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No 3-2012 · 17. Jahrgang · € 3,50 www.einstieg.com

magazin für ausbildung und studium

Ami Kucharek Einstieg Gesicht 2012 Traumberuf: Diplomatin

BWL

Die ewige Nummer 1 Social Media Manager

Den ganzen Tag auf Facebook Special: Duales Studium

Doppelt hält besser

Karriere im Handel

Damit andere shoppen können

Foto: Selma Sahin


Markus Sierant, OBI Group Holding

3 aufregende Jahre. Eine starke Perspektive. Studieren und Geld verdienen. Wo gibt es denn so was? Starten Sie Ihre berufliche Karriere mit dem dualen Studium bei Deutschlands führender Marke im Bau- und Heimwerkerbereich. Mit der Perspektive und Arbeitsplatzsicherheit eines großen Unternehmens. Wir suchen engagierte, pragmatische Menschen, die sich begeistern, Herausforderungen annehmen und daran wachsen.

Wir bieten Ihnen folgende duale Studiengänge an:

Duales Studium In den OBI Märkten (bundesweit): Bachelor of Arts „Fachrichtung Handel“ (m/w)

In der OBI Zentrale (Wermelskirchen): Bachelor of Engineering „Informationstechnik“ (m/w) Bachelor of Science „Wirtschaftsinformatik“ (m/w)

Ihre Vorteile: vergütetes Studium; Übernahme der Verwaltungsgebühren sowie Fahrtkosten zur Hochschule; Erstattung der Bücherkosten; fester Ausbilder und Ansprechpartner; begleitende Seminare; Vorbereitung und Einarbeitung in Ihre Zielposition; nach dem Studium vielseitige Perspektiven bei OBI

Begeistert? Dann bewerben Sie sich jetzt direkt online unter www.obi.de/jobs! Fügen Sie Ihrer Bewerbung bitte alle Unterlagen bei, die uns ein klares Bild über Ihre bisherige Entwicklung verschaffen. OBI steht auf dem 2. Platz der „Top Arbeitgeber 2012“ in Deutschland. Und dies bedeutet für die Mitarbeiter: Beste Voraussetzungen für eine Top-Karriere bei OBI!

Hier scannen für weitere Infos!

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Editorial Liebe Leserinnen und Leser, zwei Wochen lang durften die User von Einstieg.com darüber abstimmen, wer Einstieg Gesicht des Jahres wird. In einem spannenden Finale hat sich schließlich Ami durchgesetzt, die nun das Cover dieser Ausgabe ziert. Mehr über die 16-Jährige aus Karlsruhe erfahrt ihr auf Seite 10. Gehandelt wird immer In kaum einer Branche werden so viele Führungskräfte aus den eigenen Reihen rekrutiert wie im Handel. Es lohnt sich also, den Umgang mit Menschen, Waren und Zahlen von der Pike auf zu lernen. In der Titelgeschichte ab Seite 12 stellen wir die verschiedenen Ausbildungsprogramme und Studiengänge der Branche vor. BWL – die ewige Nummer 1 Jahr für Jahr ist BWL das beliebteste Studienfach. Warum eigentlich? Bietet der Arbeitsmarkt überhaupt genug Stellen für die vielen Absolventen? Welche Spezialisierungen gibt es im Studium? Fragen über Fragen. Wir liefern die Antworten (Seite 30).

Foto: Selma Sahin

Theorie und Praxis mit Gehalt Die Entscheidung zwischen Ausbildung und Studium fällt vielen Abiturienten schwer. Umso erfreulicher, dass es immer mehr duale Studiengänge gibt, denn diese bieten Theorie und Praxis sowie ein Gehalt und zwei Abschlüsse. Im Special dieser Ausgabe erfahrt ihr alles, was man über das duale Studium wissen muss (ab Seite 43).

Ami Kucharek – ein Interview mit dem „Einstieg Gesicht 2012“ findet ihr auf Seite 10.

Willst du auch aufs Einstieg Cover?

Viel Spaß beim Lesen dieser Ausgabe wünscht euch das Einstieg Team.

Dann maile die Antworten auf die folgenden Fragen und zwei Fotos an cover@ einstieg.com. Gib uns bitte auch deine Telefonnummer, damit wir dich im Fall der Fälle erreichen können. Die Redaktion entscheidet, ob du für eine der nächsten Ausgaben zum Covershooting eingeladen wirst. Wie heißt du? Wo wohnst du? Wie alt bist du?

Auf welche Schule gehst du?  Was ist dein Traumberuf?

Einstieg ∙ 3/2012 ∙ 3


Inhalt alles hier drin 38 1Live Schulduell Casper auf dem Schulhof

06 Wir fragen, ihr antwortet 08 News zu Ausbildung und Studium

34

40 Studium News

10 Einstieg Gesicht 2012 Special: Duales Studium Titelthema: Einstieg in den Handel 44 Studium mit Gehalt 12 Handels-FAQ Alles, was du über die Branche wissen musst

46 Wie geht das? Fragen und Antworten zum dualen Studium

16 Ausbildung zur Textilhändlerin Frieda Böhm lernt im Modehaus P&C 20 Im Lekkerland Dennis Müller studiert Großhandel

50 Win-Win-Situation Interview mit Sirikit Krone von der Uni Duisburg-Essen

38

52 Bewerben fürs duale Studium

22 Lehr-Supermarkt Neuwied Wo Gottschalk seine Gummibärchen eintütet

54 Musteranschreiben

Ausbildung und Studium

56 Social Media Manager Den ganzen Tag auf Facebook

Arbeitswelt

24 Rechte und Pflichten von Azubis Kaffee kochen nicht ausgeschlossen

Service

26 Ausbildung zum Augenoptiker Handwerk und Mode

58 Auslandssemester in Taiwan Fast wie China

28 Ausbildung News

60

30 BWL-Studium Beliebter Türöffner 32 Lebensraum der Zukunft Studiengang Stadtplanung 34 Die Turbo-Studenten Bachelor + Master + Ausbildung in 4 Semestern 36 Neue Studiengänge

4 ∙ Einstieg ∙ 3/2012

Sprich uns an! Du hast Fragen zu einem Artikel aus dem Einstieg Magazin? Oder du möchtest Lob oder Kritik zur aktuellen Ausgabe loswerden? Wir freuen uns über dein Feedback! redaktion@einstieg.com www.facebook.com/berufswahl www.twitter.com/berufswahl

60 WG-Leben leicht gemacht Interview mit Buch-Autor Markus Henrik 61 Anzeigenquiz 62 Impressum, Ausblick


Deutsche Bank

Der perfekte Karrierestart liegt näher, als Sie denken

Die Mischung macht’s: Ihr Start mit dem dualen Studium. Ihr Schulabschluss ist in Sicht, Ihre Zukunft liegt vor Ihnen – nun steht die Entscheidung an: Studium oder Berufsausbildung? Mit einem dualen Studium ermöglicht Ihnen die Deutsche Bank eine optimale Kombination! Ob im Studiengang Business Administration, Wirtschaftsinformatik, Betriebswirtschaft oder BWL-Bank: Sie studieren an einer dualen Hochschule in Hamburg, Frankfurt am Main, Berlin oder Baden-Württemberg und absolvieren Ihre Praxisphasen in den Geschäftsbereichen der Deutschen Bank, wo Sie die theoretischen Inhalte direkt anwenden können. In 3 bzw. 3,5 Jahren bereiten wir Sie bestens vor, damit Ihrer anschließenden Karriere nichts im Wege steht! Klingt nach einem vielversprechenden Start ins Berufsleben? Ist es auch! Mehr Informationen über die dualen Studiengänge finden Sie auf unserer Karrierewebsite. Dort stellen wir Ihnen auch unsere klassischen Ausbildungsberufe vor. Bewerben Sie sich noch heute! Weitere Infos: deutsche-bank.de/ausbildung

Einstieg ∙ 2/2012 ∙ 5


Wir fragen... ihr antwortet

Gottschalk und Depp Zwischen

Auf unseren Einstieg Messen informieren sich jedes Jahr zehntausende Schülerinnen und Schüler über ihre Möglichkeiten nach dem Abitur. Wir haben einige von ihnen nach ihren Zukunftswünschen gefragt.

Daniel, 18, bereitet sich schon auf den Aufnahmetest der Sporthochschule Köln vor: „Am meisten Angst habe ich vorm Turnen, meine Stärken liegen eher im läuferischen Bereich.“

Eva, 18, möchte gerne Psychologie studieren: „Da der Ansturm auf die Unis wegen G8 sehr groß sein dürfte, gehe ich vielleicht in die Niederlande.“

6 ∙ Einstieg ∙ 3/2012


Tuna, 16, möchte Kinderärztin werden: „Vor dem Medizinstudium hab ich schon etwas Angst. Deswegen strenge ich mich sehr an, damit ich überhaupt die Chance auf einen Studienplatz bekomme. Ich möchte dieses Ziel auf jeden Fall erreichen, denn Karriere bedeutet für mich, das zu erreichen, was man sich vorgenommen hat. Meine Vorbilder finde ich hauptsächlich in der Religion. Ich bin Alevitin und der Glaube ist mir sehr wichtig.“

Christian, 18, wird der nächste Thomas Gottschalk: „Ich möchte gerne in die Medienbranche, am liebsten ins Fernsehen als Moderator. Ich kann viel reden, wenn ich will! Mein Vorbild ist Thomas Gottschalk, auch wenn er mit seiner letzten Sendung nicht erfolgreich war. Ich würde aber auch gerne einen Tag mit Johnny Depp tauschen, um zu erfahren, wie es ist, vor der Kamera zu stehen und einen Film zu drehen.“

Nadine, 18, plant ein Jahr am Meer: „Ich habe gerade mein Abi gemacht und denke darüber nach, jetzt erst mal ein Freiwilliges Ökologisches Jahr zu absolvieren, und zwar an der Nordsee – wegen der Vögel und dem Wattenmeer. Wenn mir das Spaß macht, werde ich vielleicht etwas in Richtung Biologie studieren. Ich freue mich schon darauf, an der Uni neue Leute kennen zu lernen. Und auf ein Auslandssemester – am liebsten in England oder Südamerika.“

Benjamin, 19, möchte gerne Pilot werden: „Die Fliegerei reizt mich sehr. In meiner Freizeit spiele ich Volleyball im Verein und habe zwei- bis dreimal Training in der Woche. Ich möchte auf jeden Fall noch mal nach Neuseeland. Ich war in der elften Klasse da und es war einfach nur geil. Karriere zu machen, bedeutet sicher auch, dass man sich hocharbeiten muss. Dafür muss der Job dann aber auch Spaß machen.“

Fotos: Annette Kamps, Patrick Agis-Garcin, Linda Hammer

Einstieg ∙ 3/2012 ∙ 7


News

Europapolitik mitgestalten – bewirb dich jetzt! Bereits seit 23 Jahren steht das Europäische Jugendparlament in Deutschland (EJP) für spannende Diskussionen, politisches Engagement, Spaß und neue Freundschaften. Bei den internationalen Sitzungen des Dachverbandes kommen dreimal im Jahr jeweils rund 250 Jugendliche aus 36 europäischen Ländern für zehn Tage zusammen, um sich kennen zu lernen, europapolitische Fragen zu debattieren, Visionen für ein gemeinsames Europa zu entwickeln und diese in Resolutionen festzuhalten. In einem jährlich stattfindenden Auswahlverfahren wählt das EJP aus, wer Deutschland bei den nächsten internationalen Sitzungen vertreten darf. Bis zum 21. Oktober können sich Schüler der Jahrgänge 10 bis 12 – jeweils zu acht – bewerben und eine auf Englisch oder Französisch verfasste Resolution einreichen. Thema in diesem Jahr: What measures need to be taken to engage the youth‘s interest in European politics and bring the EU closer to its future generation? Wer die regionalen Auswahlrunden besteht, hat die Chance, sich im Juni 2013 für das europäische Parkett zu qualifizieren. Auf den Sitzungen gibt es neben den Diskussionen und Debatten rund um europäische Themen übrigens auch ein umfangreiches Rahmenprogramm mit kulturellen Abenden, Expertengesprächen – und Partys. Mehr Infos und Anmeldung unter www.eyp.de.

8 ∙ Einstieg ∙ 3/2012

Ausbildungsplatz suchen und bewerten Welche Betriebe bilden aus und wo gibt es überhaupt freie Lehrstellen? Die Suche nach dem passenden Ausbildungsplatz erweist sich oft als ganz schön schwierig. Das neue Internetportal www.jobchecker.net hilft angehenden Azubis dabei. Eine Ausbildungsdatenbank bietet Infos zu sämtlichen Berufen und freien Lehrstellen. Bewerber können direkt mit ihren Wunschunternehmen in Kontakt treten. Darüber hinaus haben sie die Möglichkeit, ihren Ausbildungsplatz zu bewerten und Erfahrungen und Eindrücke mit anderen zu teilen. Die Bewerber erhalten dadurch einen vertieften Einblick in ihren Traumberuf und wissen schon vor Beginn der Ausbildung, was auf sie wartet. Sollte es im Wunschberuf einmal keine freien Stellen geben, informiert ein Suchagent per E-Mail, sobald ein passendes Angebot veröffentlicht wurde. Die Nutzung des Portals ist kostenlos.

Neuer Online-Studienführer fürs Ingenieurstudium Technik studieren – aber welches Fach und wo? Rund 200 Hochschulen in ganz Deutschland bieten insgesamt mehr als 1.000 Studiengänge in den Ingenieurwissenschaften an. Bei der großen Auswahl fällt es oft nicht leicht, den Durchblick zu bewahren und das passende Fach zu wählen. Das Resultat: Über die Hälfte aller Technik-Studierenden bricht vorzeitig ab. Das zu vermeiden, ist das Ziel eines neuen Online-Studienführers: Auf www.ingenieurwesen-studieren.de finden Interessierte ab sofort Informationen zu den verschiedenen Studienmöglichkeiten. Eine Datenbank erleichtert die Suche nach Programmen und Hochschulen. Darüber hinaus geben Studenten und Absolventen den Usern nützliche Tipps und lassen sie an ihren Erfahrungen teilhaben. So erfährt man schon vor Studienbeginn etwas über die Inhalte und die Atmosphäre an der jeweiligen Hochschule.


Lust auf Luftfahrt?

„Jonas“-DVDs zu gewinnen

Fluglotse werden! www.dfs.de

Jonas (Christian Ulmen) ist 18 und schon mehrmals sitzen geblieben. An einer Brandenburger Gesamtschule bekommt er seine letzte Chance, doch noch den Abschluss zu machen. Jonas gibt sich alle Mühe, die sechswöchige Probezeit zu bestehen, doch insbesondere in Mathe gerät er schnell an seine Grenzen. Dass er sich dazu noch in seine Musiklehrerin verliebt und, um ihr zu imponieren, eine Schulband gründet, macht Jonas‘ Aussichten nicht unbedingt besser. Christian Ulmen ist als Jonas kaum wiederzuerkennen und fühlt sich gut in die Rolle des schüchternen Schülers ein, doch für 18 geht der 36-Jährige beim besten Willen nicht mehr durch. Dass Mitschüler und Lehrer nicht wissen, wer hinter dem „Neuen“ steckt, der zudem ständig von der Kamera begleitet wird, nimmt man ihnen leider nicht ab. Doch auch wenn er nicht an die Klasse von „Mein neuer Freund“ heranreicht, ist „Jonas“ ein unterhaltsamer Film, der den Schulalltag mit all seinen Problemen einfängt, aber eben auch die schönen Seiten zeigt: So unbekümmert feiert und verliebt man sich schließlich nie wieder! Damit ihr euch selbst ein Bild von Jonas machen könnt, verlosen wir drei DVDs. Tragt euch einfach bis zum 10. Oktober unter www.einstieg.com/ gewinnspiel ein.

Startklar? Mit Abitur? Und zum Abflug bereit? Bewerben Sie sich jetzt! Wir bilden das ganze Jahr über zur Fluglotsin bzw. zum Fluglotsen aus. Starthilfe gibt‘s hier: www.karriere.dfs.de

Weil der Himmel uns braucht!

Magazin Einstieg

Kompetenz in Theorie und Praxis: Duales Studium und angewandte Forschung an der privaten Hochschule der Hamburger Wirtschaft. In Kooperation mit rund 200 namhaften Unternehmen bietet die HSBA die dualen Bachelor-Studiengänge:

Business Administration Logistics Management Maritime Management Media Management

Medienwettbewerb für junge Kreative

sowie die berufsbegleitenden englischsprachigen Master-Stu diengänge:

„Du hast was zu zeigen? Dann her damit!” Das ist das Motto des Meduc Awards 2012, der junge Kreative dazu aufruft, ihre Projekte und Ideen einzureichen. Eine namhafte Jury aus der Medienbranche entscheidet, wer am Ende die Trophäe mit nach Hause nimmt. Neben dem Award und zahlreichen Sachpreisen warten auf die Gewinner Karten für die Filmschau Baden-Württemberg. Der Meduc Award 2012 richtet sich an Schüler, Azubis und Studierende. Zur Auswahl stehen die Kategorien Film, Print, Musik, Multimedia und Journalismus. Organisiert wird der Wettbewerb vom Verein zur Förderung der Vermittlung und Anwendung multimedialer Inhalte, Lehr- und Lernformen in Stuttgart. Bewerben könnt ihr euch mit euren Songs, Filmen, Büchern oder Texten bis zum 30. September 2012. www.meduc-award.de

Global Management & Governance (M.A.) Business Administration & Honourable Leadership (MBA) Shipping (MBA) Detaillierte Informationen zu allen Studien gängen finden Sie auf unserer Homepage. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

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Foto: Selma Sahin

Einstieg Gesicht 2012

„Ich brauche Nachhilfe in Japanisch“ Zusammen mit LAL Sprachreisen haben wir das „Einstieg Gesicht 2012“ gesucht. Und die User von Einstieg.com haben es unter mehr als 100 Bewerbern gefunden: Ami Kucharek, 16, aus Karlsruhe! Beim Fotoshooting in München entstand das Cover dieser Ausgabe. Ami, wie hat dir das Shooting gefallen? Es hat sehr großen Spaß gemacht. Ich habe vorher noch nie gemodelt, deswegen war natürlich alles sehr aufregend für mich. Du machst im nächsten Jahr Abi, wie geht es danach weiter? Bevor ich anfange zu studieren, möchte ich erst einmal ein paar Praktika in Deutschland machen und dann für eine Zeit ins Ausland gehen. Auf jeden Fall möchte ich nach Japan, denn meine Mutter kommt von dort. Aber vorher muss sie mir noch Nachhilfe in Japanisch geben. Und was möchtest du später mal beruflich machen? Mein Traumberuf ist Diplomatin. Entsprechend werde ich mich auf jeden Fall um eine Ausbildung beim Auswärtigen Amt bemühen. Das wäre toll, wenn ich mein Interesse an Politik und Geschichte mit meiner Leidenschaft für Fremdsprachen verbinden könnte.

Auch 2013 werden wir wieder einen Foto-Wettbewerb veranstalten. Die Siegerin oder der Sieger wird das Einstieg Cover der August-Ausgabe zieren. Unser Newsletter informiert euch rechtzeitig, wenn ihr eure Fotos einschicken könnt und das Voting beginnt. Tragt euch ein unter: www.einstieg.com 10 ∙ Einstieg ∙ 3/2012

Was bedeutet der Begriff Karriere für dich? Klein anzufangen und dann schrittweise aufzusteigen. Im besten Fall bis an die Spitze. Karriere bedeutet auch, Verantwortung zu übernehmen. Und natürlich muss man Spaß an seinem Beruf haben. Sonst wird es nix mit der Karriere. Was machst du in deiner Freizeit? Ich tanze, jogge und unternehme gern etwas mit meinen Freunden in der Stadt. Und manchmal spiele ich Gitarre.

Ami auf Malta LAL spendiert Ami eine Sprachreise nach Malta. Dort wird sie bald ihre Englisch-Kenntnisse vertiefen. Und im Auslands-Special der kommenden Ausgabe wird sie davon berichten.

Bildergalerie: Auf www.einstieg.com/magazin gibt es weitere Bilder von Ami beim diesjährigen Covershooting. Außerdem findest du hier Aufnahmen aller bisherigen Sieger unserer Foto-Wettbewerbe.


„Ich will eine Ausbildung mit vielen Möglichkeiten, damit ich später alle Freiheiten habe.“ REWE bietet mir den Einstieg zum Aufstieg. Durch die gezielte Nachwuchsförderung habe ich hier vielseitige Karrieremöglichkeiten, die mich weiterbringen. Ob Einzelhandelskaufmann oder später Marktmanager oder irgendwann vielleicht sogar mal selbstständiger REWE Kaufmann – hier stehen mir alle Türen offen. Gut für meinen Weg nach oben – und für mein Ziel Down Under.

Jetzt bewerben: www.rewe.de/karriere

Daniel W., 22 Jahre, Azubi und Australien-Fan

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Titel: Einstieg in den Handel

SuperKarriere

© fraufleer/photocase.com

im Supermarkt In keiner Branche hat man mit einer betrieblichen Ausbildung so gute Aufstiegschancen wie im Handel. Wer besonders hoch hinaus will, sollte trotzdem lieber studieren. Alle Infos gibt’s in unseren FAQ.

