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Bauten fĂźr den Verkehr: vom Bahnhof bis zur Fahrradgarage Transport Structures: From Stations to Bicycle Garages

Light + Building Produktneuheiten Innovative Products

3.2020

Konzept Concept

Mobilität Mobility


Editorial

1

Sandra Hofmeister

Konzepte für ein neue Ära der Mobilität Concepts for a New Mobility Era

Stellen wir uns für einen Moment die Zukunft unserer Städte vor. Parkende Autos gibt es kaum mehr, der motorisierte ­Verkehr ist stark eingeschränkt, laute Verkehrsachsen haben sich in Flaniermeilen verwandelt. Natürlich ist dies eine ­optimistische Vision, aber naiv ist sie keineswegs. Denn für die Mobilität der Zukunft zeichnet sich ein tiefgreifender Paradigmenwechsel ab, der bereits jetzt zu sichtbaren Veränderungen im urbanen Raum führt. Parkende Autos verschwinden zunehmend aus dem Stadtbild. Immer mehr Menschen greifen auf Sharing-Modelle statt auf einen eigenen Pkw zurück. Das autonome Fahren wird nach dem jetzigen Stand der Technik in absehbarer Zeit Realität und zieht maßgebliche Konsequenzen nach sich. Neben dem öffentlichen Nahverkehr, der an seine Kapazitätsgrenzen gerät und dringend ausgebaut werden muss, werden sich neue Fortbewegungsmittel als Alternative im Stadtverkehr behaupten. Die Folgen dieser Entwicklung ­lassen sich teils schon heute beobachten und sind oftmals von der Politik gesteuert. Strenge Abgasverordnungen, die CityMaut und immer weniger Parkmöglichkeiten tragen dazu bei, den öffentlichen Raum aufzuwerten und seine Qualitäten jenseits des Autos neu zu entdecken. Die autogerechte Stadt hat unsere Innenstädte jahrzehntelang geprägt, doch nun hat dieses Konzept endgültig ausgedient. Galt das Auto früher als Symbol der individuellen Freiheit, so sehen die meisten Städter heute in ihm die Ursache für Umweltbelastungen, Lärm und hohe Kosten. Es ist höchste Zeit, dass wir gezielt darüber nachdenken, wie wir dieses Umdenken in Sachen Mobilität begleiten – mit stadtplanerischen Maßnahmen und Gebäuden, die auf unsere Bedürfnisse reagieren. Doch welche Nutzungen sind uns wichtig für den Alltag? Wie müssen unsere Bahnhöfe konzipiert sein, welche zusätzlichen Möglichkeiten und Funktionen brauchen wir? Nicht nur Stadtverwaltungen und Gemeinden, sondern

Kinderspiele statt parkender Autos: Mehr zum Verkehrsberuhigungskonzept der Superblocks in Barcelona erfahren Sie im Essay „Abschied vom Auto“ (S. 24ff.).

Space for children to play instead of parked cars: Discover the traffic-­c alming strategy of Barcelona’s Superblocks in the ­e ssay “Farewell to the Car ” (p. 24).

Let’s imagine, for a moment, the future of our cities. Parked cars are almost non-existent, motorized traffic is severely restricted, and noisy traffic routes have turned into pedestrian promenades. Of course, this is an optimistic vision, but it’s by no means naive. For the mobility of the future, a profound paradigm shift is emerging – and already leading to visible changes in urban space. Parked cars are increasingly disappearing from the cityscape. More and more people are using car-sharing schemes instead of owning a car. According to the current state of technology, autonomous driving will become reality in the foresee­ able future, bringing with it significant consequences. While local public transport systems are pushed to capacity and urgently need to be expanded, new alternative modes of urban transport are starting to emerge. The consequences of this paradigm shift can, in part, already be observed today and are often driven by politics. Strict emission regulations, city tolls and ever-fewer parking spaces are helping to upgrade public space and rediscover its qualities beyond the car. The car-friendly city shaped our inner cities for decades, but now this concept has finally run its course. Whereas the car was once a symbol of individual ­freedom, most city dwellers today see it as a source of environmental pollution, noise and high costs. It’s high time that we started thinking concretely about how to participate in rethinking mobility – with urban planning measures and buildings that respond to people’s needs. But which


Editorial

3.2020  ∂

auch Stadtplaner und Architekten sind nun gefragt, zukunftsweisende Lösungen zu entwickeln. Letztlich gibt uns die neue Ära der Mobilität die Chance, unsere Städte neu auszurichten und neue Alltagsqualitäten zu schaffen. Für unsere Konzeptausgabe im März haben wir aktuelle Projekte ausgewählt, die kleine oder große Meilensteine für die Zukunft darstellen und überlegte kontextuelle Lösungen anbieten. Dazu gehört der konsequente Ausbau des Nahverkehrs, wie ihn zum Beispiel die Stadt Kopenhagen verfolgt. Dort schließt der neue Innenstadtring der Metro mit 17 Stationen eine Lücke. Die Architektur dieses anspruchsvollen Projekts ist durch viele Aspekte wie etwa die gekonnte Lenkung des Tageslichts in den Untergrund vorbildhaft. Der zweite ausführlich dokumentierte Prozess in diesem Heft widmet sich dem Umbau des Bahnhofsgebäudes in Rennes. Mit ihm stellt sich die Stadt in der Bretagne nicht nur auf die Prognose ein, dass die

Aufteilung des Subventionsvolumens in Deutschland; Angaben in Milliarden.

5,8 2,3 20,3

uses are important for everyday life? How should our train stations be designed; what additional possibilities and functions do we need? Not only city administrations and municipalities, but also urban planners and architects are now called upon to develop future-oriented solutions. Ultimately, the new era of mobility gives us the chance to reorient our cities and create new qualities for everyday life. For our concept issue in March, we have selected current projects that represent small or large milestones for the future with well-considered contextual solutions. This includes deliberate expansion of local transport. In the city of Copenhagen, for example, the metro’s new inner city ring closes a gap with 17 new stations. The architects of this demanding project have been exemplary in many aspects, such as skilfully directing daylight into the underground spaces. A second process this issue documents in detail is the conversion of the train station in Rennes.

28,6

Distribution of s­ ubsidies in Germany; figures in billions

Land- und Forstwirtschaft, Fischerei Agriculture, forestry, fishing Bau- und Wohnungswesen Construction and housing

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Milliarden Euro billion euros

Energiebereitstellung und -nutzung Provision and use of energy

Anzahl der Fahrgäste in den nächsten 20 Jahren um 50 Prozent steigen wird. Auch die Frage, wie der Bahnhof in Zukunft in den urbanen Raum integriert ist, war eine der entscheidenden ­planerischen Herausforderungen. Die Typologien in diesem Konzept-Heft, dessen Projekte unsere Redakteurin Julia Liese zusammengestellt hat, dokumentieren vielfältige Maßnahmen, mit denen sich Städte auf eine neue Ära des Verkehrs einstellen und auf die Bedürfnisse der Menschen reagieren. Wir zeigen Ihnen den Umbau eines brutalistischen Busbahnhofs im ­nordenglischen Preston und Fahrradgaragen in Erfurt und ­Amsterdam. Auch Parkhäuser an strategisch günstigen ­Knotenpunkten wie in Zutphen in Holland sind mit Blick auf die Zukunft realisiert. Bevor Sie sich der Lektüre widmen, möchte ich Sie auf unseren diesjährigen Detail-Preis hinweisen. Wir vergeben diese internationale Auszeichnung im Herbst 2020 zum 9. Mal – und freuen uns über Ihre Einreichung! Ab 2. März ist unser Online-Portal dazu freigeschaltet. Alle wichtigen Infos finden Sie unter

Begünstigungen des Flugverkehrs Subsidized air traffic

7,4

Dieselprivileg Diesel privilege

5,1

Entfernungs­pauschale Mileage allowance

3,1

Begünstigungen Dienstwagen Company car allowance

1,2

Sonstiges Miscellaneous

Before delving into this issue, I would like to draw your attention to this year’s Detail Prize. For the 9th time, this international award will be presented in autumn 2020 – we look forward to receiving your submission! As of 2 March 2020, our online portal will be ready to receive your submission. What you need to know can be found at detail-online.com/detailprize Enjoy our mobility issue!

