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Direkt Aktuelles vom Deutschen Baugewerbe.

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Umsatzerwartung verhalten Optimistisch

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Energiewende: Vermittlungsverfahren jetzt einleiten!

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Baugewerbe f端r klimagerechte Stadtentwicklung

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3/2011


Liebe Leserinnen und Leser, seit der Atomkatastrophe von Fukushima hat die deutsche Politik eine bemerkenswerte Wende genommen: Mit dem in der vergangenen Woche endgültig verabschiedeten Gesetzespaket verabschiedet sich Deutschland bis 2022 aus dem Atomzeitalter.

RA Felix Pakleppa

Vorausgegangen war eine intensive Diskussion darüber, wie diese Energiewende gelingen kann. Nicht nur jetzt, sondern bereits seit einigen Jahren haben wir deutlich gemacht, dass die Klimaschutzziele der Bundesregierung und jetzt erst recht die Energiewende nur zu erreichen sein werden, wenn die Energieeffizienz erhöht wird. Dass insbesondere die energetische Sanierung von Wohn- wie Wirtschaftsgebäuden den wichtigsten Beitrag dazu leisten kann, hat die Bundesregierung in ihrem Gesetzespaket anerkannt. Das ist ein großer Erfolg unserer langjährigen Lobbyarbeit.

Um die Sanierungsrate auf das Doppelte zu erhöhen, wird das KfW-Gebäudesanierungsprogramm auf 1,5 Milliarden Euro aufgestockt. Steuerliche Abschreibungsmöglichkeiten könnten die energetische Sanierung noch attraktiver machen. Das vom Bundestag hierzu beschlossene Gesetz sieht eine solche steuerliche Förderung von energetischen Sanierungsmaßnahmen an Wohngebäuden vor. Auch diese Einführung einer Klimaschutzabschreibung haben wir seit geraumer Zeit gefordert, weil nach unserer Auffassung dadurch die energetische Gebäudesanierung einen größeren Drive bekommen würde. Schade und nicht akzeptabel ist, dass bei der Beratung des Gesetzespaketes im Bundesrat am 8. Juli nun genau dieses Gesetz herausgelöst und abgelehnt worden ist, ohne den Vermittlungsausschuss anzurufen. Nun läge es an Bundestag oder Bundesregierung, ein Vermittlungsverfahren einzuleiten. Ob dieses bereits in der parlamentarischen Sommerpause geschieht, bleibt abzuwarten; eher steht jedoch zu befürchten, dass dieses Gesetz bis zur Bundestagswahl im parlamentarischen Verfahren hängen bleibt und dann der Diskontinuität des Parlaments zum Opfer fällt. Daher sollten wir die parlamentarische Sommerpause gemeinsam nutzen, um den Abgeordneten, die ja zurzeit in ihren Wahlkreisen unterwegs sind, im direkten Gespräch die Bedeutung der steuerlichen Förderung von energetischen Sanierungsmaßnahmen deutlich zu machen und für die Einleitung eines Vermittlungsverfahrens zu werben. Damit Sie für diese Gespräche gut gerüstet sind, haben wir auf unserer Internetseite (www.zdb.de) einen ZDB-Baustein dazu für Sie bereit gestellt. Ende September findet der 2. Deutsche Bauwirtschaftstag der Bundesvereinigung Bauwirtschaft, dem Zusammenschluss der deutschen Bau- und Ausbauwirtschaft, statt. Mit Bundesumweltminister Norbert Röttgen, dem SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel und FDP-Generalsekretär Christian Lindner erwartet die Gäste ein hoch karätig besetztes Programm. In diesem Heft finden Sie den detaillierten Programmablauf dazu. Wie immer findet am Vortag unser Deutscher Obermeistertag statt. Auch hier haben wir spannende Themen und Referenten für Sie ausgewählt. Sie sind zu beiden Veranstaltungen herzlich willkommen. Die Anmeldeunterlagen schicken wir Ihnen gerne zu. Die Stärke der deutschen Bauwirtschaft mit rund 300.000 Betrieben und 2,7 Mio. Beschäftigten sollten wir gemeinsam durch eine hohe Präsenz im Saal dokumentieren. Machen Sie sich also auf den Weg nach Berlin. Wir freuen uns auf Sie! Ihr

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"Bei einer Umsatzerwartung von 1, 9 % verhalten optimistisch!" Das war die Aussage bei unserer Pressekonferenz am 25. Mai. Doch die tatsächliche Dynamik am Baumarkt hat diese Aussage obsolet gemacht. Zum Stand 21. Juli erwarten den Umsatz im Bauhauptgewerbe in 2011 bei 87,5 Mrd. € und damit bei +6,8 %. Daher ist die Stimmung zumindest in den vom Hochund Ausbau geprägten Betrieben auch deutlich gestiegen. "Wir gehen daher davon aus, dass wir die Zahl der Beschäftigten in etwa auf Vorjahresniveau bei rund 710.000 Beschäftigten halten können.“ So die Bilanz des Präsidenten des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes, Dr.-Ing. HansHartwig Loewenstein. Nach Aussagen des ZDB-Präsidenten entwickeln sich der Wohnungsbau und der Wirtschaftsbau durchaus positiv, wogegen der öffentliche Bau weiter bei Plus/Minus Null verharrt. Trotz Zunahme der Bauinvestitionen um 2,6 % im vergangenen Jahr ist der Umsatz im Bauhauptgewerbe im öffentlichen Bau um 2,2 % zurückgegangen; Hauptursache dafür war, dass alle öffentlichen Auftraggeber ihre Investitionen im Tiefbau nicht auf dem Vorjahresniveau gehalten haben.Denn aufgrund der Konjunkturprogramme haben die Kommunen die Mittel vorrangig in Hochbauprojekte investiert und die Investitionen in die Infrastruktur zurückgefahren. „Dieser anhaltende Rückgang der Infrastrukturinvestitionen ist für den Wirtschaftsstandort Deutschland jedoch hoch gefährlich, denn die Investitionen im Tiefbau insgesamt erfolgen seit einigen Jahren nicht einmal mehr in Höhe der Abschreibungen. Wir leben von der Substanz!“ So Loewenstein. Für 2011 deutet sich im öffentlichen Bau keine Besserung an. Wir gehen davon aus, dass der

ZDB-Präsident Dr.-Ing. Hans-Hartwig Loewenstein (Mitte) auf der Pressekonferenz.

öffentliche Bau stagnieren wird, so dass wir auch in 2011 noch 26,1 Mrd. € erreichn werden. So die ernüchternde Bilanz für die öffentliche Bautätigkeit.

können in 2011 ca. 29,2 Mrd. € erreicht werden.“ Erläuterte Loewenstein. Die im Frühjahr prognostizierte Investitionsneigung der deutschen Wirtschaft nimmt Gestalt an und belebt den Wirtschaftsbau. Die Baugenehmigungen im Wirtschaftshochbau, der zwei Drittel des Umsatzes im Wirtschaftsbau ausmacht, zeigen ansteigende Tendenz. Bemessen nach Baukosten verzeichnen alte und neue Länder per Februar einen Zuwachs von über 20 % gegenüber dem Vorjahr.

Anders dagegen die Situation im Wohnungsbau: Bereits in 2009 ist die langanhaltende Talfahrt im Wohnungsneubau zu Ende gekommen. In 2010 dürften ca. 150.000 WE in neuen Wohngebäuden errichtet worden sein. Und der positive Trend hält an. Schon per Februar wurden deutschlandweit 5.400 Wohneinheiten (WE) in Wohngebäuden mehr genehmigt als im Vorjahr (+22 %). Mit knapp 30.000 WE insgesamt wurde im Neu- und Umbau bei Wohngebäuden der höchste Wert seit fünf Jahren erreicht. „Angesichts der hohen und stetigen Nachfrageentwicklung gehen wir davon aus, dass es + 11 % werden. Nach 26,3 Mrd. € im Vorjahr

„Auf Grund dieser Entwicklung heben wir unsere Prognose auf 9 % an. Nach 29,5 Mrd. € im Vorjahr können in 2011 32,2 Mrd. € erreicht werden.“ So die Prognose des deutschen Baugewerbes für den Wirtschaftsbau.

2009

2010

Prognose 2011

Baugewerblicher Umsatz

Mio. €

Vj.

Mio. €

% Vj.

Mrd. €

% Vj.

Wohnungsbau

24.673

- 4,8 %

26.301

6,6 %

29,2

11 %

Wirtschaftsbau

30.848

- 9,0 %

29.536

- 4,3 %

32,2

91 %

Öffentlicher Bau

26.694

3,4 %

26.097

- 2,2 %

26,1

0,0 %

Gesamt

82.215

- 4,0 %

81.934

- 0,3 %

87,5

6,8 %

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Bundesvereinigung Bauwirtschaft: Vermittlungsverfahren jetzt einleiten!

Handwerk erwartet Signal zur Einigung zwischen Bund und Ländern Die Ablehnung des „Gesetzes zur steuerlichen Förderung von Sanierungsmaßnahmen an Wohngebäuden“ durch den Bundesrat ist bei den rund 300.000 Betrieben des deutschen Bau- und Ausbauhandwerks auf Unverständnis gestoßen. „Denn die von allen Beteiligten gewollte Energiewende ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die nur gemeinsam bewältigt werden kann. Daher haben auch die Länder eine Mitverantwortung, die Sanierungsquote zur Erreichung der Klimaschutzziele in Deutschland zu steigern. Durch eine steuerliche Förderung kann ein erheblich größeres Potential an Investitionen generiert werden, das bisher durch die KfW-Förderung nicht ausreichend mobilisiert wurde. Nur so kann das Sanierungstempo signifikant erhöht werden.“ Mit diesen Worten hatte sich daher der Vorsitzende der Bundesvereinigung Bauwirtschaft,

Karl-Heinz Schneider, in gleichlautenden Schreiben an die Ministerpräsidenten und die Ministerpräsidentinnen der 16 Bundesländer gewandt und für die Einleitung eines Vermittlungsverfahrens geworben. „Der Einstieg in die Energiewende muss jetzt gelingen. Dabei ist jeglicher Investitionsattentismus im Bereich der energetischen Gebäudesanierung zu vermeiden.“ So Schneider weiter. Er erinnerte auch daran, dass der Finanzausschuss wie auch der Umweltausschuss des Bundesrates die Anrufung des Vermittlungsausschusses empfohlen hatten. Die Bundesvereinigung Bauwirtschaft hatte es begrüßt, dass sich Bund und Länder am 3. Juni 2011 einvernehmlich auf die Grundzüge der Energiewende verständigt haben. Neben einem schrittweisen Ausstieg aus der

Kernenergie war dabei auch die Stärkung der Energieeffizienz im Gebäudebestand vorgesehen. Um eine deutlich verbesserte Energieeffizienz im Gebäudebestand zu erreichen, sind verschiedene Förderinstrumente notwendig. Kredite wie auch Zuschüsse durch die KfWFörderbank zielen auf andere Investorengruppen als eine steuerliche Förderung von energetischen Sanierungsmaßnahmen dies tut. Alle drei Instrumente sind aber notwendig. „Derart angeregte Bauinvestitionen schaffen Arbeitsplätze im regional ansässigen mittelständischen Bau- und Ausbauhandwerk und stärken maßgeblich die Binnenkonjunktur, wodurch zusätzliche Steuereinnahmen und höhere Sozialabgaben generiert werden.“ Erläuterte Schneider abschließend die Wirkung von Investitionsanreizen.

Gespräch der Bundeskanzlerin mit der Wirtschaft zur beschleunigten Energiewende

"Die Energiewende kann im Bereich der energetischen Gebäudesanierung sofort begonnen werden, wenn die Politik wirkungsvolle Anreize setzt." Dies sagte ZDB-Präsident Dr.-Ing. Hans-Hartwig Loewenstein anlässlich des Gesprächs der Bundeskanzlerin mit der Wirtschaft im Kanzleramt. Wichtig sei

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eine Verstetigung der Förderprogramme, denn private Häuslebauer wie Investoren brauchen verlässliche Rahmenbedingungen. Gerade das CO2-Gebäudesanierungsprogramm habe sich als besonders wirkungsvoll erwiesen und solle auf dem Niveau von 2 Mrd. Euro kontinuierlich fortgeführt werden. Daneben seien steuerliche Anreize notwendig, daher schlägt der ZDB die Einführung einer Klimaschutzabschreibung analog zum Denkmalschutz vor.


