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Gegen Leistungsverschlechterungen. Ginge es nach dem Willen der CSV-LSAP-Regierung, müssten die Versicherten künftig 3 Jahre länger arbeiten, oder aber eine Rentenkürzung von 15 Prozent in Kauf nehmen. Die Verlängerung der Lebensarbeitszeit bewirkt jedoch einen weiteren Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit, denn je länger die Älteren arbeiten, umso später gelangen die Jüngeren auf den Arbeitsmarkt. Die Konsequenz: die vermeintlichen Ersparnisse, die auf den Rentenkürzungen erfolgen, werden benutzt

um Arbeitslosengeld und Sozialhilfe an die Bedürftigen zu zahlen. déi Lénk sind der Meinung, dass auch in Zukunft jede/r Versicherte, nach 40 Arbeitsjahren, berechtigt ist, einen dezenten Lebensabend zu genießen. ... (Fortsetzung Seite 2)

Konferenz über die Zukunft des Pensionswesens. Am Mittwoch, den 21 September 2011 um 19.00 im Centre Nic. Braun 472a, route de Thionville, HESPERANGE

Mit: • Thérèse GORZA Expertin in Sachen Sozialversicherung, Beamtin des Centre Commun de la sécurité sociale • André HOFFMANN Abgeordneter von déi Lenk Wir beantworten ihre Fragen: • Wohin führt die Reform von Sozialminister Mars di Bartolomeo

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Der Wasserpreis.

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• Sind wir wirklich so nah an der „Rentenmauer“? • Muss man wirklich länger arbeiten wenn die mittlere Lebenserwartung steigt? • Wie wird das Geld der Rentenkasse investiert? • Wie lauten die Forderungen von déi Lenk? Die Konferenz wird von Jean Paulus präsidiert. Eine Simultanübersetzung ins Französische ist vorgesehen. 1

Bezahlbarer Wohnraum.


(Fortsetzung Artikel Seite 1) ... „À la carte“ - Pension erhöht Armutsrisiko Auch wenn Sozialminister di Bartolomeo (LSAP) erklärt, niemand werde gezwungen 3 Jahre länger zu arbeiten, so betont er auch, dass es jedem/jeder frei zustehe, die eigene Pension mittels privater Zusatzversicherung aufzubessern. Er spricht in diesem Zusammenhang von einer Pension “à la carte”. Seine Reformvorschläge richten sich jedoch eindeutig gegen ArbeitnehmerInnen, die einen stressigen oder körperlich schweren Job ausüben, gegen ältere Arbeitslose oder gegen Arbeitnehmer, die ihren Beruf aus familiären Gründen aufgegeben haben d.h. vor allem Frauen. Für viele Versicherte kommt eine Kürzung ihrer Ren-

sen und das wilde Spekulieren mit den Geldern unserer Rentenreserven an der Börse noch überflüssiger machen.

te aus finanziellen Gründen nicht in Frage, genauso wie sich viele ArbeitnehmerInnen keine private Zusatzversicherung leisten können. Mit der geplanten Pensionsreform ist die CSV-LSAPRegierung dabei, das bewährte Solidaritätsprinzipin Frage zu stellen und die Privatisierung der Renten voranzutreiben.

Rentenfonds investiert in Streubomben und Atomkraft! Gegenwärtig werden rund 80% der Pensionsreserven (d.h. fast 9 Milliarden Euro) in Aktien der Nahrungsmittelindustrie, der Kosmetikindustrie, der Haushaltsproduktehersteller, der Pharmaindustrie, der Atomindustrie und der Rüstungsindustrie investiert.

