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Ausgabe 01/2018

NACHRICHTEN

Leben 1


10

Café International   im Schützenweg 

 Hier stellt das Leben  seine Weichen 

06

 Schulsozialarbeit an der KGS  Sankt Martin-Mülldorf 

 Kinderseite:   Alles Wein?! 

04

Impressum Redaktion: Marcus Tannebaum (v.i.S.d.P.), Benedikt Bungarten, Rebecca Martini, Frank Sandgathe Email: fuenfachtel@katholisch-sankt-augustin.de Layout: Benedikt Bungarten Titelfoto: Christopher Bierbach/ pixelio.de Herausgeber: Pfarrgemeinderat des Seelsorgebereichs Sankt Augustin

25

 Von Herzen  engagiert 

04

Von Herzen engagiert

06

Schulsozialarbeit an der KGS Sankt Martin–Mülldorf

08

Aktivbörse Sankt Augustin

10 Hier stellt das Leben seine Weichen 12 Weihbischof im LebensRaum Kirche

19 PGR startet mit Klausurwochenende 20 Aus den Gemeinde­ ausschüssen 22

20 Jahre kfd-Spurwechsel

22 Café International im Schützenweg 22

Ambulanter Hospizdienst in Sankt Augustin

23

Das verrückte Haus

24

Vorgestellt

14

Poster der Sankt Augustiner Kirchen

Aktuelle Informationen und Gottesdienste finden Sie als Auslage in unseren Kirchen und unter: www.katholisch-sankt-augustin.de

16

»Tumaini« heißt Hoffnung

17 Interaktiv&Direkt

25

Alles Wein?!

Katholischer Seelsorgebereich Sankt Augustin Pastoralbüro Marienkirchstr. 8 a 53757 Sankt Augustin Telefon: 02241 / 39 80-0 Email: pastoralbuero@katholisch-sankt-augustin.de

18 Ewiges Gebet 2018

26

Mutter-Kind-Kuren

2

22

18

Weltgebetstag 2018

18 Zwischen Arbeit und Ruhestand


Liebe Leserinnen und Leser, während ich diese Zeilen schreibe, sehe ich vor unserem Haus den Beginn der Kirschblüte. Alle Jahre wieder hat diese leuchtende Pracht in Weiß und hellem Rosa etwas Zauberhaftes und erfüllt die Frühlingsluft mit zartem Duft. Für wenige Tage im Jahr können wir mit allen Sinnen dieses Wunder von blühendem Leben pur erleben. Seidenweiche Blüten, die millionenfach die Bäume zieren, versetzen ganze Parks und Straßen in einen Ausnahmezustand. Ein Naturereignis, das uns Menschen irgendwie ganz besonders anzieht und nahe geht. Warum eigentlich? Dieses Bild des Erwachens in der Natur belebt und verwandelt auch uns Menschen. Auf unbeschreibliche Weise verströmen diese anmutigen Kirschblüten ihre Botschaft von Schönheit, Aufbruch und Vergänglichkeit des Lebens. In Japan sehen die Menschen das Leben jedes Einzelnen mit der Kirschblüte vergleichbar: beide blühen nur für eine kurze Zeit – und diese

Dorothea Koch, Gemeindereferentin

Zeit ist einzigartig und jede/r für sich kostbar, bewunderns- und bestaunenswert. Davon berührt, regt sich manchmal ein Gefühl zarter Traurigkeit in uns, hervorgerufen durch Erinnerung an Vergangenes oder (noch) nicht Gewesenes. Mitten im Blütenmeer stehen mit den Worten: „Ich kann mich einfach nicht satt sehen!“ ist wohl ein Ausdruck der geweckten Sehnsucht, die tief in uns steckt – einer Sehnsucht nach glücklichem und gelungenem Leben. Kennen Sie diese Sehnsucht bewusst(er) zu leben, sich lebendig zu fühlen, sich selbst (wieder) zu entdecken, Gott im eigenen Leben zu spüren? „Es geht nicht darum, dem Leben mehr Tage zu geben, sondern den Tagen mehr Leben“, sagt Cicely Saunders. Diese Sehnsucht nach „MEHR“ ist es, die mich in diesen Tagen der Kirschblüte aufbrechen lässt zu Schweigeexerzitien in den Bergen. Exerzitien sind ein geistlicher Weg, auf dem wir einüben können, das Leben bewusster und aufmerksamer wahrzunehmen und Gott dort zu entdecken, wo er sich finden lassen will: mitten im eigenen Leben. Ignatius von Loyola gilt als der „Erfinder“ von Exerzitien, die geprägt sind von seiner tiefen Überzeugung: „Gott lässt sich suchen und finden in allen Dingen.“ Gerade der Alltag als Raum des Lebens, wie es eben ist, kann als Ort der Gegenwart Gottes entdeckt werden. Davon vermag die vorliegende

Kir(s)chblüte

Ausgabe von fünfachtel auf vielerlei Weise zu erzählen. Dorothea Koch

3


Foto: Rudi Eiermann / Pascha

Von Herzen engagiert »Mach dich wertvoll« heißt die Ehrenamts-Kampagne des Kreises RendsburgEckernförde. Es begegnen dem Zuschauer auf YouTube prägnante Stichworte wie ZUSAMMEN, ANPACKEN, LOSLEGEN, ERLEBEN, FREUDESCHENKEN und VORANGEHEN. Und den Abschluss bilden die einfachsten Wörter: »Danke!« – »Bitte! Gerne!«

J 

a, es ist einfach. Oder zu-

beteilige ich mich an der Vorbe-

Projekte. Durch die verschiede-

mindest

reitung

2019

nen Perspektiven als Haupt- so-

Pfadfinderschaft

wie Ehrenamtliche kenne ich die

wieder nicht. Ich selbst habe mich

Sankt Georg in meiner Heimat,

Höhen und Tiefen eines jeden En-

jahrelang ehrenamtlich engagiert

dem Niederrhein. Nach meinem

gagements und weiß, wie wichtig

und bin auch heute noch ehren-

Ethnologie-Studium in Bayreuth

das Engagement für unsere heuti-

amtlich tätig. Meine ehrenamt-

war ich im Bistum Limburg als

ge Gesellschaft ist. Heute bin ich

lichen Erfahrungen reichen von

Jugend­ bildungsreferentin bei der

Engagementförderin und möchte genau das unterstützen!

kann

es

einfach

sein. Und doch ist es das auch

der

des

Bezirkslagers

Deutschen

der Kinder- und Jugendarbeit als

Jugendkirche JONA in Frankfurt

Betreuerin beim Ferienspaß und

am Main tätig. Als Leiterin des

als Betreuerin und Vorsitzende

Schülercafés ORCA arbeitete ich

eines

Pfadfinderstammes

der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg bis

hin

zum

nationalen

inter-

Engage-

ment in der Katastrophenhilfe auf den Philippinen.

4

Derzeit

Geben und Nehmen

eng mit ehrenamtlichen

„Der eine wartet, dass die Zeit sich wandelt, der andere packt sie kräftig an, und handelt.“ (Dante Alighieri)

Jugendlichen zusam-

Was bedeutet ehrenamtliches En-

men, förderte deren

gagement eigentlich? Eine gesetz-

Stärken und Inter-

liche Definition von Ehrenamt gibt

essen und organi-

es nicht. Für mich bedeutet es unter

sierte

anderem: sich selbst zu verwirkli-

mit

gemeinsam ihnen

Ver-

chen, sich für andere Menschen

anstaltungen

und

einzusetzen und das Hier und Jetzt


mitzugestalten. Es geht um ein

und es gäbe weniger Gemeinschaft.

deln. Auch als Moderatoren - zum

Gleichgewicht zwischen Geben und

Insgesamt würde ein gesellschaft-

Beispiel in Konfliktsituationen -

Nehmen. Ich gebe das, was mir gut

licher Stillstand herrschen.

stehen wir den engagierten Ge-

liegt und mir zugleich Spaß macht, an andere Menschen weiter. Zudem

meindemitgliedern zur Verfügung.

Vision und Mission

Zur professionellen und qualifizierten Ausübung dieser Tätigkei-

schenke ich Zeit und (Wo)Manpower. Zurück bekomme ich nicht

Die Engagementförderer vom Erz-

ten nehmen alle Engagementförde-

nur eine Vielfalt aus Dankesworten

bistum Köln haben sich zur Aufga-

rer an regelmäßigen Fortbildungen

und Dankesgesten. Hierbei geht es

be gemacht, das bereits sehr viel-

und Vernetzungstreffen des Projek-

um viel mehr. Meine Persönlichkeit

fältige und lebendige Ehrenamt zu

tes Engagementförderung des Erz-

und meine persönlichen Kompe-

unterstützen,

bistums Köln teil. Situations- und

tenzen werden zunehmend geför-

und neues Engagement zu erschaf-

gemeindebedingt

dert und gestärkt. Mein Ehrenamt

fen. Unsere Stellen umfassen die

sich die Schwerpunkte der Engage-

hilft mir durch den Kontakt zu

Aufgabenbereiche

Ehrenamtsent-

mentförderer inhaltlich. Dies zeigt

anderen Menschen in meiner per-

wicklung und Freiwilligenmanage-

deutlich, wie vielfältig die Land-

sönlichen Entwicklung und lässt

ment, Kirchenentwicklung und Di-

schaft des Erzbistums Köln ist. Zu

mich Lebenserfahrung sammeln.

akonisches Engagement.

meinen Aufgaben gehört neben den

weiterzuentwickeln

unterscheiden

Was das genau bedeutet und

oben genannten Tätigkeiten auch

schließe

was wir machen: als Ansprech-

die Mitarbeit am Projekt „Lebens-

neue Freundschaften. Und letzt-

partner für alle Engagierten und

Raum Kirche“ im Bereich Konzep-

endlich erlebe ich schöne Momente,

Interessierten erschaffen wir in

tion und Freiwilligenmanagement.

die ich nie wieder vergessen werde.

enger Zusammenarbeit mit den

Als Engagementförderin möchte

Das Ehrenamt ist schlichtweg ein

Seelsorgern vor Ort und caritati-

ich Sie dazu motivieren, sich ein-

Geschenk! Ein Geschenk für den

ven Fachkräften ein Netzwerk für

zubringen. Denn wer sich einbringt

Engagierten und ein Geschenk für

die Kirchengemeinden. Innerhalb

und engagiert, hat die Möglichkeit

die Mitmenschen.

