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Ausgabe Nr. 09 / Oktober 2018, P.b.b. Verlagspostamt 6020 Innsbruck, ZNr. GZ 02Z030672 M, Euro 3.00

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© ANDREAS FRIEDLE

eco.edit

Christoph Loreck und Mag. Sandra Nardin, eco.nova-Herausgeber

Schöne Dinge fragen nicht nach Aufmerksamkeit Wohnen ist ein Grundbedürfnis, Leben eine Frage des Stils. Und wahrer Luxus ist nicht laut. Das gilt in der Mode und das gilt fürs Einrichten. Qualität zeigt sich in edlen Materialien und hochwertiger Verarbeitung, nicht in schrillen Farben und schrägen Tönen. Es geht zurück zur zeitlosen Klassik, zu natürlichen Materialien, unprätentiösen Formen und modern interpretierter Handwerkskunst.

W

ohnen ist niemals kurzfristig, sondern ein Pro-

Lebensstil auseinanderzusetzen und zu schauen, welche Dinge wir

jekt, das uns durch unser ganzes Leben begleitet.

wirklich brauchen. Es geht dabei übrigens nicht zwangsläufig um das

Trotzdem ist auch die Einrichtung Trends und

Dogma „less is more“, weil weniger zwar mehr sein kann, aber es nicht

Strömungen unterworfen. Die Basis des Wohnens sollte jedoch nie-

zwangsläufig auch sein muss. Wir haben in dieser Ausgabe das The-

mals modisch sein, sondern einen Fixpunkt bilden, der sich mit tren-

ma von verschiedenen Seiten betrachtet – in Bezug aufs Wohnen (ab

dig-stylischen Accessoires je nach Lust und Laune an aktuelle Be-

Seite 68), aber auch in der Architektur. Was es mit der Tiny-House-Be-

findlichkeiten anpassen lässt. Deshalb finden wir auch den Wohnstil

wegung auf sich hat und ob Wohnen auf kleiner Fläche oder gar auf

des Minimalismus so schön. Weil der Raum damit vieles offen lässt

Rädern in Anbetracht horrender Grundstückspreise tatsächlich der

und uns somit alle Freiheiten gibt.

Weisheit letzter Wohn-Schluss ist, klären wir ab Seite 10. In der Folge

Eroberte der new minimalism zuerst noch die Kunst, so zieht er sich

widmen wir uns den Themenbereichen Handwerk und Energie und

heute weiter bis ins Design und die Architektur. Der neue Minima-

schauen – weil es beim Bauen eben auch um den Preis geht –, wer die

lismus fordert dazu auf, sich achtsam und bewusst mit dem eigenen

wirklichen Treiber in dieser Hinsicht sind.

Wir wünschen Ihnen einen wohnlichen Herbst! Ihre Redaktion der eco.nova


eco.inhalt

68

10 26

58 10

26

Winzig wohnen

46

Im Förderdschungel

68

Alles im Lot

Wir leben trotz Flächenknappheit

Die Schaffung und Sanierung von

Wohntrends gibt es ungefähr so viele

vielfach auf zu großem Fuß. Die

Wohnraum ist mit vielen Fallstricken

verschiedene wie Charakterunter-

Tiny-House-Bewegung hat dagegen

verknüpft. Wer Förderungen lukrie-

schiede bei den Bewohnern. Und das

interessante Rezepte. Doch taugen

ren möchte, muss sich vor dem Bau-

ist gut so, weil Wohnen schließlich

diese zum Massenprogramm? Und

vorhaben Gedanken machen. In der

etwas ganz Persönliches ist. Weniger

ist weniger tatsächlich mehr? Letz-

Förderlandschaft steckt zwar Ideolo-

Stil denn Lebenseinstellung ist der

lich braucht es beim Bauen und Woh-

gie, das schließt die technische, öko-

neue Minimalismus, der in wunder-

nen ein gesundes Mittel zwischen

nomische und ökologische Plausibili-

bar vielen Varianten daherkommen

bigger is better und less is more.

tät aber nicht aus.

kann, aber eine gemeinsame Basis

Vom Wissen und Können

58

Preistreiber Staat?

hat: die Kunst des Weglassens. // 94: Zeit für Gemütlichkeit: Wenn

In Tirol hat das Handwerk lange Tra-

Wer Zeitungen liest, kommt schon

es draußen herbstlich wird, wird es

dition und steht für Beständigkeit,

seit Jahren um ein Thema nicht he-

drinnen herrlich. Schöne Accessoires.

Erfahrung und Qualität. Die Zukunft

rum: Die Immobilienpreisentwick-

des Handwerks allerdings ist ambiva-

lung, und dass sie nur eine Richtung

lent. Während so manches Handwerk

kennt – nämlich nach oben. Das liegt

Neuigkeiten rund ums Bauen und

vom Aussterben bedroht ist, erleben

an den verschiedensten Gründen.

Trendiges und Praktisches fürs

andere einen regelrechten Boom.

Darunter auch dem Staat.

Wohnen.

100 kurz & bündig

IMPRESSUM Herausgeber & Medieninhaber: eco.nova Verlags GmbH, Hunoldstraße 20, 6020 Innsbruck Tel.: 0512/290088, redaktion@econova.at, www.econova.at Geschäftsleitung: Christoph Loreck, Mag. Sandra Nardin // Assistenz: Martin Weissenbrunner // Chefredaktion: Marina Kremser Autoren dieser Ausgabe: Marian Kröll, Doris Helweg, Sonja Niederbrunner, Stefan D. Haigner, Marina Kremser Anzeigenverkauf: Ing. Christian Senn, Bruno König, Tanja Ischia, Hannelore Weissbacher Grafik: Tom Binder // Druck: Radin-Berger-Print GmbH Unternehmensgegenstand: Die Herstellung, der Verlag und der Vertrieb von Drucksorten aller Art, insbesondere der Zeitschrift eco.nova. Grundlegende Richtung: Unabhängiges österreichweites Magazin, das sich mit der Berichterstattung über Trends in den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft, Architektur, Gesundheit & Wellness, Steuern, Recht, Kulinarium und Lifestyle beschäftigt. Der Nachdruck, auch auszugsweise, sowie anderwertige Vervielfältigung sind nur mit vorheriger Zustimmung des Herausgebers gestattet. Für die Rücksendung von unverlangt eingesandten Manuskripten und Bildmaterial wird keine Gewähr übernommen. Namentlich gekennzeichnete Beiträge stellen nicht unbedingt die Meinung der Redaktion dar. Jahresabo: EUR 25,00 (14 Ausgaben) Coverfoto: Sessel Haussmann 310 aus der Classic Edition von Walter Knoll. Design: Trix & Robert Haussmann Sind Beiträge in dieser Ausgabe in der Kopfzeile mit dem Firmennamen gekennzeichnet, handelt es sich um bezahlte Anzeigen.

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Interessant sind die kleinen Baukörper auch als Zusatzräume zu bestehenden Gebäuden, etwa zum Arbeiten oder als zusätzlicher Wohnraum. Gerne auch im Wald.


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Weniger kann, muss aber nicht mehr sein! Zwischen „bigger is better“ und „less is more“ findet sich das gesunde Mittelmaß. Wir leben trotz Flächenknappheit vielfach auf zu großem Fuß. Die Tiny-House-Bewegung hat dagegen interessante Rezepte. Ob diese zum Massenprogramm taugen, lässt sich jedoch aus mehreren Gründen bezweifeln. // TEXT: MARIAN KRÖLL

mal muss man umziehen, ein größeres Haus kaufen. Warum? Kein Platz mehr für deine Sachen?

Zu viele Sachen? Dieser Monolog stammt aus George Carlins großartiger, im Rückblick gar visionärer Stand-up-Nummer „Stuff“. Der 2008 verstor-

igentlich ist das nur ein Ort für meine Sachen, weißt du? Das ist alles ein kleiner Platz für meine Sachen. Das ist alles, was ich will, das ist alles, was du im Leben brauchst, einen kleinen Ort für deine Sachen. Ich kann es auf deinem Tisch sehen, jeder hat einen kleinen Platz für seine Sachen. Das sind meine Sachen, das sind deine Sachen, das sind seine Sachen da drüben. Das ist alles, was du im Leben brauchst, einen kleinen Platz für deine Sachen. Das ist alles, was dein Haus ist: ein Ort, an dem du deine Sachen aufbewahren kannst. Wenn du nicht so viel Zeug hättest, bräuchtest du kein Haus. Du könntest einfach die ganze Zeit herumlaufen. (...) Ein Haus ist nur ein Haufen Zeug mit einer Abdeckung darauf. Das sieht man, wenn man in einem Flugzeug abhebt. Du schaust nach unten, siehst, dass jeder einen kleinen Haufen Zeug hat. All die kleinen Haufen Zeug. Und wenn du dein Haus verlässt, musst du es abschließen. Ich würde nicht wollen, dass jemand vorbeikommt und ein paar deiner Sachen nimmt. Sie nehmen immer das gute Zeug. Sie kümmern sich nie um den Mist, den du aufbewahrst. Alles, was sie wollen, ist das glänzende Zeug. Das ist es, was dein Haus ist, ein Ort, an dem du deine Sachen aufbewahren kannst, während du rausgehst und ... mehr Sachen besorgst! (...) Manch-

BUCHTIPP „W I N Z I G A L P I N “ Alexander Hosch, DVA, 224 Seiten, EUR 30,90 Auch wenn Redakteur Marian Kröll etwas skeptisch ist: Small kann auch beautiful. Alexander Hosch ist heute als freier Autor und Journalist in Sachen Architektur, Reise, Musik und Alpen unterwegs. Seit 2016 betreibt er einen eigenen Blog unter Alpine-Kultur.com und hat für „Winzig Alpin“ 35 besondere neue Minibauten aus den Alpen zusammengetragen. Sie stammen von Star-Alpenarchitekten wie Matteo Thun oder Armando Ruinelli oder Newcomern wie OFIS. Tiny Houses sind ebenso dabei wie andere, in eleganter Reduzierung ausgeführte „kleine“ Bauaufgaben: Almhütten, Baumhäuser, Badepavillons, kleine Schutzhütten, Gipfelbars und eine Skifahrer-Kapelle. Allen Projekten gemein ist eine außergewöhnliche Qualität der Architektur sowie ihre Angemessenheit in Bauweise und Ausstattung im Hinblick auf Klimaschutz und Ökologie.

bene US-amerikanische Komiker hatte zweifellos neben einem grandiosen, weil pechschwarzen Humor auch eine ausgeprägte sozialkritische Ader, die nicht nur zum Lachen, sondern vor allem auch zum Denken anregen konnte. Kaum jemand, wohl am allerwenigsten George Carlin selbst, hätte angenommen, dass er es mit seiner Nummer in eine Nummer von „Bauen und Wohnen“ schaffen würde. Das verdankt sich dem Umstand, dass Carlin ein Unbehagen vorweggenommen hat, das sich weltweit in einem Trend zu manifestieren beginnt. Einem Trend zum Wohnen auf kleinem Raum. Deshalb, weil der mit dieser Entwicklung verbundene Lebensstil zwangsläufig minimalistisch ist und Minimalismus durchaus als Antithese zum Konsumismus interpretiert werden kann. Als radikaler Gegenentwurf zum Gerümpel, das viele Menschen geradezu magisch anzieht und das in den Häusern, Wohnungen, Kellerabteilen und Garagen gehortet wird, ohne je wirklich gebraucht worden zu sein.

Größer ist besser Die Ansprüche, die an den Wohnraum gestellt werden, steigen immer weiter, sowohl qualitativ als auch quantitativ. Der

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Den Traum vom eigenen Häuschen zu realisieren, ist eine komplexe Aufgabe. Toll hinbekommen haben es die Wiener Architekten Schuberth & Schuberth, die dieses Kleinod für zwei mit einer Wohnfläche von rund 44 Quadratmetern geschaffen haben (Grundstücksfläche: 423 Quadratmeter). In Holzriegelkonstruktion entstand ein kleiner Holzkubus, der bis in den letzten Millimeter durchgeplant ist. Bonsaiarchitektur vom Feinsten. // Aus: Die besten Einfamilienhäuser bis 150 m2, Wolfgang Bachmann, Callwey Verlag, 176 Seiten, EUR 59,95

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© CHRISTOPH PANZER, WIEN

Wohnen auf Rädern: Kann man mögen, muss man aber nicht. Auch wenn’s für eine kurze Zeit ganz romantisch sein mag.

Flächenverbrauch übertrifft die Bevölke-

Mit dem Leben auf kleinem Raum wird ein

den Konzepts der Nachhaltigkeit stellen.

rungsentwicklung in Österreich wesentlich.

gewisser Lifestyle assoziiert. Ob dieser hält,

Um vollständig nachhaltig zu sein, muss ein

Statistisch kamen im Jahr 1971 auf jeden

was er verspricht, kann man zumindest in

Haus Ressourcen schonen, als ökologisch ge-

Einwohner etwas mehr als 20 Quadratme-

Tirol mangels Erfahrungswerten noch nicht

sunder Raum für seine Bewohner fungieren

ter Wohnfläche. Bis 2011 hat sich die durch-

mit Gewissheit sagen.

und ökologisch bewusst mit seiner unmittel-

schnittliche Wohnfläche pro Person sogar

Es gibt kaum systematische, wissenschaftli-

baren Umgebung umgehen und dabei gleich-

mehr als verdoppelt. Vor allem im ländlichen

che Forschung über die Motivlage, die Men-

zeitig das soziale und wirtschaftliche Umfeld

Raum wohnt man aufgrund der hohen An-

schen dazu bewegt, „tiny“ zu leben. Die An-

berücksichtigen. Diese Anforderungen, die

zahl an Einfamilienhäusern im Gegensatz

hänger der Tiny-House-Bewegung wurden

Tiny Houses einrichtungsseitig an sich selbst

zu den urbanen Ballungsräumen noch auf

aber, so viel ist gesichert, vom Credo der Mi-

stellen, sind hoch und bedeuten in mancher-

vergleichsweise großem Fuß. Das wird für

nimalisten des 20. Jahrhunderts, dem „less is

lei Hinsicht einen Paradigmenwechsel, des-

manchen Hausbesitzer in der Pension zum

more“, inspiriert. Das Konzept der „Nachhal-

sen Überschwappen in den herkömmlichen

Problem, wenn mit kleinerem Einkommen

tigkeit“ sollte man nicht auf den Umweltas-

Wohnbereich kein Schaden wäre.

ein großes Haus zu erhalten ist und die Kin-

pekt verengen, sondern um soziale und öko-

der, sofern vorhanden, aus beruflichen Grün-

nomische Betrachtungsweisen erweitern.

Die Mühen des kleinen Lebens

den oder wegen eines Studiums in die Städte

Der 1987 von den Vereinten Nationen heraus-

Zyniker würden vermutlich anmerken, dass

gezogen sind. Die Frage nach der optimalen

gegebene Brundtland-Report hielt fest, dass

die Tiny-House-Bewegung sehr gut zu den

Wohnraumgröße wird wenig diskutiert, ob-

„ein wahrhaftig nachhaltiges Projekt die ak-

Tiny Incomes passt, mit denen viele Arbeits-

wohl sie gesellschaftlich relevant ist. Derzeit

tuellen Bedürfnisse erfüllen müsse, ohne die

kräfte, vor allem in Teilzeit Beschäftigte,

scheint noch die Maxime „Bigger is better“ zu

Fähigkeit zukünftiger Generationen, ihre ei-

ihren Lebensunterhalt bestreiten müssen.

gelten. Das muss nicht so bleiben.

genen Bedürfnisse zu befriedigen, zu beein-

Und zu den fleckenweise riesigen Grund-

trächtigen. (...) Diese Entwicklung führt zu

stückspreisen, die mit normalen Mitteln nur

einer fortschreitenden Transformation von

noch für ein winziges Grundstück reichen

Wirtschaft und Gesellschaft. (...) Selbst der

würden. Vergleicht man die tatsächliche Ver-

Die sogenannte Tiny-House-Bewegung

enge Begriff der physischen Nachhaltigkeit

breitung der Tiny Houses mit deren Gewicht

kommt wie so viele Trends ursprünglich aus

impliziert die Sorge um die soziale Gerech-

in der medialen Berichterstattung in Zeitun-

den USA und propagiert das Leben auf klei-

tigkeit zwischen den Generationen.“

gen, Magazinen und einer Vielzahl von Blogs,

nem bzw. kleinstem Raum. Eine verbindliche

Was dort zu lesen stand, machte deutlich,

drängt sich der Gedanke auf, dass es sich

Definition der Wohnfläche, innerhalb der

dass Nachhaltigkeit nicht nur eine in sich

womöglich in unseren Breiten zum jetzigen

man von Tiny Houses spricht, existiert nicht.

geschlossene Praxis für den Umgang mit der

Zeitpunkt zu einem guten Teil um ein me-

Man darf aber davon ausgehen, dass diese 45

Umwelt ist, die kurzfristigen Zielen dient,

diales Phänomen handelt, das hierzulande

Quadratmeter nicht übersteigt. Wenn es et-

sondern etwas, das den Weg für einen positi-

in der Realität noch kaum Raum gegriffen

was größer sein darf, spricht man eher von

ven Wandel auf lange Sicht ebnen kann und

hat. Da passt es ins Bild, dass auch das Mik-

Mini Houses und Small Homes. Ursprüng-

es zukünftigen Generationen ermöglicht, in

rohaus kein raumgreifendes Phänomen ist,

lich stand die Reduktion der Kosten im Zen-

einer gesunden Umgebung zu leben, die zu-

sondern Platz sparen will. Dem grundlosen

trum der Bewegung. Mittlerweile haben

dem soziale und wirtschaftliche Gerechtig-

Bauen könnte es nicht grundlos ergehen wie

sich dazu Nachhaltigkeit und Unabhängig-

keit fördert. Einrichtung und Design können

vielen anderen angekündigten Revolutio-

keit, etwa in energetischen Fragen, gesellt.

sich auch in den Dienst dieses umfassen-

nen: Sie finden nicht, nur als feuchter Hips-

Paradigmenwechsel aus Übersee

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DIE ANFORDERUNGEN, DIE TINY HOUSES EINRICHTUNGSSEITIG AN SICH SELBST STELLEN, SIND HOCH UND BEDEUTEN IN MANCHERLEI HINSICHT EINEN PARADIGMENWECHSEL, DESSEN ÜBERSCHWAPPEN IN DEN HERKÖMMLICHEN WOHNBEREICH KEIN SCHADEN WÄRE. ter-Traum oder Architekturstudie statt, die über die Konzeptphase nie hinauskommt. Hausbesitzer zu sein, ohne gleichzeitig Grundbesitzer zu sein, hat einen Haken. Man kann die Rechnung nicht ohne den Grundbesitzer machen, das infrage kommende Grundstück braucht in der Regel eine entsprechende Widmung und muss verfügbar sein. Das Leben in einem Tiny House, so ganz „Off-the-Grid“, mit geringstmöglicher Abhängigkeit von öffentlichen Infrastrukturen und größtmöglicher Autarkie, stellt man sich vermutlich idyllisch vor. In Werbeprospekten wird gerne das Haus im Grünen gezeigt, in dem man ein von lästigen Nachbarn und den sonstigen Zumutungen des Lebens in Dauersiedlungsräumen ungestörtes Leben verbringen kann. Dieses Bild entpuppt sich als Fata Morgana, als Illusion allein schon deshalb, weil es rein rechtlich gar nicht so einfach ist, so zu leben. Es ist nämlich so, dass den sogenannten Tiny Houses keine rechtliche Sonderstellung zukommt und ein Haus unabhängig von dessen Größe der Tiroler Bauordnung 2018 (TBO 2018) sowie dem Tiroler Raumordnungsgesetz 2016 (TROG 2016) unterliegt. Theore-

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tisch können Kleinsthäuser auch auf Kleinstgrundstücken errichtet werden, da das Gesetz keine bestimmte Grundstücksmindestgröße vorsieht. Im TROG ist lediglich als ein Ziel der örtlichen Raumordnung niedergelegt, dass „die Ausweisung ausreichender Flächen zur Befriedigung des dauernden Wohnbedarfes der Bevölkerung zu leistbaren Bedingungen (...) entsprechend dem bei einer zweckmäßigen und Boden sparenden Bebauung im jeweiligen Planungszeitraum gegebenen Bedarf“ zu erfolgen habe. So weit, so gut.

So klein und trotzdem schon der Bauordnung unterlegen Baurechtlich unterliegen auch Tiny Houses den Bestimmungen der Tiroler Bauordnung, da auch sie im gesetzlichen Sinne Gebäude sind. Diese sind dort definiert als „überdeckte, allseits oder überwiegend umschlossene bauliche Anlagen, die von Menschen betreten werden können und die dazu bestimmt sind, dem Schutz von Men-

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schen, Tieren oder Sachen zu dienen“. Diese Häuser sind allesamt bewilligungspflichtig im Sinne des § 28 TBO 2018. Ausgenommen davon sind einzig ortsübliche Stadel in Holzbauweise, die landwirtschaftlichen Zwecken dienen, Gerätehütten in Holzbauweise, die

eco.nova EIN PROJEKT DER BODNER G RUPPE

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Auch auf kleinem Grund ist groĂ&#x;e Architektur mĂśglich.


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Effizienz und Zeitersparnis als auch der verbesserte Informationsaustausch, die durch digitale Komplettlösungen möglich sind, sichern den Weg in eine stabile Zukunft.

Die Zukunft des Bauens ist digital Die digitale Revolution erfasst mittlerweile alle Wirtschaftsbereiche, sie wirkt sich auf die gesamte Wertschöpfungskette aus und verändert Geschäftsmodelle von Grund auf. Auch in der Baubranche ergeben sich aus neuen digitalen Möglichkeiten viele Vorteile.

Ein Vertreter von „Winzig Alpin“ und fürs erste Kennenlernen von „tiny“ im Urlaub: die drei Hüttentürme des Tannerhofs in Bayrischzell.

forstwirtschaftlichen Zwecken dienen, und Bienenhäuser in Holzbauweise. Darüber hinaus sind Gebäude, die als Geräte-

O

b Virtual-Reality-Brillen, speziell für den Bau entwickelte Apps, 3-D-Betondrucker oder Maurer-Roboter – wer jetzt die Digitalisierungsstrategie systematisch

in Angriff nimmt, kann sich nachhaltige Marktvorteile sichern. Zudem macht der Umbruch die Baubranche für die junge Gene-

und Holzschuppen fungieren, bis zu einer Grundfläche von

ration wieder attraktiver, immerhin sind die Fachkräfte von mor-

zehn Quadratmetern und einer Höhe von 2,80 Metern be-

gen Digital Natives.

willigungs- und anzeigefrei. Das Fazit, das aus einer Rechtsauskunft des Landes zum Thema Mikrohaus hervorgeht:

Digitalisierung fordert Umdenken

Nachdem die TBO nicht auf die Größenverhältnisse von

Mithilfe der Planungsmethode Building Information Modeling,

Wohnhäusern abstellt, gelten alle Bestimmungen, im Gro-

kurz BIM, werden in der Planung und Bauausführung sämtliche

ßen wie im Kleinen. Das gilt in allen Gemeinden. Baubehörde

Prozessschritte digital erfasst, kombiniert und vernetzt. Die Ko-

sind auch in kleinen Bauangelegenheiten die jeweiligen Bür-

ordination der einzelnen Gewerke ist effizienter, die Kommuni-

germeister. Extrawürste für die kleinsten Behausungen sind

kation stark verbessert. Zudem werden sowohl Kosten als auch

gesetzlich nicht vorgesehen und auch nicht zu argumentie-

Fehlerquoten minimiert. Besonders nordeuropäische Länder wie

ren. Deshalb bleiben Interessenten oft auch nur Interessen-

Skandinavien gelten in der Nutzung von BIM als Vorreiter. Die

ten, und die Mikrohäuser – ob mobil oder stationär – schie-

integrale Planung funktioniert dort deshalb so gut, weil die Ab-

ßen nicht allerorts wie Pilze aus dem Boden.

wicklung von Bauvorhaben im Kooperationsverfahren stattfin-

Doch wie sieht es beim autarken, mobilen Wohnen aus? Bau-

det. Bauherr, Architekt und Generalunternehmer bilden eine Alli-

rechtlich gesehen gibt es dafür noch keine genauen Regelun-

anz und ziehen an einem Strang. „In Tirol können sich die Vorteile

gen. Verfügt das Tiny House über Räder bzw. ist es auf einem

von BIM noch nicht voll und ganz entfalten, weil immer noch alle

Anhänger errichtet, fällt es nicht unter die Bauordnung. Hier

Gewerke getrennt sind. Wir brauchen einen Paradigmenwechsel

greift das Straßenverkehrsrecht. Einfach in der Gegend her-

hinsichtlich des Geschäfts- und Abwicklungsmodells der Tiroler

umstehen lassen kann man es aber auch dann nicht. Dafür

Baubranche“, so Landesinnungsmeister Anton Rieder.

bieten sich Schrebergärten oder Dauercampingplätze an. Dort permanent zu wohnen entspricht aber wohl nicht dem Traum von Freiheit und Unabhängigkeit. Eine Galionsfigur der Tiny-House-Bewegung auf Rädern ist der US-Amerikaner Jay Shafer, der seine Häuschen auf einem kleine Häuser zu entwerfen. Ich wollte ein effizientes Haus bauen. Als ich alle unnötigen Teile des Hauses herausnahm, stellte sich heraus, dass es ein sehr kleines Haus war“, erklärt Shafer, warum er schlussendlich am Tiny House angelangt

© CH. ASCHER

Doppelachshänger aufgebaut hat. „Es war nie meine Absicht,

„WIR MÜSSEN IN DER TIROLER BAUBRANCHE EIN UMFELD SCHAFFEN, IN DEM DIE POSITIVEN ASPEKTE DER DIGITALISIERUNG FRUCHTEN KÖNNEN.“ Landesinnungsmeister DI Anton Rieder

eco.nova

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bauen.wohnen

war. Die globale Aufmerksamkeit, die seiner Mut zur Lücke. Selbst auf engstem Platz ist Wohnen möglich.

