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das magazin nr.3

NatĂźrlich BARRIEREFREI ZUHAUSE UND AUF REISEN

Generation 50plus Nachhaltiges Bauen Barrierefreiheit

Komfortabel reisen von Salzburg bis Hamburg


Barrierefreie Reiseziele – individuell reisen mit der Bahn!

© multivisualart_2015 © multivisualart_2015

Mobilitätsservice-Zentrale: 0180 6 512 512* Mobilitätsservice-Zentrale: 0180 6 512 512* Der kompetente Partner für barrierefreies Reisen. Der kompetente Partner für barrierefreies Reisen.

Die Mobilitätsservice-Zentrale der Deutschen Bahn bietet Reisenden mit Die Mobilitätsservice-Zentrale der Deutschen Bahn bietet Reisenden mit Handicap umfangreiche Services und spezielle Angebote. Auch die Handicap umfangreiche Services und spezielle Angebote. Auch die Arbeitsgemeinschaft „Barrierefreie Reiseziele in Deutschland“ hat sich auf Arbeitsgemeinschaft „Barrierefreie Reiseziele in Deutschland“ hat sich auf die besonderen Bedürfnisse mobilitätseingeschränkter Gäste eingestellt die besonderen Bedürfnisse mobilitätseingeschränkter Gäste eingestellt (www.barrierefreie-reiseziele.de). (www.barrierefreie-reiseziele.de). In einer gemeinsamen Kooperation wurden individuelle Mobilitätspakete In einer gemeinsamen Kooperation wurden individuelle Mobilitätspakete entwickelt, die die Wünsche und Bedürfnisse mobilitätseingeschränkter entwickelt, die die Wünsche und Bedürfnisse mobilitätseingeschränkter Urlauber bei An- und Abreise inkl. Anschlussmobilität, Hotelwahl und Urlauber bei An- und Abreise inkl. Anschlussmobilität, Hotelwahl und Rahmenprogramm in den Mittelpunkt stellen. Seit März 2015 besteht Rahmenprogramm in den Mittelpunkt stellen. Seit März 2015 besteht eine solche Kooperation auch mit barrierefreien Reisezielen in Österreich eine solche Kooperation auch mit barrierefreien Reisezielen in Österreich (www.barrierefrei-austria.at). (www.barrierefrei-austria.at). Aktuelle Informationen unter www.bahn.de/reiseziele-barrierefrei Aktuelle Informationen unter www.bahn.de/reiseziele-barrierefrei * 20 ct/Anruf aus dem Festnetz, Tarif bei Mobilfunk max. 60 ct/Anruf * 20 ct/Anruf aus dem Festnetz, Tarif bei Mobilfunk max. 60 ct/Anruf


Editorial Liebe Leserinnen, liebe Leser!

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ir leben in einer Zeit ständiger Veränderung. Nicht unbedingt zu unserem Besten. Manchmal frage ich mich: Habt ihr denn nichts dazugelernt? 72 Jahre Frieden – und kein bisschen weise. Im Laufe eines Lebens lernen wir auch, dass wir nicht alles in der Hand haben, und die Gesundheit schon gar nicht. Es sind oft die Ereignisse und Schicksalsschläge, die wir, ob arm oder reich, nicht beeinflussen können. Umso klüger wäre es, wenn wir wenigstens, was wir beeinflussen können, selbst entscheiden und verändern, um unseren Alltag so angenehm wie möglich zu gestalten.

Foto © multivisual Art

Natürlich bin ich damit sofort beim Thema Barrierefreiheit. Und bei der demografischen Entwicklung und der Generation 50plus. Denn unsere Gesellschaft wird in den kommenden Jahrzehnten immer älter, bunter und vielfältiger. Und das ist gut so. Einige Zahlen dazu: In Österreich sind 18% der Bevölkerung bereits älter als 64 Jahre, in Deutschland sind es 21%, in der Schweiz 22%. Und diese Generationen sind vermögend wie keine anderen zuvor, verfügen über Lebenslust und wollen das Leben genießen. Jeder möchte in seinem gewohnten privaten Umfeld so lange wie möglich angenehm leben. Dabei helfen innovative Produkte, die das Leben erleichtern und eine nachhaltige Ausstattung der eigenen vier Wände erlauben. Einige davon stellen wir Ihnen hier vor. Untrennbar mit Lebensqualität verbunden ist für viele von uns das Reisen. Der Genuss einer eleganten, sportiven oder legeren Atmosphäre an attraktiven Destinationen. Mit zunehmendem Alter – vielleicht aufgrund einer Mobilitätseinschränkung – bevorzugt man Orte, an denen einem keine Hindernisse in den Weg gelegt werden: Hotels und Restaurants, die Ihrem persönlichen Geschmack gerecht werden und in denen alle Gäste sich frei bewegen können! Als

beeidigte Sachverständige, studierte Architektin, begeisterte und anspruchsvolle Reisende sowie als Rollstuhlnutzerin kenne ich das Thema Barrierefreiheit in allen seinen Facetten. Seit Jahren ist es mein Anliegen, attraktive, zuverlässige und einladende, barrierefrei gestaltete Einrichtungen zu präsentieren. Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen

Ihre

Kornelia Grundmann


I nhalt 8 10-21 22-25 27-29

BARRIEREFREI REISEN VON SALZBURG BIS HAMBURG Salzburg zieht an: Die pulsierende inklusive Stadt Zu Gast in Tirol: Kitzbühel, Wilder Kaiser, Achensee und Kaunertal Alles, nur keine Langeweile: Einfach München erleben Hoch in den Norden: Niedersachsen und Hamburg

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Hannes Kinigadner: Der Unfall hat alles verändert


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Urlaub am Achensee

BARRIEREFREI BAUEN & WOHNEN

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Lust auf Barrierefreiheit: Das Handbuch für Hotellerie und Tourismus Die Hotellerie der Zukunft: Es bewegt sich vieles Umbau im Eigenheim: Und plötzlich ist alles anders Intelligente Lösungen für Ihre Mobilität: Wir präsentieren innovative Produkte, die Ihnen den Alltag erleichtern Was geht, wenn nichts mehr geht: Der würdevolle Umgang mit Demenz

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Das gute Gefühl: Wenn sich Design, Ästhetik und Barrierefreiheit vereinen


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LUST AUF BARRIEREFREIHEIT

Nach einem Dreivierteljahr intensiver Arbeit freute ich mich ungemein, als ich das erste druckfrische Exemplar in Händen hielt. Endlich: Lust auf BarriereFREIHEIT. Es enthält nicht nur fundiertes Basiswissen, sondern auch einen übersichtlich gegliederten Praxisteil. Angesprochen werden vor

allem Hoteliers, Gastronomen und Tourismusverantwortliche sowie Planer und Investoren, die sich den neuen gesetzlichen Anforderungen, aber auch der demografischen Entwicklung stellen müssen und auch wollen. Denn zwei Gästegruppen wachsen besonders rasant: die der Generation 50plus sowie die der Gäste mit Mobilitätseinschränkungen. Wie können in den kommenden Jahrzehnten höhere Umsätze erzielt werden? Für mich ganz klar: indem man Lust auf BarriereFREIHEIT bekommt. Lust auf BarriereFREIHEIT zeigt mit praktischen, leicht umsetzbaren Tipps, worauf es bei der barrierefreien Gestaltung wirklich ankommt und wie die demografische Entwicklung gewinnbringend genutzt werden kann.

Fotos: Bücher © gabana, Paar © nyul – Fotolia.com

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ie halten gerade die dritte Ausgabe meines Magazins Natürlich barrierefrei in Ihren Händen. Seit 2015 publiziere ich jährlich Informatives rund um barrierefreies Reisen und Bauen für den deutschsprachigen Raum. Durch meine Beratungen und Gutachten sowie den intensiven Kontakt mit interessierten Lesern und auch mit engagierten Anbietern aus der Tourismus- und Baubranche sowie ausführenden Handwerkern ist langsam aber stetig die Idee eines Ratgebers in Buchform gereift.


5 Im Buch präsentiere ich Marktchancen, stelle durchdachte Lösungen vor und mache mit den Methoden einer erfolgreichen Vermarktung barrierefreier Angebote vertraut. Auch Besitzer von gewerblichen und privaten Immobilien finden hilfreiche Anregungen, wie sich durch Maßnahmen in puncto Barrierefreiheit der Mehrwert und die nachhaltige Nutzbarkeit von Wohnungen und Häusern steigern lassen. Blättern Sie um, und lesen Sie dazu einen Auszug aus meinem Buch! Ein erstes Fazit der Kunden: ein spannender Ratgeber mit schönen, ansprechenden Beispielen, wie verlässliche, barrierefreie Gestaltung heute aussehen kann.

Einige Punkte, die mir besonders wichtig sind: • •

Suchen & Buchen: das A und O des Findens und Gefundenwerdens. Richtige Internetpräsenz mit aussagekräftigen und nachvollziehbaren Angeboten. Barrierefreiheit gefällt allen Gästen: Stylische barrierefreie Hotelzimmer, Restaurants und Anlagen sind komfortabel und einladend.

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Verabschieden Sie sich von Vorurteilen wie dem, barrierefreie Zimmer könnten Sie nicht an „normale Gäste“ vermieten! Barrierefreiheit lebt von den kleinen aber feinen Details. Anhand von Beispielen wird deutlich gemacht, worauf es ankommt. Gut durchdachte Barrierefreiheit kostet weniger als angenommen.

Aufmachung,

Aufbau und Inhalt, aber auch die Art und Weise der Vermittlung von Wissen sind sehr gelungen! Dr. Benjamin T. Rieger/Erlau

Lust auf BarriereFREIHEIT Autorin & Herausgeberin: Kornelia Grundmann (gabana - Agentur für Barrierefreiheit) 169 Seiten; Preis € 39,80 + Versandkosten ISBN 978-3-200-04818-8 Bestellungen: www.gabana.net/buch


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DIE ZUKUNFT DER HOTELLERIE Wohnen auf Zeit – barrierefrei! Wie sieht sie aus, die Zukunft der Hotellerie? Wie werden und bleiben Betriebe wettbewerbsfähig in einem Markt, der so diffizil ist: stark segmentiert, geprägt von Trends, sehr unterschiedlichen Zielgruppen und ständigem Wandel? Die Zukunft der Hotellerie wird durch clevere, innovative Konzepte bestimmt. Eines davon ist das Wohnen auf Zeit in Serviced Apartments. Mit allen anderen Konzepten hat es gemeinsam, dass in einer barrierefreien Gestaltung hoher Mehrwert entsteht: von der Wohlfühlatmosphäre über die Attraktivität für eine wachsende Zielgruppe bis hin zu Nachnutzungskonzepten.


