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WILLKOMMEN AUF DEM OSTSEEJUWEL


AN- UND ABREISE

Mit einer der großen modernen Fähren von Destination Gotland ist Gotland leicht zu erreichen: Das ganze Jahr über fahren die Fähren von Nynäshamn (in der Nähe von Stockholm) und Oskarshamn aus. Im Sommer gibt es auch Fähren ab Västervik. Nach einer Überfahrt von ca. drei Stunden erreichen Sie die Hansestadt Visby. Auf unseren Fähren herrscht Rauchverbot. Das gilt sowohl im Inneren als auch auf Deck. Sie können auch ein sog. Kombiticket buchen, bei dem die gesamte Reise ab Deutschland in einem einzigen Ticket zusammengefasst ist. Für diese Buchungen arbeitet Destination Gotland mit Ferryexperts in Hamburg zusammen; Informationen über zur Wahl stehende Fährlinien und zur Buchung finden Sie auf der letzten Seite. Reisende mit Haustieren haben die Wahl zwischen Haustierabteil und Haustiersalon. Sie können auch die Tiere während der Überfahrt

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im Fahrzeug lassen (wobei Sie während der Fahrt nach den Tieren sehen können). Alle unsere Fähren sind Hochgeschwindigkeitsschiffe. Die neueste, M/S Visborg, wurde zu Beginn des Frühlings 2019 ausgeliefert. Sie wird mit Flüssigerdgas betrieben, was die Emissionen um 20% reduziert. Ein Schwesterschiff der M/S Visborg wird im Herbst 2019 ausgeliefert.

An Bord der Fähre können Sie in einem der Restaurants eine schmackhafte Mahlzeit genießen. Im Geschäft gibt es Süßigkeiten, Zeitungen und eine kleinere Auswahl an gotländischen Produkten. Vom Flughafen Visby aus gibt es täglich zahlreiche Abflüge Richtung Stockholm und mehrmals wöchentlich nach Malmö und Göteborg.


WILLKOMMEN AUF MEINER HEIMATINSEL! Als Gotländer bin ich gern Ihr Gastgeber und heiße alle Besucher auf Gotland willkommen. Mit Stolz lade ich Sie ein, meine schöne Insel zu entdecken. Schon seit dem Mittelalter ist die Hansestadt Visby ein wichtiger Handelsplatz. Im Lauf der Jahrhunderte haben Millionen von Reisenden die Insel besucht – anfangs als Kaufleute und später als Touristen.  Die strategische Lage inmitten der Ostsee macht Gotland zu einem wichtigen Knotenpunkt, an dem Ost und West, Nord und Süd aufeinandertreffen.  Neben unserer Gastfreundschaft haben wir auch unser einzigartiges kulturelles Erbe erhalten und weiterentwickelt.  Unsere schöne Natur lässt sich zu Fuß und mit dem Fahrrad leicht erkunden. Unsere regionalen Rohwaren bilden den Kern des kulinarischen Bodens, den die Köche der Insel auf beste Art bestellen. Heute ist Gotland eine moderne Insel mit allen denkbaren Annehmlichkeiten, die sich Reisende unserer Zeit wünschen. Ja, Gotland ist leicht zugänglich, die Strände sind nah, die mittelalterlichen Kirchen zahlreich, und die über die ganze Insel verstreuten

VERANTWORTLICHER HERAUSGEBER:

Gunnar Danielsson, Gotlandsguiden COVER-FOTO

Roger Arleryd/gotlandsbild.com

Gasthäuser und Restaurants bieten Gerichte aus regionalen Produkten an. Visby, die mittelalterliche Hansestadt, die in der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgeführt ist, bildet das Zentrum für unsere Besucher. Kulturinteressierte können offene Ateliers besuchen und Freiluftvorstellungen oder Konzerte in Kirchenruinen genießen, sowohl in Visby als auch auf dem Lande. Sportbegeisterte finden Wege, die wie gemacht sind zum Radfahren und Joggen. Die Insel bietet überall reichlich Platz zum Surfen, Paddeln, Golfspielen oder Tauchen. Vor allem aber gibt es unzählige Orte zum Verweilen und Entspannen, Orte, an denen Sie einen Kaffee genießen oder einen Spaziergang machen können. Als Gotländer bin ich stolz, Sie hier willkommen heißen zu dürfen – ich und meine Landsleute werden unser Bestes tun, damit Sie sich hier wohlfühlen. Willkommen auf Gotland – der Insel der Natur, der Kultur und der Erlebnisse!

Adam Jacobsson, Gotländer & Marketing- und Vertriebsleiter bei Destination Gotland.

Gotlandsguiden AB Kopparsviksgatan 11 , 621 58 VISBY Telefon: +46 498-21 00 00 info@gotlandsguiden.se www.gotlandsguiden.se

DRUCKEN

Quad Graphics Sp. z.o.o. 2019

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Foto: Roger Arleryd/gotlandsbild.com

Verringern der Belastung von Wasserorganismen durch Reduktion aller schädlichen Emissionen ins Wasser Verringern des Kraftstoffverbrauchs von Schiffen und der zurückgelegten Strecke, um schädliche Emissionen in die Luft zu reduzieren

Reduzieren der Abfallmenge aus dem Betrieb und Verringern der Vermüllung

Reduzieren der Verwendung von Chemikalien, die Gesundheit und Umwelt beeinträchtigen

UMWELT

DIE UMWELT LIEGT DESTINATION GOTLAND AM HERZEN Destination Gotland ist eine Tochtergesellschaft der Rederi AB Gotland. Seit ihrer Gründung im Jahr 1865 hat die Reederei in Gotlands Wachstum investiert. Im Frühling 2019 wurde das erste Schiff des Unternehmens in Verkehr genommen, das mit Flüssigerdgas (LNG) betrieben wird, die M/S Visborg. Dieser Treibstoff verringert die CO2-Emissionen um bis zu 20% und die Schwefelemissionen um bis zu 99%. Die M/S Visborg ist der Startschuss für die Umstellung des Unternehmens auf Erdgasbetrieb. Von dem neuen Treibstoff abgesehen enthält die M/S Visborg eine Reihe weiterer technischer 4

Energieeffizienzsteigerungen für einen geringeren klimatischen Fußabdruck. Ein Beispiel hierfür ist das weiterentwickelte Schraubendesign, das, verglichen mit älteren Fähren von 2003, eine um 5% höhere Energieeffizienz aufweist. Ein weiteres Beispiel ist, dass die Kälte von der LNG-Versorgung den Klimaanlagen des Schiffes zugeführt wird. Parallel zur technischen Effizienzsteigerung entwickelt Destination Gotland seine Nachhaltigkeitsarbeit weiter. Eco-Drive, Routenplanung, Fahrplanoptimierung und Belegungsgrad sind

Beispiele für Handhabungs- und Konzeptentwicklung, die sich im vergangenen Jahrzehnt erheblich positiv auf den klimatischen Fußabdruck des Verkehrs ausgewirkt haben. 2019 wurde im Hafen von Visby außerdem ein Anschluss für Landstrom installiert, was die CO2-Emissionen zusätzlich reduziert. Destination Gotland und Rederi AB Gotland wollen eines der modernsten Seetransportsysteme der Welt weiterentwickeln, im Einklang mit den Erwartungen, die im Hinblick auf Umwelt, Reisezeit und Kapazität gestellt werden.


Foto: Lena Lavergren.

Willkommen in der Natur!

Viele Menschen reisen nach Gotland, um die wunderschöne Natur zu genießen. Obwohl viele die Insel im Sommer besuchen, hat Gotland das ganze Jahr über viel zu bieten. Was macht Gotland so einzigartig? Inmitten der Ostsee gelegen, lockt die Insel mit ihrem milden Klima und beeindruckenden Kalksteinformationen. Auch ihre Artenvielfalt zieht viele Besucher an, aufgrund der weit zurückreichenden Geschichte kleinräumiger Land- und Forstwirtschaft ist diese so gut erhalten. Es ist leicht, in einem von Gotlands 141 Naturschutzgebieten einen Lieblingsplatz zu finden. Vor Ort gibt es Informationsschilder, die auf die Besonderheiten jedes Schutzgebiets hinweisen. Die Schilder informieren auch über Beschränkungen, die im jeweiligen Schutzgebiet gelten. Wir bitten Sie, diese Regeln zu respektieren, um die Erhaltung des Lebensraums sicherzustellen.

dass die Strände auf Gotland durch das Strandschutz-Umweltgesetz geschützt sind Es umfasst strenge baurechtliche Regelungen und auch Regeln für das Parken von Wohnmobilen. Dieses einzigartige Gesetz gewährleistet, dass die Küsten und Strände für jeden zugänglich sind.

Wenn Sie Gotland mit dem Auto erkunden, kann es verlockend sein, die Straße zu verlassen, um einen abgelegenen Punkt zu erreichen. Nach dem Gesetz über Offroad-Fahrten ist dies jedoch streng verboten. Die Landschaft ist extrem empfindlich, folgen Sie daher bitte der Beschilderung in Naturschutzgebieten und den gekennzeichneten Straßen, wenn Sie auf der Insel mit Fahrzeugen unterwegs sind.

Willkommen auf Gotland!

Alle, die Insel mit einem Wohnmobil oder Wohnwagen erkunden möchten, sollten wissen,

Wir wünschen Ihnen einen fantastischen Aufenthalt auf unserer schönen Insel!

Provinzialverwaltung Gotland

www.lansstyrelsen.se/gotland


UNTER DEN STRASSEN VON VISBY

Versteckt und mystisch – HERBERGE UNZÄHLIGER GEHEINMISSE Unter den Straßen von Visby gibt es eine versteckte Welt voller Geheimnisse. „Um die Gänge ranken sich zahlreiche Mythen, viele davon sind mit den Gebäuden verknüpft, andere mit den Dominikanern oder Franziskanern. Es gibt Legenden, die besagen, dass unterirdische Gänge von Sankt Karin bis dahin reichen, wo sich heute das Restaurant Munkkällaren befindet“, erklärt Lars Kruthof vom Gotlands Museum.

Foto: Roger Arleryd/gotlandsbild.com

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Unter dem Restaurant Eden am Platz Stora Torget verbergen sich Gräber, Skelette und unbeantwortete Fragen. Ausgrabungen haben Mauern, Säulenfundamente und Gräber zum Vorschein gebracht, von denen man annimmt, dass sie die Überreste einer mittelalterlichen russischen Kirche sind. Man glaubt, dass auch ein russischer Handelshof in der Nähe gelegen hat. Das erklärt, warum das Gebäude den Namen „Ryska Gården“, russischer Hof, erhalten hat. Geführte Gruppen können zu der versteckten russischen Kirche hinabsteigen. Seit jeher hat es Gerüchte über unterirdische Gänge geben, die die Mönche benutzten, wenn sie sich unentdeckt hinausschleichen wollten, um Dinge zu tun, die man von Mönchen nicht erwarten würde. Visbys spannende Geschichte ist seit langem Gegenstand verschiedener Aufführungen und des Weltkulturerbes von Visby. Mythen bleiben Mythen, aber in den Geschichten über die unterirdischen Gänge steckt ein Körnchen Wahrheit. „Auf jeden Fall. Aber oft sprechen wir von Wassergängen, man hielt sie für wesentlich älter, aber es zeigte sich, dass sie aus dem 18. und 19. Jahrhundert stammen“, sagt Per Widerström, Archäologe bei Gotlands Museum. Was erzählen die Kammern und Gänge? „Oft von dem, wofür sie zuletzt benutzt wurden. Aber wenn wir uns ganz bis zum Grund einer Kammer vorarbeiten, können wird richtig alte Dinge wie Siegel, Schuhe, Plomben und Holzteller finden. Sie waren nicht nur eine Latrine, ich würde sie lieber als Warmkompost bezeichnen“, sagt er. Mülltrennung war noch nicht erfunden, Männer in Klöstern lebten ein Doppelleben, und reiche Klöster waren nicht ohne Makel. Und Geschichten über unterirdische Räume mussten schon immer erklärt werden, um verständlich zu sein. „Visby hat etwas Spezielles. Diese geheimen Anlagen erzählen von einer Stadt, die unglaublich gut strukturiert ist. Viele der Tunnel wurden geplant, bevor man überhaupt die Häuser baute. Es gibt wohl keine andere Stadt in diesem Teil der Welt, die so gut geplant wurde“, sagt Widerström. Unter den Straßen von Visby gibt es eine versteckte Welt mit großen unterirdischen Systemen aus Tunneln und Gängen. Wasser, das durch die am Hang liegende Stadt floss, gelangte über Kanäle und Rohre hinaus ins Meer. Die alte St.Hans-Schule hat ein Loch im Boden, das zu Gängen unter dem Viertel führt, die mehrere Hundert Meter lang sind. Auf dem Platz Stora Torget liegt bei dem Kunstwerk „Glömskans Bank“ (Bank des

Vergessens) ein Stein, und darunter befindet sich die alte Kloake des Rathauses. Unter dem Boden des Kellers des Restaurants Munkkällaren befinden sich eine Kloake und eine Abfallkammer. Man steigt durch den Müllschacht. Über den Platz der ehemaligen Kulturschule wird erzählt, dass die Töchter des Hauses im 18. Jahrhundert nach einem Gang unter der Erde suchten, der im Keller begann, und hinauf zum Galgenberg führte. Versteckt und mystisch unter der Erde, herrscht überirdisch umso mehr Ordnung: „Schauen Sie sich alle Straßen an, sie sind in der ganzen Stadt gleich, jemand hatte entschieden, dass sie genau so aussehen sollten - und sie sollten aus großen Kalksteinblöcken bestehen“, erläutert Widerström. Aha – es scheint also in Visby schon damals ein städtisches Bauamt gegeben zu haben. Und ein Wassersystem nach römischem Prinzip, das von der Klosterbewegung hierhergebracht wurde. War es das deutsche Gefühl für Struktur und Ordnung, das den Ton angab? „Oder das gotländische“, erwidert Per Widerström mit einem Lächeln. Visbys Unterwelt ist in drei Etagen eingeteilt, mit Abflusskanälen und Wasserleitungen, die Eigendruck erzeugten. Archäologische Funde in Hohlräumen, Korridoren und Gängen unter Visby haben Antworten geliefert, aber auch Anlass zu Spekulationen gegeben. Steinbauten lassen sich nur schwer datieren, aber die Archäologen wissen, dass die hohen Wasserkanäle unter Visby normalerweise auf das 19. Jahrhundert zurückzuführen sind. So alt sind sie also nicht. „Bei den Mythen, auf die ich stoße, geht es fast immer darum, wie der Nachbar im Garten stand und mit einem Spieß arbeitete, als dieser plötzlich in den Untergrund verschwand. Ich glaube, dass viele dieser Geschichten mit einer der Hunderten von Kloaken unter Visby zu tun haben“, meint Per Widerström. Beim großen Platz gibt es einen Brunnen mit Kalkstein am Boden. Darauf lagen Fichtenzweige, die als Filter fungierten, der den Schmutz aussonderte. Wahrscheinlich aus dem 13. oder 14. Jahrhundert. Hunderte Jahre von Kulturschichten halten die Erzählungen noch heute am Leben. „Vor jeder Tourismussaison rufen immer zwei, drei Journalisten an, um eine Reportage über die Gänge unter Visby zu machen. Von den Gängen geht eine starke Anziehungskraft aus“, so Lars Kruthof. 7


VISBYS RUINEN Sie sind einzigartig, sie sind schön, und sie erinnern an ein Mittelalter, in dem Visby reich und mächtig war. Die meisten Kirchenruinen in Visby stammen ungefähr aus derselben Zeit – aus dem Beginn des 13. Jahrhunderts. Sie unterscheiden sich aber in ihren Baustilen, und unterschiedlich waren auch ihre Funktionen. Manche waren Kirchen für eine Gemeinde, andere Hospitäler. Für Wissensdurstige werden geführte Stadtrundgänge angeboten, und in den Ruinen selbst befinden sich Informationstafeln. Sankt Katarina  Visbykarte 30 Auch Sankt Karin genannt, ist eine majestätische Ruine, die den Platz Stora Torget bewacht. Die „neue“ Kirche war der Mittelpunkt der Stadt und 1250 fertig, mit einem Handelsplatz direkt davor, in gewisser Weise wie heute. Gehörte den Franziskanern. Sankt Per und Sankt Hans  31 Errichtet im 13. Jahrhundert, im Wesentlichen am selben Ort. Sankt Hans ist eine der ältesten Steinkirchen von Visby, und man nimmt an, dass sie an einem Ort für heidnische Opferriten liegt. Bei archäologischen Ausgrabungen fand man einen Grabstein mit Inschriften von 1070. Heute befindet sich in der Sankt-Hans-Ruine ein Café. Sankt Nicolai  32 Visby steht auf der Liste des Weltkulturerbes, und die Ruine von Sankt Nicolai ist einer der Gründe dafür. Nicolai geht zurück auf das Jahr 1227 und den Dominikanerorden. Vor nicht

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allzu langer Zeit wurde das Dach verglast und der Boden mit einem schönen Kalksteinbelag versehen. Heute finden häufig Konzerte in der neuen sogenannten Kultudrale statt. Sankt Göran  34 Kirche und Hospital für Leprakranke. Um die Einwohner von Visby vor Ansteckung zu schützen, baute man die Einrichtung außerhalb der Stadtmauer. Heute liegt Sankt Göran lustig genug direkt über dem modernen Krankenhaus von Visby. Der Innenbereich ist für die Allgemeinheit nicht zugänglich, aber der Blick von außen lohnt sich allemal. Sankt Olof  36 Schön eingebettet in den botanischen Garten, umrankt von einem beeindruckenden Efeuexemplar. Erbaut um 1240 als deutsche Gemeindekirche für die nördliche Gemeinde der Stadt als Ersatz für Sankt Nicolai, die vom

Dominikanerorden übernommen worden war. Wurde nach der Reformation aufgegeben.

der Heiliggeistkirche kann erst für die Zeit nach der Reformation belegt werden.

Sankt Gertrud  37 Die Kapelle Sankt Gertrud war im 15. Jahrhundert ein Nonnenkloster, wahrscheinlich ein Annex des nahegelegenen Konvents Sankt Nicolaus. Sankt Gertrud war die Schutzheilige der Gärtner und Reisenden und außerdem die Beschützerin vor Ratten, zum Glück für diejenigen, die einen großen Kornspeicher hatten. Wurde bei der Erstürmung Visbys durch die Lübecker am 12. Mai 1525 zerstört.

Heilige Dreifaltigkeit  39 Im Volksmund Drotten. Erbaut um 1240 als Gemeindekirche für die Deutschen, umgebaut und erweitert im späten Mittelalter. Aufgegeben 1528, als die Bürger begannen, sich „Rationen“ aus dem Inventar der Kirche zu nehmen. Bei der Ruine steht eine Statue von Christopher Polhem, direkt daneben liegt die Ruine Sankt Lars.

