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meinezeit

Südostasien

Mexiko

Marokko

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Ich führe einen großen Namen.

Es war einmal im Land der Maya.

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Schönes Gebiss, wenig gebr., günst. zu verk.


Inhalt

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02 Südostasien. Ich führe einen großen Namen. 06 Jordanien. Beduinen tragen keine Sonnenbrille. 08 Mexiko. Es war einmal im Land der Maya. 12 Die Offenbarung der Wildkatze. Ein Land wie ein Märchen. 14 Neuseeland. Taumatawhakatangihangakoauaota mateapokaiwhenuakitanatahu. 16 Südafrika. Gimme five. 20 Sri Lanka. Vergangenheit, erlebtes Glück... 22 Brasilien. Die Quellen des Glücks. 79 und verliebt. 24 Costa Rica. Der Horror für Farbenblinde. 28 Marokko. Schönes Gebiss, wenig gebr., günst. zu verk. 30 Einblicke. Chamäleon. In Zahlen.

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Heureka! Heureka!

meinezeit

Aufgrund einer Betrugsklage gegen den beauftragten Goldschmied, bat König Hieron II. von Syrakus den griechischen Mathematiker und Physiker Archimedes, die Echtheit eines geweihten goldenen Kranzes zu prüfen, ohne dieses Weihegeschenk im geringsten anzutasten. Nach langem Nachdenken fand Archimedes schließlich die Lösung, als er in einem öffentlichen Bad mitsamt dem Kranz in die Wanne stieg. So konnte er beim Eintauchen dessen Volumen und sodann das Verhältnis des Gewichtes zum Volumen bestimmen. Dieses »spezifische Gewicht« lieferte den Beweis, dass der Kranz eine Fälschung war. Entzückt von seiner Entdeckung, rannte Archimedes unverzüglich und nackt wie er war, mit dem wiederholten Freudenruf »Heureka! Heureka!« zu seinem König. »Ich hab’s gefunden! Ich hab’s gefunden!« Nun, liebe Leser, können Sie sich in etwa vorstellen, wie es uns ergeht, wenn wir in einem fernen Land unbekannte Erlebnisse entdeckt haben. Zwar pflegen wir die Kunde davon nicht mehr nackt zu überbringen, dafür untermauert mit vielen faszinierenden Motiven, gewissermaßen als Nachweis unserer Behauptungen. Wie in dieser dritten Ausgabe von meinezeit, die auf den Flügeln der Fantasie wieder weit fortträgt an magische Orte, die kaum zu glauben sind. 36 Seiten Gänsehaut. Getreu dem Leitsatz des alexandrinischen Bibliothekars Kallimachos von Kyrene, der mit den Worten »Ein großes Buch ist ein großes Übel« statt des ausladenden homerischen Epos´ das kleine, brillant geschriebene Werk lobte. In diesem Sinne eine wundervolle Stunde wünscht Ihnen Ihr Ingo Lies und das Chamäleon-Team

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Ich führe einen großen Namen. •••••••••••••••••••••••••••••••••

Wer hat schon das Glück, auf einem Dach geboren zu werden? Aber das wusste ich zu dem Zeitpunkt, als meine Brüder und Schwestern beschlossen, mich mitzunehmen, ebenso wenig, wie die späte Erfahrung, dass unsere Reise 4.909 Kilometer dauern würde. Es sollte eine der zehn längsten der Erde werden. »Wo sind wir?«, wollte ich noch wissen, aber wer kann mit der Bezeichnung Ganasongdou auf dem Norddach des Dangla-Gebirges im Kreis Zadoi des ­autonomen Bezirks Yushu der ­chinesischen Provinz Qinghai schon etwas anfangen? Es stand auch nirgendwo, weil es ohnehin auf kein Straßenschild gepasst hätte. Also sind wir los. Von da an ging’s bergab.

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Hätte mir damals schon jemand gesagt, was ich erleben würde, ich wäre vor Freude aus dem Bett gesprungen. Zugegeben, die erste Hälfte meiner Reise war nicht so berauschend. Erst, als ich gelangweilt von endlosen Weiten zwischen bewaldeten Bergen nach rechts abbog, war es mit der Ruhe vorbei. Ich hatte deutlich zugenommen, vor allem in der Breite, und so war es ein Klacks, mit einem Bein in Thailand und mit dem anderen durch Laos zu laufen. Zum ersten Mal sah ich Sonnenuntergänge von malerischer Schönheit, ja ich wurde ein Teil von ihnen. Ich gab den Anstoß zur thailändisch-laotischen Freundschaftsbrücke und zu spektakulären

Wasserfällen, ich hob über 4.000 Inseln aus der Taufe und brachte der Wirtschaft den lange ersehnten Aufschwung. Es gab kein Zurück mehr. Wie auch, seit meinem Richtungswechsel war ich wie elektrisiert unterwegs, was mir die Chinesen wegen der unvermeidlichen Stromschnellen übel genommen hatten. Sie nannten mich deshalb »Turbulenter Fluss«, in Burma hatte ich einen absolut unaussprechlichen Namen und bei den Khmer war ich der »Große Fluss«, aber am besten gefiel mir »Neun-Drachen-Fluss«. Da war ich bei den Vietnamesen. Ich habe in Laos die alte Königsstadt Luang Prabang gesehen, die man den schönsten Bergort

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Asiens nennt. Ich bin gerührt, dass mit meinem Band die reichsten und berühmtesten Tempel zu Ehren Buddhas, die goldenen Grotten von Pak Ou und in Kambodscha das Weltkulturerbe Angkor Wat verbunden sind.

Das Schönste aber sind die Feste. Wie Buddha es einst bestimmt hat, beginnt mit der Regenzeit die besinnliche Periode der inneren Einkehr und des Fastens. Von Juli bis September ziehen sich die Mönche zu Gebet und Meditation in die Klöster zurück. Aber dann – wenn ein neues Licht die Monsunwolken durchstrahlt und meine Pegel wieder sinken – gibt es kein Halten mehr. Auf meinem Rücken werden traumhaft illuminierte Boots-Prozessionen abgehalten, die ganz Übermütigen verabreden sich zu Wettrennen und rudern sich zu jeweils 60 Mann in wundervoll geschmückten Schlangenbooten um Drachenkopf und -kragen. Und wenn es mir besonders gut gefallen hat, dann revanchiere ich mich gern auf meine Art. 20 bis 100 Meter hoch lasse ich in der Provinz Nong Khai farbige Feuerbälle lautlos in den Himmel steigen. Manchmal über 3.000 Stück in rot, rosa und orange. Zehntausende Menschen stehen an meinem Ufer, in deren strahlenden Augen sich meine Aufführung widerspiegelt. Der Legende nach, sollen meine Kunststückchen von einer mythischen Schlange kommen, die in mir lebt. Aber solche Geschichten sind nichts für Wissenschaftler. Sie behaupten, es müssen natürliche Gasvorkommen in meinem

Flussbett sein, die durch die Anziehungskraft des Mondes an die Oberfläche kämen. Schlange und Mond – ich könnte mich jedes Mal winden vor Lachen. So schön es auf dem letzten Abschnitt meiner Reise auch sein mag, Vietnam ist mein Schicksal. Wenn ich in Hochform bin, treibe ich pro Sekunde 25 Millionen Liter Wasser vor mir her. Bis dahin habe ich Stauseen gespeist und Reisfelder geflutet, ich habe unzähligen Menschen Nahrung und Lebensunterhalt gegeben. Aber irgendwann muss derjenige, der das Drehbuch dazu ge-

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Man könnte das Band, von dem die Rede war, auch eine Perlenkette unfassbarer Kulturschätze nennen. Da sind tausende Buddha-Bildnisse in einem einzigen Tempel total normal. Da schweben aus dem Milchmeer geborene himmlische Tänzerinnen auf Lotosblüten. Da macht der König ein 28 Meter langes Gesicht. Da scheint

schrieben hat, gemeint haben, nun sei es genug. Es zerreißt mich förmlich. Aufgedröselt in ungezählte Arme und Kanälchen, wird aus meinen strammen Waden ein 39.000 Quadrat­kilometer großes Sieb. Jede noch so kleine Hütte hat ihren eigenen Zugang zu den Rinnsalen, die von mir übrig geblieben sind. Ein paar Kilometer fehlen noch bis zu den 4.909, dann kann ich das Wasser nicht mehr halten. Dann ist es vorbei mit den neun Drachen. Dann schmilzt mein Stolz im S­ üdchinesischen Meer wie pho mát in der Sonne.

