et art. 01: Feuer
et art. 01: Feuer
Cornelia Dirnberger Jacob Niller Friederike Teller Johanna Unterpertinger 2022
» Wie der Klimawandel das Risiko von Waldbränden in Österreich erhöht « Der Klimawandel – ein Beschleuniger von komplexen Risiken für Wälder und Forstwirtschaft Die vom Menschen verursachte globale Erwärmung hat einen weitreichenden und komplexen Einfluss auf den regionalen Klimawandel im Alpenraum (Zscheischler et al., 2018). Die erwartete Intensivierung und räumliche sowie zeitliche Ausdehnung von extremen Hitze- und Trockenperioden wird negative Auswirkungen auf die Wälder in dieser Region haben. Dazu kommen Landnutzungs- und Bewirtschaftungspraktiken, die bereits strapazierten Bäumen zusätzlich schaden (z. B. NASA, 2020). Waldbrandrisiko – ein zentrales Risiko in Wäldern, das weltweit und in Österreich zunehmen wird Ein potenziell schwerwiegendes Risiko des Klimawandels für die Wälder sind Waldbrände. Die erhebliche Zunahme von Waldbränden in vielen Ländern, auch in mittleren und höheren Breiten, zeigt bereits den Einfluss des Klimawandels (Klimarat, 2020; Europäische Kommission JRC, 2017). Neben höchst ungewöhnlichen Waldbränden in Österreich im April 2020 (Müller, 2020a) begannen Wälder in arktischen Regionen im gleichen Jahr weit vor der sonst üblichen Feuersaison zu brennen (Fire & the Boreal-Global Forest Atlas, 2020; NASA, 2020). Ein starker Temperaturanstieg über Landmassen und zunehmend stationäre Wetterlagen führen zu extrem heißen und regenarmen Perioden im Sommer. Wenn diese Bedingungen auf bereits trockene Böden, Wälder und Wiesen treffen, sind die Voraussetzungen für eine hohe Waldbrandanfälligkeit erfüllt (Fire & the Boreal-Global Forest Atlas, 2020; Herring et al., 2020; Zscheischler et al., 2018). Der Klimawandel erhöht also auch in Österreich das Waldbrandrisiko, dem in Klimarisikostudien bislang allerdings noch kein bedeutender Stellenwert beigemessen wurde (Steininger et al., 2020).
Teile der Executive Summary aus: Henner, D. N., und G. Kirchengast (2021) How does climate change increase the risk of forest fires in Austria? KKL-ÖAW Study Report Feb. 2021, 23 pp., Wegener Center, Universität Graz, Graz, Österreich. www.wegcenter.at/downloads/2021 (Februar 2021) Freie Übersetzung et art.
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Inhaltsverzeichnis 4 Kurzzusammenfassung 9 Zu hören 10 Playlist 12 dort und hier all die Feuer 14 fichten 17 Mein Paradies 19 jahresringe 20 Prometheus 22 Human interference 24 Thron über Zähren 26 Waldende 28 sonntag, einer 30 Die Lichtung 32 4 000 000 34 Stemma 35 Die Situation ist da 37 Einäscherung 38 Spucke die Luft aus 40 Glasscherbe 43 mensch blitz 45 ich will den Wald beschreiben 46 Über et art. 47 Referenzen
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Zu hören: Dass da ein Wald brennt Und Menschen (die du kennst) Da in der Nähe wohnen, Und man denkt sich gar nicht viel. Man sitzt vor den Live-Streams Und guckt sich das an, Und hofft so: Ok, Wenn da ein Kamerateam ist, Dann werden da auch Feuerwehrleute sein. Und ein paar Verwandte von mir Wohnen in einer Gegend, In der es jedes Jahr Waldbrände gibt. Und das ist voll normal, Das ist eben eine Jahreszeit.
