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Ber lin DAS GUTSCHEINBUCH


BIRGIT FELIZ CARRASCO

Ber lin DAS GUTSCHEINBUCH CALLWEY


INHALT I LOVE YOGA 7 Vorwort HOW TO USE THE BOOK 8 12 kostenlose Probestunden genießen YOGA IS LIFESTYLE 10 Warum Yoga ein bewegender Trend ist STYLES OF YOGA 12 Welche Yogastile sind angesagt YOGA IN THE CITY 20 12 erlesene Yogastudios in Berlin Akademie für Yoga Berlin 22 Bamboo 28 Institut für Yoga und Ayurveda 34 Kalaa Yoga 40 Shakti-Yogaloft 46 Yoga-Institut Berlin 52 Yoga & More 58 Yoga Sky 64 YogaCircle Berlin 70 Yogalila 76 Yogatribe 82 Yogibar 88 YOGA IS EASY 94 Yogaeasy MORE ABOUT 95 Birgit Feliz Carrasco


ABOUT

I LOVE YOGA, weil Yoga die Menschen der Welt miteinander verbindet und sie liebevoll verändert. BIRGIT FELIZ CARRASCO

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ch könnte noch 100 weitere Sätze anführen, warum ich Yoga liebe. Für dieses Buch jedoch habe ich andere Yo­ gabegeisterte gebeten, den Satz »I love yoga, weil ...« zu Ende zu führen und mir zu erzählen, warum sie Yoga prak­ tizieren und es lieben, Yoga in ihren Studios an andere weiterzugeben. Ein beeindruckendes, vielfarbiges Mosaik ist so entstanden, da jede der Personen, mit denen ich für die Vorbereitung die­ ses Buches gesprochen habe, eine ganz persönliche Farbnuance im Konzept des Yoga liebt und auch lehrt. Nuancen, die ich teilweise während meiner 20-jäh­ rigen Tätigkeit als Yogalehrerin noch nie so bedacht hatte. Auf diese Weise ist das Buch mit seinen drei Ausgaben für Berlin, Hamburg und München ein buntes Gemälde geworden, das stilvoll darstellt, wie und warum Yoga für im­ mer mehr Menschen weit mehr als eine Bewegungsform ist und zu einer Bewe­ gung wurde, die formt und die die Welt beeinflusst.

Yoga hat sich verändert von Yoga für den Körper über Yoga für den Geist bis hin zu Yoga für das Leben: Yoga als Life­ style. Heutzutage lebt man Yoga, weil man Yoga liebt und Yoga den Menschen liebt. Yoga und Mensch, das ist eine tiefe Verbindung, die auf Gegenseitigkeit be­ ruht, aus der man nie wieder weichen möchte und die zudem als weltweite Verbindung gelebt wird. In Deutsch­ land fühlen sich rund vier Millionen Menschen mit Yoga verbunden und ich freue mich, mit diesem Buch dem mo­ dernen Yoga-Life­style, aber auch den Personen, die bewirken, dass Yoga zu einem pragmatischen Lebenskonzept wurde, meine Ehrerbietung zu erwei­ sen. Ich spüre die wahre Liebe zu Yoga bei allen Beteiligten und danke allen, die mir etwas Zeit für Gespräche und ihre Gedanken schenkten und Gefüh­ le ausdrückten, die sie ganz persönlich mit Yoga verbinden.

LOVE AND LIGHT, Birgit Feliz Carrasco 7


HOW TO USE

HOW TO USE the book

12 kostenlose Probestunden genießen

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ber die vielfältigen Wirkungen der Yogapraxis und die pragma­ tische Umsetzung im Alltag kann man sich am besten durch eigene Erfahrung überzeugen. Wer Yoga ausprobiert und für sich als passend empfindet, wird die positive Veränderung bereits nach einer Probestunde spüren. Deswegen wurde das Buch so kreiert, dass jeder Buchinhaber je eine kosten­ lose Yogastunde in je zwölf erlesenen Yogastudios der Metropolen Berlin, Hamburg oder München absolvieren kann. Gleich ob Neueinsteiger oder Yogageübter, diese ausgewählten Yoga­ studios heißen jeden willkommen und bieten eine Fülle von Yogastilen und -unterrichtsarten an, die das bunte Ge­

mälde des Yoga einer jeden Stadt reprä­ sentieren. Bei der Auswahl der Studios war mir besonders wichtig, dass dort kein Massenyoga angeboten wird, die Besucher der Klassen individuell be­ treut und angeleitet werden und Yoga nicht als Sportart, sondern als Yoga mit Spirit vermittelt wird. Die Porträts der zwölf Yogastudios in Bild und Wort zei­ gen die Highlights und das Spezifische der Klassen, der Lehrenden und der In­ haber, damit jeder spontan entscheiden kann, wo er morgen gleich mal »yogie­ ren« möchte. Das Buchkapitel »STYLES OF YOGA« gibt für Neulinge einen hilfreichen Überblick über angesagte zeitgenössische Yogastile und deren un­ terschiedliche Schwerpunkte.

