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In dieser Woche Abstimmung Für die Volksabstimmung zu Stuttgart21 am 27. November erhalten die Stimmberechtigten der Fächerstadt in den nächsten Tagen ihre Benachrichtigungskarten. Am 7. November öffnet das Briefwahlbüro. Seite II

Gedenken

AS IT

Zum 50. Jahrestag des Anwerbeamkommens mit der Türkei sprach Ministerin Bilkay Öney in der Karlsburg zum Thema Integration.Seite V

EL

Integration

D FI

An die im Jahre 1940 ins Deportiertenlager Gurs verschleppten Durlacher Juden erinnert ein von Schülern des Markgrafen-Gymnasiums gestalteter Gedenkstein. Seite III

Stadt Zeitung Amtsblatt der Stadt Karlsruhe 65. Jahrgang · Nr. 43

E-Mobile und Essen offerta bietet neben Altbewährtem viel Neues Das neue eMobilitätszentrum Karlsruhe ist mit einem Stand vertreten, die Stadtwerke geben Tipps zum Energiesparen, das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) nutzt erstmals die offerta, um „die Öffentlichkeit auf dem Weg zum Energiesystem der Zukunft einzubeziehen“, wie es KIT-Präsident Professor Eberhard Umbach bei der Pressekonferenz in der letzten Woche betonte. „Wir haben bewusst geschaut, was für Menschen wichtig ist“, beschreibt Messe-Chef Christoph Hinte mit welchem Angebot die Verbrauchermesse vom morgigen Samstag bis zum 6. Novem-

DAMPFNUDELN gehören ebenso zur offerta 2011 wie Hightech-Produkte.

ber wieder über 130 000 Besucher in die vier Messehallen locken will. Neben Trends und Zukunftsvisionen soll dabei aber auch das traditionelle Angebot rund ums Essen, Haushalt oder Heimwerken nicht zu kurz kommen. Diese Idee zieht sich durch alle offerta-Bereiche von autoarena, über esskultur&le­ bens­­art, freizeit&tourismus, neue medien, sportpark&events, Bauen und Wohnen bis hin zum Vitalbereich und zum Kinderland. Noch umfangreicher ist das Programm auf der Eventbühne geworden. Neben der Wahl der Miss und des Mister Baden-Württemberg 2011 gibt es erstmals die Operngala „Große Stimmen – grandiose Musik“. Zum festen Programm gehören die täglichen Kochshows mit Köchen aus der Region ebenso wie die beliebte SWR-Fernsehsendung „Kaffee oder Tee“. Zu der Eröffnungsveranstaltung am morgigen Sams­tag werden um 10 Uhr auf der Eventbühne prominente Vertreter aus Wirtschaft und Wissenschaft erwartet. Dazu gehören Erste Bürgermeisterin Margret Mergen und Oberbürgermeister Wladimir Ewlanow aus der russischen Partnerstadt Krasnodar. Die offerta ist täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der KVV setzt zusätzlich zwischen Hauptbahnhof und Messe den Messe-Express ein. Er verkehrt samstags und sonntags sowie am Dienstag vom Hauptbahnhof aus ab 9.30 bis 10.30 Uhr im 7- bzw. 8-Minuten-Takt und von 10.30 bis 17.40 Uhr im 10-Minuten-Takt Richtung Messe. An den übrigen Tagen geht es ab Hauptbahnhof zwischen 8.37 und 9.17 Uhr im 20-Minuten-Takt, von 9.30 bis 11.15 Uhr alle 7 bzw. 8 Minuten, zwischen 11.15 und 15.45 Uhr im 15-MinutenTakt und von 16 bis 17.30 Uhr im 10-Minuten-Takt zur Messe. Infos zur offerta und den zusätzlichen Abendveranstaltungen unter www.offerta.info. -fis-

28. Oktober 2011

Kultur jederzeit und überall Neue Website und „App“ Wer kennt das nicht: Man hat einen Abend frei und spontan Lust auf Kultur. Egal welcher Art. Aber wo findet sich im Internet eine vollständige Übersicht aller kulturellen Veranstaltungen zum gewünschten Termin? Ausstellungen, Konzerte, Lesungen? Als Kompass fungiert jetzt die neue Online-Plattform der Karlsruher Kultur unter www.kultur-in-karlsruhe.de mit ihrem tagesaktuellen Kalender, dem Serviceangebot und dem dazugehörigen „App“, einem Anwendungsprogramm, das auf Smartphones installiert und ab Anfang November kostenlos herunter geladen werden kann. Das Kulturangebot werde zur „Kultur to go“, könne sozusagen überall hin mitgenommen werden, wandelte Erste Bürgermeisterin Margret Mergen den bekannten Werbeslogan bei der Vorstellung der Online-Kampagne letzte Woche im Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM) ab und sprach von einem „zukunftsweisenden Projekt“, das viele hochkarätige Partner vernetze und weit über Karlsruhe hinaus strahle. Als „schnell, präzise, mobil und auf individuelle Bedürfnisse zugeschnitten“ beschrieb ZKMChef Professor Dr. Peter Weibel die Innovation. Damit werde „jeder zu jeder Zeit und an jedem Ort zu seinem eigenen Theater- oder Kartenbüro.“ Mit ihren insgesamt 135 Kultureinrichtungen sei Karlsruhe eine „Kulturmetropole“, die sich im „Chor der Städte“ nicht nur durch die neue Online-Kampagne positiv hervorhebe, erklärte die städtische Kulturamtsleiterin Dr. Susanne Asche. Sie hatte gemeinsam mit Stadtmarketing und Medienbüro den Wunsch Karlsruher Kul-

KULTUR WIRD GROSSGESCHRIEBEN: Uwe Hochmuth (HfG), Dr. Susanne Asche (Kulturamt), EB Margret Mergen, Prof. Peter Weibel (ZKM), Dr. Peter Behringer (Medienbüro) und Norbert Käthler (Stadtmarketing) (von links) stellten die Kampagne vor. turschaffender nach einer Plattform für alle aufgegriffen. Benutzerfreundlichkeit ist bei dem Netz-Auftritt oberstes Gebot, eine umfassende Suchfunktion erleichtert die Orientierung. Kulturinteressierte können Kommentare abgeben, Terminlisten abonnieren, ihre Favoriten per E-Mail oder Social Media weiterschicken oder sie mit einem „Freu mich drauf“-Button belegen. Die Erweiterung der Homepage bildet die „Kultur-App“, konzipiert von kreativen Köpfen der Hochschule für Gestaltung (HfG) und des ZKM. Mit ihr ist die gesamte Kulturlandschaft Karlsruhes als Stadtplan oder Kalender via Smart-

Ein würdiges Andenken

Fahrspaß für die ganze Familie

Für die „Europäische Woche der Abfallvermeidung“ hat die städtische Abfallwirtschaftsberatung ein Programm von über 40 Kursen und Veranstaltungen zusammengestellt. Die Aktionswoche, zu der ab sofort Anmeldungen möglich sind, findet vom 19. bis 27. November statt. Teilnehmerinnen und Teilnehmer erfahren hier beispielsweise, welche Kniffe es beim Reparieren von Fahrrädern gibt, wie ein alter Stuhl aufgemöbelt wird, aus alter Kleidung und Stoffen neue Kreationen entstehen oder Essensreste in wohlschmeckende Köstlichkeiten verwandelt werden können. Das Amt für Abfallwirtschaft unterstützt alle, die an den Kursen teilnehmen, mit einem kleinen Zuschuss, so dass die interessanten Workshops zudem preiswert sind. Den Überblick liefert eine Broschüre, die in den Rathäusern und Bürgerbüros sowie anderen üblichen Stellen ausliegt und im Internet unter der Adresse www.karlsruhe.de/abfall zu finden ist. Weitere Informationen gibt es unter der Karlsruher Telefonnummer 133-70 02.

OB Fenrich bittet um Spenden für Kriegsgräber

Die bunte Welt des Jahrmarkts erwartet Groß und Klein ab dem heutigen Freitag, 28. Oktober, bei der Herbstmess’ auf dem Messplatz an der Durlacher Allee. Bis zum Montag, 7. November, bieten rund 100 Schausteller täglich ab 14 Uhr sowie sonn- und feiertags von 12 bis 23 Uhr Fahrspaß, Unterhaltung und Kulinarisches. Zum Auftakt steigt heute um 20 Uhr ein großes Familienfeuerwerk, am Schluss­tag wird der Himmel um 22 Uhr mit Pyrotechnik erleuchtet. Zum ersten Mal dabei ist das Fahrgeschäft „High Energy“, das die Besucher in 30 Metern Höhe durchschleudert. Stimmungsvoll geht es am kommenden Montag, 31. Oktober, beim Ü50-Tag zu, wenn auf der ganzen Messe Musik aus den 50er und 60er Jahren gespielt wird und im Festzelt „Circus Circus“ Conférencier Dieter Farrenkopf durch einen bunten Nachmittag mit der Karlsruher Tanzgalerie führt. Die Band „Pik As“ rockt das Festzelt am Freitag, 4. November, ab 19 Uhr. Infos unter: www.karlsruhe.de/maerkte. -nil-

schen Kriegstoten beider Weltkriege, bereitet die Umbettungen vor und stellt Unterlagen für die Namenskennzeichnung bereit. Der Umbettungsdienst, der die Kriegstoten auf Sammelfriedhöfe überführt, arbeitet dabei eng mit der deutschen Dienststelle in Berlin und dem DRK-Suchdienst zusammen. Der Umbettungsdienst des Volksbundes hat allein im Jahre 2010 vor allem in Osteuropa, aber auch in Deutschland, über 46 000 Kriegstote geborgen und auf deutschen Kriegsgräberstätten beigesetzt. Von besonderer Bedeutung ist auch der gesellschaftliche Aspekt der Arbeit des Volksbundes: Seit fast sechs Jahrzehnten organisiert er Einsätze von Jugendlichen bei Pflege und Instandsetzung deutscher Kriegsgräberstätten beider Weltkriege, auch auf jüdischen Friedhöfen und Gedenkstätten. Als Brückenbauer für Frieden arbeiten sie in ganz Europa für Verständigung, Freundschaft und Frieden.“

phone abrufbar. Das Programm sollte vor allem übersichtlich sein und die Möglichkeit bieten, „aus der immensen Datenfülle schnell das Wichtigste herauszufiltern“, schilderte HfG-Prorektur Uwe Hochmuth die Anforderungen. Grafische Besonderheiten des Stadtplans sind zum Beispiel die gezeichneten Gebäude-Symbole, die Informationen über Veranstaltungen direkt aus der Karte heraus abrufen. Anfahrtsrouten, Kulturtipps, direkte Kartenbestellung sowie die Erinnerung an bereits vorgemerkte Termine ergänzen die „App“. Und: Viele Funktionen sind übrigens auch offline verfügbar. Damit sich

das neue Angebot herumspricht, wird die Kampagne intensiv beworben. Als Werbebotschafter schicken die Verantwortlichen das Wort KULTUR als überdimensionale blaue Buchstaben ins Rennen. Die Riesenlettern wandern zunächst auf die Verbrauchermesse „offerta“. Dort stehen sie am Stadtmarketing-Stand im Foyer und werden für Besucheraktionen eingesetzt. Danach geht es weiter zu den verschiedenen Karlsruher Kultureinrichtungen, die die Buchstaben als W-LANStation nutzen können. Die Farbe „blau“ ist kein Zufall – sie entspricht der Farbwahl auf der Karlsruher Website. -maf-

ERLEBNISWELT HERBSTMESS’: Vom heutigen Freitag bis Montag, 7. November, tauchen die Fahrgeschäfte den Messplatz in ein buntes Lichtermeer. Fotos (4): Fränkle

Besonderen Einsatz belohnt

Tiershow bei Mitternachtssauna Mit einer Tiershow lockt das Europabad am heutigen Freitag, 28. Oktober, von 22 bis 2 Uhr Gäste in die Mitternachtssauna. Unter dem Leitmotiv „Medley von Halloween“ kommt das Reptilium aus Landau mit Schlangen, Spinnen, Chamäleons und anderen Tieren in das Bad. Die Tiershow beginnt um 23.30 Uhr. Gäste werden dazu eingeladen, sich etwa eine grüne Baumpython um den Hals zu legen. Der übliche Tagesbetrieb in der Sauna endet heute um 21.30 Uhr, Einlass für die Mitternachtssauna ist ab 17 Uhr. Die Badeebene schließt um 23 Uhr. Der Eintrittspeis für die Veranstaltung inklusive eines Buffets beträgt 26 Euro. Weitere Informationen im Internet unter der Adresse www.ka-europabad.de sowie unter der Telefonnummer 133-52 12.

Aufgrund der Umstellung von der Sommer- auf die Winterzeit ändern sich auch die Öffnungszeiten des Zoologischen Stadtgartens. Bis einschließlich Montag, 31. Oktober, hat die Kasse am Hauptbahnhof (Süd) täglich von 9 bis 17 Uhr geöffnet, die beiden Eingänge Festplatz und Augartenstraße (Nord und Ost) jeweils in der Zeit von 10 bis 17 Uhr. Im November können die Besucherinnen und Besucher den Eingang am Hauptbahnhof (Süd) von 9 bis 16 Uhr passieren, die Eingänge am Festplatz (Nord) und Augartenstraße (Ost) jeweils von 10 bis 16 Uhr. Der Eingang Rosengarten (West) bleibt geschlossen. Weitere Informationen zum Zoologischen Stadtgarten gibt es im Internet unter der Adresse www.karlsruhe.de/b3/freizeit/zoo.de.

Online-Kampagne:

Ab jetzt anmelden für Recycling-Kurse

Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge führt vom 1. bis 13. November seine Haus- und Straßensammlung durch. Als Vorsitzender des Kreisverbandes Karlsruhe unterstützt Oberbürgermeister Heinz Fenrich das Anliegen und bittet um Spenden unter Kontonummer 100 999 0 bei BW-Bank Karlsruhe (BLZ 680 501 01). Mit folgendem Aufruf wendet er sich an die Karlsruherinnen und Karlsruher: „Die Arbeit der Deutschen Kriegsgräberfürsorge im Auftrag der Bundesregierung ist wichtiger denn je. Sie erinnert immer wieder daran, dass Krieg und Gewalt Menschenleben fordern und unsere Welt unwiederbringlich um so viele Talente berauben. Dies darf nicht vergessen werden, gerade heute nicht. Der Volksbund leistet im Sinne der Angehörigen vielfältige Dienste, um den Toten ein würdiges Grab oder zumindest ihren Namen wieder zu geben. Das Referat Gräbernachweis erfasst die Gräber der deut-

Zoo stellt sich auf den Winter ein

Im Jubez wurde der siebte Karlsruher Kinderfreundlichkeitspreis verliehen

STRAHLENDE GESICHTER: Preisträger und Jury des Kinderfreundlichkeitspreises. Mit dabei: Bürgermeister Martin Lenz und Laudatorin Yvette Melchien (rechts).

