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Nr 2

Das Magazin Ăźber das Heinsberger Land

2018

Die Kraft von Wasser und Wind

Entdecken Sie altes Handwerk und echte Landmarken

On Tour in und um Erkelenz Auf dem Rad durch den perfekten Tag

Meditatives Wandern & Pilgern Im Einklang von KĂśrper, Geist und Seele

Produkte aus der Region Mit lokalen Erzeugnissen Leckeres zaubern


HEINS 4

Liebe Leserinnen und Leser, was war das für ein Sommer! Mit unendlich vielen Sonnenstunden und warmen Tempera­ turen hat er uns üppig verwöhnt. Für so manchen mag das sogar etwas zu viel des Guten gewesen sein. Umso mehr freuen wir uns heute auf Herbst und Winter. Auf Rad­ touren in goldenem Licht, auf Wanderungen durch raschelndes Laub und auf die köstlichen, vertrauten Gerichte der Saison. Entdecken Sie in der vierten Ausgabe von HEINS, dem Magazin für unsere Gäste im Heinsberger Land, die Vielfalt der Wasser- und Windmühlen hier. Picken Sie Ihre Favoriten aus den „Heinslights“ und lassen Sie sich inspirieren – zu einer Meditation in der Natur, einer Erlebnis-­ Gästeführung oder einem Streifzug durch unsere Hofläden. Wie auch immer Sie Ihre Zeit bei uns gestalten, wir freuen uns auf Sie! Und wenn Ihnen etwas einfällt, was wir besser machen können, schreiben Sie an heins@heinsberger-land.de.

INHALT

3 Interview mit Gästeführerin Berti Davids-Heinrichs von Westblicke e. V.

4 Alte Mühlen neu entdeckt Wind- und Wassermühlen der Region

6  uf in den perfekten Tag A in und um Erkelenz

10 Heinslights im Herbst und Winter

12 Meditatives Wandern & Pilgern Anregungen zur inneren Einkehr

14 Ganz schön lecker Auf Streifzug durch die Hofläden

15 Hastenraths Will über Weihnachten im Heinsberger Land

Weitere Informationen, tolle Tipps und Veranstaltungen finden Sie auf www.heinsberger-land.de

Impressum Herausgeber: Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Heinsberg mbH (WFG) – Heinsberger Land Klostergasse 17, D-52525 Heinsberg

Text: Carolin Kämmer-Erlenkämper Konzeption und Gestaltung: POWER+RADACH werbeagentur gmbh, ­ www.power-radach.de

T +49(0)2452/13 14 - 15, F +49(0)2452/92 41 039, info@heinsberger-land.de, heinsberger-land.de

Fotos: © M. Bullik, M. Kaiser (Eisenbahnnostalgie.de), J. Laaser, U. Pahnke-Felder (Venlo NL), Rurtal Produktion, Stadt Erkelenz, Stadtmarketing Hückelhoven & MK Illumination, K. Stieding, WFG - Heinsberger Land, Westblicke e. V.

V.i.S.d.P.: Ulrich Schirowski, Geschäftsführer

Druck: HS Grafik + Druck GmbH & Co. KG, Heinsberg, Vorabauflage: 500, Auflage: 10.000 2


Aus dem Westblicke-Team: Kuni Bürsgens, Berti Davids-Heinrichs, Therese Wasch, Simone Palloni, Anette Tanz, Brigitte Geradts-Wimmers

Brigitte Geradts-Wimmers und Kuni Bürsgens

Mit Herz und Verstand durchs Heinsberger Land Berti Davids-Heinrichs ist eine von derzeit neun Gästeführerinnen des Westblicke e. V. Der Verein bietet das ganze Jahr über ein buntes Potpourri an Erlebnistouren durch die schönsten Ecken im Heinsberger Land. Neben Themenwanderungen, Raderlebnis­ touren, Orts- und Gebäudebesichtigungen oder kulinarischen Schlemmertouren, stehen auch kulturelle Leckerbissen, wie z. B. ein Natur­theaterstück, auf dem Programm. Jede Führung ist mit viel Detailwissen und Heimatliebe konzipiert und regt garantiert zur Wiederholung an. Liebe Frau Davids-Heinrichs, bitte verraten Sie uns: Was genau ist Westblicke e. V.? Westblicke, das sind aktuell neun Frauen – alle nach den Richtlinien des Bundesverbandes der deutschen Gästeführer (BVGD) zertifizierte, freiberufliche Gästeführerinnen – die in den verschiedenen Regionen des Heinsberger Landes ihren Gästen den Reiz und die Geschichte ihrer Heimat vermitteln. Vor inzwischen mehr als zwölf Jahren wurden wir über ein Förderprogramm ausgewählt und ausgebildet. Seither konzipieren wir gemeinsam alljährlich ein wirklich abwechslungsreiches Jahresprogramm. An wen richtet sich Ihr Angebot? An alle von nah und fern, egal ob Tagestouristen, oder solche, die länger hier bleiben. Aber eben auch an die Menschen von hier, und das können wir nur anregen. Neulich sagte ein Gast aus Übach-Palenberg: „Im Urlaub schaue ich mir jedes Schloss auch von innen an. An denen in meiner Heimat bin ich bislang leider immer nur vorbei gefahren.“ Und er hat Recht. Fast alle, die einmal eine Führung bei uns gebucht haben, werden zu Wiederholungstätern. Besonders freut uns natürlich, wenn Besucher wegen unseres Angebots ins Heinsberger Land kommen. Zu unserem Naturtheaterstück „Hebammenflucht und Hexenbrand“ durften wir kürzlich Zuschauer begrüßen, die extra aus dem Ruhrgebiet angereist waren. Das fand ich toll! Was macht das Angebot der Westblicke denn so besonders? Herz und Verstand unserer Gästeführerinnen. Wir zeigen nicht einfach und rattern dazu Fakten herunter. Unsere Führungen und Touren sind ganz individuell und locker, dabei voll von kleinen Anekdoten, die den Gast zum Schmunzeln und Staunen bringen. Geschichten werden erlebbar. Manchmal trifft der Gast auf historische Figuren, wie etwa bei unseren Kostümführungen. Manchmal probiert er Leckerbissen der Region, wie z. B. bei der „Schlemmer-Tour“ in Wassenberg. Und manchmal radelt er in 4 Stunden durch 3 Länder. Übrigens bieten wir all unsere Führungen auch geschlossenen Gruppen an.

