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region/südosTschweiz leserbriefe Kuhglocken-Terror in bilten Zum Artikel «Kuhglocken sorgen für Unmut», Ausgabe vom Samstag.

Liebe Familie Vetsch aus Bilten, wissen Sie überhaupt, was Landleben bedeutet? Anscheinend nicht, sonst hätten sie wegen diesem Gebimmel nicht einen solchen Aufstand gemacht Die Kuhglocken gehören nun mal aufs Land, wie der Autoverkehr in die Stadt.Wenn Sie es nicht ertragen, es sogar bis an ihre Schmerzgrenzen geht, dann wechseln sie doch den Wohnort. Ziehen sie irgendwo hin, wo absolute Stille herrscht. Oder noch besser, es gibt doch so Hörschutzstöpsel, besorgen Sie solche, stecken Sie die in die Ohren, dann haben Sie Ruhe.Aber was Sie da veranstaltet haben, das ist zu viel des Guten. Haben Sie eigentlich schon mal dran gedacht, wieso die Kühe Glocken tragen? Einen Grund hat es sicher. Die Familie Schmid wird Ihnen den Grund bestimmt sagen. Eine Kuh ohne Glocken ist wie ein Auto ohne Benzin, beides geht nicht. Wenn ich jetzt Herr oder Frau Schmid wäre, ich würde aus Trotz den Kühen die Glocken wieder umschnallen. Franziska Buff, Hätzingen

bestürzung über den Turnhallen-Antrag Mit grosser Bestürzung haben wir den Antrag von Sandra Reithebuch an der Gemeindeversammlung Glarus Süd zur Wiedererwägung des Baues einer Sporthalle in Linthal zur Kenntnis genommen. Es geht uns nicht primär darum, dass der Mehrheitsentscheid der Bevölkerung für eine Einfach-Turnhalle nicht akzeptiert wird, sondern darum, dass das ganze Projekt Neubau Turnhalle nun wieder sistiert und um mindestens ein weiteres Jahr verzögert wird. Wir alle wissen, wie marode die alte Turnhalle inzwischen ist und dass ein Ersatz aus Sicherheitsgründen dringend nötig ist!Viele Kinder halten sich regelmässig durch Schule und Jugi in dieser Turnhalle auf und es darf nicht sein, dass die Turnhalle eines Tages über einer Schulklasse zusammenbricht, bevor endlich gehandelt wird. Wir hoffen, dass endlich eine neue, der Situation und den Finanzen angepasste Turnhalle gebaut werden kann, und wir unsere vier Kinder wieder ohne Sorgen zum Sport schicken können! Nathalie und Mario Muntwiler, Betschwanden

seltsame Methoden im forstamt Auf den 1. Januar sucht der Kanton einen Forstingenieur. 2005 wurde auf Druck der Politik von verschiedenen Parteien eine Forstingenieurstelle auch als Sparmassnahme gestrichen. Schon damals habe ich darauf hingewiesen, dass dieses Amt überbesetzt sei. Mit einem Antrag an die Landsgemeinde wollte ich die Anzahl Forstingenieure festlegen, mit der Begründung, wenn man dies nicht gesetzlich festlege, so werde es nicht lange dauern, so werde diese Stelle wieder besetzt. Dieser Antrag wurde aber leider abgelehnt und siehe da, nach sechs Jahren ist genau diese Stelle wieder ausgeschrieben. Die Selbstherrlichkeit, die schon seit Jahren in diesem Amt besteht, ist bedenklich. Ich hoffe sehr, dass unsere Politiker, die eigentlich Volksvertreter sein sollten, erwachen und etwas dagegen unternehmen. Wenn die Politik nichts dagegen tut, so sehe ich mich gezwungen, mit Unterstützung der Bevölkerung etwas dagegen zu unternehmen. Wenn der Kanton schon kein Geld hat, muss sicher nicht wieder eine zusätzliche Stelle geschaffen werden, reine Steuergeldverschwendung. Der Kanton ist durch die neuen Gemeinden nicht grösser geworden und ein Forstingenieur pro Gemeinde ist mehr als genug. Mathias Marti-Schuler, Engi

