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26.07.2010

19:51 Uhr

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s i t a r G emplar

Generationen im D ialog

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€ 2,–

www.generationen-im-dialog.de

MUSIK – DAS LEBENSELIXIER DER SEELE KREBS – EINE CHRONISCHE ERKRANKUNG AUSTAUSCH & AKTIONEN IM PFLEGEHEIM DER KREISSENIORENRAT IMMER AKTIV FRIDA KAHLO & IHR VATER AUS PFORZHEIM

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! t i m h c i Sp r

Diese Zeitschrift wird in Zusammenarbeit mit dem Kreisseniorenrat Enzkreis Stadt Pforzheim e.V. und mit Unterstützung der Sparkasse Pforzheim Calw hergestellt.

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2010


Sprechen Sie mit uns…

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den Erwerb einer Eigentumswohnung oder eines Eigenheims planen eine preiswerte und provisionsfreie Mietwohnung suchen die Verwaltung von Hausbesitz oder Eigentumswohnungen wünschen bei der Erstellung Ihres Wohn- oder Gewerbeprojektes betreut werden wollen

…wir sind für Sie da.

B A U & G R U N D

G M B H

Erbprinzenstr. 20 • 75175 Pforzheim • Tel 0 72 31/93 02-0 • Fax 0 72 31/93 02-11 I n t e r n e t : w w w. p f o r z h e i m e r. d e • E m a i l : i n f o @ p f o r z h e i m e r. d e


um : s H e f t z er: a U d E s e N o f o r t g i b t er net unt Int e Ab s auch im n-im-dialog.d n r e t t e lä n B neratio www.g

Editorial

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Inhalt Seite

Wahlverwandtschaft

Liebe Leser, alles zu seiner Zeit – Tag und Nacht, Sommer und Winter, Glück und Verzweiflung, Liebe und Hass, Krieg und Frieden – weislich geordnet nach den kosmologischen Gesetzen der Natur, nach denen auch der Mensch seinen Weg geht. Generationen im Dialog – das ist Lebensglück und Kraft des Menschen von Anbeginn bis heute, eine endlose Verbindungskette von Alt und Jung, von Tragen und Getragen werden, von Geben und Nehmen, von Erfahrung und Experiment, von Ergreifen und Loslassen, von Gelassenheit und Spannung. So wächst die Menschheit, wird gewandelt, entwickelt. Gewohnheiten ändern sich, Wissen wird weitergegeben, Neues entdeckt, Altes erlebt und überlebt – es ist eine unendliche Kette von Menschen, die mit vollen Händen ihr gelebtes Leben weiterreichen mit all den gesammelten Schätzen und Kostbarkeiten, mahnend, liebend, betreuend. Jeder gibt seine Gene-Ration an den nächsten mit dem Wunsch, dass er es weiter trägt, das Beste für sich und die Seinen daraus entwickelt. So war es, so ist es noch heute, und so will es das Gesetz, nach dem wir angetreten sind und nach dem wir die Zeiten überleben. All dies kann nur geschehen, wenn wir das Wort an uns richten. Die Technik ist auf dem besten Weg, uns zu stummen Dienern zu mutieren. Zu-hören, in-formieren, be-greifen – die Informanten sind seelenlose Computer, die Massensuggestion verbreiten – Ersatzware für die Familie – für Vater, Mutter, Großeltern und Großfamilien. Sie weisen uns den sicheren Weg in die Vereinsamung. Gemeinsame Familienfeste, Mahlzeiten, Erlebnisse – bei den heute schon zahlreichen geschiedenen oder kinderlosen Ehen werden sie zur Rarität, zur Kostbarkeit einer Erlebniswelt, die Leib und Seele wärmt und ernährt. Es wird ein neues Miteinander geben, Wahlverwandtschaften, von der Zukunft schon heute gefordert, um uns damit eine sinnvolle Überlebensmöglichkeit zu schaffen. Alle sind betroffen und aufgerufen, die Jüngsten ebenso wie die Ältesten – es ist ein Signal, das die Generationen zusammenführt zu einem neuen Bund. Herzlichst Ihre Gerda Görnemann IMPRESSUM:  Herausgeber: Gerda Görnemann Lisztstraße 31, 75179 Pforzheim Telefon: 0 72 31/15 53 44 Telefax: 0 72 31/15 53 43 E-mail: cucgg@t-online.de  Redaktion: verantwortl.: Gerda Görnemann Mitarbeit: Dr. Ursula Mayer  Anzeigen: Eva Hannemann

 Grafik + Satz: Simone Bok, Agentur für Mediengestaltung, Horb a.N., Daten an E-mail: sbok@kabelbw.de  Bildbearbeitung: Repro-Mayer, Birkenfeld  Druck: Mayer & Söhne, Druck- und Mediengruppe GmbH  Erhältlich beim Herausgeber, über die Geschäftsstellen der Sparkasse Pforzheim Calw und den Kreisseniorenrat Enzkreis Stadt Pforzheim e.V. Ebersteinstraße 25, 75177 Pforzheim

Prof. Dr. Ernst Peter Fischer: Die Gesetze und die Freiheit…

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Sparkasse Pforzheim Calw: Unseren Werten sind wir verpflichtet 6 – 7 Musik, Lebenselixier der Seele

8 – 11

Bauvorhaben der Region

12 – 14

Klinik Öschelbronn: Krebs – eine chronische Erkrankung

16 – 18

Pflegeheime im Visier Generationenaustausch & Aktionen im Pflegeheim

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20 – 34

AOK: Power aus dem Akku Kreisseniorenrat aktiv

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Apotheke: Wohlbefinden nach Maß

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Reisen mit „Pro Seniore“

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Prof. Dr. Ulrike Krenzlin: Frida Kahlo und ihr Vater aus Pforzheim 46 – 48 Schmuckwelten

50 – 51

Schmuckmuseum

52 – 53

„Schicke Markenmode“

54 – 55

Rechtsanwältin Isabel Hutter: „Das Ehegattentestament“

56 – 57

Bücher – Bücher – Bücher

59 – 61

Leben mit den Verstorbenen

62 – 63

A.L.Szalay: solche und solche…

64 – 65

Sparkasse – Veranstaltungskalender

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Titelfoto: Jugendmusikschule Pforzheim

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Prof. Dr. Ernst Peter Fischer

Die Gesetze und die Freiheit –

vom menschlichen

Es kommt vor, dass man die Wissenschaft nicht vor ihren Feinden schützen muss, sondern vor ihren Freunden. Zu diesen Freunden der Wissenschaft zählen sicher die Hirnforscher und Neurobiologen, die für mindestens zwei Dekaden des Gehirns viel Geld für ihre Experimente bekommen haben und dabei nur wenig herausfinden konnten. Um nicht weiter im Schatten der aufstrebenden Nanotechnologien und der aufregenden Genetik zu stehen, haben die Hirnforscher eine Debatte über die Willensfreiheit des Menschen vom Zaun gebrochen, in der sie sich mit Philosophen und Juristen anlegen, indem sie behaupten, dass wir ganz und gar schuldunfähig und somit stets unschuldig sind.

Schließlich können wir gar nicht frei entscheiden, wenn wir handeln. Und ihre Behauptung, dass wir nicht frei entscheiden, belegen sie unter anderem mit einer Überlegung, die sich beim ersten Hören überzeugend anhört. Sie lautet ungefähr so: Überall im Gehirn gelten die physikalisch chemischen Naturgesetze, und sie regeln die dazugehörigen Abläufe, die auf diese Weise festliegen. Sie sind determiniert, wie man sagt, und weil die Gesetze überall und immer gelten, bleibt uns keine Freiheit. Natürlich kennt man in vielen Einzelfällen noch nicht genau, wie die Gesetzmäßigkeit aussieht, die sich an einem bestimmten Ort zu einer bestimmten Zeit auswirkt, aber dass es sie gibt, kann man ebenso wenig bezweifeln wie die Behauptung, dass die Hirnforschung sie eines Tages kennen und vorlegen wird. Sind wir dann gefangen? „Kausalgesetz und Willensfreiheit“ Der Philosoph Karl Popper hat einmal gesagt, dass derjenige, der sich einem Problem gegenüber sieht, nachsehen sollte, was Menschen

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vor ihm dazu gemeint haben. Wenn die Hirnforscher, die uns für unfrei erklären, ernsthaft Interesse an ihrer eigenen Fragestellung haben würden, wäre ihnen bei diesem Tun aufgefallen, dass es zum Beispiel einen Aufsatz von Max Planck aus dem Jahre 1923 gibt, in dem der große Physiker sich Gedanken über „Kausalgesetz und Willensfreiheit“ macht. Er fragt sich hierin, wie „die Überzeugung von dem Walten einer strengen Gesetzlichkeit in dem gesamten Getriebe der äußeren und inneren Welt“ mit dem Erlebnis des freien Willens in Einklang gebracht werden kann, das uns allen zugänglich ist. Planck durchschreitet erst den ganzen philosophischen Kosmos, der sich um diese Thematik gebildet hat, um dann zu „unterscheiden zwischen der Gültigkeit und der Durchführbarkeit des Kausalgesetzes.“ Sein Abwägen zeigt ihm bald, dass wir in dem Moment, in dem wir „selbst als erkennendes Subjekt auftreten“, „auf eine rein kausale Beurteilung unseres gegenwärtigen Ichs Verzicht leisten“ müssen. Damit hat er die Stelle gefunden, „wo die Willensfreiheit einsetzt und ihren Platz behauptet, ohne sich durch irgendetwas verdrängen zu lassen.“

Newtons Uhrwerk Plancks Analyse findet auf dem Terrain der Philosophie statt, und es ist durchaus denkbar, dass es in der empirischen Wissenschaft mehr Phänomene gibt, als sich die reinen Denker träumen lassen. Wir wollen daher die Frage nach der Freiheit bei umfassenden Kausalgesetzen aus der physikalisch chemischen Ecke betrachten, die für deren Erfassung und Formulierung zuständig sind. Das große Vorbild für alle Naturgesetze stellen die Bewegungsgleichungen dar, die Isaac Newton im 17. Jahrhundert aufgestellt hat und denen zufolge unser Universum ein kosmisches Uhrwerk darstellt. In der allgemeinen Auffassung laufen die Planeten ewig auf festen Umlaufbahnen nach den Gesetzen, die Menschen über die Jahrhunderte hinweg beeindruckt haben. In der Tat – Newtons Gleichungen sind ungeheuer erfolgreich, und man kann mit ihnen sogar auf den Mond und zurück fliegen. Sie legen jede Bewegung genau fest – so scheint es –, und sie dienten allen anderen Wissenschaften als Vorbild. Die Biologie suchte nach einem Newton des Grashalms, und die Psychologie versuchte sich an einem Energiesatz der Seele. Dieses Fieber hat auch die Hirnforscher gepackt, und sie sehen jedes Elektron im Gehirn und jedes Molekül in den Neuronen im Gefüge eines Newtonschen Uhrwerks, und in dem gibt es selbstverständlich keine Freiheit mehr, so denken und verkünden sie. Das Dreikörperproblem Nichts könnte weiter von der Wahrheit entfernt sein, wie jeder zur Kenntnis nehmen kann, der einen Blick in die Geschichte der Naturwissenschaften wirft. Bereits Newton wusste, was die heutigen Neu-


Willen und anderen Möglichkeiten robiologen gerne übersehen, dass seine Gesetze Gleichungen sind. Es sind keine Lösungen. Diese müssen erst einmal angefertigt werden, und da gibt es eine Regel, die man bereits in der Schule lernt. Sie besagt, dass Gleichungen nur dann eindeutige – determinierende – Lösungen kennen, wenn die Zahl der Unbekannten kleiner als die Zahl der Gleichungen ist. Nun braucht es wenig Phantasie, um zu sehen, dass die Zahl der Unbekannten sehr rasch sehr groß wird. Jeder Planet hat seinen Ort – drei Unbekannte in einem dreidimensionalen Raum –, seine Geschwindigkeit – erneut drei Unbekannte in einem dreidimensionalen Raum –, und damit stehen wir erst am Anfang. Newton wusste das, und er wusste damit auch, dass seine Gleichungen keinesfalls festlegen, was am Himmel passiert. Sie konnten nicht einmal die Stabilität der Umlaufbahnen garantieren, was den frommen Newton nicht weiter störte. Falls die Erde etwa zu starke Abweichungen auf ihrem normalen Weg erfahren würde, käme der Herr mit seiner Hand daher, um alles wieder einzurenken. Diesen Gott können wir heute nicht mehr bemühen, weshalb zu Beginn des 20. Jahrhunderts der Franzose Henri Poincaré eine andere Himmelsmechanik probierte. Immerhin gab es neue Gesetze (Gleichungen), und vielleicht reichten die aus, um für einfache Probleme Vorhersagbarkeit zu bekommen. Poincaré betrachtete die Situation, dass ein Planet – zum Beispiel die Erde – ein Zentralgestirn – also die Sonne – umläuft, und er wollte wissen, ob dieses System stabil bleibt, wenn ein Komet dazu kommt. Man kann sagen, dass Poincaré wissen wollte, ob die Newtonschen Gleichungen die Bewegung von drei Körpern determinieren, und seine Überlegungen zeigten eine klare Ant-

wort: Sie lautet Nein, und zwar einfach deshalb, weil die Zahl der Unbekannten schon in dem Fall größer wird als die Zahl der Gleichungen (Gesetze), die uns die Physik – die Natur – zur Verfügung stellt. Das Chaos und die mögliche Freiheit Das eben skizzierte Dreikörperproblem zeigt eindeutig die Grenze des Determinismus aus dem Blickwinkel der Naturwissenschaften mit ihren exakten Kausalgesetzen. Sobald mehr als drei Objekte mit einander in Wechselwirkung stehen – also überall –, gibt es keine Festlegung von dem, was passiert. Jedenfalls nicht durch irgendwelche Gesetze. Nun könnte man an dieser Stelle einwenden, dass wir vielleicht noch nicht alle Gesetze kennen. Wenn wir nur fleißig genug weitersuchen, tauchen eventuell noch andere Kausalzusammenhänge auf, und dann findet sich zuletzt doch, dass alles Geschehen brav determiniert ist und wir uns den Regeln der Natur zu beugen haben. Aber auch an dieser Stelle kann man eventuell besorgte Menschen beruhigen. Aus den Überlegungen von Poincaré hat sich nämlich im Laufe der Zeit eine neue Forschungsrichtung entwickelt, die den Begriff des Chaos aufgewertet hat, indem sie darin kein wüstes Durcheinander, sondern eine andere Form von Ordnung erkannt hat. Die Natur erholt sich im milden Chaos von dem strengen Regime, dem sie manchmal unterliegt, und das entscheidende Konzept heißt determiniertes Chaos. In ihm agieren Naturgesetze, aber so, dass das Ergebnis nicht starr ist. Das Universum ist weniger ein Uhrwerk und mehr eine Wolke. In beiden geht alles nach den Regeln der Natur

vor, aber es besteht ein himmelweiter Unterschied, den man so formulieren kann, dass in der neuen Sichtweise der alte Bund zwischen Gesetzmäßigkeit und Vorhersagbarkeit zerbrochen ist. Und das ist der entscheidende Gedanke: Während man früher immer annahm, dass Vorgänge, die durch Gesetze bestimmt werden, gerade deswegen vorhersagbar ablaufen, weiß man heute, dass es auch anders geht – völlig unabhängig davon, ob es weitere (noch unbekannte) Gesetze gibt. Mit anderen Worten – selbst wenn etwas umfassend determiniert stattfindet, ist es dadurch noch nicht vorhersagbar. Die Komplexität der Welt und ihrer Zusammenhänge verhindert, dass wir sagen können, was in jedem Einzelfall passiert. Mit anderen Worten, selbst wenn überall und immer die Naturgesetze gelten und die Kausalität des Geschehens fest vorschreiben und durchweg garantieren, bleibt Freiheit immer noch möglich. Das kann die Naturwissenschaft schon länger beweisen, und wenn die Hirnforschung dazugehören will, kann man ihr nur raten, diesen Sachverhalt zur Kenntnis zu nehmen.

Neuerscheinung im August: Ernst Peter Fischer – „Kurze Geschichte in 5 Kapiteln Information“, ca. 220 Seiten, Flexcover, Jacoby & Stuart Verlag ISBN 978-3-941787-15-5

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Dr. Herbert Müller, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Pforzheim Calw

Unseren Werten

sind wir verpflichtet

Was, liebe Leserinnen und Leser, fällt Ihnen ein, wenn Sie an die Sparkasse Pforzheim Calw denken? Hoffentlich folgendes: Wir sind ein gesundes, grundsolides Unternehmen, das absolut verantwortungsbewusst mit dem Geld seiner Kunden umgeht. Und das seit mittlerweile 175 Jahren! Ihr Erspartes, das Sie bei uns anlegen, vagabundiert auch nicht durch die Welt, sondern bleibt hier bei uns in der Region. Wir arbeiten also vor Ort damit, indem wir unseren privaten und gewerblichen Kunden Kredite für wichtige Projekte zur Verfügung stellen. Lassen Sie mich in diesem Zusammenhang gleich eine Anmerkung zur vielzitierten Kreditklemme machen: Bei uns klemmt nichts! Denn selbst bei schwierigsten Verhältnis-

erarbeiten gemeinsam mit ihnen ganz individuell eine passende Strategie. Für dieses Vertrauen, das Sie uns entgegenbringen, sind wir dankbar. Und umgekehrt dürfen Sie sich darauf verlassen, dass Ihr Geld und damit ja letztlich Ihre Existenzgrundlage bei uns in besten Händen ist.

sen findet sich immer eine Lösung. Wenn man nur will und sich Mühe gibt- so wie unsere hoch qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den über 150 Geschäftsstellen in der Region. Sie kennen die Menschen und Betriebe in ihrem Umfeld oft schon seit vielen Jahren und

Nicht von ungefähr sind schließlich die Sparkassen weitgehend unbeschadet durch die Finanzkrise der letzten beiden Jahre gekommen. Lassen Sie es mich ganz deutlich sagen: Ihre Geldanlagen sind bei uns gut und sicher aufgehoben. Das garantiert u.a. auch der Haftungs-

Von links: Konnten bei der Sommer-Pressekonferenz eine durchweg positive Geschäftsentwicklung der Sparkasse Pforzheim Calw vermelden: Hans Neuweiler (stellvertr. Vorstandsvorsitzender), Hans-Heiner Bouley (Vorstandsmitglied), Dr. Herbert Müller (Vorstandsvorsitzender), Stephan Scholl (stellvertr. Vorstandsvorsitzender).

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verbund der Sparkassen-Finanzgruppe. Und noch etwas ist ganz wichtig: Wir verkaufen nur, was wir verstehen, was Sie als Kunde verstehen und was wirklich gut für Sie ist. Der Trend geht zurzeit deutlich zurück zu den „alten“ Werten wie Sicherheit, Einfachheit und Klarheit. Deshalb freuen wir uns über die Rückkehr eines Klassikers: das gute alte Sparbuch ist wieder da und findet zunehmend Anklang. Auch der Verbraucherschutz wird bei uns ganz groß geschrieben, denn lange bevor es der Gesetzgeber verlangt, haben wir eine Verbraucherschutzinformation für viele unserer Angebote entwickelt, die genau über Chancen, Risiken, Rendite oder Kosten aufklärt. Und dank der neuen Beratungsprotokolle können Sie sich noch besser als bisher auf unsere Beratungsqualität verlassen. Damit es den Menschen in der Region gut geht, muss es der Wirtschaft gut gehen. Deshalb gilt unsere Aufmerksamkeit genauso den Betrieben und mittelständischen Unternehmen, die Arbeitsplätze erhalten oder sogar neue schaffen. Da Stillstand bekanntlich Rückschritt bedeutet, sind sie immer wieder auf Innovationen angewiesen, die erst einmal viel Geld kosten. Auch hier helfen wir gern, damit unsere gewerblichen Kunden ihre Produkte oder Dienstleistungen weiterentwickeln können und damit konkurrenzfähig bleiben. Und weil auch große Firmen einmal klein angefangen haben, fördern wir Existenzgründungen und damit neue Arbeitsplätze. Es ist nichts so gut, als dass man es nicht noch verbessern könnte. Getreu dieser Devise werden wir auch künftig weiterarbeiten und die Zukunft aktiv gestalten. Zum Wohle des Besten, das wir haben: Sie, unsere Kunden!


Die Sparkasse Pforzheim Calw informiert:

Warum die Sparkasse gut und wichtig ist Die Sparkasse Pforzheim Calw ist einer der größten Förderer von sozialen, kulturellen und gesellschaftlichen Organisationen und Institutionen in der Region Nordschwarzwald. Insbesondere das Wohl des Nachwuchses liegt der Sparkasse am Herzen. Kindergärten und Schulen werden daher ebenso unterstützt wie Initiativen, die sich in besonderem Maße um Kinder und Jugendliche kümmern, wie beispielsweise der mit Unterstützung der Sparkasse Pforzheim Calw gegründete Verein „Oben auf“. Ob Jugend trainiert für Olympia, Jugend forscht, Jugend musiziert, Europäischer Schülerwettbewerb oder das Planspiel Börse: Ohne das Engagement der Sparkasse wären viele Wettbewerbe und Angebote nicht realisierbar. Aber auch den älteren und sozial schwachen Menschen fühlt sich die Sparkasse Pforzheim

Calw in ihrem Geschäftsgebiet verpflichtet. Sie unterstützt nicht nur die Arbeit der Seniorenräte, sondern tritt auch als Förderer von Veranstaltungen für diese Zielgruppen auf. Viele Projekte wären ohne die finanzielle, ideelle und logistische Unterstützung durch die Sparkasse nicht möglich. Dabei legt sie großen Wert darauf, dass sich die Initiatoren der Zukunft und damit der Nachhaltigkeit verpflichtet fühlen. Die Sparkasse ist also viel mehr als „nur“ ein Kreditinstitut, denn allein im letzten Jahr freuten sich über 600 Vereine und Organisationen über eine Spende. Mit der Unterstützung vielfältiger Aktivitäten trägt die Sparkasse aktiv für den Erhalt einer lebens- und liebenswerten Region bei. Dazu einige Beispiele, wie die Menschen von diesem Engagement profitieren:

• Sport: Ob Breiten- oder Spitzensport, Schulschwimmfeste oder Volksläufe, die Sparkasse ist überall mit von der Partie. • Veranstaltungen: Es gibt nur wenige Messen, Gewerbeschauen, Vorträge oder Einkaufssonntage ohne unsere Teilnahme. Außerdem stellen wir bei Bedarf unsere Räumlichkeiten zur Verfügung und haben im letzten Jahr zu 250 eigenen Kundenveranstaltungen eingeladen. • Soziales: Kindergärten, Schulen, Hochschulen, Altenheime, Behinderteneinrichtungen und Kirchen dürfen sich regelmäßig über Spenden freuen. • Kultur: Wir fördern z. B. heimische Museen, Konzerte, Theater, Veröffentlichungen und Vereine, die sich der Kulturpflege verschrieben haben und treten als Veranstalter von Ausstellungen und Lesungen auf.

Die Stiftungen der Sparkasse Pforzheim Calw: Diese Förderung kommt vor Ort an Im besten Sinne des Wortes „Sinn stiftend“ sind die inzwischen fünf Stiftungen, die die Sparkasse Pforzheim Calw ins Leben gerufen hat. Wo die öffentliche Hand passen muss, geht manches eben nur noch dank ausgeprägten Mäzenatentums. Hier ein kurzer Überblick: • Hermann-Hesse-Stiftung: Sie wurde zur Würdigung des großen deutschen Literatur-Nobelpreisträgers eingerichtet, der in Calw geboren wurde. Die Stiftung verleiht alle zwei Jahre den mit 15.000 Euro dotierten Calwer HermannHesse-Preis. Und sie vergibt bis zu drei mal jährlich das HermannHesse-Stipendium mit kostenlosem Aufenthalt in der „Dichterklause“ in Hesses Geburtshaus. Stiftung für die Region Unter dem Motto „Mit Herz und Hand“ fördert die Stiftung bürgerschaftliches Engagement und Ehrenamt in der Gesell-

schaft. Die Stiftung ist mit einem Kapital von einer Million Euro ausgestattet und steht allen Bürgern zur Beteiligung offen. Unterstützt werden Initiativen und Projekte aus den Bereichen Sport, Kultur und Wissenschaft sowie Soziales, Jugend und Senioren. • Kunststiftung: Fast 400 Kunstwerke hat die Sparkasse bei regionalen Künstlern erworben und stellt sie in den eigenen Räumen aus bzw. überlässt sie leihweise auch öffentlichen Einrichtungen, Galerien und Museen. Mit diesen Ankäufen werden die Künstler unterstützt und bekannt gemacht. • Stiftung Jugendförderung: Sie unterstützt besondere Leistungen und Initiativen im Bereich Jugendarbeit. So wurden z. B. StreitschlichterProjekte, die Anschaffung von

Musikinstrumenten und Sportgeräten für Vereine und Schulen oder Theater-Projekte finanziert. Bisher wurden schon 330.000 Euro Preisgelder ausgeschüttet. Auch überregional Beachtung fand der 2009 erstmals durchgeführte Wettbewerb für Grundschulchöre, der die Wichtigkeit musischer Betätigung deutlich machte. • Stiftung Umweltpreis: Mit bis zu 10.000 Euro werden alle zwei Jahre innovative Ideen und Projekte im Umweltsektor ausgezeichnet. Zudem gibt es ein regelmäßiges Umweltforum mit für die Öffentlichkeit interessanten Themen. Seit 1996 wurden immer wieder wegweisende, umweltschonende Lösungen ausgezeichnet, die sich im Praxistest bewährt hatten und ihrer Zeit teilweise weit voraus waren.

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Titelgeschichte: Die Jugendmusikschule Pforzheim

Musik – Andreas Michel, Leiter der Jugendmusikschule.

Wie allseits zu hören und zu lesen ist, werden die allgemeinen Sparmaßnahmen sich zukünftig verstärkt dem Thema Musik widmen. Und dies zu einem Zeitpunkt, in dem die bisherigen Fördermaßnahmen erste Blüten treiben und positiv-wirksame Resultate bringen. Da ist es schon bemerkenswert, wenn die Eltern von dem veränderten Verhalten ihrer Kinder berichten nachdem sie seit einiger Zeit ein Musikinstrument erlernten und nun in einem Kinder- oder Jugendorchester spielen. Was sich verändert hat? Sie werden umgänglicher, Aggressionen sind abgebaut, Zugänge zu kooperativem Verhalten haben sich geöffnet – das sind keine Märchen oder unerklärbare Wunder, es sind ganz klare und einfache mentale Auswirkungen, die das individuelle und miteinander Entwickeln eines wohlklingenden und wirkungsvollen Klangkörpers auslöst. Musik ist darüber hinaus ein Generationenthema. Es ist in diesem Zusammenhang nicht sehr sinnvoll, mit der Bezeichnung „Jugendmusikschule“ die zahlreichen „Nicht mehr Jugendlichen“ auszugrenzen. So ist heute das Sicheinbringen der Generationen in einen gemeinsamen Klangkörper erstrebenswert und von besonderer Qualität. In der nächsten Ausgabe wird zu dem Thema „Musik und ihre Wirkung auf Geist und Psyche“ ein Neurologe wissenschaftlich Stellung nehmen. JUGENDMUSIKSCHULE PFORZHEIM – EIN SCHMELZTIEGEL DER GENERATIONEN Auch wenn es der Name „Jugendmusikschule Pforzheim“ nicht ohne weiteres vermuten lässt: Die Musikschule wird immer mehr ein Treffpunkt für Menschen verschiedener Generationen, nicht ausschließlich für die Jugend. In soweit ist eine Korrektur der Bezeichnung ohnehin längst überfällig. Die Musikschule hat sich von der reinen „Jugend“Musikschule zu einem Institut für alle Altergruppen entwickelt. Die politischen und demografischen Gegebenheiten ließen in den letzten Jahren den Anteil der Musikschüler im Erwachsenen- und Seniorenalter zunehmend steigen. Sei es die Tatsache, endlich einmal Zeit zu haben, das zu tun, was man schon immer einmal wollte, nämlich ein Instrument zu spielen- oder die instrumentalen Fähigkeiten der Kinderjahre aufzufrischen. Nehmen wir z. B. die so genannten Musikzwerge, einen frühelementaren Unterricht für Kinder ab dem 1. Lebensjahr mit einer Begleitperson. War früher oft die Mut-

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ter die begleitende Person, so müssen im Zeitalter der Doppelverdiener oder Alleinerziehenden immer öfter Oma und Opa dafür herhalten. Sie haben Zeit, wenngleich der Ruhestand oftmals eher als „Unruhe“Stand bezeichnet werden kann. Bereits hier singen, sprechen und musizieren die Kleinsten mit Opa oder Oma zusammen. Ein wunderschöner Nebeneffekt dieser so wertvollen Musikkurse.

