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Ein Service-Angebot …

HESSENFORUM 2013 „Die Städte von morgen – und wie die Metall- und Elektro-Industrie heute schon davon profitiert“

…für Teilnehmer und Interessierte!

Texte, Fotos, Filme, Audios!


Impressum Herausgeber HESSENMETALL Verband der Metall- und ElektroUnternehmen Hessen e. V. Frankfurt Juni 2013 Redaktion Dr. Ulrich Kirsch Layout Heike Krasemann Online-Redaktion Michael Kowol Bildnachweis Frank Kleefeldt Gerd Scheffler

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Inhalt EDITORIAL Mehr Armut für alle? ...................................................................................................... 4 STABWECHSEL Prof. Dieter Weidemann übergibt nach 20 Jahren Vorsitz an Wolf Matthias Mang ............ 6 Wolf M. Mang: Danke, Dieter Weidemann! .................................................................... 7 HESSENFORUM 2013: „Die Städte von morgen: Riesenmarkt, Riesenchance, Riesenherausforderung“ Mang: „Smart Cities brauchen Smart Industries“ Frühjahrsumfrage: Intelligente Energiesysteme sind der Renner Prof. Bauer: „Mehr Innovationsdynamik und Systemintegration nötig“ ............................. 8 DER IMPULS Einsichten aus der „Morgenstadt“ – Prof. Dr.-Ing. Wilhelm Bauer Stellvertretender Institutsleiter Fraunhofer IAO und IAT Universität Stuttgart..............................................10 DIE TALKS Die Metall- und Elektro-Unternehmen bestens gerüstet für den Megatrend Urbanisierung und die Unterstützung der Städte bei der intelligenten Erneuerung ihrer Infrastruktur......17 Interview mit Gerhard Möller, Oberbürgermeister Fulda: „Wir müssen die soziale und die technische Infrastruktur zukunftsfest machen.“ .............24 Kontrastprogramm: Deutschlands beste Country-Sängerin .................................................27 Für insgesamt 65 Jahre engagiertes Ehrenamt geehrt .........................................................28 Die Trainer der Siegerteams beim Ausbildungswettbewerb ausgezeichnet! .........................30 Wie hat Ihnen das HESSENFORUM 2013 gefallen? .............................................................30 HESSENFORUM 2014 ........................................................................................................33

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EDITORIAL

Mehr Armut für alle?

Liebe Mitglieder, liebe Gäste des Hessenforums, in der Nacht nach unserem Hessenforum haben die Tarifparteien in der Metall- und Elektro-Industrie einen Pilotabschluss erzielt: mit einem tragfähigen Ergebnis und einem fairen Kompromiss: Mehr Wohlstand für alle M+E-Arbeitnehmer! Ihr durchschnittliches Jahresentgelt wächst um 5,6 Prozent. Mehr Planungssicherheit durch 20 Monate Laufzeit für die Unternehmen in unsicheren Zeiten mit einer jahresdurchschnittlichen Kostenbelastung von 2,9 Prozent 2013 und 3,25 Prozent im Jahr 2014.

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In der sozialpolitischen Diskussion im Wahljahr 2013 erleben wir aber, dass die Gewerkschaften ein Programm verfolgen – sicher mit guten Absichten –, aber mit einem fatalen Ergebnis: „Mehr Armut für alle.“ Sie fordern von der Politik einen gesetzlichen Mindestlohn, die Beseitigung oder Einschränkung flexibler Arbeitsverhältnisse wie Zeitarbeit, Befristung oder Werkverträge oder mehr Umverteilung in Form von Steuermehrbelastungen der Leistungsträger oder Substanzbesteuerung durch die Vermögensteuer will. Das schreckt die Leistungsträger und Investoren ab, verringert die Chancen und Möglichkeiten für alle und führt auf Dauer und in Summe dazu, dass der Kuchen kleiner wird, der verteilt werden kann.


Hessens Unternehmen brauchen eine verbesserte Infrastruktur, einen flexiblen Arbeitsmarkt, einen zukunftsfähigen Sozialstaat, eine leistungsorientierte Bildungspolitik und solide öffentliche Finanzen. Dabei richtet sich unser Kompass immer auf mehr Wohlstand für alle. Dieses Ziel kann nur erreicht werden durch eine hohe Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe und ein als gerecht empfundenes Gemeinwesen, das gleiche Chancen ermöglicht, aber dann auch anerkennt, dass der, der mehr leistet auch mehr verdient. „Mehr Wohlstand für alle und mehr Chancengerechtigkeit“ gelingen nur auf zwei sich ergänzenden Wegen: durch Optimierung und Innovation. Auf dem Arbeitsmarkt müssen wir optimieren und die Erfolgsgeschichte fortschreiben, die Arbeitsmarktreformen weiter verfolgen, dem raschen Einstieg einen begleiteten Aufstieg folgen lassen. „Sozial ist, was Arbeit schafft“, haben wir in den Jahren höchster Arbeitslosigkeit und perspektivloser Sockelarbeitslosigkeit immer gesagt. Heute – nachdem wir uns aus dieser Misere herausgearbeitet haben – ergänzen viele: „Sozial ist, was Arbeit schafft, von der man leben kann!“ Aber diese Ergänzung ist nur gut gemeint, so verallgemeinert aber leider falsch: Sie blendet aus, dass der Lohn für Arbeit entscheidend davon abhängt, welcher Preis mit ihrem Ergebnis erzielt wird. Und dieser Preis ist in der Regel umso höher, je höher das Qualifikations- und Leistungsniveau ist. Deshalb müssen Geringqualifizierte alles daran setzen, ihre Qualifikation zu verbessern und auszuweiten. Das gelingt im Job besser als außerhalb. Sozialpolitisch müssen wir deshalb die bisher richtigen und erfolgreichen Arbeitsmarktreformen konsequent fortsetzen und weiter entwickeln. Dabei

ist die Richtung klar: Erst Einstieg, dann Aufstieg! Dabei ist der Niedriglohnsektor kein Fluch, sondern ein Segen gerade für Geringqualifizierte: durch den hindurch sie sich arbeiten müssen, um dann aus ihm herauszuwachsen. Das gelingt vielen aus eigener Kraft. Manchen muss geholfen werden. Deshalb haben wir – über unsere Spitzenorganisation VhU – in Zusammenarbeit mit der Bundesagentur für Arbeit und drei Jobcentern in Offenbach, WaldeckFrankenberg und im Schwalm-Eder-Kreis Pilotprojekte aufgesetzt, in denen ein „Aufstiegscoach“ Geringqualifizierte nach dem Einstieg weiter betreut, um ihren Aufstieg zu fördern. Wer mehr Chancengerechtigkeit will, muss zuvor neue Chancen erschließen, Innovationen schaffen und sich selbst erneuern: Eine solche Riesenchance für unsere Industrie ist die Erneuerung der Infrastruktur der Städte, in die immer mehr Menschen strömen. Hier ist unsere Metallund Elektro-Industrie in idealer Weise geeignet, die Infrastrukturprobleme in den Ballungszentren der Welt mit eigenen Produkten lösen zu helfen. Das war das spannende Thema unseres Hessenforums, dessen Inhalte in Text, Bild, Videos und Audios und vertiefenden Links wir Ihnen hier als Service zur Verfügung stellen. Allen Teilnehmern wünsche ich eine gute Auffrischung und Vertiefung Ihrer Erinnerung beim Durchblättern unseres Blätter-PDF. Allen, denen die Teilnahme verwehrt war, wünsche ich einige nachträgliche Aha-Effekte. Bleiben Sie uns gewogen!

