Page 1

Ausgabe 03/2016

Entdecken

Foto: Benedikt Bungarten


06

 Mit dem Glauben  unterwegs 

08

 Hupen, Bananen  und Wasser in China 

Gedanken der Romwallfahrer

18

 Jugend im   Kloster 

12

Impressum

Thema

Aktuelles

Redaktion: Marcus Tannebaum (v.i.S.d.P.), Benedikt Bungarten, Rebecca Martini, Silvia Möller

04

16

Mitwirkende: Sarah Rockenfeld, Dörte Staudt, Marc Meißner, Wolfgang Finke, Gerhard Wilkes, Walter Quasten, Erich Pötz, Heike Borowski, Hannah Würbel, Gregor Platte, Sebastian Löllgen, Dirk Herbrich, Layout: Benedikt Bungarten Herausgeber: Pfarrgemeinderat des Seelsorgebereiches Sankt Augustin Aktuelle Informationen und Gottesdienste finden Sie als Auslage in unseren Kirchen und unter: www.katholisch-sankt-augustin.de Katholischer Seelsorgebereich Sankt Augustin Pastoralbüro Alte Marktstraße 45 53757 Sankt Augustin Telefon: 02241 / 39 80-0 Email: pastoralbuero@katholisch-sankt-augustin.de

Kirchenforscher im Einsatz

 Pastoralkonzept  Sankt Augustin 

Mit der Barmherzigkeit im Gepäck

06 Mit dem Glauben unterwegs

16 Für das Buch zwischendurch

08

17

Hupen, Bananen und Wasser in China

10 Jugend im Kloster 12

Pastoralkonzept Sankt Augustin

14

Willst du mit mir gehen – zur Firmung?

15 Interaktiv&Direkt

12

»In Syrien gibt es hohe Berge!«

18 Unser Leben sei ein Fest 18

Ohne Smartphone durch die Stadt

19

Zelten an der Sieg

20

KÖBs in Sankt Augustin

21

Reges Treiben

22 Gottesdienstordnung Weihnachten


Liebe Leserinnen und Leser, als Kind habe ich gern Erich Kästner in die Poesiealben meiner Schulfreundinnen geschrieben: „Irrtümer haben ihren Wert, jedoch nur hier und da. Nicht jeder, der nach Indien fährt, entdeckt Amerika.“ Und im Hinterkopf schwang die Hoffnung mit, dass die eine oder andere von uns in der Zukunft vielleicht doch ganz zufällig ein neues Amerika entdecken könnte. Soweit ich weiß, ist das bis heute niemandem von uns geglückt. Aber einen Teil der kindlichen Entdeckerfreude habe zumindest ich mir bewahren können. Als meine Kinder klein waren, ging ich mit ihnen auf Entdeckungstour: ein schöner Stein am Wegrand, Muscheln am Strand und irgendwann die Feststellung, dass es Menschen gibt, die kein Deutsch sprechen. Die nicht in die Kirche gehen – auch nicht Weihnachten. Sondern in die Moschee. Dem

Ursula Nothelle-Wildfeuer,

einen schmecken Spaghetti, den anderen Ente süßsauer. Manche wohnen

Mitglied im Pfarrgemeinderat im

mit sehr Vielen in einer kleinen Wohnung, andere zu zweit oder allein in

Seelsorgebereich Sankt Augustin

einem großen Haus. Erich Kästner hat tatsächlich recht: man muss nicht unbedingt nach Indien reisen, um etwas zu entdecken. Manchmal reicht es, in Sankt Augustin zu reisen. Davon erzählt dieses Magazin: von einer Weltreise im Kloster beim Internationalen Steyler Jugendwochenende; von der Reise in die Kirchenräume bei den Kita-Bibelwochen; von der Entdeckung der Spiritualität in der Pflege; von Entdeckungen während eines Praktikums in China. Schließlich thematisieren fünf „Reiseberichte“ Themen unseres neuen Pastoralkonzepts. Genau das ist für mich auch der Grundzug des ganzen Pastoralkonzepts: Es lädt ein zu entdecken, welch innovatives Potential die Botschaft Jesu Christi und auch unsere Stadt Sankt Augustin bereit halten, um wechselseitig ihr Eigentliches zum Leuchten zu bringen. Schön zu entdecken, wo bereits neue Wege der Pastoral in der Stadt gesucht werden, wie viele Menschen sich ehrenamtlich engagieren in den vielfältigen Sozialräumen, wie viel Initiative, Solidarität und Hilfsbereitschaft – nicht nur, aber auch – für die neuen Nachbarn besteht. Jeder und jede ist eingeladen, das Pastoralkonzept mit Leben zu füllen; es ist die Einladung an alle, mit auf Entdeckungstour zu gehen – auf neuen Wegen, mit unerwarteten Weggefährten,

Sie möchten in fünfachtel etwas über Ihre Aktion, Gruppierung oder Projekt lesen? Kein Problem! Senden Sie uns Ihre Beiträge: fuenfachtel@katholisch-sanktaugustin.de. Redaktionsschluss der nächsten Ausgabe ist der 01. Februar 2017.

unbeschwert von sperriger Last, aber mit vielleicht bislang ungewohntem Gepäck. Was Sie erwartet: unerwartete Begegnungen. Manches Fremde. Manches Vertraute. Sackgassen und Umwege. Und vor allem: Menschen. Ursula Nothelle-Wildfeuer

3


Kirchenforscher im Einsatz

Wer einen Kirchenraum betritt, spürt etwas von der besonderen Atmosphäre. Kitakinder haben sich in verschiedenen Kirchen in Sankt Augustin als Kirchenforscher auf den Weg gemacht und spannende Dinge entdeckt.

Die Symbole auf den Kirchenfens-

Ein besonderes klangliches Erleb-

tern waren für die Kinder und auch

nis bot sich den Kindern bei der Or-

für die Erzieherinnen ein Rätsel.

gelvorführung durch Herrn Brings.

Zwei der drei Symbole haben sie

Er hatte eine Orgel im Kleinformat

schnell erkannt, jedoch das dritte

aufgebaut. Dort konnten die Kinder

Symbol konnten sie nicht zuord-

genau mitverfolgen, wie aus der

nen. Ist das ein umgekippter Rit-

Luft, die durch eine Pfeife geleitet

terhelm oder eine Muschel? Pfarrer

wird, ein Ton entsteht.

Emontzpohl konnte die Verwirrung schnell auflösen. Es ist ein Schneckenhaus - im Christentum auch ein Symbol für die Auferstehung.

Auch in der Kirche in Niederpleis gab es viel zu entdecken. Die Kinder konnten mit Hilfe eines Wollknäuels den Umfang

Den Beichtstuhl fanden die Kin-

der Kirche messen. Es staun-

der sehr interessant. Die kleinen

ten alle, wie vergleichsweise un-

n allen Kirchen konnten die

Entdecker vermuteten, dass dort

glaublich groß die Kirche doch ist.

kleinen Kirchenforscher viele

drinnen der Herr Pastor wohne. Bei

Doch die kleinen Forscher wollten

spannende Dinge entdecken.

genauerer Betrachtung des Beicht-

auch noch wissen, wie hoch die

In Buisdorf hat es besonders die

stuhls wurde dieser Irrtum dann

Kirche eigentlich ist. Dazu haben

ausgeräumt.

die Erzieherinnen und die Kinder

I 

Heiligenfigur des Hl. Georg, des Namenspatrons der Buisdorfer Kir-

Viel zu staunen gab es auch in

einen Gasballon an einer langen

che, den Kindern angetan. „Steht

der Sakristei. Frau Klein, die Küste-

Schnur befestigt und im Kirchen-

er auf einem Drachen?“ und „Was

rin, hat den Kirchenforschern viele

raum aufsteigen lassen. Anhand

hat er mit dem Drachen gemacht?“,

Kostbarkeiten, verschiedene Mess-

der Länge der Schnur konnte man

wollten die Kinder wissen.

gewänder und Messbücher gezeigt.

