Leopoldina Klinikmagazin 15 November 2020

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Das Magazin des Leopoldina-Krankenhauses Schweinfurt

HERZKATHETER „Mitten ins Herz“

SCHAUFENSTERKRANKHEIT ZENTRALE NOTAUFNAHME SUPERFOOD

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NOV2020

Medizin& Menschen


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Normalität an einem besonderen Ort Vor fünf Jahren setzten wir eine Idee in die Tat um – die Idee einer ganz besonderen Intensivstation. Unser Ziel war und ist es, die schwer betroffenen Rehabilitanden an diesem speziellen Ort möglichst wenig mit ihrer ernsten Situation zu konfrontieren und ihnen möglichst viel an Normalität zu bieten. Entsprechend haben wir die Station konzipiert: Die notwendige medizinische Technik ist vorhanden, rückt aber, baulich gesehen, in den Hintergrund.

Wir setzen auf eine angenehme Atmosphäre, die Anregung der Sinne – etwa über die stationseigene Terrasse – die enge Einbindung der Angehörigen und eine behutsame, sorgsame Pflege, die sich in der Namensgebung der Station widerspiegelt. Wir möchten damit ein Stück Normalität an diesem sehr speziellen Ort gewährleisten, um die Selbstheilungskräfte unserer Rehabilitanden anzuregen und sie dadurch auf ihrem oft schwierigen Weg zu unterstützen.

Besonderheiten: „Ruhige“ Intensivstation Angenehme Atmosphäre durch viel Platz, Tageslicht und Einrichtungskonzept Enge Einbindung der Angehörigen Beibehaltung gewohnter Tagesstrukturen und persönlicher Vorlieben Frührehabilitation und Beatmungsentwöhnung (Weaning) Stationseigene Terrasse Anregung der Sinne und der Wahrnehmung

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Inhalt

Editorial

Editorial. ................................................................. 3 „Mitten ins Herz!“ Herzkatheterbehandlung........................................ 4

Liebe Leserinnen und Leser, „Sicher ist, dass nichts sicher ist. Selbst das nicht.“ Dieses Zitat von Joachim Ringelnatz spiegelt unser aller momentane Situation sehr schön wider, die gekennzeichnet ist von Unsicherheit, Neuorientierung, harten Breaks und schneller Veränderung. Dabei sind wir das – gerade in Mitteleuropa, wo das Leben normalerweise doch in sehr geordneten Bahnen verläuft – ganz und gar nicht gewohnt. Und so lernen wir diese „neue Normalität“ und ihre Unsicherheiten genauer kennen und vor allem mit ihr zu leben. Das kann man gut oder schlecht finden, vermutlich aber werden wir alle nach diesem Lernprozess so schnell nichts mehr als unumstößlich anerkennen. Vielleicht ist das gut so, damit wir offen für Neues bleiben. Neues für Sie haben wir auch in der aktuellen Ausgabe von Medizin&Menschen. Da unklar ist, ob und in welcher Form Veranstaltungen im kommenden Jahr stattfinden können, verzichten wir auf die entsprechende Seite im Magazin (Informationen dazu finden Sie stets aktuell auf unserer Webseite) – und stellen stattdessen das Projekt „24 Stunden Leopoldina“ vor (S. 46). Einen Blick über den Tellerrand der Schulmedizin werfen wir in unserem ersten Teil der Serie Superfood (S. 20). Auf S. 28 stellen wir die neue ärztliche Leitung der SAPV Palliativo vor. Über die Arbeit in der neuen ZNA erzählt der ebenfalls neue Chefarzt Dr. Fischbach ab S. 22. Und last but not least erfahren Sie im Artikel „Risikomanagement“ (S. 26), welche Mittel und Wege eingesetzt werden, um Unwägbarkeiten im Klinikalltag so weit wie möglich auszuräumen. Natürlich werden Sie auch in dieser Ausgabe viel Liebgewonnenes wiederfinden: Unser Küchenchef hat wie immer ein leckeres Menü für Sie (S. 40) zusammengestellt, und auch an die kleinen Leser ist wieder gedacht. Ihnen erklären wir nämlich, wie eine Impfung funktioniert (S. 38). Bei den medizinischen Themen dieser Ausgabe geht es in gleich zwei Artikeln um die Blutgefäße (S. 4 und S. 8). Außerdem wollen wir uns auf Seite 14 das Wunderwerk Knie und seine Behandlungsmöglichkeiten näher ansehen. Der Mensch rückt in den Beiträgen über die Kinderintensivstation (S. 16) und in den Artikeln auf S. 24 und S. 11 in den Mittelpunkt. Es bleibt also auch in unserem Magazin die Erkenntnis, dass sich zwar vieles ändert, aber auch vieles bleibt. Und das ist ja immerhin schon mal etwas. Das Redaktionsteam von Medizin&Menschen wünscht Ihnen nun viel Vergnügen beim Lesen! Meinungen, Ideen und Vorschläge richten Sie bitte weiterhin an uk@leopoldina.de. „Medizin&Menschen“ können Sie übrigens auch bequem im kostenfreien Abo erhalten. Schreiben Sie uns dazu einfach eine E-Mail an uk@leopoldina.de oder nutzen Sie die Antwortkarte zu unserem Gewinnspiel auf Seite 36.

„Geht’s noch?“ Schaufensterkrankheit. .......................................... 8 Ein Patient erzählt … .............................................11 „Flexibel, stabil… und dabei so sensibel!“ Knieverletzungen. .................................................. 14 Den Start ins Leben erleichtern. Kinderintensivstation. ............................................ 16 Alles super – oder doch zu schön, um wahr zu sein? Aktueller Trend Superfood. .................................. 20 Im Notfall richtig. Zentrale Notaufnahme. ......................................... 22 Ständig in Bereitschaft. Brand- und Katastrophenschutzbeauftragter Thomas Wehner im Porträt. .................................. 24 „No Risk, no fun!“? Klinisches Risikomanagement bei Operationen. .... 26 Zuhause kompetent betreut. Ambulante Palliativversorgung unter neuer Ärztlicher Leitung. ..................................... 28 „Immer für Sie da!“ Neuer Patientenfürsprecher im Leopoldina. ........ 30 Im November gibt´s was auf die Ohren. Der Podcast „Medizin&Menschen“. ..................... 30 Zertifizierung der Stroke-Unit. ........................... 32 Hohe Qualität der Krebszentren. ........................ 32 Wir im Überblick. .................................................. 34 Ihre Meinung ist uns wichtig. Rätsel lösen und tolle Preise gewinnen! ............... 36 Achtung … Durchgeblickt!! Die Impfung: was sie bringt und wie sie funktioniert. ....................................... 38

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Regionale Raffinessen. ........................................ 40 Der Gesundheitspark Schweinfurt. .................... 42 „Ihre Bewegung ist unser Ziel.“ 30 Jahre Sanitätshaus Häusner in Schweinfurt. ... 44

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Was hast du eigentlich den ganzen Tag gemacht? Mainpost-Serie mit und aus dem Leopoldina-Krankenhaus. ............................. 46

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Mitten ins Herz! Wie mit einem Herzkatheter Erkrankungen des Herzens erkannt und behandelt werden können. Es führen zwar nicht alle Wege ins Herz, aber mehrere. Und wenn man da ist, gibt es unzählige Untersuchungs- und Therapiemöglichkeiten an verschiedenen Stellen des Herzens. All dies läuft unter dem Überbegriff „Herzkatheter“. Ein echtes Multitalent Eine Herzkatheteruntersuchung erfolgt also sowohl zur Diagnose als auch zur Therapie von Erkrankungen des Herzens, manchmal werden auch beide in einer Untersuchung kombiniert. Die Gründe sind vielfältig: die Behandlung von Engstellen an Herzkranzgefäßen oder von Herzrhythmus-

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störungen, Druckmessungen in der rechten Herzkammer und der Lungenschlagader (Rechtsherzkatheter), die Behandlung von Herzklappenerkrankungen, der Verschluss von Löchern in der Herzscheidewand, die Behandlung von Lungenembolien, die Entnahme von Gewebeproben und einigem mehr. Es gibt also eine Vielzahl an Indikationen für eine Herzkatheter-Untersuchung. Am häufigsten erfolgt eine Untersuchung der Herzkranzgefäße, eine sogenannte Koronarangiographie. Im Fall von Engstellen kann in der Regel sofort eine Aufdehnung derselben vorgenommen werden.

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Der Herzkatheter ist eine der wichtigsten Untersuchungen bei Erkrankungen des Herzens. Mit ihm lassen sich gefährliche Funktionsstörungen diagnostizieren und sogar umgehend behandeln. Und das ohne große OP, nur über einen kleinen Schnitt am Handgelenk oder der Leiste. Die Herzkatheter-Untersuchung gehört zu den großen Errungenschaften der Medizin und kann mittlerweile in vielen Fällen sogar ambulant durchgeführt werden.

Kleiner Eingriff, große Wirkung Doch beginnen wir von vorn. Bei einer Herzkatheter-Untersuchung wird dem Patienten zuerst eine sogenannte „Schleuse“ gelegt – meist am Handgelenk oder in der Leiste. Die ermöglicht den Zugang zu einem Gefäß und über dieses zum Herzen. Der Kardiologe schiebt über die Schleuse einen sehr dünnen langen Plastikschlauch im Gefäß unmittelbar in oder an das Herz. Die Lage des Katheters erkennt der Arzt am Bildschirm mithilfe von Röntgenbildern. In die Herzkranzgefäße wird dann ein Röntgenkontrastmittel gespritzt, um sie sichtbar zu machen. Nun kann der Zustand


der Kranzgefäße genau studiert werden. Wird dabei eine Engstelle entdeckt, kann sie sofort behandelt werden. Engstellen in den Herzkranzgefäßen können unbehandelt im schlimmsten Fall zu einem Herzinfarkt führen, da Abschnitte des Herzmuskels dann nicht mit Sauerstoff versorgt werden. Hält dieser Zustand an, stirbt das unversorgte Gewebe ab und ist nicht mehr zu retten. Daher ist eine schnelle Reaktion bei Verdacht auf Herzinfarkt existenziell. Werden die Gefäße schnell wieder geöffnet, dann kann sich das Gewebe regenerieren. Bei einem Herzinfarkt erfolgt deshalb regelhaft eine Koronarangiographie (siehe S. 6).

Engstelle Herzkranzgefäß

Die Behandlung bei Gefäßverengungen Gefäßstütze (Stent)

Ist die verengte Stelle gefunden, setzen die Ärzte eine Methode ein, die sich Ballondilatation (PTCA) nennt. Das verschlossene bzw. verengte Gefäß wird mit einem Ballon aufgedehnt, sodass wieder Blut hindurchfließen kann. Meist wird anschließend ein

sogenannter Stent gesetzt, ein dünnes Metallgeflecht, das über den Katheter an der wiedereröffneten Engstelle platziert wird, im Gefäß verbleibt und verhindert, dass es sich wieder verschließen kann. Besteht selbst während der Katheter-Untersuchung noch Unsicherheit darüber, ob eine Verengung Durchblutungsstörungen verursacht oder nicht, kann während desselben Eingriffs eine Druckmessung durchgeführt werden, um die Durchblutung an der verengten Stelle zu messen. „Dabei wird durch den Katheter ein flexibler Draht mit eingebautem Sensor in das verengte Gefäß geschoben“, erklärt der Chefarzt der Medizinischen Klinik 1 am Leopoldina-Krankenhaus, Prof. Dr. Karl Mischke. „Der Sensor misst dann den Druck vor und nach der Engstelle. Je höher der Unterschied des Druckes an den beiden Messstellen ist, desto stärker ist der Blutfluss Richtung Herz gestört. Dieser Wert wird fraktionelle Flussreserve (FFR) genannt.“

Optische Kohärenztomographie Innenhaut Herzkranzarterie mit Ablagerungen (Plaque)

Gefäßstütze (Stent)

Draht

Draht

Virtueller 3D-Flug durch eine Herzkranzarterie

Herzkranzarterie im Querschnitt

Gefäßstütze (Stent)

Herzkranzarterie im Längsschnitt Bei der optischen Kohärenztomographie (OCT) wird mit Infrarotlicht in die Herzkranzgefäße geleuchtet. Durch Lichtbrechung an der Gefäßwand kann das

Herzkranzgefäß mit sehr hoher Auflösung dargestellt werden. Die optische Kohärenztomographie wird bei speziellen Fragestellungen eingesetzt und liefert dem Arzt

wertvolle Zusatzinformationen, um ein optimales Behandlungsergebnis zu erzielen.

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Angiographie (wörtlich: Gefäß-Zeichnung):

Ambulant oder stationär

Meist röntgenologische Darstellung von Blutgefäßen mithilfe injizierter Kontrastmittel. Auf dem Bild der aufgenommenen Körperregion zeichnet sich dann der mit dem Kontrastmittel gefüllte Gefäßinnenraum ab.

Eine Herzkatheter-Untersuchung kann ambulant, also ohne Übernachtung im Krankenhaus, oder stationär erfolgen. Dies hängt aber von vielen Faktoren ab, unter anderem davon, welche Vorerkrankungen der Patient mitbringt und aus welchem Grund der Herzkatheter durchgeführt wird. Das genaue Vorgehen wird daher im Gespräch mit dem Arzt im Einzelfall entschieden. Bei der Untersuchung selbst sind die Behandelten in der Regel wach und ansprechbar und müssen gegebenenfalls kleine Anweisungen, wie z. B. Luftanhalten, befolgen. Die Stelle, an der die Schleuse gelegt wird, ist dabei lokal betäubt. Vom Legen des Katheters spürt der Patient in der Regel nichts, da die Innenwände der Gefäße nicht schmerzempfindlich sind. Nach der Gabe des Kontrastmittels verspürt man evtl. für kurze Zeit ein Wärmegefühl. Das Aufdehnen eines Gefäßes kann als vorübergehender Herzschmerz empfunden werden. Dieser lässt aber meist schnell wieder nach.

Koronararterien, Koronarien (Herzkranzgefäße) Blutgefäße, die direkt auf dem Herzen aufliegen und das Herzmuskelgewebe mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgen. Sie entspringen der Aorta direkt nach deren Abgang aus der linken Herzkammer und winden sich um das Herz herum, um jeden Bereich der Muskulatur zu erfassen.