Beitragsdeckelung aufheben Zahlungskräftige Beschäftigte zahlen nur bis zu einem Monatseinkommen von 8.878€ Pensionsbeiträge ein. Das entspricht dem fünffachen Mindestlohn. Was darüber hinaus verdient wird, ist beitragsfrei. Hiervon sind rund 11000 Gutverdienende in Luxemburg betroffen. Ein Aufheben der Beitragsdeckelung würde viele Probleme mit einem Schlag lö-

wurden in Betreiberfirmen von Nuklearanlagen, darunter auch Tepco, der Betreiberfirma des Atomkraftwerks in Fukushima, und EDF, der Betreiberfirma der Atomanlage in Cattenom, gesteckt. Sinnvoll und nachhaltig investieren!

Enthüllungen von déi Lénk ergaben, dass Gelder unserer Pensionsreserven sogar in die Produktion von den international geächteten Streubomben und in Atomstrom investiert werden. Mehrere Millionen Euro

déi Lénk fordern das Geld dort zu investieren, wo es benötigt wird und wo es den Versicherten zugutekommt, z.B. in Form von Darlehen beim Erwerb einer Eigentumswohnung, in erneuerbare Energien oder in Form von Krediten an einheimische Klein- und Mittelbetriebe, womit gleichzeitig Arbeitsplätze erhalten oder neugeschaffen werden, die wiederum wichtig sind, um die Rentenkassen im Gleichgewicht zu halten.

sowie wirtschaftliche Entwicklung und Finanzen sollten geschaffen werden.

sie mit der Zeit zu Ansprechpartnern der gemeindeeigenen Dienste.

Da der Großteil der Finanzen in die Verwaltung fließt muss der bleibende Teil der finanziellen Ressourcen für Investitionen desto gewissenhafter verwaltet werden. Wenn die Einwohner sich zusammenschließen, ihre Probleme gemeinsam besprechen und formulieren werden

Der Prozess des Bürgerhaushalts ist also nicht nur ein Instrument zur urbanen Veränderung, sondern auch zur gesellschaftlichen Veränderung.

Mehr Demokratie wagen ? Dieser Ausspruch wird gern von Politikern aller Schattierungen benutzt. Nur bis heute ohne sichtbare Folgen. Déi Lenk schlagen vor auf Gemeindeebene zu einem Instrument zu greifen, welches eine reelle politische Neuerung darstellt: die Einführung des Bürgerhaushaltes. Dies bedeutet: • Durch die Schaffung von Gremien in den Wohnvierteln kann eine direkte Beteiligung der Bürger und ein ziviler Einsatz gefördert und ein Gegengewicht zur representativen Demokratie geschaffen werden. • Die Gremien in den Wohnvierteln sollen allen Bürgern offenstehen, denn sie wissen am besten, welche unumgänglichen Investitionen in ihrem Viertel getätigt werden müssen. • Die Gremien in den Wohnvierteln sollen von den Einwohnern selbst und nicht von den gewählten Vertretern geleitet

werden. • So wird die Rolle der Bürger erweitert und beschränkt sich nicht auf die Abgabe der Stimme bei der Gemeindewahl. • Die Beteiligung an der Aufstellung des Gemeindehaushalts wird ermöglicht und den Verwirklichungen von Aktionen und Ausstattungen innerhalb der Wohnviertel wird Vorrang gegeben. • Aus dem Gemeinderat wird so eine reelle beschlussfassende Versammlung und die Trennung zwischen Exekutive und Legislative wird gewahrt. • Thematische Kommissionen mit Bürgerbeteiligung wie z. Bsp. zu Transport und Verkehr, Gesundheit oder soziale Unterstützung, Erziehung, Kultur und Vergnügen, Stadtentwicklung 2

Wagen wir also eine radikale Demokratisierung der Demokratie!