Kreation zuteil wird, erklärt er sich folgendermaßen: „Es gibt viele Gründe, aber ich denke, letztlich ist der Erfolg auf die Natur zurückzuführen. In jedem Bereich der Natur ist Effizienz das Gebot der Stunde. Effizienz

mehr als Hasenställe betrachten würde“. In

macht einfach Sinn. Das Einzige, das ich ken-

Japan ist diese Art von Häusern keine Kurio-

ne, was sich nicht an der Effizienz orientiert,

sität mehr, sondern in urbanen Gebieten das

ist das menschliche Ego.“ Und: „Ich war noch

„New Normal“. Um ein Haus auf engstem

nie ein Fan davon, mich um Dinge zu küm-

Raum erfolgreich bauen zu können, greifen

mern, die ich nicht benutze. Ich denke, kleine

Architekten auf ein ganze Palette an opti-

Häuser haben diesen Appeal, dass sie sehr

schen Tricks, platzsparenden Techniken und

einfach zu pflegen sind und alles genutzt

kreativen Aufbewahrungslösungen zurück.

wird. In der Kunst nennt man etwas, wo al-

Multifunktionsräume sind ein wichtiger Be-

les genutzt wird, eine ‚starke Komposition’.

standteil eines jeden Mikrohauses; die Küche

Ich denke, kleine Häuser haben so eine star-

kann als Essbereich genutzt werden oder ein

ke Komposition im architektonischen Sinne.“

Schlafzimmer auch ein Erholungsraum sein. Der Wegfall von Innenwänden und Fluren

Japanischer Normalzustand

eröffnet optisch Räume für vielfältige Nutzungsmöglichkeiten, ebenso wie innovative

Die Japaner haben mit kyosho jutako ihre eigene, bis ins 13. Jahrhundert zurückreichen-

das es uns ermöglicht, die Schaffung einer

Features wie Möbel, die sich in den Wänden

de Tradition und japanische Variante des Mi-

komplementären Beziehung zu unserer Um-

verstauen lassen. Der Einfall von so viel na-

krohauses. Wieder groß in Mode gekommen

gebung zu verfolgen.“

türlichem Tageslicht wie nur möglich trägt

sind diese Häuser in den 1990er-Jahren, als

Das grenzt an Esoterik und ist dem Fahrwas-

zusätzlich dazu bei, dass sich ein kleiner

Rezession herrschte und die Immobilienprei-

ser, in dem sich manche Proponenten des

Raum offener und luftiger anfühlt.

se durch die Decke gingen. Seitdem erfreu-

Tiny Housing bewegen, nicht ganz unähn-

en sich kyosho jutako hoher Popularität. Sie

lich. Als Strategie für nachhaltiges Wachs-

Inspirierende Winzlinge

sind im Gegensatz zu Micro-Apartments für

tum machen kyosho jutaku aber durchaus

Tiny Houses sind, wenn man sich die Preise

Familien ausgelegt und beanspruchen Bau-

Sinn, da sie dabei helfen können, Städte in-

für marktgängige Produkte ansieht, oft gar

plätze, die kaum größer sind als ein Park-

tern zu verdichten, ohne auf das Umland

nicht als Aussteigerhäuser konzipiert, son-

platz. Der japanische Architekt Kengo Kuma

ausweichen zu müssen. Es ist dennoch zwei-

dern als „etwas, das sich die Leute gönnen“,

beschreibt seine Faszination für die Mik-

felhaft, ob man diese Platznot zur höchsten

sagt etwa Theresa Steininger, die das öster-

rohäuser so: „Für mich als Architekt schlägt

Tugend hochstilisieren sollte. Das japanische

reichische Unternehmen Wohnwagon führt,

die Gestaltung von kleinen Häusern neue

Modell lässt sich jedenfalls nicht eins zu eins

das sich auf die Produktion kleiner mobiler

Wege im Verhältnis zwischen Mensch und

auf den Westen umlegen. Zu sehr unter-

Häuser spezialisiert hat. Anbieterabhängig

Umwelt und im weiteren Sinne in der Zu-

scheiden sich die Mentalitäten.

kann es einem, wenn man sich die Quadrat-

kunft des Hauses vor. In vielen westlichen

Bereits in den 1970ern ließ sich der Brite Roy

meterpreise ausrechnet, auch beim winzigen

Ländern werden die Natur und das vom

Denman, damals Chef der Europäischen

Wohnen die Sprache verschlagen.

Menschen geschaffene Objekt als gegensätz-

Kommission, zur Äußerung hinreißen, Ja-

In das Phänomen Mikrohäuser wird viel hi-

liche Kräfte behandelt ... Das kleine Haus ist

pan sei „eine Nation von Workaholics, die in

neininterpretiert. Man könnte den Eindruck

in gewisser Weise ein experimentelles Labor,

dem leben, was man im Westen als wenig

gewinnen, dass sie, entweder als eigenständige Baukörper oder in der Form von Wohnun-

MINIMALISMUS KANN ALS ANTITHESE ZUM KONSUMISMUS INTERPRETIERT WERDEN. ALS RADIKALER GEGENENTWURF ZUM GERÜMPEL, DAS VIELE MENSCHEN GERADEZU MAGISCH ANZIEHT UND DAS IN DEN HÄUSERN, WOHNUNGEN, KELLERABTEILEN UND GARAGEN GEHORTET WIRD, OHNE JE WIRKLICH GEBRAUCHT WORDEN ZU SEIN. 16

eco.nova

gen bzw. sogenannten Micro-Apartments, der Schlüssel zur Lösung aller Wohn(raum)probleme sein sollen. Das wird sich nicht ausgehen, zumal man, selbst wenn man dem digitalen Minimalismus anhängen sollte, trotzdem noch analog essen und schlafen, eben leben muss. Das würdevolle Altern dürfte in den meisten Mikrohäusern ebenfalls relativ schwierig sein, da sie aufgrund der Tatsache, dass jeder Millimeter sinnvoll genutzt werden will, sehr oft nicht barrierefrei sind. Tiny Houses können eine gute Ergänzung zum gängigen Raumprogramm und zur Einstellung gegenüber dem Wohnen sein. Der Politik muss aber daran gelegen sein, dass räumliche Selbstbeschränkung und Minima-


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zieren geht. Als abschreckendes Beispiel und Warnung zugleich dürfen etwa die in den USA zu besichtigenden Wohnwagensiedlungen dienen. Diese Trailerparks, in denen laut Schätzungen 20 Millionen Amerikaner leben, haben so gar nichts mit dem romantischen Bild von der kleinen, aber feinen Behausung im Grünen zu tun. Es ist vielmehr bezeichnend, dass der wenig schmeichelhafte Begriff „trailer trash“ von dorther stammt, weil Trailerparks hauptsächlich soziale Brennpunkte sind und nicht etwa Rückzugsorte von minimalistisch angehauchten Individualisten, die Wert auf einen kleinen ökologischen Fußabdruck legen. Paradoxerweise schicken sich die kleinen Häuschen, mit oder ohne Räder, in unseren Breiten an, als Statussymbol zu dienen. So könnte es auch sein, dass man das eine oder andere Tiny House in großen Gärten neben ausladenden Häusern zu sehen bekommen wird, wo es als Rückzugsort oder Gästehäuschen fungiert. Interessant sind die kleinen Baukörper auch als Zusatzräume an bestehenden Gebäuden, etwa zum Arbeiten oder als zusätzlicher Wohnraum. Das läuft aber der grundsätzlichen Idee des minimalistischen Lifestyle zuwider. Wie auch immer: Die diversen Anbieter von Tiny Houses

TINY HOUSES KÖNNEN EINE GUTE ERGÄNZUNG ZUM GÄNGIGEN RAUMPROGRAMM UND ZUR EINSTELLUNG GEGENÜBER DEM WOHNEN SEIN. DER POLITIK MUSS ABER DARAN GELEGEN SEIN, DASS RÄUMLICHE SELBSTBESCHRÄNKUNG FREIWILLIG BLEIBT UND NICHT ETWA GESCHIEHT, WEIL SICH EIN GROSSER TEIL DER BEVÖLKERUNG ANDERES GAR NICHT LEISTEN KANN UND DAS PREKÄRE IN DEN HIPPEN GEWÄNDERN DES PROGRESSIVEN SPAZIEREN GEHT.

könnten auch bei Vermietern auf dankbare Abnehmer stoßen, die Urlaube in den winzigen Häusern feilbieten. Für Menschen, die es im Urlaub gerne einmal minimalistisch angehen lassen wollen. Derart könnte auch die eine oder andere Alm als uriges Tiny House ein Comeback am Urlaubsmarkt geben. Angesichts der Tatsache, dass sich die durchschnittliche Wohnraumfläche pro Person in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich erhöht hat und mit ihr der Flächenverbrauch, kann man von den Tiny Houses jedoch auch fürs „normale“ Wohnen einiges lernen. Nämlich, dass man mit sinnvollen und durchdachten Grundrissen größenunabhängig mehr aus der jeweiligen Wohnfläche herausholen kann. Man muss aber nicht gleich zwischen den Extremen riesengroß und winzig pendeln, sondern kann das langweilige Mittelmaß ins Visier nehmen und von diesem ausgehend etwas kleiner werden. Denn auch beim Wohnen kann die Devise lauten: Small is beautiful. Tiny vielleicht nicht mehr so sehr.

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BUCHTIPPS

Architektur in Wort und Bild Bauen und Wohnen von seinen schönsten Seiten EINFACH LEBEN

Lina Jachmann, Knesebeck Verlag, 240 Seiten, EUR 25,70 Weniger ist mehr: mehr Zeit, mehr Glück, mehr Geld, mehr Freiheit. Dieser Minimalismus-Ratgeber im Magazin-Look inspiriert dazu, Platz für die wichtigen Dinge im Leben zu schaffen, und würde deshalb auch gut als Buchtipp zu unseren Wohntrends passen. Lina Jachmann hat den Trend offensichtlich schon im vergangenen Jahr erkannt und gemerkt, was Minimalismus in erster Linie bedeutet: nämlich einfach leben! Für feine Fotos sorgt Marlen Müller.

BEST OF LOW BUDGET HÄUSER

Thomas Drexel, DVA, 320 Seiten, EUR 30,90

Gut und (relativ) günstig: Die 50 schönsten Low-Budget-Häuser der letzten Jahre in diesem Buch zeigen unterschiedlichste Wege zum architektonisch hochwertigen und gleichzeitig kostengünstigen Bauen. Singlehaus oder Familiendomizil, Holz oder Beton: hinsichtlich Größe, Bauformen und Materialien illustrieren die Projekte eine riesige Bandbreite. Jedes Projekt wird mit kompakten Texten, bautechnischen Informationen, Baudaten und Kostenangaben (Brutto-Gesamtkosten), Plänen und Fotos vorgestellt. Schön und teuer kann (fast) jeder – wie schön und preiswert geht, zeigt dieses Buch.

BEST OF INTERIOR

Tina Schneider-Radnig, Callwey Verlag, 208 Seiten, EUR 59,95 „Best of Interior“ ist der wichtigste Wohndesign-Award für Innenarchitekten und Designer. Gesucht wurden herausragende private Einrichtungskonzepte: harmonisch, wohnlich, zeitgemäß und persönlich. Der Sieg ging heuer an Ester Bruzkus Architekten in Berlin (siehe Bilder), alle Projekte wurden zudem in Buchform gegossen und hochwertig fotografiert. So geht Wohnen!

GARDEN GIRLS

Jana Henschel, Callwey Verlag, 208 Seiten, EUR 29,95

Nun mögen Herbst und Winter nicht unbedingt die klassischen Gartenzeiten sein, aber die nächste Sonne kommt bestimmt. Und Inspirationen für sein grünes Glück kann man sich schließlich immer holen. Wir empfehlen das Buch Garden Girls, in dem 20 Frauen zeigen, wie aus einem Traum Wirklichkeit wurde. Sie zeigen ihre besten Ideen für Garten und Laube, geben Upcyling-, Pflanzen- und Einrichtungstipps und verraten noch dazu feine Rezepte von der Apfeltarte bis zum Zwetschkenmus. Die Fotos kommen von Ulrike Schacht, die für Callwey bereits die Bücher „Sugar Girls“ und „Shop Girls“ in Szene gesetzt hat.

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ICH GLAUBE, DER FLIESENLEGER IST TOT

Julia Karnick, Blanvalet Verlag, 368 Seiten, EUR 11,30 Ist es nicht ärgerlich, wie viel Geld man verschleudert, wenn man lebenslang Miete zahlt? Wer diese Frage stellt, steht schon mit einem Bein in der Baugrube – oder zumindest im Notariat. Egal ob man neu, aus-, an- oder umbaut, eines kommt sicher auf die Bauherren zu: eine Menge. Julia Karnick hat das alles hinter sich und weiß, wie man eine drohende Kostenexplosion bewältigt, sich das Leben ohne Keller schönredet, abgetauchte Handwerker aufspürt, einen Jahrhundertwinter und zwei Wasserschäden übersteht. Schon etwas älter, aber immer noch gut!

WENN AUS WOHNGEFÜHL WOHLGEFÜHL WIRD. Organische Formen, natürliche Materialien, behagliches Licht – die neuen KLAFS Saunen bringen ARCHITECTS’ HOUSES

Michael Webb, DVA, 320 Seiten, EUR 60,70 Wenn Sie schon immer mal wissen wollten, wie Architekten selbst wohnen, dann schmökern Sie am besten durch dieses Buch. Der in Los Angeles lebende Architekturexperte Michael Webb nimmt uns darin nämlich mit auf eine Reise zu 30 inspirierenden Häusern auf der ganzen Welt. Mit dabei: kompakte Stadtvillen und Refugien auf dem Land, großzügig und reduziert, extravagant und minimalistisch. Wenn Architekten für sich selbst bauen, können sie ihre Ideen und Visionen kompromisslos umsetzen. Das Ergebnis ist spannend und teils auch ziemlich gewöhnungsbedürftig, mit Sicherheit aber immer individuell.

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bauen.wohnen In Igls entstehen aktuell zwölf hochwertige Wohneinheiten mit teils großzügigen, überdachten Terrassen. Fertigstellung: 2019

Kundenzentrierte und nachhaltige Immobilienentwicklung Wenn es um die Schaffung von qualitativ hochwertigem Wohnraum geht, ist eine gesunde Portion EGLOismus angebracht. Das Team von EGLO Immobilien zeigt vor, dass Immobilienentwicklung und -verwaltung nicht bei der Schlüsselübergabe aufhört. Mit EGLO Leuchten hat man einen großen Bruder im Hintergrund, der die Nachhaltigkeit des raschen Wachstums gewährleistet. // TEXT: MARIAN KRÖLL

I

m Jahr 2013 wurde in Schwaz der

ßerdem weiß man die zahlreichen Synergien

Münchner Straße angesiedelten Unterneh-

Grundstein für eine Erfolgsgeschich-

mit EGLO Leuchten bestens zu nutzen. Wer

mens gehört die Entwicklung und Veräuße-

te gelegt. Im Windschatten des gro-

für Wohnraumbeleuchtung brennt, versteht

rung von Wohnimmobilien. Weiters ist man

ßen Bruders, des Leuchtenherstellers

auch mehr vom Wohnen. Wer bei EGLO Im-

auch für die Entwicklung und Instandhal-

EGLO Leuchten, hat sich die EGLO Immobi-

mobilien ein Objekt erwirbt, bekommt des-

tung der Immobilien des großen Bruders

lien GmbH in den vergangenen Jahren zu ei-

halb unter anderem eine Lichtplanung und

EGLO Leuchten zuständig. Derzeit wird der

nem formidablen Player – nicht nur in Tirol,

30 Prozent Rabatt auf Leuchten und Leucht-

große Bruder in der Entwicklung einiger gro-

sondern in ganz Österreich und darüber hi-

mittel dazu.

ßer Immobilien, wie etwa einem Logistikzen-

naus – entwickelt. Das ist so, weil man kon-

trum in Magdeburg sowie weiteren Immobi-

sequent eine Strategie verfolgt, bei der die

Hüterin des Hauses

Verantwortung nicht bei der Übergabe der

Zum Kerngeschäft des heute im eigenen,

GmbH, von der EGLO Immobilien GmbH

Wohn- oder Gewerbeimmobilie aufhört. Au-

2013 errichteten Gebäude in der Schwazer

unterstützt. Der Aktionsradius ist groß. Da-

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lien im Expansionskurs der EGLO Leuchten


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Wohnen in Stadtnähe und doch im Grünen: Projekt Franz-Seelos-Weg in Zirl

ße Wohnanlagen bis hin zu großen Anlagen mit über 100 Wohnungen. Das Unternehmen ist echter Innovation im Immobilienbereich verpflichtet und sieht die Standortgemeinden als Partner. So wird derzeit etwa in Schwaz in enger Abstimmung mit der Stadt ein ganzer Ortsteil entwickelt. „Wir arbeiten sehr lösungsorientiert mit den Gemeinden und Nachbarn zusammen. Diese Zusammenarbeit muss funktionieren, damit eine gute Immobilie herauskommt“, sagt Kostenzer. Als Herausforderungen werden die rüber hinaus hat das Unternehmen auch

mit der starken Baukonjunktur steigenden

einige Gewerbeimmobilien und Immobilien

Preise und die raumordnungspolitischen

mit gemischter Nutzung im Portfolio bzw. in

Maßnahmen des Landes wahrgenommen.

der Pipeline. „Wir entwickeln derzeit parallel

In puncto Vertragsraumordnung, die einen

zwischen 40 und 50 verschiedene Projekte in

tendenziell immer höher werdenden An-

Tirol und in Wien“, sagt Geschäftsführer Da-

teil von sozialem Wohnbau vorschreibt, ist

niel Kostenzer. Der Baumeister verantwortet

gut gemeint eben nicht immer gut gemacht.

den operativen Part. Ihm steht Dr. Andreas

Hier wünscht sich Kostenzer, dass die Markt-

Lilg als zweiter Geschäftsführer in rechtli-

kräfte stärker zum Tragen kommen. Zudem

chen Angelegenheiten zur Seite. Insgesamt ist das Unternehmen schlank aufgestellt. Das heißt, die Hierarchien sind flach, die Entscheidungswege kurz, die Eigentümer Ludwig und Christian Obwieser in alle wichtigen Entscheidungen eingebunden. „Was im Großen funktioniert, funktioniert auch im Kleinen“, ist Kostenzer überzeugt, der sich damit

„WAS IM GROSSEN FUNKTIONIERT, FUNKTIONIERT AUCH IM KLEINEN.“ Geschäftsführer Daniel Kostenzer

würden die angemessenen Baukosten bei der Wohnbauförderung längst nicht mehr der Realität entsprechen. Es ist vor allem in den ländlichen Regionen die Philosophie, dass abweichend von der Stellplatzhöchstzahlenverordnung, mindestens 2 Stellplätze pro Wohnung eingeplant werden. „Wir sind der Meinung, dass wir gerade am Land zwei Stellplätze pro Wohnung zur Verfügung stel-

auf die gemeinsame Unternehmensphilosophie von EGLO bezieht, die auch im Immobi-

agieren zu können, beschäftigt man auch ei-

len sollten. Damit planen wir von vornher-

lienbereich uneingeschränkt gilt. Als Teil der

nen zehnköpfigen Bautrupp, der sich um die

ein, weil die Autos nachgewiesenermaßen

EGLO-Familie wissen Kunden, mit wem sie es

Instandhaltung der Objekte kümmert und

auch da sind. Unser Zugang findet bei den

zu tun haben. Dementsprechend wird größ-

schnell und flexibel eingesetzt werden kann.

Gemeinden durchaus Anklang“, sagt Kosten-

tes Augenmerk auf die Qualität, unter ande-

Generell wird sehr viel Herzblut und Energie

zer und führt exemplarisch aus: „Wir hatten

rem beim Lichtkonzept und der Auswahl der

in die Entwicklung jeder einzelnen Immobi-

jetzt den ersten Fall, bei dem wir für ein Ob-

Standorte, gelegt. „Wo wir selbst nicht woh-

lie gelegt. Im Zentrum stehen dabei immer

jekt mit 30 Wohneinheiten nur 28 Stellplätze

nen wollen würden, dort kaufen wir auch

– wie auch bei EGLO Leuchten – die Anfor-

gebraucht hätten. Das ist weder realistisch

nicht“, sagt der Geschäftsführer. So ist sicher-

derungen und Bedürfnisse der Kunden. „Wir

noch sinnvoll.“ Generell sieht man bei EGLO

gestellt, dass einzig Projekte ins Portfolio auf-

sind auf den Mehrwert fokussiert, der sowohl

in der Mischnutzung von Immobilien noch

genommen werden, von denen man zu 100

dem Käufer als auch uns langfristige Vorteile

großes Potenzial.

Prozent überzeugt ist.

bringt“, formuliert Andreas Lilg. Aus Kunden-

Dem Unternehmen mangelt es weder an

„Wenn man ein Gebäude errichtet hat, ist des-

wünschen und Wohnbedürfnissen manifes-

Ideen noch an den Werkzeugen zu deren

sen Lebenszyklus erst am Anfang. Unser Zu-

tieren sich am Ende des Tages Immobilien,

Umsetzung. Dafür bürgt wiederum der gro-

gang ist es nicht, mit der Übergabe alles hinter

die sowohl architektonisch als auch von der

ße Bruder EGLO Leuchten. Mit diesen Vor-

uns zu lassen“, erklärt Kostenzer. Deshalb wur-

Ausstattung her einen hohen Standard ge-

aussetzungen steht einem weiteren Wachs-

de kürzlich die VESTA Objektmanagement

währleisten, ohne dabei die Kosten aus den

tumskurs in den kommenden Jahren nichts

GmbH gegründet. Benannt wurde die Tochter

Augen zu verlieren. Energetisch setzt man

im Wege.

passenderweise nach der gleichnamigen rö-

bei EGLO Immobilien ebenfalls auf effiziente

mischen Göttin Vesta, der Hüterin des Hauses.

Heizsysteme und niedrigeren Energiebedarf,

„Wir übernehmen damit die Hausverwaltung

um die Betriebskosten für die zukünftigen

sowohl eigener als auch fremder Objekte“, so

Bewohner so niedrig als möglich zu halten.

der Baumeister. EGLO Immobilien hat es sich zum Ziel gesetzt, Immobilien nicht nur nach-

Idee und Umsetzung

haltig zu bauen, sondern auch nachhaltig zu

Die Bandbreite der Wohnimmobilienprojek-

bewirtschaften. Um im Bedarfsfall rasch re-

te reicht von Doppelhäusern über mittelgro-

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Š NETZWERK HANDWERK

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Warum in die Ferne schweifen, ist das Gute doch so nah. Zumindest wenn es um den Werkstoff Holz geht. Die Liebe zum Material setzt man in der Tischlerei Schlemaier in SĂśll in Tisch, Bett und Co. um.

