, wie man mit dieser ungeheuerlichen Menge an Angeboten umgehen soll, um im Tsunami an Fernsehprogrammen nicht unterzugehen. Die Antwort kommt aus der Computerecke: Statt wie bisher passiv im EPG nachzusehen, was dieser oder jener Sender heute Abend im Programm hat, wird man seine Vorlieben und Interessen aktiv in eine Suchmaschine eintippen. Lieblingsschauspieler, bevorzugte Sportarten, Sprache, Produktionsjahr, Tonformat – was auch immer. Die Suchmaschine macht Vorschläge, die diesen Kriterien entsprechen, und da kann es dann durchaus vorkommen, dass man am Abend eine aktuelle Dokumentation aus Peru, Vietnam oder Neuseeland auf dem Schirm hat. Und das Beste: Damit einem nicht dauernd Massen von nervtötendem Schrott aufgedrängt werden, kann man auch bestimmen, mit was für Themen man bitte schön nicht belästigt werden möchte. All dies erweitert die Informationsmöglichkeiten und es macht den Zuschauer weitgehend unabhängig von vorgegebenen Ausstrahlungszeiten. Weil alles irgendwo gespeichert ist, kann er es abrufen, wann und wo er gerade Zeit und Lust hat. Klar, dass damit die Grenzen zwischen klassischem Fernsehen und Video-on-Demand verschwimmen. Doch eines wird bleiben: das unvergleichliche Gefühl, bei einer spannenden Direktübertragung gemeinsam mit Abertausenden Gleichgesinnter unwiederholbare Momente mitzuerleben. Wo Konserven dominieren, wird Frischgemachtes umso wertvoller. �|

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Know-how [ zeItversetztes Fernsehen ]

Kein Tor verpassen // Kurt Haupt

Fussball-EM, Olympische Spiele – im Juni und Juli werden viele sportliche Höhepunkte am Fernseher zu sehen sein. Wir erklären Ihnen, wie Sie laue Sommerabende im Freien geniessen und dann die Sportereignisse des Tages am Fernseher nachträglich verfolgen können.

R

evolution ist angesagt. Immer mehr Fernsehzuschauer rebellieren gegen das Zeitdiktat der TV-Sender. Die Revoluzzer pfeifen auf 10 vor 10, ProgrammHeftli und Live-Übertragungen und gestalten stattdessen ihren Feierabend nach ihren persönlichen Bedürfnissen. Mit sogenanntem zeitversetztem Fernsehen lassen sie sich dann unterhalten und informieren, wann sie Lust und Zeit haben oder wenn das Wetter passt. Solch zeitversetztes Fernsehen gibt es seit der Erfindung des Kassetten-Videore-

korders. Die heutigen Alternativen sind aber ungleich komfortabler und einfacher. Moderne Festplattenrekorder befreien von der Fummelei mit Kassetten, und bei modernen TV-Empfangs-Boxen ist der Rekorder schon eingebaut.

AnAlog: weder tot noch doof Wer sein Fernsehprogramm aus einer analogen Antennendose empfängt, kann dieses billig und einfach mit herkömmlichen Video rekordern aufzeichnen. Denn

weder die Verschlüsselung noch allfällige Bandbreitenprobleme ärgern. Man kann beliebig viele Fernseher und Rekorder an eine Dose anschliessen und gleichzeitig durch alle Sender zappen und nach Herzenslust aufnehmen. Antiquiert sind allerdings Rekorder mit üblichen VHS-Kassetten. Ihre schlechte Qualität nervt genauso wie die beschränkte Kapazität oder die minutenlange Spulerei vor dem Abspielen. Eine komfortablere Alternative sind analoge Festplattenrekorder. Praktisch sind auch Kombigeräte aus Abspieler für die modernen Blu-ray-Discs (BD) und Festplattenrekorder. Bei der Anschaffung muss man aber sicherstellen, dass diese auch das Analogsignal des Kabelversorgers aufzeichnen können. Zukunftssicher sind Rekorder, die neben analogen auch digitale Signale über Kabel (DVB-C) aufnehmen können.

AufnAhmeboxen der tV-Anbieter Wer an seinem Fernseher perfekte Bildqualität und HD-Auflösung will, benötigt allerdings ein digitales Fernseh- signal. Dieses kommt in der Praxis meist von einem kabelgebundenen Versorger wie UPC Cablecom, Swisscom, Sunrise oder einem lokalen Anbieter. Die Fernsehversorger verkaufen ihr Angebot mit einer Empfangsbox, die Sendungen auf eine inte g rierte Festplatte aufnehmen kann. Diese Box ersetzt also den bisherigen Videorekorder und speichert bis zu 150 Stunden Unterhaltung. Zum Teil können die Boxen aber nicht mehrere Sendungen gleichzeitig aufnehmen. Werden also Fussball und Krimi parallel Home electronics Inside

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Sunrise TV zeichnet automatisch 40 Sender während der vergangenen 28 Stunden komplett auf. Am TV dreht man dann einfach „die Zeit zurück“, um Verpasstes zu sehen.

gesendet, während man die Gartenbeiz besuchen will, muss man sich vorher entscheiden.