Ihr Volker Fasbender

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STABWECHSEL Dieter Weidemann übergibt nach 20 Jahren Vorsitz an Wolf Matthias Mang

Auf der Mitgliederversammlung von HESSENMETALL übergab der langjährige Vorstandsvorsitzende Prof. Dieter Weidemann den Vorsitz an den Familienunternehmer Wolf Matthias Mang. Der Arbeitgeberverband HESSENMETALL repräsentiert 534 Unternehmen der Metall- und Elektro-Industrie mit 122.000 Beschäftigten. Wolf Matthias Mang führt gemeinsam mit seiner Frau Simone Weinmann-Mang die Geschäfte des Mitgliedsunternehmens Arno Arnold GmbH, Obertshausen. Es stellt mit knapp 100 Mitarbeitern Industrieabdeckungen für Maschinen her. Ihren Ursprung hatten diese industriellen Faltenbälge in Bandoneons, wie sie die erste Generation des Traditionsunternehmens fertigte. Zugleich ist Mang seit 1995 Vorsitzender des Gesellschafterausschusses der Matthias Oechsler & Sohn GmbH und seit 2000 Aufsichtsratsvorsitzender der im Familienbesitz befindlichen

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Oechsler AG. Sie fertigt Präzisions-Kunststoffteile und Baugruppen für die Automobil-, Medizin- und Elektroindustrie. 2.400 Mitarbeiter sind heute in Ansbach und Weißenburg, im chinesischen Taicang und im neuen Werk in Mexiko beschäftigt. Mang ist vielfältig ehrenamtlich engagiert: seit 2006 im Vorstand der Bezirksgruppe Offenbach und Osthessen von HESSENMETALL, seit 2011 ihr Vorsitzender, seit 2008 als 1. Vizepräsident der IHK Offenbach und seit 1996 als ehrenamtlicher Arbeitsrichter. Seit 1993 war Prof. Dieter Weidemann ehrenamtlich Vorsitzender des Vorstandes von HESSENMETALL. Als Ingenieur, Hochschullehrer und Unternehmer hat er 20 Jahre lang sein weites Verständnis und den reichen Erfahrungsschatz in die Verbandsarbeit eingebracht und damit viele neue Impulse gegeben. Entscheidende Weichenstellungen waren:


1999 die Öffnung des Arbeitgeberverbandes für eine Mitgliedschaft ohne Tarifbindung und schon 1995 die sich ständig vertiefende Vernetzung mit den rheinland-pfälzischen und saarländischen Arbeitgeberverbänden in M+E MITTE. Diese Arbeitsgemeinschaft mit rd. 1.500 Unternehmen und 415.000 Beschäftigten hat sich bewährt. Sein Denken in größeren Zusammenhängen kam zum Ausdruck in seinem Engagement in den Spitzenverbänden. Seit 1992 ist Weidemann Präsident der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU) und bis Oktober 2014 gewählt. Die Spitzenorganisation der freiwillig organisierten Wirtschaft in Hessen repräsentiert 67 Arbeitgeberund Wirtschaftsverbände. Weidemann gehört auch den Präsidien von Gesamtmetall und der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) an.

Wolf M. Mang: Danke, Dieter Weidemann! 20 Jahre Vorsitz in einem Ehrenamt sind eine sehr respektable Dauer für einen so vielfältig engagierten Menschen. Als Ingenieur, Hochschullehrer und Unternehmer hat er sein weites Verständnis und den reichen Erfahrungsschatz in die Verbandsarbeit eingebracht und damit viele neue Impulse gegeben. Sein Führungsstil beherzigt eine alte FußballLehrer-Weisheit: „Wenn jeder Spieler 10 Prozent von seinem Ego an das Team abgibt, dann haben wir einen Spieler mehr auf dem Feld.“ Ich kenne niemanden, der so souverän Autorität ausstrahlt, so gelassen anderen in ihren Gebieten größere Kompetenz zubilligt und so das Beste für das Team herausholt. Also: Danke für 20 Jahre Arbeit als ArbeitgeberSteuermann für Hessens größten Industrieverbund, die Metall- und Elektro-Industrie. Danke für eine entscheidende Weichenstellung: die Öffnung für eine Mitgliedschaft ohne Tarifbindung bei HESSENMETALL. Danke für die Vernetzung mit den rheinlandpfälzischen und saarländischen Arbeitgeberverbänden in M+E MITTE. Diese Gemeinschaft hat sich bewährt. Danke für das Denken in größeren Zusammenhängen mit der politischen Landesvereinigung VhU und bei unseren nationalen Spitzenverbänden Gesamtmetall und der BDA. Auch das Arbeitgeberund Unternehmerlager braucht die größere Wirkung bestens vernetzter Interessenvertretung. Und in Zukunft noch mehr. Vielen Dank für alles, Dieter Weidemann!

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HESSENFORUM 2013: „Die Städte von morgen: Riesenmarkt, Riesenchance, Riesenherausforderung“ „Smart Cities brauchen Smart Industries“

„Die verstärkte Zusammenarbeit zwischen Industrie und Städten bietet Riesenchancen und wird weltweit als 350-Billionen-US-$-Markt in den nächsten 30 Jahren eingeschätzt. Die Städte von morgen brauchen heute schon eine intelligente Industrie, die ihnen hilft, ihre Infrastruktur für den Riesenansturm der Menschen viel schneller zukunftsfest zu machen. Das heutige Erneuerungstempo städtischer Infrastruktur liegt bei einem Prozent. Wenn in den nächsten 30 Jahren aber weltweit 5 Milliarden Menschen in Städten leben, können wir uns nicht 100 Jahre mit der Erneuerung Zeit lassen: Wir brauchen ein viel höheres Tempo und viel mehr vernetzte Intelligenz“, sagte Wolf M. Mang, der neue Vorstandsvorsitzende des Arbeitgeberverbands HESSENMETALL, zur Eröffnung des Hessenforums 2013 vor 200 Gästen im Gesellschaftshaus des Frankfurter Palmengartens. Das sei eine große Herausforderung für Oberbürgermeister, Dezernenten, Städteplaner und Stadtwerke-Manager ebenso wie für die hessischen Metall- und Elektro-Unternehmen.

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Videobeitrag:

„Städte und Gemeinden brauchen selbst mehr Innovationsdynamik, von der Industrie aber nicht nur Technologie, sondern auch Betreibermodelle mit Finanzierungsbausteinen und Lösungen zur Systemintegration“, erläuterte Prof. Dr.-Ing. Wilhelm Bauer, Stellvertretender Institutsleiter Fraunhofer IAO und IAT Universität Stuttgart, in seinem Impulsvortrag. Unsere Gesellschaft brauche mehr Städte-Innovationen. „Wir, die Metall- und Elektro-Unternehmen, sind nicht nur das Herz der Wirtschaft, wir arbeiten auch am Herzen der Städte und an ihrem Blutkreislauf, ihrer Infrastruktur“, so der Vorsitzende. Der Frühjahrs-Verbandsumfrage zufolge beteiligen sich die Unternehmen der hessischen M+E-Industrie gegenwärtig mit unterschiedlichen Produkten und Lösungen an der Ausgestaltung der „Städte von morgen“.


