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No 1-2012 · 17. Jahrgang · € 3,50 www.einstieg.com

magazin für ausbildung und studium

Christina Willing, 12. Klasse Traumberuf: Chirurgin

Logistik-Branche

Organisationstalent gefragt Special: Bewerbung

Tipps und Muster Kunststudium

Wirklich brotlos? Nachwuchs gesucht

Hast du das Zeug zum Banker?

Foto: Anke Tillmann

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Wir suchen zum 01. August 2012

Wir suchen zum 01. August 2012

Bürokaufleute mit Zusatzqualifikation Inkasso (Anzeigennummer 930)

Fachinformatiker Systemintegration (Anzeigennummer 931)

Auszubildende (m/w)

Auszubildende (m/w)

EOS, ein Unternehmen der Otto Group, ist das gemeinsame Dach von über 40 Unternehmen aus dem Bereich der Finanzdienstleistungen. Mit mehr als 8.000 Mitarbeitern ist EOS als internationales Unternehmen weltweit präsent und befindet sich in einem dynamischen Wachstumsprozess. Wir bieten Ihnen fundierte Kenntnisse in ausbildungsrelevanten Bereichen, die Teilnahme an diversen Seminaren (z.B. zu den Themen Kommunikation und MS Office) sowie sehr gute Übernahmechancen. Sie bieten uns Ihre Motivation und folgendes Profil:

Ihr Profil n Hochschulreife (Fach-/Abitur) oder einen guten Realschulabschluss n Gute Deutsch- und Mathematikkenntnisse n Gute Englischkenntnisse

Gutes Zahlenverständnis n Teamfähigkeit und Serviceorientierung n Gute PC-Kenntnisse n Selbständiges Arbeiten n

Ihre Ausbildungsstationen Sie durchlaufen unter anderem die Inkasso-Abwicklungsbereiche des EOS DID, Controlling, Human Resources, Rechnungswesen, Marketing und Vertrieb.

Ihr Profil n Hochschulreife (Fach-/Abitur) n Sehr gute analytische Fähigkeiten n Konzeptionelles Denken n Gutes Zahlenverständnis n Gute PC-Kenntnisse

n Teamfähigkeit

und Serviceorientierung Englischkenntnisse n Selbständiges Arbeiten n Mehrtägiges Praktikum bei EOS IT Services n Gute

Ihre Ausbildungsstationen Sie durchlaufen im Ausbildungsbetrieb EOS IT Services unter anderem die Abteilungen Rechenzentrum, Service Desk und Systementwicklung.

Die Ausbildungszeit beträgt jeweils 3 Jahre. Bitte bewerben Sie sich schnellstmöglich über unsere Homepage www.eos-karriere.de unter der oben genannten Anzeigennummer. Kontakt

KG EOS Holding GmbH & Co EOS Ausbildung · E. Lucia de Virgilio · +49 40 2850-1807 Steindamm 71 · 20099 Hamburg · www.eos-solutions.com

With head and heart in finance

Zum 1. Oktober 2012 suchen wir

Duale Studenten (m/w) Bachelor of Arts (Business Administration)

EOS, ein Unternehmen der Otto Group, ist das gemeinsame Dach von über 40 Unternehmen aus dem Bereich der Finanzdienstleistungen. Mit mehr als 8.000 Mitarbeitern ist EOS als internationales Unternehmen weltweit präsent und befindet sich in einem dynamischen Wachstumsprozess. Ihre Aufgaben n Sie studieren die Theorie bei unserem Kooperationspartner Hamburg School of Business Administration (HSBA) und schließen nach einer Bachelorarbeit mit dem Abschluss Bachelor of Arts (Business Administration) ab. n Während der Praxisphasen des 3-jährigen dualen Studiums lernen Sie die EOS Unternehmensgruppe und unser Kerngeschäft Inkasso intensiv kennen. n Sie werden in verschiedenen Fachabteilungen eingesetzt und übernehmen dort Projektaufgaben.

Ihr Profil n Gutes bis sehr gutes Abitur mit guten Noten in Deutsch, Mathematik und Englisch n Analytische Denkweise n Selbstständiges Arbeiten n Hohe Team- und Serviceorientierung n Ausgeprägte Leistungsbereitschaft n Sicherer Umgang mit den MS Office Programmen

Wir freuen uns auf Ihre aussagekräftige, vollständige Bewerbung. Ihr Einsatzort ist vornehmlich Hamburg. Bitte bewerben Sie sich online auf unserer Homepage www.eos-karriere.de unter der Anzeigennummer 952. Kontakt

KG EOS Holding GmbH & Co Corporate Human Resources · Elmar Höink · +49 40 2850-1133 Ref.-Nr. 952 Steindamm 71 · 20099 Hamburg · www.eos-solutions.com

With head and heart in finance


Editorial Liebe Leserinnen und Leser, „EINSTIEG Abi“ heißt jetzt nur noch „Einstieg“. Aber nicht nur der Titel des Magazins hat sich verändert, nein, wir haben auch am Layout rumgeschraubt. Bei der Themenauswahl richten wir uns aber weiterhin nach euren Wünschen, die ihr uns auf den Einstieg Messen, auf Facebook oder per Mail mitteilt. Wie geht Bank heute? „So geht Bank heute“ lautet der Werbeslogan einer bekannten Privatbank. Wie geht denn Bank tatsächlich nach der großen Krise? Und welche Auswirkungen hatte sie auf die Ausbildungs- und Studiengänge, die man bei Banken absolvieren kann? Einstieg hat nachgefragt, in der Titelgeschichte ab Seite 10. Mach Werbung für dich! Wer Karriere machen will, muss für sich werben. Im Special zum Thema Bewerbung (ab Seite 48) zeigen wir, wie man sich optimal präsentiert. Und Personaler verraten, welche Fehler man unbedingt vermeiden sollte.

Foto: Anke Tillmann

Was macht die Kunst? Wenn Eltern einen Studienwunsch bei ihren Kindern ausschließen könnten, würden sich die meisten wahrscheinlich für Kunst entscheiden. Denn noch immer verbinden viele Menschen mit einem Kunststudium vor allem spätere Arbeitslosigkeit und Geldsorgen. Unsere Autorin Lara hat sich erkundigt, ob die Begriffe brotlos und Kunst wirklich zusammengehören (S. 32).

Unser Covermodel heißt Christina Willing, ist 18 Jahre alt und besucht das Gymnasium Remigianum in Borken. In ihrer Freizeit ist sie häufig mit ihrem Pferd unterwegs, mit dem sie auch an Turnieren teilnimmt. Im nächsten Jahr macht sie Abi, danach würde sie gerne Medizin studieren und später als Chirurgin arbeiten.

Willst du auch aufs Einstieg Cover? Dann maile die Antworten auf die folgenden Fragen und zwei Fotos an cover@ einstieg.com. Gib uns bitte auch deine Telefonnummer, damit wir dich im Fall der Fälle auch wirklich erreichen können. Die Redaktion entscheidet dann, ob du für eine der nächsten Ausgaben zum Covershooting eingeladen wirst.

Viel Spaß beim Lesen dieser Ausgabe wünscht euch das Einstieg Team.

Wie heißt du? Wo wohnst du? Wie alt bist du? Auf welche Schule gehst du? Was ist dein Traumberuf? Einstieg ∙ 1/2012 ∙ 3


Inhalt alles hier drin 06 Wir fragen, ihr antwortet

42 Studium News

08 News zu Ausbildung und Studium

44 Nachhaltige BWL Wirtschaft mit Verantwortung studieren

60

Titelthema: Karriere in der Bank

Special: Erfolgreich bewerben

10 Ausbildung oder Studium? Mit Tandem geht beides

50 Das gehört in die Bewerbung 12 Klassiker Banklehre 52 Das Anschreiben 13 Banken brauchen Nachwuchs 54 Der Lebenslauf 14 Bank-Azubis und -Studis geben Einblicke Ausbildung und Studium 20 Vom Drehbuchautor zum Regisseur Interview mit Oliver Ziegenbalg 22 Medizinisch-technischer Assistent Alternative zum Medizinstudium

56 Bewerben per E-Mail

26 22

57 Personaler verraten: Das sind die schlimmsten Fehler Ausland 58 Auslands-Quiz (2. Teil) Gewinne ein Jahr in Australien

25 Studentenjobs mal anders Rikscha statt Taxi

60 Auslandssemester In Kopenhagen Die Gelassenheit der Dänen

26 Logistik-Branche Management-Qualitäten gefragt

62 Anzeigenquiz 63 Impressum, Ausblick

30 Ausbildung News 32 Kunst-Studium Wirklich brotlos? 36 Der Hip-Hop-Erzieher Rap-Workshops für Jugendliche

Sprich uns an! Du hast Fragen zu einem Artikel aus dem Einstieg Magazin? Oder du möchtest Lob oder Kritik zur aktuellen Ausgabe loswerden? Wir freuen uns über dein Feedback!

38 Neue Studiengänge 40 Überfüllte Hochschulen Vorlesung im Kino

40 4 ∙ 1/2012 ∙ Einstieg

redaktion@einstieg.com www.facebook.com/berufswahl www.twitter.com/berufswahl


„Ich will eine Ausbildung mit vielen Möglichkeiten, damit ich später alle Freiheiten habe.“ REWE bietet mir den Einstieg zum Aufstieg. Durch die gezielte Nachwuchsförderung habe ich hier vielseitige Karrieremöglichkeiten, die mich weiterbringen – das gilt auch für Azubis ohne Abitur. Ob Einzelhandelskaufmann oder später Marktmanager oder irgendwann vielleicht sogar mal selbstständiger REWE Kaufmann – hier stehen mir alle Türen offen. Gut für meinen Weg nach oben – und für mein Ziel Down Under.

www.rewe.de/karriere

Daniel W., 22 Jahre, Azubi und Australien-Fan

Einstieg ∙ 1/2012 ∙ 5


Wir fragen... ihr antwortet

Haie studieren!“

„Ich möchte

Auf unseren Einstieg Messen informieren sich jedes Jahr zehntausende Schülerinnen und Schüler über ihre Möglichkeiten nach dem Abitur. Wir haben einige von ihnen nach ihren Zukunftswünschen gefragt.

Elena, 15, möchte erst groß verreisen und dann Journalistin werden: „Meine beste Freundin und ich träumen davon, nach dem Abi eine Rundreise durch die USA oder Australien zu machen. Wir wollen so viel wie möglich sehen, nette Leute kennen lernen und natürlich unser Englisch verbessern. Danach will ich dann studieren und Journalistin werden.“ 6 ∙ Einstieg ∙ 1/2012


Andreas, 18, hat als Marathonläufer das Ziel immer vor Augen, beruflich noch nicht: „Am liebsten verausgabe ich mich beim Laufen so sehr, dass ich danach fast umkippe. In welche Richtung es beruflich mal gehen könnte, weiß ich noch nicht. Lehrer könnte ich mir ganz gut vorstellen.“

Lisa, 19, liebt das Meer – und seine Bewohner: „Nach dem Abi möchte ich ins Ausland gehen und Meeresbiologie studieren, am liebsten in Australien oder Mittelamerika. Wenn das möglich ist, möchte ich mich dabei auf Haie spezialisieren – diese Tiere faszinieren mich einfach. Ich habe mir sogar einen Hai auf meinen Rücken tätowieren lassen!“

Alexander, 16, möchte später Ingenieur werden: „In der Schule mache ich am liebsten Sport und Mathe. In meiner Freizeit spiele ich Handball, höre Musik oder treffe mich mit Freunden. Nach dem Abi möchte ich gern ein Jahr Work & Travel in den USA machen. Am meisten freue ich mich aber auf das richtige Leben, also das Leben nach der Schule.“

David, 16, möchte später gern in einer Bank oder an der Börse arbeiten: „Ich interessiere mich sehr für Wirtschaft und Finanzen und möchte etwas Entsprechendes studieren. Am liebsten in den USA. Am meisten freue ich mich darauf, endlich selbst Geld zu verdienen und nicht mehr von anderen abhängig zu sein.“

Interviews: Stefan Holzbrecher, Stefan Moskopp; Fotos: Linda Hammer, Anke Tillmann

Einstieg ∙ 1/2012 ∙ 7


News

Lernen, wie man Fernsehen macht Noch bis zum 29. Februar können sich Nachwuchsjournalisten für die 2013 beginnende Ausbildung an der RTL-Journalistenschule bewerben. Die zweijährige Ausbildung bietet keinen akademischen Abschluss, ist dafür aber sehr praxisorientiert, so dass du schon früh wichtige Kontakte in der Medienwelt knüpfen kannst. Ein weiterer Vorteil sind die 800 Euro „Gehalt“, die du als Angestellter der Journalistenschule bekommst. Nach zwei Jahren schulischer Ausbildung und Praktika bist du zertifizierter Fernsehredakteur und kannst vor und hinter der Kamera zeigen, was du drauf hast. Um zum Assessment-Center eingeladen zu werden, musst du eine Reportage zu einem vorgegebenen Thema schreiben und drei Anmoderationen zu Fernsehbeiträgen texten. Wer die erste Runde überstanden hat, kann sich zunächst in einem Video vorstellen, bevor es zum persönlichen Kennenlernen kommt. Journalistisches Interesse und erste Erfahrung im Medienbereich setzt die Journalistenschule allerdings voraus. Mehr Infos findest du unter www.rtl-journalistenschule.de.

8 ∙ Einstieg ∙ 1/2012


Online-Bewerbungen beliebt Online-Bewerbungen verdrängen die klassisch per Post verschickte Bewerbungsmappe – das ist das Ergebnis einer Umfrage des IT-Branchenverbands BITKOM, für die 1.500 Personalverantwortliche verschiedener Branchen befragt wurden. Eine knappe Mehrheit der Teilnehmer bevorzugt demnach eine Bewerbung über das Internet (41 Prozent), eine schriftliche Bewerbungsmappe verlangen rund 40 Prozent der Unternehmen. Damit liegen Online-Bewerbungen erstmals vorne – im letzten Jahr hatten sich im Rahmen der Umfrage noch mehr Personalchefs für gedruckte Bewerbungen entschieden. Vor allem bei größeren Unternehmen und Konzernen werden Bewerbungsverfahren mittlerweile ins Internet verlagert: 65 Prozent der Befragten bevorzugen eine elektronische Bewerbung. Bei den mittelständischen und kleinen Unternehmen haben dagegen bislang nur 36 Prozent ihre Bewerbungsprozesse digitalisiert.

Ich will ein erstklassiges Studium mit besten Perspektiven Deshalb ist die EBS Universität für mich die richtige Adresse: • Ihr einzigartiges Netzwerk nutzt mir jetzt und später. • Erstklassige Professoren fördern und fordern mich fundiert und praxisnah in kleinen Gruppen. Day • Die EBS inspiriert Persönlichkeiten. pen

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BWL an der EBS Business School • Bachelor in General Management (BSc) mit der Option International Business Studies • Bachelor in Aviation Management (BSc)

Immer mehr duale Studienplätze

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Informieren Sie sich bei Entdecke BWL in Stuttgart, Frankfurt, Hamburg und weiteren Städten.

Das duale Studium liegt im Trend – nicht nur bei den Studierenden, sondern auch in der Wirtschaft. Laut einer Auswertung der Datenbank "AusbildungPlus" des Bundesinstituts für Berufsbildung bieten immer mehr Unternehmen in Zusammenarbeit mit Hochschulen oder Berufsakademien duale Studienplätze an – im Jahr 2011 waren es 61.000 Plätze und somit 46 Prozent mehr als im Vorjahr. Auch die Zahl der dualen Studiengänge ist erneut in die Höhe geschossen und beläuft sich 2011 auf 929 Angebote, was einem Zuwachs von rund 20 Prozent entspricht. Vor allem die Bundesländer Bayern (plus 88 Prozent) und Rheinland-Pfalz (plus 92 Prozent) konnten sich über jede Menge neuer dualer Studienangebote freuen. Die meisten dualen Studiengänge gibt es allerdings nach wie vor in Baden-Württemberg (236 Angebote) und Nordrhein-Westfalen (198 Angebote).

Mehr Infos unter: www.ebs.edu/entdeckebwl EBS Universität für Wirtschaft und Recht • Wiesbaden/Rheingau

Wettbewerb zu Freiwilligendiensten im Ausland Dass ein Freiwilligendienst im Ausland eine gute Sache ist, hat früher niemand angezweifelt. Heute haben einige Angst, damit wertvolle Zeit zu verlieren. Über die Vor- und Nachteile von Freiwilligendiensten diskutieren aber am besten die, die selbst einen gemacht haben, finden die Macher von „Jugend für Europa“. Ihr Wettbewerb "Killed time or filled time?!" ruft dazu auf, sich mit Berichten, Essays, Kurzgeschichten oder Videos mit dem Sinn oder Unsinn eines Freiwilligendienstes auseinanderzusetzen. Mitmachen können alle zwischen 13 und 30, die zehn kreativsten Einsendungen gewinnen Preisgelder in Höhe von insgesamt 5.000 Euro. Einsendeschluss ist der 31. März. Mehr Infos findest du unter www.youthreporter.eu.

Einstieg ∙ 1/2012 ∙ 9


Titel: Karriere in der Bank

Mit dem Tandem unterwegs Matthias Eibel wollte nach dem Abi unbedingt eine klassische Banklehre machen, aber auch studieren. Er entschied sich für das Tandem-Modell der PSD Bank und macht nun beides.

W

enn Matthias Eibel gegen 8 Uhr morgens an seinen Arbeitsplatz kommt, informiert er sich erst einmal, ob es Neuigkeiten aus der Finanzwelt gibt. Ist etwas Besonderes passiert, wird darüber anschließend im Team gesprochen. „Als beispielsweise Anfang 2010 die Kunden vieler Banken Probleme mit ihren EC-Karten hatten oder als sich im vergangenen Sommer die weltweite Finanzkrise weiter verschärfte, war es wichtig, dass wir uns morgens auf alle möglichen Fragen von Kunden vorbereitet haben“, sagt der 22-Jährige, der in ein paar Wochen seine Ausbildung zum Bankkaufmann bei der PSD Bank in Köln abschließen wird.

Foto: Anke Tillmann

Entscheidungshilfe Praktikum

Matthias Eibel: Auch als Azubi führt man schon „richtige“ Beratungsgespräche

10 ∙ 1/2012 ∙ Einstieg

Gespräche mit Kunden führt man auch als Azubi schon viele, die meisten am Bankschalter, wenn es beispielsweise um Fragen rund um Konten und Sparbücher oder Einzahlungen und Abhebungen geht. Im fortgeschrittenen Stadium können es aber auch bereits „richtige“ Beratungsgespräche über Vermögensanlage oder Altersvorsorge sein. Auf kommunikative Stärke und soziale Kompetenz achtet Michael Vogel, Ausbildungsleiter der PSD Bank in Köln, deswegen ganz besonders bei der Auswahl seiner Azubis. „Nicht der schüchterne MatheEinser-Kandidat ist gefragt, sondern jemand, der sich traut, auf Kunden zuzugehen.“ Im Laufe seiner Ausbildung hat Matthias Eibel alle Abteilungen der Bank durchlaufen. Am besten hat ihm dabei das Vertriebscontrolling gefallen. Hierzu gehört unter anderem die Analyse der Geschäftszahlen der Bank. „Ganz kurz gesagt, geht es beim Vertriebscontrolling darum, die tatsächlichen Leistungen mit dem zu vergleichen, was geleistet werden sollte.“ Zahlen fand Matthias in der Schule schon spannend. Und Banken auch. Also bewarb er sich um ein Praktikum. Für zwei Wochen in den Schulferien. „Das war genau die richtige Entscheidungshilfe, danach war mir endgültig klar, dass ich in einer Bank arbeiten möchte“, sagt der 22-Jährige heute. Nur der Weg dorthin war ihm noch nicht ganz klar, denn zum einen wollte er das Bankgeschäft von der Pike auf lernen, also am liebsten eine Banklehre machen. Andererseits reizte ihn auch ein Studium. Beides nacheinander zu absolvieren, schien ihm zu lang zu dauern. Und so war das Tandem-Modell genau das Richtige für ihn. Das Modell sieht für das erste Jahr allein die


„Nicht der schüchterne Mathe-Einser-Kandidat ist gefragt!“ Michael Vogel, Ausbildungsleiter PSD Bank Köln

Ausbildung zum Bankkaufmann vor, erst mit dem zweiten Lehrjahr beginnt das begleitende Studium. „Dadurch kann man sich erst einmal ganz auf die Ausbildung konzentrieren und sehen, ob einem das Bankgeschäft wirklich liegt“, sagt Matthias Eibel. Nach insgesamt acht Semestern winkt dann der „staatlich geprüfte Betriebswirt“. Und wer noch höher hinaus möchte, kann anschließend in 21 Monaten den Bachelor of Arts im Studiengang General Management draufsetzen.

