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Das Magazin von FAHRRADIES & FAHRRADIESCHEN Ausgabe // 2016

25

Jahre Fahrradies

Mit Fahrrad, Frack und Fliege?

Einem „Stilbruch“ auf der Spur

Die definitiv letzte Radtour Mit dem Lastenrad zur letzten Ruhestätte

Von Windhoek nach Kapstadt

Mit Fahrrad und Kind durch Afrikas Süden

Wir empfehlen

Neues und Bewährtes

Motorkraft, die Freude schafft! Erfahrungsbericht E-Mountainbike

Eleganz trifft Technologie Aktuelle Trends bei Fahrradhelmen

Paris und London werden fahrradfreundlich Zukunftsweisende Verkehrspolitik in Europa


Liebe Radfahrer, liebe Freunde vom Fahrradies! Geschäftsführer Thomas Barth

Impressum Konzept & Chefredaktion: Thomas Barth, FAHRRADIES GmbH Halle Redaktion: Ulrike Siekmann & Michael Schulz – Balance GmbH Bochum, Raimund Gerwing – Drahtesel Münster Lektorat: Anne Usadel Gestaltung: Christoph Bublak, ö_konzept Zwickau Druck: Möller Druck Ahrensfelde Fotos: ABUS, Anna Hill, David Nixon (London), Brooks, Bergamont, BikeTec AG (FLYER), Cortina, Cube, Ronny Kiaulehn, Croozer GmbH, Derby Cycle, Kalkhoff, Egide, AT-Zweirad GmbH, Woom, Olaf Ziegler, Regonova GmbH, Nicolai, Falk Weiss, Dr. Stefan Simons (Paris), ENRA, Franz Reischl, Gudereit GmbH, Haibike, Heribert Rasch, Herkules, Koga, Koninklijke Gazelle N.V., Marco Stepniak (Namibiareise), Marin, Schwalbe | Ralf Bohle GmbH, Simplon, Sille Kongstad und Peter Nejsum, Sport Import, Thule, Ortlieb, picture alliance/dpa, Fotograf Julia Wäschenbach, Puky GmbH & Co. KG, Riese & Müller, Matthias Kutt, www.carroux.com, Kay Tkatzik, RTI Sports GmbH, Specialized, Sport Import GmbH, Trelock GmbH, tubus carrier systems GmbH, Tout Terrain, Gunnar Fehlau und Pressedienst Fahrrad, Uebler GmbH, UNIT/BUSINESSBIKE REGONOVA GmbH, VAUDE Sport GmbH & Co. KG, Fotolia

Zack! Auf einmal sind es 25 Jahre! Gern schaue ich auf das vergangene Jahrhundertviertel zurück. Ursprünglich war das Fahrradies als Initiative engagierter junger Menschen entstanden. Sie einte die Idee, hinsichtlich der (vor allem verkehrstechnischen) Lebensqualität in Halle etwas besser zu machen, als es der gewöhnliche Standard war. Vieles hat sich bewegt, einiges bedarf weiterer hartnäckiger Arbeit. Das Fahrradies aber hat sich als kompetente, beliebte und feste Größe in der vielfältigen Landschaft der Fahrradgeschäfte, auch weit über die Stadtgrenzen hinaus, etabliert. Für uns ist es deshalb Zeit, Danke zu sagen: allen Mitstreitern, Wegbegleitern, treuen Kunden und natürlich unseren partnerschaftlich verbundenen Lieferanten. Wir erinnern uns gern an die vielen großartigen Fahrradreisen. An die, bei denen wir unseren Kunden mit unseren Erfahrungen ratschlagend zur Seite stehen konnten, und natürlich auch an die eigenen. Es ist toll, in einer Branche zu arbeiten, die die Menschen in vielerlei Hinsicht im wahrsten Wortsinne bewegt und einmalige Erlebnisse ermöglicht. Mit großem Engagement, Kreativität und Freude werden wir auch zukünftig die Fahrradwelt unserer Heimatstadt mitgestalten, Zuverlässigkeit im Service und erstklassige Produkte bieten. Wir werden weiterhin Trends in Sachen Langlebigkeit und Qualität setzen. Ich bin der Überzeugung, dass die Arbeit vom Fahrradies für Halle wichtig ist. Das FahrradiesTeam freut sich deshalb gemeinsam mit Euch auf weitere erfolgreiche Jahre.

Großer Dank für das Titelfoto und das Foto im Beitrag von Max Raabe gilt Marcus Höhn, dem Musiker selbst und natürlich seinem vorzüglichen Palast Orchester!

Danke und herzlich willkommen

Auflagenhöhe: 105.000 Stück Internet: www.magazin-radgeber.de Kontakt: info@magazin-radgeber.de

Thomas Barth

Copyright: Wir achten sehr auf die Copyright-Bestimmungen. Falls wir dennoch ein uns unbekanntes Copyright verletzt haben, bitten wir um eine Mitteilung. Irrtümer, Preis- und Modelländerungen sind vorbehalten. Stand Februar 2016


INHALT 33 Die sind so richtig fett!

02 Motorkraft, die Freude schafft!

14 Umweltfreundlich und fair gewinnt

06 Eleganz trifft Technologie

16 Die größten Fahr34 Paris und London werradtaschen der Welt den fahrradfreundlich

08 Mit ABUS sorgenfrei unterwegs

17 Neues aus unserem Fahrradfachgeschäft 36 Dienstwagenprivileg auch für Fahrräder Produkte, die wir gern

Erfahrungsbericht E-Mountainbike

Sicherheit mit Stil

Neues vom deutschen Experten für mobile Sicherheit

10 Drei Marken, zwei kluge Köpfe, ein Anspruch Tubus, Racktime & Wingee

12 Mit Fahrrad, Frack und Fliege? Einem „Stilbruch“ auf der Spur

VAUDE ist Deutschlands nachhaltigste Marke 2015

Der neue Coup von Ortlieb

weiter geben

26 Klaviertransport per Rad

Ein Bochumer Unternehmer macht das scheinbar Unmögliche

Fatbikes und Gravelbikes – neue Fahrradtrends

Zukunftsweisende Verkehrspolitik in Europa

Fahrradförderung in Deutschland

38 Rad weg? Alarm!

Systeme zum Aufspüren und Sichern von Fahrrädern

27 Die definitiv letzte Radtour Mit dem Lastenrad zur letzten Ruhestätte

28 Von Windhoek nach Kapstadt

Mit Fahrrad und Kind durch Afrikas Süden

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+ | radgeber 2016 | Erfahrungsbericht E-Mountainbike |

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MOTORKRAFT,

DIE FREUDE SCHAFFT! Tief im Sauerland, mitten im Wald, stehe ich mit meinem Mountainbike: Leichter Nebel, zwölf Grad am Morgen, beste Bedingungen – ich fühle mich fit und ausgeruht. Alles wie sonst immer am Wochenende, nur irgendetwas ist anders … Mein neues Mountainbike hat einen Motor! Der stammt von BOSCH und ist samt Akku erstaunlich harmonisch im Bike integriert.

Bisher hatte ich die Erfahrung, dass mountainbiken prinzipiell mit schweißtreibender Anstrengung und Quälerei verbunden ist. Freunde empfahlen mir, es

doch mal mit Motorunterstützung zu probieren.

Nun, ich habe mich darauf eingelassen. Es ist soweit. Ich bin gespannt, wie wir

(das MTB und ich) uns auf meiner Hausrunde fühlen werden. Es kann losgehen! Unbewusst versuche ich zunächst Batteriekapazität zu sparen, schalte selten

und wenn, dann nur mit kleiner Unterstützung den Motor zu ... Dann wage ich es: Da, wo ich bisher immer auf die sanftere Steigung ausgewichen bin, wähle

ich jetzt den deutlich anspruchsvolleren, steileren Weg. Ich schalte in den Powermodus und: Es fühlt sich gut an! Hier steige ich sonst immer ab, nun fahre

ich zügig den steilen Hang hinauf. Mit dem neuen Bike lassen sich so völlig neue

Wege und Trails erschließen. Meine Begeisterung lässt mich Zeit und Raum ver-

gessen. Die verloren gegangene Orientierung kompensiert mein GPS-Gerät.

Mit großer Verwunderung stelle ich nach gut zwei Stunden fest, wie viele Kilo-

meter ich up- und downhill unterwegs war, von Erschöpfung keine Spur. Auch

mein Akku (500 Wattstunden) sagt mir, dass ich noch nicht mal die Hälfte des

Sprits verbraucht habe. Also fahre ich noch ein paar Schleifen, um mir neue

Gebiete zu erschließen. Immer wieder staune ich, wie ich, wie von Geisterhand

geschoben, die schwersten Passagen überwinde. Der Motor surrt leise und ich gerate in eine Art Rausch, wie damals als Kind, beim ersten Mal Fahrradfahren.

Nach fünf Stunden und fast 75 Kilometern auf autobreiten Waldwegen, schmalen Trails und Pfaden bin ich zurück am Ausgangsort und mir ist klar:

> Wenn es nicht dämmern würde, hätte ich noch genügend Power und Lust, um weiterzufahren.