dieses Netzwerks entwickeln wir

mitzubestimmen,

gemeinsam Perspektiven im Sin-

lung mit zu lenken und etwas zu

ne der Kirchenentwicklung. Wäh-

bewegen. Als Engagementförderin

renddessen halten wir die Augen

möchte ich Ihnen und Ihren Mit-

Denn was wäre, wenn es die vielen

nach neuen Charismen offen, för-

menschen ermöglichen, was auch

Ehrenamtlichen heutzutage nicht

dern diese und vermitteln sie an die

mir ermöglicht wurde: die Erfah-

geben würde? Unserer Gesellschaft

richtigen Stellen. Des Weiteren sind

rung, die Freude, die Wertschät-

würde

feh-

wir zuständig für die Sicherung ei-

zung und die Erlebnisse. Melden

len. Viele Menschen könnten ihren

ner Kultur der Wertschätzung und

Sie sich gerne bei mir bei Fragen

Hob­bys nicht mehr richtig nachge-

Anerkennung sowie der Sicherung

rund um Ihr persönliches Ehren-

hen oder sie könnten sich Ihre Hob-

von Rahmenbedingungen für die

amt, wenn Sie sich neu engagieren

bys nicht mehr leisten. Vielen Kin-

Arbeit der Engagierten. Im Sinne

oder etwas bewegen möchten. Ich

dern und Jugendlichen würde eine

der

„Hilf

stehe Ihnen jederzeit mit einem of-

wichtige außerfamiliäre Begleitung

mir, es selbst zu tun“ vermitteln

fenen Ohr zur Verfügung und freue

in essentiellen Lebensphasen feh-

wir

ermutigen

mich darauf, Sie kennen zu lernen!

len. Viele Menschen wären einsam

zu einem selbstbewussten Han-

Hanna Teuwsen

Außerdem lerne ich inspirierende Menschen

kennen

und

Was wäre, wenn?

etwas

Bedeutendes

Montessori-Pädagogik Fähigkeiten

und

die

Entwick-

Hanna Teuwsen ist seit Februar 2018 Mitarbeiterin für Engagementförderung im Seelsorgebereich Sankt Augustin. Über ihre Aufgaben, Vorstellungen und Ziele berichtet sie in diesem Artikel. Mobil: +49 177 4026 630 E-Mail: teuwsen@katholisch-sankt-augustin.de 5


Fotos: Schulsozialarbeit Sankt Augustin

Schulsozialarbeit an der KGS Sankt Martin - Mülldorf

D 

Jugend-

Fachbereich der Jugendsozialar-

agentur Bonn gGmbH –

beit in der KJA Bonn. In diesem

ie

Katholische

kurz KJA Bonn – ist ein

Fachbereich sind wir Anwalt für

gemeinnütziger und anerkannter

junge Menschen und erreichen in

freier Träger der Jugendhilfe und

unseren Einrichtungen und mit

in

unseren

den

Regionen

Altenkirchen,

Angeboten

sozial

be-

Bonn, Euskirchen und Rhein-Sieg

nachteiligte und individuell be-

aktiv. Sie unterstützt Kinder und

einträchtigte Kinder, Jugendliche

Jugendliche im Alter von sechs bis

und junge Erwachsene. Wir stär-

dreißig Jahren, unabhängig von

ken, unterstützen und beraten sie

eigenen Möglichkeiten, Herkunft,

mit dem Ziel, ihre Teilhabe in der

Nationalität, Status, Geschlecht,

Gesellschaft

Religionszugehörigkeit und Welt­

und Dritte sind nach Ausgangsla-

anschauung. Die Mitarbeiterinnen

ge und Alter des Hilfesuchenden

und Mitarbeiter ergreifen Partei

miteinzubeziehen.

zu

sichern.

Eltern

Mein Name ist Mirco Schweppe und seit dem 01. September 2016 arbeite ich als Schulsozial­arbeiter an der Katholischen Grundschule Sankt Martin (KGS) in Sankt Augustin - Mülldorf. Die Schulsozialarbeit ist in Trägerschaft der Katholischen Jugendagentur Bonn gGmbH.

für junge Menschen, mischen sich

Schulsozialarbeit ist eine sehr

gen des Bildungs- und Teilhabepa-

ein und nehmen Einfluss auf de-

vielseitige Arbeit und beinhaltet

kets (BuT) und der Unterstützung

ren Lebensbedingungen. Die KJA

viele unterschiedliche Aufgaben-

der Beantragung, können weitere

Bonn engagiert sich in unter-

bereiche. Zuallererst ist der Schul-

Bedarfe der Familien geklärt werden,

schiedlichen Feldern der Offenen

sozialarbeiter vor Ort Ansprech-

Lösungen diesbezüglich erarbeitet

Kinder- und Jugendarbeit, der Ju-

partner

und

und auch zu Dritten (z.B. zur Erzie-

gendsozialarbeit, der Jugendhilfe

Schüler, ihre Eltern, Schulleitung,

hungsberatung) Zugänge für die Be-

in Schule, der Jugendverbandsar-

Lehrerinnen und Mitarbeiterinnen

troffenen ermöglicht werden.Weitere

beit und der Jugendpastoral.

der Offenen Ganztagsschule.

Arbeitsinhalte der Schulsozialarbeit

Die Schulsozialarbeit gehört zum

Neben der Beratung zu den Leistun-

sind Schülerinnen und Schülern bei

6

für

Schülerinnen


Problemen in der Schule, mit den El-

che und schulische Einzelförderung

sie

gezwungen

sind,

finanzielle

tern oder mit anderen Schüler/-in-

bis hin zur Teilnahme an Projekten

Hilfe in Anspruch zu nehmen. Die

nen zu helfen, sogenannte Softskills

bzw. AGs, die den Bedürfnissen des

Beziehungsarbeit und natürlich die

zu vermitteln und die Sozialkom-

Kindes gerecht werden und ihnen

Schweigepflicht sind wichtige ver-

petenz durch Klassenbegleitungen,

Freude bereiten.

trauensbildende Komponenten.

verschiedene Projekte in den Klas-

Der Arbeitsalltag des Schulsozi-

sen, AGs im Nachmittagsbereich,

alarbeiters ist neben der Beratungs-

Ausflüge oder durch Einzelgespräche

tätigkeit vielfältig und erfordert die

zu stärken. Im Mittelpunkt der Ar-

Fähigkeit, schnell und kompetent

Die Schulsozialarbeit ist nach wie

beit steht jedoch immer das Interes-

agieren zu können. Das ist beispiels-

vor ein befristetes Angebot und

se des Kindes.

weise die kurzfristige Unterstüt-

eine

Die KGS Sankt Martin ist ge-

zung in Klassen, Einzelförderung,

§13 im SGB VIII (Jugendsozialar-

kennzeichnet durch einen hohen

Kleingruppenarbeit mit Kindern, die

beit). Die Entwicklung der Kinder

Anteil an Schülerinnen und Schü-

sich schlecht konzentrieren können,

in und außerhalb vom Schulbetrieb

lern

Migrationshintergrund

oder aber die Streitschlichtung un-

muss

oder ohne deutschen Pass. Zudem

ter Schülerinnen und Schülern, die

gefördert und interdisziplinär in

erhält ein Großteil der Familien fi-

immer wieder spontan anfällt und

den Blick genommen werden. Ziel

nanzielle Unterstützung durch das

oft mehr Zeit in Anspruch nimmt,

sollte sein, die Teilhabe der Kinder

Jobcenter oder den Fachbereich So-

als den Lehrerinnen zur Verfügung

in verschiedenen Lebensbereichen

ziales und Wohnen der Stadt Sankt

steht. Ein weiterer nicht zu unter-

unabhängig vom Einkommen ihrer

Augustin.

schätzender Teil der Arbeit sind die

Eltern zu sichern. Dies trägt nach-

sogenannten

mit

Ausblick:

freiwillige

Leistung

kontinuierlich

gemäß

ganzheitlich

Tür-und-Angel-Ge-

weislich dazu bei, dass ihre Chancen

der Schulsozialarbeit an der KGS ist

spräche mit Lehrerinnen, OGS-Mit-

auf ein gelingendes, autonomes Le-

die Beratung. Eltern haben hier die

arbeiterinnen und Eltern, wenn sie

ben steigen. Der Einsatz von Schul-

Möglichkeit in regelmäßig statt-

ihre Kinder zur Schule bringen bzw.

sozialarbeit ist in diesem Zusam-

findenden Sprechstunden - immer

abholen. Diese Gespräche sind nicht

menhang unerlässlich.

von Montag bis Freitag von 08.00

nur für den Informationsaustausch

- 09.30 Uhr - oder nach telefoni-

wichtig, sondern dienen auch der

scher Vereinbarung Hilfe in An-

Beziehungsarbeit,

spruch nehmen zu können. Diese

wichtig ist. Für viele Eltern ist es

Hilfe umfasst das Informieren über

unangenehm über ihre Lebenssitu-

BuT-Leistungen und zum Teil das

ation zu sprechen, besonders wenn

Ein sehr großer Arbeitsinhalt

die

Mirco Schweppe

besonders

Ausfüllen der dazugehörenden Anträge (voraussichtlich in 2018 350 Anträge), sowie Hilfestellung beim Ausfüllen von Anträgen, wie SGB II,

Zirkusprojekt an der KGS Sankt Martin

Wohngeld, Kinderzuschlag, etc. Der Grund für die große Nachfrage nach Beratung ist der hohe Anteil von Schülerinnen und Schülern, die bildungs- und teilhabeberechtigt sind. Für viele der ratsuchenden Familien stellt insbesondere das „Amtsdeutsch“ der Anträge eine Herausforderung dar, oder aufgrund von Sprachbarrieren

werden

Anträge

nicht verstanden. Neben der Beratung ist die Einzelfallhilfe ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit. Die Gestaltung hängt sehr von der Situation des Kindes und der Einschätzung des pädagogischen Personals ab. Die Spannbreite reicht vom spontanen Eingreifen in einer Krisensituation über regelmäßige Einzelgesprä-

7


Foto: Stadt Sankt Augustin

Maria Seine und Cläre Dann (v.l.)

Aktivbörse Sankt Augustin – Der Wunsch nach Engagement trifft den Bedarf an Unterstützung

Maria Seine und Cläre Dann sind von der ersten Stunde an ehrenamtliche Beraterinnen in der Aktivbörse Sankt Augustin und helfen Menschen, das für sie passende Engagement zu finden. Wir fragen sie nach ihren Eindrücken und Beobachtungen aus dem Büro gleich neben dem Rathauseingang:

8

Wenn Sie aus dem Fenster schauen,

Maria Seine: Wir vermitteln Hel-

sind viele Menschen in der Stadt

fer zu Angeboten, die sonst nicht

unterwegs. Was sind aus Ihrer Sicht

stattfinden könnten, z.B. die Be-

bemerkenswerte Engagementmög-

gleitung von Menschen aus dem

lichkeiten in Sankt Augustin?