Viel Freude mit unserer Mobilitäts-Ausgabe! Sandra Hofmeister zhofmeister@detail.de

11,8

With this project, the city in Brittany is preparing for an expected 50 % increase in passengers over the next 20 years. Another of its key planning challenges is the question of how the station will integrate into the urban space in the future. The typologies in this concept issue – whose projects have been compiled by our editor Julia Liese – represent a variety of measures that cities are taking to prepare for a new era of transport and to respond to the needs of the people. We show you the reconstruction of a brutalist bus station in Preston in the north of England and bicycle garages in Erfurt and Amsterdam. Car parks located at strategic junctions, such as in Zutphen in Holland, have also been built with an eye to the future.

detail.de/detailpreis

Sandra Hofmeister

Verkehr gesamt Total traffic

zhofmeister@detail.de

Umweltbundesamt 2019

2


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Inhalt  Contents

3.2020  ∂

1 Editorial 22 Impressum Imprint 88 Projektbeteiligte & Hersteller Project Teams & Suppliers

Jan de Vries

112 Contributors

Magazin Reports 6 Stiller Nachbar A Quiet Neighbour

Ein Glasdach mit einem filigranen Stahltragwerk, das an Baumkronen erinnert, markiert den Eingang der Fahrradparkgarage in Amsterdam.

A glass roof with a slender steel structure evokes the image of trees and marks the ­e ntrance to this bicycle parking garage in Amsterdam.

Studierende der Technischen Universität München bauen am Buschkrankenhaus in Ngaoubela, einem DesignBuild-Projekt in Kamerun.

Students from the Technical University of Munich work together on the Bush Hospital in Ngaoubela, a DesignBuild project in Cameroon.

32

14

10 Wohnen in Berlin Living in Berlin 14 Experience in Action! 18 DETAIL research Optimale Lichtausbeute trotz urbaner Dichte Optimal Light Availability despite Urban Density

94 Außenanlagen Outdoor Systems 102 Light + Building Special

Susanne Steinmaßl

Produkte Products


3.2020

5

Mobilität Mobility

Essay 24 Abschied vom Auto A Farewell to Cars Heiner Monheim

Typologie Typology

Rasmus Hjortshøj – COAST

32 Fahrradgarage in Amsterdam (NL) Bicycle Station in Amsterdam (NL) wUrck architectuur stedenbouw landschap 38 Fahrradstation in Erfurt (DE) Bicycle Station in Erfurt (DE) Osterwold°Schmidt Exp!ander 40 Parkhaus in Zutphen (NL) ­Parking Complex in Zutphen (NL) MoederscheimMoonen Architects 44 Busbahnhof in Preston (GB) Preston Coach Station (GB) John Puttick Associates

72

17 neue Haltestellen ergänzen das Kopenhagener U-Bahnnetz. Die Stationen basieren auf einem modularen und gleichzeitig variantenreichen System.

The Copenhagen Metro system has added 17 new stops. The stations were designed according to a modular system that still allows for variety.

50 Südbahnhof in Sierre (CH) South Station Complex in Sierre (CH) Bonnard Woeffray Architectes 54 U-Bahn-Station in Espoo (FI) Underground Station in Espoo (FI) ALA Architects, Esa Piironen Architects

58 Umbau Hauptbahnhof in Rennes (FR) Conversion of Rennes Main Station (FR) Arep, SNCF Gares & Connexions 72 Metro-Ringlinie in Kopenhagen (DK)  Metro City Ring in Copenhagen (DK) Arup

Nach ihrer Umstrukturierung wirkt die Hotel­ anlage Öschberghof wie ein ländliches Gehöft aus schlichten Satteldachhäusern. Following its redesign, the Öschberghof resort gives the impression of a rural farmstead with its complex of understated gable roof buildings. detail.de/ 3-2020-asw

Brigida González

Prozess Process


14

Magazin  Reports

3.2020  ∂

In drei Jahren und fünf Bauphasen planten und bauten deutsche Studierende einen modularen Multifunktionsraum für das Guga S’Thebe-Theater in Kapstadt.

PBSA/RWTH/GATECH

Over three years and five construction phases, German students planned and built a modular, multifunctional space for Guga S’Thebe Theatre in Cape Town.

Experience in Action! Interview: Heide Wessely

Heide Wessely: In der Ausstellung „Experience in Action“ geht es um DesignBuild-Projekte aus aller Welt. Warum ist die Zeit ausgerechnet jetzt reif dafür? Vera Simone Bader: DesignBuild ist eine Lehrmethode, die in den letzten Jahren vermehrt von Studierenden gefordert und von Hochschulen angeboten wird. Deshalb ist die Ausstellung überfällig. Es ist jedoch nicht die erste Schau dazu. Bereits 2003 präsentierte Dietmar Steiner im Architekturzentrum Wien die Arbeiten des Rural Studio der Auburn-Universität, Alabama, das seit den 1990er-Jahren mit mehr als 200 sozialen Projekten im Hale County, einer armen Region im Westen von Alabama, aktiv ist. Auch wir bringen eines ihrer Projekte, versuchen aber, DesignBuild in einen größeren Kontext zu stellen und die Lehrmethode in ihrer ganzen Komplexität aufzuzeigen. Es ist uns ein Anliegen, sie einem breiteren Publikum auch in ihrer sozialen Wirksamkeit vorzustellen. In vielen Ausstellungen des Museums stehen Arbeiten mit sozialem Anspruch im Fokus: Führt Experience in Action dieses Thema fort? Gewiss! In Afritecture haben wir 2013 bereits fünf DesignBuild-Projekte präsentiert. Das war das erste Mal, dass ich mit dem Thema in Berührung kam. Ich

Das Architekturmuseum München zeigt die bisher größte Schau zu DesignBuildProjekten. Im Gespräch erläutert die Kuratorin Vera Simone Bader ihre Sicht auf die praxisbezogene Lehrmethode. The Architekturmuseum at the Technical University of Munich (TUM) is presenting the largest show of DesignBuild projects to date. In an interview, curator Vera Simone Bader explains her view of this practice-oriented educational approach.

Heide Wessely: Experience in Action presents DesignBuild projects from around the world. What makes the topic of this exhibition so relevant for the present? Vera Simone Bader: DesignBuild is an educational approach that has been increasingly called for by students and offered by universities in recent years. That is why the exhibition is long overdue. However, it is not the first show on the subject. In 2003 at Architekturzentrum Wien, in Vienna,

­Dietmar Steiner presented work by the Rural S ­ tudio of Auburn ­University in Alabama (USA), which has been active since the 1990s with more than 200 social projects in Hale County, a poor ­region in western Alabama. We are also presenting one of their projects, while putting DesignBuild in a larger context and showing this educational approach in all its complexity. It is our aim to present this to a wider audience, also in terms of its ­relevance for society.


DesignBuild-Ausstellung  DesignBuild Exhibition

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konnte damals das Ithuba Community College in Johannesburg besuchen. In einem der ärmsten Wohngebiete der Stadt waren über 20 Gebäude – meist Klassenräume – von verschiedenen europä­ ischen Hochschulen gebaut worden. Ihr teils schlechter Zustand hat mich damals veranlasst, für den Ausstellungskatalog eine Debatte zum Pro und Kontra der DesignBuild-Methode mit Lehrenden aus Europa und Afrika zu initiieren. Die zentrale Frage war, ob Studierende aus dem Norden überhaupt nach Afrika und Südamerika reisen und dort Bauten hinterlassen dürfen. Das ist auch ein Thema der jetzigen Ausstellung und des begleitenden Katalogs.

