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14. SEPTEMBER 2012

AMTSBLATT DER STADT KARLSRUHE

66. JAHRGANG

SPORTREICH Als „SportReich“ zeigt sich der Regionaltag mit zahlreichen Angeboten. Seite 2

FARBTUPFER Tanz und Gesang aus verschiedenen Kulturen brachte die Folkloria. Seite 3

NUMMER 37

PUBLIKUMSMAGNET Auf breite Resonanz der Bürger stieß der Tag des offenen Denkmals. Seite 5

Feierliche Einweihung der neuen Südostbahn:

Immer weiter auf der Erfolgsspur Linie 6 rollt über 2,2 Kilometer Neubaustrecke / Buntes Bürgerfest / Premierenfahrten Die Südostbahn rollt. Pünktlich zum neuen Schuljahr und früher als geplant. Mit einem bunten Familienfest rund um die neue Haltestelle „Philipp-Reis-Straße/ die neue welle“ feierten die Verkehrsbetriebe (VBK) am vergangenen Samstag bei strahlendem Sonnenschein deren Einweihung. Zuvor hatten OB Heinz Fenrich, Staatssekretärin Dr. Gisela Splett vom Stuttgarter Verkehrsministe-

rium sowie VBK-Chef Dr. Walter Casazza die vom evangelischen Dekan Otto Vogel und seinem katholischem Amtsbruder Hubert Streckert symbolisch gesegnete Trasse eröffnet. Den ganzen Tag über waren Bürgerinnen und Bürger zum Mitfeiern und zu kostenlosen Premierenfahrten geladen. Die Südostbahn ist Teil der Linie 6 und bietet im Zehn-MinutenTakt eine direkte Querverbindung vom Hauptbahnhof in südöstlicher

FEST IN KINDERHAND war das Haltestellenfest für die ganze Familie zur Eröffnung der Südostbahn bei herrlichem Sommerwetter.

Enorme Hilfsbereitschaft Spenden von 166 000 Euro für Hinterbliebene der Bluttat Nach der Bluttat vom 4. Juli, bei der ein 53-Jähriger in der Nordstadt vier Menschen und dann sich selbst erschoss, bat die Stadt auf Initiative von OB Heinz Fenrich die Bürgerinnen und Bürger um Spenden auf das Konto der Aktion „Karlsruhe hilft“. Die dort eingegangenen Gelder sollen dazu beitragen, die finanzielle Not der Hinterbliebenen der Opfer zu lindern. Die Bereitschaft zu helfen war enorm: In den beiden Monaten, in denen die Aktion lief, kamen fast 166000 Euro zusammen. Die setzen sich aus 2234 Einzelspenden von zwei bis 10000 Euro zusammen sowie aus 2100 Euro, die Besucher von „Das Fest“ in Spendenpyramiden in der Günther-Klotz-Anlage warfen. „Die Karlsruher haben wieder einmal gezeigt, wie hilfsbereit sie sind, wenn es darum geht, mit Spenden Not und Schmerz zu lindern“, dankte OB Heinz Fenrich am Dienstag auf der jüngsten Sitzung des gemeinderätlichen Hauptausschusses denjenigen, die ihren Teil dazu beigetragen haben. Der Ausschuss stimmte der Annah-

me der Zuwendungen aus der Aktion „Karlsruhe hilft“ wie auch der Verteilung der nicht zweckgebundenen Spenden zu. Die sollen in gleichen Anteilen an Kinder, Ehegatten und Lebensgefährten der Opfer gehen. Und die Hilfe beschränkt sich nicht allein auf die Überweisung. Fenrich: „Dazu gehört auch Beratung der Familien.“ Neben dem Plazet für die Spenden aus „Karlsruhe hilft“ beschloss der Hauptausschuss auch die Annahme von allgemeinen Zuwendungen in der Höhe von insgesamt fast 90000 Euro. Die größten Summen davon gehen an das Schulund Sportamt (50000 Euro), die Sozial- und Jugendbehörde (19000 Euro) und den Zoologischen Stadtgarten (11000 Euro). Und der Annahme einer wahrhaft symbolträchtigen Sachspende, die der OB „brandaktuell“ verkündete, stimmte der Ausschuss ebenfalls zu: Die Daimler AG schenkt der Stadt Karlsruhe den Nachbau des PatentMotorwagens von Carl Benz im Wert von 33000 Euro zur Präsentation im Rathausfoyer. -trö-

Richtung über die Ludwig-Erhard-Allee, Otto-Dullenkopf-Park, Schlachthausstraße und Tullastraße bis Rintheim und zum Technologiepark. Sie sei „ein Gewinn für Karlsruhe“ und komme „keinen Tag zu früh“, erklärte Dr. Gisela Splett. Obgleich finanzielle Spielräume im Landesetat enger würden, wolle sie sich dafür einsetzen, „dass der öffentliche Personennahverkehr leistungsstark bleibt“. Eine wachsende Stadt brauche einen wachsenden ÖPNV, war sich Oberbürgermeister Fenrich sicher, „dass das neue Angebot von vielen Fahrgästen angenommen wird“. Kritikern, die im Vorfeld „lautstark und öffentlich die Notwendigkeit der Strecke bezweifelten“, warf das Stadtoberhaupt vor, die Bedürfnisse der Menschen nach „schneller und umweltfreundlicher Mobilität“ zu ignorieren. Fenrich: „Da helfen auch nicht rasch in die Welt gesetzte Gerüchte, dass es sich bei der Straßenbahn Südost eigentlich nur um eine weitere Umfahrungsmöglichkeit für die Kaiserstraße handeln soll“. Das sei in seinen Augen „völliger Quatsch“. In Karlsruhe jedenfalls „sitzen wir im richtigen Zug oder besser: in der richtigen Straßenbahn“ und die fahre weiter „auf der Erfolgsspur“.

Fairer Handel steht im Fokus Die „Faire Woche“ steht in Karlsruhe im September und Oktober unter dem Motto „Zukunft gestalten! Fair handeln“. Zu den zahlreichen Veranstaltungen zählt etwa im Jubez vom 18. September bis zum 5. Oktober die Ausstellung „Farbe bekennen. Gegen globale Armut“. In der Evangelischen Stadtkirche am Marktplatz gibt es heute, 14. September, 18 Uhr, einen Gottesdienst der „Grüner-Gockel-Gemeinden“. Das „EineWelt-Theater“ zeigt am morgigen Samstag, 15. September, im Menschenrechtszentrum, Durlacher Allee 66, bei freiem Eintritt um 18 Uhr das Figurentheaterstück „Fernanda“. Im Behördenzentrum Moltkestraße bieten das Polizeirevier West und terre des hommes morgen parallel ab 18 Uhr ein Benefizkonzert der Gruppe „Late Heroes“. Der Erlös kommt unter anderem Immigrationskindern zugute. Auf dem Durlacher Marktplatz präsentieren sich am Sonntag, 16. September, von 13 Uhr bis 18 Uhr Aktive auf dem Markt der Möglichkeiten. Das Programmheft der „Fairen Woche“ liegt überall aus. -erg/cal-

ALLZEIT GOTTES SEGEN: Die Dekane Otto Vogel und Hubert Strecker bei der Einweihung der Strecke gemeinsam mit EB Margret Mergen, OB Fenrich und VBK-Chef Dr. Walter Casazza (r.). Fotos (3): Bastian Es brauche auch weiterhin „den Schulterschluss mit dem Land“, bezog sich VBK-Geschäftsführer Dr. Walter Casazza darauf, dass Baden-Württemberg knapp 20 Millionen der 30 Millionen Euro hohen Baukosten für die 2,2 Kilometer lange Strecke mit ihren vier

erweiterung Knielingen Nord. Als weitere Punkte nannte VBK-Chef Casazza die Neubeschaffung von Fahrzeugen, für die es keinen Landeszuschuss gebe, den weiteren Ausbau der Barrierefreiheit oder die Modernisierung bereits vorhandener Strecken. -maf-

Erinnerungsstätte neu gestaltet Gedenkplatten für hingerichtete Revolutionäre am Kaiser-Wilhelm-Denkmal sichtbarer Die Neugestaltung der Erinnerungsstätte für die im Jahre 1849 hingerichteten Freiheitskämpfer der Badischen Revolution östlich des Kaiser-Wilhelm-Denkmals am Kaiserplatz ist abgeschlossen. Auf Initiative des Gemeinderats sind die zentrale Gedenkplatte und die 27 Einzeltafeln nach Diskussionen auch in der städtischen Kunstkommission nun besser sicht- und damit auch auffindbar. Dafür wurden die Natursteinplatten mit Pflastersteinen eingefasst. So können sie auch nicht mehr so leicht von Gras überwuchert werden. Im Jahre 2002 hatte das 1897 errichtete Reiterdenkmal Kaiser Wilhelms I die heutige Kommentierung in Form von halbkreisförmig in den Boden eingelassenen Granittafeln erhalten. Sie tragen die Namen der badischen und pfälzischen Revolutionäre, die 1849 nach der Niederschlagung der Revolution unter dem Oberkommando Prinz Wilhelms von Preußen, des späteren Kaisers Wilhelm I, hingerichtet wurden. Dazu zählten etwa der Journalist und politische Literat Ernst Elsen-

Aufstockung von Archiv läuft

FÜR DAS TONNENDACH, in dem zwei zusätzliche Bürogeschosse des Stadtarchivs Platz finden sollen, wurden jetzt die bereits weiß beschichteten, später innen sichtbaren Stahlbinder geliefert. Foto: ONUK

barrierefreien Tramstopps an der Philipp-Reis-Straße, Ostendstraße, Ostauepark und Schloss Gottesaue trage. Aber auch weitere Zukunftsprojekte gingen nicht ohne Hilfe aus Stuttgart – die Erweiterung des Betriebshofs in der Gerwigstraße etwa oder die Netz-

Das Stadtarchiv wächst. Für die seit 2006 geplante Aufstockung mit einem sechsten und siebten Geschoss wurden jetzt die bereits weiß beschichten Binder des Tonnendaches geliefert und eingesetzt. Darin finden künftig die Büros der Archivare Platz. Wo Letztere jetzt residieren, wird in der 1906 bereits archivtauglich errichteten, einstigen Pfandleihe bis Sommer 2013 ein weiteres Magazin mit 1400 laufenden Metern Lagerkapazität eingebaut. Erneuert werden auch verschlissene Klimaanlage und Aufzug. Neu hinzu kommt eine Behindertentoilette. Das Ganze wird 2,1 Millionen Euro kosten. Archivchef Dr. Ernst Otto Bräunche freut sich darüber, dass sein Haus damit für 25 Jahre, mit einem zudem im Erdgeschoss noch möglichen weiteren Ausbau sogar für 40 Jahre gut ausgestattet ist. -cal-

hans, der Bataillonskommandeur Ernst von Biedenfels, der Korporal Konrad Lenzinger oder Jurist Wilhelm Adolf von Trützschler. Die Erinnerungsstätte ist Teil der „Straße

der Demokratie“, eines länderübergreifenden Projektes in Baden und der Pfalz. Sein Ziel ist, die demokratischen Wurzeln am Oberrhein erlebbar zu machen. -red-

AN HINGERICHTETE FREIHEITSKÄMPFER der Badischen Revolution von 1848/49 erinnern Gedenktafeln am Kaiser-Wilhelm-Denkmal.

Reigen zur Kerwe Durlach lockt am Sonntag mit Veranstaltungspack Weingenuss für Kenner, archäologische Schatzsuche für jüngere Semester, Präsentation ehrenamtlichen Engagements oder ungewöhnliches Shoppen in Fachgeschäften: Durlach präsentiert am Sonntag, 16. September, den Besuchern einen wahren Veranstaltungspack. Da lockt die Kerwe, die bereits am heutigen Freitag eröffnet, vor die Karlsburg. Im einstigen Residenzschloss der Markgrafen selbst steht am Sonntag von 10 bis 18 Uhr beim Kindertag des Pfinzgaumuseums Spiel und Spaß für kleine Besucher mit allerlei Mitmach-Aktionen auf dem Programm. Derweil können sich „die Großen“ von 13 bis 18 Uhr beim verkaufsoffenen Sonn-

tag von Service und Leistung der Fachgeschäfte in der Innenstadt überzeugen. Und ebenfalls in diesem Zeitraum geht auf dem Marktplatz der bereits 17. Markt der Möglichkeiten über die Bühne, bei dem über 20 Vereine und Gruppen Einblick in ihr ehrenamtliches Schaffen geben. Die Bürgerinitiative Zivilcourage und die Streuobstinitiative sind ebenso dabei wie Seniorenbüro, Weltladen oder die Turnados der Turnerschaft Durlach. Und wer bei all dem Trubel einen edlen Tropfen genießen will, der ist an Samstag (17 bis 23 Uhr) und Sonntag (12 bis 20 Uhr) beim Weinfest des Marktamts auf dem Saumarkt und im Durlacher Rathausgewölbe richtig. -trö-


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NR. 37 · FREITAG, 14. SEPTEMBER 2012

