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Nr. 3 / Februar 2016 CJD-15-02-499-0

Magazin der CJD Christophorusschule Rostock

Starten

Orientierungsstufe: Wie F端nftkl辰sslern der Einstieg am Gymnasium gelingt

Sprechen

Welt-Mix: Welche Fremdsprachen im CJD Rostock erlernbar sind

Sprinten

Trainingszeiten: Was Sch端ler f端r ihren Sport auf sich nehmen


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Hast du mal Zeit? Ich wünsche dir nicht alle möglichen Gaben. Ich wünsche dir nur, was die meisten nicht haben: Ich wünsche dir Zeit, dich zu freun und zu lachen, und wenn du sie nützt, kannst du etwas draus machen. Ich wünsche dir Zeit für dein Tun und dein Denken, nicht nur für dich selbst, sondern auch zum Verschenken. Ich wünsche dir Zeit – nicht zum Hasten und Rennen, sondern die Zeit zum Zufriedenseinkönnen. Ich wünsche dir Zeit – nicht nur so zum Vertreiben. Ich wünsche, sie möge dir übrig bleiben als Zeit für das Staunen und Zeit für Vertrauen, anstatt nach der Zeit auf der Uhr nur zu schauen. Ich wünsche dir Zeit, nach den Sternen zu greifen, und Zeit, um zu wachsen, das heißt, um zu reifen. Ich wünsche dir Zeit, neu zu hoffen, zu lieben. Es hat keinen Sinn, diese Zeit zu verschieben. Ich wünsche dir Zeit, zu dir selber zu finden, jeden Tag, jede Stunde als Glück zu empfinden. Ich wünsche dir Zeit, auch um Schuld zu vergeben. Ich wünsche dir: Zeit zu haben zum Leben! Elli Michler

Liebe Mitglieder unserer Schulgemeinde, sehr geehrte Eltern, liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Ehemalige und Freunde der Christophorusschule, wie oft haben Sie sich in den letzten Wochen für eine Sache wirklich Zeit genommen, ohne Druck und ohne „Aber dann muss ich noch …“? Wie achtsam geht ihr, liebe Schüler, miteinander um und macht euch Gedanken, weil in der Schule vielleicht nicht alles glatt lief? Leider konnten einige Aktive unseres gelungenen letzten yaro-Konzerts nicht bis zum Schluss bleiben, um die Wertschätzung des Publikums zu erfahren – sie hatten keine Zeit, weil am nächsten Morgen schon wieder eine wichtige Klausur anstand. Kürzlich bin ich in der Stadt einer Kollegin begegnet. Während ich zu

meinem nächsten Termin eilte, hat sie all ihre Aufmerksamkeit und Liebe ihrem Enkelkind gewidmet. Ich wünsche jedem von uns etwas mehr Zeit, um der Hektik des Alltags bewusst zu entfliehen, sich auf ein Gespräch in der Familie, mit Freunden oder Kollegen einlassen zu können. Und Zeit, in der neuen Ausgabe unseres Magazins zu lesen, zu entdecken und wertzuschätzen, wie unsere Schulgemeinschaft ihre Zeit in den letzten Monaten verbracht hat. Ihre und eure

Diana-Heike Kaiser

Jonas Gottelt aus der Klasse 6d ist Kunst – und schafft selbst welche beim Aktionstag im November. (Titel:oto: Harry Tschursch)

Inhalt Rostock leuchtet mint Ich bin Kunst Das gute Gefühl, gebraucht zu werden

Seite 4 Seite 6 Seite 8

Gesund essen Seite 10 Schuhe für Ghana Seite 10 Sehnsucht nach Wildnis Seite 11 Kino im Kopf Seite 11 Der Einstieg am Gymnasium Seite 12 Mit Sigrun Richter im Gespräch Seite 14 Abi '16: Fahrplan zum Reifezeugnis Seite 16 Terminvorschau Seite 16 Kurz berichtet Seite 17 Theater und Tausch Seite 18 Antike und Neuzeit Seite 19 Mallorca und mehr Seite 20 Stockholm und Lucia Seite 21 Sankt Petersburg und Rostock Seite 22 ... und jetzt zum Sport Mit Feuereifer dabei Pokal geholt Neu im Schwimmer-Kader Erfolgreiche Sprünge Helfereinsätze Aushängeschild

Seite 23 Seite 24 Seite 28 Seite 28 Seite 29 Seite 29 Seite 30

Impressum Chris Nr. 3 / Februar 2016. Redaktionsschluss 27. Januar 2016. Kontakt: chris@ cjd-rostock.de Redaktion: Diana-Heike Kaiser (verantwortlich), Niklas Dörr. Lektorat: Dagmar Oldag. Gestaltung: piccondio, Berlin. Druck: myflyer, Sonneberg. Anzeigenpreisliste: Nr. 2 vom Januar 2016. CJD Christophorusschule Rostock, Groß Schwaßer Weg 11, 18057 Rostock, www. cjd-rostock.de. Träger: Christliches Jugenddorfwerk Deutschlands gemeinnütziger e.V. (CJD), Teckstraße 23, 73061 Ebersbach, Amtsgericht Berlin (Charlottenburg) VR 30118 B. Nr. 3

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R ostock leuchtet mint Zertifizierung

Seit vielen Jahren ist die Christophorusschule Rostock Teil des Excellence-Netzwerks MINT-EC. Jetzt wurde mit der erneuten Zertifizierung für weitere drei Jahre die hohe Qualität der mathematisch-naturwissenschaftlichen Ausbildung am CJD noch einmal bestätigt.

Neben einem praxisnahen Unterricht steht die Förderung der Schüler, die Kooperation mit Dritten und

die Studien- und Berufsorientierung im Mittelpunkt von MINT-EC-Schulen. Besonderes Augenmerk gilt außerdem einem kontinuierlichen Prozess zur Qualitätssicherung. Im CJD Rostock zeigt sich dieser Auftrag ganz praktisch in einer Fülle von Initiativen, die wie ein Leuchtturm in alle Richtungen ausstrahlen. Chris wirft einen exemplarischen Blick auf die verschiedenen

Mathematik- KänguruOlympiade Wettbewerb Die Deutsche Mathematik-Olympiade ist ein bundesweit durchgeführter Schülerwettbewerb für die Klassenstufen 3 bis 13. Er gliedert sich in je eine Schul-, Regionalund Landesrunde, die von dem Regionalbeauftragten Mathematikolympiade Helmut Schwarz und den Lehrern des CJD organisiert und begleitet wird, sowie eine Bundesrunde. In jeder Runde werden, nach Klassenstufen getrennt, Aufgaben aus verschiedenen Bereichen der Mathematik bearbeitet. Das Niveau steigt von Runde zu Runde. Zu den Besten der diesjährigen Regionalrunde zählen Nele Schröder, Bente Schröder, Jonas Petrow, Konstantin Zeis, Mathilda Kitzmann und Friedrich Frick.

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mathematisch-naturwissenschaftlichen Projekte und Wettbewerbe, in denen sich Schülerinnen und Schüler engagieren.

Das „Känguru der Mathematik“, so der offizielle Name, ist ein internationaler Mathematik-Wettbewerb für Schüler der 3. bis 13. Klassenstufe. Er findet jährlich immer am dritten Donnerstag im März statt, also jetzt wieder am 17.3.2016. In einer Klausur über 75 Minuten werden MultipleChoice-Fragen gestellt, die insbesondere durch logisches Kombinieren zu lösen sind. Über 850.000 Schüler haben im vergangenen Jahr in Deutschland teilgenommen, weltweit waren es 5,9 Millionen.

Chemkids Seit 2003 gibt es den Experimentalwettbewerb Chemkids für die Klassen 4 bis 8. Er wird in den ostdeutschen Bundesländern durchgeführt und in Mecklenburg-Vorpom-

mern vom Kultusministerium, dem Verband der Chemischen Industrie und dem Unternehmen Yara in Rostock unterstützt. An der Herbstrunde zum Thema Seifen haben 250 Jungen und Mädchen aus 30 Schulen teilgenommen, darunter gab es 20 Einsendungen aus der Klasse 8 in Rostock. Sehr erfolgreich mitgemacht und für die nächste Runde qualifiziert haben sich vom CJD: Julian Doß, Anna Rautenberg, Mathilda Kitzmann, Maxim Borcherding und Lea Tamm.

Chemie – die stimmt!

Der ChemieWettbewerb für Schüler der 9. und 10. Klassen geht über drei Runden. Zunächst absolvierten die Teilnehmer am 30. November 2015 eine 3,5-stündige Klausur. Für die zweite Runde qualifizieren sich stets die 40 Besten des


Der Begriff „MINT“ setzt sich aus den Anfangsbuchstaben der Fachgebiete Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik zusammen. „EC“ steht für Excellence-Center. MINT-EC ist ein nationales Netzwerk von 250 Schulen (davon sechs in Mecklenburg-Vorpommern) mit Sekundarstufe II und ausgeprägtem Profil in den genannten Fächern.

Naturwissenschaften hautnah: Lange Nacht der Naturwissenschaften 2015 (großes Bild), Praktikum am Tag der Naturwissenschaften der Klasse 8 (r.o.), Workshop „Gesunde Ernährung“ der Klasse 6a (M.), Gewinner „Chemie – die stimmt“ 2015 und Absolventen der 2. Runde IChO 2016 (u., Fotos: Dr. Regine Schütt)

ke (9. Kl.) sowie Lara Mixdorf, Sebastian Schröder, Ben Bals, Antonio Richter und Sophie Miether (10. Kl.). Im Finale treffen sich die besten vier aus den Nordländern an drei intensiven ChemieTagen mit Vorträgen, Experimenten und einer Klausur – also viel Theorie und Praxis. Bundeslandes. Am 2. März steht für diese eine 3,5-stündige Klausur an, die Chemielehrer unserer Schule mit korrigieren. Dabei sind u.a. für das CJD Rostock: Jasper Wittstock, Valentin Kneitz, Bela Hierundar, Johannes Niklas und Lennart Köhn-

Int. ChemieOlympiade Die Internationale Chemieolympiade (IChO) ist ein Wettbewerb für Schüler der Sekundarstufe II. Für jedes Land tritt dabei ein nur vierköpfiges Team an. Um das zusammenzustellen,

finden zunächst zwei Landesrunden statt. Von über tausend Teilnehmern gelangen so 60 in die zweite Runde. Florian Oberender und Daniel Weidig vom CJD Rostock haben sich dafür qualifiziert. Im Rahmen eines einwöchigen Seminars im Mai/Juni entscheiden dann zwei theoretische Klausuren über das Weiterkommen, bis schließlich die vier deutschen Olymioniken feststehen.

wettbewerb des RACI Schüler aus MINT-ECSchulen können am Internationalen Chemiewettbewerb des RACI (Royal Australian Chemistry Institute) teilnehmen. Hier müssen innerhalb einer Stunde 30 – je nach Altersstufe unterschiedliche – Multiple-Choice-Fragen beantwortet werden. 2015 gab es Teilnehmer aus Australien, der Schweiz, England, Israel,

Neuseeland, Singapur und anderen Ländern aus Fernost, die regelmäßig bei PISA-Studien in den Naturwissenschaften vordere Plätze belegen. Über 1.700 deutsche Schüler aus 81 Schulen waren dabei. Wegen der kulturellen Unterschiede ist kein direkter Ländervergleich möglich; die Graduierung bezieht sich auf der Grundlage international definierter Standards des RACI auf die Leistungen im Heimatland. Aus dem CJD Rostock sind folgende Ergebnisse zu vermelden: Zu den besten 10% des Landes („High Distinction“) zählt Friedrich Frick. Bei den besten 25% („Distinction“) sind Georg Brosin, Johann Butler und Jakub Peszynski. Und mit „Credit“ für die besten 40% Chemie-Schüler haben Theresa Greiner, Paul Hagemann, Ellen Lucyga, Mairin Seidenkranz und Laura-Marie Strehlow abgeschlossen.