Tandem-Modell PSD Bank Köln

Bachelor of Arts „General Management“

Abschluss: Staatliche geprüfter Betriebswirt/-in Schwerpunkt Finanzleistungen Im Anschluss an die Ausbildung: Berufsbegleitendes Regelstudium (2 Abende und 14-tägig samstags)

„Man fährt praktisch dreigleisig“ Während der dualen Ausbildung werden die zukünftigen Banker im Wechsel sechs Wochen am Stück in der Bank eingesetzt und besuchen anschließend sechs Wochen die Berufsschule. Mit dem Studienbeginn kam für Matthias Eibel jeden Dienstag von 18 bis 21:15 Uhr Unterricht an der „Fachschule für Finanzdienstleistungen“ in Köln hinzu. „Man fährt also praktisch dreigleisig und hat immer entsprechend viel zu tun.“ Wenn die Ausbildung zum Bankkaufmann in ein paar Wochen abgeschlossen ist, wird der Stress noch etwas zunehmen, dann nämlich wird der Umfang des Studiums an der Fachschule um einen weiteren Abend unter der Woche aufgestockt. Außerdem muss Matthias Eibel auch alle zwei Wochen samstags ran. „Es gibt natürlich Schöneres als am Wochenende um 8 Uhr Unterricht zu haben“, sagt Eibel. „Dafür ist der Arbeitstag in der Bank an Freitagen meist schon gegen 13 Uhr vorbei.“

Berufsausbildung 2,5 Jahre: 2,5 Ausbildungsjahr 2. Ausbildungsjahr

"Tandem-Studium" Studieren während der Ausbildung: Wöchentlich an einem Abend

Studium 8 Semester

Option: in nur 21 Monaten berufsbegleitend zum Bachelor

1. Ausbildungsjahr

Girokonto mit

In ein paar Wochen steht aber erst einmal die Abschlussprüfung seiner Ausbildung an. Die Klausuren hat er bereits hinter sich gebracht. Bleibt noch die mündliche Prüfung, die am Ende ein Drittel der Gesamtnote ausmacht. Der Prüfling darf sich von zwei Fällen aus der Bankpraxis einen aussuchen. Anschließend hat er eine Viertelstunde Zeit, um sich auf das Beratungsgespräch vorzubereiten, das aus dem Fall resultiert. Danach wird es ernst: Der Azubi muss in einem zwanzig Minuten langen Gespräch mit einem der Prüfer, der in die Rolle des Bankkunden schlüpft, sowohl seine Fachkenntnisse als auch seine soziale Kompetenz beweisen. Danach beginnt für Matthias Eibel ein neues Kapitel bei der PSD Bank: als Bankkaufmann im Vertriebscontrolling.

p.a.* 3% en ab -

Guth verzinsung

PSD Giro4you

Stefan Moskopp

■ Kostenlose Kontoführung und EC/Maestro-Karte – auch nach dem Studium ■ Auf Wunsch: mit 500,– Euro Studenten-Dispokredit (7,5 % p.a. veränderlicher Sollzinssatz)

Link-Tipp www.psd-koeln.de

www.psd-koeln.de *Bis zu einem Guthaben von 1.000 Euro. Bei höherem Guthaben gilt für das über 1.000 Euro hinausgehende Guthaben die Verzinsung des PSD GiroDirekt. Für junge Leute bis 25 Jahre. Stand: 01.07.2011

Einstieg ∙ 1/2012 ∙ 11


Titel: Karriere in der Bank

Ausbildung + Studium Wer Karriere in einer der Bank machen möchte, dem stehen viele Wege offen. Einstieg stellt sie vor.

zum Chef eines Filialbereichs, also gleich

Bankausbildung mit einem Bachelor-Abschluss verbinden. Das duale Studium ist in Blockphasen dung zum Bankfachwirt und später die unterteilt, das bedeutet, dass man im zum Bankbetriebswirt infrage. Wechsel – meist an einer Berufsakademie (BA) – studiert und seinen Praxiseinsatz in der Bank hat. Und das gegen Investmentfonds- ein monatliches Gehalt. Während der kaufmann praktischen Phasen werden die dualen Seit 2003 bieten Banken und Investment- Studenten bereits stark ins Tagesgegesellschaften in Deutschland die Aus- schäft der Banken eingebunden, unterbildung zum Investmentfondskaufmann stützen Kollegen bei Terminen und bei an. Die Institute brauchen Fondsspezia- der Entgegennahme und Abwicklung listen, die ein detailliertes Know-how im von Aufträgen. Der Stressfaktor ist bei Investment-Geschäft haben – also für einem dualen Studium in der Regel höGeldanlagen, die das Geld vieler Anle- her als bei einem „normalen“ Studium. ger bündeln. Ein Geschäft mit Zukunft, Denn der Ablauf ist straff organisiert und nicht zuletzt, weil immer mehr Deutsche es gibt keine Semesterferien. ihr Geld in die private Altersvorsorge in- Immer mehr Banken bieten mittlerweivestieren und weil viele Aktienanleger le ein so genanntes Tandem Modell an auf Fonds umsteigen. Investmentfonds- (siehe Seite 10). Hierbei geht’s zunächst kaufleute betreuen Depots, analysieren ganz normal mit der Ausbildung zum Aktienmärkte und kümmern sich um die Bankkaufmann los. Nach dem ersten Fonds-Buchhaltung. Die Ausbildung ist Lehrjahr kann sich der Azubi entscheiähnlich breit angelegt wie die des Bank- den, ob er zusätzlich ein Studium zum kaufmanns, Spezialisierungen und Wei- „staatlich geprüften Betriebswirt mit terbildungen sind möglich. Schwerpunkt Finanzdienstleistungen“ absolvieren möchte. Dieses ausbildungsbegleitende Studium an einer Fachschule für Finanzdienstleistungen dauert insgesamt Duales Studium / acht Semester und findet zunächst an einem Abend in der Woche, nach Abschluss Tandem-Studium Man kann aber auch sofort mit einem der Ausbildung an zwei Abenden sowie bankspezifischen Studium einsteigen. alle zwei Wochen samstags statt.

Der Klassiker: mehrerer Filialen. Nach einigen Jahren Bankkaufmann Berufspraxis kommt auch eine WeiterbilDer klassische Bankeinstieg nach der Schule ist die Ausbildung zum Bankkaufmann, die regelmäßig weit oben auf der Liste der beliebtesten Ausbildungen rangiert. Wer hinter den Schalter will, muss wichtige Schlüsselqualifikationen vorweisen, wie analytische Fähigkeiten und gute Mathekenntnisse. Mindestens genauso wichtig ist in den meisten Positionen allerdings etwas anderes: Kommunikationstalent. Denn Bankkaufmann ist ein Dienstleistungsberuf. Da zählen souveränes Auftreten und fachliche Kompetenz. Ob telefonisch, in der Filiale oder als mobiler Berater: Der Bankkaufmann ist in jedem Institut das erste Gesicht für den Kunden, er muss schnell einschätzen können, wen er vor sich hat, offen auf Menschen zugehen können und auch ein gewisses Verkaufstalent mitbringen. Und wer verkaufen will, muss seine Kunden kennen und den Privatkunden, der eine Immobilie finanzieren will, genauso gut beraten können wie den mittelständischen Unternehmer, der im Ausland einen neuen Standort aufbauen möchte. Darum verbringen die Azubis die ersten Monate, von besonderen Einführungstrainings abgesehen, in ihrer Ausbildungsfiliale. Dort werden Sparbücher eröffnet, Kredite vergeben, Privatrentenverträge abgeschlossen. Als Bankkaufmann kann man es bis zum Filialleiter schaffen, manchmal auch 12 ∙ 1/2012 ∙ Einstieg

Alle großen Bankinstitute bieten mittlerweile duale Studiengänge an, die die


„Es wird weiter eingestellt“ Karin Reuschenbach von der „Frankfurt School of Finance and Management“ über die Auswirkungen der Bankenkrise auf den Ausbildungsmarkt und die Fähigkeiten, die man für die Branche mitbringen muss. Früher galten die Arbeitsplätze bei Banken als sehr sicher, wie ist das heute angesichts der Bankenkrise? Es bekommt jeder mit, dass es Entlassungen bei Banken gibt, auch bei den großen internationalen. Aber da geht es in erster Linie ums Investmentbanking. Außerdem ist die Krise ja nicht das Ende der Banken. Ohne Banken würde das ganze Wirtschaftssystem zusammenbrechen. Es findet aber gerade ein Strukturwandel in der Branche statt.

gute Umgangsformen und Höflichkeit. Und natürlich muss man auch Teamgeist mitbringen. Bis zur welcher Mathe-Note wird man als Bewerber noch eingeladen? Bei uns muss sich die gesamte Abiturnote im Einser-Bereich abspielen. Und ich kann mich an kein Einser-Abi mit einer 5 in Mathe erinnern. Interview: Stefan Moskopp

Hat denn der Nachwuchs überhaupt noch Lust auf Bank? Ganz klar: ja! Das Interesse an Banken ist bei jungen Menschen ungebrochen. Auch weil die Verdienstmöglichkeiten nach wie vor gut sind und man international arbeiten kann. Umgekehrt müssen Banken immer wieder neue Mitarbeiter einstellen. Erfreulicherweise wiederholen die Banken zurzeit nicht den Fehler vergangener Krisen, das Recruiting zurückzufahren. Das heißt, es wird weiter eingestellt!

Karin Reuschenbach Leiterin Career Centre Frankfurt School of Finance & Management

In welchem Bereich sind die Karrierechancen zurzeit am besten? Als Leiterin des Career Centers sage ich natürlich: Die Chancen sind da am größten, wo man sich am wohlsten fühlt, denn da bringt man in der Regel auch die beste Leistung. Ich denke, dass zukünftig der direkte Kundenkontakt wieder wichtiger wird. Das muss natürlich vom Typ her zu einem passen. Warum sollte ein Abiturient heutzutage noch eine klassische Banklehre machen, wenn er mit einem dualen BankStudium weiter kommen kann? Stimmt, der duale Student hat bessere Aussichten. Aber auch als Bankkaufmann kann man Karriere machen. Man kann sich ja auch nach der Banklehre durch interne Weiterbildungen für höhere Aufgaben qualifizieren. Und man darf nicht vergessen, dass ein duales Studium wirklich hart ist. So haben wir beispielsweise ein 6-Tage-Modell, das heißt, unsere dualen Studenten arbeiten drei Tage hintereinander im Unternehmen und lernen die nächsten drei Tage an der Frankfurt School.

Links www.frankfurt-school.de Daniel – Allianz Bachelor-Student Bewege was – Studium und Ausbildung Bachelor (m/w) Versicherung oder Wirtschaftsinformatik. In jedem Fall spannend: Als unser Nachwuchsexperte entwickelst du unser Unternehmen mit. Du arbeitest mit Kunden, in Projekten, an vielen Veränderungen und an ständigem Fortschritt. Vielleicht wirst du später auch Führungskraft. Wir bieten mehr als nur Versicherung: Vielfalt, Entwicklung, Stärke, Gemeinschaft. Unsere Mitarbeiter wählen wir dabei nur aufgrund ihrer Qualifikationen und Eignung aus – unabhängig z. B. von Geschlecht, Herkunft oder einer Behinderung.

Welche Fähigkeiten sollte man mitbringen, wenn man in die Bankbranche möchte? Auf jeden Fall ein mathematisch-analytisches Verständnis. Zudem wird interdisziplinäres Denken immer wichtiger. Und man sollte auf Menschen zugehen können. Eine gepflegte Erscheinung gehört beim Banker auch immer noch dazu. Genauso wie

Mit Hochschulreife jetzt bewerben unter www.ausbildung.allianz.de Frage unsere Studenten nach ihren Erfahrungen auf www.facebook.com/ AllianzATeamAzubis Allianz München, Victor Boksic Tel. 089.92529-25213

Einstieg ∙ 1/2012 ∙ 13


Titel: Karriere in der Bank

„Ich bin Mathe-Fan“ Bank-Azubis und -Studenten erzählen, warum sie sich für die Branche entschieden haben und was sie sich für ihre berufliche Zukunft wünschen.

Fabio (21) macht eine Ausbildung zum Bankkaufmann bei der Deutschen Bank. Die Affinität zu Banken habe ich von meinem Vater, der in der Finanzbranche arbeitet. Während eines dreiwöchigen Praktikums habe ich dann endgültig festgestellt, dass eine Bankausbildung perfekt zu mir passt. Die Deutsche Bank bietet ein spezielles Talentprogramm und ein internes Förderprogramm an, daran würde ich nach der Ausbildung gerne teilnehmen. Wenn ich später die Gelegenheit bekommen sollte, im Ausland zu arbeiten, werde ich diese Chance natürlich ergreifen. Außerdem überlege ich, ob ich nach Abschluss der Ausbildung ein weiterbildendes Studium aufnehme. www.deutsche-bank.de/ausbildung

Madeleine (21) absolviert ein duales Bank-Studium an der Berufsakademie RheinMain in Kooperation mit der Commerzbank. Ich habe schon während der Schulzeit einige Praktika bei Banken absolviert. Es war spannend, auch mal hinter die Kulissen zu blicken. Außerdem bin ich an Wirtschaft interessiert und ein Mathe-Fan und wollte nach der Schule auf jeden Fall etwas machen, das mit Zahlen zu tun hat. Die Kombination von Theorie und Praxis, die mir das duale Studium ermöglicht, ist perfekt für mich. In rund zwei Jahren werde ich meinen Abschluss machen. Wie es danach weitergehen soll, habe ich noch nicht entschieden. Besonderen Spaß haben mir bisher die Praxis-Stationen im Private Banking und im Wertpapiergeschäft gemacht. Ich kann mir aber auch sehr gut vorstellen, nach dem BA-Studium noch einen Master zu machen. www.commerzbank.de www.studenten.ba-rm.de

Engin (25) macht eine Ausbildung zum Investmentfondskaufmann bei der Internationalen Kapitalanlagegesellschaft mbH (INKA). Schon in der Schule habe ich mich sehr für wirtschaftliche Prozesse interessiert und deshalb nach dem Abi zunächst BWL studiert. Wegen der fehlenden Praxisnähe habe ich mich dann aber umorientiert. Und jetzt, gegen Ende der Ausbildung, kann ich sagen, dass ich damals genau die richtige Entscheidung getroffen habe. Der knapp einmonatige Aufenthalt in London mit dem Besuch des „European College of Business and Management“ war einer der Höhepunkte der Ausbildung. Die INKA wird mich nach der Ausbildung im „Fund Accounting“ übernehmen. Zudem werde ich demnächst auch wieder BWL studieren, berufsbegleitend an der Hochschule für Oekonomie & Management (FOM) in Düsseldorf. www.inka-kag.de www.fom.de

14 ∙ 1/2012 ∙ Einstieg


Deutsche Bank

Ein wacher Verstand Die Mischung macht’s: sieht Karrierestart mit dem seine dualen Studium. Zukunft

Ihr Schulabschluss ist in Sicht, Ihre Zukunft liegt vor Ihnen – nun steht die Entscheidung an: Studium oder Berufsausbildung? Mit einem dualen Studium ermöglicht Ihnen die Deutsche Bank eine optimale Kombination! Ob im Studiengang Business Administration, Wirtschaftsinformatik, Betriebswirtschaft oder BWL-Bank: Sie studieren an einer dualen Hochschule in Hamburg, Frankfurt am Main, Berlin oder Baden-Württemberg und absolvieren Ihre Praxisphasen in den Geschäftsbereichen der Deutschen Bank, wo Sie die theoretischen Inhalte direkt anwenden können. In 3 bzw. 3,5 Jahren bereiten wir Sie bestens vor, damit Ihrer anschließenden Karriere in Ihrer Wunschposition nichts im Wege steht! Klingt nach einem vielversprechenden Start ins Berufsleben? Ist es auch! Mehr Informationen über die dualen Studiengänge finden Sie auf unserer Karrierewebsite. Dort stellen wir Ihnen auch unsere klassischen Ausbildungsberufe vor. Bewerben Sie sich noch heute! Weitere Infos: deutsche-bank.de/ausbildung

Einstieg ∙ 1/2012 ∙ 15


Junior Manager gesucht! Deine Chance: Einstieg vergibt 3 Teilstipendien im Gesamtwert von 3.600 EUR für das bundesweite Bildungsprogramm der Junior Management School • Du bist in der Klasse 10 bis 13? • Du willst Unternehmenspraxis erleben? • Du weißt noch nicht, was du nach der Schule machen willst? • Du bist kreativ, motiviert und neugierig? Dann bewirb dich jetzt um ein Teilstipendium für die Junior Management School: Die jMS bietet dir eine kompaktes, schulbegleitendes Bildungsprogramm in den Bereichen • Soft Skills (Kommunikation, Präsentation, Führung...), • Wirtschaftswissenschaften (Personal, Marketing, Unternehmensgründung...), • Projektmanagement und Zukunftsmanagement.

Schülerinnen an der Junior Management School

Wir bieten kunden- und leistungsorientierten Interessenten eine

Ausbildung

zum Kaufmann (m/w) für Versicherungen und Finanzen

Einstieg vergibt drei Teilstipendien in Höhe von jeweils 1.200 EUR für ein jMS-Programm am Standort deiner Wahl!

Bewirb dich jetzt und nutze Deine Chance!

Ihr Profil Fachhochschulreife oder Abitur ausgeprägte Persönlichkeit, Einfühlungsvermögen und Verhandlungsgeschick Freude am Kontakt mit Menschen Engagement und Leistungsbereitschaft PKW und Führerschein wünschenswert

Unsere Leistungen zukunftsorientierte, moderne Ausbildung umfassende fachliche und persönliche Betreuung vertrauensvolles Miteinander, abwechslungsreiche Tätigkeiten und spannende Aufgaben Sie sind interessiert? Dann freuen wir uns auf Ihre Bewerbung!

AXA Konzern AG Frau Julia Forsbach, Ausbildungsleiterin Wiener Platz 3, 51065 Köln Tel.: 02 21/1 48-2 53 06 julia.forsbach@axa.de www.AXA.de/Karriere

16 ∙ 1/2012 ∙ Einstieg

Aber keinesfalls wie in der Schule mit grauer Theorie, sondern mit vielen Gleichgesinnten in praktischen Übungen, Gruppenarbeit und lockerer Atmosphäre. Die Dozenten kommen aus der Wirtschaft und du erlebst interessante Menschen mit viel Berufserfahrung hautnah. Es winkt ein Zertifikat mit IHK-Beteiligung, dass dich anderen einen großen Schritt voraus bringt. Wähle zwischen dem Samstagsprogramm oder einem Feriencamp an verschiedenen Standorten in ganz Deutschland – auch in deiner Nähe!

Füll das Bewerbungsformular unter www.einstieg.com/magazin aus und schick es zusammen mit deinem Lebenslauf und deinem letzten Zeugnis an stipendium@einstieg.com oder per Post an: Einstieg GmbH z Hd. Stefan Moskopp Venloer Str. 241 50823 Köln Bewerbungsschluss: 29.02.2012 Weitere Infos und die Bewerbungsunterlagen als Download findest du unter www.juniormanagementschool.de. Viel Glück!


[ Aufstieg ]

Erstklassige Ausbildung mit zweifacher Einstiegschance Ausbildung zum Bankkaufmann/zur Bankkauffrau oder duales Studium zum Bachelor of Arts, Fachrichtung Bank Sie haben Abitur und bringen Leistungsbereitschaft, Teamgeist und Engagement mit? Sie sind neugierig auf die Welt des Bankings und an den großen Zusammenhängen ebenso interessiert wie an den kleinen Details? Dann freuen Sie sich auf eine erstklassige Ausbildung bei der BayernLB. Bei uns arbeiten Sie in einer dynamischen deutschen Geschäftsbank. Hier bekommen Sie faszinierende Einblicke in die Welt der Wirtschaft. Von Anfang an sind Sie mit im Team – begleitet und betreut von erfahrenen Spezialisten. In Theorie und Praxis werden Sie so ein gefragter Experte im Bankgeschäft.

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Ausbildung bei REWE

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„Jeder Tag ist anders!“

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eine Lust auf überfüllte Hörsäle und stapelweise Bücher wälzen? Für alle, die es trotzdem bis in die Chefetage schaffen wollen, ist die Abiturientenausbildung der REWE eine echte Alternative zum Studium. Das Besondere: Schon nach 18 Monaten machen die Azubis ihren Abschluss zum/zur Kaufmann/ -frau im Einzelhandel. Direkt im Anschluss haben sie die Möglichkeit, sich zum/zur Handelsfachwirt/-in fortzubilden. Sven ist seit August 2010 dabei. Über seine Motivation und den spannenden Arbeitsalltag berichtet der 21-Jährige im Interview. Warum hast du dich für eine Ausbildung im Handel entschieden? Sven: Im Handel ist man nah an den Menschen und kann ihnen mit fachmännischer Beratung weiterhelfen. Ich mag diesen direkten Kontakt. Ein klassischer Bürojob, bei dem ich nur vor dem PC sitzen würde und allenfalls per Telefon oder E-Mail kommuniziere, wäre absolut nichts für mich. Der erste Tag im neuen Job: Kannst du dich noch daran erinnern? Sven: Die Ausbildung startete gleich mit einem dreitägigen Block-Seminar. Deshalb ist mir eher der Arbeitsbeginn im Markt in Erinnerung geblieben. Ich war natürlich ein bisschen nervös, bin also erst mal nur mitgelaufen und habe mir ganz genau angeschaut, was die anderen Mitarbeiter machen. Wie sieht ein typischer Arbeitstag für dich aus? Sven: Zu Beginn meiner Schicht kontrolliere ich alle Abteilungen, insbesondere das Obst und Gemüse und die Molkereiprodukte. Ich achte sehr auf Ordnung, denn kein Kunde fühlt sich in einem unaufgeräumten Markt wohl. Zwischendurch nehme ich Waren entgegen und räume sie ein. Am Ende des Tages steht die Abrechnung der Kassen. Das ist allerdings nur der grobe Ablauf, eigentlich ist jeder Tag anders. Kundengespräche, Sonderaktionen, für

Kollegen einspringen: Diese Abwechslung schätze ich sehr. Welche Eigenschaften muss man deiner Meinung nach auf jeden Fall besitzen, um den Beruf auszuüben? Sven: Flexibilität und Freundlichkeit stehen an erster Stelle. Wenn viel los ist, muss ich beispielsweise an der Kasse aushelfen, auch, wenn das nicht zu meinen eigentlichen Tätigkeiten gehört. Zudem sollten potenzielle Bewerber eine gewisse körperliche Fitness mitbringen. Ich bin schon viel in Bewegung. Kenntnisse im Umgang mit Lebensmitteln sind ebenfalls wichtig. Wie geht es nach der Ausbildung für dich weiter? Sven: Ich möchte gerne im Unternehmen bleiben. Die Aufstiegschancen sind gut. Mein großer Traum ist es, in Zukunft meinen eigenen Markt zu leiten. Aber momentan möchte ich möglichst viele Erfahrungen sammeln.

