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China •••••••••••••••••••••

Die ganz große Nummer.

Namibia •••••••••••••••••••••

Leben, um zu überleben.

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Burma •••••••••••••••••••••

Lockruf des Goldes.


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02 Namibia. Leben, um zu überleben. 06 Argentinien. Dance me to the End of Love. 08 Burma. Lockruf des Goldes. 12 Oman. Die langen Nächte der Märchen. 14 China. Die ganz große Nummer. 16 Tansania. Das Geschenk. 20 Südafrika. Nur eine Mutter kann dieses Gesicht schön finden. 22 Sri Lanka. Der prachtvollste Zahn der Zeit. 26 Ecuador. Die Quellen des Glücks. Zwischenstopp in Cajabamba. 28 Botswana. Das Lied der Büffeldame. 30 Einblicke. Chamäleon in Zahlen.

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Von Ihnen für uns, with Love. das ist nun schon die fünfte Ausgabe unserer meinezeit, und es häufen sich die Anfragen, wo wir eigentlich diese wundervollen, teilweise berührenden, teils unglaublichen Geschichten herbekommen? Die Antwort darauf gebe ich ausgesprochen gern, denn sie ist ganz einfach, vielleicht auch etwas überraschend: Von unseren Gästen. Von all denen, die mit Chamäleon gereist sind und ihre schönsten Momente in Briefe und E-Mails gekleidet haben, um danke für eine unvergessliche Zeit zu sagen. So wie Ludwig Nagel, der gerade aus Namibia zurückgekommen ist und der bei über 40 Grad versucht hat, ein Maiskorn in den betonharten Boden zu pflanzen. Ihm verdanken wir das bedrückende Stimmungsbild aus dem Leben der Himba. Und trotzdem, vielleicht sogar deshalb, lautet sein Fazit: Es war die schönste Reise meines Lebens. Solche Reaktionen sind der Fond für meinezeit. Wir mischen nur noch ein paar Zutaten darunter: Etwas Hintergrundmusik, eine Portion gute Unterhaltung, manchmal eine Prise Pfeffer oder eine Messerspitze Ironie und immer einen kräftigen Schuss Emotionen. Eben alles, was eine Geschichte braucht, damit sie Ihnen auf der Zunge zergeht. Denn wenngleich dieses Erlebnismagazin meinezeit heißt – wenn alle Abenteuer erzählt und alle Gefühle durchlebt sind, war es doch ihrezeit, die wir mit dem Glanz der Welt erhellen wollten. Ich hoffe, es gelingt uns auch diesmal wieder. In diesem Sinne eine wundervolle Stunde wünschen Ihnen Ihr Ingo Lies und das gesamte Chamäleon-Team

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LEBEN ••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••

UM ZU ÜBERLEBEN. 02


Es ist Regenzeit, aber der Regen kommt nicht. Wie jeden Abend vor dem Zubettgehen – und das ist bei den Himba gegen acht Uhr – schaut Maakaapo lange in den Horizont, ob ein versprengtes Wölkchen nicht doch das ersehnte Nass ankündigt. Wieder nichts. Und seine Gedanken gehen 30 Jahre zurück, als eine verheerende Dürre 90 Prozent des Viehbestandes verdursten ließ. Dabei sind die Ziegenherden ihr ganzer Stolz und einziger Besitz, seit sie vor rund 100 Jahren von den kriegerischen Nama-Hottentotten überfallen und bis auf den Lendenschurz ausgeraubt wurden. Bei den Nachbarn mussten sie um Almosen bitten, und so bekamen die Verwandten der Herero ihren neuen Namen: Himba. Bettler.

Nach dem Sonnenuntergang wird gemeinsam gegessen. Es gibt Maisbrei, wie gestern und morgen und übermorgen. Dazu ein Schluck Wasser, denn Wasser ist kostbar und wird deshalb nur einmal am Tag getrunken. Morgen früh, wenn sich Maakaapo gegen halb 6 von seiner dünnen Strohunterlage quält, werden es schon 35 Grad sein. Dann steht das Frühstück auf vier Beinen parat und spendet einen Schluck Ziegenmilch. Das muss reichen, der Überlebenskampf beginnt. Natur gegen Mensch. Tag für Tag im gleichen Rhythmus.

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Im Kaokoveld, einer für namibische Verhältnisse kleinen Region, ist der Boden steinhart. Die Männer im Lendenschurz und vielleicht noch mit Sandalen aus alten Autoreifen, hacken eine Mulde in die brüchige Kruste und lassen ein einzelnes Maiskorn hineinfallen. Da liegt es nun unter den krümeligen Brocken und wartet auf Regen, aber der kommt immer noch nicht. Kein Regen, kein Mais, nichts zu essen.


Die Temperatur ist auf 45 Grad geklettert. Im Dorf hat die Arbeitsteilung der Frauen begonnen. Die einen holen Wasser, die anderen sammeln Holz. Was in dieser brütenden Hitze angenehmer ist, bleibt offen, denn Stunden vergehen, bis die alten Kanister mit der dreckigen Brühe aus dem weit entfernten Schlammloch im Dorf ankommen. Auf dem Kopf der Holzsammlerinnen entwickeln sich derweil die Zweige von Mopane-Büschen zu einem veritablen 30 Kilo-Storchennest. Mag sein, dass der schattenspendende Effekt ein wenig Erleichterung bringt. Aber nur vielleicht.

MACHT EUCH MAL OCKER. Maakaapo hat sehr konkrete Vorstellungen von seinem Schönheitsideal. Zu seiner Verteidigung sei gesagt, dass es das Schönheitsideal aller Himba ist. Und das changiert jenseits des religiösen Dogmas, wonach sich Frauen nicht waschen dürfen, zwischen kuhbraun und dem Colorit junger Möhren. Wer jetzt die Nase rümpft, liegt allerdings ziemlich weit daneben. Denn zwei Stunden täglich verbringt die HimbaFrau mit einer bemerkenswerten Körperpfl ege. Man nehme: Reichlich Tierfett, das aromatische Harz des OmuzumbaStrauches und jede Menge Staub, davon gibt’s schließlich im Überfl uss.

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Gut vermengt, entsteht eine ockerfarbene Paste, die sich eine Himba-Frau ab dem Tag ihrer ersten Menstruation über den ganzen Körper verteilt wie man Marmelade aufs Brötchen schmiert. Ab jetzt darf sie geheiratet werden. Und ihre Haare, die bisher zwei in die Stirn gerichtete Zöpfe waren, trägt sie nun als mit Erde und Perlen gefl ochtene Stachelfrisur. Und wenn Sie vom Eheleben auch noch keinen blassen Schimmer hat, soviel weiß sie: Wenn sie vom Mädchen zur Frau wird, dreht sich ihr zu Ehren über dem heiligen Feuer des Kraals eine Ziege.


Der Namibia-Film, der sprachlos macht und Sehnsucht weckt. ••••••••••• m Namibia-Film erleben

Wer von Namibia erzählt, erzählt mit glänzenden Augen. Und dagegen kann man nichts unternehmen, außer die Koffer zu packen und sich selbst von seiner Kulturgeschichte und den einzigartigen Naturerlebnissen hinreißen zu lassen.

1 Mio. Jahre ziehen da vorüber wie nix. Und 20.000 sind es immer noch beim Besuch der San, der Damara, der Himba, Herero, Ovambo oder Nama. Leben, als sei in der Zwischenzeit nichts gewesen. Wo gibt es das noch?

Am Nachmittag kommen Maakaapo und die anderen mit den Tieren zurück. Sie, die Halbnomaden, waren den ganzen Tag unterwegs, um die kleine Herde zu den kargen Inseln der Blätterbüsche zu führen, die sich ihr Wasser von gottweißwoher ziehen. 50 Kühe und Ziegen vielleicht, der gesamte Schatz des Dorfes. Denn wer Vieh hat, hat Fleisch, Fell, Fett, Horn und Haut. Wozu mehr? Ob es genau 47 oder 52 Tiere sind, weiß keiner so genau, denn die Himba können nicht zählen. Aber sie wissen, wie ihre Tiere aussehen. Und sie würden es sofort merken, wenn die Kuh mit dem braunen Fleck am Kopf oder die Ziege mit dem weißen Rücken fehlen würde.

Vor den igluförmigen Hütten aus Erde, Wasser und Dung sitzen die Frauen und schlagen mit einem Stein ­Maiskörner zu Mehl. Jedes Korn zählt, kein Stäubchen darf verloren gehen, denn wenn die Sonne untergeht, gibt es Maisbrei, so zäh wie gestern, morgen und übermorgen. Vor seiner Hütte steht Maakaapo und schaut in den Horizont. Er lächelt. Ist das nicht? Ja, wirklich. Eine Wolke. Ganz entfernt und ­eigentlich auch nur ein Wölkchen. Aber er wird sich entschließen, sein Bestes herzugeben: Eine Opferziege, um den Regengott gnädig zu stimmen. Damit das Maiskorn im Boden treibt und sein Volk eine Chance hat, zu überleben.