Heiliggeistkirche  38 Die Kirche hat acht Seiten und ist in zwei Stockwerken mit gemeinsamem Chor gebaut. Eine Kirche mit umstrittener Identität - eine Kapelle für die dänische Knudsgilde, oder war sie die Sankt-Jakobs-Kirche? Die Gemeindearbeit des Heiliggeisthauses im Viertel

Sankt Clemens  40 Wahrscheinlich ungefähr gleichzeitig mit Sankt Hans erbaut, gegen 1060, als Visby in zwei Gemeinden geteilt wurde. Sankt Clemens wurde die Kirche der nördlichen Gemeinde. Imponierende Gewölbe und Säulen schaffen eine spezielle Stimmung in der Ruine. Eine der ältesten Kirchen von Visby.


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Standort: Nordergravar Foto: Roger Arleryd/gotlandsbild.com

DIE STADTMAUER VON VISBY ZURÜCK INS MITTELALTER Die Stadtmauer von Visby, die die Bauern, Dänen und andere Unbefugte daran hinderte, in die wohlhabende Stadt zu gelangen, lockt heute Menschen aus aller Welt an. Eine bekannte Silhouette und ein mächtiges Bauwerk, das wesentlich zum Charakter der Welterbestadt Visby beiträgt. Ein Spaziergang entlang der 3,44 Kilometer langen Mauer führt Sie an den siebenundzwanzig bodenstehenden Türmen vorbei, die von den einst neunundzwanzig noch übrig sind. Lassen Sie sich verzaubern vom Jungfrauenturm, dem Liebestor und der Langen Lisa. Die besterhaltene Stadtmauer Nordeuropas ist atemberaubend schön und regt zum Nachdenken an.

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FINDEN

Buchstaben und Zahlen beziehen sich auf die Karten auf den Seiten 9 und 50-51.

START

FINDEN

Buchstaben und Zahlen beziehen sich auf die Karten auf den Seiten 9 und 50-51. Kruttornet (Pulverturm)  1 Der älteste Turm in der Stadtmauer. Einst ein Verteidigungsturm in einem kleinen Kastal, der den damaligen Hafen überwachte, jetzt Park Almedalen. Im 18. Jahrhundert wurde im Turm Schießpulver aufbewahrt.

Lübecker Bresche  6 Man sagt, dass dies die Stelle war, an der Lübeck und die Hanse angriffen und den Seeräuber Sören Norrby vertrieben, der seine Basis in der Burg von Visby hatte. Die Mauer hatte einen Sattelturm, der bei seinem Einsturz einen Teil der Mauer mitriss.

Kärleksporten (Liebestor)  2 Zwischen dem Sonnenuntergang im Meer und dem botanischen Garten liegt das Tor, an dem im Lauf der Zeit Tausende Küsse ausgetauscht wurden. Im Mittelalter wurden hier Taue geteert (auf Schwedisch „tjära“), daher der an das schwedische Wort für Liebe, „kärlek“ ,erinnernde Name „tjärlek“.

Sankt Göransporten (Sankt-Görans-Tor)  7 Die Entstehung des Tors kann mit dem St.-Görans-Hospital in Zusammenhang gebracht werden, bei dem es sich um eine große mittelalterliche Anlage mit Kirche und einem Hospital für Leprakranke handelte. Anfang des 18. Jahrhunderts wurde das Tor als Durchgang zum alten Hospitalgelände verwendet.

Jungfrutornet (Jungfrauenturm)  3 Der Sage nach wurde die Jungfrau, die die Stadt verriet und den dänischen König Waldemar einließ, hier eingemauert. Das stimmt nicht ganz, wahrscheinlicher ist, dass sich der Name von der Maßeinheit Jungfrau ableitet, und der Turm war eine Zeit lang ein Gefängnis. Silverhättan (Silberkappe)  4 Der alte Wächtergang wurde restauriert und geöffnet und macht es möglich, von Kames zum Schneckenfeldtor, dem jüngsten Turm der Mauer, zu gelangen. Der Deutsche Orden baute diesen Außenposten nach Norden hin zwischen 1398 und 1408. Snäckgärdsporten (Schneckenfeldtor)  5 Vor einigen Jahren wurde ein Gang von der Innenseite der Silberkappe gebaut, von dem aus man den Schneckenfeldturm besteigen kann, um zu erleben, wie es sich anfühlt, ein Verteidiger des Schicksals der Stadt Visby zu sein. Betörend schöner Blick für alle, die nicht unter Höhenangst leiden.

Långa Lisa (Lange Lisa)  8 Diesen Namen hatte der Turm schon, als er gebaut wurde. Bei einer Untersuchung des Turms 1901 fand man eine Menge Wurfsteine in den Nischen der obersten Stockwerke. Sie gehörten zu seinem Waffenvorrat. Mit sechs Stockwerken der höchste Turm der Ringmauer. Norderport (Nordtor)  9 Alter Turm, besteht möglicherweise seit 1280 und ist jetzt für den Verkehr geöffnet. In unruhigen Zeiten wurden die Holztore um ein Fallgitter ergänzt. Kein Kinderspiel, da hineinzukommen.

Brunnen. Deshalb ließ man 1863 einen Brunnen in Östergravar außerhalb der Stadtmauer bohren. Im Zusammenhang damit wurde ein Mauerbogen eingezogen, und durch das sogenannte Brunnentor konnten die Menschen leichter an Wasser gelangen. Dalmanstornet (Dalmansturm)  12 Ein ungefähr 17 Meter hoher Turm, der als Seezeichen fungierte, später ein Getreidespeicher und Gegenstand diverser Umbauten. Österport (Osttor)  13 Die einzige große Öffnung durch die Klippe und in die Stadt, früher krönte ein fünfstöckiges Turmgebäude das Tor. Zwei rechtwinklige, 25 Meter lange parallele Mauern bildeten die Außenverteidigungsanlagen, und zusammen mit dem Burggraben, dem Tor und den Wächtern ergaben sie einen wirksamen Schutz. Heute für Fußgänger geöffnet. Skolporten (Schultor)  14 Seinen Namen erhielt das Tor, weil man Ende des 19. Jahrhunderts ein Loch in die Mauer brach, damit Schüler von innerhalb der Mauern leichter zur Volksschule von Visby kommen konnten. Heute für den Autoverkehr geöffnet.

Mynthuset (Münzhaus)  10 Das Münzhaus ist wahrscheinlich älter als die Stadtmauer selbst. Münzen hat man hier wohl kaum gefunden, vielleicht aber war das Gebäude ein Zollhaus.

Kajsartornet (Kaiserturm)  15 Der erste bodenstehende Turm, quadratisch mehrheitlich außerhalb der Mauer platziert. Dicke Wände und eine beeindruckende Höhe. Der Kaiser wurde als Gefängnis genutzt, dafür aber schließlich selbst aus Sicht des rauen Strafvollzugs zu unmodern. Jetzt ist im Turm ein Gefängnismuseum.

Brunnsporten (Brunnentor)  11 Die Wasserversorgung war schlecht, und auf der Klippe gab es nur wenige

Valdemarsmuren (Waldemarsmauer)  16 Hier ist also die Stelle, an der Waldemars Armee 1361 die Mauer

durchbrach, im Triumph in die Stadt einmarschierte und die Einwohner von Visby brandschatzte. Wer weiß? Vielleicht war es wirklich so. Söderport (Südtor)  17 In der Ecke, wo die Ostmauer auf die Südmauer trifft, liegt das Südtor. Turmraum mit Kreuzgewölbe und zwei Sitznischen. Der gestiegene Fahrzeugverkehr durch das Tor führte 1947 zu dem Beschluss, die Fußgängertore zu schaffen, die sich seitlich des eigentlichen Tors befinden. Hier begann die Landstraße Richtung Süden. Skansport (Schanzentor)  18 Gegen 1721 fürchtete man, dass die Russen kommen und wüten würden. Daher benötigte man eine bessere Festung: Die Schanze Havsfrun wurde gebaut. Die Passage wurde 1879 geöffnet, um es der von Pferden gezogenen Artillerie leichter zu machen. Burg Visborg  19 Gegen 1411 wurde eine sehr mächtige und große Burg gebaut. Sie war lange Zeit in Gebrauch, wurde aber 1679 von den Dänen in Trümmer gelegt und gesprengt. Im Schlosspark gibt es dazu ein Modell. Lilla Strandporten (kleines Strandtor)  20 Als der Hafen noch hier in direkter Nähe lag, führte dieses Tor zu einem Platz mit Markthalle, Rathaus und Börse. Fiskarporten (Fischertor)  21 Zurück zum Pulverturm, und der Spaziergang ist beendet. Wahrscheinlich führte das Fischertor zu einem kleinen Fischereihafen am Rand des normalen Hafens.

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Dom Sankt Maria 50 Der Dom Sankt Maria ist durch seine kraftvolle, ansprechende Art, ein echter und ein lebendiger Kulturschatz. Die Kirche wurde im 12. und 13. Jahrhundert von und für deutsche Kaufleute erbaut, ist heute aber ein Treffpunkt für alle. Wie andere Teile Gotlands auch durchläuft Sankt Maria die Jahreszeiten. Das ganze Jahr über ist sie eine offene Gemeindekirche, aber im Sommer geben sich die Leute die Türklinke in die Hand. Touristen, Sommergotländer, Teilnehmer der Mittelalterwoche und viele Brautpaare nutzen diese herrliche Umgebung. Der attraktive Barockaltar stellt Adams und Evas Vertreibung aus dem Paradies dar. Der Altaraufsatz des

Foto: Anna Ericsson

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Hochaltars, gefertigt aus bemaltem Sandstein aus Burgsvik, kam 1682 an seinen Platz. Seit 1911 schmückt er einen Altar im südlichen Seitenschiff des Doms. Das Taufbecken aus rotem und grauem gotländischem Kalkstein wird auf das Jahr 1240 datiert. Die Kirche wurde aus feinkörnigem Kalkstein gebaut, der aus einem Steinbruch außerhalb von Visby stammt. Die Kirche besteht

aus einem dreischiffigen rechteckigen Langhaus, zwei schlanken Türmen im Osten und einem kräftigeren Turm im Westen. Der östliche Giebel drückt sich an den Fuß des Kirchbergs. Es gibt zwei Kapellen. An der Südseite der großen Kapelle befindet sich der beeindruckende und schön verzierte Haupteingang. Sankt Maria wurde im Mittelalter „Kirche unserer Lieben Frau“ genannt.


Gotland Museum 62 Das Regionalmuseum besteht aus dem prähistorischen Saal „Fornsalen“ und vier Museumshöfen. Gotlands Kunstmuseum beherbergt neben Dauer- auch Wechselausstellungen. In den Wechselausstellungen wird vor allem zeitgenössische Kunst, aber auch Kunsthandwerk und Design gezeigt. Die Sammlungen des prähistorischen Saals spiegeln die Geschichte Gotlands von der Steinzeit bis zur Gegenwart wider. Das Museum ist ganzjährig geöffnet. Es können mehrere Ausstellungen gleichzeitig betrachtet werden. In der Bildsteinhalle stehen einzigartige Bildsteine aus der Eisenzeit, außerdem befindet sich in der Schatzkammer der Spillingschatz, der weltweit größte wikingerzeitliche Silberschatz.

Foto: Roger Arleryd/gotlandsbild.com

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MUSEEN

BEGEBEN SIE SICH AUF EINE HISTORISCHE ENTDECKUNGSREISE Begeben Sie sich auf eine historische und kulturelle Reise durch die Museen Gotlands. Höhepunkt ist das Gotlands Museum, das Regionalmuseum mit dem prähistorischen Saal „Fornsalen“ und vier Museumshöfen. Auf dem Land gibt es zahlreiche alte Höfe und Heimatmuseen voller Zeugnisse und authentischer Gegenstände, die durchaus einen kleinen Umweg wert sind. Entdecken Sie Ingmar Bergman, Künstlerhäuser, die Kalkindustrie und den Mühlenbetrieb.

Standort: Museum der gotländischen Eisenbahn Foto: Roger Arleryd/gotlandsbild.com

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Albatrossmuseum  I11 Dieses Museum befindet sich im Obergeschoss des Dorfgemeinschaftshauses von Östergarn. Im Museum werden Gegenstände, Dokumente und Fotos rund um den deutschen Minenkreuzer Albatross gezeigt, der 1915, schwer beschädigt nach dem Zusammentreffen mit einem russischen Geschwader in der Ostsee, in Östergarn auf Grund gesetzt wurde. Das Museum wird gemeinnützig betrieben. Geöffnet für Gruppen nach Vereinbarung. Wassermühle Aner  H6 Eine der wenigen erhaltenen und restaurierten alten gotländischen Mühlen, die Ende des 19. Jahrhunderts erbaut wurde. Sie wird mit Wasser aus dem Fluss Anerån betrieben. Um Überschwemmungen vorzubeugen, wurde ein Damm errichtet. Die Mühle war bis Mitte der 40er-Jahre in Betrieb. Wenn der Wasserstand bei dem nahe gelegenen Stauweiher hoch genug ist, wird immer noch einige Male im Jahr Mehl gemahlen. Ganzjährig besuchbar. Kalkbrennerei Barläst  I5 Ihre Wurzeln reichen bis ins 17. Jahrhundert zurück. Bis Anfang des 20. Jahrhunderts brannte man Kalk. Seit einigen Jahren ist die Brennerei ein Freilichtmuseum, das zu einem Spaziergang zwischen den alten Öfen einlädt und in dem Sie den Hauch der Geschichte spüren können. Im 18. Jahrhundert gehörte Barläst dem legendären Küstenwachmann Johan Ahlbom. Das Kalkbrennen wurde 1907 eingestellt. Der letzte Eigentümer war Eurolime, das Barläst 2002 dem Heimatverein Lärbro schenkte. Bergmancenter  L2 Das Bergmancenter auf Fårö ist eine Stiftung und ein Treffpunkt rund um Ingmar Bergmans Leben und Werk. Das Bergmancenter veranstaltet Ausflüge auf Fårö, Vorlesungen, Filmvorführungen, Ausstellungen und dazum die jährliche Bergmanwoche. Geöffnet von Mai bis August, sonstige Zeiten nach Voranmeldung. Kalkbrennereimuseum Bläse  I3 Ein Museum, das über die Arbeit in einem Steinbruch in früherer Zeit berichtet. Zudem beleuchtet es die Geschichte der gotländischen Kalkindustrie auch im Hinblick auf die Frauen. Der Betrieb hatte seine Glanzzeit in den 1920er- und 30er-Jahren, als bis zu 140 Personen in den Steinbrüchen arbeiteten. Das Kalkbrennen wurde 1946 eingestellt. Fahren Sie mit dem Steinzug zum alten Steinbruch. Bottarve  C19 Begeben Sie sich direkt ins 19. Jahrhundert! Geöffnet im Sommer mit Ausstellungen, Aktivitäten für Kinder, Vorlesungen und Theatervorstellungen sowie Führungen durch den Hof. Es gibt ein Café und einen Museumsshop. Bottarve war im 19. Jahrhundert von dem Bauernehepaar Zackris Zackris-

son und Christina Larsdotter bewohnt, wurde 1917 verkauft und 1918 vom Heimatverein Hoburg übernommen. Bungemuseum  K3 Das Freilichtmuseum erzählt von der gotländischen Volkskultur, von Höfen und Milieus aus drei Jahrhunderten. Hier befindet sich auch das Schulmuseum Bunge, das die Entwicklung der Schule zeigt. Schauen Sie sich an, wie die Kinder in den 1840er-Jahren mithilfe von Sandbänken und Rechenstäben rechnen lernten. Heimathof Burge  E15 Ein Heimatmuseum bestehend aus insgesamt sieben Gebäuden, darunter ein altes Waschhaus, dessen Dach mit Sandsteinplatten gedeckt ist, und Backöfen. Daneben beherbergt es auch 1.000 spannende Gegenstände. Geöffnet nach Vereinbarung. Armenhaus und Schulmuseum Burs  F14 Das alte Armenhaus des Kirchspiels wurde 1862 gebaut. Der alte Holzschuppen wurde in ein Schulmuseum umgebaut, in dem man unter anderem eine Pedalorgel und Schulmaterial aus der Mitte des 19. Jahrhunderts findet. Geöffnet im Sommer und nach Vereinbarung. Cedergrens Orgelmuseum  F11 Das Museum befindet sich im Missionshaus von Vänge und wurde zum Andenken an den gotländischen Orgelbauer Alfred Cedergren gegründet. Geöffnet ca. einmal wöchentlich im Sommer sowie nach Vereinbarung. Danielssons Kate  G5 Eine neu restaurierte ärmliche Kate mit Wurzeln aus dem frühen 18. Jahrhundert bestehend aus einem Zweiraumhaus mit einem Waschhaus. Die Kate und der Stall in Blockbauweise mit dem mit Schneidried gedeckten Dach ergeben ein schönes Ensemble. Das gegen Ende des 19. Jahrhunderts als Tagewerkhaus genutzte Gebäude ist von einem gebundenen Holzzaun umgeben. Geöffnet nach Vereinbarung. Dunbodi  F9 Das in den Räumlichkeiten des ehemaligen Dorfladens von Dune gelegene Dorfladenmuseum befindet sich in Privateigentum und zeigt eine Ladeneinrichtung aus dem frühen 20. Jahrhundert. Der letzte Händler zog 1983 weg. In den Jahren 1986-88 wurde es restauriert und ist seitdem nicht nur Wohnhaus und Museum, sondern auch Baudenkmal. Heimatmuseum Eke  E15 Im Stall beim alten Schulhof in Eke gelegen. Der Heimatverein hat ein kleines Museum eingerichtet, dessen Sammlungen hauptsächlich aus älteren Gebrauchsgegenständen bestehen. Geöffnet nach Vereinbarung. Heimatmuseum Etelhem  F13 Das Heimatmuseum befindet sich

beim Eisenbahnpark in Etelhem. Der Heimatverein hat zahlreiche Gegenstände aus der Gegend gesammelt und außerdem eine Fotosammlung zusammengestellt. Geöffnet nach Vereinbarung. Fenomenalen, Visby  61 Das Fenomenalen ist ein Wissenschaftszentrum, in dem man die Magie des Alltags erleben kann. Die Ausstellung umfasst die Bereiche Naturwissenschaft, Technik und Mathematik. Zudem können auch neue Lösungen für alte Probleme gefunden werden. Museum Fårö  L2 Ein kulturhistorisches Museum, das Ausstellungen zu unterschiedlichen Themen präsentiert. Es befindet sich im selben Gebäude wie das Bergmancenter und wird vom Heimatverein Fårö betrieben. Heimatmuseum Gothem  H8 Dieses Museum können Sie in der Scheune des Pfarrers finden. Gezeigt werden insbesondere ältere Gebrauchsgegenstände. Geöffnet im Sommer. Zeiten an der Stalltür angegeben, und nach Vereinbarung. Gotlands Verteidigungsmuseum G6 Erzählt wird die Verteidigungsgeschichte Gotlands für Armee, Luftwaffe und Marine. Der Hauptteil des Museums befindet sich im Zentrum von Tingstäde und besteht aus einem Hauptgebäude mit drei Stockwerken, einem Unterstützungshaus, Feldhaus und Panzerhaus. Sonderausstellungen, Café, Restaurant und Shop, Spielplatz. Die Abteilung Luftwaffe und Marine des Museums umfasst drei Gebäude, zwei Geschützparks sowie eine Freilichtausstellung. Gotlands Museum, Visby  62 Das Regionalmuseum Gotlands befindet sich im historischen Gebäude Fornsalen und umfasst vier Museumshöfe, Gotlands Kunstmuseum, Dauer- und Wechselausstellungen. In den Wechselausstellungen wird vor allem zeitgenössische Kunst, aber auch Kunsthandwerk und Design gezeigt. Der prähistorische Saal ist das ganze Jahr über mit unterschiedlichen Ausstellungen geöffnet. Die Sammlungen des prähistorischen Saals spiegeln die Geschichte Gotlands von der Steinzeit bis zur Gegenwart wider. In der Halle „Bildstenshallen“ sind einzigartige Bildsteine aus der Eisenzeit zu sehen und in der „Schatzkammer“ der Spillingschatz, der weltweit größten wikingerzeitliche Silberschatz. Gotlands Landwirtschaftsmuseum  D16 Alte Landwirtschafts- und Haushaltsmaschinen, die Geschichten über harte Arbeit, Mechanisierung und Erfindungsreichtum erzählen. Das Museum würdigt die Geschichte und Bedeutung der gotländischen Landwirtschaft. Auf dem Hof gibt es einen Schulsaal, eine