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Vom Wissen und Können Während so manches Handwerk vom Aussterben bedroht ist, erleben andere einen regelrechten Boom. Eines indes ist allen handwerklichen Betrieben gemein: Sie müssen höchste Qualität liefern und sich wenn möglich in regionalen Nischenmärkten positionieren. Und sich vernetzen, untereinander wie nach außen. // TEXT: DORIS HELWEG

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© NETZWERK HANDWERK

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Nicht immer ist ein Stuhl nur ein Stuhl oder eine Bank einfach zum Sitzen da. Raumausstatter Anton Buchmayr aus Hopfgarten setzt seit mehr als 40 Jahren bewusst auf Naturmaterialien wie Holz, Wolle, Seide und Flachs und gestaltet Räume und Raumsituationen neu – mit dem Wissen, wann Perfektion erreicht ist, ohne pompös zu wirken, mit Reduktion auf das Wesentliche und mit dem Wissen vom Maß der Dinge.

E

twas zu schaffen, scheint

schaft, steht er zum Meister als Regelzugang

ternehmer ohne ausreichende Kompetenzen

glücklich zu machen, zählen

zur Gewerbeberechtigung, von den Nach-

wiederum selbst ausbildet. Denn Handwerk

doch Menschen in Hand-

sichtunternehmen hält er wenig: „Die Zeche

ist vor allem auch Wissen, wie es geht, und

werksberufen zu den zu-

zahlt schlussendlich der Konsument, denn

lebenslanges Lernen. „Auch eine Maschi-

friedensten Berufsgruppen.

dieser darf sich zu Recht höchste Qualität

ne ist nur so gut wie sein Bediener. Darum

Auch wenn das Image in der Vergangenheit

erwarten“, so Höck. Besonders bedenklich

muss dieses Wissen und Können auch wei-

auch mal gelitten hat, so ist echtes Hand-

wird es für ihn dann, wenn ein Nachsichtun-

tergegeben werden.“

werk eine anspruchsvolle Tätigkeit, die alle Sinne fordert. Dennoch: „Es ist sehr schwierig, qualifizierte und motivierte Mitarbeiter im Handwerk zu finden“, so Rainer Höck, Obmann von Netzwerk Handwerk Tirol, einem EU-LEADER-geförderten Bildungsprojekt für Handwerk und Gestaltung in den Bezirken Kitzbühel und Kufstein, das sich zum Ziel setzt, das regionale Handwerk zu stärken, neue Wege aufzuzeigen und vor allem die Begeisterung bei jungen Menschen für das Handwerk zu wecken.

Im Trend und doch in Gefahr In Tirol hat das Handwerk lange Tradition und steht für Beständigkeit, Erfahrung und Qualität. Die Zukunft des Handwerks ist allerdings in Gefahr. Industrialisierung, Globalisierung, Überregulierung, Billigprodukte, Lehrlings- und Fachkräftemangel sind Faktoren, die das Handwerk unter Druck setzen. Dieser Entwicklung möchte Netzwerk Handwerk entgegentreten. Denn trotz aller Probleme ist Qualitätshandwerk im Trend, ebenso wie Regionalität und Ursprünglichkeit. „Diese positive Grundstimmung will sich das Netzwerk Handwerk Tirol zu Nutze machen und Beiträge leisten, damit das Handwerk auch im 21. Jahrhundert erfolgreich sein kann“, so Netzwerkobmann Höck. Eine gute Ausbildung und hohe fachliche Kompetenz sind für ihn die Basis für erfolgreiches Handwerk. Selbst Maler aus Leiden-

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DIE GEMEINSAME PHILOSOPHIE

Netzwerk Handwerk ist die erste branchenübergreifende Handwerksinitiative in Tirol – mit einem Mix an klassischen Handwerksbetrieben und Kreativberufen. Aus dem EU-Förderprojekt soll eine dauerhafte Einrichtung zur Stärkung des Handwerks werden. Mit Veranstaltungen wie den „Open Doors – hereinspaziert“ oder dem 2. Handwerksforum Tirol zum Thema „Aufbruch im Handwerk“ will Netzwerk Handwerk Beiträge zur öffentlichen Diskussion um die Zukunft des Handwerks leisten und das Handwerk im Gespräch halten. Die Kriterien für die Mitgliedschaft gelten für alle gleichermaßen: • Leidenschaft und Bekenntnis zur Qualität im Handwerk • Bereitschaft, handwerkliches Wissen und Fähigkeiten anzuwenden und weiterzugeben • Bekenntnis zu Nachhaltigkeit und ressourcenschonendem Umgang mit Materialien und Rohstoffen • Verwendung von weitestgehend regionalen Rohstoffen • Offenheit für Neues und Gestaltung im Handwerk • Bereitschaft zur gemeinsamen Bewusstseins- und Vermittlungsarbeit für das Handwerk und den Mehrwert von Gestaltung zu nutzen • Förderung der Zusammenarbeit mit Kreativen Mitgliedsbetriebe: • Installationen Pletzer, Hopfgarten • Tischlerei Max Schlemeier, Söll • Tischlerei Biembacher/Misslinger, Hopfgarten • Konditorei Hacker, Rattenberg • Schlosserei/Laserschnittcenter Gwercher, Kundl • Gerberei Trenkwalder, Scheffau • Trachtenschneiderei Helene Mayr, Kirchbichl • Architekten Wurzer und Nagl, Rattenberg • Raumausstattung Buchmayr, Hopfgarten • der maler höck, Hopfgarten • Dachplattenerzeuger Bucher, Fieberbrunn • Vergolderin Maria Birbamer-Zott, Söll • Biokäserei „Die Milchbuben“, Hopfgarten • Kupferschmiede Hanspeter Schmidt, Wörgl


© ANDREAS FRIEDLE

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„HANDWERK IST EINE KOMPLEXE SACHE, DAS SCHAFFEN EINE MESSBARE GRÖSSE. ALS UNTERNEHMER IST DIE TÄTIGKEIT MITUNTER SCHWEISSTREIBEND, ABER ALS HANDWERKER BIN ICH JEDEN TAG GLÜCKLICH.“ Rainer Höck, Obmann des Netzwerk Handwerk Tirol und selbst Malermeister

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Die Vielfalt des Handwerks Und so setzt sich das Netzwerk Handwerk zum Ziel, traditionelles und lebendiges, lokales Handwerk zu bewahren, weiterzuentwickeln, zu ge-

von Handwerkern und Kreativen und insbesondere auch durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit und Vermittlungsprogramme soll das Handwerk sicht- und erlebbar gemacht werden. So haben wir in Zusammenarbeit mit dem bilding Innsbruck und Studio 41 ein eigenes Kinder- und Jugendprogramm entwickelt. Bei unserer ersten ‚Expedition Handwerk’ sind wir von Handwerker zu Handwerker gefahren und haben die einzelnen Schritte bei der Entstehung eines Sitzmöbels erläutert“, erklärt Projektleiterin Andrea Achrainer. Ganz nach der Devise „Handwerk begreifen“ durften die Jugendlichen hautnah miterleben, wie ein Sitzmöbel entsteht, vom Planlesen über Tischler-, Drechsler- und Schlosserarbeiten bis zum Raumausstatter. Und sie durften sogar selbst Hand anlegen. „Nicht nur die Kids waren vollauf begeistert, sondern auch die Handwerker“, freut sich Achrainer. Denn durch das Bewusstsein zum Handwerk

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tausch untereinander und neue Kooperationen und Zusammenarbeit

228 m 280 m rent

Handwerk und einen gemeinsamen visuellen Auftritt, durch regen Aus-

2

stalten und zu vermitteln. „Durch gemeinsame Leidenschaft für das

möchte sie Wertschätzung schaffen – Wertschätzung dem Beruf des Handwerkers gegenüber ebenso wie den Produkten. So solle sich auch der Blickwinkel ändern, Lehre und Handwerk wieder einen höheren Stellenwert erlangen. „Diese Jugendarbeit ist extrem wichtig, denn das sind unsere zukünftigen Lehrlinge und auch Konsumenten“, so Achrainer.

Handwerk ist anspruchsvoll „Wir müssen im Handwerk intellektueller werden. Handwerk braucht ein neues Selbstverständnis und ein neues Selbstbewusstsein“, ist Rainer Höck überzeugt. „Die Lehre mit Matura ist schon ein guter Ansatz, wird aber wenig angenommen. Jetzt wird über die Lehre nach der Matura diskutiert, aber auch hier gibt es noch offene Fragen wie etwa jene der Bezahlung. Handwerk ist anspruchsvoll, fordert alle Sinne und erfordert viele Kompetenzen – schulische Bildung, aber auch Praxis. Darum wollen wir regional Talente fördern und junge Menschen

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zum Nachdenken anregen: Was ist meine Begabung? Was möchte ich? Handwerk ist eine komplexe Sache, das Schaffen eine messbare Größe. Als Unternehmer ist die Tätigkeit mitunter schweißtreibend, aber als Handwerker bin ich jeden Tag glücklich.“

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© NETZWERK HANDWERK

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Man trägt wieder Farbe Nicht nur die Mode unterliegt wechselnden Trends, auch das Handwerk der Maler gestaltet sich durchaus kreativ. Aus einem Universum an Farben und Techniken wählt Rainer Höck für seine Kunden am liebsten ökologisch und bauphysikalisch optimale Lösungen. // TEXT: DORIS HELWEG

D

as gute Alte ist oft auch

Netzwerk Handwerk Tirol sowie Landes-

Aus einem alten, desolaten Bauernhof im

das bessere Neue. Davon

innungsmeister der Maler ist, dass der Ver-

Ortskern wurden über 600 Quadratmeter

ist Malermeister Rainer

zicht auf Standardlösungen ein Gewinn

moderner und bauphysikalisch hochwerti-

Höck aus Hopfgarten

ist. Frei nach dem Motto „less is more“ ist es

ger Wohn- und Büroraum geschaffen. Hier

überzeugt. Seit 35 Jah-

ihm ein Anliegen, mit Material zu arbeiten,

haben wir sowohl reine Lehm- als auch

ren leitet er den kleinen Handwerksbetrieb,

das wenig Energieaufwand bei seiner Pro-

Kalkfarbe verarbeitet.“ Die hochwertigen

den er im jungen Alter von 20 Jahren von

duktion benötigt und stofflich problemlos

Dachplatten der Bucher Dachplattenma-

seinem Vater übernahm. „Ökologie war mir

wieder eingliederbar ist. „Resilienz ist das

nufaktur – übrigens ein neues Mitglied im

schon von Anfang an wichtig“, betont der

Ziel dabei, das sich auch sehr schön an un-

Netzwerk Handwerk – setzen dem restau-

Maler, der genau aus diesem Grund histo-

serem Projekt Kasperhof in Patsch zeigt.

rierten Bauwerk die Krone auf.

rische Maltechniken wie mit Kalk, Lehm und echten Ölfarben bevorzugt. Für Rainer Höck hat vor allem Kalkputz Riesenpotential: „Kalkputz mit der richtigen Farbe ist so alkalisch, dass praktisch kein Schimmel wachsen kann. Der Putz ist rein mineralisch und eignet sich auf alten und neuen Mauerwerken für den Innen- wie auch wieder für den Außenbereich und sorgt für ein gesundes Raumklima. Ein weiterer Vorteil ist, dass Reinkalke von allen Systemen am © ANDREAS FRIEDLE

längsten sauber bleiben”, schwärmt Höck: „Kalkputz ist ein echtes Multitalent, nur die Verarbeitung erfordert einiges an Wissen und Erfahrung.“

Less is more Generell sieht Höck, der neben seiner Tätigkeit als Malermeister auch Obmann des

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„DAS GUTE ALTE IST OFT AUCH DAS BESSERE NEUE.“ Maler Rainer Höck


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Das Handwerk im Blut Es gibt nur mehr sehr wenige in Österreich, die eines der ältesten Handwerke beherrschen. Martin Trenkwalder ist einer davon und er hat das Gerben quasi im Blut. // TEXT: DORIS HELWEG

D

ie Leidenschaft für das

erweitert wurden. Mittlerweile ist das Unter-

ter in Stiefeln, die Lederhose oder das Geld-

Gerben wurde ihm wahr-

nehmen in Scheffau zu Hause und beschäf-

börserl. Mit dem Unterschied, dass heute der

lich in die Wiege gelegt,

tigt 21 Mitarbeiter.

denn die Familie von Martin Trenkwalder

Uraltes Handwerk

Großteil dieser Waren aus China, Asien und zum Teil aus Südamerika stammt. Bedenkt man, dass aus einem Schaffell gerade mal

gerbt schon seit fünf Generationen. Den el-

Das Gerben ist eine der ältesten kulturellen

zwei Paar Stiefel gefertigt werden, so kann

terlichen Betrieb hat sein Bruder übernom-

Errungenschaften der Menschheit. Bereits

man sich vorstellen, wie groß der Bedarf ist:

men und so brach der damals 18-jährige Mar-

in der Altsteinzeit war die Lederverarbeitung

„Wir haben uns aus diesem Marktsegment

tin nach seiner Gesellenprüfung zum Gerber

sowohl bei den Neandertalern als auch bei

mehr und mehr zurückgezogen, da hier un-

nach Wien auf und absolvierte dort die Che-

den modernen Menschen im mittleren und

term Strich nichts mehr übrig bleibt, und

mie-HTL Rosensteingasse. Nach verschiede-

nördlichen Eurasien bekannt. „Früher gab es

spezialisieren uns heute mehr auf Nischen-

nen beruflichen Stationen – unter anderem

in jedem Ort mindestens einen Gerber“, so

produkte wie Kleinkinderprodukte und

war Trenkwalder für einen Chemiekonzern

Martin Trenkwalder. „Die rohen Tierüberres-

Trachtenmode.“

international tätig – lernte er während seiner

te waren ja nicht lange haltbar und so wa-

Tätigkeit bei einer Lederfabrik in Hopfgar-

ren Gerber vor Ort und fertigten Leder für

ten seine Frau kennen. Im Keller ihres Hau-

Schuhmacher, Sattler oder Schneider.“ Auch

Vom Haltbarmachen tierischer Häute und Felle

ses begannen sie zu gerben, bis der Keller

heute sind Leder- oder Fellprodukte allge-

Das Gerben ist ein aufwändiger Prozess und

zu klein und die Räumlichkeiten mehrmals

genwärtig. Man denke an das Lammfellfut-

dauert je nach Endprodukt zwischen sechs

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© NETZWERK HANDWERK

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und neun Wochen. Über 30 Arbeitsschritte bedarf es bis zum fertig gegerbten Leder oder Fell. Die Gerberei Trenkwalder setzt dabei auf mehrere Standbeine: Lammfelle für den Kleinkinder- und Gesundheitsbereich, Lohngerbungen für Jäger, Herstellung von Sämischleder für Lederhosen sowie die Herstellung von Pergament für Trommeln und Pauken. Und nicht zuletzt werden aus eher schlechteren Fellen, bei denen sich zum Teil die Haarwurzel schon gelockert hat, noch Krampus- und Perchtenfelle erzeugt. Den Löwenanteil nimmt aber eindeutig die Lammfellproduktion ein. Von den 80 bis 100 täglich produzierten Lammfellen geht rund ein Viertel in die hauseigene Produktion von Kleinkindprodukten wie Babypatscherl und

BEDENKT MAN, DASS LAUT STIFTUNG WARENTEST WARE AUS CHINA CHROMGEFÄRBT UND SOMIT MIT SCHWERMETALLEN BELASTET IST, IST ES UMSO ERFREULICHER, DASS MARTIN TRENKWALDER AN EINEM ALTEN HANDWERK FESTHÄLT UND QUALITATIV HOCHWERTIGE WARE FERTIGT, DIE NUR MEHR SELTEN ZU FINDEN IST.

Fußsäcke für Kinderwägen. Die Tierfelle stammen zu hundert Prozent aus tierischem Schlachtabfall aus der Fleischproduktion regionaler Betriebe und werden umgehend gewaschen und aufgeweicht. Nach dem Entfleischen und Entfernen des Unterhautfettgewebes erfolgt die eigentliche Gerbung, das heißt das Verwandeln von verwesbarem Eiweiß in unverwesbares Leder. Dabei gibt es unterschiedliche Gerbarten, im Fall der Lammfelle kommt die schadstofffreie Medizinalgerbung zum Zug, bei der die Maisstärke als Basis für die Herstellung des Gerbstoffes dient. Weitere bei Trenkwalder angewandte Gerbarten sind die Weißgerbung, die Sämischgerbung mit Fischölen, die vor allem für die Lederbekleidung eingesetzt wird, und die rein pflanzliche Gerbung, die vollkommen schadstofffrei ist und immer stärker nachgefragt wird. Vor allem Jäger zählen zu den Kunden des Scheffauer Handwerksbetriebes: „Die Jäger schicken ihre erlegten Tierfelle aus ganz Österreich und Deutschland zu uns und bekommen ihr Einzelstück nach ihrer gewünschten Gerbung wieder zurück. Insbesondere bei Kunden aus Oberösterreich wird nach der rein pflanzlichen Gerbung gefragt.“

Individuelles Finishing Nach der eigentlichen Gerbung folgt das individuelle Schönheitsprogramm. Durch Strecken und Ziehen werden die Felle oder Leder nach dem Trocknen wieder weich, Felle werden frisiert, geföhnt und auf gleiche Wolllänge geschnitten, gekräuseltes Haar geglättet. Leder wird durch Schleifen schön gemacht und Sämischleder einseitig mit Holzfarben gefärbt. „Bei uns erfolgt alles in Handarbeit, wir arbeiten mit alten Maschinen und Bottichen, da es schwierig ist, solche Geräte überhaupt noch zu bekommen“, betont Martin Trenkwalder.

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Erfolgreich wiederbelebt Mit der Wiederaufnahme der stillgelegten Dachplattenmanufaktur seines Großvaters hat Peter Bucher wohl die richtige Entscheidung getroffen. Die sowohl in der Ökobilanz wie auch in der Haltbarkeit unschlagbaren Dachplatten aus Fieberbrunn heimsen einen Preis nach dem anderen ein. // TEXT: DORIS HELWEG

J

ene Dachplatten, deren Herstel-

Auch am Bahnhof Salzburg (Architektur: kadawittfeld) war der Plattenmacher aus Tirol beteiligt.

lungsweise 1844 im Chiemgau erstmals angewandt wurde und die bis dato voll und ganz funktionsfähig sind, gelten

auch heute noch – oder besser gesagt wieder – als das Nonplusultra in der Bedachung. Mit einer Lebensdauer von mindestens 140 Jahren und der höchsten Hagelschlagsklasse sowie Druck- und Windfestigkeit halten die guten alten Betonplatten so gut wie allem stand, was wettertechnisch auf ein Dach so einwirken kann. „Die Dachlandschaft verändert sich immer wieder“, so Peter Bucher, Inhaber der Bucher Dachplattenmanufaktur in Fieberbrunn. „Waren früher in unseren Gefilden Holzschindeln und Betonplatten en vogue, wollte man sich später mit etwas Modernerem wie Eternit eindecken. Derzeit

Tiroler Landesregierung im Bereich Dorfer-

den Jugendstilgebäudes rekonstruiert und

haben wir die Bitumen-Welle, die aber keine

neurung die Verwendung von handgefertig-

produziert. Und damit auch noch den Euro-

lange Lebenszeit verspricht“, glaubt Bucher.

ten Betondachplatten, einerseits aufgrund

päischen Kulturpreis gewonnen“, ist Bucher

Trotz all dieser Tendenzen setzt sich mehr

des Tiroler Landschaftsbildes und anderer-

sichtlich stolz und setzt sich seit Kurzem auch

und mehr auch die Betonplatte wieder

seits wegen der langen Lebensdauer, bei der

im Netzwerk Handwerk ein, um seltene Ge-

durch, wie renommierte Bauobjekte wie der

sich mehrmalige Förderungen erübrigen.“

werbe zu erhalten und insbesondere die Ju-

Bahnhof Salzburg oder die Festung Fran-

gend wieder für das Handwerk zu motivieren.

zensfeste beweisen. „Die in den letzten Jah-

Zahlreiche Auszeichnungen

ren ständig steigende Nachfrage lässt eine

Belohnt wird der tagtägliche Einsatz des

Alte Handarbeit

Trendwende erkennen, weg vom Kurzzeit-

Einzelkämpfers mit zahlreichen Auszeich-

Hergestellt werden die mittlerweile in ver-

hin zu einem nachhaltigen Produkt“, gibt

nungen. wie jüngst dem Europäischen Kul-

schiedensten Varianten erhältlichen Dach-

Bucher ein paar Einblicke in die Firmenhis-

turpreis „Europa nostra“, dem Denkmalpreis

platten in alter Handarbeit aus Sand, Was-

torie. Kämpfen muss er dennoch gegen die

für Nachhaltigkeit 2018 oder dem Sanie-

ser und Portlandzement. Weder Kunststoffe

Übermacht der Industrie, „die durch kurzle-

rungspreis des Landes Tirol. „Auf diese Vorzei-

noch sonstige Zusätze werden dem zu 100

bigere Produkte mehr Umsatz für sich selbst

geobjekte sind wir natürlich sehr stolz. Beim

Prozent wiederverwertbaren Material zuge-

und dadurch mehr Arbeit für die Dachde-

Projekt Sanatorium Dr. Barner in Braunlage

setzt. Der Energieverbrauch bei der Herstel-

cker lukriert“, bedauert der Dachplattenher-

ist David Chipperfield auf uns zugekommen

lung der Dachplatten entspricht laut Bucher

steller. „Immerhin empfiehlt das Amt der

und wir haben die Dachplatten des bedeuten-

dem eines kleinen Haushaltes. „Heute gibt es

34

eco.nova


bauen.wohnen

Peter Bucher hat die Dachplatten des Jugendstilgebäudes des Sanatoriums Dr. Barner in Braunlage rekonstruiert und produziert und dafür den Kulturpreis „Europa Nostra Award 2018“ bekommen. Architekt war David Chipperfield.

keine Plattenmacher mehr, nur mehr Konzerne, die Masse produzieren und bei denen Gewinnmaximierung im Vordergrund steht. Die Qualität wurde auf das Notwendigste reduziert und Nachhaltigkeit ist nicht gefragt, weil in der Sanierung die Absätze fehlen würden“, so Bucher. Vielleicht überlebte die händische Produktion von Peter Bucher all diese Veränderungen gerade deshalb, weil diese hochwertige Qualität maschinell nicht herstellbar ist. „Ich hatte den besten und größten Maschinenbauer für Automation in Europa engagiert mit dem Ergebnis, dass diese geforderte Qualität maschinell nicht rationell erreichbar wäre, wir mögen doch an unserer Handarbeit festhalten.“ Und das hat Peter Bucher dann auch getan und wird mit mehr Mitarbeitern der steigenden Nachfrage gerecht. In seinem Bestreben, das perfekte Dach zu liefern, ist es dem Ingenieur stets ein Anliegen, auch in Sachen Dämmung mit Holz und Kork ökologisch nachhaltig wie beständig am Weg zu sein, „denn was nützt die 140 Jahre lang beständige Dachplatte, wenn das Material darunter nicht hält?“ Und da sich auch al-

„HEUTE GIBT ES KEINE PLATTENMACHER MEHR, NUR MEHR KONZERNE, DIE MASSE PRODUZIEREN UND BEI DENEN GEWINNMAXIMIERUNG IM VORDERGRUND STEHT.“ Plattenmacher Peter Bucher

tes Handwerk stets weiterentwickelt, werden in der Bucher Plattenmanufaktur mittlerweile nicht mehr nur verschiedenste Dachplatten von Hand erzeugt, sondern auch Bodenund Fassadenplatten und Mauerwerkteile.

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© ANDREAS FRIEDLE

bauen.wohnen


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Ein Stück Seele Was durch ihre Hände geht, erklingt später auf Bühnen: Die Instrumentenbauerin Claudia Unterkofler hat sich auf Barockinstrumente spezialisiert und versucht dabei, sich vom Perfektionismus zu verabschieden – wahrer Charakter kommt nämlich ohne aus. // TEXT: SONJA NIEDERBRUNNER

„DAS SCHÖNE IM GEIGENBAU IST, DASS KLEINE UNFEINHEITEN EIN GANZ ANDERES GESAMTBILD ENTSTEHEN LASSEN. SIE SCHAFFEN CHARAKTER.“ Claudia Unterkofler, Geigenbauerin

M

der eigenen Note der Instrumentenbauerin

it 30 Jahren ist das

Lehr- und Wanderjahre durch Norditalien.

Leben zu Ende.

In Cremona spezialisierte sie sich schließlich

versehen. „Jeder Instrumentenbauer hat sei-

Dachte sich die jün-

auf Barockinstrumente. „Beim Bau alter In-

ne Handschrift. Dabei geht es nicht nur um

gere Claudia Un-

strumente hat man mehr Freiraum für die

handwerkliches Können, sondern auch um

terkofler dereinst

künstlerische Tätigkeit“, erklärt Unterkofler.