7 Sich wie zu Hause fühlen Wohnen auf Zeit ist Trend: Eine begrenzte Zeit an einem Ort verbringen und dabei in einem vollgültigen und zugleich individuellen Apartment wohnen. Dieses Konzept ist sowohl im Freizeit- als auch im Geschäftsreisetourismus attraktiv. Dabei kommt es den Gästen nicht nur darauf an, ein Apartment mit einer kompletten Ausstattung zur Verfügung zu haben. Entscheidend sind die emotionalen Aspekte – ankommen, sich wohlfühlen. Idealerweise: sich wie zu Hause fühlen. Die bequeme Variante: Serviced Appartements Das Serviced-Apartments-Konzept verschmilzt die Vorzüge individueller möblierter Apartments für temporäres Wohnen (Stichwort: private Vermietungsplattformen!) mit den aus der Hotellerie bekannten Annehmlichkeiten, wie Reinigungs- und Wäscheservice, Spa und Wellnessbereiche sowie Gastronomie. Serviced Apartments profitieren künftig stark von barrierefreier Gestaltung durch geschickte Planung und clevere Möblierung: Indem sie Gästen mit Handicaps einen entspannten Aufenthalt ermöglichen, werden sie für den zu-

Dr. Steve Grundmann Der Wirtschafts- und Stadtgeograf berät Unternehmen, Kommunen und Verbände aus Bauwirtschaft und Tourismus zu übergreifenden Trends in Barrierefreiheit und Nachhaltigkeit. Er lebt mit seiner Familie in München.

nehmenden Gesundheits- und Medizintourismus ebenso attraktiv wie für Gäste mit kurz- oder langfristigen Mobilitätseinschränkungen. Wachsende Zielgruppe Senioren Eine eigene Mitte 2016 durchgeführte Befragung in Tiroler Tourismusregionen sowie in der Hotellerie ergab, dass bereits heute knapp 50 Prozent der Gäste über 50 Jahre alt sind. Auch diese Zielgruppe stellt ein stets wachsendes Potenzial für Serviced Apartments dar. Wer Senioren und ihre Freunde und Angehörigen erreichen möchte, sollte ihrem Bedürfnis nach bequemem, großzügigem – und barrierefreiem – Wohnen auf Zeit entgegenkommen. Nachnutzungskonzept inklusive Wer in Immobilien investiert, tut gut daran, ein Nachnutzungskonzept und eine Exit-Strategie zu haben. Das gilt auch in der Hotellerie. Der Vorteil barrierefrei ausgestatteter Apartments liegt hier auf der Hand: Eine etwaige spätere Nutzungsänderung zum Beispiel in Alterswohnungen ist kein Problem.


© Tourismus Salzburg, SBSB © Helge Kirchberger, Hotelzimmer © Motel One

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SALZBURG ZIEHT AN

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eltbekannt für seine historische Altstadt und als Geburtsstadt seines wohl berühmtesten Sohnes, Wolfgang Amadeus Mozart, präsentiert sich Salzburg dem Besucher heute als äußerst anziehende,

bunte Stadt voll Lebensfreude. Eine gelungene Mischung aus barocker Architektur, reizvollen Gassen mit schönen Geschäften, einem vielfältigen kulturellen Angebot und zahlreichen attraktiven Sehenswürdigkeiten und Veranstaltungen.


In der Stadt an der Salzach zieht man an einem Strang: Obwohl mit 2,8 Mio. Nächtigungen 2016 ein Touristenmagnet erster Güte, setzen Tourismusverband, Stadtverwaltung, aber auch wichtige Infrastruktureinrichtungen, wie der umgebaute Hauptbahnhof und der Salzburger Flughafen W. A. Mozart, auf Barrierefreiheit und machen damit die Stadt auch für Menschen mit Handicap zum begehrten Reiseziel. Hier zwei attraktive Beispiele: Das DomQuartier Salzburg, ein kulturelles Highlight im Herzen der Stadt und ehemaliges Zentrum fürsterzbischöflicher Macht, umfasst den Komplex aus Residenz und Dom, ergänzt um das Benediktinerkloster St. Peter. Das DomQuartier wurde im Rahmen der Möglichkeiten des Denkmalschutzes barrierefrei umgebaut und ermöglicht auch Besuchern mit Mobilitätseinschränkung die Besichtigung dieses barocken Juwels. Mit wegweisenden Ausstellungen zeitgenössischer Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts punktet das Museum der Moderne, das hoch über den Dächern der Altstadt einen traumhaften Ausblick bietet. Erreichbar ist es barrierefrei über den Mönchsberg-Aufzug. Barrierefreie Gastronomie sowie Unterkünfte unterschiedlicher Kategorien findet man unter www.salzburg.info Ein persönlicher Tipp von Kornelia Grundmann: Das Motel One Salzburg-Süd an der Alpenstraße verfügt sogar über acht barrierefreie Zimmer, ausreichend barrierefreie Parkplätze, ein ausgezeichnetes Frühstücksbuffet, sowie über äußerst zuvorkommende Mitarbeiter.

www.salzburg.info/barrierefrei www.stadt-salzburg.at www.domquartier.at www.motel-one.com

Behindertenbeauftragte


TIROL MIT ALLEN SINNEN ERKUNDEN

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ie einzigartige Landschaft Tirols ist für alle zum Erleben und Genießen da. Auch Menschen mit Handicap schätzen den unvergleichlichen Erholungswert. In der Bergwelt Tirols ist ein Rollstuhl kein Hindernis, findet man mit dem Handbike, dem Monoski, beim Schlittenlanglauf oder Tandem-Paragleiten sportliche Höhepunkte zu allen Jahreszeiten. Das barrierefreie Angebot Tirols wächst stetig, denn immer mehr Betriebe und öffentliche Einrichtungen setzen auf einen Urlaub ohne Hindernisse. Und Tirol bietet mehr: Beim Besuch von Konzerten und Museen eröffnet sich einem die reiche kulturelle Seite des Landes. Dazu typische Tiroler Spezialitäten in einem gemütlichen Wirtshaus … ein kulinarischer Genuss, der bei keinem Aufenthalt fehlen darf.

www.tirol.at/barrierefrei

Tirol Werbung © Josef Mallaun

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TRAUMURLAUB IN DEN BERGEN

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nsere Redaktion empfiehlt drei barrierefreie Unterkünfte. Weitere zahlreiche Hotels und Pensionen warten im Ferienland Tirol auf Sie.

Appartementhaus Renate • Kaunertal Mehr als die Hälfte der zehn liebevoll eingerichteten Appartements und der Wellnessbereich sind barrierefrei. Genießen Sie ganzjährig die herrliche Naturpark- und Gletscherregion im Kaunertal!

www.hausrenate.com

Alpenhotel Ammerwald • Reutte Das in der Nähe des Plansees gelegene Hotel bietet drei barrierefreie Zimmer und eine ausgezeichnete Küche. Beste Voraussetzungen für einen erholsamen und genussvollen Aufenthalt! © Ammerwald, Alpenpension Claudia © Hannes Dabernig

www.ammerwald.at

Alpenpension Claudia • Ellmau Die kleine Schwester des AktivHotel Hochfilzer in Ellmau punktet mit herrlichem Garten, tollem Schwimmteich, einem großen Bio-Frühstück und einem großzügigen barrierefreien Zimmer.

www.hotel-hochfilzer.com


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KITZBÜHELER FLAIR ERLEBEN

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er einmal in Kitzbühel war, kommt gerne wieder. Die Berge, die Begeisterung für den Sport und das Streben nach dem Außergewöhnlichen – Kitzbühel ist das Synonym für ein unverkennbares Lebensgefühl. Kitzbühel vereint Tradition, Mythos sowie eine idyllische Landschaft auf unverwechselbare Art und Weise. Die „Gamsstadt“ begeistert alle und verführt sie gleichermaßen. Die legendärste Sportstadt der Alpen bietet ein vielfältiges und abwechslungsreiches Programm. Genuss kennt keine Grenzen – die Restaurantvielfalt reicht vom mehrfach ausgezeichneten Haubenlokal bis hin zum urigen Tiroler Wirtshaus. Berge, Wiesen und Seen, Veranstaltungen und exklusive Einkaufsmöglichkeiten, das ist die besondere Atmosphäre, die Kitzbühels Ruf als sympathische und gastfreundliche Ganzjahres-Destination weit über die Landesgrenzen hinaus geprägt hat.

Sport-Wellnesshotel Bichlhof Barrierefreiheit auf höchstem Niveau. Traumhaft gelegen, bietet das Hotel Bichlhof alle Annehmlichkeiten eines 4-Sterne-Superior Hauses. Auf Gäste mit individuellen Ansprüchen warten zwei barrierefreie Zimmer der Extraklasse.

www.bichlhof.at

© Michael Werlberger | Kitzbühel Tourismus © Kitzbühel-Schriftzug-Design: Alfons Walde 1933/VKB Wien

Besonders hervorzuheben ist die leichte Erreichbarkeit. ÖBB und DB bieten mit dem „Rundum Sorglos Paket“ eine entspannte Anreise. Urlauber mit und ohne Mobilitätseinschränkungen finden die besten barrierefreien Angebote für unvergessliche Urlaube in der Gamsstadt unter: www.kitzbuehel.com


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EINE KULISSE WIE IM FILM

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er Wilde Kaiser mit seiner Traumkulisse bietet nicht nur die beeindruckenden Drehorte für die beliebte Fernsehserie „Der Bergdoktor“, sondern auch jede Menge barrierefreie Hotspots für Sportler oder Genießer – und das zu jeder Jahreszeit.

© TVB Wilder Kaiser

Sich frei fühlen, genießen, grenzenlose Lebensfreude spüren! Mit den Bergbahnen hinauffahren, dabei sein, atemberaubende Ausblicke und Sonnenuntergänge genießen. Erkunden Sie hoch oben am Berg die Natur, wagen Sie einen Tandemflug mit dem Paragleiter, oder genießen Sie einfach die kulinarischen Schmankerln der Region!

Ausflüge oder Wanderungen führen zum märchenhaften Hintersteinersee. Im Sommer sorgt der kleine aber feine Ahornsee für Badevergnügen. Damit Sie sich richtig gut aufgehoben fühlen, erwarten Sie zuverlässige barrierefreie Unterkünfte unterschiedlicher Kategorien. Erleben Sie Urlaub pur, und lassen Sie sich einfach verwöhnen!

www.wilderkaiser.info


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Fotos: Panoramasauna Nachtaufnahme © Rudi Pollack; alle anderen Fotos © Hannes Dabernig

ZWEI HÄUSER, EINE PHILOSOPHIE

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ine Hoteliersfamilie wie aus dem Bilderbuch – so beschreibt man die Familie Hochfilzer in Ellmau in Tirol wohl am besten. Bereits seit 1832 wird Gastfreundschaft in dieser Familie von einer Generation an die nächste weitergegeben. Zuverlässigkeit großgeschrieben Ingrid Hochfilzer erzählt nicht ohne Stolz, dass bereits ihr Schwiegervater auf einen ebenerdigen

Zugang und einen damals noch gar nicht üblichen Lift Wert legte. Sohn Christoph Hochfilzer unterstreicht, für ihn sollen alle Gäste in seinem Hotel uneingeschränkt den Urlaub genießen können. Dementsprechend sind die neuen barrierefreien und allergiker-freundlichen Zimmer bis ins kleinste Detail speziell auch für Rollstuhlnutzer gestaltet worden. Davon kann man sich schon vorab auf der Website in allen Einzelheiten überzeugen. Wer angenehmen Komfort, ein zuverlässiges


Angebot und liebevolle Aufmerksamkeit in einer wunderschönen Landschaft schätzt, der wird das AktivHotel Hochfilzer lieben lernen. Eine Oase der Gemütlichkeit mit einem herrlichen Garten und trotzdem mitten in Ellmau haben die Hochfilzers mit der Alpenpension Claudia geschaffen. Am Bio-Pool zu liegen und beim Plätschern des Wassers die Seele baumeln zu lassen, ist Erholung pur. In beiden Häusern ist man sehr um das Wohl der Gäste bemüht. Dazu zählen auch wertvolle Tipps zu Ausflügen und Aktivitäten. Kurz gesagt: Die Hochfilzers und ihr Team erfüllen (fast) jeden Wunsch.

