Atlas der Fische Sachsens

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Goldfisch Carassius auratus (Linnaeus, 1758)

Mehrfarbiger normaler Goldfisch.

Goldfisch mit gelber Färbung.

In der zweiten Importperiode gelangten um 1870 erneut der gewöhnliche Goldfisch und das Glotzauge nach Frankreich. Tiere, die aber keine größere Verbreitung erlangten, da die Vermehrung dieser Fische vermutlich nicht effektiv betrieben wurde. Um 1880 importierte Paul Matte in einer dritten Welle Schleierschwänze aus Japan nach Deutschland, woraus sich eine regelrechte Zuchtkultur entwickelte. Von nun an wurden die verfügbaren Zuchtformen des Goldfisches auch in Europa kultiviert und weiter entwickelt. Über die historische Verbreitungsgeschichte des Goldfisches in Sachsen ist wenig bekannt. Die größten Goldfischzüchtereien in Deutschland befanden sich früher in Berlin und Brandenburg. Später verlagerte sich das Zentrum der Goldfischzucht nach Italien. In der Zuchtanstalt von Paul Schäme (Dresden) wurden seinerzeit Goldfische der verschiedensten Zuchtformen in großem Umfang vermehrt.

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Der Pompun ist eine Züchtung mit stark vergrößerten Nasententakeln, die an den Löwenkopf erinnert.

Verbreitung Goldfische werden immer wieder in geringen Stückzahlen während elektrischer Befischungen festgestellt. Da diese Funde bisher einmaliger Natur waren und nicht wiederholt an einer Stelle nachgewiesen wurden, muss von Aussetzungen (Aquarien, Gartenteiche) oder Verdriftungen bei Hochwässern ausgegangen werden. Die führte bisher nicht zu sich selbst reproduzierenden Beständen.

Gefährdung Nicht bewertet.

Atlas der Fische Sachsens | 2016


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