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eigenarten 7. i n t e r k u l t u r e l l e s f e s t i v a l 26. Okt bis 5. Nov 06 in Hamburg K u n s t M u s i k Ta n z T h e a t e r F i l m L i t e r a t u r

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Inhaltsverzeichnis 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 17 18 19 20 21 21 22 23 24 25 25 26 27 28 28

Fest Eröffnung Theater G. Güntel & G. Vierhuff Zwischen. Morgens Deutschland … Konzert Cordula Collier On the sunny side of the street Tanzperformance & Trommelkonzert Djante Bi Matakadjom Tanzperformance Danza Om Tri Mythos Musikalische Kreuzfahrt Mario Di Leo Mare Szenischer Liederabend Alina Manoukian Fremdeln die Sterne in der Ferne? Schauspiel /Performance theater:playstation Hotel Europa Liederabend Dolly Cluster & Frau Mond Spontanheilung Fotografische Installation Regine Christiansen TrauerArbeit Hafenrundfahrt Arian Talebean & Reimer Dohrn Weltreise ohne Pass Tanz Michael Schnizler ReggaetonZ Konzert & Installation C. Sandoval, I. Gabbai, O. Shalev Tilt-berlin Theater Ensemble Multikuhbühne Emigranten Musik Trio ZIMT Homenaje a Sefarad Musik Jennifer Hymer Piano, Toy Piano, Kalimba & Gadgets Liederabend Nathalie Mouillot & Natalie Böttcher Plaisir d’amour Gitarrenkonzert Tatjana Kukocˇ & Tilman Hübner New music for 2 guitars Multimediales Projekt Mestetschkin, Hauch & G. Dag Wege zum Ruhm Theater & Vortrag Míriam da Silva Alles Banane? Kurzfilme, Videoinstallationen & Musik Omied Khademsaba Ham-Ahangi Szenisch-musikalische Lesung David Chotjewitz Crazy Diamond Multidisziplinäre Theatervorstellung fingerdeplace ICE CUBE Ausstellung – Finissage Monika von Ondarza & Anton Engel Ansichten Installation & Performance Sascha Piroth & Pavleska Tello La media naranja Tanzinszenierung Ensemble TanzBrücke Diese große, kleine Welt Konzert & Lesung E. Profousová / Elbe-Saiten-Quartett Stückgut Video- & Tanztheater Dianamaria Spandlowski Three Women Malerei & Lesungen A. Bohne, B. Cobanoglu, L. Messerschmidt, Be’shan Mein Körper – Mein Zuhause 29 Musikalische Lesung J. Bezpalcová & E. Profousová Mich zwingt nichts … 30 Konzert AWA Persian Classics 31 Theater PIC e.V. – Deutsch-Italienisches Theater Omnia Vincit Amor 32 Lesung mit Musik S.T.I.L. e.V. Patchwork 33 Interkulturelle Filmreihe ABATON Schanzenbürger und andere 33 Stadtteilfestival Dulsberger HerbstLESE 34 – 37 Veranstaltungsorte /Programmübersicht /Preise, Karten, Impressum


Grußwort

Liebe Künstler, liebe Gäste, liebes Organisationsteam, liebe Kooperationspartner! Es ist jedes Jahr spannend zu erleben, welche neuen Projekte wieder beim Festival eigenarten zu entdecken sind. Die interkulturelle Szene in Hamburg ist so lebendig und kreativ, dass sie ständig neue Ideen und künstlerische Produktionen entwickelt. Das Festival eigenarten ist das aktuelle Schaufenster dafür. Es präsentiert sich dieses Jahr schon zum siebten Mal. Herzlichen Glückwunsch allen Mitwirkenden zu diesem Erfolg! Wer die Programmhefte auch der letzten Jahre kennt, ist erstaunt, wie viele interkulturelle Ensembles in Hamburg wirken und das Kulturleben hier mitgestalten. Auch dieses Programmheft stellt uns wieder ein faszinierendes spartenübergreifendes Spektrum vor, wir entdecken neue Künstlerensembles, werden aber auch neugierig auf aktuelle Produktionen vertrauter Gesichter. Die Kulturbehörde fördert dieses Festival, weil es hilft, den interkulturellen Schatz, den Hamburg besitzt, hervorzuheben und zu würdigen, und weil es zur Vernetzung der Akteure beiträgt. Ich danke allen Mitwirkenden für ihr Engagement und wünsche ihnen, dass dieses für Hamburg so wichtige Festival auch dieses Jahr wieder viele Gäste anzieht und zu anregenden Gesprächen und künstlerischem Austausch führt. Prof. Dr. Karin von Welck Senatorin der Kulturbehörde Hamburg

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Do 26. Okt 19 Uhr goldbekHaus

Eröffnung eigenarten 2006 www.festival-eigenarten.de

Vorhang auf für eigenarten! Mit The Drum Kids wollen wir mit Ihnen auf das Gelingen von eigenarten 2006 anstoßen. Es soll wieder ausreichend Zeit für persönliche Begegnungen mit den Künstlerinnen und Künstlern des Festivals sein. Der Eintritt ist wie in den Vorjahren frei. Wir bitten jedoch um rechtzeitige Anmeldung. Reservieren Sie Ihren Eintritt unter der Festivalhotline 040 - 43 28 07 67 oder im Internet unter www.festival-eigenarten.de.

Bühne zum Hof

The Drum Kids trommeln seit 1995 zusammen. Elf Jahre gemeinsames Musi-

zieren haben eine wundervolle Freundschaft entstehen lassen und mittlerweile sind die Kids junge Erwachsene geworden. Auch die Trommeln haben sich verändert: es werden jetzt große, spektakuläre Maskentrommeln verwendet, die historisch einmalig sind.

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goldbekHaus 20 Uhr Fr 27. Okt

Zwischen.

Morgens Deutschland – abends Türke i Göksen Güntel & Gero Vierhuff Theater

Zwischen zwei Ländern, zwei Kulturkreisen, zwei Mentalitäten ... Zwischen als Ort? Als Heimat? Diese Inszenierung erzählt von den zwiespältigen Gefühlen und der Situation eines deutsch-türkischen Mädchens im Konfliktfeld einer doppelten Identität: in Deutschland geboren, in der türkischen Tradition verwurzelt. Als Jugendliche entdeckt sie schnell den brennenden Wunsch nach Freiheiten, die für sie jedoch nicht vorgesehen sind. Eine Jugend zwischen zwei Kulturen und mehreren Konflikten. Ein Leben zwischen Deutschland und der Türkei, familiären Traditionen und jugendlichen Träumen, Freiheitsgefühlen und Heimatlosigkeit. Aus den vielfältigen Erinnerungen, Berichten, Texten und Songs entwickelt sich das Bild einer verzweifelten und zugleich trotzig-wütenden Selbstbehauptung.

Halle, 60 Min, 10/8 €

Regie Gero Vierhuff Schauspiel Göksen Güntel Gero Vierhuff ist in Langenhagen geboren, studierte angewandte Kultur-

wissenschaften und ästhetische Praxis in Hildesheim, arbeitete als Regieassistent auf Kampnagel und am Thalia Theater Hamburg. Als Regisseur inszenierte er am Staatstheater Kassel, am Deutschen Theater Göttingen und am Stadttheater Hildesheim. Die Nürnbergerin Göksen Güntel absolvierte ihre Schauspielausbildung an der Bayerischen Theaterakademie August Everding in München und ist seit 2004 Mitglied des Schauspielensembles am Stadttheater Hildesheim.

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Fr 27. Okt 20 Uhr Zinnschmelze

On the sunny side of the street Cordula Collier Konzert

Grab your coat and get your hat, leave your worry on the doorstep, just direct your feet to the sunny side of the street. Die JazzChanteuse spielt das schönste aller Instrumente: Cello. Wer ihre Auftritte erlebt, wird von ihrer Ausstrahlung und ihrem musikalischen Talent gebannt. Die Klänge entstehen mathematisch klar und zugleich in einer träumerischen Trance, als würden sich die Töne durch einen Zauber im Raum einfinden. Colliers Cellospiel kann unglaublich swingend daherkommen und den Raum lückenlos füllen. Sie erweckt mit dem Trio unter der Leitung des Jazzpianisten Martin Terens die Jazz-Standards des Great American Songbook wieder zum Leben und spielt ihre eigenen Versionen alter Klassiker von Allen Toussaint und Willie Nelson.

Zinnschmelze, 75 Min, 10/8 €

Cello Cordula Collier Klavier Martin Terens Bass Felix Weigt Schlagzeug Jan

Philipp Praß Cordula Collier lebt und arbeitet als freie Cellistin in Hamburg. Der polnisch-

stämmige Jazzpianist Martin Terens studierte in Hamburg und gründete mit Felix Weigt und Jan-Philipp Praß das Martin Terens Trio. In diesem Programm werden auch einige seiner Kompositionen zu hören sein.

