Career Guide

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Career Guide

Career Services FHNW

Herbstsemester 2023 Career Guide in Deutsch Career Guide in English

Ich arbeite, wo «Männerberufe» auch Frauensache sind.

#jazumorg en

ckw.ch/karriere

Eine Zukunft mit Perspektive.

Als grösste Schweizer Produzentin von erneuerbaren Energien, international führend im Energiehandel sowie in der Vermarktung von Solar- und Windkraft, bieten wir Studierenden, Doktoranden und Hochschulabsolventen beste Voraussetzungen für einen herausfordernden und vielfältigen Start ins Berufsleben.

The Power of You

Career Guide

Impressum

Dieser Career Guide wird herausgegeben von den Career Services FHNW, Fachhochschule Nordwestschweiz. Alle Rechte vorbehalten.

Version: Herbstsemester 2023 / Auflage gedruckt: 1’000 Stück

Career Services FHNW

Stephan Burkart

Bahnhofstrasse 6

5210 Windisch

www.next-career.ch/ csc.business@fhnw.ch

«Ob du denkst, du kannst es, oder du kannst es nicht: Du wirst auf jeden Fall Recht behalten.»

Vorwort Career Services FHNW

Liebe Studentin, lieber Student

BeiunsistdeineKarriereingutenHänden.CareerServicesFHNWbietetdirprofessionelle undpraxisorientierteUnterstützungfür denBerufseinstieg, beispielsweiseinForm vonDatenbanken, Ratgebern oder Links, durch individuelle Beratung, mit einem Mentoring-Programm oder in unserem Assessment und Orientation Center. Unsere Zusammenarbeit mit Unternehmen und Institutionen ermöglicht dir, Einblicke in den Arbeitsalltag und die Praxis zu erhalten und dichmit möglichen Arbeitgebernzu vernetzen.

Bei uns erhältst du mehr als eine Plattform. Career Services FHNW vernetzt unsere Studierenden mit der Unternehmenswelt – und umgekehrt. Dies sowohl virtuell als auch von Angesicht zu Angesicht. Dazu betreiben wir eine Website mit aktuellen und relevanten Inhalten, Links und Datenbanken. Zudem organisieren wir Workshops, Referate, Career Speed Dating oder Netzwerkanlässe, um Studierende und Unternehmen miteinander ins Gespräch zu bringen und Informationen aus erster Hand auszutauschen.

Bei uns erhältst du alles aus einer Hand. Career Services FHNW ist der Single Point of Contact sowohl für unsere Studierenden als auch für unsere Partnerfirmen. Wir arbeiten professionell, verantwortungsbewusst undpartnerschaftlich, vermittelnunseren Studierenden Sicherheit und unterstützen sie auf ihrem Karriereweg. Dabei verstehen wir uns als dienstleistungsorientierten Ansprechpartner, der den Studierenden nicht nur dabei hilft, den richtigen Job zufinden, sonderndiesen auch zubekommen.

Dieser Career Guide hilft dir dabei, dich selber kennenzulernen, dir einen Überblick über den Stellenmarkt und die beruflichen Möglichkeiten zu verschaffen und dich erfolgreich zu bewerben. Er ist in dreiTeile gegliedert:

Standortbestimmung

Arbeitsmarkt Bewerbung

Wir freuen uns, dich kennenzulernen. Zögere nicht, uns mit deinen Fragen anzusprechen.

Deine Career Services FHNW

CareerServicesFHNW 1
CareerServicesFHNW 2 Inhaltsverzeichnis Einführung............................................................................................................................. 3 Das Team der Career Services FHNW.............................................................................. 4 Unsere Partner-Unternehmen............................................................................................ 5 Feedbacks von Studierenden und Unternehmen............................................................... 6 Unsere Website – DeinEinstieg in die Karriere.................................................................. 7 Die Leistungen der Career Services FHNW....................................................................... 8 Lange Nacht der Karriere................................................................................................... 9 FHNW Career Day 2024.................................................................................................... 9 Das fempowerment Program der Career Services FHNW................................................10 Der Karriere-Podcast: Alumni kennenlernen.....................................................................11 Karriere-Bibliothek: Checklisten und weitere Informationen..............................................11 Career Profiler: Lerne dich besser kennen (ab Herbst 2023)............................................11 Bist du «Career-Ready»?..................................................................................................13 Standortbestimmung............................................................................................................15 Standortbestimmung – Überblick......................................................................................16 Worin bin ichgut?– Meine Fähigkeiten............................................................................17 Was ist mir wichtig? – Meine Werte..................................................................................25 Wonach suche ich? –Meine Interessen............................................................................28 Bedürfnisse und Erwartungen...........................................................................................32 Zusammenfassung Standortbestimmung..........................................................................33 Arbeitsmarkt.........................................................................................................................35 Arbeitsmarkt – Überblick...................................................................................................36 Branchen und Arbeitsmarkt...............................................................................................37 Unternehmen und ihre Eigenschaften...............................................................................38 Tätigkeitsfelder, Berufe.....................................................................................................40 Netzwerke und Karriere-Messen.......................................................................................41 Zusammenfassung Arbeitsmarkt.......................................................................................42 Bewerbung...........................................................................................................................43 Bewerbungen und Auswahlverfahren...............................................................................45 Stellensuche.....................................................................................................................46 Der Lebenslauf – DeinWerdegang...................................................................................47 Das Bewerbungsschreiben – Deine Eintrittskarte.............................................................49 Das LinkedIn-Profil............................................................................................................51 SDas Bewerbungsgespräch..............................................................................................53 Video-Interviews...............................................................................................................56 Lohnverhandlungen..........................................................................................................58 Assessment Center und Testverfahren.............................................................................59

EINFÜHRUNG

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Das Team der Career Services FHNW

Die Career Services FHNW sind an drei Standorten der Fachhochschule Nordwestschweiz vertreten. Unser Team besteht aus fünf Personen.

Tel. +41 56 202 72 62 stephan.burkart@fhnw.ch

Sibylle Graf Administration

Beraterin Studierende

Campus Brugg-Windisch

Tel. +41 56 202 85 39 sibylle.graf@fhnw.ch

Marcel Hirsiger

Berater Studierende

Campus Olten

Tel. +41 62 957 20 97 marcel.hirsiger@fhnw.ch

Erich Schwizer

Berater Studierende

Campus Basel

Tel. +41 61 279 18 67 erich.schwizer@fhnw.ch

Kathrin Schürch

Beraterin Studierende MAS in Berufs-, Studien- undLaufbahnberatung kathrin.schuerch@fhnw.ch

Die Career Services FHNW sind Mitglied des CSNCH Career Services Network Switzerland. In diesem Verein sind die Career Services und Centers von über 25 Schweizer Hochschulen zusammengeschlossen.DieOrganisationwidmetsichder Professionalisierung der Leistungen und dient Hochschulen und Unternehmen als Ansprechpartner für karrierebezogene Fragen.

Weitere Informationen: www.csnch.ch

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Prof. Stephan Burkart Leiter Career Services FHNW

Unsere Partner-Unternehmen

(Stand Sommer 2023)

Wir bedanken uns herzlich bei unseren Partnern für die sehr gute, jahrelange Zusammenarbeit. Viele unserer Angebote, die wir kostenlos für unsere Studierenden anbieten, sind nur möglich dank der grosszügigen Unterstützung –dazu zählt auch dieser Career Guide.

Prof. Stephan Burkart, Leiter Career Services FHNW

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Feedbacks von Studierenden und Unternehmen

«Das Webinar war sehr praxisnah undmitvielen Tipps und Tricks gestaltet. Die Referentin beantwortete zudem äusserst kompetent die Fragen.»

«Am meisten hat mir die Begeisterung der Referentin gefallen. Man hat gemerkt, dass sie sehr kompetent ist und sehr viel Fachwissen mitbringt.»

«Kompetent und zuvorkommend – ich habe sehr von den Career Services profitiert!»

«Ich möchte Ihnen nochmals für das aufschlussreiche Coaching danke sagen. Es war sehr spannend für mich herauszufinden, wo meine Stärken liegen und wie ich ‘funktioniere’.»

«Ganz sicher hat es mir neue Perspektiven gezeigt und mich ermutigt mit meinen Stärken selbstbewusster umzugehen.»

«Gut aufgehoben, positive Atmosphäre, spannende Techniken, tolles Resultat, motivierend, unterstützend und hilfsbereit.»

«Vielen Dank für deine Unterstützung. Ich weiss nun, was meine nächsten Schritte sein werden.»

«Ihre Präsentation hat mich dazu inspiriert, meine zukünftige Berufslaufbahn besser zu planen.»

«Besten Dank für Ihre Rückmeldung. Für Ihre professionelle Einschätzungen bin ich Ihnen sehr dankbar.»

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Unsere Website – Dein Einstieg in die Karriere

Auf unserer Website findest du aktuelle Angebote rund um deine Karriere und deinen Berufseinstieg. Besuche die Website regelmässig und melde dich für Anlässe an, schaue StelleninserateunsererPartner-UnternehmenanundfindewichtigeInformationenrundumdieThemen Bewerbung, Karriere, Laufbahnentwicklung undBerufseinstieg.

www.next-career.ch

Auf der Website kannst du dich mit deinem FHNW-Login kostenlos registrieren und ein eigenes Profil anlegen. Mit wenigen Klicks und persönlichen Angaben wirst du damit für unsere Partner-Unternehmen sichtbar.

Auf der Website findest du folgende Angebote:

 Stelleninserate der Partner-Unternehmen und weitereJob-Angebote

 Veranstaltungsübersichtund Anmeldemöglichkeit

 Unternehmensprofile

 Informationen zuden Themen rund um Karriereund Berufseinstieg

 Eine Karriere-Bibliothekmit praktischen Checklisten und Tutorials

 Podcast mit Inspirationen, wie ehemalige Studierende den Karriereeinstieg geschafft haben.

ZudemkannstdufürStelleninserateundVeranstaltungshinweiseeinenNewslettereinrichten, damit du künftig keine Änderungen mehr verpasst.

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Die Leistungen der Career Services FHNW

Der Übergang vom Studium in die Berufswelt ist vor allem mit vielen offenen Fragen verbunden, die wir gemeinsam mit dir beantworten. Unsere Leistungen folgen einem stufenweisen Aufbau. Dieser hilft dir, erst eine klare Vorstellung zu entwickeln, was du dir wünschst und wohin du willst. Diese Arbeit an sich selber ist während des ganzen Studiums wichtig. Meist erstgegenEndedesStudiumswirddieStellensuchedannauchkonkret:Wirunterstützendich im Bewerbungsprozess, damit du deine Wunschstelle nicht nur findest, sondern im Idealfall auch erhältst.