Diese unberührte Weite, dieser Luxus an Landschaftsformen und -farben, die Wunderwelten der Wüsten und Canyons, die zigtausend wilden Tiere im Etosha-Nationalpark. 45 Prozent des Landes stehen unter staatlich und privat organisiertem Naturschutz. Wenn es ein Land gibt, das unter die Haut geht, dann ist es Namibia. Und unsere »Himba« ist die einzige Reise, auf der Sie drei Volksstämmen begegnen. •••••••••••••••••••• m www.chamaeleon-reisen.de/Namibia

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DANCE ME TO THE END OF LOVE.

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Buenos Aires Ende des 19. Jahrhunderts. Von den Hafenstädten am Río de la Plata aus, erobert ein bis dato unbekanntes Lebensgefühl die Welt. Zu den europäischen Siedlern, denen es nicht gelungen war, im argentinischen Hinterland Fuß zu fassen, gesellten sich von England importierte, afrikanische Sklaven und Abertausende arbeitslose Landarbeiter und Gauchos aus der Pampa. Elend, Hoffnungslosigkeit und Frauenmangel suchten sich ein Ventil und fanden es in Anselmo Rosendo Mendizábal, dem Komponisten des ersten Tangos. Ein Tanz? Nun ja, der wurde es erst viel später, denn der Name war abgeleitet vom lateinischen tangere – ich berühre – und darum ging es wohl vor allem. Was den Theologen und Therapeuten Raimund Allebrand zu der spitzen Bemerkung veranlasste, es gebe keinen Hinweis darauf, dass die Latexindustrie ein besonderes Interesse an der Tangoszene fände, im Gegensatz zur Pfefferminzbranche. Erst einmal ging’s bergab. Weil es während der Straßenfeste zu deftigen Schlägereien kam, wurde der Tango im öffentlichen Leben verboten. Doch im Untergrund fand er Nahrung, wo er – befeuert durch rhythmische Variationen und Instrumente aus der ganzen Welt – zum Ausdruck einer Epoche wird. George Bizet gibt ihm einen Ehrenplatz in »Carmen«. Die Deutschen bringen das Bandoneon ein,

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das später zum typischsten Instrument des Tangos werden sollte, die Polen geben ihre Mazurka und die Böhmen ihre Polka dazu. Um 1880 beginnen die Menschen in Buenos Aires und Montevideo öffentlich zur Tangomusik zu tanzen. Am Ende des Jahrhunderts war er der erste Modetanz Brasiliens und in den Milieus von Arbeitslosigkeit, Kleinkriminalität und Prostitution zum Ausdruck existenzieller Not und Einsamkeit geworden.

Der Tango kennt nur den Menschen aus Fleisch und Blut. Angel Gregorio Villoldo hatte als Fuhrmann und in Schlachthöfen gearbeitet, war Zirkusclown und Journalist. Nichts Ungewöhnliches in der damaligen Zeit. Aber er konnte auch singen und Gitarre spielen. Er band eine Mundharmonika an den Mikrofonständer und vermutlich stampfte er mit einem Bein den Takt auf die Bühnenbretter. Man wurde hellhörig in Paris, lud ihn zu Tonaufnahmen ein und die Erfi ndung der Schallplatte tat zur Verbreitung das Übrige. In den südamerikanischen Vierteln waberten Tangorhythmen durch die Gassen. Papst Pius X. war entsetzt und verbot den Gläubigen solch sündhafte Späße. Half aber nichts, der Siegeszug rund um die Welt hatte längst begonnen. Gesicht, Beine und Körper eng aneinander geschmiegt, schoben sich die Paare im Würgegriff über Parkett und Straßenpfl aster. Der Arm des Mannes lag anfänglich noch auf der Schulter der Frau, aber rutschte zusehends tiefer, bis er an der Taille festen Halt fand. Was vermutlich im Sinne des Papstes war: Die Entwicklung neuer Tanzfi guren machte es notwendig, die Körper unterhalb der Hüfte wieder zu entfl echten, um mehr Bewegungsfreiheit ins Spiel zu bringen. Schade eigentlich. Der Rest ist schnell erzählt. Aus dem Zeitvertreib eines Lotterlebens wurde eine ernste Angelegenheit. »Wer tanzt, hat einen Beruf und ist kein Herumtreiber«, lautete das Postulat, mit dem zwischen 1935 und 1955 das Goldene Zeitalter des Tangos gefeiert wurde. Tangoorchester entstanden, in den Radioprogrammen hatten Tango sendungen einen festen Platz, Tanzveranstaltungen wurden zu Großereignissen mit 100 Musikern, der Tango de Salón war in der Gesellschaft angekommen. 2009 bekam er, was ihm gebührte: Einen festen Platz in der Geschichte, als immaterielles Kulturerbe der Menschheit.

San Telmo heißt der Stadtteil von Buenos Aires zwischen Hafen und historischem Zentrum, wo das 19. Jahrhundert den größten Anteil denkmalgeschützter Bauten vererbt hat: Das Tango-Quartier. Hier tanzt jeder der

25.969 Einwohner wo und wie es ihm gefällt. Wundern Sie sich also nicht, wenn im Café oder in den engen Gassen ein Paar unvermittelt Haltung annimmt. Standing Ovations sind Ihnen sicher, wenn Sie aufs engste mitmischen.

Olé.

Das Beste zum Schluss gilt in diesem Fall nicht. Denn mit dem »Paris Südamerikas« und dem unverzichtbaren Tango-Quartier geht es los. Dass danach die Wunderwelten Chiles folgen, für die sich allein schon die Erfindung der Ansichtskarte gelohnt hat, wäre ein doppelter Grund, hier einmal nachzusehen: •••••••••••••••••••• m www.chamaeleon-reisen.de/Argentinien

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LockruF DES Goldes.

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ie Angelegenheit war für mich gestorben. Acht schweiß­treibende Stunden bis zur 1.200 Meter hohen Bergkuppe, waren mir das Karma nicht wert, das ich dafür ­einheimsen würde. Aber da war die Geschichte von dem alten Eremiten, der von Buddha höchstpersönlich eine Haarlocke geschenkt bekommen hatte und sie seither bei sich trug, damit sie ihn vor allem Unglück beschütze. Nun, da er sehr alt geworden war und sich immer noch bester Gesundheit erfreute, schien es ihm an der Zeit, sich für die Gunst zu bedanken.

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in Felsblock in der Form seines Kopfes müsste es sein, auf dem eine Pagode thronen sollte. Und so suchte er mit Hilfe des Königs den Meeresgrund ab, bis er einen passenen Felsen fand. Die Kräfte schienen ihn zu verlassen, als er den riesigen Basaltklotz endlich an die Stelle gewuchtet hatte, wo er weithin sichtbar sein würde. Aber er hing immer noch halb über dem Abgrund, worauf der Eremit ein Haar aus der Locke Buddhas nahm, damit es den Felsen in der Balance halte.

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T

olle Sache, aber acht Stunden? Und während mein Gefühl noch mit dem inneren Schweinehund rang, wurde auch mir die Gunst Buddhas zuteil. Neben mir hielt ein klappriges Gefährt, das allem Anschein nach nur noch durch seine Farbe zusammengehalten wurde. Aber es ratterte wie ein Mähdrescher der ersten Stunde und rund 40 Augenpaare auf der vollbesetzten Ladefläche warfen mir einladende Blicke zu, doch den letzten freien Platz einzunehmen, sofern man noch etwas zusammenrücken würde. Sie rückten.

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s war steiler als ich mir vorgestellt hatte. Der Motor keuchte, und ich ertappte mich bei einer unwillkürlich schaukelnden Bewegung, die dem Wagen etwas Schwung spendieren sollte. Dann urplötzliche Stille. Ein Motorschaden konnte es nicht sein, sonst hätten die übrigen Fahrzeuge gleichen Typs und Baujahres, die hier herumstanden, alle an der gleichen Stelle den Geist aufgeben müssen. Doch während ich noch sinniere, wird schon eine Holzplanke herangeschafft, damit ich nicht von der Ladefläche hüpfen muss. Endstation also. Aber wo ist der berühmte Fels, der an Buddhas Haar hängt?