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HOW TO USE

SO WIRD DAS BUCH GENUTZT: I LOVE YOGA gibt es in drei Buchausgaben: Berlin, Hamburg und München. Yogastudios der jeweiligen Stadtausgabe kontaktieren und einen Termin für eine kostenlose Probestunde ausmachen. Manche Yogastudios bieten offene Yogastunden auch ohne Voranmeldung an (Infos sind auf den jeweiligen Websites zu finden). Zum Probeunterricht das »I LOVE YOGA«-Buch mitbringen und im Studio den Gutschein für die Gratis-Yogastunde mit Stempel entwerten lassen. In allen drei Stadtausgaben bietet zusätzlich das Yoga-Onlineportal Yogaeasy einen Monat kostenlose Mitgliedschaft (mehr dazu auf Seite 94). Terminierung, Durchführung und Sorgfaltspflicht während des Yogaunterrichtes obliegen allein dem jeweiligen Studio. Weder Verlag noch Autorin des Buches sind für die Gratis-Yogastunden haftbar zu machen.

Sowohl Neuanfängern als auch Yoga­ geüb­ten emp­­­fehle ich stets darauf zu achten, wie sich die Yogapraxis am je­ weiligen Tag im Körper anfühlt. Der Lifestyle des Yoga lehrt Präsenz im Mo­ ment, Achtsamkeit und Respekt sowie Toleranz, und diese Werte entstehen zuallererst im Umgang mit sich selbst. Wenn man neue Yogalehrer und noch unbekannte Yogastile ausprobiert, sollte der Körper wichtigster Ratgeber sein, und man tut gut daran, seine Gren­

zen zu respektieren. Bei körperlichen Themen oder Vorerkrankungen ist es empfehlenswert, vorab einen Arzt oder Heilpraktiker zu konsultieren und den Yogalehrenden vor Beginn der Stunde über aktuelle Beschwerden zu informie­ ren. Welcher Stil zu wem passt, wird in einer Übersicht der derzeit populären Yogastile ab Seite 12 beschrieben. Eine ausführliche Beratung in den Yogastu­ dios vor Ort ist darüber hinaus sinnvoll und empfehlenswert.

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LIFESTYLE

YOGA IS LIFESTYLE Warum Yoga ein bewegender Trend ist

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arum ist Yoga heute eine welt­ weite Bewegungsform und wie ist Yoga von dieser spezifischen Art, den Körper zu bewegen, zu einem Lebens­ stil geworden? Nun ... es begann circa um 1500 nach Christus in Indien. Die Menschen damals kannten vermutlich Zustände wie Stress, Burn-out und die damit einhergehenden nötigen Metho­ den zur Entspannung und Regenerati­ on nicht, befanden sich jedoch in einer Epoche kultureller und gesellschaftli­ cher Veränderung. Sie nahmen sich zu­ nehmend als Individuum wahr, fühlten ihren Körper bewusst und suchten Mit­ tel und Wege, sich in ihrer Gesamtheit auszudrücken. Während dieser Epoche entstand Hatha Yoga, die körperliche Form des Yoga. Viel weiter zurück, ver­ mutlich bis 3000 Jahre vor Christus, reicht der Ursprung des geistigen Yoga, welches in sehr alten Überlieferungen mündlich wie schriftlich vermittelte, was das Leben ist und was den Men­ schen in seinem Sein auf Erden inner­ halb der Schöpfung ausmacht.

Zeitsprung in die Neuzeit: Vor rund 100 Jahren wurde Hatha Yoga in Indien von zahlreichen Yogis praktiziert und an Schüler weitergegeben. Verschiedene Yoga­stile wurden unter Einbeziehung des Körpers sowie der drei geistigen Yoga­wege entwickelt und gelehrt: Bhakti Yoga (Yoga der Hingabe), Jnana Yoga (Yoga der Erkenntnis, der Weisheit) und Karma Yoga (Yoga des selbstlosen Han­ delns). Manche der Yogaposen (Asana) und Atemübungen (Pranayama), die heute in den Yogastudios angeleitet wer­ den, sind einige Jahrhunderte alt, ande­ re erst 100 Jahre und viele Yogastile und Formen sind erst in den letzten Jahr­ zehnten entstanden. Namhafte Yoga­ meister wie Yogananda, Vivekananda, Yesudian, Sivananda, Iyengar, Krishna­ macharya und sein Sohn Desikachar oder auch Europäer wie Van Lysebeth (um nur einige zu nennen) machten im letzten Jahrhundert das Konzept des Yoga im Westen populär. Renommier­ te zeitgenössische Yogalehrer machen Yoga heute zu einer Bewegungs- und

