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9. TAGUNG social media

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BRAND

THEMA

#CMT14

27/28

MÄRZ 20 14

JOURNALISM ...ist Marken-PR nach journalistischen Regeln.

» Aber was bringt er wirklich?

Referenten der Tagung geben Antwort

BEST CASE

Seite 7 © noebse

...Dir Deine Meinung!

ANSTECKUNGSGEFAHR! VIRALER CONTENT GREIFT UM SICH

mit Insights von Bèla Anda, Chefredaktion, „Bild“-Zeitung Seite 10 Seite 8

BEST-CASE-VORTRAG: Andrea Luck, Carlsen Verlag Seite 5

Lobo enthüllt:

Seite 4

MODUL II – NEED TO KNOW: So schnell verletzen sie Urheberrecht.

IMPULS: Geht die klassische Public Relations unter?

Wir klären Sie über die größten Gefahren im Netz auf

Thomas Mickeleit, Microsoft Deutschland GmbH

DIE SMARTESTEN FAKTEN

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Spannende Geschichten

rund um Brand Journalism und Unternehmensbranding

07

BestCases

zu Storytelling und Do‘s und Don‘ts der Onlinekommunikation

08

Netzgemeinde in jämmerlichem Zustand

E X K LU S I V ZU DEN MACHERN DER COC A-COL A JOURNE Y

Workshops & Diskussionen

Üben Sie sich in der Bewältigung von Social Media Herausforderungen

Seite 8


9. Fachtagung Social Media Deutsche Presseakademie, Berlin Donnerstag, 27. März 2014

Freitag, 28. März 2014

ab 8.30 Uhr

Einlass

7.00 – 7.45 Uhr

Joggen mit Achim Achilles

9.00 – 9.15 Uhr

Begrüßung durch den Organisator und den Tagungsmoderator

ab 8.30 Uhr

Einlass und Ausgabe der Tagungsunterlagen

9.15 – 9.45 Uhr

Impuls: Bleibt alles anders? Chancen des Brand Journalism Thomas Mickeleit, Director of Communications und Mitglied der Geschäftsleitung, Microsoft Deutschland

9.00 – 9.15 Uhr

Begrüßung durch den Tagungsmoderator

Modul II: Need to know: Ethik & Recht

Modul I: Getting started: Das Handwerkszeug des Brand Journalism

9.15 – 9.40 Uhr

9.45 – 10.15 Uhr

Best Case: Von innen nach außen – Employer Branding im Web Anna-Rebecca Egli, Communications und Governmental Relations, BASF SE

Impuls: Social Media & Recht Jan O. Baier LL.M., Rechtsanwalt, Schürmann Wolschendorf Dreyer Rechtsanwälte

9.40 – 10.10 Uhr

Best Case: Authentisch und political correct Torsten Matthias, Marketingleiter, FRoSTA Tiefkühlkost GmbH

10.15 – 11.00 Uhr

Kaffeepause

11.00 – 11.30 Uhr

Best Case: Das Leben hinter den Werkstoren - authentisches Storytelling im Social Web Uwe Knaus, Manager Corporate Blogging & Social Media Strategy, Corporate Communications, Daimler AG

10.10 – 10.35 Uhr

Vortrag: Informelle Regeln in der Onlinewelt vom Digital Native Annabelle Atchison, Director, 33 Digital

10.35 – 11.15 Uhr

Workshop Session WS I Von „Integrated“ zu „Connected“. Warum man nicht mehr in Medien denken sollte. Sondern in Infrastruktur. Maik Königs, Geschäftsführer, Elbkind GmbH

Kaffeepause Modul III: Strategie & Brand Journalism

WS II: Ideenwerkstatt Storytelling - Hype oder Basistool? Conrad Giller I Medien Kommunikation Führung

11.30 – 13.00 Uhr

WS III: Social Media Guidelines Ingrid Moorkens, Leitung Produkte und Entwicklung, Mitglied der Geschäftsleitung, Ausschnitt Medienbeobachtung WS IV: Alles, was Recht ist! Jan O. Baier LL.M., Rechtsanwalt, Schürmann Wolschendorf Dreyer Rechtsanwälte 13.00 – 14.00 Uhr

Lunch

14.00 – 14.30

Vortrag: Meinung bilden – Schwarz auf weiß und im Netz Bèla Anda, Chefredaktion, Bild-Zeitung

14.30 – 17.00 Uhr

Exkursion zur Coca-Cola Zentrale Deutschland Vortrag: Online-Magazin statt Corporate Website

17.00 – 18.30 Uhr

Workshop Session (Wdh. Session 1)

ab 19.00 Uhr

Abendveranstaltung mit Dinnerspeech von Sascha Lobo

11.15 – 11.45 Uhr 11.45 – 12.15 Uhr 12.15 – 12.45 Uhr

Best Case: Von der Idee bis zur Erfolgsmessung - Praxisbericht Corporate Blogs Christian Buggisch, Leiter Corporate Publishing, DATEV eG Best Case: Optimieren – viraler Content Andrea Luck, Marketingleiterin, Carlsen Verlag GmbH Sum-Up & Verabschiedung durch den ­Moderator


9. Fachtagung Social Media Brand Journalism in Social Media und Web Brand Journalism ist das Zauberwort dieser Tage. Es geht um das Schreiben für Unternehmenszwecke, aber nach journalistischen Regeln. Die Magie dieses Storytelling wird allenthalben beschworen, in Presseabteilungen, im Marketing und bei den Personalverantwortlichen des Employer Branding. Kann das gut gehen? Und was macht einen überzeugenden Brand Journalisten aus? Er schreibt Geschichten. Klar, denn gute Geschichten prägen sich ein, bleiben hängen, werden weitererzählt. Das weiß der Mensch seit der Steinzeit, als Geschichten von Generation zu Generation am Lagerfeuer weitererzählt wurden, Heute verbreiten sich Geschichten viral, in Sekundenschnelle rund um die Welt. Die spannende Aufgabe des Brand Journalisten lautet heute: Wie, wo, wann muss welche Story erzählt werden? Um Antworten zu finden, führt die 9. Social Media Tagung zurück zum Beginn jeder journalistischen Laufbahn und erklärt das Berufsbild des Brand Journalisten von der Pieke auf. Die Tagung ist an ein Volontariat angelehnt, mit Stationen in allen Ressorts und Abteilungen. Journalisten, Social Media Manager, Presse-, Marketing- und Personalverantwortliche stellen ihre Projekte für erfolgreiches Schreiben vor. Eine Hospitanz führt in das Coca-Cola-Haus an der Spree, um den Kollegen von „Journey“ über die Schulter zu schauen. Modul I - Getting started: Das Handwerkszeug des Brand Journalism Was sind die Grundregeln des journalistischen Schreibens für Onlinemedien? Was ist übertragbar auf die Unternehmenskommunikation, die PR, Marketing und Employer Branding? Modul II – Need to know: Ethik & Recht Was muss ein guter Online-Brand-Journalist noch wissen, um moralisch und rechtlich saubere Arbeit zu liefern? Außerdem kennt er natürlich die ungeschriebenen Regeln des Netzes. Modul III – Strategie & Brand Journalism Sind die ersten beiden Stufen erklommen, perfektioniert sich der angehende Brand-Journalist: Wie erzählt er seine Story auf mehreren Social-Media-Kanälen? Und vor allem: Wie wird die Geschichte zum unendlich oft geklickten Content? Frühsport darf bei diesem Programm nicht fehlen. Deutschlands bekanntester Hobby-Läufer Achim Achilles lädt zu einem erfrischenden Lauf am Morgen in Berlins Zentrum ein. Für gesundes Essen ist ebenfalls gesorgt. Viel Spaß dabei!