Wäscherei, eine Tischlerwerkstatt und eine Schusterwerkstatt. Museum der gotländischen Eisenbahn  F9 Die Eisenbahnstrecke Gotlands, Hesselby Jernväg, führt von Dalhem über Halla in die Gemeinde Roma. Es sind die einzigen Schienen, die noch vom Eisenbahnnetz der Insel zeugen. Der Eisenbahnverein Föreningen Gotlandståget hat ein lebendiges Museum geschaffen. Die ältesten Wagen sind von 1878. Fahrraddraisinen können gemietet werden. Café mit Tischen im Freien, Shop, Spielplatz. Gotlands Oldtimermuseum  C8 Der Oldtimer-Liebhaber findet hier Oldtimerautos von 1909-1970, die ältesten Motorräder des Landes bis in die 1960er-Jahre, viele davon einzigartig, eine Fahrradsammlung von den vielleicht weltweit ältesten bis heute, Traktoren vom ältesten Oldtimertraktor des Landes bis in die 1950er-Jahre. Wenn Sie mögen, fahren Sie doch Lokomobile oder Hochrad. Groddagården  J3 Auf dem Spielmannshof Groddagården ist noch Vieles wie es einst im 18. Jahrhundert war. Damals befand sich hier ein Gasthof, in dem die Reisenden die Nacht verbringen oder etwas zu essen bekommen konnten, jetzt dient dieser Ort als Museumshof, der für seine Spielleute, die Groddakarlarna, bekannt ist. Geöffnet im Sommer, Heimatprogramm und Musikabende. Gullinmuseum  C11 Ein Museum zu Ehren Lars Gullins, einer der Pioniere der schwedischen Jazzmusik und international anerkannt. Er verstarb 1976. Im Museum, das vom Heimatverein Sanda betrieben wird, werden Leben und Werk Gullins vorgestellt. Kapitelhaushof, Visby  58 Der Bau des Kapitelhauses begann im späten 12. Jahrhundert. Über einen Zeitraum von 250 Jahren änderte es seine Gestalt und wurde zu dem, was heute sichtbar ist: ein schöner Museumshof mit Mittelalterlokal, Kräutergarten und Shop. Filmmuseum Katthammarsvik  I11 Das Filmmuseum Katthammarsvik auf dem Heimathof Östergarn spiegelt den Filmbetrieb in der Gegend seit den 1930er-Jahren wider. Hof Kattlund  D16 Einer der am besten erhaltenen mittelalterlichen Höfe im nordischen Raum, dessen Wurzeln bis ins 13. Jahrhundert zurückreichen. Hier können Sie sich ein Bild davon machen, wie das Leben auf einem gotländischen Hof im Mittelalter möglicherweise aussah. Daneben erwarten sie ein Kräutergarten und Obstgarten mit alten gotländischen Apfelsorten, ein Gartencafé, Handwerksladen und Hofladen. Geöffnet in den Sommermonaten.

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Fortsetzung Museen Steinmuseum Kettelvik  B19 Im Steinbruch bei Kettelvik kann man sehen, wie ein Steinmetz arbeitet, und selbst versuchen, Sandstein zu behauen. Jahrhundertelang wurde an dieser Stelle Sandstein abgebaut und Schleifsteine zugehauen. Schöne Lage an der Küstenstraße. Koviks Fischereimuseum  B11 Koviks Fischerdorf war eines von Gotlands vielen aktiven Fischerdörfern, an denen Küstenfischerei betrieben wurde. Heute ist es ein Fischereimuseum, in dem Boote, Fischerschuppen und Fischereigeräte aus ganz Gotland zusammengetragen wurden. Eine der treibenden Kräfte hinter dem Museum war der Künstler Erik Olsson. Lummelundsbruk  E5 Der Wasserfall bei der Mündung der Höhle von Lummelunda wurde lange Zeit als Energiequelle genutzt. Das erhaltene Mühlrad bei Lummelundsbruk ist das größte in Nordeuropa – ein Museum in Bewegung. Auch Silurum, das geologische Museum Gotlands, befindet sich hier. Heimatmuseum Linde  D14 In einem restaurierten Stall hat der Heimatverein Linde viele Gebrauchsgegenstände und Dokumente sowie alte Fotos gesammelt. Ljugarns Kulturkap  H13 Hier finden Sie vier kleine Museen beim Hafen von Ljugarn auf einmal. In den Sommermonaten nachmittags geöffnet. Kriegslazarettmuseum Lärbro  I5 Während des Zweiten Weltkriegs und danach befand sich hier das größte und modernste Kriegslazarett Schwedens. Heute ist es ein kleines Museum, das über die damalige Zeit und Flüchtlinge aus Auschwitz berichtet. Muramaris, Visby  D6 Villa Muramaris an der Klippenküste nördlich von Visby gelegen. Hierbei handelt es sich um ein von Johnny und Ellen Roosval von 1915-1917 erbautes Künstlerhaus. Bei einem Brand 2013 wurde die Villa vollkommen zerstört. Die Parkanlage und Ellen Roosvals Skulpturen überstanden das Feuer unbeschädigt, ebenso wie die umliegenden Gebäude. Museum Lars Jonsson  C19 Im Obergeschoss des Pfarrhauses von Vamlingbo befindet sich das Museum

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Lars Jonsson. Hier wird eine Auswahl aus seinen Sammlungen mit Motiven aus dem südlichen Gotland gezeigt. Nantens Häuschen und Mühle  M1 Ferdinand Pettersson, genannt Nanten, Müller der Mühle bei Butleks auf Fårö, wohnte in dem kleinen, 30 Quadratmeter umfassenden Häuschen. Die Mühle und das Häuschen wurden vom Heimatverein Fårö erhalten und wiederaufgebaut. Naturum Gotland  C19 In einer Steinscheune aus dem frühen 19. Jahrhundert können Sie in einer Dauerausstellung etwas über die Natur und die geologische Entwicklung Gotlands erfahren sowie Wechselausstellungen erleben. Gratis. In den Sommermonaten täglich geöffnet, ebenso an einigen Feiertagen. Norrbys Museumshof  E1 Unternehmen Sie eine Zeitreise in die 1940er-Jahre. Im Sommer werden Sie über den Hof von Gastgebern, bekleidet in der damaligen zeitgenössischen Kleidung, geführt. Hier gibt es Lämmer, Pferde, Schweine, Hühner und Kaninchen sowie eine Wassermühle, in der noch heute Mehl gemahlen wird. Historischer Hof Norrlanda  G10 Machen Sie sich ein Bild über das Leben auf Gotland im 18. Jahrhundert. Ein Wohnhaus, eine Trockensauna, eine Schmiede, ein Stall und Inventar, all das vermittelt ein Gefühl des Alltagslebens vor 300 Jahren. Petes, Hablingbo  C15 Dieser Strandhof ist Beispiel dafür, wie ein wohlhabender Hof im Süden Gotlands im 19. Jahrhundert aussehen konnte. Er spiegelt das Landleben auf Gotland wider. Geöffnet in den Sommermonaten. Das Gartencafé lädt zum Verweilen ein. Polhemsgården  G5 Das Elternhaus des Erfinders Christopher Polhem. Hier findet jedes Jahr ein Mittsommerfest statt. Für Führungen oder zur Miete über den Heimatverein Tingstäde buchbar. Roma Kungsgård  E9 Eine stattliche Allee führt zum „Königshof“ und zur Klosterruine von Roma. Während der Wikingerzeit versammelten sich die Menschen zum Thing. Heute ist der Königshof ein kulturhistorischer Treffpunkt für die ganze Familie. Kulturhistorische Dauerausstellung

im Hauptgebäude, Laden mit Verkauf gotländischen Kunsthandwerks und Ausstellungsräume. Jeden Sommer finden Theateraufführungen und Konzerte in der Klosterruine Roma statt. Sandkull-Annas Häuschen  E7 Das Haus in Björkome, Väskinde wurde Ende des 19. Jahrhunderts aus wiederverwendetem Holz erbaut und war als eines der letzten der wirklich primitiven Wohnhäuser auf Gotland bewohnt, mit 11,5 Quadratmeter und ohne Strom und Wasser. „SandkullAnna“ Johansson wohnte in dem Häuschen bis 1975. Seenotrettungsmuseum  M1 Die Seenotrettung auf Fårö wurde 1861 organisiert, da vor Ekeviken ständig Schiffe strandeten. Erbaut in der Nähe des Ortes, an dem das Seenotrettungsmuseum heute liegt, in der südwestlichen Ecke von Ekeviken. Dort befindet sich das Rettungsboot Skärsände und daneben ein Robbenfangschuppen mit Geräten. Geöffnet im Sommer. Industriemuseum Slite I6 Das Museum zeigt die Entwicklung von Cementa und Slite im Laufe des letzten Jahrhunderts. Schifffahrtsmuseum Slite  I6 Gegründet 1998, kann man hier mehr über die Schifffahrtsgeschichte Gotlands erfahren. Objekte, die mit Slites weit zurückreichender Geschichte als Hafenort verbunden sind, werden gezeigt. Das Museum wird von Freiwilligen betrieben. Geöffnet montagabends. Smaklösa-Museum  B11 Erleben Sie hier die Geschichte der Band Smaklösa in einer alten Tankstelle. Die Band genießt lokalen Kultstatus. Ihren ersten Auftritt hatte sie 1974 in Borgens Musikcafé. Die Band schreibt eigene Texte mit Verbindung zu Gotland, und die Mitglieder der Gruppe beharren stur darauf, dass Proben feige sei. Stavgard  F15 Ein rekonstruiertes Eisenzeitdorf an der Meeresbucht Bandelunda im Kirchspiel Burs. Der Verein Stavgard veranstaltet im Frühling und Herbst historische Schullager. Neben dem Schullagerbereich gibt es Bebauung aus der römischen Eisenzeit und der Völkerwanderungszeit.

Strandridargården  J5 Erbaut in den 1730er-Jahren von dem legendären Küstenwachmann (oder „Strandreiter“, daher der Hofname) Johan Ahlbom. Bauernhaus, Waschhaus, Gesindehaus und Stall sind erhalten. Ahlbom heiratete 1726 eine der reichsten Töchter des Kirchspiels, wurde Eigentümer mehrerer Kalköfen im Norden Gotlands. Dadurch wurde er zum wohlhabenden Kalkpatron auf Gotland. Seit 2014 in Privateigentum. Festung Tingstäde  G5 Der Bau begann 1904, wurde aber erst bei Ausbruch des Ersten Weltkriegs 1914 fertiggestellt. Damals das Zentrum von Gotlands militärischem Lager und Verteidigung. Fünf Schanzen wurden während des Zweiten Weltkrieges und von der Heimatverteidigung bis in die 1970er-Jahre hinein verwendet. Das staatliche Baudenkmal beherbergt unterirdische Räume und Gänge. Schanze 1 wird vom Heimatverein Tingstäde im Sommer sowie nach Vereinbarung gezeigt. Eisenbahnmuseum Tjuls  C10 Das Museum befindet sich im Bahnhof an der stillgelegten Eisenbahnstrecke Romakloster – Klintehamn. 1897 ging der erste Zuckerrübentransport nach Roma, zur Zuckerfabrik. 1898 wurde die Strecke für den allgemeinen Verkehr freigegeben. Das Bahnhofsgebäude ist jetzt ein Museum. Im Sommer für Besucher geöffnet. Vanges  F15 Birger Kristensson begann schon in jungen Jahren, alte Gebrauchsgegenstände zu sammeln, systematisch und chronologisch geordnet. 1997 wurden die Sammlungen zum Hofmuseum. Hier gibt es mehr als 10.000 Gebrauchsgegenstände aus dem 18. Jahrhundert und späterer Zeit zu sehen. Geöffnet im Sommer. Museumshof Vike  H7 Der Museumshof ist ein typischer gotländischer Strandhof aus dem frühen 17. Jahrhundert, der im 18. Jahrhundert in mehrere Teile aufgeteilt wurde. Der Hof, der nach Osten der Landstraße verlegt wurde, ist das heutige Museum. Das Museum umfasst unterschiedliche Gebäude, einen prächtigen Kräutergarten sowie eine Wiese, die auf althergebrachte Weise gepflegt wird. Die Wiese wird im Mai geschleppt und im Juli gemäht.


WIKINGER

Ende des zwölften Jahrhunderts war Gotland eine Macht, mit der man rechnen musste. Zweiundneunzig Steinkirchen zeugen von großem wirtschaftlichem Wohlstand, nachdem die Wikinger den Handel Richtung Osten mehrere Jahrhunderte lang dominiert hatten. Dank der strategischen Lage der Insel in der Ostsee war Gotland ein wichtiger Knotenpunkt für den Handel zwischen Ost und West. Das vierzig Kilometer südlich von Visby gelegene Fröjel war in der Wikingerzeit einer der größten und bedeutendsten Häfen der Insel. Aber nicht der einzige. Archäologen haben entlang der Küste mindestens fünfzig Wikingerhäfen gefunden. Die meisten waren klein, aber sechs oder acht davon reichten an die Größe des Hafens von Fröjel heran. Gotlands Wikinger arbeiteten zusammen, um ihre Handelsschiffe zu bauen und um durch die Ostseeregion und weiter nach Süden zu segeln. In Russland kauften sie Honig, Teer und Pelze, die sie dann heim nach Gotland brachten, um damit Handel zu treiben. Diese Händler hatten ihr eigenes, „Gutagård“ genanntes Zentrum in Nowgorod, das über Jahrhunderte hinweg der Mittelpunkt ihres Handels war. Die ersten Handelskontakte mit den bal-

tischen Staaten und Russland reichen bis ins siebte Jahrhundert zurück. Schon 750 n. Chr. siedelten die Wikinger in der Stadt Aldeigjuborg am Ladogasee im Nordwesten Russlands. Von hier aus begaben sie sich auf Handelsreisen in die arabische Welt, zum Kaspischen Meer, zum Schwarzen Meer und nach Byzanz - dem heutigen Istanbul. Gotlands Wikinger transportierten ihre Güter in kleinen Schiffen, die über Land von einem Fluss zum nächsten gezogen werden konnten. Im Gegensatz zu den blutrünstigen Expeditionen, die die norwegischen und dänischen Wikinger Richtung Westen unternahmen, vermieden die Wikinger Gotlands Plünderungen aus dem offensichtlichen Grund, dass zielloses Plündern wertvolle Handelsbeziehungen gefährdet hätte. Ende des zwölften Jahrhunderts wurden die Zeiten für die Inselbewohner und die Wikinger Gotlands härter. Der Hafen von Fröjel wurde aufgegeben, als die deutsche Hanse die Handelsrouten nach Russland übernahm.

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Foto: Foto:Thomas Braun Hogenberg Gedminas

DIE HANSE

Mit einfachen Worten könnte man sagen, dass die Hanse ein mittelalterlicher Vorläufer der heutigen EU war. Die Mitglieder der Hanse hatten das Recht, in anderen Hansestädten Handel zu treiben und zu leben. Zollfreiheit, Schutz und Frieden waren ebenfalls wichtige Elemente der Zusammenarbeit.

Russland: Die Gotländer hatten einen eigenen Handelshof in der russischen Stadt Nowgorod und ihre eigene Olafskirche, und dort galt gotländisches Recht. Anfangs durften die Deutschen den gotländischen Handelshof mitnutzen, aber im Lauf der Zeit wurden die Gotländer ausmanövriert.

Die Hanse begann als Netzwerk von Kaufleuten, die im Ostseeraum Handel trieben. Gotland wurde ein Knotenpunkt. Als Heinrich der Löwe 1143 Lübeck gegründet hatte, begann er sich darüber Sorgen zu machen, dass zwischen den Gotländern und den deutschen Kaufleuten Krieg ausbrechen könnte. Daher ergriff er die Initiative zum Artlenburger Privileg, das 1161 unterzeichnet wurde. Dies wird auch als Geburt der Hanse bezeichnet.

Die Hansestadt Visby entwickelte sich im ersten Teil des 13. Jahrhunderts. Kirchen, Klöster und beeindruckende Handelshäuser verliehen der Stadt einen Ausdruck von Macht. Als das „Manhattan des Mittelalters“ hat der Architekt Corbusier Visby bezeichnet. Die mittelalterliche Stadt ist in hohem Maß erhalten und gehört jetzt zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Visby war zu Beginn die führende Stadt im gegenseitigen Handel und im Handel mit

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Ab 1356 ging die Hanse in einen Verbund zwischen Städten über. Diese trafen sich einmal im Jahr auf einem Hansetag, um über gemeinsame Angelegenheiten zu entscheiden.