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ie Sprache der Hinweisschilder ist gottlob ­international. Und ein Pfeil mit dem Zusatz »30 Min.« insofern auch unmissverständlich. Von wegen ­Endstation. Letzte Etappe. Die steilste. Wer A sagt, muss auch B sagen, dachte ich noch, da kam Hilfe von ganz oben. Zwei spindeldürre Burmesen, ausgestattet mit einer Konstruktion, die einer Sänfte nicht unähnlich war, boten ihre Unterstützung an. »Ihr zwei Heringe wollt meine 95 Kilo da hochschleppen«, hörte ich mich murmeln, und mein Gewissen ergänzte: »Lass das!« Aber die ­Antwort kam prompt, als hätten sie meine Worte ­verstanden: »20 Dollar«. Das schien mir ein reelles Geschäft, und ich ließ mich in die Sänfte hieven.

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er Mähdrescher war nichts gegen das Tempo, das die beiden vorlegten. Die Treppen flogen unter mir durch wie nichts. Zweimal haben sie eine kurze Pause eingelegt, um mich zu erpressen. Zweimal vier Dollar extra für Erfrischungsgetränke. »Weil ich so schwer sei.« Jeden anderen Versuch hätte ich entrüstet zurückgewiesen. Aber dagegen gab es kein stichhaltiges Argument. Was wahr ist, ist wahr.

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nd dann stand er endlich da oder sollte ich sagen: Er schwebte da oder hing da? Ein Monument von einem Kopf. Fünfeinhalb Meter hoch und mindestens so dick. Und obendrauf die Kyaiktiyo-Pagode, unter der sich das Haar befinden soll. Kein Wunder, dass ich es nicht entdeckt habe. Aber wenn der Eremit seinen Felsen heute sehen könnte, er würde vor Stolz platzen. Denn es ist gewissermaßen für jeden Besucher zur heiligen Pflicht geworden, ein hauchdünnes Scheibchen Blattgold auf den Stein zu kleben, damit der Kreislauf des Lebens von gutem Karma begünstigt werde.

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Jahrzehntelang hing am Tor der Republik Burma das Schild »Geschlossen«. Nun steht es offen und beschert dem staunenden Besucher eine Welt aus Zauber und Andacht, die man als ein anderer verlässt, als der man gekommen ist. Wenn Sie stark genug sind für eine Reise durch ein Bilderbuch unvorstellbarer Kulturschätze mit Gold als alles beherrschendem Ausdruck von Verehrung, dann machen Sie diese Reise. Und tun Sie es jetzt. •••••••••••••••••••• m www.chamaeleon-reisen.de/Burma

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ch tat desgleichen. An einem der Stände erwarb ich ein Tütchen echtes Gold und habe wohl Stunden damit zugebracht, die Stelle zu suchen, wo ich es platzieren könnte, ohne dass es der Nächste gleich wieder zupappt. Inzwischen war es spät geworden und der zuvor in sich leuchtende Goldene Felsen wurde zum Spielball der untergehenden Sonne. Ich habe nie etwas Schöneres gesehen. Nun aber wurde es Zeit, mein Scheibchen Blattgold anzubringen. Seitlich ganz weit vorn – praktisch schon am Abgrund – fand ich eine Stelle, die mir günstig erschien. Mit größter Vorsicht tupfte ich mein bisschen Gold an das Heiligtum. Versicherte mich noch einmal, dass es eine sehr gute Stelle war und brachte mich zügig in Sicherheit.

Legenden sind häufig so schön, was kümmert da der Anteil, den die Zeit hinzugedichtet hat? Der Goldene Felsen halb über dem Abgrund von Kyaiktiyo ist allerdings Fakt, und er hat es zu den großen Heiligtümern Burmas gebracht. An guten Tagen sind es

15.000 Besucher, die das Wunder berühren wollen und jeder hat sein Päckchen Blattgold in der Tasche. Man kann schließlich nie wissen. Nur Frauen müssen sich auf andere Weise nach gutem Karma umsehen, denn ihnen ist die Berührung des Heiligsten verboten. Wenn das Manuela Schwesig hört.

Man kann nämlich nie wissen: Irgendwann ist es ein Blättchen zuviel, und dann stürzt er vielleicht doch noch in den  Abgrund. Buddha hin oder her.

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Es war einmal. So beginnen fast all die ­fantastischen Geschichten, denen Kinder seit Generationen mit angespannter Fantasie lauschen. Auf die Feststellung, dass es nun Zeit sei, ins Bett zu gehen, folgt deshalb weltweit die millionenfach gestellte Frage: »Liest du mir noch was vor?« Wissend, dass Gegenwehr zwecklos ist, hockt man dann auf der Bettkante und erzählt zum siebenundfünfzigsten Mal die Geschichte von dem verzauberten Prinzen, der beim Versuch, die Königstochter zu ehelichen, in den Brunnen fällt. Oder so ähnlich. Und wehe, man überspringt einen Absatz, um das Wiederholungsprogramm ein wenig zu straffen. Schon folgt ein ­vehementer Protest aus kindlichem Munde, der die Geschichte eigentlich selbst erzählen könnte. Wort für Wort auswendig.

Die langen Nächte der Märchen.

Aber haben Sie sich an einem dieser Abende jemals gefragt, wo all diese Märchen entstanden sind? Wer die Idee von fliegenden Teppichen, Wunderlampen, verzauberten Prinzen und 40 Räubern hatte? Das ist nämlich eine ganz eigene Geschichte.

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Vor langer, langer Zeit, als das Wünschen noch geholfen hat, herrschte in einem fernen Sandland ein bösartiger Sultan, der so eifersüchtig war, dass er jede seiner Gemahlinnen nach der Hochzeitsnacht umbringen ließ. So wurde es zur Hauptaufgabe des Hofdieners, ihm ständig schöne Mädchen vorzustellen, die schon bald einen Kopf kürzer waren. Da trat eines Tages die bildhübsche Tochter des Hofdieners zu ihrem Vater und sagte: »Ich möchte die nächste sein, die du dem Sultan vorstellst.« Der Hofdiener war außer sich. »Bist du verrückt, Sahrazad, das ist der sichere Tod und du meine einzige Tochter.« Aber wie Töchter so sind, hatte sie auch diesmal ein umwerfendes Argument: »Ich will nicht länger zusehen, wie alle schönen Mädchen unseres Landes auf dem Schafott enden«, sagte sie in einem Tonfall, an dem jeder Widerspruch zerschellte.


Der Tag kam, als der Hofdiener dem Sultan seine Tochter vorstellte, der von ihrem Aussehen entzückt war. »Die nehm ich« oder so ähnlich, soll er der Überlieferung nach gesagt haben. Als es aber Abend wurde und Sahrazads letzte Nacht gekommen war, da begann sie, dem Sultan auf dem Ehebett eine wundervolle Geschichte zu erzählen. Sie handelte von einem Paradies voller Jungfrauen und Bächen, in denen Gold und Edelsteine murmelten. An der spannendsten Stelle aber ging bereits die Sonne auf und Sahrazad versprach dem Sultan die Fortsetzung der Geschichte am nächsten Abend. So kam es. Diesmal war der Himmel voller Edelsteine und die Jungfrauen gingen den Bach runter, aber es war spannend wie immer bis die Sonne aufging. Nacht für Nacht erfand Sahrazad eine neue Geschichte, und jedes Mal wollte der Sultan wissen, wie es weitergeht. In der 1.001. Nacht erzählte Sahrazad dem Sultan das Märchen, dass sie schwanger sei. Bei dieser Nachricht wurde der Sultan so glücklich, dass er ihr ewige Verehrung als seine Hauptfrau versprach. Mit Truhen voller Geschmeide und einem goldenen Privatgemach unterstrich der Sultan seinen Treueschwur. Der Scharfrichter aber hatte fortan nichts mehr zu tun und erhielt nur noch Henker 4.

In all den Nächten als Sahrazad ihre Geschichten erzählte, lauschte ihr Vater an der Tür zum Gemach des Sultans und schrieb alles mit. Zuhause stapelte er die Blätter sorgfältig aufeinander und band sie schließlich mit Ziegenhaar zusammen. Und als die 14-tägigen Hochzeitsfeierlichkeiten des Palastes vorüber waren, griff er zum Federkiel, tauchte ihn in ein Fässchen mit Karmesin und schrieb über das erste Blatt: Die Geschichten aus 1.001 Nacht. Dann legte er sich schlafen.

Ein Land wie ein Märchen.