Auf einen Blick • 2 großzügige barrierefreie Zimmer (25 m2) • Parkettholzboden • Bett links oder rechts anfahrbar • Betthöhe 55 cm • Bad mit Schiebetüre • Bodengleiche Dusche mit Haltegriffen • Duschsitz • Kneippschlauch • WC 2 Stützklappgriffe

Dorf 33, 6352 Ellmau Österreich Tel. +43 5358 2501 info@hotel-hochfilzer.com www.hotel-hochfilzer.com


© Tirol-Schiffahrt

Ablegen und aufleben seit 1887

ACHENSEESCHIFFAHRT – TIROL 2017, 130 Jahre oder 87 Mal um die Welt … … diese Strecke haben die Schiffe der Achenseeschiffahrt seit der Jungfernfahrt des Dampfers St. Josef am 27. Juni 1887 zurückgelegt und dabei 18 Millionen Fahrgäste befördert, 3.1 Millionen Mal an- bzw. abgelegt, 5 Millionen Mal haben die Matrosen die Taue geworfen, 2.5 Millionen Mal Signal gegeben und mit Sicherheit 1 Milliarde Mal gelächelt…

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on je her ist die Seefahrt ein Menschheitstraum und weckt die Sehnsucht nach Freiheit. An Bord erleben Sie die Tiroler Bergwelt auf unvergessliche Art und Weise. Genießen Sie die „Kreuzfahrt“ auf Tirols größtem See, und lassen Sie sich während der Fahrt gastronomisch verwöhnen! Auf beeindruckender Seehöhe von 929 Metern bieten die verschiedenen Anlegestellen die Möglichkeit zum Ein- und Aussteigen. Ein Aufenthalt in der wildromantisch schön gelegenen Gaisalm lohnt sich auf jeden Fall. Dieser besondere Ausflug am Achensee wird für jeden Gast, mit oder ohne Mobilitätseinschränkung, zu einem entspannten Urlaubstag. Zahlreiche Veranstaltungen unterschiedlichster Art finden das Jahr über auf den Schiffen statt. Herzlich willkommen an Bord!

Auf einen Blick • Barrierefreiheit am gesamten Landesteg / Vorplatz in Pertisau • Alle 3 Schiffe sind barrierefrei inkl. WCs • Sitzmöglichkeiten mit Armlehnen auf dem Vorplatz sowie auf den Schiffen • Kasse mit Induktionsanlage und überdachtem Vorbereich • Überdachte Elektrotankstelle für Elektrorollstühle • Barrierefreies WC mit Euroschlüssel • 2 öffentliche Bushaltestellen • Rollstuhlparkplätze vorhanden

Achenseeschiffahrt GesmbH 6213 Pertisau, Österreich Tel. +43 (0) 5243 5253 info@tirol-schiffahrt.at www.tirol-schiffahrt.at


© Tirol-Schiffahrt

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TRAUMHAFTE AUSBLICKE AUS LUFTIGEN HÖHEN

Sie suchen ein attraktives Ausflugsziel mit guter Erreichbarkeit und dazu noch barrierefrei? Die Karwendel-Bergbahn erfüllt alle Kriterien und bietet somit ideale Voraussetzungen für ein großartiges Bergerlebnis: Die Talstation mit barrierefreiem WC befindet sich in Pertisau am idyllischen Achensee. Direkt beim Eingang finden Sie einen Parkplatz vor und eine flache Rampe, die Sie an die Kasse und zum bequemen Gondeleinstieg mit 90 cm Breite führt; absolut barrierefrei und groß genug auch für Sportgeräte wie den Swiss-Trac. Schon die Bergfahrt ist ein Erlebnis und gewährt einen atemberaubenden Blick auf die Bergwelt und den tief unten glänzenden Achensee. Oben angekommen, empfiehlt sich das Alpengasthaus Karwendel zur gemütlichen Einkehr. Es ist über einen Schotterweg von nur ca. 100 Metern mit einem Höhenunterschied von 12  m erreichbar. Hier oben kommen bergbegeisterte Naturfans im Sommer wie Winter voll auf ihre Kosten.

www.karwendel-bergbahn.at


Hotel Karlwirt • Pertisau Das Langlaufstüberl sowie das Restaurant im Hotel Karlwirt ergänzen das barrierefreie Angebot in Pertisau. Besonders attraktiv ist das Langlaufstüberl im Tiroler Hüttenstil mit einer eigenen Schaubrauerei. Mit seinen Tiroler Spezialitäten, der großen Sonnenterrasse sowie der schönen Lage direkt am Golfplatz eignet es sich auch perfekt für private Feiern. Gäste mit und ohne Mobilitätseinschränkungen schätzen besonders die komfortablen Park- und Umkleidemöglichkeiten, sie steigen direkt in die Langlaufloipen ein und genießen die einmalige zauberhafte Natur. Im Sommer faszinieren ebenso die weitläufigen Wanderwege.

www.hotelkarlwirt.at www.achenseebier.at


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HÖREN STATT LESEN Nicht nur bauliche Hindernisse werden zu Barrieren, auch beim Zugang zu Informationen gilt es, Hürden zu beseitigen.

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ussten Sie, dass 96% aller gedruckten Informationen blinden und stark sehbehinderten Menschen nicht zugänglich sind? Was das in unserer Informationsgesellschaft bedeutet, ist sehenden Menschen meist gar nicht bewusst: Wir nehmen täglich gedruckte Informationen auf, von Zeitungen über InfoTafeln, Gebrauchsanweisungen und Fahrplänen bis zu Packungsbeilagen und Speisekarten. Wer nicht gut genug sehen oder lesen kann, ist von all diesen Informationen ausgeschlossen. Deshalb bedeutet Barrierefreiheit auch, dass Menschen mit Handicaps Zugang zu allen Informationen bekommen, die sie benötigen. Den Grund für diesen Mangel an barrierefreien Informationsangeboten sieht Barbara Operschall, Geschäftsführerin der Speech Code GmbH, auch im bisherigen Fehlen von wirtschaftlichen und machbaren Lösungen:„Brailleschrift ist aufwendig in der Herstellung, außerdem beherrschen nur etwa 30% der sehbehinderten und blinden Menschen Braille.“ Speech Code kann hier Abhilfe schaffen, der farbige Datencode wird mittels kostenloser App ohne Internetzugang gescannt, der Inhalt am Display anzeigt und gleichzeitig vorgelesen. Der Platzbedarf ist gering, ein Code mit 5 x 5 cm kann bis zu zwei Seiten A4 aufnehmen und einfach mitgedruckt werden. Die Erstellung ist einfach, und die

Sprachausgabe ist in über 40 Sprachen möglich, erläutert Operschall. „Speech Code ist aber nicht nur ein notwendiges Hilfsmittel für blinde und sehbehinderte Menschen, sondern ein innovatives Informationsmedium für alle Gelegenheiten, wo Hören einfach angenehmer ist als selbst zu lesen. Bei touristischen Sehenswürdigkeiten z.B. ist Speech Code für alle Besucher völlig kostenfrei und rund um die Uhr verfügbar.“

Auf einen Blick • Barrierefreier Informationszugang • Einfache Online Code-Erstellung • Über 40 Sprachen verfügbar • Direkt am “Point of Interest” einsetzbar, auch im Freien • Keine Energiequelle und kein Zugang zu Netzwerken erforderlich • Keine Roaminggebühren für ausländische Besucher • App für Android und iPhone gratis • Gescannte Codes werden in der App gespeichert • Leistbare jährliche Lizenzgebühren

www.speechcode.eu


HOTEL WEISSEESPITZE Freiheit. Natur. Erlebnis.

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Fotos: alle © Daniel Zangerl, außer Wanderer ©multivisual Art

m großzügigen Ambiente dieses vielfach ausgezeichneten 4-Sterne-Hotels im Tiroler Kaunertal finden herzliche Gastlichkeit und bis ins Detail durchdachte Barrierefreiheit zusammen und schaffen ein Urlaubsgefühl, das unvergleichlich bleibt. Der Chef des Hauses, Charly Hafele, ist wahrlich ein Pionier in Sachen Barrierefreiheit. Bereits 1991 begann er, das Hotel Weisseespitze rollstuhlgerecht zu adaptieren. Er und sein Team haben mittlerweile ein Haus geschaffen, das keine Handicaps mehr kennt. Inspiriert von Rollstuhlfahrern in der Familie, wird das Thema Barrierefreiheit auf allen Ebenen und mit ganz besonderer Leichtigkeit und Selbstverständlichkeit gelebt. Lernen Sie hier Natur, Kultur, Land und Leute in einer der außergewöhnlichsten Ferienregionen Tirols kennen. Charly Hafele: „Wir wollen Erlebnisse ohne Handicap möglich und das Kaunertal auf unterschiedlichste Weise erlebbar machen. Wichtig ist, Grenzen und Barrieren auch in den Köpfen der Menschen zu überwinden.“ Dass die Weisseespitze auch als eines der besten und beliebtesten Motorradhotels mit eigenem BMW-Testride-Center bekannt ist, unterstreicht diese gelebte Inklusion.

www.weisseespitze.com


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ALLES, NUR KEINE LANGEWEILE

München Tourismus © Dominik Parzinger

Attraktionen der Stadt punkten mittlerweile mit leichter Zugänglichkeit und Nutzbarkeit und erfreuen die steigende Zahl an Besuchern der Generation 50plus sowie Menschen mit Mobilitätseinschränkungen. Essen & Trinken hat in München wenig mit Nahrungsaufnahme zu tun. Es ist ein Lebenselixier. Von der Brezn bis zu Soba-Nudeln, vom Weißbier bis zum Champagner, in dieser Stadt müssen Sie auf

© multivisual Art

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uirlig und pulsierend – nur zwei Attribute, die ganz sicher auf die bayerische Landeshauptstadt zutreffen. Die Attraktionen von München sind so zahlreich und vielfältig, dass eine Reihung schwer fällt. Wo also anfangen? Beim Tierpark, der Bavaria Filmstadt, beim Viktualienmarkt oder den vielen Parks, allen voran dem Englischen Garten? Nicht zu vergessen das Oktoberfest, die „Wiesn“, die alljährlich im Herbst Millionen von Besuchern anlockt. Viele


