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Sonderausgabe Umbauen

2016

Umnutzen

Archi tektur Architektur+Technik

+Technik

Sonderausgabe Umbauen 2016

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1 Inhalt Editorial

Als Location für das weltweit erste Mode-Shooting eines Bikinis schrieb das «Piscine Molitor» in Paris einst Modegeschichte. Heute befindet sich hinter der historischen Fassade ein Luxushotel.

Umnutzen 4 Piscine Molitor, Paris 10 Il tablà, Engadin 14 Café Lehre, Rottweil (D) Sanieren 20 Schulzentrum Volkmarode, Braunschweig (D) 24 Haus zum scharfen Eck, Brugg 30 Spielplatzanlagen Augarten, Rheinfelden Renovieren 4 0 Perron-Halle, Bauma 48 Überbauung Tödihof, Stäfa Weiterbauen 52 Schulhaus Kreuzbühl, Zürich 56 Hotel Reuti, Hasliberg 60 Kongresshotel Arte, Olten Marktübersicht 7 2 Vorbereitung 73 Konstruktionssysteme 74 Gebäudehülle 76 Innenausbau 78 Haustechnik 80 Epilog und Impressum

Editorial Der Erhalt bestehender Bausubstanz rückt in der Schweiz immer mehr ins Zentrum des Baugeschehens. Denn viel mehr noch als das Neubauen bestimmen Umbauen, Sanieren, Renovieren und Weiterbauen den Alltag von Planern und Architekten. Die Aufgaben­ palette ist von grosser Vielfalt geprägt. Sie reicht vom städtebaulichen Massstab bis in die konstruktiven Details, beispielsweise von Nachverdichtung über Ausbau und Aufstockung bis zu ver­ besserter Dämmung und der Installation energieeffizienter Haustechnik. «Architektur + Technik» rückt mit der vorliegenden Sonderausgabe einmal im Jahr das Thema «Umbauen» in den Mittelpunkt. Auf den folgenden Seiten berichten wir anhand von ausgesuchten Beispielen über konstruktives Know-how und stellen darü­ ber hinaus geeignete Produkte und Anwendungen vor. Wir zeigen ausserdem, dass der Umgang und die Neu­ interpretation alter Bausub­s­ tanz reizvolle Aufgaben sind, und gehen auf den Dialog der zeitlichen Abfolgen aus räumlicher, formaler und materieller Sicht ein. Ausstellungen in Hochdorf | Adliswil Dietlikon | Pratteln | Bern | St. Gallen

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3 Umnutzen Übersicht

U M 4 Piscine Molitor, Paris Die «Piscine Molitor» erzählt nicht nur Baugeschichte. Als Bestandteil der Freizeit­kultur zählte es jahrzehntelang zu den beliebtesten Treffpunkten von Paris. Im Zuge ihrer Revitalisierung wurde die Anlage zu einem Luxushotel mit Bar, Club & Spa.

10 Il tablà «Il tablà» ist ein original Engadiner Heustall aus dem 17. Jahrhundert in Ardez. Er wurde komplett ausgebaut. Entstanden ist ein grosszügiges Wohnhaus.

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14 Café Lehre in Rottweil (D) Das denkmalgeschützte Café Lehre zählt zu den bekanntesten und ältesten Häusern in Rottweil. Es hat für seinen Raucher­ raum ein dezentrales Lüf­ tungsgerät mit Wärmerück­ gewinnung erhalten.

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4 Umnutzen Piscine Molitor, Paris

Als Location für das weltweit erste Mode-Shooting eines Bikinis schrieb das «Piscine Molitor» in Paris einst Mode­ geschichte. Heute befindet sich hinter der historischen Fassade ein Luxushotel.

Von der Badeanstalt zum Luxushotel phb (Redaktion) und Christophe Dugied (Bilder)

Die «Piscine Molitor» in Paris erzählt nicht nur Baugeschichte. Als fester Bestandteil der Freizeitkultur gehörte sie auch während langer Jahre zu den beliebtesten Treffpunkten in der französischen Hauptstadt. Im Zuge einer Revitalisierung verwandelten nun die ortsansässigen Architekten Perrot & Richard die traditionsreiche Anlage in ein Luxushotel mit Bar Club & Spa. Die stilgemässe Tradierung des Artdéco-Gebäudes in die heutige Zeit trägt wesentlich zur emotional authentischen Wahrnehmung des historischen Ortes bei. Doch der Reihe nach: Rund sechzig Jahre lang prägte die «Piscine Molitor» das Strassenbild zwischen dem Boulevard d’Auteuil und der Avenue de la Porte Molitor im noblen 16. Pariser Arrondissement. Auf dem Grundstück der 1989 geschlossenen Badeanstalt eröffnete unlängst die zur Accor-Gruppe gehörende Hotelkette «MGallery» ein dem Art-déco-Gebäude nachempfundenes Fünfsterne-Hotel. Komfort auf höchstem Niveau erwartet heute die anspruchsvollen Gäste schon an der Schwelle: Die Architekten entschieden sich im Eingangsbereich für automatische Schiebetüren aus dem Stahlprofilsystem Janisol Arte von Jansen. Die fein gerahmten Glasschiebetüren unterstreichen den hohen ästhetischen Anspruch an die Gestaltung. Raffinesse gehört Umbauen 2016


5 Umnutzen Piscine Molitor, Paris

Die Badeanstalt «Piscine Molitor» wurde in den 1920erJahren in Paris errichtet. Obwohl das historische Gebäude Anfang der 1990erJahre auf Druck der Bevölkerung unter Denkmalschutz gestellt wurde, durfte es später komplett ausgehöhlt werden. Heute befindet sich hinter der alten Fassade ein Luxushotel.

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6 Umnutzen Piscine Molitor, Paris

Das historische Gebäude wurde für den Hotelbetrieb aufgestockt. Das gläserne Obergeschoss kontrastiert die darunterliegende historische Fassade, ohne sie optisch zu dominieren. Blicke in den Eingangsbereich und auf die erneuerte Fassade. Die feingliedrigen Stahlprofile der Schiebetüren und der grossflächigen Fensterfronten unterstreichen die Eleganz des Gebäudes.

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7 Umnutzen Piscine Molitor, Paris

seit je zum Markenzeichen dieser einmaligen Lokalität. Das in den 1920er-Jahren vom Architekten Lucien Pollet verwirklichte Konzept war einzigartig: Die «Piscine d’Auteuil-Molitor» kombinierte erstmals ein Hallen- mit einem Freibad von olympischem Format und diente Leistungssport und Freizeitgestaltung gleichermassen. Ein dreistöckiges Bauwerk umgab die nach oben offene Schwimmhalle; Treppen und umlaufende Flure erschlossen die Umkleiden, die den Kabinen am Strand von Deauville nachempfunden waren. Wegen seines einzigartigen Ambientes diente das im Volksmund

«Der weisse Ozeanriese» genannte Gebäude immer wieder als Kulisse für aufsehenerregende Fotoaufnahmen. Mit der Präsentation des ersten Bikinis wurde hier Modegeschichte geschrieben. Doch mit den Jahren verlor das Dekor an Anziehungskraft, und die technischen Installationen veralteten. Im August 1989 schliesslich wurde das Bad geschlossen. Schnell formierte sich die Bürgerinitiative «SOS Molitor», die ein Jahr später die Einstufung als Baudenkmal erwirkte. Dennoch wurde das Gebäude bis auf einen kleinen Teil der Fassade und einige vorab gesicherte Bauelemente abgebrochen, um einem

Denkmalgerecht und zeitgemäss bauen Im Foyer des Hotels Molitor wurde die erste automatische Schiebetüre aus dem äusserst schmalen Stahlprofil­ system Janisol Arte verbaut. Dieses basiert auf einer völlig neuartigen Profil- und Verbindungstechnologie, die das Unternehmen Jansen «in­ house» entwickelt hat. Verschiedene

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anerkannte Prüfinstitute haben das System geprüft, und Janisol Arte hat die CE-Klassifizierung nach EN 14351-1 mit hervorragenden Werten erreicht. Mit dem neuen Stahlprofilsystem bietet Jansen Architekten und Planern nicht nur eine attraktive Alternative für das Bauen im Bestand – auch bei Neubauvorhaben lassen sich mit dem dezenten Profilsystem zeitgemässe Lösungen realisieren.


Umbauen 2016 Grundriss des Luxus­hotels im gediegenen 16. Arrondissement. Wo immer möglich, nimmt das neue Hotel ästhetisch und formal Bezug auf den ehemaligen Art-décoBau. Die feingliedrigen Fensterprofile aus Stahl unterstreichen diesen Anspruch. %%'

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Das Innenbecken der ehemaligen Badeanstalt bildet noch heute den Kern des Gebäudes. Wo früher die Umkleidekabinen waren, befinden sich heute grösstenteils Hotelzimmer.

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8 Umnutzen Piscine Molitor, Paris


9 Umnutzen Piscine Molitor, Paris

Neubau Platz zu machen. Neben einem Hotel mit 124 Zimmern beherbergt der Gebäudekomplex nun ein luxuriöses Spa mit Bar und Restaurant. Erhalt durch Wandel

Im Idealfall geht der notwendige Wandel mit der Erhaltung der ursprünglichen Ästhetik des Erscheinungsbildes des Gebäudes einher. Im Fall der «Piscine Molitor» integrierten die Architekten das Innenbecken 1 : 1 in ihren Entwurf. Sie verkleinerten jedoch das vormals «olympische» Aussenbecken, um Raum für die Hotelzimmer zu schaffen, die anstelle der Umkleiden entstanden. Malereien und Mosaike und eine grossformatige Verglasung im «Tiffany»-Stil schaffen ein authentisches Ambiente. Weitere stilprägende Bauelemente wie die hölzer-

nen Treppen, Pergolen und Brüstungen der umlaufenden Flure wurden originalgetreu rekonstruiert. Die teils grossformatigen Fenster- und Fassadenöffnungen, welche die Umwidmung erforderte, adaptierten die Architekten mit den wärmedämmenden Stahlprofilen Janisol, Janisol Arte und Janisol 2. Zum Badebereich hin erfüllen sie die Brandschutzanforderung EI30. In ihrer funktionalen Schlichtheit gewährleisten die neuen Fenster und Fenstertüren zeitgemässen Standard hinsichtlich Wärmedämmung, Brandschutz und nicht zuletzt Komfort. Mit viel Fingerspitzengefühl haben Perrot & Richard den Spagat zwischen «Konservierung» und «Neubau» gemeistert. So ist das Gebäudeensemble bei seiner Neueröffnung zwar immer noch das, was es einmal war – und doch ganz anders. ●

Ein besonderes Raumerlebnis bietet die Öffnung der Hotelzimmer zum Badebereich.

Bautafel Bauherr COLSPA SAS, Paris

Metallbau Metalleries du Forez, Montbrison

Architektur Perrot & Richard, Paris

Systemlieferant Jansen AG, Oberriet

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10 Umnutzen Il tablà, Engadin

Ein original Engadiner Heustall in Ardez wurde komplett umgebaut. Entstanden ist ein grosszügiges Wohnhaus.

Der Charme des alten Stalls

Der 400-jährige Stall im Unterengadin ist komplett umgebaut worden.

Das Haus wird mit einer umweltfreund­ lichen Erdwärmesonde beheizt. Alle Räume sind mit Bodenheizung ausgestattet.

Von Uwe Guntern (Redaktion) und Roman Lehmann (Bilder)

«Il tablà» ist ein original Engadiner Heustall, der komplett ausgebaut wurde. Mit rund 220 m² Netto­ geschossfläche und 300 m² Gesamtfläche auf drei Stockwerken sowie einem Untergeschoss mit Keller und einem grosszügigen Eingangsbereich ist das Haus äusserst geräumig. Die alten Holzböden blie­ ben überall erhalten und wurden von Hand geschlif­ fen, geseift und neu verlegt. Das Erdgeschoss ist of­ fen gestaltet. Der Wohnbereich bietet Sicht ins Grüne, und der grosse Esstisch aus original Stallholz lädt zu gemütlichen Tafelrunden ein. Die ehemali­ gen Scheunentore wurden komplett verglast und lassen viel natürliches Licht ins Innere. Die original Umbauen 2016

Holzlatten der Scheunentore blieben erhalten, diese können geöffnet werden. Weil das Haus an die un­ verbaubare Zona Verde grenzt, bleibt die Privat­ sphäre geschützt. Der 1. Stock ist eine Galerie mit zwei Arven-Schlaf­ zimmern für vier Personen mit kleinem Balkon und einem grosszügigen Bad. Das Dachgeschoss mit 80 m² Nettogeschossfläche ist ebenfalls offen gestal­ tet mit einem Wohnbereich mit Sofa und Fernseher, einem Doppelbett und der Bio-Sauna aus Arvenholz. Von der Bio-Arven-Sauna im Obergeschoss hat man den Blick auf den Turm von Ardez. Zum Haus gehö­ ren rund 700 m² unverbautes Land mit Garten. Die Liegenschaft ist am oberen Dorfrand von Ardez gele­


11 Umnutzen Il tablĂ , Engadin

Im offen gestalteten Erdgeschoss befinden sich die Wohn-, Essund Kochbereiche. Die ehemaligen Scheunentore sind komplett verglast und bieten sehr viel Licht.

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12 Umnutzen Il tablà, Engadin

Grundriss 1. Obergeschoss

Duri Vital, der bekannte Engadiner Architekt, hat Wert darauf gelegt, den Charme des alten Stalls zu erhalten. Die alten Holz­ böden blieben überall erhalten.

gen. Zu Beginn des Umbaus wurden die teils mehrere Jahrhunderte alten Holzböden entfernt und zur Trocknung und Vorbereitung des neuen Bodens ins Val Müstair transportiert. Danach bestand das Haus aus einem einzigen Raum, 10 m breit, 10 m lang und gut 12 m hoch. Duri Vital, der bekannte Engadiner Architekt, hat Wert darauf gelegt, den Charme des alten Stalls zu erhalten. Es war ihm wichtig, bestehende Strukturen und Materialien zu verwenden. Die Zusammenarbeit mit den Bauherren war deshalb besonders eng, da sie die Visualisierungen selbst angefertigt haben.

Umweltverträgliches Bauen, unter anderem durch die Wahl lokaler Arbeiter, und ein die Ressourcen schonender Betrieb des Hauses wurden von Beginn an grossgeschrieben. Das Haus wird als Ferienhaus vermietet. ɁɁil-tabla.ch

Bautafel

Planung, Architektur, Bauführung

Bauherren, Zeichnungen, 3D Renderings

Duri Vital, Sent

Esther und Roman Lehmann, Zürich

Statiker, Bauingenieur Florian Patsch,

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14 Umnutzen Produkte und Anwendungen

In Raucherräumen herrscht meist im wahrsten Sinne des Wortes dicke Luft. Abhilfe schaffen dezentrale Lüftungsgeräte mit Wärmerückgewinnung.

Dezentrales Lüftungsgerät

Klare Luft in Raucher-Lounge Von Sandra Bechmann (Text und Bilder)

Es ist der Albtraum jedes Restaurant- oder Bar-Besitzers: Ein stickiger Raucherraum, in dem sich Qualm und CO2 ansammeln, die das schöne Ambiente der Lokalität zerstören. Um dem entgegenzuwirken, öffnen Gäste die Fenster, kostbare Wärme geht verloren, und die Heizkosten steigen ins Unermess­ liche. So ging es auch dem Hausbesitzer Bernd Müller des Cafés Lehre in Rottweil, der ältesten Stadt Baden-Württembergs. Das historische Gebäude, das im 16. Jahrhundert erbaut wurde, ist seit vielen Jahren ein begehrter Treffpunkt für Jung und Alt. Ihm als Eigentümer war der Raucherraum in der ersten Etage schon immer ein Dorn im Auge. Eine besondere Möglichkeit bot das Produktprogramm des Herstellers Benzing, der eine grosse Auswahl an dezentralen Lüftungsgeräten bietet. Für das Café Lehre kam das dezentrale Gerät WRGW 550 infrage. «Besonders die optional erhältliche Nachheizfunktion und die hohe Luftleistung waren ausschlag­ gebend», so Müller. In dem integrierten Aluminium-KreuzstromWärmetauscher wird die Wärme der verbrauchten Luft an die von aussen zugeführte Frischluft abge­ geben. Dadurch können bis zu 70 Prozent der Abluftwärme zurückgewonnen werden. Ab- und Zuluftstrom bleiben dabei stets absolut voneinander getrennt. Die Luftförderung erfolgt somit parallel und nicht im Intervallbetrieb. Darüber hinaus wird durch den permanenten Luftaustausch die Schim-

melpilzgefahr durch zu hohe Luftfeuchtigkeit wirkungsvoll beseitigt. Bei ausgeschaltetem Gerät wird das Einströmen kalter Luft durch zwei elektrische Verschlussklappen verhindert. Da Rohrsysteme nachträglich nur mit hohem Aufwand installiert werden können, bietet das platzsparende Gerät die ideale Lösung, um mit wenig Aufwand ein optimales Ergebnis zu erzielen. Das WRGW 550 wird einfach in eine Aussenwand eingebaut und elektrisch angeschlossen. Danach muss nur noch die Innenfassade angebracht werden. Mit Montage und Anschluss des komfortablen 5-Stufen-Schalters ist das Gerät voll einsatzbereit. Die Tatsache, dass weder ein Luftverteilsystem noch eine Einregulierung erforderlich ist, machen die dezentralen Geräte zur Lösung für die Bestandssanierung. Die 15 m² grosse Raucher-Lounge ist für bis zu 14 Personen ausgelegt (40 m³ / h pro Person). Das Lüftungssystem verfügt über eine Zuluft- und Abluftleistung von je 550 m³ / h, weshalb der Luftbedarf durch ein dezentrales Gerät abgedeckt werden kann. Ein weiteres Merkmal dieses Geräts ist der reine Abluftbetrieb. Wenn der Raum beispielsweise bei einer Veranstaltung überfüllt ist, kann dadurch eine Abluftleistung von 900 m³ / h erreicht werden und dafür sorgen, dass der Raum vom Rauch befreit wird. Dank des Luftqualitätsfühlers ist das WRGW 550 im Automatikmodus in der Lage, sich selbstständig bei Bedarf ein- und auszuschalten. ɁɁbenzing-LS.de

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Der Nichtraucherbereich ist durch die Abtrennung vollständig vor dem Rauch geschützt.