Gefühl und Intuition. Würde man ein beste-

– wie wir alle es taten, in unseren Jugend-

Freiheit im Tun war und ist ein steter An-

hendes Instrument gleich nachbauen, würde

jahren, als 30-Jährige uns fad, angepasst, so

trieb in ihrem Leben. Es war auch die Trieb-

es trotzdem nie gleich klingen.“ Ein Instru-

fürchterlich erwachsen schienen. Claudia

feder, die sie in die Selbständigkeit führte:

ment, das sie erschaffen hat, erkennt sie un-

ist jetzt 38. Und das Leben hat nicht aufge-

„Das Angestelltenverhältnis war für mich

ter Tausenden wieder.

hört. Ganz im Gegenteil hat es erst so rich-

immer schwierig. Dabei konnte ich meine

Und sie findet es auch nach all den Jahren

tig begonnen. Aus dem Lehrling wurde eine

Ideen nicht verwirklichen. Das hat mir die

immer noch schwer, sich von ihren Schöp-

Meisterin, aus der Suchenden eine Zufrie-

Entscheidung zur Selbständigkeit leicht ge-

fungen zu trennen. „In jedes Instrument

dene, aus der Perfektionistin erwächst eine

macht.“ Bis zu ihrem 30. Lebensjahr – also

fließt sehr viel von meiner Persönlichkeit

Mutige.

rechtzeitig zum Ende des Lebens – wollte sie

mit ein. Das macht es schwer, es wegzuge-

Das Gespräch mit Claudia Unterkofler ist

den Schritt setzen. Zwei Tage vor ihrem Ge-

ben, auch wenn das vielleicht etwas kitschig

ein tiefes, jedoch ein auch in den leisen Tö-

burtstag meldete sie schließlich ihr Gewerbe

klingt.“ Ihre Instrumente, sagt sie, seien

nen heiteres. Manche Gespräche vermögen

an. Und tatsächlich endete das Leben. Und

so wie sie selbst. Etwas zu perfektionis-

es, gerade diese Töne erklingen zu lassen, die

ein neues begann.

tisch vielleicht noch. Auch in ihrem Hand-

im Trubel, der Schnelligkeit, der Unachtsam-

werk sucht Claudia Unterkofler nach mehr

keit gerne überhört werden. Claudia Unter-

Der Klang vergangener Zeiten

kofler ist es gewohnt, genau hinzuhören.

Die ersten Aufträge waren hauptsächlich Re-

vielleicht zu zaghaft, ich habe übertrieben

Die Instrumentenbauerin vertraut auf ihre

paraturen – „dafür habe ich heute keine Zeit

genau gearbeitet und dadurch waren mei-

Sinne. Sie sind – neben ihren Händen – ihr

mehr“. Denn heute ordern Musiker Geigen,

ne Instrumente fast ein wenig zu glatt und

wichtigstes Werkzeug. Ihr Handwerk hat

Bratschen, Celli, Gamben und Viole d’amore

brav.“ Doch jedes Lebensjahr, jedes Projekt

sie in Italien erlernt: Nach der Matura be-

bei der Meisterin. Instrumente aus lange ver-

bringt – wenn man offen dafür ist – mehr

suchte die Innsbruckerin die vierjährige Gei-

gangenen Zeiten, jedes nach den Vorstellun-

an Erfahrung, mehr an Erkenntnis, mehr an

genbauschule in Parma, darauf folgten ihre

gen des jeweiligen Kunden gefertigt und mit

Verständnis. Das Leben muss dadurch nicht

Freiheit. „In meinen ersten Jahren war ich

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© ANDREAS FRIEDLE

bauen.wohnen

zwangsläufig besser werden, aber wir verstehen es, besser zu leben, entspannter. Wir verstehen, dass es nicht um Perfektion geht. „Das Schöne im Geigenbau ist, dass kleine Unfeinheiten, die gezielt mit einem Hobelstrich oder einem Hohleisenstich eingesetzt werden, ein ganz anderes Gesamtbild entstehen lassen. Sie schaffen Charakter.“ Charakter zu zeigen, braucht aber auch Mut. Doch der Lohn ist die Einzigartigkeit.

„IN JEDES INSTRUMENT FLIESST SEHR VIEL VON MEINER PERSÖNLICHKEIT MIT EIN. DAS MACHT ES AUCH SCHWER, ES SCHLIESSLICH WEGZUGEBEN.“ Claudia Unterkofler, Geigenbauerin

Ihre Werkstatt in der Grillparzerstraße liegt verborgen in einem Innenhof. Inmitten des Stadttrubels hat sich die Künstlerin und

Ende ist alles aus ihrer Hand gefertigt. Auch

sie mit sich selbst im Reinen, kann sie über

Handwerkerin ein Idyll geschaffen, das auch

die Bögen macht sie selbst, barocke Bögen,

ihrem Tun die Zeit völlig vergessen, aus der

Prinzessin zu würdigen weiß. Die Streuner-

die in ihrer Ausarbeitung um ein Vielfaches

Arbeit wird ein Fließen.

katzendame beehrt Claudia Unterkofler täg-

feiner sind als moderne. Bis zu 30 Stunden

Für das Foto setzt sich Claudia an ihre Gam-

lich mit ihrem Besuch, trinkt etwas Milch,

Arbeitszeit stecken allein darin, die Wartelis-

be. Die rechte Hand führt den Bogen, die

absolviert einen Kontrollgang durch ihr

te der Interessenten ist lang. Übertriebene

linke beginnt einen Tanz über die Saiten.

Reich und rollt sich auf der Werkbank zu-

Eile hat in diesem Beruf nichts verloren, die

Die ersten Töne von „Grand Ballet“, einem

sammen, wenn ihre Gastgeberin keine Hand

Dinge brauchen ihre Zeit und sie brauchen

Stück von Marin Marais, ertönen. Der sam-

zum Streicheln frei hat.

vor allem ein klares Bild. Erst wenn die Inst-

tige Klang des Instruments in den Händen

rumentenbauerin dieses deutlich vor Augen

seiner Erschafferin, inmitten seiner Ge-

hat, beginnt ihrer Hände Werk. Man sieht die

burtsstätte, beschert Gänsehaut. Und selbst

Etwa vier Instrumente baut Unterkofler je-

Dinge nicht klar, wenn der Blick vernebelt

Unwissenden wird bei diesem Anblick, bei

des Jahr, immer eins nach dem anderen. An-

ist. „Meine Arbeit ist eine sehr intuitive. Geht

diesen Tönen klar, dass Meisterwerke tat-

gefangen von der Auswahl des Holzes über

es mir nicht gut oder kann ich mich nicht

sächlich ein Stück der Seele ihrer Erbauer in

feine Einlegearbeiten bis zur Lackierung am

konzentrieren, dauert alles viel länger.“ Ist

sich tragen.

Eins nach dem anderen

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DACH+FACH

Im Holzbau alles unter Dach+Fach Qualität, Individualität und Innovation gepaart mit Termintreue, Verlässlichkeit und Kundenorientierung – dafür steht ein kompetentes und erfahrenes Team von Dach+FachMännern seit 1996. Hier werden die Visionen vom „Schöner wohnen“ Wirklichkeit.

W

er einen Tiroler Handwerks-

Smart, schön und flexibel

betrieb sucht, der hält, was er

Mit dem Chalet-D+F-Room-System hat das

verspricht, ist bei der Dach+

Unternehmen auch die perfekte Lösung für

Fach Holzbau GmbH garantiert an der rich-

smarte Räumlichkeiten im Angebot. Dabei

tigen Adresse. Und das in einer Vielzahl von

handelt es sich konkret um flexible Arbeits-,

Bereichen, sei es bei Holz- und Passivhäu-

Wohn- und Repräsentationsräume in Holz-

sern, Aufstockungen, Dachstühlen, thermi-

bauweise, die individuell angepasst werden

schen Sanierungen, Dachsanierungen, im Massivholzbau, bei Wintergärten und nicht zuletzt bei landwirtschaftlichen Gebäuden.

können und mit einem hohen WohlfühlfakDach+Fach ist Ihr Spezialist in Sachen Wohnen – bei Aufstockungen und vielen anderen Bereichen.

tor punkten. Das Chalet wird aus heimischen Hölzern hergestellt und lässt sich rasch auf-

Das Team um die beiden Geschäftsführer

und abbauen. Variabel in der Größe und

Karl-Heinz Eppacher und Josef Riml hält

komfortabel lässt es sich überall einsetzen,

auch bei Preis und Termin, was es verspricht,

wo kurz- oder auch längerfristig Raum benö-

und bietet beste Planungs- und Ausfüh-

tigt wird. Geliefert wird das exakt nach Kun-

rungsqualität. Diese Vorzüge konnte man

denanforderungen ausgestattete Chalet fix-

seit 1996 in hunderten von unterschiedlichen

fertig mit dem Kranwagen. Es lässt sich sogar

Projekten unter Beweis stellen. Jedes Bau-

auf einem Flachdach platzieren und ist drei

projekt ist dabei so einzigartig wie der Kunde

Meter breit und zwischen sechs und neun

selbst. Deshalb gibt es maßgeschneiderte Lösungen, die in höchster handwerklicher Qualität umgesetzt werden.

Das Chalet wurde speziell für Ein-PersonenUnternehmen oder Zwei-Mann/Frau-Betriebe konzipiert.

Metern lang. Egal ob als Arbeitsraum, stylische Eventlocation, Wohnraum oder Fumoir: Das Chalet ist ein echter Alleskönner.

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bauen.wohnen

Bewahrte Tradition

© JULIA TÜRTSCHER

Anpruggen in Innsbruck – dort, wo die schönen bunten Häuser stehen – wird auch gerne Stadtteil der Handwerker und Lebenskünstler genannt. Das trifft es auf den Punkt. Hier arbeitet auch Gerda Wachter. // TEXT: SONJA NIEDERBRUNNER

E

s war ein denkwürdiger Zu-

fasziniert hat mich daran, wie einfach und

und noch vieles mehr aus Papier an. „Nicht je-

fall, dass Gerda Wachter vor

gleichzeitig auch vielfältig die Herstellung

der braucht handgeschöpftes Papier“, ist sich

Jahren ein Buch über das

von Papier eigentlich ist.“ Kurz darauf zog es

Gerda Wachter im Klaren darüber, dass sie mir

Papierschöpfen geschenkt

Gerda Wachter nach Italien. In Fabriano er-

ihrem Handwerk eine kleine Nische besetzt.

bekam. Die Tochter eines

kundete sie die Handwerkskunst näher und

„Aber ich war von Anfang an überzeugt, dass

Künstlers und ehemalige Lehrerin war im-

eines Abends fiel der Entschluss, der die Wei-

ich es schaffen kann, wenn ich Qualität und

mer schon handwerklich interessiert, doch

chen für ihre nächste Zukunft stellen sollte.

außergewöhnliche Produkte biete.“ Bis heute

mit Papier hatte sie sich noch nie beschäftigt.

Zurück in Innsbruck fand sie in Anpruggen

hat sie ihren Schritt nicht bereut, im Gegen-

Das sollte sich ändern. „Ich habe das Buch ta-

die perfekte Räumlichkeit für ihr Papierwerk

teil: Nach wie vor liebt sie ihr Handwerk, an

gelang nicht mehr aus der Hand gelegt“, erin-

32 und auch das ideale Umfeld. Seit 14 Jahren

dessen Grenzen sie noch lange nicht gestoßen

nert sie sich. Schließlich besorgte sie sich die

ist sie nun hier und fertigt Karten, insbeson-

sein wird, so umfangreich ist es.

ersten Materialien und legte los. „Besonders

dere für Hochzeiten, Fotoalben, Dekoprodukte

Neben ihren zahlreichen Eigenkreationen – auch Sonderanfertigungen sind möglich –

„NICHT JEDER BRAUCHT HANDGESCHÖPFTES PAPIER. ABER ICH WAR VON ANFANG AN ÜBERZEUGT, DASS ICH ES SCHAFFEN KANN.“ Gerda Wachter

bietet sie in ihrem kleinen Laden auch Spezialpapiere aus aller Welt, die sonst kaum zu bekommen sind: Traditionell hergestellter Papyrus aus Kairo, das nepalesische Papier Loktapaier, hauchdünne japanische Papiere, die man für Paravents oder Lampen verwendet, gecrashte Papiere, die wie Batik aussehen. Eine Fundgrube für jeden, der das Besondere liebt.

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GASTEIGER BAD

Räume zum Leben

Es gibt Räume, in denen fühlen wir uns sofort wohl. Weil wir den Geruch angenehm finden, das Design uns anspricht. Meist sind es gar keine rationalen Gründe, es ist ein Gefühl. Im Projekt „Lebensraum“ von Gasteiger wird ein Einrichtungskonzept realisiert, das Design, Harmonie und perfekte Verarbeitung verbindet und damit eine feine Symbiose aus gutem Handwerk und Design schafft.

D

er Besuch im Lebensraum soll für

an bringt es ganz gut auf den Punkt. Im „Le-

der verschiedenen Gewerke möglich.

den Kunden ein einzigartiges Er-

bensraum“ geht es aber nicht nur ums Bad,

Gasteiger: „Der Kunde erlebt uns als perfek-

lebnis sein, eine Möglichkeit, in die

sondern um das ganzheitliche Leben zuhau-

ten Gast- und Ideengeber sowie als Vorreiter

Welt eines feinen und gehobenen Lebens-

se. „Ziel ist es, eine Plattform von gleichge-

für neue, unverbrauchte Stilwelten.“ Durch

stils einzutauchen“, erklärt Christina Gastei-

sinnten, ausgezeichneten Partnerfirmen zu

die Zusammenarbeit verschiedener Unter-

ger vom gleichnamigen Badarchitektur-Un-

schaffen, die gutes Handwerk und Design

nehmen vom Architekten über die Hersteller

ternehmen aus Aurach bei Kitzbühel. Seit

ebenso schätzen und leben wie wir“, sagt

bis zu den Handwerkern kann nicht nur vie-

fast 40 Jahren beschäftigt sich Gasteiger

Christina Gasteiger. Der Kunde sieht anhand

les erreicht, sondern auch Neues und Außer-

Bad mit Wohlfühlen und der Kultur des Ba-

einer exklusiven Musterwohnung, was her-

gewöhnliches geschaffen werden. Jeder Kun-

des. Die Konzepte sind so vielfältig wie in-

auskommen kann, wenn alle am Projekt be-

de wird individuell beraten und betreut, der

dividuell und atemberaubend – klassisch,

teiligten Unternehmen perfekt zusammenar-

Stil auf die jeweiligen Bedürfnisse, Wünsche

puristisch-geradlinig und offen, jung und

beiten – von der Planung und Beratung über

und vor allem die Persönlichkeit der Bewoh-

zeitgeistig oder im rustikalen und dennoch

die (termingerechte!) Ausführung bis hin zur

ner angepasst. Im Lebensraum geht es aber

modernen Chalet-Stil. „Aus Freude am Schö-

Hausbetreuung. Auch die schlüsselfertige

nicht nur um Optik, sondern auch Haptik.

nen“ nennt es Gasteiger selbst und der Slog-

Übergabe ist durch die gelebte Kooperation

Man kann sich nicht nur durch neue Mate-

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GASTEIGER BAD

DAS ZUSAMMENSPIEL DER VERSCHIEDENEN HANDWERKER IN VERBINDUNG MIT (INNEN)ARCHITEKTEN ERMÖGLICHT ES, AUSSERGEWÖHNLICHE LÖSUNGEN SOWIE UNVERBRAUCHTE STILWELTEN ZU SCHAFFEN. rialien fühlen, innovative Ideen werden im

ähnlich hohem Anspruch an Handwerk und

wahrsten Sinne des Wortes anfassbar. Durch

Design, der bereits in der Musterwohnung

den Know-how-Transfer der einzelnen Part-

anschaulich zur Vollendung geführt wur-

nerfirmen ist eine perfekte Planung und Aus-

de. Beginnend bei der Innenarchitektur für

führung bis ins Detail möglich. Damit findet

das gesamte Haus über die Einrichtung und

die hohe Kunst des Handwerks im Lebens-

Raumausstattung bis hin zur professionel-

raum ihre Bestimmung.

len Erlebnisküche für den Privatbereich fin-

Wert und Wertigkeit

den Architekturaffine und Designconnoisseure alles, was es für das gehobene Wohnen

Durch die enge Zusammenarbeit entsteht

braucht. „Das Küchenstudio werden wir

für Kunden ein großartiger Mehrwert, doch

selbst betreiben“, erzählt Christina Gasteiger.

auch alle am Projekt beteiligten Unterneh-

Ab sofort ist Gasteiger zusätzlich zur Bad-

men profitieren davon. Einzelkämpfer ha-

architektur auch Handelspartner der Firma

ben es heute schwer am Markt, ohne pas-

SieMatic, Geräte von unter anderem Gagge-

sendes Netzwerk geht fast gar nichts mehr.

nau, Miele oder Bora werden im Zuge des Le-

Zusammen ist man definitiv weniger allein.

bensraumes dann auch vor Ort vertrieben.

Im Lebensraum treffen Unternehmer auf

Eröffnet wird der Lebensraum Ende Novem-

gleichgesinnte, ausgezeichnete Partner mit

ber des Jahres.

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Welcome to the Dschungel Die Schaffung und Sanierung von Wohnraum ist mit vielen Fallstricken verknüpft. Wer Förderungen lukrieren möchte, muss sich vor dem Bauvorhaben Gedanken machen. Instrumente wie der Energieausweis helfen bei der Planung. In der Förderlandschaft steckt zwar Ideologie, das schließt die technische, ökonomische und ökologische Plausibilität aber nicht aus. // TEXT: MARIAN KRÖLL

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bauen.wohnen

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bauen.wohnen

bung eines Phänomens, das oft angekündigt,

Wachen Auges durch den Förderdschungel

aber nie eingetreten ist, sich mit dem deut-

Michael Braito ist langjähriger Berater bei

schen „le waldsterben“ behelfen mussten.

der Energie Tirol, einem gemeinnützigen

Hoffentlich ereilt die Energiewende nicht ein

Verein des Landes Tirol, der als unabhängi-

ähnliches Schicksal.

ge Einrichtung in Energiefragen für Priva-

Während sich die internationale Staaten-

te, Gemeinden und Unternehmen fungiert.

gemeinschaft dem ambitionierten Ziel, die

Er hat den Überblick über die bisweilen

globale Erwärmung aufzuhalten, verschrie-

schwer zu überschauende, weil sich ständig

ben hat, mögen es die Nationalstaaten, in

im Fluss befindliche Förderlandschaft: „Es

diesem Fall Österreich, und darin die Bun-

gibt grundsätzlich verschiedene Förderge-

ie Energiewende ist eine jener Wortschöp-

desländer, in diesem Fall Tirol, eine Nummer

ber. Bund, Länder, Gemeinden und Unter-

fungen, die dermaßen populär ist, dass sie

kleiner. Tirol soll bis 2050 energieautonom

nehmen mischen im Förderdschungel mit.“

es zum Germanismus, zum deutschen

werden. Das bedeutet einen um die Hälfte

Ist es tatsächlich, so wie oft dargestellt, ein

Sprachexport, gebracht hat. Während

reduzierten Energieverbrauch und ein Plus

Dschungel? „Im Neubau ist es einigermaßen

Deutschland als Energiewende-Nation par

von 30 Prozent bei der erneuerbaren Ener-

überschaubar, vor allem in der Sanierung

excellence Energie zeitweise wendebedingt

gie. Ambitioniert, aber machbar. Doch dafür

gibt es aber schon sehr viele verschiedene

– Stichwort Grundlastfähigkeit – aus franzö-

muss man unter anderem die Häuslbauer,

Förderungen.“ Da ist es nur sinnvoll, sich be-

sischen Atomkraftwerken importieren muss,

Wohnungs- und ganz generell Immobilien-

reits in der Planungsphase kompetent bera-

hat es der Begriff „Energiewende“ ins Aus-

besitzer in die Pflicht nehmen. Das geschieht

ten zu lassen.

land geschafft, etwa in den Economist und

bereits und soll – so ist das System angelegt

Es gibt zwar Interesse daran, diesen Dschun-

den Guardian. Einst wurde diese Ehre dem

– der Schaden der Häuslbauer und -sanierer

gel zu durchforsten und aufzuräumen, kei-

Wirtschaftswunder zuteil, dem Wunderkind

nicht sein. Die Steigerung der Energieeffizi-

ne Gebietskörperschaft – weder der Bund

und – eine zweifelhafte Ehre – der Scha-

enz macht nämlich Sinn. Nicht nur für die

noch Länder und Gemeinden – will aber un-

denfreude. Die ist angesichts der deutschen

Rettung vor der befürchteten „Klimakatas-

bedingt bei den Förderungen das Heft aus

Energiewende, die gerne einmal physika-

trophe“, sondern vor allem auch für die eige-

der Hand geben. Effizient ist das zwar nicht,

lische politische Gegebenheiten unterord-

ne Geldbörse, den Ort, wo der Idealismus üb-

aber das ist der Föderalismus eben nicht im-

net, sicher nicht angebracht. Es ist aber kein

licherweise rasch aufhört.

mer. „Die Förderbereiche können sich über-

Wunder, dass die Franzosen bei der Beschrei-

DAS ENERGIEEFFIZIENTE BAUEN, DAS MITTELS FÖRDERUNGEN UND VORSCHRIFTEN VON BUND UND LAND FORCIERT WIRD, STÖSST GLEICH AUF MEHRERE VORURTEILE.

DAVON SIND EINIGE IN TECHNOLOGISCHEN KINDERKRANKHEITEN BEGRÜNDET, DIE MITTLERWEILE WEITESTGEHEND BEHOBEN SIND. DIE TECHNOLOGIEN – SEI ES BEI DER WÄRMEPUMPE, DER KONTROLLIERTEN WOHNRAUMLÜFTUNG ODER DEN DÄMMSYSTEMEN – DÜRFEN HEUTE ALS AUSGEREIFT GELTEN. VORAUSGESETZT, SIE WERDEN FACHGERECHT GEPLANT, MONTIERT UND EINGEBAUT. DARUM EMPFIEHLT ES SICH, DIESE ARBEITEN ALLESAMT VON ANERKANNTEN FACHBETRIEBEN DURCHFÜHREN ZU LASSEN. 48

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bauen.wohnen

lappen, sind manchmal kombinierbar, manchmal nicht“, erklärt Braito. Der Neubaubereich sei mit der klassischen Tiroler Wohnbauförderung relativ einfach, der

I M M O T I O N E N

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Bund fördere im Neubau ohnedies nur Technologien. Mit den Förderungen will man selbstverständlich gewisse Ziele erreichen, führt Michael Braito aus: „Man will dem Klimaschutz zuträglich sein. Es geht um den Umstieg von fossilen auf erneuerbare Energieträger, die Steigerung der Energieeffizienz im Sinne besser gedämmter Gebäudehüllen und um effizientere Heizungs-

Who else?

systeme.“ Das klingt vernünftig, überhaupt dann, wenn die Förderungen technologisch begründbar und nicht primär weltanschaulich motiviert sind. „Die Technologieförderungen sind technisch argumentierbar. Die Tiroler Wohnbauförderung hat aber nicht nur den Auftrag, die Energiewende zu bedienen, sondern auch soziale Komponenten. Da steckt natürlich ein politischer Wille dahinter. Das merkt man.“ Wollte man dieser sozialen Steuerungsfunktion die Legitimation absprechen, müsste man wirklich außerordentlich libertär sein. Zweifellos hat sich die Wohnbauförderung bewährt, zumal der Umgang mit den Darlehen in Tirol vonseiten der Politik verantwortungsvoll erfolgt ist. Das ist nicht überall in Österreich so.

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West-Ost-Technologiegefälle Die föderale Struktur sorgt unter anderem dafür, dass in den Ländern auch bei der Förderung von Technologien unterschiedliche Maßstäbe angelegt werden. „Das ist definitiv so. Der Westen Österreichs tickt ganz anders als der Osten. Es werden unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt. In manchen Ländern wird Gas gut gefördert, in manchen die Wärmepumpe. Zweitere wird in Tirol sehr stark gefördert. Für Unternehmen, die in mehreren Bundesländern agieren, wird es knifflig, den Überblick zu behalten. Generell lässt sich sagen, dass die Förderungen noch viel weiter auseinanderstreuen als etwa die

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Bauordnungen.“ Das liegt unter anderem daran, dass bei den bautechnischen Vorschriften zunehmend qua OIB (Österreichisches Institut für Bautechnik)-Richtlinien Harmonisierung angestrebt wird. Das ist insgesamt ein gutes Signal, das Bauen auf Sicht sogar billiger machen könnte. Derzeit werden solche Effekte allerdings von der aufgeheizten Baukonjunktur mehr als kompensiert.