Die höchste Mitgliederzahl der Hanse lag bei ungefähr 225 Städten. Visbys Glanzzeit endete weitgehend, nachdem Gotland in die Hände der Dänen gefallen war, und auch aufgrund der Tatsache, dass die Schiffe größer wurden und für ihre Fahrten nach Osten keinen Hafen mitten in der Ostsee mehr brauchten. 1669 wurde der letzte Hansetag in historischer Zeit abgehalten. Nach einem Dornröschenschlaf von mehr als 300 Jahren erstand die Hanse wieder auf. Heute ist sie ein sehr aktives Netzwerk mit 195 Mitgliedsstädten in 16 Ländern. Visby hat zusammen mit Lübeck eine führende Position. Heute wie damals kommen die Städte zu einem jährlichen Hansetag zusammen. Die Hanse ist außerdem ein vom Europarat zertifizierter Kulturweg, ein Beweis für ihren Wert im Rahmen des europäischen Kulturtourismus.


Park Almedalen war der ehemalige Hansehafen. Hier landeten die Kaufm채nner von fern und nah. Heute ist der Park Hauptb체hne f체r die Almedalenwoche und ein beliebter Treffpunkt 체ber das ganze Jahr. 19


GOTLANDS GESCHICHTE 430.000.000 v.Chr. Der Kontinent Baltica, der am Äquator liegt, ist von Korallenriffen und tropischen Gewässern bedeckt – hier entstehen die ersten Kalk- und Mergelsteine Gotlands.  9.000 v.Chr. Gotland steigt aus dem Meer. 7.000 v.Chr. Gotland wird besiedelt, laut der Gutasaga war Tjelvar der erste Mann auf Gotland.  5.500–2.500 v.Chr. Tjelvars Verwandte haben sich in kleinen Gruppen rund um Gotlands damalige Küste und auf Stora Karlsö angesiedelt.  3. Jahrhundert Jemand ritzt auf Gotland eine Runenreihe in eine Speerspitze, eine der ältesten Runeninschriften Schwedens. 7. - 11. Jahrhundert Man glaubt, dass die Handelsreisen nach und von Gotland bereits

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weit vor dem Mittelalter begannen. Vielleicht schon in der Jungsteinzeit, aber für die Eisenzeit und den Beginn der Wikingerzeit gibt es viele Hinweise darauf, dass es entlang der gotländischen Küste bis zu 50 Hafen- und Handelsplätze gab. 12. Jahrhundert Gotlands intensive Bauepoche der Steinkirchen beginnt – insgesamt werden es fast 100 Stück. Der Großteil der Kirchen, die es heute noch gibt, wird im Lauf von 250 Jahren erbaut – in Visby allein errichtete man 17 Kirchen. Heute gibt es noch 13 Kirchenruinen und den intakten und gut besuchten Dom. Auf dem Land gibt es 92 erhaltene Kirchen und 4 Kirchenruinen.  1150er Jahre Die Hanse wird gegründet, Hansestädte sind neben Visby unter anderem Lübeck, Tallinn und Bergen. 

1288 Bürgerkrieg zwischen dem ländlichen Gotland und der Hansestadt Visby – der Bau der Ringmauer beginnt im 13. Jahrhundert. Die Ursache für den Konflikt bestand darin, dass die Bürger von Visby den gesamten gotländischen Handel auf Visby konzentrierten und die Bauern auf dem Land zwangen, ihre zollpflichtigen Waren über Visby zu verkaufen.  1350 Die Pest schlägt auf Gotland zu. In dieser Zeit beginnt Gotland zu verarmen.  1361 Waldemar Atterdags Heer zieht gegen Visby, 1.800 Gotländer fallen außerhalb der Mauern. Die Einwohner von Visby, die sich nicht an der Verteidigung beteiligen, zahlen einen Brandschatz und erhalten im Gegenzug Handelsfreiheit in Dänemark. Der 27. Juli ist ein schwarzer Tag in Gotlands Geschichte. 


1447-1449 Erich von Pommern, der „ohne Land“ ist, hat in Gotland das Sagen und betreibt Seeräuberei auf der Ostsee.

1855 Der botanische Garten wird in Visby von der Gesellschaft DBW (De Badande Wännerna) angelegt.

1961 Ingmar Bergman dreht auf Gotland den Film „Wie in einem Spiegel“ – den ersten von vielen. Er kauft sich ein Haus auf Fårö.

Ende des 15. Jh. - Mitte des 16. Jh. Dänische Lehnsherren verfügen „nach Gutdünken“ über Gotland, d.h. mit Steuern und Zöllen – und betreiben Seeräuberei auf der Ostsee. Die Steuern stiegen um mehr als 1000 Prozent. 

1859 Ein Telegrafenkabel verbindet Gotland mit dem Festland.

1971 Aus 13 Gemeinden wird die Gemeinde Gotland.

1866 Das erste Schiff der Dampfschiffgesellschaft Gotland unternimmt seine Jungfernfahrt zum Festland.

1995 Die Innenstadt von Visby mit der Ringmauer wird in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen.

1878 Die Eisenbahn zwischen Visby und Hemse wird von Oskar II. eingeweiht

1996 Visby Summit – Europas Regierungschefs treffen sich in Visby. 

1883 kann ein Einwohner von Slite mit einem Einwohner von Visby telefonieren.

1998 Die 18. Zusammenkunft der Hansetage der Neuzeit findet mit Handel, Seminaren und Kulturveranstaltungen in Visby statt.

1525 Visby wird von den Lübeckern gestürmt, die unter anderem von der Seeräuberei genug haben – im Friedensschluss zwischen Dänemark und Lübeck verliert Gustav Vasa Gotland an Dänemark.  1566 Die dänisch-lübeckische Flotte liegt vor Visby vor Anker und sinkt in einem Sturm, 2.000 Männer kommen um. 1645 Frieden von Brömsebro – Gotland wird schwedisch, nachdem es 300 Jahre lang dänisch gewesen war. 1715-1720 Russische Plünderungszüge an der Ostküste – die Großmacht Schweden zeigt Risse. 

1896 Der Tourismusverband Gotland wird gegründet. 1915 Das deutsche Minenabwehrfahrzeug Albatros wird bei Östergansholme von russischer Marineartillerie beschossen, 30 deutsche Soldaten kommen ums Leben und werden auf dem Friedhof von Östergarn begraben. 

1999 Island Games: 2000 Teilnehmer aus 14 Ländern kommen zu den Olympischen Spielen der Inseln auf Gotland. 2001 Visby ist Gastgeberstadt für sieben EU-Konferenzen - die zweithöchste Zahl nach Stockholm während des Halbjahres der schwedischen EU-Ratspräsidentschaft.

1918 Die Spanische Grippe wütet auf Gotland. 1750er Jahre Gotland hat ca. 18.000 Einwohner, wovon 90 Prozent auf dem Land leben. 1850er Jahre Der Krimkrieg bringt viel Handel nach Fårösund, das Schweden für die englischfranzösische Flotte öffnet – doch jede Medaille hat zwei Seiten – Cholera bricht aus, und bei Ryssnäs im Süden Fårös wird ein Cholerafriedhof angelegt. 

2003 Die Almedalsbibliothek wird eingeweiht. 1942 Gotland bekommt seinen ersten „richtigen“ Flugplatz in Visby. 1944 Ein russisches U-Boot torpediert das gotländische Passagierschiff Hansa, 84 Personen kommen ums Leben. 1954 Das gesamte Stromnetz Gotlands wird über eine Stromleitung ans Festland angeschlossen – die weltweit erste Leitung dieser Art.

2007 Carl von Linné wäre 300 Jahre alt geworden. 2007 Die neue Kongresshalle Wisby Strand wird eingeweiht. 2019 Die erste gasbetriebene Fähre wird im Gotlandverkehr eingesetzt.

Foto: Anna Eriksson

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RAUKAR - KALKSTEINSÄULEN FOSSILE SKULPTUREN – KÜNSTLER NATUR Die gotländischen als Raukar bezeichneten Kalksteinsäulen sind wie die Kolosse auf der Osterinsel. Nur stolzer. Geformt von der Erosion durch Wetter und Meer, die weiche Gesteinsarten bis zum harten Kalkstein abtrugen und stattliche fossilierte Korallen zurückließen. Sie stehen allein oder in großen Formationen. Schauen Sie beim „Hoburgsgubben“ in Sundre oder beim „Hund“ auf Fårö vorbei.

Langhammars  L1 Hier gibt es einige der am häufigsten fotografierten Raukar. Sie finden sie neben einer kargen Steinebene. Unten zum Wasser hin gibt es einige Raukar, die fast zehn Meter hoch sind. Digerhuvud  L1 Dies ist nicht nur Gotlands größtes Raukgebiet, sondern das größte in ganz Schweden. Mehr als 100 Raukar stehen entlang der 3,5 Kilometer langen Strecke an Fårös Nordwestseite beieinander. Die Steinriesen stehen direkt an der Kante eines tief abfallenden Meeres. Das Baden ist hier nicht

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zu empfehlen. Nutzen Sie jedoch einen herrlichen Sonnenuntergang an einem der angelegten Grillplätze zum Grillen. Gamle Hamn  L2 Der Rauk, der unter dem Namen „Hund“ oder „Kaffeekanne“ berühmt ist, schmückt die meisten Postkarten. Er steht im Naturschutzgebiet Gamle Hamn. Es lohnt sich, diesen Platz bei einem stillen Sonnenuntergang zu erleben. Lergrav  K5 An einer malerischen Klippenkante über dem Fischerdorf Lergrav findet

man ein schönes Raukfeld. Hier steht unter anderem das sehr beeindruckende „Lergravs-Tor“, aber auch noch viele andere. In dieser Gegend finden Sie noch Überbleibsel aus der Arbeit mit Kalkstein nämlich einen mehr als 100 Jahre alten Kalksteinofen. Erleben und genießen Sie die wunderschönen Sonnenuntergänge.

Kyllaj  J5 Hier gibt es Kalköfen, die heute Kulturdenkmal sind, einen malerischen kleinen Hafen und außerdem ein Raukfeld. Darauf stößt man direkt, bevor man den Hafen erreicht. Weiter draußen auf der Landzunge, bei dem winzig kleinen Hafen von Lörje, können Sie weitere Kalksteinsäulen bewundern.

Husken  K5 Kleine Klippe, große Aussicht. Die kleine Halbinsel Husken nördlich von Valleviken hat Raukar, die wie große Pilze aus der Erde aufsteigen.

Hideviken  L1 Fahren Sie Richtung Hellvi und biegen Sie nach rechts Richtung Hide ab. Dort angekommen, finden Sie ein weiteres Raukfeld. Es liegt auf einer niedrigen Klippe an der Küstenlinie von Hideviken.


Standort: Asunden Foto: Roger Arleryd/gotlandsbild.com

FINDEN

Buchstaben und Zahlen beziehen sich auf die Karten auf den Seiten 9 und 50-51.

FINDEN

Buchstaben und Zahlen beziehen sich auf die Karten auf den Seiten 9 und 50-51. Asunden  I6 Es ist nicht möglich, mit dem Auto bis hierher zu fahren. Wer aber das letzte Stück zu Fuß geht, wird mit einem malerischen Naturschutzgebiet und einem schönen Raukfeld belohnt. Hier grasen Schafe und brüten Vögel. Bogeklinten  H7 Wenn man von der Straße zwischen Slite und Visby Richtung Gothem abbiegt, findet man große Raukar an Land. Einige davon, unter Bogeklinten (oder Klinteklinten), sind ungefähr acht Meter hoch.

Jungfrun  F4 Man sagt, sie bringe es auf 27 Meter, die Jungfrau, Gotlands größter Rauk. Von der Fischerstelle Lickershamn aus kann man sie deutlich sehen. Zu ihr führt ein gemütlicher Spaziergang auf der Klippe durch den Wald. Ein perfekter Ort für ein Picknick, Viele Hochzeiten haben hier schon stattgefunden. Folhammar  H12 Nördlich des Ferienparadieses Ljugarn schlagen die Wellen gegen das Raukfeld Folhammar. Verweilen Sie auf einem der Grillplätze oder nehmen Sie den malerischen kleinen Fußweg vom

nebenan gelegenen Parkplatz aus und bestaunen Sie die einmaligen Kalksteinsäulen. Gut geeignet für Mobilitätseingeschränkte und Kinderwagen. Hammarshagehällar  D20 In Sudret gibt es eine Menge Raukar zu entdecken. Zwischen Vändburg und Holmhällar liegt Hammarshagehällar. Hier stehen nicht nur die Raukar im Mittelpunkt, sondern auch eine Natur, die wirklich zeigt, was Gotland ausmacht. Holmhällar  D20 Ein Klassiker auf der Insel, gleich südlich von Hammarshage, ist Holmhällar.

Hier gibt es einen sehr schönen Sandstrand in direkter Nachbarschaft zu den Raukar. Davor liegt Heligholmen. Hoburgsgubben  B20 Im äußersten Süden Gotlands befindet sich der mit Abstand bekannteste Rauk, Hoburgsgubben, der „Hoburgsmann“. Ein Ort, den man bei einem Besuch auf Gotland einfach abhaken muss. Steigen Sie auf die Klippe und genießen Sie die hinreißende Aussicht. Oder werfen Sie einen Blick in den Berg hinein und erkunden Sie die kleine Höhle. Parkplatz beim nebenan gelegenen Hof Majstregården.

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Foto: Nicka Hellenberg

Hoburgsgubben B20 Am Ende der Straße an der gotländischen Südküste steht der „Hoburgsmann“ und schaut aufs Meer hinaus. In Zehntausenden von Jahren von Wetter, Verwitterung und Wind geformt, ist er, zusammen mit seinen anderen Raukgefährten auf der Insel, ein wichtiges erdgeschichtliches Denkmal. Der Mann besteht aus Riffkalk, dem jüngsten Gestein auf Gotland. Dem Mythos nach hatte er ein eigenes Esszimmer in der Höhle nebenan. Wenn man den richtigen Blickwinkel findet, sieht der Hoburgsmann aus wie ein Kopf.

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Kaffepannan L1 Im Naturschutzgebiet Gamle Hamn an der Nordwestküste Fårös bei Lautervik steht einer der eigenwilligsten Raukar Gotlands direkt an der Strandkante. Das Rauktor „Kaffeekanne“ oder „Hund“ zieht die Blicke auf dem kleinen Raukfeld auf sich. Im frühen Mitelalter war Gamle Hamn ein wichtiger Handelshafen. Südlich des Hafens liegt die Ruine der Kirche Sankt Olof. In der Nähe des großen Raukfeldes gibt es eine wikingerzeitliche Grabstätte.

Foto: Roger Arleryd/gotlandsbild.com

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INSELN SOWEIT DAS AUGE REICHT IHRE EINLADUNG ZU EINEM LANDGANG

Gotland hat zwar keinen ausgeprägten Schärengarten, ist dafür jedoch von zahlreichen Inseln umgeben. Durch die einzigartige Vogelvielfalt und die Meeresfauna sind viele von ihnen unter Naturschutz gestellt. Einige Inseln lassen noch immer die frühere militärische Bedeutung erkennen. Für die Bauern der Küstengemeinden waren sie vor nicht allzu langer Zeit als Weideflächen wichtig. Im Laufe der Zeit erlangten sie wegen der Leuchttürme, die heute besonders beliebte Ausflugsziele sind, für die Seefahrt große Bedeutung.

Asunden  I6 Hier empfängt Sie eine karge Landschaft, aber eines der schönsten Kalksteinsäulengebiete Gotlands mit besonderes hohen Exemplaren der als „Raukar“ bezeichneten Kalksteinsäulen auf einer kleinen Insel vor Slite. Felsige und wenig einladende Steinstrände mit vielen Fossilien, Feuchtgebiete und weidende Schafe. Zwei Geschütze der Küstenartillerie sowie eine üppige Vogel- und Pflanzenwelt. Bungeör  L4 Eine abgeschiedene Welt zwischen Bungenäs und Fårö. Dreizehn Hektar menschenleerer Steinstrände und eine großzügige Vegetation. Ein unverwechselbares und beeindruckendes Kulturdenkmal. Küstenlotsenhaus aus den 1850er-Jahren, 1938 umgebaut. Weit draußen Richtung Meer befindet sich ein Leuchtturm, von dem aus Sie nach Bungenäs und weiter bis nach Fårö blicken können.

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Enholmen  I6 Einst ein militärischer Außenposten der schwedischen Streitkräfte. Zwei Verteidigungsanlagen wurden während des Krimkrieges errichtet. Erst im Jahr 2011 wurde die Insel endlich entmilitarisiert. Die Insel hat einen Umfang von ca. 2 Kilometern und ist mit dem Boot von Slite aus in 10 Minuten erreichbar. Sie können auch ein Kajak mieten.

lengebiet Schwedens. Der Natur- und Kulturpfad Dämbaskogens und Ulla Hau sind zweifellos einen Besuch wert, ebenso das Bergmancenter, das alte Fischerdorf Helgumannen und das Naturschutzgebiet Ryssnäs. Hier können Sie einige der besten Badestrände Schwedens finden: Sudersand, Norsta Auren, Ekeviken – alle mit blendend weißem Sand.

Furilden  K5 Eigentlich eine Halbinsel an der Nordostküste mit einer Landverbindung nach Gotland bei Lergrav. Die Kalksteinindustrie hat in der kargen Landschaft aus Wald und Bergen, Klippen, Raukar und Steinbrüchen, Sand- und Steinstränden ihre Spuren hinterlassen. Die alten Steinbruchgebäude wurden zu einem Hotel und Restaurant umgebaut.

Gotska Sandön  I-J1 Mit dem Schiff von Fårösund (2,15 Stunden) oder von Nynäshamn (3,20 Stunden) aus erreichbar. Unterkünfte sind verfügbar, müssen aber im Voraus gebucht werden. Die Insel ist einer der ältesten Nationalparks Schwedens und hat eine Größe von 3600 Hektar. Charakteristisch sind die 30 Kilometer Sandstrand, 60 Kilometer Wanderwege, Kiefernwälder, Dünen und seltene Vogelarten. Neben Säludden ist Gamla Gården für all diejenigen einen Besuch wert, die sich für Kulturgeschichte interessieren.

Fårö  K-N, 1-6 Der Strand Skalasand lädt zu den höchsten Wellen ein. Mit Digerhuvud erleben Sie das größte Kalksteinsäu-

Höjskär  J6 Südlich von Ytterholmen im Schärengarten von Slite gelegen. Die Felseninsel war früher militärisches Sperrgebiet, darf aber seit Ende der 1990er-Jahre wieder betreten werden. Grunnet I6 Östlich von Engholmen im Schärengarten von Slite gelegen. Einst militärisches Sperrgebiet ist die Insel jetzt ein Naturschutzgebiet. Heligholmen  D20 Weniger als 12 Hektar groß, beliebt bei Tauchern. Die Insel ist ein Vogelschutzgebiet und darf zwischen dem 15. März-30. Juni nicht betreten werden. Nur 300 Meter vom Land entfernt gelegen, direkt südlich des Kalksteinsäulengebiets Holmhällar. Unter der Wasseroberfläche befinden sich Kiesbänke mit gefährlichen Strömungen. Vorsicht! Das einzige Gebäude der Insel ist der Leuchtturm aus dem Jahr 2013.