Luxus und reiches Leben, mondän bei Tag, romantisch bei Nacht. Eine auf Hochglanz polierte Schatzkammer arabischer Kultur. Mit der wertvollsten Moschee der Welt, dem »Atlantis der Wüste«, dem Palast der Königin von Saba und einem Anschlussprogramm wie im Märchen. •••••••••••••••••••• m www.chamaeleon-reisen.de/Oman

Wie schnell nennen wir ein Erlebnis »märchenhaft«, wenn uns ein Augenblick berührt? Doch was werden Sie erst sagen, wenn Ihnen das Märchen begegnet? Wenn die Protagonisten auferstehen, weil sie niemals gestorben sind? Ein

251 Kilometer langer Streifen am Indischen Ozean bewahrt sämtliche Zutaten aus Aladins Reich, filmreife Wadis, die Souks voll Weihrauch, Gold und Krummdolchen, die Bühnenbilder der Schöpfungsgeschichte und einen einzigartigen Moment der Zeitlosigkeit: Sonnenuntergang in der größten Wüste der Erde. Erleben Sie das Märchen Oman.

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Drei Generationen hatte der Ochsenstall gute Dienste geleistet. Aber als die Erde ein bisschen bebte, brach zuerst das Dach weg und wenig später hatten die Wände auch keine Lust mehr, so eigenartig verloren herumzustehen. Den Ochsen war das Gemäuer schon längst nicht mehr geheuer, und so hielt sich der Schaden in Grenzen. Danach spannte der Bauer Qiang die Rösser an und verschwand wie der Hundertjährige. 10 Tage vergingen bis zu seiner Rückkehr. Der Ochsenkarren war pickepacke voll mit prächtigen Wackersteinen und die Chinesische Mauer hatte ein Loch mehr.

2.700 Jahre hatten sie daran gebaut. Im Reich der Mitte lagen sich dutzende Fürstentümer in den Haaren und obwohl Chu zuvor noch verkündet hatte: »Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu bauen«, waren nicht lange danach die ersten 500 Kilometer entlang der nördlichen Grenze fertig. Die anderen Fürsten zogen nach, und so bauten sie sich abschnittsweise durch die Frühlingsund Herbstperiode der streitenden Reiche. Die Dynastien kamen, bauten und gingen, und als die letzte Lücke geschlossen war, maß die Große Mauer unfassbare 50.000  Kilometer. Inklusive 43.721 Einzelobjekten wie Alarmfeuertürme, Kampftürme, Zinnenwände, Sperrmauern, Schießscharten, Festungsstädte sowie 2.233 Kilometer Flüsse und Berge als Naturbarrieren.

Sie bot den mongolischen Reitervölkern die Stirn, hinderte die Hunnen am Vormarsch nach Süden, bescherte der Bevölkerung eine Zeit relativer Ruhe und sicherte die landwirtschaftliche Produktion. Bis 1644. Da kam dem Kaiser Kangxi die Einsicht, dass mit der Erfi ndung der Schusswaffe die Karten neu gemischt wurden. Leider zu Ungunsten der Großen Mauer, weshalb er die Einstellung aller Arbeiten befahl. Das Zeugnis der unglaublichen Plackerei blieb stehen. Heute noch in gut 21.000 mehr oder weniger gut erhaltenen Kilometern, der Rest geht auf das Konto der Zeit und Selbsthilfeaktionen wie der von Bauer Qiang. 1987 erklärte die UNESCO die Große Mauer zum Weltkulturerbe der Menschheit. Voller Stolz lehrten die Schulbücher Chinas, dass man sie selbst aus dem Weltall noch sehen könne, so gewaltig sei das vollbrachte Wunder. Aber Yang Liwei, der 2003 als erster chinesische Raumfahrer aus dem All zurückkehrte, wusste es besser: »Ich habe nichts gesehen.«

Nummer. Die ganz große

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Das Zauberwesenmärchenträume-Reich der Kaiserinwitwe Cixi gehört selbstverständlich dazu und keine Frage, auch die 7.278 Soldaten der Terrakotta-Armee. Aber wenn Sie zuhause gefragt werden, was das Schönste war, wird es vielleicht die Zeit stiller Ergriffenheit beim Sonnenuntergang auf der Chinesischen Mauer gewesen sein. •••••••••••••••••••• m www.chamaeleon-reisen.de/China

Über dieses Eingeständnis konnten sich nur sehr wenige freuen. Eine davon war die Druckerei, die den Auftrag bekam, die Schulbücher neu zu drucken.

Von den vielen tausend Mauertürmen, steht ein besonders schöner in der Nähe von Tianjin. Die Zinnen werden von Drachenköpfen bewacht und an den Enden einer umlaufenden Bogengalerie zieren Fabelwesen, Phönix und Löwe das filigrane Bauwerk. Auf dem Dach steht ein kleines, reich verziertes Häuschen für den Wachposten. Ursprünglich sollte der Kampfturm ein grobschlächtiger Klotz werden, wie viele vor ihm. Für den Bau hatte General Qi Jiguang extra eine Truppeneinheit aus der Provinz Henan angefordert. Fünf Jahre waren dafür und die Mauerabschnitte bis zu den Türmen rechts und links angesetzt. Die Jahre vergingen, aber die Männer kehrten nicht nach Hause zurück. Da machten sich die Frauen von

12 Soldaten auf die beschwerliche Reise, um die sehnsüchtig vermissten Ehemänner zu besuchen. Doch das Schicksal hatte es nicht gut mit ihnen gemeint, alle 12 waren bei den Bauarbeiten umgekommen. Qi Jiguang, der sich zu diesem Zeitpunkt auf einer Inspektionsreise befand, tröstete sie mit dem Hinweis auf die Bedeutung der Großen Mauer und gab ihnen Geld, damit sie und ihre Kinder keine Not zu leiden brauchten. Da überlegten die jungen Frauen nicht lange und beschlossen, den Turm anstelle ihrer toten Männer weiterzubauen. Sie schleppten Ziegel und Erde, mischten Mörtel und fügten Stein auf Stein. Mit dem Geld des Aufsehers kauften sie Drachenköpfe und Fabelwesen und schmückten die Fassade mit allerlei Ehrenzeichen. Dieser Turm ist der einzige seiner Art entlang der gesamten Mauer und wird zum Andenken an die mutigen Frauen der gefallenen Männer Witwenturm genannt.

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Das Geschenk

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Es war schon Abend als ich ankam. Kilimanjaro-Airport. Der Strom war ausgefallen. Power Cuts nannten sie es, weil es jeden Tag passierte. Im Hostel saßen die internationalen Volunteers beim Abendessen und fischten auf ihren stockfinsteren Tellern nach den Reiskörnern. »Hallo«, sagte ich etwas unsicher in die Runde und nahm dankbar den Stuhl, den sie mir in der Nähe einer Kerze freigehalten hatten. Aus Europa, Australien und Amerika waren sie gekommen, um für ein Praxissemester in den verschiedensten Projekten mitzuarbeiten.

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Am nächsten Abend kam der Strom ­zurück. Für eine halbe Stunde. Die ­gewohnte Dunkelheit. Die Dusche kalt. »Wo, bitte, steht die Waschmaschine?« Allgemeine ­Heiterkeit. Am Ende des Hostel­ gebäudes eine Waschstelle. ­Treffpunkt aller zum ­gemeinsamen Rubbeln von Hand. ­Geschichten von zuhause erzählen. Dem tansanischen Leben begegnen. ­Freundschaften schließen.

nicht selten begleitet von einem Lächeln. »Mzungu«, drang es aus der wartenden Menge an einer der Straßenküchen, die an jeder Ecke Maisbrei mit Bohnen anbieten. Es musste ein Zauberwort sein, denn ich wurde an allen vorbei nach vorn gebeten. »Mzungu«, hieß es im völlig überfüllten Bus, und schlagartig wurde zwischen Hühnern und Kalb ein Sitzplatz frei gemacht. »Mzungu.« »Weiße.«

Cafés und Bars hatten einen unschlagbaren Vorteil. Die meisten besaßen einen Generator. Wo ein Generator, da ist Strom und wo Strom, da trifft man sich. »Mzungu!« Ich war mir anfangs nicht sicher, was es bedeutet. Es fiel erstaunlich oft in meiner Nähe. Nicht böse, eher freundlich interessiert, fast höflich und

Man lernt schnell. Es gibt Weiße und Weiße. Ich gehörte zur zweiten Kategorie, also keine Touristin, die beim Einkauf mit Faktor 2 zur Kasse gebeten wird. Die auf Schritt und Tritt naive Kunst, Gewürze oder Tinnef made in China abwehren muss. Ein paar Worte Swahili reichten, um Brücken zu bauen. Um für umgerechnet

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1 Euro eine riesige Portion Maisbrei zu bekommen. Um unablässig bewegende Geschichten aus der Seele eines Landes zu hören und zum vielgefragten Objekt eines sehr spontanen Komplimentes zu werden: »Willst du mich heiraten?«

Da war es nur noch eine. •••••••••••••••••••••••••••••

Die Wachleute im Hostel stammten aus einem Massaidorf in der Nähe, das mit Aufklärung und Ausbildung ihrer Frauen zu unseren geförderten Projekten gehörte. Sie wollten danke sagen und luden das ganze Hostel zu sich ein. Wir würden die Ersten sein, denen Zutritt zu ihrer Dorf­gemeinschaft gewährt wurde.