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Premiere goldbekHaus 20.30 Uhr Fr 27. Okt

Matakadjom – Das, was sein wird Djante Bi Tanzperformance & Trommelkonzert

Die Tanzstile unterschiedlicher Völker Westafrikas werden an diesem Abend vorgestellt: Sabar aus Senegal, Dundumbaa aus Guinea, Stücke aus Togo und vieles mehr stehen auf dem Programm des internationalen Tanz- und Trommelensembles Djante Bi, das zum dritten Mal seine mitreißende Show bei eigenarten präsentiert. Zudem wird bei der diesjährigen Veranstaltung ein Tanztheaterstück integriert. Es thematisiert die schwierige Beziehung zwischen einem Mädchen und seiner Stiefmutter, Eifersucht in der Mehrehe, Konsequenzen für die jüngeren Generationen sowie die Lehren, die ältere Menschen daraus ziehen können. Mit Tanzeinlagen aus der Casamance und aus Guinea-Bissau. Bühne zum Hof, 90 Min, 10/8 € Leitung, Choreographie, Tanz, Gesang Sana Diedhiou Tanz, Gesang Gamal

Agouda, Haddy Jarju, Katrin Pfeiffer, Marion Stillfried, Verena Hibbeln Djembé Gabriel Daly, Kekso Diabang, Roberto Doku Dundun Kora Babacar Konte

Das Ensemble Djante Bi wurde von dem Tänzer, Trommler und Choreographen Sana Diedhiou gegründet. KünstlerInnen aus dem Senegal, der Elfenbeinküste, Togo und Deutschland präsentieren traditionelle und moderne Tanzformen aus Westafrika, zu denen Gruppenchoreographien und Solotänze gehören.

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Sa 28. Okt 20 Uhr goldbekHaus

Mythos Danza Om Tri Tanzperformance

Tanz als Experiment – erforscht wird die ewige Suche des Menschen nach innerer Freiheit und seine Versuche, diese durch die Verbindung zum Kosmos zu erreichen. Die Tänzerin und Choreographin Elizabeth Ladrón de Guevara greift im Rahmen von eigenarten ein weiteres Mal philosophische Aspekte auf. Die Frage nach dem Sein hat die Menschheit zu allen Zeiten beschäftigt. Die Suche nach Antworten führt dazu, dass das Sein kontinuierlich geformt und seine Identität durch einen lebenslangen Reifungsprozess konstruiert wird – ein von der sozialen Umgebung geprägter Prozess. Zwei Tänzerinnen versuchen diese Entwicklung auf der Bühne zu gestalten und weiterzuverfolgen.

Halle, 60 Min, 10/8 €

Leitung & Choreographie Elizabeth Ladrón de Guevara /Danza Om Tri Tänzerinnen Natascha Schreiber, Elizabeth Ladrón de Guevara Frau Ainhoa Mon-

toya Tangovals Andreas Erbsen Musik Soundinghill Kostüme Karla Karina Junge Beleuchtung Sascha Volgin Foto & Grafik Jasmin Knickrehm Elizabeth Ladrón de Guevara studierte an der Universidad de Chile, im

Colegio Nacional de Danza Contemporánea in Mexiko und an der Contemporary Dance School Hamburg. 1992 gründete sie ihre chilenische Tanzkompanie Danza Om Tri und hat seitdem ihre Choreographien auf verschiedenen internationalen Bühnen präsentiert. Sie arbeitet als Tänzerin, Choreographin und Dozentin in Hamburg.

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Museum für Völkerkunde 20 Uhr Sa 28. Okt

Mare Mario Di Leo Musikalische Kreuzfahrt

Das Meer ist für die italienische Kultur von zentraler Bedeutung und wurde von allen großen Liedermachern und Sängern besungen. Mario Di Leo lädt sein Publikum zu einer musikalischen Kreuzfahrt ein. Er präsentiert Stücke voller Heiterkeit und Sehnsucht, welche die ewige Beziehung der Italiener zum Mittelmeer als Lebensund Schicksalsraum zum Ausdruck bringen. Das Meer fungiert als Symbol für Schönheit und Leichtigkeit, als Projektionsfläche für die Hoffnung auf ein besseres Leben, ist aber auch ein Ort der Gefahr. Das Konzert schlägt einen großen Bogen von traditionellen, neu arrangierten Liedern im mediterranen Rhythmus über Chansons der großen italienischen Liedermacher bis hin zu eigenen Kompositionen.

Museum für Völkerkunde (Hörsaal), 90 Min, 10/8 €

Gitarre Mario Di Leo Gesang Stella Di Leo Piano René Türschmann Geige

Jana Mishenina Kontrabass Henry Altmann Perkussion Manu Kolditz Mario Di Leo wurde in Rom geboren und wuchs in Norcia in Umbrien auf.

Nach dem Abitur studierte er Philosophie und Geschichte in Perugia, sang nebenbei in verschiedenen Musikgruppen. Er recherchierte zudem über die volkstümlichen »canzoni« aus seiner Heimat und vertonte sie neu. Diesen Liederfundus nahm er mit nach Deutschland. Seit 1991 lebt und arbeitet Mario Di Leo in Hamburg.

Unterstützt vom Istituto Italiano di Cultura

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Sa 28. Okt 20 Uhr Zinnschmelze

Fremdeln die Sterne in der Ferne? Alina Manoukian Szenischer Liederabend

Zwei Kulturen, zwei Sprachen, zwei Generationen, zwei Leben – verfolgt von der Sehnsucht, der Frage nach der Identität und gefangen im Zustand der Zerrissenheit. Zwischen Armenien und Hamburg liegt irgendwo auf einer unsichtbaren Landkarte ein Stück Erde, das die Schauspielerin Alina Manoukian Heimat nennt. Davon erzählt und singt sie. Eine alte und eine junge Frau begegnen sich in einer kleinen Wohnküche. Es werden armenische Lieder gesungen, die für dieses Projekt neu arrangiert wurden. Sie handeln von der Liebe, der Lebensfreude, der Sehnsucht. Die zwischen den Liedern erzählten Geschichten handeln vom inneren Pendeln zwischen den Welten. Heimat ist Bewegung und hat bereits einen weiten Weg hinter sich: von Armenien über den Iran nach Deutschland. 4,5 Millionen Armenier leben heute verstreut in aller Welt.

Zinnschmelze, 90 Min, 10/8 €

Regie, Schauspiel Alina Manoukian Gitarre Fred Kerkmann

Die Schauspielerin Alina Manoukian ist in Teheran geboren und in Hamburg aufgewachsen. Sie absolvierte ihre Ausbildung an der Universität der Künste in Berlin und war vier Jahre am Deutschen Theater in Göttingen tätig. Der Gitarrist, Schauspielmusiker und Komponist Fred Kerkmann studierte klassische Gitarre, Philosophie und Germanistik in Tübingen, Stuttgart und Göttingen. Er ist an zahlreichen deutschen Bühnen tätig, ging europaweit mit vielen Projekten auf Tournee und wirkte bei verschiedenen CD-Veröffentlichungen mit.

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Foto: Dorothea Heise


Multikuhbühne 20 Uhr Sa 28. Okt

Hotel Europa theater:playstation Schauspiel /Performance

Jugendliche auf Europatour ... Sie kommen in Herbergen verschiedener Länder unter. Doch finden sie auch Unterschiede? Der Standort des Hotels variiert zwar, doch das »Hotel Europa« findet sich überall innerhalb der europäischen Grenzen. Seit Anfang 2006 setzen sich acht Jugendliche im Alter zwischen 16 und 22 Jahren selbstständig mit dem Thema der europäischen Identität auseinander und entwickeln dazu ihre persönlichen Standpunkte. Die europäische Geschichte und Kultur sowie die Vor- und Nachteile einer gemeinschaftlichen Identität werden dabei in den Mittelpunkt gerückt. Fragen über die Bedeutung des Faktors Europa in einer zunehmend globalisierten Welt und dessen Einfluss auf das Leben junger Europäer werden bearbeitet.

Multikuhbühne, 90 Min, 10/8 €

Mitwirkende Franca Dahm, Friederike Falk, Jakob Benkhofer, Linda Ngono,

Sören Vogler, Sandro Sutalo, Vukani Summerset Lawrence, Michael McCrae Regie und Betreuung Katharina Oberlik, Nina Singer, Ulrike Hiby, Lothar

Schwindt, Michael McCrae, David Chotjewitz Das Projekt theater:playstation wurde vor sechs Jahren vom Autoren und Theatermacher David Chotjewitz gegründet und von ihm bis zum Jahr 2005 geleitet. Jugendlichen verschiedener Herkunft bietet es seit mehreren Jahren die Möglichkeit, mit professionellen Künstlern zusammenzuarbeiten.