Foto: Roger Arleryd/gotlandsbild.com

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Buchstaben und Zahlen beziehen sich auf die Karten auf den Seiten 9 und 50-51.

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Buchstaben und Zahlen beziehen sich auf die Karten auf den Seiten 9 und 50-51. Laus Holmar  H13-14 Reichhaltiges Vogelvorkommen unter anderem mit brütenden Weißwangengänsen und Kormorankolonien. Naturschutzgebiet, Natura 2000. Drei Kilometer südöstlich des Hafens von Ljugarn gelegen bilden die drei Inseln Skarpholmen, Gräsholmen und Storholmen zusammen die Inselgruppe Laus Holmar. Lilla Karlsö  A13 Mit dem Boot von Klintehamn in ca. 20 Minuten erreichbar. Unternehmen Sie einen Tagesausflug oder übernachten Sie in einer der Strandhütten. Genießen Sie den Thymianduft der Grasheiden und lauschen Sie dem Zwitschern der Vögel auf den Vogelfelsen. Raukar, Höhlen und Fossilien. Auf den kleinen Felsinseln rund um die Inseln können häufig Robben beobachtet werden. Die Gotlandschafe weiden frei. Geführte Touren sind verfügbar.

Majgu  I6-I7 Niedrige Kalksteinsäulen an Teilen des Strandes, Fossilien aus dem Silur, eine unberührte und gut erhaltene Natur erwarten Sie auf der 600 Meter langen und 400 Meter breiten Insel, die vor Slite liegt. Skenholmen  K4-K5 Tief liegend, größtenteils baumlos, von Schafen fleißig beweidet, 256 Hektar groß. Ein Paradies für brütende Graugänsen, Eiderenten, Säbelschnäblern, Alpenstrandläufern, Kampfläufern und Goldregenpfeifern. Im Winter können Sie hier sogar Seeadler beobachten. Vom 15. März bis zum 15. Juli ist der Aufenthalt auf der Insel verboten. Sankt Olofsholm und Ytterholmen  J6 Im Süden und Osten fällt die Insel flach zum Meer ab, im Norden und Westen befinden sich klippenartige Strände. Sankt Olofsholm in Hellvi hat ein schönes Raukgebiet, ca. 600 Meter lang und 300

Meter breit und erreicht den höchsten Punkt 15 Meter über dem Meeresspiegel. Kieswälle. Sehenswerte Raukar. Stora Karlsö  A13-A14 Mit dem Boot von Klintehamn in 35 Minuten erreichbar. Es gibt ein Restaurant und auch Übernachtungsmöglichkeiten. Durch die 246 Hektar große Vogelklippe mit Tausenden von Tordalken und Trottellumme in der Brutzeit und die Orchideen Adam und Eva, Frühlings-Adonisröschen und Walnussbäume aus dem 19. Jahrhundert ist diese Insel ein Naturkleinod. Zudem ist sie eines der ältesten Naturschutzgebiete der Welt. Spuren des Abbaus von Karlsö-Marmor sind noch zu sehen und Höhlen können erforscht werden. Västergarns Utholme  B11 Ein Naturschutzgebiet, das für seine reichhaltige Vogelwelt bekannt ist, wobei brütende Graugänse, Samtenten, Brandgänse, Watvögel, Rotschenkel,

Sandregenpfeifer und Große Brachvögel häufig beobachtet werden können. Die Insel ist niedrig und flach und 55 Hektar vor Kronholmen und dem Hafen von Västergarn entfernt. Die Insel wird von Schafen beweidet. Die einzigen Bäume auf der Insel sind zwei Eschen. Vom 15. März bis zum 30. Juni ist der Besuch der Insel verboten. Östergarnsholm  J11-K11 Hier erwartet sie ein baumloses Alvargebiet. Wie die anderen Insel beherbergt sie viele Vögel und hat zudem noch vier Leuchttürme. Sie ist 200 Hektar groß. Im Sommer weiden hier Schafe, sonnenbadende Robben sind häufig anzutreffen. Vier Kilometer östlich vom Hafen von Herrvik im Osten Gotlands gelegen. Die Fahrt zur Insel mit dem Boot ist wetterabhängig, da es keinen Hafen gibt. Die Erkundung der Inseln mit dem Kajak ist daher eine reizvolle Alternative.

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DIE BESTEN BADEPLÄTZE EIN TRAUM FÜR REIZVOLLE WASSERSPIELE

Gotland verfügt über zahlreiche Badestrände, die lang, ruhig, wild, sandig, steinig sind. Hier wechseln sich hoher Wellengang mit ruhiger See ab. Ein Traum für jede Wasserratte. Egal ob Sie Abgeschiedenheit oder quirliges Strandleben mögen, auf Gotland kommt jeder auf seine Kosten. Schwimmen Sie ruhig, aber vergessen Sie nicht, dass an Küstenstrecken mit Landzungen Strömungen entstehen und dass Unterwasserklippen tückisch sind.

Standort: Strand Tofta  Foto: Lukas Nyberg

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Blå Lagunen  J2 Gotlands bekanntester und einer der beliebtesten Kalksteinbrüche zum Schwimmen. Lassen Sie sich vom azurblauen Wasser verzaubern, bestaunen Sie Kalkklippen. In der Hochsaison gebührenpflichtiger Parkplatz, rund um den Steinbruch kann es dann eng werden. Gnisvärd  B10 Kinderfreundlich, Sandgrund, Spielplatz. Ein Fischerdorf mit Café und Minigolf sind gut zu Fuß erreichbar. Gustavsvik  D7 Zwischen Visby und Snäck liegt entlang der Strandpromenade diese schöne Bucht mit Sand- und Steingrund. Der Steg ist behindertengerecht angepasst. Außerdem finden Sie hier einen Spielplatz und einen Bewegungsparcours. Herta  G15 Hier empfängt sie ein weicher Sandboden, der seicht ins Wasser führt. Neben Kiosk und Minigolf erwarten Sie außerdem ein Campingplatz sowie ein Spielplatz. In einigen Karten ist die Insel als Herte benannt, ist aber als Hörte ausgeschildert Hideviken  J5 Seichte Badestelle, kinderfreundlich, Sandgrund und Steg.

Holmhällar  D20 Eine Perle mit Aussicht über Heligholmen. Achten Sie auf die tückischen Strömungen und versuchen Sie nicht, zur Insel zu gehen. Sandgrund, Raukgebiet, Restaurant und Kiosk gut zu Fuß erreichbar. Ireviken  G4 Ein ca. 400 m langer Sandstrand mit sandigem und steinigem Meeresuntergrund. Restaurant, Jugendherberge und Kiosk befinden sich in unmittelbarer Nähe. Kappelshamn  I4 Badestelle nördlich des Hafens mit Steg, kleiner flacher Strand mit Steinund Sandgrund und Gras. Seicht am Ende der Bucht. Hier kann ein altes Schiffswrack erkundet werden. Kyllaj  J5 Stein- und Sandgrund sowie Steg. Die Badestelle wird ziemlich schnell tief. Seien Sie also beim Baden vorsichtig. Ljugarn  H13 Ein langer Sandstrand und ein sandiger Grund laden zum Schwimmen und Erholen ein. Restaurant, Kiosk, Minigolf, Beachvolleyball, in der Nähe ein Pool. Behindertenfreundlicher Badebereich bei Vitvär im Nordteil des Strandes.

Norsta Auren, Fårö  N1 Nach einem kurzen Spaziergang durch den Wald erwartet Sie ein wahres Juwel mit einem wunderbar breiten und weißen Sandstrand. Ganz draußen an der Landspitze befindet sich ein inoffizieller FKK-Strand. Keine Beschilderung von der Straße aus. Sandviken  I11 Ausgedehnter Sandstrand mit Sandgrund. Bei Wind kann es starke Wellen geben. Nicht weit zum Kiosk und zum Fischgeschäft von Sysne. Strand Sigsarve  G3 Ein schön gelegener kleiner Strand an der Klippen- und Steinküste. Steingrund, Badeschuhe sind empfehlenswert. Seebad Slite  I6 Sandiger Untergrund mit seichtem Einstieg ins Meer. Perfekter Strand für alle Aktivitätshungringen. Kiosk, Tennisplätze, Minigolf und ein kurzer Spaziergang zu Restaurants und Geschäften runden den Aufenthalt ab. Mountainbikes können gemietet werden. Smöjen  J6 Eine Badestelle mit Stein- und Kiesgrund. Oder Sie wählen den zum Baden einladenden Kalksteinbruch.

Sudersand  M2 Ein langer Sandstrand mit Strandbar lädt zum Nichtstun bis in die späten Stunden warmer Sommerabende ein. Restaurants, Cafés, Feriendorf und beheizte Pools sind bequem per Fuß erreichbar. Strand Tofta  B10 Für alle, die gehobener und sicherer baden möchten: ein weicher und herrlicher Sandstrand mit Sandgrund, Pool, Kinderbecken, After Beach, Restaurant, Kiosk, Beachvolleyball, Spielplatz, Geschäft und Lebensrettungsstation. Visby havsbad  71 (Visby Karte) Entspannen Sie im Freibad und BeachClub „Kallis“. Nach dem Bad im Meer mit steinigem Untergrund erwarten Sie ein Steg, After Beach, Restaurant und Kiosk zum weiteren Entspannen. In der Nähe des Parks Almedalen gelegen. Eine Freude für Kinder, aber auch nicht ungefährlich: Hohe Wellen und Strömungen entstehen beim Vorbeifahren der Fähren. Åminne  H8 Hier ist für jeden etwas dabei: ein breiter Sandstrand, Pool, After Beach, Restaurant, Kiosk, Minigolf und ein Bouleplatz. Entspannen Sie!

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LEUCHTTÜRME

LEUCHTENDE LEBENSRETTER IN GEFÄHRLICHEN GEWÄSSERN Verlieren Seefahrer oder Landratten die Orientierung, können diese sich von den herrlichen Leuchttürmen wieder auf den richtigen Weg schicken lassen. Starkes Engagement und freiwillige Arbeit haben die schönen Gebäude gerettet, die man jetzt entlang der gotländischen Küste besuchen und genießen kann. Diese Attraktionen haben eine Geschichte zu erzählen.

Standort: När  Foto: Roger Arleryd/gotlandsbild.com

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Buchstaben und Zahlen beziehen sich auf die Karten auf den Seiten 9 und 50-51. Leuchtturm Fårö  N2 Erbaut von 1846 bis 1847 aus Stein, 30 Meter hoch. Man kann die Treppe hinaufsteigen, um die Aussicht zu genießen. Der letzte Leuchtturmwächter verließ seinen Posten 1977. Faludden  E18 Erstmals 1867 angezündet, ist er nunmehr seit 1965 automatisiert und unbemannt. Der Leuchtturm steht in militärischem Sperrgebiet und ist Eigentum des schwedischen Amts für militärische Liegenschaften und darf daher nur dann fotografiert werden, wenn keines der Gebäude der Funkeinrichtung für nationale Verteidigung (FRA) auf dem Bild zu sehen ist. 11,3 Meter hoher weißer Leuchtturm. Gotska Sandön  I1 Gebaut mit einem Eisenskelett auf flüchtigem Sandboden. Der Leuchtturm steht an der Nordwestspitze der Insel im Wald. Ein 23,8 Meter hoher, achtkantiger stattlicher Turm, verkleidet mit Brettern. Die weiße Spitze lugt über den Bäumen hervor. Staatliches Baudenkmal. Auf der

Insel gibt es ein kleines Leuchtturmmuseum. Im Leuchtturmdorf können Sie in einer der alten Leuchtturmwärterunterkünfte übernachten. Hallshuk  H2 Am äußersten Rand von Hamnberget in der Bucht Kappelshamnsviken, östlich des Fischerdorfs, steht der Leuchtturm neben der alten Leuchtturmwärterwohnung. Der Leuchtturm wurde 1891 gebaut, ist fünf Meter hoch und liegt 32,5 Meter über dem Meeresspiegel. 1931 modernisiert zu einem achtkantigen Gebäude aus Eisen auf einem Betonfundament. Heligholmen  D20 Steht schön und einsam auf einer zum Vogelschutzgebiet erklärten Insel vor Holmhällar im Süden Gotlands und hat einen weißen 9,4 Meter hohen Turm. Bei diesem Leuchtturm handelt es sich um ein sogenanntes Leitfeuer. Erbaut 1913. Hoburg  B20 An Gotlands Südspitze ist er der Nachbar des Rauks Hoburgsgub-

ben. 21,7 Meter hoher weißer Turm aus Kalkstein mit schwarzer Spitze, 36 Meter über dem Meeresspiegel, erbaut 1846. Ein Leuchtturmdorf mit Wohnhaus und Nebengebäude. Dank der Ehrenamtlichen des Vereins Fyrtillsyn vor Ort im Sommer für Besucher geöffnet.

Strand, kein Hafen. Gebaut 1885, um Seeleuten zu helfen, die von Süden her kamen, da der Hafenleuchtturm von Visby an der Westküste nach dem Leuchtturm von Hoburg der einzige Leuchtturm war. Unbemannt seit 1960. Geöffnet am internationalen Tag des Leuchtturms.

När  H15 Ein stattlicher, rot-weiß-gestreifter, 16 Meter hoher Turm auf der Südseite der kargen Landzunge. Die englische Handelsflotte hatte Mitte des 19. Jahrhunderts ihre zahlreichen Schiffbrüche satt und brachte den gotländischen Leuchtturmbau in Schwung. Der Leuchtturm von När war 1872 fertig und ersetzte die Bake, die an der äußersten Spitze von Näsholmen stand.

Stora Karlsö  A13 Ein 18 Meter hoher Leuchtturm, 38 Meter über dem Wasser auf der Westseite der Insel auf dem sogenannten Leuchtturmplateau gelegen. Errichtet 1886, automatisiert 1974. Der Leuchtturm wurde geschmackvoll zusammen mit einem Wohnhaus gebaut, in dem man übernachten kann. Tückischer Grund im Wasser nördlich der Insel.

Stenkyrkehuk  E4 Ein 15 Meter hoher weißer Leuchtturm inmitten eines Kiefern- und Fichtenwaldes. An seinem Standort befindet er sich beachtliche 27 Meter über dem Meeresspiegel an der Klippenkante. Kahler und ungeschützter

Östergarn  K11-J11 Der alte Leuchtturm auf Östergarnsholm ist der erste moderne Leuchtturm, der auf Gotland gebaut wurde und der zweite seiner Art in Schweden. Zum ersten Mal wurde er am 1. September 1818 angezündet.

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DENKMÄLER SPUREN IN KULTURHISTORISCHER NATUR

Schiffssetzungen und Grabmonumente, Ruinen und Steinhügelgräber, Ritzungen und Blöcke, die an Leben und Tod unserer Vorfahren erinnern. Einige sind beeindruckender als andere, die Ringmauer von Visby ist das offensichtliche Juwel, aber auch ein Kastal in Rute oder eine Schiffssetzung in Fröjel lassen die Fantasie wachsen. Überall wohin Sie schauen, werden Sie Spuren der reichen kulturhistorischen Geschichte Gotlands sehen.

Digerrojr  G13 Das Gräberfeld von Gålrum besteht aus über 100 Stätten in Form von Schiffssetzungen, Grabhügeln und Steinsetzungen. Die meisten stammen aus der Eisenzeit, aber das große Hügelgrab Digerrojr mit einem Durchmesser von 30 Metern und einer Höhe von vier Metern ist aus der Bronzezeit. Der Sage nach wurde der Grabhügel für den gotländischen Häuptling Graip, den Enkel Tjelvars errichtet. Kirchenruine Elinghem  G4 Eine interessante Kirchenruine in einer friedvollen Laubwiese. Die Kirche wurde im 13. Jahrhundert erbaut und vermutlich im 17. Jahrhundert aufgegeben. Heute stehen noch das rechteckige Langhaus und ein fast quadratischer Chor. Der Altartisch ist aus Kalkstein geformt. Die schöne Um-

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gebung hat über die Jahre viele Paare veranlasst, hier zu heiraten. Schloss Fardume  J4 Ruine eines der am besten erhaltenen Steinhäuser aus dem Mittelalter im ländlichen Gotland. Der Hof hat einen Kastal, das als Mynttornet, „Münzturm“, bezeichnet wird, wahrscheinlich aus dem 13. Jahrhundert. Der Kastal wurde mit dem Hof zusammen errichtet und eine Zeit lang als Lagerraum genutzt. Die Ruine ist herrlich gelegen am See Fardume Träsk. Galgen  D7 Auf drei sechs Meter hohen Kalksteinsäulen saßen Holzbalken, von denen die Schurken mit Stricken und Haken gehängt wurden. Archäologen fanden 2008 Knochenreste von etwa 30 Menschen, die hier wahrscheinlich

hingerichtet wurden. 250 Meter nördlich und unter dem Galgen liegt ein pilzförmiges Labyrinth, das ebenso wie die Ruinen von zwei Kalköfen in der Umgebung unter Denkmalschutz steht. Kastal von Gammelgarn  I11 Das Gebiet von Östergarn war in allen Zeiten ein Ziel von Raubzügen sowohl von Schweden (als Gotland zu Dänemark gehörte) als auch von Dänen und Russen. Der Kastal in Gammelgarn ist ein viereckiger, 13 Meter hoher Wachund Verteidigungsturm, der gegen 1190 errichtet wurde. Die Wände bestehen aus einer inneren und einer äußeren Kalksteinmauer, sind am Fuß zwei Meter dick und werden nach oben dünner. Restauriert 2006. Schiffssetzung von Gannarve C12 Das 29 Meter lange und fünf Meter

breite Grabmonument liegt in einer ansprechenden natürlichen Umgebung nördlich der Kirche Fröjel und südlich von Klintehamn. Vom Gannarveschiff aus haben Sie eine phänomenale Aussicht über die Karlsinseln. Die Schiffssetzung wird auf die späte Bronzezeit datiert und ist eine von insgesamt 350 Schiffssetzungen auf Gotland. Rekonstruiert 1959. Kirchenruine Ganns  H4 Erbaut im 13. Jahrhundert von wohlhabenden Bauern der Gegend, oder als Wallfahrtskirche von Mönchen des Zisterzienserordens - hier gehen die Meinungen auseinander. Aufgegeben seit dem 16. Jahrhundert, die Ruine wurde 1924 restauriert. Schöne und friedvolle Umgebung.


Foto: Roger Arleryd/gotlandsbild.com

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Buchstaben und Zahlen beziehen sich auf die Karten auf den Seiten 9 und 50-51.