> Es macht tatsächlich einen riesen Spaß mit Elektrounterstützung zu fahren! > Ich werde schnellstmöglich wieder das E-Mountainbike nutzen, am besten gleich nächstes Wochenende, zur Abwechslung quer durch das „Bergische Land“ bei Wuppertal. Das sollte in sechs Stunden zu schaffen sein! Michael S./Bochum 3


E-Mountainbikes Elektroräder aller Gattungen haben in den letzten Jahren eine enorme Entwicklung erlebt. Mittlerweile werden fast sämtliche Fahrradtypen mit Elektromotor angeboten. E-Mountainbikes polarisieren derzeit am stärksten den anhaltend wachsenden E-Bike*-Boom. Deren Erfolgsgeschichte kennt zwei Geburtsstunden. Zum einen hat die Firma BikeTec AG mit ihren „FLYER“-Modellen seit der Jahrtausendwende das E-Bike als solches überhaupt erst salonfähig gemacht. Sie haben mit ihren Entwicklungen für eine breite Akzeptanz der Idee „E-Motor am Fahrrad“ bei Alltags- und Tourenradlern gesorgt. Zum anderen wurde diese Idee vor einigen Jahren ins Gelände überführt. Die innovative Anordnung des Motors in der Fahrradmitte fiel auf, hatte praktische Vorteile und setzte sich als Standard durch. Fahrdynamisch und mit Blick auf die Sicherheit wurde damit eine Trendwende eingeläutet. Anfangs schauten die Mountainbiker verächtlich auf diese Dinger mit Motor. Inzwischen haben selbst eingefleischte Biker innerhalb kürzester Zeit ihrer skeptischen Haltung abgeschworen. Viele wandelten sich zu begeisterten E-Mountainbikern. Das breite Publikum nimmt E-MTBs derartig gut an, dass weitere Hersteller auf den Trend aufsatteln und mit eigenen Entwicklungen nachziehen. Die Fangemeinde darf gespannt sein, ist doch das Innovationspotenzial noch lange nicht ausgereizt. E-MTBs ermöglichen auch mäßig trainierten Fahrern anspruchsvolle Touren. Wie jedes Pedelec fährt auch ein E-Mountainbike nicht von allein, schon gar nicht bergauf. Der elektrifizierte Bergradler muss sich die Abfahrt genauso verdienen wie ein Biker ohne Unterstützung, auch wenn er weiter und höher kommt, als es mit reiner Muskelkraft möglich wäre. Vergangenheit jedoch ist der Gipfelsturm mit hochrotem Kopf, denn Überlastungserscheinungen lassen sich auf dem E-MTB leichter vermeiden. Eine klare Stärke des E-Mountainbikes liegt darin, Leistungsunterschiede zwischen Partnern oder innerhalb von Gruppen auszugleichen. Sicher, der Stärkere kann warten, aber wenn der Schwächere gut mithält, macht es beiden mehr Spaß. In vielerlei Hinsicht erweitert das Geländerad mit Motor somit den Aktionsradius. Ausgewiesene Bewegungsmuffel dagegen werden schnell feststellen, dass auch Mountainbiken mit Motor anstrengend ist. Wer einmal damit gefahren ist, vergisst nicht den Moment des Lächelns ... über die beim Biken ausgeschütteten Glückshormone muss man einem echten Bergradler nichts mehr erzählen …

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* Umgangssprachlich hat sich die Bezeichnung E-Bike für Fahrräder mit unterstützendem Elektromotor eingebürgert. Genau genommen ist das nicht korrekt. Der Gesetzgeber sieht für die so benannten Elektro-Fahrräder die Bezeichnung „Pedelec“ vor. Pedelecs sind Fahrräder, welche mit Motorkraft beim Pedalieren bis zu 25 km/h unterstützt werden. Ein E-Bike ist laut Gesetzgeber ein Elektromofa, bei dem der Elektroantrieb unabhängig vom Pedalieren des Fahrers arbeitet (Gashebel). Es besteht Kennzeichen-, Führerschein-, Rückspiegel- und Helmpflicht. Um ein zulassungspflichtiges S-Pedelec handelt es sich, wenn die Motorunterstützung bis zu 45 km/h beschleunigt.

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IH C H I BE FA

MY BIKE?

KALKHOFF AGATTU! AGATTU PREMIUM IMPULSE 8 / 8R HS: Das Rad dreht sich auch bei den Allround-E-Bikes weiter, getrieben von dem Anspruch, DAS Komfort-E-Bike zu entwickeln. Das Eleganz ausstrahlt, über genügend Leistung verfügt, einfach zu bedienen ist und gleichzeitig zu einem entspannten Fahrerlebnis führt. Das Ergebnis heißt: Kalkhoff Agattu. www.kalkhoff.de

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+ | radgeber 2016 | Eleganz trifft Technologie |

Eleganz trifft Technologie

SICHERHEIT MIT STIL EGIDE: FAHRRADHELME ALS MODISCHES HIGHLIGHT Die Pariser Designer Etienne-Marie de Boissieu und Benoît Denis kom-

binieren bei den Helmen der Marke EGIDE edle Retro-Ästhetik mit Hightech-Materialien zu zeitlos schönen und schützenden Begleitern. L’égide ist die französische Bezeichnung von Aigis, dem Schutzschild des Zeus. Homer beschrieb diesen als „wertvoll, unveränder-

lich und unsterblich“. Ganz in diesem Sinne schützen und schmücken

EGIDE-Helme ihren Träger bei jeder Fahrt. Das Modell EGIDE Atlas

ziert ein edler Echtleder-Überzug. Als Farben stehen Schwarz, Mokka und Camel zur Auswahl. Alternativ wird das leichtere Modell Apollo

aus Karbon mit Klarlack-Überzug in Karbon-, Kevlar- oder LeinenOptik angeboten.

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HELME DER J.B. CLASSIC-SERIE EINE GELUNGENE KOOPERATION VON CARRERA UND BROOKS Inspiriert von den Lederringen der früheren Fahrradsturzkappen entwickelte CARRERA diese Helmserie und lässt sie beim britischen Traditionshersteller fertigen. Das Know-how beider

Partner potenziert sich zu einem zeitlos schönen, bis ins Detail durchdachten und aufwendig gefertigten Kopfschutz.

Der integrierte Flex-Rahmen bietet einmaligen Komfort, hohe

Sicherheit und hervorragende Passform. Durch den raffinierten Einsatz von Textil- und Lederdetails wird dieser Helm zu einem

echten Hingucker. Er lässt sich nach Gebrauch platzsparend zusammenschieben und kann durch einen Lederriemen fixiert werden. Alle Helme sind EN 1078- und CPSC-zertifiziert.

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+ | radgeber 2016 | ABUS Fahrradsicherheit |

Mit ABUS sorgenfrei unterwegs

Neues vom deutschen Experten für mobile Sicherheit TOP QUALITÄT

Bestnoten für Design

ABUS drei Mal mit dem Red Dot Award ausgezeichnet Einer der renommiertesten Produktdesignpreise der Welt mit über 4.900 Produkten sowie rund 2.000 Teilnehmern aus 56 Ländern – und ABUS zählt zu den besten seines Fachs: Gleich drei Mal haben sich ABUS-Produkte für mobile Sicherheit in der vergangenen Saison gegen die starke Konkurrenz beim Red Dot Award: Product Design 2015 durchgesetzt. Zu den Preisträgern zählen das Fahrradschloss Steel-O-Flex Phantom 8960, der Fahrradhelm Hyban sowie der Rucksack Urbanite ST 7600. „Wir freuen uns, in einem der größten Produktdesignwettbewerbe der Welt unser Know-how unter Beweis zu stellen“, freut sich Torsten Mendel, Marketing- und PR-Manager Mobile Sicherheit Deutschland. „Und das in jedem unserer drei Fahrradsegmente Schlösser, Helme und Taschen. Das ist eine fantastische Teamleistung unseres Produktmanagements.“ 8

ABUS BORDO CENTIUM

Faltschloss für stilbewusste Radler

Für Freunde feiner Retro-Flitzer gibt es jetzt das BORDO CENTIUM, ein Faltschloss aus Edelstahl mit stilvoller Halterung im RetroLook. Bislang waren Faltschlösser ausschließlich funktional und clever konstruiert. Am Rad befestigt, machten sie einen aufgeräumten Eindruck. Die Praxistauglichkeit stand lange Jahre im Vordergrund. Radfahren wird jedoch mehr und mehr zum Ausdruck des persönlichen Stils. ABUS greift mit dem Faltschloss BORDO CENTIUM diesen Trend auf und macht das Faltschloss selbst zum Hingucker: klassisches Schwarz in Kombination mit blankem Edelstahl. Damit können Radler auf eine moderne, praktische und extrem sichere Lösung zurückgreifen, um ihr Rad vor Diebstahl zu schützen – ohne Stilbruch.