10. Regionaltag der TechnologieRegion:

Es lebe der Sport Kennenlern- und Mitmachangebote an 35 Sportstätten Bereits zum zehnten Mal veranstaltet die TechnologieRegion Karlsruhe am 30. September den Regionaltag. Unter dem Motto „SportReich“ bieten Sportverbände, Vereine, Unternehmen, Initiativen und Einrichtungen an 35 Orten von 11 bis 18 Uhr ein buntes Programm mit vielen Informations- und Mitmachangeboten. Die StadtZeitung stellt in dieser Ausgabe vor, was um Karlsruhe herum geboten wird. Gleich an sechs Orten zeigt sich Baden-Baden sportlich. Nach einem Qi-Gong-Morgentraining am Augustaplatz, kann man beim Tag der offenen Tür das Sportangebot in der Cité-Turnhalle erkunden, selbst in die Luft gehen am Flugplatz Baden-Oos, Tennis spielen im Jagdhäuser Wald und den Reitclub Baden-Baden kennenlernen. In Bühl wird mit Sport-Gala, Showprogramm und einem interaktiven Tag der offenen Tür erstmals die neue Großsporthalle vorgestellt. Eine Premiere gibt es auch im Schulzentrum Bad Rotenfels mit der ersten Gaggenauer Olympiade für Groß und Klein. Einen bunten Aktionstag im Schlosspark, bei dem auch Stadtmeisterschaften im Fahnenhochwurf ausgetragen werden, hat die Stadt Rastatt zusammengestellt. Im Landkreis Rastatt wird der Regionaltag in der Adventure World im Murgtal, auf der Murginsel im Gernsbach, auf der Galopp-Renn-

bahn Iffezheim, im Motoball-Stadion Kuppenheim und in der Sporthalle Rheinwaldschule in Elchesheim-Illingen gefeiert. In Rheinstetten stehen Kunstund Einradfahren in der Sporthalle der Schwarzwaldschule auf dem Programm. Für die Wassersportler bietet sich ein Besuch im Hallenbad Rheinstetten, der Bäderwelten Bretten oder des Sportzentrums in Bruchsal an, wo ein besonders vielseitiges Sportprogramm angeboten wird. Der Fußball rollt am Regionaltag unter anderem bei einem Blitzturnier auf dem Minispielfeld des Deutschen Fußball Bunds in Stutensee-Friedrichstal. Spiel- und Sportmeilen für die ganze Familie gibt es in Ettlingen auf dem Marktplatz ebenso wie im Landkreis Karlsruhe in der Waldseehalle Forst und in der Böhnlichhalle Walzbachtal. Zum Sportzentrum am Regionaltag hat der Landkreis Germersheim die Mehrzweckhalle „Dampfnudel“ in Rülzheim umfunktioniert. Im Landkreis Südliche Weinstraße werden am Turnerjugendheim Annweiler Trendsportarten von Aroha bis Zuma gezeigt, zudem öffnet die Sportschule Edenkoben ihre Tore. Was am Regionaltag in Karlsruhe läuft, steht in der nächsten StadtZeitung. Das „Sport-Reich“-Programm ist unter www.regionaltag2012.de abrufbar, das kostenlose Programmheft liegt bei den beteiligten Städten und Gemeinden aus. -fis-

IN KUPPENHEIM gibt der zehnfache Deutsche Meister MSC Puma Kuppenheim am Regionaltag Einblick in den Motoball. Foto: trk

Zu allen gerecht sein Seinen 100. Geburtstag hat der Durlacher Adolf Füßler am 8. September in der Seniorenresidenz „Im Blumenwinkel“ gefeiert. Glückwünsche aus dem Rathaus überbrachte ihm Stadträtin Christa Köhler. Zur Welt gekommen war der gelernte Schreiner als ältester Sohn von fünf Kindern im Gasthaus Pflug. Leicht gehabt hat er es in seiner Jugend nicht. So ging er auf der Suche nach Arbeit zu Fuß nach Wien. Zeitlebens war er sonst nur mit dem Fahrrad oder Handwagen mobil. Mit 27 Jahren heiratete er und wurde Vater von drei Kindern, denen inzwischen sieben Enkel und sechs Urenkel gefolgt sind. Geprägt haben den stets arbeitenden Mann Durchhaltevermögen, sein Gerechtigkeitssinn und der Glaube. Wöchentlich sang das heutige Ehrenmitglied im GV Lyra. -cal-

RÜSSEL-TEST: Beim Morgentraining werden Shanti, Rani, Ilona und Jenny von Elefantenbetreuer Robert Scholz mit einer Leckerei verwöhnt. Mit „The Elephant’s Walk“ hat das Elefanten-Quartett nun einen eigenen Song für die Publikumsvorstellungen. Foto: Bastian In Reih und Glied stehen Shanti, Rani, Ilona und Jenny bei ihren Tierpflegern. Rhythmische Musik ertönt, Revierleiter Robert Scholz gibt das Zeichen zum Aufbruch – und die Elefantendamen marschieren gemessenen Schrittes zum Zoopublikum. „Da läuft unser Lied“, freut sich dort Justin Nova inmitten einer kleinen Kinderschar. Wie die anderen Besucher auch, erlebten Musiklehrer Nova, Saxofonist Daniel Nicol und die acht Mädchen und Jungen am Dienstag vergangener Woche erstmals, wie sich das RüsselQuartett beim Morgentraining

„The Elephant’s Walk“ begleitet das Bewegungstraining von „The Elephant’s Walk“ zu Bestform motivieren lässt. Beim Song für die Elefanten hatten die Sieben- bis Zwölfjährigen selbst mitgesungen und mitgespielt – und waren nun bei der Premiere mächtig stolz auf ihr Lied. Mit Musik geht alles besser, auch ein Elefantentraining, hatte sich Zoopädagogin Miriam Raab gedacht. Selbst Musikerin, hatte sie daher in Kooperation mit der privaten Nova Music School in

Online-Liveticker aus Gemeinderat

Im Zoo Scheck und Familienprogramm

Ab der nächsten Sitzung des Gemeinderats am kommenden Dienstag, 18. September, informiert ein Liveticker zeitsynchron über die Abstimmungsergebnisse und den zeitlichen Verlauf der öffentlichen Beratungen. Zu finden ist der neue Service unter www.karlsruhe.de/gemeinderat. Verantwortlich für den Inhalt ist das städtische Presse- und Informationsamt, die Betreuung der technischen Plattform leistet das Medienbüro der Stadt. Der Liveticker bleibt jeweils bis zur nächsten Sitzung online und wird auf der elektronischen Anzeigetafel im Eingangsbereich des Karlsruher Rathauses zu sehen sein.

Kaiserwetter zog Familien am Wochenende zuhauf in den Karlsruher Zoo. Dort boten ihnen die „Edeka Familientage“ ein Zusatzprogramm mit Hüpfburg, Kinderschminken oder Karussell. Zudem brachte Harald Rissel, Sprecher der Geschäftsführung von Edeka Südwest, einen weiteren Bonus mit. Er übergab Bürgermeister Rainer Obert und Zoo-Chefin Dr. Gisela von Hegel einen Scheck über 5000 Euro. „Die Aufrechterhaltung dieser wunderschönen Anlage kostet Geld. Wir freuen uns sehr über dieses Geschenk“, betonte Obert. Auch Helmut Kern, Leiter des Gartenbauamts, zeigte sich angetan über das finanzielle Präsent. -voko-

Bei Carsharing Spitze Obert: Studie untermauert Karlsruhes Multimodalität In Karlsruhe gibt es bundesweit das beste Carsharing-Angebot. Statistisch betrachtet kommen auf 1000 Karlsruherinnen und Karlsruher 1,8 Carsharing-Autos. Die Fächerstadt nimmt damit im Carsharing-Städtevergleich des Bundesverbands CarSharing (bcs) unter Städten mit über 200000 Einwohnern den ersten Platz ein. Mit deutlichem Abstand folgen Düsseldorf (0,91 Autos pro 1 000 Einwohner), München (0,64), Stuttgart (0,58) und Berlin (0,55). Einbezogen wurden klassische Anbieter – in Karlsruhe etwa Stadtmobil – sowie Angebote der Autohersteller. Carsharing habe sich vom ÖkoProjekt zur professionellen Mobilitätsdienstleistung gewandelt, betont bcs-Geschäftsführer Willi Loose. Gerade bei den Jüngeren gebe

Song für Rüssel-Quartett

es nicht mehr den Autofahrer, der alle seine Wege mit dem eigenen Auto zurücklegt. Die Nachfrage werde multimodal. „Wir haben ein sehr gutes ÖPNV-Angebot, welches mit der Kombilösung derzeit weiter ertüchtigt wird, ein Radförderkonzept einschließlich Leihfahrradangebot sowie das flächige Carsharing-Angebot“, sieht Bürgermeister Michael Obert Karlsruhe gut aufgestellt. Auch die am Mittwoch im Planungsausschuss vorgestellten Ergebnisse der Mobilitätsstudie bestätigten, dass Karlsruhe auf dem richtigen Weg sei. Die Studie habe gezeigt, dass im Binnenverkehr Karlsruhes der Modalsplit beim Fahrrad von 16 auf 25 Prozent angestiegen ist, auch der Fußgängerverkehr stieg an, jeweils zu Lasten des Autos. -rie-

Wolfartsweier diese Idee umgesetzt. Vor allem Rani, die mit 57 Jahren älteste in einem deutschen Zoo lebende Elefantin, liebe es, im Mittelpunkt zu stehen, so Zoochefin Dr. Gisela von Hegel. „Mit dem eigenen Lied strengt sie sich besonders an“, ist sich von Hegel sicher. Schon früher hätten die Tierpfleger das Bewegungstraining mit Musik begleitet. Mit „The Elephant’s Walk“ gebe es nun bei den Publikumsvorstellungen einen

SCHECKÜBERGABE: Gisela Fischer (Zoofreunde), BM Michael Obert, Helmut Kern, Dr. Gisela von Hegel und Harald Rissel (v.l.). Foto: Knopf

OLT fliegt nach Wien und Hamburg

Trommeln am Weltkindertag

Sah es zunächst danach aus, dass es mit dem Beginn des Winterflugplans künftig keine Direktflüge zwischen dem Flughafen Karlsruhe-Baden-Baden und Hamburg gibt, so bedienen künftig sogar zwei Fluglinien diese Strecke. Nachdem die Regionalfluglinie InterSky ab dem 7. Januar 2013 drei Mal täglich Richtung Hansestadt abheben wird, hat nun die Fluggesellschaft OLT Express Germany angekündigt, ab 2. November mit einem 100-sitzigen Jet zwölf Mal pro Woche nach Hamburg zu fliegen. Besonders erfreulich: Die von OLT Express am FKB stationierte Fokker 100 fliegt zwischendurch noch direkt nach Wien. Der eineinhalb Stunden dauernde Flug in die österreichische Hauptstadt beginnt um 10 Uhr. Abflug in Wien in Richtung FKB ist um 12.20 Uhr. -fis-

„Kinder brauchen Zeit!“, lautet das Motto von Unicef und dem Deutschen Kinderhilfswerk zum Weltkindertag am Donnerstag, 20. September. Damit möchten die Kinderrechtsorganisationen das Recht der Kinder auf Spiel und Freizeit, auf elterliche Fürsorge und Beteiligung ins Bewusstsein rücken. Aber Kinderrechte müssen ständig neu eingefordert werden. Das tun die Unicef-Junior-Botschafter der Waldhausschule Malsch jedes Jahr am 20. September lautstark. Dann wird nämlich auf dem Karlsruher Marktplatz die Unicef-Flagge für Kinderrechte gehisst und die Mädchen und Jungen trommeln für die gute Sache. Erste Bürgermeisterin Margret Mergen und Ursula Grass von der Unicef Karlsruhe begrüßen die teilnehmenden Kinder um 12.30 Uhr vor dem Rathaus.

Hautnah bei der Wehr Brandbekämpfer gaben Einblick in ihren Berufsalltag

BREITE RESONANZ: Zahlreiche Familien zog der „Tag der offenen Tür“ zur Feuerwache West: Hier sahen sie etwa, wie ein Feuerwehrmann eine fiktive Person aus einem Autowrack schneidet. Foto: Knopf

Ob Jung oder Alt – auf ihre Kosten kamen sämtliche Besucher des „Tags der offenen Tür“ bei der Feuerwache West am Samstag. Bei prächtigem Wetter informierten sich zahlreiche Familien mit Kindern über die Arbeit der rund 100 Floriansjünger, die dort ihren Dienst tun. Ganz begeistert war der sechsjährige Nathaniel, der sich mit Feuerwehrhelm an das Lenkrad eines Löschfahrzeugs setzte. Ein Brandbekämpfer erläuterte ihm ganz genau, wie das Fahrzeug funktioniert. „Das war super. Die Schläuche und Drehleitern sind riesig“, meinte der Erst-

Wiedererkennungswert – bei Zoogästen und vielleicht auch bei den Tieren. Und so heben die Elefantinnen nun – begleitet vom langsamen rockigen Gesang – Rüssel oder Fuß und marschieren durch die Anlage. Vor der Premiere gab es einen Probelauf, berichtete von Hegel, denn Elefanten hören sehr gut. Hätten diese auf störende Frequenzen reagiert, die das menschliche Ohr gar nicht wahrnehmen kann, wäre der Song „durchgefallen“. Ist er aber nicht. Deshalb wird er nun zu allen Publikumsvorstellungen um 10 Uhr und 16 Uhr gespielt. -rie-

klässler in spe. Was er später Mal beruflich machen will? Na klar – „Feuerwehrmann werden“, kam es wie aus der Pistole geschossen. Beim „Tag der offenen Tür“ konnten sich die Kinder im Schutzanzug durch einen engen Parcours kämpfen, beobachten, wie verunfallte Personen aus einem AutoWrack geschnitten wurden oder sahen wie eine Fett-Explosion im Haushalt zum Brand ausarten kann. „Wir möchten die Arbeit der Wehr in all ihren Facetten erläutern. Die Resonanz der Bürger ist außergewöhnlich“, so Branddirektor Günter Bechtold. -voko-

Terminkalender Ein Hoffest mit buntem Programm veranstaltet der Birkenhof, das Begegnungszentrum für Mensch und Tier im Daxlander Jagdgrund, am morgigen Samstag, 15. September, von 14 bis 19 Uhr und am Sonntag, 16. September, von 11 bis 19 Uhr. Wegen Renovierungsarbeiten bleibt die Kinder- und Jugendbibliothek im Prinz-Max-Palais von Montag, 17. September, bis Samstag, 22. September, geschlossen. Bei den Streifzügen im Rahmen des gemeinsamen Entwicklungskonzepts für die Höhenstadtteile steht am Mittwoch, 19. September, ein Spaziergang vom Bergwald nach Wolfartsweier auf dem Programm. Start: 18 Uhr an der Bushaltestelle der Bergwaldsiedlung. Bei der Führung „Gedenken mit den Augen eines Künstlers – ein Blick hinter die ‚Aspekte’“ zeigt Kunsthistorikerin Simone Dietz am Mittwoch, 19. September, Schwerpunkte des Skulpturen-Rundgangs auf dem Hauptfriedhof. Treffpunkt ist um 17 Uhr am Info-Center am Hauptfriedhof. Bei einem Kostümauftritt am nächsten Donnerstag, 20. September, schlüpft Kunsthistorikerin Helene Seifert in die Rolle der Jüdin „Ba-bette Homburger“ und schildert vom jüdischen Leben in Karlsruhe im 19. Jahrhundert. Los geht es um 17 Uhr am Info-Center. Zur Natura 2000-Kampagne zeigt Ulrich Kienzler, Leiter der Forstabteilung im städtischen Liegenschaftsamt, am Samstag, 22. September, bei einer Fahrradexkursion Interessierten die „Waldbewirtschaftung im Natura 2000 – Gebiet‚ Hardtwald zwischen Graben und Karlsruhe’“. Los geht die Exkursion um 14 Uhr am Waldklassenzimmer (Kanalweg).


