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Vorwort zur 100. Auflage der Tour de France Liebe SIM Gemeinde, liebe Manager, liebe Radsportfans, liebe User wir haben wieder unsere nötigstes getan und viel Arbeit investiert um ihnen dieses Vorschauheft für die Tour de France zusammenzustellen. Das Ergebnis dieser Arbeit können sie sehen sobald sie nach und nach umblättern, es wäre aber schön wenn sie sich dennoch kurz die Zeit nehmen dieses Vorwort zu lesen, trotz ihrer verständlichen Ungeduld auf den wirklichen Inhalt. Aber wir von der Redaktion wollen ihnen vorher noch was mitteilen: Jede Community lebt von seinen Usern und wir haben sehr viel gute davon, was ein sehr großer Segen ist. Das merkt man auch beim Erstellen des Sonderheftes, um wirklich wichtige Informationen zu bekommen benötigt man die Mitarbeit vieler Menschen und die entscheidenden Auskünfte der Manager. Ohne Informationen kann man nur ins dunkle Raten und so kann man kein seriöses Heft erstellen. Mutmaßungen anstellen gehört natürlich dazu, aber man braucht auch sichere Dinge, die man schreiben kann. Uns ist die Mischung diesmal wieder gelungen würde ich mal behaupten und damit will ich ein wenig für sie vorgreifen. Wir haben die Etappen für sie analysiert, die Teams genauer unter die Lupe genommen, die Favoriten der verschiedenen Wertungen genannt, versucht so viele O-Töne der Manager zu bekommen wie nur möglich und dazu noch ein wenig Hintergrundwissen einzustreuen. Ob ihnen gefällt was wir erarbeitet haben werden wir wohl wieder erfahren, wichtig ist für uns das Wissen, wieder einmal unser bestmögliches getan zu haben. Es ist wie bereits erwähnt die 100. Auflage der Tour de France. Das ist eine lange Geschichte die dieses Rennen zu erzählen hat und diesmal gibt es also ein ganz großes Jubiläum. Die größte jährliche Sportveranstaltung der Welt, die drittgrößte insgesamt nach Olympia und der Fussball Weltmeisterschaft hält sich so lange, trotz ständiger Todesgesänge der Neider von anderen Sportarten, die nichts vergleichbares zu bieten haben, trotz Politikern, die ein Bauernopfer suchen um von anderen Dingen abzulenken, trotz hetzender Fernsehsender, die mehr und bessere Test fordern, um beim ersten logischen Fall sofort aussteigen, aber ohne Skrupel Olympia, Leichtathletik und Boxen zeigen, wo die Zustände bezüglich Doping viel schlimmer sind. Warum überlebt die Tour als diese ganzen Skandale? Ganz einfach, weil die Tour die Tour ist, was Größeres gibt es nicht. Die Kämpfe der Gladiatoren an den Bergen, Millimeterentscheidungen nach über hundert Kilometern im Sprint und natürlich die Fans dieser Sportart, die ungeachtet aller Umstände mit Begeisterung ihre Helden anfeuern, aber den letzten eine halbe Stunde später genauso feiern wie den Sieger. Die Fans sind das Kapital dieser Sportart und werden es immer bleiben, bei der Tour werden jährlich Helden geboren, wer erinnert sich nicht an den wochenlangen Kampf Thomas Voecklers in Gelb, der ihn zu dem gemacht hat was er Heute ist, der Französische Volksheld. Wer weiß nicht mehr das Feiern Johnny Hoogerlands, als er trotz brutalen Sturzes die Tour de France fortsetzte, auch er ist dafür bekannter als für seine nicht so zahlreichen Erfolge. Die Heldengeschichte eines gewissen Pascal Simon, der im Gelben Trikot schwer stürzte und 5 Tage durchhielt, dann aber heulend am Straßenrand stand und aufgeben musste, einen Cedric Vasseur, der in Gelb unmenschliche Kraft und vor allem Mut freisetzte um den Verlust des Trikots zu verhindern. Das alles sind Geschichten, die schreibt nur die Tour, diese Aufzählungen ließen sich ohne Ende fortführen. Gibt es eine Veranstaltung über die es mehr Bücher gibt als die Tour? Das kann man sich nicht wirklich vorstellen und das hat auch seinen Grund. Die Menschen lieben es zu sehen wie sich andere quälen, wie sie Reserven aus sich rausholen, die der Körper gar nicht mehr hat und keiner liefert ihnen da mehr Geschichten als die Bergspezialisten im verzweifelten Kampf gegen die Dolomiten, die Konkurrenz und den größten Kampf gegen sich 2


selbst. Nun genug der Schwärmerei, die Organisation hat dafür gesorgt das die hundertste Tour genauso unvergesslich bleiben wird wie die 99 vor ihr. Zweimal Alpe d’Huez, Champs Elysee in der Dämmerung, wir dürfen ein erneutes Festival erwarten und die Vorfreude ist immens groß und wächst mit jeder Stunde die der Start näher rückt. Ihnen, also unseren treuen Lesern, wünsche ich ganz viel Spaß mit dem Heft und der Tour, allen die selber dran beteiligt sind auch noch viel Erfolg bei den 21 Etappen, die wieder für viele neue Geschichten sorgen werden. Damit habe ich auch ausgedient und kann nur noch auf die kommenden Seiten verweisen, auf den sie all das erfahren was ich ihnen bereits am Anfang hier versprochen habe, Die Redaktion von Le Peloton

i.A. Chefradakteur Maestro

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INHALTSVERZEICHNIS Vorwort

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Saisonrevue

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Tour de France 2012

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Teamvorstellung

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Favoritenvorstellung

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Streckenvorstellung

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Managerinterviews

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Schlusswort

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Saisonrevue – Giro d’Italia bis Tour de France Werfen wir doch mal einen Blick auf die vergangene Saison seit dem Giro d’Italia. Dort bleibt nur eines zu sagen. Nibali dominierte diesen Giro zusammen mit den Spanier Contador. Am Ende hatte der Italiener einfach bessere Beine und höchstwahrscheinlich auch mehr Motivation in der eigenen Heimat. So kam er am Ende mit 21 Sekunden vor dem Spanier ins Ziel. Van Garderen, der drittplatzierte, kam mit + 4’34 ins Ziel. Die U23-Rennen. Angefangen hat dieser Abschnitt mit der Tour de Berlin. Astana hat auf dieser Rundfahrt den stärksten Fahrer. Anton Vorobyev gewann mit 15 Sekunden vor dem Niederländer van Baarle von Blanco. In der Sprintwertung hatte der junge Belgier Kouwenbergh seine Nase vorne. Astana stellte neben den Gesamtklassement Gewinner auch das beste Team. 38 Sekunden war man am Ende vor Trek-Livestrong. Für die Jungfahrer ging es dann mit der Ronde de l´Isard weiter. Hier hatte der Däne Jesper Hansen die besten Beine und gewann die Gesamtwertung. In der Teamwertung hatte Bardiani aber deutlich die Nase vorne. Caja Rural folgte mit + 3’54 auf Rang 2. Das Eintagesrennen in Italien mit den klangvollen Namen - Tr. Cittá di San Vendemiano – GP Industria e Commercio - gewann ein Spanier. Jordi Simon Casullera von Caja gewann hier mit 46 Sekunden vor Sven Erik Byström (TST). Die Internationale Thüringen Rundfahrt ist bisher noch nicht beendet. Deswegen können wir da aktuell kein Blich reinwerfen. Die Profi-Rennen. Die Tour de Picardie in Frankreich, gewann auch ein Franzose. Yannick Martinez von FDJ war der beste. Er gewann ebenfalls die Sprint- und die Nachwuchswertung. Außerdem holte sein Team die Teamwertung. Lediglich die Bergwertung wurde dem FDJ Team streitig gemacht. Stybar nämlich landete mit seinen 16 Punkten nur 2 Punkte hinter Ben Gastauer von Blanco. Das Rennen Rund um Köln entschied der Deutsche Marcel Kittel im Sprint für sich. Auch die Amgen Tour of California fiel in diesen Zeitraum. Und der Portugiese Tiago Machado gewann vor dem Niederländer Wilco Kelderman. Der beste Amerikaner landete auf 3. David Zabriskie lieferte eine starke Rundfahrt. Auch die Neuseenclassics fanden in diesem Jahr wieder statt. Und wieder gewann Marcel Kittel ein deutsches Rennen im Sprint vor zwei Belgier, Boonen und Goddaert. Die Belgien-Rundfahrt entschied dieses Jahr der Belgier Greg van Avermaet für sich. Vor dem Tschechen Zdenek Stybar und den Litauer Ramunas Navardauskas sicherte er diese Rundfahrt für sich. Nebenbei gewann er auch souverän die Sprintwertung mit 47 Punkte Vorsprung vor dem zweiten. Die BayernRundfahrt, die parallel zur Belgien-Rundfahrt ausgetragen wurde, holte sich der Deutsche Tony Martin. Somit war es wieder ein deutscher der sich eine deutsche Rundfahrt bzw. ein deutsches Eintagesrennen sicherte. Übrigens Marcel Kittel war auch dabei, konnte sich aber in der Sprintwertung bei der Konkurrenz nicht durchsetzen. Das französische Eintagesrennen GP de Plumelec-Morbihan holte sich der Franzose Julien Simon und tat es schon fast Marcel Kittel gleich indem er in seiner Heimat gewann. Der Juni begann mit dem italienischen Eintagesrennen Trofeo Melinda. Anders wie in Deutschland und Frankreich gewann hier aber kein Italiener. Nein, es war der Niederländer Tom Jelte Slagter der vor einem Kolumbianer ins Ziel kam. 5


Das erste Pro-Tour-Rennen in der Zeit zwischen den beiden Grand-Tours war die Criterium du Dauphine. Nach der 7. Etappe führte Peraud in der Gesamtwertung vor dem Briten Froome. Dies änderte sich auch auf der letzten Etappe nicht mehr wo beide zeitgleich ins Ziel kamen. Somit gewann wieder ein Franzose im eigenen Land. Den schweizerischen Eintagesklassiker GP du Canton d’Argovie gewann der Norweger Edvald Boasson Hagen vor dem Niederländer Bauke Mollema. Kurz darauf folgte das zweite und letzte PT-Rennen in dieser Zeit. In Schweiz wurde die Tour de Suisse ausgetragen. Eine ganz knappe Sache bis zur letzten Etappe. Denn im entscheidenden Bergzeitfahren sollte die Entscheidung fallen. Fuglsang (IAM) gegen Costa und Mollema (beide CAN) hieß es für die Gesamtwertung. Fuglsang verlor zwar das Zeitfahren, doch zuvor hatte er genug Vorsprung gesammelt um noch mit einer Sekunde vor Mollema die Gesamtwertung für sich zu entscheiden. Das nächste deutsche Eintagesrennen folgte. Es war das Garmin ProRace Berlin an dem man das Garmin Team vergeblich suchte. Und ein deutscher konnte hier auch nicht gewinnen, nein es war der schnellste Sprinter den es zurzeit gibt, Mark Cavendish. Die Ster ZLM Toer entschied der Italiener Moser für sich vor seinem Teamkollegen Blythe. Die SkodaTour de Luxembourg hatte ein paar Interessanter an dem Start. Dies sehen wir vor allem an der Gesamtwertung denn Kreuziger gewann vor Brajkovic und Froome. Das letzte Rennen was noch vor der Tour stattfindet ist das polnische Rennen Course de Solidarnosc und ist auch nicht beendet. Nach 2 von 5 Etappen führt dort der Pole Golas.