Naturtheater: Therese Wasch und Berti Davids-Heinrichs

Haben Sie persönliche Highlights? Jetzt im Herbst mag ich besonders, wenn wir im altehrwürdigen Physik­saal des ehemaligen Klosters Loherhof in Geilenkirchen ge­meinsam mit unseren Gästen „Die Feuerzangenbowle“ ansehen und selbige probieren. Und wenn ich im Dezember bei „Burg Trips erstrahlt im Abendlicht“ das Kostüm der Burgfrau im Mittelalter anlege, ist das für Gäste und Gästeführerin gleichsam ein Erlebnis. Stellen Sie sich vor, jemand besucht das Heinsberger Land zum ersten Mal. Was sollte man auf keinen Fall verpassen? Da fällt die Auswahl schwer, denn es gibt so viele sehenswerte Ecken hier. Am Westlichsten Punkt Deutschlands sollte man gewesen sein. Und von dort aus lohnt ein Abstecher ins schöne Selfkant-Dörfchen Millen mit seinem historischen Ortskern. Er oder sie sollte sich unbedingt Zeit nehmen, um die Natur unserer Auenlandschaften zu genießen. Und man sollte eine unserer Burgen oder ein Schloss besichtigen – zum Beispiel Schloss Zweibrüggen in Übach-Palenberg und am besten in Begleitung einer Gästeführerin im Kostüm einer adeligen Dame. Ein Blick ins nächste Jahr: Was erwartet Ihre Gäste in 2019? Lassen Sie sich überraschen und Sie werden überrascht sein! Im Dezember erscheint unser neues Programm auf www.westblicke.de. Der Flyer wird bei den Städten und Gemeinden ausliegen. Wir haben eine schöne Mischung an neuen und etablierten Angeboten zusammengestellt, da ist für jeden Geschmack etwas dabei. Raderlebnistour So wird es erstmals eine Stadtführung von uns in Erkelenz geben. Den Titel hat meine Kollegin schon verraten: „Von Tor zu Tor und Mittendrin“. Ich hoffe, wir sehen uns!

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„So geht das

mit dem Meh

l.“

TITELTHEMA: MÜHLEN

„Rickeracke, rickeracke, geht die Mühle mit Geknacke.“ Wilhelm Busch, „Max und Moritz“, Letzter Streich

„Eine Mühle ist ein Gerät, eine Maschine oder eine Anlage, um stückiges Aufgabematerial zu fein- oder feinstkörnigem Endprodukt zu zerkleinern.“, sagt das Lexikon. Mit eben dieser Zerkleinerungsvorrichtung sehen sich Max und Moritz konfrontiert, als sie Bauer Mecke in ihrem letzten Streich übel mitspielen. Ja, er hatte schon ein besonderes Verhältnis zu Mühlen, dieser Wilhelm Busch. Das mag an seinem langjährigen und guten Freund, dem Müllersohn Erich Bachmann gelegen haben. So hätte sich der bekannte Dichter und Zeichner sicher auch im Heinsberger Land recht wohl gefühlt, denn gebaute Zeitzeugen des alten Müllerhandwerks finden sich hier e ­ rstaunlich viele.

Breberener Mühle

Kennen Sie die?

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Auf der Selfkant-Mühlenstraße Der Nord-Westen des Heinsberger Landes war und ist mühlenreich. Von den einst 19 Windmühlen sind dort heute noch vier intakt. Vier weitere sind als Stümpfe erkennbar. „Mien Aerm send stärk, Drom brengt mech Werk“ (Meine Arme sind stark, drum bringt mir Arbeit) fordert das Schmuckbrett der Windmühle Haaren. Fast jede Mühle ziert ein solcher Haubenspruch, auf dem z. B. Wünsche oder auch das Baujahr zu lesen sind. Beeindruckt ist, wer die bespannten Flügel in Bewegung beobachtet. Mit der Selfkant-Mühlenstraße hat der Verein Historische Mühlen im Selfkant e. V. einen Fahrradkurs geschaffen, der den Mühlenreichtum dort eindrucksvoll erkennen lässt. Von der Windmühle in Heinsberg-­ Kirchhoven (anno 1882) über die beiden schönen Exemplare in Waldfeucht-Haaren (anno 1842) und Waldfeucht selbst (anno 1897) geht es bis nach Gangelt-Breberen (anno 1842), wo ein gemütliches Café zur Einkehr einlädt. Wer danach noch ein Stück radeln möchte, fährt weiter gen Westen bis zur Wassermühle Selfkant-Millen. Der ­ Verein bietet geführte Besichtigungen der vier Windmühlen an. Echte Müller zeigen dann, wie das Korn zu Mehl gemahlen wird – ein lehr­reiches Erlebnis, nicht nur für kleine Gäste. Weitere Infos: www.muehlenverein-selfkant.de

Nicht umsonst heißt es hier „Im Tal der Mühlen“. Allein rings um Wegberg gibt es noch ca.19 Wassermühlen und das hat einen guten Grund: die Schwalm. Sie entspringt in Erkelenz-Geneiken, durchquert unterhalb ihrer Quelle ein Feuchtgebiet südlich des Wegberger Ortsteils Tüschen­ broich und fließt weiter durch den Naturpark Maas-Schwalm-Nette. So bot das Schwalmtal einst ideale Voraussetzungen für den Betrieb von Wassermühlen, meist Öl- und Mahlmühlen.

