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CHRISCHONA 6/16

HOFFNUNG Wie Jesus Hoffnung aufkeimen lässt

Was bringt die Zukunft? Oder: Wer hat Angst vorm schwarzen Mann Mögliche Antworten Brennende Fragen Und noch eine weitere

Gespräch mit René Winkler: «Ich habe nur 5 Brote und 2 Fische...» Seite 6 Wie werde ich Kulturarchitekt meiner Gemeinde? Rückblick auf die Strategieund Schulungskonferenz (SSK) 2016 Seite 8 NEU: Communicatio – das Magazin des Theologischen Seminars St. Chrischona Seite 15 DEZEMBER 2016 – JANUAR 2017


panorama INHALT

EDITORIAL Liebe Leser 3 Auf ein Wort 4 8

Leserforum und Vermischtes St. Chrischona

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«Ich habe nur fünf Brote und zwei Fische, aber die gebe ich» Im Gespräch mit Direktor René Winkler zu Beginn seiner zweiten Amtszeit

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Rückblick Strategie- und Schulungskonferenz 2016: Wie werde ich Kulturarchitekt meiner Gemeinde?

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Hinweis auf die Urlaubswoche Bonheur 2017

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tsc-Alumni Jahrgangstreffen: Die alte Garde trifft das neue tsc

12 DAS MAGAZIN DES THEOLOGISCHEN SEMINARS ST. CHRISCHONA

.COM MUNI CATIO

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AUSGABE 1/16

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ECJA goes Chrischona: Freundschaft beim Westerntanz Kommunikative Theologie an der Arbeit: Communicatio – das neue Magazin des tsc Zum Abschied von tsc-Dozent Dr. Werner Neuer in den Ruhestand Impuls

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Im Anfang war das Wort St. Chrischona

19 Finanzen: Hilfe, es ist Advent!

KOMMUNIKATIVE THEOLOGIE

Gottes Gespräche

Thema: Hoffnung 16 20 Wer sät, der hofft! Darf ein Pastor die Hoffnung verlieren? Christian Sewerin stand kurz davor. 21 Kambodscha zwischen Hoffnung und Hoffnungs­losigkeit. Davon schreiben Raphael und Cindy Hohmann 22 «Mit Ihnen ist etwas gekommen, Herr Kohlmann» Interview mit Notfallseelsorger Bernhard Kohlmann 23

Hoffnungsträger im Sonntags- und im Tarnanzug. Thomas Maag erzählt von Bewährungsproben

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Ende gut, alles gut! Anwesen in Bad Dürrheim verkauft

Diakonissen-Mutterhaus St. Chrischona tsc – investieren in Menschen

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Geschichten mit Chrischona

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«Halte vor Augen, was Gott tut»

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Chrischona-Gemeinde Rheinfelden: Mit Vision zu neuem «Lichtblick»

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Evangelische Freikirche Zug: Umzug ins neue Gemeindezentrum

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Menschen in unseren Gemeinden

Gemeinde

Mit jedem neuen Chrischona-Panorama geht es mir wie mit dem Keimling auf dieser Titelseite: Der Keim oder Same birgt die Hoffnung auf eine Pflanze, die daraus erwachsen soll. Für diese Ausgabe pflanzten wir den Begriff «Hoffnung». Und hofften, er möge bei den Autoren, die wir zu dem Thema anfragten, auf fruchtbaren Boden fallen. Was daraus erwuchs, lesen Sie in den Beiträgen ab Seite 20. Dort beschreibt Pastor Christian Sewerin, wie er kurz davor stand, die Hoffnung zu verlieren. Raphael und Cindy Hohmann erzählen, wo ihnen in der Mission in Kambodscha echte Hoffnung begegnet. Mit Notfall­ seelsorger Bernhard Kohlmann sprachen wir über Hoffnung in hoffnungslosen Situationen. Und Thomas Maag erzählt, was ihn zum Hoffnungsträger macht. Was ihm Hoffnung mache, fragen wir auch René Winkler im Interview ab Seite 6. Der Anlass: Im nächsten Jahr beginnt seine zweite fünf­ jährige Amtszeit als Direktor von Chrischona International. Ausserdem verrät er, warum seine Freude an der Arbeit ungebrochen ist und was er sich für die kommenden Jahre wünscht. Eine hoffnungsvolle neue Pflanze wächst übrigens gerade am Theologischen Seminar St. Chrischona (tsc): Communicatio – das neue Magazin des tsc. Es widmet sich einer «Kommunikativen Theologie», wie sie am tsc erarbeitet wird. Mehr dazu und wie Sie es erhalten können, lesen Sie auf Seite 15. Viel Freude mit Ihrem Chrischona-Panorama wünscht

25 Chrischona-Panorama 1/2017 Inserateschluss: 7. Dezember 2016 Erscheinungstag: 12. Februar 2017 Chrischona-Panorama 2/2017 Inserateschluss: 8. März 2017 Erscheinungstag: 9. April 2017

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CHRISCHONA

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Michael Gross Redaktionsleiter


Auf ein Wort AUF EIN WORT

Lach mal wieder RENÉ WINKLER, DIREKTOR

Lachen ist wunderbar, wohltuend. Es löst den Krampf, selbst wenn man vor lauter Lachen Krämpfe kriegt. Wer herzhaft lacht, hat’s richtig gut! Seine Nächsten auch. Wie wohl tat es mir als Kind, wenn mein Vater oder die Mutter herzhaft lachten. Genuss pur! Da war alle Strenge weit weg. Und wenn ich selber sie zum Lachen brachte, war es wie ein Sieg! Wohltuend bis in die Knochen. Ich fühle es heute noch, wenige Jahre später. Lachen ist gesund, sagt man und manchmal auch frau. Nur: Lach mal, wenn du nicht gesund bist! Das müssen dann die anderen. Dieser Meinung ist auch unser diesjähriger Schweizer Bundespräsident. In der Rede zum Tag der Kranken meinte er ausgesprochen ernsthaft, dass wir Kranken guttun, wenn wir mit ihnen lachen. Er sagte es ohne zu lachen. Nicht mal ansatzweise. Das hat Hundertausenden Schweizern richtig gutgetan, weil sie nicht mehr konnten vor Lachen. Lachen ist gesund und versprüht Leben. Das Lachen zweier Verliebter – so schön, unbeschwert, ansteckend. Das Lachen von Versöhnten – sie haben aufgehört, sich berechnend zu begegnen. Andere atmen mit ihnen die zurückgewonnene Freiheit. Das Lachen spielender Kinder – Momente, in denen alles in Ordnung ist. Alles! Das Lachen eines Ehepaares, das sich nach vielen Familienjahren wieder nur noch selber hat – überraschend, wirklich überraschend und ungewöhnlich schön! Ein Lächeln nach langer Trauer – wie die erste Blume im Frühjahr. Zeichen wiedererwachenden Lebens. Was wäre das Leben ohne Lachen? Es wäre nicht Leben. Oder nur biologisches. Aber nicht erfülltes. Und schon gar überfliessendes. Richtig! Das war jetzt in Anlehnung an Johannes 10 Vers 10: Jesus ist gekommen, damit wir überfliessendes Leben haben. Leben, das über den Rand läuft. Mehr als genug. So ist es! Wir glauben das wirklich, denn wir sind ernsthaft Glaubende. Wenn es um den Glauben geht, haben wir’s mit dem Lachen deshalb nicht so. Prophetisch sage ich: In wenigen Wochen werden wir in heiliger Nacht wieder mit ernster Miene Stille Nacht singen. Selbst die dritte Strophe! Soo ernsthaft gläubig sind wir! Lachen im Gottesdienst? Oberflächlichkeits-Alarm! Dabei hätten wir viel zu Lachen. Früher hat man an Ostern im Gottesdienst herzhaft gelacht. Wenn das Leben über den Tod gesiegt hat, hat man auch allen Grund zu lachen! Irgendwo kam uns das Lachen an Ostern wieder abhanden. Und auch sonst. Das Evangelium ist eine ernste Sache geworden. Das Christsein sowieso. Wir arbeiten hart an uns, damit wir Jesus ähnlicher werden. Und solange wir so nicht sind, wie wir sein wollen oder sollen, muss das Lachen warten. Ja, wir warten. Jetzt im Advent sowieso. Aber nicht auf Besserung. Wir warten auf den wiederkommenden Christus, unseren Vollkommenmacher. Er macht uns ganz. Und wenn wir dort ankommen, wo er uns seit Ewigkeiten hinliebt, werden wir sein wie die Träumenden (Psalm 126)! Wir werden lachen und uns unbändig freuen! Wir könnten ja eigentlich jetzt schon mal anfangen. Das würde unserer Welt richtig guttun! //

IMPRESSUM

Redaktion: Marketing & Kommunikation Michael Gross (Redaktionsleitung) Tel. +41 (0)61 64 64 557 E-Mail: markom@chrischona.ch Inserate und Beilagen: Wolfgang Binninger Tel. +41 (0)61 64 64 554 E-Mail: wolfgang.binninger@chrischona.ch Ihre Mediadaten finden Sie im Internet unter www.chrischona.org/panorama Layout/Gestaltung: creaBIRD DESIGN, Luzern Druck: Druckerei Jakob AG, Grosshöchstetten Erscheinungsweise: sechsmal im Jahr Auflage: 12’000 Exemplare Kosten: Wir sind für einen Beitrag für das Chrischona-Panorama dankbar. Richtwert ist 20 CHF / 15 Euro im Jahr. Erscheinungstag: 4. Dezember 2016

KONTEN

Chrischona International Chrischonarain 200, 4126 Bettingen • Postkonto 40-872-3 IBAN: CH39 0900 0000 4000 0872 3 Theologisches Seminar St. Chrischona Chrischonarain 200, 4126 Bettingen • Postkonto 40-548456-3 IBAN: CH50 0900 0000 4054 8456 3 Deutschland Chrischona Gemeinschaftswerk e.V. Gottlieb-Daimler-Strasse 22, D-35398 Giessen • Volksbank Mittelhessen e.G. IBAN: DE34 5139 0000 0050 2378 00 Verwendungszweck: Chrischona International Für Spenden aus Ländern der EU: • Volksbank Mittelhessen e.G. IBAN: DE34 5139 0000 0050 2378 00 BIC: VBMHDE5FXXX Verwendungszweck: Chrischona International Frankreich Chrischona International CH-4126 Bettingen/Bâle • Crédit Mutuel des Trois Pays, 6, Place de la Gare, F-68330 Huningue Identifikation Konto (RIB): 10278 03050, 00024007701 78 Südafrika und Namibia Für Leser in Südafrika und Namibia schlagen wir vor, jeweils im März eine Spende von R/N $ 100.– mit dem Vermerk ‘Chrischona-Panorama’ auf das Konto der jeweiligen Stadtmission zu überweisen. Herzlichen Dank! Illustration Titelseite/Themenseiten: creabird Design Rebekka Guedes mit Bildelementen von © fotolia – brozova sowie © fotolia – eleonora_77 Hintergrundbild Rückseite: © fotolia – eleonora_77

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Ihren Leserbrief senden Sie an:

Redaktion Chrischona-Panorama Chrischonarain 200, 4126 Bettingen, Schweiz markom@chrischona.ch

Leserforum

W

Winterabend auf dem Chrischona-Campus – so könnte dieses Bild betitelt werden. Oder Heiligabend? Darauf deutet vielleicht der Schriftzug «Immanuel» am unteren Rand hin. Wie in Jesaja 7,14 steht: «Darum wird euch der Herr selbst ein Zeichen geben: Siehe, eine Jungfrau ist schwanger und wird einen Sohn gebären, den wird sie nennen Immanuel.» Aber genaueres wissen wir nicht über dieses Bild, das uns als FotoKarte in die Hände fiel. Vielleicht wissen Sie, liebe Leser des Chrischona-Panoramas, mehr über dieses Bild und seinen unbekannten Künstler? Dann schreiben Sie uns. Die Redaktion des Chrischona-Panoramas wünscht Ihnen eine frohe und besinnliche Advents- und Weihnachtszeit.

tsc – investieren in Menschen

Das tsc ist unter wegs

seinem Messestand unterDas tsc ist regelmässig mit ten und/oder Dozenten wegs. Dor t können Sie Studen n: ere antreffen und sich informi 27. Dezember 2016–1. Jan

uar 2017

PraiseCamp in Basel, Schwei

z

5.–8. Januar 2017

bet shaus MEHR Forum in Augsburg (Ge Deutschland 8. Januar 2017

Augsburg),

on (Jumik Jugendkonferenz für Weltmissi Deutschland 21. Januar 2017

Männertag Chrischona Schwei 17. Februar 2017

Freie Evangelische Schule in

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CHRISCHONA

6/2016

tsc erleben

o) in Stuttgart,

z in Winterthur, Schweiz

Lörrach, Deutschland

17. - 19. MÄRZ 2017 lich ein, Wir laden dich herz erleben. s bei Basel live zu pu m Ca aon ch ris den Ch gebote er unsere Studienan Informiere dich üb en tudenten kenn . und lerne die tsc-S Berufung. kshop zum Thema Profitiere vom Wor bensgemeinschaft Tauche ein in die Le auf dem Campus.


St. Chrischona Überraschende Wende

Chrischona Schweiz

Kein Master-Studiengang von tsc und Uni Fribourg

Beat Ungricht wird neuer Regionalleiter Mitte

Eigentlich war alles klar und auf Kurs. Die Theologische Fakultät der Universität Fribourg hatte einer Zusammenarbeit mit dem Theologischen Seminar St. Chrischo­na (tsc) zugestimmt. In Absprache mit ihnen warb das tsc bereits für den gemeinsamen Master-Studiengang. Erste tsc-Absolventen studieren seit Oktober 2015 an der Uni Fribourg. Unter der Konvention fehlte nur noch die Unterschrift des Akademischen Direktors der Universität Fribourg.