15 Umnutzen Produkte und Anwendungen

Zu den bekanntesten und ältesten Häusern in Rottweil zählt das denkmal­geschützte Café Lehre. Die Raucher-Lounge bietet nicht nur klare Luft, sondern auch Design und Wohlfühl-Atmosphäre. Die Innenfassade inte­ griert sich optimal in das Raum-Ambiente.

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16 Umnutzen Produkte und Anwendungen

Der Saunabau braucht Produkte, die sich flexibel und technisch sinnvoll an die jeweilige Raum­ situation anpassen lassen.

Saunabau in schwierigem Umfeld

gun. Damit auch bei schwierigen Einbau-

situationen wie schrägen Wänden oder verwinkelten Erkern eine perfekte und optimal ins Umfeld integrierte Individual-­ Sauna entsteht, bedarf es einer Menge Erfahrung – und durchdachter Produkte, die sich flexibel und technisch sinnvoll an die jeweilige Raumsituation anpassen lassen. Im Folgenden werden zwei aktuelle Beispiele von Klafs vorgestellt.

Beispiel 1:  Echte Millimeterarbeit

Die Bauherren wünschten sich eine perfekt an den Erker angepasste Sauna in puristisch-modernem Design, die sich auch optisch absolut harmonisch in die Raumsituation einfügt. Ausserdem wollten sie sowohl vom Raum aus als auch beim Sauna-­Baden einen möglichst ungestörten Blick durch die Fenster nach draussen geniessen. Die Wahl fiel auf das Modell Shape, das mit seiner Innenverkleidung aus horizontalen Hemlock-Paneelen genau dem Design-Geschmack der Bauherren entsprach. Auf der Basis dieses Modells kreierten die Planer bei Klafs eine individuelle Lösung, die bis ins letzte Detail auf die Raumsituation angepasst ist. Interessantes Detail: Damit die Bauherren ganz bequem zu den SaunaLiegen gelangen, konzipierten die Planer eigens ein Plateau. Damit sich das mittlere der drei Fenster zum Lüften und Reinigen komplett öffnen lässt, ist dieses

Plateau aus zwei Teilen gebaut und lässt sich so ganz leicht herausnehmen. Beispiel 2:  Harmonisch integriert

So gemütlich Dachschrägen einen Raum machen, so kompliziert machen sie den Einbau einer Sauna. Wenn es sich wie im zweiten Fall um das Dachgeschoss eines historischen Gebäudes mit sichtbarem Balkenwerk handelt, ist zudem gestalterisches Fingerspitzengefühl gefragt, damit sich die Sauna harmonisch in das Umfeld einfügt. Gerade in solchen Fällen ist die Sauna Premium mit ihrer aussergewöhnlichen Anpassungsfähigkeit erste Wahl. Und sie überzeugt darüber hinaus mit schönen und nützlichen Details – wie ergonomisch geformten Kopfstützen und Rückenlehnen, Blenden zwischen den Liegen und Hockern zum Besteigen der Sauna-Liegen. Mit ihrem klassisch-eleganten Design verschmilzt sie optisch mit dem sie umgebenden Raum, unterstreicht den dort herrschenden Einrichtungsstil und setzt dennoch ihre ganz eigenen ästhetischen Glanzpunkte. Statt einer klassischen Rechteckform mit Glasecke konzipierten die Planer für diese Bauherren eigens eine spezielle dreiteilige Glasfront, die den Platzbedarf der Kabine geschickt minimiert. Auch diese Glasfront wurde exakt an die Dachschräge angepasst. ɁɁklafs.ch

Millimeterarbeit war nötig beim Anpassen der Sauna an den Erker.

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17 Umnutzen Produkte und Anwendungen

Welche Treppenform die richtige ist, ist individuell unterschiedlich. Hilfe schafft eine Prüfung der Umbausituation.

Eine gerade Treppe mit Holz-GlasKom­bination.

Treppen nach Mass

Treppen aus verschiedenen Materialien gewähren Zugang zu den einzelnen Funktionsebenen in einem Gebäude. Welche Treppenform infrage kommt, hängt von den jeweiligen Platzverhältnissen ab. Bei dem Beispiel auf dem Foto hat sich eine gerade Treppe angeboten. Der Wunsch nach einer geschlossenen sicheren Treppe, die trotzdem eine leichte Wirkung hat, wurde hier mit einer schö-

nen Holz-Glas-Kombination erfüllt. Die Faltwerktreppe in geöltem Eichenholz passt gut zum Parkettboden und wirkt fast wie ein Möbelstück. Voraussetzung ist eine tragende Wand. Keller Treppenbau prüft die Umbau­ situation im Zusammenhang mit der Treppenanlage und zeigt danach Möglich­ keiten auf. Das Unternehmen stellt jede Treppe individuell nach Mass her und ist

damit ein Ansprechpartner für diesen Umbaubereich. Interessenten können sich auch in einem der Treppenstudios in Schönbühl, Baden-Dättwil, Felben-Wellhausen oder Nyon informieren. Zusätzlich hat das Unternehmen noch einen Standplatz mit Treppen- und Geländervarianten in der Bauarena in Volketswil und im stilhaus in Rothrist. ɁɁkeller-treppen.ch

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Das Bad-Möbel muss sich an die bestehende Raumsituation anpassen.

Für Umbau und Renovation

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sich der Kunde das Bad-Möbel aus, das seinen Vorstellungen entspricht. Danach legt er fest, an welcher Stelle er die Achsmasse der Becken wünscht, damit sich das Möbel perfekt in die bestehende Raumsituation integriert. Dabei kann er aus zwischen 60 Farben, sehr vielen optischen Ausführungen und Einteilungen und jeder Menge Optionen wählen. Im Bild ist das Badmöbel-System Umbauen 2016

Harmony zu sehen. Es besitzt ein puris­ tisches Design mit klaren Linien. Die Fronten sind in allen Framo-Farben oder auch in Echtholz und lackiert vorhanden. Die Waschtischabdeckung ist in Keramik und Mineralguss mit inte­ grierten Becken erhältlich. Es ist aber auch eine Ab­­ stellfläche mit Aufsatz­ becken nach Wahl möglich. ɁɁframo.ch


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19 Sanieren Übersicht

20 Schulzentrum Volkmarode, Braunschweig (D) Freundlich, hell und farbenfroh präsentiert sich das Schulzen­ trum Volkmarode in Braun­ schweig nach den Sanierungsund Umbaumassnahmen an den stark beanspruchten Gebäuden aus den 1970erJahren. 24 Haus zum scharfen Eck Das denkmalgeschützte Haus in der Altstadt von Brugg wurde durchgehend umgebaut und saniert. Das Erdgeschoss wird für einen Barbetrieb genutzt, in den Obergeschossen befinden sich Kleinwohnungen für stu­den­­tisches Wohnen.

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39 Spielplatzanlagen Augarten, Rheinfelden In der Wohnsiedlung Augarten in Rheinfelden wurde der Aussenbereich neu konzipiert und attraktiver gestaltet. Dafür wurden die Spielplätze saniert und teilweise neu erstellt sowie eine umfassende Aussen-­ Fitness-Anlage gebaut.

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20 Sanieren Schulzentrum Volkmarode, Braunschweig (D)

Freundlich, hell und farbenfroh präsentiert sich das Schulzentrum Volkmarode (D) in Braunschweig nach den Sanierungsund Umbaumassnahmen.

Lernen in freundlicher Umgebung Von Uwe Guntern (Redaktion) und Klemens Ortmeyer und Adrian Schulz (Bilder)

Von den stark beanspruchten und sanierungs­ bedürftigen Gebäuden aus den 70er-Jahren ist nach Sanierung und Umbau der Integrierten Gesamtschule Volkmarode nichts mehr zu sehen. Durch das neue, schlüssige Raumkonzept, eine barrierefreie Erschliessung und optimale Wegführungen bietet die Gesamtschule Kindern mit unterschiedlicher Begabung seither alle Möglichkeiten für einen optimalen Lernerfolg. Die Realisierung der Arbeiten bei laufendem Betrieb stellte die Architekten der pbr AG vor besondere Herausforderungen. Um einen reibungslosen Bauablauf zu gewährleisten, wurde bereits im Vorfeld ein ausführliches Baulogistikkonzept für alle fünf Bauabschnitte erarbeitet. Des Weiteren war eine enge Zusammenarbeit mit der Schulleitung und allen am Bau Beteiligten unabdingbar, um während der Baumassnahmen einen ungestörten Unterricht zu gewährleisten. Da es sich bei der IGS Volkmarode um einen ganztägigen Schulbetrieb handelt, war die Errichtung einer schuleigenen Mensa von grosser Bedeutung, weshalb innerhalb des ersten Bauabschnitts der Grundstein für zwei Neubauten auf der Ostseite des Bestandsgebäudes gelegt wurde. Im Nordosten ist Umbauen 2016

eine Schulmensa, inklusive einer Cafeteria, mit dazugehöriger Küche, Anlieferung und einer grosszügigen überdachten Terrasse entstanden. Im Südosten wurde ein dreigeschossiger Klassen­ trakt an das Bestandsgebäude angebaut, der die Gebäudestruktur logisch fortsetzt. Mit insgesamt 14 Unterrichtsräumen kam diesem auch die Funktion als Ersatzgebäude zu, um in den folgenden Bauabschnitten das Bestandsgebäude sanieren und erweitern zu können. Der zweite Bauabschnitt beinhaltete die Sanierung des Forums, der Verwaltung und des zukünf­ tigen Musikbereichs. Das Forum bildet mit seiner umlaufenden Galerie das Herz der Schule. Der vielseitige Kommunikations- und Veranstaltungsort ist zur Mitte hin treppenartig bis zu 1,20 m abgesenkt, sodass während Veranstaltungen den maximal 600 Zuschauern ein optimaler Blick auf die an der Westseite angeordnete, neu errichtete Bühne ermöglicht wird. Direkt an das Forum angrenzend befindet sich die moderne Mediathek. Im ersten und zweiten Obergeschoss befinden sich die allgemeinen Unterrichtsräume, Differenzierungsräume und Team­ stationen. Die Schulverwaltung und das Lehrerzimmer sind an zentraler Stelle im ersten Obergeschoss angeordnet. Der vorletzte Bauabschnitt umfasste die Sanierung des gesamten naturwissenschaft­


21 Sanieren Schulzentrum Volkmarode, Braunschweig (D)

Um ihm einen eigenen Charakter zu verleihen, erhielt das gesamte Schulgebäude eine Fassade aus Faserzementplatten, sodass Übergänge zwischen Altund Neubau nicht sichtbar sind.

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22 Sanieren Schulzentrum Volkmarode, Braunschweig (D)

Fenster als lang ge­zogene Bänder betonen die horizontale Gebäudeform. Vorgesetzte, farbige Glaspaneele verkleiden die Wandanschlusswände und lassen ein lebhaftes Fassadenbild entstehen. Das Forum bildet mit seiner umlaufenden Galerie das Herz der Schule. 600 Zuschauer finden hier Platz.

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23 Sanieren Schulzentrum Volkmarode, Braunschweig (D)

lichen Bereichs und die Errichtung drei neuer Innen­ höfe im Erdgeschoss. Eine Besonderheit stellen dabei die nachträglich eingebauten Lichthöfe dar. Diese gewährleisten jetzt einen erhöhten Tageslicht­ einfall im Bestandsgebäude. Um für alle Gebäude­ teile ein gemeinsames, angemessenes Entrée zu schaffen, wurde ausserdem der bestehende Haupt­ eingang der Schule in östliche Richtung zwischen Bestand und Neubau verschoben. Herausforderung Brandschutz

Die Einhaltung des baulichen und konstruktiven Brandschutzes stellte die Architekten der pbr AG während der gesamten Bauphase vor besondere Herausforderungen. Bereits in der Genehmigungs­ phase war es notwendig, das Brandschutzkonzept mehrmals zu überdenken. Der Grund hierfür lag in der vorhandenen Primärtragkonstruktion des Gebäudes. Die verwendeten Materialien aus Stahl­ stützen, Trägern, Betondecken und Trapezblech­ dächern, die als Verbundkonstruktion wirkt, ver­ fügte über keinen beziehungsweise nur über einen sehr geringen baulichen Brandschutz. So war es notwendig, das gesamte Primärtragwerk, bestehend aus Stützen und Trägern, brandschutztechnisch zu ertüchtigen. Überwiegend wurde hierbei eine

Bauteilbekleidung aus Brandschutzanstrich ver­ wendet. Das Dachtragwerk wurde ebenfalls ertüch­ tigt und teilweise verstärkt. Zur Errichtung neuer Wände, die den Brandschutzanforderungen ent­ sprechen, war ein Eingriff in das Sekundärtragwerk erforderlich. Hierbei wurden Träger errichtet, an die anschliessend Gipskartonwände konstruktiv angeschlossen wurden. Im Zuge der Sanierungsmassnahmen wurden die Aussenwände des gesamten Bestandsgebäudes zurückgebaut. Um die Fassade schnell wieder zu schliessen, kamen vor-elementierte HolzständerWandelemente mit vorgefertigten Fensteröffnun­ gen zum Einsatz. Diese wurden jeweils zwischen die Stützen gesetzt und an Träger und Rohdecke mon­ tiert. Ebenfalls vorgefertigt wurden die Bereiche vor den Stützen und Decken. Sie wurden vor Ort mitein­ ander verbunden. Die hinterlüftete Vorhangfassade wurde abschliessend an der Holzständerwand montiert. Um die Holzständerwand zusätzlich vor Witterungseinflüssen zu schützen, wurde eine Wetterdichtbahn hinter der Fassade angebracht. Im Zuge des Innenausbaus wurden die Innenseiten der Aussenwände mit Gipskartonplatten aufgedoppelt. Eine Folie zwischen Holzwand und Gipskarton­ platte sorgt dabei für eine dampfdichte Ebene. ●

Da es sich um einen ganztägigen Schulbetrieb handelt, war die Errichtung einer schuleigenen Mensa unabdingbar.

Bautafel Bauherr Stadt Braunschweig (D)

Bauphysik Krämer-Evers Bauphysik

Architektur pbr Planungsbüro Rohling AG,

GmbH & Co. KG, Hasbergen (D)

Braunschweig (D) Laborplanung IRM Ingenieurbüro R. Mühlbacher GmbH, Hildesheim (D)

TGA (Elektro, Heizung, Lüftung, Sanitär)

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Obermeyer Planen und Beraten GmbH, München (D)


24 Sanieren Haus «zum scharfen Eck», Brugg

Das denkmalgeschützte Haus «zum scharfen Eck» in der Altstadt von Brugg wurde durchgehend umgebaut und saniert.

Überlagerung der Epochen Von Gani Turunc und Céderik von Däniken (Text), Aynur Turunc (Bilder)

Das Eckhaus in der Altstadt von Brugg prägt seit dem 15. Jahrhundert das Stadtbild. Das Wohnhaus erfuhr durch viele Ereignisse wie etwa den Stadtbrand starke Veränderungen. Nach Mitte des 19. Jahrhunderts dürfte das Haus die heutige ebenmässige Durchfensterung erhalten haben. Sie besitzt einfache Rechteckfenstergewände mit Ladenfalz. Ebenfalls zu dieser Zeit dürfte auch das Mansardendach aufgerichtet worden sein. Möglicherweise geschah dies zusammen mit dem in Fachwerk konstruierten vierten Geschoss. 2014 wurde das Haus nach einem Besitzerwechsel revitalisiert. dolmus Architekten in Luzern haben das Projekt entwickelt und aus­geführt.

Das Haus «zum scharfen Eck».

Zeugen der Zeit

Die Veränderungen am Haus «zum scharfen Eck» sind Zeugen der jeweiligen Zeit. Die Überlagerung der Epochen wird jedoch erst auf den zweiten Blick wahrgenommen. Diesem additiven Weiterbau folgt auch das Konzept von dolmus Architekten. Die Mansardenform ist durch die räumliche Ergänzung verändert, das Dach komplett mit Ziegeln eingedeckt worden. Aussen hat das Haus lediglich einen neuen Anstrich erhalten. Die Veränderungen konzentrieren sich auf die Innenräume. Nach einer sorgUmbauen 2016


25 Sanieren Haus ÂŤzum scharfen EckÂť, Brugg

In jeder Wohnung wurde der vorgefundene Bestand thematisiert und ist integraler Bestandteil der jeweiligen individuellen Ausgestaltung.

Eine gotische Holzbalkendecke, sorgfältig saniert und erhalten.

Erdgeschoss

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26 Sanieren Haus «zum scharfen Eck», Brugg

fältigen Rückbauarbeit sind die historisch bedeutenden Bauteile freigelegt worden. Die stark beschädigte gotische Balkendecke aus dem 15. Jahrhundert sowie die Régence-Stuckdecke von 1739 sind gesichert und sorgfältig saniert worden.