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Die et art. Playlist 01: Feuer Wie klingt es, wenn ein Wald brennt? Kann man diese Geräusche musikalisch umsetzen? Inspiriert von der wissenschaftlichen Publikation entstand eine Sammlung aus Klangexperimenten, Improvisationen und gesprochenen Texten, die das Thema Waldbrand umkreisen. Die verschiedenen Tracks stehen im Zusammenhang mit den Bildern und Texten aus diesem Zine und können während des Lesens oder auch einfach so angehört werden. Sie sind in folgender Playlist gesammelt zu finden:
https://on.soundcloud.com/dsqQt
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Tracklist 01: Feuer 1
bosco novo
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Zu hören
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die wanderung der käfer durch das totholz
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dort und hier all die Feuer
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Der Hirsch
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fichten
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Feuernacht
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Mein Paradies
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jahresringe
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Der Wald entschläft
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Human interference
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Waldende
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sonntag, einer
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Die Situation ist da
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Die Daten
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Einäscherung
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Spucke die Luft aus
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crebita
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Eine Glasscherbe
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mensch blitz
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Ich will den Wald beschreiben
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reisig & rinde
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dort und hier all die Feuer die Landkarten sprenkeln Grenzen zerklüftet wie Küsten deren Wasser gen Himmel floh weil der Horizont nur Sehnsucht nach der Unversehrtheit war die Nostalgie to-go für die Wiederholung der Krise im Livestream mit Eis-Tee der heißeste kühlste Sommer ab jetzt ist es das erste Drittel der 2000er ist es nicht die beste Zeit Mensch zu sein hier und dort all die Feuer dazwischen Lass uns im Wald spazieren gehen wir waren doch schon lange nicht mehr da
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fichten sind salzstangen für die käfer die kamen von der dürre geröstet
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Mein Paradies Die Natur umgibt mich, ich stehe mittendrin. Ich atme, spüre, höre, bin ein Teil davon. Ein Teil der Formen und Farben, der Kurven und Geraden, die sich vor mir fortspinnen, scheinbar ins Unendliche. Ich gehe, fange an zu laufen, bleibe stehen. Schaue mich um. Ich sehe Äste, Moos und Tannenzapfen. Nadeln liegen am Boden, zwischen den Wurzeln der Bäume, da wo Spinnen ihre Netze woben. Manche sind trocken, andere ganz frisch. So, als ob sie sich eben erst vom Baum verabschiedet hätten. Aber gibt es hier noch Platz für mich? Wo ist mein Ursprung? Bin ich von ihm getrennt? Habe ich mich schon zu weit von ihm entfernt? Wann habe ich mich entschieden? Und wie geht es weiter? Wir warten, ich schaue mich um. Wir stehen an der roten Ampel, du in deinem Kopf und ich in meinem. Wir warten an der roten Ampel und sehen zu, wie die Welt vorüberzieht. Wie Nächte 40 Grad heiß werden und man sich wälzt und einfach nicht schlafen kann. Die Luft schmeckt nach Asphalt, sie beißt in meinen Atemwegen. Brand, Waldbrand. Warme Luft. Heiße Luft. So heiß, dass man sie kaum einatmen kann. Doch die Brandgefahr lauert nicht hier, sie lauert überall. Ich bin in meinem Paradies. Hier gibt es kein loderndes Feuer. Es knistert nur im Hintergrund. Ich baue eine Mauer um mein Paradies - aus den Wurzelresten. Die Mauer brennt.
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jahresringe // oder dendrochemie als kind hat sie gelernt, dass jeder ring im baumstamm ein jahr bezeichnet und je nachdem wie dick der raum dazwischen ist, so gut war das jahr zu dem baum heute liest sie auch die chemikalien auch die rodungen in den ringen sterben in wachsenden ringen in den glühenden ringen zu asche, denn mehr als zwei drittel der feuer im wald durch menschen entstehen immer mehr jedes jahr, durch glasscherben und müll immer trockener der boden, durch feuerstellen und grillkohle immer weniger wälder dafür morgen fragt sie dich wie ein marienkäfer klingt, der verbrennt und können wir kurz um den wald weinen?