Die Erziehung und die Betreuung der Kinder innerhalb unserer Gemeinde. Wegen der Nähe zur Stadt Luxemburg verzeichnet unsere Gemeinde eine anhaltende demographische Wachstumsrate, was zu einer besonderen Beachtung der Kinderbetreung sowie Anpassung des Erziehungsangebotes führen muss. Man muss aber leider feststellen, dass die Plätze in den Kinderkrippen und in „Maisons Relais“ noch lange nicht ausreichen und die Wartelisten, unabhängig von der jeweiligen Institution, viel zu lang sind (momentan liegt die Wartezeit bei zwei Jahren). Dabei wurden noch nicht die Kinder, welche in der Früherziehung (= Précoce) eingeschrieben sind, berücksichtigt. Hier besteht nach den Schulzeiten kein Betreuungsangebot. Eine vorausschauende Planung muss eine Antwort auf die heutige Situation geben und die zukünftigen Bedürfnisse unserer Gemeinde gerecht werden. Aufgrund der Tatsache, dass die Bevölkerung unserer Gemeinde ungefähr zur Hälfte aus Luxemburgern und zur anderen Hälfte aus Nicht-Luxemburgern besteht, kommt den Strukturen der Kinderbetreuung eine besondere Bedeutung zu: • sie ermöglicht allen Kindern eine frühe Sozialisierung sowie eine frühzeitige kulturelle Eingliederung, die ihnen später die Integration in das Schulleben erleichtert; • für die ausländischen Kinder ist die frühe Eingliederung der Schlüssel zur vollständigen Integration. Dies gilt auch für deren Familien, die sich dadurch im luxemburgischen sozialen Leben eingliedern. Zudem er-

lernt das Kind auf „natürliche“ Weise die luxemburgische Sprache, was wiederum das aktuelle hohe Schulversagen reduzieren kann; • die Kinderbetreuung ist außerdem für alle Frauen eine Notwendigkeit, insbesondere für jene, die nicht auf ein unterstützendes familiäres oder soziales Netz zählen bzw. zurückgreifen können. Dies, sowohl während der Suche nach einem Arbeitplatz, als auch während der Berufsausübung; • die Strukturen der Kinderbetreuung bieten den Frauen eine Gelegenheit, Kontakte mit anderen Mütter zu knüpfen und so an einem Minimum sozialen Lebens teilzuhaben. Dies gilt insbesondere für isolierte Frauen, die so eine Möglichkeit zur Überwindung ihrer Isolierung erhalten; • ausserdem ermöglichen die Strukturen, Kindern aus sozial schwachen bzw. problembehafteten Familien, den Zugang zu einem normalen Alltag, zumindest während der Tagesstunden. Bei Problemen kann so schnell geholfen werden . Es sind hier nur einige wichtige Gesichtspunkte aufgeführt, die die Dringlichkeit des Ausbaus der Kinderbetreuungsstrukturen verdeutlichen. Ziel muss es sein, diese Strukturen bezahlbar, wenn möglich sogar kostenlos anzubieten.

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Außerdem ist die Kinderbetreuung unzertrennlich mit der Gleichheit von Mann/Frau verbunden. Solange augenscheinlich die berufliche Karriere einer Frau von der Existenz dieser Strukturen abhängt, werden unweigerlich nicht mehr Frauen in Führungspositionen sein, sei es als Mitglied von Verwaltungsräten, als Aufsichtsratsvorsitzende eines Unternehmens oder im politischen Leben.

Schulzeiten abhängt? Wieviele Frauen sind sehen sich aus demselben Grund gezwungen, halbtags zu arbeiten? Und welche Rentenansprüche stehen Ihnen aufgrund dieser Situation später zu? Welche Chancen haben diese Frauen auf dem Arbeitsmarkt, wenn sie durch eine Trennung oder Scheidung nach vielen Jahren wieder auf dem Arbeitsmarkt tätig werden wollen bzw. müssen?

Wie viele verheiratete Frauen sind gezwungen, gegen ihren Willen zu kündigen, um sich der Kinderbetreuung zu widmen, weil die entsprechende Infrastruktur fehlt? Wie kann man berufstätig sein und auch unvorhergesehene berufliche Verpflichtungen wahrnehmen, wenn man von unflexiblen

Dies sind einige der Herausforderungen, mit denen unsere Gesellschaft wegen der Fehler der Vergangenheit schon konfrontiert ist. Es ist nicht Zeit zu reagieren, es ist schon spät!