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Baubürgermeister besuchte städtischen Seniorenrat:

Bänke in jedem Wartehäuschen Informationen zum Bahnhofsvorplatz / Keine Verbotsschilder für die Radfahrer Bahnhofsvorplatz, rücksichtslose Radfahrer und die „Karte ab 60“ waren bei der jüngsten Sitzung des Stadtseniorenrats unter Leitung von Gustav Betz Punkte der Tagesordnung. Zu den ersten beiden Themen stand Baubürgermeister Michael Obert dem Gremium Rede und Antwort. Wann es mit dem barrierefreien Umbau des Bahnhofsvorplatzes losgeht, konnte auch Bürgermeister Michael Obert nicht genau sa-

gen, das hänge von den Verkehrsbetrieben ab. Aber es sei klar, dass eine verkehrsberuhigte Zone mit Schrittgeschwindigkeit nicht in Frage komme. Aber, so Obert, der Platz solle auf jeden Fall grüner werden und auch „Wasser hinzukommen“. Außerdem werde der Bodenbelag gelblicher statt grau werden – angepasst an die Fassaden. Und es soll in jedem Wartehäuschen Sitzbänke geben. Die Bushaltestellen könnten allerdings nicht näher an den Haupt-

AN SENIOREN DENKEN: Wenn der Bahnhofsvorplatz barrierefrei wird, soll es in jedem Wartehäuschen Bänke geben. Foto: Bastian

bahnhof heranrücken. Dies hatte Gustav Betz angeregt. Zum Thema rücksichtslose Radfahrer gab Michael Obert zu bedenken, dass nicht nur Radfahrer rücksichtslos seien, sondern auch andere Verkehrsteilnehmer. Von Verbotsschildern für Radfahrer an Baustellen, wie von Betz gefordert, hält Obert nicht so viel. Als Beispiel hatte Betz die Situation in der Karlstraße geschildert. Obert schlug vielmehr vor: „Es muss möglich sein, Baustellen so einzurichten, dass alle Verkehrsteilnehmer zurecht kommen.“ Auch das Stadtjubiläum 2015 kam im Stadtseniorenrat zur Sprache, denn dieser fordert, so Betz, „dass Teile der Feiern auf dem Festplatz stattfinden.“ Außerdem fragte Betz: „Was wird beim Stadtjubiläum für die Generation geboten, die Karlsruhe wieder aufgebaut hat?“ Intensiv diskutiert wurde schließlich die „Karte ab 60“. Laut Gustav Betz soll die Karte ab Dezember 37,50 Euro kosten (bisher 35,50) und für Neukunden sechs Euro zusätzlich. Der Seniorenrat fordert aber, dass die Karte an alle Personen mit Rentnerausweis zum alten Preis ausgegeben wird und die Tariferhöhung um sechs Monate verschoben wird. Mit dieser Forderung will sich der Seniorenrat auch an die Verkehrsbetriebe wenden. Denn, so Gustav Betz, „vor dem Hintergrund der Altersarmut sollte man einen solchen Beschluss nicht fassen.“ -res-

Lebensfreude pur bei der Folkloria Eine musikalische Entdeckungsreise unternahmen die Besucher der vierten Folkloria auf dem Friedrichsplatz und der Bühne im Nymphengarten. Gleich 40 Tanz- und Musikgruppen aus 20 Ländern begeisterten dort ihre Gäste. Ob Folklore aus Weißrussland, Flamenco, Darbietungen der Scottish Country Dancers, der Sound Afrikas, Tänze von Kindern aus dem Elsass oder Volkstänze aus Osteuropa – das Spekt-

Leckereien rund um den Apfel

Warum Benimm noch immer in ist

Westwind am Gutenbergplatz

Buch über ein einzigartiges Land

Küchlein, Brotaufstrich, Wurstund Heringssalat – mit Äpfeln kann man Leckeres zaubern. Einen Einblick gibt der „Brunch rund um den Apfel“ am Sonntag, 30. September, im Waldklassenzimmer. Hier bereitet die Waldpädagogik mit einer Klasse der Realschule Neureut Delikatessen zu, die die Fans des Apfels von 10 bis 13 Uhr sehen und kosten können. Erwachsene zahlen für den Brunch zehn Euro, Kinder bis zehn Jahren fünf Euro. Anmeldungen nimmt das Büro der Waldpädagogik bis Freitag, 21. September, dienstags und mittwochs von 14 bis 16 Uhr unter 133-7354 oder per E-Mail an waldpaedagogik@la.karlsruhe.de entgegen.

Welche „Benimm-Regeln“ heute noch zeitgemäß und gefragt sind, darüber referiert die Kommunikationstrainerin Ulrike-Ebba Gräfin von Sparr am Sonntag, 16. September, um 11 Uhr beim Sonntagscafé im Großen Saal des Internationalen Begegnungszentrums in der Kaiserallee 12 d. Der Vortrag gibt einen Überblick zu Themen wie Begrüßung und Vorstellen mit Handgeben, erwünschte Floskeln, wer voraus geht und Höflichkeiten zwischen Männern und Frauen. Zudem gibt es Tipps für das Benehmen bei Tisch, die gleich anschließend beim Mittagsimbiss (Kosten drei Euro) umgesetzt werden können. Einlass ist ab 10.30 Uhr.

Unter dem Titel „Westwind“ veranstalten Kreative der Weststadt am Sonntag, 16. September, mit der Hemingway Lounge von 14 bis 18 Uhr ein musikalisches Programm auf dem Gutenbergplatz. Auf der Bühne sind dabei Studierende der Musikhochschule sowie in der Weststadt lebenden Musiker. Gleichzeitig öffnen Geschäfte, Büros und Ateliers im Karree zwischen Yorck- und Schillerstraße, Kaiserallee und Weinbrennerstraße und laden ein zu Kunst und Musik. Gastronomie um den Platz sorgt für kulinarische Genüsse. Zum Finale spielen um 19.30 Uhr die Westend Girls & Band. Infos: www.westwind-karlsruhe.de.

„Von Schmetterlingen und Donnerdrachen – Natur und Kultur in Buthan“ ist zur Anfang Juli zu Ende gegangenen Sonderausstellung im Naturkundemuseum erschienen. In seiner als Band 4 in der Reihe „Karlsruher Naturhefte“ erschienenen Publikation vertieft Museumsdirektor Norbert Lenz das Ausstellungsthema. Auf 124 Seiten erschließen Lenz und seine Mitarbeiter das Besondere des Königreiches einer breiten Leserschaft. Sie stellen mit Text und über 200 Farbfotos sowie Grafiken die Naturgeschichte des Landes mit seiner reichen Pflanzen- und Tierwelt sowie die Kultur Buthans vor. Neben den fachlich versierten Streifzügen durch einen faszinierenden Lebens- und Kulturraum, der vom subtropischen Wald bis zur alpinen Steppe auf Höhen zwischen 4200 und 6000 Meter reicht, wagt Lenz auch einen Blick in die Zukunft des Landes, in dem das Bruttonationalglück ein bedeutendes Kriterium für politisches Handeln ist. Denn nach jahrhundertelanger Abschottung hat sich das Land in den letzten Jahrzehnten behutsam geöffnet – eine Gratwanderung zwischen Tradition und Fortschritt. Ein umfangreiches Literaturverzeichnis mit über 150 Quellen sowie Artenlisten zur Tierwelt ergänzen die Publikation. Ein Band, der Himalaja-Interessierte, ButhanKenner sowie Tier- und Pflanzenfreunde gleichermaßen anspricht. Das Buch ist an der Kasse des Naturkundemuseums zum Preis von 14 Euro erhältlich oder kann beim Museum bestellt werden. -rie-

Auch weiterhin Fairtrade-Stadt Titel verteidigt / Jahrelanges Engagement in Karlsruhe zahlte sich aus / Faire Woche Karlsruhe bleibt „FairtradeStadt“ und darf den Titel für weitere vier Jahre tragen. Das ergab die erneute Überprüfung durch den Verein Transfair, der in Deutschland den Titel vergibt. Bürgermeister Klaus Stapf hatte am 1. September 2010 stellvertretend für OB Fenrich den Titel „Fairtrade-Stadt“ für Karlsruhe entgegengenommen. Nach wie vor sind in der Fächerstadt alle Kriterien erfüllt. Seit Jahren engagieren sich Karlsruher ehrenamtlich in Eine-Welt-Gruppen, Kirchengemeinden und im Weltladen dafür, fair gehandelte Produkte aus den ärmeren Ländern dieser Welt bekannt und ihre Vorzüge er-

lebbar zu machen. Längst haben so „Faire“ Produkte mit wachsender Angebotspalette auch Einzelhandel und Gastronomie erreicht – und werden gezielt nachgefragt. Mehr als 80 Verkaufsstätten und über 30 Gastronomiebetriebe in Karlsruhe haben mittlerweile fair gehandelte Produkte in ihrem Sortiment. Die Kampagne läuft international. Über 900 Kommunen in 24 Ländern sind bereits „FairtradeTown“. Sie alle haben sich verpflichtet, den fairen Handel vor Ort umfassend und nachprüfbar zu unterstützen. Die fünf geforderten Kriterien zielen neben den Angeboten des lokalen Handels gerade

auch auf das bürgerschaftliche Engagement in Gruppen und Vereinen, Kirchengemeinden, Schulen, Kinder- und Jugendeinrichtungen. Beweis dafür ist aktuell das vielfältige Programm der „Fairen Woche“, die im September und Oktober wieder mit >zahlreichen „Fair“anstaltungen punktet. Der Dank der Stadt geht daher an alle Aktiven, die sich etwa beim 17. „Markt der Möglichkeiten“ am Sonntag, 16. September, von 13 bis 18 Uhr auf dem Durlacher Marktplatz präsentieren. Gegen 15 Uhr sind dort alle, denen Fairer Handel am Herzen liegt, zum FairtradeStadt-Gruppenfoto geladen. -red-

rum war äußerst vielfältig und bot Folklore in all seinen Facetten dar. Tanzgruppen in traditionellen, landestypischen Trachten vermittelten den Karlsruhern Lebensfreude pur (unser Bild). „Karlsruhe ist eine weltoffene Stadt. Wir freuen uns, wenn Kulturen sich austauschen, Menschen sich begegnen. Die Folkloria ist eine schöne Tradition, ein Edelstein in der Reihe unserer Veranstaltungen“, betonte Bür-

Gemeinsam schmeckt‘s Gut besuchter Mittagstisch in der Heilbronner Straße Kartoffelpuffer mit Apfelmus, gefüllter Paprika und weitere Gerichte stehen auf dem Speiseplan des „Quartierswohnzimmers“ im Wohn-Café in der Heilbronner Straße 22. Montags bis freitags von 12 bis 14 Uhr erhalten hier Seniorinnen und Senioren ein frisch zubereitetes Essen zum Selbstkostenpreis. Auf dem Speiseplan steht täglich ein Menü – darunter häufig die bei den Gästen beliebte Hausmannskost. Die Zubereitung und Organisation übernehmen Ehrenamtliche sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der AWO, darunter Liliane und Klaus Ortner. Sie kochen zweimal die Woche für die täglich rund 20 Gäste. Jeden

EB Margret Mergen empfing Kinder im Rathaus

BLICK INS RATHAUS: Erste Bürgermeisterin Margret Mergen zeigte den „Ferienspaß-Kindern“ die Amtskette des Oberbürgermeisters und die Einträge im Goldenen Buch der Stadt Karlsruhe. Foto: ONUK

zweiten Sonntag gibt es zudem Kaffee und Kuchen, den Ehrenamtliche, die AWO-Ortgruppe, der Mieterbeirat der Volkswohnung und andere Helfer spenden. Der 73-jährige Knud Pommeranz isst fast jeden Tag im WohnCafé, denn „die Hausmannskost, die schmeckt“. Auch Renate Fritz und Sidonie Hagmann sind dort regelmäßige Gäste und froh über die Einrichtung. Wegen der positiven Resonanz ist ein Ausbau des Angebots im Wohn-Café geplant. Der neue Treffpunkt ist Teil des Projekts „Gut versorgt daheim“, das die Volkswohnung zusammen mit der AWO Karlsruhe im Juli auf den Weg brachte. -döp-

GEMEINSAM ESSEN: Vor allem aus der näheren Umgebung kommen viele Senioren fast täglich in das Wohn-Café. Foto: ONUK