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Verschiedene Wander- und Radrouten zwischen 2 und 11,5 km Länge führen Sie auf die Spuren zahlreicher gut erhaltener Beispiele, wovon die ältesten aus dem späten Mittelalter stammen. Viele sind restauriert und heute Wohnhaus. Andere sind gastronomisch genutzt und locken mit leckeren, oft regionalen Köstlichkeiten. Mit Blick auf das Mühlrad lassen sich verschiedene Techniken erkennen. Man unterscheidet z. B. ober- und unterschlächtige Wasserräder. Bei oberschlächtigen Wasser­ rädern, wird Wasser von oben auf das Rad geführt, fließt in dessen Taschen und treibt es so durch die Schwerkraft an. Die Tüschen­broicher Mühle (anno 1506) ist mit einem solchen, gut erhaltenen Mühlrad ausgestattet und die letzte ihrer Art an der Schwalm. Ein Besuch lohnt sich in jedem Fall, denn am Tüschenbroicher Weiher lässt es sich herrlich durch die Natur spazieren. Und gleich nebenan ent­decken Sie in der Ölmühle Tüschen­broich (anno 1172) ein Beispiel für ein unterschlächtiges Wasserrad. Hier trifft das Wasser auf die unteren Radtaschen, gibt seine Energie an sie ab und treibt so das Rad. Die Ölmühle ist heute übrigens Wohnhaus und Atelier. Die Bockenmühle (anno 1300), die Wegberger Mühle (anno 1506) mit Café, die Molzmühle (anno 1397), die Dalheimer Mühle (anno 1775) und die Holtmühle (anno 1397) sind nur einige der vielen sehenswerten Beispiele für diesen Mühlradtyp. Keinesfalls verpassen sollten Sie die Schrofmühle. Sie liegt zwischen Wegberg und Rickelrath (erstmalig 1558 erwähnt) und gehört zu den am besten erhaltenen Wassermühlen im Rheinland. Als funktionstüchtige Wasser- und Ölmühle beherbergt sie auch ein Museum, in dem eine Daueraus­stellung Wissenswertes und Kurioses zu Wegberg und seinen Mühlen vermittelt. Die mit rotem Mühlrad über blauer Welle gekennzeichnete Wegberger Mühlentour verbindet auf ca. 42 km fast alle Wegberger Mühlen zu einer empfehlenswerten Route. Weitere Infos: www.wegberg.de

Heute schon vormerken: Jedes Jahr an Pfingstmontag veranstaltet die Deutsche Gesellschaft für Mühlenkunde und Mühlenerhaltung e. V. den Deutschen Mühlentag. Bundesweit setzen Müller dann die Flügel und Wasser­räder ihrer Mühlen für Zuschauer in Betrieb, demonstrieren Mahlvorgänge und bieten oft auch ein buntes Rahmenprogramm.

Tüschenbroicher Ölmühle

Übrigens: In Kürze erscheint unser PocketGuide „Mühlen im Heinsberger Land“. Im praktischen Hosentaschen­format enthält er ausführliche Infor­mationen zu den Mühlen der Region sowie eine detaillierte Karte.

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FAHR RAD!

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 9:00 Uhr 0 Kleinbouslar

Guten Morgen! Gut geschlafen? Vielleicht haben Sie ja im Landhaus Göddertzhof in Erkelenz-Kleinbouslar übernachtet, wo unsere heutige Tour beginnt. Seit 1798 ist der prächtige Vierkant­ hof am Rande der malerischen Ortschaft in Familienbesitz. Heute ist es ein gemütliches Hotel und ein wahrer Geheimtipp, in dem es sich richtig gut entschleunigen lässt. Morgens hier mit einer Tasse Kaffee in der Hand in Vorfreude auf eine Radtour über die weiten Felder blicken – herrlich! Übrigens stellt sich anhand der bewegten Geschichte der Familie und des Hofes eindrucksvoll dar, welche

Länge: ca. 27 Kilometer Höhenprofil:

Start: Kleinbouslar

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Herausforderungen die Bauern der Region im Laufe der Jahrhunderte bewältigten. Historisches landwirtschaftliches Gerät zeugt davon, wie hier früher die fruchtbaren Lössböden bewirtschaftet wurden. Vergleichen Sie das doch einmal mit der modernen Landwirtschaft, denn beim Radeln durchs Erkelenzer Flachland haben Sie heute reichlich Gelegenheit, den Bauern bei der Ernte der Zuckerrüben zuzusehen. Unser Tipp: Das mit regionalen Zutaten auf dem Göddertzhof handgebackene Brot eignet sich hervorragend als Proviant. Und los geht’s!

www.landhaus-goeddertzhof.de

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 1:00 Uhr 1 Rheinisches Feuerwehr­museum in Lövenich

Ein Brand im Feuerwehrmuseum?! Was komisch klingt, war in 2015 traurige Wahrheit im Rheinischen Feuerwehrmuseum in Erkelenz-Lövenich. Das Gebäude wurde dabei schwer beschädigt, doch zum Glück erlitten die über 800 Exponate selbst wenig Schaden – gelernt ist halt gelernt. Seit Oktober 2017 erstrahlt das Museum auf stolzen 1.500 m² in neuem Glanz und lohnt unbedingt einen Besuch. Für 2,50 EUR Eintritt pro Erwachsenem (Kinder bis 14 Jahre zahlen 1,00 EUR) wird Eindrucksvolles geboten: Löschgerät von anno dazumal. Zum Beispiel ein Löschfahrrad, zahlreiche Feuerwehroldtimer und eine erstaunliche Sammlung an Helmen, Uniformen, Geräten zur Brandbekämpfung und Werkzeug begeistern bei Weitem nicht nur Fachbesucher. Kleine Gäste sind aus der großzügigen Spielecke kaum mehr weg zu bekommen, wenn sie die Montur der Feuerwehr in Kindergröße anlegen und sich mit Phantasie und dem großen Holzfeuerwehrauto auf den Weg zu einem Einsatz machen.

www.rheinisches-feuerwehrmuseum.de

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 2:00 Uhr 1 Naturschutzgebiet „Scherresbruch und Haberger Wald“

Losgeeist von den roten Schätzen freuen sich insbesondere Naturliebhaber und Hobby­ archäologen auf den nächsten Teil der Strecke: Entlang des Nysterbachs nordwestlich von Lövenich geht es durch das kleine aber feine Naturschutzgebiet „Scherresbruch und Haberger Wald“. Hier bieten sich wunderbare Ein- und Ausblicke. Zum Beispiel auf den denkmalgeschützten Haberger Hof. Gemeinsam mit seinem Nachbarn Gut Haberg liegt er erhaben oberhalb des Bachlaufs. Und jetzt kommt’s: Nördlich der beiden Höfe gibt es eine ca. 40 Hektar große, überregional bedeutende Fundstätte steinzeitlicher Feuersteinklingen. Hubert Jansen, einst Landwirt auf Gut Haberg, hat dort nämlich über Jahrzehnte stolze 5.500 steinzeitliche Gegenstände gefunden, die Aufschluss über die frühe Besiedlung hier gaben.