1. Worum geht’s im Handel? Waren einkaufen und möglichst gewinnbringend wieder verkaufen – das ist das Ziel des Händlers. Wer sich aber einmal näher mit der riesigen Branche beschäftigt, in der hierzulande fünf Millionen Menschen arbeiten, wird schnell erkennen, dass der „Austausch von Gütern zwischen Wirtschaftssubjekten“ (so die Definition im Lexikon) nur der letzte Schritt in einer langen Reihe betriebswirtschaftlicher Prozesse ist. Und für die benötigt der Handel ganz unterschiedliche Fachkräfte. Da sind zum Beispiel der Designer und der Produktmanager eines Bekleidungshauses. Sie denken sich alljährlich neue Kollektionen aus und haben dabei stets den Geschmack des Kunden im Blick. Für die Beschaffung der Ware zu möglichst günstigen Preisen ist der Einkäufer zuständig. Er reist nicht selten um die halbe Welt, um geeignete Stofflieferanten und Näher zu finden und zu beauftragen. Logistiker sorgen später dafür, dass die Ware vom Lieferanten über das Zwischenlager bis ins Geschäft gelangt, wo sie von Visual Merchandisern ansprechend im Verkaufsraum positioniert wird. Marketing-Profis überlegen sich Werbeaktionen, mit denen potenzielle Kunden auf die neue Ware aufmerksam gemacht werden sollen. Mediengestalter entwerfen Kataloge und Werbeprospekte. Informatiker programmieren und pflegen den Online-Shop des Unternehmens, während im Geschäft die Verkäufer den Kunden beraten und abkassieren. Finanzbuchhalter kontrollieren schließlich den Zahlungsverkehr und erstellen am Ende des Tages die Abrechnung.

12 ∙ Einstieg ∙ 3/2012


Die Erfolgsformel für Durchstarter:

2. Klingt abwechslungsreich.

Studium + Praxis = Karriere Studieren Sie an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Ingolstadt in Kooperation mit der Media-SaturnUnternehmensgruppe, der Nummer Eins in der Elektrofachmarktbranche.

Aber wie steht’s um die Karrierechancen?

International Retail Management (Bachelor of Arts)

Verglichen mit anderen Branchen, können ambitionierte junge Leute im Handel ziemlich schnell Karriere machen. Erste Führungspositionen sind schon mit Anfang, Mitte Zwanzig drin. Vom einfachen Azubi zum Abteilungs-, Filial- oder Marktleiter aufsteigen – das geht nirgendwo so einfach wie im Handel, denn die Hierarchien sind hier flacher als in anderen Branchen. Sogar ins Ausland kann der Weg mit ein paar Jahren Berufserfahrung führen: Viele Unternehmen sind heute europa- oder sogar weltweit tätig und betreiben ein grenzüberschreitendes Filialnetz. „Eine unserer Absolventinnen hat später zum Beispiel die BognerFiliale in New York geleitet“, berichtet Wolfgang Förster, der als Leiter der Akademie Handel in München Schulabgänger zu Handels-Profis ausbildet.

Internationales Studium der BWL mit Schwerpunkt Handelsmanagement auf Englisch Praxiserfahrung parallel zum Studium: Praktika bei Media-Saturn Förderung in Höhe von 1.000 Euro pro Monat Wirtschaftsinformatik (Bachelor of Science) Studium aus einer Kombination aus Informatik und Betriebswirtschaft Praxiserfahrung parallel zum Studium: Werkstudententätigkeit und Praktika in unserem IT-Bereich in Ingolstadt

Information und Bewerbung unter: www.media-saturn.com/karriere

Mit Studienbeginn Förderung in Höhe von 700 Euro monatlich und ab dem 4. Semester in Höhe von 800 Euro pro Monat

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3. Apropos ausbilden:

Wie schaffe ich am besten den Einstieg?

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Der klassische Weg führt über die dreijährige betriebliche Ausbildung zum Kaufmann im Einzelhandel oder zum Kaufmann im Groß- und Außenhandel. Abiturienten können diese im Rahmen der so genannten Abiturientenausbildung (manchmal auch „duales Studium“ genannt) sogar verkürzen und direkt im Anschluss die sehr anspruchsvolle Fortbildung zum geprüften Handelsfachwirt oder zum geprüften Handelsassistenten anschließen. Das dauert insgesamt auch drei Jahre, am Ende hat man aber gleich zwei IHK-Abschlüsse in der Tasche und ist bestens gerüstet für Positionen im mittleren Management. „Nicht mal jede fünfte Führungskraft im Handel hat einen Hochschulabschluss. In anderen Branchen sind es bis zu 80 Prozent“, weiß Akademieleiter Wolfgang Förster. „Warenkenntnis und Kompetenz im Umgang mit Kunden lernt man halt am besten ‚on the job’ und nicht theoretisch-abstrakt an einer Hochschule.“

Starten ! statt warten

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4. Also kann man Handel

5. Welche Ansprüche

gar nicht studieren?

Egal, ob man sich für die Abiturientenausbildung oder ein Studium entscheidet – die Wünsche der Unternehmen an ihren Nachwuchs sind die gleichen: „Wir suchen junge Leute, die kommunikationsstark sind und immer wieder etwas Neues machen wollen. Die Bedürfnisse des Kunden ändern sich ständig, und darauf müssen wir Händler uns einstellen“, sagt Wolfgang Förster. Beispiel Multichannel-Handel: Während in vielen Innenstädten Geschäfte mangels Umsatz schließen, nimmt die Kaufbereitschaft der Menschen im Internet weiter zu, neuerdings auch über mobile Endgeräte wie Handys. „Das Ergebnis ist: Jeder stationäre Händler hat heute zusätzlich einen Online-Shop, vielleicht sogar noch einen Katalog“, erklärt Thomas Asche von der DHBW. Bei seinen Studierenden sind Asche Motivation und Durchhaltewille besonders wichtig. Angehende Führungskräfte dürften sich nicht zu schade sein, in den ersten ein oder zwei Semestern auch mal ganz einfache Tätigkeiten zu verrichten. „Wenn sie später Verantwortung haben, müssen sie schließlich auch wissen, wie es im Lager oder an der Kasse zugeht.“ Daniel Schwitzer

Wege in den Handel Normaler Weg (für Praktiker)

Abiturientenausbildung

Bachelor-Studium (für besonders Ambitionierte)

(für leistungsstarke Praktiker)

Ausbildung: Kaufmann/-frau im Einzelhandel oder im Groß-/Außenhandel (IHK) Dauer: 3 Jahre

kombinierte Aus- und Fortbildung: Kaufmann/-frau im Einzelhandel oder im Groß-/Außenhandel (IHK) + Handelsfachwirt (IHK)

zum Beispiel: • BWL-Studium mit handelsspezifischer Vertiefung • Studiengang Handelsmanagement • duales Studium Handel mit Praxisphasen in Unternehmen

Dauer: 3 Jahre Dauer: 6 bis 7 Semester mind. 1 Jahr Berufspraxis

Fortbildung: Handelsfachwirt (IHK) Dauer: 3 bis 24 Monate

14 ∙ Einstieg ∙ 3/2012

später weitere Fortbildung zum Handelsbetriebswirt (IHK) oder berufsbegleitendes Studium möglich

danach Berufseinstieg oder MasterStudium möglich

Foto: Anke Tillmann

Doch, es gibt in Deutschland jede Menge interessanter Studiengänge, und wer später so richtig hoch hinaus will, zieht vielleicht ein paar Jahre im Hörsaal der berufspraktischen Ausbildung vor. „Natürlich kann am Ende nicht jeder Vorstandsvorsitzender werden. Aber gerade weil im Handel die Akademiker noch unterrepräsentiert sind, sollten Abiturienten eine möglichst hohe Qualifikation anstreben“, findet der Wirtschaftswissenschaftler Thomas Asche. Das kann sowohl ein klassisches BWL-Studium mit handelsspezifischer Vertiefung in den letzten Semestern bzw. besonderer Schwerpunktsetzung (zum Beispiel auf Textilhandel, E-Commerce oder Luxusgüter) als auch ein Studium wie Handelsmanagement sein, in dem von Beginn an handelsspezifische Inhalte vermittelt werden. Zu dieser Gruppe gehören auch die dualen Studiengänge, die besonders anspruchsvoll sind, weil sie Theorie und Praxis miteinander verzahnen. Thomas Asche leitet an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) in Ravensburg solch ein Programm. Die Hälfte der Zeit absolvieren die Studierenden bei ihm an der Hochschule, die andere Hälfte als Praxisphasen in ihren jeweiligen Unternehmen. „Das ist für die Betriebe wie auch die Studierenden quasi eine 18-monatige Probezeit“, sagt Asche. „Circa 70 bis 80 Prozent der Absolventen bleiben anschließend bei ihren Partnerunternehmen.“

haben die Unternehmen an ihren Nachwuchs?


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Das Abiturientenprogramm von REWE Mit Mitte 20 schon für einen eigenen Supermarkt verantwortlich sein? Faruk macht gerade eine Ausbildung zum Kaufmann im Einzelhandel und anschließend eine zum Handelsfachwirt. Möglich ist dies mit dem REWE-Abiturientenprogramm. Er ist beeindruckt von den schnellen Karrieremöglichkeiten, die mit dem erfolgreichen Abschluss des Programms verbunden sind. Besonders wichtig ist für ihn der Praxisbezug. „Ich habe mich bei REWE beworben, als ich bereits angefangen hatte zu studieren. Schnell aber habe ich festgestellt, dass mir im Studium die Praxisnähe fehlt. Im Abiturientenprogramm erlebe ich täglich Praxis pur. Ich kann das erlernte Theoriewissen sofort anwenden und lerne ununterbrochen dazu. Der direkte Kontakt mit den Kunden macht mir besonders viel Spaß. Ich berate sie mit viel Engagement, da ich auch privat sehr gerne mit Men-

schen zu tun habe. Was mir bei REWE nicht gefällt? Schwer zu beantworten. Möglicherweise bin ich aber nicht unbedingt begeistert, wenn in der Getränkeabteilung eine Flasche runterfällt und ich die Spuren beseitigen darf. Hier bei REWE habe ich die Möglichkeit, sehr schnell eine hochqualifizierte Ausbildung abzuschließen. Nach anderthalb Jahren kann man es bereits zum Kaufmann im Einzelhandel bringen, und wenn man sich bewährt hat, darf man sogar den Handelsfachwirt machen. Ich bin heute sehr froh darüber, das Ausbildungsangebot von REWE angenommen zu haben. Mein großer Traum ist es, es in kurzer Zeit zum Marktmanager zu bringen.“

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Einstieg ∙ 3/2012 ∙ 15


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Titel: Einstieg in den Handel

Dem Trend auf der Spur

Ware präsentieren, Kunden beraten, Umsätze analysieren: Frieda Böhm (21) lernt bei der Peek & Cloppenburg KG Düsseldorf Handelsfachwirtin. Irgendwann will sie selbst Trends entdecken.

E

inmal in der Woche steht für Frieda Böhm die Renner-Penner-Analyse an. Dann unternimmt sie einen ausgiebigen Rundgang durch ihre Abteilung, beobachtet die Kunden beim Stöbern und analysiert mittels einer speziellen Software – dem so genannten Warenwirtschaftssystem – die Umsätze und Abverkäufe der letzten Tage. Am Ende weiß sie ganz genau, welche Jeans, Chinos, Tops und Accessoires in dieser Woche gut gelaufen sind und welche Teile sich als Ladenhüter entpuppt haben. Dieses Wissen ist für Friedas Arbeitgeber, das Modehaus Peek & Cloppenburg, enorm wichtig, denn zwischen den mehr als 60 Verkaufshäusern im ganzen Land besteht ein reger Warentauschverkehr. Findet zum Beispiel ein bestimmtes Shirt in Köln kaum Absatz, so wird es einfach nach Berlin geschickt, wo die Nachfrage 16 ∙ Einstieg ∙ 3/2012

größer ist. Im Gegenzug nimmt vielleicht eine Bluse den umgekehrten Weg. Unter dem Strich steht für das Unternehmen der größtmögliche Umsatz und Gewinn.

„Viel zu tun ist immer“ Frieda Böhm absolviert im Verkaufshaus Dortmund eine dreijährige kombinierte Aus- und Fortbildung zur Handelsfachwirtin. Ihre Stamm-Abteilung ist die Damen-Boutique im Untergeschoss. Ihre Aufgabe: darauf achten, dass alles reibungslos läuft. „Viel zu tun ist eigentlich immer, besonders samstags und in den Schulferien, wenn die Leute frei haben“, erzählt sie. Eine Stunde vor Öffnung betritt Frieda jeden Morgen das Geschäft, um den Verkaufsraum herzurichten, bevor die ersten Kunden kommen: „Täglich

trifft neue Ware ein, die ich zusammen mit dem Abteilungsleiter sortieren, falten und aufbauen muss.“ Danach beginnt für sie die Arbeit allerdings erst richtig: Frieda führt Unmengen an Verkaufsgesprächen, organisiert Lieferanten-Retouren für fehlerhafte oder nicht verkaufte Teile und bespricht mit anderen Verkaufshäusern den Warentausch. In der Boutique ist die Kleidung günstig und die Kundenfrequenz hoch. „Hier kommt es darauf an, in möglichst kurzer Zeit möglichst viel Ware zu verkaufen. Anders als zum Beispiel in der Großkonfektion, wo sehr teure Anzüge, Kleider und Kostüme hängen und der Kunde mehr Wert auf Beratung legt.“ Frieda hat beide Abteilungen kennen gelernt, bevor sie wusste, wo sie hingehört. „Ich mag Herausforderungen, deshalb macht mir der Job in der Boutique richtig Spaß.“


von 9 bis 20 Uhr Dass sie einmal im Textilhandel landen würde, ist für keinen, der sie kennt, eine Überraschung. Nicht nur, dass die 21-Jährige für ihr Leben gerne shoppen geht. Darüber hinaus beschäftigte sie sich schon zu Schulzeiten mit Trends, informierte sich in Mode-Zeitschriften und Internet-Blogs über die neuesten Styles in anderen Ländern und bastelte bunte Fashion-Collagen. „Ich finde die Branche einfach spannend: In einer Stadt irgendwo auf dem Planeten entsteht ein Trend, und ein halbes Jahr später ist er weltweit in den Läden zu finden.“ In ein paar Jahren, wenn Frieda genügend Erfahrung im Verkauf gesammelt hat, würde sie gerne ins Produktma-

nagement ihres Unternehmens wechseln und dort selbst Trends erkennen. Doch bis dahin gilt es noch einiges zu lernen. Den IHK-Abschluss zur Kauffrau im Einzelhandel hat Frieda schon in der Tasche. Folgt noch die anspruchsvolle Prüfung zur Handelsfachwirtin, auf die sie sich blockweise im Bildungszentrum des Einzelhandels (BZE) im niedersächsischen Springe vorbereitet. Auf dem Stundenplan stehen dort Themen wie Unternehmensführung und -steuerung, Handelsmarketing, Personalmanagement, Volkswirtschaft für die Handelspraxis sowie Beschaffung und Logistik. Zwischendurch kehrt sie immer wieder für Praxisphasen ins Verkaufshaus zurück. Die Abwechslung ist es dann auch, die Frieda am besten an ihrem Job gefällt: „Kein Tag ist wie der andere. Ständig passieren Dinge, mit denen man vorher nicht gerechnet hat.“ So gehen auch die langen Arbeits-

Sale

Arbeitstage

tage, die häufig von 9 bis 20 Uhr dauern, schnell vorbei. „Abends falle ich manchmal ins Bett und denke mir: Mensch, was du heute wieder alles geschafft hast!“ Daniel Schwitzer

Duales Bachelor-Studium bei Lidl Willkommen bei Lidl: Das Duale Bachelor-Studium qualifiziert Sie für unterschiedliche Managementaufgaben bei Lidl. Kurzum: Der erfolgreiche Abschluss bietet Ihnen erstklassige Berufsperspektiven. 37 Regionalgesellschaften von Lidl Deutschland bieten Ihnen in Kooperation mit ausgewählten Dualen Hochschulen bzw. Berufsakademien ihre Partnerschaft an. Studieren und verdienen: Schon ab dem ersten Monat verdienen Sie Ihr eigenes Geld: 1. Jahr 1.300 €, 2. Jahr 1.500 €, 3. Jahr 1.700 € (Stand: Juni 2012). Verantwortung übernehmen: Von Anfang an warten verantwortungsvolle Aufgaben auf Sie. Legen Sie los.

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Textilhandel Azubiprojekt: Jan Bühlmayer (ganz rechts) und Kollegen

Einsteigen – Aufsteigen –

Karriere machen Kaufland ist ein attraktiver Arbeitgeber im Handel und bietet jungen Menschen tolle Einstiegs- und Entwicklungsmöglichkeiten. Jährlich werden bundesweit über 100 DHBW-Studenten sowie ca. 1.200 Azubis ausgebildet. Das Duale Studium Der Bachelor-Studiengang BWL – Handel an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) ermöglicht dir eine Karriere im Doppelpack: In einem dreijährigen Studium mit wechselnden Theorie- und Praxisphasen studierst du am Campus Heilbronn. Die praktische Ausbildung findet in einer unserer Filialen statt, die sich in der Nähe deines Wohnortes befindet. Du arbeitest im Tagesgeschäft mit und bist für bestimmte Projektthemen verantwortlich. Strukturen, Aufgaben und Arbeitsabläufe der relevanten Bereiche im Unternehmen werden dir so transparent. Nach Abschluss des Studiums bieten wir dir einen schnellen Aufstieg in verantwortungsvolle Vertriebspositionen.

Auf die Qualität der Ausbildung legen wir großen Wert. Während der gesamten Studienzeit wirst du gut betreut und in deiner Entwicklung gefördert. Die Teilnahme an spannenden Wettbewerben und firmeninternen Veranstaltungen ergänzen darüber hinaus deine Ausbildung. Natürlich ist uns auch ein erfolgreicher Abschluss wichtig. In speziellen Seminaren wirst du auf deine Prüfungen vorbereitet. Somit steht deinem Einstieg als Fach- oder Führungskraft, der dich nach Abschluss des Studiums erwartet, nichts mehr im Wege.

Kaufland-Student Jan Bühlmayer berichtet: „Schon während meines Abiturs jobbte ich als Aushilfe bei Kaufland und wusste, hier bin ich richtig! Fasziniert haben mich schon damals die täglichen Herausforderungen des Warengeschäfts und die Nähe zu den Kunden. Meine Entscheidung für das Duale Studium BWL – Handel war also schnell getroffen. In den Praxisphasen konnte ich von Anfang an Verantwortung übernehmen und vor allem im Führungsbereich und im Umgang mit Menschen wertvolle Erfahrungen sammeln. Die Theoriephasen finden in eigenen kaufland-spezifischen Kursen am Campus Heilbronn (DHBW Mosbach) statt. Zu den Highlights meines Studiums zählen die regionalen Bachelor-Tage, bei denen ich immer die Möglichkeit habe, mit 18 ∙ Einstieg ∙ 3/2012

den Führungskräften und dem Geschäftsführer über wichtige Themen zu diskutieren und mich mit den anderen Studenten auszutauschen. Momentan bin ich an der Organisation des Azubiprojekts Azubis führen einen Markt beteiligt. Aktionsplanungen wie beispielsweise die Verkostung von alkoholfreien K-Pirinhas oder der Malwettbewerb Kinder malen das schönste Kaufland gehören dabei ebenso zu meinen Aufgaben wie die Betreuung der Auszubildenden. Mein Ziel ist es, eine eigene Filiale zu leiten und gemeinsam mit meinem Team täglich Frische und Qualität für unsere Kunden sicherzustellen.”


weil ich bei Kaufland eine echte Zukunftsperspektive habe!

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Titel: Einstieg in den Handel

Der Mittelsmann Wie gelangt die Ware vom Hersteller ins Verkaufsregal? Dennis Müller (23) macht bei Lekkerland ein duales Studium zum Großhändler.

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er etwas über Dennis Müllers Job erfahren möchte, der muss zunächst einmal die Branche verstehen, in der er arbeitet. Wie der Einzelhandel funktioniert, weiß jedes Kind: Ein Hersteller oder Händler verkauft seine Waren ohne Umwege an den Endkonsumenten. Dennis Müllers Fach ist hingegen der Großhandel. Beim Unternehmen Lekkerland in Frechen, am Rande von Köln, absolviert der 23-Jährige das duale Studium zum Handelsmanager, eine Kombination aus betrieblicher und akademischer Ausbildung. Als Großhändler übernimmt Lekkerland die Rolle eines Mittlers zwischen der produzierenden Industrie und dem Einzelhandel. „Wir kaufen Waren in großen Mengen ein und verkaufen sie anschließend in kleineren Mengen an den Einzelhandel weiter“, erklärt Dennis. Kioske, Tankstellen-Shops, Supermärkte oder Kaufhäuser – allesamt Kunden von Lekkerland – profitieren davon, weil sie nicht mehr mit Hunderten oder gar Tausenden von Verkäufern einzeln verhandeln müssen, sondern nur noch mit einem. Zudem bietet der Großhändler seinen Kunden zusätzliche Dienstleistungen, unterstützt sie zum Beispiel bei der Zusammenstellung des Sortiments oder dabei, die Ware im Geschäft möglichst verkaufsfördernd zu platzieren. Das komme gut an, sagt Dennis. „Unsere Kunden lassen sich von uns beliefern, weil sie wissen, dass sie dadurch erfolgreicher werden.“

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„Ich will einen Beruf, der mich richtig fordert“ In der Zentrale von Lekkerland hat Dennis nach einem Jahr schon so manche Abteilung durchlaufen, etwa das Controlling, wo er Finanzströme überprüfte. Mit Vertrieb und Marketing beschäftigte er sich während seines Auslandspraktikums beim schweizerischen Tochterunternehmen des Konzerns. Und in der Abteilung e-va („electronic value“) lernte er alles über die Prepaid-Karten zum Einkaufen, Telefonieren und Verschenken, die Lekkerland von unterschiedlichen Herstellern bezieht, um sie an seine Einzelhandels-Kunden weiterzugeben. „Das ist manchmal gar nicht so einfach, denn gerade ein Anbieter wie Apple mit seinen iTunes-Geschenkkarten hat sehr strikte Vorstellungen, in welcher Umgebung sein Produkt verkauft werden soll.“ Zwischen seinen Praxisphasen paukt Dennis regelmäßig jeweils drei Monate lang Theorie an der Europäischen Fachhochschule (EUFH) in Brühl. Neben allgemeinen Grundlagenkursen in BWL, VWL, Wirtschaftsrecht und Wirtschaftsinformatik besucht er dort fast ausschließlich Vorlesungen und Seminare mit starker Handelsorientierung. Auf dem Stundenplan stehen zum Beispiel Rechnungswesen, Unternehmensführung, Beschaffungs- und Logistikprozesse sowie Handelsmarketing. An zwei Tagen in der Woche geht er außerdem zur Berufsschule. Denn innerhalb der sechs Semester, die sein duales Studium


dauert, macht Dennis nicht nur einen, sondern gleich zwei Abschlüsse: den Bachelor in Handelsmanagement an der EUFH und den IHK-geprüften Kaufmann im Groß- und Außenhandel bei Lekkerland. Das straffe Programm sei ihm nicht zu viel, sagt er. „Ich will ja auch später einen Beruf haben, der mich richtig fordert.“

Die Abläufe ständig überprüfen Mit seiner Arbeitgeberwahl ist der 23-Jährige bislang sehr zufrieden. Gerade der Abwechslungsreichtum gefällt ihm. Als nächste Praxisstation steht für den 23-Jährigen im Oktober zum Beispiel die Hausmesse an: Mehrmals im Jahr veranstaltet Lekkerland für seine Kunden große Events, auf denen diese sich über den Markt informieren, von allen namhaften Herstel-

lern beraten lassen und deren Produkte kennen lernen können. „Das sind organisatorisch sehr aufwendige Messen, die eine Menge Vorbereitung erfordern. Es kann nicht schaden, das mal mitgemacht zu haben“, erzählt er. Als Student an der FH interessiert ihn insbesondere der Bereich Change-Management. Hier lernen er und seine Kommilitonen, wie sie in ihren Unternehmen Veränderungsprozesse anstoßen, überwachen und analysieren können – Wissen, das Dennis später unbedingt in seine Arbeit bei Lekkerland einbringen möchte. „Nicht umsonst sagen unsere Professoren immer: Handel ist Wandel. Um Erfolg zu haben, muss man sich selbst und die Abläufe im Unternehmen halt ständig überprüfen.“ Daniel Schwitzer

ABITURIENTENPROGRAMME: DUALES BACHELOR STUDIUM (M/W) HANDELSFACHWIRT (M/W) MIT DER OPTION ZUM FERN-/PRÄSENZSTUDIUM DER BETRIEBSWIRTSCHAFTSLEHRE (B.A.) ODER ZUM VOLLZEITSTUDIUM DES MODEUND DESIGNMANAGEMENTS (B.A.)