Karriere-Sprungbrett für Schulabgänger REWE sucht 1.600 Nachwuchskräfte Überdurchschnittliches Engagement, ausgeprägte Teamfähigkeit und Interesse für die Welt des Handels – das sollten junge Leute mitbringen, wenn sie sich bei REWE bewerben. Dann haben sie gute Chancen auf einen abwechslungsreichen Job mit hervorragenden Aufstiegschancen. Mit speziellen Aus- und Weiterbildungsprogrammen setzt sich Deutschlands zweitgrößter Lebensmittelhändler dafür ein, dass aus Einsteigern schnell Führungskräfte werden. Mit Erfolg: „Dank unserer Ausbildungsoffensive sind wir in der Lage, 70 Prozent der Führungskräfte aus den eigenen Reihen zu rekrutieren“, sagt REWE-Personalchef Jürgen Billerbeck. Zum neuen Ausbildungsjahr 2012 sucht das Unternehmen 1.600 Neueinsteiger in insgesamt zehn verschiedenen Berufen. www.rewe.de/ausbildung

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Vom Wirtschaftsmathematiker zum Regisseur

„Ich bin dort angekommen, wo ich glücklich bin“ Manchmal muss man Umwege gehen, um den Traumberuf zu finden. Nach sieben Jahren Studium der Wirtschaftsmathematik arbeitet Oliver Ziegenbalg heute erfolgreich als Drehbuchautor und Regisseur. Sie haben von 1991 bis 1998 Wirtschaftsmathematik an der TU Karlsruhe studiert. Das hat ja so gar nichts mit Drehbuchschreiben zu tun. Wie kam es zu der Umorientierung? Ich habe während meines Studiums sehr daran gezweifelt, dass ich später als Wirtschaftsmathematiker wirklich glücklich werde. Während dieser Phase habe ich erfolglos nach irgendeinem Hoffnungsschimmer gesucht. Bis ich eher zufällig in ein Seminar mit dem Titel „Formen des Narrativen“ von dem Filmemacher Edgar Reitz geraten bin. Dort sollten wir Kurzgeschichten schreiben. Danach haben wir aus den Kurzgeschichten Drehbücher gemacht. So ging das alles los.

© Paramount Pictures

Was unterscheidet die Arbeit als Wirtschaftsmathematiker von der als Drehbuchautor? Schwer zu sagen, da ich nie als Wirtschaftsmathematiker gearbeitet habe. Ich glaube, die Arbeit des Drehbuchautors zeichnet aus, dass sie sehr frei ist. Auf der einen Seite schreibt mir niemand vor, wann ich aufstehen muss, wie viel ich arbeite, wo ich arbeite oder wann ich arbeite. Auf der anderen Seite gehört eine Menge Selbstdisziplin dazu, dass diese Freiheit nicht irgendwann zu einem Fluch wird. Die meisten scheitern an dieser Freiheit und nicht an ihrem Talent.

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Nach Drehbüchern für die Komödien „U-900“, „13 Semester“ und „Friendship!“ führen Sie bei „Russendisko“ erstmals Regie. Was ist hier die Herausforderung? Regie bedeutet, jeden Tag ein Team mit über 50 Leuten zu führen. Und es bedeutet hauptsächlich, jeden Tag perfekt funktionieren zu müssen, da man schlechte Szenen vom Vortag nicht wiederholen kann. Insofern ist es so ziemlich das Gegenteil von der Arbeit als Drehbuchautor, wo das Team nur aus einem selber besteht und man seine Szenen vom Vortag einfach so lange überarbeitet, bis sie stimmig sind. Welchen Tipp würden Sie dem Nachwuchs geben, der vom Einstieg in die Filmbranche träumt? Schau dir so viele Filme wie möglich an und entwickle eine eigene Haltung dazu. Zu der Geschichte, zu den Dialogen, zu der Schauspielführung, zu der Bildsprache, zu den Kostümen, zu jedem Detail. Diese Haltung ist das Fundament, auf dem das gesamte Haus gebaut wird. Wie viel Einfluss sollten Eltern nach Ihrer Meinung auf die Berufswahl der Kinder haben? Eltern haben immer eine Vorbildfunktion, positiv oder negativ. In meinem Fall war mein Vater ein extrem positives Vorbild, nur leider habe ich erst gegen Ende meines Studiums herausgefunden, dass sein


© Paramount Pictures

Oliver Ziegenbalg Der Durchbruch gelang ihm 2009 mit der Komödie „13 Semester“, später folgten „U-900“ und „Friendship!“. 2011 führte er erstmals Regie. Seine Verfilmung von Wladimir Kaminers „Russendisko“, mit Matthias Schweighöfer in der Hauptrolle, wird am 29. März in den deutschen Kinos starten.

Oliver Ziegenbalg am Set von Russendisco.

Lebensweg als Mathematiker nicht mein Lebensweg sein kann. Auf der anderen Seite bin ich über diesen Umweg zu meinem jetzigen Beruf gekommen. Sind Sie beruflich dort angekommen, wo Sie Ihre Talente verwirklichen können? In der Welt, in der ich aufgewachsen bin, kam der Beruf des Filmemachers nicht vor. Schreiben war ein Hobby, aber kein Beruf. Deswegen habe ich auch sehr lange an meinen Talenten gezweifelt und zweifle zum Teil bis heute. Ob ich

beruflich dort angekommen bin, wo ich meine Talente verwirklichen kann, kann ich deswegen gar nicht so genau sagen. Aber ich bin beruflich dort angekommen, wo ich glücklich bin. Und das ist wirklich ein Geschenk. Seit wann sind Sie sich Ihrer Talente wirklich bewusst? Wie können Jugendliche herausfinden, wo ihre Talente liegen? Mein Deutschlehrer hat noch kurz vor dem Abitur zu meiner Mutter gesagt: „Lassen Sie Ihren Sohn später alles

machen, aber nichts mit der deutschen Sprache.” Das ist ein schlechter Start für eine Karriere als Autor. Ich habe dann auch erst mit Mitte Zwanzig entdeckt, dass ich eine Leidenschaft fürs Geschichtenerzählen besitze. Daraufhin habe ich dann konsequent und gegen den Rat meines gesamten Umfeldes entschieden, dass das mein weiteres Leben sein wird. Ich glaube, darum geht es: Vertrauen in die eigene Leidenschaft zu fassen und dann den Mut zu haben, diese auch umzusetzen. Interview: Nicole Traut

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Medizinisch-technische Assistenten

Viertelgötter in Weiß

Foto: Daniel Schwitzer

Ohne sie wären Ärzte aufgeschmissen: MTA helfen mit naturwissenschaftlichtechnischem Know-how, Krankheiten zu diagnostizieren und Patienten zu behandeln.

„Ein bisschen Spannung ist immer dabei.“ MTA Sara Jansen bei den Vorbereitungen zu einem Vaterschaftstest.

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© Eisele/dvta

range gestrichene Wände, eine lange Arbeitsplatte mit Spülbecken, Wandregale, ein riesiger Kühlschrank, dazu Lady Gaga, die leise aus dem Radio dudelt: Auf den ersten Blick könnte man meinen, in einer ganz normalen WG-Küche gelandet zu sein. Erst die vielen seltsamen Utensilien, die überall herumstehen, machen deutlich, wo wir uns wirklich befinden. Am Schreibtisch sitzt Sara Jansen – weißer Kittel, randlose Brille, Schutzhandschuhe aus Latex – und pipettiert eine durchsichtige Flüssigkeit in kleine nebeneinander aufgereihte Plastikröhrchen. Die 28-Jährige arbeitet als medizinisch-technische Assistentin (MTA) in einem humangenetischen Labor in Köln und bereitet gerade einen Vaterschaftstest vor. In den Röhrchen schwimmt menschliches Erbgut, das sie zuvor aus Speichelproben des Kindes und seines mutmaßlichen Vaters extrahiert hat. Allerdings ist die Menge der DNA darin so gering, dass Sara aus ihr vorerst noch keine Rückschlüsse ziehen kann. Deshalb muss sie das Erbgut zunächst vervielfältigen und sichtbar machen. Diese so genannte Polymerase-Kettenreaktion erreicht sie durch Zugabe bestimmter biochemischer Substanzen. Vaterschaftstests sind Sara Jansens Lieblingsdisziplin. „Es ist immer so ein gewisser Spannungsfaktor dabei“, erklärt sie. Dass hinter jeder einzelnen Probe, die auf ihrem Schreibtisch landet, eine Geschichte steht, ein menschliches Schicksal, ist ihr dabei bewusst. Wenn sie bei einer Fruchtwasser-Untersuchung eine starke Behinderung des Fötus feststellt, muss sie damit rechnen, dass sich die werdenden Eltern aufgrund ihrer Analyse für eine Abtreibung entscheiden. Wenn sie in einer Gewebeprobe einen bösartigen Tumor entdeckt, weiß sie, dass dem Patienten eine lange Leidenszeit bevorsteht und er vielleicht daran sterben wird. „Den Menschen selbst bekomme ich ja nie zu Gesicht. Trotzdem machen mich die Diagnosen manchmal betroffen, wenn ich darüber nachdenke, welche Tragweite sie vielleicht haben.“ Ursprünglich wollte Sara Tiermedizin studieren, doch weil sie im Abitur nicht den nötigen NC schaffte, ließ sie sich zunächst zur

Der Medizinisch-technische Radiologieassistent (MTRA) fertigt auf Anforderung des Arztes selbstständig Röntgenaufnahmen und andere diagnostische Bilder aus dem Körperinneren an. In der Strahlentherapie berechnet er die notwendige Strahlenmenge, markiert die betroffenen Körperstellen des Patienten, lagert ihn entsprechend und bedient das Bestrahlungsgerät. Diese MTA-Disziplin verzeichnet derzeit den größten Bedarf an Azubis.

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Tierarzthelferin ausbilden. Dabei gefielen ihr die kleinen Laborarbeiten so gut, dass sie umsattelte und hinterher direkt die Ausbildung zur Medizinisch-technischen Laboratoriumsassistentin anschloss. Insgesamt gibt es vier verschiedene MTAAusbildungen (s. Kästen), die allesamt an speziellen Berufsfachschulen stattfinden und drei Jahre dauern. Fertige MTA ar-

© Eisele/dvta

Der Medizinisch-technische Laboratoriumsassistent (MTLA) untersucht Blut-, Gewebe-, Speichel-, Urin und Stuhlproben auf Gendefekte, Tumore und Infektionen. Er führt Abstammungs- und Pränataldiagnostik durch.

beiten danach in Kliniken und Arztpraxen, in Forschungseinrichtungen und Labors sowie in der medizintechnischen Industrie. „Der Beruf ist für all jene optimal, die sich sowohl für die naturwissenschaftlichen Fächer als auch für die medizinische Komponente interessieren, denen ein Medizinstudium aber vielleicht zu lange dauert, oder die nicht die Zugangsvoraussetzungen erfüllen“, sagt Andreas Pfeiffer vom Berufsverband dvta. Formale Voraussetzung ist die Mittlere Reife, allerdings täten sich Abiturienten mit der komplexen Theorie in der Regel leichter. Im Berufsleben stehen den Assistenten später verschiedene Weiterbildungsmöglichkeiten offen, unter anderem in der Gesundheitswirtschaft.

Alternative zum Medizinstudium Zurück zum Vaterschaftstest: Nachdem die Polymerase-Kettenreaktion abgeschlossen ist, kann Sara Jansen die vervielfältigten DNA-Abschnitte ihrer beiden Probanden nun auf Gemeinsamkeiten hin prüfen. Diese Untersuchung macht sie nicht von Hand, sondern überlässt sie einem speziellen Elektrophorese-Sequenzer, der dafür viel weniger Zeit braucht. Am Ende spuckt der Computer ihr eine recht unscheinbare Grafik mit zwei übereinander angeordneten Kurven aus – den genetischen Fingerabdruck von Kind und mutmaßlichem Vater. Die Interpretation ist jetzt mit bloßem Auge möglich. Mehrmals schlagen beide Kurven an der gleichen Stelle aus, was bedeutet: Ihre Erbinformation ist teilweise identisch, der Proband eindeutig

als Erzeuger bestimmt. Ob er sich wohl darüber freut? Das wird Sara Jansen nie erfahren. „Mein Job ist damit erledigt“, sagt sie. Die Bedienung komplizierter medizintechnischer Geräte wie des Elektrophorese-Sequenzers gehört für MTA heute übrigens zum täglich Brot ihres Berufs. „Manche Großlabore arbeiten sogar mit richtigen Automatenstraße und setzen Roboter ein“, weiß Andreas Pfeiffer vom DVTA. Folglich müssten Azubis nicht nur naturwissenschaftliches, sondern auch technisches Interesse mitbringen. Wichtig sei zudem die Bereitschaft, immer wieder dazuzulernen, denn alle zwei Jahre würden die Geräte weiterentwickelt. Dass trotz dieses Anforderungsprofils gut 90 Prozent aller MTA weiblich sind, widerlegt laut Pfeiffer ein altes Vorurteil: „Frauen und Technik – das geht hervorragend zusammen. Das heißt aber nicht, dass Männer in dem Beruf schlechtere Chancen hätten.“ Daniel Schwitzer

Link-Tipps Infoseite des Berufsverbandes dvta mit Aktionskalender und Suchmöglichkeit nach MTA-Schulen www.mtawerden.de Ausbildungsplatzbörse mit bundesweiten MTA-Angeboten www.kursnet.arbeitsagentur.de

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Der Medizinisch-technische Assistent für Funktionsdiagnostik (MTAF) bestimmt beim Patienten Krankheitsherde oder gesundheitliche Leistungen. In der Audiologie zum Beispiel misst er das Hörvermögen, in der Kardiologie das Herz-KreislaufSystem. Dabei bedient er komplexe technische Geräte. Auch für diesen MTA-Beruf werden momentan viele Azubis gesucht.

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Der Veterinärmedizinisch-technische Assistent (VMTA) analysiert Gewebe, Organe und Blut von Tieren – von der Biene bis hin zum Elefanten. Sein Spezialgebiet ist darüber hinaus die Untersuchung von Lebensmitteln auf Krankheitserreger, zum Beispiel in Kontrolllabors von Molkereien oder Schlachthöfen.


Ungewöhnliche Studentenjobs

„Du bist doch der Rikscha-Fahrer“ Foto: Anke Tillmann

Wer als Student einen Nebenjob sucht, landet in der Regel in einem Büro oder in einer Kneipe. Es geht aber auch ausgefallener, etwa als Rikscha-Fahrer.

Rikscha-Fahrer Stefan Schlitt: Inzwischen ist aus seinem Studentenjob ein Beruf geworden.

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tefan Schlitt liebt es, Fahrrad zu fahren. Da passt es gut, dass er dafür auch noch bezahlt wird. Denn er arbeitet als Rikscha-Fahrer in Köln. Angefangen hat er damit während seines Maschinenbau-Studiums. „Das war damals der perfekte Studentenjob für mich. Ich war gerade sowieso wieder in der Vorbereitung auf einen Triathlon, da habe ich das Rikscha-Fahren einfach ins Training eingebaut.“ Johannes Wittig, Chef von Perpedalo, dem bislang einzigen Kölner Rikscha-Unternehmen, legt aber nicht nur Wert auf körperliche Fitness: „Unsere Fahrer müssen kommunikativ sein und offen auf Menschen zugehen können. Und sie müssen sich natürlich in der Stadt auskennen.“

Stadtführer und Taxifahrer in einer Person Das schließt übrigens die Geschichte Kölns mit ein, denn die Rikscha-Fahrer sind eine Mischung aus Stadtführer und Taxifahrer. „Tatsächlich werden wir immer häufiger auf der Straße von Leuten herangewunken, die einfach von A nach B gebracht werden wollen“, so Stefan Schlitt. „Neben diesen ‚Taxi-Fahrten’ gibt es die spontanen oder auch im Voraus gebuchten Sightseeing-Touren, auf denen wir die wichtigsten Bauwerke und Denkmäler der Stadt anfahren und etwas dazu erzählen.“ Besonders häufig wird die Brückentour gebucht, denn die führt auch über die Hohenzollernbrücke. Und hierher kommen inzwischen Paa-

re aus ganz Deutschland, um durch einen romantischen Brauch ihre Liebe zu zeigen: Sie bringen ein Vorhängeschloss – die meisten lassen ihre Namen eingravieren – an der Brücke an, schwören sich ewige Liebe und schmeißen den Schlüssel in den Rhein. „Ich hab’ schon oft Hochzeitspaare direkt von der Kirche auf die Brücke gefahren, wo sie ihre Ehe auch noch mit einem Vorhängeschloss besiegelt haben.“

Unterwegs mit Calli Die Kölner Rikscha-Flotte zählt 24 Fahrzeuge. An einem sonnigen Wochenende können schon mal ein Dutzend Touren auf einen Fahrer zukommen. Eine Tour wird Stefan immer im Gedächtnis bleiben: Anlässlich des Köln Marathons hatte ein großes Unternehmen einen Staffellauf mit einigen Promis organisiert, die per Rikscha von einem Wechselpunkt zum nächsten gefahren wurden. „Ich hatte damals das schwerste Los gezogen – Rainer Calmund“, sagt Stefan, „aber auch das lustigste, denn mit Calli bekommt man ja immer was zu lachen.“ Sein Studium hat Stefan vor ein paar Jahren übrigens erfolgreich abgeschlossen. Rikscha-Fahrer ist er aber geblieben. „Für mich ist diese Kombination aus Sport, Kontakt zu immer wieder neuen Menschen und natürlich auch Geld verdienen irgendwann zu einer Art Sucht geworden.“ Um seiner Leidenschaft regelmäßig nachzukommen, hat sich der 35-Jährige vor zwei Jahren eine eigene Rikscha gekauft. So oft wie er nun auf den Straßen Kölns unterwegs ist, erkennen ihn die Menschen mittlerweile auch, wenn er seine Rikscha nicht dabei hat. „Immer häufiger werde ich von Leuten im Restaurant oder im Supermarkt angesprochen: Bist du nicht der Rikscha-Fahrer?"

Foto: Anke Tillmann

Stefan Moskopp

Links www.rikscha-slotti.de www.perpedalo.de

Eine der beliebtesten Touren führt über die Hohenzollernbrücke, an der Paare ihr Glück mit einem Vorhängeschloss besiegeln.

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Logistik-Branche

Fachkräfte dringend gesucht

© endostock/fotolia.de

Logistik ist die älteste wirtschaftliche Disziplin der Welt: Schon seit Jahrhunderten wird der Transport von Gütern und Waren organisiert. Heute sind dafür Management-Qualitäten gefragt – sowohl in der Ausbildung als auch im Studium.

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aren ausliefern und die Verteilung von Gütern organisieren, das macht Logistik aus – schon seit Hunderten von Jahren. „Logistik ist die älteste wirtschaftliche Disziplin überhaupt“, sagt der Wirtschaftsprofessor Otto Jockel. Der Logistik-Experte ist Präsident der Hochschule Neuss, deren Studiengänge sich ganz auf Logistik und Handel fokussieren. Er hat schon oft erlebt, dass sich Schüler unter dem Begriff Logistik nur wenig vorstellen können. Dabei habe sie so viele unterschiedliche und spannende Sparten, meint Jockel. Fast jedes Unternehmen besitze heute eine eigene LogistikAbteilung. „Deswegen werden Fachkräfte dringend gesucht“, sagt der Wirtschaftsprofessor. Entsprechend groß ist das Angebot für Studienanfänger, und auch, wer eine Ausbildung macht, kann zwischen mehreren Bildungsgängen wählen. Bei den kaufmännischen Lehrstellen gibt es die Möglichkeit, sich schon frühzeitig auf einen Bereich zu 26 ∙ 1/2012 ∙ Einstieg

spezialisieren: etwa als Schifffahrtskaufmann oder als Servicekauffrau im Luftverkehr. Doch nicht nur kaufmännisches Wissen ist in der Logistik gefragt, auch Organisation ist wichtig, etwa bei großen Lagerbeständen. Dort arbeiten beispielsweise die „Fachkräfte für Lagerlogistik“, die in einer dreijährigen Ausbildung lernen, wie Warenlager reibungslos funktionieren.

Zahlreiche Spezialisierungen Viele Universitäten und Fachhochschulen bieten betriebswirtschaftliche Studiengänge mit Logistik-Spezialisierungen an, das gleiche gilt für das Wirtschaftsingenieurwesen. Hinzu kommen zahlreiche Studiengänge, die einen Fokus auf bestimmte Bereiche der Logistik setzen, etwa auf Luftfahrtlogistik, Produktionsmanagement oder Transportwesen.


Mathematik steht an Universitäten und Fachhochschulen mit auf dem Stundenplan der Logistik-Studiengänge. Genauso wie Betriebswirtschaftslehre gehört das Fach zum Grundlagenwissen von Logistikern. Abiturienten sollten in jedem Fall darauf achten, an welcher Fakultät die Logistik-Studiengänge angesiedelt sind – denn das gibt bereits Aufschluss über die Inhalte des Studiums. Zum Beispiel an der TU Dortmund: Dort ist die Logistik-Abteilung dem Maschinenbau angegliedert. Daher besuchen die Studenten dort Kurse in Elektrotechnik und Mechanik – auch wenn der Bachelor-Studiengang schlicht „Logistik“ heißt. An der Hochschule Stuttgart ist der Studienbereich Informatik für die Logistik zuständig – im Fach „Informationslogistik“ spezialisieren sich die Studenten dementsprechend auf Themen wie E-Commerce oder Datenanalyse. Doch es gibt auch viele Bachelor-Studiengänge, die sich ganz auf die Logistik konzentrieren, oftmals mit hohem Praxisanteil oder gleich als dualer Studiengang. So wie an der Hochschule Neuss, wo Professor Otto Jockel stolz darauf ist, viele Partner aus der Wirtschaft gefunden zu haben. Die Hochschule kooperiert mit unterschiedlichsten Firmen, darunter Speditionen wie Dachser, aber auch Handelsunternehmen wie TK Maxx. Auch der Waschmittel- und Kosmetikkonzern Henkel lässt seinen Logistik-Nachwuchs an der Neusser Hochschule ausbilden.