Es war Sonntag. Acht Volontäre fuhren mit einem Sack Maismehl und reichlich Reis eine abenteuerliche Strecke in die Vergangenheit. Die Stammestracht der Massai ist ­kunterbunt und sonntags noch etwas bunter. Perlenketten, Halskrausen, Kopfschmuck und ausgeweitete Ohr­ läppchen, an denen ein gefühlter Zentner Silbergeschmeide baumelt – alles für unsere Begrüßung. Zu Musik und Gesang sprangen die Männer aus dem Stand wie ein Flummi auf und ab. Ich habe nach den Sprungfedern unter ihren Füßen gesucht, aber da waren nur ihre Sandalen aus alten Autoreifen. Lachen und Herzlichkeit. Sie hatten mit dem Sonntags-Gottesdienst extra auf uns gewartet. Nun war es soweit. Danke für das Projekt. Danke für euren Besuch. Danke für das Maismehl. Danke.

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Danke. Danke. Es war uns ein bisschen unangenehm, aber es war echt. Dann die Dorfbesichtigung. Zwischen all den neugierigen, strahlenden Gesichtern und winkenden Kindern zwei Ziegen. »Wo sind eure Rinder?«, wollte ich wissen, weil der Wert eines Massai-Mannes doch an der Anzahl seiner Tiere gemessen wird. »Sie sind verdurstet«, sagte unser Begleiter leise, »es hat seit Monaten nicht mehr geregnet«. Hier und da schimmerte im steinharten Boden ein Rest brauner Brühe, mit der sie sich ­wuschen und die sie auch tranken. Kinder in zerrissenen T-Shirts, schmutzig bis in die Haarspitzen. Nirgendwo sauberes Wasser, das ­Aller­nötigste zu essen, kein Vieh mehr und keine Einnahmen, weil es nichts mehr gab, das sich verkaufen ließe.

Der Gesang, die Rhythmen und das Händeklatschen wurden intensiver. Von irgendwoher zog Bratenduft durch den Kral. Er kam von der Ziege, deren Fleisch an Stöcken über einer Feuerstelle hing. Dahinter das abgezogene Fell und eine riesige Blutlache. Wie sollten wir reagieren? Uns war schlecht vor ­Ergriffenheit. Die, denen nichts blieb, die Tag für Tag ums Überleben kämpften, sie hatten eine ihrer letzten beiden Ziegen für uns geschlachtet. Schweigend saßen wir in der Dorfmitte auf dem Boden und aßen das Hab und Gut unserer Gastgeber. Noch ein paar Tänze, dann war Zeit für die Abreise. Und der Strom war schon wieder weg, was gut war, denn so konnte man unsere Tränen nicht sehen.

Sehen Sie in überwältigenden Szenen, warum die Serengeti nicht sterben durfte. ••••••••••• m Tansania-Film erleben

Im kleinen Grenzverkehr zwischen der Serengeti und der Masai Mara ziehen die nach Anzahl und Arten größten Wildtierherden durch Ostafrika. Und die halbnomadischen Massai ziehen mit. Heute nicht mehr als Krieger, sondern als Botschafter ihrer Kultur. Mit unbändigem Stolz gegen den Lauf der Zeit. Aber immerhin mit Handy. •••••••••••••••••••• m www.chamaeleon-reisen.de/Tansania

Sechs Monate war Stefanie Münkel Volontärin bei dem Reiseveranstalter in Moshi, bevor sie als Produktmanagerin zu Chamäleon kam. Hier plant und organisiert sie heute

8 fantastische Reisen mit 5 Anschlussprogrammen und eine Vielzahl von Reisebausteinen durch – logisch – Tansania. Und was sie noch gerne ergänzt hätte: Am Tag nach den Tränen legten die Volontäre im Hostel zusammen und kauften auf dem Markt eine Ziege. Die setzten sie dem Massai-Wachmann auf den Rücksitz und hängten ihr ein Schildchen um den Hals: Danke. Danke. Danke.

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Nur eine

Mutter

kann dieses Gesicht schön finden. ••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••

Als alle Formen und Farben verteilt waren, ging der Schöpfer noch einmal durch seine Werkstatt und sichtete, was übrig geblieben war. Da standen noch viele Töpfe mit den Resten der wundervollsten Farben, die für eine neue Sorte nicht mehr gereicht hätten. Und so entschloss er sich, einige Arten zu schaffen, die nach dem Vorbild des Regenbogens in vielen fantastischen Farben und Mustern erstrahlen sollten. Diesem letzten Schöpfungsakt verdanken wir die Orchideen, von denen es im Costa Ricanischen Regenwald allein 420 verschiedene Arten gibt. Aber da gab es noch die Abteilung Tierreich, in der es nicht so einfach war, aus den übrig gebliebenen Teilen etwas Besonderes zu schaffen. Zu groß waren die einen, zu klein die anderen, um zusammen zu passen. Da entschied der Herr, dass das Paradies für jeden einen Platz haben soll, ungeachtet seiner Größe und seines Ansehens. Und er schuf als Pendant zu den wohlgeratenen Big Five, die Little Five und die Ugly Five und gab jeder Art eine ganz besondere Aufgabe.

Vom Ochsen nahm er den Rumpf und von der Antilope die Beine. Vom Stier die kurzen Hörner und die Trichterohren von der Fledermaus. Und der Schwanz eines Pferdes lag auch noch rum. Fertig war das Gnu, das den Löwen fortan als Mittagsimbiss gelten sollte. Auf diese Weise entstanden das Warzenschwein als Lieblingsgemüse der Leoparden, die mit Verachtung gestrafte Hyäne, der Geier mit dem Auftrag, alles wegzuräumen, was liegen geblieben war und schließlich das undefi nierbare Ding aus einem Storchenschnabel, dem roten Kehlsack des Truthahns und der Federboa von Josephine Baker (war ein Fehlgriff) namens Marabu. Fünf müssen reichen, dachte sich der Herr, aber da lagen immer noch die Kleinteile rum, die bei keinem der Ugly Five unterzubringen waren. Und es kam ihm die Idee zu einer Minitruppe mit ungeahnten Fähigkeiten.

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Bilder, die man nie mehr vergisst. Man muss sie sehen, um es zu glauben. ••••••••••• m Südafrika-Film erleben

Entscheidend ist, was hinten rauskommt. Hmmh, lecker. So ähnlich stellt man sich die Gedanken des Mistkäfers vor, wenn er von einem frischen Dunghaufen zum nächsten fl iegt und mit seiner anrüchigen Vorliebe ein wahres Wunder vollbringt. Denn sobald er einen schönen dampfenden Kegel entdeckt hat, stürzt sich der Mistkäfer hinein und schnappt sich eine Portion, die er zusammen mit etwas Erde zu einem perfekten Kügelchen formt. Dann stellt er sich auf den Kopf und rollt das Corpus Delicti mit den Hinterbeinen gut und gerne 100 Meter vom Tatort weg. Und wenn ihm die Luft rein genug erscheint, gräbt er einen kleinen Tunnel, rollt den Ball hinein und legt ein Ei dazu. Fertig. Jetzt noch den Tunnel zuschaufeln und ab, den nächsten Haufen suchen.

Wenn es den Mistkäfer nicht gäbe, wären die Savannen in Afrika längst zugesch... üttet mit allem, was die riesigen Großwild-Herden fallen lassen. Er aber rollt 75 Prozent des müffelnden Back-Ends einfach davon, düngt ganz nebenbei den Boden, lockert ihn auf und sorgt für neues Graswachstum. Er hätte einen schöneren Namen verdient, ganz ehrlich. Mit derlei Überlegungen saß der Schöpfer in seiner Werkstatt und dachte darüber nach, welchen seiner übrig gebliebenen Fragmente er noch zu besonderer Beachtung verhelfen könnte. Und er erfand die Elefantenspitzmaus, zu der ihm nach 10 Zentimetern inklusive Rüssel das Material ausging. Die bucklige Leopardenschildkröte, der er auftrug, sich nach dem Schlüpfen mindestens 4 Jahre versteckt zu halten, damit sie nicht von einer Hyäne geknackt werden könne. Den Büffelweber, der sich mit gigantischen Gemeinschaftsnestern die Fressfeinde von seinem 60 Gramm-Leib hält. Und den Ameisenlöwen, der sich mit einer List sein Lebendfutter ergattert, das ihm sonst davonlaufen würde. Es war Abend geworden, und als der Herr nachzählte, waren auch die Little Five vollzählig und alles aufgebraucht, was in den Regalen lag. Es reicht, sagte er sich, und so wurde aus Tag und Nacht ein neuer Tag, an dem die Kleinen und Hässlichen ausschwärmten, um zu erledigen, was ihnen aufgetragen war.