Herzlichst,

Dr. Hajo Schumacher Autor, Journalist & Moderator

Deutsche Presseakademie Berlin

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Tagungsprogramm LEGENDE

Best Cases Unternehmensvertreter stellen ihre eigenen Konzepte und ihre konkreten Erfahrungen vor. Dieses Format zeichnet sich insbesondere durch seine Praxisorientierung und seine direkte Anwendbarkeit für die Teilnehmer aus.

Workshops In Workshops wird ein Thema mithilfe eines erfahrenen Dozenten und der anderen Teilnehmer interaktiv aufbereitet. Der Mehrwert liegt insbesondere im gegenseitigen Wissensaustausch aller Beteiligten.

Impulsvortrag Hier wird ein Impuls zu einem theoretischen und praktischen Themenfeld geboten. Das Format dient als Anregung zu Diskussion und Austausch.

Exkursion Coca-Cola ist einer der Vorreiter in Sachen redaktioneller Content im Netz. Die Exkursion erlaubt einen Blick hinter die Kulissen der neuen Zentrale an der Spree.

Donnerstag, 27. März 2014 ab 8.30 Uhr

Einlass und Ausgabe der Tagungsunterlagen

9.00 – 9.15 Uhr

BEGRÜSSUNG DURCH DEN DEN TAGUNGSMODERATOR Dr. Hajo Schumacher Autor, Journalist & Moderator Dr. Hajo Schumacher ist Journalist und Moderator in Berlin. Er studierte Journalistik, Politologie und Psychologie, besuchte die Deutsche Journalistenschule und schrieb für die Süddeutsche Zeitung. Zehn Jahre war er Redakteur beim SPIEGEL, zuletzt Co-Leiter des Berliner Büros. Bis 2002 arbeitete Schumacher als Chefredakteur bei MAX. Seither schreibt er als freier Autor für Tageszeitungen, Magazine, Hörfunk, Online und Fernsehen. Er promovierte über die Führungsstrategien Angela Merkels. Gemeinsam mit Ex-BILD Chef Hans-Hermann Tiedje moderiert er auf N24 den Polit-Talk »Links-Rechts«. Seit April 2008 moderiert er das Magazin “Typisch deutsch” für Deutsche Welle TV.

9.15 – 9.45 Uhr

IMPULS

Bleibt alles anders? Chancen des Brand Journalism

Der PR kommt das bisherige Geschäftsmodell abhanden. Daran ist auch Social Media Schuld. Der neue Ansprechpartner des Vertrauens heißt nicht mehr Pressesprecher sondern „Peer“. Und die Social Media Plattformen bespielen nicht nur PR und Marketing, sondern viele weitere Abteilungen. Wie kann und muss die PR ihr Geschäftsmodell ausbauen? Ist die neue Chance von Kommunikationsmanagern der Brand Journalism?. Thomas Mickeleit Director of Communications und Mitglied der Geschäftsleitung, Microsoft Deutschland GmbH. Er verantwortet in dieser Position die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der zweitgrößten Landesgesellschaft der Microsoft Corporation außerhalb der USA. Mickeleit war vor seinem Eintritt bei Microsoft von 2003 bis 2006 zweiter Mann in der Konzernkommunikation bei Volkswagen in Wolfsburg und verantwortete dort die Unternehmenskommunikation für den Konzern und die Marke Volkswagen. Der Volljurist verfügt auch über einschlägige Branchenerfahrung. Von 1998 bis 2003 leitete er die Kommunikation von IBM in Deutschland. Davor war er unter anderem Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bei Grundig in Fürth. Thomas Mickeleit engagiert sich für die Professionalisierung seines Berufsstandes „Pressesprecher“, unter anderem durch Programme für die Nachwuchsausbildung. Er ist seit vielen Jahren als Lehrbeauftragter und Dozent an verschiedenen Universitäten tätig.

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7. Fachtagung Social Media


Donnerstag, 27. März 2014 Modul I 09.45 – 10.15 Uhr

Getting started: Das Handwerkszeug des Brand Journalism BEST CASE

Von innen nach außen – Employer Branding im Web

Potentielle Bewerber wollen wissen, auf was sie sich einlassen. Was sind die genauen Aufgaben der Stelle und wie ist der Arbeitgeber? Warum soll ich mich dort bewerben? Das Netz macht die Suche nach diesen Informationen einfach und Firmen wiederum stehen viele Möglichkeiten offen, den Bewerbern aktiv anschauliche Antworten zu liefern. Anna-Rebecca Egli stellt ein Beispiel heraus, wie die BASF Interessenten via Social Media in ihren Bann zieht und dabei unterhaltsam glaubwürdige Informationen liefert. Anna-Rebecca Egli Employer Branding und Communications, BASF SE Anna-Rebecca Egli begann ihre berufliche Laufbahn mit einem Volontariat in der Unternehmenskommunikation bei der BASF und arbeitete anschließend als Managerin Communications und Governmental Relations. Heute kümmert Sie sich als Managerin Employer Branding und Communications unter anderem um alle Social Media Aktivitäten des Chemiekonzerns, die Karriere, Recruiting und die positive Positionierung der eigenen Arbeitgebermarke betreffen.

10.15 – 11.00 Uhr 11.00 – 11.30 Uhr

KAFFEEPAUSE BEST CASE

Das Leben hinter den Werkstoren Authentisches Storytelling im Social Web

Gute Geschichten sind nicht nur unterhaltsam oder informativ, sondern vor allem glaubwürdig – wie gute Blogbeiträge auch. Ein Corporate Blog bietet die Möglichkeit, Neues auszuprobieren, wie kein anderer Unternehmenskanal. In Krisensituationen können Unternehmen besonders schnell auf brenzlige Themen reagieren. Das Daimler-Blog soll aber vor allem eines: Einblicke in einen Konzern geben und das Leben hinter den Werkstoren erlebbar machen – 365 Tage im Jahr. Uwe Knaus zeigt beispielhaft, wie Geschichten für das Daimler-Blog entstehen und wie diese mit anderen Plattformen verknüpft werden. Uwe Knaus Manager Corporate Blogging & Social Media Strategy, Corporate Communications, Daimler AG Uwe Knaus war 2007 zuständig für die Konzeption und den Launch des Daimler-Blogs. In den Folgejahren verantwortete er die Moderation und strategische Weiterentwicklung des Corporate Blogs. Seit Anfang 2010 steuert er darüber hinaus den strategischen Einsatz von Social Media zur Erreichung der Kommunikationsziele. Knaus studierte Betriebswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt Personal- und Organisationswesen.