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Buchstaben und Zahlen beziehen sich auf die Karten auf den Seiten 9 und 50-51. Schiffssetzungen von Gnisvärd  B9 Die Schiffssetzungen in Gnisvärd sind zwei der beeindruckendsten und am besten erhaltenen auf Gotland. Die größere ist 47 Meter lang mit Bugund Hecksteinen, die gut einen Meter hoch sind. Insgesamt bilden ca. 100 Steine dieses schöne Grabmonument. Südlich davon liegt eine 36 Meter lange Schiffssetzung, und Richtung Osten gibt es ein Gräberfeld mit einem Steinhügelgrab sowie acht runden Steinsetzungen.

Überreste der vielen mittelalterlichen Steinhäuser von Storsudret.

Hule Hällar  D19 Die mittelalterliche Ruinen eines steinernen Wohnhauses in Vamlingbo. Die Hofruine Fridarve ist als „die Burg bei Hulehällar“ bekannt. Ein ungewöhnliches Haus aus dem 13. Jahrhundert, gebaut mit mindestens zwei Stockwerken, einer der wenigen sichtbaren

Stora Bringes  G10 Die Ruine zeugt von dem, was einst ein beeindruckendes Lagerhaus mit Erdgeschoss, Obergeschoss und Dachboden war. Aus den frühen 1240er-Jahren. Die Architektur verrät, dass das Obergeschoss wahrscheinlich als Sommerwohnung und für Feste genutzt wurde.

Quelle von Hångers  H5 Falls Sie jemals den Psalm „Den blomstertid nu kommer“ gesungen haben, ist die Quelle von Hångers bei Lärbro einen Besuch wert. In dieser stillen Umgebung an der Quelle von Hångers schrieb Israel Kolmodin (1643-1709) der Geschichte nach das Gedicht, das zu einem der bekanntesten Kirchenlieder Schwedens werden sollte.

Stora Hästnäs  D7 Wohnhaus aus Kalkstein, das mit Staffelgiebeln und Speichertür ganz oben an Visbys Packhaus denken lässt. Der Bau des Hofes begann in den 1270erJahren, im 14. Jahrhundert war er Eigentum von Halvat und dessen Frau Haldiaud. Seit 1997 Baudenkmal. Kastal von Sundre  C20 Ein Verteidigungsturm aus dem frühen Mittelalter, völlig einzigartig und der am besten erhaltene Kastal Gotlands. 13 Meter hoch, gebaut aus Sandstein, mit einer hinreißenden Aussicht vom Dach. Interessante Holztreppen im Inneren des Kastals, besonders die oberste, die direkt in der Mauer verläuft. Brütende Tauben in den Schießscharten. Parkplatz direkt daneben, wenn man bei der Kirche abbiegt.

Tjelvars Grab  H7 Eine 18 Meter lange und fünf Meter breite gut erhaltene Schiffssetzung aus der Bronzezeit. Der Sage nach ist hier Gotlands Entdecker Tjelvar begraben. Beim Grab gibt es zwei Wallburgen aus der Eisenzeit. Uggarde rojr  E15 Gotlands größtes Steinhügelgrab, datiert auf die frühe Bronzezeit. Ursprünglich an der Küste errichtet, liegt der Grabhügel heute in einer Heide 200 Meter vom Meer entfernt, wo der riesige Feldsteinhügel einen beeindruckenden Anblick bietet.

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Standort: Dom Sankt Maria  Foto: Roger Arleryd/gotlandsbild.com

KIRCHEN

GESCHICHTENERZÄHLER UND VERSAMMLUNGSORTE Gotland kann auf zahlreiche Kirchen verweisen, von denen Sie begeistert sein werden. In den 92 mittelalterlichen Kirchen, die von Fårö bis nach Sundre verteilt sind, finden sich anregende Architektur, großartige Glasmalereien und stilvolle Schnitzereien. Die meisten sind für all diejenigen, die einen Blick hineinwerfen oder sich in aller Ruhe hinsetzen möchten, im Sommer geöffnet. Besuchen sie daneben die zum Gedenken an die gotländischen Fischer errichtete Kapelle. Auf den nächsten Seiten folgt eine Auswahl der mittelalterlichen Kirchen der Insel. Bunge  K3 Eine große Kirche mit viel Gotik, fantastischen Wandmalereien in Rot und Blau, die mit Motiven von Rittern und perspektivisch gemalten Städten eine seltene künstlerische Qualität haben. Die Orgel ist eine der bedeutendsten und einzigartigsten auf Gotland. Sie wurde in Stockholm für die französische reformierte Kirche gebaut. Die Friedhofsmauer hat Schießscharten und schöne überdachte Tore. Zu sehen ist die Ruine des Pfarrhauses. Dalhem  F9 Eine großartige, aber stark im neugotischen Geist der Jahrhundertwende restaurierte Kirche. Das Westportal ist mit einem geschickt behauenen Kapitellband geschmückt, den man sich nicht entgehen lassen sollte. Es ist, als würde man in eine englische Landkirche eintreten. Einmalige beeindruckend detailreiche Einrichtung und Malereien vor allem vom Anfang des 20. Jahrhunderts. Auf einer der ältesten Glasmalereien der Insel ist die Legende der heiligen Margareta dargestellt, auf einem Fenster ist der Judaskuss zu sehen.

Kirchenruine Elinghem  G4 Elinghem war früher ein eigenes Kirchspiel und ist seit dem 16. oder 17. Jahrhundert ein Teil von Hangvar. Die alte Gemeindekirche von Elinghem wurde im 17. Jahrhundert aufgegeben. Restauriert 1923-24. Rund um die Kirche verläuft eine Mauer, bei der es sich wahrscheinlich um eine Wallburg handelt. Fårö  L2 Vom Kirchenhügel aus bietet sich ein himmlischer Blick aufs Meer. Eine der jüngeren Kirchen auf Gotland, teilweise mittelalterliche Mauern, großer Umbau 1858-59, als das große Querschiff und die Sakristei angebaut wurden. Im Inneren sehenswert: „Käutatavlorna“ (die Robbentafeln). Taufbecken und Kruzifix aus dem 14. Jahrhundert. Das Grab Ingmar Bergmans befindet sich in der Nordwestecke des Friedhofs. Gothem  H8 Eine der größten Kirchen auf Gotland, ihr hoher Turm ist von weither zu sehen. Vor der Kirche liegt die Ruine eines Verteidigungsturms mit drei überdachten Toren als Friedhofseingänge.

Im Langhaus sind Lebensbäume, ein Ritter mit Schwert, ein Adler, ein feuerspeiender Drache und Christophorus, der Jesus trägt, zu sehen. Schöne Holzschnitzerei an der Chorbank und ansprechende Portraits aus dem 18. Jahrhundert. Kräklingbo  H11 Diese Kirche ist reichlich mit Reliefs verziert. Das Triumphkreuz aus dem 13. Jahrhundert weist einen wunderbaren romanischen Stil auf. Die Tore auf der Südseite wurden gegen 1300 gebaut. Auf dem Flügelaltar, der auf das 16. Jahrhundert datiert wird, ist der Schutzpatron der Kirche, der Hl. Bartholomäus, abgebildet. Außerdem finden sich Kalkmalereien aus dem 13., 14. und 18. Jahrhundert. Vamlingbo  C19 Hier kann man von einem „kompletten Ensemble“ mit Pfarrhaus, Schuppen und Kirche sprechen. Kennzeichnend sind schöne Glasfenster und Kalkmalereien aus dem 13., 14. und 18. Jahrhundert. Die Kanzel stammt aus dem 17. Jahrhundert, dahinter ist eine Maueröffnung für ein Pult zu sehen.

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FISCHERDÖRFER SCHUPPEN UND ANLEGESTELLEN WIE IN ALTEN ZEITEN

Historische Kulturschätze und Zeugen einer Zeit, die einst unverzichtbar zum Überleben waren, sind für uns heute malerische Orte für Erholung, Beisammensein und innere Einkehr. Trotz strenger Regelungen des Kulturerbes und des Strandschutzes wurden viele Schuppen in einfachere Unterkünfte umgebaut.

Anga  I10 Baju und Grunnsudden. Baju ist das größte Fischerdorf mit sieben, auf einer Landzunge versammelten Holzschuppen. Wahrscheinlich wurden sie bereits Anfang des 19. Jahrhunderts errichtet. Vergnügen Sie sich auf dem kleinen Steg oder der Tanzfläche im Freien. Ardre  H12 Vitvär, Gamle Broen, Langbjenne, Nya Broen und Gammelhamn. Die ersten drei genannten Dörfer wurden 1973 bei der Inventarisierung der Fischerdörfer als kulturhistorisch wertvoll erklärt. Burs  F15 Tomtbod ist ein großes, sehr gut erhaltenes Fischerdorf der Gemeinden Burs und Rone. Da die Außenbereiche noch relativ intakt sind, wurde es zum Baudenkmal erklärt. Noch heute finden sich 31 Schuppen der ursprünglich 80 an diesem beschaulichen Platz.

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Eke  E16 Djaukrok und Bybod. Djaukrok ist ein rekonstruiertes Fischerdorf, dessen Schuppen in Ständerbohlenbauweise errichtet wurden. Einige Dächer sind mit für Gotland typischen Kalk- und Sandsteinplatten gedeckt. Bybod ist ein Beispiel für ein abgelegenes, aus einigen Holzschuppen bestehendes Fischerdorf aus dem 20. Jahrhundert. Eksta  B13 Djupvik und Kronvald. Djupvik ist ein bekanntes Fischerdorf mit der Insel Karlsö am Horizont im Südwesten. Hier stehen etwa 30 Schuppen dicht beieinander in drei Reihen. Kronvald ist ein kleines Fischerdorf mit Holzschuppen, hauptsächlich aus dem 19. Jahrhundert. Fårö  K-N 1-3 Entlang der ausgedehnten Küste Fårös können Sie rund 35 alte Fischerdörfer entdecken, die von der Bedeutung

des Fischens für den Eigenbedarf und den Lebensbedingungen auf den weit verstreuten Höfen Zeugnis ablegen. Helgumannen, Lauters/Jauvika, Västriv/ Ulsbod und Hammars wurden aus kulturhistorischer Sicht besonders wertvoll hervorgehoben. Gammelgarn  I12-J12 Grynge, Sjaustru und Sysne. Grynge ist ungewöhnlich gut erhalten. Der Umbau in Ferienunterkünfte erfolgte mit großer Umsicht. Bei Sjaustru stehen etwa zehn Schuppen in einer lockeren Reihe entlang der Straße, die zum Hafenkai am äußersten Ende der Landzunge führt. Sysne ist die größte Fischerstelle in Gammelgarn. Gothem  I8 Agbod, Botvaldevik und Hangrebod. Bei Agbod gibt es neben etwa zehn Holzschuppen und zwei älteren Schuppen in Ständerbohlenbauweise einen Bootsschuppen mit einigen der am

besten erhaltenen Bauernfischerboote Gotlands. Das alte Fischerdorf von Botvaldevik liegt einige hundert Meter nördlich des modernen Fischerdorfs. Grötlingbo  E16-17 Der lange Küstenabschnitt beherbergt fünf Fischerdörfer: Ronningsbod, Austarbod, Fluntinge, Klasen und Slesbod. Rund um die Landzunge von Grötlingbo gibt es außerdem mehrere Stellen, an denen vereinzelte Schuppen ohne besondere Ortsbezeichnungen errichtet wurden. Hablingbo  B15 Petesviken, Laxskär und Alsviken. Petesviken ist das größte der drei Dörfer. Es ist ein Fischerdorf, das zu den hiesigen Bauernhöfen in der Region gehört. Hamra  D19 Der alte Hafen von Vändburg. Die Schuppen unterscheiden sich in Art und Größe. Mehr als die Hälfte wurde aus Stein gebaut.


Standort: Fårö  Foto: Roger Arleryd/gotlandsbild.com

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Buchstaben und Zahlen beziehen sich auf die Karten auf den Seiten 9 und 50-51.

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Buchstaben und Zahlen beziehen sich auf die Karten auf den Seiten 9 und 50-51. Norrlanda  I9 Das Fischerdorf der Gemeinde Hammar ist seit dem 18. Jahrhundert auf Karten verzeichnet, auf denen sowohl der Bootshafen als auch Bootshäuser zu sehen sind. Es stellt eine historische Tradition und Baukultur der Siedlung dar, die mit der Organisation der Pfarrei verbunden ist. När  G–H14 När ist das Kirchspiel, das auf Gotland die meisten gut erhaltenen Fischerstellen vorzuweisen skhat. Sie liegen wie eine Perlenschnur entlang der flachen und offenen Küste und sind in ihrer Art sehr unterschiedlich. Sehen Sie sich Herta, Brändu, Nabben, Hammarstrand, Djaupdy, Trådstrand, Fluntings und Kapellet an. Othem  I6 Bei Sjuströmmar und Bogeviken wurde der Großteil des Fischfangs der Höfe von Othem und Boges betrieben.

Sjuströmmar besteht aus rund zehn Schuppen auf beiden Seiten der Straße, die die Fischerstelle in zwei Teile teilt. Rone  F15 Das Fischerdorf Hus, gleich nördlich von Ronehamn, hat ungefähr 15 Schuppen aus dem 18. und 19. Jahrhundert, die vorwiegend aus Stein gebaut wurden. Mehrere davon sind sehr alt und haben überstehende Dächer über dem Giebeleingang. Rute  K5 Lergrav besteht aus etwa 30 Gebäuden, die entlang einer Strecke von 800 Metern hinter dem Strand unter Vallebergsklint verstreut stehen. Vom Fischerdorf Karthaken auf Furillen ist nur noch eine Steinhütte übrig. Sanda  B11 Korumpu, Kovik, ist das Fischerdorf des Fischermuseums Gotlands mit vielen hierher versetzten, einzigartigen

Strandschuppen in Ständerbohlenbauweise und Stabbauweise unter Bretter- und Schindeldächern. Weiter draußen auf der Landspitze befindet sich ein Fischerdorf mit rot gestrichenen Schuppen, die ein interessantes und ursprüngliches Bild eines Fischerdorfs aus der Zwischenkriegszeit des 20. Jahrhunderts vermitteln. Stenkyrka  F4 Die Geschichte des Fischerdorfs von Lickershamn reicht weit zurück. Die rund 20 rot gestrichenen Schuppen entlang der Hafenstraße entstanden größtenteils im Zusammenhang mit dem Ausbau des Hafens in den 1930erJahren. In den 1940er-Jahren wurde eine Salzerei errichtet.

Südostende der Landspitze. Ende des 20. Jahrhunderts wurde der Steg zu einem solide gebauten Hafen erweitert. Östergarn  J11 Ferse liegt zwischen Grogarnsberget und Katthammarsvik sehr offen am Strand mit einigen Schuppen in Stabbauweise, die aus dem frühen 20. Jahrhundert stammen. In Katthammarsvik nutze man die Fischerstelle parallel zur Herstellung und Verschiffung von Kalk und zum Bootsbau. In Herrvik wurde eine große Fischerstelle gemeinsam mit einem kleinen modernen Hafen betrieben. Hier gibt es rund 30 Schuppen in drei Reihen.

Väskinde  D6 Fischerdorf Själsö, bestehend aus zehn Schuppen, vier davon aus Stein. Sie stehen in einer Reihe entlang der kleinen Straße Richtung Hafenkai am

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MÜHLEN

SCHÖNE UND WINDGEPEITSCHTE WAHRZEICHEN Holländerwindmühlen, Ständermühlen, Bockwindmühlen, Kappenwindmühlen und Wassermühlen: Sie alle waren ein wichtiger Teil der Lebensweise der gotländischen Bauern. Noch bis vor fünfzig Jahren gab es Hunderte davon – heute sind es weniger, einige in Gebrauch, andere schöne kulturhistorisch wichtige Wahrzeichen, die eine Geschichte zu erzählen haben.

Standort: Hundlausar Foto: Roger Arleryd/gotlandsbild.com

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Anderse  D17 Östlich der Kirche von Fide standen einst sechs Mühlen, heute ist nur noch die Mühle von Anderse erhalten. Dabei handelt es sich um eine Bockwindmühle, die manchmal zum Hobbymahlen verwendet wird. In den 1940er-Jahren wurde heimlich nachts gemahlen, da die Roggenernte eigentlich an die Krone gehen sollte. Aner  I6 Die Wassermühle von Aner liegt am Fluss Anerån in Boge unweit der Mündung in den See Bogeviken. Sie ist eine der zwei Wassermühlen, die auf Gotland immer noch zum Mahlen verwendet werden. Die Mühle wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Stabbauweise und Ständerbohlenbauweise in zwei Stockwerken mit Bretterdach erbaut, und ist mit einem Mühlrad mit sechs Metern Durchmesser versehen. Teile des Gebäudes stammen von einer älteren Mühle. Bilds  C19 Achtkantige Kappenwindmühle aus verputztem Kalkstein. Mit Schindeln gedeckte Haube, offene Feuerstelle, zwei Mühlsteinpaare. Wurde zum Mahlen und Sichten verwendet, wobei das Sichttuch aus Seide besonders feines Weizenmehl zum Backen ergab. Während der gesamten 1940er-Jahre in Gebrauch. Bingers Mühle, Visby  D7 Am Nordwestrand von Visby steht diese stattliche Holländermühle aus dem Jahr 1854. In ihren aktiven Tagen hatte sie ein quergestelltes Windrad, das der Windrichtung automatisch folgte. Versetzbare Holzlatten an den Flügeln, damit man, ohne die Mühle anzuhalten, die Windeinfangfläche anpassen konnte. Heute befindet sich in der Mühle ein Sportgeschäft. Bonsarve  C19 Hofmühle, die wahrscheinlich die landesweit letzte komplett erhaltene Mühle ihrer Art ist. Kappenwindmühle mit Steinfuß mit zwei Stockwerken und einem Obergebäude aus Holz. Die Mühle trieb auch eine Häckselmaschine, eine Holzschneidemaschine, eine Schindelsäge sowie einen Walzenstuhl mit Sichter an. Baujahr 1905. Technikund kulturhistorisch wertvoll. Butleks  M1 Erbaut wahrscheinlich im späten 19. Jahrhundert. Wird „Nantes Mühle“ genannt, nach dem letzten Müller