Der Fernseher als ViDeorekorDer

bei ihrem TV-Angebot eingeführt und bezeichnet es als „Comeback TV“. Der TV-Versorger nimmt dazu 40 Sender auf seinem Server kontinuierlich auf. Die Kunden können am Fern seher jederzeit das laufende Programm um 28 Stunden zurückspulen und ansehen, die Videodaten werden dabei direkt von Sunrise angeliefert. Im Alltag erlöst Recall-TV den Fernsehzuschauer am einfachsten und ohne Nerverei vom Zeitdiktat. Vor allem in sportintensiven Zeiten wie während Olympischer Spiele und der Fussball-EM kann man so jederzeit jene Inhalte geniessen, die einen interessieren.

Oft kann man sogar den Fernseher in einen Videorekorder verwandeln: Moderne Smart TV haben Empfänger für verschiedene Empfangstechniken (DVB-T, Kabel, Satellit) eingebaut und werden durch Anschluss einer USB-Festplatte zum Personal Video Recorder (PVR). Die Aufnahme lässt sich dann bequem in der digitalen Programmzeitschrift am Fernseher programmieren. Das Team aus Kabelempfänger (DVBC) und CI-Plus-Steckkartenplatz für die meDiatheken auF smart tV Decoderkarte ersetzt die Empfangsbox Eine andere Möglichkeit, Verpasstes zu von UPC Cablecom und anderen Kabel- sehen, bieten die Mediatheken der Fernanbietern. Der Fernseher legt seine Auf- sehanstalten. Von ARD über SRF bis nahme direkt auf der USB-Festplatte ab. ZDF bieten die Sender ihre Archive im Bei der CI-Plus-Verschlüsselung kann die Internet an. Sie lassen sich an jedem PC Aufnahmefunktion aber für einzelne direkt im Browser nutzen. Vor allem selSender oder Sendungen gesperrt wer- ber produzierte Sendungen lassen sich den. Wer einen Kabelversorger ohne teilweise Monate später nochmals abruVerschlüsselung (Quickline-Verbund) fen und in mässiger Qualität betrachten. hat, kann ohne Restriktionen mit dem Wer einen modernen Smart TV mit Fernsehgerät aufnehmen. Internetanschluss hat, kann sich direkt am Fernseher mit Aufzeichnungen aus selber auFnehmen dem Internet beliefern lassen. Spezielle war gestern Programme auf den Fernsehgeräten In der Hektik des Alltags nützt aber die (Apps) machen den direkten Zugriff auf beste Aufnahmefunktion nichts, wenn die Mediatheken möglich. Je nach Fernman sie nicht korrekt programmiert. Fer- sehmarke sind Einfachheit und Breite ner erfährt man oft erst nachträglich, des Angebots der Mediatheken unterwelchen tollen Film oder welches ausser- schiedlich. Leider ist noch auf keinem gewöhnliche Fussballspiel man gestern Smart TV die Mediathek des Schweizer verpasst hat. Aus diesem Dilemma erlöst Fernsehens verfügbar. Lediglich Besitzer sogenanntes Recall-TV. Sunrise hat die einer Cablecom-Box können auf die Funktion als Vorreiterin in der Schweiz Schweizer Inhalte zugreifen. Home electronics Inside

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Die Mediatheken-Funktion lässt sich auch an älteren Fernsehgeräten für wenig Geld nachrüsten. Dazu wird eine Mediabox mit Internetanschluss – vorzugsweise an den HDMI-Eingang des Fernsehers – angeschlossen. Mit der rund 200 Franken teuren Box von Videoweb kann man auf Dutzende Mediatheken zugreifen. Bekannt sind u. a. Boxee oder Produkte wie Western Digital TV und Lacie LaCinema.