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LIFESTYLE

Lifestyle erheben, liegen im geistigen Konzept und in der Ethik des Yoga. Die Yogalehre geht mit Werten wie Achtsam­ keit, Wertschätzung, Respekt und Tole­ ranz einher, die man für sich selbst mit der Praxis von Yoga erwirbt und infolge­ dessen auch im Äußeren lebt. Wer Yoga liebt, liebt das Leben ehrerbietig, liebt sich, liebt den Glanz der Schöpfung, die Erde und die Natur, die den Menschen erfreut und nährt. Die Wahrnehmung der Atmung als lebensspendende Ener­ gie, die Praxis der Meditation als Kon­ zentrations- und Regenerationsform und das Gefühl, Teil einer Gemeinschaft zu sein, die neue Werte schätzt und lebt, sind Essenzen der Yogabewegung und machen Yoga zu einem Lebensprinzip. Das immense Angebot an Yogastudios, Yogareisen und Yogaprodukten wäre ohne die tiefen und überzeugenden In­ halte des Yogakonzeptes nicht möglich und allenfalls ein Trend, der kommt und vergeht. Yoga existiert jedoch schon viele Jahrhunderte und wird sich immer weiter entwickeln, solange es Menschen gibt, die achtsam für sich sorgen und ihre Lebendigkeit bewusst ehren möch­ ten. Denn bei Yoga geht es nicht ums Denken, sondern ums Fühlen ... und das sagt eigentlich alles, was es über Yoga zu wissen gibt.

Lebensform, die immer mehr Menschen zu schätzen wissen, weil Körper und Geist sowie ethische Werte integriert, geschützt und geheilt werden.

WAS YOGA BEWIRKT Bei regelmäßiger Übung erfährt der Kör­ per zahlreiche Heilwirkungen: wachsen­ de Flexibilität des Bewegungsapparates, kraftvolle Muskulaturen, tiefe physiolo­ gische Atmung, aktivere Durchblutung und vitalen Stoffwechsel, Harmonisie­ rung des Blutdrucks sowie gegebenen­ falls Schmerzlinderung beispielsweise bei chronischen Rückenverspannungen. Auf der geistigen Ebene ist Stressre­ duktion durch bewusste Entspannung nachweisbar und verbesserte Konzent­ rationsfähigkeit durch Ausgeglichenheit des aktiven und regenerativen vegetati­ ven Nervensystems spürbar. Das macht deutlich, warum immer mehr Men­ schen Yoga liebend gerne praktizieren, zumal es in jedem Lebensalter erlernt und ausgeübt werden kann. Yoga ist für jede Zielgruppe geeignet, weil es sanft oder kraftvoll, therapeutisch in Einzel­ übungen oder fließend zur Konditions­ förderung praktiziert wird. Doch was macht Yoga wirklich zum Lifestyle? Die Facetten, die Yoga von einer Bewegungsform zum modernen

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STYLES OF YOGA WELCHE YOGASTILE SIND ANGESAGT

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eutzutage gibt es so viele Yoga­ stile, wie es Yogamatten und farb­ lich passende T-Shirts und Hosen dazu gibt. Yoga ist eben Kult. Die unterschied­ lichen Stile sind offenbar Resultat der unterschiedlichen Bedürfnisse, die Prak­ tizierende mit Yoga verbinden und damit erfüllen ... aber die Stile sind auch Teil des Marketings und innerhalb der Vermark­ tung auch ein Thema des unterschiedli­

chen »Wordings«, also wie wer was be­ zeichnet und sich gegebenenfalls befugt fühlt, sein © oder hinter die Bezeich­ nung einer neuen Yogaform zu hängen. Wie auch immer: Yoga ist ein Kulturgut indischen Ursprungs, das dankenswer­ terweise internationale Anerkennung er­ fährt. Bleibt die Frage: Welche Yogaform passt zu mir? Hier ein Überblick der der­ zeit angesagten Yogastile.