Pastor Beat Ungricht (52) wird ab 1. April 2017 Regio­nalleiter Mitte von Chrischona Schweiz. Der Vorstand Chrischona Schweiz hat ihn einstimmig zum Nachfolger von Martin Pfäffli gewählt. Er wird damit auch Mitglied im Leitungsteam von Chrischona Schweiz, das aus dem Leiter, dem Geschäftsführer und den drei Regionalleitern besteht. Beat Ungricht arbeitet seit 19 Jahren als Seniorpastor der FEG Winterthur. Er und seine Frau Beatrice haben am Theologischen Seminar St. Chrischona (tsc) studiert, sie wohnen in Elsau und haben drei Kinder. Als Regionalleiter ist er zuständig für die Begleitung und Beratung der Pastorinnen und Pastoren und der 30 Chrischona-Gemeinden in der Region Mitte. Diese befinden sich in den Kantonen Aargau und Zürich. //

MICHAEL GROSS

Bei einem Treffen im Oktober dann die Überraschung: Der Akademische Direktor werde die Konvention nicht unterzeichnen. Der Hauptgrund: Das tsc sei nicht als private Hochschule in der Schweiz akkreditiert. «Das bedeutet das vorläufige Aus für den gemeinsamen MasterStudiengang von tsc und Uni Fribourg», sagt Dr. Benedikt Walker, Seminarleiter tsc. Was die Verhandlungen erschwert: Über den Sommer sind dem tsc aufgrund personeller Wechsel in Fribourg wichtige Gesprächspartner verloren gegangen. Hätte das tsc in den vergangenen zwei Jahren anders verhandeln sollen? Nein, sagen die bisherigen Verhandlungspartner an der Uni Fribourg, das tsc habe nichts falsch gemacht. «Wir planen einen Gesprächstermin mit der Rektorin, um den Sachverhalt zu klären», so Walker. Die Theologische Fakultät sei nach wie vor interessiert an einer Zusammenarbeit mit dem tsc. Am strategischen Ziel hält das tsc fest: tsc-Absolventen mit Bachelor-Abschluss in Theologie sollen Zugang zu einem Master-Studiengang erhalten. Dr. Benedikt Walker: «Mit diesen Erfahrungen im Gepäck beginnen wir mit dem Master-Studiengang in gewisser Weise wieder von vorne und prüfen die Alternativen.» //

Chrischona International

Roland Krähenbühl als Leiter Dienstleistungen im Amt Seit 1. November 2017 ist Roland Krähenbühl (56) im Amt als Leiter Dienstleistungen von Chrischona International. Er war zuvor Leiter Marketing & Kommunikation von Chrischona International. In seinen ersten Aufgaben befasst er sich mit Struktur, Zusammenarbeit und Kommunikation im neuen Bereich Dienstleistungen. Die neue Stelle des Leiters Dienstleistungen umfasst viele Aufgaben der alten Geschäftsführerstelle, ist aber speziell zugeschnitten auf die Dienstleistungen des internationalen Chrischona-Verbands. Roland Krähenbühls Aufgaben in der Abteilung Marketing & Kommunikation übernimmt Michael Gross. Der Redakteur des Chrischona-Panoramas wird die neu strukturierte Abteilung Kommunikation leiten. //

Termine auf dem Chrischona-Campus 17.–19. März 2017 tsc erleben. Das Wochenende für Interessenten am Theologischen Seminar St. Chrischona (tsc) www.tsc.education/erleben 27. März 2017 Studientag am tsc mit Kevin J. Vanhoozer «The Drama of Liturgy». Veranstaltet von tsc und STH. www.vanhoozer.ch

29.–30. April 2017 Besuchswochenende für Gemeinden Chrischona-Gemeinden sind eingeladen, den Chrischona-Campus kennenzulernen. www.chrischona.org/besuch 9. Mai 2017 Seniorentag auf St. Chrischona 5


St. Chrischona

«Ich habe nur fünf Brote und zwei Fische, aber die gebe ich» Fünf Jahre dauert eine Amtszeit als Direktor von Chrischona International. Die ersten fünf Jahre hat René Winkler bereits gemeistert. Am 10. September 2016 wurde er für eine zweite Amtszeit wiedergewählt. Was macht ihm Freude an seinen Aufgaben? Wo schöpft er Hoffnung in herausfordernden Zeiten? Was wünscht er sich für die kommenden fünf Jahre? Chrischona-Panorama fragte nach.

INTERVIEW: MICHAEL GROSS

Chrischona-Panorama: Lieber René, deine Freude an der Arbeit ist ungebrochen. Das sagtest du bei deiner Wiederwahl im Komitee. Was ist so schön an deiner Arbeit? René Winkler: Zum einen die Gewissheit, hier am rechten Platz zu sein. Meine Freude habe ich nicht nur an dem, was ich machen kann und darf, sondern auch durch die Platzanweisung von Gott. Deshalb rütteln schwierige Aufgaben und Herausforderungen nicht an meiner Grundüberzeugung. Zum anderen gefällt mir die Vielfalt der Aufgaben. Das erlaubt mir, viele meiner Begabungen einzusetzen. Mir gefällt das Denken und Handeln in grossen Linien. Ausserdem fördere ich gerne Menschen und helfe ihnen, ihr Potential zu entfalten, Schritte vorwärts zu machen. Als Direktor kann ich viel gestalten, und ich komme in Kontakt zu vielen Leitern aus anderen Verbänden und Werken. Es entfaltet sich ein weiter Horizont.

abzuschneiden, weil Vieles, was wir heute in unserer Gesellschaft für selbstverständlich halten, seinen Nährboden in der Bibel bzw. im gelebten Christentum hat. Wenn wir Christen anders und glaubwürdig in der Gesellschaft leben – und nicht alles so machen, wie alle anderen auch – dann nähren wir auch bei anderen Menschen die Sehnsucht nach einem erfüllten Leben mit Gott. Dazu gibt uns unsere Vision aus Jesaja 61, 1–3 und 1. Petrus 2, 9 Orientierung, weil sie Lebensveränderung verheisst.

Die Vision von Chrischona zu konkretisieren war eines der Ziele, das du dir bei deiner Einsetzung zum Direktor gesteckt hattest. Ziel erfüllt? Was ist so interessant an diesem weiten Horizont? Ich lerne viel durch Beobachten und Reflektieren. Der Seit 2007 sind wir mit den Visionstexten unterwegs. Blick über unseren Chrischona-Tellerrand inspiriert Dabei haben wir gelernt, dass wir als Christen eine mich. Zum Beispiel, wie andere Personen in ähnlichen gemeinsame Berufung haben (1. Petrus 2, 9) und nicht Positionen Themen und Herausforderungen anpacken. jeder nur für sich. Das ist für die Erfüllung unseres Auftrags eine entlastende und beflügelnde AusgangslaWenn du über den Chrischona-Tellerrand blickst: ge. Mit der Herzschlag-Kampagne Anfang 2014, welche Wie werden wir Christen in der Öffentlichkeit wahr- die beiden Visionstexte im Zentrum hatte, haben wir Gemeinden Rückenwind geben können. Durch unsere genommen? Es ist manchmal zum Haare raufen, wenn ich zum Bei- Vision ist vielen von uns auch wie selbstverständlich spiel an einen aktuellen Bericht in einer Schweizer klar, dass wir uns für die Flüchtlinge engagieren. In Boulevardzeitung denke, der Christen und Sekten den vergangenen fünf Jahren haben wir die Vision in munter zusammenwürfelt. Die Berichterstattung in Form eines Mission Statements auf den Punkt gebracht: den Medien ist zunehmend undifferenziert. Christli- Jesus erleben – Menschen fördern – dem Nächsten dieches wird zuweilen laut und gefühlt ziemlich häufig nen. Ausserdem haben wir die Themen der jährlichen nichtig geredet. Auf der anderen Seite mahnt etwa Strategie- und Schulungskonferenzen bewusst im weiVishal Mangalwadi uns Westler, unsere Wurzeln nicht ten Horizont der Vision ausgerichtet.

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CHRISCHONA

6/2016

Der weitere Horizont, der sich im Kontakt mit vielen Menschen eröffnet – etwa hier an der SSK 2016. Eines von vielen Dingen, die René Winkler grosse Freude macht an seinem Dienst als Direktor Chrischona International.


Die Bildungsarbeit weiterzuentwickeln, war ein wei- terschaft: Ich setze das, was ich habe und bin, mit Herzteres Ziel. Eine Studienreform mit neuen Studien- blut ein. Es ist allerdings oft nicht mehr als das, was die gängen wurde umgesetzt, das tsc ist auf neuem Kurs. Jünger von Jesus zur Verpflegung der 5000 beitragen konnten: nur fünf Brote und zwei Fische. Ich gebe meine Was sagst du dazu? Wow! Ein echter Höhepunkt. Es ist fantastisch, wie der auch. Das Wesentliche muss sowieso Jesus tun. Alles Vordreieinhalb Jahre dauernde Prozess am tsc zu so einem läufige und Bruchstückhafte macht er schlussendlich ganz. tollen Ergebnis geführt hat – mit den neuen Studiengängen und vielen neuen Studenten. Dafür können wir Dein Herz schlägt für die Gemeindearbeit. Die Stratenur dankbar sein. Dass die Zusammenarbeit am ge- gie- und Schulungskonferenzen von Chrischona Intermeinsamen Master-Studiengang mit der Universität national haben in den vergangenen Jahren Gemeinden Fribourg so überraschend ins Stocken geraten ist, dazu ermutigt und herausgefordert im Hinblick auf dämpft die Freude leider etwas. – Ein Indiz, dass wir Gemeindebau, -gründungen, -wachstum. Ist Chrischoinmitten vieler teils grosser Herausforderungen gut na da auf dem richtigen Weg? unterwegs sind, sind die ermutigenden Reaktionen der Was ist das Kriterium für richtig oder falsch? Es gibt unter Absolventen der Jahrgänge 1965–69, die im Oktober uns nicht (mehr) das wenig verheissungsvolle Fragen nach auf Chrischona zu Gast waren. Sie waren begeistert dem richtigen oder falschen Weg, dem wie ein Schatten die von den Dozenten, von der Qualität unserer Arbeit und Angst folgt, etwas falsch zu machen. Vielmehr bewegt uns von der Freiheit und unverkrampften Atmosphäre, die die Frage, was sich bewährt, und die Offenheit, neue und man auf dem Chrischona-Campus atmet (siehe Bericht unkonventionelle Wege zu gehen. Das ist sehr verheissungsvoll. Die Vision gibt uns dabei noch mehr Weite und auf Seite 11). eine gute Orientierung. Ich erlebe sehr viele im ChrischonaBei allem Schönen und allen Erfolgen, gibt es auch Umfeld als Lernende. Die Offenheit und Lernbereitschaft schwierige Zeiten und Entscheidungen. Was treibt ist gross und heute typisch für Chrischona, finde ich. Das gefällt mir. dir besonders die Sorgenfalten auf die Stirn? Die tiefen Studentenzahlen der letzten Jahre sind mir oft schwer aufgelegen. Auch die Spannung, in der wir Was wünschst du dir für die zweite Amtszeit als Direkmit unseren Finanzen stecken, finde ich persönlich tor von Chrischona International? auch sehr schwierig. Es kostet mich viel Kraft, unter Die Vision weiter zu konkretisieren und zu fördern, bis sie diesen Voraussetzungen unternehmerisch zu handeln an uns beobachtbar ist. und im Glauben nach vorne zu gehen, gleichzeitig aber teils sehr vereinfachender Kritik und zuweilen auch Wie weit sollten wir also in fünf Jahren sein? Das Bild, das wir abgeben, wird gross und sehr bunt sein. Desinteresse ausgesetzt zu sein. Ich habe nicht genau definiert, wie es in fünf oder zehn Jahren aussehen soll. Zu diesem Bild sollte aber gehören, Wo schöpfst du Hoffnung in schwierigen Zeiten? Schwierigkeiten suchen wir uns ja normalerweise nicht dass wir dafür bekannt sind, dass wir Zeit haben. Dass wir aus. Je schwieriger die Situation, desto mehr bin ich als Leben im Überfluss haben und trotzdem noch unverDirektor gefragt, Verantwortung zu übernehmen, Ori- brauchte Ressourcen, die wir gerne mit anderen teilen. entierung zu geben, den Mitarbeitern zu sagen, worin Dass wir mutig neue Wege gehen, ausgetretene nicht ihre Verantwortung besteht und wo sie aufhört, damit mehr, selbst wenn sie uns noch so vertraut sind. Dass wir sie sich nicht überfordern. Wobei es einfacher ist, ande- darin routiniert sind, Aktivitäten dankbar zu beenden, die ren darin Orientierung zu geben als mich selbst zu nicht jüngerschaftsfördernd sind. Dass Gemeindeglieder führen. Ich brauche in solchen Zeiten insbesondere das ihren Beruf selbstverständlich als Ort ihres Gottes-DiensGespräch unter uns Leitungsverantwortlichen und für tes begreifen. Dass wir geradezu allergisch reagieren, mich persönlich die regelmässigen Gespräche mit mei- wenn wir nicht beobachtbar reifen. Auf einer China-Reise habe ich von stark wachsenden nem Mentor. Und natürlich erlebe ich oft auch in Gottesdiensten und bei ähnlichen Gelegenheiten, dass Gemeinden gehört, dass viele Menschen zur Kirche geDinge plötzlich klar(er) werden oder mir ein inspirie- kommen sind, weil sie merken, dass dort Menschen sind, die anders mit den gesellschaftlichen Herausforderungen render Gedanke zufällt. Sehr grundsätzlich hilft mir auch die Haltung, dass und Beschränkungen umgehen können. Lebensverändemein Leben nicht mir gehört; auch das Vertrauen vieler, rung weckt Sehnsucht. Lebensveränderung soll deshalb das mir in den vergangenen Jahrzehnten zugewachsen immer mehr selbstverständliche Erwartung und Ziel sein. ist, gehört nicht mir, sondern Jesus. Mein Thema ist deshalb nicht Selbstverwirklichung, sondern Haushal- Vielen Dank für das Gespräch. //

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St. Chrischona

Strategie- und Schulungskonferenz (SSK) 2016

Wie werde ich Kulturarchitekt meiner Gemeinde? Voller Konferenzsaal, gute Stimmung bei der SSK 2016.