Je nach Geschäftsfeld sind zwischen 10 und 20 Prozent der Unternehmen hier schon stark engagiert. Von diesen wiederum in den Feldern Entsorgung, Gebäudemanagement, Verkehrssysteme und sonstige Infrastruktur mit Umsatzanteilen von über 30 Prozent. Über die Hälfte erwarten deutliche Steigerungen in den Feldern Intelligente Energiesysteme und Erneuerbare Energien. Immerhin über 40 Prozent auch noch bei Entsorgung, Gebäudemanagement und Elektromobilität. „Die Wirtschaft muss auch darüber nachdenken, selbst in eine Investitionsvorlage zu gehen und die Refinanzierung über verschiedene Geschäftsmodelle, z. B. über Nutzungsentgelte, zu erzielen. Der größte Hebel für die oft klammen Kommunen scheint mir zu sein, durch ein VorInvestment oder eine Finanzierungsintelligenz den Einstieg zu beschleunigen. Das gilt für alle Systeme, für Energie, Verkehr, Gebäude und natürlich deren intelligente Vernetzung“, erläuterte Prof. Bauer. Technologisch gebe es inzwischen gute Lösungen, vor allem für die öffentliche Nahverkehrs-Infrastruktur oder die Energiewende-Technologie.

Bei der Aktivierung der Bevölkerung für Nachhaltigkeitsmaßnahmen, bestehe aber noch erheblicher Handlungsbedarf. Auch hier gebe es durchaus vorbildliche Kommunen, die z. B. tausende Haushalte über energetische Sanierungsmaßnahmen beraten, wovon dann fünf Prozent die Beratung wirklich umsetzten. Aber viele Bürger zweifelten noch am Nutzen dieser effizienten Erhaltungsinvestitionen. Ganz wichtig für die Städte sei auch die Systemintegration. Da die Bürger in hohem Maße mobil vernetzt seien, müssten dies auch die städtischen Dienste werden, damit sie bedarfsorientierter genutzt werden könnten. „Wir sollten etwas weniger auf die technische Exzellenz eines Produktes schauen und mehr auf den systemischen Nutzen beim Nutzer, das ist eigentlich der Erfolgsfaktor. Nur, wenn die Nutzer eine Technologie gut finden, hat man eine Chance, mehr Technologieinnovation in die Städte zu bringen“, so Bauer.

Videobeitrag:

Quelle: Frühjahrsumfrage von Hessenmetall bei den hessischen M+E-Unternehmen 2013

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DER IMPULS

Einsichten aus der „Morgenstadt“ – Prof. Dr.-Ing. Wilhelm Bauer Stellvertretender Institutsleiter Fraunhofer IAO und IAT Universität Stuttgart

Wie würden Sie Ihr „Unternehmen“ charakterisieren?

Das Fraunhofer IAO ist eines der 66 Institute der Fraunhofer-Gesellschaft, getragen von Bund und Ländern. Es ist in seiner Rechtsform ein eingetragener Verein und hat den Auftrag, angewandte Forschung durchzuführen. Zum einen bearbeitet es grundlegende Fragestellungen in der öffentlich geförderten Forschung zum unmittelbaren Nutzen für die Wirtschaft und zum Vorteil für die Gesellschaft. Zum anderen trägt es mit system- und technologieorientierten Innovationen für ihre Kunden zur Wettbewerbsfähigkeit ihrer Region, Deutschlands und Europas bei. Das Fraunhofer Institut IAO, für das ich als stellvertretender Institutsleiter stehe, beschäftigt sich mit zentralen Fragen des Technologiemanagements.

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Wie kam es denn zu Ihrem Projekt „Morgenstadt“, das für unser Hessenforum besonders interessant ist?

Wir beschäftigen uns mit zentralen Fragen des Technologiemanagements. In diesem Rahmen haben wir die Initiative ergriffen, das Thema „Stadt der Zukunft“, wir nennen es „Morgenstadt“, in einer systemischen Forschung anzugehen. Inzwischen haben wir erreicht, dass es eine Bundesinitiative gibt und eines der zehn Zukunftsthemen aus der High-Tech-Strategie der Bundesregierung heißt die „CO2-neutrale, energieeffiziente und nachhaltige Stadt“, abgekürzt „Morgenstadt“. Daraus hat sich, ganz aktuell, die „Nationale Plattform Zukunftsstadt“ entwickelt. Diese wird getragen vom Bundesministerium für Bildung und Forschung BMBF, dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und


Stadtentwicklung BMVBS und dem Bundesministerium für Umwelt BMU. Vermutlich wird auch das Wirtschaftsministerium noch hinzustoßen. Im Rahmen eines sogenannten Stakeholder-Forums haben sich im März etwa 50 Vertreter aus Städten und Gemeinden, aus der Wirtschaft, aus öffentlichen Organisationen und aus der Wissenschaft zu einem Kick-Off-Meeting getroffen. Sie haben nun den Auftrag, in den nächsten 18 Monaten eine umfassende Agenda zur Ausgestaltung des Zukunftsthemas „Stadt der Zukunft“ zu formulieren. Und wir als IAO moderieren und leiten die Geschäftsstelle dieser nationalen Plattform. Wir sind nun mit involviert, systemische neue Lösungen einerseits zu erforschen und zu entwickeln, diese andererseits aber auch in die Praxis von Städten und Gemeinden zu bringen. D. h. es gibt jetzt die Bundesinitiative mit der „Nationale Plattform Zukunftsstadt“, darunter gibt es eine Fraunhofer Systemforschungsinitiative „Morgenstadt“ und ein Teil dieser Fraunhofer-Initiative mündet in einem ersten Projekt: wir nennen es „Morgenstadt City Insights“.

Beschreiben Sie das Projekt doch bitte einmal näher.

Im Rahmen des genannten Projekts untersuchen wir, d. h. 12 Fraunhofer-Institute mit etwa 20 Unternehmen und 12 Städten gemeinsam, sechs Vorreiterstädte an unterschiedlichen Orten dieser Welt. Wir wollen herausfinden, welche Innovationen im Sinne von Zukunftsfähigkeit der Stadt, mit Fokus auf die Nachhaltigkeit, dort bereits erfolgreich umgesetzt wurden. Und warum wurden diese Innovationen erfolgreich umgesetzt, wo waren die kritischen Erfolgsfaktoren, wo waren die hemmenden Faktoren? Deutschland ist mit gleich zwei Städten dabei, nämlich Freiburg und Berlin. In Europa haben wir außerdem Kopenhagen ausgewählt und international Singapur, Tokio und New York. Warum wurden diese sechs Städte ausgewählt?

Unser Projektkonsortium hat sich in einem sehr differenzierten Auswahlprozess für diese Städte entschieden. Wir haben die 30 wichtigsten internationalen Stadtindizes verglichen und ausgewertet. Darüber hinaus haben wir 280 »Good Practices« weltweit erhoben und analysiert –

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80 davon wiederum als »Best Practices« evaluiert. Aus all diesen Daten haben wir anschließend eine Hitliste der besonders innovativen Städte, was das Thema nachhaltige Stadtentwicklung anbelangt, entwickelt und eine Auswahl getroffen, die die Diversität unterschiedlicher Städtetypen wiederspiegelt. Was ist denn zum Beispiel an Berlin besonders nachhaltig?

In Berlin gibt es eine Reihe von nachhaltigen Projekten, zum Beispiel im Bereich Urbane Mobilität oder Energie. Was bei Berlin besonders interessant ist, ist das Thema Smart Cities, also die digitale Vernetzung von Städten. Man kann sagen, dass Berlin mit den meisten Investitionen in diesem Bereich ausgestattet ist, zumindest in Deutschland. Natürlich sind Städte wie Singapur schon wesentlich weiter, aber eben nicht in Deutschland. In Berlin gibt es zudem eine äußerst lebhafte und spannende Bottom-up Bewegung, die eine nachhaltige Stadtentwicklung über eine große Bandbreite an Initiativen vorantreibt: sei es über »Urban farming» wie in

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den Prinzessinnengärten, oder über die Beteiligung in Neuen Stakeholder-Prozessen wie z.B. StEK 2030 Berlin. In unserem letzten Hessenforum ging es um das Thema Smart Industries. Dann hat es eine gewisse Logik, wenn wir in diesem Jahr über Smart Cities sprechen. Können Sie noch ein paar Worte über Singapur, Tokio und New York sagen?