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Tour de France 2012 – 99. Austragung Bevor wir natürlich mit der Tour de France 2013 anfangen darf der Blick zurück, zur 99. Austragung des französischen Radrennens nicht fehlen. Eines vorweg. Ein interessantes Starterfeld bot natürlich auch spannende Rennen. Die Favoriten der Tour waren sicherlich A. Schleck, Kreuziger, Rolland, Evans, Wiggins, Froome und Valverde. Wobei das Sky Team damals sehr favorisiert war gleich mit zwei Anwärtern an den Start zugehen. Jedoch wird es in diesem Jahr nicht mehr dazukommen, denn Wiggins wechselte vor kurzem das Team. Andere Fahrer hatten natürlich auch Außenseiterchancen, wie evtl. ein junger Thibout Pinot der aber um ganz vorne mitzumischen noch zu unerfahren war. A. Schleck wurde aufgrund seiner nicht vorhandenen Zeitfahrqualitäten auch immer wieder aus diesem Kreis ausgeschlossen. Doch hat er in den letzten Wochen und Monaten sehr viel daran gearbeitet und will sich wohl wieder beweisen. Zuerst startete die Tour mit einem Prolog in Belgien. Genauer gesagt beginnen wir in Liège. 6,4 KM legten die Fahrer damals zurück bis ins Ziel um sich schon mal ein wenig im Gesamtklassement zu platzieren. Der erste Träger des Gelben Trikots war, wer soll es auch anderes sein, Fabian Cancellara der ein paar hundertstel vor Bradley Wiggins und eine Sekunde vor dem deutschen Tony Martin ins Ziel kam. Nur um es auch mal erwähnt zu haben: das Schlusslicht bildete Serguei Klimov der mit + 3’09 eine Menge Rückstand einbüßte. Auf der 1. Etappe ging es dann über 198 KM immer noch durch Belgien. Von Liège nach Seraing schien es danach das die hügelfesteren Sprinter aufgrund des kleinen Schlussanstieges den Sieg unter sich ausmachen würden. Es blieb zu sagen, so kam es dann am Ende auch. Boasson Hagen gewann vor van Avermaet und Dumoulin. Die 207,5 Kilometer auf Etappe 2 führten dann zu einem Massensprint. Wieder auf belgischen Terrain von Visé nach Seraing. Am Ende feierte Mark Cavendish seinen ersten Etappensieg bei der 99. Austragung der Tour der France. Schon auf der 3. Etappe gab es den ersten Ausreißersieg. Nach 197 Kilometern sicherte sich der Franzose Cedric Pineau den ersten französischen Sieg bei der letztjährigen Tour. Auf der 4. Etappe kam es wieder zum Massensprint den Mark Cavendish locker für sich entschied, nachdem er Greipel und Farrar hinter sich ließ. Auch auf der 5. Etappe kam es nach der täglichen Ausreißergruppe wieder zum Massensprint, nachdem die Ausreißer kurz vor dem Ziel wieder eingeholt wurden. Und nein, Cavendish musste sich an diesem Tag mit dem dritten Platz zufrieden geben. Der schnellste war der deutsche Greipel vor Matthews. Und auch auf der sechsten Etappe gab es wieder einen Massensprint. Diesmal schaffte es sich Cavendish zu beweisen und holte damit seinen dritten Etappensieg. Für die 7. Etappe, wo zum ersten Mal nach dem Prolog weitere Zeitrückstände im Kampf um das Gesamtklassement entstanden sind, sicherte sich schluri.tv die Übertragungsrechte. Für diesen Tag eine gute Entscheidung, denn am Ende ging es heiß her. Frank Schleck war am Ende derjenige, der noch die frischesten Beine hatte und den ersten Sieg für sich bei der Tour de France sicherte. Die 157,5 Kilometer auf den Weg nach Schweiz waren dann ein wenig bergiger, jedoch könnte man aufgrund der flachen Passage am Ende wieder einige Sekunden näher kommen. Jedoch hatten Sprinter auf dieser Etappe keine Chance. Am Ende war es der Kasache Vinokourov, der sich mit einer beherzten Attacke den Tagessieg sicherte. Der Franzose Jerome Pineau folgte ihm auf Platz 2 mit 7 Sekunden Rückstand. Die 9. Etappe würfelte die Gesamtwertung ebenfalls nochmal durcheinander. Zeitfahren stand nämlich auf dem Programm und dieses sicherte sich der deutsche Martin vor dem Schweizer Cancellara. Der spätere Gesamtsieger der Tour kam mit einem Rückstand von 16 Sekunden auf Tony Martin ins Ziel. Wer war es wohl? Diese Frage lüften wir am Ende. 7


Auch die 10. Etappe brachte wieder Rückstände bzw. Vorsprünge in der Gesamtwertung. Nachdem man unter anderem zum ersten Mal einen Berg der HC-Kategorie überquerte, sicherte sich einer der Flüchtlinge den Tagessieg. Sylvain Chavanel war am Ende der Stärkste. Die Hälfte der Tour war hier nun schon vorbei. Schauen wir doch einfach mal kurz auf die aktuellen Zwischenstände und ihre Träger: 1. 2. 3.

Gesamtwertung Syl. Chavanel GRM S. Casar SAU P. Weening LAM

+ 1‘46 + 2‘29

1. 2. 3.

Bergwertung T. Pinot OPQ F. Schleck TT1 J. Tschopp AST

29 Pkt. 22 Pkt. 20 PKT.

1. 2. 3.

Sprintwertung M. Cavendish MOV E. Boasson Hagen AST A. Greipel SKY

255 Pkt. 253 Pkt. 230 Pkt.

1. 2. 3.

Nachwuchswertung T. Pinot OPQ I. Insausti Izagirre ACG Dominik Nerz LIQ

+ 2‘08 + 2‘13

1. 2. 3.

Teamwertung Team Type 1 – Sanofi Garmin - Barracuda Sky Procycling

+ 0‘15 + 2‘49

Einige Überraschende Zwischenstände wie man sieht, jedoch gibt es auch noch zehn Etappen die vieles Kippen werden. Machen wir doch gleich weiter mit der 11. Etappe. Denn diese wurde richtig Interessant. Nach 14,5 Kilometer kam schon der Anstieg zum Col de la Madeleine. Nach 25,5 KM war dann der Anstieg der HCKategorie überwunden, dann folgte erst mal eine Abfahrt. Bei Kilometer 70 kam dann der nächste HC-Anstieg, der Col de la Croix de Fer. Nach 23 Kilometer war dann auch dieser Anstieg vorüber. Doch nach einer relativ kurzen Abfahrt folgte der Col du Mollard, ein Berg der 2. Kategorie. Danach ging es noch einmal 16,5 Kilometer abwärts bevor die letzten 18,5 Kilometer rauf nach La Toussuire das Finale einbrachten. Der stärkste war der Spanier Luis Leon Sanchez. Die 12. Etappe war dann relativ ruhig und wieder etwas für Sprinter. Als Übergangsetappe gedacht waren doch 226 Kilometer ziemlich lang. Am Ende hatte aber Boasson Hagen die beste Ausdauer und siegte im Sprint. Auch die 13. Etappe war mit 217 Kilometern recht lang, aber auch für Sprinter gedacht. Und so kam es dann auch. Cavendish war der endschnellste und holte sich den 4. Sieg. Auf Etappe 14 wurde es dann wieder interessant. Auf den Weg lagen zwei Berge der 1. Kategorie die für Spannung sorgen sollten. Jedoch kam danach noch eine lange 8