Koronare Herzkrankheit (KHK) Stark verkalkte und dadurch verengte Koronararterien führen dazu, dass der Herzmuskel nicht mehr ausreichend mit Blut und Sauerstoff versorgt wird. Eine KHK äußert sich häufig durch typische Brustschmerzen beziehungsweise ein Beklemmungs- oder Engegefühl in der Brust (Angina pectoris). Die Schmerzen können auch in den linken Arm, den Bauch, die Schulter oder den Kiefer ausstrahlen. Den akuten Verschluss einer Koronararterie bezeichnet man als Herzinfarkt – ein lebensbedrohlicher Notfall.

Messung der Mikrozirkulation

Minimalinvasiv, effizient, sicher

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Bei der Koronarangiographie können nur die großen Herzkranzgefäße dargestellt werden, die kleinen Gefäße der Mikrozirkulation jedoch nicht. Um diese Mikrozirkulation zu beurteilen, können in einigen Kliniken Spezialmessungen, wie etwa die Bestimmung der koronaren Flussreserve, erfolgen.

Medizinische Klinik 1 Kardiologie, Nephrologie, Pneumologie, Interventionelle Angiologie und Internistische Intensivmedizin Chefarzt: Prof. Dr. med. Karl Mischke Foto: vm.photodesign

Nach dem Eingriff wird die Einstichstelle mit einem Druckverband verschlossen, damit sie nicht nachblutet. Da die Untersuchung meist über eine Schleuse am Handgelenk durchgeführt wird, muss der Patient nicht lange liegen bleiben. Weil bei einem Herzkatheter keine großen Schnitte notwendig sind, wird sie auch als minimalintensiv bezeichnet. Obwohl natürlich bei jedem Eingriff Komplikationen auftreten können, gilt die Katheter-Untersuchung doch als sichere Methode. „Nur bei etwa 1 von 100 Eingriffen kommt es zu Komplikationen“, beruhigt Prof. Mischke. „Dabei handelt es sich in der Regel um Blutergüsse an der Einstichstelle oder um allergische Reaktionen auf das Kontrastmittel. Ernste Komplikationen sind selten und treten am häufigsten bei Notfallpatienten auf. Es kann aber auch zu Herzrhythmusstörungen oder gar zu einem akuten Herzinfarkt kommen. Auch die Gefahr der Verletzung von Gefäßen oder Nerven besteht natürlich. Eine individuelle Nutzen-Risiko-Analyse geht deshalb jedem geplanten Herzkatheter voraus.“

Telefon 09721 720-2487 Fax 09721 720-2983 E-Mail med1@leopoldina.de

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Geht’s noch?

Die periphere arterielle Verschlusskrankheit, im Volksmund auch Schaufensterkrankheit genannt, macht den Betroffenen jeden Schritt zur Qual. Darüber hinaus kann sie Vorbote schlimmerer Erkrankungen sein. Gerade Raucher, Diabetiker und an Bluthochdruck leidende Patienten sollten daher regelmäßig Vorsorgeuntersuchungen durchführen lassen und auf eine gesunde Lebensweise achten.

Dass Laufen so schwierig und vor allem schmerzhaft sein kann, davon können all jene klagen, die unter der PAVK, der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit, leiden. Bei der Schaufensterkrankheit handelt es sich um eine Durchblutungsstörung, vor allem der Beine. Betroffene leiden unter heftigen, krampfartigen Schmerzen in der Wade, aber auch im Fuß, Oberschenkel oder Gesäß, schon nach wenigen Gehminuten. Sie müssen stehenbleiben und sich erholen, in Ruhe nämlich sinkt der Sauerstoffbedarf der Muskeln wieder und der Schmerz lässt nach. Damit dies nicht so auffällt, tun Betroffene oft so, als würden sie die Auslagen in einem Schaufenster betrachten, daher der Name.

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Gefährlich unterschätzt Die PAVK gilt in Deutschland als unterschätzte Krankheit, was nicht nur an ihrem harmlos klingenden Namen liegen dürfte, sondern vor allem daran, dass Patienten mit einer beginnenden oder auch fortgeschrittenen Durchblutungsstörung lange nichts von ihrer Erkrankung merken. Erst, wenn die Durchblutung so weit eingeschränkt ist, dass die betroffenen Muskeln unter Sauerstoffmangel leiden, macht sich die Krankheit mit Schmerzen bemerkbar. Es wird angenommen, dass zwischen 3 und 10 % der Bevölkerung in Deutschland unter Durchblutungsstörungen leiden. Jeder

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vierte Patient über 55 Jahren ist von der PAVK betroffen, Männer viermal häufiger als Frauen. Die Schaufensterkrankheit ist zu 95 % Folge von Arterienverkalkung (Arteriosklerose) in den Beinen. Durch die Verkalkungen kommt es zu Engstellen (Stenosen) in den Arterien, Durchblutungsstörungen entstehen. „Die Neigung zur Arterienverkalkung ist selten vererbt“, so erklärt Dr. Abdurrahman Durmus, einer der leitenden Ärzte an der Abteilung für Gefäßchirurgie am Leopoldina-Krankenhaus. „Und das ist eine sehr bedeutsame Erkenntnis, denn das heißt im Umkehrschluss, dass der Patient durch sein Verhalten und seine Lebensweise die Krankheit beeinflussen


kann. Das Entstehen von Verkalkungen wird durch Nikotinkonsum, die Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus), hohen Blutdruck (arterielle Hypertonie) und Fettstoffwechselstörungen gefördert.“ Diagnostik und Behandlung der PAVK

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Raucher sowie Patienten, die unter den oben genannten Vorerkrankungen leiden, sollten also regelmäßig ihre Durchblutung kontrollieren lassen. Der Knöchel-Arm-Index kann dabei wichtige Hinweise liefern. Bei dieser Untersuchung wird der Blutdruck am Arm zu dem am Knöchel in Beziehung gesetzt. Bei gesunder Durchblutung müssen beide Werte gleich sein. Differieren sie, liegt der Verdacht auf eine Arteriosklerose nahe. Nun muss entschieden werden, ob eine weitere Diagnostik des Gefäßsystems nötig ist. „Hierbei kann eine Ultraschall-, Röntgen- oder Kernspin-Untersuchung zur Gefäßdarstellung (Angiographie) weiterhelfen. Von den festgestellten Veränderungen ist es abhängig, ob eine Behandlung notwendig wird und wenn ja, welche“, erklärt Katrin Körner, ebenfalls leitende Ärztin der Gefäßchirurgie. Als konservative Therapiemethoden bei noch leichten Verkalkungen kommen Medikamente zur Blutverdünnung ebenso in Betracht wie ein sogenanntes Gehtraining. Dabei geht der Patient immer die gleiche Strecke. Bei regelmäßigem Training vergrößert sich allmählich die schmerzfrei zu laufende Gehstrecke. Nordic Walking eignet sich sehr gut, da die Beine durch dir Stöcke entlastet werden. Das Gefäßsystem wird durch das Training dazu angeregt, Umgehungskreisläufe auszubilden, über die die Blutversorgung der Muskeln

Stadien der Schaufensterkrankheit (PAVK) Die PAVK (periphere arterielle Verschlusskrankheit) wird in vier Stadien eingeteilt: Stadium I: Engstellen, jedoch keine Schmerzen bzw. nur bei höherer Belastung Stadium II: die sogenannte Claudicatio Intermittens – die Schmerzen beim Gehen zwingen zu regelmäßigen Pausen Stadium III: Ruheschmerzen, insbesondere nachts Stadium IV: offene Wunden entstehen, die schlecht heilen

Faktoren, die eine Arteriosklerose begünstigen, aber durch einen bewussten Lebensstil positiv beeinflusst werden können: • • • • • •

Rauchen hohe Blutdruckwerte hohe Zuckerwerte hohe Cholesterinwerte im Blut körperliche Inaktivität Fehlernährung (zu viel tierische Fette)

bewältigt wird. Wichtig ist natürlich auch, die Vorerkrankungen wie Bluthochdruck und Diabetes gut einzustellen und mit dem eigenen Lebensstil zu einer Gesunderhaltung des Gefäßsystems beizutragen. Die PAVK als Warnsignal Grundsätzlich verringert eine PAVK die Lebenserwartung und sollte deshalb nie auf die leichte Schulter genommen werden. Sie kann auch Vorbote für Herzinfarkte oder Schlaganfälle sein, denn meist sind nicht nur die Beinarterien von einer Verkalkung betroffen, sondern ebenso z. B. die Herzkranzgefäße. Spontane Gefäßverschlüsse in den Beinen können gar zu einer Amputation

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solchen Katheter-Behandlung liegen auf der Hand: Auch ältere Menschen verkraften den Eingriff gut, Patienten sind schnell wieder mobil, die Erfolgsaussichten sind gut. Manchmal ist jedoch auch eine größere Bypass-Operation nötig, um durch eine künstliche oder körpereigene Vene eine Umleitung um den Verschluss zu bilden. Doch zu einem solchen Notfalleingriff

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führen, wenn sie nicht rechtzeitig erkannt werden, so die beiden leitenden Ärzte der Abteilung für Gefäßchirurgie. Schnelle Hilfe ist jetzt nötig. Dazu eignet sich eine Gefäßaufdehnung mittels Ballondilatation und die Setzung eines Stents, ein Gittergerüst aus Metall zum Offenhalten des Gefäßes. Diese minimalinvasive Behandlung findet unter örtlicher Betäubung statt. Die Vorteile einer

muss es gar nicht kommen. Eine gesunde Lebensweise unterstützt das Gefäßsystem. Risikopatienten sollten außerdem durch ärztliche Vorsorgeuntersuchungen ihre Durchblutung immer im Blick haben.

Abteilung für Gefäßchirurgie Chefarzt: Prof. Dr. med. Detlef Meyer Leitung: Katrin Körner und Dr. med. univ. Abdurrahman Durmus Sekreteriat: Claudia Fürst, Kerstin Keller-Göbel Telefon 09721 720-2261 E-Mail cfuerst@leopoldina.de Katrin Körner

Dr. med. univ. Abdurrahman Durmus

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Foto: Tobias Lautner

Ein Patient erzählt … Kurze Wege, persönliche Nähe. Die verschiedenen Abteilungen des Leopoldina-Krankenhauses arbeiten Hand in Hand. Die enge persönliche und die hausinterne Zusammenarbeit zwischen den Kliniken zeichnet das Leopoldina-Krankenhaus besonders aus. Und kann für Patienten zum großen Vorteil werden, wie die Geschichte von Rudolf Keß zeigt.

Es ist der 18. Februar 2020, als Rudolf Keß, pensionierter Polizist, bei der Reinigung seiner Heizungsanlage plötzlich ein heftiger Schmerz in den Rücken fährt. Nicht schön, aber für den Theilheimer zunächst auch kein Grund zur Beunruhigung. „Ich habe seit gut 10 Jahren immer wieder Rückenprobleme und so zwei- bis dreimal pro Jahr auch einen richtigen Hexenschuss“, erzählt der 66jährige heute. Mit starken Rückenschmerzen geht er tags darauf zu einem routinemäßigen NachsorgeTermin bei Prof. Stephan Kanzler im Leopoldina-Krankenhaus. Der Chefarzt der Medizinischen Klinik 2 wird hellhörig, als der Patient seine Beschwerden schildert – und greift direkt zum Telefon, um sich mit seinem Kollegen, Privatdozent Dr. Johann Romstöck, Chefarzt der Neurochirurgischen Klinik, abzustimmen. „Wir Kliniken hier im Leopoldina sind sehr eng vernetzt. Für unsere Patienten sind die kurzen Wege ein großer Vorteil“, erklärt Prof. Kanzler. Und Dr. Romstöck ergänzt: „Wir sind hier nicht nur räumlich nah beieinander, sondern auch

menschlich. Das gute Verhältnis unter den Kliniken und Fachabteilungen kommt den Patienten zugute.“ Wenn jeder Tag zählt Die beiden Chefärzte sind sich schnell einig, dass die Zeit für eine rasche Diagnose bei

Rudolf Keß drängt. Sofort wird der Rücken mittels einer Magnetresonanztomografie (MRT) untersucht. In diesem bildgebenden Verfahren zeigt sich deutlich, dass Gewebe ausgetreten ist – ein klassischer Bandscheibenvorfall. „Im Fall von Herrn Keß war eine Operation unumgänglich, da er das Vollbild eines Bandscheibenvorfalls zeigte:

PD Dr. Romstöck kurz vor dem Eingriff.