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München Tourismus © Werner Boehm

begeistert mitzufiebern. Wie wär‘s mit einem Besuch im Olympiapark oder der Allianz-Arena? Beide ermöglichen eine barrierefreie Vielfalt an Sport und Erlebnis. Theater und Konzerthäuser, Schloß Nymphenburg mit den gepflegten Gartenanlagen sowie zahlreiche renommierte Kunstsammlungen bieten Kulturgenuss ganz ohne Barrieren. Als Beispiel erwähnt sei das Staatliche Museum Ägyptischer Kunst. Die Kompaktheit der Ausstellung ermöglicht es dem Besucher, in einem überschaubaren zeitlichen Rahmen einen Überblick über 5.000 Jahre Kunst und Kultur des alten Ägypten zu erhalten. Je nach Vorliebe, Geldbeutel und eventueller Mobilitätseinschränkung findet jeder auf der Internet-Plattform von München barrierefrei die ideale Unterkunft für sich und seine Reisebegleiter. Ob Campingplatz, Jugendherberge, Pension oder Sterne-Hotel. Schlafen Sie gut nach einem aufregenden Tag in München!

keine kulinarische Feinheit verzichten. Ein Stopp in einem der typischen bayerischen Biergärten sollte aber auf keinen Fall fehlen. Der Kauflust hingeben kann man sich in den schicken Einkaufsstraßen der Innenstadt. Hier bieten sich genug Möglichkeiten, seine Garderobe zu erneuern, ein gutes Buch zu kaufen oder ein Reiseandenken zu besorgen.

www.muenchen-tourismus-barrierefrei.de

München Tourismus © Christian Kasper

München Tourismus © H. Gebhardt

München lockt mit vielen Gelegenheiten, um selber aktiv zu sein oder bei großen Veranstaltungen


Fotos © BMW AG

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AUTOMOBILE VIELFALT

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icht nur Vier- und Zweiradfans werden von einem Besuch dieses architektonisch wie konzeptionell herausragenden Museumsprojektes begeistert sein. Vielleicht wird es eine Reise in die eigene Vergangenheit sein, wenn man durch die zehn Dekaden Automobilgeschichte umfassende Dauerausstellung im BMW Museum in München wandert. Sie erstreckt sich über rund 4.000 m² und beherbergt über 120 der wertvollsten und attraktivsten Automobile, Motorräder und Motoren aus 100 Jahren BMWHistorie. Im Rundbau des Museums – auch „Museumsschüssel“ genannt – ergänzen wechselnde Ausstellungen das umfangreiche und spannende Ausstellungsangebot. Bei der Gestaltung wurde besonderer Wert auf Menschen mit unterschiedlichen Handicaps gelegt. Dafür sorgen zahlreiche bauliche und technische Maßnahmen, die die Fortbewegung und die Nutzung für alle erleichtern. Lassen Sie sich von der Ausstellungsvielfalt des BMW Museums begeistern! www.bmw-welt.com


STAR INN HOTELS Comfort & Quality in München Schwabing

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ünchen hat viel zu bieten. Und das zu jeder Jahreszeit. Wenn Sie in einem der beiden Star Inn Hotels im pulsierenden Stadtteil Schwabing absteigen, liegt Ihnen die Stadt buchstäblich zu Füßen. Am Beginn der berühmten Leopoldstraße und doch ruhig gelegen, sind Sie mittendrin und können das Flair von München so richtig genießen. Ein idealer Ausgangspunkt, um die Isarmetropole zu entdecken. Großer Komfort zu kleinen Preisen Die beiden Hotels im gehobenen 3-Sterne-Segment erfüllen optimal die Bedürfnisse des Gastes und fokussieren sich auf das Wesentliche in bester Qualität – großer Komfort zu kleinen Preisen.

Fotos © multivisual Art

Die Hotels werden von Geschäftsreisenden wie von Urlaubsgästen gleichermaßen geschätzt. Nicht nur wegen der Nähe zu diversen Attraktionen, sondern auch wegen der vorhandenen Parkplätze, der guten Anbindung zur Autobahn und dem öffentlichen Verkehrsnetz. Die beiden fast gegenüber liegenden Hotels verfügen über Zimmer mit unterschiedlicher Ausstattung, sieben davon sind barrierefrei. Es erwartet Sie eine angenehme und hochwertige Wohnatmosphäre und somit verdiente Entspannung nach einem erfüllten Tag. Rund um die Uhr gut betreut Vom reichhaltigen und verlockend duftenden Frühstück am Morgen bis zum Schlummertrunk in den Lobbybars sind Sie in den Star Inn Hotels in Schwabing bestens versorgt. Denn zu jeder Tagesund Nachtzeit wird Ihnen in beiden Häusern eine Auswahl an Snacks & Drinks serviert.

www.starinnhotels.com


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LEBENSART, KUNST & INKLUSION Das Allgäu Art Hotel

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ls modernes »Stadthotel mit einer weiteren Zielgruppe« versteht sich das komplett barrierefreie Allgäu ART Hotel in der Innenstadt von Kempten. Das Konzept zielt auf Geschäftsreisende und Kurzurlauber ebenso ab wie auf Menschen mit Handicap und bietet einen außergewöhnlichen Mix aus Allgäuer Lebensart, Kunst und Inklusion.

Fotos © r + s mayer

Das Team um Direktor Claus Quasten hat sich dem Motto „Wir ermöglichen einen Urlaub ohne Hindernisse, ohne Barrieren, ohne Kompromiss“ verschrieben. Mit zwölf perfekt auf Rollstuhlnutzer konzipierten Zimmern fühlen sich alle Gäste im Allgäu ART Hotel gut aufgehoben. Verantwortlich dafür ist sicher auch der ansprechend gestaltete Wellnessbereich mit finnischer Sauna, Biosauna und römischem Dampfbad, vom dem aus man einen traumhaften Blick auf Kempten hat. Außerdem verfügt das Haus über barrierefreie Tagungsräume, die sich perfekt auch für Feiern im privaten Rahmen eignen. Ein Hotel der Inklusion, in dem jeder willkommen ist und sich zu Hause fühlt.

www.allgaeuarthotel.de


TourismusMarketing Niedersachsen GmbH © André Byszio

REISELAND NIEDERSACHSEN – FÜR ALLE ERLEBBAR

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as Reiseland Niedersachsen bietet viele Möglichkeiten, barrierefrei aktiv zu sein und die Natur zu erkunden. Von der Küste bis in die Berge – Niedersachsen und seine Landschaften sind ein wahres Paradies für Wanderer, Handbiker und Naturfreunde. Beim Wandern im Naturpark Lüneburger Heide oder auf dem barrierefreien Nordpfad Wolfsgrund in Rotenburg (Wümme), wie auch auf dem Baumwipfelpfad im Harz, gibt es viel Geheimnisvolles zu entdecken. Dabei rollt es sich komfortabel, denn die Wege sind befestigt und verfügen über eine nur geringe Steigung. Im Naturpark Lüneburger Heide stehen auch sogenannte „Joëlettes“ – Wanderrollstühle – zur Verfügung. Außerdem kann die einzigartige Naturlandschaft auch auf einer rollstuhlgerechten Kutschfahrt erkundet werden. Handbiker kommen im Emsland auf ihre Kosten. Die ausgewiesenen Strecken auf der EmslandRoute sind steigungsfrei und somit gut zu befahren. Ergänzt werden die Strecken durch eine breite Palette an barrierefreien Unterkünften und Zugängen zu Gastronomie- und Freizeitangeboten.

In Ostfriesland kann man das UNESCO Weltnaturerbe Wattenmeer barrierefrei mit Wattmobilen erleben, die sich leicht schieben lassen und nicht im weichen Wattboden versinken. Somit können Menschen mit Mobilitätseinschränkung an einer Exkursion am Meeresboden teilnehmen, ebenso mit kleinen Kindern. Ein Wandererlebnis der ganz besonderen Art, um den einzigartigen Lebensraum zu genießen. Mehr Infos dazu auf: meinNiedersachsen.de und reiseland-niedersachsen.de/reisen-fuer-alle.

TourismusMarketing Niedersachsen GmbH Essener Str. 1, 30173 Hannover Deutschland Tel. +49 (0) 511 / 2704880 info@tourismusniedersachsen.de www.reiseland-niedersachsen.de


© Hamburg Tourismus GmbH / Maxim Schulz; Andreas Vallbracht (kl. Bild)

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HAMBURG OHNE GRENZEN Die Hamburg Tourismus GmbH setzt auf barrierefreien Tourismus Barrierefreiheit hat sich zu einem bedeutenden Qualitätsaspekt im Tourismus entwickelt. Hamburg Tourismus GmbH setzt sich sehr intensiv mit dem Thema barrierefreies Reisen auseinander mit dem Ziel, Hamburg als offene, bunte und gastfreundliche Metropole zu positionieren und nachhaltig zu stärken. Auf der barrierefreien Internetseite können sich Reisende bereits im Vorfeld ihrer Reise über das barrierefreie Angebot in Hamburg informieren und gezielt nach passenden und von Reisen für Alle geprüften Angeboten suchen. Weitere Infos und Broschürenbestellung bei der Hamburg Tourismus GmbH +49 (0)40 - 300 51 851 oder unter www.barrierefrei-hh.de.


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Eine sehr enge Beziehung verbindet Heinz Kinigadner und seinen Sohn Hannes.


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DER UNFALL HAT ALLES VERÄNDERT

Heinz Kinigadner und sein 2003 verunfallter Sohn Hannes erinnern sich an den schlimmsten Tag in ihrem Leben. Ein Gespräch aus zwei Perspektiven und über eine gemeinsame Hoffnung. „Es war der 26. Juli 2003. Ich war beim MotoGP am Sachsenring in Deutschland. Hannes hat für mich bei einem Benefiz-Motoradrennen in Oberösterreich teilgenommen“, erzählt der zweifache Motocross-Weltmeister Heinz Kinigadner. Völlig unerwartet erhält er auf der deutschen Strecke einen Anruf. Hannes ist schwer gestürzt und hat sich Verletzungen unbekannten Grades zugezogen. Ein Schock. „Für mich als Vater hat sich in diesem Moment die Welt aufgehört zu drehen“, denkt er zurück. Der Tiroler fliegt sofort nach Hause. Zur gleichen Zeit beginnt für Hannes der Kampf ums Überleben. Auf der Intensivstation übersteht der damals 19-Jährige zwei Herzstillstände, einen Kleinhirninfarkt und wird vor dem Ersticken gerettet. „Beim Unfall hat er sich außerdem den fünften Halswirbel und das Rückenmark verletzt. Als er stabil war, wurde klar, dass er ab dem Hals querschnittsgelähmt ist.“ Welche Gedanken gehen einem Vater nach dieser Diagnose durch den Kopf? Kinigadner überlegt. „Ich hatte eine Riesenangst. Trotzdem waren meine Familie und ich voller Hoffnung.“ Ein Jahr später gründet der österreichische Sportler gemeinsam mit seinem Freund Dietrich Mateschitz die Stiftung Wings for Life. Das klare Ziel: Querschnittslähmung heilen. „Ich war und bin der Überzeugung, dass die Situation für Hannes und alle anderen Betroffen so nicht bleiben wird. Dafür fördern wir Spitzenforschung auf der ganzen Welt.“