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ST YLES OF YOGA

ANUSARA YOGA Yoga der inneren Güte Anusara Yoga ist eine weltweit wach­ sende Yogarichtung, die um 1997 vom Amerikaner John Friend begründet wurde. Die Praxis des Anusara Yoga basiert auf Hatha Yoga, zeichnet sich jedoch insbesondere durch sehr achtsa­ me Ausführung der Asanas aus, die im Einklang mit dem, was das emotionale Herz fühlt, gepaart wird. Das Herz be­ stimmt die Güte der Körperhaltung, der inneren Ausrichtung und der Hand­ lung. Damit ist nicht nur die Qualität der ausgeführten Asanas gemeint, son­ dern auch die Güte der mentalen Hal­

tung und der persönlichen Ausrichtung dem Leben gegenüber sowie die Pra­ xis achtsamer, vom Herzen geleiteter Handlungen im Alltag. Anusara Yoga ist eine harmonische Mischung aus An­ strengung und Entspannung. Es integ­ riert den Menschen gedanklich wieder in universelle Schöpfungsprinzipien und aktiviert feinstoffliche Energien im Kör­ per. Mein Tipp: Anusara Yoga ist ein Yogastil, der eine liebevolle Einstellung zum vitalen Körper und damit gütigen Umgang mit allem Lebendigen der Er­ dengemeinschaft fördert.

ASHTANGA YOGA Yoga in acht Folgen »Ashtanga« bedeutet so viel wie »Acht Glieder in sich tragend«. Der gleichna­ mige Yogastil lehrt eine feste Abfolge von Asanas, die immer wieder hinter­ einander geübt und in den einzelnen Positionen fünf Atemzüge lang gehalten werden. Eine andere Bezeichnung ist Power-Yoga, bei dem die Yogapositio­ nen springend eingenommen werden. Es ist eine herausfordernde, anstren­ gende und choreografierte Yogaform, die anhaltender Praxis bedarf, bis sie ge­ lingt und ihre Wirkung entfalten kann. Wird Ashtanga Yoga im sogenannten Mysore-Style gelehrt, benannt nach der


ST YLES OF YOGA

HATHA YOGA Yoga in traditioneller Überlieferung

gleichnamigen Stadt in Indien, üben alle Kursteilnehmer im eigenen Rhyth­ mus (also nicht synchron nebeneinan­ der) und werden dabei von Yogalehren­ den betreut. Mein Tipp: Ashtanga Yoga ist für Menschen geeignet, die schweiß­ treibendes Herz-Kreislauf-Training im Yoga suchen.

In der indischen Sanskritschrift na­ mens »Hathayogapradipika« (ca. 1500 n. Chr.) werden die Inhalte des klassischen Körperyoga beschrieben und gelehrt. Hatha Yoga besteht aus der Praxis ein­ zelner Asanas (Yogaposen), Pranayama (Atemlenkungen), Mudra (Körper- und Fingersiegel) sowie Shavasana (Entspan­ nungshaltung in Rückenlage) und Sa­ madhi (das Ziel aller Yogasstile: Erleuch­ tung). Alle anderen Yogastile der Neuzeit basieren auf dieser traditionellen Form des Yoga. Die Asanas werden einzeln, nacheinander praktiziert und mit Atemund Entspannungsübungen kombiniert. Mein Tipp: Wer Yoga von Grund auf lernen und Basiswissen von Asanas er­ fahren möchte, ist in Hatha-Yoga-Klas­ sen gut aufgehoben und kann sich später anderen Yogastilen zuwenden.

FASZIEN-YOGA Yoga in tiefen Geweben Faszien sind Anteile des Bindegewebes im Körper, die Muskelfasern, Gelenke und Organe umhüllen oder als schüt­ zende Sehnen und Bänder fungieren. Yogapositionen werden im Faszien-Yo­ ga einzeln aufgebaut, möglichst sanft eingenommen und ruckartige Bewe­ gungen werden vermieden. Ist die kor­ rekte Stellung gefunden, wird bewusst alle Muskelkraft losgelassen, sodass der Bewegungsapparat Stufe um Stufe tie­ fer in die Position geht und die inneren Gewebe zusätzlich gedehnt werden. Die profunde Dehnung wird bewusst wahr­ genommen und mit gezielter Atmung unterstützt. Gewebeflüssigkeiten und verklebte oder verkürzte Bindegewebs­ anteile werden aktiviert. Mein Tipp: Faszien-Yoga ist fast wie eine Therapie­ form, die den gesamten Körper im Äu­ ßeren wie im Inneren flexibilisiert.