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War es Prometheus, der den Göttern das Feuer stahl? Oder war es das Feuer, das die Erde auserkor, als neues Zuhause, als Gegenüber, als Partner oder ist das alles nur in deinem Kopf, weil 36 Grad sind und du zu wenig getrunken hast? Ist das Prometheus, der an deinen Kühlschrank gefesselt ist?
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Human interference, primarily due to negligence and carelessness, was found as a significant cause for ignition. This is mostly caused by outdoor activities in forests, which are already under stress. (Müller et al. 2020a) Menschliche Einwirkung besonders durch Nichtbeachtung oder Fahrlässigkeit, Fahrlässigkeit, die, eine Achtlosigkeit eine Gewagtheit, also, diese stellte sich als ein signifikanter Grund für die Entzündung, nein als der Grund, Hauptgrund, der heraus. Verursacht durch Aktivitäten im Freien, in Wäldern, und die FAO, Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der UNO, spricht von Wald, wenn die Bäume im Reifealter in winterkalten Gebieten mindestens drei, im gemäßigten Klima mindestens sieben Meter hoch und wenigstens zehn Prozent des Bodens durch Baumkronen überschirmt sind. Bäume, drei oder sieben Meter hoch, mindestens, die bereits unter Stress standen, bevor sie verbrannten. Oder anders, menschliche Beschäftigungen, weißt du so wie neulich, unser Ausflug, mit Picknick und Riegeln, Aktivitäten, hauptsächlich während der Sommeroder Frühlingsmonate führten zu Hinterlassenschaften. (wir haben unseren Müll aber wieder mitgenommen) Aber manchmal, das kann ganz schnell gehen, dann übersieht man vielleicht etwas oder die anderen, die nicht so sind wie wir 22
lassen es einfach liegen, was, das wiederum zur Erhitzung und Entzündung von bereits trockenen Böden, strapaziert durch Dürre-Perioden, führen kann. Nein so, Körper im Zusammenspiel mit anderen Körpern, mit Haut, zur Regeneration von Körpern und Geist in sogenannten Freizeitbeschäftigungen, in als Natur kategorisierter Materie, in der Umgebung, im Naherholungsgebiet katalysieren Flammen an Orten, an denen sonst keine Feuer wären und dann brennt es (wie viel Hitze verträgt ein Körper?) Verstehst du, Menschliche Fahrlässigkeit in Wäldern als Grund – unter Stress stehen.
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Waldende nach Jakob van Hoddis Der Tanne fliegt vom spitzen Kopf die Krone In allen Lüften hallt es wie Geschrei. Spechte stürzen ab und gehn entzwei Und in die Lüfte – riecht man – steigt der Rauch. Der Sturm ist da, die wilden Flammen züngeln Empor, um schwarze Wolken zu gebären. Die meisten Menschen haben einen Schnupfen. Und Nester fallen von den Ästen.