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Lähmung, Schmerz und ein gequetschter Nerv“, erklärt Priv.-Doz. Dr. Romstöck. Und so findet die OP bereits einen Tag nach der Diagnose und zwei Tage nach der Schmerzattacke statt. „Stellen Sie sich vor, Sie sind im Urlaub, kommen nach Hause und Ihre Zimmerpflanze lässt vertrocknet die Blätter hängen. Da zögern Sie sicherlich auch nicht lange und gießen sofort. Genauso verhielt es sich bei Herrn Keß: Die Diagnose duldete wegen der deutlichen Nervenausfälle

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keinen Aufschub“, betont der Chefarzt die Dringlichkeit der Behandlung. Bei einem Bandscheibenvorfall ist eine Operation jedoch nicht immer das Mittel der Wahl: „Jedes Krankheitsbild muss differenziert betrachtet und angegangen werden“, macht Dr. Romstöck deutlich. Persönliche Nähe und Zeit für Gespräche „Auf Grund meiner Vorerkrankungen hatte

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ich große Angst vor der OP“, erzählt Rudolf Keß. „Doch Chefarzt Romstöck nahm sich sehr viel Zeit für mich und hat mir ruhig, sachlich und detailliert den Eingriff erklärt.“ Genau das ist dem erfahrenen Neurochirurgen wichtig: „Jeder Patient muss gut informiert sein, dann wird auch die Angst ein bisschen weniger.“ Bei einem Bandscheibenvorfall handelt es sich in der Regel nie um eine akute Verletzung, vielmehr ist es das Ergebnis einer Vorschädigung über


Und heute? Noch ist Rudolf Keß nicht ganz wieder der Alte. Aufgrund der Corona-Pandemie wird seine stationäre Reha abgebrochen. Doch durch Krankengymnastik und ein eigenes, moderates Sportprogramm wie Fahrrad fahren oder Nordic Walking ist er auf einem sehr guten Weg. „Aktuell bin ich sehr zufrieden, ich habe keine Schmerzen mehr und merke den Fortschritt deutlich. Ich kann sogar schon wieder ein bisschen im Garten arbeiten – noch nicht in dem Maße wie früher, aber die Verbesserung ist Foto: vm.photodesign

mehrere Jahre. Einem Bandscheibenvorfall vorzubeugen ist nur bedingt möglich. „Herr Keß trifft an dem Vorfall keinerlei Schuld: er ist sportlich und hat auch in seinem Berufsleben nie viel gesessen“, macht der Neurochirurg deutlich. In einer mikrochirurgischen Operation wird über einen kleinen Schnitt in der Mitte des Rückens das aus der Bandscheibe ausgetretene Gewebe über einen schmalen Gewebetunnel abgetragen. Nach der OP bildet sich ein spontaner Verschluss über dem Riss in der Bandscheibe, ein sogenannter Narbendeckel. Der postoperative Verlauf gestaltet sich beim zweifachen Opa sehr positiv. Er kann problemlos frühmobilisiert werden und in die Krankengymnastik einsteigen. „Ich wurde nicht nur vor der Operation hervorragend betreut, auch im Nachgang versorgten mich die Pflegefachkräfte auf Station bestens“, berichtet Keß im Gespräch. „Bevor ich entlassen wurde, erhielt ich eine genaue Anleitung, was ich machen darf und was nicht, sowie weitere Infos für die Zeit nach meinem Klinikaufenthalt.“

spürbar“, fasst der Pensionär seine aktuelle Situation zusammen. „Das Leopoldina kann ich nur empfehlen. Die Kommunikation unter den Kliniken läuft hervorragend und mit der Behandlung war ich immer sehr zufrieden“, so sein Fazit. Und mit einem Augenzwinkern fügt er hinzu: „Trotzdem haben meine Familie und ich für die Zukunft erst einmal kein Wiedersehen geplant.“

Neurochirurgische Klinik Chefarzt: Priv.-Doz. Dr. med. Johann Romstöck Telefon 09721 720-2626 Fax 09721 720-2992 E-Mail jromstoeck@leopoldina.de

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Foto: Adobe Stock

So faszinierend und komplex das menschliche Knie auch ist, so verletzungsanfällig ist es leider auch. Von Kreuzbandriss bis Knorpelschaden – am Leopoldina-Krankenhaus kommen die modernsten Behandlungsmethoden zum Einsatz.

Flexibel, stabil… und dabei so sensibel! Das Knie ist ein wahres Wunderwerk – leider aber auch anfällig für Verletzungen. Seine beeindruckende Kombination aus Beweglichkeit und Stabilität verdankt das Knie einem komplexen Zusammenspiel aus Knochen, Knorpeln, Muskeln, Sehnen und Bändern. Doch trotz – oder vielleicht auch gerade wegen – dieser unglaublichen Komplexität ist das größte Gelenk unseres Körpers ziemlich verletzungsanfällig. Zu den häufigsten Diagnosen zählt das Knietrauma, also eine Verletzung des Kniegelenks und der umgebenden Bandstrukturen. Knietraumata entstehen oft bei sportlicher Aktivität, z. B. bei einer plötzlichen Änderung der Laufrichtung. „Nicht immer muss operiert werden, diese Entscheidung hängt

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von der Verletzung ab“, erklärt Dr. Matthias Blanke, Chefarzt der Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie, Hand- und Wiederherstellungschirurgie am Leopoldina-Krankenhaus. „Eine operative Therapie ist dann notwendig, wenn die Funktionsfähigkeit des Knies eingeschränkt ist“, so Dr. Blanke weiter. Eine der häufigsten Verletzungen: der Kreuzbandriss „Vor allem das vordere Kreuzband ist bei einer Verdrehung des Gelenkes für eine Überdehnung bzw. einen Riss anfällig“,

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erklärt Dr. Blanke. Bei einer solchen Ruptur ist in der Regel eine Operation unumgänglich. Entweder wird das Band genäht oder eine Kreuzband-Ersatzplastik aus einer körpereigenen Sehne (z. B. aus der Kniekehle) in das Gelenk transplantiert. „Theoretisch ist das Kniegelenk nach der OP direkt wieder voll belastbar“, so Dr. Blanke. Nach drei bis vier Monaten setzt jedoch die sogenannte „Remodellierung“ ein, in der das Band umgebaut wird. In dieser Zeit besteht die Gefahr einer erneuten Verletzung, weshalb Vorsicht bei belastenden Sportarten geboten ist.


Da bei einer Meniskus-Verletzung eine konservative Behandlung in den meisten Fällen wenig Aussicht auf Erfolg hat, wird der Großteil dieser Verletzungen operiert. Bei frischen Verletzungen erfolgt eine Rekonstruktion, seltener eine Transplantation. In Ausnahmefällen wird der Meniskus auch entfernt, was jedoch vor allem bei jungen Patienten zu vermeiden ist. Moderne Behandlungsmethoden bei Knorpelschäden Nicht weniger schmerzhaft ist ein durch ein Knietrauma entstandener Knorpelschaden. Da es sich bei Knorpel um nichtdurchblutetes Gewebe handelt, ist die selbstständige Regenerationsfähigkeit stark eingeschränkt. „Knorpel kann heutzutage jedoch sehr gut operativ rekonstruiert werden“, berichtet Dr. Blanke. Dabei wird bei einer OP Knorpelgewebe entnommen und angezüchtet, um

ationen Weitere Inform n unter: ge und Erklärun

in einer weiteren OP wieder eingesetzt zu werden. „Wir erzielen aber auch sehr gute Ergebnisse mit dem Einsatz von Kollagenstrukturen“, erzählt der Orthopäde. Der Vorteil dieser Methode ist, dass nur eine Operation notwendig ist. Im fortgeschrittenen Alter kann eine Knorpelverletzung auch mittels eines Implantats behandelt werden.

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Die Behandlung einer MeniskusVerletzung

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Orthopädie, Unfallchirurgie, Hand- und Wiederherstellungschirurgie Chefarzt: Dr. med. Matthias Blanke Telefon 09721 720-2267 Fax 09721 720-2982 E-Mail orthopaedie@leopoldina.de Hüft-, Kniegelenk-, Endoprothesensprechstunde Dienstag, 12.00 – 15.00 Uhr Anmeldung: Tel. 09721 720-3480

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Den Start ins Leben erleichtern. Die Kinderintensivstation behandelt jährlich rund 450 Patienten – vom extremen Frühchen bis zum Jugendlichen. Zwei Kinderkrankenschwestern erzählen von ihren Erfahrungen. (Text: Stefan Pfister)

Klein und verletzlich: Manche Frühgeborenen wiegen nur 500 Gramm bei der Geburt.

Bange Wochen, im Extremfall sogar Monate, erleben Eltern, wenn ihr Kind weit vor dem Geburtstermin zur Welt kommt. Bis ein Frühchen aus dem Leopoldina-Krankenhaus entlassen werden kann, wird es auf der Kinderintensivstation, gleich neben der Mutter-Kind-Station, versorgt. Manche der kleinen Patienten sind so leicht wie zwei, drei Packungen Butter. Doch die kleinen Patienten sind bei ihren Startschwierigkeiten ins Leben nicht allein. Sie werden begleitet von einem erfahrenen Team, dem Lisa Kennedy und Heidi Moser angehören. Beide sind Kinderkrankenschwestern mit Weiterbildung in der Pädiatrischen Intensiv- und Anästhesiepflege. Kennedy ist mit Unterbrechung seit 2011 am Leopoldina beschäftigt, Moser hat bereits 1975 ihren Dienst am damaligen Städtischen Krankenhaus begonnen. Im Gespräch berichten sie von ihrer täglichen Arbeit, besonderen Herausforderungen und davon, wie ihnen die Schicksale der Frühchen, Mehrlinge und älteren Kinder ans Herz gehen. M&M: Welche Altersgruppen werden auf der Kinderintensivstation behandelt?

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Lisa Kennedy: Wir behandeln Frühgeborene, Kinder, aber auch junge Erwachsene im Alter von bis zu 18 Jahren. Unsere Hauptpatienten sind zu 90 Prozent Frühchen und kranke Neugeborene. Wann genau wird ein Kind zu Ihnen verlegt? Lisa Kennedy: Zu uns kommen Frühgeborene, die vor oder bis zur 36. Schwangerschaftswoche zur Welt kommen. Babys, die bei der Geburt unter 2.300 Gramm wiegen, kommen ebenfalls zu uns. Heidi Moser: Bei älteren Kindern gehen meist neurochirurgische Eingriffe voraus, nach Unfällen oder bei schweren inneren Erkrankungen. Andere kommen nach Krampfanfällen, Verbrennungen, Vergiftungen oder mit Diabetes zu uns.

„Je kleiner die Frühchen sind, desto häufiger treten Komplikationen auf“ Heidi Moser

Schwester; ebenso bei Frühchen vor der 36. Woche. Wenn alles gut läuft und das Kind z. B. kein Frühchen ist, übergeben wir der Hebamme das Kind. Bei Geburten vor der 32. Woche ist zusätzlich ein Oberarzt vor Ort. Abhängig davon, wie es dem Frühchen geht, machen wir eine Erstversorgung. Auch bei Notfällen und Komplikationen kommen wir zur Entbindung. Wie sieht die weitere Arbeit aus?

Ist Ihr Team bereits bei der Geburt im Einsatz? Lisa Kennedy: Bei Kaiserschnitten und Entbindungen mit der Saugglocke sind wir im Kreißsaal dabei, mit Assistenzarzt und

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Heidi Moser: Je kleiner die Frühchen sind, desto häufiger besteht die Gefahr von Komplikationen, vor allem Hirnblutungen. Deshalb versuchen wir uns bei den extrem Kleinen in den ersten Tagen mit diagnos-


tischen Untersuchungen zurückzuhalten. Muss ein Kind reanimiert oder ein Neugeborenes beatmet werden, dann sieht es anders aus. Die Behandlung entscheidet sich immer von Fall zu Fall. Sicherlich sind die Eltern voller Sorge. Wie können Sie diese unterstützen? Lisa Kennedy: Viele Mütter haben einen Schock oder ein Trauma nach der Frühgeburt. Da liegt ihr sehr kleines Kind im Inkubator, mit vielen Kabeln. Dieser Anblick ist schwer zu ertragen, das löst Ängste aus. Wir versuchen, die Eltern früh in die Pflege einzubinden, sofern das medizinisch möglich ist. Und sei es nur, dass sie ihr Kind halten… Oder wir bieten das sogenannte „Känguruen“ an: Mit dieser Methode können sie ersten Körperkontakt aufnehmen. Ein besonders großer Vorteil ist natürlich die räumliche Nähe zu unserer Wochenstation. Heidi Moser: Für werdende Mütter, deren Geburtstermin sich vor der 32. Woche abzeichnet, bieten wir bereits pränatale Pflegegespräche an. Bei uns gibt es keine Besuchszeiten, die Eltern dürfen rund um die Uhr kommen. Mütter, die schon einige Tage bei uns sind, werden in die Pflege mit eingebunden und darüber aufgeklärt, was mit ihrem Kind passiert. Wenn Mütter vor ihrem Kind entlassen werden, können die, die weiter weg wohnen, vorübergehend im Elternzimmer im La Casa nebenan wohnen. An welche Extremfälle erinnern Sie sich besonders?

Lisa Kennedy: An ein Frühchen, das keine 500 Gramm wog. Es kam in der 24. Woche zur Welt. Ein sehr kritischer Fall, es gab viele Komplikationen. Zum Glück hat es die Kleine geschafft und ist nach etwa einem halben Jahr entlassen worden. Heidi Moser: Ich erinnere mich an eine Frühgeburt vor langer Zeit, in der 24. Woche; später stellte sich heraus, dass es sogar die 23. war. Der Junge ist heute 25 Jahre alt und hat sich gut entwickelt. Wann wird ein Frühgeborenes normalerweise entlassen?

Lisa Kennedy und Heidi Moser im Elternzimmer auf der Kinderintensivstation. Hierher können sich können sich Mütter und Väter zurückziehen, wenn sie mal Ruhe und Zeit für sich brauchen. Foto: Stefan Pfister

Lisa Kennedy: Grob gesagt: meist zum eigentlichen Geburtstermin. Wir haben aber Fälle, die acht Monate hier sind. Voraussetzungen für eine Entlassung sind, dass das Kind unter anderem selbstständig trinkt, dass es zunimmt, nicht weniger als 2.300 Gramm wiegt und seine Temperatur eigenständig halten kann. Heidi Moser: Eine unserer wichtigsten Aufgaben nach der Geburt ist die Anleitung der Eltern zur entwicklungsfördernden Pflege des Kindes. Vor der Entlassung sind die Mütter informiert und wissen was zu tun ist. Wenn es nötig ist, werden die Eltern auch danach nicht alleine gelassen. Es gibt zwei Nachsorgeprogramme: Harl.e.kin und Bunter Kreis.

Erhalten Sie Rückmeldungen über die weitere Entwicklung der Kinder? Heidi Moser: Von den schlecht verlaufenen Fällen erfahren wir kaum etwas. Die, die wir in Erinnerung behalten, sind meist jene, bei denen es gut ausgeht. Von diesen bekommen wir Dankeskarten oder Weihnachtsgrüße. Manchmal schauen sie bei uns vorbei. Lisa Kennedy: Das Schöne für uns ist, wenn sich die Frühchen gut entwickeln und wir davon erfahren. Man baut schließlich eine Beziehung zu ihnen auf, wenn sie Monate bei uns sind. Und auch zu den Eltern, für die unsere Station in dieser Zeit zum zweiten Zuhause wird. Wie nahe gehen Ihnen diese Schicksale? Heidi Moser: Mich belasten besonders die größeren Kinder und Jugendlichen mit schweren Erkrankungen. Zu sehen, wie sie aus dem normalen Leben gerissen werden.