Gold

Ich könnte heulen. Aber wer bin ich?

jahrhundertelang der bevorzugte Baustoff gewesen zu sein. Da lassen die großartigsten Reliefs der Menschheit vergessen, dass nahezu alles Weltkulturerbe ist. Bis auf die sagenhaften Strände, die sind unbestrittenes Weltwohlfühl-Erbe.

Falls jemand fragt: »Und – watt haste alles gesehn?«, dann sagen Sie einfach »Wat Vixun, Wat Aham, Wat Xieng Thong, Wat Sisaket, Wat Ho Phra Keo, Wat That Louang, Wat Phu und selbstverständlich Angkor Wat«. Oder kürzer: Die bewegendsten Zeugnisse der Kulturgeschichte. •••••••••••••••••••• m www.chamaeleon-reisen.de/Kambodscha m www.chamaeleon-reisen.de/Laos m www.chamaeleon-reisen.de/Thailand m www.chamaeleon-reisen.de/Vietnam

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Beduinen

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tragen keine Sonnenbrille.

Er schwitzt. Wir alle schwitzen. Jetzt schon, 300 Meter unter dem Meeresspiegel, dabei hat unsere Wanderung noch gar nicht begonnen. Rashad blinzelt in die Sonne als suche er ein Wölkchen, ein einziges kleines nur, das uns Schatten spendend begleiten könnte. Aber die Wölkchen sind alle verdampft, Rashad’s Paradies liegt da wie ein Römertopf, in dem wir schmoren dürfen. »Ihr werdet diesen Ausblick nie vergessen«, verspricht er uns, dann dreht er sich wortlos um und wir folgen dem Klackern seines Wanderstocks.

plateaus bringen dürfen. In der stillen Weite des Wadi klingt sein Stockschlag wie ein Metronom, das mit einem staubgedämpften Klock-Klock unser Schritttempo vorgibt. Und immer, wenn der Takt jäh unterbricht, ist das ein Signal für Erdkunde-Unterricht. Dann rüttelt er mit seinem wurzelähnlichen Knüppel etwas Staub von einer der 600 halbverdursteten Pflanzenarten im Wadi und erklärt: »Das ist eine Meereszwiebel, daraus kochen wir einen heilsamen Tee gegen Husten.« Und wenn kein Strauch, dann ist es ein Loch im Boden. »Schlangenlöcher«, verkündet er und gibt gleichzeitig Entwarnung: »Durch die Erschütterungen unserer Schritte verkriechen sie sich in den letzten Winkel ihres Verstecks.« Hoffentlich denkt die Hornviper genauso.

Zehn Stunden ohne einen Schluck Wasser.

Rashad ist Beduine, geboren im Bergdorf Dana, das der einzigartigen Mondlandschaft an der Königsstraße zwischen Petra und Amman ihren Namen gab. Das tiefst gelegene Biosphärenreservat der Erde und dennoch bis zu 1.700 Meter hoch. Dazwischen liegt eine Welt, die nicht von dieser Welt ist: Die Canyons und Bergsattel des Wadi Dana, unser 320 Quadratkilometer großer Römertopf. Wo der Felsenadler lautlos seine Kreise zieht, ist Rashad einer der wenigen Gästeführer, die alle zusammen pro Tag höchstens 130 Besucher durch die bizarre Steinwüste auf die spektakulären Fels-

Mit Ungeduld warten wir auf den nächsten Vortrag von Rashad, bietet sich doch jedes Mal eine günstige Gelegenheit, stehenzubleiben und einen tiefen Schluck aus der Wasserflasche zu nehmen. Nur er schleift seit Stunden trocken, hat nicht mal einen Vorrat dabei und keucht unter der unbarmherzigen Sonne doch genauso wie wir. »Gleich sind wir auf dem Plateau«, macht er uns Mut, »dort wartet Tee auf euch.« Und tatsächlich: Ein heißes Glas Tee bei 35 Grad löscht unseren Durst hundertmal besser als alle Wassermassen, die wir bis hierher in uns hineingeschüttet haben. Rashad trinkt immer noch nichts. »Es ist Ramadan«, sagt er mit einem gequälten Lächeln und wischt sich den Schweiß aus dem Gesicht. So sitzen wir überwältigt von der unfassbaren Kulisse nur wenige Handbreit vom Abgrund entfernt. Unten liegt Dana aus osmanischer Zeit, die Häuser aus Steinen der Umgebung aufgeschichtet, kein einziger Neubau. »Unsere Tradition ist uns wichtig«, erklärt Rashad, dann weist er mit glänzenden Augen über die kargen

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Vulkanfelsen und Sanddünen, die Tafelberge und natürlichen Sandbrücken. »So weit du sehen kannst, ist es Beduinenland. Beduinen lieben die Einsamkeit. Ich bleibe niemals lange fort. Wenn es auch nicht viel Geld bringt, Naturführer zu sein, aber hier drin«, und dann klopft er sich auf die Brust, dass es aus allen Falten seines Wams staubt, »hier drin bin ich reich.« Zeit aufzubrechen, auch wenn wir lieber bleiben würden. Das 360°-Kino wechselt von gleißendem Beige in zarte Töne von Rosa. Die Berge werfen kühlende Schatten in die Schluchten und Rashad’s Stockschlag geht einen Takt schneller. Er muss sich beeilen. Bald wird die Sonne untergehen. Zeit, sich aufs Abendgebet vorzubereiten. Erst danach wird der Gläubige seinen ersten Schluck Wasser trinken. Nach über 10 Stunden, wie es der Prophet verordnet hat. Auf uns aber wartet eine prasselnde Dusche, durch deren Schleier die unvergesslichen Eindrücke einer märchenhaften Landschaft schimmern.

Manchmal scheint es, dass sich in den rund

2.300

Jahren, seit Alexander der Große in die Stätten östlich des Jordans etwas Ordnung nach griechischem Vorbild brachte, wenig verändert hat. Gut, das Neue Testament hat das jordanische Land um etliche haarsträubende Geschichten bereichert, aber geblieben ist bis zum heutigen Tage eine Kultur, die mit ihren überwältigenden Bauwerken und Opferstätten der Antike so lebendig ist wie nie zuvor.

Was hat Rashad gesagt: Höchstens 130 Leute pro Tag? Wir haben niemanden gesehen außer uns zehn. Und selbst die hätte man nach wenigen Stunden für Beduinen halten können. Das Dana Biosphärenreservat ist praktisch eingekesselt von biblischer Geschichte. Da ruht an der alten Weihrauchstraße die verlassene Felsenstadt Petra, wo Moses Wasser aus dem Felsen sprudeln ließ. Und auf der anderen Seite liegt 416 Meter unter dem Meeresspiegel das »Meer des Lot«, dessen ungläubige Frau auch im Koran zur Salzsäule erstarrte. •••••••••••••••••••• m www.chamaeleon-reisen.de/Jordanien

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Das Ende kam schleichend und dennoch unaufhaltsam. Ja, man muss sagen: Es kam selbst verschuldet, obwohl tausende Jahre danach die Wissenschaft immer noch rätselt, wie ihre Meisterwerke mÜglich waren.

Es war einmal

IM Land DER MAYA.

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Trotz aller Künste: Die Blüte der Maya war ihr Verderben. Intensive Landwirtschaft musste 20 Millionen Menschen ernähren. Die Wälder Mittelamerikas fielen der Kultivierung zum Opfer, die Hälfte der üblichen Niederschläge ging auf das Konto des gelichteten Landes und 897 begann die verheerendste Dürre aller Zeiten. 30 Jahre Trockenheit, danach lebten von den Maya nur noch ein Zehntel. Die Natur holte sich wieder, was ihr genommen wurde. Mit dem Wald kam der Regen zurück, und über die großartigen Monumente der MayaArchitektur wucherte ein dichter TieflandDschungel.