Singapur steht ganz besonders für das Thema digitale Stadt, für Vernetzungsthemen. Dabei geht es um Big Data-Analysen, Auswertung von Nutzerdaten aus dem Telekommunikationssystem, aus dem Mobilitätssystem und um die Entwicklung intelligenter Services unter Nutzung von Big Data. In Tokio sind die Themen Verkehrsinfrastruktursysteme und Energiesysteme besonders interessant. Vor allem, weil Japan eine Entscheidung in Richtung Energiewende getroffen hat und sehr ambitionierte, strategische Planungen anstellt, wie sich diese Stadt energetisch wandeln soll. Zudem spielen Konzepte zum Leben auf engem Raum sowie eine stark alternde urbane Gesellschaft eine große Rolle. New York ist eigentlich aus einem ganz


anderen Grund ausgewählt worden. Wir gehen davon aus, dass der Umbau der Städte hin zu besonders intelligenten oder besonders nachhaltigen Städten viel mit dem Thema Governance zu tun hat. Dabei geht es natürlich nicht primär um technische Fragen, sondern auch um Fragen von Prozessen. Wie nimmt man die Bevölkerung mit? Wie beteiligt man die Bevölkerung? Wie funktioniert das mit den Verwaltungssystemen? Welche Rolle spielt Stadtplanung? New York ist sehr fortschrittlich in diesem ganzen Bereich – nicht zuletzt Dank des PlaNYC 2030: dem New Yorker Masterplan für nachhaltige Stadtentwicklung, der in einem eigens etablierten »Office for long term planning and sustainability« entwickelt wurde und weitreichende Konsequenzen für viele wichtige Bereiche hat. Angefangen bei der Mobilitätsinfrastruktur, bis hin zur Planung eines langfristigen Stadtumbaus. Insbesondere die Themen Sicherheit und Resilienz von Stadtsystemen stehen in New York ganz oben auf der Agenda. Hier können wir einiges lernen.

Wie genau laufen die Untersuchungen in den Städten?

Aktuell ist unsere Analysetruppe, unser sogenanntes Cityteam, in Singapur. Ein Team besteht immer aus sieben bis acht Wissenschaftlern von unterschiedlichen Fraunhofer Instituten, die in den Bereichen Energie, Governance, Gebäude, Mobilität, Wasserinfrastruktur, ICT, Produktion & Logistik und Sicherheit unterwegs sind. Unsere Cityteams arbeiten immer für eine bestimmte Zeit in den Städten, machen dort vor Ort Analysen, führen Workshops durch, sprechen mit Stakeholdern, sowohl in der Verwaltung als auch mit Vertretern aus der Wirtschaft und den Kammern und arbeiten dann im Nachgang einen Report aus. Im Zentrum stehen dabei vorher definierte »Best Practice« Beispiele und deren Verankerung in der Stadt. Hier erhalten wir konkrete Daten und Anhaltspunkte für wichtige Erfolgs- und Rahmenfaktoren. Freiburg, Kopenhagen, New York und Berlin sind bereits beforscht, das Tokio-Team startet Anfang Juni.

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LINK ZUM FILM

Unser Thema heißt „Die Städte von morgen – und wie die Metall- und Elektro-Industrie heute schon davon profitieren kann“. Welche Herausforderungen sehen Sie für die Wirtschaft und in besonderer Weise für die Industrie?

Die größte Herausforderung liegt nicht so sehr auf der Technologie-Ebene, da haben wir inzwischen gute Lösungen, vor allem was die öffentliche Nahverkehrs-Infrastruktur oder die Energiewende-Technologie anbelangt. An zwei Punkten herrscht aber noch deutlicher Mangel. Das eine ist das Thema Governance, das heißt die Aktivierung der Bevölkerung für Nachhaltigkeitsmaßnahmen. Wenn ich auch sagen muss, dass es durchaus erste positive Beispiele gibt. Der Oberbürgermeister von Bottrop, Bernd Tischler, hat mir berichtet, dass sie 2.000 Haushalte über energetische Sanierungsmaßnahmen beraten haben. Davon haben dann fünf Prozent im Anschluss an die Detailberatung wirklich etwas getan. Viele Bürger haben einfach nicht die Möglichkeit und auch nicht das Bewusstsein, diese hohen Investitionen zu tätigen. Und sie sind unsicher, ob die Einsparungen und Nutzenpotentiale über den Lebenszyklus einer Innovation oder Technologie wirklich etwas bewirken. Das gilt natürlich auch für Städte und Gemeinden. Wir brauchen Betreibermodelle, wir brauchen mehr Lösungen, die in Richtung pay-peruse gehen, und das ist dann auch für die Wirtschaft eine Herausforderung. Wir dürfen nicht nur Technologien zur Verfügung stellen, sondern die Wirtschaft muss auch Lösungen zur Verfügung stellen, die mit Finanzierungsbausteinen versehen sind, mit neuen Finanzierungsmodellen. Die Wirtschaft muss in einen Investitionsvorlauf gehen und über verschiedene

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Geschäftsmodelle den Return of Invest über Nutzungsgebühren, über Nutzungsentgelte, pay-per-use etc. erzielen – der Politik obliegt es, Rahmenbedingungen zu schaffen, die ausreichend Planungssicherheit für derartige Finanzierungsmodelle geben und dort Anreizsysteme zu schaffen, wo günstige konventionelle Lösungen eine Transformation zu mehr Nachhaltigkeit verhindern. Das scheint mir der größte Hebel zu sein. Etwas zu tun, damit das Investment am Anfang nicht so hoch ist. Das muss nicht umsonst sein, aber durch ein Vor-Investment oder eine wie auch immer geartete Finanzierungsintelligenz muss der Einstieg schneller passieren können. Das gilt für alle, für Energiesysteme, für Verkehrssysteme und natürlich auch für die M+E-Industrie. Sehen Sie weitere Herausforderungen?

Ein dritter Punkt ist noch ganz wichtig, die sogenannte Systemintegration. Wir müssen die Systeme in Zukunft intelligent vernetzen, das bedeutet vor allem natürlich „smartisieren“, also vernetzen mit der IT-Landschaft und der IT-Infrastruktur. Die Menschen sind heutzutage schon sehr mobil vernetzt. Die Nutzung der Schnittstellen zur IT, aber auch für Schnittstellen zwischen Energiesystemen und Mobilitätssystemen bietet Mehrwertpotential. Also wir sollten etwas weniger auf die technische Exzellenz eines Produktes schauen und mehr auf den systemischen Nutzen beim Nutzer, das ist eigentlich der Erfolgsfaktor. Wenn die Nutzer eine Technologie gut finden, wird die Nachfrageseite aktiviert und dann hat man eine Chance mehr Technologieinnovation in die Städte zu bringen. Und wir brauchen mehr Städte-Innovationen. Heute wird ein Prozent der Verkehrs-, Gebäude- oder Energieinfrastruktur einer Stadt pro Jahr saniert und erneuert. Das würde bedeuten, dass man einen vollständigen Umbau in 100 Jahren geschafft hat, was definitiv zu lange dauert, wenn man Dinge wie die Energiewende, unsere CO2- und Energieeffizienzziele, die wir gemeinschaftlich politisch verabschiedet haben, im Blick hat. Wir brauchen mehr Innovationsdynamik. Systemintegration bedeutet zudem, dass man die Frage nach dem Nutzen neu stellt.