Die Treppe als rechtwinkliges, orthogonales Element ist in den schiefen Bestand eingepasst und bildet die Vorgabe für die neu eingezogenen Leichtbauwände.

Gastronomie im Hochparterre

Die originalen Balken und die inneren Riegelwände blieben erhalten. Sie sind an den schadhaften Stellen nach Möglichkeit mit sichtbaren Balken ergänzt worden. Die neuen Einbauten haben eine zurückhaltende Farb- und Formgebung. Sie fügen sich sanft ins Bild ein. Im Treppenhaus treffen die alten Holzstrukturen mit der neuen Eichentreppe gleichwertig aufeinander. Die dunkle Farbgebung unterstützt die Plastizität des Raumes und des Materials. In den Innenräumen prägt der geschliffene Anhydritboden zusammen mit der Holzstruktur und dem Kalkputz die Stimmung. Das Hochparterre wird weiterhin als Gastronomielokal genutzt. Die Farb- und Raumstimmung ist identisch mit dem Obergeschoss. Der Anhydrit­ boden und der Kalkputz sind auch hier stimmungsgebend. Die Einrichtung der Café-Bar folgt dem Bild eines Wohnzimmers. Eine neue «Wohnwand» streckt sich über die gesamte Innenwandfläche. Darin werden alte Erinnerungsstücke aufbewahrt.●

Das Mansardendach wurde aufgestockt, und als zusätzliches Studio ausgebildet.

Das Erdgeschoss wird für einen Bar-Betrieb genutzt wird für einen

Bautafel

Architekt dolmus Architekten, Luzern Bauingenieur Kaufmann und Partner AG, Rupperswil Holzbauingenieur Lauber Ingenieure AG, Luzern HLS Lanowa AG, Hohenrain Elektroingenieur Melliger Partner, Wohlen

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27 Sanieren Produkte und Anwendungen

Dank einer Kombination aus Platten und gegossenen Becken kann jede Raumsituation auf den jeweiligen Bedarf individuell angepasst werden.

Im Bad-Umbau- und Renovations­ bereich sind flexible Lösungen immer wichtiger. Mit Varicor sind diese schnell und einfach möglich.

Fugenlos und pflegeleicht

Die Verbindung des mineralischen Füllstoffs Aluminium-Trihydrat, kurz ATH, und einer hochwertigen Harzmischung ergibt ein Produkt mit besonderen Materialeigenschaften: den Mineralwerkstoff Varicor. Dank der Kombination aus Platten und gegossenen Becken kann jede Raumsituation auf den jeweiligen Bedarf individuell angepasst werden. Dabei setzen die Platten in über 40 Standard­dekors und eine Vielzahl an Becken­modellen optisch Akzente. Das Ergebnis sind kompakte Anlagen, die den planerischen Vorgaben nach ansprechendem Design, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit gerecht werden. Diese Anlagen werden massgenau auf Länge, Tiefe und Lage der Becken in vorhandene Nischen eingepasst. Mit der durchgehenden Waschtischablage wird die Nutzfläche optimiert, und auch Funktionselemente wie Papierabwurf, Handtuchhalter oder Papierspender können integriert werden. Der fugenlose Übergang von der Ablage in die Becken, zum Wandanschluss und zur Frontblende erleichtert die Reinigung und sorgt für ein Höchstmass an Hygiene. Ein ausgeklügeltes System mit massgefertigten Duschtassen sorgt für kurze Ausfallzeiten innerhalb weniger Tage. Fugenlose gun.

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Rückwände, auf Wunsch mit angeformten Nischen, reduzieren Pflege und Reinigung auf ein Minimum. Auch dort, wo viel Publikumsverkehr in kurzer Zeit «be­ dient» wird, bietet Varicor Variationsmöglichkeiten. Reihenwaschtischan­ lagen, exakt auf den Bedarf und die vorhandenen Räumlichkeiten angepasst, ermög­lichen zweckorientierte Lösungen, ohne den von Ihnen vorgegebenen gestalterischen Spielraum einzugrenzen. Gerade in Objekten mit hoher Beanspruchung erweisen sich die spezifischen Eigenschaften von Vorteil. So erleichtern fugenlose Verbindungen die Reinigung, und das robuste Material gewährleistet Langlebigkeit bei gleichbleibender Materialqualität und Optik. Mit dem Mineralwerkstoff Varicor lassen sich alle individuellen Ideen realisieren. Er bietet beste Voraussetzungen für praxiserprobte Funktionalität und höchste Materialsicherheit. Dieser Werkstoff ist absolut porenfrei und voll durchgefärbt. In der Summe der Materialeigenschaften bietet er eine Reihe von Vorteilen – sowohl bei den Formteilen in vielen Standard- und Sonderausführungen als auch bei Tafeln für Arbeitsflächen und Wandverkleidungen. ɁɁmeyer-systeme.ch


28 Sanieren Mehrfamilienhäuser, Luzern

Als Totalunternehmerin verantwortet die Schmid Generalunternehmung den gesamten Umbau der 66-jährigen Mehrfamilienhäuser an der St.-Karli-Strasse 66 – 68 in Luzern.

Tiefgreifende Sanierung

Modern und dennoch ursprünglich Ausblick auf die Reuss und neue Balkone auf der Hofseite haben zu einer völlig neuen ­Wohnqualität der Häuser an der St.-Karli-Strasse beigetragen, die einer Sanierung unterzogen wurbrechen den. Durch das Heraus­ einer Trennwand und Vergrösserung des Durchgangs zum Wohnraum wurden die relativ kleinen 4-Zimmer-Wohnungen zu grosszügigen 3 ½-Zimmer-Wohnungen umgestaltet. Ein Lift wurde eingebaut, architektonisch in einem Vorbau umgesetzt, der einen neuen attraktiven Hauseingang bildet. Der Eingriff in die Bausubstanz und die Erstellung der Vorbauten machten einen Nachweis der Erdbebensicherheit erforderlich. Wie es die Richtlinien der Bauverwaltung der Stadt Luzern vorsahen, wurde Mauerseglern die Ansiedlung ermöglicht, und durch naturnahe Bepflanzung entstanden ökologisch wertvolle Umgebungsflächen. Damit Sicherheitsanforderungen, Termine, Kosten und Qua­ litätsansprüche eingehalten werden konnten, wurde das Gebäude vollständig entmietet. Küchen, Schränke, Türen, Nasszellen sowie die Bodenbeläge wurden ersetzt. Die Oberflächen wurden dem heutigen Zeitgeist angepasst gun.

Nach über sechzig Jahren war eine Sanierung der Mehr­ familienhäuser notwendig geworden.

und die Küchen mit energie­ sparenden Geräten ausgerüstet. Elektro- und Sanitärleitungen werden ausgewechselt, ebenso Heizung, Kamin und Warmwassererzeugung. Die bestehende Wärmeverteilung wurde mit Einzelzählern ausgestattet. Die teilweise offene Bodenplatte im Untergeschoss wurde geschlossen, um Feuchtigkeitsschäden zu verhindern. Es entstanden neue Kellerabteile, Lagerräume, VeloAbstellplätze und Waschküchen mit Trocknern. Die Kellerdecke wurde mit einer Wärmedämmung verkleidet, und die Leitungsrohre wurden entsprechend gedämmt.

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Da sämtliche Auflagen des aktuellen Energiegesetzes eingehalten wurden, besteht ein Anspruch auf Fördergelder des Bundes. Zur Unfallverhütung ersetzte die Schmid Generalunternehmung sämtliche Absturzsicherungen. Fenster und Sonnenschutz wurden erneuert, Fassaden mit einer Aussendämmung verkleidet und die Dachuntersichten neu gestrichen. Die Hof-Fassade präsentiert sich nun modern, behält dennoch ihren ursprüng­ lichen Ausdruck. Mit dem neu belebten und gestalteten Aussenbereich soll den Bewohnenden ein Begegnungs- und Erlebnis-


29 Sanieren Mehrfamilienhäuser, Luzern

Die Sanierungsund Erweiterungsmassnahmen sichern der Liegenschaft einen nachhaltigen Bestand. Die Hof-Fassade präsentiert sich modern und behält dennoch ihren ursprünglichen Ausdruck. Die Totalsanierung führt zu einer erhöhten Attraktivität.

raum offenstehen, der ein gutes Miteinander ermöglicht. Die energetische Sanierung hat die Energieverluste gemindert und die Wohnqualität gesteigert. Dafür wurden sämtliche Fenster ersetzt. Eine zusätzliche Wärme-

dämmung der Fassadenwände, der Decke zum Estrich und der Kellerdecke reduzieren den Energiebedarf des Gebäudes. Ein Wärmepumpenboiler unterstützt die Warmwasseraufbereitung, und der Einsatz sparsamerer ElektroUmbauen 2016

geräte verringert den Energieverbrauch. Die Totalsanierung führt zu einer erhöhten Attraktivität für die Vermietung und zu einem erhöhten Wohlbefinden der Bewohnerinnen und Bewohner. ɁɁschmid.lu


30 Sanieren Spielplatzanlagen Augarten, Rheinfelden

In der Wohnsiedlung Augarten wurde der Aussenbereich neu konzipiert und attraktiver gestaltet.

Spielplatzanlagen

Erfolgreich erneuert Von Thomas Gerster (Text und Bilder)

Rund zwei Kilometer westlich von Rheinfelden befindet sich der Stadtteil Augarten, eine in sich geschlossene Überbauung und eine Art Mini-Stadt mit öffent­ lichen Schulen, Kindergärten, einer Spielgruppe sowie einem zentralen «Service»-Teil mit Res­ taurant, Lebensmittelgeschäft, Kiosk, Coiffeur, einem Spezialitäten-Laden und der Verwaltung. Für die Erneuerung der Spiel­ platzanlagen und die Erstellung einer Aussen-Fitness-Anlage wurden die Spielplätze saniert und teilweise neu gestaltet. Zusätzlich wurde eine umfassende Aus­senFitness-Anlage erstellt. Ein Grossteil der erneuerten Spielplätze sowie der gesamte Fitness-Parcours wurde durch die Firma GTSM Magglingen AG realisiert. Verschiedene Märkte durch das ganze Jahr, organisiert durch den Bewohnerverein, beleben das Zentrum und laden ein zum Einkaufen, Schwatzen und gemütlichen Beisammensein. Zusätzlich zeugen verschiedene regelmässige Aktivitäten sportlicher und sonstiger Interessensgemeinschaf­ten und Vereine von der Vitalität dieses durchmischten Quartiers, bestehend aus sechs Hochhäusern, 55 Mehrfamilien- und 170 Ein­

familienhäusern, die insgesamt um die 1000 Wohneinheiten zur Verfügung stellen. In diesem Sinne wollten die ­Initianten Hans Mebold und Hansjörg Derrer, Präsident und Vizepräsident, sowie der Verwaltungsrat der Betriebsgenossenschaft Augarten, basierend auf einer Bedürfnis-Analyse unter den Mitbewohnern, zur Attraktivitätssteigerung der Siedlung beitragen und insbesondere den Kontakt unter­ einander durch Begegnungen im Aussen­bereich fördern. Dies sollte durch die Erneuerung der Spielplätze und die Erstellung e­ines ­Aussen-Fitness-Parcours erfolgen. Mit einem Grossteil dieser Arbeiten wurde die Firma GTSM Magglingen AG, ein seit über 40 Jahren im Spielgeräte- und Parkmobiliar-Bereich tätiges Schweizer Familienunternehmen, beauftragt. Es wurden im Gespräch mit den Verantwortlichen der Betriebsgenossenschaft zielgruppengerechte Konzepte ausgearbeitet für jeweils unterschiedliche Anfordedere im Bezug rungen, insbeson­ auf das Alter der Kinder. Zusätzlich wurde für die Entwicklung des Fitness-Parcours ein Bewegungswissenschafts- und Sportfachmann der ETH Zürich beigezogen. Die Konzepte wurden schliesslich Umbauen 2016

mit Geräten der führenden europäischen Hersteller Lappset und Modo in Zusammenarbeit mit dem empfohlenen Zeininger Gartenbau-Unternehmen «Giardino Bonfiglio» umgesetzt. Alle neuen Spielplatzanlagen wurden durch die Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu) begutachtet und für einwandfrei befunden. Zu den Highlights der Spielplätze gehören zwei spezifisch für Augarten konzipierte grosse Geräte. Das eine greift das bei den Kindern und Jugendliche beliebte Thema «Angry Birds» auf und kombiniert auf ideale Weise Spielwert, Anforderungen des Geländes, Platzbedarf und Sicherheit. Das andere Gerät beinhaltet die schweizweit erste Drop-Zone-Installation. Drop Zone ist eine Art Feuerwehr-Stange, entlang derer die Kinder auf einer hydraulischen Plattform, die ohne Belastung in die Ausgangsposition zurückkehrt, in einer sanften Drehbewegung dem Boden entgegenschweben. Eher an die erwachsene Bevölkerung der Wohnsiedlung Augarten richtet sich die neu erstellte Aussen-Fitness-Anlage. Diese besteht aus 10 Stationen mit verschiedenen Geräten für ein ganzheitliches und ausgewogenes Training auf einem unterschied-

Die grosse Spiel­ anlage «Happy Kids» wurde speziell für die Wohnsiedlung Augarten konzipiert und nutzt unter Berücksichtigung der Sicherheit und des Spielwertes das Gelände optimal aus. Der Spielplatz «Ewigkeit» beinhaltet als erste Anlage in der Schweiz eine DropZone-Installation. Die Fitness-Geräte ermöglichen ein aus­ gewogenes Training und können auch zu zweit genutzt werden.


31 Sanieren Spielplatzanlagen Augarten, Rheinfelden

lich anspruchsvollen Parcours durch die ganze Siedlung. Die Geräte laden zum selbstständigen Training ein, können aber auch mit vordefinierten Trainingsprogrammen als FitnessParcours genutzt werden. Dabei wird man durch Beschreibungen an Posten- und Gerätetafeln gezielt durch das Training begleitet. Unterschiedliche Schwierigkeits-

stufen ermöglichen ein effizientes Training auf allen Niveaus. Fitness-Parcours und Stationen sind speziell darauf ausgelegt, zu zweit absolviert werden zu können! Zur Unterstützung wurde eine umfassende Broschüre erarbeitet, die alle relevanten Informationen zu den Übungen, Stationen und Fitness-Parcours enthält und die an die Bevölkerung der WohnUmbauen 2016

siedlung Augarten verteilt wurde. Als weitere Informationsquelle für die Freiluft-Trainingsanlage wurde zusätzlich eine Übersichtswebsite gestaltet. Die umfassende Dokumentierung und Beschreibung der Aussen-Fitness-Anlage soll auch Bewegungseinsteigern genügend Informationen für ein erfolgreiches und kurzweiliges Training bieten.●


32 Sanieren Produkte und Anwendungen

Architektonisch spektakulärer Alpin-Auftritt im französischen Kletterer-Refugium «Refuge de L’Aigle».

Bauen am Berg

Eine perfekte Choreografie 3450 Höhenmeter, bis zu 215 km/h Windstärke, Temperatur­ unterschiede von bis zu 40 °C und Schnee satt bis über den Dach­ first sind die härtesten Heraus­ forderungen, die an ein Bauwerk und seine Gestalter gestellt wer­ den können. Absolute Spitzenleis­ tungen erforderte die Sanierung der 1911 erbauten Schutzhütte Refuge de L’Aigle am La Meije im Naturpark Écrins deshalb von al­ len an diesem spektakulären Pro­ jekt Beteiligten. Choreograf und Ballettmeister des Bauvorhabens in Extremlage war der französische Alpinarchitektur-Spezialist und passionierte Bergfex, Jacques Félix-Faure. «Bauen in dieser Höhe erfor­ dert Höchstleistungen – bei der Planung, bei der Ausführung und vom Material», sagt Félix-Faure von C 17-Architekten, der den musealen Charakter der Altsub­ stanz mit einem modernen Zu­ bau umgab. «Rund um das vor­ handene Holz und die Balken der alten Hütte wurden neue Fun­ damente gelegt und die Holzkon­ struktion mit einer neuen Struk­ tur ummantelt, die vor Wind und Wetter zuverlässig schützt und Geborgenheit schafft. Wie bei ei­ nem Boot auf hoher See.» gun.

Die Hütte scheint optisch auf den Wellen des Écrin-Massivs, nur knapp 500 Meter unter dem Gipfel des La Meije, zu «tanzen». Überrascht Alpinisten mit einem modernen Erscheinungsbild: das «Refuge de L’Aigle» in La Grave.