Baugewerbe unterstützt klimagerechte Stadtentwicklung In einer Stellungnahme zum Entwurf eines Gesetzes zur Stärkung der Innenentwicklung und klimagerechten Stadtentwicklung begrüßt der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes grundsätzlich die geplante Weiterentwicklung des Planungsrechts und der Planungsziele im Hinblick auf eine Stärkung des Klimaschutzes. Die mit dem Gesetzesentwurf verfolgten Ziele stellen aus Sicht des ZDB eine sinnvolle Anpassung des Bauplanungsrechtes an die Anforderungen in der Praxis dar. „Es ist zwar richtig, verstärkt auf die innerstädtische Entwicklung zu setzen und dieser einen Vorrang einzuräumen. Dennoch müssen weiterhin neue Flächen für Verkehrs- und Siedlungszwecke entwickelt werden. Eine ausschließliche Fokussierung auf die Innenentwicklung sollte daher unterbleiben.“ So der Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes Deutsches Baugewerbe, Felix Pakleppa, heute in Berlin. Die durch den Gesetzesentwurf beabsichtigte Erleichterung der Zulässigkeit von Solaranlagen

an oder auf Gebäuden wird ausdrücklich begrüßt. „Gerade in diesem Bereich sind Klarstellungen im Baugesetzbuch für die Praxis erforderlich. Eine Lockerung der Anforderungen zur Nutzung solarer Strahlungsenergie kann die Energiewende beschleunigen.“ Erklärte der ZDB-Hauptgeschäftsführer. Pakleppa weiter: „Wir begrüßen, dass das Erfordernis einer klimagerechten Stadtentwicklung in das Recht der städtebaulichen Sanierungsmaßnahmen und des Stadtumbaus aufgenommen werden soll. Denn wir werden ganz erhebliche Anstrengungen im Gebäudebestand unternehmen müssen, wollen wir die anspruchsvollen Ziele des Energiekonzeptes erreichen. Da viele Gebäude unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten nicht sanierungsfähig sind, ist es oftmals sinnvoller diese abzureißen und an gleicher Stelle neu zu errichten. Damit können moderne Stadtquartiere entstehen, die höchsten energetischen Anforderungen entsprechen und die gleichermaßen familienfreundlich, barrierefrei und senioren-

gerecht sind.“ Das Deutsche Baugewerbe fordert daher, dass der Bestandsersatz auch in quartiersbezogenen Lösungen angemessen Berücksichtigung finden muss. Besonderes Augenmerk legt der Spitzenverband der deutschen Bauwirtschaft, der vornehmlich die mittelständischen Bauunternehmen vertritt, auf die Einführung einer neuen Vorschrift: danach sind in Fällen der nachträglichen Wärmedämmung geringfügige Überschreitungen des Maßes der baulichen Nutzung, der Bauweise und der überbaubaren Grundstücksfläche zulässig, wenn diese der Einhaltung der Energieeinsparverordnung oder des Erneuerbare-Energien-Wärmegesetzes dient. „Die planungsrechtliche Absicherung dieser Maßnahmen reicht jedoch nicht aus, vielmehr ist es erforderlich, dass im Zivilrecht ebenfalls eine Duldungspflicht des Nachbarn verankert wird, um vielfache nachbarschaftsrechliche Streitigkeiten zu vermeiden.“ So die Forderung Pakleppas.

Baumarkt 2010 erschienen Der Baumarkt 2010 stellt wieder in bewährter Weise die wichtigsten Ergebnisse des abgelaufenen Baujahres in vielen Zahlen und Fakten zusammen. Er bietet einen großartigen Fundus, mit dem jede konjunkturelle Berichterstattung auf eine fundierte Basis gestellt wird.

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ISSN 1869-2494

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Qualifizierung und Weiterbildung in der Bauwirtschaft Anlässlich der Tagung "Weiterbildung in der Bauwirtschaft Zukunftssicherung durch Fachkräfteentwicklung" am 18. Mai 2011 in Berlin erläuterte Walter Derwald, Vizepräsident des ZDB in seinem Impulsvortrag, dass der Branche eine – vorsichtig geschätzt - Facharbeiterlücke bis zum Jahr 2020 von rund 50.000 bis 60.000 gewerblichen Arbeitnehmern drohe. Derwald: "Die Frage, die sich uns als Spitzenverband der deutschen Bauwirtschaft stellt: Was können und müssen wir tun, um diese Lücke möglichst weitgehend zu schließen? Was können und müssen die Betriebe tun, damit sie auch zukünftig qualitativ hochwertige Arbeit liefern und damit am Markt bestehen können?" Notwendig sei, das angeschlagene und von Vorurteilen bestimmte Branchenimage positiv zu verändern. Die neuen Aufgaben im Bereich des Umweltschutz mit dem großen Feld der energetischen Sanierung bieten für das Branchenimage Perspektiven (von der Geothermie bis zum Bau barrierefreier und pflegeorientierter Wohnungen). Darüber hinaus habe die Bauwirtschaft bereits zahlreiche Anstrengungen unternommen, um als Arbeitgeber attraktiver zu werden. Dazu gehört die ganzjährige Beschäftigung als intelligente Antwort auf die unstete Witterung, die durch Einführung einer tariflichen Jahresarbeitszeit mit Arbeitszeitkonten und einem gesetzlichen Saison-Kurzarbeitergeld geför-

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dert wird. Derwald: "Die Frage ist, ob und wie weit diese soziale Errungenschaft auch außerhalb der Branche bekannt ist."

Thema ist, das durch die Tarifvertragsparteien in irgendeiner Weise verpflichtend zu regeln ist."

Ziel müsse sein, Jugendlichen einen Beruf anzubieten, der Zukunft hat, Erfolg und Aufstieg verspricht, aber auch Potenzial zur Weiterentwicklung und zum Lernen von Neuem bietet. Von den Auszubildenden bleibt nämlich nur jeder Zweite der Bauwirtschaft als qualifizierte Fachkraft erhalten. Keine andere Branche investiert dermaßen viel in die Ausbildung, um die Ausgebildeten anschließend wieder an andere Branchen zu verlieren. Gewerbliche Fachkräfte, die die Branche einmal verlassen haben, kehren in der Regel nicht oder nur ganz selten wieder zurück. Derwald: "Als Unternehmer würde man sagen, das ist ein klassischer Fall von Fehl-Investition, die wir uns so nicht leisten können. Es gilt eine Verbesserung der objektiven und subjektiven Arbeitsbedingungen zu erreichen. Das gilt für Ausbildung und Weiterbildung, d.h. dem zweiten Aspekt gleichermaßen."

Seit Mai gilt die vollständige Arbeitnehmerfreizügigkeit und Dienstleistungsfreiheit für acht MOE-Staaten. Diese könnte sich als Chance erweisen, um den Fachkräftemangel auszugleichen. Migranten aus der EU, aber auch darüber hinaus, bieten ein großes Potenzial. "Die Frage bleibt," so Derwald: "Lohnt sich das Investment? Wäre es nicht sinnvoller in die Jugendlichen in unserem eigenen Land zu investieren, und zwar genau in diejenigen, die bisher keine Chance bekommen haben?"

Weiterbildung ist zunächst einmal ein Thema, das die Arbeitnehmer selbst angeht, und zwar jeden persönlich. Denn sie profitieren auch ganz unmittelbar davon – spätestens dann, wenn sie den Arbeitgeber wechseln. Aber es ist auch ein Thema, das Unternehmer angeht, denn auch sie profitieren von gut ausgebildeten Mitarbeitern, die auf dem neuesten Stand der Technik sind. Derwald: "Ich bin der Auffassung, dass fortschrittliche Unternehmen – im Zusammenwirken mit den Bildungsveranstaltungen der Verbände und Körperschaften - dieses Thema gemeinsam mit ihren Mitarbeitern angehen; das ist auch richtig so. Ich bin nicht der Auffassung, dass Weiterbildung ein

Gemäß der Shell-Jugendstudie 2010 hatten rund 20 % der Schulabgänger bisher keine Chancen, einen Ausbildungsplatz zu bekommen. Derwald regte an, sich gerade diesen Jugendlichen zuzuwenden und sie durch Ausbildung und Lehre wieder in die Gesellschaft integrieren. Anstatt sich einen der guten Schulabgänger auszusuchen, könnten Betriebe mit diesen Schulabgängern Erfolg haben, weil diese zum ersten Mal in ihremLeben Zuwendung, Vertrauen und Aufmerksamkeit erfahren. Das ist die Richtung, in die Betriebe vielleicht denken müssten. Derwald zeigte sich hier offen für Überlegungen, für diese Jugendlichen ein sog. "Null-Ausbildungsjahr" als Vorstufe im Sinne eines Praktikums anzubieten, um diese auf die Ausbildung vorzubereiten. Auch das Konzept des Azubi-Trainers, das von einem der ZDB-Landesverbände entwickelt und dort bereits erfolgreich umgesetzt wird, sei ein Baustein zur Integration von Jugendlichen auf der Baustelle. Aber auch Eignungspraktika, die z.B. von den Ausbildungszentren in Abstimmung mit den Betrieben ange-


boten werden könnten, sind ein Mittel an die richtigen Lehrlinge zu kommen und „schwierigen“ Jugendlichen eine Chance zu geben. Zur Motivation junger Menschen, sich für einen Beruf am Bau zu entscheiden, können auch die Berufswettbewerbe beitragen, die es stärker in die Öffentlichkeit zu tragen gelte. Als Fazit fasste Derwald zusammen, dass das deutsche Baugewerbe bereit und in der Lage ist, die Potenziale in der Qualifizierung und bei der Weiterbildung zu nutzen und fortzuentwickeln, d.h. nachhaltig in Bildung zu investieren. Das deutsche Baugewerbe hat auch mit seinen Ausbildungszentren die Kompetenz und Ausstattung dafür, um z.B. für die nichtausbildungsfähigen Jugendlichen die Vorstufe zur geregelten Qualifizierung fachlich und pädagogisch abzudecken. Derwald forderte für diesen Weg aber auch die Unterstützung durch den Staat. Schließlich müsse der Weg zur Verbesserung der gesellschaftlichen Position der Baufachkräfte, die über eine große praktische Intelligenz und damit hohe Kompetenz verfügen, beschritten werden. Derwald: "Diesen Beitrag wollen wir gern mit allen Beteiligten dieser Fachtagung leisten – im Interesse des Gemeinwohls, aber auch im Interesse einer leistungsfähigen deutschen Bauwirtschaft."

Anlässlich der Konferenz stellte Dipl.-Kfm. Frank Dupré 10 Thesen zur Weiterbildung und Qualifizierung in der Bauwirtschaft vor:

10 Thesen zur Weiterbildung und Qualifizierung in der Bauwirtschaft I. Qualifizierung 1.  Grundlage der Qualifikation von Berufsanfängern ist eine fundierte Ausbildung. Ausbildungsinhalte und Lernziele müssen daher an die sich ständig ändernden Anforderungen der Baubetriebe, an die veränderten Arbeitstechniken und Bauabläufe sowie neue Technologien angepasst werden. Zwischen einer breiten beruflichen Grundbildung und der sich anschließenden Spezialisierung in dem gewählten Ausbildungsberuf muss ein ausgewogenes Verhältnis gefunden werden. 2.  Der zeitliche Anteil von betrieblichen und überbetrieblichen Ausbildungszeiten muss überdacht werden. Dabei sollte den Ausbildungsbetrieben ein größerer Entscheidungsspielraum darüber eingeräumt werden, in welchem Umfang sie ihre Auszubildenden betrieblich oder überbetrieblich ausbilden wollen. Verpflichtende überbetriebliche Ausbildungszeiten sollten durch freiwillige überbetriebliche Ausbildungszeiten ergänzt werden; dabei kann die freiwillige überbetriebliche Ausbildung durch finanzielle Anreize (= Erstattungsleistungen der ULAK) gefördert werden. 3.  Die mangelnde Ausbildungsreife von Schulabgängern stellt für die Ausbildungsbetriebe ein zunehmendes Problem dar und verringert deren Ausbildungsbereitschaft. Defizite müssen vor allem im Bereich unzureichender Rechenfertigkeiten, im Ausdrucksvermögen und im sozialen Verhalten Jugendlicher abgebaut werden. Diese Defizite auszugleichen, sollte aber keine Aufgabe der Ausbildungsbetriebe sein, sondern der staatlichen Bildungspolitik. 4.  Der Qualifizierung von Schulabgängern weiterführender Schulen dient insbesondere die Förderung dualer Studiengänge durch Erstattungsleistungen der ULAK. Dabei steht die Qualifizierung durch eine Kombination von praktischer Berufsausbildung mit einem Studium an einer Fachhochschule im Vordergrund. Leider wird diese von den Tarifvertragsparteien geschaffene Möglichkeit, qualifizierten Nachwuchs für das Baugewerbe zu finden, von den Baubetrieben noch nicht in dem gewünschten Maße genutzt, obwohl inzwischen zahlreiche Fachhochschulen entsprechende förderfähige Studiengänge anbieten. Dafür sollte mehr als bisher geworben werden. 5.  Nach erfolgreicher Berufsausbildung müssen den Beschäftigten berufliche Perspektiven für ihr ganzes Arbeitsleben eröffnet werden. So bedarf es eines durchlässigen und bundesweit einheitlichen Systems der Aufstiegsfortbildung mit den drei Stufen Vorarbeiter, Werkpolier, Geprüfter Polier. Darauf haben sich die Tarifvertragsparteien bereits im Jahre 2003 in einer gemeinsamen Erklärung verständigt. Jetzt stehen wir kurz vor Vollendung dieses Vorhabens. II. Weiterbildung 1.  Sicher haben wir in unserer Branche bei der Weiterbildung Defizite. Deshalb brauchen wir aber nicht unbedingt einen Tarifvertrag über die Weiterbildung im Baugewerbe. Die Optimierung, Intensivierung und Finanzierung der Weiterbildung ist nicht in erster Linie Aufgabe der Tarifvertragsparteien, sondern der einzelnen Betriebe. Sie erfordern ein intensives Zusammenwirken des Arbeitgebers mit seinen Beschäftigten auf der Betriebsebene. 2.  Anreize und Impulse zur Verstärkung der Weiterbildung können aber durchaus von den Sozialpartnern gemeinsam entwickelt und gesetzt werden. Auch dazu bedarf es allerdings keiner tarifvertrag-

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lichen Regelungen mit Verpflichtungen der Arbeitgeber und Ansprüchen der Arbeitnehmer. Wir brauchen aber die richtigen Impulse zur Motivation der Arbeitnehmer und eine Bewusstseinsänderung bei den Betrieben. 3.  Für Weiterbildungsmaßnahmen sollten in erster Linie Zeiten genutzt werden, in denen aus Witterungsgründen oder wirtschaftlichen Gründen nicht gearbeitet werden kann. Dabei sollten in der Schlechtwetterzeit auch die Möglichkeiten des Abbaus von Arbeitszeitguthaben und der Gewährung von SaisonKurzarbeiter-geld mehr als bisher genutzt werden. 4.  Sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer sollten sich angesichts der bestehenden Defizite stärker in der betrieblichen Weiterbildung engagieren und dazu ihren jeweiligen Beitrag leisten. Dazu können auf der Arbeitgeberseite entsprechende Weiterbildungsangebote mit dem Anreiz einer anschließenden Anerkennung und Anwendung der neu erworbenen Kompetenzen und auf der Arbeitnehmerseite die Bereitschaft zur Einbringung von Freizeit für den Besuch von Weiterbildungsmaßnahmen dienen. 5.  Auch im Hinblick auf die Fachkräftesicherung muss die Weiterbildung einen höheren Stellenwert erhalten, wenn wir unsere gut ausgebildeten Facharbeiter und Ingenieure an unsere Branche binden und eine Abwanderung verhindern wollen. Darüber hinaus könnte sich die Mühe lohnen, abgewanderte Facharbeiter durch gezielte Angebote zurück zu gewinnen. Aber auch diese müssten im Hinblick auf die geänderten Anforderungen eines Baubetriebes zusätzlich qualifiziert werden.