Kennst du schon unsere Video-Tutorials?

AufunseremYoutube-KanalfindestduzahlreicheVideosindeutscherund englischer Sprache mit kurzen und übersichtlichen Anleitungen zu den wichtigsten Themen rund um Stellensuche und Bewerbungen.

Youtube, Kanal «next Career Services»:

https://www.youtube.com/channel/UCXwbLkl6j9VqAgJfrtwwcoA

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Lange Nacht der Karriere

Im Herbstsemester ist ein ganzer Abend der Karriere gewidmet: Schweizweit führen mehr als ein Dutzend Hochschulen die «Lange Nacht der Karriere» durch und ermöglichen UnternehmenundStudierenden,miteinander ineinerinformellenundunkompliziertenArt inKontakt zu kommen. Die«Lange Nacht der Karriere» bietet Workshopsund ReferatezuKarriereplanung und Bewerbungen an, Unternehmen zeigen ihre Einstiegsprogramme und Berufsbilder, Ehemalige berichten von ihren Erfahrungen bei der Stellensuche und dem Berufseinstieg, und all dies findet in einer lockeren Atmosphäre statt

Donnerstag, 26. Oktober 2023, Campus Olten

Hochschule für Wirtschaft, Hochschule für Angewandte Psychologie

Weitere Informationen zur Langen Nacht der Karriere: www.next-career.ch

FHNW Career Day 2024

DerFHNWCareerDayistdieKarrieremessederFHNW.Über110Unternehmenpräsentieren sich jedes Jahr den Studierenden der FHNW. Der nächsteEvent ist in Vorbereitung.

Dienstag, 19. März 2024, Campus Brugg-Windisch

Weitere Informationen zum FHNW Career Day www.fhnw-career-day.ch

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Das fempowerment Program der Career Services FHNW

Das fempowerment Program richtet sich an Studentinnen Fachhochschule Nordwestschweiz und fördert diese, indem es ihre Anliegen aufnimmt und sie vernetzt.

Das fempowerment Program ist female:

 Wir unterstützen dich indeiner eigenen Entwicklung und setzen auf Eigenverantwortung.

 Wir fördern den Optimismus in Fragen rund um deine Karrieremöglichkeiten.

 WirunterstützendichbeiderpersönlichenWeiterentwicklungundermutigendichzueinem gesunden und starken Selbstbewusstsein.

 Wir anerkennen Emotionen als Antrieb für Motivation, Einsatz, Sozialkompetenz und Empathie.

 WirhelfendirbeiderEntwicklungvonEmotionalerIntelligenzundderenAnwendunginden Bereichen Führung, Teamwork und in zwischenmenschlichen Beziehungen.

Das fempowerment Program bedeutet empowerment:

 Wir unterstützen dich dabei, einen positiven und zielorientierten Mindset zu entwickeln.

 Wir ermutigen dich, deinen Weg zu erkennen und diesen zielstrebig zu gehen.

 Wir zeigen dir Vorbilder und helfen dir, dichmit diesen zu vernetzen.

 Wir erhöhen die Sichtbarkeit von Frauen, die ihren eigenen Weg gestaltet haben.

 Wir tauschen Erfahrungen aus und ermutigen dich, von Anderen zu lernen.

 Wir begleiten dich bei der Entdeckung deines Potentials und unterstützen uns gegenseitig dieses voll auszuschöpfen.

Das fempowerment Program bietet ein program:

 WirbietenWorkshopsundVeranstaltungen,diedirdieVereinbarkeitvonBerufundFamilie aufzeigen und Rollenbilder in Frage stellen.

 Wir unterstützen ein Mentoring, damit du von den Erfahrungen früherer Studentinnen profitieren kannst.

 Wir stellen Informationen bereit, damit du deinWissen erweitern und anwenden kannst.

 Wir zeigen dir, wie du deine künftige Karriere gestalten und erfolgreich umsetzen kannst.

 Wir helfen dir, Freude am Präsentieren zu entwickeln und dich in anderen exponierten Situationen wohl zufühlen.

Mehr Informationen zu den Veranstaltungen undAngeboten finden sich auf der Webseite der Career Services FHNW(www.next-career.ch) und der LinkedIn-Gruppe «fempowerment».

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Der Karriere-Podcast: Alumni kennenlernen

Willst du von ehemaligen Studierenden hören, wie sie sich ihre Karriere gestaltet haben? Welchen Herausforderungen sie begegnet sind und wie sie sich diesen gestellt haben? Der Karriere-Podcast der Career Services FHNW porträtiert Alumni und lässt sie zuWort kommen. Du erfährst mehr über ihr Leben während und nach dem Studium.

Der Karriere-Podcast findet sich auf den gängigen Streaming-Plattformen und auf unserer Website.

Karriere-Bibliothek: Checklisten und weitere Informationen

Auf unserer Website findest du in der Karriere-Bibliothek sämtliche ThemenausdemCareer Guideinelektronischer Form.Dukannst dirdieganzenChecklistenundFormulareherunterladen.ZudemfindestduLinksauf weitere Informationen, wie etwa Video-Tutorials oder online-Quellen.

Die Karriere-Bibliothek folgt der gleichen Struktur wie auch dieser Career Guide:

 Standortbestimmung

o Worin bin ich gut?

o Was ist mir wichtig?

o Wonach suche ich?

 Arbeitsmarkt

o Arbeitsmarkt

o Unternehmen

o Tätigkeitsfelder

 Bewerbung

o Stellensuche

o Bewerbung

o Auswahlverfahren

Career Profiler: Lerne dich besser kennen (ab Herbst 2023)

Ab Herbst 2023 findest du bei uns einen online-Fragebogen, mit dem du dich selber besser kennenlernen und mit anderen Studierenden vergleichen kannst. Welche Interessen bringst du mit? Wofür interessierst du dich? Welche Werte sind dir wichtig? Und wo stehst du im Vergleich zu anderen Studierenden, die in die gleiche Branche oder Funktion wollen?

Weitere Informationen zum Career Profiler folgen ca. MitteOktober 2023.

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Mit BSI erfolgreich die Brücke schlagen

Lerne die Informatik aus einer neuen Perspektive kennen. Arbeite studienbegleitend und verbinde die Theorie mit der Praxis.

Alle unsere offenen Stellen findest du auf bsi-software.com/karriere

Bist du «Career-Ready»?

Der Start in die Berufswelt umfasst eine Vielzahl von Kompetenzen, die du im Laufe deines Studiumsunddeiner bisherigenberuflichenundnebenberuflichenErfahrunggesammelthast. Wir unterstützen dich dabei, zentrale Kompetenzen zu erwerben, damit du «career-ready» wirst. Mit diesem Fragebogen kannst du eine ersteSelbsteinschätzung vornehmen, indem du eine Wertung triffst (1 = trifft nicht zu, 4 =trifft vollund ganz zu).

Career Readiness in der Stellensuche

Ich kennemeine eigenen Stärken und Kompetenzen, diefür die Berufswahl die Basis bilden.

Ich kennemeine wichtigsten Erfahrungen, diemich für den Beruf qualifizieren.

Ich habe meine eigenen Karriereziele identifiziert, die meinen Weg in den nächsten Jahren aufzeigen sollen.

Ich kenne die wichtigsten Kanäle und Plattformen, um Stellen zu suchen und Unternehmen kennenzulernen.

Ich bin in der Lage, meine eigenen Stärken und Erfahrungen adressatengerecht zu kommunizieren undzu «verkaufen».

Ich kenne die Bereiche, in denen ich noch zusätzliches Entwicklungspotenzial aufweise.

Ich weiss, wie ich dieses Entwicklungspotenzial erschliessen und nutzbar machen kann.

Ich weiss, was mirin meinem Leben wichtig ist und welche Wertvorstellungen mein Handeln prägen.

Ich kennemeine eigenen Interessen und weiss, wie sich diese im Berufsumfeld realisieren lassen.

Ich habe mir Gedankenzu meinem bevorzugten Lebensstil gemacht.

Ich habe vollständige Bewerbungsunterlagen, die ich für dieBewerbung auf eine offeneStelle einsetzen kann.

Ich kann die Frage «warum sollen wir Sie einstellen?» beantworten und mit Argumenten untermauern.

Ich kenne die wesentlichen Bestandteile des Bewerbungsprozesses und weiss, wie ich mich darauf vorbereiten kann.

(Quellen: https://www.naceweb.org/career-readiness/competencies/career-readiness-defined/, https://www.kent.edu/sites/default/files/file/Career%20Readiness%20Checklist_0.pdf)

Wenn du einigeder obigen Fragenmit 1 oder 2 beantwortet hast, solltestdu dichmit unseren Angeboten vertraut machen. Die Career Services helfen dir in allen Phasen der Vorbereitung auf den Berufseinstieg weiter.

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1 2 3 4

Aristoteles

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«Dich selbst zu kennen ist der Anfang aller Weisheit.»

STANDORTBESTIMMUNG

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Standortbestimmung – Überblick

Der erste Schritt in einem Bewerbungsprozess ist die eigene Standortbestimmung. Sie bildet die Grundlage für die fokussierte Suche nach Stellen, nach Branchen und Funktionen. Sie setzteine intensiveAuseinandersetzungmitsichselber voraus undzeigt die eigenen Stärken und Schwächen, Interessen, Motivationen und Wertvorstellungen auf. Zudem ermöglicht sie ein kompetentes und selbstbewusstes Auftretengegenüber potenziellen Arbeitgebern. Die Standortbestimmung liefert Antworten auf diedrei zentralen Fragen:

 Worin bin ich gut?

 Was ist mir wichtig?

 Wonach suche ich?

Auf den folgenden Seiten finden sich zahlreiche Fragen und Übungen zur eigenen Standortbestimmung. Diese kann im Laufe des Studiums mehrfach gemacht werden, da sich gewisse Elemente erstmitderZeitherauskristallisieren. Für dieBearbeitungbrauchtesgenügendZeit und Ruhe. Es empfiehlt sich, die Ergebnissemit der Familie oder engen Freund*innen zu besprechen, da sie oftmals auch ein klares Bild von deiner Person haben und dir eine differenzierte Aussensicht geben können.

Worin bin ich gut?

Was ist mir wichtig?

Wonach suche ich?

Karriere-Bibliothek: Dufindest alle Checklisten zudiesem Kapitel auch online.