Vitalität bis ins hohe Alter ist einerseits ein Erfolg unserer Medizin. Doch die Großeltern von heute entsprechen bei Weitem nicht mehr dem Bild, wie wir es von früher kennen. Senioren sind auch noch bis ins hohe Alter ein wichtiger Teil der Organisationsstruktur einer Familie. Ohne das gelebte „Miteinander“ von Jung und Alt würde in manchen Familien so manche Aktivität nicht mehr möglich sein. Dieser Tatsache hat sich die Jugendmusikschule Pforzheim nicht verschlossen, denn der Anteil der erwachsenen Musikschüler ist seither stetig gewachsen. Die Musiklehrerinnen und -lehrer haben sich in ihrer Unterrichtsmethodik darauf bestens eingestellt. Es gibt u. a. Erwachsenenensembles und „Ü-30“-Vor spiele. Als Orchesterleiter Wilfried Staiger nach einem Dach für sein „Erwachsenen- Orchester“ suchte, fand er hier weit geöffnete Türen. Neben den zahlreichen Kammerensembles und dem Schulorchester probt nun das neue Orchester unter dem Namen „Ensemble 2010“ jeweils am


Lebenselixier der Seele Donnerstag Vormittag in den Räumen der Jugendmusikschule. Und das Programm von Barock bis in die Moderne kann sich sehen und hören lassen, spielen doch motivierte Laien neben pensionierten Orchestermusikern auf kollegialer Ebene.

schulen beinhaltet automatisch die Notwendigkeit der Integration nicht nur verschiedener Kulturen, sondern auch der Generationen. Vernachlässigen wir diese, sind Konflikte unausweichlich. Das Verständnis füreinander kann durch das Musizie-

Da tritt das Musizieren ins Spiel! Das bringt Spaß ins Leben! Bei uns finden Sie die nötige Unterstützung um Ihren Traum zu verwirklichen, endlich ein Instrument zu spielen? Ohne Musik geht nichts! Die einen beleben in der Jugend erworbene Fähigkeiten wieder, und andere verwirklichen sich jetzt ihren Traum und erlernen ihr Wunschinstrument. Immer öfter spielt nun dieses Orchester bei Veranstaltungen der Musikschule, so geschehen am 19. Juni im Rahmen der „Musikschule zum Anfassen“; einem Tag, an welchem Kinder ab dem 1. Lebensjahr bis hinein ins Grundschulalter das breit gefächerte Angebot der Musikschule kennen lernen können. Zum Abschluss konnten Eltern und Kinder ein Konzert des Ensembles 2010 genießen. Doch eines darf dabei nicht in Vergessenheit geraten: das Thema „Alt und Jung“ macht nur dann einen Sinn, wenn die Generationen in Kontakt kommen und miteinander agieren. Ein blosses Nebeneinander würde dem integrativen Aspekt dieses Themas niemals gerecht werden. Deshalb ist zusammen mit Orchesterleiter Wilfried Staiger ein Konzert in naher Zukunft geplant, in welchem junge Solisten aus der Musikschule, begleitet vom „Ensemble 2010“ gemeinsam ein Konzert gestalten. Weitergehende Projekte zur Integration der Generationen werden zukünftig das Musikschulleben bereichern. „Der Bildungsauftrag an die Musik-

ren quasi „nonverbal“ vermittelt werden. Das haben nicht nur die Politiker unseres Landes verstanden und zu Inhalten ihrer politischen Arbeit gemacht.“ Andreas Michel BLEIBEN SIE FIT IM ALTER – WENN ÄLTERE ERWACHSENE ZUM INSTRUMENT GREIFEN Im Mittelalter war man mit 50 alt. Heute beginnt in diesem Alter ein „neues Leben“ voller Aktivität und neuen Herausforderungen. Ab 50 nimmt man viele Dinge anders wahr. Prioritäten werden neu gewichtet, Gelassenheit und eine distanziertere Sicht der Dinge stellen sich ein. Endlich Zeit! Weniger oder keine Termine und Verpflichtungen mehr. Selbstbestimmung und Selbstverwirklichung pur.

Fotos: © Jugendmusikschule Pforzheim


Musik –

Fotos: © Jugendmusikschule Pforzheim

Aktives Musizieren, Singen oder Tanzen kann für jeden Menschen bis ins sehr hohe Alter hinein zu einer lebendigen Erfahrung werden. Gleichzeitig aber erleben musizierende Menschen, wie ihr soziales Netz durch die Musik stabilisiert werden kann. Manchen älteren Erwachsenen beschäftigt die Frage: „Kann ich in meinem Alter noch ein Instrument erlernen?“ Die Antwort lautet: Ja! Karlheinz Pfeiffer Musikhaus Schlaile Pforzheim

sind für die Älteren signifikant unterentwickelt. Die Barrieren auf Bundes-, Landes- und Kommunalebene sind vorhanden, werden aber häufig nicht wahrgenommen. Dies überrascht umso mehr, als die gerontologische Forschung bereits seit einigen Jahren nachgewiesen hat, wie sehr die Musik auch prophylaktische und therapeutische Wirkungen hat und zur Wahrung von Identität beiträgt. Zudem hilft aktives Musizieren aus der Vereinsamung, indem es soziale Kontakte schafft und hilft Verluste zu verarbeiten. So fehlen momentan in Deutschland fast durchgängig musikalische Angebote, die sich gezielt an ältere Menschen wenden. Zudem fehlt es meistens an geeigneten Bedingungen für musikalische Betätigungen in den Alteneinrichtungen. Der Deutsche Musikrat

WIESBADENER ERKLÄRUNG: MUSIZIEREN 50+ – IM ALTER MIT MUSIK AKTIV 12 FORDERUNGEN AN POLITIK UND GESELLSCHAFT Die Potentiale des demographischen Wandels und seine Probleme wie die zunehmende Vereinsamung älterer Menschen sind gesellschaftspolitische Herausforderungen, die dringend neuer bzw. verstärkter Lösungsansätze bedürfen. Die Musik kann dabei Chancen eröffnen, die kreativen Potentiale älterer Menschen in viel stärkerem Maße als bisher zu entfalten und in die Gesellschaft einzubringen. Mit dem Bild einer human orientierten Gesellschaft verbindet sich die Überzeugung, dass die Erfahrung mit Musik um ihrer selbst Willen als elementarer Bestandteil in jedem Lebensalter ermöglicht werden muss. Die Möglichkeiten zum Erfahren von und zur Beschäftigung mit Musik

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kann – angesichts der schon heute vorhandenen Altersarmut - nicht akzeptieren, dass zukünftig breite Bevölkerungsschichten, insbesondere im dritten und vierten Lebensalter von der kulturellen Teilhabe ausgeschlossen werden. Angesichts dieser Erkenntnisse ist es ein gravierendes Versäumnis, dass die gesellschaftspolitische Debatte und die damit einhergehende Bewusstseinsbildung um die Wirkungen von Musik

im Hinblick auf die Generationen 50+ bislang so gut wie gar nicht geführt wird. Der Deutsche Musikrat fordert daher alle Verantwortlichen in Bund, Ländern und Gemeinden auf, einen Masterplan „Musizieren 50+“ zu entwerfen, der die nachstehenden Eckpunkte umfassen sollte. Dabei muss die Umsetzung der Forderungen im Hinblick auf die Menschen mit Migrationshintergrund unter Berücksichtigung Ihrer kulturellen Wurzeln erfolgen. 1. Der Deutsche Musikrat fordert Parlamente, Regierungen und Parteien auf, in ihren Programmen und Handlungsfeldern die Notwendigkeit kultureller Angebote für alte Menschen zu verankern. 2. Damit sich das aktive Musizieren im höheren Lebensalter besonders wirksam entfalten kann, bedarf es einer qualifizierten und kontinuierlichen musikalischen Bildung im jüngeren Lebensalter. 3. Die Musik muss in der Altenpflege, der sozialen Altenarbeit, der Rehabilitation und der Therapie verstärkt eingesetzt werden. Dazu bedarf es einer qualifizierten Aus- und Fortbildung in der Musikgeragogik (Musik mit alten Menschen). 4. Die Hochschulen und Universitäten müssen die Studierenden gezielt auch für die fachspezifischen Anforderungen der Arbeit mit älteren Menschen qualifizieren. Die Fachdidaktik bedarf einer verstärkten Forschung. 5. Die Musikvereinigungen des Laienmusizierens im weltlichen wie kirchlichen Bereich sollten verstärkt Angebote für alle Altersgruppen – Generationen übergreifend – bereitstellen, die finanziell gefördert werden müssen.


Lebenselixier der Seele 6. Die Musikschulen müssen strukturell und finanziell in die Lage versetzt werden, Angebote für ältere Menschen bedarfsgerecht bereitstellen zu können. Dazu gehört eine Erweiterung des Angebotes, um auch bei denen die Motivation zum Musizieren zu wecken, denen bisher musikalische Erfahrungen vorenthalten wurden. 7. Die Möglichkeiten des individuellen und gemeinsamen Musizierens in allen Wohnbereichen, somit auch in Einrichtungen für ältere Menschen und Krankenhäusern, müssen geschaffen bzw. schon bei der Bauplanung berücksichtigt werden. 8. Die Bundesregierung ist aufgefordert, durch Pilotprojekte das Musizieren im höheren Lebensalter zu befördern. Dazu gehört auch der Dialog der Generationen, zum Beispiel durch die konzeptionelle Einbindung qualifizierter musikalischer Angebote in das Projekt der Mehrgenerationenhäuser. 9. Der Deutsche Musikrat und die Landesmusikräte sind aufgefordert, ihre Projekte im Hinblick auf die stärkere Gewichtung Generationen übergreifender Aspekte zu überprüfen und ggf. zu modifizieren durch die Einführung von Fördermaßnahmen für das Familienmusizieren. 10. Die Landes- und Bundesakademien sind aufgefordert, im Bereich der Musikvermittlung Aus-, Fort- und Weiterbildungsangebote für das Musizieren im höheren Lebensalter und Generationen übergreifenden Musizierens zu entwickeln. 11. Die Kultureinrichtungen müssen ihre Angebote stärker auf die Bedürfnisse alter Menschen ausrichten. Hierbei soll auch dem Aspekt zunehmender Altersar-

mut Rechnung getragen werden. 12. Der Deutsche Musikrat ist aufgefordert, die Einrichtung eines Netzwerkes „Musik im Alter“ gemeinsam mit den musikalischen und sozialen Fachverbänden, sowie den politisch Verantwortlichen zu prüfen. Ziel des Netzwerkes muss es sein, flächendeckend älteren Menschen das eigene Musizieren und die Teilhabe am Musikleben zu ermöglichen und dafür eine bürgerschaftlich gestützte Infrastruktur zu schaffen, um sie in Ihrem Lebensumfeld zu erreichen. Deutscher Musikrat Christian Höppner Generalsekretariat@musikrat.de www.musikrat.de MUSIZIEREN – DER GEWINN AN LEBENSFREUDE IN JEDEM ALTER! ABER WIE GEHE ICH VOR? Immer öfter lesen wir in den Zeitschriften über den Gewinn an Lebensqualität durch aktives musizieren, aber WIE gehe ich vor? Wen Frage ich? Optimalerweise musiziert im Verwandten-, Bekanntenkreis jemand um sich zu informieren, oder man hat selbst schon ein Leben lang einen „musikalischen Traum“ der unerfüllt war. Egal ob das Wunschinstrument Klavier, Saxofon, Gitarre oder Geige ist, jetzt packen Sie das an. Fast jedes Instrument ist auch im Alter erlernund spielbar. Um sich keine Sorge zu machen ob

es „das richtige“ Instrument ist, besteht die Möglichkeit im Fachhandel ein Instrument auszuleihen, um zu probieren, ob einem das Instrument liegt und das spielen Spaß bereitet. Eine Hilfestellung durch eine/n Musiklehrer/in ist sehr hilfreich, um beim Erlernen schnell FREUDE zu haben. Die meisten Musikschulen bieten auch Schnupperstunden für diesen Zweck an – LOS geht’s ! Musizieren ist nicht nur gesund, sondern macht dazu auch Spaß! Probieren Sie es aus. Natürlich muss kein Mozart aus Ihnen werden aber Freude ist beim Musizieren garantiert. Frank Steinbrecher musik-city Steinbrecher Pforzheim, seit über 40 Jahren Ihr Partner für Musikinstrumente in Pforzheim.


BAUVORHABEN

DER REGION:

Servicewohnen – eine neue Wohnvariante für die Älteren In Kooperation mit dem Seniorenzentrum „Paul Gerhard“ setzt die „Baugenossenschaft Arlinger“ ein interessantes neues Objekt um. Direkt neben dem Seniorenzentrum in der Weststadt entstehen 32 barrierefreie Wohnungen, davon sind 6 rollstuhlgerecht. Ein Teil hiervon kann als Eigentumswohnungen erworben werden.

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Parkähnlicher Garten, Aufzüge, spezielle Wohnungszuschnitte, gehobene Ausstattung und nicht zuletzt die Service- und Begegnungsangebote des Paul-Gerhard-Begegnungszentrums – alles ist auf die Bedürf-

pitalanlage betrachten – in jedem Fall genießen sie ein Höchstmaß an Sicherheit und Qualität. Besonders interessant ist hier auch die Lage der Wohnungen, die eine besonders günstige Verkehrsanbin-

tig. Schon jetzt ist absehbar, dass die Nachfrage das Angebot übersteigen wird. Das Konzept „Servicewohnen“ erweist sich schon jetzt als ein neues Erfolgsmodell in der Palette der altersgerechten Wohnmöglichkeiten. Der Grund hierfür liegt nicht nur darin, im Rahmen einer rechtzeitigen Vorausplanung sinnvoll und altersgerecht vorzusorgen. Die Immobilie ist heute auch eine finanziell sichere Anlagemöglichkeit die gegebenenfalls bis zur eigenen Nutzung vermietet werden kann. Es ist eine neue Form des Wohnens im Alter und kommt dem

nisse älterer Menschen ausgerichtet. Gleichwohl handelt es sich um „ganz normale“ Eigentumswohnungen. Die Betreuungs- und Versorgungsangebote sind nicht verpflichtend. Ganz gleich, ob die Eigentümer die Wohnung selbst bewohnen, diese als Zukunftsvorsorge oder Ka-

dung ermöglicht. Neben der nahezu vor der Tür liegenden Busverbindung bietet die unmittelbare Nähe des Schienenanschlusses den Bewohnern eine zusätzliche Flexibilität. Der erste Spatenstich erfolgte im Mai dieses Jahres. Planmäßig werden die Wohnungen Mitte 2011 bezugsfer-

Wunsch der Menschen heute weitgehend entgegen, so lange als nur möglich in den eigenen vier Wänden bleiben zu wollen, aber im Notfall die Möglichkeit der Versorgung abrufen zu können. Man kann auf die Entwicklung dieses Themas gespannt sein.


BAUVORHABEN

DER REGION:

Wohnpark Eden: Die Baumaßnahmen laufen auf vollen Touren!

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sind. Dies ist auch erforderlich, da die Häuser nach einem sehr engen Zeitplan vermietet werden. Insgesamt stößt das Projekt "Wohnpark Eden" auf großes Interesse und regt einige der Interessenten dazu an, sich mit Ihrer jetzigen Situation auseinander zu setzen. Was mache ich, wenn ich der Instandhaltung und Pflege meines Eigenheims nicht mehr gewachsen bin? Die große Resonanz von Interessierten zeigt uns, dass wir ein Konzept entwickelt haben, das die Lücken im Bezug auf „Wie wohne ich im Alter?“ schließt. Auch die bereits abgeschlossenen Mietverträge zeigen uns, dass das Konzept genau in die heutige Zeit passt. Ein Bungalow im Wohnpark Eden bedeutet wie

hochwertig ausgestatteten Bad und der offenen Küche werden hochwertige Fließen verwendet. Die behindertengerechten, massiven Innentüren haben ein im eigenen Zuhause zu wohnen, sich aber um die Instandhaltung des Hauses nicht mehr kümmern zu müssen. Außerdem ist durch den Nutzungsvertrag gesichert, dass die Mieter so lange im Haus wohnen können, wie sie es wollen. Alle Häuser verfügen über eine überdachte Terrasse sowie eine Grünfläche fast rund ums Haus, die zum Teil auch als Blumen- oder Gemüsebeet angelegt werden kann. Innenausstattung: Im gesamten Haus wird ein hochwertiger Eiche-Parkettboden verlegt. Im

ansprechendes Dekor. Auch viele Serviceleistungen können auf Wunsch angefordert werden. Das Sozialwerk ist immer offen für Neues, und scheut sich nicht davor, moderne Dinge zu planen und umzusetzen – es ist für die Menschen da!

Text/Fotos: E. Kipfmüller

Es ist faszinierend zuzusehen, wie die Bauten im Wohnpark Eden nach und nach Gestalt annehmen. Die Bungalows im Wohnpark Eden (Wohnen mit Service) gegenüber dem Seniorenzentrum Bethesda werden in einer so kurzen Zeit erstellt, dass man den Fortschritt als Betrachter kaum nachvollziehen kann. Die Baufirmen arbeiten Hand in Hand, so dass jeder Handwerker Zug um Zug seine Arbeiten ausführen kann. Auch die Qualität der Arbeiten und die Zusammenarbeit untereinander lassen keine Wünsche offen. Nun sind zwischenzeitlich schon 20 der geplanten 29 Gebäude begonnen, wobei die ersten auch schon mit dem Innenausbau fertig gestellt


Demenz –

ein unausweichliches Altersschicksal?

Bildung und kognitive Aktivitäten führen nachweislich zu einem späteren Auftreten von Symtomen einer Demenz vom Typ Alzheimer. Bei vaskulären, d.h. arteriosklerotisch bedingten Formen, die rund ein Drittel der Demenzerkrankungen ausmachen, sind die Möglichkeiten der Vorbeugung besonders groß. Mit diesen Erkenntnissen beschäftigten sich 140 Fachleute aus Wissenschaft und Praxis auf der Fachtagung, die von der Bundesgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) und dem Zukunftsforum Demenz veranstaltet wurde. „Es ist uns als Lobby der Älteren wichtig, dass erprobte Präventionsund Therapieansätze, nach denen die Erkrankten und ihren Angehörigen, aber auch professionelle Pflegekräfte händeringend suchen, stärker in die Öffentlichkeit getragen werden“, so die BAGSO-Vorsitzende Prof.Dr. Ursula Lehre, die die Veranstaltung moderierte. Ein großes Problem sei, dass Demenzen oft zu spät diagnostiziert werden, mit der folgeschweren Konsequenz, dass sowohl das kognitive körperliche und sozialkkommunikative Training, als auch die medikamentöse Therapie viel zu spät beginnen, so Prof. Dr. Andreas Kruse, Direktor des Instituts für Gerontologie an der Universität Heidelberg. Günther Sauerbrey, verantwortlich für das Zukunftsforum Demenz, einer Initiative des Unternehmens Merz, beklagte zum einen, dass die Möglichkeiten der Frühdiagnostik viel zu selten genutzt werden, zum anderen, dass nur etwa ein Viertel der Demenzkranken leitliniengerecht Antidementia erhalten. Er fordert zudem, dass die vorgesehene Weiterentwicklung des Pflegebedürftigkeitsbegriffs endlich umgesetzt werde, damit der bei Demenzkranken anfallende Betreuungsaufwand zu-

mindest teilweise als Leistung der Pflegeversicherung anerkannt wird. In einer Langzeitstudie der Universität Nürnberg-Erlangen konnte die präventive Wirkung eines kombinierten Trainings nachgewiesen wer-

den. Mit dem Training von Gedächtnis und Alltagskompetenzen sowie Bewegungsangeboten kann eine möglichst lange Selbstständigkeit älterer Menschen erreicht werden.

ENTDECKEN SIE UNSERE VIELFALT! In einer großzügig angelegten Parklandschaft am Ortsrand von Öschelbronn finden Sie unsere Einrichtung, die auf der Grundlage des anthroposophischen Menschenbildes geführt wird.

Wohnen selbstständig und betreut in Appartements unterschiedlicher Größe Pflege in anspruchsvollen Zimmern, auch Kurzzeitpflege Gastpflege ambulant betreut, z.B. als Verhinderungspflege Natur großzügige Parkanlage Kultur Konzerte, Vorträge, künstlerische Veranstaltungen, Galerie Ambulanter Dienst Altenund Krankenpflege daheim

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Dr. G. Spahn und Dr. M. Woernle, Leitende Ärzte der Klinik Öschelbronn

Komplementärmedizinische integrative Onkologie:

Krebs – eine Die Klinik Öschelbronn ist ein anthroposophisches Akut-Krankenhaus für Innere Medizin. Das medizinische Angebot umfasst die Allgemeine Innere Medizin (akute und chronische Erkrankungen). Schwerpunktmäßig werden Patienten mit Tumorerkrankungen behandelt. Die therapeutische Aufgabe besteht aus integrativ-onkologischer Sicht darin, das jeweilige Kräfteungleichgewicht des Patienten in die individuelle Gleichgewichtslage zurückzuführen. Es werden je nach Beschwerdebild sowohl aus der Natur gewonnene Heilmittel als auch allopathische Substanzen verwendet. Die speziell anthroposophischen Therapien haben einen besonderen Stellenwert. Hierzu gehören die Heileurythmie, die Mal- und Musiktherapie, das plastischtherapeutische Gestalten, eine psychoonkologische Gesprächsgruppenarbeit sowie spezielle physiotherapeutische Maßnahmen. Bei Tumorerkrankungen wird je nach Krankheitsstadium speziell immuntherapeutisch behandelt. Mit dieser Zielsetzung kommt die Misteltherapie in Kombination mit Hyperthermiebehandlungen zur Anwendung. Nachfolgend ein erster Artikel der leitenden Ärzte Dr. Günther Spahn und Dr. Matthias Woernle zum Thema Krebs. Sie werden uns die Möglichkeit geben, in den kommenden Ausgaben weitere Informationen von Ihnen zu diesem Thema zu veröffentlichen.

Dr. med. Matthias Woernle, Internist – Leitender Arzt der Klinik Öschelbronn.

Dr. med. Günther Spahn, Hämatologe, Internistischer Onkologe, Leitender Arzt der Klinik Öschelbronn.

Die moderne naturwissenschaftliche Medizin nimmt ihren Ausgangspunkt im 19. Jahrhundert durch bahnbrechende Forschungen, insbesondere im Bereich der Pathologie, der Genetik und der Immunologie. So gibt es inzwischen hocheffektive Untersuchungs- und Therapieverfahren, vor allem in der Behandlung der akuten Krankheitsbilder. Im Bereich der chronischen Erkrankungen allerdings, wie z.B. der Krebserkrankung, sind die Entwick-

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lungen weniger stürmisch gewesen und die Therapieerfolge dementsprechend bescheidener. Im Verlauf der letzten 20 Jahre jedoch wurden Forschungsprojekte durchgeführt, die im Menschen „psychoneuro-immunologische“ Wechselwirkungen nachweisen konnten. Das heißt, es wurde nachvollziehbar, wie sich menschliche Bewusstseinsvorgänge auf unbewusste Vorgänge im Körper des Menschen auswirken. So modulieren die Wahrnehmungs- und Empfindungsinhalte im menschlichen Bewusstsein die Vorgänge des vegetativen Nervensystems. Diese wiederum beeinflussen das Hormonsystem und diese schließlich wirken fördernd oder hemmend auf das Immunsystem. Es konnte dabei gezeigt werden, dass z.B. Angst oder Furcht wie auch akute oder chronische Überforderungssituationen die Tätigkeit des Immunsystems hemmen. Auch konnte nach-gewiesen werden, dass das Erüben einer mutvoll-realistischen Lebensperspektive wie auch das Finden einer ausgewogenen Lebenshygiene und auch ein regelmäßiges, moderates körperliches

Ausdauertraining die Aktivität des Immunsystems fördern. Ja es konnte sogar durch Studien belegt werden, dass diese immunstimulierenden Maßnahmen im Rahmen eines komplementärmedizinisch-onkologischen Behandlungskonzeptes das Wiederauftreten von Krebs verhindern können. Die Entstehung der Krebserkrankung Es ist bekannt, dass eine Anzahl bestimmter Gifte, wie z.B. aromatische Kohlenwasserstoffe, aber auch Genussmittel wie Nikotin und Alkohol die Entstehung einer Krebserkrankung fördern können. Andere krebsfördernde Einflüsse sind z.B. radioaktive wie auch ultraviolette Strahlenbelastungen, bestimmte chronische Infektionskrankheiten, Übergewicht und Bewegungsmangel. In der Tumorforschung ist bekannt, dass krebsfördernde Einflüsse sowohl die gesunde Regeneration und Reifung der Gewebe stören als auch hemmend auf das Immunsystem einwirken. Durch die Gewebereifung und das Immunsystem kann es vorkom-


chronische Erkrankung men, dass im Rahmen der normalen Geweberegeneration unreife Gewebezellen nicht – wie gesunderweise üblich – immunologisch erkannt, zerstört und ausgeschieden werden. Dabei kann aus einer vom Immunsystem übersehenen, unreifen Gewebezelle eine Krebsgeschwulst entstehen. Diese Forschungsergebnisse deuten daraufhin, dass die Krebserkrankung nicht als ein lokal begrenztes biologisches Phänomen verstanden und behandelt werden kann. Vielmehr ist sie aus ganzheitlich medizinischer Sicht Ausdruck eines Kräfteungleichgewichtes des ganzen Menschen. Dabei sind die den menschlichen Leib ausreifenden, gestaltenden und individualisierenden Kräfte geschwächt. Die vitalisierenden, aufbauenden und den menschlichen Leib regenerierenden Prozesse dagegen sind zu stark. Somit ist die Krebserkrankung Ausdruck eines übertriebenen Wachstumsprozesses bei einer zu schwachen Gewebereifung und zu schwachen Gewebeindividualisierung. Es ist das Grundanliegen der Anthroposophischen Medizin, den Menschen in seinen gesundherhaltenden und krankmachenden Prozessen verstehen und so ursächlich als möglich behandeln zu können. Es gilt dementsprechend in der Anthroposophischen Medizin den Patienten in seinen unterschiedlichen Kräfteebenen so erfassen zu können, dass die Wechselwirkungen zwischen dem Seelisch-Geistigen und dem Lebendig-Körperlichen diagnostisch so berücksichtigt werden, so dass sich daraus eine therapeutische Zielsetzung ergibt. Die in der Krebserkrankung fehlenden Reifungs-, fehlenden Ordnungs- und fehlenden Individualisierungsprozesse sind – anthroposophisch-medizinisch betrachtet – Ausdruck eines zu geringen Eingreifens der seelisch-geistigen Kräfte in den physischen Leib. Die Folge ist ein sich verselbständi-

gendes „Irrsinnig werden“ der nunmehr allein gelassenen leiblichen Lebenskräfte. So versteht sich die Anthroposophische Medizin als eine komplementäre und integrativ-medizinische Erweiterung der konventionellen Medizin unter Berücksichtigung des ganzen Menschen inklusive der individuellen Schicksalssituation jedes einzelnen Patienten.

Therapieleitlinie – individuelles Therapiekonzept Aktuelle Ergebnisse der Krebsforschung deuten daraufhin, dass die Krebserkrankung nicht allein durch die bereits aufgeführten stofflichen Einwirkungen auf den Menschen begünstigt wird. Sie kann auch durch Störungen des Lebensrhythmus (z.B. Nachtschichtarbeit) oder auch durch akute und chronisch seelisch-geistige Überforderungen (z.B. Tod des Lebenspartners, Arbeitsplatzverlust, usw.) mit verursacht werden. Das gesamte Spektrum der krebsfördernden Einflüsse beinhaltet damit nicht allein physisch-stoffliche Qualitäten, sondern auch physiologische und psychologische. Um diesen qualitativ unterschiedlichen Krankheitsursachen therapeutisch so kausal als möglich gerecht werden zu können, gilt es, sowohl den körperlichen Befund des Patienten zu erfassen, darüber hinaus seine Lebenskräfte und

Lebensbedingungen zu beurteilen und schließlich auch seine seelische Entwicklung und Verfassung, und nicht zuletzt seine persönlich individuelle Schicksalssituation zu erkennen. So kann als Beispiel der Dickdarmpatient A nicht wie der Dick-

darmpatient B gleichermaßen behandelt werden, auch wenn das Alter, das Geschlecht, das Krankheitsstadium und die Histologie beider identisch sind. Denn bei dem Patienten A z.B., bei dem in der Krankengeschichte eine chronisch entzündliche Dickdarmerkrankung seit Jahren bekannt ist, liegt damit eine ganz andere krebsfördernde Krankheitsdisposition vor als bei dem Patienten B, bei dem als Ursache das Körperübergewicht bei einseitigen Ernährungsgewohnheiten und Bewegungsmangel angenommen werden muss. Auch wenn die konventionell medizinischen Behandlungsverfahren bei beiden Patienten identisch sein können, so muss die komplementärmedizinische Tumortherapie bei beiden unterschiedlich sein. Das Therapiekonzept des Patienten A muss die chronische entzündliche Darmerkrankung, die des Patienten B seine Übergewichtigkeit berücksichtigen. Hierzu ist der Einsatz unterschiedlicher psychotherapeutischer, kunsttherapeutischer, bewegungstherapeutischer und naturheilkundlich medikamentöser Therapieverfahren notwendig.

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Komplementärmedizinische integrative Onkologie:

Krebs – eine chronische Erkrankung Generell beinhaltet eine komplementärmedizinisch onkologische Therapie krebskranker Patienten, dass eine Aufklärung und Information über die vorliegende Krankheit und ihren möglichen Verlauf erfolgen muss und damit unbegründete Ängste und aufkommende Resig nationen, wie auch Verkennungen oder Illusionen so gut als möglich ausgeräumt werden. Hilfreich ist es, wenn dabei auch – falls es dem Pa-

und zusätzlich ein moderates Ausdauertraining therapeutisch genutzt hatten, das Risiko an Brustkrebs zu versterben, um 50% gesenkt werden konnte (Studie mit 2987 Patientinnen).

gie eine Erweiterung erfährt durch kunsttherapeutische Verfahren wie Musiktherapie, Heileurythmie und kunsttherapeutisches Plastizieren und die Hyperthermiebehandlung differenziert wird je nach Befindlichkeit des Patienten durch medizinische Bäder, äußere Einreibungen und rhythmische Massageanwendungen.

tientenwunsch entspricht – die Angehörigen mit eingebunden werden. Ziel einer solchen Patientenaufklärung und individuellen Therapiebegleitung ist es, einen realistischen Mut und eine menschenwürdige Zukunftsperspektive erüben zu lernen. Das geschieht aus der Erfahrung heraus, dass Patienten, die sich in ihre biographische Entwicklung und in die aktuell gegenwärtige Situation neu eindenken und diese annehmen lernen, und dabei bereit werden, Therapieverantwortung mit zu übernehmen, dass dadurch die Krankheitsdynamik oft weniger aggressiv verläuft und das Ansprechen der Therapie oft besser ist.