sonntag, einer er, ein anderer fühlt sich ausgebrannt heute, damals so verkohlt im kopf nur schund und asche im haar und der fade geschmack von angebranntem toast auf der zunge zu viele eisen im feuer gehabt, das sagt man so, doch bei der affenhitze, zu viel gewollt asche auf dein haupt, aua, nein, siehst du, nur ein verbranntes kind fürchtet das feuer, aber mit dem feuer spielt man nicht
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Die Lichtung Stolze Bäume dicht an dicht, das ist der teure Wald. Dunkel, grün und feucht und kühl, tausend Jahre alt. Gewachsen, Stamm für Stamm, am kalten Bach entlang, dumpf rauschend, Vögel pfeifend. Der Specht klopft, es wird Nacht. Da ward auf der Lichtung ein Feuer entfacht, das munter vor sich brannte, wie man es schon lange kannte. Sie kamen immer wieder und ließen sich danieder auf besagter Lichtung, wo sie nach Behagen sprachen, worüber sie wollten, lagen, worauf sie wünschten, träumten, wonach sie sehnten, schliefen, wann immer sie dem ausgedehnten Sternenhimmel erlegen in Gedanken versanken. Jahrein, jahraus in lauen Nächten sah man wie sie nach den Spechten zogen in den Wald hinein, der im Lauf der Jahre mehr der grauen Haare, die sie im nächtlichen Schatten nicht gesichtet hatten, bekommen, worauf nichts unternommen. Wie es also kommen musste und man nichts von Dürre wusste, auch nichts von des Windes Hauch, der sogleich den heißen Rauch und Funkenflug gen Süden trug, wo, vom letzten Sturme Äste, 30
Tannenzapfen, Blätterreste verstreut und trocken lagen wie Haferflocken und den Funken Frühstück waren, die bald darauf schon angebissen und wie Feuerzungen schluckten, was nach deren Wissen schnellstmöglich trotzend jeder Hürde, zu großem Wachstum führen würde. Unsre Freunde unterdessen sehen, was um sie herum geschehen. Unter prompter Einigkeit nutzt man die verbleibend Zeit, den Flammen Einhalt zu gewähren, eh sie zahllos sich vermehren. Decken wurden ausgeworfen, um die Brände zu ersticken. Einer lief zum kalten Bach beide Hände mit den alten Flaschen voll um sie sogleich mit frischem Wasser aufzufüllen und zu löschen jede Glut; aber jetzt war schon das Feuer die Baumstämme empor gekrochen und von oben kamen glühend Zweige herab zu Boden gefallen und es brannte es brennt so rennt weg hier! Zum Bach, flussabwärts, aus dem Wald, kein Blick zurück, das Feuer frisst alles es macht keinen Halt.
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Die Situation ist da Die Situation ist da und wir Die Situation ist da und wir ermitteln die Daten Die Situation ist da und wir werten Ergebnisse aus Die Situation ist da und wir sprechen die Warnungen aus Die Situation ist da und wir verschärfen unsere Warnungen Die Situation ist da und wir erheben präzisere Datensätze Die Situation ist da und wir bekräftigen die Warnungen mit den Daten Die Situation ist da und wir erheben präzisere Datensätze Die Situation ist da und wir verschärfen unsere Warnungen Die Situation ist da und wir sprechen die Warnungen aus Die Situation Ist da und wir werten die Ergebnisse aus Die Situation ist da und wir ermitteln die Daten Die Situation ist da und wir Die Situation ist da
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bäume, braun und nackt, stehen wie vogelscheuchen, wie friedhofskreuze zerfressen, aufgereiht am hang staubtrocken bereit zur einäscherung.
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Spucke die Luft aus, will mich verwirren verirren oder verlieben im Laub will weitergehen bis ich verwachse zum Traum Aber er, blickt nur tiefer in den Grund unter den Gipfeln seiner Kindheit er weiß und er weiß die Antwort nicht auf den Pessimismus der Angst folgt er weiß Er begibt sich auf den Weg, schweren Herzens, mit schweren Beinen auch mit Angst vor einem Neustart und allem was davor kommt schweren Atems er weiß nicht Er wartet, weil wer wird das Signal geben falls die Flammen lodern Hallo, hört mich denn jemand er weiß die Asche auf dem Waldboden erstickt das Echo der Zeit