Größen: Material:

Farbe(n): Gewicht:

Schloss

Halterung

90 cm Länge Gelenkstäbe aus speziell gehärtetem Stahl, Schließmechanismus in Edelstahlgehäuse Schwarz/Edelstahl 1.250 g

139,95 19,95 €


Für mehr Sicherheit beim Radfahren:

Bettina Wulff ist Botschafterin des Stadthelm-Projektes Die ehemalige „First Lady“ Bettina Wulff unterstützt seit 2015 das erfolgreiche Charityund Präventionsprojekt Stadthelm. „Es ist für mich eine Herzensangelegenheit, das freiwillige Tragen von Fahrradhelmen zu unterstützen“ – mit diesen Worten stellte sich Bettina Wulff als neue Botschafterin und Kampagnengesicht des Stadthelm-Projektes vor. Der Stadthelm wurde 2010 vom Bundesverband Kinderneurologie-Hilfe e.V. gemeinsam mit dem Sicherheitsspezialisten ABUS und der Kommunikationsagentur pars pro toto GmbH entwickelt. Denn das Tragen eines Fahrradhelmes reduziert das Risiko von Kopfverletzungen, der Haupttodesursache bei Fahrradunfällen von Kindern und Jugendlichen, um fast 70 Prozent. Die ehemalige „First Lady“, selbst Mutter von zwei Kindern: „Ich fahre begeistert Fahrrad, selbstverständlich mit Helm. Ich bin von dem Schutz überzeugt und möchte nicht nur meinen Kindern Vorbild sein.“ Die Stadthelme gibt es ab 64,95 Euro, in verschiedenen Designs und Größen und sie sind mit dem Schriftzug der jeweiligen Stadt versehen. Unter www.stadthelm.de/haendlersuche kann mit Angabe der Postleitzahl der richtige Fachhändler gefunden werden. Mit jedem verkauften Stadthelm unterstützt Hersteller ABUS die Arbeit des Bundesverbandes Kinderneurologie-Hilfe e.V. mit fünf Euro. Bisher wurden bereits über 70.000 Stadthelme in 91 teilnehmenden deutschen Städten und Regionen verkauft. Auch international ist der Stadthelm auf dem Vormarsch: So gibt es ihn beispielsweise bereits in Frankreich, Österreich und Dänemark. Weitere Informationen unter: www.stadthelm.de

ab

64,95

Wirtschaftsverlag Deutsche Standards

ABUS als „Deutscher Weltmarktführer“ aufgenommen Nachdem ABUS bereits 2012 von Dr. Florian Langenscheidt als „Marke des Jahrhunderts“ in der Sonderausgabe „Leuchttürme auf dem Markenmeer“ aufgenommen und 2014 im „Lexikon der deutschen Familienunternehmen“ berücksichtigt wurde, kann sich das Unternehmen über die erneute Auszeichnung und Platzierung in der 2015er Neuauflage des „Lexikon der deutschen Weltmarktführer“ freuen. „Deutsche Unternehmen nehmen im globalen Wettbewerb eine herausragende Position ein und zählen in vielen Branchen zu den Weltmarktführern“, fasst Managementexperte Prof. Dr. Bernd Venohr zusammen. Mit dem „Lexikon der deutschen Weltmarktführer“ ehrt der Wirtschaftsverlag vorwiegend familiengeführte und mittelständisch geprägte Unternehmen, die sich mit ihren Produkten eine herausragende Marktstellung auf den Weltmärkten erarbeitet haben. Das Auswahlkriterium für die Aufnahme der Firmen ist eine Position unter den Top-DreiUnternehmen in einer bestimmten Branche weltweit. ABUS beweist im Bereich der Sicherheitstechnik seit fast einem Jahrhundert Qualitäts- und Technologieführerschaft – und erfüllt damit die Kriterien für eine Spitzenposition im neuesten Werk, das durch den Beirat aus Vertretern von Industrieverbänden zusammengestellt wird.

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+ | radgeber 2016 | Tubus, Racktime, Wingee |

B radgeber

Alle Produkte von Tubus, Racktime oder Wingee sind Ergebnis eines intensiven Entwicklungsprozesses

Drei Marken, zwei kluge Köpfe, ein Anspruch

TIPP

Tubus, Racktime & Wingee Tubus und Racktime, das sind renommierte Markennamen in der Fahrradwelt. Hinter ihnen steht als „Kopf“ der kreative und innovative Peter Ronge. Ronge startete in den 1980er-Jahren als Fahrradrahmenkonstrukteur, baute Reise- und Liegeräder. Für eben jene fehlte es aber an intelligenten Lösungen zum Gepäcktransport und so konstruierte der Fahrradliebhaber diese kurzerhand selbst. Der Anspruch an Stabilität und Funktionalität ließ ihn hochfeste und dünnwandige Chrom-Molybdän-Stahlrohre verarbeiten.

Peter Ronge, von Beruf Querdenker

Racktime-Fahrradtasche

Ein Gepäckträger, für Stromer entwickelt

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Das gewonnene Know-how nutzte er in Folge für Transportlösungen an Touren- und Reisefahrrädern: Die Marke Tubus war geboren. Gepäckträger wie der Cargo oder Tara gelten nicht nur bei Extremradlern als legendär. Heute ist die Firma Tubus gefragter Spezialist, wenn es um die Entwicklung kundenspezifischer Trägersysteme, auch für E-Bikes und Spezialräder, geht. Der Erfinder Ronge ging aber noch einen Schritt weiter, um sein konstruktives Talent einem breiteren Publikum zur Verfügung zu stellen. Unter dem Markennamen Racktime werden Gepäckträgerlösungen aus preiswerterem Aluminium entwickelt und produziert. Mit diesen hat er den Sprung vom Nischenproduzenten zum Marktführer geschafft. Kooperationen mit ABUS und KLICKFIX erweiterten den Fokus. Inzwischen steht Racktime für eine ganze Produktlinie: Gepäckträger, Fahrradtaschen, Montagesysteme für Körbe, Getränkekisten oder Anhänger. Aber auch das ist für den Unruhegeist Ronge noch lange kein Grund, nur bekanntes Terrain zu beackern. Logische Konsequenz seines hohen Anspruches an Innovativität, Originalität, Funktionalität, Qualität, konstruktive und ästhetische Gestaltung ist das jüngste Engagement: Die Tubus Carrier Systems GmbH hat 2015 die Schutzbleche der Marke Wingee an Bord geholt. Bernd Herkelmann, der kreative Kopf hinter dem WingeeProgramm, wird künftig als Produktentwickler für Tubus-Racktime tätig sein und auch die WingeeWeiterentwicklungen begleiten. Ronge und Henkelmann in einem Team: Die Fahrradwelt darf gespannt sein! Weniger ist mehr: Ein Wingee als Kombination aus Schutzblech und Seitengepäckträger.

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STATE OF E-ART KALKHOFF INTEGRALE: Hier ist mehr für Sie drin. Das clevere Display nutzt Smartphones für die Navigation. Der Vorbau verbirgt geschickt Bremsleitungen und Display-Kabel. Der Rahmen ist ein Paradebeispiel für perfekte Integration bis ins letzte Detail. Entdecken Sie mehr als nur ein E-Bike. Entdecken Sie Kalkhoff Integrale. www.kalkhoff.de

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Mit Fahrrad, Frack und Fliege? Einem „Stilbruch“ auf der Spur

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Eine ansteckend-swingende Melodie erobert mit gewinnendem Charme den Saal. Das Orchester? Brillant! Der Rhythmus? Nimmt das Publikum mit! Ein leichtes Wippen der Knie erfasst beinahe synchron die Reihen. Doch wo bleibt der Meister? Das Stück neigt sich dem Ende, die Akkorde sind fast am Verklingen ... Da, er taucht auf, tritt aus dem Schatten eines der Instrumente. Das Publikum scheint gespannt das Atmen zu vergessen. Ein kurzes, räusperndes Zögern am Mikrofon – und seine leicht näselnde Stimme erklingt. Beginn eines weiteren Konzertes auf der seit 2014 laufenden Tournee: „Eine Nacht in Berlin“. Mit diesem, ihrem jüngsten und aktuellen Programm besuchen Max Raabe und das Palast Orchester viele Konzertsäle weltweit. Der populäre Sänger fasziniert mit der ihm eigenen, markanten Baritonstimme und mit der Eleganz eines auf ein Minimum an Bewegungen reduzierten Auftrittes. Es ist genau diese auf Perfektion angelegte Sparsamkeit, die seine Zuhörer fesselt und die Fans immer wieder begeistert: Von hoher musikalischer Qualität, in einer exzellenten Präzision und mit augenzwinkernder Originalität. Da ist es nur scheinbar ein Stilbruch, wenn Max Raabe auf dem dazugehörigen Tourplakat mit Frack und Fliege auf dem Fahrrad daherkommt. Er kann und darf das, ist dies doch auch Ausdruck seiner lässig-selbstverständlichen Eleganz und charmanten Eloquenz, um die ihn seine Fans so gerne beneiden. Bei ihm ist der in die Mode gekommene Begriff „Retro“ einfach mehr! Es ist die leichtfüßige Kultivierung eines Anspruches an herausragendes Können bei gleichzeitiger Lebensfreude. Dabei ist das Fahrrad bei Raabe mehr als eine Reminiszens an die scheinbar einfachen Dinge des Lebens. Ein auf das Puristische, Ursprüngliche, Solide und Ehrliche gelegter Fokus findet in der Fahrradwelt seine Entsprechung in den in Hochkonjunktur stehenden Fixies, Singlespeed-, Renn- oder Hollandrädern. Häufig sind dies Kleinserienprodukte oder Unikate, in aufwändiger, qualitativ hochwertiger Handarbeit gefertigt, zurückhaltend, fast edel. Dieser Trend ist als alternative Haltung zu den Hightech-Produkten bei Fully, E-Bike & Co. zu verstehen. Der Erfolg vom Palast Orchester und seinem Bandleader und der Boom bei den zurückhaltend-hochwertigen Produkten als Äußerung derselben Vorlieben? Vieles spricht dafür. Wenn der Raabe-Fan dann noch Fahrradkenner ist, um so besser …

PS: Der Musiker selbst versteht sich nicht als ausgesprochener Fahrradfreak. Er nutzt, wenn möglich, ein Tourenfahrrad als ergänzendes Verkehrsmittel. Die Orte seiner Auftritte erkundet Max Raabe mit eben jenem. Das ist für ihn eine willkommene Ablenkung und dient der Kompensation des Touralltages.