Dr. Michael Kock

Vielzahl von Veranstaltungen, dem Umfang des Gemeindebudgets oder der Leidenschaft des Pastors messen. «Die kleinen Dinge entscheiden ganz viel», erklärte René Winkler stattdessen. Eine Gemeinde sei erfolgreich, wenn sie Menschen für ihr Engagement in Beruf, Politik, Familie und Gesellschaft segne. Oder wenn sie es schaffe, dass die dunklen Flecken im Leben – die Sünden – bekannt seien und nicht im Verborgenen weiter Schaden anrichten. René Winkler erklärte: «Eine erfolgreiche Gemeinde MARKUS DÖRR schafft mit Freude Raum für Neue, sie tut nichts aus Angst und sie geht mit offenen Fragen zu Bett.» Der Duft der Christen Seine praktischen Tipps wurden per Livestream auch in Christen duften nach Jesus Christus. Sie verbreiten den Wohlgeruch seiner Botschaft der Liebe in allen Lebens- rund 120 zugeschaltete Gemeinden übertragen – und bereichen, sowohl in der Gemeinde als auch in der Fami- fielen auf fruchtbaren Boden. «Das hat mich mega angelie und im Beruf. Diesen Auftrag formuliert die Bibel in sprochen!», «Dazu sollten wir eine Predigtreihe machen», 2. Korinther 2, 15. Um die Christen dabei zu unterstützen, waren spontane Reaktionen. ist die Kultur der Gemeinde entscheidend, in der sie leben. Wie aber sieht eine solche Gemeindekultur aus? Freudig anfangen, dankbar aufhören Die meisten Teilnehmer nehmen von der SSK viele neue Fragen mit. Das Ziel der Konferenz bestand freilich nicht Was ist Erfolg in der Gemeinde? René Winkler, Direktor Chrischona International, räumte darin, fertige Konzepte mitzunehmen, sondern weitere mit einigen falschen Vorstellungen auf. Der Erfolg einer Entwicklungen anzustossen. Dafür gab es reichlich ImGemeinde lasse sich nicht an der Anzahl der Gottes- pulse von den SSK-Referenten. Zum Beispiel von Kurt dienstbesucher, der Grösse des Gemeindehauses, der Kammermann, dem langjährigen leitenden Pastor der Wie werde ich Kulturarchitekt meiner Gemeinde – in drei Tagen? So lässt sich die Strategie- und Schulungskonferenz (SSK) 2016 zusammenfassen. Rund 650 Pastoren, Mitarbeiter und Gemeindeleitungsmitglieder aus den Chrischona-Gemeinden erarbeiteten gemeinsam Strategien, die Kultur ihrer Gemeinde so zu gestalten, dass sie die Menschen fördert.

Dr. Elisa Streuli

Kurt Kammermann

René Winkler

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CHRISCHONA

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SSK 2016 / 11.—13. November

Lobpreiszeit mit Studenten aus dem neuen tsc-Studiengang Theologie & Musik.

Freikirche Quelle in Kehrsatz, Kanton Bern. Er machte den Gemeindeleitern Mut, auch mal auf Veranstaltungen oder Programme zu verzichten, wenn die Zeit dafür reif ist. «Man muss freudig anfangen und dankbar aufhören können», empfahl Kurt Kammermann. Pascal Götz, Jugendpastor Chrischona Pfäffikon, gefiel das: «Mir imponieren Querdenker wie Kurt Kammermann. Einfach mal was streichen!»

Studenten des tsc-Studiengangs Theologie & Musik empfingen die Konferenzteilnehmer schon beim Check-in.

Erst Vertrauen, dann Vision Weitere Tipps für die Kulturarchitekten der Gemeinden gab SSK-Referent Dr. Michael Kock. Er plädierte dafür, zunächst an einem vertrauensvollen Miteinander zu arbeiten, sich als Gemeindeleitungsmitglied selbst verletzbar zu machen. Grundsätzliches Vertrauen sei die Basis jeder Gemeinschaft, erst danach komme die Verwirklichung einer Vision. SSK-Referentin Dr. Elisa Streuli forderte die Teilnehmer heraus, sich selbst zu hinterfragen, wie offen die Gemeindekultur wirklich sei. «Eine Gemeindekultur ist so tragfähig, wie die Bereitschaft und Fähigkeit, Unterschiede anzuerkennen und auszutragen», analysierte die Dozentin und Beraterin in Managementbildung aus Zürich.

Gemeindeleitungen tauschen sich aus an der SSK 2016.

Kulturarchitekten an der Arbeit Zur SSK 2016 lud Chrischona International nicht nur die hauptamtlichen Gemeindemitarbeiter, sondern auch die ehrenamtlichen Mitglieder der Gemeindeleitungen ein. Viele verstanden das als Chance und reisten als komplette Gemeindeleitungen an. Gemeinsam erarbeiteten sie in den Workshops, Seminaren und freien Zeiten erste Ideen, wie sie die Impulse der SSK vor Ort aufnehmen wollen. Manche wollen in ihren Gemeinden Neustarts wagen, offener werden oder einfach mehr Zeit miteinander verbringen. Es bleibt spannend, welche Pläne die Kulturarchitekten demnächst verwirklichen. //

Das Videoteam von Chrischona International im Einsatz: Etwa 120 Gemeinden waren per Livestream am Sonntagmorgen zugeschaltet.

Weitere Berichte und Bilder von der SSK 2016: www.chrischona.org/ssk16 9


Thema Gemeinde

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DREILÄNDERECK

29. Juli – 5. August 2017 auf St. Chrischona bei Basel Das Wochenthema:

Du hast die Wahl

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Wir haben genug! Genug Leben und genug zum Leben. Genaugenommen: Lebensüberfluss. Jesus sei Dank! Und trotzdem kriegen wir manchmal nie genug. Oder wir haben so richtig genug. Typisch BONHEUR: Wir bleiben dem Wesentlichen des Lebens auf der Spur und geniessen es!

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Referent: Stefan Heess Gemeinschaftspastor der Stami Lörrach, begnadeter Redner – mit Tiefgang und schwäbischem Humor

Die BONHEUR hat viel zu bieten: Inspirierende Referate am Vormittag Seminare und Workshops am Nachmittag

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CHRISCHONA

6/2016

mit SUPERZWEI

Paradies und das

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Hessischer Musikblödsinn mit Tiefgang

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tsc-Alumni Jahrgangstreffen

Die alte Garde trifft das neue tsc

Wie das tsc in die Zukunft gehen will

Wer nicht dabei war, hat etwas verpasst! Das fanden viele der 115 Absolventen des Theologischen Seminars St. Chrischona (tsc), die im Oktober 2016 für fünf Tage an ihren alten Studienort zurückkehrten. Sie erlebten ein abwechslungsreiches Programm, den grössten Eindruck hinterliess jedoch etwas Anderes.

Die Absolventen erfuhren von Seminarleiter Dr. Benedikt Walker, wie das tsc in die Zukunft gehen will. Zum Beispiel mit der Kommunikativen Theologie, die um Antworten auf die Fragen der heutigen Menschen und Gesellschaft ringt. Oder mit den neuen Studienangeboten, zum Bespiel dem Bachelor-Studium Theologie & Musik. Die meisten Absolventen stehen voll hinter dem tsc und wollen Benedikt Walker und sein Team darin unterstützen, in Menschen zu investieren. Etwa Peter Heiniger aus Thun, tscAbsolvent von 1967: «Mich beeindruckt, wie das tsc am Konzept für die neue Generation arbeitet.»

MARKUS DÖRR

Alte Schätze, neue Begegnungen

Voller Vorfreude und voller Erwartungen folgten die tscAbsolventen der Jahrgänge 1965 bis 1969 der Einladung von Chrischona International, St. Chrischona wieder einmal zu besuchen. Die Absolventen freuten sich auf ein Wiedersehen mit den Klassenkameraden – den «Brüdern» – sowie mit den damaligen Absolventinnen der Bibelschule für Frauen – den «Schwestern». Gespannt fragten sich die tsc-Absolventen, wie es den Freunden und Weggefährten geht und was sie in den letzten 50 Jahren alles erlebt haben. Ebenso gespannt waren sie darauf, mehr über die Neuerungen am tsc zu erfahren. Wie hat sich Chrischona verändert?

«Chrischona ist sehr würdig» Täglich hatten die Absolventen die Möglichkeit, sich selbst ein Bild über den heutigen Unterricht am tsc zu machen. Beim Unterrichtsbesuch erfuhren sie zum Beispiel, dass am tsc weiterhin viel Wert auf biblische Exegese gelegt wird. Ein Unterschied zu früher: Es findet weniger Frontalunterricht statt, dafür mehr Gespräche zwischen Studenten und Dozenten. Sehr verändert haben sich auch die Studien- und Lebensbedingungen auf dem Chrischona-Campus. Dieter-Martin Ehrismann, tsc-Absolvent von 1967, freute sich darüber, dass nach wie vor junge Menschen auf Chrischona theologisch ausgebildet werden und das tsc auf klarem Kurs ist: «Chrischona ist

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TOP AKTUELL Koran der Friedfertigen, Koran der Gewalttäter – was gilt denn nun? Wer mitreden will, muss informiert sein Die unendliche Geschichte: das Kopftuch, die Burka

Moscheen bauen:

Das Jahrgangstreffen bot den tsc-Absolventen viele interessante Programmpunkte. Gemeinsam mit tsc-Dozent Claudius Buser entdeckten sie, welche alten Schätze die historische Ausstellung auf dem Dachboden der Kirche St. Chrischona birgt. Ausserdem gab es eine Reihe von geistlichen Angeboten, darunter ein Gebetsmorgen oder den mittendrin-Gottesdienst. Den grössten Eindruck auf die tsc-Absolventen hinterliessen jedoch die Begegnungen des Jahrgangs­ treffens. Bei den Klassenabenden tauschten sie ihre Lebensgeschichten aus und frischten alte Freundschaften wieder auf. Beim Begegnungsabend mit den Dozenten lernten sie die heutigen Dozenten des tsc kennen und stiessen auf überraschende Verbindungen. Elisabeth Kellner, Ehefrau von tsc-Absolvent Helmut Kellner, kannte beispielsweise die heutige tsc-Dozentin Rahel Bidlingmaier schon als Kind und freute sich sehr über das Wiedersehen. Fröhlich erklärte sie: «Wenn man die Menschen kennt, die hinter dem Werk stehen, betet man noch mehr.» //

ja oder nein?

Als Christen Flagge zeigen

Klarheit und gute Nachbarschaft

Peter Hahne:

le »Brandaktuel paart ge e Beispiel zat ds mit Grun . gedanken r Ein MUSS fü ute he r de jeden, !« ll wi mitreden

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Ein Blick ins Fotoalbum lässt alte Erinnerungen wiederaufleben.

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St. Chrischona

ECJA goes Chrischona

Freundschaft beim Westerntanz Ein Wochenende voller Action, Spass, Musik und Message – das ist das ECJA-Camp. Normalerweise findet das Treffen des deutschen Chrischona-Jugendverbands ECJA an Himmelfahrt in Hessen statt. Doch 2016 war alles anders: Mitte Oktober stürmten rund 360 Teenager und Jugendliche den Chrischona-Campus. Dort begegneten sie alten und neuen Freunden.

ECJA-Cowboys und tsc-Indianer schliessen Freundschaft.

selbst aus dem ECJA stammen, freuten sich über das Wiedersehen. Einer davon ist der 29-jährige Jonathan Koch. In seiner Predigt am ersten Abend berichtete er davon, wie Gott das Volk Israel am Berg Sinai auserwählte. Den Jugendlichen wünschte er: «Egal, wie du hier auf den Berg St. Chrischona gekommen bist, wir hoffen, dass du anders wieder herunterkommst.» Cowboy-Indianerfest Beim Programm des ECJA-Camps erlebten die Jugendlichen einen bunten Mix aus spielerischen, musikalischen und theologischen Angeboten. Teilnehmerin Janina aus Giessen zeigte sich beeindruckt vom Worshipseminar mit den tsc-Dozenten Susanne Hagen und Andreas Loos: «Da habe ich viel mitgenommen, zum Beispiel, dass wir Gott loben können, weil er uns zuerst erhört hat.»

Die ECJAler feuern beim Cowboy-Indianerfest ihre Wettkämpfer an.

MARKUS DÖRR

Auslöser für das ECJA-Camp auf St. Chrischona war das Christival 2016, das an Himmelfahrt in Karlsruhe stattfand. Auf der Suche nach einer Alternative nahm der ECJA die Einladung von Chrischona International und dem Theologischen Seminar St. Chrischona (tsc) an. So reisten Hunderte ECJAler mit Autos oder Kleinbussen in die Schweiz. Teilweise waren sie bis zu acht Stunden unterwegs. Die Teilnehmer brachten viele Fragen mit: Was ist eigentlich Chrischona? Warum laden die uns ein? Und was hat es mit den Bunkern auf sich? Nach der Ankunft klärte sich einiges. Die Bunker zum Beispiel sind tatsächlich alte Schutzräume, die in der Schweiz für jedes grössere Gebäude vorgeschrieben sind. Sie dienten den Jugendlichen als Übernachtungsquartier. Wiedersehensfreude Studenten und Mitarbeiter des tsc hiessen die ECJAler herzlich willkommen. Besonders jene tsc-Studenten, die

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CHRISCHONA

6/2016

Ein besonderer Höhepunkt des ECJACamps war das grosse CowboyIndianerfest. Die tsc-Studenten und Mitarbeiter luden als Indianer verkleidet die Cowboys aus dem ECJA zum Kräftemessen ein. Da gab es originelle Verkleidungen zu bestaunen und herausragende Leistungen zu beklatschen. Beim Westerntanz feierten alle gemeinsam und waren sich einig, dass Cowboys und Indianer doch noch gute Freunde werden könnten. Gute Beziehungen von tsc und ECJA Das trifft erst recht auf das Theologische Seminar St. Chrischona und den ECJA zu. Die Beziehungen waren schon vor dem Camp gut, weil tsc-Absolventen immer wieder als Mitarbeiter in den ECJA gehen oder junge Christen aus dem ECJA zum Theologiestudium ans tsc kommen. Jetzt haben sich beide noch besser kennengelernt und werden sich vielleicht schon bald wiedersehen – spätestens aber beim nächsten ECJA-Camp. //

Häuptling «Rechter Winkel» (alias Direktor René Winkler) vor versammelter Mannschaft.