Für eine nachhaltige Stadtentwicklung! Der Klimawandel und die beschränkten natürlichen Ressourcen verlangen im 21. Jahrhundert eine Politik, die sich an nachhaltigen, umweltschonenden Kriterien orientiert. All zu oft wird die Verantwortung für die Ergreifung von Initiativen von einer politischen Instanz zur nächsten verschoben: von der kommunalen zur nationalen, von der nationalen zur internationalen Politik. Dies erklärt weshalb in den vergangenen Jahren, die Umweltpolitik eine viel zu untergeordnete Rolle in der Kommunalpolitik inne hatte. Eine nachhaltige Stadtentwicklung bedeutet für déi Lenk ein Zusammenspiel von öffentlichem Einfluss, Bürgerbeteiligung und der Schaffung von

Rahmenbedingungen durch politische Entscheidungen, die wesentliche ökologische Akzente zu setzen vermag.

rogebäuden auf Howald, sowie die Erschliessung des “Ban de Gasperich” zieht und wird weitere tausende PKW’s durch das Ortszentrum und Umgebung von Hesperingen anziehen.

Gerade beim Transport zeigt sich, dass von Gemeinden wichtige Impulse ausgehen können. Unsere Gemeinde erstickt am täglichen Verkehrsaufkommen. Das Errichten von riesigen Bü-

Auch wenn es stimmt, dass die Gemeinde Einkünfte aus den geschäftlichen Aktivitäten erhält, ist es aber auch wahr, dass die

Lebensqualität der Einwohner dadurch leidet. Eine seriöse Planungspolitik müsste dem Erteilen von Baugenehmigung für solche Gebäude vorausgehen, dies um den Einwohnern aber auch den betroffenen Arbeitern zu ermöglichen ihren Arbeitsplatz in zumutbaren Fristen zu erreichen.

Deshalb wollen déi Lénk: • Ausweitung des öffentlichen Transportes, vor allem durch die Schaffung einer Autobuslinie Alzingen-Itzig-Luxembourg, via die “Itzigerstee”, was eine erhebliche Zeitersparnis mit sich brächte. • Der öffentliche Verkehr muss unter Kontrolle der Gemeinden bleiben: keine Auslagerungen von öffentlichen Dienstleistungen an private Anbieter, bzw. Rekommunalisierung ausgelagerter Dienste. • Schutz der Beschäftigten durch Einstellungen im öffentlichen Statut. • Einrichten eines P&R (Park and Ride) im Ortseingang von Alzingen in direkter Nähe der Eisenbahnlinie Oetrange-Syren-Luxemburg. Schaffung einer Haltestelle und zur Verfügungstellung eines Zuges der die Haltestellen Howald (bestehender Halt nähe Cactus) und Luxemburg-Gare regelmässig bedient. • Die bestehende Busspur in der route de Thionville soll in zwei Richtungen befahren werden. In den Spitzenstunden am Morgen Richtung Hesperange-Luxemburg und am Abend Richtung Luxemburg-Hesperingen. • Die eingesetzten Busse müssen dem Transportaufkommen gerecht werden; es ist unverständlich und pure Energieverschwendung wenn leere Gelenkbusse an Sonntagen durch die Gassen Itzig’s verkehren. • Orientierung auf einen kostenlosen öffentlichen Nahverkehr für alle. • Systematischer Ausbau des Fahrradwegenetzes. • Flächendeckendes Angebot an öffentlichen Fahrrädern. • Entwicklung kommunaler Verkehrskonzepte, welche den öffentlichen Nahverkehr, das Fahrrad und den Fußgänger miteinander vernetzen und in den Mittelpunkt stellen.