Weitere Untersuchungsergebnisse zeigen, dass Patienten, die wegen eines Magen-/Darmkarzinoms leitlinienorientiert behandelt wurden und zusätzlich eine psychotherapeutische Begleitung erhielten, deutlich profitiert hatten bezüglich Lebensqualität und Überlebenszeit (Küchler et al., Klinische Onkologie, 04/2005). Inzwischen liegen Studien vor, die folgende komplementärmedizinische Therapieverfahren bezüglich Qualität, Unbedenklichkeit und Wirksamkeit überprüft haben (Beuth et al., Trias-Verlag 2003). Das sind: Psychoonkologie, Misteltherapie, Hyperthermie, Mikronährstoffe, Enzymtherapie, Vitamine, Ernährung, Bewegungstherapie. Diese komplementärmedizinischonkologischen Therapieverfahren werden durch die anthroposophisch-medizinischen Tumortherapieerfahrungen erweitert, indem die Bewegungstherapie ergänzt wird durch heileurythmische Bewegungsübungen, die Psychoonkolo-

Aus der Vielfalt dieser aufgeführten Therapieformen gilt es – entsprechend der individuellen Krankheitssituation des einzelnen Patienten – ein Therapiekonzept zu erstellen, das sowohl den körperlichbiologischen Befund wie auch die seelisch-geistige Situation berücksichtigt. Wenn die naturwissenschaftlich konventionellen Therapieverfahren auf den Tumor bzw. die kranke Zelle ausgerichtet sind, so wirken die komplementärmedizinischen Therapieverfahren vielmehr auf den Gesamtorganismus und auf das den Tumor umgebende Milieu. Beide Therapieebenen zusammen sind erforderlich und ergänzen sich in der Wirkung. Im aktiven Umgang mit der Krebskrankheit unter einem komplementär-medizinisch integrativen Therapiekonzept kann der Patient für sich sagen lernen: „Ich bin nicht krebskrank, sondern ich bin im Prozess, eine Krebserkrankung zu bewältigen.“

Komplementärmedizinisch integrative Therapieverfahren in der Onkologie Vor 2 Jahren konnte eine Arbeitsgruppe an der Harvard Universität zeigen, dass bei Frauen, die an einem Hormonrezeptor positiven Brustkrebs erkrankt waren und die leitlinienorientiert behandelt wurden

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Pflegeheime

im Visier

Wie die Statistik zeigt, besetzt Baden-Württemberg eine hervorragende Position in der Pflegequalität der Seniorenheime. In Pforzheim kümmerten sich bisher mehrere Institutionen mit Erfolg um das Wohl der Bewohner. Da war die Heimaufsicht, da gibt es den Regionalen Qualitätsverbund, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, sich in gegenseitiger Kontrolle anhand entsprechender Qualitätsstandards zu überprüfen, und es gibt die regelmäßigen hauseigenen Kontrollen der sozialen Einrichtungen. Nun ist ein Neuer im Bunde, der Medizinische Dienst der Krankenversicherung. Wir haben Manfred Krohmer, Leiter der Heimaufsicht Pforzheim Enzkreis, um seine Stellungnahme gebeten. Viel hilft viel!... Dies könnte man meinen, wenn man das gute Ergebnis von Baden-Württemberg in dem Pflegenotenvergleich ansieht. Denn 2009 und 2010 erfolgt in den Altenund Pflegeheimen in Baden-Württemberg neben der jährlichen Begehung der Heimaufsicht als staatliche Qualitätssicherungsbehörde eine Regelprüfung des Medizinischen Dienstes der Krankenversi-cherung (MDK). Die Ergebnisse der MDK-Prüfung werden in den so genannten Transparenzberichten über die Pflegekassen veröffentlicht. Die Heimaufsichtsberichte werden bis-lang nicht der Öffentlichkeit bekanntgegeben. Der Gesetzgeber will mit der Veröffentlichung der Ergebnisse aus den Überprüfungen des MDK den Verbraucherschutz stärken, was sinnvoll ist. Doch wird durch mehr Kontrolleure die Qualität in den Alten- und Pflegeheimen auch tatsächlich besser? Ich denke, es ist nachvollziehbar, dass jede Überprüfung bei den Verantwortlichen und Mitarbeitern in den Einrichtungen Ressourcen bindet, die im Tagesgeschäft, sprich bei der Versorgung der Bewohner, fehlen. Es muss daher seitens des Gesetzgebers gut überlegt wer-den, für was die Arbeitszeit der Mitarbeiter in den Pflegeeinrichtungen verwendet werden soll.

Manfred Krohmer, Leiter der Heimaufsicht Pforzheim Enzkreis.

Kommt es zu keiner Änderung des gesetzlichen Auftrages für den MDK, müsste es meiner Meinung zu einer klaren Absprache zwischen Heimaufsicht und MDK dahingehend kommen, wer welche Einrichtung in welchem Jahr prüft. Damit könnte eine sinnvolle Arbeitsaufteilung für die Akteure der Prüfinstitutionen und eine weniger belastenden Situation in den Einrichtungen erreicht werden.

Manfred Krohmer – Heimaufsicht – Telefon: 0 72 31/308-97 93 Telefax: 0 72 31/308-97 35 Manfred.Krohmer@Enzkreis.de

Foto © shutterstock.com

Pflegenoten-Ländervergleich:

Stand: Ende Februar 2010

Bundesland

Durchschnittswerte

Baden-Württemberg

1,2

Mecklenburg-Vorpommern

1,4

Hessen

1,7

Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen jeweils

1,9

Niedersachsen

2,1

Nordrhein-Westfalen

2,5

Hanburg

2,7

Schleswig-Holstein

3,0

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Generationenaustausch und Die Begegnung der Generationen in Seniorenheimen entwickelt sich zu einem wesentlichen Aktivposten im Rahmen des allgemeinen Beschäftigungsprogramms. Das gemeinsame Tun, die Lebendigkeit der Kinder und ihre vorbehaltlose Offenheit im Umgang mit den alten Menschen vermitteln Heiterkeit, wecken liebenswerte Erinnerungen und durchbrechen die Monotonie des täglichen Ablaufs. Hierzu gehören Spiele, kreatives Gestalten, gemeinsames Singen – einfach junges Leben erleben. Wohlfühl-Badewannen im Haus ATRIUM Was gibt es Schöneres, als am Abend ein schönes warmes Bad zu nehmen, um sich danach so richtig entspannt, gepflegt und pudelwohl zu fühlen? Sie alle kennen diese Gefühl, nicht wahr? Unseren Senioren werden wir in Kürze auf jedem unserer 4 Wohnbereiche des Haupthauses eine Luxusbadewanne aus dem Hause Böhm zur Verfügung stellen (der WB I hat diese bereits). Die Wannen sind Sensor gesteuert und haben einen seitlichen hochfahrbaren Einstieg, wie

bei den großen Sportwagen. Noch in der Sitzposition lässt man das Wasser ein und geht in aller Ruhe den Badegast holen. Das Wasser stoppt automatisch, wenn das Wasser im Fußraum der Wanne bis ca.

Höhe Kniekehle vollgelaufen ist. Nach bequemem Platznehmen, wobei hier die Füße schon im warmen Wasser sind, schließt sich die Tür und die Wanne wird langsam in die Waagerechte gebracht, während das wohltemperierte Wasser weiter einströmt. Das bereits eingetretene Wohlgefühl wird noch mit Hilfe zweier Strömdüsen, die sich im Fußbereich befinden, gesteigert. Nun wird das Licht gedimmt und eine Snoozelen Lichtanlage übernimmt die Stimmung, die von einer kleinen Stereoanlage mit Wunschmusik oder -geräusch (Wellen oder ähnliches) unterstütz wird. Überwiegend werden hier Öl- und Duftbäder angeboten um unsere Bewohner und Bewohnerinnen so richtig verwöhnen zu können. Die Dekoration haben wir so gewählt, dass man sich fast wie im Urlaub fühlt. Dafür sorgen unter anderem ein Fischernetz, Muscheln und griechische Säulen. Eben ein Wohlfühl-Luxus-Bad. Und wenn Sie mich einmal nicht finden und erreichen können, dann wissen Sie ja jetzt, wo ich bin.... Markus Großmüller Haus ATRIUM und Kinder Im ATRIUM möchten wir von der wunderbaren Möglichkeit Gebrauch machen, kindliche Unvoreingenommenheit und Offenheit ins Haus zu holen, um Feiern und verschiedenste Veranstaltungen zu bereichern.

Das fängt bei den großen Festen des Jahres an – beispielsweise der Nikolausempfang, das Erntedankfest oder Ostern – und setzt sich auch in regelmäßigen Veranstaltungen wie unserem dienstäglichen Musikcafé


Aktionen im Pflegeheim fort. Ganz abgesehen von der praktischen Hilfe, für die wir unseren jungen Mitmenschen sehr dankbar sind, regen die jugendlichen Gedankengänge, die oftmals in völlig andere Wege gehen als die der Senioren, das Denkvermögen an und tragen so zur geistigen Fitness bei. Die Bereicherungen auf beiden Seiten sind so vielfältig, dass wir die jungen, fleißigen Helfer gar nicht mehr missen möchten und wir uns dementsprechend über jeden Einsatz sehr freuen. Daniel Kunay, Verwaltung AUGUST-KAYSER-STIFTUNG – Alt trifft Jung Wie es angefangen hat: Fünf Jungs zwischen zehn und 14 Jahren kamen vier Tage lang in die Einrichtung, um sich mit den Bewohnern zu beschäftigen: Hausführung mit Fragerunde, Laternen basteln, Spaziergang, Waffeln backen. Sofort war eine angenehme vertrauensvolle Atmosphäre zu spüren, die allen Beteiligten sehr gut getan hat.

Wie es weiterging: Ermutigt von solch überraschendem Resultat, riefen wir eine regelmäßige Kooperation ins Leben. Wir stellten folgende Vorüberlegungen an: Was brauchen die Jugendlichen in ihrer Entwicklung? Was tut den alten Menschen gut? Ergebnis: Beide Generationen wünschen sich ein normales Familienleben, das ihre Sehnsucht nach Zuwendung stillt. Der Arbeitstitel „Enkel und mehr“ war geboren. Was braucht ein Mensch im Pflegeheim? Sehr viele Menschen im

Pflegeheim bleiben durch ihre Familien aufgefangen und umsorgt. Doch viele bekommen keinen Besuch und leiden an ihrer Einsamkeit. Die Pflegekräfte können dieses Bedürfnis nach mitmenschlichem Kontakt im Rahmen ihres Dienstes nur unzureichend stillen. So ist jeglicher menschliche Kontakt von außen mehr als willkommen. Die alten Menschen lassen sich allermeist von der Echtheit und der Bedürftigkeit von Kindern anrühren und erinnern sich an ihre eigene Kindheit. Sie sehen in Kindern und Jugendlichen, wie das Leben weiter geht und fühlen sich mit ihnen wieder jung. Was macht die Beziehung zwischen Enkeln und Großeltern aus? Enkel und Großeltern leben in einer entspannten Beziehung, weil diese Generationen nicht existenziell von-

einander abhängen und die Großeltern keine Erziehungsverantwortung übernehmen müssen. Daher ist dieses Verhältnis weniger Konflikt beladen. Was brauchen junge Menschen im Heim? Kinder und Jugendliche, die in der stationären Jugendhilfe leben, stammen oft aus zerrütteten Familienverhältnissen. Der Kontakt zu den Großeltern ist ebenfalls häufig unterbrochen. Oft zeigen sich die Jugendlichen von ihrer ruppigen Seite, wie z.B. durch Schulprobleme, Verhaltensauffälligkeiten bis hin zur Kriminalität. Dahinter verstecken sie ihre Bedürftigkeit nach Wertschätzung und Begegnung. Auch wenn die Treffen mit den älteren Menschen im Heim keinen Ersatz dafür bieten können, erleben beide Seiten Mo-

mente dieser eigentümlichen Beziehungsqualität. Wie wir uns die Zusammenarbeit vorgestellt haben: Im Erstgespräch zur Konkretisierung des Projekts war einer der wichtigsten Punkte die jeweilige Auswahl der Teilnehmer/innen der Gruppen. Wer kann sich auf ein Gegenüber einlassen? Wer ist fähig Vertrauen aufzubauen? Wer fühlt sich wohl in einer Gruppe? Bei den alten Menschen wird der Fokus auf die Erhaltung von Ressourcen gelegt. Für schwer dementiell veränderte Bewohner ist ein solches Projekt ungeeignet. Gesellige Menschen mit leichter Demenz können teilnehmen, wenn sie sich wohl fühlen. Damit sich Kinder und Jugendliche einer solchen Gruppe gerne anschließen, braucht es Spaß und Motivation an der Begegnung mit älteren Menschen. Die Zusammensetzung der Gruppe sollte sich nicht ändern, damit Vertrautheit entstehen kann. Immer ein alter und ein junger Mensch werden sich zugeordnet und achten aufeinander. Wo gibt es schwierige Situationen? „Paare“ werden getrennt: Ältere Menschen werden bettlägerig, dement oder sterben, Kinder und Jugendliche wechseln die Einrichtung, gehen zurück ins Elternhaus oder in andere Maßnahmen der Jugendhilfe, z.B. Arrest. Diese Ereignisse sind nicht planbar, sie geschehen. Eine Vorbereitung der Teilnehmer/innen ist nicht immer möglich, Enttäuschungen und Trauer gilt es zu begleiten. Wichtig in diesem Zusammenhang ist eine sorgfältige Auswahl der jungen und alten Menschen zu diesem Projekt, denn wir wollen Persönlichkeiten fördern und neue Erfahrungen schaffen und nicht neue Probleme oder gar traumatische Erlebnisse riskieren. Wie der Nachmittag abläuft: Wiederkehrende Bestandteile des Treffens sind: Anfangsphase: Begrüßung, Wieder finden der Paare,

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Generationenaustausch und

Aktionen

Namenschilder, Kaffee und Kuchen. Hauptphase: Thematischer Schwerpunkt, wie z.B. Besichtigung, Spaziergang, Kochen und Essen. Schlussphase: Singen, Reflexion, Verabschiedung Was wir erleben! Zwei Voraussetzungen sind notwendig: Ein Fundament aus liebevoller Atmosphäre, verbunden mit einem Gerüst aus Ritualen und begleitender Präsenz der Verantwortlichen und … es funktioniert! „Billy nennt Frau Schmidt Omi und sie strahlt ihn glücklich an.“ Wie es weiter ging: Jetzt im Juni 2010 laufen unsere Treffen zwischen Alt und Jung immer noch sehr gut. Was allerdings nicht so gut funktioniert, wie wir es uns gewünscht hätten, sind die konstanten Paare. Durch den Wechsel bei den Jungen vom Sperlingshof und dem Wechsel der gesundheitlichen Verfassung unserer Bewohner ist es nicht möglich, immer dieselben Paare zusammen zu führen. Jedes Treffen bedeutet deshalb eine neue Begegnung, sich Einlassen auf die momentanen Möglichkeiten von Jung und Alt. Und trotzdem freuen sich sowohl die Jungs als auch die Bewohner immer wieder auf die Treffen und machen sehr gerne mit. Die Nachmittage sind eine echte Bereicherung an Kontakt und für die Gefühlswelt der Beteiligten. Vera Schaan, Leitung Sozialdienst AKS Frühjahrskonzert mit „Jay Alexander“ im CASA REHA Seniorenpflegeheim „Osterfeld“ Jay Alexander weckte Erinnerungen an Kindheit und Jugendzeit Anlässlich eines Frühlingsfestes am 8. Mai sang Jay Alexander im Garten des CASA REHA Seniorenpflegeheims „Osterfeld“ in Pforzheim Lieder aus seinem Album „Heimat“ für die Bewohner und deren Familien und Freunde.

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Dafür wählte er Volks- und Heimatlieder aus, zu denen er einen ganz besonderen Bezug hat und mit denen er das ausdrücken kann, was er bei dem Wort „Heimat“ empfindet: Er ist froh in seiner Heimat leben zu dürfen, seine Familie um sich zu haben und die vertraute Landschaft genießen zu dürfen. Deshalb ist Heimat sein liebstes Wort.

Jay Alexander ergänzte sein Programm durch bekannte Opern- und Operettenarien. Der Tenor begeisterte die Zuhörer mit seinem Charme und seiner bodenständigen Art. Vor allem die Senioren wurden von den Melodien gedanklich in die Zeit ihrer Kindheit und Jugend entführt. Bei noch etwas frühlingsfrischen Temperaturen, aber von der Sonne und den gefühlvollen Liedern gewärmt, genossen die Bewohner und Gäste auch die Spezialitäten vom Grill, Bier vom Fass und Maibowle. Das Casa Reha Seniorenpflegeheim „Osterfeld“ bietet 118 Einzel- und 23 Doppelzimmer und ist auf alle Pflegestufen eingestellt. Die gemütlichen Zimmer können sowohl möbliert übernommen werden als auch individuell gestaltet werden und haben ein eigenes Bad sowie Telefon-, Radio- und TV-Anschlüsse. Die Casa Reha Unternehmensgruppe zählt mit 53 Einrichtungen zu den führenden privaten Trägern von Seniorenpflegeheimen. Sie beschäftigt 4.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Mathias Matzeit, Heimleiter

DRK-SENIORENZENTRUM im regen Austausch der Generationen: Kleine Begegnungen spielen eine große Rolle Alt und jung begegnen sich im DRKSeniorenzentrum Mühlacker regelmäßig. Inzwischen finden die Kindergartenbesuche nicht nur im Seniorenzentrum selbst statt, auch Gegenbesuche in den Kindergärten gehören zum Programm. Insgesamt sind es sechs Kindergärten, die regelmäßig mit dem DRKSeniorenzentrum im Kontakt stehen: der Kindergarten Villa Emerich, der Kindergarten Schulstraße, der Kindergarten St. Josef, der Kindergarten St. Johannes, der Kindergarten Stöckach und der Paulus- Kindergarten, wobei noch ein weiterer – das Kinderhaus Öläcker aus Ötisheim – im nächsten Jahr hinzukommen wird.

Im Durchschnitt treffen sich die Senioren einmal monatlich mit einem Kindergarten. Die Bewohner reagieren auf den Kontakt mit den Kindern immer sehr positiv. In der Regel sind die Kinder zu Beginn etwas zurückhaltend und bleiben eng in ihrer Gruppe zusammen. Die Bewohner versuchen dann, auf die Kinder zuzugehen. Sie suchen das gemeinsame Gespräch durch interessante Dinge oder Themen, die gerade in der Gruppe präsent sind. Damit schaffen sie es auch immer, die Kinder aus der Reserve zu lokken, so dass sehr schöne Begegnungen daraus resultieren, von denen die Bewohner oft noch Tage später erzählen. Bei einem der Gegenbesuche in einem Kindergarten spielte sich Fol-


im Pflegeheim gendes ab: Nach der Ankunft der Senioren setzten sie sich gemeinsam an den Tisch, um Tee zu trinken und gemeinsam den selbstgebackenen Kuchen der Kinder zu essen. Es war ein Bewohner dabei, der in einem frühen Stadium der Demenz ist, dem seine Frau aber den nötigen Halt und Schutz gibt. Daher ist er sehr lieb und kann auch so manche Unsicherheit überspielen. Neben den Bewohner setzte sich ein kleiner Bub, der sofort die Nähe des Mannes suchte. In diesen unterschiedlichen Dimensionen (erwachsener Mann auf großem Stuhl und kleiner Bub auf Kinderstuhl) schob er sehr schnell seine kleine Hand in die des Mannes und lehnte sich gegen sein Bein. Sofort erwiderte der „Opa“ den Händedruck. Die beiden hielten sich fast die ganze Zeit an der Hand. Immer wieder sahen sie sich lächelnd und voller Freude an.

Es sind diese kleinen Begegnungen, die bei jedem Besuch eine große Rolle spielen. Sie werden durch die große Bereitschaft der Kindergartenleitungen, die die Begleitung durch Erzieherinnen organisieren, und durch die Beteiligung der ehrenamtlichen Begleiterinnen des Seniorenzentrums erst möglich. Oftmals bittet die Kindergartenleitung ausdrücklich darum, entgegen der Gewohnheit, den Kindern keine Süßigkeiten zu

geben. Die Kinder sollen lernen, etwas für andere zu tun, ohne eine Gegenleistung zu bekommen oder zu erwarten. Überhaupt nutzen die Kindergärten die Besuche oft für pädagogische Zwecke, etwa indem die Anfahrt mit den Kindern mit dem öffentlichen Nahverkehr bewältigt wird. Einige Kinder erzählen dann ganz aufgeregt, dass sie das erste Mal mit dem Omnibus gefahren seien. Das besondere Highlight der SENIORENRESIDENZ GOLDENE PFORTE Jeden ersten Donnerstag im Monat findet für alle Geburtstagskinder des Vormonats eine gemeinsame Geburtstagsfeier statt. Zu diesem Anlass erhält jeder Bewohner, eine persönliche Einladung überreicht. Beginnend zur Kaffeezeit wird je nach Wetterlage, entweder auf unserer herrlichen Terrasse oder in unserer hausinternen, sehr gemütlichen Schwarzwaldstube gefeiert. Bei angenehmer Atmosphäre und einer wunderschön, festlich gedeckten Tafel mit kleinen Aufmerksamkeiten: Marienkäfer, Goldtaler, Schokoladenkleeblätter, Goldbären usw. Mit Kaffee, schmackhaften Torten, als auch einem Gläschen Sekt, wird dieser persönliche Festtag unserer Senioren gebührend und mit allen Sinnen gefeiert. An diesem ganz besonderen Tag steht jeder einzelne unserer Senioren ganz im Mittelpunkt und jeder kann sich erlauben, diesen auf seine ganz spezielle Art und Weise zu erleben. Der Duft von Kuchen oder frischen Blumen (der Jahreszeit entsprechend z.B. Flieder, Rosen, Lavendel...) weckt oft alte Erinnerungen.


Generationenaustausch und

Aktionen im Pflegeheim

Beim gemeinsamen Singen können alle mitmachen, so wird das Zusammengehörigkeitsgefühl angesprochen und auch soziale Kompetenzen gefördert. Um diesen Festtag eine musikalische Note zu geben werden, der Jahreszeit entsprechende Lieder ausgesucht und gesungen. Durch das Singen sind Erinnerungen und vergessene Fähigkeiten wieder hervorgerufen. Ebenso wirkt das Singen sehr befreiend und ist gleichzeitig eine wichtige Pneumonieprohylaxe.

Beim gemeinsamen Schunkeln zur Musik rückt man enger aneinander und kommt sich näher, so das sich das Gefühl von Geborgenheit und Aufgehobenseins einstellt. Musik und auch das Vortragen von besinnlichen, humorvollen Gedichten berührt die Gefühlswelt und löst häufig schöne Erinnerungen aus, schafft positive Emotionen und stärkt so auch hier das gemeinschaftliche Erleben. Gleichzeitig finden die Senioren hierbei Entspannung und Ausgeglichenheit. Der Geburtstag ist auch ein dankbares Nachdenken um noch mal die eigenen Spuren des Lebens zu verfolgen. So ist es an diesem Tag auch ein Anlass zum Gedächtnistraining. Es ist wie wenn man auf einem Gelände Spuren sucht. Es werden Erinnerungen an Urlaubsreisen, vergangene Unternehmungen und zurückliegenden Geburtstage wach. Je mehr man sucht oder zurückdenkt, desto schärfer wird der Blick, und die Senioren entdecken sich mit unter auch dort wo sie sich eigentlich gar nicht vermutet hätten. Bewahrungen, bedeutsame und hilfreiche

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Begegnungen kommen so wieder. Manchmal auch Ereignisse die damals, als sie geschahen, durchaus unerwünscht waren. Tiefere Dinge sind erkennbar und Dinge die sie früher beim besten Willen nicht verstanden haben sind jetzt annehmbar und akzeptabel. Auch kommen Gedanken wie: Wie vielen Menschen man im Laufe seines Lebens begegnet ist! Manche begleiteten sie eine kürzere oder auch längere Strecke. Auch tauchen in der Erinnerung oft gute und schöne Jahre auf, die womöglich nicht ganz unbeschwert waren, aber eben doch vieles schönes enthielten. Die Erinnerung an gute und hilfreiche Menschen in der Umgebung, die sie liebevoll und treu um sie bemühten, um ihnen das Leben zu erleichtern. Freunde und Bekannte die gekommen sind, um Ihnen mit Ihrem Besuch eine kleine Freude zu machen oder sie haben Ihnen einen Gruß zukommen lassen und damit gezeigt, das sie nicht in Vergessenheit geraten sind. Wenn sich die Senioren zurück erinnern, waren es nicht so sehr die großen oder kleinen Geschenke, sondern eher zu wissen, dass man an sie denkt. Man erinnert sich an die Zeiten, als man die Freuden des Lebens noch aktiver und unbeschwerter genießen konnte. Manchmal war es für den einen oder anderen auch nicht immer leicht, Entscheidungen zu treffen, denn so manchmal hatten diese Entscheidungen ja, weit in die Zukunft hinreichende Folgen. Heute sind sich alle Senioren und Seniorinnen einig, in keinem Fall stehen die materiellen Wünsche im Vordergrund, viel wichtiger ist der Erhalt der Gesundheit und natürlich, dass die noch vor Ihnen liegende, weitere Zeit sorgenfrei verbracht werden kann, bis zur nächsten gemeinsamen Geburtstagsfeier. Maria Hald, Ergotherapeutin

HAUS HECKENGÄU Das Bild eines alten Menschen, der auf dem Schoß ein Kind sitzen hat, beide einander liebevoll zugewandt. Der Altersgegensatz könnte nicht größer sein und doch vermittelt dieses Bild Wärme, Zuversicht, Geborgenheit, Beständigkeit. Die Generationen der Großeltern und der Enkel stehen in einer ganz besonderen Beziehung zueinander. Große Erwartungen und Verpflichtungen gibt es meist nicht; da wird weniger erzogen als vielmehr verwöhnt, da gibt es weniger Vorhaltungen dafür umso mehr gemeinsame Momente des Glücks, und zwar beiderseits. In einer Lebensphase, in der sich ein älterer Mensch gemeinhin auch mit dem Ende des Lebens beschäftigt, blickt er unweigerlich auch auf die eigene Geschichte zurück. Die Jugend kehrt in der Erinnerung zurück und es stellen sich die Fragen, ob das Leben und die getroffenen Entscheidungen so richtig und sinnvoll waren. Antworten auf solche Fragen finden sich auch im Blick auf die Zukunft. Ein Blick auf die Jugend, die Zukunft, das Fortleben spannt den Bogen über das eigene Leben hinaus und stellt den Zusammenhang zur Familie, Gesellschaft sowie Umgebung in der Zeit her. Ein beruhigendes Gefühl scheint sich automatisch bei älteren Menschen im Zusammensein mit den eigenen Enkelkindern und Kindern im Allgemeinen einzustellen. Kinder nehmen vermutlich aus solchen Zusammentreffen auch eine Menge mit. Junge Kinder gehen ohne Vorurteil neugierig auf Heimbewohner zu und fragen ganz unbefangen, warum sie einen Stock zum Laufen brauchen oder warum sie nicht laufen können. Im jugendlichen Alter dann fällt es zwar vielen schwerer, offen auf Menschen anderen Alters zuzugehen. Aber vor allem im Pflegeheim, mit seinen Be-


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Generationenaustausch und

Aktionen im Pflegeheim

wohnern, die alle irgendeiner Art von Hilfe bedürfen, muss sich ein junger, sich entwickelnder Mensch nicht ständig mit den eigenen Unzulänglichkeiten beschäftigen. Und das tut gut.

Jugendliches Amateurtanzpaar tanzt mit BewohnerInnen.