notnagel Für PC unD tablet Das umfangreichste und günstigste Livefernsehen mit Recall-TV bietet der Schweizer Internetdienst Zattoo. Er lässt sich auf PC, Notebooks und Tablets nutzen. Zattoo liefert über 100 Fernsehsender als Live-Stream und zeichnet diese komplett während 30 Tagen auf. Man kann also nicht nur wie bei Swisscom und Sunrise gut einen Tag, sondern einen ganzen Monat in der Zeit zurückspringen. Allerdings ist bei Zattoo die Qualität der Aufzeichnungen deutlich schlechter als bei den Konkurrenten. Beim Live-TV bietet Zattoo auf Windows- und Mac-Rechnern für sieben Sender (SF 1, SF 2, ARD, ZDF, Arte, RTS 1 und RTS 2) sogar eine sehr gute HD-Qualität. Die dazu nötige Bandbreite von 3 bis 5 Megabit pro Sekunde setzt allerdings ein WLAN mit guter Internetanbindung voraus. Die HDSender werden aber nicht aufgezeichnet. Die meisten Funktionen von Zattoo sind kostenlos, will man es werbefrei, kostet es 6.60 Franken pro Monat oder 45 Franken jährlich. Die Lösung ist der perfekte Live-Sport-Versorger in der Kaffeepause im Büro und ermöglicht es auch nach drei Wochen Ferien, den Anschluss an seine Lieblingsserie wiederzufinden. �|

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Know-how [ Vernetzung ]

Dank schwenkbarem Rahmen kann das Heimkino auch vom Esstisch aus genossen werden.

Perfekt wie ein Schweizer Uhrwerk // Karin Meier

Zeitgemäss und chic sollte ihr Apartment in La Chaux-de-Fonds werden, so der Anspruch des Bauherrenpaares. Vom Design bis zur Vernetzung bedeutete dies ausgeklügelte Lösungen, die bis in die Details stimmen.

I

n der in der Altstadt von La Chaux-deFonds gelegenen Wohnung präsentiert sich ein opulentes Reich aus dunklen, warmen Tönen – ganz klar ein Werk von Profis. Und nicht bloss irgendwelchen: Kein Geringerer als der in der gesamten Romandie bekannte Innenarchitekt und Innendekorateur Philip Pelletier hat hier Hand angelegt. Weil die Nettowohnfläche mit 95 Quadratmetern knapp bemessen ist, waren intelligente, Platz sparende Lösungen gefragt, auch beim Heimkino im offenen Wohn- und Essbereich. Ein Gerät für gleich zwei Wohnbereiche, und das mit möglichst vielen verborgenen Komponenten, so könnte man das Kon-

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zept auf den Punkt bringen. Um diesen Ansprüchen gerecht werden zu können, hat Didier Hirschy von Fischer Hifi Concept SA keine Mühen gescheut: An der Wand, welche die Küchenfront gegen den Wohnbereich hin abschliesst, befindet sich ein 14-Zoll-LED-Screen (UE-46D6780 von Samsung), der in einen eigens angefertigten, um 90 Grad schwenkbaren Rahmen eingefügt ist. Die Möglichkeit, den Screen sozusagen auszuklappen, ermöglicht es dem Bauherrenpaar, nicht nur vom Sitzarrangement mit Sofa, sondern auch vom Esstisch aus fernzusehen. Bezogen ist diese mit Klavierscharnieren befestigte Massanfertigung mit einem

Akustikstoff, wie er für Akustikwände und -decken verwendet wird. In seinem Innern verbirgt er drei von insgesamt fünf Lautsprechern, die ihren Klang somit unsichtbar abgeben können. Die übrigen beiden Surround-Lautsprecher sind dis-

Der ausführliche Objektbericht ist im electronicsHOMeFachbuch 2012 nachzulesen. erhältlich beim Verlag Homeelectronics, p.a.media ag, Hottingerstrasse 12, 8032 zürich; verlag@home-electronics.ch.

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kret an der Wand im Wohnbereich befestigt. Der Subwoofer T-2 ist sogar vollständig in eine Wand eingelassen und optisch kaum erkennbar. Zusammen mit den fünf Lautsprechern bildet er das auf Flachbildfernseher ausgerichtete SurroundSound-System T105 des englischen Lautsprecherherstellers KEF. Die weiteren Bestandteile des Heimkinos sind in Wandfächern unterhalb des Screen-Rahmens sogar vollständig verborgen.

Dezent im Hintergrund hält sich auch das Multi-Room-Musiksystem Sonos mit den gut verborgenen Zonenplayern 120 und 90. Bei den flächenbündig in die Decke integrierten Lautsprechern fiel die Wahl auf ein Modell der Firma Sonance. Pelletier sorgte dafür, dass die Lüftung im Bad, die ebenfalls in die Decke eingebaut wurde, gleich aussieht wie die Lautsprecher. Und zwar genau gleich, wurde für ihre Abdeckung doch ein Lautsprechergitter

verwendet. Im Schlafzimmer hingegen, wo sich ein zweites Fernsehgerät befindet, kamen die beiden Modelle T301 der Firma KEF zum Zug. Fazit: Ein sehr sorgfältig geplanter und ausgeführter Umbau, bei dem jedes Detail stimmt – in La Chaux-de-Fonds sind ganz offenkundig nicht nur die Uhren präzise ausgearbeitet. Kein Wunder, strahlt die Bauherrin angesichts des überaus gelungenen Resultats. �|