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Sa 28. Okt 21 Uhr goldbekHaus

Spontanheilung D.U.O. (Dolly Cluster & Frau Mond) Liederabend

Casting-Tour auf der Kap Mon Amour: Hobbyclon-und-Chansonexpertin Dolly Cluster begab sich vor vielen Jahren für die Ärztinnen ohne Grenzen ins südchinesische Meer. Schon bald fällt ihr das koreanische Wunderkind Songwon mit ihrem mobilen Cembalo auf. Frau Dr. Cluster engagiert sie auf der Stelle für die medizinische Chansonforschung. In den preisgekrönten Studien von Dr. Cluster erfährt man die Synthese aus Westen und Osten und erhält das Versprechen auf Spontanheilung. Allerdings bleibt die Frage: Für wen? Für das Publikum? Für die KünstlerInnen? Oder gar für beide? Dies will das D.U.O. gemeinsam mit dem Publikum in einem turbulenten Abend ausloten.

Bühne zum Hof, 90 Min, 10/8 €

Gesang Dolly Cluster Klavier Frau Mond Songwon Kempka, alias Frau Mond, studierte Cembalo in Wien und Ham-

burg. Jochen Heuck, alias Dolly Cluster, absolvierte sein Gesangsstudium in Hamburg. Frau Mond hat das koreanische Mobilcembalo gegen das westeuropäische Piano ausgetauscht und Frau Cluster wechselte zu ihrer Zweitfrisur. Das D.U.O. singt eigene Lieder und hält Spontanvorträge. Dadurch entstehen Chansonsymposien zum Lauschen und Lachen im Dienste des wissenschaftlichen Fortschritts.

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Eröffnung Museum für Völkerkunde 11 Uhr So 29. Okt

Beobachtungen auf dem Friedhof

Tr a u e r A r b e i t

Regine Christiansen Fotografische Installation

Arabische, hebräische, kyrillische und chinesische Schriftzeichen auf Grabsteinen zeugen davon, dass Menschen anderer Kulturen und Religionen in Hamburg ihre letzte irdische Heimat finden. Die Bilder sind eine farbenfrohe Auseinandersetzung mit kulturellen Unterschieden und Gemeinsamkeiten beim Trauern. Talismane, brennende Totenlichter und Briefe an Gräbern erzählen von der Verbindung zum gestorbenen Menschen. Die Bilder konzentrieren sich auf zwei Momente: den offensichtlichen Ausdruck von Trauer und die Arbeit am Grab. Große Gefühle gegen Banalität: In Stillleben gegenübergestellt erscheinen die Bilder als makabrer Gegensatz, bilden aber eine Einheit bei der Bewältigung des Verlustes. Die Ausstellung ist Auftakt der Veranstaltungsreihe des Völkerkundemuseums: »Weiterleben – Ein anderer Umgang mit Tod und Erinnerung in Hamburg«. Museum für Völkerkunde, 10/8 €. Bei der Eröffnung spricht Vera Stadie, und Petra Thelen spielt Saxophon. Weitere Infos unter www.voelkerkundemuseum.com. Die Ausstellung wird gefördert von Hamburger Friedhöfe – AÖR.

Regine Christiansen lebt und arbeite als freie Fotografin in Hamburg. Sie ist

Dozentin u.a. im Altonaer Museum und am Carmen Oberst Art Photographie College. Sie hat das Festival eigenarten von Anfang an fotografisch dokumentiert.

www.rc-fotografie.de

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So 29. Okt 15 Uhr Anleger Vorsetzen

Weltreise ohne Pass Arian Talebean & Reimer Dohrn Hafenrundfahrt

Migrationsgeschichte(n) gestern und heute. Als Kind flieht Mary mit ihrer Familie aus einem jüdischen Ghetto in Galizien in das Land der Verheißung. Zwischenstation 1899: das Wandererlager auf der Veddel. Als Neunjährige flieht Arian mit ihrer Familie aus Afghanistan nach Hamburg. Erste Station 1999: das Flüchtlingsschiff Bibby Altona. Als Hamburger Schülerin, die von der Abschiebung bedroht ist, beschreibt sie in einem Buch ihre Reise. Auf einer Hafenrundfahrt zwischen diesen Stationen zeigen Arian Talebean und Reimer Dohrn anhand literarischer Zeugnisse, wie wenig sich in den letzten 100 Jahren Migrationsgeschichte verändert hat.

Anleger Vorsetzen (U-Baumwall), ca. 90 Min, 10/7 €

Arian Talebean lebt seit 1999 in Hamburg. Sie und ihre Geschwister sind

Hamburger SchülerInnen, aber nach wie vor weigert sich die Innenbehörde, ihnen ein Bleiberecht und Sicherheit zu gewähren. Der Deutsche Reimer Dohrn, Familientherapeut und Hafenrundfahrer, lebt und arbeitet seit 1978

in seiner Vaterstadt Hamburg. Er engagiert sich seit Jahren für Flüchtlinge und kennt Arian seit ihrer Zeit auf der Bibby Altona.

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Foto: Marily Stroux


Premiere goldbekHaus 20 Uhr So 29. Okt

ReggaetonZ Michael Schnizler Tanz

Lateinamerikanische Musik, HipHop, Reggae, Dance-Hall, Sex, Gewalt, Korruption und Ausbeutung: nach Ansicht des Tänzers und Choreographen Michael Schnizler aus dem Schwabenland bieten sowohl diese Musikrichtungen als auch die genannten Themen ausreichend Stoff, um sich ins kalte Wasser eines eigens choreographierten Tanzabends zu werfen. Dieses Tanzprojekt, das bei eigenarten Premiere feiert, steht in einem Spannungsverhältnis zwischen der Schwere der ausgewählten Themen und der Leichtigkeit und Popularität der Rhythmen und des Tanzes.

Halle, 60 Min, 10/8 €

Choreographie Michael Schnizler Tanz Sandra Vittinghoff Schauspiel Javier

Hinestroza Coneo Musik Ariel Flórez Der freischaffende Choreograph und Tänzer Michael Schnizler erhielt sein Diplom in Bühnentanz an der Folkwang-Hochschule in Essen und ist an der Hamburger Staatsoper tätig. Seine Arbeit als Tänzer und Choreograph führte ihn in die USA, nach Frankreich und Kolumbien. Sandra Vittinghoff absolvierte ihre Tanzausbildung an der Contemporary Dance School Hamburg. Der Kolumbianer Javier Hinestroza Coneo studierte Schauspiel an der Universität Antioquia in Medellin.

Foto: Lisa Rothfuss

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So 29. Okt 20.30 Uhr goldbekHaus

Tilt-berlin:

N a t u r, M u s i k u n d Te c h n o l o g i e

Carlos Sandoval, Iftah Gabbai, Oori Shalev Konzert & Installation

Elektronische Musik wird kombiniert mit Umwelterkennungssyste-

men, selbst entworfenen und »normalen« akustischen Instrumenten, sowie gefundenen Objekten. Es werden zeitgenössische Musiktechniken eingesetzt, aber auch frei improvisiert. Als Kontrast zu den elektronischen und lauten Klängen, werden ebenfalls sehr lichte, introspektive und naturorientierte Kompositionen präsentiert. Die Musiker interagieren auf der Bühne mit unterschiedlichen lebenden Organismen via Internet: das können zum Beispiel Bäume, die in Berlin oder in Mexiko stehen, sein. Dies verleiht dem Konzert den Charakter einer Theateraufführung.

Bühne zum Hof, 75 Min, 10/8 €

Musiker Carlos Sandoval, Oori Shalev, Iftah Gabbai

Der Mexikaner Carlos Sandoval studierte Komposition in Mexiko und arbeitet zurzeit an elektronischer Musik und Improvisationsprozessen sowie der Manipulation gefundener Objekte. Der Israeli Oori Shalev ist Musiker und Spezialist für Computernetzwerke. Der Musiker Iftah Gabbai ist in Tel-Aviv geboren, wo er mit Oori Shalev das »Brew Project« gegründet hat. Er studierte Kommunikationswissenschaften an der TU Berlin.

