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Seite 02 • Unsere Grünen Marken

11. Dezember 1650. Schicksalstag für Bayern. Im Dom von Turin führte ihr Bruder die „delicatissima principesse“ Henriette Adelheid, die 13-jährige Tochter des Herzogs von Savoyen, zum Altar, wo sie dem nicht anwesenden Bräutigam Ferdinand Maria, dem Sohn des Bayerischen Kurfürsten, ohne ihn je gesehen zu haben, das Ja-Wort gab. Erst eineinhalb Jahre später traf sie ihren Gemahl, geleitet von 350 Landsleuten, an der bayerischen Grenze. Und obwohl diese Ehe aus dynastischen Gründen arrangiert war, wurde sie sehr glücklich. Ferdinand Maria hatte von seinem Vater ein verwüstetes Land geerbt. Die meisten Städte waren zerstört, zwei Drittel der Bervölkerung tot. Religionsfanatiker, Fundamentalisten aber auch Machtpolitiker hatten mit dem

Der rote Faden – die Gewandhaus Gruber Post

30. jährigen Krieg ganz Deutschland in eine Katastrophe geführt. Erst seit 1648 war er zu Ende. Und unser Bräutigam ging als Aufbau- und Friedensfürst in die Geschichte ein.

„Die gerechtigste Weis, reich zu werden, ist die gespahrsambkeit und eine wohl eingerichte Würthschafft“ war sein Prinzip. Gespart wurde überall, nur nicht in Sachen Kultur. Dafür sorgte Adelaide. Das demoralisierte Volk sollte mit Lebensfreude und Schönheit wieder aufgerichtet werden. Barocke Schlösser und Kirchen wurden gebaut. Prachtvolle Schiffe schwammen im Starnberger See. Überall in Bayern sprossen Zwiebeltürme empor. Großartige Feste wurden gefeiert , von denen die Gäste in alle Welt berichteten. Ferdinand Maria spielte im Theater mit und Adelaide tanzte im Ballett.


... Hanns Leopold dafür, dass die Festgäste in ihren Heimatländern vor allem von der Schönheit seiner Kurfürstin berichteten. Namentlich erwähnt ist er im Hofstatt-Verzeichnis von 1665. In ihm muss eine derartige Mode-Begeisterung gebrannt haben, dass sie für elf Generationen reichte. Sein Sohn, der Schneidermeister Anton Leopold, erheiratete sich die Schneiderei Thoma in Dachau, die dessen Schwiegersohn, der Schneidermeister Friedrich Wenning an Sohn Georg und Enkel Michael weitergeben konnte. Dieser hatte drei Söhne, alle Schneidermeister. Einer konnte in Dachau bleiben, einer zog nach Rosenheim, einer, Benno, nach Erding. Dessen Sohn Franz Xaver übergab die Schere an seinen Neffen und Pflegesohn Hugo Gruber, der an Sohn Alois, an den Vater des jetzigen Chefs, dessen Kinder als Modedesigner und Kaufleute die Tradition weiterführen können sollen wollen dürfen.


An den Bildern des Kurf체rstenpaares sieht man, dass die M채nnermode nicht von vornherein im Schatten der Damenmode stand. Und auch heute noch beeindruckt die Gruberische Herrenabteilung durch


DAS BESONDERE

Sanfte Farben treffen auf dunkle Töne, graphische und tierische Muster. Extra lange Oberteile und verschiedene Strickoptiken vermischen sich im Layering-Look.

Lässige Oversize-Mäntel & -Jacken und High-Waist-Hosen. Kosmopolitische Highlights: Ethnische Applikationen, KimonoFormen und Ponchos demonstrieren einen zeitgemäßen

„Dialog der Kulturen“. Machst Du mit ? Funktionale Sportswear wird zur lässigen Streetwear. Neben schwarz-weiß geben blaue, grüne und rote Farbnuancen mal matt, mal glänzend den Ton an. Geländetauglich: Motocross inspirierte, asymmetrische und zerklüftete Cuts mit Protektor Details. Streng konträr zu dieser eckig-futuristischen Dynamik kommen lässige Joggingpants und Cargohosen mit noch mehr Schrittlänge daher.


In den zauberhaftesten Facetten flanierten Poldines Lieblinge über den Laufsteg – vorbei an begeisterten Gästen und umrahmt von feinsten Roben.

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Das Defilee der Marken von Closed über Herzensangelegenheit, Pinko, Drykorn und Boss Orange bis hin zu Windsor, Riani, Marc Cain und Luisa Cerano verführte quasi im Vorbeigehen. Hosen zeigten sich bequem und leger wie nie: Bundfaltenhosen mit Tunnelzug.