»Sie hatten ein mathematisches Problem und schrieben es an die Wand«, berichtet der ­Archäologe William Saturno, »und wenn die Wand voll war, ging es an der Decke weiter.« Verschiedene Zeiteinheiten? Kein Problem, gerechnet wurde mit dem rituellen Tzolkin-Kalender aus 260 Tagen, dem zivilen Haab-Kalender aus 365 Tagen, der »langen Zählung« für ­astronomische Berechnungen und Geschichtsaufzeichnungen sowie der Kalenderrunde, in der alle 18.980 Tage Haab-Kalender und Tzolkin-Kalender übereinstimmen. Aus heutiger Sicht würde man sagen: Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht, denn eine Datums­ angabe nach Maya-Zeiträumen beschreibt den Todestag des Herrschers Pakal I. von Palenque mit 9 Baktun-­Perioden à 144.000 Tagen, 12 Katun-Perioden à 7.200 Tagen, 11 ­Tun-Perioden à 360 Tagen, 5 Uinal-Perioden à 20 Tagen und 18 Kin-Tagen, zusammen 1.386.478 Tage nach der Erschaffung der Welt. Chapeau, wir würden heute sagen: Er starb am 28. August 683. Das ist doch entschieden übersichtlicher, finden Sie nicht?

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Wie haben die das nur gemacht?

Auf jeder Seite der Tempel­ pyramide führen 91 Stufen auf eine Höhe von 30 Metern. Vier mal 91 plus die Stufe vor dem Tempel, ergibt die Zahl der Tage im Jahr der Maya. Und zweimal, während der Tagundnachtgleiche im März und September, ist nur eine Seite der Pyramide beleuchtet, während die anderen fast vollständig im Schatten der untergehenden Sonne liegen. Dann werfen die abgerundeten Pyramidenkanten ein Lichtband auf die Treppe der dunklen Nordseite, das sich wie eine Schlange die Stufen hinunterwindet. Zufall sagen die einen. Ausgeschlossen sagen die anderen, denn am Ende der Treppe – und nur an dieser Treppe – stehen zwei steinerne Reptilienköpfe, die den optischen Eindruck einer gefiederten Schlange vollenden. Ein astronomisch-mathematisches Meister­ werk – die Pyramide des Kukulcán in der Ruinenstadt Chichén Itzá.

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Doch das ist erst der Anfang. Wer sich vor eine der Treppen stellt und in die Hände klatscht, hört im Echo den Ruf des Götter­ vogels Quetzal (ihn zu jagen wurde mit dem Tode bestraft, doch dazu lesen Sie am besten die Seiten 22 bis 25). Und die Schritte eines Menschen auf den oberen Stufen der Pyramide klingen für den, der sich am unteren Ende befindet, wie Regentropfen. Auch Zufall? Nein, sagen die Wissenschaftler, der Quetzal und der Regen waren in Gestalt des Gottes Chaac heilig und die Verehrung so grenzenlos, dass die akustischen Eigenschaften der Kukulcá-Pyramide zu den größten WillensSchöpfungen der Menschheit gezählt werden müssen.


Den Kollaps der Maya-Kultur haben vor allem ihre grandiosen Bauwerke überlebt, wenngleich größtenteils als Ruinen. Von den Maya selbst sind heute noch rund

6 Mio.

übrig, die in Guatemala, Yucatán, Belize, Chiapas und Honduras vorwiegend vom Maisanbau leben. Autos findet man in Maya-Dörfern nur sehr selten, aber Armbanduhren stehen hoch im Kurs. Ironie der Zeit.

Chichén Itzá ist nur ein ­Beispiel, Mexiko ist voll davon. 84 sagenhafte Stätten, ­gespickt mit Gottkönigsstädten, Palästen, Ahnentempeln, Prachtpyramiden, ­Skulpturen, Stelen, Reliefs, Masken, Terrassen, Altären, Monumenten, Scheintürmen, Triumphbögen, Wandmalereien, Hieroglyphen usw. Ganz große Kunst. Es könnte allerdings sein, dass Sie die eine oder andere erst noch freischaufeln müssen.

Palast des Jaguars, Gruppe der tausend Säulen, Tempel des großen Opfertisches, Hohepriestergrab, Schneckenturm, Stufenpyramide des Gottes der gefiederten Schlange – eine Flut von märchenhaften Begriffen ist Treibstoff für die Fantasie. Dabei sollten Sie das erst mal in echt erleben. Absolut unvergesslich.

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Die Offenbarung deR Wildkatze. •••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••

Ein Land wie ein Märchen. ­

hatte den Löwen auf das Format eines Perlhuhns zusammengefaltet. »Ooh«, sprach die Katze, »man lernt nie aus« und kletterte auf den Rücken des Elefanten, wo zwischen den Ohren immer eine angenehme Brise wehte.

Es muss um die Zeit gewesen sein, als Noah’s Arche wieder ­trockenen Boden unter dem Kiel hatte. Eine wunderbare Stunde null, in der die Vögel begannen, sich ihre Lieblingsbäume ­auszusuchen, in deren Ästen sie nach Herzenslust trällern konnten. Und am Boden verliefen sich von jeder Art ein Paar, ohne Makel und gesund, auch Frau Noah mit den Kindern und der Katze und dem Hund.

Endlich schien ihr Glück vollkommen, hatte sie doch das ­ herrlichste Geschöpf im ganzen Dschungel gefunden. So verbrachte sie viele Jahre in ihrem Himmelbett und ließ sich schnurrend von einem Traum in den nächsten schaukeln. Dann und wann hielt sie Ausschau nach leckeren Erdhörnchen, nachts zählte sie die wunderschönen Sterne des afrikanischen Himmels. Sie war gerade bei elfmillionendreihundertzweiundachtzigtausendfünfhundert­ neununddreißig, als sie fast vom Rücken des Elefanten fiel. Das heißt: Erst machte es gewaltig bumm und dann fiel sie tatsächlich. Der Elefant unter ihr klappte zusammen wie ein Taschenmesser und nur mit einem beherzten Sprung ins Ungewisse konnte sie verhindern, unter ihm begraben zu werden. Als der aufgewirbelte Staub sich verzogen hatte, sah sie ein Männlein mit einem Gewehr, das sich triumphierend über die Stoßzähne beugte.

Die Katze, eine geborene Kleinfleck-Ginsterkatze, war die erste, der es nach vielen durchwanderten Tagen an der Seite ihres Katers langweilig wurde, und so blickte sie statt immer ­geradeaus nun viel öfter nach rechts und links, ob sich vielleicht eine Abwechslung böte. Die kam etwas überraschend, aber ­immerhin, in Gestalt eines Leoparden, der sich mit einem ­gewaltigen Satz aus dem Gebüsch auf den Kater stürzte. Der ungleiche Kampf nahm ein voraus­sehbares Ende, und als der Kater wie ein aufgeplatztes Sofakissen im Staub lag, sagte die Katze: »Ooh, mein Kater ist auch nicht mehr, was er mal war, da lobe ich mir den starken Leopard.« Fortan schlichen sie glücklich im Gleichmarsch durch dickes und dünnes Gestrüpp. Da trug es sich zu, dass der Leopard und ein fremder Löwe die gleiche Gazelle jagten. Weil aber jeder den anderen argwöhnisch beäugte, konnte die Gazelle entkommen. Da war der Löwe so sauer, dass er den Leopard anfiel und ihn mit Haut und Haaren auffraß. »Ooh«, sprach die Katze, »wo hatte ich nur meine Augen? Nicht der Leopard ist König des Dschungels, der Löwe ist’s.« Und so wich sie ihm viele Wochen nicht von der Seite, bis es an einem sonnenklaren Tag dunkel um sie wurde. Noch bevor die Katze begriffen hatte, woher in der baumlosen Savanne der gewaltige Schatten kam, bebte einmal kurz die Erde und der Elefant