Anstatt Autos zu entwickeln bedeutet das Mobilität anzubieten, anstatt konventioneller Heizungen, quartiersbezogene Wärme. Dieses Prinzip lässt sich auf alle Bedürfnisse des Menschen anwenden. D. h. man müsste bessere Lösungen für Finanzierungsströme finden und es nicht zu gewaltigen Großinvestitionen kommen lassen? Und man muss die Politik, die Stadtwerke und die Kommunen einbeziehen und übergreifend planen? Dass man Investitionen sozusagen kleiner portioniert und dann schneller Geldflüsse erzeugen kann. Ist das richtig? Natürlich spielen Städte und Gemeinden, die städtischen Energiegesellschaften oder Betreibergesellschaften im Verkehr eine Rolle. Sie müssen Rahmen setzen, ihre Genehmigungsund Betreiberrolle tragen. Aber müssen sie auch immer den Invest tätigen? Wenn ich mir die Pläne des Siemens-Sektors Smart Cities anschaue, kann man feststellen, dass man mit den bisherigen Modellen nicht besonders weit kommt.

Städte und Gemeinden habe eine prekäre Finanzsituation, das wird sich, meiner Einschätzung nach, in den nächsten Jahren auch nicht dramatisch ins Positive ändern. Man muss über neue Geschäftsmodelle nachdenken. Wer am Ende welche Anteile übernimmt, wer also investiert, wer sich um Regulatorik und Rahmenbedingungen kümmert, ist in jedem Einzelfall zu diskutieren. Bürgerfonds und Ähnliches können durchaus eine Option sein. Es gibt vielversprechende Ideen, wie man das Geld der Bürger, das ja gute Anlageformen sucht, doch dahin kanalisieren könnte, wo es dem Bürger auch wirklich einen Nutzen bringt, nämlich in seiner eigenen Stadt, bzw. in seinem eigenen Quartier. In der Innovation von Geschäftsprozessen und Finanzierungsmodellen liegt in der Zukunft ein großer Hebel. Wer muss umdenken, die Städte oder die Industrie oder beide?

Beide müssen umdenken. Die Industrie hat es mit einem anderen Bild von Kunden zu tun. Sie muss sich stärker in den Endkunden reindenken und auf diesen zugehen.

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Man muss vielleicht ganz andere Produkte anbieten, ganz andere Vermarktungswege suchen, ganz anders Werbung machen. Hier bietet sich aber eine riesige Chance, man darf nur nicht verpassen, rechtzeitig auf den Zug aufzuspringen, sonst könnte es sein, dass die alte etablierte Industrie in der Zukunft gar nicht mehr dabei ist. Man muss sich quasi jeden Tag fragen, ob man noch auf dem richtigen Weg und im richtigen Geschäftsmodell unterwegs ist. Wir sprechen ja heute von der „Shareconomy“, diese folgt einer ganz anderen Logik als früher: Nutzen statt Besitzen. Da entstehen ganz neue Beziehungsmuster zwischen Produzenten, Betreiber und Nutzer – für die Industrie bedeutet das häufig: sie benötigt die richtigen Partner und muss sich in den entsprechenden Stakeholder Gremien aktiv engagieren.

Wie packen Ihre vorbildlichen Städte das an? Und was brauchen die in besonderer Weise von der Industrie? Gegebenenfalls eben auch von unserer M+E-Industrie, die immerhin 60 Prozent der Gesamtindustrie ausmacht?

Siemens hat die Division „Infrastructure & Cities“ gegründet. Bei unseren anderen Gästen steht eher das Thema „Infrastruktur und Industrie“ im Vordergrund. Insofern hat Siemens etwas Revolutionäres gemacht. Wie schätzen Sie das aus Sicht der Städte ein?

Eine abschließende Frage. Gibt es denn schon ein funktionierendes Bezahl-Modell, bei dem man einfach sagen kann, dass Bezahlen nach Bedarf funktioniert?

Ich kann und will nicht für Siemens sprechen. Siemens ist auf dem richtigen Weg, aber natürlich noch lange nicht angekommen. In dem Kickoff-Meeting des Stakeholder-Forums zur „Zukunftsstadt“ war Siemens auch vertreten und hat eine ähnliche Position wie das, was ich gerade gesagt habe, vertreten. Man möchte mit neuen Geschäftsmodellen in diesem Markt noch sehr viel mehr erreichen. Aus unserer Sicht durchaus eine richtige strategische Positionierung, die aber einen langen Atem braucht, weil das den Umbau eines Systems zur Folge hat. Alle, die annehmen, dass man auf einen Knopf drückt und dann ist alles innerhalb von zwei bis drei Jahren erledigt, sind nicht sehr realistisch. Das heißt, das braucht mit Sicherheit Zeit. Die Grundorientierung, sich auf diesen Megamarkt zu konzentrieren und nicht nur die Bürgermeister und die Stadtverantwortlichen zu adressieren, sondern mit neuen Geschäftsmodellen in diese Märkte zu gehen, das ist richtig.

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Das ist eine sehr pauschale Frage. Ich würde empfehlen, dass sie sich um systemische Lösungen, die zu einem direkt messbaren, sichtbaren und erlebbaren Nutzen für den Endverbraucher führen, kümmern. Erst dann sind neue Verkehrssysteme, intermodale Mobilitätssysteme beispielsweise, wirklich nutzbar und wirksam. Erst wenn der Anwendungsnutzen entsteht, ist auf der Wirtschaftsseite etwas Positives zu gewinnen. Das ist natürlich sehr pauschal gesagt. Ich würde gerne die Ergebnisse der teilanalysierten Städte abwarten und meine Antwort aus den Ergebnissen ziehen.

Natürlich, ganz ideal ist es beim Thema Mobilität. Es gibt heute z. B. die Citycards mit integrierten Dienstleistungsmodellen, die es sogar ermöglichen, den Individualverkehr hinzu zu buchen. Ganz konkrete Beispiele, die die sogenannten „Schaufenster Elektromobilität“ zeigen, gibt es in Berlin und in Stuttgart, aber auch in Frankfurt. Das ist intermodale Mobilität, bei der sie über eine bestimmte Nutzerkarte Individualverkehr buchen können. Vom Fahrrad, über den PKW, die Straßenbahn und S-Bahn bis hin zu anderen Dienstleistungsangeboten. Auch bei den sogenannten „intelligenten Gebäuden“, bei denen man Zugangssysteme, Energie-Monitoring und Ähnliches nutzen kann, gibt es mittlerweile gute Beispiele. Kurz, es gibt schon eine Menge, wir müssen nur genau hinschauen und Funktionierendes weiter ausbauen. Daran arbeiten wir. Herr Prof. Bauer, wir danken Ihnen für das Gespräch.