Bereits zum siebten Mal ist er nun vergeben worden, der Karlsruher Kinder­ freund­­lichkeitspreis, der Einzelpersonen, Initiativen oder Unternehmen auszeichnet, die sich in besonderer Art und Weise für Kinder und Familien in der Fächerstadt ein­setzen. Am 13. Oktober war es wieder soweit. Die Arbeitsgemeinschaft „Kinder in Karlsruhe“ des Bündnisses für Familie hatte zur Preisverleihung ins Jubez am Kronenplatz geladen und gekommen waren unter anderem die Kinderjury, die über die Preisvergabe entschieden hat, die elf vorgeschlagenen Initiativen, Projekte und Einrichtungen, dann Stadträtinnen und Stadträte, Bürgermeister Martin Lenz und Laudatorin Yvette Melchien, ebenfalls Stadträtin. Insgesamt zehn Kinder und Jugendliche hatten bei einer Jury-Sitzung im September die drei Preisträger ermittelt und

durften diese nun auch verkünden: Der erste Preis in Höhe von 600 Euro ging dieses Jahr an die Eisbären-Apo­the­ke, die besonders auf die Bedürfnisse von Kindern ausgelegt ist und etwa eine Spielecke eingerichtet hat. Über den zweiten Preis in Höhe von 250 Euro kann sich der TeClub der BBQ Berufliche Bildung gGmbH freuen. Das Tochterunternehmen des Bildungswerks der Baden-Württem­ bergischen Wirtschaft e.V. bietet Veranstaltungen für Sieben- bis Dreizehnjährige an, die sich mit dem Thema Technik beschäftigen. Der dritte Preis ging an Gerolf Heberling aus Karlsruhe, der eine ehrenamtliche Hausaufgaben- und Nachmittagsbetreuung für Kinder mit Migrationshintergrund anbietet. Gestiftet hat das Preisgeld die dm-drogerie-Kette. Ursula Kunz, im Sprecherrat von „Kinder in Karlsruhe“, betonte, dass die Jury sich in-

tensiv mit den Projekten auseinandergesetzt habe. Ihre Arbeitsgemeinschaft, in der Wohlfahrtsverbände, Vereine, Institutionen und Einzelpersonen vertreten sind, verstehe sich als „Lobby für die Kinder dieser Stadt“, die auch Impulse an die Verwaltung weitergebe. Zu den Kriterien der Preisvergabe, erläuterten die Kinder und Jugendlichen der Jury, zählte unter anderen, „dass sich jemand profitfrei für Kinder einsetzt.“ Und Yvette Melchien gab zu bedenken: „Es muss uns nachdenklich stimmen, dass dieser Preis verliehen wird.“ Denn noch immer sei Kinderfreundlichkeit nicht selbstverständlich. „Kindheit ist nicht nur eine Vorbereitung auf das Erwachsensein“, unterstrich die Stadträtin, und jedes Kind habe „ein Recht auf eine glückliche Kindheit“. Weitere Infos gibt es im Internet unter: www.karlsruhe.de.  -res-


II 

StadtZeitung

65. Jahrgang · Nr. 43 · 28. Oktober 2011

Planungsausschuss in Hamburg:

Seminare bei VWA:

Mehr Stadt in der Stadt

Altersteilzeit und Polizeirecht

An der Elbe Infos zu Projekten des Städtebaus

Neue Kurse im Studienhaus

Wie eine Metropole zukunftsgerichtet wachsen kann, will Hamburg modellhaft zeigen. Welche Antworten die Erneuerung der Hamburger Mitte für Karlsruhe geben kann, dieser Frage gingen Mitglieder des gemeinderätlichen Planungsausschusses mit Bürgermeister Michael Obert an der Spitze letztes Wochenende nach.

Sieben Seminare stehen vom 9. bis 14. November auf dem Programm der Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie Baden in Karlsruhe (VWA). Um „Körpersprache und Rhetorik“ geht es in einer zweitägigen Veranstaltung am 9. und 10. November, die sich an Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen richtet, die in Gesprächen oder Vorträgen überzeugen müssen. Das Seminar bietet auch Raum für konkrete Übungen und individuelle Fragen. „Dienstpflichtverletzungen von Beamten“ sind Thema eines Seminars am 10. November. Behandelt werden unter anderem Dienstvergehen als Voraussetzung für die Einleitung eines Disziplinarverfahrens, die einzelnen Disziplinarmaßnahmen nach dem Landesbeamtengesetz und der Ablauf des Disziplinarverfahrens. Um „Aktuelle Änderungen der Sozialhilferichtlinien zum Sozialgesetzbuch XII“ geht es in einem weiteren Seminar, das am 10. November stattfindet. Referentin ist eine Fachbereichsleiterin beim Sozialamt Stuttgart. „Rechtsfragen bei der Gebührenkalkulation“ stehen im Mittelpunkt eines Seminars, das ebenfalls am 10. November auf der Agenda der VWA steht. Zielgruppe sind Fachbedienstete für das Finanzwesen sowie Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Finanzverwaltung. Themen sind die Grundlagen der Gebührenkalkulation, gesplittete Abwassergebühr und die neuere Rechtssprechung zu den Benutzungsgebühren. Am 14. November schließlich ist der Termin-Kalender der VWA ebenfalls gut gefüllt: Ein Aufbauseminar beschäftigt sich mit „Haushaltsgliederung, Haushaltsplanung und Haushaltsausgleich“ nach dem Neuen Kommunalen Haushalts- und Rechnungswesen. Angesprochen sind vor allem Mitglieder von Projektgruppen und Kämmereien. Um „Störungen und Störfälle in der Altersteilzeit nach TV ATZ und TV FlexAZ“ geht es in einem gleichnamigen Seminar, das sich an Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen aus der Personalverwaltung richtet, die bereits Kenntnisse in der Bearbeitung von Altersteilzeitfällen haben. Polizeirechtliche Möglichkeiten anhand konkreter Fragestellungen verdeutlichen, aber auch die Grenzen polizeilichen Handels ansprechen will das Seminar „Aktuelle Fragen des Polizeirechts“, bei dem es um polizeirechtliche Maßnahmen bei Veranstaltungen geht. Zielgruppe sind Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen von Ordnungsämtern, die allgemein-polizeiliche Probleme im Zusammenhang mit Veranstaltungen bearbeiten. Veranstaltungsort ist das Studienhaus der VWA Baden, Kaiserallee 12 e, 76133 Karlsruhe. Auskünfte gibt es unter Telefon 985 50-16 oder -17 (Faxnummer: 985 50-19). Per E-Mail ist die VWA Baden über gabriele.reuter@vwa-baden.de und edith.schucker@vwa-baden.de zu erreichen. Internet: www.vwa-baden.de.-red-

Beeindruckt war die Delegation neben den beiden Leitvorhaben Hafencity und Internationale Bauausstellung (IBA) von den 2005 in Hamburg eingeführten so genannten BIDs (Business Improvement Districts). Dabei schließen sich Grundstückseigentümer und Mieter zusammen, die die Abwärtsentwicklung ihres Umfelds stoppen wollen. Sie definieren Maßnahmen und setzen diese selbstständig um. Ein Gesetz regelt, dass die Stadt für ein BID-Projekt von allen Grundstückseigentümern des Quartiers eine kommunale Abgabe erhebt, die der privaten Trägergesellschaft zur Verfügung gestellt wird. CDU-Stadtrat Tilmann Pfannkuch denkt bei BIDs an Geschäftszentren wie die Kaiserstraße, wo „wir versuchen sollten, alle Eigentümer mitzunehmen“. Stadtrat Michael Zeh (SPD) würde sich die Kaiserpassage für solch ein Modell wünschen, weist aber auf fehlende gesetzliche Grundlagen für die Zusatzabgabe hin. FDP-Kollegin Rita Fromm sieht in diesem Punkt einen Stadtstaat im Vorteil. Die Ausstellung IBA 2013 widmet sich auf der Elbinsel sowie dem Harburger Binnenhafen den Peripherien der Innenstadt. In zentralen, bislang vernachlässigten Quartieren stehen mit wegweisender Architektur das Zusammenleben in einer vielschichtigen Stadtgesellschaft sowie Klimaschutz im Mittelpunkt. Viel Wert wird auf Beteiligung gelegt: „Scouts“ sind

von Haus zu Haus gegangen und haben Menschen motiviert, sich zu beteiligen. „Aus dem Beteiligungsprozess können wir noch viel lernen“, ist sich Pfannkuch sicher. Spannend fand Grüne-Stadträtin Anne Segor, mit welcher Konsequenz sich die IBA soziale und kulturelle Projekte auf die Fahne geschrieben hat. Bei der südlich der Speicherstadt entstehenden Hafencity hob Segor die Nutzungsverteilung für Wohnen, Arbeiten, Bildung, Kultur und Freizeit positiv hervor. Auf dem ehemaligen Hafen- und Industrieareal wird die City um 40 Prozent erweitert. Die Dynamik, mit der die Hafencity vorangetrieben wird, hat Zeh beeindruckt und „ein bisschen an die östliche Südstadt erinnert.“ Zudem habe er Anregungen zur nachhaltigen Verdichtung mitgenommen. Was bei Segor der „weite Horizont“ einer Metropole ist, ist bei Fromm „Großzügigkeit im Denken und Umsetzen“. Ihr Eindruck: Es wird lösungsorientiert gedacht. Und wo Hamburg als Metropolregion denkt, wünscht sie sich für Karlsruhe den Blickwinkel als Trinationale Metropolregion. In der Speicherstadt hat KALStadtrat Lüppo Cramer gefallen, wie aus altem Bestand neue Nutzungen generiert und Aspekte des Denkmalschutzes gut gelöst wurden. Bürgermeister Obert positiv aufgefallen ist der „enorme Respekt, den öffentliche und private Seite dem öffentlichen Raum entgegenbringen“.  -rie-

Rund 12 Millionen Euro investiert die TelemaxX Telekommunikation GmbH in den Bau ihres vierten Rechenzentrums in Karlsruhe-Hagsfeld. „62 Prozent der befragten IT-Verantwortlichen planen aktuell eine Erhöhung der Kapazitäten in ihren Rechenzentren, 30 Prozent wollen gleich neue Rechenzentren bauen“, verwies TelemaxX-Geschäftsführer Dieter Kettermann (im Bild rechts) beim Spatenstich am Montag auf eine Umfrage, die auch in der TechnologieRegion Karlsruhe (TRK) auf weiter steigende Nachfrage an Rechenzentrumskapazitäten schließen lasse.

TelemaxX baut neues Rechenzentrum Als Alternative zum aufwändigen und teuren Selbstbau bietet dafür TelemaxX seine Dienstleistungen Geschäftskunden an, zu denen L’Tur, 1&1, Südzucker und Game Forge gehören. „Wie können wir den wachsenden Bedarf in der Region bedienen, ohne dass jeder selbst Kabel verlegt?“, erinnerte Erste Bürgermeisterin Margret Mergen an die Überlegung, die 1999 zur Gründung des Unternehmens durch Städte und Stadtwerke in der TRK

führte. Heute beschäftigt TelemaxX 62 festangestellte Mitarbeiter und 22 Auszubildende. „Gerade mal zwei Jahre ist es her, dass wir das dritte Rechenzentrum in Betrieb genommen haben. „Das zeigt, dass das Unternehmen heiß begehrt ist“, sprach der Technische Geschäftsführer der Stadtwerke Karlsruhe, Dr. Karl Roth, als Vertreter der Gesellschafter von einem „neuen Kapitel der Erfolgsgeschichte“. Das neue Rechenzentrum bietet zunächst auf 3 000 Quadratmetern Platz für bis zu 69 000 Server. Bei Bedarf kann die Kapazität später noch verdoppelt werden. -fis-

Die Volksabstimmung rückt näher Stimmberechtigte erhalten Benachrichtigung / Briefwahlbüro nimmt Betrieb auf

MODELLQUARTIER AM WASSER: In der Hamburger Hafencity informierten sich Mitglieder­des Planungsausschusses über beispielhaftes Bauen.  Foto: Riedel

Die Bürgerinnen und Bürger BadenWürttembergs entscheiden am 27. November in der Volksabstimmung über das S 21-Kündigungsgesetz darüber, ob das Land aus seiner finanziellen Beteiligung an Stuttgart 21 aussteigen soll oder nicht. Auch für die Volksabstimmung erhalten alle Stimmberechtigten in Karlsruhe wie bei allgemeinen Wahlen eine Benachrichtigung vom städtischen Wahlamt. Stimmberechtigt sind alle Deutsche, die am Abstimmungstag das 18. Lebensjahr vollendet haben und seit mindestens drei Monaten in Baden-Württemberg ihre alleinige oder Hauptwohnung haben. Die Stimmbenachrichtigung enthält neben Angaben zu Stimmbezirk, Stimmberechtigtennummer und Abstimmungsraum auf der Rückseite einen Antrag für die Ausstellung eines Stimmscheins mit Brief­a bstimmungsunterlagen. Wie das Wahlamt weiter mitteilt, ist der Benachrichtigung gleichzeitig der Wortlaut der Gesetzesvorlage über das S 21-Kündi-

gungsgesetz beigefügt. Stimmberechtigte, die bis 6. November keine Benachrichtigung erhalten haben, aber glauben, stimmberechtigt zu sein, sollten sich ab Montag, 7. November, mit dem Wahlamt unter den Telefonnummern 133-12 50 bis -12 52 oder per Fax unter der Nummer 133-12 59 in Verbindung setzen. Diejenigen, die ihr Stimmrecht am Abstimmungstag im angegebenen Abstimmungsraum nicht ausüben können, haben die Möglichkeit, im Wege der Briefabstimmung oder mit einem ausgestellten Stimmschein in einem beliebigen Wahllokal in Baden-Württemberg am Abstimmungstag abzustimmen. Zur Beantragung von Briefabstimmungsunterlagen genügt es, den ausgefüllten und unterschriebenen Antrag auf der Rückseite der Benachrichtigung in einem frankierten Umschlag an das Wahlamt zurückzusenden. Die Briefabstimmungsunterlagen gehen den Antragstellenden dann per Post zu. Außerdem können Anträge auch

online gestellt werden: Im Internet gibt es unter der Adresse www.karlsruhe.de einen Link, der über eine verschlüsselte SSL-Verbindung einen Briefabstimmungsantrag ermöglicht. Dazu ist die Angabe des Stimmbezirks und der Stimmberechtigtennummer erforderlich. Stimmscheine und Briefabstimmungsunterlagen können nach den gesetzlichen Bestimmungen ab Montag, 7. November, ausgehändigt oder versandt werden. Dazu nimmt das Briefwahlbüro des Wahlamts im Ständehaus (Ständehausstraße 2, Untergeschoss) vom 7. November bis einschließlich Freitag, 25. November, seinen Betrieb auf. Dann können dort Stimmberechtigte jeweils montags bis freitags in der Zeit von 8 bis 17 Uhr (am 10. und 25. November bis 18 Uhr) ihre Briefabstimmungsunterlagen persönlich unter Vorlage ihres Personalausweises oder Reisepasses beantragen und – falls sie es wünschen – auch gleich vor Ort per Brief­ abstimmung ihre Stimme abgeben.  -red-