sich eine Vorstellung von der Höhe

4


Fotos: Barbara Els

machen. Die Kinder waren sehr beeindruckt. Pastoralreferent Marcus Tannebaum

zeigte den Kindern die

Gewänder, die der Priester bspw. bei der Messe trägt. Angefangen beim

weißen

Untergewand,

der

Albe, bis zum in der jeweiligen Farbe des kirchlichen Festes gehaltenen Messgewandes fehlte es an nichts – die Priester müssen bestimmt auch im Winter nicht frieren. Ebenso neugierig waren die Kinder, die goldenen Kelche und Schalen sowie die einfachen Glaskännchen für Wein und Wasser zu sehen. Zuhause sähe es ganz anders

„Wohnt da der Pastor im Beichtstuhl?“ Ein kleiner Kirchenforscher in der Buisdorfer Kirche

aus, wenn zu Abend gegessen wird. Am liebsten hätten sie auch mal alle Knöpfe auf der Schalttafel, mit denen die Glocken eingeschlatet werden, ausprobiert. Allerdings hätten die Leute dann vermutlich gedacht, dass es zur Messe läutet und wären alle in die Kirche gekommen. Bei einer echten Forschungsreise durch die Kirche darf natürlich auch kein Weihrauch fehlen. Die Kinder genossen den wohlriechenden Duft. In Sankt Anna in Hangelar machten die Kinder gemeinsam mit Gemeindereferent Helmut Alen­ felder die Entdeckungsreise durch die Kirche. Alenfelder erklärte den Kindern z.B.

anschaulich

des

Weihwasserbeckens,

die

Bedeutung des Ta-

bernakels, des Ewigen Lichtes, des Taufbeckens sowie der unterschiedlichen Glasfenster. Die Altarglocken konnten ausprobiert werden und jeder konnte einmal einen Blick in das Taufbecken werfen. Leiterinnen der Familienzentren

5


Foto: Volker Grunewald

Mit dem Glauben unterwegs

Was haben Pflege und Spirutalität miteinander zu tun? Dazu haben Mitarbeiterinnen der Caritaspflegestationen einen Kurs besucht.

wahren, auch wenn die Hilfestel-

nen der Caritas-Pflegestationen,

lung in Situationen notwendig ist,

die im vergangenen Jahr an einer

die tief in die Intimsphäre eingrei-

Fortbildung zum Thema „Spiritu-

fen: beim Waschen, beim Toilet-

alität“ teilgenommen hatten. „Mit

tengang.

dem Glauben unterwegs“ hieß der

Doch gibt es da noch eine weitere

Dimension,

die

nicht

nur

Kurs, der sich mit den Fragen des Glaubens im Zusammenhang mit

pflegenden Angehörigen, sondern

der

auch

Pflegetätigkeit

beschäftigte.

Pflegekräfte

„Man hat uns Möglichkeiten auf-

Spirituali-

fordert: Viele Pflegebedürftige ha-

gezeigt, mit den religiösen Fragen

tät im anstrengenden

ben Gesprächsbedarf, ja manchmal

und Wünschen der Patienten um-

Pflegealltag

verankert

auch Seelennöte. Einige von ihnen

zugehen“, erzählt Anke Krause. Im

werden? Hochbetagte oder kranke

haben auch das Bedürfnis, die-

Lehrplan dieser insgesamt vier-

Menschen pflegen, erfordert viel

se Fragen im Glauben zu spiegeln

tätigen Fortbildung standen dazu

Sachverstand. Es geht nicht nur

und ihrem Glauben durch Ritua-

auch der „Umgang mit Sterben

le wie ein Gebet Ausdruck zu

und Tod in der Begegnung mit den

W  ie

kann

um das Duschen inklusive Anund Auskleiden, sondern auch

um

Blutdruck-

professionelle

bilität. Und bei all dem

gilt es, die Würde einer pflegebedürftigen Person zu

6

Patienten und Angehörigen“ oder

verleihen.

Für den und Blutzuckermes„Grenzbereich sung, um WundPflege und Seelsorge“ prophylaxe oder ermöglicht das Erzbistum –versorgung, um Köln ein zusätzliches Medikamentengabe, Zeitbudget aus kirchum Hygiene und Molichen Mitteln.

„Es geht ja oft um existenzielle te,

auch

Sterben“, Anke

Ängsum

das

schildert

Krause,

Al-

tenpflegerin bei der

„religiöse und spirituelle Formen und Rituale“, um nur Beispiele zu nennen. In jeder seiner insgesamt neun Caritas-Pflegestationen im Caritasverband

Rhein-Sieg

vertiefen

Caritas-Pflegestati-

Experten und Expertinnen für ver-

on Sankt Augustin aus

schiedene Themen wie Ausbildung,

ihrer Erfahrung. Sie ist

Wundmanagement, Pflege, Diabe-

eine von elf Mitarbeiterin-

tes- und Medikamentenmanage-


„Die Arbeit ist anspruchsvoll und der Umgang mit so vielen und verschiedenen Menschen nicht immer einfach.“ Beate Holl

und Seelsorge“ bestimmt sind, wie es im Konzept formuliert ist. Doch richtete sich das Anliegen, mehr Spiritualität zu leben, nicht nur an die Arbeit mit Patienten, sondern auch auf das Pflegeteam selbst. Spiritualität darf auch intern präsent sein, zum Beispiel hat Anke Krause ein Trauerbuch eingerichtet, in dem die Namen der verstorbenen Patientinnen und Patienten verzeichnet sind. Bei Dienstbesprechungen wird dieser Menschen noch einmal besonders gedacht. Spiritualität in der alltäglichen Arbeit heißt aber auch, achtsam miteinander umzugehen. Die Atmosphäre im Team, vielleicht auch kleine gemeinsame Aktionen, sind wichtig, so lernte Anke Krause in der Fortbildung und hat deshalb schon gemeinsame Unternehmungen organisiert. Und so wichtig das Zuhören-Können für Pflegerinnen und Pfleger in ihrem Dienst ist, so wichtig ist es auch, dass sie sich selbst aussprechen können. „Die Arbeit ist anspruchsvoll und der Umgang mit so vielen und verschiement, Demenz und Spiritualität ihr

kasse nicht vorgesehen ist. Es gibt

denen Menschen nicht immer ein-

Fachwissen, das sie dann in den

aber einen kleinen Ausgleich dank

fach“, weiß die Pflegedienstleitung

jeweiligen Einrichtungen zum Nut-

des Bistums-Konzepts für Cari-

der Caritas-Pflegestation Sankt Au-

zen aller einbringen.

tas-Pflegestationen im Erzbistum

gustin Beate Holl. Deshalb stehen

Köln. Dieses Konzept ermöglicht

sie selbst und ihre Stellvertreterin

nis eines Patienten nach einem Ge-

ein

aus

Anke Tappe gerne zur Verfügung:

spräch, einem Gebet oder Lied Zeit,

kirchlichen Mitteln, die ausdrück-

„Wir haben immer ein offenes Ohr.“

die im Leistungskatalog der Pflege-

lich für den „Grenzbereich Pflege

Dörte Staudt

Natürlich benötigt das Bedürf-

zusätzliches

Zeitbudget

7


Foto: Manfred Schütze, pixelio.de

Hupen, Bananen und Wasser in China

Marc Meißner war mehrere Monate für ein Praktikum in China. Wie er sich in Fernost zurechtgefunden und was er erlebt und entdeckt hat, beschreibt er in seinem Tagebuch.