Die erste Zeit verbringen die Frühchen im warmen Inkubator. Ihre Vitalfunktionen werden dabei dauerhaft überwacht. Foto: Stefan Pfister

Lisa Kennedy: Vor einigen Jahren war ein Achtjähriger nach einem Unfall mit einem Auto mehrere Wochen bei uns. Er wurde intubiert und alle dachten, er wird ein Pflegefall. Nach einem halben Jahr kam er zu uns, laufend und wieder gesund. Da hatten wir alle Gänsehaut und waren total glücklich. Solche Rückmeldungen sind wunderbar für unser Team. Denn so merken wir im Alltag wieder, welch wichtige Arbeit wir eigentlich verrichten.

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Foto: Stefan Pfister

Känguruen fördert die Entwicklung der Frühgeborenen und die Bindung zu den Eltern.

Frühchen – Nachsorge und Angebote Harl.e.kin Die Harl.e.kin Nachsorge für früh- und risikogeborene Kinder und ihre Familien ist ein Angebot der Kinderklinik im Leopoldina-Krankenhaus und der Caritas-Frühförderstelle. Die Mitarbeiterinnen kommen je nach Erfordernis zu Hausbesuchen und unterstützen die Eltern in vielfältiger Hinsicht: etwa bei Fragen in der Pflege und Versorgung und zum Umgang mit dem Kind. Die Nachsorge ist kostenfrei.

Der Bunte Kreis Der Bunte Kreis im Leopoldina-Krankenhaus ist ein Nachsorgeangebot für Familien mit frühgeborenen, chronisch oder schwerkranken Kindern (finanziert durch die Krankenkassen). Das sozialmedizinische Team besteht aus Kinderkrankenschwestern, Psychologen, Sozialpädagogen und Kinderärzten. Es berät und begleitet Betroffene in der Übergangszeit nach einer intensivmedizinischen Behandlung vertraulich und fachkompetent. Kontakt: Aynur Scheuring, Tel. (0 97 21) 720-3316 E-Mail bunterkreis@leopoldina.de Internet www.bunter-kreis-deutschland.de

Foto: vm.photodesign

Kinderintensivstation Die Kinderintensivstation ist der Klinik für Kinder und Jugendliche zugeordnet. Hier werden alle pädiatrischen Intensivpatienten, vom Frühgeborenen bis zum jungen Erwachsenen, behandelt. Unter der Leitung von Chefarzt Dr. med. Johannes Herrmann stellt ein Team von intensivmedizinisch ausgebildeten Ärzten, Neonatologen und Kinderintensivschwestern die ärztliche und pflegerische Versorgung sicher. Jährlich werden ungefähr 450 Patienten auf der Station intensivmedizinisch betreut.

Kontakt: Margit Jäcklein (Koordinatorin) Tel. (0 93 82) 31 54 84 E-Mail info@harlekin-schweinfurt.de Internet www.harlekin-schweinfurt.de

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Elterncafé Das Angebot eines Cafés der Kinderintensivstation richtet sich an Eltern mit ehemaligen Frühgeborenen und kranken Neugeborenen sowie an Eltern, deren Kinder noch auf der Station liegen. Hier haben sie Gelegenheit, sich untereinander und mit Fachpersonal auszutauschen. Jeden ersten Mittwoch im Monat von 15 bis 17 Uhr im Gymnastikraum der Physiotherapie (Gebäude B, 1. UG). Kontakt: Tel. (0 97 21) 720-3318 E-Mail cneubauer@leopoldina.de

Klinik für Kinder und Jugendliche Chefarzt: Dr. med. Johannes Herrmann Telefon 09721 720-3312 Fax 09721 720-2959 E-Mail kinderklinik@leopoldina.de


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Alles super – oder doch zu schön, um wahr zu sein? Wir kennen sie alle, die Versprechungen über phantastische Wirkungen von sogenanntem Superfood. Was steckt dahinter? Die Lebensmittelindustrie verspricht uns in regelmäßigen Abständen von einem Lebensmittel das Elixier des Lebens zu sein. Kann es wirklich so einfach sein? Klingt verlockend, in der Tat. Schnell, einfach und zuverlässig Gewicht reduzieren,…Abwehrkräfte stärken,… den Krebs abwehren,… Während die einen glühende Anhänger bestimmter Lebensmittel werden, bezweifeln die anderen kategorisch einen Nutzen. Wie auch immer, der Blick auf die Lebensmittel ist nicht vorurteilsfrei. Wahr ist… Bestimmte pflanzliche Lebensmittel sind von Natur aus reicher an einzelnen Mikronährstoffen, Enzymen und sekundären Pflanzenstoffen. Diese können sich positiv auf unseren Körper auswirken. Sie können freie Radikale binden, den Blutdruck senken, die Verdauung verbessern oder auf andere Art den Organismus unterstützen. Unklar ist… Die Forschungslage zur Wirkung dieser Pflanzenbestandteile auf den menschlichen Körper ist gering – kaum ein Superfood-Versprechen ist wissenschaftlich belegbar. Und selbst wenn es Studien gibt, gelten die Ergebnisse oft nur unter Laborbedingungen oder wurden die Tests nur an Tieren durchgeführt. Hinzu kommt, dass zum Teil Extrakte getestet werden, während das natürliche Vorkommen in den Lebensmitteln nur einen Prozentsatz dessen beträgt. Ebenfalls meist unklar ist die Wirkung auf den menschlichen Körper, wenn statt der Früchte Extrakte in konzentrierter Form als Pulver oder in Tablettenform konsumiert werden. Im schlimmsten Fall kann eine Überdosierung sogar negative Auswirkungen haben. So können bei-

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spielsweise die fettlöslichen Vitaminen A, D, E und K eine toxische Wirkung entfalten, wenn sie überdosiert im Körper eingelagert werden. Ein weiterer Faktor, den man bei Superfood bedenken sollte ist, dass es sich oft um exotische Lebensmittel handelt, die von weither zu uns importiert werden müssen. Entsprechend schlecht ist der ökologische Fußabdruck dieser Produkte.

Superfood, also Lebensmittel mit scheinbar besonders positiven Effekten auf den Körper, erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Allerdings ist ihre Wirkung oftmals nicht wissenschaftlich belegt, in manchen Fällen können ihre Extrakte sogar gesundheitsschädlich sein. Eine ausgewogene, gesunde Ernährung scheint nach wie vor die bessere Wahl zu sein.

Die gesunde und vernünftige Alternative Die meisten der in den Superfoods enthaltenen positiven Inhaltsstoffe lassen sich auch mit heimischen Nahrungsmitteln aufnehmen. Am sinnvollsten erscheint also auch weiterhin eine gesunde, abwechslungsreiche Ernährung mit viel frischem (möglichst regionalem) Obst und Gemüse. Auch wenn das – und das muss man gerechterweise zugeben – nicht ganz so einfach zu realisieren ist wie der Griff zu einem Superfood.

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er Mit freundlich g der Unterstützun Klinik II Medizinischen unter Chefarzt . Prof. Dr. med er Stephan Kanzl

n Ausgabe In der nächste Food Duell: e vs. Pseudogetreid esorten echte Getreid Medizin&Menschen · Das Magazin des Leopoldina-Krankenhauses Schweinfurt

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Im Notfall richtig.

Jährlich kommen ca. 30.000 Patienten in die Zentrale Notaufnahme (ZNA) des Leopoldina-Krankenhauses. Im geräumigen Neubau ist das Team um den neuen Chefarzt Dr. Andreas Fischbach auch für steigende Patientenzahlen gut gerüstet. Überhaupt garantiert die ZNA schnelle und kompetente Behandlung auf höchstem Niveau – dank des integrierten Behandlungskonzepts und der konsequenten Professionalisierung der Notfallmedizin. (Text: Dr. med. Andreas Fischbach)

Die Zentrale Notaufnahme des Leopoldina-Krankenhauses ist bestens für die Zukunft gerüstet. Zahl an Patienten – ein Großteil von ihnen wird vom Rettungsdienst gebracht – zeigt deutlich, wie groß das Vertrauen in die Versorgung vor Ort ist. Modern, großzügig, bestens ausgestattet: Der Neubau der Zentralen Notaufnahme

Ein medizinischer Notfall ist ein dramatisches Ereignis im Leben eines Jeden. Nur zu verständlich ist also der Wunsch nach medizinischer Versorgung auf höchstem Niveau. Die Zentrale Notaufnahme des Leopoldina-Krankenhauses stellt sich dieser Herausforderung. Schon jetzt kommen jedes Jahr ca. 30.000 Patienten in die Zentrale Notaufnahme des Leopoldina. Die steigende

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Für die optimale, schnelle Erstuntersuchung stehen im neuen ZNA-Bereich neben sechs geräumigen Untersuchungskabinen neun Akutbehandlungsplätze und zwei Schockräume zur Behandlung von Schwerverletzten und -erkrankten zur Verfügung. Entsprechend des Beschlusses des GBA (Gemeinsamer Bundesausschuss) zur gestuften Notfallversorgung wurden zudem eine Aufnahmestation mit sechs Betten sowie zwei separate Isolierzimmer geschaffen. Alle Behandlungsplätze sind mit Monitoren ausgestattet und werden zentral überwacht. Auf zukünftige Herausforderungen der Notfallversorgung ist das Leopoldina also vorbereitet. Mit der Vergrößerung der ZNA von 400 m² in den Interimsräum-

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lichkeiten auf das vierfache ist eine geräumige Notaufnahme entstanden, die optimal auf kurzfristige Entwicklungen (z. B. die Einrichtung eines integrierten Notfallzentrums) reagieren kann. Hilft Leben retten: Das ESI-Ersteinschätzungskonzept (Emergency Severity Index) „Wir sorgen rund um die Uhr gemeinsam dafür, dass in Notfallsituationen so schnell wie möglich eine Diagnose gestellt und die erforderliche Therapie eingeleitet werden kann“ erklärt Dr. Andreas Fischbach, seit April diesen Jahres Chefarzt der Notaufnahme im Leopoldina-Krankenhaus. „Jeder eintreffende Patient wird von einer speziell ausgebildeten Pflegekraft nach der Dringlichkeit seiner Behandlung eingestuft. Diese nach internationalen Regeln festgelegte Einschätzung (ESI) dient dazu, aus einer großen Zahl an Patienten möglichst schnell und sicher diejenigen zu ermitteln, die aufgrund der Art und Schwere ihrer Erkrankung oder Verletzung zuerst behandelt


Professionell und qualifiziert: Umfassende Notfallversorgung am Leopoldina Je nach Art und Umfang der strukturellen, personellen und medizintechnischen Ausstattung werden die Notfallstrukturen von Krankenhäusern einem bestimmten Level zugeordnet. Die Zentrale Notaufnahme am Leopoldina-Krankenhaus erfüllt sämtliche Kriterien des höchsten Levels: der umfassenden Notfallversorgung.

werden müssen“. Die Einstufung von „Lebensgefahr“ bis zur „normalen Dringlichkeit“ wird durch Farben symbolisiert, dann erfolgt die Zuordnung zu einem Notaufnahme-Bereich und einer erstbehandelnden Fachabteilung. Die Behandlungsreihenfolge erfolgt also stets nach medizinischer Dringlichkeit. Durch diese Vorgehensweise können zwar Wartezeiten für Patienten mit nicht lebensbedrohlichen Symptomen entstehen, sie sichert aber den besonders schweren Notfällen die schnellstmögliche Behandlung zu. Das kann im Ernstfall Leben retten.

chorgane (Abdomensonographie) und der peripheren Gefäße (Duplexsonographie). Außerdem können Spezialisten der nicht ständig in der Zentralen Notaufnahme vertretenen Fachabteilungen rasch in den Behandlungsprozess eingebunden werden. Übergeordnetes Ziel ist eine effiziente Verzahnung mit den Arbeitsabläufen dieser Abteilungen. Die Nähe zur Radiologie (für CT und Röntgen) ist hierbei durch schnelle Diagnostik und rasche Absprachen ein weiterer Schlüssel zum Erfolg.

Was ist Triage und wie funktioniert sie?

Das Behandlungskonzept: vernetzte Spezialisierung

Weltweit gibt es 4 Triagesysteme. Die meisten deutschen Kliniken verwenden eines davon, mitunter in abgewandelter Form. Bei allen geht es um die Einstufung der Patienten nach Dringlichkeit, um damit die Reihenfolge ihrer Behandlung festzulegen. Speziell geschultes Fachpersonal nimmt diese Einteilung vor und bewertet dabei sowohl Vitalzeichen wie Blutdruck und Temperatur also auch Angaben und Symptome der Patienten. Der Begriff Triage kommt vom französischen Wort „trier“ und bedeutet „sortieren“.

Zentrale Notaufnahme (24-Stunden-Hotline für Patienten) 09721 720-6601 Kreißsaal 09721 720-2140 Urologischer Bereitschaftsdienst 09721 720-6490

Foto: Fotografiewerk.de (André Gibson)

Um das bestehende Gesundheitsrisiko so sicher wie möglich einzuschätzen, werden bei der notfallmedizinischen Erstdiagnostik weitere technische Untersuchungen eingesetzt, unter anderem EKG, Röntgen und eine bettseitige Notfallsonographie des Herzens (Echokardiographie), der Bau-

Notfallnummern:

„Das wesentliche Kriterium einer funktionierenden ZNA ist für mich die Teamarbeit“, stellt Dr. Fischbach heraus. Ein Aspekt, der sich im ZNA-Team durch die Qualifikation in der Notfallpflege widerspiegelt und der ein wichtiger Schritt zur Professionalisierung der Notfallversorgung ist. Für eine kontinuierliche Weiterbildung und Qualifikation des Personals ist hausintern gesorgt. „Die neue ZNA mit ihrem gut ausgebildeten Personal ist eine adäquate Visitenkarte für das Leopoldina-Krankenhaus“, freut sich der Chefarzt.