Von Anfang an bot sich durch die direkte Nachbarschaft der Kontakt zur Ludwig-Uhland-Schule, einer Grund-, Haupt- und Realschule, an. Schüler haben schon spontan ihre Bastelwerke vorbeigebracht. Gegenseitige Besuche zu Musik- und TheaterAufführungen, Kunstausstellungen sowie Informationsveranstaltungen für Schulabgänger finden regelmäßig statt. Diese Begegnungen werden hauptsächlich von engagierten Lehrern und dem Heim-Sozialdienst organisiert. Der offene Mittagstisch wird von manchen Schulklassen bei Nachmittagsunterricht genutzt. Der Sozialdienst ist auch Ansprechpartner für Sozialpraktika, sei es der Konfirmanden oder der Schulen, seit ab 2001 in den 8. Schulklassen die Sozialpraktika eingeführt wurden. Die Nachfrage nach Praktikumsplätzen nahm stetig zu, so dass zahlenmäßige Grenzen gesetzt werden musste, da die Praktikanten eine gute Anleitung durch Mitarbeiter benötigen. Das ist sehr zeitintensiv, wozu der Praktikumseinsatz von manchmal nur 10 – 20 Stunden auf dem ersten Blick in keinem Verhältnis zum Aufwand steht. Doch stellen die Kinder und Jugendlichen eben eine Bereicherung für das Haus dar, und deshalb „lohnt“ sich der Aufwand. Das Sozialpraktikum soll auch dazu anleiten, durch gegenseitiges Er-

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zählen sich besser kennenzulernen und Verständnis für die Schwächen und Stärken des anderen zu entwickeln. Aus Heimsheim, Lehningen und Rutesheim haben inzwischen über Hundert Schüler und Konfirmanden ein Sozialpraktikum im Haus Heckengäu durchgeführt. Einzelne haben im Anschluss daran in den Ferien im Haus gejobbt oder sogar eine Ausbildung begonnen. Eine weitere regelmäßig stattfindende Begegnungsmöglichkeit bietet die Zusammenarbeit mit dem Familientreff der VHS Heimsheim. Anfangs zielte die Begegnung von Alt und Jung im Rahmen eines Märchen-Vortrags auf Familien mit Kleinkindern. Da sich der Besuch von außen nicht regelmäßig entwickelte, werden die Besuche nun vom Haus aus gemeinsam mit dem Familientreff geplant: Es kommt jeweils eine Kindergartengruppe oder eine Grundschulklasse ins Heim, um gemeinsam mit Bewohnern dem Vortrag einer professionellen Märchenerzählerin zu folgen. Meist wird das mit einer Hausführung verbunden, um die Hemmschwelle zum Pflegeheim gering zu halten. Von Musikvereinen und Musikschulen, Kirchengemeinden, Kindergärten, Sportvereinen und Kindertanzgruppen kommen regelmäßig Angebote oder auf Nachfrage Vorführungen zustande, an denen die Kinder und Jugendliche musizieren, singen und tanzen. Das reicht von einzelnen Liedvorträgen bis zu zirzensischen Leistungen. Diese Auftritte stellen ganz besonders auch für die dementiell erkrankten Bewohner eine Bereicherung dar. Je kleiner die Kinder, umso mehr wecken sie die Fürsorglichkeit der Großeltern-Generation. So wird aus passivem Zuschauen und Zuhören im besten Fall aktives aufeinander Zugehen und Kommunizieren. Das gilt in Bezug auf die Kinder der Mitarbeiter noch viel stärker, weil hier die Bewohner

noch stärker Anteil nehmen. Deshalb wird dies auch von Mitarbeitern intensiv gefördert. Bislang hat noch keine Mitarbeiterin versäumt, ihr Kind nach einer Schwangerschaft im Beschäftigungszeitraum im Haus und den Bewohnern vorzustellen. HEIM AM HACHEL Begegnungen der Generationen im Pflegeheim: Was läuft und warum? Zunächst stellt sich grundsätzlich die Frage, warum werden von den Verantwortlichen in den Pflegeheimen Kontakte zu Kindergärten, Schulen, Vereinen geknüpft ? Nun das ist ganz einfach, es geht um Begegnungen es geht um Geben und Nehmen und es geht um sehr viel Respekt, Achtung, Wertschätzung der Generationen füreinander. Heim am Hachel ist eine Einrichtung, die sehr viel Wert auf diese Begegnungen legt und dem-

zufolge jede Gelegenheit nutzt, Kooperationen mit Vertretern der Kindergärten und Schulen zu knüpfen. Ganz unterschiedlich sind die Einsatzgebiete im Heim. Ob Feste mit gestaltet werden, gesellige Nachmittage organisiert werden oder Praktikanten das Heimleben kennen lernen wollen, alles hat dabei seinen hohen Stellenwert. Schüler, die als Sozialpraktikanten aus den umliegenden Schulen in unsere Einrichtung kommen, möchten das Berufsbild Altenpflege kennenlernen. Eine frühe Kontaktaufnahme zwischen Schülern und pflegebedürftigen Menschen wird dadurch gezielt gefördert und die jungen Menschen wecken Interesse und Freude am


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Generationenaustausch und

Aktionen

Wie alles begann: 1974 übernahmen wir von der Neuen Heimat den Gebäudekomplex, den ein früherer Investor, der ein „Kurstift“ eröffnen wollte, wegen finanzieller Schwierigkeiten aufgab. So begann vor 36 Jahren die Geschichte des Johanneshauses als ein „Zentrum für Lebensgestaltung im Alter“. Die Intention unseres Hauses basiert auf dem Pflegeberuf. Das Aufeinandertreffen der „Jungen“ und der „Alten“ Generation macht den Austausch so wertvoll und zukunftsorientiert, da soziales Denken und Handeln zur Motivation und gegenseitigen Rücksichtnahme wird. In einer Zeit, in der Isolierung von Menschen durch steigende Individualisierung der Menschen an der Tagesordnung steht, ist der Erwerb sozialer Kompetenzen wie Einfühlungsvermögen, Hilfsbereitschaft und Zuwendung wichtiger denn je. Die jungen Menschen haben die Chance zu lernen, dass es wichtig ist, für Andere da zu sein, die auf Hilfe angewiesen sind. JOHANNESHAUS ÖSCHELBRONN, Zentrum für Lebensgestaltung im Alter Entdecken Sie unsere Vielfalt! „Wenn Sie mich besuchen, freue ich mich. Aber bitte rufen Sie vorher an, damit ich da bin“ bat die 91-jährige Frau B. ihre junge Freundin. Fragend blickte ihr Gegenüber sie an und hörte: „Wissen Sie, ich unternehme viel, fast täglich besuche ich eine Veranstaltung hier im Haus.“ Die 18-jährige Gymnasiastin staunte nicht schlecht:“ Meine Großmutter lebt auch im Altersheim, aber dort kann ich jederzeit kommen, Oma hat immer Zeit und ist in ihrem Zimmer.“ Frau B. schmunzelnd „Wissen Sie, im Johanneshaus kann man Vielfalt entdecken.“ „Entdecken Sie unsere Vielfalt“ – so lautet auch unser Slogan.

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anthroposophischen Menschenbild Rudolf Steiners, was Mitte der 70er Jahre des letzten Jahrhunderts auch Skeptiker auf den Plan rief: „Sind das nicht die Abgehobenen vom Öschelbronner Hügel?“ Im Lauf der Jahre hat sich die Skepsis gelegt, Gemeinde und Johanneshaus kamen sich näher, aus Berührungsangst ist ein Miteinander geworden. Wir sind in das Gemeindeleben integriert, machen beim Frühlingsoder Straßenfest mit, bieten lokalen und regionalen Vereinen und Musikschulen die Möglichkeit für Auftritte und Konzerte. Dem Leben nicht mehr Jahre, sondern den Jahren mehr Leben geben (nach Goethe): Überhaupt spielt das aktive kulturelle Leben im Johanneshaus eine große Rolle. Wir feiern z.B. gemeinsam mit Gästen aus der Umgebung Jahresfeste wie Johanni, Martini oder Weihnachten; in vielen Familien aus der Region sind Sonnwendfeuer, Martinibazar oder Oberuferer Weihnachtsspiele zum festen Termin im Kalender geworden. Der Johanneshaus-Kulturrat aus Bewohnerinnen und Bewohnern zeichnet für das vielfältige Kulturprogramm verantwortlich: Sie knüpfen Künstlerkontakte, planen und or-

ganisieren Aufführungen und Konzerte, produzieren das zweimal jährlich erscheinende Programmheft „Kultur im Johanneshaus“, stellen Saaldiener und Künstlerbetreuer und… und… und… Bei uns gibt es viele Bewohneraktivitäten und wer möchte, kann sich nach Fähigkeiten und Interessen in vielen Gruppen versuchen und Ideen einbringen. Es gibt Sing-, Sprechchor, Mal-, Eurythmie-, Handarbeitsgruppe und „Nähkränzchen“; auch die große Bibliothek (über 10.000 anspruchsvolle Bücher aus allen Fachgebieten!) liegt in Bewohnerhand. Andere treffen sich zu englischer Konversation, spielen Skat, haben im Garten ihr eigenes kleines Beet bestellt oder beschäftigen sich in der Johanneshaus-Gärtnerei mit Tee- und Heilkräutern und… und… und das ist noch nicht alles. Was uns im Johanneshaus auch wichtig ist: den Kontakt zu jungen Menschen pflegen und gestalten. Das geschieht auf mehreren Ebenen: Wir haben regelmäßig Besuch von Kindergärten, Schulen und jungen Musikern der Musikschule Gutmann aus Mühlacker. Im Sommer 2009 führten wir mit dem Pforzheimer Jugendzentrum „Kupferdächle“ das Medienprojekt „Respekt? Respekt!“ durch, das in einer großen Ausstellung in Pforzheim mündete. Der Verein „Musik für die Erde e.V.“ (aus Bewohnerinitiative entstanden und mit Vereinssitz im Johanneshaus) pflegt ebenfalls engen Kontakt zu Schulen verschiedenster Art und hat in die Jahrestagung 2010 die Aurelius Sängerknaben Calw, die Musik- und Kunstschule Westlicher Enzkreis e.V., und die Goetheschule Freie Waldorfschule Pforzheim eingebunden. Im Johanneshaus absolvieren Waldorfschüler aus ganz Deutschland ihr Sozialpraktikum (10. Klasse), im Park und der kleinen „Landwirtschaft“ werkeln „FÖJs“ (junge Menschen, die ein Freiwilliges Ökologi-


im Pflegeheim sches Jahr absolvieren) und die „Zivi-Zeit“ im Johanneshaus war oft der Ausschlag für die spätere Berufswahl der jungen Männer. Sind Sie neugierig auf uns geworden? Dann laden wir Sie herzlich ein uns kennen zu lernen. Es gibt viele Gelegenheiten dazu, z.B. bei Veranstaltungen (am 4.9.2010 „Gläserne Serenade“, Ensemble Sinfonia di vetro, Sascha Reckert (Musiker, Instrumentenbauer und „Erfinder“ des Verrophones) und Ruth Baaten spielen Originalwerke für Glasinstrumente von Mozart, Schnaubelt, Naumann, Schmittbaur und Donizetti; vom 24.– 26.9.2010 Musik- und Umwelttage „Die gemeinsame Zukunft von

Mensch und Erde“ mit Mittagskonzert der Aurelius Sängerknaben Calw; 17.10.2010 Konzert der Preisträger des Landes- und Bundeswettbewerbes „Jugend musiziert“ – Jugendmusikschule Ettlingen und Bad. Konservatorium Karlsruhe; u.v.a.) oder Galerie-Ausstellungen (4.9. – 17.10.2010 „Wasser-KlangBilder“ von Alexander Lauterwasser; 23.10. – 18.11.2010 Aquarelle und Grafiken von Walter Roggenkamp, dem langjährigen Grafiker der WELEDA AG; 11.12.2010 – 16.1.2011 „Lichtobjekte aus Farben und Glas“ von Heide Danne-Pfeiffer) oder einem Sonntagsspaziergang im weitläufigen Park


Generationenaustausch und

Aktionen

mit anschließendem Besuch der Cafeteria (mein Geheimtipp: Die „Johanneshaus-Torte“ aus der hauseigenen Konditorei!) Übrigens können Sie nach Absprache auch Ihre private Feiern bei uns ausrichten lassen – unser Küchenchef Andreas Löbbecke berät Sie gerne.

handlung, Naturtextilien-Laden, Bankinstitute, Friseur, Fußpflege, Sanitätshäuser, Optiker, Internetcafe usw. für Bewohner bereit. Weitere Informationen www.johanneshausoeschelbronn.de Ursula Weidmann, Sozialdienst Begegnungen der Generationen im HAUS MAIHÄLDEN

Kinderseele Was eine Kinderseele aus jedem Blick verspricht! So reich ist doch an Hoffnung ein ganzer Frühling nicht. Unser Angebot als Altenhilfeeinrichtung: Die Angebotsstruktur des Johanneshauses umfasst die stationäre Pflege (Versorgungsvertrag nach SGB XI) mit insg. 121 Plätzen einschließlich Kurzzeitpflege und einem beschützenden Wohnbereich für Menschen mit dementiellen Erkrankungen. Weiterhin werden verschiedene Wohnformen des Betreuten Wohnens in 230 Appartements angeboten. Unser Leistungsangebot wird durch einen Mobilen Pflegedienst ergänzt. Auf gesunde Ernährung legen wir großen Wert; alle Speisen (Vollkost, leichte Vollkost, vegetarische Kost) werden von Küchenchef Andreas Löbbecke und seinem Team selbst gekocht, wobei er Nahrungsmittel bevorzugt von regionalen Bio-Erzeugern bezieht (u.a. Handelskontor Willmann, Bauernhof Sichermann, Blessing-Hof, Eselsmühle u.a.). Für individuelle Diätwünsche berät eine ausgebildete Diätassistentin. Die medizinische Versorgung ist durch eine im Haus ansässige allgemeinmedizinische Praxis mit geriatrischem Schwerpunkt sowie die benachbarte Gemeinschaftspraxis „AnthroMed“ und die Klinik Öschelbronn gewährleistet. Physiotherapeutische Behandlungen können im Haus erfolgen. Weiters stehen ein Ladengeschäft, Buch-

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(August Heinrich Hoffmann von Fallersleben)

Das sind wertvolle Schätze, was an Wissen, Erfahrung und Weisheit von einer Generation an die andere weiter gegeben wird. Dazu bedarf es jedoch eines lebendigen Austauschs zwischen Alt und Jung.

In den vergangenen Generationen war es die Großfamilie, heute sind es die vielfältigen familiären Beziehungen, in denen diese Begegnungen das Leben bereichern. Nicht immer werden diese generationsübergreifenden Kontakte gepflegt und für manchen stellen sie eine besondere Erfahrung dar. Umso mehr freut es uns, dass das Haus Maihälden ein solcher Kontaktpunkt ist, im dem generationsübergreifend Fröhlichkeit erlebt wird und Toleranz und gegenseitiges Interesse gefördert werden. Seit 16 Jahren besucht der Kindergarten Maihälden unser Haus. Alle sechs Wochen bereichern ca.10-20 Kinder den Alltag unserer Bewohner und bieten ein abwechslungsreiches

und fröhliches Programm. Strahlende Kinderaugen und die nicht weniger strahlenden Augen unserer Bewohner lassen diese Tage zu einem Fest werden. Es wird gemeinsam gesungen, gerätselt, Bewegungs- und Ballspiele durchgeführt, gekegelt und vieles mehr. Beim letzten Besuch wurde das Märchen „Hänsel und Gretel“ musikalisch und tänzerisch dargestellt. Ebenso sind wir dankbar über die Begegnungen mit Schülern der Maihälden Grundschule, die unser Haus regelmäßig besuchen. Die Schülerinnen und Schüler haben schon unsere Sommerfeste und Kaffeenachmittage mitgestaltet oder mit unseren Bewohnern in der Vorweihnachtszeit gesungen. Aufführungen, wie beispielsweise „die Vogelhochzeit“ sind besondere Highlights und alle haben ihren Spaß dabei. Regelmäßig führen Schüler in unserem Hause ein „Sozialpraktikum“ durch. Die Schüler und unsere ältere Generation kommen dabei in einen Dialog, lernen, Verständnis füreinander zu haben, Berührungsängste abzubauen und Spaß miteinander zu haben. Noch wichtiger als die Begegnung an Festen, Konzerten oder Veranstaltungen ist der ganz normale alltägliche Kontakt von Jung und Alt statt – Begegnungen zwischen dem Enkel und seiner Oma, dem Urenkel und seinem Opa….vertrauensvolle Momente, strahlende Gesichter und einfach Freude und Wärme im Herzen. So haben wir uns sehr darüber gefreut, dass während unserer Übertragung der Fußball-Weltmeisterschaft auf Großbildleinwand auch Enkel und Oma zusammen die spannenden Spiele angeschaut haben.


im Pflegeheim Zusammenarbeit vom SENIORENZENTRUM PAUL GERHARDT und dem Kinderhaus Brötzingen. Seit über 10 Jahren gibt es gegenseitige Besuche des Seniorenzentrum Paul Gerhardt und des Kinderhauses Brötzingen. Diese Aktion wurde durch eine ehemalige Mitarbeiterin der Aktivierung, die mit einer Pflegehelferin befreundet war, ins Leben gerufen.

Diese hatte einen Sohn, der das Kinderhaus Brötzingen besuchte. Das brachte beide auf die Idee eines gegenseitigen Besuches. Es wurde eine 6 – 8-köpfige Gruppe von Kindern mit einer Erzieherin ins Seniorenzentrum eingeladen. Allen Beteiligten gefiel der Besuch so gut, dass eine Wiederholung selbstverständlich war. Seitdem findet jeden Monat im Seniorenzentrum ein Kinderhausbesuch statt. Darüber hinaus besucht das Seniorenzentrum einmal im Sommer das Kinderhaus, wo es bei Kaffee und selbstgebackenen Kuchen, Spiele, Lieder und mehr gibt. Ein Kinderbesuch in unserem Haus findet immer unter einem bestimmten Thema statt. Wir basteln zum Beispiel Frühlingsmobiles, backen in der Vorweihnachtszeit Plätzchen miteinander oder machen Bewegungsspiele mit verschiedenen Materialien. Auch Bewegungslieder und Sitztänze sind im Repertoire. Die Besuche sind im unserem Haus sehr beliebt und auch aus dem Kinderhaus kom-

men manche Kinder sehr gerne, einige waren schon 2-3-mal in unserem Haus. Unsere Bewohner freuen sich über die Munterkeit und das Leben, dass die Kinder mitbringen. Sowie die Kinder Bewohner in Rollstühlen sitzen sehen oder einen Gehwagen schieben. Die Kinder kennen wenig Scheu was Fragen angeht. Sei es zu Hilfsmitteln wie auch zu Krankheiten, die Bewohner und Erzieherinnen begegnen ihnen mit großer Souveränität. Es zeigt sich immer wieder, dass beide Seiten Freude am Miteinander haben, dabei ist es manchmal so, dass Jung und Alt

AUGUST KAYSER STIFTUNG sich gut ergänzen, zum Beispiel wenn es darum geht Blätter oder Blumen aus Papier auszuschneiden. Die einen malen auf, die anderen schneiden aus. Jede Seite hilft so gut wie er kann. Um dieses Miteinander zu fördern wird am Ende eines jeden Treffens ein neuer Termin mit einem Thema ausgemacht und beide Seiten bereiten sich entsprechend darauf vor. Wir hoffen, dass diese gute Zusammenarbeit noch lange bestehen bleibt und wir freuen uns schon auf den nächsten Besuch. H. Spohn, Ergotherapeutin

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Selbstbestimmt leben im Alter Wir bieten die persönliche Betreuung und umfassende Pflege nach individuellem Bedarf • Mahlzeitendienste • Tagespflege • Kurzzeitpflege • Stationäre Pflege Altenhilfeeinrichtung August-Kayser-Str.23 75175 Pforzheim Telefon 072 31/ 96 60 - 0 Fax 072 31/ 65 00 32 info@august-kayser-stiftung.de www.august-kayser-stiftung.de


Generationenaustausch und Public Viewing im Haus SCHAUINSLAND Public Viewing gehört seit der WM vor vier Jahren zu einem festen Bestandteil der Schauinsland-Einrichtungen. Im Haus Schauinsland Dillweißenstein ist es am Sonntag gegen 15.00 Uhr noch sehr ruhig. Mitarbeiter der Frühschicht gehen in den Feierabend. Angehörige haben es offensichtlich eilig nach Hause zu kommen. Nur vereinzelt machen es sich die ersten Bewohner in der Fußball-Ecke bequem. Einige sogar in Fankleidung. Als der kleine Zeiger der Uhr in Richtung vier wandert, bricht dann doch das allgemeine Fußballfieber aus. Vuvuzelas dröhnen auf den Gängen und die Fußball-Ecke in der Cafeteria wird immer voller. Nicht nur Heimbewohner sondern auch Mitarbeiter versammeln sich vor dem großen Bildschirm. Die Küche sorgt für das leibliche Wohl. Bewohneraugen füllen sich mit Tränen der Emotionen, als die Nationalhymne ertönt. Gemeinsam mit der deutschen Elf wird gesungen. Mit dem Anpfiff des Schiedsrichters ist im Schauinsland die Mittagsruhe endgültig vorbei. Nach 20 Minuten knallen die Sektkorken. 1:0 für Deutschland. „Klose vor – noch 1 Tor“, hallt es aus der Fernsehecke. Und die Pflegedienstleitung hält ihr Versprechen: Freibier für alle! Das zweite Tor durch Lukas Podolski in der 33. Minute bringt die Stimmung auf den Höhepunkt. Eine Bewohnerin lacht und sagt, so schnell wie die deutschen Kerle Tore schießen, könne sie ihr Glas gar nicht leeren. Auch das „WembleyTor“, der klare aber nicht anerkannte Treffer für England regt Erinnerungen und Gespräche an. Es sind die Senioren, die die jungen Mitarbeiter aufklären, was es mit dem „Wembley-Tor“ von 1966 auf sich hatte. Das WM-Endspiel Deutschland gegen England im Jahre 1966 ist al-

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len Fußballbegeisterten noch gut in Erinnerung. Auf dem Spielfeld befanden sich bereits Zuschauer, erzählt ein Bewohner, als England in der Verlängerung auf ein 4 zu 2 erhöhte. In der heutigen Zeit kaum vorzustellen. 38. Minute. England schießt praktisch aus dem nichts den Anschlusstreffer. Das Schauinsland feuert die deutschen Jungs kräftig an. In der Halbzeit freut man sich über den schönen Teich im Garten, der zum Abkühlen einlädt. Das kalte Büffet ist geleert und Jung und Alt sind sich bereits zu diesem Zeitpunkt einig: Das Spiel gewinnen unsere Jungs! Auch nach der Pause wird lautstark angefeuert. Thomas Müller schießt das 3 zu 1. Was für ein Tor! Beim 4 zu 1 sind alle im Freudentaumel. Es wird gesungen und getanzt. Draußen hört man die Hubkonzerte der vorüber fahrenden Autos und die knallenden Böller. Zum Abschied stellt eine Bewohnerin fest, dass die deutsche Mannschaft jetzt weiter ist und alle dann ja bald wieder in der Fußball-Ecke zusammen kommen können. Dann bis nächsten Samstag. Das Schauinsland ist dabei! Jung und Alt im Schauinsland Die stationäre Altenpflege ist ein Generationen übergreifendes Projekt. In den Einrichtungen selbst leben zwar hauptsächlich Senioren, aber die Pflege leisten zum großen Teil junge Menschen.

Oft bilden sich, durch die viele miteinander verbrachte Zeit wird enge persönliche Bindungen, die das Leben gegenseitig bereichern. Man

kann also mit Fug und Recht sagen, dass in der stationären Altenhilfe tatsächlich und andauernd die „Generationen im Dialog“ sind. Alter und Gebrechen sind hingen außerhalb der Einrichtungen durch die familiären Strukturen ein Thema, dass Kinder im Alltag heute selten begegnen. Für Alt und Klein ist dieser Kontakt in unseren Augen aber besonders wichtig. Senioren öffnen den Kindern ein Fenster zur Vergangenheit und einen reichhaltigen Erfahrungsschatz. Kinder wiederum schlagen der älteren Generation eine Brücke zur Gegenwart. Kurzum: Alt und Jung brauchen einander. Daher halten wir es im Unternehmen Schauinsland für eine mehr als sinnvolle Sache, intergenerative Projekte ins Leben zu rufen. So zum Beispiel mit der seit Kurzem existieren-

den Zusammenarbeit zwischen dem Haus Schauinsland Würm und dem katholischen Kindergarten. Oder dem seit Jahren existierenden regelmäßigen Besuch einer Gruppe des Kindergartens „Pusteblume“ im Haus Schauinsland Eutingen. Zu diesen Besuchen treffen sich die Bewohner und die Kinder, begleitet durch Erzieherinnen und Pflegekräfte zu gemeinsamen Aktivitäten. Dies sind häufig Bastelarbeiten mit jahreszeitlichem Bezug, aber auch singen und spielen. Für die Bewohner des Heims ist das eine tolle Abwechslung und bereitet allen große Freude. Die Kinder lernen auf spielerische Art und Weise einen selbstverständlichen Umgang mit alten Menschen. Hierfür wollen wir an dieser Stelle auch den engagierten


Aktionen im Pflegeheim Leitungen dieser Kinderbetreuungseinrichtungen, ohne die diese Projekte nicht möglich wären, ganz herzlich danken! HAUS SONNHALDE: „Tiere als Therapeuten“ Kirchenfernsehen berichtet über Sonnhalde-Tierkonzept

Der Sonderpreis „Mensch und Tier“ in Verbindung mit dem Tierschutzpreis des Landes zieht noch immer die Aufmerksamkeit der Medien an. So verbrachte eine Mitarbeiterin des Kirchenfernsehens einen ganzen Tag in der Sonnhalde, unterhielt sich mit den Mitarbeitern und Bewohnern und filmte alles, was vor ihre Kamera kam. Das Ergebnis kann auf www.kirchenfernsehen.de bewundert werden.

Auch in der Tierwelt scheint es sich herumgesprochen zu haben, dass unser Altenpflegeheim Sonnhalde ein idealer Aufenthaltsort für alle ist. Eine Waldkauz-Familie mit vier jungen Käuzchen nistete in einer Baumhöhle. Nahezu unbemerkt saßen die Jungtiere und ihre Eltern mehrere Wochen auf den Birkenästen. Der Kleiber fand in einem von Bewohnern gebauten Nistkasten seinen Nistplatz, und ist eifrig damit be-

schäftigt, Nahrung für seine Vogelkinder zu suchen. Davon findet er dank der umweltfreundlichen Sonnhalde-Umgebung reichlich. Eine Ringelnatter, wärmt sich nach den vielen kalten und nassen MaiTagen im Hühnergelände auf. Die Hühner selbst interessiert das wechselwarme Reptil wenig. Als "Frühstückswurm" ist sie mit ihren ca. 70 cm sowieso viel zu groß. Ein Besuch in der Sonnhalde lohnt sich daher allemal – beim Donnerstagnachmittag-Kaffee sind auch Gäste willkommen – vielleicht treffen wir uns bald? Irmgard Behrendt Ehrenamtliche Mitarbeiterin SPPS – Urlaub planen! Wer einen geliebten Menschen pflegt und versorgt, der kann sich kaum vorstellen, diesen einmal für einen eigenen Urlaub ‚allein‘ zu lassen. Dabei könnte diese Erholungszeit dafür sorgen, dass man danach wieder fit ist und besser die Versorgung fortsetzen kann. Aber oftmals traut man sich nicht. Vielleicht will man nicht so egoistisch sein und nur an sich denken, auch ist ja die Zeit, die man noch mit dem Angehörigen hat, begrenzt. Trotzdem: Nur wer sich ab und zu eine Auszeit gönnt, kann die Versorgung lange selbst übernehmen. Die Pflegeversicherung hat dies von Beginn an gesehen und extra die Leistung der Verhinderungspflege (§ 39) dafür geschaffen. Diese Leistung ist nur dafür da, falls die Pflegeperson einmal nicht da ist. Und man sollte nicht erst so lange warten, bis eine Krankheit für eine Auszeit sorgt. Planen Sie für sich im Laufe des Jahres regelmäßige Auszeiten oder Urlaub ein! Und selbst, wenn die Verhinderungspflegeleistung verbraucht ist, steht für Notfälle immer noch die Kurzzeitpflegeleistung zur Verfügung.

Mein Tipp: Ohne Zeit für Erholung kann man nicht dauerhaft durchhalten, das sehen wir immer wieder. Natürlich verstehen wir sehr gut, dass man sich kaum traut, einmal an sich selbst zu denken, wo es dem geliebten Menschen so schlecht geht. Aber was nutzt es diesem, wenn Sie selbst nicht mehr können? Urlaub und Erholungspausen können kurz oder lang sein, können stundenweise oder tagesweise Zeiten sein. Einmal im Monat in Ruhe zum Friseur gehen kann schon eine wichtige Erholungszeit sein oder ein Wochenende bei Verwandten, eine Woche im Ferienort. Planen Sie Ihre Erholungszeiten systematisch und warten Sie nicht darauf, dass Sie nicht mehr können. Wir vertreten Sie gern und kompetent, so dass Sie mit gutem Gewissen an sich denken können. Vielleicht fangen Sie erst einmal mit kurzen Erholungspausen an, wie ein freier Nachmittag in der Woche oder ein Tag. Sprechen Sie uns an, wir planen das gemeinsam. Aktivitäten in der SR SeniorenResidenz, HAUS BERGDORF Am 20. Mai wurde ein Fest unter dem Motto „Rund um die Erdbeere“ in der Senioren-Residenz, Haus Bergdorf veranstaltet. Mit unseren Bewohnern, Angehörigen, Mitarbeitern und Mitarbeitern des Fördervereins haben wir einen fröhlichen Nachmittag erlebt. Die gesamte Dekoration stand im Zeichen der Erdbeere. Frau Mohr und Herr Manecke begleiteten mit Akkordeon und Gitarre musikalisch den Nachmittag. Die Mitarbeiter unserer Demenzbetreuung leisteten in Form von aufgeführten Sketchen ihren unterhaltsamen Beitrag, lasen Geschichten vor und führten durch das Programm. Es wurde gesungen, geschunkelt, getanzt und gelacht. Angehörige, Mitarbeiter sowie die Mitglieder des Fördervereins enga-

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Generationenaustausch und

Aktionen im Pflegeheim

Gemeinsames Kunstprojekt: Blumen und Blüten Ein gemeinsames Kunstprojekt, die kreative Zusammenarbeit über alle Generationen hinweg, angefangen von den beiden ortsansässigen Kindergärten, dem evangelischen und dem städtischen, über die Waldschule und das Schiller-Gymnasium bis hin zur Senioren-Residenz, Haus Bergdorf, ist für alle Beteiligten im Alter von vier bis 89 Jahren eine aufregende und interessante Erfahrung.

Am 10. und 17. Juni trafen sich Kindergartenkinder, Schüler und Bewohner der Senioren-Residenz zu zwei Kreativterminen im Kunstraum des SchillerGymnasiums, um auf Keilrahmen in fünf Gruppen Bilder unter dem Titel „Blumen und Blüten“ zu gestalten. Jede der fünf Gruppen bestand aus jeweils einem Kind der beiden Kindergärten, einem Schüler der Waldschule und des Schiller-Gymnasiums und einem Bewohner der SeniorenResidenz. Jede Gruppe beschäftigte sich mit einem bestimmten Material. So gab es eine Gruppe für Na-

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turmaterialien, eine Farb- und Mosaikgruppe, eine Papiergruppe, eine Gruppe für Schattenmalen und eine Gruppe für Blütenkollagen. Die Präsentation der Kunstwerke ist für den 20.07.2010 im Foyer der Senioren-Residenz, Haus Bergdorf, geplant. Die Ausstellung der Bilder soll danach in allen beteiligten Einrichtungen stattfinden und zum Abschluss in den Räumlichkeiten des Rathauses der Stadt Pforzheim. Angefangen hat alles mit Kontakten zwischen Kindergarten und Senioren-Residenz. Zu den Besuchen des Kindergartens anlässlich von Geburtstagen von Bewohnern der Senioren-Residenz kamen kleine Aufführungen an Weihnachten oder zu sonstigen Anlässen hinzu, die regelmäßigen St.-Martin-Veranstal tungen auf dem Gelände der Senioren-Residenz zusammen mit den Kindergärten, später auch Besuche, Aufführungen und Projekte der beiden benachbarten Schulen. regel-

mäßig sind die Hortkinder zum Mittagessen im Hause. Ein Bewohner der Senioren-Residenz stellte schon seine jahrzehntelangen Erfahrungen im Umweltschutz Schülern im Schiller-Gymnasium vor. Die Kontakte sind inzwischen vielfach, so dass die Idee eines gemeinsamen Projektes als naheliegend erschien. Die Aktion ist der Start für weitere gemeinsame Projekte, die die Verbundenheit untereinander und mit der Gemeinde Büchenbronn ausdrücken sollen, ganz im Zeichen der „Generationen im Dialog“.