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Volle Regale, keine Kunden: der Lehr-Supermarkt Neuwied

Titel: Einstieg in den Handel

Schleichkatzen-Kaffee auf der Rennstrecke Plastik-Bananen, leere Pizza-Kartons, kein Kunde weit und breit: An der food akademie Neuwied lernen Azubis, wie man Lebensmittel verkauft.

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in flüchtiger Blick unter die Konserve, und der Appetit kann einem schon mal vergehen. „Mindestens haltbar bis 13.12.2008“ steht da in fast verblichener Computerschrift auf den Fertignudeln. Seit dreieinhalb Jahren abgelaufen! Solch eine Antiquität vermutet man vielleicht im obersten Regal der Speisekammer einer alleinstehenden Rentnerin, ganz hinten, direkt neben den Mottenkugeln. Aber hier, im Supermarkt? Hoffentlich nur übersehen, denke ich noch. Doch auch mit der Obstund Gemüse-Abteilung, die am Ende des Ganges auf Kunden wartet, stimmt offensichtlich etwas nicht: Der saftige Berg aus Äpfeln, Orangen und Bananen? – Aus Plastik! Die gemischten Salate im Frische-Regal? – Nur bunte Papierschnipsel! Weiter hinten, an der Fleischtheke, liegen abgepackte Salamischeiben, die sich bei näherer Betrachtung als abgepackte Farbkopien von Salamischeiben

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entpuppen. Und die Pizza-Kartons in der Tiefkühltruhe sind, wie könnte es anders sein: leer. Himmel, in was für einem Supermarkt bin ich denn hier gelandet? Neben den Spirituosen steht Jutta Golinski und erkennt meinen irritierten Gesichtsausdruck. „Die sind immerhin original“, sagt sie und zeigt auf die Flaschen. „Alkohol wird ja nicht schlecht.“ Golinski arbeitet als Abteilungsleiterin an der food akademie in Neuwied, wo seit 75 Jahren junge Menschen lernen, wie man Lebensmittel verkauft. An die Fachschule angeschlossen ist auf mehr als 700 Quadratmetern Deutschlands einziger LehrSupermarkt, mittlerweile ein bisschen in die Jahre gekommen, aber immer noch voll funktionstüchtig. Der Vorteil für die Azubis, die von ihren Handelsunternehmen blockweise nach Neuwied entsandt werden, um das große Kaufmanns-Einmaleins zu lernen: Kein Kunde stört den

Unterricht. Und wenn doch mal einer kommt, dann herrscht auf dem Campus direkt Promi-Alarm: Thomas Gottschalk mietet den Dummy-Supermarkt regelmäßig, um hier seine GummibärchenWerbespots zu drehen.

Storytelling hilft beim Verkauf An normalen Tagen stehen für die Schüler aber betriebswirtschaftliche Inhalte wie Preiskalkulation, Controlling und Vertriebsstrategien auf dem Stundenplan, immer wieder unterbrochen durch praktische Einheiten im Supermarkt, zum Beispiel Kassentraining oder Warenplatzierung. Viel Raum nimmt auch die Analyse des Kundenflusses ein. Dann erklärt Jutta Golinski den angehenden Lebensmittlern etwa, warum sich der Verbraucher in einem Markt für gewöhnlich


Wer zieht die Waren am schnellsten über den Scanner? Kassentraining im Lehr-Supermarkt Neuwied

gegen den Uhrzeigersinn bewegt und wieso die Regale in Feinkost-Geschäften meistens verwinkelt aufgebaut sind. „Der Kunde soll sich dort möglichst lange aufhalten, immer wieder auf neue Produkte stoßen.“ Bei Discountern wie Aldi gebe es stattdessen richtige Rennstrecken mit langen Regalreihen. „Der ganze Markt ist darauf ausgerichtet, dass Ihr Einkauf schnell über die Bühne geht und Sie nach spätestens einer Viertelstunde wieder auf dem Parkplatz sind.“

Doch auch lebenswichtige Dinge lernen die Teilnehmer hier. Zum Beispiel, dass man einem Fischallergiker niemals schwarze Oliven verkaufen darf, weil diese manchmal mit der Tinte von Tintenfischen eingefärbt sind. „So etwas finden die Schüler total interessant und vergessen es ihr Leben lang nicht mehr.“

Eines der wichtigsten Fächer, die an der food akademie gelehrt werden, ist Warenkunde. Das Handwerkszeug jedes Lebensmittlers, wie Jutta Golinski betont. „Die Dinge müssen einfach sitzen.“ Deshalb erklimmt die Dozentin mit ihren Schülern auch schon mal die Steillagen an der Mosel, damit diese den Weinbau kennen lernen und verstehen, warum ein Riesling mehr kosten darf als ein gewöhnlicher Tafelwein. Immer wichtiger werde im Lebensmittelhandel das so genannte Storytelling, sagt sie. Ein halbes Pfund Kaffee für 180 Euro zum Beispiel würde man normalerweise nie kaufen. „Wenn ich aber höre, was das Besondere an diesem Kaffee ist – dass die Bohnen nämlich auf den Philippinen von einer bestimmten Schleichkatzenart gefressen und später fermentiert wieder ausgeschieden werden –, dann bin ich vielleicht so neugierig, dass ich ihn mir trotzdem einmal leiste.“

Einmal im Jahr werden in Neuwied die Plastik-Dummys gegen echtes Obst ge-

Die Heringsbändiger von Neuwied

Ungenießbar: Salat aus Papierschnipseln

tauscht, die Salami-Farbkopien gegen echte Salamis und die leeren Kartons mit Tiefkühl-Pizzen gefüllt. Dann öffnet der Abschluss-Jahrgang der food akademie den Lehr-Supermarkt einen Tag lang für alle Bürger der Stadt. Für die Schüler ist

dieses Event eine Projektübung. Dazu gehört, im Vorfeld mit LebensmittelHerstellern zu telefonieren und möglichst günstige Warenlieferungen auszuhandeln. Auch die Ladenaufbauten, die Warenplatzierung, die Werbung in der Stadt und der Verkauf läuft komplett über sie. „Dabei kommt es stark darauf an, wie kreativ das Semester ist“, sagt Jutta Golinski. Hoch motiviert gehen die jungen Handels-Profis aber in jedem Fall zur Sache, denn der Ertrag fließt am Ende an sie. „Zuletzt ist davon ein Jahrgang nach Mallorca geflogen.“ Bevor der Lehr-Supermarkt 1993 eröffnet wurde, stand am selben Ort eine Ladenstraße mit sieben Geschäften, darunter ein Bäcker, ein Obst- und Gemüsehändler, ein Tante-Emma-Laden – und ein Fischgeschäft, in dem die Schüler lernten, wie man Meerestiere professionell zerlegt. Bis heute haben sie bei den Neuwiedern deshalb den Spitznamen „Heringsbändiger“ weg. Daran wird wohl auch der angepeilte Neubau 2014 nichts ändern, wenn aus dem Supermarkt ein moderner „Future Store“ werden soll. Ob die Fertignudel-Konserve dann wohl noch einmal mit umzieht?

Daniel Schwitzer

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Rechte und Pflichten von Azubis

Von Freiheiten und Fettnäpfchen © Peter Aktins/fotolia.de

Mit der Berufsausbildung beginnt für viele Jugendliche das richtige Arbeitsleben. Wir sagen dir, welche Rechte du als Azubi hast, und welche Pflichten es zu erledigen gilt. Damit der Start in die Berufslaufbahn nicht zum Fehlstart wird.

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in schlauer Mensch hat einmal gesagt: „Auszubildende, das sind lernende Mitarbeiter“. Da steckt viel Wahres drin: Während der Ausbildungszeit lernst du alles, was du brauchst, um später deinen Beruf ausüben zu können. Wichtig ist, dass du Routine in einzelnen Tätigkeiten und Aufgaben bekommst und lernst, selbstständig zu arbeiten. Da du noch kein perfekter Mitarbeiter bist, verdienst du natürlich entsprechend weniger, musst aber auch nicht von Anfang an perfekte Arbeitsergebnisse abliefern – du lernst ja noch!

Mitglied des Teams… Als Azubi bist du aber nicht nur „Lernender“, sondern auch Mitarbeiter, also ein Kollege, ein Mitglied des Teams. Die Kollegen erwarten von dir, dass du auf sie zugehst, interessiert bist, Probleme ansprichst und nachfragst, wenn du etwas nicht verstanden hast. Und dass du dich den Gepflogenheiten in der Firma anpasst. Kleines Beispiel: Natürlich gehört Kaffee kochen nicht zu den Ausbildungsinhalten einer Veranstaltungskauffrau, aber wenn dies alle in der Firma tun, ist die Azubine halt einfach auch mal dran. Nach wie vor gilt: Der erste Eindruck zählt! Auch für Azubis heißt es deshalb, am ersten Tag im Büro ein möglichst positives 24 ∙ 3/2012 ∙ Einstieg

Bild zu hinterlassen. Konkret bedeutet das, angemessen gekleidet zu sein, pünktlich zu erscheinen und offen auf die neuen Kollegen zuzugehen. Falls nicht gleich jemand da ist, der einen einführt, kann man sich auch selbst vorstellen. Wichtig ist, sein Interesse an der Ausbildung und am Betrieb deutlich zu machen und zu signalisieren: Ich möchte hier etwas lernen!

…und kein Handlanger! Azubis müssen den Anweisungen ihres Ausbilders Folge leisten, sind also weisungsgebunden. Wenn dein Chef dir sagt, dass du den Werkzeugkasten aufräumen oder die Ablage machen sollst, dann kannst du dich nicht darüber hinwegsetzen. Weisungsgebunden bist du jedoch nur, solange diese Anweisungen auch deinem Ausbildungsziel entsprechen. Wenn du als Mediengestalter-Azubi das Büro putzen oder für den Chef die Anzüge aus der Reinigung holen sollst, dann stimmt etwas nicht. Bei allen Arbeiten, die du erledigst, rechnen dein Chef und deine Kollegen damit, dass du sorgfältig arbeitest und dir alle Mühe gibst, ein optimales Ergebnis zu erzielen. Nur dann werden sie dir nach und nach immer weniger auf die Finger gucken und dich immer selbstständiger und eigenverantwortlicher arbeiten lassen. Dass du nicht während der Arbeitszeit Alkohol trinkst oder Dro-


Stress in der Ausbildung –

gen nimmst, versteht sich von selbst. Daneben gilt für Azubis, dass sie Betriebsinterna nicht weitergeben, also zum Beispiel nicht mit Freunden über neue Unternehmensstrategien plaudern. Und, dass sie sofort Bescheid geben, wenn sie krank sind.

Schwarz auf weiß: der Ausbildungsvertrag Alle Dinge, die die Ausbildung betreffen, werden zwischen dir und deinem Betrieb im Ausbildungsvertrag geregelt. Wenn du noch nicht 18 Jahre alt bist, muss dein gesetzlicher Vertreter unterschreiben – das sind in der Regel die Eltern. Im Vertrag ist zum Beispiel das Ausbildungsgehalt angegeben, das je nach Beruf und Region unterschiedlich hoch ausfällt. Es wird entweder vom Tarif geregelt oder darf ansonsten nicht weniger als 80 Prozent des Tarifs betragen. Mit jedem Ausbildungsjahr steigt übrigens auch das Gehalt. Betriebliche Azubis haben außerdem unter bestimmten Voraussetzungen Anspruch auf finanzielle Unterstützung. Diese Berufsausbildungsbeihilfe (kurz: BAB) kann bei der Arbeitsagentur beantragt werden.

wer hilft? Nicht immer läuft alles so, wie du es dir vorgestellt hast. Das kann am Ausbildungsbetrieb oder an deinem Ausbilder liegen. Vielleicht bist du wirklich in einem Unternehmen gelandet, das Azubis nur als billige Arbeitskräfte braucht. Oder an einen Ausbilder geraten, der menschlich nicht so richtig mit dir kompatibel ist bzw. Anforderungen an dich stellt, die einfach nicht okay sind. Es kann aber auch daran liegen, dass du dich erst an dein neues Umfeld am Arbeitsplatz gewöhnen musst. Wenn dir also irgendwas auf der Seele brennt, sprich deinen Ausbilder darauf an. Falls du mit ihm oder ihr nicht klar kommst, kannst du auch den Betriebsrat in deinem Unternehmen, die Lehrer in der Berufsschule sowie die Ausbildungsberater der IHK oder der Handwerkskammern um Rat fragen. Und auch die Gewerkschaften haben immer ein offenes Ohr für deine Probleme.

Ebenfalls im Ausbildungsvertrag sind die Arbeitszeiten, der Urlaubsanspruch und die Länge der Probezeit schriftlich fixiert: • Wer unter 18 ist, darf nicht mehr als 8 Stunden täglich und 40 Stunden wöchentlich arbeiten. Bei Volljährigen sollte die Wochenarbeitszeit maximal 48 Stunden betragen. • Der Urlaubsanspruch richtet sich nach deinem Alter: 15 Jahre = 30 Werktage, 16 Jahre = 27 Werktage, 17 Jahre = 25 Werktage, 18 Jahre und älter = 24 Werktage. Am besten nimmst du deinen  Urlaub während der Berufsschulferien und möglichst zusammenhängend. • Die Probezeit beträgt mindestens einen und höchstens vier Monate. In dieser Zeit ist die sofortige Beendigung der Ausbildung ohne Angabe von Gründen möglich. Dies gilt für den Azubi genauso wie für das Unternehmen.

Wir bilden Sie aus zum geprüften Handelsfachwirt (m/w)

Sie interessieren sich für den Handel, haben Spaß am Umgang mit Menschen und möchten nach der Aus- bzw. Weiterbildung ein Team selbstständig führen oder sogar eines unserer Woolworth-Kaufhäuser eigenständig leiten? Dann bieten wir Ihnen die passende Aus- und Weiterbildung zum Handelsfachwirt (m/w)! Im Rahmen dieses internen Führungsnachwuchs-Progamms erlangen Sie: • 3 IHK-Abschlüsse in nur 36 Monaten (Kaufmann im EH (m/w), AusbilderEignungsschein und geprüfter Handelsfachwirt (m/w)) • Praxisnahe Einsätze in unseren Kaufhäusern per Training on the job • Theoretische Wissensvermittlung im Top-Bildungszentrum in Blockseminaren • Erste Führungserfahrungen durch Sondereinsätze oder temporäre Übernahmen kleiner Kaufhausflächen • Beginn Sommer 2012 • Sie erhalten eine attraktive Vergütung: 1.– 6. Monat: 1.000,- €, ab 7. Monat: 1.100,- €, ab 19. Monat: 1.300,- € (brutto monatlich) • Es wird Ihnen bei einem Wohnortwechsel in der gesamten Aus- und Weiterbildungszeit eine Mietzulage von 100,- € oder die Unterbringung in einer Firmenwohnung gewährt

Wer denkt, mit dem Abitur oder der Mittleren Reife habe er die Schulbank für immer hinter sich gelassen, der irrt. Denn zu jeder Berufsausbildung gehört auch ein schulischer Teil mit Hausaufgaben und Prüfungen. Allerdings ist der Stoff, den man dort lernt, stark auf den Beruf zugeschnitten und lässt sich schnell in die Praxis umsetzen. So hat man – im Gegensatz zur „normalen“ Schule – sicher weniger das Gefühl, am Leben vorbeizulernen. Meistens gehen Azubis an ein bis zwei Tagen in der Woche zur Berufsschule und arbeiten an den restlichen Tagen im Unternehmen. In manchen Berufen findet aber auch Blockunterricht über mehrere Wochen statt.

Wenn Sie diese kombinierte Aus- und Weiterbildung interessiert und Sie über das Abitur oder die vollständige Fachhochschulreife verfügen, dann senden Sie Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen an: WOOLWORTH GmbH Abteilung Aus- und Weiterbildung Formerstraße 6 59425 Unna oder an ausbildung@woolworth.de

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Augenoptiker

Multitalent mit Durchblick Wer als Augenoptiker arbeitet, kann nicht nur sein handwerkliches Geschick einsetzen, sondern ist auch als Mode- und Typberater gefragt.

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ben noch hielt Krystine Lunitz eine kreisrunde Plastikscheibe in den Händen, etwa so groß wie ihre Handinnenfläche. Doch nur ein paar flinke Handgriffe später hat sich die Scheibe mithilfe einer kastigen, weißen Maschine in ein kleines in Form geschliffenes Brillenglas verwandelt. Mit kritischem Blick prüft die 22-Jährige die Kanten. Damit alles glatt und ebenmäßig ist, schleift sie das Glas per Hand an einem kleinen Schleifstein nach. „Die meisten Leute glauben, wir als Brillen-Geschäft bekommen die Brillengläser fertig geliefert. Aber tatsächlich gehört die Arbeit an der Schleifmaschine zur ganz normalen Arbeit eines Augenoptikers“, sagt sie. Krystine steckt gerade im letzten halben Jahr ihrer dreijährigen Berufsausbildung. Die ist dual aufgebaut. Das heißt, sie bekommt nicht nur theoretisches Wissen in der Berufsschule vermittelt, sondern arbeitet von Anfang an auch in einem Betrieb mit. Augenoptiker haben viele Aufgaben: Als Techniker, Physiker und Mathematiker bestimmen sie das richtige Brillenglas für einen Kunden und fertigen eine passgenaue Linse. Gleichzeitig sind sie als Design- und Modeberater gefragt, wenn sie Kunden helfen, das passende Brillengestell auszusuchen. Mit der Zeit ist die Arbeit beratungsintensiver geworden und setzt heute mehr Wissen über die Anatomie des Auges voraus als früher. So muss ein Augenoptiker auch erkennen, ob ein Auge gesund oder krank ist, und den Betroffenen gegebenenfalls an einen Augenarzt verweisen. Die Sehstärke bestimmen darf zudem nur, wer auch einen Meisterschein hat.

© maria varion/photocase.com

Meisterausbildung berufsbegleitend Nach den ersten drei Jahren der Ausbildung an einer Fachschule für Augenoptik und im Betrieb erreicht ein Absolvent zunächst den Gesellenstatus. Voraussetzung dafür ist die Mittlere Reife, also kein Abitur. Danach folgt in der Regel die berufsbegleitende Meisterausbildung, die noch einmal zweieinhalb 26 ∙ 3/2012 ∙ Einstieg


Und wie geht’s danach weiter? „Momentan sind die Berufsaussichten besonders gut, weil durch den demografischen Wandel die Anzahl der Lehrlinge rückläufig ist, die Betriebe somit qualifizierte Mitarbeiter suchen und immer mehr Menschen eine Brille brauchen“, sagt Georg Pawolwski, stellvertretender Geschäftsführer des Zentralverbands der Augenoptiker (ZVA) und zuständig für die Abteilung Aus- und Fortbildung. Das Einstiegsgehalt liege nach Tarif etwa bei 1.500 bis 1.600 Euro. Er geht aber davon aus, dass der durchschnittliche Lohn in der Praxis bei 1.800 Euro liegt.

Auch bei den Optikern läuft heute nichts mehr ohne die entsprechende Software.

Krystine überlegt jetzt, ob sie ab Sommer einen Meisterkurs machen oder doch lieber das Optometrie-Studium wählen soll. Das Studentenleben reizt sie. „Außerdem könnte ich dann nachher auch bei einem Augenarzt arbeiten.“ Lara Sogorski

Jahre dauert. Wer sich nach der bestandenen Gesellenprüfung eher für eine akademische Fortbildung interessiert, kann auch ein Bachelor-Studium der Optometrie an einer Fachhochschule anhängen. Hierfür ist aber das Abitur oder die Fachhochschulreife nötig. Das Studium vertieft, ähnlich einem Meisterkurs, die ersten erworbenen Kenntnisse.