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In der Woche vom 9. bis 13. Noßen Formaten. So entstanden kreative Aktionswoche vember stand das CJD Rostock Spielereien in Farbe und Form. im November 2015: ganz im Zeichen der Kunst. Andrea Schürgut baute mit ihrem Mithilfe der Stiftung „Kultur Kurs Seelenhäuser. Liebevoll macht stark“ konnten sich richteten die Schüler ihre Häuser über 200 Kinder eine Womit selbst gestalteten Möbeln und Elf Künstler aus der Region che lang intensiv mit Techgeheimnisvollen Wünschen ein. wecken die Kreativität der nik, Material und ihren Felix Fugenzahn, freier Maler und CJD-Schülerinnen und eigenen Ideen künstlerisch Grafiker, zeigte den Schülern, wie man -Schüler. auseinandersetzen. mit Zinkplatten drucken kann. Carola Es gab eine Vielzahl unterRong führte ihren Kurs in die Feinheiten schiedlicher Kursangebote. Bekannte der Aquarellmalerei ein. Guido Schöne, Künstler aus der Region leiteten diese Diplom-Grafiker, baute mit den Schülern aus und machten die Schüler zugleich mit ihrem Wellpappe und Recyclingmaterialien Flugobkünstlerischem Credo bekannt. Die Malerin und jekte und Fantasiegebilde. Susanne Lilienthal, Grafikerin Hanne Rubin Bakar baute mit den Schülern Keramikkünstlerin aus Rostock, leitete den KeramikLichtobjekte aus Draht und Gips. Bei Timo Roth, einem kurs. Lennart Langanki und Andrea Köster, beide Fotografen und Filmemacher, wurde fotografiert und ausgebildete Grafikdesigner, erarbeiteten mit den mit Licht experimentiert. Der Maler und Bildhauer Schülern humorvolle Animationen und kleine StopmoCarlo von Broschewitz schuf in seinem Kurs wundertion-Filme. bare Bildwelten zwischen Leinwand und Objekt. Hier Alle Objekte, Bilder, Kunst- und Kreativwerke wurden entstanden große Malereien und mächtige Figuren aus in einer großen Ausstellung auf dem ChristophorusHolz, Gips und Draht. Die Malerin Tanja Zimmermann markt ausgestellt und fanden begeistertes Interesse. experimentierte mit den Schülern auf ungewohnt gro(Fotos: Harry Tschursch)

Ich bin Kunst

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Neue Seiten an sich selber entdecken

Das gute Gefühl,

Sozialpraktikum an der Christophorusschule

Von Frank J. Martens Streit schlichten, Windeln wechseln, Kinder ins Bett bringen, Geschichten erzählen, Feste organisieren, Betten beziehen, Essen austeilen, Patienten begleiten, „Rollis“ vorbereiten, im Gottesdienst vor vielen Leuten sprechen, Traurige trösten, Schützlinge anfeuern … Wo gibt es das denn alles? Man erlebt es mit dem CJD in Rostock!

S

o wird es jedenfalls in den Klassen der ehemaligen Jahrgangsstufe 9 erzählt. Die letzten vierzehn Tage des vergangenen Schuljahres verbrachten diese Schüler nämlich einmal ganz anders. 130 junge CJD-ler schwärmten aus in die unterschiedlichsten Einrichtungen der Stadt und Umgebung von Rostock, in denen Menschen betreut, gepflegt, unterrichtet und begleitet werden: Michaelshof, integrative Kindergärten, Alten- und Pflegheime, Krankenhäuser, Grundschulen,

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Sporthilfen, Kliniken, Seemannsmission usw. Was ihnen dort an Arbeit begegnete, hatte wenig mit ihrem sonstigen Alltag zu tun. Sie lernten dabei Menschen kennen, die ganz wunderbar sind, oft stark die Hilfe anderer brauchen, manchmal furchtbar nerven können, mitunter sehr überraschen, launisch sind, viel kuscheln wollen und auch einmal andere bezaubern. – Nun, dann sind sie ja doch gar nicht so anders als wir, oder? Genauso ist es. Über sich hinausgewachsen Durch die spezielle Arbeit und die besonderen Menschen, die sich doch in vielen Dingen gar nicht von uns unterscheiden, erlebten viele auch sich selber auf neue Weise. Sie lernten, Probleme zu bewältigen, auf Menschen zuzugehen, Angst vor neuen Situationen zu verlieren, Geduld zu haben, Spaß an Herausforderungen zu entwickeln, über sich selbst hinauszuwachsen. Und

sie lernten so auch neue Seiten an sich kennen. Oft war es einfach nur ein schönes Gefühl, gebraucht zu werden. Am Abschlusstag konnten sich im CJD alle über ihre Erfahrungen ausgiebig austauschen, das war gut. Sogar etliche Träger (Diakonie, Caritas, DRK, Seemannsmission, IB, Stadtmission u.a.) rückten an und stellten ihre Arbeit vor. Viele Erlebnisse, Bilder und Begegnungen werden sicher noch lange Zeit in Herz und Kopf bewegt werden. So soll es auch sein. Im Übrigen: Ich bin mächtig stolz auf unsere Schüler, die sich so anstandslos auf dieses neue Projekt eingelassen haben. Euch und allen, die diese Tage mit vorbereitet und begleitet haben, eine fettes Dankeschön! □


Workshops am Abschlusstag im CJD Rostock: intensiver Gedankenaustausch mit Mitsch端lerinnen und Mitsch端lern und Begegnungen mit Mitarbeitern verschiedener sozialer Einrichtungen der Hansestadt Rostock (Fotos: Frank Martens)

Wunderbare Menschen, die gar nicht so anders sind als wir

gebraucht zu werden

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Gesund essen

Schuhe für Ghana

„VitaBox“ ist eine Schülerfirma des CJD, die die Sportler-Klasse 6a jeden Dienstag und Freitag mit einem gesunden Frühstück versorgt. Dadurch sollen diese hochaktiven jungen Kinder auch nach ihrer sportlichen Aktivität optimale Lernleistungen erzielen. Dieses Essen besteht aus einem Vollkornbrot mit verschiedenen Belagen wie Putenbrust, Käse und Salat. Außerdem bilden Gemüsesticks einen Bestandteil der Brotdose jedes Kindes, gefolgt von einem wechselnden „Special“, zum Beispiel einem Smoothie oder Rührei. Um diese Versorgung kümmern sich die 11.- und 12.-Klässler der Christophorusschule. Sie versuchen zusammen mit ihrer Lehrerin Frau Dr. Schütt immer wieder neue Angebote zu finden und stießen jüngst, passend zur winterlichen Jahreszeit, auf verschiedene Suppenrezepte. In einem Workshop präsentierten sie den Kindern die Suppen, gaben die Rezepte weiter und nahmen schließlich gemeinsam die Mahlzeit ein. Auf diese Weise schafften sie mehr Transparenz und Vertrauen für die Schülerfirma und zu den jüngeren Mitschülern. – Guten Appetit! Johanna Herrmann, Kl. 12f

Ein Alumnus des CJD Rostock hält sich momentan in Ghana auf. In einem Aufruf an seine alte Schule hatte er gebeten, für die von ihm betreuten Kinder in Ghana Schuhe zu schicken. Die Schülerinnen und Schüler von VitaBox griffen den Ball auf, gingen in die Klassen und baten um Spenden. Durch den Einsatz vieler Helfer kamen 20 Schuhpaare zusammen. Die konnte VitaBox nach Afrika schicken und somit dieses soziale Projekt im Namen der Christophorusschule unterstützen. Ein herzliches Dankeschön an die Spender und Initiatoren!

Jahreslosung 2016 Gott spricht: Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet. Jesaja 66, 13

Fotos von VitaBox (l. und 2.v.l.) und Harry Tschursch (r.)

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Süda

25.

Juli

Sehnsucht nach Wildnis

Kino im Kopf

Die Tierwelt Südafrikas und die Natur dort sind ein Traum. Viele Afrikareisende beneiden Parkranger und Tracker um ihren Beruf inmitten des Buschs. Bei einem mehrtägigen Schnupperkurs „Nature Conservation“ kann man jetzt die Grundlagen des Traumjobs erlernen. Denn das CJD Rostock bietet in diesem Sommer eine zweiwöchige Reise in das „Tshukudu Bush Camp“, angrenzend an den Krüger-Nationalpark, an. Auf dem Programm stehen Wanderungen im Busch, Identifizierung von Wildtieren, Bäumen, Blättern und Wildblumen, aber auch Schwimmen im Schwimmbad und Trommeln am Lagerfeuer. Hinzu kommen ein Besuch der Panorama Route, des Blyde River Canyons – einer der zehn größten Schluchten der Welt – und eines „Löwen Sanctuary“, außerdem zwei Tage Johannesburg einschließlich Soweto. Die Reise vom 25. Juli bis 7. August 2016 wird durchgeführt von Afrika Farm Tours, Mönchhagen, und kostet EUR 1.575,00 pro Person inklusive Flüge, alle Transfers und Fahrten, Übernachtungen mit Vollpension, Besichtigungen, Führungen, Vorträge und Reiseleitung. Die Unterbringung erfolgt in einfachen reetgedeckten Großräumen (ein Schlafsaal für Jungen, einer für Mädchen). Vorausgesetzt werden ein paar Englisch-Kenntnisse und viel Interesse an der Natur. Weitere Infos bei Afrika Farm Tours, Telefon 03820244346; Anmeldeschluss ist der 15. April 2016.

Der Newsletter „Chris in Kürze“ hat vor Weihnachten bereits darüber berichtet: Den laufenden Vorlesewettbewerb 2015/16 hat für die Christophorusschule Rudy Mehlmann, Klasse 6e, gewonnen. Er setzte sich damit gegen elf Konkurrenten aus der eigenen Schule durch. Bundesweit beteiligen sich daran jedes Jahr rund 600.000 Schülerinnen und Schüler der 6. Klassen, stellen ihr Lieblingsbuch vor und lesen eine Passage daraus vor. Zusätzlich muss jeder Kandidat einen „Pflichttext“ vortragen. „Lesen ist Kino im Kopf und eine Reise in fremde Welten“, heißt es beim veranstaltenden Börsenverein des Deutschen Buchhandels, der darüber hinaus betont: Wer liest, gewinnt immer. Denn durch die selbständige Buchauswahl und ihre Vorbereitung erweitern alle Teilnehmer – ob sie Sieger werden oder nicht – ihr Textverständnis, ihre Eigenständigkeit und Medienkompetenz. Das Sprechen vor Publikum fördert Selbstbewusstsein, Präsenz und Kommunikationsfähigkeit, gleichzeitig lernen sie das aktive Zuhören und steigern ihr Konzentrationsvermögen.