DiE SüDoStScHWEiZ | MoNTAG, 21. NoVEMBER 2011

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Der Circus Knie ist wieder daheim in Rapperswil-Jona Der Circus Knie ist heute von seiner letzten Tourstation Lugano wieder in seine Heimat zurückgekehrt. Er blickt auf eine sehr erfolgreiche Saison mit familiären Höhepunkten zurück. Von Nicole Bruhin Rapperswil-Jona. – In der Nacht auf heute war es wieder so weit. Der Circus Knie ist in seine Heimat Rapperswil zurückgekehrt. Mit dem Zug von der letzten Tourneestation Lugano angereist sind auch die Affen. Die Pferde, Lamas und Elefanten dagegen sind schon in der Nacht mit Sattelschleppern in ihr Winterquartier auf dem Kinderzoogelände transportiert worden. Auch die Knie-Familie, einige Artisten und die vielen Zirkus-Mitarbeiter kehrten mit ihren Wohnwagen in die Rosenstadt heim. In diesen Tagen wird auch das neue Winterquartier in Ennenda bezogen. Viel Glück mit dem Wetter Zirkusdirektor Fredy Knie ist mit der vergangenen 93. Tournee und ihren insgesamt 347Vorstellungen zufrieden: «Die Tournee ist in allen Landesteilen sehr gut angekommen», sagt er zur «Südostschweiz». Es sei eine besonders tolle Tournee gewesen. «Wir hatten sehr viel Glück mit dem Wetter.» Nur sehr selten habe man das Zirkuszelt bei Regen aufstellen müssen. Der Zirkus war dieses Jahr unter dem Motto «Vive le cirque» unterwegs. In der Deutschschweiz und im Tessin begleitete ihn das Duo Edelmais. «René Rindlisbacher und Sven Furrer sind auch auf italienisch sehr gut angekommen», sagt Knie. Das Duo habe für viele Lacher und «Mais» zwischen den Nummern gesorgt. In der Romandie waren die Berner Starbugs mit ihrer «rhythmischen Sportkomik» mit von der Partie. Fredy Knie blickt auch was den Besucheraufmarsch anbelangt auf eine sehr erfolgreiche Saison zurück, wie er sagt: «Wir hatten in diesem Jahr besonders viele Zuschauer, das freut uns natürlich sehr.» Zahlen möchte er keine nennen. Es zeige aber, dass der Circus Knie nach wie vor Jung und Alt begeistere. Wenn der Grossvater mit dem Enkel Auch in dieser Saison haben wieder zahlreiche waghalsige Nummern das Publikum in ihren Bann gezogen. Alle Artisten hätten Top-Nummern geboten und der tosende Applaus jeweils am Schluss derVorstellungen habe dies

Ladina Bosshard liest am besten Glarus. – Die Kantonalsiegerin des dritten Vorlesewettbewerbes kommt aus Glarus Nord. Ladina Bosshard überzeugte die Jury im Finale vor der Fünftklässlerin Irina Kobelt aus Glarus und Sina Bächtiger aus Glarus Süd. Rote Backen haben alle drei Mädchen am Samstag beim Finale in der Buchhandlung Wortreich in Glarus. Zuerst gilt es, eine vorbereitete Passage vorzutragen. Dann erhalten die drei Gemeindesiegerinnen einen unvorbereiteten Medientext. «Ich habe zur Vorbereitung meinem Vater aus der Zeitung vorgelesen», verrät Ladina Bosshard ihr Rezept. (ckm) Flüssig von A bis Z: Ladina Bosshard präsentiert in der Buchhandlung Wortreich ihren Text. Bild Claudia Kock Marti

Auf dem Heimweg: Die Zirkuswagen sind unterwegs nach Rapperswil-Jona.

Spass garantiert: Nächstes Jahr ist Michel Gammenthaler dabei.

Persönlicher Höhepunkt: Fredy Knie reitet mit seinem Enkel Yvan-Frédéric in der Manege.

auch bestätigt, meint Knie. Fredy Knies ganz persönlicher Höhepunkt der Tournee war der gemeinsame Auftritt mit seinem Enkel Yvan-Frédéric: «Das war ein sehr schönes Gefühl, da ich dies ja schon mit meinem eigenenVater erleben durfte.» Seinem Bruder Franco Knie war es diese Saison ebenfalls beschieden, zum ersten Mal mit seinem Enkel in der Manege zu stehen. Negatives habe es auf dieser Tournee fast nicht gegeben. Glücklicherweise habe es keine Unfälle in der Manege gegeben. «Wir haben auch

keine Tiere verloren wie im Vorjahr», so Fredy Knie. 2012 mit Michel Gammenthaler Kaum ist die alte zu Ende, ist die neue Saison schon geplant. In der Deutschschweiz wird der Kabarettist und Magier Michel Gammenthaler das Publikum begeistern. Begleitet wird Gammenthaler in der Manege von der rüstigen Rentnerin Hedi Hegetschwiler, vom hysterischesoterischen Volker Hagemann, vom charmanten Lifestyle-Experten Serge

Widmer und natürlich vom spiritistischen Wahrsager Dimitri Banocek. Doch auch auf tolle Artisten könne das Publikum auch auf der 94.Tournee gespannt sein. «Wir haben ganz tolle Tiernummern vorbereitet», verspricht Zirkusdirektor Fredy Knie. Schon den ganzen Sommer über habe die Familie an den neuen Nummern gearbeitet. Nach der Winterpause startet der Circus Knie am 22. März mit der traditionellen Premiere in RapperswilJona in die neue Saison.


Ladina Bosshardliest am besten