Schmerzliche Erinnerungen Hannes folgt den Erzählungen seines Vaters aufmerksam, nickt häufig und ergänzt: „Ich erinnere mich, dass ich nach dem Sturz auf dem Bauch lag und meine Hände sah. Es hat sich aber angefühlt, als hätte ich sie in den Boden unter mir gerammt. Ich konnte sie leicht bewegen, meine Beine aber nicht.“ Noch während der Erstversorgung vor Ort werden Hannes starke Medikamente verabreicht, erst Tage später – und nach mehreren OPs – kommt er im Krankenhaus zu sich. Er erlebt diese Zeit als extrem schlimm, hat viele Albträume. „Ich konnte nicht viel nachdenken. Mein Körper war fast ausschließlich damit beschäftigt, zu kämpfen.“ Das Ausmaß seiner Rückenmarksverletzung wird ihm demnach später bewusst: „Ich habe es erst realisiert, als mich die Krankenschwestern in einen Rollstuhl gesetzt haben. Da war mir klar, dass ich querschnittsgelähmt bin und was das in Ansätzen für mein Leben bedeutet.“ Nach der Reha kommt Hannes heim, das ganze Haus der Familie Kinigadner in Tirol muss behindertengerecht umgebaut werden. Wieder realisiert er das Ausmaß seiner Verletzung ein Stück mehr. „Man muss auf einmal aufpassen, dass man keine Hautprobleme bekommt, weil man ja nichts mehr fühlt. Plötzlich kann man nicht mehr alleine auf die Toilette gehen und ist ständig von anderen Leuten abhängig. Der Unfall hat alles verändert.“ Hannes ist Tetraplegiker, kann seine Arme nur eingeschränkt bewegen. „Ich brauche dadurch Hilfe beim Anziehen, beim Essen, Trinken und Waschen. Eigentlich bei allem.“ Vorbereitung auf den Tag X
 Man fragt sich, was diese Veränderung psychisch für einen bedeutet. „Es ist schwierig. Aber meine Familie unterstützt mich sehr, und irgendwie


Gemeinsam kämpfen sie für die Heilung von Querschnittslähmung: Die Kinigadners und Anita Gerhardter, Geschäftsführerin von Wings for Life

wächst man da rein. Man muss ja weitermachen“, erklärt der 33-Jährige.

ler Überzeugung und schaut zu seinem Vater. Der nickt ihm bestätigend zu.

„Hannes ist diesbezüglich ein großes Vorbild für uns“, sagt sein Vater. „Wenn wir in Versuchung kommen, in ein Tief zu fallen, ist er der Starke. Kein gesunder Mensch kann sich vorstellen, was es bedeutet, querschnittsgelähmt zu sein. Und obwohl auch mein Bruder im Rollstuhl sitzt, konnte ich das Ausmaß dieser Verletzung für den Alltag damals nicht im geringsten erahnen.“

Wings for Life hat durch Spendengelder bis dato 142 Projekte zur Rückenmarksforschung weltweit gefördert. Helfen Sie mit, Querschnittslähmung zu heilen.

Vater und Sohn sind mittlerweile ein eingespieltes Team. Hannes macht viele Therapien und hält sich mit Sport fit. Er will für den Tag X, wie er ihn nennt, gerüstet sein. „Nerven im Rückenmark sind zur Regeneration fähig. Das Problem Querschnittslähmung ist immer mehr erforscht und wird besser verstanden. Jetzt arbeitet man an einer Lösung“, so Hannes. „Seriöse Forschung braucht Zeit, aber ich bin sicher, dass ich noch aus diesem Stuhl aufstehen werde“, sagt er vol-

www.wingsforlife.com

Fotos © David Robinson

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UND PLÖTZLICH IST ALLES ANDERS

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ls Redakteurin von Natürlich barrierefrei weiß Karin Girkinger viel über Barrierefreiheit. Wie herausfordernd es ist, praktikable, kurzfristig umsetzbare barrierefreie Lösungen im Eigenheim zu realisieren, musste sie selber erfahren.

Fotos: Rampe © privat, Porträt © multivisual Art

Meine Mutter liebt Weihnachten und die Adventzeit davor. Wie viele Menschen legte sie immer besonderen Wert darauf, das Fest perfekt vorzubereiten. Vielleicht mit ein Grund, warum Sie – wahrscheinlich aufgeregt – am 23. Dezember über zwei Stufen in der Diele ihres Wohnhauses stürzt. Nur zwei kleine Stufen, aber leider mit fatalen Folgen: ein komplizierter Drehbruch im rechten Oberschenkel. Für die damals 79-Jährige beginnen Monate der Immobilität, da sie sich sechs Monate lang nur im Rollstuhl fortbewegen darf. Bis zu diesem Zeitpunkt war sie eine selbstständige Frau, die ihr Leben allein gemeistert hat. Mit einem Schlag veränderte sich ihre Situation völlig. Natürlich wollte sie so rasch wie möglich in ihre eigenen vier Wände zurück. Wäre da nicht das bauliche Problem von zwei Wohnebenen gewesen. Der Schlafbereich mit Badezimmer war durch diese beiden Stufen vom Wohnbereich getrennt, unüberwindbar mit dem Rollstuhl. Für meinen Bruder und mich, die wir beide weit von zu Hause entfernt leben, eine Herausforderung. Eine stabile Rampe in Holzkonstruktion war schließlich die machbare und relativ rasch umzusetzende Lösung, um das Haus für unsere Mutter weiterhin bewohnbar zu machen. Obwohl es nur um zwei Stufen ging, war die Steigung viel zu steil, um alleine bewältigt werden zu können. Für eine flachere Rampe war der Platz leider nicht vorhanden. Nur eine Pflegekraft konnte den Rollstuhl mit erheblichem Kraftaufwand über die Rampe schieben.

Zusammenfassend meint Karin Girkinger: „Ich fand die zwei Wohnebenen bei uns zu Hause immer sehr attraktiv, die Nachteile wurden mir aber nach dem Unfall klar vor Augen geführt. Trotz allem theoretischen Wissen hatte auch ich völlig unterschätzt, wie steil eine Rampe ausfällt, auch wenn sie nur zwei Stufen überbrückt. Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen, planen und bauen Sie barrierefrei!“


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VISIONÄRE TECHNOLOGIEN, PERFEKTE KOMPLETTLÖSUNGEN

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er Mobilitäts-Spezialist und Fahrzeugbauer Paravan schafft maßgeschneiderte Lösungen für Freizeitfahrzeuge, aber auch für Fahrzeuge, die von Kommunen, sozialen Einrichtungen, wie auch von Hotels oder Transportunternehmen für die Beförderung von Gästen zum Einsatz kommen. Frei nach dem Motto „Geht nicht gibt‘s nicht“ fertigt das Unternehmen aus Pfronstetten-Aichelau – südlich von Stuttgart – kreative, individuelle und technisch hochkomplexe Sonderbauten haargenau nach den Wünschen der Kunden an. Von Menschen für Menschen Dank seiner weltweit einzigartigen technischen Innovationen verfügt das Unternehmen aus Deutschland über Niederlassungen bzw. Partner in mittlerweile 18 Ländern – von den USA bis nach Australien. Begonnen hat es mit seinem Gründer Roland Arnold, der es sich zum Ziel gesetzt hat,

Menschen mit Behinderung Mobilität und Lebensfreude zu ermöglichen. Anfangs tüftelte der gelernte KFZ-Mechaniker in seiner Werkstatt an technischen und elektronischen Hilfsmitteln, 2003 meldete er seine ersten Patente an. Heute ist Paravan Weltmarktführer und seinen Kunden ein zuverlässiger Partner, der ganzheitliche Lösungen und umfassenden Service bietet. Das Geheimnis des Erfolges? Wichtige Anstöße kommen von den Kunden, Impulse liefern Therapeuten, Behörden und Krankenkassen. Auch der Dialog mit Wissenschaftlern und Führungskräften der Automobilindustrie fließt in die Forschung und Entwicklung neuer Produkte ein. Wo Träume fahren lernen Für Selbstfahrer mit Handicap kann mit den maßgeschneiderten Umbauten von Paravan ein völlig neuer, selbstbestimmter Lebensabschnitt beginnen und der Traum von der mobilen Freiheit


Ihr seid hier eine kreative Bande von Weltformat!

Prof. Luigi Colani, Stardesigner

wahr werden. Die Frage „Kann ich Auto fahren?“ beantwortet das Unternehmen eindeutig mit Ja und rüstet jeden Wagen so individuell um, dass er passt wie ein maßgeschneidertes Kleidungsstück. Außerdem bietet Paravan hilfreiche Informationen über staatliche Bezuschussung (Förderungen), Informationen zur Fahrerlaubnis trotz Mobilitätseinschränkung sowie zu Vergünstigungen bei Versicherungen usw. In eigenen Fahrschulen werden die künftigen Fahrzeugnutzer von Profis auf die neue, vielleicht noch ungewohnte Mobilität vorbereitet.

PARAVAN GmbH Paravan - Str. 5-10 72539 Pfronstetten - Aichelau, Deutschland Tel. +49 7388 9995-66 info@paravan.de www.paravan.de

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© Kneer-Südfenster

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IDEAL FÜR JEDEN LEBENSABSCHNITT Türen und Fenster von heute müssen hohe Anforderungen erfüllen

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enster, Hebe-Schiebe-Türen und Haustüren sind heute hoch technische Bauteile, die es im wahrsten Sinne in sich haben. Dazu zählt, dass sie eine hohe Wärmedämmung erzielen, um nachhaltig Energie einzusparen. Großformatige, bodentiefe Fenster und Terrassentüren sowie Hebe-Schiebe-Türen zählen heute zu den Favoriten, denn Helligkeit und Transparenz geben beim Wohnen den Ton an. Moderne Fenster und Türen sollten aber auch zukünftigen Anforderungen gerecht werden. Daher ist es wichtig, dass die Bauelemente einen Komfort bieten, der auch in Zukunft ohne Einschränkung von allen Bewohnern genutzt werden kann – in jedem Lebensalter. Leichte Bedienung durch smarte Technik Durch ihre Anordnung, ihre technische Ausstattung sowie die leichte Bedienung können moderne Fenster und Schiebe-Türen entscheidend zum barrierefreien Wohnen beitragen. PremiumFenster von Kneer-Südfenster beispielsweise garantieren Sicherheit und Flexibilität. Ob ein nahezu nahtloser Übergang ins Freie, das automatische Öffnen der Tür mittels Fingerprint oder

Bedienkomfort durch spezielle Positionierung des Fenstergriffs – die Fenster und Türen lassen sich speziell auf die individuellen Anforderungen abstimmen. Schon in den Basis-Ausführungen gibt es die Bauelemente mit einem hohen Standard an Komfort und Sicherheit, die auf Wunsch auch per Funk bedienbar sind. Das Angebot von Kneer Südfenster umfasst außerdem bequeme Lösungen zum elektrischen Kippen, Schließen und Verriegeln von Oberlichtern sowie integrierte und elektronisch steuerbare Vor- und Aufsatzrollladen.