»Ooh«, sprach die Katze wieder, »der Elefant war ein Irrtum, der Mann ist das stärkste Geschöpf im Dschungel.« Und so folgte sie ihm bis zu seiner Hütte, wo die Ehefrau schon ein ­köstliches Derere-Okra vorbereitet hatte. Es vergingen herrliche Wochen mit dem Fangen von Mäusen und immer, wenn ihre Jagd erfolgreich war, sprang die Katze auf das Strohdach und döste zufrieden in der Sonne, wie sie es vom Elefant gewöhnt war. Bis eines Tages ein schreckliches Gezeter aus der Hütte drang, böse Worte gingen hin und her, Blech schepperte, Tontöpfe gingen zu Bruch, und als der Mann wie benommen aus der Hütte t­ aumelte, flog auch noch die Pfanne hinterher, in der einst das leckere ­Derere-Okra geschmort hatte. »Aha«, sagte die Kleinfleck-Ginsterkatze und g(r)inste dabei, »so viel zur Krone der Schöpfung.«

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Aus der Hütte der Erkenntnis wurde vom 11. bis zum 15. Jahrhundert die berühmteste frühzeitliche Ansiedlung mit bis zu

18.000

Einwohnern. Sie war das Machtzentrum der Mutapa-Herrscher, das mit Rinderzucht, Gold­gewinnung, chinesischem Porzellan und indischen Baumwollstoffen zu unermesslichem Reichtum kamen. »Great Zimbabwe« ist seit 1986 Weltkulturerbe.

Kenner wissen es sowieso: Die Zeit in Botswana und Simbabwe zählt doppelt. Weil zu den 120.000 Elefanten im Chobe Nationalpark, den Big Five, den 1.300 Pflanzenarten im Okavango-Delta, dem Totenreich der Makgadikgadi-Salzpfanne und dem Weltnaturerbe-Schauspiel Victoriafälle, immer noch zauberhafte Nächte unter einem unglaublichen Sternenhimmel und den Stimmen der Wildnis hinzukommen. •••••••••••••••••••• m www.chamaeleon-reisen.de/Botswana m www.chamaeleon-reisen.de/Simbabwe

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TAUMATAWHAKATANGIHANGAKOAUAOTAMATE

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Es gibt Geschichten, die müssen einfach erzählt werden. Schon deshalb, weil sie so schön, um nicht zu sagen: so schön fantastisch sind. Da war also vor etlichen hundert Jahren der große Krieger Rawiri auf Brautschau und ließ zwecks Beeindruckung geeigneter Maoridamen keine Gelegenheit aus, den Mund ordentlich voll zu nehmen. Täglich erzählte er von einer neuen Heldentat, jedes Mal glorreicher als zuvor. Heute nun war der größte Fisch an der Reihe, den er zu fangen versprach. Dann schnitzte er aus dem Kieferknochen seiner verstorbenen Großmutter einen Angelhaken, betupfte ihn mit seinem Blut und warf in ins Meer. Nicht lange, da zappelte es wie verrückt an seiner Angelschnur. Zappalot, dachte sich Rawiri auf maorisch, zog was das Zeug hielt und zum Vorschein kam Aotearoa, die Nordinsel Neuseelands.

LAND DER LANGEN WEISSEN WOLKE. Rawiri hatte wie viele seiner polynesischen Artgenossen das pazifische Inselreich verlassen, weil es ziemlich eng wurde. Und was könnte einem Landsucher Besseres passieren, als gleich eine ganze Insel am Haken zu haben? Wer aber glaubt, dass diese Geschichte über den Ursprung ihrer Heimat ins Reich der Mythen und Legenden gehört, der sollte sich Aotearoa, in der Sprache der Maori das Land der langen weißen Wolke, aus der Luft ansehen. Was offenbart dieser Anblick? Richtig, unverkennbar die Form eines Fisches. Petri heil. Man datiert dieses Ereignis etwa 1.000 Jahre zurück. Neuseeland war der letzte Flecken des Erdballs, der von Menschen besiedelt wurde und die Maori die letzte große Gemeinschaft der Erde, die unberührt und unbeeinflusst von der Außenwelt lebte. Bis James Cook 1769 die »Terra Australis incognita« fand. Die Begrüßung dürfte gemischte Gefühle ausgelöst haben, denn »Haka«, der grimassenreiche Kriegstanz der Maoris, kann einen das Fürchten lehren. Übersät mit martialischen Tattoos, verdrehten Augen und ausgestreckter Zunge schrien sie den Neuankömmlingen den Tod entgegen.

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Sie lieben blau? Auch tiefblau? Und grün, auch hellgrün? Was halten Sie von türkis in allen Varianten? Von zartgelb und schwefelgelb? Von rostrot und amethystviolett? Oder lieber korallenrot bzw. sonnenorange? Wie steht’s mit gold, mit purpur und lapuslazuli? Rubin vielleicht und Rosenquarz? Oder alles zusammen? Dann müssen Sie unbedingt nach Neuseeland.

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EAPOKAIWHENUAKITANATAHU.

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Es kam, wie es eigentlich immer kam. Die Neuen hielten sich für die besseren Herren, die Alten pochten auf ihre angestammten Rechte. Man gab sich wechselseitig eins auf die Mütze, bis irgendwann die Erkenntnis reifte, dass man das Leben auch anders genießen könnte. Zumal die weniger Streitsüchtigen längst begonnen hatten, ihre Gene in einen Topf zu werfen. Man heiratete, durchmischte sich nach Leibeskräften und trug auf diese Weise – gewollt oder ungewollt – dazu bei, dass die kulturelle Identität der Maori nicht unterging. Im Gegenteil: Mittlerweile ­umfassend entschädigt, sind die Maoris heute kein Museums-Highlight, sondern stellen 14,6 Prozent der neuseeländischen ­Bevölkerung. 644.000 Menschen bekennen sich offiziell zur Maori-Kultur, Tendenz steigend.

Die Maori sind im Heute angekommen. ­Vielleicht ist es richtiger zu sagen: ­Die Gegenwart ist bei den Maori ­angekommen. Wie sonst könnten den ­Neuseeland-Besucher so bedeutungsschwangere Ortsnamen wie Taumatawhakatangihangakoauaotamateapokaiwhenuakitanatahu in eine zaubergleiche Vergangenheit entführen. Spricht sich wie man’s schreibt und bedeutet nicht weniger als »Der Platz, an dem Tamatea, der Mann mit den großen Knien, Berge glättete, erklomm und verschluckte, bekannt als der Landesser, der für seine Geliebte Flöte spielte.«

hallelujah.

Der Sage nach hat Tañe, der Gott des Waldes und der Vögel, den Menschen ihren Atem eingehaucht. Ihm zu Ehren pflegen die

Maori

heute noch den Hongi zur Begrüßung, den »Atemaustausch« in Form des traditionellen Nasenkusses. Dabei schütteln sie sich die rechte Hand und beugen den Kopf nach vorn, um sich erst mit der Stirn zu berühren und dann die Nasen sanft aufeinander zu stupsen. Aber bitte nicht hin- und herrubbeln.

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Gimme five. Es wäre mir lieber gewesen, unser Safariwagen hätte ein Dach gehabt. So aber saß ich im Freien etwa auf Höhe der Stoßzähne, die in Zeitlupe an mir vorbeizogen. Aus dieser Perspektive betrachtet, hängt noch beunruhigend viel Elefant am Elfenbein. »Bleib einfach still sitzen«, flüsterte mir Gerhard zu, »er kennt das Auto und seine Geräusche, er sieht uns nicht als Bedrohung an.« Ich will es gern glauben, dachte ich bei mir und hab mich nicht getraut, die Kamera hochzuhalten. Aber eines weiß ich jetzt: Elefanten haben wunderschöne Wimpern.