Wohnhaus der Stiftung Hephata, im Erzählcafé in Hangelar, Lese-

Cläre Dann: Unser Blick hier auf die

paten für Schulen und das Projekt

Marktplatte wird lebendiger. Frü-

PfAu. Zwei Drittel derer, die zu uns

her wussten wir, wohin die Passan-

kommen, sind Frauen; früher wa-

ten wollten: zur Stadtbücherei, zur

ren es aber drei Viertel, der Anteil

Musikschule oder zum CLUB. Durch

der Männer wird also größer.

den huma-Neubau ist hier mehr los. Engagementmöglichkeiten gibt

Was motivierte Sie zu der Aufgabe,

es beispielsweise in der Kinderkli-

für andere Menschen die passende

nik, in Altenheimen, bei der Tafel

Tätigkeit zu suchen?

und den Johannitern. Die Zahl der Kooperationspartner ist auf inzwi-

Dann: Am Anfang war die eige-

schen 75 gewachsen.

ne Sucherfahrung, nun macht mir


Nach einigen Vorüber­ legungen wurde die Aktivbörse am 2. April 2001 2011 erhielt die gegründet. Aktivbörse das Prädikat „Beispiel Ehrenamt“

Insgesamt haben sich bei der Aktivbörse 2300 Menschen gemeldet, von denen 1800 intensiver beraten und 800 vermittelt wurden.

In der Aktivbörse arbeiten zwei ehrenamtliche und zwei hauptamtliche Mitarbeiter.

diese meine Aufgabe schon 17 Jahre

später immer noch. Aus unserem

kamen die meisten lieber direkt

lang Freude.

Katalog suchen wir dann die rich-

ins Büro.

angesprochen

tigen unter den 75 Kooperations-

worden und habe zugesagt mitzu-

partnern heraus; dazu sind diese in

Was wünschen Sie sich von Su-

machen, wenn ich dann auch mal

Themengruppen sortiert.

chenden?

Seine: Ich

bin

frei haben kann. In mir war ein

Seine: Der größte Teil der Eh-

starkes Gefühl der Dankbarkeit und

renamtlichen findet gleich das für

Dann: Leicht wird die Suche nach

ich wollte der Gesellschaft etwas

ihn richtige Angebot. Nur selten

einer passenden Tätigkeit natür-

zurückgeben.

braucht es einen zweiten Versuch.

lich, wenn die Menschen aufge-

Die Frage der Mobilität ist na-

schlossen sind und sich für viele

Was waren Highlights in Ihrem

türlich wichtig je nach Angebot.

Dinge interessieren. Wichtig sind

Dienst für die Menschen?

Wir vermitteln sogar zu der Mut-

uns und den Kooperationspartnern

ter-Kind-Gruppe im Haus Heis-

Zuverlässigkeit und Beständigkeit.

Dann: Besonders gefreut habe ich

Seine: Deswegen beraten wir

terbach.

mich, wenn auch Jugendliche vor-

auch möglichst genau und empfeh-

beikamen

einbringen

len langsam anzufangen – meist

wollten. Einer hat dann z.B. länge-

wächst dann die Zufriedenheit und

und

sich

re Zeit einen Rollstuhlfahrer beim Einkaufen oder ins Kino begleitet. Auch junge Menschen möchten etwas zurückgeben, Dankbarkeit ist unabhängig vom Alter. Seine: Einmal war da eine Studentin, die mit ihrem Hund zur Freude der Bewohner ins Altenheim ging – damals war das noch unkompliziert möglich. Sie geht heute noch hin, hat sich aber inzwischen mit einer Hundeschule etabliert. Freude macht es auch, wenn Men-

„Wir vermitteln Helfer zu Angeboten, die sonst nicht stattfinden könnten.“ (Maria Seine)

vielleicht möchte man sich dann auch noch mehr einbringen. 2011 wurde die Aktivbörse mit dem Prädikat „Beispiel Ehrenamt“ ausgezeichnet – wie sieht es in den nächsten Jahren bei Ihnen aus? Dann: Der Bedarf ist da: Menschen suchen jemanden zum Reden; es gibt zwar viele Angebote z.B. im CLUB, aber trotz der Verbreitung auch über das Internet werden viele Leute nicht erreicht.

schen kommen und etwas Pas-

Seine: Heute kommen die Inter-

sendes zu ihren unregelmäßigen Dienstzeiten suchen – und wir

Wie viele Kontakte kommen da so

essierten schon in jüngeren Jahren

dann gemeinsam erfolgreich sind.

zusammen?

zu uns. Nach dem 70. Geburtstag

Wie funktioniert das konkret?

Dann: Seit Beginn der Aktivbörse

war zu Beginn anders. Die Bindung

haben sich über 2300 Menschen bei

an ein Engagement scheint schwie-

Dann: In der Aktivbörse versuchen

uns gemeldet. Davon haben wir an

riger zu werden. Anforderungen

Haupt- und Ehrenamtliche ande-

die 1800 intensiver beraten. Daraus

steigen auch. Aber es gibt immer

re zu beraten, die sich auch eh-

sind dann über 800 Vermittlungen

noch ein großes Potenzial an En-

renamtlich

geworden, jedes Jahr ca. 50.

gagement, dem wir helfen können,

kommt kaum noch jemand – das

einbringen

möchten.

Wichtig ist es, mit einem kleinen

Seine: Gegenüber der ersten

Umfang zu beginnen, aber mög-

Zeit melden sich immer mehr

lichst verlässlich dabei zu bleiben –

Menschen auch über Telefon oder

aufstocken kann man die Stunden

per E-Mail. In den Anfangsjahren

sich zu entfalten. Das Interview führte Marcus Tannebaum.

9


Foto: Frank Sandgathe

Hier stellt das Leben seine Weichen

V 

iel weniger bekannt ist sicherlich, wieviel Leben sich rund um das Haus und sei-

ne vorübergehenden Bewohner abspielt. Das Haus wird von der McDonald´s Kinderhilfe Stiftung betrieben, als eines von derzeit 22 Häusern bundesweit. Alle Häuser befinden sich in unmittelbarer Umgebung von Kinder- oder Spe-

Von außen kennen die meisten sicherlich das Gebäude auf dem Gelände der Kinderklinik mit seiner markanten L-förmigen Architektur und der großen Glasfront. Gemeint ist das Ronald McDonald Haus, das 2014 eröffnet wurde.

miteinander begangen. Der Austausch und der Trost untereinander gibt den Familien viel Kraft, auch Freundschaften über die Zeit nach dem Aufenthalt in Sankt Augustin sind schon entstanden. Claudia Musal: „Die Familien leben hier quasi in einer großen WG, in der gegenseitig sehr viel Rücksicht aufeinander genommen wird, aber auch jeder mal mit kleinen Ge-

zialkliniken. Familien, bei denen

mer abhängig von der Dauer der

meinschaftstätigkeiten an der Reihe

ein schwer krankes Kind dort be-

Behandlung des kranken Kindes in

ist, wie zum Bespiel für jede Familie

handelt wird, finden ein Zuhau-

der Klinik.

ein Küchendienst im Monat. Aber der Satz „das machen wir gemein-

se auf Zeit, damit sie während der

Wenn in einer solchen Lebens-

Behandlung bei ihren kleinen Pa-

situation viele verschiedene Men-

tienten bleiben können. Denn, so

schen und Schicksale aufeinander-

Die Zusammenarbeit mit der

zeigen es auch Studien, die Nähe

treffen, spielen sich natürlich im

Kinderklinik, auch den dort tätigen

der Eltern und engen Familienan-

Haus alle Facetten des Lebens ab, so

Seelsorgern, wird von allen Betei-

gehörigen hilft heilen.

sam“ ist hier häufig zu hören“.

Claudia Musal, seit 2016 hauptamt-

ligten als besonders gut und hilf-

Für dieses Ziel stehen in Sankt

liche Leiterin des Sankt Augusti-

reich gesehen, auch das hilft den

Augustin 24 geschmackvoll und

ner Hauses. Auf jeden Fall finden

Eltern und Kindern maßgeblich, um

gemütlich

Appar-

die Familien immer sehr schnell

mit der schwierigen Lebensphase,

tements zur Verfügung, in denen

zuein­ ander, da ihre besondere Si-

in der sich alle befinden, umzuge-

bis zu vier Personen untergebracht

tuation ein Stück weit vergleichbar

hen.

werden können. Durchschnittlich

ist. So werden dann die alltägli-

Der Betrieb des Hauses, ins-

nutzen diese Möglichkeit rund 300

chen Sorgen, freudige Momente wie

besondere aber auch die Betreu-

Familien im Jahr, dabei ist die Auf-

die Genesung des kranken Kindes,

ung der Familien wird von drei

enthaltsdauer von einigen Wochen

aber natürlich auch kräftezehren-

Hauptamtlichen,

bis hin zu mehreren Monaten im-

de Stunden während Operatíonen,

rund 50 Ehrenamtlichen gewähr-

10

eingerichtete

2

FSJlern

und


Claudia Musal persönlich:

Foto: Ronald McDonald Kinderhilfe

Frau Musal ist seit 2015 für die McDonald´s Kinderhilfe tätig. Zunächst als Leitung der Ronald McDonald Oase in der Asklepios Kinderklinik und seit Sommer 2016 als Leiterin des Elternhauses. Zuvor hat sie nach einer sozialpädagogischen Ausbildung im Schuldienst in Rheinland-Pfalz gearbeitet. Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung bewarb sie sich bei der McDonald`s Kinderhilfe Stiftung. Dabei spielte auch ihre persönliche Erfahrung eine Rolle: einer ihrer Halbbrüder war wegen des Down-Syndroms und weiteren Erkrankungen mehrfach in der Sankt Augustiner Kinderklinik Patient. Daher kennt sie auch die Situation der Eltern in ihrem Haus aus eigener Erfahrung. „Die Arbeit als Hausleitung ist sehr vielfältig. Sie reicht von defekten Waschmaschinen und dem Housekeeping über regionales Fundraising und der Öffentlichkeitsarbeit, zur Organisation von Veranstaltungen bis hin zum reinen Zuhören oder der Schulter zum Anlehnen für Familien und Mitarbeiter. Das elementarste dabei ist die Klarheit im Umgang mit jeder Art von Emotionen. Man muss allerdings auch lernen, nicht jedes Einzelschicksal persönlich zu nehmen, dann ist es eine sinnvolle und wunderbar erfüllende Stelle.“

Claudia Musal

leistet. Die ehrenamtlichen Unter-

tet das Umfeld beinahe optimale

auch geplante Aktivitäten, wie das

stützer sind pro Woche rund drei

Voraussetzungen.

dem

traditionelle Frühstücksbuffet jeden

Stunden im Einsatz und setzen sich

Erdgeschoss und der ersten Etage

Dienstag. Aber auch die bevorste-

aus allen Altersklassen und Moti-

finden sie eine riesige offene Flä-

hende

ven zusammen. Aber nur mit dieser

che, auf der gespielt und getobt

wird mit Aktionen wie gemein-

Struktur funktioniert das Konzept

werden kann. „Wir sind auf der 1!“

samen

des Hauses, dessen Betriebskosten

ist häufig das geflügelte Wort für

„Wohnzimmer“ für Spaß sorgen.

eine sechsstellige Summe umfasst.

das nächste Bobbycar-Rennen auf

Ein ganz besonderes Highlight

Davon wird rund ein Drittel durch

der 30 Meter langen Geraden im 1.

ist das jährliche Sommerfest für

die Übernachtungskosten, die wie-

Obergeschoss. Aber auch draußen

alle ehemaligen Familien, bei dem

derum in der Regel die Kranken-

gibt es große Wiesenflächen für alle

im Jahr 2017, trotz teilweise langen

kassen übernehmen, gedeckt, der

möglichen Aktivitäten.