Abfahrt, sowie eine Ebene auf der man nochmal hätte gut machen können. Vielleicht etwas für Ausreißer ? Ja, so kam es am Ende. Frank Schleck holte sich aus der Gruppe heraus den 2. Tageserfolg bei der Tour. Dicht gefolgt von Arroyo der zuvor einfach zu viel Arbeiten musste um im Sprint gegen Schleck dagegenzuhalten. Die 15. Etappe war dann wieder zum entspannen für die Bergfahrer und die Sprinter hatten ihren Einsatz. Am Ende war der Sieger, wer auch sonst, Mark Cavendish mit Sieg Nummer 5. Dann kamen aber auch wieder die Gesamtklassementfahrer zum Einsatz. Heute hieß es 197 Kilometer über 4 Berge hinter sich zu bringen. Dabei waren die ersten beiden HC-Berge, die letzten beide welche der 1. Kategorie, doch es gab keine Bergankunft. Diese Etappe kam Igor Anton zugute. Er nutze seine Chance auf einen Etappensieg dicht gefolgt von Sylvain Chavanel und Andy Schleck. Auch die 17. Etappe hatte es in sich. Nach 27,5 KM kam die erste Bergwertung der 1. Kategorie. 30 Kilometer weiter überfuhr man die nächste Bergwertung der 2. Kategorie und schon 20,5 Kilometer später folgte die Bergwertung der 3. Kategorie. Lediglich paar Kilometer später ging es in den Anstieg zu einem HC-Berg. Dem Port de Balés. Dieser Anstieg hatte immerhin 25 Kilometer Länge bevor es danach in eine kurze Abfahrt ging. Nach der Abfahrt folgte ein weiterer Anstieg, der nochmal gefolgt von einer kleinen Abfahrt war, bevor es nochmal ca. 3 Kilometer nur noch bergauf ins Ziel ging. Diese Königsetappe entschied der bärenstarke Froome vom Sky-Team für sich. Erst 23 Sekunden nach seiner Zieleinfahrt folgte Cadel Evans. Der spätere TourSieger verlor hier + 2’02! Danach ging es auf der 18. Etappe wieder flach ins Ziel. Nach 222,5 Kilometer hieß der Sieger im Sprint Boasson Hagen. Bevor es auf die Champs-Élysées ging, folgte auf der 19. Etappe nochmal ein Zeitfahren in der es nochmal Veränderungen in der Gesamtwertung geben konnte. Hier war es Tony Martin der seinen 2. Tour de France Etappensieg holte. 3 Sekunden vor dem zweitplatzierten und späteren Toursieger. Auf der letzten Etappe ließ sich der Toursieger natürlich standesgemäß feiern und man flaxte rum. Aber kommen wir erstmal zur letzten Etappe. Denn in der Sprintwertung war es auch noch interessant zwischen Cavendish und Boasson Hagen. Hagen kam im Zwischensprint vor Cavendish über die Linie und holte da wichtige Punkte, die am Ende auch noch reichen sollten. Denn Cavendish gewann den Zielsprint und Hagen landete auf Rang 4. Genug um seine Führung zu verteidigen. Die Sieger der Tour de France 2012 im Überblick 1. 2. 3.

Gesamtwertung B. Wiggins SKY C. Evans TT1 R. Gesink EUC

+ 0‘03 + 2‘20

1. 2. 3.

Bergwertung C.Barredo ALM P. Weening LAM C. Kern COF

85 Pkt. 77 Pkt. 71 Pkt.

1. 2. 3.

Sprintwertung E. Boasson Hagen AST M. Cavendish MOV A. Greipel SKY

499 Pkt. 490 Pkt. 480 Pkt.

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Nachwuchswertung T. Pinot OPQ R. Taarmäe LIQ W. Poels SKY

1. 2. 3. 1. 2. 3.

Teamwertung Team Type 1 – Sanofi Sky Procycling Liquigas - Cannondale

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+ 4‘43 + 8‘32

+ 8‘42 + 13‘35


Teamvorstellung Team Movistar

Kapitän: Mark Cavendish Co-Kapitäne: Hushovd/Renshaw Das Team Movistar ist voll auf die Sprintankünfte eingestellt. Hier baut man einen Topsprintzug auf, der Cavendish zum Sieg fahren soll. Wenn es dann etwas hügeliger wird, dann sind Hushovd oder Bak Topfavoriten auf den Sieg. In den Bergen hat man nur Chris Anker Sörensen, der etwas reichen könnte, wohl aber als Helfer für Cavendish abgestellt ist.

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Vacansoleil DCM

Kapitän: Voeckler Co-Kapitän: Hutarovich/Van Poppel Das Team hat als Kapitän den Franzosen Thomas Voeckler dabei. Er kann sich entweder auf das Gesamtklassement konzentrieren oder wäre auch ein Topfavorit auf die Bergwertung. Für die Sprints hat das Team den Kapitän Hutarovich dabei. Er wird von seinem Anfahrer Boy van Poppel unterstützt.

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Cannondale

Kapitän: Mollema Co-Kapitän: Rui Costa/ Velits Das Team ist voll auf die Gesamtwertung aufgestellt. Mit Bauke Mollema, Rui Costa und Peter Velits hat man drei Topfahrer für die Berge bzw. die Zeitfahren dabei. Außerdem sind Rein Taaramäe und Pierre Rolland als Edel-Helfer für die Berge nicht zu unterschätzen.

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BARDIANI VALVOLE - CSF INOX

Kapitän: Monsalve Co-Kapitän: Siskevicius Nachdem das Team bei seinem Heim Grand Tours, dem Giro, mit dem Gewinn des Bergtrikots und dem 2. Platz in der Punktewertung aufhorchen ließ, kommt es zur Tour nur mit einem Rumpfkader. Monsalve ist der einzige Fahrer, der wohl in den Bergen mithalten könnte und für den Sprint hat man den Youngstar Evaldas Siskevicius dabei.

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Katusha

Kapitän: Löfkvist Co-Kapitän: Hunter/Karpets Das Team hat mit Löfkvist einen Fahrer, der auch mal in die Top 10 fahren könnte. Das Problem ist, dass das Team lange ohne Manager gefahren ist und nun nicht perfekt vorbereitet werden konnte. Aber auch so kann Löfkvist in die Top 15 fahren. Für die Sprints hat man den Südafrikaner Robert Hunter dabei.

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Lampre

Kapit채n: Evans Co-Kapit채n: Basso/Visconti Mit Cadel Evans hat man nat체rlich einen Tourtopfavorit in den eigenen Reihen, doch der Australier hat in der letzten Zeit noch nicht gezeigt, was in ihm steckt. Ihm wird vor allem der routinierte Ivan basso zur Seite gestellt, der jedoch schon den Giro gefahren ist. Des Weiteren ist der zweite der Bergwertung des Giros dabei: Giovanni Visconti.

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OmeghaPharma-QuickStep

Kapitän: Van den Broeck Co-Kapitän: Coppel/Pinot Der Belgier Jürgen van den Broeck ist der klare Kapitän des Teams. Ihm werden mit Barguil und Pinot zwei junge Fahrer zur Seite gestellt, die ihn in den Bergen unterstützen sollen. Dazu hat man mit Coppel noch einen weiteren Weltklassebergfahrer dabei. Bakelants und Serry können auch auf mittelschweren Etappen nach vorne fahren.

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Sky

Kapitän: Froome Co-Kapitän: Hesjedal/Niemiec Das Team ist ganz für Froome aufgestellt. Auf Bergetappen hat er mit Hesjedal und Niemiec zwei Tophelfer, die besser sind als so mancher Kapitän und zum Nachführen hat er mit Millar, Kennaugh und Thomas drei erfahrenen und tempoharte Leute dabei. Sollte Froome schwächeln oder ausfallen, würde Hesjedal einspringen und auch er könnte um den Sieg mitkämpfen.

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Garmin-Sharp

Kapitän: Wiggins Co-Kapitän: Greipel/Roche Das Team ist wohl der größte Konkurrent für Sky. Mit Bradley Wiggins als Kapitän und dem Vuelta Sieger Nicholas Roche als Co-Kapitän ist das Team des ExSkymanagers Master nicht zu unterschätzen. Auch für die Sprintankünfte hat man mit André Greipel einen Topfavoriten.

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Blanco Pro Cycling

Kapitän: Sagan Co-Kapitän: Schleck/Durbridge Das Team um Kapitän Peter Sagan strebt in diesem Jahr den Gewinn der Punktewertung an. In der Gesamtwertung hat man die Wundertüte Andy Schleck dabei. Man weiß nicht, wie er sich präsentieren wird.

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Die restlichen Teams: Europcar Kapitän: Gesink Co-Kapitän: Coquard/Breschel Euskatel Kapitän: Cobo Co-Kapitän: Flecha/Txurruka Caja Rural Kapitän: Brajkovic Co-Kapitän: Nieve/Sanchez Gil Cofidis Kapitän: Kiserlovski Co-Kapitän: Kristoff/Kessiakoff Lotto-Belisol Kapitän: Van Asbroeck Co-Kapitän: Jacobs Team Novo-Nordisk Kapitän: Klöden Co-Kapitän: Goss/Rasmussen Topsport-Vlaanderen Baloise Kapitän: Peraud Co-Kapitän: Meersman/Nordhaug

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Favoritenvorstellung Favoriten Gesamtwertung Wer wird die 100. Tour de France gewinnen? Wer wird in London jubeln dürfen und dort das gelbe Trikot tragen? Er muss Zeitfahren können und am Berg stark sein. Natürlich muss auch sein Team stark sein, damit sie ihm Wasserträgerdienste und auch Nachführdienste machen. Die besten Voraussetzungen hat der Engländer Cristopher Froome. Er hat mit Sky das wohl beste Team für Grand Tours und ist selber wohl der stärkste Fahrer am Berg. Sein größter Widersacher wird wohl sein Ex-Teamkollege Bradley Wiggins vom Team Garmin sein. Er ist der stärkste Zeitfahrer im Feld und wird wohl nur in den Bergen Problemen haben. Auch Jürgen Van den Broeck, Cadel Evans oder Rui Costa haben gute Chancen auf einen Podestplatz und villeicht sogar auf den Sieg. Hesjedal und Vuelta-Sieger Roche werden wohl nur in der Gesamtwertung angreifen, wenn ihre Kapitäne Froome bzw. Wiggins ausfallen würden. In Kurzform: ***** - Froome ****- Wiggins, Van den Broeck ***- Evans, Rui Costa, Brajkovic **- Voeckler, Mollema, Hesjedal, Roche * - Löfkvist, Velits, Gesink, A. Schleck, Kiserlovksi

Favoriten Punktewertung Der ganz große Favorit auf die Punktewertung ist der Engländer Mark Cavendish. Das ganze Team ist auf ihn aufgebaut. Ein perfekter Zug und starke Helfer sollen ihm zum grünen Trikot helfen. Seine größten Widersacher sind wohl der Slowake Peter Sagan und der Deutsche Andre Greipel. Wird er der Nachfolger vom großen Erik Zabel sein, der zuletzt das grüne Trikot holte? Auch Cristopher Froome wird wohl in den Bergen viele Punkte holen. Auch Chancen haben Hutarovich, Sanchez und Voeckler. In Kurzform: ***** - Cavendish **** - Sagan, Greipel *** - Froome, Hutarovich, Sanchez Gil ** - Voeckler, Coquard, Bakelants, Kristoff * - Iglinsky, Moser, Hunter, Mollema, Wiggins

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Favoriten Bergwertung Die Bergwertung ist immer die am schwersten vorherzusagende Wertung. Niemand weiß vorher, welche Fahrer auf die Bergwertung fahren und welches Team welche Taktik fährt. Mein Favorit für die Bergwertung ist der Däne Sörensen, der Niederländer Slagter oder der Spanier Txurrukka. In Kurzform: *** - Sörensen ** - Taaramäe, Slagter, Txurrukka * - Voeckler, Froome, Van den Broeck, Voigt, Visconti