Deutsche Presseakademie Berlin

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Donnerstag, 27. März 2014 Workshop Session I 11.30 – 13.00 Uhr

WORKSHOP I

Ideenwerkstatt Storytelling - Hype oder Basistool? Mit Geschichten lässt sich leichter überzeugen. Sie transportieren eine Botschaft und lassen Produkte, Projekte und Firmen angenehm in Erinnerung bleiben. Zur Zeit scheint nichts ohne Storytelling zu gehen, aber Masse bedeutet nicht Klasse. Nicht jede Idee funktioniert wirklich gut. Der Workshop zeigt auf, was eine gute Geschichte braucht und wie man passende Geschichten findet. Wir werden Beispiele aus der Praxis analysieren und Einsatzmöglichkeiten für Storytelling in den Social Media für die Unternehmenskommunikation diskutieren. Conrad Giller Conrad Giller I Medien Kommunikation Führung Conrad Giller entwickelt und realisiert als Mediencoach, Kommunikationstrainer und Berater mit seiner Agentur Conrad Giller | Medien Kommunikation Führung firmeninterne und offene Seminare, Workshops und Coachings zum Thema »Konflikt und Kommunikation in der Öffentlichkeit und im Team«. An der Deutschen Presseakademie führt er Medientrainings und Storytelling-Workshops durch.

11.30 – 13.00 Uhr

WORKSHOP II

Von „Integrated“ zu „Connected“. Warum man nicht mehr in Medien denken sollte. Sondern in Infrastruktur. 360° Kommunikation, integrierte Kampagnen – ewig wurde uns gepredigt, unsere Botschaft in derselben Form im Print, Radio und TV zu präsentieren. Und nun auch noch ins Web zu verlängern. Wir erklären, warum dieses Modell ein Auslaufmodell ist und warum moderne Kommunikations-Manager keine Plattformen und Medien mehr durchplanen sollten, sondern Infrastrukturen entwickeln müssen, auf denen sich Marken-Geschichten verbreiten und entwickeln können. Maik Königs Geschäftsführer, Elbkind GmbH Maik Königs ist einer der drei Gründer und Geschäftsführer der elbkind GmbH - der Hamburger Kreativ-Agentur für den digitalen Dialog. Er verantwortet bei elbkind die strategische Unternehmensführung und das Business Development. Der Experte und langjährige Berater für digitales Marketing und Social Media hat seine Wurzeln in der Musikbranche. Mit seinen Partnern Stefan Rymar und Tobias Spörer und dem elbkind-Team entwickelt er neue digitale Ideen, Strategien und Konzepte für Kunden wie Mercedes-Benz, RITTER SPORT, Rügenwalder Mühle, Pelikan etc.

11.30 – 13.00 Uhr

WORKSHOP IV

Social Media-Guidelines: Leitplanken für die digitale Kommunikation Social Media leben von einer authentischen und ungezwungenen Diskussion. Wie man an dieser aktiv teilnimmt, ohne dabei die im Unternehmen anerkannten Kommunikationsgepflogenheiten über Bord zu werfen, zeigt der Workshop „Social Media Guidelines“. Basierend auf einer Analyse von Guidelines der unterschiedlichsten Branchen und Unternehmensgrößen erarbeiten wir im Workshop Tipps und Tricks für die Erstellung individueller Leitplanken. Ingrid Moorkens Leitung Produkte und Entwicklung, Mitglied der Geschäftsleitung, Ausschnitt Medienbeobachtung Ingrid Moorkens ist Mitglied der Geschäftsleitung bei Ausschnitt Medienbeobachtung und leitet dort seit 2010 den Bereich Produkte und Entwicklung. Damit verantwortet sie alle Dienstleistungen, die das Unternehmen erbringt. Zuvor leitete sie über ein Jahrzehnt die Abteilung Medienanalyse. Die Diplom-Politologin beschäftigt sich intensiv mit der Kommunikations-Evaluation in klassischen und sozialen Medien. Sie unterrichtet an Hochschulen und Bildungseinrichtungen und ist Autorin von Studienbriefen und Fachartikeln.

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7. Fachtagung Social Media


Donnerstag, 27. März 2014 11.30 – 13.00 Uhr

WORKSHOP IV

Alles, was Recht ist!

Nutzertracking und Social-Media-Monitoring sind Tools die gefragter sind denn je, um die eigenen Erfolge messbar zu machen. Datenschutzverletzungen sind da nicht weit. Wo sind die rechtlichen Grenzen? Und wie hoch ist das Risiko bei Rechtsverstößen wirklich? Jan Baier greift rechtliche Beispiele auf und erarbeitet mit den Teilnehmern die Risikoerkennung und Lösungswege. Jan O. Baier LL.M. Rechtsanwalt, Schürmann Wolschendorf Dreyer Rechtsanwälte Jan O. Baier, LL.M. ist Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht und Partner der Kanzlei SCHÜRMANN WOLSCHENDORF DREYER. Vor seiner Tätigkeit als Rechtsanwalt war er bereits mehrere Jahre im TV-Rechtehandel und im Justitiariat eines großen Kabelnetzbetreibers tätig. Neben dem Urheber-, Wettbewerbs- und Markenrecht liegt ein Schwerpunkt seiner Arbeit im Datenschutz- und IT-Recht und in der Beratung von Unternehmen im digitalen Sektor.

13.00 – 14.00 Uhr 14.00 – 14.30 Uhr

LUNCH VORTRAG

Meinung bilden - Schwarz auf weiß und im Netz

Bela Anda kehrte 2012 nach seiner Zeit als Regierungssprecher der rot-grünen Koalition zur „Bild“-Zeitung zurück. Dort ist er seit über einem Jahr stellvertretender Chefredakteur. Der studierte Politikwissenschaftler prägt den modernen Hochleistungsjournalismus wie kaum ein anderer. Er begleitete Frau von der Leyen nach Afghanistan und kommentiert die höchste Politik aus nächster Nähe. Eine klare Sprache, eingängiger Textaufbau und ein Gespür für mitreißende Erzählungen aktueller Ereignisse auf allen Kanälen – das ist sein Metier. Bèla Anda Chefredakteur, „Bild“-Zeitung Bèla Anda begann seine Karriere mit einem Volontariat bei der „Welt am Sonntag“, bevor er in Berlin Politikwissenschaften studierte. Anschließend arbeitete er als Redakteur für die Hamburger Bild-Zeitung, stieg zum Chefreporter der Bild-Zeitung und zum Ressortleiter der „Bild“-Serie auf. 1999 wurde er zum stellvertretenden Regierungssprecher und 2002 zum Chef des Bundespresseamtes, Regierungssprecher und Staatssekreätr berufen. Seit 2012 ist er Mitglied der „Bild“-Chefradaktion.