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 3:00 Uhr 1 Haus Hohenbusch

Jetzt ist der Straßenname Programm, denn auf der Hohenbuscher Straße durch Hetzerath radelnd steigt die Vorfreude auf den Besuch des ehemaligen Kreuzherrenklosters Haus Hohenbusch. Hier lässt sich die Geschichte der Region ganz besonders eindrucksvoll erleben. Sie beginnt 1146 mit der erstmaligen Erwähnung des Klosters, erzählt von den Ordensbrüdern mit ihrem großen Landbesitz und einer der bedeutendsten Bibliotheken im Umkreis. Dann, unter Napoleons Einfluss, von der Enteignung des einst so ehrwürdigen Klosters, von Verfall und Umnutzung. Und schließlich 1983 von der Rettung und Restaurierung der Anlage durch die Stadt Erkelenz und der sorgsamen Pflege und Weiterentwicklung durch einen Förderverein. Heute bietet der Veranstaltungskalender von Haus Hohenbusch immer wieder Grund für Besuche – von Bauernmarkt bis Elektropop-Festival und von Reitturnier bis Ritterfest. Im Innenhof lädt das Café zum Verweilen ein. Kernstück ist jedoch eine Dauerausstellung zur bewegten Geschichte des Klosters, die kürzlich modernisiert und erweitert wurde. Sehr sehenswert!

www.erkelenz.de

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 4:30 Uhr 1 Maar in Bellinghoven

Jetzt eine Pause und Füße hochlegen! Und zwar an einem ganz besonderen Ort – einem wahren Kleinod im Heinsberger Land. Schön ist er, wie gemalt, dieser Ortskern von Bellinghoven. Mitten drin liegt eingerahmt von Grünanlagen ein fast kreisrunder Weiher, Maar genannt. Hier lässt sich das mitgebrachte Brot mit Blick aufs Wasser gemütlich verputzen. Wem am Abend der Magen knurrt, der kehrt zurück und lässt sich im Hotel-Restaurant Schwanenhof mit Blick auf die Maar z. B. ein US Black Angus Steak vom Lavagrill schmecken. Rund um die Maar ordnen sich die Häuser und Höfe des Ortes an. Und das hat guten Grund, denn früher war sie Löschwasserteich, Viehtränke, Pferdeschwemme, Fischteich und diente zur Haltung von Enten und Gänsen. Eine historische Wasserpumpe ­erinnert an diese Zeit. Im Winter schnitt man aus der zugefrorenen Maar auch Eisblöcke zur Lebensmittelkühlung. All diese Funktionen erfüllt sie natürlich heute nicht mehr, aber eines ist geblieben: Früher wie heute verbringt man gern seine Freizeit hier. Im Winter wird Schlittschuh gelaufen, im Sommer findet das Sommerfest mit Vehikelrennen statt. Und alljährlich wird hier natürlich der Maibaum aufgestellt. Es lohnt sich auch ein Blick in die kleine Marienkapelle von 1824 am Ufer der Maar.

www.hotel-schwanenhof.de

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Weiter geht es einmal quer durch die Stadt Erkelenz und hier gibt es viel zu sehen. Begeben Sie sich auf die historischen Spuren der über 1.000-jährigen Geschichte und erkunden Sie die Wahrzeichen der Stadt: die Burg, 1349 erstmals urkundlich erwähnt, das alte Rathaus von 1546 und den 83 m hohen Lambertusturm von 1457. Währenddessen laden Sie Ihr E-Bike übrigens ganz bequem in der Ladestation der West-Bike-­ 24 Route am Johannismarkt. Statten Sie auch den Gelbwangenschildkröten im Ziegelweiher einen Besuch ab. Oder decken Sie sich bei einem Abstecher zur Senf- und Gewürzmühle mit Köstlichkeiten ein. Treten Sie 17 noch einmal in die Pedale und streifen Sie 03 im Anschluss über die Felder 37 10 Norden. gen

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55 Die letzte Station unserer Radtour ist ein70 Ort der Besinnung nördlich von 76 73 Erkelenz gelegen. Wegberg-Holtum ist56 seit dem Mittelalter beliebtes Ziel bei 57 Pilgern, denn hier steht eng an der Hauptkirche die Gnadenkapelle mit dem 71 Holtumer Gnadenbild, 75 72 einer Schutzmadonna. Die „Schwarze Mutter Gottes 26 350 Jahre alt, die sich über von Holtum“ ist eine Schnitzarbeit aus Holz, über die Zeit schwarz färbte. Bei der25 Betrachtung der leuchtenden Marienfigur ­mit ausgebreitetem Mantel fällt es leicht, einen Moment der 27 Ruhe und 74 Dankbarkeit zu erleben. 24 28 59 58 15 14 www.wegberg.de

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06 Aktuelles, Anregungen und Nützliches rund ums Radfahren finden Sie auch auf 57www.heinsberger-land.de 03

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ORTE, TERMINE, ERLEBNISSE

Heinslights 02.09.– 03.11.

Heinsberg: bra-partizipation Kunstprojekt zum 100. Geburtstag des BH

„Mops Zirkus“ heißt dieses Kunstwerk von Meike Kohls und lässt uns schmunzeln, denn unter dem aus einem pinken BH gespannten Zirkusdach schauen uns fünf schwarze Möpse freundlich entgegen. Das Kunstwerk ist eines von 66 teils humorvollen, teils kritischen Objekten der Wanderausstellung „bra-partizipation“, die bis zum 03.11. im BEGAS HAUS – Museum für Kunst und Regional­ geschichte in Heinsberg zu sehen ist. Sie wurde anlässlich des 100. Geburtstages des BHs von Künstlerin und Designerin Ursula Pahnke-­Felder initiiert. 54 Künstlerinnen setzten sich in den Jahren 2014 und 2015 intensiv mit dem Büstenhalter und dessen Rolle als Zeichen der Freiheit, Selbstbestimmung und Emanzipation der Frau auseinander. Sie erschufen Installationen, die der Bedeutung dieses Kleidungsstückes von seiner Patentanmeldung im Jahr 1914 bis heute Rechnung tragen. Zur Ausstellung erschien ein begleitendes Foto-Kunstbuch. Weitere Infos, Öffnungszeiten und Eintrittspreise: www.begas-haus.de