Favoriten Teamwertung In der Teamwertung haben drei Teams die größten Chancen. Sie müssen drei Fahrer haben, die immer vorne dabei sind und nicht viel Zeit auf die anderen Teams verlieren. Auf allen Etappen müssen drei Fahrer vorne sein, sonst verliert man zu viel Zeit. Hier haben Sky, Cannondale und GarminSharp die besten Chancen. In Kurzform: *** - Sky ** - Cannondale, GarminSharp * - Lampre, OmeghaPharma QuickStep, Cofidis

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Streckenvorstellung 1. Etappe: Porto-Vecchio - Bastia (213 Kilometer)

Die diesjährige Tour wird die hundertste Ausgabe sein und gleich zu Beginn gibt es eine kleine Überraschung. Denn es geht ohne einen schon praktisch zur Gewohnheit gewordenen Prolog mit der Tour los. Gefahren wird die erste Etappe auf Korsika und zwar genauer gesagt auf 213 Kilometern zwischen Porto-Vecchi und Bastia. Sicherlich wissenswert ist, dass Korsika ist die viertgrösste Mittelmeerinsel ist und obwohl der nähe zu Italien zu Frankreich gehört und zwei Departements stellt. Zum Start der Tour deckt die Strecke zwischen Porto-Vecchio und Bastia praktisch die komplette Ostküste der Insel ab und wird somit sicherlich ein gutes Bild der Insel vermitteln können. Diese erste Etappe bietet den Sprintern zum ersten Mal seit der Abschaffung der Bonussekunden in den Zielsprints eine echte Chance auf des Gelbe Trikot und somit werden sich heute sicherlich die besten Sprintern um den Etappensieg duellieren.

Die letzten Kilometer kommen den Sprintern ebenfalls entgegen. Zuerst ist es leicht abfallend bevor es dann praktisch Eben in Richtung Ziel in Bastia geht. Einem Sprint Royale am ersten Etappentag steht somit nichts im Weg. Expertentipp: Mark Cavendish (MOV)

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2. Etappe: Bastia - Ajaccio (156 Kilometer)

Weiter geht es am zweiten Etappentag und wir sind immer noch auf Korsika. Zwar ist die zweite Etappe deutlich kürzer als noch die erste jedoch stellen sich heute die ersten grösseren Berge den Fahrern in den Weg. So ist es kein Wunder dass sich bereits auf der zweiten Etappe vier Bergwertungen, drei der dritten und eine der zweiten Kategorie, finden. Diese Etappe ähnelt sehr der achten Etappe der diesjährigen Tour de Suisse und dort gab es eine Sprintentscheidung. Doch heute wird alles anders sein denn es immerhin die Tour de France von der wir hier sprechen und hier herrschen andere Gesetze. Ein Augenmerk heute ist sicherlich auf den Col de Vizzavona zu legen. Der Berg der zweiten Kategorie wird sehr früh im Rennen die Favoriten auf die Gesamtwertung fordern und wer heute eine schwäche zeigt wird es für den Rest der Tour sicherlich nicht einfach haben. Ein interessanter Fakt zu der Passstrasse ist, dass es früher eine strategisch sehr wichtige Verkehrsroute für das Militär war. 1772 lies der General "De Vaux" Noel de Jourda eine Burg errichten um die Nord und die Südseite der Insel zu kontrollieren.

Das Finale ist etwas anspruchsvoller als auf der ersten Etappe und es bleibt abzuwarten wie die reinen Sprinter die Strapazen an den ersten Steigungen der diesjährigen Tour verarbeiten können. Expertentipp: André Greipel (GRM)

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3. Etappe: Ajaccio - Calvi (145.5 Kilometer)

Das Profil der heutigen Etappe wir den Sprintern wohl schon von Anfang an in den Beinen schmerzen. Bereits auf der dritten Etappe scheint die Chance auf die Eroberung des Maillot Jaune in weite ferne zu rĂźcken. Wie bereits gestern gilt es heute vier Bergwertungen zu absolvieren und dabei wird der letzte Anstieg zum Col de Marsolino wohl den meisten Sprintern den Zahn ziehen. Die Steigung ist zwar nur 3.3 Kilometer lang aber mit im Schnitt 8.1% Steigungsprozent wird heute wohl keiner der reinen Sprinter mit um den Sieg sprechen kĂśnnen. Zudem verspricht diese Steigungen ein spannendes Finale, denn vom Kulminationspunkt geht sind es nur noch 13.5 Kilometer bis ins Ziel zu absolvieren.

Der letzte Kilometer scheint dann nicht mehr sehr anspruchsvoll zu sein und steht einem Sprint aus einer Favoritengruppe hier am letzten Tag auf Korsika nichts mehr entgegen. Oder wird es am Ende noch eine Ausreissergruppe sein die hier in Calvi den Sieg unter sich ausmachen kann? Expertentipp: Peter Sagan (BLA)

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4. Etappe: Nizza - Nizza. Mannschaftszeitfahren (25 Kilometer)

Die Fahrer sind nun wieder auf dem Festland von Frankreich und hier steht gleich eine Prüfung gegen die Zeit an und dies in der Form eines Mannschaftszeitfahren. Auf praktisch flachen 25 Kilometern wird die Tour de France wie man so schön sagt noch nicht gewonnen aber hier kann man sie bereits verlieren. Technisch wird die Strecke den Fahrern ebenfalls nicht viel abverlangen aber interessant werden garantiert zwei Dinge sein. Erstens bleibt abzuwarten wie die Fahrer mit dem Wind direkt an der Küste zurecht kommen und zweitens werden die Fahrer einen Teil der Strecke mit der Konkurrenz auf der Gegenfahrbahn beschäftigt. Zwei Faktoren die dieses Mannschaftszeitfahren sehr spannend machen.

Expertentipp: Sky Procycling 27


5. Etappe: Cagnes-sur-Mer - Marseille (228.5 Kilometer)

Anspruchsvoll geht es auf der fünften Etappe weiter. Wieder ist es keine klassische Sprinteretappe die auf dem Programm steht. Die Steigungen auf dem Weg nach Marseille sind zwar deutlich einfacher als auf der dritten Etappe aber erneut befinde sich der letzte Anstieg nicht weit von Ziel entfernt. So könnte sich heute den Klassikerspezialisten erneut eine Möglichkeit zum Etappensieg ergeben. Auch abzuwarten bleibt inwiefern sich das Team mit dem Maillot Jaune heute darum bemüht dies zu verteidigen da es bis Paris doch noch viele Kilometer zu fahren gibt. Die Entscheidung wird hier sehr wahrscheinlich am Col de Gineste fallen. Die Steigungen ist 12.5 Kilometer vor dem Ziel beendet und obwohl sie keine Bergwertung erhalten hat ist diese nicht zu unterschätzen, da es doch bis zu 7% steil wird. Für die reinen Sprinter wohl etwas zu viel.

Die letzten Kilometer werden für die Sprinter sicherlich keine Herausforderung darstellen, sollten sie das Ziel in der ersten Gruppe erreichen. Dies bleibt abzuwarten. Expertentipp: Thomas Voeckler (VCD)

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6. Etappe: Aix-en-Provence - Montpellier (176.5 Kilometer)

Das Fahrerfeld hat sich etwas von Marseille, dem gestrigen Zielort, entfernt und starten einige Kilometer weiter im Landesinnern in Aix-en-Provence zur sechsten Etappe der diesjährigen Tour de France. Aix-en-Provence ist auf der Tour keine Unbekannte. Bisher gab es sechs Besuche der Tour und somit wird es in diesem Jahr die siebte Etappe sein die in Aix-en-Provence startet oder endet. Zum Profil ist heute nicht viel zu sagen. Zu erwarten ist heute ein Finale für die Sprinter die in den letzten Tagen geduldig auf die Möglichkeiten für einen Sieg warten mussten. Es ist wohl schon genug Aussagekräftig, dass sich der höchste Punkt der heutigen Etappe nicht bei der bei Kilometer 68 zu absolvierenden Bergwertung ist, sondern sich diese ungefähr bei Kilometer 20 vor dem Beginn einer Abfahrt befindet.

Die letzten Kilometer sind dann wie für die Sprinter geschaffen. Es geht zwar nach der Flamme Rouge noch einige Meter nach oben aber in der Geschwindigkeit der Sprintzüge wird sich diese Erhebung wohl kaum bemerkbar machen. Expertentipp: Mark Cavendish (MOV)

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7. Etappe: Montpellier - Albi (205.5 Kilometer)

Und wieder wird es heute auf der siebten Etappe etwas hügeliger. Zwischen Montpellier und Albi geht es heute auf 205.5 Kilometer wieder etwas stärker rauf und runter. Wichtig zu wissen ist, dass die Steigungen in der ersten Rennhälfte (5.6% und 6.5%) durchschnittlicher Steigung anspruchsvoller als jene in der zweiten Rennhälfte (4% und 5%). Dies wird sicherlich den Sprintern in die Karten spielen und diese wollen sich vor den ersten Bergetappen sicherlich nochmals um das Maillot Vert des besten Sprinters duellieren.

Wie bisher an der Tour de France nicht anders gewöhnt warten auf den letzten Kilometer keine grösseren Steigungen mehr auf die Fahrer. Deswegen werden wir hier in Albi, welches geschichtlich übrigens im Jahre 843 erstmals unter dem Namen "Civitas Albiensium" erwähnt wurde, einen Sprint erwarten. Expertentipp: Alexander Kristoff (COF)

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8. Etappe: Castres / Ax 3 Domaines (195 Kilometer)

Heute geht es zum ersten Mal rund. Auf dem Weg von Castres nach Ax 3 Domaines kommt es heute zu zwei schweren Anstiegen. Den Beginn macht der Col de Pailhères der nur ganz knapp über die 2000 Meter kommt. Diese Steigungen ist 15.3 Kilometer lange und misst im Schnitt 8% Steigung. Dieser Berg wird also die Favoriten auf die Gesamtwertung ein erstes mal prüfen. Die steilste Stelle wird hier an der Steigung über 10% haben und eine kurze Verschnaufpause wird es höchstens beim ersten Drittel geben, wo der Anstieg für einmal nur 4% steil ist. Dieser Berg ist somit zurecht in die Hors Categorie eingeteilt und hier wird garantiert gelitten werden.