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Zinnschmelze 20 Uhr So 29. Okt

Emigranten Ensemble Multikuhbühne Theater

Die Suche nach Freiheit, zu deren Formen auch die Emigration gehören kann, ist sehr schmerzvoll. Das Stück »Emigranten« von Slawomir Mrozek beschreibt die Situation von zwei Außenseitern, die in der Fremde leben. Der eine verlässt seine Heimat des Geldes, der andere der Politik wegen. Ihre Standpunkte bleiben unvereinbar. Zwischen Sehnsucht und Illusion schwankend, bleiben die Figuren aneinander gefesselt, zwei Einsame, für die Außenseitertum längst zur psychischen Grunddisposition geworden ist. Zinnschmelze, 90 Min,10/8 € Regie Mahmut Canbay Schauspieler Stefan Rohde, Wolf Wempe

Der deutsch-kurdische Regisseur und DJ Mahmut Canbay ist Leiter des Theaters Multikuhbühne und hat mehrere Theaterstücke mit interkulturellem Inhalt geschrieben und inszeniert.

Kulturladen St. Georg 20 Uhr So 29. Okt

Homenaje a Sefarad Trio ZIMT Musik

Die Wege des Exils der spanischen Juden zeichnet das Trio ZIMT musikalisch nach. Durch das friedliche Zusammenleben von Christen, Moslems und Juden im Mittelalter und die kulturellen Kontakte im Zuge der Vertreibung entstand eine Verbindung aus spanischen, arabischen und südosteuropäischen Klängen. Die vorgetragenen Lieder erzählen von der Sehnsucht nach der Heimat Spanien. Kulturladen St. Georg

Die Sologitarristin Kirstin Stehnke spielt in Kammermusikensembles, Theater- und Literaturprojekten. Perkussionist Olaf Casalich-Bauer ist Mitglied der Minne-Rockband »Ougenweide« und der Hamburger Band »Tuten und Blasen«. Inge Mandos-Friedland singt in mehreren Ensembles. 17


Mo 30. Okt 19.30 Uhr Laeiszhalle

P i a n o , To y P i a n o , K a l i m b a & G a d g e t s Jennifer Hymer Musik

Ein abwechslungsreiches Klavierprogramm, das mit einem Flügel als Ausgangpunkt beginnt und in eine wundersame Richtung mit dessen winzigen Gegenstücken fortschreitet: dem Toy Piano und dem afrikanischen Daumenklavier Kalimba. Durch eine Vielzahl ungewöhnlicher Aktionen entwickelt sich der Abend: Texte werden rhythmisch zur Musik gesprochen, chinesische Pipa-Techniken auf den Klaviersaiten benutzt, eine Spieluhr, Ballons, eine Autohupe und eine Fahrradklingel verwendet. Das Programm zeigt eine Sammlung bereits aufgeführter Miniaturen von Komponisten wie Karlheinz Essl, Moritz Eggert, Tan Dun, Jerome Kitzke, sowie neuen Stücken von Manfred Stahnke, Annea Lockwood, Matthias Kaul, Georg Hajdu, Peter Michael Hamel, Sascha Lino Lemke und Silvia Matheus. Laeiszhalle (Musikhalle): Studio E, 60 Min, 12/10 €

Jennifer Hymer studierte Klavier an der University of California in Berkeley

und am Mills College, Oakland. Mit dem Komponisten Georg Hajdu gründete sie 1995 in Deutschland das elektro-akustische Ensemble WireWorks. Neben einer Südamerika-Tournee nahm sie an unzähligen Festivals teil und gab Konzerte in Portugal, Deutschland, Mexiko, Ungarn und den USA. Für ihr 2002 uraufgeführtes Multimediaprojekt »Handscapes« haben international renommierte Komponistinnen Auftragswerke beigesteuert. Dieses Projekt wurde u.a. in Hamburg, Oakland, Köln, Leipzig und New York gezeigt.

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Deutsches Schauspielhaus: Kantine 20 Uhr Mo 30. Okt

Leidenschaft in Chanson

Plaisir d’amour

Nathalie Mouillot & Natalie Böttcher Liederabend

West- und osteuropäisches Temperament begegnen sich an diesem musikalischen Abend. Das französische Chanson bietet hier den Stoff an, aus dem zwei Künstlerinnen ein Zwiegespräch über die jeweilige Darstellung von Leidenschaft beginnen. Sie werden zu innigen Komplizen, die sich durch die Musik in immer größere Erregung versetzen und sich dabei gegenseitig künstlerisch bereichern. Das kraftvolle Repertoire reicht von der Musette und Music Hall der 30er Jahre über das »chanson réaliste« der 50er bis ins Varieté der 70er. Trenet, Piaf, Brel und Gainsbourg finden erneuten Ausdruck, originelle Kompositionen vervollständigen den Bogen zur Gegenwart. Deutsche Kommentare mit ausländischem Akzent. Deutsches Schauspielhaus: Kantine, 75 Min, 6 €

Gesang Nathalie Mouillot Akkordeon Natalie Böttcher

Die Französin Nathalie Mouillot ist Tänzerin und Sängerin. Sie hat ihre lange Bühnenerfahrung in Paris und Berlin gesammelt und ist seit 2003 in Hamburg tätig. Die Russin Natalie Böttcher erhielt ihre Ausbildung an der MussorgskyMusikhochschule und am Kulturinstitut in St. Petersburg. Sie bekam 2003 und 2004 den 1. bzw. den 2. Preis des Internationalen Akkordeon-Wettbewerbs und

wirkt seitdem in vielen Hamburger Theatern mit. Seit einem Jahr tritt das Duo gemeinsam auf.

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Mi 1. Nov 20 Uhr Laeiszhalle

New music for 2 guitars Tatjana Kukocˇ & Tilman Hübner Gitarrenkonzert

Folklore aus Bulgarien, Indien, Lettland und Deutschland trifft auf Minimal Music und andere Gegenwartsmusik. Sie erfährt dabei Veränderungen und Weiterentwicklung. Sowohl der »Groove« der Minimal Music als auch die fesselnden bulgarischen Rhythmen ziehen das Publikum in ihren Bann. Bei diesem Konzert erleben Kompositionen der Hamburger Sebastian Sprenger und Tilman Hübner, des Bulgaren Atanas Ourkouzounov und des Kasseler MinimalMusic-Spezialisten Ulli Götte ihre Erstaufführung. Das Programm ist Ergebnis des CD-Projekts »Feldklänge«. Die Wanderung zwischen verschiedenen Kulturen ist dem Duo mit kroatischen und baltischen Vorfahren eine Selbstverständlichkeit. Laeiszhalle (Musikhalle Hamburg): Studio E, ca. 60 Min, 12/10 €

Tatjana Kukocˇ studierte klassische Gitarre am Athener Konservatorium und

an der Musikhochschule Köln. Sie gewann Preise bei internationalen Wettbewerben, trat als Solistin in Europa und Amerika auf und unterrichtet zurzeit an der Staatlichen Jugendmusikschule Hamburg. Ihre CDs »Electric Counterpoint« und »Shift« enthalten neue Werke von verschiedenen Komponisten. Der Gitarrist Tilman Hübner ist Dozent, Ensemble- und Stadtbereichsleiter an der Staatlichen Jugendmusikschule und Lehrbeauftragter an der Hochschule für Musik und Theater. Konzertreisen führen ihn durch ganz Europa. Er veröffentlichte die CDs »Espérance d’Été« und »Suite Hambourgeoise«. Foto: Uwe Martin

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Gesamtschule Winterhude 11 Uhr Mi 1. Nov

Wege zum Ruhm: Die Vögel E. Mestetschkin, C. Hauch & G. Dag Multimediales Projekt

Aus einem Projekt mit Schülerinnen der Gesamtschule Süderelbe entstand dieses multimediale Bühnenereignis. Gülsüm Dag präsentiert eine Filmcollage, lässt dabei die Vögel ihrer Heimatstadt Bingöl bis nach Hamburg fliegen und eröffnet neue Perspektiven nicht nur auf Hitchcocks Meisterwerk. Gesamtschule Winterhude, 60 Min, Nur mit Voranmeldung Tel. 040 - 43 18 35 00

Gülsüm Dag ist Schülerin der Gesamtschule Süderelbe und gibt mit diesem

Projekt ihr Debüt auf einer großen Bühne. Christiane Hauch und Evgeni Mestetschkin von der »Einfachen Bühne« sind die künstlerischen Leiter, Mamad Oghatean ist für den Filmschnitt verantwortlich.