Hinter die Kulissen Was müssen Sie denn so machen? Wo sitzen Sie im Gemeinderat? Verreisen sie auch? Diesen und anderen Fragen stellte sich Erste Bürgermeisterin Margret Mergen vergangene Woche, als insgesamt zehn Kinder das Rathaus besuchten. Neben ihrer Arbeit und ihren Aufgaben als Erste Bürgermeisterin (EB) erklärte sie den kleinen Gästen den Gemeinderat der Stadt und beantwortete alles, was diese so wissen wollten. Von der Amtskette des Oberbürgermeisters mit den Stadtteilwappen war vor allem die neunjährige Maria angetan. Auch das Goldene Buch der Fächerstadt, in das schon Regina Halmich und Sven Ottke geschrieben haben, sorgte für Begeisterung. „Sehr interessant“, fand Mika das Gespräch mit EB Mergen. Weiterhin zeigte sich der Zehnjährige „gespannt auf den Film über Karls-

germeister Klaus Stapf bei der Eröffnung des bunten Reigens. Und fügte hinzu: „Es ist schön, diese Energie teilen zu können. Hier wird ein positives Heimatgefühl in Zeiten der Globalisierung vermittelt. Musik und Tanz berühren unsere Seele. Sie sind freudige Botschafter ihrer Kulturen“. Neben Tanz und Folklore gab es auch Workshops , bei denen jeder die Tänze selbst ausprobieren konnte. -voko-/Foto: Knopf

ruhe“, in dem wichtige Fakten zur Fächerstadt präsentiert werden. Hoch hinauf ging es im Rathausturm. Während der ein oder andere noch von den Treppenstufen aus der Puste war, zeigte Ruth Rickersfeld vom Stadtplanungsamt die frühere Arrestzelle und er-zählte anhand der Bilder im Turm die Geschichte des Rathauses. Zum Abschluss besichtigten die Kinder den Bürgersaal, in dem der Gemeinderat tagt. Dort konnte Timon Wäldele, Urenkel des ehemaligen Ersten Bürgermeisters Walther Wäldele, mit anderen Kindern gemeinsam auf den Sitzen der Bürgermeister Platz nehmen. Die Rathausführung gehört zum Ferienspaß-Angebot des Jugendfreizeit- und Bildungswerks (jfbw) des Stadtjugendausschusses, das sich an Kinder und Jugendliche von 6 bis 17 Jahren richtet. -döp-

Aktivbüro sucht Helfer Ehrenamtliche Mitarbeiter für EDV, Fahrdienste und Hausaufgabenbetreuung sucht das Aktivbüro der Stadt Karlsruhe. Für die Erstellung und Pflege einer Internetseite ist eine internationale Tanzgruppe an einer Hilfe interessiert. Wer gerne mit Kindern zu tun hat, ist als Hausaufgabenbetreuer gefragt. Außerdem sucht das Büro einen Fahrer für einen Kindergarten. Wegen Bauarbeiten in der Einrichtung müssen die Kinder täglich mit einem Kleinbus zu einem Behelfsplatz gefahren werden. Infos erhalten Interessenten unter: www.karlsruhe.de/aktivbuero. Individuelle Beratungen gibt es im Aktivbüro im Rathaus, Eingang Turmhof an der Hebelstraße. Telefon 133-1212.


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Die Stadt Karlsruhe investiert in Schulen:

Amtliche Bekanntmachungen Sitzung in Hohenwettersbach In Hohenwettersbach kommt der Ortschaftsrat zu seiner nächsten öffentlichen Sitzung am Mittwoch, 19. September, um 19 Uhr im Bürgersaal des dortigen Rathauses zusammen.

Bekanntgabe des Unterbleibens einer Umweltverträglichkeitsprüfung

2. Anregungen aus dem Ortschaftsrat

Die Fa. ZG Raiffeisen eG GmbH beabsichtigt, die Feuerungsanlage als Bestandteil der vorhandenen Getreideerfassungs- und -trocknungsanlage auf dem Grundstück Nordbeckenstraße 17b, 76189 Karlsruhe wesentlich zu ändern und hat hierfür die erforderliche immissionsschutzrechtliche Änderungsgenehmigung nach § 16 Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) beantragt. Gegenstand der Änderung ist insbesondere die Erhöhung der Feuerungswärmeleistung von 5,9 MW auf 25,7 MW (beim Einsatz von Heizöl EL), verbunden mit der Errichtung einer neuen Trocknungsanlage. Im Rahmen der Vorprüfung nach § 3c ff des Gesetzes über die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVPG) wurde festgestellt, dass für das beantragte Vorhaben keine Umweltverträglichkeitsprüfung durchzuführen ist. Diese Feststellung ist nicht selbstständig anfechtbar. Die der Beurteilung zugrunde liegenden Unterlagen sind der Öffentlichkeit nach den Bestimmungen über den Zugang zu Umweltinformationen bei der Stadt Karlsruhe, Zentraler Juristischer Dienst, Immissionsschutzbehörde, Rathaus am Marktplatz, Zimmer C 324, zugänglich.

3. Mitteilungen der Ortsverwaltung

Zentraler Juristischer Dienst Immissionsschutzbehörde

Unter der Leitung von Ortsvorsteherin Elke Ernemann diskutiert das Gremium über folgende Themen: 1. Teil-Flächennutzungsplan Windenergie des Nachbarschaftsverbandes Karlsruhe; Konzept zur Steuerung der Windenergie. Stellungnahme der Stadt Karlsruhe im Rahmen der frühzeitigen Beteiligung der Träger öffentlicher Belange.

Öffentliche Sitzung des Bauausschusses Unter Vorsitz von Bürgermeister Michael Obert tagt der Bauausschuss am kommenden Freitag, 21. September, um 16.30 Uhr im Großen Sitzungssaal des Rathauses am Marktplatz. Auf der Tagesordnung stehen folgende Punkte: Tiefbauamt 1. Kanalsanierung im Schlauchreliningverfahren in der Jolly-, Klauprecht-, Lenz- und Bernhardstraße: Vergabe der Kanalbauarbeiten 2. Fahrbahn- und Gehwegerneuerung Haydnplatz: Vergabe der Tiefbauarbeiten Amt für Hochbauund Gebäudewirtschaft 3. Zoologischer Stadtgarten, Tullabad – Umbau des Exotenhaus: Vergabe von Abbruch- und Rückbauarbeiten (Schadstoffsanierung und Entkernung) 4. Vorstellung Energiebericht 2011

Am Dienstag tagt der Gemeinderat Unter Vorsitz von Oberbürgermeister Heinz Fenrich treffen sich die Mitglieder des Karlsruher Gemeinderats am Dienstag, 18. September, um 15.30 Uhr im Bürgersaal des Rathauses zu ihrer nächsten öffentlichen Plenarsitzung. Bürgerinnen und Bürger können die Debatte im Gemeinderat von der Empore aus verfolgen. Für Menschen mit einer Hörbehinderung steht dort eine Höranlage zur Verfügung. Die Vorlagen zu den einzelnen Tagesordnungspunkten finden Interessierte im Internet unter www.karlsruhe.de/b4/gemeinderat.de. Hier informiert auch ein Liveticker zeitsynchron über die Abstimmungsergebnisse und den zeitlichen Verlauf der öffentlichen Beratungen. Der Liveticker bleibt jeweils bis zur nächsten Sitzung online und ist außerdem auf der elektronischen Anzeigetafel im Eingangsbereich des Rathauses zu sehen. Folgende Tagesordnungspunkte stehen zur Debatte: 1. Wahl der Stellvertretung des Ortsvorstehers in der Ortschaft Wettersbach 2. Berufung sachkundiger Einwohnerinnen/Einwohner und Sachverständiger in gemeinde rätliche Ausschüsse und Gremien: a) Änderung in der Zusammensetzung des Jugendhilfeausschusses b) Änderung in der Zusammensetzung des Schulbeirates c) Änderung in der Zusammensetzung des Umlegungsausschusses 3. Bestellung der Vertreter und Vertreterinnen der Stadt Karlsruhe im Zweckverband für die Wasserversorgung des Hügellandes zwischen Alb und Pfinz 4. Neufassung der Satzung über die Anbringung und Gestaltung von Hausnummern in Karlsruhe 5. Bebauungsplan „Junge Hälden, 3. Änderung“, KarlsruheGrötzingen: Aufstellungs- und Auslegungsbeschluss gemäß § 2 Absatz 1 und § 3 Absatz 2 des Baugesetzbuches (BauGB)

StadtZeitung Impressum Herausgeber: Presse- und Informationsamt der Stadt Karlsruhe Leitung: Bernd Wnuck (-bw-) Stellv. Leitung: Helga Riedel (-rie-) Chef v. D. / Schlussred: Mathias Tröndle (-trö-) Redaktion: Andrea C. Altenburg (-cal-) Rainer Fischer (-fis-) Manuela Fretz (-maf-) Rüdiger Homberg (-erg-) Manfred Lädtke (-Lä-) Regina Schneider (-res-) Volontariat: Tina Döpfert (-döp-) Amtliche / Ute De Clemente Stellen: Nicole Völz Redaktions- Jasmin Niedermayer sekretariat: Chantal Meckes Fotos: Roland Fränkle Anschrift: Stadt Karlsruhe 76124 Karlsruhe Telefon: 07 21/1 33 -13 01 / -13 02 Telefax: 07 21/1 33 -13 09 Druck: Badendruck GmbH Karlsruhe Auflage: 140 000 Exemplare StadtZeitung im Internet: 1. Mail: pia@karlsruhe.de 2. Internet: http://www.karlsruhe.de/Aktuell Für unverlangt eingesandte Manuskripte und Fotos übernimmt die Redaktion keine Haftung.

6. Integriertes Stadtentwicklungskonzept Karlsruhe 2020 7. Kommunale Wohnungsbaugesellschaft mbH Hügelsheim (KOWO): Neufassung des Gesellschaftsvertrages 8. Teil-Flächennutzungsplan Windenergie des Nachbarschaftsverbandes Karlsruhe, Konzept zur Steuerung der Windenergie: Stellungnahme der Stadt Karlsruhe im Rahmen der frühzeitigen Beteiligung der Träger öffentlicher Belange Anträge 9. Soziales Hilfetelefon in Karlsruhe; Antrag der Stadträtinnen Bettina Lisbach, Dr. Dorothea Polle-Holl und Tanja Kluth, des Stadtrats Michael Borner (GRÜNE) sowie der GRÜNEGemeinderatsfraktion 10. Hunde in Karlsruhe: Änderung der Hundesteuersatzung; Antrag der Stadträtinnen Bettina Lisbach und Tanja Kluth, des Stadtrats Michael Borner (GRÜNE) sowie der GRÜNEGemeinderatsfraktion 11. Investitionszuschuss zum Abbau des Sanierungsstaus beim Städtischen Klinikum; Antrag der Stadträtinnen Bettina Lisbach und Dr. Dorothea PolleHoll, der Stadträte Manfred Schubnell, Johannes Honné und Alexander Geiger (GRÜNE) sowie der GRÜNE-Gemeinderatsfraktion 12. Touristeninformation am Marktplatz; Antrag der Stadträtin Rita Fromm, der Stadträte Tom Høyem, Karl-Heinz Jooß, Thomas H. Hock, Thomas Kalesse und Heinz Golombeck (FDP) sowie der FDP-Gemeinderatsfraktion 13. Grabsteine ohne ausbeuterische Kinderarbeit – Änderung der Friedhofssatzung der Stadt Karlsruhe; Interfraktioneller Antrag der Stadträtin Bettina Lisbach und des Stadtrats Michael Borner (GRÜNE) sowie der GRÜNE-Gemeinderatsfraktion, der Stadträtinnen Doris Baitinger und Gisela Fischer (SPD) sowie der SPD-Gemeinderatsfraktion und des Stadtrats Lüppo Cramer und der Stadträtin Margot Döring (KAL) sowie der KAL-Gemeinderatsfraktion 14. Erhaltungssatzung für Daxlanden; Antrag der Stadträtinnen Bettina Lisbach, Anne Segor, Dr. Dorothea Polle-Holl und Dr. Ute Leidig (GRÜNE) sowie der GRÜNE-Gemeinderatsfraktion 15. FSC-Zertifizierung im Karlsruher Wald; Antrag der Stadträtin Bettina Lisbach, der Stadträte Johannes Honné und Alexander Geiger (GRÜNE) sowie der GRÜNE-Gemeinderatsfraktion 16. Wettbewerb und Kostenrahmen für Brücke über Rheinhafeneinfahrt; Antrag der Stadträte Lüppo Cramer und Dr. Eberhard Fischer, der Stadträtin Margot Döring (KAL) sowie der KAL-Gemeinderatsfraktion 17. Grillbereich für Günther-KlotzAnlage; Antrag der Stadträtinnen Gabriele Luczak-Schwarz und Karin Wiedemann, des Stadtrats Dr. Thomas Müller (CDU) sowie der CDU-Gemeinderatsfraktion