Die Hütte, die optisch auf den Wellen des Écrin-Massivs, nur knapp 500 m unter dem Gipfel des La Meije, zu «tanzen» scheint, präsentiert sich neben der sparsa­ men Architektur aussen auch im Innenraum maritim einfach. «Die Innenausstattung», so Félix-Faure, «ähnelt der eines U-Bootes. Mit drei Schlafebe­ nen für 30 Personen auf 65 m² und Netzen, in denen nochmals 12 Kletterer, die in der Hütte Schutz suchen, vom Kampf mit den Ele­ menten Pause machen können.» Möglichst freundlich, aber ein­ fach – auch in der Infrastruktur war das Motto für das Berg-Refu­ gium. «Bewusst simples Design, damit die Leute nicht von der Schönheit abgelenkt werden, die sie dort oben umgibt.» Für die Aussenverkleidung und das Dach wurden Dach- und Fas­ saden-Paneele FX.12 in steingrau P.10 des Berg-Bauers Prefa ver­ wendet. «Das ist das einzige Pro­ dukt, das die extremen Tempe­ raturunterschiede zwischen Tag und Nacht aushält, und der ein­ zige Produzent, der umfassende Erfahrung in der Ausstattung sol­ cher Projekte hat. Das war ext­ rem hilfreich», sagt Félix-Faure und verweist auf das ebenso ge­ Umbauen 2016

lungene Prefa-Projekt der Hörn­ lihütte am Matterhorn. Prefa sorgte mit FX.12 dafür, dass bei so viel Zweckmässigkeit die architektonische Optik nicht aussen vor bleibt. Neben guten Verarbeitungseigenschaften sind die Elemente problemlos recycelund damit ressourcenschonend einsetzbar. Jedes Stück ein Unikat

Die Kantung der Fassaden-­Panee­ le erfüllte neben dem ästheti­ ­ schen auch einen funktionellen Zweck. Denn die vielfältigen Produkteigenschaften des Dachund Fassaden-Paneels FX.12, seine Längs- und Querkantung und seine heterogene Oberfläche ermöglichen ein besonderes Oberflächen-Design, das sich per­ fekt in die zerklüftete Bergland­ schaft einfügt. Bei der Produktion wird dafür gesorgt, dass jedes Stück eine einzigartige Prägung erhält. Das Kantmuster wieder­ holt sich nicht und ist auch bei grossen Flächen stets unregel­ mässig. Die Paneele werden durch Kanten zusätzlich versteift, was grössere Widerstandskraft bei gleichbleibender Materialstärke zulässt. ɁɁprefa.com


33 Sanieren Produkte und Anwendungen

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34 Sanieren Produkte und Anwendungen

Die neue Sanierungs­ möglichkeit ist ein einfaches und effekti­ ves Abdichtungssys­ tem, das völlig neue und unkomplizierte Lösungen im Bereich von wasserbelasteten Altflächen ermöglicht. In einem Arbeitsgang werden die vorge­ fertigten Flächenteile verlegt und in die Grundierung einge­ klebt.

Neues System leitet Wasserdampf und damit entstehenden Dampfdruck ab.

Flächen sanierung

gun. «Alsan – Vaporex Seal» ist ein neues

System, das bei einer Flächensanierung in der Lage ist, Wasserdampf und damit entstehenden Dampfdruck über die Mattenstruktur und im verdeckten Randbereich abzuleiten. Im gleichen Arbeitsgang erhält die Fläche die neue Abdichtung. Die Mattenränder und die Aufbordungen werden nur noch miteinander verbunden, und die Fläche ist bereit zur Aufnahme der individuellen Nutz- und Schutzschicht. Oft müssen bestehende Beläge, seien es zementöse oder Asphaltbeläge, ob im privaten oder industriellen Bereich, vor einer Flächensanierung bis zur Abdichtungslage entfernt werden. Bei einem solchen Rückbau liegen die Hauptrisiken darin, dass die bestehende und funktionierende Abdichtung beschädigt wird. In diesem Moment fängt man komplett von «vorne» an, und wo «vorne» ist, kann nie-

mand genau abschätzen. Das kann dann auch schon mal an der Wohnzimmer­ decke sein. Auf der anderen Seite: Bestehende Nutzbeläge, egal welcher Art, oberhalb der Abdichtung sind immer mit Wasser oder zumindest mit einer hohen Feuchtigkeit belastet. Nach einer Sanierung kommt genau dieses Wasser in Bewegung und macht sich auf den «Weg». Da es wandlungsfähig ist, entsteht Dampf­druck unter der neuen Abdichtung und Nutzschicht. Das neue System «Alsan – Vaporex Seal» der Soprema AG setzt genau an diesem Punkt an. Durch verdeckte Randbereiche kann der wasserbelastete Untergrund langsam und schonend über die Mattenstruktur austrocknen, dem Wasser in Form von Dampf wird der «Weg» gewiesen. In einem Arbeitsgang werden die vorgefertigten Flächenteile (Dampfstruktur und Flächenabdichtung als fertige Matte, 970 x 1970 mm) verlegt und in die Grundierung eingeklebt. Der Rest sind Detailarbeiten, die der geschulte Fachmann aus seiner täglichen Arbeit kennt. Es entsteht eine saubere, vor allem risikofreie Fläche, schön anzusehen und für den Bauherrn wieder voll nutzbar – ohne Risiko einer Sanierung der Sanierung. ɁɁsoprema.ch

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MODERNISIERUNGS EXPRESS MEINE IDEE

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36 Sanieren Produkte und Anwendungen

Vorgefertigte, hochfeste CFK-Lamellen dienen zur Biegezugverstärkung von Stahlbeton, Mauerwerk, Stahl, Aluminium und Holz.

Einsatz von verklebten CFKLamellen, Geweben und Stäben.

Statische Verstärkungen

Im Laufe der Lebensdauer einer Tragstruktur können Nutzungsänderungen, Lasterhöhungen oder strengere Anforderungen von Normen eine nachträgliche Tragwerkverstärkung notwendig machen. Hierfür bietet Sika Möglichkeiten von Verstärkungsmassnahmen mittels verklebter CFK-Lamellen, Geweben und Stäben. Es sind für Biege-, Schuboder Normalkraft-Verstärkungen – ob vorgespannt oder schlaff – die richtigen Systemlösungen vorhanden. Sika-CarboDur-Lamellen: Die vorgefertigten, hochfesten CFK-Lamellen sind in diversen Abmessungen zur Biegezugverstärkung von Stahlbeton, Mauerwerk, Stahl, Aluminium und Holz erhältlich. Sie werden mit einem Epoxidharzklebstoff (Sikadur-30 oder Sikadur-30 LP) als externe Tragwerkelemente mit der Gebäudestruktur verklebt. Das TRM-System ist eine effiziente Verstärkung von Mauerwerk: Das System besteht aus Sika MonoTop-722 Mur, einem speziellen R2-Mörtel auf zementener Basis, und SikaWrap-350 G Grid,

gun.

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einem alkalibeständigen Glasfasernetz. In Kombination ermöglichen sie eine effiziente Verstärkung von Mauerwerk oder können als Verbindung zu anderen Tragwerkteilen eingesetzt werden. Neu ist die kostenlose CarboDur-Software nach Schweizer Normen für Ingenieure. Diese Software ist in Schweizer Landessprachen verfügbar. Die in diesem Programm verwendeten Richtlinien und Berechnungsverfahren basieren auf SIA-Normen und dem Concrete Society Technical Report N. 55 (TR 55). Für die Bemessung kann aus fünf verschiedenen Berechnungsmodulen ausgewählt werden: –– Stützenverstärkung mittels CFK-Umschnürung (Querschnittsbemessung) –– Biegezugverstärkung (Querschnittsbemessung) –– Schubverstärkung (Querschnitts­bemessung) –– Biegezugverstärkung (Tragwerkanalyse am Balken) –– Schubverstärkung (Tragwerkanalyse am Balken ɁɁsika.ch


37 Sanieren Produkte und Anwendungen

Die historischen EisenbahnbauHallen der legendären Schindler Waggon AG wurden saniert.

Magnet-Areal, Pratteln Die neue Shed-Verglasung: neue Paneele aus Polycarbonat.

Wo in früheren Zeiten Tausende von Schindler Waggons in die Welt hinaus rollten, werden heute die vielfältigsten Leistungen aufgegleist: traditionelles Gewerbe bis Start-up, Ausstattung von königlichen Jets bis Verpackungen fürs tägliche Brot. Eine zusammenhängende Raumgestaltung und Signaletik macht das Areal zu einem spürbaren, namhaften Ort mit einfacher Orientierung.

Die ISBA AG wurde beauftragt, die historischen Eisenbahnbau-Hallen der legendären Schindler Waggon AG im Magnet-Areal in Pratteln in Zusammenarbeit mit Holzbauern und Spenglern zu sanieren. Die klassische Bauweise des Gebäudes wird beibehalten und mit neuer, sprossenloser Shed-Verglasung aufgewertet. Dazu sind neue Paneele aus Polycarbonat eingesetzt worden, die viel Ta-

geslicht ins Innere der Räume bringen. Dank der optimal isolierenden Verglasung und den thermisch getrennten Aluminiumprofilen wird der Grundeigentümer Energiekosten sparen. Mit 48 zusätzlich eingebauten Öffnungsvorrichtungen können die in Zukunft genutzten Gewerberäume jederzeit individuell belüftet werden.  isba.ch

Badsanierung: rasch, reibungslos und in neuer Optik.

Bad-Sanierungssystem

Mit dem Vorwand-Installationssystem Vitessa von Talsee wird das Bad rasch und reibungslos saniert. Damit werden wertvoller Platz, Stauraum und Ablagefläche gewonnen, und dies in neuer, harmonischer Optik. Neu wählt man bei Vitessa zwischen einer WC-Front aus Laminat oder einer geplättelten Ausführung. Die geplättelte WC-Front verschmilzt mit der Raumwand zu einem Ganzen.

Bei der geplättelten Ausführung fügt sich die WC-Front harmonisch in den Raum ein.

Bei der geplättelten Umsetzung von der bewährten Technik erhält das Bad eine einheitliche Ästhetik und behagliche Atmosphäre. Die Merkmale der Kollektionserweiterung Vitessa geplättet: Harmonische Optik: Die geplättelte WC-Front integriert sich harmonisch in den gefliesten Raum. Hochwertiges Design: Dank dem zeitlosen Bad-Möbel und dem schlichten Umbauen 2016

Materialmix wirkt das Bad hochwertig und wohnlich. Raumgewinn: Schliesslich werden etwa 20Zentimeter wertvoller Raum gewonnen da der Waschtisch direkt an der bestehenden Wand montiert wird. Weiterhin wersind sämtliche Installationen im Unterbau und im Möbelsockel integriert.  talsee.ch


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39 Renovieren Übersicht

RE N 40 Perron-Halle, Bauma Eine Bahnhofshalle, die vor 160 Jahren in Basel stand, dann in Olten 100 Jahre als Lagerhalle diente, ist in Bauma wieder ihrem ursprünglichen Zweck als Perron-Halle zugeführt worden.

46 Effiziente Heizungslösung In älteren Wohnsiedlungen beeinflussen neben dem Zustand und der Struktur auch Auflagen der Denkmalpflege die Wahl eines neuen Heizsystems. Dafür ist neben Kreativität und Erfahrung ein möglichst breiter Handlungsspielraum nötig.

48 Überbauung Tödihof Mit viel Liebe zum Detail wurde die Überbauung Tödihof in Stäfa renoviert und ins neue Zeitalter überführt. Unverkennbar auch die Erneuerung an der Fassade.

OVIE REN Umbauen 2016


40 Renovieren Perron-Halle, Bauma

Eine Bahnhofshalle, die vor 160 Jahren in Basel stand, dann in Olten 100 Jahre als Lagerhalle diente, ist nun in Bauma wieder ihrem ursprünglichen Zweck als Perron-Halle zugeführt worden.

​Perron-Halle auf Zeitreise Von Andreas Meier, Scherrer Metec AG (Text) und zuegerpix.ch (Bilder)

In der Gründerzeit endeten die Eisenbahnstrecken meist weit draussen vor den Toren der Stadt. Grössere Städte hatten oft mehrere, nach ihren Zielorten benannte Bahnhöfe. Die Idee, alle Bahnlinien in einem Hauptbahnhof zusammenzuführen, entstand erst später, als viele Privatbahnen in staatliche Eisenbahngesellschaften überführt wurden. Ein Vorläufer war der Centralbahnhof Basel. Von ihm führte Richtung Westen die «Chemin de fer de Strasbourg à Bâle», die Französische Ostbahn (FOB). Diese Strecke aus dem Elsass war die erste Eisenbahnlinie in der Schweiz (zwei Jahre vor der Spanisch-Brötli-Bahn von Baden nach Zürich). Richtung Osten fuhr die Schweizerische Zentralbahn (SCB) zum Knotenpunkt Olten, von dort aus weiter nach Luzern, Bern, Biel und Zürich. Beide Linien hatten am Centralbahnhof eine eigene Perron-Halle, dazwischen stand das Empfangs- und Abfertigungsgebäude. Diese drei Gebäude erstreckten sich über 400 m Länge. Schon damals hatten Bahnhöfe gewaltige Dimensionen, die nicht in die altstädtischen Strukturen passten. Der Centralbahnhof wurde 1860 eingeweiht, musste aber bereits 1902 dem Basler Hauptbahnhof weichen. Die östliche Perron-Halle wurde in Olten wieder aufgebaut und fristete dort über 100 Jahre als Holzlager und Werkstatt ihr Dasein. Der «Dampfbahnverein Zürcher Oberland DVZO» unterhält eine Museumsbahn mit einem

aufwendig restaurierten Fahrzeugpark aus der Zeit zwischen 1870 bis 1920. Die historisch wertvollen Eisenbahnwagen standen seit Jahren ungeschützt unter freiem Himmel, weshalb der Verein seit Langem eine Halle als Unterstand suchte. In Olten entdeckte man auf dem Gelände der SBB eine Lagerhalle, die in Art und Grösse ziemlich genau den Wünschen entsprach. Nach näherer Analyse entpuppte sich das Objekt als jene 1860 gebaute Perron-Halle der Centralbahn SCB in Basel. Nach dieser Entdeckung zeigten sich die SBB grosszügig und überliessen das Objekt dem Verein. Die Halle wurde abgebaut und eingelagert. Damit begann für den DVZO und seine Protagonisten eine herausfordernde Phase, um die baulichen und finanziellen Voraussetzungen für den Wiederaufbau zu schaffen. In Bauma wurde der Verlauf der Gleise des Vereins auf die Halle ausgerichtet, die Fundamente und der Perron gebaut. Fast zehn Jahre dauerten Planungen, Vorbereitungen und die Suche nach Sponsoren. Als dann der Bund die Halle zu einem «Denkmal von eid­genössischer Bedeutung» erklärte und sich an der Finanzierung beteiligte, konnte der Verein seinen Traum realisieren. Die Perron-Halle ...

Die Halle ist 104 m lang und 19 m breit. Sie ruht auf 52 Fundamentsockeln und Eichenstützen. Auf­ fallend ist das für damalige Holzkonstruktionen ungewöhnlich weite, 19 m Breite überspannende Umbauen 2016

Die Perronhalle ist 104 m lang und 19 m breit. Sie ruht mit Eichenstützen auf 52 Fundament­ sockeln. Die Perron-Halle in ihrer ganzen Pracht: Die Zuggäste kom­ men vom Bahnhofs­ gebäude und betreten die Halle durch die mit üppigen Holz­dekors verzierte Stirnseite. Die Laubsägeoder Chalet-Archi­ tektur kombiniert die industrielle Segmentbauweise der Trag­ konstruktion mit dem dekorativen Schmuck der Eckverbinder und Verblendungen an der Stirnseite.


41 Renovieren Perron-Halle, Bauma

Umbauen 2016


42 Renovieren Perron-Halle, Bauma

Satteldach. Verzierte, gusseiserne Eckverbinder und Zugstangen versteifen die Konstruktion. Dadurch bleibt der Perron von mittleren Stützen frei und wirkt sehr grosszügig. Besonders auffallend ist das bahnhofseitige Giebelfeld mit rhombenförmigen Holzflächen im damals typischen Sägedekor. Von der historischen Halle sind noch die hand­ kolorierten Pläne des Architekten Rudolf Ludwig Maring erhalten. Ob diese exakt so realisiert wurden, lässt sich heute nicht mehr mit Bestimmtheit fest­ stellen, denn in einigen Details weichen die Original­ teile der Oltener Halle von den Plänen ab. Das gilt auch für das Dach. Die in den Plänen gezeichnete Deckenbemalung und die Blechverzierungen auf der Dachkante fehlten. Die Bedachung ist auf alten Fotos als dunkel und glattflächig zu erkennen. Allfällige Strukturen, ob das Dach mit Kupferblechen oder, wie das Hauptgebäude, mit Schieferplatten gedeckt war, liessen sich nicht ausmachen. In Olten war die Halle lediglich mit Wellblechen eingedeckt. Auch die markante, 95 m lange Dachlaterne für den Rauch­ abzug der Dampflokomotiven fehlte, sie wurde für den Aufbau in Bauma rekonstruiert. Obwohl nach 100 Jahren der Zustand der Halle erstaunlich gut war, mussten viele Holzträger, Verschalungen und Gussteile restauriert, ergänzt oder rekonstruiert werden. Bewusst wurden beim Wiederaufbau alte und neue Teile erkennbar belassen. Der breite, stützenfreie Perron ermöglichte dem Dampfbahnverein ein drittes Gleis einzubauen, des­

sen Schienen wie Tramgleise bündig in den Belag des Perrons eingelassen sind. Auf diesem Gleis können weitere Wagen unterm Dach abgestellt werden. An Wochenenden mit Eisenbahnbetrieb werden die Wagen vom mittleren Gleis abgezogen, und der gesamte Perron steht den Fahrgästen zum Flanieren und zum Ein- und Aussteigen zur Verfügung. Heute gelten für die Statik strengere Werte in Bauma, zum Beispiel für höhere Schneelasten, eine Bahnsteighalle darf nicht zum Sicherheitsrisiko wer­ den. Deshalb erhielt die tragende Holzstruktur eine Verstärkung durch eine umspannende Stahlkons­ truktion. Sie wurde so geschickt über die alten Holz­ träger gesetzt, dass sie fast komplett abgedeckt wird. ... und ihr Dach

Während die Halle innen durch die gusseisernen Verstrebungen reichlich verziert ist, bildet das Dach allein durch seine grosse Fläche einen beruhigenden Kontrast. 104 m Länge, 19 m Breite – das ergibt rund 2500 m² Fläche, die zur Freude der beauftragten Spenglerei-Unternehmen mit Aluminiumblechen gedeckt sind. Die SBB, auf deren Gelände die Gleisanlagen des Dampfbahnvereins liegen, sind hinsichtlich der Baumaterialien besonders streng, weshalb so gross­ flächig Aluminium zum Einsatz kommt. Es wurde in der Ausführung Alu blank in Falztechnik verlegt. Aufgrund der grossen Flächen und Belastungen wurde das übliche Doppelfalzmass von 600 auf Umbauen 2016

Dem Bahnhofsgebäu­de zugewandt ist die Frontseite mit den rhombenförmigen Holzverzierungen im sogenannten Chaletstil. Durch das Tor der Stirnseite traten die Reisenden aus dem Wartesaal in die Perron-Halle zu ihrem abfahrts­bereiten Zug.