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Der Einstieg am

Orientierungsstufe 5./6. Klasse

Sechs 5. Klassen wurden in diesem Schuljahr am CJD neu eingerichtet. Das Interesse an einem Wechsel ans Gymnasium nach vier Jahren Grundschule ist riesengroß. Sigrun Richter ist Koordinatorin der Orientierungsstufe an der Christophorusschule und überlegt, warum das so ist. Auf den Folgeseiten stellt sie sich Interviewfragen. Von Sigrun Richter

S Fröhliches Miteinander: Beim Begrüßungsfest haben die „Neuen“ am CJD Rostock immer viel Spaß. (Fotos S. 12–15: Diana-Heike Kaiser, Sigrun Richter)

eit Jahren sind die Anmeldezahlen für unsere fünften Klassen konstant hoch: Circa 170 Schülerinnen und Schüler wünschen sich gerade wieder einen Schulplatz bei uns. Nun ja, eigentlich sind es zunächst überwiegend die Eltern, die die Christophorusschule für ihre Kinder favorisieren.

terkinder von CJD-Schülern auf. Vier Elternteile sind sogar selbst ehemalige Christophorusschüler. Insgesamt wählt somit ein Drittel unserer Eltern bewusst ein Schulkonzept, das es aus eigenem Erleben bereits kennt, befürwortet und sich für seine Kinder wünscht. Ein Vati aus der letztgenannten Gruppe formulierte es mir gegenüber folgendermaßen: “Sie sind engagiert und arbeiten mit Freude. Ich habe das Gefühl, dass Ihnen der einzelne Schüler wichtig ist, dass Sie ihn wirklich so annehmen, wie er ist.“ Persönliche Wertschätzung

Aber warum eigentlich? Sind wir wirklich besser als andere Schulen, wenn die Eltern bereit sind, Geld für etwas zu bezahlen, was sie an anderer Stelle kostenlos haben könnten? Oder sind wir doch ganz anders? Was veranlasst Eltern dazu, ihre Kinder in die 5. Klasse unserer Orientierungsstufe anzumelden? – Einige denken sicherlich ganz pragmatisch: Durch die an das Gymnasium angegliederte Orientierungsstufe ersparen sie ihrem Kind einen Schulwechsel zur 7. Klasse. Die Eingewöhnung am Gymnasium wird vorverlagert. Anderen ist durch ihr berufliches oder privates Umfeld unsere Schule empfohlen worden. Die konstant guten Abiturergebnisse sprechen wahrscheinlich dafür.

Auch wenn es uns als Lehrern nicht immer leicht fällt zu akzeptieren, dass wir nicht mit allen Schülern in jedem Bereich hohe Leistungen erzielen können, schaffen wir es wohl, die meisten Schüler so in ihrer schulischen Ausbildung zu begleiten, dass wir ihnen persönliche Wertschätzung entgegenbringen und individuelle Entwicklungsmöglichkeiten aufzeigen. Neben dem obligatorischen Fachunterricht erlebe ich zum Beispiel immer wieder in den Kursen des Wahlpflichtunterrichts, wie persönliche Interessen beim gemeinsamen Musizieren, Schach- oder Theaterspielen ausgelebt werden können. Projekttage an anderen Lernorten führen zu wertvollen Erfahrungen und Erlebnissen.

Der überwiegende Teil der Eltern jedoch kennt uns bereits: Zum neuen Schuljahr nehmen wir 48 Geschwis-

Im Ausnahmefall kann auch der Hinweis in der Schullaufbahnempfehlung zum Halbjahr der 6. Klasse

Eltern kennen uns aus eigenem Erleben

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Gymnasium gemeint sein, im Interesse der persönlichen Entwicklung des Kindes doch besser eine andere Schulform zu wählen. Verantwortliche Begleitung bedeutet auch, ehrlich zu sein und individuelle Grenzen zu akzeptieren. Leider gelingt es uns als Lehrerteam in solch einer Situation selten, Eltern von einem Schulwechsel zu überzeugen. In diesen Momenten vertrauen sie doch zu wenig auf unsere Sichtweise, den Kindern wirklich helfen zu wollen. Geduld ist wichtig Damit im Zusammenhang gibt es noch einen Wunsch, den wir den

Eltern für unsere Zusammenarbeit in den nächsten Jahren mit auf den Weg geben möchten: Geduld. Geben Sie uns Zeit für die pädagogische Arbeit mit Ihren Kindern! Einstellungen und Gewohnheiten kann man nicht von heute auf morgen verändern. Wir erleben zunehmend ungeduldige Nachfragen, die zu beantworten zusätzliche Zeit erfordert. Diese hätten wir lieber für die Arbeit mit den Kindern. Bitte vertrauen Sie unserem Lehrerkollegium, seinen Absichten und

seiner Arbeit. Wir geben uns überaus viel Mühe. – Genau aus diesem Grund haben Sie doch unsere Schule gewählt ...

Vertrauensvorschuss für die Lehrer

In diesem Sinne blicke ich optimistisch in die Zukunft. Ich freue mich auf die „Neuen“ und wünsche uns gemeinsam Begeisterung und Energie für ein liebevolles und geduldiges Miteinander in unserer Schulgemeinschaft wie auch im privaten Leben. □

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AufnahmeKriterien Für den Start in der fünfte Klasse am CJD Rostock sind für Schüler ohne diagnostizierte Besonderheiten entscheidend: ∙∙ Gute schulische Leistungen »» in der Grundschule »» Ergebnisse des Kontakt- und Testtages ∙∙ Gutes Arbeits- und Sozialverhalten »» Kopfnoten der Grundschule »» Einschätzung am Kontakt- und Testtag ∙∙ Geschwister am CJD ∙∙ Konfession ∙∙ Wohnortnähe

∙∙ Eltern sind CJD-Alumni ∙∙ Kinder in besonderer Problemsituation (Einzelfallentscheidung)

Aktivitäten wie die Fahrt nach Boitzenburg (l.) oder der Eishallenfasching (r.) stärken auch klassen- und sogar jahrgangsübergreifend die Gemeinschaft.

mit Sigrun Richter Chris: Es ist beeindruckend zu sehen, mit wieviel Elan Sie nach so vielen Jahren als Koordinatorin der Orientierungsstufe in jedem Jahr aufs Neue an die Begrüßung und Einführung der neuen Schüler herangehen. Was motiviert Sie dazu? Richter: Ich brenne tatsächlich für meine Aufgabe. Jedes Jahr kommen neue Kinder, und jedes Kind erlebt eine einmalige Zeit, die es als schön empfinden soll. Wir wünschen uns, dass es fühlt: „Das ist speziell für mich gemacht.“ Eltern bestätigen uns, dass dieser Enthusiasmus spürbar sei und sie wirklich das Gefühl haben, dass uns ihre Kinder wichtig sind. Und genauso sollen Eltern und Kinder den Übergang von der Grundschule zum Gymnasium am CJD erleben. Wir genießen bei den Kindern einen großen Vertrauensbonus und spüren unmittelbare Reaktionen auf unsere Tätigkeit im Gymnasium. Das ist einmalig. Darum begleite ich die Kinder gemeinsam mit einem tollen Kollegium sehr gerne bei ihrem Neubeginn, in einer weiteren Etappe ihrer Entwicklung. Ich bin stets aufs Neue fasziniert von ihrer kindlichen Neugier und Unvoreingenommenheit. Chris: Warum ist der Einstieg in die 5. Klasse so bedeutsam für die Schulzeit am Christophorusgymnasium? Richter: Die Grundschulzeit ist zu Ende. Die Kinder haben diese mit bestimmten Merkmalen erlebt, z.B. maximal drei Lehrer im Unterrichtsalltag, engmaschige Betreuung und Unterricht im gewohnten Klassenverband. Sie waren zum Schluss als Viertklässler die Ältesten in der Schule und fangen jetzt wieder von vorne an als jüngste Mitglieder der Schulgemeinschaft. Die Kinder stehen vor ganz neuen Herausforderungen mit einer Vielfalt von Fachunterricht, mit

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im Gespräch fast zehn Fachlehrern. Das Unterrichtsvolumen wächst auf 32 Wochenstunden. Sie begegnen einem erhöhten Anforderungsniveau und einer anderen Geschwindigkeit im Unterricht. Wir bemühen uns deshalb um ein vernünftiges und ruhiges Umfeld, damit die Schüler diese neuen Bedingungen gut annehmen können. Denn das wissen wir doch alle: Wenn ich mich nicht wohlfühle, kann ich mich auch keinen neuen Herausforderungen stellen. Chris: Was hilft den Schülern, am Gymnasium anzukommen? Richter: Wir wünschen uns, dass sie den Anfang positiv und möglichst stressfrei erleben. Darum planen wir in der sechswöchigen Eingewöhnungsphase ganz besonders viele Gemeinschaftsaktionen zum gegenseitigen Kennenlernen. Schulzweigübergreifend fördern wir die Klassenstufengemeinschaft, damit die Klassen untereinander kein Konkurrenzdenken entwickeln, sondern stets ein Miteinander im Vordergrund steht. Ein besonderer Höhepunkt dabei ist zweifelsohne unsere Fahrt nach Boitzenburg in der Jahrgangsstufe 5. Am Ende des ersten Halbjahres trauen wir uns dann mit den Sechstund Siebentklässlern gemeinsam aufs Glatteis.

immer der Erste zu sein. Es gilt, neue Freunde in einer Klassengemeinschaft zu finden, denn in der Regel gliedern wir maximal sechs Schüler unserer Grundschulkassen in eine fünfte Klasse ein. Chris: Welche Entscheidungen fallen Ihnen besonders schwer, wenn Sie an die Aufnahme neuer Schüler denken? Richter: Es schmerzt mich, Schüler, die gut an unserer Schule beheimatet sein könnten, nicht aufnehmen zu können, weil die Zahl der Schulplätze begrenzt ist. Das ist das alljährliche Januardrama: Grübeln und Zweifel an der richtigen Entscheidung, die nie vollkommen gerecht sein kann. Ein bisschen Sicherheit erlangen wir zumindest durch die Ergebnisse unseres Kontakt- und Testtages.

Faszinierend neugierig und unvoreingenommen

Chris: Welche Herausforderungen zählen dabei zu den größten? Richter: In den Grundschulklassen gehörten die Kinder meist zur Spitzengruppe. Bei uns im Gymnasium sind sie nun einer von vielen unterschiedlich begabten Schülern. Die Kinder müssen lernen, mit Misserfolgen umzugehen. Lernen, nicht

Chris: Was darf man sich darunter vorstellen? Richter: Das ist kein strenges Testverfahren, sondern die interessierten Viertklässler werden als Forscher auf Zeit in eine spielerische, fiktive Welt entführt. Dabei zeigen sie bewusst oder unbewusst, ob sie Texte verstehen und schreiben können. Das Wichtigste für uns jedoch ist das Kennenlernen und ein Einblick in das Verhalten der Kinder im Umgang miteinander und in kleinen Prüfungssituationen. Dieser Blick auf das Sozialverhalten gibt neben den allgemeinen Aufnahmekriterien unserer Schule wichtige Informationen für die Aufnahmeentscheidung und die spätere Klassenzusammensetzung. Chris: Danke für das Gespräch.