Kneer GmbH Fenster und Türen Horst-Kneer-Str. 1 72589 Westerheim, Deutschland Tel. +49 7333 83-0, info@kneer.de www.kneer-südfenster.de


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SICHERHEIT AUF DER TREPPE … … so leicht zu handhaben o

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s gibt viele Gründe, warum jemand eine Zeit lang oder dauerhaft nicht selbstständig Treppen steigen kann. Für Personen, die dabei auf Hilfe angewiesen sind, bietet SANO elektrische Treppensteiger, die einfach, sicher und ohne großen Kraftaufwand zu bedienen sind. Verlässlichkeit auf allen Wegen: Keller, Erdgeschoß, erster Stock, Garten – mit dem LIFTKAR PT gehört Ihr Heim wieder ganz Ihnen. Mehr noch: Besuche beim Arzt, Amtswege, mit dem Auto zu Freunden und Verwandten fahren, Reisen mit dem Flugzeug oder Zug, Theaterabende, Ausstellungsbesuche – das alles wird endlich möglich. Ein leistungsfähiger Akku, das als Zubehör erhältliche KFZ-Ladegerät und der Schnellwechsel-Akku sorgen dafür, dass der LIFTKAR PT jederzeit einsatzbereit ist. Den elektrischen Treppensteiger von SANO gibt es mit integriertem Sitz für den In- und Outdoorbereich oder in Verbindung mit einem Rollstuhl.

SANO Deutschland GmbH Bahnhofstr. 5, 83080 Oberaudorf Deutschland Tel. +49-8033-30896-12 info@sano-treppensteiger.de www.sano-deutschland.de


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DAS RAUMWUNDER Raumspartüren schaffen Platz, wo keiner ist

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ereits seit Anfang der 90er Jahre befasst sich die Firma Küffner intensiv mit dem Thema barrierefreier Türen. Die erste Raumspartür erhielt seinerzeit prompt die heute als reddot design award bekannte Auszeichnung für Form und Funktion. Vor kurzem wurde sie mit dem Universal Design Award 2015 gewürdigt und für den German Design Award 2017 nominiert. Durch die Konstruktion und den einzigartigen Öffnungsverlauf der barrierefreien Raumspartür lassen sich bei rechtzeitiger Planung Baukosten einsparen. Ohne optische Einschränkung können Räume größer und Flure schmaler dimensioniert werden, da der Türflügel nur ein Drittel der Türbreite in den Flur aufschlägt. Letztendlich können dadurch die Grundrisse von Toiletten und Bädern größer und damit barrierefrei konzipiert werden. Kein unnötiges Manövrieren Der deutliche Vorteil ergibt sich jedoch durch den ergonomisch günstigen Öffnungsverlauf der

Raumspartür. Die Küffner Raumspartür kann ohne unfallträchtiges Manövrieren mit Rollstuhl und Rollator
bedient werden. Der Türdrücker ist von beiden Seiten 
der Tür stets erreichbar. Die Tür ermöglicht damit Menschen mit Handicap den einfachen und selbständigen Zugang. Ein Umdenken ist nicht erforderlich. Der Bewegungsablauf der ausgeklügelten Konstruktion ist identisch zu einer herkömmlichen Drehflügeltür. Einbau in Standard-Türzargen Die barrierefreie Raumspartür ist in jede von Architekten und Planern vorgesehene Türzarge ohne optische Einschränkungen einsetzbar. Türblätter und Oberflächen sind in allen Ausführungen erhältlich, auch als Nass- oder Feuchtraumtür. Der Einbau ist in Standard-Türzargen aus Stahl, Aluminium oder Holz und sogar nachträglich in vorhandene Zargen möglich. Die schlanken Edelstahl-Dreirollenbänder bieten eine Notöffnungsmöglichkeit bei verschlossener oder blockierter Tür.


Küffner Aluzargen GmbH & Co. OHG Kutschenweg 12 76287 Rheinstetten Deutschland Tel. +49 721 51 69 0 info@kueffner.de www.kueffner.de


© Alumat

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SCHWELLENANGST WAR GESTERN

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asser weg vom Haus!“ – das ist fast ein Mantra in Architektur und Bauwirtschaft. Und das zu Recht, denn Wasser kann an der Bausubstanz seine zerstörerische Kraft entfalten. Deswegen hat man bei Außentüren seit Jahrzehnten mit dem Einsatz von Schwellen das unerwünschte Nass vom Eindringen in den Wohnraum abgehalten. So weit, so gut.

architektonischen Hindernisse stellen eine erhebliche Stolperschwelle dar und bedeuten somit Sturzgefahren. Damit nicht genug, erschweren sie den Nutzern, vom Kleinkind angefangen, den Alltag. Doch mit dem hochaktuellen Trend zur Barrierefreiheit am Bau hat sich einiges bewegt. Leider werden Schwellen mit einer Höhe von 2 cm bzw. 3 cm fälschlicherweise noch häufig als barrierefrei bezeichnet.

Dieser vermeintliche Sicherheitsaspekt hat allerdings einen gravierenden Nachteil, denn diese

Sich frei bewegen können Derartige Höhen machen es allerdings einem Roll-


ALUMAT Frey GmbH Im Hart 10, 87600 Kaufbeuren Deutschland Tel. +49 8341 4725 info@alumat.de www.alumat.de

© U. Jocham / Alumat

Das Wasser, das bis zu den Magnetdichtungen vordringt, wird direkt und sicher nach unten in die Auffangrinne abgeleitet.

© Alumat

Absolut wasserdicht Heute braucht niemand mehr auf Sicherheit UND Komfort durch Nullschwellen beim Übergang ins Freie zu verzichten. Denn die schwellenlose Magnet-Doppeldichtung von Alumat hält selbst bei Orkan und Windstärke 12 absolut dicht, ohne einen Tropfen Wasser ins Gebäude zu lassen. Diese beeindruckenden Ergebnisse konnten nicht nur auf dem Prüfstand, sondern seit über 15 Jahren in der Praxis erreicht werden. Ein weiterer Pluspunkt dieses Produktes: Der Einbau der schwellenfreien Magnet-Doppeldichtung lässt sich mit jedem marktüblichen Türprofil realisieren.

© U. Jocham / Alumat

stuhlnutzer unmöglich, den Außenbereich seines Hauses oder seiner Wohnung ohne fremde Hilfe zu erreichen. Oft genug müssen Wohnungen und Häuser ihre Besitzer wechseln, weil diese Immobilien einerseits nicht mehr den Familienverhältnissen entsprechen, andererseits auch nicht den gewünschten Komfort in allen Lebenslagen bieten. Denn wer will sich nicht im ganzen Haus frei bewegen können? Darum sollten Baubranche und Handwerk ihre Kunden und deren Bedürfnisse kennen und auf die demografische Entwicklung reagieren. Und damit sind wir beim gigantischen Markt der Generation 50 plus. Wie sagt Helmut Muthers so treffend: „Sie brauchen keine neuen Kunden, nehmen Sie die alten!“ Denn diese Klientel ist nicht nur vermögend, sie weiß genau, was sie will. Diese Kunden legen gesteigerten Wert auf Komfort, Zuverlässigkeit, und das nach dem neuesten Stand der Technik.


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EINLADUNG ODER BARRIERE? Durchdachte Türen machen es allen leichter

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Auf den ersten Blick scheinen Türen etwas ganz Simples zu sein. Aber die Anforderungen an heutige Türen sind hoch: Türen sollen einladend gestaltet sein und gleichzeitig Schutz gewähren, leicht benutzbar und ästhetisch stimmig sein. Türen müssen zudem Anforderungen wie Brand-, Wärme- und Schallschutz erfüllen – und sie sollten barrierefrei nutzbar sein. Achten Sie darauf, dass diese deutlich wahrnehmbar, gut erreichbar, leicht zu öffnen und zu schließen sowie sicher und schwellenlos zu passieren sind!

© DANA, eine Marke von JELD-WEN

ie geht es Ihnen, wenn Sie eintreten möchten, aber den Eingang nicht finden oder die Türe sich nur schwer öffnen lässt? Sie erleben die Tür als Barriere! Wir haben uns dazu mit Erich Cornelius einen Experten für das Thema Türen geholt. Er ist Fachberater für Architekten und lebt im österreichischen Linz. Es gibt oft sehr viel mehr mögliche Varianten, als man im ersten Moment denkt (zum Beispiel platzsparende Schiebe- statt Drehtüren). Sollten automatische Türen eingebaut werden, gilt es, nicht nur auf die Anschaffungskosten zu achten, sondern auch die Betriebs-, Wartungs- und Instandhaltungskosten zu berücksichtigen. Als kostengünstige Präventivmaßnahme für einen späteren Umbau kann es durchaus sinnvoll sein, auch Verkabelung oder Leerrohre, ausreichenden Platzbedarf sowie Antrieb und Beschlagskomponenten zu berücksichtigen.

Hochwertige und komfortable Türen führen über schwellenlose Übergänge am Eingang, im Inneren und hinaus auf Terrassen und Balkone. Bauherren sollten sich gründlich mit dem gewünschten Ablauf, den möglichen Türlösungen und den daraus entstehenden Konsequenzen beschäftigen.

Porträt © Erich Cornelius

Qualitätsmerkmale Barrierefreiheit und Nutzerfreundlichkeit Barrierefreie Türlösungen erhöhen langfristig den Komfort für alle. Denn jede noch so kleine Türschwelle ist eine Stolperfalle. Reisende mit Koffer oder Trolley, Kinder, ältere Personen und Menschen mit Mobilitätseinschränkungen schätzen besonders eine leichtgängige Tür.