Plus-Energie-Häuser und Elektromobilität Staatssekretär Dipl.-Kfm. Dipl.-Ing. Rainer Bomba Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung Das Bauwesen ist nicht nur der Schlüssel zu besserer Infrastruktur, zu besserem Wohnen und zum effektiveren Arbeiten – der Gebäudesektor ist auch eines der größten Entwicklungspotenziale für nachhaltiges Wirtschaften und Klimaschutz. Immerhin ist der Gebäudebestand mit etwas mehr als einem Drittel der größte Energieverbraucher der deutschen Volkswirtschaft und damit auch einer der Sektoren, die für den CO2-Ausstoß verantwortlich sind. Ca. 46% der von Privathaushalten verursachten CO2-Emissionen sind auf Heizung und Warmwasserbereitung zurückzuführen. Auch der Verkehrssektor ist mit 20 % erheblicher Verursacher von CO2-Emissionen in Deutschland. In beiden Bereichen bedarf es daher eines Umdenkens. Die innovative und zukunftsweisende Kombination von energieeffizientem Bauen und Wohnen mit umweltfreundlicher individueller Elektromobilität trägt hierzu bei. Ein vordringliches Ziel der Baupolitik muss es sein, den Energiebedarf von Gebäuden

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deutlich zu senken und damit die Belastungen durch Energiekosten zu minimieren. Es gilt, im Verkehrsbereich Mobilität effizienter zu machen und strategisch eine Abkehr vom Öl zu organisieren. Gerade die Elektromobilität bietet große Potenziale zur Verringerung der verkehrsbedingten Emissionen, wenn der Strom dafür aus erneuerbaren Energien kommt.

staaten zu. Nach Artikel 9 der Richtlinie haben die „Mitgliedstaaten zu gewährleisten, dass a) bis 31. Dezember 2020 alle neuen Gebäude Niedrigstenergiegebäude sind und b) nach dem 31. Dezember 2018 neue Gebäude, die von Behörden als Eigentümer genutzt werden, Niedrigstenergiegebäude sind.“

Im Gebäudebereich gibt es mit der Novelle der EGRichtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden die Forderung, Bild 1: Das Siegerhaus des Solar Decathlon 2009 – das Plusdass zügig mehr Energiehaus der TU Darmstadt auf dem Burgplatz in Essen. Niedrigstenergiegebäude errichtet (Foto: EVV Essen) werden. Derartige Gebäude haben nach AuffasDie EU will damit ein mittelfrisung der EU einen fast bei Null stiges Ziel auf dem Weg hin zu liegenden Energiebedarf, der zu Gebäuden eröffnen, die keine einem ganz wesentlichen Teil zusätzliche fossile Energie für durch Energie aus erneuerbaren Ihre Nutzung benötigen. Für gedeckt wird. Dabei kommen im derartige Ziele sind nicht nur Neubau hohe energetische AnAnforderungen zu formulieren, forderungen auf die Mitgliedssondern es muss dafür gesorgt


werden, dass für diese Ziele Methoden für die Planung sowie Technologien und Produkte für die Ausführung zur Verfügung stehen. Die Forschungsinitiative Zukunft Bau des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) ist ein Programm der angewandten Bauforschung insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen der Bauwirtschaft ebenso wie für Architekten und Fachplaner. Es soll möglich machen, dass zukünftig Gebäude mit Null- oder Plusenergie-Standard gebaut werden können. Im Mittelpunkt steht dabei die stetige Verbesserung der Effizienz und der Einbindung erneuerbarer Energien. Dabei geht es darum, Ergebnisse und Ideen aus der Grundlagenforschung bzw. Verfahren, Materialien und Hochtechnologien aus der Industrie für die Baupraxis anwendbar zu machen. Das Bauen unterscheidet sich ganz wesentlich von allen bekannten Industrieprozessen. Gebäude und bauliche Anlagen sind und bleiben Unikate. Damit sie auf die Herausforderung der Gesellschaft reagieren können, benötigt man nicht nur Verfahren und Materialien, sondern auch Regeln, Arbeitshilfen, Rechenwerkzeuge, Organisation und ganzheitliche Konzepte.

Erste Projekte

Die Technische Universität Darmstadt hat im Jahre 2007 in der Forschungsinitiative Zukunft Bau ein Plus-Energie-Haus entwickelt, um am renommierten Wettbewerb „Solar Decathlon“ in Washington D.C/USA teilzunehmen. Ziel der TU Darmstadt war es im Jahre 2007, nicht nur ein Haus zu errichten, das wenig Energie verbraucht und viel Energie produziert, sondern das auch in architektonischästhetischer Hinsicht überzeugt. Im und am Gebäude der TU Darmstadt wurden eine Reihe neuester Technologien erprobt. Insbesondere ist hinzuweisen auf die neuartige Lamellenfassade, die verschattet, Sichtschutz bietet und über integrierte Photovoltaikelemente Strom er-

zeugt. Die Fassade wurde komplettiert mit hoch dämmenden Fenstern (zum Teil 4-fach-Verglasung) und Vakuumdämmung in Wänden, Böden und Decken ausgestattet. Innovative anlagentechnische Systeme und energiesparende Haushaltsgeräte

sollten. Die längst überfällige engere Vernetzung von Architektur mit neuen Formen der Mobilität in energetischer wie funktional-ästhetischer Hinsicht soll nunmehr in weiteren Modellen vorangebracht werden. Darüber hinaus sollen

Bild 2: Das Plus-Energie-Haus der TU Darmstadt: Besuch der Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel im Rahmen ihrer Energie-Reise 2010. (Foto: TU Darmstadt)

komplettieren den Beitrag. Die Solarzellen können unter optimalen Bedingungen 12,5 kW Strom liefern. Das Sieger-Haus aus dem Jahre 2009 konnte in der Essener Innenstadt anlässlich des Kulturhauptstadtjahres hervorragend präsentiert werden (siehe Bild 1). Die Ausstellung des Hauses in Essen war gleichzeitig Auftakt für ein vom BMVBS geplantes Demonstrationsprojekt zur Erprobung einer kombinierten Gesamtlösung der Energiegewinnung im stationären Bereich (Plus-Energie-Haus) und der Nutzung der Energien im mobilen Bereich (Elektroauto) autark von externen Energiequellen. Das von der Fa. Daimler zur Verfügung gestellte Fahrzeug -ein E-smart- hat ein Verbrauch von 0,14 kWh/km. Das Gebäude mit einer installierten Photovoltaikleistung von 19 kW kann knapp 14.000 kWh/a bereitstellen. Damit wäre theoretisch eine Fahrleistung von fast 80.000 km pro Jahr möglich.

Verbindung von Immobilien mit Mobilität – der Wettbewerb des BMVBS Die Gebäude der TU Darmstadt waren Modelle, die die prinzipielle Machbarkeit nachweisen

neue Projekte ein permanentes Schaufenster für die Fachöffentlichkeit und die Bevölkerung sein, um den Stand der Technik zu veranschaulichen. Durch ein Monitoring muss die Leistungsfähigkeit von Komponenten im Dauerstandsversuch getestet und Erfahrungen für die Breitenanwendung gesammelt werden. Mit dieser Zielstellung hat das BMVBS im Sommer 2010 einen interdisziplinären Wettbewerb zur Errichtung eines Plus-Energie-Hauses mit Elektromobilität ausgelobt. Der Wettbewerb war als offener interdisziplinärer Planungswettbewerb für Hochschulen in Zusammenarbeit mit Planungsbüros ausgelegt. Es war aufzuzeigen, dass ein Gebäude mit Plus-Energie-Standard in der Lage ist, sich und seine Bewohner sowie mehrere Fahrzeuge mit einer durchschnittlichen Jahresfahrleistung von ca. 30.000 km in der Jahresbilanz allein aus Umweltenergien zu versorgen. Hierbei spielt die im Haus bzw. in den Fahrzeugen eingebaute elektrische Speicherkapazität eine zentrale Rolle. Sie dient als Puffer für die elektrische Versorgung von Haus und Fahrzeugen und kann in Verbindung mit einem intelligenten Netz Speicheraufgaben erfüllen. Das

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Forschungs- und Pilotprojekt soll an einem gut zugänglichen öffentlichen Ort in der Hauptstadt Berlin, in der Fasanenstraße in der City-West, realisiert werden. Das Modellgebäude sollte auf anschauliche Weise moderne Ansprüche an das Wohnen eines 4-Personen-Haushalts erfüllen, seine Funktion als Energielieferant veranschaulichen und einen überdachten Stellplatz für Elektrofahrzeuge integrieren. Das Projekt soll darüber hinaus auf die Fragen der Nachhal-

für ein Jahr vorgesehen. In dieser Zeit laufen die Forschungsuntersuchungen weiter. Realisiert wird ein EinfamilienWohnhaus für eine vierköpfige Familie von ca. 130 m² Wohnfläche auf zwei Ebenen. Dem Wohngebäude vorgelagert befindet sich ein sogenanntes "Schaufenster" zum Parken der Fahrzeuge und zur Unterbringung der Ladeinfrastruktur für die Elektromobilität. Für die Veranschaulichung von Mobilitätsanforderungen in einer

Bild 3: Schnitt durch das geplante Plus-Energie-Haus (Quelle: Sobek Stuttgart GmbH).

tigkeit eine klare Antwort geben. Eines der Ziele ist z. B. die vollständige Rezyklierbarkeit des Hauses. Aber auch Umnutzungsfähigkeit und Flexibilität soll bei höchstem Wohnkomfort sichergestellt werden. Eine vollständige Bewertung der Nachhaltigkeit wird im Laufe des Planungsverfahrens und der Errichtung durchgeführt. Das Projekt soll auch in dieser Hinsicht Pilotcharakter tragen.

Das Projekt des BMVBS – Nachahmer gesucht

Die Eröffnung des BMVBSPlus-Energie-Hauses soll im November 2011 erfolgen. Die Wissenschaftliche Begleitung des Gesamtprojekts übernahm die Fraunhofer-Gesellschaft. Bauherr ist die Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch BMVBS bzw. BBR. Die Baubegleitung erfolgt durch das BBR. Anschließend erfolgt der wissenschaftlich begleitete vierteljährige Probelauf des Projektes. Das Projekt wird zur Baufachmesse „bautec “ im Februar 2012 ein attraktiver Außenstand des BMVBS sein. Anschließend ist der Einzug einer Testfamilie

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Familie soll die Einbindung eines elektrischen Erst- und Zweitfahrzeuges, ergänzt durch ein Elektro-Zweirad (Pedelec oder E-Roller) vorgesehen werden. Es sollen sowohl ein konduktives Schnellladesystem als auch ein induktives Ladesystem installiert werden. Damit sollen der aktuelle Stand der Ladetechnik demonstriert und in die Untersuchungen einbezogen werden. Zwischen dem zweigeschossigen Wohnbereich und dem vorgelagerten "Schaufenster" verläuft der sogenannte "Energiekern" des Gebäudes, in dem sich die gesamte Haustechnik aber auch die versorgungsintensiven Nassräume befinden (siehe Bild 3). Die Aktivitäten des BMVBS konzentrieren sich nicht nur auf die Forschung- und Entwicklungsmodelle, sondern befassen sich in der langfristigen Planung bereits mit der Errichtung von Plus-Energie-Gebäuden im Bereich des Bundesbaus. Das Umwelt-Bundesamt erhält an seinem Forschungsstandort Berlin-Marienfelde ein neues Bürogebäude: das sogenannte

Haus 2019. Dieser Büro- und Verwaltungsneubau wird alle Attribute eines Plus-EnergieHauses aufweisen. Die Gebäudehülle wird durch Bauteile im Passivhausstandard gebildet. Die Beheizung des Gebäudes wird mittels einer elektrisch betriebenen Wasser-WasserWärmepumpe über Flächenheizungen raumlufttechnischer Anlagen erfolgen. Der jährliche Endenergiebedarf für dieses Gebäude wird mit etwa 48 000 kWh ermittelt. Die 380 Module der Photovoltaikanlage mit einer Leistung von etwa 58 kWpeak werden einen Jahresstromertrag von etwa 50 000 kWh bereitstellen können. Somit wird der Jahresendenergiebedarf zur Versorgung des Gebäudes vollständig durch die Photovoltaikanlage abgedeckt. Der Rest wird ins Netz eingespeist. Neben der Energieeffizienz des Gebäudes stehen vor allen Dingen der Einsatz nachwachsender Rohstoffe und der Ressourcen schonende Einsatz von Baustoffen im Fokus. Neben den BMVBS- Projekten etablieren sich zunehmend private Projektentwickler, die das Anliegen der Errichtung und Fortentwicklung von PlusEnergie-Häusern mit eigenen Projekten unterstützen möchten. Die vom BMVBS vorbildlich vorangebrachte Vernetzung zwischen Immobilie und Mobilität ist dabei eine wichtige Triebfeder. BMVBS will diese Entwicklungen fördern und begleiten. Dazu wird BMVBS im Rahmen der Forschungsinitiative Zukunft Bau Angebote zur Unterstützung von Modellprojekten machen. Ziel ist die bundesweite Errichtung derart innovativer Gebäude und die Auswertung in gemeinsamen Netzwerken der Forschung und Entwicklung im Bauwesen wie im Automobilsektor. „Mein Haus – meine Tankstelle!“ ist keine Vision mehr, sondern wird Schritt für Schritt zur Realität.