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Generell stehen die Chancen für Nachwuchskräfte in der Logistik gerade sehr gut. Laut einer Studie der Bundesvereinigung Logistik haben mehr als die Hälfte der Logistik-Unternehmen Schwierigkeiten, offene Stellen zu besetzen. Sie brauchen also dringend Fachkräfte, die eine Ausbildung oder ein Studium in der Logistik absolviert haben – und die sich in der Welt des Güter- und Warenverkehrs gut auskennen. Hanna Koch

Link-Tipps Hochschule Neuss, Bachelor Logistics and Supply Chain Management www.hs-neuss.de (am 10./11.02. auf der Einstieg Köln) TU Dortmund, Bachelor Logistik www.diplomlogistik.de

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Logistiker berichten

„Wir sind das Bindeglied“

Tobias Sonntag Logistik hat viel mit Dienstleistung zu tun, mit Warentransporten und Kunden, die zufrieden gestellt werden müssen „Aber es ist viel mehr als die klassische Vorstellung, dass LKW Güter von A nach B fahren“, meint Tobias Sonntag. Diese Einstellung kommt nicht von ungefähr: Der 28-Jährige arbeitet nicht bei einem klassischen Logistikdienstleister, sondern bei der „Metro Group Logistics“, kurz MGL, einer Tochtergesellschaft des Handelskonzerns Metro. Das Sortiment in den Lagern der MGL umfasst mehr als 20.000 Artikel, die meisten davon Lebensmittel. Bei der MGL hat Tobias Sonntag seine Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik absolviert, heute arbeitet er in der Verwaltung des Logistikunternehmens. In der zentralen Warenkoordination am Hauptsitz der Metro in Düsseldorf ist Organisationstalent gefragt. „Unser Bereich ist das Bindeglied zwischen Einkauf und Lager“, erzählt Tobias Sonntag. Mit seiner Arbeit sorgt der 28-Jährige dafür, dass der Warenfluss vom Lieferanten bis in die Märkte reibungslos funktioniert. „Wer sich für den Job interessiert, sollte sich gut organisieren können“, sagt Tobias Sonntag.

Christin Böhter Wie schnell ein Paket den weiten Weg vom Postamt bis zum Empfänger schafft, das hat Christin Böhter schon immer fasziniert. Die 19-Jährige lebt in Hamburg, einem Umschlagplatz für Waren aus aller Welt. Da lag es nahe, sich für eine Karriere in der Logistik zu entscheiden. Die Abiturientin macht seit dem vergangenen Jahr eine Ausbildung beim Versanddienstleister Hermes. „Ich finde es spannend, wie die Logistik dazu beiträgt, Waren geschickt zu verteilen“, erzählt die angehende Kauffrau für Speditions- und Logistikdienstleistungen. Weil sie sich für Wirtschaft und Logistik interessiert, wählte sie einen kaufmännischen Beruf. „Außerdem waren meine beiden Großväter Kapitäne auf Handelsschiffen, das hat mich natürlich beeinflusst“, sagt die Hamburgerin, der in ihrer Ausbildung das Thema Seefracht bisher am besten gefallen hat. „Wir sorgen dafür, dass versendete Güter die richtigen Empfänger erreichen“, sagt Christin Böhter. „Wenn man das geschafft hat, ist das schon ein Erfolgserlebnis.“

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Dennis Henke „Logistik hat viele Facetten“, sagt Dennis Henke, der in Neuss „Logistics and Supply Chain Management“ studiert. Sein ausbildungsintegriertes Studium verläuft blockweise: Alle drei Monate wechselt er zwischen Theorie und Praxis. Der 21-Jährige ist Praktikant in der Deutschland-Zentrale des Paketdienstes UPS. Alle Studenten der Neusser Hochschule sind bei den Kooperationspartnern entweder Praktikant oder Azubi. Die Unternehmen zahlen die Studiengebühren und eine Ausbildungsvergütung. Für Dennis Henke war es vor allem der Praxisbezug, der ihn an die Hochschule Neuss brachte: „Das duale Studium ist eine super Basis für das Berufsleben“, findet er. Für ihn stand schon zu Schulzeiten fest, dass er später Wirtschaftswissenschaften studieren wollte. „Und dann bin ich auf die Logistik gestoßen“, erzählt der Student. Gerade beschäftigt er sich mit Lieferketten und der so genannten „City Logistik“, die den städtischen Güterverkehr in den Blick nimmt. „Die Logistik ist so spannend, weil immer versucht wird, Prozesse zu optimieren, etwa Waren schneller und kostengünstiger zu versenden“, sagt Dennis Henke. „Das birgt jede Menge Herausforderungen.“

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Ausbildung News

Viele Lehrstellen bleiben frei Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) hat die aktuelle Lage am deutschen Ausbildungsmarkt untersucht: Für Jugendliche haben sich die Chancen auf eine Lehrstelle demnach grundsätzlich verbessert. Rund 30.000 Ausbildungsplätze blieben 2011 frei – das sind etwa doppelt so viele Stellen wie im Vorjahr und so viele wie zuletzt vor rund 15 Jahren. Die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge stieg 2011 zwar um rund 1,8 Prozent auf über 570.000. Allerdings konnten viele Betriebe ihre Ausbildungsplätze dennoch nicht besetzen. Schuld daran ist unter anderem der demografische Wandel: So sank die Zahl der Haupt- und Realschulabgänger im Vergleich zum Vorjahr um rund 20.000 potenzielle Azubis. Die mangelnde Nachfrage konnten auch die doppelten Abiturjahrgänge in Bayern und Niedersachsen sowie die Abschaffung der Wehrpflicht nicht ausgleichen.

Jeder zweite Bewerber wartet auf einen Ausbildungsplatz Die Zahl der Lehrstellen ist (siehe oben) auch in diesem Jahr wieder gestiegen – dennoch findet nur etwa jeder zweite Bewerber auf Anhieb eine Lehrstelle. 54 Prozent der bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldeten Bewerber befanden sich Ende September 2011 in einer Berufsausbildung – alle anderen entschieden sich, lieber auf ihre Wunsch-Lehrstelle zu warten und ein Praktikum zu absolvieren, die Schule fortzusetzen oder an einer Fördermaßnahme teilzunehmen. Ein Grund für den hohen Anteil der „Wartenden“: In den besonders beliebten Branchen sind die Stellen knapp. So streiten sich in den Bereichen Veranstaltungsmanagement und Innenarchitektur im Durchschnitt vier Bewerber um eine Lehrstelle, in der Tierpflege sind es sogar zehn. In anderen, weniger populären Branchen werden dagegen händeringend Azubis gesucht: Im Hotel- und Gaststättenwesen kann ein Bewerber so etwa zwischen einem Dutzend offener Stellen wählen, im Lebensmittelgewerbe kommen teilweise sogar 24 freie Ausbildungsplätze auf einen Anwärter.

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KARRIERE.UNICUM.DE

Berufliche Bildung ist „praktisch unschlagbar“ Ausbildungen sind auch für Abiturienten interessant, denn sie bieten einen schnellen Berufseinstieg mit Gehalt und vielfältige berufliche Weiterbildungsmöglichkeiten. Unter dem Motto „Berufliche Bildung – Praktisch unschlagbar“ werben das Bundesministerium für Bildung und Forschung und das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie für die klassische duale Ausbildung im Betrieb und der Berufsschule und sprechen dabei gerade auch bislang unterrepräsentierte Gruppen wie Jugendliche mit Abitur oder Migrationshintergrund an. Wichtiger Bestandteil der Kampagne ist das gleichnamige Online-


Julia K., Handelsassistentin, Gunzenhausen „An meinem ersten Tag bei KiK wurde ich einfach ins kalte Wasser geworfen, aber das hat mir nicht geschadet. Ganz im Gegenteil. Man lernt einfach viel mehr, wenn man schnell Verantwortung trägt und auch mal spontan sein muss. Das habe ich in der Zeit, die ich schon dabei bin, schnell festgestellt.“

Portal, das jede Menge Informationen rund um die berufliche Aus- und Weiterbildung bereit hält. Zusätzlich sind zahlreiche Informationsveranstaltungen geplant, und als Höhepunkt steigt im Sommer 2013 in Leipzig die Berufsweltmeisterschaft „WorldSkills“, bei der Handwerker, Facharbeiter und Azubis aus aller Welt gegeneinander antreten und in über 40 Disziplinen die Weltmeister in ihrer jeweiligen Berufsgruppe ermitteln. www.praktisch-unschlagbar.de

Der Chancengeber

Lehrstellensuche: Wenig Erfolgsaussichten für Migranten

Wir suchen Azubis!

Geprüfter Handelsassistent – Einzelhandel / geprüfter Handelsfachwirt (m / w) Ausbildungsstart August 2012 Ihre Chance: Nach bereits 18 Monaten Abschluss Kaufmann im Einzelhandel IHK (m / w), anschließende 18-monatige Fortbil-

dung zum geprüften Handelsassistent – Einzelhandel (m / w) / geprüfter Handelsfachwirt (m / w). Jugendliche mit einem Migrationshintergrund haben es schweIhre Aufgabe: Ihre Hauptaufgabe ist die kundengerechte Warenpräsentation. Zudem nehmen Sie kaufmännische Aufgaben wahr: Inventuren, Reklamationen sowie die Kontrolle und Steuerung der wirtschaftlichen Prozesse in der Filiale. Nach dieser umfangrer, einen Ausbildungsplatz zu finden als deutschstämmige Bereichen Aus- und Fortbildung haben Sie viele Möglichkeiten bei KiK Karriere zu machen. werber – auch dann, wenn sie über den gleichen Schulabschluss Ihr Profil: Sie haben das Abitur oder die Fachhochschulreife bzw. den schulischen Teil der Fachhochschulreife mit einem einjährig gelenkten Praktikum, sind engagiert, motiviert und zeigen Team- und eine ausgeprägte Kommunikationsfähigkeit. Außerdem verfügen. Bis Ende 2010 haben so insgesamt nur rund 28 Prohaben Sie Freude am Umgang mit Menschen sowie Mode und Verkauf. Ihre Vergütung: Im ersten Jahr 800,00 € brutto, in den darauf folgenden 6 Monaten 900,00 € brutto, während der 18-monatigen zent der Bewerber mit Migrationshintergrund eine Lehrstelle Fortbildung 1.300,00 € brutto. Innerhalb der Ausbildung haben Sie bei einem Umzug für unser Unternehmen Anspruch auf 100,00 € brutto Mietzulage. gefunden – deutlich weniger als Kandidaten ohne MigrationsIhre Bewerbung: Wenn Sie zum Erfolg unserer Filialen beitragen möchten, dann freuen wir uns auf Ihre vollständigen hintergrund (42 Prozent). Wie die Analyse des Bundesinstituts Bewerbungsunterlagen. Senden Sie diese bitte mit Zeugniskopien und Lebenslauf unter der Kennziffer Ein2012 an folgende Adresse: KiK Textilien und Non-Food GmbH · Abteilung Aus- und Fortbildung · Siemensstr. 21 · 59199 Bönen für Berufsbildung zeigt, bestehen auch innerhalb der Gruppe Weitere Infos und die Möglichkeit der Online-Bewerbung unter: www.kik-textilien.com der Migranten je nach Herkunft große Unterschiede in Sachen Ausbildungschancen: Bei Bewerbern ost- und südeuropäischer Hassi/Hafianzeige // 89x132mm // RZ // Brühmann Herkunft ist die Erfolgsquote so noch deutlich höher als bei solKIK_EA1-12_89x132_pp.indd 1 12.01.12 chen mit türkisch-arabischem Familienhintergrund (20 Prozent). Letztere haben selbst mit der (Fach-)Hochschulreife in der Tasche nur geringe Erfolgaussichten auf einen Ausbildungsplatz (26 Prozent). Ein weiteres Ergebnis: Jugendliche Migranten erhalten seltener eine Einladung zum Vorstellungsgespräch. Während rund drei Fünftel der deutschstämmigen Bewerber sich Praxisnah, effektiv und fundiert. persönlich beim Betrieb vorstellen dürfen, ist dies nur bei etwa der Hälfte der Bewerber mit Migrationshintergrund der Fall.

„Genau meine Ausbildung!“

Azubi-Gehälter legen zu

14:22

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Azubis, die nach Tarif bezahlt werden, dürfen sich über deutlich gestiegene Gehälter freuen. Laut Bundesinstitut für Berufsbildung verdiente der Otto-Normal-Azubi demnach rund 700 Euro brutto im Monat – und somit rund 3,2 Prozent mehr Gehalt als im Vorjahr. In Westdeutschland erhielten Azubis dabei noch immer deutlich höhere Löhne (708 Euro) als ihre Kollegen im Osten (642 Euro Monatsgehalt). Besonders stark zeigt sich das regionale Gefälle am Beruf des Maurers (West: 943 Euro, Ost: 750 Euro). Auch zwischen männlichen (West: 721 Euro, Ost: 658 Euro) und weiblichen Azubis (West: 688 Euro, Ost: 614 Euro) sowie einzelnen Ausbildungsbranchen und -berufen kommt es zu erheblichen Verdienstunterschieden. Überdurchschnittlich hohe Gehälter werden so etwa in den Bereichen Industrie und Handel sowie im Öffentlichen Dienst bezahlt, unterdurchschnittliche Löhne kassieren Azubis dagegen im Handwerk und der Landwirtschaft.

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Kunst studieren

© keepballin/photocase.com

Mit langem Atem zum Erfolg

Wer später als Künstler arbeiten will, braucht vor allem eine gehörige Portion Durchhaltevermögen. Denn die Anforderungen der Kunsthochschulen sind hoch und nur wenige Jobs bieten später eine Festanstellung. Die gute Nachricht: Die Arbeitslosenzahlen in der Künstlerbranche sanken in den vergangenen Jahren stetig.

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ins kommt vielen automatisch in den Kopf, wenn sie das Wort Kunst hören: brotlos! In der Tat müssen sich Künstler meist mit einem geringen Einkommen begnügen und der Großteil von ihnen jobbt nebenbei, um über die Runden zu kommen. Allerdings steht für die meisten von ihnen Geld nicht an erster Stelle. Sie wollen sich kreativ ausdrücken und so Neues erschaffen. Diesen Wunsch haben auch viele junge Leute, wenn sie die Schule verlassen und sich nach einem geeigneten Studiengang umsehen. Klar ist: Es soll etwas mit Kunst sein. Nur was? Kunst-Studiengänge lassen sich grundsätzlich in zwei Gruppen unterteilen: die Bildende beziehungsweise Freie Kunst und die Angewandte Kunst. Zur Freien Kunst gehören Malerei, Bildhauerei, Grafik oder auch Zeichnung. Dagegen ist unter der Angewandten Kunst etwa Bühnenbild, Keramik, Tanz oder auch Design zu verstehen. Um sich besser für eine Richtung entscheiden zu können, gibt Harald Janze, Berufsberater bei der Arbeitsagentur Köln, einen Tipp: „Wer von sich selbst sagt, er möchte sein Leben ganz der Kunst widmen, ist eher bei den freien Künsten richtig. Wer dagegen lieber im Auftrag eines Kunden arbeitet, oder auch gerne mit dem Computer umgeht, sollte sich bei Design oder den angewandten Künsten umschauen.“ Auf ein bestimmtes Fach müssen sich Kunststudenten meist erst während des Studiums festlegen. In der Regel absolvieren sie zunächst ein Grundlagenjahr, bevor sie anschließend in eine Fachklasse wechseln.

Erste Hürde: die Bewerbungsmappe Studiengänge für Bildende und Angewandte Kunst werden vor allem an speziellen Kunsthochschulen angeboten. Die größte Kunsthochschule hierzulande und zugleich Europas ist die Universität der Künste Berlin (UdK Berlin). Als besonders renommiert gelten außerdem die Standorte Düsseldorf, München und Leipzig. Allerdings bietet nicht jede Schule die gleichen Studiengänge an. Wer sich beispielsweise besonders für Goldschmiedekunst interessiert, hat mit München die richtige Adresse. Design-Interessierte finden dagegen etwa in

Kassel oder auch Karlsruhe entsprechende Angebote. Um sich einen besseren Eindruck verschaffen zu können, finden auch regelmäßig Schnuppertage an den Schulen statt. Ist die Wahl für eine bestimmte Hochschule gefallen, wartet die erste große Hürde: die Bewerbung. Die Studienplätze an den Kunsthochschulen sind begrenzt, die Zahlen der Bewerber bis zu zehnmal so hoch. Die UdK Berlin nimmt jedes Jahr rund 110 neue Studenten auf – bei etwa 1000 Bewerbungen. Wichtigstes Kriterium für die Professoren in der Zulassungskommission ist, ob der Bewerber eine besondere künstlerische Begabung mitbringt. Anhaltspunkt dafür ist die Bewerbungsmappe, die maximal 35 eigene Arbeiten präsentieren soll. Weitere Voraussetzung für eine Bewerbung ist an vielen Hochschulen neben einem Motivationsscheiben auch ein vorheriges mehrmonatiges Praktikum im handwerklichen Bereich. Konnte die Mappe überzeugen, folgen praktische Übungen, Gespräche und teilweise auch eine Klausurprüfung. Allerdings ergattern die wenigsten gleich im ersten Anlauf einen Studienplatz. Wessen Mappe abgelehnt wurde, sollte nicht gleich hinschmeißen, rät Harald Janze. Denn das heiße noch lange nicht, dass derjenige nicht künstlerisch begabt sei. „Es lohnt sich, bei Absage eine qualifizierte Beurteilung seiner Mappe zu verlangen. So kann man aus seinen Fehlern lernen und hat beim nächsten Mal eine viel größere Chance.“ Eine Überlegung sei außerdem, zunächst eine Handwerksausbildung als praktische Grundlage zu absolvieren. „Das kann später auch eine finanzielle Absicherung bieten, wenn es mit den Künstlerjobs nicht sofort klappt. Künstler arbeiten in der Regel als Selbstständige, vor allem, wenn sie in der Bildenden Kunst tätig sind. Um ihre Arbeiten an die Öffentlichkeit zu bringen, müssen sie Kontakte zu Kunstgalerien aufbauen, sich für Ausstellungen bewerben und sich zudem in der Kunstszene mit möglichst vielen Künstlern vernetzen. „Ein Netzwerk in der Branche ist das A und O, um im Beruf erfolgreich zu sein“, sagt Janze. Zudem rät Julia Lehner, Kulturreferentin der Stadt Nürnberg und Honorarprofessorin an der Akademie für Bildende Künste für das

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MHMK Macromedia Hochschule für Medien und Kommunikation

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Seminar Kunst und Wirtschaft: „Nur wer mit Leidenschaft an einer Sache arbeitet, kann diese zum Erfolg führen. Seien Sie beharrlich und verfolgen Sie Ihre Ziele.“

Chancen auf dem Arbeitsmarkt Generell sei es schwierig zu sagen, wann ein Künstler erfolgreich ist. Wenn die Preise für die Arbeiten die Grenze der 100.000 Euro überschritten haben? Wenn das führende Fachmagazin dem Künstler eine Titelstory widmet? Oder wenn es einem Künstler gelingt, von seiner Kunst zu leben? „Ich fürchte, hier sind Künstler in der anspruchsvollen Situation, Erfolg ganz individuell für sich definieren zu müssen“, sagt Lehner. Geht man rein statistisch an die Sache heran und nimmt

dazu die Arbeitslosenzahlen der Arbeitsagentur als Grundlage, zeigt sich ein erfreuliches Bild: Die Zahl der Arbeitslosen in künstlerischen Berufen in den vergangenen Jahren stetig abgenommen.

ist der Master-Studiengang in Art Market Studies, der seit Herbst 2011 in Zürich angeboten wird und die Teilnehmer fit für den Kunsthandel machen soll. Lara Sogorski

Wer sich selbst weniger als Kunstschaffender betrachtet und lieber mit den Arbeiten anderer Künstler beschäftigt, ist ein Kandidat für ein Studium der Kunstgeschichte. Studenten erlernen hier Methoden, um Werke nach Künstler, Epoche sowie politischen und religiösen Hintergründen zu interpretieren. Kunstgeschichte wird an vielen Universitäten als Bachelor- und Master-Studiengang angeboten. Berufsberater Harald Janze rät dazu, auch die dritte Ebene, die Promotion, in Betracht zu ziehen. Kunsthistoriker arbeiten später in Museen, Galerien, Aktionshäusern oder Verlagen. Ganz neu

Link-Tipps Master-Studiengang „Art Market Studies“ www.emams.uzh.ch Universität der Künste Berlin www.udk-berlin.de Bundesverband der Bildenden Künstler www.bbk-bundesverband.de

4 Künstler stellen sich vor

„Mehr als ein Vollzeitjob“ Kunstgeschichte

Marina Urbanke ist wissenschaftliche Volontärin am Museum für Angewandte Kunst Köln. Hier arbeitet die 30-Jährige in der Grafiksammlung und bereitet eine Ausstellung vor. „Ich habe mich für ein Studium der Kunstgeschichte entschieden, weil ich mich auf wissenschaftlicher Ebene mit Fragen zu Malerei, Architektur und Fotografie beschäftigen wollte. Welchen Einfluss hat die Biografie des Künstlers auf sein Werk? Warum ist es in einer bestimmten Zeit entstanden und welche künstlerischen Techniken wurden angewendet? Auch die Aussicht auf eine fachübergreifende Auseinandersetzung mit Literatur, Religion oder Geschichte hatte meine Neugier geweckt. Um sich später auf dem Arbeitsmarkt durchzusetzen und um an einem Museum zu arbeiten, sind Praktika und studentische Jobs in der Branche sehr wichtig. Wer Kunstgeschichte studiert, sollte sich auch in seiner Freizeit gern mit Kunst und Kultur beschäftigen, Museen und Galerien besuchen.“ www.makk.de

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Malerei und Bildhauerei

Marc von der Hocht studiert seit vier Jahren Malerei im Fach Bildende Kunst an der Universität der Künste Berlin. Der 31-Jährige arbeitet dabei auch als Bildhauer und entwickelt Installationen. „95 Prozent meines Studiums hier an der UdK Berlin verbringe ich in freier Atelierarbeit. Das heißt, niemand gibt vor, was ich tun soll. Ich muss – oder besser gesagt kann – alles selbst entscheiden. Diese Freiheit ist für viele, die direkt von der Schule kommen, gewöhnungsbedürftig. Wenn wir eine Arbeit abgeschlossen haben, treffen wir uns in unserer Malerei-Klasse zusammen mit unserem Professor. Dort stelle ich meine Werke vor und wir diskutieren darüber. Wenn ich nicht gerade im Atelier arbeite – und das kann manchmal bis tief in die Nacht gehen – besuche ich zum Beispiel Ausstellungen und knüpfe Kontakte in der Szene. Als Künstler ist man jeden Tag 24 Stunden beschäftigt. Das ist mehr als ein Vollzeitjob.“ www.marcvonderhocht.de

Produktdesign

Julia Stock arbeitet als Produktdesignerin in Kassel. Vor knapp zwei Jahren hat sich die 33-Jährige mit einer Agentur selbstständig gemacht. „Ich habe mich für Produktdesign entschieden, weil ich Dinge praktisch, schön und selbsterklärend gestalten will. Mein Ziel ist es, Produkte hinsichtlich Material, Nutzen und Lebensdauer nachhaltig zu gestalten und ihrem Umfeld anzupassen. Ich erfinde gerne Neues, zeichne gerne und konnte das sowohl technische als auch künstlerische Studium gut mit meinen Fähigkeiten verbinden. Nach meinem Studium im Fach Produktdesign an der Kunsthochschule in Kassel habe ich mich zusammen mit zwei Kollegen selbstständig gemacht und „vindberg desgin“ gegründet. Eine Selbstständigkeit war für mich immer schon interessant, weil ich gerne eigenverantwortlich handle. Da wir an wechselnden Projekten und für unterschiedliche Kunden arbeiten, ist unsere Arbeit nach wie vor sehr kreativ. Mit dem neuartigen Fahrradkorb „bootbag“ haben wir beispielsweise eine Tasche entwickelt, die als Kofferraum auf dem Fahrrad mitgeführt wird und als Umhängetasche den Radfahrer auch zu Fuß begleitet. Wer als Produktdesigner arbeiten möchte, muss sich immer wieder auf Neues einlassen können, einen ungebrochenen Gestaltungswillen haben und ein guter Teamplayer sein.“ www.vindberg.de

Schmuckkunst

Alexander Blank arbeitet als freier Schmuckkünstler in München. Der 36-Jährige stellt in Galerien und Museen weltweit aus. „Ich habe mich nicht direkt für ein Kunststudium entschieden. Zuerst habe ich eine Ausbildung als Goldschmied gemacht. Mit der Zeit habe ich dann die künstlerische Ebene an meiner Arbeit entdeckt. Anders als bei der normalen Goldschmiedearbeit , spielt bei der Kunst die persönliche Auseinandersetzung mit dem Schmuckstück eine sehr große Rolle. Es geht vor allem darum, dass dahinter eine Aussage steht. Wenn ich eine Idee für ein neues Stück habe, dauert es daher immer eine gewisse Zeit, bis ich mich an die Arbeit mache. Zum Beispiel habe ich einen Smiley-Button gefertigt, dessen Material wie eine gebrauchte Blechdose anmutet. Trotzdem lacht der Smiley – das soll für Hoffnung stehen. Meine Arbeiten stelle ich in erster Linie in Galerien und Museen aus, natürlich in Deutschland, aber auch in Holland, England, den USA oder China. Verkaufen kann ich meine Stücke ebenfalls. Manche Museen kaufen Schmuckstücke für ihre Sammlung, manche Käufer sind spezielle Schmucksammler, andere sind ganz normale Leute, die sich einfach für ein bestimmtes Teil begeistern. Im Moment kann ich noch nicht allein von meiner Schmuckkunst leben, daher habe ich zusätzlich einen kleinen Nebenjob im Schmuckbereich. Aber ich denke, dass ich bald den Schritt in die volle Selbstständigkeit geschafft habe.“ www.wittenbrinkfuenfhoefe.de/schmuck/alexander-blank/alexander-blank.html

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Rap-Workshops für Jugendliche

Der Hip-HopErzieher

Als Jugendlicher entdeckte Björn „Becks“ Beckers seine Liebe für den Hip-Hop in einem Rap-Workshop. Nun kümmert sich der studierte Pädagoge selbst um die Reimemonster von morgen.