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Nehmen Sie die Finger, sonst kommen Sie durcheinander: Den Daumen für die sensationellen Nationalparks. Den Zeigefinger für die endlose Folge unbeschreiblicher Naturwunder. Den Mittelfinger für atemberaubend schöne Buchten. Den Ringfinger für die schönste Stadt der Welt und den kleinen Finger für 20.000 Jahre Kultur. Danach kommen die »Amazing Five« und Sie müssen die andere Hand nehmen. •••••••••••••••••••• m www.chamaeleon-reisen.de/Suedafrika

Irgendwann muss jemand gezählt haben oder Gott hat eine Liste heruntergereicht. Darauf stand: Südafrika.

900 Tierarten, aufgeteilt in 300 Säugetiere, 500 Vögel und 100 verschiedene Reptilien. Abgesehen von Eisbären und Elchen ein ziemlich kompletter Querschnitt von allem, was Beine hat. Und der Humor kam auch nicht zu kurz, denn auf Blaubock und Witwenpfeifgans, Ohrengeier und Schönbürzelchen muss man auch erst mal kommen.


DER PRACHTVOLLSTE ZAHN DER ZEIT. ••••••••••••••••••••••••••

Zuerst hieß sie Senkadagalapura, später Sri Wardhanapura und als die Briten vor allem wegen des Tees Gefallen an Sri Lanka fanden, blieb von den unaussprechlichen Namen der Hauptstadt des letzten singhalesischen Königreiches noch Kandy übrig. Nur ihre Einwohner sagen heute noch Maha Nuwara, Große Stadt. Aber von diesem Zahn der Zeit ist hier nicht die Rede.

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Der Überlieferung nach, starb der Religionsstifter Gautama Buddha 480 v. Chr., und seine Leiche wurde der Tradition entsprechend vor den Toren der Stadt ­Kusinara verbrannt. Begleitet vom Klang heller ­Glöckchen und tiefen Gongschlägen, die seinen Einzug ins Nirwana ankündigten. Vier Zähne und ein Schlüsselbein wurden indes aus der Asche gerettet und begannen ein Eigenleben als fantasievolle Mythen und Legenden. Sieger blieb der linke obere Eckzahn.

Viele Jahrhunderte sei er in einem Schrein in Nordindien verwahrt worden, so die Geschichte, dann habe ihn eine indische Nonne in ihren langen Haaren nach Sri Lanka geschmuggelt, wo der Zahn von König Siri Meghavanna persönlich empfangen und zum spirituellen Symbol des Reiches erhoben wurde. In einem goldenen Schrein des Zahntempels ruht die Reliquie nun seit hunderten Jahren in einem Schmuckkästchen, in dem viele kleine Schatullen versteckt sind. In der kleinsten soll er liegen. Dreimal täglich wird der Schrein geöffnet und die Pilger stehen schon Schlange für das Heiligste des Heiligen, aber niemand darf ihn sehen. Fotografieren verboten und nach längstens 10 Sekunden macht der Wächter ein unmissverständliches Zeichen, dass die Zeit rum ist.

Doch einmal im Jahr, zur Zeit des Esala-Vollmondes im Juli-August, werden die »Royal Elephants« geschmückt und dürfen Buddhas Zahn beim großen Perahera-Fest

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durch die Königsstadt Kandy tragen. Karneval in Rio ist nichts dagegen. Alles fiebert dem Großereignis entgegen, putzt sich heraus, stimmt sich ein. Seit Wochen befinden sich festlich »gekleidete« Elefanten aus allen Teilen des Landes im Anmarsch auf Kandy. Hunderttausende sind schließlich auf den Beinen, um die Höhepunkte der abendlichen Perahera-Prozessionen zu erleben. In der Brunnenanlage vor dem Zahntempel werden die Dickhäuter noch einmal kräftig geschrubbt, dann kann es losgehen.

DE ZOCH KÜTT. 15 Tage dauert die Perahera-Festperiode. Die ersten fünf Tage ab Neumond werden »Esala-Bäume« gepflanzt und nach Einbruch der Dunkelheit zur Segnung des Königs und seines Volkes unter den Schreinen um den Zahntempel die Viertel einer von Sünden gereinigten Jackfrucht vergraben. Dann folgt die fünftägige ­Kumbal-Perahera, bei der die Insignien der jeweiligen Gottheiten auf überladen geschmückten Elefanten den Tempel umrunden. In der letzten Etappe, der ­Randoli-Perahera, gibt es kein Halten mehr. Immer länger werden die Prozessionszüge, an den ­Dickhäutern baumeln ­hunderte farbige Glühbirnen, und mit edelsteinbesetzten Brokatdecken geschmückt, trägt der Hauptelefant des Zahntempels eine Nachbildung der Reliquie durch das jubelnde Volk.

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Fackeln tauchen die prunkvollen Kostüme im alten Kandy-Stil in ein ­magisches Licht, Akrobaten in kunstvollem Ornat b­ egleiten den stundenlangen Reigen mit kräftezehrenden Shows. Über allem hängt der frenetisch ­geschlagene Takt der Trommeln und Stunde um Stunde steigert sich die religiöse Inbrunst dem Höhepunkt entgegen.

Wer Sri Lanka nur als Ursprungsland des weltberühmten Ceylon-Tees kennt, weiß zu wenig von der Insel, die mit Weltkulturerben geradezu vollgepflastert ist. Sieben davon begegnen Sie auf der Chamäleon-Reise »Kandy«. Der Zahntempel ist Nummer fünf. Und zwischen den offiziellen Höhepunkten liegen noch doppelt so viele Wunderwelten, die Sie gerne zu Ihrem persönlichen Weltereignis erklären dürfen. •••••••••••••••••••• m www.chamaeleon-reisen.de/SriLanka

Im Morgengrauen nach der Vollmondnacht, wenn alle fix und fertig und von der Gunst der Götter beseelt sind, zieht eine kleine Prozession zum Mahaveli-Fluss. Mit einem Streich des Heiligen Schwertes wird das »Wasser geschnitten«, das nach hinduistischem Glauben die Verbindung zwischen materieller und geistiger Welt darstellt. Mit je einer »Scheibe« Wasser füllen die Oberpriester unter beten und lithurgischen Gesängen vier irdene Töpfe, die bis zur nächsten Perahera in ihren Tempeln gehütet werden.

Elefanten dürfen wieder Elefanten sein, der ­ symbolische Zahn kehrt zurück in den Schoß des Tempels, in Kandy tritt Ruhe ein, relative Ruhe. Zurück bleibt bei jedem, der diesem Spektakel beiwohnen konnte, das Gefühl, nie zuvor etwas Vergleichbares erlebt zu haben.

Wo das goldene Dach des Zahntempels, dem früheren Königspalast von Kandy, unübersehbar leuchtet, da liegt die Reliquie unter

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goldenen Dagobas. Dreimal täglich fegt ein ohrenbetäubender Lärm durch die heiligen Hallen, wenn mit Trommeln und Schalmeien kundgetan wird, dass der oberste Mönch auf dem Weg ist, vor dem Zahn zu beten.

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Die Quellen des Glücks. ••••••••••••••••••••••••••••••••••

Zwischenstopp in Cajabamba. Die Aussicht ist toll, nur die Aussichten sind es nicht. Wo die Regenwälder des Amazonasbeckens in weite grüne Täler übergehen und am Horizont die schneeweißen Zipfelmützen der Andenkette leuchten, da liegt Cajabamba. Ein Dorf, ­idyllisch ohne Frage, und was ist schon dabei, wenn die Uhren etwas langsamer gehen? Für die Einwohner allerdings, die Quichua, gehen sie sehr langsam. Zu langsam, um über die Runden zu kommen.

Einst waren sie die größte indianische Bevölkerungsgruppe. Von den Inka besiegt und spanischen Kolonialherren vertrieben, zerstreute sich eine unübersehbare Menge an abgespalteten ethnischen Gruppen über das nördliche Südamerika. Der kulturelle Zusammenhalt war dahin, die Wurzeln gekappt, die Quichua wurden zum Spielball partikularer Interessen. Zurückgezogen auf ihre traditionelle Lebensweise und ohne Schulbildung, steuern sie auf die Bedeutungslosigkeit zu. Entwicklung, Fortschritt? Fehlanzeige. Für Magie und Heilung ist immer noch ein in der ursprünglichen Regenwaldpraxis geübter Schamane ­zuständig. Für den Kontakt mit der ­Außenwelt ein Kurzwellenradio.