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Nach dem der Col de Pailhères den Fahrern bereits vieles abverlangt hat folgt mit dem Schlussanstieg hinauf zur Skistation Ax 3 Domaines eine weitere schwere Prüfung auf die Fahrer. im Schnitt ist der Anstieg hinauf ins Ziel noch etwas steiler. Es geht mit im Schnitt 8.2% hinauf. Sind die Fahrer oben angekommen ist das Ziel aber noch nicht erreicht. Es sind noch 1.5 fast ebene Kilometer zu absolvieren. Es bleibt abzuwarten wer hier den Rhythmus am besten umstellen kann und somit den Sieg auf der ersten schweren Bergetappe für sich behaupten kann.

Wer hier nicht bei den Leuten dabei ist, kann den Sieg in der Gesamtwertung schon praktisch vergessen. Nach dieser Bergankunft werden wohl einige Teams ihre Taktiken umstellen müssen und somit wird nach der achten Etappe zum einen eine gewisse Klarheit im Bezug auf die Gesamtwertung geschaffen aber auch Raum für neue Spekulationen. Expertentipp: Bauke Mollema (CAN)

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9. Etappe: Saint-Girons - Bagnères-de-Bigorre (168.5 Kilometer)

Den Fahrern wird heute keine Pause gegönnt. Nach der schweren Bergankunft am Vortag stehen heute gleich fünf Pässe auf dem Programm und vier davon sind in der 1. Kategorie angesiedelt. Wer in der Bergwertung ein Wörtchen mitsprechen will, wird sich heute sicherlich in der Gruppe zeigen und möglichst viele Punkte sammeln. Aber auch sonst bietet diese heutigen Etappe den Fahrern viele Möglichkeiten. Es wird sehr schwer werden auf einem solchen Profil das Rennen vom ersten bis zum letzten Kilometer zu kontrollieren und somit sind Attacken auf die Gesamtwertung heute auch nicht ausgeschlossen. Auf dem Programm stehen heute folgende Anstiege: Col de Portet d'Aspet (6.9% auf 5.4 Kilometer), Col de Menté (7.7% auf 7 Kilometer), Col de Peyresourde (7% auf 13.2 Kilometer), Col de Val Louron-Azet (8.3% auf 7.4 Kilometer) und La Hourquette d'Ancizan (7.5% auf 9.9 Kilometer).

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Diese drei Profile versprechen also Spannung und heute wird diese auch garantiert. Am Ende wird sicherlich eine deutlich dezimierte Favoritengruppe das Ziel erreichen und nochmals die Rollen der Fahrer festigen oder in Frage stellen. Expertentipp: Cadel Evans (LAM) 34


10. Etappe: Saint-Gildas-des-Bois - Saint-Malo (197 Kilometer)

Nach dem ersten Ruhetag für die Fahrer steht heute eine, im Vergleich zu den letzten beiden Etappen, einfache Etappe auf dem Programm. Auf 197 ziemlich flachen Kilometern werden traditionsgemäss die Ausreisser den Sprinterteams das Leben schwer machen. Dies könnte heute nach dem Ruhetag sicherlich eine gute Plattform für einen klassischen Ausreissersieg sein, obwohl das Profil am Ende zu sehr den Sprintern entspricht. Diese werden sich die Chance eines Sieges heute nicht nehmen lassen, da bis Paris nur noch wenige Chancen kommen werden. Doch in Saint-Malo, welches im Jahr über zwei Millionen Besucher anlockt, schreibt bei dem achten Besuch der Tour de France seine eigene Geschichten und deswegen darf man auch auf die Ausreisser hfofen.

Ein Indiz dafür, dass diese Etappe für die Sprinter geschaffen ist jedoch sicherlich die letzten Kilometer. Es geht praktisch bis ins Ziel leicht bergab und somit ist für ein schnelles Finale alles vorbereitet. Aber auf der leicht abfallenden Strecke können auch Ausreisser gut sprinten, wie es am Ende kommt bleibt abzuwarten. Expertentipp: André Greipel (GRM)

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11. Etappe: Avranches - Mont-Saint-Michel Zeitfahren (33 Kilometer)

Ein weiterer wichtiger Tag für die Fahrer in der Gesamtwertung steht heute an. Ein Zeitfahren über 33 Kilometer wird von den Favoriten alles abverlangen und es wird um jede Sekunden gekämpft werden. Das Profil ist im ersten Teil nicht ganz einfach, wobei es sich nicht um viele Höhenmeter handelt. Somit kann man dieses Zeitfahren getrost als "flach" einstufen was somit den Kreis der möglichen Sieger über die Grenzen der Rundfahrer hinaus erweitert. Das Highlight der heutigen Etappe wird garantiert die Zieleinfahrt sein. Das Ziel befindet sich auf der kleinen Insel aus Granitfels und gehört zum UNESCO Kulturerbe.

Expertentipp: Bradley Wiggins (GRM)

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12. Etappe: Fougères - Tours (218 Kilometer)

Der Zielort der heutigen Etappe dürfen unter Radsportfreunden bekannt sein und so wird sich die 12. Etappe auch verhalten. Das Profil spricht offensichtlich den Sprintern entgegen aber die Chance für die Klassikerspezialisten ist heut sicherlich gegeben. Vieles hängt heute davon ab wie stark das Team des Maillot Jaune ist und ob allem nachgefahren wird. Ein weiterer Faktor wird sein, welcher Fahrer zu diesem Zeitpunkt in der Sprintwertung führt und wie sehr sich dieses Team auf die Massensprints konzentrieren kann oder in den darauf folgenden tagen noch für einen weiteren Kapitän fahren muss.

Die letzten Kilometer sind natürlich wie geschaffen für einen Massensprint. Doch diesen wird es heute nicht einfach so geben. Kann sich eine Gruppe von Ausreissern in Finale absetzen und versteht sich wird es für das Feld gefährlich. Expertentipp: Luis Leon Sanchez Gil (CJR)

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13. Etappe: Tours - Saint-Amand-Montrond

Die Nummer 13 bedeutet normalerweise Pech. Doch bei dieser 13 Etappe der diesjährigen Tour de France steht die Etappe für etwas anderes: Möglichkeiten. Auf der heutigen Etappe kann vom Profil her praktisch jeder Fahrertyp das Rennen gewinnen. Es ist ganz leicht hügelig und dazu steht 10 Kilometer vor dem Ziel eine kleine Steigung. Eben diese Steigung wird heute je nach Rennsituation entscheidend sein. Ist bereits eine Gruppe mit deutlichem Vorsprung vorne wird diese Steigung nach Bruère-Allichamps keine Bedeutung haben. Besteht jedoch die Möglichkeit auf einen Sprint oder eines Punchers wird da die Post abgehen.

Die letzten Kilometer sind dann wieder wie für die Sprinter geschaffen. Ebenfalls ist es gut möglich, dass erst auf den letzten Kilometer welche wir hier sehen allfällige Angreifer eingeholt werden - oder eben nicht. Expertentipp: Peter Sagan (BLA)

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14. Etappe: Saint-Pourçain-sur-Sioule - Lyon (191 Kilometer)

Müsste man die 14. Etappe beschreiben viele mir das ganz einfach: Übergangsetappe. Markant sind die vielen kleinen Anstiege und die dazugehörenden Bergwertungen. Heute wird garantiert eine Chance für die Ausreisser vorhanden sein. Die Teams der Sprinter müssen sich heute zweimal überlegen ob sie Energie in die Nachführarbeit stecken wenn das Profil am Ende zu schwer sein könnte für den einen oder anderen Sprinter. Sollte es einen Sprint geben würden dabei wohl nicht mehr alle Sprinter sein. Wobei dies je nach Rennverlauf auch der Fall sein könnte.

Die Plattform für einen Massensprint wäre jedenfalls geschaffen wenn man sich die letzten Kilometer ansieht. Jedoch ist diese Plattform auf praktisch jeder Etappe bisher jetzt vorhanden gewesen und man konnte sehen, dass dies noch nichts zu bedeuten hat. Expertentipp: Matti Breschel (EUC)

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15. Etappe: Givors - Mont Ventoux (242.5 Kilometer)

Am heutigen Tag treffen Epos Tour auf Mythos Mont Ventoux und somit stellen wir fest: Zufälle gibt es nicht. Am Nationalfeiertag der Franzosen führt die längste Etappe der 100. Ausgabe auf den Mont Ventoux. An dem Tag an dem sich traditionell die Franzosen in Szene setzen wird es den Franzosen von den eigenen Landsleuten in der Organisation der Tour de France nicht einfach gemacht am Nationalfeiertag zu triumphieren. Doch eins ist sicher: Wer hier am Ende als Franzose auf dem Mont Ventoux siegen könnte würde sich zur Legende machen. Wer hier gewinnt darf sich neben Fahrern wir Charly Gaul (1958), Eddy Merckx (1970) oder Marco Pantani (2000) einreihen. Der letzte Sieger bei einer Bergankunft auf dem Mont Ventoux war der Spanier Juan Manuel Garate. Doch nicht nur Heldentaten wurden am Mont Ventoux verbracht sondern es gab hier auch Todesfälle. Am 13. Juli 1967 verstarb der englische Radprofi Tom Simpson gut eineinhalb Kilometer vor dem Gipfel. An diesem Ort befindet sich nun zum Gedenken an den Engländer eine Gedenkstätte. Eins ist sicher. Am Ende des Tages wird ein verdienter Sieger auf dem Podest am Gipfel des Mont Ventoux stehen. Denn jeder der diesen Berg übersteht kann sich ein Sieger nennen und die Fahrer im Grupetto werden es sicherlich nicht einfacher haben als die Fahrer an der Spitze des Rennens.

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Den Rest der Etappe dürfen wir aber auch nicht vergessen. Bis der Mont Ventoux überhaupt erreicht ist werden die Fahrer bereits 221 Kilometer in den Beinen haben und diese sind nicht nur einfach flach. Es geht über mehrere Bergwertungen und zwar folgende: Côte d'Eyzin-Pinet (4.9% auf 3.1 Kilometer), Côte de Primarette (4.1% auf 2.6 Kilometer), Côte de Lens-Lestang (3.8% auf 2.1 Kilometer) und der Côte de Bourdeaux (5.7% auf 4.2 Kilometer).