D 

as Hupen ist in China nicht

gehupt wie wenn man jemanden

de, Hühner, Gänse, Enten oder

von der Straße wegzu-

überholt, wobei egal ist, ob links

Ziegen handelt.

denken. Es ist praktisch,

oder rechts, durch die Kanalbefes-

Heute ist mir aufgefallen, was

sozial und vor allem multifunk-

tigung oder durch den Matsch am

wahrscheinlich jeder über das chi-

tional. Es erfüllt unter anderem

Straßenrand. Im Zweifel wird der

nesische Essen weiß. Es ist fast im-

folgende Zwecke, die ich bisher

Gegenverkehr einfach ausgehupt,

mer recht scharf. Hier wird jeden

man kommt dann schon

Tag frisch gekocht mit abwechs-

aneinander vorbei.

lungsreichem Gemüse und Hühn-

ausmachen konnte: Das Grüßen von Bekannten,

freundlich

dreinschauenden Gesichtern oder Wildfremden. Es wird gehupt, um

auf

sich

aufmerksam zu machen,

auch,

Marc Meißner (27) aus Buisdorf hat acht Jahre lang als Gruppenleiter in der Pfarr­jugend St. Martinus mit­ gearbeitet und war für ein Praktikum im Rahmen seines Studiums in China.

um zu warnen oder

Wird man angehupt,

chen, Bohnen, Ingwer, Auberginen,

gehört es sich na-

Rettich und vieles, was sich dem

türlich auch, zu-

Europäer nicht direkt erschließt.

rück zu hupen.

Hähnchen heißt dabei, dass das

Auch um Tiere

ganze Huhn, auf verschiedene Ge-

von der Straße zu

richte aufgeteilt, verarbeitet wird,

scheuchen

wird

wobei die Hühnerbrust anschei-

obwohl

nend zuvor woanders hin verkauft

meist

wird. So finden sich auch Hühner-

gehupt, diese

dann

nur ziemlich verwun-

leber, Hühnermagen oder Hüh-

dert sind, nach dem Mot-

nerbeine in den Gerichten. Dabei

to: „Hallo Auto, aber wieso soll

wird das Fleisch vor dem Kochen in

ten vorbeifahren wird. Es muss vor

ich mich jetzt bewegen? Ich liege

kleine Stückchen gehackt, jedoch

jeder Kurve gehupt werden, egal

doch ganz bequem hier rum!“

nicht vom Knochen getrennt. Das

nur um kund zu tun, dass man sich nähert und in Kürze an den Angehup-

wie kurz oder gut einsehbar sie ist.

Dabei ist es völlig egal, ob es

Um sich zu bedanken wird ebenso

sich um meist herrenlose Hun-

8

Sortieren von Knochen und Fleisch passiert im Mund.


Vorhin kam die Nachricht, dass die

tungen, als laut plätschernd erst

ansässigen Bauern die Straße blo-

Tropfen, dann wahre Ströme von

ckieren. Zunächst dachte ich mir nichts dabei, da ich davon ausging, dass die Bauern auf der Straße arbeiteten und so lange deshalb die Zufahrt blockierten. Tatsächlich

aber

Baustellenzufahrt

wurde

die

zwei

auf

mit

Baumstumpfen aufgebockten LKW blockiert, um den Bauherren zu erpressen. Die Bauern wollen Geld haben. Ob einfach nur, weil sie es können, oder weil ihnen die Arbeiten zu laut sind, konnte ich nicht genau

erfahren.

Aber

Letzteres

wäre ebenso seltsam wie der erste Gedanke, da die Anlage tatsächlich

„Die Daumennägel jedoch sahen eher aus wie eine Mischung aus Dragqueen und professioneller Mordwaffe.“ Marc Meißner

kaltem

Regenwasser

durch

die

Schlitze zwischen den Glasscheiben in mein Zimmer prasselten. Nun sah ich mich zum Handeln gezwungen, da ich weder von jedem Tier zwei seiner Art eingeladen, noch eine weiße Taube an Bord hatte. Also schnappte ich mir mit die beiden Mülleimer aus dem Zimmer, entfernte die Tüten und verteilte Mülleimer und Tüten auf der schmalen Fensterbank, um den Großteil des Wassers aufzufangen. Wie befürchtet überstieg die Anzahl der eindringenden Wasserläufe die meiner Auffangbehälter, weshalb ich mir damit half, meine

sehr leise ist. Ich bin gespannt, ob

Handtücher so auszubreiten, dass

die Bauern die Zufahrt morgen imGut gepflegt, aber mindestens zwei

sie an möglichst vielen Stellen das

Bevor ich dann schließlich mit

Zentimeter lang. Dafür gibt es si-

Wasser sammelten und in einen

neuen Eindrücken an diesem Mon-

cherlich auch Gründe, die mir ver-

der Eimer abtropften. Einigerma-

tagmorgen überladen die Lokati-

schleiert bleiben werden.

ßen zufrieden mit meinem Werk,

mer noch blockieren.

on errichte, sah ich das erste Mal

Der Rest des Tages verstrich er-

oder zu mindestens in der Hoff-

in meinem Leben die Blüte einer

eignislos, bis mich in der Nacht um

nung, nicht in den letzten Stunden

Bananenstaude. Ich wusste bis-

halb fünf morgens ein Gewitter aus

der Nacht weggespült zu werden,

her nicht einmal, dass aus der am

dem Tiefschlaf riss. Leider wusste

fiel ich wieder in einen unruhigen

Bananenbaum hängenden Staude

ich, wie es um die Fensterdichtun-

Schlaf.

frischer Früchte noch eine Blü-

gen meines Zimmers stand, be-

Insgesamt habe ich im fernen

te hervor kommt. Eines besseren

ziehungsweise ging ich davon aus,

China Erfahrungen gemacht, die

belehrt bestaunte ich die riesige

dass beim Bau des Hotels schlicht

ich nicht missen möchte. Frem-

rot-lila Blüte, die an einem faus-

auf jene verzichtet wurde. Da-

de Kulturen, Gewohnheiten eines

tdicken grünen Hals einen halben

her ahnte ich schon, dass sich der

anderen Landes, viele Eigenarten

Meter aus der untersten Bananen-

Sturm jeden Moment von draußen

und Skurriles behalte ich in guter

reihe heraustrat. Ein wunderschö-

in mein Zimmer verlagern wür-

Erinnerung.

ner, aber durch die Größe auch ein

de. Und wenige Sekunden später

wenig unheimlicher Anblick.

bestätigten sich meine Befürch-

Marc Meißner

Auf der Fahrt habe ich mich außerdem mal getraut, mir die FinFoto: KERTHO, pixelio.de

gernägel meines Fahrers genauer anzusehen. Mir war schon früher aufgefallen, dass da die eine oder andere Unstimmigkeit vorliegen muss. Wie ich heute mit adlerscharfem Blick aus dem Augenwinkel ohne auffällige Kopfbewegungen sehen konnte, haben, bis auf an den Daumen, alle Nägel eine normale Länge von wenigen Millimetern. Die Daumennägel jedoch sahen eher aus wie eine

Mischung

aus

Dragqueen

und professioneller Mordwaffe.

9


Jugend im Kloster

D 

eutschland ist bunter ge-

Gemeinschaft der Steyler Fratres in

worden.

Sankt Augustin.

Nicht

Das Motto des 4. Steyler Jugend-Treffs: Viele Gesichter – ein Herz. Über hundert junge Menschen mit ganz unter­ schiedlichen kulturellen Hinter­gründen kamen zu einer inter­kulturellen Begegnung in Sankt Augustin zusammen.

10

nur

die

jüngs-

Sawmya Josey, die für die Steyler

ten Zeit haben dafür gesorgt, dass

Mission den Jugendtreff mitorgani-

mittlerweile viele unterschiedliche

siert hat, war vor allem von den En-

Gesichter das Bild von Deutschland

gagement der jungen Leute begeis-

prägen. Doch wie bildet sich aus

tert: „Die Teilnehmenden waren

den vielen Gesichtern ein Herz? Wie

sehr aktiv und haben uns wirklich

können wir die Furcht vor dem An-

gefordert. Sie haben sehr viel Inhal-

deren, vor dem Fremden ablegen?

te mit eingebracht und wollen das

Flüchtlinge

der

Mit Tanz und Spiel, mit Dis-

beim nächsten Treff noch stärker

inhaltlicher Arbeit,

tun.“ So wurde dann auch verein-

mit gemeinsamen Essen und Fei-

bart, dass der nächste Steyler Ju-

ern sind solche Berührungsängs-

gendtreff dann auch von den Teil-

te zu überwinden. Davon konnten

nehmenden

sich die jungen Menschen überzeu-

Für die Jugend von der Jugend.

kussion und

mitorganisiert

wird:

gen, die den Weg nach Sankt Au-

Wie sie die drei Tage in Sankt

gustin fanden. Bunt gemischt war

Augustin erlebt haben, schildern

die Schar der Teilnehmenden, bei

Franzi, 27, aus Essen und Alina, 24,

vielen sind die Eltern aus Indien,

aus Dortmund:

Ghana, Sri Lanka oder Indonesi-

Nach der Eröffnungsfeier am

en nach Deutschland gekommen.

