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Freitag, 21. November 2025 | 8. Jahrgang Nr. 5 | Grossauflage 19 000 Exemplare

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Herzkern lässt Uster erstrahlen

Von Bär bis Neinhorn

Festlicher Jahresauftakt

Bestens gewappnet für die Festtage. Mit GVU-Profitipp.

Die Weihnachtsbeleuchtung ist offiziell eingeschaltet.

KultUster(li) bringt Kultur für Kinder und Erwachsene.

Der Neujahrsball hält wieder viele Highlights bereit.

Editorial Liebe Ustermerinnen, liebe Ustermer Wenns draussen glitzert, hell und klar, weiss jeder: Bald ists wieder wahr – die Zeit der Lichter, Düfte, Lachen, der kurzen Pause vom «Vielmachen». Durch Usters Gassen zieht der Duft, von Marroni und von kalter Luft. Im Schaufenster glänzts und blinkt, wo man mit Herz und Fleiss was bringt. Denn unser Gewerbe, Tag für Tag, trägt mit, was eine Stadt so mag: Beratung, Handwerk, Menschlichkeit, Wert, Fleiss – und Zuverlässigkeit. Drum danke ich, ganz ohne Floskel, den Läden, Werkstätten und Kiosken, die auch dann lächeln, wenns mal stresst – und zeigen, was Zusammenhalt heisst. Wer lokal kauft, tut doppelt gut – der stärkt, was hier wurzeln tut. Nicht nur im Advent, das wär wichtig – auch sonst das ganze Jahr ists richtig! Ich wünsche Ihnen eine frohe Zeit, mit Besinnung, Freude und Heiterkeit – weiterhin viel Schwung und Energie Ideen, Erfolg – und Harmonie.

Herzlich, Anita Borer, Präsidentin Gewerbeverband Uster

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Offizielle Gewerbezeitung des Gewerbeverbandes Uster

Festtagsgenuss statt -stress 3

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«Ein Buttergipfeli müsste ­mindestens 2.50 Franken kosten» Grossverteiler verscherbeln Brot für einen Franken und setzen damit lokale Bäckereien weiter unter Druck. Ohne Wertschätzung gegenüber dem Produkt und dem Handwerk dahinter. Text: Gerold Brütsch-Prévôt Wer in einer Bäckerei ein Buttergipfeli kauft, zahlt heute – mit steigender Tendenz in Richtung Stadt Zürich – zwischen 1.40 und 1.80 Franken. Einen Preis, der nach Martin Mayer, Inhaber der Bäckerei Vuaillat in Uster und ­weiteren sechs Filialen, nicht kostendeckend ist. «Wir müssten, seriös gerechnet, mindestens 2.50 Franken dafür verlangen», sagte er an einem Anlass des Gewerbeverbandes Uster. Neben den Zutaten wie Mehl, Zucker, Hefe und Milch fallen ja auch Arbeitskosten an, Infrastrukturkosten, Verpackung, Verkauf und Transport. Pfünderli für 99 Rappen Zum Zeitpunkt dieser Präsentation ­anlässlich einer Betriebsbesichtigung war noch nicht bekannt, dass Aldi das Bäckereigewerbe bald in Aufruhr versetzen würde. Der deutsche Detailhandelsriese verkauft seit ein paar Wochen ein Pfünderli Halbweiss- oder Ruchbrot für 99 Rappen. Im gleichen Rundumschlag wurden auch gleich die Preise für alle Brotsorten, Gipfeli und Gebäck um durchschnittlich 18 Prozent gesenkt. «Bei Aldi Suisse gibt es das günstigste Brot der Schweiz», schreibt das Unternehmen in einer Mitteilung und scheint noch stolz darauf zu sein. Und versetzt damit weiteren kleinen gewerblich geführten Bäckereien möglicherweise den Todesstoss. «Ein Brot für 99 Rappen zu verkaufen, ist absolut absurd», lässt sich Martin Mayer in den Medien zitieren. Seine Mitarbeitenden stünden nachts und am Wochenende im Einsatz. «Eigentlich müssten sie, wie andere Hand­ werker auch, 6000 bis 7000 Franken verdienen. Doch durch die Dumpingpreise der Grossverteiler lässt sich der wahre Wert unserer Arbeit kaum durchsetzen.»

Der Markt diktiert den Preis der Buttergipfeli.

Keine Wertschätzung gegenüber Brot preise – all dies schlägt sich verständliDas sagt auch Egzon Shalja von Alberts cherweise auf den Verkaufspreis nieder», so Vizedirektorin Claudia Backstube an der Freiestrasse in Uster. ­ «Es hat auch mit der Wertschätzung ­Vernocchi. gegenüber dem Produkt zu tun», meint er. Dass man Brot, ein wichtiges Grund- Dumpingpreise nicht verboten nahrungsmittel, einfach so verscher- Dumpingpreise sind in der Schweiz belt, sei fast schon respektlos. So nicht verboten. Gemäss Seco können ­gesehen ist es tatsächlich ein Affront Unternehmen ihre Produkte zu hohen gegen alle Mitarbeitenden in den Preisen, tiefen Preisen oder sogar Dum­Bäckereien, die Nacht für Nacht fri- pingpreisen anbieten, also unter dem sches Brot herstellen. Und soll dann Einstandspreis oder den Kosten für die auch noch unter den Gestehungs­ Produktion. So ist auch das Lockangekosten verkauft werden? bot von Aldi gesetzlich erlaubt – und Der Schweizerische Bäcker-­ Aldi kann es letztlich egal sein, wenn Confiseurmeister-Verband weist darauf die Bäckereien rundherum eingehen. hin, dass lokale Bäckereien ihre Brote Das gilt auch für die Schweizer Unternoch vor Ort herstellen. «Es handelt nehmen Migros und Coop, die mit sich um Lebensmittel, die einiges an ­einem Preis von einem Franken den Fachwissen erfordern und qualitativ Kampf gegen die Giganten aufgenomhochwertige Rohstoffe enthalten, die men haben – die Goliaths dieser Welt oftmals aus der Region stammen. Der zerquetschen das Gewerbe ohne dafür notwendige Zeitaufwand, die schlechtes Gewissen. personellen Kosten, die Rohstoff­

Bild: Adobe Stock

Martin Mayer, Bäckerei Vuaillat

Zentrum Illuster

Papeterie / Büro / Karten / Geschenke / Bastel- + Malbedarf

8610 Uster uster@koehler.ch

Bild: GVU


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