Seitenansicht der Halle mit den originalen Eichenholzständern und den schmiede­eisernen Winkeln.


43 Renovieren Perron-Halle, Bauma

Sauberer, glattflächiger Abschluss der Dachkante mit dem Traufkasten, der Entwässerung und Kabelrohre aufnimmt.

Die Perron-Halle zwei Wochen vor der feierlichen Einweihung. Noch stehen Leitern und Gerüste herum, es wird überall gewerkelt, doch die Halle macht schon mächtig Eindruck. Die mit Zugstreben stabilisierte Dachkonstruktion benötigt keine mittigen Stützen, der Perron wirkt frei und grosszügig.

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44 Renovieren Perron-Halle, Bauma

430 mm reduziert. Insgesamt wurden 6 t Aluminiumblech verbaut, das entspricht 2500 m², dazu 1 t Anschlussbleche. Aufgrund der heutigen Bauvorschriften und weil die Halle in Bauma direkt an den SBB-Perron und -Parkplatz grenzt, mussten drei Schneebremsen eingebaut werden – auch das ist eine Abweichung vom Original. Die Dachlaterne wurde rekonstruiert und mit dem gleichen Doppelfalzmass wie das Dach gedeckt, ein Winkelblech deckt den First ab. Insgesamt ist die Wirkung der Bedachung auf klare Linien und Flächen ausgelegt, um die Wirkung der historischen Teile nicht zu konkurrenzieren. Diese Menge an Material zu bearbeiten und einzubauen, war auch eine logistische Herausforderung. Statt alles vor Ort zu verarbeiten, entschieden sich die Spenglereien dafür, zwei Teams einzusetzen. Ein Zweimannteam bereitete in der Werkstatt die Chargen vor, schnitt und falzte die Bleche auf Mass, stanzte und formte die Anschlussbleche. Ein Dreimannteam vor Ort baute in Etappen die Bleche ein. Dies geschah in Koordination mit den Holzbauern, die ebenfalls die Halle segmentweise aufbauten. Das Bestreben war, die wertvolle Bausubstanz so schnell wie möglich unter Dach zu bringen. Das Geheimnis des Traufkastens

Weil das Dach um das Mass der aufgesetzten Stahlträger aufgedoppelt wurde, suchten die Architekten

für die Dachkante nach einer speziellen Lösung. Zudem passte zu der riesigen Dachfläche kein Abschluss mit einer banalen Regenrinne. Die Kante sollte glatt und bündig abschliessen, natürlich das Regenwasser auffangen und ableiten, zusätzlich die elektrischen Leitungen aufnehmen und die Dach­ bedeckung hinterlüften. Die Lösung ist ein speziell profilierter Trauf­ kasten. An der Dachkante wurde eine Bügelkonstruktion montiert. Sie dient als Halterung für die Regenrinne und die Rohre für die Elektrokabel. In die Bleche sind Öffnungen zur Wartung und Schlitze für die Hinterlüftung der Dachbedeckung ein­ gestanzt. Der Dachabschluss wird so zu einer glattflächigen, formalen Einheit. Der Wiederaufbau und die Nutzung der PerronHalle ist ein schönes Beispiel für eine geglückte Kooperation aller Beteiligten: der SBB, des DVZO als Bauherrn, der Architekten und Handwerker sowie der Denkmalpflege. Die Perron-Halle in Bauma ist kein Nachbau oder Rückbau nach alten Plänen, sondern ein Wiederaufbau unter Verwendung der historischen Bausubstanz. Wo es möglich war, wurden originale Teile wieder eingebaut. Anderes wurde rekonstruiert, wieder anderes mangels überlieferter Dokumente neu interpretiert, ein architektonisch und funktionelles Ganzes von Alt und Neu – mit dem Segen der Denkmalpflege. ●

Der speziell profilierte Traufkasten nimmt die Regenrinne und Rohre für die Elektrokabel auf. Die gestanzten Schlitze sorgen für die Hinterlüftung der Dachbedeckung. Die Dachlaterne war nicht mehr erhalten und ist eine komplette Neukonstruktion nach den ursprüng­ lichen Plänen, aber mit einem modernen Tragwerk. Ein perfekterer Blitzschutz als eine Blechbedachung ist kaum denkbar. Sämtliche Metall­flächen und Teile der Bedachung wurden miteinander verbunden.

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45 Renovieren Perron-Halle, Bauma

Bautafel Bauherrschaft Dampfbahnverein Zürcher

Denkmalpflege SBB Giovanni F.  Menghini

Oberland DVZO, Hinwil Generalplanung Zanoni Architekten, Zürich Bauleitung BUO Bauberatung, Niederrohrdorf

Federführung: Scherrer Metec AG, Zürich Partner: Günthard + Partner AG, Uster

ARGE-Spenglerarbeiten und Blechdächer

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46 Renovieren Produkte und Anwendungen

Für eine optimale Heizungslösung ist neben Kreativität und Erfahrung ein möglichst breiter Handlungsspielraum gefragt.

Effiziente Heizung

gun. Besonders in älteren Wohnsiedlungen beeinflussen neben dem Zustand und der Struktur des Gebäudes auch Auflagen der Denkmalpflege die Wahl eines neuen Heizsystems. Für eine optimale Heizungslösung ist neben Kreativität und Erfahrung ein möglichst breiter Handlungsspielraum gefragt. In Zentrumsnähe und zugleich an ruhiger Lage im eigenen Haus zu wohnen ist ein Wunsch, den viele hegen. Für Natalia Nogueira und René Schnellmann, beide von Beruf Architekten, ist er mit dem Erwerb eines 4,5-Zimmer-Eckhauses am Zimmererweg in Winterthur Realität geworden. Die Reihen-Einfamilienhaussiedlung, zwischen 1925 und 1929 erbaut, wird auch «Kolonie Selbsthilfe» genannt, da seinerzeit die Eigentümer bzw. Mieter unter der Leitung des Architekten bei den Bauarbeiten mitzuhelfen hatten. Seit der Erstellung des Hauses, eines konventionellen Backsteinbaus mit Holzdecken und rund 100 m² beheizter Wohnfläche sind rund 90 Jahre vergangen. Viel ist in dieser Zeit im Innen- und Aussenbereich nicht verändert worden. Die letzte Instandset-

Im Rahmen der Sanierung des Eigenheims wurde eine bivalente Heizungsanlage Gas/Solar eingebaut. Blick in den Heizungs­raum mit Gas-Brenn­wert­kessel, nebenstehendem Warmwasser­ Erwärmer sowie Pumpengruppe Solar.

zung fand 1965 statt. «Es war mehr eine Pinselrenovation ohne Substanzverbesserung», präzisiert René Schnellmann. Entsprechend hoch veranschlagte sich der Erneuerungsbedarf. Nicht mehr zeitgemäss war vor allem die Gebäudetechnik. Sämtliche Installationen und Einrichtungen im Bereich Elektro, Heizung und Sanitär mussten saniert werden. Im Erdgeschoss wurde eine offene Wohnküche realisiert, auf der ersten Etage ein neues Bad eingerichtet, und der Dachstock wurde zu einem Wohnraum ausgebaut. Dach, Stirnfassade und Kellerdecke hat man isoliert. Die Dämmung der Seitenfassaden war wegen Vorgaben der Denkmalpflege nicht möglich. Völlig neu konzipiert werden mussten Heizung und Warmwasser. Wärme wurde bislang auf jedem Stockwerk mit Ölöfen erzeugt, eine zentrale Warmwasserversorgung existierte nicht. Sind die Entwicklungsmöglichkeiten bei einer Sanierung eingeschränkt, wirkt sich dies auch auf die Wahl des Heizsystems aus. Heruntergebrochen auf das Projekt am Zimmererweg hiess dies, dass Solarenergie für die Heizungsunterstützung nicht infrage kam, da die Kollektorfläche nach oben begrenzt war. Technische Parameter und Kosten-Nutzen-Überlegungen sprachen sodann gegen den Einbau einer Luft-Wasser-Wärmepumpe. «Unter den gegebenen Umständen hätten wir damit keine Erzeugung erhalrationelle Wärme-­ ten», sagt Architekt Schnellmann, «und das Risiko eines verminderten Wohnkomforts und / oder erhöhter Heizkosten wollten wir nicht eingehen.» Da das Haus über einen Gasanschluss verfügte, entschied man sich für ein bivalentes Heizsystem Gas / Solar. Eingebaut wurden ein stufenlos modulierender Gas-Brennwertkessel Thision S mit einer Leistung von 2.7 bis 14,6 kW, Solarkollektoren des Typs Solatron S 2.5-1 mit einer Fläche von 5 m² sowie ein Warmwasser-­Erwärmer mit 500 l Inhalt. Wegen seines hohen Modulationsverhältnisses findet man den Thision S häufig in energetisch sanierten Häusern oder in Bauten mit Minergie-Standard. ɁɁelcotherm.ch

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47 Renovieren Produkte und Anwendungen

Wo mit Lebensmitteln hantiert wird, ist bei der Auswahl des Fussbodens besondere Sorgfalt geboten.

Kunstharzboden bietet Sicherheit und Hygiene

Im Lebensmittelbereich muss der Boden besonders hohen Ansprüchen genügen. Als fugenloser Giessbelag erfüllt der Kunstharzboden Duracon alle Anforderungen an Lebensmittelschutz und Hygiene. Seine ungewöhnlich kurze Einbauzeit macht ihn auch wirtschaftlich interessant. Der PMMA-Belag Duracon ist frei von Styrol und Lösungsmitteln und zertifiziert für den Einsatz in der Lebensmittelindustrie. Dank der fugenlosen, abriebfesten Ausführung ist Du­ racon besonders leicht und hygienisch zu reinigen. Er ist mechanisch und chemisch hoch belastbar, UV-beständig und

Die kurze Einbauzeit ist bei der Sanierung von Kühlräumen von Vorteil, wenn nur eine kurze Zwischenlagerung der Ware möglich ist.

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lichtecht. Auch mehrmaliges tägliches Reinigen und das Befahren mit schweren Küchenwagen ist daher kein Problem für den ro­busten Giessbelag. Je nach Anforderung sorgen verschiedene Rutschhemmstufen (R10-R13) für Unfallschutz. Diese Eigenschaften machen den Kunstharzboden natürlich auch für andere Einsatzgebiete interessant, etwa in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen. Ein weiteres Merkmal ist die extrem kurze Einbauzeit. Innerhalb kürzester Zeit eingebaut, ist der Belag schon zwei Stunden später voll belastbar und betriebsfähig. ɁɁa1-industrieboeden.ch


48 Renovieren Produkte und Anwendungen

Wo früher graue Wohnblöcke aus den 1970er-Jahren standen (Bild unten), strahlt heute eine Wohnüberbauung in freundlichem Weiss.

Weiss statt grau, reizvoll statt eintönig. Mit viel Liebe zum Detail wurde die Überbauung Tödihof in Stäfa renoviert.

Ins neue Zeitalter überführt

gun. Der Tödihof mit seinen elf Mehrfami-

lienhäusern und 70 Wohnungen zeigte nach über 30 Jahren augenfällige Gebrauchsspuren: Das Dach eines Hauses musste fortlaufend saniert werden, Badezimmer und Küchen waren in einem veralteten Zustand, und die Gebäudehülle führte zu einem hohen Energieverbrauch. Das beauftragte Büro Kaufmann Architekten AG ist dem Grundsatz «Aus Alt mach Neu» konsequent gefolgt. Von den Bädern und Küchen über die Dämmung und Fenster bis zur Dacheindeckung und Fassade: Alles wurde nach aktuellem Technikstand erneuert. Wo früher graue Wohnblöcke aus den 1970er-Jahren standen, strahlt heute eine Wohnüberbauung in freundlichem Weiss. Dass es sich dabei um dieselben Wohnhäuser handelt, erkennt man erst bei genauem Hinsehen.

Es war das erklärte Ziel der Architekten, die neue Gebäudehülle vom Vorherigen abzuheben. Die Idee, flache und gewellte Swisspearl-Platten zu kombinieren, entstand während des Entwurfsprozesses. Die gewellten Ondapress-Platten sind auf den grossen Flächen verlegt worden und werden unterbrochen durch die flachen Fensterstreifen. Die Fensterstreifen sind mit Largo-Platten verkleidet. Es entstand so ein abwechslungsreiches Fassadenbild, das dennoch einer strukturierten Regelhaftigkeit folgt. Spezielle Elfenbeinfarbe

Die Farbgebung hat sowohl die Architekten als auch die Bauherrschaft besonders überzeugt: Der spezielle Elfenbein-Farbton der durchgefärbten Largo-Platten hatte den Ausschlag gegeben, Swiss­pearl einzusetzen. Zudem ist es ein System mit hinterlüfteter Fassade, die dank ihrer Langlebigkeit eine nachhaltige und funktionssichere Nutzung sichert. Die hinterlüftete Fassade kann zudem unabhängig von Jahreszeit und Witterung angebracht werden, was wesentlich für die Planungssicherheit eines Umbaus ist. Heute können die Kaufmann Architekten AG und die Pensionskasse der UBS als Bauherrin auf ein erfolgreiches Umbau-Projekt zurückschauen. ɁɁswisspearl.ch

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51 Weiterbauen Übersicht

WEI TE R B A UEN 52 Schulhaus Kreuzbühl Das erneuerte und erweiterte Schulhaus Kreuzbühl befindet sich an zentraler, städtischer Lage. Die Umgebung ist durch die Auflösung des Blockrandes geprägt.

56 Hotel Reuti, Hasliberg Ursprünglich sollte das traditionsreiche Hotel Reuti saniert werden. Die Räumlichkeiten konnten aber nicht mit vernünftigem Aufwand den heutigen Anforderungen angepasst werden, und man entschied sich für einen Neubau.

58 Wohnhaus Zürich Aus einem kleinräumigen Arbeiterhaus liess sich mit einem geschickt platzierten Anbau und einer Aufstockung ein elegantes Stadthaus schaffen, das über zwei grosszügige, doppelgeschossige Wohnungen verfügt.

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53 Weiterbauen Schulhaus Kreuzbühl, Zürich

Das erneuerte und erweiterte Schulhaus Kreuzbühl in Zürich befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof Stadelhofen.Die Umgebung ist durch die Auflösung des Blockrandes geprägt.

Transformation ins Zeitgemässe Von Uwe Guntern (Redaktion) und Ralph Feiner und Reneé Lei (Bilder)

Das Gebäude des Schulhauses Kreuzbühl steht an der von Grünräumen begleiteten Kreuzbühlstrasse. Drei Solitäre begrenzen die durchgrünte, parkähn­ liche, an den Strassenraum stossende Umgebung. Darunter befinden sich die altehrwürdigen Villen Rosenbühl und Schönbühl – beides klassizistische Bauten aus den 1930er-Jahren. Als gleichwertiges Element in dieser Reihe alleinstehender Körper, die zusammen eine Art «Perlenkette» bilden, fügt sich der Neubau in den städtebaulichen Kontext ein. Mit zwei markanten Vorsprüngen setzt er strassenseitig das Thema der gestaffelten Fassade fort, die schon bei der bestehenden Schulhaussubstanz (Anfang 1980er-Jahre) anzutreffen ist. Durchgehendes Erschliessungssystem

Die adaptierte und weiterentwickelte Grundriss­ struktur schafft eine homogene, in sich logische Anlage. Die eingeschossige Eingangshalle verbindet die beiden Gebäude und ermöglicht erdgeschossig eine durchgehende Erschliessung zwischen Bestands- und Neubau sowie beidseitige Sicht­ bezüge in die jeweiligen grosszügig geöffneten Durchgangs- und Aufenthaltszonen. Diese innen­ räumliche Durchlässigkeit schafft eine klare Orien­

Schule im öffentlichen Raum: Offen und übersichtlich gestaltet, ermöglicht sie von jedem Stand­ort Blickbezüge zu mehreren Geschossen.