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Die Chrischona Hallau sucht auf den 1. Januar 2017 einen

Pastor mit Schwerpunkt Jugend (100%) Wir sind eine wachsende, moderne Kirche im Kanton Schaffhausen, die allen Generationen eine Heimat bieten möchte. Wir freuen uns an einer grossen und vielfältigen Jugendarbeit. Als Pastor mit Schwerpunkt Jugend bist du voller Leidenschaft, motiviert in unsere grosse und vielfältige Jugendarbeit zu investieren. Dein Herz schlägt aber auch für die Gemeinde als Ganzes. Deine Aufgaben • Hauptleitung, Koordination und Ausbau der evangelistisch ausgerichteten Kinder- und Jugendarbeit (inkl. Camparbeit). • Beziehungsarbeit mit Jugendlichen und Teenagern. • Mitarbeit in gesamtgemeindlichen Bereichen (Predigt, Seminare etc.). Dein Profil • Erfahrung und Freude im Einsatz für einen evangelistisch ausgerichteten Gemeindebau. • Begabung und Freude am Organisieren und Junge Leute zu fördern und coachen und anleiten. Das bieten wir • Verantwortungsvolle Mitarbeit in einem motivierten Pastorenteam. • Wachsende Gemeindearbeit und eine motivierte Mitarbeiterschaft. • Anstellungsbedingungen nach den Richtlinien von Chrischona Schweiz. Du bist interessiert? Weitere Auskünfte erteilt dir gerne: Michael Russenberger Leitender Pastor der Chrischona Hallau Telefon: +41 (0)52 681 31 14 E-Mail: michael.russenberger@chrischona.ch. Deine elektronische Bewerbung sendest du an den Leiter Chrischona Schweiz: Dr. Peter Gloor Leiter Chrischona Schweiz Erlenstrasse 12 CH-4416 Bubendorf Telefon: +41 (0)61 933 04 81 E-Mail: peter.gloor@chrischona.ch


Theologisches Seminar St. Chrischona Communicatio – das neue Magazin des tsc

Kommunikative Theologie an der Arbeit

KOMMUNIKATIVE THEOLOGIE

Gottes Gespräche

Es ist die Neuerscheinung des Jahres: Communicatio – das neue Magazin des tsc. «Sie sehen Kommunikative Theologie an der Arbeit», schreibt Dr. Benedikt Walker, Seminarleiter tsc, in seinem Vorwort und fährt fort: «Es geht darum, die Inhalte und Praktiken des christlichen Glaubens miteinander zu teilen. Denn nur so werden wir sie im Heute neu entdecken und lebendig gestalten.»

Was gibt es im ersten Communicatio zu lesen? Sie lesen von tsc-Dozent Dr. Andreas Loos, warum das tsc das Wagnis Kommunikative Theologie eingeht. tsc-Dozent Dr. Stefan Felber hört tief hinein in das Kommunikationsbuch der Bibel – die Psalmen. Dabei erklingt eine unerhörte Vielstimmigkeit. Diese psalmistische Klangvorlage nimmt Andreas Loos wieder auf und schreibt über das ewige, dreistimmige Gespräch von Vater, Sohn und Heiligem Geist, das unsere betende Kommunikation mit Gott anstimmt. Zwischendrin kommen viele Menschen zu Wort, die sich auf ein Gespräch über Kommunikative Theologie eingelassen haben. tsc – investieren in Menschen

Neugierig geworden? Dann bestellen Sie das tsc-Magazin Communicatio unter

VIELSTIMMIG – BETEN MIT DEM KOMMUNIKATIONSBUCH DER BIBEL

KOMMUNIKATION RISKIEREN Die Psalmen sind, modern formuliert, das Kommunikationsbuch der Bibel. Natürlich will Gott durch jedes Bibelbuch zu uns sprechen. Doch die Psalmen sind ganz speziell. Es wird in ihnen nämlich in jede denkbare Richtung kommuniziert, d.h. mit-ge-teilt. Klar, geredet wird überall. Aber die Psalmen machen das Reden zum Thema: Oft finden wir ausdrücklich gesprochene Worte oder Sprache der Beter selbst oder anderer Personen, ja wörtliche Zitate – mit und ohne entsprechende Einleitungen. Wir beobachten, wie vielfältig die Sprechrichtungen und ihre Wechsel sind, wie andere Stimmen

Drei Indizien gibt es dafür. Zum einen werden Zitate oft ausdrücklich eingeleitet („Gott spricht: …“, „die Gottlosen sagen: …“ usw.). Zum anderen wird die Komplexität bisweilen noch erhöht, indem mehrere Sprecher bzw. Adressaten nebeneinander gestellt werden und so auch Dreier- oder Viererkonstellationen entstehen, oder verschiedene Gruppen gegeneinander auftreten. Schliesslich zeigt die Häufigkeit von Begriffen für Sprach-/ Kommunikationsgeschehen, dass Zitate und Sprecherwechsel sehr bewusst eingeführt werden.

An einigen Beispielen will ich zeigen, wie vielfältig die Begegnungen sind. Besonders diejenigen Kommunikationsbeispiele, in denen Gott selbst das Wort ergreift, verdienen mehr Aufmerksamkeit, als man ihnen bisher geschenkt hat (Nr. 9 bis 12)! Die Nummerierung bietet nur eine grobe Vorsortierung.

Die Psalmen sind das Kommunikationsbuch der Bibel. In ihnen wird in jede denkbare Rich­ tung kommuniziert.

DER BETER ZU GOTT: „HERR, höre meine Worte, merke auf mein Reden! Vernimm mein Schreien …“ (5,2f.; vgl. 27,7; 28,1f.6).

DER BETER BENENNT SEIN SCHWEIGEN (ODER KÜNDIGT ES AN): „Ich bin verstummt, mache meinen Mund nicht auf; denn du, du hast gehandelt“ (39,10 Elb.; Luther: „Ich will schweigen …“; vgl. V. 13).

AUF DEN PUNKT GEBRACHT:

DER BETER LEGT EIN NACHZUSPRECHENDES ZITAT BZW. EIN GLAUBENSBEKENNTNIS VOR, Z.B. PS 118: „ 2 Es sage nun Israel: Seine Güte währet ewiglich. 3 Es sage nun das Haus Aaron: Seine Güte währet ewiglich. 4 Es sagen nun, die den HERRN fürchten: Seine Güte währet ewiglich.“

In Psalmen wird in jede Richtung kommuniziert – Beten und denken müssen Hand in Hand gehen – Trinitätslehre ist eine Konsequenz der Psalmenexegese – Psalmen gewinnen aus der Tora ihren kommunikativen Reichtum – Ohne biblische Grundlage als Quelle verarmt alles Sprechen

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eingespielt werden oder die eigene Stimme zurücktreten kann. Offenbar ist diese Vielfalt bzw. sind diese Wechsel den Psalmsprechern sehr bewusst!

DER BETER ZITIERT SICH SELBST VOR GOTT: „Ich habe gesagt zu dem HERRN: …“ (16,2; vgl. 22,2; 38,17)

DER BETER BITTET GOTT, DASS ANDERE SEIN LOB NACHSPRECHEN: „… und die dein Heil lieben, lass allewege sagen: Der HERR sei hoch gelobt!“ (40,17b)

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STIMMIG – WARUM WIR EINFACH MAL ANFANGEN MIT KOMMUNIKATIVER THEOLOGIE

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1. WAGNIS – ANDERS GEHT ES WOHL NICHT KOMMUNIKATION RISKIEREN Wir machen uns am tsc auf den Weg, ein paar Löcher in verschiedene Mauern zu schlagen. In die Mauern zwischen Theologie, Gemeinde und Gesellschaft. Ganz egal, wer hier welche Mauern und Türme um sich herum gebaut hat, die gestörte oder gar abgerissene Kommunikation schadet allen Beteiligten. Wenn die Theologie das analysiert, kann leicht Folgendes passieren: Entweder sie zeigt den anderen deren Schäden auf, kritisiert und fordert, dass man der Theologie die verlorengegangene Stellung in Kirche und Gesellschaft wieder zurückgibt. So etwas kann heutzutage leicht als Machtanspruch aufgefasst werden. Oder aber die Theologie biedert sich an. Sie liefert das, was man hören will. Damit läuft sie Gefahr, überhaupt kein Gegenüber mehr zu sein für die anderen. Denn sie hat ja gar nichts Eigenes mehr zu sagen. Beides wäre das Ende der Kommunikation, die man doch eigentlich wiederbeleben wollte.

„Wir bemerken im neueren Pietismus eine besorgnis­ erregende Kluft zwischen Theologie und Gemeinde. Dabei handelt es sich um eine tiefgehende Dissonanz, die beispielsweise in einer Ent­ gegensetzung von Lehre und Leben Ausdruck findet.“ Klaus Bockmühl: Der Dienst der Theologie, S. 75.

AUF DEN PUNKT GEBRACHT: Wir wagen uns auf den Weg – Wir reden weniger von Krise und mehr von Chance – 360° kommunizieren und zentrieren

ETWAS ZU SAGEN HABEN UND SICH ETWAS SAGEN LASSEN Dass hier keine Missverständnisse entstehen: Theologie will kommunizieren, weil sie etwas zu sagen hat, was sie hoffentlich zuvor empfangen hat von Gott, durch seinen Geist, durch sein Wort, aufgrund ihrer langen Geschichte. Aber die Theologie hat zugleich allen Grund, sich heute zuerst selbstkritisch zu fragen und befragen zu lassen: Was ist uns nicht gelungen, wenn es darum ging, die Inhalte, Formen und Praktiken des christlichen Glaubens nach innen (Gemeinde) und nach aussen (Gesellschaft) zu kommunizieren? Wieso gelten die Themen, Fragen und Formate der Theologie heute als glaubens-, lebens- und weltfremd? Es nützt nichts, wenn wir Theologen uns beklagen über den Substanzverlust an Bibelkenntnis und Glaubensinhalten in den Gemeinden, oder über die Sprachunfähigkeit der Christen gegenüber einer modernen nach-christlichen Gesellschaft. Ist uns selbst vielleicht manches nicht geglückt in der theologischen Ausbildung von Pastoren, Gemeindepädagogen oder ehrenamtlichen Mitarbeitern?

„Eine Gemeinde ohne eine kräf­ tige Theologie wird schuldig an ihrer Jugend.“ Klaus Bockmühl: Der Dienst der Theologie, S. 76.

Hier beginnt für uns das Wagnis einer Kommunikativen Theologie. Sie kann nicht vom erhabenen Standpunkt aus mit anderen ins Gespräch treten und es kontrollieren wollen. Sie muss wirklich kommunizieren, und das heisst: sich umfassend mitteilen, sich wahrhaft öffnen und sich auch etwas sagen lassen. Wer kommuniziert, riskiert sich damit selbst, denn er wird höchstwahrscheinlich verändert werden.

Theologie sind.“ Nein, in diesem Sinne haben und wissen wir es eben nicht. Wir fragen neu danach, ohne sicher sein zu können, was dabei herauskommt und wie die Theologie dabei herauskommt. Und deshalb wagen wir das Gespräch mit Kirche und Gemeinden, wie sie nun mal heute sind. Und auch mit den Menschen unserer nach-christlichen und zugleich hochreligiösen Zeit.

2. HALTUNG ANNEHMEN Unsere Haltung ist nicht: „Wir reissen jetzt die Mauern ein und beenden mit unserer Theologie die grosse Kommunikationskrise.“ Was wäre das für eine heillose Selbstüberschätzung! Ja, Theologie kann was, aber lange nicht alles. Sie ist eine von vielen Gaben des Heiligen Geistes an seine Gemeinde (1Kor 12,28; Eph 4,11–16). Theologische Ausbildung wird so übrigens auch entlastet. Man darf ihr etwas zutrauen, ohne ausbildungs- und expertengläubig werden zu müssen. Überhaupt ist unsere Haltung positiv, freudig, hoffnungsvoll. Wir brauchen die Krise des Glaubens und der Kommunikation des Evangeliums nicht weiter beschwören. Eine solche Krisensprache nutzt sich irgendwann eh ab. Und auch die Theologie, die sich selbst einseitig durch Krisen und Krisenbewältigung legitimiert und begründet. War der christliche Glaube mit seiner Theologie jemals in einer krisenfreien Zone? Theologie, Lehre, Inhalte und Formen christlichen Glaubens haben in unseren Augen gute Kommunikationschancen in der Gegenwart.