Link-Tipp www.zva.de Zentralverband der Augenoptiker (ZVA)

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Ausbildung News Weniger Mitbewerber, bessere Chancen Laut dem Berufsbildungsbericht 2012 wird die Zahl der Schulabgänger ohne Hochschulreife in den kommenden Jahren drastisch sinken. Dies dürfte zu einem Mangel an Bewerbern für Ausbildungsplätze führen. Bis zum Jahr 2025 wird ein Rückgang von rund 19 Prozent der Schulabgänger ohne Abitur oder Fachhochschulreife erwartet, was einem Verlust von etwa 102.000 potenziellen Azubis entspricht. Schon in diesem Jahr wird die Zahl der Schulabgänger ohne Hochschulzugang um 8.900 zurückgehen. Für Anwärter auf Ausbildungsplätze verbessert sich so die Ausgangssituation, denn ihnen stehen auf der Suche nach der Wunsch-Lehrstelle weniger Mitbewerber im Weg. Für Ausbildungsbetriebe ist die Prognose hingegen eine schlechte Nachricht: Sie müssen fürchten, viele ihrer Ausbildungsstellen nicht besetzen zu können. Erst kürzlich berichtete das Bundesinstitut für Berufsbildung, dass im Ausbildungsjahr 2010/11 jedes dritte Unternehmen eine oder sogar mehrere Lehrstellen nicht besetzen konnte.

Ausbildung zum Übersetzer für Türkisch in Köln 120705_Einstiegmagazin_Azubi_AZ_89x132.indd 1

Die Übersetzer- und Dolmetscherschule Köln hat eine schulische Ausbildung zum staatlich geprüften Übersetzer und Dolmetscher für Türkisch eingeführt. Die Ausbildung ist die erste ihrer Art in Deutschland. Bislang waren für diesen Abschluss ein Studium oder, bei ungelernten Übersetzern, mindestens fünf Jahre Berufserfahrung erforderlich. Die zweijährige Vollzeitausbildung in Köln kann mit oder ohne Hochschulzulassung absolviert werden. Voraussetzungen sind gute Deutsch- und Türkischkenntnisse. Ziel des Ausbildungsformats ist es, den hohen Bedarf an ausgebildeten Übersetzern und Dolmetschern für Türkisch zu decken. Ausbildungsbeginn ist im September 2012. Neben monatlichen Kursgebühren von rund 395 Euro fällt eine einmalige Anmeldegebühr von 90 Euro an.

05.07.12 09:41

Arbeiten bei der Arbeitsagentur beratung

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Das Bundesinstitut für Berufsbildung hat die Ausbildung zum „Fachangestellten für Arbeitsförderung“ modernisiert und die Berufsbezeichnung in „Fachangestellter für Arbeitsmarktdienstleistungen“ umbenannt. Genau wie ihre Vorgänger sind Fachangestellte für Arbeitsmarktdienstleistungen in den Agenturen für Arbeit oder in Kunden- und Dienstleistungsbereichen von Familienkassen tätig. Außer auf Berufsberatung, Arbeitsvermittlung, Sucht- und Schuldnerberatung soll die renovierte Ausbildung auch auf zukünftige Aufgaben in den Bereichen Personal, Finanzen und Controlling vorbereiten. Die Ausbildung zum „Fachangestellten für Arbeitsmarktdienstleistungen“ dauert drei Jahre und wird erstmals im August 2012 angeboten.


Julia K., Handelsassistentin, Gunzenhausen

Schornsteinfeger 2.0

„An meinem ersten Tag bei KiK wurde ich einfach ins kalte Wasser geworfen, aber das hat mir nicht geschadet. Ganz im Gegenteil. Man lernt einfach viel mehr, wenn man schnell Verantwortung trägt und auch mal spontan sein muss. Das habe ich in der Zeit, die ich schon dabei bin, schnell festgestellt.“

Auch die Ausbildung zum Schornsteinfeger wird grundlegend modernisiert: Künftig soll sie gezielt auf Aufgaben in den Bereichen Energieeffizienz, Umwelt-, Klima- und Brandschutz vorbereiten. Die Arbeit der Glücksbringer in Schwarz ist längst nicht auf das Kaminkehren beschränkt. Schornsteinfeger überprüfen, reinigen und messen Feuerungs- und Lüftungsanlagen und sind als Kundenberater in Umwelt- und Energiefragen tätig. Die alte Ausbildungsordnung wurde im Jahr 1997 konzipiert, seitdem hat sich einiges im Handwerk der Schornsteinfeger geändert. Der Wandel im Energiebereich, Umweltschutz, neue Techniken für Feuerungs- und Lüftungsanlagen und neue EU-Regelungen für das Schornsteinfeger-Handwerk sind Gründe für die Renovierung der Ausbildung. Die modernisierte Ausbildung tritt im August 2012 in Kraft. Sie dauert drei Jahre und findet sowohl im Betrieb als auch in der Berufsschule statt. Die Azubis werden praxisorientiert auf die modernen Aufgaben vorbereitet. Darüber hinaus eröffnet die Ausbildung die Möglichkeit, sich in einer späteren Weiterqualifizierung zum Schornsteinfegermeister ausbilden zu lassen.

Der Chancengeber Wir suchen Azubis!

Geprüfter Handelsassistent – Einzelhandel / geprüfter Handelsfachwirt (m / w) Ausbildungsstart September 2012 Ihre Chance: Nach bereits 18 Monaten Abschluss Kaufmann im Einzelhandel IHK (m / w), anschließende 18-monatige Fortbildung zum geprüften Handelsassistent – Einzelhandel (m / w) / geprüfter Handelsfachwirt (m / w). Ihre Aufgabe: Ihre Hauptaufgabe ist die kundengerechte Warenpräsentation. Zudem nehmen Sie kaufmännische Aufgaben wahr: Inventuren, Reklamationen sowie die Kontrolle und Steuerung der wirtschaftlichen Prozesse in der Filiale. Nach dieser umfangreichen Aus- und Fortbildung haben Sie viele Möglichkeiten bei KiK Karriere zu machen. Ihr Profil: Sie haben das Abitur oder die Fachhochschulreife bzw. den schulischen Teil der Fachhochschulreife mit einem einjährig gelenkten Praktikum, sind engagiert, motiviert und zeigen Team- und eine ausgeprägte Kommunikationsfähigkeit. Außerdem haben Sie Freude am Umgang mit Menschen sowie Mode und Verkauf. Ihre Vergütung: Im ersten Jahr 800,00 € brutto, in den darauf folgenden 6 Monaten 900,00 € brutto, während der 18-monatigen Fortbildung 1.300,00 € brutto. Innerhalb der Ausbildung haben Sie bei einem Umzug für unser Unternehmen Anspruch auf 100,00 € brutto Mietzulage.

Mehr Männer in Pflegeberufen

Ihre Bewerbung: Wenn Sie zum Erfolg unserer Filialen beitragen möchten, dann freuen wir uns auf Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen. Senden Sie diese bitte mit Zeugniskopien und Lebenslauf unter der Kennziffer TW2012 an folgende Adresse: KiK Textilien und Non-Food GmbH · Abteilung Aus- und Fortbildung · Siemensstr. 21 · 59199 Bönen

Im Herbst 2010 haben laut dem Statistischen Bundesamt rund 54.200 Jugendliche eine Ausbildung in einem Pflegeberuf begonnen, darunter 42.900 Frauen und nur 11.300 Männer. Die Pflegeberufe sind in Deutschland nach wie vor weiblich dominiert. Allerdings ist die Zahl der männlichen Ausbildungsanfänger seit dem Jahr 2000 um 74 Prozent gestiegen. Bei Frauen betrug das Plus im gleichen Zeitraum nur 24 Prozent. Ausbildungsplätze gibt es zum Beispiel in der Gesundheits-, Krankenoder Altenpflege. Sie dauern in der Regel drei Jahre und bestehen aus einem praktischen und einem schulischen Teil. Die Ausbildung zum Pflegehelfer dauert nur ein Jahr und bereitet auf Tätigkeiten in der häuslichen Pflege oder in Pflegeeinrichtungen vor.

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Wer verdient was? 322 Euro monatlich – so viel verdient ein Auszubildender im ersten Jahr im privaten Verkehrsgewerbe Thüringen, wohingegen man im vierten Ausbildungsjahr im Bauhauptgewerbe West 1.379 Euro im Monat bekommt. Das Tarifarchiv des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) hat Tarifverträge in ausgewählten Wirtschaftszweigen und Tarifbereichen ausgewertet. Ergebnis: Die Höhe des Azubi-Gehalts hängt nicht nur von Branche und Lehrjahr ab, sondern auch davon, wo man seine Ausbildung macht. Zwar zahlen einige Branchen – wie Banken und Versicherungen – bundesweit einheitliche Ausbildungsvergütungen, in anderen sind die Gehaltsunterschiede je nach Wohnort groß. Im dritten Ausbildungsjahr betragen die regionalen Unterschiede je nach Wirtschaftszweig zwischen 78 und 338 Euro im Monat, wobei häufig ein West-Ost- oder auch ein Süd-Nord-Gefälle festzustellen ist.

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BWL studieren

Vom Allrounder zum Spezialisten

I

n der Schule war Mathe schon immer ihr Lieblingsfach. Als Lehrerin zu arbeiten, kam für Iva Kazakova aber nie in Frage. „Ich wollte lieber einen Job in der freien Wirtschaft“, sagt sie. Deshalb studiert die 27-Jährige BWL an der Fachhochschule Köln. Mit der Entscheidung für ein Wirtschaftsstudium ist Iva alles andere als eine Exotin: Seit etlichen Jahren steht die Betriebswirtschaftslehre unangefochten an der Spitze der beliebtesten Studienfächer. Über 180.000 Menschen studieren in Deutschland BWL, und fast jeder sechste Studienanfänger schrieb sich im vergangenen Jahr in einen wirtschaftswissenschaftlichen Studiengang ein. Nicht nur auf dem Campus, sondern auch in der Arbeitswelt sind Betriebswirte allgegenwärtig: Kein Unternehmen kommt ohne sie aus. Egal, ob die Marketing-Abteilung eine Werbekampagne für ein neues Produkt konzipiert, die Buchhaltung Bilanzen prüft oder die Personalabteilung einen neuen Mitarbeiter anstellt – immer haben auch Betriebswirte ihre Finger mit im Spiel, um Kosten zu kontrollieren, Preise zu kalkulieren, Abläufe zu steuern und Prozesse zu optimieren. Überall dort, wo produziert, gekauft und verkauft wird, werden auch BWLer gebraucht: vom Krankenhaus über eine Bank oder Versicherung bis hin zum Reisebüro, also in den verschiedensten Branchen.

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Ganz gleich, wo man studiert, die Inhalte in der klassischen BWL ähneln sich zumindest im Grundstudium an jeder Uni und Fachhochschule: In den ersten Semestern lernen die Studierenden zunächst alle wesentlichen Funktionsbereiche der BWL kennen – von Controlling über Personalwirtschaft bis hin zu Marketing und Vertrieb. Neben den betriebswirtschaftlichen Grundlagen stehen aber auch Seminare aus benachbarten Fachgebieten wie Wirtschaftsrecht, -politik und -psychologie sowie Vorlesungen in vergleichsweise trockenen Fächern wie Mathematik, Statistik und Informatik auf dem Lehrplan. „Am Anfang des Studiums muss man schon mal die Zähne zusammenbeißen“, meint BWLStudentin Iva. „Man hat dann auch mit Fächern zu tun, bei denen man sich denkt: Das werde ich doch im Beruf nie nutzen!“ Ob das stimmt, hängt von der späteren Spezialisierung ab: Auf Basis der breiten betriebswirtschaftlichen Grundlagen haben die Studierenden im Hauptstudium die Möglichkeit, gezielt jene Teilbereiche der BWL zu vertiefen, die ihnen besonders liegen. Je nachdem, in welchem Bereich eines Unternehmens man später arbeiten möchte, wählt man eine Spezialisierung, die zu den eigenen Interessen passt. Mathe-Genies, die ger-


ne mit Zahlen und Formeln jonglieren, legen den Schwerpunkt beispielsweise aufs Rechnungswesen. Wer’s weniger zahlenlastig mag und lieber mit Menschen zu tun hat, spezialisiert sich eher auf Bereiche wie Marketing oder Unternehmensführung. „Die Möglichkeit, im Grundstudium erst mal grob alle Möglichkeiten kennen zu lernen, die einem offen stehen, hat mir sehr geholfen“, sagt Iva. „Ich wollte ursprünglich immer in die Marketing-Richtung gehen, saß dann aber eines Tages bei einer Vorlesung im Bereich Personalmanagement, die mich so fasziniert hat, dass ich das komplett umgeworfen habe.“

Echte Zahlen aus der Berufspraxis Damit das Studium nicht nur aus grauer Theorie besteht, gehen viele Hochschulen für Projekt- und Abschlussarbeiten Kooperationen mit Unternehmen ein. Der Clou: Die Studenten bearbeiten dabei reale Aufgaben und Problemstellungen und erhalten „echte“ Daten und Zahlen aus der betriebswirtschaftlichen Berufspraxis. „Das fühlt sich schon so an, als würde man richtig arbeiten“, sagt Iva, die bereits an mehreren solcher Projekte mitgewirkt hat. So entwickelte sie für ein Partnerunternehmen Personalstrategien zur Gewinnung neuer Mitarbeiter und Konzepte, um die Arbeitgeberattraktivität zu steigern.

Abschluss den direkten Berufseinstieg an, möchte nebenbei aber einen berufsbegleitenden Master beginnen – „in Wirtschaftspsychologie, denn das passt gut zu meinem PersonalSchwerpunkt.“ Mit ihrer Entscheidung für ein BWL-Studium ist Iva rückblickend sehr glücklich. „Ich bin mir hundertprozentig sicher, das Richtige gewählt zu haben. Mit den passenden Schwerpunkten macht das Studium viel Spaß!“ Patrick Agis-Garcin

Link-Tipps www.einstieg.com/wirtschaft Wirtschaft und kaufmännische Berufe – alles rund um BWL, Bank und Management www.wiwi-treff.de Online-Zeitung und Web-Community für Wirtschaftswissenschaftler

In diesem Semester soll sie Handlungsempfehlungen für den Flugzeugbauer Airbus aussprechen, der mit dem A380 ein neues Modell auf den Markt gebracht hat. „Wir überlegen uns nun, wie man den Prozess der Herstellung optimieren kann.“ Von der Zusammenarbeit profitieren dabei sowohl die Studenten als auch die Unternehmen: Die einen erhalten einen Einblick ins spätere Berufsleben, die anderen ziehen einen Nutzen aus den wissenschaftlichen Erkenntnissen der angehenden Betriebswirte.

Beste Jobaussichten

Mit BWL oder Jura – Ich will, dass mein Berufseinstieg gelingt.

Große Anlaufschwierigkeiten bei der Jobsuche sollten Iva und ihre Kommilitonen nicht bekommen. BWL ist zwar ein Massenfach, das viele qualifizierte Absolventen hervorbringt, die auf dem Arbeitsmarkt miteinander konkurrieren. Doch der hohen Bewerberzahl steht auch ein großes und branchenübergreifendes Stellenangebot gegenüber. „Seit 2011 hat sich der Arbeitsmarkt für BWLer in Folge des wirtschaftlichen Aufschwungs sehr positiv entwickelt“, sagt Ralf Beckmann von der Bundesagentur für Arbeit. Gut seien die Berufsaussichten aktuell insbesondere für Controlling- und Organisationsfachleute sowie für Vertriebsund Personalberater.

Deswegen ist die EBS Universität für mich die richtige Adresse: • Ihr einzigartiges Netzwerk nutzt mir jetzt und später. • Erstklassige Professoren fördern und fordern mich fundiert und praxisnah in kleinen Gruppen. Hier finde ich mein Studium: • Jura (Erste juristische Prüfung) mit Zusatzqualifikation Master in Business (MA) • Bachelor in General Management (BSc) mit der Option International Business Studies • Bachelor in Aviation Management (BSc)

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Informationen und Anmeldung unter: www.ebs.edu/openday

„Wenn man BWL studiert hat, stehen einem viele Türen offen“, davon ist auch Iva überzeugt. Sie peilt nach ihrem Bachelor-

EBS Universität für Wirtschaft und Recht • Wiesbaden/Rheingau

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© Hochschule 21

Studiengänge mit Nachhaltigkeitsaspekt

Städte planen heißt Zukunft gestalten Die Herausforderungen durch Klimawandel, demografische Entwicklung, Finanzkrise und Energiewende müssen auch bei der Gestaltung unserer Wohn- und Arbeitswelt gelöst werden. Stadtplaner und Bauingenieure spielen hierbei eine zentrale Rolle.

D

erzeit leben weltweit mehr Menschen in Städten als auf dem Land – Tendenz steigend. Zwar wohnen die Deutschen nicht in Mega-Citys wie Tokio oder Mumbai. Doch auch hier gibt es jede Menge Arbeit für Stadtplaner und Bauingenieure. Stadtplaner kombinieren Wissen nicht nur aus den Gebieten Architektur und Bauingenieurwesen, sondern insbesondere auch aus der Geografie, der Stadtsoziologie und -ökonomie. „Nur so können wir wirkungsvolle Vorschläge für sinnvolle Veränderungen machen“, erklärt Professor Michael Koch, Dekan des Bachelor-Studiengangs Stadtplanung an der HafenCity Universität Hamburg (HCU). Angehende Stadtplaner lernen während ihres Studiums städtebauliche, stadt- und regionalplanerische Methoden, Verfahren und Instrumente kennen und anwenden. Bei ihren Konzeptionen müssen sie dann auch die Anforderungen von Raumordnungsverfahren, Masterpläne und Kooperationen auf örtlicher und regionaler Ebene berücksichtigen. Typische Projekte behandeln beispielsweise die Frage, wie Nutzungsbranchen neu gestaltet werden können oder wie Bauten rund um Verkehrsknotenpunkte geplant werden, sodass Wohnen und Arbeiten optimal möglich sind und auch der öffentliche Personennahverkehr gestärkt wird. 32 ∙ 3/2012 ∙ Einstieg

Über den Tellerrand des eigenen Fachgebiets zu blicken, ist zwingend notwendig. Unter den Dozenten der HCU finden sich daher auch Wirtschaftswissenschaftler, Sozialwissenschaftler, Kulturwissenschaftler und Künstler. Zahlreiche geistes-, wirtschafts- und sozialwissenschaftliche Fächer stehen als Wahlfächer offen, Sprachkurse oder naturwissenschaftliche und technische Lehrveranstaltungen können ebenfalls gewählt werden. „Wichtig ist uns, dass die Studierenden auch die vielfältigen Chancen für die Persönlichkeitsschulung im Rahmen des Studiums wahrnehmen“, findet Koch. „Stadtplanung ist nicht nur Maß-, sondern auch Überzeugungsarbeit – fast alles passiert im Team.“ Lust auf kreatives und wissenschaftliches Arbeiten, Spaß am Suchen nach Erklärungen und der Wunsch, Einfluss auf die Lebenswelt von morgen zu nehmen – mehr muss man neben dem Umgang mit dem Computer laut Koch eigentlich nicht mitbringen, um Stadtplaner zu werden. Dass er all dies hat, beweist Christian Strauß bereits seit längerem: Der Diplom-Ingenieur hat Stadt- und Regionalplanung an der TU Berlin sowie Raumund Umweltplanung in Kaiserslautern studiert und promoviert derzeit zum Thema „Flächenmanagement in schrumpfenden


Städten“. Zunächst wollte er Architekt werden, merkte jedoch bald, dass ihm dies nicht reichen würde: Wie hängt die bauliche Qualität einer Siedlung mit der Lebensqualität der Bewohner zusammen? Wie nutzen wir den Raum so, dass er Konflikte zwischen Nachbarn, Ländern, Kontinenten löst? Das sind Fragen*, die ihn damals interssierten – und denen er nun als Wissenschaftler nachgeht. Natürlich führt ihn seine Arbeit auch über die Landesgrenzen hinaus, beispielsweise in ein Forschungsprojekt zur Nutzung von Freiflächen in der brasilianischen Stadt Recife. Ein Projekt, bei dem ihm die soziale Dimension der Stadtplanung besonders bewusst wurde: „Während man sich hier über die grüne Lunge in einer Stadt freut und dort Feste feiert, haben die Menschen in den wachsenden Megastädten Brasiliens oftmals Angst vor Kriminalität und betreten diese Flächen gar nicht.“

Semester in 2013 angestrebt. Auch die Absolventen der HCU gehen nach dem Studium unterschiedliche Berufswege, neben der Wissenschaft bieten auch die planende Verwaltung, private Planungsbüros und Stadterneuerungs- und Stadtentwicklungsgesellschaften Arbeitsmöglichkeiten. „Ein ‚vollwertiger‘ und auch von den Kammern anerkannter Stadtplaner ist man allerdings nicht und kann auch keine entsprechende Anstellung erwarten,“ schätzt Koch die Lage ein. „Dazu braucht es dann doch den Master.“ Melanie Walkenbach Link-Tipp Die Datenbank www.leitfaden-nachhaltigkeit.de hilft dir bei der Suche nach weiteren Studiengängen.