Anfragen 18. Städtisches Internetangebot für Menschen mit Behinderungen; Anfrage der Stadträtin Rita Fromm und des Stadtrats Heinz Golombeck (FDP) sowie der FDP-Gemeinderatsfraktion 19. Bekämpfung der Spielsucht in Karlsruhe; Anfrage der Stadträte Eduardo Mossuto und Jürgen Wenzel (FW) 20. Probleme bei der Anbindung einer weiteren Rheinbrücke an die B 36; Interfraktionelle Anfrage der Stadträtin Bettina Lisbach und des Stadtrats Johannes Honné (GRÜNE) sowie der GRÜNE-Gemeinderatsfraktion, der Stadträtin Doris Baitinger und des Stadtrats Michael Zeh (SPD) sowie der SPD-Gemeinderatsfraktion und der Stadträte Lüppo Cramer und Dr. Eberhard Fischer (KAL) sowie der KAL-Gemeinderatsfraktion 21. Einbau von Rasengleisen – wo immer möglich; Anfrage der Stadträtin Margot Döring und des Stadtrats Dr. Eberhard Fischer (KAL) 22. Kindergeldabzweigungsersuchen an die Kindergeldkasse durch die Stadt Karlsruhe bei Eltern von volljährigen behinderten Kindern; Anfrage der Stadträte Eduardo Mossuto und Jürgen Wenzel (FW) 23. Aktuelle Finanz- und Bauzeitsituation der Kombilösung – Stand: 1. August 2012; Anfrage der Stadträte Eduardo Mossuto und Jürgen Wenzel (FW) 24. Sanierungsaufgaben der Stadt; Anfrage der Stadträte Eduardo Mossuto und Jürgen Wenzel (FW) 25. Projekt Tageseltern; Anfrage der Stadträte Eduardo Mossuto und Jürgen Wenzel (FW) 26. Mangelnde Koordinierung bei den Baustellen von KASIG und VBK; Anfrage der Stadträte Eduardo Mossuto und Jürgen Wenzel (FW) 27. Ermäßigung für Schwerbehinderte in Karlsruher Bädern; Anfrage der Stadträtin Sabine Zürn und des Stadtrats Niko Fostiropoulos (Die Linke) 28. Koordination der Straßenbaustellen in Karlsruhe; Anfrage des Stadtrats Friedemann Kalmbach (GfK) 29. Technische Ausstattung im Rathaus; Anfrage des Stadtrats Friedemann Kalmbach (GfK) 30. Sandsteinhaus im Otto-Dullenkopf-Park; Anfrage der Stadträtin Doris Baitinger und des Stadtrats Michael Zeh (SPD) 31. Umweltzone Karlsruhe – Nachrüstungspflicht und Auswirkungen auf die Luftqualität; Anfrage der Stadträtin Sabine Zürn und des Stadtrats Niko Fostiropoulos (Die Linke) 32. Umbenennung der Treitschkestraße in Theodor-MommsenStraße; Anfrage der Stadträtin Sabine Zürn und des Stadtrats Niko Fostiropoulos (Die Linke) 33. Bekanntgabe nichtöffentlich gefasster Beschlüsse 34. Mitteilungen des Bürgermeisteramtes

Neue Mensen und Küchen Vielfältige Maßnahmen in den Sommerferien / Fokus auf Ganztagesbetreuung Auch dieses Jahr haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Amtes für Hochbau und Gebäudewirtschaft die Sommerferien dazu genutzt, um bauliche Maßnahmen in den Schulen durchzuführen, die sonst den Unterricht beeinträchtigen würden. Zu den vielfältigen Bauunterhaltungsmaßnahmen gehörten traditionell Maler- oder Bodenbelagsarbeiten, die Erneuerung der Beleuchtung, aber auch Wartungen und Umbauten an technischen Einrichtungen. Außerdem energetisch wirksame Maßnahmen wie der Austausch von Fenstern oder auch Dachbodendämmungen und die Modernisierung von Verwaltungsbereichen. Bestandteil der Sommerbaustellen waren darüber hinaus größere lärmintensive Baumaßnahmen, die in wenigen Wochen durchgeführt werden konnten. TOILETTEN ERNEUERT Da auf die Toilettenanlagen der Karlsruher Schulen schon immer ein besonderes Augenmerk gelegt wird, hat das Amt für Hochbau und Gebäudewirtschaft (HGW) diese zur Feststellung des Gesamtrenovierungsbedarfs systematisch untersucht. Ziemlich weit oben auf der Prioritätenliste standen die Werner-von-Siemens-Schule und die Gartenschule. So hat das HGW in den Sommerferien die Toilettenanlagen der Werner-von-SiemensSchule in der Nordweststadt für etwa 250000 Euro sowie die der Gartenschule in der Südweststadt für etwa 465000 Euro erneuert. Auch der Gemeinderat begrüßt dieses von der Verwaltung vorgeschlagene Konzept, die Toilettenanlagen nach Prioritäten geordnet in den nächsten drei Doppelhaus-

halten auf Vordermann zu bringen. ohne Behinderung bestmögliche Der Gemeinderat unterstützt die Förderung erfahren sollen, hat Maßnahmen außerdem durch die HGW mit Maßnahmen in Höhe Bereitstellung zusätzlicher Mittel, von 400000 Euro den baulichen so dass auch in den nächsten Haus- Grundstein für einen erfolgreichen haltsjahren unvermindert an der Start geschaffen. Entstanden sind erstellten Prioritätenliste weiterge- beispielsweise Küche und Mensa arbeitet werden kann. Veränderte sowie Bereiche für offenes Arbeipädagogische Konzepte erfordern ten, etwa eine Lernwerkstatt. -redneue Konzepte und Umbauten in den Schulgebäuden. Nachdem in der Vergangenheit zunächst Ausstattung und Erweiterung von Schülerhorten vorangetrieben wurden, liegt der Fokus mittlerweile auf dem Ausbau der schulischen Ganztagesbetreuung. Deshalb hat HGW in den Sommerferien 2012 notwendige Räumlichkeiten wie Mensa, Küche, Kreativund Ruheraum für die Schüler der Tullaschule für 200000 Euro fertiggestellt. Ab dem Schuljahr 2012/13 wird eine Inklusive Gemeinschaftsschule in Grötzingen ihren Betrieb aufnehmen. Für diese Schule mit Ganztageskonzeption, in der AUF VORDERMANN GEBRACHT: In den SommerSchüler mit und ferien war Arbeiten an Schulen angesagt. Foto: HGW

Zusagen auch kommunizieren OB Heinz Fenrich zur Finanzvereinbarung mit dem Land in Sachen Kombilösung „Die Landesregierung hat in der Finanzierungsvereinbarung zur Kombilösung Karlsruhe zugesagt, sich an den unabdingbaren Mehrkosten zu beteiligen. Andere Behauptungen sind falsch“, stellt jetzt Oberbürgermeister Heinz Fenrich unmissverständlich klar. In einem Schreiben an den Verkehrsminister von Baden-Württemberg, Winfried Herrmann, zeigt sich der OB deshalb auch verwundert über Äußerungen von Staatssekretärin Dr. Gisela Splett, die in den Medien behauptet hatte, das Land habe sich nicht verpflichtet, sich anteilig an den möglichen Mehrkosten zu beteiligen und der Zuschuss des Landes sei als Festbetragsfinanzierung angelegt. „Dies ist so nicht richtig“, rückt OB Fenrich zurecht und bittet den Verkehrsminister, „an der in der Finanzierungsvereinbarung zweifelsfrei schriftlich getroffenen Zusage, dass sich das Land an unabdingbaren Mehrkosten beteiligt, weiterhin festzuhalten und diese entsprechend auch öffentlich zu kommunizieren“. Dass die Landesregierung sich an unabdingbaren Mehrkosten beteilige, sei so vereinbart worden

nach langwierigen Verhandlungen mit dem seinerzeitigen Innenministerium und dem Staatsministerium. „Eine andere Vereinbarung hätte ich angesichts der mit einem solchen Projekt verbundenen Kostenrisiken auch niemals unterschrieben“, stellt das Karlsruher Stadtoberhaupt klar. Die Stadt werde schon in „ureigenem Interesse“, aber „unter Einhaltung der notwendigen Sicherheitsanforderungen“ weiterhin stets alle Anstrengungen unternehmen, um die Kosten so niedrig wie möglich zu halten. Allerdings dürfe nicht außer Acht gelassen werden, dass bei einem innerstädtischen Bauvorhaben dieser Komplexität und Größe mit einer Dauer von etwa zehn Jahren Kostensteigerungen nicht ausgeschlossen werden können. Berücksichtige man allein die allgemeine Baupreisentwicklung führe dies ohne Zutun bereits zu einer nicht unerheblichen Steigerung der Investitionskosten. Hinzu komme, dass strukturelle oder konjunkturelle Entwicklungen in der Bauwirtschaft nicht vorhersehbar seien und somit durchaus zu vom Plan abweichenden Ausschreibungsergebnissen führen könnten. Ebenso

seien unvorhersehbare Risiken aus dem Baugrund nicht planbar. Im Übrigen hätten verschärfte gesetzliche Sicherheitsbestimmungen auf Grund der Erfahrungen von Köln in der Vergangenheit zu erheblichen Kostensteigerungen geführt. „Wir werden weiterhin alles unternehmen, um im Rahmen unserer Möglichkeiten die gewissenhaft ermittelten und veranschlagten Kosten einzuhalten“, versichert OB Fenrich. Über den weiterhin persönlichen Einsatz des Verkehrsministers Herrmann beim Bundesverkehrsministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung für die Aufnahme des Teilprojekts „Straßenbahn in der Kriegsstraße mit Straßentunnel“ in das GVFG-Bundesprogramm in die Kategorie „a“ freue er sich, unterstreicht das Stadtoberhaupt und erklärt abschließend: „Das Projekt hat in der Region einen enormen Stellenwert für den öffentlichen Personennahverkehr und daher wäre eine Verunsicherung der Bevölkerung durch unterschiedliche Aussagen hinsichtlich der Finanzierung bzw. Finanzierungsbeteiliung durch das Land Baden-Württemberg nicht förderlich.“ -red-

Alte Schlager auf der Seebühne Bevor die Saison ausklingt, gibt es noch einige Gelegenheiten, der Seebühne im Zoologischen Stadtgarten einen Besuch abzustatten. Am Samstag, 15. September, von 15 bis 17 Uhr tritt dort das Handharmonika-Orchester Daxlanden auf, tags darauf am Sonntag von 15.30 bis 17.30 Uhr ist der Musikverein Wolfartsweier zu hören. Das Finale der Lachenden Seebühne von und mit Dieter Farrenkopf steht am Montag, 17. September, auf dem Programm. Mitwirkende: Sopranistin Maria Szigeti, Mister Black und Ursula, Valery Brown am Klavier und Jean-Henri de la Porta mit Schlagererinnerungen an René Carol und Fred Bertelmann. Für musikalische Umrahmung sorgt das Karlsruher Terzett. Foto: Bastian


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| Stadt

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Kultur

Alter Schlachthof:

Gäste haben Schwein Kunst- und Kulturnacht

DAS DACH der Reithalle des Reitinstituts von Neindorff in der Nancystraße 1 bestimmen kunstvolle, so genannte Stephansche Binder, die von Außenmauer zu Außenmauer gespannt sind.

„Ganzer Wald verbaut“ Tag des offenen Denkmals zog Scharen von Menschen an

EINEM KAMEL gleicht dieser exotische Baum im Botanischen Garten.

Mit einem wahren Ansturm auf das aufwändig restaurierte Jugendstilhaus in rotem Backstein und gelbem Sandstein, Maximilianstraße 8, begann am Sonntag der dem Thema „Holz“ gewidmete Tag des offenen Denkmals. Restauratorin Ute Schlee berichtete vor einem mehr als hundertköpfigen Publikum über die fast schon archäologische Spurensuche in dem 1903 errichteten und nach 1919 mit üppigen neogotischen und neoromanischen Decken, mehrfach verschlimmbesserten und heute von Rechtsanwälten genutzten Gebäude. Im Originalzustand zu bewundern sind das in abstrakten Eichenformen gehaltene Jugendstiltreppenhaus mit

OBSTBÄUME stießen im Landwirtschaftlichen Technologiezentrum Augustenburg zwei Stunden auf reges Interesse. Fotos (3): Bastian

grünen Wänden und Würfelfries, Täfelungen, Terrazoböden, im Obergeschoss ein Lotusblumenkranz aus vergoldetem Stuck. Beim Gang durch den Fasanengarten als einem weiteren von insgesamt 35 allesamt gut besuchten Adressen, erfuhren die Zuhörer, dass die ursprünglich vier chinesischen Pavillons, zwei „Feldhühnerhäuser“ und zwei Lusthäuschen für den Markgrafen und seine Söhne wie das Schloss anfänglich überwiegend aus Holz bestanden. Bis zur Aufgabe der teuren Fasanenhaltung 1864 bevölkerten das bis zur heutigen Kaiserstraße reichende Gehege bis zu 3 000 farbenprächtige Vögel. Ausruhen bei ruhigem, aber intensivem „klingenden Holz“ war um die Mittagszeit in der als Jugendstilkunstwerk entworfenen Lutherkirche angesagt. Kantorin Dorothea Lehmann-Horsch und Blockflötistin Anke Jantzen interpretierten Musik aus Barock, Romantik und Moderne und spielten dafür Orgelregister aus Fichtenholz und Flöten aus Buchsbaum. In Durlach gab es in der Evangelischen Stadtkirche die windsichere Haube aus Kerneichenholz auf romanischem, innen mit Beton verstärktem Turm, in der Karlsburg den aus drei Hängewerken bestehenden und im Rathaus der ehemaligen Markgrafentadt sogar vierstöckig ausgebildeten, liegenden Dachstuhl zu bewundern. „Hier ist ja ein ganzer Wald verbaut“, staunte eine Besucherin. „Jenseits des Guten und Schönen: Unbequeme Denkmale“ lautet am 8. September 2013 das Motto.-cal-

Mit Spenden Bedürftigen helfen OB Heinz Fenrich unterstützt diesjährige Sammlungswoche des Caritasverbands Unter das Motto „Hier und jetzt helfen“ stellt der Caritasverband seine diesjährige Sammlungswoche vom 22. bis 30. September. Auch OB Heinz Fenrich unterstützt die Haus- und Straßensammlung der katholischen Pfarrgemeinden, bei der im vergangenen Jahr allein in der Fächerstadt fast 100000 Euro zusammen kamen. Der OB bittet die Karlsruherinnen und Karlsruher, auch dieses Mal bei der Caritas-Sammelwoche zu spenden und damit zum Gelingen der CaritasArbeit in Karlsruhe beizutragen. Wie der Caritasverband Karlsruhe mitteilt, kommen die gesammelten Spenden voll und ganz Bedürf-

tigen zu Gute. Jeweils ein Drittel davon bleibt in Pfarrgemeinden der Fächerstadt und beim Caritasverband und dient der Bewältigung karitativer Aufgaben. So lindern etwa die Pfarreien mit den Geldern persönliche Notlagen von Einzelnen und Familien, für die eine staatliche Unterstützung nicht oder nicht ausreichend möglich ist. Der Caritasverband verwendet seinen Spendenanteil für zusätzliche Hilfen für Bedürftige, vor allem für allein Erziehende, Menschen mit Behinderung und Ältere, für Flüchtlinge oder psychisch Kranke. Unterstützung aus „Hier und jetzt helfen“ bekommen auch die „Beiert-