DIE TALKS Die Metall- und Elektro-Unternehmen bestens gerüstet für den Megatrend Urbanisierung und die Unterstützung der Städte bei der intelligenten Erneuerung ihrer Infrastruktur

Die Städte müssen durch den Zuzug von zwei Milliarden Menschen in den nächsten 30 Jahren ihre Infrastrukturen viel schneller als heute erneuern und verändern. Und die Anbieter aus der Industrie werden wohl viel stärker noch daran denken müssen, wie der Endverbraucher diese nutzt und nach Nutzung bezahlt, um den notorisch klammen Kommunen keine unbezahlbaren Investitionen zuzumuten. „In jedem Fall werden die Veränderungen gewaltig sein: Wir werden anders leben, anders arbeiten, wohnen, heizen und kühlen, anders versorgen und entsorgen, mobil sein und uns vernetzen. Unsere Metall- und Elektro-Unternehmen in Hessen sind bestens dafür gerüstet, den Städten bei der intelligenten Erneuerung ihrer Infrastruktur zu

helfen“, sagte Wolf M. Mang, der neue Vorsitzende des Arbeitgeberverbands HESSENMETALL auf dessen 24. Hessenforum im Gesellschaftshaus des Frankfurter Palmengartens vor 200 Gästen.

Weitere Fotos zur Veranstaltung

Hörfunk-Sendung (Podcast) zum Thema:

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TALKRUNDE:

Wohnen, Arbeit, Leben in intelligenten Städten

Mit sauberer Wärme wachsen

Uwe Glock, Bosch Thermotechnik, Wetzlar

Download (pdf, 100 KB)

Die neue Sparte Cities & Infrastructure der Siemens AG

Dr. Michael Kassner, Siemens Region Mitte, Frankfurt

Download (pdf, 82 KB)

Smart Grids und die Städte

Dr. Wolfgang Krewel, Alstom Grid, Berlin

Download (pdf, 95 KB)

Fulda 2030

Gerhard Müller, Oberbürgermeister Fulda

v. l. n. r.: Uwe Glock, Gerhard Möller, Martin Leutke, Dr. Michael Kassner, Wolfgang Krewel

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TALKRUNDE:

Die M+E-Angebote für intelligente Städte

Lichter der Stadt

Oliver Bachner, Zumtobel Licht, München Ein Strukturwandel, wie wir ihn noch nie erlebt haben

Manfred Greis, Viessmann Werke, Allendorf/Eder Gut gesteuerte Prozesse für Wasser, Müll und Energie

Manfred Pfaar, KH-Automation Projects, Fuldabrück

Download (pdf, 89 KB)

Wasserversorgung durch feinste Röhren

Stefan Weber, Duktus Rohrsysteme, Wetzlar

Download (pdf, 93 KB)

v. l. n. r.: Manfred Greis, Oliver Bachner, Martin Leutke, Manfred Pfaar, Stefan Weber

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Uwe Glock, Vorsitzender der Geschäftsführung von Bosch Thermotechnik aus Wetzlar, erläu-

terte, wie man mit sauberer Wärme wachsen kann. Wenn hier noch besser Energie aus Industrieprozessen für die Wärmeabgabe an Haushalte genutzt würde, könnten Industrie und Städte ganz neue Nutzergemeinschaften schaffen. Während im europäischen Markt vor allem Heizungstechnik nachgefragt sei, boome weltweit um den Äquator und vor allem in China und Korea das Geschäft mit Klimaanlagen. Allein in Deutschland gebe es 17 Millionen veraltete Heizungen – und allein deren Ersatz durch moderne Anlagen ermögliche Energieeinsparungen von bis zu 40 Prozent.

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Dr. Michael Kassner, Leiter der Siemens AG Region Mitte, beschrieb die neue strategische Rolle einer ganzheitlichen Infrastruktur & Stadttechnik für die Lebensqualität, Wohlstand und

Nachhaltigkeit der Städte, wie ein integrierter Technologiekonzern wie Siemens deutsche Städte ebenso wie boomende Megacities mit ganzheitlichem City Knowhow und Portfolio

bedient, z. B. für Verkehr und Gebäude, Energie und Gesundheit, Sicherheit und Stadtmanagement – und wie praktisch es dafür sei, auch eine eigene Bank im Unternehmen zu haben. Zur „Smart City“ gehörten dezernatsübergreifende Governance-Methodiken, ebenso wie intelligente, softwaregestützte Infrastrukturen, die z. B. Gebäude, Energie und Verkehrssysteme vernetzen, und schließlich intelligente Geschäftsmodelle und Finanzierungskonzepte.


„Infrastructure & Industry“ heißt der Bereich bei Alstom Grid, Smart Grids sind die für die Ener-

gieeffizienz wesentliche Komponenten, erklärt Strategie- und Marketingdirektor Dr. Wolfgang Krewel. In Deutschland wachse der Markt am schnellsten und der regulatorische Rahmen sei am weitesten fortgeschritten. Der Netzentwicklungsplan, der im Dezember 2012 teilweise verabschiedet wurde, sei ein gutes Beispiel. Vor allem in Osteuropa gebe es ebenfalls großen Bedarf, aber der regulatorische Rahmen sei dort einfach noch nicht so weit.

Der Oberbürgermeister von Fulda, Gerhard Möller, schilderte, wie breit das Spektrum einer mittelgroßen Stadt als Konzern ist: „Wir machen von Breitband, Energie über die Gesundheit alles, sind auch Träger des Klinikums und mit 2.800 Mitarbeitern der größte Arbeitgeber in der Stadt.“ Fulda strukturiere gerade die Stadtwerke neu, um mehr ganzheitliche Ansätze zu ermöglichen. „Auch als Stadt insgesamt müssen wir wachsen. Wir haben uns längst über die alten Grenzen hinaus entwickelt. Allerdings erfahren wir gerade, wie schwierig es sein kann, immer neue Angebote machen zu müssen. So müssen wir jetzt bei den Erneuerbaren Energien am Markt dabei sein, ohne jedoch vollständig darauf zu setzen.“

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Oliver Bachner, Mitglied der Geschäftsleitung der Zumtobel Licht GmbH aus München, berich-

tete über ganzheitliche Lichtlösungen für Gebäude und wie Städte durch intelligente Integration von Beleuchtungs-, Daten-, Klimatisierungs- und Sicherheitssystemen ihren EnergieVerbrauch um bis zu 40 Prozent verringern können. Dabei gebe es zwei Trends: LED- und OLED-Technologie. Während OLEDs derzeit noch in der Entwicklungsphase seien, könne mit LEDs bereits deutlich Energie eingespart werden. Im Übrigen müssten sich die Städte sputen, denn der ländliche Raum sei teilweise kreativer und weiter.

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Vom Bioenergiedorf Wettesingen bei Kassel berichtete Manfred Greis, der Generalbevollmächtigte der Viessmann Werke aus Allendorf (Eder): Dieses komplett von Viessmann entwickelte Projekt versorgt inzwischen 200 Haushalte mit regenerativer Nahwärme und beteiligt die Bürger aktiv. Gegenüber den Kosten bei individuellen Heizungsanlagen auf Basis von Heizöl sei die Wärmeversorgung der Gemeinde jetzt rund 30 Prozent günstiger und spare jährlich 1.300 Tonnen CO2 ein. „Die Kommunen wissen genau, was zu tun wäre, aber deren Fachleute können Entscheidungen meist nicht selbst treffen, sie müssen politische Mehrheiten hinter sich bringen. Von leeren Kassen ganz zu schweigen.“ Das Problem im Heizungsmarkt insgesamt sei ein immenser Modernisierungsstau. Seine Auflösung sei der Schlüssel zum Erfolg der Energiewende. „Die benötigte Technik ist marktverfügbar, doch es hapert an der Umsetzung, weil die Rahmenbedingungen nicht stimmen.“