Film soll warnen vor Gefahr am Gleis

Stadtmuseum zeigt Carl Benz und mehr

Schüler können auf Probe studieren

Holzernte im Wald

Mit einem unkonventionellen Präventionsfilm will die Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) auf Gefahren im Gleisbereich aufmerksam machen. Im Fokus stehen dabei Jugendliche, die gefährliche Situationen „oft nicht bewusst wahrnehmen“, erklärte Dr. Walter Casazza, Geschäftsführer der AVG, bei einer Pressekonferenz. Der dreiminütige Film zeigt alltägliche Situationen wie Gleisüberquerungen trotz Rotlichts oder das Ignorieren einfahrender Züge aus der Gegenrichtung. Der Film soll das Problem anreißen und Interesse wecken. Umsichtiger sein beim Überqueren von Gleisen, lautet die Botschaft. Denn „jeder Unfall ist zuviel“, so Casazza. Die AVG lässt Schulen in der Region den Kurzfilm zukommen. Auf Youtube und unter www.kvv.de/sms ist der Film ebenfalls zu sehen.  -cas-

Eine Führung und einen Vortrag bietet das Stadtmuseum im Prinz-Max-Palais, Karlstraße 10, an. Am Sonntag, 30. Oktober, 15 Uhr, führt Museumsleiter Dr. Peter Pretsch durch die Ausstellung „Carl Benz und Carlsruhe“. Der Eintritt beträgt zwei, ermäßigt einen Euro. Über „Carl Benz, Erfinder des Automobils“ redet dort am Donnerstag, 3. November, 18 Uhr bei freiem Eintritt Winfried A. Seidel, der Leiter des Automuseums Dr. Carl Benz in Ladenburg. Seidel schildert das Leben des Auto-Pioniers und dessen Frau Bertha. Das Publikum erfährt von den Schwierigkeiten, die der Erfinder überwinden musste, um seinen Traum vom pferdelosen Wagen zu verwirklichen, bis hin zu den Anfängen der ersten Automobilfabrik der Welt. Am 1. November ist das Stadtmuseum von 10 bis 18 Uhr offen. -cal-

Die Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft lädt Schüler ab der zehnten Klasse in den Herbstferien zu Workshops, Laborübungen und Schülervorlesungen an allen Fakultäten ein. Die Hochschule möchte den Jugendlichen vom 2. bis 4. November einen Einblick in verschiedene technische und naturwissenschaftliche Themen ermöglichen. Ergänzt wird das Programm durch reguläre Vorlesungen aus dem ersten und zweiten Semester aller Studiengänge. Dazu liefert die Hochschule Informationen zu den Studienmöglichkeiten und Orientierungsveranstaltungen zur Studienwahl. Die Schüler können sich aus verschiedenen Programmpunkten ihren eigenen Stundenplan für das „Probestudium“ zusammenstellen. Anmeldung und Programm: www.hs-karlsruhe.de/probestudium.-nil-

Spaziergänger sollten Absperrungen beachten Die Bäume bereiten sich im Herbst mit dem Abwerfen der Blätter auf die Winterruhe vor. Nährstoffe werden in die Wurzeln verlagert, im Baum herrscht „Saftruhe“. In diese Periode fällt die Holzernte. Bäume, die gefällt werden sollen, sind farblich markiert. Entscheidende Kriterien sind dabei Vitalität, Holzqualität und Verteilung auf der Waldfläche. Reife und alte Bäume müssen weichen, um den jüngeren Platz zu machen. Seltene Baumarten oder Bäume mit Großhöhlen für Spechte oder Hohltauben werden verschont. Damit durch die Waldarbeiten niemand gefährdet wird, müssen ortsweise Waldwege gesperrt werden. Auch wenn die eingesetzten Maschinen gerade still stehen, dürfen die Wege nicht betreten wer-

Tandem mit Sternenkind mehr Tandempartnerschaften ins Leben zu rufen, ist der StJA allerdings auf Spenden von Bürgern sowie Unternehmen angewiesen. Einen Spendenscheck über 3 000 Euro überreichte am Montag Gerlinde Wiest-Gümbel von der Softwarefirma ISB AG aus Durlach dem StJA. Eine Warteliste mit potenziellen „Sternenkindern“ existiert bereits. Initiator Erán Bar-Am brachte das Erfolgsmodell aus seiner Heimat Israel mit, wo er selbst ein Tandemkind drei Jahre betreut hat. „Eine tolle Erfahrung. Ich hoffe, dass das Projekt in Karlsruhe weiter wächst“, spricht er die Hoffnung auf interessierte Spender aus. Die seit 2009 gegründeten zehn Tandems seien derzeit die finanzielle Höchstgrenze. Klaus Pistorius, Geschäftsführer des StJA, appellierte an die Gesellschaft: „Wir müssen auf diejenigen achten, bei denen das Risiko besteht, auf der Strecke zu bleiben“. Oft entstünden bei den Tandems Freundschaften, die, so Pistorius, weit über die Dauer des sozialen Projekts hinausreichten. -cas-

Holzernte: Dazu werden ortsweise Waldwege gesperrt. Fotos (2): Fränkle

Terminkalender · Terminkalender

Tutorenprogramm „Morgenstern“ hilft Familien Unterstützung in der Schule oder einen Partner für Freizeitaktivitäten erhalten Kinder und Jugendliche, die am „Projekt Morgenstern“ des Stadtjugendausschusses (StJA) teilnehmen. Seit drei Jahren gibt es das Tutorenprogramm, bei dem Schüler oder Studenten ihre „Sternenkinder“ zwei Mal wöchentlich im Elternhaus des Kindes treffen. Hier besprechen sie Probleme, helfen bei den Schulaufgaben oder verbringen gemeinsam ihre Freizeit. Schuldezernent Martin Lenz zeigte sich bei der kürzlich vorgestellten Zwischenbilanz beeindruckt. Als „Themen jenseits von gesetzlichen Anspruchsgrundlagen“ lobte er das freiwillige Engagement der Tutoren, die mit einem kleinen Betrag für ihre Auslagen – beispielsweise für einen gemeinsamen Zoobesuch – entschädigt werden. Seminare und Workshops bereiten die Freiwilligen außerdem auf das Projekt vor, sodass nicht nur Studierende der Pädagogischen Hochschule ein Kind oder einen Jugendlichen als „große Geschwister“ begleiten können. Um noch

den. Wer die Absperrhinweise missachtet oder beseitigt, bringt sich und andere in Lebensgefahr. An diejenigen, die in der kalten Jahreszeit im Wald spazieren gehen, appelliert die Forstabteilung des Liegenschaftsamtes, den Wildtieren zuliebe auf den Wegen zu bleiben. So werden Tiere im Winterschlaf nicht gestört. Im Stadtkreis Karlsruhe werden jedes Jahr fast 30 000 Kubikmeter Holz gefällt. Nach dem Grundsatz der Nachhaltigkeit stehen Holzzuwachs und gefällte Holzmengen im Gleichgewicht. Da die Nachfrage von Holz teilweise höher ist als die verfügbare Menge, sind die Preise gestiegen. Ein Kubikmeter Brennholz kostet mit rund 53 Euro dieses Jahr drei Euro mehr als im vergangenen Winter.  -cas-

BEIM PROJEKT „MORGENSTERN“ unterstützen Studenten und Jugendliche als Tutoren Schüler bei Hausaufgaben oder verbringen gemeinsam ihre Freizeit.  Foto: StJA

Eine Badeparty veranstalten die städtischen Bäderbetriebe und der DLRGStützpunkt Grötzingen am morgigen Samstag, 29. Oktober, im Grötzinger Hallenbad. Von 14 bis 16 Uhr erwarten die Gäste Spiel und Spaß mit Riesenkrake, Wassertrampolin und Wasserrutsche sowie spannende Wettbewerbe. Auf Kinder warten kleine Preise und Gewinne. Durch die Dauerausstellung zur Geschichte Durlachs begleitet Helene Seifert Interessierte bei einer Führung am Sonntag, 30. Oktober, 11 Uhr, im Pfinzgaumuseum in der Karlsburg bei freiem Eintritt. Der Dampfzug der Ulmer Eisenbahnfreunde fährt zum Saisonausklang am Sonntag, 30. Oktober, nochmals durchs Albtal. Los geht es vom Karlsruher Hauptbahnhof um 10.17 Uhr. Zur��ck startet die Lok in Bad Herrenalb um 16.15 Uhr. Der Rätsel-Wald lautet der Titel des Ferienprogramms des Naturschutzzentrums Rappenwört. Kinder von sechs bis zehn Jahren erfahren an den drei Tagen vom 2. bis 4. November jeweils von 10 bis 13 Uhr, welche Geheimnisse der Wald birgt oder was man Leckeres aus Wald-

früchten zubereiten kann. Anmeldung und weitere Infos unter Telefon 95 04 70. Die Stadtbibliothek im Neuen Ständehaus veranstaltet am Donnerstag, 3. November, ihre nächste Führung. Treffpunkt ist um 10.30 Uhr im Foyer, Ständehausstraße 2. Wer an der Führung teilnimmt, erhält wichtige Hinweise zur Nutzung der Stadtbibliothek und kann sich mit der internationalen Abteilung oder der Computerbibliothek vertraut machen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Gesundheitsberufe stellen Lehrende und Lernende am Städtischen Klinikum am Samstag, 5. November, von 9 bis 13 Uhr vor. Wer sich für solch eine Ausbildung oder ein Studium interessiert, kann sich im Veranstaltungszentrum von Haus R in der Moltkestraße 90 an Informationsständen, bei Gesprächen mit Azubis und Dozenten, oder einer interaktiven Ausstellung über die Berufsbilder informieren. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Eine Führung durch Annweiler bietet die UP Pamina VHS am Samstag, 5. November, von 10 bis 15 Uhr. Weitere Informationen: www.up-pamina-vhs.org.


StadtZeitung

65. Jahrgang · Nr. 43 · 28. Oktober 2011 

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Jugendschutz-Teams zogen Jahresbilanz:

Präventiv gegen Koma-Saufen Erfolgsmodell gemeinsamen Handelns / Direkte Ansprache bei Festen Jugendschutz wird in der Fächerstadt groß geschrieben. Seit Ende 2005 sind in Karlsruhe so genannte Jugendschutz-Teams bei größeren Festivitäten unterwegs, um präventiv gegen Alkoholmissbrauch unter Jugendlichen vorzugehen. Die Teams bestehen jeweils aus Vertretern sozialer Organisationen, PolizeiEines machte der Leitende Polizeidirektor Roland Lay gleich zu Beginn deutlich: „Der Jugendschutz, wie er in Karlsruhe praktiziert wird, ist ein Erfolgsmodell. Hier arbeiten alle Teams aus verschiedenen Bereichen mit großem

beamten sowie Kräften vom Rettungsdienst. Bei Veranstaltungen wie etwa „Das Fest“ sprechen sie Jugendliche, die deutlich alkoholisiert sind, direkt an. Letzte Woche trafen sich die Verantwortlichen des Projekts in der Europahalle zum Erfahrungsaustausch und zur Bekanntgabe der Jahresstatistik für 2011.

Engagement zusammen. Unser Modell hat sich sowohl im Stadt- als auch im Landkreis als feste Größe etabliert.“ Auch Angela Steffens, Leiterin der Jugend- und Drogenberatungsstelle, zeigte sich vom „Karlsruher Modell“ angetan: „Hier kocht

ERFOLGREICHES MODELL: Jugendschutz-Teams sind in Karlsruhe bei größeren Veranstaltungen unterwegs und sprechen Jugendliche direkt an.  Archivfoto: Knopf

nicht jeder sein eigenes Süppchen, sondern es wird gemeinsam Prävention betrieben. Ich bin wirklich beeindruckt von der Kompetenz und der Offenheit aller Beteiligten. Ich kann nur sagen: Hut ab!“ Harry Schmitt vom Polizeirevier West ließ Zahlen sprechen. So waren in diesem Jahr 239 Mitarbeiter an acht Einsatztagen sowie bei fünf Veranstaltungen aktiv. Rund 3 400 Jugendliche wurden angesprochen. 109 Mal wurden Jugendliche, die zu stark dem Alkohol zugesprochen hatten, dem Zentral-Team überstellt. 41 von ihnen wurden schließlich den Eltern übergeben. Insgesamt 451 Flaschen Alkoholika wurden entsorgt. Der höchste festgestellte Promillewert lag bei 2,5 Promille – als negativer Ausreißer festgestellt bei einem 17-jährigen Mädchen beim Grötzinger Nachtumzug. Beim Straßenfest Neureut, der Schaumparty Rappenwört, dem Altstadtfest in Durlach und dem Open-air-Spektakel „Das Fest“ waren die Jugendschützer im Einsatz. Größere Alkohol- oder Drogen-Exzesse, die mit einem Krankenhausaufenthalt endeten, konnten die Teams nicht feststellen. Von einer „erfolgreichen Verbindung von Jugendschutz und Polizeiarbeit“, sprach Polizeioberrat Martin Plate vom Polizeirevier West. Die Prävention im Jugendschutz sorge für „Nicht-Ereignisse“ konstatierte Rainer Blobel, Leiter der Beratungsdienste SJB Karlsruhe, zufrieden. Auch 2012 sind die Jugendschutz-Teams wieder bei Veranstaltungen, bei denen Jugendlichen bevorzugt feiern. Und auch ein Seminar in Baerenthal steht für die Jugendschützer erneut auf dem Plan.-voko-

Am Tag des Laubhüttenfests erlosch das jüdische Leben im Südwesten. Am 22. Oktober 1940 verschleppten die Nationalsozialisten über 6 000 Jüdinnen und Juden aus Baden und der Pfalz nach Gurs. Viele starben im Deportiertenlager am Fuße der Pyrenäen. Für die meisten waren Baracken, Hunger und Seuchen in Südfrankreich die „Vorhölle vor Auschwitz“. Sie wurden weiter transportiert in die Vernichtungslager des Ostens und dort umgebracht. Nur wenige überlebten den Völkermord. Unter den 905 Karlsruher Jüdinnen und Juden, die am 22. Oktober 1940 in Waggons gepfercht vom Hauptbahnhof aus nach Gurs fuhren, waren auch Bürgerinnen und Bürger von Durlach, das Reichsstatthalter Robert Wagner gut zwei Jahre zuvor in die Gauhauptstadt Karlsruhe eingemeindet hatte.