EINTAUCHEN: Im „Wölfle“ ist auch weiter Badespaß. Foto: pr

„Ein Bericht für eine Akademie“ ist im Theater in der Orgelfabrik, Amthausstraße 8, am 21. September (Premiere), am 22., 26., 28. und 29. September, jeweils 20 Uhr, zu sehen. Der großartige Sven Fechner spielt in der beißenden Satire nach Franz Kafka auf Anpassung und Funktionieren den Affen „Rotpeter“. Der berichtet über den qualvollen Weg des eingefangenen und in einem engen Käfig eingesperrten Affen hin zum „nützlichen“ Mitglied der Gesellschaft. Auf der Grundlage weiterer Fragmente Kafkas gibt Theaterchef Franco Rosa den Impresario Buchenau, der den Affen zur Schau stellt. Karten: orgelfabrik@t-online.de, Telefon 40 14 43. -cal-

PFÖRTNERHÄUSCHEN des Alten Schlachthofs spielten schon bei der Erstauflage von „Schwein gehabt“ 2010 eine Rolle. Fotos (2): Bastian mix des Samstags beginnt um 18 Uhr mit einer Vernissage in einem der beiden Pförtnerhäuschen. Die Künstlerin Simone Eckert hat Wedding Churches in Las Vegas fotografiert, denn das Geschäft mit der Hochzeit treibt in der Wüste Nevadas seltsame Blüten. Wen das nicht schreckt, der kann sich in der „Kapelle“ gegenüber „verheiraten“. Ausgestattet ist sie mit Kerzen und rotem Tep-

pich und auch rührende Hochzeitsreden stehen zur Wahl. Die Alte Hackerei setzt auf Karaoke, die Galerie Zlotos bietet Kunst im Supermarkt feil und im Menschenrechtszentrum gibt es eine Non-Stopp-Lesung. Über das gesamte Programm informiert das Programmheft „schweingehabt“ mit einer Übersichtskarte der verschiedenen Veranstaltungsorte. Eintrittsbutton: sieben Euro. -maf-

Wieder Theater im ganzen Haus

UNKONVENTIONELL geht es zu beim jährlichen Theaterfest, bei dem Kinder und Kulturinteressierte auf ihre Kosten kommen. Foto: Klenk

Das Tollhaus feiert 30 Jahre Als das Tollhaus vor fünf Jahren seinen 25. Geburtstag feierte, gab es ein großes Fest. Gunzi Heil und Annette Postel packten als Liebesbeweis ein riesiges Plüschherz aus und auch andere Freunde und Wegbegleiter gratulieren. Zum 30-jährigen Bestehen gibt es zwar keine Gala, dafür aber ausgewählte Veranstaltungen. Nicht fehlen dürfen dabei alte Bekannte wie Jan Garbarek (17. Oktober), Hubert von Goisern (13. Oktober) oder Familie Popolski (11. Oktober). Aber auch neue Namen wie der Jazztrompeter Ibrahim Maalouf (14. Oktober), das Kabarett Team & Struppi (29. September) oder Mr. Bunk Shadow Puppet Comedy (5. Oktober). -maf-

Rotpeters Anpassungsweg

Im Wölfle auch weiterhin baden Auch nach dem Saisonende in anderen Freibädern setzt das „Wölfle“ in Wolfartsweier seinen Betrieb fort. Bis Ende September heißt es dort darüber hinaus werktags in der Zeit von 12 Uhr bis 14 Uhr „Reif für die Insel“ beim Schwimmen mit aufblasbaren Tieren für Kinder. Jeden Freitag gibt es weiterhin ab 16 Uhr „After Work am Pool“ mit Häppchen und Cocktails. „Falls wir einen goldenen Oktober bekommen, lassen wir auch nach dem 30. September weiter offen“, betont Friedhelm Walther, der Vorsitzende des Fördervereins, der das Bad betreibt. -red-

heimer Tafel“, die günstige Lebensmittel für Bedürftige anbietet, sowie junge Menschen, die Hilfe beim Erarbeiten einer beruflichen Perspektive benötigen. Und ein weiteres Drittel der Haus- und Straßensammlung fließt dem Diözesan-Caritasverband in Freiburg zu, der damit konkrete Hilfsprojekte vor Ort unterstützt. Ohne die Spenden wären diese wichtigen Aufgaben nicht zu leisten. Spenden können auch gleich auf das Spendenkonto des Caritasverbandes Karlsruhe, Bank für Sozialwirtschaft (BLZ: 660 205 00), Konto 1 74 17 00, Stichwort: Caritassammlung, überwiesen werden.

Sie waren arme Schweine, die Borstenviecher, denen auf dem einstigen Schlachthofgelände und heutigen Kreativpark das letzte Stündlein schlug. „Schwein gehabt“ haben die Tiere nicht – die Besucher der gleichnamigen Kunst- und Kulturnacht am morgigen Samstag, 15. September, von 18 bis 3 Uhr hingegen schon. Die Türen der Hallen, Säle und Ausstellungsräume öffnen sich und geben den Blick frei auf die Karlsruher Kreativen und ihre Gäste. Im Jazzclub betört Sängerin Liv mit skandinavischen Folk-Songs, im Tollhaus lassen es Gabby Young, Matthais Reuter & Gunzi Heil oder Äl Jawala krachen, im Substage rocken die Monsters of Liedermaching und danach bittet DJ Heiko zur „Pigs Party“. Wer es eher beschaulich mag, genießt in der Pianowerkstatt klassische Salonmusik. Ebendort eröffnet Kulturbürgermeister Wolfram Jäger um 19 Uhr auch die von Stadt und dem Verein „ausgeschlachtet“ organisierte Veranstaltung. Feuershows, Lichtobjekte und -installationen erhellen die Nacht und auf der Open-Air-Bühne gibt es Live-Musik für jeden Geschmack. Wie es in der ehemaligen Schweinemarkthalle aussieht, wenn daraus das Gründerzentrum „Perfekt Futur“ aus Seefrachtcontainern wird, vermitteln Projektionen von Thorsten Schwanninger auf der Außenhaut, im Innern laufen Kurzfilme. Der bunte Kultur-

EIN HERZ FÜR DAS TOLLHAUS haben zahlreiche Künstler.

Vorhang auf: Generalintendant Peter Spuhler und sein Team sind dabei, wenn das Badische Staatstheater mit dem Theaterfest am Samstag, 15. September, im und vor dem Haus die neue Spielzeit einläutet. Von 11 bis 19 Uhr bietet das Programm außer öffentlichen Proben auf beiden großen Bühnen auch Hausführungen, eine Kostümversteigerung und zahlreiche Aktivitäten für Kinder. Der Höhepunkt ist der Spielzeitcocktail von 19 bis 22 Uhr im Großen Haus. Er gibt Interessierten einen Vorgeschmack auf die Theatersaison. Der Eintritt kostet sieben Euro und geht an den Verein Freunde für Fremde und an Medinetz. -red-

Kultur Kompakt „Culinaria Romana – altrömische Kochkunst nach Rezepten von Marcus Gavius Apicus“ gibt Teilnehmerinnen und Teilnehmern der kostenlosen Führung am heutigen Freitag, 14. September, um 16 Uhr durch das Badische Landesmuseum vielleicht die eine oder andere Anregung für das Abendessen. Die „Freiheit“ des Jazz und die „Leichtigkeit“ des Pop sind zwei prägende Elemente von DePhazz, die am heutigen Freitag, 14. September, um 20 Uhr im Tollhaus auftreten. Auf dem neunten Album „Audio Elastique“ des Heidelberger Kollektivs finden sich swingende Klangcollagen zwischen Chanson und klassischem Jazz. Eine Führung durch die Ausstellung „TOP 12 Meisterschüler der Akademie“ steht am Sonntag, 16. September, um 15 Uhr auf dem Programm der Städtischen Galerie. Auch die Kleinen beschäftigen sich damit. Bei der Kinderwerkstatt heißt es von 15 bis 16.30 Uhr „Top, die Wette gilt! Wir entdecken Meisterwerke junger Künstler und eifern ihnen nach“. Drei weitere Rundgänge finden am Mittwoch, 19. September, um 11 Uhr, am Donnerstag, 20. September, um 12.15 Uhr sowie am Freitag, 21. September, um 14.30 Uhr statt. „It dont mean a thing, if it aint got that swing“ sagt sich das Karlsruher Jugendorchester „The Hip Herd“ und zeigt am kommenden Donnerstag, 20. September, um 20.30 Uhr im Jubez am Kronenplatz, wo es musikalisch lang geht. Ihre Big-Band-Jazz-Palette reicht von Duke Ellington über Count Basie zu Sammy Nestico, von Thad

Jones und Don Ellis über Pat Metheny zu Bob Brookmeyer. „Poetry“ heißt das neue Soloalbum von Jazz-Pianist Johannes Mössinger, das er am nächsten Donnerstag, 20. September, um 20.30 Uhr im Jazzclub vorstellt. Vollgasrock aus St. Pauli mit Ohrenfeindt erschüttert das Substage am Freitag, 21. September, um 21 Uhr. Der Kiez-Dreier tritt an, das Testosteron im Rock ‘n’ Roll zu retten und rockt kleine Clubs wie größere Bühnen. Die Songs von Ohrenfeindt handeln von den Geschichten, die das Leben schreibt: von der Liebe, vom Hinfallen und Wiederaufstehen und selbstverständlich vom Rock ‘n’ Roll. -maf-

GABBY YOUNG tritt auf bei der Kulturnacht „Schwein gehabt“.


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NR. 37 · FREITAG, 14. SEPTEMBER 2012

Amtliche Bekanntmachungen Plan tritt in Kraft

Öffentliche Ausschreibungen

Bebauungsplan „Killisfeldstraße 40 bis 42“, Karlsruhe-Durlach

Gegenstand, Umfang der Arbeiten, Ort der Abholung bzw. Anforderung Ausschreibungsservice im Internet unter www.karlsruhe.de/ausschreibungen

Gartenbauamt Lammstraße 7 a, 76133 Karlsruhe Telefon 0721/133-6714 Öffentliche Ausschreibung nach VOB/A ID: 12 37 67 01 Kaiserallee, Haltestelle Helmholtz-Gymnasium (Kombi-Lösung) (Landschaftsbauarbeiten DIN 18320) Bäume ca. 40 Stück Baumsubstrat ca. 100 m³ Lüftungsrohre mit Abdeckung ca. 18 Stück Rasengleis ca. 1 200 m² Rasen ca. 1 500 m² Ausführungszeit: 29. Oktober bis 14. Dezember 2012 (Substrat mischen in der 42. KW 2012) Submission: 9. Oktober 2012, 11 Uhr Ende Zuschlagsfrist: 22. November 2012 Unkostenbeitrag: 20 Euro bei Selbstabholung + 5 Euro Portozuschlag bei Postversand Die Verdingungsunterlagen werden nur gegen Vorlage oder Übersendung eines Verrechnungsschecks (keine Barzahlung möglich) in der Zeit vom 14. September bis 21. September 2012 beim Gartenbauamt, Lammstraße 7 a, 1. OG, Zimmer E 125, ausgegeben oder übersandt. Der Unkostenbeitrag wird nicht zurückerstattet. Fachkunde, Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit sind auf Verlangen nachzuweisen. Der Zuschlag wird nach § 25 VOB/A auf das Angebot erteilt, das unter Berücksichtigung aller technischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkte als das annehmbarste erscheint. Zuständige Behörde zur Nachprüfung behaupteter Vergabeverstöße ist das Regierungspräsidium Karlsruhe, Schlossplatz 1 – 3, 76247 Karlsruhe.