Gesamtschule Winterhude 11 Uhr Do 2. Nov

Alles Banane? Míriam da Silva Theater & Vortrag

Jeder kennt die Banane als leckeres Obst, viele als Mineral-, Vitamin- und Serotoninlieferant. »Alles Banane?« ist ein Bildungsprojekt der Umweltberatung Altona mit einer szenischen Darstellung der Tänzerin und Schauspielerin Míriam da Silva. Gemeinsam mit Lira Mosquera zeigt sie den Arbeitsalltag, die Ängste, Träume und Wünsche der PlantagenarbeiterInnen und bietet einen Blick von der Bühne in die Welt der Lieblingsfrucht der Deutschen. Gesamtschule Winterhude, 90 Min, Nur mit Voranmeldung Tel. 040 - 43 18 35 00

Die Brasilianerin Míriam da Silva ist Tänzerin, Tanzpädagogin und Schauspielerin. Sie unterrichtet brasilianische Tänze in Hamburg. Lira Mosquera aus Ecuador ist in Hamburg als Tänzerin, Choreographin und Ausbilderin tätig. Christiane Meier ist für die Umweltberatung Altona tätig und koordiniert das Projekt.

christiane.meier@altona.hamburg.de

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Do 2. Nov 20 Uhr goldbekhaus

Ham-Ahangi

Harmonie – Gleichklang

Omied Khademsaba Kurzfilme, Videoinstallationen & Musik

Ham-Ahangi beschreibt einen kulturellen Austausch zwischen Künstlern unterschiedlicher Herkunftsländer. Bei dem Mosaik-Stück kommt es zu einer Verschmelzung der filmischen Umsetzung von Omied Khademsaba mit der elektronischen Improvisationsmusik von Arne Schulz, Ingo Stövesandt und Mark Wiedemann. Zu Beginn der Vorstellung stehen diese Arbeiten einander noch inhaltlich gegenüber. Im Laufe der Veranstaltung stellen die Teile eine subtile Verbindung her. Die surreale Welt des Videospiels mit seiner hypnotischen Wirkung, das Bildungssystem in der Schule, der Kosmos des Künstlers: Verschiedene gesellschaftliche Themen werden durch Kurzfilme angesprochen und von Installationen umrahmt, in denen Klang und Farbe zusammenfließen und durch Improvisationen zum Leben erweckt werden. Eine audio-visuelle Reise zwischen verschiedenen Welten.

Bühne zum Hof, 75 Min, 10/8 €

Kurzfilme & Klarinette Omied Khademsaba Gitarre Arne Schulz Sampler & Tasten Ingo Stövesandt Videoinstallation Mark Wiedemann Keyboard

Babak Bataghva Omied Khademsaba ist in Teheran geboren, studierte Klarinette und erhielt

am Stadttheater Teheran ein Engagement als Komponist und Musiker. Seit 1986 lebt er als Künstler und Regisseur in Deutschland.

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Multikuhbühne 20 Uhr Do 2. Nov

Crazy Diamond David Chotjewitz Szenisch-musikalische Lesung

Mira spielt E-Gitarre. Musik ist ihr Leben. Sie lebt dieses Leben mit aller Konsequenz, bis zu ihrem frühen Tod im Aquarium eines Luxusapartments. Der Roman »Crazy Diamond« basiert auf dem Projekt »Stirb Popstar Stirb«, welches das theater:playstation mit jungen SängerInnen, RapperInnen, MusikerInnen und DarstellerInnen entwickelt hat. Mit Live-Musik wird die Geschichte einer Gruppe Jugendlicher erzählt, die in Hamburg leben und aus den unterschiedlichsten Ecken der Welt kommen. Etwas Besonderes verbindet sie: die Leidenschaft zur Musik. Mit allen Mitteln versuchen sie, ihren Traum von einer Karriere im Musik-Business zu verwirklichen. Multikuhbühne, 90 Min, 10/8 €

Autor David Chotjewitz Mitwirkende junge DarstellerInnen von theater:

playstation David Chotjewitz ist Autor und Theatermacher. Er lebt als freier Schrift-

steller und Übersetzer in Hamburg. Unterstützt von jungen DarstellerInnen des im Jahre 2000 gegründeten Projekts theater : playstation, stellt er in dieser Inszenierung die neue szenische Fassung des Stoffes vor.

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Do 2. + Sa 4. Nov 20.30 Uhr goldbekHaus Premiere

ICE CUBE / frozen minds fingerdeplace Multidisziplinäre Theatervorstellung

Joshua, der Emigrant, findet keine Ruhe. Er streitet sich mit dem Sessel und erzählt von der Zeit, bevor er seine Heimat verließ. Der Außenseiter gehört zu keiner Gruppe und ist seine ganz eigene Parallelgesellschaft. In seiner wachsenden Frustration identifiziert er sich mit dem alttestamentarischen Helden Josua, der die Stadt Jericho in Schutt und Asche legte. Ein Mann mit einer Mission, Zugehörigkeit und ohne Zweifel. Joshua fasst einen Entschluss, der ihn unabwendbar für den Rest der Welt sichtbar machen soll. Das Projekt ist durch die Poesie von Arthur Rimbaud, die Erfahrungen der Künstler als Emigranten und die brutale biblische Geschichte von Josua inspiriert. Es wird von einem eindrucksvollen Bühnenbild, atmosphärischen Filmen und durchdringenden Musikcollagen unterstützt.

Halle, 90 Min, 12/10 €

Regie, Autor, Darsteller Jens Jakob de Place Bühnenbild, Video, Lichtdesign, Kostüme Jörg Finger Dramaturgie, Endregie Dorothee de Place Jens Jakob de Place studierte an der Kunsthochschule Utrecht Intercultural

Theater & Education. Er unterrichtete in Tschechien und den Niederlanden und ist zurzeit am Theater e.novum in Lüneburg tätig. Mit dem Lichtdesigner und Filmemacher Jörg Finger gründete er 2001 die Theatergruppe fingerdeplace.

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Kooperation Independencia 17 Uhr Fr 3. Nov

Ansichten Monica von Ondarza & Anton Engel Ausstellung – Finissage

Ansichten zweier Reisender präsentieren Monica von Ondarza und Anton Engel mit Farbe und Pinsel. Durch ihre warme Farbigkeit scheinen die Werke von Monica von Ondarza langsam ein- und auszuatmen, die Zeichnungen von Anton Engel dagegen in einem Atemzug ausgeführt worden zu sein. Die Künstler wurden zusammengeführt von Andrea Wulff, die diese Ausstellung konzipiert hat. Ausstellung: 9. Sept. – 3. Nov., Independencia (Sprachenschule), Eintritt frei

Die Engländerin Monica von Ondarza studierte Kunstgeschichte in Paris und Psychologie in Hamburg. Der Hamburger Anton Engel studiert Illustration im Fachbereich Gestaltung an der HAW. Die Künstlerin und Pädagogin Andrea Wulff lebt und arbeitet in Hamburg.

Kooperation Indepedencia 17 Uhr Fr 3. Nov

Die halbierte Orange

La media naranja

Sascha Piroth & Pavleska Tello Installation & Performance

Wie liebt es sich über 10.000 km Entfernung? Wie fühlt es sich an, wenn man seiner »besseren Hälfte« – seiner »media naranja« – auf einem fernen Kontinent begegnet und sie doch verlassen muss? Drei Jahre nur über Briefe, Telefon und Mail verkehrt? Was passiert, wenn die Liebe, der Schmerz und die angestaute Sehnsucht knospen, Blüten treiben und dann zu Bildern, Tönen und Gerüchen werden? Ein Fest der Liebe jenseits von Ländergrenzen und gängigen Beziehungsmustern.

Installation 17 – 20 Uhr, Performance (ca. 20 min), 17.30 und

19.30 Uhr, Independencia (Sprachenschule), Eintritt frei

Der Hamburger Sascha Piroth ist Grafiker, Künstler, Autor und Schauspieler. Die Mexikanerin Pavleska Tello ist Schauspielerin, studierte visuelle Kommunikation an der Universidad Nacional Autonoma de Mèxico und arbeitet interdisziplinär in ihrer Heimat Mexiko.

www.weissepixel.de

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Fr 3. Nov 19 Uhr Premiere + So 5. Nov 14:30 Uhr goldbekHaus

Diese große kleine Welt Ensemble TanzBrücke Tanzinszenierung

Ist unsere Welt groß oder klein? Ist der Mensch klein und unbedeutend oder kann jeder an dieser Welt etwas ändern? Zwei Außerirdische fliegen Richtung Erde, um die Bekanntschaft mit unserer Welt zu machen, einer Welt, die einerseits groß und ewig erscheint, andererseits klein und zerbrechlich ist. Sie haben eine sehr wichtige Aufgabe zu erfüllen: die Welt vor einem mächtigen Bösewicht zu schützen, der Einfluss auf Naturereignisse und Menschen nimmt. Nach der Landung beginnt ihre Odyssee, voll mit Überraschungen und abenteuerlichen Hindernissen. Doch mit Hilfe der Menschen werden sie die Reise glücklich überstehen. Nachdenkliches, humorund phantasievolles Tanztheater.