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Elternsprechtage: Am 1. und 3. März stellen sich die Lehrerinnen und Lehrer den Fragen der Eltern.  Info-Elternabend 2. Fremdsprache: Welche Sprache ist die richtige für mein Kind? Am 8. März präsentieren Fremdsprachenlehrer des CJD ihre Angebote.  Modenschau: Der Abiball steht vor der Tür. – Die Abiturienten präsentieren am 11. März aktuelle Mode aus Rostocker Geschäften für alle Anlässe.

Abi '16: Fahrplan zum Reifezeugnis Am 18. April ist in diesem Jahr der letzte reguläre Schultag für die Abiturienten der Christophorusschule. Je nach Fach stellen sie sich dann zwischen dem 21. April und 24. Mai den Abi-Klausuren. Deren Ergebnisse werden am 30. Mai bekanntgegeben. Im Anschluss finden die mündlichen

Prüfungen statt, und zwar in der Zeit vom 6. bis 24. Juni. Die feierliche Übergabe der Abiturzeugnisse ist – wegen der großen Zahl von Abiturienten in zwei getrennten Veranstaltungen – für den 1. Juli 2016 geplant. Ab 19:00 Uhr wird dann gemeinsam in der Stadthalle Rostock gefeiert.

 „Christophorus musiziert“: Die „Woche der Kultur“ wird am 14. März musikalisch eröffnet.  Woche der Kultur: Und bei deren Abschlussabend am 17. März wird das CJD feierlich als „Schule ohne Rassismus“ anerkannt.  Ehemaligentreffen: Am 18. März sind Alumni und Alumnae der

 Ostergottesdienst: gemeinsame Besinnung für die Jahrgänge 10 bis 12 am 1. April  Abitureröffnung: Am 19. April starten die Abiturklassen mit einer Andacht in die „heiße Phase“.

 Pfingstgottesdienst: Die ganze Schulgemeinde besinnt sich mit Frau Kühn und Frau Dr. Queisser am 13. Mai auf dem Schulgelände.

TerminVorschau Mo 7 14 21 28

Di 1 8 15 22 29

März 2016 Mi Do Fr 2 3 4 9 10 11 16 17 18 23 24 25 30 31

Sa 5 12 19 26

So 6 13 20 27

Christophorusschule herzlich eingeladen zum Gedankenaustausch und gemütlichen Beisammensein mit Lehrerinnen und Lehrern.  Osterferien: Vom 21. bis 30. März, die ganze Karwoche bis drei Tage nach Ostern, ist schulfrei.

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Mo

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4 11 18 25

5 12 19 26

April 2016 Mi Do Fr 1 6 7 8 13 14 15 20 21 22 27 28 29

Sa 2 9 16 23 30

So 3 10 17 24

  Lange Nacht der Wissenschaften: Schüler präsentieren ihre Forschungsergebnisse und Projektarbeiten am 28. April an verschiedenen Standorten in Rostock.

Mo

Di

2 9 16 23 30

3 10 17 24 31

Mai 2016 Mi Do Fr

Sa

4 11 18 25

7 14 21 28

5 12 19 26

6 13 20 27

So 1 8 15 22 29

 Pfingstferien: Im Anschluss sind vier Tage bis zum 17. Mai Ferien.  Lauftag: Am 19. Mai laufen die Jahrgänge 5 bis 11 für einen guten Zweck.


Kurz berichtet

begeisterten mit ihren musikalischen Darbietungen zahlreiche geladene Gäste, Freunde und Förderer der Schule und Mitglieder der Schulgemeinschaft. Beim anschließenden Neujahrsempfang gab die neue AG „CJD Event“ ihren Einstand und sorgte für Speis und Trank in ungezwungener Atmosphäre.

Leuchte des Nordens Nina Würker aus der Klasse 5b hat sie. Und sie ist selbst eine! Die „Leuchte des Nordens“ ist die Siegtrophäe der Quizshow des NDR Fernsehens. Jeden Sonntagabend wird im Dritten die Sendung ausgestrahlt, in der fünf Kandidaten, jeweils einer aus allen fünf Nordländern Deutschlands, ihr Wissen testen lassen. Am 7. Februar gab es ein Kinderspezial, bei dem drei Schülerinnen und zwei Schüler gegeneinander antraten. Unsere Nina hat bei den teils offenen und teils Multiple-Choice-Fragen, die die Kandidaten einzeln oder gemeinsam beantworten mussten, die meisten Punkte gesammelt und die Trophäe nach MecklenburgVorpommern geholt.

Was auf die Ohren Aufregung im CJD kurz vor den Winterferien. Ein Team vom NDR-Hörfunk und Kinder der Klasse 6e haben aus dem eigens geschriebenen Stück „Ausflug ins Grauen – Kein Hörspiel für Weicheier“ ihr eigenes Hörspiel hergestellt und erlebt, was dazu gehört, eine Geschichte lebendig werden zu lassen: Text lernen, Sprachaufnahmen machen, Geräusche produzieren, Musik auswählen, zusammenschneiden. Deutschlehrerin Monika Lawrenz sieht im Hörspiel viel Potenzial für viel Fantasie: „Wenn wir keine vorgegeben Bilder haben und uns das ‚Kino im Kopf‘ dann die Bilder präsentiert – das ist das Schönste, was wir uns vorstellen können.“ Auf der Website www.cjd-rostock.de ist eine ausführliche Beschreibung des Projekts mit Schülerstimmen und einem Link zum Hörspiel zu finden. Da gibt‘s dann was auf die Ohren ...

Achtung Baustelle In den Winterferien hat sich auf dem CJD-Campus einiges bewegt. Zurzeit entstehen ein neues Gebäude für die Grundschule und eine zweite Sporthalle. Gleichzeitig wird das Internat weiter saniert. Leider ist dadurch nun die Zufahrt zum Schulgrundstück deutlich erschwert. Die Parkplätze für die Grundschule versperrt ein Bauzaun, die Zufahrtsstraße ist nur noch einspurig befahrbar. In den nächsten Monaten ist mit erheblichem Bauverkehr zu rechnen. Bitte stellen Sie sich auf Behinderungen ein und beachten Sie das absolute Halteverbot auf dem gesamten Gelände!

Bitte wählen ... Neben Englisch, das alle Schüler standardmäßig lernen, sind am CJD Rostock fünf Sprachen als reguläres Unterrichtsfach wählbar. Auf den folgenden Seiten stellen wir sie mit den jeweiligen Angeboten im Einzelnen vor.

Yaro-Konzert Am 26. Januar 2016 luden das Christophorusgymnasium und die young academy rostock zum ersten Konzert des Jahres ein. Frühstudenten der yaro Nr. 3

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Theater und Tausch I

n nächster Zeit steht wieder die Wahl der zweiten Fremdsprache an. Darum möchte ich hier die Aktivitäten der Fachschaft Französisch am CJD Rostock – und natürlich der beteiligten Schülerinnen und Schüler – kurz vorstellen und zeigen, was Französisch alles zu bieten hat. Die unterrichtlichen Aktivitäten reichen vom normalen Fachunterricht bis hin zu kleinen oder auch größeren Theaterstücken bzw. dem Schreiben und Spielen von Szenen, die sich mit dem Alltag in Frankreich auseinandersetzen und so das Gelernte auch anwendbar machen. Daneben gibt viele weitere Angebote, die sich mittlerweile fest an unserer Schule etabliert haben. So besteht durchgehend die Möglichkeit, die eigenen Französischkenntnisse beim Bundeswettbewerb Fremdsprachen unter Beweis zu stellen und dabei attraktive Preise zu gewinnen. Wer sich seine Sprach-

Die Hafenstadt La Rochelle ist ein beliebtes Ausflugsziel (Foto: Jochen Jahnke)

Französisch

kenntnisse hochoffiziell bestätigen lassen möchte, kann an der DELF-Prüfung („diplôme d’études de langue française“) für die in Europa anerkannten und mittlerweile standardisierten Sprachniveaus (A1 bis C2) teilnehmen. Mit dem entsprechenden Nachweis kann man sich z.B. einen Sprachtest ersparen, wenn man in Frankreich studieren möchte oder sich im französischsprachigen Ausland bewirbt. In der Oberstufe nehmen die Schüler an einem von Frankreich organisierten Literaturprojekt, dem „Prix des lycéens allemands“ teil. Hier werden verschiedene aktuelle französische Jugendromane in der Originalsprache gelesen, besprochen und von Jurys auf Schul-, Landesund Bundesebene (das dann bei der Leipziger Buchmesse) bewertet. Die Teilnahme an zusätzlichen Aktionen wie vor einigen Jahren dem Kurzfilm-Projekt der Sendung „Karamboulage“ des französisch-deut-

schen Senders Arte rundet das Bild ab.

Für Schüler, die mehr über Frankreich erfahren wollen, als dies im Unterricht möglich ist, bietet die Schule die Teilnahme am Brigitte-SauzayProgramm an. Dabei handelt es sich um einen vom Deutsch-Französischen Jugendwerk und vom Bildungsministerium MV organisierten dreimonatigen Austausch, der in der Regel in unsere Partnerregion Poitou-Charentes führt. Der Aufenthalt bietet Familienanbindung und den Besuch einer französischen Schule, so dass man nicht nur Französisch sprechen, sondern auch neue Freundschaften knüpfen kann. Bisher war es unseren Schülern problemlos möglich, den in der Zwischenzeit bei uns in Rostock versäumten Stoff nachzuholen und das Schuljahr ohne Schwierigkeiten zu bewältigen. Dirk Bonnes Fachschaftsleiter Französisch

Drei Monate Baguette und Ich habe mich getraut. Zusammen mit den anderen Austauschschüler/innen bin ich im September nach Frankreich aufgebrochen. Damit begann Teil 2 des Brigitte-Sauzay-Programms, meine Austauschülerin Emma ist zuvor im Frühjahr hier in Deutschland gewesen. Bevor es losging, hatte mich noch einmal die Panik gepackt. Ich hatte Angst, nichts zu verstehen, also habe ich auf die Schnelle versucht, alle möglichen vermeintlich wichtigen Vokabeln zu suchen. Die haben mir, glaube ich, nicht besonders viel gebracht (obwohl Begriffe wie „Zahnbürste“ oder „Koffer“ durchaus irgendwie hilfreich waren). Denn das mit dem Verstehen kommt schon mit der Zeit. Wichtig war vor allem, sich auf alles einzulassen. Natürlich war in Frankreich vieles neu und anders

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Antike und Neuzeit Latein

B

ald ist es wieder so weit: Die jährliche Studienfahrt nach Rom steht an, um dort die Sehenswürdigkeiten und Lebensweisen der alten und neuen Römer und Römerinnen, mit denen wir uns tagtäglich im Unterricht beschäftigen, hautnah erleben zu können. In eigentlich fast jedem Moment spüren unsere „Lateiner“ hier den kurzen

Bei der feierlichen Enthüllung eines Togatus in der Abgusssammlung der Universität Rostock am 7. Januar 2016 waren Lateinschüler vom CJD dabei. Drei Jahre lang hatten Emmi Wendt, Johanna Puchert, Richard Surkus, Daniel David und Josef Köhn an dem Projekt „Schule und Museum“ mitgewirkt. (Foto: Emmi Wendt)