„UNSERE KUNDEN ERWARtEN PRäZISIoN“ Didier Hirschy, Gründer und Geschäftsführer der Neuenburger Firma Fischer Hifi Concept SA, spricht im Interview über die Entwicklung des schwenkbaren Rahmens für den Screen des Heimkinos und verrät, was die Kundschaft aus der Uhrmacherstadt so einzigartig macht. Herr Hirschy, wie ist die Zusammenarbeit mit dem für den Umbau verantwortlichen Innenarchitekten und -dekorateur Philip Pelletier entstanden? Als ich vor fünf, sechs Jahren einen Kunden betreute, für den Philip Pelletier die Inneneinrichtung konzipierte, lernten wir uns erstmals persönlich kennen. Voneinander gehört hatten wir jedoch schon vorher, da wir im gleichen Marktsegment tätig sind. Wie viele Projekte haben Sie unterdessen gemeinsam realisiert? Das dürften insgesamt um die 20 Häuser und Wohnungen sein, bei denen wir gemeinsam tätig waren. Dabei war es in der Regel so, dass der Kunde sowohl Philip Pelletier wie auch mich einzeln beauftragt hat, sodass ich mich eigentlich nicht mit ihm hätte absprechen müssen. Wenn ich aber weiss, dass Pelletier mit im Boot ist, konsultiere ich ihn jeweils für meine Anwendungen. Bei fünf Projekten hingegen war Pelletier für den gesamten Innenausbau verantwortlich und ich realisierte die Heimkino- oder Audio-Lösungen direkt für ihn. Wie lange dauerte es, bis Sie das Konzept für den schwenkbaren Home electronics Inside

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Rahmen des Screens ausgearbeitet hatten? Die Besprechungen mit Herrn Pelletier dauerten insgesamt etwa zwei Stunden, danach folgte eine gute Stunde Recherche im Internet, bis ich sah, wie man den Rahmen ausstatten musste. Mit dem Schreiner David Walzer benötigte ich daraufhin drei Sitzungen. Mitgewirkt bei der Realisation dieses Rahmens hat ferner eine Firma, die auf Akustikdecken spezialisiert ist und die den Rahmen mit Akustikstoff bezog. Wie viele optionen prüften Sie als Standort für den Screen bei diesem Heimkino? Auf den leeren Grundrissplänen sah ich drei bis vier Möglichkeiten für eine Platzierung des Screens. Als mir Pelletier sein Inneneinrichtungskonzept vorlegte, bei der die Möblierung eingezeichnet war, erkannte ich sofort, dass der Screen nur an seinem jetzigen Standort montiert werden konnte. Wie bezeichnend ist eine derart ausgefeilte Lösung für die Klientel in La Chaux-de-Fonds? Sie ist sehr typisch! La Chaux-de-Fonds ist die Stadt der Uhrmacher. Meine Kunden von dort sind es gewohnt, im Mikro- bereich hochpräzis zu arbeiten, und erkennen jede Asymmetrie auf den ersten Blick. Wollen sie ein Heimkino oder eine Multiroom-Audioanlage, dann erwarten sie dieselbe Präzision, die sie selbst an den Tag legen. Das ist einerseits sehr herausfordernd, andererseits überaus spannend, weil immer wieder einzigartige Lösungen zustande kommen. �|

Von aussen weist am Mehrfamilienhaus in der Altstadt von La Chaux-de-Fonds nichts auf den luxuriösen Innenausbau hin.

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Know-how [ Vernetzung ]

Clever vernetzt – nur wie? // Stefan Kühnis

Der Wunsch ist schnell formuliert: Zu Hause sollen alle PC, Laptops, Ein- und Ausgabegeräte, aber auch TV, Blu-ray-Player und Sat-Receiver untereinander vernetzt sein. Doch guter Rat ist teuer. Neben einer exakten Bedarfsanalyse braucht es kompetente Beratung und die richtige Technik.

W

er ein cleveres Heimnetzwerk mit optimal passenden und geeigneten Produkten sucht, muss sich vorab diverse Fragen stellen. „Es gilt heraus- zufinden, was der Kunde im Speziellen genau wünscht“, erklärt Roman Zellner. Er ist Sales Manager beim Netzwerkspezialisten Netgear und kennt die breite Auswahl an entsprechenden Produkten und Ansätzen genau. Für Zellner stellen sich zentrale Fragen (siehe Kasten). Sind diese Details geklärt, lässt sich die Palette an Empfehlungen bereits etwas einschränken.