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Worin bin ich gut? – Meine Fähigkeiten

Fach- und Methodenkompetenzen

Während des Studiumsund deiner beruflichen Tätigkeit hast du dir eine Vielzahl von Kompetenzen im fachlichen Bereich angeeignet. Dazu zählen nicht nur Kenntnisse in betriebswirtschaftlichen oder technischen Fachgebieten wie Marketing, Rechnungswesen oder Software Engineering, sondern ebenso sehr auch Kompetenzen in Prozessen und Methoden oder das Beherrschen von Software oder Fremdsprachen.

Um deine eigenen Stärken zu kennen, suchst du dir am besten deine Arbeits- und Studienzeugnisse, Sprachzertifikate oder Kursbestätigungen hervor. Danach listest du die darin dokumentierten Fachkompetenzen der Reihe nach auf. Auch Erfahrungen aus Praktika, Auslandaufenthalten oder aus Freiwilligenarbeit können neue Kenntnisse geschaffen haben.

Fachkompetenzen, die ich im Studiumund in Schulen erworbenhabe

FH / Schule Mein stärkstes Fach… Mein schwächstes Fach…

Fachkompetenzen, die ich in Praktika und imBeruf erworben habe

Ort/ Anstellung Wissen, das ich mit Leichtigkeit anwendenkonnte… Wissen, dessen Anwendung mir schwer gefallen ist…

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Charakterstärken undPersönlichkeit

InderfolgendenListefindestdueineVielzahlvonCharaktereigenschaften,welcheMenschen einzigartig und unverwechselbar machen. Die Identifikation dieser Eigenschaften kann helfen herauszufinden, in welcher Unternehmenskultur und in welcher Art von Team du gerne arbeiten möchtest. Je grösser die Übereinstimmung zwischen dir und dem Umfeld, umso wohler wirst du dichfühlen – und umso erfolgreicher wirst du sein!

InderListekannstduinderSpalte«Selbstbild»dieEigenschaftenmarkieren,welchedukaum zeigst (1)resp.diebesondersstarkhervortreten(4).GibdanndieListeeinoder zweianderen Personen, welche dich gut kennen, und bitte diese, die Spalte «Fremdbild» auszufüllen.

anpassungsfähig

aufopferungsvoll

aufrichtig

ausgeglichen

authentisch

begeisterungsfähig

belesen

bescheiden

diplomatisch

durchsetzungsfähig

ehrlich

einfallsreich

einfühlsam

emotional

empfindsam

enthusiastisch

erfinderisch

Erfolgstyp

ergebnisorientiert

feurig

fleissig

flexibel

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Charaktereigenschaft Selbstbild Fremdbild 1 Fremdbild 2 1 2 3 4 1 2 3 4 1 2 3 4 ambitioniert
Anführerin*in

fokussiert freundlich fröhlich

geduldig

geschickt

grosszügig

gute*r Zuhörer*in

hilfsbereit

humorvoll idealistisch initiativ

interessiert kommunikativ

konkurrenzbetont

konsequent

kontaktfreudig

kooperativ locker logisch

mitfühlend mutig

nachdenklich neugierig offen organisiert originell

politisch positiv

praktisch veranlagt proaktiv produktiv

CareerServicesFHNW 19 Charaktereigenschaft
1
2 1 2 3 4 1 2 3 4 1 2 3 4
Selbstbild Fremdbild
Fremdbild

professionell

qualitätsbewusst

rebellisch

rücksichtsvoll

sachkundig

scharfsinnig

Schlichter*in

schnell

selbstständig

sensibel

sinnlich

sozial

spitzfindig

sportlich stabil

stark

tatkräftig

umgänglich

unabhängig

unternehmerisch

unternehmungslustig

verantwortungsvoll

vergebend

vermittelnd

vernünftig

verständnisvoll

vertrauenswürdig

wählerisch

warmherzig

CareerServicesFHNW 20 Charaktereigenschaft
1 2 3 4 1 2 3 4 1 2 3 4
Selbstbild Fremdbild 1 Fremdbild 2

ImFolgendenkannstdunundeineeigeneEinschätzungmitdenbeidenFremdbildernvergleichen. In welchen Stärken gibt es Übereinstimmungen (bestätigte Stärken)? Wo hast du Stärken,diedirnichtbewusstsind(blindeFlecken)?UndwoglaubstduStärkenzuhaben,welche von anderen nicht wahrgenommen werden (verborgene Stärken)?

Charaktereigenschaften

Bestätigte Stärken Verborgene Stärken Blinde Flecken

Übertragbare Kompetenzen

Im Berufs- und Studienalltag hast du dir Fähigkeiten und Kompetenzen angeeignet, die du in künftigenberuflichenSituationenanwendenkannst.HierzuzählenetwaKommunikations-,Organisations- oder Führungskompetenzen.

In der nachfolgenden Liste findest du eine Zusammenstellung solcher übertragbaren Kompetenzen.NimmdirgenügendZeitundmarkiereinderSpalte«Selbstbild»deineSelbsteinschätzung,inwieferndieseKompetenzensichtbarsind(1=duzeigstdieskaum,4=duzeigstdiese sehr oft).BitteanschliessendeinbiszweiPersonen, inder Spalte«Fremdbild»eineEinschätzung vorzunehmen.

Komplexe Probleme lösen und Daten managen

Lehren und forschen

Kreieren und Neuerungen einführen

Konzepte und Strategien formulieren

Planen, organisieren und korrdinieren

Instruktionen und Anweisungen folgen

CareerServicesFHNW 21
Übertragbare Kompetenz Selbstbild Fremdbild 1 Fremdbild 2 1 2 3 4 1 2 3 4 1 2 3 4
Analysieren und kritisches Denken

Veränderungen annehmen und sich diesen anpassen

Mit Druck und Rückschlägen umgehen, nichtaufgeben

Persönliche Ziele erreichen

Unternehmerisch oder wirtschaftlich denken

Beurteilen und Entscheidungen treffen

Aktionen initiieren

Verantwortung übernehmen und Dinge erledigen

Dienstleistungsorientiert

Führen, managen und betreuen

Kollaborationsfähigkeit

Netzwerken und Beziehungen knüpfen

Überzeugen und beeinflussen

Informationen kommunizieren und präsentieren

Schreiben und berichten

VergleichenundeineSelbsteinschätzungmitdenFremdbildern.WofindestdubestätigteStärken? Wo gibt es blinde Flecken? Und wo hast du gar verborgene Stärken?

Charaktereigenschaften

(Quelle: shl competency framework,Future of Jobs Report WEF, Knackonomics)

CareerServicesFHNW 22
1 Fremdbild 2 1 2 3 4 1 2 3 4 1 2 3 4
Übertragbare Kompetenz Selbstbild Fremdbild
Bestätigte Stärken Verborgene Stärken Blinde Flecken

BANKING. TECH. SCHWEIZ.

KEVINDONINELLI SoftwareEngineer Hobby-Cruiser Oepfelbäumler

DenFahrtwindvom Studiummitnehmen und durchstarten

Was ist mir wichtig? – Meine Werte

Deine grundlegenden Wertvorstellungen spielen eine zentrale Rolle bei der Berufs- und Stellenwahl. Sie motivieren und lenken deine Entscheidungen in deinem Leben. Sie verleihen deinen Tätigkeiten einen Sinn und stellen deine ganz persönliche «Mission» dar.

Wertvorstellungenin der Vergangenheit

Im folgenden Fragebogen geht es darum, aufgrund von Erfahrungen deine Wertvorstellung zu identifizieren. Nimm dir hierfür genügend Zeitund Ruhe.

1. Nenne Eigenschafteneiner Person, die du ganz besonders bewunderst.

2. Beschreibe Tätigkeiten, die du früher gerne gemacht hast. Was hat dirdaran besonders gut gefallen?

3. Wenn du an einen speziellen Moment in deinem Leben denkst: Was ist geschehen? Und welche Werte waren in dieser Situation ganz besonders wichtig für dich?

4. Was bedeutet Erfolgfür dich ganz persönlich?

5. In welchen Momenten erlebst du ganz besonders Erfüllung und Zufriedenheit?

6. Welche Werte würdest du deinen Kindern aufden Weg mitgeben? Und warum?

CareerServicesFHNW 25

Wertvorstellungenim beruflichen Umfeld

In der folgenden Liste kannst du Werte identifizieren, die dir im beruflichen Umfeld wichtig sind (1 = unwichtig, 4= sehr wichtig).

Werte 1 2 3 4

Förderung: Schnelles Vorankommen durchguteLeistung. Möglichkeit zu schnellem Wachstum.

Abenteuer, Risiko: Berufliche Aufgaben, die Risiken (physisch, finanziell, sozial) beinhalten.

Ästhetik: Involviert in Erforschung und Wertschätzung der Schönheit von Dingen, Ideen etc.

Altruismus: Beitragen zur Verbesserung der Welt und des öffentlichen Wohls.

Balance: Job lässt viel Raum und Zeit für andere Leidenschaften, Freizeitaktivitäten, Familie etc.

Herausforderung: Beschäftigung mit komplexenFragestellungen und herausfordernden Aufgaben.

Veränderung undAbwechslung: Breiter Umfang an Aufgaben und Verantwortungen.

Wettbewerb: Aufgaben, bei denen ich michmit anderen Personen messen kann.

Kreativität, Innovation: Möglichkeit, meine eigenen Ideen einzubringen und umzusetzen.

Sachkunde: Expertise in einem Themengebiet, hohes Mass an Fachwissen und jobrelevanten Fähigkeiten.

Hohes Arbeitstempo, Zeitdruck: Umfeld, in welchem in hohem Tempo gearbeitet werden muss.

Flexibilität: Gestaltungder Aufgaben und Abläufe in einem eigenen Zeitplan.

Freundschaften: Arbeitsklima und Umfeld, in dem persönliche Beziehungen eine wichtige Rolle spielen.

Spass: Möglichkeit, amArbeitsplatz verspielt und humorvoll zu sein und sich diesen soeinzurichten.

Harmonie, Ruhe: Funktion und Arbeit ohne zeitlichen Druck und Stress, harmonische Beziehungen zu anderen.

Hilfe für andere: Unterstützungund Hilfefür andereMenschen, individuell oder inGruppen.

CareerServicesFHNW 26

Einkommen, finanzielleAnerkennung: Höheres Einkommen erzielen als der Durchschnitt.

Unabhängigkeit, Autonomie: wenig Direktiven und Anordnungen durchandere, wenigRegelungen, viel eigener Freiraum

Einfluss: Möglichkeit, Einstellungen und Meinung von anderen Menschen zu beeinflussen.