Stromheizung abgedreht In Gestalt der Infrarotheizung gibt es seit einigen Jahren einen populären Wiedergänger der elektrischen Widerstandsheizung. Der elektrische Strom als Haupthei-

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zungsenergiequelle wurde mit den OIB-Richtlinien 2011 baurechtlich zwar vorerst komplett abgedreht, hat aber mit den Richtlinien 2015 ein Comeback gegeben. Totgesagte leben länger. Aber nur unter gewissen Voraussetzungen, wie Michael Braito darlegt: „Grundsätzlich ist im Neubau eine reine Stromheizung möglich, aber mehr oder weniger nur im Passivhaus. Es braucht eine

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sehr gute Wärmedämmung. Hintergrund ist der, dass

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bauen.wohnen

Heizen mit Strom nicht effizient ist.“ War-

der Tiroler Wohnbauförderung zumindest

wirtschaftliche und ökologische Aspekte,

um, führt Braito aus: „Eine Stromheizung

theoretisch möglich, sofern man nachwei-

die Bewertung und Entscheidung, ob fossile

kann nicht mehr als 100 Prozent haben, ei-

sen kann, dass man ein hinsichtlich Ener-

Systeme verwendet werden dürfen, liegt bei

ne Wärmepumpe hat im schlechtesten Fall

gieeffizienz vergleichbares System hat.“ Der

den Gemeinden. Die Alternativenprüfung sei

100 Prozent.“ Damit ist gemeint, dass aus der

politische Widerstand gegen die elektrische

auch eine „bewusstseinsbildende Maßnah-

elektrischen Antriebsenergie einer Wärme-

Widerstandsheizung (in diese Gruppe gehört

me“, sagt Michael Braito.

pumpe ein Mehrfaches an Wärmeleistung

neben den Elektroradiatoren, Heizlüftern

Das Land Tirol hat sich wie eingangs er-

generiert werden kann. Bei der Stromhei-

und Elektro-Fußbodenheizungen auch die

wähnt mit dem Programm TIROL 2050 ener-

zung wird dagegen Strom in Wärme umge-

Infrarotheizung) ist jedenfalls beträchtlich.

gieautonom das ambitionierte Ziel gesetzt,

wandelt, die an den Raum abgegeben wird.

Zum bloßen Heizen sei Strom zu schade,

den Energieverbrauch bis 2050 zu halbieren

Das Verhältnis zwischen Wärmeleistung und

heißt es allenthalben. Dieser Standpunkt

und den Anteil an erneuerbaren Energie-

elektrischer Antriebsenergie wird bei der

lässt sich durchaus argumentieren. Elektri-

trägern um 30 Prozent zu erhöhen. Für eine

Wärmepumpe als „Arbeitszahl“ bezeichnet

scher Strom ist schließlich die höchste Form

„enkeltaugliche Zukunft“, wie es in der Vision

und liegt mit modernen Geräten zwischen

der Energie. „Von der Infrarotheizung raten

heißt, werden auch beim Wohnen entspre-

drei und vier, teils sogar noch höher. Bei ei-

wir allein schon deshalb ab, weil es bau-

chende Reize – entweder als Anreiz im Form

ner Jahresarbeitszahl von beispielsweise

rechtlich gesehen schwierig ist, eine solche

von Förderungen oder aber durch Verbote –

drei können mittels Wärmepumpe aus einer

überhaupt genehmigt zu bekommen“, sagt

gesetzt. Führt man sich einmal vor Augen,

Kilowattstunde elektrischer Energie drei Ki-

Michael Braito und fährt fort: „Aus unserer

dass mehr als 40 Prozent des gesamten Tiro-

lowattstunden nutzbare Wärme gewonnen

Sicht als Energie Tirol und auch aus meiner

ler Energiebedarfs für Gebäude aufgewendet

werden. Deshalb wird auch vonseiten der

Sicht als Techniker gibt es im Neubau ganz

werden muss, wird die strategische Bedeu-

Energie Tirol die Wärmepumpe als mitunter

einfach bessere Optionen.“ Im nicht sanier-

tung des Themas klar.

zukunftsfittestes Heizungssystem betrach-

ten Altbestand sieht die Sache wieder an-

tet. Wobei das bestgeeignete Heizungssys-

ders aus. Dort kann unter Umständen die

Das Haus der Zukunft

tem immer davon abhängt, ob es sich um

Wärmepumpe als Option gänzlich ausfallen.

Wie das Haus der Zukunft aussehen kann,

Neubau oder Sanierung handelt: „Im Sanie-

Um den Beweis zu führen, dass man ein auf

damit hat sich Energie Tirol bereits ein-

rungsfall kann alles ganz anders aussehen.

Strom oder fossilen Brennstoffen basieren-

gehend beschäftigt. Dort betont man den

Im Neubau ist es relativ eindeutig, wohin der

des Heizungssystem umsetzen kann, gibt es

dreifachen Nutzen des energieeffizienten

Weg weist. In diese Richtung gehen auch die

das Instrument der Alternativenprüfung:

Bauens: Einmal in Form eines Förderbonus

Förderungen.“

„Wer einen Neubau hat und ein fossiles Sys-

des Landes, dann mit einer Reduktion der

Die Frage, ob man trotz anderslautendem

tem einsetzen möchte, muss nachweisen,

Heizkosten und nicht zuletzt mit erhöhtem

Ratschlag auf Infrarot als Hauptheizung set-

dass andere Systeme nicht wesentlich besser

Wohnkomfort. Ökologisches Handeln dür-

zen kann, beantwortet Braito so: „Das ist in

sind.“ Dieser Nachweis umfasst technische,

fe nicht länger als wirtschaftliche Bürde

50

eco.nova


© BLITZKNEISSER

bauen.wohnen

Michael Braito, langjähriger Berater bei der Energie Tirol

empfunden werden. Ganz im Gegenteil ver-

die Kinder einmal aus dem Haus sind, den

versellen Standards noch verschiedentlich

tritt man die Ansicht, dass energieeffizien-

Grundriss umfunktionieren und unkompli-

Kritiker auf den Plan. Das Thema „Smart Ho-

tes Bauen leistbares Wohnen bedeute. Ein

ziert eine Einliegerwohnung aus dem Einfa-

me“ ist nicht zu Unrecht umstritten.

Standpunkt, der durchaus seine Berechti-

milienhaus herauslösen kann. Die haustech-

In der Vision von Energie Tirol für das kom-

gung hat, berücksichtigt man den durch-

nischen Systeme sollten praktikabel, einfach

mende Tiroler Haus kommt auch die kont-

schnittlichen Lebenszyklus eines Gebäudes

und über ihre Lebensdauer hindurch war-

rollierte Wohnraumlüftung, hier zur Kom-

in der Gesamtbetrachtung. Bereits in der

tungsarm sein. Der Einsatz von Bussystemen

fortlüftung geadelt, ins Spiel. Doch damit

Planung gilt es, auf sich zukünftig ändern-

für die Steuerung eines eventuellen „Smart

nicht genug. In der Energieversorgung setzt

de Nutzungsbedingungen Rücksicht zu

Homes“, eines intelligenten Hauses, ruft der-

man auf erneuerbare Energien wie Wärme-

nehmen. Damit man beispielsweise, wenn

weil mangels Ausgereiftheit und eines uni-

pumpen, Biomasse, Fern- oder Abwärme.

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eco.nova

51


bauen.wohnen

„DIE LEUTE SCHAUEN SICH IN DER REGEL IN DER KALKULATION SELTEN DEN LEBENSZYKLUS AN, SONDERN MEIST DIE INVESTITIONSKOSTEN. DAS IST ZWAR SCHADE, ABER ANGESICHTS DER HOHEN GRUNDKOSTEN NACHVOLLZIEHBAR.“ Michael Braito

Wärmepumpe und solare Energieversor-

Energiesysteme bei der Errichtung von Hei-

förderung wird nach einem Punktesystem

gung sind für die aktive Energieerzeugung

zungs- und Warmwasserbereitstellungssys-

errechnet.

im Haus der Zukunft zuständig. Versieht

temen. Dazu zählen die Wärmepumpe, Bio-

man das Gebäude mit einer thermisch hoch-

masse und Fernwärme. Fossile Energieträger

Besser als ihr Ruf

wertigen Hülle, energieeffizienter Haus-

haben dagegen in der Wohnbauförderung

Die kontrollierte Wohnraumbelüftung

technik und einem sinnvollen Umgang mit

einen schweren Stand, da sie den Energiezie-

kommt in der Öffentlichkeit meist nicht be-

Flächen, auch was die Ausrichtung betrifft,

len des Landes zuwiderlaufen: Erdgas ist im

sonders gut weg. Das hängt wohl auch damit

soll am Ende – so die Vision – nicht etwa das

Neubau erst nach Alternativenprüfung zu-

zusammen, dass über sie viele Halbwahr-

Niedrigstenergie- oder Passivhaus stehen.

lässig und selbst dann nur in Kombination

heiten zirkulieren. So hält sich besonders

Nein, längerfristiges Ziel ist das Plusener-

mit Solaranlage oder kontrollierter Wohn-

hartnäckig das Gerücht, dass man in einem

giehaus, das eine positive Energiebilanz auf-

raumlüftung. Zudem ist eine signifikante

Haus mit Lüftungsanlage die Fenster nicht

weist, also mehr Energie gewinnt, als von

Verbesserung der thermischen Hülle vorzu-

mehr öffnen dürfe. Wahr ist vielmehr, dass

außen zugeführt werden muss. Doch vom

nehmen. Wer auf Öl setzt, hat überhaupt kei-

man sie nicht mehr öffnen muss, um die

Plusenergiehaus als Standard ist man nicht

ne Aussicht auf Wohnbauförderung.

Luft im Raum auszutauschen, da eine Lüf-

nur in Tirol momentan noch weit entfernt.

Eine erhöhte Förderung winkt jenen, die

tungsanlage für kontinuierliche Frischluft-

Das könnte so bleiben, denn es ist lange

schonend mit der knappen Ressource Grund

zufuhr sorgt und nebenbei auch permanent

nicht gesagt, dass aus einer Vision Realität

und Boden umgehen – etwa in Form von

überschüssige Feuchtigkeit abführt. Damit

wird. Den Ansatz „One Size fits all“ gibt es

verdichteter Bauweise. Die förderbare Nutz-

hat zugleich der Schimmel schlechte Karten.

generell beim Hausbau oder der Sanierung

fläche darf 30 Quadratmeter nicht unter-

„Wer trotzdem weiterhin auch die Fenster

nicht. Es gilt, verschiedene Faktoren zu be-

und 150 Quadratmeter nicht überschreiten.

zum Lüften öffnen will, kann das natürlich

rücksichtigen und sich auf die eigenen An-

In verdichteter Bauweise gibt es einen am

machen. Es ist aber nicht notwendig. Es ist

sprüche und das konkrete Nutzungsverhal-

Grundverbrauch bemessenen Fixbetrag pro

ein Komfortthema. Wenn jemand einer kont-

ten hin zu befragen.

Quadratmeter und eine personenabhängi-

rollierten Wohnraumlüftung von vornherein

ge förderbare Nutzfläche. Diese beträgt bei

ablehnend begegnet, möchte ich ihn auch

ein oder zwei Personen höchstens 85 Quad-

nicht bekehren. Die Energieeinsparung ist

Die Wohnbauförderung des Landes steht,

ratmeter, bei drei Personen 95 Quadratmeter

ein schöner Benefit, der Fokus der Lüftung

wie bereits angedeutet, im Dienst der Errei-

und bei vier oder mehr Personen 110 Quad-

ist der Komfortgewinn. Wenn man sich in

chung der Energieziele. Es gibt neben der

ratmeter. Die Höhe des Förderungskredits er-

einem Raum befindet, möchte man es fein

Möglichkeit eines Förderungskredits oder

rechnet sich aus der Multiplikation eines

haben“, sagt der Experte. Außerdem ist – wie

Wohnbauschecks eine erhöhte Zusatzför-

Fixbetrags pro Quadratmeter Wohnfläche

oft kolportiert – eine Lüftungsanlage auch

derung für „Energiesparende und umwelt-

mit der förderbaren Nutzfläche.

kein schwer zu reinigender Bakterienherd.

freundliche Maßnahmen“. Dafür kommen

Stattdessen kann auch ein Wohnbauscheck

Mittels Außenluftfilter wird die Luft für den

vor allem Gebäude infrage, die im klimaaktiv

in Anspruch genommen werden. Dieser

Innenraum gereinigt, der Abluftfilter im

Standard deklariert sind oder eine Passiv-

muss nicht zurückgezahlt werden, wird im

Gerät hält dieses sauber und dient zugleich

hauszertifizierung vorweisen können. Eine

Gegensatz zum Kredit nicht im Grundbuch

der Wärmerückgewinnung. Hygienisch weit

Voraussetzung für die Wohnbauförderung

sichergestellt und beträgt 35 Prozent der För-

problematischer als die Wohnraumlüftung

ist der Einsatz hocheffizienter, alternativer

derungskredit-Summe. Die Höhe der Zusatz-

ist der Dunstabzug in der Küche oder die

Im Dienst der Energieziele

52

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53


bauen.wohnen

TIROL VERFOLGT MIT DER ENERGIEAUTONOMIE AMBITIONIERTE ZIELE, DIE OHNE DIE HÄUSLBAUER NICHT ZU ERREICHEN SIND. Feuchtraumlüftung im Badezimmer. Die

und zu welchem Zeitpunkt diese beantragt

denkt, sollte jedenfalls so früh wie möglich

kontrollierte Wohnraumlüftung ist aber kei-

werden müssen. Oft scheitert die Förderung

um entsprechende Förderungen ansuchen.

ne Klimaanlage, bringt also an heißen Som-

nicht daran, dass die Voraussetzungen nicht

Darüber hinaus zahlen viele Energiever-

mertagen keine Linderung.

erfüllt sind, sondern an fehlenden Informati-

sorger den Sonnenanbetern, etwa in Form

Einige Volksweisheiten kursieren auch rund

onen oder versäumten Fristen“, weiß Michael

eines Investitionszuschusses oder anderer

um die Wärmedämmung, die mit der Realität

Braito.

Fördervarianten, noch etwas dazu. Der Ta-

allesamt wenig zu tun haben, aber immer wie-

Mit dem Energieausweis lässt sich die ener-

rif für das Einspeisen des hausgemachten

der gerne wiederholt werden. Nein, Wände

gietechnische Qualität einer Immobilie auf

Solarstroms ins Netz wurde in den letzten

müssen nicht atmen. Haben sie nie getan und

den ersten Blick erkennen. Er enthält allerlei

Jahren kontinuierlich nach unten korri-

werden sie auch nie tun müssen. Der Luftaus-

aufschlussreiche Kennwerte des Hauses und

giert. Deshalb macht es Sinn, den Eigenver-

tausch in einem Gebäude, das nicht gerade

die wichtigste Kennzahl, den spezifischen

brauch zu optimieren. Vom Land sehr wohl

ein rustikaler Bau mit daumengroßen Ritzen

Heizwärmebedarf. Er ist bei neuen Gebäu-

gefördert würden aus diesem Grund Pho-

zwischen den Brettern ist, erfolgt immer über

den bereits beim behördlichen Bauverfahren

tovoltaik-Stromspeicher, die Anlagen selbst

die Fenster und Türen. Verputzte Wände sind,

notwendig, aber mitnichten ein Übel oder,

dagegen nicht, sagt Braito. Generell dürfte

ob mit oder ohne Dämmung, luftdicht. „Man

wie der gelernte Österreicher argwöhnen

die Erzeugung von eigenem Strom auf dem

möchte gar nicht glauben, wie oft man dieses

möchte, eine weitere Futterquelle für den ge-

Dach vielen Bauherrn ein Gefühl einer ge-

Plastiksackerl-Denken in der Beratung noch

fräßigen Amtsschimmel. Der Energieausweis

wissen energetischen Unabhängigkeit von

antrifft“, schmunzelt Michael Braito. Ein wei-

ist nicht nur ein taugliches Planungsinstru-

den Unwägbarkeiten des Weltmarkts geben.

terer Aspekt, der für die gedämmte Gebäu-

ment, sondern das zentrale Instrument zur

Eine emotionale Komponente neben der

dehülle spricht, ist, dass sie auch in heißen

Energieoptimierung von Gebäuden. Er dient

ökonomischen und ökologischen. Dennoch

Sommern einen Überwärmungsschutz dar-

ferner als Grundlage für die Angebots-

gilt fürs Häuslbauen wie fürs Sanieren, dass

stellt. Die Herstellung von Dämmmaterialien

einholung bei Neubauten und Sanierungen.

der Taschenrechner der beste Freund des

kostet auch keineswegs mehr Energie, als sie

Generell gilt, dass Information beim Haus-

Bauherren bleiben soll. Ein gutes Bauchge-

einspart. Die energetische Amortisationsdau-

bau oder der Sanierung Trumpf ist. Wer den

fühl allein trägt weder zur Energiewende

er liegt in der Regel bei unter zwei Jahren. Das

Energieausweis als Planungstool nutzt, fährt

bei noch sorgt es zwangsläufig für höhere

ist nur ein Bruchteil des Lebenszyklus eines

jedenfalls besser als jemand, der ihn hinten-

Wohnqualität und Energieeffizienz.

Gebäudes. Dämmstoffe aus nachwachsenden

nach in einer Alibiaktion nachreicht.

Zur Zielerreichung, der Abkehr von den fos-

Rohstoffen sind derzeit zum Teil noch teurer

Die Europäische Union hat sich das Ziel ge-

silen Brennstoffen und Steigerung der Ener-

als jene aus Expandiertem Polystyrol (EPS).

setzt, dass bis 2020 nur noch kostenoptimal

gieeffizienz bedienen sich die Republik und

Letzteres ist, obwohl erdölbasiert, besser als

gebaut werden soll. In der OIB-Richtlinie

das Land unterschiedlicher Methoden, von

sein Ruf. EPS sei nicht wie oft kolportiert der

spiegelt sich dieser Ansatz bereits wider. „Bei

rechtlichen Vorgaben über ökonomische An-

„Sondermüll von morgen“, hält man bei Ener-

der Kostenoptimalität sind wir im Bereich

reize bis hin zu subtilem Nudging. Das tut

gie Tirol fest. Dämmen kann man nicht nur

Niedrig- und Niedrigstenergiegebäude. Zur

der Sinnhaftigkeit der vom Land in Gestalt

mit EPS. Es gibt auch eine Vielzahl von öko-

Erreichung dieses Standards sind verschie-

auch der Energie Tirol favorisierten Stan-

logischen Dämmstoffen (z. B. Zellulose, Hanf,

dene Technologien zulässig.“ Dem kostenop-

dards, Energiequellen, Haustechniksysteme

Holzfaser), die gut funktionieren. „Richtig ist,

timalen Bauen liegt notwendigerweise eine

und Dämmstoffe jedoch keinen Abbruch.

dass es derzeit noch keine marktreife Lösung

Betrachtung über den Lebenszyklus des Ge-

Es ist nicht verwunderlich, dass auch beim

für das Recycling von Wärmedämmverbund-

bäudes zugrunde, der üblicherweise mit 30

Wohnraum bzw. dessen Schaffung und Sa-

systemen gibt. Wir sind allerdings zuversicht-

Jahren angenommen wird. Die Wärmepum-

nierung ideologische Motive hineinspielen.

lich, dass die Industrie hierfür zeitnah Lösun-

pe steht nach wie vor hoch im Kurs und die

Solange diese nicht die technische und öko-

gen findet“, meint der Energieberater.

Nachfrage nach PV-Anlagen ist hoch, wes-

nomische Sinnhaftigkeit überlagern, ist das

halb gewisse Fördertöpfe meist rasch aus-

kein Problem, sondern eine Chance, in effi-

geschöpft sind. Wie diese im kommenden

ziente und nachhaltige Lebensqualität zu

„Förderoptimierung beginnt damit, zu wis-

Jahr dotiert sind, lässt sich noch nicht mit

investieren und dabei dem Klima und der

sen, welche Förderungen es überhaupt gibt

Gewissheit sagen. Wer an eine PV-Anlage

Geldbörse etwas Gutes zu tun.

Information ist Trumpf

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Eine Sache des Vertrauens Das landesweite Netzwerk der Immobilienprofis: Raiffeisen Immobilien.

F

ür die große Mehrheit der Menschen

Den realistischen Wert einer Immobilie und

ist die Anschaffung einer eigenen

somit den am Markt erzielbaren Preis zu

Immobilie die größte wirtschaftli-

ermitteln, erfordert Expertenwissen. Dabei

che Investition ihres Lebens. Zudem ist auch

zählt in fast allen Fällen deutlich mehr als

der Verkauf oder die Vermietung der eigenen

nur die Lage der Immobilie. Technische, wirt-

Liegenschaft ein wesentlicher persönlicher

schaftliche und auch rechtliche Faktoren

Schritt, der gut überlegt und vorbereitet sein

sind wichtige Wertparameter, die erst genau

will. In diesen Lebenslagen sind ein verläss-

überprüft und ermittelt werden müssen.

licher Partner und eine vertrauensvolle Beziehung deshalb besonders wichtig. Bei allen

Vorteil liegt in der Kompetenz

Immobilienfragen lohnt es sich, auf Unter-

Die Garantie einer reibungsfreien und ver-

stützung durch Experten zu setzen. Raiff-

lässlichen Abwicklung ist eines der wichtigs-

eisen Immobilien ist seit vielen Jahren der

hoher Qualitätsstandards. Permanente

ten Argumente bei der Wahl eines Maklers.

größte Immobilienmakler Österreichs und

Marktbeobachtung, Studien und Umfra-

Raiffeisen Immobilien bietet ein umfas-

aufgrund der landesweiten Abdeckung stets

gen helfen dem Unternehmen, die Wün-

sendes Angebot nach dem „Alles aus einer

bestens über aktuelle Marktlagen informiert.

sche der Kunden sowie das Marktverhal-

Hand“-Prinzip. Die fundierte Marktkenntnis

ten zu verstehen, und garantieren beste

und das dichte Raiffeisen-Netzwerk sind un-

Marktkenntnis.

schlagbare Vorteile und gewährleisten Kun-

Konsequente Arbeit Vor circa drei Jahren wurde unter der Dachmarke „Raiffeisen Immobilien“ ein öster-

Preis als wesentlicher Faktor

reichweit flächendeckendes Netzwerk aus

Am Beginn der meisten Immobilienüber-

Immobilienprofis etabliert. Dabei ging es

legungen steht der am Markt erzielbare

schon früh darum, mit dem neuen Bünd-

Preis. Die Preisdynamik der vergangenen

nis mehr als nur eine lose Kooperationsge-

Jahre war mancherorts jedoch so enorm,

meinschaft zu entwickeln. Hintergrund des

dass es Laien kaum mehr möglich ist, ei-

Zusammenschlusses war vielmehr der An-

nen realistischen Überblick zu bewahren.

spruch, eine umfassende Marktpräsenz mit

Vor allem in Tirol und in größeren Städten

höchstem Qualitätsanspruch zu verbinden.

sind die Marktpreise für Wohnimmobilien

Heute ist Raiffeisen Immobilien der führen-

massiv gestiegen und unterliegen weiter-

de Immobilienmakler Österreichs. Diese

hin einer ständigen Veränderung. Angebot

Marktposition ist Ergebnis einer konsequen-

und Nachfrage regeln den Markt, der einer

ten Marktbearbeitung und der Etablierung

genauen Beobachtung und Analyse bedarf.

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eco.nova

den beste Information und eine breite Auswahl. // www.raiffeisen-immobilien.at

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Im Jahr 2017 vermittelte Raiffeisen Immobilien Tirol 326 Transaktionen erfolgreich und erzielte ein Transaktionsvolumen von 60 Mio. Euro. 16.000 m² Wohnfläche und 50.000 m² Grundstücksfläche fanden dabei einen neuen Eigentümer oder Mieter. 24 Mitarbeiter stehen an 12 Tiroler Standorten den Kunden zur Verfügung.