Durlacher Juden:

Gedenken in Stein gemeißelt An die verschleppten Durlacher Juden erinnert jetzt ein Gedenkstein an der Wilmar-Schwabe-Straße. Die Jahreszahl 1940, „Durlach“ und „Gurs“ sind auf dem Relief des behauenen Buntsandsteins mit vollständigem und zerbrochenem Davidsstern zu lesen. Entworfen und gestaltet haben die in Stein gemeißelte Erinnerung in der Grünanlage zwischen Durlacher Allee und Bahnhof Zehntklässler des Markgrafen-Gymnasiums in einer Projektarbeit. Unterstützt hat sie beim Mahnmal wie beim identischen Gegenstück,

das jetzt in der zentralen Gedenkstätte in Neckarzimmern steht, der Steinmetz Alexander Ringwald. Am Vorabend des 71. Jahrestags der Deportation enthüllten die Schülerinnen und Schüler und ihre Lehrerin Gabriele Hohwieler-Brünner zusammen mit Ortsvorsteherin Alexandra Ries den Durlacher Gedenkstein (unser Bild). Das Markgrafen-Gymnasium habe wieder einmal bewiesen, „dass Schule nicht nur aus Lernen besteht“, dankte Alexandra Ries Schülern und Lehrkräften bei der von der Theater-AG mit Texten von Tätern und Opfern umrahmten Feier „für die gelebte Erinnerungskultur“. Und Pfarrerin Ulrike Bundschuh von der Evangelischen Stadtkirche zeigte sich angesichts des Engagements beeindruckt davon, „wie sich Schüler dem Grauen stellen und Verantwortung übernehmen.“  -trö-

Zukunft für alle? in ZAK-Vortragsreihe

Zimmer für acht Wochen

An Allerheiligen: Bad-Öffnungszeiten

Kleiner König Hubert

Um Veränderungsdynamiken in der globalen Gegenwart geht es beim nächsten Colloquium Fundamentale des Zentrums für Angewandte Kulturwissenschaft und Studium Generale (ZAK) des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT). Die mit dem Titel „Zukunft für alle?“ überschriebene Reihe mit öffentlichen Veranstaltungen findet donnerstags um 18 Uhr im NTI-Hörsaal, KIT Campus Süd, Engesserstraße 5, Gebäude 30.10, statt. Mit „Wohlstand für alle? Ungleichheiten im Globalisierungsprozess“ beschäftigt sich der Eröffnungsvortrag am 3. November. Am 17. November findet in Kooperation mit der Europa-Union Karlsruhe eine Podiumsdiskussion zu „Europa zwischen Nationalinteressen und globaler Verantwortung“ statt, am 1. Dezember geht es in einem Vortrag um „Kultur für alle? Kunst in der globalen Gegenwart“, und am 15. Dezember beschäftigt sich Prof. Wassilios Fthenakis von der Freien Universität Bozen mit der Frage „Wissen für alle? Bildungssysteme im Wandel“. Der erste Vortrag im neuen Jahr widmet sich dann am 12. Januar dem Thema „Partizipation für alle? Globalisierungen und soziale Bewegungen“. Und am 26. Januar geht Prof. Wolfgang Hein vom German Institute of Global and Area Studies der Frage nach „Gesundheit für alle oder: ‚Global Health’ – eine Utopie?“. Eine Podiumsdiskussion am 2. Februar im Zentrum für Kunst und Medientechnologie schließt das Colloquium Fundamentale des Wintersemesters 2011/2012 ab. Es geht um „Wasser für alle? Zwischen Wirtschaftsgut und Menschenrecht“. Auf dem Podium sitzen Wissenschaftler und Wissenschafterlinnen der Universitäten Greifs­wald, Braunschweig und Mannheim sowie die Geschäftsführerin von „terre des hommes“ Deutschland. Weitere Infos unter www.zak.kit.edu. -red-

Junge Frauen finden bei der „Juno“ Unterschlupf

Wegen des Feiertags Allerheiligen sind das Adolf-Ehrmann-Bad und das Hallenbad Grötzingen am Dienstag, 1. November, geschlossen. Das Europabad und die Therme im Vierordtbad haben von 10 bis 23 Uhr geöffnet, das Weiherhofbad in Durlach hat von 9 bis 17 Uhr geöffnet. Im Sonnenbad können sich Schwimmbegeisterte an Allerheiligen von 10 bis 17 Uhr ins nasse Vergnügen stürzen und im Fächerbad sind Kraulen und Plantschen an diesem Tag von 9 bis 19 Uhr möglich. Weitere Informationen zu Veranstaltungen in den Bädern gibt es im Internet unter der Adresse www.ka-baeder.de.

Die Bibliotheken bieten vielseitiges Programm

Einen solchen Andrang wird es in der Notübernachtungsstelle für junge Frauen „Juno“ so schnell wohl nicht mehr geben. Rund 40 Gäste standen dicht an dicht in der kleinen Wohnung in der Kaiserstraße, um mit der Heimstiftung nach der Eröffnung des Pendants für junge Männer („Noku“) im letzten Jahr einen weiteren „Baustein im Netzwerk Karlsruher Wohnungslosenhilfe“ (Bürgermeister Martin Lenz) zu feiern. Mädchen zwischen 18 und 25 Jahren, die zuhause nicht mehr bleiben können oder in anderen Schwierigkeiten stecken, bekommen im „Juno“ acht Wochen lang Unterschlupf. Drei Zimmer oder vier Plätze stehen dort für Notfälle bereit, außerdem gibt es ein Bad und eine Gemeinschaftsküche. Betreut werden die jungen Frauen vor Ort von der Sozialarbeiterin Rebekka Dorka, die ihnen zur Seite steht und ihnen bei der Suche nach einer bezahlbaren Bleibe, nach Jobs oder Ausbildungsplätzen hilft oder sie in andere Einrichtungen vermittelt. Manchmal ist der Bruch mit dem Elternhaus auch zu kitten und es gibt für die Mädchen einen Weg zurück. Überhaupt erst ermöglicht hat das neue Angebot der Heimstiftung ein Sponsor, der drei Jahre lang die Personalkosten übernimmt. Helmut Kniel macht darum nicht viel Aufhebens: „Ich wollte immer etwas unterstützen, was nicht im grellen Licht steht“ lenkte er den Blick stattdessen auf jene, die „jeden Tag Sozialarbeit tun“. In den letzten Jahren ist die Zahl junger weiblicher Erwachsene in der Wohnungslosenszene stark angestiegen. Nicht wenige dieser Frauen stehen den üblichen Hilfen skeptisch bis ablehnend gegenüber. Deshalb war es nach „Iglu“, der Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche ohne Zuhause, und nach „Noku“ nun Zeit

für „Juno“. Frauenspezifische Obdachlosigkeit sei anders als die der Männer, sie unterscheide sich in ihren Formen und ihren Erscheinungsbildern, berichtete Oliver Freesemann, Leiter der Kinder- und Jugendabteilung der Heimstiftung. Bevor eine Frau Platte mache, „schließt sich eher in der Bahnhofstoilette ein oder macht die Nacht zum Tag“. Oft versteckten sie ihre Not, kämen bei Bekannten und Freunden unter, gingen Abhängigkeiten ein oder lebten in prekären Verhältnissen (Stichwort sexuelle Verfügbarkeit). -maf-

In zwei Jahren neue Stadtbahnen Für 25 neue Niederflurstadtbahnwagen im Wert von 75 Millionen Euro haben Erste Bürgermeisterin Margret Mergen, VBK-Chef Dr. Walter Casazza sowie die Geschäftsführer der Vossloh Kiepe GmbH, Oliver Völlinger und Ulrich Lauel, am Dienstag den Vertrag unterschrieben. Die Düsseldorfer Firma liefert bereits seit 1958 Straßenbahnelektrik nach Karlsruhe. Die luftgefederten und klimatisierten, jeweils drei Millionen Euro teuren Wagen sind 37 Meter lang, bieten Plätze für 224 Personen und speisen die beim Bremsen gewonnene Energie wieder ins Netz zurück. Sie bestehen aus ökologisch optimierten Baukomponenten und haben für Kinderwägen oder Rollstühle Abstellmöglichkeiten. Geliefert werden sie in zwei Jahren und sollen 30 Jahre halten. Zwei Bahnen davon fahren auf der neuen Südostlinie.  -cal-

Baden-Württemberg feiert 2012 sein 60-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass lädt Ministerpräsident Winfried Kretschmann zum Neujahrsempfang am 14. Januar 20 Jubilare ein, die wie das Land im April ihren 60. Geburtstag feiern. Welche das sein werden, entscheidet ein Wettbewerb. Um eine der 20 Einladungen zu bekommen, sollen die Geburtstagskinder ihre persönliche Baden-WürttembergGeschichte erzählen: Wie hat sich das Land verändert, welches Erlebnis verbinden sie mit Baden-Württemberg oder welche besondere Ereignisse haben sie hier in den vergangenen 60 Jahren bewegt? Die Zusendungen in Schriftform, als Foto, aber auch als Video- oder AudioFormat sind unter dem Stichwort „BadenWürttemberg Geschichte(n)” an die Pressestelle der Landesregierung im Staatsministerium zu richten: auf dem Postweg an Richard-Wagner-Straße 15, 70184 Stuttgart, per Fax an 07 11/215 34 80 oder E-Mail an pressestelle@stm.bwl.de. Einsendeschluss ist Montag, 21. November.

lich. Zum Thema „Ferienjobs und Praktika im englischsprachigen Ausland” hält Saskia Löwenkamp von TravelWorks am Donnerstag, 17. November, einen Vortrag. Wie wäre es mit einem Praktikum in einem amerikanischen Unternehmen? Oder doch lieber mit einem Work-and-Travel Programm durch Australien reisen und jobben? Über weitere Gesichtspunkte und Arbeitsmöglichkeiten informiert Saskia Löwenkamp ab 19.30 Uhr in der Amerikanischen Bibliothek. Weitere Infos unter www.stadtbibliothek-karlsruhe.de.  -cas-

IM NOVEMBER ist in den Bibliotheken so Einiges geboten. Fotos (2): Fränkle

Stadt setzt auf Zukunftsbranchen

Demografie Thema bei Azubi-Workshop Im Rahmen eines Workshops drehte sich bei Auszubildenden der Stadt alles um Auswirkungen und Folgen des demografischen Wandels. Gefördert von der Robert Bosch Stiftung, hat die FamilienForschung im Statistischen Landesamt Baden-Württemberg das eintägige Seminar konzipiert und durchgeführt. Wie wirken sich niedrige Geburtenrate und steigende Lebenserwartung auf unsere Gesellschaft aus? Welche wirtschaftlichen Folgen hat die Entwicklung? Durch Präsentationen, Diskussionen, Quiz und Planspiel haben die etwa 30 städtischen Auszubildenden erfahren, wie dieses Thema auch ihre eigene Zukunft verändert. Alltägliche Beispiele veranschaulichten die Folgen des Trends und die Auszubildenden konstruierten selbst mögliche Lösungsansätze zum Problem. Die Personalverwaltung der Stadt Karlsruhe hat sich um diesen Workshop beworben und arbeitet bereits selbst an einem Demografiekonzept für ihre Beschäftigten. -cas-

Ministerpräsident lädt Jubilare ein

Unter dem Motto „Book and Bake Sale” findet am Samstag, 12. November, von 10 bis 14 Uhr in der Amerikanischen Bibliothek ein englischsprachiger Bücherflohmarkt statt. Dazu bieten die Freunde der Amerikanischen Bibliothek Karlsruhe Kuchen und Kekse an. Die Autorin Juma Kliebenstein liest am Dienstag, 15. November, von 8.15 Uhr bis 9.30 Uhr aus ihrem Buch „Anton und Antonia machen immer Chaos” in der Stadtteilbibliothek Mühlburg. Juma Kliebenstein erzählt von allerbesten Freunden, tausend Streichen und Gute-Laune-Abenteuern. Interessierte Lehrerinnen und Lehrer der zweiten oder dritten Klasse können sich in der Bibliothek melden, die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Telefonische Anmeldung unter der Rufnummer 133-42 70. In der Stadtteilbibliothek Grötzingen dreht sich am Donnerstag, 17. November, von 15 bis 16.30 Uhr alles um Lesen und Basteln. Die Geschichte „Advent, Advent, ein Lichtlein brennt” handelt von Schokoladenklau aus dem Adventskalender, ersten Versuchen auf Schlittschuhen und der Geschenke-Verteilung vom Nikolaus, die mangels Schnee mit Knecht Ruprecht per Tandem erfolgen muss. Danach basteln die Kinder eine Adventsdekoration. Eine Anmeldung ist unter der Karlsruher Rufnummer 46 30 19 möglich. Die Geschichte „Der kleine König Hubert kennt die Uhr” wird am Donnerstag, 17. November, um 15 Uhr in der Stadtteilbibliothek Waldstadt vorgelesen. Wie der kleine König um 11 Uhr ein Kätzchen vor dem Ertrinken rettet und was er noch alles an einem Tag erlebt, erzählt Erhard Dietl in seinem Buch. Kinder ab vier Jahren können an diesem Nachmittag die Geschichte hören und basteln. Telefonische Anmeldung unter 676 73 erforder-