Alles neu? Nur selten

* Christian Strauß kannst du im Oktober auch auf der Einstieg Berlin treffen: Er berichtet an einem der Messetage im Begleitprogramm über sein Studium und die spannenden Fragen seiner täglichen Arbeit. Alle Infos zur Messe unter www.einstieg.com/berlin

In den Vereinigten Arabischen Emiraten und in China wachsen derzeit mit Masdar City und Dongtan auf dem Reißbrett geplante Vorzeige-Städte gänzlich nach strengen Nachhaltigkeitsrichtlinien. Traumprojekte für jeden Stadtplaner, doch der Alltag der meisten sieht anders, wenn auch nicht weniger spannend aus: „Wir müssen Städte umbauen, obwohl wir nicht wissen, wie sich die Anforderungen zukünftig ändern werden“, so Strauß. „Ein Beispiel sind die schwimmenden Häuser in den Niederlanden, die flexibel auf Hochwasser reagieren können.“

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Mit Bestehendem umzugehen, lernen auch die Studierenden des dualen Studiengangs „Bauen im Bestand“ an der Hochschule 21 in Buxtehude. Je nach beteiligtem Unternehmen und nach eigenen Stärken geht das Studium eher in Richtung Ingenieurwesen oder Architektur. Handwerklich Orientierte finden hier ebenso ihren Platz wie Kreative und Gestalter. Sie lernen, Umbau-, Modernisierungs- und Sanierungsmaßnahmen von Gebäuden unter werterhaltenden und städtebaulichen Gesichtspunkten zu planen und durchzuführen – und dies nicht selten unter Berücksichtigung denkmalpflegerischer oder energetischer Belange. Die Partnerunternehmen der Hochschule sind mehrheitlich Architekturbüros, Bauunternehmen und Bauverwaltungen. Elisabeth Böckmann studiert derzeit im vierten Semester an der Hochschule und arbeitet in einem Architekturbüro. Altes so zu bearbeiten, dass es den Anforderungen der heutigen Zeit entspricht, reizt sie besonders, gerade weil Sanierungen oft unberechenbarer sind als Neubauten. „Ich halte es für sehr wichtig, ökologische Alternativen zu den StandardBaustoffen zu berücksichtigen“, begründet die 23-Jährige ihre Wahl für ein Studium mit Nachhaltigkeitsbezug, „Es sollte immer das Ziel sein, Ressourcen so weit wie möglich zu schonen und so zu bauen, dass ein langer Lebenszyklus des Gebäudes zu erwarten ist.“

Freie Studienplätze Duales Bachelor-Studium im Zukunftsmarkt Studieren, was Spaß macht und Zukunft hat: In den dualen Bachelor-Studiengängen im Zukunftsmarkt Prävention, Fitness, Sport und Gesundheit stehen freie Studienplätze ohne Zugangsbeschränkung durch Numerus clausus zur Verfügung. Die staatlich anerkannte private Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement qualifiziert bundesweit Bachelor-Studierende, die parallel in einem Ausbildungsunternehmen wie z. B. Fitness- oder Gesundheitszentrum, Verein, Verband, Apotheke, Klinik, Krankenkasse etc. angestellt sind. Dadurch verdienen sie schon während des Studiums Geld und sammeln wertvolle Praxiserfahrung. Das Studium besteht aus Fernstudium und Präsenzphasen an bundesweiten Studienzentren, sodass ein Wohnortwechsel nicht erforderlich ist. Der Start ist für alle Interessenten mit Hochschulzugangsberechtigung möglich, sobald ein Ausbildungsbetrieb gefunden ist. Dafür steht eine kostenlose Online-Jobbörse zur Verfügung.

Und was passiert nach dem Studium? Die Ingenieurkammer erkennt den Bachelor of Engineering der Hochschule 21 bereits heute als vollwertigen Ingenieur an, eine Anerkennung der Architektenkammer wird mit der Umstellung von sieben auf acht

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Hier geht´s um was Turbostudium

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Der erste Eindruck zählt

Robert Grünwald, Marcel Kopper und Marcel Pohl (alle 22) starteten im Oktober 2009 in ihr ausbildungsbegleitendes Studium an der privaten Fachhochschule für Oekonomie und Management (FOM). Im zweiten Semester beschlossen sie, das Studium zu beschleunigen. Das war der Startschuss ins Turbostudium: Am Ende hatten sie nach vier Semestern ihren Master in der Tasche. Die Studiengebühren mussten sie allerdings trotzdem in voller Höhe zahlen. 34 ∙ 3/2012 ∙ Einstieg

lores et ea rebum. Stet clita kasd guber- sit amet. Für Bachelor plus Master brauchen die meisten gren, no sea takimata sanctus est Lorem Studenten vier bisdo-fünf Jahre. Drei Dortmunder ipsum dolor sit amet. Lorem ipsum haben es sadipscing in zweielitr, geschafft – und parallel noch lor sit amet, consetetur sed diam nonumy eirmod tempor invid- absolviert. eine Berufsausbildung unt ut labore et dolore magna aliquyam Lorem ipsum dolor sit amet, consetetur erat, sed diam voluptua. At vero eos et sadipscing elitr, sed diam nonumy eirSeit tempor es den Bachelor gibt, halten aus demet dritten ins zweite accusam justoSemester duo dolores et ea re- mod invidunt ut labore et dolore einige aliquyam Unternehmer die diam Absolventen vorgezogen – und dann kam eins no zumsea magna bum. Stet clita kasd gubergren, erat, sed voluptua. fürvero zu jung und zu unreif. Das müsste anderen.sanctus Irgendwann habenipsum wir unsdolor At takimata est Lorem eos et accusam et justo duo doja füreteuch erst recht sitgedacht: amet. ganz oder gar nicht, wir ziehen lores ea rebum. Stetgelten. clita kasd guberMarcel Jung ist relativ. Deutschdas jetzt durch. gren, noPohl: sea takimata sanctusInest Lorem land war ich sit in meiner Ausbildung Lorem ipsum dolor sit amet, consetetur ipsum dolor amet. Lorem ipsum dobeisit deramet, Commerzbank Marcel Pohl: Wirsed kommen aus eher sadipscing elitr, diamalle nonumy eir- lor conseteturtatsächlich sadipscingder elitr, Jüngste. Teileirmod der Ausbildung bodenständigen Familien, in denen sich mod tempor invidunt ut labore et dolore sed diam Einen nonumy tempor invidhabe aberetin dolore England gemacht – jeder den Erfolgerat, hart sed erarbeiten musste. magna aliquyam diam voluptua. unt ut ich labore magna aliquyam und dort sind Absolventen jünger. unseren beitraAtDazu verowollten eos et wir accusam etTeil justo duo do- erat, sed diam voluptua. Atviel vero eos et Man kannetdas ja auch gen.et Außerdem hatten der lores ea rebum. Stet wir clitaSpaß kasdan guberaccusam justo duo positiv doloressehen: et ea reJemanden, der kasd jung ist, kann manno noch Teamarbeit. habensanctus gemerkt, gren, no sea Wir takimata estdass Lorem bum. Stet clita gubergren, sea besser formen alsest jemanden, der erst wir etwas leisten, das so wahrscheinlich ipsum dolor sit amet. Lorem ipsum do- takimata sanctus Lorem ipsum dolor mitamet. 28 aus dem Studium kommt. niemand anderes leistensadipscing kann – weil elitr, wir lor sit amet, consetetur sit als Team so gut funktionieren. sed diam nonumy eirmod tempor invidWürdet ihr eure Art zu studieren auch unt ut labore et dolore magna aliquyam www.einstieg.com anderen empfehlen? Undsed die diam Freizeit? erat, voluptua. At vero eos et Marcel Kopper: Ich würde es weiterRobert Grünwald: Viel dolores Freizeit hatten accusam et justo duo et ea reempfehlen – aber nur als Teamwork. Im wir inStet den clita zwei kasd Jahren natürlich nicht. bum. gubergren, no sea Alleingang ist das nicht zu schaffen. Wir haben aber darauf geachtet, takimata sanctus est Lorem ipsumdass dolor der Sport nicht zu kurz kommt und wir Robert Grünwald: Jeder muss sich weiter unsere Freunde treffen. Sinnlos selbst fragen, was ihm wichtig ist und vor dem Fernseher herumhängen wollten wir eh nie. Das Leben ist zu kurz, um was er erreichen möchte. Für mich ist das Leben wie eine große Torte, und ich Zeit einfach totzuschlagen. will mehr als nur einen Krümel davon abhaben. Darum bin ich bereit, alles zu Wie sind die Reaktionen auf das Turgeben. bostudium im Lebenslauf? Marcel Pohl: Unterschiedlich. Viele LeuInterview: Stefan Holzbrecher te finden unsere Geschichte cool und sind beeindruckt. Andere können nichts damit anfangen, wir wurden schon als „Schmalspurstudenten“ bezeichnet. Eine Personalmanagerin, die meine Bewerbung gelesen hatte, hat mir sogar schlicht nicht geglaubt.

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Noch keinen Platz fürs Technikstudium? Das lassen wir nicht zu!

Niedersachsen hat Kapazitäten in vielen Studiengängen. Unsere Hochschulen bieten beste Bedingungen für eine zukunftsorientierte Ausbildung. Mit vielen spannenden Fächern, für die du dich direkt zum Wintersemester einschreiben kannst. www.studieren-in-niedersachsen.de

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Mehr neue Studiengänge: www.einstieg.com/wasstudieren

Bingen Neue Energie

Leipzig Religion

Wirtschaft und Jura konnte man an der Uni Bonn bislang zwar schon an derselben Fakultät studieren, nun ist auch ein gemeinsamer fächerübergreifender Bachelor-Studiengang entstanden: Law and Economics befindet sich an der Schnittstelle zwischen Rechts- und den Wirtschaftswissenschaften. Auf dem Lehrplan stehen sowohl BWL und VWL als auch grundlegende Jura-Inhalte, etwa aus den Bereichen des Privat-, Straf- und Öffentlichen Rechts. Der Schwerpunkt liegt allerdings dort, wo sich beide Fachbereiche überschneiden: in der Rechtsökonomie. So eignen sich die Studierenden innerhalb von sechs Semestern Regelstudienzeit die Methoden der ökonomischen Analyse des Rechts an und schreiben in diesem Bereich auch ihre Bachelor-Arbeit. Für den Studiengang kann man sich jährlich bis zum 15. Juli bewerben. www.uni-bonn.de

So viel ist bekannt: Fossile Rohstoffe sind endlich und die Zukunft liegt in erneuerbaren Energien. Doch wie kann man diese gewinnen? Und wie bleiben sie bezahlbar? In dem neuen BachelorStudiengang Regenerative Energiewirtschaft an der FH Bingen wird die technische mit der wirtschaftlichen Seite der Energiegewinnung verknüpft. In sieben Semestern werden natur- und ingenieurwissenschaftliche sowie volks- und betriebswirtschaftliche Grundlagen vermittelt. Im technischen Teil erfolgt eine Spezialisierung auf Energiegewinnung aus regenerativen Quellen, im wirtschaftlichen Teil auf Energiewirtschaft und -management. Absolventen finden Jobs im Stromhandel, bei Energieversorgern, bei Erzeugern regenerativer Energie oder als Projektentwickler in der Stromversorgung. Für den ersten Jahrgang des Bachelor-Studiengangs Regenerative Energiewirtschaft kann man sich bis zum 31. August bewerben. www.fh-bingen.de

Wie wirkt sich Religion auf die Gesellschaft aus und wie entwickeln sich religiöse Gruppen im Laufe der Zeit? Der neue Bachelor-Studiengang Religionswissenschaft an der Universität Leipzig geht diesen Fragestellungen auf den Grund. Ab dem kommenden Wintersemester vergleichen die Studierenden des Faches einzelne Religionen historisch und setzen sich auch theoretisch mit ihnen auseinander. Dabei beleuchtet der Studiengang nicht nur die großen Religionen wie das Christentum, den Buddhismus oder den Islam. Auch kleinere religiöse Gruppen wie zum Beispiel die Mormonen oder Hare Krishna gehören zum Themenkomplex der Religionswissenschaft. Die Regelstudienzeit für den Studiengang beträgt sechs Semester. Voraussetzung für eine Bewerbung sind Englischkenntnisse der Stufe B2. Bewerbungsschluss ist der 30. September. www.zv.uni-leipzig.de

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Bonn Law and Economics

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Neue Studiengänge Köln

Sportjournalismus Ob Fußball, Fechten oder Formel 1 – Sportjournalisten sind immer an vorderster Front dabei. Zum Wintersemester 2012 bietet die Sporthochschule Köln erstmals den Bachelor-Studiengang Sportjournalismus an. Die Studierenden sollen sich nicht nur das journalistische Handwerkszeug, sondern auch fundierte Kenntnisse der Sport-, Medien- und Kommunikationswissenschaft aneignen. Sportjournalisten sind in allen Mediengattungen zu Hause: bei Zeitungen und Zeitschriften, im Fernsehen, Radio und im Internet. Nach dem Abschluss können die Absolventen bei Verlagen oder Rundfunkanstalten arbeiten, doch auch die PR-Abteilungen von Sportvereinen und -verbänden, Werbe- und Medienagenturen, Marktforschungsinstitute, Forschungseinrichtungen und Hochschulen sind potenzielle Arbeitgeber. Für die Zulassung zum Studiengang, der jährlich im Winter starten wird, muss man die Eignungsprüfung der Deutschen Sporthochschule Köln bestehen. www.dshs-koeln.de

Holzminden Green Building

Bottrop Bamberg Mensch und Maschine Vernetzte Systeme

Das Thema Nachhaltigkeit macht auch vor dem Baugewerbe nicht halt. Denn beim Bau von Gebäuden kann man Ressourcen schonen und Energie sparen. Daher bietet die Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst ab dem Wintersemester den neuen BachelorStudiengang „Green Building – Gebäudetechnik – Energieeffizienz – Mensch & Umwelt“ in Holzminden an. In dem Studiengang werden Kompetenzen rund um ökologisch-ganzheitliches Bauen im Einklang mit Mensch und Natur vermittelt. In sieben Semestern geht es etwa um modernes Bauen und Sanieren von Gebäuden sowie effiziente Energieerzeugung in der Gebäudetechnik. Absolventen sind als Bachelors of Engineering beispielsweise für Arbeitsplätze in Ingenieur- und Architekturbüros, Beratungsfirmen oder bei Bauaufsichtsbehörden qualifiziert. Eine Bewerbung ist jährlich bis zum 15. Juli möglich. www.hawk-hhg.de

Smartphones mit Spracherkennung, Tablet-PCs mit Touchscreens – Computer sind längst keine laut surrenden Kisten mehr, und die moderne Informatik steht vor völlig neuen Aufgaben. Zum Wintersemester führt die Hochschule Ruhr West am Campus Bottrop daher den BachelorStudiengang Mensch-Technik-Interaktion ein, der sich außer mit dem Programmieren von Software auch mit den psychologischen Aspekten der Informatik auseinandersetzt. Die Studierenden gehen dabei unter anderem Fragen nach der Benutzerfreundlichkeit und Bedienbarkeit der Geräte auf den Grund. Außerdem beschäftigen sie sich mit neuen Technologien und der Kommunikation zwischen Mensch und Maschine. Die Regelstudienzeit beträgt inklusive Praxissemester sieben Semester. Bewerber sollten Freude an logischem Denken und ein Faible für Mathe und Informatik mitbringen. Bewerbungsschluss ist der 30. September. www.hochschule-ruhr-west.de

Moderne vernetzte Softwaresysteme erfüllen komplexe Aufgaben. Zum Beispiel im Nah- und Fernverkehr: Hier werden über elektronische Anzeigetafeln, Multifunktionsdisplays oder Fahrgastfernseher unter anderem Störungsfälle kommuniziert. Bei dem neuen BachelorStudiengang Software Systems Science der Universität Bamberg handelt es sich um einen Informatik-Studiengang mit Schwerpunkt auf Softwareentwicklung und der Programmierung komplexer und verteilter Systeme. In insgesamt sieben Semestern ist auch ein Aufenthalt an einer ausländischen Partneruniversität oder ein mehrmonatiges Praktikum in einem Unternehmen vorgesehen. Zur Einführung im Wintersemester ist der Studiengang Software Systems Science zulassungsfrei, Bewerber müssen einzig die Hochschul- oder Fachhochschulreife nachweisen. Die Aufnahme des Studiums ist zum Winter- wie zum Sommersemester möglich. www.uni-bamberg.de

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1Live Schulduell – Casper am Geschwister-Scholl-Gymnasium Düsseldorf

„Mittelfinger hoch!“ Beim 1Live Schulduell traten 500 Schulen aus ganz Nordrhein-Westfalen gegeneinander an. In diesem Jahr hatte das Düsseldorfer Geschwister-Scholl-Gymnasium die Nase vorn. Zur Belohnung gab es ein exklusives Schulhof-Konzert mit Casper.

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Das Geschwister-Scholl-Gymnasium hat das diesjährige „Schulduell“ des Radio-Senders 1Live gewonnen und damit ein exklusives Schulhof-Konzert mit Casper, für den die Größenordnung von rund 350 Zuschauern ungewohnt ist. Inzwischen spielt der 29-Jährige vor weit größerem Publikum: In den nächsten Tagen geht es für ihn direkt zu den großen Festivals wie Hurricane und Melt. Auch die Stimmung ist noch nicht ganz Festival-like, doch das wird sich bald ändern.

kein anderes Team die gestellten Fragen beantworten. Im Finale wurde es dann richtig spannend, denn nun mussten sie sich auf ihren Lehrer verlassen. „Das Aufregendste am Schulduell war die Finalwoche, in der wir jeden Tag mit allen Schülern gemeinsam auf dem Schulhof die Qualifikation der anderen Lehrer gehört haben“, erzählt Sarah. Gegen ihren Lehrer Tobias Fleuter hatte jedoch keine andere Schule eine Chance: Mit elf richtigen Antworten in 60 Sekunden war er einfach unschlagbar. Auf seinen großen Auftritt hatte sich der Lehrer für Sport und Deutsch aber auch gewissenhaft vorbereitet. Zwei Wochen 1Live hören, Bravo und Gala lesen und sich täglich von den Schülern abfragen lassen. „Ich hab sogar mit Karteikarten auf dem Schoß die Echo-Verleihung geguckt. Ich wollte mich ja nicht blamieren“, gibt Fleuter zu. Gebracht habe ihm das Lernen aber recht wenig. Bei den Fragen, die ihm gestellt wurden, konnte er nur sein neu erworbenes Wissen über Casper anbringen. Der Rest war Allgemeinbildung – und Glück: „Bei der Frage danach, wie viel Kanten ein Würfel hat, hab ich ein bisschen geraten – zwischen 8, 12 und 16. Ich hab dann 12 gesagt und lag richtig.“

Bravo und Gala als Lektüre

Erst Casper, dann zu Jan Delay

Sarah Nowozin und ihre Stufe haben es geschafft, den EmoRapper auf ihren Schulhof zu holen. Beim 1Live Schulduell setzten sie sich gegen 500 andere Schulen durch und erreichten die Runde der letzten Fünf – schneller als die Düsseldorfer konnte

Der 32-Jährige freut sich über seinen Hauptgewinn, auch wenn er eigentlich gar nicht so auf Casper steht: „Als ich hörte, dass es um den Auftritt von Casper geht, hab ich gefragt, warum denn nicht noch mal Jan Delay kommt – der war vor drei Jahren

ür einen Abi-Schnitt von 3,7 bekommt man eigentlich keinen Preis. Eigentlich. Doch heute ist alles anders. Denn heute steht Casper, der Shootingstar der deutschen Rapund Hip-Hop-Szene, auf einem Düsseldorfer Schulhof und will wissen, ob denn irgendjemand ein schlechteres Abi habe als er. Mit seinem Schnitt von 3,4 gibt er gerade mächtig an: „Schaut mich an: Ich hab ein Scheiß-Abi und bin trotzdem reich“, ruft er den Schülern und Lehrern zu und will wissen, wer weniger Punkte hat. Dem „Gewinner“ winkt ein T-Shirt. Und tatsächlich kann einer der Abiturienten Casper unterbieten.

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„Ich war mir ziemlich sicher, dass ich eh nicht ran muss, deshalb hab ich direkt zugesagt.“

„Das war jetzt die letzte Gelegenheit, beim Schulduell mitzumachen. Die haben wir genutzt!“

der Hauptpreis beim Schulduell“, sagt Fleuter grinsend. Dennoch ließ er sich, ohne zu zögern, auf das Spiel ein, überzeugt davon, dass er eh nicht in die Verlegenheit kommen würde, live im Radio für seine Schule kämpfen zu müssen: „Es ist so schwierig, sich unter 500 Schulen überhaupt zu qualifizieren. Hätte ich vorher gewusst, dass es ernst wird, hätte ich wahrscheinlich länger überlegt!“ Zum Dank für seinen Einsatz belohnten ihn die Schüler übrigens mit Karten fürs Jan-Delay-Konzert. Inzwischen legt Casper auf der Bühne richtig los, und so langsam kommt auch das Publikum in Schwung. Nach dem Auftakt mit „XoXo“, „Auf und davon“ und ein paar etwas ruhigeren Songs geht es dann so richtig ab. Die am Anfang noch so verhaltenen Schüler fangen an zu pogen, und beim Song „Mittelfinger hoch“ machen sogar ein paar Lehrer mit und strecken ihre Hände in die Luft – das hat vor Casper wohl noch keiner geschafft!

Unter www.einstieg.com/casper findet ihr mehr Bilder vom Casper-Konzert in Düsseldorf.

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Studium News Ausbildung oder Studium? Beides! Studium mit Gehalt

Gute Übernahmechancen im dualen Studium

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Duales Bachelor-Studium: Studieren + Geld verdienen + Praxiserfahrung sammeln Das dreijährige Studium verbindet eine vergütete Ausbildung (Festanstellung) in einem Betrieb und ein Hochschulstudium, bestehend aus Fernstudium und kompakten Präsenzphasen an bundesweiten Studienzentren.

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Laut einer Studie des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) haben dual Studierende gute Übernahmechancen in ihren Ausbildungsunternehmen. Das BIBB befragte 1.400 Unternehmen zur Entwicklung ihres Qualifikationsbedarfs, zur Qualität dualer Studienangebote sowie zur „Verwertbarkeit” der dabei erworbenen Abschlüsse. Demnach übernehmen 45 Prozent der Unternehmen alle in ihrem Betrieb ausgebildeten dualen Studenten. Weitere 27 Prozent bieten nach eigenen Angaben immerhin drei von vier der in ihrem Unternehmen dual Studierenden eine Anstellung. Mit 97 Prozent sind fast alle befragten Unternehmen „sehr zufrieden” oder „zufrieden” mit der Qualifizierung des Nachwuchses durch ein duales Studium. Zwei Drittel stufen dieses auch als „deutlich besser” oder „besser” ein als ein klassisches Studium. Den befragten Unternehmen zufolge unterscheiden sich die Absolventen dualer Studiengänge von ihren Mitbewerbern durch die „guten Kenntnisse der betrieblichen Abläufe“, die „Fähigkeit zu selbstständigem Arbeiten" und die „hohe Eigenmotivation“.