Übergang zwischen dem alten, antiken und romantisch ruhigen Rom mit seinen ehrwürdigen Säulen und Ruinen einerseits und dem quirligen, lebendigen und bisweilen auch sehr abgasdurchsetzten modernen Rom andererseits. Und gerade das ist es, was unsere Lateinlehrer und Lateinlehrerinnen in jeder Stunde vermitteln wollen: eine stetig spürbare Verbindung zwischen Antike und Neuzeit. Der Lateinunterricht basiert im Grunde genommen auf drei Säulen (!): dem Erlernen der lateinischen Sprache, der Vermittlung von Grundlagen antiker (und damit unserer europäischen) Kultur und vielen außerunterrichtlichen Aspekten. Dazu zählen das Schreiben und Spielen von Theaterstücken, Exkursionen und das Schaffen kleiner antiker Kunstwerke, die bis heute nicht nur als Anschauungsmodelle im Unterricht, sondern auch als kleines, aber stetig wachsendes

Museum in unserer Bibliothek zu erleben sind. Unsere zahlreichen Aktivitäten mit der Universität Rostock konnten von Jahr zu Jahr vertieft werden. Zum einen erlaubt die Kooperation mit dem Heinrich-Schliemann-Institut, dass wir fast jede behandelte Lektion passgenau zum Beispiel mit einer Führung durch die Rostocker Abgusssammlung, geleitet von Studenten und Mitarbeitern der Universität, vertiefen können. Zum anderen nimmt die Christophorusschule an einem bundesweiten Forschungsprojekt zu heterogenen Lerngruppen im Unterricht teil. Dies ist möglich, weil angehende Lateinlehrer bei didaktischen Übungen an unserer Schule betreut werden. Für die stetig wachsenden Anforderungen an eine gute und umfassende Bildung kann dies nur von Vorteil sein. Jens Hennig Fachschaftsleiter Latein

Camembert? für mich. Daran, dass man sich zu Unterrichtsbeginn erst hinsetzen darf, nachdem man dazu aufgefordert worden ist, musste ich mich z.B. erst gewöhnen. Oder mittags in der Schule ein Drei-Gänge-Menü mitsamt Baguette, Obst und Käse vorgesetzt zu bekommen – das ist für deutsche Schüler das Höchste der Gefühle ... Aber außer dem guten Schulessen gab es auch noch anderes zu erleben. Ich habe eine nette Familie erwischt, in der am Wochenende Ausflüge unternommen wurden. Unter der Woche bin ich mit meiner Austauschpartnerin im Schulbus zur Schule gefahren; die meisten Schüler wohnen auf dem Land und werden morgens vom Bus direkt vor der Haustür abgeholt. Das „Collège“, also die französische Schule für die Klassenstufen 6 bis 9, liegt in Mirebeau, einer Kleinstadt mit

ca. 2000 Einwohnern. In der Schule lernt man natürlich auch neue Freunde kennen und mit ihnen auch die französische Art der Begrüßung (wobei die sich nicht nur auf Freunde beschränkt): Küsschen links, Küsschen rechts, und das bei jeder Gelegenheit. Nachdem ich etwas aufgetaut bin, wurde ich auch gesprächiger. Das war auch nötig, denn andere Deutsche, mit denen ich mich hätte unterhalten können, gab es an meiner Schule nicht. In drei Monaten kann man also doch schon ein bisschen was lernen. Im Endeffekt kann ich jedem, der über so einen Austausch nachdenkt, nur raten, es zu wagen. Auf Käse in größeren Mengen sollte man sich allerdings gefasst machen. Mathilda Prall, Kl. 10d

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Mallorca und mehr S

panisch ist eine der am häufigsten gesprochenen Sprachen der Welt. Spanien und Spanisch gelten als Brücke zwischen Europa und Lateinamerika. Will man die Menschen und ihre Kultur verstehen, ist die Sprache die Basis. Seit vielen Jahren kann man an der Christophorusschule Spanisch als dritte Fremdsprache ab der 9. Klasse erlernen. In drei Wochenstunden in Klasse 9 und 10 lernen die Schüler die Grundlagen der spanischen Sprache, erfahren viel über die Menschen der spanischsprachigen Welt, über die unterschiedlichen Länder und Kulturen Lateinamerikas und Spaniens. In Klasse 11 und 12 tauchen wir in vier Wochenstunden noch intensiver ein und beschäftigen uns mehr und mehr mit Literatur, Politik und Geschichte, mit Filmen und Musik. Und seit eineinhalb Jahren bieten wir Spanisch auch schon für die Schüler der 7. Klasse als zweite Fremdsprache an, die sie im Anfangsunterricht in fünf Wochenstunden erlernen. Unsere kleine motivierte Fachschaft organisiert neben dem regulären Unterricht einen Schüleraustausch mit der privaten Oberschule Weberbauer in Lima (Peru). Die ersten fünf Schülerinnen der 10. und 11. Klasse unserer Schule werden im Juli für ca. sechs Wochen zu Gast bei ihren Austauschfamilien in Peru sein und so das Land hautnah erleben. Im Januar 2017 heißen wir dann unsere peruanischen Austauschschüler bei uns in Rostock willkommen. Für die Jüngeren (Klasse 9) organisieren wir derzeit einen einwöchigen Schüleraustausch mit einer Schule in Cortegana (Provinz Huelva in AndaluLecker auf Spanisch: In der Weihnachtszeit gibt‘s Turrón. (Foto: Maria Liskow)

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sien, Spanien), der im Dezember 2016 mit dem Besuch der spanischen Austauschschüler beginnen soll.

Spanisch

Maria Liskow Fachschaftsleiterin Spanisch

Sprache mit Weltblick Der Stierkampf, Flamenco, leckere Tapas, Chili con Carne, ein grandioser Fußball, der Poncho – auf den ersten Blick scheinen diese Dinge nichts miteinander gemein zu haben. Wenn man allerdings genauer hinschaut, dann entdeckt man: In allen Ländern, aus denen diese Dinge stammen, spricht man dieselbe Sprache – Spanisch. Gemeinsam mit Englisch ist Spanisch eine der wichtigsten Sprachen weltweit. Wer glaubt, sich damit nur im südeuropäischen Spanien verständigen zu können, liegt falsch. Spanisch wird in über 20 Ländern der Erde, vor allem aber in Süd- und Mittelamerika, gesprochen. Chile, Paraguay, Guatemala, aber auch in den USA – überall trifft man Menschen, deren Muttersprache Spanisch ist. Insgesamt 400 Millionen Menschen verständigen sich mit „¡Hola y chao!“ (hallo und tschüss auf Spanisch). Mithilfe des Spanischunterrichts kannst auch du jetzt mitreden. Egal ob im Urlaub mit Mama und Papa, auf Klassenfahrt nach Barcelona, einer Jugendreise an die spanische Mittelmeerküste oder einem Auslandsjahr während oder nach der Schule, bei dem

du dir die warme Sonne auf den Bauch scheinen und karibische Kokosnüsse schmecken lässt – mit Spanisch alles kein Problem! Bis du deine neu gewonnenen Sprachkenntnisse anwenden kannst, ist immer für Abwechslung gesorgt. Im Unterricht werden nicht nur Vokabeln gepaukt, sondern das Entdecken der spanischen und südamerikanischen Kultur steht im Mittelpunkt: Spanische Musik, gemeinsames Kochen typischer Spezialitäten (und anschließendes Schmeckenlassen) gehören genauso zum Programm wie spanische Historie in Filmen oder Büchern, Tanzkurse, Kinobesuche, Klassenfahrten ... Und keine Angst vor der Grammatik: Spanisch ist leichter als Fahrradfahren! Ihr werdet überrascht sein, wie schnell ihr erste Erfolge feststellen und Fortschritte verzeichnen könnt. Spanisch ist eine gute Wahl für alle, die Lust haben, eine abwechslungsreiche Sprache mit Weltblick zu erlernen, für alle Feinschmecker, für alle Fußballfans, für alle Historiker, Urlauber, Musikliebhaber, Tänzer und Weltentdecker. Also irgendwie für jedermann, ¿no es correcto? Jule Henschel, Klasse 12f


Stockholm und Lucia S

eit ihrer Entstehung bietet unsere Schule Schwedisch als eine der außergewöhnlichen Sprachen an. Wählbar ist das Fach ab Klassenstufe 9 mit jeweils drei Stunden pro Woche. Jedes Jahr entstehen Kurse mit einer sehr familiären Atmosphäre; in diesem Schuljahr haben sich sogar 20 Schülerinnen und Schüler dafür interessiert, und so ist die Möglichkeit groß, dass der Kurs bis zum Abitur fortgeführt werden kann. Neben dem Spracherwerb und der Aneignung der schwedischen Geschichte und Kultur als Teil des Unterrichts gibt es noch viele weitere Aktivitäten, die Schwedisch als dritte Fremdsprache so attraktiv machen: An erster Stelle steht dabei die seit mittlerweile fünf Jahren existierende Schulpartnerschaft zu dem schwedischen Gymnasium „Rudbecks Gymnasieskola“ in Sollentuna, einem Vorort von Stockholm. Alljährlich empfangen wir im Dezember Besuch aus Schweden und erleben zusammen mit unseren Gästen unvergessliche Tage. So werden die deutschen Schüler zunächst zu Gastgebern, während sie

Schwedisch

dann im Frühjahr bei unserem Gegenbesuch selbst Gäste sein können. Die sechstägige Reise in die wunderschöne Hauptstadt Schwedens gewährt einen Einblick in die dortige Sprache, Kultur und auch in das schwedische Schulsystem.

Im Dezember eines jeden Jahres präsentiert sich das Fach Schwedisch außerdem mit einem eigenen Stand auf dem Christophorusmarkt, in diesem Jahr durchgeführt durch die Klasse 5c. Neben Informationen zum Fach gibt es schwedische Weihnachtsspezialitäten wie Glögg und verschiedenes Gebäck. Eine lieb gewonnene Tradition an unserer Schule ist außerdem das schwedische Luciafest, das sowohl an der Grundschule als auch am Gymnasium gefeiert und alljährlich von einer 5. Klasse ausgerichtet wird. Im diesjährigen Weihnachtsgottesdienst durften die Schüler der 5c sogar ihre schwedischen Lieder singen! Gemeinsames Kochen schwedischer Gerichte und verschiedene weitere Projekte kennzeichnen zu-

sätzlich den Schwedischunterricht.

Es wäre schön, wenn sich auch im kommenden Schuljahr wieder Schüler für diese „Sprachnische“ unserer Schule entscheiden. Also: Välj svenska – wählt Schwedisch! Andrea von Finckenstein Fachschaftsleiterin Schwedisch

Meine Meinung „Wir alle würden uns immer wieder so entscheiden, weil die Sprache einfach zu lernen ist, weil es Freude macht, sie zu verstehen und sie zu sprechen!“ Luise und Luis, Klasse 9 „Falls die Reise nach Stockholm einen bleibenden Eindruck hinterlässt, kann man auch in Erwägung ziehen, dort zu studieren oder später zu arbeiten.“ Anna, Hanna, Ronja, Klasse 10

Heller Kerzenschein beim Luciafest 2015 in der Grundschule (Foto: Andrea von Finckenstein) Nr. 3

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Rostock

Sankt Petersburg und S

eit Gründung der Christophorusschule Rostock ist der Russischunterricht für die Schülerinnen und Schüler so attraktiv, dass wir nunmehr zu den ganz wenigen Gymnasien in Mecklenburg-Vorpommern gehören, in denen die russische Sprache von Klasse 7 bis zum Abitur gelehrt und gelernt wird. In der Abiturstufe sind die Kurse klein; das ist einer der Gründe dafür, dass die Lernenden alljährlich gute Ergebnisse in den Prüfungen erreichen.