Halle, 90 Min, 10/8/5 €

Projektleiterin Natalia Dergatcheva Mitwirkende ca. 50 Kinder und Jugend-

liche des Ensembles »TanzBrücke« Natalia Dergatcheva kommt aus St. Petersburg, ist Erziehungswissenschaft-

lerin und Tanzpädagogin. Zurzeit studiert sie Bewegungswissenschaft an der Universität Hamburg. Im Tanzensemble TanzBrücke, das 2005 beim Bundeswettbewerb »Jugend tanzt« den dritten Platz gewann, üben die TeilnehmerInnen unter ihrer Leitung phantasievolle Tanztheaterstücke ein. www.bruecke-hamburg.de

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goldbekHaus 20.30 Uhr Fr 3. Nov

Stückgut – Gedankengut Eva Profousová /Elbe-Saiten-Quartett Konzert & Lesung

Text und Musik öffnen einander die Ohren. Afrikanische Rhythmen, orientalische Klänge, tänzerische Folklore aus Bulgarien und Südamerika – musikalisches Stückgut aus weiten Welten spiegelt den Klangreichtum der klassischen Gitarre wider. Inspiriert von der kulturellen Vielfalt des Hamburger Hafens, ist das Elbe-Saiten-Quartett seit zwei Jahren unterwegs, um Einblicke in ferne musikalische Lebenswelten zu gewinnen. Das gesprochene Wort führt in die Musik ein und untermalt sie: Es erklingen Gedankengut von Doris Lessing und dem Filmemacher Fatih Akin, Erzählungen von Yoko Tawada und dem bulgarischen Autor Jordan Raditschko, Gedichte von Ingeborg Bachmann, Märchen und Homers Odyssee.

Bühne zum Hof, 90 Min, 10/8 €

Rezitation Eva Profousová Gitarren & Perkussion Jochen Buschmann, Hilke

Billerbeck, Frank Naruga, Kirstin Stehnke Die in Prag geborene Eva Profousová ist Publizistin und Übersetzerin von renommierten Autoren wie Topol, Havel und Viewegh. Sie lebt in Hamburg, ist häufig in Literaturshows zu sehen und tritt in musikalischen Lesungen auf. Das Elbe-Saiten-Quartett besteht aus den Hamburger MusikerInnen Jochen

Buschmann, Hilke Billerbeck, Frank Naruga und Kirstin Stehnke, alle vier sowohl in der klassischen Musik als auch in Klezmermusik, Irish Folk, Jazz und Tango beheimatet.

www.Elbe-Saiten-Quartett.de

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Fr 3. Nov 20 Uhr Multikuhbühne

Three Women Dianamaria Spandlowski Video- & Tanztheater

Wie wird heute ein junges Mädchen zur Frau? In fragmentarischen Ausschnitten beschreibt dieses Projekt die »Frauwerdung« einer Generation, die, aus verschiedenen Teilen der Welt stammend, sowohl unterschiedliche als auch kulturübergreifende Schicksale erlebt. Weder rituelle Genital-Verstümmelung für den Heiratsmarkt, noch Schönheits-OPs, die zur Figur eines Models verhelfen sollen, noch die Medienflut bieten Lösungen für die Konflikte, mit denen Frauen konfrontiert sind. Es wird an diesem Abend die schmerzhafte Suche nach dem eigenen Frauenbild offenbart und eine einmalig »grausam-schöne« Stimmung erzeugt.

Multikuhbühne, 55 Min, 10/8 €

Regie, Choreographie & Video Dianamaria Spandlowski Tanz & Choreographie Maasa Sakano, Zohar Ren Karni, Laura Silina. Dianamaria Spandlowski kommt aus Berlin und studiert in Hamburg Medien-Design.

Fr 3. Nov 20 Uhr Sa 4. Nov 10 Uhr Goethe-Institut

Mein Körper – Mein Zuhause Bohne, Cobanoglu, Messerschmidt & Be’shan Malerei & Lesungen Was haben Körper und Heimat gemeinsam? Vier Künstler zeigen ihre

Bilder und lesen aus ihren Texten: das Leben im Seelen-Exil durch Anorexie /Bulimie; die Sicht des Mannes auf die ursprüngliche Heimat aller Menschen, den Frauenkörper; die türkische Frau, die über ihren Körper nicht bestimmen darf und die afrikanische Frau, geerdet in ihrem Körper und heimatlos im Herzen. Vor Ort werden sie eine Gemeinschaftsarbeit malen. Ausstellung »Mein Körper – Mein Zuhause« 20. Okt – 9. Nov, Fr 3. Nov 20 Uhr Lesung »Zooexil« von Be’shan, 45 Min, Sa 4. Nov 10 – 17 Uhr Gemeinschaftsbild, 18 Uhr Lesung »Fremdkörper – Körperfremd?« von Lena Messerschmidt, 45 Min, 9. Nov 19 Uhr Finissage Mehr Infos unter: www.festival-eigenarten.de Foto: Alejandra Lojero Garza

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Premiere Goethe-Institut 20 Uhr Sa 4. Nov

Mich zwingt nichts als die Liebe Jana Bezpalcová & Eva Profousová Musikalische Lesung

Am liebsten hätte sie so frei gelebt wie George Sand, deren Portrait ihr Arbeitszimmer schmückte. Aber das Prag des beginnenden 19. Jahrhunderts war nicht mit Paris zu vergleichen. So ist die in

Wien geborene tschechische Schriftstellerin Bozˇena Neˇmcová (1820 bis 1862) vor allem als Autorin des Romans »Die Großmutter« bekannt geworden. Dass sie ebenfalls eine begnadete Briefschreiberin war, wusste man zu ihren Lebzeiten kaum. Ihre viel später entdeckte Korrespondenz wirkt auch nach über 150 Jahren überraschend aktuell. Und es erstaunt sehr, dass die Begründerin der modernen tschechischen Prosa erst nach ihrer Heirat Tschechisch lernte. Die Lesung wird untermalt mit einem besonderen Akkordeon, Barbora genannt.

Goethe-Institut, ca. 90 Min, 10/8 €

Lesung Eva Profousová Musikalische Untermalung Jana Bezpalcová Jana Bezpalcová kommt aus Prachatice, studierte Akkordeon in Bratislava

und Weimar und lebt in Prag, wenn sie nicht gerade in der ganzen Welt als Soloakkordeonistin unterwegs ist. Die in Prag geborene Eva Profousová lebt in Hamburg, war Leiterin des tschechischen Honorarkonsulats und für die öffentliche Präsentation der Tschechischen Bibliothek zuständig. Sie ist Publizistin und Übersetzerin von renommierten Autoren wie Topol, Havel und Viewegh. Sie ist häufig in Literaturshows zu sehen und tritt in musikalischen Lesungen auf.

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Sa 4. Nov 20 Uhr goldbekHaus

Persian classics AWA Konzert

Improvisationskunst und Experimentierfreudigkeit sind die lebendigen Grundelemente, welche die klassische persische Musik in der Interpretation der Gruppe AWA so sinnlich und aufregend machen. Kernpunkt des künstlerischen Konzepts ist die Auseinandersetzung mit anspruchsvollen musikalischen Inhalten aus der Tradition Persiens. Darüber hinaus werden verschiedene Rhythmen und Richtungen anderer Musikformen eingebunden und so nach der harmonischen Verbindung zwischen klassischen und modernen musikalischen Elementen in den persischen Klängen gesucht. Bei eigenarten wird die Gruppe von Gastmusikern begleitet: drei Sängerinnen, die mit der Daf (persisches Tamburin) trommeln, und zwei Setarspieler.

Bühne zum Hof, 90 Min, 10/8 €

Setar Esfandiar Kamrani Piano Pejman Ghanbari Gesang, Tonbak Keivan

Namar Daf, Perkussion Ali Ramezani AWA (persisch: Klang) ist das Produkt einer engen Freundschaft zwischen vier

persischen Musikern, die seit 1997 besteht. Ihr gemeinsames Ziel ist es, durch die Musik das Innerste des Menschen und das Leidenschaftliche in der Natur des Künstlers zum Klingen zu bringen und zum Meditieren zu inspirieren. www.awamusik.de

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Premiere Kulturhaus 73 20 Uhr Sa 4. Nov

O M N I A V I N C I T A M O R

. . . PIC e.V. Deutsch-italienisches Theater

… oder »die Liebe besiegt alles«. Kann die Liebe wirklich alles besie-

gen? Auch die Kulturunterschiede? Eine italienische Bar im Ausland, ein wortkarger Barmann, der gut zuhört: Seine Bar wird von Paaren unterschiedlicher Nationalitäten besucht. Diese bekommen einen »caffè speciale« und erzählen dann ihre Geschichten, Begegnungen und Gefühle. Kulturelle Probleme, die Sprache, der Alltag mit dem »Anderen«, die Unterschiede, die Missverständnisse, aber auch die durch eine bikulturelle Beziehung entstandenen Bereicherungen werden am Tresen erörtert. Interviews und Videoaufnahmen lassen uns ins Leben der interkulturellen Paare schauen. Literarische Texte, Musik und Tanz bereichern die Darstellung in deutscher und italienischer Sprache.