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AUS EINEM GUSS

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Renderings © helopal

ereits seit Jahrzehnten beschäftigt sich die Firma Helopal aus dem oberösterreichischen Ennstal mit der Produktion von Waschtischen nach Maß aus Mineralguss. Der werkseigene Formenbau ist dabei Garant für individuelle Lösungen. Mit Erfahrung, Flexibilität und Zuverlässigkeit hat sich das Unternehmen europaweit eine führende Position bei der Entwicklung und Produktion von Waschtischen nach Maß erarbeitet. CARE bietet Design for All Barrierefreie Waschtische müssen grundsätzlich strengen Standards entsprechen. Intelligente Funktionalität und Formschönheit vereint das Modell CARE. Der Waschtisch gewährleistet bei einer Montagehöhe von 80 cm Oberkante eine mit dem Rollstuhl bequeme Unterfahrbarkeit mit der geforderten Beinfreiheit von 67 cm. Die seitlichen Öffnungen an den Waschtischen bieten den Nutzern Aufsteh-, Festhalte- und Abstützmöglichkeiten Das vermittelt ein sicheres Gefühl rund um den Waschvorgang. Kombiniert mit dem angenehm warmen Gefühl beim Hautkontakt ist

dieser Waschtisch die zeitgemäße ästhetische und barrierefreie Lösung. Ebenfalls unterfahrbar und wegen seiner Schlichtheit und seiner Variantenvielfalt bei Architekten äußerst beliebt ist das Modell FUTURA. HelopalWaschtische sind als Einzel-, Doppel-, und Reihenwaschtische erhältlich. Sie werden bis zu einer Länge von 2.400 mm in einem Stück gegossen und eignen sich so auch perfekt für den passgenauen Einbau in Nischen.

www.helopal.info


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Nachhaltige barrierefreie Architektur

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it rasanten Schritten nähern wir uns einer Herausforderung, die den gesamten deutschsprachigen Raum noch viele Jahrzehnte beschäftigen wird. Wer sich ernsthaft mit verlässlichen Zahlen der demografischen Entwicklung und der damit verbundenen Alterung der Bevölkerung beschäftigt, muss sich zwangsläufig die Frage stellen, wo künftig die älteren Menschen sowie die Menschen mit Mobilitätseinschränkungen ihre Zeit verbringen. Wo werden sie wohnen? Wo werden sie leben? Und wo sollen sie hin, wenn ihre Umgebung und ihr Zuhause keine Zugänglichkeit oder Nutzbarkeit wegen vorhandener Barrieren, Schwellen oder sonstiger unnötiger Hindernisse ermöglichen? Diese Menschen – und vielleicht gehören Sie und ich zu dieser Gruppe – werden von der Teilhabe am täglichen Leben ausgegrenzt sein. Ein autonomes, selbstbestimmtes Leben, wie es allen anderen möglich ist, wird dadurch verwehrt. Ungeachtet dessen, dass die meisten Menschen so lange wie möglich in ihren eigenen Wänden wohnen bleiben möchten, was bei fehlender Barrierefreiheit nicht möglich sein wird, stellt sich die Frage: Wohin mit ihnen? Statistisch gesehen, dauert bereits jetzt die durchschnittliche Pflegezeit 8,2 Jahre. Hinzu kommt ein Anstieg an Demenzerkrankungen, die es früher in diesem Ausmaß nicht gab. Eine derart hohe Zahl an Pflege- und Wohnunterkünften für ältere Menschen kann weder so schnell errichtet,

 Design und Ästhetik stehen

harmonisch im Einklang mit Barrierefreiheit

noch von staatlicher Seite finanziert werden. Und nicht jeder verfügt über die finanziellen Mittel einer privaten Pflegebetreuung. Da noch immer der Großteil der Pflegebedürftigen innerhalb der Familie betreut wird, müssen bald wesentlich mehr Wohnungen und Häuser barrierefrei sein.

Porträt © maiwolf.com, Plan © gabana

DAS GUTE GEFÜHL


Unter dem Strich profitieren alle Menschen von komfortablen barrierefreien Lösungen, nicht zuletzt auch die Versicherungen und Krankenkassen. Politik und Wirtschaft, allen voran die Bauwirtschaft, wären gut beraten, sich von einem VogelStrauß-Verhalten zu verabschieden und sich dem tatsächlichen künftigen Bedarf an Wohnmöglichkeiten zu stellen. Verwirrende Aussagen zu sogenannter barrierearmer oder rollstuhlfreundlicher Gestaltung sind oft nur halbherzige Lösungen und wecken Erwartungen, die nach Erwerb und bei Bedarf zu Irritationen und Haftungen mit erheblichen wirtschaftlichem Konsequenzen führen können. Zugegeben, barrierefreie Wohngestaltung ist nicht alles, aber ein guter Anfang. Auch unter Berücksichtigung des Brand- sowie Denkmalschutzes lassen sich barrierefreie stilvolle Lösungen finden. Oft einfacher, als es auf den ersten Blick erscheinen mag.

Dipl.- Ing. Ralf Grundmann, selbst Architekt und Berater, kennt die Druckstellen der Branche aus eigener Erfahrung sehr gut. Bei Privatpersonen stehen deren individuelle Bedürfnisse, Möglichkeiten und Machbarkeiten im Fokus. Bei Projekten von Bauträgern geht es vornehmlich darum, machbare Lösungen sozioökonomisch umzusetzen.


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HYGIENE UND KOMFORT ... stehen an erster Stelle, wenn es um das nutzerfreundliche WC der Zukunft geht. Auch Ästhetik und Sicherheit sind maßgebliche Faktoren. Die Betätigungsplatte Sigma 70 von Geberit mit der pneumatisch-hydraulischen Spülauslösung bietet ein hohes Maß an Individualität und ermöglicht somit im Sitzen den Spülvorgang mit der Hand oder auch mit dem Ellenbogen zu betätigen. Diese leichtgängige Variante ist äußerst komfortabel und besonders bei älteren, kleineren und Menschen mit Mobilitätseinschränkungen sowie auch bei Kindern besonders geschätzt.

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www.geberit.at

Foto © Geberit

1 Geberit Sigma 70 Fernbetätigung 2 Geberit Unterputz-Spülkasten

© gabana

Die Platte ist in dezenter, kontrastarmer oder kontrastreicher Variante in unterschiedlichen Farben erhältlich. Diese Fernbetätigung eignet sich in Kombination mit dem Geberit UnterputzSpülkasten.


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MIT SICHERHEIT FESTHALTEN 4

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Unterstützung, wenn Sie sie brauchen! Dezent und zuverlässig greifen Ihnen diese Helfer unter die Arme. Die Griffe von Erlau bieten eine einmalige Modularität und Flexibilität mit rosettenfreier Befestigung. Der Stützklappgriff bietet vor allem für die Hotellerie, aber auch für den nachhaltigen Wohnbau eine raffinierte und flexible Lösung: Dieser Griff kann rasch und unkompliziert ein- und ausgehängt werden und ist somit dann vorhanden, wenn er benötigt wird. Dafür ist lediglich der Einbau einer dafür vorgesehenen Wandplatte notwendig. Einfach genial!

3 Erlau Stützklappgriff XSE-850 4 Erlau Winkelgriff WG-90-R-805x605

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Keramik ist eines der ältesten von Menschenhand geschaffenen Materialien. Das Traditionsunternehmen Laufen Austria AG hat sich vor über 90 Jahren der Herstellung von Keramik fürs Bad verschrieben und ist damit das einzige Unternehmen, das diese in Österreich herstellt. Auch im 21. Jahrhundert ist der lebendige Werkstoff Keramik nur schwer zu beherrschen. Neben den hochmodernen Fertigungstechniken braucht es in den Laufen Werken in Wilhelmsburg (NÖ) und Gmunden (OÖ) noch heute viel Handarbeit.

Laufen Austria AG Mariazeller Straße 100 3150 Wilhelmsburg Österreich Tel. +43 2746 6060 21258 office.wi@at.laufen.com www.laufen.co.at


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GRÖSSTMÖGLICHER LUXUS IN VOLLENDETER HYGIENE

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Fotos © Laufen Sanitärkeramik

as Bad ist die wichtigste Stätte der Reinigung. Wir suchen es auf, um uns frisch zu machen, schön zu sein, ein Gefühl der Sauberkeit zu bekommen, das den ganzen Körper umfasst. Von der Badewanne bis zur Toilette. Das Dusch-WC Cleanet Riva setzt hier neue Maßstäbe. Cleanet Riva verbindet die Expertise von Laufen mit wegweisender Technik und dem modernen Kompaktdesign von Peter Wirz und wurde 2016 mit dem Red Dot Award - Product Design ausgezeichnet. Laufen ist es meisterhaft gelungen, die Technik komplett in den geschlossenen Keramikkorpus zu integrieren und so eine zeitlose Ästhetik zu schaffen. Der Keramikkörper verbirgt elegant den intelligenten, zweiteiligen Aufbau, der nur aufgesteckt werden muss, um das WC zu montieren. Hight-Tech verschwindet hier diskret. Herzstück des Premium-WCs sind die vielseitigen, intuitiv bedienbaren Duschfunktionen. Im Alltag wird das Dusch-WC über den seitlichen EdelstahlDrehknopf durch Drehen und Drücken bedient, mit der Touchscreen-Fernbedienung kann der Besitzer die Basis- oder Detaileinstellungen vornehmen. Eine Meisterleitung der Ingenieurskunst und Gestaltung.

 Beim Design von Cleanet Riva stand

die Vision der puren Einfachheit im Zentrum unserer Arbeit. Peter Wirz, Designer


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WAS GEHT, WENN NICHTS MEHR GEHT?

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In Zusammenarbeit mit der Heimleitung, dem Pflegepersonal und ausgewiesenen Spezialisten, wie Raum- und Farbphysiologen, Bauphysikern und Fachberatern, entstand in der Sonnweid eine ganzheitlich funktionierende, ineinandergreifende und verschmelzende Architektur.

www.bp-architekten.ch

© Hans Ege © Hans Ege

Das Architekturverständnis des Schweizer Architekturbüros Bernasconi + Partner aus Luzern trifft genau auf diese Anforderung, bestmögliche Raumqualität zu erreichen, damit die Menschen, die diese Räume nutzen, sich darin wohl und geborgen fühlen. In den vergangenen 30 Jahren gestalteten sie über 400 Plätze für Menschen mit Demenz und setzten wegweisende Akzente, die heute in der Schweiz und Europa als führende Standards gelten. „Unser oberstes Ziel ist es, die Bedürfnisse der Benutzer in den Mittelpunkt zu stellen. So müssen die Räume mit allen Sinnen erlebbar sein. Die Verschmelzung von Raum – Licht – Konstruktion – Material – Farbe wurde im Neubau des Sonnweid, einem privaten Pflegeheim für demenzkranke Menschen in Wetzikon in der Schweiz, mit Empathie umgesetzt“, betont Architekt Enzo Bernasconi.

© David Kündig

enschen mit Demenz halten sich nicht an die Regeln der Zivilisation. Vor allem im späten Stadium der Krankheit werden sie im Alltag stets mit ihren Defiziten konfrontiert – damit, was alles nicht mehr geht. Es geht darum, Menschen mit Demenz Schutz und Zuwendung zu geben und ihnen ein Umfeld zu bieten, in dem sie respektiert werden und ihren Weg in Würde gehen können.


Foto © Swiss Handicap

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SWISS HANDICAP LUZERN Aussergewöhnlich gewöhnlich

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rlebnisse, Begegnungen, Informationen und Austausch – einmal mehr wird die Swiss Handicap zu einem aussergewöhnlich gewöhnlichen Begegnungsort. Als Messe für Menschen mit und ohne Behinderung greift die Swiss Handicap Themen rund um das Leben mit einer geistigen, körperlichen, psychischen oder sensorischen Behinderung auf und präsentiert diese mit viel Feingefühl. Neben einem grossen Ausstellungs- und Informationsbereich machen das umfangreiche Eventprogramm und zahlreiche sportliche und unterhaltsame Aktivitäten die Swiss Handicap zu einem Erlebnis. Die Messe fungiert als Begegnungs-, Dialogoder Wissensplattform für Betroffene, Angehörige, Interessierte und Fachleute. Im Fokus stehen Lösungen, Hilfsmittel, Services und Produkte, welche den Alltag von Menschen mit Behinderung und ihrem Umfeld erleichtern sowie die Motivation zur Selbstständigkeit fördern.