Eine Nacht in Berlin

Tour 2016 6. März ....................... Paderborn 15. März ...................... Bremerhaven 16. März ...................... Wilhelmshaven 17. März ...................... Lingen/Ems 18. März ...................... Siegen 19. bis 20. März ........ Wuppertal 12. bis 17. April .......... Berlin 26. April ...................... Celle 27. April ...................... Wolfsburg 28. April ...................... Hildesheim 29. April ...................... Frankfurt/Main 30. April ...................... Dortmund 1. Mai ........................... Kassel 19. Mai ........................ Hitzacker 20. Mai ....................... Hannover 6. September ........... Kopenhagen 7./8. September ...... Helsinki 9. September ........... Malmö 10. September .......... Stockholm 11. September ........... Göteborg 12. September .......... Oslo 13. September .......... Tallinn 14. September .......... Riga 15. September .......... Vilnius 21. September .......... Halle/Saale

Max Raabe Eine Nacht in Berlin Audio CD We Love Music (Universal Music) ASIN: B00NLQVHB6 13


Umweltfreundlich und fair gewinnt

VAUDE ist Deutschlands nachhaltigste Marke 2015

Radbegeisterte Mitarbeiter am VAUDE-Firmensitz

Beim renommierten Deutschen Nachhaltigkeitspreis wird VAUDE als „Deutschlands nachhaltigste Marke“ ausgezeichnet. Dieser Preis, der zu den bedeutendsten dieser Art in Europa zählt, wird von der Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis e. V. in Zusammenarbeit mit der Bundesregierung und unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Angela Merkel vergeben. Die nachhaltige Unternehmensphilosophie, die VAUDE seit Jahren beständig in allen Unternehmensbereichen verfolgt und mit viel Herzblut lebt, wurde damit auf höchster Ebene ausgezeichnet.

VAUDE – DAS FAMILIENUNTERNEHMEN steht für Berg- und Bikesportkompetenz, Innovation und den verantwortungsvollen Umgang mit Mensch und Natur. Für die Geschäftsführerin Antje von Dewitz spielt sozial und ökologisch verantwortliches Wirtschaften eine große Rolle: „Das ist unser Antrieb und gleichzeitig Herzenssache. Mit ganzheitlichen Konzepten und nachhaltig innovativen Produkten gehen wir unseren ‚grünen‘ Weg konsequent weiter.“ Deshalb wird die Nachhaltig14

keitsstrategie auf allen Ebenen und in den drei Geschäftsbereichen Mountain Sports, Bike Sports und Packs n‘ Bags umgesetzt. Antje von Dewitz übernahm die Geschäftsführung 2009 von ihrem Vater Albrecht von Dewitz, der das Unternehmen 1974 gegründet hat.

Inzwischen sind am klimaneutralen Firmensitz in Tettnang in nächster Nähe zum Bodensee und zu den Alpen mehr als 500 Mitarbeiter beschäftigt.


+ | radgeber 2016 | Unternehmensporträt VAUDE | Dort hat VAUDE eine eigene Produktion, in der unter anderem die wasserdichten, hochfrequenzverschweißten Radtaschen der AquaSerie hergestellt werden, die höchsten Qualitätsstandards entsprechen – Made in Germany. Als erstes Outdoor-Unternehmen wurde VAUDE nach EMAS ökozertifiziert und arbeitet seit 2001 mit dem strengen Umweltstandard bluesign® zusammen, der die gesamte textile Wertschöpfungskette kontrolliert. 2010 hat VAUDE mit Green Shape ein eigenes, strenges Bewertungssystem für ökologische Produkte eingeführt. Mittlerweile tragen über 80 Prozent der VAUDE-Bekleidungskollektion das Green Shape Label, das umweltfreundlich und fair hergestellte Produkte garantiert. Für faire Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie weltweit setzt sich VAUDE als Mitglied der Fair Wear Foundation (FWF) ein. 96 Prozent der gesamten Produktion stellt VAUDE in Betrieben her, die nach den Vorgaben der FWF kontrolliert wurden. Für sein hohes Engagement erhielt das Unternehmen den Leader-Status der FWF.

Antje von Dewitz, VAUDE-Geschäftsführerin und leidenschaftliche Bikerin, fährt täglich mit dem Rad zur Arbeit.

(RE)CYCLING HOSE Eine Radhose aus Fischernetzen und Kaffeesatz? Das ist unsere Antwort in Sachen umweltfreundlicher und innovativer Materialauswahl für die sechs neuen Modelle unserer Advanced-Serie im sportiven Race-Cut. Das Hauptmaterial der Fahrradhosen wird aus recyceltem Polyamid hergestellt. In einem Upcycling-Prozess wird es aus textilen Materialien, wie gebrauchten Fischernetzen, aufbereitet. Neben der Abfallverwertung hat das den positiven Effekt, dass wertvolles Rohöl und Energie gespart und der CO2 Ausstoß reduziert werden. Aus „Coffee to Go“ wird „Coffee to Bike“: Das komfortable Advanced Cycling Eco-Sitzpolster der neuen Radhosen hat es in Sachen Umweltfreundlichkeit im wahrsten Sinne des Wortes „in sich“. Der Oberstoff des Polsters enthält recyceltes S.Cafe®-Polyester, die körpernahe Schaumstoffschicht enthält S.Cafe®-Öl. Beide Funktionsmaterialien werden aus recyceltem Kaffeesatz hergestellt – volle Leistungsfähigkeit inklusive. Das umweltfreundliche Hosen-Gesamtpaket für Damen und Herren kommt im ergonomischen Sechs-Bahnen-Schnitt mit flacher Bund- und Nahtverarbeitung für höchsten Tragekomfort.

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DIE GRÖSSTEN FAHRRADTASCHEN DER WELT Das schwarze Shirt oder das blaue? Zwei Paar Schuhe oder drei? Du kannst Dich nicht entscheiden? Musst Du auch nicht. Diese Packtaschen haben genug Platz für alles, was Dir wichtig ist.

Der Back-Roller Pro Plus ist die XXL-Version der beliebten Tourentasche Back-Roller Plus und bietet mit 70 Litern pro Paar fast doppelt so viel

Stauraum. Er ist außerdem der erste ORTLIEB Back-Roller mit zusätz-

licher Fronttasche. Diese ist zwar nicht wasserdicht, aber mit weiteren

vier Litern Fassungsvermögen pro Tasche ungemein praktisch, z. B. für

Wasserflaschen, Sonnenmilch oder nasse Sachen. Das strapazierfä-

hige CORDURA-Gewebe überzeugt mit edler Stoff-Optik und ist dabei komplett PVC-frei. Der bewährte Rollverschluss schützt den Inhalt der

Innentasche vor Schmutz und Nässe. Dank des ausgeklügelten Quick-

Lock2.1 Systems mit selbstschließenden Haken lassen sich die Taschen

mit nur einem Handgriff an praktisch allen Gepäckträgern einhängen. Für alle Traditionalisten unter den Fahrradreisenden gibt es den BackRoller Pro als Classic-Version auch aus dem bewährten, abriebfesten

und wasserdichten Planenmaterial aus Polyester.

Wer bisher mangels Stauraum vor einer Weltumrundung auf zwei Rädern, einem Fahrradurlaub in Europa oder einer Mehrtagestour

mit der Familie zurückgeschreckt ist, hat jetzt definitiv keine Ausrede mehr! In diesem Sinne: Pack das Abenteuer an!

Back-Roller Pro als Classic- und Plus-Version

NEU Größen:

Material: Farbe(n):

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35 l je Tasche (45 x 36/24 x 26 cm – H x B x T) „Classic“ – Polyester, PVC-beschichtet

„Plus“ – CORDURA, PU-beschichtet

„Classic“ – Asphalt/Schwarz oder Rot/Schwarz „Plus“ – Granit/Schwarz oder Signalrot/Chili

Gewicht:

„Classic“ – 2.368 g (Paar)

Preis:

„Classic“ – 179,95 Euro (Paar)

„Plus“ – 2.008 g (Paar)

„Plus“ – 199,95 Euro (Paar)


25 Jahre Fahrradies,

+ | radgeber 2016 | FAHRRADIES | 1991 2016

das sind 25 Jahre Leidenschaft für das Fahrrad

Was kurz vor der Wende als eine bürgerbewegte Fahrradinitiative begann, ist heute eine etablierte Größe in der halleschen Fahrradlandschaft. Seinerzeit träumten die Menschen eher von besseren Straßen und Autos als von guten Radwegen und Fahrrädern. Eine pfiffige, auf hohe Lebensqualität zielende Stadt- und Verkehrsplanung war vor 1989 nie wirklich im Fokus und drängte danach auch nicht gerade ins öffentliche Bewusstsein. Ganz anders die Überzeugung eines kleinen Freundeskreises: In Sachen Fahrrad musste in Halle unbedingt etwas passieren! Also machten sie was! Was Neues – scheinbar ganz einfach, fast banal. Als Verein eröffneten die jungen Hallenser im Paulusviertel das Fahrradies. Von Anbeginn gab es hier die richtig guten Fahrräder der vsf Fahrradmanufaktur zu kaufen. Sie betrieben eine offene Werkstatt mit Selbsthilfebetrieb und boten ein abwechslungsreiches Kulturprogramm. Die Fahrradbibliothek war vielen eine Inspiration für Urlaubstouren. Das heute noch gültige verkehrspolitische Leitbild der Stadt Halle ist in wesentlichen Teilen hier von Mitstreitern entwickelt und formuliert worden. Vielen Hallensern sind die Vortrags- und Filmabende ebenso in Erinnerung wie die Windthorststraßenfeste mit den spektakulären Seifenkistenrennen.

einen Wechsel in der Organisationform notwendig. Man gründete eine GmbH und zog vom Paulusviertel in die Bernburger Straße. Die Fahrradies-Erfolgsgeschichte gründet in dem unbedingten Willen, einen erstklassigen Service, kompetente Beratung, hochwertige, langlebige Produkte anzubieten und, wie bei den fahrradiesrädern, selbst zu konzipieren. So sind über alle Jahre inzwischen über 20.000 Neufahrzeuge aus dem Fahrradies auf die Straßen gerollt. Die Mitarbeiter sind allesamt ambitionierte Fahrradfahrer, egal ob auf dem Rennrad, im Gelände oder auf Alltags- und Fernfahrten. Eine gelungene Mischung aus Leidenschaft und Professionalität.