Wichtig: Der Schuh macht den Look. Sportlich-frech mit modischen Sneakern, elegant mit Pumps, rockig-glamourös mit Ankleboots. Must-have: das Cape in Strick- oder Felloptik. Zauberhaft: Ton-in-Ton Kombinationen in prickelnden Champagner-Nuancen im Lagenlook und Materialmix: Wolle wirft sich lässig über Seide, Kaschmir kuschelt mit feinster Viskose.


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Nach der Schule setzte sie sich sofort an die Nähmaschine. Da war Antonia Wiesheu neun Jahre alt und die Nähmaschine ein Geschenk zur Kommunion. Ihr erstes eigenes Designerstück war eine Hose: „Den Schnitt habe ich mir von einer alten Hose abgeschaut und die Hose dann mit Blümchen und funkelnden Steinchen aufgepeppt.“ Denn auch Antonias Augen

funkeln – eigentlich die ganze Zeit über, während sie über ihre Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau im Gewandhaus spricht. Die hatte die sympathische 17 jährige schon während ihrer Schulzeit ganz klar vor Augen. Schließlich hat schon die große Schwester beim Gruber gelernt.


An ihren ersten Tag beim Gruber kann sie sich noch sehr gut erinnern: „Alle Azubis und die Familie Gruber haben sich gegenseitig vorgestellt. Danach wurden wir durch das ganze Gewandhaus geführt.“ Nachhaltig beeindruckt hat Antonia bis heute die anschließende erste Schulung bei Frau Gruber: „Vom ersten Moment an war mir klar, wie wichtig die drei Leitlinien lebendig, herzlich, zuverlässig sind. Die muss man leben, sonst funktioniert auch das Team in der Abteilung nicht.“ Und wie das funktioniert. Vor allem in ihrer ersten Abteilung, der Sportlerei im 3. Stock. „Alle haben mich von Anfang an unterstützt. Auch privat sind wir eine super Gemeinschaft gewesen, haben uns getroffen

und sind zum Rodeln gegangen.“ Irgendwo dazwischen hat es dann im wahrsten Sinne des Wortes gefunkt, zwischen ihr und einem Azubi aus dem dritten Lehrjahr. Mittlerweile ist Antonia im zweiten Lehrjahr und bei der Station Damenabteilung angekommen. „Durch die gezielte Vorbereitung in der betrieblichen Ausbildung, das Miteinander im Team und das tolle Feedback der Kunden bei der Beratung bin ich viel sicherer geworden.“ Und zielstrebiger. Das Gewandhaus habe ihr bislang nur Glück gebracht. Und ihre Augen strahlen.

... mit deinem Gespür für Ästhetik und Menschen, deiner Lust an der Mode und aktuellen Trends und natürlich, weil du uns im Team der Gruber-Familie einfach noch gefehlt hast! Wenn du magst, dann lerne uns bei einem Schnupperpraktikum kennen oder bewirb Dich jetzt schon für den Ausbildungsstart 2016 als

Impressum Druckerei: Layout: Druckhaus Dessauer Straße Gewandhaus Dessauer Straße 10 Hugo Gruber KG, D-80992 München Lena Grabecki Nadine Lantsch Bilder: Textgestaltung: Vertriebe, fotolia, Tel. 0 81 22 – 965 0 KreativBravo Lena Grabecki, Fax: 0 81 22 – 965 598 Sabine Saldaña Bravo Nadine Lantsch info@gewandhaus-gruber.de www.kreativbravo.de www.gewandhaus.bayern info@kreativbravo.de Redaktion und Inhalt: Gewandhaus Hugo Gruber KG Lange Zeile 9 D-85435 Erding


Lange Zeile 9 • 85435 Erding • Tel. 08122 965 154 Öffnungszeiten: – Fr. 9.45 sich – 20.00 Uhr • Sa. 9.45 –stadttauglich 19.00 Uhr Das alpine LebensgefühlMo. präsentiert sportlich, absolut und ganz www.gewandhaus-gruber.de

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Firgur-Wunder / Sportlerei • Seite 15


Zwischen Ursprung und Zeitgeist: Wer Traditionen bewahren will, muss sie neu beleben, nicht kopieren. Darum geht es bei Luis Trenker nicht um Kitsch und Klischees − man produziert Originale. Bei Luis Trenker werden traditionelle Werte zeitgemäß und authentisch interpretiert. Und zwar für Menschen, denen Individualität wichtig ist und die sich zu ihren Wurzeln bekennen. Denn: Ein Original kann niemals von einer Kopie übertroffen werden. Die Firma Trenker lässt fast ausschließlich in Italien, sowie bei streng ausgewählten Partnern in Rumänien und Portugal produzieren und legt großen Wert darauf, dass jedes einzelne Kleidungsstück unter besten Arbeitsbedingungen produziert wird.

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Roter Faden Nr. 05/2015  

Gewandhaus Gruber Post 2015

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