Entscheidungen treffen, Macht: Entscheidungen über Handlungsabläufe und Strategien treffen.

Moral, spirituelle Erfüllung: Gefühl, dass die Arbeit mit eigenen Idealen und moralischen Vorstellungen übereinstimmt.

Persönliches Wachstum: Die Arbeit ermöglicht das eigene Wachstum.

Anerkennung: Leistung führt zupositivem Feedback und öffentlicher Anerkennung.

Sicherheit: ein stabiles Arbeitsumfeld und eine angemessene Entlöhnung schaffen Sicherheit.

Stabilität: Arbeitsroutine und vorhersehbare Aufgaben, die sich über längere Zeit nicht verändern.

Status, Prestige: Respekt aus dem persönlichen Umfeld aufgrund der Arbeit und der Verantwortung.

Teamwork: Enge Arbeitsbeziehung zu Kolleg*innen und als Team auf gemeinsameZiele hinarbeiten.

AlleineArbeiten: selbständiges Bearbeiten von Projekten, meistens alleine, wenig Kontakt zu anderenMitarbeitenden.

(Quelle: University of Denver)

Markiere die fünf Werte, die dir am wichtigsten sind, und setze diese in eine Reihenfolge.

CareerServicesFHNW 27 Werte 1 2 3 4
1. 2. 3. 4. 5.

Wonach suche ich? – Meine Interessen

Identifikation vonInteressen

Die Identifikation der eigenen Interessen spielt eine zentrale Rolle, nicht nur bei der Freizeitgestaltung, sondernauch und besonders für das Berufsleben. Der nachfolgende Fragebogen dient dir dazu, deine eigenen Interessen auszumachen. Nimmdir für das Ausfüllen genügend Zeit.

1. Was interessiert dichbesonders? Notiere drei Themen, die dir spontaneinfallen.

2. Bei welchem Erlebnis hattest du zuletzt das Gefühl «das hat Spass gemacht»?

3. Was tust du gerne in deiner Freizeit?

4. Welche Fächer interessieren dich am meisten im Studium?

5. Über welche Themen liest und sprichst du gerne?

6. Bei welchen Tätigkeiten vergisst du komplett die Zeit?

CareerServicesFHNW 28

7. Auf welche Erfolgserlebnisse bist du besonders stolz?

8. Mit was für Menschenverbringst du gerne Zeit?

Am besten diskutierst du die Ergebnisse mit Freund*innen oder deiner Familie. Diese haben meist noch einen etwasanderen und differenzierten Blick auf dich.

Identifikation vonPräferenzen

Im folgenden Fragebogen kannst du deine eigenen Präferenzen markieren: Welche Tätigkeiten interessieren dich, was machst du gerne? Die Kenntnis dieser beruflichen Interessen hilft dir bei der Suche nach einer geeigneten Stelle.

Fokus Mensch

Jemandem etwas beizubringen

Freund*innen zuzuhören

Jemandem zu helfen

Eine Gruppe oder Vereinsaktivität anzuleiten

Bei einem Konflikt zwischen zwei Menschen zuvermitteln

Für ein Amt zu kandidieren

Kinder zu unterhalten

Total Fokus Mensch

Fokus Daten Nachforschungen zueinem Thema anzustellen

Kassierer*in eines Vereins zusein

Wissenschaftliche Experimentedurchzuführen

Mit Zahlen und Statistiken zu arbeiten

Den Benzinverbrauch eines Autos zuberechnen

Softwareprogrammieren

Total Fokus Daten

CareerServicesFHNW 29
du es…  
Magst

Mögen

Fokus Dinge Einen Kuchen zu backen

Ein Auto oder eine Maschine zu reparieren

Zu basteln oder zu nähen

Etwas aus Holz, Metall,o.ä. zu konstruieren

Geräte oder Maschinenzu bedienen oder zu betreiben

Garten- oder Landschaftspflege zumachen

Total Fokus Dinge

Fokus Ideen Einen Raum zu dekorieren

Gedichte oder Songtexte zu schreiben

EinenArtikelineinemBlogoderMagazinzuveröffentlichen

Ein Problem zulösen

In einem Theaterstück aufzutreten

Ein Instrument zu spielen

Ein neues Produkt zu erfinden

Total Fokus Ideen

In welchem Bereichhast du hohe Punktzahlen erreicht?

Fokus Mensch: Die Zusammenarbeit mit anderen Menschen und in Teams ist dir wichtig. Solche Berufe finden sich im dienstleistungsorientierten Umfeld und in menschenorientierten Funktionen.

Fokus Daten: DuziehstArbeiten vor, in welchenAnalyse und Nutzung von Daten im Vordergrund stehen zur Entwicklung von neuen Ideen und Empfehlungen.

Fokus Dinge: dir ist ein hoher Anteil an praktischer Arbeit wichtig. Du arbeitest gerne mit Werkzeugen und Materialen.

Fokus Ideen: Du fühlst dich in einem kreativen und innovativen Umfeld wohl, wo du an Lösungsansätzen und an der Entwicklung von neuen Produkten und Leistungen arbeitest.

CareerServicesFHNW 30
 
Sie es…

ZusammenfassungInteressen

Welches sind deine stärksten Interessengebiete?

1.

2.

3. Wie sollen diese Interessen in deinem künftigen Beruf Ausdruck finden?

(Quelle: https://collegecareerlife.net/careerinterests)

CareerServicesFHNW 31

Bedürfnisse und Erwartungen

Zusätzlich zudeinen oben erarbeiteten Interessen, Fähigkeiten und Werten hast du weitere Erwartungen und Bedürfnisse hinsichtlich deiner künftigen Stelle. Allerdings gilt es hier auch immer zubeachten, was im Arbeitsmarkt überhaupt möglich ist.

Eigene Mobilität und Verfügbarkeit

Bist dubereit, für deinen Wunschjob umzuziehen?

 ja

Wärst duin deinem Wunschjob zu einer Reisetätigkeit bereit?

 ja

in geringem Masse

Wieviel Prozent möchtest duarbeiten?

nein

 Vollzeit

Teilzeit Wärst du bereit, auch ausserhalb der üblichenZeiten zuarbeiten?

 Wochenende

In welchenRegionenbist dubereit zu arbeiten?

Weitere Gedanken

CareerServicesFHNW 32
nein
 Nachts
Tag
Abend
Europa Welt
Nordwestschweiz  Deutschsprachig  USA, Kanada
unregelmässig
Schweiz
Zürich  Nordeuropa  Mittel-/Südamerika
Ostschweiz  Ost-/Mitteleuropa  Asien
Mittelland  Südosteuropa  Naher, mittlerer Osten
Zentralschweiz  Westeuropa  Afrika
Romandie  Südeuropa  Ozeanien
Tessin Spezifische
(Sozialleistungen,
Erwartungen an die Arbeitsbedingungen
Ferien etc.)?

Zusammenfassung Standortbestimmung

In den folgenden Listen kannst du die wichtigsten Erkenntnisse der Standortbestimmungen zusammenfassen. Sie dienen dir als Grundlage für die Suche nach einer geeigneten Stelle.

Zusammenfassung –meine persönliche Standortbestimmung

Meine wichtigstenFähigkeitenund Stärken

Meine wichtigstenübertragbarenKompetenzen

Meine wichtigstenInteressen

Meine wichtigstenWerte

Meine Bedürfnisse undErwartungen

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«Die Erfolgreichen suchen sich die Umstände, die sie brauchen, und wenn sie sie nicht finden, schaffen sie sich diese Umstände selber.»
George Bernard Shaw

ARBEITSMARKT

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Arbeitsmarkt – Überblick

Die Suche nach einer geeigneten Stelle setzt eine genaue Kenntnis des Arbeitsmarktes und der möglichen Unternehmen und Tätigkeitsfelder voraus. Viele werden überrascht sein, wie zahlreich die Möglichkeiten am Ende des Studiums sind. Und meistens gibt es auch eine beträchtliche Zahl von Optionen, an die du spontangar nicht gedacht hast.

Im nächsten Schritt gehtes also darum, die folgenden Fragen zu beantworten:

 Wie ist der Arbeitsmarkt aufgebaut und welche Branchen interessieren mich?

 Welche Unterschiede gibt es bei den Unternehmen und welche Eigenschaften sind mir wichtig bei der Stellensuche?

 Welche Tätigkeitsfelder finden sich und welche davon sprechen mich persönlich an?

ZudemfindestduindiesemAbschnittweitereInformationenzuNetzwerkenundKarriere-Messen undBeispielevonehemaligen Studierenden,diedir erzählen,wiesiezu ihrem Berufseinstieg gekommen sind.

Karriere-Bibliothek: Dufindest alle Checklisten zudiesem Kapitel auch online.

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Arbeitsmarkt Unternehmen Tätigkeitsfelder

Branchen und Arbeitsmarkt

DieWahleinerBrancheistfürdieweitereZukunftwegweisend.NatürlichkannmaneineBranche zu einem späteren Zeitpunkt immer noch wechseln, aber dennoch entscheidest du dich wesentlich für eine bestimmte Richtung. Du solltest hier auch deine eigenen Werte und Vorstellungen berücksichtigen, musst du dich doch mit den Produkten und Dienstleistungen der gewählten Branche identifizieren können.

Nachfolgend findest du eine Liste mit einer Auswahl von Branchen. Markiere die fünf Branchen, die dich am meisten interessieren.

Branchenübersicht (markiere deine fünf Favoritinnen)

 Automobil, Automotive

 Bank, Finanzinstitut

 Baugewerbe

 Bekleidung, Textil

 Bildungswesen

 Chemie, Pharma

 Detail-,Grosshandel

 Dienstleistungen allgemein

 Elektro-, Medizinaltechnik

 Energie-, Wasserwirtschaft

 Gesundheitswesen

 Hardware, Telekommunikation

 Immobilien

 Informatik

 Konsumgüter

 Lebensmittel

 Luxusgüter

 Maschinen-, Anlagenbau

 Medien, Journalismus

 NGO und NPO

 Öffentliche Verwaltung, Verbände

 Personalberatung

 Rechtsberatung

 Rohstoffindustrie

 Tourismus, Reisen, Freizeit

 Transport, Logistik

 Unternehmensberatung

 Versicherung

 Wirtschaftsprüfung, Treuhand

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Unternehmen und ihre Eigenschaften

Auch in Bezug auf die Unternehmungen, bei denen du dich bewerben möchtest, gibt es eine Vielzahl an Überlegungen. Nachfolgend findest du einen Fragebogen, inwelchem du markieren kannst, wie wichtig dir diejeweiligen Eigenschaften sind (1 = unwichtig, 4= wichtig).