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Also hoffnungslos? Könnte man denken, es sei denn, man kriegt das Ende der Leine zu packen, an der sich die Menschen in Cajabamba wieder aufrichten können. Einen Anfang machen, Perspektiven aufzeigen und Hilfe zur Selbsthilfe geben. So könnte es gehen und so ging es tatsächlich. Mit Unterstützung der Chamäleon-Stiftung.


Geprägt von den Schätzen der Inka, beherrscht von umwerfenden Naturereignissen, gestaltet vom 1000-fachen Grün des Regenwaldes. ••••••••••• m Ecuador-Film erleben

Wenn es noch eines Beweises bedarf, wie abgeschieden die Quichua in Cajabamba leben, dann die Tatsache, dass kaum etwas im Internet zu finden ist. Jedenfalls nicht in deutscher Sprache. Nur wer sich viel Mühe gibt, findet zumindest dies: »Im Jahr

1884 brach die Gemeinden aus der Metropol Dach von Riobamba und miteinander verbunden, um Villa La Unión, das heute als Cajabamba bekannt der formale Name des Dorfes ist zu bilden.« Genauso war’s.

Trug der Verkauf von selbst angebautem Obst noch das Nötigste zum Lebensunterhalt bei, schuf die Chamäleon-Stiftung im August 2013 die Voraussetzungen für die systematische Entwicklung einer Einnahme­ quelle. In einem Ausbildungs-Workshop lernten die Dorfbewohner das Nähen und Besticken von Dokumententaschen. Alle Arbeitsschritte sind nun in Eigen­ leistung möglich und das fertige Produkt für Cajabamba-Verhältnisse ein Verkaufsschlager. Kaum ein Tourist, der – und sei es auch nur zum Zwecke der wohlwollenden Unterstützung – ohne Tasche das Dorf verlässt.

Februar 2015: Nach ihrem RegenwaldAbenteuer in der Ecolodge Las Cascadas, waren die Chamäleon-Gäste zum Mittagessen in Cajabamba eingeladen. Es gab Maito, ein traditionelles Andengericht und Marmelade zum Nachtisch. Handgemacht nach Quichua-Ritual. Dann die Präsentation der Taschen mit einem breiten Grinsen aller Näherinnen. Und siehe da, es gab eine neue Kollektion. Erstklassig verarbeitet mit einem wunderschönen, mehrfarbig gestickten Emblem vorne drauf. Ein Chamäleon.

Geld strömt in die Gemeindekasse. Nunja, es tröpfelt, aber an anderer Stelle ist ein viel größerer, unkalkulierter Effekt entstanden: Die Rückbesinnung der Menschen auf die Kultur ihrer Herkunft. Denn die Webkunst war schon immer ein traditionelles Handwerk des Andenhochlandes, wo die Vorfahren der Cajabamba-Gemeinschaft herkamen. Eine Brücke wurde geschlagen, die Kraft und Antrieb für den nächsten Schritt gibt: Die organisierte Vermarktung von Waren und Leistungen, damit eine nachhaltige Wertschöpfungskette entsteht.

Und viel Glück auf eurem Weg in eine bessere Zukunft.

Wir sagen danke.

Über 4.000 immergrüne Arten in Stockwerken bis 60 Meter Höhe, beherbergt der Regenwald in Ecuador auf einer Fläche von 1,8 Milliarden Hektar. Plus das Bäumchen, das Sie auf Ihrer Reise pflanzen werden. An der Stelle, wo wir als Äquivalent für die Buchung Ihrer Reise 100 Quadratmeter kaufen und auf Ihren Namen eintragen lassen. •••••••••••••••••••• m www.chamaeleon-reisen.de/Ecuador

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Das Lied der Büffeldame. Stolz ist nicht wichtig, aber schön muss er sein, richtig fein muss er sein. Und Fehler kann er haben, aber'n Fass muss er sein. Ein echtes Ass muss er sein, nur für mich. Zentner kann er wiegen, aber neu muss er sein, vor allem treu muss er sein. Und Macken darf er haben, aber lieb muss er sein. So'n Kuscheltyp muss er sein, nur für mich. Und wenn er Läuse hat, so richtig Läuse satt. Deswegen braucht er sich doch nicht zu schäm’. Ich schwöre es, ich folg’ ihm glatt, egal wohin, auch in den Lehm.

Nach dem Büffel kommt der Elefant zum Schlammbaden. Und am anderen Ende der Pfütze liegt das Krokodil und schielt nach der Antilope. Die aber hat der Löwe schon im Visier, der noch dösend im Baum hängt. Dem Flusspferd ist das alles wurscht, solange es in Ruhe 100 Kilo Grünzeug verputzen kann. Und das Erdmännchen macht wie immer seine Faxen dazu. In Botswana sind Sie bei all den Erlebnissen hautnah dabei, die Ihnen auf der Couch bereits eine Gänsehaut machen. •••••••••••••••••••• m www.chamaeleon-reisen.de/Botswana

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3.386

strahlende Gesichter.

9 mal

Zeit für Magie.

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die magische Zahl. 30

Deutschland lebt auf. Was gibt es in der düsteren Jahreszeit schöneres, als der Traum von beflügelnden Abenteuern und filmreifen Sonnenuntergängen? Sehen Sie, das ist der Grund, warum die Chamäleon Erlebnistage im Winter stattfinden. Licht an für die Vorfreude. Das Herz für unvergessliche Momente öffnen. So geschehen bei 3.386 Besuchern, die im Januar unserer Einladung gefolgt sind, das schier Unglaubliche zu erleben. Danke an alle, die gesagt haben: Nun ist klar, wohin die Reise geht. Und all denen, die nicht dabei sein konnten, zum Trost: Der nächste Winter – pardon – Erlebnistag kommt bestimmt. In Berlin, Hamburg, Hannover, Essen, Köln, Frankfurt a.M., Stuttgart, Nürnberg und München. m www.chamaeleon-reisen.de/Erlebnistage

Magische Momente frei Haus. Magie, so lehrt die altiranische Literatur, ist die Kunst, übernatürliche Kräfte oder Ereignisse wirksam auf die Umwelt zu übertragen. Wir machen es eine Nummer kleiner, dafür 9 mal im Jahr. Wenn Sie es möchten, schicken wir Ihnen 9 mal eine E-Mail mit der Vorstellung von jeweils vier Reisen, die sich durch eine besonders hohe Dichte an Magischen Momenten auszeichnen. Und jede E-Mail beginnt mit einer persönlichen Videobotschaft von Ingo Lies. Damit Sie aus erster Hand informiert sind, was sich bei Chamäleon gerade tut. m www.chamaeleon-reisen.de/Bestellung-mm-ms

Wie Gänsehaut entsteht. Zwölf Stunden hat der Tag, zwölf Stunden hat die Nacht. Zwölf Monate das Jahr, so wird die Zeit gemacht. Unsere Zeitrechnung heißt: 12 Teilnehmer höchstens, damit mehr Zeit für Gefühle bleibt. Mehr Muße und Rücksicht auf individuelle Interessen, denn darauf kommt es auf einer Reise in fremde Kulturen an: Dass Sie in der ersten Reihe stehen. Dass der Blick des Löwen und das Lächeln der Menschen Ihnen gelten. Dass in jedem Augenblick Ihr Herz dabei ist. Deshalb gilt: Eher weniger, aber niemals mehr als 12 Teilnehmer, ist das Besondere jeder Chamäleon-Reise. m www.chamaeleon-reisen.de


Wer macht denn sowas? Haben Sie wahrscheinlich gerade gedacht, und der Schwabe würde antworten: Gell, da glotscht. Die Wirklichkeit ist nicht so spektakulär, wie es sich liest, dafür umso schöner: 868 Fußballfelder entsprechen etwa 620 Hektar, mithin 6,2 Millionen Quadratmeter. In diesem Fall fetter, unberührter, dampfender Regenwald, in dem der Ursprung allen Lebens tobt. Soviel haben wir bis heute gekauft, unter Naturschutz gestellt und verschenkt: in Parzellen à 100 Quadratmeter für jeden, der mit Chamäleon gereist ist. Nichts leichter also, wenn Sie ein Grundstück im Primärregenwald von Ecuador besitzen möchten: Einfach eine Chamäleon-Reise buchen. m www.rainforest-foundation-ecuador.org

Macht’s noch einmal, Fans. Wie es aussieht, muss man nicht zwingend mit Chamäleon gereist sein, um Chamäleon toll zu finden. Und was würden all die, die auf facebook unseren Stil begeistert kommentieren, erst sagen, wenn sie bei einer unserer Wunderwelten-Reisen dabei gewesen wären? Kaum auszudenken, aber eine schöne Vorstellung. Schauen Sie doch mal rein, und vielleicht entdecken auch Sie etwas für das Gefühl: Davon hätte ich gerne mehr. m www.facebook.com/Chamaeleon.Reisen

868

Fußballfelder verschenkt.