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inst war Björn Beckers ein ziemlich orientierungsloser und nur mäßig motivierter Pädagogik-Student, der als „MC Becks“ viel mehr Zeit mit Hip-Hop, Graffitis, Breakdance und DJ-ing verbrachte als in den Hörsälen. Heute hat es der 32-Jährige aus Köln geschafft, seine große Leidenschaft zu seinem Beruf zu machen: Er arbeitet als Dozent und veranstaltet Rap-Workshops für Kinder und Jugendliche. Damit schließt sich gewissermaßen ein Kreis, denn: Seine Passion für Reime und Beats entdeckte Becks früher selbst in einem Rap-Workshop – als 18-Jähriger im örtlichen Jugendzentrum. „Da habe ich gemerkt: Das ist es! Seitdem hat sich Hip-Hop wie ein roter Faden durch mein Leben gezogen“, erzählt er. Eher aus Mangel an Alternativen als aus fester Überzeugung schrieb er sich danach zwar für ein Pädagogik-Studium an der Uni ein, verlor den Hip-Hop als Mitglied des Kollektivs „FMN-Music“ zugleich aber nie aus den Augen. „Ich habe Hip-Hop damals richtig gelebt. Deswegen war das Studium für mich eher zweitrangig.“

Hip-Hop vereint Die Einsicht, dass er seine Leidenschaft für die Musik mit seinem pädagogischen Hintergrund in Einklang bringen kann, kam ihm erst später. Die Initialzündung lieferte ein Praktikum, das er 2006 im Rahmen seines Studiums in der offenen Jazz Haus Schule in Köln absolvierte, einer musikpädagogischen Einrichtung. „Erst durch das Praktikum wurde mir klar, was ich mit meinen Fähigkeiten noch anfangen kann. Ich wusste, dass ich rappen kann, Ahnung von der Hip-Hop-Welt habe und gut 36 ∙ 1/2012 ∙ Einstieg

mit Menschen umgehen kann.“ Und wie es der Zufall so wollte, suchte die Jazz Haus Schule zu dieser Zeit einen neuen Dozenten. „Der Job war wie gemacht für mich, denn durch meine Erfahrung als Rapper habe ich gemerkt, dass ich am liebsten mit jungen Menschen zusammenarbeite.“ Die Ironie der Geschichte: Den Schwerpunkt in seinem Pädagogik-Studium hatte Becks ausgerechnet auf die Erwachsenenbildung gelegt. „Das war im Nachhinein echt die falsche Wahl“, lacht er heute. „Damit landet man nämlich üblicherweise in der Wirtschaft, in Unternehmen oder bei kirchlichen oder städtischen Einrichtungen. Das wäre aber alles nichts für mich gewesen.“ Statt Computerkurse an der Volkshochschule zu geben, bringt Becks so nun den Nachwuchs-Rappern das Einmaleins des Hip-Hops bei. Die Teilnehmer seiner Workshops coacht MC Becks dabei nicht nur in Skills wie dem Rappen, Texten, Aufnehmen sowie der Bühnenshow, sondern er vermittelt auch Werte. „Hip-Hop ist eine Jugendkultur, die Menschen miteinander verbindet – auch wenn die Medien da oft ein sehr gegensätzliches Bild zeichnen. Aus dem Hip-Hop kommt der Crew-Gedanke, der viel mit Gemeinschaft und Freundschaft zu tun hat.“ Dass der Hip-Hop verschiedenste Menschen vereint, erlebt Becks dabei in seiner täglichen Arbeit: Für seine Workshops besucht er Grund-, Haupt-, Real- und Förderschulen, Gymnasien, Berufskollegs, Jugendzentren und Kultureinrichtungen und unterrichtet Jugendliche und Kinder aus allen Altersgruppen und Bildungsschichten – von ABC-Schützen aus sozialen Brennpunkten bis hin zu wohlsituierten Oberstufenschülern.


Am Puls der Szene Als freiberuflicher Dozent hat MC Becks keine geregelten Arbeitszeiten und erlebt auch nicht den klassischen Büroalltag. Langweilig wird ihm aber auch an Tagen, an denen kein Workshop steigt, nicht: „Es ist wichtig, dass ich mir meine Woche gut organisiere und auch die freien Tage sinnvoll nutze, um mich ordentlich auf die Workshops vorzubereiten und Kundenakquise zu betreiben, also nach Schulen und Jugendeinrichtungen Ausschau zu halten, in denen ich meine Workshops veranstalten kann.“ Außerdem gilt es, stets auf dem Laufenden zu sein, was die aktuelle Szene und neue Künstler angeht – „denn man sollte schon wissen, worüber man mit den Kids redet.“

Becks also trotzdem geschafft – er hat sein Hobby zum Beruf gemacht. Sein Erfolgsrezept: „Wichtig ist vor allem, dass man an dem festhält, was einem Spaß macht. Wenn man den Kopf nicht hängen lässt und immer am Ball bleibt, kann man es schaffen.“ Patrick Agis-Garcin/ Henrik Kürten

Link-Tipp Offene Jazz Haus Schule Köln www.jazzhausschule.de

Auch wenn es mit der eigenen Karriere, der Eroberung der Charts und Superstar-Träumen nicht geklappt hat, hat es MC

Advertorial

Wir bilden Sie aus zum geprüften Handelsfachwirt (m/w)

Sie interessieren sich für den Handel, haben Spaß am Umgang mit Menschen und möchten nach der Aus- bzw. Weiterbildung ein Team selbständig führen oder sogar eines unserer Woolworth-Kaufhäuser eigenständig leiten? Dann bieten wir Ihnen die passende Aus- und Weiterbildung zum Handelsfachwirt!

Therapieren studieren Die Bildungslandschaft in Mecklenburg-Vorpommern ist um einen Hochschulstandort reicher. Die Europäische Fachhochschule (EUFH) hat zu Beginn des Jahres ein „Studienzentrum für Angewandte Gesundheitswissenschaften“ in Rostock gegründet, welches Bachelor- und Masterabschlüsse in den Gesundheitsfachberufen Logopädie, Physiotherapie und Ergotherapie möglich macht. Als deutschlandweit erste private Hochschule bietet die EUFH ab Herbst 2011 ein Logopädie-Studium an, das in Kombination mit der Fachschul-Ausbildung zum staatlich geprüften Logopäden nach sieben Semestern zum Bachelor of Science führt. Weitere Vertiefung und Spezialisierung bietet das berufsbegleitende viersemestrige Programm zum Master of Science. 2012 starten die Studiengänge Physiotherapie und Ergotherapie nach demselben Modell.

Im Rahmen dieses internen Führungsnachwuchsprogamms erlangen Sie: • 3 IHK-Abschlüsse in nur 36 Monaten (Kaufmann im EH (m/w), Ausbilder-Eignungsschein und geprüfter Handelsfachwirt (m/w)) • Praxisnahe Einsätze in unseren Kaufhäusern per Training on the job • Theoretische Wissensvermittlung im Top-Bildungszentrum in Blockseminaren • Erste Führungserfahrungen durch Sondereinsätze oder temporäre Übernahmen kleiner Kaufhausflächen • Beginn Sommer 2012 • Sie erhalten eine attraktive Vergütung: 1.-6. Monat: 1.000,- €, ab 7. Monat: 1.100,- €, ab 19. Monat: 1.300,-€ /brutto monatl. • Es wird Ihnen bei einem Wohnortwechsel in der gesamten Aus- und Weiterbildungszeit eine Mietzulage von 100,- € oder die Unterbringung in einer Firmenwohnung gewährt

Infos Europäische Fachhochschule (EUFH) Studienzentrum Rostock www.eufh-med.de

Wenn Sie diese kombinierte Aus- und Weiterbildung interessiert und Sie über das Abitur oder die vollständige Fachhochschulreife verfügen, dann senden Sie Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen an: WOOLWORTH GmbH Abteilung Aus- und Weiterbildung Formerstraße 6 • 59425 Unna oder an ausbildung@woolworth.de

www.woolworth.de

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© photocase.com/annaia

Mehr neue Studiengänge: www.einstieg.com/wasstudieren

Berlin Illustration

Karlsruhe Logopädie dual

Biberach Biotechnologie

Bilder sagen oft mehr als tausend Worte. Egal, ob es sich um Bedienungsanleitungen, Verpackungen, Bücher, Computerspiele, Werbemittel oder wissenschaftliche Daten handelt – oft können komplizierte Sachverhalte durch Illustrationen besser und anschaulicher ausgedrückt werden als durch Sprache. Das nötige Handwerkszeug für den Beruf des Illustrators erlernt man im BachelorStudiengang Illustration der Berliner Technischen Kunsthochschule. Im Verlauf von sieben Semestern Regelstudienzeit eignen sich die Studierenden fundierte gestalterische Kenntnisse an, üben sich im kreativen Umgang mit Medientechnologien und stellen dabei stets den Bezug zu historischen und gesellschaftlich relevanten Themen und Fragestellungen her. Für das fünfte Semester ist ein Vollzeitpraktikum vorgesehen. Der Studienstart ist zum Winter- und Sommersemester möglich. Bewerber müssen eine Eignungsprüfung bestehen und eine Mappe mit eigenen Arbeiten vorlegen. Die Gebühren an der privaten Hochschule betragen 4.080 Euro pro Semester. www.btk-fh.de

Ein „stimmiges“ Studienkonzept hat sich die SRH-Fachschule Karlsruhe für ihren dualen Studiengang Logopädie ausgedacht: Im Kampf gegen die Sprachlosigkeit pendeln die künftigen Sprachtherapeuten zwischen Patienten und Professoren. Innerhalb von sieben Semestern Regelstudienzeit erwerben die Studierenden den Bachelor-Abschluss, schon nach dem sechsten Semester schließen sie ihre Ausbildung zum staatlich anerkannten Logopäden ab. Im Studium lernen sie, wie man Patienten mit Sprach-, Sprech- oder Schluckstörungen untersucht, berät und behandelt – vom Kleinkind, das nicht anfängt zu sprechen, bis zum älteren Patienten, der nach langer Krankheit des Sprechen neu lernen muss. Darüber hinaus eignen sie sich Managementkompetenzen an, mit denen sie nach dem Abschluss forschen oder Führungspositionen im Gesundheitsbereich übernehmen können. Die Gebühren an der privaten SRH-Fachschule betragen 665 Euro pro Monat. Zugangsvoraussetzung ist zumindest die Fachhochschulreife. www.fachschulen-gesundheit.de

Biomasse kann sowohl stofflich wie auch als Energieträger genutzt werden. Wie genau das funktioniert, lernt man im Bachelor-Studiengang Industrielle Biotechnologie der Hochschule Biberach in Baden-Württemberg. Ausgebildet werden hier Ingenieure, die sich bestens mit den Bioprozessen zur Erzeugung von Energieträgern (Biokraftstoffe) und Wertstoffen (Cellulosefasern oder Biopolymere) auskennen. Dazu benötigen sie Kenntnisse im Anlagenbau sowie in der Messund Regeltechnik. Die Schwerpunkte des siebensemestrigen Studiums liegen in den Bereichen Verfahrenstechnik, technische Mikrobiologie und Chemie, doch auch wirtschaftswissenschaftliche Grundlagen stehen auf dem Lehrplan. Den Absolventen eröffnen sich Tätigkeitsfelder in der chemischen Industrie, der Verpackungsindustrie, in Ingenieurbüros oder Unternehmen für die Herstellung von Lebensmitteln, Kosmetik oder Papier. Der Studiengang nimmt jährlich zum Wintersemester neue Studierende auf, die Bewerbungsfrist läuft bis zum 15. Juli. www.hochschule-biberach.de

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Neue Studiengänge Fulda

Hebammenkunde Hebammen üben einen der verantwortungsvollsten Berufe aus, die man sich vorstellen kann: Sie betreuen Frauen während ihrer Schwangerschaft und bei der Geburt ohne ärztliche Anleitung und garantieren so dafür, dass Kinder gesund auf die Welt kommen. Kaum verwunderlich also, dass der Beruf in vielen europäischen Ländern ein Studium voraussetzt. Ein solches bietet die Hochschule Fulda zum Wintersemester 2012/13 an: Der duale Studiengang Hebammenkunde verbindet die Ausbildung und das Staatsexamen mit einem theoretischen Bachelor-Studium. Die Studierenden lernen das gesamte Spektrum der Hebammentätigkeit so auch aus einer wissenschaftlichen Perspektive kennen – vom Kinderwunsch und der Familienplanung bis hin zur Betreuung des Säuglings in der Familie während der Stillzeit. Doch auch die Praxis soll im Studium nicht zu kurz kommen: Innerhalb von acht Semestern Regelstudienzeit fallen rund 3.000 Stunden praktischer Tätigkeiten in Geburtshäusern, Kinderkliniken oder dem hochschuleigenen Hebammenlabor an. www.hs-fulda.de

Heidelberg Gesundheit dual

Darmstadt Wissen ist Macht

Berlin Physio und Ergo

In Zusammenarbeit mit dem örtlichen Klinikum bietet die Universität Heidelberg seit dem Wintersemester 2011 einen neuen dualen Studiengang an: Der Bachelor Interprofessionelle Gesundheitsversorgung kombiniert eine praktische Ausbildung in einem Gesundheits- oder Pflegeberuf mit einem Hochschulstudium und vermittelt den Studierenden so ein besseres Verständnis der Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Berufsgruppen im Gesundheitswesen. Innerhalb von acht Semestern erwerben sie gleich zwei Examen: den Bachelor of Science und den staatlichen Abschluss in einem Ausbildungsberuf. Zur Wahl stehen hier die Altenpflege, Gesundheits- und Krankenpflege, Gesundheitsund Kinderkrankenpflege, das Hebammenwesen, die Logopädie, Medizinisch Technische Laborassistenz, Medizinisch Technische Röntgenassistenz, Orthoptik oder Physiotherapie. Der Studiengang Interprofessionelle Gesundheitsversorgung nimmt jährlich zum Wintersemester neue Studienanfänger auf. www.klinikum.uni-heidelberg.de

Wissen und Information – das sind die Ressourcen, mit denen Informationswissenschaftler handeln und die heute für jedes Unternehmen wichtige Erfolgsfaktoren sind: Es gilt, die richtige Information zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu haben. Den dazu passenden Studiengang bietet die Hochschule Darmstadt am Standort Dieburg an: Im Bachelor Information Science and Engineering/Informationswissenschaft erfahren die Studierenden alles über die verschiedenen Erscheinungsformen von Wissen und die Verfahren, mit denen Wissen erworben, gespeichert und verarbeitet wird. Studieninhalte sind zum Beispiel Informatik und Programmierung sowie Projektund Informationsmanagement. Einen Schwerpunkt bildet darüber hinaus eines der drei Wahlpflichtfächer Bibliotheksmanagement, Medieninformation und Wirtschaftsinformation. Arbeitsplätze finden die Absolventen des Studiengangs etwa in Unternehmensberatungen, Banken und Versicherungen, in der SoftwareIndustrie, bei Verlagen oder Rundfunkanstalten. www.h-da.de

Physiotherapie und Ergotherapie – wo liegt da der Unterschied? Zwischen den Heilungsmethoden gibt es viele Gemeinsamkeiten, denn beide zielen darauf ab, Menschen zu therapieren. Doch während die Physiotherapie „gestörte“ körperliche Funktionen behandelt, geht die Ergotherapie noch einen Schritt weiter, indem sie die Handlungsfähigkeit des Patienten zu erweitern hilft und ihm dadurch mehr Selbstständigkeit im Alltag und eine Verbesserung seiner Lebensqualität ermöglicht. Der Bachelor-Studiengang Physiotherapie/Ergotherapie der AliceSalomon-Hochschule Berlin bietet sowohl die praktische Ausbildung als auch den wissenschaftlichen Zugang zu beiden Disziplinen. Die Berufsqualifikation mit dem Staatsexamen erfolgt allerdings nur in einer der beiden Fachrichtungen. Präsenz-, Praxis- und Selbstlernphasen wechseln sich innerhalb des Studiums regelmäßig ab. Zugangsvoraussetzungen sind neben der Fachhochschulreife zwei Praktika und ein Gesundheitszeugnis. Die Gebühren liegen bei rund 265 Euro pro Semester. www.ash-berlin.eu

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Volle Hochschulen

Es wird eng! Zur Vorlesung ins Kino und zum Schlafen auf den Campingplatz oder ins Auto! Wer aktuell durch den deutschen Uni-Alltag kommen will, braucht kreative Lösungen – Studierende genauso wie Hochschulen. © Universität Vechta

Die Leinwand bleibt dunkel: Vorlesung im Kino

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ber 515.000 Studienanfänger starteten 2011 ins Studium. Die Zahl der Erstsemester stieg damit im Vergleich zum Vorjahr um 16 Prozent. Ursachen der Erstsemester-Schwemme sind die Abschaffung der Wehrpflicht, die geburtenstarken Jahrgänge bis 1990 sowie die Verkürzung der Gymnasialzeit und die dadurch nun doppelten Abgängerzahlen. Die Konsequenzen müssen Dozenten und Studierende gleichermaßen tragen: 50 statt 30 Seminarteilnehmer sind da keine Seltenheit, und im Hörsaal auf der Treppe zu sitzen, ist noch das geringste Übel. Aufgrund der gestiegenen Wohnungsnachfrage bieten die Studentenwerke Heidelberg, Freiburg und Tübingen bereits Notunterkünfte an. Für vier bis acht Euro die Nacht können die Studierenden hier mit bis zu 30 anderen im Schlafsaal übernachten. Cornelia Gräf, Referentin für externe Unternehmenskommunikation des Studentenwerks Heidelberg, betont: „Zusätzlich zu den Notunterkünften hat das Studentenwerk Heidelberg im vergangenen Sommer ein Gelände angemietet, auf dem zuvor Familien von US-Militärs wohnten. Nach dreimonatiger Reparaturphase haben 40 ∙ 1/2012 ∙ Einstieg

dort seit dem Wintersemester 640 Studierende eine neue Heimat.“

Vorlesung im Kino Zur Vorlesung ins Kino geht es seit dem Wintersemester 2011/2012 für die Studierenden der Universität Vechta: Im ehemaligen Metropol-Kino in der Innenstadt können die Studierenden aus roten Original-Kinosesseln den Vorträgen der Professoren lauschen. „Die Raumsituation war bereits vor dem doppelten Abiturjahrgang angespannt. Mit rund 150 Studierenden mehr hatten wir dann wirklich Handlungsbedarf“, sagt Marianne Assenmacher, Präsidentin der Uni Vechta. „Da war das leer stehende Kino ein echter Glücksfall für uns, auch weil wir es über die Vorlesungen hinaus nutzen können.“

zenten oder das Studentensekretariat, vielleicht springt durch eure Überzeugungskraft doch noch ein Platz im überbuchten Seminar raus. Zudem solltet ihr euch vernetzen: Teilt Vorlesungen auf, tauscht Mitschriften oder reserviert euch gegenseitig Plätze im Hörsaal. Manche Hochschulen stellen Vorlesungen zudem auf YouTube bereit: Michael Hassemer, Professor am Lehrstuhl für „Zivilrecht, Wirtschaftsrecht, Geistiges Eigentum“ der TU Kaiserslautern, hat bisher allein schon 173 Mitschnitte seiner Vorlesungen online gestellt. Imposante 1.700 YouTube-Uploads hat Jörn Loviscach, Professor an der FH Bielefeld, mit den Themen Ingenieurmathematik und technische Informatik zu verzeichnen. Nicole Traut

Vorlesungen Online

Vernetzt euch! Um im übervollen Uni-Alltag nicht unterzugehen, empfehlen wir: Bleibt hartnäckig! Kontaktiert bei Unklarheiten Do-

Jörn Loviscach: www.youtube.com/user/JoernLoviscach Michael Hassemer: www.youtube.com/user/ZWRKL


„Man muss erfinderisch sein!“ Daniel (19 Jahre, 1. Semester Englisch und Politik) Ich komme aus Neuss und habe erst mal ein paar Monate lang in Bonn eine Wohnung gesucht. Das war sehr stressig: jedes Wochenende Besichtigungen. Viele Vermieter lehnen Studenten als Mieter kategorisch ab. Ich kenne jemanden, der die ersten Wochen auf einem Campingplatz geschlafen hat, bis er eine Wohnung gefunden hat.