HORMON-YOGA Yoga im Zeichen des körperlichen Wandels In den 1990er-Jahren entwickelte die brasilianische Psychologin und Yoga­ lehrerin Dinah Rodrigues Hormon-Yo­ ga als Therapieform für die Jahre des körperlichen Wandels, den jede Frau und jeder Mann ab dem 45. Lebensjahr

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ST YLES OF YOGA

durchläuft. Da während der Wechseljah­ re die Produktion spezifischer Hormone reduziert wird, ist die Reaktivierung von Hormondrüsen Zielsetzung dieses Yogastils, um Begleiterscheinungen des Klimakteriums effektiv zu mindern. Es werden mit der Urform des Hatha Yoga intensive Atemübungen und dynami­ sche Asanas kombiniert und das Hor­ monsystem bzw. die Hormondrüsen in Form eines Bodyscans visualisiert. Die Wirkungen bei regelmäßiger Praxis sind: ein harmonisierter Geist, Stim­ mungsschwankungen werden reduziert und der Hormon­spiegel wird ausbalan­ ciert. Mein Tipp: Hormon-Yoga ist eine natürliche und ganzheitliche Metho­

de, um Körper wie Geist in Zeiten des Wechsels bei Frau und Mann im Gleich­ gewicht zu halten.

JIVAMUKTI YOGA Yoga mit motivierender Musik »Jivamukti« verheißt von der Wortbe­ deutung her als auch als Yogastil eine be­ freite Seele. Dafür werden auf Basis des Ashtanga Yoga fließende wie schweiß­ treibende Yoga-Flows in den Yogastun­ den mit lauter Musik kombiniert, die dazu dienen soll, jede Anstrengung ver­ gessen zu lassen. Dieser Yogastil ist um 1984 in New York von Sharon Gannon und David Life entwickelt worden und breitete sich dank prominenter Testi­


ST YLES OF YOGA

monials wie Madonna oder Sting rasch weltweit aus. Trotz der popkulturigen Aufmachung des Jivamukti Yoga wer­ den auch philosophische Inhalte der Yoga­schriften vermittelt. Mein Tipp: Wer nur bei Musik vom hektischen All­ tag abschalten kann, findet seine Yoga­ heimat im Jivamukti Yoga.

ausprobieren, denn es reinigt sehr effek­ tiv von energetischem Alltagsballast.

NIDRA YOGA Yoga des Nichtstuns »Nidra« ist der Sanskrit-Begriff für »Schlaf«. Damit ist jedoch nicht nur einfach »schlafen« gemeint, sondern der »Nicht-Bewusstseinszustand« vor oder während des Schlafens. Aus der Gehirn­ forschung ist bekannt, dass die Taktung der Gehirnwellen zwischen Wach- und Schlafzustand kreative und verändernde Prozesse im Unter- wie im Bewusstsein auslöst, während derer sich alle Körper­ organe regenerieren. Der »Yogaschlaf« wurde bereits in der traditionellen Schrift »Hathayogapradipika« als Verjüngungs­ kur beschrieben. Man tut nichts ande­ res, als der Stimme des Lehrenden zu lauschen und auf innere Reise zu gehen, während die Selbstheilungskräfte akti­ viert werden. Mein Tipp: Nidra Yoga ist eine wertvolle Ergänzung nach einer aktiven Yogasession oder besonders heil­ sam und genussreich an Tagen, an denen Entspannung besser tut als Aktion.

KUNDALINI YOGA Yoga der inneren Kraft Kundalini Yoga ist ein komplett eigener Yogastil, der weniger auf der Praxis von Asanas basiert. »Kundalini« wird die in­ nere Kraft genannt, die der traditionel­ len Yogalehre nach als Energiereservoir wie eine zusammengerollte Schlange im Beckenraum ruht. Zielsetzung des Kun­ dalini Yoga ist es, diese Energie durch schnelle, dynamische Bewegungen zu mobilisieren, die meist im Sitzen mi­ nutenlang ausgeführt und mit inten­ siver Ein- und Ausatmung kombiniert werden. Die motorische Herausforde­ rung an den Körper durch anhaltende Wiederholung derselben Bewegung schaltet den Kopf aus. So führt Kun­ dalini Yoga während des dynamischen Ablaufs in einen meditativen Zustand. Mein Tipp: Nicht irritieren lassen von weißen Turbanen, die Kundalini-Leh­ rende meist tragen, und Kundalini Yoga

TRI YOGA Yoga des Dreiklangs Der Stil des Tri Yoga steht in besonderem Maß für die harmonische Verbindung

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ST YLES OF YOGA

der menschlichen Trinität aus Körper, Geist und Seele. Die Kalifornierin Kali Ray entwickelte diesen Stil, dessen drei Elemente Asanas, Atemlenkung und Mudras choreografisch in einem wellen­ artigen Fluss miteinander kombiniert werden. Die Flows aus Asanas werden mit exakt vorgegebener Ein- und Aus­ atmung geübt und meist mit Fingerhal­ tungen (Mudras) verbunden. Praktizie­ rende befinden sich je nach Übungslevel in einer permanenten Fließbewegung, die von Kali Ray »Action in Meditation« oder »Meditation in Movement« ge­ nannt wird. Mein Tipp: Tri Yoga ist ein sehr ästhetischer Yogastil, der weiblich anmutet und doch gleichermaßen für Männer wie Frauen sowie für Anfänger und für Geübte geeignet ist.