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Eine Glasscherbe das Brennglas für die Sommersonne und die regenlosen Tage flimmern dahin über uns nur das Licht will explodieren, wohin? von so vielen Sekunden - Sonnenstunden wird genau eine plötzlich Flamme Stämme schwarz dann träge wie Jahrzehnte in Nachmittagen ein Knacken auf das Rauschen ein Fall dann surren die Blätter, zum Boden, dem Waldgrund, der bebt warten bis der Wind die Asche weiter trägt wie fühlst du dich, wenn dem Wald beim Sterben zu sehen heißt beim Mord an der Zeit Zeugin und Täter Opfer und Angehörige zugleich zu vertreten Wenn du die Augen schließt, klingen die Flammen wie die Brandung hörst du mich noch
mensch mensch mensch mensch mensch mensch mensch blitz mensch mensch mensch mensch mensch blitz mensch mensch mensch mensch mensch blitz mensch mensch mensch blitz mensch mensch mensch blitz mensch mensch mensch blitz mensch mensch mensch mensch mensch blitz mensch mensch mensch mensch mensch blitz mensch mensch mensch mensch mensch blitz mensch mensch mensch blitz mensch mensch mensch blitz mensch mensch mensch blitz mensch mensch mensch mensch mensch blitz mensch mensch mensch mensch mensch blitz mensch mensch mensch mensch mensch mensch mensch mensch mensch blitz mensch mensch mensch mensch mensch mensch mensch mensch mensch mensch mensch mensch mensch mensch mensch mensch - gründe für waldbrände in österreich
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ich will den Wald beschreiben wie er jetzt noch ist ich will von den Blättern erzählen die der Herbst braun und gelb und dunkelgrün, fast rot und im Abendlicht gold färbt wenn es Zeit wird nach Hause zu gehen will dir das Knacken des Waldbodens wenn du langsam zwischen den Rinden entlang einen Weg findest vergegenwärtigen und in den Stämmen lagern Geschichten älter als die letzten Kriege, Rodungen, Dürren, Wahlen und du hörst Schritt für Schritt auch Vögel, auch Rascheln dann kurz fast Stille und die frische Waldluft bezeugt den Moment ich will den Wald beschreiben wie er gewesen sein wird bevor er verbrannte bevor es noch später wird als Nacht
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Über et art. et art. ist ein Kollektiv, das mittels künstlerischer Strategien Wissenschaft und Emotionen verbindet. Dabei entsteht ein Zine aus audio-visuellen und literarischen Übersetzungen einer ausgewählten Forschungspublikation über die Klimakrise in Österreich. et art entwickelt zudem partizipative Formate, um gemeinsam neue Narrative zu bilden. Seinen Ursprung hat das Kollektiv im Projekt » Arts of Change « des Vereins forum n. » Arts of Change « stellt sich die Frage, welche Rolle die Künste, Studierende und Hochschulen bei der Gestaltung einer nachhaltigen Zukunft spielen. Ziel von » Arts of Change « ist es, eine Plattform für die Vernetzung von Studierenden der sechs österreichischen Kunstuniversitäten zu schaffen und interdisziplinäre Projekte zu realisieren.
Mitwirkende Cornelia Dirnberger setzt sich als Ausgangspunkt für ihre künstlerische Arbeit gerne wissenschaftliche Studien oder gesellschaftskritische Inhalte. Sie studiert Grafikdesign & Fotografie an der Kunstuniversität Linz. Jacob Niller studiert Klarinette und Akkordeon an der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz. Besonders gerne spielt er in kammermusikalischen Besetzungen, da sich hier Kommunikation und Interaktion grundlegend erproben lassen. Friederike Teller studiert im Master Cross-Disciplinary Strategies an der Universität für angewandte Kunst Wien. Zuvor studierte sie Ethnologie in Heidelberg und London. Sie sucht nach kreativen Narrativen für das Anthropozän und begeistert sich für Poesie und Politik. Johanna Unterpertinger studiert Historische Blasinstrumente / Blockflöte an der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz. Neben der Alten Musik beschäftigt sie sich auch mit zeitgenössischer Improvisation und sucht immer nach neuen Wegen, Musik zu vermitteln.
@et_art_zine www.etart.at
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Referenzen Cornelia Dirnberger Bild Seite: 13, 15, 24, 32, 34 Layout Jacob Niller Text Seite: 14, 26, 30, 37 Klarinette, Akkordeon und Stimme Aufnahme und Soundbearbeitung Friederike Teller Text Seite: 9, 12, 19, 20, 22, 28, 35, 38, 40, 43, 45 Bild Seite: 16, 18, 21, 29, 27, 36, 39, 41, 42 Stimme Johanna Unterpertinger Text Seite: 17 Blockflöte und Stimme Aufnahme und Soundbearbeitung
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