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Bau-Mittelstand im Gespräch mit der Politik Zu Besuch in der SPD-Zentrale in Berlin-Mitte Am 18. und 19. Mai 2011 fand die Sitzung des Ausschusses für Wirtschafts- und Rechtspolitik als gemeinsame Veranstaltung mit dem 8. Gesprächskreis Mittelständische Bauunternehmen in der SPD-Parteizentrale, dem Willy-Brandt-Haus statt. Nach der Begrüßung durch ZDB-Vizepräsident Dipl.-Kfm. Walter Derwald informierte der SPD-Bundestagsabgeordnete Hans-Joachim Hacker über aktuelle Vorhaben aus der Baupolitik, insbesondere im Bereich von Verkehrsinfrastrukturmaßnahmen sowie der energetischen

Petra Merkel MdB mit Walter Derwald (l.) und Dr.-Ing. Hans-Hartwig Loewenstein.

des erwarteten Bedarfs abgedeckt seien. Die SPD-Bundestagsabgeordnete Petra Merkel berichtete über die Ziele und den Zweck der Städtebauförderung sowie das Programm „Soziale Stadt“. Der 1. Veranstaltungstag schloss mit einer Projektvorstellung durch den italienischen Architekten Gaetano Gianclaudio Caponio.

energetische Gebäudesanierung weiter auszubauen. Sie hob hervor, dass ein Euro Fördermittel zwölf Euro private Investitionen auslöse. Weiterhin kam sie sowohl auf die positiven Effekte der Freizügigkeit des Europäischen Binnenmarktes als auch die hiermit einhergehenden Probleme der Unterschreitung der Mindestlöhne zu sprechen. Im Hinblick auf den bestehenden Fachkräftemangel thematisierte sie die Frauenförderung sowie die Ausbildung von Jugendlichen bzw. die Jugendförderung, an die sich eine interessierte Diskussion insbesondere zu den bestehenden Problemen in der Praxis im Rahmen der Jugendausbildung anschloss. Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E. h. Josef Kunz, Abteilungsleiter Straßenbau im BMVBS, berichtete über die Infrastrukturvorhaben des

Hans-Joachim Hacker MdB.

Gebäudesanierung. Im Mittelpunkt standen die Verkehrsinfrastrukturmaßnahmen, die Weiterentwicklung des Bauplanungsrechtes, die energetische Gebäudesanierung sowie das altersgerechte Sanieren und Wohnen. Mit dem Auslaufen der Konjunkturpakete stelle sich die Frage, so Hacker, wie die Verkehrsinfrastrukturpolitik künftig aufgestellt werde. Er betonte hierbei die Bedeutung der Stabilität, damit einmal beschlossene bzw. geplante Maßnahmen auch künftig finanziert und realisiert würden. Zum Thema der energetischen Gebäudesanierung unterstrich er, dass die derzeitigen CO2-Förderprogramme richtig und für die zukünftige Gebäudesanierung sehr wichtig seien. Dies gelte auch für die notwendige altersgerechte Sanierung, da in diesem Bereich noch großer Nachholbedarf bestehe, da derzeit lediglich 1-2 %

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Den 2. Veranstaltungstag leitete Dr. Ute Redder, Leiterin der Unterabteilung Wohnen des BMVBS mit einer Darstellung zum Wohnungs- und Städtebau ein. Themen waren die Wohnungsknappheit in Ballungszentren als Folge des zu geringen Neubaus, die notwendige altersgerechte Anpassung des Wohnungsbestandes sowie die Förderprogramme zur Förderung des energieeffizienten Bauens und Wohnen. In diesem Zusammenhang erwähnte sie insbesondere auch die beiden Konjunkturprogramme, das KfW-Programm „altersgerecht Umbauen“ sowie das CO2-Gebäudesanierungsprogramm. Andrea Nahles, Generalsekretärin der SPD, gab den versammelten Mittelständlern eine Einschätzung der aktuellen politischen Lage. Aufgrund der zentralen Herausforderung des Klimawandels forderte sie, die

ZDB-Vizepräsident Walter Derwald und SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles.

Bundes und der Beteiligung des Mittelstandes an ÖPP-Projekten. Hierbei zeigte er eine düstere Prognose für die Infrastrukturvorhaben des Bundes auf und betonte, dass für die notwendigen Neu- und Ausbaumaßnahmen sowie Erhaltungsmaßnahmen nicht genügend Mittel zur Verfügung stünden. So reiche der geplante Haushalt 2011/2012 noch nicht einmal für die erforderlichen Neubaumaßnahmen, geschweige denn für die ebenfalls dringend durchzuführenden Erhaltungsmaßnahmen. (bs)


Keine grundsätzlichen Änderungen für den Bauunternehmer durch EuGH-Rechtsprechung Der EuGH hat die Verbraucherrechte mit Urteil vom 16. Juni 2011 dadurch gestärkt, dass Händler auch für die Aus- und erneuten Einbaukosten bei Lieferung einer mangelhaften Ware einstehen müssen. Entgegen der bisherigen BGHRechtsprechung hat der EuGH entschieden, dass Händler für eine defekte Sache, die nicht repariert werden kann, nicht nur Ersatz liefern, sondern die alte Sache auch aus- und die neu gelieferte Sache einbauen müssen. Diese Verpflichtung des Verkäufers besteht unabhängig davon, ob er sich im Kaufvertrag verpflichtet hat, das ursprünglich gekaufte Verbrauchsgut einzubauen. Beschränkt wird der Anspruch des Verbrauchers auf Erstattung der Kosten für den Ausbau der mangelhaften Ware und den Einbau der als Ersatz gelieferten Ware auf die Übernahme eines „angemessenen Betrags“ durch den Verkäufer. Ausgangspunkt dieser Entscheidung des EuGH war, dass ein Verbraucher von einem Händler polierte Bodenfliesen erworben hatte. Nachdem er ca. 2/3 der Fliesen in seinem Haus durch einen Dritten hatte verlegen lassen, stellte er auf der Oberfläche Schattierungen fest, die mit bloßen Auge zu erkennen waren. Der hinzugezogene Sachverständige kam zu dem Ergebnis, dass die vorhandenen Schattierungen nicht beseitigt werden könnten, so dass Abhilfe nur durch einen kompletten Austausch der Fliesen möglich sei. Hierfür bezifferte der Sachverständige die Kosten in Höhe des ca. vierfachen des Kaufpreises der Fliesen. In einer ebenfalls vorgelegten Rechtssache hatte ein Verbraucher über das Internet eine Spülmaschine erworben. Die Montage der Spülmaschine in

der Wohnung des Verbrauchers erfolgte ebenfalls durch einen Dritten. Nach Montage der Spülmaschine stellte sich heraus, dass diese einen nicht zu beseitigenden Mangel aufwies, der nicht durch die Montage entstanden sein konnte. Der Händler und der Verbraucher einigten sich zwar auf den Austausch der Spülmaschine, jedoch verweigerte der Händler den Ausbau der defekten Maschine und den Einbau einer neuen. Der EuGH stellte nach Anrufung durch die beiden deutschen Gerichte fest, dass das Unionsrecht die Unentgeltlichkeit der Herstellung des vertragsgemäßen Zustands des Verbrauchsguts durch den Verkäufer zu einem wesentlichen Bestandteil des für den Verbraucher gewährleisteten Schutzes machen wollte. Wenn aber der Verbraucher im Falle der Ersatzlieferung für eine vertragswidrige Ware vom Verkäufer nicht auch verlangen könne, dass dieser auch die Kosten für den Ausbau der mangelhaften Ware und den Einbau der neuen Ware übernehmen müsse, würde die Ersatzlieferung für den Verbraucher zu zusätzlichen finanziellen Lasten führen. Diese zusätzlichen finanziellen Lasten hätte er jedoch nicht tragen müssen, wenn der Verkäufer von vornherein mangelfrei geliefert hätte. Bei der Pflicht des Händlers zur Übernahme auch der Aus- und Wiedereinbaukosten komme es nach Auffassung des EuGH auch nicht auf ein Verschulden des Verkäufers an. Im Hinblick auf eine vom Verkäufer gerügte Unverhältnismäßigkeit der Kosten (im Falle der Bodenfliesen überstiegen die Aus- und Wiedereinbaukosten den ursprünglichen Kaufpreis um ein vierfaches), wies der EuGH darauf hin, dass durch die Richtlinie lediglich der Anspruch des Verbrauchers auf Erstattung der Kosten für den Aus- und

Neueinbau auf die Übernahme eines „angemessenen Betrags“ durch den Verkäufer beschränkt werden könne. Auswirkungen Auch wenn dieses Urteil auf den ersten Blick für Unternehmer nachteilig erscheint, so ergeben sich aus diesem Urteil für Werkverträge in der Praxis keine wirklichen Auswirkungen. Im Werkvertragsrecht war es jedoch auch bislang so, dass beim Einbau mangelhafter Baustoffe der Unternehmer grundsätzlich haften muss und im Rahmen der Nacherfüllung die mangelhaften Baustoffe auf eigene Kosten ausbauen und anschließend mangelfreie Baustoffe (wieder) einbauen muss. Von dieser Einstandspflicht konnte und kann sich der Bauunternehmer nur dadurch befreien, dass er vor dem Einbau auf die Mangelhaftigkeit des Baustoffes im Rahmen der bestehenden Bedenken- und Hinweispflicht hinweist und der Verbraucher trotz der Mangelhaftigkeit auf einen Einbau besteht. (bs)

Der EuGH hat die Verbraucherrechte mit Urteil vom 16. Juni 2011 dadurch gestärkt, dass Händler auch für die Aus- und erneuten Einbaukosten bei Lieferung einer mangelhaften Ware einstehen müssen.

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OBER MEISTER TAG 2011

SIE SIND HERZLICH EINGELADEN 28. SEPTEMBER 2011 MARITIM PRO ARTE HOTEL BERLIN FRIEDRICHSTRASSE 151

4. DEUTSCHER OBERMEISTERTAG | 28. SEPTEMBER 2011

Organisatorische Hinweise: Veranstaltungs- und Tagungshotel: Maritim proArte Hotel Berlin Friedrichstraße 151, 10117 Berlin Teilnahmegebühr: 75 Euro p. P. (zzgl. Mwst.) Übernachtung Maritim proArte Hotel Berlin Tel.: 030 203 34-502 Frühbucherrate (bis 6 Wochen vor der Veranstaltung): EZ 152 Euro, DZ 198 Euro Veranstaltungsrate (bis 2 Wochen vor der Veranstaltung): EZ 162 Euro, DZ 199 Euro Die Preise beinhalten den jeweils gültigen Umsatzsteuersatz.

ab 13.00 Uhr Mittagsimbiss im Hotel

14.00 Uhr Eröffnung durch die Moderatorin Anja Würzberg, NDR Begrüßung Walter Derwald Vizepräsident Zentralverband Deutsches Baugewerbe 14.15 Uhr Auf dem Weg zu einer nachhaltigen Stadt, CO2-neutrale Stadtentwicklung Dr. Dieter Wörner Leiter des Städtischen Umweltschutzamtes Freiburg

Der Übernachtungspreis wird inkl. Frühstück (ausgewiesener Anteil 4,80 Euro) berechnet. Das Stichwort für eine gewünschte Reservierung lautet: „BVB“ .

Übernachtung Hotel Angleterre Tel.: 030 202 13-300 Friedrichstraße 31, 10969 Berlin EZ 87 Euro, DZ 97 Euro Die Preise beinhalten den jeweils gültigen Umsatzsteuersatz. Das Frühstücksbuffet wird zusätzlich mit 17 Euro p. P. berechnet.

15.00 Uhr Erfolgreich im Internet, 20 Jahre nach Erfindung des World Wide Web Robert Schovenberg Geschäftsführer Content Management AG 15.45 Uhr Öffentlichkeitsarbeit in der Innung Christian Huber Geschäftsführer Bauinnung Regensburg

Das Stichwort für eine gewünschte Reservierung lautet: „ZDB 2011“.

