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In dieser Woche Glücksfall Als einen „Glücksfall für Karlsruhe“ bezeichnete OB Heinz Fenrich seinen Amtsvorgänger und Ehrenbürger Gerhard Seiler, der vor kurzem 80. Geburtstag feierte. Seite III

Gemeinderat

AS IT

Vor Ort auf den Spuren der nach Gurs verschleppten Juden war am 70. Jahrestag der Deportation ein Stadtrundgang in Durlach. Seite V

EL

Gedenken

Stadt Zeitung D FI

Neugestaltung des Festplatzes, Alternative zur zweiten Rheinbrücke oder Absage an den Zusammenschluss von Tourismus und Wirtschaftsförderung: Beiträge aus dem Gemeinderat sind zu lesen auf Seite IV

Amtsblatt der Stadt Karlsruhe 64. Jahrgang · Nr. 43

Bedeutender Schritt Einbürgerungsfeier im Rathaus mit OB Fenrich Manche kamen mit Kopftuch, manche im Shirt mit Goldkettchen und manche im dunklen Anzug. Ihr gemeinsames Ziel: der Bürgersaal im Rathaus. Denn dorthin hatte OB Heinz Fenrich für Dienstagabend 240 Männer, Frauen, Kinder und Jugendliche zur Einbürgerungsfeier eingeladen. Sie alle haben zwischen November 2009 und Oktober 2010 ihre Einbürgerungsurkunden erhalten. Der Einladung gefolgt waren 150 frisch gebackene Deutsche und ihre Familien. Fenrich begrüßte die neuen Staatsbürger in der guten Stube der Stadt und unterstrich, „dass die Einbürgerung ein bedeutender Schritt für die Integration in unsere Gesellschaft ist und dass sie die volle Teilhabe an den Bürgerrechten wie dem aktiven und passiven Wahlrecht bedeutet.“ Genau dies war für Pavol Streicher einer der Gründe, sich einbürgern zu lassen. Der Slowake, der heute Landestrainer beim Badischen Handball-Verband ist, nahm seine Einbürgerungsurkunde – stellvertretend für die anderen

Neubürger – aus den Händen von OB Fenrich in Empfang und bedankte sich in seiner Rede „für die tolle Idee, uns ins Rathaus einzuladen.“ Karlsruhe sei ihm zur zweiten Heimat geworden und er wolle „die Zukunft aktiv mitgestalten“. Deshalb sei es ihm wichtig, hier wählen gehen zu können. „Es liegt an uns, ob wir die Chancen unserer Einbürgerung nutzen“, wandte sich Streicher abschließend an seine neuen Mitbürgerinnen und Mitbürger, von denen viele vielleicht zum ersten Mal im Rathaus waren, zum ersten Mal ihren OB gesehen und vielleicht auch zum ersten Mal live klassische Musik gehört haben. Neugierige, anerkennende und begeisterte Blicke lagen auf den jungen Musikerinnen und Musikern des Sinfonieorchesters des Helmholtz-Gymnasiums, die gleich drei Mal an diesem Abend Kostproben ihres Könnens gaben. Ein kleines türkisches Mädchen war so begeistert von Leiter Hans Stiefel und seinen Bewegungen, dass sie im Publikum mitdirigierte. -res-

EINGEBÜRGERT: Pavol Streicher (l.) bekam seine Urkunde von OB Fenrich überreicht. 240 Frauen und Männer sind dieses Jahr in Karlsruhe Deutsche geworden.

29. Oktober 2010

Badespaß an Allerheiligen Am Montag, 1. November, haben die Karlsruher Schwimmbäder wegen des Feiertags teilweise geänderte Öffnungszeiten. Die Pforten des Weiherhofbads in Durlach stehen an Allerheiligen von 9 bis 17 Uhr für Badegäste offen. Im Fächerbad können Schwimmer und Nichtschwimmer den freien Montag von 9 bis 19 Uhr verbringen. Auch das Sonnenbad ist zwischen 10 und 16 Uhr für Besucherinnen und Besucher geöffnet. Im Europabad kann am Feiertag von 10 bis 23 Uhr gebadet werden. Entspannen kann man sich an Allerheiligen in der Therme Vierordtbad, die ebenfalls von 10 bis 23 Uhr geöffnet ist. Geschlossen bleiben lediglich das Adolf-Ehrmann-Bad in Neureut und das Grötzinger Hallenbad. Weitere Infos unter www.ka-baeder.de.

70. Jahrestag:

Gefragt ist junge Generation Gedenkfeier in Gurs Die Erinnerung an die etwa 6 500 von den Nationalsozialisten deportierten Jüdinnen und Juden bewahren und sie an die junge Generation weitergeben, ist Ziel der Gedenk- und Erinnerungsarbeit in Gurs. Genau zum 70. Jahrestag der Verschleppung ehrten vom 22. bis 24. Oktober auf dem Friedhof des ehemaligen Lagergeländes 180 Vertreter der Länder Baden-Württemberg, RheinlandPfalz und Saarland, der Israelitischen Religionsgemeinschaft Baden (IRG) sowie der Arbeitsgemeinschaft badischer Städte und des Bezirksverbandes Pfalz ihre ab 1940 ausgestoßenen jüdischen Bürgerinnen und Bürger. Gekommen waren auch Zeitzeuginnen und Zeitzeugen. Über 1 000 Tote sind auf dem Friedhof begraben. Um seine Pflege kümmert sich unter Federführung des Karlsruher Hauptamtes die Arbeitsgemeinschaft badischer Städte. So hat die Stadt mit der IRG und dem Bürgermeister von Gurs, Louis Costemalle, jüngst eine Tafel mit dem Plan der Gräber und den Namen der Toten am Eingang des Friedhofs aufstellen lassen. Sie soll, so OB Heinz Fenrich, „das Auffinden der Gräber erleichtern“. Als nächstes Projekt der Städte steht für einen sechsstelligen Betrag die Sanierung der hohen Bäume auf dem Friedhof an. OB Fenrich betonte als Sprecher der badischen Städte: „Gurs ist das Symbol für den Verlust von Heimat und Freiheit und für unbeschreibliches Leid, heute aber auch ein lebendiges Zeugnis für Aussöhnung, für Verantwortung und Verstehen. Deshalb liegt mir auch die Teilnahme von Jugendlichen sehr am Herzen, denn es sind die jungen Menschen, die das Geschehen in Zukunft gestalten. Gleichzeitig stehen sie für ein neues Miteinander der Nationen.“ Mit von der Partie waren daher auch insgesamt 41 junge Frauen und Männer. Die Karlsruherin Kerstin Maier begründe-

AUF DEM FRIEDHOF IN GURS (von links): Landesrabbiner Benjamin Soussan, OB Heinz Fenrich, der Vorsitzende der IRG Baden, Wolfgang Fuhl, MP Stefan Mappus, Staatsrätin Prof. Dr. Regina Ammicht Quinn und Staatsminister Helmut Rau. Foto: Wrobel te ihr Interesse so: „Auch wenn man noch soviel gelesen hat, vor Ort zu spüren, wie es gewesen sein könnte, Eindrücke zu gewinnen, um sich in das Schicksal der Opfer hinein zu versetzen, hilft, alles besser zu verstehen und neue Fragen stellen zu können. Und Sebastian Graf aus Heidelberg gestand: „Ich bin nach Gurs gekommen, weil ich dazu beitragen möchte, dass sich so etwas nicht wiederholt.“ Der baden-württembergische Ministerpräsident Stefan Mappus dankte der seit 1957 existierenden AG der badischen Städte sowie der Freundesgesellschaft des Lagers von Gurs für ihr Engagement. Daher sei es dem Land ein Bedürfnis, sich an der gerade am Ende der Lagerstraße im Entstehen begriffenen „Allee der Internierten“ mit einer Granitstele zu beteiligen. Sie solle ganz besonders an die badischen Deportierten erinnern. Die Allee umfasst zurzeit zwölf Stelen. Zwanzig sollen es einmal werden – eine für jede Gruppe der Internierten. Eine Verpflichtung sieht Mappus darin, die außerhalb von Gurs auf rund 50 Friedhöfen noch

existierenden etwa 200 Gräber zu erhalten. Das ist auch dem Oberrat der IRG ein großes Anliegen. Mappus machte klar, dass die politische und finanzielle Verantwortung hierfür bei den Deutschen liege. Darüber will er mit Rheinland-Pfalz, dem Saarland und der IRG reden. Wolfgang Fuhl, der Vorsitzende des Oberrates dankte für diese Initiative und der Stadt Karlsruhe für ihren großen Einsatz. Als bewundernswert hob er den Einsatz der Zeitzeuginnen und Zeitzeugen hervor. Von unmenschlichen Lebensbedingungen in Gurs berichteten die 81-jährige Amira Gezow, die von der französischen Résistance vor Auschwitz gerettet wurde, und Henri Reich. Er schilderte unter Tränen „das große Unheil“, das den Unschuldigen widerfuhr. Als „gewaltigen Strudel“ bezeichnete er die sich seit 1933 in Nazideutschland immer schneller drehende Maschinerie zur Ausgrenzung und Vernichtung der jüdischen Bevölkerung. Paul Niedermann machte eindrücklich klar, „dass Hass ein unfruchtbarer Boden ist, auf dem nichts gedeihen kann.“ -cal-

SYMBOLISCHE Gleise führen zur Gedenktafel für die Opfer. Foto: Altenburg

Polizei kontrolliert Beleuchtung am Rad

PH im Rathaus zu Freiheit des Willens

TechnologieRegion eröffnet offerta

Karlsruher Promis sammeln Spenden

Mit Beginn der dunklen Jahreszeit wird die Polizei bei ihren Radkontrollen vor allem einen Blick auf die Beleuchtung werfen, denn ohne Licht gefährden Pedalritter sich und andere Verkehrsteilnehmer. Bis Ende November fährt das Polizeipräsidium Karlsruhe bei der „Aktion Radfahrsicherheit“ zweigleisig: Einerseits wird die Polizei intensiv überwachen und auch Verwarnungen aussprechen. Denn es habe sich gezeigt, so die Polizei, dass sich radfahrende Verkehrsteilnehmer allein den gut gemeinten Ratschlägen der Ordnungshüter immer wieder verschließen. Neben der vorschriftsmäßigen Ausrüstung geht es auch um die Einhaltung der Verkehrsvorschriften. Andererseits berät die Polizei mehrmals in der Woche an Ständen in der Innenstadt und in Stadteilen zum verkehrssicheren Fahrrad.

Die Pädagogische Hochschule Karlsruhe ist zu Gast im Rathaus am Marktplatz. Die Abteilung Evangelische Theologie stellt sich am Dienstag, 2. November, mit Vorträgen zum Thema „Die Unfreiheit des menschlichen Willens in natur- und geisteswissenschaftlicher Perspektive“ vor. Professor Dr. Joachim Weinhardt geht auf die Renaissance des Streites um die Willensfreiheit sowie auf die Konsequenzen der Willensunfreiheit des Menschen für Verantwortung, Erziehung und Bildung ein. Birgitta Heim referiert über neurobiologische Experimente und philosophische Argumente gegen die Willensfreiheit. Erste Bürgermeisterin Margret Mergen und Professorin Dr. Liesel Hermes, Rektorin der Pädagogischen Hochschule, begrüßen alle Interessierten um 18 Uhr im Bürgersaal. Der Eintritt ist frei.

Badens beliebteste Verbrauchermesse / Karten für Leser der StadtZeitung

Auch in diesem Jahr findet vom 1. bis 14. November eine Haus- und Straßensammlung für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge statt (siehe OB-Aufruf Seite II). Seit 1996 ist es Tradition, dass auch politische und gesellschaftliche Repräsentanten Spenden sammeln. Die Prominentensammlung, an der neben Vertretern des Gemeinderates Erste Bürgermeisterin Margret Mergen teilnimmt, findet am Freitag, 5. November, von 10.30 bis 12 Uhr statt. Die Sammelaktion wird auf dem Marktplatz mit einem Platzkonzert des Luftwaffenmusikkorps 2 begleitet. Die Reservistenkameradschaft der Bundeswehr bereitet einen Eintopf aus der Goulaschkanone zu, dessen Verkaufserlös der Kriegsgräberfürsorge zugute kommt. Und die Geschäftsstelle des Volksbunds informiert über ihre Arbeit.

Faszinierend findet Christoph Hinte, Messechef der offerta sie schon, die Berge von geschältem Gemüse, frisch geschabten Spätzle oder die Stände an denen die angeblich besten Pfannen der Welt angepriesen werden. Sie gehören nun einmal dazu, zur offerta, der Verbrauchermesse, deren 39. Auflage vom 30. Oktober bis 7. November in der Messe Karlsruhe läuft. Um aber weiterhin die, nach eigenen Angaben, beliebteste Verbrauchermesse Badens zu bleiben, arbeitet Hinte immer weiter daran, neue Trends aufzunehmen und ein für alle Interessen- und Altersgruppen attraktives Angebot zu präsentieren. „Neuheiten entdecken“ lautet das Motto der offerta 2010. Eine Neuheit dabei ist der Bereich vital, der sich ganz dem

Zukunftsmarkt Gesundheit und Wohlbefinden widmet. Viel Neues gibt es auch in den gewohnten Bereichen Autoarena, Bautrend, Creativ, Culinaria, Esskultur und Lebensart, Informativ, Nah & Fern, Neue Medien, Sport & Events Style und Wohntrend. Weiter erweitert wurde das Showprogramm, das vom täglichen Kochen, Musik und Tanz aus der Partnerstadt Krasnodar bis hin zur Wahl der Miss Baden 2010 oder dem Music- und Entertainment Award reicht. Insgesamt 800 Aussteller füllen die vier Messehallen wieder bis auf den letzten Platz. Der Eröffnungstag der offerta 2010 steht ganz im Zeichen der TechnologieRegion Karlsruhe, in diesem Jahr präsentiert mit einem ganztägigen Informations- und

Unterhaltungsprogramm von den Landkreisen Germersheim und Südliche Weinstraße. Der gewohnte Südpfalztag wird dazu von Dienstag auf den morgigen Samstag, 30. Oktober, verlegt. Die offerta ist täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der KVV setzt zusätzlich wieder zwischen Hauptbahnhof und Messe den MesseExpress ein. Für Leser der StadtZeitungs stellt der Veranstalter fünf Karten, für je zwei Personen, zur Verfügung. Gewinnen kann, wer heute, 29. Oktober, ab 11 Uhr eine E-Mail an info@hinte-messe.de mit dem Hinweis: „offerta Gewinnspiel/ Stadtzeitung“ und seiner vollständigen Adresse schickt. Die ersten fünf E-Mails gewinnen. Weitere Informationen gibt es im Internet unter: www.offerta.info. -fis-

Bombe schnell entschärft

Erst im Frühjahr Bau des Überwegs

Evakuierung von BadenCarré und Kongresszentrum Exakt um 13.23 Uhr kam am Mittwoch die Entwarnung, die Bombe beim BadenCarré war entschärft. Um 13 Uhr hatte der Kampfmittelbeseitigungsdienst des Landes begonnen, den Zünder der FünfZentner-Bombe freizulegen. Die war am Dienstag in der Hermann-Billing-Straße bei Kanalarbeiten des Tiefbauamts entdeckt worden. Stadtverwaltung, Feuerwehr, Rettungsdienste, Verkehrsbetriebe und Polizei hatten daraufhin die Entschärfung vorbereitet. Hierfür war notwendig, den Bereich in einem Radius von 250 Metern um den Fundort zu evakuieren. Mit Handzetteln waren die Bewohner noch am Dienstag darüber informiert worden, dass sie vorübergehend ihre Wohnungen verlassen müssen, für bettlägerige und gehbehinderte Menschen stellten die Rettungskräfte einen Transportdienst zur Verfügung. Auch Teilnehmer eines

Kongresses in der Stadthalle sowie Gäste des Kongresshotels, Beschäftigte des Landratsamts oder auch Schüler der Gartenschule waren betroffen. Die Stadt richtete ein Bürgertelefon ein, welches am Mittwochmorgen auch rege genutzt wurde. Zwar hatte die Stadt mit dem Goethe-Gymnasium einen zentralen Sammelpunkt für diejenigen zur Verfügung gestellt, die ihre Wohnung oder Arbeitsstätte verlassen mussten, die meisten Menschen suchten sich jedoch andere Ausweichquartiere. Für die Dauer der Entschärfung musste der Verkehr unter anderem in einem Teilabschnitt der Kriegsstraße und in der Ettlinger Straße unterbrochen werden. Neben Einsatzkräften vor Ort hatten sich Führungs- und Verwaltungsstab der Stadt in der Hauptfeuerwache getroffen, um die notwendigen Maßnahmen zu koordinieren. -rie-

MIT FINGERSPITZENGEFÜHL UND VIEL ERFAHRUNG sind die Männer des Kampfmittelbeseitigungsdienstes des Landes der Fliegerbombe zu Leibe gerückt. Keine halbe Stunde brauchten sie, um die Bombe zu entschärfen. Fotos (2): Fränkle

Mit den Bauarbeiten für den Übergang in der Kriegsstraße auf Höhe der Hirschstraße wird erst im nächsten Frühjahr begonnen. Nachdem die Reinhold-Frank-Straße für den Verkehr wieder durchlässig ist und auch das Nadelöhr Kühler Krug beseitigt ist, soll vor dem anstehenden Weihnachtsgeschäft auf der innerörtlichen Haupterschließungsstraße keine erneute Baustelle eingerichtet werden. Das hat Oberbürgermeister Heinz Fenrich entschieden und das Tiefbauamt beauftragt, die Maßnahme zu verschieben. Die für das kommende Wochenende angekündigte Fahrbahnerneuerung auf der Kriegsstraße zwischen Hirschstraße und dem Knoten Brauerboulevard/Reinhold-Frank-Straße wird dagegen wie geplant durchgeführt.