Expertentipp: Pierre Rolland (CAN)

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16. Etappe: Vaison-la-Romaine - Gap (168 Kilometer)

Nach dem gestern der zweite und nach dem Mont Ventoux wohlverdiente Ruhetag der 100. Tour de France war geht es nun mit der 16. Etappe weiter. Sieht man sich das Profil an wird heute schnell klar, dass heute nicht ganz einfach werden wird. Der Zielort Gap wird den Fahrern sehr bekannt sein, denn die Tour ist bereits zum 22mal zu Gast in Gap. Auf dem Weg nach Cap stehen aber zuerst noch ein paar Hindernisse im Weg. Dies sind namentlich die drei Steigungen am Côte de la Montagne de Bluye (5.6% auf 5.7 Kilometer), der Col de Macuègne (5.2% auf 7.6 Kilometer) und am zum guten Ende der Col de Manse (5.2% auf 9.5 Kilometer). Vor allem der letzte der drei Anstiege wird heute entscheidend sein.

Dem Ziel geht es dann anschliessend rasant entgegen. Die letzten 12.5 Kilometer gehen bis auf den letzten Kilometer alle bergab und somit wird es ein schnelles Finale geben. Heute stehen die Chancen fĂźr Ausreisser nicht schlecht und dieses Finish kommt ihnen entgegen. Expertentipp: Thibaut Pinot (OPQ) 42


17. Etappe: Embrum - Chorges Zeitfahren (32 Kilometer)

Das zweite Zeitfahren der 100. Tour de France wird ein richtig hartes sein. Es stehen zwei Berge auf dem Programm welche von den Fahrern alles abverlangen. Der erste ist die Côte de Puy-Sanière. Auf 6.4 Kilometer geht es mit im Schnitt 6% in Richtung Bergwertung und der zweite Berg ist die Côte de Réallon welche auf 6.9 Kilometern im Schnitt 6.3% aufweist. Nicht zu vernachlässigen sind in diesem Zeitfahren die beiden Abfahrten.

Expertentipp: Christopher Froome (SKY)

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18. Etappe: Gap - Alpe-d'Huez (172.5 Kilometer)

Eine Legende steht auf dem Programm und dies gleich zweimal. Die Alpe-d'Huez. Zum Tourjubiläum wird geklotzt und nicht gekleckert. Die heutige Etappe steht im Zeichen der Kletterer und wer hier und heute dabei sein will muss schlichtweg gute Beine habe. Bevor es richtig los geht dürfen sich die Fahrer an den drei ersten Bergwertungen "warm fahren". Es stehen der Col de Manse (6.2% auf 6.6 Kilometer) die Rampe du Motty (8% auf 2.4 Kilometer) und der Col d'Ornon (6.7% auf 5.1 Kilometer) auf dem Programm bevor es das erste mal auf die Alpe-d'Huez geht. Bei der ersten Überquerung ist die Steigung sogar noch etwas steiler als dann beim Finalen Schlussanstieg. Doch es wird sich am Ende garantiert kein Fahrer mehr darum kümmern ob die Steigung nun 8.4% oder 8.1% im Schnitt hat. Wer hier gewinnen kann darf wird in einer der 21 Kehren verewigt. Jeder Sieger hier gehört zu den ganz grossen und hat sich mit Fahrern wie Fausto Coppi (1952), Joop Zoetemelk (1976 und 1979), Bernard Hinault (1986), Marco Pantani (1995 und 1997) und Lance Armstrong (2001 und 2004) in einem ewigen Radsportmonument verewigt. Zuletzt konnte im Jahr 2011 der Franzose Pierre Rolland auf der Alpe-d'Huez gewinnen und er wird auch sicherlich in diesem Jahr zu den Favoriten zählen.

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Die beiden Anstiege zur Alpe-d'Huez sind nicht ganz identisch. Dies wird auf den folgenden Profilen ersichtlich.

Expertentipp: Christopher Froome (SKY) 45


19. Etappe: Bourg-d'Oisans - Le Grand-Bornand (204.5 Kilometer)

Weiter geht es bei der Tour de France mit den Bergen. Gleich in der ersten Rennhälfte erwarten die Fahrer zwei Anstiege der höchsten Kategorie. Der Col du Glandon und der Col de la Madeleine zwingt die Fahrer gleich zu Rennbeginn über 40 Kilometer bergauf zu fahren. Zum Glück gibt es danach immer wieder Abfahrten damit sich die Fahrer etwas erholen können. Weiter geht es dann mit dem Col de Tamié (6.2% auf 8.6 Kilometer), dem Col d l'Épine (7.3% auf 6.1 Kilometer) und zum Ende der Col de la Croix Fry (7% auf 11.3 Kilometer). Diese drei Anstiege werden den Fahrern nach den Strapazen am Vortag alles abverlangen und die Chance auf einen Sieg für die Fahrer aus der zweiten Reihe sind heute durchaus realistisch.

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Die drei letzten Steigungen werden heute wohl den Sieger bringen. Ob es zur Vorentscheidung um den Toursieg gen端gt, ist nicht zu erwarten.

Expertentipp: Juan Jose Cobo Acebo (EUS) 47


20. Etappe: Annecy - Annecy-Semnoz (125 Kilometer)

Eine kurze und knackige Etappe erwartet die Fahrer auf der 20. Etappe. Dabei feiert der Zielanstieg gleich Premiere und wird die Plattform für den letzten Wettstreit im Kampf um die Gesamtwertung bilden. Die Steigung ist 10.7 Kilometer lang und durchschnittlich 8.5% steil. Gleichzeitig bietet die heutige Etappe zum letzten Mal die Möglichkeit für Ausreisser um sich zu beweisen, denn in Paris herrschen die Sprinter. Deswegen könnte es heute sehr gut zwei Rennen geben: eines um den Etappensieg und eines um den Gesamtsieg.

Expertentipp: Mikel Nieve Iturlade (CJR) 48


21. Etappe: Versailles - Paris Champs-Élysées (133.5 Kilometer)

Auf der letzten Etappe geht es wie gewohnt auf die Champs-Élysées in Paris. Dass dabei der Start der letzten Etappe dieser 100. Tour de France in Versailles hat ist nicht grundlos. Versailles ist weltbekannt für das für den "Sonnenkönig" genannten Ludwig XIV. im 17. Jahrhundert erbaute Schloss Versailles. Mit diesem königlichen Hintergrund wird auf der Champs-Élysées auch ein Sprint Royalé erwartet und wer weiss, vielleicht wird die Schlacht um Grün er hier entschieden.

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Managerinterviews Katusha Wie sehr freuen sie sich auf die Tour? Ja wirklich sehr. Die Top 3 sollten zwar feststehen. Aber um den Rest wird gefightet. Ist diese Tour was besonderes, weil es die 100. Auflage ist? Ja irgendwie schon. Wenn man schon die technische und sportliche Entwicklung anschaut ist es wie eine kleine Zeitreise. Wer wird ihr Kapitän sein? Löfkvist und Karpets wobei Karpets auch Edelhelfer für Löfkvist ist. Ist die Vorbereitung nach Wunsch gelaufen? Leider nicht bin ja erst am 01.06. ins Amt gekommen. Also zu knapp für eine gute Tour. Aber wir werden fighten. Wie werden sie die einzelnen Etappen angehen? Flachetappen fahren wir auf Sieg und Bergetappen weden wir Löfkvist in eine gute Position bringen. Zeitfahren sollte auch was möglich sein. Nennen sie 5 Fahrer die ihrer Meinung nach die Tour beleben werden und deren Name sehr oft erwähnt werden wird? Froome, Wiggins, Hunter, Löfkvist Wer ist bisher diese Saison für sie die größte Enttäuschung und wer die größte Überraschung (Fahrer und Team)? Sky hätte mehr erreichen müssen. Peraud hat mich sehr beindruckt.

Garmin: Wie sehr freuen sie sich auf die Tour? Ich freue mich schon sehr auf die Tour de France und kann es schon kaum erwarten. Ist diese Tour was besonderes, weil es die 100. Auflage ist? Sie ist schon etwas besonderes, aber wir gehen auch hier ganz normal in die Tour rein, wie bei jedem anderen Rennen auch. Wer wird ihr Kapitän sein? Wiggins wird der Kapitän auf die Gesamtwertung sein und Greipel wird der Kapitän für die Sprints sein. Ist die Vorbereitung nach Wunsch gelaufen? Nein, aber wir gehen Positiv und hoch Motiviert in diese Tour de France rein. Wir werden vom ersten bis zum letzten Kilometer alles geben. Wie werden sie die einzelnen Etappen angehen? Das wollen wir Ihnen hier und jetzt nicht sagen. Lassen Sie und auch die anderen Manager sich einfach überraschen. 50


Nennen sie 5 Fahrer die ihrer Meinung nach die Tour beleben werden und deren Name sehr oft erwähnt werden wird? Froome, Wiggins, Cavendish, Sagan und VandeVelde. Wer ist bisher diese Saison für sie die größte Enttäuschung und wer die größte Überraschung (Fahrer und Team)? Enttäuschung Sky und Überraschung gibt es niemanden. Gilbert enttäuscht als Fahrer und überraschen tut auch da niemand von den Fahrern.