Öffentlicher Teilnahmewettbewerb „Referentinnen und Referenten im Umweltbildungsbereich“ Der Umwelt- und Arbeitsschutz der Stadt Karlsruhe plant, Aufträge über freiberufliche Tätigkeiten im Rahmen der Umweltbildung zu vergeben. Art der Leistung und Beschreibung: Zielgruppen: Erwachsene, Familien, Mitglieder von Fachgremien, Betriebsangehörige Ziel: Erarbeitung und Durchführung von Vorträgen, Impulsreferaten und Workshops, gegebenenfalls inklusive Arbeitsmaterialien, zu den unten genannten Themenfeldern. Themenfeld 1: Wohnumfeldberatung – Förderung eines umweltgerechten Alltagsverhaltens – Chemie in der Alltagswelt – Bewusstseinsbildung über Nachhaltige Entwicklung – Förderung eines nachhaltigen Lebensstils – Verbraucherschutz: Gesundheit, Ernährung, Dienstleistungen – Energiewende und Erneuerbare Energien: Chancen und Risiken – Naturkundliche Vorträge und/oder Exkursionen im Stadtgebiet Themenfeld 2: Klimaschutz – Energieeinsparung im Alltag – Klimafreundliche Mobilität – Ernährung: Auswirkungen der Auswahl und Zubereitung von Nahrungsmitteln auf die Klimabilanz; praktische Anleitung zur Umsetzung einer klimafreundlichen und gesunden Ernährung im Alltag – Konsum: Folgen alltäglicher Konsumentscheidungen für das Klima – Kriterien und Handlungsalternativen für ein klimafreundliches Einkaufs- und Nutzungsverhalten – Abfall: Der Umgang mit Abfällen und Wertstoffen und seine Klimarelevanz – Strategien zur Abfallvermeidung in Küche, Haushalt und Freizeit – Recycling: Anleitung zur kreativen, attraktiven und praktikablen Um- und Neunutzung nicht mehr benötigter Alltagsgüter Themenfeld 3: Gesundheitsförderung – Gesund aufwachsen: Bedingungen für gesundheitsförderliches Aufwachsen und Leben von Kindern und Jugendlichen – Gesundheitsförderliche Konzepte für Kindertageseinrichtungen und Schulen – Gesundheitliche Chancengleichheit – Gesundheitsförderliche Lebenswelten – Bedingungen für gesundheitsförderliches Leben für weitere Zielgruppen: Seniorinnen und Senioren, chronisch Kranke, Menschen mit Migrationshintergrund, Betriebsangehörige/Beschäftigte etc. Ausführungsort: Stadtgebiet Karlsruhe Notwendige Angaben von Bewerbern: – Nachweis der fachlichen Eignung (einschlägige Fachkenntnisse in Verbindung mit didaktischen Erfahrungen) – Leistungsfähigkeit – Kalkulation des Arbeitsaufwands inklusive eventueller Fahrtkosten oder Materialien – Benennung der Personen, die bei einer Beauftragung tatsächlich eingesetzt werden – Einschlägige Referenzen Es ist auch möglich, sich lediglich um Teile des Auftrages zu bewerben. Zeitraum der Leistungserbringung: Januar 2013 bis Dezember 2014 Bewerbungsschluss ist Freitag, 12. Oktober 2012. Bewerbungen sind schriftlich bei der Stadt Karlsruhe einzureichen. Stadt Karlsruhe Umwelt- und Arbeitsschutz 76124 Karlsruhe Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung: – für den Themenbereich Wohnumfeldberatung Frau Prestel, Telefon 0721/1333118 – für den Themenbereich Klimaschutz Frau Gerner, Telefon 0721/133-3114

– für den Themenbereich Gesundheitsförderung Frau Bauer, Telefon 0721/1333129 Eine Bewerbung bewirkt keinen Anspruch auf Aufforderung zur Abgabe eines Angebots.

Öffentlicher Teilnahmewettbewerb „Umweltthemen im Unterricht“ Der Umwelt- und Arbeitsschutz der Stadt Karlsruhe plant, Aufträge über freiberufliche Tätigkeiten im Rahmen der schulischen Umweltbildung zu vergeben. Art der Leistung und Beschreibung: Zielgruppe: Schulen aller Schularten in Karlsruhe Ziel: Erarbeitung und Durchführung von Unterrichtseinheiten oder Projekten inklusive Dokumentation zu den unten genannten Themenfeldern. Die Unterrichtseinheiten sollen auch Schülerinnen und Schülern der Förderschulen angeboten werden, ein entsprechender Hinweis auf die Eignung des Angebots ist erwünscht. Themenfelder: – Förderung eines umweltgerechten Alltagsverhaltens, Schwerpunkt Mobilität – Klimaschutz und Luftreinhaltung – Chemie in der Alltagswelt – Bewusstseinsbildung über Nachhaltige Entwicklung – Förderung eines nachhaltigen Lebensstils Ausführungsort: Stadtgebiet Karlsruhe Notwendige Angaben von Bewerbern: – Nachweis der fachlichen Eignung (pädagogische Ausbildung oder einschlägige Fachkenntnisse in Verbindung mit pädagogischen Erfahrungen) – Leistungsfähigkeit (Anzahl qualifizierter Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter, Kontinuität der Auftragserfüllung) – Auflistung von konkreten Unterrichtseinheiten zu den genannten Themenfeldern mit Bezug zu geeigneten Klassenstufen sowie zum Bildungsplan für Baden-Württembergische Schulen – Kalkulation der Unterrichtseinheiten (nach Schulstunden) inklusive eventueller Fahrtkosten oder Materialien sowie der Dokumentation für den Auftraggeber – Benennung der Personen, die bei einer Beauftragung tatsächlich eingesetzt werden – Einschlägige Referenzen Es ist auch möglich, sich lediglich um Teile des Auftrages zu bewerben. Zeitraum der Leistungserbringung: Januar 2013 bis Dezember 2014 Bewerbungsschluss ist Freitag, 12. Oktober 2012. Bewerbungen sind schriftlich bei der Stadt Karlsruhe einzureichen. Stadt Karlsruhe Umwelt- und Arbeitsschutz 76124 Karlsruhe Für Rückfragen stehen Ihnen Frau Kelber (Telefon 0721/133-3127) oder Herr Dr. Hahn (Telefon 0721/133-3120) zur Verfügung. Eine Bewerbung bewirkt keinen Anspruch auf Aufforderung zur Abgabe eines Angebots. Der Auftraggeber behält sich vor, aus den Angeboten oder Teilen von ihnen das Gesamtangebot „Umweltthemen im Unterricht“ für die Karlsruher Schulen zusammenzustellen.

Amt für Hochbau und Gebäudewirtschaft Zähringerstraße 61, 76133 Karlsruhe Telefon 0721/133-2655 Öffentliche Ausschreibung nach VOB/A ID: 12 37 88 01 Zoologischer Garten, Ettlinger Straße 6, 76137 Karlsruhe Umbau des Tullabades zum Exotenhaus Mauer-, Beton- und Stahlbetonarbeiten sowie Abbruch- und Rückbauarbeiten Abbrucharbeiten mit Ausbau Türen, Treppen, etc. Abbruch MW ca. 400 m² Stahlbeton etc. ca. 70 m² Beton- und Stahlbetonarbeiten mit Gründung für drei Stück Aufzüge, Decken ca. 450 m² Wände ca. 75 m² Stützen 130 m Mauerarbeiten Mauerwerk ca. 1 800 m² Ausführungszeit: 3. KW 2013 bis 34. KW 2014 Eröffnungstermin: Donnerstag, 25. Oktober 2012, 9.30 Uhr Zuschlagsfrist: Montag, 7. Januar 2013 Unkostenbeitrag: 50 Euro – nur per Verrechnungsscheck – ID: 12 37 88 02 ZKM/Städtische Galerie, Lorenzstraße 19 – 27, 76135 Karlsruhe Technische Anlagen (Zwei Lose) Los 1: Wartungsarbeiten an RLT-Anlagen und kleinere Reinigungs- sowie Betriebserhaltende Tätigkeiten an Sanitär- und Kälteobjekten. Los 2: Rufbereitschaft/Störungsbeseitigung (24h Notdienst) für Heizungs-, Lüftungs-, Klimaanlagen und Wasseraufbereitung. (Angebote können auch für einzelne Lose abgegeben werden) Ausführungszeit: Dezember 2012 bis November 2014 Eröffnungstermin: Donnerstag, 25. Oktober 2012, 11.30 Uhr Zuschlagsfrist: Montag, 10. Dezember 2012 Unkostenbeitrag: 30 Euro – nur per Verrechnungsscheck – ID: 12 37 88 03 Grundschule Südstadt-Ost, Neubau, Hedwig-Kettler-Straße 11, Karlsruhe Estricharbeiten

Calziumsulfat-Fließestrich ca. 1 200 m² Zementestrich ca. 200 m² Ausführungszeit: 29. November 2012 bis 21. Januar 2013 Eröffnungstermin: Donnerstag, 18. Oktober 2012, 9.30 Uhr Zuschlagsfrist: Montag, 19. November 2012 Unkostenbeitrag: 20 Euro – nur per Verrechnungsscheck – Die Bewerbungsfrist endet am 22. September 2012. Die gewünschten Verdingungsunterlagen sind bis zum Ablauf der Bewerbungsfrist bei der Stadt Karlsruhe, Amt für Hochbau und Gebäudewirtschaft, –Vergabestelle–, Zähringerstraße 61, 76133 Karlsruhe, anzufordern. Der Anforderung ist der angegebene Unkostenbeitrag für die Verdingungsunterlagen nur per Verrechnungsscheck beizufügen. Der Unkostenbeitrag wird nicht zurückerstattet! Die Verdingungsunterlagen werden dem Bewerber nach Ende der Bewerbungsfrist zugesandt. Nachweise der Fachkunde, Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit gemäß VOB/A § 6 Absatz 3 Nr. 2 sind auf Verlangen vorzuweisen. Der Zuschlag wird nach § 16 VOB/A auf das Angebot erteilt, das unter Berücksichtigung aller Gesichtspunkte wie zum Beispiel Qualität, Preis, Ausführungsfrist, Betriebs- und Folgekosten, Gestaltung, Rentabilität, technischen Wert, etc. als das wirtschaftlichste erscheint. Zuständige Behörde zur Nachprüfung behaupteter Vergabeverstöße ist das Regierungspräsidium Karlsruhe, Schlossplatz 1 – 3, 76131 Karlsruhe.

Ordnungs- und Bürgeramt Kaiserallee 8, 76133 Karlsruhe Telefon 0721/133-3202 Ausschreibung nach dem europäischen Vergaberecht ID: OA 2012/5 Datenauswertung von Filmmaterial und Digitaldaten Das Ordnungs- und Bürgeramt der Stadt Karlsruhe benötigt eine Datenauswertung von Filmmaterial und Digitaldaten für seinen Bereich Verkehrsüberwachung. Die Auswertungssoftware soll dem Ordnungsund Bürgeramt dabei zusätzlich zur Verfügung gestellt werden, um bei Bedarf eine eigenständige Auswertung vornehmen zu können. Es wird von einem Auftragsvolumen in Höhe von ca. 650 000 digitalen Daten pro Jahr ausgegangen. Ab dem 1. Januar 2013 sind die Aufträge zu vergeben. Die Leistung soll zunächst für die Dauer von einem Jahr erbracht werden, wobei die Option besteht, die Zusammenarbeit für ein weiteres Jahr zu verlängern. Bei Interesse können die Verdingungsunterlagen bis zum 8. Oktober 2012 beim Ordnungs- und Bürgeramt, Kaiserallee 8, 76133 Karlsruhe, angefordert werden. Die Unterlagen werden sodann zugesandt. Die Angebotsfrist endet am 19. Oktober 2012. Die Zuschlags- und Bindefrist beginnt mit Ablauf der Angebotsfrist und endet am 30. November 2012. Der Zuschlag wird nach § 25 Ziffer 3 VOL/A auf das Angebot erteilt, das unter Berücksichtigung aller maßgebenden Gesichtspunkte als das wirtschaftlichste erscheint. Die Bewerber unterliegen mit der Abgabe der Angebote auch den Bestimmungen über nicht berücksichtigte Angebote (§ 27 VOL/A).

Tiefbauamt Lammstraße 7, 76133 Karlsruhe Telefon 0721 133-6622 Öffentliche Ausschreibung nach VOB/A Bereich Straßenwesen: ID: 12 37 66 01 Rad- und Fußwegausbau Willy-Brandt-Allee Oberboden abtragen, lagern und andecken 700 m³ Boden lösen und verwerten 650 m³ Planum herstellen 3 100 m² Kabelgraben herstellen 760 m Schottertragschicht herstellen 700 m Asphalt aufnehmen, fräsen 1 600 m² Asphalttragschicht einbauen 1 900 m² Asphaltdeckschicht einbauen 2 050 m² Ausführungszeit: 22. Oktober bis 30. November 2012 Submission: 2. Oktober 2012, 10 Uhr Unkostenbeitrag: 10 Euro Bereich Stadtentwässerung: ID: 12 37 66 02 Kanalauswechslung Freiburger Straße, Karlsruhe-Dammerstock Abbrechen und Verdämmen vorhandener Kanäle DN 300 bis DN 500 660 m Abbrechen vorhandener Schächte im Rohrgraben mit Verbau DN 1100 9 Stück Liefern und Verlegen im Doppelrohrgraben mit Verbau DN 300 PP 333 m DN 600 PP 333 m Herstellen von Kontrollschächten DN 1000 16 Stück Herstellen von Hausund Sinkkastenanschlüssen Abzweige DN 150 an DN 300 PP und DN 600 SB 50 Stück Straßenaufbruch und -schließung Teerhaltiger Straßenaufbruch 1 200 t Asphalttrag- und Asphaltdeckschicht 2 000 m² Bordsteine 150 m Rinnenplatten 700 m Gehwegplatten 300 m² Ausführungszeit: November 2012 bis Juni 2013 Submission: 4. Oktober 2012, 11 Uhr Unkostenbeitrag: 15 Euro Die Unterlagen werden nur gegen Vorlage oder Übersendung eines Verrechnungsschecks ab Montag, 17. September 2012, 10 bis 12 Uhr, beim Tiefbauamt, Lammstraße 7, Zimmer D 305, Telefon 0721/1336617, abgegeben oder übersandt. Ein Versand der Ausschreibungsunterlagen erfolgt nur gegen Vorauszahlung eines Portozuschlags von fünf Euro zu dem Abgabe-

preis der Ausschreibungsunterlagen. Der Unkostenbeitrag wird nicht erstattet. Den Ausschreibungsunterlagen liegt – je Baumaßnahme – eine CD-R bei, auf der die Leistungsverzeichnisse in vier verschiedenen digitalen Formaten enthalten sind. Nähere Informationen zu diesem Thema können unserem Infoblatt „CD-R statt DISKETTE“ entnommen werden, welches auf jeder CD-R enthalten ist. Die Datenträger werden kostenlos abgegeben. Bei Maßnahmen, für die keine Standardleistungstexte verfügbar sind, werden auch weiterhin keine Datenträger bereitgestellt. Zuständige Behörde zur Nachprüfung behaupteter Vergabeverstöße ist das Regierungspräsidium Karlsruhe.