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StadtZeitung

64. Jahrgang · Nr. 43 · 29. Oktober 2010

Planungsausschuss zu Sophienstraße:

Kriegsgräberfürsorge:

Radstraße verlängern

Helfen bei Friedensarbeit

Herrenalber Straße: Gemeinderat entscheidet

Der OB ruft zu Spenden auf

Seit März 2009 ist die Sophienstraße zwischen Herderstraße und Scheffelstraße Fahrradstraße – mit guten Erfahrungen. Nun soll sie verlängert werden: Im Westen bis zum Entenfang und im Osten bis auf Höhe der Nottingham-Anlage/Moninger­straße. Der Verlängerung der Fahrradstraße stimmte der Planungsausschuss mehrheitlich in nichtöffentlicher Sitzung unter dem Vorsitz von Bürgermeister Michael Obert zu.

Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge sammelt von Montag, 1. November, bis Sonntag, 14. November, in Karlsruhe Spenden. Der Verein finanziert so seine gemeinnützige Arbeit. OB Heinz Fenrich unterstützt die Kampagne und ruft die Karlsruher Bevölkerung zu Spenden für den Volksbund auf: „Ich bitte Sie auch in diesem Jahr um Ihre freundliche Unterstützung für die so wichtige Arbeit des Volksbundes, die zur Erfüllung der gemeinnützigen Aufgaben im Auftrag der Bundesregierung, notwendig ist. Er leistet einen besonderen Beitrag zur Erinnerungskultur. Erst nach der politischen Wende in Osteuropa nahm der Volksbund seine Arbeit auch in den Staaten des einstigen Ostblocks auf, wo im Zweiten Weltkrieg etwa drei Millionen deutsche Soldaten ums Leben kamen, das heißt mehr als doppelt so viele, wie auf den Kriegsgräberstätten im Westen ruhen. Diese Aufgabe stellt den Volksbund vor immense Schwierigkeiten: Viele der über hunderttausend Grabanlagen sind nur schwer auffindbar, zerstört, überbaut oder geplündert. Ein tiefsinniges Wort von Albert Schweitzer führt uns zum Kern: ‚Kriegsgräber sind die großen Prediger des Friedens.’ Die Aufgabe, die Gräber der deutschen Kriegstoten im Ausland zu erfassen, zu erhalten und zu pflegen, ist genau so wie die Betreuung der Angehörigen in Fragen der Kriegsgräberfürsorge eine Aufgabe des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Die Anzahl der Exhumierungen soll erhöht werden. Der Schwerpunkt der Umbettungsarbeiten wird in Russland, Weißrussland (Belarus) und der Ukraine liegen. In ZentralwestRussland sollen mindestens 17 500, in Belarus 6 000 Kriegstote sein. Auf dem Gelände des letzten noch zu bauenden Sammelfriedhofs in der russischen Föderation (Duchowschtschina bei Smolensk) werden bereits 2010 die ersten Toten eingebettet werden. Der Volksbund will im Jahr 2010 insgesamt 48 000 Kriegstote bergen. Bitte unterstützen Sie die Friedensarbeit des Volksbundes, jeder Euro zählt. Geben Sie den ehrenamtlichen Sammlern des Volksbundes eine kleine Spende. Diese können sich durch einen Sammlerausweis in Verbindung mit dem Personalausweis ausweisen. Sollten Sie die Sammler verpassen, können Sie Ihre Spende auch direkt auf das Konto der BW-Bank Karlsruhe, BLZ 660 501 01, Konto-Nr. 100 999 0 überweisen, vielen Dank. Für Fragen steht Ihnen die Bezirksstelle in Karlsruhe, Telefon 230 20 jederzeit zur Verfügung. Als Verantwortlicher dieser Kommune unterstütze ich die Arbeit des Volksbundes und bitte Sie, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, unterstützen auch Sie die Arbeit für den Frieden mit einer Spende an den Volksbund. Ich danke Ihnen schon heute recht herzlich für Ihre Mithilfe.“ Heinz Fenrich Oberbürgermeister

Die Sophienstraße ist Bestandteil des Hauptradroutennetzes. Die Fahrradstraße wurde eingerichtet, um die Verkehrssicherheit für Radfahrerinnen und Radfahrer zu erhöhen. Denn diese wurden zuvor häufig von überholenden Autofahrern gefährdet. Auch die nun beschlossene Verlängerung der Fahrradstraße dient dem Zweck, Radlern ein sicheres Angebot zu machen. Die SPD-Gemeinderatsfraktion hatte ursprünglich in einer Anfrage angeregt, die Sophienstraße in voller Länge als Fahrradstraße auszuweisen. Eine Prüfung hat jedoch ergeben, dass sich mit einer Verlängerung bis zur Karlstraße die Sicherheit für Radfahrer nicht weiter erhöhen würde, weshalb der Planungsausschuss davon Abstand nahm. Zwar ist auch in dem nicht berücksichtigten Abschnitt der Sophien­straße zwischen Moningerstraße und Leopold­straße der Radverkehr dominierend. Aufgrund der zahlreichen Geschäfte in diesem Abschnitt sind hier jedoch relativ viele gebietsfremde Autofahrer unterwegs. Daher wird bezweifelt, dass mit einer Fahrradstraße die Sicherheit für den Radverkehr verbessert werden kann. Und östlich der Leopoldstraße bis zur Karlstraße gestaltet sich das Miteinander von Rad- und Autoverkehr bereits so gut, dass mit einer Fahrradstraße kein zusätzlicher Gewinn an Sicherheit erzielt werden könnte. Anfang 2011 soll die Verlängerung der Fahr-

radstraße markiert und beschildert werden, hierfür fallen rund 10 000 Euro Material- und Lohnkosten an. Auf die Anzahl der Parkplätze hat die Ausweisung als Fahrradstraße keine Auswirkungen. Aus dem Planungsausschuss mitgenommen hat die Verwaltung die Bitte, zwei potenzielle Gefahrenpunkte näher zu betrachten. In beiden Fällen geht es darum, dass sich die Hauptrichtungen von Radlern und Autofahrern deutlich unterscheiden. Dies ist an der Kreuzung Sophienstraße/Waldstraße der Fall, wo ein Großteil der Radler von der Sophienstraße in die Waldstraße abbiegen möchte. Außerdem betrifft es die Kreuzung Sophienstraße/Reinhold-Frank-Straße. Hier wollen die meisten Radlerinnen und Radler in die westliche Richtung fahren und die Reinhold-Frank-Straße lediglich queren, während die Autofahrer vor allem nach Norden abbiegen wollen. Erneut Thema war im Planungsausschuss der Verkehrsversuch in der Herrenalber Straße. Ob dieser in eine dauerhafte Lösung übergeführt werden soll, wird nun im Dezember vom Gemeinderat in öffentlicher Sitzung entschieden. Dabei geht es um die Frage, ob es stadtauswärts bei einer Fahrspur für den fließenden Verkehr und einem Radfahrstreifen bleibt. Der einjährige Testlauf wurde vom Ingenieurbüro Köhler, Leutwein und Partner dokumentiert und analysiert. -rie-

Am heutigen Freitag, 29. Oktober, um 14 Uhr fällt der Startschuss für die diesjährige Karlsruher Herbstmess’. Der bunte Jahrmarkt bietet bis Montag, 8. November, mit 22 Fahrgeschäften, zahlreichen Imbissständen und Markthändlern sowie Los- und Schießbuden auf dem Messplatz eine abwechslungsreiche Mischung aus Action, Spaß und Entspannung für Jung und Alt. „Die Mess’ ist in diesem Jahr das letzte große Volksfest in Baden-Württemberg und bietet gerade im Herbst eine unvergleichliche Atmosphäre“, sagt Armin Baumbusch, Leiter des städtischen Marktamtes. Neben neuen Fahrge-

Herbstmess’ geht neue Wege schäften wie „Alpha 1“ oder „G-Force“, einer wilderen Version einer Schiffsschaukel, setzen die Organisatoren aber auch auf ein verstärktes Rahmenprogramm. Am heutigen Eröffnungstag präsentiert die Akrobatengruppe „Nistorov“ im Festzelt „Circus Circus“ eine halsbrecherische Rollschuhshow, um 19 Uhr rockt dann die Partyband Knutschfleck bei freiem Eintritt. Auch mit dem „Ü-50-Tag“ am Dienstag, 2. November, wollen die Messemacher mehr Menschen für die Mess’

begeistern. Dann wird auf dem ganzen Festplatz Musik aus den 1950er und 1960er Jahren gespielt und im Festzelt tritt der Conférencier Dieter Farrenkopf auf. Die Mess’ ist werktags in der Zeit von 14 bis 23 Uhr geöffnet, an Sonnund Feiertagen von 12 bis 23 Uhr. Ermäßigte Preise bietet der Familientag am kommenden Donnerstag, 4. November. Zum feierlichen Finale des Volksfestes erleuchtet am 8. November ein großes Musikfeuerwerk den Himmel über dem Messplatz. Weitere Infos zur Herbstmess’ gibt es im Internet unter der Adresse: www.karlsruhe.de/fb5/ maerkte/mess.de. -jul-/-nil-

Weiterhin Kooperation auf Augenhöhe Stadt und Agentur für Arbeit: Neues Jobcenter als „gemeinsame Einrichtung“

MIT IHRER UNTERSCHRIFT besiegelten OB Heinz Fenrich und Hartmut Pleier, Arbeits­agentur, die Zusammenarbeit im „Jobcenter Stadt Karlsruhe“. Fotos (3): Fränkle

Es war das erklärte Ziel aller Beteiligten, die Auswirkungen des neuen Organisationsmodells zur Umsetzung der Hartz-IV-Reform für Arbeitssuchende so gering wie möglich zu halten. Deshalb erhalten diese auch künftig ihre Grundsicherung bei einer Behörde. Den Betroffenen dürfte es auch reichlich egal sein, ob sie wie bisher von Arbeitsgemeinschaften (ARGE) aus Agentur für Arbeit und Stadt Karlsruhe betreut und beraten werden oder ob ab Januar 2011 deren „gemeinsame Einrichtung“ für sie zuständig ist. Es waren juristische Probleme, die eine Neuregelung notwendig machten, denn das Bundesverfassungsgericht hatte die in der Vergangenheit praktizierte Mischverwaltung zwischen Bund und Kommunen als nicht verfassungskonform moniert, sie widerspreche der Eigenverantwortlichkeit der Verwaltungsträger. Das Grundgesetz wurde daraufhin geändert und so kam es, dass OB Heinz Fenrich und der

Vorsitzende der Geschäftsführung der Arbeitsagentur, Hartmut Pleier, am Dienstag ihre Unterschrift unter ein neues Vertragswerk setzten und die Gründung des „Jobcenters Stadt Karlsruhe“ vereinbarten. Hauptsitz der Behörde ist der gewohnte Standort in der Brauerstraße 10 mit „Filialen“ im Rathaus West und in Durlach (Badener Straße). Der Vertrag „gewährleistet die Kontinuität der Arbeit“, war Fenrich fest entschlossen, die „gelungene Kooperation auf Augenhöhe“ fortzusetzen und „zu leben“. Die vergangenen sechs Jahre hätten gezeigt, dass bei gutem Willen und Kompromissen beider Partner der Anstieg der Arbeitslosigkeit begrenzt werden könne. Auch Hartmut Pleier nannte die Wiedereingliederung in den ersten Arbeitsmarkt als wesentlichen Punkt, dabei spiele die Verbesserung der Kinderbetreuung eine erhebliche Rolle und was die Stadt in dieser Sache bereits unternommen habe sei „sehr vorzeigbar“.

Ein Kernpunkt der Neuregelung ist die Weisungsbefugnis von Arbeitsagentur und Stadt in ihrem jeweiligen Bereich. Während die Agentur die Leistungen zur Reintegration in den Arbeitsmarkt und zur Sicherung des Lebensunterhalts übernimmt, sind die Kommunen für Unterkunft und Heizung, Schuldner- und Suchtberatung, psychosoziale Hilfen und Kinderbetreuung zuständig. Da der Bund zwei Drittel der Leistungen finanziert, schrumpft der Einfluss der Kommune, die ihr Personal entsprechend von 50 auf 30 Prozent reduziert. Einen Wechsel gibt es an der Spitze: Den Geschäftsführer des Jobcenters stellt nicht mehr die Stadt, sondern die Agentur – voraussichtlich mit ihrem derzeitigen ARGE-Vize Hans-Peter Kölmel. Und der Trägerversammlung mit je drei Vertretern aus Stadt und Agentur sitzt Bürgermeister Martin Lenz vor. Seine Stimme ist bei Beschlüssen mit Stimmengleichheit ausschlaggebend.  -maf-

Frauen meistern Berufsübergänge

Bürgerversammlung in der Nordweststadt

„Vorbildliche Arbeit“

Vorverkauf für Rock’n’Roll-WM

Die Kontaktstelle Frau und Beruf bietet im Rahmen des Jahresthemas „Neu-Start – Berufliche Übergänge gestalten“ einen Workshop mit der Coach und Wirtschaftskinesiologin Anita Berres an. Der Workshop findet am Freitag, 12. November, abends und am Samstag, 13. November, ganztags statt und kostet 120 Euro. Anmeldungen sind per E-Mail an info@frauundberuf-karlsruhe.de sowie telefonisch unter 133-73 35 möglich. Dort gibt es auch weitere Informationen zur Veranstaltung. In dem Workshop geht es um die erfolgreiche Gestaltung beruflicher Übergänge und das bewusste Nutzen des eigenen Veränderungspotenzials. Mit dem Einsatz von Methoden der Wirtschaftskinesiologie werden schnelle und wirksame Wege eröffnet, um Ziele zu setzen, die Kommunikation zu optimieren, Leistung und Kreativität zu steigern, Stress zu reduzieren und eine innere Balance zu schaffen. Mit diesen Methoden sollen Selbstüberzeugung und -management als Schlüssel zum Erfolg entwickelt werden.

Mit Unterstützung der Stadt organisiert der Bürgerverein Nordweststadt für die Bewohner des Stadtteils eine Bürgerversammlung. Diese ist am Donnerstag, 4. November, ab 19 Uhr in der Evangelischen Fachschule für Sozialpädagogik Bethlehem, Friedrich-Naumann-Straße 33 a. Der Abend soll den Bewohnern Gelegenheit geben, mit OB Heinz Fenrich sowie städtischen Dienststellen zu Themen des Stadtteils ins Gespräch zu kommen. Dazu zählen die Nahversorgung an der Josef-Schofer-Straße, Konzepte zum Walther-Rathenau-Platz und zum Gebäude der Petrusgemeinde, die auf Eis liegende Planung zum Ausbau der WilhelmHausenstein-Allee oder die Verkehrsberuhigung Landauer Straße. Andreas Erlecke, Vorsitzender der Bürgergemeinschaft Nordweststadt, wird die Moderation übernehmen. Auf dem Podium nehmen neben OB Heinz Fenrich Fachleute aus Stadtplanungsamt, Tiefbauamt, Ordnungsund Bürgeramt, Gartenbauamt und aus der Wirtschaftsförderung Platz.

Unbegleitete Flüchtlinge / SPD: Neuregelung

Das Tanzpaar Susanne Weis und Jochen Berger gehen am 20. November bei den Rock’n’Roll Weltmeisterschaften in der Europahalle auf das Parkett. Um elf Uhr beginnen die Vorrunden in zwei Wettkampfklassen. Die besten tanzenden Rock’n’ Roller der Welt werden auch beim Nachwuchs in der Klasse „Girl Formation“ gesucht. Jürgen Lagler, Vorsitzender des Karlsruher Tanzclubs „Golden Fifties“ ist stolz darauf, dass wieder einmal sein Verein mit der Ausrichtung des „wichtigsten Turniers der Rock’n’Roll Szene“ beauftragt wurde. In diesem Jahr habe Karlsruhe München als Mitbewerber ausgestochen. Auch beim Karlsruher Spitzenpaar Weis/Berger herrscht Vorfreude und Optimismus: „Wir zählen auf die Unterstützung des Karlsruher Publikums.“ Eintrittskarten gibt es bereits im Vorverkauf. Die Tickets sind bei der Touristinformation am Hauptbahnhof und den bekannten Verkaufsstellen zu haben. Telefonisch kann unter 2 50 00 und im Internet (www.eventim.de) bestellt werden.