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Sillian


eco.wirtschaft

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eco.nova


bauen.wohnen

Preistreiber Staat? Wer Zeitungen liest, kommt schon seit Jahren um ein Thema nicht herum: Die Immobilienpreisentwicklung und dass sie nur eine Richtung kennt – nämlich nach oben. // TEXT: STEFAN D. HAIGNER

D

ie Immobilienpreisentwicklung ist natürlich kein Tiroler Spezifikum. Und trotzdem: Für viele junge Familien in Tirol ist diese Entwicklung zum Verzweifeln,

rückt sie doch das Ziel der eigenen vier Wände in weite Ferne. Und spätestens beim Durchstöbern der Angebote ist selbst für Haushalte mit einem über-

durchschnittlichen Einkommen der Traum vom Eigenheim schnell ausgeträumt, kann doch die Entwicklung der Durchschnittseinkommen mit jener der Neubaukosten nicht mithalten. Letzteres ist für manche sogar ein sozialpolitischer Skandal (Architekt Christoph Achammer in der Tiroler Tageszeitung vom 31. August 2016). So leicht aber der Befund erstellt ist, so schwierig gestaltet sich die Therapie, sind doch die potenziellen Ursachen für diese Entwicklung und damit die möglichen Ansatzpunkte, um gegenzusteuern, vielfältig. Die einen zielen dabei eher auf angebotsseitige Entwicklungen ab, andere sehen mehr die Entwicklung der Nachfrage als Ursache der Preisentwicklung der letzten Jahre.

Ursache und Wirkung Als Preistreiber wird regelmäßig die Finanzkrise genannt, die nicht nur das Vertrauen in die Finanzbranche massiv erschüttert hat, sondern auch eine Periode historisch niedriger Zinsen im Euroraum nach sich zog, was in Kombination zu einer Flucht in das Betongold führte. Auch ein steigender Leerstand oder das rasch steigende Angebot über Airbnb werden genannt. Auf der anderen Seite werden der Zuzug breiter Bevölkerungsschichten in die Ballungsräume, die demographische Entwicklung, das Gold-Plating bei der Vielzahl an einzuhaltenden

eco.nova

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bauen.wohnen

Steu ern

IMMOBILIENMARKTBERICHT „WO H N E N U N D WIRTSCHAFTEN I N I N N S B R U C K“ Wer mehr über den Innsbrucker Immobilienmarkt wissen möchte, dem empfehlen wir den neuen Marktbericht „Wohnen und Wirtschaften in Innsbruck“ von prochecked. Der Marktbericht ist ein Spiegelbild der aktuellen Wohnpreissituation und gibt allen Interessierten eine kompakte und übersichtliche Darstellung und Orientierung des Innsbrucker Wohnungsmarktes. Im Erhebungszeitraum zwischen 1. Jänner und 31. Dezember 2017 konnten 1.544 Transaktionen verzeichnet werden, tatsächlich für den Bericht herangezogen wurden schließlich 1.369 Transaktionen aus dem Primär- und Sekundärmarkt. Zudem wird die Entwicklung seit dem Jahr 2006 (als der Bericht das erste Mal erschien) bis in die Gegenwart dargestellt und mit dem Aktienindex ATX sowie dem Verbraucherpreisindex verknüpft. Daraus ergibt sich ein spannendes und vielfältiges Bild. Zudem beinhaltet der Marktbericht eine detaillierte Übersicht über die einzelnen Stadtteile samt vorhandener Infrastruktur und den wichtigsten Infos. Damit wird der ProcheckedImmobilienmarktbericht zu einer fundierten Entscheidungshilfe beim Wohnungskauf. Der aktuelle Immobilienmarktbericht (sowie alle vergangenen) kann um 18 Euro online unter www.prochecked.at bestellt werden.

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eco.nova

ALS TREIBER FÜR DIE STEIGENDEN IMMOBILIENPREISE WERDEN VIELE SCHULDIGE AUSGEMACHT. EINEM ASPEKT KOMMT IN DER DISKUSSION JEDOCH NUR WENIG AUFMERKSAMKEIT ZU, NÄMLICH DEM STAAT SELBST. Vorschriften und Normen wie die Vorgaben

einer Untersuchung 2017 nachgegangen. Ziel

zum Energieverbrauch, zur Barrierefreiheit

der Studie war es, den Kaufpreis einer Im-

oder die Brandschutzauflagen sowie die zu-

mobilie in seine Bestandteile Netto-Grund-

nehmende (und künstliche?) Verknappung

stückskosten, Netto-Errichtungskosten so-

von Bauland dafür verantwortlich gemacht.

wie Steuern und Abgaben aufzuspalten.

Wie sehr jeder der einzelnen Faktoren einen

Dabei sei vorausgeschickt, dass die nun

Beitrag zur Erklärung der Entwicklung der

folgenden Zahlen aus einer Untersuchung

Immobilienpreise in Tirol liefern kann, ist

stammen, die Ende 2016 durchgeführt wur-

letztlich eine empirische Frage. Mit Sicher-

de. Seit damals zogen die Immobilienpreise

heit kann wohl nur gesagt werden, dass es

jedoch abermals merklich an, je nach Region

sich um ein multidimensionales Problem

sogar erheblich. Auch müssen die genann-

handelt.

ten Zahlen notgedrungen Ergebnis einer

Einem Aspekt kommt in der Diskussion je-

Durchschnittsbetrachtung sein und können

doch nur wenig Aufmerksamkeit zu, näm-

daher nicht jeden Einzelfall abbilden. Für die

lich dem Staat selbst. Geschrieben wird über

eigentliche Kernaussage ist dies jedoch uner-

die Entwicklung der Grundstückspreise oder

heblich, zeigen sich doch auch so ganz deut-

dass das Bauen so teuer geworden sei. Aber

lich die Relationen. Und nur darum geht es.

dass der Staat bei jedem Neubau kräftig

Zur Beantwortung der Frage, aus welchen

mitschneidet, geht fast völlig unter.

Kostenblöcken sich der Kaufpreis einer Woh-

Ebendieser Frage ist die Gesellschaft für An-

nung im Neubau zusammensetzt, wurden

gewandte Wirtschaftsforschung (GAW) in

für die Errichtungskosten die angemessenen


bauen.wohnen

Baukosten gemäß der Tiroler Wohnbauför-

gefallen. Dabei stiegen unter den Baukos-

derungsrichtlinie herangezogen. Ebenso

ten wiederum die Löhne mit 2,3 Prozent

orientiert sich die in den Berechnungen zu-

stärker an als die sonstigen Baukosten mit

grunde gelegte Grundstücksgröße an dieser

1,3 Prozent jährlich (Statistik Austria, 2016).

Richtlinie, die in diesem Zusammenhang von

Somit kann der Baubranche per se bzw.

einem „angemessenen Grundanteil“ spricht.

den an der Wohnungserrichtung beteilig-

Werden die modellhaften Berechnungen am

ten Unternehmen keineswegs alleine der Schwarze Peter zugeschoben werden.

Beispiel einer Wohnung mit einer Wohnnutzfläche von 75 Quadratmetern in einem

2. Steuern und Abgaben machen einen be-

Mehrfamilienhaus bei geringer Bebauungs-

trächtlichen Anteil an den Gesamtkos-

dichte durchgeführt, so beträgt der Anteil

ten von Wohnungen aus. Dieser Punkt ist

der Steuern und Abgaben am gesamten

grundsätzlich zu beachten, sollte aber vor

Kaufpreis der Musterwohnung 41,6 Pro-

allem in politischen Diskussionen nicht

zent. Der Rest, und das sind weniger als 60

außer Acht gelassen werden. Auch wenn

Prozent, setzt sich aus den Kosten für den

eine unmittelbare steuerliche Entlastung

Grundstückserwerb und den Errichtungs-

etwa durch eine Reduktion des Mehr-

kosten zusammen, wobei der Anteil der

wertsteuersatzes oder Ähnliches nicht

Errichtungskosten mit 43,2 Prozent nur ge-

realistisch ist, so sollte der Gesetzgeber

ringfügig über der gesamten Steuer- und Ab-

seine Rolle in der gesamten Preisentwick-

gabenbelastung liegt. Die anteiligen Grundstückskosten liegen demnach bei zwölf Prozent. Wird eine höhere Bebauungsdichte oder eine andere Zahl an Autoabstellplätzen

Dr. Stefan D. Haigner ist geschäftsführender Gesellschafter der Gesellschaft für Angewandte Wirtschaftsforschung (GAW).

könnten dämpfend auf die Preisentwicklung wirken, ohne dass dabei eine mindere muss.

belastung sogar noch leicht und erreicht in 1. Zum einen ist der Spielraum bei jenen Kos-

ihr Maximum.

ten, die unmittelbar durch die an der Er-

Kaum anders ist die Situation, wenn das

richtung von Wohnungen beteiligten Un-

Beispiel eines Doppelhauses herangezogen

ternehmen verursacht werden, gering. Dies

wird. Zwar ist hier der Anteil an Steuern

überrascht nicht sonderlich, wird doch der

und Abgaben am Gesamtkaufpreis im Ver-

Preis auf einem weitgehend wettbewerbli-

gleich zur Wohnung deutlich niedriger, aber

chen Markt gebildet. Zudem zeigt ein Blick

auch beim Beispiel Doppelhaus schneidet

auf die Preisentwicklung der letzten Jahre,

der Staat kräftig mit, wenn der Anteil an

dass die Baukosten nur unterdurchschnitt-

Steuern und Abgaben zwischen 30,1 und 32,3

lich gestiegen sind. Während die Inflations-

Prozent liegt.

raten seit 2010 rund zwei Prozent jährlich

Was bleibt?

einschlägigen Vorschriften und Normen

Qualität im Wohnbau befürchtet werden

unterstellt, steigt die Steuer- und Abgabenden Berechnungen der GAW mit 42,6 Prozent

lung immer mitdenken. Adaptionen von

betrugen, lag der Anstieg der Baukosten mit durchschnittlich 1,8 Prozent jährlich

Zwei zentrale Erkenntnisse können aus den

darunter. Dieser Unterschied mag klein

gezogenen Schlussfolgerungen abgeleitet

erscheinen, aber in diesem Zeitraum sind

werden.

die Baukosten real um rund zwei Prozent

ÜBER GAW

Die Gesellschaft für Angewandte Wirtschaftsforschung (GAW) ist eine private Forschungseinrichtung mit Sitz in Innsbruck, die für Unternehmen, Interessenvertretungen sowie die öffentliche Hand Studien zu volksund regionalwirtschaftlichen Themen erstellt. Im Bereich der Erstellung von Wertschöpfungsstudien, aber auch zum Thema kalte Progression zählt die GAW seit Jahren zu den führenden Forschungseinrichtungen in Österreich. // www.gaw.institute

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T

PROHOLZ

Projekt Spieljochbahn: Planung: BESTO ZT GmbH, Jenbach, Ausführung: Tischlerei Walder, Außervillgraten

„Gute Gestaltung und Design sind für die Akzeptanz unserer Tischlerprodukte sehr wesentlich. Deshalb werden wir diese Themen nun bereits während der Ausbildung unserer Lehrlinge forcieren.“ Klaus Buchauer, Landesinnungsmeister Tischler

Tischler schaffen Lebensräume

Was wären Architektur und Raumdesign ohne hochwertiges, fachgerechtes Tischlerhandwerk? Ist die Symbiose zwischen Planern und Ausführenden in Sachen Holz entsprechend groß, führt dies zu wahren Gesamtkunstwerken. Je besser die Aus- und Weiterbildungschancen für die Tiroler Tischler, desto höher ist auch die Qualität bei der Gestaltung und in der Verarbeitung. // TEXT: CATERINA MOLZER-SAUPER

E

die Qualität seiner einzelnen Be-

Engagement wird gefördert und belohnt

standteile. Die perfekte Zusammen-

ProHolz Tirol und seinen Mitgliedern ist

in Gebäude ist immer nur so gut wie

arbeit zwischen dessen Erdenkern auf Papier

es ein großes Anliegen, die Bedeutung, den

und den Umsetzern auf der Baustelle ist dem-

Ruf und die Qualität des Tiroler Tisch-

nach von höchster Wichtigkeit. Besonders bei

lerhandwerkes zu unterstützen und zu

der Gestaltung von Innenräumen spielt das

stärken, was sich auf zahlreichen Veran-

Tischlerhandwerk eine bedeutende Rolle. Ne-

staltungen und bei Auszeichnungen für

ben ihrer Funktion als freistehende Einzelstü-

besonders gelungene Arbeiten immer wie-

cke gewinnen Möbel als fix eingebaute Stau-

der zeigt. Bereits in frühen Jahren werden

möglichkeiten, Wohnskulpturen, Raumteiler

in Tirol schon die Jüngsten in Kindergär-

oder gar Trennwände immer mehr an Bedeu-

ten und Schulen spielerisch mit dem nach-

tung. Dies bedingt die enge Zusammenarbeit

haltigen und vielseitigen Werkstoff Holz

mit den planenden Architekten schon in der

in Kontakt gebracht und Interessierten

Entwurfsphase, um ein harmonisches und

später eine Vielzahl an Ausbildungsmög-

funktionelles Gesamtergebnis im Sinne der

lichkeiten u.a. im Bereich des Tischler-

späteren Nutzer zu gewährleisten.

handwerks geboten.

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eco.nova

„Das Tiroler Tischlerhandwerk strahlt weit über die Landesgrenzen hinaus. Es hat eine große Bedeutung für die heimische Wirtschaftsleistung. Grundlage für den aktuellen und weiteren Erfolg ist das duale Ausbildungswesen. Das heißt, die Ausbildung in den Betrieben und in den Berufsschulen ist optimal aufeinander abgestimmt.“ Rüdiger Lex, Geschäftsführer proHolz Tirol

„Ich arbeite sehr gerne mit Tiroler Tischlern zusammen. Besonders schätze ich ihr hohes handwerkliches Können und ihre konstruktive Beratung bei der Umsetzung.“ Architekt Bernhard Stöhr, BESTO


Traumküchen von Poliform Neu eröffnet: PoliformKüchenstudio

Alle Küchentrends direkt von der Mailänder Möbelmesse zeigen wir in unserem neuen Poliform-Küchenstudio.

Neue Trends, neue Ideen

Design und Qualität

Wenn Sie in nächster Zeit eine neue Küche planen, sollten Sie jetzt zu uns in die Wetscher Wohngalerien kommen: In unserem neuen Poliform-Küchenstudio zeigen wir alle topaktuellen Küchentrends von der Mailänder Möbelmesse. Kommen Sie vorbei und lassen Sie sich inspirieren – Ihre Traumküche wartet! Ihr Martin Wetscher

bulthaup b1 Bei Wetscher gibt’s das einzige bulthaupStudio in ganz Tirol: Das Einsteigermodell b1 gibt’s bereits ab 12.980 Euro.

Wetscher Wohngalerien Zillertalstraße 30, Fügen / Tirol www.wetscher.com

Handwerkstradition Wetscher hat immer schon eigene Küchen hergestellt: Im Wetscher Chalet treffen Spitzenmarken auf Tischlerhandwerk.

PLANUNG. WERKSTÄTTEN. WOHNGALERIEN.

Die italienische Marke Poliform haucht dem Wesen der Küche neues Leben ein. Reduziertes, stilvolles Design, gepaart mit höchsten Qualitätsansprüchen machen diese Küchen zu wahren Kraftplätzen.

Immer einen Besuch wert Wetscher ist Ihr Möbelstandort im Zillertal. Neu bei uns: Das innovative Konzept von wetscherMax und das Wetscher Home Spa!


ENNEMOSER

Lebensqualität steigern und Energie sparen Der heurige Sommer hat es eindrucksvoll gezeigt: Neben dem Insekten- wird der Sonnenschutz beim Hausbau immer wichtiger. Auch aus ökonomischen Gründen sollte kein Haus mehr ohne sein.

M

it der richtigen Steuerung ist

wirken mit einer Markise luxuriöser. Mar-

Sonnenschutz Klima-, Einbruch-

kisen können durch eine passende Hül-

sowie Sichtschutz und sorgt für

se bzw. Kassette gegen Verschmutzungen

Energieeffizienz beim Kühlen, Heizen und

geschützt werden, wenn kein Mauervor-

Beleuchten. Die Möglichkeiten dabei sind so

sprung vorhanden ist. Aber auch der Stoff

vielfältig wie individuell.

ist durch spezielle Behandlungen schmutzabweisend und wasserresistent. Das Ein-

Sonnenschutz

und Ausrollen kann sowohl manuell mit

Außenliegende Sonnenschutzsysteme ermög-

einer Kurbel als auch elektrisch über einen

lichen es, Gebäude effizient zu beschatten.

Motor erfolgen.

Textile Systeme sind in diesem Bereich in den letzten Jahren definitiv auf dem Vormarsch

Raffstores

und werden insbesondere im öffentlichen

Raffstores sind technische Weiterentwick-

Segment, aber auch zunehmend im privaten

lungen in Bezug auf Lamellenform, Sei-

Bereich immer stärker nachgefragt. Die Grün-

tenführung, Antrieb und Materialien von

de dafür liegen auf der Hand: Neben vielfälti-

Außenjalousien. Die optimale Lichtregulie-

gen optischen Gestaltungsmöglichkeiten, die

rung erhalten Sie mit Hilfe von Steuerun-

die Gewebe bieten, bringen sie hervorragende Sonnen- und Sichtschutzeigenschaften mit.

Markisen Markisen als Sonnenschutz geben Terrassen ein elegantes, mediterranes Flair und werten das Haus dadurch optisch auf. Auch Wohnungen mit Balkon oder Dachterrasse

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„DIE MÖGLICHKEITEN ZUM SONNENSCHUTZ SIND VIELFÄLTIG UND WERDEN DANK TECHNISCHER WEITERENTWICKLUNGEN IMMER INDIVIDUELLER.“ Remo Ennemoser

gen der neuesten Generation. Besonders Funkfernsteuerungen minimieren den Installationsaufwand und geben Ihnen Flexibilität. Tecnolux-Raffstores sind ausgereifte Qualitätsprodukte. Sie überzeugen durch ihre Funktionssicherheit und Zuverlässigkeit wie auch ihr Design in Verbindung mit Belastbarkeit.


© HEROAL.DE

ENNEMOSER

tecnolux® ZIP Außenrollo: Textiler Sonnenschutz mit hoher Windstabilität Das ZIP-System funktioniert wie ein genialer und ultrastabiler „Reißverschluss“, der je nach Ausführung aufgeschweißt oder aufgenäht wird und den textilen Behang sehr exakt, stabil und geräuscharm in der zweiteiligen Führungsschiene bewegt. Das System hält sehr hohe Windstärken aus. Die Flexibilität besteht in der Auswahl des Tuches. Je nach Wunsch und Tuch ist eine Nutzung des Tageslichts (bis zu 80 Prozent) oder eine fast vollständige Abschattung möglich. So wird das Raumklima energiesparend optimiert, ohne dass zu viel Tageslicht verloren geht.

Rollläden Ein Ennemoser-Rollladen bietet eine Fülle

ausgefallene Wünsche wahr werden. Selbst

an Eigenschaften, die ihn zu einer sinnvol-

nach Jahren machen die lichtechten Farben

len und nachhaltigen Investition werden

noch Freude. Geschlossene Rollläden wir-

lassen. Qualität und Langlebigkeit werden

ken durch das entstehende Luftpolster zwi-

durch die Verwendung hochwertiger Mate-

schen Rollladen und Fenster wärmedäm-

rialien (vornehmlich Aluminium) garantiert.

mend. Das spart Heiz- und Energiekosten

Farb- und Gestaltungsvielfalt lassen auch

und schont die Umwelt.

SONNENSCHUTZ UND MEHR PER APP STEUERN

Sie möchten Ihren Sonnenschutz bzw. Ihre Hausautomation bequem zu Hause per Tablet oder von unterwegs per SmartphoneApp steuern und zum Beispiel die Rollladen schließen? Das Ennemoser-Team berät Sie gerne, welches Funksystem für Ihre spezielle Anwendung geeignet ist, und zeigt Ihnen, wie Sie Ihre Haustechnik komfortabel und intuitiv steuern können. Einige Vorteile: • weltweit per App auf Ihre Haustechnik zugreifen • schnelle und einfache Inbetriebnahme • Zeitsteuerungen schaffen mehr Komfort und Sicherheit vor Einbrechern – besonders während der Abwesenheit. • Energieeinsparungen

ENNEMOSER SONNENSCHUTZ Unser Fachbetrieb unterstützt Sie bei der Planung und Ausführung unterschiedlichster Anforderungsprofile in allen Bereichen von Sonnen- und Wetterschutzanlagen. Durch unser regelmäßig geschultes Fachpersonal erhalten Sie umfassende Beratung bei Ihnen vor Ort oder in unserer Firma mit großem Ausstellungsraum. Zuverlässigkeit und hohes fachliches und handwerkliches Können sind für uns die Grundlagen unseres Erfolgs. Sie vermissen noch etwas, haben Fragen oder auch Anregungen? Nehmen Sie doch einfach Kontakt mit uns auf oder besuchen Sie unsere Homepage unter www.ennemoser-sonnenschutz.at

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WOHNTRENDS

Der neue Minimalismus Wohntrends gibt es ungefähr so viele verschiedene wie Charakterunterschiede bei den Bewohnern. Von Vintage- und Industrial-Design über den Happy Chic bis zu Hygge und dem Skandistyle im Allgemeinen war und ist so ziemlich alles dabei, was die Stilpalette hergibt. Und das ist gut so, weil Wohnen schließlich etwas ganz Persönliches ist. Weniger Stil denn Lebenseinstellung ist der neue Minimalismus, der in wunderbar vielen Varianten daherkommen kann, aber eine gemeinsame Basis hat: Weniger ist mehr. // TEXT: MARINA KREMSER

W

ar es früher die Opulenz, ist

Die Kunst des Weglassens

es heute der Minimalismus.

New Minimalism fordert dazu auf, sich achtsam

Eroberte der zuerst die bil-

und bewusst mit dem eigenen Lebensstil ausein-

dende Kunst, so zieht er sich

anderzusetzen und Beziehungen und Erfahrungen

heute weiter bis ins Design und die Architektur. Es

einen größeren Wert beizumessen als materiellen

ist die Eleganz der Schlichtheit, die das Wohnen

Dingen. Es steht für eine Lebensform, die sich der

beherrscht, man mag es auch eine neue Coolness

Idee verschrieben hat, dass Glück nicht käuflich ist.

nennen – nicht zu verwechseln mit dem Beton-

Diese Philosophie vertritt die Überzeugung, dass

und Stahlpurismus, der Anfang der 2000er-Jah-

es sinnerfüllender ist, Zeit mit anderen Menschen

re das Maß aller Dinge, auf Dauer aber dann doch

zu verbringen, statt ständig auf der Suche nach

zu kühl war, um sich langfristig durchzusetzen.

Dingen zu sein, sie zu ordnen, zu organisieren, zu

Naturmaterialien wie Stein, Leder und vorrangig

säubern und zu kaufen (und sie dann wieder abzu-

Holz geben der modernen Umgebung von heute

geben). Der traditionelle

einen heimeligen Touch und nehmen dem Weni-

Minimalismus huldigt der

ger-ist-mehr-Prinzip die wohnliche Strenge.

Überzeugung des „Weni-

Wohnen ohne Schnickschnack

ger ist mehr“. Ihm liegt eine ziemlich asketische

WOHNEN UND EINRICHTEN IST IMMER AUCH EINE FRAGE DER PSYCHOLOGIE. WER BIN ICH UND WAS MÖCHTE ICH? WIE UND WO FÜHLE ICH MICH WOHL?

In der Kunst strebt Minimalismus nach Objektivi-

Denkweise zugrunde, die

tät, schematischer Klarheit, Logik und Entpersön-

sich auf das absolut Not-

lichung. Entstanden ist die Kunstrichtung in den

wendige beschränkt und

USA der frühen 1960er-Jahre als Gegenbewegung

sich fragt, was der Einzel-

zur gestischen Malerei des abstrakten Expressio-

ne zum nackten Überle-

nismus; in der Architektur wird der Minimalismus

ben braucht. Das andere

in den 1980ern zum Stilelement, wenngleich die Ur-

Ende des Spektrums bil-

sprünge in der Architekturmoderne der 1920er-Jah-

det ein konsumorientier-

re liegen. Bezeichnend ist eine einfache Formen-

ter Lebensstil, der leider

sprache und der fast völlige Verzicht auf dekorative

gleichbedeutend mit dem

Elemente.

amerikanischen Traum geworden ist. Dieses über-

So strikt zeigt sich der neue Minimalismus heute

steigerte Konsumverhalten mochte anfangs auf-

nicht mehr, vielmehr geht es um ein achtsameres,

regend sein. Doch wir haben in der Folge erkannt,

sortiertes und damit leichteres Leben und eine da-

dass an all diesen Dingen sehr viel Gewicht und

mit einhergehende beruhigende Ordnung, die uns

Schwere hing. Der neue Minimalismus beschreibt

im hektischen Alltag ein Stück Sicherheit und Ge-

den Mittelweg. Wir würdigen die Bedeutung mate-

borgenheit zurückgibt und auch ganz weit weg ist

rieller Dinge für unser Leben. Wir schätzen Schön-

von der Kargheit früherer Versionen.

heit, Textur und Farben in unserem Zuhause. Wir

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BUCHTIPP S I M P L I F Y YO U R H O M E Der Minimalismus-Praxisguide Cary Telander Fortin & Kyle Louise Quilici Knesebeck Verlag, 208 Seiten, EUR 22,70 Zu jedem Frühjahrsputz fallen einem dieselben Dinge in die Hände – und dann entscheidet man sich doch, sie zu behalten, schließlich könnten sie in Zukunft noch nützlich sein. Schluss damit! Mit Simplify your Home bieten die Autorinnen endlich das nötige Startkapital: Praktische Hilfe für alle, die mal richtig aussortieren, ordnen und leichter leben möchten.