Ferdinand Pettersson. Pettersson war fast taubstumm, wohnte in einem Häuschen daneben und mahlte in der Mühle Mehl bis 1935, als er an Lungentuberkulose starb. Sowohl die Mühle als auch das Häuschen wurden vom Heimatverein Fårö restauriert. Bungemuseum  K3 Auf dem Museumsgelände steht eine achteckige, 1794 in Blockbauweise errichtete Windmühle. Sie wurde aus Hablingbo im südlichen Gotland, wo diese Art ungewöhnlicher Blockbauweise vorkam, hierher versetzt. Die spezielle Form der Mühle mit einem schmalen Oberteil ermöglicht, dass die Mühlenkappe mithilfe einer als Mühlenpferd bezeichneten Vorrichtung (mit Rad) gedreht werden kann. Die Wassermühle im Museum stammt vom Hof Bothe, Alskog, wo sie hübsch an einem kleinen Bach gestanden hat. Gervalds  C19 Die beiden Mühlen auf den beiden Gervaldshöfen bieten einen schönen Anblick, wenn man aus Richtung Westen von Kettelvik kommt. Die eine ist eine sechseckige Kappenwindmühle aus verputztem Kalkstein unter einer Haube, die in einem der Pippi-Langstrumpf-Filme zu sehen war. Die andere ist eine hübsche niedrige Kappenwindmühle aus verputztem Kalkstein und ist mit ihrem Hügel ein häufiges Fotomotiv. Erbaut 1884, heute ein Ferienhaus. Walzenmühle Havdhem  D16 Die Walzenmühle von Havdhem ist eine Holländerwindmühle, errichtet 1918 nach dem Umzug aus Bergkvara. 1924 wurde sie für den Betrieb mit Rohöl umgebaut und in den 1930er-Jahren für den Betrieb mit Strom genutzt. Während des 20. Jahrhunderts war sie durchgehend in Betrieb. Högan, Lågan, Kärringen, Plågan  D7 Aus vier wurden drei, als Högan (damals eine Diskothek) in der Lucianacht 1976 niederbrannte. Heute sind die drei Mühlen in schlechtem Zustand, aber seit Ende des 19. Jahrhunderts waren sie ein echter Blickfang im südlichen Visby auf dem Hügel über dem Hafen. Mühle von Ihre  G4 Eine Wassermühle, die vor 70 Jahren außer Betrieb genommen wurde. Attraktives vierstöckiges Kalksteinhaus, das in ein Gebäude für Feste und Meetings und einen

Ausstellungsraum für Kunst umgewandelt wurde und in einem schönen Park am Fluss Ihreån liegt. Lauter  L2 Erbaut von Kalkpatron Johan Blesell 1794, ist sie wahrscheinlich die erste Mühle auf Fårö mit doppelten Mühlsteinpaaren. Die Mühle hatte über die Jahre zahlreiche Müller. 1992 wurde sie nach vielen Jahren des Verfalls restauriert. Sie bekam eine neue Kappe, neue Türen, neue Flügelruten sowie eine verputzte Fassade. Große Teile der Inneneinrichtung der Mühle sind noch erhalten. Norrbys  E10 Die älteste Wassermühle Gotlands. Jedes Jahr im Mai mahlt der Heimatverein Väte, wenn das Wasser im Stauweiher hoch steht, sein eigenes Weizenmehl. Der Hof Norrbys ging 1995 per Testament als Erbe an Gotlands Museum. Zum Baudenkmal und 2002 zu Gotlands erstem Schutzgebiet für Kulturerbe erklärt. Skär  N1 Die einzige erhaltene Bockwindmühle auf Fårö. Viereckiges Mühlenhaus, schindelgedecktes Satteldach auf Steinfuß. Erbaut 1867, heute Eigentum der Familie Ekman in vierter Generation. Eine von drei Mühlen auf Fårö, die immer noch Getreide mahlen können. Slitegårds  F9 Das Kirchspiel wurde ab dem 17. Jahrhundert von wasserbetriebenen Mühlen dominiert. Die erste Windmühle taucht im 19. Jahrhundert bei Myre und Näsungs auf. Zwei Windmühlen sind auf dem Hof Myre erhalten und eine Wassermühle auf dem Hof Slitegårds. Storkvänni  D18 Achteckige Kappenwindmühle aus verputztem Kalkstein, fünf Stockwerke mit Haube. Wurde zum kommerziellen Mahlen, Sichten und Sägen eingesetzt. Eine stattliches Wahrzeichen bei Storsudret, das 1992 restauriert wurde. Överstekvarn  E5 Hier wurde schon im Mittelalter in drei Wassermühlen Mehl gemahlen. Nedersta, Mellersta und Överstekvarn. Nedersta Kvarn war nah am Strand gelegen und wurde daher auch als Strandkvarnen (Strandmühle) bezeichnet. Mellersta Kvarn lag unter der einzigen heute noch erhaltenen Mühle – Överstekvarn, bei der es sich um eine Radmühle handelt.

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WIESEN

WANDERN IN DICHTEN HAINEN UND EINER UNENDLICHEN KRÄUTERWELT Eine Wiese in Gotland ist nicht nur eine Wiese. Sie ist ein wahr gewordener Traum für den Botaniker, für die Gesundheit und für die kulturhistorische Erinnerung. Auf der Insel gibt es 190 Wiesen, die regelmäßig und schonend mit Sense, Rechen und Axt gepflegt werden. Die Wiesen hier sind kein Parks, sondern Nutzfläche. Seltene Kräuter und Vögel fühlen sich wohl in einer Umgebung, die vom Feuchtgebiet bis hin zu schattigen belaubten Hainen reicht.

Standort: Roma  Foto: Roger Arleryd/gotlandsbild.com

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Strandwiese Ajvide  B14 Diese Wiese wird auch als Käldstu Hoigard und Bodbackar bezeichnet. Baumloses eingezäuntes Grasland umgeben von Weideflächen. Die Wiese ist eine der zwei erhaltenen Strandmähwiesen Gotlands und daher besonders wertvoll. Auf dem relativ trockenen Boden wachsen Ruchgras, Rundblättrige Glockenblumen und Mittleres Zittergras. Laubwiese Allekvia  G4 In fruchtbarem Lehmboden stehen stattliche Laubbäume. Folgen Sie dem Pfad entlang der Pfosten, über offene Ebenen, halboffenes Gelände und schattige belaubte Haine in einer abwechslungsreichen und schönen naturbelassenen Umgebung. (NR: Naturschutzgebiet (schwedischer Schutz), N2000) Wiese Alskute  C14 Wie eine kleine Insel von einem hübschen gebundenen Zaun umzäunt und umgeben von Ackerflächen liegt die Wiese Alskute.. Zugewachsen bis 1970, als die Wiese gesäubert wurde und man einen kleinen Heuschuppen baute. Im Norden fast ganz offen, nur teilweise eingerahmt von Laubgehölz und Laubbäumen. Im südlichen Teil wachsen Eichen, Feldulmen, Eschen und Birken. Mehrere Einfriedungen aus der Zeit vor Christi Geburt. Wiese Alvare  G14 Große Teile des inneren Bereichs des Kirchspiels När wurden als Wiesen genutzt, wie die Steuerveranlagungskarte vom Anfang des 18. Jahrhunderts zeigt. Beim Hof Alvare liegt diese Wiese, die noch heute gepflegt wird. Wie es für den sandreichen Boden in När typisch ist, stehen hier schöne Birken, im nördlichen Teil einige Eschen und der eine oder andere Wacholder. Mittleres Zittergras, Knöllchen-Steinbrech, Zweiblättrige Waldhyazinthe und Brand-Knabenkraut. Lindenwiese Alvena  G8 Sehr gut gepflegter und schöner Ort und eine der bekanntesten Laubwiesen Gotlands. Geschneitelte Bäume stehen dicht an dicht. Großer Kräuterreichtum und eine reichhaltige Vogelwelt sind ebenso prägend. Wandern Sie von der Wiesenscheune innerhalb des Gatters den Pfad entlang. (NR, N2000) Pfarrwiese Anga  H10 Magerer und teilweise etwas feuchter Boden. Wandern Sie vorsichtig, denn die Wiese liegt offen und ist kräuterreich. Der Heuschuppen sowie das Plumpsklo außerhalb des Gatters sind einen Stopp und einen zusätzlichen Blick wert. (N2000: Natura2000Gebiet (europäisches Schutzgebiet)) Pfarrwiese Ardre  H12 Die Pfarrwiese liegt an einer Schleife alter Wege unterhalb des Berges. Der leicht feuchte Boden bringt großen Kräuterreichtum hervor. Ein großes

Fundament in der für Gotland typischen, als „Riesengrab“ bezeichneten Form zeugt von der Anwesenheit von Menschen vor sehr langer Zeit. Ekebysänget  F5 Ein Teil eines größeren Gebiets, das früher als Wiese bewirtschaftet wurde. Gotlands größter Bestand an groben alten Eichen, genannt Salmbärshagen. Ein Überbleibsel aus der Zeit vor dem frühen 19. Jahrhundert, als der Staat begann, das Fällen zu erlauben, woraufhin viele Eichen abgeholzt wurden. (NR, N2000) Kirchenwiese Elinghem  G4 Die Kirchenruine Elinghem in Hangvar ist von dieser schönen Wiese umgeben. Reich an Haselnusssträuchern, stattlichen Eichen und Eschen. Malerische kleine Lichtungen tun sich wie Lichtflecken auf der Wiese auf. Pfarrwiese Fide  D17 Relativ neues Naturschutzgebiet mit schönen Eichen und Kräuterreichtum. Der Laubwald daneben ist Teil der alten größeren Pfarrwiese. Hier sieht man, wie eine Wiese zuwächst, wenn die Pflege aufhört. (NR, N2000) Laubwiese Haga,Visby  D8 In einer kleinen Öffnung eines Kiefernwäldchens liegt die kleine Laubwiese Haga, zwischen den Straßen Pilhagsvägen und Färjeleden. Hier wachsen größtenteils Kiefern und Haselnuss. Aufgrund der Nähe zu einem Wohngebiet, ist sie gut besucht. Klosterwiese Halla  F19 Gehörte im Mittelalter zum Kloster Roma. Die Bewirtschaftung hörte wahrscheinlich im frühen 20. Jahrhundert auf. 1985 begann ein Projekt, um den südlichen Teil in seinen früheren Zustand zurückzuversetzen. (NR, N2000) Hammarsänget  I5 Etwas abseits im Wald an der Grenze zwischen Lärbro und Hellvi gelegen. Sie ist unbedingt einen Besuch wert. Prachtvoll eingerahmt von großen, schönen Bäumen, hat sie alles, was eine gotländische Wiese bieten kann. (NR, N2000) Hulte Kruppar  E15 Ganz am südlichen Rand von Hemse liegt diese schöne Wiese mit ihren großen offenen Ebenen, umgeben von Laubbäumen und zahlreichen Haselnusssträuchern. Hummelbosänget  F15 Hummelbosänget ist etwas ungewöhnlich – hier gibt es Schwarzerlen und Geflecktes Knabenkraut. Die Wiese liegt an einem kleinen Hang beim Hof Hummelbos und ist recht schattig. Haselnusssträucher, Eschen, Eichen und große Mengen der Wiesenpflanzen Niedrige Schwarzwurzel und Gewöhnliches Ruchgras, im südwestlichen Teil auch die seltene Sumpf-Segge haben hier ihren Standort.

Pfarrwiese Hörsne  G9 Die Wiese liegt wie eine u-förmige Lichtung im Laubwald. Feuchter Boden mit üppiger Vorsommerblüte sind vorherrschend. Folgen Sie dem Pfad zur Wiese und verweilen Sie an der Wiesenscheune. (NR, N2000) Eisenbahnpark  F13 Heute eine recht schattige Wiese, aber im 18. Jahrhundert ein Teil der ausgedehnten Mähwiesen rund um das Moor von Tängling. Am Rand der größten Heutrockenfläche steht ein Gedenkstein, den Gustav V. im Zusammenhang mit der Einweihung der Eisenbahn 1925 signierte. Gezüchtete Tannen, Gewöhnliches Ruchgras, Gewöhnlicher Teufelsabbiss, Mittleres Zittergras, Kleines Mädesüß und Niedrige Schwarzwurzel, Eichen, Bergulmen, Spitzahorn sowie beschnittene Eschen sind typisch. Kapellänget  J1 Hier befindet sich das, was der größte alte Schafstall Gotlands sein soll, erbaut zwischen 1823 und 1824 von Petter Gottberg. Damals wurde auf der Fläche Winterfutter gewonnen. Später wurde das Gebiet eine Weidefläche für Schafe, und Ende des 19. Jahrhunderts wurde es als Baumschule für Kiefern genutzt, um den Flugsand zu binden. Eibenbestand, verbreitete Heidevegetation auf dem kargen Sandboden, außerdem wachsen hier Eichen, Haselnusssträucher und Birken. Die Insel ist seit 1963 ein Nationalpark. Wiese Kruse  D15 Im Laufe der Zeit hat die Wiese eine abwechslungsreiche Nutzung erfahren. Steinspuren verraten, dass sie bereits seit der Eisenzeit genutzt wird. Heute ist die Wiese in zwei Bereiche geteilt: in eine Ackerfläche, die zu einer offenen Wiese geworden ist, und innerhalb des Laubgehölzes unter anderem mit Eschen, Eichen, Haselnusssträucher, Feldulmen und Schlehen. Hier wachsen Kleines Mädesüß, Echte Schlüsselblumen, Niedrige Schwarzwurzeln und Geflecktes Ferkelkraut. Schöner Heuschuppen in Ständerbohlenbauweise aus dem Jahr 2000 und Reste eines alten Brunnens sind erhalten. Laubwiese Laxare  H6 Eine Pfarrwiese, von der man alles erwarten kann, was zu einer klassischen gotländischen Laubwiese gehört: Fundamente in der für Gotland typischen, als „Riesengrab“ bezeichneten Form und andere vorgeschichtliche Überreste, offene Ebenen umrahmt von Gehölzen mit Laubbäumen und Büschen und den Kräuterreichtum, der die Gegend berühmt gemacht hat. Pfarrwiese Lojsta  E13 Die Pfarrwiese Lojsta ist eine der bekanntesten und meistbesuchten Wiesen Gotlands. Zusammen mit dem zugewachsenen Laubwald dahinter bildet die Wiese ein kirchliches

Schutzgebiet. Die alte Lojstaeiche ist abgestorben, aber dennoch eine Sehenswürdigkeit. Laubwiese Mangsarve  F8 Eine schattige und schöne Wiese, die man gerne durchstreift. Ganz innen öffnet sich eine größere Ebene, auf der einen ein Heuschuppen und ein Hofkreuz erwarten. Pfarrwiese Mästerby  D10 Klassisch schöne gotländische Laubwiese. Hohe Laubbäume und Haselnusssträucher. Zwei Heuschuppen direkt innerhalb des Gatters mit Bänken und Tischen. Verweilen Sie hier. (N2000) Laubwiese Nygård  D10 Üppig mit vielen Haselnusssträuchern, stattliche Eschen, vereinzelt Eichen, Birken und am Rand Feldulmen. Steinspuren, eine Grabkugel und ein Malmfelsen. Hier wachsen eine Lärche und ein schöner Weißdorn auf einem groben Stamm. Ein schöner Heuschuppen in Ständerbohlenbauweise steht am Rand der Wiese. Laubwiese Petes  C15 Ein Spaziergang auf der Laubwiese Petes ist, als mache man eine Wanderung durch unterschiedliche gotländische Wiesentypen. Eine offene Ebene mit reichlich Großem Klappertopf lässt uns ahnen, dass der Boden gepflügt wurde, ein halboffener Teil mit Eichen, Eschen und Bergulmen deuten Rodungsarbeiten an, und dahinter befindet sich ein zugewucherter Teil mit Laubwald. Zu den sommergrünen Laubbäumen gehört die Feldulme. Wenn Sie durch den Laubwald weitergehen, finden Sie offenere Flächen mit einer reichen Wiesenflora. Pfarrwiese  C10 Bis 1701 hieß diese Wiese Muhlängen, bekam dann aber den Namen Maldesänget. Offene Laubwiese mit Berg-Ahorn und ein gebundener Zaun zur Straße hin, Eichen, Eschen, Birken, Haselnusssträucher sowie eine reiche Wiesenflora. Ein alter Landwirtschaftsweg durchschneidet die Wiese, hier gibt es auch eine vorgeschichtliche Steinspur, die zu dem eisenzeitlichen Hof südlich der Wiese gehört. Laubwiese Sudergårda  G7 Eine sehr gut gepflegte und schöne Wiese mit reichhaltiger Flora, wobei unter anderem der empfindliche Augenstein in einem kleinen Bereich noch entdeckt werden kann. Kiefern, Eichen, junge Haselnusssträucher, Birken und im östlichen Teil Schwedische Mehlbeeren und Feldulmen. Ein kleiner See im südöstlichen Teil ist von Buschvegetation umgeben. Ein schöner gebundener Zaun umgibt das Gebiet, das 1992 sowohl schwedischen als auch norwegischen königlichen Besuch bekam, wovon ein Gedenkstein zeugt.

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VOGELGEBIETE KLASSISCHE ORTE FÜR LANGSTRECKENFLIEGER

Die Vögel, die auf ihrem langen Zug Gotland passieren, lieben diese Insel. Hier gibt es Platz zum Ausruhen und reichlich Nahrung vor der nächsten Etappe. Um einen majestätischen Raubvogel, einen Schwarm Kreuzschnäbel, arktische Gänse oder Prachttaucher zu Gesicht zu bekommen, braucht es ein gewisses Maß an Kreativität, Neugier und Wissen. Manche sagen, dass Gotland die beste Umgebung für Vogelbeobachter bietet, also packen Sie Ihren Rucksack und sehen Sie selbst! Foto: Niclas Ahlberg/N

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FINDEN

Buchstaben und Zahlen beziehen sich auf die Karten auf den Seiten 9 und 50-51.

FINDEN

Buchstaben und Zahlen beziehen sich auf die Karten auf den Seiten 9 und 50-51. Faludden  D18-19 E18-19 Faludden und Stockviken sind interessant für Zugvögel. Außerdem können Sie hier viele Meeresvögel erleben. Ein Vogelturm steht in Stockviken an einem der besten Vogelseen Gotlands. Fårö  L1-3 M1-2 Die vogelreichen Vogelseen Alnäsa Träsk, Mölnor Träsk und Eke Träsk beherbergen im Sommer interessante Brutvögel. Daneben gibt es rastende Vögel im Frühling und Herbst, wenn sie auf Nahrungssuche sind. Lassen Sie sich Norsholmen nicht entgehen, einen bei Vögeln und Beobachtern beliebten Ort. Hoburgen  B20 Das Gebiet um Hoburgen und das Riff im Süden sind ein klassisches Zugvogelgebiet mit vielen Raubvögeln. Im Frühjahr und im Herbst werden Beringungen durchgeführt. Küstenstrecke När - Lau  H13-14 Viele Stellen mit der flachen Bucht Lausviken, die besonders im Herbst reich an Watvögeln, Entenvögeln und Gänsen ist. Zwei Vogeltürme. Jagende

Raubvögel. Närsholmen lockt Brutvögel und Durchreisende an. Gute Chancen, den schönen Säbelschnäbler zu sehen. Nisseviken  C16 Hier wurden sowohl Schwarzstörche als auch Temminckstrandläufer, Raubseeschwalben und Brandseeschwalben gesichtet. Früher war das Gebiet für den Heringfang bekannt, wovon mehrere Fischerschuppen heute noch zeugen. Aber Nisseviken hat auch schöne Strandwiesen, eine atemberaubende Aussicht und eine reichhaltige Vogelwelt zu bieten. Storsund  I8 Nur rund einen Kilometer vom Meer entfernt liegt im Kirchspiel Gothem der nahrungsreiche See Storsund. Das Naturschutzgebiet gehört dem Naturschutzverein Gotland. Hier befindet sich Gotlands größte Kolonie an Löffelenten, Graugänsen, Graureihern, Kranichen und Blässhühnern. Der Vogelturm, den man auf einem Bohlenweg durchs Moor erreicht, wurde 2016 restauriert.