Russisch

Neben der intensiven Arbeit im Klassenzimmer sind es zahlreiche Projekte, die das Interesse unserer Russischschüler finden. So haben in der Vergangenheit mehrere Abiturienten ein international anerkanntes, von der Staatlichen Universität Moskau ausgestelltes Sprachzertifikat erworben. Andere Schüler produzierten mit Unterstützung von Medienfachleuten einen Film über die Stadt Rostock oder nahmen erfolgreich an der Hamburger Russisch-Olympiade teil. Aktuell läuft ein Projekt mit dem Bereich Fremdsprachen der Universität Greifswald, an dem die Schüler der 9. Klasse beteiligt sind.

Unser größtes und schon von sehr vielen Schülerinnen und Schülern aktiv mitgestaltetes Projekt ist die Partnerschaft mit der Schule Nr. 75 in Sankt Petersburg. Seit dem Jahr 2000 hat jeder Russischlernende die Möglichkeit, mindestens einmal am Schüleraustausch teilzunehmen. Das ist ein solcher Höhepunkt im Laufe der Sprachausbildung, dass einige Schüler schon bis zu drei Mal gefahren sind. Dabei entstehen persönliche Kontakte, E-Mails werden ausgetauscht, Sprachgefühl entwickelt sich und die Motivation erhält einen Schub. Emotionale Erlebnisse sind für alle unvergesslich. Die schon genutzte Möglichkeit eines längerfristigen Schulbesuches

Neu schreiben lernen: Gleiche Startbedingungen für alle beim kyrillischen Alphabet (Foto: Joachim Häcker)

Gute Erfahrungen machen Mädchen und Jungen mit Lese-RechtschreibSchwäche (LRS) beim Erlernen des Russischen. Alle beginnen neu, erlernen eine andere Schrift und ein etwas abweichendes Alphabet. Sehr erleichternd wirkt, dass fast alles so geschrieben wie gesprochen wird. Immer wieder sind auch muttersprachliche Schülerinnen und Schüler in den Lerngruppen der unterschiedlichen Jahrgänge zu finden. Sie unterstützen und motivieren in der mündlichen Sprachpraxis. Unsere Leistungssportler berichten häufig von der Anwendung ihrer Russischkenntnisse bei internationalen Wettkämpfen. 22

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in Sankt Petersburg (ein Jahr lang) ist voraussichtlich weiter gegeben. Im Fachbereich Russisch und vor allem in den Russisch-Lerngruppen bereiten wir uns langfristig und intensiv auf die Austauschbesuche vor. Die Zeit in den Gastfamilien und bei uns in der Schule, das Zusammensein mit den Schülerinnen und Schülern der Partnerschule ist für die Mädchen und Jungen aus Sankt Petersburg und Rostock zu einem Event mit nachhaltiger Wirkung geworden, auf dessen Fortsetzung im kommenden Frühjahr sich schon alle Teilnehmer sehr freuen. In den Tagen der Schüleraustausche tragen interessante und abwechslungsreiche Programme zum Gelingen bei. In den Unterrichtsstunden, im Gespräch mit den Lehrerinnen und Lehrern, in der Bibliothek, beim Konzert und nicht zuletzt auch beim gemeinsamen Mittagessen lernen die Jugendlichen das schulische Leben bei den Partnern ziemlich gut kennen. In den Familien und auch in kleineren Gruppen wird viel unternommen, so dass die Gastfreundschaft hier und dort immer wieder ein Erlebnis ist. Das Erlernen der russischen Sprache ist nicht leichter oder schwerer, als das bei anderen Fremdsprachen der Fall ist. Es ist auf jeden Fall abwechslungsreich, interessant und spannend, neben den Sprachkenntnissen auch Wissen in Sachen Kultur, Sport, Geschichte und Politik Russlands zu erwerben. Es lohnt sich sehr, Russisch zu lernen! Sigrun Richter und Joachim Häcker Fachschaftsleiter Russisch


Leichtathletik Zum Weihnachtssportfest des SC Neubrandenburg, bei dem die Landesmeisterschaften im Winterwurf (Speer und Diskus) sowie der langen Läufe über 2.000 bzw. 3.000m auf dem Programm standen, waren Erik Schoob und Malte Propp vom 1. LAV Rostock in die VierTore-Stadt gereist, um den U18-Titel über 3.000m in die Hansestadt zu holen. Das Rennen über 15 Runden gestaltete sich „wie immer“: Malte war über beinahe 14 Runden vorneweg, bis Erik auf den letzten Metern einen Spurt zog und sich den Titel in starken 9:03,33min vor

Malte (9:06,57min) sicherte. „Dies ist mein bisher größter Erfolg“, sagte er nach dem Rennen. Verlass war auch auf die Speerwurftalente Julia Ulbricht, die deutsche Schülermeisterin des Sommers, und Lukas Walk. Die beiden 15-jährigen sicherten sich den Winterwurftitel – bei Frühlingstemperaturen – mit 43,45m bzw. 50,76m. Im Rahmen des Sportfestes gefielen insbesondere der 14-jährige Timo Liedemit über 800m in neuer persönlicher Bestleistung von 2:06,56min. Zuvor hatte er in 8,95sek über 60m Hürden schon eine starke Vorstellung

Erst kurz vor Schluss überholte Erik Schoob (Nr. 513) Malte Propp (Nr. 499) noch und qualifizierte sich für die diesjährigen deutschen Leichtathletik-Hallenmeisterschaften. Turntalent Antonia Fohs am Boden (Fotos: 1. LAV, Anja Wegner)

gegeben. Seine Schwester Pia bezwang in ihrem 800-Meter-Finale, das sie in 2:28,10min für sich entschied, zahlreiche ältere Läuferinnen. Richtig gut aufgelegt zeigten sich die beiden 15-jährigen Magnus Buchwald und Leonard Wesols. Siegte beim Sprint über 60m in 7,45sek zu 7,48sek Leonard vor Magnus, kehrte sich über 200m das Ergebnis um: Für Magnus zeigte die Uhr 23,73sek, Leonard erreichte 23,99sek. Zwei Bestzeiten für jeden!

... Und jetzt zum Sport Gerätturnen Am 15. November fand in Rostock in verschiedenen Alters- und Leistungsklassen die Landesmeisterschaft statt. In der Altersklasse 12 holte Alexia Heidtmann mit einer tollen Leistung an allen vier Geräten – Sprung, Barren, Balken und Boden – den Titel, Frieda Cornelius erreichte Platz 2. Die elfjährige Antonia Fohs gewann in ihrer Altersklasse den Wettkampf vor Jeanna Hoffmann. Die Turnerinnen des Hanseturnvereins Rostock konnten somit erfolgreich die Früchte ihrer harten Trainingsarbeit ernten.

Staffelmarathon Beim traditionellen Lauf im Oktober in Dierhagen trugen die CJD-Staffeln sowohl in der Wertungsklasse 5.–8. Kl. als auch 9.–12. Kl. den Sieg davon. In der Gesamtwertung der über 100 teilnehmenden Staffeln belegten Maximilian Trapp, Karl Diedrich, Aliena und Bjarne Seemann und Thore Wegner den 10. bzw. Johannes Vogel, Tom Hahn, Jan Ole Schwarz, Hubert Stövesand, Lennart Köhnke, Jana Millat und Sophie Fischer einen hervorragenden 3. Platz. Johannes Vogel (Mitte) führte seine Staffel zum Sieg.

Surfen Der in der letzten ChrisAusgabe vorgestellte Julien Pockrandt ist bei der Messe „boot“als „Windsurftalent des Jahres 2016“ ausgezeichnet worden. Nicht zuletzt die 2.016 Euro Preisgeld für Reise- und Materialkosten freuten den 17-Jährigen aufrichtig. „2016 will ich die deutsche U20-Meisterschaft gewinnen“, kündigte er an. In der deutschen Gesamt-Rangliste 2015 hat Julien den elften Platz aller Fahrer Deutschlands jeden Alters erreicht. Die Rangliste der U20-Fahrer führt er mit Platz 1 an.

Windsurftalent mal an Land: Julien Pockrandt wurde am 25. Januar in Düsseldorf ausgezeichnet. (Fotos: TC FIKO, Constanze Tillmann/Messe Düsseldorf)) Nr. 3

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Jeanna Hoffmann Turnen

Kimberly Block Wasserspringen

Ich stehe jeden Morgen um 6:10 Uhr auf und gehe um 7:00 Uhr aus dem Haus. Jeden Dienstag und Donnerstag fahre ich zum Frühtraining, welches bereits um 7:30 Uhr beginnt. Im Frühtraining erwärmen wir uns erst und gehen dann an die Geräte (Barren, Balken, Boden, Sprung, Trampolin). Meine Lieblingsgeräte sind der Boden und der Barren. Nach dem Frühtraining fahre ich um 9:25 Uhr zur Schule und habe Unterricht.

Morgens stehe ich um 6:30 Uhr auf und esse Frühstück. Ab 7:00 Uhr mache ich mich für die Schule fertig. Um 7:30 Uhr fahre ich zur Schule. Wenn wir Frühtraining haben, esse ich ein bisschen schneller und fahre schon kurz nach 7:00 Uhr zur Schwimmhalle.

Wenn die Schule vorbei ist, fahre ich am Dienstag, Donnerstag und Freitag zum Training. Mein Training endet um 18:30 Uhr. Gegen 19:00 Uhr bin ich wieder zu Hause, mache meine Hausaufgaben und lerne. Nach dem Essen gehe ich um 21:00 Uhr ins Bett.

Nach der Schule geht es dann runter zur Schwimmhalle zum Training. Manchmal ist es ein bisschen schwer, sich nach der Schule auf das Training zu konzentrieren, aber es klappt doch immer wieder. Ich habe von Montag bis Samstag jeden Tag zweieinhalb bis drei Stunden Training. Dienstag und Donnerstag habe ich dann anderthalb bis eindreiviertel Stunden Frühtraining. Das sind ca. 25 Stunden in der Woche.

3x 3,5 Stunden Training und 2x 1,5 Stunden Frühtraining in der Woche

6x 2,5 bis 3 Stunden Training und 2x 1,5 Stunden Frühtraining in der Woche


Leistungssport und Schule

Mit Feuereifer dabei Mit speziellen Sportlerklassen kommt das CJD Rostock den besonderen Bedürfnissen der jungen Athleten entgegen. Denn natürlich sind Gymnasium und Leistungssport eine enorme Doppelbelastung für die Schülerinnen und Schüler. Wie und warum sie das trotzdem bewältigten, beleuchtet die Klassenlehrerin der 6as auf diesen Seiten.