12.–14. Okt

Waldfeucht-Haaren & Übach-Palenberg: Feiern wie die Bayern

Die Haarener können Gaudi – das ist bewiesen. Das „Haarener Oktoberfest“ geht in diesem Jahr bereits in die 54. Runde und ist einfach Kult. In Dirndl und Lederhos’n feiert es sich im XXL-Zelt bei echt bayrischer Tanz- und Partymusik äußerst zünftig. Und mit traditionellem Fassanstich am Eröffnungsabend, dem stets gefüllten Biergarten und den attraktiven Fahrgeschäften macht eines der größten Oktoberfeste NRWs jeden glücklich, der bayrisches Brauchtum liebt. A kühls Bier und a guade Brezl sollen’s sein? Am vorletzten und letzten 19.+20. 27.+28. Wochenende im Oktober feiern die Übach-Palenberger zum 14. Mal eine große Sause. Dabei kommt die Atmosphäre auf der Wiesn mit schmissiger Okt Okt Musik von „d‘Reichenkirchner“, leckeren bayrischen Schmankerln und natürlich ordentlichem Oktoberfestbier dem Münchener Original schon ziemlich nahe. Schließlich zählt das Übach-Palenberger Oktoberfest nicht umsonst zu den TOP TEN Oktoberfesten in Deutschland. Weitere Infos: www.haarener-oktoberfest.de, www.oktoberfest.rockfabrik.com

26.11.– 06.01.

Hückelhoven: Haldenzauber auf der Millicher Halde

Vor Faszination strahlende Augen bei Klein und Groß erwarten die Veranstalter zur Premiere des „Haldenzaubers“ in Hückelhoven sicherlich zurecht. Bestimmt keine zu hoch gesteckten Erwartungen, wenn ab Ende November auf der „Schlafenden Schönen“, der Millicher Halde, eine beein­druckende Lichtinstallation mit kunstvollen Objekten, interaktiven Figuren und musik-synchronen Inszenierungen gezeigt wird. Das geschichtsträchtige ehemalige Zechengelände verwandelt sich dann erstmalig in einen magischen Lichterpark. Über die „Himmelstreppe“ gelangen die Besucher auf die 70 m hohe Halde und tauchen ein in eine weihnachtliche Welt aus Licht und Farben. Bei Ihrem Spaziergang über die Halde durchwandern Sie fünf Themen­ installation, z. B. „Tango von warm & kalt“, „Magischer Wald der Tiere“ oder „Himmelsstern“ genannt, die jede für sich ein besonderes Erlebnis aus Licht und Atmosphäre versprechen. Wenn das keine gelungene Einstimmung auf Weihnachten verspricht … Weitere Infos und Tickets: www.haldenzauber.de

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01.–21. Dez

Geilenkirchen-Gillrath: Wart Ihr denn auch artig?

Wenn es um Heinslights im Dezember geht, sind die Nikolausfahrten der Selfkantbahn zwischen Geilenkirchen-Gillrath und Gangelt-Schierwaldenrath einfach nicht wegzudenken. Schon seit 1971 haben sie ihren festen Platz im Veranstaltungsprogramm der Region, sind weit über deren Grenzen bekannt und bei Kindern und Erwachsenen gleicher­ maßen beliebt. Es ist aber auch ein besonderes Erlebnis, wenn die kleine Dampflok bis zu elf Personenwagen über die winterliche Strecke zieht. In den teils mit Dampf und teils mit Briketts beheizten historischen Wagen ist es mollig warm, während draußen Dampfschwaden durch die kalte Winterluft wabern. Ein Schaffner in dickem Wintermantel und mit historischer Karbid­ laterne kontrolliert die Fahrkarten und man fühlt sich tatsächlich ein bisschen wie Miss Marple oder Hercule Poirot auf Reisen. Dann öffnet sich plötzlich die Waggontür und eine dunkle Stimme ertönt. „Wart Ihr denn auch alle artig?“, fragt der Nikolaus. Kinderaugen leuchten. Und spätestens jetzt steht auch schon der erste Termin im Weihnachtskalender 2019 fest. Frühzeitig vorbestellen! Weitere Infos, Termine und Fahrkarten: www.selfkantbahn.de

Von Kürbis und Obst, Wurst und leckerem Käse Zur Erntezeit im Heinsberger Land gibt es eine ganze Menge zu entdecken, zu lernen und vor allem auch zu kosten. Beim traditionellen 20. Bauernmarkt auf Haus Hohenbusch in Erkelenz-Hohenbusch am 06. und 07. Oktober zum Beispiel. Hier werden die Besucher von einer wahren Kürbisparade begrüßt. Eine große Auswahl regionaler Spezialitäten will probiert werden. Im Gespräch mit Erzeugern und den engagierten Landfrauen lässt sich viel über Anbau, Ernte und Herstellung erfahren. Lecker geht es auch beim Bier- und Bratwurstfestival in Heinsberg zu. Vom 05. bis 07.10. testen Sie sich durch verschiedenste Sorten und werden dabei bestens musikalisch unterhalten. So richtig mit anpacken können Sie beim Start in die Obsternte an Haus Wildenrath in Wegberg-Wildenrath am 20.10., wenn mit Obstpflückern und Rüttelhacken die Streu­obstwiesen abgeerntet werden. Am 23.10. lädt Haus Wildenrath dann zur Obstversaftung ein. Und beim Kürbisfest am 27.10. wird geschnitzt, gekocht und probiert was das Zeug hält. Vom 26. bis 28.10. locken französische Spezialitäten auf den Johannismarkt in Erkelenz. Vom Crémant bis zum provenzalischen Landbrot ist dem Genuss keine Grenze gesetzt. Lassen Sie es sich schmecken!