© noebse

Deutsche Presseakademie Berlin

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Donnerstag, 27. März 2014 14.30 – 17.00 Uhr

EXKURSION

Online-Magazin statt Corporate Website

E X K LU S I V ZU DEN MACHERN DER COC A-COL A JOURNE Y

Workshop 17.00 – 18.30 Uhr

Letztes Jahr bezogen Coca-Cola GmbH und Coca-Cola Erfrischungsgetränke AG ihre neue Zentrale an der Spree in Friedrichshain-Kreuzberg. Rund 500 Mitarbeiter arbeiten hier für das deutschlandweite Geschäft von Coca-Cola. Darunter sind auch die Macher des Online-Magazins „Coca-Cola Journey“: Das Web Journal hat vor knapp einem Jahr die Corporate Website der Coca-Cola GmbH abgelöst. Coca-Cola Journey setzt ganz auf redaktionellen Content. Ein Team aus Coke Mitarbeitern und freien Autoren bereitet aktuelle interne und externe Themen auf, dazu gibt es Gast- und Meinungsbeiträge, Videos, Beiträge aus dem weltweiten Unternehmensblog sowie Kommentar- und Share-Funktionen. Begleitet wird das Storytelling auf Coca-Cola Journey durch Aktivitäten auf verschiedenen Social Channels wie Twitter und Facebook. Wir blicken hinter die Kulissen und lassen uns erklären, worin der Erfolg der digitalen Kommunikation von Coca-Cola liegt.

Session (Wiederholung) Workshop-Session Durch die Wiederholung des Workshop-Programms haben Sie die Gelegenheit, einen weiteren Workshop zu besuchen.

ab 19.00 Uhr

ABENDVERANSTALTUNG

Dinnerspeech: Das Medium der totalen Kontrolle

Einst war es Sinnbild für freie Meinungsäußerung. Es wurde hochgeputscht als Mittel der unbegrenzten Möglichkeiten. Das Internet. Einige Spionageaffären und viele Tools zum Überwachen der Usergewohnheiten und Erstellen von Nutzerprofilen später wissen wir: Das vielgerühmte Internet richtet uns zugrunde. Es untergräbt die Demokratie und als Vehikel der Wirtschaftsspionage wirkt es auch ökonomisch zerstörerisch. Der Kampf gegen die Totalüberwachung ist so aussichtslos wie notwendig. Sascha Lobo, Jahrgang 1975, ist Autor, Strategieberater und hält Fach- und Publikumsvorträge. Er beschäftigt sich mit den Auswirkungen des Internet auf Gesellschaft, Wirtschaft, Politik und Kultur. Auf Spiegel Online erscheint wöchentlich seine Kolumne “Mensch-Maschine” .

Dinner im Cookies Abendessen, entspannen, den Tag Revue passieren lassen: Kommen Sie mit und beschließen Sie den ersten Veranstaltungstag in einer angesagten Berliner Location. Das Essen ist ausgesucht gut und das Ambiente ist zwanglos, lebhaft und ganz und gar Berlin. Hier findet auch die Dinnerspeech von Herrn Lobo statt und Sie können mit ihm bei Speis und Trank das Thema weiterspinnen.

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7. Fachtagung Social Media


Freitag, 28. März 2014 7.00 – 7.45 Uhr

Joggen mit Achim Achilles – Sightseeing mal anders: Dr. Hajo Schumacher alias Achim Achilles lädt Sie ein, den zweiten Veranstaltungstag sportlich mit einer Joggingtour durch Berlin Mitte zu beginnen.

9.00 -9.15 Uhr

Begrüßung durch den Tagungsmoderator Dr. Hajo Schumacher

Modul II

Need to know: Ethik und Recht

9.15 – 9.40 Uhr

BEST CASE

Social Media und Recht

Social Media – Kommunikation bietet vielfältige Möglichkeiten. Nie war es leichter, mediale Inhalte zu verbreiten. Die Gefahr, dass hierbei fremde Rechte wie Urheberrechte etc. verletzt werden können, liegt auf der Hand. Der Vortrag gibt einen Überblick über praxisrelevanten Themen wie z.B. Einbindung von Videos, Bildern und Links sowie die hierbei auftretenden Haftungsfragen. Jan O. Baier Rechtsanwalt, Schürmann Wolschendorf Dreyer Rechtsanwälte Jan O. Baier, LL.M. ist Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht und Partner der Kanzlei SCHÜRMANN WOLSCHENDORF DREYER. Vor seiner Tätigkeit als Rechtsanwalt war er bereits mehrere Jahre im TV-Rechtehandel und im Justitiariat eines großen Kabelnetzbetreibers tätig. Neben dem Urheber-, Wettbewerbs- und Markenrecht liegt ein Schwerpunkt seiner Arbeit im Datenschutzund IT-Recht und in der Beratung von Unternehmen im digitalen Sektor..

9.40 – 10.10 Uhr

BEST CASE

Authentisch und Political Correct?

Authentisch muss ein Blog sein, frei darf jeder seine Meinung äußern. Der Frostablog ist zensur- und zusatzstoffrei. Welche Voraussetzung dafür gegeben sein müssen, zeigt Torsten Matthias in seinem Vortrag. Wie kommuniziert man authentisch, wie lassen sich Krisensituationen lösen oder wie sind Sie von vornherein zu vermeiden – nicht zuletzt durch interne Guidelines? Torsten Matthias Marketingleiter, Frosta Torsten Matthias leitet das Marketing bei FRoSTA für Deutschland und Österreich. In dieser Funktion ist er verantwortlich für die Produktpolitik und die Konzeption und Umsetzung von Vermarktungsstrategien. Daneben ist er verantwortlich für die Nachhaltigkeit der Marke FRoSTA. Vor dieser Tätigkeit leitete er die Feldorganisation und das Trademarketing. Er studierte Betriebswirtschaft an der Fachhochschule in Rendsburg.

10.10 – 10.35 Uhr

BEST CASE

Informelle Regeln in der Onlinewelt vom Digital Native

Social Media vereinfacht den Alltag, gibt neue Impulse und viele Möglichkeiten für Privatpersonen wie Unternehmen. Was aber sind die kleinen und großen Fehler, die Neulinge wie alte Hasen begehen? Was sind die Dinge, die einem Digital Native die Haare zu Berge stehen lassen? Annabelle Atchison, nicht nur mit dem Netz aufgewachsen, sondern inzwischen damit verheiratet, erklärt welche Tipps und Tricks die Nutzer der Social Media unbedingt beachten sollten. Annabelle Atchison Director, 33 Digital Nach ihrem Bachelor in Kommunikationswissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München, machte Annabelle Atchison von 2009-2010 ein PR Volontariat bei Microsoft Deutschland und war für den Aufbau und die Betreuung der Social-Media-Aktivitäten (Strategie, Struktur, Umsetzung) für die PR Abteilung zuständig. Von 2010-2013 war sie Social Media Manager der Microsoft Deutschland GmbH, leitete den Bereich in allen Facetten. Seit 2013 ist sie Director bei 33 Digital, der neuen Digitalsparte von Hotwire PR.