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Jeder dritte Bachelor schmeißt das Studium

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Eine neue Studie der Hochschul-Informations-System GmbH (HIS) hat ergeben, dass die Abbrecherquote in Bachelor-Studiengängen steigt. Demnach beendete fast jeder dritte Stufinal int BLACK_WHITE_THRESHOLD = 45; dierende (28 Prozent) des Erstsemester-Jahrgangs 2006/07 sein Studium ohne Abschluss. Zum Vergleich: Beim Jahrgang final int FORWARD = 1; 2004/05 betrug der Anteil der Studienabbrecher noch 25 Profinal int STOP = 3; Praktische Bachelor zent. Vor allem an Universitäten ist die Abbrecherquote hoch: finalAusbildung int FREEWHEEL = 4; Studium Hier brachen 35 Prozent ihr Studium ab. An Fachhochschulen final int POWER = 80; waren es hingegen nur 19 Prozent. Die Autoren der Studie erklären dies mit Übergangs- und Anpassungsproblemen bei Einführungthrows des Bachelors. An Fachhochschulen wurde der public static void main (String[] der aArg) ExBachelor bereits einige Jahre früher eingeführt als an Univereption{ sitäten. Aufgrund der größeren Erfahrung mit dem neuen AbLightSensor light = new Code schluss seien die Probleme dort mittlerweile eingedämmt. Bei ightSensor(SensorPort.S3); Kunde beiden Hochschulformen gibt es die meisten Studienabbrecher in den Ingenieur- (39 Prozent) und Naturwissenschaften (30 Prolight.setFloodlight(true); den Rechts-, 0); Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler Mathe LCD.drawString(„Light %:zent).„,Bei 0, verlassen nur 6 Prozent die Hochschule ohne Abschluss.

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Die Zahl der Studienanfänger ohne Abitur steigt und macht mittlerweile 2,1 Prozent aller Studierenden aus, so das Ergebnis einer neuen Studie des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE). In den vergangenen drei Jahren haben 14 Bundesländer ihre Zulassungsbedingungen für ein Studium ohne Abitur gelockert. Wer über eine abgeschlossene Berufsausbildung und mehrjährige Berufspraxis verfügt, hat es seitdem leichter, sich an


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einer Hochschule einzuschreiben. Dabei können allerdings nur Fächer studiert werden, die eine fachliche Nähe zur bisherigen beruflichen Tätigkeit haben. Ein Meistertitel oder ein ähnlicher Fortbildungsabschluss ist aber mittlerweile mit der Allgemeinen Hochschulreife gleichgestellt und lässt Bewerbungen für jeden Studiengang zu. Mit 4,2 Prozent Studienanfängern ohne Abitur steht Nordrhein-Westfalen im Bundesländervergleich an der Spitze. Berlin weist mit 3,7 Prozent die zweithöchste Quote auf, auf dem dritten Platz steht Mecklenburg-Vorpommern mit 2,2 Prozent.

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Studium im Zeitplan

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Staatliche, nationale und internationale Abschlüsse

Dem Statistischen Bundesamt zufolge schlossen im Jahr 2010 insgesamt 309.200 Studierende ein Erst-, Zweit-, oder Master-Studium ab – nur 39 Prozent von ihnen schafften es in der Regelstudienzeit. Die Zahlen variieren allerdings je nach Abschlussart. In Lehramts-Studiengängen gelang nur 33 Prozent der Absolventen der Abschluss in der vorgegebenen Zeit. Ein traditionelles Universitätsdiplom schafften sogar nur 20 Prozent pünktlich. Unter den Absolventen von Bachelor-Studiengängen erwarben immerhin 60 Prozent ihr Abschlusszeugnis innerhalb der vorgegebenen Studiendauer.

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Fachhochschüler sind zufriedener

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Mehr als die Hälfte aller Studierenden (57 Prozent) waren im Sommersemester 2010 mit ihren Studienbedingungen insgesamt zufrieden. Weitere 27 Prozent äußerten sich zumindest „teilweise zufrieden“. Das ist das Ergebnis des Studienqualitätsmonitors (SQM), einer repräsentativen Online-Befragung unter Studierenden, die seit 2007 jährlich durchgeführt wird. Gegenüber dem Vorjahr stieg die Zufriedenheitsquote damit um vier Prozentpunkte, seit der ersten Befragung sogar um 15 Prozentpunkte. Auch einzelne Aspekte des Studiums, die abgefragt wurden, entwickeln sich im Längsschnitt positiv, etwa die Betreuung durch die Lehrenden, die sachlich-räumliche Ausstattung oder die Serviceleistungen der Hochschulen. Gleichbleibend kritisch bewerteten die Befragten hingegen Aufbau und Struktur ihres eigenen Studiengangs. Wie schon in früheren Erhebungen des SQM schnitten insbesondere die Fachhochschulen im Studierendenurteil überdurchschnittlich gut ab. Studium und Studienbedingungen werden hier – vor allem in den neuen Bundesländern – meist besser bewertet als an Universitäten. Insgesamt wurden rund 42.000 Studierende von mehr als 100 Hochschulen befragt.

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Von Anfang an gut betreut! Das Abi in der Tasche? Jetzt kommt der nächste Schritt: dein Studium. Und das heißt: neuer Lebensabschnitt, neue Stadt, neue Leute und vermutlich auch jede Menge Fragen. Bachelor, wie geht das eigentlich? Wie organisiere ich mein Studium? Was kostet es? Und wer hilft mir, wenn es doch mal Probleme gibt? Die Universität Erfurt bietet Betreuung von Anfang an: bei den Studieneinführungstagen zum Beispiel, bei denen du neben deinen neuen Kommilitonen auch den Campus und die moderne Bibliothek schon einmal kennen lernen kannst, bei denen es aber vor allem jede Menge nützliche Tipps gibt rund um Stundenplan und Co. Aber auch das Mentoren-Programm hilft dir, dich schnell zurechtzufinden. Denn in diesem Programm wird dir zu Beginn deines Studiums ein Professor als Mentor zur Seite gestellt, der dich dabei unterstützt, die passende Strategie fürs Studium zu finden und die richtigen Weichen zu stellen, und der da ist, falls es doch mal Schwierigkeiten gibt. Hilfreiche

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International Business Bachelor an der Munich Business School Die Welt der Wirtschaft entdecken und dabei die Zukunft fest im Blick: Mit einem Studium an der Munich Business School legen Sie eine solide Grundlage für ein erfolgreiches Berufsleben in internationalen Unternehmen. Sie erwerben in sechs Semestern fundiertes Business Know-how, absolvieren Praktika im In- und Ausland und lernen eine zweite Fremdsprache, z.B. Arabisch, Spanisch oder Chinesisch. Internationale Erfahrung sammeln Sie während Ihres Auslandssemesters an einer renommierten Partner-Hochschule. Sie entscheiden sich für zwei Studienprogramme, z.B. Marketing-Management und Finanzmanagement oder Medienmanagement. Und im English Track können Sie sogar komplett in englischer Sprache studieren. Gleich anmelden für den nächsten Bachelor-Schnuppertag! 42 ∙ Einstieg ∙ 3/2012

Bachelor-Schnuppertage mit Schnupper-Vorlesungen Samstag, 20. Oktober Samstag, 1. Dezember jeweils 10 bis 14.30 Uhr 1. Bewerbungsrunde für Studienstart WS 2013/2014 Aufnahmeprüfung: 16./17. November Bewerbungsschluss: 3. November Kontakt Munich Business School Studienberaterin Frau Christine Heber Elsenheimer Straße 61, 80687 München Telefon: 089 / 547678-272 E-Mail: bachelor@munich-business-school.de www.munich-business-school.de


Special

Duales Studium

© Robert Kneschke, Lev Dolgatjov/fotolia.com/ an.ma.nie/photocase.com

Ein duales Studium ist unter Umständen dein Ass im Ärmel. Mit doppelter Qualifikation in der gleichen Zeit bist du dem „normalen” Studenten um eine Berufsausbildung voraus.

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Special: Duales Studium

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Studium oder Ausbildung? Schwierige Entscheidung. Oder auch nicht, denn mit einem dualen Studiengang hat man beides.

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er ein duales Studium absolviert, hat gegenüber „normalen Studenten“ einen großen Vorteil – er verdient Geld. Und das, ohne nebenher Cocktails mixen, Taxis fahren oder Kinokarten abreißen zu müssen. Denn duale Studenten arbeiten während der vorlesungsfreien Zeit in einem Unternehmen und bekommen dafür ein Gehalt. Je nach Studiengang machen sie dort sogar eine richtige Berufsausbildung – mit Abschlussprüfung bei der Industrie- und Handels- oder der Handwerkskammer. Dafür ist das Studium straff organisiert, stark verschult und lässt wenig Platz fürs „lustige Studentenleben“.

Geben und nehmen Beim dualen Studium werden die Studierenden zweigleisig ausgebildet: einerseits an einer Berufsakademie oder Hochschule und andererseits in einem Unternehmen. Es handelt sich also um eine Kooperation zwischen Hochschule, Unternehmen und Student, die allen Beteiligten Vorteile bringt: Der Student bezieht finanzielle Unterstützung, sammelt reichlich praktische Erfahrung, kann wichtige Kontakte im Unternehmen knüpfen und sich im besten Fall sogar eine Festanstellung für die Zeit nach dem dualen Studium erarbeiten. Umgekehrt erhält das Unternehmen die Chance, geeignete Studenten längerfristig – für die gesamte Zeit des Studiums und darüber hinaus – an sich zu binden. Zum Teil wird schon im Ausbildungsvertrag zwischen Unternehmen und Student eine Vereinbarung getroffen, wonach dieser nach dem Studium verpflichtet ist, eine gewisse Zeit im Unternehmen zu arbeiten. Die Hochschulen schließlich 44 ∙ Einstieg ∙ 3/2012

können durch die Kooperation mit einem recht konstanten Zulauf an Studenten rechnen, was ihnen Fördergelder sichert. Mittlerweile bieten die Fachhochschulen, Berufsakademien, Universitäten sowie die Verwaltungs- und Wirtschaftsakademien insgesamt über 900 duale Studiengänge an. Die meisten stammen aus den Bereichen Ingenieurwissenschaften, Wirtschaftswissenschaften und Informatik.

Verschiedene Formen Mit dem Abi in der Tasche kann man sich zwischen zwei Formen des dualen Studiums entscheiden: Bei den so genannten ausbildungsintegrierenden Studiengängen erlernen die Studenten parallel zum Studium einen Beruf im Unternehmen. Der Student ist also gleichzeitig Azubi und erhält für seinen doppelten Einsatz am Ende auch einen doppelten Abschluss. Praxisintegrierende Studiengänge dagegen erhöhen den Praxisanteil des Studiums, ohne dies mit einem Berufsabschluss zu verbinden. Am Ende erhalten die Studenten also lediglich den Bachelor. Die Verteilung von Theorie und Praxis ist in dualen Studiengängen nicht einheitlich geregelt: Bei einigen Programmen verbringen die Studenten ihre gesamten Semesterferien im Betrieb. Bei anderen arbeiten sie zwei Tage in der Woche und lernen die restlichen drei an der Hochschule. Weit verbreitet ist der Wechsel von je dreimonatigen Theorie- und Praxisphasen. Häufig liegt der Schwerpunkt aber auch am Anfang der Ausbildung auf der Theorie und am Ende auf der Praxis.


Vor- und Nachteile des dualen Studiums + + + + +

zwei Abschlüsse (Beruf + Bachelor) innerhalb von drei bis fünf Jahren möglich festes Gehalt über die gesamte Studiendauer hinweg kleine Lerngruppen und enger Kontakt zu den Dozenten große Praxisnähe sehr gute Jobaussichten

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straffe Organisation, nur fünf bis sechs Wochen Urlaub im Jahr hohe Leistungserwartung von Hochschule und Unternehmen nur wenige Studienplätze, daher große Konkurrenz im Auswahlverfahren wenig wissenschaftliche Vertiefung im Studium

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Dual studieren in den Fächern: Und wo?

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Hier erfahren Sie, wie und wo Sie sich bewerben können und was Sie im Studium erwartet. Bei Fragen können Sie sich direkt an servicecenter@look-around-vw.de wenden.

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Special: Duales Studium

Wie geht das?

© Robert Kneschke/fotolia.de

Bewerbung, Gehalt, Aufbau – wir beantworten die wichtigsten Fragen zum dualen Studium.

Kann ich ein duales Studium auch selbst organisieren, indem ich mir einen Ausbildungsplatz besorge und mich parallel dazu an einer Hochschule einschreibe? Eine Berufsausbildung und ein Studium gleichzeitig zu durchlaufen, ist nicht verboten, und da der Begriff nicht geschützt ist, kann man das Ganze auch „duales Studium“ nennen. In der Praxis hat so ein Konstrukt aber große Nachteile: In einem „richtigen“ dualen Studiengang achten Hochschule, Berufsschule und Unternehmen darauf, dass sich ihre Lehrinhalte gegenseitig sinnvoll ergänzen – dieser Vorteil entfällt beim dualen Studium „Marke Eigenbau“. Darüber hinaus ist natürlich auch die Arbeitsbelastung aus Vollzeit-Job und Abend- oder Wochenendstudium nicht zu unterschätzen.

Sollte man mit dem Betrieb vorher in Kontakt treten und fragen, ob es die Möglichkeit für ein duales Studium gibt, oder kann man sich einfach drauflos bewerben? Die meisten Unternehmen haben inzwischen eigene Karriereseiten, auf denen man sich informieren kann, ob sie ein duales Studium anbieten. Außerdem kooperieren viele Hochschulen mit bestimmten Ausbildungsunternehmen, sodass man zunächst bei seiner Wunschhochschule nachgucken kann, bei welchem Betrieb sich eine Bewerbung lohnt. Natürlich darf man auch selbst die Initiative ergreifen und Unternehmen, bei denen man gerne eine Ausbildung machen würde, ansprechen, ob sie diese auch in Verbindung mit einem dualen Studium anbieten oder sich vorstellen könnten, das künftig zu tun. Sich einfach drauflos zu bewerben, ist vertane Zeit, wenn ein Unternehmen ohnehin kein duales Studium anbietet. 46 ∙ Einstieg ∙ 3/2012

Wo muss ich mich bewerben: bei der Hochschule oder beim Unternehmen? Für ausbildungsintegrierende duale Studiengänge geht die Bewerbung an das Unternehmen. Wer den Ausbildungsvertrag unterschreibt, hat damit automatisch auch den Studienplatz an der Hochschule sicher, mit der der Ausbildungsbetrieb kooperiert. Bei praxisintegrierenden dualen Studiengängen gibt es keine allgemeingültige Regel – im Zweifel sollte man bei der Hochschule erfragen, wie das Bewerbungsverfahren funktioniert.

Bin ich im dualen Studium Bafög-berechtigt? Für Studenten in dualen Studiengängen gelten die gleichen Bafög-Richtlinien wie für andere Studenten auch: Wenn das eigene Einkommen (z.B. die Ausbildungsvergütung) und das Einkommen der Eltern unterhalb bestimmter Grenzen liegen, ist man auch als dualer Student Bafög-berechtigt. Anspruch auf die Bundesausbildungsbeihilfe (BAB) hat man jedoch nicht. Mehr Infos zum Bafög findest du auf www.einstieg.com/bafoeg. Wie hoch ist die Ausbildungsvergütung? Viele Unternehmen zahlen ihren dualen Studenten in ausbildungsintegrierenden Studiengängen die gleiche Ausbildungsvergütung wie ihren „normalen“ Azubis. Einige zahlen weniger, andere zahlen mehr, und einige kommen sogar zusätzlich zur Ausbildungsvergütung für Studiengebühren und Semesterbeiträge auf. In praxisintegrierenden dualen Studiengängen zahlen viele Unternehmen eine Art Praktikumsvergütung. Deren Höhe sollte man am besten schon vor der Bewerbung erfragen.


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▸ Wie finde ich heraus, wer duale Studienplätze anbietet?

Alle Hochschulen und die meisten Unternehmen informieren über ihre dualen Studienangebote auf ihren Webseiten. Die größte Datenbank dualer Studiengänge bietet das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) unter www.ausbildungplus.de. Hier sind fast 900 duale Studiengänge gelistet – in den meisten Fällen sogar mit den Namen aller Ausbildungsbetriebe, die mit der Hochschule kooperieren. Wann muss ich anfangen, einen Ausbildungsplatz für das duale Studium zu suchen? Du solltest dich ungefähr ein Jahr vor Ausbildungsbeginn bewerben. Doch vorher ist einiges zu tun: Du musst herausfinden, mit welchen Unternehmen deine Wunschhochschule kooperiert oder ob du dich auf eigene Faust um einen Ausbildungsbetrieb kümmern musst. Du musst deine Unterlagen zusammenstellen und darin genau sagen können, warum du für ein duales Studium und diese spezielle Stelle geeignet bist. Außerdem solltest du dich gründlich über das Unternehmen und seine Ausbildungsinhalte sowie über die Studieninhalte informieren, damit im Anschreiben rüberkommt, dass du auch wirklich weißt, wofür du dich bewirbst. Hält man die Doppelbelastung aus Ausbildung und Studium überhaupt durch? Ein duales Studium eignet sich für alle, die genau wissen, was sie wollen, und die so von ihrem Fach überzeugt sind, dass sie sich auch in den harten Phasen des Studiums motivieren können. Wer dagegen nach dem Abi nur eine grobe Vorstellung 48 ∙ Einstieg ∙ 3/2012

von der eigenen beruflichen Zukunft hat und sich an der Hochschule erst mal orientieren möchte, wird am dualen Studium keine Freude haben. Hat man mit einem schlechten Abi eine Chance auf ein duales Studium? Tatsächlich schauen viele Unternehmen beim dualen Studium in erster Linie auf den Abi-Schnitt. Es gibt aber auch Personaler, die sich mehr für die Noten in den Fächern interessieren, die für das Studium relevant sind. Wer also beispielsweise Wirtschaftsinformatik studieren möchte, sollte in Mathe auf jeden Fall mehr als fünf Punkte mitbringen! Gerade größere Unternehmen arbeiten inzwischen aber auch mit Online-Einstellungstests, um Bewerber auszusieben. Hierbei gut abzuschneiden, kann unter Umständen wichtiger sein als ein Punkt mehr oder weniger auf dem Zeugnis. Wird es irgendwann in allen Fächern duale Studiengänge geben? Es wird wohl auch zukünftig nicht in allen Fachbereichen duale Studiengänge geben. Das Modell funktioniert ja nur, wenn Studien- und Ausbildungsinhalte aufeinander abgestimmt werden können. Insofern überwiegen die kaufmännischen und technischen Fächer, die Geisteswissenschaften etwa haben es da deutlich schwerer.


Die andere Perspektive. Als Zentralbank der Bundesrepublik Deutschland betrachten wir die Banken- und Finanzwelt aus einer anderen Perspektive. Wir gestalten gemeinsam mit unseren europäischen Partnern die Geldpolitik des Eurosystems und engagieren uns für stabile Finanz- und Zahlungssysteme. Weitere Kernaufgaben sind die Bankenaufsicht und die Bargeldversorgung. In einem international ausgerichteten Umfeld werden unsere Aufgaben immer komplexer und anspruchsvoller. Für unsere dualen Bachelor-Studiengänge suchen wir engagierte (Fach-)Abiturient(inn)en: I

BETRIEBSWIRTSCHAFTSLEHRE STUDIENGANG ZENTRALBANKWESEN/CENTRAL BANKING Start: 1. Oktober 2013 bzw. 1. April 2014 An unserer Hochschule in Hachenburg (Westerwald) erwerben Sie fundierte wirtschafts- und rechtswissenschaftliche Kenntnisse mit den Schwerpunkten Bankwesen, Finanzsysteme und Geldpolitik. In den Praxismodulen bearbeiten Sie Aufgaben aus den verschiedenen Tätigkeitsfeldern einer Zentralbank und wenden so Ihr theoretisches Wissen direkt an. In der Regel werden Sie nach erfolgreichem Abschluss in das Beamtenverhältnis auf Probe im gehobenen Bankdienst übernommen.

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ANGEWANDTE INFORMATIK Start: 1. Oktober 2013 An der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Mosbach (bei Heidelberg) erarbeiten Sie sich fundierte technische Kenntnisse mit den Schwerpunkten Software-Entwicklung, Konzeption, Aufbau und Administration von Kommunikationsnetzwerken, Datenschutz und -sicherheit sowie Marketing. Während der Praxisphasen werden Sie in konkrete Projekte eingebunden und bearbeiten selbstständig Aufgaben aus dem Gebiet der Informationstechnologie. Nach erfolgreichem Abschluss werden Sie mit verantwortungsvollen Aufgaben im IT-Bereich betraut.

Wir freuen uns auf Ihre Online-Bewerbung unter Angabe des Kennwortes „Einstieg Magazin“. Bewerbungsfristen und weitere Informationen finden Sie auf unserer Homepage unter www.bundesbank.de/karriere.

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Also ganz ehrlich, das duale Studium ist echt eine super Sache, so hab ich den totalen Praxisbezug und kann dennoch an die Uni ...

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Text und Illustration: Christian Sommer • www.illusommer.de

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Foto: Anke Till-

Special: Duales Studium

„Echte Win-Win-Situation“ Sirikit Krone von der Universität Duisburg-Essen forscht zum dualen Studium. Im Interview erklärt sie, warum alle Seiten von dieser Studienform profitieren.