Sportlich, sportlich Martinsgans und Schokonikolaus, Reibe­kuchen und Raclette – es gibt unendlich viele leckere Versuchungen in der kalten Jahreszeit. Da darf Bewegung nicht fehlen. So schadet es nicht, ab und zu die Laufschuhe zuzuschnüren und ein schönes Stück zu joggen. Wer das lieber in Gesellschaft tut oder noch die richtige Motivation sucht, der findet im Heinsberger Land interessante Laufevents. Bei den Volksläufen in Geilenkirchen am 07.10. und in Übach-Palenberg am 04.11. ist für jeden die passende Distanz dabei. Rund um den schönen Adolfosee in Hückel­hoven-Ratheim geht es am 10.11. Die Cross­­läufe in Geilen­ kirchen am 17.11. und um den Junkers­berg in Hückelhoven im Februar 2019 sind koordinativ besonders anspruchsvoll da quer­feldein. Und im März freuen sich Profis und solche, die es noch werden, gleicher­ maßen wieder auf den großen Selfkantlauf.

Oh Du schöne Weihnachtszeit Freuen Sie sich auch schon darauf, eine dampfende Tasse Glühwein in den Händen ­zu halten und in der Dämmerung über den Weihnachsmarkt mit seinen festlich geschmückten Buden zu bummeln? Wie wäre es denn mit einem Besuch des Gangelter Nikolausmarktes am 02.12. in familiärer Atmosphäre und mit abwechslungsreichem Programm? Anlässlich seines 30-jährigen Jubiläums gibt es ab 19:00 Uhr sogar ein Feuerwerk. Der Mittel­alter-Adventsmarkt in Erkelenz lockt derweil am 01. und 02.12. mit Rittern, Wikingern, Kelten und Spielleuten in ganz andere Zeiten. Vielleicht schlüpfen Sie ja auch wieder einmal in Schlittschuhe und drehen ein paar Runden auf dem Eis. Gelegenheiten hierzu sind bei „Heinsberg on ice“ vom 26.11.18 – ­06.01.19 und der „Wegberger Eisbahn“ vom 23.11.18 – 06.01.19 reichlich vorhanden.

Alaaf, Ihr Jecken! Die Jecken unter uns können kaum erwarten, dass am 11.11. endlich wieder der Startschuss für die 5. Jahreszeit fällt. Nicht nur Prinzenpaare und Dreigestirne fiebern schon lange auf Proklamationen, Sitzungen, Bälle und schließlich auf die karnevalistische Hoch-Zeit von Fettdonnerstag am 28.02. bis Veilchendienstag am 05.03.19 hin. Verpassen Sie nicht die unverwechselbare Mischung aus Kabarett, Comedy, Karneval und Live-Musik bei „STUNK – die alternative Karnevalssitzung“ in Erkelenz. Lachen, singen und feiern Sie bei den mit viel Lokal­colorit eingefärbten Sitzungen in der Region. Wählen Sie Ihren persönlichen Liebling aus den zahlreichen Umzügen in den Städten und Gemeinden im Heinsberger Land. Alljährlicher und heiß ersehnter Höhepunkt in Gangelt-Hastenrath und Waldfeucht-Braunsrath sind die Nachtzüge mit ihren leuchtenden Festwagen und blinkenden Fußgruppen.

Alle Termine: www.heinsberger-land.de/informieren/ aktuelles-und-veranstaltungen 11


WANDERN

Seelenfrieden „to go“ Die Hektik des Alltags zerrt an uns, Termine jagen einander und eine Aufgabe ist wichtiger als die nächste. In unserer schnelllebigen Zeit sind wir oft beansprucht und sehnen uns manches Mal danach, Körper, Geist und Seele wieder in Einklang zu bringen. Das geht am besten in der Natur. Nicht umsonst hat das Pilgern sein leicht angestaubtes Image längst abgeworfen und meditatives Wandern erscheint jungen und älteren Menschen gleichermaßen attraktiv. E ­ ntdecken Sie besondere Pfade und Orte im Heinsberger Land, die Sie einladen, Gelassenheit und Ruhe wiederzufinden.

Pilgerpfad BLICK.WEITE

Wassenberger Pilgerweg

Im Selfkant bietet ein die Grenze zu den Niederlanden überschreitender Meditationspfad Gelegenheit zum Innehalten. Drei Routen zwischen 5,5 und 14,2 km stehen zur Auswahl. Begleittexte zu einzelnen Stationen entlang der Route inspirieren zu neuen Gedanken. Hier öffnet sich so manche echte und gefühlte Grenze entlang des Wegs zum Horizont. Am Startpunkt liegen ein Infoflyer und eine Broschüre zur Mitnahme bereit.

Auf 29 km verbindet dieser Pilgerweg rings um Wassenberg die sieben Kirchen der Pfarrei St. Marien. Er kann gleichermaßen mit dem Fahrrad befahren oder bewandert werden. Die Route ist auch teilbar in Strecken von 19,1 und 14,3 km, für eine kurze Besinnung gibt es den barrierefreien „kleinen Pilgerweg“. Erleben Sie spirituelle Impulse und erfahren Sie mehr über die lokale Kirchengeschichte. Ein Begleitheft enthält eine genaue Karte sowie interessante Details zu den 77 Kreuzen, Kapellen und Orten entlang des Wegs. Kurzinfos gibt ein kostenloser Flyer.

Weitere Infos: www.blickweite.eu

Weitere Infos: www.stmarien-wassenberg.de

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Am Wegesrand

Orte der Besinnung

Wann haben Sie zuletzt einmal auf Flurkreuze geachtet? Früher dienten sie Wanderern und Pilgern als Richtungsweiser. Heute sind sie oft liebevoll von Nachbarn, Vereinen oder Gemeinden gepflegte Kleinode. Jedes hat eine ganz eigene Geschichte: Sie wurden zum Gedenken an Verstorbene, an Unglücke oder Gewalttaten, zu Ehren von Heiligen und Schutzpatronen, zum Dank für Gutes, zum Schutz vor Bösem oder auch ganz einfach zur Markierung einer Hofeinfahrt errichtet und genutzt. Schenken Sie Ihnen Beachtung – es lohnt, genauer hinzuschauen.

In den Städten und Dörfern im Heinsberger Land laden Sie eine Vielzahl schöner Kapellen zu einer Auszeit ein. Neben den über­regional bekannten, wie z. B. der Marienwallfahrtskapelle Birgelener Pützchen zwischen Wassenberg und Birgelen oder auch der Wall­fahrtskapelle St. Mariä Heimsuchung in Wegberg-Holtum, sind auch in den vielen kleinen historischen und modernen Zufluchtsorten ungeahnte Schätze zu entdecken. Öffnen Sie doch einfach mal die Tür.