Werte 1 2 3 4

Geographische Ausrichtung (national, international)

Inhalt desGeschäftsmodells (Produkte, Leistungen)

Stabilität der Unternehmung

Organisationsstruktur (flache Hierarchie etc.)

Unternehmenskultur und Arbeitsklima

Personalentwicklungsmöglichkeiten

Standort der Unternehmung

Vereinbarkeit von Beruf und Familie

Arbeitsplatzsicherheit

Vergütung (Salär, Nebenleistungen)

Flexible Arbeitszeiten

Im weiteren musst du dirüberlegen, inwiefern die Unternehmensgrösse für dich eine Rolle spielt. Im nachfolgendenFragebogen siehst du die wichtigsten Eigenschaften von KMU und Grossunternehmen. Was entspricht dir mehr?

Werte Grossunternehmen

Organisation  Hierarchisch, strukturiert, formell definiert, viele Ebenen

Verantwortung  Auf mehrere Personen aufgeteilt

Spezialisierung  starke Spezialisierung, wenig Spielraum für Ausgestaltung

Einordnung  Blick auf die einzelne Abteilung, wenig sichtbare Wirkung für die gesamte Unternehmung

KMU

 StarkeAbhängigkeit vonPatron*in, flach, wenig formell, wenige Ebenen

 Auf wenige Personen aufgeteilt

 wenig Spezialisierung, mehr eigener Freiraum

 Blick auf die gesamte Unternehmung, eigener Beitrag zum Erfolg sichtbar

Entscheidungswege  eher lang und langsam  eher kurz und direkt

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Be a part of our diverse community of solvers.

We believe that challenges are better solved together. That’s why you’ll join a diverse, global community of solvers –an unexpected mix of people that come together to build trust in society and solve important problems.

Be a part of The New Equation. www.pwc.ch/careers
Be part of our diverse community_190x280.indd 2 12/05/2023 14:29:53

Tätigkeitsfelder, Berufe

DieWahleinerbestimmtenTätigkeitisteinersterRichtungsentscheid,derabernurimjetzigen Zeitpunktstimmenmuss.AuchinZukunftlassensichRichtungswechselvornehmen,wenndu dich in eine neue Tätigkeit weiterentwickeln willst. Im folgenden Fragebogen kannst du die Tätigkeiten mit Prioritäten versehen (dieListe ist nicht abschliessend).

Tätigkeitsfelder(Beispiele)

Administration und Verwaltung

Beratung, Planung undStrategie

Buchhaltung und Controlling

Compliance, Recht, Corporate Affairs

Design, Medien und Gestaltung

Einkauf und Beschaffung

Engineering

Fertigung und Inbetriebnahme

Forschung und Entwicklung

Immobilienwesen, Infrastruktur und Liegenschaften

Informatik und Software

Kundendienst

Logistik und Transport

Management

Marketing und Kommunikation

Personalwesen, Ausbildung

Projektmanagement

Prozessmanagement

Qualitätssicherung

Verkauf und Vertrieb

Eine ausführlichereListe mit detaillierten Beschreibungen zu den einzelnen Tätigkeitsfeldern findest du auch auf derWebsite des schweizerischen Dienstleistungszentrums für Berufsbildung, Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung.

www.berufsbildung.ch

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1. Wahl 2. Wahl 3. Wahl

Netzwerke und Karriere-Messen

Für den Berufseinstieg empfiehlt es sich, ein gutes Netzwerk aufzubauen, um die richtigen Personen kennenzulernen und an geeignete Informationen heranzukommen. Dazu zählen auch Veranstaltungen, in welchen Unternehmen sich vorstellen oder Branchen präsentiert werden. Nachfolgend findest du eine Übersicht an Netzwerken und Veranstaltungen (Liste ist nicht abschliessend).

Alumni-Organisationen

Gesellschaft Aargauer Betriebsökonom*innen www.gabfh.ch

Gesellschaft Basler Betriebsökonom*innen www.gbb-online.ch

Gesellschaft Oltener Betriebsökonom*innen www.gob.ch

IM Alumni www.imalumni.ch

Alumni FHNW Technik www.alumni-fhnw-technik.ch

FH Schweiz www.fh-schweiz.ch

Karriere-Messen

Lange Nacht der Karriere www.next-career.ch

FHNW Career Day www.fhnw-career-day.ch

Absolventen- und Branchen-Messen www.together.ch

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Zusammenfassung Arbeitsmarkt

Für einen besseren Überblick kannst du hier noch einmal die wichtigsten Erkenntnisse aus dem Teil zum Arbeitsmarkt zusammentragen. Nenne die Branchen, Unternehmen und Tätigkeiten,welche dichammeisteninteressieren, und tragedieseinnachfolgender Übersichtein.

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Meine wichtigstenAnforderungen aneinenkünftigenArbeitgeber

BEWERBUNG

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«Persönlichkeiten werden nicht durch schöne Reden geformt, sondern durch Arbeit und eigene Leistung.»
Albert Einstein

Bewerbungen und Auswahlverfahren

Die Suche nach der richtigen Stellekann sehr zeitraubend und nervenaufreibend sein. Zuerst geht es darum, offene Stellen überhaupt zu finden. Anschliessend schickst du deine Bewerbungsunterlagen ein, worauf dann das Auswahlverfahren bei der Unternehmung beginnt.

In diesem Teil erfährst du, wie du Stellen findest, deine Bewerbungsunterlagen zusammenstellst und welche Auswahlverfahren heute üblich sind.

Karriere-Bibliothek: Dufindest alle Checklisten zudiesem Kapitel auch online.

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Stellensuche Bewerbung Auswahlverfahren

Stellensuche

EsgibteineVielzahlvonKanälen, inwelchenduStellenfindenkannst.Esempfiehltsichauch hier,mitmehrerengleichzeitigzuarbeiten.NachfolgendfindestdueinevereinfachteÜbersicht wichtiger Plattformen.

Stellenbörse der Career Services FHNW

www.next-career.ch/de/jobs

Weitere Stellenbörsen

www.jobs.ch www.jobscout24.ch www.fhjobs.ch

www.students.ch www.monster.ch ch.linkedin.com/jobs

www.topjobs.ch www.jobsuchmaschine.ch www.berufsbildungplus.ch

www.jobwinner.ch www.talendo.ch www.jobagent.ch

SpezialisierteStellenbörsen

Banking, Finance www.bankingjobs.ch, www.jobeye.ch, www.efinancialcareers.ch

Informatik www.itjobs.ch, www.job-box.ch, www.workfinder.ch, www.cba.ch, www.ingjobs.ch, www.ictcareer.ch, it-stellen.ch

Öffentlicher Sektor www.publicjobs.ch

Pharma, Healthcare www.pharmastellen.ch,www.pharmapro.ch

Umwelt, Naturschutz www.naturschutz.ch, www.umweltprofis.ch, www.oebu.ch

Non-Profit-Organisationen www.sinndrin.ch, www.cinfo.ch

KMU www.kmuverband.ch/kmu-jobs.html, www.kmu.jobs

Jobs für Frauen www.frauenjobs.ch

Websites der Unternehmungen

Natürlich besteht jederzeit die Möglichkeit, auf den Websites der Unternehmungen nach offenenStellenzusuchen.Dies istgeradebeigrösserenBetriebeneinesehrinteressanteOption.

Personalvermittlungsbüros

Personalvermittlungsbüros sind darauf spezialisiert, Kandidat*innen für Stellenprofile zu suchen. Sie pflegen umfangreiche Datenbanken, um bei Bedarf schnell auf die richtigen Personen zustossen. Ihre Arbeit ist nicht kostenlos –allerdings werden dieKosten durch den künftigen Arbeitgeber übernommen. Wenn ein Personalvermittlungsbürovon dir eine Gebühr verlangt, ist dies unseriös.

Blindbewerbungen (initiative Stellensuche)

Oftmals werden Stellen gar nicht ausgeschrieben, sondern direkt besetzt. Die Unternehmen greifen dabei auf einen Pool an Bewerbungen zurück, welche sie in der Vergangenheit erhaltenhaben.SelbstverständlichdarfstdudichjederzeitbeieinerUnternehmungbewerben,auch wenn gerade keine spezifische Stelle ausgeschrieben ist. Deine Unterlagen werden dann meist in einer Datenbank abgelegt und bei Bedarf konsultiert.

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Der Lebenslauf – Dein Werdegang

Allgemeine Empfehlungen

 Der Lebenslauf soll deinen persönlichen Werdegang darstellen.

 Die Aktivitäten sind dabei antichronologisch geordnet (vom Aktuellen zumÄltesten).

 Die Gestaltung ist übersichtlich, die Schriftart gut lesbar.

 Der Text ist frei von Fehlern, die Formulierungen sind klar und präzise.

 Der Lebenslauf ist persönlich und zeigt ein authentisches Bild von dir.

 Der Umfang beträgt 1 bis 2 Seiten (inkeinem Fallmehr).

Kontaktdaten

Do: Vollständige Daten, professionelle Mail-Adresse. Die FHNW-Mail-Adresse kann ebenfalls verwendet werden (sichtbares Zeichen des Studiums). Fotos sind in der Schweiz üblich (Regeln: professionelle Qualität, neutraler Hintergrund, Kleidung der Branche / Funktion entsprechend).

Don’t: Unseriöse Mail-Adresse (z.B. Doom-Master@hotmail.com).

2

Personalien

Do: Nationalität und Geburtsdatum sindPflicht. BeiausländischerNationalität: Aufenthaltsbewilligung. Ein Kurzprofil aus drei bis vier Elementen kann dem Lebenslauf noch mehr Aussagekraft verleihen.

Don’t: Der Zivilstand ist optional. Nationalität wird genannt, wenn Unklarheiten aufkommen zur Arbeitsbewilligung.

3

Ausbildung

Do: Steht bei Studierenden vor der Berufserfahrung. Vertiefungsrichtungen und Projekte können erwähnt werden. Auslandsemester gehören unbedingt dazu.

Don’t: Detaillierte Aufzählung aller Fächer. Volksschule nicht zwingend (ausser wenn etwa im Ausland).

Berufserfahrung

Do: Arbeitgeberin, Funktion, Pensum. Die wichtigsten Tätigkeiten werden stichwortartig aufgeführt (Relevanz für die aktuelle Bewerbung beachten).

Don’t: Zu allgemeine Formulierungen («Mithilfe», «Assistenzarbeiten» etc.), zu umfangreiche Auflistungen.