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Gerhard ist Ranger im Kariega Game Reserve, einem privaten Wildreservat im südafrikanischen Ostkap. »Sind wir bald da?« wollte ich von ihm wissen, denn er hatte mich vom Flughafen ­abgeholt. »Wir sind schon lange da«, war seine Antwort, und dann zeichnete er mit ausgestrecktem Arm einen Halbkreis über die endlose Baumsavanne, die Seen, die Wasserlöcher der Wildtierherden, die Schlangen­linien des Kariega-Flusses und die bewaldeten Berge. »Das alles gehört zu uns«, sagte er und lächelte ­verständnisvoll über meinen erstaunten Gesichtsausdruck, »10.000 Hektar unberührte Wildnis. Big Five inklusive.«

Da war es, das Gänsehautwort: Big Five. Wegen ihnen war ich gekommen und hatte mir vorgestellt, irgendwo in der Weite des afrikanischen Busches vielleicht das Glück zu haben, aus der Ferne einen Löwen oder Elefanten zu entdecken. Und nun saß ich in dem offenen Kübelwagen und machte mir fast ins Hemd. Völlig umsonst übrigens, denn der Jumbo kannte das Auto tatsächlich oder hat zumindest so getan. »Riechst du das?«, wollte Gerhard wissen. »Ich bin’s nicht«, stellte ich vorbeugend klar, denn es roch sehr verdächtig nach voller Hose. »Der da ist es«, war die beruhigende Antwort und tatsächlich – je näher wir dem Giraffenbullen kamen, desto intensiver wurde der Gestank. »Damit wehren sie Parasiten und Pilze ab. Manche Biologen sagen auch, es sei das Signal an potenzielle Partnerinnen, frei von Flöhen zu sein.«

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Ich wäre gern ein Ranger. In diesem Moment wurde mir klar, was dieses intensive Gefühl ausmacht, etwas Unwiederbringliches zu erleben. Es ist die Nähe zu Geschöpfen, die man normalerweise nie in ihrem ­natürlichen Lebensraum erlebt, geschweige denn zum Anfassen nah. Das ­Geschmatze der Antilopen, das blökende Grunzen der Hippos, der schnarchende Löwe, das typische Klackern, wenn die Büffelbullen ihre Hörner aufeinanderprallen lassen, um den Frauen zu imponieren. Das echte Leben der Wildnis. Und trotzdem überwältigt mich diese eigenartige Ruhe, das ansteckende Gefühl der ­Fried­fertigkeit, wenn ein Nashornjunges seinen ersten Ausflug wagt und nach zwei Schritten zurück zur Muttermilch flüchtet. Wenn ein ­Löwenrudel so zufrieden vollgefressen daliegt, dass wir uns gefahrlos dazulegen könnten. Wenn sich hinter krachenden Bäumen und umherfliegenden Sträuchern nichts Schlimmeres verbirgt als eine Elefantenherde beim gemütlichen Frühstück. Hier wäre ich gerne Ranger, aber meine Zeit war begrenzt. Das Zimmer in der Kariega Lodge hatte afrikanische Dimensionen. Ein Palast, ein Chalet größer als meine Wohnung, ein Bett für eine Kompanie,

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Tom Andersch kann’s nicht lassen. Gerade war er zum

dritten

Mal im Kariega Game Reserve und seine Begeisterung brauchte ein Ventil. So kam es zu dieser Liebeserklärung an Südafrika, deren Fortsetzung unter dem Titel »Das Comeback« nicht ausgeschlossen ist. Zwischen seinen Reisen ist Tom für das Marketing von Chamäleon zuständig und managt die Träume, aus denen die »Reise Ihres Lebens« wird.

ein Privatpool und eine Terrasse mit fantastischer Aussicht über das Wildreservat. Hier saß ich und horchte. Horchte bis in die Nacht auf die Geräusche der Wildnis. Eine Giraffe kam noch vorbei und fraß direkt vor mir die Blätter von den Büschen. Dann kletterte der Mond über die Bergspitzen und verwandelte das spiegelglatte, königsblaue Wasser des Kariega Rivers in fließendes Silber. Ich war so gefesselt, dass ich niemanden gehört hatte, aber irgendjemand muss da gewesen sein, denn als ich ins Zimmer zurückkam, brannte der Kamin. Es begann zu dämmern als es klopfte. Gerhard stand draußen. »Komm mit«, sagte er im Flüsterton und ging mir voraus zum Fluss, wo die Leinen der Kariega Queen bereits im Wasser hingen. Leise glitt das alte Holzboot durch die Flussmitte. Rechts und links erwachte im pastellfarbenen Licht das Leben. Eisvögel, Kormorane, Oryxweber, die Witwenpfeifgans und das Kräuselhaubenperlhuhn, die Schopffrankoline und der Grünschenkel, der Trauer- und der Waffenkiebitz, der Pirolsänger und das Schönbürzelchen. Vom Amethyst­glanzstar bis zum Zimtroller begann einer nach dem ­anderen seinen Morgengesang. Das kann einem den Abschied schwer machen, und ich begann, Bilanz zu ziehen: Elefant, ­Nashorn, Büffel, Löwe... »Gerhard«, sagte ich und war selbst erstaunt, dass es mir vorher nicht aufgefallen war, »da fehlt noch einer.« »Wer fehlt?« »Der fünfte von den Big Five, wir haben keine Leoparden gesehen.«

Genau genommen müsste es Big Ten heißen, denn zu den fünf Stars der Tierwelt kommen noch unglaubliche Naturwunder, spektakuläre Buchten, die schönste Stadt der Welt, eine Jahrtausende alte Kultur und die berühmten, sonnenverwöhnten Weingüter hinzu. •••••••••••••••••••• m www.chamaeleon-reisen.de/Suedafrika

»Das ist mit ihnen so abgesprochen«, sagte er seelenruhig und lachte sein verschmitztes Lachen, »schließlich sollst du noch mindestens einmal wiederkommen.« »Worauf du dich verlassen kannst«, versprach ich, und meine erhobene Hand schlug ­geräuschvoll gegen seine.

Bilder, die man nie mehr vergisst. Man muss sie sehen, um es zu glauben. ••••••••••• m Südafrika-Film erleben

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V E R G A N G E N H E I T, E R L E B T E S G L Ü C K , D E I N K L A N G W E H T M I R I N S H E U T E . V E R S O N N E N S C H AU E I C H Z U R Ü C K U N D B I N I N D I E S E M AU G E N B L I C K D E R S E H N S U C H T L E I C H T E B E U T E . Anita Menger

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Die Reise von Kandy, wo unter dem goldenen Dach der linke obere Eckzahn Buddhas gehütet wird, nach Nuwara Eliya, ins Hochland der duftenden Ceylon-Tees, ist wie ein Gedicht, das aus längst vergangenen Zeiten erzählt, bevor es glückbeladen auf der Zunge zergeht. •••••••••••••••••••• m www.chamaeleon-reisen.de/Sri-Lanka

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79 und verliebt. Zur Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien soll vieles besser werden. Auch dort, wo Fußball oft nur mit zusammengeknüllten Lumpen gespielt wird. Ob die Cidade de Deus, die »Stadt Gottes« im Ärmsten-der-Armen-Viertel von Rio de Janeiro davon profitieren wird, ist noch nicht sicher. Entscheidender ist, dass es in der Favela Menschen wie Maria de Lourdes Braz Vieira gibt, die Gründerin und seit 20 Jahren Leiterin der Casa de Santa Ana.

Es wird ihn nicht viel jünger machen, José ist faltig und seine Gesundheit schwindet, aber darum geht es auch gar nicht. Das Gefühl ist es. Das Gefühl, noch einmal aufzublühen, Energie zu spüren, im Herzen jung zu sein – und wenn es nur für Wochen ist.

Wichtig ist nicht, wie alt man wird, sondern wie man alt wird.