Freitagabend, bei der es darum

Unterstützung für den Jugendtreff

ging, sich erst einmal näher ken-

kam auch von der internationalen

nenzulernen, wurde am Samstag


Fotos: Steyler Missionare

gearbeitet.

Angeboten am Nachmittag konn-

Ein Morgenimpuls gab den Ein-

ten die Jugendlichen zum Beispiel

stieg. Nach dem Frühstück trafen

interkulturelle Tänze lernen und

intensiv

thematisch

sich alle Teilnehmer in der Aula, um in einer Podiumsdiskussion das deutsch-indische

Ehepaar

Stella

und Michael und Bellm sowie den Steyler Pater Devis Don Wadin, der vor 20 Jahren aus Indonesien nach Deutschland gekommen ist, mit Fragen zu löchern: Wie lange hat es gedauert, in Deutschland anzukommen? Was gibt es für Schwierigkeiten? Was ist wichtig, um in einem fremden Land Fuß zu fassen? In der Diskussion wurde deutlich, was Menschen zusammenbringt: das Herz. In der Liebe finden Menschen zueinander. Dabei ist es durchaus möglich, dass zwei Herzen für zwei verschiedene Kulturen in einer Brust schlagen, was eine

unglaubliche

Bereicherung

„Wie lange hat es gedauert, in Deutschland anzukommen? Was ist wichtig, um in einem fremden Land Fuß zu fassen?“ Teilnehmerinnen des Steyler Jugendtreffs

Kleidung aus verschiedenen Ländern wie Indien oder Ghana anprobieren oder sich kreativ und geistig mit den Themen Identität, Interkulturalität und Fremdsein auseinandersetzen. Bei dem bunten Kulturabend wurden Tänze aufgeführt, Lieder gesungen, getrommelt und viel gelacht. Auch die Flüchtlinge aus den nahen Unterkünften waren der Einladung gefolgt und haben mitgemacht. Den Abschluss des Abends bildete eine Lichterprozession zum Teich, auf dem 100 Schwimmkerzen entzündet und Taizé-Lieder gesungen wurden. Am Sonntag endete der 4. Steyler-Jugendtreff mit einem Jugendgottesdienst. Wolfgang FInke

darstellen kann. In verschiedenen

11


Foto: Benedikt Bungarten

Am 07. Oktober trat das Pastoralkonzept des Seelsorgebereichs in Kraft. Uns haben fünf Pfarrmitglieder verraten, was für sie ein bestimmtes Kapitel des Pastoral­ konzepts bedeutet.

Gaby Sträßer

Helmut Alenfelder

Die ehrenamtliche Arbeit ist schon immer ein wichtiger Baustein für die Gestaltung des Gemeindelebens gewesen und sie gewinnt zunehmend an Bedeutung. Das „Herzblut“, das die vielen ehrenamtlich Engagierten in ihre Arbeit stecken und wie sie sich den Herausforderungen stellen, ist bewundernswert. Um so mehr freut es mich, dass das Ehrenamt besonders in den Fokus genommen wird und die Menschen, die dahinter stehen, mehr Unterstützung erhalten. Vernetzung, aufeinander zugehen, gegenseitige Hilfeleistung sind dabei genauso wünschenswert, wie das im Gespräch bleiben und das persönliche Danksagen. – Kapitel 3.3

„Kirche(n) in der Huma“ - Das begeistert mich. Ein neuer Weg, um unter und zwischen den Menschen zu sein. Die Huma ist Anlaufpunkt und Begegnungsort für viele Menschen. Und was gibt es Großartigeres, als mit und bei den Menschen zu sein. Eine andere, vielleicht ungewohnte Art, Kirche zu sein, wird entstehen und mit vielen gemeinsam ausprobiert werden. Experimentieren mag ich. Da werden Kräfte und Energien frei, Entwicklungen und Veränderungen möglich, die vorab nicht planbar sind. Darauf freue ich mich. Dass der Arbeitstitel „LebensRaumKirche“ von Dynamik und Lebendigkeit spricht, von Raum und Weite, und dies in Zusammenhang mit Kirche(n) bringt, kommt meiner ökumenischen Ausrichtung entgegen und lässt mich Großes erwarten. – Kapitel 3.5

Entdecken Sie das Pastoralkonzept, als Kurzfassung als Beilage zu diesem Heft, als Langfassung abrufbar unter www.katholisch-sankt-augustin.de/pastoralkonzept

12


Christina Wortmann

Peter H. Emontzpohl

Anne-Marie Schwabedal

Die Aktion Neue Nachbarn in Sankt Augustin bietet pragmatisch und unkompliziert Unterstützung, zunehmend Hilfe zur Selbsthilfe und Orientierung auf dem Weg in die deutsche Gesellschaft. Das Spektrum umfasst Patenschaften, Spracherwerb und Freizeitaktivitäten. Mich beeindruckt, was Alte und Neue Nachbarn hier in kurzer Zeit auf die Beine gestellt haben – über unterschiedliche Grenzen hinweg, wie z.B. Alter, Konfessionen, Kulturen, Einstellungen, Ortsteile sowie zwischen Ehrenamt und Hauptamt. Was Sie bei der Aktion Neue Nachbarn entdecken? Ortsteilübergreifende Vernetzung, vielerlei Gesprächsmöglichkeiten, und: MENSCHEN und somit Bekanntschaften und Freundschaften. – Kapitel 3.7

„Gemeinden sollen Gemeinden bleiben und doch eine Gemeinde werden!“ In Anlehnung an ein Wort unseres emeritierten Heiligen Vaters Benedikt XVI. aus dem Jahr 1964 schaue ich voll Zuversicht in die Zukunft unseres Seelsorgebereichs Sankt Augustin mit den fünf Pfarr- und weiteren drei Filialgemeinden. Wir sind unterwegs auf einem neuen Weg. Auf einiges können wir bereits mit Freude zurückschauen, vieles liegt - uns vielleicht auch fordernd - noch vor uns. Ich bin froh, dass unser Pastoralkonzept den Wert der einzelnen Ortsgemeinden mit ihren individuellen Traditionen und Charakteristika würdigt, gleichwohl darüber hinaus den zukunftsweisenden Blick für „das Ganze“ öffnet. Spannend, was es auf diesem Weg alles zu entdecken gibt, spannend, welche neuen Weggemeinschaften sich finden werden... – Kapitel 3.1

Es macht mich traurig, dass viele Menschen denken, Kirche entferne sich immer mehr von ihrer Lebenswirklichkeit. Im Gegensatz dazu ge­nießt die kirchliche Caritasarbeit ein großes Ansehen in unserer Gemeinde. Gut angenommen werden die Caritassprechstunden in allen Ortsteilen, die Kleiderstube in Menden, das Tafelcafé in Mülldorf, das Bauhof-Projekt in Menden, die Familien- und Seniorenhilfe in Hangelar und die Koordinationsstelle „Lotsenpunkt“ in Mülldorf. Über diese positiven ehrenamtlichen Aktivitäten von Kirche in unserer Stadt erfahren Sie mehr im Pastoralkonzept und sind herzlich eingeladen, bei allen Aktivitäten mitzumachen! – Kapitel 3.6

Pastoralkonzept des Seelsorgebereichs Sankt Augustin 13


Willst du mit mir gehen – zur Firmung?