Many of the museum’s exhibitions focus on works aiming to make an impact on society; does Experience in Action continue this theme? Certainly; in our show Afritecture (2013), we presented five DesignBuild projects. That was the first time I dealt with the topic, and I was able to visit Ithuba Community College in Johannesburg at the time. In one of the city’s most impoverished townships, more than 20 buildings, mainly classrooms, had been built t­ogether with students from ­various European universities. Their poor condition in some cases prompted me to initiate a debate on the pros and cons of the DesignBuild method with instructors from Europe and ­Africa for the exhibition catalogue. The central question was whether students from the Global North should to travel to Africa and South America at all and leave behind buildings there. This is also a topic addressed in the current exhibition and its accompanying catalogue.

Wie stehst Du dazu, dass Studierende für DesignBuild-Projekte um den halben Erdball fliegen? Es ist kaum zu leugnen, dass DesignBuild zwei Seiten hat: Einerseits ist es großartig, dass Studierende die Möglichkeit erhalten, fremde kulturelle, soziale und ökonomische Verhältnisse kennenzulernen und zudem interdisziplinär zu arbeiten. Alle Studierenden, mit denen ich gesprochen habe, schätzten den Austausch mit der lokalen Bevölkerung am meisten. Auf der anderen Seite gibt es die historischen Asymmetrien, die auch die Architekten Sebastián Oviedo und Lorena Burbano aus Ecuador in dem Interview benennen, das ich mit ihnen für den Katalog geführt habe. Für sie ist es immens wichtig, dass diese Asymmetrien reflektiert und aufgebrochen werden. Ansonsten könnte dieses Engagement als neokoloniale Geste verstanden werden. Es ist wichtig, dass ein Austausch stattfindet, es bedarf aber einer Reflexion vor, während und nach jeder Aktivität. Man muss die Projekte stärker begleiten.

In der Ausstellung werden 16 Projekte aus 14 Ländern gezeigt. Nach welchen Kriterien wurden sie ausgewählt und wie habt ihr sie gefunden? Wir haben die Webseite debxchange.eu genutzt, deren Ziel eine globale Netzwerkbildung aller Akteure ist. Die Seite informiert über Projekte, die in den letzten zehn Jahren verwirklicht wurden. Natürlich sind dort nicht alle Projekte dokumentiert. Es gibt einfach unzählige Initiativen und Veröffentlichungen. Für die Ausstellung sind wir auch Hinweisen nachgegangen, die wir direkt erhalten haben. Die Auswahl folgt verschiedenen Kriterien: Zum einen wollen wir Projekte aus dem In- und Ausland präsentieren. Zum anderen haben wir entschieden, nur dauerhafte Gebäude zu

Is this a call for better evaluation of the projects after completion? Yes, absolutely; there has to be quality control. It’s not enough just to build a house. The struc-

Studierende aus Linz bereiten mit lokalen Arbeitern die Baustelle für zweistöckige Wohn­ häuser im indischen Sunderpur vor, einer Stadt, in der viele ­L eprakranke leben. Students from Linz work with local workers to prepare the construction site for two-storey apartment buildings in Sunderpur, India, a city where many lepers live.

W Weitere Fotos der Ausstellung Further photos of the exhibition detail.de/ 3-2020-designbuild

Stefanie Hüber

Ist das ein Aufruf, die Projekte nach Fertigstellung besser zu evaluieren? Ja, unbedingt! Es muss eine Qualitätssicherung geben. Es reicht nicht, einfach ein Haus zu bauen. Die Objekte müssen eine ästhetische Qualität aufweisen, damit sie auch in Zukunft Relevanz haben. Das ist für die Menschen vor Ort wichtig, aber auch für die Lehre. Und es ist eine Auseinandersetzung darüber nötig, was man tut und für wen. Die Evaluation spielt dabei eine enorme Rolle. DesignBuild ist eine Lehrmethode, die sich in der Entwicklung befindet. Sie ist nicht statisch, sondern ein Prozess, der ständig diskutiert werden muss.

What do you think about students flying halfway around the world for these projects?

It’s hard to deny that DesignBuild has two sides to it. On the one hand, it’s great that students have the opportunity to get to know foreign cultural, social and economic conditions and also to work in an interdisciplinary way. All the students I spoke with appreciated the interaction with the local population most of all. On the other hand, there are the historical asymmetries, which architects Sebastian Oviedo and Lorena Burbano from Ecuador also mention in the interview I conducted with them for the catalogue. For them, it is immensely important that these asymmetries are reflected upon and challenged. Otherwise, the engagement could be seen as a neocolonial gesture. It is important that an exchange takes place, but reflection is needed before, during and after each activity. The projects must be given more guidance.


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Magazin  Reports

zeigen. Denn die Anforderungen sind ganz andere als bei temporären Installationen. Zudem wollten wir unterschiedliche Bauaufgaben vorstellen. Und letztlich haben wir vor allem Projekte berücksichtigt, die Universitäten und Lehrende initiiert haben, die auf einen großen Erfahrungsschatz zurückgreifen. Die Beispiele gliedern sich in vier Kategorien, stellvertretend für den gesamten Prozess, den die Projekte durchlaufen: Recherche, Dialog, Entwurf und das Bauen. Grundsätzlich soll der Prozess im Vordergrund stehen und nicht das fertige Objekt. Die Projekte wurden von Hochschulen aus acht Ländern initiiert. Was bedeutete diese Internationalität für das Kuratieren der Ausstellung? Die Projekte waren sehr unterschiedlich aufbereitet. Besonders in Europa sorgen die Lehrenden oft für ausführliche Dokumentationen, um zum Beispiel Sponsoren zu akquirieren. Sie dienen aber auch der Publikation und erleichtern die Bewerbung für Architekturpreise, die es vermehrt für DesignBuild-Projekte gibt. Bei den ausländischen Universitäten sah das manchmal ganz anders aus. Deshalb waren die Projekte auch so schwer zu finden. Welche Erkenntnisse oder Eindrücke wünschst Du Dir für die Besucher der Ausstellung? Ich wünsche mir, dass die Besucher die Lehrmethode, Projekte und Arbeitsweise kennenlernen und von dem enormen Engagement erfahren, das dahintersteckt. Erfreulich wäre auch, wenn die Ausstellung einen Impuls für eine tiefere Auseinandersetzung mit dem Thema gäbe. DesignBuild ist ein großes, weites Feld. Viel muss noch aufgearbeitet werden. Die Ausstellung

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tures must have an aesthetic quality to ensure that they remain relevant in the future. This is important for both the local people and the educational impact. There is also a need to discuss what is being done and for whom. Evaluation plays an enormous role in this. DesignBuild is an educational approach that still being developed. It is not static, but a process that must be constantly discussed. The exhibition presents 16 projects in 14 countries. What criteria were used to s ­ elect them and how did you find them? The website dbxchange.eu aims to be a global network of DesignBuild participants. The site provides information on projects that have been undertaken in the last ten years. By far not all projects are documented there; there are countless initiatives and publications. For the exhibition we also followed up on ­information we received directly. Our selection was based on ­various criteria. On the one hand, we wanted to present projects from Germany and abroad. On

Experience in Action. DesignBuild in Architecture,­ Andres Lepik, Vera Simone Bader (Hg. eds.) Edition Detail, München 2020, 208 Seiten ­p ages, deutsche und englische Ausgabe German and English versions

soll einladen, andere ­Disziplinen einzubeziehen: Soziologen, Philosophen, ­Psychologen. Einige davon kommen in Essays des Katalogs zu Wort. Zurzeit sind die Akteure von D ­ esignBuild-Programmen noch eine eingeschworene Gemeinschaft. Ich fände es spannend zu sehen, wohin sich diese Lehrmethode in Zusammenarbeit mit anderen entwickeln kann.