Frühlingsfest in der RESIDENZ AMBIENTE Die Idee, das Frühlingsfest der Residenz-Ambiente-Senioren einmal ganz anders zu gestalten, entstand beim Basteln in der Kreativgruppe: Denn die Kinder der ev. Kindertagesstätte der Michaelsgemeinde Schlossberg basteln seit einiger Zeit gemeinsam mit den Senioren des Hauses. © Bild + Text Pforzheimer Zeitung

gierten sich tatkräftig bei der Bewirtung der Gäste. Erdbeerkuchen und Erdbeerbowle wurde angeboten, ebenso andere feine Leckereien. So fanden gegen Abend ein kurzweiliger und unterhaltsamer Erdbeernachmittag sowie ca. 30 kg Erdbeeren ein schönes Ende...

Dieser Tage besuchten nun 20 Kinder mit ihren Eltern und Erzieherinnen die Senioren, um sie mit Gesang und Spiel zu erfreuen: Unter der Leitung von Edeltraud Treiber, Leiterin der Kindertagesstätte, wurden die kleinen Akteure mit Keyboard, Gitarre und Akkordeon begleitet. Den Auftakt machte das Lied von den „Bremer Stadtmusikanten“, vorgetragen von vier kleinen Hauptdarstellern in selbst gebastelten Tierkostümen. Zum Ausklang des Festes gingen die Kleinen durch die Reihen und verteilten – als Zeichen der Verbundenheit von Jung und Alt – wohlriechende Duftöle und sangen das Lied „So wie der Duft in Deinen Händen“. Mit Worten der Dankbarkeit überreichte Residenzleiter Fred Mahlmann Frau Treiber schließlich einen Spendenscheck. Für die in einem Sparschwein gesammelten Eintrittsgelder und Spenden der Bewohner, Angehörigen und Gäste sollen Spielgeräte eingekauft werden. Besonders erwähnenswert: die Spende einer Seniorin, die den Kindern ihr gesamtes Geburtstagsgeld zur Verfügung stellte, was Anwesende spontan veranlasste, eine weitere Spendensammlung durchzuführen.


AOK Nordschwarzwald informiert:

Power aus dem Akku

AOK und Bewegung

Das gute, alte Fahrrad mit Hilfsmotor ist zurück. E-Bike nennt sich die moderne Version, mit der sich nicht nur Anstiege leichter erklimmen lassen. Auch eröffnet es „neue Möglichkeiten für Menschen im Alter oder mit gesundheitlicher Vorschädigung, die sonst nicht mehr auf ein Fahrrad steigen würden“, sagt der Sportwissenschaftler Gundolf Greule von der AOK Nordschwazwald. Motivation spielt bei Gundolf Greule, eine zentrale Rolle, ob als Referent, Seminarleiter oder Organisator von Workshops. Vor allem deshalb widmet er sich intensiv dem Thema „e-Bike“ – das „einen einfachen Einstieg ins Radfahren bedeutet, ohne 100 Prozent körperliche Leistungsfähigkeit zu benötigen“. In die Pedale muss zwar nach wie vor

getreten werden. „Aber es ist eine deutliche Unterstützung da“, sagt Gundolf Greule. Der Elektromotor wirkt als geräuschloser Verstärker der eigenen Muskelkraft. Das e-(lectric) Bike, auch Pedelec (Pedal Electric Cycle) genannt, verfügt über einen Elektromotor, der bei Zuschaltung jedem Tritt mehr Schub

verleiht. Die zusätzliche Energie ist bis zum Doppelten der eigenen Muskelkraft in Stufen einstellbar. Da e-Bikes (Pedelecs) bei einer Geschwindigkeit von 25 Stundenkilometern den Motor automatisch abregeln, gelten sie in Deutschland als normale Fahrräder. Weder Zulassung noch Führerschein sind notwendig. Mit einer Akku-Ladung kann zwischen 30 Kilometern bei stetiger Steigung und bis zu 100 Kilometern gefahren werden. Dabei spielen aber auch andere Faktoren wie das Gewicht des Fahrers, der eigene Krafteinsatz und der Reifendruck eine Rolle. Im Mittel werden 40 bis 60 Kilometer gefahren. Die Garantie für einen Akku läuft für gewöhnlich zwei Jahre, ein neuer kostet 350 bis 600 Euro. Das e-Bike selbst kostet laut Gundolf Greule um die 2.000 Euro. Das Fahren mit e-Bikes biete sich im Nordschwarzwald förmlich an, sagt der Sportwissenschaftler. Angesichts der vielen Berge gebe die elektrische Unterstützung ein Gefühl der Sicherheit und biete im Alltag wunderbare Möglichkeiten, unverschwitzt von A nach B zu kommen. „Ich werde versuchen, in der Region ein Streckennetz

mit verschiedenen e-Bike-Stationen einzurichten“, sagt Greule. Dort sollen beispielsweise e-Bikes ausgeliehen oder Akkus aufgeladen werden können. Prädestiniert als e-Bike-Strecke sei auch die MTB-Genießertour 2010, die am 19. September in Bad Liebenzell sowie in Wart startet und von der AOK Nordschwarzwald unterstützt wird, eine hochinteressante Gelegenheit, mit dem e-Bike die Natur zu erleben. Die Veranstaltung bietet neben der 91 Kilometer Basisstrecke ein mehrfaches Angebot zur Verkürzung, so dass dieses Angebot für eine breite Zielgruppe abgestimmt ist.

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enioren Residenz „Bergdorf“ Büchenbronn

Im Obergeschoss des Walter-Rittmann-Hauses (Gemeinschaftshaus) unserer Seniorenresidenz ist ein neues Wohnprofil für zwei Wohngruppen entstanden – eine zukunftsweisende und bereits bewährte Wohnform. Je sieben Einzelzimmer zum Teil mit Balkon gruppieren sich um einen großen Gemeinschaftsraum mit einer Küche, einem kleinen Nebenraum für Spezialaktivitäten und einer Dachterrasse.

Warum diese neue Wohnform? Mediziner und Gerontologen predigen es seit Jahren in Vorträgen, Büchern, Fernsehsendungen, Zeitungen etc. Einsamkeit macht alt, krank, trübt den Geist, verdunkelt das Gemüt, verhärtet die Seele. Gerade die aktivierende Wirkung durch

Unsere Angebote im Überblick: • exponierte Lage • Kombination aus Pflegeheim und Betreutem Wohnen • vollstationäre Dauer- u. Kurzzeitpflege • qualifiziertes Fachpersonal • Tag- und Nacht-Präsenz • Großzügige Gemeinschaftsräume • Therapie- und Multifunktionsräume • Dachgarten/Wintergarten • Frischkost aus eigener Küche • Schonkost/Diabetikerkost/Vegetarisch • Fahrdienst/mobiler Hilfsdienst • Wäscherei im Haus • Wohlfühlklima und vieles mehr

Rufen Sie uns an, wir beraten Sie gern

Begegnungen mit anderen Menschen, durch gemeinsames Tun, durch den Gedankenaustausch erhält die Lebendigkeit und Elastizität, die mit zunehmendem Alter ihren wesentlichen Anteil zum Erhalt eines lebensbewussten Alterns beitragen. Wir wissen dies und haben als erste Seniorenresidenz in Pforzheim diese Möglichkeit integriert, die in anderen Ländern längst zu den bewährten und beliebten Wohnmodellen gehört. Oft hören wir bei der Besichtigung dieses Angebotes die ablehnende Bemerkung: „Ach nein, ich möchte lieber allein bleiben“. Hierbei wird offensichtlich vergessen, dass man ja mit seinem Einzelzimmer, das zu diesem Wohnprojekt gehört, stets die Möglichkeit hat, sich zu jeder Zeit zurück zu ziehen.

Die Statistik zeigt uns, dass wir heute im Schnitt 6 Jahre älter werden als unsere Eltern. Es ist ein Geschenk an unser Leben, das wir dankbar annehmen und sinnvoll gestalten sollten. Die Geselligkeit pflegen, sich mit anderen Menschen auszutauschen, sich gegenseitig zuzuhören, miteinander Freude zu haben, Freude zu schenken und anzunehmen, gehört zum Leben ebenso, wie das mit sich Leben und in sich Ruhen. All dies sind Gründe, die für uns wichtig waren, dieses neue Wohnmodell in unsere Senioren Residenz zu integrieren. Die vorliegenden Erfahrungswerte beweisen uns, dass hier eine Wohnform zur Verfügung steht, die richtungsweisend ist für ein lebendiges, anregendes und aktives Miteinander unter dem Dach einer altersgerechten Betreuung und Versorgung.

Wohngemeinschaft Walter-Rittmann-Haus Senioren-Residenz Bergdorf, Büchenbronn 1. Beispiel: 1-Zimmer-Appartement Kaltmiete Nebenkosten Verpflegung pro Tag € 8,55 Reinigung per m2 € 1,15 Hausnotruf Betreuungspauschale Gesamt 2. Beispiel: 1-Zimmer Appartement mit Südbalkon Kaltmiete Nebenkosten Verpflegung pro Tag € 8,55 Reinigung per m2 € 1,15 Hausnotruf Betreuungspauschale Gesamt

39,30 m2 €/Monat 360,00 140,00 260,00 45,00 20,00 50,00 875,00

52,00 m2 €/Monat 450,00 160,00 260,00 60,00 20,00 50,00 1.000,00

SR Senioren-Residenz GmbH · Siedlungstraße 48 · 75180 Pforzheim ·


enioren Residenz „Nagoldblick“ Huchenfeld

Foto © Michael Block

Am 11. Oktober war es soweit: Mit einer Eröffnungsfeier um 10.00 Uhr und einem „Tag der OffenenTür“ wurde die neue Senioren-Residenz Haus Nagoldblick in Pforzheim-Huchenfeld ihrer Bestimmung übergeben. Nach der Begrüßung durch den Heimleiter Heiner Küllmer überbrachte der Oberbürgermeister der Stadt Pforzheim, Herr Gert Hager, die Glückwünsche der Stadt zu dem gelungenen Pflegehaus. Der Ortsvorsteher Herr Heinrich Bayer erinnerte in seinem Grußwort an die ersten Maßnahmen vor circa zehn Jahren bis zu die-

sem Tag der Realisierung des Vorhabens Pflegehaus. Frau Görnemann, Vorsitzende des Kreisseniorenrates, sprach von der Liebe zu den Bewohnern des Pflegehauses als erste Priorität. Nach der Eröffnung erkundeten im Rahmen des „Tag der Offenen Tür“ unter Begleitung der Pflegedienstleiterin Frau Sylvia Fischer zahlreiche weitere Gäste das Haus. In einem Vortrag im Mehrzweckraum referierte Frau Dr. Buhlinger über das Thema „Alte Grippe/Neue Grippe – welche Gefahr droht?“. Neben Konzentrationsübungen, vorgestellt von Herrn Apotheker Brecht von der St. Hubertus-Apotheke, und Informationen zur Krankengymnastik nach Bobath durch die Krankengymnastikpraxis Central-Reha und einem Vortrag durch das Sanitätshaus Paul zu Ernährung und Zu-

satznahrung wurden zahlreiche Informationen über die umfangreichen Leistungen des Hauses angeboten. Der ambulante Pflegedienst SR-Soziale Dienste informierte über Pflege und Pflegeversicherung. Daneben stellten das Sanitätshaus Heintz, die Fußpflege Rössle, die Ergotherapiepraxis Bosch, Heilpraktikerin Frau Glaser, Fußpflegerin Frau Gaide, die Logopädin Frau Fischer und die Zahnarztpraxis Wenz ihre Produkte und Dienstleistungen vor. Am Nachmittag wurden die Gäste mit einem musikalischen Beitrag durch den Posaunenchor und Alleinunterhalter Klaus Schöttle unterhalten. Das Pflegehaus bietet auf zwei Wohnbereichen, die unter dem Motto „bekannte Gebäude und Gegenden des Enzkreises“ und „Pforzheimer Schmuck“ stehen, 36 Pfle-

geplätze. Alle 30 Zimmer haben eine Nasszelle, von denen ein Teil als rollstuhlfahrergerecht ausgelegt ist. Das Erdgeschoss, über eine Terrasse mit dem Sinnesgarten verbunden, der nächstes Jahr die Bewohner erfreuen soll, wird auch für an Demenz erkrankte Bewohner geeignet sein. Die ersten Bewohner haben sich bereits gemütlich eingerichtet. Die Visitenkarte des Gebäudes stellt die dem Pflegehaus vorgelagerte Eingangssituation mit freundlich gestaltetem Café, Verwaltung und Wartebereich dar. Im Wohl-

fühlbad mit Hubbadewanne, das im hinteren Teil des Eingangsgebäudes an das Café angrenzt, können die Bewohner die stimmungsvolle Gestaltung des Raumes genießen – Ruhe und Entspannung pur unterstützt durch wohltuende Badeessenzen. In Kooperation mit ortsansässigen Kirchenund Krankenpflegevereinen sowie Besuchen des Kindergartens und der Schule freuen wir uns darauf, allen Bewohnern eine angenehme Umgebung zu schaffen, in welcher der Lebensabend mit Freude und Würde gelebt werden kann. Wegen unseres ökologischen Baukonzeptes ist ein wesentlicher Baustoff Holz. Ein Drittel der deutschen Landfläche ist mit Wald bedeckt und jedes Jahr wächst mehr Holz nach als wir verbrauchen. Holz ist ein regenerativer Baustoff. Und Holz bindet den Klimakiller CO2. In einer Zeit schwindender Ressourcen und wachsender Umweltbelastung haben wir uns um intelligente, komfortable aber auch preiswerte Energiekonzepte Gedanken gemacht.Wir müssen zukünftig unsere Energien regenerativ erzeugen. Dazu ist es aber zwingend erforderlich, den Energiebedarf zu senken. Das heißt, vor der Überlegung Heizung kommt die Überlegung Dämmung. Angesichts dessen bedarf es des Einsatzes gut durchdachter wärmedämmender Konstruktionen um den Wärmeabfluss deutlich zu reduzieren. Eine ideale Ergänzung ist eine thermische Solaranlage. Sechs Monate sorgt die Solaranlage vollständig für die Warmwasseraufbereitung und Heizungsunterstützung. Photovoltaik ist unbestritten die eleganteste Art, Sonnenenergie in Strom zu verwandeln. Die Photovoltaikanlage bringt neben dem wirtschaftlichen auch einen bedeutenden Gewinn für unsere Umwelt. Die Sonne ist eben unsere unerschöpfliche Energiequelle. Mit unseren neuen Konzepten möchten wir nicht nur ökologische und wirtschaftliche Akzente in Huchenfeld setzen. Gewinnen sollen vor allem die Senioren. Durch Funktionalität, ein entsprechendes Ambiente mit einer modernen Ausstattung, wozu auch die kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung zählt, sowie natürlich fachkundige Pflege mit Herz und Qualität wird ein optimales Zusammenwirken garantiert und alle Voraussetzungen für das persönliche Wohlempfinden geschaffen.

Tel.: 0 72 31/60 55 - 0 · Fax: 60 55 103 · e-mail: sr-senioren-residenz@freenet.de


Kreisseniorenrat

Gerda Görnemann 1. Vorsitzende

Dr. Ursula Mayer 2. Vorsitzende

Herta La Delfa 2. Vorsitzende

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In keiner Zeit zuvor waren Arbeit und Aufgabenstellung des Kreisseniorenrats so vielfältig und umfangreich wie heute. Neue Lebensformen erfordern neue Initiativen, neue Angebote, neue Aktivitäten und eine neue Form der Flexibilität, um Bedürfnisse zu erkennen und dem Bedarf Problemlösungen zu bieten. Die Vielfältigkeit der Angebote auf dem Seniorenmarkt ist unüberschaubar. Die zahlreichen und zum Teil verlockenden Angebote der Medien und der elektronischen Informanten haben jede Möglichkeit, dem Verbraucher auch unkontrolliert ihre angeblichen Vorzüge anzubieten. So ist es auch die besondere Aufgabe des KSR, neben der Durchführung eigener Initiativen den Senioren als absolut neutrale Informationsstelle beratend Auskunft zu geben und bei der Lösung ihrer Probleme und Entscheidungen zur Verfügung zu stehen. Hierfür ist die Geschäftsstelle an den Wochentagen von 10.00 – 12.00 Uhr geöffnet. Selbstverständlich ist auch eine vorherige Terminvereinbarung möglich. Nordstadt-Fest Das Nordstadtfest ist im Laufe der Jahre zu einem traditionellen Event geworden, an dem sich der Kreisseniorenrat als Aussteller beteiligt. Jeder Aussteller hat sein Programm, mit dem er den Besucher unterhält, und/oder ihn mit einem kulinarischen Programm bei Kräften hält. Das Programm des KSR war bisher weitgehend auf Kinder ausgerichtet. So wurden Karten bemalt, mit Adressen versehen und per Luftballon in die Welt geschickt. Und der Versender des am weitesten gereisten Ballons erhielt einen Preis. Es gab einen Seniorentanz, und außerdem unterhielt eine lustige „Ballonkünstlerin“,die Kinder mit ihren vielfältigen Luftballongestaltungen. Und damit es alles auch recht gesund zugeht, stand immer ein großer Obstkorb in greifbarer Nähe.

verständlich unter Verwendung von kaltgepresstem hochwertigem Bioöl – verschiedene Marmeladen, erlesener Gewürzfond für Gemüsebrühe, Eierlikör, in Alkohol eingelegte Früchte, Weingelee, Kuchen im Glas und - last but not least - Grünkernsuppe, temperiert serviert in bunten Bechern. Es war ein großer Erfolg ein Kochbuch ist in Vorbereitung.

In diesem Jahr erfuhr das Angebot eine interessante Ergänzung. Dank der Aktivität eines neuen ehrenamtliches Mitglieds des KSR kommt ein neues Programm ins Nordstadtspiel. Thema: „Aus Großmutters Kochbuch“. Angeboten wurden Holunderblütensirup, Eingelegte Öle mit Zitronenschale und Chili – selbst-

Aktivitäten für das 2. Halbjahr • Sterntreffen ein bunter Nachmittag für Senioren Das diesjährige Sterntreffen findet am 16.10 in Niefern im AureliusSaal statt. Beginn der Veranstaltung ist um 14.00 Uhr. Viele Vereine werden mit ihren Darbietungen für ein vergnügliches und

unterhaltsames Programm sorgen. Neben musikalischen und sportlichen Darbietungen – u.a. der Kinderchor und der Gesangverein Niefern, das Seniorenorchester der Jugendmusikschule und der TSG Niefern, wird das bekannte Akkordeonorchester Niefern-Öschelbronn für Unterhaltung und Stimmung sorgen. Die Aufgabe, an diesem Nachmittag für das leibliche Wohl der Gäste zu sorgen, hat das DRK Niefern übernommen. Wir bitten um rechtzeitige Voranmeldung. • Vorträge im Raum „Smaragd“ der Schmuckwelten Für die Freunde und Mitglieder des KSR werden im Herbst drei Vorträge in den Schmuckwelten stattfinden. Es geht um das Thema Edelmetalle – Platin, Gold und Silber. Die genauen Termine werden rechtzeitig in der Presse veröffentlicht. • Kino-Spezialvorstellungen An jedem zweiten Mittwoch im Monat findet unsere seit Jahren bewährte Spezial-Kinovorstellung im Rex statt. Hierfür wird der jeweils qualitativste Streifen aus der laufenden Produktion ausgewählt und in der Sondervorstellung gezeigt. Im Anschluss hieran findet im Café nebenan ein gemeinsamer Ausklang bei Kaffee und Kuchen statt. Hier ergibt sich immer wieder die Gelegenheit, neue


FÜR ALLE VERANSTALTUNGEN SIND RECHTZEITIGE ANMELDUNGEN ERFORDERLICH! Geschäftsstelle Kreisseniorenrat Pforzheim Enzkreis e.V. • Ebersteinstr. 25 (Ecke Salierstraße), 75177 Pforzheim • Tel. 0 72 31/3 27 98 oder Fax 0 72 31/35 77 08 • E-Mail: info@kreisseniorenrat-pf.de

aktiv

Menschen zu treffen, Kontakte herzustellen und Gespräche zu führen. Die Information über den jeweils ausgewählten Film wird rechtzeitig in der Presse veröffentlicht. Im Hinblick auf die Kuchenbestellung ist eine rechtzeitige Anmeldung – wenn möglich am vorherigen Tag des Termins – erforderlich. Nachruf Nach längerer Krankheit verstarb am 27. Mai Rosemarie HerberManz. Sie war ehrenamtliche Mitarbeiterin des Kreisseniorenrats und acht Jahre als zuverlässige und geschätzte Mitarbeiterin im Team der Wohnberatung tätig. Senioren schaffen Schönes Der Bericht über eine traditionsreiche und erfolgreiche Ausstellung des KSR im Juni in der Volksbank. 36 Aussteller zeigten in sechs Tagen mit ihren Kunstwerken vielseitige Ideen und hervorragende Ausführungen. Sechs Tage, in denen Senioren erfolgreich unter Beweis stellen, dass Fantasie, Kreativität und die Fähigkeit der künstlerischen Gestaltung zu Erlebensmöglichkeiten führen, die dem Begriff Alter eine aktivierende jugendlich-geistige Lebendigkeit vermitteln. Zum weiteren Verlauf: Jeder Tag dieser Ausstellung bot den Besuchern besondere Veranstaltungen. Da gab es gemeinsames Malen und Basteln von Alt und Jung, Schnupperstunden am PC, Kinder der Jugendmusikschule zeigten ihr Können im Blockflötenspiel, Frau Hornung stellte das Demenz-Zentrum Mühlacker vor und die Rechtsanwältin Isabel Hutter informierte über das Thema „Erben, Vererben und Nachfolge“. „Helmut“ brachte mit seinem Schifferklavier die Besucher in Stimmung, der Drehorgelmann Gregor Schraier unterhielt die Nachmittagsgäste, und die „Residenz Ambiente“ bewirtete am Mittwoch der Ausstellung die Gäste

SENIORENFREUNDLICHER SERVICE Bereits im vergangenen Jahr sowie im ersten Halbjahr 2010 haben sich mehr als 25 Geschäfte im Enzkreis sowie in der Stadt Pforzheim zertifizieren lassen. Der Kreisseniorenrat Enzkreis – Stadt Pforzheim wird noch Ende Juli 2010 die nächsten Geschäfte im Enzkreis sowie in der Stadt Pforzheim mit einem Zertifikat sowie ein sichtbares Zeichen – Seniorenfreundlicher Service – an der Eingangstür/Schaufenster auszeichnen. Die Kriterien, welche vorliegen, werden von Prüfern des Kreisseniorenrates vor Ort nach Terminabsprache durchgeführt. Ziel ist es, dass Betriebe die Bedürfnisse ältemit einem opulenten Frühstück und spendete den Erlös in Höhe von 250 € dem Kinderhospiz. Und da die Mode auch bei solchen Anlässen immer ein interessantes Thema ist, brachte das Modehaus Rudolf einen Ausschnitt aus der attraktiven und aktuellen sommerlichen Kollektion. Die Models – Seniorinnen einer beliebten Tanzgruppe – zeigten, das Charme, Attraktivität und die Eleganz der Bewegung nicht nur zu den Vorzügen der Jugend gehört. Über 2.300 Besucher sind das Resultat der diesjährigen erfolgreichen Veranstaltung, und die 2000 Lose der Tombola waren bereits am dritten Tag der Ausstellung verkauft. Neben dem Hauptgewinn – eine Reise für 2 Personen nach Mallorca – gab es weitere attraktive gespendete Gewinne: Gutscheine für Segelflug, Mode, Führungen in Museen und Bergwerk, eine Friedhofsführung, einen EDV-Kurs, Besuch der Therme in Wildbad, von Vorstellungen im Kulturhaus Osterfeld. Und zu gewinnen gab es Armbanduhren, Schmuck, Aquarelle, Bücher, Lichterketten, Holzarbeiten, Wurstbüchsen und 48 kg Nudeln. Der Erlös aus

rer Menschen berücksichtigen und vermehrt seniorengerechte Lösungen, Produkte und Dienstleistungen anbieten. Freundliche Beratung, Warenangebot gut sichtbar und lesbar im Regal, barrierefreier Zugang, Hilfen bei Problemen mit Rollstuhlfahrern, Kundentoilette und noch einiges mehr sind einige der Kriterien. Das Zertifikat wird den Firmen für jeweils 2 Jahre überreicht und kann nach Überprüfung verlängert werden. Egal ob für Senioren, Eltern mit Kinderwagen, Rollstuhlfahrer alle profitieren davon und der Einzelhändler kann auf eine zufriedene Kundschaft blicken.

Margarete Janßen

der Tombola in Höhe von insgesamt 1.500 Euro ging als Spende zu gleichen Teilen an die Hospize Pforzheim, Kinderhospiz „Sterneninsel“ und die Ambulanten Hospize Pforzheim, Westlicher und Östlicher Enzkreis. Die Nachmittage bei Kaffee und Kuchen wurden zum beliebten Treffpunkt innerhalb der Ausstellungstage. Dank der zahlreichen Tortenspenden – insgesamt versüßten ca. 70 Torten die gemütlichen Kaffeestunden – konnten alle Wünsche befriedigt werden. Die ehrennamtlichen Mitglieder des Kreisseniorenrats befanden sich weit über die sechs Veranstaltungstage hinaus im Großeinsatz. Herr Petrausch als „Teamleiter“ der Veranstaltung wird aus Gründen des beruflichen Ortswechels dem Kreisseniorenrat zukünftig nicht mehr zur Verfügung stehen. Aufgrund zahlreicher weiterer bereits für 2011 eingegangener Anmeldungen von Ausstellern, die aus diesjährigen Patzgründen nicht berücksichtigt werden konnten, wird die Ausstellungsfläche Volksbankhaus im kommenden Jahr vergrößert.

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Kreisseniorenrat Eindrücke der Ausstellung „Senioren schaffen Schönes“:

Eröffnung der Ausstellung im Volksbankhaus • Spendenscheck vom „Residenz Ambiente“ an die Sterneninsel • Musikalische Eröffnung mit Andreas Henke • Das Buffet ist eröffnet

Spendenschecks vom KSR an die Hospize • Herr Keller und die Damen Kästner & Huber • Gesammelt & gepackt: Ingrid Hörter-Lorsch • Junge Helfer der Johannes-Wittum-Schule

Peter Petrausch macht Pause • Computerspezialistin Kerstin Müller • Lose-Starverkäuferin Hilde Neuhäuser • Ausstellerarbeiten und Bingorunde

Wachsame Besucherzähler: Ruth König & Herta LaDelfa • Kinder malen für Senioren • Leierkastenmann Gregor Schaier unterhält die Damenwelt • Die „Handörgler“ aus Keltern

Einige der vielen Aussteller mit interessanten Holz- und Patchworkarbeiten • Die Mode darf nicht fehlen: Hella Marquardt beim Tascheneinkauf • Das Haus Rudolf zeigt Mode

Ein kleiner Ausschnitt aus einem vielseitigen und umfangreichen Ausstellungsprogramm mit Schmuck, Malerei und Töpferarbeiten, bzw. Strick-, Näh- und Papierarbeiten.


aktiv

FRAG Pforzheim-Enzkreis Nachdem die „Aktion Lesepaten“ im Herbst 2009mit guten Ergebnissen gestartet wurde und auch im ersten Quartal 2010 erfolgreich weitergelaufen ist hat das Team der Freiwilligenagentur Pforzheim-Enzkreis (FRAG) entschieden, die Aktion auszuweiten. Sie hat einerseits mehrere Schulen in Pforzheim und im Enzkreis für das Projekt akquiriert. Andererseits haben die Mitarbeiter der FRAG mehrere Einrichtungen, die sich mit Bürgerlichem Engagement beschäftigen, als Partner für diese Aktion Lesepaten gewinnen können und sie in Fragen der Werbung und Vermittlung von Lesepaten beraten. So konnte die Freiwilligenagentur in Mühlacker von der Idee und der Erfahrung profitieren und hat die „Aktion Lesepaten“ im östlichen Enzkreis gestartet. In Straubenhardt hat sich mit Anja Bachmann eine engagierte Organisatorin für die Lesepaten gefunden. Zwei Ehrenamtliche, die bereits in Pforzheim in einer Schule bzw. einem Familienwohnheim Erfahrungen als Lesepaten gesammelt haben, sind

jetzt im Team von Frau Bachmann tätig. Und eine Lesepatin von der Schanz-Schule in Pforzheim fand die Sache so gut, dass sie in Schömberg eine eigene Lesepaten-Organisation aufgebaut hat. Das Team der FRAG hat sie dabei unterstützt. Eine gute Idee weitet sich aus. Eines können alle, die sich für Akquisition und Vermittlung von Lesepaten einsetzen, bestätigen: Es bedarf keiner großen Überzeugungsarbeit, um die Notwendigkeit der Lesepatenaktion zu begründen. Fast jeder Interessent hat ein Kind aus dem Familienoder Bekanntenkreis vor Augen, das sich mit dem Lesen schwer tut oder kein Interesse am Bücherlesen zeigt. Und sie sehen die Folgen: Schwierigkeiten auch in anderen Schulfächern und vor allem fehlt es den Kindern an Fantasie, eine Fähigkeit, die beim Lesen von Büchern besonders entwickelt wird – nämlich dann, wenn sich die Kinder ihre eigenen Bilder von dem machen,

was sie gelesen haben. Nach den Schulferien im September werden hoffentlich wieder viele neu gewonnene Lesepaten ihre Arbeit an den Schulen und Familienzentren aufnehmen und Kindern beim Lesen helfen. Der Bedarf ist nach wie vor groß. Wer selbst eine ehrenamtliche Patenschaft übernehmen will kann ich bei der Freiwilligen Agentur Pforzheim-Enzkreis melden. Sie erreichen Bärbel Grötzinger vom Kreisseniorenrat unter der Tel.-Nr. 0 72 3132798 oder Frau Krings von der vhs unter 0 72 31- 38 00 16.