D 

ie Salbung mit Chrisam allein, mache nicht das Sakrament der Firmung aus,

erklärte Weihbischof Ansgar Puff in seiner Predigt. Tatsächlich sei es

Fotos: Benedikt Bungarten

In zwei Gottesdiensten empfingen 83 Jugendliche und vier Erwachsene vom Kölner Weihbischof Ansgar Puff in der Klosterkirche der Steyler Missionare in Sankt Augustin das Sakrament der Firmung.

der Glauben daran, dass sich durch die Zusage des Heiligen Geistes et-

nen ins Gespräch kommen und sie

tes, dem Heiligen Geist“. Dieser

was im eigenen Leben ändern kann.

auf ihrem Glaubensweg begleiten.

Geist schenkt den Jugendlichen die

vergangenen

Es bereitet mir große Freude, mit

Kraft Gottes, ihr Christsein bewusst

Jahres bereiteten sich die 15- bis

ihnen den Glauben zu feiern, aber

und aktiv zu leben. Ohne den Hei-

18-Jährigen auf den Empfang des

auch über ihre Sorgen, Nöte und

ligen Geist gibt es keine Menschen,

Firmsakraments vor. Gemeinsam

Probleme des Alltags zu sprechen.“

die dafür sorgen, dass die Sache Jesu

mit ihren Katechetinnen und Ka-

Mit dem Firmsakrament, wird

weitergeht und es gibt keine Ge-

techeten gestalteten sie monatliche

den Jugendlichen der Heilige Geist

meinschaft von Christen, die Kirche.

Jugendgottesdienste und sprachen

zugesagt. Während der Bischof mit

Benedikt Bungarten

über ihren Glauben. In Kleingrup-

Chrisam-Öl die Stirn salbt, spricht

pen setzten sie sich mit Themen wie

er: „Sei besiegelt mit der Gabe Got-

Seit

November

Schuld/Vergebung, Jesus, Gott und Heiliger Geist auseinander und arbeiteten an sozialen Projekten. Bei einem gemeinsamen Wochenende im Jugendgästehaus Steinbachtalsperre lernten sich die Firmanden untereinander noch besser kennen. „Willst du mit mir gehen?“ war das Motto der diesjährigen Firmvorbereitung, die von Pater Devis Don Wadin begleitet wurde. Der Steyler Missionar und Pfarrvikar im Seelsorgebereich Sankt Augustin freut sich über den Kontakt und den Austausch mit Jugendlichen: „Ich möchte mit den jungen Erwachse-

14


INTERAKTIV & DIREKT

Darf’s etwas mehr sein?

Unser Seelsorgebereich ist seit fünf Jahren „XXL“ - schlimm oder schön?

A 

n und für sich klingt die

immer wieder entschei-

Frage „Darf es etwas mehr

den, auch die Chancen zu

sein?“

sehen. Und mich den Re-

zunächst

harm-

los. Sie erinnert mich an gemütliche Einkaufserfahrungen an der

alitäten zu stellen. Zwei Impulse fallen mir dazu ein: Erstens ein noch

braucht, das entscheidende Merk-

im-

ziemlich aktuelles Buch mit dem

mal einer christlichen Gemeinde

mer an, preiswert einzukaufen ist

provokanten Titel: „XXL Pfarrei.

sein. Die Projektion auf eine idea-

heute vielen vielleicht wichtiger

Monster oder Werk des Heiligen

lisierte Seelsorgerfigur alleine und

als der kritische Blick auf Quali-

Geistes?“ Ein Pfarrer und sein eh-

eine gefühlte Nähe durch die Erfül-

tät. Ich glaube, dass „XXL“ nicht

ren- und hauptamtliches Team be-

lung unterschiedlichster Erwartun-

nur beängstigende Assoziationen

richten von den guten und schwie-

gen führt nicht in die Zukunft. Und

hervorrufen muss. Aber man sollte

rigen Erfahrungen beim Aufbruch

das nicht, weil es diese idealisierten

genau hinschauen. Wenn wir aber

in die Zukunft. Gegen schnelle Vor-

Seelsorger rein rechnerisch immer

in Bezug auf unsere Gemeinden

urteile setzen sie echte Beteiligung

weniger geben wird. In blühenden

die Erfahrungen oder die Gefühle

und konkrete Handlungsoptionen.

Gemeinden an anderen Orten der

zu immer größeren Einheiten an-

Ungeschönt und lesenswert.

Erde gab es aus dieser Perspektive

Metzgereitheke. sprechen

große

Im

Supermarkt

Portionen

sprechen, dann wird schnell von

Zweitens

der

ältere

vorgeb-

„Dokumentar“-film

„Su-

heraus noch nie so viele davon, wie es sein müssten.

Angst, Verlust, Niedergang, Vor-

liche

würfen und Schuldigen zu hören

persize me“, der die Eigenart der

Entscheidender ist es, dass es

sein. Sündenböcke waren ja auch

Fastfood-Kultur in den USA kari-

in der XXL Seelsorge vielerlei Ge-

schon in biblischer Zeit notwendig.

kiert. Der Hauptdarsteller will die

meinschaften von Menschen gibt,

Ist denn ein Blick in die Weite im-

schlimmen gesundheitlichen Fol-

die Gott einen Platz in ihrem Leben

mer nur schlecht? Das vorschnelle

gen zeigen, die sich durch tägliche

geben, die sich von ihm leiten las-

Aburteilen von sogenannten Struk-

ausschließliche Ernährung in sol-

sen. Es gibt vielleicht in größeren

turreformen entlastet ja auch von

chen Restaurants und durch man-

Zusammenhängen und beim Blick

dem ehrlichen Blick in die Realität

gelnde Bewegung ergeben. Heute

über den örtlichen Tellerrand auch

und vor allem auf den Auftrag, der

kann man aber auch vielfältige Kri-

die Chancen, dass sich in neuer

uns als Christen gestellt ist. Immer

tik dazu lesen. Der Mangel an Be-

Weise Gruppen finden und Dinge

stehen Menschen in der Gefahr, die

wegung bleibt wohl das Entschei-

entstehen können, die heute nö-

eigenen guten Erfahrungen und

dende.

tig sind und die unseren heutigen immer

gesellschaftlichen Realitäten eine

wird persönlicher Kon-

Antwort aus dem Glauben anbieten.

takt von Mensch Lesen und kommenzu Mensch, von auch die richtieren Sie auch im blog: Christ zu Christ tigen damaliwww.himmelszeltkapelle. und auch Nichtgen Antworblogspot.de. Unser Gemeindemachrist, vom ten waren, gazin fünfachtel auch unterwegs durch Jesus für absolut immer im Gepäck: in der App „DoChristus motizu setzen. kumentenzentrale“ des Erzbistum vierten HelfenAlles Neue ist Köln oder auf unserer Homeden zu dem, der dann automapage www.katholischoder die in einer tisch schlecht. sankt-­augustin.de. Situation UnterstütIch persönlich

Im Evangelium finde ich nichts da-

Bilder der Vergangenheit, die über viele Jahre

Keine

Frage:

vielleicht

möchte mich lieber

von, dass das nur in kuscheligen und

unbeweglichen

Pfarrfamili-

en geschehen muss. Im Gegenteil: Jesus sendet. Bringt uns in Bewegung. Uns alle. So hören wir das übrigens auch am Ende jedes Sonntagsgottesdienstes: „Gehet hin in Frieden“, denn ihr seid gesendet. Gott sei Dank. Marcus Tannebaum

zung oder Zuwendung

15


Foto: Erich Pötz

FUSSWALLFAHRT NACH AHRWEILER

Mit der Barmherzigkeit im Gepäck Teilnehmer

was dann in Fritzdorf geschah,

am Sonntag die Pilgergruppe auf

konnten sich nicht an ein solches

übertraf die schlimmsten Befürch-

den Heimweg und konnte dabei

Unwetter erinnern: Seit 1832 pil-

tungen. Es begann stark zu regnen.

feststellen, dass sich die Schä-

gern nun schon Menschen aus

Straßen verwandelten sich zu rei-

den des Vortags nur auf ein rela-

Sankt Augustin nach Ahrweiler zur

ßenden Flüssen, die Schlamm und

tiv kleines Wegstück beschränkten.

