Skizzenbuch

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Florian Hugger und Thomas Rampp Zeichnungen aus den Jahren 1997 bis 2009 Erschienen im Franz Schiermeier Verlag M端nchen


November 2009 Florian Hugger und Thomas Rampp Franz Schiermeier Verlag München franz-schiermeier-verlag.de Texte: Florian Hugger und Thomas Rampp Gestaltung, Satz: ediundsepp Gestaltunggesellschaft Florian Hugger und Thomas Rampp GbR, Charlotte Binder, Wiebke Köster, Marlene Mühlbauer, Susanne Schmid, Florian Steinkeller Druck: AB Color Druck Lehner, München Papier: Juwel Offset 150g/m2, 1,2 V Bindung: Buchbinderei Neumann, München Florian Hugger (*1973) und Thomas Rampp (*1974) studierten beide an der Technischen Universität in München Architektur. Nach ihrer Assistenzzeit begannen sie 2001 ihre gemeinsame selbständige Tätigkeit und gründeten 2006 das Architekturbüro Lang Hugger Rampp und das Gestaltungsbüro ediundsepp. Beide leben und arbeiten in München. ISBN 978-3-9813190-3-3


Florian Hugger und Thomas Rampp Zeichnungen aus den Jahren 1997 bis 2009 Erschienen im Franz Schiermeier Verlag M端nchen


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Die gezeichnete Linie als einfachste Kunstform: Mit der Hand gezogene Linien sind einzigartig. Jede einzelne. Sie sind unverwechselbar und der Moment der Herstellung ist unwiederbringlich vor端ber.

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Blicke vom Torre Grossa, San Gimignano, Toskana . hu´08


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Frauenkirche, Mßnchen . tr´03


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Bozen mit Kaltern von Jenesien gesehen, Sßdtirol . hu´05


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St. Kajetan, M端nchen . hu`04


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Immer wieder die Theatinerkirche Das wiederholte Zeichnen desselben Motivs bietet die Möglichkeit, jedes Mal etwas Neues am bekannten Objekt zu entdecken. Dazu kommt die Herausforderung, es jedes Mal wieder zu schaffen, dem Objekt gerecht zu werden. In dem Maße, in dem es durch Routine und Erkenntnis vertrauter und damit einfacher wird, wird es auch schwieriger, da mit mehreren guten Zeichnungen im Hintergrund der Anspruch gestiegen ist. Deshalb ist man mit einem Motiv unter Umständen auch nach der hundertsten Zeichnung noch nicht fertig. Man kann es immer wieder neu erschließen und entdecken. Man wird besser, merkt es aber nicht, weil die Erkenntnis über das Objekt und somit der Anspruch an das Werk wächst.

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St. Kajetan, München . hu`04


Odeonsplatz, M端nchen . hu`04

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Herz Jesu Kirche, Mßnchen . tr´04


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Hofgartentor, Mßnchen . tr´02


Feldherrnhalle, Mßnchen . tr´04

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Glyptothek, M端nchen . tr`03


Ionische Agora . tr´06

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Basilika, Vicenza, Veneto . tr´08


Palazzo del Capitano, Vicenza, Veneto . tr´07

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Stadtplatz, Krumau, Tschechien . tr`03


Stadtplatz, Piran, Slowenien . tr`03

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Dom St. Peter, Regensburg . hu´06


Votivkirche, Wien . hu´06

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Kulturspeicher, W端rzburg . tr`09


Kirche, Ferrara, Italien . tr`07

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Planeil, Vinschgau . hu´09


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Traversiner Steg II, Graub端nden, Schweiz . tr`09


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Sehen und Erkennen Durch das genaue Hinsehen während des Zeichnens kann man oft ergründen, warum etwas so ist, wie es ist. Zeichnet man zum Beispiel ein Dorf, erkennt man den Ortskern, die einfachen Häuser und die etwas besseren, die Achsen, die Vorder- und Rückseiten, manchmal die Parzellen. Vor dem Hintergrund einiger historischer Grundkenntnisse bieten sich plötzlich Erklärungen an, warum ein Haus an dieser Stelle oder in dieser Form gebaut wurde. Beim Zeichnen ist der Blick anders. Ein Dorf zeichnend suchen wir die verbindenden Elemente ebenso wie die sich unterscheidenden Merkmale der Einzelbauten. Ordnet man diese Merkmale, ergeben sich städtebauliche Strukturen. Das Vorhandensein von Schornsteinen sowie deren Form und Zahl lässt vielleicht eine städtebauliche Ordnung erkennen, die sonst nie aufgefallen wäre. Beim Zeichnen lernt man dazu. Neben der Denkweise des Baumeisters und der Anmutung des Materials bekommt man einen Einblick in die Handwerkskunst, die Geschichte und die Kultur der Entstehungszeit des Objekts.

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Torri del Benaco, Gardasee . hu´06


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Santa Maria della Salute, Venedig . tr`05


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Gravedona, Comer See, Italien . hu`04


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Festsaal, Wiener Rathaus, Wien . hu`01


Palazzo Te, Mantua, Italien . hu`05

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Pantheon, Rom . tr´06


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Dom, Ferrara, Italien . tr`07


Gotisches Münster . tr´06

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Dorfscheune, Vrin, Val Lumnezia, Schweiz . hu´09



Zeichnungen von Florian Hugger und T   homas Rampp, 1997 bis 2009 Florian Hugger und T   homas Rampp zeichnen seit ihrem Architekturstudium Bauten, Räume und Landschaften. Auf der Suche nach Methoden zur Beschreibung von Formen und Volumen und im Bestreben, unsichtbare strukturelle Zusammenhänge von Architekturen sichtbar zu machen, haben die Zeichner viele Skizzenbücher gefüllt. Das Buch ist eine abwechslungsreiche Zusammenschau aus der Sammlung von Hugger und Rampp. Es ist ein Buch, das zum Blättern animiert und den Leser motiviert, selbst genauer zu beobachten und zu zeichnen. Die Botschaft des Buches ist die Freude am Zeichnen.

Text . tr´02

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