DIE WOHNBERATUNG – EINE WICHTIGE INSTITUTION FÜR ÄLTERE UND/ODER BEHINDERTE MENSCHEN

Etagenheizung und fließend warmes Wasser? • Fühlen Sie sich in Ihrer Wohnung sicher? • Sind die Zimmer gut aufgeteilt? • Sind alle Räume gut beleuchtet? • Können Sie Ihre Wohnung ohne Probleme verlassen? • Kommen Sie ohne Probleme in den Keller und zu den Mülltonnen? • Haben Sie die Möglichkeit, im Notfall schnell Hilfe zu rufen?

Klingeln und Hausnummer schaffen mehr Sicherheit und bieten Orientierung. Das ist wichtig, wenn z.B. der Notarzt schnell das richtige Haus finden muss. Rutschfeste Fußmatten, die bündig mit dem Boden in einer Vertiefung liegen, vermindern die Gefahren von Stürzen.

Haus und Wohnung unter die Lupe nehmen ( Teil 1) Gewohnheiten zu ändern ist schwer. Das war schon immer so. Besonders schwer fällt es, die vertraute Umgebung kritisch zu betrachten. Vom Hauseingang bis zum Schlafzimmer können Sie feststellen, was in Ihrer Wohnung geändert werden sollte. Beantworten Sie folgende Fragen mit ja oder nein. Allgemeines: • Hat Ihre Wohnung für Sie die richtige Größe? • Hat Ihre Wohnung Zentral- oder

Der Hauseingang: Ein ebenerdiger Hauseingang oder eine Rampe ermöglichen Rollstuhlfahrern den Zugang zum Haus ohne Hilfe. Ein überdachter Eingang bietet Schutz vor Wind und Wetter. Gute Beleuchtung von Hauseingang,

Bärbel Grötzinger

Andrea Überall-Schulze

(Quelle: Tipp-NRW)

Kreisseniorenrat Enzkreis – Stadt Pforzheim e. V. Beratung und Informationszentrum für Senioren Ebersteinstr. 25, 75177 Pforzheim Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 10 – 12 Uhr oder nach Terminvereinbarung Tel. 0 72 31-35 77 14, Fax 35 77 08 wohnberatung@kreisseniorenrat-pf.de

Dieter Müller, Architekt


Jetzt fängt Ihre beste Zeit an:

Wohlbefinden nach Maß Lassen Sie sich exklusiv in unseren Apotheken Ihr Wohlbefinden nach Maß entwerfen. Es dauert nur Sekunden: Sie legen Ihre Hand auf das CRSGerät. Blitzschnell, ohne Blutentnahme, holt die neue angenehme Messmethode durch die Haut Auskünfte zu Ihrem aktuellen Gesundheitsstatus ein. Wie gut ist Ihr Schutz vor Übersäuerung? Wie stark ist Ihr Abwehrsystem? Wie stressfest sind Sie? Der Check liefert die wichtigsten Aussagen zum Status quo und gibt damit auch Hinweise für die Vorsorge. Die Messwerte sind die Basis für ein vernünftiges Gesundheitskonzept und das bedeutet: gezielte Maßnahmen statt Multivitamin mit der Gießkanne!

Somit ist es nun möglich, in wenigen Minuten und ohne Blutabnahme eine sinnvolle und zielgerichtete Therapie zu entwickeln.

Gesundheitskonzept freuen, das an alles denkt. Es genügt beispielsweise nicht, die aggressiven sauren Substanzen zu neutralisieren, man muss

Der Sommer ist da! Lassen Sie das Grau in Körper und Seele hinter sich. Die Mattigkeit, dieses Gefühl, dass alles zu viel ist, hat häufig mit Übersäuerung zu tun. Wenn das CRS eine Lücke im Übersäuerungsschutz erkennt, kann man viel dagegen tun. Jeder Körper zeigt eine Schwachstelle anders, deshalb macht die Strategie aus der Apotheke mehr Sinn als selbst gebastelte Fürsorge. Sie dürfen sich auf ein

auch gegensteuern, entgiften, entschlacken, vielleicht sind Massagen für Sie richtig. Mikronährstoffe können Sie dabei unterstützen und selbst wenn Sie ein Bad genießen, könnte es eines sein, das über die Zeit in der Wanne hinaus wohlwollend wirkt.

Der CRS-Gesundheitscheck liefert verlässliche Aussagen über: • Schutz vor Übersäuerung • Abwehrkräfte • Stoffumsatzregulation • Schutz vor oxidativem Stress • Mentale Belastbarkeit • Bindegewebszustand • Allg. Leistungsfähigkeit • Aktueller Mikronährstoffbedarf

Foto: Thomas Zigann

Wolfgang Reichert, Fachapotheker für Offizinpharmazie, ist seit 1980 selbstständiger Apotheker in Pforzheim.

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Unser Angebot heißt: Machen Sie das Beste für sich und Ihre Gesundheit. Was spricht dagegen?


Warum altern wir? Diese Frage wurde an Professors Peter Herrlich gestellt. Er leitet das Leipniz-Institut für Altersforschung in Jena. Hier ein Auszug aus seiner Antwort im „Focus“. „Die Gegenfrage: Warum altert ein Auto? Der Unterschied: Wir haben die Fähigkeit, über Jahrzehnte unseres Lebens viele Gewebe und Organe zu erneuern. Die Verschleißteile eines PKW regenerieren sich nicht. Aber warum altern wir, wenn wir unsere Organe doch so hervorragend reparieren können? Eine mögliche Antwort könnte die Evolution, die genetische Anpassung der Organismen an die Bedingungen der Welt über Jahrmillionen geben. Wir sind wie alle Organismen daraufhin selektioniert worden, dass wir möglichst vie-

le Nachkommen zum Erhalt der Spezies erzeugen. Nach der Phase der Reproduktion wäre der Erhalt der Individuen kein Vorteil für die Spezies, und deshalb - so die vorherrschende Meinung – sind keine lebenserhaltende Mechanismen nach der Reproduktion optimiert worden. Dann setzt ein zufälliges „wear and tear“ ein, der Verschleiß von Zellen und Organismen. Die Fähigkeit zur Erneuerung lässt nach. Ob dies in Gänze stimmt, dessen sind wir uns nicht mehr sicher. Langlebigkeit ist zum Teil genetisch festgelegt. Bei mehreren

Organismen – und vor Kurzem auch beim Menschen – sind einzelne Genvariationen entdeckt worden, welche Lebensdauer und Alterung beeinflussen. Diese Gene könnten Teil eines geregelten Alterungsprogramms sein. Menschen, die besonders alt werden, besäßen demnach kleine Veränderungen dieses Programms. Mehr noch. Ein Alterungsprogramm könnte beeinflussbar sein. Die pragmatischen Angelsachsen haben errechnet, dass die erhöhte Lebenserwartung einen ökonomischen Vorteil bietet. Bisher erhobene Daten besagen, dass sich die Leistungsfähigkeit mit der Lebenserwartung verlängert und dass die „Alterskrankheiten“ später auftreten. Ein Grund für Optimismus also.“


Betreute Reise in die Seniorenresidenz »pro seniore« in Oberau Senior aktiv bietet Ihnen die Möglichkeit des Reisens ohne auf die gewohnte Pflege und Betreuung zu verzichten. Das Haus „pro seniore“ in Oberau liegt in einer malerischen Berglandschaft mit hauseigenem See und Spazierwegen. Die Nähe zu Schlössern, Klöstern, Seen, Garmisch Partenkirchen und München machen es als Ausgangspunkt für Ausflüge ideal, die sich als Angebot verstehen. Fotos © senior aktiv

ben die Möglichkeit, an unseren Aktivitäten teilzunehmen. Bei Anträgen jeglicher Art sind wir Ihnen gerne behilflich. Ab Mai 2011 besteht für schwerst Demenzfälle die Möglichkeit, das hauseigene, abgeschlossene Demenzhotel zu nutzen. Hier werden die Patienten vom Haus pro senio-

Die Reiseleitung für Ausflüge übernimmt Senior aktiv. Uns ist es besonders wichtig, auf individuelle Bedürfnisse der reisenden Senioren einzugehen. In allen Häusern und Einrichtungen, in denen wir unser Konzept vorgestellt haben, stieß dies auf großen Zuspruch. Nicht jeder braucht alle Hilfe und Unterstützung, die wir auf unseren Reisen bieten. Und doch ist es beruhigend zu wissen, dass jederzeit ein kompetenter Ansprechpartner zur Verfügung steht. Wenn wir unser Programm, welches auch noch andere Ziele beinhaltet, auch in Ihrer Einrichtung oder Ihrem Seniorentreff einmal vorstellen sollen, rufen Sie uns an. Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

re betreut. Als Angehöriger werden Sie im 5 km entfernten GarmischPartenkirchen untergebracht. Hier stehen Ihnen Hotels verschiedener Preiskategorien zur Verfügung.

Senior aktiv – Angelika Schneider, Angelika Mauch, Heike Glawa Königstr. 10 c, 70173 Stuttgart Tel. 07 11/ 2 22 54 - 4 79

Malerisch gelegen: das Haus pro seniore in Oberau.

Bequemer geht’s nicht. Unser Reisemobil mit spezieller Ausstattung.

Geplant sind: Stadtbummel in Garmisch-Partenkirchen, Besichtigung Kloster Ettal, Theaterbesuch, Kegeln/ Schwimmen, Kutschfahrt, Schloss Neu-Schwanstein, Bummel in Oberammergau und Spaziergang am Badersee mit Cafébesuch, Grillabend, Gottesdienst/Kurkonzert, Spieleabend. Sie haben im pro seniore Haus in Oberau die Möglichkeit für Ihren pflegebedürftigen Angehörigen die Kurzzeitpflege in Anspruch zu nehmen. So können Sie gemeinsam einen Urlaub verbringen und Sie ha-

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Wie entstehen in den transparenten Edelsteinen die Farben, die, gemeinsam verpackt in weißes Licht, in einem Tempo von 300.000 km pro Stunde um die Erde sausen? Am Anfang steht der Plan. In farblosem Weiß sind die kristallfunkelnden Edelsteine programmiert, alle Stoffe für Struktur und Bausteine entsprechend ausgewählt. Aus Aluminium, Silizium, Sauerstoff, Magnesium, Kalzium und Natrium werden herrlich-weiße Kristallpaläste errichtet. Wohlgeordnet wachsen Gitter und Bausteine. Doch trotz der genauen Planung gelingt es ein paar fremden Elementen, die gehütete Ordnung zu durchbrechen. Es sind bunte Wandervögel, die der Zu-Fall dort hinführt. Sie nennen sich Eisen,

Chrom, Titan, Mangan, Vanadium, gehören zwar nicht zur Gesellschaft der Kristallpalastbewohner, besitzen jedoch ganz besondere Fähigkeiten. Sie können mühelos eindringen, setzen sich auf freie Bauplätze in den Strukturgittern, lassen sich einfrieren und warten im Schoß der Dunkelheit auf den lichten Augenblick. Der kommt nach Jahrmillionen. Die Erde wird geöffnet. Ein Lichtstrahl schießt in den Steinpalast und wandert, gebremst und verlangsamt durch den Widerstand der Wände und Gitter, durch die Kris-

tallräume. Jetzt werden die bunten Wundervögel aktiv. Die brechen die weiße Lichtstrahlverpackung auf, und jeder schnappt sich „seine“ Farbe. Die freibleibenden Farbtöne dürfen die Kristallwelt wieder verlassen. Die reisen nun, selbstständig, ohne Familie und weißen Tarnmantel, auf ihren ureigenen Schwingungen als energiegetriebene Farbwesen weiter. Nimmt unser Auge, Empfänger und Bildschirm dieser unsichtbaren Wesen, sie auf, so beginnt in uns und mit ihnen ein wundersames Zusammenspiel. Was wäre die Welt, in der wir leben, was wäre die Welt der Edelsteine, mit der wir leben, ohne die leuchtenden Signale dieser wundersamen winzigen Farbvögel.

Foto: © shutterstock.com

Das Spiel um Sonne, Farben und Edelsteine


Prof. Dr. Ulrike Krenzlin

Frida Kahlo und ihr Frida Kahlos Aufstieg zur bedeutendsten Künstlerin Mexikos spielte sich vor einem einzigartigen bisher kaum berücksichtigten familiären Hintergrund ab. Ihr Vater stammt aus dem Schmuckzentrum Pforzheim. Er wanderte nach Mexiko aus. Dort machte er sich als Fotograf einen Namen. Frida Kahlos künstlerische Anfänge waren begleitet von einer starken Vaterfigur, danach von ihrem Ehemann Diego Rivera. Der große Moralist des 20. Jahrhunderts förderte Fridas Weg zur Kunst besser als jedes Akademiestudium es vermocht hätte. Daher wollen wir die Legende von ihrem Naturtalent und Autodidaktentum nicht gelten lassen. Doch ihre wachsende Bedeutung für die Kunstgeschichte gründet auf ihren eigenen Leistungen. Prof. Dr. Ulrike Krenzlin

Frida Kahlos Vater – eine Erfolgsgeschichte aus der Schmuckstadt Pforzheim Als der neunzehnjährige gebürtige Pforzheimer Friedrich Wilhelm Kahlo sich am 25. Mai 1890 in die „Borussia“ einschiffte, um mit dem Liniendampfer Hamburg – Veracruz nach Mexico auszuwandern, ahnte

einer Handelsschule das kaufmännische Fach. Fremdsprachen und Klavierspiel gehörten dazu. In Krisenzeiten war dieser Industriezweig hart betroffen. Nach der Reichsgründung wuchs ihm jedoch im neuen Überseehandel mit Gold-Silber und Doublé Bijouterie der amerikanische Markt zu. Als der Eisenbahnbau in Mexiko vorankam und der Bijouteriehandel auch dort Fuß fasste, sah Wilhelm Kahlo seine Stunde gekommen. Mit dem Billet vom Großvater und einem Empfehlungsschreiben vom Honorarkonsul für Mexiko, dem Juwelier Max Diener, in der Tasche, überquerte Wilhelm Kahlo – einziger Passagier des Paketdampfers „Borussia“ – den

Guillermo Kahlo Selbstporträt. 15. Februar 1920. © Slg. Christina Kahlo Alcalá/Courtesy Schirmer/Mosel

niemand etwas von der außergewöhnlichen Karriere, die ihm bevorstand. Als spanisierter Guillermo Kahlo (1871-1941) eroberte er sich als Fotograf einen künstlerischen Beruf. Er entstammt einer evangelischen Schmuckfabrikanten Familie. Die Schmuckproduktion begann im markgräflichen Pforzheim Mitte 18. Jahrhundert. Sie war rasch erfolgreich. Friedrich Wilhelm erlernte in

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Frida Kahlo. Bildnis meines Vaters. 1951. © Frida Kahlo/Courtesy Schirmer/Mosel.

Atlantik. Er war einer von 500 deutschen Junggesellen, die 1890 in Mexiko einwanderten. Auch sonst war er clever, denn er isolierte sich nicht wie die meisten in der deutschen Kolonie von Mexiko City. Mit seiner ersten Einheirat in die katholische Oberschicht der Hauptstadt beschleunigte er seine Einbürgerung und Karriere. Die katholisch erzogene Frida Kahlo malte als Dank für bestandene Krisen mit Vorliebe Votivbilder (Ex Voto). Guillermos beruflicher Aufstieg begann als Buchhalter bei der deutschen Messer fabrik Boker & Brothers, die ein exklusives Geschäftshaus führte. Nach dem Tod von Guillermos erster Ehefrau schloß dieser 1898 eine zweite Ehe mit Mathilde Calderón y Conzales, Tochter des Fotografen Antonio Calderón, erlernte die Fotografie mit modernster Technik. Rasch folgen Fotoaufträge von Industriebauten in Mexiko City, über Jahre ein Staatsauftrag zur Inventarisierung der nationalen Monumente Mexikos. Zusammen mit seinem Schwager leistete Kahlo diese repräsentative Aufgabe in Stadt und Land Mexiko. Bereits 1904 konnte die Familie in Coyoacan, damals ein Vorort der Hauptstadt Mexiko City, ein 800qm Grundstück mit Haus erwerben, die später von Frida Kahlo und Diego Rivera bewohnte „Casa Ázul“. Hier wird am 7. Juli 1907 „Frieda“ (später geändert in


Vater aus Pforzheim „Frida“) als vorletztes von acht Kindern geboren. Guillermo Kahlo betrieb Atelier und Archiv mit Kristallplatten in der Avenida 16de Septiembre. Heute ist er als Pressefotograf und Pionier der Inventarisierung Mexikos in die Fotografiegeschichte eingegangen. Der gebildete und sensible Mann macht mit seinen eleganten Maßanzügen immer eine gute Figur. Von daher hat Frida Kahlo wohl ihre Vorliebe für Kleider und elegante Mode. 1925 schenkte Guillermo Kahlo seinen Kindern ein Selbstporträt mit der Widmung „Erinnert Euch von Zeit zu Zeit an die Liebe, die Euer Vater für Euch immer empfunden hat.“ (… carino que siempre les ha tenido su padre.“) Von ihm lernte sie das Porträtfach, Fotografie, Retuschieren und Malen. Der Unfall – Beginn der Malerei Prägend für ihren Werdegang war der schwere Unfall vom 17. September 1925. Fridas Schulbus stieß mit einer Straßenbahn zusammen. Dabei durchbohrte eine Eisenschiene ihr Becken. Man hatte sie fast aufgegeben. Monatelang ans Bett gefesselt, begann sie zu malen. Ihre Mutter konstruierte eine Bettstaffelei, der Vater „borgte“ seinen Malkasten aus. Mit dem Unfall beginnt zugleich eine anhaltende Krankengeschichte. Offenbar gab sie deswegen ihre Berufspläne 1925 auf. Sie dachte an eine Eheschließung. Das Porträtfach Im Porträt erlangt sie ihre höchste Perfektion. Selbstbildnisse durchziehen ihr Lebenswerk. Freunde und Ärzte beschenkt sie mit Bildnissen.

Auftragsporträts entstehen nur selten wie 1944 das von Minister Eduardo Morillo Safa. In ihren eigenen und den Porträts von Freunden und Tieren, vorwiegend en face, nimmt die Fähigkeit zu, Lebensfreude und Fröhlichkeit, auch wenn sie schmerzhaft überlagert sind, suggestiv ins Bild zu heben. Dazu gehört die Brillanz des Stofflichen, Genauigkeit raffinierter Modeartikel und der Glanz des Fells ihrer Affen, Katzen und Hunde.

Nickolas Muray, Frida Kahlo auf einer weißen Bank, in Nickolas Murays Studio, New York 1939 Farbfoto Collection of Nickolas Muray Photo Archives © Nickolas Muray Photo Archives, LLC

Diego Rivera 1928 lernt Frida Diego Rivera bei einem Wandbildauftrag kennen. Der weltberühmte 43jährige Künstler heiratet die 22jährige Frida Kahlo am 21. August 1929 in Coyoacán. Bevor Rivera, ein eigenwilliger und unabhängiger Charakter, sein sozialpolitisches Wandbildprogramm entwickelte, hatte er Europa bereist, den Kubismus kennengelernt. Frida Kahlo begleitete Rivera bei der Ausführung seiner großen Wandbildaufträge ab 1930 nach San Francisco, Detroit und New York. Für deren Ausführung leitete er ein umfangreiches Team an aus Bildhauern, Malern, Fotografen und Gehilfen. Selbstbildnis mit Samtkleid.1926. Priv.besitz. Courtesy Galería Arvil, Mexiko Stadt. © Banco de México Diego Rivera-Frida Kahlo Museums Trust, México, D.F./VG Bild-Kunst, Bonn 2010. Frida stellt sich schön und erotisch ausstrahlend dar. Als Neunzehnjährige beherrscht sie maniriert und kennerisch das Porträtfach. Wir wissen woher.

Ihr erstes Selbstbildnis widmet sie dem Lebensretter Alejandro Gómez Arias. Auch er besuchte die Scuola Preparatoria, an der sich viele später berühmte Intellektuelle auf das Studium vorbereiteten u.a. Miguel N. Lira, dem Frida 1928 im Porträt festhielt.

Die Atelierhäuser 1931 beauftragt Rivera seinen Freund, den Architekten 0’Gorman, berühmt geworden mit dem Bibliotheksbau für die Nationale Universität in Mexiko City. Konsequenter konnte der Bauhausstil in seiner frühen Phase nicht umgesetzt werden als in den Doppel-Atelierhäusern. So führt die Müllentsorgung direkt von der Küche durch ein Rohr in die Tonne. Im vornehmen Villen Stadtteil San Ángel löste diese Baugruppe einen Eklat aus.

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Fortsetzung

Frida Kahlo und ihr Vater aus Pforzheim Scheidung und erneute Heirat Nicht erstaunen darf, dass beider gemeinsamer Weg dramatisch und konvulsivisch verlief, begleitet war von Trennungen 1935 und Scheidung 1939 sowie erneuter Heirat 1940, dennoch 27 Jahre währte. Diese schwierigen Beziehungen, das Ungleichgewicht zwischen dem berühmten Künstler und seiner Frau,

Die gebrochene Säule.1944. Museo Dolores Olmedo Patino, Mexiko Stadt, © Banco de México Diego Rivera-Frida Kahlo Museum Trust, México, D.F./VG Bild-Kunst. Bonn 2010 Seit 1944 trägt Frida Kahlo ein Stahlkorsett. 1953 wird ihr rechter Unterschenkel amputiert. Es beginnt die Abhängigkeit von Schmerzmitteln. Am 13. Juli 1954 stirbt Frida mit unbestimmter Todesursache. Sie ist nur 47 Jahre alt geworden.

Selbstbildnis mit Affen.1943 The Jacques and Natasha Gelman Collection of 20th Century Mexican Art and The Vergel Foundation. © Banco de México Diego Rivera-Frida Kahlo Museums Trust, Mexico. D.F./VG Bild 2010

zu untersuchen und zu beurteilen, Gegenstand vieler Bücher, steht uns nicht zu. Frida Kahlo war von der Untreue ihres Mannes jedes Mal tief getroffen. Eifersucht griff tief in ihr Herz. Als Ausgleich suchte sie immer neue Liebesbeziehungen zu anderen Männern. Dazu gehörten u.a. Heinz Berggruen, Nicolas Muray, André Breton und Leo Trotzki. Krankheit und Ende Die Kahlo-Forschung drängt heute in Richtung einer Medizingeschichte ihrer 22 Operationen am Rück-

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rat. Ob mit diesem unverhüllten Zugang zu ihrem Körper das Verständnis für ihre Kunst ikonologisch wirklich entschlüsselt werden kann, bleibt eine Frage. Der vorliegende Katalogbeitrag zu diesem Thema erhellt nichts. Als Frida Kahlo am 13. Juli 1953 starb, soll Diego Rivera (1886 – 1957) innerhalb von einundeinhalb Stunden ein alter Mann, zusehends grau und dann weiß geworden sein. Er sagte, dass ihm erst angesichts ihres Todes klar geworden sei, dass Frida Kahlo das wichtigste Erlebnis seines Lebens war. Die Obduktion ihrer Leiche lehnte er ab. Die Casa Àzul ließ er sofort in ein Museum umbauen. Zusammenfassung Mit ihrem Oeuvre von nur 144 Gemälden, gezeichneten Tagebüchern tritt sie nicht heraus aus ihrer Biografie, aus ihrer inneren Welt. Es gibt kaum Themen außerhalb dieser Problematik. Daher sind auch die in den Katalognummern unter-

nommenen Deutungsversuche, das Oeuvre in den spanischen Estridentismus und andere Kunstströmungen des 20. Jahrhunderts einzuordnen unergiebig. Ihr Ruhm, der erst nach ihrem Tod aufkam, lässt sich also kaum aus den Stilverläufen der ersten Hälfte des 20. Jh. ergründen. Zur Biografie-Forschung von Frida Kahlo stellt die langjährige KahloForscherin Helga Prignitz-Poda jedoch die neuesten Ergebnisse zusammen, von denen künftig auszugehen ist. Frida Kahlo betonte gegenüber André Breton, dass sie keine Surrealistin sei, sondern nur ihre Lebensprobleme gestaltet habe. Für ihre Krankheiten, Krisen und die zerrissenen Seelenzustände erfindet sie eine neue Ikonografie, derentwillen sie heute zu den höchstgeschätzten Künstlerinnen des 20. Jh. gezählt wird. Aus diesen persönlichen Erfahrungen ist ein Werk gewachsen mit festem Platz in der Kunst des 20. Jahrhunderts. Frida Kahlo – Retrospektive Niederkirchnerstr. 7, Martin-GropiusBau,10963 Berlin, täglich geöffnet von 10 – 20 Uhr, zu sehen bis 9. August 2010. Literatur • Frida Kahlo Retrospektive. Ausstellungskatalog Martin-GropiusBau, Bank Austria Kunstforum (Hrsg.) Prestel. Euro 39,95 Bei Schirmer/Mosel Verlag sind seit 2007 mehrere Titel über Frida Kahlo erschienen, darunter: • G. Franger, R. Huhle. Fridas Vater – der Fotograf Guillermo Kahlo. 19 Duontone Tafeln, 60 Abb. Euro 19,80 • Helga Prignitz-Poda. Frida Kahlo – Die Malerin und ihr Werk. Euro 29,80 • Fridas Kleider. Aus dem Museo Frida Kahlo in Mexico City. Euro 49,80.


Bernstein – die Tränen der Heliaden Bernstein – das honiggelb schimmernde und leuchtende edle Material der Ostseeküste, fasziniert den Menschen seit altersher. Von allen Materialien, die er bearbeitet hat, ist der Bernstein der einzige Rohstoff, der in einer Zeitspanne von ca. 20.000 Jahren, d.h. von der Steinzeit bis heute, fast ununterbrochen als geschätzte Kostbarkeit galt. Schon die Steinzeitmenschen trugen Amulette aus Bernstein in dem festen Glauben an seine magische Wirkung. Noch im 21. Jahrhundert wird Kleinkindern eine Bernsteinkette umgehängt, um ihnen das Zahnen zu erleichtern. Bernstein brennt bei ca. 200 – 300°C wie Räucherkerzen und verbreitet dabei einen angenehmen Duft. Das Mittelalter kannte keinen anderen Stein mit so außergewöhnlichen Eigenschaften und drückte seine Bewunderung im Namen „Bernstein“ (Börnstein) aus, was nichts anderes bedeutet als Brennstein. Man schnitzte Schmuck daraus, verwandte ihn für sakrale Geräte und erklärte seinen Besitz zum Staatsmonopol. Hauptfund für Bernstein ist seit jeher die ostpreußische Samlandküste. Dort wurde er durch Auslesen am Strand oder durch Fischen des sog. „Strandsegens“ gewonnen. Der Abbau im Tagbau in der Blauen Erde wurde erst im ausgehenden 19. Jahrhundert begonnen. Von der Samlandküste wurde das Bernsteinmaterial lange Zeit nach Lübeck und Brügge gebracht. Die dortigen Bernsteindreher galten damals als sog. „Paternostermacher“, da sie hauptsächlich Rosenkränze herstellten. Mit der Reformation 1517 ging jedoch die Nachfrage empfindlich zurück, und von nun an finden wir den Bernstein verarbeitet in Hausaltären, Prunkgefäßen, Spielbrettern, Schmuckkästen und Kabinettschränken. Das Barock

produzierte die großartigste Bernsteinarbeit, die es je gegeben hat,, das zu seiner Zeit auch als 8. Weltwunder bekannte Bernsteinzimmer im Schloss Zarskoje Selo (heute Puschkin) bei Leningrat. Im letzten Krieg von deutschen Truppen abgebaut, ist es seit 1945 verschollen. Heute finden wir eine Rekonstruktion dieses Zimmers im Schloss Puschkin. Über die Herkunft von Bernstein ist viel gerätselt worden. Zwar wussten schon Aristoteles und Plinius, dass es sich hierbei um ein Baumharz handelt, doch konnte dies erst im ausgehenden 18. Jahrhundert wissenschaftlich bewiesen werden. Zuvor waren andere Erklärungen verbreitet. Seit 448 v. Chr. taucht immer wieder der Bericht von Euripides auf, der in seinem „Hippolyt“ erzählt, dass sich die Tränen der Heliaden in Bernstein verwandelt hätten. Die Heliaden waren die Schwestern des Phaeton, ihr Vater der Sonnengott Helios. Als Phaeton mit dem vom Vater ausgeliehenen Sonnenwagen am Himmel fuhr, verlor er die Gewalt über die Pferde, und es hätte benahe ein großes Himmelsunglück gegeben, wenn Zeus nicht rechtzeitig mit einem Blitzstrahl den Wagen umgeworfen hätte., so dass der ungeschickte Wagenlenker in den Eridanos stürzte. Seine Schwestern beweinten den Bruder und verwandelten sich in Pappeln. Die Brandspuren sind noch heute als Milchstraße zu sehen.