Wie ein mittelständisches Unternehmen gemeinsam mit Mitsubishi global den Markt städtischer Infrastrukturen bedienen möchte, beschrieb Geschäftsführer Manfred Pfaar. KHAutomation Projects aus Fuldabrück ist Hersteller einer Software für Prozessleittechnik und liefert vollständige, schlüsselfertige EMSR-Anlagen mit Feldinstrumentierung und Schaltanlagen und den entsprechenden Dienstleistungen, die einen reibungslosen Ablauf in der Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung ermöglicht. Der Mitsubishi-Konzern sei stark daran interessiert, die Möglichkeiten, die speziell im asiatischen Raum bestehen, mit dem Know-how im Bereich Projektmanagement zu nutzen und Marktanteile zu stabilisieren. „Wir werden also auf der einen Seite die internationalen Kenntnisse von Mitsubishi haben und unsere in Mitteleuropa bestens erprobten technischen Kenntnisse auf der anderen Seite.“

Die Rohre für Trinkwasser und Abwasser mit einer Lebensdauer von mindestens 70 Jahren stellt die DUKTUS Gruppe an zwei Produktionsstandorten in Wetzlar und in Hall, in Österreich, her mit insgesamt 500 Mitarbeitern, 300 davon in Deutschland. Geschäftsführer Stefan Weber mahnt, dass der Durchschnittsdeutsche heute für Trinkwasser kaum mehr ausgebe als für Tiernahrung, hier aber umdenken müsse. Im Übrigen gebe es gerade bei der Trinkwasserversorgung in Deutschland ein funktionierendes Finanzierungsmodell: Ein Kunde in Deutschland zahle nach Verbrauch. „Damit ist in diesem Bereich genug Geld vorhanden, um die Infrastruktur zu erhalten und auszubauen. D. h. die Investitionen amortisieren sich aus dem sofortigen Rückfluss. Aber häufig ist es so, dass mit diesem Geld quersubventioniert wird – zum Beispiel der defizitäre öffentliche Nahverkehr.“.

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KUNDE STADT

Interview mit Gerhard Möller, Oberbürgermeister Fulda: „Wir müssen die soziale und die technische Infrastruktur zukunftsfest machen.“

Im Rahmen des Morgenstadt-Projekts hat das Fraunhofer-Institut weltweit mehrere hundert Städte analysiert. In den über 200 Kriterien der Untersuchung spiegelten sich die großen Herausforderungen, die auf die Städte zurollen: Klimawandel, zunehmende Verstädterung, Nachhaltigkeit. Insgesamt sind sechs Städte, darunter Freiburg und Berlin, für ihre Strategie besonders gelobt worden. Sie gehören zu den besonders innovativen Städten, was das Thema nachhaltige Stadtentwicklung anbelangt. Wie ist die Stadt Fulda ihrer Ansicht nach für die Zukunft gerüstet?

Kleinstädte stehen anderen Herausforderungen gegenüber als die großen Metropolregionen. Insofern werden die Antworten je nach Größe unterschiedlich ausfallen. In Hessen liegt Fulda mit seinen 64.000 Einwohnern im Bereich der

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mittelgroßen Städte. Auch wir bekommen die Auswirkungen des demographischen Wandels zu spüren. Um Fachkräfte zu gewinnen, müssen wir in die Betreuungsinfrastruktur investieren. Zugleich müssen wir die Gegebenheiten für die Erwerbstätigen verbessern oder zumindest erhalten. Dazu kommen eine alternde Gesellschaft und die Integration der Zuwanderer. Die Wiederentdeckung des Wohnens in der Innenstadt muss gesteuert werden. In Nordhessen haben Gemeinden mit einer Landflucht zu kämpfen, deren Folgen sie bewältigen müssen. Fulda hat zumindest dieses Problem nicht – im Gegenteil. Es ziehen mehr Menschen aus den umliegenden Gemeinden in die Stadt. Aber auch das muss gesteuert werden. Und wie gehen Sie diese Probleme an?


Nehmen wir das Beispiel Integration. Das ist abseits der Hochglanzbroschüren ein echter Knochenjob. Arbeit mit Vereinen, mit Stadtteilmüttern, mit Familienlotsen in den schwierigen Wohngebieten. Wir versuchen die Integration über Projekte zu steuern. Das ist eine klassische Aufgabe der Stadtverwaltung. Zum Beispiel die Stadtteilmütter, gut integrierte junge Migrantinnen, die beratend tätig werden und Fragen beantworten, wie: „Wie bewältigt man den Alltag hier richtig? Wo kann die Sprache gelernt werden? Welches ist die richtige Entscheidung für mein Kind im Bereich Bildung?“ Stadtteilmütter sind immer auch ein Stück Vertrauensperson. Wir, als Stadt Fulda, unterstützen das Projekt, so gut wir können. Wir sollten die öffentlichen, sozialen Räume, in denen sich Menschen begegnen, bei den Investitionen nicht außen vor lassen. Das ist sicher vor allem für Großstädte ein Thema, in denen weniger Leute wohnen als arbeiten und in denen hohe Fluktuation herrscht. Hier haben Vereine eine integrative Funktion, die wir unterstützen sollten. Dazu zählt vorrangig eine gute Infrastruktur zum Beispiel für Sportvereine. Welche Maßnahmen sind zur Erneuerung der technischen Infrastruktur notwendig?

Eine große Herausforderung ist zum Beispiel die flächendeckende Erschließung aller Regionen mit schnellem Internet. Wir haben es in Fulda jetzt geschafft, nach einem langen Auswahlprozess von der Telekom dafür ausgewählt zu

werden. Für die Innenstadt ist so eine Breitbandverkabelung relativ einfach zu bewerkstelligen, aber wir haben 24 verschiedene Stadtteile in unterschiedlichsten Größen und Lagen. Die sollen ebenfalls angeschlossen werden. Das ist logistisch ungleich schwieriger, aber eine Investition in die Zukunft. Wir müssen natürlich die Infrastruktur insgesamt so weiterentwickeln, dass die ansässigen Unternehmen weiter wachsen können und die Gemeinde für Neuansiedlungen attraktiv bleibt: Und dabei geht es natürlich immer um Flächen. In Fulda arbeiten wir daran permanent, aber notwendige Änderungen im Bebauungsplan dauern ihre Zeit – vor allem, weil das alles auch noch politisch entschieden und vorher diskutiert werden muss. Die Energiewende ist beschlossen, wie läuft es bei Ihnen mit der Umsetzung?

Momentan arbeiten wir daran, die einzelnen Einheiten der Stadtwerke umzustrukturieren und Zuständigkeiten regional zu bündeln. Bei uns in der Region gibt es ja die unterschiedlichen Träger und Stadtwerke. Dazu kommt dann noch der Regionalversorger, an dem die Stadt Fulda und die Landkreise beteiligt sind. Als Stadt insgesamt müssen wir wachsen. Wir haben uns längst über die alten Grenzen hinaus entwickelt. Allerdings erfahren wir gerade, wie schwierig es sein kann, immer neue Angebote machen zu müssen. So müssen wir jetzt bei den Erneuerbaren Energien am Markt dabei sein, ohne jedoch vollständig darauf zu setzen.

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Wir als Stadt sind sehr breit aufgestellt: Wir machen von der Energie über die Gesundheit alles, sind auch Träger des Klinikums und mit 2.800 Mitarbeitern der größte Arbeitgeber in der Stadt. Die Floskel von der Stadt als Konzern ist also wahr. Also, das „Unternehmen Stadt“ als Counterpart zur Industrie?