FÜR ADAM UND EVA, HINZ UND KUNZ.

25 JAHRE FAHRRADIES AUF ERDEN!

Sicher ist: So, wie das Fahrradies-Team in den vergangenen Jahren neue Themen, wie Elektroräder oder Familienmobilität, zeitig wahrnahm und als Erste seinen Kunden präsentierte, so werden sie auch in Zukunft neugierig auf die sich andeutenden Entwicklungen bleiben und sich den neuen Herausforderungen stellen. Das Fahrradies bleibt hallescher Trendsetter: in seinen Produkten, im Service, in seiner Ingenieurswerkstatt, in der Aus- und Weiterbildung von Nachwuchs und Team. Halle darf gespannt bleiben!

Aufgrund der wachsenden Beliebtheit reichte der Platz bald für eine weitere Entwicklung am alten Standort nicht mehr aus. Das gewandelte Selbstverständnis machte 17 17


Du entscheidest mit! Je nach Vorliebe wählst Du Farbe, Form des Rahmens und die Ausstattung. So wird Dein persönliches fahrradiesrad einzigartig. Das macht Dich unverwechselbar. Konzipiert in Halle, hergestellt in Deutschland, leicht, belastbar, komfortabel und wartungsarm!

Ein Leben ohne Fahrrad ist für mich nicht vorstellbar. Es kann davon nicht genug geben. Lukas Lieb

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+ | radgeber 2016 | FAHRRADIES |

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Schutz schon dabei – Engel gerettet

Der Hövding Airbag Die schwedische Technologie ist schon seit 2011 auf dem Markt und kann bereits in ganz Europa gekauft werden. Durch die CE-Zertifizierung ist der Airbag eine zugelassene Schutzbekleidung, genau wie ein traditioneller Radhelm.

Was geschah ... 23 Uhr. Dunkel. Kühl. Nass. Kein Wetter, um mit dem Rad unterwegs zu sein. Deshalb fuhr Gabi U. schneller als gewöhnlich. Auf der leicht abschüssigen Strecke bekam sie in der Kurve Angst. Panikbremsung – und da war es passiert: sie flog über den Lenker und landete auf Kopf und Schulter. Bauchquetschung durch den Lenker, Schlüsselbeinbruch, Abschürfungen. OP. Titanplatte. Krankenhausaufenthalt. Doch nichts am Kopf, keine Verletzung, obwohl dieser zuerst aufgekommen sein muss. „Der Airbag hat Ihren Kopf gerettet. Sie hätten einen Schädelbruch erlitten“, so die knappe Feststellung der Ärzte.

»Der Airbag hat Ihren Kopf gerettet.« Schneller als man denkt ... so kam der Unfall auch für Gabi U. wie aus heiteren Himmel. Keine Zeit für irgendeine Reaktion. Nur der Hövding war schneller und entfaltete sich in weniger als 1/10 Sekunde, bevor Gabi mit dem Kopf aufschlug. Gabi U. blieb dank des Airbags für Radfahrer am Kopf unverletzt.

»Ohne Hövding würde ich nie mehr fahren!« Heute ... sagt Gabi U.: “ich fahre viel mit meinem Rad. Vielleicht sogar mehr als vorher. Ich fühle mich sicherer als vor dem Unfall, denn ich weiß, was mir durch den Airbag erspart geblieben ist und, dass er funktioniert. Ohne Hövding würde ich nie mehr fahren!“ Das Sicherheitsgefühl von Gabi ist berechtigt. Nach unabhängigen Versicherungstests ist der Airbag momentan der beste Schutz für Radfahrer.

Wie funktioniert’s? Der Airbag ist Akkubetrieben und hat die über Jahre gesammelten Daten von Radfahrern auf seiner Festplatte gespeichert. Innerhalb von Millisekunden kann er sicher feststellen, ob sich ein Fahrer in einem Sturzszenario befindet, und lößt dann innerhalb einer Zehntelsekunde aus. www.hovding.de | Werbeanzeige


Klaviertransport per Rad Das ist Heribert Rasch. Seit 1989 transportiert er in Bochum Klaviere. Heribert bezeichnet sich selbst als umweltbewusst, nachhaltig denkend und handelnd.

Privat nutzt er das Rad hauptsächlich für die alltäglichen Wege, für größere Einkäufe mit Packtaschen. Anfang 2000 entschloss er sich, auch seine Klaviere mit dem Rad zu transportieren, zumindest auf kürzeren Distanzen. Sein Lastenrad ist eine Spezialanfertigung der Gustav Werner Stiftung, damit seine Klaviere im Laderaum Platz haben. Eine Kombination aus Tretlagergetriebe und einer speziellen Nabenschaltung für Schwerlastbetrieb sorgen für die nötige Über- und vor allem Untersetzung. Das ist auch nötig, denn ein Klavier wiegt bis zu 250 Kilogramm, und Bochum ist nicht gerade topfeben. Seine Kunden reagieren oft erstaunt, doch überwiegend positiv, wenn Heribert ihr Klavier mit dem Lastenrad anstelle eines Transporters anliefert. Auch die Aufmerksamkeit der Passanten, die ihm begegnen, ist ihm gewiss. Die meisten denken zunächst an eine Werbeaktion. Umso erstaunter sind sie, wenn Heribert und sein Mitarbeiter dann ein echtes Klavier mit vollem Gewicht von der Ladefläche wuchten. Was sei denn das einprägsamste Erlebnis beim Fahrradtransport mit dem Rad, haben wir ihn gefragt. Heribert schmunzelt. Einmal hat ihn in einer Kurve ein Windstoß fast vom Rad geweht, als er bei einer Leerfahrt im Sommer einen Sonnenschirm an seinem Lastesel befestigt hatte. „Wenn ich ein Klavier geladen hätte, wäre das nicht passiert. Dennoch verzichte ich seither auf den Sonnenschirm.“ Also, liebe Kunden: Umweltschutz findet oft an unerwarteten Stellen statt. Vielleicht denkt ihr auch bei eurem nächsten Klaviertransport an Heribert. Heribert Rasch · Klaviertransporte und Verkauf Kohlenstraße 12 · 44795 Bochum Tel.: (0234) 45 18 74

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Wenn Sille Kongstad mit ihrem Fahrrad durch die dänische Hauptstadt Kopenhagen radelt, richten sich alle Blicke auf sie. „Die Leute halten in dem inne, was sie gerade machen, der Verkehr stoppt“, sagt die 40-Jährige. „Das ist schon ein besonderes Erlebnis.“ Der Grund für die erstaunten Gesichter ist das, was sie auf ihrem umgebauten Lastenfahrrad transportiert: einen Sarg. Wenn eine Familie Abschied von einem Toten genommen hat, bringt die Bestatterin die Leiche mit dem Rad zur letzten Ruhestätte. Seit Kongstad ihren Leichenwagen auf drei Rädern 2014 in Betrieb genommen hat, ziehen ihn Angehörige nicht selten dem Auto vor. Dafür gebe es viele Gründe, erzählt sie – Umweltbewusstsein zum Beispiel. „Aber oft hängt es ganz einfach damit zusammen, dass die Leute wahnsinnig gerne Fahrrad gefahren sind.“ Kaum jemand ist so fahrradverrückt wie die Kopenhagener. Knapp ein Drittel aller Fahrten in der dänischen Hauptstadt unternehmen deren Bewohner auf dem Fahrrad, auf rund 360 Kilometern Radwegen sausen sie durch die Gegend. Mehr als die Hälfte fährt jeden Tag mit dem Fahrrad zur Arbeit. In Familien ersetzt das Lastenfahrrad oft das Auto. Kein Wunder, dass ausgerechnet hier eine Bestatterin auf die Idee kommt, ihre Mitbürger zum Krematorium oder Friedhof zu radeln. Kongstad erzählt von einem Arzt aus Hellerup, nördlich von Kopenhagen, der seine Patientenbesuche stets


+ | radgeber 2016 | Transportieren mit dem Rad |

Die definitiv letzte Radtour auf zwei Rädern erledigte. „Er wurde der Fahrrad-Arzt genannt“, sagt die Bestatterin. „Es war sehr wichtig für seine Familie, ihn so auf seine letzte Radtour zu schicken.“ An diesem kalten Herbsttag hat Kongstad einen jungen Mann zum Friedhof Søndermarken in Frederiksberg gebracht. Der helle Sarg aus Naturholz ist farbenfroh mit Blumen dekoriert. Diesmal stand das Rad auf Wunsch der Angehörigen sogar mit in der Kapelle.

„Ich wusste ja anfangs gar nicht, ob überhaupt jemand die Fahrt mit dem Lastenfahrrad zum Friedhof will“, sagt sie. „Aber ich konnte es einfach nicht lassen.“ Die Kopenhagenerin designte ihr Fahrrad und gab es bei einer Werkstatt im hippen Stadtteil Vesterbro in Auftrag. „Am Anfang dachten die Jungs sicher: Was ist das für eine Verrückte?“, erzählt Kongstad, die eher durch Zufall Bestatterin wurde. Die dreifache Mutter hat Theologie studiert und als Lehrerin gearbeitet, bevor sie die „Bededamerne“ gründete.