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Der Wasserpreis. Das Wasser aus dem Hahn soll integral und kostendeckend von den Haushalten bezahlt werden, damit sie verantwortungsbewusst damit umgehen! Das behaupten im Gemeinderat am heftigsten die Grünen (aber auch die LSAP). Diese Politik wird vom CSV Innenminister mit Nachdruck vertreten. Was ist von diesem „Kostendeckungsprinzip“ zu halten? Der Wasserpreis in der Gemeinde Hesperingen ist substantiell gestiegen. Sogar ohne den Hahn aufzudrehen kostet der Wasser- und Kanalanschluss jetzt 27 Euro/Monat. Da der durchschnittliche Wasserverbauch nicht wesentlich herabgesetzt werden kann, werden gerade die Normalverbraucher am stärksten taxiert. Spürbare Belastung der Haushalte Für eine vierköpfige Familie (bei einem Durchschnittsverbrauch von 150 Litern am Tag) ist die Durchschnittsrechnung von 95 Euros heute bereits eine spürbare Belastung. Sie kommt zu den anderen Taxenerhöhungen (Müll, usw..) und zu den gestiegenen Energiepreisen (Benzin, Gas, Elektrizität) hinzu, die zudem Herr Juncker, mit dem Einverständnis der Grünen, sogar ganz aus dem Lohnindex herausnehmen will. Stichwort Subventionen Ein Argument der Grünen (siehe Kammersitzung vom 11.12.2008) lautet: Wenn wir das Wasser weiterhin über den Gemeindehaushalt subventionieren, indem wir den Wasserpreis niedrig halten, bezuschussen wir damit den „Swimmingpoolbesitzer“ mehr als die „arme Witwe“. Die Grünen geben vor, lieber mit dem Geld durch die Taxenerhöhungen soziale Gemeindeeinrichtungen finanzieren zu wollen. Ein perverses Argument. Denn auch andere Gemeindeeinrichtungen fallen dem sakrosankten Kostendeckungsprinzip zum Opfer . Und vor allem werden

die Taxenerhöhungen ja gerade erst nötig weil die Reichen und die Betriebe weniger Steuern abgeben müssen. Das was das Wasser jetzt auch „Swimmingpoolbesitzer“ mehr kostet ist ein Klacks gegenüber den Steuern die sie sparen. Das Gros der Taxenerhöhungen wird von den Durchschnittsverbrauchern bezahlt. Die Grünen behaupten, ein Liter Leitungswasser sei unendlich billiger als ein Liter Mineralwasser und trotzdem würden die Leute Mineralwasser kaufen. Also falle die Taxenerhöhung beim Wasser nicht ins Gewicht. Ein unsinniges Argument. Trinken tut der Mensch anderthalb bis zwei Liter pro Tag. Wasser verbrauchen tut er aber 150 Liter im Durchschnitt.

Agrarpolitik). Auch wird vergessen, dass Zugtickets, Theaterbesuche, Eintritte zu Sportveranstaltungen, nicht von der öffentlichen Schule zu reden, stark „quersubventioniert“ werden. Zurück ins 19. Jahrhundert Seit hundert Jahren heisst es: Reiche tragen über Steuern mehr zur Allgemeinheit bei als weniger Reiche! Damit Grundbedürfnisse wie Wasser, Energie, Transport, Schulen, Theater, Badeanstalten befriedigt werden können, gratis oder zu vergünstigten Tarifen. Das nennt sich: Gleicher Zugang zu wichtigen Gemeindediensten! Und das gehört zu den Kernaufgaben einer Gemeindeführung. Dass das Gemeindebudget im Ausgleich sein muss stellt niemand in Frage. Wenn aber auf der einen Seite Gewinne erzielende Betriebe entlastet und Haushalte belastet werden, so ist doch die Frage berechtigt, wessen Interessen eine solche Gemeindeführung vertritt. Eine soziale und bürgernahe Gemeindepolitik sieht für uns an-