Kulturhaus 73, 90 Min, 9/7 €

Regie Marina Siena Regieassistenz Valeria Cattaneo Schauspieler Donata

Castellano, Christian Lamberti, Petra Frank, Luca Ferriani, Maria Teresa Langona, Christian Gerloff, Birgit Mangold, Vito Pugliese und der Barmann Musik von Pino Daniele, Avion Travel, Etta Scollo, Paolo Conte Technik Marcello

Campione Film Ernst Zurborn Originaltexte Marina Mannarini Textausschnitte von Marisa Fenoglio, Stefano Benni, Silvia Montevecchi

Die Italienerin Marina Siena absolvierte ihre Ballett- und Schauspielausbildung in Rom, Mailand und Florenz. Sie choreographierte internationale Tanz- und Theaterprojekte in Italien und lebt seit 1997 in Hamburg, wo sie als Regisseurin und Choreographin arbeitet. Der Kulturverein PIC e.V. beschäftigt sich seit 1999 mit den Themen »Identität und Integration der Italiener in Hamburg«.

Unterstützt durch die Kulturbehörde Hamburg

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Sa 4. Nov 20 Uhr DAS Atelier in der Schanze

Patchwork S.T.I.L. e.V. Lesung mit Musik

Der Gedichtband »Sarmatische Zeit« ist das erste Werk des ostpreußischen Autors Johannes Bobrowski, der 1965 in Ost-Berlin starb. Es zeigt sein bevorzugtes Thema: der europäische Osten – in der römischen Antike »Sarmatia« genannt – wo »Polen, Litauer, Russen und Deutsche miteinander lebten, unter ihnen allen die Judenheit.« In seinen Erzählungen und Gedichten, aus denen gelesen wird, bearbeitet er dieses Thema. Die polnische Autorin Alicja Wendt lebt in Hamburg, ist Mitglied des »Forums junger Autorinnen und Autoren« und schreibt ihre Gedichte, die sie selbst liest, auf deutsch. Die Sängerin Jasmin Ürer, deren Vater aus der Türkei stammt, singt jiddische Lieder, am Klavier begleitet sie der indonesische Pianist David Satyabrata. Erika Werner von S.T.I.L. e.V. ist verantwortlich für dieses interkulturelle Programm: »Patchwork«.

DAS Atelier in der Schanze, 120 Min, 8/4 €

Texte Johannes Bobrowski, Alicja Wendt Lesung Michael Bideller, Alicja

Wendt Gesang Jasmin Ürer Klavier David Satyabrata Moderation Erika Werner Michel Bideller ist Schauspieler. Er arbeitet am Theater und wirkt in Filmen

und Fernsehserien mit. Seit Jahren tritt er im »Hamburger Jedermann« auf. Alicja Wendt veröffentlicht ihre Texte in Zeitschriften und Anthologien. Sie

lebt und arbeitet in Hamburg. Die mehrfach ausgezeichnete Sängerin Jasmin Ürer studierte an der Musikhochschule Hamburg. Der Pianist David Satyabrata erhielt seine Ausbildung ebenfalls in Deutschland.

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Abaton-Kino 11 Uhr So 5. Nov

Schanzenbürger und andere Interkulturelle Filmreihe

Wie sieht die neue Filmemachergeneration die Hansestadt und ihre verschiedenen Kulturen? Seemannslos Ein Seemann, der schon bessere Zeiten gesehen hat, durch-

streift St.Pauli und erlebt seine Erleuchtung in Harrys Hafenbazar. Animationsfilm von Pascal Cloetta, Frauke Ditting, Melanie Groger, Alexandra Müller, Helder Rodrigues Parrinha, 7 min

Die Welt im Glas Ein Mädchen in der Türkei lebt in einfachen Verhältnissen

auf dem Land. Einen Tag darf sie mit ihrem Bruder in die Großstadt Istanbul fahren und entdeckt eine schöne neue Welt. Hüsejin Tabak 2005, Kurzlfilm, 7 min, OmU Trois amis Drei französische Sprachstudenten auf einem Trip durch Europa

erleben Freundschaft, gemeinsame Träume und Verrat. 2005, short-fiction, 11,5 min Schanzenbürger Sieben Bewohner des Schanzenviertels aus Korea, Öster-

reich, der Türkei, den USA und Deutschland berichten über Freundschaft, Liebe, Glaube und Tod. Deutschland, Film von Andreas Stonawski & Gabriele von Kröcher, 45 min Wir bedanken uns herzlich beim Kurzfilmfestival-Team für seine Unterstützung

Kulturhof Dulsberg u. a. Di 7. bis So 19. Nov

Dulsberger HerbstLESE Interkulturelles und literarisches Stadtteilfestival

Die Begegnung und das Zusammenwirken von Menschen verschiedener Kulturen stehen im Mittelpunkt des interkulturellen und literarischen Stadtteilfestivals Dulsberger HerbstLESE, das dem Publikum in diesem Jahr wieder über 20 Veranstaltungen und Projekte bietet. Das Stadtteilbüro Dulsberg und weitere Veranstalter präsentieren Lesungen, Musik, Kino und Kunst. Unter den Highlights sind ein großes afrikanisches Fest am 18. November und ein türkisches Schattentheater-Projekt besonders hervorzuheben. Infos ab Oktober unter www.dulsberg.de und im Stadtteilbüro Dulsberg Tel. 040-652 80 16

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Veranstaltungsorte und Partner Abaton-Kino Allende-Platz /Grindelhof (S -Dammtor); 040 - 4132 03 20 Anleger Vorsetzen (U-Baumwall) DAS Atelier im Schanzenviertel Bartelsstr. 12 (Hinterhaus oben) (U/S -Sternschanze) 040 - 43 27 87 07 Deutsches Schauspielhaus (Kantine) Kirchenallee 39 (U/S -Hauptbahnhof) 040 - 248 71 -3 Gesamtschule Winterhude Meerweinstr. 26 - 28 /Ecke Großheidestr. (U-Saarlandstr.) Goethe-Institut Hamburg Hühnerposten 1 (U/S -Hauptbahnhof); 040 - 23 85 43 - 0 goldbekHaus Moorfuhrtweg 9 (U3 -Borgweg und MetroBus 6); 040 - 278 70 20 Independencia (Sprachenschule) Weidenallee 37 /Hinterhaus (S -Sternschanze) 040 - 31 70 50 90 Kulturhaus 73 Schlüterstraße 14 (S -Dammtor); 040 -18 05 78 09 Kulturhof Dulsberg Alter Teichweg 200 (U1-Alter Teichweg); 040 - 652 80 16 Kulturladen St. Georg Lange Reihe 111 (U/S -Hauptbahnhof); 040 - 28 05 48 62 Laeiszhalle (Musikhalle Hamburg) Studio E, Johannes-Brahms-Platz (U2-Messe-

hallen); 040 - 34 69 20 Multikuhbühne Schanzenstraße 105 (U/S -Sternschanze); 040 - 39 90 95 84 Museum für Völkerkunde Rothenbaumchaussee 64 (U -Hallerstr.); 040 - 42 88 79 510 Werkstatt 3 e.V. Nernstweg 32 (S -Altona); 040 - 39 80 53 60 Zinnschmelze Maurienstr. 19 (U/S -Barmbek); 040 - 299 20 21 Danke! Wir danken allen, die das Festival unterstützen – besonders den ehrenamt-

lichen HelferInnen, die uns zur Seite stehen, sowie der Jury! Förderer Kulturbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg – Referat für interkul-

turelle Projekte, Ausschuss für Kirchliche Weltdienste (AKWD), Hamburgische Kulturstiftung, Norddeutsche Stiftung für Umwelt und Entwicklung, Stiftung Umverteilen. Kooperationspartner Abaton Kino, Goethe-Institut, goldbekHaus, Independencia,

Kulturhof Dulsberg, Kulturladen St. Georg, Hochschule für Musik und Theater, Laeiszhalle (Musikhalle Hamburg), Multikuhbühne e.V., S.T.I.L. e.V., Verein für Internationalen Kulturaustausch e.V. (ika), Werkstatt 3 e.V., Zinnschmelze Medienpartner Szene Hamburg, hamburg:pur

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Preise, Karten und Impressum eigenarten c/o peeng e.V. Winklers Platz 8, D-22767 Hamburg Tel. /Fax 040 - 43 18 35 00; Infoline (ab Oktober) 040 - 43 28 07 67 www.festival-eigenarten.de; E-mail: peeng@t-online.de Die Preise entnehmen Sie bitte den Programmseiten!