Zentrale Notaufnahme Chefarzt: Dr. med. Andreas Fischbach Telefon 09721 720-6601 Fax 09721 720-2913 E-Mail zna@leopoldina.de

Pädiatrischer Bereitschaftsdienst 116 117 Kassenärztlicher Bereitschaftsdienst 116 117 Giftnotruf 089 19240

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Ständig in Bereitschaft. Brand- und Katastrophenschutzbeauftragter Thomas Wehner im Porträt. (Text + Bild: Stefan Pfister)

Eigentlich bestimmt der Funkmeldeempfänger den Takt im Leben von Thomas Wehner. Nur diesmal nicht, „das ist wirklich eine Ausnahme“, betont er, als das Gerät einen Alarm auslöst und eine Stimme, im krächzenden Ton, zum Rettungseinsatz ruft. Sein Ehrenamt beim Bayerischen Roten Kreuz ist ihm wichtig, ja zu einer Lebensaufgabe geworden. Der Notfallsanitäter meldet sich ab und nimmt sich Zeit für ein Gespräch mit Medizin&Menschen. „Ja, das alles ist zeitintensiv“, gesteht er. Schon früh habe er ein „Helfersyndrom“ entwickelt. Zunächst bei der Wasserwacht, ab zwölf Jahren beim Sanitätsdienst. Mit 16 Jahren durfte er erstmals auf einem Rettungswagen ausrücken. Ständig bildete er sich weiter, erst zum Rettungssanitäter, dann Rettungsassistent und zuletzt Notfallsanitäter. Man kann nur erahnen, wie intensiv ihn das alles gefordert hat und immer noch fordert. Doch er blickt mit Freude auf das Erreichte zurück. „Das Ehrenamt hat mir so viel gegeben“, sagt er mit strahlenden Augen. Natürlich, räumt er ein, bedarf es dazu einer verständnisvollen Familie. Wobei der Sanitätsdienst nur ein Teil seines Lebens ist. Der andere betrifft einen nicht minder verantwortungsvollen Beruf. Seit 8 Jahren ist Wehner der zuständige Beauftragte für den Brandschutz am Leopoldina-Krankenhaus, für den Katastrophenschutz sind es sogar schon 15 Jahre. Als ihm die Stelle anvertraut wurde, war er beim BRK bereits organisatorischer Leiter Katastrophenschutz für Stadt und Landkreis.

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Seine Hauptaufgaben im Krankenhaus sind eher präventiver Art. Etwa beim Brandschutz: Wo hängen die Feuerlöscher, sind Fluchtwege zugestellt oder schließt eine Brandtüre nicht richtig – solche Fragen stellt er sich jeden Tag. „Ich gehe mit offenen Augen durch das Haus“, sagt der eigentlich gelernte Krankenpfleger, der das „Leo“ besser kennt als kaum ein anderer; auch wegen der vielen Tätigkeiten im Laufe seiner 34-jährigen Dienstzeit: von der Stations- und Abteilungs-Pflegedienstleitung über den Einkauf bis zur Weiterbildung – für vieles war er schon zuständig. Nun erstellt er Alarmpläne für den Tag X, gemeinsam mit der Arbeitsgruppe Notfallvorsorge. Egal, ob es brennt, Strom oder Wasser ausfallen oder es eine Bombendrohung gibt, immer sind passgenaue Einsatzund Evakuierungspläne hinterlegt. Dabei arbeitet er mit vielen Stellen zusammen: mit der Technik, dem Projektmanagement oder anderen Fachbereichen im Krankenhaus. Außerdem ist er Ansprechpartner für Feuerwehr, Rettungsdienste, Polizei, Versorgungsunternehmen und Versicherungen. Bei ihm laufen die Fäden zusammen. Von Vorteil ist, dass er aus einer Hilfsorganisation kommt, deren Sprache kennt. Manchmal, das fügt er mit einem Lächeln an, fungiere er sogar als „Dolmetscher zwischen Rettungsdiensten und Verwaltung“. Täglich halten sich etwa 2.000 Menschen im Krankenhaus auf: Patienten, Ärzte, Pfleger, Besucher und Handwerker. Wie schnell könnte es im Notfall evakuiert werden? Für ein Stockwerk sind rund 90 Minuten

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vorgesehen. Bei Probeübungen auf einzelnen Stationen wurden die Abläufe getestet. „Daraus haben wir einiges für den Ernstfall gelernt“, betont der Brand- und Katastrophenschutzbeauftragte. Glücklicherweise blieb das Leopoldina bislang von großen Unglücksfällen verschont. Im Ernstfall sind die Verantwortlichkeiten klar geregelt. Es gibt, je nach Notfall, verschiedene Einsatzleitungen sowie einen Krisenstab, der alle Entscheidungen trifft, die weitreichender sind. Eine völlig neue Situation erlebte der erfahrene „Krisenmanager“ im Frühjahr – mit der Corona-Pandemie. „Das war unbekanntes Terrain für uns.“ Besonders die Vehemenz, mit der sie kam, sei für ihn neu gewesen. In der hauseigenen Pandemie-Task-Force ist er Mitglied, zeitgleich gehörte er dem Corona-Krisenstab von Stadt und Landkreis an. „Das ist alles sehr zeitaufwändig und anstrengend “, meint Wehner und verweist auf tägliche Sitzungen, ständig neue Verordnungen und sich ändernde Abläufe. Im Krankenhaus mussten vor allem Beatmungsgeräte organisiert, zudem Personal und Patienten geschützt werden. Für eine zweite Welle sei man aber besser gewappnet, „alles ist nun greifbarer und planbarer“, so Thomas Wehner. Erfahrungen hat der mittlerweile 61-Jährige in seinem Berufsleben und beim BRK reichlich gesammelt. Davon sollen auch andere profitieren. Schon länger ist er parallel als „Instructor“ an der Leo-Academie tätig. „Mein Wissen weiterzugeben, das liegt mir ebenfalls sehr am Herzen.“


Immer einsatzbereit: Thomas Wehner ist Notfallsanitäter und Leiter des Katastrophenschutzes beim BRK sowie hauptberuflich Brand- und Katastrophenschutzbeauftragter am Leopoldina-Krankenhaus. Foto: Stefan Pfister

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„No Risk, no fun!“? Klinisches Risikomanagement bei Operationen. „No Risk, no fun!“ Ein Spruch, der vielleicht im Extremsport gilt, bei den deutschlandweit etwa 16 Millionen Operationen jährlich jedoch sicher nichts zu suchen hat – im Gegenteil! Im Jahr 2008 startete deshalb die WHO-Kampagne „Sichere Chirurgie rettet Leben“. Teil der Kampagne ist unter anderem eine standardisierte OP-Checkliste, wie sie auch im Leopoldina-Krankenhaus zum Einsatz kommt.

antwortlich für das Risikomanagement. Von Vorteil sei zudem, dass durch die Standardisierung der Arbeitsabläufe und die genaue Dokumentation die Klinik jederzeit einen korrekten Ablauf der Behandlung im OP belegen kann – auch für externe Anspruchsgruppen wie beispielsweise Versicherungen oder Patientenanwälte. Ein gutes Risikomanagement ist also für alle ein Gewinn. Sicher ist besser

Weniger Komplikationen, mehr Sicherheit Die Zahlen sprechen für sich: Studien haben ergeben, dass durch die Anwendung einer Checkliste ca. 1/3 der Komplikationen einer OP vermieden werden kann. Die Patientensicherheit konnte so signifikant gesteigert werden. „Aber auch für die OP-Mitarbeiter hat sich durch ein standardisiertes Vorgehen einiges vereinfacht“, berichtet Alexander Ertl, seit 18 Monaten OP-Manager am Leopoldina-Krankenhaus und damit ver-

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Risikomanagement – das klingt zunächst abstrakt und nach jeder Menge Papierkram. „Klar“, lacht Ertl, „ohne Papier oder ein digital geführtes Äquivalent geht es nicht. Viele Mitarbeiter waren deshalb bei der Einführung zunächst skeptisch, ob das Ganze nicht einfach nur Mehrarbeit für sie bedeutet. Aber mittlerweile haben sich die Prozesse gut etabliert und die Abarbeitung der Checklisten ist allen zur Routine geworden.“ Neben der Risikoidentifikation,

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der Analyse und Risikosteuerung sind der Wille zur ständigen Verbesserung und die Bereitschaft zur übergreifenden, konstruktiven Kommunikation existenziell für ein funktionierendes Risikomanagement. Ziel ist stets, potentielle Gefahren und Sicherheitsrisiken im OP zu minimieren, Risiken schnell zu erkennen und gezielt gegenzusteuern. Das Leopoldina arbeitet hier nach dem CIRS-System, also dem Critical Incident Reporting System. Es ist ein Beinahefehlerberichts- und Lernsystem nach dem Motto: „Aus (Fast-) Fehlern wird man klug!“. Dort können entsprechende Vorkommnisse anonym gemeldet werden, was die Hemmschwelle senkt und sicher stellt, dass ein potentielles Risiko gemeldet wird. Und was bekommt der Patient vom Risikomanagement mit? Vor allem das Abarbeiten der Sicherheitschecklisten, die ihn von der Station bis


zum Verlassen des OPs begleitet. Solche Checklisten werden in der Luftfahrt seit langem als Kontrollinstrument eingesetzt, um die Flugsicherheit zu erhöhen. Ähnlich wie im Cockpit werden die Listen auch im OP-Saal verwendet. Vor, während und nach

etwa vorliegende Allergien, ob der Patient nüchtern ist oder ob das Risiko eines hohen Blutverlustes besteht. Ebenso, ob Laborberichte vorliegen oder ob eine AntibiotikaProphylaxe verabreicht wurde. Sicherheit für alle Beteiligten

Bei allen Operationen im Leopoldina-Krankenhaus kommt ein effizientes Risikomanagement mit sehr detaillierten OP-Checklisten zum Einsatz. Es bietet Patienten die größtmögliche Sicherheit und allen Beteiligten die Gewissheit, Komplikationen soweit wie möglich zu vermeiden.

Bevor der erste Schnitt gesetzt werden kann, steht jedoch noch mehr an: Alle Mitglieder des OP-Teams stellen sich mit Namen und Funktion vor. Operateur, Anästhesist und Pflegepersonen bestätigen erneut die Identität des Patienten, die OP-Lokalisation, den geplanten Eingriff sowie die korrekte Lagerung; der Operateur informiert über kritische Schritte, voraussichtliche Dauer der Operation und zu erwartenden Blutverlust, der Anästhesist definiert patientenspezifische Bedenken

und die OP-Pflege kontrolliert Sterilisations-Indikatoren, Instrumentarium und Geräte. Schließlich wird geprüft, ob alle notwendigen Unterlagen und Röntgenbilder etc. vorliegen und auf Identität geprüft sind. Selbstredend wird all dies dokumentiert. Während der OP wird die Verwendung jedes einzelnen Tupfers notiert und in diversen Zählkontrollen vor Beendigung der OP wird die Vollständigkeit der verwendeten Instrumente, Tupfer, Bauchtücher, etc. im Vieraugen-Prinzip bestätigt. Auch die korrekte Beschriftung von Gefäßen mit entnommenen Proben zur pathologischen Untersuchung wird sichergestellt. Das OP-Team hält außerdem fest, ob es in der Aufwachphase und der postoperativen Versorgung des Patienten etwas zu beachten gibt. Wenn schließlich alle Punkt sauber abgearbeitet sind, heißt es ganz wie im Flugzeug: Safety Check Completed!

einem Eingriff werden alle wichtigen Punkte standardmäßig überprüft. Es beginnt bereits auf der Station mit einem Identitätscheck. Seit Beginn der Corona-Pandemie sind beispielsweise Fragen nach typischen Covid-19 Symptomen Standard. Alle Checks werden dokumentiert und per Unterschrift bestätigt. Vor dem Einschleusen in den OP wird erneut die Identität geprüft. Dann werden der Eingriffsort, die Art des Eingriffes und die Patientenzustimmung kontrolliert. Außerdem, ob der Eingriffsort richtig markiert wurde und ob alle Vorbereitungen für die Anästhesie ordnungsgemäß durchgeführt wurden. Risiken, die während der OP zu erwarten sind, werden dokumentiert,

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Verstärken das Ärzteteam der SAPV Palliativo. Yvonne Rabe (li.) und Anja Leichtner (re.)

Zuhause kompetent betreut. Ambulante Palliativversorgung unter neuer Ärztlicher Leitung. Ein wichtiger Aspekt in der Palliativmedizin ist, den Patienten im fortgeschrittenen Stadium einer nicht heilbaren Krankheit möglichst viel Erleichterung zu schaffen. Dazu gehört auch die hochspezielle und ganzheitliche Versorgung in ihrem gewohnten Lebensumfeld zu Hause oder im Seniorenheim. Hierfür gibt es die SAPV, die Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung. Das Leopoldina-Krankenhaus Schweinfurt und die Kongregation der Schwestern des Erlösers (Krankenhaus St. Josef Schweinfurt) sind gemeinsam Träger der SAPV Palliativo GmbH, die Patienten in den Städten und Landkreisen Schweinfurt, Bad Kissingen, Bad Neustadt und Rhön-Grabfeld jene Betreuung im Rahmen der SAPV bietet. Dabei werden Bezugspersonen, stationäre und weitere ambulante Versorger (Sozialstationen, Hausärzte, Hospizdienste etc.) zu

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jeder Zeit in Therapie und Begleitung mit einbezogen. Seit Kurzem steht die SAPV Palliativo unter neuer Ärztlicher Leitung: Yvonne Rabe, Fachärztin für Anästhesiologie, Spezielle Schmerztherapie und Palliativmedizin, hat zum 1. November die Leitung des Ärzteteams übernommen. Sie war zuvor viele Jahre in der Klinik für Palliativmedizin des Universitätsklinikums Jena tätig und hat zuletzt das dortige SAPV-Team für die Region Jena geleitet. Außerdem neu im Ärzteteam der SAPV Palliativo ist seit dem 1. September Anja Leichtner. Die Fachärztin für Anästhesiologie mit Zusatzbezeichnung Palliativmedizin war zuvor in leitender Verantwortung im SAPV Team des Klinikum Offenbach.