Über die Landesaufnahmestelle kamen 2009 insgesamt 94 minderjährige unbegleitete Flüchtlinge nach Karlsruhe, die unter Vormundschaft des Jugendamts stehen und übergangsweise in Wohnprojekten des Kinder- und Jugendhilfezentrums der Heimstiftung unterkommen. Nach einer Verweildauer von bis zu acht Wochen werden die jungen, meist männlichen Migranten auf Jugendheime, Einrichtungen betreuten Wohnens oder Pflegefamilien in 44 Stadt- und Landkreisen in Baden-Württemberg verteilt. Karlsruhe leiste hier „vorbildliche Arbeit“ und trage in Baden-Württemberg in starkem Maße Verantwortung für Kinder und Jugendliche, die durch vielerlei Umstände traumatisiert seien. SPD-Stadträtin Yvette Melchien forderte im Gemeinderat, dass sich das Land neben Zuschüssen zu den Sachkosten auch an den Personalkosten beteilige. Außerdem schlagen die Sozialdemokraten die Einrichtung landesweiter

Kompetenzzentren nach Karlsruher Modell vor. Und dabei geht es nicht darum, mehr Flüchtlinge nach Karlsruhe zu bringen und sie hier zu betreuen – CDU-Stadtrat Ingo Wellenreuther hatte den Antrag so verstanden –, sondern Erfahrungen weiterzugeben. Die Fallzahlen nähmen zu und die Verweildauer in Karlsruhe sei zu lang, weil nachkommende Stellen zu spät reagierten oder sich nicht kompetent fühlten, unterstützte Dr. Dorothea PolleHoll (GRÜNE) den Antrag. Die Betreuung werde „effizienter und besser“ sah Stadtrat Heinz Golombeck (FDP) die Vorteile der Strukturreform, aber „keine Stadt wird sich darum reißen“. Auch KALStadträtin Margot Döring befürwortete mehr Landesbeteiligung. Weiterdiskutiert wird im Migrationsbeirat und im Jugendhilfeausschuss – dann allerdings auch unter dem Aspekt „Zuständigkeit“. Die Stadt führt in dieser Frage derzeit mit dem Regierungspräsidium Gespräche. -maf-

Terminkalender · Terminkalender

Boxen gegen Gewalt Aktionstag in der Südstadt zur Prävention Workshops, Mitmach-Angebote und Theaterstücke: Der erste Aktionstag gegen Gewalt in der Südstadt fand bei den Jugendlichen breite Resonanz. Ein Auftakt für weitere Kooperationen: Man solle den Begriff „Auftakt“ jedoch nicht falsch verstehen, die Institutionen leisteten seit Jahren gute Jugendarbeit, die Zusammenarbeit der Einrichtungen werde künftig aber noch intensiviert, betonte Jugendamtsleiterin Dr. Susanne Heynen bei der Eröffnung. Beteiligt am gemeinsamen Aktionstag waren der Kinder- und Jugendtreff Südstadt, der Soziale Dienst Mitte-Süd, die Schulen und Schulsozialarbeiter sowie der Polizeiposten des Stadtteils. Anstoß für den Aktionstag war nicht zu-

letzt eine Schülerbefragung, laut der schon mehr als die Hälfte der 678 Befragten im Alter zwischen acht und elf Jahren Kontakt mit Gewalt hatten. Im Lauf des Nachmittags wurden die Ergebnisse der Workshops präsentiert, Theaterstücke aufgeführt, Filme gezeigt und Alternativen zur Gewalt vorgestellt. Hierzu zählten beispielsweise das Schülerradio der Uhlandschule oder die Video AG der Nebenius-Realschule. Das Mitmachangebot der Polizei „BogG – Boxen gegen Gewalt“, kam bei den Jugendlichen besonders gut an. Schon seit 2004 läuft das Projekt in Kooperation mit dem Karlsruher SC, dem Polizeisportverein und der Stadtverwaltung und erfreut sich großen Zulaufs aus dem ganzen Stadtgebiet. -jul-

ROCK’N’ROLL: Am 20. November weltmeisterliche Disziplin in der Europahalle.

HAU DEN SANDSACK: Das „Boxen gegen Gewalt“ war einer der Renner bei den Jugendlichen beim gemeinsamen Aktionstag in der Südstadt zur Prävention.

„Was lese ich in den Ferien“ heißt es heute, Freitag, 29. Oktober, ab 16.30 Uhr in der Jugendbibliothek im Prinz-MaxPalais. In gemütlicher Runde möchten die Bücherexperten der Bibliothek in der Karlstraße 10 Jugendlichen ab zwölf Jahren aktuelle Lesetipps geben. Auf Klangschalenreise können Badegäste am heutigen Freitag ab 19.15 Uhr in der Therme des Vierordtbads gehen. Zum Heimspiel des KSC gegen den TSV 1860 München am Samstag, 30. Oktober, setzen die Verkehrsbetriebe wieder Sonderbusse ein. Von 11.30 Uhr bis zum Anpfiff der Zweitliga-Begegnung um 13 Uhr bringen Busse alle zehn Minuten Zuschauer ab Durlacher und Mühlburger Tor zum Wildparkstadion. Die Evangelische Kirche in Grötzingen hat an diesem Sonntag, 31. Oktober, einen besonderen Prediger zu Gast. Am Reformationstag predigt Stadtrat Tom Hoy-

em, der das Wort Gottes auch schon oft in seiner Heimat Dänemark von der Kanzel aus verkündete, um 10 Uhr bei der Messe mit Abendmahl und Kinderchor. Zur Führung durch die Dauerausstellung des Pfinzgaumuseums zur Geschichte der Residenzstadt Durlach lädt für diesen Sonntag, 31. Oktober, um 11 Uhr, Museumsleiterin Dr. Anke Mührenberg ein. Mit der Kleinbahn können Besucher am Montag, 1. November (Allerheiligen), letztmals dieses Jahr eine Runde durch den Schlossgarten drehen. Danach macht das Bähnle bis 2. April Winterpause. Schwimmen für guten Zweck können Sportinteressierte am Freitag, 5. November, von 10 bis 22 Uhr im Fächerbad beim 12-Stunden-Schwimmen des SSC Karlsruhe. Das Startgeld beträgt drei Euro. Der Erlös fließt in die Spendenaktionen „mp13 – die starke Mittagspause“ des Stadtjugendausschusses und „Wir helfen“.


StadtZeitung

64. Jahrgang · Nr. 43 · 29. Oktober 2010 

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Empfang zum 80. Geburtstag von OB i.R. Gerhard Seiler:

Turmberg-Beleuchtung:

Ein Leben im Dienste Karlsruhes

Neues Licht mit Gobo-Technik

OB Fenrich: Glücksfall für die Stadt /Auch im Amt Mensch geblieben „Es kam mir niemals in den Sinn, welch guter Mensch ich eigentlich bin“. Gut gelaunt und launig wie eh und je bedankte sich Oberbürgermeister i. R. (im Ruhestand), Professor Dr. Gerhard­ Seiler, für die Würdigung durch seinen Amtsnachfolger Heinz Fenrich und die vielen guten Wünsche, die den Ehrenbürger Karlsruhes zum 80. Geburtstag erreichten. Rund 270 Gäste waren zum offiziellen Empfang der Stadt am Donnerstag Oberbürgermeister Heinz Fenrich würdigte seinen Amtsvorgänger als „Karlsruher Urgestein“, das seiner Heimatstadt „ein Leben lang treu geblieben“ sei und ihr „ebenso treu gedient“ habe. Dass Seiler 1959 zur Stadt gegangen sei, „war für diese ein Glücksfall“. Hafendirektor, Stadtkämmerer, Bürgermeister, Erster Bürgermeister und schließlich von 1986 bis 1998 Oberbürgermeister – „ein ganzes Leben im Dienste Karlsruhes“, erinnerte Fenrich an die Stationen Professor Seilers.

vergangener Woche in die Fächerresidenz in der Nordstadt gekommen – darunter langjährige Weggefährten ebenso wie amtierende Vertreterinnen und Vertreter aus allen Bereichen von Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kirchen, Kultur und Sport. Den Ort hatte sich Gerhard Seiler als Vorsitzender des Wohnstifts selbst ausgesucht und ließ die Gelegenheit auch nicht aus, um für „sein“ Projekt Werbung zu machen.

Die Liste der Verdienste des Jubilars sei lang – zu lang für eine Würdigung, bei der er „Mut zur Lücke“ beweisen müsse, sagte das Stadtoberhaupt. Denn „lange Veranstaltungen, die nur der Repräsentation dienten“ seien nie Seilers „Ding“ gewesen. „Irgendwann hat man sich umgeschaut – und Sie waren weg“, so Fenrich. Aber auch die Aufzählung von Schlagworten war beeindruckend: World Games, Gründung der TechnologieRegion, der Erhalt von Bundesverfassungsgericht und

Gratulation: Den Fächergrundriss auf Keramik überreichte OB Heinz Fenrich seinem­Amtsvorgänger Professor Dr. Gerhard Seiler zu dessen 80. Geburtstag.

Bundesgerichtshof in der „Residenz des Rechts“, der 50. Deutsch-Französische Gipfel, die Tour de France, der Deutsche Katholikentag, Städtepartnerschaften, Wiederaufbau des Ständehauses, Initiative Magistrale für Europa, Karlsruher Drogenkonzept, Baden Airpark und schließlich auch die Einladung ehemaliger jüdischer Mitbürgerinnen und -bürger ebenso wie die der ehemaligen Menschen in Zwangsarbeit. Vielfach seien die Ehrungen für diese Leistungen gewesen – etwa durch das Große Verdienstkreuz oder die Verleihung der Ehrenbürgerwürde. „Eine höhere Auszeichnung kann die Stadt Karlsruhe nicht verleihen“, unterstrich OB Fenrich und ergänzte: „Könnte sie es, so hätten Sie auch diese verdient“. Bei aller Arbeit und allen Terminen sei Gerhard Seiler „immer Mensch geblieben“ und habe „im Gegenüber immer den Menschen gesehen“, so Fenrich. Und wenn er „manchmal etwas kurz angebunden, auch mal ein bisschen ‚bruddlig’“ war, so habe auch das Seiler „so sympathisch und authentisch“ gemacht. OB Fenrich: „Sie blieben auch als Oberbürgermeister immer der Mensch Gerhard Seiler und haben sich weder verbogen noch verbiegen lassen“. Die Familie sei Seiler „ruhender Pol“ gewesen, dessen Frau, mit der er seit 53 Jahren glücklich verheiratet ist, habe dem Jubilar immer den Rücken gestärkt. In seiner Dankesrede überraschte der Jubilar seine Gäste mit einer Liebeserklärung an seine Heimatstadt in nicht einmal 200 Zeichen: „In Karlsruh’ geboren, ins Leben gestellt. Ein Studium erkoren, Fridericiana gewählt. In Karlsruh’ geboren, zum OB dort bestellt. Der Stadt fest verschworen, der schönsten der Welt“. -bw-

INNOVATIVE TECHNOLOGIE: Der Turm auf dem Turmberg erstrahlt nach der in den Lichtplan integrierten Sanierung in einem neuen Licht.  Fotos (2): Müller-Gmelin Die im April 2011 auslaufende Lizenz des Regionalfernsehsenders R.TV wird nicht verlängert. Die erneut ausgeschriebene Lizenz für ein privates regionales Fernsehprogramm im Sendegebiet Mittlerer Oberrhein und Enzkreis geht an die neu gegründete Baden TV GmbH, an der namhafte Unternehmen aus dem Verbreitungsgebiet beteiligt sind, unter anderem IHK-Präsident Bernd Bechtold, und der ehemalige Brauereichef Friedrich Georg Hoepfner. Eine wichtige Rolle bei BadenTV sollen

Baden TV geht im April auf Sendung auch Günter Knappe (Knappe 1a Productions) und der frühere R.TV Vorstand Max Barth übernehmen. „Überzeugt hat das Sendekonzept von Baden-TV durch seine vielfältige Programmstruktur, die regionalen Kooperationen und die Einbeziehung neuer digitaler Verbreitungswege, insbesondere des Internets“, sagte Thomas Langheinrich, Präsident und Vor-

Brühlstraße erhält neue Asphaltdecke

Bilanz des Gedenkens

Entdeckungsreise durch Westafrika

Durchs Leben auf eigenen Sohlen

Das städtische Tiefbauamt erneuert in der Durlacher Brühlstraße zwischen Grenzstraße und „Am Rainle“ den beschädigten Asphaltbelag und die Tragschicht. Gleichzeitig werden auch neue Hausanschlussleitungen verlegt. Während der Bauarbeiten von Dienstag, 2. November, bis voraussichtlich Dienstag, 30. November, bleibt dieser Straßenabschnitt für den Verkehr voll gesperrt, so dass die Bürgerinnen und Bürger mit Verkehrsbehinderungen rechnen müssen. Eine ausgeschilderte Umleitung führt über die Ostmarkstraße, Kärntner Straße, Alter Graben und die Blattwiesenstraße. Fußgänger können die Gehwege in dieser Zeit weiterhin benutzen. Das Tiefbauamt bittet die Anwohner, ihre Fahrzeuge außerhalb des Baubereichs zu parken. Die Verkehrsbetriebe Karlsruhe verlegen die Bushaltestelle auf Höhe der Brühlstraße/Ecke Ostmarkstraße in die Ostmarkstraße und die Bushaltestelle auf Höhe der Brühlstraße/Ecke Blattwiesenstraße ganz in die Blattwiesenstraße. -nil-

Neues Buch über Aktivitäten in Gurs vorgestellt

Die Journalistin und Autorin Sylvia Schopf präsentiert von Mittwoch, 3. November, bis Donnerstag, 2. Dezember, ihre Fotoausstellung „Gesichter der Savanne – Westafrika für Aug und Ohr“ in den Räumen der ehemaligen Kinemathek (Garteneingang) im Prinz-Max-Palais in der Karlstraße 10. Schopf hat zahlreiche Reisen nach Burkina Faso unternommen und gilt als Expertin für Westafrika. Die Ausstellung findet in Zusammenarbeit mit der Stadtbibliothek statt und steht im Mittelpunkt der sechsten Karlsruher Afrikatage, die der Verein Stoffwechsel organisiert. Das Programm der Afrikatage und weitere Informationen zur Fotoausstellung, bei der die Besucherinnen und Besucher auch mit Radiobeiträgen von Schopf auf Entdeckungsreise durch Westafrika geschickt werden, gibt es im Internet unter www.stoffwechsel-ev.de. Bürgermeister Klaus Stapf eröffnet „Gesichter der Savanne“ am 3. November um 16 Uhr. Für die musikalische Unterhaltung sorgt ein Kora-Spieler.  -nil-

Stadträtin Angela Geiger auf Gratulationstour: Von der Feier zum 80. Geburtstag des ehemaligen OB Gerhard Seiler ging es direkt zu einer Jubilarin in die Weinbrennerstraße. Dort feierte Hildegard Schönau am 21. Oktober ihren 100. Geburtstag. „Der Seiler ist noch ein junger Spund“, scherzte die gebürtige Daxlanderin, als ihr Geiger die Glückwünsche von OB Heinz Fenrich überbrachte. Das Leben von Hildegard Schönau war von harter Arbeit geprägt. Nach ihrer Hochzeit 1933 stieg sie in das Schuhmachergeschäft ihres Mannes ein. Als dieser 1943 in Russland fiel, zog sie ihre zwei Söhne alleine groß und führte das Geschäft bis in die 1950er weiter. Danach arbeitete sie wieder im Verkauf als Angestellte. Neben Musik von Richard Wagner waren gemeinsame Wanderungen mit ihrem neuen Lebenspartner durch den Schwarzwald und die Alpen ihre große Leidenschaft. Ihren 100. Geburtstag feierte Hildegard Schönau im engsten Familienkreis mit zwei Enkeln und einem Urenkel.-nil-

„Geschichte und Erinnerungskultur. Die Deportation der badischen und saarpfälzischen Juden in das Lager Gurs“ heißt das zum 70. Jahrestag der Verschleppung erschienene Buch. Dr. Ernst Otto Bräunche und Dr. Volker Steck vom Stadtarchiv haben es im Auftrag der Arbeitsgemeinschaft zur Unterhaltung und Pflege des Deportiertenfriedhofs herausgegeben. Die Bilanz der jahrzehntelangen Gedenkarbeit der AG stellte Kulturamtsleiterin Dr. Susanne Asche während der Gedenkfeierlichkeiten vor Ort vor. 16,80 Euro teuer und 240 Seiten lang, soll der im Info-Verlag erschienene Band möglichst viele Menschen ansprechen. Zwei einführende Beiträge schildern aus badischer und pfälzischer Sicht die Ereignisse des 22. Oktober, ordnen sie historisch ein und skizzieren das weitere Schicksal der jüdischen Opfer. Danach geht es um die Erinnerungskultur mit all ihren Formen. Neben der Geschichte der

AG, deren Arbeitsschwerpunkte außer der Pflege des Friedhofs heute Gedenkveranstaltungen und die Arbeit mit Jugendlichen sind, steht die Erinnerungskultur aus Bruchsal, Emmendingen Freiburg, Heidelberg, Karlsruhe, Konstanz, Lörrach, Mannheim, Offenburg, Pforzheim, Weinheim und Baden-Baden im Fokus. Die Texte liefern Anregungen – inklusive weiterführender Literatur – für die eigene Gedenkarbeit. Ein Beispiel dafür ist das Mahnmalprojekt in Neckarzimmern mit Gedenksteinen für die Verschleppten aus allen 137 badischen Deportationsorten. Dazu kommt die Entwicklung der Erinnerungskultur in den 18 badischen Gedenkstätten mit Bezug zur jüdischen Geschichte sowie in den pfälzischen Orten. Außerdem wird die Frage aufgeworfen, wie es mit 200 Grabstätten auf 50 Friedhöfen außerhalb von Gurs weitergehen soll. Gefördert hat das Buch die Landeszentrale für politische Bildung.  -red-

Naturkundemuseum:

Symbolische Schubladen Wie Naturforscher arbeiten Das Naturkundemuseum (SMNK) am Friedrichsplatz ist eines der ältesten Sammlungsmuseen Deutschlands. Wenn es das Schnapszahl-Jubiläum 222 Jahre im Jahr 2007 nicht groß gefeiert hätte, würde es in diesem Jahr das 225-Jahre-Jubiläum entsprechend gebührend begehen. Seinerzeit hatte Carl Christian Gmelin als erster Wissenschaftler die Leitung des Naturalien­ kabinetts übernommen, das die „Vielwisserin und Vielfragerin“ Markgräfin Caroline Luise aufgebaut hatte. Diesen Exkurs in die Geschichte unternnahm der Naturkundemuseumschef Professor Dr. Norbert Lenz, als er zusammen mit einer der jüngsten Karlsruher Kultureinrichtungen eine Sonderausstellung eröffnete, mit der Staatlichen Hochschule für Gestaltung (HfG). Studentinnen und Studenten der HfG hatten sich ein halbes Jahr lang mit der Arbeitsweise der Wissenschaftler am SMNK befasst und konnten sich dabei „Backstage“ bewegen. Assistentin Uta Kollmann vom Fachbereich Ausstellungsdesign und Szenografie, die seitens der HfG das Projekt betreute, versicherte bei der Eröffnung, wie spannend für sie und die Studenten es gewesen sei, durch die Tür zwischen dem öffentlichen Ausstellungs- und dem Wissenschaftsbereich zu gehen und zu beobachten, was normalerweise kaum nach

VERMEINTLICHE UNORDNUNG: Dieser unaufgeräumt aussehende Arbeitstisch eines­Naturkundemuseums-Forschers steht in der Ausstellung. Fotos (2): Fränkle außen dringt. Herausgekommen ist eine kleine, aber feine Ausstellung, in der die Arbeitsplätze der Geologen, der Insekten-, Dinosaurier und anderen Forscher am SMNK ungeschönt in Szene gesetzt sind. Erst beim zweiten Hinschauen erkennt der Besucher etwa, dass die Schränke mit den Schubladen, in denen die Präparate aufbewahrt werden, nicht aus dem Arbeitsbereich stammen können sondern extra angefertigt wurde. Denn es ist nur möglich, wenige Laden aufzuziehen. Die anderen sind zwar täuschend echt, aber doch nur symbolisch dargestellt. Dr. Uwe Hochmuth, Prorektor der HfG, stellte bei der Eröffnung seine Hochschu-

le als neue Form der Kunstakademie vor. Denn an der HfG werde nicht nur gelehrt und für künstlerische Entfaltung gesorgt, sondern auch geforscht, eine Aufgabe, die moderne Akademien von klassischen Universitäten übernommen hätten, die aber ihrerseits nichts für die künstlerische Entfaltung ihrer Studenten täten. In ihrem Grußwort zeigte sich auch Kulturamtsleiterin Dr. Susanne Asche erfreut über die Kooperation und deren Produkt. Die Ausstellung „Einblicke – die Arbeit des Naturkundemuseums“ ist noch bis zum 9. Januar zu sehen. Infos: www. naturkundemuseum-karlsruhe.de.-erg-

Die Sanierung der Beleuchtung des Turmbergs ist abgeschlossen. Der Turm auf dem Karlsruher Hausberg, Wahrzeichen Durlachs, erstrahlt nachts in einem neuen Licht. Bürgermeister Michael Obert und der stellvertretende Durlacher Ortsvorsteher Hans Pfalzgraf übergaben jetzt die von den Stadtwerken installierte Beleuchtung offiziell ihrer Bestimmung. Das Beleuchtungskonzept unterscheidet Mittelturm und Anbau in ihrer Lichtsprache. Die durch sechs Projektoren mit „Gobo-Technik“ erreichte Rundumbeleuchtung mit scharfkantiger Begrenzung des Lichts auf die Fassade hat gegenüber der vorherigen Beleuchtung wesentliche Vorteile. Die innovative Technologie, die wie ein Diaprojektor funktioniert und die Lichtabstrahlung auf das Objekt eingrenzt, reduziert die elektrische Anschlussleistung auf die Hälfte der vorherigen. Weiter verursacht sie keinerlei „Lichtverschmutzung“ und vermeidet die Gefahr der Blendung nachtaktiver Tiere im Naturschutzgebiet. Mit der TurmbergBeleuchtung gewann Karlsruhe beim Bundeswettbewerb „Energieeffiziente Stadtbeleuchtung“ den Sonderpreis für die Sanierung einer Illumination. Ausschlaggebend für die Prämierung war auch die Einbindung des Projekts in den Lichtplan des Masterplans 2015. Mit der Auszeichnung erhielt die Stadt für die 80 000 Euro teure Sanierung einen Zuschuss von 30 000 Euro aus dem Umweltinnovationsprogramm des Bundes. -tröstandsvorsitzender der Landesmedienanstalt nach der Entscheidung in der letzten Woche. „Gerade auch die breite Verankerung in der Region über die Gesellschafter und Partner wie die Hochschulen können erwarten lassen, dass den Zuschauern ein attraktives und ganz auf die Region ausgerichtetes Fernsehprogramm geboten wird“. Neben R.TV und Baden TV hatte sich Regio TV Baden um die Lizenz beworben. Zu den Gesellschaftern gehört unter anderem die Schwäbische Zeitung.-fis-

JUBILARIN: Hildegard Schönau freute sich über die Glückwünsche von Stadträ­ tin Angela Geiger zum 100. Geburtstag.

Reichhaltige Historie

Schachturnier für Jugendliche im IBZ

Thomashof feierte 300 Jahre Siedlungsgeschichte

Wie gut sie Schach spielen, können Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre beim zweiten Schachturnier im Internationalen Begegnungszentrum (Kaiserallee 12 d) testen. Am Samstag, 13. November, treten Spielerinnen und Spieler der Altersklassen U10 (Jahrgänge 2001 und jünger), U12 (Jahrgänge 1999/2000), U14 (Jahrgänge 1997/1998) und U16 (Jahrgänge 1995/1996) im Nationaltrikot eigener Wahl gegeneinander an. Ausgetragen werden vier Runden Schweizer System mit zehn Minuten Bedenkzeit je Spieler und Partie. Dabei gelten die Schnellschachregeln. Wer mitmachen und Preise und Urkunden gewinnen möchte – die Teilnehmerzahl ist auf 80 begrenzt – sollte sich bis 11. November per E-Mail unter matica.hrvatska.ka@web.de oder info@ ibz-karlsruhe.de anmelden und Namen, Geburtsdatum und Telefonnummer angeben. Weitere Infos gibt es bei Turnierleiter Ingo Kraljic unter den Telefonnummern 982 34 85 oder 0173-808 05 02.

Wie eine Zeitreise in die Vergangenheit mutete die 300-Jahrfeier des Thomashofs am vergangenen Sonntag an. Mit einem reichhaltigen Festprogramm erinnerte die Siedlung, die sowohl auf Durlacher als auch auf Stupfericher Gemarkung liegt, an den Gründer Thomas Dörner. Der hatte mit seiner bescheidenen Holzhütte, die er sich 1710 mit Erlaubnis des Rats der Stadt Durlach auf der Anhöhe gen Stupferich zimmerte, den Grundstein für die heutige Siedlung gelegt. Mit einer Schaubrennerei, einer historischen Tanzaufführung, einer Ausstellung in der Tagungsstätte der mennonitischen Gemeinde, dem Auszug des Kohlenmeilers oder einem historischen Handwerkermarkt wurde die Zeit vor gut 300 Jahren wieder lebendig. Höhepunkt war die Enthüllung der Skulptur „Thomashofer“, den die Durlacher Ortsvorsteherin Alexandra Ries und Stupferichs Ortsvorsteher Rolf Doll mit Karlsruhes Erster Bürgermeisterin Margret Mergen und Fest-Organisatorin Petra Lott gemeinsam vornahmen. Selbst aus allen Teilen der Republik und den USA waren Nachfahren von Thomas Dörner angereist. „Wir wollen gemeinsam ein Stück Heimat feiern, das zu den schönsten Naherholungsgebieten Karlsruhes zählt“, sagte Lott in ihrer Begrüßung. EB Mergen betonte: „Herzlichen Glückwunsch zu diesem tollen Jubiläum, das auf eine große Resonanz stößt. Hier bekennt man sich zu seinen eigenen Wurzeln“, so die Finanzbürgermeisterin, die sich für die Zukunft auch gut eine „Besenwirtschaft“ in dem Höhenstadtteil vorstellen könnte – ebenso wie die Festbesucher, wie der reichlich gespendete

Applaus verriet. Durlachs Ortsvorsteherin Ries meinte: „Der Thomashof trennt nicht, er vereint. Hier findet man eine tolle Natur und die Großstadt in direkter Nähe vor.“ Auch Stupferichs Ortsvorsteher Rolf Doll scharte sich in die Reihe der Gratulanten ein und lobte die Skulptur der Künstlerin Laura Danzi. -voko-

Pilzführung auf Altem Flugplatz

ENTHÜLLUNG: Der hölzerne „Thomas­ hofer“ erzählt Geschichte. Foto: Knopf

Die Natura 2000-Kampagne, die die ökologische Bedeutung des Alten Flugplatzes beleuchtet, geht am heutigen Freitag, 29. Oktober, weiter. Dr. Markus Scholler, Biologe des Staatlichen Museums für Naturkunde leitet um 15 Uhr die Führung mit dem Titel „Zum Verzehr ungeeignet und dennoch interessant: Pilze auf dem Alten Flugplatz“. Treffpunkt: Flugplatzeingang Kurt-Schumacher-Straße.


IV

64. Jahrgang · Nr. 43 · 29. Oktober 2010

AUS DEM GEMEINDERAT

StadtZeitung

Festplatz:

Öffnen für neue Strategien Ein „Plus“ für Karlsruhe

Beim Fest waren Kinder an der Macht

Beim Kinderrechte-Fest hatten am Samstag etliche Hundert Familien im Tollhaus reichlich Spaß und nutzten Spiel- und Mitmach-Angebot weidlich (unser Bild). Auch ernsthafte Themen fanden Adressaten. Das Kinderschutzbüro ließ den Nachwuchs über die zehn wichtigsten Kinderrechte an der „Wahlurne“ abstimmen. 600 Kinder machten mit. Ganz vorne lagen im Votum „Recht auf Gesundheit“ und „Recht auf Spiel und Freizeit“, so Kinderbüro-Mitarbeiterin Iris Tschuke-

witsch. Einen Stand weiter sammelten „Burundi Kids“ für Kinder in Afrika. Beim Unicef-Stand waren Kinderrechts-Kalender erhältlich, und natürlich fanden auch die MobiSpielaktionen im Hof reichlich Aufmerksamkeit. „Kinderrechte fallen nicht vom Himmel, wir müssen sie permanent ins Bewusstsein rücken. Dazu gehört auch die gesellschaftliche Akzeptanz von spielenden Kindern in der Nachbarschaft“, betonte Bürgermeister Martin Lenz. -voko-/Foto: Knopf

Eine stadtplanerische Fortentwicklung für den Festplatz hatte die CDU in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats verlangt. Wunsch der CDU-Fraktion ist es, dass die Entwicklung des Festplatz-Ensembles nicht allein aus denkmalhistorischer Sicht verfolgt werde. Von der Stadtverwaltung forderten die Christdemokraten, dazu alternative Planungen zu erarbeiten. Wie das Bürgermeisteramt dazu mitteilte, seien „Überlegungen und Aussagen“ im September dem Aufsichtsrat der Karlsruher Messeund Kongress Gesellschaft (KMK) vorgestellt worden. Berücksichtigt wurde darin insbesondere die Markt- und die Kundensicht. Zuerst müsse man sich über eine künftige Funktionalität der Hallen und des Platzes verständigen, erklärte Erste Bürgermeisterin Margret Mergen. Diese würde nun aufbauend auf dem vorhandenen Nutzungskonzept erörtert. Die Kongress- und Veranstaltungshallen in zentraler Stadtnähe seien ein wichtiges Plus für Karlsruhe, meinte Mergen. Sie könne sich auch vorstellen, den Platz versuchsweise mit neuen Aktivitäten wie Beachvolleyball im Sommer oder einer Eislaufbahn im Winter zu beleben. Mit der Kombilösung rücke der Festplatz noch stärker

DER GEMEINDERAT WILL DEM FESTPLATZ ein neues Gesicht geben. Die Stadtverwaltung wird dazu ein Plankonzept mit Alternativen für das Ensemble zwischen Stadthalle und Schwarzwaldhalle erarbeiten. Fotos (3): Fränkle an die Innenstadt heran und in den Blickpunkt, argumentierte Stadtrat Tilmann Pfannkuch (CDU) und sprach sich für eine „hochkarätige Kreativplanung“ aus. Dass der Festplatz einen trostlosen Eindruck mache, fand Stadtrat Dr. Heinrich Maul (SPD). Mit baulichen Maßnahmen alleine ließe sich das Problem aber kaum lösen. Grundsätzliche Entscheidungen müssten her, die auch die Nancyhalle einbeziehen. Die Halle würde für Veranstaltungen genutzt, die an diesem Ort nicht

zwangsläufig stattfinden müssten, sagte Maul. Für die Grünen ist der Festplatz in einen „Dornröschenschlaf“ gefallen. Das Konzept der KMK ließe viele Fragen offen, bemängelte GRÜNE-Stadtrat Manfred Schubnell. Ein inhaltliches Konzept forderte auch FDP-Fraktionschefin Rita Fromm. Dies müsse offen für neue Strategien sein. Ein vorhandenes Konzept sei früher aus Kostengründen gescheitert, stellte Lüppo Cramer (KAL) fest. Es bedürfe keines neuen städtebaulichen Wett-

bewerbs. Zu lösen sei das Anlieferungsproblem. Fraktionschef Cramer kritisierte, dass LKW-Fahrer die Hallen nicht auf dem Platz, sondern nur an der Hinterseite anliefern können. Ebenfalls im „Dornröschenschlaf“ sahen die Freien Wähler (FW) den Festplatz. FW-Stadtrat Jürgen Wenzel wollte Veranstaltungen vom Mess- auf den Festplatz holen. Wegen unterschiedlicher Infrastruktur und aus Sicherheitsgründen sei ein solcher Wechsel laut Verwaltung nicht immer durchführbar. -Lä-

Diskussion über neues Sorgerecht

Internetkurse für Einsteiger

Neue Überlegungen zur Rheinbrücke

Kein Verzicht auf synthetische Pestizide

Das Bundesverfassungsgericht hat im August die Rechte unverheirateter Väter gestärkt und eine gesetzliche Neuregelung des Sorgerechts angestoßen. Bislang waren getrennt lebende Väter komplett abhängig vom Willen der Mutter, die bestimmte, wann und wie lange sie ihr Kind sehen dürfen. Das Thema „Neuregelung des Sorgerechts nicht miteinander verheirateter Eltern“ greift auch die Reihe „Forum“ im Jubez am Kronenplatz auf, die die städtische Frauenbeauftragte mit anderen Partnern veranstaltet. Am Mittwoch, 3. November, um 20 Uhr informieren und diskutieren dort Expertinnen und Experten. Unter anderem geht es dabei darum, welche Anforderungen an den Gesetzgeber zu stellen sind oder darum, was Kinder oder werdende Mütter brauchen. Der Eintritt ist frei.

Internetkurse für Einsteiger in der Stadtbibliothek, Neues Ständehaus, gibt es wieder im November. Und zwar am Donnerstag, 4., 11. und 18. November, jeweils von 10 bis 13 Uhr sowie Dienstag, 23. November, 15.30 bis 18.30 Uhr. In kleinen Gruppen von maximal sechs Personen lernen Interessierte aller Altersstufen das virtuelle Medium Internet kennen, suchen gezielt nach Informationen im Netz und erkunden das Umfeld der E-Mail. Die praxisorientierten Kurse dauern einmalig drei Stunden und richten sich an Menschen ohne Internet-Vorkenntnisse. Vorausgesetzt wird jedoch der Umgang mit dem PC sowie das Beherrschen von Tastatur und Maus. Einschließlich Unterlagen kostet der Kurs 15 Euro pro Person. Infos und telefonische Anmeldung unter Rufnummer 133-42 13.