Lotto Wie sehr freuen sie sich auf die Tour? Die Freude hält sich in Grenzen da wir keine Ambitionen haben. Aber natürlich freut man sich irgendwie schon auf die Tour, auch wenn das eigene Team chancenlos ist. Ist diese Tour was besonderes, weil es die 100. Auflage ist? So eine Jubiläumstour ist natürlich immer etwas Besonderes. Der Sieger der diesjährigen Rundfahrt wird wohl für immer in Erinnerung bleiben, da der Sieg noch Prestigeträchtiger sein wird. Dadurch dürfte uns noch mehr Spannung geboten werden von Seiten der Fahrer, aber auch die Tour Macher werden sich ins Zeug gelegt haben uns eine spannende Rundfahrt zu bescheren. Wer wird ihr Kapitän sein? Wir gehen ohne Kapitän in die Tour. Ist die Vorbereitung nach Wunsch gelaufen? Wir hatten keine spezielle Vorbereitung, aber mit dem bisherigen Saisonverlauf sind wir zufrieden. Wie werden sie die einzelnen Etappen angehen? Wir wollen uns Offensiv zeigen und die Teamfarben präsentieren. Nennen sie 5 Fahrer die ihrer Meinung nach die Tour beleben werden und deren Name sehr oft erwähnt werden wird? Froome, Costa, Brajkovic, Wiggins, Cavendish Wer ist bisher diese Saison für sie die größte Enttäuschung und wer die größte Überraschung (Fahrer und Team)? Die größte Enttäuschung ist wohl Caja Rujal, das Team hat das Potenzial in der WRL viel weiter oben zu stehen. Da ihr Teammanager nun aber wieder aktiv ist hoffen wir dass sie sich verbessern werden. Enttäuschung bei den Fahrern, schwer zu sagen. Fällt mir momentan so recht niemand ein. Überraschungen bei den Teams ist zum einen sicher mein eigenes Team Lotto, das wir nach Hälfte der Saison immer noch auf Platz 10 der WRL sind, damit hab selbst ich nicht gerechnet. Ansonsten noch Cofidis, die sogar auf Platz 9 sind. Bei den Fahrern ist sicher Pozzato eine kleine Überraschung dass er in der WRL so weit vorn ist. Einen Ciolek oder Swift hätte man sicher auch nicht in den Top 25 erwartet.

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Sky Wie sehr freuen sie sich auf die Tour? Da es mein erster Einsatz für mein neues Team ist, ist die Vorfreude entsprechend groß. Ist diese Tour was besonderes, weil es die 100. Auflage ist? Für die Fahrer sicherlich, da der Sieger dieser Auflage sicher in den Geschichtsbüchern einen noch größeren Platz einnehmen wird. Wer wird ihr Kapitän sein? Ganz klar Chris Froome. Ist die Vorbereitung nach Wunsch gelaufen? Da ich erst kürzlich zum Team gestoßen bin, hatte ich selbst keinen Einfluss auf die Vorbereitung. Allerdings kann ich sagen, dass der Sky Interimsmanager einen guten Job gemacht hat und alle Fahrer, die von uns am Start stehen auch in einer guten Form antreten. Wie werden sie die einzelnen Etappen angehen? Unterschiedlich. Auf den Flachetappen werden wir tendenziell eher abwartend agieren, was sich dann aber auf den Bergetappen ändern wird. Nennen sie 5 Fahrer die ihrer Meinung nach die Tour beleben werden und deren Name sehr oft erwähnt werden wird? Pierre Rolland, Mark Cavendish, Peter Sagan, Chris Froome und Cadel Evans. Wer ist bisher diese Saison für sie die größte Enttäuschung und wer die größte Überraschung (Fahrer und Team)? Bis dato ist das Team Sky schon ziemlich weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Das wird sich aber hoffentlich nun zeitnah ändern. Ansonsten gab es bisher für mich noch keine besonders beeindruckenden oder besonders schwachen Auftritte.

Cofidis

Wie sehr freuen sie sich auf die Tour? So richtig in Worte fassen kann ich es nicht, aber ich versuch es mal: Riiiiieeeesiiieg. Die Tour wird meine erste Grand Tour hier in der Sim sein und dann noch die wichtigste von den dreien, die es gibt und dazu auch die Heimrundfahrt meines Teams. Ich hoffe nur sie wird gut ausgehen und das Potenzial meines Teams zeigen. Denn darauf freu ich mich am meisten mein Team bei einer Grand Tour zu sehen und die Pro-Tour-Teams zu ärgern. Ist diese Tour was besonderes, weil es die 100. Auflage ist? Na klar zum hundertsten Mal wird Radsportgeschichte geschrieben. Zudem wird es eine der schwersten Touren sein, die es gab mit der zweimaligen Überquerung von Alpe d´Huez während einer Etappe. Des Weiteren warten mit der abendlichen Zieleinfahrt auf dem Champs-Élyssées und dem erstmaligen Gastspiel auf Korsika weitere Besonderheiten bei der diesjährigen Tour. Also ist sie auf jeden Fall etwas Besonderes.

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Wer wird ihr Kapitän sein? Mein Team wird nicht nur ein Kapitän haben sondern zwei. Einmal Robert Kiserlovski, der trotz zwei Zeitfahren sich vorne im Gesamtklassement platzieren soll und dafür soll er sich in den Alpen und Pyrenäen offensiv und aggressiv zeigen. Vom zweiten Kapitän erhoffen wir uns einen Etappensieg und mindestens Top-5 im Kampf ums Grüne Trikot. Dafür wird Alexander Kristoff mit Hayden Roulston einen starken Anfahrer haben und mit Delage seinen persönlichen Helfer an die Seite bekommen. Ist die Vorbereitung nach Wunsch gelaufen? In den Niederlanden mit Platz drei und fünf im Gesamtklassement von Marcato und Konovalovas war es schon gut. Aber wodurch wir sagen können eindeutig JAAAA ist der Sieg bei der Dauphine von Christophe Kern. Wie werden sie die einzelnen Etappen angehen? Die Etappen werden wir aggressiv und offensiv angehen, da wir uns mind. eine Etappe holen wollen und uns das Bergtrikot sichern wollen. Dazu wollen wir uns bei der Tour taktisch klug und ausgeklügelt präsentieren, um dadurch auch Kiserlovski weit vorne zu platzieren. Wenn es optimal läuft wollen wir auch mal in Gelb fahren. Dies wird aber nicht das Hauptziel auf den Etappen sein. Nennen sie 5 Fahrer die ihrer Meinung nach die Tour beleben werden und deren Name sehr oft erwähnt werden wird? Cavendish, der Sprinter, aber ich glaub er wird im Sprint seine Probleme bekommen, Mollema, da er einer der besten Teammanager und ein starkes Team um sich hat, Froome, Wiggins, sie kämpfen beide bestimmt um den Gesamtsieg obwohl ich Froome stärker einschätze und Kristoff einer von mir muss ja dabei sein ;)und im Sprint wird er ein starkes Team um sich haben und ich muss noch wen sechstes erwähnen, Peter Sagan, dem ich mind zwei Etappensiege zutraue Wer ist bisher diese Saison für sie die größte Enttäuschung und wer die größte Überraschung (Fahrer und Team)? Größte Enttäuschung Teams: Puuh schwer aber für mich ist es Lampre auch wenn sie teilweise kein Manager hatten, aber mit den Fahrern, die sie haben, hätte man trotzdem mehr erreichen können Größte Enttäuschung Fahrer: Matthew Harley Goss, für seine Qualität viel zu weit hinten Größte Überraschung Teams: Ceramica mit seinem Manager iceman999 starke Saison bisher von ihm Größte Überraschung Fahrer: Am Anfang der Saison eindeutig Westra, im Moment Navardauskas, der sich mit seinen jungen Jahren bei vielen Rundfahrten sehr stark zeigt.

Europcar Wie sehr freuen sie sich auf die Tour? o Generell freu ich mich auf diese Tour, da sie die Heimrundfahrt für das Team ist und ich Europcar die Frankreichrundfahrt erleben lassen möchte, obwohl ich dem Team einen festen Manager mehr wünschen würde. Nun bin ich aber bei der Tour in doppelter Funktion dabei und hoffe Europcar zu einer erfolgreichen Tour zu helfen.

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Ist diese Tour was besonderes, weil es die 100. Auflage ist? o Dazu kann ich nur sagen ja. Da es eine spezielle Tour ist und es nur wenige Sportevents gibt, die hundertmal Ausgetragen wurden sind. Wer wird ihr Kapitän sein? Unser Kapitän wird Robert Gesink sein. Ihm werden alle anderen untergestellt auch John Gadret, der aber sich selbst relativ weit vorne im Gesamtklassement soll, doch hauptsächlich für den Niederländer fahren soll. Im Sprint setzen wir auf einen der jüngsten Fahrer im Feld: Bryan Coquard. Er wird unterstützt von Matti Breschel, der ihn mit seiner Erfahrung durch die Sprints leiten soll. Ist die Vorbereitung nach Wunsch gelaufen? Nein, da wir leider keine hatten. Nennen sie 5 Fahrer die ihrer Meinung nach die Tour beleben werden und deren Name sehr oft erwähnt werden wird? Ich möchte hier mal wen Vorschlagen, der wegen den üblichen Verdächtigen nicht genannt wird, aber trotzdem die Frage perfekt beantwortet. Als erstes Thomas Voeckler, er und sein Manager sind immer für Überraschungen gut, André Greipel, mit Sagan und Cavendish der stärkste Sprinter der Welt zurzeit und immer gut für Grün, Janez Brajkovic, Caja Rural ist komplett auf ihn ausgerichtet und sehr stark aufgestellt, Aleksandr Dyachenko, sein Manager hat immer eine Idee seine Fahrer vorne reinzubringen, Jurgen van den Broeck, das Team wird auf ihn ausgerichtet sein wie bei Brajkovic und deswegen wird er gefährlich in der Gesamtwertung werden. Wer ist bisher diese Saison für sie die größte Enttäuschung und wer die größte Überraschung (Fahrer und Team)? Größte Enttäuschung Teams: Colombia mit den Bergziegen und Rundfahrern hätte man sich locker unter die ersten 18 der Weltrangliste schieben können. Größte Enttäuschung Fahrer: André Greipel, einer der besten Sprinter der Welt ganz weit hinten in der Weltrangliste passt nicht zusammen Größte Überraschung Teams: Topsport, das Team ist zwar gut aber das daNwcs so viel aus ihm rausholt ist stark Größte Überraschung Fahrer: Pippo Pozzato, er ist zwar gut aber mit seinem Alter so oft vorne mitzufahren, ist für mich schon eine kleine Überraschung

Movistar: Wie sehr freuen sie sich auf die Tour? Geht so. Nach dem höchst enttäuschenden Giro d'Italia ist die Stimmung im Team und im Vorstand nicht sonderlich gut. Ist diese Tour was besonderes, weil es die 100. Auflage ist? Beim Rückblick sicherlich, aber im Rennen selbst wird sich wenig ändern. Die Organisatoren haben aber auch sicher gestellt, dass diese Tour in den Erinnerungen bleibt. Mit Ventoux, zweimal Alpe d'Huez und dem Grand Depart auf Corsika gibt es einige Highlights. Fehlt eigentlich nur der Tourmalet. Wer wird ihr Kapitän sein? Mark Cavendish. Alle werden sich ihm unterordnen müssen. 54


Ist die Vorbereitung nach Wunsch gelaufen? Ja da haben wir wenig zu klagen. Die direkte Vorbereitung mit der Dauphine war zwar nicht ganz optimal, aber man muss sich auch Luft nach oben lassen. Wie werden sie die einzelnen Etappen angehen? Bei den Sprintetappen werden wir klar die Kontrolle übernehmen und dafür sorgen das Mark den Sieg holt. In den Bergen werden wir uns darauf besinnen Mark in der Karenz zu halten. Nennen sie 5 Fahrer die ihrer Meinung nach die Tour beleben werden und deren Name sehr oft erwähnt werden wird? Cavendish, Sagan, Froome, Molema, Brajkovic. Wer ist bisher diese Saison für sie die größte Enttäuschung und wer die größte Überraschung (Fahrer und Team)? Columbia und Sky haben zu wenig aus ihren Möglichkeiten gemacht. Überrascht bin ich hingegen von Cofidis, denen hatte ich so eine starke Saison nicht zugetraut. Was die Fahrer angeht bin ich enttäuscht, dass Andy Schleck auch dieses Jahr nicht mehr zu seiner alten Stärke zurück kommt. Im Gegensatz zu Schleck scheint Garzelli wieder so stark zu sein wie zu Zeiten als er den Giro gewann.