Verehrung der Heilig-Blut-Reliquie

Geröll mit sich führten. Nach Ende

Die Strecke war zwar weitgehend

im Kloster Kalvarienberg.

des Unwetters wurden die Fol-

freigeräumt, aber dort, wo früher

„Ich geh ein Stück mit dir“ lau-

gen der Naturgewalt sichtbar: Kel-

flache Senken am Wegesrand für

tete das Motto des Aussendungs-

ler standen unter Wasser. Straßen

den Regenwasserabfluss sorgten,

gottesdienstes in der Mendener

waren mit braunem Schlamm oder

klafften nun tiefe Gräben. Erdkabel

Pfarrkirche

Um

Geröllbergen bedeckt. An eine Fort-

und Gasleitungen lagen frei und an

6.00 Uhr begann die Messfeier,

setzung der Fußwallfahrt war nicht

manchen Stellen fehlten am Stra-

in deren Rahmen Pater Devis Don

zu denken. Alle Wege waren unpas-

ßenrand Teile der Asphaltdecke.

Wadin die neuen Wallfahrtsfahnen

sierbar und von der Feuerwehr ge-

Mit einem sakramentalen Segen in

und -kerzen segnete.

sperrt. Fast vier Stunden saßen die

der Pfarrkirche Sankt Augustinus

Um 7.30 Uhr machte sich die Pil-

Wallfahrer fest und konnten erst

endete die diesjährige Wallfahrt,

gergruppe dann betend und singend

dann mit Autos auf Umwegen nach

die sicher allen Teilnehmern als

auf den Weg. Alle hofften, dass sich

Ahrweiler gebracht werden.

Pilgergang mit Abenteuerpotential

Selbst

die

ältesten

St.

Augustinus.

die ungünstigen Wetterprognosen

Nach dem gemeinsamen Früh-

nicht bewahrheiten würden. Doch

stück im Kloster machte sich dann

im Gedächtnis bleiben wird. Erich Pötz

KINDER- UND JUGENDBÜCHERSCHRANK BIRLINGHOVEN

Foto: Heike Borowski

Für das Buch zwischendurch

16

Seit 2013 erfreut sich der Kin-

dern auch Comics, Puzzle und

der- und Jugendbücherschrank in

Spiele. Paten kümmern sich um

Birlinghoven

Beliebtheit.

den Schrank, räumen die Bücher

Besonders Bücher für Kinder im

auf, sortieren nicht kinder- und

Kindergarten- und Grundschulal-

jugendgerechte Bücher aus und

ter sind sehr begehrt. Ermöglicht

achten auf Schäden. Bisher wur-

wurde uns die Anschaffung durch

de der Schrank weitestgehend von

einige großzügige Spender.

Vandalismus verschont. An „kriti-

großer

Der Schrank wird rege genutzt,

schen“ Tagen wie Halloween oder

besonders an schönen Tagen und

Silvester wird der Schrank vor-

dank

sichtshalber abgeschlossen.

seinem

idealen

Standort

am Spielplatz. Nicht nur Bücher wechseln hier ihre Besitzer son-

Aktuelles

Heike Borowski


AUSFLUG DER NEUEN NACHBARN INS SIEBENGEBIRGE

»In Syrien gibt es hohe Berge!«

A 

„Neue

sich auf den Ausflug ins Siebenge-

in Deutschland prallen da aber

Mülldorf

birge. Ihr Deutsch: schon fast per-

manchmal Welten aufeinander.

luden Flüchtlinge zu einer

fekt. In der Schule habe er von 8

In

Wanderung ins Siebengebirge ein.

Uhr morgens bis abends nur andere

musste sich die Gruppe schließlich

Bereits mit mehreren Aktionen hat-

Kinder um sich herum, die Deutsch

trennen. Die Fußstarken unter ih-

te sich die Aktion zuvor für die In-

mit ihm sprechen, so Aladdin. Seit

nen gingen den schwierigeren Weg

tegration von Flüchtlingen in Sankt

einem Jahr ist die Familie nun in

zum Milchhäusschen in Richtung

Augustin eingesetzt. Viele syrische

Deutschland. Seinem Vater fällt das

Löwenburg. Doch gerade für zwei

Familien waren dabei, das jüngste

Deutschsprechen aber noch schwe-

der Jungs war das keine große He-

der Kinder, nur 8 Monate alt. Neben

rer als seinen Söhnen, bei denen er

rausforderung. Auch in Syrien gebe

der sportlichen Betätigung und dem

sich Unterstützung holt. Aladdins

es Berge, sogar viel höhere, so die

Kennenlernen der Gegend, konn-

Mutter musste sich bisher um den

Wanderer.

ten so manche Gespräche angesto-

acht Monate alten Sohn kümmern.

Dann, nach ein paar Stunden, war

ßen werden. Für den Syrer Ashraf

Da blieb keine Zeit, um Deutsch zu

der Gipfel der Löwenburg bei strah-

Matar, 34, ist Austausch besonders

lernen.

lendem Sonnenschein endlich er-

ktive

der

Nachbarn“

Aktion aus

Königswinter

angekommen,

wichtig. „Es wäre schön, wenn

Auch Suhila Nabo, 39, lebt schon

reicht. Eine Familie hatte sogar

die Menschen hier öfter nicht nur

seit etwa einem Jahr in Deutsch-

gesüßten Tee, Fladenbrot mit Hähn-

über uns, sondern mit uns reden

land. Die Mutter von drei Kindern

chenfleisch und Orangensaft für die

würden.“ Für den ausgebildeten

hat aber, wie sie sagt, noch Schwie-

ganze Gruppe mitgebracht. Sogar

Architekten ist das die beste Vor-

rigkeiten hier in Deutschland wirk-

bis zum Ende des Ausflugs hatten

aussetzung, um Vorurteilen keinen

lich anzukommen. „Meine Kinder

die Kinder immer noch erstaunlich

Nährboden mehr zu geben.

sprechen tagtäglich Deutsch in der

viel Energie und liefen lachend und

Schon auf der Fahrt war die Aus-

Schule, ich habe aber weniger Ge-

schreiend voraus. Auf die Frage, ob

dauer und Motivation der Kinder

legenheiten dazu.“ Ihre 19-jährige

sie nicht langsam müde seien, ant-

zu spüren. Der 11-jährige Aladdin

Tochter ist verheiratet, ihre 17-jäh-

worteten sie nur, der Ausflug könne

forderte die Wandergruppe schon

rige bereits verlobt. Die 39-jährige

nicht lang genug sein.

in der Straßenbahn zum Rechnen

hat selbst in dem Alter geheiratet,

heraus. Er und seine Brüder freuten

für sie ist das gewöhnlich. Hier

Foto: Hannah Würbel

Hannah Würbel

Aktuelles

17


NEUE WORT-GOTTES-FEIER-LEITERINNEN UND LEITER

Unser Leben sei ein Fest Bereits seit vielen Jahren haben

sich sieben Christinnen und Chris-

neben dem Bewährten neue Wege

wir in unseren Gemeinden begeis-

ten aus unseren fünf Gemeinden

beschreiten und neue Gottesdienst-

terte Menschen, die begleitet und

zu „Leiterinnen und Leitern von

formen ausprobieren möchte.

eigenständig

Wort-Gottes-Feiern

Wort-Gottes-Feiern“ qualifizieren

Denkbar sind z.B. eine Folge

vorbereiten und leiten: Im Rah-

und beauftragen lassen. Zusam-

von Spätschichten im Herbst, ein

men der Familienmessen, bei den

men mit sechs weiteren Personen,

Gottesdienst im Freien mit Tier-

Frühschichten, in den Kinderkir-

die Ihre Ausbildung über die kfd

segnung rund um das Fest des Hei-

chen, bei den Weggottesdiensten

oder als Lehrerinnen und Lehrer

ligen Franziskus oder die Mitge-

der Kommunionkinder oder bei der

über das erzbischöfliche Schulre-

staltung der Evensongs im Advent.