Die Zahl der dualen Studiengänge nimmt stetig zu. Wie ist dieser Erfolg zu erklären? Die Unternehmen möchten sich mit ihrer Beteiligung an dualen Studiengängen den qualifizierten Nachwuchs sichern, während die Studierenden den hohen Praxisbezug und die finanzielle Sicherheit schätzen. Beide Seiten profitieren also von dieser Studienform, sodass wir von einer echten Win-Win-Situation sprechen können. Hinzu kommt, dass in vielen Bundesländern die Einrichtung dualer Studiengänge durch die Bildungspolitik gezielt gefördert wird. Wie kommt es, dass dual Studierende in der Mehrzahl männlich sind? Die Dominanz der Männer in dualen Studiengängen hat wenig mit dieser Art des Studiums zu tun. Grund dafür ist eher, dass die duale Studienform außer in den wirtschaftswissenschaftlichen Studiengängen vorwiegend in den von Männern dominierten ingenieurwissenschaftlichen Fächern angeboten wird. Gibt es einen Grund dafür, dass duale Studenten überwiegend aus Nicht-Akademiker-Familien kommen? Zentral ist hier das Thema Sicherheit. Die Betriebe zahlen eine Ausbildungsvergütung und übernehmen ganz oder teilweise die Studienkosten, damit ist das finanzielle Risiko deutlich geringer als beim „normalen“ Studium. Das Konzept des dualen Studiums, neben dem Bachelor einen davon unabhängigen beruflichen Abschluss zu erlangen, mindert zudem die Folgen eines möglichen Studienabbruchs deutlich. Sind Leistungsdruck und Stress bei dualen höher als bei „normal“ Studierenden? Die von uns befragten dual Studierenden klagten häufig über einen enormen Zeitdruck und Abstimmungsprobleme zwischen den Anforderungen aus Studium und Ausbildung. Das duale Studium stellt sehr hohe Ansprüche an soziale Fähigkeiten wie Selbstständigkeit, Organisationstalent und Networking unter 50 ∙ Einstieg ∙ 3/2012

den Kommilitonen. Allerdings berichteten die von uns befragten Experten aus den Betrieben und Hochschulen, dass die überwiegende Mehrzahl der dual Studierenden trotz des höheren Leistungsdrucks sowohl das Studium als auch die betriebliche Ausbildung erfolgreich abschließen.

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Wie sehen Sie die weitere Entwicklung des dualen Studiums? Der Ausbau des dualen Studiums ist sicher noch nicht abgeschlossen. Die Nachfrage bei den Schulabsolventen liegt häufig deutlich über dem Angebot der betrieblichen Ausbildungsplätze. Wir können davon ausgehen, dass sich viele Unternehmen der Idee des dualen Studiums in Zeiten des drohenden Fachkräftemangels weiter öffnen werden, um sich auch in Zukunft qualifizierten Nachwuchs zu sichern. Interview: Stefan Moskopp

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Frau Krone, welches Ergebnis hat Sie am meisten überrascht? Wir haben in unserer Studie mit vielen dual Studierenden Gruppengespräche geführt. Hier war ich überrascht und beeindruckt von der hohen Zufriedenheit und Motivation der jungen Menschen. Und das trotz des sehr hohen Arbeitspensums, das ein duales Studium erfordert. Ich denke, das hat viel mit den guten Karriereperspektiven zu tun und ist eine Wertschätzung bereits in der Studien- und Ausbildungsphase.


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Duales Studium Wirtschaftsinformatik bei der DekaBank

Anspruchsvoll und abwechslungsreich BWL oder IT? Erst Ausbildung und dann studieren? Oder nur eines davon? Nicht immer muss man sich entscheiden. Die DekaBank, der zentrale Asset Manager der Sparkassen-Finanzgruppe, bietet in Kooperation mit der Frankfurt School of Finance & Management dafür eine Lösung: das duale Studium Bachelor of Science Wirtschaftsinformatik. Den theoretischen Teil des Studiengangs absolvieren die Studenten an der Frankfurt School. Dort erarbeiten sie sich umfangreiches Know-how im Bereich Informationstechnologie verbunden mit breit gefächerten betriebswirtschaftlichen Kenntnissen. Das erworbene Wissen wird in der DekaBank als

Ausbildungsbetrieb mit einer abwechslungsreichen praktischen Berufsausbildung verknüpft und ergänzt. Die ganzheitliche und anspruchsvolle Ausbildung als Kombination aus IT und Finanzwirtschaft bietet dabei einen tiefen Einblick in die IT-Welt eines Finanzdienstleistungsunternehmens. In einem Auslandssemester und einem Praktikum bei einem ausländischen Unternehmen sammeln die Studenten zusätzliche Erfahrungen. Nach vier Semestern legen die Studenten vor der Industrieund Handelskammer Frankfurt am Main die Prüfung zum/zur „Fachinformatiker/-in Anwendungsentwicklung“ ab. Nach dem Abschluss als Bachelor of Science (B.Sc.) arbeiten Wirtschaftsinformatiker als Spezialist oder Spezialistin an der Entwicklung von IT-Lösungen in vielfältigen Aufgabenfeldern.

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Was ich von meiner Ausbildung erwarte? Ich will Neues lernen und vorankommen. David P., Auszubildender

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Wir sind der zentrale Asset Manager der SparkassenFinanzgruppe, des weltweit größten Finanzverbunds. Als Schulabgänger erwarten Sie bei uns eine erstklassige Ausbildung und eine Fülle ausgezeichneter beruflicher Perspektiven und Studienmöglichkeiten:

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Special: Duales Studium

Auf einen dualen Studienplatz kommen im Schnitt mehr als 50 Bewerber. Wer sich da durchsetzen will, muss schon in seinen Unterlagen zeigen, was er drauf hat. Danach warten Vorstellungsgespräche, Einstellungstests oder sogar Assessment-Center.

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tudium und Ausbildung miteinander zu verknüpfen, wird immer beliebter. Rund 900 duale Studiengänge gibt es mittlerweile in Deutschland. Unis, FHs und Berufsakademien haben meistens feste Kooperationspartner, mit denen sie gemeinsam duale Studiengänge anbieten. In Ausnahmefällen kannst du dich auch auf eigene Faust um eine Firma kümmern. Wie du dabei am besten vorgehst, solltest du vorher mit der Studienberatung deiner Wunschhochschule klären. Wer dual studieren möchte, muss sich nämlich gleich zweimal bewerben: beim Unternehmen und bei der Hochschule. Doch was kommt zuerst, und was unterscheidet das Anschreiben eines künftigen dualen Studenten von dem eines Azubis? In ausbildungsintegrierenden Studiengängen, an deren Ende neben dem Bachelor auch ein von der Industrie- und Handelskammer (IHK) anerkannter Ausbildungsabschluss steht, bewirbst du dich zuerst beim Unternehmen. Duale Studenten werden dabei genauso unter die Lupe genommen wie ihre Azubi-Kollegen, schließlich müssen sie zum Unternehmen passen, sich ins Team einfügen können – und Leistung bringen. Die Bewerbung läuft inzwischen fast ausschließlich online. Über vorgegebene Formulare gibst du zunächst deine persönlichen Daten wie Name, Adresse und Geburtsdatum ein, es folgen Angaben zu Noten und dem (voraussichtlichen) Schulabschluss. Achtung: So manches Unternehmen fragt nicht nur die fachlichen Noten, sondern auch die Angaben zu deinem Sozialverhalten sowie unentschuldigte Fehlstunden ab!

Als Bewerber aus der Masse herausstechen Natürlich kann man sich in einem Formular nicht so individuell präsentieren wie mit einer Bewerbungsmappe, denn zumindest formal sehen alle Bewerbungen gleich aus. Umso wichtiger 52 ∙ Einstieg ∙ 3/2012

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Bewerben hoch

ist es, inhaltlich zu punkten: „Gerade in einem großen Unternehmen sollte man die Chance nutzen, durch ein zielgerichtetes Motivationsschreiben auf sich aufmerksam zu machen“, rät Christoph Görtz, der im Personalwesen bei Volkswagen in Wolfsburg das Studium im Praxisverbund (StiP) betreut. Im Anschreiben, das bei den meisten Online-Bewerbungen einfach in ein dafür vorgesehenes Formularfeld eingetragen wird, sollte erkennbar sein, warum sich ein Bewerber für eine bestimmte Studienrichtung interessiert und warum er geeignet ist. „Manchmal kann man das schon anhand von Hobbys und Interessenschwerpunkten in der Freizeit erkennen“, sagt Görtz. Gerade bei der großen Konkurrenz um duale Studienplätze zählen neben guten Noten auch Leistungsbereitschaft und Engagement. Du solltest deutlich machen, dass du in der Verknüpfung von Studium und Ausbildung keine nervige Belastung, sondern eine Herausforderung siehst. Sehr wichtig ist außerdem die Identifikation mit dem Unternehmen. Wer also die gleiche Bewerbung an einen Global Player der Automobilbranche und an einen mittelständischen Solarzellenhersteller schickt, hat schlechte Chancen, es bis zum Vorstellungsgespräch zu schaffen. Neben dem Anschreiben gehören zur vollständigen Bewerbung noch folgende Anlagen: der Lebenslauf, die letzten zwei Zeugnisse und ein Foto. Dabei solltest du dich unbedingt an die Vorgaben des Unternehmens halten: Werden drei Zeugnisse oder ein Lebenslauf nach Europass-Standard verlangt, solltest du dem Personaler diesen Gefallen auch tun. Beim Lebenslauf ist besonders wichtig, dass er vernünftig strukturiert ist: „Das erwarten wir von unseren Bewerbern und es erleichtert unsere Arbeit. Es ist ärgerlich, wenn wir anrufen und nachhaken müssen, weil ein Lebenslauf lückenhaft ist“, erklärt Görtz.


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Gut vorbereitet in den Einstellungstest Hast du alle Unterlagen abgeschickt, ist die schriftliche Bewerbung erledigt. Die Wartezeit bis zum Vorstellungsgespräch, das mittlerweile auch häufig als (Job-)Interview bezeichnet wird, solltest du zur Vorbereitung für den Einstellungstest nutzen. Ein solcher Online-Test wird häufig zwischengeschaltet, um herauszufinden, welche Bewerber wirklich geeignet für die Ausbildung sind. Abgefragt werden fachspezifische Kenntnisse, mathematisches Basiswissen, Allgemeinbildung und Rechtschreibkenntnisse. Meistens hast du nur eine bestimmte Zeit zur Verfügung, um die Fragen zu beantworten. Damit wollen die Firmen zugleich checken, wie gut du dich konzentrieren kannst und wie belastbar du bist. Es gibt Übungsbücher, mit denen du dich auf solche Tests vorbereiten kannst – je mehr Routine du hast, desto besser! Im Test hast du gezeigt, dass du fachlich der Richtige für das duale Studium bist – im nächsten Schritt musst du persönlich überzeugen. Die meisten Unternehmen laden die erfolgreich getesteten Bewerber zu einem Vorstellungsgespräch ein, manche machen sogar ein Assessment-Center (AC) daraus. In einem AC wird man nicht nur im Gespräch unter die Lupe genommen, sondern muss in Gruppendiskussionen oder Präsentationsaufgaben einen ganzen Tag lang zeigen, wie man mit künftigen Kollegen umgeht oder fachliche Herausforderungen meistert. Wer hier besteht, hat auch die letzte Hürde auf dem Weg zum dualen Studium genommen und den Ausbildungsvertrag in der Tasche. Die Einschreibung bei der Hochschule ist damit reine Formsache. Welche Unterlagen du neben dem Vertrag und deinem Abschlusszeugnis noch vorzeigen musst, ist von Uni zu Uni verschieden.

Dual studieren kann man heute an zahlreichen deutschen Hochschulen. Eine Pionierrolle nimmt dabei die Hochschule Niederrhein ein. Hier starteten vor 30 Jahren die dualen Studiengänge. Nach vier Jahren haben die Absolventen sowohl die Berufsausbildung als auch ihren Bachelor-Abschluss in der Tasche. Sie studieren also ein Jahr länger als die Studierenden im grundständigen Bachelor-Studium. Aber dafür haben sie am Ende auch einen Abschluss mehr. Neben den Studiengängen Chemieingenieurwesen und Maschinenbau werden Chemie und Biotechnologie, Elektrotechnik, Mechatronik, Verfahrenstechnik, Textil- und Bekleidungstechnik, Betriebswirtschaft, Wirtschaftsinformatik, Steuern und Wirtschaftsprüfung sowie Health Care Management angeboten. Insgesamt kooperieren beim dualen Studium schon über 130 Unternehmen mit der Hochschule Niederrhein. Und es werden ständig mehr. Die Pioniere vom Niederrhein rüsten weiter auf. www.hs-niederrhein.de/duales-studium

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Ausnahmefall praxisintegrierendes Studium

02.07.2012

14:13 Uhr

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Daniel – Allianz Bachelor-Student Bewege was - Studium und Ausbildung

Bei dualen Studiengängen, in denen man keine komplette Ausbildung „nebenher“ macht, läuft die Bewerbung oft anders: Du bewirbst dich bei der Hochschule, musst dort ein Auswahlverfahren bestehen und stellst dich anschließend bei einem der Unternehmen vor, mit denen die Hochschule kooperiert. Um sicherzugehen, dass du die richtige Reihenfolge wählst, solltest du immer auf der Homepage der Uni nachschauen, wie die Bewerbung läuft. Dort erfährst du auch, welche Dokumente du vorlegen musst. Auch bei der Hochschulbewerbung gilt: Ein vernünftiges Anschreiben bzw. Motivationsschreiben darf nicht fehlen!

Bewege was – Studium und Ausbildung Bachelor (m/w) Versicherung oder Bachelor (m/w) Versicherung oder Wirtschaftsinformatik. Wirtschafts informatik.

Mit Hochschulreife jetzt bewerben unter www.ausbildung.allianz.de In jedem Fall spannend. Als unser Nachwuchs- Frage unsere Studenten nach ihren Mit Hochschulreife jetzt bewerben In jedem Fall spannend: Als unser Erfahrungen auf experte entwickelst du unser Unternehmen unter www.ausbildung.allianz.de Nachwuchs experte ent wickelst du unser www.facebook.com/ mit. Du arbeitest mit in Projekten, unsere Studenten nach ihren Unternehmen mit. DuKunden arbeitest mit Kun- an Frage AllianzATeamAzubis vielen Veränderungen und an ständigem Erfahrungen auf den, in Projekten, an vielen Veränderungen Fortschritt. Vielleicht wirst du später auch www.facebook.com/ und an ständigem Fortschritt. Vielleicht Bachelor (m/w) Versicherung: AllianzATeamAzubis wirst du später auch Führungskraft. Führungskraft. Wir bieten mehr als nur Allianz München, Victor Boksic Wir bieten mehr als nur Versicherung: Versicherung: Vielfalt, Entwicklung, Stärke, Tel. 089.92529-25213 Vielfalt, Entwicklung, Gemeinschaft. Gemeinschaft. UnsereStärke, Mitarbeiter wählen wir Allianz München, Victor Boksic Tel. 089.92529-25213 Unsere Mitaufgrund arbeiter wählen wir dabei nur dabei nur ihrer Qualifikation und Bachelor (m/w) Wirtschaftsinformatik: aufgrund ihrer Qualifikationen und Eignung Eignung aus - unabhängig z. B. von Allianz München, Olga Abyezyayeva aus – unabhängig z. B. von Geschlecht, Geschlecht, Herkunft oder einer Behinderung. Tel. 089.92529-25226

Herkunft oder einer Behinderung.

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Special: Duales Studium

Musteranschreiben So könnte ein Anschreiben aussehen, das du in der Mappe oder als Anlage verschickst. Bei der Bewerbung über ein Online-Formular kannst du dir die Adresszeilen selbstverständlich sparen. Entscheidend ist der Inhalt!

Nürburgring 23

Michael Schumacher 51847 Kerpen 0176-1234567

m.schumacher@web.de

STRABO Automobil AG Personalentwicklung Frau Petra Scheja Siegburger Str. 241 50679 Köln Kerpen, 13.08.2012 Bewerbung um einen dualen Studienplatz in Betriebswirtschaftslehre mit dem Abschluss Bachelor of Arts – Ausbildungsbeginn 01.08.2013 Sehr geehrte Frau Scheja, auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz zum Industriekaufmann in Verbindung mit einem Studium der Betriebswirtschaftslehre bin ich auf Ihrer Homepage auf Ihr Ausbildungsangebot gestoßen. Im Mai 2013 werde ich die Schule mit dem Abitur abschließen und würde gerne im August die Ausbildung bei Ihnen beginnen. Eine Ausbildung bei einem international ausgerichteten Automobilzulieferer wie der STRABO Automobil AG zu absolvieren, entspricht genau meinen späteren Berufsvorstellungen. Mit großem Interesse habe ich die Entwicklung der Automobilbranche in den vergangenen Jahren – vor allem den Umgang mit der Wirtschaftskrise und das Entstehen neuer Märkte in Asien – verfolgt. Erste praktische Erfahrungen konnte ich bereits in einem freiwilligen Praktikum sammeln, das ich bei der Crone AG in Remscheid absolviert habe. Ich habe dort Einblick in die Lagerverwaltung und Warendisposition erhalten. Außerdem konnte ich einige Tage im Vertrieb bei der Angebotserstellung sowie bei der Vorbereitung von Kundengesprächen dabei sein. Den sicheren Umgang mit Zahlen bringe ich durch meinen Mathematik-Leistungskurs mit (Note 1,7). Ebenso das nötige wirtschaftliche Grundverständnis: In meinem Lieblingsfach Sozialwissenschaften haben wir uns im vergangenen Jahr ausführlich mit den ökonomischen Folgen der Wirtschaftskrise für den Standort Deutschland beschäftigt. Ein betriebswirtschaftliches Studium mit der praktischen Ausbildung in der Automobilbranche zu verbinden, reizt mich sehr. Auch in meiner Freizeit beschäftige ich mich gerne mit Autos und Technik, vor allem seit ich im vergangenen Jahr meinen Führerschein gemacht habe. Zu meinen Hobbys zählt außerdem der Umgang mit dem Computer, sodass ich sicher mit Word, Excel und Power Point umgehen kann. Meine Englischkenntnisse (Leistungskurs, Note 2,0) habe ich durch einen Schüleraustausch mit der Crawford School in Southampton weiter ausgebaut. Da ich seit zwei Jahren regelmäßig in den Schulferien jobbe, sehe ich der hohen Arbeitsbelastung, die ein duales Studium mit sich bringt, gelassen entgegen. Ich freue mich auf eine Einladung zum Vorstellungsgespräch. Mit freundlichen Grüßen Michael Schumacher

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◂ Patrick Lindemann (links) mit amerikanischen Kollegen von Schenck Process in Chicago

Perfekte

Zukunftsaussichten – auch international Der erste Schritt ins Berufsleben ist der wichtigste. Schließlich kommt es darauf an, ein Unternehmen zu finden, das Studenten fordert, fördert und ihnen alle Türen für die zukünftige Karriere öffnet. Schenck Process in Darmstadt ist ein solches Unternehmen. Hinter dem Namen Schenck Process stehen mehr als 125 Jahre Erfahrung. Heute ist Schenck Process einer der Weltmarktführer im Bereich Mess- und Verfahrenstechnik und bietet branchenführende Lösungen beim Wägen, Dosieren, Sieben und Automatisieren. Das Unternehmen beschäftigt weltweit an 33 Standorten über 3.000 Mitarbeiter. Ein weltweit agierendes Unternehmen also, das mit seinen innovativen Lösungen und vielfältigen Aufgabengebieten das ideale Karrieresprungbrett darstellt – gerade für Absolventen des dualen Studiums. Dabei begleitet und unterstützt Schenck Process seine Studenten während dieser Zeit, sei es am Standort Darmstadt oder an ei-

ner der internationalen Locations, wo Sie auch einen Ausbildungsabschnitt verbringen können. Patrick Lindemann ist einer von ihnen. Er studiert Mechatronik im sechsten Semester und wird sein Studium im September mit dem Bachelor abschließen. Besonders begeistert ist er davon, dass Schenck Process ihm die Chance gab, im vergangenen Jahr eine Praxisphase in den USA zu verbringen. Für ihn die perfekte Chance, viele Erfahrungen, privat wie auch beruflich, zu sammeln und vor allem seine Englischkenntnisse zu verbessern. Sein Fazit: „Ich kann jedem nur empfehlen, die Erfahrung zu machen. Auch Sprachprobleme sollte man definitiv nicht fürchten. Ich hatte auch Bedenken, wie ich in der Firma mit all den technischen Begriffen zurechtkommen soll. Im Nachhinein war dies überhaupt kein Problem.“

Das charmante Gelb hat sie von uns.

Damit die Quietscheente ihr strahlendes Gelb auch nach vielen Schaumbädern behält, ist die perfekte Zusammensetzung des Kunststoffs so wichtig. Und dafür sorgt modernste Dosiertechnik von Schenck Process.

Bewerben Sie sich noch heute. Für einen sauberen Start, der Ihnen alle Chancen eröffnet. Duales Studium Bachelor of Engineering • Mechatronik • Service-Ingenieurwesen • Wirtschaftsingenieurwesen

Unsere Technik kommt aber auch zum Einsatz wenn es darum geht, die richtige Menge Gurken ins Glas zu bringen, das optimale Aluminium für den Formel-1-Motor herzustellen, den richtigen Baustoff für eine aufwändige Brückenkonstruktion anzumischen oder Energie hocheffizient und umweltfreundlich zu erzeugen. Mit 3.000 Mitarbeitern an 33 Standorten ist Schenck Process weltweit führend in allen Bereichen der Mess- und Verfahrenstechnik, im industriellen Wägen, Dosieren, Sieben und Automatisieren. Und das seit über 125 Jahren.

Wir freuen uns auf Sie. Schenck Process GmbH Human Resources, Bereich Ausbildung Pallaswiesenstr. 100 64293 Darmstadt, Germany T +49 61 51-15 31 37 73 ausbildung@schenckprocess.com www.schenckprocess.com

Berufsausbildung • Industriekaufmann/-frau

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Social Media Manager

Gefällt mir! Ein paar Posts auf Facebook und Twitter, zwischendurch noch ein Video bei Youtube hochladen – so stellt man sich den Arbeitsalltag eines Social Media Managers vor. Doch ein bisschen mehr muss man schon mitbringen, wenn man ein Unternehmen erfolgreich in sozialen Netzwerken vertreten möchte.