José Pereira ist 79. »Wer das erlebt hat, kennt es genau. Es ist so herrlich, verliebt zu sein«, schmettert er während eines Dominospiels im Haus der heiligen Anna. Und seine Spielpartnerin bestätigt: »Aayyy morena«, was wohl so viel bedeuten soll wie »Yepp, mein Süßer«. Und wenn es Zeit wird, die Dominosteine zur Seite zu legen, dann schlappt José mit seinem Kolostomiebeutel am Gürtel zwei Blöcke weiter nach Hause zu seiner Familie. »Er ist wie ausge­ wechselt«, bestätigt sein Schwiegersohn, »morgens verbringt er über eine Stunde im Bad, um seine Haare und den Bart zu richten.«

Maria de Lourdes Braz Vieira war Sozialarbeiterin. »Die Senioren haben die Freiheit, hierher zu kommen, den Tag zu verbringen und dann nach Hause zu gehen. Niemand hat viel, aber wenn man das Wenige teilt, hat jeder mehr. Ich habe in Pflegeheimen gearbeitet, wo die Menschen nach ein oder zwei Jahren an Einsamkeit gestorben sind. Hier ist das nicht so, wir haben Mitglieder, die seit 20 Jahren jeden Tag kommen«, erzählt Maria, »und wenn sie die Casa de Santa Ana betreten, huscht ein Strahlen über ihr Gesicht.« Denn es geht längst nicht nur um unterhaltsamen Zeitvertreib, mittlerweile gehört auch die medizinische

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Bei allem Glück leiden derzeit 20 Mitglieder in der Casa de Santa Ana an offenen Beinen. Das staatliche Gesundheitssystem finanziert die Behandlung der chronischen Krankheit nicht. Deshalb ist die Chamäleon-Stiftung mit

1.500

Euro eingesprungen, damit durch regelmäßige Pflege das Risiko einer Beinamputation verhindert wird. Schließlich wird getanzt, wenn José singt.

Versorgung dazu, um Krankheiten wie Diabetes oder Herzleiden zu beobachten, wunde Gelenke zu verbinden und die regelmäßige Einnahme von Medikamenten sicherzustellen. Das Schönste aber ist das Zusammenleben der Generationen. Da helfen die Kinder den Alten den Alltag zu meistern, die sich dafür mit endlosen Spielrunden revanchieren. Da lernen die Alten den Jungen die Lieder von früher und die machen eine bühnenreife Aufführung daraus. Da zeigen die Senioren der Jugend die Tricks traditioneller Handwerkskunst und die versilbern die Ergebnisse auf der Straße. Da lehren die Alten den Jungen wie man lecker kocht und dann kochen die Jungen lecker für die Alten. »Kinder werden als die Zukunft unserer Gesellschaft gesehen«, sagt Maria de Lourdes Braz Vieira, »die Alten gelten als Gegenteil, dabei haben sie doch so vieles geschaffen und deshalb das Recht, in Würde zu leben.« José Pareira hat 10 Enkel, 15 Urenkel und ein beeindruckendes Repertoire an Samba- und Liebesliedern. Heute Nachmittag ist sein großer Auftritt. Er wird gestiefelt und gekatert in der Casa de Santa Ana einlaufen. Er wird duften wie eine Engelstrompete, und er wird eine Rose dabei haben.

Man muss nicht viel erzählen, es reichen ein paar aufgereihte Namen: Corcovado, Zuckerhut, Copacabana, Ilha Grande, Lopes-Mendes-Strand, Iguaçu-Wasserfälle, Amazonas, Urwald, Piranhas. Aber erleben müssen Sie das alles schon selbst. •••••••••••••••••••• m www.chamaeleon-reisen.de/Brasilien

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Der orror f端r Farbenblinde.

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Quetzal

Aracelly

Nein, Quiché ist kein französischer Gemüsekuchen, jedenfalls in dieser Geschichte nicht, sondern eine bedeutende indigene Volksgruppe in Mittelamerika. Von ihr ist überliefert, dass der Göttervogel Quetzal ursprünglich ein rundum grünes Federkleid hatte. Bis zu dem Tag, als der spanische Conquistador Pedro de Alvaro das Quiché-Reich eroberte und König Tecun Uman ermorden ließ. Da nahm der Quetzal in dessen Blut ein Bad, wodurch sich seine Brustfedern scharlachrot färbten. So wurde der Quetzal zum Symbol der Trauer um den letzten König und den Freiheitswillen seines Volkes. Und wer ihn fing, hatte nicht viel Freude an ihm, weil er sich in Gefangenschaft selbst tötete.

»Werden wir ihn heute sehen?«, wollte ich von Aracelly, unserer Reiseleiterin, wissen. Ihre Antwort war salomonisch: »Die Nebel­ wälder in Costa Rica sind undurchdringlich und der Quetzal höchstens 35 cm lang. Aber sein Schwanz bringt es auf 1 Meter, das ist vielleicht unsere Chance.« Wir würden Glück brauchen, soviel war klar, andererseits war Brutzeit, in der die Quetzal­ männchen spektakuläre Balzflüge vollführen. Wie mit der Schleuder verschossen, steigen sie in einem Wellenflug in die Luft, um sich wie ein Stein zurück in die Baumkronen fallen zu lassen. Dann sitzen sie mit Sturmfrisur im Gestrüpp und hoffen, dass die Angebetete ihr Kunststück auch gesehen haben möge. Männer! »Wegen seiner fantastischen Farben«, erklärt uns Aracelly, »zählt er zu den prachtvollsten Vögeln im Dschungel. Leider auch zu den begehrtesten, denn seine Schwanzfedern gehörten schon in präkolumbischen Zeiten zum bevorzugten Kopfschmuck der Priester. Aber wehe, beim Ausreißen der Oberschwanzdecke kam der Göttervogel zu Tode, dann war auch der Priester bald einen Kopf kürzer.«

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Wer den Frosch küsst, der stirbt. Die erste Stunde in der grünen Hölle war schon rum, die zweite mehr als halb. Entweder hatten die Quetzalmännchen genug von ihren Sturzflügen oder die Quetzalweibchen Migräne. Nichts, so weit das Auge reichte. Nichts ist natürlich falsch, denn es brodelt im Nebelwald vor Leben. Tukane, Kolibris, Kotingas, Elfenbein­ sittiche, Tagschläfer, Vireos, Waldschläfer, Kapuzineräffchen, dutzende Arten handtellergroßer Schmetterlinge, vom Großen Feuerfalter bis zum Blauen Monarch – alle waren versammelt, nur der unentschuldigte Quetzal lag bleischwer auf unseren Gemütern. Mit dem Ruf »Ist der süüüüüüüüß« brach meine Tochter das Eis. Zwei kugelrunde kirschrote Augen sahen uns an. Zwei Beine in grün, zwei in blau. An den Enden jeweils 4 Finger in orange. Die Seiten in gelb und der Bauch weiß mit Schatten von rosa. Ein leibhaftiger Agalychnis callidryas, normalerweise nachtaktiv, aber der hier musste verschlafen haben und seine ovalen schwarzen Sehschlitze gaben ihm etwas Überraschtes. »Ist der süüüüüüß«, schallte es schon wieder und Aracelly konnte gerade noch rufen »Nicht anfassen«, weil ihn meine Tochter am liebsten gleich eingepackt hätte.

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Die Haut der Rotaugenlaubfrösche ist lange nicht so giftig wie die der Baumsteigerfrösche, deren Hautsekret von den Ureinwohnern als Pfeilgift verwendet wurde. Aber leicht giftig ist auch nicht gesund, was man aus Sicht des Rotaugenlaubfrosches durchaus verstehen kann, denn soviel Farbe erregt Begehrlichkeiten im ansonsten grüngetarnten Dschungel. Also hält er es wie manche Arten von Pilzen: Man kann sie essen, aber nur einmal. An diesem Punkt entpuppte sich Aracelly als wandelndes Lexikon: »Normalerweise kleben sie tagsüber unter Blättern und schlafen so zusammengerollt, dass man ihre Warn- und Schreckfarben nicht sieht. Dann können sie ihre leuchtend roten Augen in den Kopf ­einziehen und blinzeln durch unauffällige Nickhäute. Bei Nacht rufen sie mit paarigen Stimmritzen und einer inneren Kehlschallblase nach den Weibchen. Und wenn sie sich gefunden haben, hilft dem Männchen eine Brunstschwiele am jeweils inneren Finger dabei, dass es nicht von Mutti rutscht.« Na, so genau wollten wir es dann doch nicht wissen. Zurück zum Quetzal. Er hat es vorgezogen, unsichtbar zu beiben. Schade eigentlich. »Aber morgen«, beteuert Aracelly, »morgen sehen wir ihn ganz bestimmt.« Das, fürchte ich, sagt sie wahrscheinlich jeden Tag. Die höchste Auszeichnung, die man in Mittelamerika bekommen kann, ist der Orden del Quetzal. Er wurde am 25. März

1935 Süüüüüüß

vom Präsidenten Guatemalas gestiftet und versinnbildlicht das hohe Gut der Freiheit, weil ein Quetzal nicht in Gefangenschaft gehalten werden kann.