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the other hand, we decided to show only permanent buildings, because their ­requirements are completely different from those of temporary installations. We also wanted to present different building tasks. Finally, we mainly considered projects initiated by universities and instructors who already have a wealth of ­experience. The examples are ­divided into four categories that represent the ­entire DesignBuild process: ­research, dialogue, design and construction. The main focus is generally on the process, not the finished ­o bject. The projects were initiated by universities from eight countries. How did this international focus affect the exhibition’s curatorial process? The projects were very differently prepared. For example, particularly in Europe, instructors often submit detailed documentation in order to gain project sponsors. This documentation is also meant for publication and makes it easier to apply for the architecture awards that are increasingly available for DesignBuild projects. It was a quite different case with some of the non-European universities, which made it difficult to find the projects. What insights or impressions do you hope that visitors will gain from this exhibition? I want visitors to learn more about the educational approach, the projects and working methods, and to learn about the enormous commitment that goes into them. It would also be wonderful if the exhibition would provide an impulse for a deeper examination of the topic. DesignBuild is a vast, diverse field. Much remains to be done. The exhibition also encouraged the involvement of people from other disciplines: sociologists, philosophers and psychologists. Some of them are represented by the essays in the catalogue. At present, the DesignBuild scene is still a close-knit community. I find it exciting to see how this educational approach can develop in a wider discourse.


Mobilität Mobility

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Essay

Abschied vom Auto A Farewell to Cars

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Prozess Process

Harry Noback

Arep: Hauptbahnhof in Rennes Main Station in Rennes Arup: Metro-Ringlinie in Kopenhagen Metro City Ring in ­Copenhagen

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Dokumentation Documentation

Tuomas Uusheimo

wUrck architectuur ­stedenbouw landschap Osterwold°Schmidt ­E xp!ander Architekten MoederscheimMoonen ­Architects John Puttick Associates Bonnard Woeffray ­Architectes ALA Architects, Esa ­Piironen ­Architects


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Typologie  Typology

Fahrradgarage in Amsterdam Bicycle Garage in Amsterdam wUrck architectuur stedenbouw landschap

3.2020  ∂


wUrck architectuur stedenbouw landschap

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Tragwerksplaner Structural engineers: Verhoeven en Leenders, Octatube Bauphysik Building physics: HIG

Lageplan  Maßstab 1:4000 Site plan scale 1:4000

Lichtplanung Lighting design: Lichtontwerpers.nl


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Typologie  Typology

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Anzahl Fahrrad­ stellplätze No. of bicycle spaces: 3750 Anzahl Nutzer No. of users: max. 1620 pro Stunde max. 1620 per hour Fertigstellung Completion: 2018 Baukosten Construction costs: 10 Mio. €

All photos: Jan de Vries

Ein gläserner Pavillon markiert den Eingang zur Fahrradgarage, sodass dieser auch im Dunkeln gut erkennbar ist. In die Stahlstruktur sind LED-Leuchten integriert.

b

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Untergeschoss Basement level

cc

The entrance to the bicycle garage is distinguished by a glazed pavilion. Illuminated by LEDs in the steel structure, it clearly recognizable at night.


wUrck architectuur stedenbouw landschap

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Große Ansammlungen abgestellter Fahrräder im öffentlichen Raum sind kein schöner Anblick, sie versperren Durchgänge und nehmen viel Fläche in Anspruch. Am Bahnhof Amsterdam Zuid schafft eine neue unterirdische Parkgarage mit 3750 Plätzen Entlastung für den viel frequentierten Vorplatz. Ein gläserner Kubus mit einer Tragstruktur aus sechseckigen stilisierten Baumkronen auf stählernen Stützen markiert den Eingang. Ein flaches Rollband bringt bis zu 1620 Radfahrer pro Stunde hinunter. Dort passieren sie zunächst den Check-in-Bereich mit elektronischen Kartenlesern und Automaten zum Aufladen der Karten. Der klimatisierte Bereich ist mit großen Glasschiebetüren von der eigentlichen Garage abgetrennt. Die 2,5 m breite Einfahrt ist auf jeweils vier nebeneinander stehende Fahrräder ausgerichtet. Dadurch können in den Stoßzeiten bis zu acht Radfahrer pro Minute einchecken. Auch alle anderen Wege sind auf die maximale Besucherzahl ausgelegt. Der mittlere, 7 m breite Erschließungsgang dient Besuchern mit und ohne Fahrrad als Verteiler.

Large numbers of bicycles parked in the public realm are not a pretty sight. They block through access and take up a lot of space. A new underground garage accommodating 3,750 cycles at Amsterdam South station now brings relief for the much frequented forecourt there. The entrance is distinguished by a glazed cubic complex with a load-bearing structure consisting of stylized, hexagonal tree crowns on steel columns. A gently inclined moving ramp convey up to 1,620 cyclists per hour down to the parking level. Here, they pass the check-in area with its ­electronic card readers and automated machines. Large glass sliding doors separate the air-conditioned space from the garage. The 2.5-metre-wide entrance allows access to four ­bicycles next to each other, so that during peak periods up to eight cyclists per minute can check in. All other routes are ­meticulously dimensioned to serve a maximum number of users. The seven-metre-­wide central lane acts as a distribution route for people with or without bicycles. Large figures on the floor,

Grundriss • Schnitte Maßstab 1:1000 1 Fußgängerzugang 2 Fahrradständer 3 Ständer für

Floor plan • Sections scale 1:1000 1 Pedestrian access 2 Cycle stands 3 Cargo bike stands

Lastenfahrräder 4 Technik 5 Büro 6 Geldautomaten 7 Check-in/Check-out

  8 Empfangsbereich   9 Freibereich, überdacht 10 Rollband Fahrrad 11 Lager

4 Mechanical services 5 Office 6 Cash machines 7 Check-in/ Check-out point

  8 Reception area   9 Covered open area 10 Moving ramps for bicycles 11 Storage


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Typologie  Typology

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Deckenplatte Ceiling panel 17,5 m Installationswand Services wall

OUT IN

17,5 m

Lüftungskanal OUT in Betondecke IN Ventilation duct in concrete roof 17,5 m 17,5 m

OUT OUT IN IN

Hüllrohr 17,5 min Betondecke Cladding OUT 17,5 mtube in IN concrete roof OUT

17,5 m

IN LED linear Linear LEDs OUT 17,5 m IN

KameraOUT CameraIN Anzeige Stellplatz­ belegung Occupancy light signs

Installation Mechanical services

17,5 m

OUT IN

Hauptroute b=7 m Main route, 7 m wide

Fahrradständer Cycle stands

Nebenroute b=2,6 m Secondary route, 2.6 m wide

Fahrrad normal: 3049 Normal cycles: 3,049

Parkwart Parking attendant Empfang Reception

Fahrrad breit: 665 Wide cycles: 665 Lastenfahrrad: 36 Cargo bikes: 36

Wegeführung Routing

Scheinwerfer Spotlights

Deckenleuchte Ceiling lights

lineare Beleuchtung Linear lighting

Anzeige Stellplatzbelegung Occupancy light signs

Lichtwand Lighting wall

Beleuchtung Lighting

Nach dem Abstellen des Fahrrads geht es über eine einfache Treppe auf der anderen Seite des Mittelgangs hinaus. Bei der Abholung helfen große Ziffern auf den epoxidharzbeschichteten Bodenflächen den Besuchern, ihr Gefährt wiederzufinden. Ein gegenläufiges Rollband am Eingang führt die Radfahrer wieder zurück auf den Platz. Für eine angenehme Atmosphäre sorgen zahlreiche Lichtquellen: Eine hinterleuchtete Glaswand akzentuiert den Eingangsbereich, streckmetallverkleidete Deckensegel streuen das Licht. Sie sind jeweils über den stählernen Stützen angeordnet und mit umlaufenden LED-Streifen von der Beton­ decke abgesetzt. Unter den Segeln befinden sich die Parkgestelle für je zwei Fahrräder übereinander. In die Stützen integrierte LEDs zeigen freie Plätze mit grünem Licht an.  SD