Situationsplan

tierung und macht die Weiterentwicklung der be­stehenden Gliederung wahrnehmbar. Innerhalb des neuen Raumgefüges organisieren zwei unterschied­ lich ausformulierte Treppenhäuser die Wege in der Vertikalen, die innerhalb der insgesamt drei Nut­ zungsbereiche (Turnhalle im Untergeschoss, Schul­ räume im Erdgeschoss und ersten Obergeschoss sowie Büroräume in den beiden obersten Geschos­ sen) autonom funktio­nieren. Die Räume ordnen sich um den innen liegenden, in seiner Tiefe variierenden Korridor an. Die Klassenzimmer orientieren sich Umbauen 2016


54 Weiterbauen Schulhaus Kreuzbühl, Zürich

Der Neubau setzt strassenseitig ein Thema fort, das bereits bei der bestehenden Schulhaussubstanz anzutreffen ist. Die grosszügige, teils doppelläufige Treppenanlage ist mit einem grossen «Stadtfenster» ausgestattet. Die engen Platzverhältnisse stellten die grösste Anforderung während der Betonarbeiten dar.

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55 Weiterbauen Schulhaus Kreuzbühl, Zürich

Grundrisse

dabei konsequent zur das Schulhaus umgebenden Parklandschaft. Dadurch verringert sich die Lärmbelastung, und die Unterrichtsräume erhalten mittels ihrer strassenabgewandten Disposition das für den Lernbetrieb günstige Südwestlicht. Transformation ins Zeitgemässe

Die optische Verbindung zwischen Bestand und Neubau und ihre Ensemblebildung verstärkt sich durch die Integration der vorhandenen Öffnungsproportionen und die Wiederverwendung von elementen als Fassadenmaterial. Die schaBeton­ lungsglatte Oberfläche und geschlossene Fugen betonen den Charakter des Baukörpers. Innerhalb der klaren Fassadenrasterung sorgen die grosszügig geöffneten Erschliessungs- und Aufenthaltszonen für eine enge Verzahnung von Stadtraum und Schule – so etwa die grosszügige, teils doppelläufige, auch mit der Turnhalle verbundene Treppenanlage. Mit ihrem grossen strassen­ seitigen «Stadtfenster» stellt sie den Bezug zur Öffentlichkeit her.

seitens des Bauingenieurs, keine Bohrungen am Rohbau zur Befestigung der Elemente vorzunehmen. Dies setzte einen frühen Planungsstand voraus. Alle Aufhängungspunkte mussten mit dem Betonieren des Rohbaus mit in die Schalung eingelegt werden. Die Eckelemente sind in zwei Etappen betoniert worden. Die engen Platzverhältnisse waren die grössten Anforderungen während der Montage. Es gab in einer ersten Phase keinen weiteren Platz für einen Pneukran neben dem Baukran, daher musste dieser mit dem Baumeister geteilt werden. Die Montage war so nur mit vielen Absprachen zwischen dem Montagetrupp, dem Baumeister und weiteren Lieferanten möglich. Der Lagerplatz für Elemente war ebenfalls sehr beschränkt. Die Elemente mussten daher immer «just in time» mit Innenlader geliefert werden. Die Elementfassade erscheint mit den gesandeten Fugen fast monolithisch. Eine anschliessende Hydrophobierung und ein Graffiti-Schutz wurden als Oberflächen-Massnahme gewählt. ● Im Untergeschoss, einem der drei Nutzungsbereiche, befindet sich die Turnhalle.

Zu den Betonelementen

Die vorgehängte Fassade besteht aus vorfabrizierten Betonfertigelementen, die Oberfläche ist schalungsglatt. Eine Besonderheit sind zahlreiche aufwendige und geometrisch komplexe Eckelemente. Vorgängig wurde ein 1 : 1-Fassaden-Muster erstellt, damit die Bauherrschaft Funktionalität, Oberflächen und Farben freigeben konnte. Dazu wurde eine Stahlträger-Konstruktion aufgestellt, und die Musterelemente wurden daran montiert. Da der Rohbau vorgespannte Decken aufweist, war die Vorgabe

Bautafel Bauherr Basilius Vogt Stiftung Architekten Fischer Architekten AG, Zürich Betonarbeiten SAW Spannbetonwerk AG, Widnau

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56 Weiterbauen Produkte und Anwendungen

Die Bergbahnen Meiringen-Hasliberg haben ihr Hotel Reuti rechtzeitig zur Skisaison auf den neuesten Stand gebracht.

Alternative-Energie

Komfort und Effizienz im Fokus gun. Ursprünglich sollte das traditionsreiche Hotel Reuti saniert werden. Bald zeigte sich jedoch, dass die teilweise bis zu 100-jährigen Räumlichkeiten nicht mit vernünftigem Aufwand den heutigen Anforderungen, zum Beispiel bezüglich Brandschutz, Energieeffizienz oder Gästekomfort, angepasst werden konnten. Deshalb entschied sich die Eigentümerin, die Bergbahnen Meiringen-Hasliberg AG, für einen Neubau, der nach nur 262 Tagen bereits eröffnet wurde.

Bestehende Infrastruktur genutzt

Mit einem besonders effizienten und umweltschonenden Konzept zur Wärmeaufbereitung leistet Walter Meier einen wichtigen ­Beitrag zum Gästekomfort. Beim neuen Hotel Reuti war die Nut-

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zung von Alternativ-Energien eine zentrale Planungsvorgabe. Nachdem sich die zuerst ins Auge gefasste Lösung mit einer PelletsHeizung aufgrund des hohen Platzbedarfs für die Brennstofflagerung als nicht gangbar erwiesen hatte, stand die Kombination von Sonnenkollektoren und einem Ölkessel zur Diskussion. «Aber auch dieser Weg schien uns zu wenig effizient», kommentiert Josef Lingg, Ingenieurbe­ rater bei Walter Meier, diesen Ansatz. «Mit zu tiefem Ertrag im Winter und Überproduktion im Sommer konnte insbesondere der Solar-Ansatz nicht überzeugen, ­ weshalb wir der Bauherrschaft ein alternatives Konzept zu unterbreiten beschlossen». Dazu Thomas Flühler, Projektleiter HLKS beim Planungsbüro B-Planung GmbH, im Detail: «Mit der Verbindung aus einer Luft-Wasser-Wärmepumpe Oertli LSI 230 SHW mit ZubadanTechnologie, einer Öl-Wärmezentrale DeDietrich GTU 336 mit integriertem Abgaswärmetauscher und einem Ölbrenner Oertli von Walter Meier haben wir eine optimale, höchst energieeffiziente Lösung gefunden.» Ein eher nebensächliches, aber dennoch klar budgetwirksames Umbauen 2016

Argument für das alternative Konzept war auch die Möglichkeit, ­einen Teil der bestehenden Heizungsinfrastruktur weiter nutzen zu können: Für den Betrieb der neuen Wärmezentrale konnte der bestehende Öltank übernommen werden und musste weder stillgelegt noch rückgebaut werden. Komfort im Fussboden

Perfekt ergänzt wird die effiziente Wärmeaufbereitung des Hotels Reuti durch eine Fussbodenheizung mit dem Regulierungssystem «metalplast smart-comfort», das die Raumtemperatur pro Heizzone mit rascher und fein regulierter Anpassung des Volumen­ stroms permanent im gewünschten Bereich hält und damit die Behaglichkeit bei reduziertem Energieverbrauch spürbar opti­ miert. Das Regulierungssystem steigert den Komfort für den Gast und erleichtert dem HotelManagement die Anpassung der Zimmerwärme dank zentraler Steuerung über den PC. Mit der zentralen Regelung durch «smartcomfort» wird der Fremdzugriff auf die Zimmertemperatur ver­ unmöglicht, was zu einer klarer Reduktion der Gäste-Reklama­ tionen führt. ɁɁwaltermeier.com

Im Hotel Reuti in Hasliberg (1) wurde mit der Öl-Wärmezentrale mit integriertem Abgaswärmetauscher und Ölbrenner (2), der Luft-Wasser-Wärmepumpe (3) sowie ein zuverlässiges, komfortables und effizientes Gesamtsystem (4) realisiert.


57 Weiterbauen Produkte und Anwendungen

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58 Weiterbauen Produkte und Anwendungen

In Zürich ist aus einem ehemaligen Arbeiterhaus ein elegantes Stadthaus entstanden.

Wohnhaus Zürich

Mit Raffinesse zu mehr Raum Aus einem kleinräumigen Arbeiterhaus liess sich mit einem geschickt platzierten Anbau und einer Aufstockung ein elegan­ tes Stadthaus schaffen, das über zwei grosszügige Wohnungen ver­ fügt. Die Wände wurden dabei ge­ mauert, und ein neues Ziegeldach deckt den gelungenen Umbau. Die nördlichen Stadtrandquar­ tiere Zürichs waren einst ländli­ che Gemeinden, die erst im Zuge der Industrialisierung verstädtert wurden. Dabei entstanden viele Arbeitersiedlungen für die Beleg­ schaften der grossen Industrie­ betriebe. Das 1930 in Zürich-Affol­ tern gebaute Arbeiterhaus ist ein typischer Vertreter jener Zeit: Um möglichst viel Platz auf der schma­ len Parzelle für die Selbstversor­ gung frei zu halten, wurde es auf der Grundstücksgrenze mit dem Nachbarhaus zusammen­gebaut. Das Raumangebot entsprach heu­ tigen Bedürfnissen nicht mehr, und da das Haus erweitert und aufgestockt werden durfte, kam es im Jahr 2005 zum Um- und Aus­ bau. Ziel war es, im umgebauten Haus zwei doppelgeschossige Wohnungen mit grosszügigen Grundrissen zu schaffen. gun.

Umbauen 2016


Der Anbau ermöglichte den Einbau zweier gross­zügiger Wohnungen.

Aus dem Arbei­ter­ häuschen wurde ein elegantes Stadthaus. Mit dem Einsatz von Ziegelsteinen liess sich die Materialisie­ rung des Bestands erhalten und sinnvoll ergänzen.

Dazu wurde das Gebäude um eine Etage aufgestockt und auf der Hofseite um einen kubischen Anbau ergänzt. Die unteren drei Geschosse liessen sich damit alle um 20 m² vergrössern, während die oberste Ebene mit dem Dach des Anbaus über eine entsprechende Terrasse verfügt. Dadurch, dass der Anbau und das bestehende Haus nun offen ineinander übergehen, liess sich die angestrebte Grosszügigkeit der Räume erzielen, zumal sich das Gebäudevolumen von 410 m³ auf 870 m³ mehr als verdoppelte. Die Aufstockung und die Trennwand des Anbaus zum Nachbarhaus wurden mit Ziegelsteinen aufgemauert. Diese Lösung war einfach und wirtschaftlich zu realisieren und erbrachte im Falle des Anbaus auch den ­notwendigen Brand- und Schallschutz. Mit dem Einsatz von ­Ziegelsteinen liess sich die Materialisierung des Bestands erhalten und sinnvoll ergänzen. Das neue Dach, das nun ein Stockwerk höher und damit auf gleicher Firsthöhe wie das Nachbarhaus liegt, wurde mit dunkelgrauen Dachziegeln eingedeckt. Damit zeigt sich das ehemalige Arbeiterhaus nach seinem Umbau als elegantes Gebäude mit einem stimmigen Farbkonzept. Das graue Dach harmoniert mit den rot eingefärbten Holzlatten des Anbaus und der schlicht in weiss gehaltenen Fassade des alten Bestands. ɁɁzzwancor.ch

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60 Weiterbauen Produkte und Anwendungen

Beim Kongresshotel Arte in Olten, das Kultur aus der Region vermittelt, wurde ein einmaliges Zimmerkonzept umgesetzt.

Umbau des Hotels Arte

Kunst als Teil des Konzepts Das Kongresshotel Arte in Olten vermittelt Kultur aus der Region. Gemeinsam mit dem Architekturbüro Ligno in-Raum AG in Emmen setzte der Bauherr ein einmaliges Zimmerkonzept um. Wie es der Name des Hotels verspricht, spielt die Kunst eine tragende Rolle. Eigens angefertigte Waschtische widerspiegeln das Konzept und verleihen den Zimmern einen besonderen Charme. Die Gäste können auswählen, welcher Künstler sie inspirieren soll. Ob Style, Comfort Style oder Arte Style – jedes Zimmer des Viersterne-Hauses bietet ein einzigartiges Ambiente. 79 Hotelzimmer, einschliesslich der Nasszellen, wurden beim Umbau der vier Stockwerke komplett ausgehöhlt und erneuert. Das Hotel verfügt über 48 Style-Zimmer mit Duschen, 24 Comfort-Style-Zimmer mit Badewanne und 7 Arte-Style-Zimmer. Das Grundgerüst des Hotels ist ein Betonbau. Bauliche Veränderungen sind deshalb nur mit viel Aufwand zu realisieren. Dies führte dazu, dass sich die Planer entschieden, die Standorte für die sanitären Anlagen nicht zu verändern und an einem abwechslungsreichen Raumkonzept zu tüfteln. Beim Umbau der Gästezimmer und der Korridore

gun.

Durch die Bade­ zimmerfront aus Glas wirkt das Zimmer grösser. Durchdachte Ausstat­ tungen, inszenierte Lichtverhältnisse und raffiniert eingesetzte Spiegel schaffen eine inspirierende Raumweite. Die Wand-Paneele mit indirekter Beleuch­ tung schaffen in den Zimmern eine inspirierende und ange­ nehme Atmosphäre.

wurde von Beginn an auf allen vier Etagen gleichzeitig gearbeitet. So gelang es dem Architekturbüro, die ambitionierte Zeitplanung von zwei Monaten einzuhalten. Offen gestaltete Räume

Für die Räume wurden vier verschiedene Farbkonzepte entwickelt. Materialien aus Glas, Metall, Kunstharz, Textilien und Leder sind aufeinander abgestimmt und geben den Zimmern eine frischen Touch. Gleich beim Betreten eines Standardzimmers wird ein grosszügiger Blick freigegeben, locker und leicht wirkt der Raum. Die verspiegelte Badezimmertüre unterstützt dies zusätzlich. Die Gestaltung ist so angelegt, dass das Auge von den Sitzgelegenheiten weiter zum Fenster ins Freie schweifen kann. Individualität kommt auch beim Licht zum Ausdruck. LED-Leseleuchten beim Bett, Schreibtisch und Sessel lassen sich wunschgemäss ausrichten. Das indirekte Licht der Stehleuchten gibt dem Zimmer eine räumliche Weite. In den Zimmern der Kategorie Style und Comfort-Style schafft die indirekte Beleuchtung der Wandpaneele nachts ein angenehmes Ambiente. Jeder Raum enthält Elemente von 24 KunstschaffenUmbauen 2016

den der Region Olten. Es sind Schriftsteller, Komiker, Maler und Musiker. Aus der Sammlung jeweils eines Künstlers wurden Collagen oder ganze Zimmerwände kreiert, grafisch aufbereitet und in die gesamte Raumgestaltung einbezogen. Die Seminarund Kongressräume sind nach Schweizer Künstlern benannt. Im Foyer sorgen zahlreiche Kunstgemälde mit liegenden, tanzenden und spielenden Figuren sowie erhellenden Farben für ein angenehmes Durchschreiten. Griechische Persönlichkeiten schmücken die Räume der oberen Etagen. Das Bad ins Zimmer integriert

Eine schräg ins Zimmer verlaufende Front aus Glas gestattet den Blick in die Nasszelle. Auffallend und Teil des Raumkonzepts sind die formschönen Sanitärprodukte von Franke Water Systems. Die Aufsatzwaschtische wurden speziell angefertigt und überzeugen durch ihre Formen. Hergestellt sind sie aus einem Mineralgranit, in den behindertengerechten Räumen wurde dafür Kunststein-Mineralguss verwendet. Die Waschtischarmaturen stammen von KWC, einem Tochterunternehmen von Franke. ɁɁfranke.com


61 Weiterbauen Produkte und Anwendungen

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63 Schaufenster Übersicht

SCH AU F

64 Betonkosmetik Bei Um­bauten kann der Beton vom Bestandsbau vorgege­ ben sein oder im Rahmen von Baumassnahmen neu in das Gebäude eingebracht werden. Hierbei ist es mög­ lich, dass die Oberflächen­ güte des Betons nicht den Erwar­tungen des Architekten und der Bauherren entspricht. Kosmeti­sche Massnahmen am Beton schaffen hier Abhilfe.

66 Sicherheit für Flachdecken Veränderte Anforderungen an Stahlbeton-Tragwerke verlangen nachträgliche Verstärkungen des Durchstanzbereichs.

68 Automatik-Schiebetüren Ein- und Durchgänge von öffentlichen Gebäuden unterliegen den Anforderun­ gen der Barrierefreiheit, müssen sich aber auch als Fluchtweg eignen.

EN STER Umbauen 2016


64 Schaufenster Produkte und Anwendungen

Die Betonkosmetik ist eine besondere Bauleistung. Nur die Summe aller Aspekte schafft die gewünschten Ergebnisse.

Oberflächen

Beton kosmetisch optimieren gun. Sichtbeton ist archi­ tek­ tonischer Bestandteil moderner Bauten. Er wird von Architekten bewusst als Gestaltungselement eingesetzt und von Bauherren im Sinne eines urbanen Baustils gerne gesehen. Bei Umbauten kann der Beton vom Bestandsbau vorgegeben sein oder im Rahmen von Baumassnahmen neu in das Gebäude eingebracht werden. In

beiden Situationen ist es möglich, dass die Oberflächengüte des Be­ tons nicht den Erwartungen des Architekten und der Bauherren entspricht. Die Gründe für kosmeti­ sche Massnahmen an Beton kön­ nen vielfältig sein: Vorgegebener Beton kann unter einer ande­ ren Massgabe eingebaut worden sein, sodass aus heutiger Sicht

der Beton im Bestandsbau ein «Upgrade» erhalten sollte. Wird Beton neu eingebracht, soll er in der Regel in einer definierten Güte (SB1, SB2, SB3 oder SB4) aus­ geführt werden. Doch bei der bau­ seitigen Herstellung von Beton können mangelhafte Stellen ent­ stehen. Auch Gebrauchsspuren können den Beton während der Bauphase beschädigt haben. Oft­

Bei Bauten im Bestand wird gerne Sichtbeton eingesetzt.