Aus der Ferne betrachtet, ist alles grün und manchmal so dicht, dass kein Lichtstrahl in die dampfenden Urwälder dringt. Wer sich aber hinein begibt, der entdeckt Baumriesen voll mit Vögeln und Getier vom letzten Tag der Schöpfungs­geschichte, als alle übrig gebliebenen Farbtöne und Muster noch verbraucht werden mussten. •••••••••••••••••••• m www.chamaeleon-reisen.de/Costa-Rica

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Sie meinen, solch eine Anzeige sei ein Scherz? Da täuschen Sie sich aber sehr, wenngleich Sie diese Offerte eher nicht im marokkanischen Generalanzeiger finden werden, dafür an den provisorischen Ständen ungezählter Marktplätze. Auf einem umgestülpten Eimer, einer löchrigen Tonne oder einer altersschwachen Kiste mit einem Brett oder den Resten eines Türblattes darauf, wartet Gebiss an Gebiss fein aufgereiht auf einen Interessenten, dem wenigstens ein bestückter Ober- oder Unterkiefer mehr Kaugenuss verspricht als gar keine Zähne. Und die Frage: Ham’ Sie die auch in weiß? wäre ebenso abwegig wie ein flüchtiger Gedanke an die Passform. Na denn: Mahlzeit!

Es ist Nachmittag auf dem weltberühmten mittelalterlichen Markt- und Henkersplatz Djemaa el Fna, was frei übersetzt »Versammlung der Toten« bedeutet. Aber die, die täglich auf’s Neue ihre Buden aufbauen, Grillkarren anschleppen und Decken ausbreiten sind alles andere als tot. Mit ohren­betäubendem Getrommel erwacht diese Arena aus 1001 Nacht und gibt nicht eher Ruhe, bis auch der letzte vor ­Erschöpfung umfällt. Im ersten Morgengrauen ist Schluss mit lustig, dann packen sie ihre sieben Sachen und am Nachmittag sind alle wieder da, die Schlangenbeschwörer, Märchenerzähler, Feuerschlucker, Akrobaten, Schneckenköche und jeder, der kaum, dass er laufen kann, ein Geschäft wittert. Gebiss gefällig?

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Man kann nicht sagen, dass es eine Oase der Ruhe sei, aber erholsam ist es doch, wenn sich im riesigen Portal des Souk­einganges das Trommelkonzert verliert. Ein paar Schritte noch, dann tut sich eine Welt des Zaubers auf. In einem Gassenlabyrinth aus über 250 Werkstätten, Läden, Gewürzständen, Buden, Teestuben, Imbisshütten oder nur ein paar Quadrat­ metern abgestecktem Staub liegt ein unvorstellbares Märchenland. Da steht der Färber mit nackten Beinen in einem Kessel voll Indigo. Da flattert ein totgeweihtes, aber schlecht getroffenes Federvieh kopflos durch die Gassen. Da drechselt der Schreiner mangels Daumen mit dem dicken Zeh ein Kunstwerk von Schachfigur, da hämmert der Hufschmied als gäbe es kein morgen und der Ziseleur sein filigranes Dekor auswendig in die Kupferplatte. Und wo immer undurchdringliche Qualmwolken eine Feuersbrunst befürchten lassen, stehen Abbudin, Salamah oder Thamir und braten Spieße aus Hammelhack.


Wer durch die marokkanische Wüste auf Ouarzazate zufährt, wird das Gefühl nicht los, schon einmal da gewesen zu sein. Ait Benhaddou heißt die Burg aus rotem Sand, und wer genau hinsieht, kennt sie aus Hollywoods Sandalenfilmen. Sodom und Gomorrha, Lawrence von Arabien, Gladiator, Babel, Alexander, Prince of Persia – ob altes Rom oder altes Jerusalem: Hier wurden sie alle gedreht. Hier wurde unsterbliche Filmgeschichte geschrieben, weil stets

tausende Komparsen günstig zur Hand waren. Hier standen und blieben die Kulissen einfach stehen. Hier liegen heute noch die Holzleichen unglückseliger Gladiatoren, weil man sie vielleicht noch einmal brauchen könnte. Und in den Hotels hängen lebensgroß die Filmszenen der Stars. Nur ein Kino gibt’s in Ouarzazate keins.

Apropos lecker. Spätestens, wenn Sie vor kunterbunten Gewürzkegeln wie die Mützen der sieben Zwerge stehen, wirft die marokkanische Küche ihre Schatten voraus. Muskat, Rosenknospen, Zimt, Macis, Anis, Gelbwurz, Schwertlilienwurzel, Chili, ­Lavendelblüten, Cayennepfeffer, edelsüßer Paprika, Safran, Kreuzkümmel, Ingwer, Nelke, Piment, Kardamom und Galgantwurzel sind längst noch nicht alle Zutaten, die hier großzügig zum Einsatz kommen. Da reicht keine noch so duftende ­Beschreibung, das muss man höchst­ persönlich ausgelöffelt haben. Und hoffentlich auch mit eigenen Zähnen. Ob die Marokkaner mit ihrer wechselvollen Geschichte immer glücklich waren, steht auf einem anderen Blatt. Immerhin hat sie ihnen vier antike Königsstädte gebracht: Fès, Marrakesch, Meknès und Rabat. Eine mehr als die andere geeignet, ihren Besuchern eine neue Vorstellung von Prunk und Pracht zu geben •••••••••••••••••••• m www.chamaeleon-reisen.de/Marokko

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100

Quadratmeter ­Regenwald zu verschenken.

80

Vor- und Anschlussprogramme.

400

Prozent mehr Glück. 30

Facebook neuerdings gemeinnützig. Ob sich Mark Zuckerberg das so gedacht hat, können wir nicht mit letzter Sicherheit sagen. Wohl aber, dass vor Chamäleon noch kein Unternehmen jeden neuen Fan auf Facebook mit fünf Quadratmetern geschütztem Regenwald begrüßt hat. Geschenkt, versteht sich und für je 20 Facebook-Fans sind die 100 Quadratmeter als anklickbares Grundstück auf m www.rainforest-foundation-ecuador.org nachgewiesen. Werden Sie auch Chamäleon-Fan auf Facebook! m www.facebook.com/Chamaeleon.Reisen

Aperitif oder Dessert, das ist hier die Frage. Sind Sie ein Vorfreuer oder ein Nachgenießer? Oder gar einer, der nichts auslässt? Dann sind Sie bei Chamäleon goldrichtig. Als wenn unsere Erlebnisreisen nicht schon aufregend genug wären – vielleicht auch gerade deshalb – geben wir noch 80 korrespondierende Beilagen dazu, die Sie vor oder nach dem Hauptgang nach Herzenslust genießen können. Krustenbraten an Traumstrand oder Dekolleté im Süßalgenmantel werden immer gern genommen. m www.chamaeleon-reisen.de

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Chamäleon präsentiert das private Weltereignis. Nicht mehr als höchstens 12 Teilnehmer, das macht Chamäleon-Erlebnisse so intensiv. Aber jetzt kommt zur Gänsehaut auch noch Herzklopfen: Mit 4You-Reisen ab zwei Personen bekommen magische Momente die Dimension von Innigkeit. Genießen, solange der Zauber hält. Beben, solange das Abenteuer andauert. Als Paar, als Familie, als Freunde für’s Leben. Chamäleon hoch zwei. Nur der Preis bleibt auf dem Teppich. m www.chamaeleon-reisen.de/Private-Reisen

Die Sehnsucht vor Augen. Hand auf’s Herz: Zeigt Ihr Smart Phone oder Tablet auch so ein undefinierbares Kunstwerk, Grashalme, Pusteblumen oder 99 Luftballons? Hauptsache ordentlich bunt? Dagegen hätten wir einen Gähn-Killer, einen Hingucker, eine Augenweide, einen Traumbeschleuniger. Das ultimative Chamäleon Wandpapier, neudeutsch Wallpaper, nämlich. Ganz einfach runterladen auf m www.chamaeleon-reisen.de/Wallpaper und nie mehr vergessen, dass der Sinn des Lebens das Leben ist.