Deshalb treten wir mit dieser ersten Ausgabe von „Communicatio“ auch nicht auf und sagen: „Kommunikative Theologie! Wir haben es, das fertige Konzept von Kommunikation und Theologie. Wir wissen genau, was die Inhalte und Methoden einer zeitgemässen

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e Standpunkt

orten –

antw nen und Theologen 7. fragt, Theologin 26+2 Communicatio Seiten 16+17 sowie hier und auf den

www.communicatio-magazin.ch Das Magazin soll zweimal im Jahr erscheinen. Es widmet sich einer «Kommunikativen Theologie», wie sie am tsc gepflegt und erarbeitet wird. //

1. WOHER UND WOHIN

1.

e Seine Güt iglich. währet ew

Pfr. Dr. Stefan Felber

.COM MUNI CATIO

e meine Herr, hör rke auf mein Worte, me

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Dr. Andreas Loos

DAS MAGAZIN DES THEOLOGISCHEN SEMINARS ST. CHRISCHONA

is „Mich, mein Denken und Weltverständn der Welt. in Beziehung setzen zu Gott und selbst, der Welt In Beziehung kommen mit mir Gott, meinen und Gott. Beziehung leben mit Mitmenschen, Brüdern und Schwestern.“ Werner Baur, Oberkirchenrat, Dezernat Kirche und Bildung im Stuttgart Evangelischen Oberkirchenrat

ige beziehungsmäss n darunter eine n Beziehunge „Ich verstehe in mehrfache anz (H. Rosa) Theologie, die t und auf Reson den Müttern hört und sprich Gott, zu Beziehung zu wärtigen gegen hofft: in der zu Glaubens, und säkularund Vätern des indifferenten kulturelle , suchenden, glaubenden denen, die das Armen.“ Menschen, zu skeptischen übersehenen n und zu den s r des Institut Gespräch präge

är der , Generalsekret Hartmut SteebAllianz Deutschland Evangelischen

„Kommun ikative Theo logie betre lektuelles ibt Selbstges präch, sond kein intelAustausch ern mit ihm angesproc dem redenden Gott sucht den und den von henen Mens Theologie studiert sowo chen. Kommun ikativ auch den Kontext unse hl den biblischen Text e munikativ er Theologie rer Gesellschaft. In als Kom trifft Stud Dr. Uwe ium auf Lebe Rechberg n.“ er, Studie nleiter am Albrechts, Tübingen

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2. WELCHE ROLLE SPIELT DIE KOMMUNIKATION MIT GOTT (GEBET) IN DER THEOLOGIE ?

„Es ist anlehnt, eine Theologie denn Gott , die sich tion (Lieb an die Vorg ist nich abe den Men e, Zuwendung, t Gott an sich, sondern Gottes Barm sche nehmen. n in seinen Anlie herzigkeit, Gnad KommunikaSie tritt e). mit Gott gen, Themen und Sie versucht und Gott Sr. Dor es Wort Fragen ernst zu is Kellerha ins Gesp ls, räch…“ Kommun ität Diak Oberin, Pfrn. Dr. onissenh theol., aus Rieh en

N SIE SICH 1. WAS STELLE U NIKATIVE UNTER „KOMM R? THEOLOGIE“ VO

Direkto el Herbst, und Prof. Dr. Micha von Evangelisation zur Erforschung , Universität Greifswald icklung Gemeindeentw

„Es ist in Christe der Theologie, n, und übe zu wenig, wen wie auch im Leb besser r ihn spricht. n man viel übe en jedes The kennen und mit ologen sollten r Gott weiss Dieter ihm stat Bösser, t über ihn Gott immer Studienle spreche christlic iter Schweiz bei n. “ he Führ der

unserer Menschen in „Da wir als erfassen ich Gott nicht Weisheit letztl können, braucht es und begreifen das Wort öffnet. der Gottes Geist, Theologie ist darum alle t Gebe Ohne s nütze.“ letztlich nicht

Wesen nach kaum eine. Ihrem Substanz „De facto leider gie immer ihre aber verliert Theolo banal, wenn sie keine dlich und wird letzten on mehr ist.“ betende Reflexi Dr. Johannes

Hartl, Leiter des Augsburg

Gebetshauses

„Menschen, die hörend und sprechend leben. Menschen, die hörend beten, leben, präsent sind und hörend sprechen. Übersetzen. Vermitteln.“ Christina Brudereck, Theologin und Schriftstellerin

Das sind sie …

„Eine Theologie, die sich auf die Fragen der Menschen, ihre Herausforderungen und Probleme bezieht. Sie nimmt Themen auf, von denen die Menschen denken, dass die Bibel nichts über sie zu sagen hat.“

Prof. Dr. Michael Herbst

Werner Baur

Dr. Uwe Rechberger

Sr. Doris Kellerhals

Martin Bühlmann

Hartmut Steeb

Dr. Johannes Hartl

Dieter Bösser

Martin Bühlmann, Mitglied der Leitung der weltweiten Vineyard Bewegung

Christina Brudereck .COMMUNICATIO | AUSGABE 1/16 | SEITE 8

Inserat

Zeigen Sie Solidarität mit bedrängten Christen!

Mahnwache Donnerstag 15. Dezember 2016 17.30–18.00 Uhr

Basel Marktplatz n Bern Bahnhofsplatz | neben der Heiliggeistkirche n  Chur Bahnhofplatz n  Giubiasco Piazza Grande | vor der Kirche n Frauenfeld Soldatendenkmal n  La Neuveville Bahnhofplatz | vor dem Centre des Epancheursn Lausanne Place St-Laurent n  Luzern Torbogen beim Bahnhof n  Romanshorn Ecke Alleestrasse / Rislenstrasse n St.Gallen Marktgasse Brunnen n  Thun Rathausplatz n  Zürich Züghusplatz vis à vis Paradeplatz

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Theologisches Seminar St. Chrischona

tsc-Dozent Pfr. Dr. Werner Neuer emeritiert

Eine Festschrift zum Abschied «Erkennen und Lieben» im Titel der Festschrift nimmt Werner Neuers Arbeitsschwerpunkte Dogmatik und Ethik sowie insbesondere ihre innere Verbindung miteinander auf. Diese Verbindung ist biblisch vorgegeben. Paulus verbindet beide Pole etwa in Kolosser 2, 1–3 (leicht gekürzt): «Ich will euch nämlich wissen lassen, welchen Kampf ich … führe …, damit ihre Herzen gestärkt und zusammengefügt werden in der Liebe und zu allem Reichtum an Gewissheit und Verständnis, zu erkennen das Geheimnis Gottes, das Christus ist, in welchem verborgen liegen alle Schätze der Weisheit und Erkenntnis.»

Am 6. Mai 2016 feierte Dr. Werner Neuer seinen 65. Geburtstag. Seit 2000 unterrichtet er Dogmatik und Ethik am Theologischen Seminar St. Chrischona (tsc). Ende November wurde Werner Neuer von Kollegen und Studenten in den Ruhestand verabschiedet. Im internationalen Massstab war er wohl der mit Abstand bekannteste Dozent des tsc. Aus diesem Anlass haben Freunde und Kollegen eine Festschrift zusammengestellt.

Rechtes Erkennen und rechtes Lieben sind nicht ohne Kampf zu haben. Auch Theologie ist Arbeit und Mühe, nicht nur ein selbstloses Lieben, von dem viel mehr gepredigt wird. Ein Vorwärtsschreiten in Erkenntnis und Liebe wird nur aus Gottes Gnade geschenkt (vgl. 2. Petrus 3, 18). Darum steht für eine schriftgemässe Theologie auch die Gegenwart Gottes im Titel. Denn wer nicht vor dem dreieinigen Gott gestanden hat, kann auch vor Menschen nicht bestehen. Wer nicht das Gericht des heiligen Gottes fürchtet, wird umso mehr das Gericht der Menschen fürchten. Darum: Wer recht erkennen und lieben will, muss dies in der Gegenwart des dreieinigen Gottes tun. Jeder Beitrag versucht sich nun auf einem Feld, auf dem Werner Neuer ebenfalls einmal geforscht hat. Damit sucht die Festschrift trotz der Verschiedenartigkeit der Autoren und Fragestellungen eine Ganzheit darzustellen. //

STEFAN FELBER

Pfr. Dr. Stefan Felber ist Dozent für Altes Testament am tsc. Namhafte Theologen und Kirchenleiter haben an der Festschrift mitgewirkt. Sie erweisen dem Jubilar Dank und Anerkennung für sein Wirken für Theologie und Kirche. Es handelt sich um 25 Autoren, darunter zahlreiche Bischöfe, Professoren, Dozenten und Pfarrer. Das Besondere an diesem Autorenteam ist nicht nur ihr verschiedenes Alter, denn die Geburtsjahre reichen von 1928 bis 1971. Die Festschrift zeichnet sich auch durch ihre Interdisziplinarität aus, denn es haben Vertreter aller theologischen Disziplinen mitgeschrieben, ausserdem ein Philosoph. Zum dritten ist ihre Interkonfessionalität bemerkenswert, denn es sind evangelisch-lutherische, evangelisch-freikirchliche und römisch-katholische Theologen vertreten. Damit ist nochmals deutlich, dass Werner Neuer einen enormen Bekannten- und Wirkungskreis erworben hat.

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Stefan Felber (Hg.): Erkennen und Lieben in der Gegenwart Gottes. Festschrift für Werner Neuer zum 65. Geburtstag Erscheint in der Reihe «Studien zu Theologie und Bibel», Band 18, Lit-Verlag. Autoren: Christoph Kardinal Schönborn; Helmut Burkhardt; Oswald Bayer; Manfred Seitz; Andreas Laun; Peter Beyerhaus; Ulrich Rüss; Stefan Felber; Eckhard Hagedorn; Daniel Rüegg; Andreas Loos; Harald Seubert; Sven Grosse; Reinhard Slenczka; Theodor Dieter; Jacob Thiessen; Andreas Späth; Barbara Hallensleben zusammen mit Guido Vergauwen; Hans Ulrich Reifler; Edith Düsing; Johannes Schwanke; Christoph Casetti; Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz und Stefan Schweyer.


Würdigungen tsc-Dozent Dr. Werner Neuer zum 65. Geburtstag und zur Verabschiedung in den Ruhestand

Vier Würdigungen Helmut Burkhardt über Werner Neuer:

Horst Schaffenberger über Werner Neuer:

„ Als Werner Neuer seinerzeit als mein Nachfolger nach „ Frag Werner Neuer – dass war schon immer ein guter

Chrischona berufen wurde, habe ich mich sehr gefreut. Tipp unter Studenten und Kollegen, wenn eine (nicht nur Und die Freude wurde nicht enttäuscht. Denn oft ist es ja theologische) Frage im Raum stand, wenn Literatur geso, dass Nachfolger in einem Amt sich gern möglichst sucht wurde. Werner ist ein allseits interessierter Mensch, klar vom Vorgänger abgrenzen, ihn vielleicht sogar mit dem man sich über ganz viele Themen unterhalten schlecht machen. Das war bei Werner Neuer ganz anders. kann. Sei es Politik und Gesellschaft, Sport, Musik und Er sah sich und seine Arbeit bewusst und gern – wie auch Kunst, vor allem aber Geschichte und Theologie. Man ich – in den Spuren, die einst Klaus Bockmühl vorge- lernt dabei einen überaus interessierten und angenehzeichnet hatte. Und unser Verhältnis war und blieb ge- men Gesprächspartner kennen. Für die Studenten war prägt von gegenseitiger Wertschätzung, brüderlicher das jeweils lehrreich, ohne das Gefühl, es mit einem Verbundenheit und engem theologischen Austausch. Schulmeister zu tun zu haben. Für uns Kollegen war das Dafür bin ich von Herzen dankbar.  immer anregend, inspirierend, ja wirklich bereichernd. Diese Gespräche werden mir fehlen.  Dr. Helmut Burkhardt war von 1977–2000 Dozent am tsc, Dr. Horst Schaffenberger ist Dozent am tsc und war tscnach seinem Ruhestand bis 2006 weiterhin Gastdozent.

Seminarleiter von 2006 bis 2016.

Christoph Kardinal Schönborn über Werner Neuer: Ich persönlich verdanke Werner Neuer einige wichtige Ein Brief von Elisabeth Bockmühl an Werner Neuer: Impulse. Allem voran: Er hat mich auf Adolf Schlatter Lieber Werner! Im Jahr 1965 übernahm mein Mann das neugierig gemacht, und seither ist dieser Meister der evangelische Studentenpfarramt in Heidelberg. Bald war Auslegung des Wortes Gottes nicht von meiner Seite ge- ich es gewöhnt, viele Studenten im Haus zu haben. Manwichen. Es vergeht kaum eine Woche, ohne dass ich bei che kamen eher regelmässig, und dazu gehörte das Schlatter nachlese, wie er diese oder jene Perikope aus- Neuer-Brüder-Trio: Deine beiden Brüder waren christlilegt. Und immer lese ich ihn mit theologischem und che Studenten, Du warst noch Schüler, ein ziemlich «rogeistlichem Gewinn. Ich danke aber auch Werner Neuer ter» Schüler … Du stauntest, als Du etwa 1970 bei uns für sein Eintreten für «Humanae Vitae», auch gegen den Bücher von Solschenyzin fandest. Ich denke, Du warst zu Mainstream heutiger Theologie. Schliesslich war es die der Zeit vielleicht innerlich auf dem Weg von der marxis«Salzburger Erklärung», an der er wesentlich beteiligt war, tischen Philosophie zum christlichen Glauben. die ihn mir als umsichtigen und weitsichtigen DiagnostiMein Mann schrieb in der Zeit sein Buch «Atheismus in ker heutiger Fehlentwicklungen gezeigt hat. Auch dafür der Christenheit», und das hat bei Dir wohl viel bewirkt. danke ich ihm. Vor allem aber ist es Adolf Schlatters Be- Jedenfalls wurdest Du je länger je mehr im Glauben auch tonung der Liebe als Mitte des christlichen Lebens, die bestärkt durch die Literatur meines Mannes und durch mich auch in den Arbeiten von Werner Neuer beein- die Gespräche mit ihm. Es ist schade, dass mein Mann druckt. Dass ein Lutheraner nicht nur den Glauben, son- das Erscheinen Deiner grossen Schlatter-Biographie dern die Liebe in die Mitte seiner Theologie gestellt hat, nicht mehr erlebt hat. Dort sagst Du auf S. 78 (Anm. 126): das macht Adolf Schlatter zu einem grossen Brückenbau- «Die Wahrnehmbarkeit der Erneuerung in Schlatters er hin zur katholischen Theologie. Werner Neuer hat auf Theologie betont zu Recht K. Bockmühl (1969)». diese Brücke aufmerksam gemacht und ist auf ihr in In den Jahren seit meiner Rückkehr aus Kanada habe ökumenischer Brüderlichkeit uns nahegekommen. Für all ich Dich als Kollege im Dozentenkreis auf Chrischona die guten Jahre des theologischen und geistlichen Mitei- und im Herausgeberkreis der Bockmühl-Werkausgabe nander danke ich ihm.  (Auszug aus der Festschrift) erlebt. Danke für Deine grosse Arbeit im Band «Grundlagen evangelischer Ethik» und für Dein ganzes Engagement!  Christoph Kardinal Schönborn ist Erzbischof von Wien.