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Beide Medizinerinnen verfügen also über viel Erfahrung in der stationären und ambulanten Begleitung von Schwerstkranken und Sterbenden und freuen sich darauf, diese Erfahrung nun in der Region Main-Rhön einzubringen – gemeinsam und Hand in Hand mit den Partnern vor Ort. Weitere Informationen zur ambulanten Palliativversorgung finden Sie unter www.palliativo.de oder gerne persönlich über folgende Kontaktdaten: SAPV Palliativo Robert Koch-Straße 10 97422 Schweinfurt Tel. 09721 720 3070 Fax 09721 720 3071 E-Mail info@palliativo.de


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„Immer für Sie da!“ Neuer Patientenfürsprecher im Leopoldina. Emil Etzel übernimmt das Amt von Helmut Stühler.

Foto: anand anders

Acht Jahre bekleidete Helmut Stühler das Amt und hat in dieser Zeit unzähligen Patienten oder ihren Angehörigen zur Seite gestanden. Aus Altersgründen hat er sich nun zurückgezogen. Erfreulich, dass mit Emil Etzel ein adäquater Nachfolger gefunden wurde. Als ehemaliger Verwaltungsleiter des Krankenhauses kennt er das Leopoldina in- und auswendig und ist somit eine ideale Besetzung. Als Vermittler zwischen Patienten bzw. Angehörigen und dem Krankenhaus wird er sich für die Anliegen der Patienten einsetzen. Er arbeitet ehrenamtlich und unabhängig – und er wird immer versuchen, möglichst unbürokratisch und schnell zu helfen. Ein Patientenfürsprecher wird auf Patientenwunsch tätig und unterliegt natürlich der Schweigepflicht. Emil Etzel ist per E-Mail unter patientenfuersprecher@leopoldina.de zu erreichen.

Helmut Stühler, Sorya Lippert (2. Bürgermeisterin der Stadt Schweinfurt), Emil Etzel und Jürgen Winter (Geschäftsführer Leopoldina-Krankenhaus)

Im November gibt´s was auf die Ohren. Der Podcast „Medizin&Menschen“. Eine Stunde - ein Thema: Ihre Gesundheit steht bei uns im Mittelpunkt. In unserem neuen Medienformat, dem Podcast „Medizin&Menschen“, sprechen wir mit unseren Expertinnen und Experten aus dem Leopoldina-Krankenhaus über Gesundheit, Krankheit, Diagnostik, Therapie und Prävention.

bei allen bekannten Streaming-Dienstleistern wie z.B. Spotify 365 Tage 24 Stunden abrufbar. Eine Themenvorschau finden Sie auf www.radioprimaton.de

Das neue Format ist jeden 2. und 4. Donnerstag von 10.00 – 11.00 Uhr sowie von 18.00 – 19.00 Uhr auf Radio Primaton zu hören, außerdem auf www.leopoldina.de und

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Erneute Zertifizierung der Stroke-Unit am Leopoldina-Krankenhaus. Die Stroke-Unit befindet sich in der bayerischen Spitzengruppe – sowohl was die Anzahl der behandelten SchlaganfallPatienten als auch die Qualitätsaspekte betrifft. Bereits zum zweiten Mal in Folge wurde das Leopoldina so auch als „TOP Nationales Krankenhaus – Schlaganfall“ ausgezeichnet. Die hohen Qualitätsstandards der Abteilung werden durch regelmäßige Zertifizierungen bestätigt. „Wir sind deshalb besonders stolz darauf, dass wir neben der Rezertifizierung der Deutschen Schlaganfallgesellschaft (DSG) auch auf europäischer Ebene das ESO Stroke-Center-Siegel erhalten haben“, berichtet Klaus Dötter, leitender Oberarzt der Neurologischen Klinik. Dr. Johannes Mühler (Chefarzt Neurologische Klinik), Lisa Walter (Pflegefachfrau) und Klaus Dötter (leitender Oberarzt) freuen sich über die Rezertifizierung

Hohe Qualität der Krebszentren bestätigt. Sowohl das Pankreaskarzinom-Zentrum als auch das Darmkrebs-Zentrum unter der Leitung von Prof. Dr. Stephan Kanzler und Prof. Dr. Detlef Meyer wurden erneut von der Deutschen Krebsgesellschaft e. V. für

ihre hervorragende Arbeit ausgezeichnet. „Wir freuen uns sehr, dass die hohe Qualität unserer Arbeit in den viszeralonkologischen Zentren seit Jahren ausgezeichnet wird“, erklärt Prof. Dr. Meyer. „Vor allem bedanken

wir uns bei unseren Mitarbeitern, die die Grundlage für diese Auszeichnung bilden“, unterstreicht Prof. Dr. Kanzler die Leistung seiner Kolleginnen und Kollegen.

Über die Zertifikatserteilung freuen sich die Leiter der Krebszentren, Prof. Dr. Stephan Kanzler (3. von links) und Prof. Dr. Detlef Meyer (4. von links), mit einem Teil ihres Teams sowie Vertretern des Qualitätsmanagements.

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Wir im Überblick Wichtige Rufnummern: Zentrale Notaufnahme

09721 720-6601

Pädiatrische Bereitschaftspraxis 116 117 Urologischer Bereitschaftsdienst 09721 720-6490 Kreißsaal

09721 720-2140

Telefonzentrale Rezeption

09721 720–0

Geschäftsführung

09721 720-3001

Anschrift: Leopoldina-Krankenhaus der Stadt Schweinfurt GmbH Gustav-Adolf-Straße 6–8 97422 Schweinfurt info@leopoldina.de · www.leopoldina.de

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Wir beschäftigen nahezu 2.200 Mitarbeiter, jährlich behandeln wir 32.000 Patienten stationär und 32.000 Patien­ten ambulant. Das Leopoldina-Krankenhaus stellt als modernes Schwerpunktkrankenhaus die medizinische Versorgung für die Bürger von Stadt und Landkreis Schweinfurt sowie der Bevölkerung im nördlichen Unterfranken sicher. Darüber hinaus sind wir akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Würzburg und einer der größten Arbeitgeber der Region – wir bieten jungen Menschen durch qualifizierte Aus- und Fortbildungen beste Berufschancen. Eine medizinische Behandlung auf dem neuesten Stand von Wissenschaft und

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Technik mit menschlicher Zuwendung, Respekt und individueller Betreuung zu verbinden, das ist das erklärte Ziel unseres Hauses. Hierzu betreiben wir zahlreiche Fachkliniken, zentrale Abteilungen und interdisziplinäre Zentren. Die kontinuierliche Verbesserung der Unterbringungsqualität, die Verbesserung aller Abläufe bei der Untersuchung und Behandlung und nicht zuletzt der hohe Qualifikationsstand und die Motivation unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen für eine hochwertige und anteilnehmende Versorgung der Patientinnen und Patienten. Medizin, Pflege, Service und Management arbeiten hierfür Hand in Hand.


Anästhesie und operative Intensivmedizin Chefarzt Prof. Dr. med. Hauke Rensing Sekretariat Telefon Fax E-Mail

Sabine Blum, Katharina Suhl 09721 720-2242 09721 720-2989 sekretariat-anaesthesie@leopoldina.de

Chirurgische Klinik Visceralchirurgie, Thoraxchirurgie, Kinderchirurgie Chefarzt Prof. Dr. med. Detlef Meyer Sekretariat Telefon Fax E-Mail

Claudia Fürst, Kerstin Keller-Göbel 09721 720-2261 09721 720-2258 cfuerst@leopoldina.de

Abteilung für Gefäßchirurgie Chefarzt Prof. Dr. med. Detlef Meyer Ltd. Ärztin Katrin Körner Ltd. Arzt Dr. med. univ. Abdurrahman Durmus Sekretariat Telefon Fax E-Mail

Claudia Fürst 09721 720-2261 09721 720-2258 cfuerst@leopoldina.de

Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe Gynäkologie, Geburtshilfe, Brustzentrum, Gynäkologisches Krebszentrum, Perinatalzentrum, Urogynäkologie Chefarzt Prof. Dr. med. Michael Weigel Sekretariat Telefon Fax E-Mail

Katharina Faulhaber 09721 720-2132 09721 720-2136 frauenklinik@leopoldina.de

Klinik für Kinder und Jugendliche Interdis. Kinderklinik, Diabetologie, Epileptologie, Neonatologie, Intensivmedizin, Psychosomatik Chefarzt Dr. med. Johannes Herrmann Sekretariat Telefon Fax E-Mail

Margarete Stefan, Kerstin Markert, Ann-Kathrin Höhn 09721 720-3312 09721 720-2959 kinderklinik@leopoldina.de

Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie Chefarzt PD Dr. med. Wolfgang Briegel Sekretariat Telefon Fax E-Mail

Petra Hobner 09721 720-3370 09721 720-2901 kjp@leopoldina.de

Klinik für Psychosomatik Leitender Arzt Dr. med. Hans Albrecht Schmid Sekretariat Madelaine Rottmann, Tina Geßner Telefon 09721 720-3610 Fax 09721 720-3611 psychosomatik@leopoldina.de Klinik für Spezielle Schmerztherapie Chefärztin Dr. med. Jutta Albrecht Sekretariat Susanne Göb, Mareike Hofmann Silvia Lauerer Telefon 09721 720-6405 Fax 09721 720-2935 E-Mail schmerzklinik@leopoldina.de Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie Chefarzt PD Dr. med. Reinhart Sweeney Sekretariat Susanne Frink Telefon 09721 720-3242 Fax 09721 720-3247 E-Mail strahlentherapie-schweinfurt@ leopoldina.de Zentrale Notaufnahme Chefarzt Dr. med. Andreas Fischbach Sekretariat Telefon Fax E-Mail

Pia Dürr 09721 720-6601 09721 720-2913 zna@leopoldina.de

Klinik für Urologie und Kinderurologie Erkrankungen der ableitenden Harnwege (Niere, Harnleiter, Harnblase und Harnröhre) Chefarzt Dr. med. Roland Bonfig Sekretariat Telefon Fax E-Mail

Alexandra Wolf, Mona Bauer 09721 720-2282 09721 720-2248 awolf@leopoldina.de

Medizinische Klinik 1 Kardiologie, Nephrologie, Pulmologie, Interventionelle Angiologie, Internistische Intensivmedizin Chefarzt Prof. Dr. med. Karl Mischke Sekretariat Telefon Fax E-Mail

Monika Wiesinger, Marion Marx 09721 720-2487 09721 720-2818 med1@leopoldina.de

Medizinische Klinik 2 Gastroenterologie, Hepatologie, Hämato-/Onkologie, Diabetologie, Infektionskrankheiten Chefarzt Prof. Dr. med. Stephan Kanzler Sekretariat Telefon Fax E-Mail

Leonie Thomsen, Ivonne van Huet 09721 720-2482 09721 720-2484 vorzimmermed2@leopoldina.de

Neurochirurgische Klinik Schädel-Hirn-Verletzungen, Hirntumore, Hirngefäßerkrankungen und Bandscheibenoperationen Chefarzt PD Dr. med. Johann Romstöck Sekretariat Telefon Fax E-Mail

Viktoria Rohrer, Susanne Hübner 09721 720-2626 09721 720-2992 vrohrer@leopoldina.de

Abteilung für Spezielle Wirbelsäulenchirurgie Chefarzt Shadi Shararah Sekretariat Telefon Fax E-Mail

Silvia Ludwig, Annemarie Niklaus 09721 720-2656 09721 720-2964 wirbelsaeulenchirurgie@leopoldina.de

MVZ-Leopoldina GmbH Robert-Koch-Str. 10 97422 Schweinfurt Zentrale Anmeldung Telefon 09721 720-2710 E-Mail mvz@leopoldina.de Frauenheilkunde und Geburtshilfe Thi Hang Nguyen Gefäßchirurgie Katrin Körner Dr. med. univ. Abdurrahman Durmus Hämatoonkologie Dr. med. Hans Reinel Dr. med. Andrea Linder Christoph Köchel Hals-/Nasen-/Ohrenheilkunde Essa Al-Rabadi Innere Medizin/Gastroenterologie/Endokrinologie Dr. med. Jürgen Schiemann Dr. med. Brigitte Götz Dr. med. Stefan Schmitt Kardiologie Dr. med. Diana Filko Jochen Genzel Kinderdiabetologie Dr. med. Nicole Nellen-Hellmuth Dr. med. Corinna Heidgen Neurochirurgie Dr. med. Jérôme Manville Dr. med. Salome Schöpf Neurologie Dr. med. Otto-Paul Lück Dr. med. Christine Lindner Pathologie PD Dr. med. H.-Ullrich Völker Strahlentherapie PD Dr. med. Reinhart Sweeney Dr. med. Sami Ok Dr. med. Katharina Brauner

Neurologische Klinik Erkrankungen des Nervensystems, Schlaganfallzentrum Chefarzt Dr. med. Johannes Mühler

Hausärzte im Gesundheitspark Dr. med. Helgard Brückner Dr. med. Anne Dippel Dr. med. Christiane Weth

Sekretariat Telefon Fax E-Mail

Ambulantes OP-Zentrum Robert-Koch-Str. 10 97422 Schweinfurt Telefon 09721 720-2771 Fax 09721 720-882770

Ramona Kiesel, Sophie Wirthh 09721 720-2153 09721 720-2985 lscheuring@leopoldina.de

Orthopädie, Unfallchirurgie, Hand- und Wiederherstellungschirurgie Endoprothetik, Sportorthopädie, Schulter-, Fußchirurgie, Alterstraumatologie Chefarzt Dr. med. Matthias Blanke Sekretariat Telefon Fax E-Mail

Christine Calhoun, Tanja Leubner, Tina Walter 09721 720-2267 09721 720-2982 orthopaedie@leopoldina.de

Pathologie Chefarzt

PD Dr. med. Hans-Ullrich Völker

Sekretariat Telefon Fax E-Mail

Peggy Cetinkaya, Britta Popp, Annemarie Weinmann, Annette Arenz 09721 720-3532 09721 720-2996 pathosekretariat@leopoldina.de

Radiologie und Neuroradiologie Chefarzt PD Dr. med. Dominik Morhard Sekretariat Telefon Fax E-Mail

Karin Huttner 09721 720-3212 09721 720-2947 dmorhard@leopoldina.de

MVZ Labor Schweinfurt Prof. Dr. med. Ralf Großmann Dr. med. Sandra Rickhoff Karoline Egelkraut Sekretariat Michaela Seifert Telefon 09721 53332-0 Fax 09721 53332-299 E-Mail mseifert@laboraerzte-schweinfurt.de

Anästhesie Dr. med. Dirk-Christian Nüchter Claudia Nüchter Pflege und patientennahe Dienste Leitung: Christina Sterk Sekretariat Telefon Fax

Sonja Schätzle 09721 720-3131 09721 720-2945

Schule für Pflegeberufe Schulleiter Dirk Niedoba Robert-Koch-Str. 10 97422 Schweinfurt Sekretariat Telefon E-Mail

Ulrike Wiener, Kristin Popp, Katja Breitenbach 09721 720-3542 krankenpflegeschule@leopoldina.de

Leo Academie Leitung: Manuel Geuen Robert-Koch-Str. 10 97422 Schweinfurt Telefon 09721 720-3415 E-Mail leoacademie@leopoldina.de Förderverein Leopoldina-Krankenhaus Schweinfurt e. V. 1. Vorsitzender: Horst Masuch Veit-Stoß-Straße 8 97422 Schweinfurt Telefon 09721 44400 Homepage www.leopoldina-foerderverein.de

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Ihre Meinung ist uns wichtig. Jetzt mitmachen, das Rätsel lösen und tolle Preise gewinnen! Bitte lassen Sie uns Ihre Ideen, Kritik, Anregungen zum aktuellen Magazin sowie Themenvorschläge für die kommende Ausgabe des Leopoldina-Magazins per Post oder via E-Mail zukommen. Zusätzlich können Sie das richtige Lösungswort des Rätsels auf der Antwortkarte eintragen und attraktive Preise gewinnen.