Von Tina Schenkel

Zwei Bilder dokumentieren die Entwicklung der jungen Sportler: Hier links beim Begrüßungsfest für die Klasse im Sommer 2014 mit ihrem eigenen Baum vor dem Klassenzimmer – und auf der nächsten Seite anderthalb Jahre später (Januar 2016) auf dem Weg von der Schule zum Training. (Fotos: S. 24 Diana-Heike Kaiser, S. 26 Tina Schenkel)

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mmer wieder wird darüber diskutiert, ob das „s“ in der Bezeichnung der Klasse nun fest zu ihrem Namen gehört oder nicht. Seit eineinhalb Jahren begleite ich nun die Kinder meiner Klasse 6as. Und ich finde, das „s“ steht genau für das, was diesen Kindern besonders wichtig ist. Denn sie sind eben nicht nur Kinder und Schüler meiner Klasse, sondern vor allem begeisterte Sportler. In unserer Schule gibt es ein buntes Potpourri an Sportarten. In meiner Klasse sind Handballer, Schwimmer, Shorttracker (das ist eine Disziplin des Eisschnelllaufs), Turner und Wasserspringer. Das allein klingt noch nicht viel, doch sie teilen sich auf in neun verschiedene Trainingsgruppen mit jeweils verschiedenen Trainings- und Wettkampfzeiten und Trainern und natürlich unterschiedlichen Bedürfnissen. Stehen bei uns irgendwelche Termine auf dem Plan, ist es schwierig bis unmöglich, es allen recht zu machen. Klassenaktivitäten wie ein Kinobe-

such oder eine Schulübernachtung werden so schnell zum Mammutprojekt, weil sich kein Tag dafür findet, der wirklich passt. So müssen wir häufig in Kauf nehmen, dass jemand fehlt. Geschuldet ist das auch den sehr unterschiedlichen Trainingsumfängen. So haben einige Kinder aus meiner Klasse sieben Stunden Training pro Woche, andere 25 Stunden!

noch diverse Hausaufgaben und Lerneinheiten auf ihre Erledigung. Nicht selten sitzen meine Schüler mit Augenringen vor mir. Die Wochenenden sind mit Wettkämpfen gefüllt, zu denen einige auch noch weite Strecken zurücklegen müssen. Mitunter kehren sie erst Sonntagnacht nach Hause zurück und müssen am Montag wieder in den Schulalltag starten. Manches Mal tun mir die Schüler dann auch leid. Es ist einfach – abhängig von der jeweiligen Sportart – ein enormes Pensum, was sie zu stemmen haben.

Auch nach einem WettkampfWochenende geht am Montagmorgen die Schule wieder los.

Wie man an den Tagesabläufen sehen kann, sind die Schüler der 6as oft den ganzen Tag unterwegs. Viele kehren erst spät abends nach Hause zurück, wenn andere bereits auf der Couch vor dem Fernseher entspannen. Dann geht für die jungen Sportler der vielleicht anstrengendste Tagesabschnitt erst los, denn nach einem vollgepackten Tag warten

Und trotzdem nehmen sie es gern auf sich. Die vielen, vielen Erfolge belohnen sie am Ende des Tages auch wieder, und so schließt sich der Kreis. Wir als Lehrer versuchen ▷ Nr. 3

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⊳ bei der Organisation des Schultags, wo immer möglich Rücksicht auf die besonderen Umstände zu nehmen. So geben wir in Sportlerklassen deutlich weniger Hausaufgaben auf, stimmen Termine für Arbeiten nach Möglichkeit mit der Klasse ab, geben in Freistellungszeiten Aufgaben mit und kontrollieren sie anschließend. Manchmal kommen wir auch in den Ferien in die Schule, um Nachhilfe zu geben. Sport und Schule arbeiten im besten Falle sehr eng zusammen und versuchen, für die Kinder – immerhin sind es insgesamt 380 Sportler an unserer Schule – einen reibungslosen Ablauf zu ermöglichen. Wenn es meine Zeit erlaubt, besuche ich auch schon mal Wettkämpfe meiner Schüler. Das ist besonders schön, denn ich habe da

als Zuschauer natürlich eine ganz andere Perspektive. Was mich besonders begeistert, ist das Engagement unserer Sportschüler über ihren eigentlichen Sport hinaus. Wenn in meiner Klasse ein Projekt ansteht oder irgendetwas zu erledigen ist, gehen fast immer 23 Finger in die Höhe. Anstatt vielleicht auch mal gar nichts zu tun, sind sie stets mit Feuereifer bei der Sache und opfern gern auch den letzten Rest ihrer knapp bemessenen Freizeit. Diese Begeisterungsfähigkeit ist immer wieder beeindruckend. Mit steigendem Alter übernehmen unsere Sportler zudem auch mehr Verantwortung bei Wettkämpfen und größeren Sportevents. Viele Sportveranstaltungen

Ein Auge auf die psychische und physische Gesundheit der Schüler

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unserer Stadt könnten ohne die großartige Unterstützung der CJDSchüler z.B. als Wettkampf- oder Punktrichter nicht in der Form und Größenordnung stattfinden. Ich bin wirklich gern Klassenlehrerin einer Sportlerklasse. Die Kinder sind sehr unkompliziert, aber natürlich nicht bedürfnislos. Und so stehen die Fachkollegen stets in regem Austausch, um rechtzeitig zu erkennen, wann für ein Kind eventuell auch die Belastung zu groß ist, Leistungssport und Schule miteinander zu verbinden. Im Sinne der psychischen und physischen Gesundheit der Heranwachsenden haben wir auch darauf ein Auge. Was kommt danach? Mit meinen Schülern teile ich den Bewegungsdrang und das Brennen für den Sport. Auch ich treibe viel und gern Sport und kann deshalb vielleicht besonders gut nachvollziehen, dass das ein wichtiger Le-


Daniela Lier Lara Rakow Svea Rothe Yaron Brandes Theodor Häupl Jonas Müller Shorttrack Wir stehen im Durchschnitt um 6 Uhr auf. Dann machen wir uns fertig und fahren mit Bus, Bahn, Fahrrad oder Auto zur Schule. Nach der Schule gehen wir gleich zum Training in die Eishalle. Da das Training schon früh am Nachmittag beginnt, kommen wir manchmal auch zu spät, da sich Schulende und Trainingsbeginn überschneiden. Insgesamt haben wir in der Woche 17 Stunden Training. Wir sind um ca. 19 Uhr zu Hause. Dann essen wir Abendbrot und machen anschließend unsere Hausaufgaben. Zwischen 20:30 Uhr und 21 Uhr gehen wir ins Bett. Freizeit haben wir am Mittwoch oder, wenn wir keinen Wettkampf haben, am Wochenende.

ca. 17 Stunden Training in der Woche

bensinhalt ist. Aber es ist eben nicht der einzige. So sollte man rechtzeitig auch Gedanken daran „verschwenden“, wie ein Leben nach dem Leistungssport aussehen kann. Wenn, aus welchen Gründen auch immer, die Sportkarriere endet, bricht für viele erst einmal eine Welt zusammen. Meist hängt ja der gesamte Freundeskreis an den Vereinen und Trainingsgruppen. Die neu gewonnene Freizeit erleben nicht wenige ehemalige Leistungssportler eher erdrückend als befreiend. Deshalb gilt es für uns Lehrer, auch in solchen Fällen neue Perspektiven aufzuzeigen. Ein gutes Abitur

Alina Baeker Henrike Diener Jette Köppen Aenna Schult Emily Selle Handball Unser Tag beginnt um ca. 5:45 Uhr. Nach dem Frühstück fahren wir zur Schule, am Dienstag und Donnerstag fahren wir erst zum Frühtraining und danach zur Schule. Jeden Dienstag bekommen wir von der VitaBox ein gesundes Frühstück in der Frühstückspause und haben dann ganz normal Unterricht. Am Montag, Mittwoch und Freitag haben wir Training. Meistens bleibt zwischen Schule und Training Zeit, den nächsten Tag vorzubereiten, Hausaufgaben zu machen und zu lernen. Pünktlich fahren wir dann zusammen zum Training. Das beginnt um 16:30 Uhr und endet um 18:00 Uhr. Wir sind dann ungefähr um 19:00 Uhr zu Hause und essen Abendbrot. An manchen Tagen machen wir noch Hausaufgaben oder lernen nach dem Training. Um ca. 20:00 Uhr gehen wir ins Bett, um am nächsten Tag ausgeschlafen zu sein. 3x 1,5 Stunden Training und 2x 1,5 Stunden Frühtraining in der Woche

zu schaffen, ist deshalb nicht nur für die normalen, sondern auch für die Sportschüler wichtig, denn die Sportlerkarriere ist schon allein aus physischen Gründen irgendwann einmal vorbei. Fast jeder Mensch hat eine Leidenschaft. Für die einen ist es der Sport oder ein bestimmtes Hobby, für andere der Beruf, die Musik oder ein bestimmtes Wissensgebiet. Alle eint, dass sie bereit sind, viel für ihre Leidenschaft zu geben. Genau wie unsere Leistungssportler es jeden Tag tun. □

Shorttrack ist eine besondere Form des Eisschnelllaufs. Auf einer Eishockeyfläche wird ein nur 111 Meter langer Rundparcour durchlaufen, die Kurven sind entsprechend eng. Im K.O.-System über mehrere Runden treten jeweils drei bis sechs Läufer gegeneinander an; der Schnellste gewinnt – unabhängig von der benötigten Zeit. Seit 1992 ist Shorttrack olympisch.

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Pokal geholt

Neu im Schwimmer-Kader

Mit dem klaren Ziel, den Pokal zu holen, fuhr das Schachteam vom CJD im Dezember zu den 13. Rostocker Schulschachmeisterschaften nach Evershagen. Die Mannschaft bestand aus Jonas Petrow (Kl. 7b), Robert Langer (6b), Hugo Røste (5b), Jan Niclas (7b), Janek Noske (7b) und Maksim Ivanov (5c). Die Jungs spielten in der Altersklasse 5. bis 13. Klasse mit einem bravourösen Ergebnis: In sieben von insgesamt acht Runden gewannen sie, lediglich eine Runde endete mit einem Remis. Das CJD-Team siegte somit mit großem Vorsprung und nahm den ersehnten Pokal entgegen. Zweiter wurde das Gymnasium Reutershagen, und den dritten Platz belegte das Innerstädtische Gymnasium Rostock.

Traditionell beruft der Deutsche Schwimmverband zum 1. Oktober jeden Jahres seine Bundeskader. Auch in dieser Saison kann sich das CJD ebenso wie der SC Empor Rostock über eine Sportlerin im C-Kader der Nationalmannschaft freuen: Sarah Wendt war es 2015 zweimal gelungen, die Normen bei den nationalen Meisterschaften zu unterbieten. Bei den Deutschen Kurzbahn-Meisterschaften im November in Wuppertal beendete sie ihr erstes offenes Finale mit einem 9. Platz in der Gesamtwertung über 1.500m Freistil und blieb dabei erneut deutlich unter der 17-MinutenMarke. Gleich im Anschluss fanden in Flensburg und Berlin die Norddeutschen Länderkämpfe statt, bei denen Sarah nicht nur vier Podestplätze, sondern auch die punktbeste Leistung weiblich im Jahrgang 2001 erkämpfte. Und Mannschaftskamerad Jonas Mier sicherte sich über 1.500m Freistil den dritten Platz in seinem Jahrgang. Wie zur Belohnung wurden beide vom DSV Anfang Januar zu einem umfangsorientierten Auftakttrainingslager nach Innsbruck eingeladen. Mit einer Auswahlmannschaft wurden hier im Schwimmbecken, in der Sporthalle, im Kraftraum und auch auf der Langlaufloipe die ersten sportlichen Grundlagen im neuen Jahr gelegt.