Fähigkeiten und seinen Neigungen an­ passen muss, um heilsam zu wirken. Dies wurde vormals in Indien konträr gelehrt, und so hat Krishnamacharya durch seine These ein neues Funda­ ment für das neuzeitliche Yoga definiert. Mein Tipp: Vini Yoga ist eine therapeu­ tische Yogaform, die den Menschen und seine Bewegungsfähigkeit in den Mit­ telpunkt stellt und somit auch in Zeiten akuter Handicaps von sorgfältig ausgebil­ deten Lehrenden angeleitet werden kann.

VINYASA YOGA Yoga mit Power Vinyasa Yoga ist ein weiterer dynami­ scher, anspruchsvoller Yogastil, in dem Asanas fließend miteinander und mit einer spezifischen hörbaren Atmung (Ujjayi Pranayama) verbunden wer­ den. »Vi« wird als »auf eine bestimmte Art« und »Nyasa« mit »legen, setzen, stellen« übersetzt. Die Asana-Reihe des sogenannten »Grußes an die Sonne« ist Basis des Vinyasa Yoga, die variiert und mit vielen weiteren Asanas ergänzt und unendlich fortgesetzt werden kann. Diese anstrengende und Kraft trainie­ rende Yogarichtung macht den Bewe­ gungsapparat sehr geschmeidig, sobald man die Praxis des Vinyasa Yoga be­ herrscht. Mein Tipp: Anfänger tun gut

VINI YOGA Yoga der individuellen Anpassung Der indische Yogameister Krishna­ macharya (1888–1989) lehrte anfäng­ lich statische Asana-Praxis, stellte aber im Laufe der Zeit fest, dass seine Schü­ ler sich leichtertaten, Yogapositionen in Kombination mit Bewegungen auszu­ führen. Die von ihm kreierte Praxis des Vini Yoga zeichnet sich zusätzlich durch seine grundsätzliche Überzeugung aus, dass Yoga sich dem Menschen, seinen

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ST YLES OF YOGA

daran, vorerst Asanas als Einzelpositio­ nen zu praktizieren, um die Wirbelsäule und die gesamte Muskulatur auf die an­ geleiteten Vinyasa-Flows vorzubereiten.

gewicht des Körpers dehnend auf den Bewegungsapparat wirken. Mein Tipp: Durch die muskuläre Entspannung des Körpers im Yin Yoga können auch die Gedanken ruhen und man profitiert auf allen Ebenen von dieser Entspannung.

YIN YOGA Yoga der »Nicht-Anstrengung«

WEITERE YOGASTILE Yoga des modernen Wordings

Yin Yoga ist in den letzten Jahren sehr beliebt geworden, weil dieser Yogastil der Sehnsucht nach mehr Einkehr und Ruhe Rechnung trägt. Yin Yoga (abge­ leitet vom energetischen Prinzip des Weiblichen, des Regenerativen, Passi­ ven im Gegensatz zu Yang, dem akti­ ven, bewegenden, männlichen Prinzip) ist eine fast passive Yogaform, die ohne Kraft ausgeführt wird und dennoch in der Tiefe des Körpers wirkungsvoll ist. Yin und Yang gehören als energeti­ sche Prinzipien zusammen und sollten in ausgewogener Balance miteinander im Körper existieren, was jedoch im modernen Alltag mit all seinen Anfor­ derungen selten der Fall ist. Auch im Freizeitsport oder in vielen Yogastilen überwiegt der körperfordernde Aspekt der Asana-Praxis. In Stunden des Yin Yoga werden Yogahaltungen zwischen drei bis fünf Minuten gehalten, jedoch sollen – und das ist die Kunst, die es zu erlernen gilt – die Muskeln dabei ent­ spannt sein und lediglich das Eigen­

Acro-Yoga (akrobatisches Yoga, meist zu zweit ausgeführt), Aerial oder Anti­ gravity Yoga (schwebendes Yoga in Tüchern, die von der Decke hängen), Chakra Yoga (zur spezifischen Aktivie­ rung der Energiezentren des Körpers), Hot Yoga oder Bikram Yoga (ausge­ führt in bis zu 40 Grad aufgeheizten Räumen), Kinder- und Teenager-Yoga, Klang-Yoga, prä- und postnatales Yoga, Kriya Yoga (Stilrichtung des Yogameis­ ters Yogananda und Vorahnen), Prana Yoga (mit intensiver Atemlenkung), X-Large-Yoga (Yoga für Menschen mit mehr Körperfülle), Yang Yoga (statische Übungen mit viel Kraftaufwand) sowie Yogarichtungen, die von spezifischen Organisationen gelehrt werden, die ih­ ren Gründermeistern folgen wie Iyengar Yoga, Sivananda Yoga oder Vidya Yoga, zählen ebenfalls zu den zeitgenössischen Yogastilen und werden in diesem Kapi­ tel nicht ausführlicher beschrieben.