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„ 

Elisabeth Bockmühl ist die Witwe des 1989 in Vancouver verstorbenen Prof. Klaus Bockmühl, dem Vor-Vorgänger von Werner Neuer am tsc. Sie lebt in Riehen.

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Pf r. Dr. Eckhar d Hagedor n Dozent für Neu es Testament am tsc

«Ich kann das Wort so hoch unmöglich schätzen», sagt 1808 die Hauptfigur in Goethes Tragödie «Faust» und «korrigiert»: «Im Anfang war die Tat.» Damit hat Goethe eine Lawine von Neuformulierungen losgetreten. «Am Anfang war die Kunst», schreibt ein Künstler, ein Naturwissenschaftler: «Am Anfang war der Urknall». Auch die Pädagogen melden sich zu Wort: «Am Anfang war die Beziehung.» Ein Buch über Hochwasserkatastrophen titelte «Am Anfang war die Sintflut», und eine ZDF-Familienkomödie warb mit dem Titel: «Am Anfang war der Seitensprung». Sinnigerweise hiess es bei der letzten Fussballeuropameisterschaft: «Am Anfang war der Ball.» Und natürlich gibt es auch einen Krimi, der «Am Anfang war der Mord» heisst – was sich sogar auf «Im Anfang war das Wort» reimt. Und nun? Jede dieser Plattitüden ist eine Einladung, wieder genau hinzusehen und den Rückweg aus dem Oberflächlichen ins Unerschöpfliche zu suchen. Man riskiert allerdings eine Enttäuschung. Die heisst: Im Anfang sind nicht wir. Wo wir doch so gerne am Anfang stehen und am Schluss und auch mittendrin. Wo wir nicht dabei sind, ist doch nichts los, oder? Es ist ernüchternd, gleich am Anfang des wohl berühmtesten Evangeliums entthront zu werden. Ernüchternd, aber gut. Etwas Besseres kann uns nicht passieren. Wer den ganzen Abschnitt liest, merkt schnell: Mit dem «Wort» ist Jesus gemeint. Es geht um Jesus und Gott, wir würden heute sagen, die Beziehung zwischen Jesus und Gott und zwischen Gott und Jesus. Ein exzellenter Kenner und Liebhaber des Johannesevangeliums schrieb: «Der Sohn ist also in erster Linie für den Vater, nicht für die Schöpfung da.» Nicht für uns, jedenfalls nicht zuerst. 18

CHRISCHONA

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Bei Licht besehen – vom Licht ist gleich anschliessend die Rede! – ist das unser grosses Glück. Denn alles, was danach über uns gesagt wird, hat hier seinen Ursprung. Im Geheimnis der Beziehung zwischen Gott und Jesus finden wir unseren Ursprung, unser Leben, unser Licht, unsere Würde. Deshalb wirbt das ganze Evangelium um das Vertrauen zu Jesus, das Wort im Anfang. Man kann dieses Wort nicht hoch genug schätzen.

«Im Anfang

war das

Wort,

und das Wort war bei Gott, und Gott

war

das

Wort. Dasselbe

war im Anfang

bei Gott.» Johannes 1, 1–2

© fotolia – HAKKI ARSLAN

Wer neutestamentliches Griechisch lernt, wird die Sätze aus Johannes 1, 1–2 bald übersetzen können. Alle Vokabeln gehören zum Grundwortschatz, die Satzkonstruktion könnte nicht einfacher sein. Andererseits: Mit diesen einfachen Worten wird das Tiefste ausgesagt, was überhaupt gesagt werden kann. Sie bleiben ihrem Sinn und Inhalt nach jedem Nachdenken voraus: uneinholbar.


Thema St. Chrischona Finanzen

Hilfe, es ist Advent!

SPENDENZIEL 31. DEZEMBER 2016

3,9 Mio. CHF

Die Adventszeit hat begonnen. Es ist eine Zeit der freudigen Erwartung auf Weihnachten, den Tag als Jesus Christus in diese Welt gekommen ist. Doch für uns als Verantwortliche von Chrischona International bedeutet der Beginn dieser Adventszeit auch: Das Jahresende ist nah und die Sorgen nehmen zu.

Rund 2 Millionen in 2 Monaten Das nahe Jahresende macht uns Sorgen, weil wir bis dahin noch viele Spenden benötigen. Wie die Spendengrafik zeigt, hat Chrischona International bis Oktober 2016 rund 1,94 Millionen Schweizer Franken an Spenden erhalten. Im November und Dezember brauchen wir nochmal so viel Spenden. Nur dann erreichen wir die benötigten 3,9 Millionen Schweizer Franken.

STAND 31. OKTOBER 2016

1,94 Mio. CHF

Wofür Chrischona um Unterstützung bittet Wir können aber nicht einfach nur abwarten, was passiert. Wir müssen konkret planen für 2017. Gerne würden wir genügend Mittel bereitstellen, dass beispielsweise die Aufbruchstimmung am Theologischen Seminar St. Chri- Ihre Spenden entscheiden schona (tsc) neue Früchte tragen kann. Die neuen Stu- Klar ist: Die Verbands- und Bildungsarbeit von Chrischodiengänge benötigen Investitionen, um sie weiterzuent- na International ist eine langfristige Investition, ist wertwickeln. Dazu zählt das innovative Bachelor-Studium voll, wirkungsvoll und wird weitergehen. Sie als Spender Theologie & Musik. Die Musikstudenten trugen bereits entscheiden mit darüber, wie gross die Wirkung unserer dazu bei, dass wir eine inspirierende und facettenreiche Arbeit als evangelischer Verband im nächsten Jahr sein Strategie- und Schulungskonferenz (SSK) 2016 erlebten. wird. Haben wir die Mittel, weiterhin gute theologische Bildungsangebote für die nächste Generation zu entwickeln? Können wir als Verband die Gemeinden in der Schweiz, in Deutschland, Frankreich und im Südlichen Afrika weiterhin so unterstützen wie bisher? Mit gut ausgebildetem theologischen Nachwuchs, inspirierenden Veranstaltungen und Publikationen, die Hoffnung machen?

Jede Spende hilft!

Studenten des Studiengangs Theologie & Musik im Einsatz an der Strategie- und Schulungskonferenz (SSK) 2016.

Wir hoffen, dass wir es mit Ihrer Hilfe können. Bitte unterstützen Sie Chrischona International mit Ihrer Spende. Egal ob 10, 100 oder 1000 Franken / Euro – jede Spende hilft. Und bitte beten Sie mit uns für ausreichende Finanzen. Denn eines macht uns die Adventszeit auch klar: Wir sind alle in Gottes Hand und können auf ihn vertrauen. Roland Krähenbühl

Auch die Arbeit des tsc an der Kommunikativen Theologie wollen wir weiter nach vollen Kräften unterstützen, etwa indem wir regelmässig das Communicatio-Magazin herausgeben (siehe S. 15). Die aktuellen tsc-Studenten sagen uns, dass die Kommunikative Theologie für ihre Studienwahl eine Rolle gespielt hat. Und in ihr liegt auch grosses Potential für die missionarische Arbeit in den Gemeinden.

Leiter Dienstleistungen von Chrischona International

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Thema

Wer sät, der hofft Darf ein Pastor die Hoffnung ver«Noch vor einem Jahr war lieren? Ich stand kurz davor. Nach ich kurz davor, die Hoffnung fünf Jahren Dienst waren die Mitaufzugeben. Heute bin gliederzahlen meiner Gemeinde ich gespannt, was Gott um 15 Prozent zurückgegangen, die Anzahl der jungen Familien als nächstes tut.» und Mitarbeiter schrumpfte bedrohlich und die finanziellen Probleme wurden immer grösser. Die Aussichten waren 3 Verbänden, vom Theologiestudent bis zum Rentner. wenig hoffnungsvoll. Dann kam die Strategie- und Alle mit dem einen Ziel: Wir wollen säen und hoffen, Schulungskonferenz (SSK) 2015 auf St. Chrischona. dass Gott etwas aufgehen lässt. Das schweisst zusamDie Gedanken von Referent Stephen Beck rund um das men und beflügelt uns. Gott bestätigte diese Hoffnung ein ums andere Mal. Thema Gemeindegründung inspirierten und motivierten mich. Ein Satz Wir luden zu einem Fest ein. Etwa 60 Flüchtlinge kabrannte sich tief in mir ein: «Wenn wir men. Mit 20 von ihnen begannen wir eine Gruppe, wo heute nicht säen, werden wir morgen sie den Glauben an Jesus Christus kennenlernen konnten. Plötzlich wollte sich eine kurdische Familie für nichts zu ernten haben!» CHRISTIAN SEWERIN

Das Gründungsteam der neuen Gemeinde in Giessen. Christian Sewerin ist der Zweite von rechts.

Wer sät, der hofft! Genau das wollte ich dann unbedingt wieder tun. Unsere Gemeinde allein konnte sich kein Gemeindegründungsprojekt leisten. Das war mir klar. Deshalb lud ich den Giessener Theologieprofessor und Gemeindegründer Stephen Beck und einige Pastoren aus verschiedenen umliegenden Gemeinden ein. In nur zwei Treffen wurde uns klar: Wir wollten in der Region ein missionarisches Netzwerk knüpfen, um unsere Kräfte, Kreativität und Kompetenzen zu bündeln und miteinander alle Gruppen der Gesellschaft mit dem Evangelium zu durchdringen. Meine Hoffnungslosigkeit verwandelte sich in eine visionäre Erwartungshaltung. Ich rechnete neu mit Gottes Wirken und betete wieder voller Zuversicht. Die Hoffnung wächst

Bei einem Informationsabend erklärten wir unsere Idee eines missionarischen Netzwerkes, und dass wir als erstes gemeinsames Projekt eine Mosaik-Gemeinde in Giessen für Deutsche und Menschen aller Kulturen gründen wollen. Es bildete sich ein Startteam – und in mir wuchs die Hoffnung, dass Gott unsere Gemeinde für etwas Grosses gebrauchen wird. Das Gründungsteam ist sehr bunt: 15 Personen aus 6 Gemeinden und 20

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Jesus entscheiden und sich taufen lassen, obwohl das für Muslime gefährlich ist. Doch der Vater sagte: «Besser sterben, als einen Tag länger ohne Jesus leben!» Solche Erlebnisse machen Hoffnung, weil wir sehen: Gottes Reich ist mitten unter uns! Das Netzwerk wächst

Hoffnung macht uns auch, wie das Netzwerk wächst. Ein persisch sprechender amerikanischer Missionar bietet für uns einen Jüngerschaftskurs an. Eine palästinensische Christin, die schon lange in Deutschland lebt, sieht es als ihre Platzanweisung, beim arabischen Glaubenskurs zu übersetzen. Es wachsen auch intensive Kontakte zu Deutschen, und wir beten, dass auch sie Jesus begegnen. Besonders hoffnungsvoll macht uns im Startteam aber, wie wir selbst und unsere Gemeinden sich zu verändern beginnen. Meine Gemeinde hat dafür gestimmt, mich zu 20 Prozent in die Aufgabe der Gemeindegründung zu senden. Was Gott innerhalb weniger Monate gewirkt hat, ist unbeschreiblich. Noch vor einem Jahr war ich kurz davor, die Hoffnung aufzugeben. Heute bin ich gespannt, was Gott als nächstes tut. // Christian Sewerin ist Gemeinschaftspastor in der Chrischona-Gemeinde Hüttenberg in Hessen. Er absolvierte 2004 das tsc.


Thema

Kambodscha zwischen Hoffnung und Hoffnungslosigkeit Wöchentliche Kinderstunde – das Mädchen Malay, von dem die Hohmanns in dem Text erzählen, lehnt am vorderen Pfosten.

Kambodscha ist ein Land zwischen Hoffnung und Hoffnungslosigkeit. In der Vergangenheit wurde Kambodscha immer wieder von anderen Ländern besetzt oder befand sich im Krieg mit seinen Nachbarn oder gar mit sich selbst. R APHAEL UND CINDY HOHMANN Die Khmer sehnen sich nach Hoffnung

Der grausame Höhepunkt jüngster Zeit ist der Bürgerkrieg in den 1970er Jahren mit dem kommunistischen Regime der roten Khmer, dem etwa zwei Millionen Kambodschaner zum Opfer fielen. Bis heute leidet Kambodscha am Erbe dieser Epoche. Armut, eine traumatisierte Gesellschaft und eine korrupte Politik prägen das Land. Angesicht dessen ist es nicht verwunderlich, dass sich viele Khmer nach echter Hoffnung sehnen. Immer wieder bringen sie im Gespräch zum Ausdruck, dass sie in ihrem Leben ohne Hoffnung sind und oft nur eine vage Vorstellung davon haben, was Hoffnung eigentlich sein kann. Hoffnung wird hier oft als Glück oder Schicksal verstanden.