Positionierung des Standorts Thema im Wirtschaftsförderungsausschuss

GUT INFORMIERT: Städtische Auszubildende nahmen an einem Workshop über Demografie teil, den das Statistische Landesamt vor kurzem abhielt.  Foto: Kimling

Mit einem Wertschöpfungsanteil von 76,4 Prozent ist der Dienstleistungssektor in Karlsruhe besonders stark ausgeprägt. Dies kam der Fächerstadt gerade in der Finanzkrise zugute, weil davon das produzierende Gewerbe stärker betroffen war. So lag das Produktivitätswachstum in den letzten fünf Jahren in Karlsruhe bei 1,8 Prozent, während Mannheim nur eine Steigerung um 0,7 Prozent und Stuttgart eine von 0,6 Prozent verzeichnete. Zu diesem Ergebnis kommt das Amt für Stadtentwicklung in einer Analyse zu den wichtigsten Zukunftsbranchen, mit der sich der Wirtschaftsförderungsausschuss unter Leitung von Erster Bürgermeisterin Margret Mergen beschäftigte. Die relativ geringe Arbeitslosenquote in Karlsruhe von 6,3 Prozent im Jahre 2010 wird dabei als weiteres Indiz für die derzeit geringen Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise gesehen. Die Wirtschaftsleistung Karlsruhes ist dennoch niedriger als in Mannheim und Stuttgart. „Dienstleister allein bringen uns nicht voran“, wies

EB Margret Mergen auf die Notwendigkeit hin, sich dennoch auch weiter um das produzierende Gewerbe zu kümmern, und Abwanderungen ins Umland zu verhindern. Nach der Analyse der Zukunftsbranchen ist Karlsruhe besonders gut aufgestellt in der Informations- und Kommunikationstechnologie sowie im Bereich Software und Games innerhalb der Kultur- und Kreativwirtschaft. Im Vergleich zu Mannheim und Stuttgart ist hier mit 14 600 Erwerbstätigen ein überdurchschnittlich hoher Anteil der Erwerbstätigen (8,2 Prozent) in der Kultur- und Kreativwirtschaft beschäftigt. Insgesamt standen am 30. Juni 2010 in Karlsruhe 157 827 Personen in ein einem sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis, davon waren 78,5 Prozent vollzeitbeschäftigt. Vor fünf Jahren waren es noch 81,8 Prozent. In den letzten Jahren stieg weiterhin die Zahl der Minijobs. Seit 2005 ist die Zahl um 14 Prozent auf nunmehr 37 200 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer angestiegen. Auffällig

ist die Zunahme der Minijobs als Nebenjob (35,6 Prozent), während die Zahl der ausschließlich in einem geringfügigen Beschäftigungsverhältnis stehenden relativ konstant blieb (plus 4,1 Prozent). Der Großteil der Beschäftigten (92 Prozent) ist im Dienstleistungssektor tätig. „Die Analyse ist für die Standortbestimmung überaus hilfreich“, lobte Mergen die vorgelegten Auswertungen. Im nächsten Schritt gelte es nun, Ziele, Strategien und letztlich konkrete Maßnahmen zur Förderung der Zukunftsfähigkeit lokaler Wirtschaftsstrukturen am Standort Karlsruhe abzuleiten. „Karlsruhe bietet gute Entwicklungsmöglichkeiten, sofern wir den Chancen auch Raum geben“ äußerte sie sich im Hinblick auf die Notwendigkeit, auch künftig Flächen für Wohn- und Gewerbeentwicklung bereit zu stellen. Seine Zustimmung gab der Wirtschaftsförderungsausschuss zum Verkauf eines 4 900 Quadratmeter großen Grundstückes im Husarenlager an ein bereits im Gebiet ansässiges Autohaus. -red-


IV

65. Jahrgang · Nr. 43 · 28. Oktober 2011

AMTLICHE BEKANNTMACHUNGEN Stadt Karlsruhe Öffentliche Ausschreibungen Gegenstand, Umfang der Arbeiten, Ort der Abholung bzw. Anforderung Ausschreibungsservice im Internet unter www.karlsruhe.de/ausschreibungen

Amt für Hochbau und Gebäudewirtschaft Zähringerstraße 61, 76133 Karlsruhe Telefon 0721/133-2656 Öffentliche Ausschreibung nach VOB/A ID: 11 43 88 01 Grundschule Südstadt-Ost, Neubau, HedwigKettler-Straße 11, Karlsruhe

NOCH WÜNSCHE OFFEN? Erste Bürgermeisterin Margret Mergen folgte der Einladung vom Vorsitzenden Gustav Betz (r.) in den Stadtseniorenrat. Foto: Fränkle

Wünsche zum 300. Stadtgeburtstag:

Der Dreck muss weg EB Margret Mergen beim Stadtseniorenrat Wenn Karlsruhe 2015 seinen 300. Geburtstag feiert, dann haben viele der heutigen Senioren Anteil am Gesicht der Stadt. Sie haben mitgeholfen, die zerbombte Fächerstadt nach dem Krieg wieder aufzubauen. Da sei es interessant zu erfahren, welche Wünsche und Vorschläge für die große Geburtstagsfeier aus der Ü60-Generation kommen, meinte der Vorsitzende des Stadtseniorenrates, Gustav Betz, und lud Erste Bürgermeisterin Margret Mergen zur Mitgliederversammlung am Dienstag ein. Die Vertreterin aus dem Rathaus zog eine Bilanz der bisherigen Partyplanungen, beschrieb Themen wie Technologie und Wissenschaft, Lebensqualität in der Stadt, Kunst und Kultur sowie Demokratie und Recht als Säulen der Veranstaltung. Projekte aus dem Masterplan sollen zudem den Gabentisch für die Bevölkerung bereichern. Mit diesem Präsentkorb wolle das Rathaus nicht nur Gästen aus Stadt und Land Party-Geschmack machen, sondern „Europa und die Welt“ zum Mitfeiern rund ums Schloss ermuntern. Wenn da nicht bloß dieser Dreck in der Stadt wäre, lenkte ein Ratsmitglied den Blick auf überquellende Mülltonnen. Sauber sei Karlsruhe nicht. Schuld an Unrat auf Straßen und Plätzen seien auch nicht den Müll zerfleddernde Raben, sondern

KURZ NOTIERT Einen Crashkurs in französischer Grammatik bietet die UP Pamina-Volkshochschule Weißenburg am Samstag, 29. Oktober, von 9 bis 16 Uhr. Weitere Informationen zum Programm der VHS gibt es unter: www.up-pamina-vhs.org. Mit der Stadtbahn nach Alpirsbach geht am Samstag, 29. Oktober, eine Ausflugsfahrt des KVV und der Stadt-Information Alpirsbach. Treffpunkt ist um 8.10 Uhr am Karlsruher Hauptbahnhof. Interessierte sollten sich in einem der KVVZentren anmelden. Dort gibt es auch Teilnehmerscheine zum Preis von 10,50 Euro. Infos unter Telefonnummer 61 07-58 85. Neue Schulungen zum Meister im Metallbauer-, Zimmer- und Maurerhandwerk sowie zum staatlich geprüften Bautechniker laufen ab Februar an der HeinrichHübsch-Schule. Interessierte erhalten unter Telefonnummer 133-48 01 oder unter www.huebsch.karlsruhe.de weitere Infos.

zu kleine und zu wenig Müllbehälter. „Schauderhaft“ und für Fahrgäste oft irreführend seien auch falsche Ansagen in den Straßenbahnen und Fehlinformationen auf Anzeigetafeln: für gehbehinderte Senioren ein ganz besonderes Ärgernis. Hier gebe es noch viel Handlungsbedarf, um Karlsruhe als einladendes und wohl geordnetes Haus herzurichten. Dazu gehöre auch, vernachlässigten kleinen Plätzen und Parks ihren einstigen Charme zurück zu geben. Ob denn der vermooste Nymphengarten beim Naturkundemuseum mit dem vermoderten, aber schönen Sandstein tatsächlich ein Schattendasein führen müsse, wollte eine Seniorin wissen. Wohl nicht, machte Mergen Hoffnung auf bessere Zeiten für den Minipark. Mit dem Umbau der Kriegsstraße könnte dieses Areal eine neue Blüte erleben. Ein ganz besonderes Anliegen war dem Gremium, bei den Feierlichkeiten 2015 nicht allein den Jetztzustand der Stadt zu bejubeln, sondern ebenso an die jüngste Geschichte seit dem Zweiten, eventuell sogar seit dem Ersten Weltkrieg zu erinnern. Wie erlebte Karlsruhe den Zweiten Weltkrieg und das für die Stadt zerstörerische Ende? Wo waren die vielen Flüchtlingslager und wohin wurden die Trümmerberge geschafft? Dies seien Themen, die bei einer historischen Feier ein Podium verdienen, stellten Seniorenräte fest. Für die ältere Generation solle das Seniorenorchester im Sommer 2015 möglichst viele Konzerte auf der Seebühne geben, wünschte sich der Vorsitzende Betz und regte außerdem für seine Altersgruppe Straßenbahnfahrten an – um lange nicht Gesehenes neu zu entdecken. Die Stadt werde ein Festival auf die Beine stellen, das die Stärken Karlsruhes betone, Identifikation schaffe und Spaß mache, versicherte Mergen. Aus dem Seniorenrat nehme sie zehn Ideen mit, die im Rathaus geprüft würden, versprach sie. -Lä-

Nieder- und Mittelspannungsanlagen bis 36 kV Batterieanlage für Sicherheitsbeleuchtung 1 Stück Niederspannungshauptverteilung 1 Stück Niederspannungsunterverteiler 2 Stück Kabel/Leitungen ca. 15 000 m Verlegesysteme ca. 300 m Installationsgeräte ca. 240 Stück Leuchten ca. 330 Stück Brandschottungen ca. 80 Stück Fernmeldeverteilung 1 Stück Datenverteiler 2 Stück Brandmeldeanlage 1 Stück ELA-Anlage 1 Stück Uhrenzentrale DCF 77 1 Stück Rauch-Wärme-Abzugsanlage 1 Stück Lautsprecher ca. 75 Stück Rauchmelder/Handmelder ca. 95 Stück Nebenuhren ca. 18 Stück Rauchautomationssysteme Ausführungszeit: 35. KW 2012 bis 32. KW 2013 Eröffnungstermin: Mittwoch, 7. Dezember 2011, 9.30 Uhr Zuschlagsfrist: Freitag, 24. Februar 2012 Unkostenbeitrag: 30 Euro – nur per Verrechnungsscheck – Die Bewerbungsfrist endet am 5. November 2011. Die gewünschten Verdingungsunterlagen sind bis zum Ablauf der Bewerbungsfrist bei der Stadt Karlsruhe, Amt für Hochbau und Gebäudewirtschaft, – Vergabestelle –, Zähringerstraße 61, 76133 Karlsruhe, anzufordern. Der Anforderung ist der angegebene Unkostenbeitrag für die Verdingungsunterlagen nur per Verrechnungsscheck beizufügen. Der Unkostenbeitrag wird nicht zurückerstattet. Die Verdingungsunterlagen werden

Zwangsversteigerungen Im Amtsgericht Karlsruhe, Schlossplatz 23, Raum 406, wird am Mittwoch, 30. November 2011, 9 Uhr, unter dem Aktenzeichen 3 K 123/10 folgender Grundbesitz versteigert: Eingetragen im Grundbuch von Karlsruhe, Gemarkung Hagsfeld: a) Blatt 60419: 1278/100 000 Miteigentumsanteil an dem Grundstück, Gebäude- und Freiflächen. Flurstück Nr. 73715/1 Leipziger Allee 24, 24 a mit 624 m²; Flurstück Nr. 73715/3 Leipziger Allee 28 mit 1 099 m²; Flurstück Nr. 73713 Leipziger Allee mit 924 m² verbunden mit dem Sondereigentum an der Wohnung mit Keller Nr. 11. BV 2 zu 1: 3/352 Miteigentumsanteil an Flurstück Nr. 73715 Gebäude- und Freifläche, Leipziger Allee mit 13 m². b) Blatt 60466: 10/100 000 Miteigentumsanteil an den gleichen Grundstücken wie unter a) verbunden mit dem Sondereigentum am Stellplatz Nr. 1. BV 2 zu 1: 3/352 Miteigentumsanteil an Flurstück Nr. 73715 Gebäude- und Freifläche, Leipziger Allee mit 13 m². (Zweizimmerwohnung im 1. OG, Wohnfläche ca. 47,6 m², Keller, TG-Stellplatz, Haus Nr. 28 – ohne Gewähr –). Verkehrswert: a) Blatt 60419: 74 000 Euro b) Blatt 60466: 6 000 Euro Im Amtsgericht Karlsruhe, Schlossplatz 23, Raum 406, wird am Mittwoch, 30. November 2011, 9 Uhr, unter dem Aktenzeichen 3 K 124/10 folgender Grundbesitz versteigert: Eingetragen im Grundbuch von Karlsruhe, Gemarkung Hagsfeld: a) Blatt 60420: 1278/100 000 Miteigentumsanteil an dem Grundstück, Gebäude- und Freiflächen. Flurstück Nr. 73715/1 Leipziger Allee 24, 24 a mit 624 m²; Flurstück Nr. 73715/3 Leipziger Allee 28 mit 1 099 m²; Flurstück Nr. 73713 Leipziger Allee mit 924 m² verbunden mit dem Sondereigentum an der Wohnung mit Keller Nr. 12. BV 2 zu 1: 3/352 Miteigentumsanteil an Flurstück Nr. 73715 Gebäude- und Freifläche, Leipziger Allee mit 13 m². b) Blatt 60468: 10/100 000 Miteigentumsanteil an den gleichen Grundstücken wie unter a) verbunden mit

Große Spende für kleine Kinder

zehn Prozent der Geburten stuft die Kinderklinik in den Bereich Früh- und Risikogeburten ein. Die Firma ist 50 Jahre alt. Bei einem Betriebsfest aus Anlass des Jubiläums konnten DHU-Beschäftigte nach eigenen Preisvorstellungen 700 eigens für die Aktion „Kinder auf Rosen betten“ gezüchtete Rosenstöcke erwerben. Dabei kam ein Reinerlös von 10 000 Euro zustande. Die zweite Hälfte dieses Betrags geht an den Verein „Wings for handicapped“ für behinderte und kranke Kinder. -erg-/Foto: pr

Fächerbad Karlsruhe GmbH Nicht-offener Planungswettbewerb mit vorgeschaltetem Teilnahmewettbewerb nach VOF für den Umbau des Fächerbades in Karlsruhe zu einem Kombibad Die Fächerbad Karlsruhe GmbH beabsichtigt das 1982 eröffnete Fächerbad, ein Sport- und Familienbad zu einem Kombibad zu entwickeln. Es ist vorgesehen das bestehende Hallenbad um eine Schwimmhalle mit zu öffnenden Wasserflächen für den Schönwetterbetrieb unter Nutzung der vorhandenen Freianlagen zu ergänzen. Zusätzlich soll der bestehende Saunabereich im Freibereich weiterentwickelt werden. Mit der Erweiterungsplanung des Fächerbades werden auch Maßnahmen der Instandsetzung verknüpft. Die Aufgabe soll voraussichtlich in drei Bauabschnitten realisiert werden. Für die Vergabe der Planungsleistungen wird ein nicht-offener Planungswettbewerb mit 20 bis 25 Teilnehmern mit vorgeschaltetem Teilnahmewettbewerb nach VOF durchgeführt. Teilnahmeberechtigt sind ausschließlich Architekten. Die Auswahl der Teilnehmer erfolgt durch ein Auswahlgremium, das unter allen Bewerbern, die die formalen Kriterien erfüllen, eine Rangfolge anhand von Auswahlkriterien bildet. Bei gleich qualifi zierten Bewerbern entscheidet das Los.