Stora Karlsö  A13 In der Ostseeregion mit Tausenden von Tordalken und Trottellummen ein einmaliges Vogelgebiet. Die letzte Zählung ergab 14.000 Trottellummenpaare. Beide Arten nehmen zu. Jeden Sommer um den 1. Juli sind spektakuläre Sprünge der Jungen zu sehen. Zudem wird über Trottellummen geforscht, um das Ökosystem der Ostsee zu begreifen. Träskmyr  H4 Träskmyr, ein Naturschutzgebiet ca. zwei Kilometer südwestlich von Kappelshamn, ist Gotlands größter Schneidriedsumpf (180 Hektar). Im Süden grenzt Stejnstumyr an. Im Moor gibt es Brutvögel, Rohrammern, Teichrohrsänger und Bartmeisen, Bekassinen, Wasserrallen, Tüpfelsumpfhühner, Wachtelkönige, Rohrweihen und Kraniche. Der Vogelturm östlich von Gardträsk hat eine schöne Aussicht zu bieten. Von einem Deich im Nordosten führt ein teilweise beplankter Pfad bis zum Vogelturm.

Västergarn  B10-11 Paviken ist eine einzigartige Mischung unterschiedlicher Milieus, die das Gebiet für Vögel attraktiv macht. Skansudd bei Kronholmen zieht im Frühling und Herbst viele Vögel an. Die flache Bucht Västergarnsviken lockt Watvögel, Entenvögel, Möwen und Seeschwalben an. Abwechslungsreiche Natur. Vogelschutzgebiet Ugnen  B14 Gleich südlich der Ekstaküste liegt das Vogelschutzgebiet Ugnen. Die großen beweideten Strandwiesen bilden eines der vogelreichsten Gebiete Gotlands. Hier brüten Spießenten, Alpenstrandläufer, Säbelschnäbler, Kampfläufer, Graugänse, Schnatterenten, Zwergseeschwalben und Knäkenten. Im Frühling ruhen sich große Weißwangengansschwärme aus. Im Herbst sind verschiedene Arten von Watvögeln zu sehen. Zutritt verboten vom 15. März - 30. Juni.

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CAMPING VIELFÄLTIGES ÜBERNACHTEN MIT UND IN DER NATUR

Camping auf Gotland bedeutet: immer nah am Meer, Komfort und Serviceniveau bester Qualität. Auf Gotland gibt es für so gut wie jeden Wunsch den richtigen Campingplatz. Die Eigentümer der Campingplätze haben immer mehr Platz für ihre Wohnmobilgäste geschaffen.

Standort: Surflogiet, Tofta  Foto: Lukas Nyberg

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Stranddorf Björkhaga  B11 Liegt gut 30 Kilometer südlich von Visby. Wohnwagen- und Wohnmobilcamping. Bis weit ins Meer seichter und kinderfreundlicher Sandstrand. Servicehaus erbaut 2007, behindertengerecht, zwei Plätze zum Kochen, Duschen, Toiletten und Waschküche. Vier Sterne nach SCR-Standards. Alle Stellplätze mit Stromversorgung. Beheizter Pool.

Kneippbyn  C8 Drei Kilometer südlich von Visby. Familienresort, 5-Sterne-Campingplatz an der Klippenkante am Meer. 200 Campingstellplätze für Wohnwägen, Wohnmobile und Zelte, 700 Betten in unterschiedlichen Preisklassen. Sommer- und Wasserland, Restaurants, Café und Lebensmittelgeschäft, Tennisplatz, Trimm-dich-Pfad.

Campingplatz Burgsvik  C18 Beliebter Familiencampingplatz in Burgsvik im Süden Gotlands. Nur 50 Meter zum Badestrand, am Kai gibt es eine Sauna. Zeltplatz, Hütten, Wohnwagenstellplätze mit und ohne Strom. Pool, Restaurant, Minigolfbahn, Grillplätze. Öffnet am 1. Mai. Wohnmobilstellplätze beim Campingplatz, Übernachtung. Toilette, Grauwasser, Frischwasser, Mülltonnen, Toilettenentleerung und Strom.

Campingplatz Ljugarn  H13 Liegt 40 Kilometer von Visby entfernt an der Ostküste Gotlands in der Nähe eines Naturschutzgebiets mit Raukfeld. Kinderfreundlicher Sandstrand. Campen oder wohnen Sie in modernen Hütten mit Selbstversorgung. Kabelloses Internet. Auf dem Gelände gibt es Kajaks, Boule, Tischtennis, Wanderwege, Fahrräder, einen Spielplatz und Beachvolleyball. Servicehaus mit Duschen und behindertengerechter Toilette.

Campingplatz Kappelshamn  I3 Campingplatz und Wohnmobilplatz in Nähe des Meers, 43 Kilometer nördlich von Visby, sieben Kilometer von Lärbro und ca. 25 Kilometer von Fårösund. Duschen, Freiluftküche mit Warmwasser und Kochplatten. Verleih von Fußbällen, Kubb-Spielen und VarpaSpielen. Bouleplatz, große Rasenflächen mit Fußballfeldern, Sauna.

Campingplatz Slite  I6 Am Meer, 35 km von Visby, 30 km von Fårö auf der Ostseite Gotlands. Bis weit ins Meer hinein seichter Sandstrand. Servicegebäude mit Einzelduschen, WC sowie einem behindertengerechten WC. Aufsicht rund um die Uhr. Platz für Wohnmobile. Minigolfbahn auf der Anlage. Hilfsmittel für Körperbehinderte

zum Baden. Zeltplatz vierzig Meter vom Badestrand. Resort Sudersand  M2 Besteht aus dem Feriendorf, einem Strandcampingplatz und dem Campingplatz Strandskogen. 18 Kilometer vom Fähranleger Broa. Wohnmobilstellplätze. Toilette, Mülltonnen, Toilettenentleerung, Grauwasser, Frischwasser und Strom. Auf dem Gelände gibt es einen Tennisplatz, Minigolf, ein Lebensmittelgeschäft und ein Café. Kino und Restaurants fußläufig erreichbar. Mit dem Fahrrad erreichbar: Raukgebiete, Kunstgalerien, Badestrände. Campingplatz Strandskogen  M2 500 Meter vom Strand Sudersand. Wohnwagenstellplätze, Hütten, Servicehaus, Küche und Gemeinschaftsraum mit Fernseher. Strandcampingplatz Sudersand  M2 Campingplatz für Zelte, Wohnwagen und Wohnmobile so nah wie nur möglich am Strand. Surflogiet  B10 Zehn sogenannte Zelthütten im südlichen Teil vom Strand Tofta. Sauna, Restaurant und Bar sowie Rezeption mit begrenzten Öffnungszeiten. Spielplatz für die Kinder, kostenloses Wi-Fi.

Stranddorf Visby  68 Am Meer einen Kilometer nördlich der Ringmauer von Visby. Campen oder wohnen Sie in einer Hütte. Stellplätze für Wohnmobile und Wohnwägen sowie Hütten zu vermieten. Servicehaus mit Herren- und Damenabteilung, Duschen, Waschmaschine und WC. Campingplatz Åminne  H8 Nah an einem Sandstrand im Osten Gotlands, wo der Fluss Gothemsån das Meer erreicht. 3-Sterne-Campingplatz für Zelte, Stellplätze für Wohnmobile und Wohnwagen, Hütten mit Selbstversorgung und Dusche und WC. Geschäft und Restaurant, Pool, Kiosk sowie Minigolfbahn, Bouleplatz, Tischtennistisch und Spielplätze. Strand Östergarn  J11 Jugendherberge, Gruppenunterkünfte, Hütten und Campingplatz 100 Meter von einem der schönsten Badestrände Gotlands entfernt. Stellplätze mit Übernachtung für Wohnmobile. Behindertengerechtes Gebäude. Der Strand ist mit dem Rollstuhl zu erreichen. Café und Restaurant. Einfache Unterkunft, Bettlaken und Fahrräder können geliehen werden. Wi-Fi.

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ERLEBEN SIE DEN GESCHMACK GOTLANDS Lokale Gerichte und Restaurantbesuche spielen bei Reisen meist eine wichtige Rolle.  Dafür ist Gotland das richtige Reiseziel! Hier gibt es Produzenten, die örtliche Spezialitäten anbauen, Bauern, die im Einklang mit ihren Tieren leben, und Köche, die aus den Rohwaren appetitliche Meisterwerke zaubern. Eine Reise nach Gotland ist eine Reise zu traditioneller Nahrungsmittelnatur und ortsnaher Erntekultur.  46


Foto: Magdalena Björnsdotter

Manche sagen, dass es das Terroir der Insel ist, das dem Essen seinen vortrefflichen Geschmack verleiht. Andere glauben, dass die Kunstfertigkeit der Köche, die Luft, das Meer, die Stimmung, das Schwimmen, das Radfahren und die Spaziergänge auf Gotland zu den schmackhaften kulinarischen Erlebnissen beitragen. Wenn es um Rohwaren und leckere regionale Produkte geht, gelten der Frühling und der Herbst als die beste Reisezeit für Gotland. In der Frühlingssaison steht Frühlingsgemüse wie Spargel, Bärlauch und Kajp (Schlangenlauch, eine wildwachsende kleine Lauchart) im Mittelpunkt. In allen Hofläden und Restaurants kann man seinen Hunger stillen, indem man sich durch die Leckereien der Insel isst. Im Hochsommer gibt es ein reichhaltiges Angebot an Obst, Beeren, Gemüse und zartem

Wurzelgemüse. Wenn der Herbst Einzug hält, bringt er die Leckereien der Erntezeit mit. Im Spätherbst ist es darüber hinaus an der Zeit, sich auf die Suche nach Gotlands schwarzem Gold zu machen – dem Trüffel.   Natürlich dürfen wir auch das gotländische Lammfleisch nicht vergessen, das manchmal etwas Geschmack von den kräuterreichen Weiden der Tiere annimmt. Die Ostseefischerei ist ein sensibler Bereich. Dort arbeitet man jetzt daran, leckere Rezepte für Fischsorten zu entwickeln, die früher nicht so oft auf dem Tisch landeten. Mit dem Gotlandshering liegt man immer richtig!   Über ganz Gotland verteilt gibt es Restaurants, die ihre Menüs auf Basis der regionalen Produkte der Insel entwickeln. Viele unserer Köche

haben für ihre Kochkunst Preise gewonnen, und viele unserer Restaurants sind in der schwedischen Restaurantbibel White Guide gelistet. Die meisten sind das ganze Jahr über geöffnet. Auch unsere vor Ort produzierten Getränke wollen wir nicht vergessen. Heute gibt es einige Weingüter auf Gotland, die Weißwein, Rosé und Rotwein produzieren. Außerdem gibt es eine Whiskybrennerei, Gotland Whisky in Roma, die unter dem Markennamen Isle of Lime verschiedene Whiskysorten mit gotländischen Namen produziert. Darüber hinaus hat Gotland die meisten Handwerksbrauereien pro Kopf in Schweden. Gotland blickt auf eine weit zurückreichende Tradition im Brauen von Bier, „drikke“, auf den Höfen zurück, nach Rezepten, die manchmal über viele Generationen hinweg vererbt wurden. 47


Mittelalterwoche  Foto: Ellen Marie Martinsen

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FESTIVALS UND VERANSTALTUNGEN

Auf Gotland ist es leicht, sich vom historischen Hauch des Windes mitreißen zu lassen. Viele Veranstaltungen wurzeln in dem geschichtsträchtigen Boden, der Gotland zu dem gemacht hat, wofür die Insel heute geschätzt wird. Wonach den Besuchern auch immer der Sinn steht, haben sie die Wahl zwischen einer Fülle an Festivals und Veranstaltungen, die alle einen Besuch wert sind, und das Jahr für Jahr. Romatheater In der Klosterruine Roma, die im Mittelalter ein Zisterzienserkloster war, wird jedes Jahr ein Shakespeare-Stück inszeniert. Aufgeführt wird es im Sommer unter freiem Himmel. Mit erfahrenen Schauspielern, bekannten Stücken und einer spektakulären Umgebung sind die Theatervorstellungen auf jeden Fall sehenswert, selbst wenn man des Schwedischen nicht mächtig ist. Mittelalterwoche Im August, in Kalenderwoche 32, begibt sich Gotland zurück ins Mittelalter. Eine Woche lang kann man diese Epoche neu erleben: auf dem mittelalterlichen Markt einkaufen, mit Rittern und Jungfrauen plaudern, einen Kurs im Schmieden oder der Metherstellung belegen und beim Turnier seinen Lieblingsritter anfeuern. Die Woche umfasst rund 500 Programmpunkte, wobei Musik, Theater, Führungen und Seminare einander ablösen. Die Mittelalterwoche ist die größte Veranstaltung Gotlands und lockt jährlich über 40.000 Besucher an. Mittelalterliche Weihnachten An einem der Adventswochenenden ist der Weihnachtsmarkt mittelalterlich. Die Burgherrin Magdalena öffnet das Stadttor und lädt Handwerker von der ganzen Insel ein, ihre Werke in der mittelalterlichen Stadt feilzubieten. Genießen Sie schöne Konzerte, besuchen Sie interessante Vorträge, kaufen Sie echte

Handwerkserzeugnisse aus Holz, Wolle, Keramik und Metall. Ein kleineres Turnier gehört ebenfalls zum Angebot. Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt. Gotland Art Week und Gotlands Krimitage Gotland Art Week fungiert als Schirmveranstaltung, um Kultur in breiter Perspektive ins Licht zu rücken. Kunst, Musik, Poesie, Theater, Literatur – das über ganz Gotland verteilte Angebot hat alles zu bieten. Hier gibt es während der ganzen Woche 33 Programmpunkte, an denen man von den südlichsten Gegenden der Insel bis nach Fårö teilnehmen kann. Während des letzten Teils der Gotland Art Week (Freitag bis Sonntag) werden in Zusammenarbeit mit der Schwedischen Krimiakademie Gotlands Krimitage veranstaltet. Gotland übt auf die überaus beliebten schwedischen Krimiautoren eine besondere Anziehungskraft aus: Manche wohnen und „morden“ auf der Insel, andere wohnen und holen sich ihre Inspiration hier. Begegnen Sie der schwedischen Krimielite bei diversen Gesprächen und Autorentreffen. Mit einigen der Autoren werden Führungen angeboten, bei denen sie einen Teil ihrer Tatorte zeigen. Viele Festivals und Veranstaltungen gründen in Gotlands kulinarischem Angebot. Das

Programm beginnt im Frühling, am letzten Aprilwochenende, mit der ersten Version des Gotland Gastronomy Festivals. Dabei genießen wir Gerichte mit Bärlauch, Schlangenlauch und dem ersten grünen Spargel. Örtliche Produzenten veranstalten Verkostungen, Abendessen und Kurzkurse in der Zubereitung diverser Spezialitäten, die Restaurants haben Gastköche und bieten Spezialmenüs an. Die zweite Version des Gotland Gastronomy Festivals findet am ersten Oktoberwochenende statt, mit einem vergleichbaren Angebot, aber eher wie ein richtiges Erntefest. Den Abschluss des Jahres bildet das Trüffelfestival Mitte November. Bourgognetrüffel werden auf Gotland angebaut, wachsen aber vor allem wild in den gotländischen Wiesen. Das Festival beginnt am Freitag mit einem kleinen Trüffelmarkt in Visby und Trüffel After Work in mehreren der Restaurants und Bars der Stadt. Am Samstag gibt es Vorträge mit Rednern aus verschiedenen Teilen der Welt sowie eine feierliche Zeremonie im Dom, bei der der Trüffelkoch des Jahres ausgezeichnet wird. Am Abend bereiten die besten Köche der Insel ein großes Menü zu, wobei der Trüffel selbstverständlich in allen Gängen vertreten ist. Am Wochenende werden zudem Trüffeljagden veranstaltet. 49


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Andere Attraktionen

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Tennis

Surf spots

Ruinen

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Ladestation Elektroauto

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Für Kinder

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LEGENDE

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DESTINATION GOTLAND Gotland Kombiticket von FERRYEXPERTS.COM

Grenå

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Klaipeda Malmö

FÄHRLINIEN

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Rostock Świnoujście

Gotland ist vom schwedischen Festland aus in etwa drei Stunden mit der Fähre erreichbar. Die Fähren fahren in Oskarshamn, Västervik ( im Sommer) und in Nynäshamn ab. In den Sommermonaten verkehren circa 20 Fähren pro Tag. Für alle, die mit dem Auto anreisen möchten, hat Destination Gotland ein preiswertes Auto-Paket im Angebot.

Von/nach Deutschland Kiel - Göteborg Travemünde - Malmö Travemünde - Trelleborg Rostock - Trelleborg Sassnitz - Trelleborg Puttgarden - Rødby + Helsingør - Helsingborg Puttgarden - Rødby + Öresundbrücke Rostock - Gedser + Helsingør - Helsingborg Rostock - Gedser + Öresundbrücke Von/nach Dänemark Grenå - Halmstad Frederikshavn - Göteborg Große Belt Brücke + Öresundbrücke Von/nach Polen Świnoujście - Trelleborg Gdynia - Karlskrona

KOMBITICKETS VON FERRYEXPERTS.COM Ferryexperts bietet Gotland Kombitickets für Reisen von Deutschland, Dänemark, Polen, Litauen, Lettland, Estland, Finnland und Norwegen nach Schweden an, damit Sie auf bequeme und preisgünstige Art und Weise auf die schöne Insel Gotland gelangen können. Tickets sind erhältlich auf www.ferryexperts.com. Email: gotland@ferryexperts.com Telefon: +49 40 769 097 50 KONTAKT DESTINATION GOTLAND E-mail: bokningen@destinationgotland.se Telefon: +46 771 22 33 00 Adresse: Korsgatan 2, P.O. Box 1234, SE-621 23 Visby.

Die große Fähre von Destination Gotland fasst 1 650 Passagiere und die kleine 700 Passagiere.

Von/nach Lettland Riga - Stockholm Ventspils - Nynäshamn Von/nach Estland Tallinn - Stockholm Von/nach Litauen Klaipeda - Karlshamn Von/nach Finnland Helsinki - Stockholm Turku - Stockholm Von/nach Norwegen Sandefjord - Strömstad

Profile for Destinationgotland

Gotland Guide DE  

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