Frage 1 Die …….. – eine gefährliche Durchblutungserkrankung. 1

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Frage 2 Die ZNA steht kurz für die … 9

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Frage 3 Eine der häufigsten Knieverletzungen ist der … 12

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Frage 4 Seit kurzem gibt es Medizin&Menschen auch als … 6

1. PREIS Ein Verwöhnwochenende für 2 Personen »Arrangement Zweisam« im Bio Hotel Sturm in Mellrichstadt

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n auf die Frage Die Antworten e ieser Ausgab finden Sie in d gazins! des Klinikma

2. PREIS Ein Arrangement in der KissSalis Therme Bad Kissingen

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3. PREIS Ein Gutschein für einen Segelflug über die bayerische Rhön


Einfach nebenstehende Karte ausschneiden, ausfüllen und an nachfolgende Adresse senden:

Lösungswort Rätsel Bitte von Seite 36 übertragen! 2

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Meine Meinung zum Leopoldina-Magazin:

Name, Vorname

Geburtsdatum

Straße, Hausnummer

PLZ, Ort

Telefonnummer

E-Mail-Adresse

Ja, ich möchte das Leopoldina-Magazin im kostenfreien Abo per Post erhalten.

Antwortkarte

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Postadresse: Leopoldina-Krankenhaus der Stadt Schweinfurt GmbH Unternehmenskommunikation Gustav-Adolf-Straße 6–8 97422 Schweinfurt

oder ganz einfach per E-Mail: uk@leopoldina.de

Die Preise werden unter allen Einsendern mit dem korrekten Lösungswort verlost, Teilnahmeschluss ist der 31. 01. 2021. Die Gewinner werden von uns benachrichtigt. Pro Person wird nur eine Einsendung akzeptiert. Die Verlosung erfolgt unter Ausschluss des Rechtsweges. Eine Barauszahlung, Änderung sowie Umtausch der Gewinne sind ausgeschlossen. Teilnahmeberechtigt sind alle Personen über 18 Jahre. Die Daten werden nur zur Abwicklung des Gewinnspiels genutzt, die Teilnehmerdaten anschließend gelöscht.

Preisübergabe Am 14.09.2020 übergab Geschäftsführer Jürgen Winter die Preise des Gewinnspiels aus der letzten Ausgabe. 1. Preis (ein Verwöhnwochenende im Bio Hotel Sturm in Mellrichstadt im Wert von 450 €) für Ulrike Fröhlich aus Fuchsstadt 2. Preis (ein Arrangement für die KissSalis Therme in Bad Kissingen) für Angelika Bonengel aus Grettstadt 3. Preis (ein Segelflug über die bayerische Rhön) für Herbert Dietz aus Dittelbrunn Wir danken allen Teilnehmern für die große Resonanz und den positiven Zuspruch für das Krankenhaus-Magazin. Das Lösungswort aus der letzten Ausgabe lautete: PFLEGEAUSBILDUNG Ulrike Fröhlich und Geschäftsführer Jürgen Winter

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Achtung… Durchgeblickt!! Foto: Adobe Stock

Die Impfung: was sie bringt und wie sie funktioniert.

er Mit freundlich Klinik r terstützung de

Un d Jugendliche für Kinder un unter Chefarzt Herrmann Dr. Johannes

Alle reden von Impfung, das hast du bestimmt schon mitbekommen. Die ganze Welt sucht fieberhaft nach einem Impfstoff gegen Corona. Denn erst wenn wir diesen haben, wird sich unser Leben voraussichtlich wieder weitgehend normalisieren. Muss also eine echt wichtige Sache sein. Gegen andere Krankheiten haben wir schon die Möglichkeit zu impfen. Sicher bist auch du gegen viele Krankheiten geimpft zum Beispiel gegen Masern.

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Wie genau funktioniert so eine Impfung überhaupt?

In der Spritze, die der Arzt dir gibt, befinden sich abgeschwächte oder abgetötete Krankheitserreger oder Teile davon. Diese sind für dich nicht mehr gefährlich, nur ganz selten bemerkt man also etwas von der Impfung. Manchmal kommt es zu leichten Krankheitsanzeichen, wie zum Beispiel Fieber. Dein Immunsystem aber – das ist sowas wie eine körpereigene Polizei – bekommt von den Eindringlingen aus der Impfspritze sehr wohl was mit. Und genau das soll es auch. Durch die Impfung wird es nämlich

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sozusagen in die „Schule“ geschickt. Es soll lernen, wie die Krankheitserreger einer bestimmten Krankheit „aussehen“, es soll sie unschädlich machen, geeignete „Waffen“ gegen sie entwickeln und sich das alles für später merken. Beim nächsten Kontakt mit der Krankheit weiß dein Immunsystem genau wen es vor sich hat und kann sehr schnell mit der Abwehr beginnen, noch ehe du richtig krank wirst. Denn wie der Erreger aussieht, hat es ja gelernt und weiß schon, wie er bekämpft werden muss. Der Körper hat also aktiv sogenannte Antikörper gegen den Erreger gebildet, deshalb nennen wir das eine aktive Impfung. Gegen einige Krankheiten muss mehrmals geimpft werden, damit dein Immunsystem


Ganzkörper-MRT (© Siemens Healthcare GmbH, 2019)

eine Abwehr entwickelt. Gegen wieder andere ist von Zeit zu Zeit eine „Auffrischungsimpfung“ nötig. Das ist sozusagen eine Erinnerung an das Immunsystem, dass es seine Abwehrstrategien nur ja nicht wieder vergisst. So ähnlich, wie wenn du dein 1x1 wiederholst, wenn es etwas eingerostet ist. Dabei merkst du: Selbst wenn du zuerst wieder unsicher bist, hast du doch die Rechenaufgaben schon einmal gekonnt und gewusst. Diesmal geht es viel schneller als beim ersten Mal, als alle Aufgaben für dich noch neu waren. Wenn du also regelmäßig übst, bist und bleibst du fit. Ebenso geht es deinem Immunsystem mit den Krankheitserregern: „Übung macht den Meister“ gilt auch hier.

Abbildung: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, impfen-info.de, http://www.impfen-info.de/mediathek/infografiken/masernfälle <30.09.2020>, CC BY-NC-ND

Schutz vor Krankheiten: das Immunsystem

Das Gedächtnis des Immunsystems Dringen Krankheitserreger in unseren Körper ein, werden verschiedene Zellen unseres Immunsystems aktiv: Zunächst greifen die Fresszellen an und zerlegen die Erreger. Sie sind nicht spezialisiert auf bestimmte Erreger und können daher oft die Krankheitserreger nicht vollständig beseitigen. Deshalb holen sie sich Hilfe: Sie präsentieren kleine Teile des Eindringlings den sogenannten T-Helferzellen. Dieser Zelltyp alarmiert die B-Lymphozyten und regt die Vermehrung von Zellen an, die genau die passenden Abwehrstoffe – sogenannte Antikörper - gegen eine bestimmte Art von Erregern bilden. Diese Antikörper produzierenden Zellen nennt man dann Plasmazellen. Diese produzieren Antikörper, die sich an den Krankheitserreger anbinden. Sie markieren ihn also, damit er schneller von den anderen Fresszellen erkannt und unschädlich gemacht werden kann. Und dann gibt es da noch die Gedächtniszellen. Die schließlich merken sich die Beschaffenheit der Erreger. Bei einer erneuten Infektion wird die Abwehrreaktion des Körpers schneller ausgelöst, die Erkrankung damit verhindert. Außerdem wird durch die Markierung der Krankheitserreger durch die Antikörper verhindert, dass der Krankheitserreger in die Körperzellen eindringen kann. Ist das dennoch bereits geschehen, werden die betroffenen körpereigenen kranken Zellen von den T-Killerzellen unschädlich gemacht.

Wenn es mal schnell gehen muss

Zellen des

Immunsystems Fresszellen:

Bekämpfen alle Eindringlinge, indem sie sie verdauen und in ihre Einzelteile zerlegen, sie sind nicht gegen bestimmte Erreger gerichtet. Sie genügen nicht, um eine Krankheit erfolgreich alleine abzuwehren.

T-Helferzellen:

Übernehmen die „Organisation“ der Abwehr, indem sie B-Zellen, die Plasmazellen, zur Vermehrung und Produktion von Antikörpern animieren und T-Killerzellen auf infizierte Körperzellen ansetzen.

Plasmazellen:

B-Zellen, die genau den passenden Antikörper für einen bestimmten Erreger produzieren.

Killerzellen:

Auf Befehl der T-Helferzellen zerstören T-Killerzellen körpereigene Zellen, in denen sich Krankheitserreger eingenistet haben.

Gedächtniszellen:

Merken sich das „Aussehen“ eines Krankheitserregers, so dass die Abwehr beim nächsten Kontakt mit dem Erreger schnell starten kann.

außen „geholfen“. Es werden sozusagen vorübergehend „Aushilfspolizisten“ in den Einsatz geschickt.

Es gibt übrigens noch eine weitere Art der Impfung – die passive Impfung. Die kommt zum Einsatz, wenn es ganz schnell gehen muss, zum Beispiel, wenn du dich beim Spielen verletzt hast und dein Körper einen Schutz gegen Tetanus braucht. Da kann man nicht darauf warten, dass das Immunsystem aktiv in Aktion tritt und in Ruhe selbst Antikörper und Gedächtniszellen bildet wie bei der aktiven Impfung. Dann wird dem Körper in einer passiven Impfung gleich mit den passenden Antikörpern von

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Regionale Ra ffinessen

und in terna tionaler Flair

Der Küchenchef der »Piazza Leopoldina« empfiehlt. Mehr als gute Medizin. Für uns bedeutet das auch, jeden Tag dafür zu sorgen, dass sich unsere Patienten wohlfühlen. Ganz maßgeblich daran beteiligt ist unser Team aus Küche und Service. Unsere Mitarbeiter geben ihr Bestes, um mit abwechslungsreichen und gesunden Speisen zu überzeugen. Wir setzen auf regionale Produkte mit kurzen Lieferstrecken und einen schonenden Umgang mit Ressourcen, wo immer dies möglich ist – frei nach dem Motto: »Von der Region, für die Region«. Wir beziehen unsere Lebensmittel und Produkte für Küche und Catering fast ausschließlich aus der Region oder von regionalen Händlern. Das Fleisch stammt aus Schweinfurt, die Backwaren kommen aus dem Landkreis und das frische Gemüse aus dem oberfränkischen Raum. Wir sind davon überzeugt, auch damit einen Beitrag zur Gesundheit zu leisten. Die Kreativität und Qualität unserer Küche hat sich herumgesprochen – Privatpersonen und Unternehmen aus der Region greifen immer öfter auf den Veranstaltungs- und Cateringservice unserer Tochtergesellschaft Leo-Service zurück. Mehr Informationen hierzu finden Sie unter www.leo-service.com. Übrigens, die leckeren Gerichte aus unserer »Piazza Leopoldina« erhalten Sie über den Menüservice der Johanniter Schweinfurt bequem nach Hause. Wir wünschen viel Freude und Genuss mit den Rezeptideen unseres Chefkochs Herbert Müller. Guten Appetit!

Aufgrund der Corona-Pandemie gibt es in dieser Ausgabe leider keinen Menü-Gutschein. Wir freuen uns aber jetzt schon darauf, Ihnen im kommenden Magazin einen Gutschein für ein leckeres Menü anzubieten.

Hirschragout mit Knöpfle und Broccoli mit Mandelbutter Zubereitung:

Hirschragout Zutaten für 4 Personen

1 kg Hirschragout 200 g Wurzelwerk (Karotten, Sellerie, Lauch) 200 g Zwiebeln 10 Pfefferkörner 5 Wacholderbeeren 1 Lorbeerblatt 5 EL Öl 50 g Tomatenmark ¼ l Rotwein ¾ l Gemüsebrühe 2 EL Preiselbeeren 2 EL Mehl

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Fleisch in ca. 3 cm große Würfel schneiden, salzen und pfeffern. Wurzelwerk schälen, in 1 cm große Würfel schneiden. Pfefferkörner, Wacholderbeeren, Lorbeerblatt in ein Leinentuch binden (Gewürzsäckchen). Öl in einer flachen Kasserolle stark erhitzen, Fleisch von allen Seiten braun anbraten, Tomatenmark dazu geben und mit Rotwein ablöschen. Gemüsebrühe zugießen, Preiselbeeren und Gewürzsäckchen hinzufügen, aufkochen und dann köcheln lassen, bis das Fleisch weich ist. 20 min. vor Garende Wurzelwerk dazugeben und kernig garen. Gewürzsäckchen entfernen, Fleisch aus der Soße nehmen und Gemüse absieben. Soße mit angerührtem Mehl (Mehl mit etwas Rotwein mischen) abbinden und das Fleisch wieder dazu geben.