Deutsche Presseakademie Berlin

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Freitag, 28. März 2014 10.35 – 11.15 Uhr

Modul III 11.15 – 11.45 Uhr

KAFFEEPAUSE

Strategie und Brand Journalism BEST CASE

Von der Idee bis zur Erfolgsmessung die Einführung von Corporate Blogs bei DATEV:

Sollte ein Unternehmen bloggen? Und wenn ja: Wer im Unternehmen sollte bloggen? Worüber sollte er bloggen? Und was bringt das? Beim IT-Dienstleister DATEV wurden vor rund einem Jahr gleich drei Blogs für verschiedene Zielgruppen eingeführt, und es lohnt sich, eine erste Bilanz zu ziehen: von A wie Anfangen! über R wie Redaktionsprozesse bis zu Z wie Zahlen & Ziele. Christian Buggisch Leiter Corporate Publishing, Datev eG Christian Buggisch ist Leiter Corporate Publishing bei DATEV, einem der größten deutschen Software-Häuser und IT-Dienstleister. Nach dem Studium war er zunächst als Lektor in einem Stuttgarter Verlag tätig, bevor er das Medium wechselte und als Online-Redakteur bei DATEV in Nürnberg arbeitete. Seit 2007 zeichnet er für die Internet-Aktivitäten von DATEV verantwortlich, seit 2012 darüber hinaus für das gesamte Corporate Publishing von DATEV

11.45 – 12.15 Uhr

BEST CASE

Optimieren - viraler Content

In diesem Vortrag wird ein Best Practice Case vorgestellt, wie man eine junge Zielgruppe abseits der klassischen Medien via Transmedia Storytelling erreichen kann. Erläutert werden unter anderem Kampagnenelemente wie Blogger-Marketing, Community-Aufbau und –Management sowie Crowdsourcing. . Andrea Luck Marketingleiterin, Carlsen Verlag Andrea Luck, Jahrgang 1968, arbeitet seit Mai 2009 als Marketingleiterin beim Hamburger Carlsen Verlag. Die studierte Kommunikationsfachwirtin hat Projekte in großen Werbeagenturen wie Springer & Jacoby und Scholz & Friends verantwortet. Zuletzt leitete sie in der Agentur Leo Burnett in Kiew die strategische Planung und Umsetzung von Markenkommunikationskonzepten im osteuropäischen Raum.

12.15 – 12.45 Uhr

SUM-UP & VERABSCHIEDUNG DURCH DEN MODERATOR

Networking Das Eis brechen statt Visitenkarten sammeln: Nutzen Sie die Zeit in den Pausen, um die Teilnehmer näher kennen zu lernen, neue Kontakte zu knüpfen und für den Austausch von Impulsen für den PR-Alltag. 10

7. Fachtagung Social Media


Freitag, 28. März 2014 Tauschen Sie sich aus zu einem der spannendsten Themen der PR – Brand Journalism!

Beirat Der Beirat der Tagungsreihe Social Media besteht aus Kommunikationsexperten, die mit ihren fundierten Erfahrungen aus Wissenschaft und Praxis die konzeptionelle sowie inhaltliche Ausgestaltung unserer Tagungsreihe unterstützen.

Dr. Gunnar Bender Director Public Policy, Facebook Germany

Deutsche Presseakademie Berlin

Marc-Sven Kopka Vice President Corporate Communications, XING AG

Christoph Ringwald Head of Business Media & Corporate­ R­ esponsibility, Corporate Communications, Heraeus Holding

Antje Neubauer Leiterin PR und interne Kommunikation, Deutsche Bahn AG

Thomas Mickeleit Direktor Presse- und Öffentlich­­keits­arbeit, M ­ icrosoft Deutschland GmbH 11


HAT PR EINE ZUKUNFT? S

eit vielen Jahren befindet sich die PR auf einem steilen Pfad der Professionalisierung. Das betrifft die akademische Ausbildung mit Studiengängen wie in Leipzig, München oder Hohenheim, aber auch die standardisierte nichtakademische Ausbildung zum PR-Berater dank der vereinheitlichten Prüfung durch die Prüfungs- und Zertifizierungsorganisation der deutschen Kommunikationswirtschaft (PZOK). Eigentlich ist alles auf einem guten Weg, sollte man meinen. Warum also die Gretchenfrage zur Zukunft der PR? Die Frage könnte gar nicht dringlicher gestellt werden, denn der PR kommt das Geschäftsmodell abhanden und sie tut sich schwer damit, neue Modelle zu erschließen. Das aktuelle Geschäftsmodell ist mit einem Satz beschrieben: über Multiplikatoren kommunizieren und die Reputation der Organisation stärken sowie Vertrauen in die Institution aufbauen. So hat es schon Albert Oeckl vor 60 Jahren als Pionier unserer Profession gelehrt und in der Zielsetzung hat es an Aktualität nichts eingebüßt. Das Problem liegt bei den Multiplikatoren, den Journalisten. Zunächst einmal werden es immer weniger. Die Zahlen der Bundesagentur für Arbeit besagen zwar das Gegenteil: Angeblich hat sich die Zahl der Stellen von 2001 bis 2012 von 123.000 auf 162.000 erhöht. Die gefühlte Realität ist jedoch eine andere: Die Blätter werden immer dünner, ganze Redaktionen verschwinden und die verbleibenden sind kleiner. Vielleicht verhält es sich mit der Statistik der Bundesagentur wie mit der Ankündigung des Axel-Springer-Verlags im März 2013, als gefeiert wurde, dass ein Drittel der Umsätze durch digitale Produkte erwirtschaftet wird. Ist das jetzt der Durchbruch bei der digitalen Vermarktung journalistischer Inhalte?

Schaut man genauer hin, so stellt sich heraus: Gemeint sind Erlöse aus Immoscout24 und anderen, gerade nicht journalistischen Aktivitäten. Die jüngste Entscheidung des Verlags, sich von seinen Regionalzeitungen und einigen Zeitschriften zu trennen, unterstreicht die Annahme, dass selbst die Verlage den Glauben an die Zukunft des Journalismus verloren ha-

zungen zufolge buhlen inzwischen Pressesprecher im Verhältnis zwei zu eins um die Aufmerksamkeit der letzten – mittlerweile unter Artenschutz stehenden – Journalisten. Zweitens haben sie keinen Platz mehr, das aufzunehmen. Drittens und am wichtigsten: Damit wird zunehmend die gewünschte Wirkung verfehlt. Die Reputation von Unternehmen und Unternehmensführern befindet sich laut Edelman-Trust-Barometer 2013 im freien Fall. Edelman spricht von einer ernsten Vertrauenskrise von Unternehmensführern. Offenbar bewirkt das medial vermittelte Bild unserer CEOs nicht das, was wir uns in den Kommunikationsabteilungen ausgedacht haben. Was das Trust-Barometer auch zeigt: Die alte vertikale Einflusspyramide funktioniert nicht mehr. Sie basierte auf der Annahme, dass Informationen, etwa vom CEO, über eine Kaskade in die breite Bevölkerung rutschen. Wer oben in der Pyramide saß, hatte den größten Einfluss. Seit einigen Jahren beobachten wir einen fundamentalen Wandel. Das größte Vertrauen genießt heute der Freund auf Facebook oder Twitter, die Xing-Community oder neudeutsch: der „Peer“. Mit dem Peer ins Gespräch zu kommen, das ist das Ziel. Aus Kommunikationsperspektive sind die Peers die „Influencer“. Es ist vielleicht auch ein Hype und bedeutet nicht, dass Journalisten damit plötzlich unwichtig wären. Die Gewichtung verschiebt sich nur zunehmend, gerade wenn es darum geht, den Kommunikationserfolg nicht nur zu postulieren, sondern ihn zu beweisen.