BUCHTIPP M I T A N D E R E N WO R T E N

© KELLY ISHIKAWA/KNESEBECK VERLAG

Unübersetzbares aus aller Welt Christopher J. Moore Knesebeck Verlag, 128 Seiten, EUR 15,40 Das Büchlein hat zwar nicht direkt mit Wohnen zu tun, ist aber so entzückend, dass es als Tipp quasi immer passt. Wunderbar illustriert entführt Christopher J. Moore in die bunte Welt der Sprache und hat insgesamt 90 bezaubernde Wörter zusammengetragen, die sich nicht direkt übersetzen lassen, die mehr sind als nur ein Wort, sondern eine Situation beschreiben oder eine Emotion. Und schließlich ist auch Wohnen eine Sache des Gefühls ...

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© KELLY ISHIKAWA/KNESEBECK VERLAG

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FENG-SHUI

Der Name ist eine Kombination aus den chinesischen Wörtern für „Wind“ (feng) und „Wasser“ (shui). Gemeint ist das Erlernen und Praktizieren einer harmonisierenden Lebensweise, die den Menschen und seine umgebende Natur in Einklang bringt, insbesondere in Bezug auf Lebenszentrum und Wohnraum.

WABI-SABI

Wabi-Sabi geht in die Richtung „kontemplativ“. Wabi ist eines der wichtigsten Wörter im reichen japanischen Wortschatz der Ästhetik. Wenn etwas nicht Wabi, also eine gewisse Patina/ Aura hat, ist es einfach nicht japanisch. Die ersten Menschen, die mit Wabi-Sabi zu tun hatten, d. h. mit dem ästhetischen Konzept, in dessen Mittelpunkt Wabi steht, waren die ZenBuddhisten – Teezeremonienmeister, Priester und Mönche, die eine direkte, intuitive Erkenntnis der überirdischen Wahrheit deutlich machten. Wabi-Sabi bezeichnet daher die Empfindung der Schönheit im Unvollkommenen, Unbeständigen, Unfertigen und Einfachen.

HYGGE

Es leitet sich von dem norwegischen Wort für „Wohlsein“ ab und wird oft mit „Gemütlichkeit“ übersetzt. Jedoch beinhaltet es in Wirklichkeit noch mehr als das. Als Adjektiv, Verb oder Nomen verwendet, beschreibt es das Gefühl des Wohlbefindens im Zusammenhang mit den einfachen Freuden des Lebens bei sich zu Hause. Es kann sich darauf beziehen, eine schöne Zeit mit Freunden zu verbringen, oder auch auf Entspannung im Familienkreis. Es bedeutet warme Pullis an kalten Abenden, friedliche Tage zu Hause und Essen bei Kerzenschein. Im Kern ist es dieses lauschige Ambiente, das beim Genuss der kleinen Dinge des Lebens entsteht. Quelle: „Mit anderen Worten“

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NEW MINIMALISM FORDERT DAZU AUF, SICH ACHTSAM UND BEWUSST MIT DEM EIGENEN LEBENSSTIL AUSEINANDERZUSETZEN UND BEZIEHUNGEN UND ERFAHRUNGEN EINEN GRÖSSEREN WERT BEIZUMESSEN ALS MATERIELLEN DINGEN.

Area

AFTER WORK

wissen, wie viel Freude unsere Lieblingstasse macht. Wir kennen die angenehme Wirkung eines geliebten Pullovers. Wir genießen die Kunst, die ohne praktischen Nutzen auskommt, aber unsere Seele berührt. So lauten die einführenden Worte von Cary Fortin und Kyle Quilici zu ihrem neuen Buch „Simplify your Home“. Recht haben sie und beschreiben damit ganz gut, worauf es beim Wohnen eigentlich ankommt: Nicht aufs Haben, sondern aufs Sein. Fortin ist studierte Psychologin und hat sich viel mit der Psychologie hinter Entscheidungen und Bindung beschäftigt. Zusammen mit Kyle Quilici ist sie das Team der Agentur „New Minimalism“, die Klienten hilft, sich von überflüssigen Dingen zu trennen und diese zu spenden. Qulicis Schwerpunkt ist es, mit den Dingen, die ihre Kunden bereits besitzen, gemütliche und reduzierte Innenräume zu schaffen. Sie studierte Verhaltensforschung am Boston College und Interior Design an der Parson School of Design in New York. Gemeinsam haben sich die beiden für das Buch in die Untiefen des „Zuviel“ des Alltags begeben. „Aussortieren hilft uns dabei, unsere Werte zu verstehen und zu beobachten, wie sich diese Werte in unserem Zuhause widerspiegeln. Wie bei jeder geistigen Unternehmung ist es auch hier ratsam, bei sich selbst zu beginnen“, sagen die Mädels. Wohnen und Einrichten ist immer auch eine Frage der Psychologie. Wer bin ich und was möchte ich? Wie und wo fühle ich mich wohl? Sind diese Fragen beantwortet, braucht es auch noch ein Stück Mut – nämlich sein Zuhause wirklich derart zu gestalten, wie man es selbst gerne möchte, und nicht, wie es andere vielleicht von einem erwarten. Die eigenen vier Wände sind keine Repräsentationsfläche für andere, wie es ein Büro oder Schauraum ist. Zuhause muss man ganz man selbst sein dürfen. Ohne Kompromisse. „Wenn du einen wirklich zufriedenstellenden Status quo erreichen willst, musst du erst mal den Reset-Knopf drücken und eine große, umfassende Entrümplungsaktion starten. Du musst all die Gegenstände in den Griff bekommen, die sich angesammelt haben, und zu dem Punkt gelangen, an dem du nur noch ein aufgeräumtes Heim pflegen musst. Dieser große Reset bedeutet weder eine Art von Selbstgeißelung oder Askese, noch ist er Anlass zu tiefem Leid. Genau das Gegenteil ist der Fall“, so Fortin und Quilici. „Es ist, als schöpftest du das Fett ab oder entferntest alles Überflüssige, sodass all das, was gebraucht, genutzt und geliebt wird, plötzlich den Platz bekommt, den es verdient.“ Und das ist doch irgendwie schön …

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WOHNEN

Bereits sehr jung traten Maurizio und Davide Riva, heute zusammen mit ihrer Schwester Anna Besitzer von Riva 1920, dem Familienbetrieb bei. Mit großer Intuition und Leidenschaft für Holz haben sie sich von den anderen abgehoben und unter anderem den Tisch „Auckland“ kreiert, der aus massivem, mehrere tausend Jahre altem und aus Neuseeland stammendem Kauri-Holz besteht. Ein StatementObjekt, das nicht viel Drumrum braucht. Riva 1920 erhältlich bei Wetscher.

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INTERVIEW

Natürlich wohnen KAMA-Geschäftsführer Martin Hubmann über das Wohnen mit Naturstein.

VORFREUDE

Zuhause A U F I H R N EU ES

ECO.NOVA: Wohnen mit Naturmaterialien wird immer

beliebter. Welche Vorteile hat das Wohnen mit Stein? MARTIN

HUBMANN: Ein natürlich entstandenes Material schafft Wertig-

keiten für Generationen. Schon die ersten Gebäude der Menschheit wurden auf und aus Stein gebaut. Die Meisterwerke der Architektur bestehen heute noch. Heute wird Naturstein gerne dort verwendet, wo neben ästhetischen Anforderungen auch ein Material mit hoher Widerstandskraft gesucht wird. Auch die ausgezeichnete Wärmeleitfähigkeit macht den Belag zum idealen Partner für die Fußbodenheizung. An Wänden und Fassaden kommt Naturstein zum Einsatz, wo Wandflächen gefordert sind, die wartungsfrei auf Jahrzehnte bleiben sollen. Auch als Küchenarbeitsplatte hat sich Stein durchgesetzt. Kratzfest, hitzebeständig und unverwüstlich hält er sämtlichen Kochkünsten stand. Stein gilt als eher kühles Material. Wie schafft man es, mit ihm trotzdem eine wohnliche Atmosphäre zu schaffen? Durch verschiedene Oberflächenbearbeitungen wie Schleifen, Flammen, Bürsten, Satinieren und vieles mehr schafft man nicht nur optisch, sondern auch haptisch warme und „weiche“ Oberflächen am Stein. Es gibt auch warme Farben zur Auswahl, die den behaglichen Eindruck noch verstärken. In Tirol sind die verschiedenen klimatischen Bedingungen eine Herausforderung für Materialien im Außenbereich. Worauf muss man hier bei Naturstein achten? Vor allem die sehr hohen Temperaturunterschiede in Tirol stellen jeden Belag vor diese Herausforderung. Bei Sonneneinstrahlung entwickeln sich auf dunklen Oberflächen um die 70 °C. Im Winter sind es nicht selten –10 °C, somit ergibt sich ein Delta von ca. 80 °C und teilweise noch höher. Hier muss dann die Materialwahl stimmen und auch die richtige Verlegetechnik. Es kommen daher fast nur Hartgesteine in Frage, einige wenige Kalksteine halten den Anforderungen auch stand. Eine fachkompetente Beratung ist aber auf jeden Fall zu empfehlen. Naturstein ist zeitlos – gibt es dennoch Trends? Farben und Oberflächen des Steines folgen natürlich auch den Architekturtrends. In den letzten Jahren haben sich sanfte Beigetöne und Schlammfarben am Markt positioniert. Die Klassiker Schwarz und Weiß werden aber immer noch häufig angewendet, am meisten sind diese Farben als Küchenarbeitsplatte vertreten. Schon lang bekannte Materialien wie Travertine werden über große Formatgrößen oder Sonderformen neu interpretiert und erleben gerade eine Renaissance.

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WOHNEN

„Ordnung ist wichtig.“ Seit Nick Hornby in seinem Buch „High Fidelity“ beschrieb, mit welcher Obsession der Plattenladenbesitzer Robert Fleming seine Plattensammlung immer wieder aufs Neue ordnet, wissen wir, dass Ordnung nicht nur mit staubigen Karteikastenreitern zu tun hat, sondern mit Leidenschaft und Hingabe. Das Regal In-aga von Mobimex bringt dazu die perfekte Struktur. Erhältlich im Einrichtungshaus Kranebitter in Innsbruck.

Da(mit) hält man gerne Ordnung: Schrankmöbel Casiers Standard nach einem Erstentwurf von Le Corbusier. Vor zwei Jahren präsentierte Cassina eine neue Version des Regalklassikers, blieb dabei bei den bewährten Varianten von damals, sorgte aber in Bezug auf Höhe, Abmessung und Farbtypus für mehr Spielraum. Noch immer beeindruckt das Möbel durch auffällig wenig Chichi und ist dennoch stets präsent. Cassina erhältlich bei Wetscher.

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promotion

Die neue Wohnlichkeit Die Sauna als Rückzugsort in hektischen Zeiten ist gefragter denn je. Selbst notorische „Onliner“ legen ihr Smartphone mit der Kleidung ab und genießen die Stille, die Wärme, die Achtsamkeit und das gute Gefühl, dem Organismus wie auch der Seele etwas zurückzugeben.

D

ie Sauna ist zu einem kostbaren Rückzugsort geworden – und das gern auch mittendrin. Längst nicht mehr sind Sauna & Co im Keller untergebracht, sondern fin-

den nun dort Platz, wo wir leben: im Badezimmer, im Wohnzimmer, auf Galerien oder im Schlafzimmer. Die Sauna soll nicht nur mehr heiß und funktional, sie darf auch Genuss für alle Sinne sein. Einladend wie eine Lounge, hochwertig wie KLAFS: Die neuen Sauna-Designs setzen Maßstäbe in puncto Raumwirkung und Wohnlichkeit. Faszinierende Ausstattungsdetails machen ei-

Perfektion und Harmonie in den Proportionen und Noblesse in jeder Farbe sind die charakteristischen Merkmale des Familienbetriebes Living Divani, der Polstermöbel zu seiner Trademark gemacht hat. Die „Easy Lipp“ prägt trotz ihrer optischen Zurückhaltung jeden Raum. Erhältlich bei mg interior in Innsbruck.

nen Rückzucksort für Auge und Seele.

Komfort auf kleinstem Raum Mit der raumsparenden Sauna S1 ist fehlender Platz kein Argument mehr für den Verzicht auf die eigene Wellnessoase. Die innovative S1 macht sich nämlich auf Knopfdruck ganz klein. Im eingefahrenen Zustand misst die Sauna in der Tiefe schlanke 60 Zentimeter und damit nicht mehr als ein Kleiderschrank. Ausgefahren ist die Kabine innerhalb von 20 Sekunden 160 Zentimeter tief und bietet Platz für zwei Personen. Dieses einzigartige Zoomkonzept gibt’s nun auch ohne Motorantrieb – bei der S1 Manuell wird die Sauna mit Hilfe einer Reling von Hand ausgefahren.

Mit allen Sinnen erleben Highlights werden mit den vielfältigen Beleuchtungsideen gesetzt: von puristisch bis verspielt, von unsichtbar bis auffallend wohnlich. Dank raffinierter Inlays und hochwertiger Bezüge der neuen „Mollis“-Saunakissen und -matten wird das Saunabaden außerdem gemütlicher denn je. // www.klafs.at

Die Kunst der Leichtigkeit: Der Keypiece Management Desk von Walter Knoll (Design: Eoos) schafft Freiräume – für Gedanken, Ideen und Gespräche. Modern in Maß und Gestaltung, einladend im Ausdruck. Der Schreibtisch macht in jedem Büro eine gute Figur, ist aber auch perfekt fürs Home-Office, weil er sich auffällig unauffällig in jedes Interieur einfügt. Walter Knoll erhältlich bei Wetscher in Fügen.

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WOHNEN

fpapier der Mitglieder fpapier fpapier der der Mitglieder Mitglieder

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Sie sind der Inbegriff formaler Schlichtheit: Möbel von USM. Vom Beistellmöbel bis zum Bücherregal – Ursprung der Mobilität ist die verchromte Kugel, Rohre sowie weitere Elemente lassen entstehen, was sich der Nutzer vorgestellt hat. Seit 50 Jahren gehören die modularen Möbelbausysteme zu den beliebtesten Klassikern im Einrichtungsbereich. Aus gutem Grund, sind die Möbel doch höchst anpassungsfähig und erweiterbar. USM gesehen bei mg interior in Innsbruck.

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© ANDREAS FRIEDLE

Die Immobilien Dr. Rhomberg & Partner KG hat sich in den letzten Jahren zu einer der führenden Firmen in Sachen Immobilienverwaltung, Immobilienvermietung und Immobilienverkauf entwickelt.

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Wetscher

Individualität macht begehrenswert: Die hauseigene Tischlerei zählt heute zu einer der modernsten in ganz Österreich. In der „Wetscher Meisterklasse” werden Lehrlinge zu hochqualifizierten Fachkräften ausgebildet, die für eindrucksvolle Eigenkreationen wie das Wetscher Penthouse sorgen.

Wenn es draußen kühler und innen wieder kuscheliger wird, sorgen Ausstellungen wie das Wetscher Chalet oder das Treca-Paris-Bettenstudio für Inspiration fürs eigene Wohlfühl-Wohnen.

Zuhause ist ein Gefühl

Gerade in der kalten Jahreszeit rücken weiche Faktoren wie Wärme, Sinnlichkeit, Emotion und Natürlichkeit wieder mehr in den Vordergrund. Auch und vor allem beim Wohnen.

E

inrichten ist weit mehr als das blo-

Feinheiten renommierter Spitzenmarken,

ße Aufstellen von Möbeln. Wohnen

personalisiert durch traditionelles Hand-

ist Wohlfühlen und ganz viel Gefühl,

werk aus der hauseigenen Tischlerei. Sie

emotional und persönlich. So muss auch die

sind Ideengeber für das eigene Zuhause, Ins-

Beratung sein.

piration für Stil und Style. Optik und Haptik

Am Anfang steht der Mensch

in meisterlicher Abstimmung für das perfekte Wohngefühl!

Wetscher steht seit Generationen für höchs-

Die Wetscher-Innenarchitekten machen aus

te Einrichtungskompetenz; die Wohngale-

Räumen ein Zuhause, das so individuell ist

rien in Fügen zählen zu den schönsten Ein-

wie die Menschen, die dort leben. Und für alle

richtungshäusern Europas. Auch und vor

Designliebhaber, die gerne auch online unter-

allem weil man hier ganz weit weg ist vom

wegs sind, dabei aber nicht auf das Offline-Er-

Alltäglichen. Es geht um den Menschen als

lebnis verzichten möchten, empfiehlt sich ein

Bewohner seiner eigenen vier Wände, des-

Besuch im neuartigen Mitnahmemarkt für

sen Bedürfnisse und das Erfüllen von Wün-

Junges Wohnen: wetscherMAX – die Design-

schen, die man selbst vielleicht noch gar

halle für alle – wurde heuer neu am Standort

nicht kennt. Mit der Wetscher-Wohnstilana-

Fügen eröffnet. // www.wetscher.com

lyse begeben Sie sich auf eine Entdeckungsreise, die das Fundament für die weitere Beratung und Planung bildet. Die verschiedenen Ausstellungswelten bieten wohnliche

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eco.nova

Mit dem neuen Wetscher Home SPA eröffnet sich eine ganz neue Welt privater Wellnessrefugien: Die Wetscher-Innenarchitekten planen Ihr Bad so individuell, dass sich die Wohlfühloase harmonisch in jeden Wohnraum einfügt. Fachmann Klaus Suppacher sorgt für die optimale Umsetzung.


Living Inn Zirl

Wohnanlage mit nur fünf Einheiten Freiungweg 5, 6170 Zirl Wohnflächen: jeweils ca. 76 m2 Anzahl der Schlafzimmer: 2 Terrasse & Garten Tiefgarage & Kellerabteil Kaufpreis: ab 409.000 Euro

Die kleine Wohnanlage überzeugt nicht nur durch die hochwertige Bauqualität, sondern auch durch die besondere Lage und Ruhe am Land. Alle Wohnungen verfügen entweder über Privatgärten oder über großzügige, überdachte Terrassen.

Maria-Theresien-Straße 29 / 3. OG, A-6020 Innsbruck Telefon: +43 512 909060, Fax: +43 512 90906060, office@bonne-apart.at, www.bonne-apart.at


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SCHLAFEN

Gesunder Schlaf im Herzschlag der Zirbe ist seit Jahren ein Dauerbrenner. Und Zirbe geht auch in der Boxspring-Version, wie der Massivholzspezialist ANREI-Reisinger mit Big Ann zeigt. Der hohe Rahmen des Bettes ist speziell für Boxspring-InsideSysteme konzipiert und mit den meisten Boxspring-Systemen kompatibel. Gesehen im Einrichtungshaus Föger, Telfs.

Chloé vereint Haute Couture mit Design. Die Formen sind gerade, aber die Volumen werden durch das Rautenmuster der Polsterung und die Keder subtil zur Geltung gebracht. Die Verarbeitung steht für zarte Raffinesse und Emotionen, die an das Ambiente französischer Boudoirs erinnern. Treca erhältlich bei Wetscher in Fügen und Kranebitter in Innbruck.


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Noble Zurückhaltung: Das Schranksystem „New Entry“ von Poliform ist unglaublich flexibel und kommt auch mit schwierigen Ecken oder Dachschrägen problemlos klar. Ein Schrank, dem Sie in jedem Raum hohe Anforderungen stellen können. Poliform gesehen bei Wetscher in Fügen.

SOLANGE

ES

HOLZ

GIBT

Wohlige Wärme

Wie man sich bettet, so liegt man. Auf „Bam Bam“ von Designerin Terry Dwan für Riva 1920 träumt man ganz besonders gut. Die Besonderheit des komplett aus Massivholz hergestellten Bettes ist der aus Holzleisten bestehende Kopfteil, der von einem Brett mit Naturkante zusammengehalten wird. Riva 1920 erhältlich bei Wetscher.

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Alles nach Maß und mit Ziel

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Handwerkstradition, Innovationsgeist, Planungskompetenz und Topqualität sind die vier Eckpfeiler, die das Tiroler Unternehmen Spechtenhauser seit bald 90 Jahren tragen.

Das Tiroler Familienunternehmen Spechtenhauser fertigt seit fast 90 Jahren erstklassige Fenster in allen Variationen – Topqualität aus eigener Produktion.

D

In der hauseigenen Tischlerei entsteht handveredelte Maßarbeit – vor allem auch individuelle Sonderanfertigungen und Speziallösungen.

as ca. 100-köpfige Spechtenhau-

tenzen für Neubau und Sanierung abdeckt:

ternehmen sämtliche Fenstervarianten aus

ser-Team liebt die kniffligen Her-

hochwertiger Fenster-, Glas- und Möbelbau

eigener Produktion: Holz-, Alu-Holz-, Kunst-

ausforderungen jenseits von 08/15.

– dazu das hauseigene Möbelstudio. „Neben

stoff-, Kunststoff-Alu- sowie faserverstärkte

Als Spezialisten mit langer Handwerkstradi-

der handwerklichen Präzision bringen wir

Hightechfenster. Dadurch ist exzellente Qua-

tion im Möbel- und Fensterbau sind sie es ge-

großes Planungs-Know-how mit, das A und

lität garantiert – vom optimalen Schall- und

wohnt, Maßarbeit in höchster Ausführungs-

O für einen erfolgreichen Projektverlauf“,

Einbruchschutz bis hin zur Energieeffizienz

qualität zu liefern. Kein Standard von der

betont die Geschäftsführung bei Spechten-

auf Passivhausniveau. Kein Wunder, dass

Stange, sondern individuelle Lösungen.

hauser.

die geballte Kompetenz von Spechtenhau-

Der einst kleine Innsbrucker Tischlerbetrieb,

ser bevorzugt auch bei Denkmalschutz oder

der im Jahr 1930 in einer Kellerwerkstatt

Einmalige Fensterqualität

startete, ist zu einem innovativen Unterneh-

Schon gewusst? Die Spechtenhauser-Profis

Ob Fenster, Möbel oder Glas, überall gilt:

men herangewachsen, das sämtliche Kompe-

bieten als einziges Tiroler Fensterbau-Un-

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Edle Markenküchen und Designermöbel sowie Eigenfertigungen findet man im Spechtenhauser Möbelstudio. Das Unternehmen übernimmt auch den kompletten Innenausbau samt Planung.

Sonderbauelementen zum Einsatz kommt.

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Fenster aus Holz, Holz-Alu, Kunststoff und Kunststoff-Alu sorgfältig produziert in Innsbruck. Nur echt mit Specht. www.spechtenhauser.com . Telefon +43 (0)512 2202

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Reif für die Insel: Vadholma von IKEA hat viel Platz, um Dinge unterzubringen, und ist gleichzeitig eine robuste Arbeitsfläche, an der man auch mal Platz und ein Gläschen nehmen kann.

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Ohne viel (äußerlichen) Schnickschnack und gerade deshalb so schön: Die Küche „Twelve“ von Poliform wurde auf eine neue Wesentlichkeit reduziert. Inspiration für Ihre Küche gibt’s ab Ende September im neuen PoliformKüchenstudio bei Wetscher in Fügen.

Geradlinig und dennoch mit ordentlich Stauraum ausgestattet: Die „filigno“-Küche schafft durch ihr Design einen feinen, fließenden Übergang zwischen Küche und Wohn-Ess-Bereich. Team7 erhältlich im Einrichtungshaus Föger in Telfs.

Durch intelligente Minimierung lassen sich viele Dinge des Lebens einfacher und besser machen. Diesem Grundsatz folgt die bulthaup b1 in ihrer puristischen, ergonomischen Gestaltung. Infos zu bulthaup erhalten Sie bei mg interior in Innsbruck.

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HIGHTECH

Berührungslos: Bei der Waschtisch-Armatur „Essence E“ von Grohe bringt ein Infrarotsensor das Wasser zum Fließen, was sie ganz besonders hygienisch macht. Ca. 350 Euro.