EinstEigErlösungEn Das Herz eines Netzwerkes ist der Router. „Für niedrige Anforderungen würde ich einen 300 MBit/s schnellen Router vorschlagen“, sagt Zellner, „diese Produkte sind heute ungefähr gleich teuer wie ein 150-MBit/s-Router, leisten aber doppelt so viel.“ Für eine etwas bessere Performance und grössere Reichweite eignet

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sich ein Gerät, das auf zwei Frequenzen (Dualband) sendet. „Wenn der Nachbar die gleiche Frequenz belegt, können solche Router für wichtige Datentransfers

auf das andere Frequenzband ausweichen“, erklärt der Experte. Die Wahl des Produkts und der Technik ist nur eine von drei Arten, um die

Fragen rund ums Netzwerk • Was soll das netzwerk abdecken? Handelt es sich nur um einfache Daten, die man zwischen den geräten verschicken möchte, oder will man beispielsweise laufend Musik und Filme vom PC auf den Beamer oder tV streamen? • Wie viele nutzer wird das netzwerk haben? Will eine mehrköpfige Familie gleichzeitig internetbasierte games spielen, Videos schauen und viele e-Mails verschicken können, braucht es einen höheren Datendurchsatz. • Wie gross soll die reichweite sein? Lebt der Kunde in einer kleineren Wohnung, reichen einige Meter. Für jemanden mit einem mehrstöckigen Haus kommen andere Produkte zum zug. • gibt es bauliche Herausforderungen? In einem übersichtlichen Appartement lässt sich das netzwerk gut über einen WLAn-router betreiben. Für Häuser mit mehreren Stockwerken und durch dicke Wände braucht es möglicherweise zusätzliche Lösungen. • Welches Budget stellt sich der Kunde vor? Diese Kontrollfrage lässt Antworten über die realisierbarkeit in diesem Kostenrahmen sowie entsprechend angepasste Vorschläge und Angebote zu.

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Reichweite zu vergrössern. Es gibt auch so genannte Repeater, welche das Signal des Routers auffangen und in bis jetzt nicht abgedeckte Regionen des Hauses und Freigeländes (Garten) weiterleiten. „Als Drittes besteht die Möglichkeit, das Router-Signal in die vorhandenen Stromleitungen einzuspeisen und mittels eines Adapters wieder direkt aus der Steckdose zu beziehen und zu verteilen“, so Zellner über das Powerline-Konzept.

Die Luxusvariante Ist ein Netzwerk für ein grösseres Privathaus mit mehreren Etagen und grossem Garten sowie für eine hohe und parallele Nutzung gefragt, reicht ein WLAN-Router allein nicht mehr aus. Normalerweise

überwindet er nur ein Stockwerk. Roman Zellner würde deshalb im Erdgeschoss einen Highend-Router installieren und das Signal entweder über die Stromleitung im ganzen Haus verteilen oder eine entsprechende Anzahl Repeater platzieren, damit man das Signal überall empfangen kann. „Diese Lösung ist kaum fehleranfällig und für wenig Geld realisierbar. Weil Highend-Router aber bereits mit 450 Mbit/s funken und PCs oder Notebooks diese Signale noch gar nicht in der Geschwindigkeit verarbeiten können, braucht es zusätzlich für alle am Netzwerk angeschlossenen Geräte einen entsprechenden USB-Adapter“, sagt der Fachmann. Er empfiehlt, an den Router zudem ein Storage-Gerät anzuschliessen. Es speichert die Daten aller Geräte an zentraler Stelle. Umgekehrt lässt sich von allen Geräten auf diese Daten zugreifen. „Durch eine Datenspiegelung auf zwei Festplatten gewährleistet ein Storage-Gerät zudem eine hohe Sicherheit“, betont Zellner. „Geht ein angeschlossenes Gerät oder eine Festplatte kaputt, ist nichts verloren und das Netzwerk ist nach wie vor verfügbar.“

Die DetaiLs

Zur Person Roman Zellner (38) ist Sales Manager Austria & Switzerland und seit über sieben Jahren bei Netgear. Seine Hobbys sind Wakeboarden und Skifahren.

Leider lassen sich nicht alle Hürden und Hindernisse voraussehen. „Der Fachhändler kann kein absolut perfektes Setup empfehlen“, sagt Zellner. „Auch ist es schwierig, eine genaue Reichweite für ein WLAN zu nennen, sie kann je nach Gegebenheiten zwischen 3 und 300 Metern liegen. Sind auf dieser Frequenz zu-

sätzlich ein schnurloses Telefon, Bluetooth-Funktionen oder ein benachbartes WLAN in Betrieb, wird das System langsamer.“ Um ein optimales Netzwerk aufzubauen, muss der Kunde deshalb selber ausprobieren und anpassen. Auf jeden Fall sollte ihn der Fachhändler auf die Sicherheit hinweisen: Das Router-Signal muss man verschlüsseln, damit kein ungebetener Gast Zutritt ins Netzwerk erhält. Ein weiterer wichtiger Punkt, der für die Vernetzung der gesamten Home-Elektronik einschliesslich PCs, Tablets, Drucker usw. spricht, ist die Tatsache, dass regelmässige Firmware-Updates über das Internet diese Geräte auf dem neuesten Stand der Technik hält und eventuelle Fehler eliminiert.