Auf einen Blick • vom 1. - 2. Dezember 2017 • Veranstaltungsintervall: alle 2 Jahre • Ort: Messe Luzern • 9.500 Besucher • 150 Aussteller • über 6.200 m2 Ausstellungsfläche • sehr gute Erreichbarkeit

www.swiss-handicap.ch


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MIT 66 JAHREN, DA FÄNGT DAS LEBEN AN Mit dem Zeitpunkt der Pensionierung beginnt ein neuer Lebensabschnitt: ein guter Zeitpunkt, noch einmal etwas ganz Neues anzufangen.

Ulrike Liebert, mit 41 Jahren an einen Punkt gekommen, an dem sie entschieden hat, noch einmal etwas ganz Anderes zu machen, gründete im Sommer 2016 das Start-up Generation 65 Plus. Der Blick des jungen Unternehmens ist auf Bedürfnisse von älteren Menschen gerichtet, die sich in der dritten Lebensphase befinden.

Wir schauen über den

Tellerrand hinaus!

Im Rahmen der Projekte arbeitet das Team der Generation 65 Plus mit anderen EU-Ländern zusammen. Die Herausforderungen, mit welchen diese Länder durch die demografische Entwicklung konfrontiert sind, sind ähnlich. Die Lösungsansätze sind jedoch sehr unterschiedlich, und hierbei lohnt es sich, über den Tellerrand zu schauen.

© drubig-photo – Fotolia.com; Porträt © privat

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ie dritte Lebensphase ist eine aktive und gemäß der höheren Lebenserwartung auch eine relativ lange. Also genug Zeit, um noch einmal so richtig durchzustarten.


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Das Start-up Generation 65 Plus entwickelt Konzepte, die Menschen in der dritten Lebensphase zu mehr Selbstständigkeit in den Bereichen Wohnen, Freizeit und Jobs nach der Pensionierung verhilft. Ergebnis der länderübergreifenden Zusammenarbeit sind Angebote in den Bereichen Wohnen, Freizeit, Reisen und Job nach der Pensionierung, welche exakt auf die Bedürfnisse von älteren Menschen zugeschnitten sind. Berücksichtigt werden hierbei neueste Entwicklungen, welche die Digitalisierung mit sich bringt und im ersten Moment gemischte Gefühle bei dem einen oder anderen auslösen.

Deutschland I Österreich I Schweiz

generation65plus.com (Das Angebot auf der Website befindet sich noch im Aufbau.)


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EINE FRAGE DER ZUVERLÄSSIGKEIT Barrierefreiheit und Design für Alle

© gabana

Die rasant älter werdende Gesellschaft verlangt an allen Ecken nach sinnvollen, barrierefreien Lösungen, auch als Design für Alle bezeichnet. Was steckt dahinter? Unter Design für Alle versteht man ein Konzept für die Planung und Gestaltung von Produkten, Dienstleistungen und Infrastrukturen, mit dem Ziel, allen Menschen deren Nutzung ohne individuelle Anpassung oder besondere Assistenz zu ermöglichen. Konkret sind damit Lösungen gemeint, die besonders gebrauchsfreundlich und auch bei individuellen Anforderungen, z.B. aufgrund des Alters oder einer Einschränkung, benutzt werden können.

Betroffene und Verantwortliche stehen vor der Herausforderung, die in einigen Ländern (siehe Österreich) bereits gesetzlich vorgeschriebene Barrierefreiheit sinnvoll und machbar umzusetzen. Was ein fundiertes Know-how und ein ebenso hohes Maß an Empathie voraussetzt. Gleichzeitig erfordert es ein Umdenken sowie eine Feinjustierung des eigenen Blickwinkels der Themen Barrierefreiheit und Design für Alle. Glücklicherweise rücken auch die bisher unterschätzten Nebeneffekte des Komforts sowie der der Nutzerfreundlichkeit mehr und mehr in den Fokus der Öffentlichkeit.

Das Richtige richtig machen

Aber wie? Und wo beginnen? gabana – die Agentur für Barrierefreiheit hilft Ihnen dabei, Ihr Vor-

© Sabine Senft

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emografische Entwicklung, Generation 50plus und Barrierefreiheit sind untrennbar miteinander verbunden und bergen ein Riesenpotential für zukünftige Märkte. Wer jetzt vorausschauend denkt und handelt, der profitiert in mehrfacher Hinsicht auf Jahrzehnte. Barrierefreie komfortable und attraktive Gestaltung gehört auch im Tourismus mittlerweile längst zum Qualitäts- und Komfortmerkmal für alle Gästegruppen.


55 haben attraktiv, unkompliziert und wirtschaftlich sinnvoll umzusetzen. Die Inhaberin Kornelia Grundmann steht Ihnen mit ihrem Expertenteam sowie einem länderübergreifenden Netzwerk ganzheitlich zu Verfügung. Von der Beratung über die Realisierung bis hin zur Vermarktung Ihres Angebotes. Wer ist Kornelia Grundmann? Nach ihrem Architekturstudium erwarb sie Auslandserfahrungen in den USA, Australien sowie im arabischen Raum und in Fernost. Viele Jahre war sie Projektentwicklerin sowie für Vertrieb im Wohnungsbau verantwortlich. Sie zählt zur Generation 50plus und ist seit der Diagnose Multiple Sklerose im Jahre 2001 Rollstuhlnutzerin. Ihr beruflicher Fokus ist die Barrierefreiheit. Als allgemein beeidete und gerichtlich zertifizierte Sachverständige für barrierefreies Bauen, Herausgeberin des Magazins ‚Natürlich barrierefrei‘, Betreiberin der Online-Plattform ‚Barrierefrei Austria‘ und sowie Autorin und Herausgeberin des Handbuchs ‚Lust auf BarriereFREIHEIT‘ weiß sie, wovon sie spricht. Kunden schätzen ihr Fachwissen sowie ihren gesunden Hausverstand vor dem Hintergrund der Praxistauglichkeit. In ihren Vorträgen und Seminaren weiß sie ihr Publikum zu begeistern und versteht es, das Thema Barrierefreiheit dem Zuhörer verständlich und humorvoll zu vermitteln.

Auf einen Blick Beratung, Planung und Vermarktung

GABANA LEISTUNGEN • Kreieren neuer Ideen • Beratung beim Aufbau sowie der Realisierung • Erstellen von Analysen, Konzepten und Handlungsleitfäden • Veranstaltungen, Seminare & Workshops • Aus- und Weiterbildung • Erstellen von Gutachten

GABANA AUFTRAGGEBER • Tourismusverbände • Hotellerie & Gastronomie • Interessensvertretungen • Institutionen & Verbände • Baubranche • Hersteller & Produzenten • Städte und Gemeinden • Privatpersonen

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Agentur für Barrierefreiheit

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BARRIEREFREI HÖREN in der Senioren Residenz Mirabell Die Senioren Residenz Mirabell liegt mitten im Herzen der Altstadt von Salzburg und wurde im Jahr 2016 als Premium-Residenz ausgezeichnet. Zu den erstklassigen Serviceleistungen des Seniorenheims zählt auch die umfassende Ausstattung mit barrierefreien Einrichtungen. So bietet etwa eine induktive Höranlage Menschen mit Hörminderung und Hörgeräteträgern die Möglichkeit, im Aufenthaltsraum sowie im Wintergarten alle Aktivitäten und Veranstaltungen in diesen Räumlichkeiten akustisch barrierefrei zu genießen. Durch die Spezialisten für barrierefreies Hören der hörwelt GmbH wurde an der Decke in diesen Gemeinschafträumen eine sogenannte Induktionsschlinge verlegt. Somit erhalten Veranstaltungen in der Senioren Residenz Mirabell eine ganz neue Qualität für Menschen mit Hörminderung.

Wir bedanken uns bei allen Beteiligten, die gemeinsam mit uns dieses Magazin ermöglicht haben!

Impressum: NATÜRLICH BARRIEREFREI, Zuhause und auf Reisen, Nr. 03 Auflage 10.000 Herausgeber und Medieninhaber: gabana Agentur für Barrierefreiheit, Inhaberin Kornelia Grundmann, Kirchbichl 3, 6352 Ellmau, Österreich, Tel. +43 5358 44557, k.grundmann@gabana.net, www.gabana.net Redaktion: Kornelia Grundmann, Karin Girkinger Grafik und Gestaltung: Sabine Senft, www.ichwillwerbung.de Lektorat: Andreas Fellinger Coverfoto: multivisual Art Fotos Inhaltsverzeichnis: Paar im Auto © multivisual Art, Blumen © 123rf_IvonneWierink, Wings for Life © David Robinson, Restaurant © Achensee Tourismus, Porträt © maiwolf.com, Zimmer © Kneer-Südfenster, WC © gabana Fotos Rückseite: pattern © mtlapcevic – Fotolia.com, Zimmer © gabana Druck: Gutenberg Beuys Feindruckerei GmbH, www.feindruckerei.de Offenlegung gem. §25 MedienG: www.gabana.net Für die Richtigkeit der Kundenangaben wird nicht gehaftet. Die Herausgeberin übernimmt keine Haftung für die Aktualität, die Richtigkeit sowie Vollständigkeit der Inhalte, ebenso nicht für Druckfehler. Jede Art der Veröffentlichung oder Vervielfältigung bedarf der schriftlichen Genehmigung der Herausgeberin. Das Magazin mit all seinen Teilen ist urheberrechtlich geschützt.

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Copyright gabana Erscheinungstermin: Mai 2017


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REHAB Karlsruhe

Für Menschen mit und ohne Handicap Warum Sie diese Messe besuchen sollten … Seit 1980 ist die REHAB Karlsruhe weltweit eine der größten und bedeutendsten Fachmessen, die sich den Themen Rehabilitation, Therapie, Pflege und Inklusion widmet. Die Aussteller der REHAB präsentieren aktuelle Entwicklungen der Reha-, Orthopädie- und Medizintechnik. Informieren Sie sich über innovative Produkte und spezialisierte Dienstleistungsangebote, die das Leben von Menschen mit Einschränkungen erleichtern und deren Selbstständigkeit erhöhen. Die REHAB Karlsruhe – sie findet alle zwei Jahre statt – bietet Fachbesuchern einen Überblick über

die neuesten Trends und Innovationen sowie die Möglichkeit der beruflichen Weiterbildung. Marktplätze bündeln die vielseitigen Themen der Messe und bieten einen Überblick über die vielfältigen Angebote der Aussteller. Der steigenden Nachfrage nach einer qualifizierten außerklinischen Betreuung Rechnung tragend, findet man vom 11. bis 13. Mai 2017 einen eigenen Marktplatz zum Thema „Homecare und Pflege“.

Messe Karlsruhe | zweijährlicher Turnus (Mai) | www.rehab-karlsruhe.com


AGENTUR FÜR BARRIEREFREIHEIT BERATUNG • PLANUNG • VERMARKTUNG

Natürlich barrierefrei nr3  

Natuerlich barrierefrei nr3 DAS MAGAZIN FÜR BARRIEREFREIHEIT - Zuhause und auf Reisen // WOHNEN - Generation 50plus / Nachhaltiges Bauen //...