Mit dem „Raumluftsensor CO2“ hat Busch-Jaeger ein Gerät zur Kontrolle der Raumluft auf den Markt gebracht, das den Ist-Zustand und den CO2-Gehalt der Luft anzeigt und dazu Luftfeuchtigkeit, Luftdruck und Temperatur im Raum misst. Darüber hinaus können Schwellenwerte eingegeben und übertragen werden, via Relais werden dann Fenster und Lüftung automatisch gesteuert.

Bora bezeichnet seinen „BORA Professional“ selbst als Meilenstein und Symbiose aus Innovation, Ästhetik und Effektivität. Eine grundlegende Neuerung ist der Wechsel von einem bisher mechanischen zu einem elektrischen BORA-System. Wird eine Kochstelle eingeschaltet, öffnet sich leise und automatisch die Verschlusskappe. Zum Abschluss des Kochvorgangs schließt sie sich wieder, völlig plan und ohne Fugenabstand. Das Herzstück des Systems sind die Knebel mit dem User-Interface auf der Frontfläche, die eine smarte Bedienerführung ermöglichen.

Gaggenau präsentierte heuer seine neue Vario-Kühlgeräte-Serie 400: ein vollständig integriertes modulares Sortiment aus Kühl- und Gefriergeräten, Kühl-/Gefrierkombinationen und Weinklimaschränken, die sich auf vielfältige Weise kombinieren lassen. Nebst progressiver Optik beinhalten die Geräte auch Innovationen, die sonst nur Profiküchen vorbehalten sind.

Sind wir nicht alle ein bisschen retro? Standgeschirrspüler von SMEG im Stil der Fifties, aber technisch ganz auf der Höhe der Zeit und fein leise. Erhältlich in vielen (Zuckerl-) Farben um ca. 1.350 Euro.

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Die Band an der Wand

BeoSound Shape ist ein modulares Laut­sprechersystem, bestehend aus sechseckigen Kacheln, die dekorativ in einer beliebigen Anzahl und einem individuellen Muster an der Wand angebracht werden können. Designliebhaber können damit voll und ganz auf die Individualität eines Raumes eingehen.

M

it BeoSound Shape präsentiert Bang & Olufsen ein drahtloses Laustprechersystem, das herausragenden Klang (wie von der Lifestylemarke gewohnt) mit individualisierbarem Design verbindet und dabei gleichzeitig zu einer angenehmen Rauma-

kustik beiträgt – selbst im ausgeschalteten Zustand. Dank seiner einzigartigen Resonanzdämpfungsfunktionen ist BeoSound Shape auch ideal für große, multifunktionale Räume.

Wall of Sound für unbegrenzte Möglichkeiten BeoSound Shape besteht aus mehreren Kacheln, die jeweils einen Lautsprecher, Verstärker oder akustischen Dämpfer beinhalten. Die Verbindung aus beliebig vielen, aber mindestens sechs Kacheln überzeugt mit beeindruckender Klangleistung. Durch den BeoSound-Core-Verbindungshub, der hinter einer der Kacheln verborgen ist, wird das kabellose Streamen von Musik in hoher Audioqualität vom Mobilgerät über Streamingtechnologien wie AirPlay, integriertes Chromecast oder Bluetooth ermöglicht. BeoSound Core verfügt außerdem über Multiroom-Funktionen, durch die er mühelos mit weiteren Bang-&Olufsen- und B&O-PLAY-Produkten kombiniert werden kann. Je nach individuellen Designvorstellungen können unendlich viele Kacheln miteinander kombiniert werden. Und nicht nur die Anordnung des BeoSound Shape kann ganz nach individuellen Wünschen gestaltet werden, das Lautsprechersystem bietet außerdem eine große Auswahl an Stoffen und Optiken – von Parisian Night Blue, Purple Heart und Infantry Green über Brazilian Clay und Wilde Dove Grey bis hin zum klassischen Schwarz. Bekennen Sie Farbe!

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EIN MUSIKALISCHES KUNSTWERK Die sechseckigen Kacheln des einzigartigen Drahtlos-Lautsprechersystems BeoSound Shape tragen selbst im ausgeschalteten Zustand zur Verbesserung der Raumakustik bei. Frei kombinierbar für maximale Kreativität.

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WOHLFÜHLEN

Das Bad ist längst von der klassischen Nasszelle zum Wohlfühlraum geworden. Die Serie Zero by GKI zeigt, wie formschön Zurückhaltung sein kann. Doppelwaschtisch mit Handtuchreling und WC mit Cataglaze-Oberflächenveredelung.

Groß, größer, Optima. Das neue Fliesenkonzept von Villeroy & Boch Fliesen spielt die elegante Leichtigkeit großer Formate voll aus. Denn die imposanten Megaformate erzeugen große, attraktive Keramikflächen mit nur ganz wenigen Fugen und bringen so wohnlichen Purismus in den Raum. Dabei ermöglichen sie exklusive Gestaltungen, die gleichermaßen ästhetisch wie funktional sind. Zum Beispiel im Badezimmer: Hier kann man eine komplett fugenlose Dusche gestalten, mit jeweils einer einzigen Wand- und Bodenfliese.

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Konzepte. Planung. Produkte.

Es gibt viele verschiedene Arten, seine Badezimmer zu gestalten. Auch Duravit hat die unterschiedlichsten Varianten im Angebot – darunter auch ganz Reduziertes: Mit der Serie „Cape Cod“ holen Sie sich ein Stück Natur ins Bad.

Der italienische Badmöbelhersteller Inova produziert seit mehr als 30 Jahren hochwertige Badmöbeleinrichtungen, die er in enger Abstimmung mit der Keramik von Catalano entwickelt. Heraus kommen formschöne, unprätentiöse Waschtische und Schränke wie jene aus der Serie „Green“. Erhältlich bei GKI.

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So geht Waschplatz: Aufsatzwaschbecken Immersion von Agape aus Cristalplant auf einer Teak-Tischplatte mit schwarzen Armaturen. Dazu passt die Accessoires-Stange Dot.

Anfang Juli eröffnete Wetscher in Kooperation mit dem Kufsteiner Badezimmerausstatter Klaus Suppacher sein „Home SPA“. Die neue Ausstellung soll einen essenziellen Beitrag dazu leisten, das Bad als Oase des erweiterten gehobenen Wohnambientes mit zu integrieren: Schillernde und wertvolle Wandboisserien, metallische Ornamente, gläserne Mosaike und wertvolle Steinmaterialien lassen die Besucher eintauchen in eine Welt sinnlicher Wellnessund Wohlfühlrefugien für zu Hause. Das mag nun nach viel Opulenz klingen, die Produkte an sich zeigen sich in der Optik aber ziemlich reduziert.

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HERBSTMESSE INNSBRUCK

Trends rund ums Bad

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Ob Smart-Spiegel oder Dusch-WC: Auf der Innsbrucker Herbstmesse können Besucher vom 10. bis 14. Oktober 2018 die Neugestaltung oder Renovierung ihres Badezimmers mit den Fachbetrieben in Angriff nehmen. er Schwerpunkt Aqua Life im Rahmen der Innsbrucker Herbstmesse ist seit 2008 zur größten Infor-

mations- und Beratungsplattform rund um Bäder und die dazugehörige Einrichtung in Tirol herangewachsen. Das Konzept von Initiator und Badprofi Andreas Landauer bindet die komplette Branche ein: „Von regionalen Installationsunternehmen bis hin zu Erzeugern und Händlern sind zahlreiche ausstellende Firmen mit im Boot.“

Innovationen und Bad-Museum Als besondere Neuheiten werden heuer et-

Initiator und Badprofi Andreas Landauer präsentiert auf der Aqua Life auch heuer wieder die neuesten Trends.

wa Smart-Spiegel präsentiert: „Ein eleganter Spiegel mit Hightech-Fenster“, erklärt

nik für Badplanung auf höchstem Niveau

Aber auch die Geschichte des Badbereichs

Landauer. Unter der Oberfläche des als

informieren. „Dusch-WCs von namhaften

wird thematisiert: Messebesucher können

Touchscreen nutzbaren Spiegels verbirgt

Ausstellern in unterschiedlichen Preisklas-

zum Beispiel eine WC-Anlage im Vineta-Stil

sich zeitgemäße Technologie für viele smar-

sen sind mittlerweile ein Must-have in vie-

aus dem Jahr 1890 oder im Bad-Museum Ba-

te App-Anwendungen. In einem fünf Meter

len Haushalten und geben ein völlig neues

dewanne, Badeofen und Wannenbrunnen

langen Caravan werden Bad- und Energie-

Gefühl von Frische und Sauberkeit“, so der

aus dem Jahr 1940 besichtigen.

aussteller zudem über modernste Tech-

Badprofi.

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Die neue Badewanne „Hollywood“ von Devon&Devon als formschöne Synthese aus Klassik und Moderne, Tradition und Innovation ist in Weiß genauso schön wie in Bunt. Color Tec, ein umweltverträgliches Verbundmaterial aus Mineralien, Harz und Polyester, ist perfekt glänzend und ermöglicht eine Personalisierung mit über 500 Farben. Die Wanne, mit einem Augenzwinkern an die kalifornische Atmosphäre der 1950erJahre angelehnt, muss übrigens nicht an der Wand bleiben, sondern fühlt sich auch in der Raummitte wohl.

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Winke, winke: Eine Maneki-neko (japanisch: Winkende Katze) soll Glück bringen. Falls sie es nicht tut, schaut sie zumindest cool aus. Ein Stück vom Glück gibt’s bei Ruth in ihrem APFIs in Wattens um 19,95 Euro.

Winter-Buddy: Wärmeflasche mit flauschigem Fleecebezug. Ab Mitte Oktober um ca. 13 Euro bei Tchibo.

Herbstzeit ist Suppenzeit. Akzente am Tisch setzt die Stonecast-Serie von Churchill, die in vielen wunderbaren Naturfarben und in verschiedenen aufeinander abgestimmten Varianten daherkommt. Erhältlich bei Tyrolglas in Innsbruck. Kochen müssen Sie allerdings selbst.

Die Dänen sind einfach unschlagbar in Sachen Design: Feines, Farbiges und Frohes von Verpan gibt’s bei Wetscher in Fügen – wie den gepolsterten Series-430Stuhl, der perfekt an den Esstisch und zum Wollteppich passt. Preis: ca. 750 Euro.

Der Raumduft von Alessi hat einen Ursprung in einem jahrhundertealten Ritual. Dieser Tradition zufolge ermöglicht uns ein einziger Duftstoß einen wundervollen Moment der Ruhe, sei der Alltag noch so hektisch. Die Zerstäuber mit wohligen Namen wie „Brrr“, „Ahhh“, „Grrr“ oder „Shhh“ duften nicht nur fantastisch, sie sehen auch so aus. Toll ist auch der Duftdiffusor aus Lavastein, der sich dem Thema Raumduft auf eine ganz neue, originelle Weise nähert. Zerstäuber ca. 80 Euro, Lavastein ca. 90 Euro. Alessi erhältlich bei Tyrolglas in Innsbruck.

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Lampenfieber: Die BourgieTischleuchte aus Polykarbonat wurde von Ferruccio Laviani für Kartell entworfen. Ca. 300 Euro. Kartell gesehen bei Kranebitter in Innsbruck.

Die wohl einfachste Art, dem Wohnzimmer neuen Pep zu geben: Kissenbezug Skäggört – der Name lässt’s erahnen: von IKEA. 50 x 50 cm, 4,99 Euro.

Verner Panton gilt als ein Pionier unter den skandinavischen Designern. Sein Wollteppich „Grande rug“ mit 220 cm Durchmesser lehnt sich an Pop-Art der 1960er-Jahre an. Um ca. 1.300 Euro unter dem Label Verpan erhältlich bei Wetscher in Fügen.

Bussi aufs Fußi: Zwar kein Accessoire für die Wohnung, aber für die Bewohner. Hüttenpatschen nach alter Hutmachertradition von Villgrater Natur. Ca. 70 Euro.

Wenn’s draußen kühler wird, wird’s in unseren Tassen wieder wärmer. Damit das auch so bleibt, gibt’s bei Tchibo ab Mitte Oktober praktische Trinkbecher mit Deckel, die sich wahlweise auch als Teebeutelablage einsetzen lassen. Je ca. 10 Euro.

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Wie süß ist die denn? Tischlampe „Rozita“ von skitso gesehen um ca. 200 Euro im Laden von Petra König in Schwaz.


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KURZ & BÜNDIG

Neuigkeiten rund ums Bauen und Trendiges sowie Praktisches fürs Wohnen …

1865 mit einen „Leder Geschäft“ in Stuttgart gestartet, setzt Walter Knoll im Laufe der Zeit kontinuierlich Zeichen in der Möbelgeschichte, schuf Klassiker und Ikonen der Avantgarde und steht weltweit für das Design der Moderne. Wir lieben den neuen „Onsa Chair“ nach einem Design von Mauro Lipparini, der das schöne Gefühl von Entspannung und Harmonie, von Weichheit und Geborgenheit vermittelt. Ca. 5.500 Euro. Walter Knoll erhältlich bei Wetscher in Fügen.


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DIE PERFEKTE LÖSUNG

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NATURSCHUTZ- VS. WIRTSCHAFTSFLÄCHEN?

Wie kaum ein anderes Thema polarisiert und beherrscht die Flächennutzung die Tiroler Politik. Raumordnungspolitik, Wohnungspolitik, Tourismuspolitik, Naturschutz und Landwirtschaft – all diese Themen sind eng mit der Flächennutzung verbunden. Letztlich geht es darum, Nutzungskonflikte zwischen den verschiedenen Anspruchsgruppen zu verhindern bzw. zu lösen und den vorhandenen Grund und Boden möglichst effizient und umweltschonend zu nutzen. Über 39 Prozent der Tiroler Landesfläche sind dabei von Wald bedeckt, das so genannte „alpine Ödland“ umfasst rund 25 Prozent. Die besondere Problematik in Tirol ergibt sich dadurch, dass nur 12,4 Prozent der Gesamtfläche Dauersiedlungsraum sind. „Flächenbundesländer“ wie das Burgenland, Nieder- und Oberösterreich hingegen verfügen über einen Dauersiedlungsraum von rund 60 Prozent ihrer jeweiligen Gesamtfläche. Dieser eng begrenzte Dauersiedlungsraum verschärft die Nutzungskonflikte und ist eine der Ursachen der hohen Grundstücks-, Wohnungs- und Standortkosten Tirols. Besonders im Fokus steht das Thema Naturschutzflächen und wirtschaftlich genutzte Flächen. Die tatsächlichen Relationen entsprechen dabei oft nicht den in der politischen und medialen Diskussion vorgebrachten Behauptungen. Rund 3.800 Quadratkilometer sind in Tirol als „Schutzgebiete“ (Naturschutzgebiete, Naturparks, Ruhegebiete, Landschaftsschutzgebiete, Natura 2000) ausgewiesen. Das sind 30 Prozent der Gesamtfläche Tirols. Die insgesamt 93 Skigebiete Tirols kommen auf rund vier Prozent der Gesamtfläche. Zählt man ausschließlich die Pistenflächen, sind es 127,5 Quadratkilometer, also ein Prozent der Gesamtfläche des Bundeslandes. Die gesamten Gebäudeflächen umfassen 0,43 Prozent der Gesamtfläche, gewidmete Wohngebiete kommen auf 0,77 Prozent, gewidmete Mischgebiete auf 0,46 Prozent. Eng bemessen sind indes die Flächen für Industrie- und Gewerbebetriebe: Gewidmete Gewerbe- und Industriegebiete umfassen 0,15 Prozent der Gesamtfläche, an landwirtschaftlichen Flächen stehen 8,8 Prozent zur Verfügung.

Auch für ADMs und Haushalte Überdachten, beleuchteten Ladebereich. • Transporthilfen (Hub- und Rollwagen). • Paket- und Warenannahmedienst, inkl. Verbringung in Ihre angemietete Lagerbox. • Papier-, Karton-, Kunststoff-, Holz-Entsorgungsinsel direkt vor Ort. • Keine Treppen, alles ebenerdig. • Zugangszeiten: Mo-So 5:00 - 22:00 Uhr

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eco.kurz&bündig

KREATIVTAGE

© THOMAS JANTSCHER/ATP

© MARCO PARISI

Mitte September fand die bereits achte Auflage der Messe für kreatives Gestalten, Basteln und Dekorieren in Bozen statt. „Die Messe Kreativ positioniert sich im wachsenden Wettbewerbsumfeld der Kreativmessen als qualitativ hochwertige Veranstaltung mit einem spannenden Mix an Ausstellern aus dem deutschen und italienischen Sprachraum“, resümiert Thomas Mur: „Besonders beliebt beim Publikum war die Neuheit 2018, der Koffermarkt, bei dem zum ersten Mal Kreative aus der Region ihre handgemachten Kreationen in witziger Form präsentieren und gleich vor Ort verkaufen konnten.“ Insgesamt wurden an den drei Messetagen 12.000 Besucher gezählt. Weitere Infos – auch zum weiteren Programm – unter www.fierabolzano.it/kreativ.

Der Lebenszyklus-Award zeichnet heuer zum zweiten Mal Bauherren, öffentliche Institutionen und Gemeinden aus, um diese als Vorreiter innovativer Prozesse bei der Planung, Errichtung und dem Betrieb ihrer Gebäude zu würdigen. Unter den sieben Nominierten ist mit dem Gebäude der Technischen Wissenschaften auch ein Projekt in Tirol vertreten. „Es wurden durchwegs Projekte eingereicht, die ein hohes Niveau mit unterschiedlich starker Ausprägung in den jeweiligen Kategorien aufweisen. In einer zweiten Auswahlrunde werden die Nominierten im Herbst detaillierte Informationen über die gelebte Projektkultur und den Prozess präsentieren“, kündigt Gerald Goger, Universitätsprofessor für Baubetrieb und Bauverfahrenstechnik an der TU Wien und Vorsitzender der interdisziplinär besetzten Jury, an. Die Preisträger des Lebenszyklus-Awards 2018 werden schlussendlich im Rahmen des 8. Kongresses der IG Lebenszyklus Bau am 14. November 2018 vor über 200 Entscheidern der Bau- und Immobilienwirtschaft in der Wirtschaftskammer in Wien ausgezeichnet.

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© TIROL WERBUNG/BERNHARD AICHNER

NACHHALTIG GEBAUT

NEUE DIMENSIONEN

Nur sechs Monate nach dem ersten IMMOBlick gibt’s bereits die neuen Daten zur Kitzbühler Immobilienlandschaft. Der Marktbericht präsentiert neben dem üblichen Umfang fünf neue Gemeinden aus der Region und analysiert deren Grundbuchdaten bis ins Ausgangsjahr 2013 zurück. Der aktuelle IMMOBlick 2018 greift für seine objektive Marktanalyse auf noch mehr Immobilientransaktionen zurück – nämlich insgesamt auf über 3.000. Die Höchstpreise sind dabei in manchen Segmenten noch weiter nach oben geklettert und kratzen im Ausnahmefall sogar an der 30.000-Euro-Marke pro einzelnem Quadratmeter. Vor allem hat auch der Markt für Grundstücke 2017 einen besonderen Boom erlebt. Interessierte und Marktbeobachter können den Bericht unter www.immobwertung.tirol um 18 Euro bestellen.


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INNOVATIVES INNEN

Die Meissl Architects wurden kürzlich mit dem Iconic Architecture Selection Award 2018 für das PAULY in Seefeld in der Kategorie Interior ausgezeichnet. Der hohe Designanspruch, ohne dabei auf bekannte Klassiker zu setzen, die Gemütlichkeit und das Living Dolce Vita haben die Jury überzeugt. Der Entwurfsgedanke wurde stark vom gastronomischen Konzept geleitet, das auf ausgewählten Qualitätsprodukten kleiner italienischer Manufakturen und Familienbetriebe basiert. Das Interieur wird zur Bühne, Keramik und Gläser zu den Akteuren. Die italienische Küche lebt von ihrer Einfachheit, was sich in der schlichten, geradlinigen Gestaltung des Lokals widerspiegelt.

SUPER MARKTARCHITEKTUR

© BERNHARD HÖRTNAGL

MPREIS hat schon des Öfteren mit seiner Architektur für Aufsehen gesorgt. Im positivsten aller Sinne, war das Unternehmen doch der erste heimische Lebensmittelhändler, der sich für seine anspruchsvolle Optik das Engagement renommierter Architekten geleistet hat. Kürzlich wurde der MPREIS in Wattens umgebaut und nicht nur technisch auf den neuesten Stand gebracht, sondern auch visuell eindrucksvoll adaptiert. Verantwortlich für die zeitlose Raumqualität ist der international bekannte französische Architekt Dominique Perrault. Ansatzpunkt war der Wunsch nach Nachhaltigkeit in dem Sinne, als das Gebäude über die unmittelbar geplante Nutzung hinaus geplant wurde. Der großzügig wirkende Raum in Form einer offenen Halle kann sich an unterschiedlichste Bedürfnisse anpassen. Zurzeit dient er als Hülle für einen der attraktivsten Supermärkte des Landes.

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OLYMPIAHALLE In gewohnter „Mountainman-Power“ und in Begleitung seiner Band.

11. – 13.01.19 HOLIDAY ON ICE OLYMPIAHALLE Das Original unter den Eisshows feiert 2019 ihr 75-jähriges Jubiläum.

VORSCHAU AUF DIE NÄCHSTEN EVENTS 12. – 14. Oktober 2018 Disney on Ice 09. Februar 2019 Mario Barth 16. Februar 2019 Ehrlich Brothers


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Dorfschmiede St. Johann 160 m² attraktive Büro- bzw. Ordinationsräume • Barrierefrei im EG mit Privatparkplätzen • Im Zentrum von St. Johann in der Speckbacherstraße • Miet- oder Kaufoption

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BRAVO DÄNEMARK

Dass die Dänen etwas von Design verstehen, wissen wir nicht erst seit Bang&Olufsen, auch in Sachen Schmuck (Ole Lynggaard zum Beispiel oder Sense Copenhagen) sowie Mode sind die Nordlichter ganz weit vorne dabei. Und auch beim Thema Wohnen – bei Möbeln ebenso wie bei Accessoires. Gerade wenn’s im Herbst wieder ans Innen-Leben geht, mögen wir fein gedeckte Tische und schönes Geschirr umso mehr. Im Lifestyleladen von Petra König in der Schwazer Altstadt haben wir die Marke Bungalow entdeckt, die von Wohnaccesoires über Tischdecken und Servietten bis zu passenden Tellern alles im Angebot hat, was es für Drumherum am Tisch braucht. In schönen Farben und von schlicht bis aufregend.

SPIEGLEIN, SPIEGLEIN

Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren: In den Swarovski Kristallwelten entsteht eine zusätzliche Wunderkammer. Unter dem Titel „Chandelier of Grief“ zeigt die japanische Künstlerin Yayoi Kusama eine ihrer bisher spektakulärsten Spiegelinstallationen. Das Kunstwerk ist Teil der „Infinity Mirror Rooms“-Serie der Künstlerin und umfasst ein Spiegelraumformat, das variantenreich arrangiert und kontinuierlich weiterentwickelt wurde. Kusama arbeitet bereits seit 1965 mit dieser Kunstgattung. Zentrales Element von „Chandelier of Grief“ wird ein rotierender SwarovskiKristallluster sein, der effektvoll in einem rundum verspiegelten Raum platziert ist. Der Riese erhält durch diese Erweiterung noch im Herbst eine neue kristalline Facette in Form eines zusätzlichen Raumes. Die nunmehr 17. Wunderkammer soll noch im Oktober 2018 eröffnet werden.

FEINE DEKO

© SWAROVSKI KRISTALLWELTEN

Anknüpfend an die Vasenentwürfe Fast, Squall und Blown fängt das Objekt La Chute von Rosenthal die Utopie des Bewahrens einer Bewegung im Moment ein. Zwei Vasenkörper schmelzen wie Wachs dahin, ohne Kontur und Form gänzlich aufzulösen. Leicht und doch präzise erzählt der Entwurf vom Ausloten der Verformbarkeit von Material im Spannungsfeld von Raum, Zeit und Materie und den großen Fragen von Schöpfung und Endlichkeit. Man kann es aber auch kurz und bündig sagen: einfach schön! Gesehen um ca. 200 Euro bei Tyrolglas in Innsbruck.

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Die Schokoladenseite: das neue Focus-Heck

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eco.nova ist ein unabhängiges österreichweites Magazin, das sich mit der Berichterstattung über Trends in den Bereichen Wirtschaft, Wissensc...

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