Gestaltung der Kar- und Ostertage

ferat erhalten haben, bilden sie in

Informationen über die ein-

– um nur einige Wort-Gottes-Fei-

Begleitung von Gemeindereferentin

zelnen Angebote werden über die

ern beispielhaft zu benennen. Hier

Dorothea Koch, Gemeindereferent

Homepage,

kann jede und jeder Heimat finden.

Helmut Alenfelder und Pfarrer Gre-

und durch Aushang veröffentlicht.

Auf Einladung des Dekanates

gor Platte eine neue Gruppierung

Siegburg-Sankt

Augustin

haben

die

Pfarrnachrichten Gregor Platte

in unserem Seelsorgebereich, die

PFINGSTFAHRT DER HANGELARER MESSDIENER

Ohne Smartphone durch die Stadt Am Freitag vor Pfingsten haben sich

natürlich auch noch den Weg durch

einem Aufräum-Wettbewerb. Die

die Messdiener aus Hangelar auf

die Stadt finden – selbstverständlich

Leiter hatten das Vergnügen, die

den Weg nach Heidelberg gemacht.

ohne Smartphone. Pfingstsonntag

Zimmer bewerten zu dürfen und

Samstagmorgen begann unser Pro-

haben wir morgens an einer Messe

das schönste Zimmer mit einem

gramm mit einer etwas anderen

in St. Raphael teilgenommen.

Preis auszuzeichnen, sodass das

Stadtralley. Dem Fahrtmotto „TV

Nachmittags konnten sich die

Unmögliche geschafft wurde: die

und Serien“ getreu, mussten die

Kinder entscheiden, ob sie sich lie-

Kinder hatten Spaß am Aufräumen!

Kinder wie in der Fernsehsendung

ber beim Pokerspielen behaupten,

„Wer weiß es? Wer weiß es nicht?“

ein

einstu-

leider schon wieder auf den Heim-

in ganz Heidelberg Passanten fin-

dieren, sich künstlerisch mit Batik

weg nach Hangelar machen, wo alle

den, die eine Frage beantworten

austoben oder Trommeln basteln

von den sehnsüchtig wartenden El-

oder nicht beantworten können.

und ein Stück einstudieren wollen.

tern empfangen wurden.

Außer den Passanten mussten sie

Der Montagmorgen begann mit

Ich wollte endlich einmal den Papst sehen! Es war toll, in diesen riesigen Kirchen als Messdienerin dabei zu sein.

Foto: Marcus Tannebaum

Gedanken der Romwallfahrer

18

Schwarzlichttheater

Obwohl in der Sixtinischen Kapelle so viele Menschen waren, hat sie mich sehr beeindruckt – ein Ort, an dem so viel Geschichte geschrieben wurde.

Am Dienstag mussten wir uns

Gott offenbart sich in der Begegnung mit der Natur und der Begegnung mit allen Menschen nach dem Vorbild Jesus Christi. Ein unvergessliches Erlebnis!

Aktuelles

Sebastian Löllgen

Ich bin froh und dankbar dies alles erlebt haben zu dürfen – eine unvergessliche Wallfahrt.


Foto: Marcus Tannebaum

VATER-KIND-ZELTEN AN DER SIEG

Zelten an der Sieg Auch dieses Jahr fand das schon

und 74 Kinder teil -, und macht

terhin bot die Sieg in direkter An-

traditionelle

„Vater-Kind-Zelten“

mit ca. einem Drittel Erstteilneh-

rainerlage jederzeit die Möglichkeit

der Kirchengemeinde statt. Unter

mern eine weitere erfreuliche Ent-

zur Abkühlung, da sich das Wetter

der Leitung von Marcus Tannebaum

wicklung durch.

an Freitag und Samstag von seiner besten Seite zeigte.

wählte das Organisationskomitee

Auch wenn einige anfangs ge-

für das Wochenende vom 2. bis zum

plante Programmpunkte (Paddeln

Der Abbau am Sonntag gestalte-

4. September den Campingplatz

auf der Sieg und Besuch beim Im-

te sich aufgrund der angekündigten

Happach in Eitorf aus, nachdem in

ker) leider nicht stattfinden konn-

Regenfront als teilweise sehr zügig,

den letzten Jahren weiter entfernte

ten, bot sich doch mit Geocaching,

doch wie üblich mit vereinten Kräf-

Ziele (Aggertalsperre, Heimbach/

Nachtwandern,

von

ten konnten Pavillonstadt und die

Eifel) angesteuert wurden.

Schwedenstühlen und einem Fuß-

HimmelsZeltKapelle trocken verstaut werden.“

dem

Bau

erfreut

ballspiel, eine vielseitige Bandbrei-

sich uneingeschränkter Beliebtheit

te an Aktivitäten, bei der Groß und

- in diesem Jahr nahmen 41 Väter

Klein reichlich Spaß hatten. Wei-

Das

Zeltwochenende

Tolle Eindrücke: Papstaudienz, Messe mit Kardinal Woelki im Petersdom und fröhliche Stunden mit der Gruppe.

Fünf anstrengende aber spirituell und geistig inspirierende Tage, vor allem beim Gottesdienst im Petersdom hatte ich „Gänsehaut-Feeling“.

Ein besonderer Höhepunkt der Pilgerreise waren für mich die Führung durch die Ausgrabungen unter dem Dom.

Aktuelles

Dirk Herbrich

Sogar der Trubel hunderter Museumsgäste in der sixtinischen Kapelle kann mir die Ergriffenheit nicht nehmen.

19


KÖBs in Sankt Augustin

St. Mariä Heimsuchung, Mülldorf Di 17.30-19.00, Do 15.00-18.00,

St. Martinus, Niederpleis

Fr 17.00-18.30, So 10.30-11.30 Uhr

Mi 15.30-17.30, Do 8.30-9.30, Fr 17.00-18.00, So 10.15-12.15 Uhr

St. Augustinus, Menden Mi 16.00-18.00, Do 17.00-18.00, Sa 16.30-17.30, So 10.30-12.30 Uhr

St. Mariä Königin, Ort Di 16.30-18.30,

St. Anna, Hangelar

Mi + Do 17.00-18.00,

Mo 17.00-19.00, Mi 10.00-12.00,

Fr 16.00-18.00 Uhr

Do 17.00-19.00, Fr 16.00-18.00, So 11.00-13.00 Uhr

Herztöne

LAUSCHEN AUF DEN KLANG DES LEBENS Haben Sie schon einmal dem Klang

des Holzes, durch die es sich zu er-

eines Tonholzes gelauscht? Wie er

kennen gibt. Auf diese Herztöne des

sich verändert, wenn an unter-

entstehenden Instrumentes kommt

schiedlichen Stellen angeschlagen

es an, denn durch sie zeigt es mir,

wird? Ich durfte dies gemeinsam

welche Ausarbeitung es braucht.“

mit einigen hundert anderen Seel-

Dass er sein Handwerk versteht

sorgerinnen und Seelsorgern erle-

wurde nicht erst deutlich, als am

ben, für die der Geigenbauer Martin

Ende des Vortrages eine erst am

Schleske am Ambo des Kölner Doms

Vortag fertig gestellte Geige zum

einen inspirierenden Vortrag ge-

ersten mal erklingen durfte – und

halten hat. Er erzählte vom Weg des

dabei den ganzen Dom mit ihrer

Holzes aus kargen Gebirgsregionen

Seele erfüllte. Dass er auch durch

in Südtirol bis in seine Werkstatt.

Worte Seelen zum Klingen bringen

Bei mir wuchs die Neugier auf sein

kann, können Sie in diesem Buch

neues Buch, in dem unter anderem

entdecken.

zu lesen ist: „Es sind die Eigentöne

20

Marcus Tannebaum


Reges Treiben Noch ist das Pfarrzentrum St. Maria Königin eine große Baustelle. Bald schon wird hier allerdings das zentrale Pastoralbüro einziehen können, in ein neuen, modernen Gebäudekomplex.

angrenzenden

Küsterhauses

und mit einem Anbau über der Pfarrbücherei werden Büroräume für den Leitenden Pfarrer und seine Mitarbeiter der Verwaltung geschaffen, eine großzügige Lösung,

D 

im

Trennwänden unterteilbar, so dass

die auch die Möglichkeit für per-

Sankt

gleichzeitig in drei getrennten Räu-

sönliche Gespräche von Mitgliedern

Augustin haben sich zu

men Veranstaltungen der einzelnen

aus den Pfarreien bietet.