Daniel Lena (22 Jahre, 1. Semester Englisch und Deutsch als Fremdsprache) Bei uns hat das Studium einen Tag später angefangen, weil das System, mit dem man sich im Internet anmelden musste, zusammengebrochen ist. In „Deutsch als Fremdsprache“ fingen mehr als dreimal so viele Erstsemester an wie sonst. Wer in den Vorlesungen einen Sitzplatz haben will, muss teilweise 30 bis 40 Minuten vorher im Raum sein. Wer in der ersten Auslosung der Seminare nicht rein kommt, muss ein Kompaktseminar machen, also an zwei Tagen das lernen, wofür die anderen Monate Zeit haben.

Lena

Marc (20 Jahre, 1. Semester Englisch und Geschichte auf Lehramt) Ich hatte unglaubliches Glück: Zuerst wurde ich nämlich nicht zugelassen. Kein Wunder, es kamen 5.000 Bewerber auf nur 350 Plätze. Im Losverfahren habe ich dann doch noch einen Studienplatz gekriegt. Man merkt schon, dass die Uni etwas überfordert ist mit den vielen Studenten: Wer zu spät kommt, muss in Vorlesungen auf dem Boden sitzen!

Marc Juliane (22 Jahre, 1. Semester Spanisch und Englisch auf Lehramt) Ich hatte zwar bisher noch keine größeren Katastrophen im Studium, aber insgesamt wirkt alles ein bisschen chaotisch. Rektoren, Dozenten und Professoren scheinen in der Organisation etwas durcheinander. Die Übungen und Vorlesungen sind sehr voll, und um die Masse der Studierenden abzufertigen, hat man sogar Dozenten aus dem Ruhestand geholt.

Juliane

Sebastian (21 Jahre, 3. Semester Germanistik, Kulturwissenschaft und Geografie) Man muss als Student erfinderisch sein. Statt bei der Wohnungssuche nur im Internet zu surfen, kann man auch zu den Instituten fahren und an den Schwarzen Brettern schauen. Wenn man in ein Seminar nicht reinkommt, sollte man nicht resignieren. Die Dozenten wissen, wie voll es ist. Sie drücken oft ein Auge zu und nehmen dann statt 30 schon mal 50 Leute an.

Sebastian

Interviews und Fotos: Julia Kunze

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Jahr für Jahr bleiben tausende Studienplätze in zulassungsbeschränkten Fächern durch Mehrfachbewerbungen unbesetzt. Ein zentrales Bewerbungsportal soll genau das verhindern und das Chaos bei der Studienplatzvergabe eindämmen. Das Prinzip: Sobald ein Bewerber einen Studienplatz in einem durch einen NC beschränkten Studiengang annimmt, wird er automatisch für alle anderen Hochschulen gesperrt. Soweit der Plan – doch der Start des Online-Vergabesystems verzögert sich zum wiederholten Mal. Schuld daran sollen massive technische Probleme mit der Zulassungssoftware sein, die nahezu jede zweite Hochschule betreffen. Die Einführung des neuen Systems zur Studienplatzvergabe ist nun zwar für das kommende Wintersemester geplant – allerdings nur als eingeschränkter Pilotbetrieb mit etwa 40 teilnehmenden Hochschulen.

Bachelor und Master verkürzen die Studiendauer Wer auf Bachelor und Master studiert, kommt vergleichsweise schnell zum Abschluss: Mehr als die Hälfte aller Studierenden erreichen innerhalb der Regelstudienzeit das Ziel – und somit deutlich flotter als Diplom- und Magister-Studenten. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung der Geschäftsstelle des Wissenschaftsrates zur Entwicklung der Studiendauer an Universitäten 09:17 und Fachhochschulen für die Jahre 2007 bis 2009. Rund die Hälfte aller Bachelor-Absolventen an Universitäten beendete demnach 2007 das Studium innerhalb der üblichen Regelstudienzeit von sechs Semestern, 2008 und 2009 stieg die Quote auf 59 Prozent. Auch in den Masterstudiengängen sowie an den Fachhochschulen schloss mindestens die Hälfte aller Studierenden ihr Studium innerhalb der Regelstudienzeit ab. In den Magister- und Diplomstudiengängen der Universitäten wird die übliche Studiendauer von neun bzw. acht bis zehn Semestern hingegen häufig nicht eingehalten: Diplom-Studenten überschritten die Regelstudienzeit in den Jahren 2007 bis 2009 durchschnittlich um 1,8 Semester, Magister-Studenten sogar um 2,4 Semester.

Neuer Erstsemester-Rekord Die doppelten Abiturjahrgänge in Bayern und Niedersachsen sowie die Aussetzung der Wehrpflicht haben den deutschen Hochschulen einen neuen Erstsemester-Rekord beschert: 515.800 neue Studienanfänger besuchten laut einer vorläufigen Statistik des Statistischen Bundesamts im Sommer- und Wintersemester 2011 erstmals einen Hörsaal – im Vergleich zum bisherigen Rekordjahr 2010 ist die Zahl somit um 16 Prozent gestiegen. Auch die Studienanfängerquote, also der Anteil der Studienanfänger in der gleichaltrigen Bevölkerung, wuchs um rund 10 Prozentpunkte auf 55 Prozent. Regional betrachtet kommen die meisten Neustudenten aus Bayern (Zuwachs


class t s r i f … get a Education um 32 Prozent), Nordrhein-Westfalen (+22 Prozent) und Niedersachsen (+19 Prozent). In Brandenburg, dem Saarland und Thüringen blieb die Zahl der Studienanfänger im Vergleich zum Vorjahr hingegen nahezu unverändert.

Das (Studenten-)Leben der Anderen

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Inwiefern unterscheiden sich die Rahmenbedingungen der Studenten in Europa? Mitunter erheblich, glaubt man den Ergebnissen des Vergleichsreports „Eurostudent IV“, der die wirtschaftliche und soziale Lage der Studenten aus 25 europäischen Ländern untersucht. In den meisten Ländern – auch in Die Akademie der Euro-Schulen-Organisation Deutschland – sind die Studierenden im Durchschnitt Anfang Staatliche, nationale und internationale Abschlüsse 20 Jahre alt. In Österreich, Dänemark, Norwegen und Finnland MacBook Air inklusive! ist die Hälfte aller Studierenden hingegen älter als 24 Jahre, Optional: Bachelor of Arts in Norwegen ein gutes Drittel sogar 30 Jahre oder älter. Den Studenten in Italien, Spanien, Polen und auf Malta fällt der AbBerlin · Bielefeld · Dortmund · Hannover · Köln · München schied vom Elternhaus schwer: Mehr als die Hälfte von ihnen Oldenburg · Stuttgart wohnt noch im Kinderzimmer. In Deutschland ist dies nur bei jedem vierten Studenten der Fall. Spitze sind die Deutschen wiederum im Sammeln von Auslandserfahrungen: Mit einer lejos.nxt.*; „Reisequote“ von 9 Prozent gehen sie am häufigstenimport ins Ausland. In Kroatien und Polen sind Auslandssemester im Studium EuroAkademie_EA1-12_89x132_pp.indd 1 12.01.12 hingegen viel seltener: Nur jeder fünfzigste Studentpubliclass schreibt LineFollower{ √x+y≤√x+√y sich an einer ausländischen Uni ein.

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Neues Infoportal für duale Studenten

Da kann sich was draus entwickeln

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final int BLACK_WHITE_THRESHOLD = 45; final int FORWARD = 1; final int STOP = 3; Praktische Bachelor finalAusbildung int FREEWHEEL = 4; Studium N final int POWER = 80;

Immer mehr Schulabgänger entscheiden sich für ein duales Studium – allein im Zeitraum 2008 bis 2010 ist die Zahl der dualen Studenten von 43.000 auf über 50.000 gestiegen. Die Kombination von Ausbildung oder Langzeitpraktikum mit public static void main (String[] aArD theoretischen Studieninhalten ist in den vergangenenception{ Jahren zu einer deutschen Erfolgsgeschichte geworden. Gestartet in LightSensor light = new Code den 90er Jahren in Baden-Württemberg, bieten mittlerweile LightSensor(SensorPort.S3); Kunde deutschlandweit dutzende Hochschulen ein duales Studium light.setFloodlight(true); an. Kein Wunder also, dass die Nachfrage riesengroß ist. Mittlerweile gibt es mehr als 750 Studiengänge, zwischen denen Mathe LCD.drawString(„Light %: „, sich die Interessenten entscheiden können. Der neue OnlineTeamwork Kreativität Studienführer www.wegweiser-duales-studium.de gibt einen while (!Button.LEFT.isPressed()){ umfassenden Überblick über die angebotenen dualen StudiKommunikation LCD.drawInt(light engänge – sortiert nach Fachgebieten und Bundesländern. Darüber hinaus bietet das Portal ausführliche Infos rund ums duale Studium. Ausbildung zum/r Mathematisch-technischen Softwareentwickler/in (MATSE) mit Studium »Scientific Programming« an der FH Aachen

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Nachhaltige BWL

Heute Wirtschaft lernen – für die Welt von morgen © crocodile/photocase.com

Umweltschonende Tourismusprojekte, recycelbare Kleidung, Investmentbanking mit „sauberen“ Wertpapieren – das Thema Nachhaltigkeit betrifft jeden Bereich unserer Gesellschaft. Sogar studieren kann man es mittlerweile.

Auch ein Beitrag zum Thema Nachhaltigkeit: recycelbare Schuhe.

N

achhaltigkeit ist heute in aller Munde. Laut einer Definition der Vereinten Nationen von 1987 bedeutet der Begriff, „dass die gegenwärtige Generation ihre Bedürfnisse befriedigt, ohne die Fähigkeiten der zukünftigen Generationen zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse befriedigen zu können.“ Klingt logisch und würde jeder von uns unterschreiben. Doch unsere globalisierte Welt ist komplex, es geht um Generationen- und um globale Gerechtigkeit, um die Verteilung von Ressourcen und Bildung, die Bekämpfung von Armut, die Erhaltung der Umwelt und der biologischen Vielfalt, also eigentlich ums große Ganze. Und das soll man alles studieren können?

„Sicher nicht in einem Studiengang“, sagt Georg Müller-Christ, Professor für BWL an der Universität Bremen und Vorsitzender der Kommission Nachhaltigkeitsmanagement im Verband der Hochschullehrer für Betriebswirtschaft. Also definitiv ein Experte. Seinen BWL-Studiengang schmückt der Zusatz „insbesondere Nachhaltiges Management“, und er weiß zu berichten, dass derzeit über 300 Studienmöglichkeiten in Deutschland im Bereich der Nachhaltigkeitswissenschaften registriert sind. Darunter finden sich sowohl Studiengänge, die lediglich ei44 ∙ 1/2012 ∙ Einstieg

nen Nachhaltigkeits-Schwerpunkt aufweisen – zum Beispiel BWL mit Spezialisierung auf Ressourcenmanagement –, als auch ausdrückliche Nachhaltigkeitsstudiengänge wie „Nachhaltiger Tourismus“. Anlässlich der UN-Dekade „Bildung für Nachhaltige Entwicklung“ (2005 bis 2014) haben sich die Hochschulen in Deutschland zur Umsetzung von Nachhaltigkeits-Projekten oder -Studiengängen entschlossen. Bei erst 300 von insgesamt über 15.000 Studiengängen haben sie noch einen guten Weg vor sich. Da die oben genannten Probleme, die von der Nachhaltigkeitswissenschaft bearbeitet werden, in der Regel nur im Zusammenspiel mit anderen Fächern gelöst werden können, ist ein großer Teil der Studiengänge interdisziplinär aufgestellt. Hierbei fördern die Hochschulen die Kooperationen zwischen den Disziplinen und die Vermittlung von Kompetenzen, die zur Planung komplexer Strategien notwendig sind. Ganz konkret geht es beim Themenkomplex „Wirtschaft und Nachhaltigkeit“ um die Frage, wie Unternehmen mit Rücksicht auf Mensch und Natur wirtschaften können. Für Müller-Christ bedeutet dies auch: „Wann bin ich als Unternehmen bereit, etwas zu lassen, damit andere keinen Schaden erleiden, oder in Dinge zu investieren,


die der Gemeinschaft nützen, aber vielleicht nicht unbedingt mir selbst?“ Auf Profit verzichten? Und das aus dem Munde eines BWLers?! Schaut man sich Studieninhalte genauer an und spricht mit Studierenden, so merkt man schnell, dass die Wirtschaftsstudiengänge mit Nachhaltigkeitsaspekt nicht in die übliche BWL-Schublade passen.

Schon im Studium viel Praxis Catharina Neubert studiert im fünften Semester Finanzmanagement an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung in Eberswalde (HNEE). Die 24-Jährige findet es toll, an einer Hochschule zu sein, an der sich alle – nicht nur dem Namen nach – dem Thema Nachhaltigkeit verschrieben haben: „Außerhalb der Pflichtveranstaltungen hat ein engagierter Student Vorträge unter dem Motto ‚Grüne Reihe’ initiiert, die nun erfolgreich bei uns im Fachbereich Nachhaltige Wirtschaft etabliert wurden.“ Eine große Rolle spielen in vielen Studiengängen – so auch in Eberswalde – Kooperationen mit Unternehmen. „Ein Referent eines weltweit agierenden Logistikunternehmens hat uns das Modell des ‚Carbon Accounting‘ näher gebracht. Wir konnten lernen, wie Nachhaltigkeit als Rechengröße in den unternehmensinternen Kennzahlen integriert und ihr so eine besondere Bedeutung zugewiesen wurde“, berichtet Catharina aus ihrem studentischen Alltag. Besonders fasziniert sie die Verknüpfung von wirtschaftlichen Entscheidungen und den damit verbundenen sozialen Folgen, speziell im Gesundheitssektor: „Mein Praxissemester werde ich im Bereich Gesundheitscontrolling absolvieren.“

sich bei sneep, einer Plattform für studentisches Engagement und Austausch rund um Themen der Wirtschaftsethik, Nachhaltigkeit und Corporate Social Responsibility (CSR). „Das richtige Studienfach ist sicher das, für welches man brennt, ehrliches Interesse hat und aus Wissensdrang lernt und nicht nur wegen der nächsten drohenden Benotung“, betont Offenwanger. „Auch wenn der Schulbetrieb wenig Zeit lässt, ist es meiner Meinung nach wichtig, bewusst über den schulischen, aber auch akademischen Tellerrand hinauszuschauen und seine Perspektive zu erweitern, sei es durch ein Freiwilliges Soziales Jahr – wenn finanziell möglich vielleicht sogar im Ausland – oder sonstiges soziales Engagement.“ Wer sich über das passende Fach klar geworden ist, der findet sicherlich auch den passenden Studiengang mit Nachhaltigkeitsbezug. Und auch diejenigen, die keinen passenden Studiengang finden, können aufgrund des CreditPoint-Systems selbst aktiv werden: „Hier bieten die Freiheiten der Bachelor-Studiengänge gute Möglichkeiten, sich anrechenbare Inhalte im Wahlbereich oder Wahlpflichtbereich selbst zusammenzustellen“, lautet der Tipp von Professor Müller-Christ. Seit Neuestem gibt es auch online Studienmöglichkeiten: Die Virtuelle Akademie Hochschulbildung für Nachhaltige Entwicklung bietet Studierenden aller Fachrichtungen die Möglichkeit, Lehrveranstaltungen zu belegen und Credit-Points zu erwerben. Müller-Christ ist sich sicher: „Das Thema Nachhaltigkeit wird immer mehr überall eine Rolle spielen.“ Melanie Walkenbach

Einstieg ist Medienpartner beim Wissenschaftsjahr 2012: „Zukunftsprojekt ERDE“

Wer hilft bei der Suche? Wie findet nun ein am Thema Nachhaltigkeit interessierter zukünftiger Studierender den zu ihm passenden Studiengang? Wie wir oben gesehen haben, ist die Auswahl groß. Neben den Recherchemöglichkeiten im Internet (s. Kasten) bieten auch studentische Initiativen ihre Hilfe an. David Offenwanger studiert Philosophie/Soziologie und Rechtswissenschaft und engagiert

2012 jährt sich der „Erdgipfel von Rio“ zum 20. Mal. Anfang Juni wird die internationale Staatengemeinschaft wieder zusammentreffen, um über den Fortschritt und die Zukunft einer weltweit nachhaltigen Entwicklung zu diskutieren, neue Ideen zu präsentieren und hoffentlich zielführende und verbindliche Vereinbarungen zu treffen. Im Wissenschaftsjahr 2012 werden unter dem Motto „Zukunftsprojekt ERDE“ zahlreiche Projekte und Veranstaltungen unter den drei Schwerpunkten stattfinden: „Anders leben“, „Anders wirtschaften“ und „ Umwelt bewahren“. Mit Berichten über Studiengänge, Ausbildungsberufe sowie Interviews mit Praktikern wird das Einstieg Magazin das Thema Nachhaltigkeit für euch aufbereiten.

Welches Fach bietet nachhaltige Studiengänge?* Ingenieurwissenschaften: 224 Naturwissenschaften: 131 Interdisziplinäre Studiengänge: 109 Geistes-, Sozial- und Verhaltenswissenschaften: 76 Lebenswissenschaften: 65 *Datenbanksuche auf www.leitfaden-nachhaltigkeit.de.

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Mein Job

„Es liegt noch ein langer Weg vor uns“ Im Laufe des Wissenschaftsjahres „Zukunftsprojekt ERDE“ stellen wir interessante Menschen vor, die sich dem Thema Nachhaltigkeit verschrieben haben. Den Anfang macht Puma-Manager Stefan Seidel. Stefan Seidel koordiniert die Umweltaktivitäten von Puma

Stefan Seidel über seinen Werdegang, Berufsalltag und seine Zukunftswünsche: „Nach einer gewerblichen Ausbildung zum Mechaniker habe ich zunächst Umweltsicherung an der Fachhochschule Weihenstephan studiert und später einen Master-Studiengang für "Environmental Management and Technology" an der Oxford Brookes University absolviert. Meine damalige Berufsidee deckt sich sehr stark mit meiner derzeitigen Position: Ich wollte seit Beginn meines Studiums das Thema Umweltschutz und Umweltmanagement in einem großen Unternehmen vorantreiben. Als gebürtiger Franke habe ich natürlich schon seit meiner Jugend bei Puma in Herzogenaurach meine Sportschuhe gekauft und war daher dem Unternehmen seit langem verbunden. Nach Beendigung meines Studiums lag es dann nahe, dass ich mich bei Puma bewerbe. Neben den spannenden Themen Umwelt und Nachhaltigkeit ist es auch die Vielfältigkeit der Aufgaben, die ich in meinem Berufsalltag schätze. Im Oktober dieses Jahres bin ich beispielsweise nach Kenia gereist, um vor Ort eine potenzielle Produktionsstätte für Puma zu besichtigen, die gleichzeitig Teil eines großen Naturschutzprojektes ist. Meiner Meinung nach hat Beruf etwas mit Berufung zu tun. Daher würde ich jungen Menschen raten, einen Studiengang zu belegen, dessen Inhalte ihnen persönlich am Herzen liegen. Im 46 ∙ 1/2012 ∙ Einstieg

Nachhaltigkeitsbereich kann man entweder direkt einen Studiengang für Nachhaltigkeit oder Umweltschutz wählen, oder aber man entscheidet sich für einen klassischen Studiengang, wie beispielsweise BWL oder Verfahrenstechnik und setzt den Schwerpunkt Nachhaltigkeit innerhalb des Studiums. Wenn man unsere allgemeine Wirtschaftsweise unvoreingenommen analysiert, kommt man zu dem Schluss, dass wir leider ganz und gar nicht nachhaltig wirtschaften. Meine Vision und Hoffnung ist, dass wir ähnlich der industriellen Revolution und der Revolution des Computer- und Internetzeitalters vor einem Wandel hin zu einer nachhaltigen Wirtschaftsweise stehen. Unternehmen und Konsumenten sollten sich der Auswirkungen ihres Handelns auf Gesellschaft und Umwelt bewusst werden und dementsprechend Änderungen ihres Verhaltens einleiten. Erste Anzeichen hierfür gibt es bereits, aber es liegt noch ein langer Weg vor uns.“

© skaisbon/photocase.com

S

tefan Seidel ist stellvertretender Leiter des Programms Puma.Safe, das die sozialen und Umwelt-Aktivitäten des Textilproduzenten koordiniert. Puma hat heute rund 90 Prozent seiner Produktion nach Asien ausgelagert. Seiner Verantwortung vor Ort – etwa, was die Reduktion von Energieund Wasserverbrauch sowie von Emissionen angeht – ist sich das Unternehmen dabei bewusst. Das Thema Nachhaltigkeit besitzt für Puma einen wachsenden Stellenwert, davon zeugen zum Beispiel die Verwendung von Biobaumwolle oder die Einführung eines Schuhs, der überwiegend aus recycelten Materialien hergestellt wird.