which is finished with an epoxy-resin coating, help users to find their bikes again on returning. An upward-moving ramp brings cyclists back to the main entrance in the square. Without their bicycles, people can leave the garage via a staircase at the opposite end. The many light sources create a pleasant atmosphere: the entrance area is accentuated by a rear-lighted glass wall, for example, and the soffit lighting is dispersed by expanded-metal-­ mesh sails beneath the ceiling. These were placed at the top of the steel columns and set off from the concrete surface above by peripheral LED strips. Beneath the sails are parking stands for two cycles above each other. Free spaces are indicated by green LED lighting integrated in the columns.  SD


wUrck architectuur stedenbouw landschap

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Prozess  Process

Der Bahnhof als integraler Teil der Stadt The station as an integral part of the city

Text: Roland Pawlitschko

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Anzahl Bahnsteige No. of platforms: 5

Fertigstellung Completion date: 2020

Anzahl Fahrgäste pro Tag No. of passengers per day: 55 000

Baukosten Construction costs: 126 Mio. €


AREP, SNCF Gares & Connexions

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Das Bahnhofsgebäude von Rennes setzt sich aus der bestehenden Gleisüberbauung und einer neuen künstlichen Hügellandschaft zusammen, die von der neuen Bahnhofshalle in der Mitte so verknüpft wer­ den, dass ein offenes Raumkontinuum entsteht. Markantester und weithin sichtbarer Teil ist die von einem Dach aus ETFE-Folienkissen überdeckte Bahnhofshalle. Diese Kissen sollen an übereinander­ liegende Wolkenschichten erinnern, die über einem Wald aus Baumstützen schweben. Die künstliche Hügellandschaft besteht aus einem 1 m hohen Beton-Hohlkasten, der sich sanft ansteigend vom Bahnhofsvorplatz nach oben entwi­

The station complex in Rennes consists of the existing superstructure over the tracks and a new artificial hilllike roofscape. These two elements are linked by the new station hall in the middle to create an open spatial continuum. The most striking feature, visible from a great distance, is the roof over the station hall, which is covered with ETFE-membrane cushions. These are meant to recall layers of cloud floating above a “forest” of steel-and-timber tree-like columns. The undulating roofscape consists in part of a one-metre-high hollow concrete box structure that rises gradually from the station forecourt. On the underside are intersecting exposed-concrete triangular elements with varying inclinations that lend a certain lightness to the sales and access areas beneath, despite their situation below ground. On top is a layer with typical Breton vegetation. Also to be found here are stepped seating, timber decks and a broad route free of barriers that leads up roughly seven metres to shops and points of access to the platforms from the modernized structure over the tracks. Directly adjoining this to the west is a new, structurally independent pedestrian bridge that rises to the southern part of the city some 11 metres higher. Openness as a principle At the new main entrance to the station there is a broad recess in the undulating roofscape. From here, a ground-level route and a gently inclined downward ramp lead into the new station hall, which has a length of 130 metres and a width of up to 30 metres. Bathed in light, thanks to its translucent membrane roof, this space houses many functions. Located at the heart of the new city neighbourhood, it is a traffic node and place of urban encounter. Not just a circulation realm with waiting areas and service offers of the French railway organization SNCF, it also contains shops, gastronomic facilities and co-working spaces. What is more, the hall roof allows daylight to penetrate deep into the metro station below, thereby minimizing the need for artificial lighting. Far more open than before is the structure over the tracks, too. Here, the architects removed the sales areas, which were situated entirely around the edges, and relocated them in the middle. As a result, for the first time passengers now have a direct view of the railway lines and the city from here.

Mathieu Lee Vigneau

An abundance of routes With the numerous ramps, bridges, stairs, escalators and lifts, the 17-metre-high hall offers the public

Das mit transluzenten ETFE-Folienkissen überdeckte Dach der neuen Bahnhofs­halle soll bildhaft an über­ einanderliegende ­Wolkenschichten ­e rinnern.

The roof of the new station hall, covered with translucent ETFE-membrane ­c ushions, is expressively meant to recall layers of cloud above each other.


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Prozess  Process

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Schnitt Maßstab 1:20

Section scale 1:20

  1 Einfachverglasung VSG   2 ETFE-Folie 2× 0,25 mm transluzent röhrenförmig   3 ETFE-Folie 2× 0,25 mm transluzent kissenförmig   4 Metallgitter weiß beschichtet, zur rückseitigen Unterstützung der ETFE-Folie   5 Randträger Stahl weiß beschichtet   6 Entwässerungs­ rinne PVC-Folie   7 S tahlprofil T: Flachstahl 10 mm Flachstahl 20 mm   8 S tahlprofil C 240   9 Spanndraht zur Taubenabwehr 10 Zugstab Stahl Ø 16 mm 11 Entwässerungs­ rinne Kunststoff in Stahlprofil C 240 12 Automatik-Glas­ schiebetür VSG in Pfosten-RiegelKonstruktion Stahl 13 Bambusparkett 20 mm Unterkonstruktion Holz 85 mm Trennlage schall­ isolierend StahlbetonTrapezblechVerbund­decke 130 mm Stahl-Deckenkon­s truktion 300 mm abgehängte Decke 14 Betonbelag fugen­ los 100 mm Stahlbetonplatte 140 mm Abdichtung Stahlbetondecke 400 mm

  1 fixed glazing: lam. safety glass   2 2× 0.25 mm trans lucent tubular form ETFE membrane   3 2× 0.25 mm trans lucent ETFE membrane cushion   4 white-coated metal grille as rear support to ETFE membrane   5 white-coated steel edge beam   6 PVC-foil rain water gutter   7 steel T-section: 10 mm steel-flat web; 20 mm steel flat flange   8 240 mm steel ­c hannel   9 wire pigeon deterrent 10 Ø 16 mm steel tension rod 11 plastic rainwater gutter in 240 mm steel channel 12 automatic glass sliding door: lam. safety glass in steel post-and rail construction 13 20 mm bamboo parquet 85 mm timber bearers sound-insulating separating layer 130 mm composite slab: reinf. conc. and trapezoidal section metal sheeting 300 mm suspended steel soffit con struction 14 100 mm jointless concrete flooring 140 mm reinforced concrete slab sealing layer 400 mm reinforced concrete floor

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AREP, SNCF Gares & Connexions

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Mathieu Lee Vigneau

Die als Beton-Hohl­ konstruktion ausgeführte künstliche Hügellandschaft geht fließend in die wellenförmige Stahl­ konstruktion des Dachs über. The artificial hilllike landscape, with a concrete hollow-cove structure, flows without a break into the wave-like steel roof structure.

Tests mit bis zum Rand mit Wasser be­ füllten ETFE-Folienkis­ sen bestätigten, dass selbst im Schadensfall keine bleibenden ­Verformungen an der Folie auftreten.

MaP3

MaP3

Tests with ETFEmembrane cushions filled with water confirm that, even in the event of damage, no lasting deformation of the membrane occurs.