Wie uns echte Hoffnung begegnet

Im Kontakt mit den Menschen und ihren Nöten stossen aber auch wir oft an unsere Grenzen. Was sollen wir sagen? Wie können wir helfen? Doch gerade hier ist es uns möglich, ganz offen von unserer christlichen Hoffnung in Jesus Christus zu sprechen. Hoffnung, die nicht vage im Raum steht, sondern mit einer Person «Hoffnung, die nicht vage im kommt – echte Hoffnung begegnet uns in Jesus Christus! Und diese ErRaum steht, sondern mit einer fahrung ist für Khmer etwas ganz Person kommt – echte Hoffnung Neues. Ein Gott, der Interesse an begegnet uns in Jesus Christus!» mir und meinem Leben hat. Ein Gott, der mich versteht und spürbar in meinem Leben eingreift. Mit dem ich sprechen kann und der immer bei mir ist. Dieses von ihm zu empfangen. Dies sind Bewusstsein macht vielen Khmern zum ersten Mal echte Momente, in denen wir für unseren Dienst ermutigt werden und KamboHoffnung. dscha neue Geschichten der Hoffnung schreibt. // Kambodschas neue Geschichten der Hoffnung Da ist zum Beispiel Malay. Sie ist 13 Jahre alt, hat zwei Geschwister und ist Halbwaise. Ihr Vater hat jahrelang Raphael und Cindy Hohmann ledie Familie misshandelt, bevor ihn seine Alkoholsucht in ben mit ihren drei Söhnen seit 2013 das Grab holte. Ihre Mutter versucht nun, die Familie mit in Kambodscha. Die tsc-Absolvenselbstgewobenen Matten durchzubringen. In dieser für ten von 2012 sind von OMF Deutschuns so hoffnungslosen Situation verkündete vor kurzem land ausgesandt und in Südostasien Malay übers ganze Gesicht strahlend: «Wenn ich nun in der Gemeindegründung tätig. Angst habe, dann bete ich zu Jesus!» Durch sie und andere haben wir nun gelernt, dass wir nicht für alle Probleme eine Lösung parat haben müssen. Wir dürfen die Khmer einladen, Jesus zu vertrauen und neue Hoffnung 21


Thema

«Mit Ihnen ist etwas gekommen, Herr Kohlmann» Wer den plötzlichen Tod eines nahen Angehörigen erlebt, stellt die Frage, warum das passiert ist. Was antwortest du? Die Frage nach dem Sinn des Leidens kann ich nicht beantworten. das Bild ansprechen. Einige beschrei- Manchen Menschen hilft es, Antben es später so: «Mit Ihnen ist et- worten auf die Schuldfrage zu höwas gekommen, Herr Kohlmann.» ren. Zum Beispiel, wenn sie erfahren, dass ihr Angehöriger nicht zu Die Menschen, die du betreust, schnell unterwegs war, sondern stehen unter Schock. Von jetzt auf ihm die Vorfahrt genommen wurde. gleich ist nichts mehr so, wie es Manche Menschen können durch war. Wie verhältst du dich? traumatische Situationen auch wachDie Nachricht des Todes eines An- sen, etwa durch die Erfahrung, etgehörigen ist ein ungeheuerlicher was überstanden zu haben. Im LeiVerlust der Kontrolle. Genaue In- den – so schmerzhaft es ist – liegt Bernhard Kohlmann ist Evangelist und ehrenamtlicher formationen sind daher sehr wich- auch eine Chance. Notfallseelsorger. Auf der einen Seite predigt er das tig. Der Tod und die bekannten Fakewige Leben, auf der anderen Seite informiert er Men- ten müssen klar ausgesprochen wer- Erlebst du auch Situationen, die schen über den plötzlichen Tod ihrer Angehörigen. Ein den. Ansonsten bin ich einfach für dir selbst Hoffnung machen? Gespräch über Hoffnung in hoffnungslosen Situationen. die Menschen da. Ich begleite sie in Ich erinnere mich an den Fall einer den ersten Stunden nach der Todes- jungen Frau mit Herzstillstand. nachricht, lasse sie schreien oder Mehr als eine Stunde lang wurde INTERVIEW: MARKUS DÖRR sich ausschweigen, biete Hilfe und sie reanimiert – und tatsächlich begann das Herz wieder zu schlagen. Chrischona-Panorama: Verkehrsunfälle, Suizid, er- auch Gebet an. Das eigentliche Wunder aber war: folglose Reanimation – das sind Situationen voller Leid, in die du als Notfallseelsorger gerufen wirst. Wie kannst du Hoffnung machen? Sie überstand diese Situation ohne Ich kann keine Hoffnung machen. bleibende Schäden. Eigentlich steigt Hast du trotzdem Hoffnung für diese Welt? Bernhard Kohlmann: Ja, denn als Christ vertraue ich Im Gegenteil: Ich muss sogar auf- die Wahrscheinlichkeit mit jeder auf Gottes Verheissungen. Jesus wird in diese Welt passen, keine falsche Hoffnung zu Minute Herzstillstand drastisch an, wiederkommen. Er wird unsere Tränen abwischen und schüren. Nach der Todesnachricht dass der Betroffene trotz einer erweder Tod noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird wird nicht wieder alles gut, das folgreichen Reanimation Stunden mehr sein. (Offenbarung 21,4) Das ist der Schatz, den muss ich klar ansprechen. Ich kann später verstirbt. nur für die Menschen da sein und wir Christen haben: Wir haben Hoffnung. sie dabei unterstützen, selbst die Vielen Dank für das Gespräch. // Du beschreibst die Perspektive Ewigkeit. Ist sie nicht Hoffnung zu finden. zu weit weg, um das Leid zu lindern? Bernhard Kohlmann ist Absolvent Diese Perspektive macht Hoffnung, das unmittelbare des tsc von 2001. Er leitet das Leid lindern kann Jesus. Ich erlebe immer wieder, dass «Lechaim – Haus des Lebens» (geer sogar die tiefste Not mit den Menschen teilt. In meitragen vom Diakonissen-Mutterhaus nem Dienst lasse ich mich vom Heiligen Geist leiten. Er St. Chrischona) und arbeitet ehrenrichtet beispielsweise meinen Blick auf ein Bild, welamtlich als Notfallseelsorger im ches das verstorbene Kind gemalt hat und lässt mich Deutschen Roten Kreuz, Sektion Lörrach.

«Das ist der Schatz, den wir Christen haben: Wir haben Hoffnung.»

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Thema

Hoffnungsträger im Sonntags- und im Tarnanzug Als Hoffnungsträger ausgesandt wurde Thomas Maag am 26. Juni 2016 auf St. Chrischona. Gemeinsam mit 30 weiteren Absolventen des Theologischen Seminars St. Chrischona (tsc). Hier erzählt er von Bewährungsproben im Alltag.

«Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit.» Kolosser 1, 27

THOMAS MA AG

Soldat Maag, Motorfahrer beim Armeespiel. Ich sitze mit meinem Tarnanzug in der Truppenunterkunft und stöbere in der Zeitung. Ich lese von Finanzkrisen. Und von deren Hoffnungsträgern, die das bedrohliche Szenario abwenden sollen. Ich denke nach. Diesen Sommer wurde ich vom tsc als Hoffnungsträger ausgesandt. Nun sitze ich hier, in Arbeitsklamotten, mitten in der Welt. Hier bin ich Hoffnungsträger. Ich rede also von Gott, dem Schöpfer, und von Jesus, dem Erlöser. Viel Zustimmung erhalte ich allerdings von meinen Kameraden nicht. Das Evangelium ist keine gute Botschaft für eine atheistisch geprägte Gesellschaft. Ich rede genau von dem, das viele befürchten. Für sie bin ich kein Hoffnungsträger, eher ein Vorgeschmack des Todes (vgl. 2. Korinther 2,15). Barbusige Fotos als frauenverachtend und sexistisch zu bezeichnen, kann schon ein kleines Erdbeben auslösen, und wer mit Überzeugung Paradies und ewiges Leben bezeugt, gilt eher als Psychopath denn als Hoffnungsträger.  

Dem Gegenwind trotzen Aber was wäre das denn für eine Hoffnung, die beim kleinsten Gegenwind davonfliegt? Folge ich nicht auch hier unserem Herrn Jesus? Jesus selber musste von seinen Zeitgenossen viel Unglauben erdulden (Hebräer 12, 3). Und der Glaube von Abraham musste sich in seiner Ausdauer beweisen (1. Mose 15, 6). Von ihm heisst es: «Obwohl nichts mehr zu hoffen war, hielt er an der Hoffnung fest. Abraham, fast hundertjährig, wusste genau, dass seine Lebenskraft aufgezehrt und der Mutterschoss Saras erstorben war. Trotzdem wurde er nicht schwach im Glauben und zweifelte nicht an der Zusage Gottes, vielmehr wurde sein Glaube nur umso fester. Er gab Gott die Ehre und war felsenfest davon überzeugt: Was Gott zusagt, das kann er auch tun» (Römer 4, 18 ff).

Angefochtener Hoffnungsträger setzt auf die Gemeinde Nun, wie kann ich diesen Glaubensbeispielen folgen? Wie kann ich singen: Jesu meine Freude, während andere über Jesus lachen? Wie kann ich ihn freudig als Gott verehren, während andere ihn als nette Person abstempeln? Wie kann ich Jesus kompromisslos folgen, während andere mich als Fundamentalist bezeichnen? Als angefochtener Hoffnungsträger setze ich auf die Gemeinde. Sie ist «die Gemeinde des lebendigen Gottes, ein Pfeiler und eine Grundfeste der Wahrheit» (1. Tim otheus 3, 15). Hier treffe ich Menschen mit innewohnendem Jesus. Er ist die Hoffnung, «Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit» (Kolosser 1, 27). Hier höre ich hoffnungsbegründende Wahrheit in der Predigt. Sie ist der Ausgangspunkt meiner EvangeliumsHoffnung (vgl. Kolosser 1, 23). Demnächst organisiere ich einen Filmabend in der Truppenunterkunft. Und ich weiss, dass viele aus der Gemeinde für den Anlass beten. Wird ein Film mit Glaubensinhalt interessierte Zuschauer haben? Die Sach ist Dein, Herr Jesu Christ, die Sach, an der wir stehn, und weil es Deine Sache ist, kann sie nicht untergehn. Jesus in mir. Er ist die Hoffnung, ich sein Träger. Darum bin ich Hoffnungsträger. Ob in Sonntags- oder Tarnanzug. // Thomas Maag hat im Sommer 2016 sein Studium am tsc abgeschlossen. Er ist jetzt Pastor in der FEG Aarau. In der Schweiz rückt man jährlich für ein paar Wochen zum Wehrdienst ein, bis man die Dienstpflicht erfüllt hat. 23


Inserate

Eine Institution des Diakonissen-Mutterhauses St. Chrischona

Weiterbildung • Palliative Care Beginn: 16.01.2017 • zur Präsenzkraft in der Pflege Beginn: 29.05.2017 • zur Altentherapeutin/zum Altentherapeuten Beginn: 20.11.2017 • zur Fachkraft für Gerontopsychiatrie Beginn: 20.11.2017

Zeit für ein Lächeln

• zur Pflegedienstleitung Beginn: 27.11.2017 • zur Stationsleitung/Wohnbereichsleitung Beginn: 27.11.2017 • zur Heimleitung in der Altenpflege Beginn: 27.11.2017 • zur Praxisanleitung Beginn: 12.03.2018

Glauben, wachsen, leben Ruhe finden und sich erholen. In Männedorf am Zürichsee finden Einzelgäste und Gruppen Raum für Gemeinschaft, Rückzug und Auszeit. Die See- und Bergsicht beruhigt und inspiriert zugleich. Aus unserem Angebot: 21. Dezember 2016 – 4. Januar 2017 Weihnachtstage und Jahresschluss Pfr. Urs und Esther Sommer, Elisabeth Rutschi und Team 4. – 11. März 2017 Du bist Christus, der Sohn des lebendigen Gottes, Bibelwoche Paul Egloff, Sion Mehr Informationen und Angebote finden Sie unter www.bibelheim.ch Ferien- und Tagungszentrum Hofenstrasse 41, 8708 Männedorf Tel 044 921 63 11, info@bibelheim.ch

Telefon +49(0)7621 94908-22 Seminarort: Wiesentalstraße 27 a, 79540 Lörrach

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lio.ch


Diakonissen-Mutterhaus St. Chrischona Anwesen in Bad Dürrheim verkauft

Ende gut, alles gut! «Alles hat seine Zeit», so steht es vielfach im Buch Prediger in der Bibel. Dort in Verbindung mit verschiedenen Phasen und Situationen des Lebens. Diese Beobachtung ist auch heute noch aktuell. Alles hat seine Zeit – so auch der Einsatz der Schwestern des Diakonissen-Mutterhauses St. Chrischona in Bad Dürrheim im Schwarzwald.

Oberin Schw. Ursula Seebach überreicht einen Vorschlaghammer an Günter Tarlatt vom Verein der Freunde und Förderer des Parasolhotels Bad Dürrheim. (Foto: Wolfgang Fürderer, Südkurier)

SCHW. URSULA SEEBACH

Bad Dürrheim, Huberstrasse, Luisenstrasse und Sattelweg haben einen besonderen Klang in unserer Schwesternschaft. Das Kindersanatorium in der Luisenstrasse und das Erholungsheim am Sattelweg wurden bereits vor Jahren verkauft. Während wir für das Anwesen an der Huberstrasse erst in den letzten Jahren einen Interessenten fanden. Vom Kinderheim zum Hotel für Menschen mit Behinderung Im Jahr 1935 erwarb die Schwesternschaft ein unbewohntes Haus in der Huberstrasse 30. Nach gründlicher Sanierung wurde am 28. Juni 1936 das Kinderheim im kleinen Rahmen eröffnet. Es war für 80 Kinder und Jugendliche eingerichtet und bestand bis 1964. Danach wurde es zu einem Wohngebäude umgebaut und bis 1992 vermietet. Es gab Interessenten, die dieses Anwesen kaufen wollten, aber es kam nicht dazu. So war das Haus mit dem Grundstück viele Jahre unbewirtschaftet – bis das Interesse des «Vereins der Freunde und Förderer des Parasolhotels e. V., Bad Dürrheim» geweckt wurde. Der erste Kontakt kam im Jahre 2012 zustande. Die Frage bewegte uns: Wird jetzt Neues auf dem über viele Jahre brachliegenden Grundstück entstehen? Die Antwort: Ja! Und zwar ein Hotel für mobilitätseingeschränkte Menschen. Das deckt sich mit einem unserer Aufträge: andere Menschen zu unterstützen, zu begleiten und für sie da zu sein.