Karlsruher Fächer GmbH & Co. Stadtentwicklungs-KG Zähringerstraße 72, 76133 Karlsruhe Öffentliche Ausschreibung nach VOB/A Alter Schlachthof Karlsruhe Umbau und Sanierung ASH 11 Kühlhaus Trockenbauarbeiten DIN 18 340 Die Karlsruher Fächer GmbH & Co. Stadtentwicklungs-KG schreibt aufgrund der VOB/A, die Trockenbauarbeiten für das oben genannte Bauvorhaben aus. Der vollständige Bekanntmachungstext erscheint im Internet auf: www.karlsruhe.de/ausschreibungen www.bund.de

und

Karlsruher Fächer GmbH & Co. Stadtentwicklungs-KG Zähringerstraße 72, 76133 Karlsruhe Öffentliche Ausschreibung nach VOB/A Alter Schlachthof Karlsruhe Umbau und Sanierung ASH 11 Kühlhaus Estricharbeiten DIN 18 353 Die Karlsruher Fächer GmbH & Co. Stadtentwicklungs-KG schreibt aufgrund der VOB/A, die Estricharbeiten für das oben genannte Bauvorhaben aus. Der vollständige Bekanntmachungstext erscheint im Internet auf: www.karlsruhe.de/ausschreibungen www.bund.de

und

Karlsruher Fächer GmbH & Co. Stadtentwicklungs-KG Zähringerstraße 72, 76133 Karlsruhe Öffentliche Ausschreibung nach VOB/A Alter Schlachthof Karlsruhe Umbau und Sanierung ASH 11 Kühlhaus Putz- und Stuckarbeiten DIN 18 350 Die Karlsruher Fächer GmbH & Co. Stadtentwicklungs-KG schreibt aufgrund der VOB/A, die Putz- und Stuckarbeiten für das oben genannte Bauvorhaben aus. Der vollständige Bekanntmachungstext erscheint im Internet auf: www.karlsruhe.de/ausschreibungen www.bund.de

und

Hauptamt Rathaus Marktplatz, 76133 Karlsruhe Telefon 0721/133-1563 Öffentliche Ausschreibung nach VOL/A Bereich Postdienstleistungen Postdienstleistungen elektronische Postzustellungsaufträge Postzustellungsaufträge Ausführungszeitraum: 1. November 2012 bis 31. Oktober 2013 Ablauf der Angebotsfrist: 30. September 2012 Zuschlagsfrist endet am: 31. Oktober 2012 Ausgabe der Vergabeunterlagen: Stadt Karlsruhe, Hauptamt, Rathaus Marktplatz, Zimmer A 013, Frau Weitz, 76133 Karlsruhe, Telefon 0721/133-1563, Fax 0721/ 133-1569, E-Mail: birgit.weitz@ha.karlsruhe.de. Der Zuschlag wird nach § 18 VOL/A auf das unter Berücksichtigung aller Umstände wirtschaftlichste Angebot erteilt.

Karlsruher Fächer GmbH & Co. Stadtentwicklungs-KG Zähringerstraße 72, 76133 Karlsruhe Öffentliche Ausschreibung nach VOB/A Projekt

Alter Schlachthof Karlsruhe Umbau Schweinemarkthalle

Leistung Schlosserarbeiten Die Karlsruher Fächer GmbH & Co. Stadtentwicklungs-KG schreibt aufgrund der VOB/A, die Schlosserarbeiten für das oben genannte Bauvorhaben aus. Die vollständigen Bekanntmachungstexte erscheinen im Internet auf: www.bund.de

Liegenschaftsamt Abteilung Forst Weinweg 43, 76137 Karlsruhe Telefon 0721/133-7353, Telefax 133-7359 Öffentliche Ausschreibung gemäß § 3 Absatz 1 VOL/A von Verkehrssicherungsarbeiten Im Stadtwald des Stadtkreises Karlsruhe Umfang: Herstellung Lichtraumprofil, Entfernen von Überhang durch Kronenrückschnitt oder Fällung auf insgesamt 9 000 m Weglängen plus einzeln zu bearbeitende Bäume, aufgeteilt in zwei Angebotslose. Ausführungszeitraum: 22. Oktober 2012 bis 31. Dezember 2012 Ablauf der Angebotsfrist: 15. Oktober 2012 Ablauf der Bindefrist: 19. Oktober 2012 Bewerber unterliegen mit der Abgabe ihrer Angebote den Bestimmungen über nicht berücksichtigte Angebote (§ 19 VOL/A). Detaillierte Verdingungsunterlagen können ab 20. September 2012 bis einschließlich 15. Oktober 2012 bei der Vergabestelle (siehe oben) abgeholt oder anfordert werden. Kostenbeitrag: fünf Euro bei Selbstabholung, zehn Euro bei Versand (bitte Verrechnungsscheck beilegen).

Der Gemeinderat der Stadt Karlsruhe hat am 24. Juli 2012 den Bebauungsplan „Killisfeldstraße 40 bis 42“ mit seinen – bauplanungsrechtlichen Festsetzungen gemäß § 9 des Baugesetzbuches (BauGB) und der dazu erlassenen Rechtsverordnungen sowie den – örtlichen Bauvorschriften gemäß § 74 der Landesbauordnung (LBO) aufgrund § 10 BauGB und § 74 Absatz 7 LBO jeweils als Satzung beschlossen. Die bauplanungsrechtlichen Festsetzungen und die örtlichen Bauvorschriften bestehen aus einem zeichnerischen und textlichen Teil vom 14. Juli 2011 in der Fassung vom 1. Juni 2012. Ab sofort kann der Bebauungsplan mit seiner gemäß § 9 Absatz 8 BauGB beigefügten Begründung beim Stadtplanungsamt, Lammstraße 7, in Karlsruhe, 1. OG, Zimmer D 113, während der Dienststunden von jedermann gebührenfrei eingesehen werden. Auf Verlangen wird über seinen Inhalt Auskunft gegeben. Mit dieser Bekanntmachung, die eine ansonsten für Satzungen vorgeschriebene Veröffentlichung ersetzt, tritt der Bebauungsplan in Kraft (§ 10 Absatz 3 BauGB, § 74 Absatz 7 LBO). Hinweise: A) Heilungsvorschriften 1. Bauplanungsrechtliche Vorschriften Unbeachtlich werden 1.1 eine etwaige Verletzung der a) in § 214 Absatz 1 Satz 1 Nr. 1 bis 3 BauGB und § 214 Absatz 2a BauGB bezeichneten Verfahrens- und Formvorschriften, b) in § 214 Absatz 2 BauGB bezeichneten Vorschriften über das Verhältnis des Bebauungsplanes und des Flächennutzungsplanes, c) sonstigen Vorschriften des § 214 Absatz 2a BauGB, 1.2 nach § 214 Absatz 3 Satz 2 BauGB beachtliche Mängel des Abwägungsvorganges, wenn sie nicht innerhalb von einem Jahr seit dieser Bekanntmachung schriftlich gegenüber der Stadt Karlsruhe geltend gemacht werden; der Sachverhalt, der

die Verletzung oder den Mangel begründen soll, ist darzulegen. 2.

Vorschriften der Gemeindeordnung Sollte der Bebauungsplan unter Verletzung von Verfahrens- oder Formvorschriften der Gemeindeordnung (GemO) oder anderer auf der Gemeindeordnung beruhenden Verfahrensoder Formvorschriften zustande gekommen sein, bleiben derartige Verletzungen unbeachtlich, wenn sie nicht innerhalb eines Jahres nach dieser Bekanntmachung gegenüber der Stadt Karlsruhe schriftlich geltend gemacht werden. Dabei ist der Sachverhalt, der die Verletzung begründen soll, darzulegen. Eine Bindung an die genannte Frist besteht jedoch nicht, wenn 2.1 die Vorschriften über die Öffentlichkeit der Sitzung oder die Bekanntmachung der Satzung verletzt worden sind; 2.2 der Oberbürgermeister dem Beschluss nach § 43 GemO widersprochen oder die Rechtsaufsichtsbehörde den Beschluss vor Ablauf der Jahresfrist beanstandet hat; 2.3 die Verletzung bereits von einem Dritten schriftlich und fristgerecht geltend gemacht wurde. Werden Verletzungen nicht fristgerecht geltend gemacht und liegt auch kein Fall der Ziffer 2.1 und 2.3 vor, gilt die Satzung als von Anfang an als gültig zustande gekommen (§ 4 Absatz 4 GemO).

B)

Fälligkeit und Erlöschen eventueller Entschädigungsansprüche Der Entschädigungsberechtigte kann Entschädigung verlangen, wenn die in den §§ 39 bis 42 BauGB bezeichneten Vermögensnachteile eingetreten sind. Er kann die Fälligkeit des Anspruchs dadurch herbeiführen, dass er die Leistung der Entschädigung schriftlich bei der Stadt Karlsruhe beantragt. Ein Entschädigungsanspruch erlischt, wenn nicht innerhalb von drei Jahren nach Ablauf des Kalenderjahres, in dem die Vermögensnachteile eingetreten sind, die Fälligkeit des Anspruches herbeigeführt wird (§ 44 Absatz 4 BauGB).

Karlsruhe, 10. September 2012 Der Oberbürgermeister

Stellenangebote Der Umwelt- und Arbeitsschutz der Stadt Karlsruhe sucht zum 1. Dezember 2012 für den Themenbereich Lärmschutz eine/einen

technische Sachbearbeiterin/ technischen Sachbearbeiter in Voll- oder Teilzeit (Tandem). Sie sind verantwortlich für Lärmkartierungen, erarbeiten Lärmaktionspläne mit Lärmsanierungs- und Lärmvorsorgekonzepten, bewerten Lärmgutachten, beurteilen Vorhaben, Projekte und Planungen hinsichtlich ihrer Schallschutzrelevanz, erstellen eigenverantwortlich schalltechnische Gutachten und erarbeiten eigene Lösungsvorschläge zur Schallminderung. Bei Bedarf führen Sie schalltechnische Messungen durch. Außerdem erarbeiten Sie eigenverantwortlich Stellungnahmen zu schalltechnischen Themenstellungen in Genehmigungs- und sonstigen Verfahren, beantworten Anfragen und Beschwerden, organisieren die Öffentlichkeitsbeteiligung bei der Aufstellung von Lärmaktionsplänen und beraten städtische Dienststellen und Gesellschaften. Wir bieten Ihnen einen interessanten und vielseitigen Arbeitsplatz. Die Eingruppierung erfolgt entsprechend ihrer Vorbildung und Berufserfahrung. Wenn wir mit dieser Kurzfassung unserer Stellenausschreibung Ihr Interesse geweckt haben, können Sie den vollständigen Text im Internet unter www.karlsruhe.de/stellen lesen. Stadt Karlsruhe Umwelt- und Arbeitsschutz 76124 Karlsruhe Das Schul- und Sportamt der Stadt Karlsruhe sucht ab sofort eine/n

Erzieher/Erzieherin (in Teilzeit, 19,5 Stunden/Woche, nachmittags) als ständige Vertretung für die Karlsruher Ganztagsschulen. Sie betreuen überwiegend Schüler und Schülerinnen der Klassen 1 bis 4 und unterstützen die Lehrkräfte- und Erzieherteams der Ganztagsgrundschulklassen. Bei Bedarf erfolgt Ihr Einsatz auch an den Ganztagshauptschulen. Die tägliche Arbeitszeit liegt in einem Zeitrahmen von 12 bis 17.30 Uhr. Eine Ausbildung im pädagogischen Bereich setzen wir voraus. Dabei ist die staatliche Anerkennung als Erzieher/Erzieherin von Vorteil. Der Einsatz ist nach TzBfG befristet, zunächst für die Dauer eines Jahres; die Stelle steht jedoch

grundsätzlich auch darüber hinaus zur Verfügung. Stadt Karlsruhe Schul- und Sportamt 76124 Karlsruhe Die Stadt Karlsruhe engagiert sich für Chancengleichheit. Für weitere Informationen besuchen Sie bitte unsere Webseite: www.karlsruhe.de/b4/stadtverwaltung/stellenportal/stellenangebote Im Geschäftsbereich ist innerhalb der Leistungsabrechnung ab sofort die Stelle für eine/einen

Sachbearbeiterin/ Sachbearbeiter mit einer Wochenarbeitszeit von 19,5 Stunden (vorwiegend nachmittags), befristet auf zwei Jahre, zu besetzen. Ihre Aufgaben bestehen im Wesentlichen aus: – Erstellen und Berechnen der monatlichen Beteiligungsvergütungen und Nutzungsentgelte – Abrechnung von Leistungen aus Kooperationsverträgen – Spezialabrechnungen (z. B. Zytostatika, Blutbankprodukte, Organspende etc.) Im Rahmen von organisatorischen Veränderungen können mittelfristig auch andere Tätigkeiten zum Aufgabengebiet gehören. Sie haben eine abgeschlossene kaufmännische Ausbildung und Kenntnisse in der Abrechnung nach GOÄ. Sie besitzen fundierte EDV-Kenntnisse, insbesondere in MS Word und Excel und haben die Bereitschaft, sich in das EDV-Verfahren Agfa/Orbis einzuarbeiten. Hohe Kommunikationsbereitschaft, kompetenter Umgang mit schwierigen Gesprächssituationen und Belastbarkeit gehören zu Ihren weiteren Eigenschaften. Teamfähigkeit und Flexibilität, insbesondere in Zeiten hoher Belastung, runden Ihr Profil ab. Die Vergütung richtet sich nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD-K). Interessentinnen und Interessenten mit Schwerbehinderung werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt. Für Rückfragen steht Ihnen Frau Seiler unter der Rufnummer 0721/ 974-1390 gerne zur Verfügung. Wenn Sie sich für diese Stelle interessieren, senden Sie Ihre aussagefähigen Bewerbungsunterlagen unter der Angabe der Kennziffer 57.21 bis spätestens 28. September 2012 an Städtisches Klinikum Karlsruhe gGmbH Geschäftsbereich 2, Personalabteilung Moltkestraße 90, 76133 Karlsruhe www.klinikum-karlsruhe.de


StadtZeitung, Ausgabe 37, 2012