Dach aus ETFE-Folienkissen Die 3600 m² große Dachfläche über der zentralen Bahnhofshalle ruht auf 18 Baumstützen in StahlHolz-Verbundbauweise, die über insgesamt 80 Äste verfügen. Die Stützen sind im Sinne eines möglichst organischen Erscheinungsbilds, aber auch unter Berücksichtigung der amorphen Dachform und der von den Menschen hauptsächlich genutzten Wege unregelmäßig platziert. Zweilagige ETFE-Folienkissen bilden vier amorph geformte, treppenartig übereinander lie­ gende Bahnen, die jeweils rund 8 m breit und bis zu 140 m lang sind. Diese Bahnen bestehen aus zwei im Querschnitt 4 m breiten, konventionell geformten Längskissen sowie aus röhrenförmigen Randkissen, die jedes der vier Dachfelder umschließen. Das ­Foliendach ist so konzipiert, dass es nach Norden abfällt. Um dem Eindringen von zu viel direktem Sonnenlicht entgegenzuwirken, wurde die ETFEFolie mit weißen Punkten bedruckt. An einigen Stellen bilden die Bahnen in Gebäu­ delängsrichtung eine Art Welle aus, sodass mandel­ förmige Fensteröffnungen entstehen. Sie verleihen dem ETFE-Dach zusätzliche Plastizität und dienen der Entrauchung, vor allem aber bieten sie an gezielt definierten Punkten gerichtete Blickbezüge in die Umgebung. Einmal mehr wird dadurch klar, wie eng der neue Bahnhof mit der Stadt vernetzt ist.

Das leichte Hallendach bringt Tageslicht bis tief ins Gebäude, was nicht zuletzt den Kunstlichtbedarf minimiert. The lightweight hall roof allows daylight to penetrate far into the building, thus minimizing the need for artificial lighting.

with a cross-sectional width of four metres – and of tubular-­section edge cushions that enclose each of the four strips. The membrane roof was designed to slope down to the north. To prevent the ingress of too much direct sunlight, the ETFE is printed with a white-dotted pattern. At certain points, the strips have a wave-like form along the linear axis of the building, so that almond-shaped window openings are created. These lend the ETFE roof an additional plasticity and also serve as smoke extracts. Above all, though, at specially defined points they allow visual links with the surrounding areas. Once again, one sees just how closely connected the new station is with the urban environment.


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Produkte  Products

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Außenanlagen Outdoor Systems

Stadtmobiliar Entwässerung Außenbeläge Outdoor Furniture Drainage Outdoor Surfaces

Mobile Kletteranlage Boulderblöckle Boulderblöckle Mobile Climbing Facility

W Weitere Informationen zum Thema Further information detail.de/produkte

Ottes Boulderanlage nimmt mitsamt der umlaufenden Sitzbank nur 50 m2 Platz in Anspruch und kommt ohne Fundament und Verankerung aus. Wegen der kompakten Form und mit Hinweis auf ihre schwäbische Herkunft nennt Otte ihr Werk „Boulderblöckle“. Das Grundmodul besteht aus einer um 35° geneigten Wand mit einer Kletterfläche an der Innenseite von etwa 10 m2 und einer maximalen Kletterhöhe von 3 m. Die Grundfläche beträgt 7 × 7 m mit einer umlaufenden Sitzfläche und seitlichen Treppenzugängen. Geklettert wird auf der Innenseite dieses Daches, an der zahlreiche Plastikgriffe befestigt sind. Der Prototyp der Anlage steht in Stuttgart unter der Paulinenbrücke. Mehr als 180 mögliche Routen haben die Sportler dort auf der kleinen Anlage bereits identifiziert. Diese kann man sich über eine App anzeigen lassen. Für das Pilotprojekt erhielt Otte im Bundeswettbewerb Kultur- und Kreativpiloten 2019 einen Preis.

Wer in einer Halle klettern möchte, also bouldern, muss meist an die Peripherie der Stadt fahren und dort viel Geld dafür bezahlen. Zugleich werden immer mehr öffentlich zugängliche Freiflächen für Konsum und kostenpflichtige Veranstaltungen genutzt. Orte als zwanglose Treffpunkte und für Bewegungsmöglichkeiten gehen verloren. Die Stuttgarter Architektin Aline Viola Otte möchte dies mit ihrer mobilen Kletteranlage ändern. Als Doktorandin an der Universität Stuttgart gründete sie in Stuttgart das Büro für Raumsport und entwirft nun Bewegungsund Begegnungsräume. Neben dem Raumathlet, einem Parcours für die Salem International School, entwickelte sie eine Kletteranlage, die jedem zugänglich ist und die auch den Ansprüchen ambitionierter Sportler genügt.

Aline Viola Otte

zalineviolaotte.com

Die mobile Boulderanlage lässt sich ohne großen Aufwand aufbauen und auch auf kleinen Plätzen unterbringen.

The mobile bouldering facility can be easily set up and also installed on small spaces.

Those who wish to engage in indoor climbing usually have to go to large halls on the outskirts of cities. At the same time, more and more publicly-accessible areas are being used for commercial purposes and paid events. Casual meeting places and places for engaging in physical activity in city centres are thus being lost. Stuttgart-based architect Aline Viola Otte wants to change this with her mobile climbing facility. As a doctoral student at the University of Stuttgart, she founded the Büro für Raumsport in Stuttgart and designs movement and meeting spaces. Besides the Raumathlet, an obstacle course for Salem International School, she has developed a climbing facility that is accessible to everyone, with even ambitious athletes keen to use it. Otte's bouldering facility including the surrounding bench takes up only 50 m 2 of space and

does not require a foundation or anchoring. Because of its compact shape and her own Swabian origins, Otte has called her work the Boulderblöckle, with the Swabian diminutive “-le” added at the end. The basic module consists of a wall inclined at 35° with an approx. 10-m 2-large climbing surface on the inside and a maximum climbing height of 3 m. The base is 7 × 7 m with a circumferential seating area and side stair entrances. Climbing takes place on the inside of this roof, to which numerous plastic handles are attached. The prototype of the system is located in Stuttgart under the Paulinenbrücke bridge. Athletes have already identified more than 180 possible routes on the small facility, and these can be displayed in an app. Otte was awarded a prize for the pilot project in the German Kultur- und Kreativpiloten 2019 competition.


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Produkte  Products

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Modulare Einhausungen Modular Enclosures

Bänke aus recyceltem Kunststoff Benches Made of Recycled Plastic

Die Aktivhaus-Siedlung in Winnenden bei Stuttgart ist eine Wohnanlage für Asylbewerber in Holzmodulbauweise, geplant von Werner Sobek. Bei den Außenanlagen entschied sich das Büro für modulare Fertig-Einhausungen aus Quadratlochblech von Gerhardt Braun. Drei Fertig-Einhausungen der Größe S (4200 × 2645 mm) und eine Fertig-Einhausung in XXL (6180 × 4665 mm) bieten Platz für Fahrräder, Geräte und Mülltonnen.

Neben FSC-zertifiziertem Hartholz bietet Streetlife sein Stadtmobiliar nun auch aus recyceltem Kunststoff an. Twin-Kollektion nennt das Unternehmen dieses Konzept. Von allen Produkten weist die Sitzbank der Drifter-Serie die größte und gröbste Lamellengröße auf. Extrem robuste Träger mit einer Dicke und Breite von etwa 30 cm bilden die Basis dieser Produktfamilie. Drifter ist entweder aus recycelten Hartholz-Duckdalben oder aus Kunststoffrecyclat erhältlich. Dieses Lava Gray wird ausschließlich aus recycelten Haushaltsabfällen hergestellt.

zgerhardtbraun.com

The Aktivhaus-Siedlung near Stuttgart by Werner Sobek is a modular housing estate for asylum seekers. For the outdoor facilities, the architect opted for modular prefabricated enclosures made of square perforated

sheet metal by Gerhardt Braun. Three size-S (4200 × 2645 mm) prefabricated enclosures and one size-XXL (6180 × 4665 mm) prefabricated enclosure offer space for bicycles, equipment and waste bins.