„Es war sehr wichtig für seine Familie, ihn so auf seine letzte Radtour zu schicken.“

„Es sind ganz besondere Familien, die zu mir kommen“, erzählt die Bestatterin. „Oft sind es sehr kreative, künstlerische Menschen hier aus der Stadt.“ Nur bei etwa jeder zehnten Bestattung ist Kongstad mit dem Rad unterwegs. „Das ist vielleicht auch gut so“, meint die Bestatterin augenzwinkernd. „Alles ist etwas umständlicher, dauert länger.“ Die Strampelei quer durch die Stadt ist anstrengend. „Aber das macht mir nichts aus.“ Auch, weil die Tour mit dem Fahrrad mehr als doppelt so lange dauert wie mit dem Leichenwagen, kostet die Bestattung doppelt soviel. „Wenn ich auf dem Fahrrad bin, brauche ich den größten Teil des Tages dafür.“ Seit Kongstad die besonderen Beerdigungen anbietet, ist das Lastenfahrrad etwa 25 Mal zum Einsatz gekommen.

„Es gibt immer noch viele Familien, die gerne traditionelle Bestatter haben wollen“, sagt sie. „Aber es gibt eben auch solche, für die es sehr viel Sinn macht, zu jemandem wie mir zu kommen, der die Dinge etwas anders anpackt.“ Als es langsam dunkel wird, verabschiedet sich Kongstad. Schließlich muss sie mit dem Leichenfahrrad noch über den steilen Anstieg ins Stadtzentrum zurückradeln. Doch die Strampelei lohnt sich, meint die Kopenhagenerin: „Es ist einfach etwas ganz Besonderes, auf diesem Fahrrad zu fahren.“ (dpa)

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+ | radgeber 2016 | Per Rad durch Afrikas Süden |

Mit Fahrrad und Kind durch Afrikas Süden

Von Windhoek nach Kapstadt

Marco Stepniak (39), Fotograf von Beruf und Weltreisender aus Leidenschaft, war mit seiner Familie auf einer nicht ganz alltäglichen Radtour in Afrikas Südwesten unterwegs. Dem radgeber gab er ein Interview. Mit welchen Rädern wart Ihr unterwegs? Meine Freundin Vaness (33) und ich fahren beide ein Vélotraum Reiserad, stark, robust und für Langstrecken umgebaut. Clara und ihre Puppe haben in ihrem THULE Chariot Cougar Zweisitzer gewohnt. Wie alt ist Eure Tochter und habt Ihr sie auf diese Reise besonders vorbereitet? Mit Clara (3) haben wir vorher Landkarten und Tierbilder aus Afrika angeschaut. Ansonsten gab es natürlich noch eine Malariaprophylaxe und ein paar Impfungen fürs Kind und die Eltern, z. B. gegen Typhus, Tollwut oder Hepatitis A + B. Wieviel Stunden am Tag bzw. am Stück seid Ihr gefahren und hat sie das alles gut durchgehalten? Durchnittschlich sind wir vier Stunden pro Tag geradelt. Mit vielen Pausen und ausgelassener Toberei wurden dann auch längere Touren bewältigt. Das waren dann schon mal acht Stunden Fahrzeit und bis zu 95 Kilometer 28

Strecke, je nach Bodenbelag, Wind und Geländeprofil. Clara trällerte Kinderlieder in Endlosschleife und spielte mit ihren Puppenjungen, malte oder las. Mit ihrer kleinen Sucherkamera knipste sie Fotos aus dem Hänger heraus. Machmal half einfach die gute alte Kinderbestechung mittels Süßkram. Hattet Ihr besondere Erlebnisse auf der Reise? Ja, selbstverständlich! Gleich zum Tourstart in Windhoek fehlten das zweite Rad und der Hänger. Sie waren in Johannesburg geblieben! Glücklicherweise mussten wir nur 24 Stunden warten, um diese in Empfang nehmen zu können. Auf einer 6o-Kilometer-Tour durch die Wüste gab es zwei Tage lang keine Möglichkeit, die Wasservorräte aufzufüllen. Wegen der schlechten Pisten mussten wir häufig schieben und kamen nur langsam voran. Am glücklichen Ende wurden wir von Farmbetreibern herzlich aufgenommen und mit reichlich frischem Wasser versorgt. Es gibt nach derartigen Anstrengungen nichts Köstlicheres.


REISEN IM SÜDEN AFRIKAS Unwillkürlich denkt man an weitläufige Nationalparks und Wildreservate, an einzigartige Landschaften, Vegetationsformen und eine großartige Artenvielfalt. Es gibt hier die älteste Wüste der Welt, die Namib und den Etosha Nationalpark. Allerorten machen seltsamzauberhafte Namen wie Naukluftberge, Swakopmund und Spitzkoppe neugierig. Der zweitgrößte Canyon der Welt, Fish River Canyon, schlängelt sich durch eine rauhe, bergige Landschaft. Diamanten-Sperrgebiete und die deutsche Kolonialzeit prägten das südliche Afrika am Anfang des letzten Jahrhunderts. Am Ufer der dünn besiedelten Atlantikküste leben Millionen Robben und Flamingos. Mit dem Rad durch diese Länder zu reisen, heißt, sich auf Härten einzustellen. Zäune ohne Ende kennzeichnen den Wegesrand und begrenzen Farmen und Schutzgebiete. Während die Bundesstraßen gut asphaltiert sind, kann es auf geschotterten Pisten sehr holprig sein. In der Trockenzeit sind diese jedoch mit breiteren Reifen gut fahrbar. Als delikate Zugabe wurde uns frisches Antilopenfilet serviert, vom Farmer selbst gejagt und von seiner Frau zubereitet! Claras absolutes Highlight war zwischen Kupferbergpass und Stausee, morgens 7 Uhr: 20 Truthähne und 200 Tauben füttern. Um den Besuch ungebetener Gäste zu vermeiden, versteckten wir uns zum Zeltaufbau vor den vorbeifahrenden Autos hinter Hügeln oder Bäumen. Unsere Tochter fand das immer sehr spannend. Einmal bekamen wir eine Hotelübernachtung geschenkt: Blick auf den Atlantik, gutes Essen und weiche Betten inklusive! Auf einer Kartoffelfarm gab es für Clara eine spontane Reitstunde und in Kapstadt eine Fahrt auf dem Riesenrad.

Bergig ist der Grenzbereich zwischen Namibia und Südafrika. Hier fließt der Oranje, der größte wasserführende Fluß Südafrikas. Eine mittlere Kondition ist Voraussetzung für einen solchen Trip. Nach der Regenzeit im August ist es ideal zum Reisen. Im September blüht die Wüste. Tagsüber sind es angenehme 28 Grad Celsius. Nachts fällt die Temperatur fast bis auf Null.

Und Euer Fazit? Eine solche Radreise ist mit einer Portion Improvisationstalent und gutem Material auch mit Kindern im Anhänger ein Vergnügen. Noch lange danach erzählt Clara begeistert von den Erlebnissen in Südafrika. Somit steht fest: Auch Kinder haben ein Recht auf Abenteuer!

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REISEHINWEISE Visum: Bei Reisen bis 90 Tagen wird nur ein noch sechs Monate gültiger Reisepass benötigt. Das Touristenvisum erhält man bei der Einreise. Ideale Reisezeit: Ende März bis Mai, August bis Oktober. Klima: Die Hauptregenzeit ist von Januar bis April. Die Sommer werden sehr heiß. Unterkunft: findet man in Lodges, Guest-

farms und Chalets. Campingplätze sind sehr häufig an den Guestfarms. Kriminalität: Vorsicht ist in der Nähe von Siedlungen, in größeren Städten oder in der Nähe von Slums geboten. Tiere: Vorsicht vor Schlangen, Skorpionen, Elefanten, Leoparden, Geparden oder Löwen. Fliegen und Mücken sind in der feuchten Zeit lästig. Gnus, Zebras oder Giraffen sorgen speziell in Nationalparks für exotisches Flair. Sprachen: Englisch, Africans, gelegentlich Deutsch. Die ethnische Vielfalt kennt weitere Sprachen, wie die der Zulu, Herero, Nama oder Buren. Impfungen: Neben der Standardimpfung (Diphtherie, Pertussis, Poliomyelitis, Tetanus) wird die Immunisierung gegen Tollwut und Hepatitis A und B, Cholera, Typhus empfohlen. Der Norden Namibias ist Infektionsgebiet der Malaria tropica.

Geld: Mit einer Visa- oder Maestro-Karte kann man Geld abheben. In Namibia sollte man Namibia Dollars bei sich haben. In Südafrika gilt der Rand. Das Preisniveau ist durchaus europäisch. Essen: Alles, was man von Europa kennt, kann man kaufen. Es gibt viel Wild, Antilope, Schaf, Rind, Fisch. Überwiegend wird im Süden Afrikas Weidewirtschaft betrieben.

radgeber

TIPP Es lohnt sich, an „Ruhetagen“ einen Abstecher zu den Victoria Wasserfällen (einstündiger Flug zum Weltnaturwunder) zu unternehmen. Ein Besuch des Chobe Nationalparks oder des Okavango Deltas sind weitere Höhepunkte im Süden Afrikas.