KAL will Ersatz statt eine zweite Brücke / Varianten für die Nordtangente

Einen Verzicht auf den Einsatz synthetischer Pestizide auf öffentlichen Grünflächen hatten die Grünen beantragt. Gemäß einer Verordnung für ökologischen Landbau sollten nur Substanzen eingesetzt werden, die in der biologischen Landwirtschaft zugelassen seien. Dies würde nicht nur Insekten und andere Tierarten, sondern auch Kinder vor giftigen Stoffen schützen. Laut Verwaltung könne jedoch nicht auf synthetische Pestizide ganz verzichtet werden. Versuche mit Substanzen, die in der ökologischen Landwirtschaft zum Einsatz kämen, seien nicht immer erfolgreich gewesen. Die derzeit eingesetzten Mittel seien geprüft, zugelassen und auch für Bienen nicht gefährlich. Die Ratsmitglieder einigten sich darauf, das Thema im Ausschuss erneut auf die Tagesordnung zu setzen. -Lä-

Mit Neuigkeiten zur Nordtangente überraschte OB Heinz Fenrich das Plenum. Bei einer Antragsdebatte zur Rheinbrücke Maxau sagte das Stadtoberhaupt, das Regierungspräsidium Karlsruhe (RP) habe einen Lückenschluss zwischen Brücke und B 36 auch ohne eine durchgehende Nordtangente in Aussicht gestellt. Dies würde Knielingen wesentliche Entlastung bringen. Kostenberechnungen gebe es zudem für die östliche Nordtangente bei Hagsfeld. Auch für eine TunnelTangente unter dem Hardtwald lägen dem Verkehrsministerium in Berlin Planpapiere vor, die nun auf Machbarkeit und Finanzierung abgeklopft würden. Zum Thema hatte die KAL die Rheinbrücke gemacht. In einem Acht-Punkte-Antrag

Mit Musik Gutes tun

Für Änderung von Verordnungen

Chor des Helmholtz-Gymnasiums singt für Senioren

Einstimmig hat der Gemeinderat auf seiner jüngsten Plenarsitzung unter Vorsitz von Oberbürgermeister Heinz Fenrich für den Erlass zur Änderung mehrerer Polizeiverordnungen votiert. Grund für die Änderung ist die Tatsache, dass die Polizeiverordnungen der Stadt Karlsruhe in der bislang gültigen Fassung für Bußgelder teilweise noch DM-Beträge oder nicht gerundete Euro-Beträge ausweisen. Dies wurde nun angepasst. Außerdem, so das Bürgermeisteramt in der dem Gemeinderat präsentierten Beschlussvorlage, habe sich der Bußgeldrahmen in einigen Fällen noch nach Paragraph 17 Absatz 1 des Gesetzes über Ordnungswidrigkeiten bestimmt, wonach die Geldbuße mindestens fünf und höchstens eintausend Euro beträgt. Mittlerweile lege das Polizeigesetz jedoch einen deutlich höheren Höchstbetrag fest. Betroffen von den Änderungen sind: die Polizeiverordnung über die öffentliche Sicherheit, über das Verbot des unbefugten Plakatierens und Beschriftens, über den Feuerschutz, zur Bekämpfung der Taubenpla ge sowie die Stadionordnung, die Lärmschutz- und die Grünanlagenverordnung. Stadtrat Michael Borner (GRÜNE) bemängelte, dass es in den geänderten Verordnungen keine „geschlechtergerechte Sprache“ gibt. Oberbürgermeister Heinz Fenrich teilte daraufhin mit, dass dies für die nächsten, umfangreicheren Änderungen vorgesehen sei. -res-

„Gutes tun“ lautet der Name und das Credo des neuen Stifternetzwerkes der Sparkasse Karlsruhe. Und Gutes widerfuhr am Dienstag den Bewohnerinnen und Bewohner der Fächerresidenz in der Rhode-Island-Allee. Dort stellte das Stifternetzwerk mit „Musik tut gut“ sein erstes eigenes Projekt vor und bot den Seni-

PREMIERE feierte „Musik tut gut“ mit dem Chor des Helmholtz-Gymnasiums.

Flohmarkt und Second-Hand-Basar Wer noch ein Schnäppchen für den Herbst oder Winter benötigt, findet dies am heutigen Freitag, 29. Oktober, zwischen 12 und 16 Uhr beim Second-Hand-Basar in der Belfortstraße 10. Die Auswahl reicht von modischer Freizeitbekleidung bis zur Abendgarderobe. Angeboten wird gespendete, gebrauchte und neue Kleidung für Frauen. Darüber gibt es beim Flohmarkt Haushaltsartikel. Veranstaltet wird der Basar im Rahmen des Projekts „Arbeiten und Qualifizieren“ vom Tagestreff für Frauen/Sozpädal und der Beratungsstelle für Wohnungslose Frauen. Die Einnahmen kommen Aktivitäten der Frauen zugute. Wer nicht fündig wird, kann die Räume des TafF bei Kaffee und Kuchen kennen lernen.

oren mit dem Philharmonischen Chor des Helmholtz-Gymnasiums einen musikalisch abwechslungsreichen Nachmittag im Foyer der Residenz. „Wir möchten uns mit dem Stifternetzwerk für das Wohl der Menschen in der Region einsetzen. Musik ist bestens geeignet, um älteren Menschen eine Freude zu bereiten“, erklärte Lutz Boden, Geschäftsführer der „Gutes tun“-Stiftung, in die sich jeder Bürger einbringen kann. Neben Volksliedern präsentierte der Chor unter Leitung von Hans-Joachim Stiefel auch Spirituals, begleitet von Pianist Leo Perrigo und einem Instrumentalensemble. „Man muss sich von der Vorstellung verabschieden, dass alte Menschen immer nur ’Am Brunnen vor dem Tore’ hören wollen. Viele Senioren sind ja auch mit Jazz oder Rock’n’Roll aufgewachsen und freuen sich, wenn es etwas lebendiger zugeht und swingt“, wies Stiefel auf die generationenübergreifende Wirkung von Musik hin. Nach dem erfolgreichen Konzertauftakt in der Fächerresidenz wird der Helmholtz-Chor die „Musik tut gut“-Reihe auch am 10. November im Seniorenzentrum Neureut fortsetzen. „Im nächsten Jahr wollen wir dann auch weitere hochwertige Chöre präsentieren“, sagte Boden. Weitere Informationen zum Stifternetzwerk der Sparkasse gibt es im Internet unter www.stiftung-gutes-tun.de. -nil-

forderte die Fraktion die Verwaltung unter anderem auf, eine Ersatzbrücke für den heutigen Verkehrsträger zwischen Maxau und Maximiliansau beim RP prüfen zu lassen. Diese Alternative wollte Stadtrat Dr. Eberhard Fischer als „Gegenposition“ zur zweiten Rheinbrücke auf Karlsruher Gemarkung verstanden wissen. Die KAL favorisierte die Ersatzbrücke als Variante mit vier Fahrspuren je Hälfte. Die Konstruktion müsse so entwickelt werden, dass bei Problemen der Fahrzeugstrom auch auf einem Brückenteil fließen kann, so Fischer. Als durchgängiges Tempolimit wollte die KAL Tempo 60 für LKW und Tempo 80 für PKW. Hinter die vorgeschlagene Variante der KAL, die die Verwaltung prüfen lässt,

stellten sich die Grünen. Bei stagnierendem Verkehr bedürfe es keiner zweiten Brücke, so Stadtrat Johannes Honné. Die bestehende Brücke leide unter einem „systemimmanenten Konstruktionsproblem“, argumentierte Stadtrat Jürgen Martin (SPD). Auch Stadträtin Rita Fromm (FDP) und Stadtrat Jürgen Wenzel (FW) sprachen sich für eine Diskussion in der Nordtangenten-Kommission aus. Für zwei Brücken und Fortführung der Nordtangente machte sich Thorsten Stadtrat Ehlgötz (CDU) insbesondere mit Blick auf die Umgehung von Hagsfeld stark und stellte klar: „Wir brauchen Zahlen, um zu wissen, wohin es gehen soll.“ Ehlgötz: „Der Bund darf nicht aus seiner Finanzierungsverantwortung entlassen werden.“ -Lä-

Kein Zusammenschluss Wirtschaftsförderung eher regional ausrichten Ein Konzept für eine neue Gesellschaft in der städtische Wirtschaftsförderung, Stadtmarketing und Tourismus zusammengefasst werden, hatte die FDP-Fraktion gefordert, gab sich dann aber mit dem Fazit der Verwaltung zufrieden, wonach die Bildung einer gemeinsamen Gesellschaft „derzeit eher nicht als vorteilhaft“ angesehen wird. Vor allem in Wirtschaftsförderung sollen allerdings Gespräche über stärkere regionale Organisation geführt werden. Von enger Verzahnung der Handlungsfelder und unnötigen Reibungsverlusten durch die derzeitige organisatorische Trennung, sprach Tom Høyem (FDP). Weiter sah er „Angst, neue Wege zu gehen“, denn, so Høyem „neue Strukturen sind auch von der Verwaltung gewollt“. „Der Antrag kommt zu früh“, wies Bettina Meier-Augenstein (CDU) darauf hin, dass neue Strukturen in Tourismus und Stadtmarketing in der Überlegung seien. Keine notwendigen Veränderungen sah sie bei der Wirtschaftsförderung, allerdings müsse man dort weitere Entwicklungen in Richtung einer regionalen Wirtschaftsförderung beobachten. „Der Antrag ist nicht klar. 10,5 Zeilen sind zu dürftig, um solch große Schritte zu unternehmen“,

sprach sich Dr. Ute Leidig (GRÜNE) für ausführliche Beratung und gegen Herausgabe der Wirtschaftsförderung aus „städtischer Hand“ aus. „Eine Zusammenlegung von Stadtmarketing und Tourismus ist in Diskussion, für einen Vollzug müssen allerdings kompatible Strukturen entstehen“, sagte Doris Baitinger (SPD). Bei Regionalisierung der Wirtschaftsförderung müssten die Gremien eingebunden werden. Dr. Eberhard Fischer (KAL) warnte davor, die Regionalisierung der Wirtschaftsförderung von vornherein als unmöglich anzusehen. Für verbesserte Zusammenarbeit der Aufgabenbereiche und gegen eine neue Gesellschaft sprachen sich Jürgen Wenzel (FW) und Friedemann Kalmbach (GfK) aus. „Wir sollten wohl überlegen was Sinn macht“, erinnerte OB Fenrich daran, dass Tourismus einst beim Verkehrsverein angesiedelt war, ehe die Anbindung des Tourismus an die Messe- und Kongressgesellschaft beschlossen wurde. „Wenn in der Region etwas gemeinsam gemacht wird, dann handelt es sich um freiwillige Kooperationen“, verwies Fenrich hinsichtlich einer regionalen Wirtschaftsförderung auf Festlegungen im Gesellschaftsvertrag der TechnologieRegion. -fis-

Weiteres Bemühen um Nahversorgung Mehr Initiative bei der Schließung von Lücken in der Nahversorgung erwartet die SPD-Fraktion. „Das 2007 erarbeitete Gutachten gibt lediglich die Situation wieder, wir wünschen uns aber ein Konzept für Stadtteile mit nicht ausreichender Versorgung“, begründete Elke Ernemann den Antrag. „Einzelhandel hält sich nur dort, wo auch eine wirtschaftliche Perspektive besteht“, sah Thorsten Ehlgötz Unterstützungsmöglichkeiten nur bei den Rahmenbedingungen. „Schauen was anderswo wie funktioniert“ empfahl Manfred Schubnell (GRÜNE), während Tom Høyem (FDP) vor zu hohen Erwartungen warnte und Jürgen Wenzel (FW) eine Lösung darin sah, „die Waren zu den Menschen zu bringen“. „Der Markt wird sorgfältig von der Wirtschaftsförderung beobachtet. Es gibt verschiedene Modelle, die im Wirtschaftsausschuss dargestellt und diskutiert werden sollen“ stellte OB Heinz Fenrich fest, während Erste Bürgermeisterin Margret Mergen den Vorwurf mangelnder Initiative zurückwies. „Es ist einiges unternommen worden“, ging Margret Mergen auf die Sicherung bestehender Standorte, etwa in der Nordstadt, in Durlach und Rintheim, ein. Neben den derzeit noch entstehenden Angeboten in Oberreut und der Nordweststadt sei man zudem in laufenden Gesprächen, um auch in den schwächer versorgten Gebieten, wie den Höhenstadtteilen, die Nahversorgungsangebote zu erweitern. -fis-

Stadtgarten schließt früher

Weitere Familienzentren

Nach der Umstellung von der Sommerauf die Winterzeit passt der Zoologische Stadtgarten seine Öffnungszeiten den kürzer werdenden Tagen an. Die Kassen am Hauptbahnhof (Süd), Festplatz (Nord) und an der Augartenstraße (Ost) schließen von Allerheiligen, Montag, 1. November, bis einschließlich Montag, 31. Januar, eine Stunde früher, also bereits um 16 Uhr. Die Kasse Süd öffnet weiterhin um 9 Uhr ihre Pforten, auch an der Kasse Nord beginnt der Einlass unverändert um 10 Uhr. Der Eingang Ost öffnet im November um 10 Uhr, im Dezember und Januar können Besucherinnen und Besucher dort erst um 11 Uhr Eintrittskarten kaufen. Die Kasse am Rosengarten bleibt im Winter geschlossen. Längere Öffnungszeiten bietet der Zoologische Stadtgarten Besuchern aus Nah und Fern wieder ab Dienstag, 1. Februar. Ab dann haben alle drei Kassen bis 17 Uhr geöffnet.

Flächendeckender Ausbau wird allgemein begrüßt

GUT ANGENOMMEN werden die neuen Startpunkt-Familienzentren, wie ein Blick in das vom Stadtjugendausschuss geführte Zentrum in der Waldstadt zeigt.

Im Oktober 2008 verabschiedete der Gemeinderat den Jugendhilfeplan, in dem auch der flächendeckende Aufbau von Familienzentren enthalten ist. Dort bekommen Schwangere und Eltern mit Kindern bis drei Jahren, die sich in schwierigen Lebensverhältnissen befinden, frühzeitig Unterstützung. „Damit wurde etwas Vorbildliches angestoßen. Elf Zentren sind schon entstanden, Beiertheim, Bulach, Weiherfeld, Dammerstock, Rüppurr, die Bergdörfer und Neureut sind noch nicht versorgt“, erläuterte Bettina Meier-Augenstein den Antrag der CDU, den Ausbau weiter voranzutreiben. Dazu sei man auch bereit, „über entsprechende personelle Grundlagen zu sprechen“. Für Neureut biete sich das Brunhilde-BaurMehrgenerationenhaus als geeigneter Standort an. Angesichts der derzeitigen

Finanzlage sah Angela Geiger (SPD) dies als „abenteuerlichen Vorstoß“, wenngleich sie den Ausbau für dringend notwendig ansah. In einem beispiellosen Kraftakt sei ein beachtliches Netzwerk geschaffen worden, lobte Geiger. Neue Zentren sollten nicht abseits, sondern wohnortsnah liegen und ausgeschrieben werden. „Die Standorte müssen dort sein, wo Kinder unter drei Jahre sind“, sprach sich auch Margot Döring (KAL) dafür aus, „keine Standorte zu zementieren“. „Eine gute Sache mit guter Intention und gutem Konzept“, sah Dr. Dorothea Polle-Holl (GRÜNE) die Familienzentren. Friedemann Kalmbach (GfK) begrüßte, „wenn in schwierigen Zeiten in die richtige Richtung investiert wird“. Über die Ausweitung der Startpunkt-Zentren berät der Jugendhilfeausschuss weiter. -fis-


STADTKULTUR

StadtZeitung

64. Jahrgang · Nr. 43 · 29. Oktober 2010

V

Wo das Leid begann

Retrospektive zu Clint Eastwood

In Durlach erinnerte Rundgang an Deportation

„La Pivellina“ (2009) ist die Geschichte von einem ausgesetzten Mädchen, das zum Mittelpunkt einer kleinen Schaustellerfamilie wird. Das Familienglück ohne Dauer zeigt die Kinemathek bis 31. Oktober in der italienischen Originalfassung mit deutschen Untertiteln. Fred Zinnemanns Western-Klassiker „Zwölf Uhr Mittags“ (1952) mit den HollywoodLegenden Gary Cooper und Grace Kelley wird heute und am Montag gespielt. Aus der Yusuf-Trilogie mit Filmen von Semih Kaplanoglu ist der türkische Autorenfilm „Bal“ am 30. Oktober zu sehen. Ab 7. November startet die Kinemathek mit Sergio Leones „Für eine Handvoll Dollar“ eine Retrospektive mit acht Clint Eastwood-Filmen. Im Kinderkino spielt die Kinemathek Samstag und Sonntag die britische Neuverfilmung von „Heidi“ nach Johanna Spyris Roman. Der Eintritt kostet sechs Euro, für Mitglieder 4,50 Euro, Kinder 2,50 Euro. Eine Mitglieder-Jahreskarte kostet 21 Euro (ermäßigt 13 Euro). Infos: www.kinemathek-karlsruhe.de.