Anreisen, rund 370 Gäste mitgefei-

Rest ausschließlich durch Spenden, überwiegend aus der Region.

Zwischen

Immer wieder sprechen sich Familien gegenseitig ab, wer die

Fußball-Weltmeisterschaft TV-Abenden

im

großen

ert und „einen Tag am Meer“ verbracht haben.

oder

Noch einmal die Leiterin des

im Ronald McDonald-Haus äußerst

beaufsichtigt. Zwischendurch sind

Hauses, Claudia Musal: „Bei uns

hilfreich, um sich stärker auf das

auch Ausflüge, durch regionale Un-

stellt das Leben oft maßgebliche

erkrankte Kind konzentrieren zu

terstützer, möglich. Dadurch brau-

Weichen. Alle erleben hier Phasen,

chen sich die Eltern keine Sorgen

die sie nicht vergessen werden. Das

zu machen, ob sie den

schweißt zusammen, sowohl in der

Geschwistern ausrei-

akuten Zeit hier im Haus, aber auch

chend gerecht wer-

danach. Bei allen schweren Schick-

Für die Eltern ist der Aufenthalt

können.

Besonderes

Augen-

merk gilt aber auch den Geschwisterkindern, die

zumindest

zeitweise

auch

dort leben. Sie

Geschwisterkinder

betreut

salen, die hier aufeinandertreffen,

den. Es

herrscht

finden immer

also reger Be-

wieder

trieb

dere

anKinder,

mit denen sie spielen

kön-

nen. Dafür bie-

überwiegen die schönen Momente.“ Weitere

Informationen

zum

im

„El-

Sankt Augustiner Haus: https://

ternhaus

für

www.mcdonalds-kinderhilfe.org/

den

Rhein-

Sieg-Kreis“. Spontane,

start/ Frank Sandgathe

aber

11


Weihbischof im LebensRaum Kirche

G 

roßes hat der neugegründete

Verein

LebensRaum

Kirche in dem neuen Kon-

sumtempel vor: Im vergangenen Oktober wurde die neue huma Einkaufswelt mit über 100 Geschäften

(v.l.) Peter H. Emontzpohl, André Herwig, Friedhelm Freyberg, Helga Hansmann, Weihbischof Ansgar Puff, Ursula Nothelle-Wildfeuer, Michael Müller und Marcus Tannebaum

Im Rahmen seiner Visitation hat Weihbischof Puff das Projekt LebensRaum Kirche in der neuen huma besucht und sich mit dem Vereinsvorstand über den Stand der Dinge, die aktuelle Entwicklung und die Ziele des Vereins ausgetauscht.

mitten im Zentrum Sankt Augustins

die Gelegenheit zu einer Auszeit bie-

mit dem achtköpfigen Vorstand ge-

eröffnet. Schon während der ersten

ten, zum Nachdenken anregen und

kommen, um gemeinsam mit den

großen Bürgerversammlungen war

in schwierigen Lebenssituationen

Ehrenamtlichen zu überlegen, wie

klar, dass die Kirchen auch mit ei-

Hilfsangebote vermitteln.“ Der von

das Projekt vorangebracht werden

nem Raum das Leben dort mitge-

den katholischen und evangelischen

und wie es die Mitmenschen heute

stalten sollen.

Kirchengemeinden gemeinsam ins

ansprechen und für sie hilfreich sein

Leben gerufene LebensRaum Kir-

kann.

Was die bisherigen Überlegungen des Vereins sind, formuliert der stellvertretende Vorsitzende Friedhelm Freyberg

che e.V. arbeitet seit seiner Gründung im vergangenen Juli tatkräftig

Der neue Begegdaran, diese Ziele nungsraum, den der zu ermöglichen. Kölner Weihbischof Verein der Kirchen gestalten Weihbischof Ansgar Puff in will, wird sich den Besuchern Puff war wähwenigen Worten: rend seiner „Wir wollen einen auf der Marktebene öffnen. Zur Visitation in Ort der Begegnung Zeit wird er noch vom CenterSankt Augusund für das permanagement genutzt, die tin zu einem sönliche Gespräch Umgestaltung beginnt Gesprächsabend schaffen. Der Ort soll jetzt. beim Treffen mit dem

12

Der Nutzungsvertrag für den neuen

Begegnungsraum

in

der

huma wurde mittlerweile unterschrieben. Auf einen ersten Aufruf, mit dem der Verein Engagierte für die Begrüßung der Gäste und Gespräche gesucht hat, haben sich bisher über 20 Interessierte zurückgemeldet. Unter professioneller Begleitung einer Organisationsberaterin mit vielfältigen Erfahrungen im kirchlichen Bereich und im Marke-


Ein neues Aktionszelt mit einem angepassten Logo der Ökumene in Sankt Augustin war zum ersten Mal beim Tag des Ewigen Gebets Ende Februar in der Krypta der Steyler Missionare zum Einsatz. (Lesen Sie auch den Bericht auf Seite18). Demnächst kann es auch in Aktionsflächen in der huma stehen um zur Begegnung einzuladen.

ting wurden das Profil des Angebotes geschärft und Aktionsideen diskutiert, die offizielle Eröffnung ist für den Herbst geplant. Auch ist für Freyberg klar: „Wir sind in einem Prozess: Es kann sein, dass wir das auch nochmal anpassen müssen – das was angenommen wird und was eben auch nicht.“ „Ich finde es großartig, dass sie das machen,“ war die spontane Reaktion von Weihbischof Puff auf die Vorstellung des aktuellen Konzepts. Insbesondere der Ansatz, aus dem klassischen Bereich der Kirche heraus in die Lebenswirklichkeit der Menschen zu gehen, sagte ihm sehr zu. Auch über konkrete Aktionen wurde lebhaft diskutiert. Die Rede war von interaktiven Ausstellungen, Themenabenden und zielgruppenspezifischen Angeboten. Dabei wollen sich die Kirchen nicht in dem Begegnungsraum verstecken, sondern aktiv die Möglichkeiten der

„ Die Aktionen dürfen nicht alt riechen, müssen Pfiff haben und Aufmerksamkeit erzeugen, sie sollen Kirche sichtbar und erfahrbar machen“ (Weihbischof Ansgar Puff)

Aktionsflächen des Einkaufszentrums nutzen. Ein Konzert des Gospelchores im Advent und der Flashmob der Sternsinger waren bereits erste Zeichen. Bei allen Aktivitäten soll aber nicht vernachlässigt werden, dass die Kirchen als Anbieter und den Menschen dienende Institutionen erkennbar sind: „Ihre Ziele müssen Sie in die Tat umsetzen: Die Aktionen dürfen nicht alt riechen, müssen Pfiff haben und Aufmerksamkeit erzeugen, sie sollen Kirche sichtbar und erfahrbar machen“, sagte Weihbischof Puff. Derzeit befindet sich das konkrete Konzept in der weiteren Abstimmung. Als nächste Schritte werden die Einrichtung des Begegnungsraumes und die Umsetzung erster Aktionen forciert. Die Kirchen in der huma wollen auf unterschiedliche Weise den Himmel über dem Shoppinghimmel ein Stück offen halten. Benedikt Bungarten

13


Katholischer Seelsorgebereich Sankt Augustin


In allen Straßen und Häusern – Kirche bei den Menschen


»Tumaini« heißt Hoffnung

I 

n Kenia leben schätzungsweise 1.000.000 HIV-Waisen (Unicef 2013), ca. 200.000 dieser Kin-

der sind HIV-positiv. Die Mehrheit der Kinder infiziert sich mit dem HI-Virus vor oder während der Geburt und ohne Therapie versterben fast alle bis zum 5. Lebensjahr. Solange die regelmäßige und frühzeitige Medikamenteneinnahme sowie Foto: TWFV

eine ausreichende Ernährung gewährleistet sind, können die Kinder

gründet und unterstützt seitdem

haltungskosten der Kinder im Wai-

mit Unterstützung ein normales

das Tumaini-Waisenhaus-Projekt.

senhaus und deren medizinische

Leben führen. „HIV-positiv“ – das

Wir als Familie engagieren uns seit

Versorgung sowie darüber hinaus

bedeutet im Kindesalter kein To-

2008 für den Verein. Herr Esser war

die Finanzierung der weiterführen-

desurteil mehr!

damals der Kinderarzt von Robin

den Schulausbildung für acht Ju-

Im Jahre 2002 gründete Joan

und sein persönliches Engagement

gendliche übernehmen.

Smith, eine pensionierten briti-

verbunden mit seinen Erzählungen

Die auf unserem Spendenkonto

schen

mit

hatte uns schnell davon überzeugt,

bei der Steyler EthikBank (IBAN:-

Hilfe der kenianischen Behörden

dass wir uns an der Arbeit des Ver-

DE39 386 215 000 000 156 611, BIC:

und kenianischer Privatpersonen

eines beteiligen möchten.