Diakonissen-Mutterhaus (DMH) fassen wir auch in den Worten «Diakonisch-Missionarisch Handeln» zusammen. Dieses Motto setzen wir durch vielfältige Projekte um, deren Ziel es ist, benachteiligten Menschen in unserer Gesellschaft Bildung, Begleitung und ein Stück Heimat anzubieten. Durch das künftige Hotel in Bad Dürrheim, das den Namen «Parasolhotel» tragen wird, soll dieser Zweck verfolgt werden, der von vielen Menschen in Bad Dürrheim und in der Region engagiert unterstützt wird. Aus diesem Grund haben wir das über 10’000 Quadratmeter grosse Grundstück an den «Verein der Freunde und Förderer des Parasolhotels» abgegeben. In seinem Leit-

bild steht: «Nicht behindert zu sein, ist kein Verdienst, sondern ein Geschenk. Dieses Geschenk kann jedem von uns jederzeit genommen werden.» Platz für das Neue schaffen So konnten wir guten Mutes den Einsatz unserer Schwestern nach über 80 Jahren in Bad Dürrheim am 29. Juni 2016 mit der notariellen Unterschrift beenden: «Alles hat seine Zeit» (die Bibel) und «Ende gut, alles gut!» (nach Shake­spear). Die Schwestern freuen sich und sind dankbar, dass das Grundstück einer guten Bestimmung zugeführt wird. Bevor nun das Neue, das Parasolhotel, auf dem schönen und zentral gelegenen Grundstück am Kurpark errichtet werden kann, muss das Alte weichen. Das alte villenartige Gebäude ist seit vielen Jahren baufällig. Sein Zustand ist so schlecht, dass es abgerissen werden muss. Aus diesem Grund wurde im Rahmen einer kleinen Feier ein Vorschlaghammer an die Mitglieder des Vereins überreicht. Er möge seine Dienste tun: Platz für Neues schaffen. // Schw. Ursula Seebach ist Oberin des DiakonissenMutterhauses St. Chrischona. www.dmh-chrischona.org

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«HALTE VOR AUGEN, WAS GOTT TUT» Zimmerwechsel mit grosser Wirkung: Wie Elisabeth Glanzmann eine Freundschaft schloss, die mehr als ein Leben veränderte.

Die Freundschaft hält Der Beginn einer Freundschaft

Ende August 1978 begebe ich mich zur Geburt meiner zweiten Tochter Mirjam ins Spital. Das Einzelzimmer nach der Geburt ist wie ein Geschenk für mich. Doch dann ein «Irrtum» in der Zimmerverteilung. Ich werde in ein Zweierzimmer verlegt. Die Privatruhe ist zwar dahin, dafür habe ich gleich von Anfang an einen guten Kontakt mit Vreni, der Zimmerkollegin. In diesen Tagen haben wir viel Gelegenheit zum Austausch – auch über Glaubensfragen. Bei der Heimkehr mit den kleinen Töchtern versprechen Vreni und ich, dass wir einander besuchen. So wächst eine Freundschaft heran. Vreni kommt mit der kleinen Christina auch in den Gottesdienst einer Chrischona-Gemeinde. Sie lernt viel über Gott, die Bibel, Jesus und gibt ihm später bei einer Evangelisation die Herrschaft über ihr Leben.

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1980 bringt Vreni ihren Sohn Gabriel zur Welt und ich meinen Sohn Simon. Unsere Freundschaft hält und wird immer tiefer. Einige Jahre später zieht Vreni mit ihrem Mann und den beiden Kindern in den Thurgau. Auch unsere Familie findet 1985 in einer Chrischona-Gemeinde im Thurgau eine neue Aufgabe. Vreni geht in der Nähe ihres Wohnortes in eine Gemeinde und erhält dort Hilfe für ihr junges Glaubensleben. Weiterhin besucht mich Vreni mit ihren Kindern. Wir sind beide froh, immer wieder Hilfe von Gott für die Erziehung unserer Kinder zu bekommen. Gabriel wird Christ

Rund zehn Jahre später, nach vielen Höhen und Tiefen im Familienleben, fängt Christina als junge Frau Feuer für Jesus und sie lädt auch ihren Bruder Gabriel dazu ein, der eigentlich vom Freundeskreis seiner Schwester fasziniert ist. Sein Leben ist nämlich durch verschiedene schwierige Umstände in eine Abwärtsspirale geraten und er sieht keinen Ausweg mehr.


Thema MIR VOR «ICH HALTE ND GOT T TUT U S A W , N E G AU H ICH, DASS IC BIN GLÜCKL IN LEINES GLIED K IN E S L A M DA ON GOT TES DER KET TE V TEN WAR.» RET TUNGSTA

Beim Musical «Mats warum» entschliesst sich Gabriel dann, sein unruhiges und unheiles Leben in die Hände Jesu zu geben und er lernt auch Gott als liebenden Vater kennen, der ihm alle Schuld vergibt. Er erlebt eine innere und äussere Veränderung und aus dem aussichtslosen Leben wird ein Leben im Überfluss – in jeder Beziehung.

© fotolia – Sergey Skleznev

Gott schenkt ein Leben im Überfluss

In einer Gemeinde bekommt er Hilfe, um seine bisherige Lage zu ordnen und so wird aus dem Baby-Christen ein feuriger Nachfolger Jesu. Er erkennt bald, dass er nicht zufällig aus der Wüste herausgerettet wurde, sondern dass er ein Teil von Gottes grossem Plan ist. Auch sieht er, dass noch viele Menschen Rettung brauchen, wie er sie erlebt hat. Trotz seiner sehr abwechslungsreichen Arbeit hat er das Gefühl, dass Gott etwas anderes von ihm will. Nach Gebeten und Fragen nach Gottes Willen besuchen er und seine Frau eine Bibelschule, um sich für den vollzeitlichen Dienst im Reich Gottes vorzubereiten. Beide können anschliessend mithelfen, eine evangelistische Organisation aufzu-

bauen. So arbeiten sie heute mit vielen motivierten Mitarbeitern im Netzwerk Schweiz und verhelfen wiederum vielen Menschen, ein neues Leben mit Jesus zu beginnen. Sie sind sehr glücklich in ihrer Berufung, Gott hat ihnen ein Leben im Überfluss gegeben, ihnen drei Kinder geschenkt, «und wenn sie nicht gestorben sind…». Aber so enden nur Märchen, und das ist eine wahre Geschichte. Hätte, hätte, Gottes Kette...

Ich halte mir vor Augen, was Gott tut und bin glücklich, dass ich damals ein kleines Glied in der Kette von Gottes Rettungstaten war. Hätte ich nicht das Spitalzimmer wechseln müssen, hätte ich nicht mit Vreni von Gottes Liebe gesprochen und dann wäre nicht… Aber nein, dann hätte Gott sicher einen anderen Weg gefunden, um die Familie von Vreni zu retten und aus Christina und Gabriel gute Werkzeuge in seinem Reich zu machen. ABER, ich hätte mich um einen grossen Segen beraubt, viel Freude nicht erlebt, viel Ermutigung nicht gehabt. Darum: Halte vor Augen, was Gott tut – und mach mit! Es tut gut, dabei zu sein, wenn ER wirkt!

Elisabeth Glanzmann lebt in Schaffhausen, Schweiz.

Mehr Geschichten mit Chrischona lesen Sie im Internet unter www.chrischona-geschichten.org Schreiben Sie uns Ihre «Geschichte mit Chrischona» an markom@chrischona.ch

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Gemeinde Deutschland: Chrischona-Gemeinde Rheinfelden

Mit Vision zu neuem «Lichtblick» Der «Treffpunkt Lichtblick» der Chrischona-Gemeinde

Rheinfelden ist eröffnet: Er soll ein BegegnungszentBauprojekt umgesetzt, das 1,2 Milliorum für Jung und Alt, für Deutsche und Ausländer sein. nen Euro kosten würde. Die Vision der Gemeinde nennt Michael Kock, Vorsitzender des Ältestenrates, als Antrieb: «Die Gemeinde wollte nicht des Bauprojekts habe die Gemeinde immer wieder das nur ein Gebäude für die eigenen Got- «Prinzip Zufall» erlebt: Denen, die Gott lieben, fallen alle tesdienste, sondern ein Begegnungs- anderen Dinge zu. Die Gemeinde erhielt Spenden, Förzentrum errichten, das ein Lichtblick dermittel, Nachlässe und Sachgeschenke. Hinzu kamen sein soll – für Jung und Alt, für Deut- die günstige Zinssituation und rund 15’000 ehrenamtliche sche und Ausländer, für Christen und Arbeitsstunden. Nicht-Christen.» Noch ist die Vision des «Treffpunkt Lichtblick» nur teilweise umgesetzt, etwa mit der Fahrradwerkstatt oder einem Wie das «Prinzip Zufall» MARKUS DÖRR Nähkurs für Flüchtlinge. Aber die Gemeinde geht die funktioniert Zur Chrischona-Gemeinde Rheinfel- Die Gemeinde wünschte sich eine nächsten Schritte mit der Gewissheit, dass sich Vertrauden zählen sich aktuell 56 Mitglieder. Bestätigung von Gott, ob sie ihre Visi- en auf Gott auszahlt. // Deren Spenden reichen nicht aus, on realisieren soll. Gelegenheit dafür um einen Prediger Vollzeit anzustel- bot der Kauf des Grundstücks. Inner- www.chrischona-rheinfelden.net len. Auch besitzt sie keine finanziel- halb von zwei Wochen gelang es, len Rücklagen. Dennoch hat sie ein 80’000 Euro aufzubringen. Während

An ihr 25-jähriges Jubiläum wird sich die Evangelische ChrischonaGemeinde Rheinfelden lange erinnern. Mit dem Festgottesdienst am 2. Oktober 2016 weihte sie ihr neues Begegnungszentrum «Treffpunkt Lichtblick» ein. Es ist ein grosser Meilenstein für die kleine Gemeinde, der nur im Vertrauen auf Gott möglich war. Und doch ist es erst der Anfang.

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Gemeinde Schweiz: Evangelische Freikirche Zug (Chrischona-Gemeinde)

Zuger ziehen ins neue Gemeindezentrum Einladend und modern ist das neue Beteiligten eine intensive Zeit geweGemeindezentrum der Evangeli- sen, vor allem für die Mitglieder der schen Freikirche Zug. Ein gemütli- Baukommission und viele engagierte ches Bistro begrüsst die Gäste im Helfer. «Wir sind sicher, dass sich der Eingangsbereich bevor es in den Einsatz gelohnt hat», sagt Christian Gemeindesaal mit seinen 250 Plät- Seitz, «denn unsere Gemeinde ist zen geht. Die Plätze waren alle be- jetzt mit dem Neubau für die komsetzt am 2. Oktober, als die Ge- mende Zeit optimal versorgt.» meinde ihr neues Zentrum mit 110 Gottesdienstbesucher hat die Geeinem Festgottesdienst einweihte.

meinde im Schnitt, da hat es jetzt Platz für Wachstum am neuen Standort in der Gemeinde Steinhausen. und Bauzeit sowie rund 4,2 Millionen Schweizer Franken «Die Menschen sollen merken: Hier Den gab es im alten Gemeindehaus investierte die Gemeinde in den Neubau. Die neuen Räuherrscht eine Atmosphäre, die gut im benachbarten Zug nicht mehr. me fanden Bewunderung, auch von einer Delegation der tut», sagte Pastor Christian Seitz. 27 Jahre lang fanden dort Gottes- Partnergemeinde aus Giubiasco im Tessin. Als Geschenk Deshalb auch das Bistro: Es soll ein dienste und Gemeindeanlässe statt. zur Einweihung brachten sie Tessiner Traubensaft mit – Ort der guten Begegnungen sein, Die Mitgliederzahlen entwickelten für die ersten Abendmahlsfeiern im neuen Gemeindezensowohl vor als auch nach dem Got- sich in den vergangenen Jahren kon- trum der Freikirche Zug. // tesdienst am Sonntagmorgen. Die tinuierlich aufwärts. Regelmässig vergangenen drei Jahre seien für alle wurde es zu eng. Drei Jahre Planung www.freikirchezug.ch MICHAEL GROSS

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80. Geburtstag CH-Adliswil 12. Dez.: Eftemia Suter D-Friedberg: 10. Dez.: Günther Pietz CH-Grüningen: 30. Dez.: Hans-Ulrich Morf CH-Interlaken: 5. Okt.: Vreni Rolli CH-Kölliken: 31. Dez.: Hans Wüthrich CH-Reinach BL: 18. Nov.: Inge Teubert CH-Schaffhausen: 7. Dez.: Gottfried Münger CH-Wila: 14. Nov.: Klärli Giesenhagen

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Er ist wie ein Baum, der am Wasser gepflanzt ist und am Bach seine

Wurzeln ausstreckt: Er hat nichts zu fürchten, wenn Hitze kommt; seine Blätter bleiben grün;

auch in einem trockenen Jahr ist er ohne Sorge, unablässig bringt er seine Früchte. Jesus erleben. Menschen fördern. Dem Nächsten dienen.

Jeremia 17, 7–8

CP 6/2016: Hoffnung  

Wie Jesus Hoffnung aufkeimen lässt.

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