Im Anwesen Schlössleweg 2 waren Elise und Salomon Frank, Gertrud und Waldemar Kuttner zu Hause, in der Pfinztalstraße 84 Elise und Arthur Godlewsky. Ferdinand Fröhlich aus der Blumentorstraße 9 war ebenso ein anerkannter Viehhändler und Kaufmann wie Wilhelm Wolf, der mit Frau und Töchtern in der Jägerstraße 3 lebte. Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten verloren sie wie die anderen Jüdinnen und Juden in der damals noch eigenständigen Stadt Durlach mehr und mehr ihre bürgerlichen Rechte. Wurden zur Zielscheibe von Schmähungen und Ausgrenzung aus staatlichem und gesellschaftlichem Le-

ERINNERN VOR ORT: Der Durlacher Stadtrundgang führte zu Stolpersteinen.

ben. Am 22. Oktober 1940 begann dann für die Durlacher Juden ein weiteres, von Tränen des Leids getränktes Kapitel. An diesem Tag mussten sie sich in der Polizeiwache in der Amthausstraße einfinden. Von dort aus wurden sie ins Deportiertenlager Gurs verschleppt. In der „Vorhölle von Auschwitz“ starben bereits viele Hundert der internierten Juden aus Baden, der Pfalz und dem Saarland (Beitrag Seite I), die meisten von ihnen ermordeten die Nazis später in Vernichtungslagern des Ostens. Wie in Karlsruhe und vielen Städten der Bundesrepublik erinnern auch in Durlach „Stolpersteine“ auf dem Gehweg vor deren letztem Wohnsitz an die deportierten Juden. Und zu den vom Künstler Gunter Demnig gestalteten 25 Stolpersteinen des Stadtteils, führte am 70. Jahrestag der Deportation ein Stadtrundgang des Gedenkens. 150 Menschen aller Generationen machten sich dabei in zwei Gruppen auf zu den ins Pflaster gelassenen Spuren, gedachten der Opfer der nationalsozialistischen Vernichtungsmaschinerie. Den Rundgang auch im Sinne eines „Nie wieder“ auf die Beine gestellt hatten Kooperationspartner aus Stadtamt Durlach, Freundeskreis Pfinzgaumuseum, Verein „Kultur in Durlach“, Evangelischer Stadtkirchen-Gemeinde und Markgrafengymnasium. Am Ende des Gedenkmarschs lasen Schülerinnen und Schüler des Markgrafengymnasiums Texte über Gurs, trugen Erinnerungen von Zeitzeugen vor. Und vor der Stadtkirche ließen die Organisatoren mit Ortsvorsteherin Alexandra Ries an der Spitze einen Stein ein, der an alle aus Durlach deportierten Juden erinnert. -trö-

Winterbetrieb bei der Turmbergbahn

Jugendliche sind Musik-Produzenten

Bei der Turmbergbahn herrscht nach Allerheiligen Winterbetrieb. Ab der ersten Novemberwoche fährt die Sandseilbahn nur noch jeweils samstags, sonnund feiertags zwischen 10 und 18 Uhr alle 15 Minuten auf den Durlacher und Karlsruher Hausberg. Wenn im Winter ausreichend Schnee zu Rodeln vorhanden ist, wollen die Verkehrsbetriebe die Turmbergbahn auch montags bis freitags in der Zeit zwischen 11 und 17 Uhr fahren lassen. Wie die Verkehrsbetriebe weiter mitteilen, tritt mit der Zeitumstellung am Sonntag, 31. Oktober, auch für die Tramlinie 6 der jährliche Winterfahrplan in Kraft. Ab dann bedient die Linie 6 die Endstation „Rappenwört“ jeweils montags bis samstags im Stunden-Takt, an Sonn- und Feiertagen tagsüber jeweils im 20-Minuten-Takt. Infos unter: www.kvv.de.

Aus unterschiedlichen Szenen und Jugendkulturen der elektronischen Musik und des HipHop kommen die kreativen jungen Leute, die sich am Samstag, 30. Oktober, zum Jugendkulturtag „Mashody“ im NCO-Club in der Nordstadt treffen. Bei der ganztägigen Veranstaltung finden am Nachmittag Workshops zu verschiedenen Themen statt, die den Teilnehmern unter anderem zeigen, wie sie elektronische Musik selbst produzieren können. Mithilfe einer digitalen AudioArbeitsstation verraten Experten Tricks und Kniffe, mit denen sich Beats am Computer erstellen lassen. Da die Platzzahl begrenzt ist, wäre es gut, sich anzumelden. Am Abend steigt eine DJ-Party. Zusätzlich präsentieren sich die Sieger zweier Wettbewerbe, die im Vorfeld gestartet wurden. Weitere Infos: www.mashody.de.

HISTORISCHE BILDER UND FILME, die kein kommerzielles Massenvergnügen sein wollen, laufen im studio 3. Mit einem Programmanteil von 40 Prozent ist allein der europäische Film in kommunalen Kinos vertreten. Fotos (3): Fränkle

Zwischen Anspruch und Machbarkeit Herausforderung und Chance für die neue Kinemathek in der Kaiserpassage Im Passagehof leuchten helle hübsche Neonlichter, auf ein Kino deutet aber nur ein Schaukasten mit Bildern hin. Einen Schriftzug am Kurbel-Kino habe es auch 1957 nicht gegeben als das Lichtspieltheater als erstes Doppelkino in Karlsruhe eröffnet wurde, erklärt Kinemathek-Chef Alfred Meyer. Diesem architektonischen Prinzip sei man gefolgt, als man vergangene Woche an historischem Ort aus den Anfängen Gegenwart machte und wieder zwei Kinos unter einem Dach in Betrieb nahm. Hubertus Wald hatte 1946 das im Krieg zerstörte UFA-Kino „Union-Lichtspiele“ in der Kaiserstraße mit einem „Kapital“ von 1 000 Schwarzmarktzigaretten wieder betriebsfertig gemacht, verriet BM Wolfram Jäger. 1957 baute Wald das Doppelkino „Neue Kurbel“ und „Studio 3“. Seit zehn Tagen flimmern im studio 3 der Kinemathek und im Obergeschoss der „Kurbel“ wieder die Leinwände: Oben Erstaufführungen, unten im Programmkino mit den traditionellen Saalfarben blau und gold Raritäten der Filmgeschichte. „Das muss sich erst einspielen“, weiß Meyer, der nach jahrelanger Wander-Odyssee jetzt das Kellerdasein der Kinemathek im Prinz-Max-Palais aufgeben und in die Kaiserpassage ziehen durfte. 400 000 Euro hatte die Stadt, 200 000 Euro die Medien- und Filmgesellschaft des Landes für das neue Innenstadtkino bezahlt. Vor dem Kinobetrieb

werkeln immer noch Handwerker an der Heizung, das Kino-Foyer verdient seinen Namen noch nicht, lässt mit seiner Wandbemalung aber schon den Stil der 50er Jahre erkennen. Vielleicht könne schon an diesem Wochenende der letzte Werkzeugkoffer geschlossen werden, hofft Alfred Meyer. Ob die neue Lage und unmittelbare Konkurrenz im Haus Korrekturen

MEHR KOMFORT: Kinemathek-Chef Alfred Meyer im „studio 3“. Foto: Lädtke

bei der Programmplanung nach sich ziehe? Meyer setzt auf Synergieeffekte: „Vielleicht gewinnen wir sogar neues Publikum hinzu.“ Seiner Linie als kommunales Kino werde die Kinemathek treu bleiben. Und wie immer und überall hänge vieles vom Geld ab. Alte Filmkopien seien teuer, Kostensenkungen könnte die digitale Entwicklung mit sich bringen. Eigentlich habe Meyer seinem Publikum zur Eröffnung einen „Knaller“ bieten wollen. Weil jedoch der 2007 verstorbene Ingmar Bergman Thema bei der Berlinale 2011 ist, musste die Karlsruher Retrospektive ausfallen. Statt des schwedischen Regisseurs hat die Kinemathek Filme von Clint Eastwood ins Programm genommen (siehe Programmhinweise). Kino für Kinder, Autorenfilme, junge Filmemacher und immer wieder einmal Spielfilme des deutschen Nachkriegskinos sollen auch künftig auf dem Spielplan stehen. Alfred Meyers Kinemathek habe einen Quantensprung zwischen kommunaler Filmarbeit und gewerblichem Betrieb zu bestehen, formulierte Peter Bär, Bundesverband kommunaler Filmarbeit. „Gratulation zum kulturellen und wirtschaftlichen Wagnis“, sagte Bär und stellte fest: „Sie müssen mit der Konkurrenz klar kommen, sind für die Miete verantwortlich, müssen ein doppelt so großes Haus füllen und dabei Ihrem alten Programmanspruch gerecht werden – Respekt!“ -Lä-

Klangvolle Lebensfreude

Märchen vom Teufel und von Tieren

Das Seniorenorchester stimmte auf den Herbst ein

Bis Sonntag: Kinder- und Jugendtheatertage in der Nancyhalle / Workshop

Mit ungewohnten Klängen überraschte das städtische Seniorenorchester bei ihrem diesjährigen Herbstkonzert im Weinbrennersaal am vergangenen Freitag. Unter der Leitung des Dirigenten Professor Helmut Hofmann präsentierte das 35-köpfige Ensemble nicht nur Stücke wie „Unter Donner und Blitz“ von Johann Strauß, die Cavalleria Rusticana von Pietro Mascagni oder den zweiten Satz aus Joseph Haydns berühmter 94. Sinfonie mit dem Paukenschlag – der im übrigen dazu gedient habe, die höfischen Konzertbesucher aus ihrem Tiefschlaf zu wecken, erklärte Hofmann. Die Streich- und Blasmusiker demonstrierten ebenso eindrucksvoll, dass man eine Sinfonia Pastorale von Leopold Mozart auch mit einem Alphorn, gespielt von Uwe Grübner, zu einem besonderen Klangerlebnis formen kann. „Eigentlich ist dieses Stück für ein Waldhorn gedacht“, sagte Hofmann. Das Orchester wurde vor 34 Jahren von der

Stadt gegründet, um älteren Menschen die Möglichkeit zu bieten, auf hohem Niveau zu musizieren. „Musik bringt den Senioren Leichtigkeit und Lebensfreude, die sie im Alter beflügelt“, ist Ulrike Engesser vom städtischen Seniorenbüro überzeugt. Den Beweis für ihre These lieferte das Publikum im Saal, als es zu den Klängen von Carl Zellers Operette der „Vogelhändler“ kräftig mitsang, bevor das Konzert mit dem Radetzkymarsch endete. „Wir proben nur einmal in der Woche. Ich ziehe den Hut vor diesem Orchester dafür, dass es bei den Konzerten solche Leistungen zeigt“, lobte Hofmann sein Ensemble, das er seit elf Jahren dirigiert. Das diesjährige Herbstkonzert sei auch eine Hommage an den Dichter Johann Peter Hebel, dessen 250. Geburtstag in diesem Jahr gefeiert wurde. Hoffmann: „Er war Zeitgenosse von Haydn und Wolfgang Amadeus Mozart, deshalb haben wir deren Werke gespielt.“ -nil-

Fast aus dem Nichts haben Badisches Staatstheater (BST) und Theater Rayo in eine nicht mehr ganz funktionale Nancyhalle ein kompaktes, stimmungsvolles Kinder- und Jugendtheater gezaubert. 135 Besucher haben auf knallroten Bänken im schlauchförmigen Konstrukt Platz. Bis Sonntag, 31. Oktober, werden bei den 6. Kinder- und Jugendtagen ab 17 Uhr noch drei verschiedene Stücke gespielt. Das BST mache keine neue Sparte auf, habe aber ein Zentrum für Jugendtheater gesucht und jetzt gefunden, erklärte BSTTheaterpädagoge Hendrik Dörr. Bis Juli 2011 gebe es eine Kooperation des BST mit der Stadt, die die Halle am Festplatz zur Verfügung stellt und den Transport der Ausstattung finanziert hat. Und später? „Es wäre spannend, wenn diese Interimslösung verlängert würde“, wünscht sich der Leiter des Rayo-Theaters Ulrich Zaum. Hier lasse sich kreativ Theater auf die Bühne bringen, stellt der bundesweit

Preise für die „Schauburg“

ALTER SCHÜTZT VOR LEISTUNG NICHT: Das Seniorenorchester begeistert seit 1976 sein Publikum mit klassischer Musik. Neue Mitglieder sind jederzeit willkommen.

Das Karlsruher Kino „Schauburg“ ist mit Geldpreisen für ein gelungenes Jahrsprogramm 2009 ausgezeichnet worden. Einen Programmpreis von 10 000 Euro erhielt das Filmtheater von Bundeskulturstaatminister Bernd Naumann. Der Bundesvertreter übergab der Schauburg außerdem für ihr Kinder- und Jugendprogramm 2 500 Euro. Für ein „sehr gutes Jahrsfilmprogramm“ nahm SchauburgChef Herbert Born zudem eine Prämie der Medien- und Filmgesellschaft BadenWürttemberg (MFG) mit in die Marienstraße 16. Bei der Preisverleihung vor kurzem im Kunstmuseum Stuttgart hob Medienminister Helmut Rau den Beitrag der Kinobetreiber für die Filmkultur und Kinolandschaft hervor. Mit Kreativität und oft hohem finanziellen Einsatz zeigten sie qualitätsvolle Filme. Insgesamt hatte die MFG Geldpreise in Höhe von 185 000 Euro an 36 Kinos in Baden-Württemberg ausgeschüttet. Die Schauburg gibt die Finanzspritzen quasi an ihr Publikum weiter: Im großen Schauburg Saal wurde mit neuem Soundsystem der Filmton digitalen Tonquellen angepasst. -Lä-

tätige Drehbuchautor aus dem Badischen fest. Der Theaterverein „Rayo“ (spanisch = Widerschein des Blitzes) sei keine etablierte Truppe. Wie Free-Jazzer käme sein Ensemble zusammen, um Theater für junge Zuschauer zu machen. Jedoch nicht nach der Maxime „Kind rein, Kind raus, Kind hatte Spaß“. Workshops und Aktionen begleiten den Stoff der Stücke. Um die Erfahrungsräume und Lebenszusammenhänge von Kindern geht es Zaum. Um deren Fantasie, Neugierde und staunendes Interesse – zum Beispiel an Tieren. Ein Märchen der Verwandlungen hat Ulrich Zaum mit dem Stück „Wo, zum Teufel, steckt der Teufel?“ geschrieben, das gestern in Karlsruhe Uraufführung hatte. Die Geschichte von einem Jungen, der im Dienste des Teufels steht, von ihm lernt, sich in Tiere verwandelt und so gegen seinen Widersacher besteht, hat nach einer Terminänderung heute, 29. Oktober, um 17 Uhr Premiere und kommt

auch am morgigen Samstag um 11 Uhr auf die Bühne. Nach der Samstagvorstellung können die Zuschauer an einem Workshop mit den Schauspielern teilnehmen (Anmeldung: Telefon 201 80 07 12). Weiter geht es am Samstag um 14 Uhr und am Sonntag, 15 Uhr, mit „Die verrückten Schlossgespenster“ (ab sechs Jahren). Die Geschichte von Liebe und Freundschaft handelt von zwei Gespenstern, die sich langweilen, aber plötzlich ihren Laden gehörig aufmischen. Am heutigen Freitag bietet die Jugendkunstschule um 15 Uhr für Kinder den Workshop „Tierisch“ an, am Sonntag ab 10 Uhr eine „Tour der Mythen und Legenden durch den Zoo“. „Wo, zum Teufel, steckt der Teufel?“ ist in 16 weiteren Aufführungen bis Januar zu sehen. Als Fabel über Eitelkeit, Neid und Gier spielt das Theater Rayo ab 20. November auch „Reineke Fuchs“. Tickets an der Tageskasse des BST und unter Telefon 93 33 33. -Lä-

„Zimmer 28“ im Rathaus-Foyer Zur Erinnerung an die Kinder des Ghettos Theresienstadt ist im Foyer des Rathauses am Marktplatz von kommendem Mittwoch, 3., bis einschließlich Freitag, 19. November, die Ausstellung „Die Mädchen von Zimmer 28“ zu sehen. 12 bis 14 Jahre alt waren die Mädchen, die von 1942 bis 1944 im „Mädchenheim L 410, Theresienstadt“ zusammen lebten. Dreißig Quadratmeter für 30 junge Mädchen, das war das „Zimmer 28“. Sie waren Ghetto-Häftlinge aus dem „Protektorat Böhmen und Mähren“, die nach dem Einrücken deutscher Truppen ihrer Heimat, ihres Eigentums, ihrer Menschenrechte beraubt und schließlich ins Konzentrationslager Theresienstadt deportiert wurden. Im Mikrokosmos „Zimmer 28“ spiegeln sich das Schicksal und der Alltag der Ghetto-Mädchen wider. Immer wieder wurden Kinder jäh aus ihren Reihen gerissen, weil sie zum Transport in Vernichtungslager antreten mussten. Zuweilen erlebten sie ihr Zimmer aber auch als eine Insel der Freundschaft und Hoffnung. Sie lernten, spielten und sangen und führten die Kinderoper „Brundibár“ auf. Als Gedenkveranstaltung zur Reichspogromnacht wird die Oper am Dienstag, 9. November, im Tollhaus sowie am 12. und 13. November mit der Kinderoper „Oasis“ in der Evangelischen Stadtkirche aufgeführt. Kulturamtsleiterin Dr. Susanne Asche eröffnet die Ausstellung am 3. November um 18 Uhr. -Lä-

ALS TIER dem Teufel entkommen. Kindertheater in der Nancyhalle. Foto: privat

KULTURKOMPAKT · KULTURKOMPAKT · KULTURKOMPAKT Einer Führung durch die Ausstellung „Der unaufhaltsame Aufstieg von Draufgängern und Flaschen“ in der Städtischen Galerie können sich Kunstfreunde am Sonntag, 31. Oktober, um 15 Uhr anschließen. Die Kinderwerkstatt macht Sonntag von 15 bis 16.30 Uhr Programm. Kinder basteln aus Stoffen Objekte. Landschaftsmalerei von Erwin Gross ist am Donnerstag, 4. November, um 12.15 Uhr Thema eines Rundgangs. Am Freitag, 5. November, findet um 14 Uhr eine Führung zum Werk von Franziska Degendorfer statt. „Das Lied ist aus. Sterben, Tod und Trauer im Schlager“ heißt ein Programm, mit dem Studierende der Hochschule für Musik am 1. November um 20 Uhr im Tollhaus gastieren. Schlager, Songs und Chansons werden von Sängern und Pianisten zu einem imaginären Trauerkranz gewunden, auf das die kleine Anthologie neue Erkenntnisse zu Tage fördere und kein gerührtes Auge trocken bleibe. Durlach neu entdecken können Besucher vom 4. bis 7. November im Orgelfabriksalon der Orgelfabrik. In ihrer Ausstellung „Vor Ort“ stellt Margot Witte mit