Besichtigung der Rheinhochwasserdämme XXVIII, XXV, XXVII im Stadtkreis Karlsruhe Die Dammschauen an den oben genannten Rheinhochwasserdämmen sollen demnächst vorgenommen werden. Die Vertreter der Behörden treffen sich wegen der Besichtigung des Dammes XXVIII am Donnerstag, 11.30 Uhr

3. November 2011 Heidelburgschleuse bis Albbrücke (B 10) Knielingen (ca. 6,50 km)

Dammes XXV

1. Dezember 2011 Gemarkungsgrenze Neuburgweier-Karlsruhe, Bellenkopfschleuse (ca. 3,50 km) Südseite Rheinhafendampfkraftwerk (ca. 1,50 km) Hafensperrtor bis Wasserbaumeistergehöft Maxau (ca. 2,50 km)

am Donnerstag, 8.45 Uhr 9.45 Uhr 10.15 Uhr

Dammes XXVII

am Donnerstag, 11.00 Uhr

1. Dezember 2011 Damm-km 0,0 unter der Rheinbrücke (B 10) beim Lagerplatz der Firma StoraEnso (ca. 7,00 km) Ölhafen

Interessenten ist es freigestellt an den genannten Dammschauen teilzunehmen und sich hierzu zu äußern. Zentraler Juristischer Dienst – Wasserbehörde –

Raumordnerische Beurteilung liegt aus Öffentliche Auslegung der raumordnerischen Beurteilung für die Verlagerung und Erweiterung des Möbelzentrums Birkenfeld im Bereich „Kieselbronner Straße“ in Pforzheim Die höhere Raumordnungsbehörde beim Regierungspräsidium Karlsruhe hat das von der Vorhabenträgerin (Firma Möbelzentrum Birkenfeld GmbH & Co. KG) beantragte Raumordnungsverfahren für die Verlagerung und Erweiterung des Möbelzentrums Birkenfeld im Bereich „Kieselbronner Straße“ in Pforzheim abgeschlossen und die raumordnerische Beurteilung erstellt. Über das Ergebnis dieses Raumordnungsverfahrens ist gemäß § 19 Absatz 5 Landesplanungsgesetz (LplG) die Öffentlichkeit zu unterrichten. Hierzu ist die raumordnerische Beurteilung in den von den geplanten Vorhaben betroffenen Gemeinden einen Monat zur Einsicht auszulegen. Die raumordnerische Beurteilung liegt in der Zeit vom

Bebauungsplanentwurf liegt aus Vorhabenbezogener Bebauungsplan „Sonnenstraße 7 – 9“, Karlsruhe-Mühlburg

Die Bewerbungsunterlagen sind ab dem 2. November 2011 unter: http://www1.karlsruhe.de/ download/hgw abrufbar. Bewerbungsschluss ist der 9. Dezember 2011, 14 Uhr (Submissionstermin).

dem Sondereigentum am Stellplatz Nr. 3. BV 2 zu 1: 3/352 Miteigentumsanteil an Flurstück Nr. 73715 Gebäude- und Freifläche, Leipziger Allee mit 13 m². (Zweizimmerwohnung im 2. OG, Wohnfläche ca. 47,6 m², Keller, TG-Stellplatz, Haus Nr. 28 – ohne Gewähr –). Verkehrswert: a) Blatt 60420: 74 000 Euro b) Blatt 60468: 6 000 Euro Im Amtsgericht Karlsruhe, Schlossplatz 23, Raum 406, wird am Donnerstag, 1. Dezember 2011, 9 Uhr, unter dem Aktenzeichen 2 K 140/10 folgender Grundbesitz versteigert: Eingetragen im Grundbuch von Karlsruhe, Blatt 62065: 55,84/1 000 Anteil an dem Grundstück Flurstück Nr.: 14445/2, Gebäude- und Freifläche, Herrmann-Leichtlin-Straße 10 – 12, verbunden mit dem Sondereigentum an der Wohnung mit Keller jeweils Nr. 7. (Drei-Zimmer-Eigentumswohnung im 3. OG mit ca. 66 m² Wohnfläche, Herrmann-LeichtlinStraße 10 – ohne Gewähr –). Verkehrswert: 88 000 Euro Im Amtsgericht Karlsruhe, Schlossplatz 23, Raum 406, wird am Donnerstag, 1. Dezember 2011, 13.30 Uhr, unter dem Aktenzeichen 2 K 98/10 folgender Grundbesitz versteigert: Eingetragen im Grundbuch von Karlsruhe-Durlach, Blatt 5155, Gemarkung: Grünwettersbach, Flurstück Nr. 70109, Gebäude- und Freifläche = 372 m², Am Wetterbach 47, (Wohnhaus mit Nebengebäude/Schopf; Wohn-/Nutzfläche ca. 264 m² – ohne Gewähr –). Verkehrswert: 250 000 Euro In einem früheren Termin wurde wegen Nichterreichens der 5/10 Grenze gemäß § 85 a ZVG der Zuschlag versagt. Grundbuchauszug und Schätzungsgutachten können beim Amtsgericht Karlsruhe, Zimmer 413, von Montag bis Donnerstag in der Zeit von 9 bis 11.30 Uhr und 13 bis 15 Uhr und Freitag vormittags in der Zeit von 9 bis 11.30 Uhr eingesehen werden. Eine Besichtigung des Objekts ist nur nach Rücksprache mit dem Eigentümer bzw. Mieter möglich. Das Gericht hat hierauf keinen Einfluss. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.versteigerungspool.de. Vollstreckungsgericht

Der vorhabenbezogene Bebauungsplan „Sonnenstraße 7 – 9“ mit planungsrechtlichen Festsetzungen gemäß § 9 des Baugesetzbuches (BauGB), Festlegungen nach § 12 BauGB und örtlichen Bauvorschriften gemäß § 74 der Landesbauordnung (LBO) wurde unter Beteiligung der Behörden und Stellen, deren Interessen als Träger öffentlicher Belange berührt sind, vom Stadtplanungsamt ausgearbeitet. Dieser erstreckt sich mit seinem künftigen Geltungsbereich über den in obiger Abbildung dargestellten Bereich. Von einer Umweltprüfung in Sinne von § 2 Absatz 4 BauGB wurde in Anwendung von § 13 Absatz 3 Satz 1 BauGB abgesehen. Es gilt der Bebauungsplanentwurf vom 18. Januar 2011 in der Fassung vom 21. Oktober 2011. Dieser liegt zusammen mit der beigefügten Begründung aufgrund des vom Gemeinderat gefassten Beschlusses gemäß § 3 Absatz 2 BauGB und § 74 Absatz 7 LBO in der Zeit vom 7. November bis einschließlich 6. Dezember 2011 während der Dienststunden beim Stadtplanungsamt in Karlsruhe, Lammstraße 7, 1. OG, Zimmer D 114, zur allgemeinen Einsicht für die Öffentlichkeit aus. Stellungnahmen zu der beabsichtigten Planung können innerhalb der Auslegungsfrist mündlich zur Niederschrift oder schriftlich bei der Stadt Karlsruhe – Zentraler Juristischer Dienst –, Rathaus am Marktplatz (Zimmer A 223), 76124 Karlsruhe, vorgebracht werden. Nicht fristgerecht abgegebene Stellungnahmen können bei der Beschlussfassung über den Bebauungsplan unberücksichtigt bleiben. Des Weiteren ist ein späterer Antrag nach § 47 der Verwaltungsgerichtsordnung gegen den Bebauungsplan (Durchführung eines gerichtlichen Normenkontrollverfahrens) unzulässig, wenn dabei nur Einwendungen geltend gemacht werden, die vom Antragsteller im Rahmen dieser Auslegung nicht oder verspätet vorgebracht wurden aber hätten geltend gemacht werden können. Karlsruhe, 24.Oktober 2011 Zentraler Juristischer Dienst

Das Amt für Hochbau und Gebäudewirtschaft der Stadt Karlsruhe sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt zwei

Bautechnikerinnen/ Bautechniker

Wenn Sie dynamisch und zuverlässig sind und eine neue Herausforderung suchen dann sind Sie bei uns richtig. Die Stadtwerke Karlsruhe GmbH ist ein modernes Dienstleistungsunternehmen mit den Geschäftsfeldern Energieversorgung (Elektrizität, Erdgas, Fernwärme), Trinkwasserversorgung, Wärme-Direkt-Service, Consulting und Contracting sowie Kommunikationsund Informationstechnik. Für unsere maschinentechnische Betriebsabteilung des Bereiches Fernwärmenetzbetrieb und Instandhaltung suchen wir zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine/n

Netzmonteur/-in Fernwärme Heizungsmonteur/-in Ihr Aufgabenspektrum: Als engagierter Mitarbeiter/-in übernehmen Sie selbstständig Revisionsund Wartungsarbeiten an Fernwärme-

stationen und in Wärmenetzen. Sie sind zuständig für Überwachung und Inspektion der Stationen und Regeleinrichtungen und führen die In- und Außerbetriebnahme von Fernwärmenetzteilen durch. Montage- und Schweißarbeiten auf Baustellen und das Beheben von Störungen und Leckagen an den Fernwärmeanlagen gehören ebenso zu Ihren Aufgaben, wie die Durchführung von Betriebskontrollen und Wartungsarbeiten an Wärmeanlagen im Rahmen des Wärmedirektservice bei Anlagen der Stadtwerke und an Kundenanlagen. Nach gründlicher Einarbeitung unterstützen Sie Ihre Kollegen bei den Aufgaben im Rahmen der Rufbereitschaft (24-h-Service). Das erwarten wir von Ihnen: Wir setzen eine erfolgreich abgeschlossene Berufsausbildung als Anlagenmechaniker/-in für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik oder eines Metallberufes mit der Zusatzausbildung zur/zum geprüften Netzmonteur/-in voraus. Sie sind im Besitz eines Führerscheins der Klasse B und haben nachgewiesene gute Schweißkenntnisse oder sind bereit entsprechende Qualifikation zu erwerben. Erfahrungen in Service, Wartung und im Betrieb von Anlagen der Wärmeversorgung wären von Vorteil. Die Bereitschaft zur Teilnahme an Aus- bzw. Fortbildungsmaßnahmen sind für Sie selbstverständlich. Persönlich überzeugen Sie durch Flexibilität, Zuverlässigkeit und Belastbarkeit. Eine selbstständige Arbeitsweise bei gleichzeitiger Teamfähigkeit sowie ein sicheres und korrektes Auftreten gegenüber Kunden runden Ihr Profil ab. Neben der leistungsgerechten Entlohnung nach dem Tarifvertrag Versorgungsbetriebe (TV-V) erhalten unsere Mitarbeiter/-innen eine betriebliche Altersversorgung sowie umfangreiche Sozialleistungen. Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann freuen wir uns auf Ihre aussagekräftige Bewerbung. Auskunft erteilt Ihnen gerne

7. November bis einschließlich 6. Dezember 2011 während der Dienststunden beim Stadtplanungsamt in Karlsruhe, Lammstraße 7, 1. OG, Zimmer D 114, 76133 Karlsruhe, zur Einsichtnahme aus. Die raumordnerische Beurteilung entfaltet gegenüber dem Träger des Vorhabens und gegenüber Einzelnen keine unmittelbare Rechtswirkung und ersetzt nicht das für dieses Vorhaben erforderliche Bauleitplan- und Genehmigungsverfahren. Sie ist jedoch in diesen Verfahren zu berücksichtigen (§ 18 Absatz 5 LplG). Karlsruhe, 19. Oktober 2011 Stadt Karlsruhe, Zentraler Juristischer Dienst

Abschluss liegt aus Jahresabschluss der Messe Karlsruhe GmbH für das Jahr 2010 Gemäß § 105 Absatz 1 Nr. 2 der Gemeindeordnung für Baden-Württemberg in der Fassung vom 24. Juli 2000 (Gesetzblatt Baden-Württemberg Seite 582, berichtigt Seite 698), zuletzt geändert durch Gesetz vom 9. November 2010 (Gesetzblatt Baden-Württemberg Seite 793) wird bekannt gegeben, dass die Gesellschafterversammlung der Messe Karlsruhe GmbH am 30. März 2011 den Jahresabschluss der Messe Karlsruhe GmbH für das Geschäftsjahr 2010 mit einem Jahresfehlbetrag von 154,21 Euro festgestellt hat. Der Jahresfehlbetrag wird wie folgt verwendet: Der Jahresfehlbetrag von 154,21 Euro wird auf neue Rechnung vorgetragen. Die mit der Jahresabschlussprüfung beauftragte Ernst & Young GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Stuttgart, hat für den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2010 sowie für den Lagebericht den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der Jahresabschluss und der Lagebericht 2010 werden für die Dauer von sieben Werktagen – beginnend mit dem Tage nach dieser Veröffentlichung – bei der Karlsruher Messe- und Kongress-GmbH, Sekretariat der Geschäftsführung, Konzerthaus, Festplatz 9, 76137 Karlsruhe, öffentlich ausgelegt. Klaus Hoffmann Geschäftsführer