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Weitere Aktivitäten

Do: Aktivitäten und Engagements, die ausserhalb von Ausbildung und Beruf stattgefundenhaben.Duzeigst,dassdu dichauch anderorts engagierst.

Don’t:Die«Hobbies»werdenerstunter «Interessen» aufgeführt.

6

Sprach- und IT-Kenntnisse

Do:VerwendedieEuropeanLanguage Scale,umdeineSprachkenntnisseeinzustufen (A1, A2, B1 etc.). Sei ehrlich, was die tatsächlichen Fähigkeiten angeht. Nenne Abschlüsse und Zertifikate, die du erworben hast.

Don’t: Rudimentäre Kenntnisse, die für eine Stelle nicht relevantsind,müssen nicht genannt werden.

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Interessen (Hobbies)

Do: DeineInteressengebenein besseres Bild deiner Person. Sei hierbei spezifisch.

Don’t: «Allgemeine» Formulierungen wie «Sport», «Lesen», «Reisen» ohne spezifischeAngaben.VermeideAussagen wie «Freunde treffen», «Social Life» etc.

8

Referenzen

Do: Gib Referenzen an, wenn solche explizit verlangt werden.

Don’t: Referenzen werden nicht angegeben, wenn dies nicht ausdrücklich erwünscht ist. In diesem Fall kannst du diesen Abschnitt auch weglassen.

«Moderne» Darstellungen

DeinerFantasiesindkaum Grenzengesetzt,wasdieDarstellungdeines Lebenslaufes betrifft. Beachte hierbei jedoch, dass die Unterlagen adressatengerecht sein müssen. Hier einige Beispiele für «moderne» und «frische» Darstellungen.

Darstellung von Sprach- und IT-Kenntnissen

Layout des Lebenslaufes (Seitenlayout)

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Englisch  MS Word Spanisch  MS Excel
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Das Bewerbungsschreiben – Deine Eintrittskarte

Allgemeine Empfehlungen

 Das Bewerbungsschreiben legt kurz und prägnant dar, weshalb du dich für die besagte Stelle und die Unternehmung interessierst. Es zeigt zudem deine Eignung für die beworbene Stelle.

 Der Umfang beträgt maximal 1 SeiteA4.

 Es richtet sich direkt andie im Stelleninserat genannte Person.

 Layout und Darstellung orientieren sich an deinem Lebenslauf

Kontaktdaten

Do: Deine vollständigen Kontaktdaten inklusive TelefonnummerundMail-Adresse.DieFHNW-StudentAdresse zeigt dabei auf einen Blick deinen Hochschul-Hintergrund.

Don’t: Unseriöse Mail-Adresse (z.B. Doom-Master@hotmail.com).

Anschrift

Do: Das Schreiben ist adressiert an die zuständige Person.

Don’t: Zu vieleFormalia wie«persönlich»oder«vertraulich».

Ort, Datum, Titel, Anrede

Do: Der Brief ist mit Ort und Datum versehen. Die ÜberschriftnimmtBezugaufdiekonkreteStelle.Die Anrede ist persönlich und formell gewählt.

Don’t: Unpersönliche Anreden («Sehr geehrte Damen und Herren», ausser wenn kein Kontaktausfindiggemachtwerdenkann),saloppeFormulierungen («Guten Tag», «Liebe Frau…»).

Einstieg

Do: Person direkt ansprechen, «Sie»-Formulierungen verwenden, Bezug zum Inserat nehmen.

Don’t: Zu viele «Ich»-Sätze, allgemeine Aussagen («Ihre Unternehmung fand ich schon immer toll»), ausschweifende Phrasen.

Kompetenzen

Do:NennediewichtigstenKompetenzenundFähigkeiten sowie Erfahrungen, die dich für die konkrete Stelle befähigen.

Warum diese Unternehmung / Stelle

Do: Nenne die wichtigsten Gründe, weshalb du dich für diese Stelle bewirbst und was du zum ErfolgderUnternehmung beitragen kannst.

Don’t:AllgemeineAussagen(«IhreProduktesindsotoll»), zu viele «Ich»-Formulierungen.

Grussformel, Beilagenverzeichnis

Do: Formale Grussformel, Verzeichnis der Beilagen.

Don’t: Veraltete oder unterwürfige Grussformeln («Hochachtungsvoll»).

Don’t: Überschwängliches und ausschweifendes Selbstlob, reine Aufzählung der CV-Fakten.

Abschluss

Do: Hebe noch einmal die zentralen Gründe für deineBewerbung,deine EignungsowiedeineMotivation hervor. Fordere zu einer Kontaktaufnahme (etwa in Form eines Gesprächs) auf.

Don’t: Zu pathetische Formulierungen («Für mich würde ein Traum in Erfüllung gehen»), unverbindlicheAussagen(«eswäresehrtoll,wennwirunstreffen könnten»).

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Formulierungen: Aktive Verben

Für die Beschreibung von Tätigkeiten eignen sich sogenannte «aktive Verben», die sowohl beim Lebenslauf (Auflistung der wichtigsten Aufgaben in einer früheren Stelle) als auch im MotivationsschreibeneinewichtigeRollespielen.Eswirdempfohlen,mitsolchenaktivenVerben zu arbeiten und auf Substantivierungen zu verzichten (also etwa «analysierte Monatsberichte»statt«AnalysevonMonatsberichten»).NachfolgendfindestdueineZusammenstellung von aktiven Verben.

Aktive Verben zur Formulierung von Tätigkeiten

abhandeln bereitstellen gründen planen

abklären beteiligen interpretieren programmieren

abschliessen betreuen kalkulieren reorganisieren

abstimmen delegieren klären repräsentieren

analysieren durchführen koordinieren sammeln

aufbauen einführen lehren teilnehmen

ausbilden entwerfen leiten überprüfen

ausführen entwickeln lösen überwachen

beaufsichtigenerreichen

mitarbeiten unterstützen

befragen erweitern mitverfassen verfassen

beheben evaluieren moderieren verhandeln

beraten formulieren neugestalten zusammenstellen

berechnen führen organisieren

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Das LinkedIn-Profil

Soziale Medien und Plattformen wie etwa LinkedIn oder Xing bieten dieMöglichkeit, ein eigenes Profil zu hinterlegen, aber auch Informationen über Unternehmen zu beschaffen oder gar Stelleninseratezufinden.DerPflegedeseigenenProfilskommteinewichtigeRollezu, dabei der Rekrutierung von neuen Mitarbeitenden auch diese Angaben angeschaut werden. Nachfolgend findest du einige Empfehlungen zur Gestaltung deines LinkedIn-Profils.

 Foto:VerwendeunbedingteinprofessionellesFoto,inwelchersowohldieLichtverhältnisse als auch die Proportionen stimmen. Das Foto ist immer das erste Element, welches betrachtet wird und daher von besonderer Bedeutung.

 Banner: Zusätzlich zu deinem Foto kannst du ein Banner einsetzen, das deinem Auftritt noch mehr Profil gibt. Beachte hier das Bildverhältnis. Zudem kannst du das Banner mit einem beliebigen Text ergänzen (im Bild integriert, welches hochgeladen wird).

 PersonalisierteURL: InLinkedInlässtsichdieURLzudeinem Profil personalisieren, was die Suche und die Kommunikation erleichtert. Zudem kann diese URL auch auf dem Lebenslauf aufgeführt (oder mit einem QR-Code abgebildet) werden.

 Vollständigkeit:Sämtliche Aus- undWeiterbildungen sind anzugeben, ebenso dieberuflichen Erfahrungen. Das Profil sollte dieselben Informationen ausweisen wie auch der Lebenslauf für dieBewerbung.

 Profil-Slogan: Ergänze dein Profil mit einem knappen Slogan, aus welchem ersichtlich wird, was du suchst und was du zu bieten hast.

 Info: In diesem Abschnitt kannst du detailliert aufführen, was du bietest und wonach du suchst. Auch wenn es nach viel Text ausschaut (max. 2'000 Zeichen) – dieser Abschnitt wird bei Bewerbungen angeschaut. Dieser Teil kann auch mit Emojis ergänzt werden.

 Kenntnisse und Fähigkeiten: Führe Kenntnisseund Fähigkeiten an, die du während des Studiums und deiner bisherigen beruflichen Laufbahn erworben hast.

 Projekterfahrungen: Hier kannst du auch studentische Projekte oder deine Thesis angeben. Nenne zudem die Aufgaben, die du in diesen Projekten innehattest.

 Empfehlungen:DukannstLinkedIn-KontakteumeineEmpfehlungbitten.Dieseschreiben einen kurzen Text, wiesiedichbeispielsweise in einem Projekt oder einer früheren Anstellung erlebt haben.

 Einstellungen: In LinkedIn kannst du die Einstellungen so wählen, dass deine Kontakte keineNachrichterhalten,wenndudeinProfilaktualisierst.DiesistgeradedannvonVorteil, wenn du grössere Überarbeitungen planst. (Einstellungen & Datenschutz > Datenschutz > So verwendetLinkedInIhreDaten>Jobwechsel,geänderteAusbildungenundFirmenjubiläen vom Profil aus teilen > Nein).

 Mehrsprachiges Profil:Wenn du nach internationalen Stellen Ausschauhältst, kannst du ergänzende Profile in anderen Sprachen, etwa Englisch, anlegen.

Zeige dich auf LinkedIn aktiv, indem du selber Beiträge postest oder von anderen Personen kommentierst. Damit wirst du wahrgenommen. Zudem kannst du oftmals in LinkedIn Stelleninserate anschauen und dich direkt über diePlattform bewerben.

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Das Bewerbungsgespräch

DieUnternehmungwirdfürdieoffeneStelleeineersteAuswahlanKandidat*innentreffenund diese zu einem Interview einladen. Dieses kann in verschiedenen Formen durchgeführt werden und unterschiedliche Kanäle nutzen. Im folgenden erfährst du die wesentlichen Grundlagen und Tipps zur Vorbereitung.

Interview-Formen: Strukturiert oderhalb strukturiert

Je nachGradder Standardisierung der Fragenspricht manvonstrukturierten oder halbstrukturierten Interviews (diegänzlich unstrukturierten sind in der Praxis sehr selten).

Bei den strukturierten Interviews folgt das Gespräch einem im Vorfeld festgelegten Fragebogen,derkeinenSpielraumzulässtfüreineVeränderungderReihenfolgederFragen.Nachfragen werden kaum gestellt. Dies erhöht die Vergleichbarkeit der Kandidat*innen, da alle die genau gleichen Fragen erhalten haben.