Papier und Farbe neue Arbeiten vor, die bekannte Ansichten von ihrem AtelierUmfeld in der Durlacher Altstadt zeigen. Am Eröffnungsabend des Berliner Jazzfests veranstalten der Jazzclub und das Tollhaus am 4. November einen zweiteiligen Abend als „Jazzfest Karlsruhe“. Das Ensemble „zeitkratzer“ legt den Begriff Neue Musik auf seine Weise aus und tritt um 20 Uhr im Tollhaus auf. Die Jazzer von „Hyperactive Kid“ spielen ab 21.30 Uhr im Jazzclub, kombinieren Jazz mit Rock, Drum & Bass und Neue Musik. Mit zum Bissigsten, das Mark Twain geschrieben hat, zählt dessen Lügengeschichte par excellence „Kannibalen im Zug“, die Harald Schwiers am 4. November im marotte-Figurentheater liest. „Haralds Hörstunde“ beginnt um 20.30 Uhr. Als Neuinszenierung von Peter M. Wolko kommt Edward Albees Einakter „Die Zoogeschichte“ auf die Bühne des Theaters „Die Spur“ im Jubez. Premiere ist am 5. November um 19 Uhr. Das in den 50er Jahren geschriebene immer noch aktuelle Stück stellt die Rebellion eines Einzelgängers dar, der zwischen sich und leis-

tungs- und konsumorientierten Massengesellschaft Gitterstäbe errichtet sieht. Edgar Degas hat einmal gesagt: „Ich habe mein ganzes Leben damit verbracht, zu versuchen.“ Die Ergebnisse dieser Versuche sind Thema einer Veranstaltung der Staatlichen Kunsthalle, die am 7. November ab elf Uhr Zeichnungen von Degas im Kupferstichkabinett vorstellt. „Ach du meine Tüte“: André Richter serviert in diesem Jahr letztmals eine lebhafte Autorenmatinee im Restaurant „Trompeter von Säckingen“. Am Sonntag, 7. November, sind außerdem Heiderose Teynor, Birgit Jennerjahn, Christof Knüsel sowie ein Autor der Autorika zu hören. Frei nach dem Titel wird das Korpus Delikti zur verbalen Mehrzweckwaffe – mal alles rein, mal alles drüber, mal Müllbehälter, mal Schätzebox. Die literarische Zeit im „Trompeter“ mit Frühstücksbrot und Kaffeebecher beginnt um 11 Uhr. Für Kinder ab sechs Jahren spielt das Badische Staatstheater nach dem Märchen der Brüder Grimm „Der gestiefelte Kater“. Premiere ist am 7. November um 15 Uhr im Schauspielhaus. -Lä-


VI

StadtZeitung

64. Jahrgang · Nr. 43 · 29. Oktober 2010

Meditation und Trost

Stadt Karlsruhe Öffentliche Ausschreibungen

Veranstaltungen des Info-Centers am Hauptfriedhof

AUSGEZEICHNETE AKTION: Ministerin Tanja Gönner überreichte UA-Leiter Norbert Hacker die Anerkennung für „Ich mach Klima“. Foto: Umweltministerium

Ausgezeichnete Aktion Preis des Umweltministeriums für „Ich mach Klima“ Der 2010 ausgeschriebene Anerkennungspreis des Ministeriums für Umwelt, Naturschutz und Verkehr Baden-Württemberg für Leistungen im Rahmen der lokalen Agenda 21 stand unter dem Motto „Öffentlichkeitsarbeit im Klimaschutz“. Karlsruhe hat sich mit der Klimaschutzkampagne „Ich mach Klima – Klimaschutz im Alltag“ mit Erfolg um diesen Anerkennungspreis beworben. Auf dem Klimaschutzkongress 2010 in Böblingen nahm der Amtsleiter des Umwelt- und Arbeitsschutzes, Norbert Hacker, die Auszeichnung entgegen. Der Wettbewerb wendet sich an Kommunen und ehrenamtliche Organisationen, die „herausragende und beispielgebende örtliche Aktivitäten“ durchgeführt haben, um die Menschen für den Klimaschutz einzunehmen und zu aktivieren. Neben Karlsruhe konnten weitere Gewinner ausgezeichnet werden. Freude löste der Preis auch im Rathaus aus. Bürgermeister Klaus Stapf sieht darin eine Bestätigung dafür, dass „sich Karls-

ruhe mit seiner pfiffigen Kampagne in Sachen Klimaschutz auf dem richtigen Weg befindet.“ Im Mittelpunkt der Kampagne „Ich mach Klima - Klimaschutz im Alltag“ steht der Klima-Vertrag, den die Karlsruher ausfüllen können. Sie verpflichten sich mit Vertragsunterzeichnung symbolisch, ein Jahr lang bestimmte klimafreundliche Verhaltensweisen in ihrem Alltag zu praktizieren. Dafür können sie an einer Verlosung teilnehmen und wertvolle Preise gewinnen. Hauptpreis ist eine klimafreundliche Reise für zwei Personen nach Berlin. Klima-Verträge können noch bis zum 15. November gezeichnet werden. Formulare gibt es in Rathäusern, Ortsverwaltungen und online unter der Adresse: www.ich-mach-klima.de. Neben dem Klima-Vertrag gab es darüber hinaus öffentlichkeitswirksame Aktionen wie etwa Klima-Modenschau, Fahrten mit der Klima-Rikscha oder auch Eis aus dem Eismobil, einem Fahrrad mit solargekühltem Kühlschrank. -erg-

Anfang November:

OB gratulierte Berthold Klingler

Schadstoffmobil in den Stadtteilen Der östliche Stadtteil Grötzingen ist das erste Ziel des Schadstoffmobils im November. Dort macht das Fahrzeug des Amts für Abfallwirtschaft (AfA) am kommenden Donnerstag, 4. November, in der Zeit von 14 Uhr bis 15 Uhr in der Kampmannstraße im Schulhof Station. Danach fahren die AfA-Mitarbeiter Neureut an. Hier steht das Mobil von 16 bis 17 Uhr am Festplatz, Ecke Unterfeldstraße/Teutschneureuter Straße. Am Samstag, 6. November, nehmen die AfA-Mitar beiter Schadstoffe wie Farben, Lacke oder Kleber von 9 bis 10 Uhr in Mühlburg am Entenfang vor den Post an, in der Zeit von 11 bis 12 Uhr können dann Bürgerinnen und Bürger der Waldstadt die Dienste des Mobils in Anspruch nehmen – auf dem P&R-Parkplatz Am Sportpark. Wer in Grünwettersbach Schadstoffe entsorgen möchte, sollte sich Dienstag, 9. November, vormerken. Dann steht das AfA-Mobil von 14 bis 15 Uhr in der Wiesenstraße vor der Wertstoffstation. Eine Stunde später sind die AfA-Mitarbeiter in Stupferich. Von 16 bis 17 Uhr nehmen sie dort vor dem Gemeindezentrum Schadstoffe an. Außerhalb der Sammelzeiten dürfen übrigens keine Schadstoffe an den Sammelstellen abgestellt werden. Darauf weist das Amt für Abfallwirtschaft hin.

Seinen 80. Geburtstag feierte vor kurzem Berthold Klingler. Glückwünsche erhielt der ehemalige Leiter des Vermessungs- und Liegenschaftsamt auch von Oberbürgermeister Heinz Fenrich, der ihm im Namen der Stadt und des Gemeinderats gratulierte. In seinem Schreiben erinnert das Stadtoberhaupt daran, dass Klingler während seiner Tätigkeit so wichtige Projekte steuerte wie die Umlegung der Baugebiete Waldstadt Feldlage II und Geroldsäcker, dass er mit der Überlassung städtischer Grundstücke für den ökologischen Wohnungsbau in HagsfeldGeroldsäcker Neuland betreten habe.

Mädchen gesucht für Theaterprojekt Mobbing in der Schule ist das Thema des neuen Theaterstücks der Gruppe „Broadwayqueens“ des Mädchentreffs „La Vie“ und des Musikmobils Soundtruck. Im Mittelpunkt des Stücks „Schuld“ steht eine Mädchengruppe, die sich ein Mobbing-Opfer gesucht hat. Nun ist das Musikmobil auf der Suche nach Mädchen zwischen 13 und 18 Jahren, die regelmäßig dienstags proben möchten und zum Theaterstück Musik, Geräusche, Gesang, Raps, Tanz und Vieles mehr unter fachkundiger Anleitung erarbeiten möchten. Anmeldung unter Telefon 56 63 41, per E-Mail: soundtruck@stja.karlsruhe.de.

Sanierung in Rintheim Nicht genutzte Mittel anderer Viertel übertragen Das Rintheimer Feld wird in das Bund-Länder-Programm „Soziale Stadt (SSP)“ aufgenommen. Dafür hat sich der Gemeinderat auf seiner jüngsten Sitzung einstimmig ausgesprochen. Nachdem das Landeswirtschaftsministerium einen entsprechenden Antrag zunächst nicht genehmigt hatte, ergaben intensive Nachverhandlungen jetzt eine gegenteilige Entscheidung. Hilfreich war dabei, dass nicht aufgebrauchte Zuschüsse in den Sanierungsgebieten „Oststadt West“ und „Innenstadt West“ zurückgegeben werden konnten. Sprecherinnen und Sprecher aller Fraktionen begrüßten das Verhandlungsergebnis. so betonte CDU-Stadtrat Sven Maier etwa, dass dies ein schönes Geschenk für den 900 Jahre alten Stadtteil Rintheim sei. Er begrüßte die außerordentliche Bürgerbeteiligung. Hier stimmte ihm Stadtrat Dr. Heinrich Maul (SPD) zu. Es war für ihn schmerzlich zu sehen, dass die Sanierung beinahe nicht hätte durchgeführt werden können. Grüne-Stadtrat Michael Borner nannte den sozialen und städtebauli-

chen Entwicklungsbedarf in Rintheim, während sich Stadtrat Thomas Hock (FDP) besonders dankbar dafür zeigte, dass Fördermittel übertragen werden konnten. Dafür dankte er den bei der Stadtverwaltung Verantwortlichen. Für Bürgermeister Michael Obert hat es sich als bedeutend erwiesen, dass die Bevölkerung frühzeitig einbezogen worden sei. Als schwierig könnte es sich erweisen, so Baudezernent Obert, dass der „Invest“ nach neuen Bundesbestimmungen innerhalb von fünf Jahren abgewickelt sein müsse. Obert sagte zu, dass auch bei zukünftigen Sanierungsmaßnahmen die betroffene Bevölkerung sehr früh in die Planungen einbezogen werde. Und er drückte die Hoffnung aus, dass die Sanierungsmöglichkeiten auch auf Alt-Rintheim „überspringen“ könnten. Die errechneten Sanierungskosten im Rintheimer Feld liegen bei insgesamt etwa 5,5 Millionen Euro. Die Hälfte wird vom Zuschussgeber beigesteuert. Die Folgekosten über 40 Jahre liegen bei etwa 130 000 Euro. -erg-

Meditative Musik an Allerheiligen bietet das Info-Center am Hauptfriedhof für Sonntag, 1. November, von 11.30 bis 12 Uhr in seinen Räumen in der Haidund-Neu-Straße 33 an. Um 16.30 Uhr findet dann ein meditativer Trostgottesdienst in der Großen Kapelle statt. Auch mehrere Führungen und ein Konzert stehen Anfang November auf dem Programm des Info-Centers. So begleitet an Allerseelen, Dienstag, 2. November, Gerhard Kalb vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge Interessierte durch den Friedhof in der Kapellenstraße. Treffpunkt ist um 15 Uhr an der dortigen Lutherischen Kapelle. Und bei zwei Führungen durch den Friedpark können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Donnerstag, 4. November, um 13 Uhr und am Dienstag, 16. November, um 11 Uhr den Karlsruher Hauptfriedhof als einen der schönsten und ältesten kommunalen Parkfriedhöfe Deutschlands kennen lernen. Auch im Badischen Landesmuseum im Karlsruher Schloss bietet das InfoCenter Anfang November eine Führung an. Andrea Altenburg erläutert dort am Freitag, 5. November, um 16 Uhr Exponate zum Thema „Der Umgang mit dem Tod vom Mittelalter bis heute“. Am Freitag, 5. November, kommt auch wieder die Trauergruppe junger Menschen um 17 Uhr im Trauerbegleitungsraum in der Emil-Frommel-Straße 1b zu

ihrem monatlichen Treffen „Rituale für trauende Jugendliche – ohne viele Worte“ zusammen. Und am Sonntag, 7. November, gibt es um 15 Uhr ein Konzert in der Großen Kapelle des Hauptfriedhofs. Unter dem Titel „Es war als sangen die Engel...“ ist dann dort der Kammerchor der Matthäuskirche unter der Leitung von Makitaro Arima zu hören. Weitere Auskünfte zu den Veranstaltungen erhalten Interessierte im Info-Center am Hauptfriedhof in der Haid-und-Neu-Straße 33 (Telefonnummer 782 09 33), jeweils dienstags bis freitags von 10 bis 17 Uhr und samstags von 10 bis 13 Uhr. Im Internet findet sich das Center unter der Adresse www.friedhof-karlsruhe.de. -red-

Am Sonntag ist Literaturcafé Die nächste Ausgabe des Literaturcafés der Volkshochschule ist an diesem Sonntag, 31. Oktober, um 11 Uhr im Kaffeehaus Schmidt in der Kaiserallee 69. Dann liest dort Alexandros Shismenos aus „Wilde Reise durch die Nacht“ von Walter Moers. Alexandros Shismenos ist 16 Jahre alt und gewann schon mehrere Preise bei Vorlesewettbewerben.

AMTLICHE BEKANNTMACHUNGEN Plan tritt in Kraft Vorhabenbezogener Bebauungsplan „Herrenalber Straße 25 – 39“, Karlsruhe-Rüppurr Der Gemeinderat der Stadt Karlsruhe hat am 21. September 2010 den vorhabenbezogenen Bebauungsplan „Herrenalber Straße 25 – 39“ mit seinen – bauplanungsrechtlichen Festsetzungen gemäß § 9 des Baugesetzbuches (BauGB) und der dazu erlassenen Rechtsverordnungen einschließlich Vorhabenund Erschließungsplan sowie den – örtlichen Bauvorschriften gemäß § 74 der Landesbauordnung (LBO) aufgrund § 10 BauGB und § 74 Absatz 7 LBO jeweils als Satzung beschlossen. Die bauplanungsrechtlichen Festsetzungen und die örtlichen Bauvorschriften bestehen aus einem zeichnerischen und textlichen Teil vom 20. November 2009 in der Fassung vom 14. August 2010. Ab sofort kann der Bebauungsplan mit seiner gemäß § 9 Absatz 8 BauGB beigefügten Begründung beim Stadtplanungsamt, Lammstraße 7, in Karlsruhe, 1. OG, Zimmer D 113, während der Dienststunden von jedermann gebührenfrei eingesehen werden. Auf Verlangen wird über seinen Inhalt Auskunft gegeben. Mit dieser Bekanntmachung, die eine ansonsten für Satzungen vorgeschriebene Veröffentlichung ersetzt, tritt der Bebauungsplan in Kraft (§ 10 Absatz 3 BauGB, § 74 Absatz 7 LBO). Hinweise: A) Heilungsvorschriften 1. Bauplanungsrechtliche Vorschriften Unbeachtlich werden 1.1 eine etwaige Verletzung der a) in § 214 Absatz 1 Satz 1 Nr. 1 bis 3 BauGB und § 214 Absatz 2 a BauGB bezeichneten Verfahrens- und Formvorschriften, b) in § 214 Absatz 2 BauGB bezeichneten Vorschriften über das Verhältnis des Bebauungsplanes und des Flächennutzungsplanes, c) sonstigen Vorschriften des § 214 Absatz 2 a BauGB, 1.2 nach § 214 Absatz 3 Satz 2 BauGB beachtliche Mängel des Abwägungsvorganges, wenn sie nicht innerhalb von einem Jahr seit dieser Bekanntmachung schriftlich gegenüber der Stadt Karlsruhe geltend gemacht werden; der Sachverhalt, der die Verletzung oder den Mangel begründen soll, ist darzulegen. 2. Vorschriften der Gemeindeordnung Sollte der Bebauungsplan unter Verletzung von Verfahrens- oder Formvorschriften der Gemeindeordnung (GemO) oder anderer auf der Gemeindeordnung beruhenden Verfahrens- oder Formvorschriften zustande gekommen sein, bleiben derartige Verletzungen unbeachtlich, wenn sie nicht innerhalb eines Jahres nach dieser Bekanntmachung gegenüber der Stadt Karlsruhe schriftlich geltend gemacht werden. Dabei ist der Sachverhalt, der die Verletzung begründen soll, darzulegen. Eine Bindung an die genannte Frist besteht jedoch nicht, wenn 2.1 die Vorschriften über die Öffentlichkeit der Sitzung oder die Bekanntmachung der Satzung verletzt worden sind; 2.2 der Oberbürgermeister dem Beschluss nach § 43 GemO widersprochen oder die Rechtsaufsichtsbehörde den Beschluss vor Ablauf der Jahres-

frist beanstandet hat; 2.3 die Verletzung bereits von einem Dritten schriftlich und fristgerecht geltend gemacht wurde. Werden Verletzungen nicht fristgerecht geltend gemacht und liegt auch kein Fall der Ziffer 2.1 und 2.3 vor, gilt die Satzung als von Anfang an als gültig zustande gekommen (§ 4 Absatz 4 GemO). B) Fälligkeit und Erlöschen eventueller Entschädigungsansprüche Der Entschädigungsberechtigte kann Entschädigung verlangen, wenn die in den §§ 39 – 42 BauGB bezeichneten Vermögensnachteile eingetreten sind. Er kann die Fälligkeit des Anspruchs dadurch herbeiführen, dass er die Leistung der Entschädigung schriftlich bei der Stadt Karlsruhe beantragt. Ein Entschädigungsanspruch erlischt, wenn nicht innerhalb von drei Jahren nach Ablauf des Kalenderjahres, in dem die Vermögensnachteile eingetreten sind, die Fälligkeit des Anspruches herbeigeführt wird (§ 44 Absatz 4 BauGB). Karlsruhe, 19. Oktober 2010 Der Oberbürgermeister