„Kommunikationschefs des alten Paradigmas agieren unsichtbar wie Harry Potter unter seinem Zauberumhang“ ben. Was das Geschäftsmodell angeht, sitzen Journalisten und PR-Verantwortliche im gleichen sinkenden Boot. Die Analyse ist aber noch nicht vollständig, denn nicht nur das Geschäftsmodell, sondern auch das alte Handwerkszeug funktioniert zunehmend schlechter. Die traditionelle Kommunikationsstrategie aller Kommunikationsabteilungen, vereinfachend ausgedrückt, bestand darin, viele gute Nachrichten über viele Kanäle an viele Multiplikatoren zu verbreiten. 500 Pressemitteilungen im Jahr, Pressekonferenzen, Roundtables und Pressereisen. Letztere kosten Kommunikationschefs, wenn sie es übertreiben, zu Recht den Kopf, wie man bei Thyssen-Krupp unlängst studieren durfte. Es muss nicht erst zum Straftatbestand werden. Auch so gilt: Das Motto, viel hilft viel, und wenn es ein bisschen teurer ist, noch mehr, ist gescheitert. Erstens sind die Adressaten von dem Trommelfeuer des „wir sind die Tollsten“ gesättigt. Schät-


Von „Push“ zu „Engage“ Schlechte Zeiten also für Spin-Doctors, die weismachen wollen, sie müssten nur den Chefredakteur xy anrufen und die Sache läuft oder nicht. Es sind die vielen Influencer, mit denen es ins Gespräch zu kommen gilt. Dabei heißt „ins Gespräch kommen“ eben nicht, den Influencer mit Presse-Infos zu überfluten. Vielmehr bedeutet es, zuzuhören, sich als Kommunikationsverantwortlicher einzubringen, sachverständig und authentisch auch kritische Diskussionen zu führen. Das stellt den größten Paradigmen-Wechsel dar – von „Push“ hin zu „Engage“. Kommunikationschefs des alten Paradigmas hingegen agieren unsichtbar wie Harry Potter unter seinem Zauberumhang. Der Kommunikationsverantwortliche neuen Typs ist dazu das Gegenmodell: kompetent in der Sache, empathisch im Umgang mit seinen Zielgruppen, authentisch handelnd und sichtbarer Re-

den ist, also über die meiste Kompetenz verfügt, die Social-Media-Aktivitäten der Organisation zu orchestrieren. Nicht überall folgt aus der allgemeinen Zustimmung die Übertragung von Steuerungskompetenzen. Da, wo die Social-Media-Governance jedoch in der PR liegt, kann man beobachten, wie das Modell wirkt. Mit der Governance stellt sich nämlich ganz natürlich die Frage nach den Inhalten: Wo kommen sie her, wie werden sie aufbereitet und wie werden sie publiziert? Und wird dieser Prozess koordiniert? Das kann komplex werden. Ein Beispiel aus der Microsoft-Welt. In Deutschland existieren rund 130 Social-Media-Kanäle, Facebook-Seiten, Xing-Gruppen, Youtube-Accounts, die operativ in den Geschäftsbereichen verantwortet werden. Ohne ein Redaktionsplanungssystem (im einfachsten Fall ein Kalender) lässt sich keine Struktur schaffen. PR schafft diese Struktur (Governance) und rückt damit sehr dicht an die Wertschöpfungskette.

„PR wird die Fähigkeit zum Storytelling ausbauen, die Themen-Governance ausüben und sich zum Content-Hub für die Organisation entwickeln“ präsentant seiner Organisation in der Öffentlichkeit. Dieser Typ Kommunikator bedient nicht nur eine andere Klaviatur, er verfügt über ein anderes Skill-Set. Zurück zu den Influencern. Auch im Marketing möchte man gerne mit den Influencern sprechen, in Facebook präsent sein und die eigenen Kommunikationsplattformen einsetzen, um Zielgruppen unmittelbar zu erreichen. Dabei kommen sich PR und Marketing zunehmend ins Gehege. Integriertes Marketing, über das in den letzten 20 Jahren sehr flüssig, aber sonst ohne weitere Konsequenzen gesprochen wurde, wird unerlässlich. Die bisherige Zwischenbilanz zur Zukunft der PR sieht düster aus. Trotzdem wird Public Relations eine Zukunft haben, wenn es gelingt, das Geschäftsmodell neu zu erfinden. Die Schnittmengen zwischen Marketing und PR sind mit der Bespielung von Social-Media-Plattformen sehr viel größer geworden. Und nicht nur Marketing bespielt diese. Auch Human Resources, der Einkauf, nahezu alle Unternehmensfunktionen haben für sich den Nut zen entdeckt und wollen ihn ganz selbstverständlich auch ankurbeln. Das Gute ist, niemand stellt ernsthaft in Frage, dass PR der Einäugige unter den Blin-

Die Konsequenz aus diesem Vorgehen heißt auch, sich von der Illusion der „One-Voice-Policy“ zu verabschieden – in dem Sinne, dass nur die PR für die Organisation spricht. Stattdessen wird PR auf diese Weise zum „Enabler“ mit dem Ziel, dass jedes Mitglied in der Organisation in der Lage ist, in angemessener Weise zu kommunizieren. Die Klage über zu wenige Mitarbeiter in der Kommunikationsabteilung steht dann plötzlich in einem anderen Licht, denn nicht nur die (meist) wenigen in der Kommunikationsabteilung, sondern alle Mitarbeiter der Organisation werden damit zu Markenbotschaftern. Das bedeutet allerdings nicht, dass Journalisten in diesem Modell den Pförtner anrufen sollen, um sich die Informationen zu holen – an der Bearbeitung traditioneller Medien ändert sich nichts.

Kern der Umbauarbeiten Der Kalender oder das Redaktionssystem sind nicht primär Werkzeug, sondern vor allem Plattform für Inhalte. Inhalte, die zu erstellen sind. Hier eröffnet sich ein großes Betätigungsfeld. Viele PR-Abteilungen haben sich mit Blick auf ihre aus PR getriebenen Social-Media-Akti-