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BEWEGUNG MACHT SCHLAU Nie war eine systematische und individuelle Bewegungsförderung

so wichtig wie heute – vielen Kindern mangelt es genau daran. Bewegung macht schlau und fördert die Entwicklung des Kindes. In

jeder Altersphase bedingt das Trainieren bestimmter Bewegungen

die Entwicklung der dem Alter entsprechenden geistigen und so-

zialen Fähigkeiten. PUKY begleitet die Kinder dabei vom Start in die

frühe Mobilität bis zur selbständigen Teilnahme am Straßenverkehr

als Schulkind. PUKY-Fahrzeuge fördern nicht nur die Entwicklung von Motorik und Selbstbewusstsein,

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DUTCH FASHION BIKES

DIE SIND SO RICHTIG

FETT Fat- und Gravelbikes sind zwei der jüngeren Trends in der Fahrradwelt. Beide zeichnen sich durch eine deutlich breitere Bereifung aus. Der radgeber nimmt das unter die Lupe, denn kaum etwas beeinflusst die Fahreigenschaften und den Komfort eines Rades so sehr, wie die Wahl des Reifens.

Die Vielfalt an Modellen ist dabei breit wie nie zuvor – und das ist wörtlich zu verstehen, denn selbst in Bereichen, wo bisher unerschütterlich auf schmale Pneus gesetzt wurde, eröffnen sich 2016 neue Dimensionen. ORIGINALS Schlanke Retromodelle mit subtilen Details

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+ | radgeber 2016 | Fat- & Gravelbikes |

Fatbikes

Gravelbikes

Wohl jeder Fatbike-Fahrer kennt diese Frage. Dabei bringen die handbreiten Walzen zwar einiges an Gewicht und dadurch ein insgesamt trägeres Fahrverhalten mit, aber: „Wenn ein Fatbike rollt, dann rollt es – und zwar richtig schnell.“ So jedenfalls schwärmen die Downhill- und Cross-Country-Profis.

So wie sich breite Reifen im Radsport abseits der Straßen durchsetzten, so machtvoll drängen sie nun in Domänen vor, in denen die Pneus ein gutes Jahrhundert lang gar nicht schmal genug sein konnten.

Rollen die überhaupt?

Fatbikes sind nur die spektakulärste Spielart eines Trends, der die Mountainbikeszene bestimmt und 2016 zum Jahr des Großformats machen wird. Während in den vergangen Jahren vor allem über Laufradgrößen (26, 27,5 und 29'') debattiert wurde, rücken nun die Reifenbreiten in den Fokus. „B+“ lautet das Thema: Bis zu drei Zoll breite Reifen im 27,5''-Format – auch als 650B bekannt. Die Reifenbreiten lösen ein, was sich viele Biker von den Laufradgrößen versprochen haben. Mit unterschiedlich breiten Reifen seien Räder im Fahrverhalten unterscheidbarer und unterschiedlicher als mit variierenden Laufradgrößen.

Neue On- und Offroad-Rennräder

Die Entwicklung des Rennrads in verschiedene Richtungen gehört zu den spannendsten Trends am Fahrradmarkt. Es tut sich ein weites, kunterbuntes Feld auf – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt: Beleuchtung oder Schutzbleche, Gepäcktransport oder Leichtbau, Geländegängigkeit und Schaltungen aller Couleur. Immer verbreiteter: die Scheibenbremse! Und vor allem breitere Reifen. Damit hören Touren nicht dort auf, wo der Asphalt endet! Vorteil der Überallrenner: Sie sind äußerst steif und leicht. Damit zu fahren, macht jetzt überall Spaß. Der Untergrund wird mit einem Gravelbike fast egal. Kopfsteinpflaster, Schlamm- oder Schotterpisten und sonstige Rumpelstrecken – kein Problem! Statt den Kompromiss bei der Entwicklung dieser neuen Gattung Fahrrad zu suchen, lautet das Motto bei diesen Rädern: „Das Beste aus vielen Welten!“

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Fahrradfreundliche Metropolen?

Franzosen und Briten machen es vor Paris: In der Stadt der Liebe wird es lieblicher, angenehmer, leiser und wohlriechender zugehen, so liest man es in den ambitionierten Verkehrsplänen der rot-grünen Regierung von Paris. Der Schlüssel zu die150 Millionen Euro ser konkreten Vision des werden im Plan Vélo Bürgermeisterduos ist das Fahrrad. 150 Millionen Euro bereitgestellt, werden im „Plan Vélo“ um mehr Pariser auf bereitgestellt, um mehr das Fahrrad zu bringen. Pariser Bürger aus dem Auto, der Metro, dem Bus, dem Taxi auf das Fahrrad zu bringen. Die Pariser zeigen, dass sie Fahrradfahren mit dem seit 2007 eingeführten Leihradsystem „Vélib'“ attraktiv und alltagsgerecht finden. 400.000 Fahrten per Vélib' pro Tag und fast 300.000 Abonnements

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sind anschauliche Zahlenbelege, dass sich das Image des Fahrrades in Paris deutlich geändert hat. Nun wird erneut verkehrspolitisch geklotzt, nicht gekleckert: Das Radwegenetz wird auf 1.400 Kilometer verdoppelt, mit zwei Rundparcours im Stadtkern und einer Strecke entlang der Boulevards am Rand der Metropole. Parallel dazu werden die innerstädtischen Zonen mit Geschwindigkeitsbeschränkungen auf eine Länge von 30 Kilometern ausgeweitet. Zusätzlich sollen zwei Vélo-Express-Schneisen in Nord-Süd- und Ost-West-Richtung schnelleres Fortkommen erleichtern und dabei das „Zusammenleben und die Sicherheit der Radfahrer garantieren“. Ergänzt wird der Ausbau durch 10.000 zusätzliche Parkplätze vornehmlich an den Bahnhöfen, zum Teil als abschließbare Boxen. Zusätzlich wird der Kauf von E-Bikes und Transportfahrrädern mit zehn Millionen Euro gefördert. Den Autofahrern wird bewusst Raum weggenommen, der dann den Fahrradfahrern zurückgegeben wird, so formuliert es der grüne Vizebürgermeister Christophe Najdovski, liebevoll auch als „Monsieur Vélo“ bezeichnet.


+ | radgeber 2016 | Verkehrspolitik |

London: Sein Amtskollege in London, Bürgermeister Boris Johnson, legt noch eine deutliche Schippe drauf: 1,33 Milliarden Euro Fahrradfördergelder veranschlagt er bis 2016. Es wird der Bau eines sogenannten „Cycle Superhighways“ geplant, der von Osten nach Westen und von Norden nach Süden durch London führen soll. Um Platz für die Radfahrer in London zu schaffen, wird anders als bisher nicht nur das Straßenbett erweitert, sondern ein Teil der bestehenden Pkw-Spuren umgewidmet. Der Vorstand des städtischen Verkehrsbetriebes „Transport for London“ hat den ersten Teil des ambitionierten Projekts bereits Anfang des Jahres befürwortet. Visionäre Stadtplanung wie der „Thames Deckway“ zeigen uns die neuen kreativen Möglichkeiten von Verkehrspolitik auf: Hier ist

ein schwimmender, zwölf Kilometer langer, ampelfreier, mautpflichtiger Radweg geplant, der von Pontons über dem Thames-Wasser gehalten wird, vorbei an Big Ben, St. Paul’s und Tower Bridge. Aus den Reihen des Centre for Economics and Business Research erhält Johnson tatkräftige UnterEin schwimmender, stützung für seine Fahrradpläne, zwölf Kilometer denn pro Jahr verursachen Staus in London Kosten in zweistelliger Millanger, ampelfreier, liardenhöhe. Außerdem wächst die mautpflichtiger Londoner Bevölkerung stetig: Bald Radweg wird sie neun Millionen erreicht haben und in wenigen Jahren soll die Zehn-Millionen-Marke ebenfalls überschritten werden. Der Druck auf die Straßen, die Busse und die Züge Londons wird durch die Zweiradmöglichkeiten deutlich verringert und das verbessert die Lebensqualität aller Londoner erheblich, auch die der Nicht-Radfahrer, so Johnson. So werden Paris und London zukünftig sicher um den Platz der Haupstadt mit der besten Luft, der ruhigsten Innenstadt und vielleicht auch der angenehmsten Lebensqualität streiten müssen. Den Radfahrern soll es recht sein.

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ZEIT FÜR DEN PERSPEKTIVWECHSEL!

FAHRRAD-LEASING EROBERT UNTERNEHMEN Fahrrad-Leasing – sei es über den Arbeitgeber oder als Freiberufler – hält Einzug in immer mehr Unternehmen. Die seit 2012 vom Staat auf Fahrräder erweiterte Ein-Prozent-Regelung (analog dem Dienstwagen-Privileg) ermöglicht eine enorme Steuerersparnis und macht Fahrrad-Leasing nicht nur deshalb für Arbeitgeber, Arbeitnehmer und Selbständige besonders attraktiv. Einer der marktführenden Dienstleister auf diesem Gebiet ist die in Neustadt an der Aisch ansässige REGONOVA GmbH mit dem Konzept BUSINESSBIKE leasing.

Frau Stefanie Schlameus, Ansprechpartnerin der Firmen LOTUS GmbH & Co. KG und Hailo Wind Systems GmbH & Co. KG, stand uns Rede und Antwort und berichtet über ihre Erfahrungen mit Fahrrad-Leasing im Allgemeinen und BUSINESSBIKE leasing im Speziellen.