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16.15 Uhr Kaffeepause

16.45 Uhr Lobbyarbeit 2.0 Der Verband im Gespräch Talkrunde mit Dr.-Ing. Hans-Hartwig Loewenstein Präsident Zentralverband Deutsches Baugewerbe Walter Derwald Vizepräsident Zentralverband Deutsches Baugewerbe Frank Dupré Vizepräsident Zentralverband Deutsches Baugewerbe 18.00 Uhr Ende des 4. Deutschen Obermeistertages

19.30 Uhr Transfer mit dem Schiff ab Anlegestelle Friedrichstraße 20.00 Uhr Baugewerbeabend Restaurant “Auster“ im Haus der Kulturen der Welt ab 23.00 Uhr Bustransfer zum Tagungshotel


BUNDESVEREINIGUNG BAUWIRTSCHAFT

2. DEUTSCHER BAUWIRTSCHAFTSTAG | 29. SEPTEMBER 2011 UMBAU DEUTSCHLAND CHANCE UND HERAUSFORDERUNG FÜR DIE BAUWIRTSCHAFT

Für weitere Auskünfte stehen wir Ihnen gerne telefonisch zur Verfügung. Informationen im Netz finden Sie auf www.bauwirtschaftstag.de Veranstalter: Gesellschaft zur Förderung des Deutschen Baugewerbes mbH im Auftrag der Bundesvereinigung Bauwirtschaft und des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe Kronenstraße 55-58 10117 Berlin Kontakt: Silke Haußmann Tel.: 030 203 14-410 Fax: 030 203 14-420 haussmann@zdb.de

10.00 Uhr Begleitprogramme Besichtigung des Grimm Zentrums Lesesaal der Humboldt-Universität Besuch der Sammlung „Moderne Zeiten – 1900-1945“ Neue Nationalgalerie 13.00 Uhr Mittagsimbiss im Hotel

15.30 Uhr Eröffnung durch den Moderator Dr. Norbert Lehmann, ZDF 15.45 Uhr Umbau Deutschland Klimaschutz und Energieeffizienz Dr. Norbert Röttgen MdB Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit 16.30 Uhr Umbau Deutschland Vorschläge aus Sicht der Sozialdemokratie Sigmar Gabriel MdB Vorsitzender Sozialdemokratische Partei Deutschlands

17.15 Uhr Umbau Deutschland Zurück zur sozialen Marktwirtschaft Christian Lindner MdB Generalsekretär Freie Demokratische Partei 18.00 Uhr Umbau Deutschland Chance für die Bauwirtschaft! Karl-Heinz Schneider Vorsitzender Bundesvereinigung Bauwirtschaft Zwischen den Beiträgen Umbau Deutschland Chance und Herausforderung für die Jugend Erfolgreiche Nachwuchshandwerker stellen ihre Fragen an die Redner.

Gegen 18.30 Uhr Get together mit Gelegenheit zum Meinungs- und Gedankenaustausch. Für Ihr leibliches Wohl ist gesorgt.

BAU WIRTSCHAFTS TAG 2011

SIE SIND HERZLICH EINGELADEN 29. SEPTEMBER 2011 MARITIM PRO ARTE HOTEL BERLIN FRIEDRICHSTRASSE 151 15


2. Deutscher Bauwirtschaftstag

Interview mit Karl-Heinz Schneider, Bundesvereinigung Bauwirtschaft Der 2. Deutsche Bauwirtschaftstag Ende September steht vor der Tür. Mit welchen Erwartungen gehen Sie als Verband in die Veranstaltung, nachdem der 1. Bauwirtschaftstag in 2009 ein großer Erfolg war? Wir hoffen, dass aufgrund der erfolgreichen Veranstaltung von 2009 in diesem Jahr noch mehr Unternehmer den Weg nach Berlin finden. Denn es ist wichtig, die Stärke, die wir als Der Vorsitzende der BundesvereiBranche und nigung Bauwirtschaft, Karl-Heinz als Verband Scheider, lädt zum 2. Deutschen haben, auch Bauwirtschaftstag nach Berlin ein. nach außen zu dokumentieren. Daher kann ich unsere Mitglieder nur auffordern, beim 2. Deutschen Bauwirtschaftstag Präsenz zu zeigen, zumal sie ein überaus interessantes Programm erwartet, bei dem auch der Austausch untereinander nicht zu kurz kommt.

Anmeldung zum Deutschen Bauwirtschaftstag in Berlin Sie möchten am 2. Deutschen Bauwirtschaftstag teilnehmen? Für Ihre Anmeldung schicken wir Ihnen die Unterlagen gerne zu. Bitte wenden Sie sich an Silke Haußmann Telefon 030 20314-410 Telefax 030 20314-420 haussmann@zdb.de www.bauwirtschaftstag.de

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Der diesjährige Bauwirtschaftstag steht unter dem Motto „Umbau Deutschland – Chance und Herausforderung für die Bauwirtschaft“. Was genau bedeutet dies für die Bauwirtschaft? Bezieht man die Aussage „Umbau Deutschland“ allein auf die energetische Gebäudesanierung, wird deutlich, wie gigantisch die Aufgabe ist: rund 25 Mio. Wohnungen sind zu sanieren, von Geschäfts-, Wirtschaftsund öffentlichen Gebäuden einmal abgesehen. Hinzu kommen weitere Umbau-Aufgaben, die aus der demografischen Entwicklung resultieren: Wohnungen sind umzugestalten, aber auch die öffentliche Infrastruktur muss den Bedürfnissen einer älter werdenden Gesellschaft angepasst werden. Das ist die eine Seite der Medaille. Auf der anderen Seite steht der immer noch notwendige Umbau des Wirtschaftsstandortes Deutschland. Denn die deutsche Politik ist noch weit von einer mittelstandsfreundlichen Positionierung entfernt, die die mittelständischen Unternehmen, die wir am Bau rund drei Viertel der Arbeits- und Ausbildungsplätze stellen, dringend brauchen. Dazu gehören höhere Investitionen in unsere Infrastruktur, die strukturelle Sanierung der öffentlichen Haushalte, die Senkung der Sozialversicherungsbeiträge und die Verringerung der Steuer- und Abgabenlast. Sie konnten namhafte Politiker als Redner gewinnen. Was für Impulse erhoffen Sie sich generell von Seiten der Politik für unsere Branche? An welchen Stellen sollte schnellst möglich angesetzt werden? Mit der Verabschiedung der Gesetze zur Energiewende hat die Politik wichtige Impulse für die Bauwirtschaft gesetzt. Die Förderung der energetischen Gebäudesanierung ist Dreh- und

Angelpunkt für mehr Energieeffizienz und Klimaschutz im verabschiedeten Energiekonzept. Das haben wir in den vergangenen Wochen und Monaten gebetsmühlenhaft gefordert. Dass es nun so beschlossen worden ist, ist ein großer Erfolg für unsere politische Arbeit. Im Rahmen der Energiewende hat die Koalition ihre Anstrengungen für eine Gebäudesanierungsoffensive in Deutschland durch höhere Förderprogramme und verbesserte steuerliche Abschreibungsmöglichkeiten deutlich ausgebaut. Das erfolgreiche CO2-Gebäudesanierungsprogramm wird auf ein verstetigtes Programmvolumen von 1,5 Mrd. Euro pro Jahr aufgestockt, was wir allerdings immer noch für zu niedrig halten, und zusätzlich die Abschreibungsmöglichkeiten deutlich verbessert. Dennoch sind nicht alle unsere Wünsche erfüllt. Der Wohnungsneubau bleibt weiterhin hinter den eigentlich notwendigen Fertigstellungszahlen zurück. Eine konsistente und nachhaltige Wohnungsbauförderung, die nicht nur den Bestand im Auge hat, sondern auch den Neubau wäre dringend geboten. Darüber hinaus gilt es, zukünftig das Augenmerk auf die öffentliche Infrastruktur zu legen. Städte und Gemeinden leben von der Substanz, Schulen, Turnhallen, aber vor allem auch Straßen und Kanäle verrotten. Auch hier muss die Politik erkennen, dass ein Umsteuern dringend geboten ist.


Lenk- und Ruhezeiten - EU-Kommission plant Erleichterung bei der Tachographenpflicht Der Radius der Handwerkerausnahme soll nach einem nun vorgelegten Verordnungsentwurf der EU-Kommission auf 100 km ausgedehnt werden. Damit wird eine langjährige ZDB-Forderung erfüllt.

Der ZDB hatte seit mehreren Jahren Erleichterungen bei den Lenk- und Ruhezeiten auf EUEbene gefordert und sich wiederholt für eine praxisgerechte Anpassung des Ausnahmeradius für Handwerker ausgesprochen.

Die EU-Kommission hat einen Verordnungsentwurf veröffentlicht, der den Umkreis auf 100 km ausweitet, in dem Handwerker sich ohne Tachographenpflicht betätigen dürfen. Derzeit besteht für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen aufgrund einer EUVerordnung eine Tachographenpflicht, wenn Handwerker damit in einem größeren Radius als 50 km um ihren Betrieb tätig werden.

Die baugewerblichen Betriebe werden durch die enormen bürokratischen Pflichten der Tachographenregelung und den damit verbundenen Zeit- und Kostenaufwand stark belastet. Auch unter Hinweis auf die Mitwirkung der "Hochrangigen Gruppe für den Bürokratieabbau in der EU" hat die EU-Kommission schließlich in ihrem Verordnungsentwurf die Lockerung bei der Tachographenpflicht vorgenommen. Der ZDB hatte sich

in dieser Angelegenheit auch mehrfach an den Vorsitzenden der Bürokratieabbau-Gruppe, Dr. Edmund Stoiber, gewandt. Weitere Anstrengung erforderlich Nach wie vor ist allerdings notwendig, dass die Handwerkerausnahme ohne Gewichtsbeschränkung gilt. Außerdem erfordert der Praxisalltag der Betriebe besonders im ländlichen Raum auch einen Radius von mindestens 150 km. Der ZDB wird sich daher im nun anstehenden parlamentarischen Verfahren auf EU-Ebene für diese Erleichterungen bei der Tachographenpflicht einsetzen. (ros)

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Der ZDB im Einsatz

Arbeitsmarkt, Jahr der Wälder, Energietage, Europa, Soka-Bau

Auf dem UDH-Arbeitsmarktforum forderte ZDB-Präsident Dr.-Ing. Loewenstein, dass die Handwerkskammern eine aktive Rolle bei der Bekämpfung von illegaler Beschäftigung und Schwarzarbeit übernehmen, insbesondere bei der Bekämpfung des gravierenden Phänomens der Scheinselbständigkeit. Bild: Peter Himsel_ www.himsel.de

"Minus 80% bis 2050: Mit heutigen Mitteln erreichbar!" lautete das Thema der Diskussionrunde auf den Berliner Energietagen. Heutige Techniken ermöglichen bereits erhebliche Energieeinsparungen, wie Erfahrungen aus Projekten des Bundes zeigen. Innovative Sanierungsmethoden und Effizienztechniken eröffnen neue Möglichkeiten, um den Gebäudebestand nachhaltig zu modernisieren. Das Podium, mit ZDB-Präsident Dr.-Ing. Loewenstein, diskutierte, welche Strategien benötigt werden, um diese Effizienztechniken in der Breite anzuwenden.

Das "Jahr der Wälder" wurde durch Bundespräsident Christian Wulff (Mitte) offiziell eröffnet. Ullrich Huth (l.), Vorsitzender von Holzbau Deutschland – Bund Deutscher Zimmermeister und Präsident des Deutschen Holzwirtschaftsrates, sprach sich gegenüber dem Bundespräsidenten für eine stärkere Nutzung des Holzes aus - auch zum Schutz des Klimas.

Der frühere ZDB-Vizepräsident, Dipl.-Kfm. Peter Huber (l., mit EIOPA-Präsident Gabriel Bernadino und AEIP-Generalsekretär Bruno Gabellieri), ist zum neuen Präsidenten des Europäischen Verbandes der paritätischen Einrichtungen des Sozialschutzes (AEIP), welchem auch die Sozialkassen der Bauwirtschaft als Mitglied angehören, gewählt worden. Pläne der EU-Kommission, die Aufsichts- und Solvenzregeln für Pensionskassen sowie das Betriebsrentenrecht zu harmonisieren, bedrohen das finanzielle Gleichgewicht von Pensionskassen, insbesondere die der deutschen Bauwirtschaft. Die AEIP wird in Brüssel viel leisten müssen.

Gipfeltreffen der besonderen Art in Berlin: Zum traditionellen Parlamentarischen Abend unter dem Motto „Gipfeltreffen mit Extrembergsteiger Reinhold Messner“ begrüßte SOKABAU (Urlaubs- und Lohnausgleichskasse der Bauwirtschaft, Zusatzversorgungskasse des Baugewerbes AG) in Berlin über 70 hochrangige Gäste aus Politik, Ministerien und Tarifpolitik. Über seine ganz besonderen Erfahrungen sprach Extrembergsteiger Reinhold Messner. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen ebenfalls die Leistungen von SOKA-BAU für die Bauwirtschaft. SOKA-BAU-Vorstandsmitglied Wolfgang Koberski: „SOKA-BAU wird auch künftig das Gespräch mit der Politik suchen, denn ein wesentlicher Aspekt für SOKA-BAU ist eine funktionstüchtige Tariflandschaft, die wiederum maßgeblich durch rechtliche Rahmenbedingungen geprägt wird. Genau deshalb ist es für uns so wichtig, mit der Politik im Gespräch zu bleiben. Unser „Gipfeltreffen“ war für uns ein voller Erfolg. Wir haben bei keinem unserer früher durchgeführten Parlamentarischen Abende so viele Gäste begrüßen können.“

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Neugliederung der Abdichtungsnormung Für Dächer, Verkehrsflächen, Hochbau, Innenräume und Behälter Die bestehenden Regelwerke für Bauwerksabdichtung werden neu geordnet und künftig abdichtungsaufgabenbezogen gestaltet. Für die Abdichtung von Bauwerken existieren im Wesentlichen Normen und Regelwerke für die (Aufgaben)Bereiche: - genutzte und ungenutzte Dächer (DIN 18531 „Dachabdichtungen“), - Verkehrsflächen (DIN 18532 „Abdichtung befahrener Verkehrsflächen“), - Hochbau (DIN 18195 „Bauwerksabdichtungen“). Generell sollen Normen den bautechnischen Entwicklungsprozess spiegeln. Sie sind somit, der tatsächlichen Baupraxis folgend, regelmäßig anzupassen. Mit dieser Intention erfolgte in der Vergangenheit die Überarbeitung von DIN 18195 „Bauwerksabdichtungen“, u. a. auch um neue Stoffe (Produkte) und Bauweisen, für die eine langjährige Praxiserfahrung vorlag, aufzunehmen. Der ZDB hat sich hier, insbesondere für die Neuaufnahme von Produktgruppen und Bauweisen erfolgreich eingesetzt,

Abb. 1 und 2: Abdichtungsaufgaben innen und außen.

wie z. B. Abdichtungen mit kunststoffmodifizierten Bitumendickbeschichtungen (KMB) und Verbundabdichtungen, die insbesondere von Unternehmen des Hochbaus oder Ausbaus verarbeitet werden (s. Abb. 1 und 2). Diese Produkte werden zum Teil schon über Jahrzehnte z. B. im häuslichen Badezimmer oder zur Abdichtung von Kellern im Ein- oder Mehrfamilienhausbau eingesetzt.