Halb strukturierte Interviews lassen etwas mehr Spielraum zu. Sie folgen zwar auch einem vorgegebenen Schema, erlauben aber auch, dass Nachfragen gestellt oder geplante Fragen weggelassen werden. Diese Technik ist in der Praxis sehr weit verbreitet, da die Unternehmung individueller auf die Kandidat*innen eingehen kann.

Telefonische Interviews

Aus Kostengründen setzen Unternehmen zunehmend auf telefonische Interviews für ein erstes Gespräch. Hierzu gilt es einige Empfehlungen zu berücksichtigen für die Vorbereitung:

 GrundsätzlichistdieVorbereitunggenaugleichwiefüreinpersönlichesGespräch,eskommen aber «technische»Aspekte hinzu.

 Suche dir einen ruhigen Ort, wo du ungestört bist und keine Hintergrundgeräusche das Gespräch stören.

 VermeideselberunnötigeGeräusche,etwadurchKaugummikauenoderrauchenwährend des Gesprächs.

 HaltedeineUnterlagen(CV,Motivationsschreiben)sowieSchreibzeugbereit,fallsduetwas notieren resp. nachschlagen möchtest.

 Sprich deutlich und mit kräftiger Stimme, aber nicht zu schnell. Gib akustische Feedbacks (etwa «Mmmh», «Ich verstehe» etc.). Strahle auch am Telefon eine positive Grundhaltung aus.

Vorbereitung vonInterviews

Für ein erfolgreiches Bewerbungsgespräch ist die Vorbereitung von grosser Bedeutung:

 Suche dir vorgängigInformationen zur Unternehmung zusammen: Lies die Website durch, suche in Zeitungsberichten oder Geschäftsberichten, schau dir Berichte in den sozialen Medien an.

 Überlege dir Fragen, die du selber gerne an die Unternehmung richten möchtest. Notiere dir diese Fragen und nimm siemit ins Gespräch.

 Informiere dich zum Ablauf des Gesprächs und zu den Teilnehmer*innen.

 Lies das Stelleninserat vorgängig nochmals durch und ordne den geforderten Kompetenzen deine eigenen Stärken und Erfahrungen zu.

 WähleeineangemesseneKleidungaus(«overdressed»istbesser als«underdressed»),in welcher du dichwohl fühlst.

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Ablauf eines typischenBewerbungsgesprächs

Auch in halb strukturierten Interviews folgt das Gespräch meistens einer klaren Reihenfolge:

 Einstieg: Dieser dient als «Ice-Breaker» und soll die Gesprächsatmosphäre schaffen. Sei freundlich und offen, achte bereits hier auf deine Körpersprache.

 Vorstellung der Unternehmung und der offenen Stelle: Die Unternehmung stellt sich selber vor und gibt Hintergrundinformationen zur offenen Stelle. Sei aufmerksam und notiere dir Fragen, diedu später stellenmöchtest.

 Vorstellung der Bewerberin / des Bewerbers: In diesem Teil stellst du dich und deinen Lebenslauf vor. Bleibe hierbei natürlich und authentisch. Wähle eine klare und freundliche Stimmlage. Die Gesprächspartner*innen werden dir einige typische Bewerbungsfragen stellen.

 Die offene Stelle: Im folgenden wird die offene Stelle noch vertieft besprochen. Hier geht esmeistensumdiegenauenAufgaben,dieAnforderungen,dieEntwicklungsmöglichkeiten etc. Hier kannst du auchbereits einige deiner Fragen stellen.

 Deine Fragen: Nimm die vorgängig vorbereiteten Fragen hervor und zeige damit der Unternehmung dein Interesse. Auf Gehaltsfragen solltest du erst zusprechenkommen, wenn du dazu aufgefordert werden.

 Vertragskonditionen: Die Unternehmung erläutert die wesentlichen Bestandteile des ArbeitsvertragswieetwaNebenleistungen,Ferien,Kündigungsfristen,frühesterEinstellungstermin etc. Für die Frage nach deinen Gehaltsvorstellungen solltest du ein Jahressalär als Basis angeben (umdie Umrechnung in 13 oder 14 Monatslöhne zuersparen).

 WeiteresVorgehenundAbschluss:Hierwirdnochgeklärt,welcheSchritteundbiswann durch wen erfolgen. Wer nimmt mit wem Kontakt auf, in welcher Form etc. Bedanke dich freundlich für das interessante Gespräch und die Zeit, welche deine Gesprächspartner*innen sich genommen haben.

Körpersprache imBewerbungsgespräch

Nonverbale Aussagen sind oftmals fast wichtiger als verbale, sie werden aber meistens sehr unterschätzt. Hier einige Tipps für eine positive Körpersprache:

 Körperhaltung: Wähle eine offene und aktive Körperhaltung. Deine Hände sind sichtbar auf dem Tisch, die Armenicht verschränkt. Von Zeit zuZeit wechselst du deine Körperhaltung.

 Gesichtsausdruck: Versuche auch in schwierigen Momenten zu lächeln. Zeige ein «freundliches Gesicht» und eine offene Grundhaltung.

 Augenkontakt: Suche bewusst den Augenkontakt zudeinen Gesprächspartner*innen.

 Stimme: Sprich deutlichund in genügender Lautstärke.

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Typische Bewerbungsfragen

Nachfolgend findest du einige Beispiele von typischen Bewerbungsfragen. Bereite dich auf diese vor und übe mit Freund*innen Bewerbungsgespräche.

Lebenslauf, Werdegang:

 Erläutern Sie Ihren Lebenslauf mit den Schwerpunkten ausIhrer Sicht.

 Was hat Sie zuIhrer Studienwahl motiviert?

 Welche Schwerpunkte haben Sie im Studium gelegt, warum?

 Was haben Sie für Vorstellungen für Ihre berufliche Zukunft?

Motivation für die Bewerbung:

 Warum haben Sie sich bei uns beworben?

 Was wissen Sieüber unser Unternehmen?

 Was reizt Sie besondersan der beschriebenen Aufgabe?

 Welchen Bezug haben Sie zu unseren Produktenund Dienstleistungen?

Leistungsmotivation:

 Warum sollten wir gerade Sie einstellen?

 Was ist für Sie bei der Arbeit besonders wichtig?

 Womöchten Sie beruflich in 5 Jahren stehen?

 Auf welche Leistungen in der Vergangenheit sind Sie besonders stolz?

 Wie gehen Siemit Misserfolgen um?

Hintergrund:

 Wie würden Sie sich selber charakterisieren?

 Was würden Freund*innen oder frühere Vorgesetzte über Sie sagen?

 Wie würden Sie sich persönlich gerne noch weiterentwickeln?

Kompetenzbasierte Fragen:

 Beschreiben Sie eine Situation, in welcher Sie besonders gefordert waren. Wie sind Sie damit umgegangen?

 Erzählen Sie von einer Situation, inwelcher Sie Teamarbeit leisten mussten.

Situative, hypothetische Fragen:

 Wie reagieren Sie, wenn zwei Teamkolleg*innen miteinander Schwierigkeiten haben und Sie um Rat bitten?

 Was tun Sie, wenn ein Kunde anruft und sich über eine Kollegin von Ihnen beschwert?

Einige praktischeTipps zum Bewerbungsgespräch

InterviewskennenvieleungeschriebeneGesetze,wasdasGesprächfürKandidat*innennicht gerade einfacher macht. Folgende Tipps sollen dir zur Vorbereitung helfen:

 Lass die Gesprächspartner*innen den Anfang machen und unterbrich diese im Gespräch nicht. Sprich ausführlich, aber gerate nicht ins Plaudern.

 Äussere keine Kritik zu früheren Arbeitgebern.

 Lass dich nicht aus der Ruhe bringen und bewahre in jeder Situation einen kühlen Kopf. Zeige bei unerwarteten Fragen Flexibilität.

 Vermeide Aussagen, diefalsch verstanden(«Ichwill bestimmt nicht jedenTag 12 Stunden arbeiten,esgibtjaauchnocheinprivatesLeben!»)oderalsüberheblichempfundenwerden könnten («Ichbin der Beste in diesem Gebiet!»).

 Versuche dichdeinem Gegenüber anzupassenund auf dieReaktionen einzugehen. Wenn die Gesprächspartner*innen längere Zeit schweigen, hole diese wieder ab und lass sie zu Wort kommen.

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Video-Interviews

Seit geraumer Zeit finden Video-Interviews eine zunehmende Verbreitung. Sie bieten gegenüber herkömmlichenInterviews(woSiepersönlichmitdenVertreter*innenderUnternehmung treffen) eine ganze Reihe von Vorteilen. Nebst dem Wegfall der Anreise ist es für dich vor allem auch die Tatsache, dass du das Interview von zuhause aus bestreitest und dich damit in einer vertrauten Umgebung befindest.

Bei den Video-Interviews werden drei typische Formen unterschieden:

 Video-Interview (zeitlich synchron): Sie treffen sich auf einer gängigen VideokonferenzPlattform(Skype, Zoom,GoogleHangout etc.). Das Gespräch ähnelt demklassischen Bewerbungsgespräch am meisten, sowohl in Bezug auf den Ablauf selber als auch, was die Fragen angeht.

 Aufgezeichnetes Interview (zeitlich asynchron): Hierfür wird meist eine spezialisierte Software eingesetzt, auf welcher du dich zu einem beliebigen Zeitpunkt einwählst. Du erhältstdanneinigewenigeBewerbungsfrageneingeblendet,zuwelchendudeineAntworten aufzeichnest. Diese werden anschliessend der Unternehmung übermittelt. Für die Aufzeichnung deiner Antworten stehen dir meistens nur eine definierte Zahl Versuche sowie eine auf zwei bis drei Minuten begrenzte Zeit (pro Frage) zur Verfügung.

 Sales Pitch: In diesem Fall werden dir typischerweise 30 bis 60 Sekunden Zeit gegeben, um ein «Verkaufsvideo» über dich selber aufzuzeichnen. Hier überzeugst du als Person, indem du dichselber bewirbst, als wärst du ein Produkt.

Technische Voraussetzungen

GrundsätzlichgeltenbeiVideo-InterviewsdiegleichenRegelnwiebeieinempersönlichenGespräch. Allerdings kommen technische Anforderungen hinzu, welche eine gewisse Vorbereitung erforderlichmachen.

 Kamera und Mikrophon: Beide müssen von guter Qualität sein, um ein klares Bild und einen guten Ton zu erzielen. Teste die Einrichtung vor demGespräch aus.