Die Zukunft Unsere beschriebene Luxusvariante würde derzeit mit weniger als 2000 Schweizer Franken zu Buche schlagen. Eine Einsteigerlösung ist bereits für unter 100 Franken möglich. Die Zukunft wartet aber schon mit neuen Highlights auf: „Von Netgear kommt ein Router mit integrierter Festplatte, der ein zusätzliches Storage-Gerät bei einfachen Anforderungen unnötig macht“, schwärmt der Sales Manager. „Im Sommer wird der neue Wireless-Standard 802.11 ac einen Router erlauben, der 1350 Mbit/s Datendurchsatz bietet. Und bereits in zwei bis drei Jahren rechnen wir mit Geräten mit bis zu 3000 Mbit/s. Dann werden wir über WLAN sogar höhere Geschwindigkeiten erreichen als über Kabel.“ �|

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Know-how [ neuheIten ]

BenQ

3D-Beamer Mit dem W7000 bringt BenQ einen DLPheimkinoprojektor für hohe Ansprüche. Mit einem maximalen Kontrastverhältnis von 50 000:1 und einer Lichtstärke von 2000 AnSI-Lumen projiziert er brillante Bilder auch in nicht vollständig abgedunkelter umgebung. Der BenQ W7000 ist einer der ersten 3D-zertifizierten Full-hD-Beamer. So sorgt das integrierte Synchronisierungssystem DLP Link für ein gelungenes Zusammenspiel zwischen der optional erhältlichen Shutterbrille und dem Projektor, ohne dass zusätzliche Sender oder Geräte erforderlich sind. 3D-Bilder sollen für die Augen angenehm und ohne jegliche Doppeleffekte dargestellt werden. neu ist auch das von BenQ entwickelte, auf Full hD optimierte optische System. Die integrierte Linse besteht ausschliesslich aus Glaselementen, was eine gute Schärfe bis ins kleinste Detail gewährleisten soll. Die Projektion kann mittels Lens-Shift-Funktion ohne Verzerrungen oder trapezeffekte sowohl auf der vertikalen als auch auf der horizontalen Achse verschoben werden. Dank dem ZoomVerhältnis von 1,5:1 lässt sich der Abstand des Beamers zur Leinwand ganz individuell ausrichten. Zu den weiteren Ausstattungsmerkmalen gehören die Zeileninterpolation mit Zwischenbildberechnung sowie differenzierte Farbtemperatureinstellungen. Der neue highend-Projektor ist für rund 3000 Franken zu haben.

Sony

Oehlbach

HeimKinOZenTraLe

HDmi-anwenDungen

Mit dem StR-DA5700eS präsentiert Sony sein neues topmodell unter den AV-Receivern. Zu seinen innovativen Ausstattungsmerkmalen zählt der „Vocal height“-Modus, der Filmdialoge so optimiert, dass selbst in actionreichen Szenen kein Wort mehr untergeht. Der Receiver lässt sich von 7.2- auf 9.2-Kanal-Surround erweitern, indem zwei Front-hochtonlautsprecher hinzugefügt werden. So wird die Räumlichkeit des Klangs zusätzlich gesteigert. Mit sechs hDMIeingängen und zwei hDMI-Ausgängen ist das 3D-kompatible Spitzenmodell zukunftssicher ausgestattet. Der StR-DA5700eS kann sich kabellos ins Sony entertainment network einloggen und so beispielsweise Youtube-Videos ins Wohnzimmer streamen. Radionutzer werden wahlweise mit uKW oder Internetradio bedient. Für Liebhaber klassischer Musik hält der DA5700 eine Überraschung bereit: Mittels „true Concert hall Mapping“ kann er die Akustik berühmter Konzertsäle aus ganz europa simulieren, so auch die der weltbekannten Berliner Philharmonie. Über seine uSB-Schnittstelle gibt der Receiver Audiodateien ab einem PC in sehr hoher Qualität wieder. So lässt sich die digitale Musiksammlung bequem ins Wohnzimmer bringen. Den StR-DA5700eS steuert man auf Wunsch bequem via Smartphone oder tablet. er ist in Schwarz zu einem Preis von rund 3000 Franken erhältlich.