Warum haben Sie sich im Juli 2015 dazu entschieden Ihren Angestellten Fahrrad-Leasing anzubieten? Der ortsansässige Fachhändler hat uns über die Möglichkeit des Fahrrad-Leasings informiert. Als global denkendes und weltweit operierendes Unternehmen legen wir großen Wert auf die Schonung unserer Umwelt und die Investition in unsere Angestellten. Der gesundheitliche Aspekt und auch der Faktor der Motivation spielt hier eine enorme Rolle.

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WWW.BUSINESSBIKE.DE/MEINVORTEIL


Frau Stefanie Schlameus

Warum haben Sie für die Umsetzung das Dienstleistungskonzept BUSINESSBIKE leasing ausgewählt? Für BUSINESSBIKE leasing entschieden haben wir uns u. a. aufgrund der attraktiven Konditionen, dem geringen administrativen Aufwand und dem in den Raten inkludierten Top-Rundumschutz der ENRA-Versicherung. Hier müssen unsere Angestellten im Schadensfall keine Selbstbeteiligung zahlen und erhalten bei Diebstahl ein neues Fahrrad/E-Bike im Wert des ursprünglichen Kaufpreises ohne Zeitwertabzug erstattet. Darüber hinaus besitzt die REGONOVA ein fundiertes Know-how und mit der IKB Leasing in Hamburg einen kompetenten und innovativen Partner. Welchen Aufwand haben Sie denn als Arbeitgeber? Nach dem Unterzeichnen der Rahmenverträge ist der weitere administrative Aufwand sehr gering. In der Personalabteilung muss der Vertrag pro Rad und Mitarbeiter/in aufgrund der unterschriftsreifen Vertragsunterlagen nur ein Mal in die Hand genommen werden. Im Schadensfall findet die Abwicklung direkt über den Fachhändler statt, wir als Arbeitgeber haben hier keinerlei Aufwand. Ein Großteil Ihrer Angestellten nimmt das Dienstrad-Angebot bereits wahr. Wie bewerten Sie dies bisher? Ein positiver Gesichtspunkt ist auf lange Frist gesehen, dass die Anzahl der Krankheitstage nicht steigt und unsere Angestellten durch den für einige neu entdeckten Spaß am Radfahren aktiv etwas für ihre Gesundheit tun. Finanziell kann man sagen, dass nicht nur die Angestellten von einer Ersparnis profitieren, sondern auch wir als Arbeitgeber.

Empfehlen Sie Fahrrad-Leasing weiter? Wenn ja, warum? Ein deutliches Ja, denn durch das Angebot der Nutzung eines Dienstrads profitieren alle Beteiligten. Die Bewirtschaftungskosten für unseren Firmenparkplatz konnten so deutlich gesenkt werden. Unsere Angestellten schonen die Umwelt und tun ganz nebenbei auch noch etwas für ihre eigene Gesundheit. Wir als Arbeitgeber wiederum können auf motivierte und gesündere Angestellte blicken.

Ihre persönlichen Unterlagen für Ihre eigene Fahrradförderung liegen bei uns im Fahrradgeschäft bereit. Auf unserer Homepage finden Sie den Vorteilsrechner. Wir meinen, für Angestellte, Unternehmer, Betriebe und Selbständige bietet BUSINESSBIKE leasing großartige Lösungen! Clever: Zum Ende des Leasingverhältnisses gibt es für unsere Kunden eine Kaufoption zum Festpreis von zehn Prozent des Anschaffungswertes.

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+ | radgeber 2016 | Fahrradsicherheit |

Rad weg? Alarm! Systeme zum Aufspüren und Sichern von Fahrrädern Bundesweit wurden 2014 340.000 Fahrräder als gestohlen gemeldet. 6,5 Prozent mehr als 2013. Von 1.000 Fahrrädern werden jährlich fünf entwendet. Die Schadensumme bei den Versicherern lag bei 100 Mio. Euro. Der Bedarf an innovativen und funktionierenden Sicherungs- und Ortungssystemen ist entsprechend hoch. Wir stellen einige vor. (Daten nach www.gdv.de, Die deutschen Versicherer)

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GPS-Ortung für das Fahrrad

Der GPS-Tracker überzeugt durch festen Einbau im hohlen Tretinnenlager

Die Firma CODE-No.com bietet ab Frühjahr ein GPS-Set zur Ortung von gestohlenen Fahrädern an. Das Gerät erfasst jede Bewegung des Fahrrades und sendet im Alarmfall eine Nachricht an den Besitzer. Der Standort des Bikes ist bis zu fünf Meter genau zu lokalisieren. Die Koordinaten sind online oder per Smartphone auf einer Karte einzusehen. Die Standby-Zeit beträgt je nach Beanspruchung etwa 30 Tage. Die Aufladung erfolgt per USB-Kabel. Eine Montage im Fachhandel wird ausdrücklich empfohlen. Die GPS-Ortung erhöht die Chance, gestohlene Bikes wiederzufinden. Die Funktionen des GPS-Trackers sind für einen umfassenden Diebstahlschutz konzipiert. So kann der Benutzer die Position des Fahrrads wahlweise einmalig, in bestimmten Intervallen oder dauerhaft feststellen lassen. In einer weiteren Funktion kann der Nutzer eine definierte Umgebung markieren. Verlässt das Bike mit dem Sender diese Umgebung, sendet das Gerät ein Alarmsignal an Smartphone, Notebook oder PC. Sobald die Akku-Leistung gering ist, versendet „track-to-me“ einen Hinweis, das Gerät rechtzeitig wieder aufzuladen. Einmalige Anschaffungskosten: ab

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150,00

Weitere Kosten: Aktivierungsgebühr SIM-Karte, mtl. Servicegebühr, Alarm-SMS/Alarm-Mail entsprechend den Gebühren der jeweiligen Provider


! insect

SAFECODE

Mit der Intelligenz der Community Fahrräder schützen und finden. „Insect“ ist ein unscheinbares, bruchsicheres Sicherheitstool – Insekten sind dessen Namensgeber. Sie sind klein, unglaublich zahlreich und vollbringen als staatenbildende Lebewesen gemeinsam unglaubliche Dinge. Das kann die FahrradJäger -Community dank „insect“ jetzt auch. Das dezent am Rad angebrachte Modul kommuniziert über die FahrradJäger-App via Bluetooth mit seinem Besitzer. Stellt der Biker sein Rad ab und aktiviert den Sicherungsmodus, ist das Bike scharf geschaltet. Macht sich jemand an dem Fahrrad zu schaffen, schlägt das Modul über das Smartphone Alarm. Sollte das Rad trotzdem gestohlen werden, wird „insect“ zum Peilsender. Der Clou: Sobald ein anderer FahrradJäger-Nutzer in Reichweite des gestohlenen Fahrrads kommt, wird auch er informiert, wo das Rad abgestellt wurde. FahrradJäger ist gleichermaßen Diebstahlschutz und Netzwerk, in dem gestohlene Räder wiedergefunden werden können. Dank der App kann jeder Benutzer auch anderen helfen, ihre gestohlenen Räder wiederzufinden. Bisher funktioniert die Crowd als Social Media Plattform, in der gestohlene Bikes gepostet werden können.

Hochwertige Produkte schnell und effizient sichern – das ist die Idee hinter SAFECODE. Mit einem kleinen, unauffälligen Codeaufkleber wird das Fahrrad eindeutig Ihnen als Besitzer zugeordnet. Und das schon beim Kauf im Geschäft. Keine Registrierung, keine Daten im Netz – das System SAFECODE bleibt im Hintergrund und ist dann für Sie da, wenn Sie es brauchen. Wenn ein durch SAFECODE gesicherter Gegenstand verloren geht, gestohlen wird oder Sie ihn einfach nicht mehr finden können – dann wird SAFECODE für Sie aktiv. Geben Sie einfach den entsprechenden SAFECODE Ihres Produkts in die Datenbank auf www.safecode.de ein – ganz einfach in drei Schritten. (Den SAFECODE finden Sie auch auf der Rechnung, die Sie beim Kauf des Produkts erhalten haben.) Wenn Sie möchten, können Sie außerdem einen Finderlohn angeben – das erhöht die Chancen, den Gegenstand zurückzuerhalten. Nach der Eingabe steht Ihr Gegenstand mit der Vermisst-Anzeige in der SAFECODE-Datenbank. Sobald ein Finder den Code eingibt (oder den QR-Code auf dem Etikett mit seinem Smartphone scannt), erhält er Ihre VermisstMeldung und kann mit Ihnen bzw. Ihrem Fahrradhändler in Kontakt treten.

Erhältlich ab Mai 2016!

Codierung mit SAFECODE:

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Die Klau-Prophylaxe

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Dieses Rad ist gegen Verlust gesichert durch www.safecode.de Deutschlands innovativen Fahrradcodierer!

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Montag bis Freitag: 09:00 bis 19:00 Uhr Samstag: 09:00 bis 13:00 Uhr

Kostenfrei, im Wert von 40 Euro, innerhalb der ersten drei Monate nach Kauf.

KONTAKT

FAHRRADIES Fahrradfachgeschäft GmbH Bernburger Str. 25 | 06108 Halle (Saale) Telefon: (0345) 2 90 97 27 Servicewerkstatt: (0345) 2 09 86 82 Fax: (0345) 2 90 97 28 E-Mail: info@fahrradies-halle.de Internet: www.fahrradies-halle.de www.fahrradieschen.de facebook.com/FAHRRADIES.Halle

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TERMINE 2016 23. April 27. Mai

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Infos zu FAHRRADIES und FAHRRADIESCHEN

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Magazin "radgeber" FAHRRADIES Halle  

Ausgabe 2016

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