In addition to FSC-certified hardwood, Streetlife now also offers its street furniture made of recycled plastic. The company calls this concept Twin Collection. Of all the products, the Drifter series bench has the largest and roughest slat size. Extremely robust supports with a thickness and width of around 30 cm form the basis of this product family. Drifter is now available either from recycled hardwood dunnage or plastic. Lava Gray is produced exclusively from recycled household waste.

zstreetlife.nl

Sitzbank oder Picknickgarnitur Bench or Picnic Suite

Modulare Dachkonstruktion Modular Roof Construction

Drei verschiedene Ausführungen bietet Miramondo von seiner Sitzgelegenheit Buddy: als Sitzbank ohne Lehne sowie zusätzlich mit Tisch oder Rückenlehne. Die Tischplatte besteht aus lebensmittelechtem Hochdrucklaminat; Graffitis und Kritzeleien lassen sich nach Herstellernagaben nahezu rückstandsfrei von der Oberfläche entfernen. Die bunten Sitzelemente bestehen aus Polyethylen. Die Stahlteile sind feuerverzinkt und mit einer feinstrukturierten Beschichtung versehen. Alle Materialien lassen sich laut Hersteller sortenrein trennen und zu 100 % recyceln.

Pin ist ein System, mit dem sich in fast jedem Grundriss eine überdachte Fläche zusammenstellen lässt. Zu dem quadratischen Basismodul können weitere Module in vier Richtungen hinzugefügt werden. Entwickelt haben das System David ­Karásek und Viktor Šašinka für Mmcité. Die verzinkte Stahl­ konstruktion ist mit Pulvereinbrennlack beschichtet. Entwässert wird das Dach durch die Säule. In die Träger ist zudem eine LED-Beleuchtung integrierbar. zmmcite.com

Miramondo offers three different versions of its Buddy seating: as a bench or additionally with a table or backrest. The tabletop is made of food-safe high-pressure laminate, with graffiti and scribbles able to be removed from the surface almost without any residue. The colourful seating elements are made of polyethylene, while the steel components are hot-dip galvanized and provided with a finely structured coating. At the end of the product's life, all the materials used can be separated and 100 % recycled.

zmiramondo.com

Pin is a system that allows a covered area to be assembled for almost any layout. Additional modules can be added to the square base module in four directions. The system was developed by David Karásek and

Viktor Šašinka for Mmcité. The galvanised steel construction is coated with a powder baking varnish, with drainage taking place through the column. LED lighting can also be integrated into the supports.


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Contributors

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Contributors

wUrck Das mulitdisziplinäre Büro aus Stadtplanern, Architekten und Landschaftsplanern wurde 2006 von Gijs Wolfs, Oriol Casas Cancer, Paul Kersten und Ernst van Rijn (von links nach rechts) gegründet. Die P ­ hilosophie von Wurck: Nur eine genaue Analyse von Standort und Raumprogramm sowie ein offener Dialog mit allen Planungsbeteiligten und Bürgern führt zum besten gebauten Ergebnis. In dem in Rotterdam ansässigen Büro arbeitet ein Team von 25 Mitarbeitern an ­vielfältigen Projekten, die von kleinen Objekten bis zu stra­ tegischen Visionen, von Wohngebäuden bis zur Landschaftsplanung reichen. Der multidisziplinäre Ansatz des Büros kommt gerade bei Projekten zum Thema Mobilität zum Tragen, so etwa bei der unter­irdischen Fahrradgarage an der Strawinskylaan in Amsterdam (Seite 32ff.).

Vera Simone Bader Die promovierte Kunsthistorikerin studierte an der HumboldtUniversität in Berlin, wo sie für ihre Dissertation 2016 den HansJanssen-Preis erhielt. Seit 2013 arbeitet sie am Architekturmuseum München. Dort kuratiert sie Ausstellungen und ist zudem wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Architekturgeschichte und kuratorische Praxis der Technischen Universität München. Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen die faschistische Architektur in Italien, das Konzept des Vernakulären in der modernen Architektur und die koloniale Architektur in Afrika. Verwandte Themen finden sich auch in einigen Ausstellungen des Architekturmuseums wieder, die sie betreute, wie Afritecture (2013) oder Balkrishna Doshi (2019). Im Interview zur neuesten Schau Experience in Action liefert Vera Simone Bader Hintergründe zur DesignBuild-Methode (Seite 14ff.). Für den begleitenden Katalog ist sie die Herausgeberin. Neben weiteren Ausstellungskatalogen hat sie Aufsätze und Artikel in Tageszeitungen und Fachzeitschriften veröffentlicht. zarchitekturmuseum.de

Jan de Vries

Laura Trompp

zw urck.nl

The multidisciplinary studio, con­ sisting of urban planners, archi­ tects and landscape designers, was founded in 2006 by Gijs Wolfs, Oriol Casas Cancer, Paul Kersten and Ernst van Rijn (from left to right). The philosophy of Wurck: Only precise analysis of the site and program, as well as open dialogue with all planning participants and citizen stake­ holders, leads to the best built

result. The Rotterdam-­based stu­ dio has a team of 25 employees who work on projects ranging from small objects to strategic vi­ sions; from residential buildings to landscape planning. wUrck’s multidisciplinary approach is particularly useful for mobility projects, such as the under­ ground bicycle garage on Straw­ inskylaan in Amsterdam (page 32).

The art historian holds a doctor­ ate in art history from the Hum­ boldt University in Berlin, and ­received the Hans Janssen Prize for her dissertation in 2016. Since 2013, she has been a research fellow and curator at the Archi­ tektur­museum in Munich. She also works as a research assis­ tant at the Chair for Architectural History and Curatorial Practice at the Technical University of

The Finnish photographer stud­ ied architecture at the Aalto Uni­ versity in Helsinki. For this issue,

he photographed the new metro station which has been installed at the campus there (page 54). In

Tuomas Uusheimo

Tuomas Uusheimo Der finnische Fotograf hat Architektur an der Universität in Helsinki studiert. Für dieses Heft hat er die neue U-Bahn-Station auf dem dortigen Campus fotografiert (Seite 54ff.). Bei seiner Arbeit versucht Tuomas Uusheimo stets, die gebaute Umgebung in Bezug auf ihre Erbauer und Bewohner zu verstehen. Ihn fasziniert die Tatsache, dass die Lebensdauer von Gebäuden die ihrer Urheber übersteigt: „Architektur bleibt bestehen, selbst wenn ihre ursprüngliche Funktion oder der Grund ihrer Existenz verloren gegangen sind. Daher möchte ich versuchen, die Vergangenheit, die die Gebäude in sich tragen, fotografisch einzufangen.“

­ unich. Her research interests M include fascist architecture in ­Italy, the concept of the vernacu­ lar in modern architecture, and colonial architecture in Africa. These topics are reflected in ­exhibitions she has worked on at the Architekturmuseum, such as Afritecture (2013) and Balkrishna Doshi (2019). In an ­interview on the latest show, ­E xperience in Action, Vera ­Simone Bader explains the DesignBuild method (page 14). In addition to editing this and other exhibition catalogues, she has written essays and articles for daily newspapers and trade journals. his work, Tuomas Uusheimo seeks to understand the built ­environment in relation to both its builders and its inhabitants. He is fascinated by the fact that a building’s lifespan exceeds that of its creators. According to Uusheimo, “Architecture remains, even if its original function or the reason for its existence has been lost. Through photography I want to capture the past that buildings carry within them.” zuusheimo.com