Nachhaltige BWL

Nachhaltige Wirtschafts-Studiengänge: Drei Beispiele „BWL, insbesondere Nachhaltiges Management“ in Bremen Links Zusammenstellung von Studienangeboten und Forschungseinrichtungen in Deutschland zur nachhaltigen Entwicklung www.leitfaden-nachhaltigkeit.de

An der Uni Bremen lehrt Prof. Georg Müller-Christ Betriebswirtschaft mit Nachhaltigkeits-Schwerpunkt. Im Rahmen des klassischen Bachelor-Studiums gibt es ein Pflichtmodul im vierten Semester, das 20 Prozent des gesamten Semesters ausmacht. „Unsere Studenten wollen ganz klassisch Betriebswirtschaft studieren, später ins Marketing oder Controlling gehen“, so Müller-Christ, „doch sie haben auch angefangen nachzudenken, in welcher Welt sie in zehn oder zwanzig Jahren leben werden.“ Die Bremer Studenten wollen diese Zukunft mittel- und langfristig mitgestalten und nicht nur kurzfristig profitorientiert agieren. www.wiwi.uni-bremen.de/gmc

Online-Vorlesungen der „Virtuellen Akademie“ zum Thema Nachhaltigkeit www.va-bne.de Übersicht über Professoren und Dozenten, die sich an ihren Hochschulen für das Thema Nachhaltigkeitsmanagement engagieren. www.vhbonline.org

Finanzmanagement in Eberswalde An der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) kann man Forstwirtschaft, Landschaftsnutzung und Naturschutz, Ökolandbau, Holztechnik, Regionalmanagement sowie Tourismus studieren. Und eben auch Wirtschaft, zum Beispiel im Bachelor-Studiengang Finanzmanagement. Grundlegende Aspekte der Nachhaltigkeit werden an der HNEE in den gemeinsamen Vorlesungen aller Bachelor-Studiengänge vermittelt: vom Überblick systemtheoretischer Ansätze über Fragestellungen der ressourcenschonenden Wirtschaftsführung bis hin zum Training eines sozial verantwortlichen und menschenwürdigen Umgangs im Unternehmen selbst. Die zukünftigen Finanzmanager lernen unter anderem, Nachhaltigkeitsberichte zu erstellen und kompatible Anreizsysteme zu gestalten. www.hnee.de

Advertorial

Freie Studienplätze Duales Bachelor-Studium im Zukunftsmarkt Studieren, was Spaß macht und Zukunft hat: In den dualen Bachelor-Studiengängen im Zukunftsmarkt Prävention, Fitness und Gesundheit stehen freie Studienplätze ohne Zugangsbeschränkung durch Numerus clausus zur Verfügung. Die staatlich anerkannte private Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement qualifiziert bundesweit Bachelor-Studierende, die parallel in einem Ausbildungsunternehmen wie z. B. Fitness- oder Gesundheitszentren, Apotheken, Kliniken, Krankenkassen etc. angestellt sind und somit schon während des Studiums Geld verdienen. Das Studium besteht aus Fernstudium und Präsenzphasen an bundesweiten Studienzentren, sodass ein Wohnortwechsel nicht erforderlich ist. Der Start eines Studiums ist für alle Interessenten mit einer Hochschulzugangsberechtigung möglich, sobald ein Ausbildungsbetrieb gefunden ist. Dafür steht eine kostenlose Online-Jobbörse zur Verfügung.

BWL in München Das Thema Nachhaltige Unternehmensführung findet auch im BWL-Studium an der Hochschule für angewandte Wissenschaften München seinen Raum. Neben der Allgemeinen BWL und Entrepreneurship unterrichtet Prof. Georg Zollner dort auch Sustainability Management. In diesem Fach lernen die Studierenden, wie und mit welchen betriebswirtschaftlichen Methoden nachhaltiges Management erfolgen kann, woran man es erkennt und wo seine Grenzen liegen. Dabei wird viel Wert auf Projektarbeit gelegt: „Im vergangenen Jahr haben Studierende die Nachhaltigkeitsaktivitäten der Münchener Hypothekenbank im Rahmen eines Nachhaltigkeitsratings bewertet und so einen spannenden Einblick in die Finanzwelt erhalten“, berichtet Zollner. 2012 werden erstmalig fakultätsübergreifende Projektseminare im Bereich „Social Entrepreneurship“ und „Ressourceneffizienz an der Hochschule München“ angeboten. www.hm.edu

Infos Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement, Telefon: +49 681 6855-150 www.dhfpg.de

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Special

Richtig bewerben

© Yuri Arcurs/fotolia.com/ Anke Tillmann, Einstieg

Anschreiben, Lebenslauf, Dritte Seite: Wir erklären dir, wie du eine erfolgreiche Bewerbung erstellst.

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Special: Bewerbung

Das gehört in die Bewerbung Vom Anschreiben bis zum Foto − so wird deine Bewerbung rund.

Bewerbungsmappe oder E-Mail?

Bewerbungsfoto

Als erstes solltest du herausfinden, ob der Empfänger deine Bewerbungsunterlagen per E-Mail oder in einer klassischen Bewerbungsmappe haben möchte. In der Regel steht das in der Stellenanzeige. Wenn dort keine Angaben dazu gemacht wurden, solltest du dich für die traditionelle Variante entscheiden und eine Mappe zusammenstellen. Meistens werden heutzutage aber E-Mail-Bewerbungen erbeten. Die Bausteine einer Bewerbung sind übrigens in einer E-Mail-Bewerbung die gleichen wie in der klassischen: Anschreiben, Lebenslauf, Foto und Zeugnisse sind Pflicht. Wer möchte, kann zusätzlich ein Deckblatt oder ein Motivationsschreiben (auch als „Dritte Seite“ bekannt) hinzufügen.

Ein nettes Lächeln allein garantiert noch keine Einladung zum Gespräch. Ein schlechtes Foto hingegen kann verhindern, dass man dich näher kennen lernen möchte. Mit anderen Worten: Am Bewerbungsfoto sollte man nicht sparen! Bilder aus dem Automaten sind günstiger als die vom Fotografen. Leider sieht man ihnen das auch an. Der Gang ins Fotostudio ist deshalb ein Muss. Der Digitalkamera sei Dank kannst du direkt nach der Aufnahme das Ergebnis betrachten und entscheiden, ob du das Bild haben möchtest oder nicht. Ein guter Fotograf wird sich so lange Zeit für dich nehmen, bis eine Aufnahme entstanden ist, die dir zusagt.

Zeugnisse Das Anscheiben Im Anschreiben stellst du dich dem Personaler vor. Dabei gilt es, die eigenen Talente zu präsentieren und den Leser davon zu überzeugen, dass du zur ausgeschriebenen Stelle passt. Das heißt, dass du dein Anschreiben nicht einfach kopieren und immer wieder benutzen kannst. Stattdessen solltest du es in jeder einzelnen Bewerbung auf die Stelle und das Unternehmen anpassen. Viel Arbeit – aber es lohnt sich! Mehr Tipps zum Anschreiben findest du auf Seite 52.

Der Lebenslauf Im Lebenslauf fasst du deine schulischen und beruflichen Stationen sowie Angaben zu einigen deiner Fähigkeiten kurz und übersichtlich zusammen. Auch Auslandsaufenthalte, Ehrenämter oder Kurse, die du besucht hast, sollten hier nicht fehlen. Am Ende sollte der Lebenslauf eine bis zwei Seiten lang sein. Mehr Tipps zum Lebenslauf findest du auf Seite 54.

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In die Bewerbungsmappe gehören die letzten zwei Schulzeugnisse, Praktikumsbestätigungen und sonstige Leistungsnachweise. Sie werden chronologisch geordnet, und zwar von neu nach alt. Auch Bescheinigungen über einen längeren Auslandsaufenthalt oder die Teilnahme an einem Computerkurs finden hier ihren Platz, da sie Auskunft über deine außerschulische Lernbereitschaft geben. Die Nachweise belegen deine Daten aus dem Lebenslauf und sollten mit diesen unbedingt übereinstimmen! Je mehr Belege man für die Lebenslaufdaten hat, desto besser. Ausnahmen bilden hier nur solche Nachweise, die mit der anvisierten Stelle und den erforderlichen Kenntnissen bzw. Fähigkeiten nichts zu tun haben. Für die Arbeit in einer Redaktion beispielsweise spielt die ehemalige Assistenz bei der Schülerzeitung eine größere Rolle als der Sommerjob in der Eisdiele. Handelt es sich bei der ausgeschriebenen Stelle um eine kreative Tätigkeit, kann man der Mappe Arbeitsproben beifügen, zum Beispiel Artikel aus der Schülerzeitung, Zeichnungen oder Fotografien.


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Hilfe bei der Bewerbung

Wenn du möchtest, kannst du deiner Bewerbung ein kurzes Motivationsschreiben, die so genannte Dritte Seite, hinzufügen. Stelle hier deine Stärken oder Ziele heraus. Überschriften wie "Meine Motivation", "Warum ich mich bewerbe", "Zu meiner Person" oder "Warum ich?" lenken die Aufmerksamkeit des Lesers auf dein persönliches Profil und verraten ihm mehr über dich, als er allein aus deinem Anschreiben und deinem Lebenslauf entnehmen kann.

Einstieg hat Bewerbungstrainer, die Schülern und Studenten dabei helfen, ein knackiges Anschreiben und einen übersichtlichen Lebenslauf zu verfassen. Die Dokumente werden gemeinsam erarbeitet und sehr individuell auf den Kandidaten und die ausgeschriebene Stelle zugeschnitten. Wer bereits eine Bewerbung hat, die vom Profi optimiert werden soll, kann seine Dokumente auch einschicken. Unser Trainer feilt an Text und Aufbau und bespricht die Optimierung daraufhin in Ruhe mit dem Bewerber am Telefon. www.einstieg.com/persoenliche-beratung

Kreative Ader Farbiges Papier oder schicker Bewerbungs-Flyer – Personaler wissen kreative Mappen zu schätzen, denn sie verraten viel über die Persönlichkeit eines Bewerbers. Die Kunst liegt darin, mit der "etwas anderen Bewerbung" positiv aufzufallen, ohne albern zu wirken. Online-Bewerbung: spart Zeit und Geld. Immer mehr Unternehmen haben eigene Bewerbungsformulare auf ihrer Homepage. Alternativ kann man seine Unterlagen per E-Mail verschicken. Achtung: Hierbei ist die gleiche Sorgfalt angesagt wie bei der klassischen Bewerbungsmappe. Details: Fähigkeiten sollte man möglichst konkret angeben. Wer sich als Mediengestalter bewirbt, sollte nicht nur von „Computerkenntnissen“ sprechen, wenn er Programme wie Flash, Photoshop und Dreamweaver beherrscht. Struktur: Der Personaler an sich hat wenig Zeit. Je schneller er sich einen Überblick über Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnisse machen kann, desto besser!

Auffallen um jeden Preis: Eine Bewerbung kann durchaus kreativ sein, man sollte es jedoch nicht übertreiben, indem man zu sehr mit Farbe, Formatierung oder Schriftarten spielt. Rechtschreibfehler: Eigentlich eine Selbstverständlichkeit, doch kaum eine Bewerbung kommt wirklich fehlerfrei an. Deshalb unbedingt von mehreren Leuten Korrektur lesen lassen.

Floskeln: Teamfähig, kommunikativ und motiviert ist heutzutage jeder – zumindest seinem Anschreiben nach. Solche Eigenschaften sollten mit Beispielen belegt werden, sonst klingen sie unglaubwürdig!

Unprofessionelle Fotos: Der erste Eindruck zählt, deshalb ist das Geld für einen professionellen Fotografen eine lohnende Investition in die Zukunft.

Kurz und knackig: Egal, ob im Anschreiben oder im Lebenslauf – man muss vorher genau überlegen, was für die ausgeschriebene Stelle wichtig ist und welche Informationen man sich besser spart. Beschränkt man sich aufs Wesentliche, braucht man für beides jeweils nicht mehr als eine Seite.

Massenbewerbungen: Jede Bewerbung muss individuell auf das Unternehmen und die angebotene Stelle zugeschnitten sein.

Gute Vorbereitung: Nur wer seine eigenen Stärken und Schwächen kennt, kann sich optimal präsentieren.

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Special: Bewerbung

Das Anschreiben Wir zeigen dir, was beim Anschreiben alles schief gehen kann – und wie du es besser machst.

1. Name und Adresse reichen als Kontaktangaben nicht aus – hier gehören auch E-Mail-Adresse und Telefon- oder Handynummer hin. Überlege dir außerdem, ob du deine Adresse nicht in Form einer Kopfzeile angeben willst – das sieht gut aus und gibt der Bewerbung eine etwas persönlichere Note.

2. Ansprechpartner fehlt! Versuche herauszubekommen, wer für die eingehenden Bewerbungen zuständig ist und richte deine Bewerbung direkt an diese Person. Lass dir den Namen buchstabieren, falls du dir über die Schreibweise unsicher bist.

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Laura Müller Goethestraße 10 10243 Berlin

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Ausbildung zur Fotografin

3. Im Betreff sollte stehen, welche Aus-

Sehr geehrte Damen und Herren,

bildung du anstrebst und wo du die Stellenanzeige gesehen hast (Medium und Datum nennen!).

mit grossem Interesse habe ich Ihre Stellenanzeige gelesen. Im vergangenen Jahr habe ich die Höhere Handelsschule mit der Fachhochschulreife abgeschlossen und möchte mich hiermit bei ihnen bewerben.

4. Rechtschreibfehler gehen gar nicht! 8

Die Fotografie war schon immer mein Hobby. In den letzten Jahren habe ich viel gelernt und möchte mich deshalb zum Fotografen ausbilden lassen. In der Schule habe ich im Fach Physik gute Leistungen gebracht. Ich habe einen PKW-Führerschein und bin flexibel. Belastbarkeit und Teamfähigkeit gehören zu meinen Stärken. 7

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Ich würde mich freuen, wenn Sie mich zum Vorstellungsgespräch einladen würden.

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Es muss heißen: „Mit großem Interesse“ und „bei Ihnen bewerben“.

5. Was ist seit dem vergangenen Jahr passiert? Dieser Satz deutet eine Lücke im Lebenslauf an, die du erklären musst. Der Personaler könnte sonst denken, dass du ein Jahr auf der faulen Haut gelegen hast.

6. Die Formulierung „viel gelernt“ ist ungenau. Der Personaler ist kein Hellseher – er braucht konkrete Infos darüber, was du wo gelernt hast.

7. Was hat der Führerschein mit Flexibilität zu tun? Gemeint ist hier wohl eher die Mobilität. Im Anschreiben solltest du dich bei jedem Wort fragen: Was will ich eigentlich damit sagen?

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Mit freundlichen Grüßen Laura Müller

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so nicht


Laura Müller | Goethestraße 10 | 10243 Berlin | laura.mueller@t-online.de | Tel.: 0175 / 9 87 65 43 Foto Studio Objektiv Klaus Mayer Dürener Str. 123 50931 Köln Berlin, 15. Januar 2012 Ihre Stellenanzeige bei der Agentur für Arbeit: Ausbildung zur Fotografin Unser Telefonat vom 10. Januar 2012 Sehr geehrter Herr Mayer, vielen Dank für das informative Gespräch am Montag, das meinen Wunsch, eine Ausbildung bei Ihnen zu beginnen, bekräftigt hat. Im vergangenen Jahr habe ich die höhere Handelsschule mit der Fachhochschulreife abgeschlossen und im Anschluss 10 Monate lang die USA bereist. Nun bewerbe ich mich für den Ausbildungsbeginn am 01. August 2012. Seit rund sechs Jahren beschäftige ich mich in meiner Freizeit mit der Fotografie. Schon früh hatte ich die Gelegenheit, einer befreundeten Fotografin bei Auftragsarbeiten zu assistieren, und habe dabei einen Blick für Motive entwickelt. In einem Jugend-Fotokurs habe ich gelernt, worauf man bei der Arbeit mit künstlichem Licht besonders achten muss. Auch die technischen Eigenschaften einer Kamera sind mir nicht fremd, schließlich zählt Physik zu meinen Lieblingsfächern. Seit ca. fünf Jahren fotografiere ich mit einer Spiegelreflexkamera und kann inzwischen auch mit gängigen Bildbearbeitungsprogrammen wie Photoshop sicher umgehen. Bei einem Praktikum im Fotografie-Fachgeschäft Scheider konnte ich darüber hinaus meine Kontaktsicherheit im Umgang mit Kunden unter Beweis stellen. Durch meinen Auslandsaufenthalt, den ich selber organisiert habe, bin ich belastbar und flexibel geworden. Da ich seit fünf Jahren im Verein Basketball spiele, bin ich zudem Teamarbeit gewohnt. Wie ich Ihrer Webseite entnommen habe, liegt Ihr Schwerpunkt im Bereich der Porträtfotografie. Hieran reizen mich vor allem der Kundenkontakt und die Möglichkeit, jeden Einzelnen individuell in Szene zu setzen. Mein PKW-Führerschein macht mich mobil. Gerne würde ich mich mit großem Engagement in Ihr Fototeam einbringen, um das von der Pieke auf zu lernen, was schon so lange mein Hobby ist. Auf die Einladung zu einem Vorstellungsgespräch freue ich mich. Mit freundlichen Grüßen Laura Müller

Laura Müller

Anlagen

so geht´s

8. Wenn du dich als „teamfähig“ und „belastbar“ präsentieren möchtest, musst du diese Eigenschaften belegen, indem du erklärst, wo und wann du deine Teamfähigkeit und Belastbarkeit schon unter Beweis gestellt hast. Ansonsten bleiben die Begriffe leere Worthülsen.

© Yuri Arcurs/fotolia.com/ Anke Tillmann, Einstieg

9. Die zweifache Verwendung des Wortes „würde“ macht den Satz holprig und gibt ihm einen unterwürfigen Touch. Das darf ruhig ein bisschen selbstbewusster formuliert werden.

10. Unter dem Namen müssen heute zwar nicht mehr alle Anlagen (wie Lebenslauf, Zeugnisse usw.) einzeln aufgeführt werden. Das Wort „Anlagen“ als Hinweis sollte aber nicht fehlen.

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Special: Bewerbung

Der Lebenslauf Tabellarisch, logisch aufgebaut, übersichtlich und lückenlos – so sollte dein Lebenslauf aussehen. Wie der gelingt, zeigen wir dir.

1. Die Formatierung des Dokuments ist unübersichtlich: Die Überschrift und die Zwischenüberschriften heben sich nicht vom Rest ab, die PC- und Sprachenkenntnisse sind keiner Zwischenüberschrift zugeordnet.

1

Persönliche Daten

2. Die Eltern im Lebenslauf aufzuführen, ist heute kein „Muss“ mehr. Unser Tipp: Erwähne sie, wenn deine Mutter oder dein Vater einen Beruf haben, der dem, für den du dich gerade bewirbst, ein bisschen ähnlich ist. Lauras Vater ist Chemieingenieur. Da sich auch Fotografen mit Chemie auskennen müssen, weist Laura in ihrem Lebenslauf auf ihren Vater hin.

3. Egal, welche Schule du besucht hast: Gib deinen Abschluss an. Wenn du noch nicht fertig bist, kannst du schreiben „Voraussichtlicher Abschluss: Abitur 2012“. Schreibe deine Note dazu, wenn sie schon feststeht und sie gut ist.

2

Vor- und Zuname: Adresse:

Laura Müller Goethestraße 10 10243 Berlin

Geburtsdatum: Eltern:

23. Mai 1994 Petra Müller, Lehrerin Bernd Müller, Chemieingenieur

Schulausbildung 2000 bis 2004 Grundschule St. Johannes, Berlin seit 2004

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5

4. Der Begriff „Jobs“ klingt etwas abwertend. Besser: „Praktische Erfahrungen“. So passen auch der Fotokurs und der Wettbewerb besser in die Rubrik.

Lebenslauf

Alexander-von-Humboldt Gymnasium, Berlin

Jobs und Sonstiges Sommer 2011

Praktikum bei Foto Schneider, Berlin

Sommer 2010

Fotokurs

Frühling 2009

Fotowettbewerb der Berliner Zeitung

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PC-Kenntnisse Sprachen: Englisch (fließend) und Französisch (Grundkenntnisse)

9

6. Damit sich der Personaler ein Bild von deinen Fähigkeiten machen kann, sollte bei der Angabe der Jobs eine Beschreibung deiner Tätigkeiten nicht fehlen. Je genauer dein Text, desto mehr weiß der Leser des Lebenslaufs über dich und desto besser kann er beurteilen, ob du zur ausgeschriebenen Stelle passt.

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6

Interessen 8 Fotografie, Musik, Basketball

5. Die Zeitangaben müssen präzise sein. Gib an, in welchen Monaten du was gemacht hast.

3

10

so nicht


Laura Müller | Goethestraße 10 | 10243 Berlin | laura.mueller@t-online.de | Tel.: 0175 / 9876543 LEBENSLAUF Persönliche Daten Geburtstag: Eltern:

23.05.1994 Petra Müller, Lehrerin Bernd Müller, Chemieingenieur

Schulbildung 09/2000 bis 08/2004 seit 09/2004

Grundschule St. Johannes, Berlin Alexander-von-Humboldt Gymnasium, Berlin voraussichtlicher Abschluss: Abitur 2012 aktueller Notendurchschnitt: 2,2 Lieblingsfächer: Kunst, Physik

Praktische Erfahrungen 04/2009

Teilnahme am Foto-Wettbewerb für Leser der Berliner Zeitung 5. Platz, Abdruck des Fotos in der Zeitung

08/2010

Teilnahme an einem dreiwöchigen Jugend-Fotokurs der Volkshochschule Berlin Einführung in den technischen Aufbau von Spiegelreflex-Kameras Einführung in den Einsatz von Beleuchtungmittel und Reflektionsflächen fürs Fotografieren mit künstlichem Licht

07/2011

zweiwöchiges Schulpraktikum im Fotografie-Fachgeschäft Schneider, Berlin Beratung von Kunden Assistenz beim Fotografieren von Porträt- und Passfotos Pflege von Warenbestands-Listen

Besondere Kenntnisse PC-Kenntnisse: Sprachen:

MS-Office, Adobe Photoshop Englisch (fließend), Französisch (Grundkenntnisse)

Interessen Fotografie, Musik (Gitarre und Schlagzeug), Basketball (Jugend-Bezirksliga) Berlin, 15. Januar 2012 Laura Müller

Laura Müller

so geht´s

7. Fast alle Bewerber geben an, dass sie PC-Kenntnisse haben. Die Aussage ist zu ungenau. Liste auf, mit welchen Programmen du bereits gearbeitet hast.