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minus zehn ist 4You.

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Tapete der Neuzeit. 31


Aus der Backstube für besondere Reiseleiter. Einheimische sollen sie sein, gebildet in Kultur und Geschichte ihres Landes, hervorragend vernetzt in alle Schichten der gesellschaftlichen Struktur, deutschsprechend, empathisch und sympathisch, zuvorkommend, unterhaltsam, begeisterungsfähig und Leistungsträger unserer Erlebnisphilosophie. Was manche für eine Spezies halten, die erst noch gebacken werden muss, ist der bevorzugte Typus des Chamäleon-Reiseleiters. Und der fällt in der Tat nicht vom Himmel.

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zigartige Reiseleiter sind dünn gesät. meinezeit ist das Reisemagazin von Chamäleon. Redaktion & Copyright Chamäleon Reisen GmbH, Pannwitzstraße 5, 13403 Berlin Konzept & Gestaltung Silja Bohry, Christian Hergenröther, Frank Kleinbrahm, Sabine Matthes, Ralf Schulze Druck Königsdruck, Berlin

Bildnachweis Langjährig verbundene Profi-Fotografen, Chamäleon-Experten und Freunde Amadeus Travel Agency 23 / 24 Amazon Lodge 29 Bleyer, Dirk 11 / 14 / 16 Bo Voyages 27 Captivation Studios: Garner, Mark 19 Chamäleon: Andersch, Tom 32 Böhm, Marie 30 Hergenröther, Christian 33 Koch, Martina 22 Chamäleon-Archiv U2 / 11 / 12 / 15 / 17 / 19 / 26 / 27 / 28 / 30 / 33 Exotissimo Travel 4 Gagnon, Bernard (CC BY-SA) 7 Haberlag, Andreas U2 / 7 Hansen, Klaus 17 / 18 Hauk, Christian 16 Ideia Tours: Bernhardt, Philipp 29 Kariega Lodge 19 Kleinbrahm, Frank 28 / 29 Küchler, Kai-Uwe 15 / 19 Mahekal Beach Resort 4 Nawafir Travel & Tours 7 Neumeister, Christian 24 Sass, Alexander 19 Szydlak, Aneta 31 Wright, CJLL (CC BY-SA) 8 / 9 / 11 Zwerger-Schoner, Gerhard  3 Teilnehmer am Chamäleon-Fotowettbewerb Gorille, Brigitte 24 Grothe, Helmut 13 Haberlag, Andreas 2 Hinterleitner, Josef 7 Kohler, Wolfgang 11 Kutz, Birgit 24 Langheim, Tanja 14 Lindner, Andreas 24 Lippe, Stefan 23 / 25 Ostermaier, Georg 23 Peters, Brigitte 12 Pietsch 17 Schmehl, Manfred 16 Stettler, Marion und Frank 24 Weis, Antoine 24 Will, Judith 5 Zehentmeier, Christian U2 Fremdenverkehrsämter FVA Jordanien 6 FVA Mexiko 4 FVA Südafrika: von Hörsten, Hein 18 FVA Südafrika 30 / 31 iStockphoto alf75 11 Binns, Keith 8 Black, Ruth 14 / 15 Brkovic, Ugurhan Betin 26 cataStock 26 Creatista 23 Guido, Niko 6 Guni, Guenter 2 Gvozdikov, Anton 20 Kostich, Mark 25 lirtlon 3 / 4 Marton, Belik 27 mysticenergy 3 NeonJellyfish 3 NinGNunG 4 Okada, Cesar 33 Pedre 10 Pelaez, Victor 9 Peron, Jean-Francois 3 Rodriguez, Monica U1 Sean 27 TommL 1 YinYang 11 zimmytws 9

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Alles beginnt mit der »Bibel«, einem gedruckten Leitfaden zur Umsetzung chamäleontypischer Werte: Wie entsteht »Die Reise Ihres Lebens«? Wie wird man »Reiseleiter der Herzen«? Wie setzt man die hohen Erwartungen, die wir in unseren Katalogen erzeugen, in restlose Gästebegeisterung um? Zusammen mit unseren Partneragenturen in den jeweiligen Ländern trainieren wir das ChamäleonFeeling, veranstalten Schulungs-Events, stehen persönlich oder über Skype ständig in Verbindung mit den Reiseleitern und denen, die sie führen. In gewisser Weise haben wir sie dann doch gebacken. Na, sagen wir so: Wir haben die Zutaten geliefert für eine absolute Spezialität. m www.chamaeleon-reisen.de/Reiseleiter


Wie aus 34 43 wurde. Es gab eine Zeit, noch gar nicht lange her, da kannte in der Berliner Pannwitzstraße jeder jeden. Bei 34 Mitarbeitern geht das gerade noch, wenngleich es im Besprechungsraum immer enger wurde. Nun aber kann man schon mal die Frage hören: »Gehört der auch zu uns?«, denn wir haben die Zahl gedreht. In sechs Monaten von 34 auf 43. Kein Druckfehler, sondern Verstärkung in der Erlebniswerkstatt, wo für eine wachsende Zahl an Chamäleon-Freunden sagenhafte Reisen ausgetüftelt und organisiert werden. Da ist eine Menge im Wandel, nur eines bleibt: Unvergesslich magische Momente für maximal 12 Teilnehmer. m www.chamaeleon-reisen.de/Reiseexperten

Das Programm 2015 steht. Bis ein neues Reiseprogramm und der Katalog dazu in trockenen Tüchern sind, vergehen gut und gerne acht Monate harte Arbeit. Aber dann sind die Trends gesetzt und jede Menge magische Momente sicher. Sie würden gerne wissen, was die nächste Saison bringt? Verraten wir aber nicht bzw. nur so viel, dass Sie mit etwas Nachdenken von selbst drauf kommen können. Da ist das ferne Land, dessen Fußballmannschaft ihr erstes Länderspiel mit 0:15 verlor. Auf der anderen Seite der Erdkugel liegt unser zweites Neuland mit 22 Nationalparks und 36 Sprachen. Und für das dritte Abenteuerland müssen Sie nach einem Staat suchen, der durch seine Palast- und Lustgärten Weltruhm erlangt hat. Alles klar? m www.chamaeleon-reisen.de

Das erste Mal – wunderbar. Von wegen einmal ist keinmal. Beinahe 500 neue Reisebüros haben 2013 ihre erste Buchung mit Chamäleon gemacht. Und wenn nicht alles täuscht, wird es nicht die letzte gewesen sein, denn bei Erlebnisintensität und Kundenbegeisterung hält Chamäleon einen Spitzenplatz. Sollten Sie also ein Reisebüro entdecken, das noch keinen gelben Katalog mit integrierter DVD im Regal hat, empfehlen Sie uns einfach mit den Worten, das erste Mal sei wunderbar. m www.chamaeleon-reisen.de/Katalog

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Köpfe, ein Gedanke.

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neue Länder, Abenteuer garantiert.

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Reisebüros können nicht irren. 33


Das Leben ist nie etwas, nur die Gelegenheit zu etwas.

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meinezeit 03  

Das Traumwecker-Magazin von Chamäleon. Südostasien. Ich führe einen großen Namen. Jordanien. Beduinen tragen keine Sonnenbrille. Mexiko. Es...

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Das Traumwecker-Magazin von Chamäleon. Südostasien. Ich führe einen großen Namen. Jordanien. Beduinen tragen keine Sonnenbrille. Mexiko. Es...