Umbauen 2016


65 Schaufenster Produkte und Anwendungen

mals ist das Aussehen des Sichtbetons aufgrund unterschiedlichster Ursachen signifikant und dauerhaft in Mitleidenschaft gezogen worden.

Spezialisten reprofilieren, strukturieren (im Bild) und retuschieren Sichtbeton im Rahmen von Massnahmen der Betonkosmetik.

Charakteristisch korrigieren

So können beispielsweise folgende Schadensbilder festgestellt werden: fehlerhafte Kanten, Abplatzungen, Kiesnester, grobe Lunker, Schalungsanker, Ausblutungen, starke Entmischung am Schalungsfuss oder Schleppwasser und Wasserläufer. Das sind gravierende, substanzielle Schadensbilder. Doch auch solche Fehlstellen lassen sich «reparieren». Dazu setzt beispielsweise die PSS Interservice selektive Anwendungstechniken ein. Die Fehlstellen werden mittels einer Reprofilierung instand gesetzt. Dazu wird die fehlende mineralische Bausubstanz wieder aufgebaut. Ein anderer Grund für eine Beton-Kosmetik-Massnahme kann die optische Musterung sein. Sichtbetonflächen haben je nach Ausführung eine charakteristische Oberflächenstruktur. Das können Betonnasen grosser Schalungselemente, Schaltafeln oder beispielsweise auch Brettschalungsoptiken sein. Fehlstellen oder eine neue Anordnung ermöglicht die PSS

Beton-Kosmetik mittels Strukturierungen. Hier wird in dünnen bis mittleren Schichtstärken der Beton überarbeitet, so kann zum Beispiel eine regelmässige Schachbrettstruktur angelegt werden. Ein weiterer Grund für eine kosmetische Behandlung des Betons können optische Mängel sein: Rostfahnen, Verfärbungen, mangelhaft eingefärbter Beton, Abzeichnen der Schalhaut oder der Bewehrung und heruntergelaufene Betonnasen sind typische Schadensbilder. Mittels der PSS Beton-Kosmetik wird die Oberfläche in charakteristischer Beton­ optik und -haptik retuschiert. Die Betonkosmetik ist eine besondere Bauleistung. Hier werden praxisgerechte AnwendungsUmbauen 2016

technik und systemerprobte Materialien mit einer Menge an Know-how, Erfahrung und Fingerspitzengefühl kombiniert. Nur die Summe aller Aspekte der Sichtbetonkosmetik schafft die gewünschten Ergebnisse. Ganz gleich, ob im objektspezifischen Einzelfall eine Betongüte SB1, SB2, SB3 oder SB4 erwartet wird, die Beton-Kosmetik-Spezialisten wie von der PSS optimieren den Gesamteindruck der jeweiligen Fassade, Wand, Decke oder Boden entsprechend den gestellten Anforderungen. Unter dem Einsatz spezieller Anwendungstechniken werden fehlerhafte Stellen egalisiert und optisch angeglichen. ɁɁpss-interservice.ch

Vorher (links oben): Unebene Übergänge werden von der Substanz her aufgearbeitet. Nachher (links): Die Beton­kosmetikMassnahme überzeugt durch ein homogenes Ober­ flächenbild.


66 Schaufenster Produkte und Anwendungen

Montage v. l. n. r.: Entfernung des Stützenkopfs, Ersatz durch Stahlpilz; Entfernung der Stütze, Ersatz durch ORSO-VStütze mit integriertem Stahlpilz; Erhaltung der Stütze.

Einstellhalle mit nachträglich verstärkter Decke.

Veränderte Anforderungen an Stahlbeton-Tragwerke verlangen nachträgliche Verstärkungen des Durchstanzbereichs.

Neue Sicherheit für bestehende Flachdecken

gun. Nach Eingriffen in die Trag­struktur (zum Beispiel Ersatz von Wänden durch Stützen) und Umnutzungen wie Erhöhung von Nutz- und Auflasten oder durch strengere Bedingungen unter neuen Normen sind oft Verstärkungsmassnahmen im Stützenbereich erforderlich. In umfangreichen Versuchen an der Empa hat sich das Rino-System bewährt. Es umfasst ein System, um eine Decke zu verstärken, mit extern angebrachtem vorgespanntem Stahlpilz Rino Exo und Rino Flex-Lamellen. Die Software RinoCheck erlaubt die einfache Überprüfung bestehender Bauten und eine erste Abschätzung der Notwendigkeit einer Durchstanzverstärkung. Die Versuche haben gezeigt, dass Rino im Vergleich mit einer unverstärkten Stahlbetonplatte

Umbauen 2016

den Durchstanzwiderstand und die Verformungskapazität signifikant erhöht. Mit Rino Exo wird der gestützte Bereich durch den externen vorgespannten Stahlpilz vergrössert, sodass der Nachweisschnitt ausserhalb des Pilzes massgebend wird. Dies führt zu einer Erhöhung des Tragwiderstands und des Rotationsvermögens – ohne Eingriff in die bestehende Decke. Die Vorspannung stellt sicher, dass das System vollständig aktiviert ist und die Platte bereits ohne weitere Verformung verstärkt. Mit Rino Flex wird eine ungenügende Verankerung der oben liegenden Biegebewehrung durch auf der Platte aufgebrachte Lamellen kompensiert. Es gibt für jeden Fall eine Lösung und Varianten zur einfachen Montage. ɁɁaschwanden.com


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68 Schaufenster Produkte und Anwendungen

Komplettprogramm für Automatik-Schiebetüren im öffentlichen Bereich. In Geschäftseingängen in Shoppingcentern sollte die Tür gemeinsam mit dem Schaufenster die Sicht auf das innen Angebotene ermöglichen.

Transparenz und Funktion vereint

Ein- und Durchgänge von öffent­ lichen Gebäuden unterliegen zum einen den Anforderungen der Barrierefreiheit, müssen sich zum anderen aber auch als Fluchtweg eignen. Dass dieser Aspekt mit dem architektonischen Anspruch an Transparenz vereinbar sein kann, zeigt das weiterentwickelte Komplett-Programm Automatik-Schiebetür-Systeme von Hörmann. Werden alle Systeme von

gun.

einem Hersteller gewählt, wirkt sich das schon in der Bauphase aus, wenn von der Planung über die technische Klarstellung bis zur Abnahme alles von einem Ansprechpartner übernommen wird. Besonders in geplanten Geschäftseingängen in Shoppingcentern sollte die Tür gemeinsam mit dem Schaufenster die Sicht auf das innen Angebotene ermöglichen. Hier gilt: je weniger störende Profile

desto besser. Bei der Automatik-Schiebetür AD 130 werden die Glas-Türflügel ausschliesslich durch Punkthalter getragen, auf seitliche und untere Aluminiumprofile kann komplett verzichtet werden. Die transparente Schiebetür wirkt dadurch noch grosszügiger und kann dennoch auch als Fluchtwegtür ausgeführt werden. ɁɁhoermann.ch

Das Konzept für Waschtischunterbauten bietet Kombinationen zur individuellen Gestaltung des Badezimmermöbels. Der formschöne Unterbau wird ganz nach Kundenwunsch hergestellt.

Formschöner Keramik- und Glaswaschtisch Mit dem Sabella-Konzept für Waschtischunterbauten werden zahlreiche Optionen und Kombinationen zur individuellen Gestaltung des Badezimmermöbels eröffnet. Der formschöne Unterbau wird ganz nach Geschmack und den individuellen Bedürfnissen hergestellt. Schnörkelloses Design, persönliche Akzentsetzung mit Farben, Fronten und Griffen für den

­ inimalen Anspruch oder mit gross­ m zügigem Stauraum – alle Varianten sind möglich. Seit 1913 steht die Sabag AG für konstruktive Innovation in den Bereichen Küchen, Bäder, Platten und Baumaterial. Neben dem Grosshandel mit Produkten namhafter Hersteller aus aller Welt (unter anderem Keramikplatten und ­ ­Sanitärartikel fürs Bad) fertigt man in Umbauen 2016

der eigenen Fabrik Küchen und SabellaBadezimmermöbel. Jede Linie hat ihr klares Konzept, das ein Maximum an Design und Funktionalität mit viel individueller Gestaltungsfreiheit verbindet. Entworfen und produziert werden die Möbel in einem rationellen und kostengünstigen System, das auch auf Sonderwünsche eingehen kann. ɁɁsabag.ch


69 Schaufenster Produkte und Anwendungen

Weiss ist natürlich, modern und öffnet optisch den Raum. Weiss bietet Platz für Kreativität und individuelle Gestaltung.

Velux wechselt den Standard und bietet die Dachfenster aus Kiefernholz weiss lackiert an.

Dachfenster aus Holz, weiss lackiert Weiss liegt im Trend – denn Weiss ist natürlich, modern und öffnet optisch den Raum. Weiss bietet Platz für Kreativität und individuelle Gestaltung. Deshalb wechselt Velux den Standard und bietet die Dachfenster aus Kiefernholz weiss lackiert an. Die neuen Dachfenster in Weiss sind durch tadellose Fertigungsprozesse und innovative Lackeigenschaften besonders langlebig. Die Dachfenster werden in

neuen Lackierzentren einzeln lackiert, und zwar mit speziellem UV-resistentem und atmungsaktivem Acryllack auf Wasserbasis sowie UV-resistenten Eckversiegelungen. Die Dachfenster sind aus hochwertigem Kiefernholz, das zu 96 Prozent aus nachhaltigen, zertifizierten Ressourcen stammt. Am schnellen und einfachen Einbau des Dachfensters ändert sich nichts. Das mit Polyurethan ummantelte

Holz eignet sich optimal für feuchte Räume wie Badezimmer oder Küche. Falls situativ der traditionelle Baustil bevorzugt wird, können wie bisher auch klar lackierte Holzfenster geliefert werden. Das Velux-Sortiment bietet Dachfenster in den unterschiedlichsten Dimensionen, Flachdachfenster, Hitze- und Sonnenschutz oder Sun-Tunnels. ɁɁvelux.ch

Gerade die Fenster sind bei einer Renovation eine besondere Herausforderung, da sie zum charakteristischen Bild einer Fassade beitragen.

Beispiel einer gelungenen Renovation: das Restaurant du Cabaret im Casino Monte Carlo.

Schlank, sicher und energieeffizient Bei der Renovation und Sanierung von historischen Gebäuden soll das Erscheinungsbild eines Gebäudes erhalten bleiben. Gerade die Fenster stellen eine besondere Herausforderung dar, da sie wesentlich zum charakteristischen Bild einer Fassade beitragen und ein Gestaltungselement dieser Architektur sind. Trotzdem müssen die Fenster den heutigen Anforderungen wie Wärmedäm-

mung, Luftdichtheit, Schalldämmung und Ökologie gerecht werden. Das Profilsystem Forster unico XS macht in dieser Hinsicht vieles möglich. Mit den schlanken Stahlprofilen lassen sich selbst filigrane Sprossenfenster und gebogene Elemente konstruieren. Historische Fenster können damit möglichst originalgetreu nachgebaut werden. Der charakteristische Charme des Gebäudes bleibt erUmbauen 2016

halten, jedoch mit einer Wärmedämmung und Dichtheit, die den heutigen Anforderungen entspricht. Dank ihren statischen Eigenschaften nehmen die schlanken Sprossen problemlos das Gewicht von Isolierverglasungen auf. Damit sind ebenso grossflächige Glaselemente problemlos möglich. Die Palette von Ausführungsvarianten ist gross. ɁɁforster-profile.ch


70 Schaufenster Produkte und Anwendungen

Fensterlüftung von Renson sorgt für gutes Raumklima – auch in Frankfurt.

Gutes Raumklima durch Fensterlüftungen: die Überbauung am Römischen Ring in Frankfurt.

Schallgeschützt lüften

gun. Im Europaviertel in Frankfurt am Main einsteht ein neuer Stadtteil. Alle in diesem Viertel errichteten Wohnungen besitzen in den Fensterblendrahmen integrierte hochwertige und optisch ästhetische Zuluftelemente. Im Baugebiet Parkend am Römischen Ring wird die Fensterlüftung AK80 von Renson verbaut. Sie ist ein schalldämmendes, wärme­entkoppeltes Lüftungselement

für hohe Ansprüche. Scharf umrissen waren die Wünsche der Planer. Die in den Fensterblendrahmen integrierten Lüftungselemente sollten im geöffneten Zustand einen Mindestschallschutz von 40 dB und einen Volumenstrom Q bei 2 Pa von mindestens 10 m³/h/m sicherstellen, und dies bei einer thermischen Trennung: ein klassisches Einsatzgebiet der AK 80/3. Sie lässt sich ästhetisch an jedes

Fenstermaterial anpassen und sorgt mit ihrer fünffach verstellbaren Lüfterklappe als auch dem sogenannten Coanda-Effekt, wodurch die Frischluft zuerst unter die Decke geleitet wird, für eine angenehme Verteilung der Frischluft. Dieses Lüftungssystem stellt unabhängig vom Nutzerverhalten eine vorhersehbare Luftqualität in den Räumen sicher. ɁɁrenson.de

Der sparsame Umgang mit der Energie und der sinnvolle Einsatz regenerativer Energien entsprechen dem aktuellen Anspruch.

Die SoleWasser-Wärmepumpe Nautilus kann sowohl in Kellerräumen und Garagen als auch in Abstell- oder Hauswirtschaftsräumen integriert werden.

Mit Erdwärme die Energie der Umwelt nutzen Mit der Sole-Wasser-Wärmepumpe Nautilus bietet Domotec ein Heizsystem an, das die Wärme dem Erdreich entnimmt und optimal nutzt. Sie ist in der Lage, die Energie des Erdreichs oder des Grundwassers in nutzbare Wärme umzuwandeln. Dabei genügen rund 25 % Strom, um 100 % Nutzwärme zu erhalten. Domotec hat ihr Sole-Wasser-Wärmepumpen-Programm durch neue Geräte, die über

Hocheffizienzpumpen, eine neue Kompressor-Generation und weiterentwickelten Expansionsventilen verfügen, ersetzt. Die Geräte der Serien WPNS sind – im Vergleich zur Vorgängergeneration – effizienter. Der COP (Coefficient of Performance) erreicht einen Wert von bis zu 4,8. Die Erdwärmepumpen nutzen für den Heiz- und Sole-Kreislauf jetzt Umwälzpumpen der Energieeffizienzklasse Umbauen 2016

A. Zudem sind sie mit der neuen DPC-Funktion (Dynamic Pump Control) zur Differenztemperaturregelung der Heizkreispumpe ausgestattet: Die Wärmepumpen arbeiten dadurch immer im optimalen Betriebspunkt und lassen sich, weil die manuelle Voreinstellung der Heizkreispumpe entfällt, einfach in Betrieb nehmen. ɁɁdomotec.ch


71 Schaufenster Produkte und Anwendungen

Der Neubau der Glas Reinhard AG ist konzipiert für die firmenspezifischen Arbeitsabläufe.

Im neuen Showroom wird den Besuchern in einem wohnlichen Ambiente das gesamte Produktprogramm vorgestellt.

Räume transparent gestalten Die neuen Räumlichkeiten der Glas Reinhard AG in Rothenburg bieten optimale Bedingungen für ein zukunftsorientiertes Unternehmen im Bereich der Glasbautechnik. Bei dem Unternehmen dreht sich alles um Glas. Langjähriges Know-how in allen Fertigungs- und Veredelungsschritten für Ganzglasgeländer, Ganzglasanlagen, Duschverglasung, Schie­betürsysteme,

Küchenrückwände und -abdeckungen, Glasvordächer, Balkon- und Sitzplatzverglasungen zeigt sich in den Referenzobjekten. Auf einer Fläche von rund 3500 m² startet man mit modernen Produktionsanlagen, einem vollautomatischen Lagersystem, einer hellen und grosszügigen Ausstellung sowie arbeitsfreundlichen Büros für eine neue Zukunft. Die Räume bieten den rund 25 Mitarbeitenden ein

optimales Arbeitsumfeld. Der Neubau ist auf die Arbeitsabläufe des Unternehmens speziell konzipiert. Ein ganz besonderes Augenmerk wird auf den komplett neu gestalteten Showroom gelegt. Hier wird dem Besucher in einem wohnlichen Ambiente das gesamte Produktprogramm vorgestellt und werden ihm die Möglichkeiten von Glas am Bau aufgezeigt. ɁɁglasreinhard.ch

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Umbauen 2016


72 Schaufenster Produkte und Anwendungen

Das Fenstersystem KF 500 von Internorm erhielt das Label «Interior Innovation Award – Winner 2015».

Das KF 500 besitzt eine «unsichtbaren» I-tec Verriegelung, Das Wegfallen der Schliessteile im Rahmen bedeutet nicht nur eine optische Aufwertung sondern auch eine wesentlich einfachere Reinigung. 