Abschluss liegt aus Jahresabschluss der Karlsruher Messe- und Kongress-GmbH für das Jahr 2010 Gemäß § 105 Absatz 1 Nr. 2 der Gemeindeordnung für Baden-Württemberg in der Fassung vom 24. Juli 2000 (Gesetzblatt Baden-Württemberg Seite 582, berichtigt Seite 698), zuletzt geändert durch Gesetz vom 9. November 2010 (Gesetzblatt Baden-Württemberg Seite 793) wird bekannt gegeben, dass die Gesellschafterversammlung der Karlsruher Messe- und KongressGmbH am 30. März 2011 den Jahresabschluss der Karlsruher Messe- und Kongress-GmbH für das Geschäftsjahr 2010 mit einem Jahresfehlbetrag von 12 741 033,41 Euro festgestellt hat. Der Jahresfehlbetrag wird wie folgt behandelt: Der Jahresfehlbetrag von 12 741 033,41 Euro wird auf neue Rechnung vorgetragen. Die mit der Jahresabschlussprüfung beauftragte Ernst & Young GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Stuttgart, hat für den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2010 sowie für den Lagebericht den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der Jahresabschluss und der Lagebericht 2010 werden für die Dauer von sieben Werktagen – beginnend mit dem Tage nach dieser Veröffentlichung – bei der Karlsruher Messe- und Kongress-GmbH, Sekretariat der Geschäftsführung, Konzerthaus, Festplatz 9, 76137 Karlsruhe, öffentlich ausgelegt. Britta Wirtz Geschäftsführerin Klaus Hoffmann Geschäftsführer

Abschluss liegt aus

Die Stadt Karlsruhe stellt ein

Wenn wir mit dieser Kurzfassung unserer Stellenausschreibung Ihr Interesse geweckt haben, können Sie den vollständigen Text im Internet unter www. karlsruhe.de/b4/stadtverwaltung/stellenportal/stellenangebote/ lesen. Die Stadt Karlsruhe engagiert sich für Chancengleichheit. Stadt Karlsruhe Amt für Hochbau und Gebäudewirtschaft Zähringerstraße 61, 76133 Karlsruhe

Der Verein „Frühchentreff Karlsruhe“ konnte jüngst eine Spende in Höhe von 5 000 Euro vom Pharmaunternehmen Deutsche Homöopathische Union (DHU) entgegen nehmen. Den Scheck überreichte DHU-Geschäftsführer Franz Stempfle (1. v. l.). Mit dem Geld können in der Frühchenstation des Klinikums Zukunftsprojekte realisiert werden, wie etwa Videosysteme, die es den Eltern ermöglichen, ihr Kind rund um die Uhr zu sehen. Im Klinikum kommen jährlich mehr als 1 900 Kinder zur Welt. Etwa

dem Bewerber nach Ende der Bewerbungsfrist zugesandt. Fachkunde, Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit sind auf Verlangen vorzuweisen. Der Zuschlag wird nach § 16 VOB/A auf das Angebot erteilt, das unter Berücksichtigung aller Gesichtspunkte wie zum Beispiel Qualität, Preis, Ausführungsfrist, Betriebs- und Folgekosten, Gestaltung, Rentabilität, technischen Wert, etc. als das wirtschaftlichste erscheint. Zuständige Behörde zur Nachprüfung behaupteter Vergabeverstöße ist das Regierungspräsidium Karlsruhe, Schlossplatz 1 – 3, 76131 Karlsruhe.

StadtZeitung

Jahresabschluss der Neue Messe Karlsruhe GmbH für das Jahr 2010

Helmut Banscher, Telefon 0721/5991714, oder Joachim Bauer, Telefon 0721/599-1713. Bewerbungsschluss ist der 11. November 2011. Senden Sie bitte Ihre Bewerbung mit den üblichen Unterlagen unter Angabe Ihres nächstmöglichen Eintrittstermins sowie Ihrer finanziellen Vorstellungen unter der Kennziffer T-WB – 14/2011 an: Stadtwerke Karlsruhe GmbH Abteilung Personalwirtschaft 76127 Karlsruhe Das Stadtamt Durlach sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt für die Kindertagesstätte Ellmendinger Straße 35 eine/einen

Erzieherin/Erzieher oder

Kinderpflegerin/ Kinderpfleger in Teilzeit 70 Prozent (Kennziffer 11.150.15) Sie übernehmen sämtliche Aufgaben einer Kinderpflegerin/eines Kinderpflegers in einer Kindertagesstätte. Wenn wir mit dieser Kurzfassung unserer Stellenausschreibung Ihr Interesse geweckt haben, können Sie den vollständigen Text im Internet unter www. karlsruhe.de/b4/stadtverwaltung/stellenportal/stellenangebote lesen und sich bis spätestens 11. November 2011 bewerben. Für weitere Fragen steht Ihnen die Leiterin der Einrichtung, Frau Fuge, Telefon 0721/497013, oder Frau Fody, Telefon 0721/133-1908, gerne zur Verfügung. Die Stadt Karlsruhe engagiert sich für Chancengleichheit. Stadt Karlsruhe Stadtamt Durlach Pfinztalstraße 33, 76227 Karlsruhe

Gemäß § 105 Absatz 1 Nr. 2 der Gemeindeordnung für Baden-Württemberg in der Fassung vom 24. Juli 2000 (Gesetzblatt Baden-Württemberg Seite 582, berichtigt Seite 698), zuletzt geändert durch Gesetz vom 9. November 2010 (Gesetzblatt Baden-Württemberg Seite 793) wird bekannt gegeben, dass die Gesellschafterversammlung der Neue Messe Karlsruhe GmbH & Co. KG am 8. Juli 2011 den Jahresabschluss der Neue Messe Karlsruhe GmbH & Co. KG für das Geschäftsjahr 2010 mit einem Jahresfehlbetrag von 2 207 897,83 Euro festgestellt hat. Der Jahresfehlbetrag wird wie folgt verwendet: Der Jahresfehlbetrag von 2 207 897,83 Euro wird auf neue Rechnung vorgetragen. Die mit der Jahresabschlussprüfung beauftragte Ernst & Young GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Stuttgart, hat für den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2010 sowie für den Lagebericht den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der Jahresabschluss und der Lagebericht 2010 werden für die Dauer von sieben Werktagen – beginnend mit dem Tage nach dieser Veröffentlichung – bei der Karlsruher Messe- und Kongress-GmbH, Sekretariat der Geschäftsführung, Konzerthaus, Festplatz 9, 76137 Karlsruhe, öffentlich ausgelegt. Klaus Hoffmann Geschäftsführer

StadtZeitung / Amtsblatt der Stadt Karlsruhe Herausgeber: Leitung: Stellv. Leitung: Chef vom Dienst / Schlussredaktion: Redaktion:

Presse- und Informationsamt der Stadt Karlsruhe Bernd Wnuck (-bw-) Helga Riedel (-rie-)

Mathias Tröndle (-trö-) Andrea C. Altenburg (-cal-) Rainer Fischer (-fis-) Manuela Fretz (-maf-) Rüdiger Homberg (-erg-) Manfred Lädtke (-Lä-) Regina Schneider (-res-) Volontariat: Nicolas Lutterbach (-nil-) Amtliche / Stellen: Ute De Clemente Nicole Völz RedaktionsJasmin Niedermayer sekretariat: Chantal Meckes Fotos: Bildstelle Stadt Karlsruhe Anschrift: Stadt Karlsruhe 76124 Karlsruhe Telefon: 0721/133-1301 und -1302 Telefax: 0721/133-1309 Druck: Badendruck GmbH Karlsruhe Auflage: 140 000 Exemplare StadtZeitung im Internet: 1. Mail: pia@karlsruhe.de 2. Internet: http://www.karlsruhe.de/Aktuell Für unverlangt eingesandte Manuskripte und Fotos übernimmt die Redaktion keine Haftung.


StadtZeitung

65. Jahrgang · Nr. 43 · 28. Oktober 2011

V

Aus Gastarbeitern wurden Einwanderer Empfang zu 50 Jahre Anwerbeabkommen mit der Türkei / Integrationsministerin hielt Festvortrag Manchmal genügt ein Anruf – und die Ministerin kommt. So geschehen beim Empfang anlässlich 50 Jahre Anwerbeabkommen mit der Türkei, der am Dienstagabend in der Karlsburg stattfand. Das Internationale Begegnungszentrum (ibz) wollte eine Veranstaltung zum Jahrestag auf die Beine stellen und sein Vorsitzender Norbert Vöhringer bekam direkt beim ersten Anruf eine Zusage, dass die neue baden-württembergische Ministerin für In te gration, Bilkay Öney, den Festvortrag in Karlsruhe halten würde. Da war die Freude groß und die Menschen strömten scharenweise in die Karlsburg. Unter anderen Stadträtinnen und Stadträte sowie Mitglieder des Migrationsbeirats und der im ibz ansässigen Vereine. Zunächst gedachten die Gäste mit einer Schweigeminute der Opfer des jüngsten Erdbebens in der Türkei und Vöhringer rief im Namen der Freundeskreise Van und Sakarya zu Spenden auf: „Karlsruhe hilft Van“, Konto 41 41 41 bei der Bank für Sozialwirtschaft. Der in Karlsruhe ansässige Generalkonsul der Türkei, Çetiner Karahan, dankte für diese Freundschaftsgeste und erinnerte in seinem Grußwort daran, dass die aus der Türkei angeworbenen Arbeitskräfte „ihre Kultur und Tra-

ditionen in die deutsche Gesellschaft eingebracht und diese mitgestaltet haben.“ Nachdem das Abkommen am 30. Oktober 1961 in Kraft getreten war, kamen bis 1973 (Anwerbestopp) 750 000 Türken

nach Deutschland, etwa die Hälfte blieb, aus den „Gastarbeitern“ wurden Einwanderer. Bilkay Öney, selbst türkischer Abstammung, erinnerte in ihrem Vortrag daran, dass über ein Viertel der Bevölkerung

TEE ZUR BEGRÜSSUNG: Ministerin Öney (Mitte), Bürgermeister Lenz und Generalkonsul Karahan (r.) im Foyer der Karlsburg, wo sich Kulturvereine präsentierten.

in Baden-Württemberg einen Migrationshintergrund habe. „Aber immer noch gibt es Sprachdefizite bei Kindern und Jugendlichen“, beklagte die Ministerin. So hätten nur zwei Prozent der Deutschen keinen Schulabschluss, aber 13 Prozent der Migranten. „Zuwanderer haben oft schlechtere Startchancen“, so Öney. Deshalb sei es wichtig, auch die Eltern zu stärken. Die Ministerin, die als Dreijährige nach Deutschland kam, forderte auch, „dass ausländische Abschlüsse leichter anerkannt werden sollten“. Sie freute sich, dass „Karlsruhe mit dem Festakt ein Zeichen für die gemeinsame Zukunft setzt“. Auch Vöhringer und Bürgermeister Dr. Martin Lenz sahen den Festakt „als Geschenk der Verbundenheit“. Lenz wertete Integration als „bedeutend für den sozialen Zusammenhalt in einer Kommune“, räumte aber ein: „Hier müssen wir besser werden.“ Vor dem Festakt hatte die Ministerin das ibz besucht und dann Lenz im Rathaus. Hier sei es, so der Dezernent, darum gegangen, wie die Stadt Migrationspolitik fördere und auch darum, dass die Stadt vom Land eine verlässliche Statistik zu Schülern mit Migrationshinter grund brauche sowie Unterstützung beim Ausbau der Ganztagesschulen. -res-

„SPARK – DIE KLASSISCHE BAND“ kommt am Mittwoch, 21. Dezember, mit einem Crossover aus Alt und Neu in den Bürgersaal des Rathauses am Marktplatz. Foto: pr

Viele packten mit an

Ist Angriff die beste Verteidigung?

Bei meditativer Musik Ruhe finden

Klassischer Mittwoch

Neue Außenanlage für die Kita Blücherstraße

Viele verbale Angriffe treffen uns meistens aus heiterem Himmel und eine schlagfertige Antwort fällt uns oft nicht zum rechten Zeitpunkt ein. Wie wir geschickt kontern können, ohne zerstörerisch zu sein, und das auch noch mit dem geringstmöglichen Energieaufwand, zeigt die humanistische Kinesiologin und Heilpraktikerin Carmen Reuter in ihrem Vortrag „Angriff ist die beste Verteidigung?“. Die Referentin ist im Rahmen der Reihe Blickkontakt der Kontaktstelle Frau und Beruf am Samstag, 29. Oktober, um 10.30 Uhr in der Stadtbibliothek im Neuen Ständehaus zu Gast. Für den Vortrag wird ein Unkostenbeitrag von zwei Euro erhoben, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Das ausführliche Programm zur Veranstaltungsreihe Blickkontakt ist unter www. frauundberuf-karlsruhe.de zu finden.

Das Info-Center am Hauptfriedhof bietet im November ein abwechslungsreiches Programm an. „Zur Ruhe kommen!“ heißt es an Allerheiligen, 1. November. In der Großen Kapelle spielt Flötistin Kathrin Bedding von 11.30 bis 12 Uhr meditative Musik. Einen meditativen Trostgottesdienst halten dann dort KrankenhausSeelsorger Bruder Klaus und Regine Rosenfeldt vom Info-Center um 16.30 Uhr ab. Gerhard Kalb von der Kriegsgräberfürsorge führt am Mittwoch, 2. November, um 15 Uhr über den alten Friedhof Kapellenstraße. Treffpunkt ist der Eingang der Kapelle. Trostlieder von Barock bis Pop präsentieren die Sopranistin Cristina Bravo-Nutzenberger und Organistin Christa Wetter am Sonntag, 6. November, um 15 Uhr in der Großen Kapelle. Weitere Infos: www.friedhof-karlsruhe.de.