Behältern, entsprechend DIN 18195 „BauwerksabdichtungenTeil 7: Abdichtungen gegen von innen drückendes Wasser“, angewandt werden. In Nassräumen, die in DIN 18195 „Bauwerksabdichtungen-Teil 5: Abdichtungen gegen nichtdrückendes Wasser auf Deckenflächen und in Nassräumen“ beschrieben sind, fehlt eine analog den Behältern beschrie-

Din 18531/DIN 18532/DIN 18534/DIN18535

Abb. 3: Prof. Dr.-Ing. Rainer Oswald; AIBAU, Aachen.

Die normative Erfassung dieser Produkte und Bauweisen trägt im Wesentlichen mit dazu bei, die Rechtssicherheit bezüglich der Anwendung der Produkte zu erhöhen ohne eine oftmals problematische Abweichung von den allgemein anerkannten Regeln der Technik (a. a. R. d. T.) mit vereinbaren zu müssen. Im Zuge der Weiterentwicklung der DIN 18195 „Bauwerksabdichtungen“ im o. a. Sinne standen die Normungsaktivitäten vor der Herausforderung, weitere Produkte und Bauweisen in die aktuelle Struktur zu integrieren, was im Ansatz dazu führte, dass in DIN 18195 „Bauwerksabdichtungen-Teil 2: Stoffe“ Produkte aufgenommen wurden, für die es aber nicht in allen Anwendungsbereichen der Norm, in denen die Stoffe nachweislich erfolgreich eingesetzt werden, Ausführungsregeln gab. So können z. B. heute Verbundabdichtungen in Becken und

bene Ausführung, obwohl die Feuchtebeanspruchung hier deutlich unter denen der Behälter einzuordnen ist. Dieses „strukturelle“ Problem der Normungsarbeit von DIN 18195 „Bauwerksabdichtungen“, das auch für die Praxis von hoher Priorität ist, wurde nach intensiver Diskussion durch eine Neugliederung der Abdichtungsnormung gelöst. Das Lenkungsgremium des Fachbereichs „Abdichtung und Feuchteschutz“ im DIN sowie der Normenausschuss DIN 18195 „Bauwerksabdichtung“ haben durch entsprechende Beschlüsse eine Umwandlung der Norminhalte in eigenständige, abdichtungsaufgabenbezogene Normen eingeleitet. Hierzu (s. Abb. 3) wurden zwei neue Normenausschüsse gegründet: - „Abdichtung von Innenräumen (DIN 18534)“ und - „Abdichtung von Behältern und Becken (DIN 18535)“.

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Diese ersetzen DIN 18195 „Bauwerksabdichtungen-Teil 5: Abdichtungen gegen nichtdrückendes Wasser auf Deckenflächen und in Nassräumen" und "Teil 7: Abdichtungen gegen von innen drückendes Wasser" in den entsprechenden Produkten vollständig. DIN 18533 „Abdichtung in erdberührten Bauteilen und Abdichtung in und unter Wänden“ wird im Wesentlichen

die Regelung der DIN 18195 „Bauwerksabdichtungen- Teil 4: Abdichtung gegen Bodenfeuchte und nichtstauendes Sickerwasser", "Teil 5: Abdichtung gegen nichtdrücken-des Wasser auf Decken/in Nassräumen" und "Teil 6: Abdichtung gegen von außen drückendes Wasser/ aufstauendes Sickerwasser" aufnehmen. Die neuen, abdichtungsbezogenen Normen werden zukünf-

tig alle normativ relevanten Aspekte, vom Anwendungsbereich über die Stoffe und die Planung bis zur Ausführung und Instandhaltung, in einem Regelwerk enthalten. Einfachere und sicherer handhabbare Normen, die schnell eine hohe Akzeptanz finden und gerade für die Bauausführenden von zentraler Bedeutung sind, können somit erwartet werden. Hierfür setzt sich der ZDB auch weiterhin mit hohem Engagement ein.(vo)

Der Technische Ausschuss im Bundesverband Ausbau und Fassade im ZDB V l. Dipl.-Ing. Architekt AKS Stuckateurmeister Heinz Samson, Stuckateurmeister Olaf Nissel, Dipl.-Ing. Stuckateurmeister Thomas Schmid, Dipl.-Ing. (FH) Klaus Arbeiter, Stuckateurmeister Oliver Hartmann, Dipl.-Ing. Michael Heide, Dipl.-Ing. (FH) Achim Bauer, Dipl.-Ing. Steffen Reuter, Dipl.-Ing. Michael Höllrigl, Dipl.-Ing. (FH) Markus Weißert, Stuckateurmeister Hans-Peter Reckert, Stuckateurmeister Eric Nußbaum.

Der Technische Ausschuss im Bundesverband Ausbau und Fassade im ZDB behandelt alle für das Stuckateurhandwerk relevanten technischen Themen. Regelmäßig werden 2 bis 3 ganztägige Sitzungen pro Jahr bundesweit abgehalten. Der Ausschuss, unter dem Vorsitz von Dipl. Ing. Architekt AKS Stuckateurmeister Heinz Samson, zeichnet sich durch eine rege Mitwirkung nahezu aller Mitgliedsverbände des Bundesverbandes Ausbau und Fassade im ZDB aus. Das breite Spektrum technischer Themen reicht von Stuck- und Putzarbeiten über Wärmedämm-Verbundsysteme bis hin zum modernen Trockenbau. Der Ausschuss beschäftigt sich mit technischen Entwicklungen auf dem Gebiet der Forschung und Innovationen. Mit besonderem Interesse verfolgt der Technische Ausschuss beispielsweise das ZDB-Forschungsvorhaben zur

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Integration von DünnschichtPhotovoltaik-Elementen in Wärmedämm-Verbundsysteme, das insbesondere Stuckateuren ein neues Geschäftsfeld eröffnen soll. Zur technischen Arbeit zählt auch die Mitwirkung in zahlreichen Normungsgremien sowohl des DIN Deutsches Institut für Normung e. V. als auch des CEN (Europäisches Komitee für Normung). Hierbei werden sowohl die Materialnormung als auch die Verarbeitungsnormen in den Bereichen Putz, WDVS und Trockenbau mitgestaltet. Im Ausschuss werden darüber hinaus Merkblätter, Broschüren und Marketinginstrumente für das Stuckateurhandwerk erstellt. Neben eigenen Veröffentlichungen beteiligt sich der Technische Ausschuss als Mitherausgeber auch an der Erstellung von Merkblättern anderer Verbände.

Im Rahmen der Sitzung des Technischen Ausschusses am 9. Juni 2011 in Frankfurt am Main stand das Thema WärmedämmVerbundsysteme im Mittelpunkt. Hierbei wurden die Systemtreue, Normungsvorhaben zu Wärmedämm-Verbundsystemen auf nationaler und europäischer Ebene, ein WTA-Merkblatt zur Instandsetzung von Wärmedämm-Verbundsystemen sowie die europäische Richtlinie zur Planung und Anwendung von Wärmedämm-Verbundsystemen der Systemhersteller beraten. Weitere Themen waren Beratungen der GAEB Zeitvertragsarbeiten für Putz- und Stuckarbeiten, die Vereinfachung der Baunormung – Konzept für die Normung im Bereich Stuck, Putz, Trockenbau, WDVS, DIN 4108-11 „Wärmeschutz und Energie-Einsparung in Gebäuden - Teil 11: Mindestanforderungen an die Dauerhaftigkeit von Klebeverbindungen mit Klebebändern und Klebemassen


zur Herstellung von luftdichten Schichten“.

Information

In den vergangen fünf Jahren fungierte der Bundesverband Ausbau und Fassade im ZDB als Herausgeber und Mitherausgeber zahlreicher Schriften, die

Schimmelpilze in Innenräumen

Berlin, April 2008

ZDB-Merkblätter für Bauunternehmen, Planer, und Bauherren.

bundesweit bei Architekten, Planern, Sachverständigen und Bauherren große Resonanz gefunden haben. In Eigenregie hat der Bundesverband Ausbau und Fassade in folgende Publikationen erarbeitet und herausgegeben:

Stuckateurarbeiten“ • Broschüre „Außenputz auf Ziegelmauerwerk“ • Merkblatt „Verspachteln von Gipsplatten - Klassifizierung der Oberflächenqualitäten“ • Richtlinie Anschlüsse an Fenster und Rollläden bei Putz,

• CD-ROM „Wartungsvertrag für Außenfassaden an Ein- und Zwei-Familienhäusern“ • Merkblattsammlung für Ausbau und Fassade, Ergänzungsband • Informationsschrift „Schimmelpilze in Innenräumen“ • Informationsschrift „Energieeinsparung im Altbau“ In Zusammenarbeit mit zahlreichen Verbänden der Baubranche sind folgende Schriften veröffentlicht worden: • Rechtsgutachten Algen und Pilze an Fassaden - Gewährleistungsfälle oder Naturphänomene? • Merkblatt für Planung und Anwendung von Putzprofilen im Außen- und Innenbereich • Broschüre „Leitlinien für das Verputzen von Mauerwerk und Beton“ • Merkblatt Trockenbau in Feuchträumen • Merkblatt Verspachtelung von Gipsplatten Oberflächengüten • Richtlinie „Strukturierte Putzoberflächen - visuelle Anforderungen“ • Merkblatt „Abklebe- und Abdeckarbeiten für Maler- und

ENERGIEEINSPARUNG IM ALTBAU

Schritt für Schritt zum Erfolg durch Wärmedämmung vom Stuckateur!

Wärmedämm-Verbundsystem und Trockenbau • Merkblatt „Gipsputze und gipshaltige Putze auf Beton“ • Instandhaltungsleitfaden Beschichtungen und Verputze auf Fassaden und WärmedämmVerbundsystemen. (mh) Anzeige

DEUTSCHER MAUERWERKSKONGRESS 2011 ZUKUNFTSSICHERES BAUEN MIT MAUERWERK AACHEN, 22. SEPTEMBER 2011 Themenschwerpunkte • Entwicklungsfähigkeit von Mauerwerk aus baustofflicher Sicht • Volkswirtschaftliche Bewertung EnEV 2009 • Vollsanierung versus Bestandsersatz im Wohnungsbau • Energieeffizientes und altersgerechtes Wohnen Informationen und Anmeldung ibac – Institut für Bauforschung RWTH Aachen University Ansprechpartnerin: Dorothée Slaats Tel.: 0241-80 95102 Fax: 0241-80 92139 slaats@ibac.rwth-aachen.de Anmeldung: www.mauerwerkskongress.de (Frühbucherpreis bei Anmeldung bis 22. Juli 2011)

INSTITUT FÜR BAUFORSCHUNG AACHEN

www.mauerwerkskongress.de

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Zulässigkeit von Nebenangeboten beim alleinigen Zuschlagskriterium „Preis“ Mit einer Entscheidung des Vergabesenats des OLG Düsseldorf vom 7. Januar 2010 (Az: Verg 61/09) wurde der Stein ins Rollen gebracht. Das OLG Düsseldorf hatte in diesem Verfahren über die Zulässigkeit der Nennung von „Planungsfabrikaten“ sowie die Gleichwertigkeit alternativer Artikel in Nebenangeboten zu entscheiden. Hierbei vertrat der Senat erstmals die Auffassung, dass „die Einreichung von Varianten im Sinne des Art. 24 Richtlinie 2004/18/EG (VKR) […] bereits deswegen [ausscheide], weil das Zuschlagskriterium vorliegend der günstigste Preis und nicht – wie von Art. 24 Abs. 1 VKR vorausgesetzt – das wirtschaftlich günstigste Angebot ist.“ Seit dieser Entscheidung haben sich verschiedene Vergabekammern und -senate mit der Frage auseinandergesetzt, ob Nebenangebote zuzulassen sind, wenn der Preis alleiniges Zuschlagskriterium ist. Hierbei kommen die verschiedenen Kammern und Senate zu unterschiedlichen Ergebnissen. Ausschlaggebend für die Befassung der Gerichte mit dieser

Beilagenhinweis

Kontakt und Anfahrt

Bayerische BauAkademie Ansbacher Straße 20 91555 Feuchtwangen Telefon 09852 9002-0 Telefax 09852 9002-909

60. Bundesleistungswettbewerb in den bauhandwerklichen Berufen

info@baybauakad.de www.baybauakad.de

Der ZDB und die Bayerische BauAkademie heißen Sie in Feuchtwangen herzlich willkommen.

DAS DEUTSCHE BAUGEWERBE

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Der Bundesleistungswettbewerb in den bauhandwerklichen Berufen findet vom 12. bis 14. November in der Bayerischen Bauakademie in Feuchtwangen statt. Schauen Sie vorbei, wenn die besten Gesellen Deutschlands ihren Deutschen Meister suchen!

Problematik sind die Regelungen in der Richtlinie 2004/18/EG über die Koordinierung der Verfahren zur Vergabe öffentlicher Bauaufträge, Lieferaufträge und Dienstleistungsaufträge bzw. der Richtlinie 2004/17/EG zur Koordinierung der Zuschlagserteilung durch Auftraggeber im Bereich der Wasser-, Energie- und Verkehrsversorgung sowie der Postdienste (Vergabekoordinierungsrichtlinien). In der Richtlinie 2004/18/EG Art. 24 Abs. 1 heißt es: „Bei Aufträgen, die nach dem Kriterium des wirtschaftlich günstigsten Angebots vergeben werden, können die öffentlichen Auftraggeber es zulassen, dass die Bieter Varianten vorlegen.“ Ähnlich lautet auch Art. 36 Abs. 1 Satz 1 der Richtlinie 2004/17/EG für Sektorenaufträge.