Die 19-PIn-MultiLine-Installationskabel der PRO-In-Serie von Oehlbach bietet eine professionelle und flexible Lösung für eine grosse Anzahl von hDMI-Anwendungen. Durch eine Vielzahl unterschiedlicher Kabellängen in Kombination mit dem hDMIAdapter oder Multimedia-einsatz lassen sich so verschiedene Installationsszenarien realisieren. Immer ein Ziel vor Augen: eine verborgene, saubere und schnelle hDMIInstallation! Die fertig konfektionierten digitalen MultiLine-Installationskabel sind mit 19 separierten und geschirmten Innenleitern versehen. Durch das Aufschrauben des hDMI-Adapters (Art.-nr: 8714) oder des hDMI-Multimedia-einsatzes (Art.-nr: 8713) wird dieses Kabel zu einem vollwertigen high-Speed-hDMI-Kabel mit ethernetKanal. Der geringe Durchmesser des 19-PInSteckerkopfes von nur 16 mm ermöglicht das bequeme einziehen des Kabels auch in schmalere Leerrohre (nach en 32). Mithilfe der Installationskappe (Art.-nr: 8715) ist ein komfortabler und schneller einzug des Kabels in Leerrohre gewährleistet. hDMI-19-PIn-Multimedia-Adapter sind auf der einen Seite mit einem hochpräzisen high-Speed-hDMI-Stecker ausgestattet und auf der anderen Seite mit dem 19-PInMultiLine-Stecker. Das gesamte Sortiment an MultiLine-Installationskabeln ist bei Alto hiFi erhältlich.

www.sony.ch

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Technik, einfach erklärt: Exif

VErborgEnE bIlD-InformATIonEn In fotos steckt mehr, als man normalerweise sieht. Dank exif (exchangeable Image file format) merkt sich jedes Bild, wann, wo, womit und mit welchen einstellungen es geknipst wurde. Metadaten sind Informationen, die eine Datei beschreiben. Bei einem MP3Song beinhalten diese sogenannten tags die angaben zu Interpret und titel. auch Bilddateien im JPeg-format haben Metadaten. Diese sind unter dem Sammelbegriff exif zusammengefasst und enthalten Dutzende Infos. Die meisten davon werden von der Kamera beim Knipsen direkt erfasst und gespeichert. Sie lassen sich aber auch nachträglich auf dem Pc verändern und helfen so bei der Verwaltung von Bildbeständen.

Blende, Modell, AufnAhMezeitpunkt, ort Die exif-Informationen in einem Bild lassen sich auf einem windows-rechner am einfachsten erkunden, indem man eine Datei mit der rechten Maustaste anklickt und unter „eigenschaften“ das register „Details“ wählt. Da zeigt sich dann nicht nur, an welchem Datum und mit welchem Kameramodell das Bild geknipst wurde, sondern auch Blende, Verschlusszeit, Brennweite, Blitzstatus und ein allfälliges automatikprogramm sind penibel vermerkt. Im gleichen Dialog findet sich übrigens auch der Befehl „eigenschaften und persönliche Informationen entfernen“, der auf wunsch einen teil dieser Infos aus der Bilddatei entfernt. normalerweise sollte man aber die nützlichen Infos in der Datei belassen und sie einfach nutzen. So kann man beispielsweise im Suchfenster des windowsDateimanagers den Begriff „aufnahmedatum: 1.5.2012“ eintippen und erhält dann alle fotos dieses tages. Die meisten Smartphones speichern sogar den aufnahmeort als exif-Informationen. Diese lassen sich am einfachsten nutzen, wenn man den kostenlosen Bildbetrachter Irfanview (www.irfanview.net) installiert. ein foto zeigt dann mit dem Befehl „Information, exif-Daten“ nicht nur alle Infos, sondern ein Klick auf „Show in google earth“ oder „Show in geohack-wiki“ zeigt den aufnahmeort direkt auf einer Karte. noch komfortabler verwaltet geosetter (www.geosetter.de) diese Ortsdaten. exif-Daten sorgen übrigens auch dafür, dass fotos von den meisten PcProgrammen automatisch richtig im hoch- und Querformat angezeigt werden. lediglich die Dateivorschau von windows patzt dabei. Das kostenlose windows-Programm JPeg-exif-autorotate (http://www.pilpi.net/software/ JPeg-eXIf_autorotate.php) ergänzt den windows-Dateiexplorer aber mit einem automatischen Drehbefehl. will man exif-Infos gezielt verändern, empfiehlt sich das tool exif-Viewer (www.amarra.de).