Reservierungen 040 - 43 28 07 67 oder über die jeweilige Programmseite unserer Homepage unter www.festival-eigenarten.de Vorverkaufsstellen goldbekHaus, Kartenhaus Gertigstraße, Kartenhaus Schanzenstraße Reservierte Karten müssen 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn abgeholt werden. Die Abendkasse öffnet ca. eine dreiviertel Stunde vor Vorstellungsbeginn. Gelöste Eintrittskarten können nicht getauscht oder zurückgenommen werden. Bitte beachten Sie die unterschiedlichen Anfangszeiten (Einlass ist ca. 30 Min. vor Veranstaltungsbeginn); nach Beginn der Aufführung ist kein Einlass mehr möglich. Rücknahme von Karten nur beim Ausfall der Veranstaltung. Ton- und Bildaufzeichnungen während der Veranstaltung sind nicht gestattet. Sämtliche Namens-, Nutzungs- und Urheberrechte verbleiben beim Veranstalter. Es gelten die üblichen Veranstaltungsbedingungen und beim Verkauf von Eintrittskarten zusätzlich unsere AGB, die bei peeng e.V., Winklers Platz 8, 22767 Hamburg angefordert werden können. Bei Vorlage des gültigen Berechtigungsnachweises (ggf. in Verbindung mit einem Personalausweis) werden die üblichen Ermäßigungen gewährt. Dieser Nachweis muss beim Einlass und während der Veranstaltung mit sich geführt werden.

Veranstaltungen an anderen Orten Die Eintrittspreise und Konditionen richten sich nach den Regelungen unserer Kooperationspartner. Reservie-

rungen und Kartenvorverkauf wickeln Sie bitte direkt mit ihnen ab. Liste der weiteren Veranstaltungsorte mit den entsprechenden Telefonnummern für Reservierungen siehe S. 34. Mit Informationen hilft Ihnen die Infoline von eigenarten unter 040 - 43 28 07 67 gerne weiter. Außerdem können Sie zur Einholung der aktuellen Infos die Links auf unserer Homepage www.festival-eigenarten.de/Partner nutzen.

Veranstalter peeng e.V. Gestaltung grafik: sommer + van de loo, 040 - 98 23 5135 Druck MaXxPrint 0341 - 58 92 30 Redaktion Cecilia Amado, Judy Engelhard, Dirk Langenfeldt, Kai Peters und Julie Salviac ViSdP Kai Peters. Einen besonderen Dank an Alexander Albrecht, Jürgen Krenz, Rebecca Prigge, Susanne Römer und Behnaz Vassighi


S. 8 S. 9

S. 7

S.15

S.17

S.17

Do 2. Nov

Mi 1. Nov

S.14

S. 21

20 Uhr Ham-Ahangi Omied Khademsaba Kurzfilme, Videoinstallation & Musik

11 Uhr Alles Banane? Míriam da Silva Theater & Vortrag

S. 22

20 Uhr New music for 2 guitars Tatjana Kukocˇ & Tilman Hübner Gitarrenkonzert

S. 21

S.10

S. 20

11 Uhr Wege zum Ruhm E. Mestetschkin, C. Hauch & G. Dag Multimediales Projekt

S.19

S.16

20 Uhr Plaisir d’amour Nathalie Mouillot & Natalie Böttcher Liederabend

S.18

20.30 Uhr Tilt-berlin C. Sandoval, I. Gabbai, O. Shalev Konzert & Installation

20 Uhr Homenaje a Sefarad Trio ZIMT Musik

20 Uhr Emigranten Ensemble Multikuhbühne Theater

20 Uhr ReggaetonZ Michael Schnizler Tanz

15 Uhr Weltreise ohne Pass Arian Talebean & Reimer Dohrn Hafenrundfahrt

S.13

S.12

S.11

11 Uhr TrauerArbeit Regine Christiansen Fotografische Installation

21 Uhr Spontanheilung Dolly Cluster & Frau Mond Liederabend

20 Uhr Hotel Europa theater:playstation Schauspiel /Performance

20 Uhr Fremdeln die Sterne in der Ferne? Alina Manoukian Szenischer Liederabend

20 Uhr Mare Mario Di Leo Musikalische Kreuzfahrt

20 Uhr Mythos Danza Om Tri Tanzperformance

20.30 Uhr Matakadjom Djante Bi Tanzperformance & Trommelkonzert

S. 6

Mo 30. Okt 19.30 Uhr Piano, Toy Piano, Kalimba & Gadgets Jennifer Hymer Musik

So 29. Okt

Sa 28. Okt

20 Uhr On the sunny side of the street Cordula Collier Konzert

20 Uhr Zwischen. Morgens Deutschland – abends Türkei G. Güntel & G. Vierhuff Theater

Fr 27. Okt

S. 4

19 Uhr Fest Eröffnung mit The Drum Kids

Do 26. Okt

Programmübersicht

S. 5

Programmübersicht eigenarten


Mo 4. Dez

S. 23

S. 25 S. 25

S. 24

S. 28

S. 28

S. 28

S. 27

S. 30

S. 32

S. 33 S. 26

19 Uhr Authentizität und Integration Tagung

Umschlag

Dulsberger HerbstLESE Kulturhof Dulsberg Interkulturelles & literarisches Stadtteilfestival

14.30 Uhr Diese große, kleine Welt Ensemble TanzBrücke Tanzinszenierung

11 Uhr Schanzenbürger und andere Interkulturelle Filmreihe

S. 24

S. 31

20.30 Uhr ICE CUBE fingerdeplace Multidisziplinäre Theatervorstellung

20 Uhr Patchwork S.T.I.L. e.V. Lesung mit Musik

20 Uhr Omnia Vincit Amor PIC e.V. Deutsch-italienisches Theater

20 Uhr Persian Classics AWA Konzert

S. 33

S. 29

S. 26

20 Uhr Mich zwingt nichts als die Liebe Jana Bezpalcová & Eva Profousová Musikalische Lesung

18 Uhr Mein Körper – Mein Zuhause Lena Messerschmidt Lesung

A. Bohne, B. Cobanoglu, L. Messerschmidt & Be’ shan Malerei

10 Uhr Mein Körper – Mein Zuhause: Malen eines Gemeinschaftsbildes S. 28

20.30 Uhr Stückgut – Gedankengut Eva Profousová / Elbe-Saiten-Quartett Konzert & Lesung

20 Uhr Mein Körper – Mein Zuhause: »Zooexil« Be’shan Lesung

20 Uhr Three Women Dianamaria Spandlowski Video- und Tanztheater

19 Uhr Diese große, kleine Welt Ensemble TanzBrücke (auch 5.11., 14.30 Uhr) Tanzinszenierung

17 Uhr La media naranja Sascha Piroth & Pavleska Tello Installation & Performance

17 Uhr Ansichten Monika von Ondarza & Anton Engel Ausstellung – Finissage

Di 7. – So 19. Nov

So 5. Nov

Sa 4. Nov

Fr 3. Nov

20 Uhr Crazy Diamond David Chotjewitz Szenisch-musikalische Lesung

20.30 Uhr ICE CUBE fingerdeplace (auch 4.11., 20.30 Uhr) Multidisziplinäre Theatervorstellung

2006 vom 26. Okt – 5. Nov


eigenarten – Plattform für interkulturell arbeitende KünstlerInnen Das Festival präsentiert jedes Jahr im Herbst aktuelle Produktionen. Darüber hinaus sollen jedoch auch die Vernetzung und Verankerung von Hamburger KünstlerInnen mit Migrationshintergrund verbessert werden. Mit verschiedenen Referenten können am 4. Dezember die vielfältigen individuellen und gesellschaftlichen Dimensionen diskutiert werden. Tagung am Mo 4. Dez um 19 Uhr Werkstatt 3

Authentizität und Integration eigenarten und das Interkulturelle Forum Hamburg laden KünstlerInnen, Multiplikatoren und Interessierte herzlich zu der Tagung ein! Nähere Infos und Anmeldemöglichkeiten unter www.festival-eigenarten.de/tagung oder ab 1. November direkt unter 040 - 43 18 35 00. Kooperation mit dem interkulturellen Forum Hamburg

goldbekHaus und andere Veranstaltungsorte Aktuelle Infos und Karten: www.festival-eigenarten.de Infoline 040 - 43 28 07 67

Freie und Hansestadt Hamburg Kulturbehörde


eigenarten 2006