GENODED1ST) eingehenden Beträge

Bewährungshelferin,

das „Tumaini Home of Hope“ in der

Durch den TWFV wurde in den

kommen unmittelbar ohne Abzüge

Nähe von Mombasa, Kenia, nach-

Räumen des Waisenhauses auch

dem Waisenhaus und den anderen

dem sie zunächst – entsetzt von

eine Art Klinik eingerichtet, in der

Projekten nach Prüfung durch den

der Armut auf den Straßen Mom-

eine medizinische Basisversorgung

Verein zugute. Spenden können Sie

basas - sehr unbürokratisch Kinder

angeboten wird. Außerdem gehören

auch per Direktspende im Internet,

in ihrem eigenen Haus aufgenom-

zu dem Projekt eine Ausbildungs-

oder lassen Sie dem Verein Spenden

men hat. Die Schenkung zweier

schneiderei sowie eine Schule, die

für Sie kostenlos bei Ihren Einkäu-

benachbarter

mittlerweile von 300 Schülern be-

fen über www.bildungsspender.de

sucht wird.

zukommen.

Grundstücke

durch

kenianische Industrielle machte es möglich, auf einem der Grundstü-

Mit der Hilfe von vielen Men-

Weitere Informationen zu den

cke ein zunächst einstöckiges Ge-

schen,

in

Projekten, zum Verein und den

bäude zu errichten und Kinder in

Deutschland, konnten diese Pro-

Spendenmöglichkeiten finden Sie

häufig lebensbedrohendem, schwer

jekte ins Leben gerufen und erhal-

auch auf unserer Website www.tu-

krankem

manchmal

ten werden. Da wir keinerlei Ver-

maini-waisenhaus.de. Gerne kön-

ohne Angaben von Alter, Familien-

waltungskosten geltend machen,

nen Sie uns auch direkt ansprechen

geschichte oder Herkunft – unbü-

können wir versichern, dass jede

(z. B. beim Kaffee-Treff nach der

rokratisch aufzunehmen.

Zuwendung ausschließlich den Be-

Sonntagsmesse in St. Martinus)

troffenen zu Gute kommt.

oder nehmen Sie über die Website

Zustand

Der Tumaini Waisenhaus För-

insbesondere

hier

derverein e.V. (TWFV) wurde 2007

So konnte unser Förderverein

von dem Freundeskreis um den

auch 2017 mit insgesamt 75.000

Kinderarzt

Euro erneut die gesamten Lebens-

Reinhard

Esser

ge-

Kontakt mit uns auf. Birgit, Christian und Robin Szymanski

Fußnoten Interaktiv&Direkt: 1: Bei Youtube finden Sie den Kölner Dom voller Fans beim Singen der Hymne 2: Die Bildzeitung berichtete über den Kardinal mit Fanschal 3: Im offiziellen Weihnachtsvideo kündigen die Trainer das Erreichen der Europaleague-Plätze an 4: Den Fastenhirtenbrief finden Sie auf der Homepage des Erzbistums

16

5: Auf der Seite des Bibelwerkes finden Sie die Lesungstexte von allen Sonn- und Feiertagen 6: Die Basisbibel ist besonders für das Lesen in digitalen Medien erstellt worden. 7: Die FAZ berichtete über „Factfulness“ von Hans Rosling 8: Auf Bibleserver.com finden Sie auch die neue Einheitsübersetzung

9: Christian Hennecke sprach mit dem Domradio Die Internetlinks als Quellenangaben der Fußnoten finden sie im parallel erscheinenden blogbeitrag unter www.himmelszeltkapelle.blogspot.de, dort dann auf das Stichwort „fünfachtel“ klicken. Hier können Sie dann auch gerne widersprechen, zustimmen, ihre Erfahrungen teilen.


INTERAKTIV & DIREKT

Erinnern und Ausschauen Sie

für

Falls

Fußball?

sich

Foto: Daniel Tibi / pixelio.de

I 

nteressieren

ja,

haben Sie die Bundesli-

ga sicher verfolgt, falls nein, lassen Sie sich bitte trotzdem auf die folgenden Gedanken ein. Denn im Stadi-

vielleicht von manchem in der Kindheit noch besungen, aber Smartphones sind auch nicht nur schlecht. Manchmal wird sogar gesagt: „Alles wird immer schlimmer“. Ein schwedischer Wissenschaftler

on bildet sich das Leben und

versucht dagegen zu halten

sogar Biblisches ab und das

und hat 32 gute Botschaften

Stadion

manchmal

zusammengetragen und for-

auch in den Dom (Link1).

muliert seinen Widerspruch:

Der Hirte unseres Bistums

„Die Welt wird immer bes-

trägt auch schon mal rot-

ser“. (Link7)

kommt

Das lässt sich auf die real

weiß (Link2).

subsistierende

Wer einer der mehr als

Kirche

nicht

100.000 Fans des 1. FC Köln

einfach übertragen. Aber ich

geworden ist, der hat gelernt

finde und sehe vieles, was mir

zu jubeln und unbändige Freude

guten Zeiten, als Jesus bei ihnen

Mut macht und Hoffnung und Ener-

durch die Stadt, die Straßenbahn

war, und an alte Hoffnungen. Sie

gie, die ich investieren will. Moti-

und sein Leben zu tragen, ließ sich

sehen nichts Positives in der Zu-

vierte Menschen, neugierige Frager,

von Erfolgen überraschen wie der

kunft, können sich nicht lösen von

engagierte

Verein selbst (Link3). Und er trägt

der Vergangenheit und werden da-

und Gelegenheiten, Freude, auch

noch

Erinnerungen

mit blind dafür, Christus in ihrer

Leid, Not, aber auch Überfluss. Und

an Meisterschaften vor vielen Jah-

Gegenwart zu sehen. „Wir hatten

es passiert immer wieder das, was

ren mit sich. Er hat auch gelernt

doch gehofft“, übersetzt die Ba-

die beiden Jünger oder auch ganz

mit Misserfolgen umzugehen. Der

sisbibel diesen Grundton (Link6);

ähnlich von Lukas in der Apostel-

Abstieg kann ihn nicht wirklich

„Früher war alles besser“, wäre ir-

geschichte erzählt der äthiopische

schrecken. Mancher sagt, dass man

gendwie eine Anpassung an die All-

Beamte (Link8) erlebt haben: ein

damit viel für das Leben lernen

tagssprache – und gleichzeitig lei-

Zeuge Christi tritt zu meinen Fra-

kann. Nicht nur bei einer religiösen

der häufige Grundstimmung auch

gen hinzu, verkündet, spendet ein

Stadionführung, die wir vor einiger

bei vielen Kirchenaktiven.

Sakrament – und wird weggenom-

glorreichere

Zeit einmal gemacht haben, sondern in vielen Situationen.

Dabei will ich keine tiefgehenden

Enttäuschungserfahrungen

Helferinnen,

Chancen

men. Aber das ist nicht das Ende – die so berührten Menschen setzen voll Freude ihre Wege fort.

Natürlich hat da jede/r seine/

weg reden – manches ging und

ihre eigene Sicht. Aber für mich ist

geht immer noch leider in unserer

da ein Zusammenhang zu dem, was

Kirche im menschlichen Mitein-

serem

im letzten Fastenhirtenbrief „Au-

ander schief und zu Bruch, auch

chen Leben Totes und Lebendiges

gen auf“ (Link4) stand und am Os-

strukturell gibt es berechtigte Fra-

unterscheiden lernen – und uns

termontag (Link5) im Gottesdienst

gen. Trotzdem: Müssen wir uns

glaubensmutig für das Leben ent-

zu hören war. Und was für mich

alle nicht sagen und biblisch zei-

scheiden. Heute und jetzt. Es gibt

auch eine ganz wichtige Frage für

gen lassen, dass der verklärte Blick

nur eine Wirklichkeit. Das ist die,

die Zukunft der Kirche in unserer

zurück und die Sehnsucht in allzu

in der auch Gott lebt. Diese Wirk-

Stadt ist. Da gehen Jünger depres-

sichere Geborgenheit vermeintlich

lichkeit kennt keine Grenzen. Auch

siv von Jerusalem nach Emmaus,

seligerer Zeiten nicht in die Zu-

nicht Kirchen innen – Welt außen.

obwohl sie schon von der Aufer-

kunft führt, die Gott uns verheißen

(Link9)

stehung gehört haben. Sie können

hat? Ja, die Welt verändert sich.

es aber weder glauben noch an-

Kommunikation verändert sich. Die

nehmen. Sie erinnern sich an die

Postkutsche war schön und wurde

Mit Christus sollen wir in unganz

konkreten

kirchli-

Marcus Tannebaum

17


Ewiges Gebet 2018 Beim Ewigen Gebet wird Jesus Christus in Gestalt der Hostie in der Monstranz in besonderer Weise angebetet. Im Erzbistum Köln findet dies über das ganze Jahr verteilt in allen Kirchengemeinden statt. Jede Gemeinde feiert es an einem andeIm Seelsorgebereich Sankt Augustin fand das Ewige Gebet am 28.02.2018 erstmals in der Krypta der Steyler Missionare statt. Zukünftig soll es von Kirche zu Kirche wandern. Begonnen wurde um 6:40 Uhr morgens mit dem Morgenlob -

Foto: Benedikt Bungarten

ren Tag.

Laudes und dem Aussetzen des Allerheiligsten. Mit der Abschlussge-

teams gestaltet. So wechselten sich

dem Altar. Es soll nun jedes Jahr

betszeit um 20 Uhr endete das Ewige

Zeiten der Stille und Meditation mit

in der jeweiligen Kirche aufgestellt

Gebet mit Liedern aus Taizé, Fürbit-

denen von Gebet, Liedern, Orgelim-

werden und als Zeichen der Ver-

ten und dem sakramentalen Segen.

provisationen und einer mystagogi-

bundenheit aller Kirchenorte und

Die Anbetungszeit dazwischen wur-

schen Kirchenführung ab.

der Menschen im Seelsorgebereich stehen.

de von ehrenamtlichen Vorbeterin-

Sichtbar neu für alle war das

nen und Mitgliedern des Seelsorge-

HimmelsZelt als Baldachin über

Weltgebetstag 2018

ZWAR - Zwischen Arbeit und Ruhestand für alle zwischen 55 und 65

„Gottes Schöpfung ist sehr gut!“

Martina Gerl

- Zu diesem Motto trafen sich zwanzig Frauen zur ökumenischen

Die Einladung zur Gründung einer

Schnell wurden in der Gruppe viele

Gebetsstunde. Anlässlich des Welt-

ZWAR-Basisgruppe

Mülldorf/

Ideen entwickelt und teilweise auch

gebetstages versammelten sie sich

Niederpleis bekamen wir im Herbst

schon umgesetzt. Das Hauptziel un-

im

in

2017 durch die Stadt Sankt Augus-

serer Gruppe ist es, Kontakt zwi-

Sankt Augustin. Dieser besondere

tin. ZWAR ist ein Projekt, welches

schen Menschen zu schaffen, die in

Tag wird immer am ersten Freitag

durch die Stadt Sankt Augustin, den

der Nachbarschaft wohnen, um sich

im März in mehr als 120 Ländern

katholischen Seelsorgebereich Sankt

gegenseitig zu helfen und gemein-

durch verschiedene Zeitzonen rund

Augustin und den Caritasverband

same Unternehmungen zu gestal-

um den Globus insgesamt 24 Stun-

Rhein-Sieg e.V. unterstützt wird. Im

ten. So wird einmal im Monat ge-

den lang gefeiert. Anhand eines

Ratssaal wurde uns ZWAR vorgestellt

wandert, gekegelt, Doppelkopf und

Gebetsheftes stellten einige Frauen

und intensiv über unsere Wünsche

Canasta gespielt und vieles mehr.