„Willst Du mit mir wandern gehen?“ Birgelener Pützchen Nicht nur wenn Sie auf dem Premium-Wanderweg „Birgeler Urwald“ unterwegs sind, sollte das „Birgelener Pützchen“ zu Ihren Zielen gehören. Die Wallfahrtskapelle mitten in wilder Natur, zu der ein Kreuzweg führt, blickt auf eine lange und spannende Geschichte zurück. Viele Legenden ranken sich um das kleine Oktogon. Pütz bedeutet übrigens Brunnen. Zur sehenswerten Kapelle gehört der Willibrordus-Brunnen. Seinem Wasser wird aufgrund des hohen Siliziumdioxid-Gehalts heilende Wirkung, vor allem bei Augenleiden, nachgesagt. Weitere Infos: www.wassenberg.de

Lamas sind sanfte Tiere mit sensiblem Wesen. Sie gehen positiv und neugierig auf Neues zu, bewahren immer einen natürlichen Abstand und sind vorsichtig. Mit ihren Sohlenpolstern an den Hufen sind sie besonders geländesicher und laufen gerne viel. Klingt sympathisch? Dann wandern Sie doch einmal gemeinsam mit den Tieren eine Runde durch den schönen Naturpark Schwalm-Nette. Sabine Höfer, zertifizierte Natur- und Landschaftsführerin, bietet dieses außergewöhnliche Erlebnis dort an. Sie weiß, dass die Begegnung mit den wolligen Tieren fast wie eine Meditation wirken kann. Ohne Frage ist sie jedoch ein purer Genuss und eine gelungene Verbindung von Abenteuer, Erholung und Naturerlebnis.

Die nächsten Termine:

Lamawanderung auf schmalen Pfaden Sonntag, 14.10.2018 von 10:30 bis 13:15 Uhr

Mit Lamas durch den Herbstwald Sonntag, 11.11.2018 von 10:30 bis 13:00 Uhr

Lamas im Dalheimer Wald Sonntag, 02.12.2018 von 10:30 bis 13:00 Uhr

Entspannter Jahresabschluss mit Lamas Sonntag, 30.12.2018 von 11:00 bis 13:30 Uhr Weitere Infos: www.npsn.de, www.lama-tours.de

STECKBRIEF:

Kloster Maria Lind In Waldfeucht-Braunsrath liegt das Klarissenkloster Maria Lind. Und von der Klosterkirche nur mit einer Glaswand abgetrennt, findet sich dort in der Wallfahrtskapelle ein Ort der Besinnung und des Gebets. Die Glaswand erlaubt den Pilgern, die betenden Schwestern zu sehen und zu hören. Nur 15 Zentimeter misst die detailreich gearbeitete Madonnenstatue, die hier als „Trösterin der Betrübten“ verehrt wird. Seit Anfang August erstrahlt die Kapelle nach einer umfangreichen Renovierung in neuem, hellem Glanz. Die niedergeschriebenen Anliegen der Besucher finden Platz in einem Fürbitt-­ Kasten. Sie werden von den Klarissen gelesen und mit ins Gebet genommen. Weitere Infos: www.klarissen.de/mitgliedskloester/ maria-lind

Ordnung: Paarhufer Unterordnung: Schwielensohler Familie: Kamele Größe: 110 bis maximal 140 cm Gewicht: 120 bis 150 kg Farbe: viele! Weiß, braun, schwarz, gefleckt und mit Muster Bevorzugtes Futter: Gras, Laub, Kräuter Alter: zwischen 20 und 25 Jahre Verhalten: Herdentiere Bezeichnung des Fohlens: Cria Herkunft: Südamerika

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Ganz schön lecker … … so ein Gänsebraten mit Rotkohl, Knödeln und einem kühlen Bier dazu. Auch Kürbis, Mais, Zuckerrüben und Esskastanien gibt es jetzt allerorten. Ach, was lassen sich daraus köstliche Herbst- und Wintergerichte zaubern. Besonders viel Freude macht der Genuss, wenn die Produkte, mit denen wir kochen und backen, in der Region gewachsen sind. Gehen Sie doch auch einmal auf Einkaufstour durch die Hofläden im Heinsberger Land und finden Sie in Wäldern und Feldern Lieblingsprodukte für Ihre Lieblingsgerichte. Das schont die Umwelt, stärkt die orts­ansässigen Produzenten und schmeckt einfach richtig lecker.

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Eine Maronencremesuppe als Vors peise? Geröstete Esskastanien oder Maro nen-­ Serviettenknödel zur Gans? Im Wald rings um das Birgeler Pützchen servieren Ihnen große Kastanienbäume jetzt ihre Früchte auf dem Silbertablett … bzw. Wald boden. Ein schöner Herbstspaziergang und schon ist der Korb gefüllt.

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„Craft Beer“ liegt im Tren d. Auch im Land gibt es Heinsberger lokale Braue reien, die de Gerstensaft n beliebten herstellen, individuell in und so zu ei terpretieren nem schmac khaften Beg regionaler Kü leiter che machen. Entdecken­ Sie das „Ros sberger“ au die Hilfarth s Wassenber er Bierspezi g, al itäten, das „Gängelder Gangelter Bejer“ und das „Anton ´s“ aus Erke lenz. w w w.rossb erger-bier. de w w w.hilfa rther-brauh au s.de w w w.gaen gelder-bej er.de w w w.anto ns- erkelen z.de

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Wenn Ihnen auf Ihrem Streifzug auch einmal ein Glas „Rheinisches Zuc kerrübenkraut“ oder „Rübe-Apfel“ in die Hän de fällt: Die werden aus Erkelenzer Zuckerrüben hergestellt. Und sie schmecken herrlich süß auf Brot oder in Soßen. Infos und Rezepte: ww w.bauer-classen.de ww w.krautfabrik-spe lten.de

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DIE HASTENRATHS WILL-KOLUMNE