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Impressum  Imprint

∂ Zeitschrift für Architektur + Baudetail Review of Architecture + Construction Details ISSN 0011-9571/B 2772 DETAIL Business Information GmbH Messerschmittstraße 4, 80992 München Munich, Germany Tel. +49 (0)89 381620-0 Fax: +49 (89) 381620-877 www.detail.de www.detail-online.com Postanschrift  Postal Address: Postfach PO Box: 500205, 80972 München Munich, Germany Geschäftsführung  Managing Director: Michael Hengstmann, Ralph Schwehr, Markus Wolf Redaktion Editorial: Tel. +49 (0)89 381620-866 redaktion@detail.de Dr. Sandra Hofmeister (Chef­­re­dak­ teurin Editor-in-Chief, V. i. S. d. P., SaH), Jakob Schoof (stellvertretender Chef­­­re­dak­teur Deputy Editor-inChief, JS), Sabine Drey (SD), Thomas Jakob (TJ), Frank Kaltenbach (FK), Heike Kappelt (HK), Julia ­L iese (JL), Katharina-Sophie Lange (Praktikantin Intern), Peter Popp (PP), Sabina Strambu (SAS), Edith Walter (EW), Heide Wessely (HW), Barbara Zettel (BZ) Brigitte Bernhardt (BB), Florian Köhler (FLK), Roland Pawlitschko (RP) (freie Mitarbeit Freelance Contributors) Assistenz   Editorial Assistants: Michaela Linder, Laura Oberhofer, Jasmin Rankl Redaktion Produktinformationen Product Informations: produkte@detail.de Gestaltung  Design: strobo B M (Matthias Friederich, ­J ulian von Klier, Monnier Ostermair), München Munich, ­ Deutschland Germany CAD-Zeichnungen CAD-Drawings Dejanira Ornelas Bitterer, ­M arion ­G riese, Barbara Kissinger, Martin Hämmel, Emese M. Köszegi Rana Aminian, Ralph Donhauser (freie Mitarbeit Freelance Contributors) Herstellung Production, DTP Peter Gensmantel (Leitung Mana­ ger), Michael Georgi, Cornelia Kohn, ­Roswitha Siegler, S ­ imone Soesters Fotografen dieser Ausgabe Photographers of this issue: Ajuntament de Barcelona, Alexander Eriksson Furunes, Gareth ­G ardner, Steffen Groß, R ­ oland ­H albe, Sandra Hofmeister, Rasmus Hjortshøj, Stefanie Hüber, Werner Huthmacher, Mathieu Lee Vigneau, Simon Menges, Michael Miltzow, Harry Noback, ­J akob Schoof, ­S usanne Steinmaßl, Laura Trompp, Tuomas Uusheimo, Jan de Vries, Olivia Woodhouse, Ute Zscharnt ­

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Autoren dieser Ausgabe  Authors of this issue: Florian Heilmeyer, Heiner Monheim, Bettina Sigmund Übersetzungen Translations: Peter Green, Alisa Kotmair, Raymond Peat, Marc Selway Leitung Portfoliovermarktung  Manager Portfolio Marketing: Simone Bittner Tel. +49 (0)89 381620-849 Anzeigendisposition Advertisement Scheduling: Petra Meyer (Leitung Manager), Tel. +49 (0)89 381620-824 Tel. +49 (0)89-38 16 20-0 Detail Projekte Detail Projects: Marion Arnemann-Mangold (Leitung Manager), Tel. +49 (0)89 381620-858 Konzeption Detail Projekte Conception Detail Projects: Anna Bendl Projektleitung Project Management: Signe Decker, Sophia Di Latte, ­Verena Skrawek, Martina Zwack Vertrieb und Marketing   Distribution & Marketing: Kristina Weiss (Leitung Manager) Irene Schweiger (Vertrieb Distri­ bution), Tel. +49-(0)89-38 16 20-837 CAD-Zeichnungen   CAD drawings: Alle CAD-Zeichnungen der Zeitschrift sind mit dem Programm ­e rstellt. ­A ll CAD drawings of the jour­ nal were produced with VectorWorks®. Auslieferung an den Handel   Delivery to Trade: VU Verlagsunion KG Meßberg 1, 20086 Hamburg, Deutschland Germany Repro  Reprographics: Martin Härtl OHG, München Munich, Deutschland Germany Druck   Printing: W. Kohlhammer Druckerei GmbH + Co. KG, Stuttgart, Augsburger Straße 722 70329 Stuttgart Deutschland Germany Auslandsversand über IMX  International distribution by IMX

Abonnementverwaltung und Adressänderungen Subscriptions and Address Changes: Vertriebsunion Meynen, Grosse Hub 10, 65344 Eltville, Deutschland Germany Tel. +49 (0)  61 23-92 38-211 Fax: +49 (0)  61 23-92 38-212 Abonnentenkontakt   Subscriptions ­C ontact: mail@detail.de oder or detailabo@vertriebsunion.de DETAIL erscheint 10× jährlich am 18. Dezember / 2. März / 1. April / 1. Mai / 2. Juni / 15. Juli / 1. Sep­tem­b er  / 1.  Oktober / 2. November /  1. Dezember / plus 2 × jährlich das Sonderheft ­D ETAIL inside DETAIL appears 10 times a year on ­ 18 December / 2 March / 1 April / 1  May / 2 June / 15 July / 1 Sep­tember / 1 October / 2 November /  1 December plus 2 special issues of DETAIL ­inside Bezugspreise: ­A bonnement 10 A ­ us­g aben zzgl. 2 Sonderhefte ­D ETAIL interior   Prices for 10 issues DETAIL plus 2 special issues DETAIL inside Inland Germany: € 205 Ausland Other countries: € 205 / CHF 251 / £ 142 / US$ 259 Studenten Students: Inland Germany: € 109 Ausland Other countries: € 109 / CHF 137 / £ 76 / US$ 133 DETAIL Einzelheft DETAIL single issues: € 20,90 / CHF 28 / £ 15 / US$ 26 DETAIL interior Einzelheft DETAIL interior single issue: € 20,90 / CHF 28 / £ 15 / US$ 26 Ausland zzgl. MwSt., falls zutreffend. Alle Preise zzgl. Versand­kosten. Abonnements 6 Wochen vor Ablauf kündbar. Für Studentenabonnements gilt: Studien­b escheinigung erforderlich. Other countries plus VAT, if applicable. All prices plus shipping costs. Proof of student status must be ­p rovided to obtain student rates. Konto für Abonnementzahlungen  Bank details for subscriptios: Deutsche Bank München BLZ 700 700 10 · Konto 193 180 700 IBAN: DE24700700100193180700 SWIFT: DEUTDEMM Bei Nichtbelieferung ohne Ver­ schulden des Verlages oder ­infolge von Störungen des Arbeitsfriedens bestehen keine Ansprüche gegen den Verlag. No claims can be accepted for non­-­ delivery resulting from industrial dispu­ tes or where not caused by an omissi­ on on the part of the publishers.

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Light + Building Produktspecial zur Messe Light + Building innovative products at the fair

3.2020

Konzept Concept

Mobilität Mobility

Zurzeit gilt Anzeigenpreisliste Nr. 52 Verbreitete Auflage VI. Quartal 2019: 18 544 Exemplare + 3131 Exemplare aus früheren B ­ erichtszeiträumen  Current valid advertising rates are listed on Rate Card No. 51. Circula­ tion 4th Quarter 2019: 18,544 copies + 3131 copies from previous report­ ing periods. Dieses Heft ist auf chlorfrei­ gebleichtem Papier ­gedruckt.  This journal is printed on chlorine-­f ree bleached paper. Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck nur mit Genehmigung. Für Vollständigkeit und Richtigkeit aller Beiträge wird keine Gewähr übernommen. 

Teilen unserer Ausgabe liegen ­B eilagen nachstehender Firmen bei. Supplements from the following ­c ompanies are included in parts of our issue. Schüco International KG

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DETAIL 3/2020 - Konzept: Mobilität / Concept: Mobility  

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