Am 9. November beginnt „Musik im Rathaus“

Kinder und Erwachsene strahlten am Wochenende in der Kindertagesstätte Blücherstraße in der Weststadt um die Wette. Denn dort übergab Bürgermeister Martin Lenz den neu gestalteten Außenbereich offiziell an seine Nutzer. Der Nachwuchs kann sich nun in der schön gestalteten Anlage mit zahlreichen Spielmöglichkeiten altersgerecht austoben. „Hier ist in einer Gemeinschaftsaufgabe Großartiges entstanden. Diese Kita ist Teil eines Konzepts, das mit der Fortentwicklung der Ganztagesschule und dem Erfolgsmodell Hort einhergeht. Hier haben viele mit angepackt. Ich kann mich nur bei allen herzlich bedanken“, betonte Lenz. Etliche hatten sich eingebracht, um die Außenanlage zu realisieren. Eltern ebenso

wie Erzieherinnen, das Ingenieur-Büro Stadt + Natur oder das Gartenbauamt. „Ich möchte mich bei allen Beteiligten für ihr großes Engagement bedanken. Es hat alles super funktioniert. Die Zusammenarbeit war hervorragend“, sagte Kita-Leiterin Martina Schöppenthau. Eine Spende für das Projekt kam zudem von der Firma Fielmann in Karlsruhe. Auch die KitaKinder hatten sich eingebracht und Spielmöglichkeiten vorgeschlagen, die anschließend realisiert wurden. „Alle, auch die Eltern und das Kindergarten-Team, waren sehr engagiert. Eine tolle Kooperation“, so Klaus Weindel, stellvertretender Amtsleiter des Gartenbauamts. Gemeinsam durchschnitt man schließlich das rote Band und pflanzte Sträucher. -voko-

Pokernd Gebäude der Stadt erforschen

NEUE AUSSENANLAGE: Junge Sträucher wurden vor der Kita Blücherstraße gepflanzt. Dabei griffen Kinder selbst zur Schaufel. Mit dabei war auch BM Lenz. Foto: Knopf

Wie Armut bekämpfen? Einen Fachtag zum Thema „Armutsbekämpfung im Sozialraum – Teilhabe vor Ort stärken“ veranstaltet die Sozial- und Jugendbehörde am Dienstag, 15. November, von 10 bis 16 Uhr im Anne-Frank-Haus, Moltkestraße 20. Auf dem Programm stehen am Vormittag folgende Vorträge: Bürgermeister Martin Lenz stellt die Bedeutung der Armutsbekämpfung für eine sozial gerechte Stadt aus kommunalpolitischer Sicht dar und Professor Dr. Christoph Butterwegge (Universität Köln) sowie Dr. Reinhold Knopp (FH Düsseldorf) sprechen zu Kinderarmut und Stärkung von Migranten. Am Nachmittag werden Projekte beleuchtet, die die soziale Benachteiligung mindern sollen. Außerdem stellt Hartmut Brocke (Stiftung SPI/ESF-Regiestelle, Berlin) einen Beitrag zur Nachhaltigkeit und Verstetigung von Mikroprojekten vor und auch die Kompetenzagentur des Vereins für Jugendhilfe, die „2. Chance“ der AWO sowie der Jugendmigrationsdienst des Vereins für Jugendhilfe berichten von ihrer Arbeit. Im Foyer ist die Fotoausstellung „Prekäre Lebenswelten in Karlsruhe“ zu sehen. Weitere Infos gibt es im Internet unter www.karlsruhe.de/ b3/soziales/einrichtungen/staerken_ vor_ort. Anmeldungen sind auch unter Telefon 133-54 10 möglich. -red-

Schloss, Rathaus, Bundesverfassungsgericht, Staatstheater oder Christuskirche sind einige der Motive auf dem „Pomauskatett Karlsruhe“. Poker, Mau Mau, Skat oder Quartett spielen und dabei noch historisch oder politisch wichtige Gebäude der Stadt kennen lernen, war die Idee von Holger Tutta. Der Kartograf, Fotograf und Inhaber der ki-werkstatt hat die Fakten für die 32 Karten mit Hilfe des Stadtarchivs und des Liegenschaftsamts recherchiert. Eine echte Herausforderung sei es gewesen, auf der derzeitigen Großbaustelle Karlsruhe 32 schöne Fotos zusammen zu bringen. Spielende erfahren die Geschichte, Adressen und die Fläche der Gebäude, wann Baubeginn war sowie die Länge der Bauzeit. Außerdem lernen sie, wieviel Geschosse und Gebäudeteile es gibt und wie hoch etwa ein Kirchturm ist. Das Spiel ist im Handel für 8,90 Euro zu haben. -cal-

„art“ mit Pop-Art von Gunter Sachs

POMAUSKATETT: Die Fächerstadt spielend kennen lernen. Fotos (2): Fränkle

Zwei Sprachen im Kindergartenalter

Das Buch zum Sport

Zum Symposium „Zweisprachigkeit in der frühen Kindheit – eine kulturelle Offenheit über die Grenzen“ kamen auf Einladung des Euro-District Regio Parmina, der Technologie-Region Karlsruhe (TRK) und des AWO-Kreisverbandes Karlsruhe in Lauterbourg Fachkräfte aus bilingual arbeitenden Kindertageseinrichtungen zusammen. „Nicht nur bei der Standortwahl der Unternehmen und der Personalakquise, auch im Ausbildungssektor sind Mehrsprachigkeit und interkulturelle Kompetenz heutzutage unerlässlich“, wies TRK-Geschäftsführer Jochen Ehlgötz auf den Stellenwert der zweisprachigen Kinderbetreuungsangebote als Zukunftsfaktor der Region hin. Gerade vor dem Hintergrund der angespannten Personalsituation sei die gegenseitige Anerkennung der Berufsabschlüsse in Deutschland und Frankreich notwendig. Eva Hammes-Di Bernardo vom saarländischen Bildungsministerium informierte über die Entwicklung der zweisprachigen Erziehung im Saarland. Dort gehen bis zu 40 Prozent der Kinder in eine zweisprachige Kita, das Bundesland fördert durch Projektgelder die Etablierung dieser Arbeit. Die Situation im Département Haut-Rhin stellte Patric Kleinclaus, Referent für Zweisprachigkeit beim Conseil Général vor: Beginnend mit der école maternelle ab drei Jahren kann dort bis zum Abitur Deutsch gelernt werden. Etwa 25 Prozent der Kinder nutzen dieses Angebot und erlangen damit eine größere berufliche Auswahlmöglichkeit. -red-

Oberrheinische Studien: „Sport im Südwesten“ Ein besonderes Exponat aus der deutschen und lokalen Fußballgeschichte ist ein Wimpel des Karlsruher Fußballvereins (KFV). Das museale „Objekt des Monats“ erinnert zurzeit im Stadtmuseum an den größten Erfolg des KFV: Die Deutsche Meisterschaft 1910, die sich das damals

NEUE STUDIE mit dreizehn Kapiteln zum lokalen und zum Landessport.

Im Herbst und in der Vorweihnachtszeit wird im Bürgersaal des Rathauses mittwochs nicht debattiert oder beraten, dafür gesungen und musiziert. Vom 9. November bis 21. Dezember haben Musikfreunde wieder jeden Mittwoch ab 18.30 Uhr freien Eintritt zur „Musik im Rathaus“. Wegen des großen Publikuminteresses sind jedoch Einlasskarten erforderlich. Die Freitickets gibt es vor jedem Mittwoch-Konzert montags ab 15 Uhr sowie dienstags und mittwochs ab acht Uhr an der Rathauspforte am Marktplatz. Zum Auftakt spielt am 9. November ein Karlsruher Klaviertrio. Mit Blick auf die Europäischen Kulturtage 2012, die Wolfgang Rihm gewidmet sind, haben die Musiker mit „Fremde Szene III“ eines der wichtigsten Werke des Karlsruher Komponisten in ihrem Programm berücksichtigt. Das Trio stellt die Rihm-Musik dem zweiten Klaviertrio op. 70 von Robert Schumann dem Trio Nr. 2 e-moll von Schostakowitsch gegenüber. „Singet dem Herren“ ist das Leitmotiv des Mädchenund Knabenchores Cantus Juvenum am 16. November. Hans-Jörg Kalmbach dirigiert die Chöre, die letztes Jahr in Karls-

mit Nationalspielern gespickte spielstarke Team am 15. Mai in Köln mit einem 1:0 Erfolg über Holstein Kiel sicherte. Ein ausführliches Kapitel ist dem KFV auch in dem 28. Band aus den Oberrheinischen Studien gewidmet, das Martin Furtwängler, Christian Pfanz-Sponagel und Martin Ehlers herausgegeben haben. Mitautor Ernst Otto Bräunche blickt in dem Buch „Nicht nur Sieg und Niederlage“ zurück in die Frühzeit des Fußballs und auf die badischen Fußballburgen. Tennis, Turnen, Reiten, Fußball – auf 258 Seiten mit zahlreichen historischen, nostalgischen Fotografien führen die Autoren in 13 Betrachtungen durch die Landesgeschichte des Sports. Dabei geht es auch, aber nicht nur, um Siege, Punkte und Plätze. Analysen zur Instrumentalisierung des Sports für politische Ziele und zur Ertüchtigung zum Krieg – zum Beispiel im Turnen und im Skisport – machen den Sportband zu einem historischen Nachschlagewerk. Der geschichtliche Dauerlauf durch die Jahrzehnte berücksichtigt unter anderem die KFV-Gründung, dessen „judenreinen“ Doppelpass mit den Nazis bis zum Insolvenzverfahren, oder das Schicksal der LeichtathletikAllrounderin Gretel Bergmann. Sie wurde als einst gefeierte Sportlerin von den Nationalsozialisten auf perfide Weise am Hochsprung gehindert. Sport als Tourismusfaktor sowie als Herausforderung für Doping beschreiben Synergieeffekte. -Lä-

Besucher und Sammler will Ewald Karl Schrade mit der art Karlsruhe vom 8. bis 11. März 2012 ansprechen. Warum? Die Kunst soll konzentrierter wahrgenommen werden, wünscht sich der Kurator und plant in den Karlsruher Messehallen viele Skulpturenplätze als Ruhezonen. „Sehen und Sammeln“ ist das Leitmotiv der neunten Kunstschau auf rund 35 000 Quadratmetern. Messe-Geschäftsführerin Britta Wirtz wirbt wegen der Turbulenzen auf den Aktienmärkten mit Kunst als „schöne Kapitalanlage“. Einen besonderen Akzent setzt die art mit einer Präsentation von Pop-Art des verstorbenen Gunter Sachs.

ruhe mit zwei Kinderopern auf sich aufmerksam machten. Zu hören sind unter anderem geistliche Acapella-Stücke aus Werken von Bach, Hammerschmidt, Mendelssohn Bartholdy und Bruckner. Für den 30. November hat die Junge Deutsche Sinfonie Karlsruhe ein Kammerkonzert mit Musik von Bach, Elgar, Mozart und Vivaldi für die Besucherinnen und Besucher zusammengestellt. Als hoch dekorierte Preisträger aus Moskau kommen am 7. Dezember der Saxophonist Sergey Kolesov und die Pianistin Elena Grinevich in den Bürgersaal des Rathauses. Das Konzert sei für Freunde der klassischen Kammermusik sicher ebenso interessant wie für Liebhaber des Saxophons, meint der Programm-Manager der „Musik im Rathaus, Claus Temps vom Kulturamt. Der Konzertreigen „Ich bin der Welt abhanden gekommen“ ist am 14. Dezember eine Reverenz an vier Komponisten, die in diesem Jahr wegen runder Geburtstage oder Todestage gefeiert werden: Wie Franz Liszt wurde auch Vinzenz Lachner, langjähriger Kapellmeister am Mannheimer Nationaltheater und späterer Musikpädagoge am Badischen Konservatorium, vor 200 Jahren geboren. Vor 100 Jahren starben der Karlsruher Hofkapellmeister Felix Mottl und Gustav Mahler. Mezzosopranistin Gundula Schneider singt, Sontraud Speidel und Ira Maria Witoschynskyi spielen Piano. Joachim Draheim moderiert den von ihm arrangierten Abend. Mit einem besonderen Paukenschlag endet die Konzertreihe am 21. Dezember. „Spark – die klassische Band“ sind fünf junge Musiker um die beiden Karlsruher Blockflötisten Andrea Ritter und Daniel Koschitzki. Mit ihrem Crossover aus neuer und klassischer Musik hat die Formation in nur kurzer Zeit eine rasante Karriere gemacht. Ihre Ideen und ihr entwickelter kreativer Musikstil zwischen alt und neu wurde in diesem Jahr mit dem ECHO-Klassik in der Kategorie „Klassik ohne Grenzen“ belohnt. -Lä-

KULTURKOMPAKT · KULTURKOMPAKT Eckhard Bausch und Gerlinde Fertig Am Anfang ist der Mensch zufrieden, zeigen in der Durlacher Orgelfabrik bis wenn er satt und sauber ist – am Ende ist zum 6. November Skulpturen, Zeichnun- es wieder genauso. Dazwischen jagt er gen und fotografische Arbeiten aus den dem Glück hinterher. Aber mit dem vergangenen zehn Jahren. Eintritt frei. Glücklichsein tut sich der Deutsche schon Seit 40 Jahren steht Wolfgang Ambros immer schwer (Mallorca: zu warm, Stalinauf der Bühne. Am Samstag, 29. Oktober, grad: zu kalt). Über das Schicksal Deutkommt die Nummer eins vom Wienerwald scher zu sein, berichtet Thomas Schreins Tollhaus. Dort hängt sich der österrei- ckenberger am 3. November am 20.15 chische Liedermacher und Rockpoet seine Uhr in seinem Kabarettprogramm „Wir Gitarre um und zieht neue Saiten auf. Das haben uns verdient““ in der Orgelfabrik. Durch die Dauerausstellung des LiteraJubiläumskonzert beginnt um 20 Uhr. Einer Führung durch die Sonderausstel- turmuseums führt am Sonntag, 6. Novemlung „Design: kkaarrlls“ können sich Beber, um 11 Uhr Literasucher am Sonntag, 30. Oktober, 11 Uhr, turwissenschaftler im Museum beim Markt anschließen. und Hebel-ExEinen Rundgang durch die Ausstelperte Franz Littlung „Spektral-Diametral” bietet die mann. -LäStädtische Galerie am Sonntag, 30. Oktober, ab 15 Uhr an. Im Kammertheater tritt seit dieser Woche „Pinocchio“ auf. Nächste Vorstellung des Klassikers von Carlo Collodis für Kinder ab 5 Jahren am 30. Oktober, 15 Uhr. Unter den Pseudonymen Peter Panter und Theobald Tiger schrieb Kurt Tucholsky in den 1920er und 30er Jahren geschliffene Gesellschaftsbilder und dauerhafte Zeitaufnahmen. Den für den Satiriker typischen Biss verspricht auch Harald Schwiers für seine „Hörstunde“ am nächsten Donnerstag, 3. November, um 20.30 WOLFGANG AMBROS zieht am morgigen Samstag im Tollhaus neue Saiten auf. Foto: TH Uhr im marotte-Figurenthater.


Stadtzeitung, Ausgabe 43, 2011