Manchmal wird eingewendet, dass wenn das Wasser subventioniert würde, man dann ja auch andere lebensnotwendige Güter wie Milch oder Brot öffentlich finanzieren müsste! Dabei wird vergessen, dass Landwirtschaftsprodukte in Europa seit langem stark subventioniert sind (gemeinsame 5

ders aus. Die Kostendeckung degradiert den kostbaren und lebensnotwendigen Rohstoff Wasser zu einer „Handelsware“, trifft vor allem die Menschen mit kleinen Einkommen und ermöglicht jegliche Privatisierung. Die öffentliche Hand schafft sich somit selber ab. Zu diesem Rückschritt ins neoliberale 19. Jahrhundert gehört auch die Armenbüropolitik. Zusammen mit den Taxenerhöhungen wurde eine Teurungszulage eingeführt – die man gegen Offenlegung seiner Finanzlage im Gemeindesekretariat beantragen kann. Bürger werden so zu Bittstellern! So sieht die LSAP/ Grüne- Politik leider in der Praxis aus. Es geht auch anders Die Vorschläge von déi Lénk (50 Liter Wasser gratis; gestaffelter Wasserpreis), die sowohl sozial sind als auch den übermässigen Wasserverbrauch doppelt taxieren, können Sie in unserem Faltblatt „Fair fir d’Emwelt. Fair fir de Mënsch“ nachlesen.


Bezahlbarer Wohnraum! Wohnen ist ein Menschenrecht. Doch in Luxemburg finden viele Menschen keinen bezahlbaren Wohnraum mehr. Die geforderten Mietpreise für eine Wohnung mit drei Schlafzimmern lagen Ende 2010 bei durchschnittlich 1.666 Euro (Appartement) und 1.841 Euro (Haus).* Dazu kommen stark gestiegene Preise für Wasser, Heizung und Strom, so dass die Wohnkosten für manche Familien höher sind als der unqualifizierte Mindestlohn von 1.757 Euro brutto! Die Kaufpreise sind seit 2005 um 20% gestiegen. Für eine Wohnung mit drei Schlafzimmern wurden Ende 2010 durchschnittlich 458.271 Euro (Appartement) und 540.550 Euro (Haus) verlangt.* Dies bleibt für viele Menschen unbezahlbar. Wegen der überhöhten Mieten und Kaufpreise verarmen immer mehrMenschen in Luxemburg. Viele junge Erwachsene müssen noch bei ihren Eltern wohnen oder wandern ins Ausland ab, weil sie sich hier keine Wohnung leisten können. So kann es nicht weitergehen.

déi Lénk wollen die überteuerten Mieten und Kaufpreise sowie die Immobilienspekulation wirksam bekämpfen. *Source: Ministère du Logement Observatoire de l’Habitat

1. Mehr bezahlbaren Wohnraum schaffen!

2. Die Wirtschaft 3. Die Gemeinden in durch Wohnungsbau- die Verantwortung programme ankurbeln! ziehen!

Die Gemeinden müssen endlich eine aktive Politik betreiben, die in großem Stil neuen bezahlbaren Wohnraum schafft. Dazu brauchen wir kommunale und regionale Gesellschaften für sozialen Wohnungsbau, die durch einen Wohnungsbaufonds finanziert werden. So werden wieder vermehrt bezahlbare Wohnungen geschaffen.

Der Wohnungsbau schafft viele Arbeitsplätze in einer Vielzahl von Gewerben. Deshalb brauchen wir gerade jetzt ein öffentliches Wohnungsbauprogramm. déi Lénk schlagen vor, jährlich 2.000 zusätzliche Wohnungen durch die öffentliche Hand zu bauen (10.000 in fünf Jahren), um den Nachholbedarf aufzuholen und den Druck von den Marktpreisen zu nehmen.

Eine Wohnung kaufen ohne einen Kredit aufzunehmen.