das Land und die Menschen aus Su-

und Vorstellungen gesprochen. Seit

ZWAR schafft uns einen Raum, um

rinam vor. Anschließend luden die

dem trifft sich die ZWAR-Gruppe

mit

Frauen der kfd St. Mariä Heimsu-

(ca. 90 Personen) alle vierzehn Tage

ohne Vereinsstruktur zu gestalten.

chung Sankt Augustin-Mülldorf zu

montags von 17:30 bis 19:30 Uhr im

Jeder kann mitmachen und sich mit

Tee, alkoholfreien Getränken und

Pfarrheim in Mülldorf. Begleitet wird

seinen Ideen einbringen - muss es

lecker angerichteten Snacks ein.

das ZWAR-Projekt vom Caritasver-

aber nicht. So soll ein Miteinander

Die

Dietrich-Bonhoeffer-Haus

in

Gleichgesinnten

die

Freizeit

übernahm

band Rhein-Sieg e.V. Eine Mitar-

geschaffen werden, um den Ausstieg

in diesem Jahr Frau Pfarrerin Britta

beiterin des Verbandes moderiert die

aus dem Berufsleben zu erleichtern

Bongartz. Im nächsten Jahr kommt

Zusammentreffen im ersten Jahr des

und Kontakte in der Nachbarschaft

die Gottesdienstordnung aus Slo-

Bestehens. Hier werden gemeinsame

zu fördern. Ob alleine oder als Paar,

wenien mit dem Titel „Come -

Aktivitäten im Bereich Freizeit mit-

jeder ist gerne willkommen.

everything is ready“.

einander geplant und besprochen.

Gesamtgestaltung

Anne Zierden

18

NACHRICHTEN

SF und IW


Neuer Pfarrgemeinderat startet mit einem Klausurwochenende in die vierjährige Amtszeit

G 

Kennenler-

den herausgearbeitet. Damit war

bewertet. Auch wurde eine bessere

nen, Arbeitsschwerpunkte

dann eine Grundlage geschaffen,

Vernetzung der einzelnen Gemein-

entwickeln

um nach dem Abendessen in vielen

deausschüsse in Sankt Augustin

Impulse - ein intensives Programm

verschiedenen

Zusammensetzun-

untereinander und mit dem PGR

lag vor dem im November letzten

gen gute Gespräche miteinander zu

für wichtig erachtet. Aus einzelnen

Jahres neu gewählten Pfarrgemein-

führen, um zu einem Team zusam-

Punkten dieser Diskussion wurden

derat des Seelsorgebereichs Sankt

menzuwachsen.

mittlerweile bereits konkrete Maß-

egenseitiges

und

geistige

Augustin bei seiner ersten Klausurtagung Anfang März.

Samstag und Sonntag standen

nahmen abgeleitet, so zum Beispiel

dann ganz im Zeichen der kon-

die Gründung eines Jugendaus-

Nach den ersten beiden Sitzun-

kreten Arbeit, bei der es um Im-

schusses innerhalb des PGR oder

gen im „normalen Format“ nah-

pulse und Schwerpunkte für die

die Terminierung für ein Treffen

men sich die 25 Mitglieder von

nächste Zeit, aber auch für die ge-

der Sprecher der Gemeindeaus-

Freitag bis Sonntag Zeit, um aus-

samt vierjährige Amtszeit des PGR

schüsse mit dem Vorstand des PGR.

führlich und ganz anders als bei

ging. Entlang des Pastoralkonzepts

Weiterhin gab es Informations-

den turnusmäßigen Sitzungen mit-

des Seelsorgebereichs wurden die

blöcke zum veränderten Konzept

einander zu arbeiten. Dafür trafen

Schwerpunkte

der

des Magazins „fünfachtel“ sowie

sie sich im Kardinal-Schulte-Haus

Orte im Seelsorgebereich“, „Pasto-

zum Stand des Lebensraums Kirche

in Bensberg, das dafür optimale

rale Ereignisorte“, „Liturgie ent-

in der Huma.

Rahmenbedingungen bot.

falten“ und „Räume und Beziehun-

„Zueinander

Zum

Abschluss

feierten

die

Geführt von einem kompeten-

gen für Jugendliche“ betrachtet.

PGR-Mitglieder in der Thomas-

ten externen Moderator vom Di-

Dabei wurden auch die Impulse, die

Morus-Kapelle

özesanrat der Katholiken ging es

durch die kurz zuvor abgeschlosse-

gestaltete Heilige Messe, die den

am Freitagabend zunächst einmal

ne Visitation von Weihbischof Puff

Bogen über diese drei Tage spannte.

sehr persönlich um den Glauben

gesetzt wurden, mit einbezogen.

eine

gemeinsam

Als Fazit bleiben drei arbeits-

der einzelnen Mitglieder. Aussagen

Es wurde lebhaft, an vielen Stel-

reiche Tage, die die Weichen für

wie „ich glaube, weil…“, und „ich

len auch kontrovers diskutiert, zum

die Arbeit des neuen PGR für die

glaube, obwohl …“, ermöglichten

Teil mit überraschenden Ergeb-

nächsten

es, viel über die unterschiedlichen

nissen. So wurde zum Beispiel der

Darüber hinaus war es ein erfolgrei-

Persönlichkeiten in diesem Kreise

Flugplatz als ein möglicher pasto-

ches „Teambuilding“ durch gemein-

zu erfahren. Viele nachdenkliche,

raler Ereignisort von allen disku-

sames singen, lachen und beten.

aber auch lustige Facetten wur-

tierten Möglichkeiten am besten

Jahre

gestellt

haben.

Frank Sandgathe

Foto: Josef Hülkenberg

NACHRICHTEN

19


Aus den Gemeindeausschüssen: ST. MARTINUS:

Wer wir sind und was wir sein wollen G

Gemeindeleben kreativ und innovativ mitgestalten

E

Engagierte Menschen

M

Mitglieder: zwei geborene, zwei vom PGR benannte, der Rest gewählt, neun Mitglieder sind bereits zum zweiten Mal dabei, sechs neu

E

Einladend für alle, die gern in irgendeiner Weise dabei sein möchten

I

„In allen Straßen und Häusern“ – das Pastoralkonzept als Basis

N

Nächstenliebe – konkret, praktisch und aktuell

D

Demokratie in der Kirche ist möglich – wir haben den GA in einer wirklichen Wahl gewählt, und es gab mehr Kandidaten als Mitglieder gebraucht wurden

E

Eine-Welt-Aktivitäten sehen wir als Bestandteil unserer Aufgaben

A

Agape am Gründonnerstag stellt ein Element lieb gewordener Tradition dar, zu der wir als GA gern einladen

U

Umbruchzeiten (in denen wir gerade unübersehbar leben) sind Gnadenzeiten, darauf hoffen wir

S

St. Martinus, um unseren Kirchturm herum, aber auch darüber hinaus, vernetzt mit den anderen GAs, dem PGR und dem KV

S

Sitzungen, hoffentlich produktive

C

Christen und Christinnen, die gemeinsam unterwegs sind in dieser Zeit, Stadt und Gesellschaft

H

Heimat lebendig halten

U

Unkompliziertes Miteinander

S

Social Media - nicht ausgeschlossen

S

Sonntags in der Messe und/oder regelmäßig im KaffeeTreff anzutreffen und anzusprechen Barbara Köllmann, Ursula Nothelle-Wildfeuer

20

NACHRICHTEN


ST. MARIÄ HEIMSUCHUNG:

Gemeinde „rund um den Kirchturm“ in Mülldorf gestalten Zusammenarbeit sehr gut getan hat.

Mit der Wahl des neuen Pfarr-

rigkeit zu einer anderen Gruppie-

gemeinderats mussten sich auch

rung in den Gemeindeausschuss

in den Gemeinden vor Ort neue

zu integrieren. Dadurch vertritt der

gen haben laut Sprecherin Stefanie

Gemeindeausschüsse

In

Ausschuss die Gemeinde Sankt Ma-

Finck gezeigt, „dass wir in Mülldorf

Mülldorf gelang dies sehr schnell.

riä Heimsuchung mit einem guten

ein sehr lebendiges Gemeindeleben

Nach

Querschnitt.

haben, das ein gutes Funktionie-

einem

ersten

finden.

informellen

Seit seiner Konstituierung ist

Treffen von bisherigen Mitgliedern

Die

zurückliegenden

Sitzun-

ren dieses Gremiums erst möglich

und neuen Interessenten im Januar,

der

bereits

macht. Auch in Zukunft wollen wir

konnte Mitte Februar bereits die

zweimal zusammengekommen, um

unseren Glauben in Mülldorf in be-

konstituierende Sitzung stattfin-

seiner Aufgabe, das Leben „rund

währter Vielfältigkeit, aber auch

den, in der Stefanie Finck als Spre-

um den Kirchturm“ in Mülldorf

mit frischen Ideen, leben.“

cherin und Sylvia Bublies als ihre

bunt und vielfältig zu gestalten,

Vertreterin gewählt wurden.

nachzukommen.