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YOGA IN THE CITY

12 erlesene Yogastudios in Berlin


AKADEMIE FÜR YOGA BERLIN

HÖHEN & TIEFEN glätten

»I LOVE YOGA, weil Yoga mich glücklich macht und ich mit Tri Yoga im Zustand der Freude bin.« U R VA S I L E O N E

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n einem schönen Jugendstilhaus in Berlin-Friedenau ist die Akademie für Yoga Berlin beheimatet. Die Räumlichkeiten mit den bis zu vier Meter hohen Wänden sind gemäß des Architekturstils mit Stuck an den Decken ausgestattet, der teilweise mit echtem Blattgold verziert ist. Auf dem Parkettboden warten gemütliche Lammfellwie Ökotex-Matten auf die Besucher, die hier in aller Ruhe ihre Yogawellen üben und verfeinern können. Die Akademie für Yoga Berlin wurde von Urvasi Leone gegründet, die selbst seit 1986 Yoga praktiziert. Sie lebte und lernte Yoga einige Jahre in Indien, kam im Jahr 2000 in Kalifornien bei Kali Ray mit Tri Yoga in Kontakt und machte eine Ausbildung in diesem Stil. Seitdem

ist Tri Yoga ihr Weg, den sie selbst lebt und anderen als Lehrende und als Ausbilderin vermittelt.

FLIESSEN IN SANFTEN WELLEN Das vornehmliche Erkennungsmerkmal des Tri Yoga ist die sanft fließende Welle, die der Körper während der Asana-Praxis mit ebenso gleichmäßig fließender, sanfter, tiefer Atmung formt und wenn möglich mit Mudras (Fingerhaltungen, energetische Siegel, mit den Fingern ausgeführt) verbindet. So wird beispielsweise auch ein Schulterstand mit den Füßen an der Wand in fließenden Auf- und Abwärtsbewegungen des Körpers ausgeführt, was ein herrliches Gefühl in der Wirbelsäule

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Urvasi Leone vermittelt Tri Yoga in vielen Variationen


AKADEMIE FÜR YOGA BERLIN

hinterlässt und wie eine individuelle Massage wirkt, die sich jeder Übende selbst zugutekommen lassen kann. »Was ist für dich das Besondere am Tri Yoga?«, frage ich Urvasi. »Im Tri Yoga messen wir die Menschen nicht an ihrer Beweglichkeit oder ihrer Kraft, sondern holen die Praktizierenden dort ab, wo sie aktuell sind. Mit vielen Modifikationen, die die Übungslevel 1 bis 3 im Tri Yoga beinhalten, kann


AKADEMIE FÜR YOGA BERLIN

INFOS ZUM STUDIO Inhaberin: Urvasi Leone Kontaktperson für Gutschein-Probestunden: Urvasi Leone Anzahl der Lehrer im Studio: 6 Anzahl der Yogaräume und Raumgrößen: 2 (gesamt 70 qm) Durchschnittliche Gruppengröße: 12

jeder Übungswellen nach seinem aktuellen Befinden und Möglichkeiten umsetzen.«

seiner Abschlussprüfung als Yogalehrer 72. Der Kursplan der Akademie für Yoga Berlin beinhaltet Unterrichtstunden für alle Niveaus von Basic über Mittelstufe bis zu Fortgeschrittenen, die jeweils 90 Minuten dauern. Als Heilpraktikerin und Yogatherapeutin bietet Urvasi zusätzlich energetische Heilsitzungen oder Yoga-Einzelunterricht an, bei denen beispielsweise bei Bedarf auch hormonelle Umstellungsphasen berücksichtigt werden. Urvasis Maxime ist: »Die eigene Ausstrahlung möge dazu beitragen, dass die Welt ein wenig besser ist, wenn wir die irdische Ebene des Seins verlassen.« Mit dem Geschenk des Yoga kann sich jeder selbst in einen guten Zustand, körperlich wie mental, bringen, um die Höhen und Tiefen des Lebens zu glätten und die persönliche Ausstrahlung strahlender zu machen.