Die Entstehungsgeschichte des Bernsteins klingt heute noch unglaublich. Es begann damit, dass vor 335 – 55 Mill. Jahren große, kiefernartige Wälder auf dem Gelände Südskandinaviens standen, das heute zum größten Teil von der Ostsee überflutet ist. Das Klima war tropisch. Durch Unwetterkatastrophen wurden die Bäume abgeknickt oder stürzten um. Dabei müssen sie ähnlich reagiert haben wie unsere heutigen stark harzigen Kiefern. An dem stark ausblutenden, klebrigen Harz verfingen sich Insekten und Pflanzenteile, die

in das Harz eingeschlossen wurden und uns bis heute erhalten blieben, denn sie bilden noch heute sichtbare Einschlüsse im Bernstein, bekannt auch als Inklusen. Das Gebiet und die Wälder wurden vom vordringenden Meer überflutet, Wellen und Meeresströmungen wühlten den ehemaligen Waldboden auf, um es an anderer Stelle wieder abzulagern. Die Samlandküste muss hierbei ein besonders strömungsbegünstigtes Gebiet gewesen sein. Die Zeitspanne, in der die Baumharze ausflossen, umfasst ca. 20 Mill. Jahre. So gibt uns der Bernstein Einblick in die Tier- und Pflanzenwelt, die für uns schon fast mit dem Unendlichkeitsbegriff identisch ist.

Der Sturz des Phaeton v. Peter Paul Rubens, um 1604/1605, Gemälde (Öl auf Leinwand), National Gallery of Art, Washington D.C., United States.

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Neues aus den Pforzheimer Schmuckwelten

Liz Taylor –

aus der Blütezeit einer Leinwandgöttin

Der amerikanische Star-Fotograf Bob Willoughby hat die Schauspielerin Liz Taylor unzählige Male fotografiert. Einen Ausschnitt mit 100 seiner meisterlichen Farb- und Schwarz-Weiß-Porträts, die zwischen 1950 und 1965 entstanden sind, werden in dieser Ausstellung vom 26.7 – 30.11.10 gezeigt. Eheschließungen eine unnötige Berühmtheit erlangte. Doch in diesen 15 Jahre, in denen er jede Gelegenheit nutzte, die „special lady“ vor die Kamera zu bekommen, war davon noch nicht viel zu ahnen. Die Fotos zeigen die Schauspielerin

Foto: © Bob Willoughby

Die glitzernde Scheinwelt des Hollywoods der 50er bis 70er Jahre war für ihn ein zentrales Thema. Willoughby porträtiert seit nunmehr 40 Jahren, stilistisch in der Tradition der Glamourfotografie, die Diven amerikanischer Filmgeschichte, und wurde so zu dem Chronisten und Porträtisten Hollywoods. Willoughby nähert sich Liz Taylor mit analytischem Gespür und liebevoller Zuneigung. Sein fotografischer Blick ist sensibel, neugierig und forschend. 1950 fotografierte Bob Willoughby die damals achtzehnjährige Liz Taylor zum ersten Mal und begleitete sie seitdem kontinuierlich auf ihrem Weg vom Kinderstar zur Hollywood-Ikone der fünfziger und sechziger Jahre. Ihm gelangen einzigartige, atmosphärisch dichte Fotografien, die einen Blick auf die vielschichtige Persönlichkeit von Liz Taylor ermöglichen. Schon bald wurde sie berühmt für ihre strahlend blauen Augen und galt als eine der schönsten Frauen der Welt, lange bevor sie mit ihren exaltierten Affairen, Skandalen und

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ihrer Hochzeit mit Eddie Fischer, weswegen sie zum jüdischen Glauben konvertierte, und Fotos aus den Drehpausen am Set. In der Summe vermitteln die Fotografien ein vielschichtiges Bild des Stars und des Menschen Liz Taylor, erotisch und glamourös, verträumt und verspielt, albern und selbstironisch, mütterlich besorgt und ernsthaft in die Arbeit vertieft.

Bob und Dorothy Willoughby, Vence in Frankreich 2009. Foto unter www.willoughbyphotos.com.

während der Dreharbeiten zu „Raintree County“ von 1956 und zu „Who’s afraid of Virginia Woolf?“ von 1965 in zwei sehr unterschiedlichen Rollen. Neben offiziellen Staraufnahmen sind eine Vielzahl „privater“ Fotos der Schauspielerin zu sehen – wie Aufnahmen

Bob Willoughby (geb. 1927 in Los Angeles) zählt bis heute zu den bedeutendsten Fotografen und Chronisten des klassischen Hollywood und seiner Stars. Er studierte Filmwissenschaften am USC Cinema Department und Design bei Paul Sass am Kann Institute of Art. In der gleichen Zeit ging er bei Wallace Seawell, Paul Hesse und Glenn Embree in die Lehre, arbeitete seit den späten 1940er Jahren als engagierter und freier Fotograf für die großen Filmstudios und Magazine, verließ 1971 mit seiner Familie Los Angeles, ging nach Irland und zog 17 Jahre später nach Südfrankreich, wo er bis heute lebt und arbeitet. Seine Fotografien sind Bestandteil vieler Museumssammlungen: The National Portrait Gallery, Washington; The National Portrait Galery, London; The National Museum of Photography, Bradford; The Bibliotheque Nationale, Paris; Musee de la Photographie, Charleroi; The Museum of Modern Art, New York u.v.a.


5 Jahre Schmuckwelten –

eine goldene Welt aus Traum und Aktion Sie feierten – und alle, alle kamen. Man feierte nicht nur das 5-jährige Bestehen dieses großartigen Eventzentrums für Schmuck und Design – man feierte die 1-Millionen-Besucherzahl und es öffnete sich mit bravureusen Ambiente die neue goldene Pforte des Hauses. Die der Feierstunde vorausgegangene Pressekonferenz bestätigte die derzeitige Entscheidung, dieses international außergewöhnliche Zentrum in einer

Stadt zu etablieren, deren Name, Tradition und Entwicklung in einmaliger Intensität mit dem Thema Schmuck verbunden ist. Interessante und thematisch reizvolle Aktionen werden den Veranstaltungsplan der kommenden Monate zu einem attraktiven Besuchermagnet entwickeln. Sind es die Perlen im August, so das Gold im September, alles über Gestaltung füllt das Oktoberprogramm, und

man kann auf den Themenbereich vor den weihnachtlichen Festzeit gespannt sein. Und immer wieder sind mit den Themen und Ausstellungen besonders reizvolle Möglichkeiten verbunden, das eine oder andere Traumstück zu erwerben. Bei der unüberschaubaren Auswahl an individuellen Kollektionen erstklassiger Designer bieten die Schmuckwelten nicht nur in Deutschland eine einmalige und außergewöhnliche Vielfalt.

AUGUST PERLEN-WOCHEN

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ausgewählte Perlenschmuckstücke in Per fektion zum Geburtstagspreis.

Ausstellung: „Pearls, pearls, pearls – faszinierend und vielfältig!“ Designwelt Ausstellung: „Zuchtperlen. Meer als Schmuck, von den Perlfarmen bis zum Perl-Glamour“. Lichtgang Workshop: Knoten von Perlen- und Edelsteinketten

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Alle Geburtstagspreise erkennen Sie an diesem Zeichen.

Workshop: Modisches Kurzcollier Mo., 9.8.2010, 18.00 – 19.30 Uhr, Kosten: 28 € *, Showbühne Wählen Sie aus echten Süßwasserperlen, Formsteinen und Splitterkristallen Ihre Lieblingsfarben und gestalten Sie ein zweireihiges Collier. Kinderworkshop: Mein 1. Collier

Mi., 4.8. u. Sa.,14.8.2010, 16.30 – 19.30 Uhr, Kosten: 35 € *, Showbühne

Di.,10.8.2010, 11.00 – 13.00 Uhr Mineralienwelt, für Kinder ab 10 Jahre, Kosten: 15 € *

Begeben Sie sich mit Ihrer mitgebrachten Kette auf eine kreative Entdeckungsreise und entwickeln Sie ein Designerschmuckstück.

Wir arbeiten mit Edelstahldraht, Süßwasserperlen, Splitterkristallen und Quetschperlen. Wählt eure Lieblingsfarben und fertigt euer erstes Collier.

Workshop: Perlring fädeln

Workshop: Strickkette

Do., 5.8.2010, 15.30 – 17.30 Uhr Kosten: 15 € *, Showbühne, für Erw. u. Jugendl.

Teil 1: Mi.,11.8. u. Teil 2: 25.8.2010, 14.30 – 17.30 Uhr, Showbühne, Kosten: 80 € * zzgl. Material 20 – 60 €

Fertigen Sie Ihren eigenen Ring – lassen Sie Ihrer Fantasie freien Lauf und gestalten Sie einen klassisch eleganten oder einen frischen, farbenfrohen Ring aus Perlen.

Gestalten Sie aus einem filigranen Silberfaden ein Kettengeflecht. Luftig, leicht schmiegt es sich Ihrem Hals an. Verschiedene Perlen oder Steinkugeln ergänzen das Kettenensemble.

Aktion: Perlen bohren

Vortrag: Perlenkunde und Pflege

Sa., 7.8. u. 21.8.2010, 12.00 – 16.00 Uhr, ERLEBNISKAUF!

Do.,19.8. 2010, 19.00 – 20.00 Uhr, kostenlos *, Showbühne

Das Mysterium Perle zieht die Menschen seit Jahrhunderten in den Bann, sie symbolisiert Leidenschaft, Inspiration und Liebe. Suchen Sie sich Ihre persönliche, hochwertige Zuchtperle aus. Eine Expertin wird diese bohren – in Kombination mit einem Seiden- oder Lederband entsteht ein individuelles Schmuckstück.

Seit Jahrtausenden wecken Perlen Fantasien und erobern die Herzen der Frauen. Die regional ansässige Schmuckmanufaktur Gellner lässt Sie an diesem Zauber teilhaben. Lernen Sie die unterschiedlichen Perlenarten, -formen und die passende Pflege kennen. *Anmeldung erforderlich unter: 07231 99-4444.

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Das Schmuckmuseum Pforzheim informiert:

Zu Petticoat und Wespentaille – Modeschmuck Christian Dior Ausstellung vom 17. September bis 14. November 2010, Eröffnung Donnerstag, 16. September, 19 Uhr – im Rahmen des 50er-JahreKulturfestivals der Stadt Pforzheim. Henkel & Grosse war eine der renommiertesten Modeschmuckfirmen weltweit. Ihr Ruf gründet unter anderem darauf, dass sie 50 Jahre lang Bijoux Christian Dior herstellte. 1955 schloss die Firma einen Vertrag mit dem französischen Modeschöpfer Christian Dior und besaß von da an die exklusive Produktions- und Vertriebslizenz für Diorschmuck. Daneben stellte das Pforzheimer Unternehmen hochwertigen Modeschmuck unter dem Markennamen Grossé her.

Abb. rechts: Collier, Alpaka, Glassteine, Henkel & Grosse für Christian Dior, Pforzheim, 1961, Foto: Petra Jaschke

Abb. rechts: Brosche, Messing vergoldet, Samtlack, Grossé, Henkel & Grosse, Pforzheim, 1959, Foto: Petra Jaschke

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Broschen, Ketten und Ohrclips in farbigverspielten Blütenformen nahmen ih ren Auf schwung, passend zu den typischen Petticoatröcken und figurbetonten Oberteilen mit schmaler Taille. Von diesem Modeschmuck entstanden unterschiedlichste Sets in verschiedenen Preisklassen für eine möglichst breite Käuferschicht. Neben dem Fokus auf die 1950er Jahre gibt die Ausstellung auch einen Ausblick in die 60er und 70er Jahre mit dem typischen Courrèges-Stil. Als Christian Dior 1947 in Paris seinen Modesalon öffnete, schrieb er mit dem „New Look“ bald Modegeschichte; einer Linie, die auf schmale Schultern, Betonung von Hüfte und Taille sowie Bleistift- oder schwingende Glockenröcke setzt. Sie war sichtbarer Ausdruck für Aufbruch und Neubeginn in den Nachkriegsjahren. Zwar war die Silhouette nicht völlig neu, doch Dior gelang es damit, das Feminine in die

Mode zurückzubringen. Und: er stimmte Frisur und Accessoires auf die Kleidung ab. So ist es kaum verwunderlich, dass der Modeschöpfer dazu eine eigene Schmuckkollektion anvisierte. Die Suche danach führte ihn 1955 – auf seiner einzigen Deutschlandreise – zu Henkel & Grosse nach Pforzheim. Daraufhin kam es zu der weltweiten Produktions- und Vertriebslizenz, im Rahmen derer das Pforzheimer Unternehmen für ein halbes Jahrhundert Bijoux Christian Dior entwarf und auf den Markt brachte. Neben Diorschmuck hat Henkel & Grosse jeweils seine eigene Marke Grossé kreiert, die bereits in den 20er Jahren ins Leben gerufen worden war. In den 50er Jahren fertigte die Firma in erster Linie romantischen Blütenschmuck, der in seiner Kleinteiligkeit sehr naturalistisch anmutete. Ab Mitte der 60er trat mit dem „Weltraumlook“ von Courrèges eine klare, geometrische und tech-

nische Formgebung in den Vordergrund. Gegründet wurde das Schmuckunternehmen 1907 von Heinrich Henkel und Florentin Grosse als „Süddeutsche Gold- und Haar-Bijouterie“. Sie kam in den 20er Jahren mit Modeschmuck aus Messing, Aluminium, Holz und Bakelit zu einer ersten Blüte. Im Folgejahrzehnt stellten die Familienunternehmer auch Kontakte zu den Modehäusern Lanvin und Schiaparelli in Paris, Harrods in London und Saks in New York her. 1937 erhielt Henkel & Grosse das Diplome d’Honneur auf der Exposition Internationale des Arts et Techniques dans la vie Moderne in Paris. Nach der langen Zusammenarbeit mit Dior ist das Unternehmen 2005 im gleichnamigen Konzern aufgegangen. Die Schmuckstücke von Henkel & Grosse standen zeitlebens für zeitgemäßes Design und technische Innovation. Dass Häuser wie das Victoria & Albert Museum in London oder die Primavera Gallery in New York sie in ihre Sammlung aufgenommen haben, unterstreicht dies. Bei der Arnoldschen Verlagsanstalt erscheint ein umfangreiches deutsch-


der 1950er Jahre und Grossé aus dem Hause Henkel & Grosse englisches Werk zur Geschichte der Firma. Vivienne Becker und Adelheid Rasche: Henkel & Grosse Pforzheim. 100 Jahre Leidenschaft für „Grosse“ und „Dior“. 176 Seiten, 49,80 €. Der Eintritt in die Ausstellung ist im Museumseintritt inbegriffen. VERANSTALTUNGSPROGRAMM • Donnerstag 16. September 2010, 19 Uhr, Ausstellungseröffnung, Eintritt frei • Sonntag, 26. September 2010, 15 Uhr, Zu Petticoat und Wespentaille – Modeschmuck der 50er Jahre, Führung durch die Ausstellung, Eintritt 5 €, ermäßigt 3,50 € • Sonntag, 17. Oktober 2010 und 7. November 2010, 15 Uhr, „FiftyFifty“, Kombiführung durch die Sonderausstellungen „Zu Petticoat und Wespentaille – Modeschmuck der 50er Jahre“ im Schmuckmuseum und „Alltag & Ambiente“ im Kunstverein Pforzheim im Reuchlinhaus, in Kooperation mit dem Kunstverein, Eintritt 5 €, ermäßigt 3,50 € • Donnerstag, 15. September 2010, 19 Uhr, „Mythos Dior“, Vortrag von Kunsthistorikerin Claudia Baumbusch im PZ-Forum: Jahrzehntelang hat die Pforzheimer Schmuckfirma Henkel & Grosse den Modeschmuck für Christian Dior (1905 – 1957) gefertigt. Der begnadete Couturier hatte 1947 sein erstes Modeatelier gegründet und in den 50er Jahren mit seinem „New Look“ für weltweite Furore gesorgt. Seine luxuriösen Kreationen verlangten nach perfekten, der jeweiligen Mode angepassten Accessoires, zu denen auch der Schmuck aus dem Hause Dior zählte. Die Kunsthistorikerin Claudia Baumbusch stellt

den kreativen Schöpfer und seinen Beitrag zur Geschichte des Modeschmucks in den Mittelpunkt ihres Vortrags. Eintrittskarten 2 € bei der PZ unter Tel. 0 72 31/9 33-1 25, Mo. –- Fr. 8 – 17 Uhr, Sa 8 – 12 Uhr, Eingang PZ-Forum: Ecke Post-/Luisenstraße. • Donnerstag, 28. Oktober 2010, 19 Uhr, Mode und Modeschmuck der 50er Jahre, Vortrag von Kunsthistorikerin Regina M. Fischer mit Kurzführung durch die Ausstellung: Die Mode der 50er war geprägt von Gegensätzen. Man wollte die harten Jahre des Krieges vergessen, und gerade die Frauen wollten wieder mehr Weiblichkeit zeigen. En vogue waren breite Röcke, sogenannte Petticoats, und auch ganz enge Bleistiftröcke. Die Mode der Frau war elegant. Mode-Ikonen waren Schauspielerinnen wie Marilyn Monroe oder Brigitte Bardot. Christian Dior, der Pariser Moderschöpfer, entwarf den so genannten New Look. Dazu trugen die Damen fantasievollen Modeschmuck. Die Kunsthistorikerin Regina M. Fischer führt in die Zeit der Petticoats und des Rock’n’ Roll. Eintritt 7 €, ermäßigt 5,50 €

• Sonntag, 14. November 2010, 15 Uhr, Licht – Beton – Glas. Das Reuchlinhaus in Pforzheim: visionäre Museumsarchitektur von Manfred Lehmbruck. Architekturführung von Kunsthistorikerin Dr. Chris Gerbing: Manfred Lehmbruck errichtete mit dem Reuchlinhaus in Pforzheim zwischen 1958 und 1961 das erste Kulturzentrum der Nachkriegszeit. Seine Idee war, ein lebendiges Haus für die breite Bevölkerung zu schaffen, und bereits am Außenbau die verschiedenen Funktionen ablesbar zu machen. Entstanden ist ein Gebäude, das trotz seines 50-jährigen Bestehens in seiner Architektur eine zeitlose Schönheit hat, wenn auch die Funktionen über die Jahrzehnte abgenommen haben. Beim Rundgang wird die wechselvolle Geschichte bis in die Gegenwart thematisiert und auch auf aktuelle Probleme des Denkmalschutzes eingegangen. Eintritt 5 €, ermäßigt 3,50 €

Abb. links: Werbefoto aus dem Jahr 1962, Foto Relang, Henkel & Grosse für Christian Dior

Für Kinder und Jugendliche • Freitag, 15. Oktober 2010, 14.30 bis 16.45 Uhr, „Glitzerglanz und Glamour“, Schmuckworkshop für Kinder und Jugendliche mit den Schmuckdesignerinnen Monika Dengler und Traudel Hennig und Besuch der Ausstellung. Teilnahmegebühr 10 € (mit Unterstützung des Museumsfördervereins ISSP). Öffnungszeiten des Schmuckmuseums Pforzheim: Di. – So. und feiertags 10 – 17 Uhr (außer Hl. Abend und Silvester) • Eintritt in die Dauerausstellung 3 €, ermäßigt 1,50 €, bis 14 Jahre frei • Eintritt Sonderausstellung 5 €, ermäßigt 2,50 € • Gruppenführungen auf Anfrage • Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung sonntags 15 Uhr, 5 €, ermäßigt 3,50 € • Mitglied beim Oberrheinischen Museumspass • Partner von Kulturland Baden-Württemberg • Medienpartner des Schmuckmuseums sind Pforzheimer Zeitung und der SWR2 RadioClub • Weitere Informationen unter www.schmuckmuseum.de

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Rechtsanwältin Isabel Hutter-Vortisch

Das Ehegatten-

Rechtsanwältin Isabel Hutter-Vortisch

Vielen Ehepaaren ist bekannt, zu welchen Ergebnissen die sog. gesetzliche Erbfolge, d.h. Erben, wenn kein Testament vorhanden ist, führen kann. Das Erbrecht ist ein reines Verwandtenerbrecht, in dem der Ehegatte eine Sonderstellung einnimmt. Deshalb erbt der überlebende Ehegatte nach dem Gesetz nicht allein, wenn keine Kinder vorhanden sind, sondern, die Erben der sog. 2. Ordnung, also Eltern oder Geschwister des Erblassers und, falls die Geschwister bereits verstorben sind, deren Abkömmlinge, sind zu ¼ am Nachlass beteiligt, wenn die Ehegatten in Zugewinngemeinschaft gelebt haben. Diese oft ungewollte Folge kann durch ein Testament zugunsten des Ehegatten vermieden werden. Nur wenn es keinerlei Erben in der 1. und 2. Ordnung gibt, erbt der Ehegatte auch ohne Testament allein.

liert ist, also, in welchen Fällen sie wirklich eingreift und ob es Möglichkeiten gibt, sollte sich der überlebende Ehegatte mit dem „untreu“ gewordenen Kind wieder versöhnen, die Enterbung für den zweiten Erbfall rückgängig zu machen. Häufig haben Ehegatten Angst, das Haus in dem sie wohnen im Erbfall verkaufen zu müssen, um die Pflichtteilsansprüche der Kinder befriedigen zu können. Sollte es sich bei dem Haus um den einzigen Vermögensgegenstand handeln und kein weiteres Vermögen vorhanden sein, aus dem sich der Anspruch befriedigen ließe, dann kann beim Amtsgericht Stundung des Pflichtteilsanspruches beantragt werden.

Das gemeinschaftliche Testament ist nicht immer die richtige Wahl Nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch dürfen Ehegatten gemeinsam ein Testament errichten, d.h., nur ein Ehegatte schreibt den gemeinschaftlich überlegten Text, der andere Ehegatte unterschreibt das Testament lediglich. Hierbei sollte allerdings beachtet werden, dass diese Testamentsform in anderen Ländern nicht üblich ist, so dass – sollte einer der Ehegatten nicht die deutsche Staatsangehörigkeit haben oder Vermögen, insbesondere Grundeigentum im Ausland vorhanden sein – zunächst zu klären ist, ob das gemeinschaftliche Testament die richtige Form hat und im Erbfall nicht zu Problemen führt.

Der Wiederverheiratungsfall Neben der Pflichtteilsstrafklausel ist auch darauf zu achten, dass geregelt wird, was passieren soll, wenn der überlebende Ehegatte sich erneut verheiratet. Das Gesetz sieht vor, dass er binnen eines Jahres nach der Eheschließung das Ehegattentestament anfechten und damit hinfällig machen kann. Dieses Anfechtungsrecht kann auch von dem neuen Ehegatten ausgeübt werden. Bei der Formulierung des Ehegattentestamentes ist daher darauf zu achten, ob solche Anfechtungsmöglichkeiten ausgeschlossen werden sollen oder eventuell noch weitergehende Maßnahmen ergriffen werden sollen, um den Kindern den Nachlass zu sichern, in dem der überlebende Ehegatte im Falle der Wiederverheiratung die Kinder an der Substanz des Nachlasses des vorverstorbenen Ehegatten zu beteiligen hat. Sollten keine Kinder vorhanden sein, kommen Regelungen für den Wiederverheiratungsfall normalerweise dann in Betracht, wenn einer der Ehegatten den Hauptteil des Vermögens in die Ehe eingebracht hat und für den Fall seines Vorversterbens sicherstellen

Der Inhalt des „Berliner Testamentes“ Der „Normalfall“ eines Ehegattentestamentes ist das sog. Berliner Testament. Dabei wird der längerlebende Ehegatte Erbe des Zuerstversterbenden und weitere Personen werden als Erben auf den zweiten Todesfall eingesetzt. Sollte es sich bei den Schlusserben auf den Tod des Längerlebenden um ge-

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meinschaftliche Kinder handeln, sind diese, da der überlebende Ehegatte nach dem Todes Zuerstversterbenden Alleinerbe wird, automatisch „enterbt“, können also nur ihr gesetzliches Pflichtteilsrecht geltend machen. Pflichtteilsstrafklausel und Stundung des Pflichtteils Um zu verhindern, dass die Kinder durch das Pflichtteilsverlangen den überlebenden Ehegatten in finanzielle Schwierigkeiten bringen, wird häufig in das Testament aufgenommen, dass ein Pflichtteilsberechtigter, der nach dem Tod des Erstversterbenden seinen Pflichtteil geltend macht, auch nach dem Tod des zuletztversterbenden Ehegatten nicht erbt, sondern wiederum nur den Pflichtteil erhält. Damit erhält ein Pflichtteilsberechtigter, der sich nicht an die Wünsche im Testament hält, jeweils nur die Hälfte der gesetzlichen Erbquote. Bei einer solchen Pflichtteilsstrafklausel sind jedoch verschiedene Fallkonstellationen zu beachten, denen meistens zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird. Insbesondere sollte darauf geachtet werden, wie die Klausel formu-


Testament möchte, dass dieses nicht einem neuen Ehegatten zugute kommt. Es ist bei solchen Klauseln zu beachten, dass diese nicht zum absoluten Ehehindernis werden, dadurch könnte die Klausel unwirksam werden, oder der überlebende Ehegatte entscheidet sich gegen eine Wiederverheiratung. Die Abänderung des Testamentes Weiterhin sind die Abänderungsmöglichkeiten zu bedenken. Falls beide Ehegatten noch leben, können sie das Testament gemeinsam ändern, wenn sie sich einig sind. Sobald einer der Ehegatten nicht mehr in der Lage ist, Änderungen vorzunehmen, durch Demenz oder andere seine Testierfähigkeit beeinträchtigende Krankheiten, ist die Änderung nur noch durch den vollständigen Widerruf des Testamentes möglich, was jedoch zur Folge hat, dass der nicht mehr testierfähige Ehegatte kein neues Testament mehr abfassen kann, nach ihm also die gesetzliche Erbfolge gilt. Hier muss der andere Ehegatte gut abwägen, wie er weiter vorgehen möchte. Aber auch Änderungen nach dem Tod eines Ehegatten vorzunehmen, kann schwierig sein, da die in einem Ehegattentestament getroffenen Verfügungen häufig mit dem Tode des ersten Ehegatten eine solche Bindungswirkung entfalten, dass der überlebende Ehegatte sie kaum aufheben kann. Deshalb sollten Ehepaare, die ein gemeinsames Testament abfassen, in dieses Testament eine Abänderungsklausel aufnehmen. Solche Abänderungsklausel ist auf den jeweiligen Bedarf abzustimmen und kann eine generelle Abänderungsmöglichkeit für den überlebenden Ehegatten beinhalten, so dass er ein komplett neues Testament erstellen kann. Sie kann aber auch nur die Möglichkeit eröffnen,

bezüglich der zu Schlusserben eingesetzten Kinder, die Erbquoten abzuändern oder auf Katastrophenfälle in deren Familien zu reagieren. Häufig nicht bedacht: die Ersatzerben Viele Ehegatten, insbesondere wenn keine Kinder vorhanden sind, überlegen den Fall, dass die auf den Tod des letztversterbenden Ehegatten eingesetzten Erben vorher versterben, nicht. Dadurch läuft das Testament auf den Tod des Längstlebenden ins Leere, nach ihm gilt die gesetzliche Erbfolge, obwohl dies häufig nicht gewollt ist. Insoweit sollten die Ehegatten überlegen, wer als Ersatzerbe in Betracht kommt. Sollte es sich dabei um eine oder mehrere caritative Organisationen, auch z.B. Stiftungen, handeln, ist es sinnvoll, für diesen Fall einen Testamentsvollstrecker einzusetzen. Der Testamentsvollstrecker Zum Testamentsvollstrecker kann der Erblasser in seinem Testament jede Person bestimmen, zu der er das Vertrauen hat, dass sie den Nachlass in seinem Sinne regelt. Aufgaben eines Testamentsvollstreckers können insbesondere sein, für die Bestattung zu sorgen, den gesamten Nachlass abzuwickeln und den verbleibenden Geldbetrag den jeweiligen Erben zur Verfügung zustellen. Er kann darüber hinaus aber auch dazu verpflichtet werden, zu überwachen, dass im Testament genannte Zwekke, die von den Erben zu erfüllen sind, auch wirklich erfüllt werden. Die Testamentsvollstrekkung ist bereits im Testament anzuordnen, nur dann kann eine Person als Testamentsvollstrekker tätig werden.

Patchworkfamilien Auch die Familienverhältnisse, insbesondere, ob alle Kinder aus der gemeinsamen Ehe stammen, ist von entscheidender Bedeutung. Eltern in Patchwork-Familien sind erbrechtlich zu besonderer Aufmerksamkeit aufgerufen. Betroffen sind die Familien, in denen wenigstens einer der Partner Kinder aus einer früheren Verbindung in eine Ehe einbringt. Vielen ist gar nicht bewusst, dass solche Familienverhältnisse für den Erbfall einer besonderen Vorsorge bedürfen, damit gewährleistet ist, dass sowohl der Partner als auch die Kinder zu ihrem Recht kommen. Hier ist das Berliner Testament, in den meisten Fällen nicht geeignet, da durch diese Testamentsform die Kinder des Zuerstverstorbenen quasi gezwungen sind, ihren Pflichtteilsanspruch geltend zu machen. Auch besteht häufig das Interesse, den leiblichen Kindern den eigenen Nachlass zuzuwenden, ohne die Kinder des anderen Ehegatten daran teilhaben zu lassen, insoweit ist die Regelung von Vor- und Nacherbschaft, oder eine Erbeneinsetzung der eigenen Kindern mit Nießbrauchsbestellung für den überlebenden Ehegatten häufig eine Möglichkeit die gewünschte Verteilung zu erreichen.