T

homas Lerche bekommt 15 Prozent Mitarbeiterrabatt auf das neue iPad, isst mittags in der Kantine ein Kinderschnitzel und hat jede Menge Fans. Ihnen berichtet er jeden Tag von spannenden Begegnungen, neuen Produkten oder eben seinem Mittagessen. Lerche arbeitet als Junior Social Media Manager bei OTTO und das tägliche Posten gehört zu seinem Job. Der Beruf des Social Media Managers ist neu und spannend – und oft mit falschen Vorstellungen behaftet. In sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter unterwegs zu sein und diese mit neuem Input aus dem Unternehmen zu bedienen, ist nur ein Teil des Jobs. Dahinter steckt viel strategische Arbeit sowie kommunikatives Geschick. Schließlich sind Social Media Manager die Schnittstelle zwischen einer Firma und deren Kunden: Ein großer Teil des Kundenservice läuft mittlerweile über soziale Netzwerke – und die User erwarten nicht nur schnelle, sondern auch fundierte Antworten. „Man sollte sich ein fachliches Netzwerk im Unternehmen aufbauen, um beispielsweise schnell auf Anfragen seitens der Community reagieren zu können“, rät David Rahnaward, Projektmanager Social Media Marketing bei OTTO. Seine Aufgaben reichen von der redaktionellen Planung über die Konzeption von Anwendungen bis hin zum Monitoring, also der Auswertung der OnlineAktivitäten. Darüber hinaus beantwortet Rahnaward Userfragen und überlegt sich Strategien, wie man die Social-Media-Kanäle des Versandhauses optimieren kann.

Social Media Manager David Rahnaward weiß, worauf es beim Posten und Twittern ankommt.

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Immer mehr Unternehmen erkennen, wie wichtig die sozialen Netzwerke für die Kommunikation mit den Kunden sind: Bereits jedes zehnte beschäftigt einen Social Media Manager – Tendenz steigend. Kein Wunder also, dass der Arbeitsmarkt für die Netzexperten momentan boomt. Auch der Verdienst kann sich sehen lassen, die Wirtschaftswoche schätzt das Einstiegsgehalt eines Social Media Managers auf 40.000 Euro.


Solche Zahlen sind jedoch mit Vorsicht zu genießen und hängen stark von Abschluss, Branche und Unternehmensgröße ab.

Wie wird man Social Media Manager? Was muss ich mitbringen, um in diesem Beruf zu arbeiten? „Da das Berufsbild noch recht neu ist, gibt es keine klaren Vorgaben für die Ausbildung. In der Regel haben Social Media Manager ein Studium in Marketing, PR, Kommunikations-, Sozial-, Informations- oder Sprachwissenschaften abgeschlossen“, weiß Social-Media-Expertin und Buchautorin Claudia Hilker. Ein Studium ist nicht zwingend notwendig, hat jedoch durchaus Vorteile, da man als Student auch Zeit- und Selbstmanagement sowie Recherchetechniken lernt. „Unverzichtbar sind das Interesse an dem Thema Social Media und eine starke Online-Affinität“, sagt David Rahnaward. Ein bisschen Lust auf Technik sollte man natürlich auch mitbringen: „Social-Media-Experten müssen keine Programmierer sein, sollten aber über Grundkenntnisse in der Informations- und Kommunikationstechnologie verfügen“, so Hilker.

Kommunikation will gelernt sein Und da kein Berufsanfänger schon alles kann, gibt es jede Menge Weiterbildungen (beispielsweise von der FH Köln sowie zahlreichen privaten Akademien), in denen man lernt, worauf es bei der Kommunikation in sozialen Netzwerken ankommt. Zum Beispiel darauf, den richtigen Ton zu treffen: Nur wer weiß, wie seine Zielgruppe tickt, kann vernünftig mit ihr kommunizieren. Und nur wer weiß, welche Interessen sein Arbeitgeber mit seinem Online-Auftritt verfolgt, kann sich passende Aktionen ausdenken, unterschiedliche Abteilungen einbinden und so er-

Thomas Lerche berichtet mehrmals täglich auf Facebook, was er bei OTTO alles erlebt.

folgreich arbeiten: „Ein Social Media Manager muss auch diplomatisch geschickt sein und den Austausch mit Abteilungen wie Marketing oder Vertrieb suchen, also gut mit anderen Teams zusammenarbeiten. Er sollte natürlich auch neue Trends beobachten und kreative Ideen entwickeln“, sagt Hilker. Die besten Karten hat, wer bereits erste praktische Erfahrungen im Social Web vorweisen kann. Facebook- und Twitter-Accounts sind Pflicht, mit einem eigenen Blog dagegen kann man noch punkten. Thomas Lerche rät dazu, möglichst früh mit einer eigenen Community-Betreuung zu starten: „Man kann zum Beispiel die Fan-Site der Schule oder eines Vereins gestalten, das zahlt sich später aus.“ Für ihn hat es sich definitiv gelohnt! Annette Kamps

Buchtipp:

Das sollten künftige Social Media Manager mitbringen:

Claudia Hilker bietet nicht nur strategische Beratung zum Thema Social Media an, sondern hat auch einen Lehrauftrag im Studiengang „Social Media Manager“ der FH Köln. In diesem Jahr hat sie das Buch „Erfolgreiche Social-Media-Strategien für die Zukunft“ veröffentlicht.

• Online-Affinität • technisches sowie wirtschaftliches Verständnis • Kreativität und konzeptionelle Fähigkeiten • Teamfähigkeit und gute Umgangsformen • Interesse an neuen Themen

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Auslandssemester in Taipeh

„Die Freundlichkeit der Leute ist unglaublich“ Auslandssemester in Europa kann ja jeder – Philip hat sich für etwas Exotischeres entschieden: Der Kölner Student ist in Taiwans Hauptstadt Taipeh geflogen, fernab von EM und Eurokrise.

W

ährend seine Kommilitonen in Köln auf gutes Wetter warten, lässt Philip es sich im sommerlichen Taipeh gut gehen. Den Aufenthalt in Taiwan kann er jedem nur empfehlen: „Ein Auslandssemester ist immer ‘ne geile Zeit – und meistens auch sehr lehrreich. Das Klima ist mit 25 bis maximal 30 Grad sehr entspannt, außerdem ist die Stadt riesig und hat dementsprechend viel zu bieten.“ Vor zwei Jahren hatte der 22-Jährige in Taiwan einen Freund besucht und war sofort angefixt – sowohl von der Stadt als auch von den Menschen: „Am meisten hat mich die unglaubliche Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft beeindruckt. Auf Reisen wird man an Tankstellen beschenkt, wenn Leute hören, dass man noch einen langen Weg vor sich hat. Jeder versucht, dir zu helfen, sobald du aus irgendwelchen Gründen Hilfe benötigst.“ Philip studiert BWL an der Uni Köln und hatte das Glück, dass seine Hochschule Partneruni der National Chengchi University Taipeh ist. So kam er relativ unkompliziert an einen Studienplatz und nach Taiwan. Obwohl die Chengchi University mit rund 15.000 Studenten nicht gerade zu den kleinsten Hochschulen zählt, ist der Unterricht ganz anders organisiert als an der Kölner Massenuni: Es gibt kleine Klassen mit maximal 40 Studenten, die ihr Wissen regelmäßig in Gruppenarbeiten und Präsentationen unter Beweis stellen müssen. Außerdem werden regelmäßig Hausaufgaben verteilt und anschließend benotet. Auch Philips Kommilitonen unterscheiden sich von seinen Kölner Mitstudenten: „Um es kurz zu fassen: Sie sind ruhiger und zivi-

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lisierter, fast schon ein bisschen schüchtern.“ An der Uni tummeln sich jedoch nicht nur Taiwaner. Neben einigen Deutschen lernen vor allem Franzosen, Skandinavier und Südamerikaner in Taipeh Chinesisch. Viele der internationalen Studenten wohnen gemeinsam im gleichen Haus, sodass es dem Kölner nicht schwer fiel, direkt Kontakt zu knüpfen.

Tokio ist um die Ecke Kein Wunder also, dass er viel unterwegs ist – mal trifft er sich auf einem der unzähligen Nightmarkets zum Shoppen und Essen, mal geht es auch raus aus der Stadt: „Es lohnt sich, einfach mal ‘nen Roller zu mieten und die Küste entlang oder aber hoch ins Gebirge zu fahren. Das ist landschaftlich echt geil“, schwärmt Philip. Auch nach Tokio ist er in den vergangenen Wochen schon geflogen – ist ja quasi um die Ecke! Der Student finanziert seinen Aufenthalt – inklusive Ausflüge – von seinen Ersparnissen und wird von seinen Eltern unterstützt. Studiengebühren muss er keine zahlen, und die Lebenshaltungskosten in Taiwan sind deutlich niedriger als in Deutschland. „Ein gutes Essen kostet nicht mehr als drei Euro. Da kochen weder Taiwaner noch Ausländer selbst“, erzählt Philip. Neben Reisgerichten mit Fleisch oder Fisch haben es ihm besonders die Dumplings angetan, ein mit Gemüse oder Fleisch gefülltes Gebäck. Und natürlich ist auch der ein oder andere Kneipenbesuch drin, denn auch die Getränkepreise sind, verglichen mit Deutsch-


Ausflüge zum nahe gelegenen Strand gehören zu Philips Auslandssemester selbstverständlich dazu.

Top 3 der Dinge, die man laut Philip in Taiwan unbedingt gesehen haben muss:

1

In den Food Courts werden nur landestypische Gerichte serviert – zu unschlagbaren Preisen.

land, zivil – und in Clubs meist schon im Einritt (maximal 15 Euro) inklusive. Ein paar Wochen bleiben Philip noch bis zum Ende des Semesters in Taiwan, danach wird er in Köln wieder selbst kochen und mehr für sein Bier bezahlen müssen. Neben seinen Chinesisch-Kenntnissen und der faszinierenden Landschaft werden ihm vor allem die Menschen in Erinnerung bleiben: „Die Leute hier scheinen Arroganz oder Unfreundlichkeit gar nicht zu kennen – weder untereinander noch gegenüber Ausländern“, schwärmt der junge Deutsche von seinem Gastland, das er nur ungern wieder verlässt.

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Annette Kamps

Taiwan / Taipeh Taipeh ist die Hauptstadt von Taiwan, einer Insel vor dem chinesischen Festland. Taiwan gehört nicht zur Volksrepublik China, sondern ist souverän – wird als eigenständiger Staat „Republik China“ allerdings nur von 23 Staaten offiziell anerkannt. Die Stadt hat rund 2,5 Millionen Einwohner.

„Green Island ist definitiv sehenswert. Das ist ne winzige Insel vor der südlichen Ostküste, die aus einem kleinen Dorf, ‘ner Menge Urwald und einer Straße besteht, auf der man in 45 Minuten einmal um die Insel fahren kann.” „Zum Pflichtprogramm gehört definitiv noch der Taipeh 101, das bis 2009 mit 508 Metern höchste Gebäude der Welt. Inzwischen wurde es von Royal Clock Tower Hotel in Mekka und dem Hotel Burj Khalifa in Dubai überholt.” „Ein Muss ist auch der Elephant Mountain, ein Berg, den man von Taipeh aus in einer etwa halbstündigen Wanderung erreicht: ein schönes Plätzchen mit ‘nem richtig guten Blick auf die Stadt.”

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„WG-Lexikon“-Autor Markus Henrik empfiehlt:

„2er-WG –

upgraden kann man immer noch!“ Nach seinem Praktikanten-Roman „Copy Man“ hat Markus Henrik nun einen Ratgeber für WGs veröffentlicht. Das „WG-Lexikon“ lüftet alle Geheimnisse des Zusammenlebens – vom Alkohol bis zur Zweitwohnsteuer. Herr Henrik, wie lange haben Sie selbst in WGs gewohnt? Genau genommen, seit meiner Geburt. Schließlich sind Eltern die ersten WGMitbewohner: Sie kommen und gehen, wann sie wollen, hören komische Musik und sind wenig kompromissbereit. Zum Studium bin ich aber dann in die erste offizielle WG gezogen. Dort war die Musik dann auch gleich einen Tick besser. Was war Ihr schönstes WG-Erlebnis? Das Zusammenwohnen mit zwei Franzosen und zwei französischen Katzen. Was mir dort tagtäglich für kulinarische Köstlichkeiten kredenzt wurden, hätte gut und gerne drei Sterne verdient. Auch die Katzen waren ausgemachte Feinschmecker. Gänseleber gab es für sie aber zum Glück nicht!

:

Das WG-Lexikon

n: d Prokrastiniere Partys, Protest un ul s de e r Exemplar Wir verlosen vie ch eu t tgebers. Trag timativen WG-Ra ter 10. Oktober un einfach bis zum n! m/gewinnspiel ei www.einstieg.co

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Und das Schlimmste? Das war, als ich selber einmal untervermietet habe: Mein Untermieter war freundlich und patent. Und er sagte, er sei Nichtraucher, was eigentlich meine einzige Einzugsbedingung war. Er verschwieg mir allerdings, dass er zwar keine stinknormalen Zigaretten anrührte, stattdessen aber ein passionierter Kiffer war. Daher erklärten sich auch die Brandflecken in meinem Teppich, den ich letztendlich ersetzen durfte.

„Kautionsstreit“ besprochen wird, war entsprechend schnell geschrieben. Allerdings sind es allen voran die positiven Erfahrungen, der spannende Austausch mit internationalen Mitbewohnern oder die vielen möglichen Mottos für WG-Partys, die mich am WG-Leben faszinieren. Basieren die Geschichten aus „Tausendundeiner WG“ auf Ihren eigenen Erlebnissen? Zum Teil schon. Ich erinnere mich noch gut an Diskussionen in meiner WG zum Thema Umweltschutz, Atompolitik oder zum Sinn und Zweck eines FairtradeKondoms. Was raten Sie einem Erstsemester: bei den Eltern wohnen bleiben, eigene Wohnung, 2er-WG oder gleich in die 5er-WG? Sofern sie oder er ein Einzelkind ist, ist die 2er-WG wohl das beste Einstiegsprogramm. Und danach kann man ja einmal pro Jahr upgraden! Am Ende des Studiums wäre man demnach in einer 6er- oder 7er-WG angelangt. Haben Sie selbst das WG-Leben mittlerweile aufgegeben? Nein! Ich wohne in einer 3er-WG in Berlin und fühle mich sehr wohl. Interview: Annette Kamps

Wie sind Sie auf die Idee gekommen, einen WG-Ratgeber zu schreiben? Eben durch solche Erlebnisse! Der Lexikoneintrag, in dem die Thematik


Mach mit beim großen Einstieg Anzeigenquiz und gewinne 100 Euro! Und so geht’s: Zu jeder Frage gibt es eine korrekte Antwort. Notiere jeweils den Buchstaben dieser Antwort und du erhältst den gesuchten Satz. Maile diesen zusammen mit deiner Adresse bis zum 10. Oktober an quiz@einstieg.com. Unter den richtigen Einsendungen losen wir drei Sieger aus, die jeweils 100 Euro erhalten. Beim letzten Anzeigenquiz lautete der Lösungssatz: GESUCHT: UNSER COVER DES JAHRES Gewonnen haben Daria aus Troisdorf, Dennis aus Remscheid und Ina aus Meißen – herzlichen Glückwunsch!

1. Was bietet dir Obi (S. 2)?

10. Wie lautet der Slogan von Kaufland (S. 19)?

20. Wofür steht MHMK (S. 39)?

D) 3 nette Jahre

H) Hier bin ich, …

S) Macromedia Hochschule für Medizin und

I) 3 aufregende Jahre

S) Hier bin ich richtig, …

Kosmetik

2. Wie lautet der Slogan der Deutschen Bank

11. Peek & Cloppenburg (S. 21) bietet dir ein

(S. 5)?

T) Bachelor-Studium

E) Leistung mit Leidenschaft

I) Master-Studium

E) Macromedia Hochschule für Medien und Kommunikation 21. Wann ist Studienbeginn an der DHfPG

N) Leistung aus Leidenschaft

(S. 40)? 12. Woolworth (S. 25) bildet aus zum

U) im September

3. Die Deutsche Flugsicherung (S. 9) bildet

E) Handelsfachwirt

T) jederzeit

aus zum

J) Handelsassistenten

A) Piloten D) Fluglotsen

22. Welche Ausbildung bietet die RWTH 13. Bei der Bayern LB (S. 27) wird man zu

Aachen (S. 40) an?

einem

H) zum MATSE

4. Mit wem kooperiert die HSBA (S.9)?

K) gefragten Spezialisten im Bankgeschäft

T) zum Matrosen

E) mit rund 200 Unternehmen

N) gefragten Experten im Bankgeschäft

B) mit rund 200 Sportvereinen

23. Was gibt es an der Euro Akademie (S. 41)? 14. In wie vielen Ländern ist EOS (S. 28) tätig?

W) First Class BahnCard

5. Wie heißt der Azubi von Rewe auf Seite 11?

L) in über 10

E) First-Class Education

R) Daniel

A) in über 25

C) Dieter

24. Was bekommst du von der Einstieg Studien15. AUBI-plus (S. 28) ist ein place for

und Berufsberatung (S. 41)?

6. Wie heißt die Erfolgsformel bei Media-

M) students

M) ein persönliches Stärkenprofil

Saturn (S. 13)?

U) talents

A) Kuchen

16. Wie lautet das Motto von KiK (S. 29)?

25. Wie viele duale Studiengänge bietet VW

S) Lieber weiter kommen als stehen bleiben.

(S. 45) an?

N) Lieber wiederkommen als stehen bleiben.

B) zwei

D) Ausbildung + Fortbildung = Karriere N) Studium + Praxis = Karriere 7. Wo hat die Akademie Handel (S. 13) ihren Sitz?

A) vier

E) Frankfurt

17. Bei ESO (S. 29) ist die Ausbildung inklusive

Ä) München

O) iPhone

26. Finanz Informatik (S. 47) gehört zu Deutsch-

G) MacBook

lands größten

8. Was bietet Galeria Kaufhof (S. 15)?

C) Finanzdienstleistern

C) Raum für Persönlichkeit

18. Die EBS (S. 31) ist eine Universität für

F) Raum für Persönliches

A) Wirtschaft und Recht P) Politik und Germanistik

A) IT-Dienstleistern Fortsetzung auf der nächsten Seite ▸

9. Wie viel verdient man als Student bei Lidl (S. 17) im ersten Jahr?

19. Niedersachsen (S. 35) hat Kapazitäten

G) 650 Euro monatlich

B) in vielen Studiengängen

H) 1.300 Euro monatlich

R) in der Pferdewirtschaft

Einstieg ∙ 3/2012 ∙ 61


▸ 27. Kennwort für die Online-Bewerbung bei

29. Was bringt das duale Studium bei der

31. Wo finden die nächsten beiden Einstieg

der Deutschen Bundesbank (S. 49)?

Allianz (S. 53) auf jeden Fall?

Messen (S. 63) statt?

U) Einstieg Magazin

F) Ruhm

N) Dortmund und Berlin

D) Rosebud

L) Rückenwind

H) Düsseldorf und Bremen

28. Die DekaBank (S. 51) bildet aus zum

30. Schenck Process (S. 55) ist weltweit führend

32. Wie lautet der Slogan von Aldi (S. 64,

E) Investmentkaufmann

A) in der Mess- und Verfahrenstechnik

Magazinrückseite)?

S) Investmentfondskaufmann

G) im Messebau

I) Weniger ist mehr. D) Weniger Zufall. Mehr Zuschnitt.

Wechsstaben ! n l e s h c u b r e v t h ic n Sprich uns an! Du hast Fragen zu einem Artikel aus dem Einstieg Magazin? Oder du möchtest Lob oder Kritik zur aktuellen Ausgabe loswerden? Wir freuen uns über dein Feedback! redaktion@einstieg.com www.facebook.com/berufswahl www.twitter.com/berufswahl

Verlag Einstieg GmbH Venloer Str. 241 | 50823 Köln Telefon: +49.221.3 98 09-30 Fax: +49.221.3 98 09-60 E-Mail: info@einstieg.com Web: www.einstieg.com Herausgeber Christian Langkafel Chefredaktion (verantwortlich) Stefan Moskopp s.moskopp@einstieg.com

Redaktion Annette Kamps, Stefan Holzbrecher, Daniel Schwitzer, Patrick Agis-Garcin, Nicole Traut, Melanie Walkenbach, Sophia Wiese-Wagner, Esther Donkor Autoren Lara Sogorski Chef vom Dienst René Glinkowski Design und Layout Judith Strücker (Art Direction) Titelfoto Fotografin: Selma Sahin Model: Ami Kucharek

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Das nächste Einstieg Magazin erscheint am 12. November 2012. IT und Informatik sind nach wie vor Boombranchen, die gut ausgebildeten Nachwuchs suchen. Wir stellen vor, welche Ausbildungen und Studiengänge es gibt, und welche Berufe besonders spannend sind. In unserem Special zum Thema „Studieren und arbeiten im Ausland“ erfahrt ihr, welche Art des Reisens die Beste für euch ist: Au-pair, Work and Travel oder ein Auslandssemester. Immer wieder hören wir „Ich will was mit Medien machen!“ Wie vielfältig diese Branche ist, wissen dabei die wenigsten. Wir zeigen euch, welche Berufe es neben Schauspieler und Moderator sonst noch gibt.

Druck Weiss-Druck GmbH & Co. KG Hans-Georg-Weiss-Strasse 7 52156 Monschau Vertrieb Das Einstieg Magazin ist kostenlos an rund 3.000 zum Abitur führenden Schulen und Bildungseinrichtungen im gesamten Bundesgebiet erhältlich. Einzelverkaufspreis € 3,50. Jahresabonnements bei 4 Ausgaben € 13,00 (inkl. Versandkosten und MwSt.) © für alle Beiträge bei der Einstieg GmbH. Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck, Aufnahme in Onlinedienste und Internet und Vervielfältigung auf Datenträgern nur nach vorheriger schriftlicher Zustimmung des Verlages. Druckauflage: 150.000 Stück (IVW 4/2011) Verbreitete Auflage: 148.541 Stück (IVW 4/2011)


Messe Dortmund Westfalenhallen 07. + 08. September 2012 9.00 - 16.00 Uhr Messe Berlin Hallen 1 + 3 19. + 20. Oktober 2012 9.00 - 16.00 Uhr

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Einstieg Magazin 3_2012