4.278

Daumen nach oben. 31


6

Richtige.

meinezeit ist das Reisemagazin von Chamäleon. Redaktion & Copyright Chamäleon Reisen GmbH, Pannwitzstraße 5, 13403 Berlin Silja Bohry, Frank Kleinbrahm, Ralf Schulze Texte Frank Kleinbrahm Gestaltung Ralf Schulze Druck Königsdruck, Berlin Bildnachweis Langjährig verbundene Profi-Fotografen, Chamäleon-Experten und Freunde Bleyer, Dirk 8 / 10 Chamäleon-Archiv U1 / 3 / 5 / 13 / 33 Chamäleon: Böhm, Marie 27 Giebe, Katrin 11 Münkel, Stefanie 16 / 17 / 18 / 19 Mosig, Andreas 31 Schulze, Ralf 2 / 4 Exotissimo Travel Thailand: Urbanija, Miha 10 Exotissimo Travel Thailand U2 Hotel Papallacta 34 / 35 Küchler, Kai-Uwe 26 Liabeuf, Daniel 22 Pack Safari: Pack, Peter 30 Sass, Alexander U2 Surtrek: Bremekamp, Christina 26 / 27 Surtrek: Hacienda Leito 26 Wijesoma, Udaya 23 / 24 / 25 Teilnehmer am Chamäleon-Fotowettbewerb Buchta, Claudia 7 Dillinger, Christian 5 Dudde, Günther 11 Haufe, Ira 28 Humberg, Heinz 30 Köllermann, Helmut 2 Krause, Christine 4 Laub, Harry 9 Mewes, Katja 5 Michels, Horst 4 Pauli, Ulrich 18 Romahn, Christiane 34 / 35 Rosenbaum, Heike 16 / 17 Schulze, Günter 3 Sixt, Harald 15 Theiß, Andreas 18 / 19 Willuhn, Dietmar 4 Zwick, Jens 24 Fremdenverkehrsämter FVA China U2 iStockphoto BartCo 33 Bucklin, Linda 20 Chesser, Ewan 21 Cumming, Anthia 17 dragoninteractive 30 Hackemann, Jörg 23 / 25 Isselée, Eric 16 / 21 jacus 34 / 35 joyt 22 Kasholm-Tengve, Britta 18 pjmalsbury 19 Rex_Wholster 12 RyanKing 33 Spanic 7 / 34 / 35 Suntiviriyanon, Thananit 11 szefei 34 / 35 tomasworks 1 vincent369 14 Yobro10 31

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Für Menschen, die schon alles haben. Wahrscheinlich kennen Sie unsere DVD mit den 6 Erlebnisfilmen aus Costa Rica, Tansania, Namibia, Indien, Südafrika und Ecuador längst schon. Schließlich ist sie das Glanzstück auf dem Titel des Chamäleon-Kataloges. Großes Abenteuer-Kino und kostenlos dazu. Aber was schenken Sie Freunden, die schon alles haben? Und was würde besser ankommen, als fast vier Stunden blanke Emotion, überreicht mit der Frage: Wäre das nichts, was wir gemeinsam erleben sollten? Mehr (Vor)Freude kann man eigentlich nicht schenken. m www.chamaeleon-reisen.de/Bestellung


Reisebüros empfehlen Chamäleon. Fast 8.000 Reisebüros zählen inzwischen zum Kreis der Chamäleon-Partner in Deutschland. Durchschnittlich werden es jedes Jahr etwa 700 mehr. Eine Glückssträhne? Von wegen. Es hat sich einfach rumgesprochen, mit welcher Begeisterung die Gäste einer Chamäleon-Reise zurückkehren. Und nichts ist den Reisebüros lieber als eine hohe Kundenzufriedenheit. Und die beginnt immer mit einer professionellen Erlebnis-Beratung. m www.chamaeleon-reisen.de#agtnearestagent

Gütesiegel für Unternehmensverantwortung. Wo endet eine fantastische Reise und wo beginnt die Verantwortung? Ist ganz leicht: Verantwortung beginnt da, wo die Ressourcen eines Landes nachhaltig gefördert werden, damit die Reisen dorthin fantastisch bleiben. Oder anders: Wenn vom Reisepreis möglichst viel dem Land und seinen Menschen zugute kommt. Die ungewöhnlich intensiven Begegnungen auf einer Chamäleon-Reise haben ihren Grund darin, dass wir als gern gesehene Freunde kommen und 47 Prozent unseres Reisepreises im Land bleiben, damit jene davon profitieren, denen wir die besonderen Erlebnisse verdanken. m www.chamaeleon-reisen.de/CSR

Fotowettbewerb mit doppelten Chancen. Die schönsten Bilder Ihrer Reise, Dokumente magischer Augenblicke – darum geht es bei unserem Fotowettbewerb. Bis zum 3. Mai 2015 können Sie Ihre persönlichen Glücksmomente noch auf unserer Website hochladen. Diesmal getrennt nach den Kategorien Natur+Kultur und People+Passion. Jeweils maximal 15 Fotos, und das Schöne daran: Wenn Ihre Bilder in beiden Kategorien zu den Besten gehören, dann haben Sie eben auch zweimal gewonnen. Ein Grund mehr, jetzt zur Chipkarte zu greifen. m www.chamaeleon-reisen.de/Fotowettbewerb

7.908

und morgen mehr.

47

Prozent bleiben da.

3.5.2015

Einsendeschluss.


NAMIBIA Wunderwelten-Reise HIMBA plus 500 m2 Regenwald. ••••••••••••••••••• Das trockene Kaokoveld in Namibia und der dampfende Regenwald in Ecuador. Zwei, die nie zusammenkommen. Es sei denn, Sie buchen bis 30. Juni 2015 unsere Namibia-Reise HIMBA. Dann geben wir Ihnen pro Person 500 Quadratmeter Regenwald dazu. Beurkundet und eingetragen auf Ihren Namen. m www.chamaeleon-reisen.de/Himba

BURMA Wunderwelten-Reise MANDALAY plus Ballonfahrt. ••••••••••••••••••• Start vor Sonnenaufgang, und dann totenstill über die tiefgrün bewaldete Ebene von Bagan schweben, wenn unter Ihnen die Glöckchen von Millionen Pagoden zu klingeln beginnen. Für die Buchung unsere Burma-Reise MANDALAY bis 15. August 2015, ermäßigen wir den Preis der optionalen Ballonfahrt um 60 Euro. m www.chamaeleon-reisen.de/Mandalay

ARGENTINIEN Wunderwelten-Reise SALTA plus Tango-Essen. ••••••••••••••••••• Tango, das ist Argentinien, und wer das Kribbeln spüren will, der muss auf der Reise SALTA die optionale Tangoshow mit Abendessen buchen. Und Vorsicht, dass es Sie beim Dinner nicht vom Stuhl reißt. Bei Buchung der SALTA bis 31. Juli 2015 beteiligen wir uns am Tango-Essen mit 45 Euro. m www.chamaeleon-reisen.de/Salta

CHINA Wunderwelten-Reise YANGTZE plus Lichterfahrt. ••••••••••••••••••• Xi’an – Ort der tausend Weltkulturerbe-Stätten und seit 210 v. Chr. bewacht von einer Armee aus 7.278 Terrakotta-Soldaten – wäre allein schon einen China-Besuch wert. Und wenn Sie bis 20. September 2015 die Reise YANGTZE buchen, geben wir eine unvergessliche Lichterfahrt durch Xi’an kostenlos dazu. m www.chamaeleon-reisen.de/Yangtze

ECUADOR Wunderwelten-Reise OTAVALO plus Therme. ••••••••••••••••••• Wie hätten Sie es gern: Türkisches Dampfbad, rotes Schlammbad, blaues Schlammbad, unterirdisches Höhlenbad, lindgrünes Entspannungsbad? Die Therme bei Cuenca ist wahlweise Jungbrunnen oder Paradies der Sinne. Und kostenlos für Sie, wenn Sie die Ecuador-Reise OTAVALO bis 30. Oktober 2015 buchen. m www.chamaeleon-reisen.de/Otavalo

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Das Traumwecker-Magazin von Chamäleon. Namibia. Leben, um zu überleben. Argentinien. Dance me to the End of Love. Burma. Lockruf des Goldes....

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