Kirchengemeindeverband

Gruppierungen stattfinden können.

ie

Pfarrgemeinden

Stadtgebiet

einem

des

von

Durch die bauliche Einheit von Pfarrzentrum

und

Pastoralbüro

Daraus

Die Pfarrbücherei im Erdge-

ergibt sich die Notwendigkeit zur

schoss bleibt selbstverständlich er-

lassen

Einrichtung eines neuen zentra-

halten und erhält eine völlig neue

nutzen, indem bestimmte Räum-

len Pastoralbüros. Mit der Ent-

Ausstattung und Gestaltung.

lichkeiten wie Archiv, Lagerflä-

zusammengeschlossen.

chen,

sich

wertvolle

Behinderten-WC

Synergien

und

die

scheidung, das Pastoralbüro in der

Am meisten kann sich die Ju-

geographischen Mitte der Stadt

gend über ihr neues Domizil freu-

Aufzugsanlage gemeinsam genutzt

anzusiedeln, wurde eine optima-

en. Während die 50-60 Messdiener

werden können.

le Lösung gefunden. In dem Ge-

und Jugendlichen bisher in dunkeln

bäudekomplex Pfarrzentrum und

Kellerräumen untergebracht waren,

Küsterhaus wird das Pastoralbüro

bekommen sie jetzt einen eigenen

mit zwölf Arbeitsplätzen unter-

Jugendtreff mit separatem Eingang.

gebracht bei gleichzeitiger Sa-

Ganz neu ist die Schaffung eines

Auf der Baustelle herrscht zurzeit

nierung und Neugestaltung des

Innenhofes, der eine direkte Zu-

Hochbetrieb.

Pfarrzentrums.

wegung von der Kirche über einen

lässt die Prognose zur Übergabe des

Ende des Jahres wird Einweihung gefeiert

Der

Baufortschritt

neu ausgebauten Fußweg hat. Ein

Objektes als Weihnachtsgeschenk

gen, dass durch die Unterbrin-

gemütlich

realistisch erscheinen.

gung des Pastoralbüros im Pfarr-

bietet sich förmlich an für den

Das neue, moderne Gebäude

zentrum für die Pfarrei kein Platz

sonntäglichen Frühschoppen sowie

wartet darauf, in allen funktions-

mehr bliebe, konnte im Rahmen

für Besprechungen und Freiluftver-

gerechten Nutzungen eine optimale

einer Machbarkeitsstudie ausge-

anstaltungen in kleinerem Rahmen.

Auslastung zu erfahren.

Die anfänglichen Befürchtun-

räumt werden. Zum 1. Juni 2016

anmutender

Teilweise

Freiraum

integriert

wurde das alte Pfarrzentrum ge-

Pfarrzentrum

und

räumt. Containerweise wurden die

spruchnahme

des

unter

in

das

Gerhard Wilkes und Walter Quasten

Inan-

Erdgeschosses

gesammelten Werke und Gerümpel aus Jahrzehnte langer Pfarrarbeit aus Keller und Speicher entrümpelt.

Das alte Pfarrzentrum in neuer Gestalt mit neuer Ausstattung Das neue Pfarrzentrum bekommt wieder die gleiche Anzahl an Räumen, wie sie bisher zur Verfügung standen. Der Pfarrsaal bleibt in seiner bisherigen Größe von rund qm

grundsätzlich

erhalten, Foto: Walter Quasten

200

so dass sich praktisch keine Einschränkungen für die traditionellen Karnevalsfeste und sonstigen Feiern ergeben. Zugleich aber ist der große Raum mit schallgeschützten

Ein Blick auf die Baustelle verrät: Es ist schon viel geschafft.

21


Gottesdienstordnung an Weihnachten

Krippenfeier, 24. Dezember 2016

Christmette 24. Dezember 2016

Erster Weihnachtstag Hl. Messe 25. Dezember 2016

Zweiter Weihnachtstag Hl. Messe 26. Dezember 2016

22

15.00 Uhr

St. Maria Königin, Ort

GRin Koch, Ehrenamtliche

15.00 Uhr

St. Augustinus, Menden

Ehrenamtliche

15.00 Uhr

St. Maria Rosenkranzkönigin, Meindorf

GR Koch, Ehrenamtliche

16.00 Uhr

St. Martinus, Niederpleis

PR Tannebaum

16.00 Uhr

St. Anna, Hangelar

GR Alenfelder, Ehrenamtliche

16.00 Uhr

St. Mariä Heimsuchung, Mülldorf

GR Linden

18.00 Uhr

St. Georg, Buisdorf

Pfr. Schlemmer

18.00 Uhr

St. Anna, Hangelar

Pater Josef Dadzie

18.00 Uhr

St. Mariä Heimsuchung, Mülldorf

Pater Devis Don Wadin

18.00 Uhr

St. Maria Rosenkranzkönigin, Meindorf (mit Kirchenchor)

Pfr. Schmitz

22.00 Uhr

St. Martinus, Niederpleis (mit Kirchenchor)

Pfr. Emontzpohl

22.00 Uhr

St. Maria Königin, Ort (mit Kirchenchor)

Pfr. Platte

22.00 Uhr

St. Augustinus, Menden (mit Kirchenchor)

Pfr. Schmitz

9.00 Uhr

St. Mariä Himmelfahrt, Birlinghoven

Pater Josef Dadzie

9.30 Uhr

St. Mariä Heimsuchung, Mülldorf (mit Kirchenchor)

Pfr. Schlemmer

9.30 Uhr

St. Maria Königin, Ort

Pfr. Emontzpohl

10.30 Uhr

St. Martinus, Niederpleis

Pfr. Schmitz

11.00 Uhr

St. Augustinus, Menden

Pater Devis Don Wadin

11.15 Uhr

St. Anna, Hangelar (Familienmesse)

Pfr. Platte

18.30 Uhr

St. Georg, Buisdorf

Pater Josef Dadzie

9.00 Uhr

St. Mariä Himmelfahrt, Birlinghoven

Pfr. Platte

9.30 Uhr

St. Mariä Heimsuchung, Mülldorf

Pfr. Emontzpohl

9.30 Uhr

St. Maria Königin, Ort (mit Kirchenchor)

Pfr. Schlemmer

10.30 Uhr

St. Martinus, Niederpleis

Pater Josef Dadzie

11.00 Uhr

St. Augustinus, Menden

Pfr. Schmitz

11.15 Uhr

St. Anna, Hangelar (mit Kirchenchor)

Pater Devis Don Wadin


Die nachhaltige Bank in Ihrer Nähe

? ierig g u e N rmin e T t Jetz baren! n verei

Eine Bank für Menschen mit Werten! Seit 1964 setzt die Steyler Ethik Bank in Sankt Augustin Maßstäbe als faires und nachhaltiges Geldinstitut. Schon 16.000 Kunden vertrauen auf unser Qualitätsversprechen: Wir beraten Sie kompetent, umfassend und fair. Wir legen Ihr Geld nach christlichen Werten sicher an. Unsere Bankgewinne finanzieren Hilfsprojekte der Steyler Missionare. Emanuel Gmach Vermögensberater

Steyler Ethik Bank | Arnold-Janssen-Str. 22 | 53757 Sankt Augustin Telefon: 02241 / 1 20 50 | Internet: www.steyler-bank.de

Profile for fuenfachtel

fünfachtel 03/2016 – Entdecken  

Fünfachtel – Das Gemeindemagazin des katholischen Seelsorgebereichs Sankt Augustin. Das Thema des Heftes 03/2016 ist ENTDECKEN.

fünfachtel 03/2016 – Entdecken  

Fünfachtel – Das Gemeindemagazin des katholischen Seelsorgebereichs Sankt Augustin. Das Thema des Heftes 03/2016 ist ENTDECKEN.

Advertisement