Impressum Verleger Dr. Daniel Kaczynski geSchäftSführer/VerlagSleIter Dominik achermann tel. +41 44 245 45 10 dominik.achermann@home-electronics.ch PUBlIZIStIScher leIter lothar Brandt (lbr) tel. +41 44 245 45 11 brandt@home-electronics.ch chefreDaKtOr Marco Plüss (mp) tel. +41 44 245 45 04 pluess@he-inside.ch reDaKtIOnelle MItarBeIter Pius achermann (pa), albrecht gasteiner (ag), luca giuriato (lg), Kurt haupt (kh), Martin freund (mf), Philipp Schäfer (ps), Karin Meier, elisabeth rizzi, alois Knecht, Stefan Kühnis redaktion@he-inside.ch cover: Balz Murer, fotograf, Zürich layOUt Daniel Bischof aVD goldach ag, 9403 goldach, www.avd.ch KOrreKtOrat Stefan gass SaleS Manager fernando Palencias Mobil +41 79 332 82 65 palencias@home-electronics.ch fax +41 44 245 45 00 VerKaUf InnenDIenSt Vivana tozzi, tel. +41 44 245 45 02 tozzi@home-electronics.ch erScheInUngSweISe 10 ausgaben pro Jahr Doppelnummer: Juni/Juli 1 Sonderausgabe zur ce expo (September) aBOPreISe (1 Jahr) Kombi-abo (Print und Online): 95 franken Online-abo: 59 franken Print-abo: 69 franken einzelpreis: fr. 7.50 ausland: auf anfrage (Preise inkl. Porto, Versand, MwSt) aBOSerVIce aVD goldach ag Sulzstrasse 10–12, 9403 goldach tel. +41 71 844 91 54, www.he-inside.ch/abo lIthOS, DrUcK, VerSanD aVD goldach ag Sulzstrasse 10–12 9403 goldach DrUcKaUflage 4000 exemplare

Das Technik-Archiv von HE Inside Mai 2012: Screen Mirroring April 2012: wi-fi-Direct März 2012: 4 K Februar 2012: transponder Dezember 2011: Spotify November 2011: aVchD

Oktober 2011: lte September 2011: aMOleD August 2011: nfc Juni/Juli 2011: catch-up-tV Mai 2011: tethering April 2011: firmware-Update

Die artikel finden Sie auch unter www.he-inside.ch.

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reDaKtIOnS- UnD VerlagSanSchrIft homeelectronics InSIDe p.a.media ag, hottingerstrasse 12 Postfach, ch-8032 Zürich tel. +41 44 245 45 46, fax +41 44 245 45 00 redaktion@he-inside.ch, www.he-inside.ch cOPyrIght © 5. Jahrgang 2012 p.a.media ag nachdruck nicht gestattet. Das fotokopieren aus homeelectronics InSIDe, das über einzelstücke hinausgeht, ist untersagt. Die p.a.media ag ist eine tochtergesellschaft der Swisscontent ag.

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Der anwesende Vorstand hatte im Innenhof des Zunfthauses zu den Schneidern während des Apéros gut lachen: (v. l.) Raymond Vonesch, Christine Klauser, Stephan Buser, Andreas Blaser, Franco König, Andrea Tanner, Thomas Kellenberger und Hans Glanzmann.

Raymond Vonesch führte durch die Generalversammlung im Zürcher Prime Tower.

Andreas Blaser, Adrian Gloor, Roger Kissling und G. Tanniello unterhalten sich bei herrlichen Temperaturen und schönstem Sonnenschein und einem Glas Wein über die Wetterlage in der CE-Branche.

VSRT-GV Ganz oben // Marco Plüss

Anfang Mai fand im über 120 Meter hohen Zürcher Prime Tower die VSRT-Generalversammlung statt. Über 70 Anwesende verfolgten die Ausführungen des VSRT-Präsidenten Raymond Vonesch zum Verbandsgeschehen, zum aktuellen Stand der MME-Reform sowie zu den heutigen Anforderungen an die CE-Fachhändler. Die Impressionen.

Hanspeter Plüss geniesst mit seiner Frau die Aussicht über Zürich. In der geselligen Runde mit Andreas Blaser und Klaus Kilchenmann wünscht man sich alles Gute für die Zukunft.

Vor dem Essen stossen u. a. Franco König, Peter Mattiello, Claude Weinstock, Roger Kissling und Dominik Achermann an.

Klaus Kilchenmann (l.) und Martin Blum tauschen Erfahrungen aus.

Peter Stäubli, Hans Glanzmann sowie Gabriela und Thomas Zemp (v. l.) freuen sich über eine gelungene Veranstaltung.

Thomas Kellenberger mit Herbert Schmid und Heinz Bosshard (v. l.) ewarten gespannt die Generalversammlung. Die Stimmberechtigten heissen mit grosser Mehrheit die Anträge gut.


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