Gemeindeausschuss

Außerdem sind in diesem Gre-

Als Beispiele seien erwähnt: der

mium die meisten Gruppierungen

Umgang mit der hier traditionell

aus der Gemeinde vertreten: von

selbst gestalteten Osterkerze, die im

der Kolpingfamilie und der Pfarr-

Sinne der Ökumene vor Ort auch den

jugend über die Frauengemein-

Weg in die evangelische Gemeinde

schaft, der KÖB, Gemeindeband,

findet, die Gestaltung des belieb-

Kita Sternschnuppe, den Familien-

ten Kirchcafés nach der Familien-

messkreis, den Kommunionkate-

messe oder den Mülldorfer Danke-

cheten, den Kirchenchor, dem Kreis

schön-Abend für Ehrenamtliche.

der Lektoren und Kommunionhel-

Im Rahmen der letzten Sitzung

fer bis hin zu den Messdienern. Da-

gelang es auch, gemeinsam mit dem

rüber hinaus ist es gelungen, auch

Kirchenvorstand zu tagen, was dem

den Maiclub Mülldorf und einige

gegenseitigen

Mitglieder ohne direkte Zugehö-

Mitglieder, aber auch der künftigen

Kennenlernen

Frank Sandgathe

der

ST. MARIA KÖNIGIN:

Gründung eines Gemeindeausschusses Anfang des Jahres gab es ein ers-

aus gut 10 ehrenamtlichen Grup-

jüngere Generationen waren ver-

tes Treffen von interessierten Ge-

pen/Gremien zeigten großes In-

treten, die ebenso ein großes Inte-

meindemitgliedern.

teresse an der Gründung eines

resse an oft unbekannten Möglich-

Gemeindeausschusses. In den ver-

keiten und Begegnungen haben. Es

gangenen Jahren war dieser nicht

wurden erste Wünsche und Ideen

mehr zusammengekommen. Jetzt

gesammelt, wie ein gemeinsamer

waren sich alle einig, dass es hilf-

Jahreskalender, ein Flyer mit einer

reich und notwendig wäre, auch in

Übersicht der vielen Angebote so-

Sankt Maria Königin die Ehren-

wie eine mögliche Kontaktaufnah-

amtler gemeinsam an einem Tisch

me zu neuen Gemeindemitgliedern.

zu vereinen. Ein großes und über-

Insgesamt war es ein sehr wert-

greifendes Netzwerk ist ein wich-

volles und informatives Treffen,

tiges und notwendiges Werkzeug

welches die Gründung des Gemein-

für erfolgreiches Wirken. Wir ha-

deausschusses in Sankt Maria Kö-

ben an diesem Abend interessante

nigin am 07.03.2018 nach sich zog.

Einblicke aus den verschiedenen

Nun kann in Sankt Maria Königin

Gruppen bekommen. Viele sind seit

das Gemeindeleben weiter mit viel

Jahren, gar Jahrzehnten in „ihrer“

Kommunikation, Freude und Ge-

Gemeinde zu Hause und „leben“

meinschaft gestaltet werden.

15

Personen

das kirchliche Miteinander mit den verschiedensten

Aktionen.

NACHRICHTEN

Lissi Müller

Auch

21


20 Jahre kfd - Spurwechsel

Café International im Schützenweg

Der Gesprächskreis „Spurwechsel“

Nach

mehreren

„Neuzugängen“

In der Flüchtlingsunterkunft im

trifft sich seit 20 Jahren jeden 2.

im letzten Jahr gehören, wenn alle

Schützenweg gibt es seit Juni letz-

Donnerstag im Monat um 9:30 Uhr

Teilnehmerinnen anwesend sind,

ten Jahres ein Café, das von ei-

im Pfarrzentrum St. Maria Königin.

16 Frauen zu unserem Gesprächs-

ner Gruppe Ehrenamtlicher in den

Eingeladen sind Frauen jeden Alters

kreis.

Räumen des Sozialhauses der Stadt

aus unserer Stadt, denen es wichtig

Zu bestimmten Themen werden

Sankt Augustin organisiert wird.

ist, Gespräche bezogen auf Kirche

auch externe Dozenten, z.B. Steyler

Es ist ein Treffpunkt und Begeg-

und Religion, aber auch politisch

Patres, eingeladen. Im Lutherjahr

nungsort für Menschen, die dort

und weltlich relevante Themen,

begeisterte uns auch ein Vortrag

wohnen, Leute, die dort gewohnt

miteinander zu besprechen und

von Pfarrer Ritter von der ev. Kir-

haben, Paten, die die ‚neuen Nach-

zu diskutieren. Kompetent geführt

chengemeinde. Anlässlich unseres

barn‘ begleiten und Menschen, die

und geleitet wird der Gesprächs-

20-jährigen Jubiläums haben wir

in der Umgebung wohnen. Es wird

kreis seit 20 Jahren von Frau Rita

eine würdige, besinnliche und hei-

natürlich Kaffee getrunken und

Schmidt-Wahl.

tere Reise mit Übernachtung nach

Kuchen gegessen. Aber das Treffen

Wir sind eine „eingespielte“

Steyl unternommen. Das Thema

ist auch dazu gedacht, sich Hilfe bei

ökumenische Gemeinschaft, in der

unserer Fahrt lautete: Meine Zeit

bürokratischen Fragen zu holen,

auch Kummer und heitere Bege-

steht in deinen Händen.

ein Fahrrad reparieren zu können

benheiten einen verständnisvollen

Dieser Ausflug hat uns noch

und Deutsch zu üben. Die Kinder

Platz haben. Wir tragen uns ge-

mehr miteinander gefestigt und

basteln, malen und spielen Fußball.

genseitig mit Offenheit und Wert-

verbunden. Unsere jährliche „The-

Es gibt gemütliche Nachmittage im

schätzung und jede Begegnung

menreise“ beschließen wir im De-

Winter, Karneval und Sommerfeste.

begleitet uns bereichernd in den

zember immer mit einem gemein-

Große Ereignisse werfen ihre Schat-

Alltag. Ganz wichtig ist uns: ver-

samen

ten voraus: Am 23. Juni werden die

trauliche Gespräche sind vertrau-

Frauen sind herzlich eingeladen.

Frühstück.

lich und werden nicht nach außen

Interessierte A. Schick/U. Relleke

Zirkusspiele von Ingo Scharnbacher im Schützenweg gastieren.

getragen.

Als Ökumenische Initiative zur Be-

die Trauer bieten wir unsere Unter-

gleitung Schwerkranker, Sterben-

stützung an.

der und Trauernder bieten wir un-

Darüber hinaus bemühen wir

sere Unterstützung seit mehr als 20

uns, durch öffentliche Veranstal-

Jahren in den Bereichen Sankt Au-

tungen und Vorträge das öffentli-

gustin, Siegburg und Troisdorf an.

che Bewußtsein für Sterben, Tod

Foto: Kristin Ritsert

Ambulanter Hospizdienst in Sankt Augustin

Wir sind ein Team von sorgfältig

und Trauer sowie den Hospizge-

vorbereiteten ehrenamtlichen Mit-

danken im Sinne von „Hilfe beim

arbeiterInnen, ausgebildeten Trau-

Sterben“ als Alternative zu „Hilfe

erbegleiterinnen und zwei haupt­

zum Sterben“ in unserer Gesell-

amtlichen Koordinatorinnen. Unser

schaft zu fördern. Nicht zuletzt

Alle, die sich fürs Café Interna-

Angebot besteht darin, Menschen

wollen wir Frauen und Männer zu

tional interessieren sind herzlich

am Ende ihres Lebens durch regel-

ehrenamtlicher Mitarbeit ermuti-

eingeladen, Freitags von 16.30 –

mäßige Besuche in ihrer vertrauten

gen und befähigen.

18.30 Uhr vorbei zu schauen. Jeden

Umgebung zu begleiten, ihnen Zeit

Unser Dienst steht allen Men-

Freitag steht am Straßenrand ein

zu geben für Gespräche oder sie so

schen, die uns um Hilfe bitten, of-

Aufsteller, der die Aktivität des ak-

zu unterstützen, wie sie es wün-

fen: Tel. 02241 29792.

tuellen Cafés verkündet. fin-

Wer möchte kann auch gerne

wir, soweit es möglich ist, entlas-

den Sie auf unserer Web-Seite:

bei den Vorbereitungen und/oder

ten und begleiten, ihnen Freiräume

www.ambhospiz-sanktaugustin.de.

dem Aufräumen helfen.

schen. An- und Zugehörige wollen

schaffen. Auch auf dem Weg durch

22

Weitere

Informationen

Dr. Josef Hartmann

NACHRICHTEN

Kristin Ritsert


Foto: Kita St. Augustinus

Das verrückte Haus

A 

m ersten Tag waren doch tatsächlich alle Stühle verschwunden, teilweise hin-

gen diese sogar an der Decke. Nach einigem

Suchen

entdeckten

die

Kinder ihre Stühle in der Turnhalle, wo das „Stühlemonster“ ein Laby-

Unter dem Motto »Willkommen in unserem verrückten Haus« erlebten die Kinder und ihre Eltern der Kita St. Augustinus Gutenbergstraße Anfang des Jahres eine erlebnisreiche, spannende Zeit.

essen wurden in der Turnhalle kurzerhand die Stühle zu Tischen umfunktioniert und jedes Kind konnte sich zum Essen vor seinen „Tisch“ setzen. Es war ein ungewohntes Essen, aber alle wurden satt. Auch in den nächsten Tagen

gen alle Fenster. Danach wurde mit

hatten die Erzieherinnen noch ei-

Die Kinder und ihre Erzieherin-

verschiedenen Lichtquellen experi-

nige verrückte Ideen geplant und

nen arrangierten sich schnell mit

mentiert, Schattenbilder bestaunt

freuten sich ihre Kita noch weiter

der neuen Situation. So wurden

und im bunten Discolicht getanzt.

auf den Kopf zu stellen.

rinth zum Turnen gestellt hatte.

Picknickdecken ausgebreitet, auf

Zwei Tage später durften die

denen das Frühstücken viel Spaß

Kinder mit ihren Erzieherinnen die

machte. Die Stühle fehlten nun

Gruppenräume tauschen. Aus der

Seit dem 01.10.2017 habe ich die

schon einige Tage in den drei Ki-

„Ringelsöckchen-Gruppe“ wurden

Leitung der Kindertagesstätte St.

ta-Gruppen und wurden von den

die „Stoppelsöckchen“ und aus

Augustinus in der Gutenbergstr. von

Kindern nicht vermisst. Auf dem

der „Stoppelhopser-Gruppe“ die

Frau Dippe-Bettmar übernommen. Ich

Boden liegend zu malen war für

„Ringelhopser“. Inzwischen stan-

bin 40 Jahre alt und wohne in Wiehl.

viele Kinder ein ganz neues Erleb-

den wieder einige Stühle und der

Nach meiner Ausbildung zur Erziehe-

nis. Inzwischen standen sogar die

Maltisch in den Gruppenräumen.

rin habe ich neun Jahre im Elemen-

Tische auf dem Kopf und wurden

Nach wie vor genoßen die Kinder

tarbereich gearbeitet. Danach habe

von den Kindern als Spielinseln

aber das Frühstück als Picknick auf

ich einen Schlenker in die Jugendhilfe

genutzt. Auch die Dekoration in

dem Boden.

gemacht, während dieser Zeit habe

der Kita wurde immer verrück-

Lustig ging es zu, als das gan-

ich nebenberuflich noch die Ausbil-

ter. Ein Höhepunkt im verrückten

ze „Verrückte Haus“ in Bewegung

dung zur Heilpädagogin absolviert. In

Haus war der Schlafanzugtag. Alle

kam. Am Eingang mussten alle El-

den letzten Jahren habe ich die Sonja

Kinder und die Erzieherinnen er-

tern, Kinder und Erzieherinnen ihre

Kill lnklusionskita in Bad Godesberg

schienen morgens im Schlafanzug

Schuhe ausziehen und sich durch

aufgebaut und geleitet. In der Arbeit

in der Einrichtung. An diesem Tag

eine Bewegungslandschaft zu ihren

mit den Kindern ist mir der ganze

wurden Höhlen gebaut und es sich

Kita-Gruppen bewegen. Es musste

Mensch wichtig, ihn so anzunehmen

mit Decken und Taschenlampen

durch Tore gelaufen, durch Tun-

und zu fördern wie er ist, mit all seinen

gemütlich gemacht.

nel (die Kinder) gekrabbelt und

Stärken und Schwächen. Ich freue mich

Am nächsten Tag verwandel-

über Fühlsteine balanciert werden.

sehr auf die Arbeit im katholischen

te sich die ganze Kita in eine gro-

In den Gruppen ging es weiter mit

Seelsorgebereich Sankt Augustin.