vitäten schon neu organisiert. Und die, die darüber noch nicht nachgedacht haben, sollten es dringend tun. In einer Organisation spricht man von einem Newsroom, woanders vom Editorial Board. Kern der Umbauarbeiten ist immer, einen themenorientierten redaktionellen Prozess abzubilden. Dort entsteht Content in unterschiedlichsten Formaten: Features, Reportagen, Blog-Beiträge, Videos und ja, auch Pressemitteilungen. Aber während bislang die Kommunikation über Multiplikatoren im Mittelpunkt stand, steigt jetzt die Bedeutung von eigenen Plattformen, auf denen redaktionelle Inhalte publiziert werden. Die Marketing-Verantwortlichen nennen das neuerdings Content Marketing und geben im Umkehrschluss wohl zu, dass Marketing abseits dieses Ansatzes eine weitgehend inhaltsfreie Angelegenheit ist. Content Marketing ist der Sache nach PR und ein weiterer Beleg für die große Schnittmenge zwischen beiden Bereichen. Wo Marketing „inhaltlich“ wurde, im Corporate Publishing, gibt es großartige Beispiele, wie kreative Corporate-Publishing-Produkte ihren Weg machen. Corporate Publishing nimmt eine dynamische Entwicklung – vor allem wenn es gelingt, den Geruch von Druckerschwärze zu vertreiben. Die Perspektive unserer Profession liegt darin, dass die Produktion dieses Contents zunehmend über die Redaktionsprozesse in der PR erfolgt. Und daraus entsteht das neue Geschäftsmodell: PR wird die Fähigkeit zum Storytelling ausbauen, die Themen-Governance ausüben und sich zum Content-Hub für die Organisation entwickeln. Das ist kein Schalter-Umlegen. Der Weg mag – je nach Entwicklungsstand der Organisation – unterschiedlich weit sein. Er führt die Kommunikation aber an die Wertschöpfungskette und verändert die Zusammenarbeit von PR und Marketing strukturell.

Zuerst erschienen im Magazin pressesprecher Ausgabe 05/2013

Thomas Mickeleit Director of Communications und Mitglied der Geschäftsführung – Microsoft Deutschland


Rückblick 2007 – 2013 Die Deutsche Presseakademie blickt bereits auf acht Tagungen zum Thema Community Management und Social Media-PR zurück. Diese Tagungsreihe hat sich als erfolgreiche Plattform für Kommunikationsverantwortliche, PR-Referenten und Pressesprecher etabliert. Regelmäßig präsentieren profilierte Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft und Beratung Ihre Erfahrungen im Umgang mit Social Media und diskutieren den aktuellen Stand der Internet-Kommunikation.

2007: Blogs & Podcasts Online-Offensiven im Web 2.0

2013: Trends nutzen. Standards schaffen.

„Interessante Vorträge und Teilnehmer. Einiges mitgenommen auch aus den Gesprächen am Rande der Tagung - gerne wieder!“ Cornelia Kamper, Hochschule Pforzheim

2012: Crowdsourcing - Die Intelligenz der Massen nutezn

2013: Channel-Contentmanagement in Social Media und Web


Vorschau Reden schreiben – 6. Mai 2014 B­ erlin

„„Community Management und Social Media: Was es in der Theorie bedeutet und wie es als Best Practice bei Unternehmen wie McDonalds gelebt wird. Ein Anreiz für jedes Unternehmen, eigene Aktivitäten zu starten und ein Umdenken im Bereich PR zu bewirken.“.“ Benjamin Kompa, Evonik Services GmbH

Corporate Social Responsability 23. Juni 2014 ­B erlin

Interne Kommunikation 3. - 4. Juli B­ erlin

PR-Summerschool 9.-12. Juli 2014 Berlin


Service Veranstalter

Ansprechpartner

Allgemeine Geschäftsbedingungen für Tagungen, veranstaltet von der depak – Presseakademie GmbH Preise Alle Preise verstehen sich zuzüglich gesetzlicher Mehrwertsteuer.

Die Deutsche Presseakademie, gegründet in Berlin, bietet ein umfangreiches Angebot an Ausbildung und Weiterbildung für das Berufsfeld Public Relations/Presse- und Öffentlichkeitsarbeit an. Ziel der Akademie ist es, einen wesentlichen Beitrag zu einer umfassenden und stetigen Professionalisierung des Berufsfelds Public Relations und Kommunikation zu leisten. In den Seminaren, Präsenz- und Online-Studiengängen sowie Fachtagungen wird ein breites Spektrum klassischer und innovativer Themen aus dem Berufsfeld der Public Relations abgedeckt. Das Programm richtet sich an Kommunikationsverantwortliche in Unternehmen, Institutionen, Verbänden und Agenturen, die sich oder ihr Unternehmen in der Öffentlichkeit überzeugend darstellen wollen. www. depak.de

Leiterin Tagungsmanagement Ruth Neuberger ruth.neuberger@depak.de Teilnehmermanagement Dennis Schultz dennis.schultz@depak.de Deutsche Presseakademie Werderscher Markt 13 10117 Berlin Telefon: +49 (0) 30/44 72 95 00 Fax: +49 (0)30/44 72 93 00 Besuchen Sie uns für weitere Informationen im Internet: www.tagungen.depak.de www.facebook.com/TagungOnlinekommunikation

Veranstaltungsort Das moderne Seminar- und Konferenzzentrum Quadriga Forum liegt zwischen Friedrichstraße, Unter den Linden und Spittelmarkt im Bezirk Berlin Mitte – wenige Minuten von Hausvogteiplatz und Gendarmenmarkt entfernt. Die hellen Räume bieten ein optimales Umfeld, um neue fachliche Einblicke zu erhalten und Kontakte zu knüpfen.

Unsere Empfehlung Unseren Tagungsteilnehmern und -teilnehmerinnen empfehlen wir das ARCOTEL John F Berlin, das in unmittelbarer Nähe unseres Seminar- und Konferenzzentrums Quadriga Forum liegt. Von dort haben Sie einen kurzen und bequemen Weg zu unserer Veranstaltung.

Quadriga Forum Werderscher Markt 15, 10117 Berlin Telefon: +49 (0) 30/44 72 94 80 www.quadriga-forum.de

ARCOTEL John F Werderscher Markt 11, 10117 Berlin Reservierung unter: Telefon: +49/ (0)30/40 50 46 0