Plan tritt in Kraft Vorhabenbezogener Bebauungsplan „Theodor-Rehbock-Straße 3 bis 7 – Änderung“, Karlsruhe-Oststadt Der Gemeinderat der Stadt Karlsruhe hat am 21. September 2010 den vorhabenbezogenen Bebauungsplan „Theodor-Rehbock-Straße 3 bis 7 – Änderung“ mit seinen – bauplanungsrechtlichen Festsetzungen gemäß § 9 des Baugesetzbuches (BauGB) und der dazu erlassenen Rechtsverordnungen einschließlich Vorhabenund Erschließungsplan sowie den – örtlichen Bauvorschriften gemäß § 74 der Landesbauordnung (LBO) aufgrund § 10 BauGB und § 74 Absatz 7 LBO jeweils als Satzung beschlossen. Die bauplanungsrechtlichen Festsetzungen und die örtlichen Bauvorschriften bestehen aus einem zeichnerischen und textlichen Teil vom 28. August 2009 in der Fassung vom 9. August 2010. Ab sofort kann der Bebauungsplan mit seiner gemäß § 9 Absatz 8 BauGB beigefügten Begründung beim Stadtplanungsamt, Lammstraße 7, in Karlsruhe, 1. OG, Zimmer D 113, während der Dienststunden von jedermann gebührenfrei eingesehen werden. Auf Verlangen wird über seinen Inhalt Auskunft gegeben. Mit dieser Bekanntmachung, die eine ansonsten für Satzungen vorgeschriebene Veröffentlichung ersetzt, tritt der Bebauungsplan in Kraft (§ 10 Absatz 3 BauGB, § 74 Absatz 7 LBO). Hinweise: A) Heilungsvorschriften 1. Bauplanungsrechtliche Vorschriften Unbeachtlich werden 1.1 eine etwaige Verletzung der a) in § 214 Absatz 1 Satz 1 Nr. 1 bis 3 BauGB und § 214 Absatz 2 a BauGB bezeichneten Verfahrens- und Formvorschriften, b) in § 214 Absatz 2 BauGB bezeichneten Vorschriften über das Verhältnis des Bebauungsplanes und des Flächennutzungsplanes, c) sonstigen Vorschriften des § 214 Absatz 2 a BauGB,

Gegenstand, Umfang der Arbeiten, Ort der Abholung bzw. Anforderung Ausschreibungsservice im Internet unter www.karlsruhe.de/ausschreibungen

Tiefbauamt Lammstraße 7, 76133 Karlsruhe Telefon 0721/133-6622 Öffentliche Ausschreibung nach VOB/A Bereich Straßenwesen: ID: 10 43 66 01 Ausbau Teutschneureuter Straße zwischen Gürrichstraße und Alte Friedrichstraße Bordsteine setzen 510 m Pflasterbelag herstellen 1 500 m² Asphaltbeton 0/11 S einbauen 1 100 m² Asphalttragschicht 0/32 C einbauen 1 050 m² Schottertragschicht herstellen 750 t Boden lösen und entsorgen 430 m³ Straßenabläufe setzen 8 Stück Ausführungszeit: 31. Januar bis 29. April 2011 Submission: 22. November 2010, 10 Uhr Unkostenbeitrag: 10 Euro Die Unterlagen werden nur gegen Vorlage oder Übersendung eines Verrechnungsschecks ab Dienstag, 2. November 2010, 10 bis 12 Uhr, beim Tiefbauamt, Lammstraße 7, Zimmer D 305, Telefon 0721/133-6617, abgegeben oder übersandt. Ein Versand der Ausschreibungsunterlagen erfolgt nur gegen Vorauszahlung eines Portozuschlags von fünf Euro zu dem Abgabepreis der Ausschreibungsunterlagen. Der Unkostenbeitrag wird nicht erstattet. Den Ausschreibungsunterlagen liegt – je Baumaßnahme – eine CD-R bei, auf der die Leistungsverzeichnisse in vier verschiedenen digitalen Formaten enthalten sind. Nähere Informationen zu diesem Thema können unserem Infoblatt „CD-R statt DISKETTE“ entnommen werden, welches auf jeder CD-R enthalten ist. Die Datenträger werden kostenlos abgegeben. Bei Maßnahmen, für die keine Standardleistungstexte verfügbar sind, werden auch weiterhin keine Datenträger

1.2 nach § 214 Absatz 3 Satz 2 BauGB beachtliche Mängel des Abwägungsvorganges, wenn sie nicht innerhalb von einem Jahr seit dieser Bekanntmachung schriftlich gegenüber der Stadt Karlsruhe geltend gemacht werden; der Sachverhalt, der die Verletzung oder den Mangel begründen soll, ist darzulegen. 2. Vorschriften der Gemeindeordnung Sollte der Bebauungsplan unter Verletzung von Verfahrens- oder Formvorschriften der Gemeindeordnung (GemO) oder anderer auf der Gemeindeordnung beruhenden Verfahrens- oder Formvorschriften zustande gekommen sein, bleiben derartige Verletzungen unbeachtlich, wenn sie nicht innerhalb eines Jahres nach dieser Bekanntmachung gegenüber der Stadt Karlsruhe schriftlich geltend gemacht werden. Dabei ist der Sachverhalt, der die Verletzung begründen soll, darzulegen. Eine Bindung an die genannte Frist besteht jedoch nicht, wenn 2.1 die Vorschriften über die Öffentlichkeit der Sitzung oder die Bekanntmachung der Satzung verletzt worden sind; 2.2 der Oberbürgermeister dem Beschluss nach § 43 GemO widersprochen oder die Rechtsaufsichtsbehörde den Beschluss vor Ablauf der Jahresfrist beanstandet hat; 2.3 die Verletzung bereits von einem Dritten schriftlich und fristgerecht geltend gemacht wurde. Werden Verletzungen nicht fristgerecht geltend gemacht und liegt auch kein Fall der Ziffer 2.1 und 2.3 vor, gilt die Satzung als von Anfang an als gültig zustande gekommen (§ 4 Absatz 4 GemO). B) Fälligkeit und Erlöschen eventueller Entschädigungsansprüche Der Entschädigungsberechtigte kann Entschädigung verlangen, wenn die in den §§ 39 – 42 BauGB bezeichneten Vermögensnachteile eingetreten sind. Er kann die Fälligkeit des Anspruchs dadurch herbeiführen, dass er die Leistung der Entschädigung schriftlich bei der Stadt Karlsruhe beantragt. Ein Entschädigungsanspruch erlischt, wenn nicht innerhalb von drei Jahren nach Ablauf des Kalenderjahres, in dem die Vermögensnachteile eingetreten sind, die Fälligkeit des Anspruches herbeigeführt wird (§ 44 Absatz 4 BauGB). Karlsruhe, 19. Oktober 2010 Der Oberbürgermeister

Stadt Karlsruhe Amt für Hochbau und Gebäudewirtschaft

Kfz-Stellplätze in der Innenstadt von Karlsruhe ab sofort zu vermieten: a) Tiefgarage Zähringerstraße 74/76 b) Parkhaus Ständehausstraße 6

in der Innenstadt von Durlach ab sofort zu vermieten: c) Karlsruhe-Durlach, Weiherhof 1 (bei Scheck-In-Center) Weitere Informationen: Telefon 0721/133-2738 oder Telefax 0721/133-2649

Die Stadt Karlsruhe stellt ein Das Stadtamt Durlach sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt für die Durlacher Kindertagesstätten eine

Abrufkraft (Kennziffer 10.150.10) Der Einsatz erfolgt je nach Bedarf in den Durlacher Kindertageseinrichtungen „Lußstraße“, „Ellmendinger Straße“, „Dornwald“ und der Spiel- und Lernstube Untermühl. Da die Einrichtungen unterschiedliche Öffnungszeiten haben ist zeitliche Flexibilität unbedingt erforderlich. Für die Tätigkeit benötigen Sie die abgeschlossene Ausbildung zum Erzieher/zur Erzieherin. Wir erwarten außerdem fundierte Kenntnisse in der Elementarerziehung, sowie praktische Erfahrung in der Kindergarten- und Kleinkindarbeit. Aufgeschlossenheit gegenüber gesellschaftlichen Veränderungen und den sich daraus entwickelnden Erfordernissen für Kinder und deren Familien sind wünschenswert. Die Bezahlung richtet sich entsprechend Ihrer Berufserfahrung nach geltendem Tarifrecht. Haben Sie Interesse an einer vielseitigen, verantwortungsbewussten Tätig-

keit, sind Sie engagiert und kooperationsfreudig, verfügen Sie über Kreativität, Einfühlungsvermögen und fundierte fachliche Kompetenzen? Dann bewerben Sie sich bitte bis zum 15. November 2010 bei: Stadt Karlsruhe Stadtamt Durlach Pfinztalstraße 33 76227 Karlsruhe Für weitere Fragen stehen Ihnen Frau Stehli und Frau Fody (Telefon 0721/1331911 oder -1908) sowie Frau Fritscher (Abteilung Jugend und Soziales, Telefon 0721/133-1991) gerne zur Verfügung. Die Stadt Karlsruhe engagiert sich für Chancengleichheit. Das Schul- und Sportamt der Stadt Karlsruhe sucht ab sofort

Mitarbeiter/ Mitarbeiterinnen für die „verlässliche Grundschule“ – in Teilzeit, befristet – als ständige Vertretung an verschiedenen Karlsruher Schulen Ihre Aufgabe ist die Betreuung von

Grundschulkindern vor und nach dem Unterricht, in der Zeit von 7.20 bis zirka 9 Uhr und 12 Uhr bis zirka 13.20 bzw. 14.20 Uhr. In den Schulferien ist keine Arbeitsleistung zu erbringen. Sie arbeiten während der Schulzeit zirka 18 Stunden/Woche (inklusive Vor- und Nachbereitungszeiten) und erhalten eine gleich bleibende Bezahlung auf der Basis von 15 Stunden/Woche. Eine Ausbildung im erzieherischen Bereich oder anderweitige pädagogische Erfahrung setzen wir voraus. Der Einsatz ist nach TzBfG befristet, zunächst bis 31. Juli 2011. Die Bezahlung richtet sich nach den Entgeltgruppen S 4/S 6 TVöD, je nach Qualifikation und Berufserfahrung. Bitte senden Sie uns Ihre aussagekräftige Bewerbung unter Angabe der Kennziffer 10410052 bis spätestens 12. November 2010 an: Stadt Karlsruhe Schul- und Sportamt 76124 Karlsruhe Die Stadt Karlsruhe engagiert sich für Chancengleichheit. Weitere Auskünfte erteilen Ihnen gerne Frau Herzog, Telefon 0721/133-4114, oder Frau Gerspacher, Telefon 0721/ 133-4110.

bereitgestellt. Zuständige Behörde zur Nachprüfung behaupteter Vergabeverstöße ist das Regierungspräsidium Karlsruhe.

Amt für Abfallwirtschaft Ottostraße 21, 76227 Karlsruhe Telefon 0721/133-7095 Öffentliche Ausschreibung nach VOL/A Entsorgung und Verwertung von Haushaltsgroßgeräte, automatische Ausgabegeräte (Gruppe 1) und Haushaltskleingeräte (Gruppe 5) Im Rahmen des Elektro- und Elektronikgerätegesetzes (ElektroG) vom 16. März 2005 wird die Entsorgung und Verwertung von Haushaltsgroßgeräten, automatischen Ausgabegeräten (Gruppe 1) und Haushaltskleingeräte (Gruppe 5) aus städtischen Sammelstellen für die Zeitdauer 1. Januar 2011 bis 31. Dezember 2012 hiermit öffentlich ausgeschrieben. Ablauf der Angebotsfrist: 19. November 2010, 14 Uhr Zuschlagsfrist endet am: 26. November 2010 Entsorgungs- und Verwertungszeitraum: 1. Januar 2011 bis 31. Dezember 2012 Leistungsort: Verschiedene Sammelstellen in Karlsruhe Unkostenbeitrag: 5 Euro Die Leistungsverzeichnisse werden ab Dienstag, 2. November 2010, gegen Vorlage oder Übersendung eines Verrechnungsschecks beim Amt für Abfallwirtschaft, Ottostraße 21, 76227 Karlsruhe (Zimmer 118/119), abgegeben oder übersandt. Auskünfte zu obigen Leistungen werden unter Telefon 0721/133-7041 erteilt. Die Bewerber unterliegen mit der Abgabe des Angebots auch den Bestimmungen über nicht berücksichtigte Angebote (§ 27 VOL/A).

Stadtplanungsamt informiert

Im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens „Nördlich der Zeppelinstraße, Am Albgrün, Karlsruhe-Grünwinkel“ führt das Stadtplanungsamt Karlsruhe am Mittwoch, 10. November 2010, um 17 Uhr in der Aula der Grund- und Hauptschule Grünwinkel eine frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit gemäß § 3 Absatz 1 Baugesetzbuch (BauGB) durch. Hierbei soll über die allgemeinen Ziele und Zwecke sowie die voraussichtlichen Auswirkungen der Planung informiert werden. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, den Bebauungsplan zu erörtern sowie sich zur Planung zu äußern. Der Bebauungsplanentwurf wird zu einem späteren Zeitpunkt für die Dauer eines Monats öffentlich ausgelegt. Während dieser Zeit können nochmals Stellungnahmen abgegeben werden. Stadtplanungsamt

Zwangsversteigerungen Im Amtsgericht Karlsruhe, Schlossplatz 23, Raum 406, wird am Freitag, 3. Dezember 2010, 9 Uhr, unter dem Aktenzeichen 1 K 37/10 folgender Grundbesitz versteigert: Eingetragen im Grundbuch von KarlsruheNeureut a) Blatt 5475 84,5/1 000 Miteigentumsanteil an dem Grundstück Flurstück Nr. 6183, Gebäude- und Freifläche, Forlenweg 48 mit 636 m² verbunden mit dem Sondereigentum an der im Aufteilungsplan mit Nr. 5 bezeichneten Wohnung als Sondernutzungsrecht ist der Doppelparker Nr. 11 zugeordnet b) Blatt 5485 6,5/1 000 Miteigentumsanteil an dem gleichen Grundstück wie unter a) verbunden mit dem Sondereigentum an dem im Aufteilungsplan mit Nr. 15 bezeichneten Kellerraum (2-Zi-ETW im DG mit Garage und Keller; ca. 40 m² Wohnfläche – ohne Gewähr –) Blatt 5475. Verkehrswert: 70 500 Euro für die Wohnung und 1 500 Euro für den Kellerraum Grundbuchauszug und Schätzungsgutachten können beim Amtsgericht Karlsruhe, Zimmer 413, von Montag bis Donnerstag in der Zeit von 9 bis 11.30 Uhr und 13 bis 15 Uhr und Freitag vormittags in der Zeit von 9 bis 11.30 Uhr eingesehen werden. Eine Besichtigung des Objekts ist nur nach Rücksprache mit dem Eigentümer bzw. Mieter möglich. Das Gericht hat hierauf keinen Einfluss. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.versteigerungspool.de. Vollstreckungsgericht

StadtZeitung / Amtsblatt der Stadt Karlsruhe Herausgeber:

Presse- und Informationsamt der Stadt Karlsruhe Bernd Wnuck (-bw-) Helga Riedel (-rie-)

Leitung: Stellv. Leitung: Chef vom Dienst / Schlussredaktion: Mathias Tröndle (-trö-) Redaktion: Andrea C. Altenburg (-cal-) Rainer Fischer (-fis-) Manuela Fretz (-maf-) Rüdiger Homberg (-erg-) Manfred Lädtke (-Lä-) Regina Schneider (-res-) Volontariat: Nicolas Lutterbach (-nil-) Amtliche/Stellen: Ute De Clemente Nicole Völz RedaktionsHannelore Walda sekretariat: Jasmin Niedermayer Fotos: Bildstelle Stadt Karlsruhe Anschrift: Stadt Karlsruhe 76124 Karlsruhe Telefon: 07 21/1 33-13 01 und -13 02 Telefax: 07 21/1 33-13 09 Druck: Badendruck GmbH Karlsruhe Auflage: 140 000 Exemplare StadtZeitung im Internet: 1. Mail: pia@karlsruhe.de 2. Internet: http://www.karlsruhe.de/Aktuell Für unverlangt eingesandte Manuskripte und Fotos übernimmt die Redaktion keine Haftung.

Stadtzeitung Karlsruhe, Ausgabe 43  

Amtsblatt der Stadt Karlsruhe

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