Bewertung durch verschiedene Gerichte erwogen werden müsse, „ob wegen dieser Divergenz in der Rechtsprechung der Vergabesenate die Sache entweder dem Bundesgerichtshof zugänglich gemacht oder der EuGH um Entscheidung zur Auslegung der beiden EU-Richtlinien und zur Entscheidung darüber, ob das deutsche Vergaberecht hiermit vereinbar ist, angerufen werden muss.“ Die angedeutete Vorlage an den Bundesgerichtshof oder den Europäischen Gerichtshof zur Klärung der streitigen Rechtsfrage blieb jedoch aus, da das OLG Brandenburg die Beschwerde des Bieters aus anderen Gründen zurückwies und hierbei die Frage der Zulässigkeit von Nebenangeboten beim alleinigen Zuschlagskriterium „Preis“ ausdrücklich offen ließ.

Diese Vorgaben, dass Varianten (in der deutschen Terminologie Nebenangebote) dann zugelassen werden können, wenn Aufträge nach dem Kriterium des „wirtschaftlich günstigsten Angebots“ vergeben werden, nahm erstmalig das OLG Düsseldorf mit vorgenannter Entscheidung zum Anlass, die Wertung von Nebenangeboten auszuschließen, wenn das Zuschlagskriterium allein der günstigste Preis ist. Dieser Auffassung schlossen sich sodann auch die Vergabekammern Schleswig-Holstein, Brandenburg und Lüneburg an. Kritischer als die vorgenannten Vergabekammern wertete erstmals der Vergabesenat des OLG Brandenburg in einem Eilverfahren die vom OLG Düsseldorf eingangs geschilderte Interpretation der Vergabekoordinierungsrichtlinie. Noch im Beschluss vom 7. Dezember 2010 (Az: Verg W 16/10) merkte das OLG Brandenburg an, dass der Entscheidung des OLG Düsseldorf eine tragende Begründung fehle und wies ferner darauf hin, dass bei einer unterschiedlichen

Entscheidungsfreudiger war schließlich das OLG Schleswig, das mit Beschluss vom 15. April 2011 (Az: 1 Verg 10/10) als erstes obergerichtliches Gericht - in Abweichung zu den zuvor dargestellten Entscheidungen ausdrücklich die Zulassung von Nebenangeboten auch beim alleinigen Zuschlagskriterium „Preis“ bejahte. Die erhoffte Klärung dieser unterschiedlich beantworteten Rechtsfrage durch den BGH oder EuGH wird somit leider nicht zeitnah erfolgen. Es besteht daher weiterhin die Problematik, dass jedenfalls OLG Düsseldorf und OLG Schleswig konträrer Auffassung hinsichtlich der Zulassung von Nebenangeboten beim alleinigen Zuschlagskriterium „Preis“ sind. Für die Praxis verbleibt weiterhin als einzig handhabbare Lösung, dass Auftraggeber bei Vergaben, bei denen sie Nebenangebote der Bieter wünschen, nicht auf den Preis als alleiniges Zuschlagskriterium abstellen dürfen. (bs)


Feuerungs- und Schornsteinbau Frühjahrstagung in Hamburg

tiert. Anschließend wurden die sich hieraus für den Zusatztarifvertrag für das feuerungstechnische Gewerbe ergebenden Schlussfolgerungen erörtert. In Hinblick V.l.n.r. Manfred Steiger, Vorsitzender der Bundesfachabteiauf die seit 1. Mai lung im HDB; Wolfgang Schweida, Vorsitzender der Bun2011 geltende desfachgruppe im ZDB; Jens Wohlfeil, Geschäftsführer der ArbeitnehmerfreiBundesfachgruppe im ZDB. zügigkeit und den im Feuerungsbau Die diesjährige gemeinsame damit erstmals eintretenden Frühjahrstagung der Betriebe Konkurrenzdruck durch osteuropäische Wettbewerber wurden des Feuerungs- und Schorndie Tariflohnerhöhungen als zu steinbaues fand vom 18. bis hoch angesehen. Einvernehm21. Mai 2011 in Hamburg statt. liches Ziel der Arbeitgeberseite Neben dem aktuellen Tagungsin den laufenden Tarifverhandprogramm erwartete die ca. 80 Teilnehmer auch ein attraktives Rahmenprogramm mit beeindruckenden Führungen, z.B. durch die neue Hafencity oder die Baustelle der Elbphilharmonie. Im Mittelpunkt der Frühjahrstagung stand die Tarifpolitik für das Baugewerbe. Zunächst wurde lebhaft über das Ergebnis der Tarifrunde und den Schiedsspruch vom 14. April 2011 disku-

lungen mit der IG BAU ist es daher, diese Tariflohnerhöhungen auf die Feuerungsbauzuschläge

anzurechnen. Ein weiterer Schwerpunkt waren die neuen Allgemeinen Geschäftsbedingungen für Feuerfest- und Schornsteinbauarbeiten im Inland. Diese wurden von Herrn Freitag vom Hauptverband der Deutschen Bauindustrie vorgestellt und mit den Teilnehmern diskutiert. Die neuen AGB stießen auf reges Interesse, sollen jedoch zunächst dem Bundeskartellamt und den Auftraggeberverbänden mit der Bitte um Stellungnahme übermittelt werden, bevor die Mitgliedsbetriebe diese AGB nutzen können. Eine Überarbeitung der bisherigen AGB war durch zahlreiche Rechtsprechungs-änderungen notwendig geworden. Die Resonanz der zahlreichen Teilnehmer auf den Branchentreff war erneut sehr positiv. Die nächste gemeinsame Tagung der Betriebe des Feuerungsund Schornsteinbaus findet am 6./7. Oktober 2011 in BadenBaden statt. (wf)

Interessenvertretung in Europa

Tagung der FIEC und neuer Mann für das Baugewerbe in Brüssel Mit Wirkung vom 1. Juli werden die Interessen des Zentralverbands des Deutschen Baugewerbes auf europäischer Ebene von Tim Krögel wahrgenommen. Er vertritt den ZDB bei Anhörungen, in Arbeitsgruppen und Sitzungen und wird dafür sorgen, dass der ZDB die frühzeitige Information über und die Beschaffung von aktuellen fachspezifischen Gesetzesvorhaben und Arbeitspapieren sowie eine Kurzanalyse der Maßnahmen der EU-Institutionen erhält.

Auf dem FIEC-Kongress in Sofia wurde das deutsche Baugewerbe von ZDB-Vizepräsident Frank Dupré, Laura Lammel, Helmut Hubert und Andreas Demharter sowie Seitens der ZDB-Hauptgeschäftsstelle von Felix Pakleppa, Dr. Philipp Mesenburg und Katrin Kandaouroff vertreten.

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Berufsweltmeisterschaft „WorldSkills 2011“ ZDB-Team ist vollständig Vom 5. bis 9. Oktober findet in London die Berufsweltmeisterschaft „WorldSkills 2011“ statt. Unter den knapp eintausend Teilnehmern aus über 50 Länder in 46 Berufen sind auch vier junge Gesellen aus dem deutschen Baugewerbe.

Vertreten das Baugewerbe bei den WorldSkills v.l.: Zimmerer (Carpentry) Philipp Stich, Stuckateur (Plastering and Drywall Systems) Armin Hummel und Fliesen-, Platten- und Mosaikleger (Wall & Floor Tiling) Johannes Fleischmann.

Für das deutsche Baugewerbe treten an: Fliesenlegergeselle Johannes Fleischmann (20) aus dem bayerischen Hilpoltstein. Er wurde im Jahr 2009 Deutscher Meister und konnte sich im Mai diesen Jahres gegenüber dem ersten und zweiten Bundessieger aus dem Jahr 2010 durchsetzen. Zweiter im ZDB-Team ist der Stuckateurgeselle Armin Hummel aus Süßem bei Stuttgart in Baden-Württemberg. Der 21jährige war bereits im Jahr 2008 Deutscher Meister im Stuckateurhandwerk und hat bereits internationale Wettbewerbserfahrungen. Im Dezember 2010 wurde er bei der „EuroSkills“ in Lissabon Vize-Europameister. Hummel wurde ohne weiteren Ausscheidungswettbewerb für die WM nominiert. Ebenfalls Vize-Europameister 2010 ist der Zimmerer Philipp Stich (22) aus dem thüringischen Schleiz. Er qualifizierte sich Anfang Juni 2011 als bestes Mannschaftsmitglied der Zimmerer-Nationalmannschaft. Ergänzt wird das Team „German Construction Confederation“, wie es auch auf den Mannschaftsjacken lauten wird, durch den jungen Maurer Dominik Chylek aus Niedersachsen. Dieser wurde bei einem Ausscheidungswettbewerb Mitte Juli 2011 in München unter den jeweils Besten der letzten beiden Deutschen Meisterschaften ausgewählt. Die Teilnehmer aus aller Welt dürfen nicht älter als 22 Jahre alt sein. Das war das Aus für die Deutschen Meister im Maurerhandwerk der Jahre 2010 und 2009.

Dominik Chylek tritt im Mauererwettbewerb (Bricklaying) an.

Mehr zu den deutschen Teilnehmern des Baugewerbes auch auf www.bauberufe.net.

ZDB-Service: Unternehmensführung Kosteneinsparungen realisieren durch Optimieren der Telefontarife

Die Tarife im Bereich Mobilfunk und Festnetz sind von einem ständigen Wandel gekennzeichnet. Um die Bauunternehmen zu unterstützen, dieses Problem in den Griff zu bekommen und die betrieblichen Telefonkosten zu senken, hat der ZDB mit der Clever Group AG & Co. eine Vereinbarung getroffen: Die Clever Group AG optimiert die im

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Unternehmen genutzten Telefontarife und bietet dabei nicht die Tarife einer bestimmten Telefongesellschaft an, sondern den dynamischen Zugriff auf alle verfügbaren Angebote auf dem Markt. Innungsbetriebe werden von der Clever Group kostenlos über alle Möglichkeiten zur Senkung ihrer Telefonkosten beraten. Sie erreichen die Clever Group im Internet unter www. clever-group.ag. Mehr Infos gibt es auch in der Infoline.

Rahmenvereinbarung VW Nutzfahrzeuge

Der ZDB bietet im Rahmen des Branchenabkommens mit Volkswagen Nutzfahrzeuge im 2. Halbjahr 2011 erneut Sonderkonditionen für verschiedene Aktionsmodelle an. Mehr Information gibt es in der Infoline oder über die Landesverbände.


ZDB Service Gesetzespaket zur Energiewende - Energetische Gebäudesanierung ZDB-Baustein 2 / 2011

Bund und Länder haben sich am 3. Juni 2011 einvernehmlich auf die Grundzüge der Energiewende verständigt. Neben einem schrittweisen Ausstieg aus der Kernenergie ist dabei auch die Stärkung der Energieeffizienz im Gebäudebestand vorgesehen. Das Gesetz sieht eine steuerliche Förderung von energetischen Sanierungsmaßnahmen an Wohngebäuden vor. Steuerliche Abschreibungsmöglichkeiten (10 Prozent) sollen die energetische Sanierung noch attraktiver machen. Die Angebote zur Energieberatung will die Bundesregierung ausbauen. Nachdem der Bundestag das Gesetzespaket am 30. Juni 2011 beschlossen hatte, hat der Bundesrat das Gesetz zur steuerlichen Förderung der energetischen Gebäudesanierung am 8. Juli abgelehnt, ohne den Vermittlungsausschuss anzurufen. Der neue Baustein steht wieder unter www.zdb.de zur Verfügung.

Vorvertragliche Informationspflichten und Rechnungslegung

Der ZDB hat zwei Merkblätter zu den Pflichtangaben herausgegeben, die Bauunternehmen gemäß DL-InfoV und gemäß § 14 UStG zu machen haben. Sie finden diese in der Infoline bzw. erhalten sie über Ihren Landesverband.

www.gutebaustoffe.de Ökodaten Baustoffe

Der ZDB veröffentlicht im Internetportal www.gutebaustoffe. de Ökodaten (u. a. zur Grauen Energie) von Baustoffen. Unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit tritt die Gesamtökobilanz von Gebäuden immer stärker in den Vordergrund. Dabei werden nicht nur der Energieverbrauch und CO2-Ausstoß während der

Nutzungsphase sondern auch der mit der Errichtung und dem späteren Rückbau des Gebäudes verbundene Energieaufwand sowie die daraus resultierenden CO2-Emissionen berücksichtigt. Mit der Reduzierung des Energieverbrauchs während der Nutzungsphase gewinnt in der Gesamtökobilanz die sog. Graue Energie, die zur Gewinnung, zum Transport und zur Verarbeitung der Baustoffe aufgewendet wird, an Bedeutung. Um das Bewusstsein für den Faktor Graue Energie bei Bauherren, Architekten und Tragwerksplanern zu schärfen, hat der ZDB unterstützt von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) sowie dem "fx Institut für zukünftigfähiges Wirtschaften" das Internetportal www.gutebaustoffe.de/baustoffdatenbank geschaffen.

Tarifverträge für das Baugewerbe

Nach Abschluss der diesjährigen Tarifrunde haben wir die aktualisierte Fassung der Broschüre "Tarifverträge für das Baugewerbe 2009/2010, Gewerbliche Arbeitnehmer und Angestellte/ Poliere" des Rudolf-MüllerVerlags herausgegeben. Die Broschüre war ein "Bestseller". Das Foto gibt Ihnen einen kleinen Eindruck der zwölf unterschiedlichen Umschlagsvarianten der Sonderausgabe der „Tarifverträge für das Baugewerbe 2011/2012“.