 Beleuchtung: Idealerweise richtest du dich so ein, dass das Licht von vorne kommt, um SchattenimGesichtzu vermeiden. Falls deinRaum über einFenster verfügt, setzt dudich so hin, dass du möglichst viel Tageslicht im Gesicht hast. Ist dies nicht möglich, stellst du eine Lampe hinter die Kamera.

 Kameraposition: Die Kamera sollte auf Augenhöhe sein, um ein gutes Bild deines Gesichtszuzeigen.IdealerweiseistsieetwaeineArmlängevondirentfernt,damitdieProportionen stimmen und einTeildes Hintergrundes sichtbar ist.

 Hintergrund: Achte auf einen aufgeräumten und neutralen Hintergrund. Bilder an der Wand sind erlaubt, wenn sie nicht ablenken oder ein falsches Bild von dir vermitteln.

 Kleidung: Wähle dieselbe Art von Kleidung, die du auch für ein persönliches Gespräch tragenwürdest.AustechnischenGründenistvonstarkenMustern(Karo,Streifen,Pailletten etc.) abzuraten. Ideal sind möglichst unifarbene Kleidungsteile.

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Gesprächsführung

Auch hier gelten im Grundsatz dieselben Regeln wie bei einem persönlichen Gespräch: Sei freundlich, offen, authentisch. Allerdings kommen aus technischen Gründen zusätzliche Anforderungen hinzu.

 Sprache: Sprich deutlich und klar, damit du gut verstanden wirst. Mache zusätzliche Pausen, um deinem Gegenüber die Gelegenheit zu geben, Nachfragen zu stellen oder das Thema zuwechseln.

 Mimik und Gestik: Nutze deine Mimik, wie du dies in einem natürlichen Gespräch auch tun würdest. Obwohl das Bild in der Videokonferenz wohl etwas kleiner ausfällt, wird dies dennoch gesehen. Zudem kannst du deine Hände einsetzen, um Kernaussagen zu unterstreichen. Bei gutem Kameraabstand wird diese Gestik wahrgenommen.

 BlickindieKamera:SchauenichtindeinenBildschirm(obwohldiesfürdichsehrnatürlich wirkt), sondern direkt in die Kamera. Damit stellst du einen Blickkontakt zudeinem Gegenüber her. Du kannst dir neben deiner Kamera auch eine Markierung hinkleben, um dich selber daran zuerinnern.

 Notizzettel:BeieinemVideo-Gesprächkannniemandsehen,wasdunebendeinem Computerhingelegthast.Nutzedies,umbeispielsweisedeinenLebenslaufeinsehenzukönnen oder Notizen mit wichtigen Botschaften (über dieStelle und über dichselber) abzulegen.

 Notizenmachen:SelbstverständlichdarfstduauchbeieinemVideo-InterviewNotizenzum Gespräch zu machen. Idealerweise tust du dies von Hand, um unnötige Geräusche deiner Tastatur zu vermeiden.

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Lohnverhandlungen

Faktoren der Lohnbestimmung

DeinLohnwirddurcheineganzeReihevonFaktorenbestimmt,zudenennebstdemStudienabschluss (Fachrichtung,Stufe, Vertiefungsrichtung) auch das Alter oderdeine Erfahrung gehören. Dazu kommen die Anforderungen an die Funktion (etwa Führungsaufgaben) sowie Branchenunterschiede und regionale Lohngefälle oder Unternehmensgrösse. Eine gute Vorbereitung zeigt dir, was du realistischerweiseerwarten darfst.

Tippsfür die Lohnverhandlung

LohnverhandlungensindkeineStreitgespräche–esgehtdarum,einengemeinsamenNenner zu finden, der für beide Parteien stimmt. Dies bedeutet auch, dass sowohl du als auch der Arbeitgeber eine Bereitschaft für einen Kompromiss zeigen müssen.

Die Lohnfrage wirdmeistens vom Arbeitgeberaufgebracht.Antwortehiermöglichst konkret in derHöhedesvondirerwartetenJahresgehaltes.ImVorfeldkannstdudichbereitsinformieren, welcher Lohn realistisch ist – in Abhängigkeit der Branche, der Funktion und der Region (s. unten). Zeige ein gesundes Selbstbewusstsein, aber gleichzeitig auch Verhandlungsbereitschaft und Offenheit. Selbstverständlich hängt der Erfolg der Lohnverhandlung auch wesentlich vom Ton ab: Sei also freundlich, kommuniziere mit Ich-Botschaften («Ich erachte einen branchenüblichen Lohn als wichtig») und verliere deinen Humor nicht.

MeistensistdaszweiteAngebotdesArbeitgebersauchdasletzte.DerSpielraumfürVerhandlungen sollte also nicht zu stark ausgereizt werden.

Fringe Benefits –Attraktive Nebenleistungen

Zu den Nebenleistungen gehören Vergünstigungen und kostenlose Angebote, die mit der jeweiligen Stelle verbunden sind. Typische Beispiele umfassen vergünstigtes oder kostenloses EssenineinerKantineoderGetränkeineinemPausenraum,ZuschüssefürMobilität(GAoder Halbtax-Abos,ParkplätzeimBüro),SportprogrammefürMitarbeitende,Home-Office-Möglichkeiten, Firmenwagen oder –mobiltelefon, Zuschüsse und Infrastruktur für Kinderbetreuung, Unterstützung bei Weiterbildung (Zeitgutschriften und/oder finanzielle Zuwendungen).

Einstiegslöhne nach einem Studium

Die Lohnstudie der FH Schweiz 2023 (www.fhlohn.ch) zeigt, dass mit einem Bachelor in Betriebswirtschaft FH ein Einstiegsjahreslohn von ca. CHF 85'000.- (Wirtschaftsinformatik: ca. CHF 91'000.-) erwartet werden kann. Natürlich gibt es deutliche Unterschiede bei den Branchen. Für einen Master-Abschluss liegt der Medianbei etwa CHF 105'000.-. Auch hier zeigen sich deutliche Differenzen zwischen Branchen und Funktionen. Interessieren dich die Einstiegslöhne anderer Studiengänge, dann melde dich bei den Career Services FHNW.

Lohnstudien

FH Schweiz www.fhlohn.ch

Bundesamt für Statistik www.gate.bfs.admin.ch/salarium/public/index.html

Schweiz. Gewerkschaftsbund www.sgb.ch/service/lohnrechner

Nationaler Lohnrechner entsendung.admin.ch/Lohnrechner/home

Lohncheck lohncheck.ch/de

Temporärlöhne www.tempdata.ch

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Assessment Center und Testverfahren

Bei Rekrutierungen kommen immer wieder auch Tests zum Einsatz, die jeweils bestimmte Kompetenzen in den Vordergrund rücken. Sehr häufig werden diese heute online durchgeführt. Sie beinhalten Persönlichkeitstests, Leistungstests und numerische oder verbale Testverfahren. Wichtig ist hierbei immer, möglichst authentisch zu bleiben – letztlich hilft es dir auch nicht weiter, wenndu eine Stelle kriegst, dich in dieser aber nicht wohl fühlst!

Ein ausführlicheres Verfahren stellt das Assessment Center dar. In diesem wirst du alleine, zu zweit und in Gruppen eine ganze Reihe von verschiedenen Aufgaben meistern, bei denen dujeweilsbeobachtetwirst.SiefindenmeistensunterZeitdruckstatt,umdieBelastbarkeitund die Konzentrationsfähigkeit zu testen. Nachfolgend findest du einige typische Aufgaben aus Assessment Centern.

 Präsentation: Es geht darum, deine rhetorischen Fähigkeiten zu testen. Du hältst eine Präsentation zu einem vorgegebenen Thema. Für die Vorbereitung steht meistens eine sehr knapp bemesseneZeit zur Verfügung. Achte deshalb auf gutes Zeitmanagement. Bei der Präsentation hältst du stets Blickkontakt mit den Assessor*innen und trägst deine Gedanken mit einem Lächeln vor. Die Präsentation folgt unbedingt einer klar erkennbaren Struktur.

 Gruppendiskussion: In einer Gruppe aus mehreren Personen (oftmals auch «Konkurrent*innen» in der Bewerbung um dieselbe Stelle) wird ein kontroverses Thema diskutiert. Gelegentlich wird dir dabei gar eine bestimme Rolle zugewiesen, die du vertreten musst. ZeigedichineinersolchenDiskussionengagiert,abergleichzeitigüberlegtundruhig.Gehe auf andere Argumente ein und gestehe eigene Fehler ein. Zeig dich interessiert an einer harmonischen Stimmung in der Gruppe und arbeite mit sachlichen Argumenten anstelle von persönlichen Emotionen.

 Fallstudien: In Gruppen (selten in einer Einzelaufgabe) bearbeitest du ein komplexes ThemaausdemAlltagderUnternehmung.DuentwickelsthierbeieinebrauchbareLösung, wobeiauchhierderProzessstärkerimVordergrundstehtalsdaseigentlicheErgebnis.Hier ist vor allem eine systematische Herangehensweise zentral, die auf einem ganzheitlichen Ansatz aufbaut. Zeige dich engagiert, gehe auf Argumente von anderen ein und entwickle diese weiter. Hör aufmerksam zu und denke selber laut, damit andere mit dir zusammen die Lösung weiterentwickeln können.

 Rollenspiele: Du erhältst eine bestimmte Rolle zugewiesen, auf die du dich während weniger Minuten vorbereiten kannst. Oftmals bist du als Vertreter*in der Unternehmung im Gespräch mit unangenehmen Kund*innen, die sich bei dir beschweren wollen. Alternativ bist du vorgesetzte Person und musst mit einem*r Mitarbeiter*in ein Konfliktgespräch führen. Hier gilt es, überzeugend und bestimmt zu argumentieren, dabei aber gleichzeitig die Ruhe zu bewahren.

GrundsätzlichgiltfürAssessment Center,dassdumöglichstauthentischbleibensollst.Natürlich kannst du eine Rolle zu spielen versuchen. Aber nach wenigen Minuten und etwas Druck wird die Maske sowieso fallen – egal, wie geübt du bist! Zudem musst du dir bewusst sein, dass du in einem Assessment Center immer beobachtet werden kannst, also auch vor und nach der eigentlichen Übung oder in den Pausen. Daher solltest du versuchen, stets freundlich, zuvorkommend, engagiertundaktivzusein.EineguteVorbereitungschliesst auchgenügend Schlaf und dieWahl passender Kleidung (bequem, aber trotzdem professionell) mit ein.

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Persönliche Notizen

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