Innovation trifft Design

Das mit der I-tec-Verriegelung ausgestattete Kunststoff- bzw. Kunststoff-Aluminium-Fenstersystem KF 500 von Internorm wurde vom Rat für Formgebung (German Design Council) mit dem Label «Interior Innovation Award – Winner 2015» ausgezeichnet. Der Award gilt als einer der wichtigsten Design-Preise der Einrichtungsbranche. Bei dem neuartigen I-tec-Verriege-

lungssystem übernehmen integrierte Klappen anstelle von vorstehenden Schliesszapfen die Ver­rie­gelung des Flügels. In entsprechenden Abständen umlaufend am Flügel angeordnet, drücken die Klappen beim Verriegeln direkt gegen das Rahmeninnere. Die I-tec-Verriegelung benötigt kein Gegenstück im Rahmen. Die Verbindung der Verriegelungsklappen erfolgt zudem unsichtbar in den

Hohlkammern des Flügelprofils. Ein weiteres Merkmal des KF 500 ist sein puristisches, flächenversetztes Design. Der Flügel in Ganzglasoptik ermöglicht durch futuristisches Rahmen-Design zudem sehr schmale Ansichtsbreiten bis 80 mm. Auf der Innenseite gibt es keine sichtbare Glasleiste, in der Aussenansicht sind Flügel und Fixverglasung identisch. ɁɁinternorm.com

Die Monolith Sanitärmodule sind sowohl beim Neubau als auch bei einer Modernisierung einsetzbar.

Trendfarbe Sand

Die Geberit-Monolith-Sanitärmodule ersetzen bei einer Renovation nicht nur den Aufputzspülkasten durch einen formschönen und modernen Glaskörper, sie können auch starke Akzente setzen oder dem Badezimmer einen warmen Touch verleihen: Die gläserne Frontabdeckung ist in den Farben Weiss, Schwarz, Umbra und neu Sand erhältlich. Sie lassen sich mit den meisten handelsüblichen Kera-

Die Sanitärmodule vereinen Funktion und Design.

miken und Armaturen kombinieren. Der Einbau erfordert in aller Regel keinerlei bauliche Anpassungen. Für die Kombination von zeitloser Ästhetik und hoher Funktionalität wurden die Monolith-­ Sanitärmodule schon mehrfach ausgezeichnet. Bereits das Basismodell erfüllt mit wassersparender Zweimengenspülung und erstklassigen Werkstoffen hohe Ansprüche. Der Monolith Plus bietet darUmbauen 2016

über hinaus mit integrierter Geruchsabsaugung, dezentem Orientierungslicht und intelligenter Sensortechnik ultimativen Komfort. Die Verbindung aus Funktion und Design kann sich in einem Neubau und in einem renovierten Bad sehen lassen. Dies nicht zuletzt, weil die Module mit einer Vielzahl an Keramiken und Armaturen kombiniert werden können. ɁɁgeberit.ch


www.luechingermeyer.ch

1995

58

Scherrer Metec AG

www.scherrer.biz

1896

89

Schmid Bauunternehmung AG

www.schmid.lu

1979

504

Swissenergie AG

www.swiss-energie.com

2012

Tschopp Holzbau AG

www.tschopp-holzbau.ch

1972

Logistik

Dr. Lüchinger + Meyer Bauingenieure AG

Abbrucharbeiten / Entsorgung

l

Altlastensanierung

5

Prüfung Statik & Struktur

1973

Baurechtliche / denkmalpflegerische Abklärungen

ISO-Zertifizierung ISO 900l

www.buettner-eng.ch

Marktübersicht

Gebäudeaufnahme

Anzahl Mitarbeitende

Peter Büttner Engineering

Vorbereitung

ISO-Zertifizierung ISO l400l

Gründungsjahr

73 Marktplatz Übersichten

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84

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www.aschwanden.com

1949

70

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Peter Büttner Engineering

www.buettner-eng.ch

1973

5

l

DM BAU AG

www.dm-bau.ch

1991

40

l

Franke Water Systems AG

www.franke.ch

1911 8500

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l

Geberit Vertriebs AG

www.geberit.ch

1874 12000

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l

Glas Marte GmbH

www.glasmarte.at

1930

330

HaMotec AG

www.hamotec-ag.ch

2003

20

Haupt AG

www.haupt-ag.ch

1914

90

Holzbautechnik AG

www.holzbautechnik-ag.com

1979

10

Isofloc AG

www.isofloc.ch

1985

30

Jansen AG

www.jansen.com

1923

950

Keller Treppenbau AG

www.keller-treppen.ch

1969

70

KONE (Schweiz) AG

www.kone.ch

1996

270

l

Fritz Rutz Treppenbau.ch AG

www.treppenbau.ch

1978

20

l

Schmid Bauunternehmung AG

www.schmid.lu

1979

504

l

Stahlton Bauteile AG

www.stahlton-bauteile.ch

1945

160

Stebler Glashaus AG

www.stebler.ch

1952

70

Tschopp Holzbau AG

www.tschopp-holzbau.ch

1972

84

Uzin Utz AG

www.uzin-utz.de

1911

950

ZZ Wancor AG

www.zzwancor.ch

1892

170

Umbauen 2016

l

Verbesserung Akustik / Schallschutz

Balkone

Rolltreppen

Aufzüge

l

Vorfabrikation / Elementbau

F.J. Aschwanden AG

l

Strukturelle Änderungen + Ergänzungen

1998

Wände

www.alther-consult.ch

Böden

Alther Bau Consulting GmbH

Treppen

ISO-Zertifizierung ISO l400l

ISO-Zertifizierung ISO 900l

Marktübersicht

Anzahl Mitarbeitende

Konstruktionssysteme

Gründungsjahr

Die Marktübersicht gibt Informationen wieder, die von den betreffenden Unternehmen für diese Sonderausgabe zur Verfügung gestellt wurden. Für ihren Gehalt kann der Herausgeber keine Gewähr übernehmen.

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Fassadenverkleidungen

Dachabdeckungen Flachdach / Gründach Dachabdeckungen Schrägdach

Dämmsysteme Wand

www.allega.ch

1933

140

l

Alther Bau Consulting GmbH

www.alther-consult.ch

1998

Paul Bauder AG

www.bauder.ag

1994

35

Biene Fenster AG

www.biene-fenster.ch

1896

120

Bieri Tenta AG

www.bieri.ch

1965

120

EFAFLEX Swiss GmbH

www.efaflex.ch

2008

EgoKiefer AG

www.egokiefer.ch

1932

750

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l

Ernst Schweizer AG Metallbau

www.schweizer-metallbau.ch

1920

564

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l

Eternit (Schweiz) AG

www.swisspearl.ch

1903

450

l

EVVA Sicherheitstechnologie AG

www.evva.ch

1919

730

l

Fassadentechnik AG

www.fassadentechnik-ag.com

1979

15

l

Feba Fassadenbauteile AG

www.feba.ch

1995

30

l

Flachglas (Schweiz) AG

www.flachglas.ch

1836

250

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l

l

Gerber-Vogt AG

www.gerber-vogt.ch

1923

80

l

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l

Glas Marte GmbH

www.glasmarte.at

1930

330

Greutol AG

www.greutol.ch

1958

90

Haupt AG

www.haupt-ag.ch

1914

90

l

Heliobus AG

www.heliobus.com

1999

15

l

Hörmann Schweiz AG

www.hoermann.ch

1983

120

Holzbautechnik AG

www.holzbautechnik-ag.com

1979

10

Hunter Douglas (Schweiz) GmbH

www.hunterdouglas.ch

1973

30

Isofloc AG

www.isofloc.ch

1985

30

IsoWall AG

www.isowall.ch

2002

2

Jansen AG

www.jansen.com

1923

950

mobileGlas GmbH

www.mobileglas.ch

2006

8

OKALUX GmbH

www.okalux.de

1965

120

l

PREFA Schweiz

www.prefa.ch

1998

15

l

ProPanel GmbH

www.propanel.ch

2006

3

l

Renson Sunprotection-Screens

www.rensonschweiz.ch

1908

700

l

l

Instandsetzung

Allega GmbH

l

Entfeuchtung

l

Abdichtungen

514

Dämmsysteme Dach

1896

Tore

www.4-b.ch

Türen

Anzahl Mitarbeitende

4B Fenster & Fassaden AG

Marktübersicht

Fenster

Gründungsjahr

Gebäudehülle

ISO-Zertifizierung ISO 900l ISO-Zertifizierung ISO l400l

74 Marktplatz Übersichten

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Die Marktübersicht gibt Informationen wieder, die von den betreffenden Unternehmen für diese Sonderausgabe zur Verfügung gestellt wurden. Für ihren Gehalt kann der Herausgeber keine Gewähr übernehmen.

Umbauen 2016


Schenker Storen AG

www.storen.ch

1881

720

Scherrer Metec AG

www.scherrer.biz

1896

89

Schmid Bauunternehmung AG

www.schmid.lu

1979

504

Soprema AG

www.soprema.ch

1908

65

Sottas SA

www.sottas.ch

1982

337

Stahlton Bauteile AG

www.stahlton-bauteile.ch

1945

160

Stebler Glashaus AG

www.stebler.ch

1952

70

Swissenergie AG

www.swiss-energie.com

2012

Teckentrup Schweiz AG

www.teckentrup.ch

2004

Tschopp Holzbau AG

www.tschopp-holzbau.ch

1972

84

Products Schweiz AG

www.vmzinc.ch

1990

11

Uzin Utz AG

www.uzin-utz.de

1911

950

Zaunteam Franchise AG

www.zaunteam.ch

1989

240

ZZ Wancor AG

www.zzwancor.ch

1892

170

Fassadenverkleidungen

813

Dachabdeckungen Flachdach / Gründach Dachabdeckungen Schrägdach

1913

Instandsetzung

www.sabag.ch

Entfeuchtung

Sabag Biel/Bienne AG

Abdichtungen

Dämmsysteme Wand

17

Dämmsysteme Dach

1996

Tore

www.reynaers.ch

Türen

Anzahl Mitarbeitende

Reynaers AG

Marktübersicht

Fenster

Gründungsjahr

Gebäudehülle

ISO-Zertifizierung ISO 900l ISO-Zertifizierung ISO l400l

75 Marktplatz Übersichten

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Umicore Building

VORHER

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www.alpnachnorm.ch

1966

120

Alther Bau Consulting GmbH

www.alther-consult.ch

1998

Peter Büttner Engineering

www.buettner-eng.ch

1973

5

Dornbracht Schweiz AG

www.dornbracht.com

1982

15

EVVA Sicherheitstechnologie AG

www.evva.ch

1919

730

l

Feyco AG

www.feycotreffert.com

1902

300

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Flachglas (Schweiz) AG

www.flachglas.ch

1836

250

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Franke Water Systems AG

www.franke.ch

1911 8500

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Geberit Vertriebs AG

www.geberit.ch

1874 12000

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Gerber-Vogt AG

www.gerber-vogt.ch

1923

80

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Glas Marte GmbH

www.glasmarte.at

1930

330

Greutol AG

www.greutol.ch

1958

90

HaMotec AG

www.hamotec-ag.ch

2003

20

HEFTI.HESS.MARTIGNONI. Holding AG www.hhm.ch

1951

180

l

HEWI Heinrich Wilke GmbH

www.hewi.com

1929

600

l

Holzbautechnik AG

www.holzbautechnik-ag.com

1979

10

Jansen AG

www.jansen.com

1923

950

KLAFS AG

www.klafs.ch

1972

45

Promat AG

www.promat.ch

1973

20

ProPanel GmbH

www.propanel.ch

2006

3

Quooker Schweiz AG

www.quooker.ch

2010

3

l

Repabad GmbH

www.repabad.com

1963

100

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Fritz Rutz Treppenbau.ch AG

www.treppenbau.ch

1978

20

l

Sabag Biel/Bienne AG

www.sabag.ch

1913

813

l

Scherrer Metec AG

www.scherrer.biz

1896

89

Schmid Bauunternehmung AG

www.schmid.lu

1979

504

Stahlton Bauteile AG

www.stahlton-bauteile.ch

1945

160

Stebler Glashaus AG

www.stebler.ch

1952

70

Tschopp Holzbau AG

www.tschopp-holzbau.ch

1972

84

Uzin Utz AG

www.uzin-utz.de

1911

950

ZZ Wancor AG

www.zzwancor.ch

1892

170

Bad

Alpnach Norm- Schrankelemente AG

Restaurieren

60

Rekonstruktion historischer Teile

1999

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www.alpnachkuechen.ch

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Marktübersicht

ISO-Zertifizierung ISO 9001

Gründungsjahr

Innenausbau

ISO-Zertifizierung ISO 14001

76 Marktplatz Übersichten

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Die Marktübersicht gibt Informationen wieder, die von den betreffenden Unternehmen für diese Sonderausgabe zur Verfügung gestellt wurden. Für ihren Gehalt kann der Herausgeber keine Gewähr übernehmen.

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Armstrong Metalldecken AG

www.gema.biz

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50

Baumann Cheminéeöfen GmbH

www.baumannofen.ch

1979

12

BENZING Lüftungssysteme GmbH

www.benzing-ls.de

1970

20

1928

690

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ELCOTHERM AG

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Heizung Geothermie

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ABB Schweiz AG

Heizung Gas

ISO-Zertifizierung ISO l400l

Marktübersicht

ISO-Zertifizierung ISO 900l

Gründungsjahr

Haustechnik

Anzahl Mitarbeitende

78 Marktplatz Übersichten

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Ernst Schweizer AG, Metallbau

www.schweizer-metallbau.ch

1920

564

l

EVVA Sicherheitstechnologie AG

www.evva.ch

1919

730

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Fassadentechnik AG

www.fassadentechnik-ag.com

1979

15

Franke Water Systems AG

www.franke.ch

1911 8500

l

Hälg Building Services Group

www.haelg.ch

1922

900

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HEFTI.HESS.MARTIGNONI. Holding AG www.hhm.ch

1951

180

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l

Heliobus AG

www.heliobus.com

1999

15

Helios Ventilatoren AG

www.helios.ch

1977

38

Holzbautechnik AG

www.holzbautechnik-ag.com

1979

10

Jansen AG

www.jansen.com

1923

950

KST AG

www.kstag.ch

2008

34

Renson Sunprotection-Screens

www.rensonschweiz.ch

1908

700

Scherrer Metec AG

www.scherrer.biz

1896

89

Schmid Bauunternehmung AG

www.schmid.lu

1979

504

Stiebel Eltron AG

www.stiebel-eltron.ch

1978

80

Störi Licht AG

www.stoeri-licht.ch

1988

11

Swissenergie AG

www.swiss-energie.com

2012

ZZ Wancor AG

www.zzwancor.ch

1892

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170

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Die Marktübersicht gibt Informationen wieder, die von den betreffenden Unternehmen für diese Sonderausgabe zur Verfügung gestellt wurden. Für ihren Gehalt kann der Herausgeber keine Gewähr übernehmen.

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80 Ausklang Epilog

Und zuletzt noch dies …

Sonderausgabe Umbauen 3. Jahrgang Herausgeberin B + L Verlags AG Steinwiesenstrasse 3 8952 Schlieren Tel. 044 733 39 99 Fax 044 733 39 89 info@blverlag.ch www.blverlag.ch Verleger Peter Boll Geschäftsleitung Patrick Schmid, Philipp Bitzer Redaktion Uwe Guntern (gun) Christina Horisberger (chh) Anna Ettlin (ale) Philipp Bitzer (phb) Anzeigen Gabriela Hüppi (Leitung) Reto Schnider Anzeigendisposition Denise Bucher

Auch das erste Hochhaus der Welt wurde umgebaut und aufgestockt. Dabei handelt es sich um das Home Insurance Building in Chicago. Es wurde 1885 fertiggestellt und hatte eine Höhe von 42 m und zehn Etagen, was für die damalige Zeit einmalig war. Entworfen wurde es von Bau-Ingenieur William Le Baron Jenney. Bereits nach fünf Jahren folgten zwei weitere Stockwerke. Damit erreichte es eine Höhe von 55 m. Es ist auch das erste Haus der Chicagoer Schule, eine Stilrichtung im Chicago des ausgehenden 19. Jahrhunderts, deren Architekten die ersten Hochhäuser gebaut haben. Möglich war dies durch den Einsatz der Stahlrahmenkonstruktion, einer Bauweise, welche die Bauwelt revolutionieren sollte. Die Architekten der Chicagoer Schule setzten mit ihrer Ästhetik die klassische Moderne aus Europa erstmals in Architektursprache um. Bereits 1931 wurde das Home Insurance Building abgebrochen. Sein Abbruch kennzeichnet für viele das Ende der klassischen Moderne, nicht nur in der Architektur, sondern auch in Philosophie, Literatur und Kunst. Doch wie immer bei derlei Einordnungen und Festlegungen – sie haben keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit. So entstand der Tour Bel-Air in Lausanne, das erste Hochhaus der Schweiz, erst im Jahr 1932. ●

Das Home Insurance Building im Jahr 1890 nach der Aufstockung um zwei Etagen.

Leserdienst Jasmin Brühwiler Layout Ines Häny Pascal Zingg Illustrationen Grafilu Korrektorat Ullrich Noelle Druck AVD Goldach AG Sulzstrasse 10 –12 9403 Goldach/SG avd.ch Verkaufspreis Im Jahresabonnement der Publikation Architektur + Technik inbegriffen Alle Rechte vorbehalten. Der Nachdruck von Artikeln ist nur mit schriftlicher Genehmigung der Redaktion und mit genauer Quellenangabe gestattet. Mit Verfassernamen beziehungsweise Initialen gezeichnete Veröffentlichungen geben die Auffassung der Autoren und nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Publiziertes Bildmaterial, sofern nicht anders angeführt, wurde dem Verlag zum Abdruck zur Verfügung gestellt. Für unaufgefordert eingereichte Manuskripte und Bilder kann keine Haftung übernommen werden.

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Sonderausgabe 2016 Architektur+Technik

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