ße Höhle. Die Kinder beklebten mit

Bewegung bei den dort aufgebauten

Sonja Aengenvoort

Tapetenkleister und alten Zeitun-

Bewegungsbaustellen. Zum Mittag-

NACHRICHTEN

23


Vorgestellt: Pater Shaji und Pater Nelson feiern als Teilnehmer eines Mentorenprogramms bei Pfarrvikar Gregor Platte auch Sonntagsgottesdienste in unserem Seelsorgebereich. Wochentags sind sie häufig zur interkulturellen Ausbildung im Priesterseminar. Wo sie herkommen und was sie mitbringen, haben sie kurz berichtet:

PATER NELSON KOTTIATH OCD

1963 wurde ich in Kerala, Indien geboren. Die katholische Atmosphäre in der Familie und in der Schule hat mir geholfen in tiefem Glauben aufzuwachsen. Als Junge war ich in unserer Pfarrei als Messdiener und Lektor tätig. Dann erkannte ich meine Berufung zum Priester. Die Spiritualität der Karmeliten gefällt mir gut. Deshalb trat ich in das Priesterseminar der Unbeschuhten Karmeliten in Indien ein. Dort feierte ich 1983 die Ordensprofess. Nach dem Studium der Philosophie und dem Studium der Theologie wurde ich 1990 zum Priester geweiht. Anschließend studierte ich indische Philosophie an derUniversität Madrasund habe den Master gemacht. Danach war ich der Präfekt für die Seminaristen in unserer Provinz. Nach drei Jahren habe ich das Lizenziat in Philosophie im Angelicum, der Päpstlichen Universität in Rom erworben. Danach diente ich als Missionar in Andhra Pradesh. Dort war ich drei Jahre im Priesterseminar tätig. Hier erlernte ich auch die lokale Sprache Telugu. Danach war ich für eine Pfarrei in der Diözese Kurnool zuständig. Dort besuchte ich viele Dörfer, lehrte Katechese und brachte der Bevölkerung den katholischen Glauben. Nach zehn Jahren als Missionar in Andhra Pradesh kam ich in unsere Provinz zurück. Dort wurde ich Präfekt für die Seminaristen der Philosophien Hochschule und unterrichtete dort zwei Jahre Philosophie. 2013 kam ich nach Basel ins Karmelietenkloster. 2015 wurde mir zusätzlich die Englisch sprechende Gemeinde in der Pfarrei St. Joseph in Basel anvertraut. 2017 wurde ich vom Orden ins Kloster Michaelsberg in Siegburg berufen. Mit meinem Lebensmotto: „das Evangelium verkünde“ bin ich nun zur Aushilfe als Kaplan im Seelsorgebereich in Sankt Augustin tätig.

PATER SHAJI PETER PANAKKAL OCD

Geboren wurde ich am 24.06.1972 in Kerala, Indien. 1993 legte ich die Erstprofess im Orden der Unbeschuhten Karmeliten in Kerala ab. Nach dem Bachelor Studium in Philosophie (1993-1996) und Theologie (1997-2000) wurde ich im Jahre 2001 zum Priester geweiht. Nach meiner ersten Kaplanstelle in einer Pfarrei des Klosters in Nord Kerala (2001-2004), kam ich

2004 nach Deutschland. Hier absolvierte ich den Sprachkurs im Klausenhof, Münsterland und das Pastoralpraktikum in der Klosterpfarrei St. Mariä Himmelfahrt in Mülheim a.d. Ruhr. Zugleich übernahm ich eine Kaplanstelle in der Pfarrei St. Georg, Essen-Heisingen im Bistum Essen (2006-2012). Als Prior leitete ich für drei Jahre von 2009 bis 2012 das Kloster Karmel Dilldorf in Essen. 2012 wurde ich nach Indien zurückberufen. Ende 2013 trat ich eine Aushilfsstelle in Basel für 15 Monate an. 2015 wurde ich Direktor eines Ayurveda-Hospitals in Kerala, das zu unserem Orden gehört. Nun bin ich ab dem 01.10.2016 ein Mitglied des Klosters Michaelsberg in Siegburg und als Hausgeistlicher im KSI eingesetzt.

24

NACHRICHTEN


Foto: Benedikt Bungarten

Alles Wein?! Neben dem Messwein gießt der Zelebrant bei der Gabenbereitung auch etwas Wasser in den Kelch. Aber warum?

E 

s hat nichts damit zu tun,

Wasser in Wein durch Jesus auf

ser und Wein gemischt werden. Der

dass sich der Priester sich

der Hochzeit zu Kanaa.

Priester spricht beim Eingießen des

vor einem Schwips fürchtet,

dass etwas Wasser in den Messwein

Blut Christi

Wein verbindet, so gehen wir in Christus ein.“

gegeben wird. Zwei Dinge stecken dahinter:

Wassers: „Wie das Wasser sich mit

Bei der Wandlung im Gottesdienst werden Brot und Wein zu Leib und

Hochzeit zu Kanaa

Blut Christi. Ihr kennt wahrscheinlich die Geschichte der Passion.

Die

Erzählung

berichtet

davon,

dass Jesus auf einer Hochzeitsfeier Wasser in Wein verwandelte. Der Wein symbolisiert in der

Wenn man genau nachliest, kommt da auch das Wasser vor. Im Johannesevangelium findet man folgenden Satz: „Einer der

Bibel Lebensfreude und Ausgelas-

Soldaten durchbohrte mit einem

senheit. Er gehört zum Ritual vie-

Speer Jesu Seite und alsbald ka-

ler großer Feiertage: beim Sabbat

men Blut und Wasser heraus.“

zum Beispiel, Pessach und eben

(Johannes Kapitel 19 Vers 34) Das

auch bei einer Hochzeit. Er ist ein

war damals das Zeichen dafür, dass

Zeichen für das Leben in Fülle, das

Jesus tot war - am Kreuz gestorben.

Jesus verspricht. Eine Schlüssel­

Genau daran wird heute erin-

szene dafür ist, die Wandlung von

nert, wenn bei der Wandlung Was-

KINDERSEITE

Wenn ihr Fragen rund um Gottesdienste oder die Ausstattung der Kirchen habt, schreibt gerne eine E-Mail an fuenfachtel@ katholisch-sankt-augustin.de. Vielleicht ist dann eure Frage Thema der nächsten Kinderseite!

25


RAUS AUS DEM HAMSTERRAD

Mutter-Kind-Kuren ermöglichen mehr Gelassenheit im Alltag Einmal „raus aus dem Hamster-

können loslassen, in der schönen

wieder auf die Mütter einstürmen“,

rad“, „Atemholen“, „einmal Zeit

Natur, in deren Nähe die Kliniken

ist die Erfahrung. Drei Wochen Aus-

für mich“: Das sind die Anliegen,

angesiedelt sind.

zeit aber bieten die Distanz, um in

die Elfriede Hemmersbach von den

Doch geht es hier nicht nur um

Ruhe zu überlegen, an welchen Stel-

ratsuchenden Frauen immer wieder

Spazierengehen, während die Kin-

len etwas verändert werden könnte.

hört. Die Kurberaterin des Mütter-

der professionell und gut betreut

Hemmersbach: „Das Ziel einer Kur

genesungswerks im Caritasverband

sind. In den Kurhäusern werden die

ist es, Impulse mit nach Hause zu

Rhein-Sieg e.V. Wenn der Alltag

Mütter auch aktiv zur Entspannung

nehmen und diese in kleinen Schrit-

dauerhaft viel fordert und oft zu

angeleitet, lernen je nach Neigung

ten umzusetzen.“

viel, wenn Kinder Zeit brauchen,

Techniken wie Autogenes Training,

der Job anspruchsvoll ist, der Haus-

Yoga oder QiGong. Neben dem me-

in Sachen Mutter-Kind-Kur, ver-

halt gestemmt werden muss, viel-

dizinischen gibt es immer auch ein

mittelt an Kurhäuser des Mütter-

leicht auch noch finanzieller Druck

psychologisches Beratungsangebot;

genesungswerks und hilft bei der

dazu kommt: Dann ist es häufig

beides wird individuell auf die Erho-

Antragstellung. Sie ist zu erreichen

nicht mehr weit bis zum andauern-

lungsuchenden zugeschnitten. Kre-

unter 02241 – 12 09 310.

den Erschöpfungszustand.

ativ- oder Sportkurse ergänzen die

„In einer Kur haben diese Frau-

Elfriede

Hemmersbach

Dörte Staudt

Angebote. Eine gute Zeit zum Aus-

en oft nach langer Zeit erst einmal

spannen, doch „eine Kur kann

die Chance, ihre eigenen Bedürfnis-

die Welt nicht verändern“,

se überhaupt nur wahrzunehmen“,

weiß die Kurberaterin. „Zu

erklärt Elfriede Hemmersbach. Sie

Hause wird der Alltag

Sie möchten in fünfachtel etwas über Ihre Aktion, Gruppierung oder Projekt lesen? Kein Problem! Senden Sie uns Ihre Beiträge an fuenfachtel@ katholisch-sankt-augustin.de. Redaktionsschluss der nächsten Ausgabe ist der 1. September 2018.

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26

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fünfachtel 01/2018 – Leben  

fünfachtel 01/2018 – Leben  

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