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Zubereitung Broccoli mit Mandelbutter:

Broccoli mit Mandelbutter

Broccoli in Salzwasser ca. 9 min. blanchieren, bis er bissfest ist. Butter leicht bräunen, Mandeln darin anrösten und über den gegarten Broccoli geben.

Zubereitung Knöpfle:

600 g Broccoli 100 g Mandeln 125 g Butter Salz / Peffer / Muskat / Zucker

Mehl, Eier, Salz zu einem glatten Teig verarbeiten. Salzwasser zum Kochen bringen, den Teig über den Spätzlehobel ins Wasser reiben und kurz garen. Butter in einer Pfanne zerlassen, die Knöpfle kurz darin schwenken und mit Salz abschmecken.

Knöpfle

Foto: Adobe Stock

Zutaten: für 4 Personen

Zutaten: für 4 Personen 300 g Mehl 6 Eier 1 Prise Salz 2 EL Butter für die Pfanne

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Fleisch & Wurst

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Ihr Partner für den optimalen Wäsche-Service im Gesundheitswesen Rudolf Leimeister Wäscherei GmbH & Co. KG Telefon 0 97 21 / 89 0 89 • leimeister@leimeister.de • www.leimeister.de

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E-Mail: info@metzgerei-uehlein.de Medizin&Menschen · Das Magazin des Leopoldina-Krankenhauses Schweinfurt

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Fotos: vm.photodesign

Der Gesundheitspark Schweinfurt – alles unter einem Dach. In der Robert-Koch-Straße in Schweinfurt und damit in unmittelbarer Nachbarschaft zum Leopoldina-Krankenhaus bündelt der Gesundheitspark verschiedene Fachkompetenzen des Gesundheitswesens unter einem Dach. Vergleichbar mit großen Ärztehäusern, in denen verschiedene Ärzte aus unterschiedlichen Bereichen in eigener Praxis oder MVZ tätig sind, bietet der Gesundheitspark Schweinfurt darüber hinaus weitere Gesundheitsdienstleistungen wie Apotheke, Physiotherapie und Sanitätshaus an.

Darüber hinaus haben sich gesundheitsorientierte Bildungseinrichtungen im Gesundheitspark niedergelassen. Die Auszubildenden der Fachakademie für Physiotherapie (Hans Weinberger Akademie) profitieren von der engen Nachbarschaft zu den Partnern im Gesundheitspark Schweinfurt. Seit September 2015 sind auch die Schule für Pflegeberufe und seit Juni 2017 die Leo Academie in ihre neuen Räumlichkeiten im Gesundheitspark eingezogen. Der Gesundheitspark Schweinfurt – alles unter einem Dach, von Arzt bis Z.

Die Vorteile für die Patienten liegen auf der Hand: Die Wege von Arzt zu Arzt, zur Therapie oder Apotheke sind kurz, die Informationen zwischen den verschiedenen an einer Behandlung beteiligten Personen fließen schneller und die Patienten können mehrere Termine an einem Tag an einer Adresse erledigen. Ein weiterer Vorteil ist die enge Zusammenarbeit mit dem Leopoldina-Krankenhaus. Viele der Mediziner aus MVZ oder Praxis sind sowohl hier als auch im Krankenhaus tätig. Ambulante und stationäre Behandlung liegen somit in einer Hand.

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Tagesklinik für Spezielle Schmerztherapie Chefärztin Dr. med. Jutta Albrecht Telefon 09721 720-6405 Fax 09721 720-2935 www.leopoldina.de Sprechzeiten: Mo. bis Fr.: 8:00–16:00 Uhr, nur nach vorheriger Terminvereinbarung Ambulantes Operationszentrum Leopoldina (AOZ) Leitender Arzt Dr. med. Christian Nüchter Telefon 09721 720-2771 Fax 09721 720-882770 www.mvz-leopoldina-gesundheitspark.de

MVZ Leopoldina Medizinisches

Arztpraxen siehe Seite 35

Versorgungszentrum Telefon 09721 720-2710 www.mvz-leopoldina-gesundheitspark.de Schule für Pflegeberufe (Zweckverband Haßfurt/Schweinfurt) Telefon 09721 720-3542 E-Mail krankenpflegeschule@leopoldina.de Bistro im Gesundheitspark Telefon 09721 720-2792 Öffnungszeiten: Mo. bis Fr.: 8:00–15:00 Uhr

Dr. med. Markus Helmreich Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin Kinderkardiologie/Neonatologie Telefon 09721 25272 Fax 09721 25665 www.kinderarzt-helmreich.de

Sanitätshaus Häusner Fachgeschäft für Orthopädie und Sanitätsfachhandel Telefon 09721 188950-0 Fax 09721 188950-1

Sprechzeiten: Mo.-Fr.: 9:00–11:30 Uhr sowie Mo., Di. und Do.: 15:00–17:30 Uhr, sowie nach Vereinbarung. Um telefonische Terminvereinbarung wird gebeten.

www.sanitaetshaus-haeusner.de info@sanitaetshaus-haeusner.de

Reha City Park Telefon 09721 3880300 www.reha-city-park.de

Öffnungszeiten: Mo. bis Do.: 8:30–12:00 Uhr und 13:00–16:30 Uhr Fr.: 8:30–12:00 Uhr und 13:00–15:00 Uhr

Öffnungszeiten: Mo. bis Fr.: 7:00–20:00 Uhr Sa. 9:00–13:00 Uhr

Berufsfachschule für Physiotherapie Hans-Weinberger Akademie Telefon 09721 20951-40 Fax 09721 20951-49

Praxis für Mund-, Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie Dres. Isabell und Tobias Reuther Telefon 09721 605 1840 www.mkg-reuther.de

www.hwa-online.de

Sprechzeiten: Mo. bis Do.: 8:00–13:00 Uhr und 14:00–17:00 Uhr Fr.: 8:00–13:00 Uhr Termine nach Vereinbarung

Orthopädische Facharztpraxis Dr. med. Andreas Handschuh Telefon 09721 6050974 Fax 09721 7598929 www.praxishandschuh.de

Leo Academie Telefon 09721 720-3415 E-Mail leoacademie@leopoldina.de www.leoacademie.de Palliativo Main | Saale | Rhön Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung (SAPV) Telefon 09721 720-3070 E-Mail info@palliativo.de www.palliativo.de Hausärzte im Gesundheitspark Dr. med. Helgard Brückner Dr. med. Anne Dippel Dr. med. Christiane Weth Telefon 09721 720-2760 Apotheke im Gesundheitspark Matthias Krimmel e.K. Telefon 09721 7304277 Fax 09721 7304279 E-Mail apotheke-im-gesundheitspark@t-online.de Eisenbrand Ästhetik Alexander Eisenbrand Telefon 09721 2912200 E-Mail info@eisenbrand-aesthetik.de www.eisenbrand-aesthetik.de Praxis für ganzheitliche Orthopädie Dr. med. Werner Menzler Telefon 09721 18481 E-Mail praxismenzler@t-online.de www.praxis-menzler.de Radiologie im Gesundheitspark Privatpraxis für Kernspintomographie Telefon 0951 980300 www.radiologie-im-gesundheitspark.de Termine nach Vereinbarung Ernährungsambulanz im MVZ Gabriele Schäfer Diplomoecotrophologin Telefon 09721 720-2716 E-Mail gschaefer@leopoldina.de Sie erreichen den Gesundheitspark Schweinfurt bequem mit der Buslinie 52, Haltestelle Museum Otto Schäfer. Falls Sie mit dem Auto anreisen, stehen Ihnen in der Mainberger und der Robert-Koch-Straße Parkplätze zur Verfügung. Gesundheitspark Schweinfurt Robert-Koch-Straße 10 97422 Schweinfurt

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„Ihre Bewegung ist unser Ziel.“ 30 Jahre Sanitätshaus Häusner in Schweinfurt.

In In angemieteten angemieteten Räumen Räumen in in der der Rudolf-Diesel-Straße Rudolf-Diesel-Straße fing fing 1990 1990 die die Erfolgsgeschichte Erfolgsgeschichte des des Sanitätshauses Sanitätshauses Häusner Häusner an. an. Foto: Foto: Sanitätshaus Sanitätshaus Häusner Häusner

Seit 1996 befindet sich das Familienunternehmen in der Friedrich-Rätzer-Straße im eigenen und damals neugebauten Firmengebäude. Foto: Stefan Pfister

Seit drei Jahrzehnten ist das Sanitätshaus Häusner im Schweinfurter Gewerbegebiet Hafen der kompetente Ansprechpartner für Orthopädietechnik, Orthopädieschuhtechnik und Reha-Technik. Als Fachhandel bietet es alles, was man von einem guten Sanitätshaus erwarten kann, vor allem eine umfassende und schnelle Patientenversorgung.

Sohn Patrick führt das Familienunternehmen zusammen mit seiner Frau sowie seinem Bruder fort. Foto: Stefan Pfister

„Ihre Bewegung ist unser Ziel“, so lautet die Philosophie des Unternehmens, das Winfried und Petra Häusner ab 1990 erfolgreich aufgebaut haben. Heute zählt das Sanitätshaus rund 50 Beschäftigte und zwei Filialen im Gesundheitspark Schweinfurt und in Lichtenfels. Nach wie vor ist es in Familienhand. Mit Sohn Patrick hat die zweite

Individuelle Handarbeit mit Maß: Orthopädiemechaniker-Meister Winfried Häusner in der ehemaligen Werkstatt. Foto: Sanitätshaus Häusner

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Generation die Verantwortung übernommen. Der Orthopädietechniker-Meister führt das Unternehmen zusammen mit seiner Frau Michaela und seinem Bruder David weiter. Die Häusners verstehen ihr Gesundheitshandwerk. Gerade bei Prothesen, Orthesen und orthopädischen Maßschuhen ist besonderes Geschick gefragt und langjährige Erfahrung unerlässlich. „Unser Augenmerk liegt immer auf der individuellen und bestmöglichen Versorgung der Patienten im Hinblick auf eine hohe Lebensqualität“, betont die Familie. Das nötige Wissen hierzu gibt das Unternehmen an junge Menschen in der Ausbildung weiter, die einen wichtigen Stellenwert einnimmt.

Winfried und Petra Häusner gründeten das Sanitätshaus vor 30 Jahren. Foto: Stefan Pfister

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Großzügig und modern gestaltete Innenräume heute. Foto: Stefan Pfister

Das Sanitätshaus ist seit vielen Jahren zuverlässiger Partner des Leopoldina-Krankenhauses in allen Belangen rund um die Hilfsversorgung der Patienten. Diese werden selbstverständlich auch bereits während ihres Aufenthalts auf Station beraten und versorgt. Anzeige

Der kleine Verkaufsraum in den Anfangsjahren. Foto: Sanitätshaus Häusner

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Fotos: Anand Anders

Blitzeblank und keimfrei! Bettenaufbereitung unter Coronabedingungen.

Souverän kontrollieren und überwachen die Kollegen die Patienten auf der Intensivstation und zwar tags wie nachts.

Was hast du eigentlich den ganzen Tag gemacht? Mainpost-Serie mit und aus dem Leopoldina-Krankenhaus. Wer kennt diese Frage nicht? Die Tageszeitung Mainpost hat dem Leo diese Frage gestellt und sich live angeschaut was die Kolleginnen und Kollegen im Krankenhaus den ganzen Tag so machen. 24 Stunden lang haben ein Redakteur und ein Fotograf die Mitarbeiter aus den unterschiedlichsten Bereich begleitet und hinter die Kulissen geschaut.

Das Ergebnis kann sich sehen – und lesen lassen: Entstanden ist eine spannende Serie mit unterschiedlichen Eindrücken, die das Leben und Arbeiten im LeopoldinaKrankenhaus zeigen. Facettenreich, nah, emotional.

Alles im Blick. Überwachung aller wichtigen Systeme im Haus in der „Schaltzentrale“ der Technikabteilung

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Die einzelnen Folgen der Serie erscheinen derzeit nach und nach in der Mainpost und sind anschließend natürlich auch auf unserer Homepage zu finden: www.leopoldina-krankenhaus.com/ informationen/aktuelles-termine/presse/

Produktion von Arzneimitteln unter Reinraumatmosphäre in der klinikeigenen Apotheke

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Fertig zur Untersuchung? PD. Dr. Dominik Morhard, Chefarzt der Radiologie und Neuroradiologie, bereitet sich auf eine Angiographie vor.

Hier wird was weggeschafft: um genau zu sein 566.670 Kilogramm pro Jahr. Und das ist nur der Hausmüll.

Schnelligkeit und Flexibilität gehören hier zum Alltag. Dr. Andreas Fischbach, Chefarzt der Zentralen Notaufnahme in einem der neuen Schockräume.

Sie auf diesen Normalerweise finden ationen zu beiden Seiten die Inform ltungen. sta an Ver d Terminen un n Situation durch Aufgrund der aktuelle wir Sie, sich auf ten bit s iru das Corona-V unserer Webseite: haus.com/ www.leopoldina-kranken ermine/ s-t lle informationen/aktue / en ng ltu sta veran Alles bereit? Die Hebammen des Kreißsaales freuen sich auf jeden neuen Erdenbürger.

oder per Telefon 09721 zu informieren.

720-0

Impressum: Herausgeber: Leopoldina-Krankenhaus der Stadt Schweinfurt GmbH · Gustav-Adolf-Straße 6–8 · 97422 Schweinfurt · Telefon: 09721 720-0 · Fax: 09721 720-2975 · www.leopoldina.de Redaktion und Konzept: Veit Oertel (verantwortlich) · Christian Kirchner · Indre Leikert · Julia Schüler Gestaltung: Gerryland AG, Würzburg Titelfoto: Adobe Stock Erscheinungsweise: 2 x im Jahr · Druckauflage 75.000 Stück · Druck: Rudolph Druck, Schweinfurt

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