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Wiener Kaffeehaus in Pforzheim Wien in Pforzheim ist eine etwas merkwürdige Vorstellung, aber es hat den Anschein, dass sich aus diesem Extrem eine heimliche Liebe entwickelt. Schon zum zweiten Mal ist das Thema in einer hervorragenden Zusammenarbeit zwischen dem Pforzheimer Handwerk, dem Ausstatter Volksbankhaus und dem Wiener „savoir faire“ erfolgreich abgehandelt. Und da in einem Wiener Kaffeehaus die Zeitung ihren etablierten Platz hat, hat in diesem Jahr die PZ diese Aufgabe übernommen. Zum diesjährigen Frühstück hatte es sich der geschäftsführende Verleger nicht

nehmen lassen, dem OB Gert Hager, dem runden Tisch der Prominenten und den anwesenden Frühstücksgästen, das Neueste vom Tage selbst zu präsentieren. In eine neue attraktive Rolle von imposantem Outfit aus stattlichem Frack und gestärkter Hemdenbrust schlüpfte Joachim Butz, Obermeister der Heizungs – und Sanitärinnung. Seine dem Butler Martin Jente nachempfundene Figur – das bekannte Relikt aus der Kuhlenkampfzeit – war sehr witzig und gut pointiert und brachte ihm viel Applaus.

Für das leibliche Wohl der Frühstücksgäste war reichlich und differenziert gesorgt. Da gab es neben den unterschiedlichen Kaffees Wie-

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ner Hörnchen, Marillenmarmelade, Frühstücksjause, Wurst und Käse, verschiedene Semmeln, Mohrenköpfe mit Grand Marnier gefüllt, Sacher- und Prinzregenten-Torte und vieles mehr an köstlichen Spezialitäten. 800 Besucher wurden gezählt, die mit Kaffeehausmusik und einer Modenschau der Ateliers der Schneiderinnung eine abwechs-

lungsreiche Unterhaltung serviert wurde. Natürlich durfte die Möglichkeit, mit dem Fiaker eine Runde zu drehen, nicht fehlen. Für das kommende Jahr ist ein ganztätiges Wiener-Kaffeehaus-Event geplant, und bei dem bisherigen Zuspruch ist schon heute der Erfolg für 2011 vorprogrammiert.


• Bücher • Bücher • Bücher • Bücher DREIBÄNDIGE EDITION ZU DEN AUSSTELLUNGEN „BURG UND HERRSCHAFT“ UND „MYTHOS BURG“ Berlin und Nürnberg stellen die Geschichte der Burg vom Mittelalter bis zu Harry Potter mit insgesamt 1200 Artefakte vor. Dazu gehören die Gralsburg mit der Tafelrunde von König Artus, die Burgen, die um 1200 höfischen Sängerwettstreiten Raum boten und die seit dem 16. Jahrhundert in Wohnschlösser umgebauten Wehranlagen. Erst mit deren Niedergang erfuhr der „Mythos Burg“ über die folgenden Jahrhunderte ein phantasiereiches Eigenleben. Seinen sinnfälligsten Ausdruck hat er in Martin Luthers „Ein feste Burg ist unser Gott“ gefunden. Die Entwicklung unseres Bildes von der Burg wird in beiden Ausstellungen mit 1200 Kunstwerken aus aller Welt vor Augen geführt. Wegen der fortschreitenden Medialisierung unserer Gegenwart stellt die mittelalterliche Burg, insbesondere für die ältere und junge Generation ein faszinierendes Thema dar. Die Kataloge begleiten die Doppelaussstellung im Deutschen Historischen Museum in Berlin (bis 24. Oktober) und im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg (bis 7. November). F. Atzbach, S. Lüken, U. Grossmann: „BURG“ – 3 BÄNDE IM SCHUBER, Sandstein Verlag Dresden „Burg und Herrschaft“: 600 Exponate aus europäischen Museen zeigen die Burg als Ort der Herrschaft, die sich zwischen Hofstube, Kapelle, Festsaal und Rüstkammer abspielte. „Mythos Burg“: Mit 650 Exponaten entsteht ein einzigartiges Bild von der deutschen Burgenlandschaft des Mittelalters bis heute. Basis dafür sind neueste Forschungsergebnisse. „Die Burg“: Wissenschaftlicher Begleitband. Hg. vom GMN, Nürnberg. Burgendkundler entwickeln die Geschichte einzelner Burgen und übergreifender Probleme.

Alida Gundlach: „Miteinander oder gar nicht“, Verlag Südwest Alida Gundlach verbindet ihre Informationen und Ansichten zum notwendigen gesellschaftlichen Miteinander. Sie ist in einer multikulturellen Großfamilie aufgewachsen, besitzt hieraus einen reichen Erfahrungsschatz, den sie heute sinnvoll und erfolgreich in die eigene Familie einbringt. Sie weiß aus zahlreichen Begegnungen und Erlebnissen, wie Generationen voneinander lernen und daraus profitieren können. Im Hinblick auf diese Überzeugung entwikkelt sie laufend Aktivitäten und Projekte, um die Öffentlichkeit auf die dringende Notwendigkeit der Kommunikation und der Zusammenarbeit von Alt und Jung hinzuweisen und so das erfolgreiche Miteinander unter Beweis zu stellen. Alida Gundlach schreibt heiter, spritzig und voller Selbstironie, erteilt Fachleuten das Wort zu ihren Themen und führt von leichter Hand durch die Problematik . Ein rechtes Buch zur rechten Zeit. Jörg Maurer: „Hochsaison“ Verlag Fischer Nach dem Bestseller „Fönlage“ der zweite Alpenkrimi mit Kommissar Jennerwein. Beim Neujahrsspringen in einem alpenländischen Kurort stürzt ein Skispringer schwer – und das ausgerechnet, wo höchste Olympia-Funktionäre zur Vergabe der Winderstspiele 2018 zuschauen. Wurde der Springer während seines Fluges etwa beschossen?

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• Bücher • Bücher • Bücher • Bücher Kommissar Jennerwein ermittelt bei Schützenvereinen und OlympiaKonkurrenten. Ausgerechnet in einem Gipfelbuch findet er ein Bekennerschreiben, in dem weitere Anschläge angedroht werden. Als dann Kurgäste beim Wandern zu knapp einer absichtlich ausgelösten Lawine entgehen, kocht die Empörung. Jennerwein muss den Täter fassen. Jörg Maurer stammt aus GarmischPartenkirchen und arbeitet als Musikkabarettist. Eine feste Größe in der süddeutschen Kabarettszene leitete er jahrelang ein Theater in München und wurde für seine Arbeit mehrfach ausgezeichnet. Sein Krimikabarettprogramm ist Kult. Rupert Neudeck: „Die Kraft Afrikas – warum der Kontinent noch nicht verloren ist“ Verlag C.H. Beck Während andere einst zur „Dritten Welt“ gehörende Länder in den letzten Jahrzehnten an Wohlstand gewonnen haben, scheint die Mehrzahl der Staaten Afrikas trotz westlicher Entwicklungshilfe weiter zurückzufallen. Mit viel Empathie für die Betroffenen analysiert Rupert Neudeck die Hintergründe der heutigen Situation, berichtet von seinen eigenen Erfahrungen und fordert eine andere Afrikapolitik, die auf Eigeninitiative von unten setzt statt auf „Entwicklung“ von oben. Rupert Neudeck, Dr. phil., gründete im Februar 1979 das „Komitee Cap Anamur“ Deutsche Notärzte e.V., das seitdem als humanitäre „Feuerwehr“ auf der ganzen Welt im Einsatz ist. Jetzt engagiert er sich

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für die neue Hilfsorganisation „Grünhelme“, die unter anderem in Ruanda, Uganda, Simbabwe, Mauretanien und im Kongo Projekte durchführt. Neudeck war 2008 einer der Initiatoren des „Bonner Aufrufs“ für eine andere Entwicklungspolitik. Bei C.H. Beck ist von ihm lieferbar: „Jenseits von Kabul“ (2003) Josef Wilfing: „Abgründe“ Verlag Heyne Begegnung mit der Bestie Mensch: Als der Leiter der Münchner Mordkommission Josef Wilfling Anfang 2009 nach 42 Dienstjahren in Pension ging, verabschiedete sich eine Legende. Der deutschlandweit bekannte Star-Ermittler und Vernehmungsspezialist klärte den Sedlmayr – und den Moshammer-Mord auf, schnappte Serientäter und verhörte Hunderte Kriminelle. Rund 100 Fälle von Mord und Totschlag hat er während seiner Dienstzeit bearbeitet und das mit einer Aufklärungsquote von nahezu 100 Prozent. Jetzt deckt er die spannendsten und erstaunlichsten Fälle auf. Da die Motive, einen Menschen zu töten, ebenso vielfältig sind wie seine Motive, geht Wilfling anband der gesetzlich definierten Merkmale für Mord der Frage nach, wie und warum Menschen zu Mördern werden. Doch er zeigt nicht nur, so das Böse seinen Ursprung hat, sondern beantwortet auch Fragen wie: Töten Frauen anders als

Männer? Wie verhält sich ein Unschuldiger? Woran erkennt man einen Lügner? Wie gehrt man als Polizist mit dem Leid der Opfer und Angehörigen um? Wladimir Kaminer: „Meine kaukasische Schwiegermutter“ Verlag Manhatten Wladimir Kaminer wurde am 19. Juli 1867 in Moskau geboren. Dort verbrachte er auch seine Jugend. Der Ausbidung zum Toningenieur für Theater und Rundfunk folgte das Studium für Dramaturgie am Moskauer Theaterinstitut. Seit 1990 lebt er mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Berlin. Neben regelmäßigen Textveröffentlichungen in deutschen Zeitungen bringt er wöchentliche Sendungen unter dem Titel „Wladimirs Welt“ in verschiedenen Sendern. Seine ersten Romane machten ihn schnell bekannt. Und sein Erzählertalent , gespickt mit Ironie und lakonischem Witz, vermittel über Rede und Schrift besonders genussvolle Begegnungen. Die jüngste ist die mit seiner kaukasischen Schwiegermutter. Dieses Buch erscheint im August und man sollte es sich nicht entgehen lassen, ganz abgesehen davon, dass man mit diesem Landstrich einmal durch seine Brille eine liebenswerte Bekanntschaft machen kann. Außerdem sind die einzelnen Kapitel garniert mit witzigen, themenbezogenen Zeichnungen.


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Der Pforzheimer

Leben mit den Verstorbenen Vielfältig ist der Ort der ewigen Ruhe, der heute im Angebot zu finden ist, heute – in einer Zeit der ständig wachsenden Unruhe. Da wird Asche von Verstorbenen verstreut in Meer und Wäldern, werden Orte gesucht und angeboten, die durch ihre Verschwiegenheit die ewige Anonymität versprechen. Im Wirbel der Zeit verlieren wir uns an die Einsamkeit, werden zum letzten Glied einer Familienkette, die schmückend und mit dem stolzen Bewusstsein der Zusammengehörigkeit einst als Quelle der Überlebenskraft und Geborgenheit Sicherheit und Heimat war.

Thilo Meier, Pforzheimer Bestattungshaus GmbH.

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Doch bei allen Wandlungen und Veränderungen der Gewohnheiten und Üblichkeiten: Der Schmerz und die Trauer beim Tod eines geliebten Menschen, die Verzweiflung darüber, ihn nie mehr berühren, nie mehr mit ihm leben zu können, nie mehr ihm nah zu sein erweckt immer wieder den verzweifelten Wunsch, den Rest seiner irdischen Hülle so nah wie möglich bei sich zu haben – sei es, im Grab im Garten oder in der Urne im Haus. Verliert man ein Kind, dessen Leben liebevoll mit Hoffnung und Liebe begleitet wurde, oder einen Ehepartner, mit dem man gemeinsam alt geworden ist, bei der Intensität von Schmerz und Trauer gibt es in dieser Verzweiflung nur den einen Wunsch, dem Verstorbenen so lange wie möglich ganz nah zu sein. Und hier hat der Trennungsschmerz einen Partner: die Einsamkeit. Nehmen wir als Beispiel ein älteres Ehepaar. Sie sind gemeinsam alt geworden, haben über 50 Jahre miteinander gelebt, der Ehemann ist nun verstorben. Diese Dame hat momentan nur einen Wunsch- einen

Herzenswunsch. Sie möchte ihren Mann behalten. Sie weiß, er ist tot, er ist nicht mehr da, aber wenigstens seine Asche möchte sie bei sich haben, einfach nicht weggeben. Immer wieder wird dieser Wunsch geäußert. Das Gesetz der Bestattungspflicht lässt dies jedoch nicht zu. Dort ist genau geregelt, dass Verstorbene im Sarg oder in der Urne auf dem Friedhof die letzte Ruhestätte finden müssen. Man sollte jedoch die Verneinung nicht nur auf das Gesetz beschränken. Was für ein Leben in Zweisamkeit wäre es, das beispielsweise diese alte Dame führen würde, die einige Tage nach der Trauerfeier die Urne in einem kleinen Rucksack mit nach Hause nehmen könnte? Die bekäme ihren Platz und er seine letzte Ruhe auf einem kleinen Tisch neben der Stehlampe – mit einer Kerze und einer Blume. Es sind schöne Erinnerungen da, denn dort hat er immer gesessen und gelesen. Und sie könnte nun ständig bei ihm sein, würde zuhause bleiben, hätte ihren stummen Gesprächspartner -ABER- ohne lebendige Diskussion, Anregung und Gedankenaustausch. Andere Menschen bräuchte sie nicht. Sie hat ja ihn. Und wäre seine letzte Ruhestätte in

einem Grab auf dem Friedhof? Die Sehnsucht, das Grab zu besuchen, es zu schmücken und sich dort auszuweinen – in der ersten Zeit würde sie oft aus dem Haus gehen, um bei ihm zu sein – sie würde dort, in diesem weiten Park mit den alten Bäumen und der lebendigen Stille der Natur Ruhe finden, die Kraft spendet, die dem Leben allmählich eine neue Farbigkeit verleiht und der „Seele“ neue Überlebensmöglichkeiten schenkt. Sie würde Menschen treffen, die ebenfalls in Trauer sind, könnte sich mit ihnen austauschen und mit ihnen ihr Leid teilen. Außerdem nimmt man Anderen die Möglichkeit ebenfalls das Grab zu besuchen. Was ist mit Arbeitskollegen, Nachbarn, früheren Schulkameraden oder etwa zerstrittenen Familienangehörigen? Für sie gibt es im Garten oder auf dem Kaminsims der engsten Verwandten keine Möglichkeit den Verstorbenen zu besuchen. Bei einem Leben in vier Wänden mit den sterblichen Überresten eines geliebten Toten wird die eigene Seele krank, kraftlos, und sie wird diese Welt verlassen.


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A. L. Szalay · 26.01.2009

solche und Bei der Fortsetzung meiner kleinen Erzählung „solche und solche“ bewegt mich immer wieder die Erinnerung an das gewaltigste und vielleicht auch halunkenhafteste Experiment in der Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung unserer Geschichte. Ich durfte die vollständige Entprivatisierung und Privatisierung innerhalb von weniger als einem halben Jahrhundert erleben. Mit demokratischer Auffassung erscheint es unbegreiflich, dass eine Partei mit 17% Wahlergebnis eine andere mit 56% aktionsunfähig macht. Nun wie war es? Die 56-Prozentigen hätten alleine die Regierung bilden können, wenn die Sowjets, die herrschende Kontrollkommission der Siegermächte, nicht verkündet hätten, dass eine Regierung nur mit der Beteiligung aller Parteinen erlaubt sei. Die Kommunisten waren wiederum nur zu Bildung bereit, wenn sie das Innenministerium kriegen. Hierüber schrieb der „Machtmensch“ in seinem „Rückblick“: „Wir haben uns den Rat von Genosse Stalin zu Eigen gemacht, das Innenministerium zu fordern“. Sie haben es gekriegt, mit dem ganzen Polizeiapparat. Dies ermöglichte den Aufbau einer Geheimpolizei. An Mitgestalter und Gefolgsleuten fehlte es nicht. „Wir Menschen haben eben nicht nur das Gute, sondern auch das Böse in uns. Wir Menschen sind keine Engel.“ (Warum uns das Böse fasziniert, von Franz M. Wuketits) Die Geheimpolizei wurde von dem „Machtmensch,“ zwar ungesetzlich, aber beherrscht. Es wurden die wichtigsten Persönlichkeiten der bürgerlichen Parteien verhaftet, mit ausgeklügelten Beschuldigungen verurteilt – zahlreiche sogar zum Tode. Der „Machtmensch“ hat nicht mal bei den eigenen Reihen Halt gemacht. Nach welchen Kriterien er seine Mitläufer eingekerkert und manche erschießen oder erhängen ließ, gar keine Ahnung.

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Er ließ sogar den Staatspräsidenten mit Frau Gemahlin von den Geheimen verhaften, die als geladene Gäste zum Abendessen bei ihm waren. Paul Lendvai schreibt in seinem Buch „Die Ungarn“ über diesen „Machtmenschen“: „Er war einer der gebildetsten, sprachkundigsten, aber moralisch übelsten Politiker der modernen ungarischen Geschichte. Zweifellos war er der hässlichste. Er lebte nur für die Macht. Er war einer der größten politischen Verbrecher.“ Der „Machtmensch“ hieß bei Geburt Rosenfeld und ab seinem 12. Lebensjahr „Rákosi“. Zwei wohlklingende Namen, kaum vorstellbar, dass man mit solchen Namen zum „politischen Verbrecher“ wird, aber nur er, seine 11 Geschwister nicht. Den Vornamen „Mátyás“ – zu deutsch „Matthias“ – hat er wahrscheinlich nach dem gerechten und volkstümlichen König Mátyás/Matthias (1458 – 1490) erhalten. Er, der „Volkskönig“ verkörperte den Glanz der ungarischen Nation und den Höhepunkt ungarischer Macht. Sein Handeln galt insbesondere der Kultur, Wirtschaft und dem Militär und die Geschichtsbücher behaupten für die Gerechtigkeit. Nach seinem Tod hieß es im Volksmund: „König Mátyás ist tot, mit ihm starb die Gerechtigkeit“.

Er war schon ein Ungar von den Besten, richtig „volksnahe“; hat gern und viel gegessen und verehrte die Bäuerinnen des Ungarnlandes und – grenzüberschreitend – ein österreichisches Bürgermadel, von der er auch einen Sohn bekommen hat. In repräsentativen Umfragen galt er als die „sympathische Persönlichkeit“. Ob die Eltern – die armen – bei dem neuzeitlichen Namensträger einige Träume in die Wiege gelegt haben, ist nicht auszuschließen. Vielleicht, sollte das Kind Eigenschaften des „Volkskönigs“ sich zu eigen machen? Nun, er hat sich schon bemüht, das Land zu ordnen, aber nicht zum Wohle des Volkes, statt dessen machte er es blutig und ungerecht. So rundlich wie er aussah, dürfte er wohl auch viel gegessen haben. Vorstellbar, wenn er sich mit der Damenwelt soviel beschäftigt hätte, wie der „Volkskönig“, so hätte er weniger Zeit für die mörderische Brutalität gehabt. Sicherheitshalber, für diejenigen Kurzurlauber, die sich in dem Matthias Keller in Wien oder in dem Mátyás Pince (Keller) in Budapest vollgetankt haben: diese Zigeunerlokalitäten wurden nicht nach dem „Bösewicht“ benannt, auch die Krönungskirche in Buda – in früheren Zeiten die Liebfrauenkirche der deutschen Gemeinde – nicht. Sie wurden nach dem „Volkskönig“ benannt. Die Zeit, in der ich auf dem berühmten Platz ging, war die Zeit der Angst, möglichst wenig zu denken und den Mund zu halten. Da kam mir ein Mann entgegen, er war aus meinem Geburtsort. Wir begrüßten uns und er fragte, was ich denn im Overall tue. Ich sagte, dass ich dabei wäre, den Elektromechanikerberuf zu erlernen. Er: „Sie haben doch Abitur gemacht? Wie haben Sie Ihr Abitur gemacht?“ Ich: „Ja, ich habe es gemacht und noch dazu gut“.


solche … Er: „Warum studieren Sie nicht weiter?“ Ich: „Ich bitte Sie, Sie wissen es, dass meine Eltern für diese Bande nicht die richtigen sind“. Meine Eltern waren fleißige und sozial eingestellte Menschen, die einige mittelgroße Betriebe gehabt haben. Sie waren wahrscheinlich die Reichsten in der Umgebung. 1951 waren ihre Betriebe schon längst verstaatlicht. Sie gehörten zu den sogenannten Klassenfeinden und ich als ihr Kind war mit von der Partie. Vor so einem Sprössling waren die Tore der höheren Schulen geschlossen. Diese Tatsache brachte mein Seelengleichgewicht überhaupt nicht durcheinander. Der Elektromechanikerberuf erschien mir vorteilhaft – ich hielt ihn für einen guten Beruf. Zusätzlich; so dachte ich, wenn ich meinen Mund halte und brauchbar als Elektromechaniker arbeite, werde ich von den systembedingten Unannehmlichkeiten verschont. Also, ich war keineswegs unglücklich, noch unzufrieden. Aber irgendwie doch, nämlich das Problem von uns Jugendlichen mit Abitur war nicht so sehr im Bereich der Ausbildung, sondern im Bereich der „Verteidigung“ unseres heiß geliebten Ungarnlandes als „gemeiner Soldat“. Nur gegen wen? Ungarn war ein von „Übermächten“ besetztes Land, in reibungslosem Übergang von den Deutschen zu den Russen. Die „gemeinen Soldaten“ mussten etwa 2,5 Jahre dienen, in den ersten 6 Monaten kahlgeschoren und fast ohne Ausgang. Wer hat schon von den Wohlgeborenen zu so etwas Laune? Es herrschte eine wohlverständliche Beziehungslosigkeit zu jedwedem Militärspiel. Die Studenten haben es viel günstiger gehabt. Sie hatten in der Semesterzeit wöchentlich zwei Stunden Fachausbildung z.B. für Versorgung und in den Sommersemesterferien

Fortsetzung von der letzten Ausgabe wurden sie für 4 Wochen zur Übung eingezogen. Nach Ablauf der Hochschulzeit bekamen die Herrschaften noch 10 – 12 Wochen „Offiziersausbildung“. Logischerweise wollten sie alle studieren, egal was. Dem „Klassenfeind, wie ich, war dieser Weg versperrt. Gott sei Dank, der Bürger aus meinem Geburtsort, ließ nicht locker. Er: „Warum sind Sie nicht zu mir gekommen?“ Ich: „Warum hätte ich zu Ihnen kommen sollen?“ Er: „Weil ich der Parteichef in der Ortschaft bin“. Ich: „Oh je, meinen Sie das ernst?“ Er: „Ja“ Zu dem nächsten Termin meldete ich mich zur Aufnahmeprüfung und teilte dies dem Parteichef mit. Ich wurde zur Prüfung geladen, die ich auch bestand und wurde zugelassen. Einer der Prüfer fragte mich, ob der Parteichef der Ortschaft mein Verwandter oder so etwas sei. Ich sagte: „Weder noch, wieso?“ Der Prüfer meinte, dass man in der Regel die Aufnahme befürwortet oder gegebenenfalls uns bittet, aber so wie in meinem Fall, dass die Partei der Ortschaft die Aufnahme verlangt, käme schon selten vor. „Oh ja, sagte ich“. (Übrigens, ich sagte damals – vielleicht auch heute noch – wenn mir nichts besseres einfällt, „oh ja“.) Ich habe die Schule fertig gemacht und traf zufällig diesen Parteichef, er war es noch immer. Ich fragte ihn, warum er mir geholfen und sich dadurch eigentlich in Gefahr gebracht hätte. Er sagte zu mir: „Ich habe Ihnen lediglich das Körbeschleppen bezahlt. Ob Sie sich daran erinnern?“ Er lächelte und erzählte die Geschichte mit seiner alten, knochenkranken Mutter und mir. „Meine Mutter schleppte zwei Körbe, schwerfällig. Sie, damals ein Bengel reicher Eltern, nahmen die Körbe von meiner Mutter und brach-

ten sie zu uns nach Hause in die Küche. Da konnte ich euch vom Fenster aus beobachten. Meine Mutter sagte zu Ihnen, ,warte mein Söhnchen, du kriegst von mir einen Apfel’. Sie haben gewartet, den Apfel genommen und sich bedankt. Sie haben nicht gesagt, dass Ihre Eltern eine große Apfelplantage haben und dass sie Äpfel genug haben. Sie nahmen den Apfel und haben angefangen ihn zu essen und dann gingen sie. Ich dachte, der Junge dürfte wohl ein gutes Herz haben“. Damit beendete er seine Erzählung. Viele Jahre sind vorbeigegangen. Im Jahre 1956 bei der Revolution verließ ich Ungarn und nach der Änderung der politischen und wirtschaftlichen Ordnung gründete ich in der Ortschaft eine Firma, die inzwischen die meisten Beschäftigen in der Umgebung hat. Der Parteichef war schon längst gestorben. Etwa im Jahre 2001 d.h. nach 50 Jahren meiner Begegnung mit dem Parteichef, kam eine Frau mittleren Alters und suchte Arbeit. Meine Mutter, schon im hohen Alter, aber mit gutem Erinnerungsvermögen, sah die Frau. Sie ließ den Betriebsleiter zu sich kommen und sagte: „Die Frau, die vorher bei Ihnen sich um Arbeit beworben hat, wird eingestellt. Ihr Schwiegervater hat vor vielen Jahren meinem Sohn sehr geholfen.“ Ich wollte die Frau kennen lernen und bat den Betriebsleiter, die Frau aus der Montagehalle heraus zu mir zu bitten. Ich fragte sie, ob sie es wüsste, warum sie hier bei uns sofort eingestellt wurde? Sie meinte, dass meine Mutter ihr geholfen hätte. Dann erzählte ich ihr die Geschichte zwischen ihrem Schwiegervater und mir. Ihr kamen die Tränen vor Rührung und ich meinte, dies sei eine wunderbare Abrechnung im Zeitraum von 50 Jahren.

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Versammlung in der Schreinerei – Eine Geschichte aus Peru Man erzählt, dass in der Schreinerei einmal eine seltsame Versammlung abgehalten wurde. Es war eine Versammlung aller Werkzeuge, die ihre Unterschiede und Besonderheiten klären wollten. muss sie viel zu oft im Kreis herum drehen, bis sie zu etwas nützlich ist.“ Auch die Schraube gab klein bei, sagte aber: „Ich finde, dass auch das Schmirgelpapier nicht infrage kommt, denn es ist in seinem Umfang sehr rau und außerdem ständig in Reibereien mit anderen verwickelt.“ Und das Schmirgelpapapier war einverstanden unter der Bedingung, dass auch das Metermaß ausgeFoto © shutterstock.com

Zunächst war der Hammer der Leiter der Versammlung, aber die Werkzeuge beschlossen, dass er den Vorsitz abgeben sollte. Warum? Wir finden, dass Du zu viel Krach machst. Und überhaupt machst Du die ganze Zeit nichts anderes, als auf anderen herum zu schlafen.“ Der Hammer akzeptierte seine Schuld, aber er sagte: „Ich finde, dass auch die Schraube ausgeschlossen werden muss, denn man

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PERUBALSAM Der Perubalsam wird bis zu 16 m hoch und ist in den Bergwäldern im Küstengebiet von San Salvador heimisch (sogen. Balsamküste). Der Baum wurde wahrscheinlich schon in präkolumbianischer Zeit in andere tropische Zonen Mittelamerikas eingeführt und stellt eine wichtige indianische Arznei dar. Perubalsam wird bei der Herstellung von Parfüms, in der Schokoladen- und Kaugummiindustrie verwendet, außerdem soll er Teil der Coca-Cola-Rezeptur sein. Perubalsam ist seit langem Bestandteil europäischer Heilkunde. Im Deutschen Arzneibuch wird der Balsam heute noch geführt. Perubalsam gehört zu den Räucherpflanzen der Venus. Er unterstützt unseren

schlossen würde. „Das Metermaß beurteilt die anderen immer nur nach seiner Größe und meint ständig, es sei das einzige perfekte.“ In diesem Moment kam der Schreiner herein und machte sich an seine Arbeit. Er benutzte den Hammer, das Schmirgelpapier, das Metermaß und die Schraube. Und so machte er aus einem groben Stück Holz ein wunderschönes Möbelstück. Als die Werkzeuge der Schreinerei unter sich waren, trat die Versammlung noch einmal in Beratung und dieses Mal ergriff die Säge das Wort: „Meine Damen und Herren, es hat sich gezeigt, dass wir alle unsere Schwächen haben, aber der Schreiner arbeitet mit unseren Fähigkeiten und Stärken. Das ist es, was uns so wertvoll und besonders macht. Deshalb schlage ich vor, dass wir nicht mehr an unsere negativen Eigenschaften denken, sondern uns auf unsere Stärken konzentrieren.“ Und so bemerkte die Versammlung, dass der Hammer stark war, und die Schraube vereinen und zusammenhalten konnte. Das Schmirgelpapier konnte feiner machen und Ungereimtheiten ausgleichen und das Metermaß war genau und exakt. Sie fühlten sich fortan als eine starke Gruppe, die in der Lage war, Möbel von Qualität herzustellen. Und sie waren mächtig stolz auf ihre Stärken und dass sie zusammen arbeiten konnten.

Sinn für Ästhetik, Schönheit und Harmonie, lässt uns unvereingenommen auf Menschen und Situationen zugehen. Die Zuordnung des Perubalsams im Tierkreiszeichen ist die Waage. Menschen dieses Zeichens lieben das Schöne, die Kunst und brauchen eine harmonische Umgebung. Sie möchten am liebsten jedermanns Freund sein und sind die Vermittler, die Kontakte schaffen. Dabei überbrücken sie Gegensätze, schlichten wenn Konflikte entstehen und suchen immer nach realistischen Kompromissen. Und so kann eine Waageräucherung dazu beitragen, dass wir mehr Diplomatie im Umgang mit anderen Menschen erlangen, den Kompromiss bei unlösbaren Situationen finden und in unseren Schattenseiten das Licht finden.


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Generationen im Dialog Ausgabe 2-2010  

Zeitschrift für Jung & Alt, Generationen, Familie, Eltern, Großeltern, Kinder, Enkel, wissenschaft, kultur, kunst, bauen, wohnen, seniorenhe...

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