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Stornierung Eine Stornierung muss schriftlich erfolgen. Wird eine Festbuchung storniert, fallen folgende Stornierungsgebühren an, wenn für die betreffende Tagung kein Ersatzteilnehmer gestellt wird: • bis zu 31 Kalendertage vor Beginn der Tagung: keine Kosten • Storno bis zu 14 Kalendertage vor Beginn der Tagung: 50 Prozent des Preises • Storno weniger als 14 Kalendertage vor Beginn: voller Preis Eine Stornierung ist dann kostenfrei, wenn schwerwiegende Anlässe diese rechtfertigen. Dies gilt in folgenden Fällen: Tod, schwere Unfallverletzung oder unerwartete schwere Erkrankung des Teilnehmers, seines Ehegatten, Lebensgefährten, seiner Kinder. Schaden am Eigentum des Teilnehmers infolge von Feuer, Elementarereignis, Verkehrsmittelunfall des Teilnehmers am Tage der Veranstaltung oder vorsätzlicher Straftat eines Dritten, sofern der Schaden im Verhältnis zu der wirtschaftlichen Lage und dem Vermögen des Geschädigten erheblich oder sofern zur Schadensfeststellung seine Anwesenheit notwendig ist. Ausscheiden des Teilnehmers aus dem Unternehmen infolge der Kündigung durch den Arbeitgeber. Es wird darauf hingewiesen, dass der Teilnehmer in Erfüllung seiner Obliegenheiten der depak – Presseakademie GmbH geeignete Nachweise für das Vorliegen eines schwerwiegenden Anlasses vorzulegen hat. Erforderlich ist: • bei einer schweren Unfallverletzung oder unerwarteten schweren Erkrankung ein ärztliches Attest mit Angabe von Diagnose und Behandlungsdaten nachzuweisen. Ein einfacher Krankenschein ist daher in der Regel nicht ausreichend; • bei Eigentumsschäden ein Nachweis über die Strafanzeige oder eine Versicherungsbestätigung sowie eine Versicherung an Eides Statt über den Schadensumfang oder die Anwesenheitsnotwendigkeit; • bei Verlust des Arbeitsplatzes das Kündigungsschreiben mit Angabe des Kündigungsgrundes; • bei Tod eine Sterbeurkunde. Die Stornierung muss in jedem Fall schriftlich erfolgen. Absagen und Änderungen Die depak – Presseakademie GmbH behält sich vor, Tagungen räumlich und / oder zeitlich zu verlegen oder abzusagen oder andere Referenten ersatzweise einzusetzen, wenn dies aufgrund mangelnder Teilnehmerzahl, einer Verhinderung des Referenten oder anderer nicht unmittelbar von der depak – Presseakademie GmbH zu vertretender Gründe sachlich gerechtfertigt ist. Zu einem Ersatz von Reise- und Übernachtungskosten, Arbeitsausfall oder anderen Schäden ist die depak – Presseakademie GmbH in diesen Fällen nicht verpflichtet und in anderen Fällen nur dann, sofern ein grobes Verschulden vorliegt. Ist eine Verlegung für den Teilnehmer nicht zumutbar, ist er berechtigt, seine Buchung unverzüglich kostenfrei zu stornieren. Bild- und Filmmaterial Der Teilnehmer erklärt sein Einverständnis, dass die depak – Presseakademie GmbH grundsätzlich berechtigt ist, von Veranstaltungen Foto- und Filmmaterial zu fertigen und damit der eventuellen Abbildung seiner Person, um dieses als Referenzmaterial zu veröffentlichen. Gerichtsstand Gerichtsstand ist Berlin.

7. Fachtagung Social Media


Anmeldung

Fax: +49 (0) 30/44 72 93 00 Ich möchte an der Tagung „Social Media & Brand Journalism“ vom 27. bis 28. März 2014 teilnehmen und akzeptiere die Teilnahmebedingungen (www.depak.de/agb).  Ich melde mich zum Vollpreis von 1090 Euro1 an.  Ich nutze den Frühbucherrabatt und melde mich bis spätestens zum 28. Feburar 2014 für 970 Euro1 an. Der Frühbucher­rabatt gilt nur, wenn die Anmeldung bis zu diesem Zeitpunkt bei der depak – Presseakademie GmbH eingegangen ist.  Ich bin Mitglied im Bundesverband deutscher Pressesprecher (BdP) oder möchte Mitglied beim BdP werden (von zur Zeit 155 Euro pro Kalenderjahr inkl. Abonnement des Magazins pressesprecher) und melde mich zum ermäßigten Preis von 860 Euro1 an.  Ich bin Abonnent des Magazins pressesprecher oder möchte Abonnent des Magazins pressesprecher (120 Euro /Jahr3) werden und melde mich zum vergünstigten Preis von 860 Euro1 an.   Ich besitze die depakCard und nutze die 5%-Ermäßigung auf den Vollpreis bzw. den Frühbuchertarif1. Meine Kartennummer: _____________

Firma Abteilung / Position Name / Vorname2 Straße2

PLZ / Ort2

Telefon / Fax

E-Mail2

Ort / Datum2 Unterschrift2

 Ich möchte weitere Mitarbeiter oder Kollegen vergünstigt anmelden: Jede zusätzliche Person erhält eine Ermäßigung von 100 Euro auf den Frühbucher- bzw. Vollpreis. Person 1: Name / Vorname2 Position / E-Mail2 Person 2: Name / Vorname2 Position / E-Mail2

Abweichende Rechnungsadresse? 

Ja 

Nein

Firma Name / Vorname Abteilung / Position Straße / PLZ / Ort  Ja, ich möchte zukünftig weitere Hinweise zu Veranstaltungen der depak-Presseakademie GmbH per E-Mail erhalten4  Ja, ich möchte zukünftig weitere Hinweise zu Veranstaltungen unserer Kooperationspartner Helios Media GmbH (zum Beispiel des Magazins pressesprecher), Quadriga Hochschule Berlin GmbH und Quadriga Akademie Berlin GmbH per E-Mail erhalten 4.

Ort / Datum

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Alle Preise gelten zzgl. der gesetzl. MwSt. Im Preis enthalten sind die Teilnahme an der Tagung, die ­Tagungsunterlagen sowie die im Rahmen der Tagung angebotenen Speisen und Getränke. Diese Felder sind Pflichtfelder und müssen ausgefüllt werden. 3 140 Euro/Jahr für ein Abonnement aus dem Ausland, 60 Euro/Jahr für Studenten. Weitere Informationen unter: www.pressesprecher.com 4 Für den Newsletterversand speichern wir Ihre E-Mailadresse, sowie Ihren Vor- und Nachnamen, die wir für die persönliche Ansprache benötigen. Weitere Daten erheben bzw. speichern wir für den Versand des Newsletters nicht. Diese Daten werden nur für den Versand der Newsletter verwendet und werden nicht an Dritte weitergegeben. Ihre Einwilligung zur Speicherung der Daten, der E-Mailadresse, Ihres Namens sowie deren Nutzung zum Versand des Newsletters können Sie jederzeit ohne Angabe von Gründen rechtlich verbindlich widerrufen. Ihren Wunsch werden wir selbstverständlich berücksichtigen. Kosten oder sonstige Nachteile entstehen Ihnen dadurch nicht. Sofern Sie künftig keine Werbung mehr von uns per Post erhalten möchten, können Sie der Verarbeitung und Nutzung Ihrer Daten für Werbezwecke ohne Angabe von Gründen rechtlich verbindlich widerrufen. Ihren Wunsch werden wir selbstverständlich berücksichtigen. Kosten oder sonstige Nachteile entstehen Ihnen hierdurch nicht. 2

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tagungen.depak.de


Was muss ein Brand Journalist können? Seite 5

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Seite 11

MODUL I – GETTING STARTED:

Storytelling von der Pike auf! Uwe Knaus, Daimler AG Seite 9

Wie sieht erfolgreiche Zusammenarbeit von Marketing und PR aus?

Seite 5

Wer gewinnt das Sight Running?

Risikofaktor Mitarbeiterpostings

Nur für Eingeweihte

Achim Achilles, Deutschlands bekanntester Hobby-Läufer

Rules der Onlinewelt

Seite 10

Annabelle Atchison, 33-digital

Seite 3

Wie solche Postings gar nicht erst auftauchen, zeigt unser Experte

Seite 5

WANTED

DER BESTE

Knallharte Erfolgsanalyse: Was zieht, was nicht? Wann Sie wie und warum einen Blog brauchen, erfahren Sie hier.

STORY TELLER

Was braucht eine gute Story?


9. Tagung Social Media & Brand Journalism