MEDITATION IN BEWEGUNG Regelmäßige Übungspraxis ist im Tri Yoga essenziell für fühlbar heilsame Fortschritte im Körper und für den Geist. Eines Tages kommt der Moment, in dem man eine energetische Welle im Inneren spürt, die das Selbst und das Sein zu tragen beginnt. Urvasi: »Es entsteht eine Eleganz zwischen den Übergängen von Asana zu Asana und dem Innehalten in der Yogaposition ... irgendwann fließt alles unwillkürlich ineinander und man erfährt das Gefühl tiefer Meditation, während man sich bewegt.« Urvasi versichert, dass jeder diesen Yogastil lernen kann, egal ob er 20 oder 80 Lebensjahre zählt. Sie bildet auch Lehrer aus und der älteste war bei

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FÜR EINE KOSTENLOSE PROBESTUNDE

AKADEMIE FÜR YOGA BERLIN Wilhelmshöher Str. 5 · 12161 Berlin · +49 30 83 22 87 78 www.triyoga-akademie.de · info@triyoga-akademie.de


BAMBOO

INNERES WACHSTUM und äußere Flexibilität

»I LOVE YOGA, weil Yoga Frieden im Inneren und Äußeren bewirkt.« BIRGE FUNKE

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eim Yogastudio bamboo in Berlin-Karlshorst geht es um Wachstum innen wie außen. Ein zweites Studio wurde in unmittelbarer Nähe eröffnet, weil die Yogaklassen sich großer Beliebtheit erfreuen und stetig wachsen. Die neue Location des bamboo II in der Dönhoffstraße liegt in einer ehemaligen Molkerei, deren Backsteingebäude aufwendig saniert und mit allem, was Yogi und Yogini so brauchen, ausgestattet wurden: ästhetischer Holzboden mit Fußbodenheizung, passend dazu ein in sich ruhender Buddha als Holzstatue, ein gemütlicher Empfangsbereich, ein kleiner Yoga-Shop, in dem es eine eigens für bamboo zusammengestellte Yoga-­ Teemischung gibt, Umkleideräumlichkeiten und natürlich ein Yogaraum, mit

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rund 70 Quadratmetern Übungsfläche. Birge Funke und Andreas Wimmer haben sich liebevoll gefunden und begannen ihre Idee vom eigenen Yogastudio Schritt für Schritt ebenso liebevoll umzusetzen. Als die Räume in der oberen Etage der alten Molkerei frei wurden, war klar: Hier kommt bamboo II rein.

WIE EIN BAMBUS WACHSEN »Warum bamboo?«, frage ich und Birge erklärt mir die Symbolik, die eigentlich auf der Hand liegt: »Bambus ist ein starkes Gewächs. Es strebt nach oben, wächst schnell, ist im Stamm fest und dennoch flexibel.« Metaphern zwischen Bambusstäben und Wirbelsäule findet man öfter in der Yogaliteratur – schließ­­ lich ist Bambus wie die Wirbelsäule des


BAMBOO

Menschen in einzelnen Abschnitten aufgebaut, was beide gleichermaßen fest wie flexibel macht. Yogapraxis sorgt für die nötige Flexibilität. Das Studio bamboo bietet eine Menge für alle Besucher: klassisches Hatha Yoga, Vinyasa Yoga, das immer beliebter werdende Faszien-Yoga, Yoga für Schwangere und zur Rückbildung sowie viel Yoga für Kinder und Teenies. Birge hat an der Hochschule der Künste eine klassische Ausbildung in Gesang, Schauspiel und Tanz absolviert. Ihre Tanzlehrerin hat vor dem Beginn des Unterrichts ihre Klasse stets Übungen zum Aufwärmen machen lassen und erst später erzählt, dass dies Yoga war. Birge ist so mit dem Konzept des Yoga in Berührung gekommen, hat es als wohlig und heilsam empfunden und ist dabei geblieben.

INFOS ZUM STUDIO Inhaber: Birge Funke, Andreas Wimmer Kontaktperson für Gutschein-Probestunden: Birge Funke Anzahl der Lehrer im Studio: 15 Anzahl der Yogaräume und Raumgröße: 1 (70 qm) Durchschnittliche Gruppengröße: 12

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Birge Funke motiviert YogaschĂźler dazu, ihren authentischen Weg zu finden


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Die 12 besten Yoga-Studios in Berlin und Umgebung RATGEBER UND YOGA-SCHULE Die wichtigsten Yoga-Stile im Überblick

Ob Anfänger oder schon fortgeschritten – das I LOVE YOGA Gutscheinbuch präsentiert exklusiv die 12 besten Yoga-Studios der Stadt, die alle mit dem Kauf dieses Buchs kostenlos getestet werden können. Darüber hinaus zeigt Autorin und Yoga-Coach Birgit Feliz Carrasco die wichtigsten Yoga-Stile und erklärt alles, was man über den Yoga-Lifestyle wissen muss.

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I love Yoga - Berlin  

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