Wir wollen den Gemeinden gesetzlich vorschreiben, dass mindestens 10% aller Wohnungen auf ihrem Gebiet soziale Mietwohnungen sein müssen. Der Verteilungsschlüssel der öffentlichen Gelder an die Gemeinden soll so geändert werden, dass die Gemeinden belohnt werden, die bezahlbaren Wohnraum schaffen und die bestraft, die es nicht genügend tun.

rojekte Innovative Wohnbaup entwickeln. gt in ökologisrungen, die Zukunft lie Neubauten oder Renovie hen und kleine nig an Energie verbrauc chen Projekten die we d Passivhäuen. (Niedrigenergie- un Baugrundstücke benötig raum geschafneue Formen von Wohn ser). Gleichzeitig sollen nschen soweit rten und betagten Me fen werden, die behinde es Leben ermöglichen. wie möglich ein autonom

Wir wollen den Mietkauf systematisch fördern mit Garantie des Staates. So kann man seine Wohnung monatlich bezahlen ohne eine Bank aufzusuchen.

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Wohnungsnot behoben ist.

Auf was warten die Gemeinden um Wohnraum zu schaffen?

5. Die Rechte der Mieter stärken!

zu 75% vom Sozialwohnungen die die Gemeinde baut, werden ntenwohStude bei 100% zu r Staat subventionniert und soga kann sie ert, kassi n Miete die nungen. Da die Gemeinde hier enen. verdi g affun besch raum sogar noch an dieser Art Wohn

4. Wohnungen bauen anstatt spekulieren! Zurzeit werden nur 3% der möglichen Bauterrains als Bauland erschlossen. Wie die Finanzspekulation, so muss auch die Bodenspekulation unterbunden werden. Das Gesetz von 2004 zur Gemeindeplanung und Stadtentwicklung erlaubt es, große Areale von zusammenhängendem Bauland zu

Das Mietgesetz von 2006 bedeutet für die Mieter eine Verschlechterung; die Prozeduren, um zu seinem Recht zu kommen, sind zu kompliziert. Wir wollen die lokalen Mietkommissionen reformieren, damit die Mieter von ihren Rechten auch Gebrauch machen können. Die Bürgermeister dürfen prekäre Wohnverhältnisse nicht länger

enteignen, um sofort größere Wohnungsbauprojekte zu verwirklichen. Außerdem fordern wir ein zeitweiliges Einfrieren der Bau- und Mietpreise, bis die

Pakt Logement. LogeDie Gemeinden müssen endlich die Möglichkeiten des Pakt rrains ment von 2008 nutzen: Für jedes Jahr während dem Baute sGrund brachliegen und Wohnungen unbewohnt sind soll die teuer verdoppelt werden.

dulden, wie z.B. die Vermietung von Zimmern ohne Bad und WC zu Wucherpreisen.

Gegen die Spekulation vorgehen. Damit Spekulation sich nicht lohnt, sollen Wohnungen, die weiterhin längere Zeit leer stehen, Bedürftigen durch Enteignung der Besitzer zur Verfügung gestellt werden. Verfahren das in Frankreich gang und gäbe ist (Artikel 7 des Gesetzes 89-550 vom 2. August 1989).

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Ënnerschrëft: Signature:

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Unsere Kandidatinnen und Kandidaten bei den Gemeindewahlen 2011

AGUILERA Castor

BENEDETTI Pietro

CENTOFANTI Daniela

DIAS LOURENCO Filipe

DOCKAL Thomas

GORZA Thérèse

HOLZEM Patrick

MARIN Maria

PAULUS Jean

PLOUMIDIS Syméon

REINERT Marc

SCHWARTZ Gertrude dite Anny Angestellte im

Pensionnierter Arbeiter 65 Jahre

Student 19 Jahre

Chauffeur 56 Jahre

STOOS Guy W. Karikaturist 61 Jahre

Selbständiger Berater 52 Jahre

Beamtin der Sozialversicherung 58 Jahre

Europäischer Beamter im Ruhestand, 63 Jahre

Ärztin 60 Jahre

Arbeiter 49 Jahre

Gemeindebeamter 51 Jahre

Busfahrer 39 Jahre

Rentnerin 66 Jahre

Ruhestand, 78 Jahre

VALVASON Concetta Angestellte 45 Jahre

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