Wer nimmt Omma? Weihnachten im Heinsberger Land

Es weihnachtet sehr im Heinsberger Land. Natürlich auch anderswo, aber hier bei uns immer besonders schön. Wir verfügen dorfübergreifend nicht nur über die höchste Weihnachtsmarktdichte Westeuropas (eigene Schätzung), sondern auch über unglaubliche Attraktionen, die es sonst nirgendswo zu Erleben gibt. Zum Beispiel die berühmten Nikolausfahrten mit unsere Selfkantbahn, ihres Zeichens die letzte Schmalspurdampfeisenbahn von Nordrhein-Westfalen. Oder – ganz neu im Angebot – der Haldenzauber, der die Millicher Abraumhalde (oder wie man touristisch eleganter dafür sagt: „die schlafende Schöne“) in diesem Winter mit 250.000 Energiesparlampen genauso zum Strahlen bringt wie die Leute, die sich das staunend angucken. Bei so viel Besinnlichkeitsspektakel sollte man dankbar dafür sein, dass die Vorweihnachtszeit gefühlt von Jahr zu Jahr früher anfängt. Die ersten Weihnachtsartikel stehen ja mittlerweile schon in die Geschäfte, wenn man noch damit beschäftigt ist, mit oberkörperfreiem Grillen die Nachbarin zu beeindrucken. In dem Zusammenhang glaubt ihr mir nicht, was mir letztens passiert ist: Mitten im Juli (!), mach ich der Küchenschrank auf und entdecke dadrin ein Christstollen! Im Juli! Es hat sich zwar nachher rausgestellt, dass das gar kein Christstollen war, sondern ein Brot, das ich vor Jahre dadrin vergessen Hastenraths Will ist erfolgreicher Landwirt und Ortsvorsteher eines kleinen hatte, aber ihr wisst, was ich meine. Der psychologische Dorfes im Heinsberger Land. Er ist seit fast 30 Jahren verheiratet mit Marlene Geheimtrick, wegen dem die Lebensmittelindustrie Hastenrath, geborene Prummefla. Er hat eine Tochter und zwei Enkelkinder, schon ab Hochsommer Spekelatius, verbrannte Mandeln Kevin-Marcel und Justin-­Dustin. In seiner Freizeit tritt der charismatische Landwirt häufig und meist positiv als Meister der geschliffenen öffentlichen und Dominasteine in die Supermarktregale platziert, Rede und als Reiseleiter der legendären Selfkant-Safari in Erscheinung. Für lautet: Vorfreude ist die schönste Freude! Dieses Gefühl HEINS entdeckt er das Heinsberger Land immer wieder neu. Und schreibt kennt man ja von sich selbst, dass man morgens früh darüber. Mehr Infos unter www.hastenrathswill.de aufsteht und sich ab dann auf das Feierabendbier freut. Diese monatelange Vorweihnachtszeit hat aber auch ihr Gutes. Für uns Männer zum Beispiel ist sie fast überlebenswichtig, weil sie uns wertvolle Extrazeit schenkt, während wir uns mit die ewig bange Frage rumschlagen: „Welches „wir schenken uns nix“–Geschenk soll ich meine Frau kaufen?“ Ich persönlich habe dieses Spiel schon vor Jahre aufgegeben, nachdem ich mal mit Backofenhandschuhe danebengelegen habe. Und das, obwohl meine Frau sich ausdrücklich was zum Anziehen gewünscht hatte. Seitdem schenken wir uns zu Weihnachten nur noch gegenseitig Geld. Und zwar jeder die gleiche Summe, sonst gäbe es ja direkt schon wieder Ärger. Aber ich lass mich natürlich trotzdem nicht lumpen. Als kleine Überraschung darf meine Frau über die Feiertage zusätzlich die Fernbedienung haben. Interessanterweise ist übrigens unter Familienmitglieder die am häufigsten gestellte Frage zu Weihnachten nicht etwa „Was krieg ich geschenkt?“, sondern „Wer nimmt Omma?“. Und das find ich traurig. Wir haben unsere Omma zu Weihnachten immer genommen. Das war für mich eine Selbstverständlichkeit – zumal das Haus ja noch nicht überschrieben war. In diesem Sinne: Frohe (Vor)weihnachten!

Euer Hastenraths Will

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Entdecke das Heinsberger Land Venlo (NL)

Venlo (NL) Düsseldorf

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Eindhoven (NL)

Mönchengladbach Roermond (NL)

Schwalm

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Gewinnspiel

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ÜbachPalenberg NIEDERLANDE

Gewinnen Sie ein Verwöhnpaket für Ihren perfekten Tag im Heinsberger Land!

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So geht’s: Beantworten Sie die folgenden Fragen und notieren Sie die Antworten in die Kästchen. Die Buch­staben in den markierten Kästchen ergeben der Reihenfolge nach das Lösungswort. Senden Sie uns dies bis zum 28.02.2019 per E-Mail an: gewinnspiel@heinsberger-land.de

Heerlen (NL)

In dieser Ausgabe unter anderem: Windmühle Heinsberg-Kirchhoven Windmühle Waldfeucht Windmühle Waldfeucht-Haaren Windmühle Gangelt-Breberen Wassermühle Selfkant-Millen Mühlenstadt Wegberg Schrofmühle Wegberg-Rickelrath Start „Auf in den perfekten Tag“ Erkelenz-Kleinbouslar Rheinisches Feuerwehrmuseum Erkelenz-Lövenich Naturschutzgebiet „Scherresbruch und Haberger Wald“ Haus Hohenbusch Erkelenz-Hetzerath Maar in Erkelenz-Bellinghoven Erkelenz Ziel „Auf in den perfekten Tag“ Wegberg-Holtum „Haldenzauber“ Hückelhoven Start Pilgerpfad BLICK.WEITE Selfkant-Havert Start Wassenberger Pilgerweg Wassenberg Birgelener Pützchen Wassenberg Kloster Maria Lind Waldfeucht-Braunsrath Start Lamawanderungen Wegberg-Dalheim

www.heinsberger-land.de

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Aachen

1. W  ie heißt das Fohlen des Lamas? 2. Wie wird der kreisrunde Weiher im Ortskern von Bellinghoven bezeichnet? 3. Was wird im Volksmund auch „Schlafende Schöne“ genannt? 4. Welche Mühle ist heute ein Museum? 5. Die Kreissparkasse Heinsberg präsentiert ... 1. 2. 3. 4. 5.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Der Gewinn kann nicht in bar ausgezahlt werden.

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Heins - das Gästemagazin für das Heinsberger Land, Ausgabe 2/2018  

Die Kraft von Wind und Wasser

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