Blanco Pro Cycling Wie sehr freuen sie sich auf die Tour? Ich freue mich wie ein kleines Kind. Wir bereiten uns nun seit einem halben Jahr auf die Tour de France vor und es ist gut, dass es endlich losgeht. Ist diese Tour was besonderes, weil es die 100. Auflage ist? Sicherlich wird dies eine besondere Tour werden mit diesem grossartigen Jubiläum. Doch für unsere Fahrer direkt ändert sich nichts. Die jeweiligen Tagesabläufe werden identisch sein wie bei den anderen Rennen in diesem Jahr und wie an den anderen Austragungen der Tour de France. Wer wird ihr Kapitän sein? Der Kapitän unseres Teams ist ganz klar Peter Sagan. Wir möchten mit ihm das grüne Trikot gewinnen und können das mit seinen Fähigkeiten und dem Team dahinter auch. Natürlich ist auch Andy Schleck in unserem Tour Team jedoch ist er mit der Form noch nicht ganz dort, wo er hin gehört. Sollte er jedoch Hilfe benötigen wird er diese auch erhalten. Ist die Vorbereitung nach Wunsch gelaufen? Die Vorbereitung lief für Peter Sagan sehr gut. Allgemein das ganze Frühjahr war für das Team ein voller Erfolg und somit können wir mit breiter Brust in das wohl grösste Radrennen der Welt gehen. Wie werden sie die einzelnen Etappen angehen? Zum Glück sind die einzelnen Etappen ja bereits im Voraus bekannt und somit können wir bereits teilweise Tage vor einzelnen Etappen unser Team darauf einstellen und somit vielleicht die wenigen Prozent mehr herausholen, welche uns dann der Konkurrenz überlegen machen.

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Nennen sie 5 Fahrer die ihrer Meinung nach die Tour beleben werden und deren Name sehr oft erwähnt werden wird? Christopher Froome (SKY) Cadel Evans (LAM) Thomas Voeckler (VCD) Mark Cavendish (MOV) Peter Sagan (BLA) Froome und Evans werden in der Gesamtwertung für sehr viel Wirbel sorgen. Vor allem von Froome erwarte ich sehr viel Action in den Bergen. Evans wird mit seiner Routine ebenfalls vorne mitmischen und überraschen. Voeckler ist für mich DER Kämpfer. Er wird mit seiner aggressiven Fahrweise diese Tour beleben und wird sicherlich eine Etappe gewinnen. Cavendish und Sagan werden die Sprints dominieren und auch im Kampf um Grün wird es nur über die beiden gehen. In den normalen Sprintankünften sehe ich Cavendish vorne aber über die gesamte Rundfahrt hin hoffe ich, dass Sagan der bessere sein wird. Wer ist bisher diese Saison für sie die größte Enttäuschung und wer die größte Überraschung (Fahrer und Team)? Enttäuschung: Garmin - Sharp André Greipel Überraschung: Topsport Vlaanderen - Baloise Vincenzo Nibali

Astana Wie sehr freuen sie sich auf die Tour? Wir als Team sehen die Tour de France natürlich nicht als eins der wichtigsten Rennen für uns, dementsprechend freuen wir uns nicht so extrem wie z.B. auf die Frühjahrsklassiker. Dennoch ist die Tour natürlich ein ganz großes Ereignis in der Radsportwelt und deswegen kann man dieses Rennen nicht ohne Freude verfolgen, auch wenn man auf den Straßen nur eine Nebenrolle spielt! Ist diese Tour was besonderes, weil es die 100. Auflage ist? Ganz bestimmt, weil es einfach unglaublich ist das das größte jährlich stattfindende Sportereignis inzwischen bereits zum hundertsten Mal ausgetragen wird und sich durch nichts außer Krieg aufhalten lässt. Wer wird ihr Kapitän sein? Da gibt es im Team eine ganz klare Hierarchie. Wir werden voll auf Alexandr Dyachenko setzen, der hier unser klarer Kapitän für das Klassement ist. Das heißt auf allen für das Klassement relevanten Etappen wird das gesamte Team ihn unterstützen. Ist die Vorbereitung nach Wunsch gelaufen? Wir haben eine relativ kurze, dafür aber gezielte Vorbereitung gehabt. Das Tour Team hat zusammen die Dauphine und die Luxemburg Rundfahrt bestritten und ist dementsprechend gut aufeinander abgestimmt. Wir sind bereit. 56


Wie werden sie die einzelnen Etappen angehen? Da gibt es einen klaren Plan. Wie bereits oben erwähnt fahren wir bei den Bergetappen für Dyachenko, im flachen und im Mittelgebirge werden wir uns sicherlich auch offensiv präsentieren und in die ein oder andere Gruppe springen. Wir haben hier außer einem bestmöglichen Gesamtrang keine Ziele, können das dementsprechend entspannt gehen. Wir haben mit Bazayev und Iglinsky zwei Fahrer dabei die eine Etappe gewinnen können wenn sie am richtigen Tag in der richtigen Gruppe sind! Für die Sprints werden wir wohl auf Iglinsky setzen, haben aber gegen die großen Namen nichts zu melden! Für unseren Sponsor alleine ist es ja eine Riesensache dass wir hier mit einem rein Kasachischen Team antreten, auf diese Tatsache darf man mit Recht sogar ein wenig stolz sein. Nennen sie 5 Fahrer die ihrer Meinung nach die Tour beleben werden und deren Name sehr oft erwähnt werden wird? Marc Cavendish, der fast unschlagbare Sprinter aus Grossbritannien Andre Greipel, der einzige Mann der den Briten Mann gegen Mann bezwingen kann Peter Sagan, wird auf vielen Etappen Topplätze erreichen können, im flachen und im Mittelgebirge Christopher Froome, er dürfte wohl unbezwingbar sein was das Klassement betrifft Andy Schleck, wenn er immer wieder am Berg und den Abfahrten abgehangen wird Wer ist bisher diese Saison für sie die größte Enttäuschung und wer die größte Überraschung (Fahrer und Team)? Bei den Pro Tour Teams Sky und Garmin, enttäuschend was die bisher geliefert haben. In der Continental Tour FDJ und Colombia, die viel zu wenig aus ihren Möglichkeiten machen. Überraschen dagegen tun bisher in der PT vorallem Lotto, dass aufgrund seines Managers das Maximum extrem ausreizt und Bardiani, die bereits die zweite Saison in Folge über ihren Möglichkeiten fahren. In der Continental Tour sind es klar Cofidis, wo der Manager einen herausragenden Job macht und Ceramica Flaminia, die ihr Optimum ausreizen. Bei den Fahrern fallen mir jetzt nicht so viele ein, aber ein Bradley Wiggins und ein Matt Goss hätten schon mehr erreichen können bei dem Potential was sie besitzen. Überraschen tun mit Abstand am meisten zwei uralte Fahrer, die längst über ihrem Zenit sind. Was Fillipo Pozzato und Stefano Garzelli für Ergebnisse eingefahren haben, da muss man zweimal auf die Ergebnisliste gucken, kaum zu glauben diese Leistungen.

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Schlusswort Liebe Leser. Es ist wieder geschafft. Ein weiteres Sonderheft ist fertig gestellt und das verdanken wir zum größten Teil euch. Wenn es euch nicht gebe, gebe es auch dieses Heft nicht somit habt ihr einen Bärenanteil am erscheinen der Sonderhefte. Denn euer Lob ist unser Anreiz und Ansporn jedesmal wieder tolle Berichte für euch zu schreiben, die ganzen Informationen zusammenzutragen und daraus das wieder und wieder diese Sonderhefte zu gestalten. Wir hoffen, dass euch unser Heft wieder gefallen habt und freuen und jetzt schon auf eure Kommentare. Die Vuelta 2013, bei der ihr natürlich auch nicht fehlen dürft, soll auch wieder ihr Sonderheft erhalten, dies könnt ihr gerne haben freut euch schon einmal drauf. Denn wir haben Bock auch dafür wieder was Nettes für euch zu zaubern und ihr mit Sicherheit auch. Bis dahin wünschen wir euch eine gute und erfolgreiche Tour sowie Saison, in der jeder sein bestes geben wird. Bleibt zum Abschluss nur zu sagen: Nach den ganzen Vorberichten und Vergleichen für die Tour. Dem Überblick der aktuellen Saison ab dem Giro und den Rückblick auf die letztjährige Tour. Die ganze Vorbereitung die die Teams und deren Manager absolviert haben und auch wir für dieses Heft, freuen sich sowohl die 153 Fahrer die aktuell erwartet werden, sowie die 17 Manager die die Teams leiten, die Fans an der Strecke und auch zuhause vor den TV- und PC-Bildschirmen und ebenfalls auch die Sponsoren der Teams und auch die der Tour auf die 100. Jubiläumsausgabe der Tour de France. Wir dürfen also gespannt sein wer hier Geschichte schreibt.

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Le Peloton Tour 2013  

Zeitschrift der Cycling Simulation

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