Sport-Asse von links nach rechts: das siegreiche Schach-Team, Sarah Wendt an Land und „in action“ (beide Fotos: SC Empor Rostock), Sarah Oettinghaus mit Trainer und Anna Shyrykhay (Fotos: WSC Rostock)

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Erfolgreiche Sprünge

Helfereinsätze

Bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften der Wasserspringer im Dezember in Leipzig konnten leider nur wenige Rostocker Sportler starten, so dass eine gute Platzierung des Teams unmöglich war. Gute Einzelleistungen wurden dennoch erreicht: Saskia Oettinghaus belegte zusammen mit ihrer Dresdner Partnerin Louisa Stawczynski Platz 2 im Synchronspringen vom 3m-Brett. In den Einzeldisziplinen (1m, 3m) kam Saskia auf die Ränge 4 und 6. Für die jüngeren Athleten Jette Müller und Justin Molnar war es die erste Teilnahme an den DMM. Jette Müller ging in drei Disziplinen an den Start und erkämpfte sich gleich drei DSV-Normen. Und Justin Molnar konnte im Turmspringen das Halbfinale erreichen. Saskia Oettinghaus war außerdem beim 4-NationenLänderwettkampf in Turin, Italien, eingesetzt. Dort traf sie auf einige der besten Springerinnen Europas und konnte mit Synchronpartnerin Louisa als jüngste Starterin vom 3m-Brett den dritten Platz erreichen. Trainer Micha Sachiasvili war ebenfalls mit Saskias siebtem Platz in der Einzelkonkurrenz vom „Dreier“ zufrieden. Als Mitglied der Jugendnationalmannschaft war Anna Shyrykhay beim CAMO Youth Diving Meet im kanadischen Montreal erfolgreich. Sie startete im Kunstspringen und konnte sich dem Kampfgericht damit positiv vorstellen: Vom 3m-Brett belegte sie den vierten Platz, und vom „Einer“ kam sie auf Rang 6.

Im vergangenen Jahr halfen die Schüler des Christophorusgymnasiums wieder bei zahlreichen Sportveranstaltungen. Dabei ging die Bandbreite von der Deutschen Meisterschaft im Behinderten-Boccia über den Rostocker E.ON-Citylauf bis hin zum traditionellen Sportfest der Rostocker Schulen. Am 19. und 20. Dezember waren die Schüler vom CJD noch ein letztes Mal im Jahr 2015 bei dem erstmals ausgetragenen „Baltic Greifen Cup“ im Goalball dabei. Goalball ist eine Ballsportart für Blinde und Sehbehinderte. Wie bei allen anderen Sportveranstaltungen zeigten sich auch dort die Ausrichter dankbar für die Hilfe der Schüler. Auch im neuen Jahr 2016 werden insbesondere die Sportlerklassen 11, 12 und 13 wieder zahlreiche Veranstaltungen unterstützen, denn neben dem theoretischen Teil ihrer Übungsleiterausbildung sammeln sie dabei auch gleich noch praktische Erfahrung bei Sportwettkämpfen.

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Sportlerehrung in Rostock

Ausgezeichnet! Auszeichnung der Stadt Rostock: ▶ Marie-Louise Dräger, Rudern, ORC Rostock von 1956 e.V. ▶ Stephan Krüger, Rudern, ORC Rostock von 1956 e.V. ▶ Andreas Raelert, Triathlon, TG triZack Rostock e.V. ▶ Max Lauschus, Flossenschwimmen/Orientierungstauchen, TSC Rostock 1957 e.V. ▶ Nele Rudolf, Flossenschwimmen/Orientierungstauchen, TSC Rostock 1957 e.V. ▶ Frank Diedrichkeit, Beach Soccer, Rostocker Robben e.V. ▶ Saskia Oettinghaus, Wasserspringen, WSC Rostock e.V. ▶ Denise Grahl, Behindertensport/Schwimmen, Hanse SV Rostock e.V. Auszeichnung der Sportjugend: ▶ Lisa Dethloff, Flossenschwimmen/Tauchen, TSC Rostock 1957 e.V., zweifache Medaillengewinnerin bei Junioreneuropameisterschaften ▶ Fiete Plath, Schwimmen, Deutscher Jugendmeister, SC Empor Rostock 2000 e.V. ▶ Julia Ulbricht, Leichtathletik, Deutsche Meisterin U16, 1. LAV Rostock e.V. ▶ Anna Shyrykhay, Wasserspringen, 4-fache Medaillengewinnerin bei den Jugend-EM, WSC Rostock e.V. ▶ Sarah Wendt, Schwimmen, Silbermedaillengewinnerin beim European Youth Olympic Festival, SC Empor Rostock 2000 e.V. ▶ Daria Arndt, Rudern, Deutsche Meisterin in AK 12/13, ORC Rostock von 1956 e.V. ▶ Jannik Buhr, Flossenschwimmen/Tauchen, 9-facher Deutscher Jugendmeister, TSC Rostock 1957 e.V., ▶ Thomas Steiger, Goalball, Juniorenweltmeister, Rostocker Goalballclub Hansa e.V.

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Aushängeschild

Über 100 Sportlerinnen und Sportler, 30 Trainerinnen und Trainer, 31 Vereinsvorsitzende sowie Sponsoren und Sportfunktionäre der Hansestadt waren am 25. Januar 2016 zur 20. Sportlerehrung in die Rostocker Stadthalle eingeladen. Bei dem Festakt wurden zahlreiche aktive Sportler des CJD für ihre Erfolge bei Welt- und Europameisterschaften sowie als Erstplatzierte bei Deutschen Meisterschaften ausgezeichnet.

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berbürgermeister Roland Methling würdigte die sportlichen Leistungen der Athleten seiner Stadt und zeigte sich von ihrem hohen Niveau regelrecht begeistert: „Hätten wir alle Sportlerinnen und Sportler gebeten, zur heutigen Sportlerehrung ihre Medaillen mitzubringen, wären 204 Exemplare aus Wettkämpfen in 19 Sportarten zusammengekommen. Die fulminante Ausbeute als Deutsche Meister sowie Titelträger und Platzierte auf Medaillenrängen bei Europa- und Weltmeisterschaften im Sportjahr 2015 ist eine eindrucksvolle Visitenkarte unserer Sportstadt Rostock“, unterstrich der OB. In seiner Rede bedankte sich Methling ausdrücklich beim Olympiastützpunkt Mecklenburg-Vorpommern und den Eliteschulen des Sports, der CJD Christophorusschule sowie der Regionalen Schule Heinrich Schütz, die kontinuierlich Talente förderten. Er verwies außerdem darauf, dass die Hansestadt auch weiterhin in den Sportstättenbau investiere. So baut das CJD Rostock auf der Grundlage einer Kooperationsvereinbarung mit dem Verband für Behinderten- und Rehabilitationssport Mecklenburg-Vorpommern eine Zwei-Feld-Sporthalle und

erweitert damit das Angebot der 18 Leistungssport-Klassen und des paralympischen Stützpunktes Goalball. Schulleiter Steffen Kästner erfüllt es mit besonderer Freude, dass er so vielen Schülern aus dem eigenen Gymnasium auf der Bühne zujubeln kann. „Es macht mich sehr stolz, dass in der Sportjugend fast ausschließlich Schülerinnen und Schüler des CJD geehrt werden“, sagt er und fügt an: „Wir werden alles tun, um unsere jungen Sportler auch weiterhin bestmöglich in ihrer sportlichen Laufbahn zu unterstützen.“ Eliteschülerin  des Jahres Im Rahmen des Festakts in der Stadthalle erhielt Carolin Dold außerdem die Auszeichnung als „Eliteschülerin des Sports“. Der OB hatte die Sportler ein Aushängeschild der Stadt genannt; für Carolin gilt das nun nicht allein für ihre Heimatstadt, sondern ganz speziell auch für ihre Christophorusschule, wo sie derzeit die 12. Klasse besucht. □ Die 18-jährige Ruderin Carolin Dold, Welt-, Europa- und Deutsche JuniorenMeisterin, ist Eliteschülerin des Jahres 2015 am CJD Rostock. (Foto: DRV)


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Kontakte zum CJD Rostock Campus Steffen Kästner Schulleiter Tel. 8071-100 steffen.kaestner@cjd.de

Antje Zingler Assistentin der Schulleitung Tel. 8071-100 antje.zingler@cjd.de

Diana-Heike Kaiser Öffentlichkeitsarbeit/ Sozialmarketing Tel. 8071-151 diana-heike.kaiser @cjd.de

Johannes Beykirch Internatsleiter

Pfr. Frank Martens Schulseelsorger

Manuela Senft Schulpsychologin

Tel. 8071-157 johannes.beykirch @cjd.de

Tel. 8071-138 frank@martens.de

Tel. 8071-132 manuela.senft@cjd.de

Das CJD bietet jährlich 155.000 jungen und erwachsenen Menschen Orientierung und Zukunftschancen. Sie werden von 9.500 hauptamtlichen und vielen ehrenamtlichen Mitarbeitenden an über 150 Standorten gefördert, begleitet und ausgebildet. Grundlage ist das christliche Menschenbild mit der Vision „Keiner darf verloren gehen!“. Grundschule Steffi Wolf Schulleiterin

Sibylle Krohn Stellvertretende Schulleiterin Tel. 8071-184 sibylle.krohn@cjd.de

Regina Penthin Sekretariat

Ellen Schlottmann Sonderpädagogischer Förderbereich ellen.schlottmann@cjdrostock.mv.lo-net2.de

Sabine Smollich Sekretariat

Joachim Hesse Stellvertretender Schulleiter Tel. 8071-107 joachim.hesse@cjd.de

Sigrun Richter Koordinatorin Orientierungsstufe Tel. 8071-139 sigrun.richter@cjd.de

Dagmar Oldag Sekretariat Koordinatoren und Lehrer Tel. 8071-105 dagmar.oldag@cjd.de

Jens Hennig Koordinator Sekundarstufe I Tel. 8071-134 jens.hennig@cjd.de

Jürgen Penthin Koordinator Sekundarstufe II und Leistungssportzweig Tel. 8071-102 juergen.penthin@cjd.de

Ilona Demuth Sekretariat Schüler und Eltern Tel. 8071-0 ilona.demuth@cjd.de

Dr. Regine Schütt Koordinatorin Hochbegabtenzweig Tel. 8071-150 regine.schuett@cjd.de

Ulrike Heiduck Koordinatorin additiver Bereich Tel. 8071-133 ulrike.heiduck@cjd.de

Tel. 8071-180 steffi.wolf@cjd.de

Grit Hesse Nachmittagsbereich Tel. 8071-182 grit.hesse @cjd-rostock.de

Tel. 8071-180 regina.penthin@cjd.de

Tel. 8071-180 sabine.smollich@cjd.de

Gymnasium

CJD Christophorusschule Rostock • Groß Schwaßer Weg 11 • 18057 Rostock Telefon +49 381 8071-0 • Fax +49 381 8071-103 • cjd.rostock@cjd.de Nr. 3

Februar 2016

Chris Nr. 3  

Magazin der CJD Christophorusschule Rostock Nr. 3 / Februar 2016

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Magazin der CJD Christophorusschule Rostock Nr. 3 / Februar 2016

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