8. „Musik“ alleine klingt so, als würde Laura einfach ganz gerne mal zum Abschalten Musik hören. Sie hört aber nicht nur Musik, sie macht auch welche. Es sind gerade die Interessen, die das Bild eines

© Yuri Arcurs/fotolia.com/ Anke Tillmann, Einstieg

Bewerbers „menschlich“ machen. Lauras Banderfahrung zeigt außerdem, dass sie sich in eine Gruppe integrieren kann und dass sie sich nicht scheut, vor fremden Menschen auf der Bühne zu stehen.

10. Ein Lebenslauf ist nur dann formal vollständig, wenn er eine Unterschrift trägt.

9. Jeder Lebenslauf muss am Ende mit Ort und Datum versehen werden. Achte immer darauf, dass das Datum mit dem im Anschreiben übereinstimmt!

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Special: Bewerbung

Bewerben per E-Mail Immer mehr Firmen bevorzugen die Bewerbung per E-Mail. Wir erklären, worauf du hierbei achten musst.

1

Du erleichterst dem Empfänger die Arbeit, wenn du alle Dokumente (z.B. Anschreiben, Lebenslauf und eingescannte Zeugnisse) zu einer Datei zusammenfügst, am besten zu einem PDF. Dafür gibt es kostenlose Software wie z.B. „PDF24 Creator“.

2 3 © Yuri Arcurs/fotolia.com/ Anke Tillmann, Einstieg

4

Gib der Dateien einen eindeutigen Namen, zum Beispiel „Bewerbung Martina Mustermann.pdf", und füge sie deiner E-Mail als Anhang zu. Achte darauf, dass die Datei nicht größer als 4 bis 5 MB ist, denn E-Mails mit größerem Datenvolumen bleiben häufig in Posteingangsfiltern hängen. Das Anschreiben gehört als eigene Seite in die PDF-Datei und nicht in die eigentliche E-Mail. Dort reicht ein kurzer Text wie zum Beispiel: „Sehr geehrte Frau Müller, hiermit bewerbe ich mich auf die von Ihnen in der Rheinischen Post vom 12. November ausgeschriebene Ausbildungsstelle zum/zur Systemelektroniker/in. Meine Bewerbungsunterlagen können Sie dem Anhang dieser E-Mail entnehmen. Mit freundlichen Grüßen, Martina Mustermann.“

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Versende deine Bewerbung von einer seriösen E-Mail-Adresse aus (z.B. martina.mustermann@gmx.de) und richte eine E-MailSignatur ein, aus der dein Name, deine Adresse und deine Telefonnummer hervorgehen. Die Betreffzeile der E-Mail sollte aus der exakten Bezeichnung der Stelle (z.B. "Ausbildung zum/r Systemelektroniker/in") und der Quelle der Stellenanzeige (z. B. "Ihre Anzeige in der Rheinischen Post vom 12. November 2011") bestehen. Versende nur verbreitete Dateiformate, am besten PDFs. ZipDateien sind verboten – die verursachen beim Empfänger Arbeit. Versende das Bewerbungsfoto nicht einzeln, sondern integriere es in ein Deckblatt oder in den Lebenslauf. Sende deine Bewerbung nicht an allgemeine E-Mail-Adressen wie info@unternehmen.de, sondern erkundige dich nach der EMail-Adresse der für die Bewerbung zuständigen Person. Eine E-Mail-Bewerbung muss genauso sorgfältig erstellt werden wie eine klassische Bewerbung. Rechtschreibfehler oder fehlende Angaben fallen auch in einer E-Mail-Bewerbung negativ auf!


Eine Bewerbung muss neugierig machen Fragen an Annette Kamps, Bewerbungs-Expertin bei Einstieg Worauf kommt es bei einer gute Bewerbung an? Das Ziel einer Bewerbung ist es, den Leser neugierig auf die eigene Person zu machen. Das erreicht man am besten über eine sympathische, lebendige Sprache, die auf den Punkt kommt. Bandwurmsätze ermüden jeden Personaler, der sich schlimmstenfalls 15 Bewerbungen hintereinander durchlesen muss. Beste Chancen hat ein Anschreiben, das die für die Stelle relevanten Stationen aus dem Lebenslauf aufgreift und erläutert. So muss der Leser nicht erst im Lebenslauf suchen und kann schneller einschätzen, ob der Bewerber zum Unternehmen passt. Schlechte Chancen hat eine Bewerbung, die diese Fragen nicht auf Anhieb beantwortet: „Warum möchte der Bewerber in unser Unternehmen?“

Und: „Warum ist er der richtige Kandidat für die ausgeschriebene Stelle?“

Und welche Fehler machen Bewerber häufig? Es klingt nach einem Klischee, aber es sind tatsächlich ganz simple Dinge, die von vielen Personalern beklagt werden, zum Beispiel Rechtschreibfehler. Man sollte keine Bewerbung rausschicken, die nicht von mindestens einer Person gegengelesen wurde. Und zwar von einer Person, die fit in der deutschen Rechtschreibung ist! Darüber hinaus fällt es vielen Bewerbern so schwer zu begründen, warum sie für die Stelle qualifiziert sind, dass sie sich in Floskeln verlieren. Mit Phrasen wie „Ich bin teamfähig“ oder „Ich bin sehr flexibel“ kann man jedoch heutzutage keinen

Blumentopf mehr gewinnen. Besser ist es, eine konkrete Verbindung herzustellen zwischen dem eigenen Lebenslauf und dem Wunschjob. Im Anschreiben könnte das zum Beispiel so aussehen: „Bei meinem Praktikum im Callcenter der Telefon AG konnte ich beweisen, dass ich auch in hektischen Situationen die Ruhe bewahre und dass ich ein gutes Gespür für Kundenbedürfnisse habe.“

Annette Kamps

Die schlimmsten Fehler in einer Bewerbung – aus Sicht von Personalern

Das geht gar nicht 1 Adresse/Ansprechpartner falsch geschrieben 2 Unangemessene Sprache/Jargon 3 Rechtschreibfehler 4 Wiederverwendete Bewerbungsunterlagen 5 Unpassendes Foto

6 Romane statt auf den Punkt zu kommen 7 Anhänge vergessen 8 Lücken im Lebenslauf 9 Uneinheitliches Schriftbild 10 Unterschrift und Datum fehlen

Bewerberstudie 2010 (karrierebibel.de / Alma mater)

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Down under erwartet dich Auslands-Quiz von Einstieg und TravelWorks

© TravelWorks

Beantworte unsere Quizfragen und gewinne ein Jahr Work & Travel in Australien!

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Und so machst du mit Im letzten Einstieg Magazin hat unser großes Auslands-Quiz begonnen. Jetzt geht’s weiter mit 15 frischen Fragen, die ab sofort auf www.einstieg.com/auslandsquiz freigeschaltet sind. Eine kleine Auswahl findest du bereits unten auf dieser Seite. Pro richtig beantworteter Frage erhältst du einen Punkt. Deine Punktzahl addieren wir am Ende mit deinem Ergebnis aus der ersten Runde. In der nächsten Ausgabe des Einstieg Magazins (ab 7. Mai) folgt dann der dritte und letzte Teil des Auslands-Quiz. Der Teilnehmer mit der höchsten Gesamtpunktzahl gewinnt ein Jahr Work & Travel auf dem Fünften Kontinent. Teilen sich mehrere Einsender dasselbe Ergebnis, entscheidet das Los. Also, dranbleiben!

Der Hauptpreis TravelWorks schickt dich mit einem kompletten „Work & Travel“-Paket ins Land der Koalas und Kängurus. Du bereist bis zu zwölf Monate lang Australien, lernst Land und Leute kennen, entdeckst die typisch relaxte Aussie-Mentalität und jobbst nebenbei ganz nach Belieben, um die Reisekasse aufzubessern, zum Beispiel als Erntehelfer auf einer Obst-Plantage oder als Nanny in einer australischen Familie.

Der Preis hat einen Gesamtwert von circa 2.000 Euro und beinhaltet unter anderem die folgenden Leistungen: • Betreuung durch TravelWorks bei der Beantragung des Working-Holiday- Visums • Beratung bei der Planung der Flug- und Reiseroute • Zugang zur TravelWorks-Community • Jahres-Flugticket Frankfurt – Sydney – Frankfurt, Flughafenabhlolung in Sydney • Die ersten drei Übernachtungen im Hostel in Sydney • australische Handy-SIM-Karte und Lonely Planet Reiseführer • Orientierungsveranstaltung und Unterstützung bei der Jobsuche vor Ort, bei der Eröffnung eines australi- schen Bankkontos und der Beantra- gung einer australischen Steuernummer durch die Travel Works-Partnerbüros in Sydney, Brisbane, Melbourne und Perth • 24-Stunden-Notrufnummer bei Schwie- rigkeiten jeder Art • Zertifikat nach Rückkehr

Der Preis dieser Ausgabe Auch wenn du die erste Runde des Auslands-Quiz verpasst hast, kannst du etwas gewinnen: Zusammen mit dem flyOUT Verlag verlosen wir in dieser Runde unter den punktbesten Teilnehmern drei Exemplare des Ratgeberbuchs „Au-pair Guide worldwide. Der Wegbegleiter für deine Zeit im Ausland“. Mehr Infos zum Buch findest du online auf www.au-pair-guide.de.

Mehr Infos zum TravelWorks-Programm sowie den kostenlosen Katalog erhältst du auf www.travelworks.de. www.hpu.edu/international

Quiz Beantworte hier die ersten drei Fragen und mach das Quiz dann online fertig! 1. Welches Sternbild ziert die australische Nationalflagge? • Kreuz des Südens • Großer Wagen • Kleiner Koala 2. In welchem Land findet der nächste Eurovision Song Contest statt? • Aserbaidschan • Usbekistan • Turkmenistan

3. Wie alt darf man maximal sein, um ein Working-Holiday-Visum für Australien beantragen zu können? • 27 Jahre • 30 Jahre • 32 Jahre Hier geht’s online weiter: www.einstieg.com/auslandsquiz

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Miriam mit Elefant in Kopenhagen

Auslandssemester in Kopenhagen

Im Land der hohen Lebensqualität Es muss nicht immer England, Frankreich oder Spanien sein – ein Studium im Ausland ist oft da am schönsten, wo die Wege noch nicht so ausgelatscht sind. Wie in Kopenhagen, wo Miriam ihr Erasmus-Auslandssemester macht.

E

in Studium ohne Studiengebühren und auch noch 800 Euro vom Staat geschenkt! Wenn Miriam von den Studienbedingungen in Dänemark erzählt, kann man als deutscher Student ganz schön neidisch werden. „Die Dänen gelten als eines der zufriedensten Völker der Welt“, sagt Miriam und lacht: „Sogar die Sozialwohnungen sehen besser aus als bei uns!“ Miriam macht einen Master in Europäischer Erwachsenenbildung in Essen. Für ein Erasmus-Auslandsemester ist sie nach Kopenhagen gezogen. Von der Stadt ist sie restlos begeistert: „Kopenhagen ist eine ganz tolle Stadt, von der Größe her vergleichbar mit Köln. Nur dass es die Hauptstadt Dänemarks ist und direkt am Meer liegt.“ Der größte Unterschied zu Deutschland ist, laut Miriam, die große Gelassenheit der Dänen: „Zum Beispiel habe ich vor kurzem erlebt, wie jemand mit einer quer über den Weg gespannten Hundeleine den ganzen Radweg blockiert hat. Während ich geklingelt habe, damit er weggeht, haben bestimmt 30 dänische Radfahrer in aller Seelenruhe angehalten und gewartet, bis Hund und Hundehalter irgendwann den Weg wieder frei geräumt hatten.“ Zwar sind die Dänen in vielem viel fortschrittlicher als wir, sagt Miriam, es gibt zum Beispiel überall kostenloses W-Lan, auch 60 ∙ 1/2012 ∙ Einstieg

im Bus. Die Kehrseite des hohen Lebensstandards: „Vieles ist viel teurer als bei uns. 800 Euro für ein Doppelzimmer in einer WG sind ganz normal“, sagt Miriam. Sie selbst hatte aber großes Glück: „Über fünf Ecken habe ich jemanden gefunden, der mir einen Flyer in Kopenhagen aufgehängt hat. Und jetzt wohne ich zur Zwischenmiete in einem Wohnheim. Das ist ganz zentral und auch preislich ein absoluter Glücksgriff.“ Dort ist sie die einzige Deutsche unter 24 Dänen auf ihrem Flur.

Auch die Dozenten werden geduzt Zweimal die Woche geht Miriam zum Sprachkurs, sprechen kann sie Dänisch aber noch lange nicht, seufzt sie: „Zwar ist die Sprache sehr nah am Deutschen, aber die Aussprache ist ganz komisch.“ Verstehen kann sie aber mittlerweile fast alles. Das liegt auch an ihren freundlichen Mitbewohnern: Die bemühen sich eifrig, Miriam ihre landestypischen Traditionen näherzubringen. Ständig gibt es Veranstaltungen und Dinnerclubs, in die Miriam mit eingebunden wird. Für die Uni braucht Miriam die dänische Sprache hingehen gar nicht: Ihr Studiengang wird in englischer Sprache angeboten.


Top 5 der Dinge, die man laut Miriam in Kopenhagen unbedingt machen muss (lose Reihenfolge):

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Die kleine Meerjungfrau – Wahrzeichen von Kopenhagen

Ingesamt ist ihr Studium ein bisschen anders als in Deutschland: Weil die Uni sehr klein ist, sind nur 12 Studenten im Kurs und es geht sehr familiär und gemütlich zu. „Wir duzen sogar unsere Dozenten“, sagt Miriam. Gemütlichkeit zeichnet auch die Stadt Kopenhagen aus: Es gebe haufenweise heimelige Cafés, sagt Miriam. „Die Dänen brunchen viel und sind sehr gemütlich. Überall stehen Sofas und Sessel. Es ist zwar alles sehr teuer, aber ab und zu sollte man sich das schon gönnen.“ Kopenhagen bietet außerdem viele Kunstausstellungen und haufenweise stylischer, wenn auch teurer Klamottenläden, schwärmt Miriam. Nur in einem hinken die Dänen den Deutschen klar hinterher: „Was die Partyszene angeht, können sie noch von uns lernen“, sagt die Erasmus-Studentin. „Zwar gibt es viele Bars, aber Clubs oder Diskotheken, wo man richtig feiern könnte, habe ich bislang kaum gefunden.“

Advertorial

4 5

Kristiania, die Hippiekommune, besuchen. Im Rosenschloss die Kronjuwelen anschauen. Alle Lakritzsorten essen. Die Dänen sind ganz verrückt nach Lakritz, es gibt sogar Softeis mit Lakritzstreuseln oder Schokolade mit Lakritzfüllung. Am Strand spazieren oder Drachen steigen lassen. Im Sommer auf Open- Air-Festivals am Strand gehen. Fahrrad fahren. ALLE Dänen fahren Fahrrad, nach Amsterdam ist Kopenhagen die zweitfahrradfreundlichste Stadt der Welt. Es gibt sogar eine grüne Welle nur für Fahrradfahrer.

Internships abroad! Während hier der G8/G9-Kampf um die Studienplätze tobt, bieten sich im Ausland spannende Möglichkeiten, den Lebenslauf karriereförderlich zu bereichern: Ein Auslandspraktikum schult die Sprach- und Fachkenntnisse, interkulturelles Verständnis und bringt erste Erfahrung im wahren Arbeitsalltag fernab jeder Schul- oder Unibank. Die Organisation TravelWorks vermittelt über 18-Jährige mit soliden Englischkenntnissen ins Berufsfeld ihrer Wahl: Ob Marketingpraktikum in Vancouver, Ingenieurspraktikum in London, Krankenhauspraktikum in Thailand oder Hotelpraktikum auf Mauritius – die Auswahl an Arbeitsbereichen und Zielregionen ist groß. Und wer später ein Studium anschließt, ist den Kommilitonen mit Praxiserfahrung einen Schritt voraus. Infos gibt es auf www.travelworks.de/praktikum.

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Mach mit beim großen Einstieg Anzeigenquiz und gewinne 100 Euro! Und so geht’s: Zu jeder Frage gibt es eine korrekte Antwort. Notiere jeweils den Buchstaben dieser Antwort und du erhältst den gesuchten Satz. Maile diesen zusammen mit deiner Adresse bis zum 12. März 2012 an quiz@einstieg.com. Unter den richtigen Einsendungen losen wir drei Sieger aus, die jeweils 100 Euro erhalten. Beim letzten Anzeigenquiz lautete der Lösungssatz: SCHON JETZT: FROHE WEIHNACHTEN Gewonnen haben Stefanie aus Hamm, Benjamin aus Herne und Lisa aus München – herzlichen Glückwunsch!

1. Wen sucht EOS (S. 2)?

10. Was bietet Peek & Cloppenburg (S. 21)?

18. Bei ESO (S. 31) ist die Ausbildung inklusive

E) Auszubildende und duale Studenten

B) Bachelor Studium

S) iPhone

U) Auszubildende und Absolventen

K) Master Studium

T) MacBook

2. Was bietet dir REWE (S. 5)?

11. Wo befindet sich das Naturwissenschaft-

19. Wofür steht MHMK (S. 33)?

N) den Eintritt zum Aufstieg

liche Technikum (S. 23)?

R) Macromedia Hochschule für Medizin und

I) den Einstieg zum Aufstieg

I) in Landau

Kosmetik

C) in London

O) Macromedia Hochschule für Medien und

3. Die EBS (S. 9) ist eine Universität für

Kommunikation

N) Wirtschaft und Recht

12. Was kann man an der EUFH Rostock

S) Politik und Germanistik

(S. 23) studieren?

20. Woolworth (S. 37) bildet aus zum

H) Logistik

H) Handelsfachwirt

A) Logopädie

F) Handelsassistenten

S) Ingenieurstudium

13. Was kannst du mit Media Markt oder

21. Wann ist Studienbeginn an der DHfPG

E) Sportstudium

Saturn (S. 27) studieren?

(S. 42)?

L) Betriebswirtschaft

A) im September

B) Handelsmanagement

N) jederzeit

14. An der EUFH in Brühl und Neuss (S. 27)

22. Wo hat die ISM (S. 42) einen Campus?

tragen die Frauen

E) in Dortmund

6. Wie heißt der Bachelor-Student der

M) Bluse und Rock

L) auf Schalke

Allianz (S. 13)?

J) Krawatte und Flip Flops

4. Welches Studium kannst du bei der Bundeswehr (S. 9) absolvieren?

5. Bei der PSD Bank (S. 11) R) ist es sicher günstig? T) ist günstig sicher?

I) Daniel E) David

23. Was gibt es an der Euro Akademie (S. 43)? 15. Worüber informiert die Initiative „Hallo

K) First-Class BahnCard

Zukunft!“ (S. 29)?

A) First-Class Education

7. Wie lautet der Slogan der Deutschen Bank

E) Berufe in Transport und Logistik

(S. 15)?

O) Berufe in Deutschland

A) Leistung mit Leidenschaft E) Leistung aus Leidenschaft 8.) Die AXA (S. 16) bildet aus

24. Welche Ausbildung bietet die RWTH Aachen (S. 43) an?

16. Bei UNICUM (S. 30) findest du alles

B) zum MATSE

P) unter einem Dach

D) zum Matrosen

T) unter einem Link

G) zum Kaufmann für Versicherungen und

25. Was ist die Hawai’i Pacific University (S. 59)?

Finanzen

17. Wie lautet das Motto von KiK (S. 31)?

T) one of Hawai’s best Colleges

F) zum Bürokaufmann

Z) Lieber weiter kommen als stehen bleiben

I) one of America’s best Colleges

K) Lieber wieder kommen als stehen bleiben 9. Bei der Bayern LB (S. 17) wird man zu einem: G) gefragten Spezialisten für das Bankgeschäft A) gefragten Experten für das Bankgeschäft

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Sprich uns an! Du hast Fragen zu einem Artikel aus dem Einstieg Magazin? Oder du möchtest Lob oder Kritik zur aktuellen Ausgabe loswerden? Wir freuen uns über dein Feedback! redaktion@einstieg.com www.facebook.com/berufswahl www.twitter.com/berufswahl

Das nächste Einstieg Magazin erscheint am 7. Mai 2012. Aufgrund des Fachkräftemangels bieten Technik und Ingenieurwissenschaften wohl noch auf längere Zeit hervorragende Karriereperspektiven. Wir stellen vor, welche Ausbildungen und Studiengänge es gibt und welche Branchen besonders spannend sind. In unserem Special zum Thema „Berufswahl“ zeigen wir euch, wir ihr anhand eurer Interessen und Stärken herausfinden könnt, welcher Beruf der richtige für euch ist. Falls es in Richtung BWL oder Tourismus gehen sollte, haben wir direkt noch mehr Infos für dich!

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Verlag plan ich halbe quer magazin 1_2012 neu.indd 1 Einstieg GmbH Venloer Str. 241 | 50823 Köln Telefon: +49.221.3 98 09-30 Fax: +49.221.3 98 09-60 E-Mail: info@einstieg.com Web: www.einstieg.com Herausgeber Christian Langkafel Chefredaktion (verantwortlich) Stefan Moskopp s.moskopp@einstieg.com

Redaktion Annette Kamps, Stefan Holzbrecher, Daniel Schwitzer, Julia Kunze, Patrick Agis-Garcin, Nicole Traut, Melanie Walkenbach, Elena Kugelmeier Chef vom Dienst René Glinkowski Design und Layout Judith Strücker (Art Direction)

Vertrieb Einstieg Magazin ist kostenlos an rund 3.000 25.01.2012 12:25:42zum Abitur führenden Schulen und Bildungseinrichtungen im gesamten Bundesgebiet erhältlich. Einzelverkaufspreis Euro 3,50. Jahresabonnements bei 4 Ausgaben Euro 13,00 (inkl. Versandkosten und MwSt.) © für alle beiträge bei der Einstieg GmbH. Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck, Aufnahme in Onlinedienste und Internet und Vervielfältigung auf DAtenträgern nur nach vorheriger schriftlicher Zustimmung des verlages. Druckauflage: 150.000 Stück, IVW-Prüfung

Titelfoto Fotografin: Anke Tillmann Model: Christina Willing

Autoren Lara Sogorski, Hanna Koch

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Einstieg Magazin 1_2012