Nicht als Gegenmodell, nein, sondern als Begleiter. Das geht ja bis zur kommunalen Sparkasse, die gerade hier in der Region für die Kreditversorgung der Wirtschaft außerordentlich wichtig ist. Wir sind also mittendrin. Gerade in der Region Fulda mit der Stadt als klarem Oberzentrum, auf das alles fokussiert ist. Einerseits kommen große Investitionen auf die Städte zu. Andererseits ist die Finanzlage gerade der Kommunen eher schlecht. Fulda geht es in dieser Hinsicht vergleichsweise gut, aber auch sie haben kein Geld zu verschenken. Müsste die Industrie nicht umdenken und verstärkt zum Beispiel Finanzierungsmodelle nach Bedarf anbieten?

Bisher bewegen wir uns eher im Rahmen des klassischen Public-Private-Partnership-Modells. Und auch hier bin ich eher zurückhaltend. Ich würde beispielsweise Projekte wie Kindergärten

oder Schulen nicht gerne in diesen Projekten umgesetzt sehen, sondern selbst steuern können. Andere Projekte, wie das Kongresszentrum oder das Hallenbad haben wir sehr wohl darüber realisiert und sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Es ist dennoch auch für Kommunen wichtig, die Steuerungsmöglichkeiten in der Hand zu behalten und beispielweise Schließungen vorzunehmen, wenn diese notwendig sind. PPP-Modelle bedeuten ja immer eine sehr lange Festlegung. Und wir benötigen ebenso Instrumente, um ggf. die Baukosten vor einer Explosion zu bewahren. Das läuft in der Privatwirtschaft besser, auch wenn dort nicht alles Gold ist, was glänzt. Mit der Privatisierung unserer Müllabfuhr haben wir grundsätzlich gute Erfahrungen gemacht, das Modell hat sich aber als politisch schwierig erwiesen. Insgesamt würde ich das differenziert und im Einzelfall betrachten wollen. Wie interessant sind für Sie Sind ganzheitliche Konzepte und Lösungen aus einer Hand?

Die Kommunalpolitik mit ihrer hochdifferenzierten Ausformung von politischen Strömungen, wird es zunehmend schwerer haben, sich unter einem Anbieter zu vereinen. Da wird man, glaube ich, politisch gesehen, extreme Schwierigkeiten haben das umzusetzen, selbst wenn man von der Richtigkeit überzeugt ist. Selbst wenn die Beratung aus einer Hand käme, kann es durch Interessenlagen der Politik sein, dass der Kauf von Komponenten sich dann auf mehrere Firmen verteilt. Herr Möller, vielen Dank für das Gespräch.

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Kontrastprogramm: Deutschlands beste Country-Sängerin

Ann Doka Im Herbst 2012 ist ihr Debüt-Album „Never Ending Road“ bei NASH*DASH Records erschienen. Im Dezember 2012 wurde sie zur Gewinnerin der Kategorien „Beste Countrysängerin“ und „Bester Countrysong“ des Deutschen Rock- & Pop-Preises 2012 gekürt. Am 14. Mai 2013 erfreuten sie und ihre Band die Gäste des Hessenforums mit einem CountryKontrastprogramm zum Thema „Megatrend Städte“.

www.anndoka.com

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Für insgesamt 65 Jahre engagiertes Ehrenamt geehrt

Prof. Weidemann ehrte unser engagiertes Ehrenamt: von links Dieter Küster, Gottlieb Hupfer, Peter Grass, Enrico Pussin für jeweils 10 Jahre ehrenamtliches Engagement und Andreas Peiker für 25 Jahre.

25 Jahre Andreas Peiker, Vorsitzender der Geschäftsfüh-

rung von peiker acustic in Friedrichsdorf im Taunus. Führender Lieferant für Kommunikationslösungen im Automotive-Markt. Herr Peiker hat bereits in jungen Jahren eine große unternehmerische Verantwortung übernommen und setzt die Familientradition von peiker seit Jahrzehnten erfolgreich fort. Mehr als 25 Jahre ehrenamtliche Unterstützung von HESSENMETALL durch Delegierten-Tätigkeit im Mitgliederrat.

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10 Jahre Peter Grass, Bereichsleiter Development & Stra-

Dieter Küster, Geschäftsführender Gesell-

tegie bei MAN Truck & Bus Deutschland, auch Mitglied des Aufsichtsrats der MAN Truck & Bus Deutschland GmbH, Vorstandsvorsitzender des Instituts für angewandte Arbeitswissenschaften (ifaa) in Düsseldorf. Bei HESSENMETALL stellvertretender Delegierter des Mitgliederrates.

schafter der KÜSTER Gruppe, einem Familienunternehmen und Automobilzulieferer, der sich weltweit als Partner für Drahtseile und Systemlösungen versteht. Delegierter im Mitgliederrat bei HESSENMETALL. Enrico Pussin, Prokurist der Firma Karl Schmidt

Gottlieb Hupfer, CEO der Enviro Chemie in

Rossdorf, einem Unternehmen, das für maßgeschneiderte Lösungen steht, wann immer es in der Industrie um Wasseraufbereitung geht. Delegierter im Mitgliederrat bei HESSENMETALL.

in Schmitten. Das Unternehmen besteht seit 1908 und liefert Kernstützen, Kühlmaterial und andere Artikel für den Formenbau und Gießereien. Bei HESSENMETALL: Stellvertretender Delegierter im Mitgliederrat.

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Die Trainer der Siegerteams beim Ausbildungswettbewerb ausgezeichnet!

HESSENMETALL-Vorstandsvorsitzender Mang ehrte die engagierten Trainer der Siegerteams: von links Florian Zeuch (Präwema Antriebstechnik), Holger Weitzel (Sirona Dental Systems), Wolf M. Mang, Sebastian Höhn (Fritz Winter Eisengießerei) und Martin Hirsch (Viessmann Werke).

Geht’s gut, hat das Team gewonnen. Geht’s schlecht, beschimpft man die Trainer. Deshalb ehren wir die Coaches der Siegerteams auf dem HESSENFORUM. Erste Sahne ist unser Innovationswettbewerb M+Eine Zukunft: Weil unsere Mitgliedsunternehmen immer ihren besten Nachwuchs schicken. Wer seine Teams meldet und coacht, der ist nicht nur ein Blue-Chip-Unternehmen der hessischen M+E-Industrie. Nein, der gehört eindeutig zum hessischen Hochadel der attraktivsten Ausbildungsunternehmen!

5 Trainer haben wir geehrt. Wollen auch Sie Ihre Trainer auf dem Treppchen sehen, dann machen Sie mit! Im Sommer geht‘s wieder los.

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Aber schauen Sie selbst: Videobeitrag:

Anmeldung auf unserer Homepage!


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*Die Ziffern haben die Bedeutung der Schulnoten (1= sehr gut, 6 = ungenügend)

Diesjähriges Thema* Interessant und relevant für Ihr Unternehmen? Interessant und relevant allgemein?

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Welche Wünsche haben Sie an das HESSENFORUM 2014? Wie bewerten Sie zukünftige Themen*

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Die Zukunft des Autos Familie und Beruf besser vereinbaren: Wie, wer, seit wann, mit welchem Erfolg? Employer Branding: Frosch oder Prinz – Attraktive Arbeitgeber finden attraktive Arbeitnehmer Motor oder Bremsklotz: Die Bedeutung Europas als Wirtschaftsraum für die deutsche und hessische Industrie

Haben Sie einen eigenen Themenvorschlag für das Hessenforum 2014? ______________________________________________________________________________ ______________________________________________________________________________ ______________________________________________________________________________ Sie haben folgende Möglichkeiten: Sie drucken diese Seite aus, füllen das Formular aus und schicken es an: E-Mail: mkowol@hessenmetall.de Fax: 069 95808-5112

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HESSENFORUM 2014

Bitte notieren Sie sich den Termin: 15. Mai 2014


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