Wechsel in den Geschäftsführungen

Zum 1. September 2011 übernimmt Dipl.-Wirtsch.-Ing. Rudolf Voos die Geschäftsführung der Bundesfachgruppe Stuck-PutzTrockenbau - Bundesverband Ausbau und Fassade. Die Geschäfte der Bundesfachgruppe Estrich und Belag führt dann Dipl.-Ing. Rudolf Domscheid.

Termine Bis 7. September Eisblockwette Brüssel 2011: Zimmerer + Holz = aktiver Klimaschutz

Vom 13. Juli bis 7. September 2011 findet in Brüssel eine Eisblockwette statt. Der Landesinnungsverband des Bayerischen Zimmererhandwerks (LIV) zeigt mit ideeller Unterstützung der Europäischen Vereinigung des Holzbaus (E.V.H.) anhand dieser Eisblockwette, wie gut ein gedämmtes Holzhaus das Klima schützt und wie cool die Zimmerer in der Diskussion um die Energieeffizienz bleiben. Unterstützt wird die Veranstaltung vor Ort aus den Reihen der Politik durch EU-Kommissar Günther Oettinger, dem Bayerischen Forstminister Helmut Brunner und dem EU-Abgeordneten Markus Ferber sowie der Wissenschaft. Mehr Infos: www. zimmerer-bayern.com

13. September BGRB-Kongress „Ressourcenschonung durch Baustoff-Recycling“

Im Zentrum des Kongresses in Bonn steht die neue Mantelverordnung, werden sich doch die Rahmenbedingungen für das Baustoff-Recycling zukünftig ändern. Außerdem sollen die Möglichkeiten einer Förderung der Kreislaufwirtschaft Bau durch ein noch konsequenteres Baustoff-Recycling erörtert werden. www.bgrb.de

16. - 17. September Fliesentage

Die Deutschen Fliesentage 2011 finden in Ulm statt. Im Mittelpunkt stehen Fachvorträge zu technischen Aspekten und zum Marketing rund um die Fliese. Die Deutschen Fliesentage 2011 werden durch eine Ausstellung begleitet, auf der über 60 Firmen ihre Angebote für das Fliesenlegerhandwerk präsentieren. Die Teilnahmegebühr für die Deutschen Fliesentage betragen für

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Verbandsmitglieder 159 Euro inkl. Mwst., für Nichtmitglieder 238 Euro inkl. MwSt. Das ausführliche Programm mit Anmeldeformular ist unter www.fachverbandfliesen.de zu finden.

22. September Mauerwerkskongress

Der diesjährige Mauerwerkskongress in Aachen gibt Fachleuten der Planung und der Bauausführung Gelegenheit, die Neuerungen auf dem Gebiet der Energieeinsparung, der Materialentwicklung und der Schnittstellenbehandlung zu diskutieren. Der Schwerpunkt des Kongressprogramms ist das Thema Nachhaltigkeit im Wohnungsbau. Welche Auswirkung haben nationale und internationale Vorschriften aktuell und was ist in Zukunft von der Gesetzgebung zu erwarten? Experten geben Auskunft, ob sich eher eine Vollsanierung oder der Abriss von Gebäuden lohnt und welche Auswirkungen die demografische Entwicklung auf die Bewertung von Wohnungsbeständen hat. Ein weiterer Schwerpunkt für Planer und Ausführende stellt die beabsichtigte Einführung der Eurocodes dar. Anmeldungen sind bis zum 31. August 2011 unter www. mauerwerkskongress.de möglich.

10. - 12. Oktober Unternehmerreise nach Schweden

Der Zentralverband des Deutschen Handwerks veranstaltet zusammen mit der DeutschSchwedischen Handelskammer und der Handwerkskammer Schwerin eine durch das BMWi geförderte Unternehmerreise für Handwerksbetriebe des Bau- und Ausbaugewerbes nach Stockholm. Interessierte Betriebe können sich bis zum 13. August bei der Handwerkskammer Schwerin anmelden.

13. - 14. Oktober 5. Bundeskongress Nationale Stadtentwicklungspolitik

Die Stadt Kassel wird Schauplatz des 5. Bundeskongresses zur

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Nationalen Stadtentwicklungspolitik sein. In einem kompakten zweitägigen Programm sollen aktuelle stadtentwicklungspolitische Themen mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Planung, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft diskutiert werden. Veranstalter sind das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung gemeinsam mit der Bauministerkonferenz der Länder, dem Deutschen Städtetag und dem Deutschen Städte- und Gemeindebund. www.nationale-stadtentwicklungspolitik.de

14.-15. Oktober 11. Baufach- und Sachverständigen-Tagung Ausbau und Fassade

Die 11. ISK-Tagung zum Generalthema: Brennpunkt Ausbau und Fassade findet vim Kulturund Kongresszentrum Thun/ Schweiz statt. Zur Tagung, ausgerichtet vom Schweizerischen Maler- und GipserunternehmerVerband SMGV, lädt der Internationale Sachverständigenkreis "Ausbau + Fassade" Deutschland-Österreich-Schweiz-Südtirol alle Sachverständigen und alle interessierten Gipser-, Stuckateur-, Trockenbau-, Fassadenund Malerunternehmer, Planer und Bauschaffende sowie auch Ihre Begleitpersonen ein. Grenzüberschreitend berichten Sachverständige vor dem Hintergrund von "Ursache, Vermeidung und Sanierung" praxisbezogen über aktuelle Schadenfälle und Brennpunkte sowie über neue Erkenntnisse aus Versuchen und Forschung. www.malergipser.com

11.- 12. November Sachverständigenseminar Straßen- und Tiefbau

Teilnahmeberechtigt an der Tagung in Hannover sind öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige des Straßenund Tiefbauerhandwerks sowie alle Interessenten, die eine Tätigkeit als öbv Sachverständiger anstreben.

Lehrgänge Zertifizierter KanalSanierungs-Berater Der funktionale Erhalt unserer Entwässerungssysteme im öffentlichen wie im privaten Bereich ist sowohl von den gesetzlichen Vorgaben her als auch aus wirtschaftlichen Gründen eine der wichtigsten Zukunftsaufgaben. Mit dem Lehrgang zum zertifizierten Kanalsanierungsberater wird eine Fortbildungsmaßnahme angeboten, die diese Problematik umfassend und in den Zusammenhängen darstellt. Die Absolventen erhalten das notwendige Fachwissen zur konzeptionellen und strategischen Planung und Ausführung von Sanierungsmaßnahmen an Abwasserableitungsanlagen. Innerhalb des Kurses kann zusätzlich das DWA-Zertifikat für Kanalinspektion erworben werden (gesonderte Prüfung KI-Zertifikat). In Kerpen, Feuchtwangen und Bad Zwischenahn starten im September wieder Lehrgänge. Mehr Informationen unter www.zks-berater.de.

KMB-Lehrgang Seit zehn Jahren wird der Lehrgang "Herstellen von Abdichtungen aus kunststoffmodifizierten Bitumendickbeschichtungen" (KMB) auf Basis DIN 18195 bundesweit angeboten und durchgeführt. Der Lehrgang -.auf dem neusten Stand der in den letzten Jahren vielfach überarbeiteten Regelwerke - wird von einer Reihe von zertifizierten Ausbildungsstätten im gesamten Bundesgebiet angeboten. Diese sind zu finden unter www.kmb-ausbildung.de.


Aktuelle Daten für das Bauhauptgewerbe Stand Juli 2011 Die Daten je Bundesland können unsere Mitgliedsunternehmen der ZDB-Infoline entnehmen (Wirtschaft/Bauwirtschaft und Konjunktur/Baumarkt).

Geleistete Arbeitsstunden   nach Bauart, in Millionen Wohnungsbau Wirtschaftsbau Öffentlicher Bau insgesamt  Hochbau  Straßenbau   Sonstiger Tiefbau Insgesamt   davon Betriebe mit 20 und   mehr Beschäftigten

Beschäftigte   (in Tausend)

Mai

2011

Jan. - Mai

Veränderung 2011/2010 in % Mai Jan. - Mai

34,3 26,5 25,2 5,3 11,0 8,8 86,0

133,9 108,2 92,7 21,9 37,5 33,4 334,9

14,7 18,0 14,1 4,4 19,2 14,3 15,5

18,2 16,6 16,2 5,6 23,4 16,2 17,1

47,0

182,1

20,6

21,0

Mai

2011

Jan. - Mai

Veränderung 2011/2010 in % Mai Jan. - Mai

Insgesamt

717,5

701,1

-0,8

0,6

   davon Betriebe mit 20 und    mehr Beschäftigten

387,2

378,3

3,0

3,1

Baugewerblicher Umsatz nach Bauart, in Millionen Euro Wohnungsbau Wirtschaftsbau Öffentlicher Bau insgesamt  Hochbau  Straßenbau   Sonstiger Tiefbau Insgesamt   davon Betriebe mit 20 und   mehr Beschäftigten

Auftragseingang nach Bauart, in Millionen Euro

Veränderung 2011/2010 in %

2011 Mai

Jan. - Mai

Mai

Jan. - Mai

2.765,8 2.947,7 2.546,4 571,9 1.157,8 816,7 8.259,8

10.143,2 11.139,6 8.624,4 2.238,5 3.513,0 2.872,9 29.907,2

21,3 21,5 13,7 3,9 21,5 10,9 18,9

25,4 21,5 15,9 5,9 23,8 15,3 21,1

5.432,3

19.544,6

21,9

22,8

2011 Mai

Veränderung 2011/2010 in % Jan. - Mai

Mai

Jan. - Mai

41,2 21,3 3,6 10,8 5,8 -3,9 16,8 13,8

29,3 18,5 -9,2 -13,5 -0,5 -17,4 8,3 5,5

Betriebe mit 20 und mehr Beschäftigten

Wohnungsbau Wirtschaftsbau Öffentlicher Bau insgesamt  Hochbau  Straßenbau   Sonstiger Tiefbau Insgesamt   real

966,0 2.004,3 1.874,7 383,6 917,6 573,5 4.845,0

3.842,7 9.229,3 7.311,3 1.415,7 3.496,2 2.399,4 20.383,3

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Termine 7. September

Ausschuss für Sozial- und Tarifpolitik

Berlin

8.-9. Sept.

Jahrestagung Bundesfachgruppe Betonwerkstein, Fertigteile, Terrazzo und Naturstein

Sellin

15. September

Fachversammlung Fliesen und Naturstein im ZDB

Ulm

16.-17. Sept.

Fliesentage 2011

Ulm

21.-22. Sept.

Hauptgeschäftsführerkonferenz Brüssel

22. September

Mauerwerkskongress

Aachen

21.-23. Sept.

Herbsttagung Fachverband Hoch- und Massivbau im ZDB

Aachen

28. September

4. Deutscher Obermeistertag

Berlin

29. September

2. Deutscher Bauwirtschaftstag

Berlin

6.-7. Oktober

Herbsttagung Feuerfest- und Schornsteinbau

Baden-Baden

12.-13. Oktober

Fachversammlung Holzbau Deutschland im ZDB

Berlin

19.-20. Oktober

Landesfachgruppenleitersitzung Bundesverband Ausbau und Fassade im ZDB

Holzkirchen und Valley

1.-2. Nov.

13. Kasseler Sachverständigentage

Fulda

3. November

Ausschuss für Betriebswirtschaft

München

12.-14. Nov.

60. Leistungswettbewerb in den Feuchtwanbauhandwerklichen Berufen gen

Personalia Holzbau Deutschland – Bund Deutscher Zimmermeister im ZDB

Der Ehrenvorsitzende von Holzbau Deutschland, der Holzbauunternehmer Heinrich Cordes aus Rotenburg an der Wümme, ist im Rahmen des 16. Deutschen Obermeistertages mit der Herrmann-Eckhardt-Medaille ausgezeichnet worden. Es ist die höchste Auszeichnung von Holzbau Deutschland. Der niedersächsische Holzbauunternehmer Karl Hoffmeister aus Lamspringe ist zum stellvertretenden Vorsitzenden von Holzbau Deutschland – Bund Deutscher Zimmermeister im ZDB gewählt worden. Er ist damit neben Josef Schlosser aus Baden-Württemberg zweiter gleichberechtigter Stellvertreter von Ullrich Huth.

Geburtstage Seinen 65. Geburtstag feierte Dipl.-Ing. Gerhard von Dehn Rotfelser, Präsident des Baugewerbe-Verbandes Sachsen-Anhalt am 26. Juni. Bau-Ing. Wolfgang Götzke, Präsident der Verbände des Zimmerer- und Holzbaugewerbes für Mitteldeutschland, beging am 9. Juli seinen 60. Geburtstag. Am 17. Juli vollendete Dipl.-Ing. Dipl.-Volkswirt Laurenz Börgel, Träger des Ehrenrings des Deutschen Baugewerbes, sein 75. Lebensjahr. Der Präsident von Holzbau Baden, Dipl.-Ing. Rolf Kuri, hat am 17. August seinen 65. Geburtstag.

Impressum: V.i.S.d.P.: Dr. Ilona K. Klein Redaktion: Carin Hollube Unter Mitarbeit von: Dunja Bergs, Michael Heide, Barbara Rosset, Rudolf Voos, Jens Wohlfeil. Titelfoto: ZDB/Hollube Fotos: Dipl.-Ing. Thomas Reute (S. 19) , RKW, Soka-Bau, Wedi GmbH, Stroitel Newspaper, ZDB/ Kassner, ZDB/ Zensen, ZDB. Zentralverband des Deutschen Baugewerbes, Kronenstraße 55-58, 10117 Berlin-Mitte, Telefon 030 20314-408, Telefax  030 20314-420, E-Mail presse@zdb.de ISSN 1865-0775

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ZDBDirekt 3/2011